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	<title>alemannenweg &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/alemannenweg/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "alemannenweg"</description>
	<pubDate>Tue, 05 Jan 2010 07:14:40 +0000</pubDate>

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<item>
<title><![CDATA[Zick und zack und mittenrüber: Irgendwie um Beedenkirchen (12 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/11/12/zick-und-zack-und-mittenruber-irgendwie-um-beedenkirchen-12-km/</link>
<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 22:06:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
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<description><![CDATA[Über den ersten Lauf der Woche am Dienstag gibt´s nicht viel zu schreiben: Einer von diesen Mini-Fül]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Über den ersten Lauf der Woche am Dienstag gibt´s nicht viel zu schreiben: Einer von diesen Mini-Füllsel-Läufen, die sich ab der Übergangszeit regelmäßig ergeben: Fünf Kilometer (Fünf!! Für so´ne Lullerdistanz wär´ ich vor ein paar Wochen überhaupt nicht erst gestartet!) mit Nemo durch den dämmrig-grauen Wald hinterm Haus, eigentlich mehr Gassi-Gehen im Jogging-Tempo als eine richtige Tour.<br />
Aber der Hund ist bewegt, ein paar Kilometer kommen dann doch zusammen, und es geht schnell vorbei. Ho hum.<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/mittelweg-katharinenberg.jpg"><img title="mittelweg-katharinenberg" src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/mittelweg-katharinenberg.jpg?w=128&#038;h=93#38;h=93" alt="mittelweg-katharinenberg" width="128" height="93" /></a></p>
<p>Aber wenigstens war dann heute (= Donnerstag) ein bisschen mehr drin. </p>
<p>So langsam gewöhne ich mich wohl an den Gedanken, dass die Saison und die richtig schönen, langen, entspannten Touren weit weg von zuhause, erstmal vorbei sind. Nicht, dass mir das mistige Herbstwetter und die frühe Dunkelheit wirklich schmecken würden, aber ich ärgere mich nicht mehr ganz so sehr drüber (zumindest nicht die ganze Zeit&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ), fange an, mich irgendwie zu arrangieren &#8211; Erwartungen reduzieren, Laufgewohnheiten ändern, die Definition davon, was eine &#8220;gute Tour&#8221; ausmacht anpassen, sowas in der Art.<br />
Kein Allheilmittel gegen den Übergangszeitlaufblues, aber es hilft zumindest&#8230;</p>
<p>Glücklicherweise gibt´s ein paar Tricks, mit denen man einen unambitionierten grauen Herbstlauf im eigenen Hinterhof ein bisschen interessanter und stimulierender gestalten kann:<br />
<!--more--></p>
<p>Zum Beispiel, indem man dem Unbekannten im Bekannten (und nicht im Unbekannten <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ) nachspürt &#8211; man versucht bewusst, in eigentlich schon bekannten Gebieten neue Ecken, neue Wege, neue Blickwinkel zu entdecken, die einem bisher verborgen geblieben sind. Das kann sehr spannend sein.<br />
Ebenfalls spannend: Der vollkommen ungeplante Lauf. Keinerlei Vorgaben bezügleich Zeit, Distanz oder Strecke, man sucht sich einfach einen Startpunkt aus, und läuft los, ohne zu wissen, wo man  hin will &#8211; das findet sich dann spontan unterwegs, wenn man an jeder Abzweigung neu entscheidet, wo´s hingehen soll.</p>
<p>Heute will ich mal Beides probieren &#8211; sowohl das Unbekannte im Bekannten zu suchen, als auch den vollkommen ungeplanten Lauf ins Graue (Blau ist heute wenig&#8230;).<br />
Ist auch bitter nötig, denn der Tag ist wieder mal furchtbar trüb und hässlich, mit einer geschlossenen uniformen Wolkendecke, die so tief hängt und so dick ist, dass sich die Sonne darüber nicht mal erahnen lässt.<br />
Da kann so ein bisschen Extrastimulanz für den Lauf keinesfalls schaden.</p>
<p>Als Startpunkt habe ich mir den Wanderparkplatz an der Kuralpe ausgesucht, auf der Passhöhe zwischen Balkhäuser Tal und dem Tal des Wurzelbachs, wo die dichten Wälder der Felsbergflanke auf die Wiesen und Weiden an der Hutzelstrasse treffen.<br />
Kalt und neblig hier oben, gerade mal 5 Grad, und der gerade mal 100 m. höher liegende Gipfel des Felsbergs ist von grauen Wolkenfetzen verhüllt. Brr, da lauf´ ich lieber schnell mal los. </p>
<p>Uuuund zwar nach&#8230; Süden.<br />
Geradewegs den steilen Weg hoch, der von der Kuralpe auf den Felsberg führt, erst kurz durch die Wiesen, dann in den dunklen, feuchten Wald hinein (Markierungen: Was das Herz begehrt &#8211; Das weiße Andreaskreuz vom Europäischen Fernwanderweg 1, der rote Balken vom Weitwanderweg Odenwald-Vogesen, das rote S des Alemannenwegs, dazu die gelbe 7 und der SJ2-Marker, alles da&#8230;). </p>
<p>Aber nur kurz, nach 100 m. geht links ein schmaler, unmarkierter Waldweg ab, den ich noch nie gelaufen bin.<br />
Den nehme ich natürlich, von wegen Unbekanntes im Bekannten und so.<br />
Ostwärts durch den Wald an der Nordflanke des Feldbergs, links erkennt man zwischen den kahlen Bäumen die Wiesen über Staffel, auf denen ein paar zottelige Pferde weiden, rechts verliert sich der steil aufsteigende Hangwald schnell in grauem, stimmungsvollen Nebel.<br />
Der Weg selbst ist nicht besonders gut, ein selten gebrauchter Forstwirtschaftsweg, keine gepflegte Wanderroute. Aber er läuft sich angenehm, mit wenig Steigung und einem dicken Teppich aus nassem Herbstlaub, der die Schritte dämpft, während er sich über dem Waldrand durch die Bäume windet.</p>
<p>Nach 750 m. eine bekannte Kreuzung: Links runter geht´s hier auf den Rosenweg, rechts führt der Alemannenweg (rotes S) runter nach Beedenkirchen.<br />
Den nehm´ ich dann auch. Steil und holprig abwärts, an einer Schonung vorbei zum Waldrand über dem schönen Seitental von Holzwiese und Steckwiese &#8211; (leere) Pferdeweiden am Hang mit Obstbäumen, alles leicht eingenebelt und herbstlich, nett. </p>
<p>Kurzer unnötiger Schlenker am Waldrand um die Steckwiese rum (´cause I can, that´s why!! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ), dann auf dem Alemanneweg bis zum südwestlichen Zipfel von Beedenkirchen (&#8220;Am Stotz&#8221;. Das sind noch Strassennamen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ).<br />
Wo ich mich überrasche.<br />
Irgendwie habe ich erwartet, dass ich hier links laufe, durch Beedenkirchen durch und auf den Höhenweg nach Brandau.<br />
Mach´ ich aber nicht, stattdessen biege ich rechts ab, folge dem Alemannenweg weiter, auf einem blätterglitschigen Pfädchen durch das Bachtal westlich von Beedenkirchen bis zum Parkplatz Römersteine vor dem Felsenmeer.<br />
Wer hätte das gedacht?<br />
Ich nicht.<br />
Klappt gut, diese &#8220;ich lauf vollkommen ohne Plan&#8221;-Geschichte.  </p>
<p>Von den Römersteinen laufe ich links runter an die L3098, die von Beedenkirchen in tief eingeschnittene Lautertal führt.<br />
Nächste Überraschung: Anstatt hier links nach Beedenkirchen zu laufen, entscheide ich mich spontan dafür, der Landstrasse rechts runter zu folgen.<br />
Eigentlich genau die entgegengesetzte Richtung zu meiner ursprünglichen Idee, vielleicht ins Modautal zu laufen.<br />
Gefällt mir. </p>
<p>An der L3098 läuft sich´s nicht so gut.<br />
Schmale, enge Odenwaldstrasse mit vielen Kurven und ohne viel Platz.<br />
Natürlich kein Randstreifen, kein Radweg, nur die Fahrbahn selbst, da muss man aufpassen.<br />
Aber es geht bergab, gewunden durch die steilen Hangwiesen über Reichenbach, und nach den ersten paar hundert Metern (<a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/08/30/kalamitaten-zwischen-lauter-und-modautal-134-km-mit-fotos/">die ich im wesentlich sonnigeren August 2008 schon mal gelaufen bin</a>), ist die Strecke vollkommen neu (zumindest läuferisch, gefahren bin ich sie schon oft genug).</p>
<p>Ich folge der Strasse ein ganzes Stück, immer wieder muss ich auf den schmalen Randstreifen ausweichen, um entgegenkommenden Autos Platz zu machen, die im Gegenzug langsam machen und große, vorsichtige Bögen um mich fahren.</p>
<p>Nach 700 m. geht ein Waldweg links von der Strasse ab, schmal, wucherig, unmarkiert, keine Ahnung, wo genau er hinführt.<br />
Den nehme ich.<br />
Es geht aufwärts, ziemlich steil über einen schmalen Bergvorsprung, durch eine Lichtung mit frisch aufgeforstenen Bäumchen, die noch so klein sind, dass sie von kastigen Plastikschienen vor Wildverbiss geschützt werden müssen, dann an ein paar Gärten mitten in der Pampa vorbei, weiter durch die Wiesen unterhalb vom Gassenkopf und schließlich erreiche ich&#8230; Beedenkirchen?<br />
Schon wieder.<br />
Entweder ist der Ort deutlich größer, als ich ihn in Erinnerung habe, oder ich laufe heute einen total wirren Zickzackkurs&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  </p>
<p>Dieses Mal ist es übrigens der äußerste Südzipfel von Beedenkirchen am Ende der Hechlergasse.<br />
Kenn´ ich natürlich, hier bin ich schließlich schon gelaufen (November ´08 war das, wenn ich mich nicht irre, <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/11/23/halbverirrt-im-ersten-schnee-beedenkirchen-brandau-lautern-12-km/">halberfroren im ersten Schnee</a>).</p>
<p>Ich laufe rechts, wieder mal dem Alemannenweg hinterher. Der führt in ein kleines, schlammiges Wiesentälchen und führt dann an einer T-Kreuzung nach links zum Höhenweg in Richtung Brandau.<br />
Rechts hingegen geht ein schmales, unmarkiertes Pfädchen talwärts, von dem ich wieder mal keine Ahnung habe, wo es rauskommt &#8211; das ist natürlich viel spannender als der olle, bekannte Alemannenweg, keine Frage, ich laufe rechts. </p>
<p>Abwärts, in den Hangwald des Seitentals hinein, bis ich schließlich schräg vor/unter mir die L3098 oberhalb von Reichenbach erkenne, also genau die Landstrasse, von der ich vorhin gerade abgebogen und zurück nach Beedenkirchen gelaufen bin.<br />
Ok, die Zickzack-Theorie erhärtet sich so langsam&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Der Weg mündet direkt auf die Fahrbahn, aber nochmal Landstrasse will ich nicht. Zum Glück gibt´s eine Alternative, nämlich ein winziges Proto-Pfädchen, das links in den steilen Bergwald führt.<br />
Vielleicht ist es auch kein Proto-Pfädchen sondern nur ein Streifen etwas weniger überwucherte Wildnis, das lässt sich unter dem dicken Laubteppich nicht so ganz feststellen&#8230; </p>
<p>Aufwärts durch die Wallachei, während der Pfad rapide desintegriert, von diverse umgestürzten Bäumen blockiert wird, an ein paar verwitterten Bänken und einer moosigen und halbverrotteten Schutzhütte vorbeiführt (deutliche Anzeichen, dass hier zumindest mal ein Pfad WAR, aber in spätestens ein paar Jahren nichts mehr davon übrig sein wird), und sich schließlich gänzlich in der Wildnis verliert. </p>
<p>Kein Problem, da vorne schimmert bereits eine Bergwiese durch die finsteren Kiefern, da wird´s ja wohl irgendwie weitergehen, also schlage ich mich noch ein wenig durchs Dickicht, bis ich wieder offenes Gelände erreiche und keuche dann querfeldein und Rehe vor mir hertreibend die extrem steile Wiese hinauf, bis ich den nächsten Höhenrücken erreiche.<br />
Wo ich erstmal kurz innehalten muss, um mich zu orientieren.<br />
Hmm, ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, wo genau ich gerade bin&#8230;<br />
Sonnenstand als Richtungsmerkmal fällt aus (der Himmel ist uni-grau und überall vollkomen gleich finster), ebenso wie die umliegenden Bergmassive, deren bewaldete Flanken ich zwar gut sehen kann, deren charakteristische Rücken und Gipfel (auch bekannt als&#8221; die Teile, an denen man einen Berg erkennt&#8221;) aber vollkommen von den tief hängenden Wolken verschleiert werden.<br />
Hmmm&#8230; </p>
<p>Naja, das wird schon, ich laufe einfach mal weiter, über die Wiesen auf dem Bergrücken, bis ich sowas wie einen anständigen Feldweg erreiche, von dem aus ich auch ein Dorf unten im Tal erkennen kann.<br />
Sieht wie Lautern aus, also bin ich wohl auf der Anhöhe zwischen Reichenbach und Lautern kurz hinter dem Zehnes (ja, der Berg da, das ist er wohl). Prima, dann ist ja alles gut. </p>
<p>Ich folge dem Weg abwärts durch die Wiesen, bis er nach 300 m. auf den Hohensteinweg (Re4) trifft, den ich schon mal gelaufen bin. Dem folge ich links runter, durchs Weideland in Richtung Lautern. </p>
<p>Zumindest kurz, dann geht links ein weiterer Feldweg ab, der eigentlich ganz bequem aussieht, und von dem ich keine Ahnung habe, wo er hinführen könnte.<br />
Sieht spannend aus, also versuche ich mich einfach mal daran&#8230;</p>
<p>300 m. am Hang eines Seitentals, dann wird klar, warum ich keine Ahnung habe, wo dieser Weg hinführt: Er führt nirgendwohin!<br />
Stattdessen endet er einfach so, am Fuß einer weiteren großen Bergweide, die von Wald umrahmt wird. </p>
<p>Umkehren ist natürlich nicht, sowas machen nur zaghafte Wankelmütler, stattdessen pflüge ich geradewegs weiter, die steile Weide hoch, einmal kurz Limbo durch einen rostigen Stacheldrahtzaun, bis ich das obere Wiesenende am Waldrand erreiche.<br />
Rien ne va plus.<br />
Hier gibt´s nichts, was auch nur annähernd wie ein Weg, Steg oder Pfad aussieht.<br />
Einfach nur wilden Wald, links, rechts, geradeaus. </p>
<p>Umkehren?<br />
Nä, niemals!<br />
Wenn hier kein Weg ist, mach´ ich mir eben einen!<br />
Harrr!!! </p>
<p>Ich schlage mich in den Wald, am rechten oberen Ende der Wiese, über Stock und Stein grob ostwärts, unterhalb der bewaldeten Kuppe des Knorz (das ist mal ein cooler Name für einen Berg, oder?).<br />
Klappt eigentlich ganz gut, nach ein paar Metern passiere ich eine schluchtartig klaffende Spalte im Hang (ein alter Steinbruch??), danach geht´s durch ein nachtschwarzes Kieferndickicht voller Wildtauben (die fliegen alle auf einmal los, als ich knackend und ächzend durchs Unterholzbreche, mit pfeifenden Flügeln und empörtem Gurren), und schließlich komme ich auf einer weiteren Hangwiese raus, von der ich &#8211; wieder mal &#8211; nicht den leisesten Schimmer habe, wo sie sich befinden könnte. </p>
<p>Das löst sich allerdings schnell von alleine, denn während ich zwischen alten Kuhfladen und Nebelfeuchtem Gras grob ostwärts wackele, kommt links unten im Tal ein kleines Dorf auf, das ich nach kurzem Studium eindeutig als Beedenkirchen identifiziere (was auch sonst?). </p>
<p>Kurz darauf erkenne ich dann auch am unteren Ende der Wiese die Kreuzung am Pflasterweg, die den Anfang des Höhenwegs rüber nach Brandau markiert.<br />
Damit bin ich wieder voll orientiert.<br />
Ist auch ganz gut so, denn so langsam wird das fahle Licht merklich schwächer, was darauf hin deutet, dass der Sonnenuntergang näherrückt und ich mir so langsam Gedanken über den Rückweg machen sollte (wie es sich für einen echten Lauf ins Blaue gehört, habe ich natürlich keine Uhr an, entsprechend kann ich nicht rausfinden, wie spät es gerade ist). </p>
<p>Soo eilig ist das aber noch nicht (denke ich mir), und biege am unteren Wiesenende spontan auf einen (natürlich unmarkierten) Schleichweg ein, der unter einem Baldachin aus alten, knorrigen Bäumen von Beedenkirchen Weg ins östlicher Richtung durch die Weiden am Rand des Lautertals führt und schließlich über dem Lauterner Sportplatz den Weg Verbindungsweg zwischen Lautern und dem Höhenweg Beedenkirchen-Brandau stößt (Markiert mit einem V-Marker). </p>
<p>Geradeaus (und damit immer noch nicht zurück), vorbei an einer wolligen Schafherde in die Felder des Brandauer Hochplateaus, wo ich mich dann schließlich doch auf einem Trampelfpfädchen zwischen braunen Äckern zum Höhenweg bequeme (hat ja lange genug gedauert&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  ) und mich nach links auf den Rückweg mache (Markierung: Weißer Balken).<br />
Höchste Zeit, das Licht wird knapper&#8230;</p>
<p>Kurzes Stück westwärts, ein paar hundert Meter auf dem bequemen Weg durch die Felder und Wiesen des flachen Rückens (oder leicht gewellten Plateaus?) zwischen Brandau und Beedenkirchen, dann rechts ab und den Knorz-Weg (Be1) runter. Der ist bequem asphaltiert, durchaus nicht unhübsch (soweit man das im schwindenden Licht beurteilen kann) und zudem auch noch weitgehend neu für, weil ich ihn irgendwie noch nie gelaufen bin. </p>
<p>800 m. gepflegt abwärts durch dämmrige Äcker, dann erreiche ich die K69, an deren randstreifen- und radweglosem Rand ich noch ein kurzes Stück entlanglaufen muss (etwas unangenehm, angesichts einbrechender Dunkelheit und dem recht frequenten heimwärts strebenden Berufsverkehr) und schließlich auf der Modaustr. in &#8211; wie könnte es anders sein &#8211; Beedenkirchen einlaufe. </p>
<p>Östlicher Ortsteil, hier bin ich schon tausendmal durchgefahren (ist die Hauptroute von daheim in den Odenwald rein) aber noch nie gelaufen.<br />
Vorbei am kleinen alten Friedhof, dann rechts und am Rand der Landstrasse (L3098) gleich wieder aus dem Ort raus, in Richtung Wurzelbach.<br />
Zum Glück nicht lang, denn so ein bisschen mulmig fühle ich mich schon im Dämmerlicht bei starkem Gegenverkehr (haben meine Klamotten auch genug Reflektoren???).<br />
Glücklicherweise geht´s nach 300 m. links ab, einen rissigen alten Feldweg hoch, der den langen, bergwiesigen Buckel des Oälsch (wer denkt sich eigentliche diese Namen aus) hinaufführt. </p>
<p>Hier wird´s so langsam ungemütlich. Die Steigung ist machbar, der Weg an sich total hübsch (zumindest in der Sonne, das weiss ich vom letzten Mal, als ich hier langgekommen bin), aber der Aufstieg ist über einen Kilometer lang, und es wird von Minute zu Minute finsterer, nieseliger und kälter. Mein Nacken ist bereits ein steifer Eisklumpen (hab´ dummerweise den Nackenwärmer vergessen), meine Ohren sind ebenfalls eiskalt, und meine Beine wollen nach den ganzen Cross-Country-Strapazen auch nicht mehr so recht.<br />
Ganz ehrlich: Hier bin ich mal richtig froh, dass ich mal in fremdem Gebiet unterwegs bin, sondern in einem Landstrich nahe an zuhause, in dem ich mich gut genug auskenne, um mich auch bei fast-schon-Dunkelheit noch zurechtzufinden&#8230;</p>
<p>Am Ende des Aufstiegs erreiche ich den Rosenweg (gelbe 7) an der Flanke des Felsbergs, hoch über Beedenkirchen, dessen Lichter aus den bläulichen Nachtschatten des Tals heraufblinken.<br />
Dem muss ich jetzt nur noch folgen, nach Rechts/Westen, wo er sich durch die dunklen Hangwiesen windet und überraschend schöne (wenn auch kalte) Einblicke ins nächtliche Modautal gewährt. </p>
<p>Licht gibt´s inzwischen fast keins mehr, der Weg ist ein etwas hellerer Schemen in der Dunkelheit, dessen Details von der beginnenden Nacht und dem dichter werdenden Nebel verborgen werden.<br />
Etwas zu meinem Leidwesen, denn der Rosenweg ist aufgewühlt und feucht, mit tiefen Schlammpfützen, die sich so kaum vermeiden lassen. Bereits nach ein paar Metern bin ich sowohl links als auch rechts mehrmals Schienbeintief in den Morast gequatscht, zum allgemeinen Diskomfort von Kälte und Dunkelheit gesellt sich somit auch noch die exquisite Unbequemlichkeit von mit eiskaltem Schlammwasser durchtränkten Schuhen und dicken Wollsocken (hätte wohl doch die Laufsocken anziehen sollen&#8230;)  </p>
<p>Entsprechend froh bin ich dann auch, als das Ziel in Sicht kommt.<br />
Erst die lange Strasse von Staffel hoch zur Passhöhe auf der anderen Talseite, auf der langsam Autos hinauf- und hinabkriechen und mit ihren langen, strahligen Scheinwerferlichten durch den Nebel tasten, dann schließlich die Lichter der Kuralpe auf der Passhöhe, warm und freundlich in der blaugrauen nebligen Dunkelheit. </p>
<p>Als ich schließlich wieder am Auto ankomme, ist es Rabennacht.<br />
Und das um 20 nach Fünf. Doofe Winterzeit!  </p>
<p>Ok, ich geb´s zu: Trotz trübem, drögen Wetter und pitschnassen Füßen war das eine von den guten Touren, mit überraschend viel neuer Strecke, ein paar Entdeckungen, und ordentlich Abenteuer, besonders natürlich an den Stellen, wo ich halbverirrt durchs Niemandsland geirrt bin. Hat Spaß gemacht. Irgendwie. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
Vermutlich keine Trendwende, wahrscheinlich werden mich die nächsten mieses-Herbstwetter-Läufe mich schon wieder tierisch ankotzen &#8211; aber gut getan hat´s trotzdem, sich mal wieder ein bisschen freizuschwimmen und dem saisonalen Laufblues zu trotzen&#8230; </p>
<p>Strecke: 12 km<br />
Zeit: Pffft. Viel, wie das halt so ist, wenn man sich mitten durch die Wildnis schlägt&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 58,08% (6,97 km von 12 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/11/zickzack-um-beedenkirchen.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/11/zickzack-um-beedenkirchen.jpg?w=150" alt="Zickzack um Beedenkirchen" title="Zickzack um Beedenkirchen" width="150" height="109" class="alignnone size-thumbnail wp-image-7026" /></a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Mit dem Hund bei Nebel und Regen um den Melibokus (12,8 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/10/08/mit-dem-hund-bei-nebel-und-regen-um-den-melibokus-128-km/</link>
<pubDate>Thu, 08 Oct 2009 20:45:43 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/10/08/mit-dem-hund-bei-nebel-und-regen-um-den-melibokus-128-km/</guid>
<description><![CDATA[Uuuääh. Dauerregen. Draußen ist´s grau und feucht und eklig und unschön &#8211; genau die Art von tr]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Uuuääh.<br />
Dauerregen.<br />
Draußen ist´s grau und feucht und eklig und unschön &#8211; genau die Art von trübem, drögen Herbsttag, die ich überhaupt nicht leiden kann (just for the record: Die Art von Herbsttag, die ich leiden kann, ist bunt und sonnig und warm, und hell und strahlend statt trüb noch dröge).</p>
<p>Entsprechend hab´ ich auch sowas von keine Lust &#8211; selbst ohne die allerletzten Erkältungsrückstände im System würd´ ich mich bei diesem Wetter am liebsten drücken.<br />
Aber das geht nicht.<br />
Schließlich muss ich nach der kleinen Krankheitspause wieder reinkommen, bevor der Schlendrian einkehrt.<br />
Also: Raus in den drögen Regen und laufen.<br />
Mrrhh..</p>
<p><!--more--><br />
Kein vorher geplante Strecke, das ist was für die Kür.<br />
Heute ist Pflicht, da lauf´ ich nicht weil ich mir Spaß oder Entdeckungen erwarte, sondern einfach nur so. Da braucht´s kein Plänchen.<br />
Einfach hoch in den feuchten, dunklen, tropfenden Wald hinterm Haus und schauen, wo´s einen hinverschlägt. </p>
<p>Immerhin muss ich nicht alleine starten &#8211; trüb und feucht und nicht zu warm, das ist gutes Wetter für den Hund, also schnapp´ ich mir Nemo beim Loslaufen und nehm´ ihn kurzerhand mit.<br />
Er freut sich riesig, dass seine Sommerpause vorbei ist (nicht so riesig freut er sich über den Regen, den mag er nämlich auch nicht so&#8230;). </p>
<p>Wir laufen in den Wald hoch, auf dem Burgenweg durchs untere Darsbergtal, hinauf zum Merckschen Wasserturm, dann den Pürschweg runter in Richtung Balkhäuser Tal und schließlich rechts den Melibokusweg hoch, der sich an der Ostflanke des Berges an den Seitentälern aufwärts windet. </p>
<p>Von der Physis her klappt´s schon wieder deutlich besser als beim letzen Mal, die erkältungsbedingte Schwere und Kurzatmigkeit, die mir vorgestern noch richtig zu schaffen gemacht hat, ist inzwischen schon wieder weitgehend weg, Tempo und Schrittfrequenz sind trotz der Steigung relativ zügig.<br />
Macht keinen echten Spaß (wie auch, an so einem häßlichen Tag), aber es ist auch nicht wirklich unerträglich.<br />
Für &#8220;Pflicht&#8221; schon mal ganz gut. </p>
<p>Und zumindest einen kleinen Lichtblick gibt´s, nämlich den Hund.<br />
Der ist nämlich mit Feuereifer bei der Sache.<br />
Man kann richtig sehen, wie er sich freut, mal wieder mitlaufen zu dürfen, selbst wenn ihm der Regen nicht besonders schmeckt. </p>
<p>Eigentlich ist Nemo ja nicht so richtig gut erzogen &#8211; wenn wir normal spazieren gehen, dann trödelt er gerne mal, mäandert von Wegrand zu Wegrand, überhört auch mal einen Pfiff, macht sein eigenes Ding (ist halt ein Terrier, die haben einen eigenen Kopf und viel Charakter. Nicht immer einfach, aber mir persönlich lieber als ein treudoof-devoter Retriever&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ).<br />
Wenn wir zusammen laufen, ist das anders &#8211; da ist er auf einmal hochkonzentriert bei der Sache, lässt sich nicht ablenken, bleibt in der Nähe (ohne mir in die Beine zu geraten), hält mein Tempo (das für ihn eine seltsame Mischung zwischen Trab und Galopp bedeutet). Wenn wir eine eine Abzweigung kommen, wartet er, bis er weiss, wo wir hinwollen, vor uneinsichtigen steilen Kurven brauche ich ihm nur ein leises &#8220;langsam&#8221; zuzurufen, dann er lässt sich zurückfallen und überlässt mir den Vortritt (das ist mir wichtig, denn man weiss hier oben nie, ob sich nicht gerade ein entgegenkommender Mountainbiker anschickt, mit rückichtslos überhöhter Geschwindigkeit um die Kurve zu brettern &#8211; da ist es mir lieber, wenn ich vorne bin).<br />
Das klappt richtig prima mit uns, trotz der Sommerpause sind wir ein richtig eingespieltes Team, und das, ohne dass wir jemals dafür hätten trainieren müssen. Das klappt einfach von alleine, und macht mich immer ein bisschen stolz, dass ich so einen coolen Hund habe&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Nach langem Aufstieg erreichen wir die Darsberghütte, da wir beide noch relativ fit sind (und inzwischen so eingesulcht, dass es eh keinen Unterschied mehr macht), laufen wir einfach weiter bergauf, links den Pürschweg hoch in Richtung Melibokus.<br />
Hier oben lässt der Regen etwas nach, allerdings vor allem deshalb, weil nun voll in die Wolken geraten, die sich um den Melibokusgipfel herum angesammelt haben. Mit jedem Schritt wird´s nebliger und dampfiger, bis wir schließlich durch eine wattige, tropfende Zwischenwelt laufen, in der die Sichtweite deutlich unter 50 m. liegt und die Luftfeuchtigkeit an der 100%-Marke kratzt (nicht so ideal für den noch etwas hustigen Rachen&#8230;).</p>
<p>Als wir den Fahrweg zum Melibokus erreichen, entscheide ich auf eine Gipfelumrundung (hoch müssen wir heute nicht, Aussicht gibt´s eh keine). Also folgen wir dem feuchten Asphalt aufwärts bis zur nächsten Serpentine, wo wir dann geradeaus durchlaufen und auf Nibelungensteig/Alemannenweg bzw. dem obersten unmarkierten Schlammpfädchen einmal ganz um den Gipfel herumlaufen. Hier lichtet sich der Nebel etwas, auch der Regen hört auf, hin und wieder kann man zwischen den Bäumen den gelblichen Schimmer am Himmel jenseits der Rheineben erkennen, wo die Sonne sich langsam darauf vorbereitet, durch den schmalen Spalt zwischen Wolken und Horizont zu tauchen und unterzugehen (übrigens ein interessanter Anblick, denn hier sind wir ÜBER den extrem tief hängenden Wolken, die auf auf halber Höhe am Berg hängen und die Sicht runter zur Bergstrasse blockieren).<br />
Ein Stück unterhalb der Stelle, wo der Pürschweg auf die Melibokusstrasse triffe, wechseln wir auf den unmarkierten Serpentinenweg, dem  über dem alten Steinbruch bis runter zur Schutzhütte am Erlengrund folgen. </p>
<p>Von hier aus geht´s zurück nach Norden, auf Hoboken-Weg (gelbe 4) abwärts an die Hoboken-Hütte, wechseln rechts auf den Geisbergkopf-Weg bis zur Wegscheide am oberen Ende des Sperbergrundtals, wo wir uns dann endgültig auf den Rückweg machen und dem Jossaweg (gelbe <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_cool.gif' alt='8)' class='wp-smiley' /> folgen.<br />
Der geht erst nochmal ein Stück stramm bergauf, ums Hasselbachtal rum (erste leichte Ermüdungserscheinungen bei Hund und Herrchen, aber noch geht´s), dann unterhalb der Ruine Josse zurück ins obere Darsbergtal.</p>
<p>Inzwischen ist die Sonne untergegangen, der regennasse Wald versinkt langsam aber sicher in der Nacht, durch die Bäume hallt der hohle Ruf irgendeiner großen Eule (als meine Mutter ein Kind war, haben ihre Großeltern ihr erzählt, dass das hier oben der &#8220;Eulenwald&#8221; ist, wo ganz besonders große Eulen leben sollen &#8211; anscheinend ist da was dran&#8230;) &#8211; da lasse ich Nemo doch lieber wieder vorneweglaufen, schließlich ist er auch nicht größer als ein Feldhase, und ich will ja nicht, dass er als Futter für einen kurzsichtigen Uhu endet&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  </p>
<p>Dem Darsbergtal müssen wir dann nur noch bergab folgen, durch das graue restlicht der schwindenen Dämmerung bis zum Waldrand, dann die letzten Meter runter nach Jugenheim, wo die gelben Strassenlaternen bereits einen warmen und heimeligen Schein verbreiten. </p>
<p>Pff. Jooa.<br />
Pflicht eben, nicht besonders dolle oder spaßig, aber zumindest war ich laufen.<br />
Ein bisschen Stolz bin ich allerdings auf Nemo, der die fast 13 km richtig gut mitgelaufen ist und weggesteckt hat &#8211; stramme Leistung für einen kleinen Kerl mit Stummelbeinchen und einem halben Jahr trainingsrückstand.</p>
<p>Strecke: 12,8 km<br />
Zeit: Nicht genommen<br />
Neue Strecke: Keine<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/hund-nebel-melibokus.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/hund-nebel-melibokus.jpg?w=138" alt="Hund, Nebel, Melibokus" title="Hund, Nebel, Melibokus" width="138" height="150" class="alignnone size-thumbnail wp-image-6551" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Hinterm Melibokus nach Zwingenberg ´09 (12,8 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/09/10/hinterm-melibokus-nach-zwingenberg-%c2%b409-128-km/</link>
<pubDate>Thu, 10 Sep 2009 21:43:54 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/09/10/hinterm-melibokus-nach-zwingenberg-%c2%b409-128-km/</guid>
<description><![CDATA[Vor knapp einem Jahr ist meine Cousine zu einer Weltreise aufgebrochen &#8211; einmal rund um den Gl]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Vor knapp einem Jahr ist meine Cousine zu einer Weltreise aufgebrochen &#8211; einmal rund um den Globus, Südamerika, Nordamerika, Pazifikregion, Australien, Asien&#8230;<br />
Zum Abschiedsessen auf dem <a href="http://www.echo-online.de/kultur/detail.php3?id=265415">Rebenhof</a> in Zwingenberg bin ich damals gelaufen, eine <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/09/25/hinterm-melibokus-nach-zwingenberg-128-km/">schöne, abwechslungsreiche Tour von zuhause aus über die Ostflanke des Melibokus, die Not-Gottes-Kapelle und Auerbach</a>. </p>
<p>Jetzt ist sie wieder da, zumindest für ein paar Tage auf &#8220;Urlaub vom Urlaub&#8221;, bevor sie wieder nach Down Under startet.<br />
Aus diesem Anlass gab´s dann heute Abend ein kleines Familienessen &#8211; in ähnlicher Besetzung wie vor einem Jahr, und natürluch wieder im Rebenhof in Zwingenberg (weil meine Cousine nach den ganzen, harten Monaten des Surfens auf Hawaii und am Bondi Beach verständlicherweise mal wieder Lust auf eine Biertischgarnitur, ´nen schlagerlallenden Alleinunterhalter und Kartoffeln mit Quark hatte.<br />
Ok, nicht auf den Alleinunterhalter, der war nur zufällig da&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ). </p>
<p>Also alles irgendwie schon recht symmetrisch, da wollte ich die Symmetrie natürlich komplett machen und bin wieder hingelaufen &#8211; genau dieselbe Strecke wie letztes Jahr!</p>
<p><!--more--><br />
Auf eine genaue Streckenbeschreibung verzichte ich heute mal (kann ja nicht immer lang und ausgiebig sein, gell?), wen´s interessiert, der kann die <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/09/25/hinterm-melibokus-nach-zwingenberg-128-km/">hier nachlesen</a>.</p>
<p>Aber dazu wie´s lief schreib´ ich was.<br />
Das war nämlich nicht besonders gut.</p>
<p>Einerseits wegen dem Wetter &#8211; extrem hohe Luftfeuchtigkeit passt mir beim Berglaufen nie, da komm´ ich immer zu schnell außer Atem und außerdem schwitzt man wie blöde, ohne dass das Zeug verdunstet.<br />
Das gibt dann so eine schöne, gleichmäßige Ganzkörperschicht aus klammem, klebrigem Schweiss, der sich auf der Haut festsetzt und auf kurz oder lang unweigerlich in die Augen läuft und dort brennt wie blöde (bei mir dauert´s zwar immer etwas, weil ich ordentlich dicke Augenbrauen habe &#8211; auf einer Skala von 0 ["Haarlos"] bis 10 ["Mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lykanthropie">Lykanthropie</a> infizierter <a href="http://www.chroniknet.de/assets/48523_1.jpg">Breschnew</a> bei Vollmond"] immerhin eine 6 oder 7 &#8211; dauert das immer ein bisschen, aber irgendwann ist es dann soweit. Urks!).<br />
Dieser Schweiss reagierte dann gleich mal mit dem zweiten ungemütlichen Wetterfeature des gestrigen Tages, nämlich einem überraschend starken Nordwind, der mit semiarktischen Temperaturen offenbar direkt vom Polarkreis (das ist irgendwo hinterm Taunus, hab´ ich mir sagen lassen) herunterblies.<br />
Ergebnis: Atemlos, klebrig, kalt.<br />
Gah!</p>
<p>Neben den wetterlichen Unbilden wollten aber auch meine Beine nicht so richtig &#8211; das Übliche: Schwer, holzig, unwillig.<br />
Was meine Beobachtungen der letzten Wochen nochmal bestätigt hat:<br />
Was mir momentan zu schaffen macht, sind nicht die Bergläufe, sondern paradoxerweise Touren auf ebenen Strecke.<br />
Gestern 15,5 km Flachland bei Erzhausen und Walldorf &#8211; heute sind bestimmte Muskelpartien verkatert und nicht besonders leistungsfähig. </p>
<p>Macht irgendwie sogar Sinn: In den letzten Monaten bin ich entweder kaum gelaufen, oder ich hab mir Strecken ausgesucht, die mir Spass machen, und das waren fast immer nur Hügel oder Berge.<br />
Das hat offensichtlich dazu geführt, dass der Teil meiner Beinmuskulatur, der vor allem beim Flachlandlaufen beansprucht wird, einfach nicht mehr so richtig fit ist, und auf längere Touren auf ebener Strecke mit unangenehmem Muskelkater reagiert (was sich dann auch wieder beim Berglaufen bemerkbar macht, wo diese Muskelpartien zwar weniger, aber eben immer noch ein bisschen, gebraucht werden und dementsprechend schwächeln).</p>
<p>Sprich: In den letzten Monaten hab´ ich etwas zu einseitig trainiert, und jetzt krieg´ ich die Quittung dafür&#8230;</p>
<p>Und jetzt sitz´ ich da und frage mich:<br />
Soll ich gezielt wieder mehr Flachland trainieren?<br />
Das wäre erstmal unbequem, und weniger interessant, und eigentlich hab´ ich gar keine Lust drauf &#8211; aber dafür könnte ich das entstandene Defizit ausgleichen.</p>
<p>Oder mach´ ich weiter wie bisher, laufe überwiegend angenehme, schöne, abwechslungsreiche Bergstrecken (auf die ich viel mehr Lust habe), und riskiere dabei, dass das Flachlanddefizit bestehen bleibt oder sogar noch stärker wird?</p>
<p>Im Moment weiss ich´s wirklich nicht.<br />
Mal Schauen&#8230;</p>
<p>Na ja, wie dem auch sei: Trotz unangenehmen Wetter, unfreiwilliger Marinade in kaltem Schweiss und unwilligen Beinen hab´ ich mich auf jeden Fall um den Melibokus rumgeschafft, bin den wunderschönen Neun-Krümmweg über dem dampfigen Mühltal (hohe Luftfeuchtigkeit, remember?) bis zur Not-Gottes gefolgt, dann auf Schleichwegen nach Auerbach abgestiegen, und von dort aus schließlich gegen den Nordwind durch die flachen Felder (das war hart) nach Zwingenberg zum Rebenhof gelaufen.<br />
Wo´s dann Familie, Cola, Kochkässchnitzel und ein Schöppchen Weisswein gab.<br />
Das war dann gar nicht mehr unangenehm&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>So, und wenn ihr jetzt genug habt von meinem Gequengele, und den eintönigen Laufberichten aus der öden ollen Provinz, dann schaut doch einfach mal bei meiner Cousine vorbei &#8211; da freut sie sich ein bisschen, und es gibt (spätestens ab nächste Woche wieder) so viel Abenteuer, Sonne, Strand und Meer wie das andere Ende der Welt überhaupt zu bieten hat:<br />
<a href="http://www.haihappen-on-tour.de/">http://www.haihappen-on-tour.de/</a></p>
<p>Seufz&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Strecke: 12,8 km<br />
Zeit: 1:23 h (= 9,25 km/h bzw. 6:29 min/km(<br />
Neue Strecke: Nee<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/09/hinterm-melibokus-nach-zwingenberg.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/09/hinterm-melibokus-nach-zwingenberg.jpg?w=150" alt="hinterm-melibokus-nach-zwingenberg" title="hinterm-melibokus-nach-zwingenberg" width="150" height="108" class="alignnone size-thumbnail wp-image-1614" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Burg Frankenstein mit schweren Beinen (15,5 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/09/02/burg-frankenstein-mit-schweren-beinen-155-km/</link>
<pubDate>Wed, 02 Sep 2009 20:41:19 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/09/02/burg-frankenstein-mit-schweren-beinen-155-km/</guid>
<description><![CDATA[Mittwoch. Zwei Tage Pause nach den läuferischen Strapazen des Wochenendes, eigentlich genug, also br]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Mittwoch.<br />
Zwei Tage Pause nach den läuferischen Strapazen des Wochenendes, eigentlich genug, also brech´ ich abends zum Laufen auf. </p>
<p>Hab´ mir was Unkompliziertes rausgesucht: Mal wieder auf die Burg Frankenstein zwischen Mühltal und Malchen, da war ich jetzt seit <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/10/31/frankenstein-zu-halloween-127-km/">letztem Oktober</a> nicht mehr, höchste Zeit, da oben mal wieder nach dem Rechten zu sehen.<br />
Unkompliziert ist das ganze übrigens deshalb, weil ich die Strecke aus dem FF kenne, da sind keine Pläne oder Wegmarker nötig.<br />
Aber ordentlich Höhenmeter sind´s trotzdem, und außerdem mindestes 15 km, mal sehen, wie das so klappt&#8230;</p>
<p><!--more--><br />
Am Anfang recht gut: Ich starte zwischen 18:00 Uhr und 19:00 in den heiter bis wolkigen Abend, Temperaturen sind angenehm, die Beine scheinen erstmal halbwegs gut mitzumachen. </p>
<p>Nordwärts, dem Blütenweg (gelbes B) folgend durch Jugenheim. Durch den Pauerweg, an der Krone entlang die Hauptstr. hoch, am Eingang zum Heiligenberg vorbei, dann geradeaus über die Abzweigung ins Stettbacher Tal die Seeheimer Str. hoch, schließlich dann rechts die Strasse &#8220;Am Tannenberg&#8221; hinauf, die extrem steil aufwärts bis zu der kleinen Treppe führt, auf der man von Jugenheim aus in den Wald gelangt.<br />
Es klappt.<br />
Selbst die wirklich harte Steigung Am Tannenberg, die ich sonst gerne auch mal gehend bewältige, jogge ich relativ problemlos hoch, nur die Treppe nehme ich lieber etwas langsamer &#8211; kein Grund, sich auf den ersten ein, zwei Kilometern kaputt zu machen.</p>
<p>Oben im Wald dann links, den hübschen Weg am Waldrand entlang nach Norden (SJ3), über den ersten Häusern Seeheims entlang bis zur <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/01/20/best-of-seeheim-jugenheim-mit-hund-und-foto-85-km/">Kreuzung direkt unterhalb der Lufthansa und am südlichen Eingang zum Goldschmidt-Park</a>, dort links und auf dem Domweg (den bin ich noch nie gelaufen, das fällt mir jetzt erst auf) runter in die exklusiveren Wohnviertel Seeheims am Hang. Bergablaufen geht auch ganz gut (noch!).<br />
Schön zu wissen&#8230;</p>
<p>Am unteren Ende des Domwegs rechts die Villastr./den Saar-Rhein-Main-Weg (gelbes Plus) hoch, dann links und über das kleine Treppchen runter auf die Ober-Beerbacher Str., der ich nach rechts folge, aus Seeheim hinaus in Richtung Ober-Beerbach.<br />
Dieses Stück ist immer ein bisschen unangenehm: Landstrasse, kein Radweg, kein Randstreifen, ein paar unübersichtliche Kurven.<br />
Aber ich schaffe es, nicht überfahren zu werden.<br />
Yayy for me!! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  </p>
<p>Einen halben Kilometer nach dem Ortsende erreiche ich die Abzweigung, an der es rechts zur Lufthansa hochgeht.<br />
Mir egal, ich will links, aufwärts in Richtung Zehn-Wege-Platz auf dem Burgenweg &#8211; also dann: Links von der Landstr. ab und die Hangflanke hinauf in den Wald.</p>
<p>Vor diesem Stück habe ich immer viel Respekt, denn es geht mehrere hundert Meter sehr steil bergauf &#8211; ein schöner Gradmesser der jeweiligen Fitness, wie ich finde.<br />
Heute läuft es scheinbar super, die Steigung, die mich vor ein paar Monaten noch ernsthaft in Atemnot gebracht hat, läuft relativ reibungslos &#8211; bis sich zum ersten Mal meine Waden melden!<br />
Scheint so, als hätten sie das Extremberglaufwochenende doch nicht so gut weggesteckt &#8211; jetzt, wo sie auf einmal über eine längere Distanz mein Körpergewicht den Berg hochwuchten müssen, melden sie sich ernsthaft zu Wort.<br />
And they´re NOT amused.</p>
<p>Da ist dann auf einmal sehr schnell Sense mit reibungslos, beinahe von einem Moment auf den anderen wird´s anstrengend und ein bisschen schmerzhaft.<br />
Mit holzigen, verkaterten Beinen einen steilen Berg hochrennen, das macht weder mir noch meinen Beinen Spaß (vielleicht dem Berg, aber der schweigt dazu&#8230;).<br />
Ack!</p>
<p>Schließlich erreiche ich doch den Zehn-Wege-Platz an der Karlshöhe (von dem ca. 8-12 Wege abgehen, jedesmal wenn ich da bin, komme ich auf eine andere Zahl&#8230;), den ich überquere und den unmarkierten Weg hinauflaufe, von dem ich weiss, dass er mit sehr moderater Steigung an der Ostflanke des Frankenstein/Ilbeskopf-Massivs durch den Wald führt, und irgendwann den Fahrweg vom Beerbachtal zur Burg Frankenstein erreicht. </p>
<p>Normalerweise ein sehr bequemer Weg (mit der bequemste auf den Frankenstein), heute jedoch nicht.<br />
Bei jedem Schritt jagen mir meine Waden das elektrochemische Äquivalent wüster Beschimpfungen durch die Nervenbahnen, es krampft, schmerzt, strengt unheimlich an.<br />
Da ziiiieht sich auf einmal auch der eigentlich so bequeme Waldweg schier endlos, während mir dank der wenig leistungswilligen Hebe-Muskulatur so langsam aber sicher die Puste ausgeht.</p>
<p>Entsprechend bin ich heilfroh, als ich endlich die große Wiese über Nieder-Beerbach und damit auch die Fahrstrasse zur Burg erreiche.<br />
Kurze Pause um die Aussicht übers abendliche Beerbachtal aufzunehmen (und den malträtierten Waden etwas Ruhe zu gönnen), dann geht´s links, auf dem schmalen Asphaltband weiter aufwärts, in den Wald, in Richtung Burg. </p>
<p>Der feste Untergrund ist überraschenderweise etwas angenehmer als der Waldweg der letzten Kilometer, aber richtig gut läuft´s trotzdem nicht &#8211; meine Waden wollen heute einfach nicht klettern, die Muskulatur probt ein bisschen zivilen Ungehorsam und teilt ihre Pein mit mir.<br />
Autsch.</p>
<p>Auch der Fahrweg zieht sich (wenigstens ist praktisch keine Verkehr, bis auf ein einziges Auto und einen schnurrbärtigen Radfahrer mit zauseliger Vokuhila-Matte, der mich beim Aussichtaufnehmen über Nieder-Beerbach überholt hat und nun gaaaaaaanz langsam davonzieht (an einem guten Tag könnte das vielleicht meinen Jagdinstinkt wecken, heute bin ich allerdings froh, dass ich überhaupt vorankomme).<br />
Zum Glück verflacht der Anstieg langsam etwas, das entlastet meine unwilligen Waden.</p>
<p>Ich bin heilfroh, als ich endlich, schon etwas atemlos und mit geschundenen Waden, den Parkplatz unterhalb der Burg erreiche.<br />
Von hier aus geht´s noch ein bisschen Bergauf, unter den mächtigen Mauern des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Frankenstein_(Bergstra%C3%9Fe)">Frankensteins</a> entlang zum Haupttor und hinein in die Vorburg.<br />
Irgendwann muss ich hier auch noch mal mit dem Foto hoch und eine richtige Beschreibung der beeindruckenden Burganlage mit ihren vielen Sagen und Mythen posten, aber heute nicht &#8211; heute bin ich einfach nur froh, den höchsten Punkt der Tour erreicht zu haben!</p>
<p>Kurz verschnauft, dann geht´s weiter &#8211; ich verlasse die Vorburg durch die kleine Pforte in der Ostmauer und folge dann dem Alemannenweg/Burgenweg/HW12 (weißer Doppelbalken) an der Burgmauer entlang, dann ein steiniges, schmales Pfädchen runter zum Jungbrunnen unterhalb der Burg (leider versiegt, dabei könnten meine armen alten Beine so eine übernatürliche Frischzellenkur gerade dringend brauchen), und von dort aus dann schließlich immer dem weißen Doppelbalken des HW12 folgend die Bergflanke hinab in Richtung Malchen.<br />
Inzwischen schon kurz vor Sonnenuntergang, da wird´ss hier im Wald langsam aber sicher duster.</p>
<p>Der HW windet sich so ein bisschen den Berg runter, überquert dann die Fahrstrasse runter nach Eberstadt, verwandelt sich für ein paar hundert Meter in einen mit viel zu grobem Schotter belegten läuferischen Albtraum, und erreicht schließlich an den Blütenhängen über Malchen den Waldrand.<br />
Von hier aus hat man eine schöne Aussicht nach Westen, und da dort gerade die Sonne rotgolden versank, mache ich auf der Ruhebank am Waldrand eine kleine Pause, trinke meine eine mitgenommene Flasche Isoplörre, und sauge den herrlichen Sonnenuntergang auf. </p>
<p>Danach: Sputen &#8211; ich weiss von früheren Läufen, dass es vom Malcher Dorfkern (in dem ich noch nicht bin) bis nach Hause noch ziemlich genau fünf Kilometer sind, wenn ich also nicht voll in die Dunkelheit kommen will, muss ich einen Zahn zulegen.</p>
<p>Zuerst klappt das prima, was vielleicht daran liegt, dass Malchen ein Dorf in steiler Hanglage ist &#8211; wenn man da von oben kommt (so wie ich) und die lange Frankensteiner Str. in Richtung Ebene hinabläuft, hat man die Gravitation eindeutig auf seiner Seite.<br />
Entsprechend zügig abwärts, vorbei an der alten Dorflinde und der kleinen Kapelle, bis kurz vor die Strassenbahnhaltestelle am unteren Ortsende, da dann links und durch den Weg mit dem etwas kurios klingenden Namen &#8220;Im Metzger&#8221; runter auf den Radweg, der neben Strassenbahn und der Alten Bergstrasse am Fuß der Blütenhänge nach Seeheim führt.</p>
<p>Dieses Stück mag ich nicht besonders &#8211; 1,3 km Gerade, an deren Ende Seeheim verheissungsvoll winkt und doch nur überraschend langsam näherkommt. Hier werde ich immer unfreiwillig schnell, und heute abend ist keine Ausnahme.<br />
Schritt für Schritt nehme ich Tempo auf, schließlich will ich ja vor der Dunkelheit daheim sein, also nichts wie los.<br />
Auch das gefällt meinen Beinen überhaupt nicht, auch wenn nun eine neue Muskelgruppe den Staffelstab des Katerns und Muckerns übernimmt &#8211; waren es bergauf vor allem die &#8220;Hub&#8221;-Muskeln in meinen Waden gewesen, die mir eingeheizt hatten, so melden sich nun die Muskeln zu Wort, die hinten am Bein sitzen, da wo der Oberschenkel in den Hintern übergeht.<br />
Das sind große, schwere Muskeln, wenn die sich beschweren, dann merkst du das! </p>
<p>Aber egal, weniger als fünf Kilometer bis nach Hause, da kann ich genausogut auch weiter machen, also ziehe ich das Tempo durch, auch wenn´s ein etwas schwer fällt und mein Puls eine aufgekratzt und hastig durch die Adern tanzt. </p>
<p>Als ich Seeheim erreiche, tut alles schon ein bisschen weh (vor allem die Tempomuskeln unter der Arschkante), aber ich weiss, wenn ich jetzt nachlasse ist Schluss.<br />
Also haste ich durch, neben den Strassenbahnschienen die lange, lange Leuschner-Str. runter bis ans Rathaus, dann an der Sport- und Kulturhalle vorbei (heute scheint mehr Sport als Kultur angesagt, zumindest lässt melodische der Chorgesang, der aus einem beleuchteten Fenster dringt darauf schliessen), von dort runter an die Heidelberger, und an der aus Seeheim raus bis zur Feuerwehr.</p>
<p>Inzwischen schappt die Dämmerung merklich in Richtung Nacht, ein strahlender Mond steht am Himmel, und ich pfeife aus dem letzten vorletzten Loch.<br />
Aber ich pfeife, das ist die Hauptsache. </p>
<p>Die paar hundert Meter zwischen Seeheim und Jugenheim sind schnell überbrückt, mit schmerzenden Beinen und kurzem Atem laufe ich in meinem dämmrigen Heimatort ein, bis zur großen Kreuzung an der Luwigsstr.<br />
Hier muss/kann/darf ich nochmal kurz pausieren, an der Fußgängerampel über die Ludwigsstr.<br />
Leider nur ein paar Sekunden, dann wird sie schon grün.<br />
Wieder loslaufen erfordert immense Willenskraft, so schwer und schmerzig sind meine Beine und so kurz ist mein Atem. </p>
<p>Aber ich bin ja fast da.<br />
Wankend, schwankend, aber gezwungen zügig laufe ich weiter, vorbei an den Restaurants am Friedensbrunnen (es riecht gut nach Essen, mir fällt auf, dass ich ordentlich Kohldampf habe), dann die Sandmühlstr. hoch, vorbei an der katholischen Kirche und dem Spielplatz, über die Hauptstr., und dann die letzten, schlimmen, langen 500 m. bis zum Ziel.<br />
Als ich zuhause ankomme ist es nacht.<br />
Ich schwanke durchs Tor zur Haustür, auf Beinen, die aus Blei gemacht zu sein scheinen.<br />
Ach nein, kann nicht sein, Blei schmerzt nicht&#8230;<br />
Schuhe aus (ääächz), Tür auf, rein, geschafft &#8211; im wahrsten Sinne des Wortes. </p>
<p>Puuh, so langsam beginne ich wohl ernsthaft, die erhöhte Kilometerleistung und die vielen, vielen Höhenmeter der letzten Wochen zu spüren.<br />
Mal sehen, wie sich das entwickelt&#8230;</p>
<p>Strecke: 15,5 km<br />
Zeit: 1:35 h (9,79 km/h bzw. 6:08 min/km)<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 2,19% (0,34 km von 15,5 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/09/frankenstein-redux.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/09/frankenstein-redux.jpg?w=120" alt="Frankenstein Redux" title="Frankenstein Redux" width="120" height="150" class="alignnone size-thumbnail wp-image-6002" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ungezwungene Umrundung des Melibokus (14,7 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/08/27/ungezwungene-umrundung-des-melibokus-147-km/</link>
<pubDate>Thu, 27 Aug 2009 21:10:29 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/08/27/ungezwungene-umrundung-des-melibokus-147-km/</guid>
<description><![CDATA[So, heute machen wir´s mal kurz: Obwohl meine Beine gestern an der Knoblochsaue doch schon ziemlich ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>So, heute machen wir´s mal kurz: </p>
<p>Obwohl meine Beine gestern an der Knoblochsaue doch schon ziemlich unwillig waren, bin ich heute wieder gestartet (ehrlich gesagt: Ich hab´ letzte Woche festgestellt, dass mein Examensbäuchlein selbst dann noch zu sehen ist, wenn ich es einzuziehen versuche, da muss mit mehr Sport gegengesteuert werden &#8211; auch wenn´s ein bisschen weh tut!).</p>
<p>Allerdings mal wieder ohne Vorgaben, Plan, feste Strecke oder Uhr.<br />
Einfach mal los, gegen Abend raus und in die Berge hinterm Haus gelaufen, frei Schnauze. </p>
<p>Auch mal wieder schön, so vollkommen frei durch den eigenen &#8220;Hinterhof&#8221; zu laufen, wo man jeden Weg und jedes Pfädchen kennt. </p>
<p>Wunderschöner Abend, sonnig und warm, genau richtig für so eine Tour.<br />
<!--more--></p>
<p>Interessanterweise lief´s überraschend gut. Meine Beine knarzten und ziepten zwar ein bisschen, machten die ersten Anstiegsmeter hoch in den Wald gut mit, also entschied ich mich gleich schon mal für eine etwas längere Variante und lief am Merck´schen Wasserturm vorbei auf den Pürschweg (SJ2), dem ich links abwärts um die Bergflanke herum in Richtung Balkhäuser Tal folgte. </p>
<p>Dort dann rechts hoch und den langen aber moderaten Aufstieg auf dem Melibokusweg in Richtung Darsberghütte angegangen.<br />
Ostseite des Bergmassivs, schön kühl und schattig, Kondition gut, Beine weiterhin in Ordnung, zwar nicht taufrisch aber durchaus leistungswillig (ich hab´s ja schon mehrfach erwähnt, aber paradoxerweise fällt mir Berglaufen im Moment einfach irgendwie leichter als Laufen im Flachland, vor allem wegen der Muskulatur, die mit Anstiegen und Gefällen irgendwie besser klarkommt). </p>
<p>Ganzes Stück bergauf, dann spontan auf den unebenen, zugewucherten, steilen,  Kisselsgrund-Weg (gelbe 7), der sich über die lichten Hänge über dem Balkhäuser Tal bis zur Kattenberger Schneise hinter der Darsberghütte windet (Uffa, das letzte Stück war sackanstrengend und voller Brennesseln, aber ich hab´ durchgehalten), dort dann links und schließlich auf den unmarkierten, halbvergessenen Pfad, der der einzig joggbare Waldweg östlich des Bergsattels ist. </p>
<p>Dort dann runter ins Tälchen am Waldrand über Balkhausen (Ack, 20+% steil bergab, das tat dann doch etwas weh) und gleich wieder fast so steil bergauf, bis auf den Nibelungensteig hinter dem Melibokus, genauer gesagt die herrliche Lichtung auf einem vorgelagerten Bergrücken, von der aus man den atemberaubenden Blick nach Süden und Osten hat (<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/05/img_3022-25p.jpg">die hier</a>, bloß dass der Gerd heute nicht da oben war&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> )</p>
<p>Dann den Nibelungensteig runter zum Waldrand über der &#8220;Roten Sohl&#8221; zwischen Balkhäuser Tal und Mühltal, dort rechts und am Waldrand entlang auf den Neun-Krümmweg, dem ich dann weiter nach Süden folgte.<br />
Der vielleicht schönste Weg am Melibokusmassiv, grandiose Ausblicke über das tolle Mühltal und die von der Abendsonne gestreichelten riesigen Bergflanken dahinter, hier zu laufen ist jedesmal ein Erlebnis (einziger Wehrmutstropfen &#8211; der Feldhase, der mir sonst fast jedes mal begegnet, wenn ich hier oben vorbeikomme, war heute nicht da. Hoffentlich ist ihm nichts passiert). </p>
<p>Am Ende des Neun-Krümmwegs dann etwas aufwärts zum Alemannenweg und dem bis zum abendlichen Not-Gottes Parkplatz zwischen Melibokus und Auerbacher Schloss gefolgt. </p>
<p>Inzwischen nicht mehr ganz taufrisch, deshalb nahm ich für den Rückweg den Comoder Weg, der zwar etwas länger ist als der darüber verlaufende Herrenweg (und deutlich länger als der Weg geradewegs über den Melibokusgipfel), aber dafür keine Steigung und nur minimales Gefälle hat und deshalb angenehm zu laufen ist. </p>
<p>Dachte ich zumindest. Tatsächlich erwies sich das minimale Gefälle allerdings als so nah an &#8220;eben&#8221;, dass meine ohnehin schweren Beine doch wieder ordentlich zu protestieren anfingen, zudem zoooog er sich endlos (was aber immer so ist, weil er in den unteren Melibokusregionen um jedes<br />
breite Seitental rummäandern muss, während die höhergelegenen Wege diese Täler mehr oder wenige umgehen).<br />
Gegen Ende baute ich dann richtig ab, allerdings verzeihlich, schließlich war das mein fünfter Lauf in sieben Tagen, und ich hatte in diesem Zeitraum fast 70 km und deutlich über 2000 HM runtergerissen &#8211; das ist schon ziemlich viel für einen dicken, trägen alten Sack wie mich&#8230;</p>
<p>Zum Glück gab´s auch ein paar entschädigenden Momente, namentlich der herrliche Sonnenuntergang, der sich gerade zwischen den Bäumen im Westen abspielte, und die große Lücke zwischen den Bäumen irgendwo über Auerbach, von der man einen unheimlich klaren Blick über die Ebene nach Südwesten hatte, auf Pfälzerwald und Haardt &#8211; schon ein cooles Gefühl, wenn du zum ersten Mal da rüber guckst und die ehemals fremden, unbekannten Berge plötzlich benennen kannst (das hohe da war die Kalmit, also musste das daneben die Hohe Loog sein, und rechts davon dann der Weinbiet, und das da ganz rechts, mit dem hohen Fernsehturm, das war dann wohl der Weilerskopf.<br />
Danke, <a href="http://de.wordpress.com/tag/der-weg-nach-frankreich/">Weg nach Frankreich</a>! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  </p>
<p>Irgendwann, es dämmerte schon stark, endlich das Alsbacher Schloss, fußlahm die Abkürzung über das Freizeitgelände auf den Panoramaweg (gelbe 2) genommen und runter ins Dorf gelaufen, dort von der Hindenburgstr. am Steilhang noch einmal den Post-Sonnenuntergangs-Abendhimmel mit seinen strahlenden Rot- und Orangetönen genossen, und dann über Schlossstr., Lindenstr., Am Katharinenberg und den Blütenweg im Feld zurück nach Hause. </p>
<p>Wunderschön entspannt, und am Ende waren´s fast 15 km, die ich allerdings auch ziemlich schmerzhaft in den Beinen spürte.<br />
Freitag ist dann auf jeden Fall Ruhetag, damit´s am Samstag hoffentlich mit mal wiedert etwas frischeren Beinen weitergehen kann.<br />
Vielleicht mach´ ich da ja mal ein bisschen badischen Odenwald&#8230;</p>
<p>Strecke: 14,7 km<br />
Zeit: Keine Ahnung<br />
Neue Strecke: Nada<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/147er-melibokusumrundung.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/147er-melibokusumrundung.jpg?w=150" alt="14,7er Melibokusumrundung" title="14,7er Melibokusumrundung" width="150" height="109" class="alignnone size-thumbnail wp-image-5870" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kleine Tour bergauf: Von zuhause auf die Kuralpe (9,5 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/08/11/kleine-tour-bergauf-von-zuhause-auf-die-kuralpe-95-km/</link>
<pubDate>Tue, 11 Aug 2009 21:35:03 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/08/11/kleine-tour-bergauf-von-zuhause-auf-die-kuralpe-95-km/</guid>
<description><![CDATA[Vor etwas über einem Monat war ich zum letzten Mal auf der Kuralpe hinter Balkhausen &#8211; Familie]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Vor etwas über einem Monat war ich zum letzten Mal auf der <a href="http://www.kuralpe.de/">Kuralpe</a> hinter Balkhausen &#8211; Familienessen &#8211; und bin danach von da oben runtergelaufen (Nachzulesen <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/07/05/leicht-erweiterte-wochenubersicht-2009-kw-27-29-06-%e2%80%93-05-07/">hier</a>). </p>
<p>Dabei hab´ ich mich ein bisschen so gefühlt, als würde ich schummeln, weil´s deutlich mehr bergab als bergauf ging (wie das eben so ist, wenn man aus den Bergen in die Ebene läuft).</p>
<p>Heute nun die Gelegenheit, diese &#8220;Schummelei&#8221; wieder auszubügeln.<br />
Wieder Famileinessen, wieder auf der Kuralpe, und weil´s zudem noch ein überraschend schöner Abend geworden war, machte ich mich auf, dort hochzulaufen.<br />
Selbe Strecke wie vor einem Monat, nur eben in der anderen Richtung, hoch in die Berge (und zwar richtig: 550+ Höhenmeter auf weniger als 10 Kilometer Strecke, das ist schon ´ne Hausnummer). </p>
<p><!--more--><br />
Start gegen viertel vor sechs, zu spät um noch pünktlich zu sein, aber das liess sich nicht mehr ändern- müsste mich halt beeilen, so gut es ging. </p>
<p>Es ging nicht gut.<br />
Bereits auf den ersten Metern hoch in den Wald merkte ich, wie meine immer noch Blutergußgebeutelte linke Seite nicht so recht die überraschend anstrengende Aufwärtspassage durchs untere Darsbergtal hochwollte &#8211; Hüfte am Bluterguß fühlte sich irgendwie an wie Seitenstechen, dazu krampfte mein linkes Bein, vermutlich wieder wegen leichter Schonhaltung.<br />
Und außerdem war es auch noch richtig schwülwarm, selbst hier unten in den niederen Regionen des Hangwaldes, auch kein gutes Vorzeichen für eine anstrengende Bergstrecke.  </p>
<p>Aber da musste ich halt mal durch, also quälte ich mich weiter aufwärts, um die Anhöhe am merckschen Wasserturm rum (dank der vor kurzem hinter den Wolken hervorgekommen prallen Sonne noch ein Stückchen feuchtheisser als unten im Tal), dann auf den langen, stetig ansteigenden Pürschweg in Richtung Melibokus.</p>
<p>Eigentlich ja meine Hausbergstrecke, die lauf´ ich normalerweise relativ problemlos und zügig hoch, aber heute war´s stockend, krampfig und anstrengend. Immerhin nicht so sehr wegen der Ausdauer, sondern vor allem wegen der Muskulatur (neben dem linken Bein muckte auch noch mein Rücken ein bisschen), die heute einfach partout keine Lust hatte, mich bergauf zu stemmen.</p>
<p>Schon interessant, wie sich so ein vertrautes Stück auf einmal ziehen kann wenn´s unrund läuft&#8230;</p>
<p>Wenigstens gab´s an den lichteren Stellen, da wo man durch die Lücken im Hangwald runter in die Ebene gucken kann, sowas wie eine Kompensation für die Mühen: Trotz der großen Feuchtigkeit war die Luft über der Rheinebene heute glasklar, und entsprechend grandios war die Aussicht: Im Ried die Dörfer und Städtchen gestochen scharf in der Sonne, am Horizont Frankfurt (scheinbar zum greifen nahe) und dahinter der mächtige Taunus, der heute nicht nur als dunstige Silhouette wahrnehmbar war, sondern als dreidimensionale Erhebung, auf deren Flanken man problemlos Täler, Waldgebiete und Ortschaften erkennen konnte.<br />
So einen Blick gibt´s selbst hier oben nur ein paar mal im Jahr, einfach herrlich.</p>
<p>Abgesehen davon war´s aber vor allem schweisstreibend und anstrengend: Das nicht enden wollende Darsbergtal hoch, die eeeewig lange Aufwärtspassage zur Darsberghütte, das erst unerträglich steile dann dankenswert flache (aber undankenswert kurze) Stück dann schließlich die vorerst letzte Steigung an der Melibokusflanke bis zum Anfang des Fahrweges.<br />
Uijuijui&#8230;</p>
<p>Hier dann scharf links und auf dem extrem steilen und unmarkierten Pfädchen geradwegs die Ostflanke runter auf den Nibelungensteig.<br />
Konnte ich heute nicht Joggen, wie schon am Samstag im Pfälzerwald passten dem Bluterguß die ganz steilen schwierigen Abstiege überhaupt nicht, also schonte ich ihn lieber und ging, bis runter auf den nach Osten <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/05/img_3022-25p.jpg">herausragenden Vorbergrücken hinter dem Melibokus</a>, wo die Bergflanke relativ kahl ist und der Nibelungensteig durchkommt.. </p>
<p>Wieder Pause.<br />
Die Aussicht hier oben war so bedrückend schön, da konnte ich einfach nicht durchlaufen.<br />
Herrliche Sicht, links über das Balkhäuser Tal hinweg zum Frankenstein-Massiv und weiter bis zum Taunis, rechts über die herrlichen Täler hinter Bensheim bis weit in die Ebene, und die Bergstrasse runter bis zum Ölberg bei Schriesheim.<br />
Alles Kristallklar und im wunderbaren Licht der Abendsonne, dass im Süden jedoch von beeindruckend blauschwarzen Turmwolken konterkariert wurde.<br />
Wie gesagt: So eine Sicht gibt´s nur ein paarmal im Jahr&#8230;</p>
<p>Danach weiter abwärts, den Nibelungensteig runter ins Dreiquellental, dann weiter runter zum Waldrand und auf dem wunderbaren Höhenweg zwischen Mühltal und Balkhäuser Tal durch die weiten Bergwiesen bis zur Brücke über die L3103 (Fotos von diesem Stück gibt´s u.a. <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/05/22/blogger-team-up-4-das-erste-drittel-nibelungensteig-mit-gerd-und-foto-167-km/">hier</a>). </p>
<p>Zeit für den zweiten großen Aufstieg, hoch auf den Felsberg.<br />
Argl. </p>
<p>Erstmal den Nibelungensteig über dem Schollrain hoch.<br />
Aufwärts durch offene Hangwiesen, herrliche Aussicht (allerdings gegen die Laufrichtung, da musste man kurz pausieren und sich umdrehen, um was davon zu haben. Das war gut&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ), anspruchsvolle (heute irgendwie etwas ZU anspruchsvolle) Steigung, fieser Untergrund aus zu tiefem und zu grobem Schotter.<br />
Wie gesagt: Argl.</p>
<p>Oben am Waldrand dann das gemeinste Stück der heutigen Tour: Anstatt dem Nibelungensteig zu folgen nahm ich den direkten Weg hoch zur Fahrstrasse auf den Felsberg.<br />
Halsbrecherisches Pfädchen am Steilhang, steinig, rutschig, Steigung deutlich über 20% &#8211; das war schon vor einem Monat beim Bergablaufen eine Tortur gewesen, bergauf lief da gar nix.<br />
Gehen war angesagt. Keuchend, mit protestierenden Beinen und protestierendem Bluterguß bis hoch an die Fahrstrasse, der ich dann durch den Wald bis auf den Felsberg folgte.</p>
<p>Zoooooog sich &#8211; hinter jeder kleinen Kurve und hinter jedem kleinen Vorsprung hofft man auf den Waldrand, der signalisiert, dass man fast oben ist. Aber der lässt sich Zeit&#8230;</p>
<p>Irgendwann dann aber doch oben, raus aus dem Wald, zur kleinen Häusergruppe unterhalb der Kuppe, nochmal kurz die Sicht nach Norden genossen (Wieder Frankfurt und der Taunus, immer noch herrlich), dann links den europäischen Fernwanderweg 1/Weitwanderweg Odenwald-Vogesen runter.<br />
Nochmal steil abwärts, neben einer langsam zuwachsenden Lichtung runter in den Wald, dort geradeaus und nur noch leicht abfallend (aaah!) zum Waldrand und weiter bis zur Kuralpe. </p>
<p>Geschafft! (Und zwar in jeder Hinsicht).</p>
<p>Danach dann gutes Essen in familiärer Runde, das entschädigte dann endgültig für die Quälerei. </p>
<p>Fazit: Bergauf ist irgendwie anstrengender als bergab, aber bergab kann auch ganz schön fies sein, besonders mit Bluterguß an der Flanke.<br />
Nicht ideal, die nächsten Tage werd´ ich mich wohl noch etwas schonen und tendenziell ins Flachland ausweichen&#8230;</p>
<p>Strecke: 9,5 km<br />
Zeit: Nicht schnell<br />
Neue Strecke: Keine<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/07/kuralpe-heim.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/07/kuralpe-heim.jpg?w=150" alt="Kuralpe - Heim" title="Kuralpe - Heim" width="150" height="109" class="alignnone size-thumbnail wp-image-5219" /></a><br />
<em>(Ist dieselbe Karte wie vom Lauf in anderer Richtung vor einem Monat &#8211; einfach Start und Ziel vertauschen, dann stimmt´s)</em></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Schwülwarme Melibokus-Tour (10,1 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/06/30/schwulwarme-melibokus-tour-101-km/</link>
<pubDate>Tue, 30 Jun 2009 21:45:59 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/06/30/schwulwarme-melibokus-tour-101-km/</guid>
<description><![CDATA[Oh mann, das war vielleicht schwül und dampfig heute. Zwar hat´s am Nachmittag ordentlich gewittert ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Oh mann, das war vielleicht schwül und dampfig heute. Zwar hat´s am Nachmittag ordentlich gewittert und danach war´s zumindest etwas kühler, aber dafür ist die Luftfeuchtigkeit nach den heftigen Regenfällen nochmal ordentlich angestiegen.<br />
Wie in der Waschküche, puuuuh&#8230;</p>
<p>Entsprechend bin ich wieder mal spät gestartet, so gegen 21:00. Hoch in den Wald in Richtung Melibokus.<br />
Standardstrecke: Auf dem Burgenweg durchs Darsbergtal, dann links hoch und am merck´schen Wasserturm vorbei auf den Pürschweg, dem dann einfach immer weiter aufwärts gefolgt.</p>
<p><!--more--><br />
Eigentlich hatte ich ja vorgehabt, über den Gipfel bis zur Not Gottes zu laufen und von dort aus über den Comoder Weg nach Zwingenberg abzusteigen und am Fuß der Bergstrasse zurückzulaufen.</p>
<p>Aber irgendwie hatte ich dann unterwegs nicht so richtig Lust, und mein linkes Knie hat etwas gezickt, und alles war eklig feucht und klebrig, und außerdem wurde es auch schon wieder dunkel, also hab´ ich unterwegs kurzfristig umdisponiert und beschlossen, nur den Gipfel zu erstürmen und wieder heimzulaufen.</p>
<p>Und das hab´ ich dann auch gemacht. Ganz knapp nach Sonnenuntergang oben angekommen (was schade war, denn durch die extreme Luftfeuchtigkeit hatte die untergehende Sonne extrem groß und rot ausgesehen), ein paar Minuten von der Drachenfliegerrampe runter in die geheimnisvoll-dunstige Ebene unter dem roten Abendhimmel geschaut, dann wieder abwärts durch den schnell dunkel werdenen Wald, auch auf dem Pürschweg.</p>
<p>10,1 km, keine neue Strecke, ordentliche aber nicht berauschende Zeit, bis auf das etwas unwillig mäkelnde Knie keine Probleme.<br />
Ok.</p>
<p>Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/04/melibokusundzuruck.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/04/melibokusundzuruck.jpg?w=128&#038;h=93#38;h=93&#38;h=93" alt="" width="128" height="93" /></a></p>
<p>PS: Falls das jetzt etwas kürzer und unenthusiastischer klingt als sonst &#8211; die nächsten Wochen werden bei mir wieder stressig, mit wenig Zeit und vor allem wenig freiem Kopf fürs Laufen und Erleben, das macht sich so langsam bemerkbar, sowohl bei den Touren selbst als auch beim Bloggen. Mal sehen, wie sich´s entwickelt&#8230;</p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Bergtour in die Sommernacht: Neutscher Höhe und Beerbachtal (18,8 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/06/28/bergtour-in-die-sommernacht-neutscher-hohe-und-beerbachtal-188-km/</link>
<pubDate>Sun, 28 Jun 2009 21:58:16 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/06/28/bergtour-in-die-sommernacht-neutscher-hohe-und-beerbachtal-188-km/</guid>
<description><![CDATA[Gestern: Kleine Wanderung (eigentlich nur ein längerer Spaziergang, wir waren gerade mal etwas über ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Gestern: Kleine Wanderung (eigentlich nur ein längerer Spaziergang, wir waren gerade mal etwas über 3 Stunden unterwegs) mit Freunden durch Rheinhessen und die Pfalz, danach gemütlicher Grillabend in wunderschöner Lage, auf dem Grillplatz am Warteturm über Albisheim an der Pfrimm, einem überaus hübschen Plätzchen, das <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/05/03/projekt-westwarts-durchs-zellertal-143-km/">ich letztes Jahr beim Laufen entdeckt habe</a> (da sieht man´s endlich mal, dass das doch zu was nütze ist).</p>
<p>Heute: Der Tag danach, fühle mich matschig, kopfschmerzig, verkatert &#8211; was ok gewesen wäre, wenn ich wenigstens was getrunken hätte, aber bis auf vielleicht 0,4 l Weisswein, verteilt über den ganzen Abend, war ich trocken geblieben.<br />
Kater ohne Suff, da merkste, dassde alt wirst&#8230;</p>
<p>Entsprechend war mir auch gar nicht nach laufen, zumal´s draußen unglaublich schwül und stickig war.<br />
Aber bisher standen ja erst zwei Läufe und knapp über 30 km diese Woche zu buche, und ein bisschen mehr wollte ich dann doch noch erreichen.</p>
<p>Also hab´ ich mir am Abend, als meine dämmrigen Lebensgeister so langsam wieder erwacht waren, doch noch schnell eine Route zusammengesucht. Nicht zu kurz sollte es, um wenigstens noch die 40 Wochenkilometer vollzumachen. Aber auch nicht zu lang, so richtig gut war ich ja nicht drauf. Und in der Nähe, aber mit neuer Strecke, und am liebsten in Richtung Odenwald, weil ich da Lust drauf hatte und es da oben zweifellos weniger schwül und stickig sein würde als unten in der Rheinebene.</p>
<p>Am Ende suchte ich mir eine Strecke über die Neutscher Höhe und durchs Beerbachtal aus &#8211; an sich bekanntes Terrain, aber mit genug unerforschten kleinen Nebenwegen, um´s interessant zu machen.<br />
Aufs genaue Ausmessen hab´ ich aus Zeitgründen verzichtet.<br />
Ich schätzte die Tour einfach mal auf 10 bis 12 km, das klang genau richtig (und war ordentlich danebengeschätzt, wie sich später rausstellen sollte).</p>
<p><!--more--><br />
Start sehr spät, so gegen 21:00 Uhr in Ober-Beerbach, auf dem Parkplatz &#8220;Am Mühlfeld&#8221; über dem Beerbach. Hier unten in der Talmulde war die Sonne schon fast weg, auf dem besten Weg hinter den Bergen der Bergstrasse zu versinken.<br />
&#8220;Nicht schlimm&#8221;, dachte ich mir, &#8220;sind ja nur 10 oder 12 km, Sonnenuntergang ist erst in einer halben Stunde und danach dämmert´s noch ewig, das schaffste locker bevor´s ganz dunkel wird&#8221;.<br />
Jaaaa, genau&#8230;</p>
<p>Und Start, durchs abendlich-friedliche Odenwalddorf. Die Ernsthöfer Str. hoch, unter der erhöht stehenden hübschen Kirche durch, dann links in den Neutscher Grund und auf einer Seitenstrasse, in der ich noch niemal zuvor gewesen war, aufwärts aus dem Dorf raus in Richtung Neutscher Höhe.<br />
Tempo recht ordentlich aber nicht übertrieben, lief eigentlich ganz gut, nachdem ich erstmal angefangen hatte.</p>
<p>Wie immer wunderschön hier oben. In letzter Zeit hab´ ich mich ja viel in Rheinhessen rumgetrieben, und finde die Landschaft dort inzwischen durchaus reizvoll und interessant, aber zur Abwechslung mal wieder ein bisschen Odenwald, das tat richtig gut: Weite Hangwiesen auf denen blökende Schafe und zottige Kühe (Galloways? Schottische Hochlandrinder?) weiden, zirpende Grillen, ein einsamer Raubvogel am Himmel, das hohe grünbraune Gras auf den Hügelflanken wiegt sich in der Abendsonne, schimmert mal golden, mal silbrig. Dazwischen ein schmale Versteckte Täler, ein paar Felder und Gärten, und natürlich der dichte, dunkelgrüne Wald.<br />
Friedlich, ruhig, herrlich pastoral und idyllisch&#8230;</p>
<p>Irgendwo hier muss mir dann auch die einzige Getränkeflasche, die ich heute mitgenommen hatte, aus dem Gürtel gefallen sein, ohne dass es mir aufgefallen wäre &#8211; das sollte sich später dann noch ein bisschen rächen.</p>
<p>Immer weiter aufwärts auf mehr oder weniger steilen Feld- und Wiesenwegen, allesamt gut zu laufen und unmarkiert, bis ich schließlich die Hutzelstr. erreichte, oben auf dem breiten, offenen Plateau der Neutscher Höhe, von wo man normalerweise einen tollen Blick nach Westen und Norden hat (heute nicht so sehr, zu diesig, aber hübsch war´s trotzdem, wie es in der Abendsonne leicht rötlich angehaut dalag).<br />
Kurz links den Asphaltweg entlang, dann aber gleich wieder rechts und auf einem schmalen, überwucherten, noch nie zuvor gelaufenen (zumindest von mir, irgendjemand anderes wird hier sicher schon mal langgekommen sein&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ) Feldwegen durch die goldgelben Felder (weitgehend unmarkiert, nur auf einem kurzen Querweg zeigte sich mal kurz das rote S des Alemannenwegs).<br />
Das ist Sommerabendlandschaft hier oben, wenn der Abendwind weht und die schräge Sonne mit letzter Kraft über den Ilbeskopf lugt und die Grillen zirpen und man höchstens mal ein paar Ziegen auf ihrer Weide begegnet, dann ist es einfach nur schön&#8230;</p>
<p>Runter in den winzigen Modautaler Ortsteil <a href="http://modautal.cross-mail.com/modules.php?name=MiscContent&#38;grp=ortsteile&#38;select=neutsch">Neutsch</a>, nachdem die ganze Anhöhe benannt ist.<br />
Gegen Neutsch wirkt selbst das friedliche Ober-Beerbach groß und geschäftig &#8211; das Dörfchen liegt (relativ) weitab der großen Durchgangsstrassen in einer kleinen Mulde am Rand der Hochebene zwischen Wald, Feldern und Wiesen, unterhalb der riesigen weißen <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/img_0060.jpg">Windkraftanlagen</a>, die zu seinem inoffiziellen Wahrzeichen geworden sind.<br />
Außen ein paar etwas neuere Wohnhäuser, im Ortskern vor allem alte Bauernhöfe mit viel Fachwerk. Strassen gibt´s zwar mehrere, aber keine Strassennamen, alle Häuser hier haben einfach nur eine Hausnummer (also &#8220;Neutsch 1&#8243;, &#8220;Neutsch 17&#8243;, &#8220;Neutsch 38&#8243; usw).<br />
Hier ist es echt pastoral, und wenn´s hier oben ein bisschen flacher wäre, und ein paar mehr Birken und weisse Lattenzäune rumstehen würden, würde sich´s ein bisschen anfühlen wie aus einem Astrid-Lindgren-Roman&#8230;</p>
<p>Ich lief über die Strasse &#8220;Neutsch&#8221; ein (vorbei an einer älteren Dame, die irgendwas unverständliches in einem seltsamen Tonfall nuschelte &#8211; &#8220;Huuujoujoujoaa&#8221; oder so ähnlich), lief dann rechts in die Strasse &#8220;Neutsch&#8221;, lief vorbei am Gasthaus Lautenschläger (Zielpunkt <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/10/25/hoch-in-die-berge-jugenheim-neutsch-115-km/">dieses Laufs</a>) und bog dann im Dorfkern links in die Strasse &#8220;Neutsch&#8221; ein, auf der ich abwärts auf der K137 in Richtung Modau und Frankenhausen aus dem Dorf rauslief.</p>
<p>Eigentlich sah der Plan vor, dass ich hier irgendwo rechts durch einen Verbindungsweg auf die Anhöhe nordöstlich von Neutsch komme und dort in den Wald am Hasenlauf reinlaufe.</p>
<p>Uneigentlich konnte ich den Verbindungsweg allerdings nicht finden (vielleicht verpasste ich ihn auch, wer weiss&#8230;).<br />
Hm.<br />
Ich versuchte es nochmal über die <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0220.jpg">Zinsel-Kapelle</a> am Hang über der Strasse (viele kleine, unebene Stufen hoch, dann kurz auf die Wiese hinter dem hübschen Kirchlein) und einen Nebenweg, der allerdings vor einem einzeln stehenden Wohnhaus am Waldrand endete, dann gab´ ich auf &#8211; kein klarer Durchgang zur eigentlich geplanten Route, dann eben anders: Statt durch den Wald lief ich nun einfach die Landstrasse runter, von der ich wusste, dass sie mich an genau denselben Punkt führen würde wie die eigentlich vorgesehenen Waldwege.</p>
<p>Abwärts auf dem Asphalt, links der eingezäunte Berghang mit den <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0197a.jpg">Zucht-Damhirschen</a>, von denen <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/08/17/nordlicher-odenwald-mit-ingo-ein-laufbericht-mit-fotos-162-km/">mich letzes Jahr mal einer in die Hand geknapst hat</a>. Heute liess ich sie mal links liegen, einmal vom Hirsch gebissen werden reicht&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Normalerweise würde ich mich an dieser Stelle ein bisschen darüber beschweren, dass ich die Landstrasse runterlaufen musste, denn natürlich war sie relativ uneinsichtig (ein paar waldige Kurven) und verfügte weder über Seitenstreifen noch einen Fuß-/Radweg.<br />
Aber heute war das überhaupt kein Problem &#8211; Sonntagabend halb Zehn Uhr abends ist auf der Strasse zum/vom Nicht-Mal-300-Seelen-Dörfchen Neutsch nämlich gar nix los, ich hatte die Fahrbahn für mich alleine.<br />
Angenehm.</p>
<p>Nach ein paar hundert Metern die Einmündung in die Landstrasse von Frankenhausen nach Modau, hier bog ich rechts ab und lief zwischen dem dichten, dunklen Wald und den Wiesen des schon im blauen Abendschatten versinkenden Neutscher Bach-Tals weiter abwärts. Auch hier: Kein Verkehrsteilnehmer auf der Landstrasse außer mir, bequem und abfallend war´s auch, so lässt sich´s aushalten&#8230;.</p>
<p>Fast ein Kilometer talwärts, immer am linken Strassenrand und mit gespitzten Ohren, ob da nicht vielleicht doch ein Auto käme (Antwort: Nö), dann bog ich scharf links auf einen Waldweg unter dem &#8220;Hainbühl&#8221; ab.</p>
<p>Hier im Wald, am Südosthang den schmalen Bergtals, war es kühl und vor allem schon ziemlich düster, da merkte man erstmal richtig, dass es so langsam zu Ende ging mit dem Tageslicht.<br />
Aufwärts, auf einem ordentlichen aber namenlosen (zumindest laut Wanderkarte) Waldweg, über einen ordentlichen aber namenlosen (zumindest laut Wanderkarte) Bach in einem kleinen Seitental, dann am Rand dieses Tals weiter bergauf, irgendwann rechts auf einen weniger ordentlichen aber genauso namenlosen (zumindest laut Wanderkarte) Pfad, der &#8211; überwuchert von Springkraut &#8211; nordwärts um das soeben hochgelaufene Bachtal herumführte, sich ein oder zweimal in eine veritable Bade- und Saunalandschaft für Wildschweine verwandelte (den Hufabdrücken nach gut angenommen), und schließlich wieder in einen besseren Waldweg mündete, auf dem ich links aus dem dunklen Wald hinaus auf die offene Anhöhe östlich von Frankenhausen gelangte.</p>
<p>Noch so´n hübsches Fleckchen. Über das lange Wiesental, das sich nach Nordosten bis zum fast 100 m. tiefer gelegene Waschenbach zieht, hat man einen wunderbaren Blick nach Norden, bis hin zum Taunus und nach Frankfurt (beides heute nur ganz schemenhaft zu erkennen), dazu gibt´s mehr Satte Hangweiden und alte Obstbäume am Wegrand, während es leicht bergab in Richtung Frankenhausen geht.</p>
<p>Kurz vor dem Ortseingang rechts, auf den Balerts-Höhen-Weg (gelbe 2). Kurvig mit feinem Kies, ein bisschen bergab, dann wieder ein bisschen bergauf durch die Wiesen, verständnislos angestarrt von den massigen Kühen (Limousin-Rinder?), die hier oben weideten.<br />
Die Sonne war inzwischen hinter dem mächtigen Frankenstein-massiv am westlichen Horizont versunken, der Abendhimmel glühte in strahlenden Rot- und Gelbtönen.</p>
<p>Abwärts, ins nächste Tal, durch die Felder am Steinbruch hinter Waschenbach den Emmertsberg runter bis an die K138 im Talgrund und dort rechts, weiter bergab in Richtung Waschenbach.<br />
Wie gehabt: Landstrasse, kein Seitenstreifen aber auch keinerlei Verkehr, entsprechend liess sie sich prima laufen. Bloß ein bisschen frisch war´s hier unten schon, kein Wunder, denn das letzte direkte Sonnenlicht war sicher schon vor einigen Stunden in das tiefe, schmale Tal gefallen.</p>
<p>Inzwischen war ich schon eine ganze Weile unterwegs &#8211; die Uhr näherte sich so langsam der großen 22, es dämmerte schon ordentlich, und ich hatte noch ein sehr ordentliches Stück vor mir &#8211; war wohl nix mit den 10 bis 12 Kilometern, die ich eigentlich geplant hatte, das sah mir mehr nach 15 bis 16 aus.<br />
Und ein bisschen Durst kriegte ich so langsam auch.<br />
Warum hatte ich bloß die doofe Flasche verloren?</p>
<p>Abgesehen davon lief´s aber noch prima, immerhin. Ich folgte der Strasse ein ganzes Stück das Tal runter, erst kurz durch die Wiesen, dann durch den Wald am Waschenbacher Steinbruch, und bog schließlich (mal wieder) links auf einen unmarkierten und (zumindest auf der Wanderkarte) nicht näher benannten Waldweg ein, der mit mit stetiger Steigung und scharfer Krümmung aufwärts brachte, bis auf den Querweg unterhalb vom Rand des nächsten Steinbruchs (nämlich dem Hinter Nieder-Beerbach).<br />
Rechts, durch den Wald, vorsichtig zwischen zwei Meterlangen Pfützen hindurch, dann aufwärts und auf dem Glasberg an den Waldrand direkt über der Steinbruchkante.</p>
<p>Wow!<br />
Toller Blick, über das gewaltige, mindestens 50 m. tief abfallende Loch in der Berflanke mit seinen schroffen Basaltwänden hinweg nach Westen und Nordwesten, auf den Frankenstein, das Mühltahl, Eberstadt und die dahinter liegende Rheinebene, bis hin zum scherenschnittartig gegen den leuchtenden Abendhimmel abgehobenen Taunus. Schööön!</p>
<p>Ich folgte dem Weg weiter, erst kurz nach Norden, dann in einer langen Linkskurve um den Nordrand des Steinbruch abwärts. Laut Wanderkarte und Google Earth sollte hier eigentlich Wald sein, tatsächlich lief ich jedoch durch einen große, relativ frisch gerodete Freifläche, über die man weiterhin einen schönen Blick nach Nordwesten hatte (auch wenn die Rodung wahrscheinlich bedeutet, dass der Steinbruch noch weiter in diese Richtung in den Berg getrieben werden soll, was ich ein bisschen Schade fand, wegen dem schönen Wald und dem schönen Weg).</p>
<p>Kurze Begegnung mit einem fliehende Rehbock, am unteren Ende des freien Stücks an einem massiven Minihäuschen vorbei (wahrscheinlich zum Unterstellen, um sich bei einer Sprengung im Steinbruch vor fliegendem Geröll zu schützen) dann wieder in den nun schon ordentlich düsteren Wald und weiter nach links und bergab bis zum Waldrand über dem unteren Beerbachtal.</p>
<p>Immerhin: Ab hier war Rückweg angesagt.<br />
Aber einige Kilometerchen hatte ich noch vor mir, das meiste davon bergauf, und es dämmerte inzwischen schon mit Macht &#8211; Plänchenlesen ging nur noch im Freien, im Schatten der Bäume war´s bereits zu dunkel.</p>
<p>Südwärts, den überraschend breiten und bequemen Asphaltweg am Waldrand entlang (zweifellos ist der als Zufahrt für den Steinbruch so gut ausgebaut), dann unvermittelt in eine Mondlandschaft aus zehnmeterhohen Kiesbergen am Wegrand, die im fahlen Licht des sterbenden Tages ziemlich beeindruckend und schroff wirkten.<br />
Dahinter dann ein wunderschönes dämmriges Seitental mit Wiesen und Obsthainen, erfüllt vom Blöken einer Schafherde am gegenüberliegenden Hang.<br />
Ich lief bis kurz vor den Breitenloh-Hof und bog dann scharf nach rechts ab, auf den Weg Mt2 (die Markierung konnte man noch erkennen), der mich durch die Wiesen- und Heckenlandschaft nach Nieder-Beerbach bringen sollte.<br />
Die Schafe verstummten nach kurzer Zeit, und auf einmal war es fast vollkommen still &#8211; so still, dass ich eine kleine Pause machte und mit geschlossenen Augen einfach ein paar Augenblicke die Ruhe genoss, in der außer dem Zirpen der Grillen nichts zu hören war &#8211; keine Motorengeräusche von Autos, kein vorbeiratternder Zug, keine Stimmfetzen in der Ferne, kein vorbeifliegendes Flugzeug, nichts von den normalem Hintergrundrauschen, das das Leben an der Bergstrasse normalerweise begleitet, war hier hinten zu hören.<br />
Es war einfach nur still und friedlich und dämmrig, und es tat gut, sich zumindest eine kleine Weile in diesem Frieden zu verlieren.</p>
<p>Dann weiter, um eine kleine Hügelkante, dann runter auf dem bequem Asphaltierten Mt2 runter nach Nieder-Beerbach, begleitet von ein paar flatternden Fledermäusen, die zur allabendlichen Insektenjagd aufbrachen. Schräg vor mir, schon in tiefe Nachtschatten gehüllt und wunderbar gelegen im langen Beerbachtal unterhalb des Frankensteins lag Nieder-Beerbach, ganz ruhig bis auf einen bellenden Hund, bläulich-schläfrig und nur erhellt vom Schein der Strassenlaternen und dem rötlichen Schimmer des prächtigen Halbmondes, der im samtblauen Nachthimmel vor mir aufgetaucht war.<br />
Inzwischen war es schon fast Nacht.</p>
<p>Runter ins verwaist daliegende Dorf, die Hintergasse hinab, dann links auf die schmale Untergasse. Zwischendurch studierte ich noch einmal mein Plänchen im Schein der Strassenlaternen, versuchte mir so gut es ging die verworrenen und unmarkierten Pfade des Rückwegs einzuprägen.</p>
<p>Am Ende der Untergasse dann links, den &#8220;Viehtrieb&#8221; hoch. Knackige Steigung zwischen den letzten Häusern Nieder-Beerbachs den Hang hoch, so langsam begann ich die heute zurückgelegte Strecke zu spüren, wurde kurzatmiger, Durst und Hunger nahmen zu &#8211; eigentlich hatte ich ja erwartet, um diese Zeit schon wieder daheim zu sein und zu abend zu essen, da rächte sich die falsche Längenschätzung bei der Tourplanung nun ein bisschen.</p>
<p>Nach knapp 200 m. auf dem &#8220;Viehtrieb&#8221; halblinks in die Strasse &#8220;Am Pechkopf&#8221;, an deren Ende das Dorf aufhörte und ein schmaler, pflanzenumrankter Pfad über dem Beerbachtal anfing. Den lief ich hoch.<br />
Unter den Bäumen herrschte nun endgültig Nacht, dort wo Wiesen und Hecken vorherrschten, konnte man die Umgebung noch ganz schwach im Widerschein des verblassenden Dämmerlichts erkennen. Rechts ging es anscheinend steil abwärts in den Talgrund, ich hielt mich lieber links&#8230;</p>
<p>Von der Dämmerung in die Sommernacht laufen ist eine interessante Erfahrung.<br />
Der Gesichtssinn tritt zurück, dafür gewinnen die anderen Sinne an Bedeutung, man hört, spürt, riecht aufmerksamer in die Dämmerung hinein, setzt die Schritte anders, um nicht über eine Unebenheit im Weg zu stolpern. Die Umgebung fühlt sich anders an, geheimnisvoller, die Weite verschwindet und macht einem intensiveren Erleben der unmittelbaren Nähe platz, der Äste und Ranken und Gräser an den Beinen, dem Zirpen der Grillen, den Rufen unsichtbaere Nachtvögel, dem Rhythmus der eigenen Atmung, dem leichten Abendwind auf der verschwitzen Haut, dem Geruch von Wald, Wiese, Heu, und nicht zuletzt dem schmalen Band des Weges, das sich nur dadurch vom Rest der Nacht abhebt, dass es etwas heller als die Umgebung ist.</p>
<p>Vielleicht hätte mich das endgültige Heraufziehen der Dunkelheit beunruhigen müssen, schließlich waren es noch immer ein paar Kilometer bis zum Ziel und ich war den Weg noch nie gelaufen.<br />
Aber es fühlte sich nicht beunruhigend an, hier draußen in die laue Sommernacht zu laufen, als Schatten zwischen anderen Schatten den richtigen Pfad zu suchen, im Limbus zwischen grauer Dämmerung und nachtblauer Schwärze.<br />
Und ich war nicht allein.<br />
Während ich meinen Weg in die Nacht machte, tauchten sie am Wegesrand auf, erst eins, dann zwei, dann fünf, dann ein ganzes Ballett kleiner, strahlender Leuchtpunkte, die wie verspielte Irrlichter durch die samtige Dunkelheit tanzten, sich zu Grüppchen zusammenfanden und wieder verteilten, ein Stück mit mir kamen um sich dann wieder zwischen den schemenhaften Bäumen und Büschen und Feldern jenseits des Weges verloren &#8211; Ende Juni ist die Zeit der Glühwürmchen, und hier draußen, an denfreundlichen Hängen des Beerbachtals, hielten sie heute Nacht ihren großen Ball ab &#8211; und ich durfte Zaungast sein.<br />
Sowas Schönes ist mir lange nicht mehr passiert.</p>
<p>Irgendwann eine T-Kreuzung im Dunkel, es ging nach rechts und nach links. Ich versuchte mich an den richtigen Kurs zu erinnern, aber er fiel mir nicht mehr ein, das Plänchen war inzwischen vollkommen nutzlos.<br />
Also folgte ich eben meinem Bauchgefühl und lief nach link, aufwärts, das fühlte sich richtig an.<br />
Erst einen dunklen Waldrand entlang, dann an einer dichten Hangwiese vorbei, in der irgendetwas vor mir aufschreckte und raschelnd und knackend floh &#8211; wahrscheinlich ein Reh, aber wer weiss das schon in der Dunkelheit?</p>
<p>Je höher ich kam, umso weniger sicher war ich, noch richtig zu sein. Der Weg knickte ein paarmal ab, der Mond war hinter einer Wolke in Deckung gegangen, ich hatte keine Ahnung, ob ich noch in die richtige Richtung lief, bis ich schließlich schon relativ weit oben innehielt und mich umsah: Rechts hinter mir, erkannte ich den dunklen Kegel des Melibokus mit seinem blinkenden Funkturm, wie er sich gegen den etwas helleren Nachthimmel erhob &#8211; und zwar in einer ganz anderen Richtung, als er hätte sein müssen.<br />
Hm, da war ich wohl falsch abgebogen, und stand jetzt mitten in der Nacht irgendwo am Rand des Beerbachtals auf einem unbekannten Weg.<br />
Verirrt aber nicht verloren (denn wirklich verloren gehen kann man hier oben nicht, wenn man sich ein bisschen auskennt, selbst wenn´s dunkel ist), in einer warmen Sommernacht, umgeben musizierenden Grillen und tanzenden Glühwürmchen gibt es Schlimmeres&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ich lief den Weg einfach weiter bergauf, durch mehr Felder und Wiesen, bis er schließlich an einem Waldrand auf einen asphaltierten Weg stiess, den ich identifizieren konnte &#8211; irgendwie war ich wohl ein ganzes Stück in die falsche Richtung gelaufen und schließlich an der Augustenhöhe zwischen Nieder-Beerbach und Frankenhausen rausgekommen.</p>
<p>Aber wenigstens wusste ich, wie ich von hier aus sicher und relativ problemlos zurück nach Ober-Beerbach kommen konnte &#8211; einfach der Hutzelstr. über die Neutscher Höhe folgen, zwar noch mal ein ordentlicher Umweg, aber auch bei Dunkelheit gut zu laufen und kaum zu verfehlen. Prima!</p>
<p>Aber erst mal rechts, auf dem Asphaltweg am Rand der Streittanne ostwärts bis zum Ortseingang von Frankenhausen, und dort dann auf die Hutzelstrasse. Nochmal gut aufwärts, auf dem breiten, unbeleuchteten Asphaltweg über den Buckel am Hundsrück und auf die Neutscher Höhe. Gut zu laufen, und dank offener Feld- und Wiesenlandschaft mit gutem restlicht, in dem man genug erkennen konnte, um sich nicht die Haxen zu brechen.</p>
<p>Noch mal ein ganz schönes Stück, vielleicht 3 km über die Hochebene. Auch hier: Fast perfekte Stille bis auf die Grillen, laue Sommernachtatmosphäre, Einsamkeit. Nur einmal sah ich die Scheinwerfer eines fernen Autos über den Fahrweg nach Neutsch kriechen, ansonsten war ich alleine, zwischen dem weiten Himmel (der leider nicht ganz Sternenklar war, das wäre herrlich gewesen), den weiten, dunklen Feldern, und dem fernen Lichterglanz der Dörfer und Städte in der Rheinebene, lief mit mir selbst und den paar Glühwürmchen, die es hier hochgeschafft hatten, stetig und nun doch schon recht angestrengt südwärts die Strasse entlang, bis ich endlich die erste Wegkreuzung über Ober-Beerbach erreichte.</p>
<p>Rechts, nochmal ein paar Meter über den Buckel des Pechkopfes (Puuuh), und dann nur noch abwärts, steil abwärts, auf der rissigen, alten Neutscher Str. hinein ins schlafende Ober-Beerbach, dessen Strassenlaternen mir nach dem langen Laufen in der Dunkelheit beinahe blenden grell erschienen, an den dunklen Häusern vorbei ins Dorf runter, wieder unter der Kirche vorbei, und schließlich, erschöpft aber zufrieden (den schattigen Weg erfolglos nach der verlorenen Trinkflasche absuchend) zum Ausgangspunkt der Tour.<br />
Die Uhr zeigte 23:16 Uhr &#8211; so spät bin ich glaube ich noch nie angekommen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Strecke: 18,8 km<br />
Zeit: Insgesamt etwas über 2 Stunden unterwegs.<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 66,6% (12,52 km von 18,8 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/06/neutscher-hohe-beerbachtal.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-5193" title="Neutscher Hohe + Beerbachtal" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/06/neutscher-hohe-beerbachtal.jpg?w=135" alt="Neutscher Hohe + Beerbachtal" width="135" height="150" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Etwas zähe Waldtour um den Melibokus (12,5 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/06/10/etwas-zahe-waldtour-um-den-melibokus-125-km/</link>
<pubDate>Wed, 10 Jun 2009 20:17:18 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/06/10/etwas-zahe-waldtour-um-den-melibokus-125-km/</guid>
<description><![CDATA[Haaachje&#8230; Irgendwie bekommen mir zwei Tage Pause am Stück nie so gut. Letzte Woche war´s danac]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Haaachje&#8230;<br />
Irgendwie bekommen mir zwei Tage Pause am Stück nie so gut. Letzte Woche war´s danach arg krampfig, und diese Woche &#8211; na ja&#8230;</p>
<p>Gestern in Mainz gewesen, wollte danach unterwegs noch ein bisschen laufen, aber als ich dann gegen 21:00 endlich meinen Kram erledigt hatte und ziemlich abgespannt heimwärts gefahren bin, hatte ich irgendwie keinen echten Drang mehr, noch anderthalb Stunden durch den Wald bei Worfelden zu rennen (dort war die Tour geplant) und hab´s gelassen. </p>
<p>Dafür dann eben heute.<br />
&#8220;Meh&#8221;-Tag.<br />
Mäßiges Wetter, mäßige Laune, mäßige Tagesform &#8211; alles nicht unerträglich mies, aber doch ein bisschen näher an &#8220;schlecht&#8221; als an &#8220;gut&#8221;.<br />
Meh.</p>
<p><!--more--><br />
Start gegen 20:00 Uhr. Das mag ich am Sommer, dass man entspannt in den Abend laufen kann ohne hetzten zu müssen. Wunderbar, und viel besser als die Zeit zwischen November und Februar, wo man zusehen muss, dass man bis 16:00 Uhr durch ist, wenn man überhaupt ein bisschen Tageslicht haben möchte&#8230;</p>
<p>Erstmal südwärts, unter dichten grauen Wolken bei leichtem Nieselregen und extremer Luftfeuchtigkeit (die wiederum mag ich gar nicht) auf dem Blütenweg durchs Feld nach Alsbach.<br />
Langsam, ein bisschen steifbeinig, etwas träge und mit offensichtlich recht niedrigem Kreislauf &#8211; und die Tatsache, dass das Abendessen gerade mal 15 Minuten her war und mir im Magen lag, half auch nicht unbedingt&#8230;<br />
Wie gesagt: Nicht unsäglich mies, aber besonders gut war´s auch nicht, deshalb änderte ich auf den ersten paar hundert Metern auch spontan meine Pläne. Ursprünglich hatte ich eine große Tour um das gesamte Melibokusmassiv laufen wollen, 16 bis 17 Kilometer über Zwingenberg, Auerbach, Hochstädten und Balkhausen, aber das wär´ heut´ einfach nix gewesen, stattdessen kürzte ich die Tour schnell mal um ein ganzes Stück und entschloss mich, oben im Wald um den Melibokus zu laufen.</p>
<p>Durch Alsbach, Asphalt etwas hart, leicht verspannt und träge, Nieselregen immerhin so leicht, dass er nicht nervte: Jugenheimer Str, Katharinenberg, Lindenstr., dann die Kirchstr. links hoch zum Alsbacher Schloss &#8211; den ganz kurzen Aufstieg auf Burgen- und Alemannenweg (blaues B/rotes S), erst das lange Bachtal unter dem Schloss hoch (der Eselsgrund), dann rechts in die Hindenburgstr., kurz danach links und relativ steil durch einen Hohlweg am Hang bis zur Burg.<br />
Fiel nicht leicht, Niedriger Kreislauf und hohe Luftfeuchtigkeit sind keine Traumkombo, da sieht man schon mal ein paar kleine Sternchen vor den Augen tanzen. </p>
<p>Oben angekommen das Schloss ignoriert (&#8220;Jaja, Alsbacher Schloss, sehr nett, aber nur bei gutem Wetter, nicht unter bleigrauem drögen Abendhimmel&#8221;) und links am Freizeitgelände entlang in Richtung Melibokus.<br />
Dann kurze Pause um mit der Frage zu ringen, wie ich weiterlaufen sollte: Rechts den längeren aber bequemeren Comoder Weg, oder links den kürzeren aber steileren Herrenweg.<br />
Hmmm, gar nicht so leicht&#8230;</p>
<p>Schließlich entschied ich mich &#8220;kurz und anstrengend&#8221; und folgte der gelben 4 des Hoboken-Wegs bergauf zum Beginn des Herrenwegs. Nicht wirklich steil, aber heute fiel´s ein bisschen schwer. Uffa!</p>
<p>An der ersten Kehre: Herrenweg rechts. Am Hang entlang, stetig aber mild aufwärts in Richtung Auerbacher Schloss.<br />
Lauf´ ich normalerweise sehr gern, heute war´s nicht so der Bringer. Immerhin hielt das dichte Blätterdach den doofen Nieselregen ab. </p>
<p>Nach einem Kilometer kurz über Nibelungensteig/Lucibergweg, die allerdings schnell wieder nach links in Richtung Melibokuskuppe abbogen (heute war ich doch recht froh, da nicht hoch zu müssen), nach 2 km ging´s dann endlich abwärts runter zum Not-Gottes-Parkplatz zwischen Melibokus (den ich damit halb umrundet hatte) und Auerbacher Schloss. Auch schon wieder ein halbes Jahr her, dass ich her bei klirrender Kälte an einem herrlichen <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/01/11/berglauf-bei-schnee-und-sonne-uber-den-melibokus-aufs-auerbacher-schloss-mit-foto-km/">sonnig-verschneiten Januartag vorbeigekommen war und Fotos geschossen hatte</a>, schon faszinierend, wie anders das heute aussah.</p>
<p>Hier war´s dann auch schon Zeit für den Rückweg &#8211; an der Westflanke des Melibokusmassivs war ich hergelaufen, nun wollte ich an der wilden Ostflanke zurück &#8211; scharf links, kurz die Melibokus-Strasse hoch, dann rechts ab und auf dem Melibokusweg (gelbe 6, außerdem rotes S des Alemannenwegs) in den dichten, einsamen Hangwald an der mittleren Ostflanke rein, dann wiederum halbrechts und auf dem Neunkrümmweg weiter.</p>
<p>Den Neunkrümmweg mag ich. Er ist unmarkiert und einsam und etwas verwildert, nicht so sehr, dass er unlaufbar wäre, aber so sehr, dass es schon ein bisschen interessanter ist hier zu laufen. Außerdem hat er schönen, weichen Waldboden, das kam mir heute sehr entgegen.<br />
Und er führt kurz über dem Waldrand am Rand des Mühltals vorbeim, entsprechend hat man hier immer wieder herrliche Ausblicke über die Hangwiesen ins das herrliche Tal hinab, und weiter über die dahinterliegenden Höhenzüge die Bergstrasse runter.<br />
Wunderschön, und womöglich einer meiner absoluten Lieblingswege in der Gegend (hab´ ich allerdings noch nie drüber nachgedacht). </p>
<p>Hier lief´s dann langsam etwas besser. Den schlammigen Weg entlang, die Ausblicke auf Felsberg und Krehberg genossen, Rehe in Rauhen Mengen gesehen (wie gesagt: Total einsam hier), zwischenzeitlich versucht auf einem unbekannten Pfad runter ins Mühltal zu kommen (endete nach 50 m. Brennesseln und Dornen am Waldrand vor einem Elektrozaun, da kehrte ich wieder um) &#8211; sehr schön.<br />
Und dann, plötzlich, ein ganz besonderer Moment &#8211; direkt hinter einer Kehre, mitten auf dem Weg schreckte ich ein massiges, graubraunes, überraschend großes Tier auf, das mit einem enervierten Schnauben im dichten Gestrüpp am Wegrand verschwand &#8211; Dachs!<br />
Seit zehn Jahren laufe ich jetzt durch den Wald, aber einem Dachs bin ich noch nie begegnet &#8211; heute war das allererstemal, dass ich einen in freier Wildbahn getroffen habe.<br />
Wahnsinn, damit war der Abend gerettet (auch wenn ich ein leicht mulmiges Gefühl hatte, als ich an der Stelle vorbeilief, an der er im Dickicht verschwunden war &#8211; das war ein ganz schöner Karwenzmann gewesen, sicher einen halben Meter lang und mit Riesenkrallen, wenn der beschlossen hätte, heute Abend eines meiner Beine essen zu wollen, wär´ das sicher hässlich geworden&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  )! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Weiter den Neunkrümmweg entlang, bis zur einsamen Wegscheide am Waldrand zwischen Mühltal und Balkhäuser Tal. Hier oben treffe ich normalerweise immer wenn ich vorbeikommen, einen einzelnen, großen Feldhasen. Wirklich immer. Der ist fast schon sowas wie ein alter Freund.<br />
Heute war er nicht da. Schade, hoffentlich ist ihm nichts passiert&#8230;</p>
<p>Ich lief links, nochmal in den Wald rein und leicht bergauf bis auf den untersten Weg an den Drei Quellen, dann weiter zum Waldrand am Schollrain, da <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/05/img_3030-36p.jpg">wo der Nibelungensteig vom Melibokus aus dem Wald kommt und durch die herrlichen Wiesen am Talrand führt</a>.<br />
Vorletzten Freitag <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/05/22/blogger-team-up-4-das-erste-drittel-nibelungensteig-mit-gerd-und-foto-167-km/">bei der Nibelungensteig-Tour mit Gerd</a> waren wir hier rechts gelaufen, rüber in Richtung Felsberg gelaufen.<br />
Letzten Freitag, bei <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/06/05/ich-kann%c2%b4s-noch-spontaner-28er-durch-die-berge-hinter-seeheim-jugenheim-279-km/">meinem spontanen 28er</a> war ich keuchend und japsend in links gelaufen, den steilen Nibelungensteig zum Melibokusgipfel hoch.<br />
Heute hingegen lief ich halbrechts/geradeaus, den bequemen, leicht abfallenden &#8220;Balkhäuser Rentnerweg&#8221; runter durch die Wiesen an die L3103 Balkhausen-Hochstädten. Hier begegnete mir auch der Feldhase (ich nahm einfach mal an, dass es mein Freund von der Kreuzung über Hochstädten war und grüßte ihn freundlich. Er rannte freundlich weg). </p>
<p>Mmmh, gemächlich bergab im grauen Abendlicht, in der Nase den Geruch von Heu und nassem Asphalt. Angenehm&#8230;</p>
<p>An der Landstrasse links nach Balkhausen rein, und von nun an einfach immer bergab &#8211; durch das endlos lange unterdorf, am Tahlhof rechts und gleich wieder links, auf dem Balkhäuser-Tal-Weg (gelbe 3) am Rückhaltebecken im Talgrund vorbei, an dessen Oberfläche mindestens zwei Dutzend großer Karpfen (?) dümpelten, dann am alten Forsthaus vorbei wieder an die L3103 und auf dem Fuß-/Radweg neben der Strasse den Rest des Tals runter bis nach Jugenheim und nach hause. </p>
<p>Hjaaaneeenaja&#8230;<br />
Nicht super. Aber auch nicht mies.<br />
Eine Füllsel-Tour, wie´s halt auch mal sein muss.<br />
Bis auf meinen allerersten Dachs, der war super!</p>
<p>Strecke: 12,5 km<br />
Zeit: Nicht genommen, langsam.<br />
Neue Strecke: Nicht wirklich<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/06/umdenmelibokusrunde.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/06/umdenmelibokusrunde.jpg?w=150" alt="Umdenmelibokusrunde" title="Umdenmelibokusrunde" width="150" height="109" class="alignnone size-thumbnail wp-image-4892" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ich kann´s noch! Spontaner 28er durch die Berge hinter Seeheim-Jugenheim (27,9 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/06/05/ich-kann%c2%b4s-noch-spontaner-28er-durch-die-berge-hinter-seeheim-jugenheim-279-km/</link>
<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 21:59:28 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/06/05/ich-kann%c2%b4s-noch-spontaner-28er-durch-die-berge-hinter-seeheim-jugenheim-279-km/</guid>
<description><![CDATA[Beim Sport soll man auf seinen Körper hören, heisst es. Ok. Meiner hat mir am Mittwoch, beim Lauf mi]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Beim Sport soll man auf seinen Körper hören, heisst es.<br />
Ok.<br />
Meiner hat mir am Mittwoch, beim Lauf mit krampfigen Waden um den Erlensee, erklärt, dass er im Moment einfach keine so rechte Lust auf harten Asphalt im ebenen Flachland hat.<br />
Das war relativ eindeutig.</p>
<p>Also sind wir heute ins Bergland. Nach Nordosten, in die steilen Hänge und tiefen Täler zwischen Seeheim und Ober-Beerbach, da gab´s zwischen Wald und Wiesen tatsächlich noch ein paar kleine, geheimnisvolle Wege auf der Wanderkarte, die ich noch nie gelaufen bin, das sah interessant aus und versprach Höhenmeter bis zum Abwinken, in kleinen, steilen Dosen (auf, ab, auf, ab, auf, ab&#8230;) </p>
<p>Genau gemessen hab´ ich die Strecke vorher nicht, irgendwas zwischen 10 und 15 km, war alles recht.<br />
Aber einen guten Plan hab´ ich mir gemacht und mitgenommen, um die kleinen, geheimnisvollen Wege auch ja nicht zu verpassen, da oben in den dichten, zerklüfteten Wäldern navigiert sich´s nämlich gar nicht so einfach, selbst wenn man schon eine ordentliche Ortskenntnis mitbringt&#8230;</p>
<p>Start am Abend, kurz nach halb sieben. Freundliches Wetter, heiter, ein bisschen Sonne, ein bisschen Wolken, unter 20°, leichter Wind, etwas diesig. Gutes Laufwetter. Passte zu meiner guten Lauflaune.<br />
<!--more--></p>
<p>Nordwärts durchs abendliche Jugenheim. Gemächlich und entspannt.<br />
Vorgestern bei der Tour um den Erlensee hatten sich meine Waden von Anfang an gesträubt und mir zu verstehen gegeben, dass das ´ne harte Tour werden würde.<br />
Heute hielten sie von Anfang an Ruhe und machten willig mit, also ob sie wüssten, dass uns heute vor allem weiche, freundliche Waldwege und schöne, angenehme Steigungen erwarten würden&#8230;<br />
(Ja, ich geb´s zu: Wenn ich in die Berge laufe, dann nicht weil ich so ein harter Hund bin, der echte Herausforderungen sucht und sich richtig quälen will &#8211; im Gegenteil, ich mach´ das so ein bisschen aus Bequemlichkeit, weil mir bergiges Terrain in mancherlei Hinsicht einfach leichter fällt als das Flachland)</p>
<p>Durch den grünen Pauerweg mit seinen alten Villen und großen Gärten zur Hauptstr., dort geradeaus, am <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/eingang-heiligenberg.jpg">Eingang zum Heiligenberg</a> und dem <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/jugenheim.jpg">alten Rathaus</a> und dem <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/roseneck.jpg">Roseneck</a> vorbei, durch die ruhige, schattige Seeheimer Str., dann auf dem schmalen Pfad oberhalb der Feuerwehr durch die Felder und Gärten (Blütenweg: Gelbes B) rüber nach Seeheim.</p>
<p>Gleich am Ortseingang rechts den Zeppelinweg hoch. Der erste richtige Anstieg heute, 100 m. bei ordentlicher Steigung die Strasse hinauf.<br />
Lief super &#8211; Atmung konstant, Tempo kaum reduziert, das flutschte nur so. Seehr vielversprechend, da hatte ich offenbar einen richtig guten Tag erwischt.</p>
<p>Weiter nordwärts, Karolinenstr. (leicht geschwungen, leicht bergauf, dann leicht bergab, nett), der womöglich namenlose grasige Fußweg an der alten Mauer unterhalb vom Goldschmidt-Park (womöglich ist der auch nicht nicht namenlos, aber ich hab´ keine Ahnung wie er heisst), dann halblinks den Domweg runter, rechts die Villastr. hoch (dabei ein bisschen die Villen bewundert, die alt genug sind, um aus einer Zeit zu stammen, als &#8220;Neureich&#8221; und &#8220;Geschmacklos&#8221; noch nicht synonym waren), und schließlich wieder links und kurz vor der Ober-Beerbacher Str. auf den Saar-Rhein-Main-Weg (gelbes Plus), der im Zickzackkurs aus dem Ort hinaus und den steilen Wiesenhang am Kreuzberg hochführt.<br />
Schöner Blick über Seeheim ins Ried (wenn auch etwas diesig), anspruchsvolle Steigung, mit ich mir schon das eine oder andere Mal richtig schwer getan hab´ &#8211; heute lief ich sie zügig und guter Dinge einfach so durch, ohne dass es richtig anstrengend gewesen wäre.<br />
Prima! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Oben am Waldrand links, über den letzten Häusern vorbei und geradeaus auf den Lufthansa-Ring (Burgenweg, blaues B), der halblinks/geradeaus durch den Wald runter ins Ober-Beerbacher Tal (das eigentlich Elsbachtal heisst) führt.<br />
Ciao, Höhenmeter, bis gleich&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Im Talgrund kurz hinter Seeheim über die K143 nach Ober-Beerbach, auf der anderen Seite wieder in den Wald, den Burgenweg/Alemannenweg hoch in Richtung Karlshöhe.<br />
Halber Kilometer bergauf, 50 oder 60 HM, schon ganz ordentlich &#8211; heute lief ich´s einfach so durch, gemächlich und und kontrolliert, ohne Probleme (wenn man mal von dem Drecksack von Kamikaze-Biker absieht, der mich an der ersten Kurve beinahe plattgebügelt hätte, weil er unbedingt mit 30 oder 40 Sachen den unübersichtlichen, kiesigen, steilen Waldweg runterbrettern musste. Natürlich ohne Helm, Vernunft oder Rücksicht, das stört die richtige coolen Jungs ja nur. Bastard!).</p>
<p>Oben auf der Anhöhe, da wo der Burgenweg eine lange Rechtskurve beschreibt bevor er dann zum Zehn-Wege-Platz an der Karlshöhe führt, fiel mir was Neues auf: Links am Wegesrand stand eine (neue?) Infotafel mit einem Plan des alten Seeheimer Schlossparks, der direkt unterhalb des Weges anfängt. Daneben ein kleiner Weg links runter in den Park, offensichtlich relativ frisch von Unkraut und anderem Bewuchs befreit &#8211; den hatte ich vorher noch nie bemerkt und war ihn entsprechend auch noch nie gelaufen.<br />
Hmmm&#8230;<br />
Ach, was soll´s, so ein kleiner Umweg schadet ja nicht: Spontan links von der geplanten Route abgewichen und in den Schlosspark runtergelaufen, der eigentlich gar kein richtiger Park mehr ist, sondern nur etwas lichterer Wald mit einigen Pfaden drin, an dessem unterem Ende das Seeheimer Schloss steht (heute Privatbesitz und die beste Wohnllage im Ort).<br />
Bergab, steil bergab, halbrechts abwärts durch den Park/Wald bis zum unteren Ausgang hinterm Schloss.<br />
Ciao, Höhenmeter, bis gleich&#8230;</p>
<p>Dort rechts, auf den Weg SJ3, von dem ich wusste, dass er ebenfalls zum Zehn-Wege-Platz führt (bei Zehn Wegen nicht weiter verwunderlich&#8230;). Und schon wieder bergauf, durch die friedlichen Hangwiesen über Seeheim. Weidende Kühe, ein bisschen Aussicht, angenehme Abendsonne, ein riesenhafter Feldhase (oder Waldwiesenberghanghase, um genau zu sein), der reisaus nahm, sobald er mich bemerkte, dann war ich auch schon wieder im Wald, erklomm die letzten Meter zur Karlshöhe und erreichte schließlich den Zehn-Wege-Platz am südlichsten Teil des Frankenstein-Massivs, auf dem es neben einer kleinen Schutzhütte tatsächlich total viele Wege gibt, die in alle Richtungen in den Wald führen (ob´s wirklich zehn sind weiss ich nicht genau Jedesmal wenn ich hier bin zähle ich nach, und jedesmal kommt dabei eine andere Zahl zwischen acht und zwölf raus&#8230;). </p>
<p>Hier muss man immer so ein bisschen aufpassen, dass man den richtigen Weg erwischt, gerade wenn man nordwärts in Richtung Frankenstein will, denn da hat man fünf bis sechs Alternativen zur Auswahl.<br />
Ich nahm den Zweiten links von der Hütte, einen unmarkierten Waldweg an der Ostflanke des Frankensteins nach Norden durch den Wald führt, bis er schließlich über Nieder-Beerbach auf die Fahrstrasse zum Frankenstein führt &#8211; möglicherweise der Nieder-Beerbach-Weg oder Nieder-Beerbacher-Pfad, aber ganz sicher bin ich mir nicht. </p>
<p>Mannomann, hier war ich schon lange nicht mehr gelaufen&#8230;<br />
Das letzte Mal war ich hier mit Ingo vorbeigekommen, vor fast zwei Jahren am 1.7.07, <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/07/01/frankenstein/">bei der allerersten Tour, die wir auf diesem Blog gepostet haben</a> (heidenei, was waren das damals für kurze, unpräzise Laufberichte&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ).<br />
Damals war mir dieses Stück furchtbar steil und unendlich lang vorgekommen.<br />
Heute nicht.<br />
Schöner schattiger Wald, Mini-Steigung von durschnittlich ca. 5%, das lief sich quasi von selbst.<br />
Superangenehm, und irgendwie schön zu sehen, dass zwei Jahre Training trotz Verletzungspausen, Zeit- und Stressorgen und Winterschlendrian einen merklichen Unterschied machen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Nach ca. 1,4 km ging halbrechts auf den Galgenweg (gelbe 6) ab. Hier machte ich die erste Trinkpause und palaverte kurz mit zwei anderen Joggern, die mich darauf hinwiesen, dass ich da nicht runterlaufen solle, weil ich zuviel Höhenmeter verlieren würde, und mir nicht so recht glauben wollten, dass genau das der Plan war&#8230;</p>
<p>Und wieder bergab, den Galgenweg runter.<br />
Ciao, Höhenmeter, bis gleich&#8230;</p>
<p>Nach ein paar hundert Metern eine kleine Lichtung am Hang, direkt danach rechts, kurz danach links &#8211; hier wollte ich eigentlich eine kleine Ehrenrunde um den &#8220;Dammrücksbühl&#8221; drehen, einen Vorberg des Frankenstein-Massivs über dem Ober-Beerbacher Tal. Dummerweise war der (unmarkierte) Weg so schlecht und überwuchert, dass das nicht besonders gut klappt, also wechselte ich nach ca. 100 Metern querfeldein über den Hang auf den nächstniedriegeren Weg, dem ich dann irgendwie&#8230; folgte.<br />
Vor Ort überhaupt kein Problem, der Weg war in gutem Zustand und ganz leicht abschüssig &#8211; bloß auf der Wanderkarte konnte ich ihn beim besten Willen nicht finden. Keine Ahnung, ob da die Karte nicht stimmt (was in über zwei Jahren, die ich mit den Karten laufe, nur ein- oder zweimal vorgekommen ist) oder ich es nicht auf die Reihe gekriegt habe, auf jeden Fall ging´s irgendwie abwärts, um eine scharfe Kurve, ein Stück oberhalb der Fahrstrasse im Talgrund entlang, und schließlich an den Wiesen des Schweizerlochs aus dem Wald raus.<br />
Genau da, wo ich hingewollt hatte, auch wenn mir nicht ganz klar war (und immer noch nicht ist), wie ich da hingekommen war.<br />
Hmm&#8230;<br />
Ein bisschen seltsam, aber immerhin auf Kurs&#8230;</p>
<p>Links runter, immer noch auf dem Galgenweg zwischen dem Waldrand und den wunderschönen langgezogenen Wiesen des Schweizerlochs runter, auf denen rote Kühe in der Abendsonne weideten und Grillen zirpten. Etwas Gedankvenverloren, weil ich spontan an den Abend vor ca. 10 Jahren denken musste, als mein Vater sein Auto nach einem Jagdausflug zu einem der nahegelegenen Hochsitze hier sein Auto auf einen Zaunpfahl am Fuß der leicht abschüssigen Böschung gesetzt hatte, und wir dann mitten in der Nacht stundenlang im Schlamm ackern mussten, bis die Karre wieder flott war.<br />
Those were the days&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Unten: Wieder im Ober-Beerbacher Tal, aber schon ein ganzes Stück oberhalb von Seeheim.<br />
Kurz links an der Kreisstrasse lang (weiterhin gelbe 6), kein Seitenstreifen aber wenig Verkehr (die beiden Autos, die mir entgegenkamen, schleuderten allerdings in Formel-Eins-tauglichem Tempo die schmale, abschüssige Strasse runter &#8211; wie sich das halt gehört im Odenwald, wo die einheimischen nur für Traktoren und den lieben Gott bremsen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_lol.gif' alt=':lol:' class='wp-smiley' />  ), nach 100 m. rechts ab, kurz durch die Wiesen, dann auf der anderen Talseite in den Wald am Kühlkopf. </p>
<p>Der nächste Aufstieg: Kurz rechts, dann links auf den Kühlkopfweg (gelbe 4), in der nächsten Kehre dann halblinks geradeaus und den unmarkierten Waldweg nach Ober-Beerbach hoch. Eigentlich hatte ich erwartet, dass dieses Stück ziemlich hart werden würde, stattdessen war´s jedoch total angenehm: Moderate Steigung, schöner Wald, nach ein paar Kurven tauchte erst rechts über mir der Ober-Beerbacher Sportplatz auf, dann gab´s links ein paar Ausblicke zwischen den Bäumen hindurch auf die hübschen Hangwiesen unterhalb des Dorfes, und dann war ich auch schon am Ortsrand, wo ich unter den toll gelegenen Häusern durch die Weiden lief, und schließlich nochmal etwas steiler aufwärts den nördlichen Ortseingang an der Eberstädter Str. (Weitwanderweg Odenwald-Vogesen, roter Balken) erreichte.<br />
Hübsch wie immer, Ober-Beerbach in seiner kleinen Talmulde, umgeben von steilen Hängen mit lichten Wiesen und dunklen Wäldern ist einfach ein schöner Anblick&#8230;</p>
<p>Rechts in den Ort rein, dann gleich wieder rechts, schmaler Fußweg zum Einstein-Ring, dann durch die Str. &#8220;Im Hesseltal&#8221; hoch zu den letzen Häusern auf dem Rand des Talkessels und geradeaus auf dem Weg OB3 zurück in den Wald.<br />
Neues Stück, noch nie gelaufen, wunderschön: Bergrücken mit Blick auf den Melibokus, links und rechts des Weges sonnige Weiden mit Pferden, richtig angenehm zu laufen.</p>
<p>Und abwärts in den Wald rein, runter zur Kreuzung am Schlößchen (das ist eine Kuppe, kein Gebäude).<br />
Ciao, Höhenmeter, bis gleich&#8230;</p>
<p>Im Wald zwischen den Bergen westlich vor Ober-Beerbach (dem Kühlkopf und dem Kniebrecht) gibt es ein schmales, langes, schluchtartiges Tal, das zweifellos einer der abgelegensten Orte im ganzen Gemeindegebiet von Seeheim-Jugenheim ist. Keine Ahnung wie es heisst, die Wanderkarte und der Flurplan schweigen sich da aus, ich weiss nur, dass es das Tal mit dem Bach ist, der die Märchenteiche speist.<br />
Und da wollte ich jetzt runter.</p>
<p>&#8230;und hatte schon wieder dasselbe Problem wie eben gerade am Dammrücksbühl: Mein wanderkartenbasiertes Plänchen liess sich einfach nicht mit der Realität vereinen &#8211; die Wege waren hier eindeutig anders als auf der Karte, egal wie sehr ich mich anstrengte, das auf einen Nenner zu bringen. Gleich zwei Kartenfehler auf einer Tour, das ist mir noch nie passiert!<br />
Zum Glück war die Navigation aber trotzdem kein Problem: Ich wollte runter ins Tal, also musste ich immer nur bergab laufen, in mehreren Serpentinen den steilen Hang hinab, durch den einsamen, schönen Wald (hier kommt sicher fast nie jemand vorbei), bis ich unten war, und da dann einfach dem Bachlauf am dunklen, kühlen Talgrund folgen bis ich die Märchenteiche erreichte, die still und grün im Abendschatten lagen.</p>
<p>Und wieder aufwärts, zum &#8211; so dachte ich zumindest &#8211; letzten Aufstieg für heute, der es allerdings noch mal in sich hatte: Von den Märchenteichen die Flanke des Kniebrecht hoch und weiter bis auf den Tannenberg &#8211; 140 Höhenmeter auf 1,4 km Strecke&#8230;</p>
<p>&#8230;lief schon wieder beängstigend glatt. Ich hatte mir den unmarkierten Friedensquellenweg ausgesucht, der durch einen tief in der Bergflanke eingegrabenen Hohlweg durch den düsteren Fichtenwald bergauf führte, zwei Serpentinen machte, dann an einer T-Kreuzung nach rechts abknickte, und schließlich am Rand des Bannwalds am Kniebrecht (der seit ein paar Jahren ohne Forstwirtschaft vollkommen sich selbst überlassen wird) wieder in den Weg OB3 mündete, auf dem ich die Wegkreuzung am Fuß den Tannenbergs erreichte.<br />
Topfit, praktisch nicht außer Atem, Puls ganz ruhig, bis hierher war der Aufstieg überhaupt kein Problem gewesen. </p>
<p>Deswegen nahm ich dann auch den kurzen Weg zum Tannenberg. Um mal zu zitieren, was ich beim <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/01/20/best-of-seeheim-jugenheim-mit-hund-und-foto-85-km/">letzten Mal</a>, als ich hier vorbeigekommen bin drüber geschrieben habe:</p>
<blockquote><p>Der läuft schnurgerade den Hang hoch, und ist eigentlich so steil, dass er nur von völlig durchgeknallten Hardcore-Offroad-Biker-Deppen mit Todeswunsch benutzt wird (und selbst das nur bergab…).</p></blockquote>
<p>150 m. Strecke, 30+% Steigung.<br />
Hehe&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Lustig, wie schnell einem bei solchen Passagen die Puste ausgeht.<br />
Erstes Drittel: Gar kein Problem, joggte langsam und entspannt den Steilhang hoch und dachte noch sowas wie &#8220;<em>Hey, eigentlich gar nicht so schlimm&#8230;&#8221;</em><br />
Zweites Drittel: Uuuh, und dann war auf einmal die Puste knapp, und der Hang noch nicht mal halb zu Ende. Noch ein Schrittchen langsamer&#8230;<br />
Letztes Drittel: Ging nicht mehr, die letzten paar Meter musste ich dann doch gehen, das war einfach zu steil und zu lang. Puuuh!</p>
<p>Oben dann noch ein Stückchen weiter am Hang bergauf in Richtung Tannenburg (nun wieder joggend, hatte mich schnell wieder erholt), bis zur letzten Serpentine unterhalb der Burgmauern. Ganz hoch wollte ich heute nicht, stattdessen hatte ich mir einen bisher unerlaufenen Trampelpfad ausgeguckt, der von hier den Westhang runter in Richtung Alexanderhöhe lief.<br />
Zu meiner Überraschung war der sogar markiert: Alemannenweg/rotes S.<br />
Prima, na dann bergab!<br />
Ciao, Höhenmeter, das war´s dann für heute (dachte ich)&#8230;</p>
<p>Recht steil und schmal und steinig und sehr hübsch, so mitten durch den lichten, abendsonnigen Wald mit dichten Brombeerhecken links und rechts des Pfades &#8211; sehr nett und brachte mich war ruck-zuck runter an die Kreuzung vor der Alexanderhöhe.</p>
<p>Da machte ich dann erstmal Bestandsaufnahme:<br />
Eineinhalb Stunden unterwegs, eigentlich sah der Plan vor, dass ich von hier aus direkt runter nach Jugenheim und nach Hause laufen sollte.<br />
Aber ich war topfit.<br />
Beine: Wie neu.<br />
Kraft: Voll da.<br />
Energie: Virtueller Zeiger mitten im grünen Bereich.<br />
Kein Hunger, kein Durst, keine Müdigkeit, keine Beschwerden.<br />
Nur ganz viel Spass.<br />
Irgendwie hatte ich noch richtig Lust zum Weitermachen<br />
Hmm&#8230;</p>
<p>Spontan reifte in mir eine etwas verrückte Idee: Als mich vorhin am Galgenweg die beiden anderen Jogger vor dem Höhenmeterverlust gewarnt hatten, hatte ich ein bisschen angegeben und gemeint, dass ich noch &#8220;In Richtung Melibokus&#8221; wolle.<br />
Was sachlich nicht falsch war, denn ich wollte ja nach Süden (= In Richtung Melibokus), aber viel grandioser daherkam, als es eigentlich gedacht war, weil´s implizierte, dass ich AUF den total weit entfernten Melibokus zu laufen gedachte&#8230;<br />
Ehrlich gesagt so ein bisschen kleinlich, aber was erzählen die mir auch in MEINEM WALD (oder so), wo´s hoch und runter geht&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Hmmm&#8230;<br />
Aber wenn ich da jetzt wirklich noch hochlaufen würde, wär´s ja nicht kleinlich gewesen, sondern einfach nur die Wahrheit&#8230;<br />
Hmmmmmmm&#8230;</p>
<p>Verfolgen wir mal kurz das interne Zwiegespräch zwischen meiner Abenteuerlust und meiner Vernunft:<br />
A: &#8220;<em>Hey, ich weiss was! Wir laufen jetzt noch auf den Melibokus</em>&#8220;</p>
<p>V: &#8220;<em>Klar. Und danach verbessern wir unseren Kilometerrekord auf 3 Minuten, backen den besten Käsekuchen und knacken die Weltformel. Sonst noch was?</em>&#8220;</p>
<p>A: <em>&#8220;Nee, echt jetzt, ich mein´s ernst: Wir laufen jetzt noch auf den Melibokus!&#8221;</em></p>
<p>V: <em>&#8220;Du spinnst!! Wir sind sind jetzt schon 10 oder 12 km gelaufen</em> [tatsächlich waren´s 14]<em> und bis wir da oben und wieder daheim sind sind´s nochmal 10 oder 12 km!</em> [tatsächlich waren´s 14] <em>. Soweit sind wir seit dem <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/09/06/darmstadt-halbmarathon-212-km/">Halbmarathon letztes Jahr</a> nicht mehr gelaufen</em> [tatsächlich waren wir schon seit dem Marathon vorletztes Jahr nicht mehr soweit gelaufen - gut dass Vernunft nicht genau bescheid wusste... <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> ] <em> und du weisst ja wohl noch, wie wir da abgekackt haben! Ich weiss das noch, aber Hallo, Frollein!!! Und da ging´s am Ende nicht nochmal durch zwei Täler und 500 Höhenmeter bergauf!!!&#8221;</em></p>
<p>A:<em>&#8220;Pööh, ach, letztes Jahr! Da war doch alles anders. Heute sind wir topfit,</em> [da flunkert sie ein bisschen, die Abenteuerlust... <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> ] <em>das ist überhaupt gar kein Problem, das kriegen wir locker hin. Glaub´ mir, ich kenn mich mit sowas aus&#8221;</em></p>
<p>V: <em>&#8220;Jaja, duuu kennst dich aus. Wie war das noch, als wir uns total am Felsberg verirrt haben, weil Fräulein Abenteuerlust meinte, dass wir jetzt den unbekannten Weg da vorne hoch müssen&#8230;?&#8221;</em></p>
<p>A: <em>&#8220;Menno! Das ist vier Jahre her und du reitest immer noch drauf rum. Und außerdem hat das doch Spass gemacht, oder?&#8221;</em></p>
<p>V: <em>&#8220;Pfff, Spass, Spass, Spass, was Anderes fällt dir auch nicht ein, oder? Hast du mal geguckt wie spät es ist. In ´ner knappen Stunde geht die Sonne unter, und dann wird´s zappenduster da oben. Schon mal daran gedacht, häh? Nee, haste natürlich nicht, dass muss ich erledigen, sonst stehen wir da nämlich auf einmal mitten im Wald und es ist arschkalt und sackdunkel und&#8230;&#8221;</em></p>
<p>A: <em>&#8220;Ha, daher weht der Wind: Du hast einfach nur Schiss, gib´s doch zu!</em></p>
<p>V: [Laut] <em>&#8220;WAS!?!! ICH UND SCHISS?!! JA GEHT`S DENN NOCH!!!??? ICH HAB´ VOR GAR NIX SCHISS, ICH DENK´ NUR MAL NACH BEVOR WIR UNS WIEDER IN IRGENDEIN WAHNSINNSPROJEKT STÜRZEN, SONST MACHT DAS HIER NÄMLICH KEI&#8230; hey, hörst du mir überhaupt zu?&#8221;</em> </p>
<p>A [im Singsang]: <em>&#8220;Vernuuhunft hat Schiihiss, Vernuuhunft hat Schiihiss, Vernuuhunft hat Schiihiss&#8230;&#8221;</em>  </p>
<p>V [Sauer]: <em>&#8220;Gar nicht!</em>&#8220;</p>
<p>A: <em>&#8220;Wohl!! Vernuuhunft hat Schiihiss, Vernuuhunft hat Schiihiss&#8230;</em> </p>
<p>V: <em>&#8220;ACH JA???!!!</em></p>
<p>A: <em>&#8220;Jaaa!! Vernuuhunft hat Schiihiss, Vernuuhunft hat Schiihiss&#8230;&#8221;</em></p>
<p>V: [Pikiert]<em>&#8220;Okay!!! Gut!! Gut!! Bittschön!! Wenn´s das ist, was du willst, gut!! Dann laufen wir jetzt halt auf den Melibokus.<br />
Pff. Mir doch egal.<br />
Wer´n ja sehen wer morgen wieder rumpienst und wimmert, wenn wir vor lauter Muskelkater nicht mal mehr aufs Klo wackeln können. Falls wir nicht vorher schon irgendwo unterwegs verschütt´ gehen!!!<br />
Und dann werd´ ich lachen, du blöde Schickse, &#8216;Haha&#8217;, werd´ ich dann sagen &#8216;Haha, siehstewohl, ich hab´s ja gleich gesagt&#8217;&#8230;&#8221;</em></p>
<p>A: <em>&#8220;YAAAAAYYYYY, WIR LAUFEN AUF DEN MELIBOKUS!!!!!!</em></p>
<p>Und so sind wir dann nicht nach Hause gelaufen, sondern auf den Melibokus.<br />
Nochmal genausoweit wie bisher, bloss noch etwas steiler.<br />
Total der Irrsinn&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Und abwärts: Den Burgenweg/Alemannenweg runter, um die Alexanderhöhe rum, dann NICHT rechts runter nach Jugenheim, sondern geradeaus, den unmarkierten Waldweg unter dem Jugenheimer Handyturm runter bis an die K146 im schönen Stettbacher Tal.<br />
Dort links, 150 m. die Strasse hoch, dann über den Parkplatz vom Hotel-Restaurant Brandhof (wie immer Pickepackevoll, mit Autos von nah und fern. Wundert mich immer wieder ein bisschen, denn das Essen ist hier zwar durchaus gut, aber ein bisschen teuer, und es gibt Dutzende anderer Restaurants und Gasthöfe in der Nähe, die genausogut sind, aber wo sich fast nie jemand hinverirrt&#8230;) und schließlich rechts den Hofgrundweg (gelbe 2) hoch, der zwischen den Waldrand unterm Marienberg und der herrlichen langen Wiese des Hofgrunds aufwärts zum Höhenrücken zwischen Balkhäuser und Stettbacher Tal.<br />
Nach 300 m. links am Waldrand eine einsame, kleine Bank aus massivem Stein, hübsch verziert und mit der Inschrift<br />
&#8220;<em>In Gedenken an unseren Hans. Gefallen in den Karpaten am 12. Februar 1915</em>&#8220;.<br />
Finde ich immer ein bisschen traurig, weil ich mir den armen Hans vorstellen muss, der vor fast 100 Jahren weit, weit weg von zuhause sein zweifellos viel zu junges Leben in einem der sinnlosesten Kriege der Menschheitsgeschichte verloren hat, und an die Menschen, denen er sosehr gefehlt hat, dass sie ihm hier draußen ein Denkmal errichtet haben&#8230;. </p>
<p>Kurz danach halbrechts in den Wald, weiter bergauf bis zur Kreuzung an der Kaiserbuche (einstmals der Ort, wo Zar Alexander II. gerne zu frühstücken pflegte, wenn er auf dem Heiligenberg weilte, heute leider nur noch ein toter Stumpf), dann links, auf dem rissigen Ex-Fahrweg zwischen Stettbacher und Balkhäuser Tal (SJ2) durch die Wiesen am Hechlersgrund (rechterhand freundliche Ponies, dahinter der täuschend nah wirkende Melibokus), in den Wald am Vogelherd, dort dann gleich rechts den schmalen Hechlersgrund-Weg (gelbe 5) runter und nach 200 m. über einen namenlosen Trampelpfad auf den schmalen Weg, der durch das hübsche, sumpfige Seitental unter dem Schulberg (die &#8220;Rohrwiesen?&#8221;) runter nach Balkhausen führt.<br />
Ciao, Höhenmeter, bis gleich&#8230;</p>
<p>Während ich hier runterlief versank die Sonne hinter dem mächtigen Rücken des Darsbergs auf der anderen Talseite &#8211; die Dämmerung hatte begonnen. </p>
<p>Unten in Balkhausen dann hoch an die Felsbergstr. und der nach links gefolgt, aufwärts durch das endlos lange Dörfchen zwischen den schönen, steilen Hängen des Balkhäuser Tals, das ruhig und friedlich in den Abend hineindämmerte.<br />
Der letzte Aufstieg hatte begonnen &#8211; 5 Kilometer und über 300 Höhenmeter bergauf.<br />
Oy vey! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Zuerst mal überhaupt kein Problem: Die Durchschnittsteigung auf der Felsbergstr. in Balkhausen  liegt im unteren einstelligen Prozentbereich, das ist so minimal, das merkt man überhaupt nicht.<br />
800 m. aufwärts durchs Dorf, vorbei am kleinen Friedhof mit der Kapelle, dem kleinen Brünnchen über dem Talgrund, der kleinen Feuerwehr (hier ist vieles klein, das ist nett) bis zur großen Abzweigung nach Hochstädten, direkt dahinter links auf den alten Hochstädter Weg (SJ V) und bergauf aus Balkhausen raus bis zur Strassenbrücke am Schollrain.<br />
Das war schon steiler, und so langsam merkte ich die fast 20 km und 600 oder 700 Höhenmeter, die mir inzwischen schon in den Knochen steckten: Beine etwas schwer und hart (aber da schaffte eine Dehnpause nochmal Abhilfe), Atmung kürzer, imaginäre Nadel auf dem imaginären Energie-O-Meter im gelben Bereich. </p>
<p>Und es wurde nicht besser, denn nun ging´s den Nibelungensteig hoch. Vor <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/05/22/blogger-team-up-4-das-erste-drittel-nibelungensteig-mit-gerd-und-foto-167-km/">genau zwei Wochen war ich hier mit Gerd schön langsam und entspannt bei strahlender Nachmittagssonne runtergekommen</a>, heute nun durfte ich langsam und nicht mehr ganz entspannt in der Abenddämmerung die Gegenrichtung hochschnaufen.<br />
Heidenei, so steil war das aber neulich nicht gewesen!!!</p>
<p>Immer weiter bergauf, japsend und keuchend den herrlichen Weg auf dem Bergrücken zwischen Mühltal und <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/05/img_3040-42p.jpg">Balkhäuser Tal </a>hoch, über den plötzlich ein erbarmungslos kalter Abendwind pfiff, der meinen durchgeschwitzten Torso bis ins Mark durchfror, bis ich endlich den Waldrand unter dem Melibokus erreichte.<br />
Brrrr&#8230;</p>
<p>Hier war dann der leichte Teil vorbei.<br />
Jetzt ging´s richtig bergauf (zumindest mit dem Weg, mit dem Matthias ging´s derweil tendenziell eher bergab).<br />
Am Rand eines schmalen Seitentals hoch zur Wegscheide unter den drei Quellen.<br />
Uff. Aua. Siestewohl [sagte die Vernunft].<br />
Ostflanke des Berges, dichter Wald, hier herrschte nur noch graues Halblicht, es war empfindlich kühl. </p>
<p>Dann scharf rechts, über an der abgeholzten Lichtung entlang auf den <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/05/img_3022-25p.jpg">wunderschönen offen Bergrücken</a>, von dem Gerd und ich neulich die tolle Aussicht nach Süden genossen hatten. Heute war sie nicht minder toll, der Himmel noch im feurigen rot der untergehenden Sonne, die Bergstrasse darunter hingegen in immer dunkler werdende purpurne Abendschatten gehüllt.<br />
Hätte gerne länger verweilt und geschaut (und verschnauft), aber der eisige Wind und das sterbende Licht trieben mich weiter.<br />
Aufwärts, immer aufwärts, mit kurzem Atem und schweren Schritten.<br />
Zwischendurch ging ich jetzt immer mal ein bisschen, nicht weil es nicht anders gegangen wäre, sondern weil ich spürte, dass meine Kraft so langsam zur Neige ging und deshalb haushalten wollte.</p>
<p>An die Fahrstrasse auf den Melibokus, immer noch fast 100 HM unter dem Gipfel.<br />
Dunkel. Kalt. So langsam kamen auch Hunger (letzte Mahlzeit: Mittagessen um 13:00, das war jetzt über acht Stunden her, und ich hatte nichts mitgenommen, weil ich ja nicht mit so einem langen lauf gerechnet hatte [siestewohl, sagte die Vernunft]) und ein bisschen Durst (zwei 175 ml. Flaschen im Gurt, die letzte hatte ich am Tannenberg geleert, das war auch schon wieder ´ne Stunde her) dazu, Beine blieben schwer, Atem kurz.</p>
<p>Strasse hoch, bis zur ersten Serpentine, dann geradeaus auf den unmarkierten Waldweg, der unter dem Nibelungensteig um die Südflanke führt &#8211; Um Streckendopplungen vermeiden, wollte nicht zweimal dasselbe Stück laufen und vermied deshalb den oberen Teil der Strasse. Dafür: Umweg und ein paar Extra-HMs. Ganz so fertig war ich offenbar noch nicht, dass ich das in Kauf nahm.</p>
<p>Durch den finsteren Wald an der Südflanke, leicht bergab (gut weil: Jetzt bergab. Schlecht weil: Später mehr bergauf), auf herrlich weichen alten Tannennadeln. Noch ein Päuschen an einem weiteren Aussichtspunkt (Geheimtipp) am Hang, von dem aus man nach Süden über die weiten Täler hinter Bensheim schauen kann &#8211; wunderschön unter purpurnem Dämmerhimmel mit fast vollen Mond, leider fehlte mir inzwischen ein bisschen die Kraft, um es voll zu geniessen. </p>
<p>Und dann wieder bergauf (bisschen gehen&#8230;), auf den Nibelungensteig/Lucibergweg, Serpentine (bisschen gehen), Serpen&#8230;uuuuffffhaaaaa&#8230;tine (bisschen gehen), aaaargl, Serphhhfffffauaaaaentine, fast oben, Weg unter der Kuppe, links, die letzten 20 steilen Meter (bisschen gehen)&#8230;<br />
Oben.<br />
Ach du Scheisse, ich hab´s echt geschafft.<br />
Ich bin noch auf den Melibokus gelaufen. </p>
<p>Wanke zur Terasse (die Drachenflugrampe will/kann ich mir nicht mehr antun), gucke runter.<br />
Eine der schönsten Zeiten auf dem Melibokus ist die Dämmerung, wenn man weit über der Ebene thront und die Sonne versinken sieht, während die Ebene unten immer dunkler wird und nach und nach die Lichter in den vermeintlich winzigen Dörfern und Städtchen angehen, bis das ganze Ried ein herrlicher Vorhang aus samtiger Nacht und funkelnden Lichtern wird. Das ist ein magischer Moment.<br />
Bin gerade richtig.<br />
Auch wenn mir ein bisschen die Kraft zum Staunen fehlt.</p>
<p>Schaue ein paar Momente runter. Dann fange ich an zu frieren, und fast dunkel ist es auch schon.<br />
Muss noch nachhause.<br />
Gute Nachricht: Nur noch bergab.<br />
Schlechte Nachricht: Noch 5 Kilometer.<br />
Und es ist schon fast Nacht&#8230;</p>
<p>Wende mich ab, stapfe über die Kuppe bis ich wieder Fahrt aufnehme, laufe auf der anderen Seite die Strasse runter, die nur noch ein graues Band im Dämmerlicht ist.<br />
An der ersten Serpentine geradeaus, die Abkürzung, steiler Pfad durchs dunkel, spart ein paar hundert Meter (dafür stolpere ich fast über den Grenzstein zwischen den Gemarkungen Auerbach und Zwingenberg, den irgendein Hirni direkt auf den Pfad gepflanzt hat), unten dann der Pürschweg, abwärts, heimwärts. </p>
<p>Normalerweise sind das die kürzesten viereinhalb Kilometer die ich kenne. Heute zieht sich´s wie lauwarmer amerikanischer Pizzakäse.<br />
Je tiefer ich komme, umso dunkler wird´s &#8211; gut dass ich den Weg in und auswendig kenne und er in exzellentem Zustand ist.<br />
Einfach geradeaus, bergab durch die Finsternis, während meine Beine protestieren und sich mein Geist in erschöpft-wirren Gedankengängen verliert und immer mehr zurückzieht, bis ich nichts weiter bin als ein kaum noch existenter Schatten, der auf dem schemenhaften Weg durchs unendliche dunkle Nichts gleitet.</p>
<p>Still ist es nachts im Wald, nur hin und wieder flieht irgendwas Großes am Wegesrand vor mir (zum Glück flieht es!), ansonsten nur mein keuchender Atem und die dumpfen Schritte, es ist saukalt.<br />
Irgendwann links die Lichtung am Hohe-Stich-Weg, noch einmal kommt mein Verstand aus der Trance zurück um einen letzten Blick in die schimmernd-dunkle Ebene zu werfen, dann geht´s weiter abwärts.<br />
Darsberghütte&#8230;<br />
Kehre über der Jossa&#8230;<br />
Darsbergtal&#8230;<br />
Kehre über dem Merckstal, 50 m. ganz leicht bergauf&#8230; Auuua!<br />
Merckscher Wasserturm&#8230;<br />
Burgenweg im unteren Darsbergtal&#8230;<br />
Waldrand&#8230;<br />
Jossastr., harter Asphalt, Strassenlaternen&#8230;<br />
Daheim&#8230;<br />
Puuuhaa!!!!</p>
<p>Dehnen, <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/06/05/wenn%c2%b4s-dem-esel-zu-gut-geht/">Terz</a>, heisses Entspannungsbad, Abendessen und fertig. </p>
<p>Wow.<br />
Ganz ehrlich: Da bin ich doch ein bisschen stolz drauf.<br />
Am Ende waren´s 27,9 km und zwischen 900 und 1000 HM (ganz genau kann ich´s nicht bestimmen, aber runde einfach mal frech auf 1000 auf, das hab´ ich mir verdient).<br />
So weit bin ich seit eineinhalb Jahren nicht mehr gelaufen, vor allem nicht mit einem ganzen Höhenkilometer.<br />
Und es klappt noch (wieder?): Am Ende war ich zwar erschöpft und steif und müde, aber keinesfalls fix und fertig &#8211; wenn ich gemusst hätte, wären da auch noch ein paar Kilometer mehr drin gewesen (aber das hätte weh getan).<br />
Verdammt cooles Gefühl, zu wissen, dass ich an einem ordentlichen Tag einen anstrengenden Dreissiger durchstehen kann, und danach nicht eine Woche ausser Gefecht bin. </p>
<p>Ebenfalls faszinierend: 28 km, und ich war die ganze Zeit &#8220;nicht weit weg von daheim&#8221;&#8230;</p>
<p>Siestewohl, sagt die Abenteuerlust&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Strecke: 27,9 km<br />
Zeit: 3:16 h reine Laufzeit (= 8,54 km/h bzw. 7 min/km)<br />
Anteil den noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 26,67% (7,44 km von 27,9 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/06/grosse-bergrunde-um-see-ju.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/06/grosse-bergrunde-um-see-ju.jpg?w=108" alt="Grosse Bergrunde um See-Ju" title="Grosse Bergrunde um See-Ju" width="108" height="150" class="alignnone size-thumbnail wp-image-4873" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kleine Bergtour zum Wochenabschluss: Jugenheim - Steigerts (7,5 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/05/31/kleine-bergtour-zum-wochenabschluss-jugenheim-steigerts-75-km/</link>
<pubDate>Sun, 31 May 2009 20:48:34 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/05/31/kleine-bergtour-zum-wochenabschluss-jugenheim-steigerts-75-km/</guid>
<description><![CDATA[Kinder, ich sach´ euch: Das is´ vielleicht ´ne Essengeherei dieses Wochenende &#8211; gestern erst M]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Kinder, ich sach´ euch: Das is´ vielleicht ´ne Essengeherei dieses Wochenende &#8211; <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/05/30/bundesstrase-wald-und-weinberge-an-der-bergstrasse-von-jugenheim-ins-meerbachtal-144-km/">gestern erst Mittagessen in Vetters Mühle in Bensheim-Zell</a>, und heute gleich schon wieder, dieses Mal im <a href="http://www.zum-talblick.de/index.htm">Talblick</a> im kleinen Bergdörfchen Steigerts auf dem wunderschönen &#8220;Dach&#8221; von Seehei-Jugenheim.</p>
<p>Passte mir perfekt in den Kram &#8211; einerseits fehlte mir ja noch ein Lauf diese Woche und ich hatte nochmal richtig Lust auf ein paar ordentliche Höhenmeterchen, andererseits wollte ich aber nicht mehr so weit laufen, weil morgen bereits die nächste Tour ansteht (Mainz-Kastel nach Wiesbaden rein), da schien mir ein bisschen Mäßigung angebracht.<br />
Und Steigerts war da perfekt: Über den Heiligenberg, die Kuralpe und die Hutzelstraße sind´s von zuhause aus weniger als 8 Kilometer Strecke, die aber trotzdem mit knapp 400 Höhenmetern samt herrlicher Landschaft aufwarten können.<br />
Genau das Richtige zum Wochenabschluß.</p>
<p><!--more--><br />
Start von daheim aus gegen 12:00 Uhr, eine knappe Stunde vor der verabredeten Mittagessenzeit (wollte ausnahmsweise mal nicht signifikant zu spät kommen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ).<br />
Wetter herrlich warm und sonnig, Matthias frisch, ausgeruht und bester Dinge. </p>
<p>Entspanntes Tempo, um den wunderbaren Tag zu genießen und die wie üblich zu Anfang leicht zickigen Waden zu schonen, auf dem Blütenweg (gelbes B) nordwärts durchs Dorf.<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/jossastr.jpg">Jossastr.</a> und gleich links, durch den <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0495.jpg">schattigen Pauerweg</a>, die <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/hauptstr.jpg">Hauptstr. hoch</a>, dann kurz hinter der Krone rechts auf den <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0496.jpg">Fußweg, der neben der Strasse zum Heiligenberg hoch führt</a>.<br />
Der Anfang vom Aufstieg.</p>
<p>Wenn man von Jugenheim über den Heiligenberg, den Vogelherd und die Hutzelstrasse auf den Steigerts laufen möchte, hat man einen Weg vor sich, der ziemlich anstrengend ist.<br />
Aber auch ziemlich ehrlich: Es geht einfach immer nur bergauf.<br />
Man klettert, klettert, klettert, klettert, klettert und irgendwann ist man oben.<br />
Das mag ich&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Links, an der Gedenkstätte für die <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/eingang-heiligenberg.jpg">Jugenheimer Weltkriegstoten</a> vorbei und den verbundgepflasterten Fußweg unterhalb der <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0503.jpg">Bergkirche</a> hoch, an der Kreuzung neben der Kirche dann geradeaus und auf dem Burgenweg (blaues B)/Alemannenweg (rotes S) weiter bergauf, bis zur Fahrstrasse am romantischen Weiher vor dem Schloss, wo gerade ein paar Kinder nach Kaulquappen fischten. Hab´ ich früher auch gemacht&#8230;</p>
<p>Bis hierher schon gut steil, das brachte mich gleich mal richtig schön auf Betriebstemperatur. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Und wieder links, die <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0549.jpg">Strasse zum Schloss hoch</a> (das verlinkte Bild ist aus dem Januar, heute war´s natürlich viel grüner und schattiger), kurz verschnauft und den wie immer herrlichen <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_05501.jpg">Anblick</a> von Schloss Heiligenberg gewürdigt, dann um die Anlage herum und auf vor dem Parkplatz scharf rechts, aufwärts (natürlich! Was denn auch sonst?) zum Waldrand, dort halbrechts auf den namenlosen schmalen Weg, der südlich des Gipfels um den Marienberg herum führt. </p>
<p>Abenteuerlich: Schmaler Weg am sonnigen Steilhang, uneben, zugewuchert, zuweilen mit schönen Blicken durchs dichte Blätterdach runter ins Balkhäuser Tal.<br />
Und teilweise ganz schön steil.<br />
Weiter bergauf&#8230;</p>
<p>Hinter dem Gipfel des Marienbergs stößt der Weg relativ bald auf den Wanderweg SJ2, auf dem´s dann ein Stück bergab runter zum Hechlersgrund geht &#8211; eine kleine Gelegenheit zum Verschnaufen und Treiben lassen, die nutzte ich natürlich. </p>
<p>Runter zum Waldrand an der Kaiserbuche, dann auf dem uralten Asphaltweg über die herrliche offene Anhöhe am Hechlersgrund (sonnenbeschienene Weiden mit freundlichen Pferden, rechts eine wunderbare Aussichte über Balkhausen hinweg zum Melibokus), am Ende des Wiesenstückes dann geradeaus in den dichten, schattigen Wald am Vogelherd. </p>
<p>Von nun an einfach dem Weg SJ2 hinterher, der kurz drauf rechts abbiegt, am versteckten Weiler Hainzenklingen bei Stettbach vorbeiführt, und sich dann stetig aber meist mit erträglicher Steigung (manchmal am oberen Ende der Komfortzone, aber insgesamt noch drin) über einem steilen, langen Bachtal durch den wunderschönen Kiefern-/Laubmischwald windet, irgendwann eine scharfe Kehre vollzieht, und schließlich nach noch ein paar steileren Passagen am oberen Ende des Walds am Vogelherd wieder ins Freie führt. </p>
<p>Runter zur Kuralpe (wieder bergab, nochmal Durchatmen und Genießen), durch unsagbar schöne Sommerwiesen, frisch gemäht und nach Heu riechend, mit zirpenden Grillen und blökenden Schafen. Rechts hinter dem Balkhäuser Tal der mächtige Rücken des Felsbergs, links darunter die Kuralpe, deren Parkplatz wie an einem solchen Sonntagmittag zu erwarten aus allen Nähten platzte.<br />
Gemächlich bergab, an ein paar Reitern vorbei bis zur L3098 bei der Kuralpe, dort dann links die Hutzelstraße hoch (Marker: Weitwanderweg Odenwald-Vogesen/Roter Balken und Europäischer Fernwanderweg 1/Weisses Andreaskreuz). </p>
<p>Eine meiner Lieblingspassagen überhaupt: Die asphaltierte Hutzelstraße führt sanft aufwärts durch unsagbar schöne Bergwiesen, am Wegesrand stehen schattige Bäume, hin und wieder passiert man ein Wäldchen oder ein paar weidende Kühe. Es ist schön still hier oben, und <a href="http://www.panoramio.com/photos/original/12865518.jpg">die Aussicht ist traumhaft</a> &#8211; rechts blickt man in den Odenwald rein, über das weite, wunderschöne Modautal zur Neunkircher Höhe und weiter nach Norden, am Otzberg vorbei ins Dieburger Land. Links hingegen öffnet sich immer wieder mal der Blick durch die Vorberge des Odenwalds hinunter in die unendlich große Rheinebene, bis er schließlich am Taunus oder dem Berg- und Hügelland in Rheinland-Pfalz hängen bleibt.<br />
Hochgenuß!!</p>
<p>Gemächlich aufwärts, alles im Fluss, Augen je nach Bedarf nach rechts, links oder geradeaus, ein, zweimal machte ich auch ein Aussichtspäuschen (obwohl ich das alles schon oft genug gesehen hab´ &#8211; einmal mehr geht immer!!!), dann schließlich das Wäldchen am Steigerts, seines Zeichens mit 440 m. ü. NN der höchste Punkt von Seeheim-Jugenheim.</p>
<p>Hier links in den Wald, dem Weitwanderweg Odenwald-Vogesen folgend um die Kuppe herum, an ziemlich vielen Wanderern und Bikern vorbei, die ebenso glücklich und zufreiden wirkten, wie ich mich fühlte.</p>
<p>Am Ende des Wäldchens dann geradeaus den Asphaltweg runter und die letzten Meter durchs Winzige steigerts auf der Anhöhe bis auf die Außenterasse des <a href="http://www.zum-talblick.de/">Talblicks</a>, wo´s ein leckeres Mittagessen (ausnahmsweise mal kein Kochkässchnitzel, das hatte ich ja erst gestern) und einen grandiosen Blick auf die Frankfurter Skyline jenseits der Ebene gab. </p>
<p>Alles perfekt: 7,5 herrlich entspannte Kilometer, knapp 400 herrlich anspruchsvolle Höhenmeter, und das alles in herrliche pittoresker Landschaft bei herrlicher Sonntagslaune, abgerundet mit überbackenem Schweinelendchen mit Herzoginkartoffeln.<br />
So sollten alle Laufwochen enden!!! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Strecke: 7,5 km<br />
Zeit: Knapp unter einer Stunde, mit allem Drum und Dran<br />
Neue Strecke: Keine<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/06/jugenheim-steigerts.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/06/jugenheim-steigerts.jpg?w=150" alt="Jugenheim-Steigerts" title="Jugenheim-Steigerts" width="150" height="109" class="alignnone size-thumbnail wp-image-4794" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Blogger Team-Up 4: Das erste Drittel Nibelungensteig mit Gerd und Foto (16,7 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/05/22/blogger-team-up-4-das-erste-drittel-nibelungensteig-mit-gerd-und-foto-167-km/</link>
<pubDate>Fri, 22 May 2009 21:10:30 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/05/22/blogger-team-up-4-das-erste-drittel-nibelungensteig-mit-gerd-und-foto-167-km/</guid>
<description><![CDATA[Sodele. Der Lauf auf dem ersten Teil des Nibelungensteigs in den Odenwald rein. Endlich. Gerd und ic]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Sodele.<br />
Der Lauf auf dem ersten Teil des Nibelungensteigs in den Odenwald rein.<br />
Endlich.<br />
<a href="http://www.diro-online.com/wordpress/">Gerd</a> und ich hatten das ja schon seit letztem Herbst geplant, aber irgendwie hat´s vorher nie geklappt. Keine Zeit, oder mieses Wetter, oder ich hab´ geschwächelt, oder der Gerd war nicht ganz so fit, oderoderoder &#8211; wie das halt so ist&#8230;</p>
<p>Aber heute sah´s endlich mal gut aus: Guten Termin gefunden (passenderweise fast auf den Tag genau ein Jahr nach dem <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/05/24/blogger-team-up-melibokus-bensheim-mit-gerd-165-km/">ersten gemeinsamen Lauf, den Gerd und ich absolviert hatten</a>), alles fit, und das Wetter hatte sich nach einem etwas unsicheren Start heute morgen entschieden, extra für uns einen der schönsten Tage des Jahres aufzufahren, mit guter Sicht, angenehm warmen Temperaturen, einer wunderbar frischen Brise, blendendblauem Himmel, und strahlendem Sonnenschein (also genau das Wetter, das es eigentlich braucht, um eine der schönsten Strecken in den Odenwald richtig geniessen zu können).<br />
Perfekt für die heutige Strecke, die uns von Zwingenberg bis zum Hofgut Hohenstein hinter Reichenbach führen sollte und damit ungefähr  das erste Drittel des Nibelungensteigs ausmachte.</p>
<p><!--more--><br />
Laufzeit: Nachmittags.<br />
Gegen Drei kamen Gerd und Familie vorbei und sammelten mich auf, dann fuhren wir gemeinsam weiter an den alten Bahnof <a href="http://www.zwingenberg.de/d1/freizeit-tourismus/stadtrundgang.php?navid=19">Zwingenberg</a>, wo´s losgehen sollte &#8211; wir hatten uns nämlich darauf geeinigt, nicht direkt am Anfang des Steigs am oberen Ortsrand loszulaufen, sondern unten anzufangen, um sowohl ein paar Höhen- und Streckenmeterchen mehr mitzunehmen (wenn schon denn schon&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ) als auch die wunderschön-pittoreske Zwingenberger Altstadt, die eigentlich immer einen Besuch wert ist. </p>
<p>Kurz <a href="http://lh6.ggpht.com/_vId-3IgvAZk/Shefmm-EWGI/AAAAAAAACLE/mdzOkzl_eKU/20090522_3729.JPG?imgmax=800">Planungssession</a>, dann musste der Gerd noch ungefähr ein halbes Jahr an seinem Forerunner rumfingern, bis der endlich Kontakt irgendwelchen finsteren CIA-Satelliten jenseits der azurblauen Himmelskuppel aufnehmen konnte&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2941.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2941.jpg" alt="IMG_2941" title="IMG_2941" width="400" height="538" class="alignnone size-full wp-image-4653" /></a><br />
<em>Bild #1: Warten auf <del datetime="2009-05-23T15:14:11+00:00">Godot</del> Garmin.<br />
Unprovoziertes Forerunner-Bashing &#8211; eine meiner liebsten Übungen</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>&#8230;und dann ging´s los!<br />
Nibelungensteig Ho!!!</p>
<p>Zuerstmal den alten, verlassenen Bahnsteig runter, das war landschaftlich noch nicht ganz so spektakulär&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2942.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2942.jpg" alt="IMG_2942" title="IMG_2942" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4654" /></a><br />
<em>Bild #2: Wenn öfter so ein Wetter wäre, würde ich laufen bis meine Beine nur noch rauchende Stümpfe sind.<br />
Gut dass nicht öfter so ein Wetter ist&#8230;</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_lol.gif' alt=':lol:' class='wp-smiley' /> </p>
<p>&#8230;aber immerhin hatte man schon einen tollen Blick nach links, über Zwingenberg hinweg auf den hoch aufragendes erstes Etappenziel für heute:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2943-45p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2943-45p.jpg" alt="IMG_2943-45p" title="IMG_2943-45p" width="400" height="149" class="alignnone size-full wp-image-4656" /></a><br />
<em>Bild #3: Da oben, mit den zwei Türmchen drauf, das isser, der Melibokus. Sieht gar nicht so schlimm aus.<br />
Darunter dann die Vorberge, links die Orbishöhe, rechts Weinhänge am Luciberg (da würden wir gleich hochlaufen), darunter dann die herrliche Zwingenberger Bergkirche im oberen Teil der Altstadt. Unter der Orbishöhe erkennt man außerdem die Reihenhausbatterie &#8220;Auf der Ebene&#8221;, die der Gerd mit geschultem Architektenauge zur brutalsthässlichen Bausünde des ganzen Städtchens erklärte (und das zurecht!)</em></p>
<p>Eigentlich hatte ich ja vorgehabt, uns durch die hübsche historische <a href="http://www.panoramio.com/photo/4877993">Scheuergasse</a> altstadtwärts zu lotsen, aber irgendwie klappte das nicht &#8211; der alte Bahnsteig überfordert meine Orientierung irgendwie jedesmal, keine Ahnung warum.<br />
Also kletterten wir stattdessen irgendwo die Bahnsteigböschung runter und nahmen die nicht ganz so historische &#8220;Paßwiese&#8221; hoch bis zur B3, durchquerten kurz den schattig-hübschen Stadtpark am Rand der mittelalterlichen Stadtbefestigung, und liefen schließlich durch die Gasse am Obertor in die Altstadt ein. </p>
<p>Mannomannomann, ist das schön hier.<br />
Aus irgendeinem Grund singe ich hier auf dem Blog gerne ein Loblied auf die herrlichen Altstädte von Heppenheim und Weinheim, aber Zwingenberg &#8211; immerhin die älteste Stadt an der gesamten Bergstrasse &#8211; vergesse ich irgendwie immer so ein bisschen, obwohl es nur zwei Orte von zuhause entfernt liegt.<br />
Und das eigentlich vollkommen zu unrecht &#8211; aber urteilt selbst:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2947.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2947.jpg" alt="IMG_2947" title="IMG_2947" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4657" /></a><br />
<em>Bild #4: Kunstwerk vor Fachwerk, zwischen Stadtpark und Obertor</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2948.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2948.jpg" alt="IMG_2948" title="IMG_2948" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4658" /></a><br />
<em>Bild #5: Am Obertor</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2950.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2950.jpg" alt="IMG_2950" title="IMG_2950" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4659" /></a><br />
<em>Bild #6: Ehemaliges Rathaus am alten Marktplatz, auf dem die umliegenden Gaststätten ihre Tische und Stühle aufgebaut haben. Es gibt kaum einen schöneren Ort, um an einem warmen Sommerabend einen Schoppen guten Bergsträsser Wein zu geniessen</em></p>
<p>Direkt nach dem Marktplatz ging´s dann zum ersten Mal ein bisschen bergauf, rechts die schmale Gasse &#8220;Am Großen Berg&#8221; hoch&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2951.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2951.jpg" alt="IMG_2951" title="IMG_2951" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4660" /></a><br />
<em>Bild #7: Gerd meinte hier irgendwo, dass das ja schon ordentlich steil wäre. Das fand ich ein bisschen drollig&#8230;</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>&#8230;hoch in die alte Oberstadt an der Bergkirche:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2954.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2954.jpg" alt="IMG_2954" title="IMG_2954" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4661" /></a><br />
<em>Bild #8: Die Kirche ist gleich rechts, aber aus irgendeinem Grund hab´ ich sie nicht fotografiert&#8230;</em></p>
<p>Und weiter aufwärts, zwischen den winzigen, uralten Fachwerkhäuschen hinauf&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2956.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2956.jpg" alt="IMG_2956" title="IMG_2956" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4663" /></a><br />
<em>Bild #9: &#8220;Auf dem Berg&#8221;</em></p>
<p>&#8230;bis zur Aul, einem wunderschönen Rest der Stadtmauersamt Tor, durch den wir die Altstadt verließen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2957.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2957.jpg" alt="IMG_2957" title="IMG_2957" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4664" /></a><br />
<em>Bild #10: Die Aul</em></p>
<p>&#8230;und den eigentlichen Beginn des Nibelungensteigs am Fuß der Berge erreichten:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2959.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2959.jpg" alt="IMG_2959" title="IMG_2959" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4665" /></a><br />
<em>Bild #11: Hier fängt er an. Das dokumentierten wir natürlich beide gewissenhaft</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Bevor da richtig einsteigen, vielleicht erst noch mal kurz die Basics:<br />
<em><a href="http://www.lorsch.de/nibelungensteig/beschreibung.php">Nibelungensteig</a> wurde letzten Herbst unter großem regionalen und überregionalem Medieninteresse eingeweiht und ist damit der neueste Weitwanderweg im Odenwald. Er verläuft von Zwingenberg am Fuß der Bergstrasse zum Siegfriedbrunnen bei Grasellenbach, und führt dabei durch die herrliche Landschaft des vorderen Odenwaldes und an einigen der schönsten Orte und Gebiete der gesamten Region vorbei (u.a. Melibokusgipfel , Felsberg und Felsenmeer, Lautartal, Knodener Höhe, Schlierbachtal, Lindenfels, Gumpener Kreuz, Walpurgiskapelle hinter Weschnitz). Mit über 1600 Höhenmetern auf insgesamt ca. 40 Kilometern Länge wurde er bewusst als etwas anspruchsvollere Route konzipiert, die von ihren Benutzern eine gewisse Grundkondition fordert. Markiert ist er mit einem <a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/rotes-n.jpg">roten N</a></em></p>
<p>So, und da wollten wir jetzt hoch.<br />
Erstmal natürlich auf den Melibokus, seines Zeichens mein &#8220;Hausberg&#8221; und mit 517 m. ü. NN höchste Erhebung der hessischen Bergstrasse. Zugebegeben 517 m. klingen erstmal gar nicht nach soo viel, da gibt´s in Hessen und selbst im Odenwald so einige höhere Berge.<br />
Der Clou ist allerdings, dass der Melibokus sich aus der flachen, niedrigen Rheinebene erhebt, die im Schnitt gerade mal zwischen 80 und 110 m. ü. NN liegt. Entsprechend liegt der Gipfel mehr als 420 m. über dem Umland obwohl er gerade mal 2 km Luftlinie von der Ebene entfernt ist.<br />
Das ist dann doch schon sehr ordentlich steil und sehr hoch.<br />
Und der Nibelungensteig kleckert hier nicht, er klotzt &#8211; die ersten Kilometer geht´s nämlich auf dem Lucibergweg hoch, und das ist meiner Meinung der härteste Aufstieg auf den Melibokus, den es gibt (und ich hab´ sie alle ausprobiert&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ). </p>
<p>Was einen erwartet merkt man hier schon auf den ersten Metern &#8211; netter Betonweg am Rand eines kleinen bewaldeten Tals aufwärts zum alten Zwingenberger Steinbruch:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2960.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2960.jpg" alt="IMG_2960" title="IMG_2960" width="400" height="532" class="alignnone size-full wp-image-4669" /></a><br />
<em>Bild #12: Anfang vom Lucibergweg/Nibelungensteig</em></p>
<p>Vielleicht 300 m. Strecke, gleich mal mit deutlich über 20% Steigung.<br />
Das zieht böse rein.<br />
Entsprechend kamen wir da auch gleich mal ordentlich ins Schnaufen, kämpften und trippelten uns mit kurzen Minischrittchen die Rampe hoch. Immerhin, da konnte Gerd schon mal sehen, auf was er sich hier freiwillig eingelassen hatte&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /><br />
Schließlich der Steinbruch&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2961.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2961.jpg" alt="IMG_2961" title="IMG_2961" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4670" /></a><br />
<em>Bild #13: Zwingenberger Steinbruch. Immer für eine Fotopause gut (zumindest wenn man bergauf läuft&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> )</em></p>
<p>&#8230;hinter dem der Weg dankenswerterweise etwas abflachte (von &#8220;Himmelnochmalisdassacksteilhieroben&#8221; zu &#8220;Ordentlich steil&#8221;) und nach rechts in die hellen, sonnigen Weinlagen am Luciberg hoch über Zwingenberg hinausführte.<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2968.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2968.jpg" alt="IMG_2968" title="IMG_2968" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4671" /></a><br />
<em>Bild #14: Aufwärts immer, abwärts nimmer&#8230;</em></p>
<p>Hier oben ist es wunderschön. Die steilen Südwesthänge zwischen den Weinbergen sind zwar ziemlich anstrengend, aber sie sind offen und sonnig und bereits so hoch, dass sie einen grandiosen Blick über das südliche Ried bis runter nach Mannheim und zur Weinstrasse:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2962-67p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2962-67p.jpg" alt="IMG_2962-67p" title="IMG_2962-67p" width="400" height="96" class="alignnone size-full wp-image-4672" /></a><br />
<em>Bild #15: Blick über Zwingenberg in die Rheinebene. Ganz links am Horizont kann man die Hochhäuser von Mannheim erkennen, rechts davon die Weinstrasse, dann den Donnersberg, und zum rechten Bildrand hin schließlich die Höhenzüge des Rheingau und die Hohe Wurzel hinter Wiesbaden (das ist da, wo wir hochwollen, Torsten <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  .<br />
Und das ist wie gesagt noch ganz unten am Berg&#8230;</em> </p>
<p>Und weiter den wunderschönen Lucibergweg hoch. Lief prima, viel besser als ich gedacht hatte &#8211; ich hatte diesen Aufstieg ja auch erst einmal gemacht (normalerweise laufe ich hier immer nur runter wenn ich vom Melibokus komme, das ist einfach viel bequemer), <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/11/02/luciberg-wegnibelungensteig-auf-den-melibokus-95-km/">letzten November als Probelauf</a>. Damals fand ich´s unglaublich hart, heute war´s hingegen vollkommen problemlos, vor allem aufgrund des sehr zivilenTempos, mit dem wir dank Gerds entspanntem Schritt die scharfen Serpentinen am Weinberg hochschraubten.<br />
Angenehm und hübsch:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2969.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2969.jpg" alt="IMG_2969" title="IMG_2969" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4673" /></a><br />
<em>Bild #16: Erste Serpentine. Oben erkennt man bereits die herrlich gelegene Luciberghütte, unser nächster Zwischenziel</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2970.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2970.jpg" alt="IMG_2970" title="IMG_2970" width="400" height="298" class="alignnone size-full wp-image-4674" /></a><br />
<em>Bild #17: Hier am sonnenverwöhnten Hang gedeiht nicht nur der Wein, auch die übrige Flora grünt und blüht nach Kräften</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2971.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2971.jpg" alt="IMG_2971" title="IMG_2971" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4675" /></a><br />
<em>Bild #18: Interessierter Weinbergesel kurz nach der zweiten Serpentine (die direkt daneben stehende Ziege würdigte uns hingegen keines Blickes)</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2972.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2972.jpg" alt="IMG_2972" title="IMG_2972" width="400" height="295" class="alignnone size-full wp-image-4676" /></a><br />
<em>Bild #19: Schon deutlich weiter oben. Links die Luciberghütte, rechts der steile Hang runter zur Ebene</em></p>
<p>Kurze Pause an Luciberghütte, die in einmaliger Lage hoch oben am Hang sitzt natürlich um die Aussicht zu geniessen. Gerd filmte einmal runter ins weite Ried, ich beschränkte mich auf ein Zoom-Bild nach unten auf das inzwischen schon über 100 m. unter uns liegende Zwingenberg&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2973.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2973.jpg" alt="IMG_2973" title="IMG_2973" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4677" /></a><br />
<em>Bild #20: Zwingenberg von der Luciberghütte aus. In der zentralen/oberen Bildmitte der alte Bahnhof, an dem wir gestartet waren, etwas drunter am linken Bildrand der Marktplatz, rechts davon der Turm der Bergkirche, ganz rechts und schon relativ weit unten im Bild der obere Teil der Altstadt</em></p>
<p>&#8230;und eins nach rechts oben, zum immer noch mehr als 100 m. über uns liegenden Auerbacher Schloss:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2974.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2974.jpg" alt="IMG_2974" title="IMG_2974" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4678" /></a><br />
<em>Bild #21: Auerbacher Schloss über den Weinbergen. Wer wissen möchte, wie genau es da aussieht, findet ensprechende Fotolaufberichte <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/05/24/blogger-team-up-melibokus-bensheim-mit-gerd-165-km/">hier</a> und <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/01/11/berglauf-bei-schnee-und-sonne-uber-den-melibokus-aufs-auerbacher-schloss-mit-foto-km/">hier</a>.</em></p>
<p>Herrlicher Aussichtspunkt. </p>
<p>Nachdem wir uns sattgesehen (und ein bisschen durchgeatmet) hatten ging´s weiter.<br />
Natürlich aufwärts. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Die Weinberge sind hier oben so langsam vorbei, stattdessen geht es so langsam in den Wald rein, hoch auf den Rücken des Lucibergs&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2976.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2976.jpg" alt="IMG_2976" title="IMG_2976" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4679" /></a><br />
<em>Bild #22: Nach dem letzten Stück in der prallen Nachmittagssonne war der kühle Waldschatten ziemlich angenehm</em></p>
<p>&#8230;und auf dem dann ostwärts. Links durch die Bäume schimmerte immer mal wieder der Melibokusgipfel über dem Abgrund des schluchtartigen Tals zwischen Luciberg und Orbishöhe hervor&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2977.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2977.jpg" alt="IMG_2977" title="IMG_2977" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4680" /></a><br />
<em>Bild #23: Deutlich näher als vorhin, aber nicht so nah, wie es aussieht&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p>&#8230;rechts zog die herrliche Hochwiese am Luciberg vorbei (über die man nochmal einen letzten tollen Blick nach Süden hat, bevor der Wald die Aussicht verschluckt)&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2980.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2980.jpg" alt="IMG_2980" title="IMG_2980" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4681" /></a><br />
<em>Bild #24: Wunderschön. Das ist eines meiner liebsten Stücke am Melibokus</em></p>
<p>&#8230;auf der eine freundliche einzelne Ziege stand und uns beim Schwitzen zuguckte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2979.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2979.jpg" alt="IMG_2979" title="IMG_2979" width="400" height="305" class="alignnone size-full wp-image-4682" /></a><br />
<em>Bild #25: Die steht hier jedes Mal wenn ich vorbeikomme. Deswegen nenn´ ich sie auch &#8220;die Lucibergziege&#8221;.</em></p>
<p>Zwischenzeitlich ging´s natürlich immer weiter aufwärts &#8211; wenn auch vorerst noch moderat &#8211; in den schönen, lichten, sonnig-schattigen Wald rein:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_298182p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_298182p.jpg" alt="IMG_2981+82p" title="IMG_2981+82p" width="400" height="754" class="alignnone size-full wp-image-4683" /></a><br />
<em>Bild #26: Irgendwie bleib´ ich zu oft stehen und mach Fotos während der Gerd weiterläuft. Das sieht dann immer so aus, als würd´ ich hinterherhecheln&#8230;</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_lol.gif' alt=':lol:' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Nach ein paar hundert Metern war dann allerdings wieder Schluss mit &#8220;moderat bergauf&#8221;. Der Luciberg ist ein Vorberg des Melibokus, dessen langer Rücken irgendwann nahtlos in den Hauptkegel übergeht &#8211; und ab da wird´s dann wieder steil, weil der Weg (der hier teilweise nur ein schmaler Trampelpfad ist) nun erstmal wieder geradewegs die dicht bewaldeten Hänge hochgeht.<br />
Aufwärts, immer aufwärts&#8230;<br />
Über den Comoder Weg, den unteren der beiden Wege vom Alsbacher zum Auerbacher Schloss&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2983.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2983.jpg" alt="IMG_2983" title="IMG_2983" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4684" /></a><br />
<em>Bild #27: Gerd am Comoder Weg. Hielt sich sehr gut, obwohl man ihm die etwas ungewohnten Strapazen ein klein wenig ansah</em></p>
<p>&#8230;dann über ein megasteiles Stück auf den weiter oben verlaufenen Herrenweg, dem ein kurzes und fast überhaupt nicht steiles Stück nach rechts gefolgt (aaaaahngenehm)&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2988.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2988.jpg" alt="IMG_2988" title="IMG_2988" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4685" /></a><br />
<em>Bild #28: Womöglich der Herrenweg, vielleicht allerdings auch schon ein Stück weiter oben &#8211; vor Ort kann ich mich da oben bestens orientieren, auf den Bildern bin ich mir nicht ganz sicher&#8230;</em></p>
<p>&#8230;und dann wieder links, über den steilen Rabenlochweg an der Südwestflanke weiter bergauf und die letzten 180 HM mit ihren unzähligen kleinen Kurven, Windungen und Serpentinen am bewaldeten Steilhang in Angriff genommen:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2989.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2989.jpg" alt="IMG_2989" title="IMG_2989" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4686" /></a><br />
<em>Bild #29</em></p>
<p>Hier oben bin einfach unheimlich gerne &#8211; der Wald an steilen Bergflanken ist richtig schön, es ist angenehm einsam (denn die meisten Spaziergänger/Walker/Jogger kommen nicht so hoch und die Biker fahren eher die Hauptrouten), und das dichte Netz aus kleinen, verwinkelten Bergpfaden bringt ständige Abwechslung.<br />
Prima Laufgebiet.</p>
<p>Wir schraubten uns langsam aber stetig die Hänge hoch, mal links, mal rechts, schließlich auf obersten Rundweg um den Gipfel (immer noch fast 50 HM, aber ich konnte Gerd immerhin schon mal den Funkturm zwischen den Bäumen zeigen), dann noch die letzten zwei schmalen Serpentinen bis zum alten Weg am Gipfel, noch kurz links, die letzten <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_01281.jpg">paar steilen Meter</a> und dann&#8230;</p>
<p>&#8230;OBEN!</p>
<p>Rechts der Funkturm:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2991.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2991.jpg" alt="IMG_2991" title="IMG_2991" width="400" height="620" class="alignnone size-full wp-image-4687" /></a><br />
<em>Bild #30: Das Stück davor auf der Kuppe war jahrzehntelang militärisches Sperrgebiet unter der Jurisdiktion der amerikanischen Streitkräfte. Erst seit ein paar Monate ist es zugänglich.</em></p>
<p>&#8230;links der Aussichtsturm und die Aussichtsterasse:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2990.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2990.jpg" alt="IMG_2990" title="IMG_2990" width="400" height="561" class="alignnone size-full wp-image-4688" /></a><br />
<em>Bild #31: Insgeheim hatte ich ja gehofft, dass der Turm heute am Brückentag zwischen Himmelfahrt und dem Wochenende aufhaben würde, denn die Aussicht von da oben ist überwältigend, gerade an einem klaren Tag wie heute.<br />
War aber leider nicht der Fall</em></p>
<p>Huijuijui.<br />
Die ersten 420 Höhenmeter: Geschafft!<br />
Gar nicht übel, vor allem natürlich für den Gerd, der damit nicht nur seine erste Melibokusbesteigung vollendet hatte, sondern auch gleich noch eine der schwierigsten Routen überhauot hochgelaufen war.<br />
Glückwunsch! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Zur Belohnung gab´s erstmal Aussicht.<br />
Und zwar nicht irgendeine, sondern die womöglich beste Aussicht an der ganzen Bergstrasse.<br />
Nicht von der Terasse, die ist zwar ganz nett, aber die Hauptattraktion liegt weiter vorne &#8211; <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0143.jpg">die Treppe neben der Terasse runter</a>, dann den schmalen <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_01461.jpg">Gitterweg unter der Terasse entlang</a> und schließlich runter zur <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_01411.jpg">Startrampe der Drachenflieger</a> geklettert.<br />
Mein absoluter Lieblingsplatz hier oben, zwar ein paar Meter niedriger als die Terasse, aber dafür liegt sie direkt am Abgrund, so dass sich hier vor einem unmittelbar das atemberaubende, grandiose, majestätische Panorama der Rheinebe wie ein schier unendlicher, unglaublich schöner und abwechslungsreicher Flickenteppich nach Westen und Norden ausbreitet.<br />
Und heute war´s ziemlich klar.<br />
Da kann man eigentlich nur ganz still dastehen und mit offenem Mund und großen Augen in die Weite staunen:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3015-17p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3015-17p.jpg" alt="IMG_3015-17p" title="IMG_3015-17p" width="400" height="120" class="alignnone size-full wp-image-4690" /></a><br />
<em>Bild #32: Blick von der Startrampe am Melibokus in die Ebene.<br />
Herrlich!</em></p>
<p>Kann man einfach nicht adäquat beschreiben oder mit dem Foto abbilden. Aber ich versuch´s ja immer wieder mal gerne, heute mal mit einem 20-bildrigen Großpanorama. Hat natürlich auch wieder nicht perfekt geklappt, aber vielleicht vermittelt es ja wenigstens ansatzweise einen Eindruck, wie großartig die Aussicht von da oben ist:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2993-3013p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2993-3013p.jpg" alt="IMG_2993-3013p" title="IMG_2993-3013p" width="400" height="65" class="alignnone size-full wp-image-4691" /></a><br />
<em>Bild #33: Das alte Problem: Egal wie sehr man versucht, die Kamera eben zu halten, bei über 20 Einzelbildern verrutscht man dann doch immer ganz leicht, und am Ende bleiben schwarze Streifen. Sorry!<br />
Der Ort ganz rechts mittig ist Seeheim, von dort sieht man die alte Bergstrasse gerade nach Norden laufen bis sie bei Malchen (am Hang) im Wald verschwindet. Der größere Ort dahinter mit dem Wohnblocks am Südrand ist Eberstadt, von wo aus die gerade Heidelberger Landstr. bis nach Darmstadt hineinführt. Hinter Darmstadt kann man schemenhaft am Horizont die Frankfurter Skyline erkennen. Dahninter zieht sich der ferne Taunus am Horizont nach Westen<br />
Links unterhalb von Seeheim liegt am Fuß der Bergstrasse erst Jugenheim, links unterhalb davon Alsbach (samt dem Alsbacher Schloss, das am unteren Ortsrand über dem Dorf thront), schließlich links unterhalb davon am linken Bildrand Zwingenberg. Über Zwingenberg in der Ebene ist Hähnlein zu sehen, dahinter der Jägersburger Wald, dahinter wären dann wiederum Gernsheim und der Rhein zu erkennen, wenn der schwarze Balken nicht so weit ins Bild ragen würde.<br />
Mittig oberhalb zwischen Zwingenberg und Alsbach haben wir die Sandwiese, rechts davon, direkt hinter Alsbach liegt Bickenbach, schräg rechts über Bickenbach und schon etwas weiter in der Ebene Pfungstadt.<br />
Die Orte und Gegenden weiter weg kommen auf dem Foto nicht so raus, mit blossem Auge war alles aber noch weit besser zu erkennen.</em></p>
<p>Ein paar Minuten genossen, ein bisschen was getrunken und irgendwelche leicht seltsamen Energie-Marshmallows von Gerd verdrückt&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3014.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3014.jpg" alt="IMG_3014" title="IMG_3014" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4692" /></a><br />
<em>Bild #34: Erinnerte ein bisschen an knatschiges Styropor mit leichtem Cola-Aroma</em></p>
<p>&#8230;dann ging´s auch schon weiter, zurück hoch zur Terasse am Aussichtsturm&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3019.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3019.jpg" alt="IMG_3019" title="IMG_3019" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4693" /></a><br />
<em>Bild #35: Wenn doch nur der Turm aufgehabt hätte&#8230;</em></p>
<p>&#8230;und über die offene Bergkuppe am Funkturm vorbei rüber an die Ostflanke zum Abstieg ins Balkhäuser Tal.<br />
Hier wichen wir dann ein bisschen vom Nibelungensteig ab: Eigentlich wär´s vom Gipfel aus einen steilen Trampelpfad runtergegangen, wir nahmen stattdessen die <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_01051.jpg">alte Melibokusstrasse</a>, die sich in mehreren Serpentinen den Hang hinunterschlängelt und sich schließlich am Anfang des Pürschweges wieder mit dem Nibelungensteig vereint &#8211; zwar ein kleiner Umweg, aber wesentlich bequemer und angenehmer zu laufen, das hatten wir uns verdient&#8230;</p>
<p>Die Ostseite des Melibokus fühlt sich schon merklich anders an als die (Süd)Westseite, die wir hochgelaufen waren &#8211; hier ist man nun schon richtig im Odenwald drin, zwischen den dichten, dunklen Bäumen blickt man nicht mehr in die weite, geschäftige Ebene, sondern auf tiefe Täler mit kleinen Dörfern und grüne, geschwungene Höhenzüge:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3021.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3021.jpg" alt="IMG_3021" title="IMG_3021" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4694" /></a><br />
<em>Bild #36: Blick über das Lautertal zum Krehberg. Der kommt bei der nächsten Nibelungensteigetappe dran</em></p>
<p>Irgendwie faszinierend, wie schnell man hier vom relativ urbanen Ballungsraumrand mitten aufs Land wechseln kann.</p>
<p>Wir folgten dem einsamen Fahrweg abwärts durch den dunklen Fichtenwald, durch insgesamt vier Serpentinen, bevor wir schließlich in der fünften oberhalb der Drei Brunnen geradeaus durchliefen auf den Rücken eines östlichen Vorbergs einbogen.<br />
Schon wieder ein Highlight &#8211; hier ist vor ein paar Jahren eine gesamte Bergflanke abgeholzt worden (was mir normalerweise ja gar nicht so sehr gefallen würde), wodurch man nun ein Stück über eine wunderschöne, sonnige Mischung aus Wald und Hangwiese voller Blumen und Schmetterlinge läuft, von der aus man eine tolle Aussicht nach Süden und Osten hat, in den Odenwald hinein und die gesamte Bergstrasse runter bis zum Ölberg bei Schriesheim:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3022-25p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3022-25p.jpg" alt="IMG_3022-25p" title="IMG_3022-25p" width="400" height="129" class="alignnone size-full wp-image-4695" /></a><br />
<em>Bild #37: Hat irgendwie ein bisschen was Alpines, find´ ich.</em></p>
<p>Bis zum Ende des offenen Höhenrückens&#8230;<br />
 <a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3026.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3026.jpg" alt="IMG_3026" title="IMG_3026" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4696" /></a><br />
<em>Bild #38</em></p>
<p>&#8230;dann scharf rechts, am unteren Ende der Lichtung entlang und wieder in den Wald rein, dabei eine bemerkenswerte Zufallsbegegnung mit einer seltenen Amphibie gehabt&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3028.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3028.jpg" alt="IMG_3028" title="IMG_3028" width="400" height="294" class="alignnone size-full wp-image-4697" /></a><br />
<em>Bild #39: Ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Springfrosch">Springfrosch</a>, wenn ich mich nicht irre&#8230;</em></p>
<p>&#8230;schließlich im schmalen Tal unterhalb der Drei Brunnen scharf links und weiter abwärts bis zum Waldrand, wo wir hinaus ins weite, wunderschöne Balkhäuser Tal liefen:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3030-36p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3030-36p.jpg" alt="IMG_3030-36p" title="IMG_3030-36p" width="400" height="87" class="alignnone size-full wp-image-4698" /></a><br />
<em>Bild #40: Mittleres Balkhäuser Tal. Das gehört noch zu Seeheim-Jugenheim und ist somit mitten in meinen heimatlichen Laufgründen. Links geht der &#8220;Rentnerweg&#8221; runter nach Balkhausen, der Nibelungensteig geht rechts/geradeaus weiter.</em></p>
<p>Auch das wieder ein wunderbares Stück: Der Nibelungensteig führt hier als Höhenweg auf der Talkante zwischen dem Balkhäuser Tal (das mit seinen steilen, sanft geschwungenen Hängen unter bewaldeten Höhen unheimlich hübsch ist) und dem Mühltal (das mit seinen steilen, sanft geschwungenen Hängen unter bewaldeten Höhen unheimlich hübsch ist) ostwärts und leicht bergab, durch blühende Wiesen mit alten Obstbäumen, sattgrüne Weiden mit Kühen und Pferden, und schattige Wäldchen, und erlaubt dabei immer wieder wunderbare Aussichten nach rechts (Richtung Balkhausen/Marienberg/Vogelherd) und links (Richtung Hochstädten/Auerbacher Schloss/Bergstrasse).<br />
Einfach nur schön, auf eine idyllische, pastorale Art und Weise:</p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3038.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3038.jpg" alt="IMG_3038" title="IMG_3038" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4699" /></a><br />
<em>Bild #41: Abwärts über der Roten Sohl bei Balkhausen</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3039.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3039.jpg" alt="IMG_3039" title="IMG_3039" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4700" /></a><br />
<em>Bild #42: Geschmückter Rastplatz am Wegesrand über den steil abfallenden Hangweiden zum Mühltal hin</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3040-42p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3040-42p.jpg" alt="IMG_3040-42p" title="IMG_3040-42p" width="400" height="146" class="alignnone size-full wp-image-4701" /></a><br />
<em>Bild #43: Und noch ein Panorama des herrlichen Balkhäuser Tals. Aus der Ferne sieht das alles irgendwie sehr sanft und freundlich aus, tatsächlich sind einige dieser Hänge jedoch sacksteil und total unwegsam, wie ich <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/01/24/hardcore-berg-und-crosstour-insumsdurchs-balkhauser-tal-118-km/">aus eigener Erfahrung</a> bezeugen kann&#8230;</em></p>
<p>Nach ca. 800 m. passierten wir die Brücke über die Landstrasse zwischen Balkhausen und Hochstädten und hatten damit gleichzeitig den tiefsten Punkt zwischen Melibokus und Felsberg erreicht:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3044.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3044.jpg" alt="IMG_3044" title="IMG_3044" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4702" /></a><br />
<em>Bild #44</em></p>
<p>Was bedeutete, dass es von nun an wieder stramm bergauf ging, beim zweiten großen Aufstieg unserer Tour bis auf den Gipfel des Felsbergs auf 514 m. ü.NN (von ca. 290 m.ü.NN auf denen wir uns gerade befanden).<br />
Wurde auch Zeit, die ewige Bergabrennerei macht einen ja irgendwann ganz kirre&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Also wieder aufwärts, unverdrossen den Feldweg zwischen den blühenden Frühsommerwiesen am Balkhäuser Schollrain hoch:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3046.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3046.jpg" alt="IMG_3046" title="IMG_3046" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4704" /></a><br />
<em>Bild #45: Im wahrsten Sinne des Wortes ein Lauf ins Blaue&#8230;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3047-50p1.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3047-50p1.jpg" alt="IMG_3047-50p" title="IMG_3047-50p" width="400" height="112" class="alignnone size-full wp-image-4706" /></a><br />
<em>Bild #46: Links unterhalb schmiegt sich das hübsche Dörfchen Balkhausen in die Talbeuge</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3051.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3051.jpg" alt="IMG_3051" title="IMG_3051" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4707" /></a><br />
<em>Bild #47: Die Steigung an sich ist ja nicht weiter schlimm, aber dieser extrem grobe Schotter macht´s ziemlich unangenehm</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3052.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3052.jpg" alt="IMG_3052" title="IMG_3052" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4708" /></a><br />
<em>Bild #48: &#8220;Bei uns d´hoam&#8221; am Nibelungensteig. Vom Klang her kam uns das irgendwie etwas bajuwarisch vor</em></p>
<p>Insgesamt vielleicht 600 oder 700 m. durch die Bergwiesen, bei 10% bis 15% Steigung und schöner Aussicht, das klappte bestens &#8211; auch wenn uns die volle Nachmittagssonne hier oben auf freiem Feld doch schon ganz schön einheizte. Aber so ein ganz klein bisschen Schwitzen taten wir ja eh&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Schließlich der Waldrand am Felsberg, wo der Nibelungensteig scharf rechts abknickt und südwärts in den Wald reinführt:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3053.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3053.jpg" alt="IMG_3053" title="IMG_3053" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4710" /></a><br />
<em>Bild #49: Hm. Als ich letztes bei meinem <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/07/25/um-den-felsberg-ein-laufbericht-mit-bildern-145-km/">allerersten halbwegs gelungen Lauf mit Foto</a> hier vorbeigekommen bin, hab ich diese Stelle auch fotografiert und ebenfalls ein <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/07/img_0213.jpg">unscharfes Bild</a> rausgekriegt. Offensichtlich kein besonders fotogener Ort&#8230;</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Südwärts durch den dichten Wald, der teils so dunkel war, dass Gerd Probleme mit seiner Sonnenbrille bekam. Er blieb allerdings trotzdem auf Kurs, kann also nicht so schlimm gewesen sein&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
Weiterhin moderat bergauf, der Weg kurvte hin und wieder mal ein bisschen nach links oder nach rechts, und erreichte schließlich die Kreuzung am Hahlwald, an der ich traditionell falsch abbiege, weil mein Orientierungssinn steif und fest behauptet, der Felsberg wäre rechts obwohl er eigentlich links ist (als ich vor Jahren zum allerersten Mal hier hochgelaufen bin, hab´ ich mich deswegen heillos verirrt und dadurch zufällig das Lautertal entdeckt. Das war total cool!!!).<br />
Zum Glück funktioniert mein Langzeitgedächtnis besser als mein Orientierungssinn, so dass wir heute ausnahmsweise mal gleich die richtige Abzweigung nehmen konnten und links den kleinen Trampelpfad hochliefen, der am langgezogenen Kamm des Felsbergs in Richtung Gipfel führt. </p>
<p>Von dem gibt´s keine Bilder.<br />
Hab´ zwar welche gemacht, aber die waren allesamt entweder unscharf, unterbelichtet, oder vollkommen nichtssagend.<br />
Wahrscheinlich gibt der Felsberg irgendeine mysteriöse Anti-Foto-Strahlung ab.<br />
Ja genau, das wird´s sein&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_lol.gif' alt=':lol:' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Viele hundert Meter angenehm plaudernd den Pfad hoch, vernachlässigbare Steigung, alles lindgrün, am Ende dann schließlich noch ein deutlich steileres bergauf zum Gipfel, aber auch das war letztlich problemlos (nachdem ich <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/05/18/hetzjagd-auf-den-felsberg-89-km/">vor einem Jahr auf diesem Stück mal hatte kapitulieren müssten</a>, hatte ich auch hier erwartet, dass es viel härter werden würde, und war dementsprechend positiv überrascht, wie gut das flutschte. Wohl einmal mehr der segensreiche Einfluss des entspannten Tempos&#8230;).</p>
<p>Und dann waren wir auch schon oben, auf dem zweiten großen Odenwaldgipfel der heutigen Tour: Felsberg, 514 m. ü.NN, und damit immerhin noch einer der 25 höchsten Berge im Odenwald. Der Gerd sammelte heute aber auch Erstbesteigungen am laufenden Band&#8230;</p>
<p>Zuerst kam der Ohlyturm zwischen den Wipfeln in Sicht&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3057.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3057.jpg" alt="IMG_3057" title="IMG_3057" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4712" /></a><br />
<em>Bild #50: Der Ohlyturm ist einer von diesen wunderbaren alten Aussichtstürmen aus der Kaiserzeit, von denen es einige im Odenwald gibt. Leider ist er seit Ewigkeiten nicht mehr begehbar &#8211; gerüchteweise soll er zwar irgendwann mal renoviert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, aber bisher hat sich da noch nichts getan.<br />
Daumen drücken!</em> </p>
<p>&#8230;dann der Naturparkplatz Felsberg (den wir überquerten)&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3058.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3058.jpg" alt="IMG_3058" title="IMG_3058" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4713" /></a><br />
<em>Bild #51: Ein klarer Beleg dafür, dass auch Parkplätze hübsch sein können</em></p>
<p>&#8230;und schließlich die Häuser des winzigen Weilers, der einsam und in wunderschöner Lage zwischen Wald und Wiesen auf der Kuppe sitzte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3059.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3059.jpg" alt="IMG_3059" title="IMG_3059" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4714" /></a><br />
<em>Bild #52: Das Ausflugslokal <a href="http://www.adas-buka.de/">Adas Buka</a> ist eines meiner Lieblingsrestaurants im Odenwald &#8211; man sitzt wunderschön, die Leute sind richtig freundlich, und das afrikanische Essen ist total lecker.</em></p>
<p>Zweiter Aufstieg vorbei, Zeit für den zweiten Abstieg: Vom Parkplatz rechts in den Wald und auf dem Spazierweg mit der wahrscheinlich höchsten Fernwandwerwegdichte weit und breit (Nibelungensteig/Rotes N, Europäischer Fernwanderweg 1/Weisses Andreaskreuz, Weitwanderweg Odenwald-Vogesen/Roter Balken, HW 16/Weisser Balken, vielleicht sogar noch Alemannenweg/Rotes S [aber da bin ich mir nicht mehr sicher, und ich hab´ die Broschüre zum Nachschlagen grad nicht zur Hand]) runter zum Felsenmeer. </p>
<p>Aaah, das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Felsenmeer_(Lautertal)">Felsenmeer</a>.<br />
Das ist mal ein waschechtes Naturwunder, und ein richtig beeindruckendes dazu:<br />
<em>Kurzinfo: Am Südosthang des Felsberges liegen Hundert wenn nicht gar Tausende von großen bis riesigen Findlingen dicht an dicht gedrängt und ziehen sich in einem breiten, über einen halben Kilometer langen Streifen den gesamten Berghang runter bis ins Lautertal.<br />
Zur Entstehung des Felsenmeers gibt es zwei Versionen, die der Geologen und die des Volksmundes.<br />
Den Geologen zufolge entstand das Felsenmeer durch eine Millionen Jahre andauernden Verwitterungsprozess, bei dem größere Gesteinsschichten aufgesplittet und in kleinere Brocken geteilt wurden, die dann durch die Erosion freigelegt und abgerundet wurden.<br />
Der Volksmund berichtet hingegen, dass am Felsberg und beim Hohenstein (den sehen wir nachher noch) auf der anderen Seite des Lautertals einstmals zwei Riesen wohnten, die irgendwann richtig fett Streit miteinander kriegten. Der Riese am Hohenstein war bestens mit Wurfmaterial in Form riesiger Felsklötze ausgestattet, die er nun mit Gusto übers Tal auf seinen Widersacher am Felsberg schleuderte, dem es dummerweise an ähnliche potenter Munition fehlte. Deswegen wurde der arme Kerl dann irgendwann ganz unter dem Felsklotzbombardement begraben, und dort wo das passiert ist, liegt heute das Felsenmeer. Man sagt, dass er immer noch unter den unzähligen Steinen liegt und schläft, deswegen soll man im Felsenmeer auch nicht zu laut sein oder zu heftig auftreten, sonst könnte man den Riesen wecken&#8230;<br />
Recht haben mit ziemlicher Sicherheit die Geologen, die bessere Story ist aber die vom Volksmund, finde ich&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Last but not least ist das Felsenmeer ein alter Steinbruch, in dem die Römer in den ersten Jahrhunderten nach Christus Steine für ihre Bauwerke in den germanischen Provinzen abgebaut haben.<br />
Noch heute finden sich hier überbleibsel uralter römischer Steinmetzarbeiten, wie das &#8220;Schiff&#8221;, der &#8220;Altar&#8221;, der &#8220;Sarg&#8221; oder die &#8220;Riesensäule&#8221;</p>
<p>Heute ist das Felsenmeer ein beliebtes Ausflugsziel, in dem Generationen von Südhessen als Kinder herumgeklettert sind und sich die Knie aufgeschlagen haben. </em></p>
<p>Bergab, felsenmeerwärts.<br />
Erst zwischen zu den vereinzelten riesigen Findlingen am oberen Teil des Felsenmeeres&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3060.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3060.jpg" alt="IMG_3060" title="IMG_3060" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4715" /></a><br />
<em>Bild #53</em></p>
<p>&#8230;und mittendurch&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3061.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3061.jpg" alt="IMG_3061" title="IMG_3061" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4716" /></a><br />
<em>Bild #54: Das war schon eine ordentliche Kletterei und Hüpferei durch die Felsen</em></p>
<p>&#8230;bis runter zum Kiosk&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3064.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3064.jpg" alt="IMG_3064" title="IMG_3064" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4717" /></a><br />
<em>Bild #55</em></p>
<p>&#8230;an der Riesensäule&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3062.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3062.jpg" alt="IMG_3062" title="IMG_3062" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4718" /></a><br />
<em>Bild #56: Riesensäule</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3063.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3063.jpg" alt="IMG_3063" title="IMG_3063" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4719" /></a><br />
<em>Bild #57: Und nochmal. Wenn sich die ollen Römer schon die Mühe gemacht haben, das Ding mit irgendwelchen Keilen und Meisseln aus dem Fels zu hauen, dann kann ich´s ruhig auch zweimal fotografieren</em></p>
<p>&#8230;wo wir eine kurze Pause machten. Gerds &#8220;Mädels&#8221; waren ja hierher gefahren um sich die Zeit zu vertreiben, während wird irgendwelche Berge hoch- und runterranten, also trafen wir sie kurz und koordinierten Treffpunkt und Abholzeit fürs Laufende, außerdem gönnte ich mir eine lauwarme aber nichtsdestotrotz hochgradig befriedigende Cola am Kiosk. </p>
<p>Dann ging´s wieder abwärts.<br />
Und wie!<br />
Die Wegführung des Nibelungensteigs durch das Felsenmeer ist &#8211; gelinde gesagt &#8211; abenteuerlich und zeigt eindeutig, dass die Strecke vorranging für trittsichere Wanderer mit festem Schuhwerk und vielleicht noch ein paar Stöcken konzipiert ist: Steiler, schmaler Pfad den Abhang runter, teils über primitive Holzstufen die prima Stolperfallen zum Auf-die-Schnauze-Fallen abgeben, oftmals schlammig und rutschig, immer uneben, teil nicht joggbar.<br />
Kurzum: Ein Riesenspass (wenn man aufpasste). <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /><br />
Hier spürte ich zum erstenmal meine leicht muskelkaterigen Oberschenkel, die bisher den ganzen Lauf stillgehalten hatten.<br />
Autsch.</p>
<p>Auf der Haben-Seite führt der Weg allerdings direkt am Felsenmeer entlang bzw. sogar durch. Das ist richtig cool:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3069.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3069.jpg" alt="IMG_3069" title="IMG_3069" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4720" /></a><br />
<em>Bild #58: Wenn man genau hinschaut, erkennt man Leute beim klettern und sieht erstmal, wie riesig das Felsenmeer ist</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3071.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3071.jpg" alt="IMG_3071" title="IMG_3071" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4721" /></a><br />
<em>Bild #59: Brücke über den Hauptstrang, leider Unscharf.<br />
Die mysteriöse Felsberg-anti-foto-Strahlung schlägt wieder zu&#8230;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3073.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3073.jpg" alt="IMG_3073" title="IMG_3073" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4722" /></a><br />
<em>Bild #60: Hab´ ich erwähnt, dass sich das Felsenmeer ganz lang den Berg runterzieht?</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3077.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3077.jpg" alt="IMG_3077" title="IMG_3077" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4724" /></a><br />
<em>Bild #61: Also wirklich so richtig ewig doll lang!</em></p>
<p>Als wir schließlich nach einer ganzen Weile das Ende des Felsenmeers erreichten, waren wir ganz schön durchgeholpert.<br />
Aber das war´s wert! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Vorbei an der <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_01441.jpg">Siegfriedsquelle</a> ganz unten in den Felsen, dann hinaus ins helle, freundliche sonnige Lautertal:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3078.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3078.jpg" alt="IMG_3078" title="IMG_3078" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4723" /></a><br />
<em>Bild #62: Blick über das Lokal unterhalb vom Felsenmeer</em></p>
<p>Geradeaus, am neuen Besucherzentrum vorbei, dann rechts runter und auf dem hübschen Seifenwiesenweg hinein nach Reichenbach, den beschaulichen Hauptort des Lautertals (hier hab´ ich erstmal keine Bilder  gemacht, weil ich letztes Jahr schon mal mit dem Foto hier durchgekommen bin &#8211; ist ein netter Bericht, bei dem ich mich heillos verirre und mir eine Bänderdehnung hole, also schaut <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/08/30/kalamitaten-zwischen-lauter-und-modautal-134-km-mit-fotos/">einfach dort vorbei</a>, wenn ihr den Seifenwiesenweg sehen wollt <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ).</p>
<p>Nibelungensteig und Nibelungenweg (gelbes N) folgend durch die schmalen Strassen bis zur Nibelungenstr. B47, dort an der schönen Kirche&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3081.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3081.jpg" alt="IMG_3081" title="IMG_3081" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4725" /></a><br />
<em>Bild #63</em></p>
<p>bzw. dem historischen Gasthaus &#8220;<a href="http://www.zurtraube-lautertal.de">Zur Traube</a>&#8220;&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3082.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3082.jpg" alt="IMG_3082" title="IMG_3082" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4726" /></a><br />
<em>Bild #64: Hier würden wir nachher noch was essen&#8230;</em></p>
<p>&#8230;über die Bundesstrasse, dann auf der anderen Seite links, und schließlich rechts die Knodener Str. hoch:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3083.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3083.jpg" alt="IMG_3083" title="IMG_3083" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4727" /></a><br />
<em>Bild #65: Knodener Str. in Reichenbach</em></p>
<p>Der letzte Anstieg.<br />
Das Stück kenn´ ich ganz gut, denn ich bin ja schon mehrmals von <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/04/27/aufs-hofgut-hohenstein-135-km/">zuhause aufs Hofgut Hohenstein</a> gelaufen (wenn auch nie über Melibokus UND Felsberg).<br />
Hier wird´s nochmal ordentlich anstrengend.</p>
<p>Zuerst scheint´s noch gar nicht so schlimm: Die Knodener Str. geht leicht bergauf, es ist ein bisschen zu warm, man hat etwas Durst und fühlt sich nicht mehr ganz taufrisch, aber es geht.<br />
Und dann kommt man an die Hohensteiner Str., die macht einen kleinen Bogen um einen großen Steinmetzbetrieb und führt dann links den Berg hoch.<br />
In Serpentinen.<br />
Ziemlich steil.</p>
<p>Da wird´s dann so langsam schon ein bisschen haarig, gerade wenn´s heiss und sonnig ist.<br />
Und heute sollte es sogar noch ein bisschen haariger werden, denn der Nibelungensteig folgt nicht dem Fahrweg zum Hofgut Hohenstein hoch (der ist hart genug), sondern geht stattdessen in der obersten Serpentine links ab und führt am Hohenstein vorbei, einem mächtigen Felsen in einem kleinen Wäldchen.<br />
Am Hang.<br />
Am steilen, steilen, steilen Hang.<br />
Diesen Weg war ich bisher nur <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/06/07/bergwertung-oberes-lautertal-knodener-hohe-neunkircher-hohe-198-km/">einmal gelaufen</a>, und zwar bergab, da war er mir gar nicht so schlimm vorgekommen.<br />
Bergauf hingegen &#8211; BOAH!<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3085.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3085.jpg" alt="IMG_3085" title="IMG_3085" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4728" /></a><br />
<em>Bild #66: Weg von Reichenbach zum Hohenstein</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3087.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3087.jpg" alt="IMG_3087" title="IMG_3087" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4729" /></a><br />
<em>Bild #67: Der wurde ja immer steiler!!! </em></p>
<p>Au. Au. Au.<br />
Das ging jetzt doch schon so ein bisschen ans Eingemachte, selbst bei Schneckentempo und dem einen oder anderen Päuschen zum Geniessen der Aussicht:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3088.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3088.jpg" alt="IMG_3088" title="IMG_3088" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4730" /></a><br />
<em>Bild #68: Die war allerdings wieder mal grandios</em></p>
<p>Zum Glück kein überlanges Stück.<br />
Nach 300 m. erreichten wir ein schattiges (wenn auch immer noch steiles)  Wäldchen und kämpften uns weiter den Pfad hoch, vorbei am wirklich beeindruckend mächtigen Hohenstein:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3090.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3090.jpg" alt="IMG_3090" title="IMG_3090" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4731" /></a><br />
<em>Bild #69: 17 m. hoch, mindestens mal 30 m. lang (der Hohenstein, nicht der Gerd <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> )&#8230;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3092.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3092.jpg" alt="IMG_3092" title="IMG_3092" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4732" /></a><br />
<em>Bild #70: &#8230;sehr beliebt bei Hobbykletterern&#8230;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3094.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3094.jpg" alt="IMG_3094" title="IMG_3094" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4733" /></a><br />
<em>Bild #71: &#8230;und außerdem hat der Sage nach hier der Riese gewohnt, der den Riesen vom Felsberg unter den Felsen begraben haben soll</em></p>
<p>Kurz danach dann das Ende des Wäldchens, nach dem es nur noch ein kleines, moderates Stück weiter bergauf ging&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3095.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3095.jpg" alt="IMG_3095" title="IMG_3095" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4734" /></a><br />
<em>Bild #72: Fast geschafft!</em></p>
<p>&#8230;bevor wir dann die letzten Meter sogar noch ein bisschen bergab laufen durften und schließlich am Ziel der heutigen Tour, dem traumhaft gelegen <a href="http://www.hofgut-hohenstein.de/">Hofgut Hohenstein</a> hoch über Reichenbach ankamen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3097.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3097.jpg" alt="IMG_3097" title="IMG_3097" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4735" /></a><br />
<em>Bild #73: Hofgut Hohenstein</em> </p>
<p>&#8230;wo Gerds Frau und Tochter bereits auf uns warteten.<br />
Noch schnell das obligatorsiche Odenwaldfotolaufberichtskuhfoto geschossen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3100.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3100.jpg" alt="IMG_3100" title="IMG_3100" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4736" /></a><br />
<em>Bild #74: Zum Glück standen die gerade dort unten und weideten, sonst hätt´ ich das heute doch glatt vergessen&#8230;</em></p>
<p>&#8230;und dann wieder runter nach Reichenbach gefahren, wo wir den Ausflug auf der Freiterasse der &#8220;Traube&#8221; mit dem kaum minder obligatorischen traditionellen Odenwaldfotolaufberichtsessen ausklingen liessen:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3103.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_3103.jpg" alt="IMG_3103" title="IMG_3103" width="400" height="531" class="alignnone size-full wp-image-4737" /></a><br />
<em>Bild #75: Kochkässchnitzel für alle! Wobei ich anmerken möchte, dass der Gerd, der hier immer fragt, wie ich sowas nur verschlingen kann, eine viel größere Portion verputzt hat als ich&#8230;</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Und das war die erste Etappe vom Nibelungensteig.<br />
Wie´s war?<br />
Herrlich!<br />
Einfach nur großartig &#8211; Kaiserwetter, eine der schönsten Gegenden der gesamten Region, Highlights und Sehenswürdigkeiten en Masse, nette Gesellschaft und ein wunderbar angenehmer Lauf, die von der Physis her vollkommen problemlos war &#8211; so sind auch die paarundzwanzig Kilometer des halben Nibelungensteigs überhaupt kein Problem.<br />
Von daher: Freu´ mich jetzt schon riesig auf die nächste Etappe.<br />
Und natürlich: Nochmal vielen Dank an Gerd und seine Mädels!! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Gerd´s Version der Ereignisse <a href="http://www.diro-online.com/wordpress/archives/5536">findet ihr hier</a>.<br />
Wenn ihr nicht nur die halbe Wahrheit wollt, schaut ihr da am besten gleich vorbei! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Strecke: 16,7 km<br />
Zeit: Gemääääächlich<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 8,92% (1,49 km von 16,7 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/nibelungensteig1.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/nibelungensteig1.jpg?w=150" alt="Nibelungensteig1" title="Nibelungensteig1" width="150" height="58" class="alignnone size-thumbnail wp-image-4739" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kleines Abendründchen nach Balkhausen (9,2 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/05/17/kleines-abendrundchen-nach-balkhausen-92-km/</link>
<pubDate>Sun, 17 May 2009 20:42:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/05/17/kleines-abendrundchen-nach-balkhausen-92-km/</guid>
<description><![CDATA[Sonntag Abend, Woche fast rum, ein kleiner Lauf fehlte noch zum Pensum. Viel wollte ich allerdings n]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Sonntag Abend, Woche fast rum, ein kleiner Lauf fehlte noch zum Pensum.<br />
Viel wollte ich allerdings nicht mehr machen.<br />
Einerseits weil mein Fotolaufbericht aus dem Zellertal immer noch nicht fertig war (arg im Verzug, und eigentlich mach´ ich nicht so gerne neue Touren, solange die letzten noch nicht gebloggt sind).<br />
Andererseits weil ich gestern/heute Nacht erst gegen 3:00 Uhr ins Bett gekommen war und dabei beim Blick auf die Nachttischuhr irgendwie unabsichtlich den Wecker aktiviert hatte &#8211; der stand auf kurz vor halb Sieben und trieb mich dementsprechend unsanft nach nicht mal dreieinhalb Stunden Schlaf aus den Federn (und das mit dem Einschlafen hat danach irgendwie nicht mehr geklappt).<br />
Aargh.<br />
Da war ich dann heute irgendwie so ein bisschen matschig.</p>
<p><!--more--><br />
Folgerichtig hab´ ich nur noch eine kleine, unkomplizierte Runde im Wald hinterm Haus gedreht: Den Pürschweg in Richtung Melibokus hoch, nach zwei Dritteln der Strecke (kurz hinterm Hohe-Stich-Weg) links über den Bergkamm und den steilen, halbversteckten Trampelpfad zur Roten Sohl am Rand des Balkhäuser Tals runter<br />
Dort dann durch die Wiesen das hübsche Seitental runter, nach Balkhausen rein, dann links und auf der Felsbergstr. durch das langgestreckte Dorf abwärts, schließlich auf dem Fußweg am Rand des unteren Balkhäuser Tals (gelbe 3, glaub´ ich) zurück bis nach Jugenheim und nach hause.</p>
<p>Keine Probleme, lief ganz gut trotz großer Schwüle (hatte vorher ordentlich geregnet, entsprechend dampfte der Wald regelrecht), die zwei- oder dreihundert Höhenmeter bis zum Bergkamm waren klappten bestens, und ansonsten war´s schön ruhig und entspannt, wie sich das für einen gemütlichen, wenn auch etwas trüben Frühlingsabend gehört.</p>
<p>Etwas über 9 km, Wochenpensum erfüllt, alles prima!</p>
<p>Strecke: 9,2 km<br />
Zeit: Pfffjoaaa, also schnell war´s net grad&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
Neue Strecke: Nada<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/winterrunde-nach-balkhausen.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-2404" title="winterrunde-nach-balkhausen" src="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/winterrunde-nach-balkhausen.jpg?w=128&#038;h=93#38;h=93" alt="winterrunde-nach-balkhausen" width="128" height="93" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ostwärts: Aus dem Gersprenztal zur Böllsteiner Höhe - mit Fotos (11,7 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/05/10/ostwarts-aus-dem-gersprenztal-zur-bollsteiner-hohe-mit-fotos-117-km/</link>
<pubDate>Sun, 10 May 2009 20:32:24 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/05/10/ostwarts-aus-dem-gersprenztal-zur-bollsteiner-hohe-mit-fotos-117-km/</guid>
<description><![CDATA[Muttertag. Da trifft man sich mit seinen Eltern im Odenwald und geht was essen. Und wenn man schon m]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Muttertag.<br />
Da trifft man sich mit seinen Eltern im Odenwald und geht was essen.<br />
Und wenn man schon mal da ist &#8211; und das Wetter einen ganz freundlichen Eindruck macht &#8211; dann geht man vorher auch gleich noch ein bisschen laufen. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Zum Beispiel auf die Böllsteiner Höhe.<br />
Da war ich noch nie.<br />
Hab´ sie bisher immer nur von weitem gesehen, beispielsweise von den zwölf Aposteln auf der Nonroder Höhe auf der anderen Seite des Gersprenztals: Ein schöner, großer Höhenzug mit offenen Bergwiesen, zwischen denen ein kleines Dörfchen an der Anhöhe sitzt (nämlich Böllstein).<br />
Wollte ich schon lange mal hin, warum also nicht heute?<br />
Eben! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Also schnell geschaut, wie man da hoch kommt (meine Ortskenntnis hört hinter dem Gersprenztal abrupt auf, das ist so tief im Odenwald drin, dass ich da normalerweise nie hinkomme) und dabei mit leichtem Erstaunen zur Kenntnis genommen, dass Böllstein zu einer Gemeinde namens <a href="http://www.brombachtal.de/">Brombachtal</a> gehört, deren Existenz mir bisher nicht so richtig bewusst gewesen war (wie gesagt: Hinter dem Gersprenztal ist Ende mit Ortskenntnis) und eine schöne Strecke geplottet: Von Beerfurth durchs Gersprenztal bis Fränkisch-Crumbach, dort dann über die Gersprenz, an Nieder-Kainsbach vorbei nach Stierbach, dort am Wildgehege entlang, weiter auf die Burgruine Schnellerts (auf der ich ebenfalls noch nie zuvor gewesen war) und von dort aus auf nach Böllstein auf der 420 m. hohen Böllsteiner Höhe zur Verabredung zum Mittagessen.<br />
Schöne 10 oder 11 Flachland/Bergkilometer, mittenrein in einen mir weitgehend unbekannten Teil des Odenwaldes, und als Bonus würde ich auch gleich einen neuen östlichsten Punkt meines Streckennetzes erlaufen &#8211; so sieht eine gute Tour aus! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><!--more--><br />
Plänchen gedruckt, kram gepackt, Foto eingesteckt und schließlich am späten Vormittag zum Ausgangspunkt gefahren: Beerfurth im wunderschönen Gersprenztal.<br />
Start in der schmalen Schwimmbadstr. in Pfaffen-Beerfurth, wo ich ja gerade erst vor drei Wochen bei meinem <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/04/19/belohnungslauf-ins-gersprenztal-rodenstein-beerfurth-reichelsheim-mit-foto-133-km/">Foto/Belohnungslauf vom Rodenstein aus</a> durchgekommen war.</p>
<p>Noch ein bisschen am Auto gedehnt (unter den verständnislos mystifizierten Blicken einiger vorbeiflanierenden Beerfurther Muttertagsspaziergänger) und dann los: Zum Ende der Schwimmbadstr. (ganz kurz Nibelungenweg/gelbes Quadrat, deswegen darf ich den für heut auch taggen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ), dann rechts in Richtung des hübschen Marktplatzes und gleich wieder links, auf den Lokalwanderweg FC1 in Richtung Fränkisch-Crumbach (passenderweise durch die Crumbacher Str.):<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2484.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2484.jpg" alt="IMG_2484" title="IMG_2484" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4384" /></a><br />
<em>Bild #1: Crumbacher Str./FC1 in Pfaffen-Beerfurth</em></p>
<p>Nordwärts, bis zum Ortsrand, wo sich ein hübscher Bach (irgendein Zufluss der Gersprenz, weiss leider nicht wie er heisst) zum Weg gesellte&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2486.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2486.jpg" alt="IMG_2486" title="IMG_2486" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4385" /></a><br />
<em>Bild #2</em></p>
<p>&#8230;und dann hinaus aus Pfaffen-Beerfurth in die wunderschönen Weiden, Wiesen und sanften Hügel des mittleren Gersprenztals, immer weiter auf dem Weg FC1.</p>
<p>Hier bin ich vor ca. zwei Jahren schon mal durchgewandert und hatte in Erinnerung, dass dieses Stück eigentlich ein exzellent zu laufender Weg sein müsste&#8230;</p>
<p>&#8230;was auch voll und ganz zutraf!<br />
Ganz, ganz angenehmer alter Asphaltweg parallel zur Gersprenz, die ca. 50 bis 100 m. weiter rechts, jenseits blühender, satter Auwiesen, nordwärts fliesst, und hinter der sich dann die imposanten bewaldeten Höhenzüge des mittleren Odenwaldes erheben. Links hingegen die ganz sanft ansteigenden Hügel der Talmitte, mit ebenfalls blühenden Wiesen und schönen alten Obstbäumen.<br />
Wunderbar für´s Auge, wunderbar für die Beine, wunderbar für den Kopf.<br />
Lief richtig, richtig gut.<br />
Selbst das Wetter, das den ganzen Morgen über etwas wankelmütig gewesen war, begann sich so langsam deutlich aufzuhellen (auch wenn es auf den Fotos wieder etwas trüber aussieht als es eigentlich war, weil das diffuse Licht aus dem wolkig-weissen Himmel wieder mal die automatische Belichtung überforderte [irgendwann dieser Tage werd´ ich wohl doch noch mal einen Blick in die Gebrauchsanweisung werfen müssen, um rauszufinden, ob man an der Belichtung nicht was ändern kann. Hrm...]).</p>
<p>Impressionen:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2487.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2487.jpg" alt="IMG_2487" title="IMG_2487" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4386" /></a><br />
<em>Bild #3: Am Ende von Pfaffen-Beerfurth: Blick nach rechts über den namentlich nicht bekannten Gersprenz-Zufluss und die Auwiesen. Links von dem Gehöft weidete eine Herde Gänse, die man auf dem Bild leider nicht richtig erkennen kann</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2488.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2488.jpg" alt="IMG_2488" title="IMG_2488" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4387" /></a><br />
<em>Bild #4: Graureiher in den Bäumen am Gersprenz-Ufer</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2489.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2489.jpg" alt="IMG_2489" title="IMG_2489" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4388" /></a><br />
<em>Bild #5: FC1 in normal&#8230;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2490-95p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2490-95p.jpg" alt="IMG_2490-95p" title="IMG_2490-95p" width="400" height="79" class="alignnone size-full wp-image-4389" /></a><br />
<em>Bild #6: &#8230;und FC1 in Extrabreit. Die Bäume rechts zeigen den Verlauf des Gersprenzufers, links die supersanften Hügelchen des mittleren Tals. Der unbekannte Bach am Wegesrand hatte sich hier schon verabschiedet und in die Gersprenz ergossen</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2496.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2496.jpg" alt="IMG_2496" title="IMG_2496" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4390" /></a><br />
<em>Bild #7: FC1-Marker an einem alten Obstbaum in den Wiesen</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_24981.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_24981.jpg" alt="IMG_2498" title="IMG_2498" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4393" /></a><br />
<em>Bild #8: Die obligatorische Odenwaldfotolaufberichtskuh&#8230; glaube ich zumindest, denn den Kopf des Tieres kriegte ich nicht zu sehen&#8230;</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Nach über 1,5 wunderbar entspannten und Kilometern erreichte ich die Einmündung an die Erbacher Str./K79, der ich halblinks/geradeaus ca. einen halben km weiter nach Norden folgte&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2500.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2500.jpg" alt="IMG_2500" title="IMG_2500" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4394" /></a><br />
<em>Bild #9: Wieder mal kein Radweg oder Randstreifen, aber immer noch der offizielle Wanderweg FC1. Aber auf diesen Kreisstrassen ist ja nie soviel Verkehr, das ging ganz gut</em></p>
<p>&#8230;bis ich nach vielleicht 600 m. den Ortsanfang von Fränkisch-Crumbach erreichte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2503-07p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2503-07p.jpg" alt="IMG_2503-07p" title="IMG_2503-07p" width="400" height="106" class="alignnone size-full wp-image-4395" /></a><br />
<em>Bild #10: Auf der Erbacher Str. nach Fränkisch-Crumbach rein</em></p>
<p>Ich mag <a href="http://www.fraenkisch-crumbach.de/index.php?id=10">Fränkisch-Crumbach</a> unheimlich gerne! Irgendwie schafft es der Ort, der malerisch zwischen die sanften grünen Hügel des Gersprenztals gebettet ist, sowohl von außen (und zwar aus fast jeder Blickrichtung) als auch innen auf eine unaufdringliche Art und Weise total hübsch und freundlich auszusehen &#8211; ist einfach nett hier (die Tatsache, dass hier &#8211; übrigens heute <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/05/10/was-sein-muss-muss-sein/">auf den Tag genau vor vier Jahren</a> &#8211; der coolste Hund der Welt das Licht der Welt erblickt hat, gibt natürlich noch ein paar Bonuspunkte&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ).</p>
<p>Leicht aufwärts in den Ort hinein, die Erbacher Str. mit ihren alten Häusern und gußeisernen Strassenlaternen entlang&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2509.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2509.jpg" alt="IMG_2509" title="IMG_2509" width="400" height="536" class="alignnone size-full wp-image-4396" /></a><br />
<em>Bild #11: Erbacher Str.</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2510.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2510.jpg" alt="IMG_2510" title="IMG_2510" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4397" /></a><br />
<em>Bild #12: Ich glaube das ist eine der un-alleeigsten Alleen, die ich seit langem gesehen habe&#8230;</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2512.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2512.jpg" alt="IMG_2512" title="IMG_2512" width="400" height="301" class="alignnone size-full wp-image-4398" /></a><br />
<em>Bild #13: Sogar ein kleines Provinzkino hat´s hier &#8211; zwar ohne Dolby-Surround oder Riesenleinwände, aber dafür mit tausendmal mehr Charme als die seelenlosen Multiplex-Barracken unserer Tage aufbringen können. Wunderbar!</em></p>
<p>&#8230;bis in die Ortsmitte, zur Kreuzung am ehemaligen Schloss und der Kirche:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2513-18p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2513-18p.jpg" alt="IMG_2513-18p" title="IMG_2513-18p" width="400" height="197" class="alignnone size-full wp-image-4399" /></a><br />
<em>Bild #14: Das Herz von Fränkisch-Crumbach: Die evangelische Kirche, der fränkisch-crumbacher Zunftbaum (sowas gibt´s auch nicht mehr überall) und der südliche Teil der ehemaligen gemmingischen Schlossanlage aus dem 18. Jahrhundert.</em></p>
<p>Hier rechts die Banhofstr. runter, auf einem schmalen Bürgersteig am Rand des Schlossparks nach Osten. Markierung ab jetzt der weiße Balken des HW16. Dieses Stück war´ ich im November ´07 schon mal gelaufen und wusste deshalb, worauf ich achten musste: Nämlich auf die hübsche <a href="http://www.odenwald.de/sights/index.php?id=57">Sarolta-Kapelle</a> nach ca. 150 m. links zwischen den schattigen Bäumen des Parks, von der ich natürlich auch gleich ein Foto knipste:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2520.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2520.jpg" alt="IMG_2520" title="IMG_2520" width="400" height="538" class="alignnone size-full wp-image-4400" /></a><br />
<em>Bild #15: Sarolta-Kapelle</em></p>
<p>Bei dieser Gelegenheit fiel mir dann auch gleich auf, dass ich irgendwo unterwegs meinen Streckenplan verloren hatte.<br />
Wieder mal.<br />
Gnaaaa&#8230;.<br />
Im Osten nichts Neues. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /><br />
Heute war´s allerdings besonders inopportun weil es so früh in der Tour passiert war, und weil ich ja in ein Gebiet lief, in dem ich mich wirklich überhaupt nicht auskannte.<br />
Anderseits auch irgendwie spannend, die Chance nur aus dem Gedächtnis und ein bisschen auf gut Glück durchs Unbekannte zu navigieren.<br />
Der Gedanke gefiel mir eigentlich sogar ganz gut, und außerdem war´s gerade eh viel zu schön um sich zu ärgern.<br />
Also ohne Plan weiter.<br />
Immer dem weissen Balken folgen, dann würde das schon hinhauen!</p>
<p>Zum Ende des Schlossparks, an der modernen katholischen Kirche am Hexenberg vorbei&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2524.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2524.jpg" alt="IMG_2524" title="IMG_2524" width="400" height="525" class="alignnone size-full wp-image-4401" /></a><br />
<em>Bild #16: Irgendwie ein ziemlicher Kontrast zur evangelischen Kirche im Ortskern und der Sarolta-Kapelle. Und dazu auch noch am &#8220;Hexenberg&#8221;, ein interessanter Standort für eine katholische Kirche&#8230;</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>&#8230;und immer weiter geradeaus, bis ich das östliche Ortsende erreichte und auf einen Radweg neben der Bahnhofstr./K75 wechselte, der neben einem kleinen und nicht ganz so szenischen Gewerbegebiet vorbeiführte (aber weil´s Fränkisch-Crumbach war, das bekanntlich irgendwie immer nett aussieht, war´s auch nicht wirklich furchtbar).</p>
<p>Schließlich an der Stegmühle auf einer kleinen Fußgängerbrücke&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2526.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2526.jpg" alt="IMG_2526" title="IMG_2526" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4402" /></a><br />
<em>Bild #17</em></p>
<p>&#8230;über die Gersprenz&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2527.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2527.jpg" alt="IMG_2527" title="IMG_2527" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4403" /></a><br />
<em>Bild #18</em></p>
<p>&#8230;und durch ein weiteres kleines Gewergebiet bis an die B38, ihres Zeichens Hauptverkehrsader des Gersprenztals und irgendwie nicht ganz so hübsch wie der Rest des Tals:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2528.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2528.jpg" alt="IMG_2528" title="IMG_2528" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4404" /></a><br />
<em>Bild #19: T-Kreuzung B38/K75</em></p>
<p>Hier gab´s dann die erste Konzession an den fehlenden Streckenplan: Eigentlich hatte ich irgendwie rechts/jenseits der Bundesstrasse über irgendwelche Feldwege laufen wollen, aber das war mir zu unsicher, also bog ich stattdessen links ab und folgte dem Radweg neben der B38 bis zum nächsten Ort, von dem ich hoffte, dass er Nieder-Kainsbach sein würde (da wollte ich nämlich als nächstes hin, das wusste ich noch). </p>
<p>Er war´s:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2530.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2530.jpg" alt="IMG_2530" title="IMG_2530" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4405" /></a><br />
<em>Bild #20: Na also, geht doch!</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>An der ersten Ampel rechts über die B38 (eigentlich gar keine Fußgängerampel, aber hey&#8230;) und die Erbacher Str. hoch, direkt nach dem Ortsschild wieder rechts und leicht aufwärts auf einen kleinen Hügel, dort links die Friedhofsstr. entlang, an deren Ende ich auch wieder auf einen Wegmarker (Blaues Quadrat, HW 19) stiess, auf dem es links aus dem Dorf hinaus in die hügeligen Wiesen ging.<br />
Dort traf ich dann auch gleich wieder auf den weissen Balken des HW 16, dem nach links folgte. </p>
<p>Leicht aufwärts in Richtung der Berge, durch wunderbar grüne Wiesen und Weiden oberhalb eines Bachlaufs (der Stierbach??) in Richtung Stierbach. Dabei schon mal ein erster Blick auf den Schnellerts, also den nächsten Berg, den ich erklimmen wollte. Sah gar nicht so schlimm aus:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2534.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2534.jpg" alt="IMG_2534" title="IMG_2534" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4406" /></a><br />
<em>Bild #21: Schnellerts (hoffe ich &#8211; bei diesen fremden Bergen kann man sich ja nie so ganz sicher sein&#8230;)</em></p>
<p>Ein paar hundert entspannte Meter das Tal hoch, vorbei an kopflosen Schafen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2536.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2536.jpg" alt="IMG_2536" title="IMG_2536" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4407" /></a><br />
<em>Bild #22: Erst die Kuh vorhin und jetzt die Schafe. Die Nutztiere des Gersprenztals scheinen große Stücke auf die Vogel-Strauss-Taktik zu halten&#8230;</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>&#8230;und schließlich in das kleine Dörfchen Stierbach, in das ich bis heute noch nie einen Reifen geschweige denn einen Fuß gesetzt hatte.<br />
Klein, nett, verschlafen. Aber immerhin gab´s einen etwas verwitterten Umgebungsplan an der Dorfstrasse, auf dem ich mich kurz orientieren konnte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2537.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2537.jpg" alt="IMG_2537" title="IMG_2537" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4408" /></a><br />
<em>Bild #23: Geschnitzter (!) Umgebungsplan an der Erbacher Str. in Stierbach</em></p>
<p>Jup, soweit völlig problemlos auf Kurs. Sehr gut.</p>
<p>Von hier aus hätte ich eigentlich geradewegs dem weißen Balken hoch zur Ruine Schnellerts folgen können &#8211; wenn da nicht das Wildgehege hinter Stierbach gewesen wäre.<br />
Wildgehegen und Tierparks kann ich noch weniger widerstehen als Infotafeln und Baudenkmälern, also wollte ich da natürlich auch gleich vorbei, auch wenn´s ein Umweg war.</p>
<p>Folgerichtig immer geradeaus, mit mäßiger bis ordentlicher Steigung auf dem Schnellertsweg durch Stierbach durch, dann den Fahrweg zum Naturparkplatz &#8220;Wildgehege&#8221; runter (Gelbe 4):<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2540.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2540.jpg" alt="IMG_2540" title="IMG_2540" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4409" /></a><br />
<em>Bild #24: Schnellertsweg hinter Stierbach</em></p>
<p>Rechts über der Böschung war schon das Gehegegatter zu sehen, dahinter wunderbare Hangwiese, auf der sich allerdings nur ein paar Ziegen zu tummeln schienen, also lief ich erstmal durch &#8211; laut dem geschnitzten Plänchen in Stierbach sollte das Wildgehege das gesamte große Seitental ausfüllen, in das ich nun hineinlief, da würden die Rothirsche wahrscheinlich weiter oben sein&#8230;</p>
<p>Also runter zum Wald, über den Naturparkplatz, vorbei an einem hübschen sumpfigen Weiher im Talgrund&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2542.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2542.jpg" alt="IMG_2542" title="IMG_2542" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4410" /></a><br />
<em>Bild #25: Weiher am Naturparkplatz &#8220;Wildgehege&#8221; hinter Stierbach</em></p>
<p>&#8230;und dann rechts am Waldrand den Wildpark-Weg (gelbe 4) entlang, der mit ordentlichem Anstieg geradewegs in das herrliche Seitental hoch führte, das ich von jetzt an einfach mal als &#8220;Stierbachtal&#8221; bezeichnen werde (keine Ahnung ob´s wirklich so heisst, aber es fliesst der Bach durch, der auch durch Stierbach fliesst. Also ist es wahrscheinlich der Stierbach. Und das Tal, durch das der Stierbach fliesst, ist damit wahrscheinlich das Stierbachtal. So einfach ist das.<br />
Wer´s besser weiss, möge mich bitte aufklären&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  ).</p>
<p>Herrlich!<br />
Erst ein Stück aufwärts durch den Wald (hui, da kam ich schon ordentlich ins Schnaufen), während der Bach rechts in einer kleinen Schlucht unterhalb des Weges entlangplätscherte&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2543-45p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2543-45p.jpg" alt="IMG_2543-45p" title="IMG_2543-45p" width="399" height="216" class="alignnone size-full wp-image-4411" /></a><br />
<em>Bild #26: Links oben Weg, rechts unten Stierbach (???)</em></p>
<p>&#8230;dann am Waldrand an eine herrliche, üppig bewachsene Wildwiese, die den gesamten Talgrund ausfüllte und sich auf der gegenüberliegenden Talseite den steilen Hang des Schnellerts bis zum Wald hinaufzog:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2547.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2547.jpg" alt="IMG_2547" title="IMG_2547" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4412" /></a><br />
<em>Bild #27</em></p>
<p>Allerdings auch eine kleine Enttäuschung: Von Wildgehege keine Spur, das reichte wohl doch nicht so weit das Tal hoch. Also keine Rothirsche, schade.<br />
Aber so richtig schlimm war´s dann auch wieder nicht, war ja trotzdem total schön hier&#8230;</p>
<p>Hier ging´s dann noch 300 m. aufwärts, bevor der Weg über den Talgrund verlief, dann an einer einsamen Scheune eine scharfe Kurve beschrieb&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2552.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2552.jpg" alt="IMG_2552" title="IMG_2552" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4413" /></a><br />
<em>Bild #28</em></p>
<p>&#8230;und dann &#8211; wieder mal mit ordentlicher Steigung &#8211; auf der anderen Seite des Tals in entgegengesetzter Richtung aufwärts bis zum Waldrand am Schnellerts führte.<br />
Während ich hier aufwärts japste, brach erstmals am heutigen Tag die Sonne voll durch den milchigen Wolkenschleier &#8211; das machte es einerseits bullenwarm, andererseits aber auch herrlich schön hier oben:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2555.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2555.jpg" alt="IMG_2555" title="IMG_2555" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4415" /></a><br />
<em>Bild #29: Der Wildpark-Weg über dem Tal, aufwärts in Richtung Waldrand am Schnellerts</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2553.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2553.jpg" alt="IMG_2553" title="IMG_2553" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4414" /></a><br />
<em>Bild #30: &#8220;Hey, der Blick rechts über die Wiesen talabwärts ist ja ziemlich hübsch.<br />
Aber das geht doch noch besser, oder?&#8221;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2556-62p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2556-62p.jpg" alt="IMG_2556-62p" title="IMG_2556-62p" width="400" height="76" class="alignnone size-full wp-image-4416" /></a><br />
<em>Bild #30: &#8220;Jaaaaaa. Wunderschön!&#8221; Panoramablick das Stierbachtal (????) runter. An der Baumreihe in der Wiesemitte war ich gerade eben hochgelaufen</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2563.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2563.jpg" alt="IMG_2563" title="IMG_2563" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4417" /></a><br />
<em>Bild #31: Blaue Blumen am Wegesrand in der Sonne</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2564.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2564.jpg" alt="IMG_2564" title="IMG_2564" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4418" /></a><br />
<em>Bild #32: Und auch noch mal ein Blick aufwärts, das wunderschöne Tal hoch. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich es noch nicht, aber an dem Wäldchen hinter dem Rapsfeld da ganz oben am Kamm würde ich nachher vorbeilaufen, direkt dahinter liegt schon Böllstein</em></p>
<p>Oben am Wald dann links. Unmarkierter Weg, von dem ich mich zu erinnern glaubte, dass er am schnellsten auf den Schnellerts führen würde. Auch das stimmte erfreulicherweise.<br />
Kurz am Waldrand entlang, dann scharf rechts und auf einem moderat ansteigenden Hangweg aufwärts, tiefer in den schönen, sonnig-schattigen Wald hinein.<br />
Vorbei an einer auffälligen Felsformation&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2568.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2568.jpg" alt="IMG_2568" title="IMG_2568" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4419" /></a><br />
<em>Bild #33: Auf dem Plan in Stierbach hatte ich gesehen, dass hier oben irgendwo der &#8220;Katzenstein&#8221; steht &#8211; ich vermute mal, das ist er</em></p>
<p>&#8230;dann über eine wunderschöne sonnige Lichtung unter blauweissem Himmel&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_25711.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_25711.jpg" alt="IMG_2571" title="IMG_2571" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4421" /></a><br />
<em>Bild #34</em></p>
<p>&#8230;und weiter geradaus&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2573.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2573.jpg" alt="IMG_2573" title="IMG_2573" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4423" /></a><br />
<em>Bild #35</em></p>
<p> und leicht bergauf langsam um die Bergkrümmung herum:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2577.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2577.jpg" alt="IMG_2577" title="IMG_2577" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4424" /></a><br />
<em>Bild #36: Ab hier war der Weg übrigens auch wieder markiert, mit der gelben 6 (Schnellerts-Weg). Unglaublich aber wahr: Damit war ich immer noch absolut, vollkommen goldrichtig. Und das alles ganz ohne Plänchen!</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wirklich ein ganz tolles Stück &#8211; Fichtenwald, der ist ganz selten im Odenwald (zumindest dem Teil, den ich kenne). Einfach wunderschön mit dem dichten, saftigen Bodenbewuchs und den turmhohen Nadelbäumen, deren schlanke Wipfel und Stämme das helle Sonnenlicht großzügig durchliessen und immer wieder schöne Aussichten runter ins Tal ermöglichten:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2581.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2581.jpg" alt="IMG_2581" title="IMG_2581" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4425" /></a><br />
<em>Bild #37: Blick runter ins Gersprenztal. Mit großem Zoom aufgenommen, deswegen kommt nicht so raus, dass der Talgrund deutlich mehr mehr als 100 HM weiter unten liegt</em></p>
<p>Immer schön entspannt und zufrieden weiter durch den schönen Wald, bis zu einer kleine Kreuzung an der Westflanke des Berges, an der ich auch wieder auf den weissen Balken des HW 16 traf.<br />
Ab hier war Schluss mit lustig: Scharf links und sacksteil geradewegs den Hang hoch&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2583.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2583.jpg" alt="IMG_2583" title="IMG_2583" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4426" /></a><br />
<em>Bild #39: &#8220;Gnnhiiiiihhhhuuuuffffffachdumeinefresseisdassteil!!!&#8221;<br />
Ganz ehrlich: Bei den Extremsteigungen hapert´s momentan noch ein bisschen bei mir&#8230;</em></p>
<p>&#8230;bis schließlich (endlich!!! Uffa!!!) die Burgruine Schnellerts auf dem bewaldeten Berggipfel in Sicht kam:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2584.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2584.jpg" alt="IMG_2584" title="IMG_2584" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4427" /></a><br />
<em>Bild #40: Westeingang der Ruine Schnellerts</em></p>
<p>Wie gesagt &#8211; hier oben war ich noch nie gewesen.<br />
Na denn: Nix wie rein:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2585.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2585.jpg" alt="IMG_2585" title="IMG_2585" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4428" /></a><br />
<em>Bild #41</em></p>
<p>Allzuviel ist nicht mehr übrig: <a href="http://sketchup.google.com/3dwarehouse/details?mid=1b128dc07468443227ffb0deb9357dc4&#38;prevstart=0">Reste einer uralten Wallanlage und eines Bergfrieds im Norden des Komplexes</a>, ergänzt durch eine Schutzhütte mit interessanten Infotafeln und einem Kasten mit interessanten Infoblättern der <a href="http://www.schnellerts.de/fgs/verein.html">Forschungsgemeinschaft Schnellerts</a> auf denen Grundriss und Lage der Burg abgedruckt sind &#8211; das fand ich sehr nett und nahm mir gleich eins mit. Danke liebe Forschungsgemeinschaft!<br />
Doch obwohl die Ruine an sich nicht besonders spektakulär ist, vor allem im Vergleich mit den größeren, besser erhaltenen/neu aufgebauten Burgen an der Bergstrasse oder dem Odenwälder Nordrand ist sie wunderbart stimmungsvoll.<br />
Zum einen schon wegen ihrer einsamen Lage mitten im Wald.<br />
Zum anderen aber auch, weil sie so extem mysteriös und geheimnisvoll ist. Über die meisten anderen Burgen der Umgebung ist ziemlich viel bekannt &#8211; von der Burg Schnellerts weiss man praktisch gar nichts. Wann wurde sie gebaut?<br />
Und von wem?<br />
Wer hat hier gelebt?<br />
Wann wurde sie geschleift/verlassen?<br />
Alles vollkommen unbekannt.<br />
Es gibt praktisch keine Erwähnung der Anlage aus dem Mittelalter, bis zum Ende des 19. Jahrhunderts hielt man sie sogar noch für ein altes Römerkastell.<br />
Ansonsten taucht der Schnellerts nur in der mündlichen Überlieferung der Einheimischen auf, und eigentlich auch nur in Verbindung mit den schaurigen Sagen vom geisterhaften Rodensteiner Ritter.<br />
Richtig, richtig geheimnisvoll&#8230; </p>
<p>Aber schauen wir uns doch mal kurz um:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2588-2602p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2588-2602p.jpg" alt="IMG_2588-2602p" title="IMG_2588-2602p" width="400" height="42" class="alignnone size-full wp-image-4429" /></a><br />
<em>Bild #42: Hier hab´ ich mal versucht, ein 360°-Panorama von der gesamten Anlage zu schießen. Nicht besonders gelungen (ohne Stativ ist das aber auch verdammt schwer), aber wenn man die schwarzen Streifen an den Rändern ignoriert, kriegt man immerhin mal einen Eindruck davon, wie´s da oben aussieht.</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2587.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2587.jpg" alt="IMG_2587" title="IMG_2587" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4430" /></a><br />
<em>Bild #43: Die Schutzhütte</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2605.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2605.jpg" alt="IMG_2605" title="IMG_2605" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4431" /></a><br />
<em>Bild #44: Das Bergfriedfundament. Wie man sieht in der Neuzeit restauriert</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2606.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2606.jpg" alt="IMG_2606" title="IMG_2606" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4432" /></a><br />
<em>Bild #45: Moi dans le Schnellerts. Weil halt.</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2608.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2608.jpg" alt="IMG_2608" title="IMG_2608" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4433" /></a><br />
<em>Bild #46: Ruine von Osten</em></p>
<p>Wie gesagt: Schön stimmungsvoll und stimmungsvoll schön, aber nach ein paar Minuten musste ich dann trotzdem wieder aufbrechen &#8211; schließlich war ich in Böllstein zum Essen verabredet, und eh schon wieder spät dran.</p>
<p>Also weiter dem weißen Balken des HW 16 hinterher, an der Ostseite von der Schnellertskuppe runter, auf einem hübschen schmalen Pfad abwärts durch den dichten Frühlingswald&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2610.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2610.jpg" alt="IMG_2610" title="IMG_2610" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4434" /></a><br />
<em>Bild #47: HW 16 kurz hinter dem Schnellerts</em></p>
<p>&#8230;über eine kleine sonnige Lichtung&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_26111.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_26111.jpg" alt="IMG_2611" title="IMG_2611" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4436" /></a><br />
<em>Bild #48</em></p>
<p>&#8230;und dann auch schon gleich wieder bergauf, auf dem HW 16 durch  Osten, bis ich schließlich nach etwas über einem km den Waldrand erreichte&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2616.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2616.jpg" alt="IMG_2616" title="IMG_2616" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4438" /></a><br />
<em>Bild #49</em></p>
<p>&#8230;und raus in die herrliche, strahlendsonnige Bergwiesenlandschaft unterhalb der Böllsteiner Höhe und über dem Stierbach(???)tal, durch das ich vorhin gekommen war, lief:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2618-27p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2618-27p.jpg" alt="IMG_2618-27p" title="IMG_2618-27p" width="400" height="77" class="alignnone size-full wp-image-4439" /></a><br />
<em>Bild #50: Links runter geht´s in das Stierbach(???)tal, hinter dem Wäldchen am rechten Bildrand liegt bereits Böllstein.</em></p>
<p>Hier wurde es nochmal kurz kompliziert, weil ich mitten in den Wiesen an eine Abzweigung ohne sichtbaren Wegmarker kam (gab einfach nix, wo man den hätte anbringen können) und kurz unsicher war, ob ich nun links oder rechts laufen wollte. Zum Glück kam mir gerade ein freundlicher Wanderer entgegen, der mir &#8211; leicht schwäbelnd &#8211; erklärte, wo der nächste Wegmarker zu finden war, wo ich dann wie erhofft den weissen Balken wiederfand.<br />
An dieser Stelle noch mal vielen Dank, lieber leicht schwäbelnder Wanderer. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Zwischen Wäldchen und Rapsfeld entlang&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2629.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2629.jpg" alt="IMG_2629" title="IMG_2629" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4440" /></a><br />
<em>Bild #51: Weiterhin HW 16</em></p>
<p>&#8230;dann rechts, und da war´s dann auch schon, idyllisch in der Sonne am Hang liegend &#8211; Böllstein:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2630-32p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2630-32p.jpg" alt="IMG_2630-32p" title="IMG_2630-32p" width="400" height="181" class="alignnone size-full wp-image-4441" /></a><br />
<em>Bild #52: Eigentlich klingt &#8220;Böllstein&#8221; überhaupt nicht nach Odenwalddorf. Einen Ort mit diesem Namen würde man instinktiv eher am Rhein vermuten. Dabei hat Böllstein sogar einem Teil des Odenwalds seinen geologischen Namen gegeben: <a href="http://www.geologie.uni-halle.de/igw/histgeo/seiten/aufschluesse/odenwald/odenwald_odenwald.html">Böllsteiner Odenwald</a></em>.</p>
<p>Fast da!<br />
Immer schön dem weißen Balken hinterher, auf einem wunderschönen Weg der längs des Ortes (der sich ziemlich weit den Hang hoch- bzw runterzieht) zwischen blühenden Frühlingswiesen und vereinzelten knorrigen Obstbäumen unter strahlendblauweissen Himmel und strahlender Sonne bequem aufwärts führte und dabei durchgängig einen wunderbaren Blick zum Dorf und seinen Bewohneren ermöglichte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2633.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2633.jpg" alt="IMG_2633" title="IMG_2633" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4444" /></a><br />
<em>Bild #53: So, nur nochmal um sicher zu gehen: Odenwaldfotolaufberichtskühe, und zwar in rauhen Mengen!</em></p>
<p>Aufwärts&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_263435p1.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_263435p1.jpg" alt="IMG_2634+35p" title="IMG_2634+35p" width="400" height="389" class="alignnone size-full wp-image-4460" /></a><br />
<em>Bild #54</em></p>
<p>&#8230;aufwärts&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2636-37p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2636-37p.jpg" alt="IMG_2636-37p" title="IMG_2636-37p" width="400" height="734" class="alignnone size-full wp-image-4443" /></a><br />
<em>Bild #55</em></p>
<p>&#8230;und schließlich an einer Kreuzung in den Wiesen links nach Böllstein hinein:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2644.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2644.jpg" alt="IMG_2644" title="IMG_2644" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4445" /></a><br />
<em>Bild #56: Hier gab´s neben dem altbekannten weissen Balken auch die Markierung eines Wanderwegs, auf dem ich noch nie zuvor gelaufen bin: Das rote Plus des Franken-Hessen-Kurpfalz-Weges.<br />
Außerdem klebte kurz dahinter auch noch das rote S des Alemannenwegs</em>.</p>
<p>Und aufwärts durchs pittoresk-pastorale, noch niemals zuvor betretene Dörfchen Böllstein mit seinen schmalen Wegen und Strässchen zwischen verwinkelten alten Bauernhöfen.<br />
Wirklich traumhaft in der milden Mittagssonne:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2645.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2645.jpg" alt="IMG_2645" title="IMG_2645" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4446" /></a><br />
<em>Bild #57: Immer dem weißen Balken hinterher&#8230;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2646.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2646.jpg" alt="IMG_2646" title="IMG_2646" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4447" /></a><br />
<em>Bild #58: &#8220;Böckswiese&#8221;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2647.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2647.jpg" alt="IMG_2647" title="IMG_2647" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4449" /></a><br />
<em>Bild #59: Wohl das alte Schulhaus</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2649.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2649.jpg" alt="IMG_2649" title="IMG_2649" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4448" /></a><br />
<em>Bild #60: Wiese an der Kirchbrombacher Str.</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2650.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2650.jpg" alt="IMG_2650" title="IMG_2650" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4450" /></a><br />
<em>Bild #61: &#8220;Zum Felsen&#8221;</em></p>
<p>Schließlich am oberen Ende des Dorfes die Hauptdurchgangsstrasse (Erbacher Str. erreicht), der noch ein Stück nach links gefolgt, nochmal kurz an einer netten Gedichttafel haltgemacht&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2651.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2651.jpg" alt="IMG_2651" title="IMG_2651" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4451" /></a><br />
<em>Bild #62: Interessant. Da gibt´s sicher auch ´ne Sage zu&#8230;</em></p>
<p>&#8230;und dann weiter bis zum Ziel imgemütlichen Biergarten der &#8220;Dorfklause&#8221;,&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2652.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2652.jpg" alt="IMG_2652" title="IMG_2652" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4462" /></a><br />
<em>Bild #63: Dorflklause in Böllstein</em></p>
<p>wo´s die obligatorische kalte Cola und ein leckeres Mittagessen gab:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2653.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2653.jpg" alt="IMG_2653" title="IMG_2653" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4452" /></a><br />
<em>Bild #64: Ausnahmsweise mal kein Kochkässchnitzel, sondern ein Grillsteak mit hausgemachtem Tzatziki. Ich mag Tzatziki, da konnte ich nicht anders&#8230;</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wunderbar!</p>
<p>Danach dann doch ein paar Verdauungsschrittchen mit Eltern und Hund (aber nicht zuviele. Wenn mittags Autorennen im Fernsehen kommt, fehlt´s meinem Vater irgendwie an der Muße für ausgedehnte Odenwaldspaziergänge&#8230;) <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  auf die andere Seite der Böllsteiner Höhe, wo dieser Ausblick wartete:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2661-62p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2661-62p.jpg" alt="IMG_2661-62p" title="IMG_2661-62p" width="399" height="195" class="alignnone size-full wp-image-4453" /></a><br />
<em>Bild #65: Wahnsinn, oder? Ich bin heute so weit nach Osten in den Odenwald reingelaufen wie nie zuvor. Und doch gibt´s weiter im Osten noch (beinahe) unendliche viele Täler, Berge, Wälder, Dörfer und Strecken, die ich noch nie besucht habe. Da gibt´s noch ganz, ganz, ganz viel zu entdecken. Und es sieht wunderschön aus!</em></p>
<p>Ganz großartige Tour. Bis auf ein bisschen Kurzatmigkeit in den wenigen ganz steilen Passagen keinerlei Probleme, dafür Genuß pur.<br />
Herrlich entspannt, tolle Umgebung, wunderbares Wetter ganz viel zu Entdecken, und außerdem bin ich zum allererstenmal überhaupt übers Gersprenztal hinaus in den mir weitgehend unbekannten mittleren Odenwald vorgestossen, und hab´ dabei den östlichsten Punkt meines Streckennetzes ganz nebenbei auch noch 2,5 km weiter ostwärts verschoben.<br />
Alles Super! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Strecke: 11,7 km<br />
Zeit: Ignoriert<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 96,67% (11,31 km von 11,7 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/beerfurth-bollstein.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/beerfurth-bollstein.jpg?w=116" alt="Beerfurth - Böllstein" title="Beerfurth - Böllstein" width="116" height="150" class="alignnone size-thumbnail wp-image-4382" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kleine Standortbestimmung fürs Berglaufen: Melibokus (10,1 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/05/07/kleine-standortbestimmung-furs-berglaufen-melibokus-101-km/</link>
<pubDate>Thu, 07 May 2009 20:06:07 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/05/07/kleine-standortbestimmung-furs-berglaufen-melibokus-101-km/</guid>
<description><![CDATA[Hmm, gestern schon wieder eine bügelbrettflache Strecke durch Asparagus Country nordwestlich von Dar]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Hmm, gestern schon wieder eine bügelbrettflache Strecke durch Asparagus Country nordwestlich von Darmstadt gelaufen, so langsam wird´s mal wieder Zeit, etwas mehr an den Bergen zu arbeiten.<br />
Besonders weil übernächsten Samstag ein harter Berglauf mit Gerd von Rodau (190 m. ü.NN.) auf die Neunkircher Höhe (605 m.ü.NN) ansteht (und die Höhen-Angaben sind nur die halbe Wahrheit, denn zwischendurch geht´s auch immer mal wieder ein bisschen bergab, was die Gesamt-HM nochmal deutlich vergrößert), und übernächstes Wochenende dann die noch viel härtere erste Nibelungensteigetappe &#8211; auch mit Gerd &#8211; die es gleich auf ca. 800 teils brutale Höhenmeter bringt.</p>
<p>Da sollte man vorher schon abgecheckt haben, ob man auch wirklich noch bergfest ist.</p>
<p>Wie das geht?<br />
Ganz einfach: Man läuft mal wieder auf seinen Hausberg, den Melibokus (zumindest wenn man an der nördlichen Bergstrasse wohnt und den Melibokus als Hausberg hat).<br />
Ideal zur Standortbestimmung: Du startest, läufst 5 km durchgängig mit einer Durchschnittsteigung von 8% bergauf, und wenn du oben bist, weisst du genau, wo du stehst (oder röchelnd liegst, je nach Fitnessgrad&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ).</p>
<p>Das hab´ ich dann heute mal gemacht, um zu sehen, wie´s so mit der Bergfestigkeit steht.</p>
<p><!--more--><br />
Übrigens fast so was wie eine kleine Premiere &#8211; zum ersten Mal seit fast genau zwei Monaten mal wieder eine bereits erlaufene Strecke und keine Neuentdeckung.<br />
Ungewohnt&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Start um kurz vor acht, herrlicher Abend, mit milder Luft, schrägem Sonnenlicht, klarem blauen Himmel. Schööön.<br />
Uhr hab´ ich bewusst daheimgelassen um nicht in Versuchung zu geraten, meinen Rekordzeit für die Melibokusbesteigung zu brechen (geht im Moment eh nicht).</p>
<p>Hoch in den Wald, und dann immer weiter aufwärts, Standartstrecke via Burgenweg/Pürschweg/Melibokusstr.<br />
Eine genauere Beschreibung der Route lass´ ich heute mal weg, schließlich hab´ ich die schon runtergetippt &#8211; wer wissen möchte, wie meine &#8220;Hausstrecke&#8221; ungefähr aussieht, kann sich das z.B. <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/10/12/kommt-wir-laufen-auf-den-melibokus-101-km/">hier</a> anschauen (sogar mit Fotos, auch wenn der Wald da deutlich herbstlicher aussieht als er heute war).<br />
Nur soviel: Wunderschön, so ein Lauf durch den sattgrünen, abendlich-friedlichen Frühlingswald an den steilen Westhängen der Bergstrasse.</p>
<p>Hoch auf den Melibokus. Wie gesagt, 5 km aufwärts, ca. 400 Höhenmeter, ordentliche Steigung.<br />
Bis ich oben war. In einem Rutsch, hab´ mir sogar das Anhalten an den schönen Aussichtspunkten zwischendurch verkniffen, weil ich durchlaufen wollte.</p>
<p>Gute Nachricht: Generelle Kraft und Ausdauer sind vorhanden. Hab´ den Aufstieg gut weggesteckt, ohne dass mir die Puste ausgegangen wäre. Auf den letzten Metern vor dem Gipfel war´s nochmal ein bisschen anstrengend, aber vor allem deshalb, weil ich nochmal etwas Tempo gemacht habe um nicht von einem Radfahrer überholt zu werden. Insgesamt gar kein Problem.</p>
<p>Nicht ganz so gute Nachricht: Meine Muskulatur, vor allem in den Waden, machte zwar mit, war aber doch ziemlich unwillig angesichts der beträchtlichen Hubleistung, die es nunmal braucht, um meine ca. 75 Kilo lebendgewicht vom Fuß der nördlichen Bergstrasse auf ihren höchsten Gipfel zu wuchten. Und auch der Rücken war nicht ganz glücklich.<br />
Ging noch, aber ob´s für den wesentlich fordernderen Nibelungensteig in zwei Wochen reicht&#8230;?<br />
Mal schauen.</p>
<p>So.<br />
Wo ich schon oben auf dem Gipfel war, belohnte ich mich natürlich auch noch mit einem kleinen Abstecher zu meinem Lieblingsplatz, dem Felsvorsprung am Abgrund bei Drachenfliegerrampe, unterhalb vom Aussichtsturm.</p>
<p>Wahnsinn.<br />
An einem normalen Tag ist die Aussicht von hier oben herrlich.<br />
Aber wenn man einen guten Tag erwischt, mit klarer Luft und schönem Licht erwischt, ist sie atemberaubend schön.</p>
<p>Heute war ein richtig guter Tag.</p>
<p>Ich versuch´s mal zu beschreiben, auch wenn ich zwangsläufig scheitern muss:</p>
<p>Hier oben ist es ruhig, ganz ruhig, nur der Wind fährt leise vorbei und die Vögel singen. Vor einem, 400 Meter weiter unten, jenseits der steilen, langen, grünen Bergausläufer erstreckt sich die gesamte nördliche Rheinebene wie ein herrlicher, unglaublich detaillierter, wunderschöner Flickenteppich aus Städten und Dörfen, Feldern und Wäldern, Hügeln und Tälern, Seen und Flüssen.<br />
Es ist klar heute, das heisst man sieht ALLES.<br />
Außerdem versinkt gerade die Sonne im Westen über den Hügeln Rheinhessens &#8211; noch ist sie ein Stück vom Horizont entfernt, aber sie schickt bereits ein schräges, warmes, rötliches Abendlicht aus, das in die weite Ebene hineinflutet und alles erstrahlen lässt.</p>
<p>Im Norden schaut man über die niedriger werdenden Hänge der Berge hinweg bis zum niedrigeren, sanfteren Messeler Hügelland mit seinen dichteren Wäldern. Davor die alte Bergstrasse, wie sie von Seeheim durch die Obstwiesen nach Malchen verläuft, dann weiter nach Eberstadt, dann weiter nach Darmstadt. Dahinter, scheinbar zum Greifen nahe, in Wirklichkeit jedoch fast 45 km entfernt, die imposante Skyline von Frankfurt mit seinen mächtigen Wolkenkratzern, die ihrerseits jedoch wie dünne Streichhölzer wirken im Vergleich zur gewaltigen, gestochen Scharfen Silhouette des Taunus, die sich nordwestlich der Mainmetropole erhebt, und so klar sichtbar ist, dass man man problemlos die Türme auf dem Großen Feldberg und der Hohen Wurzel ausmachen kann, ebenso wie hellen Flecken wo sich kleine und größere Orte zwischen die dichten Wälder der Taunusflanken schmiegen.</p>
<p>Der Blick schweift weiter nach Westen, er folgt dem Taunus bis zu den Zwillingshauptstädten Wiesbaden und Mainz und Weiter dem flacheren Rücken des Rheingaus entlang, bis er sich in der Ferne in den Höhen des Hunsrücks am Beginn des Mittelrheintals verliert.<br />
Südlich davon kommt Rheinhessen, ein weites, offenes Hügelland aus endlosen Weinbergen und kleinen Dörfern, das im Abendlicht der immer näher rückenden rotgoldenen Sonne erstrahlt und sich nach Süden hinzieht bis zum imposanten Höhenrücken des Donnersbergs in 50 km Entfernung. Heute kann man problemlos den riesigen Sendeturm auf seinem mächtigen bewaldeten Rücken erkennen.<br />
Südlich davon dann die Weinstrasse, der Anfang des Pfälzerwaldes, ein Mauer aus steilen, grünen Bergen, die sich weiter nach Süden zieht &#8211; wenn nicht ein Baum im Weg wäre, könnte man haute bis zu ihrem Ende schauen, jenseits der Grenze bei Wissembourg im Elsass, und vielleicht sogar noch darüber hinaus bis zu den fernen, fremden Vogesen.</p>
<p>Davor, näher zwei weitere Zwillingstädte am Rhein, die Chemiemetropole Ludwigshafen, erkennbar am Wald aus Schornsteinen der BASF, direkt daneben Mannheim, beinahe unscheinbar doch gekennzeichntet durch den 213 m hohen Fernmeldeturm. Rechs davon Worms mit dem Dom im Abendlicht, daneben die friedlich wirkenden Kühltürme des AKW Biblis, irgendwo hinter Mannheim Speyer, ebenfalls mit Dom.</p>
<p>Mittendrin und überraschend nah, wie ein golden strahlendes Band, der Rhein im Abendlicht, wie er sich nordwärts durch die herrliche Landschaft schlängelt, und dann &#8211; in unmittelbarer Nähe &#8211; Zuhause: Gernsheim, der Jägersburger Wald, Pfungstadt, Seeheim, Hähnlein, Bickenbach, Zwingenberg, Alsbach, Jugenheim, und direkt unter mir, zugleich nah und weit weg, das Alsbacher Schloss, klein und irgendwie paradox weit unten. Alles ist vertraut und zugleich wunderbar ungewohnt aus dieser Perspektive, man kann sich einfach nicht satt sehen an der Pracht und der Schönheit.</p>
<p>Unberschreiblich friedlich und unbeschreiblich schön.</p>
<p>Am liebsten würde ich ewig hierbleiben, oder zumindest solange, bis die Sonne endgültig als rotgoldener Glutball am Horizont versunken ist und sich die blaulilane Dunkelheit über das Land legt, aber das geht leider nicht.<br />
Nach ein paar Minuten merke ich, wie ich anfange auszukühlen und die Muskeln steif werden. Und außerdem muss ich ja noch zurück, und im Wald wird es extrem schnell dunkel, sobald die Sonne weg ist.<br />
Also reisse ich mich schwersten Herzens los, schaue mich noch einmal wehmütig um, und laufe dann zurück nach Hause, langsam die fünf km abwärts auf dem Weg den, ich hochgekommen bin.<br />
Zwischendurch schimmert noch ein paarmal die rote Sonne durchs Blätterdach des Hangwaldes, als wollte sich mich erinnern, was ich gerade verpasse.<br />
Als ich unten ankomme, ist sie versunken.</p>
<p>Hachja.<br />
Durchatmen, kurz die unsagbar schöne Aussicht vom Melibokus hintenanstellen und noch mal zurück zur Grundfrage:<br />
Wie bergfit bin ich?<br />
Leidlich. Für den Melibokus auf dem Pürschweg reicht´s.<br />
Ob´s allerdings auch für Melibokus, Felsberg UND die halbe Knodener Höhe auf dem wesentlich härteren Nibelungensteig genug ist (und zwar am Stück)?<br />
Ich weiss ja nicht&#8230;<br />
Das werden wir dann in zwei Wochen sehen.<br />
Immerhin ist ja auch noch der Gerd dabei, der die Hausaufgaben, zu denen ich ihm geraten hab (intensives Berglaufen und möglichst viel Training an/jenseits der anaeroben Schwelle) auch nicht ganz so ernsthaftig verfolgt, wie er vielleicht könnte.<br />
Können wir uns also wenigstens zusammen hochstümpern&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Strecke: 10,1 km<br />
Zeit: Nicht genommen.<br />
Neue Strecke: Keine.<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/04/melibokusundzuruck.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-481" src="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/04/melibokusundzuruck.jpg?w=128&#038;h=93#38;h=93" alt="" width="128" height="93" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Belohnungslauf ins Gersprenztal: Rodenstein - Beerfurth - Reichelsheim mit Foto (13,3 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/04/19/belohnungslauf-ins-gersprenztal-rodenstein-beerfurth-reichelsheim-mit-foto-133-km/</link>
<pubDate>Sun, 19 Apr 2009 19:32:37 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/04/19/belohnungslauf-ins-gersprenztal-rodenstein-beerfurth-reichelsheim-mit-foto-133-km/</guid>
<description><![CDATA[So langsam fängt mein Körper an, mir die Dinge zu verzeihen, die ich diese und letzte Woche angetan ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>So langsam fängt mein Körper an, mir die Dinge zu verzeihen, die ich diese und letzte Woche angetan habe:<br />
Die bleierne, lähmende Erschöpfung ist inzwischen einer leichten, gar nicht mal so unangnehmen Müdigkeit gewichen, und die ist auch schon wieder am Verschwinden.<br />
Und mein ziemlich gestörter Wach-/Schlaf-/Nahrungsaufnahmerhythmus hat sich ebenfalls wieder eingependelt.<br />
Außerdem bin ich den wucherigen &#8220;Ballast&#8221; der letzten Monate losgeworden und seh´ so jetzt wieder wie ein Mensch aus:</p>
<p><em>Vorher:</em><br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1838.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-3979" title="img_1838" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1838.jpg?w=204" alt="img_1838" width="204" height="300" /></a></p>
<p><em>Nachher:</em><br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1856.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1856.jpg?w=207" alt="img_1856" title="img_1856" width="207" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-3980" /></a></p>
<p>Lediglich die Verspannungen im Rücken haben sich noch nicht wieder von hinnen gemacht, aber das gibt sich hoffentlich auch noch&#8230;</p>
<p>Insgesamt geht´s mir sowieso richtig, richtig gut &#8211; jetzt wo der ganze Stress so langsam abfällt, fühle ich mich so gelöst und glücklich wie seit Wochen oder Monaten nicht mehr.</p>
<p>Und der Frühling ist auch wieder da. Zugegeben, die herrliche Baumblüte hab´ ich diese Jahr verpasst, aber seit heute ist es wieder warm, und sonnig und wunderschön, das ist alles, was ich brauche.</p>
<p>Alles gut.</p>
<p>Zeit zum Laufen!</p>
<p><!--more--></p>
<p>Aber nicht irgendwo.<br />
Nachdem ich mir ewig wegen &#8220;Ach nee, das dauert zu lange/ist zu weit weg/ist zuviel Aufwand/da hab´ ich grad keinen Kopf für&#8221; ganz viele schöne Ziele versagt hab´, wollte ich mich heute (und die nächsten Male?) endlich mal wieder mit einer richtig schönen Entdeckertour in toller Landschaft und unbekannter Umgebung belohnen.</p>
<p>Eigentlich wollte ich nach Weinheim runter, aber die Strecke dort war mir für den Anfang dann doch etwas anspruchsvoll (so ganz wiederhergestellt bin ich einfach immer noch nicht, da wäre ein anspruchsvoller Berg-16er gleich zu Anfang vielleicht ein bisschen zu viel gewesen). </p>
<p>Also bin ich stattdessen in den Odenwald gefahren. Gersprenztal, total hübsch, nicht ganz so bergig, und da gibt´s auch noch mehr als genug unerlaufene Ecken &#8211; z.B. Reichelsheim und Schloss Reichenerg, bin ich bisher noch nie vorbeigejoggt, das wollte ich heute nachholen.</p>
<p>Schon die Fahrt in den Odenwald rein war wunderbar: Strahlende Sonne, blauer Himmel, gute Fernsicht, alles grün und blühend (bei uns unten an der Bergstrasse ist die Baumblüte inzwischen zwar wieder vorbei, doch der Odenwald ist immer ein bis zwei Wochen später dran).<br />
So schön, dass ich spontan nicht die standard-Anfahrt über die Neunkircher Höhe nahm, sondern stattdessen den winzigen gewundenen Schleichweg durch Wald und einsame Bergwiesen vom Fischbachtal über die Nonroder Höhe nahm.<br />
Herrlich! </p>
<p>Ausgangspunkt der heutigen Tour: Der Parkplatz vom <a href="http://www.hofgut-rodenstein.de/">Hofgut Rodenstein </a>, das in einem wundschönen, lauschigen Seitental unter der Neunkircher Höhe liegt, direkt am Waldrand unterhalb der gleichnamigen Burgruine:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1858.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1858.jpg" alt="img_1858" title="img_1858" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-3987" /></a><br />
<em>Bild #1: Hofgut Rodenstein</em></p>
<p>Ausgestiegen, kurz gedeht (der Orthopäde hat´s befohlen!), und los.<br />
Endlich!!!!</p>
<p>Eigentlich war´s ja ein kleiner Umweg, aber wenn man schon so nah an der Burg Rodenstein ist (auf der ich erst ein einziges Mal zuvor gewesen war) und zudem auch noch den Foto dabei hat, dann nimmt man sie natürlich auch noch schnell mit.<br />
Also erstmal hoch in den Wald und zur Burg, über die steile Treppe direkt hinter dem Hofgut:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1859.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1859.jpg" alt="img_1859" title="img_1859" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-3988" /></a><br />
<em>Bild 2: Treppe zum Rodenstein</em></p>
<p>Uijuijui.<br />
Treppen sind niemals so ganz ohne, und ich war seit zwölf Tagen nicht mehr gelaufen und hatte stattdessen einen Großteil dieser Zeit damit verbracht, Raubbau an meiner Physis betreiben.<br />
Uijiujuijui&#8230;<br />
Bereits nach den ersten Stufen wurde meine Puste knapp. Zum Glück ist die Treppe nicht lang, und nach einigen anstrengenden Höhenmetern konnte ich links auf den Burgweg einbiegen und durch das Haupttor in die Ruine einlaufen:</p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1860.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1860.jpg" alt="img_1860" title="img_1860" width="400" height="573" class="alignnone size-full wp-image-3989" /></a><br />
<em>Bild #3: Eingang zur Ruine Rodenstein</em></p>
<p><em>Kurzinfo: Burg <a href="http://www.ruine-rodenstein.de/startseite/startseite.html">Rodenstein</a>, erbaut um 1240, verlassen 1635, nachdem die letzten Bewohner an der Pest gestorben waren. Verfiel danach (bzw. wurde &#8211; wie üblich &#8211; von den Bewohnern der umliegenden Dörfer als Quelle billigen Baumaterials benutzt), wurde schließlich gegen Ende des 19. Jahrhunderts vor dem endgültigen Verfall bewahrt. Der Rodenstein ist zwar nur noch eine Ruine, die sich zudem versteckt im Wald und relativ weit ab von den Hauptverkehrswegen liegt, aber er gilt nichtsdestotrotz als die wahrscheinlich bekannteste Burg im Odenwald. Der Grund dafür sind die Geisterlegenden um den Rodensteiner Ritter, der hier sein Unwesen treiben soll. Einer Legende zufolge war der Herr vom Rodenstein ein ungestümer, jähzorniger Raufbold und Jäger, der seine Frau und sein Kind in den Tod trieb und nun dafür verdammt ist, bis in alle Ewigkeit in stürmischen Nächten von &#8220;Höllengeistern&#8221; durch den Odenwald gehetzt zu werden.<br />
Eine andere Legende besagt, dass der Rodensteiner immer dann, wenn Deutschland ein krieg droht, mit einem geisterhaften Heerzug zwischen Rodenstein und Schnellerts (einer Burgruine auf der anderen Seite des Gersprenztals) umherzieht und somit das nahende Unheil ankündigt. Besonders aus dem 18. Jahrhundert existiert eine Reihe hochamtlicher Protokolle, die diesen Zug dokumentieren. Zum letzten Mal ist der Rodensteiner mit seinem Kriegstross angeblich im Frühsommer 1914 gesehen worden.<br />
</em></p>
<p>Kurze Runde durch die szenisch-romantisch Burganlage, durch den ehemaligen Zwinger&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1864-65p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1864-65p.jpg" alt="img_1864-65p" title="img_1864-65p" width="400" height="217" class="alignnone size-full wp-image-3990" /></a><br />
<em>Bild #4</em></p>
<p>&#8230;zum Durchgang neben&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1861.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1861.jpg" alt="img_1861" title="img_1861" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-3991" /></a><br />
<em>Bild #5</em></p>
<p>&#8230;dem Mühlturm&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1868.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1868.jpg" alt="img_1868" title="img_1868" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-3992" /></a><br />
<em>Bild #6</em></p>
<p>&#8230;und schließlich auf die Grundfläche des ehemaligen Pallas, von wo aus man einen schönen Blick über das Gersprenztal bis nach Beerfurth hat:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1869-71p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1869-71p.jpg" alt="img_1869-71p" title="img_1869-71p" width="400" height="461" class="alignnone size-full wp-image-3993" /></a><br />
<em>Bild #7</em></p>
<p>Alles sehr hübsch, stimmungsvoll und angenehm schattig &#8211; lediglich die Horden von teils sehr lauten und prolligen Sonntagsausflüglern, die sich ebenfalls eingefunden hatten, nervten etwas.<br />
Aber da muss man durch&#8230;</p>
<p>Nach kurzer Inspektion dann wieder zurück, wieder durch den unteren Burgteil (auch hier gibt´s einen schönen Blick übers Gersprenztal:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1873.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1873.jpg" alt="img_1873" title="img_1873" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-3994" /></a><br />
<em>Bild #8: Direkt unten die Dächer des Hofguts, dann das Eberbachtal, schließlich Gersprental und Beerfurth</em> )</p>
<p>&#8230;und durchs Haupttor raus&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1866.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1866.jpg" alt="img_1866" title="img_1866" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-3995" /></a><br />
<em>Bild #9: Haupttor der Ruine Rodenstein, dieses Mal von innen</em></p>
<p>&#8230;und auf dem Alemannenweg (rotes S) am Waldrand entlang nach Osten, leicht aufwärts in Richtung Naturparkplatz Rodenstein.<br />
Rein von der Physis lief´s ehrlich gesagt nicht so besonders gut &#8211; dank Pause und Erchöpfung machten mir selbst die geringsten Lullersteigungen richtig doll zu schaffen, und meine verspannte linke Schulter knackte und spannte auf äußerst unangenehme Art und Weise.</p>
<p>Aber wisst ihr was?<br />
Das war alles scheissegal &#8211; endlich wieder laufen zu können, und dann auch noch unter solchen Bedingen, das war so schön, da waren mir alle Wehwehchen vollkommen egal<br />
Wie gesagt: Ein perfekter Tag!<br />
Herrliches Wetter, mit milder, wohlriechender Frühlingsluft, idealer Temperatur, ganz viel warme Sonne gemischt mit tiefem Waldschatten, strahlendblauer Himmel, eine unheimlich erfrischende Brise, die über die Hügel strich.<br />
Und dann die Landschaft: Auf der einen Seite der tiefe, smaragdgrüne Hangwald der Neunkircher Höhe, auf der anderen Seite die sonnige, wunderbar weite und sanft geschwungene Hügellandschaft des Gersprenztals mit ihren sattgrünen Wiesen und blühenden Bäumen.<br />
Der Frühling gilt zurecht als eine der schönsten Zeiten im Odenwald (die anderen sind übrigens Sommer, Herbst und Winter &#8211; aber der Frühling ist auf jeden Fall ganz vorne dabei).</p>
<p>Tat so gut, hier unterwegs zu sein, alles in sich aufzusaugen, in der unbeschreiblichen Schönheit der Landschaft regelrecht aufzugehen &#8211; Herrlich! </p>
<p>Insgesamt knapp 750 m. ostwärts den Weg entlang (den <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/05/27/an-der-neunkircher-hohe-modauquelle-weinweg-und-rodenstein-142/">ich letztes Jahr</a> schon mal in anderer Richtung gelaufen war, da war er auch wunderschön gewesen), trotz Kurzatmigkeit und meckerner Schulter einfach nur glücklich.</p>
<p>Impressionen:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1875.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1875.jpg" alt="img_1875" title="img_1875" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-3996" /></a><br />
<em>Bild #10: Waldbach von der Neunkircher Höhe, kurz nach dem Rodenstein</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1877.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1877.jpg" alt="img_1877" title="img_1877" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-3997" /></a><br />
<em>Bild #11: Blumen am Wegesrand (eigentlich wollte ich hier eine riesige, freundliche Hummel beim Nektrarsammeln ablichten, aber die war schon weg, bevor ich den Auslöser gedrückt hatte)</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1878-81p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1878-81p.jpg" alt="img_1878-81p" title="img_1878-81p" width="400" height="139" class="alignnone size-full wp-image-3998" /></a><br />
<em>Bild #12: Herrliche Frühlingswiese am Alemannenweg oberhalb vom Hofgut Rodenstein (das man im Hintergrund noch erkennen kann). Gegen die Laufrichtung fotografiert</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1882.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1882.jpg" alt="img_1882" title="img_1882" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-3999" /></a><br />
<em>Bild #13: Kleiner schattiger Aufstieg zwischendurch, der heute peinlich schwer fiel&#8230;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1885-87p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1885-87p.jpg" alt="img_1885-87p" title="img_1885-87p" width="400" height="494" class="alignnone size-full wp-image-4000" /></a><br />
<em>Bild #14: &#8230;dann wieder eben, zwischen Wald und wunderschönen Wiesen voller bunter Wildblumen hindurch auf einem Weg, der voller weißer Blütenblätter lag.</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1888.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1888.jpg" alt="img_1888" title="img_1888" width="400" height="519" class="alignnone size-full wp-image-4002" /></a><br />
<em>Bild #15: Pulk von Gleitschirmfliegern über dem Weiler Erlau (da ist glaube ich eine Paraglider-Schule oder sowas). Die waren mir schon auf der Hinfahrt aufgefallen, und als ich ca. 1,5 Stunden später wieder zurückkam, waren sie immer noch da und kreisten. Wahrscheinlich drehen die da oben schon seit Tagen ihre Runden weil sie nicht mehr runterkommen, und sind inzwischen schon längst verhungert und verdurstet&#8230;</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>An der Kreuzung beim Natutrparkplatz Rodenstein dann rechts, immer noch Alemannenweg. Kurz über einen kleinen Höhensattel, von dem aus man einen schönen Blick nach Norden zum Ende des Odenwalds und dem Otzberg hatte (konnte ich gut geniessen, weil ich eh eine kleine Pause machen musste, um meine Mütze wieder einzusammeln, die mir die frische Brise vom Kopf gerissen hatte)&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1889.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1889.jpg" alt="img_1889" title="img_1889" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4003" /></a><br />
<em>Bild #16: Der kleine Bergkegel mit den Gebäuden in der linken Bildmitte ist natürlich die Veste Otzberg</em></p>
<p>&#8230;dann ein ganzes Stück auf einem bequemen Höhenweg mit leichtem auf und ab durch den schattigsonnigen Wald am Weilerts (immer noch Alemannenweg):<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1890.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1890.jpg" alt="img_1890" title="img_1890" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4004" /></a><br />
<em>Bild #17: Alemannenweg am Weilerts</em></p>
<p>Nach ca. 1,3 km: Waldrand an einer kleinen Anhöhe&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1891.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1891.jpg" alt="img_1891" title="img_1891" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4005" /></a><br />
<em>Bild #18</em></p>
<p>&#8230;von der aus man einen atemberaubenden Ausblick nach Nord und Osten über das Gersprenztal hatte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1894-1902p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1894-1902p.jpg" alt="img_1894-1902p" title="img_1894-1902p" width="400" height="62" class="alignnone size-full wp-image-4006" /></a><br />
<em>Bild #19</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1903-07p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1903-07p.jpg" alt="img_1903-07p" title="img_1903-07p" width="400" height="91" class="alignnone size-full wp-image-4007" /></a><br />
<em>Bild #20: Dummerweise rutschte ich mitten im Panoramabildmachen weg, weswegen der südlichste Teil des Panoramas aus einem etwas anderen Winkel aufgenommen wurde und sich nicht mit dem Rest zusammenfügen ließ.</em></p>
<p>Wunderschön!</p>
<p>Und immer weiter geradeaus, nun nicht mehr auf dem Alemannenweg (der war scharf rechts abgeknickt) sondern dem &#8220;Weg rund um den Galgenberg&#8221; (gelbe 5) bzw. dem Rodenstein-Rundweg (FC3) über den sonnenberstrahlten offenen Hügelrücken in Richtung Fränkisch-Crumbach. </p>
<p>Impressionen:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1908.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1908.jpg" alt="img_1908" title="img_1908" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4008" /></a><br />
<em>Bild 21: Gelbe 5/FC3 nach Norden</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1909.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1909.jpg" alt="img_1909" title="img_1909" width="400" height="536" class="alignnone size-full wp-image-4009" /></a><br />
<em>Bild #22: Die Sonne im Rücken</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1910.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1910.jpg" alt="img_1910" title="img_1910" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4010" /></a><br />
<em>Bild #23: Die Bäume aus Bild #21 von Nahem</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1911.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1911.jpg" alt="img_1911" title="img_1911" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4011" /></a><br />
<em>Bild #24: Hell leuchtende Rapsfelder in der Sonne. Der süßlich-schwere Rapsgeruch war hier ziemlich ausgeprägt, aber gar nicht so unangenehm</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1912.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1912.jpg" alt="img_1912" title="img_1912" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4012" /></a><br />
<em>Bild #25: Das idyllische Fränkisch-Crumbach von oben.</em></p>
<p>Ziemlich genau einen halben km nach dem Waldrand dann rechts von dem schönen Höhenweg ab und rechts den rapsgesäumten Michelbacher Weg (gelbe 4) entlang&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1913.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1913.jpg" alt="img_1913" title="img_1913" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4013" /></a><br />
<em>Bild #26: &#8220;Raps, das war sein letztes Wort&#8230;&#8221;</em></p>
<p>&#8230;der moderat abwärts ins flache Michelbacher Tal nach Michelbach führte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1915.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1915.jpg" alt="img_1915" title="img_1915" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4014" /></a><br />
<em>Bild #27: Das Haus da vorne ist schon Michelbach</em></p>
<p>Hier bin ich zwar schon öfter mit dem Auto durchgekommen, aber bis heute wusste ich nicht, dass dieses winzige Ansammlung von vielleicht 5 bis 10 Häusern und Höfen am Rand der K75 überhaupt einen eigenen Namen hat &#8211; bisher waren das immer &#8220;die Häuser kurz vor Fränkisch-Crumbach&#8221; für mich. Als wieder was gelernt, und sorry liebe Michelbacher, dass ich euch Unrecht getan habe&#8230;</p>
<p>In Michelbach über die Landstrasse (gar nix los, konnte ich einfach durchlaufen), auf der anderen Seite dann wieder moderat aufwärts (uffa!), auf dem Michelbacher Weg durch noch mehr herrlich sonnige und wunderschöne Frühlingswiesen:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1916.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1916.jpg" alt="img_1916" title="img_1916" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4015" /></a><br />
<em>Bild #28: Michelbacher Weg unter dem Hasenberg</em></p>
<p>Nach 400 m. (normalerweise) leichtem Aufstieg an der nächsten Kreuzung rechts, Markierung weißes V.<br />
An einem Obsthain vorbei bergauf, den Hasenberg hoch, nun schon recht steil (doppel-Uffa), sah so ein bisschen aus, als würde man geradewegs in den azurblauen Himmel hineinlaufen:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1917.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1917.jpg" alt="img_1917" title="img_1917" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4017" /></a><br />
<em>Bild #29: Verbindungsweg (weißes V) am Hasenberg</em></p>
<p>Immerhin verflachte der steile Anstieg recht schnell wieder und ich konnte bequem weiter auf dem Höhenrücken südwärts laufen und die (schon wieder) tolle Aussicht ins Gersprenztal geniessen, dieses Mal nach Westen rüber, in die Richtung aus der ich gekommen war, in der Sonne und Wolken einen wunderschönen, sich ständig veränderten Flickenteppich aus Licht und Schatten über die bunten Hügel zeichneten. Leider konnte ich das Schauspiel nicht so richtig fotografieren &#8211; zuviel Gegenlicht:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_19182.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_19182.jpg" alt="img_19182" title="img_19182" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4020" /></a><br />
<em>Bild #30: Blick vom Weg am Hasenberg übers Michelbachtal nach Westen. Auf der offenen Anhöhe da drüben war ich gerade vorhin entlanggekommen</em></p>
<p>Und südwärts, durch den kleinen, schattigen Mischwald auf der Kuppe des Hasenbergs und weiter durch die Weiden (mehr tolle Aussicht in alle Richtungen) bis zur nächsten Kreuzung.<br />
Eigentlich hatte der Plan vorgesehen, dass ich hier geradeaus direkt bis nach Schloss Reichenberg durchlaufe, aber es war gerade so schön (was nicht dasselbe wie &#8220;es lief gerade so gut ist&#8221; &#8211; in der Beziehung hatte ich weiterhin mit genereller Unfitness und verspanntem Rücken zu kämpfen) und links lachte mich aus dem nächsten Tal das Dörfchen Beerfurth an, durch das ich zwar schon durchgewandert und durchgefahren, aber noch nie durchgejogged war&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1924.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1924.jpg" alt="img_1924" title="img_1924" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4021" /></a><br />
<em>Bild #31: Blick auf Beerfurth</em></p>
<p>&#8230;so dass ich mich spontan für einen Umweg entschied und dem Weg FC1 links runter nach Beerfurth folgte. </p>
<p>Sanft abwärts den Hügelrücken hinab in Richtung Gersprenz und Beerfurth&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1926.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1926.jpg" alt="img_1926" title="img_1926" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4022" /></a><br />
<em>Bild #32: Jetzt wieder mit der Sonne im Rücken</em></p>
<p>&#8230;weiterhin durch sonnig-herrlich-sattgrüne Wiesen voller prächtig blühender Bäume&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1927.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1927.jpg" alt="img_1927" title="img_1927" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4023" /></a><br />
<em>Bild #33</em></p>
<p>&#8230;vorbei an manch einem lauschigen Plätzchen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1931.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1931.jpg" alt="img_1931" title="img_1931" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4024" /></a><br />
<em>Bild #34: Hmm, verlockend. Aber nein&#8230;</em></p>
<p>&#8230;bis ich schließlich in Pfaffen-Beerfurth, dem westlichen Teil von Beerfurth (der östliche heißt Kirch-Beerfurth und liegt am anderen Gersprenzufer) einlief:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1930.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1930.jpg" alt="img_1930" title="img_1930" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4025" /></a><br />
<em>Bild #35: Im Anflug auf Pfaffen-Beerfurth</em></p>
<p>Netter kleiner Ort am Ufer der Gersprenz, mit vielen alten Häusern und Höfen, die an den Rändern von neueren Wohnhäusern umringt sind.<br />
Ich lief geradeaus die Michelbacher Str. runter, bis ich nach 350 m. am Rand des alten Ortskerns auf das gelbe Quadrat des Nibelungenwegs stiess, dem ich westwärts durch die Schwimmbadstr. bis zum Ortsrand folgte. </p>
<p>Beerfurther Impressionen:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1933.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1933.jpg" alt="img_1933" title="img_1933" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4026" /></a><br />
<em>Bild #36: Pferde an der Michelbacher Str.</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1934.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1934.jpg" alt="img_1934" title="img_1934" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4027" /></a><br />
<em>Bild #37: Fachwerk, Gemüsegarten und ein blühender Baum mitten im Dorf &#8211; apart!</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1935.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1935.jpg" alt="img_1935" title="img_1935" width="400" height="295" class="alignnone size-full wp-image-4028" /></a><br />
<em>Bild #38: Hmm, &#8220;Schokoladenfabrik Wilhelm Eberhardt&#8221;, das kann man sich mal merken &#8211; Ostern ist zwar vorbei, aber so ein bisschen im Kleinbetrieb hergestelltes Schnuckzeug zu Weihnachten ist ja vielleicht mal eine schöne Abwechslung zu dem ganzen großindustriell gefertigten Schlonz, den man normalerweise kriegt&#8230;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1936.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1936.jpg" alt="img_1936" title="img_1936" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4029" /></a><br />
<em>Bild #39: Na sowas! Ich freu´ mich ja immer, wenn ich vollkommen unverhofft mitten im Odenwald (oder anderswo) auf exotische Tiere stosse, das hat so was Abenteuerliches.<br />
Ganz so außergewöhnlich wie die <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/08/17/nordlicher-odenwald-mit-ingo-ein-laufbericht-mit-fotos-162-km/">bengalischen Tiger</a> im letzten Jahr oder die <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/09/23/sololauf-fischbachtal-226-km/">Krokodile</a> im vorletzten ist dieser Nandu (der übrigens in einem Freigehege an der Ecke Schwimmbadstr. und Hügelstr. in Beerfurth wohnt) zwar vielleicht nicht, aber trotzdem eine schöne Überraschung.</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1937.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1937.jpg" alt="img_1937" title="img_1937" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4030" /></a><br />
<em>Bild #40: Mein Interesse führte allerdings zu gewissen Spannungen innerhalb des Freigeheges, da die ebenfalls dort lebenden Ziegen offenbar glaubten, ich hätte Futter für sie dabei&#8230;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1938.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1938.jpg" alt="img_1938" title="img_1938" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4031" /></a><br />
<em>Bild #41: &#8230;und deshalb einen Streit mit dem Nandu vom Zaun brachen, der sich gegen die ruppigen Hornstöße mit gezieltem Picken wehrte&#8230;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1939.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1939.jpg" alt="img_1939" title="img_1939" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4032" /></a><br />
<em>Bild #42: &#8230;dann jedoch doch lieber nachgab und der Ziege Platz machte. Die dann zur Strafe für ihre Gier trotzdem kein Futter kriegte, denn ich hatte ja gar keins</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1940.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1940.jpg" alt="img_1940" title="img_1940" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4033" /></a><br />
<em>Bild #43: Bewegweiserter Beerfurther Dorfbrunnen gegenüber vom Nandu-Ziegen-Gehege.</em></p>
<p>Am westlichen Ende von Pfaffen-Beerfurth dann wieder raus in die blühenden Wiesen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1942.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1942.jpg" alt="img_1942" title="img_1942" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4036" /></a><br />
<em>Bild #44: Kirschblüten (??) am Nibelungenweg zwischen Beerfurth und Reichelsheim</em></p>
<p>&#8230;auf dem Nibelungenweg (gelbes Quadrat, wie gehabt) westwärts, der Sonne entgegen in Richtung des Reichelsheimer Burgbergs, der von hinten eigentlich ganz harmlos aussah:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1941.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1941.jpg" alt="img_1941" title="img_1941" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4035" /></a><br />
<em>Bild #45: Reichelsheimer Burgberg aus Richtung Beerfurth. Ja genau, das bewachsene Hügelchen in der Bildmitte&#8230;</em></p>
<p>Vielleicht ein knapper km geradeaus. Eigentlich ganz angenehm, aber so langsam bekam ich in der prallen Sonne richtig Durst. Dummerweise hab´ ich letzten Winter meine Trinkflaschen für den Gürtel alle weggeworfen (nach zwei Jahren intensivem Gebrauch waren die einfach ersetzungsbedürftig) und dann konsequent vergessen, mir neue zu besorgen, so dass ich nichts hatte mitnehmen können.<br />
Mist&#8230;</p>
<p>&#8230;und dann ging´s auf einmal auch noch ordentlich steil bergauf:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1943.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1943.jpg" alt="img_1943" title="img_1943" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4037" /></a><br />
<em>Bild #46: Nibelungenweg am &#8220;Tiergarten&#8221;</em></p>
<p>Argl. Das war anstrengend.<br />
Aber zum Glück nicht so lang. Nach 150 m. rechts auf einen ebenen Querweg unter einer Weide mit Pferden, nach 200 m. wieder links und in den dichten, angenehm schattigen Wald am Burgberg hinein&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1944.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1944.jpg" alt="img_1944" title="img_1944" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4038" /></a><br />
<em>Bild #47</em></p>
<p>&#8230;dort dann wieder rechts, wieder ordentlich steil hoch (japs!), und schließlich &#8211; mit keuchendem Atem, hämmerner Pumpe und einem leichten Schamgefühl, weil mich selbst so ein Popelbergchen anstrengte, die letzten Meter aufwärts zur Anhöhe hinterm Schloss:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1945.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1945.jpg" alt="img_1945" title="img_1945" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4039" /></a><br />
<em>Bild #48: Hrglmpfktffkkphhnnnhhhh</em></p>
<p>Puuh&#8230;.</p>
<p>Oben angekommen links, am Rand eines Feldes entlang bis auf die Fahrstrasse von Reichelsheim nach Schloss Reichenberg.<br />
Auch hier hätte ich eigentlich gleich runter nach Reichelsheim laufen können, aber &#8211; natürlich &#8211; wollte ich mir das Schloss, das ich bisher nur <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/03/img_15271.jpg">aus der</a> <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0941.jpg">Ferne</a> gesehen hatte, auf keinen Fall entgehen lassen.<br />
Also ein noch ein kleiner Umweg, links die enge Fahrstrasse zwischen Hecken und Kleingärten hinauf&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1946.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1946.jpg" alt="img_1946" title="img_1946" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4041" /></a><br />
<em>Bild #49: Fahrstrasse nach Schloss Reichenberg</em></p>
<p>&#8230;bis das Schloss in Sicht kam:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1947.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1947.jpg" alt="img_1947" title="img_1947" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4042" /></a><br />
<em>Bild #50</em></p>
<p><em>Kurzinfo: Schloss Reichenberg befindet sich direkt über Reichelsheim, ca. 100 HM höher als der Ort. Gebaut vermutlich in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, in späteren Jahrhunderten als Residenz eines Erbacher Nebenzweigs im Renaissance-Stil um- und weitergebaut. Seit einigen Jahren gehört die Burg einem Verein namens &#8220;Offensive Junger Christen&#8221;, der hier eine Begegnungsstätte (oder sowas) und ein öffentlich zugängliches Café betreibt.</em> </p>
<p>Wie gesagt, hier oben war ich noch nie gewesen (vor Jahren wollten meine Mutter und ich mal einen Kaffee hier oben trinken, aber wir haben irgendwie nicht hochgefunden) &#8211; ein echtes Versäumnis: Sehr schönes Bauwerk&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1949.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1949.jpg" alt="img_1949" title="img_1949" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4043" /></a><br />
<em>Bild #51: Der &#8220;krumme Bau&#8221; von unterhalb der Schlossmauern</em></p>
<p>&#8230;in wirklich beeindruckender Lage hoch über der Ortschaft Reichelsheim, auf die man von hier oben einen grandiosen Blick hat:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1952-54p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1952-54p.jpg" alt="img_1952-54p" title="img_1952-54p" width="400" height="144" class="alignnone size-full wp-image-4044" /></a><br />
<em>Bild #52: Blick vom Parkplatz von Schloss Reichenberg auf Reichelsheim im Odenwald</em></p>
<p>Im Inneren des Schlosses&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1955.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1955.jpg" alt="img_1955" title="img_1955" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4045" /></a><br />
<em>Bild #53: Eingang von Schloss Reichenberg</em></p>
<p>&#8230;gab´s allerdings nicht ganz so viel zu sehen, da die Kernburg samt &#8220;krummem Bau&#8221; für die Öffentlichkeit gesperrt ist. Also sah ich mich nur mal kurz um, wünschte mir angesichts der herrlichen Aussicht und meines weiterhin wachsenden Durstes, dass ich Geld für eine Benutzung des Cafés mitgenommen hätte&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1962.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1962.jpg" alt="img_1962" title="img_1962" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4046" /></a><br />
<em>Bild #54: Außenterrasse des Cafés auf Burg Reichenberg, hoch über Reichelsheim</em></p>
<p>&#8230;schaute mir die kleine gotische Burgkapelle an&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1963.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1963.jpg" alt="img_1963" title="img_1963" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4047" /></a><br />
<em>Bild #55: Gotische Kapelle</em></p>
<p>&#8230;und machte mich dann wieder auf den Weg.<br />
Auf jeden Fall ein sehr nettes Plätzchen, irgendwann muss ich unbedingt mal das Café ausprobieren, auch wenn mir als altem Heiden die irgendwie martialisch klingende Bezeichung &#8220;Offensive Junger Christen&#8221; ein bisschen suspekt ist. </p>
<p>Abwärts, auf der Fahrstrasse runter nach Reichelsheim. Erst vorbei an einer großzügigen Hangweide mit Schafen und Ziegen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1964.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1964.jpg" alt="img_1964" title="img_1964" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4048" /></a><br />
 <em>Bild #56</em></p>
<p>&#8230;dann ein bisschen vom Fahrweg ab und auf leicht abenteuerlichen Pfaden zwischen den Serpentinen der Strasse durch den Wald&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1965.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1965.jpg" alt="img_1965" title="img_1965" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4049" /></a><br />
<em>Bild #57: Aber alles markiert mit dem gelben Quadrat des Nibelungenwegs</em></p>
<p>&#8230;weiter unten dann wieder auf die Fahrstrasse oberhalb des Ortes&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1966.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1966.jpg" alt="img_1966" title="img_1966" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4050" /></a><br />
<em>Bild #58: Reichelsheimer Kirche zwischen den Bäumen</em></p>
<p>&#8230;und schließlich an der Beerfurther Str. nach Reichelsheim hinein.<br />
Gleich scharf rechts die Beerfurther Str. entlang (immer noch Nibelungenweg), dann an einer Kreuzung (mit Eiscafé. Menno, warum hatte ich nur kein Geld mitgenommen. Duuhhuuurst!!!) über die Adenauer-Allee/K75 und weiter geradeaus in die Reichelsheimer Altstadt.</p>
<p>Ich muss gestehen, in der Vergangenheit hab´ ich Reichelsheim immer ein bisschen Unrecht getan. Bin zwar schon oft hier durchgekommen, aber immer nur mit dem Auto auf den Hauptverkehrswegen &#8211; und da sah der Ort niemals so richtig hübsch aus, deswegen hatte ich Reichelsheim mental unter &#8220;nicht der Rede wert&#8221; abgelegt.<br />
Falsch!<br />
Der alte Reichelsheimer Ortskern entpuppte sich als richtig hübsch, mit engen Gassen und wunderschönen alten Häusern:</p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1967.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1967.jpg" alt="img_1967" title="img_1967" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4051" /></a><br />
<em>Bild #59: Strasse hoch zum Rathausplatz. Man beachte die geschindelten Häuser, das ist klassische Odenwaldarchitektur (zumindest seitdem diese Praxis im 17. Jahrhundert von Schweizer Siedlern in die Gegend gebracht wurde).</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1969.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1969.jpg" alt="img_1969" title="img_1969" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4052" /></a><br />
<em>Bild #60: Rathausplatz, Reichelsheim</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1972.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1972.jpg" alt="img_1972" title="img_1972" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4053" /></a><br />
<em>Bild #61: Regionalmuseum und Info-Zentrum des Geo-Naturparks Bergstrasse-Odenwald</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1973.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1973.jpg" alt="img_1973" title="img_1973" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4054" /></a><br />
<em>Bild #62: Reichelsheimer Rathaus</em></p>
<p>Sehr hübsch, gerade im milden Abendlicht. </p>
<p>Ich überquerte den Rathausplatz und lief die Bismarckstr. hoch bis ich an den Eberbacher Weg kam, wo ich dieses Foto schoss:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1974.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1974.jpg" alt="img_1974" title="img_1974" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4055" /></a><br />
<em>Bild #63: Cool, oder? Wenn die Wegmarker an der Laterne nicht wären, könnte diese Szene genausogut von 1974 wie von 2009 sein. Quasi zeitlos!</em></p>
<p>Hier ging´s rechts, vom Nibelungenweg ab, nunmehr dem blauen Dreieck folgend, das mich bis fast an den Rodenstein zurückführen sollte.<br />
Na ja, oder so ähnlich: Dummerweise verpasste ich die richtige Abzweigung und lief anstatt der markierten Rodensteiner Str. weiter den parallel verlaufenen aber unmarkierten Eberbacher Weg hoch.<br />
Entsprechend war da nirgendwo das Dreieck zu sehen, was mich ziemlich verwirrte. Aber da mir nix besseres einfiel, lief ich halt einfach weiter geradeaus bis zum Ortsende, wo der Eberbacher Weg sich auch tatsächlich wieder auf das blaue Dreieck traf und ich &#8211; nun wieder vollkommen orientiert &#8211; Reichelsheim verlassen und den letzen langen Aufstieg angehen konnte- Glück gehabt:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1975.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1975.jpg" alt="img_1975" title="img_1975" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4056" /></a><br />
<em>Bild #64: Reichelsheimer Ortsende &#8220;In der Aue&#8221;</em></p>
<p>Von nun an musste ich eigentlich nur noch dem Weg folgen, der sanft ansteigend (puha!) auf der Westseite des Eberbacher Tals durch Eberbach bis hinauf zum Rodenstein führte.<br />
Landschaftlich nochmal sehr, sehr schön: Breites Tal mit satten Wiesen und Weiden, dazwischen immer mal ein alter Bauernhof (Eberbach ist kein eigentlicher Ort, sondern offenbar nur eine Ansammlung von verschieden Höfen im Talverlauf), alles wunderschön von der warmen Abendsonne ausgeleuchtet. Lediglich das Aroma war teils recht kräftig, denn hier oben wird intensiv Viewirtschaft betrieben &#8211; aber das gehört ja irgendwie zum Land dazu.</p>
<p>Eigentlich sehr angenehm zu laufen, aber die (wirklich minimale) Steigung machte mir wieder zu schaffen, so dass ich mir kurz nach dem Reichelsheimer Ortsausgang ein Päuschen gönnte und einen heißhungrig einen mitgebrachten Fitnessriegel verschlang. Das tat ja soooo gut (wohl auch ein Zeichen, dass meine &#8220;Akkus&#8221; noch nicht wieder voll geladen sind). </p>
<p>Und aufwärts, durch die Eberbacher Wiesen, Weiden und Höfe.</p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1978.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1978.jpg" alt="img_1978" title="img_1978" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4058" /></a><br />
<em>Bild #65: Blick zurück, über einen Satz abgedeckter und kräftig riechender Misthaufen rüber nach Reichelsheim und auf Schloss Reichenberg</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1979.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1979.jpg" alt="img_1979" title="img_1979" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4057" /></a><br />
<em>Bild #66: Blick auf die von der Abendsonne angestrahlte andere Talseite, auf der der Fahrweg zum Rodenstein verläuft</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1980.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1980.jpg" alt="img_1980" title="img_1980" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4059" /></a><br />
<em>Bild #67: Inzwischen stand die Sonne schon so schräg, dass sie teilweise gar nicht mehr bis auf meine Seite des Eberbacher Tals durchkam &#8211; im Schatten war´s schon ganz schön frisch.</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1981.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1981.jpg" alt="img_1981" title="img_1981" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4060" /></a><br />
<em>Bild #68: Na endlich! Wie jeder weiss, besteht eine der Grundregeln eines guten Odenwaldfotolaufberichts darin, dass mindestens ein Bild mit Kühen drauf enthalten ist.<br />
Bitteschön!</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1982.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1982.jpg" alt="img_1982" title="img_1982" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4061" /></a><br />
<em>Bild #69: Und nochmal im Portrait. Das Eberbacher Tal ist eindeutig Kuh-Land, hier gibt´s wirklich Unmengen von denen.<br />
Andererseits zeigt sich hier aber auch die Krise der Milchwirtschaft &#8211; an praktisch jedem Hof, den ich passierte (und das waren einige), prangte ein Protestschild, auf dem die Milchbauern höhere Preise für ihr Produkt fordern. Hoffentlich renkt sich das wieder ein, denn da hängen nicht nur unheimlich viele Betriebe im ländlichen Raum dran, sondern letztlich sogar ganze Kulturlandschaften wie der Odenwald, dessen Landschaftsbild maßgeblich von der Nutztierhaltung geprägt ist &#8211; Wenn die Milchbauern verschwinden, werden auch die herrlichen Hangweiden auf kurz oder lang nicht mehr da sein&#8230;</em></p>
<p>Nach ca. 1,3 km knickte das blaue Dreieck rechts ab und vereinigte sich mit dem Fahrweg zum Rodenstein auf der anderen Talseite.<br />
Während ich da rüberlief, wurde ich Subjekt eines &#8220;Drive-by-Greetings&#8221;.<br />
Das ist wie ein Drive-by-Shooting, nur viel freundlicher: In diesem Fall war´s ein älterer Bauer auf einem pötternden Motoroller, der unvermittelt an mir vorbeifuhr und mir ein nicht unfreundliches &#8220;Goudn Daach!&#8221; zukommen liess.<br />
Das sieht man mal, wie wunderbar ländlich hier hinten noch alles ist, wenn selbst wildfremde Jogger im Vorbeifahren gegrüßt werden:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1983.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1983.jpg" alt="img_1983" title="img_1983" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4062" /></a><br />
<em>Bild #70: Da, das isser, der Grüßer. Und Kühe sind auch wieder drauf.</em></p>
<p>Weniger freundlich waren allerdings die beiden hässlichen, prolligen pseudo-hip-hop-mäßig angezogen Dorfhalbstarken, die mich nicht mal dreissig Sekunden später beinahe mit ihrem tiefergelegten und mit Spoilern und Rallyestreifen bis zur Unkenntlichkeit verschandelten möchtegern-Pimpmobil geplättet hätten. Gottseidank waren die Bässe so laut, dass ich sie trotz der ca. 80 km/h, mit denen die beiden die schmale Piste hochjagten, gerade noch rechtzeitig bemerkte und mich mit einem Satz in den Strassengraben retten konnte.<br />
Kackbratzen!</p>
<p>Immerhin, das setzte noch mal ein bisschen Adrenalin für die letzten Meter frei. Noch ein kurzer Blick zurück auf das bedrückend schöne Eberbacher Tal im Abdendlicht&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1984-87p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1984-87p.jpg" alt="img_1984-87p" title="img_1984-87p" width="400" height="128" class="alignnone size-full wp-image-4063" /></a><br />
<em>Bild #71</em></p>
<p>&#8230;dann bog ich an der Wegscheide am oberen Talende links ab&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1988.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1988.jpg" alt="img_1988" title="img_1988" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4064" /></a><br />
<em>Bild #72: Rechts geht´s zum Naturparkplatz Rodenstein, links zur Burg und zum Hofgut</em></p>
<p>&#8230;verschreckte dabei eine beunruhigt dreinschauende kleine Katze&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_19891.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_19891.jpg" alt="img_19891" title="img_19891" width="400" height="293" class="alignnone size-full wp-image-4067" /></a><br />
<em>Bild #73: Das blöde Vieh rannte direkt nach dem Foto weg, und zwar genau in der Richtung, in der ich auch wollte. Entsprechend scheuchte ich sie noch über 100 m. vor mir her, bevor sie sich endlich seitwärts in die Büsche absetzte</em></p>
<p>&#8230;und folgte dann dem Fahrweg neben dem Eberbach im abendschattigen Talgrund&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1990.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1990.jpg" alt="img_1990" title="img_1990" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4068" /></a><br />
<em>Bild #74</em></p>
<p>&#8230;bis zurück zum Hofgut Rodenstein&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1991.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1991.jpg" alt="img_1991" title="img_1991" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-4069" /></a><br />
<em>Bild #75</em></p>
<p>&#8230;wo ich glücklich aber erschöpft wieder am Auto ankam und mich auf den Heimweg machte. </p>
<p>Und weil´s ja ein Belohnungslauf sein sollte, machte ich auf der Heimfahrt durch den abendlichen Odenwald noch einen Zwischenstopp, und gönnte mir im schon empfindliche frischen Garten der <a href="http://www.zurfreiheit.de/">Freiheit in Laudenau</a> nicht nur die lange vermisste eiskalte Cola, sondern auch die ultimative Laufbelohnungsmahlzeit:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1992.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/img_1992.jpg" alt="img_1992" title="img_1992" width="400" height="325" class="alignnone size-full wp-image-4070" /></a><br />
<em>Bild #76: &#8220;Ourewäller Kochkässchnitzel&#8221;. Mmmhh, lecker!!!</em></p>
<p>Ich glaube, ich hab´ noch nie einen Lauf, der eigentlich gar nicht so gut lief, so genossen. War wie gesagt die ganze Strecke über kurzatmig und noch leicht matt, und vor allem mein Rücken hat mir ziemlich zu schaffen gemacht.<br />
Aber angesichts der Tatsache, dass ich endlich wieder rauskonnte, und dass es so ein herrlicher Tag in so einer traumhaft schönen Umgebung mit so vielen spannenden und interessanten Entdeckungen war, waren die Probleme letztlich bedeutungslos.<br />
Deshalb: Die schönste, angenehmste, glücklichmachendste Tour seit langem! </p>
<p>Strecke: 13,3 km<br />
Zeit: Nicht genommen<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der  Gesamtstrecke: 91,8% (12,21 km von 13,3 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/rodenstein-beerfurth-reichelsheim.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/rodenstein-beerfurth-reichelsheim.jpg?w=128" alt="rodenstein-beerfurth-reichelsheim" title="rodenstein-beerfurth-reichelsheim" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-4073" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Von Orthopäden und Abwrackprämien (3,1 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/04/03/von-orthopaden-und-abwrackpramien-31-km/</link>
<pubDate>Fri, 03 Apr 2009 20:54:23 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/04/03/von-orthopaden-und-abwrackpramien-31-km/</guid>
<description><![CDATA[Heute kein richtiger Lauf. Aber so ein bisschen Kram, der irgendwie mit der Lauferei zu tun hat. Ers]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Heute kein richtiger Lauf.<br />
Aber so ein bisschen Kram, der irgendwie mit der Lauferei zu tun hat.</p>
<p>Erstmal: Der Besuch beim Orthopäden.<br />
Wegen meinem zickenden linken Bein, das sich in den vergangenen Wochen beim Laufen ja immer mal ein bisschen komisch angefühlt hat (zwar nicht &#8220;total schlimm&#8221;-komisch aber immerhin &#8220;irgendwie ist es nicht so ganz wie´s sein soll&#8221;-komisch, das nervt auf Dauer ja auch).<br />
Ist zwar inzwischen schon wieder von alleine etwas normaler geworden, aber wenn man den Termin dann schon mal hat&#8230; </p>
<p><!--more--><br />
Also heute morgen in der Praxis im Nachbarort vorbeigeschaut und das Bein begutachten lassen. Der Orthopäde hat ein bisschen dran rumgedreht und -gerenkt, geguckt ob ich überall volles Gefühl hab (Antwort: Ja), und mir dann noch ein bisschen beim Stehen zugeschaut. Alles gar nicht schlimm.</p>
<p>Diagnose: Nichts Ernstes, wohl mal wieder meine schiefen alten Knicksenkfüße, die da zusammen mit einem Satz verkürzter Muskeln irgendwo in meinen Beinen ein bisserl Ärger machen.<br />
Keine Ahnung, warum sich das gerade jetzt wieder bemerkbar gemacht hat<br />
(Mögliche Gründe:<br />
- Werde alt und klapprig<br />
- Stehe gerade etwas besser im Futter als in den letzten Jahren, also vielleicht ja ein bisschen mehr Gewicht, dass der der Bewegungsapparat verdauen muss [andererseits: Sooo viel isses auch wieder nicht, vielleicht drei oder vier Kilo]<br />
- Meine Laufschuhe sind nicht mehr ganz taufrisch und federn entsprechend nicht mehr so gut ab<br />
- Bin im moment relativ oft relativ arg verspannt [das passiert schon mal, wenn man täglich bis in die frühen Morgenstunden auf einem suboptimalen, durchgerittenen Schreibtischstuhl vor dem Laptop sitzt und konzentriert schafft], das könnte was damit zu tun haben<br />
- War in den letzten Monaten sehr dehnfaul. Das rächt sich vielleicht auf Dauer<br />
- Some or all of the above).</p>
<p>Anyhow, hab´ dann ein Rezept für Knicksenkfußeinlagen gekriegt, sowie die Ermahnung, in Zukunft wieder fleissiger zu dehnen, und das war´s.<br />
Wie gesagt: Offenbar nichts Schlimmes, sehr erfreulich.</p>
<p>Danach bin ich dann auch gleich noch Schuhekaufen gegangen.</p>
<p>Ganz spontan.<br />
Weils so langsam eh mal wieder Zeit ist.<br />
Und weil neue Schuhe dem Bein ja vielleicht ganz gut tun.<br />
Aber vor allem, weil mir das <a href="http://www.lang-lauf-jugenheim.de/">Schuhhaus Lang</a>, seines Zeichens lokaler Sportfußbekleidungshändler meines Vertrauens, gerade per Mail mitgeteilt hatte, dass sie heute und morgen in einer Sonderaktion eine &#8220;Abwrackprämie&#8221; zahlen &#8211; wenn man mit seinen alten, ausgelatschten Laufschuhen vorbeikommt und neue kauft, gibt´s 15 Euro Rabatt!<br />
Und, na ja, 15 Euro sind 15 Euro, gerade wenn man sich irgendwann demnächst eh mal wieder neue Schuhe besorgen wollte&#8230;</p>
<p>Normalerweise ist Schuhekaufen ja eine furchtbar dröge Geschichte &#8211; mir eine endlose Parade von quietschbunten überglorifizerten Möchtegernhightechwunderfußwärmern mit lächerlichen Namen, dämlichen Designs und mehr &#8220;Features&#8221; als ein handelsüblicher Mittelklassewagen (größtenteils aus der Kategorie &#8220;Grandios klingender Marketing-Bullshit&#8221;) an die Quanten zu schnallen, das ist irgendwie nicht besonders spassig.<br />
Zumal sich beim ersten Dutzend Versuche traditionell unweigerlich rausstellt, dass der jeweilige Schuh&#8230;<br />
a) &#8230;entweder nicht richtig sitzt<br />
oder<br />
b) &#8230;zwar total gut sitzt aber meinen armen krummen Beinen pronationstechnisch so schlimm mitspielen würde, dass ich mir statt seiner Anschaffung auch einfach ´nen Hammer besorgen und mir den Bewegungsapparat mit dem malträtieren könnte (&#8211;&#62; Etwas billiger, gleicher Effekt)</p>
<p>Wie gesagt &#8211; unendlich dröge. Dass es Leute gibt, die an sowas allen Ernstes Spass haben (HALLO?!? Wir Reden hier von SCHUHEN &#8211; Das sind Gebrauchsgegenstände wie ein Kehrblech oder eine Knoblauchpresse, die sollen ihre Funktion erfüllen und nicht zu buntig-debilen Lifestylechoiceprodukten hochgepusht werden, über deren jeweilige Leistungsmerkmale erwachsene Menschen ernsthaft reden, als ob´s wichtig oder auch nur interessant wäre. Graaaahhh!!!) &#8211; absurd! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ähem. Wo war ich? </p>
<p>Ach ja, Schuhe, neu kaufen, normalerweise immer lästig. </p>
<p>Heute war´s anders:<br />
Erstes Paar Schuhe anprobiert (wieder irgendwas von Brooks) &#8211; PERFEKT!!!<br />
Sitzen gut, fühlen sich super an, selbst die Laufbandanalyse hat keinerlei Einwände.<br />
Auf Anhieb die richtigen, das ist mir in zehn Jahren Lauferei noch nicht passiert.<br />
Leicht beunruhigend. Aber einem geschenkten Gaul schaut man bekanntlich nicht ins Maul. </p>
<p>Also hab´ ich die gekauft.<br />
Brooks &#8220;irgendwas&#8221;.<br />
Sie sind neu, kommen in zwei Varianten (&#8220;links&#8221; und &#8220;rechts&#8221;) , haben ein etwas blödsinniges Farbschema (wie alle Sportschuhe. Warum gibt´s die eigentlich nicht in Uni-Graubraun? Oder wenigstens Olivgrün?) , und sind sind weicheierig-quietschsauber (aber da arbeite ich noch dran). Was sie für eine Triple-Duplex-Hyper-Softlife-Dämmung haben oder wie der Traction-Performance-Hybrid-Goremeistertex-Index ist, das kann ich euch allerdings nicht sagen, vor allem weil´s mir gepflegt an meinem kräftig gebauten Podex vorbei geht&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  </p>
<p>Neues Paar Schuhe, ohne Hickhack und Aufwand, einfach so.<br />
Wer hätte das gedacht. </p>
<p>Meine Alten musste ich dann allerdings auch wirklich da lassen, wegen der Abwrackprämie.<br />
Hatte ja insgeheim gehofft, dass ich sie wieder mitnehmen kann (denn wozu braucht das Schuhhaus Lang meine alten, rissigen, in Schmutz und Ehren ergrauten Quanten), aber die wollten sie tatsächlich behalten. Da fiel der Abschied dann auf einmal doch irgendwie ziemlich schwer&#8230;<br />
Aber: 15 Euro sind 15 Euro, und ansonsten hätten sie ja doch nur zuhause rumgestanden und Platz gefressen. Also liess ich sie am Ende dann doch zurück, verabschiedete mich leicht wehmütig von ihnen, und fühlte mich wie ein dreckiger Verräter, als ich den Laden verliess.<br />
Seufz.</p>
<p>Immerhin: Draußen war´s sonnig, und ich hatte neue Schuhe an den Füßen, in denen sich´s herrlich angenehm und vollkommen problemlos laufen (fast schon: Gleiten) liess. Auf denen trabte ich dann erstmal heim. </p>
<p>&#8230;und drehte dann kurz danach beim Gassigehen mit Nemo gleich noch eine Mini-Einweihungsrunde durch den sonnigen, lichten Frühlingwald (Burgenweg, Alemannenweg am Waldrand, Hasselbachtal, Blütenweg), die den positiven Eindruck bestätigte: Die Neuen sind leicht, herrlich federnd, sitzen bestens, und es kratzt/hakt/scheuert gar nix.<br />
Ich hab´ also allen Grund mißtrauisch zu sein, denn normalerweise ist am Anfang immer irgendwas mit neuen Schuhen.<br />
Aber wir werden sehen &#8211; Morgen gibt´s einen Vierzehner am Mainufer, da werden sie mir wahrscheinlich unvermittelt die Füße zu Stümpfen schreddern&#8230;</p>
<p>Bis dahin:<br />
IN MEMORIAM:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/schuhe.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/schuhe.jpg" alt="schuhe" title="schuhe" width="400" height="595" class="alignnone size-full wp-image-3886" /></a><br />
Brooks Defyance, Ende April 2008 &#8211; Anfang April 2009</p>
<p>Und just for fun noch die Mikro-Läufchen von heute, die ich eigentlich gar nicht erwähnen dürfte, weil sie so kurz waren:<br />
1) In Rot: Zuhause &#8211; Schuhladen &#8211; Zuhause (hin und zurück 1,1 km)<br />
2) In Gelb: Mini-Einweihungsründchen mit Nemo durch den Wald (2 km)<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/schuhkaufrunde.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/schuhkaufrunde.jpg?w=128" alt="schuhkaufrunde" title="schuhkaufrunde" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-3887" /></a></p>
<p>Zusammen: 3,1 km<br />
Zeit: Egal<br />
Neue Strecke: Natürlich nicht</p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Versöhnliche Wochenausklangsbergtour über Melibokus und Alsbacher Schloss (10,3 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/03/29/versohnliche-wochenausklangsbergtour-uber-melibokus-und-alsbacher-schloss-103-km/</link>
<pubDate>Sun, 29 Mar 2009 20:04:04 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/03/29/versohnliche-wochenausklangsbergtour-uber-melibokus-und-alsbacher-schloss-103-km/</guid>
<description><![CDATA[Aaah, viel besser! Es gibt ja eine Unmenge von Faktoren die bestimmen, wie ein Lauf wird. Aber im Pr]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Aaah, viel besser!</p>
<p>Es gibt ja eine Unmenge von Faktoren die bestimmen, wie ein Lauf wird. Aber im Prinzip kann man die alle auf zwei entscheidende Nenner runterkürzen &#8211; ob eine Tour gut oder schlecht wird, hängt letztlich davon ab&#8230;</p>
<p>a) &#8230;was man mitbringt (Physis, Psyche, Stimmung, Aufmerksamkeit usw.)</p>
<p>b) &#8230;was man unterwegs vorfindet (Laufbedingungen, Umgebung, Wetter, Erlebnisse usw.)</p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/03/27/trubes-muss-halt-mal-sein-rundchen-um-jugenheim-9-km/">Vorgestern</a> war beides einfach nur mies &#8211; ich war lustlos, unfit, unkonzentriert, die Strecke nicht besonders interessant, das Wetter schlecht &#8211; da konnte einfach nix Gutes bei rauskommen.</p>
<p>Heute hingegen herrschte wieder Frühling, sowohl draußen als auch drinnen: Vor dem Fenster Sonnenschein und Blauer Himmel, halbwegs angenehme Temperaturen, singende Vögel &#8211; und meine miese, gestresste Laune von vorgestern hatte sich auch wieder ein bisschen verzogen!</p>
<p>Bestens! Zeit zu laufen! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><!--more--><br />
Schön spät los, der Sommerzeit sei dank. Ich laufe ja am liebsten Abends, und die Zeitumstellung heute Nacht hat das eine Stunde einfacher gemacht &#8211; zwar objektiv betrachtet dieselbe Zeit, zu der ich bei Winterzeit auch gestartet wäre, aber subjektiv machte es der vorgerückte Stundenzeiger doch irgendwie gleich ein bisschen besser! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Gleich nach dem Start die erste Pause, weil der Nachbarsjunge hinterm Zaun stand und Nemo (der war mit dabei) füttern wollte &#8211; machen wir natürlich gerne, dem Kleinen sind Hunde nämlich nicht so ganz geheuer &#8211; und wenn Nemo ihm dabei helfen kann, etwas souveräner zu werden, ist das prima.</p>
<p>Und dann hoch in den Wald.<br />
Warme Sonne zwischen den immer noch kahlen Bäumen, der Geruch von Frühling, eine wunderbare Ruhe, und endlich mal wieder ein bisschen bergauflaufen.<br />
Herrlich!<br />
Die miese Tour vorgestern war furchtbar verkrampft und genervt gewesen, da hatte sich alles negative irgendwie reingefressen und dabei potenziert.<br />
Heute hingegen war das Laufen wie ein befreites Ausatmen, bei dem der Stress immer mehr aus mir rauszufliessen schien, bis er sich schließlich in der schönen Landschaft verlor und nur noch Ruhe und Gelassenheit übrig blieben.<br />
Aaaah&#8230;</p>
<p>Aufwärts, schön langsam, zufrieden.<br />
Auf dem Burgenweg ein kurzer, freundlicher plausch mit ein paar Wanderern, die ebenfalls einen Cairn-Terrier dabei hatten (einhellige Meinung: Der Cairn-Terrier ist der beste Hund wo gibt, aber er hat seinen eigenen Kopf&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  ), dann links hoch und am merckschen Wasserturm vorbei auf den Pürschweg.</p>
<p>Und weiter bergauf durch den immer noch kahlen Frühlingwald, den sonnigen Westhang unterhalb des Bergkammes hinauf. Wenig los. Zwei Spaziergänger von vorne, weit hinter uns ein Biker, der sich mit so moderatem Tempo den Berg hinauf schob, dass der Abstand zwischen uns effektiv gleich blieb.<br />
Sonst: Nur die Vögel und die Ruhe&#8230;</p>
<p>An der Darsberghütte eine kleine Pause. Drei, vier Minuten mit geschlossenen Augen auf der Bank in der Sonne, einfach nur das Licht und die Wärme aufsaugen, während Nemo ausgiebig die Umgebung erkundete und der einsame Biker mit einem freundlichen Nicken an uns vorbei zog (von nun an sollte er mit gleichbleibender Entfernung vor uns her fahren).</p>
<p>Dann weiter. Eigentlich hatte ich ja nur einen kurzen Achter übers Alsbacher Schloss laufen wollen, aber weil´s so wunderbar lief beschloss ich spontan, die Tour über den Melibokus zu verlängern.<br />
Also weiter den Pürschweg hoch, immer bergauf.<br />
Langsam, immer mal mit einer Pause, entweder um Nemo an einer seiner Melibokuslauf-Stammpfützen trinken zu lassen, oder um die Aussicht zu geniessen, wenn sich durch die kahlen Bäume wieder mal ein schöne Blick hinunter in die weite, blaue, sonnige Ebene ergab (was recht oft der Fall war).</p>
<p>Schließlich die Melibokusstrasse, noch zwei Serpentinen und eine weitere Aussichtspause (Ostwärts, durch die Wipfel und am Felsberg vorbei bis zur glasklar erkennbaren Neunkircher Höhe weit drinnen im Odenwald), noch kurz über die erst wenige Monate alte Freifläche auf dem Gipfel (auf der bis letzten Herbst noch die unzugängliche US-Militäranlage war), dann waren wir oben am Aussichtsturm, hoch über der weiten, offenen, wunderschönen Rheinebene, die im schrägen Licht der Frühabendsonne funkelte und strahlte.<br />
Wunderschön!<br />
Warum hatte ich denn bloß nicht den Foto mitgenommen, oder zumindest 50 Cent, mit denen ich auf den Aussichtsturm gekonnt hätte (&#8211;&#62; Der ist ja nur Sonntags geöffnet)?</p>
<p>Aber gut, ließ sich nicht ändern. Ich plauderte noch ein bisschen mit dem freundlichen Biker, der uns unterwegs überholt hatte und nun ebenfalls hier oben pausierte, dann stiegen wir noch mal hinab zur Drachenfliegerrampe unterhalb des Turms.<br />
Meine Lieblingsstelle hier oben: Direkt über dem Abgrund, da ist die schier unendliche Weite vor einem zum Greifen nah. Gerade an einem Tag wie heute mit guter bis sehr guter Fernsicht: Bis zum Rhein rüber und bis nach Darmstadt hoch war alles glasklar, dahinter wurde es zwar diesiger, doch selbst Frankfurt, Taunus und Pfälzerwald waren noch gut zu erkennen. Oben der grandiose Himmel, ein Flickenteppich aus Weiß, Grau und Blau, unten die bunte, abwechslungsreiche Ebene, in der Sonnenlicht und blaue Wolkenschatten über Dörfer, Felder, Wälder und Städte huschten. Dazu: Stille.</p>
<p>Wieder ein, zwei Minuten Pause an der Rampe zum Genießen, bis es im strammen Wind zu frisch wurde.<br />
Dann: Abstieg.</p>
<p>Heute mal an der steilen Südflanke des Berges runter, erst auf dem schmalen, gewundenen Gipfelpfädchen (gelbe 6), dann auf dem breiteren Lucibergweg/Nibelungensteig/Alemannenweg. Wieder in der prallen Sonne, wieder mit tollen Ausblicken zwischen den Bäumen hindurch nach Süden, über das herrliche Hügelland hinter Bensheim (da! Die Schönberger Kirche tief unten im Lautertal. Die hatte ich von hier oben noch nie gesehen!) auf die Knodener Höhe und die gesamte Bergstrasse runter bis zum fernen Dossenheim bei Heidelberg. Wunderbar, vor allem weil diese Aussicht mit der Vegetationsphase für Monate verschwinden wird, verdeckt von den dichten Baumkronen am Steilhang.</p>
<p>Der Lucibergweg bog irgendwann links ab, wir liefen weiter geradeaus, unmarkiert an der Bergflanke entlang, über die große <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0845.jpg">Lichtung am Hang unterhalb des Gipfels</a> bis runter zur Kreuzung an der <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0834.jpg">Grillhütte Erlengrund</a>, wo wir links auf den Hoboken-Weg (gelbe 4 einbogen) und geradewegs runter zum Alsbacher Schloss liefen (Fotos und Kurzinfo: <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/02/03/fototour-zur-ruine-jossa-und-aufs-alsbacher-schloss-133-km/">Hier</a>).</p>
<p>Am Schloss vorbei und den steilen, schmalen Burgenweg runter nach Alsbach (dabei überholte uns noch mal der freundliche Biker vom Melibokusgipfel), dort dann via Schloßstr., Lindenstr., &#8220;Am Katharinenberg&#8221; und Blütenweg im Feld in der strahlenden Abendsonne nach Hause.</p>
<p>Hachja. Das war gut. Bei weitem kein perfekter Lauf, dazu war´s im Schatten zu kalt, mein linkes Bein zickte zu sehr (gerade gegen Ende. Wie immer halt), und die Aufstiege waren ein klein bisschen anstrengender als sie hätten sein sollten (da macht sich die fehlende Bergroutine der letzten Wochen bemerkbar) &#8211; aber schön.<br />
Heute haben a) und b) gepasst, entsprechend hat das einfach nur gut getan. Genau die richtige Entschädigung für den Krüpellauf von vorgestern&#8230;</p>
<p>Strecke: 10,3 km<br />
Zeit: &#8230;ist eine Illusion <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
Neue Strecke: Keine<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/melibokusalsbacherschloss.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-3796" title="melibokusalsbacherschloss" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/melibokusalsbacherschloss.jpg?w=128" alt="melibokusalsbacherschloss" width="128" height="93" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Noch ´ne kleine Waldrunde samt Entdeckung eines bisher unbekannten Pfädchens (7 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/03/04/noch-%c2%b4ne-kleine-waldrunde-samt-mit-entdeckung-eines-bisher-unbekannten-pfadchens-7-km/</link>
<pubDate>Wed, 04 Mar 2009 16:24:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/03/04/noch-%c2%b4ne-kleine-waldrunde-samt-mit-entdeckung-eines-bisher-unbekannten-pfadchens-7-km/</guid>
<description><![CDATA[Morgen soll´s ja schon wieder trüb und kalt und regnerisch werden, also hab´ ich mir auch heute noch]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Morgen soll´s ja schon wieder trüb und kalt und regnerisch werden, also hab´ ich mir auch heute nochmal schnell den Nemo geschnappt und mit ihm eine Mini-Runde durch den Wald gedreht. </p>
<p>Wieder ein klein bisschen weiter als die letzten, mit ein bisschen mehr Steigung: Wie üblich das untere Darsbergtal hoch (Burgenweg/blaues B bzw. Alemannenweg/rotes S), dann links, am Wasserturm auf der Anhöhe über dem Merck-Anwesen vorbei, dann rechts den Pürschweg (SJ2) hinauf. </p>
<p>Lief eigentlich wieder ganz gut, bloss mein linkes Bein will und will einfach keine Ruhe geben &#8211; wie auch schon in den letzten Tagen so ein dumpfes, unangenehmes Rumoren in der Wade, das teilweise bis zum Knie hoch- und bis zum Knöchel runterstrahlte, dazu ein leicht seltsames Ziehen an der linken Hüfte, außerdem fühlte sich das Bein insgesamt etwas schwächer und holziger an als das andere.<br />
Wie gesagt: Nicht furchtbar schlimm, aber doch sehr unangenehm (zumal es im Lauf der Tour stärker wurde), und nachdem es seit Längerem konstant da ist, vielleicht doch was, was ich mal im Auge behalten sollte&#8230;</p>
<p><!--more--><br />
In der Kehre über Burg Jossa spontan links vom Pürschweg abgewichen den unglaublich kleinen, steilen, dornigen Trampelpfad am Rand der Darsbergwiese hoch (die letzten Meter ein bisschen gegangen, war einfach zu steil/zu schlecht, und das zentimeterhohe alte Herbstlaub war furchtbar rutschig).<br />
Oben bei den uralten Findlingen kurz vor dem Gipfel ein bisschen verschnauft und die Aussicht in die Ebene genossen (ich)/das Bein an jeder vertikalen Oberfläche in einem 20-m-Radius gehoben (Nemo),<br />
dann auf dem Bergkamm am Gipfel vorbei runter zur Darsberghütte und noch ein Stück den Pürschweg hoch in Richtung Melibokus.</p>
<p>Nach ein paar hundert Metern dann rechts (unmarkierter Weg durch das weite, halboffene Hochtal unterhalb vom Hohe-Stich-Weg) und runter zur Hoboken-Hütte über dem Eselsgrund.</p>
<p>Ursprünglich hatte ich hier rechts runter ins Sperbergrund-Tal gewollt, aber da (bis auf das zwickende linke Bein) alles bestens war, liefen wir stattdessen geradeaus weiter: Vorbei an der Hütte, auf dem Hoboken-Weg (gelbe 4) über die Kuppe des kleinen Vorberges hinter der Hütte (Geisberg???), dann einen steilen, schlechten Pfad am Hang runter (aua, mein linkes Bein!) bis auf den  quer am Hang verlaufenden Geisbergkopf-Weg.</p>
<p>Auch hier hätten wir wieder rechts ins Sperbergrund-Tal abbiegen können (und das eigentlich auch vorgehabt), aber plötzlich entdeckte ich auf dem Hang auf der anderen Seite des Weges einen winzigen Trampelpfad, der mir noch nie vorher aufgefallen war. </p>
<p>Tsk, tsk, tsk Da denkste, du bist hier wirklich schon jedes noch so winzige Weglein gelaufen, und dann sowas: Unbekanntes Streckenstück mitten im eigenen Hinterhof, diese Entdeckung freute mich natürlich ungemein (wahrscheinlich sieht man den nicht mehr so gut, wenn erstmal alles grün und sommerlich bewachsen ist, deswegen hab´ ich den bisher wohl immer übersehen)! </p>
<p>Entsprechend mussten wir da natürlich runter. </p>
<p>Nicht wirklich einfach: Wirklich nur ein Pseudopfädchen, steil, geröllig, teils voll mit altem Laub, unter dem sich heimtückische Äste und große Steine versteckten, die nur darauf zu warten schienen, jedem, der sich hierherverrirt, die Knöchel zu brechen.<br />
Kurzum: Ein Riesenspass! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wir schlidderten ein paar hundert Meter den Hang runter bis auf den nächsten Querweg.<br />
Auf dem hätten wir rechts ins Sperbergrund-Tal abbiegen können.<br />
Aber irgendwie hatten wir uns inzwischen ja dran gewöhnt, NICHT rechts ins Sperbergrund-Tal abzubiegen.<br />
Also ging´s stattdessen geradeaus, weiter auf dem Pfädchen den Hang runter, nunmehr auf dem schmalen, rapide abfallenden Vorspurng/Grat zwischen Görschel-Tal und dem Tal unter dem Alsbacher Schloss. </p>
<p>Wie gesagt: Unsäglich schlecht zu laufen, aber neu und steil und abenteuerlich, das riss es dann wieder raus&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Nach 250 m. (die letzten paar davon gingen nur mit übervorsichtigen Trippelschrittchen und der Hilfe von &#8220;Bremsbäumen&#8221;, an denen man sich festklammern konnte, um den Schwung abzufangen) erreichten stiessen wir von oben auf den Burgenweg an den Haimonskindern direkt oberhalb von Alsbach, und waren damit wieder mittendrin im vertrauten Terrain. </p>
<p>Kurz rechts, dann halblinks ab und den schmalen Trampelpfad (den hatte ich seit Blogbeginn auch noch nie genommen) abwärts auf die Wiese am Grillplatz Görschel, von dort runter nach Alsbach rein, und über Lindenstr./Hauptstr./Jugenheimer Str. und den Blütenweg im Feld zurück nach Hause. </p>
<p>Wieder ein bisschen weiter und steiler, klappte insgesamt wieder ganz gut.<br />
Bloß dass das mit dem Bein immer noch nicht besser ist, das wird so langsam etwas nervig.<br />
Werd´ es die nächsten Tage wohl noch mal ein bisschen schonen und mit diversen Cremes behandeln, damit es bei der gemeinsamen Tour mit Gerd am Samstag nicht schlapp macht. </p>
<p>Besonderes Highlight: Die unerwartete Entdeckung eines abenteuerlichen, unerlaufenen Pfädchens mitten in meinem Kern-Lauf-Areal. Ist einfach schön, dass es selbst im eigenen &#8220;Hinterhof&#8221; noch die eine oder andere kleine Überraschung zu finden gibt&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Strecke: 7 km<br />
Zeit: Schon wieder nicht drauf geachtet<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 9,86% (0,69 km von 7 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/03/darsberg-pfad-zum-gorschel.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/darsberg-pfad-zum-gorschel.jpg?w=128" alt="darsberg-pfad-zum-gorschel" title="darsberg-pfad-zum-gorschel" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-3447" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Zwei kleine Waldrunden mit Hund (5 km und 5,5 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/03/03/zwei-ganz-kleine-waldrunden-mit-hund-5-km-und-55-km/</link>
<pubDate>Tue, 03 Mar 2009 20:46:48 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/03/03/zwei-ganz-kleine-waldrunden-mit-hund-5-km-und-55-km/</guid>
<description><![CDATA[So Kinder, hiermit erkläre ich die Erkältung endgültig für beendet! Sowohl gestern als auch heute mi]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>So Kinder, hiermit erkläre ich die Erkältung endgültig für beendet!</p>
<p>Sowohl gestern als auch heute mit Nemo durch den Wald hinterm Haus gejogged. Nichts Extravagantes, nur jeweils mal ganz kurz die alten Knochen den Berg hoch- und wieder runtergeschoben (und dann noch mal ein bisschen hoch. Und wieder etwas runter. Und dann wieder ein klein wenig hoch. Und wieder runter).<br />
Ergebnis:</p>
<p><!--more--><br />
Lief ganz gut.<br />
Also jetzt nicht &#8220;Mann, was bin ich super drauf&#8221;-gut, aber immerhin &#8220;Och jo, krank bin ich wohl nicht mehr&#8221;-gut.<br />
Tempo ganz ordentlich.<br />
Kraft da.<br />
Bronchien frei.<br />
Steigungen klappten auch wieder recht problemlos (wobei´s natürlich nicht so viele Höhenmeter waren, dass es eine richtig krasse Belastung gewesen wäre).</p>
<p>Gestern war´s bei trübem, regnerischem Wetter noch ein bisschen zäher, heute hingegen hatten wir einen herrlichen, milden Frühlingsabend mit zwitschernden Vögeln, guter Luft und milchigem Sonnenschein zwischen den (noch) kahlen Bäumen erwischt, an dem´s einfach nur wie geschmiert lief und richtig Spass gemacht hat.<br />
Vor allem auch deshalb, weil man so langsam schon wieder ein bisschen in den Abend reinlaufen kann (und dabei noch Licht hat), der ja bekanntlich meine Lieblingstageszeit zum Laufen ist.<br />
Wunderbar entspannt und erfrischend, und an der Schutzhütte am Katharinenberg haben wir sogar noch ein paar Minuten Pause gemacht, die Stille genossen, und durch die Bäume die über der Ebene untergehende Sonne bewundert.</p>
<p>Das beste Anzeichen dafür, dass die Erkältung vorbei ist, ist aber mein linkes Bein: Das zwickt im Moment beim Laufen von der Hüfte bis zur Wade etwas, und tut ein bisschen weh (nicht schlimm, aber spürbar) &#8211; und wenn ich mich schon wieder auf solche Wehwehchen konzentrieren kann, dann bedeutet das ja wohl, das es nix Schlimmeres mehr zu bemängeln gibt&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ansonsten ist unterwegs nix besonderes passiert, die Strecken hab´ ich schon x-mal anderswo beschrieben, also gönne ich mir mal den vollkommen ungewohnten Luxus, den Blogeintrag mit weniger als 400 Wörtern abzuschließen.<br />
Fühlt sich komisch an&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Strecke Gestern: 5 km<br />
Zeit: Vollkommen ignoriert<br />
Neue Strecke: Näh!<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/mittelweg-katharinenberg.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-2779" title="mittelweg-katharinenberg" src="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/mittelweg-katharinenberg.jpg?w=128&#038;h=93#38;h=93" alt="mittelweg-katharinenberg" width="128" height="93" /></a></p>
<p>Strecke Heute: 5,5 km<br />
Zeit: Wieder ignoriert<br />
Neue Strecke: Auch nicht!<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/06/kleine-waldrunde.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-606" src="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/06/kleine-waldrunde.jpg?w=128&#038;h=92#38;h=92" alt="" width="128" height="92" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Im Zickzack auf den Darsberg (und wieder runter) (12,4 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/02/08/im-zickzack-auf-den-darsberg-und-wieder-runter-124-km/</link>
<pubDate>Sun, 08 Feb 2009 20:15:31 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/02/08/im-zickzack-auf-den-darsberg-und-wieder-runter-124-km/</guid>
<description><![CDATA[Heute mal ein klassischer Einstieg: Die Gründungslegende der Stadt Karthago (Hey, irgendwie muss ich]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Heute mal ein klassischer Einstieg: Die Gründungslegende der Stadt Karthago (Hey, irgendwie muss ich ja reinkommen, warum nicht mal so? <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ). </p>
<p>Die berichtet, dass eine Prinzessin namens Dido samt Gefolge irgendwann in der Antike (muss so kurz vor dem Fall Trojas gewesen sein, sonst hätte sie später nicht versuchen können, Aeneas zu becircen) auf der Flucht vor irgendwem war (ihrem Bruder?? Weißnichtmehr), und eines Tages die Gestade Nordafrikas erreichte, ganz in der Nähe der heutigen Stadt Tunis. </p>
<p>Dort bat sie die Einheimischen, ihr etwas Land zur Verfügung zu stellen, wo sie mit ihren Leuten sesshaft zu werden gedachte.<br />
Die Einheimischen waren nun zwar nicht besonders gastfreundlich, hielten sich aber für ziemlich lustig &#8211; deswegen boten sie Dido an, ihr soviel Land zu geben, wie sie mit einer Ochsenhaut umspannen könne.<br />
Klang nicht nach viel, aber die junge Prinzessin schnitt die Ochsenhaut kurzerhand in gaaaanz dünne Streifen, legte (oder flocht, wasweisich)die zu einer langen, dünnen Linie/Schnur aneinander, mit der sie den gesamten Küstenstreifen in Sichtweite umspannte, und schwuppdiwupp nannte sie viele Hektar beste Wohnlage am Meer ihr Eigen, auf denen sie die spätere Großmacht Karthago baute. </p>
<p>Die maulenden Ex-Einheimischen mussten derweil schmollend in die Wüste umsiedeln (wahrscheinlich nicht, ohne dem Spaßvogel, der sie ihre Liegeplätze am Strand gekostet hatte, eine ordentliche Tracht Prügel zu verpassen. Das waren nämlich rauhe Zeiten damals <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ). </p>
<p>So. Jetzt mag sich der eine oder andere abstrakte aber implizit vorhandene Leser &#8211; sicherlich nicht ganz zu unrecht &#8211; fragen: &#8220;Na und? Was denn jetzt bitte sone olle Kamelle über Leute, die schon lange tot sind und die´s eh nie gegeben hat, mit der Rennerei zu tun?&#8221;<br />
Tja, verehrter abstrakter aber implizit vorhandener Leser, ganz einfach:</p>
<p><!--more--><br />
Ich wollte heute beim Laufen mal sowas ähnliches ausprobieren, wie seinerzeit die Prinzessin Dido.<br />
Bloß also ääh naja, also irgendwie genau andersrum.<br />
Nicht mit ausgebreiteter Ochsenhaut, sondern mit zusammengeknüllter.<br />
Und natürlich mit Laufstrecke anstatt Ochsenhaut&#8230;</p>
<p>Noch zu wirr?<br />
Ok, anders: Heute wollte ich probieren, einen Waldlauf mit möglichst viel Distanz in einem möglichst kleinen Areal zu machen (natürlich ohne Streckendopplungen).<br />
Mal wieder ein kleines Experiment. </p>
<p>Versuchsanordnung:<br />
Direkt bei mir hinterm Haus steht der Darsberg.<br />
Das ist ein Vorberg vom Melibokus. Etwas langgezogen, verläuft grob von Norden nach Süden.<br />
An dessen Hängen verlaufen auf verschiendenen Höhenlagen ziemliche viele paralle Waldwege.<br />
Die bin ich natürlich alle schon total oft gelaufen.<br />
Aber eigentlich immer nur, um irgendwoanders hinzukommen. Also &#8220;Über den Darsberg auf den Melibokus&#8221; oder &#8220;Über den Darsberg nach Balkhausen&#8221; oder &#8220;Über den Darsberg auf den Heiligenberg&#8221;. </p>
<p>Was ich noch nie gemacht habe: Jeden dieser Wege ganz gezielt hintereinander abzulaufen.<br />
Also quasi in ganz vielen Zickzackserpentinen den Berg hochschrauben:<br />
Auf dem untersten Weg am Fuß des Berges nach Süden, dann auf den nächsthöheren Weg wechseln und an der Bergflanke zurück nach Norden, dann den nächsthöheren Weg und wieder an der Bergflanke nach Süden, dann auf den nächsthöheren Weg und wieder an der Bergflanke nach Norden, auf den nächsthöheren Weg wieder nach Süden, dann auf dem Bergkamm wieder nach Norden und runter an die Ostflanke, dann auf dem nächstniedrigeren Weg an der Ostflanke nach Süden, dann auf dem nächstniedrigeren Weg an der Ostflanke wieder nach Norden&#8230;<br />
You get the idea.<br />
Wie die Kuhautstreifen von Dido, wenn man sie wieder zusammenlegt&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wie gesagt: Noch nie gemacht, alles eigentlich ganz nah an zuhause, aber in der Summe wahrscheinlich überraschend viel Strecke.<br />
Wie viel wusste ich selbst nicht, das rauszufinden war Teil des Experiments (deswegen hab´ ich vorher auch nichts gemessen).  </p>
<p>Als Zusatz gab´s dann noch eine zweite Vorgabe, nämlich das alles schön langsam zu laufen &#8211; in letzter Zeit neige ich wieder mal dazu, bei fast jeder Tour zu sehr aufs Tempo zu drücken, da muss ich eh mal wieder ein bisschen dran arbeiten. </p>
<p>Start am Nachmittag, zusammen mit Nemo.<br />
Wetter: Meh. Feucht, kalt, windig, trüb, irgendwie Dumpf.<br />
Meh! </p>
<p>Zuerst südwärts, auf dem Blütenweg (gelbes B) durchs unglaubliche schlammige Feld am Fuß der Berge bis nach Alsbach.<br />
Schon auf den ersten Metern wird klar, dass Langsam Machen heute nicht nur eine Option, sondern eine Notwendigkeit ist &#8211; der Hochtempolauf vom Donnerstag steckt mir trotz zwei vollen Tagen Pause immer noch in den Knochen, meine Waden sind steif und hölzern, fühle mich überhaupt nicht spritzig.<br />
Da steht Tempo außer Frage. </p>
<p>Am Alsbacher Ortsrand links, auf dem kopfsteingepflasterten Hasselbachweg hoch in den Wald am unteren Ende des Hasselbachtals, dort dann links, hoch auf den untersten Querweg am Hang (Alemannenweg/rotes S), dem wir über dem Waldrand wieder nach Norden folgen. </p>
<p>Kurz bevor wir das Darsbergtal erreichen geht´s dann rechts ab, auf den nächsthöheren Weg. Eigentlich wäre der viel bequemer durch das Darsbergtal zu erreichen, aber das geht leider nicht &#8211; wie möchten ja keine Wegdoppelungen, und durchs untere Darsbergtal wollen wir noch auf dem Rückweg.<br />
Also müssen wie improvisieren, und uns geradewegs durch die Pampa auf den nächsthöheren Weg durschschlagen.<br />
Die Wanderkarte behauptet, da gäbe es einen Pfad.<br />
Meine Mutter hat mal erzählt, dass der in ihrer Kindheit auch noch da war.<br />
Heute ist er es nicht mehr.<br />
Stattdessen: Rutschige, unwegsame, steile Wildnis am Hang.<br />
Am schlimmsten ist das Dickicht: Vor 10 oder 15 Jahren hat man den ganzen Hang abgeholzt und danach neue Bäume gesät, entsprechend hat´s hier einen Urwald aus hunderten extrem dicht stehenden Jungbuchen, verwoben mit Schlingpflanzen und ein paar Dornenhecken, durch die man kaum durchkommt (ich zumindest, Nemo hat´s dank seiner Größe und Geländegängigkeit etwas einfacher).<br />
Heidenei.<br />
Als wir endlich auf dem nächsten Weg angkommen, bin ich schon schweissgebadet, eingesaut, und atme schwer.<br />
Das kann ja noch heiter werden.</p>
<p>Erstmal geht´s aber zum Glück bequem weiter. Auf dem unmarkierten &#8220;mittleren Weg&#8221; auf halber Höhe zurück nach Süden.<br />
Schlammig aber fast eben, zuweilen sieht man rechts unter uns den Alemannenweg, den wir gerade erst gelaufen sind. Nach einem knappen km geht´s um die Bergflanke und dann schön bergab, runter in den mittleren Teil des Hasselbachtals.<br />
Schön zum Regenerieren, andererseits sind das natürlich alles verlorene Höhenmeter, die wir uns später wiederholen müssen.</p>
<p>Am Grund des Hasselbachtals links, einen schlammigen Trampelpfad direkt neben dem Bachufer entlang, der nach ein paar hundert Metern auf den breiten, guten Hasselbachtal-Weg (gelbe 6) trifft.<br />
Den geht´s jetzt aufwärts. In mehreren ordentlich steilen Serpentinen an der Talwand aufwärts bis zum nächsten Querweg.<br />
Normalerweise kein so großes Problem, mit dem etwas kürzeren Atem und den holzigen Waden von heute kostet es allerdings einen ordentlichen Batzen Kraft, bis wir entlich auf den Burgenweg (blaues B)/Jossaweg (gelbe 8 ) stossen, auf dem es nunmehr &#8211; schon recht hoch &#8211; wieder nach Norden geht, leicht abwärts und unterhalb der Ruine Jossa zurück ins Darsbergtal.</p>
<p>Dort angekommen wechseln wir in der Kehre am oberen Ende des unteren Talteils halbrechts auf den schlammigen, namenlosen Pfad, der am Hang oberhalb des Talgrundes nach Nordwesten führt.<br />
Erst bergauf (puh), dann wieder bergab (hhhaaah), hoch oben über dem Talgrund, bis es um den nächsten Bergvorsprung geht. </p>
<p>Dort folgt dann wieder ein Stück durch die Halbwildnis, auf den nächsthöheren Weg (den Pürschweg) &#8211; zwar gäbe es auch hier eine bequemere Alternative, aber wie vorhin brauchen wir die für den Rückweg, also müssen wir wohl oder übel abkürzen und den Pürschweg auf einem steilen (aber insgesamt noch erträglichen) Trampelfpad durch die Pampa erreichen. </p>
<p>Auf dem Pürschweg (SJ2) geht´s dann wieder mal südwärts, am Hang entlang aufwärts in Richtung Melibokus. 2 km aufwärts bei moderater aber konstanter Steigung, durch das obere Darsbergtal und über der Ruine Jossa entlang bis zur Darsberghütte.<br />
Das ist heute echt anstrengend.<br />
Und vom Gefühl irgendwie komisch &#8211; ein Blick auf die Uhr verrät, dass wir schon fast eine Dreiviertelstunde unterwegs sind.<br />
Normalerweise ist man da schon ziemlich weit gekommen. Heute sind wir weniger als zehn Laufminuten (auf dem kürzesten Weg) von zuhause weg, das ist ein bisschen seltsam&#8230;</p>
<p>Aufwärts&#8230;<br />
aufwärts&#8230;<br />
huijuijui&#8230;<br />
aufwärts.</p>
<p>Endlich die Darsberghütte, die zugleich auch das Ende unseres Aufstiegs am Westhang des Darsbergs markiert. Hier wenden wir uns scharf links, laufen auf dem schmalen, wucherigen Trampelpfad auf dem Bergkamm zurück nach Süden, hoch zum einsamen Darsberggipfel auf ca. 400 m. ü.NN. </p>
<p>Oben. Na Gottseidank.<br />
Aber noch lange nicht am Ende, denn wir wollen ja auch noch die Ostflanke entlangserpentinieren. </p>
<p>Also gleich weiter, auf dem Pfad am Kamm weiter nordwärts. Der ist zuerst so steil, so rutschig und so schlecht, dass ich höllisch aufpassen muss, nicht auf die Schnauze zu fallen (wer hier erstmal ins Rollen kommt&#8230;). Da hat´s Nemo wieder leichter. </p>
<p>Nach ein paar hundert Metern erreichen wir die Kreuzung auf dem Bergsattel oberhalb der Darsbergwiese und laufen halbrechts geradeaus auf den obersten Weg, der an der Ostflanke des Darsbergs nach Norden führt. Unmarkiert, aber recht gut in Schuss.<br />
Und es geht moderat bergab, das ist schön&#8230;</p>
<p>Vielleicht eineinhalb km am Hang entlang nach Norden durch den Wald, an der Bauernhöhe vorbei, durch diverse Windungen. Hin und wieder mal ein schöne Aussicht rechts durch die Bäume, rüber zum Heiligenberg, raus ins Ried, oder auch einfach nur runter auf den nächstunteren Querweg, den Melibokusweg (den wollen wir dann gleich wieder hoch).<br />
Entspannt&#8230;</p>
<p>Schließlich stossen wir in einer Steilkurve auf den Bauernhöhen-Weg (gelbe 2), dem folgen wir rechts runter bis auf den Melibokus-Weg (gelbe 3). Auf dem geht´s wieder mal an der Bergflanke nach Süden.<br />
Und wieder bergauf.<br />
Ächz!<br />
Inzwischen schon fast eine Stunde unterwegs, viel hoch und runter, und so ganz taufrisch war ich ja von Anfang an nicht &#8211; das zieht jetzt echt ganz schön rein (und das auf einer Strecke, die ich sonst problemlos und mit einem lockeren Lächeln hochjogge&#8230;).<br />
Immerhin ist Nemo auch nicht mehr ganz so enthusiastisch, das merkt man immer, wenn er unkonzentriert und trödelig wird.</p>
<p>Also nochmal bergauf, langsam, angestrengt um ein oder zwei Seitentäler an der Bergflanke, dann links ab auf den winzigen Pfad des Kisselsgrund-Weges (gelbe 7). Der bringt uns nach ein paar Kurven und beinahe-Ausrutschern auf den untersten Weg an der Ostflanke, ein namenloses, schlechtes Pfädchen im Steilhang, dem wir hoch oben über der Strasse um Grund des Balkhäuser Tals abwärts und nach Norden folgen, wobei es hin und wieder mal ein Schlammloch zu überspringen oder einen umgefallenen Baum zu überklettern gibt. </p>
<p>Irgendwann sind wir dann ganz unten angekommen, fast am Grund des Balkhäuser Tals.<br />
Fast geschafft &#8211; jetzt nur noch einmal den unteren Pürschweg hoch (auch hier schon SJ2) und über die kleine vorgelagerte Anhöhe am merckschen Wasserturm zurück ins Darsbergtal und fertig.<br />
Ok, streichen wir das &#8220;nur noch&#8221; im letzten Satz &#8211; der letzte kleine, gar nicht mal besonders steile Aufstieg zieht noch mal richtig rein, zooog sich eeeeeeewig, kostet Kraft ohne Ende.<br />
Argl.</p>
<p>Aber es klappt natürlich: Langsam, mit hängender Zunge (beide) schweren Schritt um schweren Schritt den Pürschweg hoch, dann endlich nur noch bergab, am Wasserturm vorbei hinab ins Darsbergtal, und das dann einfach nur noch runter bis zum Waldrand und nach Hause.</p>
<p>Puha.<br />
Das war formmässig wirklich kein besonders guter Tag.<br />
Aber wir haben´s geschafft, im Zickzack den Berg hoch (und runter. Und wieder hoch. Und wieder runter.), dann im Zickzack den Berg runter (und hoch. Und wieder runter. Und wieder hoch).<br />
Anstrengend, und irgendwie ein komisches Gefühl, die ganze Zeit nur durch Gelände zu laufen, dass vom Gefühl her als &#8220;ganz nah&#8221; definiert ist.<br />
Aber andererseits wieder mal was Neues. Und sogar mehr Strecke als erwartet: Insgesamt 12,4 km &#8211; und dabei waren wir weiter als 1,6 km Luftlinie von zuhause entfernt, und die gesamte Tour hat sich in einem Areal von gerade mal etwas über 2 Quadratkilometern (passt locker in ein Rechteck mit 1,4 km x 1,6 km Kantenlänge) abgespielt.<br />
Sehr interessant &#8211; und außerdem hat´s einen der verwinkeltsten, wirrsten Streckenpläne produziert, die ich jemals gemacht habe. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Kleinprojekt &#8220;Ochsenhautfalten&#8221;: Vorläufig abgschlossen! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Strecke: 12,4 km<br />
Zeit: 1:22 h (= 9,07 km/h bzw. 6:37 min/km)<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 1,37% (0,17 km von 12,4 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/zickzack-am-darsberg.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/zickzack-am-darsberg.jpg?w=128" alt="zickzack-am-darsberg" title="zickzack-am-darsberg" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-3183" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Fototour zur Ruine Jossa und aufs Alsbacher Schloss (13,3 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/02/03/fototour-zur-ruine-jossa-und-aufs-alsbacher-schloss-133-km/</link>
<pubDate>Tue, 03 Feb 2009 20:56:32 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/02/03/fototour-zur-ruine-jossa-und-aufs-alsbacher-schloss-133-km/</guid>
<description><![CDATA[Hm&#8230; Irgendwie hab´ ich in letzter Zeit ziemlich oft den Foto mit dabei. Das liegt sicherlich z]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Hm&#8230;<br />
Irgendwie hab´ ich in letzter Zeit ziemlich oft den Foto mit dabei.<br />
Das liegt sicherlich zum Teil daran, dass ich mit der Kombination von Laufen und Fotografieren vertrauter werde und mich so langsam dran gewöhnt habe.<br />
Entsprechend schnappt man sich auch mal schneller spontan die Kamera und nimmt sie mit. </p>
<p>Aber möglicherweise gibt´s dafür auch noch einen anderen Grund:<br />
Ich brauche beim Laufen ja immer ein etwas Spannung, Abwechslung, Stimulation.<br />
In den letzten Monaten war das alles ein bisschen weniger als gewohnt, aufgrund von Witterung, knapper Zeit, und der Tatsache, dass ich inzwischen fast alles in einem ziemlich großen Radius um zuhause rum erkundet habe.<br />
Hat mich schon gestört (und tut´s ehrlich gesagt immer noch&#8230;).<br />
Jetzt frage ich mich: Benutze ich den Foto in dieser Situation vielleicht unbewusst auch als ein Hilfsmittel, das mein Lauferleben erneuert und auffrischt, indem es mir erlaubt, bereits Bekanntes aus einem leicht veränderten, neuen Blickwinkel wahrzunehmen?<br />
Kann es sein, dass ich beim Laufen mit Kamera in eine etwas andere Rolle schlüpfe und dann nicht mehr so sehr als &#8220;Entdecker in eigener Sache&#8221; unterwegs bin, sondern ein bisschen mehr als &#8220;Reporter&#8221;, der bereits &#8220;entdeckte&#8221; Gegenden für ein abstraktes aber implizit vorhandenes Publikum aufbereitet und dadurch selbst wieder ein Stück weit neu erlebt?<br />
Ganz ehrlich: Ich weiss es (noch?) nicht so genau.<br />
Aber es ist zumindest eine sehr interessante Vorstellung, die mir eigentlich ganz gut gefällt (denn die Fähigkeit, im Alten Neues entdecken zu können und sich selbst immer mal wieder ein bisschen neu zu definieren, ist etwas ungemein Wertvolles). </p>
<p>So.<br />
Soviel dazu, aber deswegen sind wir natürlich nicht hier -<br />
ihr (also das hochverehrte abstrakte aber implizit vorhandene Publikum) wollt ja wahrscheinlich einen Laufbericht, und nach der Überschrift und der Einleitung wahrscheinlich auch einen mit Fotos. </p>
<p>Na gut, sollt ihr haben: <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><!--more--><br />
Heute im Programm:<br />
Burgentour.<br />
Hab´ ja schließlich genug von den Dingern hier rumstehen (nämlich mindestens mal 5 Burgen/Burgruinen innerhalb von einer Laufstunde &#8211; mit niedrigen Ansprüchen und hohem Tempo könnte man sogar auf 10 kommen), und nachdem ich in den letzten Wochen bereits zwei davon (<a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/01/11/berglauf-bei-schnee-und-sonne-uber-den-melibokus-aufs-auerbacher-schloss-mit-foto-km/">Auerbacher Schloss</a> und <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/01/20/best-of-seeheim-jugenheim-mit-hund-und-foto-85-km/">Burg Tannenberg</a>) mit einem Fotolaufbericht beschrieben habe, wollte ich heute einfach mal die nächsten zwei abarbeiten, nämlich die Ruine Jossa und das Alsbacher Schloss. </p>
<p>Äußere Bedinungen: Frühlingshaft.<br />
Viel Sonne, frische Luft, singende Vögel, subtropische 4° bis 5° Celsius &#8211; wunderbar. Lediglich die extreme Diesigkeit schränkte den positiven Gesamteindruck etwas ein, aber wer braucht schon Fernsicht&#8230; (ok, bei der Burgentour in den Bergen wäre Aussicht schon nett gewesen)?<br />
Fast perfekt, also Hund und Kamera geschnappt und los ging´s.</p>
<p>Von zuhause aus&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0759.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0759.jpg" alt="img_0759" title="img_0759" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3083" /></a><br />
<em>&#8220;Ja was? Kommste jetzt endlich mal?&#8221;</em> </p>
<p>..hoch in den Wald&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0760.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0760.jpg" alt="img_0760" title="img_0760" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3085" /></a></p>
<p>&#8230;und dort auf dem Burgenweg (blaues B, Anfangs auch noch Alemannenweg/Rotes S)&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0761.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0761.jpg" alt="img_0761" title="img_0761" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3086" /></a><br />
<em>Burgenweg nach Norden, an der Merckschen Gichtmauer über Jugenheim &#8211; hier sind wir nicht lang, aber es sah so nett aus, dass ich´s trotzdem mal fotografiert hab´)</em></p>
<p>&#8230;das tiefe, schmale Darsbergtal hoch, in das die Sonne nicht reichte, und wo´s entsrpechend schattig und ziemlich eisig war:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0762.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0762.jpg" alt="img_0762" title="img_0762" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3087" /></a></p>
<p>Schon mal ein netter Einstieg, ca. 800 m. ganz ordentlich bergauf, durch den Talgrund unterhalb des steilen, hoch aufragenden Bergvorsprungs, auf dem die Ruine Jossa liegt:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0763.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0763.jpg" alt="img_0763" title="img_0763" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3089" /></a></p>
<p>Am Ende des unteren Darsbergtals hatten wir eigentlich dem Burgenweg folgen wollen &#8211; scharf rechts um eine Serpentine, dann an der Talwand hoch und auf dem kürzesten Weg zur Jossa rauf.<br />
Aber es leif so gut und war gerade so schön sonnig (ok, hier unten im Tal jetzt nicht, aber insgesamt) und die Vögel sangen und es roch nach Frühling und lief so gut, also machten wir das nicht.<br />
Stattdessen: Scharf links und auf einem namenlosen Forstweg die andere Talwand hoch, um dann durchs mittlere Darsbergtal von hinten auf die Jossa zu laufen.<br />
Eigentlich ein Umweg, aber wo´s doch gerade so nett war&#8230; </p>
<p>Nach ca. 150 m. die nächste Wegscheide. Von hier aus konnte man bereits die Konturen der Ruine Jossa auf der anderen Talseite erkennen:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0769.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0769.jpg" alt="img_0769" title="img_0769" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3090" /></a><br />
<em>Deutlich gegenlichtig und viel zu sehen gibt´s sowieso nicht. Immerhin: Man erkennt in der Bildmitte den Höcker des ehemaligen Burgbergs, links und rechts eingerahmt von den Vertiefungen der Grabenanlage</em> </p>
<p>Hier bogen wir wieder scharf rechts ab, auf den namenlosen, halbvergessenen &#8220;Weg&#8221;, der durch das mittlere Darsbergtal bis zur Ruine hochführt. Landschaftlich hübsch, mit dunklen Nadelholzdickungen und knorrigen alten Bäumen:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0775.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0775.jpg" alt="img_0775" title="img_0775" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3091" /></a></p>
<p>Läuferisch hingegen eher&#8230; suboptimal. Der &#8220;Weg&#8221; existiert eigentlich nur noch auf dem Papier (der Wanderkarte) &#8211; wird schon ewig nicht mehr gepflegt, vor ein paar Jahren hat mal irgendein Forstarbeiterpanzer bei schlammigem Wetter dezimetertiefe Furchen reingegraben, seitdem holt in sich die Natur zurück.<br />
Quasi Wildnis, im Sommer eine einzige dornige Schlammwüste, im Winter eine holpriger, stolpriger Albtraum aus hartgefrorenen Unebenheiten, die tückisch unter einer dichten Laubschicht versteckt sind:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0777.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0777.jpg" alt="img_0777" title="img_0777" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3092" /></a><br />
<em>In echt ist dieses Stück noch viel schlechter, als es auf dem Foto den Anschein hat. Ungelogen!</em></p>
<p>Abgesehen davon aber nett &#8211; schön abgeschieden und einsam, und mit einer Steigung, die ohne die knöchelbrechende Wegqualität eigentlich sehr angenehm gewesen wäre. </p>
<p>Nach ca. einem halben holprigen km bergauf durchs mittlere Jossatal erreichten wir schließlich den langgezogenen Bergvorsprung mit der Jossa drauf:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0780-0782pano.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0780-0782pano.jpg" alt="img_0780-0782pano" title="img_0780-0782pano" width="400" height="146" class="alignnone size-full wp-image-3095" /></a></p>
<p>Jetzt einfach nur noch geradeaus bis zu den Überresten der Burg.<br />
Bevor wir das abhandeln: Erwartet jetzt bloss nicht zu viel, denn die Jossa ist mit abstand die unspekakulärste Burgruine am Melibokusmassiv:</p>
<p><em>Kurzinfo: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Jossa">Burgruine Jossa</a> über Jugenheim. Erbaut gegen Ende des 13. oder Anfang des 14. Jahrhunderts. War sowohl strategisch (keinerlei strategische Bedeutung, die die benachbarten Burgen nicht besser abgedeckt hätten) als auch taktisch (schlechte Lage, musste auf drei Seiten mit Burggraben gesichert werden obwohl sie auf einem Bergsporn lag, und konnte trotzdem noch von der Bergflanke dahinter von oben eingesehen und beschossen werden) als auch bautechnisch (1000 qm Grundfläche sind nicht viel, vor allem wenn ein großer Teil dieser Fläche für einen unbewohnten Zwinger und meterdicke Burgmauern draufgeht. Angeblich hatte der Bergfried zwar über 3 m. dicke Mauern, aber nur einen weniger als 2 m. breiten Innenraum&#8230;) keine richtig gute Idee. Entsprechend wurde sie nur ein paar Jahrzehnte bewohnt und dabei lustlos zwischen diversen Lokal- und Regionaladeligen hin und hergeschenkt, vererbt oder verlehnt, und dann schließlich irgendwann gegen in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts sang- und klanglos aufgegeben. Danach verfiel sie still vor sich hin und diente dabei jahrhundertelang der Bevölkerung der umliegenden Dörfer als Quelle für billiges Baumaterial, bis kaum noch was übrig war. Als dann im Zuge der Romantik viele umliegende Burgen wiederaufgebaut wurden, hat man die Jossa glatt übersehen (bzw. nur einen &#8220;Tanzplatz&#8221; auf dem Burgberg gebaut), so dass heute nur noch ein paar Mauerreste übrig sind.</em></p>
<p>Wie gesagt: Ziemlich unspekatkulär, vor allem im Vergleich mit den umliegenden Burgen. Aber es ist meine &#8220;Hausburg&#8221;, und hübsch ist es trotzem, vor allem an einem Tag wie heute, wo die milde Vorfrühlingssonne den Bergsporn in ein wunderbar warmes, weiches Licht hüllte. Also bitteschön nicht mäkeln, ja? <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Über den Bergrücken zum alten Burggraben an der Südostseite der Anlage&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0783.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0783.jpg" alt="img_0783" title="img_0783" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3096" /></a></p>
<p>&#8230;kurzer Blick auf den Hügel, der früher mal die Kernburg war&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0788-0790pano.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0788-0790pano.jpg" alt="img_0788-0790pano" title="img_0788-0790pano" width="400" height="128" class="alignnone size-full wp-image-3097" /></a></p>
<p>&#8230;dann auf dem Trampelfpfad am südlichen Grabenrand halb um den Komplex herum&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0791.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0791.jpg" alt="img_0791" title="img_0791" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3098" /></a></p>
<p>&#8230;zum westlichen Teil des Areals, wo die meisten Überreste stehen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0792.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0792.jpg" alt="img_0792" title="img_0792" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3099" /></a></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0793.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0793.jpg" alt="img_0793" title="img_0793" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3100" /></a></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0794.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0794.jpg" alt="img_0794" title="img_0794" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3101" /></a></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0795.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0795.jpg" alt="img_0795" title="img_0795" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-3102" /></a><br />
<em>Cairn Terrier (ca. 4 Jahre alt) vor Mauerrest (ca. 700 Jahre alt)</em></p>
<p>&#8230;dann noch mal durch den Graben und auf den eigentlichen Burghügel hoch&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0796.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0796.jpg" alt="img_0796" title="img_0796" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3104" /></a></p>
<p>&#8230;wo es aber ehrlich gesagt auch nicht spektakulärer aussieht:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0801-0810pano.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0801-0810pano.jpg" alt="img_0801-0810pano" title="img_0801-0810pano" width="400" height="67" class="alignnone size-full wp-image-3105" /></a><br />
<em>Blick über den &#8220;Tanzplatz&#8221; (auf dem auch seit Jahrzehnten niemand mehr getanzt hat) auf dem Gelände der ehemaligen Kernburg nach Nordwesten. Zwischen den Bäumen schimmert in der Bildmitte Jugenheim durch, rechts kann man den Funkmast am Tannenberg erkennen</em></p>
<p>Als wir oben ankamen, stoben ein paar Rehe davon, die hier bis eben friedlich geäst hatten, und der Köter stob natürlich sofort hinterher. Mist!<br />
Gottseidank war´s nur ein Reflex &#8211; Nemo ist kein Rehjäger, entsprechend liess er nach ein paar Sekunden ab und kam auf mein Brüllen hin wieder zurück. Trotzdem blöd, deshalb musste er zur Strafe für ein Portraitfoto posieren, das mag er überhaupt nicht:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0812.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0812.jpg" alt="img_0812" title="img_0812" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3106" /></a><br />
<em>Das passiert, wenn man erst losrennt und dann nachdenkt.</em></p>
<p>Damit hatten wir dann alles von der Jossa gesehen, und es ging weiter.<br />
Eigentlich hatten wir von hier aus ja runter auf den Jossaweg gewollt, um dann auf halber Höhe über die Hoboken-Hütte aufs Alsbacher Schloss zu laufen.<br />
Aber es lief so gut und war gerade so schön sonnig und die Vögel sangen und es roch nach Frühling, also machten wir das nicht.<br />
Stattdessen: Geradeaus den Jossarücken hinauf, den steilen, unmarkierten Pfad zum Pürschweg hoch.<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0814.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0814.jpg" alt="img_0814" title="img_0814" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3108" /></a></p>
<p>An sich ja ein Umweg, aber wo´s doch gerade so nett war&#8230; </p>
<p>Auf dem Pürschweg angekommen rechts und der Markierung SJ2 weiter aufwärts in Richtung Melibokus gefolgt. Keine Fotos, denn die gibt´s ja schon <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/10/12/kommt-wir-laufen-auf-den-melibokus-101-km/">hier</a>.<br />
Na gut, ein Foto, denn unterwegs konnte man rechts zwischen den Bäumen schon mal unser nächstes Ziel erkennen:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0816.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0816.jpg" alt="img_0816" title="img_0816" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3109" /></a><br />
<em>Alsbacher Schloss im Dunst, vom Pürschweg aus. Hm, ist noch ein Stück weg&#8230;</em></p>
<p>Knapp 1,5 km den Pürschweg hoch, vorbei an der Darsberghütte bis zur Abzweigung des Hohe-Stichwegs (gelbes V), auf den wir rechts einbogen und nun wieder ein Stück abwärts laufen konnten. Großes, tief eingeschnittenes Seitental in das die schräg stehende Sonne nicht hineinreichte, da war´s gleich trüb und winterlich&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0825.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0825.jpg" alt="img_0825" title="img_0825" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3110" /></a></p>
<p>&#8230;aber immerhin gab´s auch einen netten Ausblick über die steil abfallende Lichtung hinweg in die Ebene:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0824.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0824.jpg" alt="img_0824" title="img_0824" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3111" /></a><br />
<em>Blick vom Hohe-Stich-Weg auf runter nach Alsbach und Bickenbach, leider wieder mal arg diesig (wie eigentlich immer bei meinen Fotolaufberichten &#8211; aber richtig klare Tage sind halt selten bei uns, da muss man nehmen was man kriegt&#8230;). </em></p>
<p>Am unteren Ende des Hohe-Stichwegs dann geradeaus weiter auf den Hoboken-Weg (gelbe 4)&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0831.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0831.jpg" alt="img_0831" title="img_0831" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3112" /></a><br />
<em>Hier waren wir auch wieder in der Sonne &#8211; wunderbar</em></p>
<p>&#8230;und mit ganz leichtem Anstieg weiter bis zum Erlengrund mit seiner charakteristischen pyramidenförmigen Grillhütte&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0834.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0834.jpg" alt="img_0834" title="img_0834" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3114" /></a></p>
<p>&#8230;dem imposanten Steinbruch&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0832.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0832.jpg" alt="img_0832" title="img_0832" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3113" /></a><br />
<em>Höher und steiler als es auf dem Bild aussieht</em></p>
<p>&#8230;(an dessen schattiger Flanke sich so eine Art 15 m. hoher Eisfall gebildet hatte)&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0836-0338pano.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0836-0338pano.jpg" alt="img_0836-0338pano" title="img_0836-0338pano" width="400" height="658" class="alignnone size-full wp-image-3115" /></a></p>
<p>&#8230;und einem weiteren Panoramablick auf unser nächstes Ziel:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0833.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0833.jpg" alt="img_0833" title="img_0833" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3116" /></a><br />
<em>Alsbacher Schloss-Check #2, dieses mal von oben und Osten, vom Erlengrund aus. Yup, schon deutlich näher.</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Eigentlich hatten wir von hier aus ja halbrechts runter gewollt, um auf dem Hoboken-Weg auf direktem Wege zum Alsbacher Schloss zu joggen.<br />
Aber es lief so gut und war gerade so schön sonnig und die Vögel sangen und es roch nach Frühling, also machten wir das nicht (bzw. wir liefen 100 m. den Hoboken-Weg runter, bis ich mich eines Besseren besann und wir unkehrten).<br />
Stattdessen: Halblinks, den aufwärts führenden Serpentinenweg in Richtung Melibokusgipfel hoch.</p>
<p>An sich ja ein Umweg, aber wo´s doch gerade so nett war&#8230; </p>
<p>Schöne Steigung, immer an der Melibokusflanke entlang, auf der Aufstiegroute des alljährlichen <a href="http://www.sporton.de/cms/turnverein%2D1898%2Dalsbach/">Melibokuslaufs</a>. </p>
<p>An der ersten Wegkreuzung nach ein paar hundert Metern&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0840-0842pano.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0840-0842pano.jpg" alt="img_0840-0842pano" title="img_0840-0842pano" width="400" height="130" class="alignnone size-full wp-image-3117" /></a><br />
<em>Nebeneffekt des Panoramabildes: Auf dem Foto sieht´s so aus, als wäre es hier relativ flach &#8211; tatsächlich geht´s aber sowohl links als auch rechts recht ordentlich steil weiter bergauf.</em></p>
<p>&#8230; hatten wir eigentlich vorgehabt, rechts abzubiegen und auf dem kürzesten Weg runter auf den Herrenweg weiter abwärts bis zum Alsbacher Schloss zu rennen.<br />
Aber es lief so gut und war gerade so schön sonnig und die Vögel sangen und es roch nach Frühling, also machten wir das nicht. Stattdessen: Halbrechts/Geradeaus, weiter bergauf, weiter in Richtung Melibokusgipfel.</p>
<p>An sich ja ein Umweg, aber wo´s doch gerade so nett war&#8230; </p>
<p>Wunderbares Passage. Ohnehin schon ein sehr hübsches Stück mit lichtem, freundlichen Wald, und weils die Südwestflanke des Berges war, hatten wir auch noch volles Sonnenlich &#8211; STRAHLENDSONNIGWARMHERRLICH!!!<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0845.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0845.jpg" alt="img_0845" title="img_0845" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3118" /></a><br />
<em>Direkt über Nemo kann man schon den Aussichtsturm am Melibokusgipfel erkennen</em>.</p>
<p>Dazu strahlendblauer Himmel, in dem ein freundlicher Nachmittagsmond schimmerte&#8230;<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0847.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0847.jpg" alt="img_0847" title="img_0847" width="400" height="308" class="alignnone size-full wp-image-3119" /></a></p>
<p>&#8230;schöne Anblicke am Wegesrand&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0850.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0850.jpg" alt="img_0850" title="img_0850" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3120" /></a></p>
<p>&#8230;und schöne Ausblicke den Hang runter:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_085308540857pano.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_085308540857pano.jpg" alt="img_085308540857pano" title="img_085308540857pano" width="400" height="153" class="alignnone size-full wp-image-3121" /></a><br />
<em>Links unten Zwingenberg, rechts darüber die Sandwiese, rechts darunter Alsbach. Und wenn´s nicht so verdammt diesig wäre, könnte man hier sogar bis zum Hunsrück gucken</em></p>
<p>Einfach nur schön!</p>
<p>Inzwischen schraubten wir uns immer weiter am Bergkegel hoch &#8211; rechts des Wegs ging´s steil abwärts&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0858.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0858.jpg" alt="img_0858" title="img_0858" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3123" /></a></p>
<p>&#8230; und links schimmerte hoch über uns bereits der vordere Melibokusturm durch die Bäume und sah dabei täuschend nah aus&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0863.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0863.jpg" alt="img_0863" title="img_0863" width="400" height="551" class="alignnone size-full wp-image-3122" /></a><br />
<em> Nur noch ca. 200 m. Strecke &#8211; aber noch 90 HM!</em></p>
<p>Nach ein paar hundert m. die nächste Kreuzung, schon ziemlich dicht unterhalb des Gipfels. Kurz überlegt ob wir nicht gleich bis ganz nach oben laufen sollten (weils doch so so gut lief und gerade so schön sonnig war und die Vögel sangen und es nach Frühling roch&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ),<br />
dann aber doch dagegen entschieden &#8211; die Melibokuskuppe ist so ein toller Ort, den darf man nicht durch zu regelmäßiges erlaufen abnutzen.</p>
<p>Entsprechend bogen wir hier dann rechts ab und machten uns endlich an den ordentlich steilen Abstieg auf der Südwestflanke des Berges. Übrigens auf dem <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/11/02/luciberg-wegnibelungensteig-auf-den-melibokus-95-km/">Nibelungensteig/Alemannenweg/Lucibergweg</a>, der bergab doch deutlich entspannter zu laufen ist als bergauf (ich kann´s beurteilen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ):<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0864.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0864.jpg" alt="img_0864" title="img_0864" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3125" /></a></p>
<p>Auf dem recht schmalen aber angenehm zu laufenden Pfad zügig bergab durch den Wald, durch mehrere Serpentinen, noch ein Stück parallel über den weiter unten verlaufenden Hauptwegen zwischen Alsbacher und Auerbacher Schloss entlang&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_08661.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_08661.jpg" alt="img_08661" title="img_08661" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-3127" /></a><br />
<em>Blick von oben auf die Querwege: Erst der Herrenweg, dann noch weiter unten der Comoder Weg</em></p>
<p>&#8230;und schließlich bis runter auf den Herrenweg, dem wir nach rechts/nordwärts in Richtung Alsbacher Schloss folgten:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0868.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0868.jpg" alt="img_0868" title="img_0868" width="399" height="277" class="alignnone size-full wp-image-3129" /></a><br />
<em>Schweinsgalopp</em></p>
<p>Allerdings nicht lange, denn bereits nach 250 m. kam die nächste Abzweigung. Hier hatten wir eigentlich vorgehabt, geradeaus dem Herrenweg zu folgen und auf dem kürzestmöglichen Weg bis zum Alsbacher Schloss durchzulaufen.<br />
Aber es lief so gut und war gerade so schön sonnig und die Vögel sangen und es roch nach Frühling, also machten wir das nicht. Stattdessen: Auf dem Nibelungensteig links ab und steil den Hang runter, bis auf den Comoder Weg.<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0869.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0869.jpg" alt="img_0869" title="img_0869" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3130" /></a></p>
<p>An sich ja ein Umweg, aber wo´s doch gerade so nett war&#8230; </p>
<p>Unten auf dem Comoder Weg dann rechts, nun doch endlich und endgültig in Richtung Alsbacher Schloss (Marker: Blaues B des Burgenwegs).<br />
Der Comoder Weg ist schon so weit unten, dass er um die ganzen weiten, tiefen Täler in den unteren Höhenlagen des Melibokusmassivs herum muss (rein, durch, raus) &#8211; das ist einerseits sehr hübsch&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0876-0880pano.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0876-0880pano.jpg" alt="img_0876-0880pano" title="img_0876-0880pano" width="400" height="137" class="alignnone size-full wp-image-3131" /></a></p>
<p>&#8230;andererseits zieht es sich aber etwas, auch wenn´s dank gutem Untergrund und kaum merklichen Gefälle angenehm zu laufen ist.<br />
Nichtsdestotrotz schwächelte Nemo so langsam ein bisschen (nix Ernstes, mehr Unwilligkeit als Erschöpfung) &#8211; immerhin waren wir schon fast 10 km unterwegs, das ist ´ne Menge für so einen kleinen Kerl mit  kurzen Beinchen:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0882.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0882.jpg" alt="img_0882" title="img_0882" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3132" /></a></p>
<p>Glücklicherweise gibt´s hier unten in jedem der zahlreichen Seitentäler einen kleinen Bachlauf, so dass wir im nächstbesten einfach eine kurze<br />
Erfrischungpause einlegten&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0884.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0884.jpg" alt="img_0884" title="img_0884" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3133" /></a><br />
&#8230;und schon war wieder gut.<br />
Mir ging´s derweil sowieso noch prächtig:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0885.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0885.jpg" alt="img_0885" title="img_0885" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-3134" /></a></p>
<p>Nach knapp 2 km Comoder Weg das letzte Tal, hinter dem bereits wieder das Alsbacher Schloss sichtbar war&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0886.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0886.jpg" alt="img_0886" title="img_0886" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3135" /></a><br />
<em>Schloss-Check #3, dieses Mal von Süden. Hmja, schon ganz nah&#8230;</em></p>
<p>&#8230;und das wir zügig umquerten. Dann noch schnell am Freizeitgelände hinter dem Schloss vorbei&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0887.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0887.jpg" alt="img_0887" title="img_0887" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3136" /></a></p>
<p>&#8230;und wir hatten das zweite Ziel der heutigen Tour erreicht:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0888.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0888.jpg" alt="img_0888" title="img_0888" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3137" /></a><br />
<em>Alsbacher Schloss von Süden.</em></p>
<p><em>Kurzinfo: <a href="http://www.schloss-alsbach.org/">Alsbacher Schloss</a>, historisch auch Burg Bickenbach, wurde in der Mitte des 13. Jahrhunderts von den Herren von Bickenbach auf einem 257 m. hohen Vorberg des Melibokus direkt über dem Ort Alsbach erbaut (wahrscheinlich deshalb, weil sie bisher unten in der Ebene auf dem ziemlich unspektakulären Weilerhügel residiert hatten, und sich nicht länger von ihren Ritterkollegen dafür auslachen lassen wollten, dass sie nur in einer besseren Blockhütte im Sumpf wohnten). Im 14. Jahrhundert Raubritternest, deshalb von der mächtigen Stadt Frankfurt (die da keinen Spaß verstand) erobert und zerstört, wenige Jahre später wiederaufgebaut. Landete im 16. Jahrhundert bei Hessen-Darmstadt und stand dann irgendwann ein paar Jahrhunderte leer, bis man sie als lokale Sehenswürdigkeit wiederentdeckte. Von den drei Burgen am Melibokusmassiv ist sie ganz eindeutig die #2 &#8211; deutlich besser erhalten und größer als die Jossa (das könnt ihr ja jetzt selbst beurteilen), aber weder baulich noch von der Lage so beeindruckend wie das <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/01/11/berglauf-bei-schnee-und-sonne-uber-den-melibokus-aufs-auerbacher-schloss-mit-foto-km/">Auerbacher Schloss</a></em></p>
<p>Einmal halb herum&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0889.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0889.jpg" alt="img_0889" title="img_0889" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3138" /></a></p>
<p>&#8230;dann durch das Haupttor an der Nordseite&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0893.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0893.jpg" alt="img_0893" title="img_0893" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3139" /></a></p>
<p>&#8230;in die Vorburg&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0895.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0895.jpg" alt="img_0895" title="img_0895" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3141" /></a><br />
<em>Das nicht wirklich stilechte Gebäude der Ausflugskneipe rechts ignorieren wir einfach mal, ok?</em></p>
<p>&#8230;dort links und im Schatten des Bergfrieds&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_08970897pano.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_08970897pano.jpg" alt="img_08970897pano" title="img_08970897pano" width="400" height="734" class="alignnone size-full wp-image-3143" /></a></p>
<p>&#8230;in den Innenhof der Kernburg:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0899.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0899.jpg" alt="img_0899" title="img_0899" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3144" /></a></p>
<p>Ein bisschen umgesehen (hier drin war ich auch mindestens mal ein, zwei Jahre nicht mehr gewesen)&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0902.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0902.jpg" alt="img_0902" title="img_0902" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3145" /></a><br />
<em>Blick vom Burghof nach Südosten, am Bergfried vorbei auf den Melibokus</em></p>
<p>&#8230;und dann &#8211; wo wir schon mal da waren &#8211; gleich auch noch mal auf den Bergfried hoch.<br />
Erst eine steile Treppe hinter dem Turm&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_09041.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_09041.jpg" alt="img_09041" title="img_09041" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-3147" /></a></p>
<p>&#8230;dann eine kleine Holzbrücke über dem Haupttor&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0906.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0906.jpg" alt="img_0906" title="img_0906" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3149" /></a></p>
<p>&#8230;von der man einen schönen Blick auf die Vorburg hat&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0920.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0920.jpg" alt="img_0920" title="img_0920" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3150" /></a></p>
<p>&#8230;bis ins Turminnere, wo eine steile, ausgetretene alte Wendeltreppe aus Holz nach oben führt. Da die Zwischenräume zwischen den Stufen offen waren, und steile Wendeltreppen eh nicht so Nemos Ding sind, musste er hier warten&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0919.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0919.jpg" alt="img_0919" title="img_0919" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-3151" /></a><br />
&#8230;während ich den Turm alleine bestieg (so richtig unglücklich schien er über das Päuschen aber nicht zu sein). </p>
<p>Oben war es&#8230; ok.<br />
Die Zinnen sind etwas zu hoch und der Turm etwas zu breit für eine gute Rundumsicht, außerdem war es immer noch furchtbar diesig und das Licht war schon nicht mehr ganz so schön, denn die schräg stehende Sonne war inzwischen aus dem blauen Himmel in die Dunstzone in Richtung Horizont abgesackt.<br />
Entsprechend war die Aussicht dann auch nicht so großartig, wie ich sie (von schöneren, klareren Tagen) in Erinnerung hatte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0908-0917pano.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0908-0917pano.jpg" alt="img_0908-0917pano" title="img_0908-0917pano" width="400" height="79" class="alignnone size-full wp-image-3152" /></a><br />
<em>Man sieht´s ja auch auf diesem Panoramabild &#8211; keine Fernsicht und wegen des seltsamen Lichts ungleichmässig belichtet, nicht ideal. Nichtsdestrotz: Blick vom Turm des Alsbacher Schlosses nach Nordwesten: Direkt unterhalb Alsbach, links darüber die Sandwiese, direkt darüber Bickenbach, rechts Jugenheim, dahinter Seeheim, dann der Bergrücken des Frankenstein-Massivs. Nicht im Bild: Der Rest der Welt, von dem man hier oben an klaren Tagen einen gehörigen Brocken sehen kann</em></p>
<p>Immerhin: Der Blick auf den Melibokus direkt hinter dem Schloss war gut:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0907.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0907.jpg" alt="img_0907" title="img_0907" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3153" /></a></p>
<p>Kurz verweilt, dann wieder runter, Nemo eingesammelt, und durchs Haupttor aus dem Alsbacher Schloss hinaus. </p>
<p>Eigentlich hatten wir vorgehabt, von hier aus auf dem Burgenweg (blaues B) kürzestmöglich runter nach Alsbach und dann nach Hause zu laufen.<br />
Aber es lief so gut und war gerade so schön sonnig und die Vögel sangen und es roch nach Frühling, also machten wir das nicht. Stattdessen: Links und auf dem etwas längeren und serpentinigeren Schlossweg (gelbe 2) durch den Wald bis zum obersten Ende von Alsbach in der Hindenburgstr&#8230;.<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0921.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0921.jpg" alt="img_0921" title="img_0921" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3154" /></a></p>
<p>An sich ja ein Umweg, aber wo´s doch gerade so nett war&#8230;</p>
<p>Dann die Hindenburgstr. runter (die vielleicht besten Wohnlage der ganzen Gegend, die Häuser stehen hier so steil am Hang, dass man einen unglaublichen Blick in die ebene hat), vorbei an dem Grundstück, dessen Besitzer immer eine frische Schale Hundewasser vor dem Haus stehen haben&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0925.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0925.jpg" alt="img_0925" title="img_0925" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3155" /></a><br />
<em>Ganz ehrlich: Jedes mal, wenn wir hier vorbeilaufen, freue ich mich darüber, dass es Menschen gibt, die sowas einfach aus Freundlichkeit machen. Deshalb mal an dieser Stelle: Liebe Familie K. aus Alsbach, vielen Dank für das Wasser, das ist wirklich unheimlich nett!</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Schließlich dann links, zwischen den Villen an der steilen Schlossstr&#8230;.<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0927.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0927.jpg" alt="img_0927" title="img_0927" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-3156" /></a></p>
<p>&#8230;runter in den Dorfkern, und dort dann Alsbach auf der Standartstrecke (Kirchstr., Lindenstr., Am Katharinenberg, Jugenheimer Str.) in nördlicher Richtung durchquert und auf dem Blütenweg durchs Feld&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0928.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0928.jpg" alt="img_0928" title="img_0928" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3157" /></a></p>
<p>&#8230;und nach hause.</p>
<p>Schöne Tour. Hat viel Spass gemacht, lediglich die Fernsicht hätte besser sein können.<br />
Seltsam allerdings, dass es dann über 13 km geworden sind, wo doch eigentlich nur 8 oder 9 geplant waren&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Strecke: 13,3 km<br />
Zeit: 1:23 h reine Laufzeit (= 9,61 km bzw. 6:14 min/km)<br />
Neue Strecke: Nix<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/fotorunde-jossa-alsbschloss.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/fotorunde-jossa-alsbschloss.jpg?w=128" alt="fotorunde-jossa-alsbschloss" title="fotorunde-jossa-alsbschloss" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-3358" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[STRECKENNETZ IN GANZ (und ein unmotiviertes Miniläufchen à 6,5 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/01/27/streckennetz-in-ganz-und-ein-unmotiviertes-minilaufchen-a-65-km/</link>
<pubDate>Tue, 27 Jan 2009 20:49:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/01/27/streckennetz-in-ganz-und-ein-unmotiviertes-minilaufchen-a-65-km/</guid>
<description><![CDATA[Ich hab´ ja schon verschiedentlich Ausschnitte aus meinem Streckennetz gepostet &#8211; und dabei im]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Ich hab´ ja schon verschiedentlich Ausschnitte aus meinem Streckennetz gepostet &#8211; und dabei immer ein bisschen bedauert, dass ich es nicht vollständig zeigen kann, weil es so umfangreich ist, dass Google Earth bei der Sichthöhe, die nötig wäre, um es ganz zu zeigen, die Pfade nicht mehr darstellt.</p>
<p>Schade eigentlich, wo es doch die läuferische Errungenschaft ist, auf die ich mit Abstand am stolzesten bin, weils das sichtbare Vermächtnis von eineinhalb Jahren intensiven Laufens, Entdeckens und Erlebens ist.</p>
<p>Und gestern ist mir dann die &#8211; eigentlich vollkommen offensichtliche &#8211; Lösung für dieses Problem gekommen:<br />
Wenn ich kapiert habe, wie man normale Fotos stitcht (und das hab´ ich. Yaaayy for me! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ), dann kann ich doch eigentlich auch mehrere Einzelbilder von meinem Streckennetz machen und die dann genauso zusammenstitchen!</p>
<p>Hingesetzt, ausprobiert und&#8230;</p>
<p>&#8230;et voilà:<br />
<strong>Mein gesamtes Streckennetz am Stück, Stand Januar 2009:</strong><br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/streckennetz-januar09.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2975" title="streckennetz-januar09" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/streckennetz-januar09.jpg" alt="streckennetz-januar09" width="400" height="524" /></a><br />
<em>(Die Kantenlänge des JPGs entspricht einer realen Ausdehnung von ca. 100 x 75 km)</em></p>
<p>Klickt ruhig mal drauf und guckt´s euch an, dafür hab´ ich´s nämlich gepostet!<br />
(und wenn nicht jetzt dann gerne auch später, denn ich hab´ den Link dazu auch dauerhaft auf der Frontseite unter &#8220;Inhalt&#8221; gepostet) <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Oh, und ein bisschen Geduld nach dem Anklicken, das JPG ist über vier MB groß, das kann beim Laden ein paar Sekunden brauchen.<br />
<!--more--></p>
<p>Noch mal kurz ein paar Eckdaten (ebenfalls Stand Januar 09. Oder gerne auch November 08, denn in den letzten Monaten hat sich da [leider, leider, leider] nichts geändert):</p>
<p><strong>- Nördlichster Punkt:</strong> Frankfurt a.M, Ecke Eschersheimer Landstr./Bremer Str.<br />
<strong>- Südlichster Punkt: </strong>Palatin in Wiesloch<br />
<strong>Entfernung zwischen beiden Punkten: </strong>93 km Luftlinie</p>
<p><strong>- Westlichster Punkt: </strong>Westhang des Donnersbergs in der Pfalz, oberhalb von Marienthal<br />
<strong>- Östlichster Punkt:</strong> Östlicher Ortsrand von Brensbach im Odenwald<br />
<strong>Entfernung zwischen beiden Punkten: </strong>73 km Luftlinie</p>
<p><strong>- Höchster Punkt:</strong> Königsstuhl auf dem Donnersberg (687 m.ü.NN)<br />
<strong>- Niedrigster Punkt:</strong> Rheinufer bei Gernsheim (ca. 85 m.ü.NN)</p>
<p><strong>Besuchte Orte: </strong>163 (in drei verschiedenen Bundesländern)<br />
<strong>Gesamtlänge/gebrauchte Laufzeit: </strong>Keine Ahnung. Aber viel&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wie gesagt: Das Netz bildet das ab, was mir am Laufen am wichtigsten ist &#8211; Ich bin nicht besonders schnell, ich bin nicht besonders ausdauernd, aber ich bin bin wach, neugierig und geniesse die Freiheit, all das zu erkunden, was die Welt da draußen zu bieten hat. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Letztes Jahr war in der Beziehung nicht so berauschend, denn da ist das Netz weniger nach außen gewachsen, sondern vor allem dichter geworden.<br />
Aber hey, 2008 ist vorbei, also hoffen wir mal auf ein spannedes, ereignisreiches, in die Ferne schweifendes Entdeckerjahr 2009&#8230;</p>
<p>Sonst noch was?<br />
Ach ja, laufen war ich heute auch.<br />
Ekligtrübes, lustloses, feuchtkaltes Wetter, dazu hatte ich auch noch einen matten, kopfschmerzigen Tag erwischt. Wenn der Hund nicht rausgemusst hätte, hätt´ ich´s wahrscheinlich gelassen.<br />
So waren´s dann 6,5 dröge, trübe, nicht besonders tolle Waldlaufkilometer in den Hügeln hinterm Haus mit Nemo.<br />
Dienst nach Vorschrift, keine besonderen Vorkomnisse&#8230;</p>
<p>Strecke: 6,5 km<br />
Zeit: 0:41 h (= 9,51 km/h bzw. 6:18 min/km)<br />
Neue Strecke: Nix fürs Streckennetz. Seufz&#8230;<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/wutende-waldrunde.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-2500" title="wutende-waldrunde" src="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/wutende-waldrunde.jpg?w=128&#038;h=93#38;h=93" alt="wutende-waldrunde" width="128" height="93" /></a><br />
<em>Ist zufällig genau dieselbe Strecke wie die <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/11/30/wutende-waldtour-mit-hund-65-km/">Wütende Waldtour mit Hund</a> von Ende November geworden, also hab´ ich der Einfachheit halber die Karte von damals verwendet &#8211; ignoriert einfach den Marker &#8220;Arschloch auf Mountainbike&#8221;, der ist von letztem Mal und hat für heute keinerlei Bedeutung&#8230;</em></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Hardcore Berg- und Crosstour ins/ums/durchs Balkhäuser Tal (11,8 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/01/24/hardcore-berg-und-crosstour-insumsdurchs-balkhauser-tal-118-km/</link>
<pubDate>Sat, 24 Jan 2009 17:59:56 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/01/24/hardcore-berg-und-crosstour-insumsdurchs-balkhauser-tal-118-km/</guid>
<description><![CDATA[Gestern Sturm und Regen, heute schon wieder Windstille und milder Sonnenschein. Soll einer das Wette]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Gestern Sturm und Regen, heute schon wieder Windstille und milder Sonnenschein. Soll einer das Wetter verstehen&#8230;</p>
<p>Nicht dass ich mich beschweren würde, im Gegenteil: So ein feines Frühlingswetterchen weckt bei mir - ich hab´s ja neulich schon mal bemerkt - den läuferischen Tatendrang.<br />
Da krieg ich immer spontan Lust, die Beine in die Hand zu nehmen (übrigens eine coole Umschreibung fürs Laufen, oder? <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ) und mal wieder eins von den Dingen zu erledigen, die schon länger auf meiner läuferischen To-do-Liste steht.<br />
So auch heute.</p>
<p>Für die großen Wunschprojekte ist es im Moment allerdings aus mehreren Gründen noch zu früh, also suchte ich mir halt was Kurzes, Kleines ganz nahe an zuhause aus. </p>
<p><!--more--><br />
Nämlich die Lücke, die mein Streckennetz am Westhang des mittleren Balkhäuser Tals aufweist. Da gibt es nämlich einen Riesenplacken Landschaft, durch den ich noch nie durchgelaufen bin, obwohl er gerade mal 2 km Luftlinie von Daheim entfernt ist.<br />
Aber schaut selbst, das sieht doch einfach nicht gut aus:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/lucke1.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/lucke1.jpg" alt="lucke1" title="lucke1" width="399" height="401" class="alignnone size-full wp-image-2967" /></a><br />
Natürlich hat´s auch einen Grund, warum ich dort noch nie durchgelaufen bin, und sogar einen ziemlich einleuchtenden:<br />
Es gibt dort einfach keine Wege &#8211; am ganzen, riesigen Hang, auf einer Länge von ca. einem km, gibt es keine einzige laufbare Verbindung zwischen dem Dorf Balkhausen unten im Talgrund und dem Wald hoch oben am Melibokusmassiv. Ein paar Wege von unten in die steilen Hangweiden und Wiesen, aber die enden alle irgendwo mittendrin, ohne zum Wald zu gelangen (auch wenn die Wanderkarte das Gegenteil behauptet: Wieder mal so ein Fall von &#8220;Realität trumpft Karte&#8221; &#8211; ich hab´ seit Jahren gesucht, da ist nix).<br />
Tja, und das hat mich bisher immer abgehalten&#8230;</p>
<p>Aber heute nicht!<br />
Schließlich ist Frühling (oder so ähnlich&#8230;).<br />
Heute würde ich mitten durch die Lücke durchlaufen, auch ohne Wege und Pfade. Einfach von Balkhausen in die steilen Hänge rein, und dann wild über die Wiesen/durch die Wildnis irgendwie nach oben durchschlagen.<br />
So eine richtige, gute, alte mich-kann-nix-aufhalten-cross-und-Abenteuer-Tour geradewegs durch die unwegsame Pampa!<br />
Boo-Yah!  <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wo ich schon dabei war, beschloss ich, gleich auch noch ein paar andere Wegabschnitte bei Balkhausen abzulaufen, die ich bisher wegen genereller Unauffindbarkeit/Scheissigkeit/Steilheit wohlweislich gemieden hatte. Wenn schon Mördercrosscountryexpedition in die wilden, ungezähmten Bergwälder, dann auch gleich richtig!!<br />
Ich wiederhole: BOO-YAH!!!<br />
Testosteron ist doch was Feines&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_lol.gif' alt=':lol:' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Oh, Nemo nahm ich übrigens auch wieder mit.<br />
Nur zur Sicherheit. Um die Wölfe abzuschrecken, oder um ihn mit einer Nachricht zurück in die Zivilisation zu schicken, falls mir unterwegs was zustossen sollte (&#8220;<em>Beide Beine gebrochen am Grund der Teufelsklamm. Es geht zu Ende. Weint nicht um mich</em>.&#8221; Oder sowas. Das kommt immer gut. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_lol.gif' alt=':lol:' class='wp-smiley' />  )</p>
<p>Start am frühen Nachmittag. Zuerst noch ganz zivilisiert. Erster  Aufstieg der heutigen Tour (von insgesamt fünf) in den Wald hinterm Haus, kurz auf dem Burgen-/Alemannenweg durchs schmale und eisige Hasselbachtal, dann hoch auf die Anhöhe am Merckschen Wasserturm und weiter bis zum Anfang des Pürschwegs (SJ2). 60 HM, schon recht steil, aber das Stück laufen wir so oft und der Weg ist so gut, das flutscht. </p>
<p>Den Pürschweg dann aber nicht rechts hoch in Richtung Melibokus, sondern links runter, in Richtung Jugenheim und weiter ins Balkhäuser Tal.<br />
Gut bergab.<br />
Da gingense schon wieder flöten, die schönen Höhenmeterchen&#8230; (Aber das gehörte ja zum Konzept der heutigen Tour: Immer schön auf halber Höhe an den Talwänden hoch und runter, da klettert man viel mehr, als wenn man geradewegs den höchsten Punkt der Umgebung ansteuert). </p>
<p>Kurz bevor wir die L3103 am Grund des schmalen unteren Balkhäuser Tals erreichten, ging´s rechts ab, auf einen namenlosen (wahrscheinlich hat er einen Namen, aber ich kenn´ ihn nicht), unmarkierten Pfad, der parallel zur Strasse (aber deutlich oberhalb, durch den Wald am steilen Talrand) südostwärts führt. </p>
<p>Erster Vorgeschmack von Abenteuer: Der Pfad ist nicht besonders gut: Schmal, steinig, astig, ein bisschen schlammig, zwischendurch wird er immer mal wieder von umgestürzten Baumstämmen blockiert (wie gesagt: Nebenpfad, keine Markierung und zu schmal und abschüssig, als dass die Forstarbeiter hier mit dem Auto hinkönnten, da bleiben die Bäume auch schon mal ein, zwei Jährchen liegen).<br />
Oh, und ordentlich steil isser auch: Während Strasse unten im Tal mit moderaten 5% oder 6% Steigung bergauf führt, schraubt sich der Pfad nämlich zugleich auch noch seitlich an der Hangwand hoch, was dann eine Steigung von 10% oder 12% ergibt.<br />
Eigentlich auch kein Problem, aber irgendwie war ich wohl von gestern noch ein bisschen im läuferischen Flachlandmodus und liess es ein bisschen zu schnell angehen. Folgerichtig war ich bereits nach einem halben Kilometer etwas ausser Atem und nahm lieber mal einen Gang raus &#8211; nur nicht zu früh verausgaben, eine der wichtigsten Regeln beim Berglaufen. </p>
<p>Nach einem knappen km die erste und einzige Abzweigung des Weges, wir liefen geradeaus durch &#8211; ein noch kleineres, schmaleres Trampelpfädchen durch den Hangwald, aber immerhin mit Markierung (gelbe 7, Kisselsgrund-Weg) und &#8211; nach einem letzten fiesen Kurzanstieg &#8211; erst eben, dann abschüssig zurück runter ins Balkhäuser Tal.<br />
Zweite Anstiegsphase beendet. Puha.<br />
Status: Ein bisschen geschwitzt, ein bisschen eingesaut, ein bisschen ausser Atem, aber guter Dinge.<br />
Hund: Perpetual beinhebend, hechelt etwas, will weiter &#8211; offensichtlich voll funktionsfähig&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /><br />
Bestens.</p>
<p>Und wieder abwärts, das abenteuerliche Pfädchen runter bis an den Waldrand im Kisselsgrund, einem hübschen, schmalen Seitenarm des Balkhäuser Tals, dem wir bis runter an die L3103 folgten (mit kurzen Unterbrechungen, denn auch hier liegen grundsätzlich ein oder zwei umgestürzte Bäume im Weg. Sind übrigens jedes Mal andere Bäume, ohne dass der Wald darunter zu leiden scheint. Ein Mysterium&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ). </p>
<p>Unten angekommen ein kleiner Schlenker über den Naturparkplatz am Talhof, dann auf dem Kiesweg am Strassenrand 300 m. aufwärts bis nach Balkhausen rein und kurz die Felsbergstr. hoch.<br />
Aber nicht lange &#8211; gleich bei der nächsten Gelegenheit links ab (&#8220;Im Fasanengarten&#8221;), runter in den Talgrund unterhalb des Dorfes.<br />
Zeit für Aufstieg Nr. 3!</p>
<p>Der hatte es in sich: Unmarkierter Weg am Schulberg entlang aufwärts, neben einem kleinen Bachlauf geradewegs den steilen Osthang des Balkhäuser Tals hoch.<br />
Landschaftlich sehr hübsch &#8211; Weiden, Streuobstwiesen, rechts des Weges eine Art Minifeuchtbiotop am Bachufer, mit Schilf und schönen, alten knorrigen Bäumen.<br />
Läuferisch hingegen anspruchsvoll. Steil. Etwas uneben. Und furchtbar schlammig. Wohl der Einfluss des Bachs, das war teilweise der reinste Sumpf (etwas weiter oben waren sogar ein paar Meter glibbrigster Eisreste mitten über den Weg gefroren &#8211; wenn schon mal versucht hat, ohne Schlittschuhe bergauf Schlittschuh zu laufen, kann sich ungefähr vorstellen, wie wir da rüber gekommen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_lol.gif' alt=':lol:' class='wp-smiley' />  ).<br />
Steil und lang und glitschig &#8211; das zog ordentlich rein.</p>
<p>Nach ca. einem halben km Aufstieg erreichten wir endlich &#8211; respektive schwer schnaufendn bzw. ordentlich hechelnd- den Waldrand oberhalb der Hangwiesen, wo es unverändert weiter bergauf ging.</p>
<p>Aufwärts durch den Wald am Vogelherd, auf den eingangs bereits erwähnten bisher unerlaufenen obskuren Nebenpfädchen, die teils so mies und eingeschlämmt waren, dass man sie nur mit viel gutem Willen und einem vollen Satz Anführungszeichen als &#8220;Weg&#8221; bezeichnen konnte.<br />
Echte Hardcore-Cross-Passage am Hang.<br />
Saumässig anstrengend, machte aber einen Riesenspass. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Nach diversen verworrenen Kurven und Serpentinen um irgendwelche vergessenen Mini-Tälchen erreichten wir schließlich den Lokalwanderweg SJ2 am Vogelherd.<br />
Breiter Weg, fester, trittsicherer Untergrund und bekanntes Terrain, zur Abwechslung auch mal wieder ganz nett.<br />
Weiter bergauf ging´s natürlich trotzdem, noch ein paar hundert Meter bei sehr ordentlicher Steigung (die sich nach den gerade bestandenen Strapazen gleich noch ein bisschen ordentlicher anfühlte) den bequemen SJ2 hoch, bis wir die Wegscheide an der vorletzten Serpentine unterhalb des Gipfels erreichten. </p>
<p>Ende Anstieg Nr. 3, vorerst höchster Punkt der heutigen Tour.<br />
Puha.<br />
Kurze Verschnaufpause, dabei den schönen Blick durch die kahlen Bäume zur anderen Seite des weit unter uns liegenden Balkhäuser Tals genossen, direkt auf den Hangwiesen an der &#8220;Lücke&#8221; &#8211; also das Stück, das wir nachher noch in Angrif nehmen wollten.<br />
Sah selbst von hier unglaublich steil und hoch aus, wie eine grüne, leicht geschwungene Wand.<br />
Das würde noch ein Spass werden&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Zuerst mal ging´s aber wieder bergab. Mehr obskure, kaum auffindbare Pseudowegchen, die sich abwechselnd als knietiefer butterweicher Morast und knöchelbrechenes Labyrinth aus Ästen und Stein präsentierten, alles schön tückisch versteckt unter einer dicken, rutschigen Schicht alten Herbstlaubs. Physisch zwar etwas weniger anstrengend, aber dafür brauchte es eine unheimliche Konzentration.<br />
Irgendwann erreichten wir etwas bekanntere Gefilde weiter unten am Hang, wo wir bei einer kleinen Wanderung im Sommer 07 mal die Orientierung und Nemos Hundeleine verloren hatten. Die Orientierung konnten wir damals irgendwann wiederfinden, aber die Leine dürfte auch heute noch irgendwo in der unwegsamen Wildnis vor sich hinmodern&#8230;  </p>
<p>Noch ein, zwei abfallende Serpentinen, dann waren wir auch schon wieder aus dem Wald raus und liefen durch das idyllische kleine Seitental an den Neuwiesen bis runter in den Talgrund (wieder mal&#8230;).</p>
<p>Hier war dann Schluss mit lustig.<br />
Aufstieg Nr. 4.<br />
THE BIG ONE!<br />
So querfeldein wie nötig den Hang auf der anderen Talseite hoch und mitten durch die Lücke. </p>
<p>Zuerst war´s ja noch ganz harmlos. Vom Talgrund aus hoch nach Balkhausen, geradewegs quer durchs Dorf durch (was nicht schwer ist, denn Balkhausen ist ein &#8220;Einstrassen-Dorf&#8221;, das sich zwar ewig lange das Tal hinauf zieht, aber dabei eben auch ganz schmal ist), und auf der anderen Seite auf einem namenlosen, unmarkierten, noch nie zuvor gelaufenen Wirtschaftsweg hoch in die Wiesen am Osthang (Laut Gemarkungskarte die &#8220;Bodenäcker&#8221;).<br />
Hübsche Weiden voll verständnislos glotzender Kühe, schöner Blick über Balkhausen, alles eigentlich sehr nett.<br />
Was mir allerdings etwas Sorgen machte, war die Steigung.<br />
Die war einfach nicht groß genug &#8211; während sich rechts von uns ein hoher und unglaublich steiler, grasbewachsener Vorberg erhob, auf dem sich gerade ein paar Paraglider startbereit machten (Merke: Wenn der Berg, auf den du  gerade willst, so steil und so hoch ist, dass Gleitschirmflieger von dort starten, weisst du, dass du noch Einiges vor dir hast&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ), wendelte sich der Feldweg mit halbwegs moderater Steigung schön bedächtig um den echten Aufstieg herum.<br />
Nett zu laufen, aber es bedeutete auch, dass es später um so steiler werden würde. Uuuhhhhh&#8230;.</p>
<p>Nach ein paar hundert Metern endete der Feldweg dann.<br />
Nicht unerwartet (denn ich hatte ja gewusst, dass hier kein Weg bis hoch zum Wald führt) aber doch recht abrupt: Kleine Kurve, dahinter dann plötzlich ein Weidezaun mitten über den sich verlierednen Weg, hinter dem eine Herde Kühe stand und glotzte.<br />
Ok. Ab jetzt also Cross-Country.<br />
Optionen:<br />
- Hinter uns das Balkhäuser Tal. Waren wir gerade hochgekommen, wollten wir also nicht.<br />
- Vor uns und links von uns Weidezaun und die Kühe. Zwar ungefähr die richtige Richtung, aber nicht praktikabel. Wenn schon Landfriedensbruch, dann auf einer Weide ohne Kühe, gerade mit dem Hund im Schlepptau.<br />
-Blieb also noch rechts. Der Hügel mit den Paraglidern (laut Flurkarte der Eichelsberg). Kein Weidezaun, offene Wiese, und es ging bergauf.<br />
Nahmen wir. </p>
<p>ACHDULIEBESCHEISSEWARDASVERDAMMICHNOCHMALSTEIL!!!!!!!!!!!!!!!!</p>
<p>Bis auf den Gipfel des Eichelsbergs war´s nicht besonders weit. Vielleicht etwas über 100 m. Strecke.<br />
Aber mit fast 50 Höhenmetern!!!<br />
40% bis 50% Steigung &#8211; das ist hart an der Grenze zu dem Punkt, wo man die Hände benutzen muss, um überhaupt noch vorwärts zu kommen.<br />
Nix mit Joggen, den schleppten wir uns gehend und schnaufend hoch.<br />
War anstrengend genug&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Oben angekommen gab´s zur Belohnung erstmal einen herrlichen Panoramablick über Balkhausen, und direkt danach die Fortsetzung der Frage &#8220;Was jetzt&#8221;.<br />
Auch hier oben in der Richtung, in die wir wollten: Weidezäune.<br />
Immerhin, direkt vor uns lag die Hangwiese mit den beiden Paraglidern, die wir schon von unten gesehen hatten, und die reichte offensichtlich bis zum Waldrand über dem Tal hoch. </p>
<p>Sah gut aus, wir mussten nur noch hinkommen.<br />
Dummerweise ist so ein Stacheldrahtzaun ein überraschend schwieriges Hindernis &#8211; zum Drüberklettern ist er zu wacklig, das geht nicht. Drüberspringen&#8230; naa, zu hoch, gerade nach einem anstrengenden Berglauf.<br />
Bleibt noch untendrunter durch robben.<br />
Sieht dumm aus, man macht sich dreckig, aber es ist der beste Weg.<br />
Also machte ich das.    </p>
<p>Zuerst versuchte ich noch, den Zaun angesichts der beiden Gleitschirmflieger in Sichtweite ansatzweise nonchalant mit so einer Art Liegestütz-Rolle zu bewältigen.<br />
Natürlich verfing sich meine Laufhose prompt im Stacheldraht.<br />
Schlecht für meine Würde, gut für die beiden Paraglider, die inzwischen mit unverholenem Interesse zu dem dicken Mann mit dem kleinen Hund rüberstarrten, der soeben auf dem Bauch kriechend seinen Arsch in den Weidezaun gewickelt hatte, und sich nun mit pathetischen robb-Bewegungen zu befreien versuchte&#8230;<br />
That´s entertainment, folks &#8211; Wenn ihr mal jemanden braucht, der die Fähigkeit hat, in jeder Lebenslage eine schlechte Figur zu machen, wendet euch einfach an mich: Ich kenn´ mich da aus&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_lol.gif' alt=':lol:' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Beim zweiten Mal kroch ich dann halt wirklich auf dem Bauch drunter durch &#8211; ist die Würde ruiniert, kriecht sich´s ziemlich ungeniert.<br />
Oder so ähnlich&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Dann weiter: Mit gerötetem Gesicht (natürlich nur wegen der Anstrengung&#8230;) und eingeschlämmter Kehrseite an den Paraglidern vorbei (freundlich gegrüsst und schnell gefragt, ob ich über die Wiese laufen dürfe &#8211; sie meinten, es wäre ok und hatten ausserdem den Anstand, mich nicht laut auszulachen. Nette Jungs&#8230;) und hoch zum Waldrand, dort mit Hilfe eines Baums etwas eleganter über den Weidezaun geklettert und weiter aufwärts, in den wilden, ungezähmten Wald an der Ostseite des Melibokusmassivs. </p>
<p>Wie gesagt: Hier gibt´s keine Strassen, keine Wege, keine Trampelfpade. Nur unwegsame Wildnis, bestehend steilem Hangwald mit +/- 30%iger Steigung, dichtem Unterholz, umgestürzten Bäumen, rumliegenden Ästen, rutschigem Laub, Dornen, undurchdringlichen Dickichten, losem Geröll&#8230; das volle Programm, durch das wir uns nun japsend und im Schneckentempo aufwärts kämpften (an Joggen war hier meist auch nicht zu denken), bis wir schließlich, fix und fertig und nach einer unendlich anstrengenden kleinen Ewigkeit, den einzigen ansatzweise Anständigen Querweg unterhalb des Bergkammes erreichten.<br />
Puuuuuuuuuuuh &#8211; solche vollkommenen wilden Cross-Country-Passagen am Berg brauchen einen Unmenge an Kraft und Ausdauer. </p>
<p>Kurze Verschnaufpause, dann weiter, den schlammigen, schmalen Weg nach rechts bis hoch endlich die Kattenberger Schneise auf dem Höhenrücken des Melibokusmassivs erreichten.<br />
Aufstieg #4: Geschafft!!</p>
<p>Der Rest war eigentlich einfach: Die Kattenberger Schneise runter zur Darsberghütte, dort geradeaus noch einen Winzpfad bis auf den Darsberggipfel hoch (Aufstieg #5, aber nur noch 20 oder 30 Höhenmeterchen, nicht mehr der Rede wert).<br />
Dort noch mal kurz die herrliche Aussicht über die Bergstrasse hinweg nach Norden genossen (gibt´s nur im Winter, wenn die Bäume kahl sind), dann den unsäglich schlechten, steilen, halsbrecherischen Pseudopfad am Rand der Darsbergwiese runter bis an den Pürschweg (auch hier: Gaaaaanz langsam und vorsichtig, wenn man hier aus dem Tritt kommt, ist das beste, worauf man hoffen kann, ein Sturz kopfüber in die hier reichhaltig wachsenden Dornenhecken &#8211; muss nicht sein).<br />
Den geradewegs überquert und geradeaus weiter steil abwärts bis zur Burgruine Jossa, die wir auch noch schnell mitnahmen (nicht dass es da viel zu sehen gäbe, denn wie ich verschiedentlich schon geschrieben habe, ist die Jossa mit ihren paar Mauerresten auf dem zu kleinen Bergsporn die mit Abstand popligste Ruine an der nördlichen Bergstrasse &#8211; aber es ist meine &#8220;Hausruine&#8221;, also mag ich sie trotzdem).<br />
Kurzer schlenker über den Burghügel (steil, rutschig, mehr schöne Aussicht), dann den steilen, rutschigen, winzigen Trampelfpad runter auf den Jossaweg/Burgenweg (falls hier ein Muster erkennbar wird: Ja, bergab nahmen wir jeweils den kürzesten verfügbaren Weg, und das sind eben immer irgendwelche halsbrecherischen Mini-Pfädchen).<br />
Dem folgte wir dann einfach weiter bergab, durchs untere Darsbergtal bis zurück nach Hause. </p>
<p>Hach, so ein kompromissloser, steiler Berglauf auf den abenteuerlichsten Cross-Strecken, die man finden kann (oder auch mal ganz ohne Strecken) ist einfach eine tolle Sache:<br />
Schön anstrengend, schön spannend, und vom Erleben her unheimlich viel intensiver, als &#8220;normale&#8221; Strecken &#8211; sowas muss einfach immer mal wieder sein &#8211; tut gut, fordert einen mal wieder so richtig, und vor allem durchbricht´s den geschmacksneutralen, bequemen Laufalltagseinheitsbrei, in den man sich sonst angesichts begrenzter Zeit und Muße gerne mal absacken lässt.<br />
Und die Lücke ist auch endlich halbiert.<br />
Das reicht für´s Erste&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Strecke: 11,8 km (und knapp 600 HM)<br />
Zeit: 1:21 h reine Laufzeit, allerdings einige Orientierungs-/Beinheb-/Aussichts-/Verschnaufpausen (= 8,74 km/h bzw. 6:52 min/km)<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 26,61% (3,14 km von 11,8 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/ins-ums-durchs-balkhauser-tal.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-2944" title="ins-ums-durchs-balkhauser-tal" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/ins-ums-durchs-balkhauser-tal.jpg?w=128" alt="ins-ums-durchs-balkhauser-tal" width="128" height="93" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Best of Seeheim-Jugenheim - mit Hund und Foto (8,5 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/01/20/best-of-seeheim-jugenheim-mit-hund-und-foto-85-km/</link>
<pubDate>Tue, 20 Jan 2009 20:15:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/01/20/best-of-seeheim-jugenheim-mit-hund-und-foto-85-km/</guid>
<description><![CDATA[Manchmal geht´s ganz schnell. Noch vor ein paar Tagen: Tiefster Winter. Schnee, Eis, sibirische Kält]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Manchmal geht´s ganz schnell.<br />
Noch vor ein paar Tagen: Tiefster Winter.<br />
Schnee, Eis, sibirische Kälte, das volle Paket.<br />
Heute: Sowas wie ein Frühlingstag (oder zumindest ein Vorfrühlingstag, ist ja immer noch Mitte Januar)!<br />
Und dazu noch ein total hübscher, mit relativ warmen Temperaturen (whoa, 7°, da wird´s so langsam Zeit, die Hawaiihemden rauszupacken&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ), singenden Vögeln, wohlriechender milder Lenzluft und &#8211; das Beste überhaupt &#8211; viel freundlichem Sonnenschein, der sich durch die vereinzelten dünnen Schleierwolken überhaupt nicht aufhalten liess. </p>
<p>Sowas bringt die Lauflaune in Wallung, da muss man einfach raus und was Schönes joggen, selbst wenn´s von wegen &#8220;Zeit &#38; Muße, Mangel von&#8221; nicht besonders weit werden kann.<br />
Aber hey, gibt ja auch in de Nähe genug Interessantes. </p>
<p><!--more--><br />
Zum Beispiel &#8220;Die Lufthansa&#8221; (oder korrekter: Das <a href="http://www.lh-seeheim.de/">Lufthansa Training and Conference Center Seeheim</a>).<br />
Große, etwas klotzige Anlage im Wald am Hang über Seeheim, wo ein international agierenden Großkonzern (hmm, welcher könnte das bloss sein&#8230;? <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ) seit den Siebzigern seine Mitarbeiter ausbildet.<br />
Lag früher mitten auf einer meiner Hauptstrecken, bis der Träger vor zwei Jahren alles hat abreissen lassen, um ein größeres, besseres, neueres Trainingszentrum hinzustellen.<br />
Seitdem war da oben <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/schilder.jpg">gesperrt</a>. Großbaustelle, kein Weg durch, auch wenn ich´s immer <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/08/05/burg-tannenberg-und-stettbacher-tal-ein-laufbericht-mit-fotos-131-km/">mal wieder versucht hab&#8230;</a></p>
<p>Aaaaaber: Seit kurzem ist das Gröbste anscheinend erledigt und die neue, größere Lufthansa ist auch wieder für Durchschnittspassantenjoggerzivilisten geöffnet.<br />
Höchste Zeit, sich das mal aus der Nähe anzusehen. </p>
<p>Und weil so schönes Wetter war, hab´ ich spontan den Foto eingepackt.</p>
<p>Und weil ich den Foto eingepackt hatte, hab´ ich spontan beschlossen, auch gleich ein paar der anderen schönen Sehenswürdigkeiten in der Nähe mitzunehmen: Schloss Heiligenberg samt goldenem Kreuz/Alexanermausoleum/Zentlinde/Klosterruine/Schlossteich, die Ruine der Burg Tannenberg, und den netten Goldschmidt-Park in Seeheim.<br />
Mannomann, wir ham´ aber auch einen Haufen cooles Zeugs hier in der Gegend rumstehen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Und weil´s ja keine große Tour war, hab´ ich dann auch noch den Nemo mitgenommen.<br />
Der rennt nämlich auch gerne bei schönem Wetter. </p>
<p>Bloß die Stoppuhr musste daheim bleiben.<br />
Mit Hund UND Kamera sind eh keine Bestzeiten drin &#8211; da kann man auch einfach mal die Zeitnahme vergessen und die Tour schön entspannt zum Seele Baumeln Lassen nutzen.</p>
<p>Also: Kurze Runde zu einigen der hübschesten Orte von Seeheim-Jugenheim, im Gepäck total viele Dinge, die das Laufen bereichern und mit &#8220;O&#8221; aufhören &#8211; z.B. Gusto, Foto und Nemo (Wobei Nemo eigentlich kein Ding ist), aber ohne Tempo.<br />
Prima Sache! </p>
<p>Na dann &#8211; los:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0494.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0494.jpg" alt="img_0494" title="img_0494" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2843" /></a></p>
<p>Zuerst mal nordwärts nach Jugenheim rein, durch den parkartigen mittleren Pauerweg&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0495.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0495.jpg" alt="img_0495" title="img_0495" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-2845" /></a></p>
<p>&#8230;am Anfang des Balkhäuser Tals vorbei und auf dem Fußweg neben der Hauptstrasse aufwärts in Richtung des alten Dorfkerns und dem Eingang zum Heiligenberg&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0496.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0496.jpg" alt="img_0496" title="img_0496" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-2846" /></a></p>
<p>&#8230;dort ganz scharf rechts (ui, die Sonne blendet)&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0497.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0497.jpg" alt="img_0497" title="img_0497" width="400" height="299" class="alignnone size-full wp-image-2848" /></a></p>
<p>&#8230;dann auf der steilen, serpentinigen Schlosstrasse aufwärts durch die Parkterrassen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0499.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0499.jpg" alt="img_0499" title="img_0499" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2849" /></a></p>
<p>&#8230;und hoch über den Dächern von Jugenheim&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0502.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0502.jpg" alt="img_0502" title="img_0502" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2850" /></a></p>
<p>&#8230;bis zur Abzweigung des Burgenwegs oberhalb der Jugenheimer Bergkirche:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0503.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0503.jpg" alt="img_0503" title="img_0503" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2851" /></a>.</p>
<p>Dort dann rechts ab und auf dem Burgenweg am Hang (weiterhin toller Blick auf Jugenheim, dank der wintrigkahlen Bäume am Wegesrand) in Richtung Kreuzwiese. </p>
<p>Normalerweise läuft man auf diesem Weg halb um die weiter oben liegende Wiese herum bevor man sie betritt, aber wir nahmen heute mal die Abkürzung, eine steile und dank des Tauwetters unglaublich rutschige Kletterpartie geradwegs die Böschung zur Kreuzwiese hoch:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0515.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0515.jpg" alt="img_0515" title="img_0515" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2854" /></a><br />
<em>Vierbeinantrieb trumpft Zweibeinantrieb&#8230;</em></p>
<p>Der Grund: Auf diese Weise betraten wir die Kreuzwiese von unten, und hatten somit den ganzen Panoramablick bis hoch zum goldenen Kreuz &#8211; und der ist wunderschön:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0517.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0517.jpg" alt="img_0517" title="img_0517" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2855" /></a><br />
Cool, wa?</p>
<p><em>Kurzinfo: Die Kreuzwiese gehört zur Parkanlage des Schlosses Heiligenberg und liegt an der Westseite einer kleinen, vorgelagerten Kuppe, von der aus man einen herrlichen Blick in die Rheinebene hat. Über ihr erhebt sich das goldene Kreuz, das 1866 von  im Andenken an die verstorbene Großherzogin Wilhelmine von Hessen-Darmstadt errichtet wurde. Das Kreuz ist überraschend groß (vielleicht 3 oder 4 m. hoch?), mit Blattgold beschlagen und bereits von weit aus der Rheinebene sichtbar (besonders im Sommer, wenn die Abendsonne schräg von Westen auf die Bergstrasse scheint und es strahlt und glitzert). Direkt daneben steht das Mausoleum des Hauses Battenberg (einer Nebenlinie von Hessen-Darmstadt, zu deren direkten Nachkommen u.a. der britische Thronfolger Prinz Charles gehört).</em></p>
<p>Immer wieder schön hier oben!<br />
Wir liefen geradewegs die steile Wiese hoch bis zum Zaun vor dem Kreuz&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0529.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0529.jpg" alt="img_0529" title="img_0529" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2857" /></a><br />
<em>Rechts das goldene Kreuz, links das Alexandermausoleum</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0528.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0528.jpg" alt="img_0528" title="img_0528" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2856" /></a><br />
<em>Und noch mal in groß</em></p>
<p>&#8230;wo wir uns eine kleine Aussichtspause gönnten, um den herrlichen Panoramablick über die Kreuzwiese ins weite Rund der Rheinebene zu geniessen (also zumindest ich, Nemo war zu beschäftigt damit, an alle Bäume, Sträucher und Zaunpfähle zu pinkeln, derer er habhaft werden konnte):<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0537pano.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0537pano.jpg" alt="img_0537pano" title="img_0537pano" width="400" height="157" class="alignnone size-full wp-image-2858" /></a><br />
<em>Zwei Leiders:<br />
1) Das Gegenlicht beim Fotografieren war zu intensiv, deswegen wirkt das Ganze auf dem Bild zu trüb und blass. In Wirklichkeit war´s so richtig herrlich schön sonnig da oben, und der Himmel war eigentlich mehr blau als milchig weiß.<br />
2) Leider war´s mal wieder diesig, so dass keine perfekte Fernsicht herrschte. Der Ort im Vordergrund ist natürlich Jugenheim, direkt dahinter Bickenbach, dahinter dann schemenhaft das Industriegebiet am Gernsheimer Rheinufer in ca. 13 km Entfernung. Wenn´s richtig klar wäre, würde man am rechten Horizont den Rheingau in über 50 km Entfernung sehen, geradeaus und links das Rheinhessische Hügelland zwischen Mainz und Worms. </em></p>
<p>Dann links, auf dem schmalen Trampelpfad am Zaun entlang&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0538.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0538.jpg" alt="img_0538" title="img_0538" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2860" /></a></p>
<p>&#8230;vorbei am Mausoleum&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0539.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0539.jpg" alt="img_0539" title="img_0539" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2861" /></a></p>
<p>&#8230;und der uralten Zentlinde, unter der im Mittelalter Gericht gehalten wurde&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0540.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0540.jpg" alt="img_0540" title="img_0540" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2862" /></a></p>
<p>&#8230;bis zur Klosterruine am Ende des kleinen Bergrückens:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0542.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0542.jpg" alt="img_0542" title="img_0542" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2863" /></a></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0543.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0543.jpg" alt="img_0543" title="img_0543" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2864" /></a></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0545.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0545.jpg" alt="img_0545" title="img_0545" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2865" /></a></p>
<p>Direkt hinter der Klosterruine dann kurz abwärts, runter in die kleine Senke unterhalb vom Schloss, in der der Schlossteich liegt&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0546.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0546.jpg" alt="img_0546" title="img_0546" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2866" /></a></p>
<p>&#8230;und dort wieder auf die Schlosstrasse, der wir durch die Allee aus alten, knorrigen Bäumen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0549.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0549.jpg" alt="img_0549" title="img_0549" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2867" /></a></p>
<p>&#8230;und vorbei am Schlossgarten mit dem großen Mammutbaum&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0553-0558pano.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0553-0558pano.jpg" alt="img_0553-0558pano" title="img_0553-0558pano" width="400" height="148" class="alignnone size-full wp-image-2868" /></a></p>
<p>&#8230;bis hinauf zum Schloss folgten:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_05501.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_05501.jpg" alt="img_05501" title="img_05501" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2870" /></a></p>
<p><em>Kurzinfo (wirklich nur sehr kurz, hier gäbe es soviel zu erzählen, dass passt einfach nicht&#8230;): Schloss Heiligenberg, entstanden im 19. Jahrhundert aus einem Landgut. Traditioneller Stammsitz des Adelshauses Battenberg (wie gesagt: Nebenlinie von Hessen-Darmstadt). Hatte seine Hochphase in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als es zu einer regelmäßigen Urlaubsresidenz für den russischen Zaren Alexander II. und seine Gattin Maria Alexandrowna (die als Prinzessin Marie von Hessen Darmstadt geboren worden war und ihre Jugend hier verbracht hatte) wurde, die oftmals mit dem gesamten Hofstaat anreisten, der dann im Dorf untergebracht werden musste (der Lokalhistoriker Hans Buchmann schreibt sogar, dass das russische Imperium zu diesen Zeiten von Jugenheim aus regiert wurde &#8211; welches andere 4000-Einwohner-Dorf in Deutschland kann das von sich behaupten? <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ).<br />
Heute im Besitz des Landes Hessen, das hier Lehrer fortbilden lässt und sich lange nicht so gut um die wunderschöne und geschichtsträchtige Anlage kümmert, wie sie es eigentlich verdient hätte. </em></p>
<p>Noch mal in Extrabreit:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0563-0565pano.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0563-0565pano.jpg" alt="img_0563-0565pano" title="img_0563-0565pano" width="400" height="154" class="alignnone size-full wp-image-2871" /></a></p>
<p>Das Haupttor war offen, also liefen wir geradwegs durch den schattigen Innenhof&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0567.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0567.jpg" alt="img_0567" title="img_0567" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2872" /></a></p>
<p>&#8230;und auf der anderen Seite wieder raus, dann am Parkplatz vorbei (der Parkplatz hinterm Schloss war bis vor wenigen Jahren noch eine wunderschöne Streuobstwiese. Dann hat das Land Hessen entschieden, dass es den fortzubildenden Lehrern nicht zugemutet werden kann, die paar hundert Meter vom Dorf hochzulaufen, und es hat den Parkplatz mitten in das liebliche kleine Tal planieren lassen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':(' class='wp-smiley' />  ), auf den Weg SJ1, der am Waldrand entlang um das kleine Tal hinter dem Schloss (das mit dem Parkplatz) führt:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0568.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0568.jpg" alt="img_0568" title="img_0568" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2873" /></a><br />
<em>Nochmal das Schloss von hinten, leider arg gegenlichtig&#8230;</em></p>
<p>Nach ca. 300  m. war dann erstmal Schluss mit Sehenswürdigkeit: Wie verliessen das Schloss und liefen im Wald oberhalb des Stettbacher Tals&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0569.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0569.jpg" alt="img_0569" title="img_0569" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2875" /></a><br />
<em>Nordflanke des Berges, deshalb schattig und frisch</em></p>
<p>&#8230;ostwärts bis zum Brandhof&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0570.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0570.jpg" alt="img_0570" title="img_0570" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2876" /></a><br />
<em>Hotel-Restaurant im Stettbacher Tal. An der Bergflanke an der anderen Talseite kann man schön sehen, wie abrupt der Wechsel zwischen Licht und Schatten heute war</em></p>
<p>&#8230;hinter dem wir eigentlich runter in den Talgrund auf die Fahrstrasse nach Stettbach wechseln wollten.<br />
Uneigentlich war der Weg zur Strasse dummerweise von denen hier versperrt&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0572.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0572.jpg" alt="img_0572" title="img_0572" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2877" /></a></p>
<p>&#8230;so dass wir erst noch eine kleine, schlammig-unebene Expedition durchs Gestrüpp neben dem Weg machen mussten, bevor wir endlich die Strasse erreichten und ihr rechts aufwärts durchs mittlere Stettbacher Tal folgen konnten&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0574.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0574.jpg" alt="img_0574" title="img_0574" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2878" /></a></p>
<p>&#8230;das dank Sonnenschein, blauem Himmel und seinen sanft gerundeten Wiesenlandschaft einen herrlich idyllischen Anblick bot:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0577-0579pano.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0577-0579pano.jpg" alt="img_0577-0579pano" title="img_0577-0579pano" width="400" height="112" class="alignnone size-full wp-image-2879" /></a></p>
<p>Nach einem halben Kilometer ging´s links von der Strasse ab, in den Wald rein und über den Naturparkplatz Tannenberg:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0580.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0580.jpg" alt="img_0580" title="img_0580" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2880" /></a></p>
<p>Jetzt kam der etwas anstrengendere Teil.<br />
Weil:<br />
Parkplatz Tannenberg im Stettbacher Tal (unser momentaner Standort): Ca. 200 m. ü. NN<br />
Burgruine Tannenberg auf dem Gipfel des Tannenbergs (unser nächstes Ziel): Ca. 340 m. ü. NN.<br />
Höhenunterschied: 140 m.<br />
Strecke zwischen beiden Punkten: Knapp 1 km.<br />
Durchschnittlich 14% Steigung, das ist schon ganz ordentlich. </p>
<p>Wobei der erste Teil noch relativ gemäßigt war. Am Parkplatz links auf den Weg SJ1 und moderat bergauf durch den hell erleuchteten Bergwald (Südflanke + Kein Laub = Viel schöne Wntersonne)&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0582.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0582.jpg" alt="img_0582" title="img_0582" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2881" /></a></p>
<p>&#8230;dann am Ende des nächsten schluchtartigen Seitentals rechts und weiter bergauf&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0583.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0583.jpg" alt="img_0583" title="img_0583" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2882" /></a></p>
<p>&#8230;bis zur Kreuzung auf dem Bergsattel zwischen Kniebrecht und Tannenberg:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0584.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0584.jpg" alt="img_0584" title="img_0584" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2883" /></a><br />
<em>Oh Mann, warum ist der Köter eigentlich immer nur am Pissen wenn ich ihn fotografiere?</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_lol.gif' alt=':lol:' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Soweit so gut. Bisher kein Problem, netter Anstieg, leicht schweisstreibend aber voll im grünen Bereich. </p>
<p>Aber wir waren auch erst auf halber Höhe.<br />
Noch 70 HM bis ganz oben, und dieses letzte Stück ist wirklich sacksteil:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0585.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0585.jpg" alt="img_0585" title="img_0585" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2885" /></a><br />
Auf dem Foto kommt das natürlich wieder mal nicht so raus, aber wenn man davor steht, ist das wie ´ne Wand.<br />
Endlich was zum Reinhängen! So mag ich das! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /><br />
Wie man auf dem Bild erkennen kann, teilt sich der Weg an dieser Stelle:<br />
Da gibt´s den rechten Pfad, der von allen Wegmarkern favoritisiert wird. Der windet sich mit einer langen Serpentine etwas gemächlicher aufwärts, ist aber immer noch ziemlich fordernd.<br />
Und dann gibt´s noch den linken Pfad. Der hat keine Serpentine.<br />
Der läuft schnurgerade den Hang hoch, und ist eigentlich so steil, dass er nur von völlig durchgeknallten Hardcore-Offroad-Biker-Deppen mit Todeswunsch benutzt wird (und selbst das nur bergab&#8230;).</p>
<p>Wir nahmen den linken. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /><br />
Frühling, gute Laune, bisher alles super, da hatte ich Lust auf ´ne Herausforderung.<br />
Die kriegten wir auch:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0586.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0586.jpg" alt="img_0586" title="img_0586" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2888" /></a></p>
<p>Uijuijui.<br />
Irgendwas so um die 20% oder 30% Steigung, dazu noch leicht glitschiger Untergrund, das zog richtig gut rein.<br />
Schon faszinierend, wie schnell man vollkommen ausser Atem kommen kann, wenn man´s wirklich drauf anlegt&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  </p>
<p> Aber es war ja nicht weit: 150 oder 200 m. steil aufwärts durch den Bergwald&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0590.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0590.jpg" alt="img_0590" title="img_0590" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2889" /></a></p>
<p>&#8230;dann war das schlimmste Stück geschafft, und ich gönnte uns (na ja, mir zumindest. Nemo hatte das alles eher kalt gelassen, der war mit Pinkeln beschgäftigt&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ) eine kurze aber intensive Japs-Pause&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0587.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0587.jpg" alt="img_0587" title="img_0587" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2890" /></a><br />
<em>Puhaaaa. Ein&#8230; aus&#8230; ein&#8230; aus&#8230;<br />
Aber ein Riesenspass war´s trotzdem!</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>&#8230;bevor wir dann die paar letzten, angenehm unaufgeregten Höhenmeter zurücklegten und auf der pittoresken Burgruine Tannenberg einliefen und uns ein bisschen zwischen den Mauerresten und Trümmern umtaten.<br />
Impressionen:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0592.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0592.jpg" alt="img_0592" title="img_0592" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2892" /></a><br />
<em>Burganlage von Südosten</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0593.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0593.jpg" alt="img_0593" title="img_0593" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2893" /></a><br />
<em>War gar nicht so einfach, ihn lange genug zum Stillhalten zu bewegen. Gottseidank gibt´s Bestechungsleckerlis&#8230;</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0595.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0595.jpg" alt="img_0595" title="img_0595" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2894" /></a><br />
<em>Ehemaliger Zugang zum ehemaligen Bergfried und eine der Kanonenkugeln, die aus der Burg eine Ruine gemacht haben.</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0596.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0596.jpg" alt="img_0596" title="img_0596" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2897" /></a><br />
<em>Zentraler Teil der Ruine, mittig die alte Zisterne, links der ansatzweise wiederaufgebaute Bergfried</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0611.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0611.jpg" alt="img_0611" title="img_0611" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2898" /></a><br />
<em>Bick vom Plateau mit der Ruine drauf direkt nach Süden, über den (nicht sichtbaren) Heiligenberg hinweg bis zum Gipfel des ca. 4 km Luftlinie entfernten <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/10/12/kommt-wir-laufen-auf-den-melibokus-101-km/">Melibokus</a>. </em></p>
<p>Und das Beste zum Schluss:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0603-0609pano.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0603-0609pano.jpg" alt="img_0603-0609pano" title="img_0603-0609pano" width="400" height="135" class="alignnone size-full wp-image-2899" /></a><br />
<em>Panoramablick von der Burg Tannenberg nach Nordwesten. Direkt unterhalb das neue Lufthansa-Gebäude (da wollten wir ja noch hin), darunter Seeheim, dann Pfungstadt (hinter dem Wald). Noch weiter hinten das nördliche Ried bei Griesheim, wenn´s klar wäre könnte man auch den Taunus sehen.</em></p>
<p><em>Kurzinfo zur Burg Tannenberg gibt´s keine, obwohl sie Schauplatz eines wichtigen historischen Ereignisses war &#8211; aber <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/08/05/burg-tannenberg-und-stettbacher-tal-ein-laufbericht-mit-fotos-131-km/">das hab´ ich an anderer Stelle schon mal alles geschrieben, also schaut einfach dort nach</a> (auch da gibt´s übrigens Fotos</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> <em>)</em></p>
<p>Nachdem wir uns ein bisschen umgesehen (ich) und alle relevanten Ecken liberal mit Duftmarken versehen (Nemo) hatten, ging´s weiter, und zwar auf dem alten Burgweg runter zur Lufthansa.<br />
War gar nicht so einfach, denn erst war die Brücke über den Burggraben nicht begehbar&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0612.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0612.jpg" alt="img_0612" title="img_0612" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2900" /></a><br />
<em>Nicht so richtig im Bild: Der Burggraben, über den diese Brücke führt. Der ist ca. 3 oder 4 m. tief, steil, rutschig, und liegt voller alter Baumstämme und abgebrochener Riesenäste.<br />
Ebenfalls nicht im Bild: Der Matthias, wie er durch diesen Burggraben durchklettern muss und dabei mehrmals fast auf die Schnauze fällt, weil die §#%@$ Brücke außer Betrieb ist.<br />
Weiterhin ebenfalls nicht im Bild: Der Nemo, der feixend zusieht (der Philister!)<br />
</em></p>
<p>&#8230;und danach mussten wir den alten Burgweg runter (Markierung: Das gelbe Plus des Saar-Rhein-Main-Wegs), der nicht nur ebenfalls furchtbar steil ist, sondern dank des Tauwetters auch die generelle Konsistenz von Schmierseife hatte und hin und wieder mal von einem umgefallenen Baum versperrt wurde:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0613.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0613.jpg" alt="img_0613" title="img_0613" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2901" /></a><br />
<em>Feuchtes Herbstlauf auf dünnflüssigem Schlick am Steilhang &#8211; das sind ja gleich drei Dinge auf einmal. Das geht nun wirklich nicht&#8230;</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_lol.gif' alt=':lol:' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wohlbehalten unten angekommen dann kurz links und gleich wieder rechts, runter zur Lufthansa.<br />
Da, wo in den letzten zwei Jahren immer ein tückisch postierter Bauzaun den Weg versperrt hat.<br />
Stunde der Wahrheit&#8230;</p>
<p>[Trommelwirbel]</p>
<p>Und der Zugang zur Lufthansa waaaaar&#8230;.</p>
<p>[mehr Trommelwirbel]</p>
<p>&#8230;FREI!<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0614.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0614.jpg" alt="img_0614" title="img_0614" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2902" /></a></p>
<p>Prima! Da liefen wir doch gleich mal die Strasse runter (wobei wir zwischen Horden von Elektrikern, Gartenbauern und Sanitärarbeitern durchlavieren mussten &#8211; die große Bauerei ist anscheinend zu Ende, der Kleinkram allerdings wohl noch nicht) und sahen uns das neue <del datetime="00">Schulungszentrum</del> Training &#38; Conference Center an. </p>
<p>Hmmnaja. Bisher hab´ ich ja immer nur aus der Ferne gemosert, weil es ein klotziger Kasten ist, der nicht so recht in den Wald oberhalb von Seeheim passen will.<br />
Aber so aus der Nähe muss ich dann doch zugeben, dass es für einen klotzigen Kasten, der nicht so recht in den Wald oberhalb von Seeheim passen will, eigentlich ganz spiffy aussieht. Vielleicht noch ein bisschen aseptisch und unfertig, und vielleicht keine architektonische Meisterleistung (obwohl mir da wohl der Sachverstand fehlt, um das kompetent beurteilen zu können [nicht das mich das jemals davon abgehalten hätte, meinen Senf zu irgendwas dazuzugeben <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ] &#8211; vielleicht übernimmt das ja der Gerd für uns?) aber insgesamt eigentlich gar nicht so übel.<br />
Dazu dann noch die Traumlage hoch oben am Hang und die Tatsache, dass es aus der offensichtlich bereits in Betrieb genommen Küche des Komplexes verführersich nach gutem Essen duftete, da musste ich mein vorheriges Genörgele doch ein bisschen revidieren. </p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_06150616pano.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_06150616pano.jpg" alt="img_06150616pano" title="img_06150616pano" width="400" height="152" class="alignnone size-full wp-image-2903" /></a></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0621-0622.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0621-0622.jpg" alt="img_0621-0622" title="img_0621-0622" width="400" height="174" class="alignnone size-full wp-image-2904" /></a></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0623.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0623.jpg" alt="img_0623" title="img_0623" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2905" /></a></p>
<p>Wir sahen uns alles ein bisschen an, verewigten uns an den markantesten Ecken (also jetzt wieder nur der Nemo, ich konnt´s noch einhalten&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif' alt=':mrgreen:' class='wp-smiley' />  ), verirrten uns ein wenig zwischen noch unfertigen Wegen, vestigialen Bauzäunen und fleissigen Landschaftsgärtnern, und schlugen uns schließlich über die Hauptzugangsstrasse runter ins enge Seitental unterhalb der Lufthansa durch, wo wir auf einem ziemlich beschissenen Trampelpfädchen talwärts bis zum Seeheimer Ortsanfang in der Villastr. schlidderten/stolperten:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0624.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0624.jpg" alt="img_0624" title="img_0624" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2908" /></a></p>
<p>Dort gleich noch mal links und durch den kleinen aber feinen Goldschmidtpark, ganz oben am Hang über Seeheim,&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0630-0633pano.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0630-0633pano.jpg" alt="img_0630-0633pano" title="img_0630-0633pano" width="399" height="119" class="alignnone size-full wp-image-2909" /></a></p>
<p>&#8230;den wir auf dem Weg&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0634.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0634.jpg" alt="img_0634" title="img_0634" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2910" /></a></p>
<p>&#8230;unterhalb der Villa Goldschmidt&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0635.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0635.jpg" alt="img_0635" title="img_0635" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2911" /></a></p>
<p>&#8230;in südlicher Richtung&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0636.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0636.jpg" alt="img_0636" title="img_0636" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2912" /></a></p>
<p>&#8230;durchquerten&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0644.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0644.jpg" alt="img_0644" title="img_0644" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2914" /></a></p>
<p>&#8230;und auf der anderen Seite am oberen Ende der Kranichstr. auf den Panoramaweg SJ3 wechselten, der am Waldrand oberhalb der letzten Seeheimer Häuser bis zurück nach Jugenheim rüber führt. </p>
<p>Laufrichtung: Südwest. Von vorne teils blendendes Gegenlicht durch die schräg stehende Sonne&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0645.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0645.jpg" alt="img_0645" title="img_0645" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2916" /></a></p>
<p>&#8230;das die Umgebung zugleich jedoch in wunderbar warme, rötliche Erdtöne einfärbte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0646.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0646.jpg" alt="img_0646" title="img_0646" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2917" /></a></p>
<p>Und damit hatten wir´s auch schon fast geschaft. Noch schnell um/durch das schmale Wiesental zwischen Jugenheim und Seeheim&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_6470648.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_6470648.jpg" alt="img_6470648" title="img_6470648" width="399" height="305" class="alignnone size-full wp-image-2918" /></a></p>
<p>&#8230;dann noch ein Stückchen weiter den Weg über dem Waldrand entlang (zum Marker SJ3 gesellten sich gegen Ende auch noch das blaue B des Burgen- und das rote S des Alemannenwegs), und schließlich über von Jugenheim rechts ab und auf der steilen Treppe oberhalb der Strasse &#8220;Am Tannenberg&#8221; runter ins Dorf:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0650.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0650.jpg" alt="img_0650" title="img_0650" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2919" /></a>.</p>
<p>Direkt am Fuß der Treppe noch mal kurz Adrenalin: Ortsansässiger Riesenhund kommt aus seinem offenen Hoftor und will Nemo auffressen, Nemo hält dagegen und will ortsansässigen Riesenhund auffressen (Chancen stehen 15:1 für Riesenhund, aber Nemo hat sich noch nie um sowas geschert&#8230;), mittendrin ein schreiender Matthias, der versucht, den keifenden Nemo vor den Fängen seines geifernden Widersachers zu bewahren, bis der von der inzwischen dazugekommenen ortsansässigen Riesenhundbesitzerin zurück in seinen Garten geschleift werden kann.<br />
Und hinterher dann auch noch ein vorwurfsvoller Blick von Nemo:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0651.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0651.jpg" alt="img_0651" title="img_0651" width="400" height="404" class="alignnone size-full wp-image-2920" /></a><br />
<em>&#8220;Warum hast du mich denn festgehalten? Den Fettsack hätt´ ich fertig gemacht&#8230;&#8221;</em></p>
<p>Dogs &#8211; sometimes they´re dumb as shit&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Danach durch Jugenheim zurück: Seeheimer Str., Hauptstr., nochmal durch den schattig-hübschen Pauerweg&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0652.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0652.jpg" alt="img_0652" title="img_0652" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2921" /></a></p>
<p>&#8230;und schließlich wieder nach Hause.</p>
<p>FIN</p>
<p>Wunderschöne Tour. Irgendwie vergisst ja gerne mal, wie schön es eigentlich im eigenen Hinterhof ist, um so mehr Spass macht es dann, sich das wieder ins Gedächtnis zu rufen.<br />
Läuferisch wunderbar angenehm und entspannt, auch wenn der Spagat zwischen Joggen UND Hund UND Foto doch schon eine gewisse Konzentration erfordert.<br />
Dazu dann noch der erste gebloggte Lauf über die Lufthansa &#8211; fast perfekt.<br />
Lediglich mit den Fotos bin ich nicht ganz zufrieden, weil sie aufgrund der Lichtverhältnisse einfach nicht ganz akkurat wiedergeben, wie schön das heute tatsächlich war.<br />
Aber hey &#8211; ich hab´s ja live miterlebt und weiss, wie es war &#8211; und ihr müsst euch die Farben halt einfach noch etwas intensiver und den Himmel noch etwas blauer vorstellen, dann passt das schon&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Strecke: 8,5 km<br />
Zeit: Was weiss ich? Wir sind ständig rumgestanden und haben Fotos geschossen oder das Beingehoben, so schnell kann´s also nicht gewesen sein&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /><br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 14,17% (1,25 km von 8,5 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/heiligenberg-tannenberg-lufthansa.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/heiligenberg-tannenberg-lufthansa.jpg?w=128" alt="heiligenberg-tannenberg-lufthansa" title="heiligenberg-tannenberg-lufthansa" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-2838" /></a></p>
</div>]]></content:encoded>
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