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	<title>afroamerikanische-krimis &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/afroamerikanische-krimis/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "afroamerikanische-krimis"</description>
	<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 14:01:54 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

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<title><![CDATA[Der afroamerikanische Krimi]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/2009/02/04/der-afroamerikanische-krimi/</link>
<pubDate>Wed, 04 Feb 2009 07:44:59 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
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<description><![CDATA[NPR (National Public Radio) bringt ein sehr schönes Studiogespräch mit Paula L. Woods, Gar Anthony H]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://www.npr.org/templates/story/story.php?storyId=100019130">NPR</a> (<em>National Public Radio</em>) bringt ein sehr schönes <a href="http://www.npr.org/templates/player/mediaPlayer.html?action=1&#38;t=1&#38;islist=false&#38;id=100019130&#38;m=100019121">Studiogespräch</a> mit <em>Paula L. Woods, Gar Anthony Haywood</em> und <em>Gary Phillips</em> über den afroamerikanischen Krimi. Bücher von <em>Woods</em> und <em>Phillips</em> hatte ich ja auch schon mehrfach besprochen, <em>Woods</em> ist darüber hinaus auch Autorin eines <a href="http://www.amazon.de/Spooks-Spies-Private-Eyes-Suspense/dp/0385479557/ref=sr_1_24?ie=UTF8&#38;s=books-intl-de&#38;qid=1233669274&#38;sr=1-24">Buches</a> über den afroamerikanischen Krimi. Die drei dürften derzeit neben <em>Walter Mosley</em> und <em>Eleanor Taylor Bland</em> die wichtigsten Repräsentanten des afroamerikanischen Krimis sein. Von allen drei (von <em>Haywood</em>, der noch vor <em>Mosley</em> als erster Schwarzer den Shamus gewann, besonders lange) sind leider schon längere Zeit keine Bücher mehr erschienen.</p>
<p>Sie diskutieren über unterschiedliche Aspekte des afroamerikanischen Krimis, wie Rolle, Wandel (die älteren Autoren waren mehr Stilisten, die jüngeren sind mehr Realisten), die unterschiedlichen Spielarten usw.</p>
<p>Sehr wichtig scheint mir die Einschätzung der Folgen des Wandels des Buchmarktes für die afroamerikanischen Autoren. <em>Woods</em> vermutet, dass farbige Autoren mehr als andere unter dem Wandel, hin zu Bestsellern leiden, da sie nur für eine kleinere Gruppe schrieben, denn von Weißen werden sie kaum gelesen. Es scheint so, als wenn die Verlage da auf der Suche nach dem Einen wären, der die Minderheit vertritt und diese Stelle ist zur Zeit durch <em>Walter Mosley</em> bzw. <em>Toni Morrison</em> besetzt.</p>
<p>Das klingt plausibel. Es ist derzeit nicht leicht neue afroamerikanischen Autoren zu finden und von den alten gibt es keine neuen Bücher. Auch <a href="http://crimesistahs.blogspot.com/2008/12/december-is-buy-book-by-black-author.html">Angela Henry</a> klagte jüngst über die schwierigen Bedingungen für schwarze Autoren.</p>
<p>bernd</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Romantischer als Christie: The Company You Keep von Angela Henry]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/2008/07/10/romantischer-als-christie-the-company-you-keep-von-angela-henry/</link>
<pubDate>Thu, 10 Jul 2008 05:05:38 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
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<description><![CDATA[Kendra Clayton ist in der kleinen Stadt Willow in Ohio aufgewachsen und hatte nur für die Jahre des ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://krimileser.files.wordpress.com/2008/07/company.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-980" src="http://krimileser.wordpress.com/files/2008/07/company.jpg?w=201" alt="" vspace="30" width="130" height="200" /></a><br />
<em>Kendra Clayton</em> ist in der kleinen Stadt Willow in Ohio aufgewachsen und hatte nur für die Jahre des Studiums den Ort verlassen. Nun ist sie zurück und ist gebunden in einem intakten sozialen Netz (mit einer kleinen Wohnung, vermietet durch eine Freundin der Oma, welche sie 	erzogen hatte und die Dank dieser Aufsicht immer gut informiert ist), arbeitet halbtags bei einer Bildungseinrichtung, die Erwachsenen das Lesen beibringen soll und verdient sich im Restaurant des Onkels als Bedienung Geld dazu.</p>
<p>Eine Freundin stolpert über die Leiche des Kerls, dem sie eigentlich den Laufpass geben wollte, da er einfach nicht von anderen Frauen lassen konnte und noch bevor die Polizei am Tatort eintrifft, ist auch <em>Kendra</em> schon zur Stelle.</p>
<p>Im Weiteren entwickelt sich ein recht klassischer Whodunit, im dem <em>Kendra</em>, eigentlich ohne es zu wollen, so langsam in die Rolle derjenigen hineinstolpert, die alle relevanten Personen trifft, einen Faden findet und diesen zurückverfolgt, bis sie dann beim 	Täter angekommen ist.</p>
<p>Was dem Buch eine gewisse Moderne verleit, ist das Auftreten Kendras, die im Stile der „frechen“ Detektive, die so ein wenig gegen die Erwartungen von Familie und Gesellschaft bürstet (a la <em>Janet Evanovichs</em> <em>Stephanie Plum</em>).</p>
<p>Umweht wird das Buch von einer Aura der Romantik. <em>Angela Henry</em>, die sehr engagiert <a href="http://www.mystnoir.com/">MystNoir</a>, eine sehr schöne Seite für afroamerikanische Autoren und Helden aufgebaut hat, folgt hier, so meine ich, einer Stilrichtung die gar nicht so selten ist. Hier gibt es weibliche Sehnsüchte und wird über Männer hergezogen.</p>
<p>Das ist jetzt (natürlich) keine ganz große Lektüre aber erträglicher als befürchtet,<em> Henry</em> selber verfügt über genug schriftstellerische Qualität, dass man das Buch zu Ende lesen kann. Ihre Klage allerdings, dass dieses erste Buch sich bessere verkauft als die folgenden Bände kann ich nachvollziehen, nur ausgeprägte Romantikliebhaber werden erneut ein Abenteuer mit <em>Kendra</em> lesen wollen.</p>
<p>bernd</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kurzrezension: The Dying Ground von Nichelle D. Tramble]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/2008/03/06/kurzrezension-the-dying-ground-von-nichelle-d-tramble/</link>
<pubDate>Thu, 06 Mar 2008 05:17:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
<guid>http://krimileser.wordpress.com/2008/03/06/kurzrezension-the-dying-ground-von-nichelle-d-tramble/</guid>
<description><![CDATA[Schon bald nach seiner Markteinführung hatte Crack sich als innovatives und erfolgreiches Produkt ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://krimileser.wordpress.com/files/2008/03/thedyingground.jpg" title="thedyingground.jpg"><img src="http://krimileser.wordpress.com/files/2008/03/thedyingground.thumbnail.jpg" alt="thedyingground.jpg" align="left" hspace="30" vspace="30" /></a>Schon bald nach seiner Markteinführung hatte Crack sich als innovatives und erfolgreiches Produkt &#8216;rausgestellt. Derartige Produkte ziehen willige Verkäufer an wie Scheiße die Schmeißfliegen. Da sich das freien Spiel der Marktkräfte aufgrund der Eingriffe von Polizei und DEA (Drug Enforcement 	Administration) nicht entfalten kann, entstehen immer wieder quasi-Monopol Situationen – die Marktteilnehmer sprechen hier gerne von Claims, die abgesteckt werden. Und gerade solche Situationen sind für Händler interessant, so dass sie hier gelegentlich mit Waffengewalt nachhelfen, um Claims aufrecht zu erhalten, zu erweitern oder zu erwerben.</p>
<p><i>The Dying Ground</i> spielt im Jahr 1989 in Oakland, zur Hochphase des Crackhandels, die Zahl der Toten die im Strassenkampf um Claims ermordet wurden, erreicht ein Allzeithoch. Und irgendwann erwischt es <i>Billy Crane</i>, einen jungen aufstrebenden Dealer. Seit frühester Kindheit war er mit <i>Holly Ford</i> und <i>Maceo Redfield</i> befreundet. Während <i>Holly</i> ein Affineur ist, der zwar keinen Käse, jedoch Drogenrohware kenntnisreich veredelt, hat <i>Maceo</i> mit Drogen wenig am Hut. Aber der Ruf der Strasse, er lockt wie eine Sirene, und so steht <i>Maceo</i> ein wenig neben sich. Statt in Berkley, der renommierten  Universität zu studieren und sich seines Stipendiums als Baseballspieler würdig zu erweisen, sandelt er &#8216;rum, fährt mit seinem schicken Auto spazieren und hilft als Barkeeper in der Kneipe seiner Tanten aus.</p>
<p>Auch wenn die drei Freunde sich in den letzten Jahren auseinander gelebt haben &#8230; nicht nur, dass Billy erschossenen wurde, auch seine Freundin, <i>Maceos</i> große Liebe ist verschwunden. <i>Maceo</i> will sie suchen und dem Gesetz der Strasse folgend, sehen <i>Maceo</i> und <i>Holly</i> sich in der Pflicht, <i>Billy</i> zu rächen.</p>
<p>Es entfaltet sich eine Geschichte, welche die Folgen des Crackkonsums aufzeigt. Dabei geht es weniger um die Menschen, die sich mit ihrer Sucht selber zerstören, sondern es geht um die 	Händler, die sich, Beziehungen zu Freunden und Verwandten und eine ganze Soziokultur zerstören.</p>
<p>Dabei schreibt Tramble einen richtig spannenden Krimi, mit überraschenden Wendungen, glaubwürdigen Figuren, plastischen Szenen und dem Ghetto Hip-Hop Sprech der Strasse in den Dialogen. <i>Maceo</i> ist ein Mann der zwischen dem Lebensentwurf, den die Welt seines Großvaters vorsieht und dem Leben der Strasse mit seinen Kodex und Ritualen hin und her gerissen ist. Aus ihm hätte sich eine glaubhafte Serienfigur der 90er Jahre machen lassen. Da jedoch nach diesem Buch lediglich eine weiteres erschienen ist, fürchte ich, dass die Füße der Leser anders entschieden haben.</p>
<p>bernd</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die Entwöhnung von Jim Crow und Fred Hampton]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/2008/02/27/438/</link>
<pubDate>Wed, 27 Feb 2008 05:31:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
<guid>http://krimileser.wordpress.com/2008/02/27/438/</guid>
<description><![CDATA[In Jim Crow hatte ich das dunkle Kapitel der Rassentrennung in den USA beschrieben. Kris Nelscotts T]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>In <a href="http://krimileser.wordpress.com/2008/01/30/jim-crow/">Jim Crow</a> hatte ich das dunkle Kapitel der Rassentrennung in den USA beschrieben. <i>Kris Nelscotts</i> <a href="http://krimileser.wordpress.com/2008/02/26/kris-nelscotts-days-of-rage/">The Days of Rage</a> schreibt gewissermaßen die Geschichte der afroamerikanischen Emanzipation fort.</p>
<p><i>Days of Rage</i> spielt im Oktober 1969 und schließt den  04.12.1969 ein.  <i>Nelscott</i> greift aber auch ein wenig zurück und stellt die Ermordung <a href="http://krimileser.wordpress.com/2008/01/30/396/">Emmett Tills</a> am 28.08.1955 als Auslöser  der Freiheitsbewegung dar. <a href="http://www.facing.org/Campus/reslib.nsf/searchspecial/45EFAE99F7A1EF3085257181006C44E5?Opendocument&#38;gclid=CMr9gsvN3pECFQI6aAod91E6eA">Emmett Till </a>war ein 14 jähriger Junge aus Chicago, der zu Besuch im Süden war und nachdem er eine weißen Frau angekuckt oder ihr nach gepfiffen oder was auch immer getan hatte, brutal ermordet wurde. Der Aufschrei der durchs Land ging, die Mutter brachte den Leichnam ihres Sohnes zurück nach Chicago und barrte ihn in der öffentlich auf, führte laut <i>Nescott</i> zu <a href="http://afroamhistory.about.com/od/rosaparks/p/bio_parks_r.htm">Rosa Parks </a>Verweigerung am 01.12.1955 in Montgomery, Alabama ihren Sitzplatz im Bus für einen Weißen freizumachen. Nachdem sie dafür verhaftet worden war, setzte ein 381 Tage währender Boykott (angeführt durch <i>Martin Luther King</i>) der Busse Montgomerys durch Schwarze ein; am Ende hatten sie sich durchgesetzt, die Segregation wurde dort aufgegeben. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Jim_Crow_laws">Tatsächlich</a> war die Weigerung <i>Parks</i> (so symbolisch herausragend sie war) und der anschließende Boykott, wohl nur eine von vielen Taten, welche die landesweite Segregation untergruben.</p>
<p>Während der 40er und 50er Jahre gab es mehrere Entscheidungen des obersten US-amerikanischen Gerichts hierzu und <i>Lyndon B. Johnson</i> erließ 1964 ein entsprechendes Desegregationsgesetz. Die Benachteiligung bezog sich nicht nur auf Schwarze, sondern auch auf Juden  (siehe z.B. <a href="http://krimileser.wordpress.com/2008/01/24/kurzrezension-chester-himes-if-he-hollers-let-him-go/">If He Hollers Let Him Cry</a> von <i>Chester Himes</i>) und <a href="http://www.rzuser.uni-heidelberg.de/~el6/presentations/Asian_Americans_S1_WS2003/index.htm">Asiaten</a>.</p>
<p>Man kann sich die Atmosphäre in den späten 60er Jahren gar nicht vorstellen. Zu den Rassenkonflikten kam die durch die anti-Vietnam Krawalle aufgeheizte Stimmung.</p>
<p>In Chicago gab es keine Rassengesetze und dennoch waren Schwarze in manchen Gebieten der Stadt der Willkür ausgesetzt. Anfang Oktober 69 eskalierte die Situation in Chicago. Eine Gruppe von Linken, die <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Chicago_Seven">sog. Chicago Seven</a> war angeklagt worden, weil es im Jahr zuvor beim Präsidentschaftskonvent der Demokraten zu Ausschreitungen gekommen war (auch natürlich durch die Reaktion der Polizei bedingt). Die Gruppierung der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Weatherman_%28organization%29">Weathermen</a> (weiße Linke, benannt nach <i>Bob Dylans</i> <a href="http://www.youtube.com/watch?v=MAbtg9dz5P0"><span>Subterranean Homesick Blues</span></a>) versuchte sich die Situation zunutze zu machen, startete Demos und Krawalle (<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Days_of_Rage">Days of Rage</a>), während derer auch ein Polizeidenkmal zerstört wurde. Primär waren diese Aktionen gegen den Vietnamkrieg gerichtet.</p>
<p>Es gab jedoch in Chicago zu der Zeit eine starke Fraktion der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Black_Panther_Party">Black Panther</a>, einer linken schwarzen radikalen Gruppierung, deren junger Chef (21 Jahre), <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Fred_Hampton">Fred Hampton</a> innerhalb der amerikanischen Black Panther zu einer der <a href="http://www.hartford-hwp.com/archives/45a/081.html">wichtigsten Personen</a> aufgestiegen war, Nelscott schreibt, dass die Panther von den <i>Days of Rage</i> nicht begeistert waren, den sie führten zu Gegenreaktionen der Polizei. Und diese trafen auch die Schwarzen.</p>
<p>Es gilt heute als gesichert, dass am 04.12.69 einige Mitglieder der Chicagoer Polizei mit Mitarbeitern der Staatsanwaltschaft des Cook County<i>s Hampton</i>, sowie  mehrere seiner Gefolgsleute in seinem Haus überfallen und in einem Kugelhagel von 98 (!) Geschossen umgebracht haben. Ein Undercover-Informant des FBI hatte Nachts zuvor <i>Hampton</i> ein Barbiturat gegeben, so dass dieser um 1.30 während eines Telefonats mit seiner Mutter einschlief. Die Killer kamen um 4.00 Morgens.</p>
<p>bernd</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kris Nelscotts Days of Rage]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/2008/02/26/kris-nelscotts-days-of-rage/</link>
<pubDate>Tue, 26 Feb 2008 05:14:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
<guid>http://krimileser.wordpress.com/2008/02/26/kris-nelscotts-days-of-rage/</guid>
<description><![CDATA[Kris Nelscott ist das Pseudonym von Kristine Kathryn Rusch, einer wahrlich titanischen Autorin, die ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://krimileser.wordpress.com/files/2008/02/days-of-rage.jpg" title="days-of-rage.jpg"><img src="http://krimileser.wordpress.com/files/2008/02/days-of-rage.thumbnail.jpg" alt="days-of-rage.jpg" align="left" hspace="30" vspace="30" /></a><br />
<i>Kris Nelscott</i> ist das Pseudonym von <i>Kristine Kathryn Rusch</i>, einer wahrlich titanischen Autorin, die den <i>Hugo Award </i>(Scifi), einmal als Autorin und einmal als Herausgeberin, den <i>World Fantasy Award</i> und den <i>Herodotus Award</i> (historische Krimis) mit ihren Büchern gewonnen hat. Darüber hinaus schreibt sie Romanzen und &#8220;Mainstream&#8221; (Frankfurtbücher ?) In den letzten Jahren hat sie eine ähnlich Publikationsfrequenz wie <i>Ken Bruen</i> vorzuweisen.</p>
<p>Die Besprechung ihres aktuellen Krimis findet sich bei -<a href="http://www.hinternet.de/weblog/2008/02/kris-nelscott-days-of-rage.php">&#62; wtd</a>. <i>Days of Rage </i>gräbt sich tief in die späten 60er Jahre ein, bleibt aber deutlich erkennbar ein Krimi.</p>
<p>Die Homepage von <i>Kristine Kathryn Rusch</i> findet sich <a href="http://www.kristinekathrynrusch.com/">-&#62; hier</a>.</p>
<p>bernd</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kurzrezension: Donald Goines' Whoreson ]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/2008/02/14/kurzrezension-donald-goines-whoreson/</link>
<pubDate>Thu, 14 Feb 2008 05:04:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
<guid>http://krimileser.wordpress.com/2008/02/14/kurzrezension-donald-goines-whoreson/</guid>
<description><![CDATA[Donald Goines gehört zu den afroamerikanischen Krimiautoren der ersten Generation. Er ist ein stilbi]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://krimileser.wordpress.com/files/2008/02/whoreson.jpg" title="whoreson.jpg"><img src="http://krimileser.wordpress.com/files/2008/02/whoreson.thumbnail.jpg" alt="whoreson.jpg" align="left" hspace="30" vspace="30" /></a><i>Donald Goines</i> gehört zu den afroamerikanischen Krimiautoren der ersten Generation. Er ist ein stilbildender Autor und gilt als Begründer des Ghettorealismuses. In simenonscher Geschwindigkeit schrieb er in einem Zeitraum von 5 Jahren, um seine Heroinabhängigkeit zu finanzieren 16 Bücher. Heute ist er wohl der meistgelesene schwarze Krimiautor. <i>Allan Guthrie</i> <a href="http://www.fantasybookspot.com/node/2343">meint</a>, das läge nicht nur daran, dass Ganoven und Gauner bei ihm im Mittelpunkt stehen, sondern auch an seiner Schreibe: Mit sieben Wörter pro Satz kommt <i>Goines</i> durchschnittlich aus.</p>
<p><i>Whoreson</i> ist <i>Goines</i> Erstling und erzählt die Geschichte von <i>Whoreson Jones </i>dem Sohn einer Hure. Sein Vorname ist Programm: Geboren im Ghetto Chicagos, von seiner Mutter, einer Nutte großgezogen, wuchs er in Mitten von Huren und Zuhältern auf und erkannte schon mit 11 Jahren, dass er auch Zuhälter werden will. Aber nicht irgendein Zuhälter, nein, ein Pimp, gewissermaßen der Porsche unter den Zuhältern, wollte er werden.</p>
<p><i>Whoreson</i> erzählt dem Leser (ganz so wie es <i>Icebeg Slim</i> in <a href="http://krimileser.wordpress.com/2007/10/25/kurzrezension-iceberg-slims-trick-baby/">Trick Baby</a> mit dem Betrügen tat) was es bedeutet, ein guter Pimp zu sein: Er liebte und schlug seine Frauen, hielt sie bei Laune, wusste den kleinen Luxus zu schätzen und musste immer damit rechnen, von der Polizei aufgegriffen zu werden.</p>
<p>Nun ja, was soll man sagen. <i>Goines</i> kommt mit seinem einfachen Stil sehr weit. Er hat sich, meine ich, von <i>Iceberg Slim</i> inspirieren lassen und dieses Buch wurde auch von dessen Verlag veröffentlicht; am Aufbau des Buches lässt sich das erahnen.</p>
<p><i>Whoreson</i> ist, natürlich, sonst ließen sich die Damen ja kaum bei Stange halten, irgendwie ein überzeugender Typ, &#8230; ein Schweinehund natürlich auch. Mit seinem Ehrenkodex und Moralvorstellungen, seinen Ängsten und Hoffnungen ist er dennoch im Grunde ein ganz normaler Mann. Die Sitten und Gebräuche im Ghetto sind hart und haben mit dem Leben, wie es weiße Autoren der Epoche beschreiben, wenig gemein. Wie überhaupt: Weiße kommen in diesem Buch kaum vor, die Segregation ist so gesehen, hier perfekt umgesetzt.</p>
<p><i>bernd</i></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Retour]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/2008/01/30/396/</link>
<pubDate>Wed, 30 Jan 2008 08:49:42 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
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<description><![CDATA[Death of Emmett Till von Bob Dylan Georg ergänzte meinen Beitrag über Jim Crow um den Hinweis, dass ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><b>Death of Emmett Till von Bob Dylan</b><br />
<span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/QjfGcRM35xg&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/QjfGcRM35xg&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
<p>Georg ergänzte meinen Beitrag über Jim Crow <a href="http://giorgione.twoday.net/stories/4660183/">um den Hinweis</a>, dass <i>Bob Dylan </i>einen Song über <i>Emmett Till</i> verfasst hatte, welcher allgemein bekannt sei. Offiziell sei das Lied nie erschienen und es gäbe nur Bootlegs, die unter Sammlern zirkulierten, steht in dem Link auf den Georg verweist. Nun denn, da ich kein Sammler von <i>Bob Dylans </i>Musik bin, kannte ich dieses Lied von ihm nicht. Wem es ebenso geht, oder wer schlichtweg neugierig ist, möge schauen. Gut gemacht.</p>
<p>Ebenfalls Danke !</p>
<p>bernd</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Jim Crow]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/2008/01/30/jim-crow/</link>
<pubDate>Wed, 30 Jan 2008 05:26:33 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
<guid>http://krimileser.wordpress.com/2008/01/30/jim-crow/</guid>
<description><![CDATA[Jim Crow war keine reale Person, sondern eine Figur des afro-amerikanischen Varietes im 19. Jahrhund]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><i>Jim Crow</i> war keine reale Person, sondern eine Figur des afro-amerikanischen Varietes im 19. Jahrhundert. Sie wurde zur Bezeichnung eines Abschnitts der US-amerikanischen Geschichte. Ohne benannt zu werden, ist <i>Jim Crow</i> auch Akteur in vielen US-Amerikanischen Krimis.</p>
<p>Nachdem die Nordstaaten (Union) gegen die Südstaaten (Konföderierte) 1865 den amerikanischen Bürgerkrieg gewonnen hatten, wurden den Schwarzen zahlreiche Rechte zugestanden. Im 13. Zusatz (Amendment) zur Verfassung wurde die Sklaverei abgeschafft, im 14. Zusatz wurde das Recht verbrieft, Bürger der USA zu werden und im 15. Zusatz das Wahlrecht für schwarze Männer eingeräumt.</p>
<p>Die Zeit zwischen 1865 und 1877 wird allgemein als <a href="http://www.pbs.org/wnet/jimcrow/stories_events_reconstruct.html"><i>Reconstruction</i></a> bezeichnet, in dieser Zeit wurden die Südstaaten gewissermaßen durch den Norden verwaltet und es wurde versucht die Rechte der Schwarzen <a href="http://www.pbs.org/wnet/jimcrow/stories_events_freed.html">durchzusetzen</a>. Die ehemaligen Sklaven waren schließlich mittellos, hatten kein Land und waren mit einer weißen Übermacht konfrontiert, die auch vor Massenmorden nicht zurückschreckte (Memphis, 1866; New Orleans, 1866; Louisiana, 1868; Clinton 1875 <a href="http://memory.loc.gov/ammem/aap/timeline.html">-&#62; hier</a>).</p>
<p>Die <i>Reconstruction</i> endete mit der Wahl des Republikaners <i>Rutherford B. Hayes</i> zum US Präsidenten. Zwischen ihm und dem demokratischen Kandidaten war es zu einem Patt bei der Wahl 1876 gekommen. <i>Hayes</i> ließ sich mit den Stimmen der demokratischen Wahlmänner aus dem Süden wählen und gab im Gegenzug den Demokraten Handlungsfreiheit im Süden &#8211; damals waren die Republikaner die Fortschrittlichen; erst in den 30 Jahren des 20. Jahrhunderts unter F.D. Rooseveld änderte sich die Einstellung der Demokraten; noch heute gibt es deshalb im Süden Parteimitglieder der Demokraten, die wie selbstverständlich republikanische Kandidaten wählen.</p>
<p>In der Folge etablierten sich im Süden (aber nicht nur dort) die <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Jim_Crow_laws">Jim Crow Gesetze</a>, die auf dem Prinzip <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Separate_but_equal">separate but equal</a> beruhten. Grundlage dieser Gesetze war der prinzipielle Zugang zu allen Institutionen des öffentlichen Lebens, wie Schule, Verkehrsmittel, Restaurants durch Schwarze bei radikaler Trennung von Weiß und Schwarz. Schwarze durften nicht in Eisenbahnwagen, die für Weiße vorgesehen waren, mussten separate Toiletten benutzen, &#8220;<i>All marriages between a white person and a negro, or between a white person and a person of negro descent to the fourth generation inclusive, are hereby forever prohibited.</i>&#8221; Beispiel aus Florida,  usw usf (zahlreiche Beispiele <a href="http://www.nps.gov/archive/malu/documents/jim_crow_laws.htm">-&#62; hier</a>).</p>
<p>Immer dann wenn Schwarze diese Regeln verletzten, konnten sie inkriminiert werden, mit anderen Worten: Es herrschte die helle Willkür.</p>
<p>So kam es dann, dass die Staaten des Nordes als Paradies angesehen wurden und eine massive Flucht in den Norden einsetzte:</p>
<blockquote><p>[...] many referred to the North as &#8220;The Promised Land&#8221; Young Richard Wright, who became an internationally acclaimed writer, remembered how the North kept hope alive during the dark days of his childhood in the deep South. &#8220;The North symbolized to me all that I had not felt or seen; it had no relation to what actually existed. Yet by imagining a place where everything is possible, it kept hope alive inside of me.&#8221;</p></blockquote>
<p>Aus <a href="http://www.pbs.org/wnet/jimcrow/stories_events_migration.html">The Rise and Fall of Jim Crow</a>.</p>
<p>Die Bücher Walter Mosleys sind voll mit solchen Menschen. <a href="http://krimileser.wordpress.com/2008/01/24/kurzrezension-chester-himes-if-he-hollers-let-him-go/">If He Hollers Let Him Go</a> von Chester Himes erzählt, wie relativ solche Hoffnungen sind.</p>
<p>Besonders empfindlich wurden die weißen Männer, wenn es um &#8220;ihre&#8221; Frauen ging. Schon der Verdacht gegen einen schwarzen Mann, dass er mit einer weißen Frau, womöglich auch noch mit ihrer Einwilligung, engeren Kontakt hatte oder sie auch nur &#8220;unangemessen&#8221; behandelte, konnte tödlich für ihn sein (siehe <i>Joe Lansdales</i> <a href="http://krimileser.wordpress.com/2007/08/27/kurzrezension-the-bottoms-von-john-r-lansdale/">The Bottoms</a> (deutsch: <i>Die Wälder am Fluss</i>)). So war dann ein entscheidendes Ereignis, welches zum Ende der Segregation führte, der Tod <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Emmett_Till">Emmett Tills</a>. Der 14 jährige Junge war von Weißen gelyncht worden, nachdem er eine/r Weiße angesprochen/nachgepfiffen hatte &#8211; siehe das <a href="http://www.twotrainsrunning.com/audio/VachssLansdale.mp3">Interview </a>zwischen <i>Lansdale</i> und <i>Andrew Vachss</i> über dessen <a href="http://www.hinternet.de/weblog/2006/08/andrew-vachss-two-trains-running.php">Two Trains Running</a>.</p>
<p>Seit 1967 gelten die entsprechenden Gesetze als abgeschafft.</p>
<p>bernd</p>
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