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	<title>25-km-30-km &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/25-km-30-km/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "25-km-30-km"</description>
	<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 15:36:05 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Auf Rheinsteig und Rieslingpfad in den Rheingau: Wiesbaden-Schierstein - Hattenheim mit Fotos (25,5 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/10/31/auf-rheinsteig-und-rieslingpfad-in-den-rheingau-wiesbaden-schierstein-hattenheim-mit-fotos-255-km/</link>
<pubDate>Sat, 31 Oct 2009 22:34:33 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/10/31/auf-rheinsteig-und-rieslingpfad-in-den-rheingau-wiesbaden-schierstein-hattenheim-mit-fotos-255-km/</guid>
<description><![CDATA[Wer schöne, lange, spannende Entdeckungstouren in der Übergangszeit und im Winter laufen will, muss ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Wer schöne, lange, spannende Entdeckungstouren in der Übergangszeit und im Winter laufen will, muss eine gewisse Spontanität mitbringen.<br />
Lange vorausplanen ist da nicht (weil: Wetter zu unstet, und außerdem wird´s ja immer früher dunkel!), stattdessen muss man auch mal kurzfristig aufbrechen, wenn Zeit und Witterung es opportun erscheinen lassen.<br />
Carpe Diem und so&#8230;</p>
<p>Zum Beispiel heute.<br />
Samstagmorgen.</p>
<p>Aufgestanden, Blick aus dem Fenster:<br />
Wunderbarer Herbsttag.<br />
Strahlender Sonnenschein, vielleicht etwas blässlich um die Korona, aber freundlich und hell und herbstlich stimmungsvoll. Dazu ein milchiger Himmel mit ordentlich Blau drin. Dazu frische, kühle Luft, diesig und nicht allzu warm, aber so einer scharfen, angenehmen Herbstnote, die den unwillkürlichen Drang erzeugt, sich draußen umzutun.<br />
Und Windstill ist es auch, da stört auch die einstellige Temperatur nicht weiter.<br />
Kurzum: Exzellentes Wetter.<br />
Und Zeit ist auch.<br />
Perfekt, da lauf´ ich doch mal irgendwas richtig Schönes ab.</p>
<p>Aber wo?<br />
Flachland geht natürlich nicht, soll schließlich eine Premiumtour werden, da braucht´s ein bisschen Auf und Ab.<br />
Nach Odenwald ist mir heute auch nicht so (ursprünglich war mal angedacht, mit <a href="http://www.diro-online.com/wordpress/">Gerd</a> den <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/08/15/blogger-team-up-nibelungensteig-teil-2-wilsmhausen-gumpener-kreuz-mit-gerd-und-foto-244-km/">Nibelungensteig</a> zu Ende zu laufen, aber der ist wieder mal Krank [der Gerd, nicht der Steig], das fällt also aus), und in die Pfalz will ich auch nicht unbedingt&#8230;<br />
Hm&#8230;</p>
<p>Hey, Moment mal, das isses doch: <a href="http://www.rheingau.de/">Der Rheingau</a>!<br />
Schmaler Streifen Land zwischen den Südhängen des Taunus und dem Rheinufer, Rieslingland, Hügel und Berge mit Wald und Reben, Weindörfer, Burgen, Schlösser und Klöster, einer der schönsten Landstriche in ganz Hessen &#8211; und ich war läuferisch noch nie dort unterwegs.<br />
Die Idee ist noch nicht mal richtig zuende gedacht, da weiss ich schon: Das will ich mir heute erlaufen!</p>
<p><!--more--><br />
Eine Wanderkarte für den Rheingau hab´ ich natürlich schon, die hab´ ich mir ein weiser Voraussicht bereits im Sommer besorgt, entsprechend ist es kein Problem, kurzfristig eine interessante grobe Route rauszusuchen.<br />
Ich entscheide mich schließlich für eine Einwegstrecke, von Wiesbaden- Schierstein aus auf dem Rheingau-Rieslingpfad über Frauenstein, Marthinsthal, Rauenthal und Kiedrich bis zum Kloster Eberbach, dann runter nach Hattenheim am Rheinufer und mit der Bahn zurück zum Ausgangspunkt.</p>
<p>Macht einen guten Eindruck, entsprechend ergehe ich mich während der gesamten Anreise (die nicht gerade kurz ist, aber für einen schönen Wochenendausflug ist das schon ok) schon mal ordentlich in Vorfreude&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Startzeit: Kurz nach Zwölf Uhr Mittags.<br />
Kein Mittagessen heute, dafür laufen. Das sind so die Kompromisse, die man eingehen muss, wenn der Einbruch der Dunkelheit willkürlich in die Tagesmitte verlegt wird.</p>
<p>Startpunkt: Dachsbergstr. in Wiesbaden-<a href="http://www.schierstein.com/">Schierstein</a>, direkt vor dem Bahnhof:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6773.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-6846" title="IMG_6773" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6773.jpg" alt="Bahnhof Schierstein" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #1: Am Bahnhof von Schierstein</em></p>
<p>Damit ist die heutige Tour übrigens nicht an den Rest meines <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/08/streckennetz-august-09.jpg">Streckennetzes</a> angebunden, der ein paar Kilometer weiter nördlich und östlich endet.<br />
Muss ich wohl irgendwann nochmal herkommen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Und los geht´s, mit bester Laune und guten Beinen hinein in den freundlich-hellen Herbstmittag.<br />
Rheingau, ich komme!!!</p>
<p>Zuerst muss ich allerdings noch ein kleines Stück durch den Wiesbadener Vorort. Gleich mal rechts über die Gleise&#8230;<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6774.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-6847" title="IMG_6774" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6774.jpg" alt="Bahnübergang Freudenbergstr. in Schierstein" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #2: Bahnübergang Freudenbergstr.</em></p>
<p>&#8230;dann ein Stück die leicht ansteigende Freudenbergstr. hoch, nach 150 m. halblinks in die Vogesenstr., die sich allerdings als Sackgasse erweist und direkt vor der A66 endet.<br />
Kein Durchkommen (obwohl die Wanderkarte es auf den ersten Blick anders aussehen lässt, erst bei ganz genauem Hinsehen erkennt man, dass der Weg hier unterbrochen ist), also wieder zurück und rechts einen schmalen Fußweg zwischen den Gärten hinunter, an dessen unterem Ende ich wie erfhofft auf den Marker des <a href="http://www.rheingau.de/sehenswertes/rieslingpfad">Rheingauer Rieslingpfads</a> stoße&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6776.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-6848" title="IMG_6776" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6776.jpg" alt="Rheingauer Rieslingpfad" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild #3: Der Marker vom Rieslingpfad: Gelbes Weinglas mit Krönchen auf grünem Grund</em></p>
<p>&#8230;auf dem´s von nun an in den Rheingau hinein gehen soll.</p>
<p>Rechts, vorbei an einem Hundeplatz unter hohen, alten Bäumen, deren gelbes Laub hell im etwas verwaschenen Licht der Mittagsonne erstrahlt&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6778.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-6849" title="IMG_6778" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6778.jpg" alt="IMG_6778" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #4</em></p>
<p>&#8230;dann durch eine Unterführung unter der Autobahn durch und direkt dahinter wieder rechts, einen kurzen aber recht steilen Buckel hoch&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6779-80p.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-6850" title="IMG_6779-80p" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6779-80p.jpg" alt="IMG_6779-80p" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild #5: Aufwärts neben der A66. Hier begegnet mir auch zum ersten mal das die <a href="http://www.laufendhelfen.info/lh_de_extern/infos_fuer_laeufer/eigene_veranstaltungen/rheinsteig_erlebnislauf/rheinsteig_wegweiser.jpg">blaue, stilisierte R-Welle</a> des <a href="http://www.rheinsteig.de/index.php?id=20">Rheinsteigs</a>, der von hier aus am Rheinufer entlang durch Rheingau, Mittelrheintal und Siebengebirge bis hinauf ins Ferne Bonn führt und als einer der schönsten Fernwanderwege des Landes gilt.<br />
Mit dem werde ich später noch ein bisschen mehr zu tun bekommen&#8230;</em></p>
<p>&#8230;an dessen oberem Ende es dann wieder links geht, noch ein paar Meter durchs ruhige Wohngebiet an der Schwarzwaldstr., bevor ich Schierstein endgültig verlasse und hinaus ins helle, freundliche Hügelland des Rheingaus laufe:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6782.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-6851" title="IMG_6782" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6782.jpg" alt="IMG_6782" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #6: Am Ende von Schierstein</em></p>
<p>Ach je, ist das schön hier. Zuerst geht´s noch an ein paar herbstlich-beschaulichen Kleingärten dabei, dann finde ich mich mitten in den weiten, sanft geschwungenen Weinlagen wieder, deren bunte Rebenreihen im Mittagslicht erstrahlen &#8211; Weinberge im Herbst sind mindestens genauso bunt wie Herbstwald, aber ohne störende Wipfel, die weit über einem das schräge Licht wegblocken könnten, viel schöner geht´s einfach nicht.</p>
<p>Dazu der wunderbar angenehme Rieslingpfad, der sich mit minimalster Steigung am Südhang des Hügels entlangzieht, voll im Licht und mit wunderbarem Blick runter zum Rhein und rüber nach Rheinland-Pfalz, über die Mombacher Industrieanlagen hinweg nach Mainz, wo man klar den Dom, die Christuskirche und die beiden Zwillingshochhäuser am Hauptbahnhof erkennen kann, rechts davon dann der schimmernde Fluss, der sich in Richtung Ingelheim nach Westen schlängelt, eingerahmt vom Rheinhessischen Hügelleland, das schließlich irgendwo im Dunst ins Nahebergland und den Hunsrück übergeht.<br />
Bloß Fernsicht gibt´s keine, zu diesig.<br />
Schon ein bisschen schade, denn hier am Nordrand der oberrheinischen Tiefebene kann an klaren Tagen das gesamte nördliche Rheintal überblicken, bis zum Donnersberg im Nordpfälzer Bergland und zur Bergstrasse und dem Odenwald.<br />
Aber hey, schön ist es trotzdem, also was soll´s&#8230;</p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6790.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6790.jpg" alt="IMG_6790" title="IMG_6790" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6853" /></a><br />
<em>Bild #7: Blick vom Rheingauer Rieslingpfad (so ungefähr Weinlage Honigberg?) nach Südwesten in Richtung Rheinufer</em></p>
<p>Ein schönes, langes Stück am Südwesthang nach Nordwesten, die Augen entweder links auf der wunderschönen Rheingaulandschaft&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6791-97p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6791-97p.jpg" alt="IMG_6791-97p" title="IMG_6791-97p" width="400" height="78" class="alignnone size-full wp-image-6854" /></a><br />
<em>Bild #8: Rheingau-Panorama: Mittig der Spitze Stein über Frauenstein, links dahinter der bewaldete Höhenzug zwischen Frauenstein und dem Walluf-Tal.<br />
Nur Geduld, liegt beides auf der geplanten Strecke&#8230;</em></p>
<p>&#8230;oder rechts, auf den leuchtenden, bunten Rebenmeeren am Hang&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6800.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6800.jpg" alt="IMG_6800" title="IMG_6800" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6855" /></a><br />
<em>Bild #9: Weinhang unter dem &#8220;Himmelreich&#8221; bei Freudenberg</em></p>
<p>&#8230;schließlich nach ca. 1,3 abwärts, durch die prächtigen Weinlagen am Homberg hinab ins die Flache Taldelle des Leierbachs&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6801-01p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6801-01p.jpg" alt="IMG_6801-01p" title="IMG_6801-01p" width="400" height="164" class="alignnone size-full wp-image-6856" /></a><br />
<em>Bild #10: &#8230;ins Leierbachtal (wenn´s denn so heisst&#8230;)</em></p>
<p>&#8230;und dann auch schon gleich wieder an der anderen Talseite (ausnahmsweise mal kein Wein sondern Wiese) bergauf, und das mit ordentlicher Steigung.<br />
Ist aber kein langer Aufstieg, vielleicht 30 Höhenmeter, dann verflacht der Weg auch schon wieder angenehm und führt bequem am Hang entlang weiter nach Westen, weiterhin mit schönem Blick auf den schillernden Rhein und das dunstige Rheinland-Pfälzer-Ufer, weiterhin umgeben von buntstrahlenden Weinreben, die sich rechts den Hang hinauf- und links hinunterziehen, dazwischen hin und wieder mal eine malerische Ruhebank, eine interessante Weinlehrpfadtafel, oder eine kleine Schutzhütte zwischen den Rebenreihen:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6803.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6803.jpg" alt="IMG_6803" title="IMG_6803" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6863" /></a><br />
<em>Bild #11: Hütte am Herrenberg (?)</em></p>
<p>Und von oben scheint immer noch voll die wohlige Herbsonne auf mich herunter, etwas blaß aber warm und freundlich und landschaftstrahlendmachend.<br />
Traumhaft.</p>
<p>Nach einem halben Kilometer verabschiede ich mich erst mal vom Rieslingpfad, denn der führt geradeaus um den Hügel herum bis in den unteren Teil von Frauenstein.<br />
Will ich aber nicht, denn die Wanderkarte zeigt rechts oben auf der Hügelkuppe einen Aussichtspunkt namens &#8220;Spitzer Stein&#8221; an, der sich anscheinend auf einer Quarzklippe hoch über Frauenstein erhebt.<br />
Sieht richtig interessant aus, das lass´ ich mir natürlich nicht entgehen und biege folgerichtig nach rechts ab, nun dem schwarzen Punkt hinterher, der geradewegs den Hang zum Weingut/Ausflugslokal <a href="http://www.hof-nuernberg.de/">Nürnberger Hof</a> hinaufführt, das 30 oder 40 HM weiter oben am Hügel sitzt.</p>
<p>Dieses Stück ist schon ganz gut steil, da komme ich zum ersten Mal heute so ein bisschen ins Schnaufen und bin ganz froh, dass sich oben auf Höhe des Nürnberger Hofs eine tolle Aussicht über die Rheinebene bietet, die Anlass zu einer kurzen Atem- und Panoramabildmachpause gibt:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6805-16p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6805-16p.jpg" alt="IMG_6805-16p" title="IMG_6805-16p" width="400" height="124" class="alignnone size-full wp-image-6864" /></a><br />
<em>Bild #12: Aussicht vom Asphaltweg am Nürnberger Hof nach Südosten, in die Oberrheinische Tiefebene.<br />
Wenn´s etwas weniger diesig wäre, könnte man klar die Turmspitzen, Hochhäuser und Schornsteine von Mainz erkennen.<br />
Und wenn´s viel weniger diesig wäre, könnte man noch viel weiter schauen, geradewegs bis rüber nach Hause an die Bergstrasse &#8211; an einem ganz klaren Tag und mit einem richtig guten Feldstecher könnte man vielleicht sogar meine Wohnung im 50 km entfernten Jugenheim sehen&#8230;<br />
Geht heute alles nicht, verflixt hübsch ist es aber trotzdem!</em></p>
<p>Und gleich weiter bergauf, am Nürnberger Hof vorbei und dem schwarzen Punkt, zu dem sich nun auch wieder der Rheinsteig-Marker gesellt, weiter den Hang hoch, der hier ausnahmsweise mal nicht nur mit Wein aufwarten kann, sondern auch mit geradlinigen Hainen  rostrotbelaubter Kirschbäume (im Frühjahr während der Kirschblüte ist das sicher traumhaft schön hier oben):<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6817.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6817.jpg" alt="IMG_6817" title="IMG_6817" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6866" /></a><br />
<em>Bild #13: Kirschbäume am Rheinsteig über dem Nürnberger Hof</em> </p>
<p>Nochmal 40 Höhenmeter oder so, dann erreiche den Anfang des Eichenwäldchens, das die Hügelkuppe am spitzen Stein bedeckt und gerade damit beschäftigt ist, die Rheingauer Variante des Indian Summer aufzuführen.<br />
Vorbei an einem hübschen Rastplatz direkt über dem Abhang, der auf einmal gar nicht mehr sanft und flach ist, sondern sich überraschend steil runter ins Rheintal stürzt:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6820.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6820.jpg" alt="IMG_6820" title="IMG_6820" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6867" /></a><br />
<em>Bild #14: Am Rastplatz beim Spitzen Stein.<br />
Die Häuser da unten am Rheinufer, das dürfte Walluf sein.</em> </p>
<p>Nur ein paar Meter dahinter geht´s dann links, auf eine kleine Terasse am Bergrücken, auf der eine Art dreieckiger, spitz zulaufender Obelisk steht.<br />
&#8220;Offensichtlich der Spitze Stein, nach dem das hier auf der Wanderkarte benannt ist&#8221;, denke ich mir&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6837.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6837.jpg" alt="IMG_6837" title="IMG_6837" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6868" /></a><br />
<em>Bild #15: Spitzer Stein?</em></p>
<p>&#8230;und liege damit voll daneben.<br />
In Wirklichkeit ist es nämlich der <a href="http://www.batusura.de/frauenstein/goethe.htm">Goethestein</a>, errichtet zu Ehren des Dichterfürsten, der hier im Jahr 1815 vorbeigekommen ist um geologische Studien zu betreiben.<br />
Deswegen schmückt sein Charakterkopf auch die Plakette an der Vorderseite des Denkmals:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6838-39p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6838-39p.jpg" alt="IMG_6838-39p" title="IMG_6838-39p" width="400" height="609" class="alignnone size-full wp-image-6869" /></a><br />
<em>Bild #16: Goethestein!</em></p>
<p>Und als Dreingabe gibt´s auch gleich noch einen tollen Blick von der zugehörigen Terasse, über die Weinlage Herrenberg hinweg runter auf den unteren Teil von Frauenstein, der sich formschön in die Delle des schmalen Tälchens zwischen den Hügeln schmiegt:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6840.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6840.jpg" alt="IMG_6840" title="IMG_6840" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6870" /></a><em>Bild #17: Ausblick vom Goethestein auf Frauenstein.<br />
Der steile Hang auf der Talseite mit dem Wald obendrauf, da komm´ ich nachher übrigens auch noch vorbei.</em></p>
<p>Sehr hübsch, allein dafür hat sich der Abstecher vom Rieslingpfad schon voll und ganz gelohnt.<br />
Aber es kommt noch besser.<br />
Gerade mal 100 oder 150 folge ich dem Rheinsteig weiter nach Norden, dann führt er halblinks in den rotbraunggolden schimmernden Eichenwald hinein, zum höchsten Punkt des Hügels, wo sich &#8211; vollkommen unerwartet &#8211; auf einmal ein Aussichtsturm über die herbstlich bunten Wipfel erhebt.<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6842.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6842.jpg" alt="IMG_6842" title="IMG_6842" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6871" /></a><br />
<em>Bild #18: Aussichtsturm am Spitzen Stein</em></p>
<p>Wow, cool, den hatte ich wirklich überhaupt nicht auf der Rechnung.<br />
Aber wenn er schon mal da ist, dann nehm ich ihn selbstverfreilich auch gleich mit, da halten mich auch das Warnschild der Stadt Wiesbaden (&#8220;Benutzung auf eigene Gefahr&#8221;) und die etwas zu dünn wirkenden knarzigen Holzstufen nicht auf:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6844.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6844.jpg" alt="IMG_6844" title="IMG_6844" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6872" /></a><br />
<em>Bild #19: Auf die Turmspitze über dem Blätterdach</em></p>
<p>Oben: Ausssicht!<br />
Nicht nach Süden, da hängt ja der schwere, helle Dunst über der Rheinebene.<br />
Aber dafür nach Norden, auf die hohen, langgezogenen Höhenzüge des Taunus um die Hohe Wurzel herum, deren bewaldete Flanken im warmen Herbstfarben erstrahlen:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6858-63p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6858-63p.jpg" alt="IMG_6858-63p" title="IMG_6858-63p" width="400" height="89" class="alignnone size-full wp-image-6873" /></a><br />
<em>Bild #20: Taunushänge vom Aussichtsturm am Spitzen Stein aus.<br />
Der Fernsehturm auf dem höchsten Gipfel, das ist die Hohe Wurzel, <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/08/05/blogger-team-up-taunus-hinter-wiesbaden-mit-torsten-und-ein-paar-fotos-217-km/">auf die ich Anfang August mit Torsten hochgelaufen bin</a>.</em></p>
<p>Wunderschön!<br />
Allzulange verweile ich aber trotzdem nicht, denn ein Blick auf die Uhr verrät mir, dass es inzwischen schon knapp 13:00 Uhr ist.<br />
Und leider hab´ ich heute eine feste Zeitvorgabe &#8211; spätestens gegen 16:20 Uhr muss am Bahnhof in Hattenheim sein, um den Zug zurück nach Schierstein zu erwischen, sonst blüht mir stundenlanges Warten, bis die nächste Bahn kommt.<br />
Sind zwar noch fast dreieinhalb Stunden Zeit, eigentlich mehr als genug für die vielleicht 20 Kilometer, die noch vor mir liegen, aber ich bin bei diesen Touren ja immer extrem langsam, weil ich ganz viele Fotopausen mache und mir alles Anschaue, was unterwegs interessant und schön ist.<br />
Da halte ich mich lieber etwas ran, auch wenn mir dieser implizite Zeitdruck überhaupt nicht schmeckt&#8230;</p>
<p>Direkt nach dem Turm wird der Rheinsteig richtig schön abenteuerlich: Auf einem schmalen, gewundenen Pfädchen führt er zwischen den knorrigen Eichen nach Norden&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6864.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6864.jpg" alt="IMG_6864" title="IMG_6864" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6874" /></a><br />
<em>Bild 21: Rheinsteig auf dem Spitzen Stein</em></p>
<p>&#8230;direkt auf dem Bergkamm, der sich zusehendes zu einem steilen, engen Grat entwickelt, der nach links und rechts schroff abfällt:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6865.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6865.jpg" alt="IMG_6865" title="IMG_6865" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6875" /></a><br />
<em>Bild #22: Genauso stell´ ich mir den Rheinsteig vor: Ein bisschen gewagt und mitten durch wildromantische Landschaft!<br />
Weiter so, Rheinsteig!!! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p>Außerdem geht´s abwärts, erst gemächlich, dann immer steiler den Waldpfad hinunter, bis ich schließlich auf einen etwas besseren Weg am nahen Waldrand wechsele, auf dem es dann weiter talwärts gen Frauenstein geht&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6867.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6867.jpg" alt="IMG_6867" title="IMG_6867" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6876" /></a><br />
<em>Bild #23: Über den Dächern von Frauenstein.<br />
Von unten aus dem Dorf zieht ein köstlicher Mittagessensgeruch herauf in meine Nüstern (italienisches Restaurant?), bei dem mein Magen unwillkürlich ein bisschen zu knurren anfängt.<br />
Schnell weiter, bevor da noch ein richtiger Hunger draus wird&#8230;</em> </p>
<p>&#8230;das ich schließlich nach einem letzten Abstieg auf einer schmalen Treppe am Hang erreiche. </p>
<p><a href="http://www.batusura.de/frauenstein/index.htm">Frauenstein</a> ist eigentlich noch ein Stadttel der Landeshauptstadt Wiesbaden, aber man sieht´s ihm nicht an: Kleines, friedliches Dörfchen im Talgrund zwischen Weinhügeln und Taunushängen, sehr nett.</p>
<p>Noch netter: Hier gibt´s eine Burg (oder zumindest einen Bergfried auf einer schroffen, hohen Steilklippe, die sich mitten im Oberdorf erhebt), und zwar direkt neben dem unteren Ende der Treppe, auf der ich gerade aus dem Wald komme:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6871-73p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6871-73p.jpg" alt="IMG_6871-73p" title="IMG_6871-73p" width="400" height="525" class="alignnone size-full wp-image-6877" /></a><br />
<em>Bild #24: Burg Frauenstein</em></p>
<p>Auch die ist mir bei der Streckenplanung irgendwie vollkommen entgangen, und ist somit nach dem Aussichtsturm auf dem Spitzen Stein die zweite überraschende Entdeckung innerhalb von einem halben Kilometer Luftlinie.<br />
Wenn das so weitergeht, schaff´ ich´s auf keinen Fall rechtzeitig zum Zug&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  </p>
<p>Selbstverständlich muss auch Burg Frauenstein zumindest kurz inspiziert werden. Ich erklimme die Treppe an der Nordseite, bis hinauf auf den Grat der Klippe, wo eine schmale Terasse bis zum Turm führt, der allerdings nicht begehbar zu sein scheint.<br />
Macht aber nix, auch vom Klippenrücken bietet sich ein wunderbarer Panoramablick über Frauenstein:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6879.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6879.jpg" alt="IMG_6879" title="IMG_6879" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6878" /></a><br />
<em>Bild #25: Frauensteiner Dorfplatz mit katholischer Kirche, schönen alten Häusern und Tausendjähriger Linde</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6875-78p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6875-78p.jpg" alt="IMG_6875-78p" title="IMG_6875-78p" width="400" height="122" class="alignnone size-full wp-image-6879" /></a><br />
 <em>Bild #26: &#8230;und mal die Frauensteiner Mitte in der Totalen</em></p>
<p>Und weiter geht´s. Hab´ ja schließlich einen Zug zu kriegen, und tempus fugit bekanntlich.<br />
Also wieder die steile Treppe runter und nach einem letzten Blick zurück auf den Burgfelsen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6884.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6884.jpg" alt="IMG_6884" title="IMG_6884" width="400" height="572" class="alignnone size-full wp-image-6880" /></a><br />
<em>Bild #27: Burg Frauenstein von der Burglindenstr. aus</em></p>
<p>&#8230;nordwärts durch Frauenstein.<br />
Ist irgendwie nicht so ganz die geplante Route, die eigentlich auf der Georgenstr. südwärts durch den Ortskern gehen solle, aber zumindest folge ich einem Rheinsteigmarker (wenn auch einem, der nicht wie bisher blau sondern gelb ist), und das kann ja nicht wirklich falsch sein&#8230; (ist es tatsächlich auch nicht &#8211; das gelbe Rheinsteigsymbol steht für Zubringerstrecken und <a href="http://www.rheinsteig.de/fileadmin/files/wegemanagement/rheingau/umleitung-frauenstein.pdf">Umleitungen</a>, die aber alle wieder im Hauptsteig münden). </p>
<p>Es geht mal wieder aufwärts, durch eine enge Strasse namens &#8220;Zum Grauen Stein&#8221;&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6885.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6885.jpg" alt="IMG_6885" title="IMG_6885" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6881" /></a><br />
<em>Bild #28: &#8220;Zum Grauen Stein&#8221;</em></p>
<p>&#8230;in den nördlichsten Zipfel Frauensteins, dort dann scharf links auf einen Weg am Osthang der nächsten Hügelkette, der über dem Dorf wieder zurück nach Süden führt. </p>
<p>Sehr schönes Stück. Bequemer Weg, ein bisschen gepflegter Anstieg, ein paar mittäglich-zufriedene Spaziergänger und Wanderer, die bereitwillig Platz machen (dafür sag´ ich dann jedesmal artig &#8220;Dankeschön&#8221;).<br />
Auf der anderen Talseite erhebt sich der Spitze Stein&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6886.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6886.jpg" alt="IMG_6886" title="IMG_6886" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6882" /></a><br />
<em>Bild #29: Oben der Aussichtsturm, darunter die steile Bergflanke, die ich eben gerade runtergelaufen bin, und rechts unten noch mal der Burgturm im Dorf</em></p>
<p>&#8230;auf dieser geht´s unter herbstbunten Bäumen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6888.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6888.jpg" alt="IMG_6888" title="IMG_6888" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6884" /></a><br />
<em>Bild #30: Rheinsteig-Umleitung über Frauenstein</em></p>
<p>zwischen blätterbedeckten Streuobstwiesen und beschaulichen Kleingärten hindurch:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6887.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6887.jpg" alt="IMG_6887" title="IMG_6887" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6883" /></a><br />
<em>Bild #31</em></p>
<p>Ziemlich genau ein halber Kilometer, dann biegt der Rheinsteig rechts über die Hügelkuppe ab. Ab hier ist seine Markierung allerdings wieder blau (Umleitung vorbei), und das verwirrt mich furchtbar &#8211; die Sache mit der Farbkodierung hab´ ich hier noch nicht kapiert, deshalb halte ich weiterhin nach dem gelben Marker Ausschau.<br />
Als ich den nicht finde, lauf´ ich halt einfach geradeaus weiter, gänzlich unmarkiert aber in derselben Richtung wie bisher. </p>
<p>Überraschenderweise klappt das.<br />
Es geht abwärts, an einem weiteren Kirschhain vorbei, dann komme ich zum zweiten Mal auf der heutigen Tour in Frauenstein ein, dieses Mal in der Strasse &#8220;Am Hermannsberg&#8221; am südlichen Dorfende.<br />
Neubaugebiet, einfach weiter bergab bis an die Georgenborner Str., wo ich wieder auf das gute alte gelbe Krönchenweinglas stoße und mich damit wieder auf dem Rheingauer Rieslingpfad weiss, dem ich westwärts und abwärts in die nächste flache Taldelle (wohl die die Erlenbachs) zwischen den Rheingauhügeln folge. </p>
<p>Die ist schön grün, mit einem einzeln stehenden Gutshof im Talgrund, umgeben von satten Wiesen, auf denen Pferde weiden&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6890.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6890.jpg" alt="IMG_6890" title="IMG_6890" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6888" /></a><br />
<em>Bild #32: Pferde am Hof Armada (übrigens ein ziemlich cooler Name für einen Hof. Leider sind keine spanischen Galleonen in Sicht&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> )</em></p>
<p>&#8230;die mein Vorbeilaufen mit gemessenem Halbinteresse zur Kenntnis nehmen:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6891.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6891.jpg" alt="IMG_6891" title="IMG_6891" width="400" height="532" class="alignnone size-full wp-image-6889" /></a><br />
<em>Bild #33: So mag ich meine Pferde: Freundlich, etwas reserviert, und nicht verrückt&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p>Direkt danach geht´s dann auch schon wieder aufwärts, mit dem Krönchenkelch des Rieslingfads die Hügelflanke hinauf, die schon in Bild #17 zu erkennen war.<br />
Ganz schön viel Auf und Ab heute, da kommen einige Höhenmeter zusammen, obwohl ich mich eigentlich immer nur im Bereich zwischen 100 und 300 m.ü.NN bewege (am Ende der Tour werde ich so knapp 800 HM zusammengelaufen haben. Das ist ´ne sehr ordentliche Hausnummer fürs Hügelland&#8230;). </p>
<p>Auf der Anhöhe angekommen gibt´s nochmal einen schönen Schlag Aussicht, zurück in Richtung Frauenstein&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6894.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6894.jpg" alt="IMG_6894" title="IMG_6894" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6890" /></a><br />
<em>Bild #34: Nochmal Fraunstein im Tal, dahinter der Spitze Stein mit Eichenwäldchen, Aussichtsturm und Goethestein</em></p>
<p>&#8230;und runter zum 3 km entfernten Rheinufer bei Walluf&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6895.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6895.jpg" alt="IMG_6895" title="IMG_6895" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6891" /></a><br />
<em>Bild #35: Die Industrieanlagen am Rheinland-Pfälzischen Ufer dürften zu Budenheim gehören, die Hochhäuser links im Hintergrund sind wahrscheinlich schon die Ausläufer von Mainz-Gonsenheim (am Brandström-Weg)</em>  </p>
<p>&#8230;dann führt mich der Riesingpfad weiter, zuerst in den Herbstwald auf der Hügelkuppe, dann in die Irre.<br />
100 m. nach dem Waldrand kommt eine Weggabelung. Der breite, gut ausgebaute Waldweg führt geradeaus weiter, halblinks geht dagegen ein schmales, zerwühltes Weglein ab.<br />
Die Wegmarker sind direkt zwischen diesen beiden Varianten angebracht, und sehen &#8211; zumindest für mich &#8211; so aus, als ob sie eher den Pfad links runter zeigen würden.<br />
Also nehm´ ich diese Abzweigung auf meinem Streckenplänchen nicht ganz nachvollziehen kann.<br />
Wird schon stimmen&#8230;</p>
<p>Ein paar hundert Meter abwärts, dann geht´s an einem kleinen Hüttchen mit Pfadfindern vorbei (die grüßen. Ich grüße zurück. Allzeit bereit, und so&#8230;), und auf einmal bin ich wieder am Waldrand oberhalb der Weinhänge.<br />
Markierungen gibt´s keine mehr, und ich hab´ ehrlich gesagt auch keine rechte Ahnung, wo ich jetzt gerade bin.<br />
Hmm, war vielleicht doch nicht die richtige Abzweigung&#8230;</p>
<p>Also versuche ich mich zuerst mal wieder zu orientieren. Zum Glück hat man von hier oben einen guten Blick über die Rheingautäler, das erleichtert die Sache.<br />
Mal schaun&#8230;<br />
Da unten im Tal kreuzen sich zwei Schnellstrassen, offensichtlich die<br />
B42 und die B260 bei Oberwalluf.<br />
Was bedeutet, dass ich hier wahrscheinlich am Oberberg stehe.<br />
Hmm, wenn ich einfach mal dem Waldrand nach Westen folge, müsste ich eigentlich irgendwie in Richtung Martinsthal kommen, und dabei auch wieder auf den Rieslingpfad stoßen, das probier´ ich einfach mal&#8230;</p>
<p>Also westwärts, über den Weinhängen am Waldrand entlang.<br />
Hier riecht´s süßlich-intensiv nach fauligen Trauben, anscheinend hat man entweder die rechtzeitige Weinlese verpasst, oder es ist die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Edelf%C3%A4ule">Edelfäule</a>, die bei der Spätlese entsteht (riecht die? Ich weiss es nicht, so weit reichen meinen bescheidenen oenologischen Kenntnisse nicht).</p>
<p>250 m., dann ist Schluss, der Weg am Waldrand endet an einem verschlossenen Tor:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6896.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6896.jpg" alt="IMG_6896" title="IMG_6896" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6892" /></a><br />
<em>Bild #36: Und jetzt?</em></p>
<p>Hm.<br />
Okayyy&#8230;<br />
Nochmaliges Kartenstudium.<br />
Irgendwo im Wald über mir muss der Rieslingpfad verlaufen (glaube ich).<br />
Wenn ich mich hier einfach ein paar hundert Meter durch die Pampa schlage, sollte ich den eigentlich wieder erreichen (glaube ich).<br />
Scheint mir der beste Weg zu sein (glaube ich).<br />
Also mach ich das: Rechts am Tor vorbei in den Wald, und mitten durch die Wildnis nach Norden, über Stock, Stein und Dornegebüsche, bis ich schließlich einen Waldweg erreiche.<br />
Der mit dem gelben Krönchenglas markiert ist. </p>
<p>Rieslingpfad &#8211; ich bin wieder richtig! Yaay!<br />
(Ist übrigens gerade mal 200 m. nach der Abzweigung, wo ich eben falsch abgebogen bin. Den Umweg hätt´ ich mir wahrlich sparen können&#8230;). </p>
<p>Weiter westwärts, noch ein Stück durch den Wald, dann wieder hinaus in die Weinberge, nun an den Hängen über dem Walluftal, genauer gesagt in der Weinlage mit dem klangvollen Namen &#8220;Martinsthaler Wildsau&#8221;:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6899-6901p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6899-6901p.jpg" alt="IMG_6899-6901p" title="IMG_6899-6901p" width="400" height="141" class="alignnone size-full wp-image-6893" /></a><br />
<em>Bild #37: An der Martinsthaler Wildsau</em></p>
<p>Ab hier geht´s wieder bergab, den Fraunesteiner Weg hinunter&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6902.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6902.jpg" alt="IMG_6902" title="IMG_6902" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6894" /></a><br />
<em>Bild #38: Wegkreuz am Frauensteiner Weg</em></p>
<p>&#8230;der am herbstlich-bunten Südhang des Langenbergs entlang mit sanftem Gefälle ins Walluftal hinabführt:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6904-10p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6904-10p.jpg" alt="IMG_6904-10p" title="IMG_6904-10p" width="400" height="76" class="alignnone size-full wp-image-6896" /></a><br />
<em>Bild #39: Weinlage Martinsthaler Langenberg, saisonal eingefärbt in Gelb, Grün, Rot und Braun</em>  </p>
<p>Hübsch, auch hier gefällt´s mir richtig gut.</p>
<p>Weniger gut gefällt mir allerdings das Wetter, denn langsam aber sicher zieht sich der Himmel zu. Da wo eben noch die milde Frühnachmittagsonne aus dem milchigen Himmel geschienen hat, sitzt jetzt ein dunkler Wolkenplacken, der das direkte Licht regelrecht abblockt.<br />
Da wirkt selbst der schöne Rheingau auf einmal ein bisschen grau und kalt, und die leuchtenden Herbstfarben und die freundliche-warme Herbstatmosphäre machen erst mal Pause.<br />
Hrmpf. Blöd.</p>
<p>Nach ca. einem Kilometer erreiche ich den unteren Ortsrand von <a href="http://www.rheingau.de/gemeinden/martinsthal">Martinsthal</a>, das bereits zu Eltville gehört und damit endgültig und vollständig im Rheingau liegt:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6911.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6911.jpg" alt="IMG_6911" title="IMG_6911" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6897" /></a><br />
<em>Bild #40: Ankunft in Martinsthal.<br />
Im Hintergrund kann man bereits meine nächste Station erkennen, das ca. 100 m. höher gelegene Rauenthal</em></p>
<p>Hier geht´s einmal längs durch den Ort, neben der vielbefahrenen Schiersteiner Str./B260 Talaufwärts.<br />
Nicht unbedingt ein Highlight, finde ich.<br />
Der untere Teil von Martinsthal ist nicht so richtig pittoresk, und der nunmehr graue, stumpfe Himmel und der intensive Verkehr, der sich direkt neben mit durch den Ort walzt, helfen auch nicht unbedingt. </p>
<p>Wird aber netter, ca. einen halben Kilometer nach dem Ortsanfang. Da biege ich nämlich links ab, weg von der Durchgangsstrasse in den alten Ortskern&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6914.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6914.jpg" alt="IMG_6914" title="IMG_6914" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6899" /></a><br />
<em>Bild #41: Martinsthaler Ortsmitte</em></p>
<p>&#8230;und folge dann der enge, von alten Häusern gesäumten Hauptstr. rechts hoch&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6915.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6915.jpg" alt="IMG_6915" title="IMG_6915" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6900" /></a><br />
<em>Bild #42: Haupstr. in Martinsthal</em></p>
<p>&#8230;bis diese beim Wildsauplatz am nördlichen Ortsende dann wieder auf die B260 trifft:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6916.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6916.jpg" alt="IMG_6916" title="IMG_6916" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6901" /></a><br />
<em>Bild #43: Irgendwie kann mir auch denken, warum der Wildsauplatz heisst&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p>Von hier aus geht´s noch ein kleines Stück weiter auf dem Bürgersteig neben der Bundesstrasse entlang, raus aus Martinsthal und am örtlichen Friedhof vorbei, bevor mich der Rieslingpfad halblinks auf die abzweigende K641 lotzt, die sich hier in schmalen, langen Serpentinen die Hügelflanke hinauf nach Rauenthal windet.<br />
Allerdings nur ein kurzes Stück, denn in der ersten Serpentine geht´s geradeaus weiter, auf einem Fußweg die recht anstrengende Bergflanke hinauf bis zum unteren Dorfrand von <a href="http://www.rauenthal.de/index.html">Rauenthal</a>:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6917.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6917.jpg" alt="IMG_6917" title="IMG_6917" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6902" /></a><br />
<em>Bild #44: Ankunft in Rauenthal</em></p>
<p>Auch im Ort geht´s weiter aufwärts, durchs Wohngebiet an der &#8220;alte Chaussee&#8221; hoch in Richtung Dorfmitte, und das mit einem Neigungswinkel, der mir den Schweiss auf die Stirn und die Luft aus den Lungen treibt.<br />
Uffa! Der Ort sollte besser RauenBERG heissen, das wäre viel passender&#8230;</p>
<p>In Richtung Ortsmitte wird´s aber zum Glück wieder flacher, ich laufe auf der Gartenstr. an einem hübschen kleinen Platz mit altem Rathaus und Kirche vorbei&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6918.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6918.jpg" alt="IMG_6918" title="IMG_6918" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6904" /></a><br />
<em>Bild #45: Kirche in Rauenthal</em></p>
<p>&#8230;bevor ich schließlich links in die schmale, geplfasterte Reitschulgasse einbiege:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6919.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6919.jpg" alt="IMG_6919" title="IMG_6919" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6903" /></a><br />
<em>Bild #46: Reitschulgasse</em></p>
<p>Hier bin ich mal wieder falsch, aber ich merke es erst, als Rauenthal nach ein paar hundert Metern zu Ende geht, und ich keine Markierungen erkennen kann.<br />
Kurze Orientierungspause, dann wende ich mich nach rechts, überquere ein Wiese auf dem Hügelrücken südlich des Ortes, und laufe dann auf dem nächsthöheren Weg zurück nach Rauenthal, wo ich über Weinbergstr. und Kiedricher Str. wieder auf den Rieslingpfad  gelange, der hier hinab ins nächste Bachtal unterhalb des Rauenthaler Höhenrückens, und damit in Richtung Kiedrich führt:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6921.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6921.jpg" alt="IMG_6921" title="IMG_6921" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6905" /></a><br />
<em>Bild #47: Rieslingpfad am südwestlichen Ortsausgang von Rauenthal</em></p>
<p>Den nehme ich.<br />
Rapide abwärts, erst durch ein paar Wiesen und Kleingärten, dann in den schrägen, gelb belaubten Herbstwald, der steil zum Talgrund des Rauschtals (falls es so heisst, da bin ich mir nicht sicher) abfällt.<br />
Schönes Stück, bergab läuft sich das aber sicher auch angenehmer als bergauf&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ich passiere eine hübsche kleine Kapelle&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6922.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6922.jpg" alt="IMG_6922" title="IMG_6922" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6906" /></a><br />
<em>Bild #48: Waldapelle westlich unterhalb Rauenthal</em></p>
<p>&#8230;und stoße dann kurz darauf wieder auf den Rheinsteig, mit dem es weiter abwärts ins schmale Tal hinein geht, durch die Wildwiesen im Talgrund hindurch&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6924.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6924.jpg" alt="IMG_6924" title="IMG_6924" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6907" /></a><br />
<em>Bild #49: Im Rauschtal</em></p>
<p>&#8230;und schließlich auf der anderen Talseite wieder ein kleines Stück aufwärts, dann links am westlichen Talrand entlang bis zur einsam gelegenen <a href="http://www.rausch-eltville.de/index.php">Waldgaststätte Rausch</a> im Talgrund:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6926.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6926.jpg" alt="IMG_6926" title="IMG_6926" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6908" /></a><br />
<em>Bild #50: Waldgaststätte Rausch</em></p>
<p>Inzwischen bin ich doch schon eine ganze Weile unterwegs, gegessen und getrunken habe ich bisher aber noch nichts.<br />
Deshalb entschließe ich mich spontan zu einer kurzen, wohlverdienten Koffein- und Zuckerpause.<br />
Also hoch durch den leeren Biergarten in den etwas zu warmen und etwaszu volksmusikigen Schankraum und eine Cola geordert.<br />
Weil ich´s eilig habe (16:21 in Hattenheim, und so) trinke ich sie hastig und im Stehen.<br />
Nicht unbedingt gemütlich aber trotzdem gut (Foto mach´ ich ausnahmsweise auch keins, ihr müsst mir halt einfach mal so glauben, dass ich die Cola getrunken habe&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ).<br />
Aaaahh! </p>
<p>Als ich wieder draußen bin, stelle ich fest, dass ich eigentlich auch ein bisschen Hunger habe (uneigentlich ist es schon etwas mehr als nur &#8220;ein bisschen&#8221;&#8230;), wahrscheinlich geweckt vom Essensgeruch und den appetitlich aussehenden Bretzeln am Tresen der Waldgaststätte.<br />
Zum Glück hab´ ich ja zwei pappig-süße Fruchtriegel dabei, die verputze ich noch schnell auf einer bequemen Bank am Parkplatz vor der Gaststätte&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6928.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6928.jpg" alt="IMG_6928" title="IMG_6928" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6909" /></a><br />
<em>Bild #51: &#8230;und dieses Mal mache ich auch ein Foto, man hat ja schließliche eine Dokumentationspflicht gegenüber der Nachwelt.<br />
Oder so ähnlich</em></p>
<p>&#8230;bevor ich mich dann &#8211; gestärkt aber auch leicht verfroren (hier unten im Talgrund ist es ganz schön frisch ohne Sonne) &#8211; wieder auf den Weg mache. </p>
<p>Weiterhin Rheinsteig, weiterhin am Rand des Talgrundes entlang, der nun mehr und mehr nach Süden knickt. Hier gibt´s auch einen asphaltierten Fahrweg, aber mit solchen bequemlichkeiten gibt sich der Rheinsteig natürlich nicht ab &#8211; der verläuft lieber 15 m. weiter westlich auf einem schmalen Pfädchen am Hang, das ständig auf, ab, auf, ab, auf und wieder ab geht.<br />
Hübsch anstrengend, hübsch anzusehen hübsch zu laufen.<br />
Kurzum: Hübsch:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6931.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6931.jpg" alt="IMG_6931" title="IMG_6931" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6910" /></a><br />
<em>Bild #52: Rheinsteig kurz nach der Waldgaststätte</em></p>
<p>Irgendwann passiert der Pfad ein weiteres einsames Forsthaus, dann schraubt er sich ernsthafter in die Höhe, überquert den nächsten bewaldeten Hügelrücken, und führt schließlich wieder hinaus ins Frei, in die Weinhänge des Gräfenbergs nordöstlich von Kiedrich.<br />
Hier geht´s rechts, auf dem Rheinsteig zwischen Wald und Wein aufwärts&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6934.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6934.jpg" alt="IMG_6934" title="IMG_6934" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6911" /></a><br />
<em>Bild #53</em></p>
<p>&#8230;während links unten bereits die Dächer von Kiedrich in der Talmulde erkennbar sind:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6935.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6935.jpg" alt="IMG_6935" title="IMG_6935" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6912" /></a><br />
<em>Bild #54: Erster Blick auf Kiedrich</em></p>
<p>Vielleicht ein halber Kilometer am Waldrand bei zweistelliger Durchschnittsteigung, da machen sich die bisherigen Höhenmeter doch schon so langsam bemerkbar.<br />
Dann geht´s nochmal in den Wald rein, aber nur kurz: Scharfe Linkskurve mit dem Rheinsteig, dann wieder in die Weinlagen am Wasseros&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6936.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6936.jpg" alt="IMG_6936" title="IMG_6936" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6914" /></a><br />
<em>Bild #55</em></p>
<p>&#8230;an denen der Weg auf halber Höhe in einem weiten Bogen um ein trichterförmiges Seitental herumwindet, dessen unteres Ende sich nach Kiedrich hin öffnet&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6939.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6939.jpg" alt="IMG_6939" title="IMG_6939" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6915" /></a><br />
<em>Bild #56: Blick vom Wasseros auf Kiedrich</em></p>
<p>&#8230;während sich auf der anderen Talseite bereits mein nächstes Ziel gegen den hellgrauen Himmel abzeichnet, der Bergfried der Burgruine Scharfenstein:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6937.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6937.jpg" alt="IMG_6937" title="IMG_6937" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6916" /></a><br />
<em>Bild #58: Burg Scharfenstein von Osten</em></p>
<p>Ich umrunde das Tal, am &#8220;<a href="http://www.kiedrich.de/index.html?/rathaus/weinberg.html">Weinberg der Ehe</a>&#8221; vorbei (Kurzfassung: Wer in Kiedrich heiratet, kriegt die Patenschaft über einen Weinstock hier oben), bis rüber zur <a href="http://www.rheingau.de/sehenswertes/scharfenstein">Burg Scharfenstein</a>, die auf einem steilen Bergsporn über dem Ort thront.<br />
Viel übrig ist von der Burg allerdings nicht mehr, eigentlich nur noch der mächtige Wehrturm. Und der wird auch noch renoviert und ist vollkommen von Bauzäunen umschlossen, da kommt man nicht so richig ran:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6943.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6943.jpg" alt="IMG_6943" title="IMG_6943" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6917" /></a><br />
<em>Bild #59: Burg Scharfenstein</em></p>
<p>Bisschen schade, aber zum Trost gibt´s wenigstens einen tollen von der Terasse am Südende des Burgplateaus runter nach Kiedrich.<br />
Auch nicht übel:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6944-51p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6944-51p.jpg" alt="IMG_6944-51p" title="IMG_6944-51p" width="400" height="151" class="alignnone size-full wp-image-6918" /></a><br />
<em>Bild #60: Kiedrich von Burg Scharfenstein aus</em></p>
<p>Von der Ruine führt mich der Rheinsteig steil abwärts, auf einen steiniges Ziegenpfädchen, das in einem halben Dutzend Serpentinen den felsigen Steilhang an der Westseite des Bergsporns ins tief unten liegende Tal mäandert:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6954.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6954.jpg" alt="IMG_6954" title="IMG_6954" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6919" /></a><br />
<em>Bild #61: Abstieg vom Scharfenstein</em></p>
<p>Unten angekommen bin ich dann auch schon in <a href="http://www.kiedrich.de/">Kiedrich</a>, das sich selbst als &#8220;gotisches Weindorf im Rheingau&#8221; bezeichnet, und dem Vernehmen nach ziemlich hübsch sein soll.</p>
<p>Hier geht´s erstmal südwärts, erst ein Stück auf der ruhigen Scharfensteiner Str., neben der der Kiedricher Bach offen talwärts plätschert&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6955.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6955.jpg" alt="IMG_6955" title="IMG_6955" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6920" /></a><br />
<em>Bild #62: Scharfensteiner Str. in Kiedrich</em></p>
<p>&#8230;dann auf einem beschaulichen Fußweg am Bachufer:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6956.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6956.jpg" alt="IMG_6956" title="IMG_6956" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6921" /></a><br />
<em>Bild #63: Markierung der Stunde: Weiterhin das Rheinsteig-Symbol.<br />
Das gelbe Krönchenweinglas vom Rieslingpfad ist zwar auch da, aber dem traue ich nicht so recht, zumal es laut Wanderkarte hier eigentlich gar nicht vorbeiführen sollte (oder doch???)&#8230;</em></p>
<p>Am Ende des Fußweges rechts. Kleine Brücke über den Kiedricher Bach, auf dem Bassenheimer Weg in den Ort rein, dann wieder links runter und auf Talstr. und Suttonstr. weiter in Richtung Ortskern:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6959.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6959.jpg" alt="IMG_6959" title="IMG_6959" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6922" /></a><br />
<em>Bild #64: Suttonstr. in Kiedrich</em></p>
<p>Ist tatsächlich hübsch hier, selbst im Trüben: Schmale Gassen, schöne Häuser, alte Mauern mit der einen oder anderen Statue drauf:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6960.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6960.jpg" alt="IMG_6960" title="IMG_6960" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6923" /></a><br />
<em>Bild #65: &#8230;zum Beispiel die hier, an der Ecke Suttonstr./Oberstr.</em></p>
<p>Bloß die Gotik vermisse ich noch ein bisschen, vielleicht gibt´s die ja in der Ortsmitte um die große Kirche herum &#8211; aber da komme ich heute leider nicht hin.<br />
Die Uhr drängt immer mehr, inzwischen geht´s schon auf 15:00 Uhr, und ich will wenigstens noch ein bisschen Zeit für das grandiose Kloster Eberbach haben, deshalb verzichte ich auf einen Schlenker durchs Kiedricher Zentrum und biege stattdessen etwas vorher rechts ab.<br />
Gräfenbergstr. hoch, dann durch die Bingerpfortenstr&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6961.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6961.jpg" alt="IMG_6961" title="IMG_6961" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6924" /></a><br />
<em>Bild #66: Bingerpfortenstr.</em></p>
<p>&#8230;und schließlich rechts hoch auf den Holzweg, der mich mit einer kühnen Serpentine aus Kiedrich hinaus und zurück in die Weinberge, dieses Mal die Weinlage Klosterberg am Hang westlich über dem Kiedrichbachtal. </p>
<p>Langer Aufstieg, mehr als einen Kilometer geht es stetig aufwärts durch die Weinberge, während Kiedrich langsam hinter mir im Tal versinkt:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6966.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6966.jpg" alt="IMG_6966" title="IMG_6966" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6925" /></a><br />
<em>Bild #67: Blick zurück vom Klosterberg</em></p>
<p>Besonders steil ist es hier eigentlich nicht, aber so langsam machen sich die bisher gelaufenen Kilometer und Höhenmeter, sowie das ausgefallene Mittagessen doch ein bisschen bermerkbar &#8211; ich hab´ ein klein wenig zu kämpfen, schalte lieber einen Gang zurück, während ich mich Schritt für Schritt den Hang hinaufschaffe. </p>
<p>Gibt allerdings auch eine gute Nachricht: Der große Wolkenplacken, der seit Martinsthal den Himmel eingegräut hat, zieht immer weiter nach Rheinhessen ab, und so ganz langsam aber sicher beginnt die Sonne wieder an den seinen Rändern vorbei hervorzulugen:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6965.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6965.jpg" alt="IMG_6965" title="IMG_6965" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6926" /></a><br />
<em>Bild #68: Nein, es noch lange kein Sonnenuntergang, die seltsam-finstere Belichtung kommt vom Gegenlicht&#8230;</em></p>
<p>Noch ist sie nicht draußen, aber es sollte sich eigentlich nur noch um Minuten handeln&#8230;</p>
<p>Weiter aufwärts durch die Reben.<br />
Huff. Huff. Huff. Puuh&#8230;<br />
Einen Kilometer hinter Kiedrich gibt´s eine Wegscheide nebst Weinbergshäuschen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6975.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6975.jpg" alt="IMG_6975" title="IMG_6975" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6927" /></a><br />
<em>Bild #69: In Rheinhessen würde das Häuschen &#8220;Trullo&#8221; heißen und rund sein. Ob´s einen rheingau´schen Fachbegriff gibt, weiss ich leider nicht&#8230;</em></p>
<p>&#8230;and dem mich Rheinsteig und Rieslingpfad nach halbrechts lotsen, weiter moderat aufwärts&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6977.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6977.jpg" alt="IMG_6977" title="IMG_6977" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6928" /></a><br />
<em>Bild #70: &#8230;aber nun wirklich nicht mehr steil, damit lässt sich´s gut leben</em></p>
<p>&#8230;durch ein kleines lichtes Wäldchen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6978.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6978.jpg" alt="IMG_6978" title="IMG_6978" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6929" /></a><br />
<em>Bild #71: Oder vielleicht ist es auch nur eine etwas größere Baumgruppe, bin mir nicht sicher&#8230;</em></p>
<p>&#8230;hinaus auf eine riesenhafte, weite, szenische Hangwiese, die auf allen Seiten von dichtem, buntem Herbstwald umgeben ist. </p>
<p>Hier passiert´s dann.<br />
Die Wolken verziehen sich endgültig, die Sonne kommt wieder raus:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6979-80p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6979-80p.jpg" alt="IMG_6979-80p" title="IMG_6979-80p" width="400" height="460" class="alignnone size-full wp-image-6930" /></a><br />
<em>Bild #72: Sonne?</em></p>
<p>Von einem Moment auf den anderen flutet sattes, kräftiges, schräges Herbstlicht herunter, ergiesst sich träge über die plötzlich flammendbunten Baumwipfel, hinein in die schimmernden Grasflächen, und macht alles hell und warm und strahlend.<br />
Eben war´s noch nett hier. </p>
<p>Jetzt ist es traumhaft schön:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6984.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6984.jpg" alt="IMG_6984" title="IMG_6984" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6931" /></a><br />
<em>Bild #73: SONNE!!!</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  </p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6990-93p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6990-93p.jpg" alt="IMG_6990-93p" title="IMG_6990-93p" width="400" height="103" class="alignnone size-full wp-image-6932" /></a><br />
<em>Bild #74: Der Nordrand der Wiese, hellstrahlend aber noch unter dem dunkelgrauen Himmel, der gerade am Abziehen ist &#8211; ein unglaubliche Atmosphäre!</em></p>
<p>Herrlich, das tut richtig gut:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6982.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6982.jpg" alt="IMG_6982" title="IMG_6982" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6933" /></a><br />
<em>Bild #75: Aaah!</em></p>
<p>Ein knapper halber Kilometer durch gelbraunes, wogendes Gras und strahlenden Sonnenschein. Die Müdigkeit und das leichte Hungergrimmen sind erstmal vergessen, das hier ist einfach viel zu angenehm.<br />
Schließlich ein einsamer Pfosten mitten in der Wiese, der die stelle anzeigt, wo Rieslingpfad und Rheinsteig nach Südwesten abknicken und sich zum letzten Aufstieg vor dem Kloster Eberbach anschicken:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6994.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6994.jpg" alt="IMG_6994" title="IMG_6994" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6934" /></a><br />
<em>Bild #76: Links, bitteschön</em></p>
<p>Kleines Trampelpfädchen zum Waldrand, dort auf einem etwas wackligen Holzsteg über ein Bächlein&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6996.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6996.jpg" alt="IMG_6996" title="IMG_6996" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6935" /></a><br />
<em>Bild #77: Laut Wanderkarte ist das der Grünbach</em></p>
<p>&#8230;und noch einmal ein paar hundert Meter auf schmalen Waldpfaden zwischen knorrigen alten Bäumen bergauf, bis auf den Höhenrücken am Honigberg (mit ca. 320 m.ü.NN übrigend der höchste Punkt der heutigen Tour), hinter dem es dann gleich wieder abwärts geht, auf einer langen, geraden Schneise geradewegs runter zum Waldrand über dem Klostergelände, das in wunderschöner Lage im Grund eines kleinen Tals ruht:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6997-99p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6997-99p.jpg" alt="IMG_6997-99p" title="IMG_6997-99p" width="400" height="200" class="alignnone size-full wp-image-6937" /></a><br />
<em>Bild #78: Erster Blick auf Kloster Eberbach aus östlicher Richtung</em></p>
<p>Gleich runter möchte ich allerdings noch nicht, stattdessen beschließe ich spontan, noch einen kleinen Schlenker um das Kloster herumzulaufen und die Anlage dann von hinten zu betreten.<br />
Deshalb geht´s hier rechts, über dem Kloster nach Nordwesten, wie gewohnt dem Rheinsteig hinterher:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7004.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7004.jpg" alt="IMG_7004" title="IMG_7004" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6939" /></a><br />
<em>Bild #79: Rheinsteig über dem Kloster</em></p>
<p>Nicht direkt am Waldrand, aber nah genug dran, dass man hin und wieder mal ein Stück Klostermauer, ein Dach oder den Turm zwischen den Bäumen durchblitzen sieht&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7003.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7003.jpg" alt="IMG_7003" title="IMG_7003" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6938" /></a><br />
<em>Bild #80: Turm der Klosterbasilika</em></p>
<p>&#8230;und das schräge Mittagslicht das bunte Blätterdach erhellen kann:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7005.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7005.jpg" alt="IMG_7005" title="IMG_7005" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6940" /></a><br />
<em>Bild #81</em></p>
<p>Richtig schöner Weg!</p>
<p>Nach einem halben Kilometer geht´s dann links den Hang runter, raus aus dem Wald und rein ins schmale Tal des Kisselbachs direkt hinter dem Abteigelände.<br />
Vorbei an nicht so ganz ins pittorekse Bild passenden Großbaustelle&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7009.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7009.jpg" alt="IMG_7009" title="IMG_7009" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6941" /></a><br />
<em>Bild #82: Alte Steinmauer und neuer Beton.<br />
Die Steinmauer ist irgendwie hübscher&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p>&#8230;und einigen verwitterten Grabsteinen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7010.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7010.jpg" alt="IMG_7010" title="IMG_7010" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6942" /></a><br />
<em>Bild #83: Oder Gedenksteine???</em></p>
<p>&#8230;zur rückwärtigen Pforte in der Mauer und hinein ins Klostergelände.</p>
<p>Ok, <a href="http://www.klostereberbach.de/">Kloster Eberbach</a>.<br />
Ganz fraglos das absolute Highlight der heutigen Tour.<br />
Gegründet im 12. Jahrhunder von Bernhard von Clairvaux, das erste Zisterzienserkloster östlich des Rheins.<br />
Im Hochmittelalter eines der einflussreichsten und mächtigsten Klöster Deutschlands, bestand bis zur Sakularisierung zu Anfang des 19. Jahrhunderts, danach u.a. Weingut, Strafanstalt und &#8220;Irrenhaus&#8221;.<br />
Heute: Wiederinstandgesetzt und eines der bedeutendsten Baudenkmäler Hessens, mit wunderbaren Klostergärten und herrlichem Gebäudebestand aus der Romanik und Frühgotik.<br />
Wenn die hessische Landesregierung mal ganz dringend wichtige Staatsgäste beeindrucken muss, lädt sie sie hierher ein.<br />
Ein Teil vom <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Name_der_Rose_(Film)">Namen der Rose</a> (der mit Sean Connery) wurde hier gedreht.<br />
Und die gesamt Anlage steht unter dem besonderen Schutz der Haager Konvention und darf im Kriegsfall nicht beschossen oder gesprengt werden (zumindest nicht von Kriegsparteien, die sich an die Haager Konvention halten. Was heutzutage allerdings wohl keine Selbstverständlichkeit ist, also lieber Daumendrücken, dass demnächst kein Krieg ausbricht, dem Kloster Eberbach zuliebe&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ).</p>
<p>Kurzum: Eine tolle, 1A-Premiumsehenswürdigkeit, an der eigentlich kein Weg vorbeiführt, wenn man im Rheingau unterwegs ist, und in der es ganz viel zu schauen und zu entdecken gibt. </p>
<p>Vorausgesetzt man hat die Zeit dafür.<br />
Ich hab´ sie heute leider nicht mehr.<br />
Als ich das Kloster betrete, zeigt die Uhr kurz vor halb Vier an.<br />
In weniger als einer Stunde geht mein Zug, und bis Hattenheim runter sind´s mindestens noch vier oder fünf Kilometer.<br />
Wenn ich rechtzeitig am Bahnhof sein (und noch ein kleines Polster für unterwegs lassen) will, dann bleiben mir für das Kloster höchstens<br />
15 oder 20 Minuten.<br />
Auch wenn´s mir unendlich leid tut &#8211; das reicht nicht mehr für das Klosterinnere, <a href="http://klostereberbach.de/html/3_erkundungen/rundgang/08_klosterkirche.html">Basilika</a>, <a href="http://klostereberbach.de/html/3_erkundungen/rundgang/09_moenchsdormitorium.html">Dormitorien</a> und <a href="http://klostereberbach.de/html/3_erkundungen/rundgang/02_kreuzgarten.html">Kreuzgänge</a> muss ich mir wohl ein Andermal ansehen.<br />
Seufz.<br />
Jammerschade. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':(' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Aber zumindest für die Außenanlagen und Klostergärten reicht die Zeit noch, und auch die sind wunderschön und unbedingt sehenswert. </p>
<p>Na denn &#8211; keine Zeit verlieren, Kloster erkunden!</p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7011.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7011.jpg" alt="IMG_7011" title="IMG_7011" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6943" /></a><br />
<em>Bild #84: Von der Rückpforte zum Haupttrakt</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7013.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7013.jpg" alt="IMG_7013" title="IMG_7013" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6944" /></a><br />
<em>Bild #85: Schlosserbau und  &#8211; rechts &#8211; die Stirnsteite des Konversenbaus.<br />
Dahinter der bunt schimmernde Waldrand, an dem ich vor ein paar Minuten entlanggelaufen bin</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7014-15p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7014-15p.jpg" alt="IMG_7014-15p" title="IMG_7014-15p" width="400" height="170" class="alignnone size-full wp-image-6945" /></a><br />
<em>Bild #86: Am Konversenbau</em> </p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7016-18p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7016-18p.jpg" alt="IMG_7016-18p" title="IMG_7016-18p" width="400" height="143" class="alignnone size-full wp-image-6946" /></a><br />
<em>Bild #87: Platz zwischen Konversenbau (links) und Gästehaus (rechts)</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7019.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7019.jpg" alt="IMG_7019" title="IMG_7019" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6947" /></a><br />
<em>Bild #88: Prälatengaren und Prälatenhaus</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7026.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7026.jpg" alt="IMG_7026" title="IMG_7026" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6948" /></a><br />
<em>Bild #89: Großer Garten mit Orangerie (links vorne) und Torhaus (rechts hinten)</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7024.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7024.jpg" alt="IMG_7024" title="IMG_7024" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6949" /></a><br />
<em>Bild #90: Hospitalgarten an der Stirnseite der Basilika</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7025.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7025.jpg" alt="IMG_7025" title="IMG_7025" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6950" /></a><br />
<em>Bild #91: Sonnenbeschienene Weinreben im Pomarium an der Ostmauer</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7027-30p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7027-30p.jpg" alt="IMG_7027-30p" title="IMG_7027-30p" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6951" /></a><em>Bild #92: Die Basilika von der Orangerie aus gesehen</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7033-34p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7033-34p.jpg" alt="IMG_7033-34p" title="IMG_7033-34p" width="400" height="202" class="alignnone size-full wp-image-6952" /></a><br />
<em>Bild #93: Südseite des Haupttraktes mit Basilika und Konversenbau vom Torhaus am Haupteingang aus gesehen</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7035.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7035.jpg" alt="IMG_7035" title="IMG_7035" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6953" /></a><br />
<em>Bild #94: Und schließlich: Torhaus am Haupteingang von außerhalb der Klostermauern (wenn man genau hinschaut, kann man über der Mauer in der linken Bildmitte die weissblaue Plakette entdecken, die das Kloster unter den Schutz der Haager Konvention stellt). </em></p>
<p>Die Viertelstunde ist nicht besonders lang, und so muss ich mich schließlich viel zu früh und schweren Herzens vom Kloster Eberbach losreissen und die letzten Kilometer nach Hattenheim runter in Angriff nehmen. </p>
<p>Durch das Haupttor aus dem Klostegelände hinaus, über den großen und gut gefüllten Busparkplatz&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7036.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7036.jpg" alt="IMG_7036" title="IMG_7036" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6954" /></a><br />
<em>Bild #95: Ich glaube, das ist der unhöflichste Reisebus, der mir jemals untergekommen ist&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_lol.gif' alt=':lol:' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p>&#8230;bis runter an die Landstrasse zwischen Kiedrich und Hattenheim&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7037.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7037.jpg" alt="IMG_7037" title="IMG_7037" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6955" /></a><br />
<em>Bild #96: Ist übrigens die L3320. Nur falls sich jemand Notizen macht&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p>&#8230;auf die ich rechts in Richtung Hattenheim einbiege.<br />
Zumindest für ein paar Meter, dann geht rechts ein Pfad die Böschung hoch in den Wald zur Bernharduskapelle, die ich natürlich auch noch schnell mitnehme:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7038.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7038.jpg" alt="IMG_7038" title="IMG_7038" width="400" height="301" class="alignnone size-full wp-image-6956" /></a><br />
<em>Bild #97: Bernharduskapelle kurz vor dem Kloster Eberbach</em></p>
<p>Von hier aus muss ich dann nur dem schwarzen Punkt folgen, der durch die Rheingauhügel abwärts bis nach Hattenheim führt. </p>
<p>Zuerst ein Stückchen parallel zur Landstrasse durch den Wald, dabei leicht aufwärts. Osthang, deswegen ist es schon relativ frisch und schattig, denn die Sonne liegt nur noch auf der gegenüberliegenden Seite des Eberbacher Tals:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7039.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7039.jpg" alt="IMG_7039" title="IMG_7039" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6957" /></a><br />
<em>Bild #98: Hui, ganz schön hell da drüben&#8230;</em></p>
<p>Nach 300 m. geht´s nochmal leicht aufwärts, dann führt der Weg aus dem Wald hinaus in die runden, länglichen Vorhügel des Taunusmassives, die sich mit leichtem Gefälle sachte zum Rheinufer hin absenken. </p>
<p>Hier ist es nochmal traumhaft schön.<br />
Der Himmel ist klar und blau, so dass die schräge Nachmittagssonne ungehindert auf den Rheingau herabscheinen können und dabei ein unglaubliches sattes, strahlendes Licht erzeugen. Wo sie auf die bunten Felder, Weinberge und Wälder treffen, da erglüht die Landschaft regelrecht und erstrahlt in einer beinahe unwirklich intensiven Farbenpracht.<br />
Eigentlich wollte ich hier zügig durchlaufen, aber das hier ist so grandios, dass ich immer wieder anhalten muss, um mit offenem Mund schauen und Fotos zu schießen (wobei ich insgeheim hoffe, dass die Kamera dieses einmalige Farbspektakel zumindest ansatzweise abbilden kann). </p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7043.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7043.jpg" alt="IMG_7043" title="IMG_7043" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6958" /></a><br />
<em>Bild #99: Direkt nach dem Waldrand muss ich durch eine große Wandergruppe durchlavieren.<br />
Klappt gut, auch wenn mich der Trottel etwas nervt, der glaubt, es wäre lustig, mich mit einem retardierten &#8220;Hopp Hopp Hopp&#8221; zu Höchsteistungen anzutreiben (aber so jemand findet sich ja immer, wenn die Wandergruppe nur große genug ist&#8230;)</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7044.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7044.jpg" alt="IMG_7044" title="IMG_7044" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6959" /></a><br />
<em>Bild #100: Strahlende Sonne, blauer Himmel, buntes Laub. So und nicht anders gehört der Herbst!</em></p>
<p>Der Weg führt abwärts durch die Wiesen zur <a href="http://www.domaenesteinberg.de/eberbach/eberbach.html">Domäne Steinberg</a>. </p>
<p>Kurze Fotopause&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7046-64p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7046-64p.jpg" alt="IMG_7046-64p" title="IMG_7046-64p" width="400" height="92" class="alignnone size-full wp-image-6960" /></a><br />
<em>Bild #101: 180°-Panorama vom Straßenrand beim <a href="http://www.steinbergkeller.de/">Steinbergkeller</a> nach Osten, über das Tal des Eberbachs hinweg auf Eichberg und die umgebenden Wälder und Weinlagen</em></p>
<p>&#8230;dann auf einem Pfad neben der Landstrasse weiter südwärts in Richtung Hattenheim und Rheinufer:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7069.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7069.jpg" alt="IMG_7069" title="IMG_7069" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6961" /></a><br />
<em>Bild #102: Neben der L3320</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7071.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7071.jpg" alt="IMG_7071" title="IMG_7071" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6962" /></a><br />
<em>Bild #103: Rotleuchtende Hecken am Strassenrand</em></p>
<p>Nach einem halben Kilometer überquert der schwarze Punkt die Landstr&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7072.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7072.jpg" alt="IMG_7072" title="IMG_7072" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6963" /></a><br />
<em>Bild #104: Blick nach rechts&#8230; (zurück in Richtung Steinbergkeller und Kloster Eberbach</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7073.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7073.jpg" alt="IMG_7073" title="IMG_7073" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6964" /></a><br />
<em>Bild #105: &#8230;und nach links (runter in Richtung Rhein und Hattenheim) &#8211; Strasse frei, da kann ich ja bedenkenlos rüber&#8230;</em></p>
<p>und führt nach rechts von der L3320 weg zur <a href="http://www.rheinhessen-luftbild.de/img1644.htm">Domäne Neuhof</a>, einem schönen großen Gutshof der äußerst gefällig zwischen die Weinberge gebettet ist:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7079.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7079.jpg" alt="IMG_7079" title="IMG_7079" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6966" /></a><br />
<em>Bild #106: Domäne Neuhof</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7076.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7076.jpg" alt="IMG_7076" title="IMG_7076" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6965" /></a><br />
<em>Bild #107: Vorplatz der Domäne, in schrägem Licht und mit langen Schatten. Die Häuser im Hintergrund sind bereits die ersten Ausläufer von Hattenheim</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7080.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7080.jpg" alt="IMG_7080" title="IMG_7080" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6967" /></a><br />
<em>Bild #108: &#8230;und noch ein schnell erhaschter Blick durchs Hoftor der Domäne auf die leuchtenbunten Herbstwaldhänge dahinter</em></p>
<p>Von hier aus geht´s abwärts, auf einer Art Hohlweg zwischen hohen Weinbergsmauern hinab ins nächste Tal.<br />
Das herrlichste Stück der ganzen Tour, wie das schräge Licht und weite Hügellandschaft hier zusammenspielen, das ist einfach nur noch atemberaubend schön:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7081-83p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7081-83p.jpg" alt="IMG_7081-83p" title="IMG_7081-83p" width="400" height="176" class="alignnone size-full wp-image-6968" /></a><br />
<em>Bild #109: Sorry für die schwarzen Balken, aber um die zu entfernen hätte ich auch Teile des Bildes wegschneiden müssen, das war mir einfach zu schade. </em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7086-90p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7086-90p.jpg" alt="IMG_7086-90p" title="IMG_7086-90p" width="400" height="254" class="alignnone size-full wp-image-6969" /></a><br />
<em>Bild #110: Ohne Worte</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7092.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7092.jpg" alt="IMG_7092" title="IMG_7092" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6970" /></a><br />
<em>Bild #111: Blick durch das große Weinbergstor am unteren Ende des &#8220;Hohlwegs&#8221;, hinauf zum Steinberg</em></p>
<p>Unten angekommen folgt der Weg dann dem Talverlauf, am Bachufer weiter nach Süden in Richtung Hattenheim:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7093.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7093.jpg" alt="IMG_7093" title="IMG_7093" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6971" /></a><br />
<em>Bild #112: Noch 2,3 Kilometer bis Hattenheim&#8230;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7094.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7094.jpg" alt="IMG_7094" title="IMG_7094" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6972" /></a><br />
<em>Bild #113: Mehr Herbstlaub!</em></p>
<p>Erst ein ganzes Stück auf einem angenehm holprigen Feldweg am rechten Bachufer&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7095.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7095.jpg" alt="IMG_7095" title="IMG_7095" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6973" /></a><br />
<em>Bild #114</em></p>
<p>&#8230;von dem aus man nochmal einen schönen Blick auf die bunten Hänge am Taunusrand hat&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7096-99p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7096-99p.jpg" alt="IMG_7096-99p" title="IMG_7096-99p" width="399" height="112" class="alignnone size-full wp-image-6974" /></a><br />
<em>Bild #115: Der Hügel aus Bild #110 aus anderer Perspektive</em></p>
<p>&#8230;dann auf einer Brücke über den Leimersbach und am linken Bachufer weiter sanft abwärts in Richtung des näher rückenden Ziels:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7100.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7100.jpg" alt="IMG_7100" title="IMG_7100" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6975" /></a><br />
<em>Bild #116: Weg am Leimbersbach kurz vor Hattenheim</em></p>
<p>Hier ist es deutlich schattiger, denn die Sonne steht inzwischen so tief, dass sie bereits von den Bäumen am Bachufer geblockt wird, auch wenn ihr Licht noch voll auf die Weinhänge&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7101.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7101.jpg" alt="IMG_7101" title="IMG_7101" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6976" /></a><br />
<em>Bild #117</em></p>
<p>&#8230;und Heckenreihen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7102.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7102.jpg" alt="IMG_7102" title="IMG_7102" width="400" height="534" class="alignnone size-full wp-image-6977" /></a><br />
<em>Bild #118</em></p>
<p>&#8230;am Wegesrand fällt.</p>
<p>Noch etwa ein Kilometer zwischen Weinbergen und Bachhauen, dann erreiche ich die ersten Häuser&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7104.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7104.jpg" alt="IMG_7104" title="IMG_7104" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6978" /></a><br />
<em>Bild #119: Fast da!</em></p>
<p>&#8230;und Hühner&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7105.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7105.jpg" alt="IMG_7105" title="IMG_7105" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6979" /></a><br />
<em>Bild #120: Hattenheimer Hinkel</em></p>
<p>&#8230;von <a href="http://www.hattenheim.de/">Hattenheim</a>.<br />
Das ist auch gut so, denn ich hab´ auch nur noch ein paar Minuten, bis der Zug ankommt.<br />
Also schnell weiter, auf dem Boxberger Pfad und dem Mühlpfad (der steigt ja nochmal an! Urks, das hätte jetzt aber nicht noch mal sein müssen&#8230;) in das irgendwie schon etwas abendlich wirkende Dorf hinein.<br />
Nochmal kurz einen netten Passanten an der Waldbachstr. nach dem Weg gefragt (weniger als fünf Minuten, da kann ich mir keine Navigationsfehler mehr leisten&#8230;), dann erreiche ich auch schon die Bahntrasse&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7107.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7107.jpg" alt="IMG_7107" title="IMG_7107" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6980" /></a><br />
<em>Bild #121: Bahnübergang in Hattenheim</em></p>
<p>&#8230;und direkt danach mein Ziel, den Hattenheimer Bahnhof:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7109.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_7109.jpg" alt="IMG_7109" title="IMG_7109" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6981" /></a><br />
<em>Bild #122: Bahnhof Hattenheim</em></p>
<p>Die Uhr zeigt 16:18, weniger als drei Minuten bis die Bahn kommt &#8211; Punktlandung!</p>
<p>Und das war´s dann auch.<br />
Ich kaufe mir ein Ticket, warte noch ein bisschen am Bahnsteig auf den Zug (zwei Minuten Verspätung, da hätt´ ich auch nicht so hetzen müssen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ), fahre zurück nach Schierstein, und mach´ mich von da aus auf den Heimweg. </p>
<p>Richtig gute Tour.<br />
Schöner Anfang, zwischendurch ein bisschen verhaltener, und am Ende dann ein großartiges Finale.<br />
Sehr fein. Bloß um das halb verpasste Kloster Eberbach tut´s mir ein bisschen leid, aber andererseits &#8211; ich komm sicher mal wieder in den Rheingau, das ist nämlich wirklich verflixt hübsch hier oben, und dann ist vielleicht etwas mehr Zeit.<br />
Und wer weiss, vielleicht schaff´s ich es ja irgendwann sogar mal, den Rheinsteig weiter zu laufen, über den Rheingau hinaus das herrliche Mittelrheintal hinauf.<br />
Blut geleckt hab´ ich heute auf jeden Fall schon mal&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Strecke: 25,5 km<br />
Zeit: Viel<br />
Anteil der noch nie gebloggten/gelaufenen Passagen an der Gesamtstrecke: 100% (25,5 km von 25,5 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/schierstein-hattenheim.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-6843" title="Schierstein - Hattenheim" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/schierstein-hattenheim.jpg?w=150" alt="Schierstein - Hattenheim" width="150" height="88" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der Weg nach Frankreich, Teil 5: Edenkoben - Albersweiler mit Fotos (26 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/10/21/der-weg-nach-frankreich-teil-5-edenkoben-albersweiler-mit-fotos-26-km/</link>
<pubDate>Wed, 21 Oct 2009 21:04:31 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/10/21/der-weg-nach-frankreich-teil-5-edenkoben-albersweiler-mit-fotos-26-km/</guid>
<description><![CDATA[Inzwischen ist es zwei Monate her, dass ich die letzte Etappe meines Weges nach Frankreich gelaufen ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Inzwischen ist es zwei Monate her, dass ich die letzte Etappe meines <a href="http://de.wordpress.com/tag/der-weg-nach-frankreich/">Weges nach Frankreich</a> gelaufen bin.<br />
Eigentlich wollte ich schon längst mal wieder runter in die Pfalz fahren und weitermachen, aber irgendwie ist immer was dazwischen gekommen. Keine Zeit, kein passendes Wetter, keine Lust, Erkältung, Wasauchimmer.<br />
&#8220;Nur Geduld&#8221;, hab´ ich mir gesagt, &#8220;du wartest einfach, bis der perfekte Tag dafür ist, und dann machst du spontan weiter&#8221;.</p>
<p>Heute ist dieser perfekte Tag: Draußen scheint eine wunderbare Herbstsonne aus dem milchigblauen Himmel herunter, die Luft ist mild und leicht dunstig, das Laub an den Bäumen erstrahlt ein letztes Mal in warmen, hellen Farben.<br />
Kurzum: Ein wunderschöner Oktobertag, ideal um endlich mein großes Projekt voranzutreiben und weiter nach Süden zu laufen. </p>
<p>Aber soll ich wirklich? </p>
<p>Irgendwie haben zwei Monate ohne Lauf in Richtung Frankreich eine gewisse&#8230; Unwilligkeit und eine ganze Menge Abers erzeugt:<br />
Aber das ist doch sooo weit weg.<br />
Aber das ist doch sooo kompliziert.<br />
Aber die Saison ist doch im Prinzip vorbei, eigentlich bin ich ja gar nicht mehr so fit.<br />
Aber wer weiss, wie das Wetter da unten ist, bloß weil´s in Hessen schön ist, muss es in der Pfalz ja noch lange nicht schön sein.<br />
Aberaberaber&#8230;</p>
<p>Vor dem Fenster scheint die Vormittagsonne durch den schwachen Dunst, alles strahlt, ist hell, frisch, wunderschön.<br />
Draußen ist goldener Oktober&#8230;<br />
&#8230;und drinnen macht´s Klick in meinem Kopf:<br />
Scheiss auf die Abers, scheiss auf kompliziert, scheiss auf unfit!<br />
Heute hab´ ich die Zeit, heute ist vielleicht der letzte schöne Herbsttag in diesem Jahr.<br />
Sowas schenkt man nicht her, bloß weil´s ein bisschen umständlich ist.</p>
<p>Eine Stunde später sitze ich im Auto.<br />
Ich fahre nach Süden, in die Pfalz.<br />
Heute lauf´ ich weiter in Richtung Frankreich!<br />
Ohne Wenn und Aber!! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><!--more--><br />
Große Entdeckungstouren weit weg von zuhause sind in der Übergangszeit und im Winter eine andere Sache als im Sommer, vor allem weil´s deutlich früher dunkel wird und man deshalb weniger Spielraum fürs Unerwartete hat &#8211; Verirren oder mal ein Stündchen länger brauchen ist im Juli ok, im Oktober kann einen sowas schlimmstenfalls am Arsch der Welt in der Dunkelheit stranden, entsprechend muss man etwas vorsichtiger bei Timing und Streckenplanung sein.<br />
Deswegen hab´ ich die heutige Etappe dann auch lieber etwas verkürzt. Ursprünglich hatte ich von Edenkoben bis Annweiler am Trifels laufen wollen, aber das wären 30 Bergkilometer gewesen &#8211; sowohl konditionell als auch zeitlich ein bisschen viel.<br />
Stattdessen hab´ ich mir das Dörfchen Albersweiler als Ziel ausgesucht, das ein paar Kilometer näher an Edenkoben liegt (und &#8211; ganz wichtig &#8211; einen eigenen Bahnhaltepunkt hat).<br />
Immer noch über 20 km Strecke über Berg und Tal, das reicht. </p>
<p>Weitere Änderung: Bei den großen Touren im Sommer hab´ ich am Start geparkt, bin zum Ziel gelaufen, und hab´ von da aus die Bahn zurück genommen. Auch das mache ich heute anders, denn ich hab´ keine Lust, zeitlich ungünstig am Ziel anzukommen und dann vielleicht ein Stunde oder länger verschwitzt und ausgepowert auf einem kalten, zugigen Provinzbahnsteig zu warten, bis die lokale Bummelbahn kommt und mich zurück ans Auto bringt.<br />
Stattdessen stelle ich den Wagen heute am Ziel ab und fahre mit der Bahn zum Start, das lässt sich besser timen und ich bin noch nicht ausgepowert und durchgeschwitzt. </p>
<p>Folgerichtig fahre ich erstmal runter nach <a href="http://www.albersweiler.de/">Albersweiler</a>, das sich als hübsches kleines Weindörfchen herausstellt, das zwischen dem Hügelland der Vorderpfalz und den hohen Hängen der Haardt am Ausgang des Queichtals sitzt.<br />
Dort parke ich auf dem kleinen Dorfplatz an der Hauptstr&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6391.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6391.jpg" alt="IMG_6391" title="IMG_6391" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6673" /></a><br />
<em>Bild #1: Dorfplatz in Albersweiler, samt mobilen Hänchenbraterwagen vom &#8220;Hühner-Fred&#8221; (leider nicht zu sehen ist die Aufschrift, derzufolge Grillhähnchen besonders vitaminreich sind&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  )</em></p>
<p>&#8230;und folge dann dem Schild mit der Aufschrift &#8220;Zum Bahnhaltepunkt&#8221;.<br />
Auf einer kleinen Brücke über die Queich&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6392.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6392.jpg" alt="IMG_6392" title="IMG_6392" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6675" /></a><br />
<em>Bild #2: Fußbrücke über die friedlich dahinplätschernde <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Queich">Queich</a></em></p>
<p>&#8230;durch die engen Gassen des Dorfes&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6393.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6393.jpg" alt="IMG_6393" title="IMG_6393" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6674" /></a><br />
<em>Bild #3: Kanalstr. (?)</em></p>
<p>&#8230;dann am Queichufer links&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6394.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6394.jpg" alt="IMG_6394" title="IMG_6394" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6676" /></a><br />
<em>Bild #4: Nochmal die Queich</em></p>
<p>&#8230;zum Albersweilerer Bahnhaltepunkt:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6395.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6395.jpg" alt="IMG_6395" title="IMG_6395" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6677" /></a><br />
<em>Bild #5: Bahnhaltestelle</em></p>
<p>Natürlich alles gehend, in der schönen, warmen Mittagssonne, schließlich beginnt die heutige Tour ja erst in Edenkoben&#8230;</p>
<p>Von hier aus nehme ich dann die Regionalbahn zum Hauptbahnhof der Kreisstadt Landau (Deutschlandweit bekannt für ihre <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_dicken_Kinder_von_Landau">dicken Kinder</a> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> . Was vielleicht ein bisschen ungerecht ist, denn beim Durchfahren fallen mir keine dicken Kinder auf, dafür aber die vielen schönen alten Häuser&#8230;), steige um, und erreiche nach zehnminütiger Fahrt durch die sonnigen Rebflächen der Vorderpfalz&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6398.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6398.jpg" alt="IMG_6398" title="IMG_6398" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6678" /></a><br />
<em>Bild #6: Blick aus dem Zug auf die Berge, über die ich gleich laufen werde</em></p>
<p>&#8230;am frühen Nachmittag schließlich den <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/08/img_4820.jpg">Bahnhof</a> von <a href="http://www.edenkoben.de">Edenkoben</a>, wo ich vor fast genau zwei Monaten <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/08/22/der-weg-nach-frankreich-teil-4-neustadt-edenkoben-mit-fotos-257-km/">meine letzte Tour durch die Pfalz</a> beendet habe.</p>
<p>Herrliches Wetter hier, vom Himmel strahlt eine warme Mittagssonne auf das weite, weinberebte Hügelland der Vorderpfalz und und die diesigen steilen Hänge des Pfälzerwaldes herab, es ist warm, freundlich, wunderschön.<br />
Perfekte zum Laufen.<br />
Also fang´ ich auch gleich damit an&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wie üblich will ich auch heute wieder durchs Bergland des Pfälzerwaldes, und da Edenkoben nicht direkt am Fuß der Berge sondern ein bisschen davor in der Ebene liegt, geht es erstmal ein paar Kilometer durchs fast ebene Flachland. </p>
<p>Zuerst ein halber Kilometer südwärts, am Rand der Staatstr./L516 entlang&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6400.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6400.jpg" alt="IMG_6400" title="IMG_6400" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6679" /></a><br />
<em>Bild #7: An der L516</em></p>
<p>&#8230;dann rechts und auf der Blücherstr. (markiert mit dem roten Plus und dem weißen Andreaskreuz des Europäischen Fernwanderwegs <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_cool.gif' alt='8)' class='wp-smiley' /> zwischen schier unendlichen sonnigen Rebenreihen westwärts&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6402.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6402.jpg" alt="IMG_6402" title="IMG_6402" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6680" /></a><br />
<em>Bild #8: Blücherstr. vor Edenkoben</em></p>
<p>&#8230;am Rand von Edenkoben entlang, mit einem atemberaubend schönen Blick über die Weinlagen und den Ort hinweg auf die leicht steil aus der Ebene aufragenden Bergketten der Haardt:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6404-6407.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6404-6407.jpg" alt="IMG_6404-6407" title="IMG_6404-6407" width="400" height="118" class="alignnone size-full wp-image-6681" /></a><br />
<em>Bild #9: Blick von der Blücherstr. nach Nordwesten. Im Vordergrund die Türme der beiden Edenkobener Kirchen, rechts neben dem linken Turm kann man den 672 m. hohen Gipfel der Kalmit erkennen, am rechten Bildrand das Hambacher Schloss (mehr zu Kalmit und Hambacher Schloss gibt´s <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/08/22/der-weg-nach-frankreich-teil-4-neustadt-edenkoben-mit-fotos-257-km/">hier</a></em></p>
<p>Nach 400 m. laufe ich in Edenkoben ein.<br />
Hübsches Dorf, leicht hügelig gelegen, umgeben von Weinbergen, Luftkurort, mit vielen alten Häusern und kleinen, engen Gassen, alles wunderbar ausgeleuchtet vom hellen Licht der herbstlichen Mittagsonne.<br />
Weiter westwärts, auf die Berge zu, dem roten Plus hinterher.<br />
Noch ein Stück durch die Blücherstr&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6410.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6410.jpg" alt="IMG_6410" title="IMG_6410" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6682" /></a><br />
<em>Bild #10: Blücherstr. in Edenkoben</em></p>
<p>&#8230;an deren Ende rechts durch die Tanzstr&#8230;.<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6411.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6411.jpg" alt="IMG_6411" title="IMG_6411" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6683" /></a><br />
<em>Bild #11: Tanzstr.</em></p>
<p>&#8230;dann wieder links, die Rhodter Str. und die Weinstr. hinauf bis zum westlichen Ortsrand, wo es an einem Kreisel vorbei auf die Villastr./K64 geht, die am Rand des kleinen Triefenbachtals durch die Weinlagen bis zum Fuß der Berge führt:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6414.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6414.jpg" alt="IMG_6414" title="IMG_6414" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6684" /></a><br />
<em>Bild #12: Kreisel am Anfang der Villastr.</em></p>
<p>Wun-der-schön!!!<br />
Genauso ein Stück braucht´s, um die trüben, grauen Tage der letzten Wochen vergessen zu machen: Mehr als 1,5 km am Rand der schmalen, kaum befahrenen Strasse entlang, auf einem breiten, bequemen Bürgersteig, der gleichzeitig als Weinlehrweg fungiert. Alle paar Meter hat´s Infotafeln, Lauben, Pavillons, Mandelbäumchen (das hier ist u.a. der &#8220;Pfälzer Mandelweg&#8221; &#8211; sichter total schön wenn´s im Frühling blüht) alten Weinpressen und sogar das eine oder andere Denkmal (z.B. für einen Herrn Prinzregenten Luitpold. Die Pfalz hat früher zum Königreich Bayern gehört, das erkennt man an den Adeligen, die hier Denkmäler stehen haben). Von links scheint die wohlige Sonne über die weiten, sanft gewellten Weinhügel herab, rechts unten liegt das malerische Tälchen des Triefenbachs, durch das ich beim letzten Mal gelaufen bin, und vor mir erheben sich die beeindruckenden dunkelgrünen Höhenzüge des Pfälzerwaldes.<br />
Alles ist hell, frisch, wunderschön &#8211; so sehen Impressionen von einem perfekten Lauf aus:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6415.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6415.jpg" alt="IMG_6415" title="IMG_6415" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6685" /></a><br />
<em>Bild #13: &#8220;Wenn goldner Wein<br />
im Glase lacht<br />
denkt selten einer dran<br />
wieviele Mühe er uns macht<br />
bis man ihn trinken kann&#8221;<br />
Ok, ich versuch´s mir zu merken&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6416.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6416.jpg" alt="IMG_6416" title="IMG_6416" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6686" /></a><br />
<em>Bild #14: Westwärts an der Villastr.</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6417.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6417.jpg" alt="IMG_6417" title="IMG_6417" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6687" /></a><br />
<em>Bild #15: Weinlehrpfad-Infotafel</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6421-22p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6421-22p.jpg" alt="IMG_6421-22p" title="IMG_6421-22p" width="400" height="211" class="alignnone size-full wp-image-6688" /></a><br />
<em>Bild #16: Blick nach Norden, übers Tal des Triefenbachs und die westlichsten Häuser Edenkobens hinweg auf die Berge. Nicht zu sehen ist das große <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/08/img_4761-63p.jpg">Friedensdenkmal</a>, das eigentlich irgendwo an den Hängen des linken Berges sitzen müsste, dafür erkennt man jedoch die Krobsburg (etwas rechts der Bildmitte) und  &#8211; wenn man ganz genau hinschaut &#8211; den Turm auf dem Kalmitgipfel (rechts über der Kropsburg)</em></p>
<p> <a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6426.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6426.jpg" alt="IMG_6426" title="IMG_6426" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6689" /></a><br />
<em>Blick #17: Blick rechts runter ins idyllische Tal des Triefenbachs.<br />
Wieder einmal bestätigt sich: <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/10/18/weinberge-zwischen-bensheim-und-heppenheim-mit-fotos-157-km/">Goldener Oktober + Herbstliche Weinberge = Wunderschön</a></em></p>
<p>Wie gesagt: Einfach perfekt.</p>
<p>Na ja, oder fast perfekt, denn ein paar Dinge machen mir schon ein ganz klein wenig Sorgen. </p>
<p>Da sind zum Beispiel meine Beine, die sind etwas schwer und unwillig. Macht aber nichts, heute ist es so schön, das gleicht der Kopf locker aus.<br />
Zumindest bisher. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Außerdem ist es wirklich ziemlich warm.<br />
Ehrlich gesagt, fast ein bisschen zu warm.<br />
Ich hab´ mich heute extra etwas dicker eingepackt, weil´s zuhause nur 6,5 Grad waren und es immer besser ist, etwas vorsichtiger zu sein (wenn einem auf einer langen Tour zu warm wird, kann man schlimmstenfalls was ausziehen. Wenn man auf einer langen Tour zu frieren anfängt, hat man gelitten).<br />
Das rächt sich jetzt ein bisschen, denn hier im windstillen offenen Gelände hat die Sonne trotz des leichten Dunstes erstaunlich viel Kraft, da gerät man ganz schön ins Schwitzen. </p>
<p>Und dann ist da auch noch mein erstes Etappenziel, der Blättersberg mit der Rietburg.<br />
Auf den will ich gleich rauf, und je näher ich komme, um so steiler und höher wird seine Flanke, bis sie wie eine 400 m. hohe grüne Wand vor mir steht.<br />
Das wird ein hartes Stück Arbeit:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6423-24p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6423-24p.jpg" alt="IMG_6423-24p" title="IMG_6423-24p" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6691" /></a><br />
<em>Bild #18: Au Backe! Da will ich gleich hoch!<br />
Die Schneise an der Bergflanke zeigt den Verlauf der Sesselbahn zur Rietburg an, links in den unteren Regionen erkennt man die Villa Ludwigshöhe.</em></p>
<p>Aber natürlich halten mich diese Mini- und Pseudoproblemchen nicht auf, dazu ist das hier alles einfach viel zu herrlich.<br />
Etwas schwerbeinig und schwitzend freue ich mich entspannt und glücklich der Steilwand entgegen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>1,7 km erreicht die Villastr. den Waldrand und führt geradeaus aufwärts, während der Fußweg nach links in den herbstlich-sonnigen Mischwald in Richtung Ludwigshöhe abknickt:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6430.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6430.jpg" alt="IMG_6430" title="IMG_6430" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6692" /></a><br />
<em>Bild #19: Links ab</em></p>
<p>Wunderschöner Weg, dem blaugelben Balken und dem Traubensymbol des Wanderwegs Deutsch Weinstrasse hinterher bergauf, durch bunten Mischwald, ein paar Meter vom Waldrand entfernt, moderate Steigung. Läuft sich gut:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6431.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6431.jpg" alt="IMG_6431" title="IMG_6431" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6693" /></a><br />
<em>Bild #20: Wanderweg Deutsche Weinstrasse von der Villastr. zur Ludwigshöhe</em></p>
<p>Am oberen Ende des kurzen Fußweges bin ich auch schon an der Ludwigshöhe. Eigentlich wollte ich hier durchlaufen, aber bis zur schlossartigen Villa (oder dem Villaartigen Schloss?) sind´s nur ein paar hundert Meter Umweg, also nehme ich die natürlich spontan mit.<br />
Links über den von alten Bäumen und altmodischen Laternen umsäumten Parkplatz&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6432.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6432.jpg" alt="IMG_6432" title="IMG_6432" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6694" /></a><br />
<em>Bild #21: An der Ludwigshöhe</em></p>
<p>&#8230;vorbei am langgezogenen alten Cavaliersbau&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6434.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6434.jpg" alt="IMG_6434" title="IMG_6434" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6695" /></a><br />
<em>Bild #22: Gegenlichtiger Blick von der Terasse am Cavaliersbau hinauf zur Villa</em></p>
<p>&#8230;dann auf die grüne Hangwiese am Rand der Weinberge und weiter aufwärts zur <a href="http://www.lverma.rlp.de/freizeit/sehenswuerdigkeiten/ludwigshoehe.html">Villa</a>, die einstmals als Sommerresidenz der Wittelsbacher Monarchen gedient hat und heute eine <a href="http://www.max-slevogt-galerie.de/">Galerie mit den Werken des Impressionisten Max Slevogt</a> beherbergt:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6436.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6436.jpg" alt="IMG_6436" title="IMG_6436" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6696" /></a><br />
<em>Bild #23: Villa Ludwigshöhe</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6441.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6441.jpg" alt="IMG_6441" title="IMG_6441" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6697" /></a><br />
<em>Bild #24: Nur so zum Beweis, dass ich auch wirklich da war&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /><br />
</em> </p>
<p>Schöner Bau in toller Lage, bereits deutlich erhöht über der weiten grünen Ebene, auch wenn man dank der diesigen Sichtverhältnisse nicht allzuviel davon erkennen kann:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6444.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6444.jpg" alt="IMG_6444" title="IMG_6444" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6698" /></a><br />
<em>Bild #25: Blick von der Villa nach Osten</em></p>
<p>Und auch das Gebäude selbst macht einiges her, mit seiner klassizistischen Klarheit und der repräsentativen Vorderfront mit den zwei hohen übereinander angeordneten Säulenreihen (unten dorisch, oben ionisch, wenn mich meine kunstgeschichtliche Halbbildung nicht im Stich lässt):<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6447.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6447.jpg" alt="IMG_6447" title="IMG_6447" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6699" /></a><br />
<em>Bild #26: Villa Ludwigshöhe aus der Nähe</em></p>
<p>Ich schaue mich noch ein bisschen um und genieße die warme Herbstsonne auf der Terasse, dann mache ich mich wieder auf den Weg, im Uhrzeigersinn um die Villa herum&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6448.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6448.jpg" alt="IMG_6448" title="IMG_6448" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6700" /></a><br />
<em>Bild #27: Westseite der Villa Ludwigshöhe</em></p>
<p>&#8230;dann halblinks in den Wald hinein, der Markierung des blaugelben Balkens folgend bis zur Talstation der <a href="http://www.vg-edenkoben.de/urlaubsregion_edenkoben/sehenswertes_und_ausflugsziele/rietburgbahn_edenkoben/index.html">Rietburgbahn</a>:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6449.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6449.jpg" alt="IMG_6449" title="IMG_6449" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6701" /></a><br />
<em>Bild #28: Talstation</em></p>
<p>Die Seilbahn ist in Betrieb, wenn man wollte, könnte man da also einfach und bequem den Steilhang überwinden und sich direkt hinauf zur Rietburg expedieren lassen.<br />
Aber das geht natürlich nicht, schließlich bin ich hier um zu laufen und nicht um zu sesselliften&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Trotzdem mache ich hier nochmal kurz Pause, denn auch die kioskartige kleine Kneipe im Stationsgebäude (&#8220;Nobbis Waldcafé&#8221;) hat offen. Das muss natürlich ausgenutzt werden, also erstehe ich bei Nobbi, einem freundlichen älteren Herrn mit Batschkappe und starkem Pfälzer Akzent, eine flüssige Stärkung für den bevorstehenden Aufstieg. Das kann ich mir heute leisten, schließlich hab´ ich für die Tour das Mittagessen sausen lassen:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6450.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6450.jpg" alt="IMG_6450" title="IMG_6450" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6702" /></a><br />
<em>Bild #29: &#8230;auch wenn ich hier, ebenso wie auf Bild 24, irgendwie arg pfannkuchengesichtig und aufgedunsen aussehe.<br />
Das wird doch nicht schon wieder der Winterspeck sein, der hier sein rundliches Haupt erhebt&#8230;????</em></p>
<p>Und dann geht´s los: Aufstieg, unter der Seilbahn hindurch (zügig, denn dank der Herbstferien ist die stark frequentiert, auch von Kindern- und wer weiss, ob die nicht der Versuchung erliegen, dem schwitzenden dicken Mann unter ihnen von oben in den Kragen zu rotzen, während sie gemütlich bergauf gondeln&#8230;), dann immer dem blaugelben Balken hinterher die extrem steile Bergflanke hinauf durch den Wald:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6451.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6451.jpg" alt="IMG_6451" title="IMG_6451" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6703" /></a><br />
<em>Bild #30: Auf zur Rietburg!</em></p>
<p>Natürlich geht´s nicht geradedewegs hinauf, das wäre angesichts des beachtlichen Neigungswinkels unmöglich laufbar.<br />
Stattdessen windet sich der Weg in langem Zickzack am Steilhang empor, mal in die eine Richtung, dann wieder in die andere.<br />
Aber natürlich immer bergauf, und das nicht zu knapp.<br />
Puuh! </p>
<p>Zuerst geht´s an den Nordhang des Berges, wo die schräge Herbstsonne nicht hinreicht.<br />
Hier bin ich auf einmal froh, mich etwas dicker angezogenen zu haben, denn plötzlich ist es empfindlich kalt.<br />
Dann wieder nach Süden, ein schmales, steiniges Pfädchen hoch, das nach links mit einem Gefälle talwärts kippt, das deutlich näher an &#8220;vertikal&#8221; als an &#8220;horizontal&#8221; ist.<br />
Wieder unter fröhlich aufwärts gondelnden Seilbahn hindurch (der das alles überhaupt nichts auszumachen scheint. Im Gegensatz zu mir, ich schnaufe bereits ordentlich).<br />
Das ist nett, denn man kann durch die Schneise talwärts gucken und kriegt so einen schönen Eindruck, wieviel Anstieg man bereits bewältigt hat (mit eingezogem Kopf, die Vorstellung spuckender seilbahnfahrender Kinder lässt mich irgendwie nicht mehr los. Aber zum Glück benehmen die sich in der Realität alle besser als in meiner Fantasie&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> ):<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6453.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6453.jpg" alt="IMG_6453" title="IMG_6453" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6704" /></a><br />
<em>Bild #31: Schon ein bisschen weiter oben</em></p>
<p>Andererseits ist aber irgendwie auch wieder nicht so nett, denn genauso kann man auch die Schneise hinaufschauen, und feststellen, wieviel noch vor einem liegt:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6454.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6454.jpg" alt="IMG_6454" title="IMG_6454" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6705" /></a><em>Bild #32: Urks! Das geht ja noch ewig den Steilhang hoch!!!</em></p>
<p> Und weiter das Pfädchen am Hang entlang&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6455.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6455.jpg" alt="IMG_6455" title="IMG_6455" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6707" /></a><br />
<em>Bild #33: &#8230;das für ein kurzes willkommenes Stück mal eben ist&#8230;</em></p>
<p>&#8230;bis zur nächsten Kurve an einem Gedenkstein, vor dem ein kleiner Aussichtpavillon auf einer Säule über den Abhang hinausragt:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6456.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6456.jpg" alt="IMG_6456" title="IMG_6456" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6709" /></a><br />
<em>Bild #34: Natürlich benutze ich den auch, um <del datetime="2009-10-23T13:30:59+00:00">Atem zu holen</del> einen Blick hinab in die Ebene zu werden, dazu ist er schließlich da!</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6457.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6457.jpg" alt="IMG_6457" title="IMG_6457" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6710" /></a><br />
<em>Bild #35: Aussicht vom Pavillon in Richtung Rhodt unter Rietburg</em> </p>
<p>Dort geht´s dann wieder scharf rechts, entgegengesetze Richtung&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6459.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6459.jpg" alt="IMG_6459" title="IMG_6459" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6711" /></a><br />
<em>Bild #36: Immer dem blaugelben Balken hinterher</em></p>
<p>&#8230;und zum dritten Mal unter der Seilbahn durch, zurück an die schattigkalte Nordflanke über dem tiefen Edenkobener Tal und bis zur nächsten Haarnadelkurve, aufwärts, aufwärts, immer weiter aufwärts&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6462.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6462.jpg" alt="IMG_6462" title="IMG_6462" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6712" /></a><br />
<em>Bild #37: Uijuijui&#8230; </em></p>
<p>&#8230;bis die Seilbahn zum vierten Mal in Sicht kommt, und mit ihr endlich auch der erste halbe Blick auf die Mauern der Rietburg:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6464.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6464.jpg" alt="IMG_6464" title="IMG_6464" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6713" /></a><br />
<em>Bild #38: (Etappen)Ziel in Sicht!</em></p>
<p>Hier gönne ich mir noch eine kurze Pause, denn der Blick die steile Schneise hinunter auf das über 300 m. tiefer liegende Edenkoben ist inzwischen schon ziemlich grandios:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6468.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6468.jpg" alt="IMG_6468" title="IMG_6468" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6714" /></a><br />
<em>Bild #39: Das diesige Edenkoben von kurz unterhalb der Rietburg.<br />
Sehr schön kann man das Tälchen mit dem Triefenbach erkennen, durch das ich das letzte Mal nach Edenkoben gelaufen bin, rechts davon in Richtung Bildrand ist die Villastr., der ich heute gefolgt bin</em></p>
<p>Direkt danach geht´s eine kleine, unebene Treppe hoch, dann erreiche ich auch schon die untere Mauer der Rietburg&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6471.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6471.jpg" alt="IMG_6471" title="IMG_6471" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6715" /></a><br />
<em>Bild #40: Unteres Ende der Rietburg</em></p>
<p>&#8230;der ich auf einem sonnigen Pfädchen nach rechts an die Nordflanke der Burg folge folge,&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6472.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6472.jpg" alt="IMG_6472" title="IMG_6472" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6716" /></a><br />
<em>Bild #41</em></p>
<p>&#8230;wo es dann weiter bergauf geht, begleitet von einem tollen Ausblick über die herbstbunten Wipfel hinweg nach Norden,&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6474.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6474.jpg" alt="IMG_6474" title="IMG_6474" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6717" /></a><br />
<em>Bild #42: Aussicht von Pfad an der Nordmauer der Rietburg nach Norden, auf St. Martin und das Hambacher Schloss</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6478.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6478.jpg" alt="IMG_6478" title="IMG_6478" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6718" /></a><br />
<em>Bild #43: Und gleich nochmal, dieses Mal etwas mehr in die Weite</em></p>
<p>&#8230;und schließlich an der Bergstation der Seilbahn vorbei&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6479.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6479.jpg" alt="IMG_6479" title="IMG_6479" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6719" /></a><br />
<em>Bild #44</em></p>
<p>&#8230;zum oberen Ende der Anlage&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6482.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6482.jpg" alt="IMG_6482" title="IMG_6482" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6720" /></a><br />
<em>Bild #45: Rietburg von hinten</em></p>
<p>&#8230;wo sich auch der Eingang zur Burg befindet.<br />
Das lass´ ich mir natürlich nicht entgehen&#8230;</p>
<p>Die Anfang des 13. Jahrhunderts erbaute <a href="http://www.rietburg-verein.de/content/rietburg/index.php?section=3">Rietburg</a> liegt auf ca. 535 m. ü.NN und ist damit die höchstgelegene Burgruine in der Pfalz (wenn man hier hochgejoggt ist, ist man auch gerne bereit, das zu glauben&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> ). Besonders spektakulär wird ihre Lage dadurch, dass sie als abfallende Hangburg an der sehr steilen Nordostflanke des Blätterberges sitzt und dadurch eine dem Vernehmen nach atemberaubende Aussicht über die Rheinebene hinweg bis zum Odenwald, der Bergstrasse und dem Schwarzwald bietet.<br />
Naja, zumindest wenn´s halbwegs klar ist.<br />
An so einem dunstigen Herbsttag wie heute reicht der Blick nicht mal bis rüber an den Rhein nach Speyer.<br />
Aber richtig schön ist es trotzdem!</p>
<p>Über eine paar unebene Stufen gelange ich hinauf in den oberen Teil der Anlage, wo gleich eine Treppe hinauf auf eine kleine Aussichtsplattform führt, die hoch über der größeren Aussichtserrasse und dem gut besuchten Burgrestaurant (hier oben ist richtig was los, so viele Tagesausflügler sind mir schon lange nicht mehr begegnet) thront:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6483.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6483.jpg" alt="IMG_6483" title="IMG_6483" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6721" /></a><br />
<em>Bild #46: Zum höchsten Punkt der Rietburg</em></p>
<p>Die schlechte Nachricht: Anstatt der 80 oder mehr Kilometer Sicht, die man von hier aus an klaren Tagen genießen kann, beträgt die heutige Sichtweite nicht mal zehn Kilometer hinunter in die Ebene (und nach Süden hin, wo sich die schrägen Sonnenstrahlen im Dunst fangen, ist es wahrscheinlich sogar noch etwas weniger).</p>
<p>Die gute Nachricht: Selbst das ist schon verflixt schön:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6485.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6485.jpg" alt="IMG_6485" title="IMG_6485" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6722" /></a><br />
<em>Bild #47: Blick über untere Terrasse und das Restaurant hinunter in die Ebene, auf die Orte Edenkoben (am linken Bildrand), Rhodt unter Rietburg (mittig) und Edesheim (hinter Rhodt)</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6488-6504p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6488-6504p.jpg" alt="IMG_6488-6504p" title="IMG_6488-6504p" width="399" height="54" class="alignnone size-full wp-image-6723" /></a><br />
<em>Bild #48: Großes (wenn auch etwas milchiges Panorama).<br />
Ganz links hinten Kirrweiler, rechts davor Edenkoben. Mittig Rhodt unter Rietburg (vorne) und Edesheim (dahinter). Schon relativ weit rechts dann Hainfeld (vorne), Roschbach (dahinter) und schemenhaft Walsheim (?) (dahinter), und ganz rechts dann unten Weyher in der Pfalz</em></p>
<p>Danach geht´s auch noch mal runter auf die Terrasse&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6506-07p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6506-07p.jpg" alt="IMG_6506-07p" title="IMG_6506-07p" width="400" height="191" class="alignnone size-full wp-image-6724" /></a><br />
<em>Bild #49: Terrasse der Rietburg, links die kleine erhöhte Plattform, von der die Bilder #47 und 48 entstanden sind</em></p>
<p>&#8230;wo ich ein paar Minuten die herrliche Sonne genieße und den Blick über die abfallende untere Burganlage hinweg&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6508.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6508.jpg" alt="IMG_6508" title="IMG_6508" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6725" /></a><br />
<em>Bild #50: Der untere Teil der Burg</em></p>
<p>&#8230;in die diesige Weite schweifen lasse:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6509.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6509.jpg" alt="IMG_6509" title="IMG_6509" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6726" /></a><br />
<em>Bild #51: Blick von der Terasse nach Süden.<br />
Hier macht sich die Mischung aus schräger Herbstsonne und nebligen Dunstschwaden besonders bemerkbar, denn man kann gerade mal bis zur nahen St. Anna-Kapelle über Burrweiler schauen.<br />
Schon ein bisschen schade, denn wenn´s klarer wäre, könnte man hier vermutlich das knapp 30 km entfernten Wissembourg jenseits der Grenze sehen, wo ich ja schlußendlich hinwill.<br />
Aber andererseits: Soll sich Frankreich ruhig noch ein bisschen zieren, früher oder später werd ich es schon noch zu Gesicht bekommen.<br />
Und diese runden Bergrücken, im Nebel, das hat ja auch irgendwie was&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />   </em></p>
<p>Schön hier&#8230;</p>
<p>Nach ein paar Minuten fängt mein Magen leicht zu knurren an.<br />
Wahrscheinlich der appetitliche Essensgeruch aus der Burgkneipe, bevor ich richtig Hunger kriege, breche ich da lieber wieder auf&#8230;</p>
<p>Vom Platz hinter der Burg folge ich kurz dem roten Punkt, der mich durch ein kurzes, felsiges Hangstück mit ein paar Stufen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6510.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6510.jpg" alt="IMG_6510" title="IMG_6510" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6727" /></a><br />
<em>Bild #52: Westlich hinter der Rietburg</em></p>
<p>&#8230;zu einem Wildgatter mit zutraulichen Damhirschen führt:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6511.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6511.jpg" alt="IMG_6511" title="IMG_6511" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6728" /></a><br />
<em>Bild #53: Wildgehege an der Rietburg</em></p>
<p>Auch ist richtig viel Betrieb&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6512.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6512.jpg" alt="IMG_6512" title="IMG_6512" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6729" /></a><br />
<em>Bild #54</em></p>
<p>&#8230;und angesichts der vielen Ausflügler mit Wildfutter sind die Hirsche beschäftigt und haben keine Zeit, mir Hallo zu sagen:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6514.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6514.jpg" alt="IMG_6514" title="IMG_6514" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6730" /></a><br />
<em>Bild #55: &#8220;Pffft. Bitte, wenn ihr ein paar dicke Kinder (wahrscheinlich aus Landau&#8230;) interessanter findet als mich, bloß weil die Futter haben, dann geht doch zu denen, ihr doofen Hirsche.<br />
Aber zur Strafe schreib ich in meinen Blog, dass ihr doof seid!<br />
Doofe Hirsche!!!</em></p>
<p>Folgerichtig mache ich mich auch wieder auf den Weg, in die deutlich weniger rummeligen Bergwaldgefilde jenseits von Rietburg, Wildgatter und Seilbahn.</p>
<p>Es geht kurz bergab, über einen Parkplatz hinter der Burg, dann geradeaus in den Wald. Markierung der Stunde ist weiterhin der blaugelbe Balken, der mich ja bereits bis hier hoch gebracht hat. </p>
<p>Wieder so ein wunderschönes, richtig angenehmes Stück: Die Strecke folgt ungefähr dem Höhenrücken des Blätterbergs, erst auf einem breiten, bequemen Waldweg&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6516.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6516.jpg" alt="IMG_6516" title="IMG_6516" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6731" /></a><br />
<em>Bild #56</em></p>
<p>&#8230;dann auf einem schmalen, steinigen Pfädchen:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6517.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6517.jpg" alt="IMG_6517" title="IMG_6517" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6732" /></a><br />
<em>Bild #57</em></p>
<p>&#8230;das dem irgendwann nach Süden abknickt.<br />
Steigung gibt´s nur noch ganz wenig, merkt man kaum.<br />
Stattdessen geht´s eine ganze Weile gaaanz entspannt und zufrieden durch den hellen, abwechslungsreichen, einsamen, wunderschönen Herbstwald, in dem sich Buntes Laub, strahlendes Licht, geheimnisvoller Dunst und kühle Schatten zu einer herrlichen Stimmung vermischen<br />
Hier kann man sich so richtig treiben lassen&#8230;</p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6515.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6515.jpg" alt="IMG_6515" title="IMG_6515" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6733" /></a><br />
<em>Bild #58</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6518.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6518.jpg" alt="IMG_6518" title="IMG_6518" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6734" /></a><br />
<em>Bild #59</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6519.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6519.jpg" alt="IMG_6519" title="IMG_6519" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6735" /></a><br />
<em>Bild #60</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6522.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6522.jpg" alt="IMG_6522" title="IMG_6522" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6736" /></a><br />
<em>Bild #61</em></p>
<p>Knapp 1,5 km, dann erreiche ich eine kleine Lichtung mit einem schmalen Aussichtsturm&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6524.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6524.jpg" alt="IMG_6524" title="IMG_6524" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6737" /></a><br />
<em>Bild #62: Ludwigsturm</em></p>
<p>&#8230;der zugleich den höchsten Punkt des Blätterberges und den höchsten Punkt der heutigen Tour markiert: Ludwigsturm, 605 m. ü.NN.<br />
Gar nicht mal übel, besonders wenn man bedenkt, dass heute ich auf unter 150 m. ü.NN angefangen habe&#8230;</p>
<p>Auch hier kann ich selbstverständlich nicht vorbeilaufen.<br />
Aussichtstürme sind dazu da, dass man raufklettert und sich umschaut, also mach´ ich genau das:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6527.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6527.jpg" alt="IMG_6527" title="IMG_6527" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6738" /></a><br />
<em>Bild #63: Keine verschlossene Eingangstür mit Vorhängeschloß, so mag ich meine Aussichtstürme</em></p>
<p>Die Wendeltreppe nach oben ist klaustrophobisch eng, ich schramme praktisch mit den Schultern an den Wänden.<br />
Nur gut, dass mir hier niemand entgegenkommt, sonst gäb´s Verstopfung&#8230;</p>
<p>Oben angekommen gibt´s sowas wie&#8230; Aussicht.<br />
Nicht ungehindert, denn wie bei vielen dieser alten, einsamen Türme sind die umliegenden Bäume zu hoch gewachsen und stören den freien Blick.<br />
Und dort wo keine Bäume stehen, nämlich im Süden, verschwimmen die Berge im bläulichen Herbstdunst, der von den schräg herabfallenden Sonnenstrahlen mit einem inneren Leuchten versehen zu sein scheint.<br />
Auf seine Art ist dieser Anblick mindestens genauso schön wie klare Sicht &#8211;  faszinierend, wie sich die steilen, markant geformten Höhenzüge des Pfälzerwaldes wie die Rücken riesenhafter schlafender Tiere als scherenschnittartige Silhouetten aus dem Nebel herausragen, klar abgezeichnet wenn sie nahe sind, und immer obskurer und verborgener je weiter sie sich entfernen.<br />
Die Landschaft, die sich hier abzeichnet ist spannend und geheimnisvoll, eine fremde, unbekannte Gegend, die ihre Reize nicht preisgibt sondern sie nur hinter einem Schleier aus Dunst und Sonne andeutet.<br />
Richtig schön.  </p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6531-34p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6531-34p.jpg" alt="IMG_6531-34p" title="IMG_6531-34p" width="400" height="101" class="alignnone size-full wp-image-6739" /></a><br />
<em>Bild #64: Blick vom Ludwigsturm auf dem Blättersberg zu den Bergen im Süden. An dem vorderen werde ich wahrscheinlich nachher noch entlanglaufen&#8230;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6530.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6530.jpg" alt="IMG_6530" title="IMG_6530" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-6740" /></a><br />
<em>Bild #65: Schemenhaftes Bauwerk auf einer Kuppe im Südwesten. Wahrscheinlich die Reichsburg Trifels über Annweiler&#8230;</em></p>
<p>Und wieder abwärts, wieder die klaustrophobisch enge Wendeltreppe runter, dann noch einen Bogen um den Turm rum&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6537.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6537.jpg" alt="IMG_6537" title="IMG_6537" width="400" height="534" class="alignnone size-full wp-image-6742" /></a><br />
<em>Bild #66: Der Ludwigsturm von Süden, dieses mal mit ohne Gegenlicht&#8230;</em></p>
<p>&#8230;dann weiter dem blaugelben Balken hinterher, der sich nun gaanz gemächlich an Abstieg vom Blätterberg macht.<br />
Schmales, wunderbar weiches Bergpfädchen durch diesen wunderbaren lichten Kiefernwald mit Heidekraut, den man hier oben immer wieder mal findet. Außerdem: Südwesthang, und damit voll in der milden, hellen Nachmittagssonne, die die steile Bergflanke sanft mit ihren wohligen Strahlen steichelt.<br />
Licht und Wärme und herrliche Umgebung &#8211; tut einfach nur gut, das ist wie wie eine Wellness-Kur für Kopf und Körper&#8230;</p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6540.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6540.jpg" alt="IMG_6540" title="IMG_6540" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6743" /></a><br />
<em>Bild #67: Auf dem weichen, schönen Pfädchen mit dem blaugelben Balken&#8230;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6541-43p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6541-43p.jpg" alt="IMG_6541-43p" title="IMG_6541-43p" width="400" height="149" class="alignnone size-full wp-image-6744" /></a><br />
 <em>Bild #68:&#8230;sanft abwärts durch sonnigen Kiefernwald und Heidekraut&#8230;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6544.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6544.jpg" alt="IMG_6544" title="IMG_6544" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6745" /></a><br />
<em>Bild #69: &#8230;an der Südwestflanke des Blättersbergs</em></p>
<p>Nach einigen Minuten öffnet sich der Hangwald zu einer Lücke, durch die man nach Südwesten hinausschauen kann, ins geheimnisvolle Bergland des Pfälzerwaldes, dessen Rücken und Täler sich in der dunstigblauen Weite verlieren:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6546-47p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6546-47p.jpg" alt="IMG_6546-47p" title="IMG_6546-47p" width="400" height="535" class="alignnone size-full wp-image-6746" /></a><br />
<em>Bild #70: Blick von der Flanke des Blättersbergs nach Südwesten</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6548.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6548.jpg" alt="IMG_6548" title="IMG_6548" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6747" /></a><br />
<em>Bild #71: Die Wiesen tief unten liegen im Modenbachtal, in das ich nun langsam aber sicher hinablaufe</em></p>
<p>Ich bin übrigens nicht der Einzige, der den Blick und die Sonne geniesst, auf einer Bank am Wegesrand sitzt ein freundliches älteres Ehepaar, das gerade eine Wanderpause einlegt und ein bisschen mit mir plaudert, über das Wetter, den Pfälzerwald und darüber, wie die Landschaft im Herbst zur Ruhe kommt und still und besinnlicher wird. Sehr nett, solche Begegnungen mag ich irgendwie. </p>
<p>Und weiter auf dem blaugelben Balken abwärts&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6550.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6550.jpg" alt="IMG_6550" title="IMG_6550" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6748" /></a><br />
<em>Bild #72: Immer noch Südwestflanke vom Blättersberg, immer noch warm und sonnig, immer noch wunderbar angenehm</em></p>
<p>&#8230;durch die wildromantische Berglandschaft&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6552.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6552.jpg" alt="IMG_6552" title="IMG_6552" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6749" /></a><br />
<em>Bild #73: Der Frankenberg auf der anderen Seite des schmalen Meisentals.<br />
Ich bin immer wieder beeindruckt, wie steil und die Berge hier sind</em></p>
<p>&#8230;zwischendurch noch ein kleines Päuschen mit einem Fruchtriegel in der herrlichen Herbstsonne&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6553.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6553.jpg" alt="IMG_6553" title="IMG_6553" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6750" /></a><br />
<em>Bild #74: Aaah. Das fühlt sich gut an&#8230;</em></p>
<p>&#8230;bis der Weg dann irgendwann langsam nach Norden abknickt&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6558.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6558.jpg" alt="IMG_6558" title="IMG_6558" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6751" /></a><br />
<em>Bild #75: Links unten ein ordentlicher Waldweg ohne Markierung, rechts das Pfädchen mit dem blaugelben Balken &#8211; beim Pfälzerwaldverein legt man die Wanderwege ja gerne auf kleiner Nebenpfade, das gefällt mir&#8230;</em></p>
<p>&#8230;und schließlich die Wegkreuzung am Kohlplatz erreicht, die auf einer Bergschulter zwischen Kesselberg und Blättersberg sitzt:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6560-63p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6560-63p.jpg" alt="IMG_6560-63p" title="IMG_6560-63p" width="400" height="122" class="alignnone size-full wp-image-6752" /></a><br />
<em>Bild #76: Am Kohlplatz</em></p>
<p>Hier heisst es dann Abschied vom blaugelben Balken nehmen, der mich seit der Ludwigshöhe gut und sicher nach Westen geführt hat.<br />
Von nun an geht´s südwärts dem blauweißen Balken hinterher, der mit strammem Gefälle talwärts führt, vorbei an der nicht geöffneten <a href="http://www.nello-ev.de/4481.html">Nellohütte</a>&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6566.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6566.jpg" alt="IMG_6566" title="IMG_6566" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6753" /></a><br />
<em>Bild #77: Nellohütte</em></p>
<p>&#8230;dann immer weiter bergab, am Rand des tief eingeschnitten Meisentals hinab&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6569.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6569.jpg" alt="IMG_6569" title="IMG_6569" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6754" /></a><br />
<em>Bild #78: Meisental</em></p>
<p>&#8230;bis zum unteren Waldrand&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6572.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6572.jpg" alt="IMG_6572" title="IMG_6572" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6755" /></a><br />
<em>Bild #79</em></p>
<p>&#8230;wo es an einer schmalen Wiese im entlanggeht&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6573.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6573.jpg" alt="IMG_6573" title="IMG_6573" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6756" /></a><br />
<em>Bild #80: Dieses Seitental ist schon so tief unten und so eng, dass die schrägen Sonnenstrahlen kaum noch bis hier runter reichen</em></p>
<p>&#8230;dann ein Stück durchs schattige Dickicht am Talgrund&#8230;<br />
<a href="http://ladufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_65741.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_65741.jpg" alt="IMG_6574" title="IMG_6574" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6759" /></a><br />
<em>Bild #81</em></p>
<p>&#8230; bis hinunter ins breitere Modenbachtal&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6575.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6575.jpg" alt="IMG_6575" title="IMG_6575" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6760" /></a><br />
<em>Bild #82: Modenbachtal</em></p>
<p>&#8230;und über einen Parkplatz zur K58 am Talgrund:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6576-77p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6576-77p.jpg" alt="IMG_6576-77p" title="IMG_6576-77p" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6761" /></a><br />
<em>Bild #83: Ui, mal wieder eine echte Landstrasse. Das hatte ich aber jetzt lange nicht mehr&#8230;</em> :</p>
<p>Über die Fahrbahn, auf der anderen Seite wieder in den Wald, nun der Markierung mit dem roten Punkt hinterher, die &#8211; wieder mal auf schmalen Pfaden &#8211; an am Hang entlang leicht aufwärts nach Westen führt.<br />
Ist ein ordentliches Stück, mehr als 1,5 km, aber viele Fotos mache ich nicht &#8211; schattige Nordflanke, hier ist es überraschend kühl und dunkel, da beeile ich mich lieber ein bisschen, dass ich wieder in die schöne, warme Sonne komme:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6579.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6579.jpg" alt="IMG_6579" title="IMG_6579" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6762" /></a><br />
<em>Bild #84: Auf dem roten Punkt oberhalb der Landstrasse nach Westen</em></p>
<p>Insgesamt vielleicht 1,8 oder 1,9 km, dann senkt sich der Weg wieder ein bisschen ab und erreicht den Waldparkplatz Drei Eichen an den der L506.<br />
Von hier aus gehen Waldwege in alle Richtungen ab.<br />
Meine Streckenplanung sieht eigentlich vor, dass ich südwärts weiterlaufe, in Richtung der Burg Neuscharfeneck.<br />
Vorher mache ich aber noch einen kleinen Abstecher in die entgegengesetzte Richtung, denn auch nördlich des Parkplatzes gibt es eine Burg, die Ruine Modeneck (aka Meistersel), und die ist gar nicht weit weg &#8211; ein paar hundert Meter Umweg für eine Extra-Burg, die nehme ich natürlich gerne in Kauf, entsprechend überquere ich erstmal die Strasse und laufe in den Bergwald nördlich des Parkplatzes, aufwärts, auf unmarkierten Waldwegen in Richtung Burg Modeneck.</p>
<p>Weit ist es wirklich nicht, eigentlich nur ein Katzensprung.<br />
Aber steil.<br />
Richtig fiesbrutalsacksteil, um genau zu sein.<br />
Die Burg Modeneck erhebt sich auch einer schroff ansteigenden Felskuppe mitten im Wald, vielleicht einen halben Kilometer vom Parkplatz entfernt, aber 90 Meter höher.<br />
Macht Summa Summarum eine Durchschnittsteigung von 18%, das zieht böse rein.<br />
Bereits nach 200 m. keuche ich wie ein asthmatische Walroß im Hochsommer, der kleine Umweg entpuppt sich unerwarteterweise als Schwerstarbeit.<br />
Und dann komme ich auch noch an diesen Schildern vorbei:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6582.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6582.jpg" alt="IMG_6582" title="IMG_6582" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6763" /></a><br />
<em>Bild #85</em></p>
<p>&#8220;Einsturzgefahr&#8221;, steht da.<br />
&#8220;Burg gesperrt&#8221;, steht da.<br />
Pffft.<br />
Aber Umkehren kommt trotzdem nicht in Frage, inzwischen habe ich mich nämlich schon zwei Drittel des fiesen Anstiegs hochgeschleift, da mach´ ich auch noch den Rest.<br />
Also weiter aufwärts, um eine scharfe Kurve, zwischen einigen Felsformationen hindurch, dann an einem Mäuerchen auf dem schmalen und steil abfallenden Bergrücken entlang&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6584.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6584.jpg" alt="IMG_6584" title="IMG_6584" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6764" /></a><br />
<em>Bild #86: Der ältere Herr da vorne ruft mir irgendwas entggegen, aberr dank seinem breiten Pfälzer Dialekt und meinem wummernden Puls den Schläfen versteh´ ich nur sowas wie &#8220;Rwöwrrörwrör gsperrt brörowrörör&#8221;.<br />
Also nicke ich nur einfach mal freundlich und sage nett &#8220;Guten Tag&#8221;, das scheint ihn zufriedenzustellen&#8230;</em></p>
<p>&#8230;und erriche kurz darauf das Haupttor&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6587.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6587.jpg" alt="IMG_6587" title="IMG_6587" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6765" /></a><br />
<em>Bild #87: Eingang zur Burg</em></p>
<p>&#8230;durch den ich in den schmalen Vorhof der <a href="http://burg-meistersel.de/">Burg Modeneck bzw. Meistersel</a> einlaufe (Burgen sollten nicht mehrere Namen haben, das ist zu verwirrend für dumme Auswärtige wie mich&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> ).</p>
<p>Und da ist dann leider auch Schluss. Links türmt sich ein gewaltiger Felsen auf, auf den die mittelalterlichen Erbauer der Anlage den oberen Teil der Burg gepflanzt haben:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6588-89p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6588-89p.jpg" alt="IMG_6588-89p" title="IMG_6588-89p" width="400" height="213" class="alignnone size-full wp-image-6766" /></a><br />
<em>Bild #88: Burgfels der Ruine Modeneck/Meistersel</em></p>
<p>Sieht wildromantisch und spektakulär aus und bietet sicher einen grandiosen Blick über die umliegenden Berge und Täler &#8211; aber wie angekündigst ist der schmale, steile Aufstieg hinauf auf das Felsplateau mit einem Bauzaun versperrt.<br />
Kann man erstmal nichts machen &#8211; auch wenn´s mir ein bisschen Leid tut, schaue ich mir die Burg eben nur von unten an und drehe dann mehr oder weniger unverrichteter Dinge wieder um.<br />
Vielleicht komme ich ja irgendwann nochmal her, wenn die Anlage renoviert ist&#8230;</p>
<p>Abwärts, denselben Weg, den ich eben hochgekeucht bin, wieder runter, zurück zum Parkplatz Drei Eichen.<br />
Bergab geht das deutlich leichter&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Unten angekommen nehme ich dann die ursprünglich geplante Strecke wieder auf und folge dem schwarzen Westhang des langgezogenen Roßbergs nach Süden.</p>
<p>Hier ist es wieder so richtig schön. Der Weg ist breit und bequem, der Wald herbstlich bunt und freundlich, die Hänge sind in warmes Nachmittagsonnenlicht getaucht.<br />
Sehr, sehr schön:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6590.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6590.jpg" alt="IMG_6590" title="IMG_6590" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6767" /></a><em>Bild #89: Auf dem Weg mit dem schwarzen Punkt&#8230;</em> </p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6592.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6592.jpg" alt="IMG_6592" title="IMG_6592" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6768" /></a><em>Bild #90: &#8230;durch den strahlendbunten Herbstwald&#8230;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6593.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6593.jpg" alt="IMG_6593" title="IMG_6593" width="400" height="298" class="alignnone size-full wp-image-6769" /></a><br />
<em>Bild #91: &#8230;am Westhang es Roßberges hoch über dem Dernbachtal&#8230;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6594.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6594.jpg" alt="IMG_6594" title="IMG_6594" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6770" /></a><br />
<em>Bild #92: &#8230;südwärts in Richtung Burg Neuscharfeneck</em></p>
<p>So rund wie vorhin auf dem Abstieg vom Blättersberg läuft´s allerdings nicht mehr &#8211; während ich die moderate aber sehr stetige Steigung des Weges hinauflaufe merke ich, wie ich langsam aber sicher abbaue.<br />
Allmählich macht sich das weniger intensive Training der letzten Wochen bemerkbar: Die Schritte werden etwas schwerer, die Atmung etwas schneller und flacher, die sich aufsummierenden Höhenmeter zunehmend anstrengender.<br />
Besonders meine Beinmuskulatur ist rebellisch und lässt mich wissen, dass sie das jetzt nicht mehr ewig so weitermachen möchte.<br />
Noch geht´s ganz gut, aber bis zum Ziel ist es noch ein ganzes Stück&#8230;</p>
<p>Immerhin gibt sich die Strecke alle Mühe, mich angemessen für die Strapazen zu entlohnen.<br />
Und das mit Erfolg, denn die Umgebung ist weiterhin wunderschön, die schräge Nachmittagssonne herrlich. </p>
<p>Ca. 1,2 km nach dem Parkplatz Drei Eichen geht es um einen Bergvorsprung hoch über Ramberg, von dessen südlicher Flanke sich einmal mehr eine grandiose Aussicht in den Pfälzerwald eröffnet:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6595.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6595.jpg" alt="IMG_6595" title="IMG_6595" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6771" /></a><br />
<em>Bild #93: Vom Sonnenlicht gefluteter Aussichtspunkt am Mühlberg über Ramberg</em></p>
<p>Direkt südwärts, von jenseits des tiefen Ohlsbachtals, grüßt bereits dieRuine der Burg Neuscharfeneck herüber, eine mächtige Festungsanlage die in spektakulärer Lage auf einem steilen Felsvorsprung hoch über dem Tal des Dernbachs thront:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6596.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6596.jpg" alt="IMG_6596" title="IMG_6596" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6772" /></a><br />
<em>Bild #94: Burg Neuscharfeneck von Norden</em></p>
<p>Und weiter rechts öffnet sich einmal mehr der Blick in die Tiefen des Pfälzerwaldes, auf eine diesige Welt aus halbversteckten, steilen Gipfeln (von denen fast jeder zweite mit einer Burg gekrönt zu sein scheint), die sich in der Weite verlieren:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6599.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6599.jpg" alt="IMG_6599" title="IMG_6599" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6774" /></a><br />
<em>Bild #95: Blick nach Südwesten in den Pfälzerwald hinein</em></p>
<p>Kurz danach geht es dann wieder auf ein kleineres Pfädchen, das am steilen Hang entlang weiter aufwärts durch den sonnigen Herbstwald führt&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6601.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6601.jpg" alt="IMG_6601" title="IMG_6601" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6775" /></a><br />
<em>Bild #96</em></p>
<p>&#8230;und dabei immer wieder tolle Aussichten zwischen den Bäumen hindurch ins weit, weit unten liegende dunstige Dernbachtal ermöglicht:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6606-08p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6606-08p.jpg" alt="IMG_6606-08p" title="IMG_6606-08p" width="400" height="258" class="alignnone size-full wp-image-6776" /></a><br />
<em>Bild #97: Blick vom Weg mit dem schwarzen Punkt hinunter nach Ramberg und zur Burg Ramberg auf der gegenüberliegenden Seite des Dernbachtals</em></p>
<p>Kurz darauf erreiche ich die mächtige Schildmauer am hinteren Ende der <a href="http://www.wajh5ueu.homepage.t-online.de/">Burg Neuscharfeneck</a>:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6610-14p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6610-14p.jpg" alt="IMG_6610-14p" title="IMG_6610-14p" width="400" height="246" class="alignnone size-full wp-image-6777" /></a><br />
<em>Bild #98: Ostseite der Burg Neuscharfeneck</em></p>
<p>Wow, ist das ein Brocken!<br />
Die Neuscharfeneck ist eine der größten Burgen der Pfalz, und das siehr man ihr auch an.<br />
Ich laufe an der fast 100 m. langen Nordmauer entlang&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6617.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6617.jpg" alt="IMG_6617" title="IMG_6617" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6778" /></a><br />
<em>Bild #99: Nordmauer der Burg Neuscharfeneck</em></p>
<p>&#8230;bis zum vorderen Ende der steilen Felsnase, auf der die Burg hoch oben über dem bereits von steilen Hängen eingerahmten Dernbachtal sitzt, das man von hier oben schön überblicken kann:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6618.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6618.jpg" alt="IMG_6618" title="IMG_6618" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6779" /></a><br />
<em>Bild #100: Nochmal die Ramburg auf der anderen Talseite, wunderbar vom warme Vorabendlicht beleuchtet</em></p>
<p>Hier ist auch das Haupttor, durch das ich die keilförmige Burg an der spitzen Seite betrete:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6619.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6619.jpg" alt="IMG_6619" title="IMG_6619" width="400" height="301" class="alignnone size-full wp-image-6781" /></a><br />
<em>Bild #101: Eingang der Burg Scharfeneck</em></p>
<p>Dahinter geht es durch die sonnige Vorburg&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6620.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6620.jpg" alt="IMG_6620" title="IMG_6620" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6782" /></a><br />
<em>Bild #102: Vorburg</em></p>
<p>&#8230;durch einen schmalen Gang zwischen Außen- und Innenmauer zu einer kleinen Aussichtsplattform über der Südmauer&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6627-30p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6627-30p.jpg" alt="IMG_6627-30p" title="IMG_6627-30p" width="400" height="120" class="alignnone size-full wp-image-6783" /></a><br />
<em>Bild #103: Man beachte, wie schräg und lang die Schatten inzwischen bereits sind</em></p>
<p>&#8230;auf der ich nochmal kurz pausiere&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6626.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6626.jpg" alt="IMG_6626" title="IMG_6626" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6784" /></a><em>Bild #104: Heute mal nur Leitungswasser und keine Isoplörre (die ist eher was für den Sommer&#8230;;))</em></p>
<p>&#8230;bevor ich durch einen kleinen Durchgang den unteren Innenhof der Kernburg betrete&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6631.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6631.jpg" alt="IMG_6631" title="IMG_6631" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6785" /></a><br />
<em>Bild #105</em></p>
<p>&#8230;von wo aus ich über eine Reihe von schmalen Treppen schließlich hinauf zur Aussichtsplattform auf dem höchstgelegenen Teil der Burgruine gelange:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6642.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6642.jpg" alt="IMG_6642" title="IMG_6642" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6786" /></a><br />
<em>Bild #106: Ganz oben</em></p>
<p> GRANDIOS!</p>
<p>Von hier oben bieten sich einmal mehr herrliche Ausblicke über die umliegenden Täler und weit in den dunstverhangenen Pfälzerwald hinein:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6634.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6634.jpg" alt="IMG_6634" title="IMG_6634" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6787" /></a><br />
<em>Bild #107: Blick über die Burganlage hinweg.<br />
Ist das alles gemauert oder zumindest teilweise natürlicher Fels?<br />
Keine Ahnung, aber beeindruckend ist es auf jeden Fall!</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6635.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6635.jpg" alt="IMG_6635" title="IMG_6635" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6788" /></a><br />
<em>Bild #108: Rambach und Ramburg im Nordwesten</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6636-38p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6636-38p.jpg" alt="IMG_6636-38p" title="IMG_6636-38p" width="400" height="180" class="alignnone size-full wp-image-6789" /></a><br />
<em>Bild #109: Blick nach Südwesten, über Dernbach hinweg in Richtung Annweiler und zu den dunstverhangenen Höhenzügen des Wasgau</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6640-41p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6640-41p.jpg" alt="IMG_6640-41p" title="IMG_6640-41p" width="400" height="195" class="alignnone size-full wp-image-6790" /></a><br />
<em>Bild #110: Blick nach Südosten, am hohen Buckel des Orensbergs vorbei (über den will ich eigentlich auch noch rüber &#8211; aber soll ich wirklich???) in Richtung Vorderpfalz Rheinebene</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6643.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6643.jpg" alt="IMG_6643" title="IMG_6643" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6791" /></a><em>Bild #111: Heidenei, geht´s da tief runter bis ins Tal&#8230;</em></p>
<p>Wirklich großartig hier oben, aber allzulange bleibe ich trotzdem nicht. Zum einen ist es in den letzten Minuten Wind aufgekommen, ein regelrechter kleiner Sturm, der mit eisiger Schärfe über die hochgelegene Aussichtsplattform peitscht. Zum anderen beginnt die Sonne langsam im Dunst zu versinken, und auch wenn es noch eine gute Stunde bis Sonnenuntergang ist, verliert sie minütlich an Kraft.<br />
Da wird´s auf einmal empfindlich kalt hier oben, und da ich ja noch einige Kilometerchen vor mir habe, mache ich mich lieber wieder auf den Weg&#8230;</p>
<p>Wieder abwärts, zurück durch die Vorburg zum Haupttor, dann an der Südmauer entlang&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6647.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6647.jpg" alt="IMG_6647" title="IMG_6647" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6792" /></a><br />
<em>Bild #112: An der Südmauer</em></p>
<p>&#8230;zurück auf den Weg mit dem schwarzen Punkt hinter der Burg, dem ich nun nach rechts, abwärts in Richtung der Landauer Hütte folge.</p>
<p>So langsam wird´s wirklich anstrengend &#8211; inzwischen habe ich fast eine Halbmarathondistanz mit vielen hundert Höhenmetern in den Beinen, da lassen die Kräfte allmählich nach, und selbst das Bergablaufen fällt nicht mehr leicht.<br />
Meine Beine sind schwer und unwilligt, mit harten, krampfigen Muskeln, die mich nachdrücklich wissen lassen, dass ich die Zeche für diese Tour in den nächsten Tagen mit einer ordentlichen Protion Muskelkater werde bezahlen müssen (Muskelkater nach einem Berglauf! Das ist mir schon seit einer Ewigkeit nicht mehr passiert!).</p>
<p>Entsprechend bin ich heilfroh, als ich nach einem Dreiviertelkilometer die <a href="http://www.wajh5ueu.homepage.t-online.de/">Landauer Hütte</a> an einer großen Wegscheide im Wald erreiche, und die auch noch geöffnet hat:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6648.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6648.jpg" alt="IMG_6648" title="IMG_6648" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6793" /></a><br />
<em>Bild #113: Landauer Hütte</em></p>
<p>Das gibt mir nochmal eine hochwillkommene Möglichkeit für eine kleine Pause mit ein bisschen Zucker und Koffein für die letzten Kilometer:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6650.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6650.jpg" alt="IMG_6650" title="IMG_6650" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6794" /></a><br />
<em>Bild #114: Fotos auf denen ich furchtbar dämlich aussehe, Teil 13587: Colapause in der Landauer Hütte</em></p>
<p>Die Cola tut gut.<br />
Das Aufstehen danach allerdings nicht.<br />
Auauauauau, verdammte meuternde Oberschenkelmuskulatur&#8230;<br />
Vor der Hütte steht dann eine Entscheidung an:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6651.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6651.jpg" alt="IMG_6651" title="IMG_6651" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6795" /></a><br />
<em>Bild #115: Wegscheide am Zimmerplatz vor der Landauer Hütte</em></p>
<p>Eigentlich wollte von hier aus weiter dem schwarzen Punkt folgen, hinauf zum keltischen Ringwall auf dem Orensberg und weiter zum Orensfelsen. Angeblich sehr hübsch, aber ein ordentlicher Umweg, bei dem´s außerdem noch mal ein ganzes Stück bergauf geht.<br />
Sicher hübsch, aber eigentlich ist mir nicht mehr danach.<br />
Ich bin seit einigen Stunden unterwegs, meine Beine rebellieren, ich fühle mich ausgepowert und hungrig bin ich auch (schließlich hab´ ich heute an fester Nahrung nur ein paar Scheiben Knäckebrot und einen Fruchtriegel gegessen&#8230;).<br />
Selbst der Wald ist plötzlich nicht mehr hell und sonnig und freundlich &#8211; die Sonne ist im Dunst versunken, der Sturm ist noch stärker geworden, es ist kalt und dunkel und überall knackst und knarzt es, so als wollte der Pfälzerwald mir sagen:<br />
&#8220;Hey, Matthias, du hast deine schöne Zeit hier draußen gehabt, aber jetzt ist so langsam gut. Also übertreib´s nicht und sieh lieber zu, dass du dich so langsam auf den Heimweg machst.&#8221;<br />
Meine Beine stimmen dem Pfälzerwald empathisch zu.<br />
Meine leicht wundgescheuerten Brustwarzen stimmen mit dünnen, weinerlichen Stimmchen ein.<br />
Und schließlich meldet sich sogar noch meine Vernunft, und weist mich daraufhin, dass es in einer knappen Stunde dunkel wird, und dass ich dann nicht mehr hier draußen sein möchte&#8230;</p>
<p>Tja, wenn alle Welt will, dass ich den Orensberg ausfallen lasse, dann lass´ ich ihn halt ausfallen und nehme stattdessen den direkten Weg ins Tal&#8230;</p>
<p>Zumindest versuche ich das, auch wenn ich beim ersten Anlauf die falsche Abzweigung erwische und einen unmarkierten Weg hinablaufe, der mich gottweisswo hinringen würde.<br />
Zum Glück fällt mir der Fehler nach ein paar hundert Metern auf und ich drehe auf grummelnden Beinen um, zurück zum Zimmerplatz, wo ich nun richtig abbiege und dem blauweissen Balken durch den zugigen, ungemütlichen Wald folge:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6652.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6652.jpg" alt="IMG_6652" title="IMG_6652" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6796" /></a><br />
<em>Bild #116: Brrr! Was ist denn nur aus dem goldenen Oktobertag von vorhin geworden???</em></p>
<p>Viel ist nicht mehr drin.<br />
Ich bin müde ind schlaff, meine Beine fühlen sich hart und holzig an, protestieren und zwicken bei jedem schlurfenden, langsamen Schritt.<br />
Und zu allem Überfluss geht´s auch noch mal kurz bergauf (aaaarglll!), am Hang des Orrensbergs entlang, bevor sich der Pfad wieder bergab wendet (auch aaaargll!). </p>
<p>Nach ein paar hundert Metern wechsle ich scharf rechts auf den schwarzen Punkt, der mich von nun an auf einer Serie schmaler, steiler, steiniger Pfädchen die bewaldeten Hänge hinab- und manchmal auch wieder ein Stückchen hinaufführt:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6656.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6656.jpg" alt="IMG_6656" title="IMG_6656" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6797" /></a><em>Bild #117: Schwarzer Punkt, irgendwo zwischen Orensberg und Albersweiler&#8230;</em></p>
<p>Ich weiss nicht, wie lange ich hier auf schweren, streikenden Beinen und mit schwindenen Kräften talwärts stolpere. Gefühlt ist es eine halbe Ewigkeit, real werden´s vielleicht drei Kilometer sein.<br />
Orientiert bin ich kaum noch, ich folge einfach nur dem schwarzen Punkt, ohne viel drüber nachzudenken, Hauptsache bald ist Schluss.<br />
Zwischendurch muss ich nochmal für ein paar Biker platz machen, die den steilen, schmalen Fußpfad runterbrettern (bin aber zu müde, um ich angemessen zu echauffieren), irgendwo geht´s an einem Naturfreundehaus vorbei, kurz danach nochmal über eine kleine Kuppe (gaaah, bergauf!!), und dann erreiche ich endlich den Waldrand hoch über Albersweiler.<br />
Puuh!</p>
<p>Von jetzt an: Steil abwärts, auf einem Minipfädchen durch einen wucherigen dschungelartigen Buschwald am Hang:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6668.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6668.jpg" alt="IMG_6668" title="IMG_6668" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6798" /></a><br />
<em>Bild #118: Im wilden Buschland</em></p>
<p>Und dann, plötzlich, unerwartet, wird´s doch nochmal richtig schön:<br />
Ausblick, vom steilen Hang über Albersweiler nach Süden, ins dämmrige Queichtal unter dem schimmernden Abendhimmel:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6675-7784p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6675-7784p.jpg" alt="IMG_6675-77+84p" title="IMG_6675-77+84p" width="400" height="175" class="alignnone size-full wp-image-6800" /></a><br />
<em>Bild #119: Abendstimmung über dem Queichtal</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6669-70p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6669-70p.jpg" alt="IMG_6669-70p" title="IMG_6669-70p" width="400" height="453" class="alignnone size-full wp-image-6799" /></a><br />
<em>Bild #120: Das Gebäude auf der Bergkuppe in der Bildmitte ist wohl die Reichsburg Trifels. Sieht spannend aus, da freu´ ich mich schon drauf (fürs nächste Mal!)</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6673.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6673.jpg" alt="IMG_6673" title="IMG_6673" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6801" /></a><br />
<em>Bild #121: Hm, lange ist es nicht mehr hin bis zum Sonnenuntergang&#8230;</em></p>
<p>Und immer weiter bergab, an einem versteckten Gatter mit Damhirschen vorbei, die panisch die Flucht ergreifen, sobald sie meiner gewahr werden (wahrscheinlich hat sie das weinerliche Wehklagen meiner waidwunden Waden in Angst und Schrecken versetzt <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ), dann geradewegs abwärts&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6685.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6685.jpg" alt="IMG_6685" title="IMG_6685" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6802" /></a><br />
<em>Bild #122: Au.<br />
 Au.<br />
 Au.<br />
 Au.<br />
 Au.<br />
 Au.<br />
 Au.<br />
Inzwischen zwickt und zwackt wirklich jeder Schritt&#8230;.</em></p>
<p>&#8230;bis zum Rand des riesigen Granitsteinbruchs über dem Queichtal&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6689-95p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6689-95p.jpg" alt="IMG_6689-95p" title="IMG_6689-95p" width="400" height="177" class="alignnone size-full wp-image-6803" /></a><br />
<em>Bild #123: Quasi ein Preview auf das Terrain, das ich bei der nächsten Etappe vom &#8220;Lauf nach Frankreich&#8221; erkunden werde: Direkt voraus der Hohenberg über Albersweiler, rechts davon die Burg Trifels</em></p>
<p>&#8230;der so unheimlich tief ist, dass man den Grund von hier oben nicht erkennen kann:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6696-700p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6696-700p.jpg" alt="IMG_6696-700p" title="IMG_6696-700p" width="400" height="817" class="alignnone size-full wp-image-6804" /></a><br />
<em>Bild 124: Da geht´s mindestens 100 m. senkrecht runter</em></p>
<p>Jetzt ist es  &#8211; gottseidank &#8211; nicht mehr weit.<br />
Vom Rand des Steinbruchs geht es nach links, nochmal ein paar Meter auf ebener Strecke durch die dämmrigen Weinberge und Gestrüppe auf dem den Buckel hinter dem Steinbruch&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6703.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6703.jpg" alt="IMG_6703" title="IMG_6703" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6805" /></a><br />
<em>Bild #125: Aiiee. Ebene Strecke tut auch weh, aber anders als Gefälle&#8230;</em></p>
<p>&#8230;dann einen schmalen Asphaltweg hinab, der mich durch ein paar steile Haarnadelserpentinen zum oberen Rand von <a href="http://www.albersweiler.de/">Albersweiler</a> bringt:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6709.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6709.jpg" alt="IMG_6709" title="IMG_6709" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6806" /></a><br />
<em>Bild #126: &#8220;Eendspuuurt!!!<br />
Oh, aua!<br />
Oder vielleicht auch Endschlurf, das trifft´s irgendwie besser&#8230;</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Hier muss ich dann einfach immer nur weiter abwärts ins Dorf wanken, die Groschelstr. hinunter, dann die &#8220;Im vorderen Großthal&#8221; runter&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6710.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6710.jpg" alt="IMG_6710" title="IMG_6710" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6807" /></a><br />
<em>Bild #127: Im Vorderen Großthal&#8221;</em></p>
<p>&#8230;nochmal kurz nach rechts (mit schönem Blick auf die dämmrige Dorfkirche:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6711.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6711.jpg" alt="IMG_6711" title="IMG_6711" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6808" /></a><br />
<em>Bild #128: Dämmrige Dorfkirche von Albersweiler</em>)</p>
<p>&#8230;und schließlich durch die enge Rehbergstr. runter&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6713.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6713.jpg" alt="IMG_6713" title="IMG_6713" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-6809" /></a><em>Bild #129:Rehbergstr.</em></p>
<p>&#8230;zum Dorfplatz an der Hauptstr., wo mir die heimelig-warme Beleuchtung des Grillhähnchenwagens vom <a href="http://www.derhuehnerfred.de/">Hühnerfred</a>&#8230;<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6714.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6714.jpg" alt="IMG_6714" title="IMG_6714" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6810" /></a><br />
<em>Bild #130: Ziel??</em></p>
<p>&#8230;zum wartenden Auto und damit dem Ende der heutigen Tour weist:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6716.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/img_6716.jpg" alt="IMG_6716" title="IMG_6716" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-6811" /></a><br />
<em>Bild #131: ZIEL!!!!!!</em></p>
<p>Heidenei.<br />
Das war nochmal richtig hart am Ende.<br />
Was aber überhaupt nichts daran änderts, dass das heute eine richtig, richtig, richtig, schöne Tour war, die einen Riesenspaß gemacht und unglaublich gutgetan hat &#8211; perfekt, um sich die trüben, grauen, drögen Herbsttage der letzten Wochen vom Gemüt zu laufen! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /><br />
Da fällt der Saisonal bedingte Formknick am Schluss gar nicht weiter ins Gewicht.<br />
Herrliche Tour bei goldenem Oktoberwetter durch die wunderschöne Pfalz &#8211; so muss laufen sein!!!!</p>
<p>Strecke: 26 km<br />
Zeit: Nicht genommen (aber &#8211; wie üblich &#8211; laaaaang)<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 99,58% (25,89 km von 26 km)<br />
Entfernung bis zur Grenze: 19 km Luftlinie<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/edenkoben-albersweiler.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/edenkoben-albersweiler.jpg?w=150" alt="Edenkoben - Albersweiler" title="Edenkoben - Albersweiler" width="150" height="121" class="alignnone size-thumbnail wp-image-6812" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Badischer Odenwald: Leutershausen - Wilhemsfeld - Schriesheim mit Foto (25,6 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/08/29/badischer-odenwald-leutershausen-wilhemsfeld-schriesheim-mit-foto-256-km/</link>
<pubDate>Sat, 29 Aug 2009 21:56:50 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/08/29/badischer-odenwald-leutershausen-wilhemsfeld-schriesheim-mit-foto-256-km/</guid>
<description><![CDATA[So langsam bin ich mit meinem Weg nach Frankreich in Regionen vorgestoßen, die so weit weg von zuhau]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>So langsam bin ich mit meinem <a href="http://de.wordpress.com/tag/der-weg-nach-frankreich/">Weg nach Frankreich</a> in Regionen vorgestoßen, die so weit weg von zuhause sind, dass dort zu laufen doch mit einem nicht zu unterschätzenden logistischen Aufwand verbunden ist.<br />
Und diesen Aufwand konnte ich mir heute leider nicht leisten:<br />
Zum Mittagessen mit meinen Eltern verabredet, direkt danach wollte ich weiter nach Rheinhessen um was mit Freunden zu unternehmen, da war keine Zeit für einen Tagesausflug in die Südpfalz.</p>
<p>Aber sowas ist ja kein Grund, die inzwischen schon fast obligatorische lange Bergtour mit dem Foto ausfallen zu lassen, schließlich gibt´s ja auch etwas näher noch total viel entdeckbares Mittelgebirge.<br />
Zum Beispiel der südliche Odenwald, jenseits der Landesgrenzen im Badischen. Da bin ich vor zwei Jahren mal dran vorbeigeschrammt, als ich der Bergstrasse nach Süden gefolgt bin, aber so richtig innen drin laufen war ich noch nie.<br />
Na ja, bis heute zumindest&#8230;</p>
<p><!--more--><br />
Da ich mich da unten praktisch gar nicht auskenne, hab´ ich einfach mal beschlossen, mir den Teltschikturm bei Wilhemsfeld anzusehen, der ist vorne auf der <a href="http://www.weltbild.de/media/ab/1/011/742/011.742.324.jpg">entsprechenden Wanderkarte</a> abgebildet und sah interessant aus.<br />
Start und Ziel an der Bergstrasse (wegen der Anbindung ans Streckennetz), respektive Leutershausen und die Strahlenburg über Schriesheim, schnell noch die Zwischenräume ausgefüllt, und fertig war die Route durch den badischen Odenwald.</p>
<p>Wegen der Verabredung zum Mittagessen verabedet war, ging´s heute früh los: Kurz nach Halb Zehn Uhr morgens stand ich auf einem kleinen Parkplatz am Endweg im morgendlich verschlafenen Neubaugebiet des <a href="http://www.hirschberg-bergstrasse.de/inhalt/f1-1.asp">Hirschberger Ortsteils Leutershausen</a>&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4835.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4835.jpg" alt="IMG_4835" title="IMG_4835" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5882" /></a><br />
<em>Bild #1: Endweg Ecke Burgweg, Leutershausen</em></p>
<p>&#8230;und schaute respektvoll den Endweg hoch, der durch Neubaugebiet und Weinberge geradewegs den Hang hochführte.</p>
<p>Huijeh, das würde meinen notorisch gebeutelten Beinen gleich mal ordentlich einheizen&#8230;<br />
 (eigentlich wäre ich ja liebend gerne weiter oben gestartet, auf dem Wanderparkplatz Kehrrang am oberen Ende des Endweges, aber das ging natürlich nicht &#8211; schließlich wollte ichan bereits erlaufenen Stelle anfangen, und das war eben hier unten im Dorf, wo ich <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/09/16/badische-bergstrasse-weinheim-bis-heidelberg-27-km/">vor über zwei Jahren schon mal mit David und Ingo auf dem Weg nach Heidelberg vorbeigekommen war</a>. Mannmannmann ist das langer her&#8230;).</p>
<p>Schöner Samstagmorgen, sonnig und frisch, relativ klar, ideale Bedingungen für eine lange Tour durch den Odenwald (wenn man mal von meinen standartmäßig etwas schweren und unwilligen Beinen absieht &#8211; aber die würden sich schon noch einlaufen, dachte ich mir), da fackelte ich nicht lange und lief los, ostwärts und steil aufwärts den Endweg hinauf. </p>
<p>Zumindest die ersten 50 m. </p>
<p>Dann fiel mir auf, dass ich noch keinen Überschneidungspunkt mit dem bisherigen Streckennetz hergestellt hatte, denn der Parkplatz, auf dem ich gestartet war, lag ein paar Meter über dem Burgweg, auf dem David, Ingo und ich seinerzeit entlanggelaufen waren. </p>
<p>Also zurück, noch mal runter bis zum Burgweg, dann rumgedreht und wieder den Endweg hoch. </p>
<p>Wie gesagt: Schön fies steil, genau das Richtige zum warmlaufen.<br />
Überraschenderweise muckerten meine strapazierten Waden nur ein klein bisschen vor sich hin und machten ansonsten gut mit, entsprechend ging´s schwer atmend aber zügig den Hang hinauf, in der freundlichen Morgensonne zwischen den neuen Einfamilienhäusern ost- und aufwärts:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4836.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4836.jpg" alt="IMG_4836" title="IMG_4836" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5883" /></a><br />
<em>Bild #2: Blick zurück nach den ersten 250 m., den Endweg runter. Bereits hier hatten man einen wunderbaren Blick über die Rheinebene (der allerdings gleich noch wesentlich besser werden sollte)</em></p>
<p>Nach etwas über 300 m. war Leutershausen dann zu Ende, stattdessen ging´s nun auf zwischen Büschen und Bäumen durch terassenartige Weinberge, in denen sich das milden Vormittagslicht fing&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4837.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4837.jpg" alt="IMG_4837" title="IMG_4837" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5884" /></a><br />
<em>Bild #3: Seeehr hübsch</em></p>
<p>&#8230;und nach etwas über einem halben Kilometer (und den ersten 90 Höhenmetern) hatte ich den Waldrand am Kehrrang erreicht. </p>
<p>Kurz umdrehen und den Blick über über die weite, sonnige Ebene schweifen gelassen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4840-42p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4840-42p.jpg" alt="IMG_4840-42p" title="IMG_4840-42p" width="400" height="160" class="alignnone size-full wp-image-5885" /></a><br />
<em>Bild #4: Nach den anstrengenden ersten 90 Höhenmetern durchaus verdient</em></p>
<p>und weiter, über einen Platz mit einem etwas provisorisch wirkenden Holzkreuz&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4843.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4843.jpg" alt="IMG_4843" title="IMG_4843" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5886" /></a><br />
<em>Bild #5: Etwas provisorisch wirkendes Holzkreuz am Waldrand über Leutershausen</em></p>
<p>&#8230;auf den Burgenweg (blaues B) auf dem es südwärts am Hang durch die wunderbare Weinbergslandschaft ging:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4844.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4844.jpg" alt="IMG_4844" title="IMG_4844" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5887" /></a><br />
<em>Bild #6: Burgenweg</em></p>
<p>War so gar nicht geplant gewesen &#8211; eigentlich hatte ich dem HW32 (gelbes l l ) direkt nach Osten in die Berge folgen wollen, aber da´s gerade richtig gut lief, entschloss ich mich spontan zu einem kleinen Umweg, um die beiden Burgruinen Hirschburg und Schanzenköpfle oberhalb von Leutershausen mitzunehmen (laut vorheriger Internetrecherche sollten die zwar eher unspektakulär sein, aber hey, ich fühlte mich gut hatte einen Riesenspaß, also warum nicht?).</p>
<p>Bereits auf den nächsten paar hundert Metern zahlte sich die Entscheidung aus: Die Aussicht, die sich von hier oben über die steilen Rebenhänge hinweg in die Rheinebene bot, war schlichtweg atemberaubend:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4854-60p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4854-60p.jpg" alt="IMG_4854-60p" title="IMG_4854-60p" width="400" height="100" class="alignnone size-full wp-image-5888" /></a><br />
<em>Bild #7: Der Ort da vorne, in der linken Bildmitte unterhalb des Berges, das ist bereits Schriesheim, das Ziel der heutigen Tour. Allerdings sollten es noch fast 25 km sein, bis ich dort einlaufen würde&#8230;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4861.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4861.jpg" alt="IMG_4861" title="IMG_4861" width="400" height="498" class="alignnone size-full wp-image-5889" /></a><br />
<em>Bild #8: Sieht gar nicht so steil aus.<br />
Ist es aber!</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4845-53p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4845-53p.jpg" alt="IMG_4845-53p" title="IMG_4845-53p" width="400" height="62" class="alignnone size-full wp-image-5890" /></a><br />
<em>Bild #9: Vollpanorama:<br />
Am unteren Bildrand mittig bis rechts: Leutershausen, links davon die B3 nach Schriesheim<br />
In der Bildmitte ganz rechts mit dem großen Edeka-Gebäude der Gewerbepark Hirschberg (direkt davor verläuft die A5), links dahinter liegt Heddesheim.<br />
Im Hintergrund: In der linken Bildhälfte das riesige Kraftwerk in Mannheim-Neckarau, in der Bildmitte erkennt man den Mannheimer Fernsehturm, der auch ungefähr die Lage der Innenstadt markiert, weiter rechts dann die nördlichen Mannheimer Vorstädte, dahinter Ludwigshafen, ganz rechts, wo der Wald losgeht, müsste auch noch irgendwo Viernheim liegen.<br />
Kaum erkennbar sind die Höhenzüge des Pfälzerwaldes bzw. der Haardt am Horizont, die mit bloßem Auge eigentlich gut und klar erkennbar waren &#8211; da wollte der Foto leider mal wieder nicht&#8230;</em></p>
<p>Nach ca. 400 m. führte der Burgenweg leicht bergab und in den Wald hinein&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4862.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4862.jpg" alt="IMG_4862" title="IMG_4862" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5891" /></a><br />
<em>Bild #10</em></p>
<p>&#8230;durchquerte ein kleines Tal mit einem plätschernden Brünnchen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4863.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4863.jpg" alt="IMG_4863" title="IMG_4863" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5892" /></a><br />
<em>Bild #11: Staudenbächle-Tal (die Endung &#8220;-bächle&#8221; klingt irgendwie schon sehr badisch, finde ich</em></p>
<p>&#8230;und machte sich dann auf den Aufstieg zur Ruine Hirschburg:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4865.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4865.jpg" alt="IMG_4865" title="IMG_4865" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5893" /></a><br />
<em>Bild #12: Blaues B und ein dickes Hinweisschild &#8211; hier war ich wohl richtig&#8230;</em></p>
<p>Und was für ein Aufstieg.<br />
Ich persönlich neige ja instinktiv dazu, davon auszugehen, dass die großen Hauptwanderwege des Odenwaldklubs, die auf der Wanderkarte immer so schön dick und rot eingezeichnet sind, breit und bequem und nicht allzu steil sind.<br />
Das ist natürlich himmelschreiender Unsinn, wie der Burgenweg mir (mal wieder) auf den nächsten paar hundert Metern eindrucksvoll bewies: Erst ein paar Meter ganz harmlos einen guten, ordentlichen Kiesweg, dann plötzlich scharf rechts auf ein kaum sichtbares Rumpelpfädchen mit den Maßen 19-30-100 (ca. 19% durchschnittliche Steigung, ca. 30 cm breit, ca. 100 unebene Steine und Baumwurzeln pro Quadratmeter), das sich mit &#8211; im wahrsten Sinne des Wortes &#8211; atemberaubender Steigung den dicht bewaldeten Steilhang hinaufschraubte. </p>
<p>Nicht ganz 500 m. aus dem Tal bis zur Burg hoch, aber angesichts der fast 100 Metern Höhenunterschied, die es auf dieser kurzen Distanz zu bewältigen galt, war ich trotzdem heilfroh, also ich endlich rasselnd, schwitzend und mit ungehalten protestierender Beinmuskulatur knapp unterhalb der Ruine auf einem etwas besseren Weg rauskam und die letzten paar Meter auf fast ebener zurücklegen durfte. </p>
<p>Pfffuuuuuhhffaaaeijeijei!!!</p>
<p>Die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hirschburg">Ruine Hirschburg</a> stellte sich in der Tat als relativ unspektakulär heraus, wenn auch auf eine sehr gefällige Art und Weise:<br />
Eigentlich nur noch eine aufragende Erhebung an der Bergflanke&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4868.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4868.jpg" alt="IMG_4868" title="IMG_4868" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5894" /></a><br />
<em>Bild #13: Burghügel der Hirschburg</em></p>
<p>&#8230;an drei Seiten steil abfallend, zur vierten hin durch eine Scharte (die wohl mal ein Graben war) vom Berg getrennt, und oben ein paar pittoresk in die Gegend gewürfelte uralte Mauerreste &#8211; errinnerte mich ein bisschen an meine Hausruine, die <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/02/03/fototour-zur-ruine-jossa-und-aufs-alsbacher-schloss-133-km/">Jossa über Jugenheim</a>. </p>
<p>Natürlich erklomm ich auch noch den Hügel&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4869.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4869.jpg" alt="IMG_4869" title="IMG_4869" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5895" /></a><br />
<em>Bild #14: Die paar Meterchen machen den Kohl auch nicht mehr fett&#8230;</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>&#8230;und sah mich auf dem Plateau der ehemaligen Burg ausgiebig um.<br />
Sehr hübsch, die alten Steine im lichten Wald, zwischen strahlender Sonne und tiefem, grünem Schatten, und das ganze bei aufgeräumt-entspannter Samstagmorgen-Atmosphäre.<br />
Gefiel mir sehr gut:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4870.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4870.jpg" alt="IMG_4870" title="IMG_4870" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5896" /></a><br />
<em>Bild #15</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4871.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4871.jpg" alt="IMG_4871" title="IMG_4871" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5897" /></a><br />
<em>Bild #16</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4872.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4872.jpg" alt="IMG_4872" title="IMG_4872" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5898" /></a><br />
<em>Bild #17</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4873.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4873.jpg" alt="IMG_4873" title="IMG_4873" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5899" /></a><br />
<em>Bild #18</em></p>
<p>Etwas schwierig gestaltete sich der Abstieg auf der anderen Seite des Plateaus runter in den ehemaligen Burggraben &#8211; da musste ich dank der gerölligen Rutschigkeit des Hangs und meiner nicht so richtig trittsicheren steifen Beine mal kurz auf den Hosenboden ausweichen (aber dazu ist er ja da, der Hosenboden. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  )&#8230;</p>
<p>Erste Burgruine über Leutershausen: Geschafft.<br />
Zweite Burgruine: Noch ausstehend. </p>
<p>Na denn mal ran! </p>
<p>Natürlich immer noch auf dem exquisit steilen und nicht immer joggerfreundlichen Burgenweg&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4874.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4874.jpg" alt="IMG_4874" title="IMG_4874" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5900" /></a><br />
<em>Bild #19: Dem blauen B hinterher</em></p>
<p> &#8230;der sich weiterhin alle Mühe gab, mich möglichst zügig in ein keuchendes, schwitzendes, wadenlahmes Wrack zu verwandeln.<br />
Machte er übrigens gar nicht so schlecht&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4877.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4877.jpg" alt="IMG_4877" title="IMG_4877" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5901" /></a><br />
<em>Bild #20:<br />
Am schönsten hat es vielleicht Friedrich Schiller ausgedrückt:<br />
Festgetackert an der Erden<br />
scheint der Fuß, im Hang gebannt<br />
heut´ noch muss der Aufstieg werden<br />
keuchend wird bergauf gerannt<br />
Von der Stirne heiß<br />
rinnen muss der Schweiß<br />
Soll der Berg den Läufer loben<br />
geht das nämlich nur ganz oben</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Immerhin gibt´s zur Belohnung nicht nur den wunderbaren morgensonnigen Bergstrassenwald, sondern hin und wieder sogar noch ein Stückchen Premiumaussicht, zwischen den grünen Wipfeln über das Tal des Staudenbächles hinweg, das entschädigt für so Einiges:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4878.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4878.jpg" alt="IMG_4878" title="IMG_4878" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5903" /></a><br />
<em>Bild #21: Unerwarteter Ausblick, irgendwo zwischen Hirschburg und Schanzenköpfle</em></p>
<p>Ansonsten verlief die Strecke nach einem ähnlichen Muster wie zuvor beim Aufstieg zur Hirschburg: Erst ein Stück breiter, bequemer Waldweg um mich in Sicherheit zu wiegen, dann unvermittelt weg davon, und über einen monströs steilen Hohlweg und einen marginal minder monströs steilen Ziegenpfad an der Bergflanke hoch zum Schanzenköpfle &#8211; ca. 600 m. Strecke, fast 110 Höhenmeter.<br />
Heidenei! </p>
<p>Zu allem Überfluss hätte ich das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schanzenk%C3%B6pfle">Schanzenköpfle</a> dann beinahe auch noch verpasst, denn hier oben ist wirklich praktisch nichts mehr erhalten: Nur mit viel Phantasie kann man aus dem dicht bewaldeten Hügel (den ich natürlich auch noch überkletterte, wenn schon, denn schon) noch einen kleinen Burgberg erkennen, und nur wenn man sich sehr aufmerksam umsieht, findet man hier und da noch ein paar Überbleibsel alten Mauerwerks:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4881.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4881.jpg" alt="IMG_4881" title="IMG_4881" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5904" /></a><br />
<em>Bild #22: Mauerüberreste am Schanzenköpfle</em></p>
<p>Mehr gab´s anscheinend nicht zu sehen oder fotografieren, also machte ich mich (nach einem weiteren komplizierten Abstieg vom steilen und rutschigen Burghügel) relativ schnell wieder auf den Weg, der dankenswerterweise in gutem Zustand war und leicht bergab führte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4882.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4882.jpg" alt="IMG_4882" title="IMG_4882" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5905" /></a><br />
<em>Bild #23: Die vorerst letzten Meter Burgenweg&#8230;</em></p>
<p>An der nächsten Kreuzung mit Schutzhütte ging´s dann links ab, runter vom Burgenweg und auf den Lokalweg S3, der mich runter zur ursprünglich geplanten Route auf dem HW32 zurück bringen sollte. </p>
<p>Genau das Richtige, um nach dem anstrengenden Aufstieg von eben wieder ein bisschen zu regenerieren: Ein schön bequemer Weg, breit, gut in Schuss, tendenziell sanft bergab führend, und außerdem an der Südostflanke des Höhenzuges, die voll von der herrlich warmen, angenehmen Vormittagssonne beschienen wurde.<br />
Dazu frische, klare Luft, himmlische Ruhe, traumhaft schöner lichter Sommerwald mit alten Bäumen und dichtem Bodenbewuchs, und hin und wieder mal ein Blick durch die Bäume über ein weites Tal mit schimmernden grünen Flanken hinweg auf fremde, geheimnisvolle Höhenzüge.<br />
Wunderbar:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4886.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4886.jpg" alt="IMG_4886" title="IMG_4886" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5908" /></a><br />
<em>Bild #24: Blauer Himmel&#8230;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4884.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4884.jpg" alt="IMG_4884" title="IMG_4884" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5906" /></a><br />
<em>Bild #25: &#8230;fremde Berge&#8230;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4885.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4885.jpg" alt="IMG_4885" title="IMG_4885" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5907" /></a><br />
<em>Bild #26: &#8230;sonniger Wegesrand&#8230;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4887-88p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4887-88p.jpg" alt="IMG_4887-88p" title="IMG_4887-88p" width="400" height="477" class="alignnone size-full wp-image-5909" /></a><br />
<em>Bild #27: &#8230;bequeme Strecke&#8230;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4889.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4889.jpg" alt="IMG_4889" title="IMG_4889" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5910" /></a><br />
<em>Bild #28: &#8230;geheimnisvoller Funkturm (den ich nachher noch aus der Nähe sehen würde, aber das wusste ich hier noch nicht)&#8230;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4890.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4890.jpg" alt="IMG_4890" title="IMG_4890" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5911" /></a><br />
<em>Bild #29: &#8230;prächtiger Bergwald.</em></p>
<p>Tat mir fast schon ein bisschen leid, als es nach knapp eineinhalb Kilometern so langsam deutlicher bergab ging und ich schließlich die ursprünglich geplante Route auf dem HW32 (wie gesagt: Gelbes l l ) erreichte. </p>
<p>Aber: Wieder auf Kurs, das hatte auch was.<br />
Geradweges ostwärts durch den Wald, erstmal keine großen Anstiege oder Gefälle, angenehm zu laufen.<br />
Nach ein etwas über einem halben Kilometer passierte ich die Schriesheimer Hütte, die versteckt in einem einsamen Seitental unterhalb des Weges liegt&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4892.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4892.jpg" alt="IMG_4892" title="IMG_4892" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5912" /></a><br />
<em>Bild #30: Wenn man ganz genau hinschaut, kann man das Gebäude zwischen den Bäumen erahnen (ich hätte es allerdings auch nicht bemerkt, wenn mich nicht das penetrante Meckern einer Ziege aus dem Tal drauf aufmerksam gemacht hätte)</em></p>
<p>&#8230;und direkt danach wurde es wieder steil.<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4894.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4894.jpg" alt="IMG_4894" title="IMG_4894" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5915" /></a><br />
<em>Bild #31: Natürlich viel steiler als das auf dem Bild den Anschein hat.<br />
Warum sind Fotos eigentlich nicht in der Lage, Steigungen angemessen abzulichten, häh?</em></p>
<p>Ein bisschen überraschend, irgendwie hatte ich nicht damit gerechnet, mich vor dem Ende des Waldgebiets nochmal groß anstrengen zu müssen &#8211; und dann springen auf einmal knapp 100 Höhenmeter überfallartig hinter den Büschen hervor und verlangen, jetzt bitteschön in deutlich weniger als einem Kilometer bewältigt zu werden!</p>
<p>Ich sach´ euch, Kinder, manchmal hat´s dieser Odenwald echt in sich&#8230; </p>
<p>Also wieder ein bisschen Schwitzen, Keuchen, Beine Malträtieren, zwischendurch auch mal ein paar Meterchen Gehen (in meinem Alter darf man das, besonders wenn man auf schweren Waden seinem siebten Höhenkilometer in einem Monat entgegenläuft&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ), bis rauf an die Kuppe des Steinbergs, hinter der &#8211; quasi als Belohnung &#8211; ein schmaler, angenehmer Asphaltweg wartete,&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4897.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4897.jpg" alt="IMG_4897" title="IMG_4897" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5916" /></a><br />
<em>Bild #32: HW32 am Steinberg</em></p>
<p>&#8230;der mich &#8211; beinschonend und mit freundlichem Gefälle &#8211; schließlich zum Waldrand an der Ursenbacher Höhe brachte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4898.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4898.jpg" alt="IMG_4898" title="IMG_4898" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5918" /></a><br />
<em>Bild #33: Nämlich hier</em></p>
<p>Offene Felder und Odenwaldwiesen unter leicht bewölktem Himmel, durch die der bequeme Weg auf einem leicht abfallenden Sattel über einem tiefen Tal nach Nordosten führte.<br />
Links Maisfeld, rechts steil abfallende Weiden hinter den letzten Waldresten,&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4899.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4899.jpg" alt="IMG_4899" title="IMG_4899" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5919" /></a><br />
<em>Bild #34: Das obligatorische Odenwaldfotolaufberichtskuhfoto des Tages</em></p>
<p>&#8230;sowie das Dörfchen Ursenbach, weit unten in die Talmulde geschmiegt:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4901.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4901.jpg" alt="IMG_4901" title="IMG_4901" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5920" /></a><br />
<em>Bild #35: Ehrlich gesagt: Bis zur gestrigen Streckenplanung hatte ich noch nie was von Ursenbach gehört&#8230;</em></p>
<p>Runter an die L596 zwischen Ursenbach und Rippenweier (sagt zumindest die Karte, ich kenn´ mich hier unten ja sowas von überhaupt nicht aus&#8230;)&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4902.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4902.jpg" alt="IMG_4902" title="IMG_4902" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5921" /></a><br />
<em>Bild #36: L596 kurz vor der Passhöhe zwischen den beiden Tälern. Dahinter: Der Eichelberg, a.k.a. das nächste Zwischenziel</em></p>
<p>&#8230;rüber, auf der anderen Seite dann weiter am Rand des Ursenbacher Tals nach Osten.<br />
Sehr hübsche Gegend mit sanft gerundeten, sattgrünen Hangwiesen und -weiden,&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4905-12p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4905-12p.jpg" alt="IMG_4905-12p" title="IMG_4905-12p" width="400" height="128" class="alignnone size-full wp-image-5922" /></a><br />
<em>Bild #37: Ursenbacher Tal vom HW32 aus</em></p>
<p>&#8230;hinter denen sich die Gipfel und Kuppen unbekannter Berge gegen den hellen Himmel abzeichneten. Sogar einen ersten Blick auf den Teltschikturm konnte ich hier erhaschen:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4904.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4904.jpg" alt="IMG_4904" title="IMG_4904" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5923" /></a><br />
<em>Bild #38: Teltschikturm aus der Ferne</em></p>
<p>Nach einem knappen Kilometer erreichte ich eine Kreuzung am Fuß des Eichelbergs.<br />
Zeit für die nächste Entscheidung.<br />
Eigentlich sah der Plan vor, dass ich von hier aus dem HW32 nach rechts an der Flanke des Eichelbergs vorbei folgen und dann ins nächste Tal nach Altenbach abbiegen sollte.</p>
<p>Aber andererseits &#8211; oben auf dem Gipfel des Eichelbergs gibt´s einen Aussichtsturm, und eine bewirtschaftete Wanderhütte, und so richtig weit bis da hoch war es von hier aus auch nicht mehr:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4913.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4913.jpg" alt="IMG_4913" title="IMG_4913" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5927" /></a><br />
<em>Bild #39: Und die 2 Kilometer auf dem Schild sind schon großzügig aufgerundet&#8230;</em></p>
<p>Hmmm&#8230;<br />
Entweder langweilig nach Plan laufen, oder ein Bonusberg mit Aussichtsturm und Wanderhütte (mit Cola!)? </p>
<p>Da fiel die Entscheidung auf einmal gar nicht mehr so schwer&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Noch ein kurzer Blick zurück&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4914.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4914.jpg" alt="IMG_4914" title="IMG_4914" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5928" /></a><br />
<em>Bild #40: Da war ich gerade hergekommen</em></p>
<p>&#8230;und dann links ab, auf dem Eichelberg-Weg (gelbe 6) in Richtung Eichelberg-Turm.</p>
<p>Schöner Weg durch dichten Wald, ebenmäßig und bequem&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4915.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4915.jpg" alt="IMG_4915" title="IMG_4915" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5929" /></a><br />
<em>Bild #41: Eichelberg-Weg</em></p>
<p>&#8230; bevölkert mit ein paar Wanderern und einer jungen Frau auf ´nem Pferd (irgendwie sind das immer junge Frauen, die auf Pferden reiten), die allesamt freundlich grüßten.<br />
Nett, war eine gute Idee gewesen, hier rum zu laufen.</p>
<p>Zumindest dachte ich das die ersten 900 m. </p>
<p>Dann war Ende mit &#8220;nett&#8221;.<br />
Am Waldrand über Ober-Flockenbach ging´s nämlich rechts auf den Weitwanderweg Odenwald-Vogesen (roter Balken), der &#8211; wie es sich für einen großen Fernwanderweg gehört &#8211; über Stock und Stein geradewegs die bewaldeten Hänge des Eichelbergs hinaufführte, und dabei brutalste Neigungswinkel an den Tag legte &#8211; knapp 17% Durchschnittsteigung auf den nächsten Dreiviertelkilometer, das zieht richtig bös´ rein, besonders wenn man schon drei vergleichbare Hammeranstiege hinter sich hat und ohnehin nicht mit den besten Beinen aller Zeiten unterwegs ist&#8230;</p>
<p>Argl!</p>
<p>Das alte Lied: Schnaufend, strauchelnd, schleppend die gefühlte Steilwand hoch, begleitet von der beständigen Beschwererei meiner schweren Waden, die nun auch noch von anderen Muskelgruppen den Beinen unterstützt in ihrer Kantate des Unwillens wurden.<br />
Der härteste Anstieg bisher, auf halber Strecke musste ich aufgeben und wieder ein bisschen gehen, war einfach zuviel Steigung für zuwenig Puste.</p>
<p>Nach einem halben Kilometer querfeldauf durch den Wald, auf dem ich meinen gesamten Atem verbraucht, einen Marder mit meinem Geächze zur panischen Flucht getrieben und meine Entscheidung, hier hochzulaufen gründlich bereut hatte, erreichte ich eine Böschung, an deren oberen Ende ein asphaltierter Fahrweg wartete, auf dem´s weiter in Richtung Gipfel ging:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_49201.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_49201.jpg" alt="IMG_4920" title="IMG_4920" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5931" /></a><br />
<em>Bild #42: Asphaltweg zum Eichelberg-Turm</em></p>
<p>Der war fast genauso steil wie der bisherige Anstieg, entsprechend schleppte ich mich da quasi auf dem Zahnfleisch hoch, nur noch vorangetrieben vom Gedanken auf die Wanderhütte am Gipfel, wo ich mich mit einer eiskalten, erfrischenden, zuckrig-koffeinhaltigen Cola für die durchlittenen Strapazen belohnen würde. </p>
<p>Meter um Meter bergauf, bis dann endlich nach einer kleinen Ewigkeit (= so ca. 2 bis 3 Minuten) der <a href="http://www.mannheim.de/io2/browse/Webseiten/Freizeit/wandern_in_der_region/Odenwaldclub">Turm/die Mannheimer Hütte</a> auf dem Gipfel in Sicht kam:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4922.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4922.jpg" alt="IMG_4922" title="IMG_4922" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5932" /></a><br />
<em>Bild #43: Fast&#8230; oben&#8230;</em></p>
<p>Los war hier oben nix, und die Läden des Turms waren auch geschlossen, das hätte mir zu denken geben können, aber ich war zu sehr mit Keuchen beschäftigt, also weiter bis zum Fuß des Turms&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4923-25p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4923-25p.jpg" alt="IMG_4923-25p" title="IMG_4923-25p" width="400" height="527" class="alignnone size-full wp-image-5933" /></a><br />
<em>Bild #44: Eichelberg-Turm/Mannheimer Hütte</em></p>
<p>&#8230;um die Ecke rum zum Eingang, wo &#8211; da war ich mir sicher &#8211; schon die dringend ersehnte Belohnungs-/Aufbaucola meiner harrte&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4934.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4934.jpg" alt="IMG_4934" title="IMG_4934" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5935" /></a><br />
<em>Bild #45: Wo´s die Cola???</em></p>
<p> und&#8230;</p>
<p>NEEEEEEEEEIN!!!!!<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4926.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4926.jpg" alt="IMG_4926" title="IMG_4926" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5934" /></a><br />
<em>Bild #46: Hab´ ich erwähnt, dass heute Samstag war?<br />
Verdammt, verdammt, verdammt, verdammt, verdammt, verdammt!!<br />
Das ist UN-FAIR!!!</em></p>
<p>Geschlossen!<br />
Keine Cola, keine Turmbesteigung mit Aussicht, nur ein paar verwaiste Picknicktische umgegen von Wald. </p>
<p>Merda! </p>
<p>Frustriert hockte ich mich auf eine der Bänke und soff halt erstmal eine Portion lauwarme Isoplörre, die signifikant weniger zufriedenstellend war als die imaginäre Belohnungscola, die immer noch in meinem Hinterkopf herumtanzte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4933.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4933.jpg" alt="IMG_4933" title="IMG_4933" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5936" /></a><br />
<em>Bild #47: Grummel</em></p>
<p>Danach noch einen leicht pappigen Obstriegel (auch der wog das nichtexistente Wunschgetränk keinesfalls auf), dann ging´s auch schon wieder weiter &#8211; inzwischen war die Sonne weitgehend hinter den Wolken verschwunden und beim Rumsitzen wurde es ziemlich schnell kalt, da blieb ich liebe in Bewegung.</p>
<p>Abwärts durch den Wald, vom enttäuschenden Eichelberggipfel runter. Immer noch Weitwanderweg-Odenwald-Vogesen, meist auf schmalen, engen, steilen Pfädchen, die sich kurvig die Hänge hinab(und zwischendurch auch mal wieder kurz hinauf)schlängelten, bis an den  Waldrand östlich des Eichelbergs&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4936.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4936.jpg" alt="IMG_4936" title="IMG_4936" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5937" /></a><br />
<em>Bild #48</em></p>
<p>&#8230;und der Wegscheide an der &#8220;Hohen Strasse&#8221; oberhalb von Lampenhain:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4939.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4939.jpg" alt="IMG_4939" title="IMG_4939" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5938" /></a><br />
<em>Bild #49: An der Hohen Strasse</em></p>
<p>Hier ging´s südwärts (Weitwanderweg Odenwald-Vogesen/HW32) in Richtung Altenbach:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4940.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4940.jpg" alt="IMG_4940" title="IMG_4940" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5939" /></a><br />
<em>Bild #50</em></p>
<p>Zur Abwechslung mal wieder bergab, und zwar ganz ordentlich.<br />
Erst nochmal kurz durch den Wald unterhalb vom Eichelberg, danach an ein paar Weiden und Obsthaine am Waldrand vorbei&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4941.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4941.jpg" alt="IMG_4941" title="IMG_4941" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5941" /></a><br />
<em>Bild #51: Das standen diese beiden Pferde rum</em></p>
<p>dann am Rand einer schönen gemähten Wiese entlang&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4943.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4943.jpg" alt="IMG_4943" title="IMG_4943" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5940" /></a><br />
<em>Bild #52: Weitwanderweg Odenwald-Vogesen in Richtung Altenbach</em></p>
<p>&#8230;und schließlich auf dem Bärsbacher Weg runter ins Odenwalddörfchen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Altenbach_(Schriesheim)">Altenbach</a>&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4945.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4945.jpg" alt="IMG_4945" title="IMG_4945" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5942" /></a><br />
<em>Bild #53: Bärsbacher Weg</em></p>
<p>&#8230;das zwischen Wald und Wiesen in die Hänge eines kleinen, tief eingeschnitteten Tals genestelt liegt:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4946.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4946.jpg" alt="IMG_4946" title="IMG_4946" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5943" /></a><br />
<em>Bild #54: Altenbach</em></p>
<p>Auch hier ging´s erstmal weiter bergab, über die kurvie Hässelackerstr. und die Rathausstr. zur Ortskern im schmalen Talgrund, wo ich links auf die Hauptstr. einbog. </p>
<p>Gleich nach der Ecke ein Kram-/Schreibwarenlädchen das offen hatte, da kehrte ich kurz ein, in der Hoffnung, hier vielleicht zu meiner hochverdienten Cola zu kommen.<br />
Hatte allerdings kein Glück, die hatten nur 1L-Flaschen, das wäre mir doch ein bisschen zu viel geworden, also nahm ich stattdessen ein Fläschchen Apfelschorle:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4948.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4948.jpg" alt="IMG_4948" title="IMG_4948" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5944" /></a><br />
<em>Bild #55: Auch gut</em></p>
<p>Dergestalt gestärkt machte ich mich dann wieder auf den Weg.<br />
Der Weitwanderweg Odenwald-Vogesen führt von Altenbach mit ein paar relativ großen Schlenkern und Kurven auf die nächste Anhöhe.<br />
Sah auf der Wanderkarte nach einem ordentlichen Umwegaus, deshalb hatte ich mir vorgenommen, hier eine unmarkierte Alternativstrecke zu nehmen hinauf auf den nächsten Berg zu nehmen, die wesentlich kürzer aussah.</p>
<p>Dabei war ich mir ziemlich clever vorgekommen, nach dem Motto &#8220;Ha, ich weiss es besser als der olle Fernwanderweg!&#8221;</p>
<p>Zumindest bis ichdie Alternativstrecke zu Gesicht bekam.<br />
Dann wurde mir schlagartig klar, warum der Weitwanderweg so seltsame Serpentinen und Verrenkungen machte &#8211; der direkte Weg (übrigens der Härtweg) war zu steil, um ihn guten Gewissens einem Wanderer (geschweige denn einem Jogger) zumuten zu können:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4950.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4950.jpg" alt="IMG_4950" title="IMG_4950" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5945" /></a><br />
<em>Bild #56: Mühlweg in Altenbach.<br />
Autsch!</em></p>
<p>Mit bedauernswerter Finesse hatte ich meinen armen Waden den fünften Monsteranstieg des heutigen Tages eingebrockt! </p>
<p>Über die spezifischen Details der nächsten 600 m./110 HM legen wir lieber mal diskret den Mantel des Schweigens.<br />
Nur soviel: Au au au!</p>
<p>Wenn´s zwischendurch nicht die eine oder andere Ausrede für eine <del datetime="2009-09-01T12:44:23+00:00">Herzinfarkt- und/oder Beinexplosions-Abwend</del>Fotopause gegeben hätte&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4951-56p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4951-56p.jpg" alt="IMG_4951-56p" title="IMG_4951-56p" width="400" height="104" class="alignnone size-full wp-image-5946" /></a><br />
<em>Bild #57: &#8230;zum Beispiel um ein Panoramabild von Altenbach zu machen&#8230;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4959.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4959.jpg" alt="IMG_4959" title="IMG_4959" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5947" /></a><br />
<em>Bild #58&#8230;oder einen dahergelaufenen Käfer auf dem Härtweg zu fotografieren (und ja, man muss schon ein bisschen verzweifelt sein, um sich ein paar Sekunden Atempause mit wahllosen Käferfotos zu erschleichen <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  )&#8230;</em></p>
<p>&#8230;wär´ das sicher ganz furchtbar schlimm geworden.<br />
So war´s wenigstens nur ziemlich furchtbar schlimm&#8230; </p>
<p>Schließlich war ich aber doch oben am Sportgelände &#8220;Auf der Kipp&#8221;, rotgesichtig, mit fliehendem Puls und brennenden Beinen.<br />
Uijuijui, das hatte richtig Power gekostet.</p>
<p>Noch etwas mitgenommen folgte ich dem Fahrweg nach links in den Wald hinein (Markierung W14), wurde dabei von ein paar freundlichen osteuropäischen Herrschaften nach einem &#8220;Teich firr Forrälle angäln&#8221; gefragt (konnte aber nicht weiterhelfen), und schlenkerte dann nach ca. 250 m. über einen Parkplatz zurück auf den Weitwanderweg Odenwald-Vogesen, der im Gegensatz zu mir vollkommen ausgeruht und frisch wirkte (kein Wunder, er hatte ja auch den längeren aber bequemen Aufstieg hier hoch genommen&#8230;). </p>
<p>Auf dem ging´s nun ein ganzes Stück nach Südosten durch den Wald. Hangweg, rechts ging´s ziemlich steil runter, links ziemlich steil hoch (und irgendwo da oben musste wohl auch die Landstrasse verlaufen, klang zumindest so), aber der Weg selbst war eben und bequem.<br />
Das passte mir gerade ziemlich gut&#8230;</p>
<p>Ziemlich genau ein Kilometer, dann war der Wald zu Ende und es ging an einer Wiese entlang&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4960.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4960.jpg" alt="IMG_4960" title="IMG_4960" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5948" /></a><br />
<em>Bild #59</em></p>
<p>&#8230;bis an die L596, und auf der dann links nach <a href="http://www.wilhelmsfeld.de/">Wilhemsfeld </a>hinein:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4961.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4961.jpg" alt="IMG_4961" title="IMG_4961" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5949" /></a><br />
<em>Bild #60: Wilhemsfeld &#8211; noch einer von den vielen, vielen Orten im südlichen Odenwald, deren Existenz mir vor der Planung der heutigen Tour nur sehr vage bewusst gewesen war.<br />
Das gehört langfristig dringend geändert!</em></p>
<p>Direkt nach dem Ortseingang ging´s dann gleich rechts die Heidelberger Str. hoch, wo ich wieder mal den Fernwanderweg wechselte. Neue Markierung: Das weiße Andreaskreuz des europäischen Fernwanderwegs 1, das mich geradewegs hoch auf den Schriesheimer Kopf und zum Teltschikturm führen würde. </p>
<p>Na ja, zumindest fast geradewegs.<br />
Weil die Götter laut irgendsoeinem ollen Sprichwort vor den Erfolg den Schweiss (und augenscheinlich auch die meuternden Waden) gesetzt haben, ging´s natürlich nochmal bergauf.<br />
Und natürlich nicht mit einem nilly-willy-alte-Herrschaften-Anstieg, oh nein, natürlich wurde es auch noch mal steil.<br />
Natürlich! </p>
<p>Gleich wieder aus Wilhemsfeld raus in den Wald, über den Wanderparkplatz Hinterbergweg, dann so irgendwie rechtsig ein Pfädchen hoch, das am Hang des Schriesheimer Kopfes aufwärts führte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4962.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4962.jpg" alt="IMG_4962" title="IMG_4962" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5950" /></a><br />
<em>Bild #61: Aufwärts ins Licht.<br />
Oder zumindest zum Teltschikturm</em></p>
<p>Nochmal fast 100 Höhenmeter auf weniger als einen Kilometer Strecke.<br />
Wahrscheinlich nicht mal der schlimmste Anstieg der heutigen, aber nach den hunderten Steilen Höhenmetern der letzten Stunden war einfach nicht mehr viel Hubkraft in den Waden übrig:<br />
&#8220;<em>Du Arsch&#8221;</em> wimmerten meine Beine beim hoch<del datetime="2009-09-01T12:44:23+00:00">laufen</del>stolpern, <em>&#8220;warum tust du uns das an?!?&#8221;</em><br />
Ich hatte keine Antwort, holperte stockend und keuchend weiter den Pfad hoch, mit gefletschten Zähnen, stierem Blick und einem Puls im zügigen Techno-Beat-Bereich. </p>
<p>Ghrraaaaaaauaahhhhhhh&#8230;</p>
<p>Halber Kilometer Aufstieg, eine Abzweigung, immer noch nicht oben, immerhin erste Hinweise vage auf das Ende der Tortur&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4966.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4966.jpg" alt="IMG_4966" title="IMG_4966" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5951" /></a><br />
<em>Bild #62: &#8220;Jawo [pruust] isserdenn[schnauf] jetz´, der [japs] verwchsgrmpfl Turm [keuch]&#8230;?</em></p>
<p>&#8230;und dann, endlich, endlich, endlich das eigentliche Objekt der Mühen, klar sichtbar zwischen den Bäumen:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4967.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4967.jpg" alt="IMG_4967" title="IMG_4967" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5952" /></a><br />
<em>Bild #63: &#8220;Thaaar she blows!!!<br />
Or stands.<br />
Or whatever&#8230;</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Und dann war ich oben.</p>
<p>Eine halbe Minute gebückt Dastehen und Keuchen um wieder zu Atem zu kommen, unter den mitleidig-beunruhigten Blicken einer picknickenden jungen Familie und zweier älterer Nordic-Walker, die einen großen Bogen um mich nordic-walkten, vermutlich weil ich so aussah, als könne ich gleich explodieren&#8230;</p>
<p>Dann: Erstmal richtig umsehen.</p>
<p>WOW-WEEE!!!!<br />
Das hatte sich doch mal gelohnt:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4972-76p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4972-76p.jpg" alt="IMG_4972-76p" title="IMG_4972-76p" width="400" height="993" class="alignnone size-full wp-image-5953" /></a><br />
<em>Bild #64: Der Teltschikturm</em></p>
<p><em>Kurzinfo: Im Gegensatz zu praktisch allen anderen Aussichtstürmen im Odenwald (die größtenteils noch im Kaiserreich errichtet wurden) ist der <a href="http://www.teltschik.de/Teltschikturm/">Teltschikturm</a> neu (so neu, dass Google Earth ihn noch nicht mal auf dem Luftbild hat).<br />
Er wurde erst 2001 auf dem Schriesheimer Kopf über Wilhemsfeld erbaut erbaut, gestiftet von einem wilhemsfelder Ehepaar (den Teltschiks, wer hätte es gedacht?), und ist architektonisch entsprechend modern gehalten, eine grazile, über 40 m. hohe  Konstruktion aus Holz und Metall.<br />
Und im Gegensatz zum Eichelberg-Turm kann man auch Samstags hoch!</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Das liess ich mir natürlich nicht entgehen, nichts wie hin zum Eingang&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4971.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4971.jpg" alt="IMG_4971" title="IMG_4971" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5955" /></a><br />
<em>Bild #65</em></p>
<p>&#8230;und aufwärts, die 192-stufige Wendeltreppe bis zur Aussichtsplattform in 35 m. Höhe hinauf:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4977.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4977.jpg" alt="IMG_4977" title="IMG_4977" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5956" /></a><br />
<em>Bild #66</em></p>
<p>Ehrlich gesagt schon mit einem etwas mulmigen Gefühl in der Magengrube. So 100%ig höhen- und vertigo-fest bin ich ja nicht, deshalb bevorzuge ich meine Aussichtstürme in Massiv-Bauweise, mit festen Mauern und vertrauenerweckenen Steinstufen ohne Zwischenräume. Durchsichtige Metalgitterstufen und luftige Streben, durch die der Wind pfeift, verursachen mir hingegen doch so ein leichtes Unbehagen, wenn ich mich auf ihnen immer weiter nach oben wendele. Und wenn dann auch noch irgendein kleines Mädchen oben auf der Plattform eine Panikattacke kriegt und lauthals zu Schreien anfängt (was passierte, als ich ungefähr auf halber Höhe war) &#8211; naaaja&#8230;</p>
<p>Aber natürlich ließ ich mich davon nicht aufhalten, Unbehagen hin oder her, ich hatte mich hierher gekämpft, also würde ich den Turm auch mitnehmen, basta!<br />
Also Mütze an den Gürtel geklemmt, Augen geradeaus, und bedächtig die Treppen hoch, bis ich schließlich hohe, hölzerne Aussichtsplattform erreichte. </p>
<p>BOOAAH!!!!!!</p>
<p>Grandiose Aussichten sind im Odenwald und an der Bergstrasse nicht besonders selten. Das ist nun mal so bei einem Mittelgebirge, dass sich am Rand einer großen Ebene erhebt.<br />
Aber perfekte 360°-Rundumaussichten hoch über der Landschaft, bei denen das Auge frei in alle Richtungen über die Weite schweifen kann ohne dass Hindernisse den Blick stören &#8211; die sind äußerst rar.<br />
Aber der Teltschikturm gehört dazu.</p>
<p>Unbeschreiblich, wie sich die atemberaubende, wunderschöne Mittelgebirgschlandschaft hier oben vor einem auffaltet, sich in alle Richtungen erstreckt, nach Norden, Süden, Osten, Westen, ein herrliches Kaleidoskop aus Wald und Feldern, Wiesen und Dörfern, Städten, Bergen, Hügeln, Tälern, Flüssen, Strassen, eingehüllt in einen Flickenteppich aus Licht und Schatten, je nachdem wo sich gerade eine Lücke in den blaugrauen Wolken am weiten, hohen Himmel aufreisst oder schliesst.<br />
Grandios!!!!!!<br />
Hier kann man nur mit offenem Mund stehen und schauen, staunen, genießen&#8230;</p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4978-82p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4978-82p.jpg" alt="IMG_4978-82p" title="IMG_4978-82p" width="400" height="102" class="alignnone size-full wp-image-5957" /></a><br />
<em>Bild #67: Blick vom Teltschikturm nach Norden. Rechts unten Wilhemsfeld, links dahinter das Sportgelände über Altenbach, an dem ich gerade vorbeigekommen war, dahinter die Hochwiesen über Ursenbach, rechts davon der Eichelberg. In der Bildmitte die Täler hinter Schriesheim, die sich links zur weiten Rheinebene hin öffnen, rechts zum Horizont der Verlauf der Bergstrasse nach Norden bis nach Hause, zum 30 km entfernten Melibokus</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4983-85p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4983-85p.jpg" alt="IMG_4983-85p" title="IMG_4983-85p" width="400" height="134" class="alignnone size-full wp-image-5958" /></a><br />
<em>Bild #68: Blick vom Teltschikturm nach Westen, über das bewaldete Bergmassiv zum Sendeturm am Weißen Stein (dazu später mehr) und hinaus in die Rheinebene, nach Mannheim, Ludwigshafen und in die Pfalz, bis hin zum Pfälzerwald, der auf dem Foto leider mal wieder viel schlechter erkennbar ist als mit bloßem Auge.</em></p>
<p>Panoramabild nach Süden in Richtung Neckar, Heidelberg und Königstuhl gibt´s leider nicht, das Gegenlicht hat´s verhindert.</p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4986-89p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4986-89p.jpg" alt="IMG_4986-89p" title="IMG_4986-89p" width="400" height="115" class="alignnone size-full wp-image-5959" /></a><br />
<em>Bild #68: Blick vom Teltschikturm nach Osten, über das Wilhemsfelder Unterdorf hinweg auf die langen Höhenzüge des südlichen Odenwalds am Rand des Neckartals. In der linken Bildmitte kann man am Horizont einen einzelnen hohen Berg erkennen, von dem ich mir ziemlich sicher bin, dass es der Katzenbuckel ist, die höchste Erhebung des gesamten Odenwalds</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4990-97p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4990-97p.jpg" alt="IMG_4990-97p" title="IMG_4990-97p" width="400" height="66" class="alignnone size-full wp-image-5960" /></a><br />
<em>Bild #69: Blick vom Teltschikturm nach Norden und Osten.<br />
Rechts nochmal das Wilhemsfelder Unterdorf, im Tal dahinter Altneudorf und am Horizont der Katzenbuckel, links davon der obere Teil Wilhemsfeld, dahinter der westliche Odenwald bis hoch zur Tromm und dem Melibokus, ganz links die Höhen der Bergstrasse.</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4998.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4998.jpg" alt="IMG_4998" title="IMG_4998" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5961" /></a><br />
<em>Bild #70: Hier noch mal ein detaillierter Blick nach Norden, bis zum Melibokus in der rechten Bildmitte am Horizont.</em></p>
<p>Wirklich sagenhaft, ein echtes Highlight!</p>
<p>Allzulange blieb ich allerdings trotzdem nicht oben, einerseits fühlte ich mich auf der luftigen Plattform immmer noch nicht so ganz wohl, andererseits pfiff hier oben ein eisigkalter Wind, der so eklig war, dass ich es nur ein paar Minuten aushielt, bevor ich mich &#8211; etwas schweren Herzens &#8211; wieder an den Abstieg machte. </p>
<p>Zeit für den Rückweg.<br />
Südwärts vom Turm weg in den Wald, auf dem europäischen Fernwanderweg 1, der hier zusätzlich mit dem Schmetterlingssymbol des Burgundenwegs markiert ist, den langen, sanften Rücken des Schriesheimer Kopfes runter&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5000.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5000.jpg" alt="IMG_5000" title="IMG_5000" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5963" /></a><br />
<em>Bild #71: Inzwischen war die Sonne wieder rausgekommen und beleuchtete/wärmte den ganzen Wald, sehr angenehm</em> </p>
<p>&#8230;an der nächsten Kreuzung dann rechts, auf den HW34 (gelbes Andreaskreuz), dem ich von nun an westwärts bis zum Ziel der heutigen Tour folgen würde.</p>
<p>Nach 250 m. über die L596 am &#8220;Langen Kirschbaum&#8221;&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5002.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5002.jpg" alt="IMG_5002" title="IMG_5002" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-5964" /></a><br />
<em>Bild #72: Parkplatz Langer Kirschbaum</em></p>
<p>&#8230;danach weiter westwärts, auf bequemen und relativ ebenen Wegen durch den sonnigen, lichten Wald:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5003.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5003.jpg" alt="IMG_5003" title="IMG_5003" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5965" /></a><br />
<em>Bild #73: Weg am Dossenheimer Kopf (interessanterweise schon Heidelberger Stadtgebiet, das war mir beim Durchlaufen gar nicht bewusst)</em></p>
<p>Lief so langsam ziemlich zäh &#8211; inzwischen hatte ich zwischen 800 und 1000 Höhenmeter gefressen, und die meisten davon waren extrem nicklig gewesen, entsprechend fühlte ich mich alles andere als taufrisch und wackelte auf steifen, schweren Beinen voran (richtig eklig war´s, als ich mich zwischendrin mal zum Schuhe Binden hinkniete, da knirschte und knackte und protestierte alles unterhalb der Hüfte. Autsch).</p>
<p>Zum Glück war die Strecke hier relativ unkompliziert und folgte einem langen, breiten Höhenrücken, ohne allzusehr in der Höhe zu fluktuieren.<br />
Die geringen Höhenunterschiede reichte mir allerdings auch schon voll und ganz: Nachdem ich den Dossenheimer Kopf umrundet hatte, ging´s gaaaaanz langsam wieder ein bisschen aufwärts, eigentlich kaum der Rede wert, mit frischen Beinen hätte ich das auf einer Backe abgejoggt.<br />
Aber frische Beine waren aus, entsprechend fiel´s überraschend schwer, den knappen Kilometer mit 4% Durchschnittsteigung vom Wilhemsfelder Eck bis zum Weißen Stein zurückzulegen. </p>
<p>Immerhin, der Wald war weiterhin schön und sonnig, und hin und wieder liess sich sogar erahnen, wie weit oben ich hier immer noch war:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5005.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5005.jpg" alt="IMG_5005" title="IMG_5005" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5966" /></a><br />
<em>Bild #74: HW34 auf dem Bergrücken hoch über dem Katzenbach-Tal</em></p>
<p>Schließlich erreichte ich dann aber doch die Kuppe des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fer_Stein_(Odenwald)">Weißen Stein</a>, der mit einer ganzen Reihe von Überraschungen auftrumpfen konnte.</p>
<p>Da war zuerst mal der Fernmeldeturm.<br />
Der war mir heute ja schon aus diversen Perspektiven aufgefallen, und jedesmal hatte ich mich gefragt, wo der wohl steht.<br />
Antwort: Hier!<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5007.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5007.jpg" alt="IMG_5007" title="IMG_5007" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5967" /></a><br />
<em>Bild #75: Fernmeldeturm auf dem Weißen Stein.<br />
Vielleicht liegt´s daran, dass ich ein Laie bin, aber für mich sehen die irgendwie alle gleich aus (wobei der hier allerdings deutlich niedriger ist, als die meisten anderen Fernmeldetürme, die mir in den letzten Monaten begegnet sind)</em></p>
<p>Noch besser war jedoch, was sich direkt hinter dem Gelände des Fernmeldeturms verbarg: Eine unerwartete <a href="http://www.zum-weissen-stein.eu/">Ausflugsgaststätte</a>&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5008.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5008.jpg" alt="IMG_5008" title="IMG_5008" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5968" /></a><br />
<em>Bild #76: Höhengaststätte Weißer Stein &#8211; auf der Wanderkarte ist die nicht verzeichnet, folgerichtig eine äußerst positive Überraschung</em></p>
<p>&#8230;und ein schöner, alter Aussichtsturm aus dem Jahr 1906:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5009.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5009.jpg" alt="IMG_5009" title="IMG_5009" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5969" /></a><br />
<em>Bild #77: Aussichtsturm auf dem Weißen Stein</em></p>
<p>Am Allerbesten?<br />
Die Gaststätte hatte geöffnet, also kam ich doch noch zu meiner Cola.<br />
Yay:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5010.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5010.jpg" alt="IMG_5010" title="IMG_5010" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5970" /></a><br />
<em>Bild #78: Aaah, gut.<br />
Eigentlich war ich ja schon spät dran (gegen 13:00 Uhr war ich ja an der Strahlenburg zum Essen verabredet), aber soviel Zeit musste sein!</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5012.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5012.jpg" alt="IMG_5012" title="IMG_5012" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5971" /></a><br />
<em>Bild #79: Stillleben</em></p>
<p>Danach bestieg ich natürlich auch noch mal den Aussichtsturm &#8211; wenn sich der Odenwaldklub des Jahres 1906 schon die Mühe gemacht hat, das Ding zu bauen, dann kann man´s ruhig auch mal benutzen.<br />
Also noch mal die etwas seltsam an den Innenwänden hochgewundene Treppe hoch.<br />
Lohnte sich leider nicht, die umgebenden Bäume waren viel zu hoch, deshalb gab´s fast überall nur grüne Wipfel zu sehen, nur nach Norden raus gab´s sowas wie ein bisschen Ausblick&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5016.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5016.jpg" alt="IMG_5016" title="IMG_5016" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5972" /></a><br />
<em>Bild #80: Blick vom Aussichtsturm auf dem Weißen Stein nach Norden, am Fernmeldeturm vorbei auf&#8230; ääh&#8230; irgendwelche Berge</em></p>
<p>Danach weiter, lange, lange auf dem HW34 west- und abwärts&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5017.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5017.jpg" alt="IMG_5017" title="IMG_5017" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5973" /></a><br />
<em>Bild #81: Wie gehabt: Gelbes Andreaskreuz</em></p>
<p>&#8230;grob dem Verlauf des Haupthöhenkammes folgend durch den Wald. </p>
<p>Die Wegführung an sich war eigentlich sehr reizvoll &#8211; anstatt den Hauptwaldwegen zu folgen, schlängelt sich der HW34 auf schmalen, etwas abenteuerlichen Pfädchen durch den Wald&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5019.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5019.jpg" alt="IMG_5019" title="IMG_5019" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5974" /></a><br />
<em>Bild #82</em></p>
<p>&#8230;wobei er die Kuppen der Zwischenberge geschickt umgeht, wie beispielsweise hier am Hang des Hartenbühls:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5020.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5020.jpg" alt="IMG_5020" title="IMG_5020" width="400" height="292" class="alignnone size-full wp-image-5975" /></a><br />
<em>Bild #83</em></p>
<p>Das einzige Problem bei der Sache:<br />
Schmale, unebene Wurzelpfädchen sind zwar hübsch, aber um sie gut laufen zu können braucht es frische, bewegliche, flexible Beine.<br />
Und die hatte ich schon lange nicht mehr. </p>
<p>Entsprechend gestaltete sich der lange Abstieg teilweise extrem ruckelig und unangenehm, nämlich immer da, wo´s holprig und steil wurde &#8211; kieseliges Geröll, hervorstehende Baumwurzeln und schmale, steinige Rinnen fielen meinen schweren, holzigen Waden extrem schwer und brauchten eine enorme Konzentration, so dass selbt das Bergablaufen teils ordentlich an meinen ohnehin schon schwindenen Kräften zehrte.</p>
<p>Nach zweienhalb Kilometern passierte ich ein einsames Hüttchen im Wald&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5022.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5022.jpg" alt="IMG_5022" title="IMG_5022" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5976" /></a><br />
<em>Bild #84: Womöglich die &#8220;Jägerhütte&#8221;</em></p>
<p>&#8230;kurz darauf ging der HW34 dankenswerterweise in einen ordentlichen, breiten, relativ komfortablen Waldweg über, der nach weiteren 400 m. rechts abknickte und am Hang des Ölbergs nach Norden führte &#8211; ich war kurz vor dem Ziel! </p>
<p>Ursprünglich hatte ich überlegt, ob ich nicht noch einen Schlenker über den Ölberg einlegen sollte, weil ich den schon so oft von weitem bewundert hatte, aber für nochmal 100 steile Höhenmeter fehlte es mir inzwischen sowohl an der Kraft als auch an der Zeit (de facto war ich eigentlich schon wieder zu spät für die Verabredung zum Mittagessen&#8230;).</p>
<p>Also weiter den HW34 entlang. Zur Mobilisierung der letzten Reserven noch schnell einen Fruchtriegel reingeschoben&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5023.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5023.jpg" alt="IMG_5023" title="IMG_5023" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5977" /></a><br />
<em>Bild #85: Kurz vor dem Mittagessen, na und? Ich brauch´ die Kohlenhydrate&#8230;</em></p>
<p>&#8230;und langsam aber stetig um die Bergflanke rum, hinter der bereits die lange ersehnten ersten Häuser von Schriesheim auf der anderen Talseite auftauchten:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5027.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5027.jpg" alt="IMG_5027" title="IMG_5027" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5978" /></a><br />
<em>Bild #84: Schriesheim = fast am Ziel</em></p>
<p>Aber ganz so einfach wollte es mir der HW34 dann doch nicht machen: Unvermutet bog er noch mal links vom Hauptweg ab, aufwärts (aaargh) über einen kleinen vorgelagerten Bergsporn zur Schwedenschanze, einer alten (und &#8211; wieder mal &#8211; nicht so richtig spektakulären Befestigung aus dem Dreißigjährigen Krieg&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5028-32p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5028-32p.jpg" alt="IMG_5028-32p" title="IMG_5028-32p" width="400" height="138" class="alignnone size-full wp-image-5979" /></a><br />
<em>Bild #85: Schwedenschanze über Schriesheim, teils unscharf&#8230;</em></p>
<p>&#8230;führte dann an einer weiteren Hütte vorbei den Bergsporn hinunter&#8230;<br />
 <a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5033.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5033.jpg" alt="IMG_5033" title="IMG_5033" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5980" /></a><br />
<em>Bild #86: Hütte an der Schwedenschanze</em></p>
<p>&#8230;zu einem kleinen, überwucherten Vorplatz mit Ruhebank, von dem aus man einen passablen Blick über die Rheinebene hatte&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5036.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5036.jpg" alt="IMG_5036" title="IMG_5036" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5981" /></a><br />
<em>Bild #87: &#8230;zumindest, wenn man sich AUF die Bank stellte, ansonsten waren die Büsche nämlich zu hoch</em></p>
<p>&#8230;um sich dann noch einmal zu einem Crescendo gelenkzertrümmender Fiesheit aufzuschwingen, indem er als schmales, unebenes, rutschiges Todespfädchen den steilen, gerölligen Hang unterhalb der Schwedenschanze hinabführte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5037.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5037.jpg" alt="IMG_5037" title="IMG_5037" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5982" /></a><br />
<em>Bild#88: Hier hätte ich selbst mit taufrischen Beinen nicht joggen können, das Risiko umzuknicken oder wegzurutschen war einfach zu groß</em></p>
<p>Das gab den müden Beinen nochmal schön den Rest.<br />
Urks!</p>
<p>Nach mehreren Serpentinen und vielen holprigen Höhenmetern Abstieg<br />
war´s dann endlich geschafft, unten erwartete mich ein vergleichsweise komfortabler Waldweg, der mich nach ein paar Kurven schließlich zum Waldrand an der Pfalzschau direkt neben der Strahlenburg führte&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5041.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5041.jpg" alt="IMG_5041" title="IMG_5041" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5983" /></a><br />
<em>Bild #89: Zielgerade</em></p>
<p>&#8230;und schließlich bei ein paar knorrigen alten Bäumen, an die ich mich noch <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/09/16/badische-bergstrasse-weinheim-bis-heidelberg-27-km/">vom ersten (und einzigen) Mal</a>, als ich hier vorbeigekommen war, erinnern konnte&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5042.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5042.jpg" alt="IMG_5042" title="IMG_5042" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5987" /></a><br />
<em>Bild #90: Bäume am Pfalzblick</em></p>
<p>&#8230;hinaus in die Weinberge hoch über der Rheinebene entließ.</p>
<p>Hier musste ich dann doch noch mal Innehalten, obwohl das Ziel nur noch ein paar Meterchen entfernt lag und ich heillos zu spät war.<br />
Der Blick von hier oben ist einfach zu großartig, als dass man ihn links liegen lassen könnte, selbst wenn man fix und fertig und unpünktlich ist:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5043-61p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5043-61p.jpg" alt="IMG_5043-61p" title="IMG_5043-61p" width="400" height="70" class="alignnone size-full wp-image-5984" /></a><br />
<em>Bild #91: 180°-Panoramablick von der Pfalzschau über Schriesheim, leider vom Zusammenpfriemeln in der Mitte etwas gewölbt (keine Ahnung, wie man das verhindert&#8230;).<br />
Ganz links die steile Flanke des Ölbergs, darunter Dossenheim und im Hintergrund das Neuenheimer Feld in Heidelberg.<br />
In der Bildmitte unten natürlich Schriesheim, dahinter wieder Ladenburg, Mannheim, Ludwigshafen und (zumindest dort, wo das Gegenlicht nicht mehr störte) der Pfälzerwald.<br />
Rechts mittig dann Heddesheim und am ganz rechten Bildrand die Strahlenburg.<br />
Wahnsinn!</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5062.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5062.jpg" alt="IMG_5062" title="IMG_5062" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5985" /></a><br />
<em>Bild #92: Hier haben wir nochmal Mannheim en détail&#8230;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5063.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5063.jpg" alt="IMG_5063" title="IMG_5063" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5986" /></a><br />
<em>Bild #93: &#8230;und hier die nochmal <a href="http://www.schriesheim.de/index.php?id=517">Strahlenburg</a>, in spektakulärer Lage hoch über Schriesheim</em></p>
<p>Von hier aus war´s dann nur noch ein Katzensprung: Rechts den Burgen- und Blütenweg runter, dann durch den Haupteingang zum <a href="http://www.strahlenburg-schriesheim.de/">Burg-Gasthof Strahlenburg</a>&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5064.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5064.jpg" alt="IMG_5064" title="IMG_5064" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5988" /></a><br />
<em>Bild #94</em></p>
<p>&#8230;eine Treppe hoch zur wunderschönen Aussichtsterasse im Burghof im schatten des mächtigen Bergfrieds&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5065.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5065.jpg" alt="IMG_5065" title="IMG_5065" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5989" /></a><br />
<em>Bild #95: Momentan nicht begehbar weil baufällig.<br />
War aber nicht schlimm, heute hätt´ ich da eh nicht mehr hochgewollt&#8230;</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>&#8230;von der aus man eine herrliche Sicht auf das direkt unterhalb liegende <a href="http://www.schriesheim.de/">Schriesheim</a> hat&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5069-73p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5069-73p.jpg" alt="IMG_5069-73p" title="IMG_5069-73p" width="400" height="98" class="alignnone size-full wp-image-5990" /></a><br />
<em>Bild #96: Schriesheim von der Terasse der Strahlenburg</em></p>
<p>&#8230;und von dort aus rein ins Restaurant, wo meine Eltern bereits warteten und es dann ein gutes, reichliches (wenn auch etwas hochpreisiges, die sind nicht billig hier&#8230;) Familienessen gab:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5066.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5066.jpg" alt="IMG_5066" title="IMG_5066" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5991" /></a><br />
<em>Bild #97: Mhhmmm&#8230;</em></p>
<p>Zumindest für alle Familienmitglieder am Tisch.<br />
Die untendrunter gingen leer aus&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5067.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_5067.jpg" alt="IMG_5067" title="IMG_5067" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5992" /></a><br />
<em>Bild #98:</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Richtig schöne Tour, wenn auch wieder mal extrem anstrengend. Der badische Odenwald ist auf jeden Fall einen (oder mehr!) Besuche wert, auch wenn´s die Steigungen teilweise doch bös´ in sich haben.<br />
Aber dafür wird man mit viel Natur, wunderbarer Landschaft und herrlichen Ausblicken belohnt, das wiegt die Strapazen problemlos auf.<br />
Bestimmt nicht das letzte Mal, dass ich da unten unterwegs war&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Strecke: 25,6 km<br />
Zeit: Wie üblich bei den langen Fototouren &#8211; viel!<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 99,29% (25,22 km von 25,4 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/leutershausen-schriesheim.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/leutershausen-schriesheim.jpg?w=150" alt="Leutershausen - Schriesheim" title="Leutershausen - Schriesheim" width="150" height="142" class="alignnone size-thumbnail wp-image-5994" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der Weg nach Frankreich Teil 4: Neustadt - Edenkoben mit Fotos (25,7 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/08/22/der-weg-nach-frankreich-teil-4-neustadt-edenkoben-mit-fotos-257-km/</link>
<pubDate>Sat, 22 Aug 2009 21:51:41 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/08/22/der-weg-nach-frankreich-teil-4-neustadt-edenkoben-mit-fotos-257-km/</guid>
<description><![CDATA[Laut Wetterbericht sollte es heute freundlich werden, mit einem Mix aus Wolken und Sonne und vor all]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Laut Wetterbericht sollte es heute freundlich werden, mit einem Mix aus Wolken und Sonne und vor allem: Nicht zu heiß!<br />
Gutes Laufwetter.</p>
<p>Genau richtig um in die Pfalz zu fahren und die inoffizielle Königsetappe vom Weg nach Frankreich zu absolvieren: Von Neustadt a.d.Weinstr. bis runter nach Edenkoben.<br />
Sieht auf der Karte erstmal gar nicht so richtig inofiziell königsetappig aus &#8211; zwischen Neustadt und Edenkoben liegen gerade mal sieben Kilometerchen mit bequem hügeligen Weinbergen und ein paar Pfalzdörfchen.<br />
Zumindest wenn man den direkten Weg nimmt.</p>
<p>Aber an direkte Wege glauben wir hier beim Laufblog nicht&#8230;</p>
<p>Stattdessen war &#8211; wie bei den letzten Malen auch &#8211; ein Bogen durch die hohe, steile Mittelgebirgslandschaft der Haardt geplant, die über das Hambacher Schloss (ja genau, DAS Hambacher Schloss aus dem Geschichtsunterricht) bis hinauf zur auf die Kalmit führen sollte, und von dort aus dann via Felsenmeer, Altbachtal und die Ostflanke des Hochbergs runter nach Edenkoben.</p>
<p>Warum inoffizielle Königsetappe?<br />
Na ja, vor allem wegen der Kalmit.<br />
Die ist nämlich&#8230;<br />
- Der höchste Berg des gesamten Pfälzerwaldes (673 m.ü.NN)<br />
- Der zweithöchste Punkt, zu dem ich jemals gelaufen bin (nur die Donnersbergtour vorletzten Juni ging noch etwas höher, aber damals bin ich auf 400 m.ü.NN gestartet &#8211; heute hingegen ging´s auf gerade mal 140 m.ü.NN los)<br />
- Ein richtig harter Brocken, bei dem man kalmiterfahrenen Freunden und Verwandten zufolge selbst beim Hochwandern bös ins Schwitzen kommen kann</p>
<p>Das würde also so richtig schön schlimm anstrengend werden&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p><!--more--><br />
Start natürlich da, <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/08/08/der-weg-nach-frankreich-teil-2-bad-durkheim-neustadt-mit-fotos-214-km/">wo ich vor zwei Wochen aufgehört ha</a>be: Am Hauptbahnhof von Neustadt a.d.Weinstr.<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4456.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-5724" title="IMG_4456" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4456.jpg" alt="IMG_4456" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #1: Nicht der <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/08/img_4259.jpg">neustädter Hauptbahnhof</a>, sondern die Häuser an der Schillerstr. auf der anderen Seite der Gleise</em></p>
<p>Später Vormittag, Wetter freundlich aber mit einigen Wolken, Temperatur etwas über 20°, Beine gut.<br />
Vielversprechend.</p>
<p>Erstmal über den Bahnhofsplatz, dann links durch die Bahnhofstr. am <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/08/img_4258.jpg">Saalbau</a> entlang bis an die Landauer Str&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4458.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-5725" title="IMG_4458" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4458.jpg" alt="IMG_4458" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild #2: Landauer Str. An dieser Kreuzung ging´s links</em></p>
<p>&#8230;dort gleich nochmal links (Schillerstr.) und auf einer leicht aufwärts führenden Strassenbrücke über die Gleise.<br />
Selber Eindruck von Neustadt wie beim letzten Mal: Sehr hübsches Städtchen, mit schönen, alten Häusern, eingerahmt von den beeindrucken steilen Hängen der Haardt.</p>
<p>Auf der anderen Gleisseite geradeaus nach Süden, auf dem &#8220;Alten Viehweg&#8221; zwischen alten Mauern aus der Talsenke raus, in der Bahnhof und Stadtzentrum liegen.<br />
Gleich mal ´ne ordentliche Steigung, 300 m. mit etwas mehr als 10% Durchschnittsteigung, genau das richtige zum Warm werden&#8230;</p>
<p>Oben angekommen dann rechts, die Waldstr. hoch.<br />
Sehr hübsches Wohngebiet, ältere Häuser mit grünenden Gärten, der Bürgersteig links und rechts der ruhigen Strasse gesäumt mit schattigen Bäumen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4462.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-5726" title="IMG_4462" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4462.jpg" alt="IMG_4462" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #3: Waldstr.</em></p>
<p>&#8230;an denen regelmäßig die gut lesbaren Wegmarker des Pfälzerwaldvereins angebracht waren:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4463.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-5727" title="IMG_4463" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4463.jpg" alt="IMG_4463" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild #4: Oben die Esskastanie des &#8220;Pälzer Keschdewegs&#8221; (auf den wir später nochmal eingehen werden), roter Balken und roter Punkt, und schließlich das Traubensymbol des &#8220;Wanderwegs Deutsche Weinstrasse&#8221;, das mich für die nächsten Kilometer süwärts bringen sollte</em></p>
<p>Und im Hintergrund, wie gehabt, die Haardt-Höhen, bei deren Anblick ein kleines, respektvolles Stimmchen in meinem Hinterkopf regelmäßig sowas wie &#8220;Scheeeeeiße, ist das steil und hoch!&#8221; vermeldete:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4464.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-5728" title="IMG_4464" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4464.jpg" alt="IMG_4464" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #5: Hier haben wir z.B. den Weinbiet (554 m.ü.NN), den ich <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/08/08/der-weg-nach-frankreich-teil-2-bad-durkheim-neustadt-mit-fotos-214-km/">auf der letzten Etappe</a> besucht habe</em></p>
<p>Etwas mehr als ein halber Kilometer auf der freundlichen Waldstr., dabei so leicht bergauf, dass es kaum auffiel.<br />
Dann links, natürlich dem Traubensymbol hinterher: Frühlingstr., zwischen einem Weinberg und blauweissem Himmel&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4466.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-5729" title="IMG_4466" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4466.jpg" alt="IMG_4466" width="400" height="540" /></a><br />
<em>Bild #6: An der Frühlingstr.</em></p>
<p>&#8230;und den obersten Häusern Neustadts nach Süden.</p>
<p>Am Ende der Frühlingstr. eine rechts-links-Kombo weiter den Hang hoch (Dr. Wirth-Str., Limburgerstr., Erschigweg), dann spontan über ein nicht markiertes, dschungelartiges und überraschend steiles Pfädchen namens &#8220;Kriegerpfad&#8221; (oder so ähnlich) zwischen den Grundstücken aufwärts auf den höher am Hang gelegenen Römerweg.:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4471.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-5730" title="IMG_4471" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4471.jpg" alt="IMG_4471" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild #7: Kriegerpfad zwischen den Neustädter Gärten. Wie gesagt unmarkiert, aber da ich wusste, dass der Wanderweg dt. Weinstr. weiter hinten sowieso auf den Römerweg führen würde, war das kein Problem</em></p>
<p>Auf dem Römerweg ging´s dann schon wieder bergab.<br />
&#8220;Adé, Höhenmeter, wir sehen uns gleich wieder&#8221;:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4472.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-5731" title="IMG_4472" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4472.jpg" alt="IMG_4472" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #8: Römerweg abwärts. Ob der noch in Neustadt oder schon in Hambach ist &#8211; keine Ahnung, die Orte fließen hier irgendwo ineinander&#8230;</em></p>
<p>Ganz schön lang, dieser Römerweg, es ging mehr als 700 m. südwärts, bevor mich der Traubenmarker nach rechts lotste, über &#8220;Am Seminargarten&#8221; und &#8220;Scharfeneck&#8221; in ein enges Gassengewirr, das nun definitiv schon in Hambach lag:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4474.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-5733" title="IMG_4474" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4474.jpg" alt="IMG_4474" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild #9: Enggasse in Hambach</em></p>
<p>Heimelig und hübsch, diese alten, eng stehenden Häuschen am Hang.<br />
Dumm nur, dass nirgendwo der Traubenmarker zu sehen war (im Odenwald gäb´s das nicht. Just sayin´)&#8230;<br />
Kurze Orientierungspause, während der ich mein Plänchen mit dämlich-verwirrtem Gesichtsausdruck in alle Richtungen drehte (&#8220;äääh, also wo ist jetzt der Berg?&#8221;), und dann schließlich kurzerhand zwei gerade vorbeispazierende ältere Damen fragte, wie ich denn von hier aus via Kirchbergweg aufs Hambacher Schloss käme.<br />
Die Beiden wiesen mich netterweise in die richtige Richtung, wo ich dann unter lauten &#8220;Ja, hier ist es richtig&#8221; und &#8220;Vielen Dank!&#8221;-Rufen, sowie vollkommener Mißachtung des inzwischen wieder aufgetauchten Traubenmarkers, prompt falsch abbog: Anstatt die steile Freiheitsstr. links runter zu nehmen, lief ich sie rechts hoch:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4475.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-5734" title="IMG_4475" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4475.jpg" alt="IMG_4475" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild #10: Freiheitsstr.</em></p>
<p>Als ich den Fehler bemerkte, war ich immerhin schon 200 m. und knapp 30 Höhenmeter bergauf geschnauft. Na ja, so ein bisschen was extra vor dem großen Aufstieg kann ja nicht schaden&#8230;</p>
<p>Rumgedreht, wieder abwärts, dann richtig abgebogen, auf den Kirchbergweg, einen wunderschönen Spazierweg, der durch die Weinberge hoch über Hambach um den Heidelberg herum in Richtung Hambacher Schloss führte&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4477.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-5735" title="IMG_4477" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4477.jpg" alt="IMG_4477" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #11: Kirchbergweg. Das da vorne sind übrigens die beiden freundlichen älteren Damen, die im Gegensatz zu mir alles richtig gemacht hatten, und die ich nun ein zweites Mal überholte.<br />
Netterweise liessen sie mich nicht spüren, dass sie mich wahrscheinlich für einen unorientierten auswärtigen Deppen hielten, sondern erklärten nochmal den Weg, dieses Mal unterstützt durch ihre jeweiligen Ehemänner.<br />
Wenn dir vier ältere Herrschaften auf Pfälzisch den Idiotensicheren Weg zum Hambacher Schloss verklickern, kann eigentlich nix mehr schief gehen. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p>&#8230;und dabei grandiose Ausblicke bot, sowohl auf die weite und leider wieder mal recht diesige Vorderpfalz&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4478-82p.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-5736" title="IMG_4478-82p" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4478-82p.jpg" alt="IMG_4478-82p" width="400" height="106" /></a><br />
<em>Bild #12: Irgendwann erwisch´ ich ihn noch mal, den sagenumwobenen Tag mit guter Fernsicht. Irgendwann&#8230;</em></p>
<p>&#8230;und, wenn man so halbwegs um die Bergkurve rum ist, aufs Hambacher Schloss, das in beeindruckender (und beeindruckend hoher!) Position auf dem bewaldeten Schlossberg fast 200 m. über der Ebene thront:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4483.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-5737" title="IMG_4483" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4483.jpg" alt="IMG_4483" width="399" height="539" /></a><br />
<em>Bild #13: Hambacher Schloss vom Kirchbergweg aus</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4484.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-5738" title="IMG_4484" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4484.jpg" alt="IMG_4484" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #14: Und noch mal mit Zoom. Ganz schön voll da oben</em></p>
<p>Nach 1,2 km mündete der Kirchbergweg am Hambacher Ortsausgang in die Fahrstrasse zum Schloss hoch. Schluss mit lustig, jetzt ging´s bergauf:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4491.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-5739" title="IMG_4491" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4491.jpg" alt="IMG_4491" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #15: Schlossstr.</em></p>
<p>Richtig steil war´s nicht, aber dafür recht lang: Mehr als 1,5 km auf der Strasse aufwärts durch den Wald, erst durch ein Seitental, dann einmal halb um den Schlossberg rum, weit rechts oben schaute immer mal das Schloss durch die Baumkronen, links gab´s hingegen immer mal ein bisschen Aussicht zwischen den Baumstämmen runter ins Flachland:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4495-96p.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-5740" title="IMG_4495-96p" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4495-96p.jpg" alt="IMG_4495-96p" width="400" height="374" /></a><br />
<em>Bild #16: Blick von der Schlossstr. nach Süden die Weinstrasse runter</em></p>
<p>Irgendwann dann die ersten Autos auf Parkplätzen am Strassenrand (wer hier oben in der Pampa steht muss einen Parkschein ziehen &#8211; offenbach sind die Neustädter Stadtväter recht geschäftstüchtig), mit Kennzeichen aus aller Herren Bundesländer, die bezeugten, dass ich mich einer überreriogonalen Sehenswürdigkeit näherte.</p>
<p>Schließlich erreichte ich etwas angeschwitzt aber prinzipiell guter Dinge den Parkplatz unterhalb vom Schloss:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4499-500p1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-5742" title="IMG_4499-500p" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4499-500p1.jpg" alt="IMG_4499-500p" width="400" height="227" /></a><br />
<em>Bild #17: Reisebusse, Ausflugskneipe, ein Stand zur Verköstigung von Pfälzer Wein und ein häßliches neues Besucherzentrumshäuschen &#8211; hier war ich wohl richtig</em></p>
<p>Jetzt nur noch schnell (oder auch nicht so schnell, das war nämlich doch noch mal ein bissken steil) die letzten 200 m. neben dem frisch hergerichteten Fahrweg aufwärts (hinter Bauzäunen und auf seltsam federnden Bohlen &#8211; hier wird offenbar noch ordentlich gebaut), dann hatte ich den Haupteingang vom <a href="http://www.hambacher-schloss.de/index.php">Hambacher Schloss</a> erreicht:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4505.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4505.jpg" alt="IMG_4505" title="IMG_4505" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5744" /></a><br />
<em>Bild #18: Haupteingang</em></p>
<p><em>Kurzinfo: Das Hambacher Schloss gilt als eine der Wiegen der demokratischen und bürgerlich-liberalen Bewegung in Deutschland. Im Mai 1832 fand hier das Hambacher Fest statt, bei dem Zehntausende von Menschen aus allen Bevölkerungsschichten zum Schloss pilgerten und dort bürgerliche Freiheiten, nationale Einheit, und ein Europa der souveränen Volksstaaten zu fordern. Das Hambacher Fest gilt als eines der wichtigsten Ereignisse im deutschen Vormärz, auch wenn erstmal nicht allzuviel draus wurde (aber immerhin wurde hier erstmals die schwarzrotgoldene Trikolore verwendet, die heute unsere Staatsfahne ist)</em></p>
<p>Sehr ansehnlich: Ein großes, kastenartiges Gebäude aus hellem Stein, das in dieser Form erst in den 1840igern (also nach dem Hambacher Fest, als es noch eine mittelalterliche Ruine war) als neogotisch angehauchtes Bauwerk wiederaufgebaut wurde und gerade erst vor ein paar Jahren runderneuert worden ist. </p>
<p>Ich nahm die Treppen durch die terassenartig ansteigende Rasenfläche bis zur Terasse vor dem Gebäude&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4508.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4508.jpg" alt="IMG_4508" title="IMG_4508" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5745" /></a><br />
<em>Bild #19: Ostflanke</em></p>
<p>&#8230;und wandte mich dann nach links zur Kasse vor dem Zugang zum Schlossinneren&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4516.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4516.jpg" alt="IMG_4516" title="IMG_4516" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5746" /></a><br />
<em> Bild #20: Das &#8220;Oktogon&#8221; am Eingang</em></p>
<p>&#8230;und bezahlte.<br />
Und zwar viel zu viel.<br />
Dummerweise ging ich nämlich einfach mal davon aus, dass man, um ins Schlossinnere zu gelangen, bezahlen muss. </p>
<p>Was nicht der Fall ist &#8211; wenn man nur mal ins Treppenhaus und den Innenhof und auf die Außenterasse will, ist das gratis. </p>
<p>Nicht gratis ist allerdings die Dauerausstellung im dritten Stock.<br />
Wenn man also zu der netten jungen Dame an der Kasse geht und &#8220;Einmal für Erwachsene, bitteschön&#8221; sagt, dann geht die davon aus, dass man die Ausstellung meint, und verkauft einem ´ne Karte dafür.<br />
Das macht dann immerhin 4,50 €, irgendwie verschenktes Geld, wenn man aus Zeitgründen die Ausstellung gar nicht besuchen will&#8230;</p>
<p>Zusätzlich zum Eintritt für die Ausstellung, die ich nicht besuchen würde, buchte ich auch gleich noch eine Turmbesichtigung (wenn man schon mal da ist) für 2,50 €, die wollte ich nämlich auch tatsächlich machen*.<br />
Summa Summarum also 7 €, von denen ich 4,50 € einfach mal volkommen umsonst abgedrückt hatte (und, um´s im Nachhinein noch ein bisschen blöder zu machen: Hätte ich meinen noch gültigen Studiausweis dabei gehabt, wären es wenigstens nur 3 € geworden.<br />
Harumph!).</p>
<p>* Bei der Turmbesichtigung musste die freundliche junge Dame an der Kasse übrigens erstmal telefonieren und einen Kollegen fragen, ob &#8220;das Ameisenproblem&#8221; gelöst sei &#8211; offenbar ist der Turm des Hambacher Schlosses in den letzten Tagen von Horden bissiger fliegender Ameisen heimgesucht worden, die sich gleichermaßen auf Personal und Besucher gestürzt haben.<br />
Aber zum Glück waren die heute schon wieder weg und/oder tot, also klappte das.</p>
<p>Nachdem das alles geklärt war, hatte ich noch eine Viertelstunde Zeit bis zur Turmbesteigung, also sah ich mich erstmal um.<br />
Rein ins Haupgebäude, wo ein modernes Treppenhaus mit integriertem Glaswandlift nach oben in zum Schlossrestaurant und der verflixten Dauerausstellung führt, und dann mal ein bisschen durchs Schloss:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4519-20p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4519-20p.jpg" alt="IMG_4519-20p" title="IMG_4519-20p" width="400" height="348" class="alignnone size-full wp-image-5747" /></a><br />
<em>Bild #21: Innenhof</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4521.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4521.jpg" alt="IMG_4521" title="IMG_4521" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5748" /></a><br />
<em>Bild #22: Durchblick zum Ausblick</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4523.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4523.jpg" alt="IMG_4523" title="IMG_4523" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5749" /></a><br />
<em>Bild #23: Hier wird überall noch so ein bisschen gebaut</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4524.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4524.jpg" alt="IMG_4524" title="IMG_4524" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5750" /></a><br />
<em>Bild #24: Örtchen am Fuß des Schlossberges (Diedesfeld???)</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4526.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4526.jpg" alt="IMG_4526" title="IMG_4526" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5751" /></a><br />
<em>Bild #25: Freiheitlich-liberaldemokratische Hambacher-Schlosstaube</em></p>
<p>Gefiel mir hier oben, sehr hübsch und interessant, könnte/sollte/müsste man irgendwann mit mehr Zeit nochmal anschauen&#8230;</p>
<p>Um kurz vor Zwölf fand ich mich dann wieder unten vor der Kasse ein und wartete auf meine <a href="http://www.hambacher-schloss.de/index.php?option=com_content&#38;view=article&#38;id=53&#38;Itemid=77">Turmführung</a>:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4518.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4518.jpg" alt="IMG_4518" title="IMG_4518" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5752" /></a><br />
<em>Bild #26: Hier sollte es nämlich um 12 losgehen</em></p>
<p>Im Vorhinein hatte ich mir angesichts der vielen anderen Besucher, die hier oben rumfielen, noch Sorgen gemacht, ob ich überhaupt noch einen Platz in der auf 20 Personen begrenzten Turmbegehung kriegen würde.<br />
Zu unrecht, denn wie ich herausstellte, war ich der Einzige, der sie überhaupt gebucht hatte &#8211; außer mir wollte kein anderer der vielen, vielen Touris hier oben auf den Turm, der eine wahrhaft grandiose Rundumsicht versprach.<br />
Unglaublich!</p>
<p>Immerhin hatte ich dadurch meinen ganz persönlichen Turmführer, einen freundlichen jungen Mann (irgendwie scheint die gesamte Schlossbelegschaft so Anfang zwanzig zu sein&#8230;), der mir nicht allzu böse zu sein schien, obwohl ich ihn vermutlich seine verlängerte Mittagspause gekostet hatte.<br />
Mit dem ging´s dann ums Schloss rum und die 120 Stufen des Turmtreppenhauses (das voller toter fliegender Ameisen lag) zur Plattform hinauf (in strammem Tempo, ich hätte vorher vielleicht nicht damit protzen sollen, dass ich heute noch auf die Kalmit laufen wollte&#8230; Puuuh! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ). </p>
<p>WOW-IE!!!<br />
Yep, das war allemal 2,50 € wert!</p>
<p>Grandioses 360°-Panorama, hinten die turmhohen grünen Wände der Haardt, die sich der Weinstrasse folgend von Norden nach Süden ziehen, vorne die weite, wunderschöne Vorderpfalz, ein Kaleidoskop aus Weinbergen, Feldern, Wald, Hügeln und kleineren und größeren Ortschaften. Weil´s dunstig war, konnte man richtig weit weg leider nicht so viel erkennen, Bergstrasse und Odenwald waren verdeckt (schade, bei klarem Wetter kann man von hier sogar das Heidelberger Schloss sehen), ebenso der Schwarzwald, der Taunus, und die Vogesen. Immerhin konnte man noch schemenhaft das Kraichgau erkennen, ebenso wie ein paar Berge im Süden, die laut meinem persönlichen Turmbegehungsführer bereits jenseits der Grenze, im Elsass, liegen.<br />
Trotzdem herrlich:</p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4527.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4527.jpg" alt="IMG_4527" title="IMG_4527" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5753" /></a><br />
<em>Bild #27: Blick vom Turm direkt nach unten zum Fuß der Berge. Der Weg da in der Bildmitte, dass ist der Kirchbergweg über Hambach, den ich vorhin entlanggelaufen war</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4528-43p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4528-43p.jpg" alt="IMG_4528-43p" title="IMG_4528-43p" width="400" height="39" class="alignnone size-full wp-image-5754" /></a><br />
<em>Bild #28: Das obligatorische Riesenaussichtspanoramabild, wie üblich komprommitiert durch Dunst, Lichtverhältnisse und meine unruhige Fotografierhand. Aber so eine Ahnung, wie beeindruckend der Blick von hier oben ist, gibt es zumindest mal.</em></p>
<p>Dazu gab´s dann interessante und ausführliche Erläuterungen meines ortskundigen Begleiters, der nicht nur gut über die Ebene bescheid wusste, sondern auch über die Berge dahinter.<br />
Das erwies sich als besonders wertvoll, weil er mir gleich noch ein paar Routentipps für die weitere Tour geben konnte &#8211; eigentlich hatte ich geplant, von hier aus  durchs Klausental zur Kalmit weiterzulaufen, doch der persönliche Turmbegehungsführer meinte, dass da der letzte Aufstieg extrem steil wäre.<br />
Besser sei es da, stattdessen den Weg über die Hohe Loog zu nehmen, den hohen Berg direkt hinter dem Schloss.<br />
Da könne man die Höhenmeter etwas besser mitnehmen und dann mit etwas weniger Steigung über einen Bergsattel zwischen den beiden Gipfeln laufen. Unten am Parkplatz vor der Burg gebe es einen Tafel mit Lokalwanderwegen, da könne ich mir das nochmal genauer nachschauen.<br />
Klang sehr vernünftig, deshalb beschloss ich spontan, den guten Rat anzunehmen und die Hohe Loog in die Tour einzubauen. </p>
<p>Nachdem ich mir alles ausgiebig angeschaut hatte, ging´s wieder abwärts. Unten verabschiedete ich mich vom persönlichen Turmbegehungsführer und machte mich auf den Weg &#8211; inzwischen hatte ich mehr als eine halbe Stunde auf der Burg verbracht und weil´s ja nicht so warm war, fing ich an, auszukühlen &#8211; Zeit zum Weiterlaufen!</p>
<p>Den Abstieg vom Schloßberg absolvierte ich auf dem Siebenpfeifferweg (benannt nach einem der Initiatioren des Hambacher Festes), einem schmalen Fußweg voller Spaziergänger (die alle freundlich Platz machten), der vom Haupteingang aus rechts abging und nochmal halb um den licht bewaldeten Burgberg führte, bevor er schließlich unten am Parkplatz rauskam. </p>
<p>Dort stand tatsächlich eine Tafel mit Lokalwanderwegen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4545a.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4545a.jpg" alt="IMG_4545a" title="IMG_4545a" width="400" height="536" class="alignnone size-full wp-image-5755" /></a><br />
<em>Bild #29: Wanderkarte am Parkplatz vor dem Hambacher Schloss</em></p>
<p>&#8230;mit deren Hilfe ich einen passenden Weg auf die Hohe Loog suchte &#8211; der Lokalweg 5 sah vielversprechend aus, also nahm ich den und folgte dem entsprechenden Marker&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4546.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4546.jpg" alt="IMG_4546" title="IMG_4546" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5756" /></a><br />
<em>Bild #30: Immer der Fünf hinterher&#8230;</em></p>
<p>&#8230;in den Bergwald.<br />
An sich ja sehr hübsch: Der Pfälzerwaldtypische trockene Kiefernwald, relativ licht, steinig, abwechslungsreich, erinnert mich jedesmal wieder ein bisschen an Südfrankreich oder Spanien. </p>
<p>Aber anstrengend.<br />
Richtig, richtig anstrengend!<br />
Bisher war ich ja ganz gut durchgekommen, aber dieser Aufstieg &#8211; poaaah, der zog richtig fies rein. </p>
<p>Einerseits fühlte ich mich plötzlich nicht so fit &#8211; ob´s daran lag, dass es inzwischen Mittagessenszeit war und mein Körper Brennstoff verlangte, oder ob ich vielleicht einen von diesen versteckt schlechten Tagen erwischt hatte, bei denen alles super erscheint, bis man sich extrem anstrengt und plötzlich feststellt, dass weniger Power als erwartet da ist &#8211; keine Ahnung. Auf jeden Fall baute ich ab.<br />
Argh!</p>
<p>Und andererseits war da ja auch noch der Weg selbst, der sich mit respektabel zweistelliger Durchschnittssteigung an der Bergflanke entlang aufwärtsschraubte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4548.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4548.jpg" alt="IMG_4548" title="IMG_4548" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5757" /></a><br />
<em>Bild #31: Lokalweg 5 hinter dem Hambacher Schloss</em></p>
<p>Die Steigung alleine wäre vielleicht noch gut machbar gewesen, aber dazu war der Weg auch schlecht: Große, unebene Felsklötze, loses Geröll, herausragende Kiefernwurzeln.<br />
Da war nichts mit den kurzen, flachen, schnellen Schrittchen, die ideal fürs Bergauflaufen sind &#8211; hier musste man auf jeden Schritt achten und vor allem die Füße richtig hoch heben.<br />
Und Füße richtig hoch heben im Anstieg, das ist Gift, da wird die Steigung gleich noch mal um ein paar virtuelle Prozent steiler!<br />
Fies! </p>
<p>Ich quälte mich den ersten Kilometer hoch, schnaufend, japsend, stolpernd, mit kurzem Atem und laut protestierenden Oberschenkeln.<br />
Zwischendurch ging ich immer mal ein paar Meter, einmal machte ich eine Minute Trink- und Atempause mit einem Fläschchen Isoplörre, die mich wieder etwas erfrischte (seitdem ich letzte Woche endlich die alte, krustige, seit Monaten abgelaufene Dose Isoplörre beendet und eine neue Dose angebrochen habe, schmeckt das Zeug wieder viel besser&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ).</p>
<p>Eijeijei&#8230;</p>
<p>Irgendwann mischten sich dann immer mehr Laubbäume zwischen die Kiefern, und der Weg machte ein paar Kurven und Windungen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4563.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4563.jpg" alt="IMG_4563" title="IMG_4563" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5758" /></a><br />
<em>Bild #32: Lokalweg 5, schon deutlich weiter oben</em></p>
<p>&#8230;und verflachte dann endlich, endlich, endlich ein bisschen.<br />
Ich hatte die Hohe-Loog-Ebene erreicht, ein großes Hochplateau, das  auf über 550 m. Höhe vor dem eigentlichen Gipfel liegt. </p>
<p>Hier ging es nun bei vorerst herrlich angenehmer Minimalsteigung auf schmalen, pittoresken, angenehm weichen Pfädchen ganz sanft weiter aufwärts. Landschaftlich weiterhin wunderschön: Wieder Kiefernwald, dieses Mal aber mit einem geschlossenen Bodenbewuchs aus dichtem, blühenden Heidekraut:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4567.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4567.jpg" alt="IMG_4567" title="IMG_4567" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5759" /></a><br />
<em>Bild #33: Falls das wirklich Heidekraut ist. Normalerweise würde ich das ja eigentlich eher im Flachland erwarten. In der Heide zum Beispiel&#8230;</em></p>
<p>Links, jenseits vom Rand der Hohe-Loog-Ebene der tiefe, unsichtbare Abgrund des Klausentals, dahinter lugte immer mal wieder der gar nicht mehr so ferne Gipfel der Kalmit zwischen den Bäumen hindurch, allerdings dank Gegenlicht und Zweigen unfotografierbar. </p>
<p>Also schön weiter sanft bergauf, nun wieder etwas stabilisiert, zwischen mediterranen Kiefern&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4569.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4569.jpg" alt="IMG_4569" title="IMG_4569" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5760" /></a><br />
<em>Bild #34</em></p>
<p>&#8230;und üppigen lilagrünen Heidekrautteppichen hindurch:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4571.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4571.jpg" alt="IMG_4571" title="IMG_4571" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5761" /></a><br />
<em>Bild #35</em></p>
<p>Zwischendurch ging´s ein paar mal über ein paar breitere Wege oder Schneisen, die die Markierung aber geflissentlich ignorierte, hin und wieder begegneten mir ein paar Wanderer (alle von der freundlich grüßenden Sorte, das war richtig nett!), meine Atmung und meine Waden hatten ihre Proteste aufgegeben und machten wieder gut mit, und sogar die Sonne schaute gelegentlich mal zwischen der inzwischen eigentlich recht dichten Wolkendecke hervor.<br />
Hier oben gefiel´s mir richtig gut! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Irgendwann, nachdem sich der Pfad gerade durch ein besonders dichtes Stück Nadelwald gewendelt hatte eine T-Kreuzung mit Wegweisern:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4573.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4573.jpg" alt="IMG_4573" title="IMG_4573" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5762" /></a><br />
<em>Bild #36</em></p>
<p>Nur noch 300 m. bis zum Gipfel &#8211; fast da, das gab´ nochmal neue Kraft.<br />
Die war auch bitter nötig, denn das letzte Stück war nochmal steiler, und fing zu allem Überfluss auch noch mit weichem, tiefem Sand an:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4574.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4574.jpg" alt="IMG_4574" title="IMG_4574" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5763" /></a><br />
<em>Bild #37: Habt ihr schon mal versucht, in tiefem, lockeren Sand bergaufzulaufen? Gar nicht so unanstrengend.</em></p>
<p>Aber egal, jetzt wo ich es beinahe geschafft hatte, ließ ich mich von sowas nicht aufhalten, im Gegenteil, ich gab mir sogar noch mal die volle Packung, bog kurz danach auf einen besonders steilen Trampelpfad ab, der micht keuchend und mit gefletschten Zähnen geradewegs direkt zum Gipfel führte&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4576.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4576.jpg" alt="IMG_4576" title="IMG_4576" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5764" /></a><br />
<em>Bild #38: Höchster Punkt der Hohen Loog, 619 m.ü.NN</em></p>
<p>&#8230;und wo ich da war, machte ich auch gleich ohne Pause weiter, peitschte mich auch noch direktemang die Böschung zu den Felsen da oben hoch (GhhhrgglaaaaAAAARGH!!)&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4578.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4578.jpg" alt="IMG_4578" title="IMG_4578" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5765" /></a><br />
<em>Bild #39: Der Felsen auf der Hohen Loog</em></p>
<p>&#8230;und kletterte &#8211; mit wummerndem Puls, schweissbrennende Augen und terminal pfeifender Atmung &#8211; auch gleich noch auf den höchsten Felsen weit und breit, wo sofort ich ein grimmig-atemlos-triumphal-testosterongeschwängertes Beweisfoto von meinem Sieg über den Berg schoss:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4579.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4579.jpg" alt="IMG_4579" title="IMG_4579" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5766" /></a><br />
<em>Bild #40: &#8220;OOOOOOOOOOOOOO-BEN!!!!!!!!!</em></p>
<p>Dann setzte ich mich eine halbe Minute hin, bis die bunten Punkte vor meinen Augen wieder dahin verschwanden, wo sie hergekommen waren&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Der Rest war einfach: 50 m. den Bergrücken entlang&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4581.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4581.jpg" alt="IMG_4581" title="IMG_4581" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5768" /></a><br />
<em>Bild #41</em></p>
<p>&#8230;dann tauchte auch schon zwischen den Bäumen voraus&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4582.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4582.jpg" alt="IMG_4582" title="IMG_4582" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5769" /></a><br />
<em>Bild #42</em></p>
<p>&#8230;das <a href="http://www.pwv-hambach.de/index.php?option=com_content&#38;task=view&#38;id=5&#38;Itemid=5">Hohe-Loog-Haus</a> des Pfälzerwaldvereins auf&#8230;<br />
 <a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_46271.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_46271.jpg" alt="IMG_4627" title="IMG_4627" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5771" /></a><br />
<em>Bild #43</em></p>
<p>&#8230;auf dessen Terasse sich Dutzende von Ausflüglern und Wanderern an Worscht un Woi labten:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4626.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4626.jpg" alt="IMG_4626" title="IMG_4626" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5772" /></a><br />
<em>Bild #44</em></p>
<p>Gute Idee!<br />
Im Inneren der Hütte erstand ich eine Flasche koffeeinhaltiger Markenbrause und mischte mich für ein paar Minuten pausierend unter´s Volk:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4628.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4628.jpg" alt="IMG_4628" title="IMG_4628" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5773" /></a><br />
<em>Bild #45: Sooo gut, und sooo hochverdient&#8230;</em></p>
<p>Beinahe hätte ich mir sogar noch eine Portion Saumagen oder einen Leberknödel mit Sauerkraut bestellt, aber das ist halt doch irgendwie kein so klassisches Läuferessen und außerdem wollte ich ja noch ein ganzes Stück weiter, da wäre ein voller Magen vielleicht doch hinderlich gewesen, also hab´s gelassen&#8230;</p>
<p>Übrigens ein schönes Plätzchen hier oben, die Terasse vor der Hütte liegt direkt über dem Klausental, so dass man von hier aus einen prächtigen Blick auf die Kalmit genießen kann:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4585-625p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4585-625p.jpg" alt="IMG_4585-625p" title="IMG_4585-625p" width="400" height="114" class="alignnone size-full wp-image-5776" /></a><br />
<em>Bild #46: Kalmit-Panorama vom Hohe-Loog-Haus aus. Leider etwas unstet gefärbt und belichtet, aber aufgrund der seltsamen Lichtverhältnisse (Sonne hinter dünnen aber durchgehenden Wolken = heller Himmel, trüber Boden = Foto kriegt Probleme) ging´s nicht besser</em></p>
<p>Lange hielt es mich hier oben allerdings nicht, beim Pausieren kühlte ich schnell wieder aus, also zügig weiter. </p>
<p>Nun wieder abwärts, auf einem schmalen, wurzeligen Weg voller Wanderer runter auf den Höhensattel, der Hohe Loog und Kalmit miteinander verbindet (Markierung: Roter Punkt):<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4630.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4630.jpg" alt="IMG_4630" title="IMG_4630" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5777" /></a><br />
<em>Bild #47: Der Weg zur Kalmit </em></p>
<p>Angenehmes Stück, genau das Richtige, um nach dem anstrengenden Aufstieg wieder ein bisschen zu regenerieren: Erst ein knapper halber Kilometer bergab bis zur Kreuzung am Bildbaum&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4632.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4632.jpg" alt="IMG_4632" title="IMG_4632" width="400" height="534" class="alignnone size-full wp-image-5778" /></a><br />
<em>Bild #48: Bildbaum, etwas gegenlichtig</em></p>
<p>&#8230;dann wieder etwas aufwärts, auf einem schmalen, abenteuerlichen Fußweg an den oberen Hängen des Zwerchbergs entlang&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4633.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4633.jpg" alt="IMG_4633" title="IMG_4633" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5779" /></a><br />
<em>Bild #49: Am Zwerchberg</em></p>
<p>&#8230;und schließlich wieder ein bisschen bergab zum Waldparkplatz Hahnenschritt am Fuß des Kalmit-Kegels:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4634.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4634.jpg" alt="IMG_4634" title="IMG_4634" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5780" /></a><br />
<em>Bild #50: Parkplatz Hahnenschritt</em></p>
<p>Wo dann auch schon wieder Schluss mit Lustig war &#8211; noch 600 m. Luftlinie bis zum Gipfel der Kalmit, und das bei einem Höhenunterschied von 120 m.<br />
Kletterzeit! </p>
<p>Zuerst mal noch ganz zivil, am Parkplatz vorbei hoch zur Landstrasse, die sich hier um die Kalmitflanke windet (L515).<br />
Kurze Verwirrung am Strassenrand (der rote Punkt wollte hier rechts hoch, obwohl die Wanderkarte behauptete, er würde links hoch gehen &#8211; ich entschied mich dann für die Karte und gegen die Markierung vor Ort), dann ein paar Meter am der Fahrbahn nach links, dann schließlich rechts hoch, auf alten, schiefen Stufen auf den Pfad den Hang hinauf:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4639.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4639.jpg" alt="IMG_4639" title="IMG_4639" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5781" /></a><br />
<em>Bild #51: Hier war der rote Punkt dann auch wieder da &#8211; seltsam&#8230;</em></p>
<p>Aber eben auch ordentlich steil, und so ganz taufrisch war ich schon nicht mehr. Und dann war auch noch alles voller Wanderer, da konnte ich mir natürlich keine Blöße geben und musste durchjoggen, auch wenn´s schwerfiel&#8230;<br />
Gnaaaahrgll&#8230;</p>
<p>Nach vielleicht 400 m. (real)/400 km (gefühlt) nochmal über die Fahrstrasse, dahinter dann der wirklich letzte Anstieg, noch ein bisschen mit stetig schwerer werdenden Beinen und stetig kürzer werdenden Atem den Bergwald, zwischen dessen Wipfeln bereits immer mal wieder das scheinbar so nahe Ziel hindurchschaute&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4641.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4641.jpg" alt="IMG_4641" title="IMG_4641" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5782" /></a><br />
<em>Bild #52: Gebäude auf dem Kalmitgipfel, so nah und doch so (keuch) fern</em></p>
<p>&#8230;und dann schließlich der krönende, sackfiese Abschluss, nur noch ein paar (paar Dutzend?) Höhenmeter vor dem Gipfel &#8211; Schluss mit Bergpfad, jetzt kamen die STUFEN:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4643.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4643.jpg" alt="IMG_4643" title="IMG_4643" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5783" /></a><br />
<em>Bild #53: Achduliebesch&#8230;</em></p>
<p>Treppen Joggen ist anstrengend, selbst wenn man frisch ist.<br />
Wenn man schon einige hundert steile Höhenmeter in den Beinen hat, ist es brutal.<br />
Besonders wenn die Stufen nicht flach, gerade und ebenmäßig sind, sondern unebene, ausgetretene, schiefe, alte Dinger, von denen jede zweite viel zu hoch ist&#8230;</p>
<p>Das tat richtig, richtig, richtig weh!<br />
Kkkkkhhhhhhhhaaaaaaaargllhl!!!</p>
<p>Zum Glück gab´s auf den final-gemeinen Treppenmetern noch ein, zwei Ausreden zum Anhalten und <del datetime="2009-08-25T09:09:12+00:00">Keuchen</del> Fotografieren, wie z.B. die Gedenkstätte für die Kriegstoten des Pfälzerwaldvereins Maikammer&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4645.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4645.jpg" alt="IMG_4645" title="IMG_4645" width="400" height="296" class="alignnone size-full wp-image-5784" /></a><br />
<em>Bild #54</em></p>
<p>&#8230;oder eine freundliche kleine Waldeidechse,&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4647.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4647.jpg" alt="IMG_4647" title="IMG_4647" width="400" height="302" class="alignnone size-full wp-image-5785" /></a><br />
<em>Bild #55: Zootoca Vivipara</em></p>
<p>&#8230;, bevor es dann &#8211; mit kreischenden Waden und wimmernden Lungenflügeln &#8211; die allerletzen, schiefen, gemeinen Stiegenmeter hoch ging&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4646.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4646.jpg" alt="IMG_4646" title="IMG_4646" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5786" /></a><br />
<em>Bild #56: Fast&#8230; ggrgllhh&#8230; daaaaahhh&#8230; Ark!</em></p>
<p>&#8230;und ich mich pfeifend, dampfend, krampfend, ächzend und mehr tot als lebendig (zumindest fühlte es sich so an) auf die Aussichtsterasse auf dem Gipfel hinaufschleifte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4648.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4648.jpg" alt="IMG_4648" title="IMG_4648" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5787" /></a><br />
<em>Bild #57: Geschafft!</em></p>
<p>Heidenei&#8230;</p>
<p>Erstmal ein, zwei Minuten ans Terassengeländer gelehnt, mit hochrotem Kopf die Atmung und den Puls wieder halbwegs unter Kontrolle bringen, während mir die versammelten Wochenendausflügler, die gemütlich an den Biertischen vor dem Kalmithaus ihren Saumagen futterten (und von denen wahrscheindlich drei Viertel bequem mit dem Auto hier hoch gefahren wahren), mit leicht mitleidigen und verständnislosen Blicken aus den Augenwinkeln dabei zu zusahen.</p>
<p>Puuuh.<br />
Das war ganz schön anstrengend gewesen&#8230;</p>
<p>Aber ich war oben:<br />
Kalmit, 673 m.ü.NN, mehr als einen halben Kilometer höher als mein heutiger Startpunkt, zweithöchster Berg, auf den ich jemals gelaufen bin.<br />
Das fühlte sich schon so ein bisschen gut an, spätestens nachdem das Brennen in der Lunge und den Beinen sich wieder gelegt hattte&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Dann: Mal richtig umschauen.<br />
Was gibt´s hier oben?<br />
Wetterstation mit einem Stein samt lateinischer Inschrift davor&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4649.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4649.jpg" alt="IMG_4649" title="IMG_4649" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5788" /></a><br />
<em>Bild #58</em></p>
<p>&#8230;das <a href="http://www.pwv-luma.de/kalmit.html">Kalmithaus des Pfälzerwaldvereins</a>&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4650.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4650.jpg" alt="IMG_4650" title="IMG_4650" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5789" /></a><br />
<em>Bild #59</em></p>
<p>&#8230;in dem ich mir noch eine Cola (aaaah!) und einige Kleinigkeit für in den Magen besorgte&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4654.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4654.jpg" alt="IMG_4654" title="IMG_4654" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5790" /></a><br />
<em>Bild #60: Nein, immer noch keinen Leberknödel mit Sauerkraut, aber immerhin einen zuckrigen, süßen Schokoriegel. Sowas macht mobil, bei Arbeit, Sport und Spiel&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  </em></p>
<p>&#8230;dann noch der Funkturm hinter dem Kalmithaus&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4665.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4665.jpg" alt="IMG_4665" title="IMG_4665" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5792" /></a><br />
<em>Bild #61</em></p>
<p>&#8230;und natürlich phänomenale AUSSSICHT auf die 500 m. weiter unten liegende Rheinebene:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4655.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4655.jpg" alt="IMG_4655" title="IMG_4655" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5791" /></a><br />
<em>Bild #62: Kalmit-Terasse und Blick über die Vorderpfalz, natürlich wieder stark getrübt vom diesigen Wetter. Aber wenn´s mal richtig klar ist, sieht man hier oben zweifellos alles (Das obligatorische Panoramabild ist wegen Dunst und schlechtem Licht leider völlig verhunzt, deswegen poste ich es mal nicht, sorry. Lauft halt mal selbst auf die Kalmit, es lohnt sich!)</em></p>
<p>Sehr hübsch hier oben (wenn auch etwas voll), der Aufstieg hatte sich gelohnt! </p>
<p>Noch ein, zwei Minuten am Terassengeländer und in die Weite geschaut, dann ging´s weiter.<br />
Von nun an erstmal bergab, das war sehr angenehm.<br />
Neuer Wegmarker: Der weißgrüne Balken, der führte mich erst ums Kalmithaus herum, dann am eingezäunten Gelände des Funkturms entlang abwärts bis auf den großen Parkplatz unterhalb des Gipfels.<br />
Hier gibt´s noch einen kleinen Nebengipfel, vielleicht 20 HM, den nehm´ ich spontan auch noch mal kurz mit, auch wenn´s ein kleiner Umweg ist&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4666.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4666.jpg" alt="IMG_4666" title="IMG_4666" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5794" /></a><br />
<em>Bild #63: Hey, warum nicht, schließlich ist das Schlimmste geschafft. Da oben gibt´s übrigens ein paar große Felsen und eine weitere weitere Gedenkstätte für Weltkriegstote des Pfälzerwaldvereins in Form eines Steinsarkopharges</em></p>
<p>&#8230;bevor´s dann weiter abwärts geht, vom Parkplatz aus auf dem Weg mit dem weißgrünen Balken über den Rücken des Hüttenbergs&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4671.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4671.jpg" alt="IMG_4671" title="IMG_4671" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5795" /></a><br />
<em>Bild #64: Weißgrüner Balken unterhalb vom Kalmitparkplatz</em></p>
<p>&#8230;bis zum nächsten Höhepunkt der Tour, dem Felsenmeer an der Kalmit.<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4674.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4674.jpg" alt="IMG_4674" title="IMG_4674" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5796" /></a><br />
<em>Bild #65: Am Anfang des Felsenmeeres</em></p>
<p>Spannend: Das Felsenmeer hier sieht ganz anders aus, als &#8220;mein&#8221; Felsenmeer im Odenwald über Reichenbach &#8211; von der Ausdehnung her viel kleiner, und eigentlich auch kein richties &#8220;Meer&#8221;, sondern eigentlich eine Ansammlung titanischer, zerklüfteter Buntsandsteinbrocken, die sich über den langen Bergsattel des Hüttenbergs entlangzieht. Wildromantisch und imposant, mit vielen Möglichkeiten zum Klettern und Schauen, sehr, sehr schön (lediglich die quäkende Lautsprecherstimme von der Kalmithütte, die nummerierte Saumägen und Wurstplatten zur Abholung ausrief und bis hier runter schallte, störte den Gesamteindruck ein bisschen, war aber nicht weiter schlimmm)!</p>
<p>Der Weg mit dem grünweißen Balken ging geradewegs zwischen den hohen, verwitterten Felsblöcken hindurch, ich folgte ihm natürlich weiter:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4678.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4678.jpg" alt="IMG_4678" title="IMG_4678" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5797" /></a><br />
<em>Bild #66: Auch hier war viel los, aber das verlief sich ganz gut zwischen den Felsen</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4679.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4679.jpg" alt="IMG_4679" title="IMG_4679" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5798" /></a><br />
<em>Bild #67: Mehr Felsenmeer</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4676.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4676.jpg" alt="IMG_4676" title="IMG_4676" width="400" height="530" class="alignnone size-full wp-image-5799" /></a><br />
<em>Bild #68: Wenn man nahe beieinander wohnt, arrangiert man sich &#8230;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4681.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4681.jpg" alt="IMG_4681" title="IMG_4681" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5800" /></a><br />
<em>Bild #69: Wenn man auf einen Felsen klettert, hat man das Recht auf ein Selbstportrait mit leicht debilen Grinsen. Et voilà! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  </em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4685.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4685.jpg" alt="IMG_4685" title="IMG_4685" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5801" /></a><br />
<em>Bild #70: Im unteren Teil des Felsenmeeres verlagern sich die Felsen&#8230;,</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4687.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4687.jpg" alt="IMG_4687" title="IMG_4687" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5802" /></a><br />
<em>Bild #71: &#8230;so dass sie nicht mehr auf dem schmalen Bergrücken liegen, sondern quasi seine steil abfallende Kante bilden</em></p>
<p>Alles in allem ein tolles Stück, das richtig Spass machte. Zumal zwischenzeitlich auch wieder die Sonne durchkam und den Wald in ein Leopardenmuster aus hellem, herrliche warmen Sonnenlicht und tiefen, kühlen Schatten tauchte, so mag ich das.</p>
<p>Am unteren Ende des Felsenmeers ging es weiter geradeaus und abwärts den Bergrücken runter&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4689.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4689.jpg" alt="IMG_4689" title="IMG_4689" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5803" /></a><br />
<em>Bild #72: Schön sanft abwärts</em></p>
<p>&#8230;bis zur Hüttenberg-Hütte&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4690.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4690.jpg" alt="IMG_4690" title="IMG_4690" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5805" /></a><br />
<em>Bild #73: Hüttenberg-Hütte (immer noch auf fast 600 m.ü.NN)</em></p>
<p>&#8230;wo es noch einen letzten, sonnigen Ausblick in die Ebene gab&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4691-93p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4691-93p.jpg" alt="IMG_4691-93p" title="IMG_4691-93p" width="400" height="805" class="alignnone size-full wp-image-5806" /></a><br />
<em>Bild #74: Aussicht von der Hüttenberg-Hütte</em></p>
<p>&#8230;bevor der Weg scharf nach links abknickte und auf einem schmalen Hangpfädchen unterhalb des Felsenmeers ins Wolseltal hineinführte, das sich hier wie eine schmale Kerbe die Bergflanke hinaufzieht (Neue Markierung ab der Hüttenberg-Hütte: Weißer Punkt):<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4698.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4698.jpg" alt="IMG_4698" title="IMG_4698" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5807" /></a><br />
<em>Bild #75: Weg ins Wolseltal</em></p>
<p>Langes Stück, fast 1 km wunderbar sanft und bequem abwärts &#8211; vielleicht hätte ich ja hier hochlaufen sollen?<br />
(aber dann wär´s mir wahrscheinlich gar nicht mehr so sanft und bequem vorgekommen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  )</p>
<p>Schließlich der Grund des Wolseltals samt Kreuzung, links ein sonnenbeschienes Tümpelchen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4700-02p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4700-02p.jpg" alt="IMG_4700-02p" title="IMG_4700-02p" width="400" height="556" class="alignnone size-full wp-image-5808" /></a><br />
<em>Bild #76</em></p>
<p>&#8230;rechts ein hübscher, efeugesäumter Waldweg, der in der Talmitte weiter bergab führt:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4704.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4704.jpg" alt="IMG_4704" title="IMG_4704" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5809" /></a><br />
<em>Bild #77: Weg im oberen Wolseltal</em></p>
<p>Sieht sehr bequem aus und führt eigentlich auch genau dorthin, wo ich hinwill, aber es ist nicht der Weg, den ich nehme &#8211; stattdessen führt mich der weiße Punkt auf ein winziges Waldpfädchen, das parallel zum (und meist in Sichtweite vom) Hauptweg mit ein paar Kurven und kleinen Serpentinen talabwärts führt&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4706-10p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4706-10p.jpg" alt="IMG_4706-10p" title="IMG_4706-10p" width="400" height="138" class="alignnone size-full wp-image-5810" /></a><br />
<em>Bild #78: Markierter Pfad das Wolseltal runter</em></p>
<p>&#8230;den Hauptweg zwischenzeitlich sogar nochmal kreuzt, und dann schließlich auf halber Höhe an der Wolselquelle rauskommt, genau wie der Hauptweg auch &#8211; so langsam habe ich den Eindruck, dass eine der Maximen des Pfälzerwaldvereins darin besteht, niemals die bequemen Hauptwaldwege zu markieren, wenn es auch ein schmales Holperpfädchen gibt, das dieselbe Strecke abdeckt.<br />
Das gefällt mir! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4712.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4712.jpg" alt="IMG_4712" title="IMG_4712" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5811" /></a><br />
<em>Bild #79: Die Wolsel-Quelle. Dringend erfrischen musste ich mich eigentlich  nicht, war ja heute nicht so warm, aber die Hände hab´ ich trotzdem mal kurz ins eiskalte Wasser gesteckt. Angenehm.</em></p>
<p>Danach ging´s weiter abwärts. Natürlich wieder auf einem schmalen, wurzeligen Pfädchen direkt am Ufer des fröhlich dahinplätschernden Bächleins (&#8220;Die Wolsel&#8221;? Oder &#8220;Der Wolselbach&#8221;?), während der Hauptweg 5 meter weiter links ebenfalls talwärts führte. </p>
<p>Im unteren Teil des Tals wurde es dann auf einmal brückig, alle paar wechselte das Pfädchen auf einer schmalen Holzbrücke von einem Bachufer zum anderen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4715.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4715.jpg" alt="IMG_4715" title="IMG_4715" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5812" /></a><br />
<em>Bild #80: Da hatte jemand offensichtlich Spaß am Holzbrückenbauen&#8230;<br />
Links oben erkennt man übrigens auch den &#8220;normalen&#8221;, langweiligen Hauptweg, der sich keinen Deut um Brücken und Windungen schert und einfach geradewegs bergab führt.</em></p>
<p>&#8230;und dann war ich auf einmal aus dem Wald draußen lief über einen kleinen Parkplatz runter an die irgendwie cool benannte Totenkopf-Höhenstrasse (L514) im St. Martiner Tal. </p>
<p>Ich überquerte die Landstrasse (kein Verkehr, da konnte ich geradewegs durchlaufen) und wandte mich auf der anderen Strassenseite nach links, weiter talabwärts in Richtung St. Martin, nun wieder der Markierung des weißgrünen Balkens folgend. </p>
<p>Dasselbe Bild wie im Wolseltal: Ein unmarkierter &#8220;ordentlicher&#8221; Waldweg, ein paar Meter daneben ein Pfädchen am Bachufer, das in genau dieselbe Richtung führte.<br />
Aber es ging weiterhin angenehm bergab, das war die Hauptsache, denn inzwischen spürte ich die 15 bis 20 Bergkilometer, die ich seit dem Start zurückgelegt hatte, schon ziemlich deutlich. </p>
<p>Ich passierte ein paar kleinere Brünnchen und Quellen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4717.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4717.jpg" alt="IMG_4717" title="IMG_4717" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5813" /></a><br />
<em>Bild #81: &#8230;wie z.B. den &#8220;Hollerbrunnen&#8221;</em></p>
<p>&#8230;und erreichte schließlich den Waldrand oberhalb von St. Martin, wo sich der Weg an einem hübschen Teich mit Springbrunnen in mehrere Richtungen teilte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4718-19p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4718-19p.jpg" alt="IMG_4718-19p" title="IMG_4718-19p" width="400" height="226" class="alignnone size-full wp-image-5814" /></a><br />
<em>Bild #82: Wegkreuzung oberhalb der St. Martiner Wappenschmiede</em></p>
<p>Kurze Pause.<br />
Vorletzte Flasche Isoplörre trinken, nochmal durchatmen und die Beine ausschütteln, denn von hier aus sollte es laut Plan noch mal bergauf gehen.<br />
Und zwar ordentlich, rechts ab und in einem kleinen Seitental auf dem &#8220;<a href="http://www.keschdeweg.de/">Pälzer Keschdeweg</a>&#8221; (auf Hochdeutsch: &#8220;Pfälzer Esskastanienweg&#8221;) die beeindruckend steile Flanke des Hochbergs hinauf.<br />
Dummerweise gab´s da ein kleines Problem: Da führten zwei sacksteile Pfade talaufwärts, und da wo sie sich gabelten, stand zwar ein Baum mit den richtigen Markern&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4723.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4723.jpg" alt="IMG_4723" title="IMG_4723" width="399" height="539" class="alignnone size-full wp-image-5815" /></a><br />
<em>Bild #83: &#8230;nämlich der hier. Die Plakette unter dem gelben Schild ist der Keschdeweg-Marker</em></p>
<p>&#8230;aber es war nicht eindeutig ersichtlich, ob nun der rechte oder der linke Weg der Keschdeweg war.<br />
Die Wanderkarte half da auch nicht weiter, also entschied ich mich für den linken, weil das Keschdeweg-Symbol eher links am Baum angebracht gewesen war, und schnaufte &#8211; mit schwerfälligen Beinen und gallopierendem Puls (andersrum wär´s mir lieber gewesen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ) die Steigung hoch, einen schmalen Pfad entlang, dann um eine Wiese rum und schließlich in den Hangwald.<br />
Wo´s dann wieder sowas wie ´ne Kreuzung gab, ohne dass irgendeine Markierung zu entdecken gewesen wäre.<br />
Ich war falsch.<br />
Weil der blöde Keschdeweg-Marker nicht eindeutig angebracht gewesen war.<br />
Hgrrrmblsondreck&#8230;</p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4727.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4727.jpg" alt="IMG_4727" title="IMG_4727" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5816" /></a><br />
<em>Bild #84: Keschde: Ja. Keschdeweg: Nein</em></p>
<p>Jetzt hätte ich zurücklaufen können um´s nochmal zu versuchen.<br />
Oder stattdessen dem unmarkierten Pfad folgen und mir einen anderen Weg suchen.<br />
Aber dazu hatte ich keine Lust: Ich war schon ewig unterwegs, meine Beine taten weh, meine Kraft und meine Isoplörre gingen so langsam zur Neige, und ich hatte die Faxen dicke.<br />
Also nahm ich die brutalstmögliche Kurskorrektur vor und kletterte kurzerhand den unwegsamen Steilhang hoch, auf dessen oberen Höhenlagen ich den richtigen Keschdeweg vermutete.  </p>
<p>Ach du je! </p>
<p>Geradewegs aufwärts, die wilde Bergflanke hinauf. Kein Weg, kein Steg, dafür altes Laub, lose Äste, wucheriges Waldbodenunkraut, und eine Steigung von mindestens 40% oder 50%.<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4733.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4733.jpg" alt="IMG_4733" title="IMG_4733" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5817" /></a><br />
<em>Bild #85: Wildnis!</em></p>
<p>Das strengte noch mal richtig, richtig an!<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4732.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4732.jpg" alt="IMG_4732" title="IMG_4732" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5818" /></a><br />
<em>Bild #86: Angestrengt im Steilhang</em></p>
<p>Als ich endlich den nächsthöheren Weg erreichte (Google Earth und die Wanderkarte behaupten nach ca. 150 m., aber das kann nie und nimmer stimmen&#8230;), war ich schweissgebadet, zittrig, zerkratzt, eingesaut und terminal außer Atem &#8211; aber immerhin auch auf dem verdammten Keschdeweg, dem ich nun (nach einer kleinen Wiederhalbwegsaufdiebeinekommpause) wie geplant am Berghang nach Osten folgen konnte.</p>
<p>Nach ein paar hundert Metern rechts des Weges eine Art Ruine&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4736.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4736.jpg" alt="IMG_4736" title="IMG_4736" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5819" /></a><br />
<em>Bild #87</em></p>
<p>&#8230;die sich aus der Nähe als der der Anlage um die St. Martiner Mariengrotte herausstellte, einem kleinen Andachtsort im Wald, der &#8211; Nomen est Omen &#8211; der Mutter Gottes geweiht ist.<br />
Sehr stimmungsvoll, fast wie in einer Kirche: Mehrere Bankreihen, davor eine kleine Höhle in die Felswand, in der frische Blumen stehen und Kerzen brennen, darüber ein Marienbild, das von einer knienden Figur angebetet wird:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4741.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4741.jpg" alt="IMG_4741" title="IMG_4741" width="400" height="295" class="alignnone size-full wp-image-5820" /></a><br />
<em>Bild #88: Mariengrotte. Ich hätte mir ja gerne alles noch etwas genauer angesehen, aber auf einer der Bänke saß eine ältere Dame, die offenbar betete oder meditierte &#8211; da wollte ich nicht als ungläubiger, verschwitzter Touri nach vorne trampeln und willkürlich Fotos schießen</em></p>
<p>Danach ging es weiter abwärts, bis zu einer kleinen Kreuzung, an der sich ein mit Bildstöcken versehener Kreuzweg den Berg- hinauf- und hinabzog:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4742.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4742.jpg" alt="IMG_4742" title="IMG_4742" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5821" /></a><br />
<em>Bild #89: An der Kreuzung vor der Mariengrotte</em></p>
<p>Hier bog ich links ab und folgte dem furchtbar holprigen Kreuzweg abwärts bis zur Strasse am nahen Waldrand an der Kropsburg über Str. Martin, wo eine ganze Batterie von Denkmälern, Gedenksteinen und Bildstöcken aufgestellt ist:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4751.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4751.jpg" alt="IMG_4751" title="IMG_4751" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5824" /></a><br />
<em>Bild #90: Waldrand vor der Kropsburg</em></p>
<p>Die Kropsburg selbst ist von hier aus nur ein paar Meter die Strasse hoch, da schaute ich natürlich noch mal vorbei &#8211; war zwar schon etwas müde, aber nicht so sehr, dass ich eine Burg am Wegesrand ausgelassen hätte. </p>
<p>Also kurz geradeaus, die Strasse zur Kropsburg hoch&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4745.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4745.jpg" alt="IMG_4745" title="IMG_4745" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5822" /></a><br />
<em>Bild #91: Haupttor der Kropsburg</em> </p>
<p>&#8230;und mal schnell rein, zumindest in die Vorburg, wo ein Ausflugslokal und ein oder zwei kleine Wohnhäuschen stehen, bis zum Tor zur Kernburg, das leider geschlossen war:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4747.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4747.jpg" alt="IMG_4747" title="IMG_4747" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5823" /></a><br />
<em>Bild #92: Privatbesitz &#8211; nicht öffentlich zugänglich.<br />
Schade.</em></p>
<p>Na gut, dann nicht, Umkehr zum Haupttor&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4749.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4749.jpg" alt="IMG_4749" title="IMG_4749" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5825" /></a><br />
<em>Bild #93: Wohntürmchen neben dem Tor.<br />
Sah sehr gemütlich aus</em></p>
<p>&#8230;und zurück die Strasse runter, der ich dann auch gleich weiter folgte, nach Süden in den Wald hinein in Richtung Edenkoben (Markierung: Roter Balken)<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4752.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4752.jpg" alt="IMG_4752" title="IMG_4752" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5826" /></a><br />
<em>Bild #94: K30 von der Kropsburg nach Edenkoben</em></p>
<p>Angenehmes Stück, weitgehend eben (auch wenn meine Beine sich inzwischen selbst darüber ein bisschen beschwerten), schön schattig, praktisch kein Verkehr, und ein wenig fester Asphalt unter den Füßen tat zur Abwechslung auch mal gut.<br />
Nach ca. 700 m. knickte die Strasse nach links ab, ich lief geradeaus weiter, dem roten Balken hinterher einen breiten, gekiesten Waldweg hoch, der mich in Richtung des nächsten (und letzten großen) Sightseeing-Hotspots der heutigen Tour führte, nämlich dem Edenkobener Friedensdenkmal auf dem Werderberg. </p>
<p>Hier ging´s nochmal ein bisschen bergauf.<br />
Das fiel inzwischen schon arg schwer.<br />
Uff!</p>
<p>Immerhin nur 300 m., dann erreichte ich die nächste Kreuzung, ließ mir zur Sicherheit von ein paar freundlichen Spaziergängern mit Schnauzer (an der Leine, nicht im Gesicht) den richtigen Weg weisen, und erreichte dann schließlich nach kurzem Ab- (aaahh) und noch kürzerem Aufstieg (uuuhh) den Gipfel des Werderbergs, wo ich die gut besuchte Ausflugskneipe rechts liegen liess&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4758.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4758.jpg" alt="IMG_4758" title="IMG_4758" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5827" /></a><br />
<em>Bild #95: Waldgaststätte am Friedensdenkmal</em></p>
<p>&#8230;und gleich zum <a href="http://www.vg-edenkoben.de/urlaubsregion_edenkoben/sehenswertes_und_ausflugsziele/friedensdenkmal_auf_dem_werderberg_bei_edenkoben/index.html">Friedensdenkmal</a> durchlief, das auf einem großen Platz an der Vorderfront der Kuppe hoch über der Ebene prangt. </p>
<p>Bei &#8220;Friedensdenkmal&#8221; denkt man ja irgendwie erstmal an weiße Tauben und Friede, Freude, Eierkuchen für alle.<br />
Aber so war dieses Denkmal ursprünglich nicht gedacht &#8211; als man es 1899 baute, war es nämlich eigentlich ein Siegesmal, das an den Sieg über die Franzosen 1870/71 erinnern und zugleich ein bisschen reichsdeutschen Nationalismus zelebrieren sollte.<br />
Das fanden die Edenkobener anläßlich ihrer 1200-Jahr-Feier im Jahr 1969 allerdings nicht mehr zeitgemäß, deswegen benannten sie das Ding in &#8220;Friedensdenkmal&#8221; um, nahmen dem großen Reiterstandbild kurzerhand sein Schwert weg und ersetzten es durch einen Palmenzweig.</p>
<p>Sympathische Anekdote, die gefällt mir&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Nichtsdestotrotz ist das Friedesndenkmal weiterhin ein beeindruckend monumentaler Trümmer&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4761-63p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4761-63p.jpg" alt="IMG_4761-63p" title="IMG_4761-63p" width="400" height="210" class="alignnone size-full wp-image-5828" /></a><br />
<em>Bild #96: Edenkobener Friedensdenkmal</em></p>
<p>&#8230;in dessen Innerem immer noch diverse Preußenkaiser, Bayernkönige, Reichskanzler und Feldmarschälle in Wort und Bild verewigt sind:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4772-776p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4772-776p.jpg" alt="IMG_4772-776p" title="IMG_4772-776p" width="400" height="591" class="alignnone size-full wp-image-5829" /></a><br />
<em>Bild #97: Das Innere des Friedensdenkmals. Schon irgendwie faszinierend, so ein Einblick in die Denke und das befremdlich-übersteigerte Nationalgefühl des Kaiserreichs</em></p>
<p>Abgesehen davon hat man von hier oben übrigens auch mal wieder einen sehr schönen Blick runter in die Rheinebene&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4770.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4770.jpg" alt="IMG_4770" title="IMG_4770" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5830" /></a><br />
<em>Bild #98</em></p>
<p>&#8230;und vor allem auf Edenkoben, das sich hübsch und pittoresk zwischen die Felder und Weinberge am Fuß der Haardt schmiegt:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4764-66p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4764-66p.jpg" alt="IMG_4764-66p" title="IMG_4764-66p" width="400" height="125" class="alignnone size-full wp-image-5831" /></a><br />
<em>Bild #99: Das ZIEL &#8211; fast schon zum Greifen nah!</em></p>
<p>Noch eine letzte Isoplörrepause, dann ging´s mächtig talwärts, nun im Blindflug ohne Plan oder Markierungen &#8211; einfach auf verschlungenen, steilen Serpentinenpfaden die bewaldete Ostflanke des Werderbergs runter, bis ich das offene Gelände am Rand der Ebene erreichte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4779.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4779.jpg" alt="IMG_4779" title="IMG_4779" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5832" /></a><br />
<em>Bild #100: Unterm Werderberg</em></p>
<p>Hier ging´s rechts, auf den überaus charmant benannten &#8220;Großen GuggemolWeg&#8221; (übrigens außerdem auch wieder der Wanderweg Deutsche Weinstrasse mit dem Traubensymbol),&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4780.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4780.jpg" alt="IMG_4780" title="IMG_4780" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5833" /></a><br />
<em>Bild #101: &#8220;Ei guggemol do!</em></p>
<p>&#8230;der bei herrlichstem Sonnenschein zwischen Wald und Weinbergen abwärts führte,&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4782.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4782.jpg" alt="IMG_4782" title="IMG_4782" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5834" /></a><br />
<em>Bild #102: Herrlich!</em></p>
<p>&#8230;über eine wie ausgestorben daliegende sonnige Landstrasse&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4783.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4783.jpg" alt="IMG_4783" title="IMG_4783" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5835" /></a><br />
<em>Bild #103: Der Berg im Hintergrund ist die Anhöhe mit der Rietburg drauf &#8211; da will ich beim nächsten Mal hoch. Sieht ja schon wieder sacksteil aus&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  </em></p>
<p>&#8230;bis hinab in die flache, weingesäumte Delle des Edenkobener Tals:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4784.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4784.jpg" alt="IMG_4784" title="IMG_4784" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5836" /></a><br />
<em>Bild #104: Ins Edenkobener Tal</em></p>
<p>Am Talgrund angekommen bog ich links ab und folgte dem schattigen Weg am Ufer des Triefenbachs ostwärts in Richtung Edenkoben:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4785.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4785.jpg" alt="IMG_4785" title="IMG_4785" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5837" /></a><br />
<em>Bild #105: Weg am Triefenbach nach Edenkoben</em></p>
<p>Hier ließen mich meine Beine dann unfreundlich aber bestimmt wissen, dass sie endgültig genug hatten und jetzt doch bitte gerne aufhören würden.<br />
Ging aber nicht, ein bisschen hatten wir noch, also wasserte ich eben weiter, langsam, mit schweren Waden und Schenkeln, die von nun an unablässig vor sich hinprotestierten.<br />
Zum Glück war´s hier unten zwische Weinreben, blauem Himmel und schattigen Bäumen wunderschön, das lenkte ein bisschen ab:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4789.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4789.jpg" alt="IMG_4789" title="IMG_4789" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5838" /></a><br />
<em>Bild #106: Talimpressionen Teil 1</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4793.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4793.jpg" alt="IMG_4793" title="IMG_4793" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5839" /></a><br />
<em>Bild #107: Talimpressionen Teil 2, mit dem in dunklen Wolkenschatten gehüllten Friedensdenkmal</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4794-97p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4794-97p.jpg" alt="IMG_4794-97p" title="IMG_4794-97p" width="400" height="113" class="alignnone size-full wp-image-5840" /></a><br />
<em>Bild #108: Talimpressionen Teil 3, im Extrabreitwandformat</em></p>
<p>Nach 1,2 km der Ortsrand von <a href="http://www.edenkoben.de/">Edenkoben</a>, das sich aus der Nähe als äußerst hübsches und freundliches Städtchen in schöner Lage herausstellte. </p>
<p>Hier ging´s geradeaus, durch eine schöne Parkanlage samt Laubengang und Naturkneippbecken&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4800.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4800.jpg" alt="IMG_4800" title="IMG_4800" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5841" /></a><br />
<em>Bild #109: Das hätte meinen schweren bleischweren Beinen jetzt sicher gut getan. Aber wie üblich hab´ ich mich dann doch nicht getraut&#8230;</em></p>
<p>&#8230;bis auf die Spitalstr., auf der ich halblinks in den Ort hineinlief, durch ein ruhiges Wohngebiet an Klosterstr., der ich dann wiederum nach rechts folgte&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4802.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4802.jpg" alt="IMG_4802" title="IMG_4802" width="400" height="522" class="alignnone size-full wp-image-5842" /></a><br />
<em>Bild #110: Klosterstr.</em></p>
<p>&#8230;bis zur Kreuzung am &#8220;Goldenen Eck&#8221; in der Ortsmitte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4804.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4804.jpg" alt="IMG_4804" title="IMG_4804" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5843" /></a><br />
<em>Bild #111: Neogotische Kirche St. Ludwig vom Goldenen Eck aus</em></p>
<p>Ein kurzer Blick auf die Uhr ergab, dass ich mich nicht beeilen musste &#8211; bis zur Abfahrt des nächsten Zuges zurück nach Neustadt war noch fast eine halbe Stunde Zeit, und bis zum Bahnhof hatte ich es nicht mehr weit.<br />
Prima!<br />
Da konnte ich mir ja noch eine kleine Belohnung/Stärkung für die letzten Meter gönnen, zum Beispiel in dem netten Eiscafé direkt an der Strassenecke:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4808.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4808.jpg" alt="IMG_4808" title="IMG_4808" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5844" /></a><br />
<em>Bild #112: Aaaah! Guuuut!!</em></p>
<p>Nachdem ich ausgetrunken und bezahlt hatte, überquerte ich nochmal kurz die Strasse, um mir den Edenkobener Lederstrumpfbrunnen anzusehen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4809-10p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4809-10p.jpg" alt="IMG_4809-10p" title="IMG_4809-10p" width="400" height="185" class="alignnone size-full wp-image-5845" /></a><br />
<em>Bild #113: Lederstrumpfbrunnen. Der Grund warum der hier steht, liegt darin, dass eines der Vorbilder für Coopers Natty Bumppo (= Lederstrumpf) ein Edenkobener Auswanderer und Waldläufer namens Johann Adam Hartmann gewesen sein soll. War mir neu, und das, obwohl ich beim Studium bei Cooper (den ich sehr gerne habe) eigentlich gut aufgepasst habe&#8230; </em></p>
<p>&#8230;dann ging´s rechts die Weinstr. hoch&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4811.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4811.jpg" alt="IMG_4811" title="IMG_4811" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5846" /></a><br />
<em>Bild #114: Weinstr.<br />
Ich weiss nicht, ob´s auf dem Foto lesbar ist, aber die Tafel am linken Bildrand verspricht einen Fischteller mit &#8220;4 Sorten Fisch &#8211; Lachs, Seezunge, Calamaris, Scampis&#8221;.<br />
Ich hoffe, die sind beim Kochen besser als in Zoologie&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  </em></p>
<p>&#8230;dann links über den Ludwigsplatz&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4814.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4814.jpg" alt="IMG_4814" title="IMG_4814" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5847" /></a><br />
<em>Bild #115: Ludwigsplatz</em></p>
<p>&#8230;und schließlich geradeaus über einen Fußweg zwischen Stadtgarten, Weinbergen und einem Wohnmobilstellplatz&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4816.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4816.jpg" alt="IMG_4816" title="IMG_4816" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5848" /></a><br />
<em>Bild #116: Kirchbergpfad</em></p>
<p>&#8230;runter an die Bahnhofstr., der ich nach links folgte. </p>
<p>Der letzte Kilometer, schwerfällig, schwitzend, abgekämpft, mit tonnenschweren, holzigen Beinen, da konnte selbst das ferne Hambacher Schloss nicht mehr beflügeln, das zwischendurch mal zwischen den Häusern einer Seitenstr. herübergrüßte.<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4818.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4818.jpg" alt="IMG_4818" title="IMG_4818" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-5849" /></a><br />
<em>Bild #117: Nochmal das Hambacher Schloss</em></p>
<p>Endlich dann der Bahnhof, Ticket ziehen, noch fünf Minuten erschöpft am Bahnsteig warten&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4820.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4820.jpg" alt="IMG_4820" title="IMG_4820" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-5850" /></a><br />
<em>Bild #118</em></p>
<p>&#8230;und dann ging´s zurück nach Neustadt, mit der Bahn durch die Weinberge des wunderschönen Haardtvorlands:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4823.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/img_4823.jpg" alt="IMG_4823" title="IMG_4823" width="400" height="226" class="alignnone size-full wp-image-5851" /></a><br />
<em>Bild #119: Ein letzter Gruß des Kalmit-Massivs, aufgenommen aus dem Zug</em>  </p>
<p>Hinzus hatte ich mehrere Stunden gebraucht.<br />
Die Rückfahrt dauerte gerade mal neun Minuten&#8230;</p>
<p>Puuuh!<br />
In jeder Hinsicht eine Monumentaltour &#8211; monumental anstrengend, monumental lang (nicht so sehr von der Distanz, aber von der Gesamtzeit, die ich mit Pausen und Sightseeing unterwegs war), monumental schön.<br />
Tolle Sehenswürdigkeiten, wunderschöne Natur, grandiose Aussichten, hübsche Kleinstädtchen, viel, viel Abwechslung und eine wunderbar fordernde Lauferfahrung &#8211; einfach nur ganz, ganz großartig.<br />
Ich glaube, so langsam fange ich an, mich ein bisschen in die Pfalz zu verlieben&#8230;</p>
<p>Strecke: 25,7 km<br />
Zeit: Mit allem drum und dran fast ein Tagesausflug<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 99,38% (25,54 km von 25,7 km)<br />
Entfernung bis zur Grenze: 27,5 km Luftlinie<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/neustadt-edenkoben.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/neustadt-edenkoben.jpg?w=101" alt="Neustadt - Edenkoben" title="Neustadt - Edenkoben" width="101" height="150" class="alignnone size-thumbnail wp-image-5854" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ich kann´s noch! Spontaner 28er durch die Berge hinter Seeheim-Jugenheim (27,9 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/06/05/ich-kann%c2%b4s-noch-spontaner-28er-durch-die-berge-hinter-seeheim-jugenheim-279-km/</link>
<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 21:59:28 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/06/05/ich-kann%c2%b4s-noch-spontaner-28er-durch-die-berge-hinter-seeheim-jugenheim-279-km/</guid>
<description><![CDATA[Beim Sport soll man auf seinen Körper hören, heisst es. Ok. Meiner hat mir am Mittwoch, beim Lauf mi]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Beim Sport soll man auf seinen Körper hören, heisst es.<br />
Ok.<br />
Meiner hat mir am Mittwoch, beim Lauf mit krampfigen Waden um den Erlensee, erklärt, dass er im Moment einfach keine so rechte Lust auf harten Asphalt im ebenen Flachland hat.<br />
Das war relativ eindeutig.</p>
<p>Also sind wir heute ins Bergland. Nach Nordosten, in die steilen Hänge und tiefen Täler zwischen Seeheim und Ober-Beerbach, da gab´s zwischen Wald und Wiesen tatsächlich noch ein paar kleine, geheimnisvolle Wege auf der Wanderkarte, die ich noch nie gelaufen bin, das sah interessant aus und versprach Höhenmeter bis zum Abwinken, in kleinen, steilen Dosen (auf, ab, auf, ab, auf, ab&#8230;) </p>
<p>Genau gemessen hab´ ich die Strecke vorher nicht, irgendwas zwischen 10 und 15 km, war alles recht.<br />
Aber einen guten Plan hab´ ich mir gemacht und mitgenommen, um die kleinen, geheimnisvollen Wege auch ja nicht zu verpassen, da oben in den dichten, zerklüfteten Wäldern navigiert sich´s nämlich gar nicht so einfach, selbst wenn man schon eine ordentliche Ortskenntnis mitbringt&#8230;</p>
<p>Start am Abend, kurz nach halb sieben. Freundliches Wetter, heiter, ein bisschen Sonne, ein bisschen Wolken, unter 20°, leichter Wind, etwas diesig. Gutes Laufwetter. Passte zu meiner guten Lauflaune.<br />
<!--more--></p>
<p>Nordwärts durchs abendliche Jugenheim. Gemächlich und entspannt.<br />
Vorgestern bei der Tour um den Erlensee hatten sich meine Waden von Anfang an gesträubt und mir zu verstehen gegeben, dass das ´ne harte Tour werden würde.<br />
Heute hielten sie von Anfang an Ruhe und machten willig mit, also ob sie wüssten, dass uns heute vor allem weiche, freundliche Waldwege und schöne, angenehme Steigungen erwarten würden&#8230;<br />
(Ja, ich geb´s zu: Wenn ich in die Berge laufe, dann nicht weil ich so ein harter Hund bin, der echte Herausforderungen sucht und sich richtig quälen will &#8211; im Gegenteil, ich mach´ das so ein bisschen aus Bequemlichkeit, weil mir bergiges Terrain in mancherlei Hinsicht einfach leichter fällt als das Flachland)</p>
<p>Durch den grünen Pauerweg mit seinen alten Villen und großen Gärten zur Hauptstr., dort geradeaus, am <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/eingang-heiligenberg.jpg">Eingang zum Heiligenberg</a> und dem <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/jugenheim.jpg">alten Rathaus</a> und dem <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/roseneck.jpg">Roseneck</a> vorbei, durch die ruhige, schattige Seeheimer Str., dann auf dem schmalen Pfad oberhalb der Feuerwehr durch die Felder und Gärten (Blütenweg: Gelbes B) rüber nach Seeheim.</p>
<p>Gleich am Ortseingang rechts den Zeppelinweg hoch. Der erste richtige Anstieg heute, 100 m. bei ordentlicher Steigung die Strasse hinauf.<br />
Lief super &#8211; Atmung konstant, Tempo kaum reduziert, das flutschte nur so. Seehr vielversprechend, da hatte ich offenbar einen richtig guten Tag erwischt.</p>
<p>Weiter nordwärts, Karolinenstr. (leicht geschwungen, leicht bergauf, dann leicht bergab, nett), der womöglich namenlose grasige Fußweg an der alten Mauer unterhalb vom Goldschmidt-Park (womöglich ist der auch nicht nicht namenlos, aber ich hab´ keine Ahnung wie er heisst), dann halblinks den Domweg runter, rechts die Villastr. hoch (dabei ein bisschen die Villen bewundert, die alt genug sind, um aus einer Zeit zu stammen, als &#8220;Neureich&#8221; und &#8220;Geschmacklos&#8221; noch nicht synonym waren), und schließlich wieder links und kurz vor der Ober-Beerbacher Str. auf den Saar-Rhein-Main-Weg (gelbes Plus), der im Zickzackkurs aus dem Ort hinaus und den steilen Wiesenhang am Kreuzberg hochführt.<br />
Schöner Blick über Seeheim ins Ried (wenn auch etwas diesig), anspruchsvolle Steigung, mit ich mir schon das eine oder andere Mal richtig schwer getan hab´ &#8211; heute lief ich sie zügig und guter Dinge einfach so durch, ohne dass es richtig anstrengend gewesen wäre.<br />
Prima! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Oben am Waldrand links, über den letzten Häusern vorbei und geradeaus auf den Lufthansa-Ring (Burgenweg, blaues B), der halblinks/geradeaus durch den Wald runter ins Ober-Beerbacher Tal (das eigentlich Elsbachtal heisst) führt.<br />
Ciao, Höhenmeter, bis gleich&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Im Talgrund kurz hinter Seeheim über die K143 nach Ober-Beerbach, auf der anderen Seite wieder in den Wald, den Burgenweg/Alemannenweg hoch in Richtung Karlshöhe.<br />
Halber Kilometer bergauf, 50 oder 60 HM, schon ganz ordentlich &#8211; heute lief ich´s einfach so durch, gemächlich und und kontrolliert, ohne Probleme (wenn man mal von dem Drecksack von Kamikaze-Biker absieht, der mich an der ersten Kurve beinahe plattgebügelt hätte, weil er unbedingt mit 30 oder 40 Sachen den unübersichtlichen, kiesigen, steilen Waldweg runterbrettern musste. Natürlich ohne Helm, Vernunft oder Rücksicht, das stört die richtige coolen Jungs ja nur. Bastard!).</p>
<p>Oben auf der Anhöhe, da wo der Burgenweg eine lange Rechtskurve beschreibt bevor er dann zum Zehn-Wege-Platz an der Karlshöhe führt, fiel mir was Neues auf: Links am Wegesrand stand eine (neue?) Infotafel mit einem Plan des alten Seeheimer Schlossparks, der direkt unterhalb des Weges anfängt. Daneben ein kleiner Weg links runter in den Park, offensichtlich relativ frisch von Unkraut und anderem Bewuchs befreit &#8211; den hatte ich vorher noch nie bemerkt und war ihn entsprechend auch noch nie gelaufen.<br />
Hmmm&#8230;<br />
Ach, was soll´s, so ein kleiner Umweg schadet ja nicht: Spontan links von der geplanten Route abgewichen und in den Schlosspark runtergelaufen, der eigentlich gar kein richtiger Park mehr ist, sondern nur etwas lichterer Wald mit einigen Pfaden drin, an dessem unterem Ende das Seeheimer Schloss steht (heute Privatbesitz und die beste Wohnllage im Ort).<br />
Bergab, steil bergab, halbrechts abwärts durch den Park/Wald bis zum unteren Ausgang hinterm Schloss.<br />
Ciao, Höhenmeter, bis gleich&#8230;</p>
<p>Dort rechts, auf den Weg SJ3, von dem ich wusste, dass er ebenfalls zum Zehn-Wege-Platz führt (bei Zehn Wegen nicht weiter verwunderlich&#8230;). Und schon wieder bergauf, durch die friedlichen Hangwiesen über Seeheim. Weidende Kühe, ein bisschen Aussicht, angenehme Abendsonne, ein riesenhafter Feldhase (oder Waldwiesenberghanghase, um genau zu sein), der reisaus nahm, sobald er mich bemerkte, dann war ich auch schon wieder im Wald, erklomm die letzten Meter zur Karlshöhe und erreichte schließlich den Zehn-Wege-Platz am südlichsten Teil des Frankenstein-Massivs, auf dem es neben einer kleinen Schutzhütte tatsächlich total viele Wege gibt, die in alle Richtungen in den Wald führen (ob´s wirklich zehn sind weiss ich nicht genau Jedesmal wenn ich hier bin zähle ich nach, und jedesmal kommt dabei eine andere Zahl zwischen acht und zwölf raus&#8230;). </p>
<p>Hier muss man immer so ein bisschen aufpassen, dass man den richtigen Weg erwischt, gerade wenn man nordwärts in Richtung Frankenstein will, denn da hat man fünf bis sechs Alternativen zur Auswahl.<br />
Ich nahm den Zweiten links von der Hütte, einen unmarkierten Waldweg an der Ostflanke des Frankensteins nach Norden durch den Wald führt, bis er schließlich über Nieder-Beerbach auf die Fahrstrasse zum Frankenstein führt &#8211; möglicherweise der Nieder-Beerbach-Weg oder Nieder-Beerbacher-Pfad, aber ganz sicher bin ich mir nicht. </p>
<p>Mannomann, hier war ich schon lange nicht mehr gelaufen&#8230;<br />
Das letzte Mal war ich hier mit Ingo vorbeigekommen, vor fast zwei Jahren am 1.7.07, <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/07/01/frankenstein/">bei der allerersten Tour, die wir auf diesem Blog gepostet haben</a> (heidenei, was waren das damals für kurze, unpräzise Laufberichte&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ).<br />
Damals war mir dieses Stück furchtbar steil und unendlich lang vorgekommen.<br />
Heute nicht.<br />
Schöner schattiger Wald, Mini-Steigung von durschnittlich ca. 5%, das lief sich quasi von selbst.<br />
Superangenehm, und irgendwie schön zu sehen, dass zwei Jahre Training trotz Verletzungspausen, Zeit- und Stressorgen und Winterschlendrian einen merklichen Unterschied machen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Nach ca. 1,4 km ging halbrechts auf den Galgenweg (gelbe 6) ab. Hier machte ich die erste Trinkpause und palaverte kurz mit zwei anderen Joggern, die mich darauf hinwiesen, dass ich da nicht runterlaufen solle, weil ich zuviel Höhenmeter verlieren würde, und mir nicht so recht glauben wollten, dass genau das der Plan war&#8230;</p>
<p>Und wieder bergab, den Galgenweg runter.<br />
Ciao, Höhenmeter, bis gleich&#8230;</p>
<p>Nach ein paar hundert Metern eine kleine Lichtung am Hang, direkt danach rechts, kurz danach links &#8211; hier wollte ich eigentlich eine kleine Ehrenrunde um den &#8220;Dammrücksbühl&#8221; drehen, einen Vorberg des Frankenstein-Massivs über dem Ober-Beerbacher Tal. Dummerweise war der (unmarkierte) Weg so schlecht und überwuchert, dass das nicht besonders gut klappt, also wechselte ich nach ca. 100 Metern querfeldein über den Hang auf den nächstniedriegeren Weg, dem ich dann irgendwie&#8230; folgte.<br />
Vor Ort überhaupt kein Problem, der Weg war in gutem Zustand und ganz leicht abschüssig &#8211; bloß auf der Wanderkarte konnte ich ihn beim besten Willen nicht finden. Keine Ahnung, ob da die Karte nicht stimmt (was in über zwei Jahren, die ich mit den Karten laufe, nur ein- oder zweimal vorgekommen ist) oder ich es nicht auf die Reihe gekriegt habe, auf jeden Fall ging´s irgendwie abwärts, um eine scharfe Kurve, ein Stück oberhalb der Fahrstrasse im Talgrund entlang, und schließlich an den Wiesen des Schweizerlochs aus dem Wald raus.<br />
Genau da, wo ich hingewollt hatte, auch wenn mir nicht ganz klar war (und immer noch nicht ist), wie ich da hingekommen war.<br />
Hmm&#8230;<br />
Ein bisschen seltsam, aber immerhin auf Kurs&#8230;</p>
<p>Links runter, immer noch auf dem Galgenweg zwischen dem Waldrand und den wunderschönen langgezogenen Wiesen des Schweizerlochs runter, auf denen rote Kühe in der Abendsonne weideten und Grillen zirpten. Etwas Gedankvenverloren, weil ich spontan an den Abend vor ca. 10 Jahren denken musste, als mein Vater sein Auto nach einem Jagdausflug zu einem der nahegelegenen Hochsitze hier sein Auto auf einen Zaunpfahl am Fuß der leicht abschüssigen Böschung gesetzt hatte, und wir dann mitten in der Nacht stundenlang im Schlamm ackern mussten, bis die Karre wieder flott war.<br />
Those were the days&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Unten: Wieder im Ober-Beerbacher Tal, aber schon ein ganzes Stück oberhalb von Seeheim.<br />
Kurz links an der Kreisstrasse lang (weiterhin gelbe 6), kein Seitenstreifen aber wenig Verkehr (die beiden Autos, die mir entgegenkamen, schleuderten allerdings in Formel-Eins-tauglichem Tempo die schmale, abschüssige Strasse runter &#8211; wie sich das halt gehört im Odenwald, wo die einheimischen nur für Traktoren und den lieben Gott bremsen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_lol.gif' alt=':lol:' class='wp-smiley' />  ), nach 100 m. rechts ab, kurz durch die Wiesen, dann auf der anderen Talseite in den Wald am Kühlkopf. </p>
<p>Der nächste Aufstieg: Kurz rechts, dann links auf den Kühlkopfweg (gelbe 4), in der nächsten Kehre dann halblinks geradeaus und den unmarkierten Waldweg nach Ober-Beerbach hoch. Eigentlich hatte ich erwartet, dass dieses Stück ziemlich hart werden würde, stattdessen war´s jedoch total angenehm: Moderate Steigung, schöner Wald, nach ein paar Kurven tauchte erst rechts über mir der Ober-Beerbacher Sportplatz auf, dann gab´s links ein paar Ausblicke zwischen den Bäumen hindurch auf die hübschen Hangwiesen unterhalb des Dorfes, und dann war ich auch schon am Ortsrand, wo ich unter den toll gelegenen Häusern durch die Weiden lief, und schließlich nochmal etwas steiler aufwärts den nördlichen Ortseingang an der Eberstädter Str. (Weitwanderweg Odenwald-Vogesen, roter Balken) erreichte.<br />
Hübsch wie immer, Ober-Beerbach in seiner kleinen Talmulde, umgeben von steilen Hängen mit lichten Wiesen und dunklen Wäldern ist einfach ein schöner Anblick&#8230;</p>
<p>Rechts in den Ort rein, dann gleich wieder rechts, schmaler Fußweg zum Einstein-Ring, dann durch die Str. &#8220;Im Hesseltal&#8221; hoch zu den letzen Häusern auf dem Rand des Talkessels und geradeaus auf dem Weg OB3 zurück in den Wald.<br />
Neues Stück, noch nie gelaufen, wunderschön: Bergrücken mit Blick auf den Melibokus, links und rechts des Weges sonnige Weiden mit Pferden, richtig angenehm zu laufen.</p>
<p>Und abwärts in den Wald rein, runter zur Kreuzung am Schlößchen (das ist eine Kuppe, kein Gebäude).<br />
Ciao, Höhenmeter, bis gleich&#8230;</p>
<p>Im Wald zwischen den Bergen westlich vor Ober-Beerbach (dem Kühlkopf und dem Kniebrecht) gibt es ein schmales, langes, schluchtartiges Tal, das zweifellos einer der abgelegensten Orte im ganzen Gemeindegebiet von Seeheim-Jugenheim ist. Keine Ahnung wie es heisst, die Wanderkarte und der Flurplan schweigen sich da aus, ich weiss nur, dass es das Tal mit dem Bach ist, der die Märchenteiche speist.<br />
Und da wollte ich jetzt runter.</p>
<p>&#8230;und hatte schon wieder dasselbe Problem wie eben gerade am Dammrücksbühl: Mein wanderkartenbasiertes Plänchen liess sich einfach nicht mit der Realität vereinen &#8211; die Wege waren hier eindeutig anders als auf der Karte, egal wie sehr ich mich anstrengte, das auf einen Nenner zu bringen. Gleich zwei Kartenfehler auf einer Tour, das ist mir noch nie passiert!<br />
Zum Glück war die Navigation aber trotzdem kein Problem: Ich wollte runter ins Tal, also musste ich immer nur bergab laufen, in mehreren Serpentinen den steilen Hang hinab, durch den einsamen, schönen Wald (hier kommt sicher fast nie jemand vorbei), bis ich unten war, und da dann einfach dem Bachlauf am dunklen, kühlen Talgrund folgen bis ich die Märchenteiche erreichte, die still und grün im Abendschatten lagen.</p>
<p>Und wieder aufwärts, zum &#8211; so dachte ich zumindest &#8211; letzten Aufstieg für heute, der es allerdings noch mal in sich hatte: Von den Märchenteichen die Flanke des Kniebrecht hoch und weiter bis auf den Tannenberg &#8211; 140 Höhenmeter auf 1,4 km Strecke&#8230;</p>
<p>&#8230;lief schon wieder beängstigend glatt. Ich hatte mir den unmarkierten Friedensquellenweg ausgesucht, der durch einen tief in der Bergflanke eingegrabenen Hohlweg durch den düsteren Fichtenwald bergauf führte, zwei Serpentinen machte, dann an einer T-Kreuzung nach rechts abknickte, und schließlich am Rand des Bannwalds am Kniebrecht (der seit ein paar Jahren ohne Forstwirtschaft vollkommen sich selbst überlassen wird) wieder in den Weg OB3 mündete, auf dem ich die Wegkreuzung am Fuß den Tannenbergs erreichte.<br />
Topfit, praktisch nicht außer Atem, Puls ganz ruhig, bis hierher war der Aufstieg überhaupt kein Problem gewesen. </p>
<p>Deswegen nahm ich dann auch den kurzen Weg zum Tannenberg. Um mal zu zitieren, was ich beim <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/01/20/best-of-seeheim-jugenheim-mit-hund-und-foto-85-km/">letzten Mal</a>, als ich hier vorbeigekommen bin drüber geschrieben habe:</p>
<blockquote><p>Der läuft schnurgerade den Hang hoch, und ist eigentlich so steil, dass er nur von völlig durchgeknallten Hardcore-Offroad-Biker-Deppen mit Todeswunsch benutzt wird (und selbst das nur bergab…).</p></blockquote>
<p>150 m. Strecke, 30+% Steigung.<br />
Hehe&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Lustig, wie schnell einem bei solchen Passagen die Puste ausgeht.<br />
Erstes Drittel: Gar kein Problem, joggte langsam und entspannt den Steilhang hoch und dachte noch sowas wie &#8220;<em>Hey, eigentlich gar nicht so schlimm&#8230;&#8221;</em><br />
Zweites Drittel: Uuuh, und dann war auf einmal die Puste knapp, und der Hang noch nicht mal halb zu Ende. Noch ein Schrittchen langsamer&#8230;<br />
Letztes Drittel: Ging nicht mehr, die letzten paar Meter musste ich dann doch gehen, das war einfach zu steil und zu lang. Puuuh!</p>
<p>Oben dann noch ein Stückchen weiter am Hang bergauf in Richtung Tannenburg (nun wieder joggend, hatte mich schnell wieder erholt), bis zur letzten Serpentine unterhalb der Burgmauern. Ganz hoch wollte ich heute nicht, stattdessen hatte ich mir einen bisher unerlaufenen Trampelpfad ausgeguckt, der von hier den Westhang runter in Richtung Alexanderhöhe lief.<br />
Zu meiner Überraschung war der sogar markiert: Alemannenweg/rotes S.<br />
Prima, na dann bergab!<br />
Ciao, Höhenmeter, das war´s dann für heute (dachte ich)&#8230;</p>
<p>Recht steil und schmal und steinig und sehr hübsch, so mitten durch den lichten, abendsonnigen Wald mit dichten Brombeerhecken links und rechts des Pfades &#8211; sehr nett und brachte mich war ruck-zuck runter an die Kreuzung vor der Alexanderhöhe.</p>
<p>Da machte ich dann erstmal Bestandsaufnahme:<br />
Eineinhalb Stunden unterwegs, eigentlich sah der Plan vor, dass ich von hier aus direkt runter nach Jugenheim und nach Hause laufen sollte.<br />
Aber ich war topfit.<br />
Beine: Wie neu.<br />
Kraft: Voll da.<br />
Energie: Virtueller Zeiger mitten im grünen Bereich.<br />
Kein Hunger, kein Durst, keine Müdigkeit, keine Beschwerden.<br />
Nur ganz viel Spass.<br />
Irgendwie hatte ich noch richtig Lust zum Weitermachen<br />
Hmm&#8230;</p>
<p>Spontan reifte in mir eine etwas verrückte Idee: Als mich vorhin am Galgenweg die beiden anderen Jogger vor dem Höhenmeterverlust gewarnt hatten, hatte ich ein bisschen angegeben und gemeint, dass ich noch &#8220;In Richtung Melibokus&#8221; wolle.<br />
Was sachlich nicht falsch war, denn ich wollte ja nach Süden (= In Richtung Melibokus), aber viel grandioser daherkam, als es eigentlich gedacht war, weil´s implizierte, dass ich AUF den total weit entfernten Melibokus zu laufen gedachte&#8230;<br />
Ehrlich gesagt so ein bisschen kleinlich, aber was erzählen die mir auch in MEINEM WALD (oder so), wo´s hoch und runter geht&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Hmmm&#8230;<br />
Aber wenn ich da jetzt wirklich noch hochlaufen würde, wär´s ja nicht kleinlich gewesen, sondern einfach nur die Wahrheit&#8230;<br />
Hmmmmmmm&#8230;</p>
<p>Verfolgen wir mal kurz das interne Zwiegespräch zwischen meiner Abenteuerlust und meiner Vernunft:<br />
A: &#8220;<em>Hey, ich weiss was! Wir laufen jetzt noch auf den Melibokus</em>&#8220;</p>
<p>V: &#8220;<em>Klar. Und danach verbessern wir unseren Kilometerrekord auf 3 Minuten, backen den besten Käsekuchen und knacken die Weltformel. Sonst noch was?</em>&#8220;</p>
<p>A: <em>&#8220;Nee, echt jetzt, ich mein´s ernst: Wir laufen jetzt noch auf den Melibokus!&#8221;</em></p>
<p>V: <em>&#8220;Du spinnst!! Wir sind sind jetzt schon 10 oder 12 km gelaufen</em> [tatsächlich waren´s 14]<em> und bis wir da oben und wieder daheim sind sind´s nochmal 10 oder 12 km!</em> [tatsächlich waren´s 14] <em>. Soweit sind wir seit dem <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/09/06/darmstadt-halbmarathon-212-km/">Halbmarathon letztes Jahr</a> nicht mehr gelaufen</em> [tatsächlich waren wir schon seit dem Marathon vorletztes Jahr nicht mehr soweit gelaufen - gut dass Vernunft nicht genau bescheid wusste... <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> ] <em> und du weisst ja wohl noch, wie wir da abgekackt haben! Ich weiss das noch, aber Hallo, Frollein!!! Und da ging´s am Ende nicht nochmal durch zwei Täler und 500 Höhenmeter bergauf!!!&#8221;</em></p>
<p>A:<em>&#8220;Pööh, ach, letztes Jahr! Da war doch alles anders. Heute sind wir topfit,</em> [da flunkert sie ein bisschen, die Abenteuerlust... <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> ] <em>das ist überhaupt gar kein Problem, das kriegen wir locker hin. Glaub´ mir, ich kenn mich mit sowas aus&#8221;</em></p>
<p>V: <em>&#8220;Jaja, duuu kennst dich aus. Wie war das noch, als wir uns total am Felsberg verirrt haben, weil Fräulein Abenteuerlust meinte, dass wir jetzt den unbekannten Weg da vorne hoch müssen&#8230;?&#8221;</em></p>
<p>A: <em>&#8220;Menno! Das ist vier Jahre her und du reitest immer noch drauf rum. Und außerdem hat das doch Spass gemacht, oder?&#8221;</em></p>
<p>V: <em>&#8220;Pfff, Spass, Spass, Spass, was Anderes fällt dir auch nicht ein, oder? Hast du mal geguckt wie spät es ist. In ´ner knappen Stunde geht die Sonne unter, und dann wird´s zappenduster da oben. Schon mal daran gedacht, häh? Nee, haste natürlich nicht, dass muss ich erledigen, sonst stehen wir da nämlich auf einmal mitten im Wald und es ist arschkalt und sackdunkel und&#8230;&#8221;</em></p>
<p>A: <em>&#8220;Ha, daher weht der Wind: Du hast einfach nur Schiss, gib´s doch zu!</em></p>
<p>V: [Laut] <em>&#8220;WAS!?!! ICH UND SCHISS?!! JA GEHT`S DENN NOCH!!!??? ICH HAB´ VOR GAR NIX SCHISS, ICH DENK´ NUR MAL NACH BEVOR WIR UNS WIEDER IN IRGENDEIN WAHNSINNSPROJEKT STÜRZEN, SONST MACHT DAS HIER NÄMLICH KEI&#8230; hey, hörst du mir überhaupt zu?&#8221;</em> </p>
<p>A [im Singsang]: <em>&#8220;Vernuuhunft hat Schiihiss, Vernuuhunft hat Schiihiss, Vernuuhunft hat Schiihiss&#8230;&#8221;</em>  </p>
<p>V [Sauer]: <em>&#8220;Gar nicht!</em>&#8220;</p>
<p>A: <em>&#8220;Wohl!! Vernuuhunft hat Schiihiss, Vernuuhunft hat Schiihiss&#8230;</em> </p>
<p>V: <em>&#8220;ACH JA???!!!</em></p>
<p>A: <em>&#8220;Jaaa!! Vernuuhunft hat Schiihiss, Vernuuhunft hat Schiihiss&#8230;&#8221;</em></p>
<p>V: [Pikiert]<em>&#8220;Okay!!! Gut!! Gut!! Bittschön!! Wenn´s das ist, was du willst, gut!! Dann laufen wir jetzt halt auf den Melibokus.<br />
Pff. Mir doch egal.<br />
Wer´n ja sehen wer morgen wieder rumpienst und wimmert, wenn wir vor lauter Muskelkater nicht mal mehr aufs Klo wackeln können. Falls wir nicht vorher schon irgendwo unterwegs verschütt´ gehen!!!<br />
Und dann werd´ ich lachen, du blöde Schickse, &#8216;Haha&#8217;, werd´ ich dann sagen &#8216;Haha, siehstewohl, ich hab´s ja gleich gesagt&#8217;&#8230;&#8221;</em></p>
<p>A: <em>&#8220;YAAAAAYYYYY, WIR LAUFEN AUF DEN MELIBOKUS!!!!!!</em></p>
<p>Und so sind wir dann nicht nach Hause gelaufen, sondern auf den Melibokus.<br />
Nochmal genausoweit wie bisher, bloss noch etwas steiler.<br />
Total der Irrsinn&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Und abwärts: Den Burgenweg/Alemannenweg runter, um die Alexanderhöhe rum, dann NICHT rechts runter nach Jugenheim, sondern geradeaus, den unmarkierten Waldweg unter dem Jugenheimer Handyturm runter bis an die K146 im schönen Stettbacher Tal.<br />
Dort links, 150 m. die Strasse hoch, dann über den Parkplatz vom Hotel-Restaurant Brandhof (wie immer Pickepackevoll, mit Autos von nah und fern. Wundert mich immer wieder ein bisschen, denn das Essen ist hier zwar durchaus gut, aber ein bisschen teuer, und es gibt Dutzende anderer Restaurants und Gasthöfe in der Nähe, die genausogut sind, aber wo sich fast nie jemand hinverirrt&#8230;) und schließlich rechts den Hofgrundweg (gelbe 2) hoch, der zwischen den Waldrand unterm Marienberg und der herrlichen langen Wiese des Hofgrunds aufwärts zum Höhenrücken zwischen Balkhäuser und Stettbacher Tal.<br />
Nach 300 m. links am Waldrand eine einsame, kleine Bank aus massivem Stein, hübsch verziert und mit der Inschrift<br />
&#8220;<em>In Gedenken an unseren Hans. Gefallen in den Karpaten am 12. Februar 1915</em>&#8220;.<br />
Finde ich immer ein bisschen traurig, weil ich mir den armen Hans vorstellen muss, der vor fast 100 Jahren weit, weit weg von zuhause sein zweifellos viel zu junges Leben in einem der sinnlosesten Kriege der Menschheitsgeschichte verloren hat, und an die Menschen, denen er sosehr gefehlt hat, dass sie ihm hier draußen ein Denkmal errichtet haben&#8230;. </p>
<p>Kurz danach halbrechts in den Wald, weiter bergauf bis zur Kreuzung an der Kaiserbuche (einstmals der Ort, wo Zar Alexander II. gerne zu frühstücken pflegte, wenn er auf dem Heiligenberg weilte, heute leider nur noch ein toter Stumpf), dann links, auf dem rissigen Ex-Fahrweg zwischen Stettbacher und Balkhäuser Tal (SJ2) durch die Wiesen am Hechlersgrund (rechterhand freundliche Ponies, dahinter der täuschend nah wirkende Melibokus), in den Wald am Vogelherd, dort dann gleich rechts den schmalen Hechlersgrund-Weg (gelbe 5) runter und nach 200 m. über einen namenlosen Trampelpfad auf den schmalen Weg, der durch das hübsche, sumpfige Seitental unter dem Schulberg (die &#8220;Rohrwiesen?&#8221;) runter nach Balkhausen führt.<br />
Ciao, Höhenmeter, bis gleich&#8230;</p>
<p>Während ich hier runterlief versank die Sonne hinter dem mächtigen Rücken des Darsbergs auf der anderen Talseite &#8211; die Dämmerung hatte begonnen. </p>
<p>Unten in Balkhausen dann hoch an die Felsbergstr. und der nach links gefolgt, aufwärts durch das endlos lange Dörfchen zwischen den schönen, steilen Hängen des Balkhäuser Tals, das ruhig und friedlich in den Abend hineindämmerte.<br />
Der letzte Aufstieg hatte begonnen &#8211; 5 Kilometer und über 300 Höhenmeter bergauf.<br />
Oy vey! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Zuerst mal überhaupt kein Problem: Die Durchschnittsteigung auf der Felsbergstr. in Balkhausen  liegt im unteren einstelligen Prozentbereich, das ist so minimal, das merkt man überhaupt nicht.<br />
800 m. aufwärts durchs Dorf, vorbei am kleinen Friedhof mit der Kapelle, dem kleinen Brünnchen über dem Talgrund, der kleinen Feuerwehr (hier ist vieles klein, das ist nett) bis zur großen Abzweigung nach Hochstädten, direkt dahinter links auf den alten Hochstädter Weg (SJ V) und bergauf aus Balkhausen raus bis zur Strassenbrücke am Schollrain.<br />
Das war schon steiler, und so langsam merkte ich die fast 20 km und 600 oder 700 Höhenmeter, die mir inzwischen schon in den Knochen steckten: Beine etwas schwer und hart (aber da schaffte eine Dehnpause nochmal Abhilfe), Atmung kürzer, imaginäre Nadel auf dem imaginären Energie-O-Meter im gelben Bereich. </p>
<p>Und es wurde nicht besser, denn nun ging´s den Nibelungensteig hoch. Vor <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/05/22/blogger-team-up-4-das-erste-drittel-nibelungensteig-mit-gerd-und-foto-167-km/">genau zwei Wochen war ich hier mit Gerd schön langsam und entspannt bei strahlender Nachmittagssonne runtergekommen</a>, heute nun durfte ich langsam und nicht mehr ganz entspannt in der Abenddämmerung die Gegenrichtung hochschnaufen.<br />
Heidenei, so steil war das aber neulich nicht gewesen!!!</p>
<p>Immer weiter bergauf, japsend und keuchend den herrlichen Weg auf dem Bergrücken zwischen Mühltal und <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/05/img_3040-42p.jpg">Balkhäuser Tal </a>hoch, über den plötzlich ein erbarmungslos kalter Abendwind pfiff, der meinen durchgeschwitzten Torso bis ins Mark durchfror, bis ich endlich den Waldrand unter dem Melibokus erreichte.<br />
Brrrr&#8230;</p>
<p>Hier war dann der leichte Teil vorbei.<br />
Jetzt ging´s richtig bergauf (zumindest mit dem Weg, mit dem Matthias ging´s derweil tendenziell eher bergab).<br />
Am Rand eines schmalen Seitentals hoch zur Wegscheide unter den drei Quellen.<br />
Uff. Aua. Siestewohl [sagte die Vernunft].<br />
Ostflanke des Berges, dichter Wald, hier herrschte nur noch graues Halblicht, es war empfindlich kühl. </p>
<p>Dann scharf rechts, über an der abgeholzten Lichtung entlang auf den <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/05/img_3022-25p.jpg">wunderschönen offen Bergrücken</a>, von dem Gerd und ich neulich die tolle Aussicht nach Süden genossen hatten. Heute war sie nicht minder toll, der Himmel noch im feurigen rot der untergehenden Sonne, die Bergstrasse darunter hingegen in immer dunkler werdende purpurne Abendschatten gehüllt.<br />
Hätte gerne länger verweilt und geschaut (und verschnauft), aber der eisige Wind und das sterbende Licht trieben mich weiter.<br />
Aufwärts, immer aufwärts, mit kurzem Atem und schweren Schritten.<br />
Zwischendurch ging ich jetzt immer mal ein bisschen, nicht weil es nicht anders gegangen wäre, sondern weil ich spürte, dass meine Kraft so langsam zur Neige ging und deshalb haushalten wollte.</p>
<p>An die Fahrstrasse auf den Melibokus, immer noch fast 100 HM unter dem Gipfel.<br />
Dunkel. Kalt. So langsam kamen auch Hunger (letzte Mahlzeit: Mittagessen um 13:00, das war jetzt über acht Stunden her, und ich hatte nichts mitgenommen, weil ich ja nicht mit so einem langen lauf gerechnet hatte [siestewohl, sagte die Vernunft]) und ein bisschen Durst (zwei 175 ml. Flaschen im Gurt, die letzte hatte ich am Tannenberg geleert, das war auch schon wieder ´ne Stunde her) dazu, Beine blieben schwer, Atem kurz.</p>
<p>Strasse hoch, bis zur ersten Serpentine, dann geradeaus auf den unmarkierten Waldweg, der unter dem Nibelungensteig um die Südflanke führt &#8211; Um Streckendopplungen vermeiden, wollte nicht zweimal dasselbe Stück laufen und vermied deshalb den oberen Teil der Strasse. Dafür: Umweg und ein paar Extra-HMs. Ganz so fertig war ich offenbar noch nicht, dass ich das in Kauf nahm.</p>
<p>Durch den finsteren Wald an der Südflanke, leicht bergab (gut weil: Jetzt bergab. Schlecht weil: Später mehr bergauf), auf herrlich weichen alten Tannennadeln. Noch ein Päuschen an einem weiteren Aussichtspunkt (Geheimtipp) am Hang, von dem aus man nach Süden über die weiten Täler hinter Bensheim schauen kann &#8211; wunderschön unter purpurnem Dämmerhimmel mit fast vollen Mond, leider fehlte mir inzwischen ein bisschen die Kraft, um es voll zu geniessen. </p>
<p>Und dann wieder bergauf (bisschen gehen&#8230;), auf den Nibelungensteig/Lucibergweg, Serpentine (bisschen gehen), Serpen&#8230;uuuuffffhaaaaa&#8230;tine (bisschen gehen), aaaargl, Serphhhfffffauaaaaentine, fast oben, Weg unter der Kuppe, links, die letzten 20 steilen Meter (bisschen gehen)&#8230;<br />
Oben.<br />
Ach du Scheisse, ich hab´s echt geschafft.<br />
Ich bin noch auf den Melibokus gelaufen. </p>
<p>Wanke zur Terasse (die Drachenflugrampe will/kann ich mir nicht mehr antun), gucke runter.<br />
Eine der schönsten Zeiten auf dem Melibokus ist die Dämmerung, wenn man weit über der Ebene thront und die Sonne versinken sieht, während die Ebene unten immer dunkler wird und nach und nach die Lichter in den vermeintlich winzigen Dörfern und Städtchen angehen, bis das ganze Ried ein herrlicher Vorhang aus samtiger Nacht und funkelnden Lichtern wird. Das ist ein magischer Moment.<br />
Bin gerade richtig.<br />
Auch wenn mir ein bisschen die Kraft zum Staunen fehlt.</p>
<p>Schaue ein paar Momente runter. Dann fange ich an zu frieren, und fast dunkel ist es auch schon.<br />
Muss noch nachhause.<br />
Gute Nachricht: Nur noch bergab.<br />
Schlechte Nachricht: Noch 5 Kilometer.<br />
Und es ist schon fast Nacht&#8230;</p>
<p>Wende mich ab, stapfe über die Kuppe bis ich wieder Fahrt aufnehme, laufe auf der anderen Seite die Strasse runter, die nur noch ein graues Band im Dämmerlicht ist.<br />
An der ersten Serpentine geradeaus, die Abkürzung, steiler Pfad durchs dunkel, spart ein paar hundert Meter (dafür stolpere ich fast über den Grenzstein zwischen den Gemarkungen Auerbach und Zwingenberg, den irgendein Hirni direkt auf den Pfad gepflanzt hat), unten dann der Pürschweg, abwärts, heimwärts. </p>
<p>Normalerweise sind das die kürzesten viereinhalb Kilometer die ich kenne. Heute zieht sich´s wie lauwarmer amerikanischer Pizzakäse.<br />
Je tiefer ich komme, umso dunkler wird´s &#8211; gut dass ich den Weg in und auswendig kenne und er in exzellentem Zustand ist.<br />
Einfach geradeaus, bergab durch die Finsternis, während meine Beine protestieren und sich mein Geist in erschöpft-wirren Gedankengängen verliert und immer mehr zurückzieht, bis ich nichts weiter bin als ein kaum noch existenter Schatten, der auf dem schemenhaften Weg durchs unendliche dunkle Nichts gleitet.</p>
<p>Still ist es nachts im Wald, nur hin und wieder flieht irgendwas Großes am Wegesrand vor mir (zum Glück flieht es!), ansonsten nur mein keuchender Atem und die dumpfen Schritte, es ist saukalt.<br />
Irgendwann links die Lichtung am Hohe-Stich-Weg, noch einmal kommt mein Verstand aus der Trance zurück um einen letzten Blick in die schimmernd-dunkle Ebene zu werfen, dann geht´s weiter abwärts.<br />
Darsberghütte&#8230;<br />
Kehre über der Jossa&#8230;<br />
Darsbergtal&#8230;<br />
Kehre über dem Merckstal, 50 m. ganz leicht bergauf&#8230; Auuua!<br />
Merckscher Wasserturm&#8230;<br />
Burgenweg im unteren Darsbergtal&#8230;<br />
Waldrand&#8230;<br />
Jossastr., harter Asphalt, Strassenlaternen&#8230;<br />
Daheim&#8230;<br />
Puuuhaa!!!!</p>
<p>Dehnen, <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/06/05/wenn%c2%b4s-dem-esel-zu-gut-geht/">Terz</a>, heisses Entspannungsbad, Abendessen und fertig. </p>
<p>Wow.<br />
Ganz ehrlich: Da bin ich doch ein bisschen stolz drauf.<br />
Am Ende waren´s 27,9 km und zwischen 900 und 1000 HM (ganz genau kann ich´s nicht bestimmen, aber runde einfach mal frech auf 1000 auf, das hab´ ich mir verdient).<br />
So weit bin ich seit eineinhalb Jahren nicht mehr gelaufen, vor allem nicht mit einem ganzen Höhenkilometer.<br />
Und es klappt noch (wieder?): Am Ende war ich zwar erschöpft und steif und müde, aber keinesfalls fix und fertig &#8211; wenn ich gemusst hätte, wären da auch noch ein paar Kilometer mehr drin gewesen (aber das hätte weh getan).<br />
Verdammt cooles Gefühl, zu wissen, dass ich an einem ordentlichen Tag einen anstrengenden Dreissiger durchstehen kann, und danach nicht eine Woche ausser Gefecht bin. </p>
<p>Ebenfalls faszinierend: 28 km, und ich war die ganze Zeit &#8220;nicht weit weg von daheim&#8221;&#8230;</p>
<p>Siestewohl, sagt die Abenteuerlust&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Strecke: 27,9 km<br />
Zeit: 3:16 h reine Laufzeit (= 8,54 km/h bzw. 7 min/km)<br />
Anteil den noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 26,67% (7,44 km von 27,9 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/06/grosse-bergrunde-um-see-ju.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/06/grosse-bergrunde-um-see-ju.jpg?w=108" alt="Grosse Bergrunde um See-Ju" title="Grosse Bergrunde um See-Ju" width="108" height="150" class="alignnone size-thumbnail wp-image-4873" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Badische Bergstrasse: Weinheim bis Heidelberg (27 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2007/09/16/badische-bergstrasse-weinheim-bis-heidelberg-27-km/</link>
<pubDate>Sun, 16 Sep 2007 18:39:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2007/09/16/badische-bergstrasse-weinheim-bis-heidelberg-27-km/</guid>
<description><![CDATA[Ok. Unsere Sonntagmorgen-Tour am Rhein hatte also nicht geklappt, wir standen in Erfelden an Althrei]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Ok. Unsere Sonntagmorgen-Tour am Rhein hatte <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/09/16/der-wert-der-punktlichkeit/">also nicht geklappt</a>, wir standen in Erfelden an Althrein, die Fähre war weg, und ich war extrem übellaunig.<br />
Eigentlich hätte ich das ganze am liebsten Abgeblasen und wäre einfach nur heimgefahren, um dort vor mich hin zu brüten.</p>
<p>Aber das Wetter war halt einfach zu schön.</p>
<p>Also gab´ ich mir einen Ruck, schluckte meine Ärger, und wir machten uns auf, eine Alternativroute zu laufen.<br />
Die einzige Strecke in entsprechender Länge, die mir auf Anhieb einfiel (und die &#8211; soweit ich mich erinnern konnte &#8211; einfach genug war, um spontan und ohne zusätzliche Planung bzw. ein zu großes Verlauf-Risiko navigierbar zu sein), war die Fortsetzung unseres laufenden Projektes &#8220;Bergstrasse immer weiter nach Süden&#8221;. Beim <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/09/14/weiter-sudwarts-weinheim-214-km/">letzten Mal</a> waren wir ja immerhin schon bis Weinheim vorgedrungen, entsprechend sollte das unser Ausgangspunkt für die vorerst finale Etappe bis nach Heidelberg runter sein.<br />
<!--more--></p>
<p>Also eine länger Autofahrt von Erfelden bis nach Weinheim. Schweigend, denn ich war immer noch ziemlich verschnupft.<br />
Dort haben wir uns dann einen Parkplatz am Hauptbahnhof gesucht, und sind von dort aus losgelaufen.<br />
Wetter: Traumhaft. Sonne, blauer Himmel, 19 Grad, Leichter Wind.<br />
Laune: Düster, deswegen die erste Stunde ebenfalls schweigend und brütend runtergelaufen, besserte sich aber im Verlauf der Tour zusehends (war einfach zu schön&#8230;).</p>
<p>Erstmal ging´s vom Weinheimer Hauptbahnof durch die Bahnofstrasse nach Osten, in Richtung Innenstadt, vorbei an irgendeinem Folksfest (das erste von vielen an diesem Tag) zur Hauptstrasse, dort <a href="http://www.weinheim-marketing.de/rundgang/pages/03.htm">rechts in die Fußgängerzone.</a> Damit waren wir dann auch auf dem Blütenweg (Markierung: Gelbes B), dem wir bis nach Heidelberg folgen wollten.<br />
Die Fußgängerzone war ziemlich voll (sah ungefähr <a href="http://www.lemonpage.de/kurzreisen/weinheim-kerwe.html">so</a> aus), was das Joggen zu einer Art kleinem Hindernislauf machte(normale Fußgänger sind gerade in Pulks furchtbar unaufmerksam, da muss man aufpassen, dass man niemanden Umrennt), und irgendwie verpassten wir kurz die richtige Abzweigung, was uns einen kleinen Umweg bescherte. War aber nicht schlimm, wir fanden den richtigen Weg schnell wieder, und liefen zurück über den <a href="http://www.weinheim-marketing.de/rundgang/pages/16.htm">Marktplatz</a> bergauf vorbei am Schloss durch die Obertorstr. nach Süden (natürlich immer dem gelben B folgend).<br />
Durch einen weitere kleine Unaufmerksamkeit verpassten wir die Abzweigung in den anscheinend ziemlich hübschen <a href="http://www.weinheim-marketing.de/rundgang/pages/15.htm">Schlosspark</a> und mussten aussen an der Mauer entlanglaufen, danach kurz links hoch, gleich wieder rechts, dann ewig auf der Lützelsachsener Str. durch ein Wohngebiet.</p>
<p>Irgendwann wurde aus der Strasse dann die Weinheimer Str., wohl ein Zeichen, dass wir inzwischen im Ortsteil <a href="http://www.verkehrsverein-luetzelsachsen.de/">Lützelsachsen</a> waren, aber ansonsten änderte sich erst mal wenig: Immer geradaus, Wohngebiet (teilweise recht hübsch, aber nix besonderes), konstante Höhe, etwas verbissener Lauf (weil: Immer noch übellaunig). Dann Hohensachsen &#8211; weiterhin grob dasselbe (wenn auch schon merklich dörflicher), allerdings gings mal ein bisschen bergauf und bergab.</p>
<p>Am Ortsausgang dann erstmalig ein freier Blick auf die Ebene (auf Mannheim, das ziemlich nah wirkte) &#8211; der Weg führte über einen sonnigen Hang voller Weinberge ins nächste Dorf, das sich im Nachhinein als <a href="http://www.grosssachsen.de">Großsachen</a> herausstellte (da wir die Route spontan gelaufen waren, kannte niemand die Strecke, weswegen wir die allermeiste Zeit während des Laufes keine Ahnung hatten, wo wir waren). Hier ging´s erstmal wieder ein bisschen bergab ins Tal, mit Blick auf die zwei Ortskirchen, von denen eine den <a href="http://www.grosssachsen.de/Bildseiten/bildseiten50/b-kirche-kath.htm">fragwürdigen Charme eine Getreidesilos </a>hatte- modern, aber nicht unbedingt ansehnlich.</p>
<p>Vom Ortskern im Talgrund aus wieder steil bergauf, aus dem Ort raus, und wieder in die Weinberge, wo sich der Blütenweg auf etwas abenteuerlichen und schmalen Pfaden durch einen Hohlweg den Hang hinauf schlängelte, und schließlich nach Leutershausen führte, einem weiteren hübschen kleinen Weinort. Hier waren wir eine knappe Stunde gelaufen, deshalb machten wir eine kurz Trink- und Esspause an einem kleinen Brunnen (am Dohlweg).<br />
Dann wieder bergauf in die Wohngebiete, wo wir kurz vor Ortsausgang auf eine Absperrung samt Streckenposten stiessen &#8211; auf den Hügeln über dem Ort fand gerade eine <a href="http://www.odenwald-bike-marathon.de/informationen/index.php">Fahrradrallye</a> statt, deren Routenführung ein Stück weit mit dem Blütenweg konform ging. Also mussten wir wohl oder übel sehr vorsichtig weiter, durch einen engen Hohlweg mit einigen schnell entgegenkommenden Radfahrern auf eine kleine Anhöhe (wie immer: Mitten in den Weinbergen), dann wieder auf einem ebenfalls engen Kiesweg wieder bergab (diesmal mit schnellen Radfahrern von hinten).</p>
<p>Nach ein paar hundert Metern konnten wir die Fahrradstrecke dann wieder verlassen, liefen durch ein kleines Wäldchen, und um eine Kurve, nur um uns unversehens mitten in einem weiteren Volksfest mitten im Weinberg wiederzufinden &#8211; offensichtlich war im nächsten Ort &#8211; <a href="http://www.schriesheim.de/">Schriesheim</a> &#8211; die jährliche Weinwanderung, was hunderte von Leuten auf die Hänge getrieben hatten, die nun Führungen machten oder sich in dort oben aufgebauten Festzelten ein paar Gläschen Wein genehmigten.<br />
Auch das war wieder ziemlich eng, was dazu führte, dass wir wieder mal die richtige Abzweigung verpassten &#8211; anstatt dem Blütenweg weiter auf die Anhöhe zu folgen, fanden wir uns auf einem asphaltierten Weg voller Weinwanderer wieder, der hinunter ins Dorf führte (auch wieder recht hübsch, mit ein bisschen <a href="http://www.schriesheim.de/index.php?id=98">Altstadt</a> und einer netten, leicht mediterranen Weinort-Atmo).</p>
<p>Da wir den Blütenweg wieder finden wollten, wandten wir uns am nächsten Hang nach links, die Burgstrasse hoch in Richtung der nächsten Anhöhe, auf der eine uns unbekannte Burg thronte (die <a href="http://www.schriesheim.de/index.php?id=517">Strahlenburg</a>, wie sich herausstellte) &#8211; sehr steil und &#8211; wegen der Weinlwanderung, die auch im Süden Schriesheims stattfand &#8211; auch wieder ziemlich voll.<br />
Auf halber Höhe stiessen wir immerhin auf den Burgenweg (Markierung blaues B) &#8211; zwar nicht ganz, was wir gesucht hatten, aber besser als nix, also folgten wir ihm schaufend weiter bergauf in Richtung der Strahlenburg, die wir schnell auch noch mitnehmen wollten (eigentlich ein kleiner Umweg, aber wenn man schon mal da ist&#8230;), aber irgendwie verpassten, und oberhalb von ihr wieder in die Weinberge kamen.<br />
Da die Wege unterhalb von uns proppenvoll mit Weinwanderend und Festzelten waren, beschlossen wir, erst mal auf dem Burgenweg zu bleiben, und folgten ihm ca. einen halben km nach Süden (oberster Weg auf dem Weinberg, grandiose Sicht aufs nahe Mannheim), wo er weiter nach oben in den Wald führte.</p>
<p>Auch hier ging´s erst mal weiter bergauf (teilweise auf einem sehr engen Trampelfpfad), aber nach einer Weile wurde der Weg eben und liess sich gut laufen.<br />
Nach ein paar Minuten kamen wir völlig unvermittelt am hinteren Ende einer weiteren Burg an, die so am Hang lag, dass wir sie fast übersehen hätten. Glücklicherweise nur fast &#8211; wie sich herausstellte, handelte es sich dabei um die <a href="http://www.schauenburg.de.vu/">Ruine Schauenburg</a>, die nicht aufeiner hohen Klippe über Dossenheim sitzt, und nicht nur einen großartigen Ausblick auf die Rheinebene, sondern auch auf die wildromantischen Felsformationen auf der anderen Talseite bietet.<br />
Natürlich machten wir kurz Pause, um uns umzusehen &#8211; über einen schmalen Pfad am Rande des Burggrabens gelangt man zur Ruine selbst, wo wir uns ein paar Minuten ins Gras setzten, was aßen und tranken, und die Sonne genossen, ebenso wie die Blasmusik die aus dem Dorf unter uns (Dossenheim, Volksfest) nach oben klang &#8211; spätestens da war dann auch mein schlechte Laune weitgehend abgeklungen, da oben war´s einfach zu schön.</p>
<p>Ein paar Minuten später ging´s dann weiter, ein tiefes Tal unterhalb der Ruine steil bergab bis nach <a href="http://www.dossenheim.de/servlet/PB/menu/-1/index.html">Dossenheim</a>, wo wir wieder auf den Blütenweg (gelbes B) stiessen. Auch hier wieder hübsch, dazu das fast schon obligatorische Volksfest in der Altstadt (da war die Blasmusik hergekommen), das wir diesesmal aber nur streiften, bevor wir am anderen Ende des Dorfes wieder in die Weinberge liefen, die hier durch eine Reihe von Schrebergärten in Hanglage mit teils sehr exotischen Pflanzen (Bananenstauden, Kiwis &#8211; die Bergstrasse hat nicht umsonst mit das mildeste Klima in Deutschland) ergänzt wurden.</p>
<p>Inzwischen waren rechts vorne schon die ersten Ausläufer von Heidelberg zu erkennen (die Kliniken am Neuenheimer Feld), und nach ca. 1,5 km durchs offene Gelände liefen wir in Handschuhsheim ein &#8211; zumindest in Heidelberg waren wir schon mal!<br />
Geradeaus durch den Obstgartenweg bis zu einem Friedhof, dann rechts leicht bergab und wieder links auf die Burgstrasse bis zur Ortsmitte (die übrigens voller Amerikaner war, keine Ahnung warum). Dort stiessen wir auf die <a href="http://www.tiefburg.de/tiefburg.htm">Tiefburg</a>, eine mittelalterliche Festungsanlage mitten im Kern des Ortsteils &#8211; sehr nett.</p>
<p>Da der Getränkegürtel inzwischen leer war, und wir schon über zwei Stunden laufen hinter uns hatten, machten wir hier erst mal eine kurze Pause in einem Restaurant &#8211; schließlich wollten wir noch mal hoch in die Berge, deswegen gab´s eine große Cola für jeden (Zucker, Koffein und Flüssigkeit &#8211; genau das richtige, um sich noch mal einen Energieschub zu holen).<br />
Zu lange konnten wir allerdings nicht verweilen, wir hatten ja noch was vor, also ging´s nach kurzer Rast weiter den Blütenweg entlang, der erst einen Schlenker nach Norden (also eigentlich die falsche Richtung) machte, bevor er nach Osten in einen schmalen, steilen, gerade den Berg hochführenden Fußweg einbog. Es folgten ca. 800 m. harter Aufstieg (da war man wirklich dankbar für die Cola), meist auf Kopfsteinpflaster, bis wir schließlich den Mönchbergweg im Wald oberhalb von Handschuhsheim erreichten.</p>
<p>Hier folgte dann noch ein relativ ebenes Stück, das sich sehr angenehm laufen liess, dann ging es rechts den Hang abwärts, wobei plötzlich der Neckar unter uns auftauchte &#8211; groß, breit, in der Sonne glitzernd, und ziemlich unverhofft. Schön!<br />
Ein paar Meter weiter erreichten wir einen architektonisch beeindruckenden kleinen Turm auf einer Wiese, der begehbar und geöffnet war - <a href="http://www.bismarcktuerme.de/website/ebene4/bawue/heidelb.html">die Bismarcksäule </a>. Natürlich mussten wir da hoch. Vom Fuß des Turms gibt es keine Aussicht, dazu ist der Wald zu Dicht &#8211; um so überwältigender ist der Anblick, der sich einem bietet, wenn man ihn erklommen hat: <a href="http://www.stadtpanoramen.de/heidelberg/heidelberg_blick.html">HEIDELBERG!!!</a><br />
Und zwar alles &#8211; Altstadt, Schloss, Neckar, das ganze Paket, und das bei Kaiserwetter &#8211; Wahnsinn, allein dieser unglaubliche Anblick war die ganze Mühe wert, einfach großartig!</p>
<p>Dergestalt inspiriert musst wir jetzt erstmal runter ins Neckartal. Von der Bismarcksäule wand sich der Weg nach unten, bis er schließlich <a href="http://www.cvb-heidelberg.de/e553/e861/index_ger.html">Philosophenweg</a> traf, von dem man ebenfalls einen großartigen Panoramablick auf die Stadt hat (ich muss zugeben: Obwohl ich schon oft in Heidelberg war, hab´ ich´s nie auf den Hang des Heiligenbergs am Nordufer des Neckar geschafft, deshalb war mir dieser großartige Anblick mehr oder weniger neu und entsprechend doppelt begeisternd).<br />
Wir folgten dem ziemlich überlaufenen Philosophenweg ein Stück nach Osten (Markierungen neben dem blauen B u.a. der rote Balken des Weitwanderwegs Odenwald-Vogesen und das rote R des Rhein-Neckar-Wegs), und verliessen ihn dann auf dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schlangenweg_(Heidelberg)">Schlangenweg</a>, der deutlich zu steil und ausgetreten zum Joggen war.<br />
Unten angekommen fanden wir uns direkt an der <a href="http://www.cvb-heidelberg.de/e553/e862/e868/index_ger.html">alten Brücke</a> wieder, auf der wir dann den Neckar überquerten und durch das prächtige <a href="http://www.technologiepark.heidelberg.de/Altstadt-Information/Sektor11/Sektor11o_Brueckentor.htm">Brückentor</a> in die Altstadt einliefen, die natürlich hoffnungslos überlaufen war (Heidelberg, Sonntag, wunderbares Wetter, da ist eben viel los), was uns einen weiteren Hindernislauf bescherte.</p>
<p>So ganz taufrisch fühlte ich mich inzwischen nicht mehr, aber natürlich konnen wir jetzt nicht einfach abdrehen und zum Bahnhof laufen &#8211; wir hatten es bis Heidelberg geschafft, also mussten wir auch noch mal aufs Schloss!<br />
Entsprechend hielten wir uns in der Altstadt halblinks, liefen an der <a href="http://ww2.heidelberg.de/Altstadt-Information/Sektor11/Sektor11u_Heiliggeistkirche.htm">Heiliggeistkirche</a> vorbei über den <a href="http://www.stadtpanoramen.de/heidelberg/marktplatz.html">Marktplatz</a>, weiter zum <a href="http://www.cvb-heidelberg.de/e553/e862/e870/index_ger.html">Kornmarkt</a> und schließlich auf dem steilen, steilen, steilen Burgweg hoch aufs <a href="http://www.heidelberg-schloss.de/">Schloss</a>.<br />
Puuh!</p>
<p>Den Eintritt wollten wir allerdings nicht zahlen, also verschauften wir nur kurz, und machten uns dann an das allerletzte Stück unserer Strecke: Auf dem Burgweg wieder in die Altstadt, bis zum Marktplatz, dann durch das dichte Gewühl in der ewig langen Hauptstrasse parallel zum Neckar bis zum Ende der Fußgängerzone, dort einen kleinen Knick nach Süden, dann durch die weniger dicht bevölkerte aber ebenso ewig lange Kurfürstenanlage bis zum Hauptbahnhof, wo wir gegen 15:30 ankamen.<br />
Geschafft! Ende der Tour.</p>
<p>Notgedrungene längere Pause weil wir den Zug nach Weinheim knapp verpasst hatten, ausruhen, ein bisschen dehnen, viel trinken (aaaaaahhhh!).<br />
Dann schließlich mit dem Zug via irgendeinen Mannheimer Vorort zurück nach Weinheim zum Auto, noch mal vorbei an der Strecke, die wir gerade zurückgelegt hatten (und die deprimierend schnell vorbeiflog).</p>
<p>Fazit: Toller lauf. Lang (3+ Stunden mit Pausen), weit (27 km), anspruchsvoll, und trotzdem keine nennenswerten Blessuren oder Probleme, nicht mal eine größere Erschöpfung hinterher &#8211; möglicherweise auch, weil wir dieses Mal sehr bewusst auf regelmässige Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme geachtet hatten.<br />
Wunderschöne Strecke (besonders ab Schriesheim) mit fulminantem Ende, wirklich toll, dazu (ich muss es noch mal wiederholen) traumhaftes Wetter &#8211; fast perfekt, wenn nicht der Ärger von heute morgen gewesen wäre.<br />
Immerhin, so hatten wir doch noch unseren weiten Lauf, der vielleicht sogar fast besser war, als der eigentlich geplante. Entsprechend war ich da auch schon wieder etwas milder gestimmt. Zumindest etwas, denn irgendwie geht´s ja auch um´s Prinzip, und das bleibt nun mal bestehen (bin halt ein alter Pedant&#8230;).</p>
<p>Karten (heute mal vier, weil´s so eine Lange Strecke war):<br />
- Teil 1: Weinheim bis Leutershausen<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/heidelberg-teil-1.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/heidelberg-teil-1.jpg?w=128" alt="" width="128" height="92" class="alignnone size-thumbnail wp-image-519" /></a></p>
<p>- Teil 2: Leutershausen bis Dossenheim<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/heidelberg-teil-2.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/heidelberg-teil-2.jpg?w=128" alt="" width="128" height="92" class="alignnone size-thumbnail wp-image-520" /></a></p>
<p>- Teil 3: Dossenheim bis Heidelberg Hauptbahnhof<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/09/heidelberg-teil-3.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/09/heidelberg-teil-3.jpg?w=128" alt="" width="128" height="92" class="alignnone size-thumbnail wp-image-127" /></a></p>
<p>- Gesamtstrecke:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/09/heidelberg-gesamt.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/09/heidelberg-gesamt.jpg?w=128" alt="" width="128" height="92" class="alignnone size-thumbnail wp-image-128" /></a></p>
<p>So! Und damit hätten wir die 500 km-Marke durchbrochen (zumindest im Blog. In echt haben wir natürlich seit Anfang des Jahres schon Einiges mehr). Nicht schlecht für ein paar unsportliche alte Säcke wie uns, oder?</p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/19601">Interaktive Streckenkarte</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Hinter Darmstadt (25,9 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2007/08/26/hinter-darmstadt-25-km/</link>
<pubDate>Sun, 26 Aug 2007 20:12:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
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<description><![CDATA[Prinzipiell machen wir die ganze Lauferei ja nicht zum Spass (ok, na gut, irgendwie schon, aber eben]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Prinzipiell machen wir die ganze Lauferei ja nicht zum Spass (ok, na gut, irgendwie schon, aber eben nicht nur) &#8211; das eigentliche Ziel ist unsere erste erfolgreiche Marathonteilnahme, und da braucht´s zum Training natürlich auch längere Strecken, die wir in den letzten Wochen und Monaten &#8211; meist aus Zeit- und Termingründen &#8211; insgesamt etwas vernachlässigt haben.</p>
<p>Das sollte sich heute aber ändern &#8211; wenigstens 25 km waren geplant. Ursprünglich wollten wir eigentlich mit der Fähre über den Rhein und den Rheinhöhenweg entlanglaufen, aber das hat von den Fährzeiten nicht geklappt, zudem war´s mit 28 Grad und praller Sonne ein bisschen zu warm, um nachmittags durch die offenen Weinberge zu laufen. Glücklicherweise hatten wir auch noch eine Ausweichroute parat, nämlich von Eberstadt aus durch das Hügelland hinter Darmstadt nach Norden bis zum Oberwaldhaus, und wieder zurück.</p>
<p><!--more-->Startzeit: 17:28.<br />
Startpunkt: Parkplatz/Wiese/Parkplatzwiese am <a href="http://www.darmstadt.de/freizeit/sport/baeder/02694/">Mühltalbad</a> in Eberstadt. Von dort aus rechts auf den Steigertsweg (Markierung: Eb2) dann nach ein- oder zweihundert Metern halbrechts ab (Markierung: Weisses V). Weiter in Richtung Anhöhe und Wald, durch die wunderschönen und idyllischen <a href="http://www.streuobstwiesen-eberstadt.de/spaziergang1.php">Streuobstwiesen</a> über Eberstadt auf einem sehr sanft ansteigenden und entsprechend angenehm joggbaren Weg (unterwegs den großartigen Fernblick genossen &#8211; das Gebiet liegt zwar nicht sonderlich hoch, aber es gibt eben keine anderen Hügel mehr davor, die die Aussicht verdecken könnten, grandios. Wenn´s bloss etwas klarer gewesen wäre).</p>
<p>Den Waldrand entlang nach Osten, vorbei am <a href="http://www.muehltal-odenwald.de/fotos/th/mathtemp.htm">Mathildentempel</a> oberhalb der <a href="http://www.muehltal-odenwald.de/geschich/muehlen/lustwand/graftext/bohlschl.htm">Bohlenmühle</a> an der B426. Knapp hinter dem südlichsten Punkt des Wäldchens ging es auf dem Papiermüllerweg links in den Wald rein (Markierung: Gelbes V bzw. gelbe 4), der sich als angenehm kühl und schattig erwies, auch wenn´s erstmal etwas steiler bergauf ging.</p>
<p>Dem hübschen Waldweg folgten wir ein ganzes Stück nach Norden, entlang dem Ortsrand von Trautheim (sehr ruhig und idyllisch &#8211; kein Wunder, dass die Immobilienpreise da die höchsten im Landkreis sind). Hinter dem <a href="http://www.muehltal-odenwald.de/fotos/th/emmelinh.htm">Forsthaus Emellinenhütte </a>überquerten wir die Fahrstrasse in Richtung Darmstadt Böllenfalltor und liefen weiter geradaus die Waldstrasse entlang in Richtung Traisa. Immer geradeaus, schließlich am oberen Ende der Waldstrasse wieder links in den Wald auf die alte Ober-Ramstädter Strasse nach Osten (Markierung: Gelbes V). Hier eine erste kurze Pause zum Trinken, dann weiter, hinter den Traisaer Sportanlagen bis zum schön an einer Waldwiese gelegenen <a href="http://www.muehltal-odenwald.de/fotos/tr/eisnhand.htm">Forsthaus an der &#8220;Eisernen Hand&#8221;</a> (wo kommen eigentlich immer diese coolen Namen her?). Hier eine kurzer Abstecher auf dem falschen Weg, aber den Irrtum schnell bemerkt und nach kurzem Umweg die richtige Strecke die Dieburger Strasse entlang nach Nordosten gewählt (Markierung weiterhin gelbes V).</p>
<p>Die schwenkte dann nach ca. einem Kilometer an einer weiteren Lichtung ganz nach Norden und vereinigte sich dort mit dem Main-Stromberg-Weg, der mit einem roten Quadrat markiert ist, und dem wir bis fast zum Steinbrücker Teich folgen wollten. Entlang eines Trimm-Dich-Pfades voller gutgemeinter Fitness-Tipps (für so einen Schnickschnack wie Rumpfbeugen hatten wir natürlich keine Zeit, schließlich waren wir mit Laufen beschäftigt&#8230;) bis zum äußerst pittouresken und hübschen <a href="http://www.hotel-bessunger-forst.de/html/umgebung.html">Ludwigsteich</a> vor den Toren Rossdorfs, den wir (natürlich weiterhin dem roten Quadrat folgend) halb umquerten, und dann über eine kleine Holzbrücke weiter nach Norden liefen.</p>
<p>Dort überquerten wir dann erst die Landstrasse nach Darmstadt und die alte Bahnline, dann unterquerten wir die fast schon Autobahnartige B26 zwischen Darmstadt und Dieburg, wobei das Durchlaufen des stockfinsteren und ziemlich langen Tunnels irgendwie was Surreales hatte, da die Wahrnehmung sich dabei sosehr auf den hellen Punkt am Ende konzentrierte, dass man irgendwie das Gefühl hatte, in der Dunkelheit aufzugehen (schwer zu beschreiben, macht´s einfach selbst, dann wisst ihr, was ich meine).</p>
<p>Weiter auf der schnurgeraden Bernhardsackerschneise durch den Wald. Rechts tauchte irgendenwann das Naturschutzgebiet <a href="http://nabu-kvdarmstadt.de/NSgebiete.htm#Schewiesen">Scheftheimer Wiesen</a> auf, links gab´s nichts ausser ein paar Querwegen, durch die die inzwischen schon recht tiefstehende Sonne schien (hübsch). Schließlich überquerten wir in einer Talsenke an der Bernhardshütte einen kleinen Bach, und bogen links, dem Bachverlauf folgend, in Richtung Oberwaldhaus ab (Markierung: Gelbe 1). Das hübsche Bachtal entlanglaufend erreichten wir schließlich nach 1-2 km den <a href="http://www.freizeitpark-darmstadt.de/4.html">Steinbrücker Teich </a>von Südosten, und umrundeten ihn fast vollständig.</p>
<p>Auf der Wiese an der Westseite des Teiches (hier war viel los &#8211; Sonntagnachmittag und schönes Wetter) eine längere Pause, kurz frischmachen, etwas dehnen, einen Müsliriegel essen und was trinken. Ausserdem eine kurze Bestandsaufnahme: Noch halbwegs fit, aber durstig, und offensichtlich zu wenig zu trinken dabei (ein Getränkegurt mit 1050 ml für zwei Personen = 525 ml pro Person, zuwenig für drei Stunden laufen bei praller Sonne). Dummerweise hatten wir beide unser Geld vergessen (meins lag im Auto &#8211; blöd, blöd, blöd!) und konnten deswegen nichts nachkaufen, also mussten wir erstmal weitermachen und uns die letzten 175 ml pro Person einteilen.</p>
<p>Das Weiterlaufen viel schon ein bisschen schwerer als bei unserer ersten Pause, ging aber noch, also eine kurze Steigung durch den Wald nach Südwesten (Markierung: Weisses Andreaskreuz) aufs <a href="http://www.oberfeld-darmstadt.de/">Oberfeld</a> hinter Darmstadt.<br />
Ich liebe das Oberfeld! Egal aus welcher Richtung man kommt, es taucht eigentlich immer überraschend auf &#8211; plötzlich hört der Wald/die Stadt unvermittelt einfach so auf, und man ist mitten auf einer großen, überraschend stillen Freifläche mit weiten Feldern, umsäumt von Grün. Das ganze wirkt ländlich und total friedlich, obwohl gerade mal einen oder zwei Kilometer entfernt die Großstadt losgeht, von der man jedoch lediglich die &#8220;Spitzen&#8221;, wie beispielsweise den Hochzeitsturm auf der Mathildenhöhe sieht &#8211; wunderschön, besonders an Spätsommerabenden wie heute, mit zirpenden Grillen und schräg stehenden Abendsonne.</p>
<p>Wir folgten dem Waldrand kurz nach Westen, bogen dann durchs Oberfeld nach Süden ab, und folgten dem Seitersweg (Markierung DA5) nach Westen bis zum Anfang von Darmstadt. Durch die Schrebergärten, dann an den ersten Häusern der Stadt nach links auf die <a href="http://www.gg-online.de/html/park_rosenhoehe.htm">Rosenhöhe</a>, dem m.M.n. <a href="http://www.rosenhoehe.de/fotogalerie/index.html">schönsten Park Darmstadts</a> (nach meinem Ausbruch zum Thema Oberfeld erspare ich uns mal die euphorischen Lobeshymnen auf die Rosenhöhe, und belasse es bei einem überzeugten und empathischen &#8220;Superschön&#8221;). Eigentlich hatten wir hier gerade durchlaufen wollen, aber der unser inzwischen schon recht starker Durst bescherte uns ein paar kleine Umwege auf der Suche nach Trinkbarem &#8211; leider erwiesen sich weder die Teiche im Rosarium, noch der Springbrunnen mit Blick auf die Mathildenhöhe als geeignet, also liefen wir durstig weiter.</p>
<p>Wir verliessen die Rosenhöhe am Ostbahnhof und liefen nach links die Erbacher Strasse (schöne alte Allee) entlang, bogen rechts in den Molkenbachweg, dann geradeaus durch den Rubinweg (<a href="http://www.heag.de/pressestelle/pressebilder/5519-3g.JPG">abgefahren-kubistische Architektur</a>) und rechts in die Strasse &#8220;Am Judenteich&#8221;. Dort ging überquerten wir auf einer Fußgängerbrücke die Bundesstrasse und die Bahn und liefen am <a href="http://www.tu-darmstadt.de/fb/bio/bot/BoGa.html">botanischen Garten der TU</a> entlang (war noch nie drin, von hinten sieht er aber hübsch aus).</p>
<p>Über die Heinrichsstrasse in den Schnampelweg, dann eine letzte Pause an Darmstadts kleinem aber feinen Tierpark, dem <a href="http://www.darmstadt.de/freizeit/vivarium/index.html">Vivarium</a>.<br />
Da wir inzwischen Riesendurst hatten, fragten wir kurzerhand im <a href="http://www.echo-online.de/kultur/detail.php3?id=456660">Ristorante Vivarium</a> nach, ob wir etwas Leitungswasser haben dürften. Wir durften (Deshalb an dieser Stelle noch mal: Vielen Dank! Ausserdem die Aufforderung an alle Leser [viele sind´s ja nicht, aber immerhin] bei Gelegenheit mal das Ristorante Vivarium, Darmstadt Schnampelweg 5, zu beehren, die sind nicht nur total nett, sondern haben auch richtig leckeres Essen [weiss ich von früheren Besuchen], also nix wie hin, die haben´s verdient!!!!!)!<br />
Nachdem wir uns also auf der Toilette des Restaurants mit schönem, süßen, kühlen, erfrischendem, kristallklarem wunderbaren Leitungswasser vollgesoffen hatten, machten wir uns auf den letzten Teil unserer Tour, auch wenn das Loslaufen inzwischen schon merklich schwerer fiel.</p>
<p>Geradeaus, die <a href="http://www.tu-darmstadt.de/city/tud/liwi.html">Lichtwiese</a> entlang nach Südosten (Auf dem Weitwanderweg Odenwald-Vogesen, der übrigens hier losgeht &#8211; Wegmarkierung: Roter Querbalken), dann am spacigen <a href="http://www.bahnhof-muehltal.de/bahnhoflichtwiese.html?PHPSESSID=6603ad45df1dd0dfe0042382854fe88a">neuen Bahnhof Lichtwiese</a> nach Süden in den (uhrzeitbedingt) finsteren Wald irgendwo hinter dem Böllenfalltor.</p>
<p>Wie gesagt, da war´s dunkel und wir waren schon ziemlich erschöpft, entsprechend hab´ ich da jetzt nicht mehr viele richtige Eindrücke jenseits wirrer Stream-of-Consciousness-Fetzen: Kurz verirrt, dann doch den richtigen Weg gefunden (DA1, nach Südosten), irgendwann bei der Bahn nach Süden (immer noch DA1), müde, nicht so richtig Lust, alles tut so ein bisschen weh (aber nichts so schlimm, dass es unerträglich wäre), immer dunkler, sind war bald da, nein sind wir nicht, ach verdammich, immer weiter, aua, an der Loreybuche nach Südwesten (immer noch DA1), eeeeeewig geradeaus, irgendwann über die B449 Darmstadt-Trautheim, noch mehr geradaus, hoch, runter, aua, und irgendwann dann endlich: Der rettende Waldrand über Eberstadt!</p>
<p>Von der Vorstellung, es bald geschafft zu haben, beflügelt weitergelaufen, noch mal durch die idyllischen Wiesen über Eberstadt (Markierung Eb2), wunderschöne Abendstimmung, links im purpurnen Himmel ein wunderbarer, riesengroßer Vollmond, rechts die letzten Strahlen des Sonnenuntergangs. Zwar zog sich das letzte Stück noch mal ungemein, aber da´s stetig leicht bergab ging, war es letztlich erträglich. Schließlich &#8211; wie üblich im letzten Tageslicht &#8211; das Mühltalbad mit wartendem Auto. Viel getrunken, kurz gedehnt, dann von einer Horde blutgeiler Stechmücken zur Heimfahrt gezwungen.</p>
<p>Ankunftszeit: 20:35, Also 3:07 h für insgesamt 25,9 km gebraucht &#8211; nicht besonders schnell, aber es war ja auch recht weit, dazu warm, hügelig und durstig, und wir hatten ja auch einige Pausen &#8211; alles in allem ok.</p>
<p>Fazit: Eine sehr schöne, abwechslungsreiche Strecke mit sowohl Stadt- auch als Landstücken und vielen schönen Punkten. Sehr angenehm laufbar, es ist zwar hügelig, aber eben doch sehr sanft, deswegen keine übermäßig langen und/oder steilen Anstiege. Viel Wald, deshalb auch bei wärmeren Temperaturen und viel Sonne gut laufbar, fast alle Wege gut markiert und entsprechend leicht zu finden.</p>
<p>Körperlich haben wir die knapp 26 km glaube ich ganz gut weggesteckt &#8211; zwar waren wir am Ende schon erschöpft und alles hat so ein bisschen wehgetan, aber nichts war wirklich unerträglich, entsprechend wäre wohl auch noch etwas mehr Strecke drin gewesen. Allerdings hat sich auch wieder mal gezeigt, wie wichtig gerade auf langen Strecken ausreichend Flüssigkeit ist &#8211; zuwenig davon, und man baut schnell stark ab. Insgesamt: Vielleicht noch nicht ganz Marathontauglich, aber auf einem guten Weg!</p>
<p>Karten:<br />
- Südteil: Eberstadt-Ludwigsteich und Lichtwiese-Eberstadt<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/03/hinter-darmstadt1.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/03/hinter-darmstadt1.jpg?w=128" alt="" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-421" /></a></p>
<p>- Nordteil: Ludwigsteich-Lichwiese<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/03/hinter-darmstadt2.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/03/hinter-darmstadt2.jpg?w=128" alt="" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-422" /></a></p>
<p>- Gesamtstrecke<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/03/hinterdarmstadtganz.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/03/hinterdarmstadtganz.jpg?w=128" alt="" width="128" height="92" class="alignnone size-thumbnail wp-image-424" /></a></p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/19491">Interaktive Streckenkarte</a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kühkopf (25,4 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2007/07/09/kuhkopf/</link>
<pubDate>Mon, 09 Jul 2007 16:54:44 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ingo</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2007/07/09/kuhkopf/</guid>
<description><![CDATA[Heute haben wir eine Langstrecke über den Kühkopf gemacht. Ursprünglich war eine Route von 22 km gep]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Heute haben wir eine Langstrecke über den <a title="Kühkopf" href="http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BChkopf-Knoblochsaue" target="_blank">Kühkopf</a> gemacht.</p>
<p>Ursprünglich war eine Route von 22 km geplant, aber weil wir falsch abgebogen sind, wurden es dann 25,4 km.</p>
<p>Es ist eine wunderschöne Strecke durch Wald und Wiesen, sowie an Rhein und Altrhein entlang.</p>
<p><!--more--><br />
Am Anfang waren wir noch guter Dinge, als wir wieder am Auto anlangten, waren wir mit unseren Kräfte aber ziemlich am Ende.</p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/19352">Interaktive Streckenkarte </a></p>
<p><a href="http://www.forsthaus-kuehkopf.com/images/fotos/karte_gross.jpg">Wanderkarte des Kühkopf</a></p>
<p>[i]</p>
<p><em><strong>Edit 23.02.08:</strong> Habe die alte Karte gerade durch eine bessere neue ersetzt, die auch die Wegmarkierungen der Laufstrecke enthält (sofern ich sie heute, mehr als ein halbes Jahr später, noch nachvollziehen konnte). Konkret sind wir von Erfelden bis zur Kreuzung hinter dem Forsthaus dem Nachtigallenweg (N) gefolgt, dann westwärts auf einen kleinen Deich und den Haubentaucherweg (H) gewechselt, dem wir viele Kilometer um das gesamte Westende der Insel gefolgt sind. Schließlich über einen unmarkierten Trampelpfad ins Inselinnere auf den Reiherweg (R), den nordwärts bis wir wieder am Haubentaucherweg waren, den dann ostwärts. Schließlich nach Süden, über den unmarkierten Betonweg durch die zentrale Wiese der Insel, dann südwärts auf der gelben 4/dem Rhein-Neckarweg (rotes R) bis Guntershausen und zur Stockstädter Brücke.<br />
Normalerweise sind alle hier veröffentlichten Karten entweder nach Norden oder nach Osten ausgerichtet, hier habe ich aber mal eine Ausnahme gemacht und die Karte nach Nordosten ausgerichtet, da die seltsam geformte Strecke sonst nicht draufgepasst hätte.</p>
<p>Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/02/kuhkopf.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/02/kuhkopf.jpg?w=128" alt="" width="128" height="92" class="alignnone size-thumbnail wp-image-408" /></a></p>
<p>M.<br />
</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>

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