<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><!-- generator="wordpress.com" -->
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	>

<channel>
	<title>alsbach-hahnlein &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/alsbach-hahnlein/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "alsbach-hahnlein"</description>
	<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 07:27:21 +0000</pubDate>

	<generator>http://en.wordpress.com/tags/</generator>
	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Große Fünf mit drei Nullen (6,2 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/11/29/grose-funf-mit-drei-nullen-62-km/</link>
<pubDate>Sun, 29 Nov 2009 21:42:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/11/29/grose-funf-mit-drei-nullen-62-km/</guid>
<description><![CDATA[Sodele! Heute Mittag den fünftausendsten Blogkilometer gelaufen. War jetzt nicht ganz so glamourös w]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Sodele!</p>
<p>Heute Mittag den fünftausendsten Blogkilometer gelaufen. </p>
<p>War jetzt nicht ganz so glamourös wie ich mir das vielleicht gewünscht hätte &#8211; nicht auf einer großen Tour über die französische Grenze, nicht in der Pfalz oder im Taunus oder dem tiefen Odenwald, und nicht auf spannenden, neuen Pfaden, sondern bei einem eher trüben Musshaltmalsein-Gassi-Sechserchen mit Nemo irgendwo auf den ausgelatschten Wegen im Wäldchen zwischen Jugenheim und dem Schuldorf, nicht mal anderthalb Kilometer von zuhause entfernt. </p>
<p>Naja, bei 5000 Kilometern in knapp zweieinhalb Jahren kann halt nicht jeder dieser Kilometer ein echtes Erlebnis sein&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><!--more--><br />
Interessant finde ich dabei vor allem, wie konsistent ich anscheinend übers Jahr gesehen unterwegs bin &#8211; im November ´07 hab´ ich die 1000 geknackt, im November ´08 die 3000 und jetzt, im November ´09 die 5000.<br />
Dabei achte ich ja überhaupt nicht darauf, eine bestimmte Jahresleistung zu erzielen.<br />
Aber irgendwie nivelliert sich die Melange aus kleinen und größeren Krankheits-, Zeitmangel- und Verletzungspausen, aus starken Wochen in der Jahresmitte und schwächeren an den Jahresenden, aus viel und wenig und garnicht, am Ende irgendwie immer auf fast genau dieselbe Jahresstrecke.<br />
Offensichtlich bin ich also ein 2000-Kilometer-pro-Jahr-Läufer. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /><br />
Weniger als ich mir seinerzeit zu Beginn der Aufzeichnungen ausgemalt habe (in der Hochphase der Marathonvorbereitung: &#8220;Jahahaa, 3000 Kilometer sollten gaaar kein Problem sein!!!&#8221;), aber insgesamt doch recht ordentlich.<br />
Zumal ich mir einbilde, dass viele dieser 2000 Jahreskilometer bei mir qualitativ extrem hochwertig sind&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  </p>
<p>In diesem Sinne: Auf die nächsten 5000. </p>
<p>Die sollten dann im Juni 2012 erledigt sein&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />   </p>
<p>Ansonsten gibt´s nicht viel zu berichten &#8211; trüber und müder Sonntag, keinen großen Antrieb, mir irgendwas auszudenken, aber es haben halt noch ein paar Kilometer bis zum Minimalwochenziel gefehlt.<br />
Also hab´ ich mir um halb vier nochmal schnell den Hund geschnappt und bin mit ihm die Minirunde ums Dorf gerannt &#8211; nach Alsbach, durch die Äcker nach Bickenbach, durch den Wald zum Schuldorf, und heim.<br />
Lief nicht besonders gut aber auch nicht besonders mies, Nemo war nicht so recht bei der Sache und hat ein bisschen gezickt, aber es war ja auch schnell vorbei.<br />
Ende&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>PS: Ach ja, richtig, es fehlt natürlich noch die obligatorische Frage, wo man rauskäme, wenn man diese 5000 Kilometer von mir zuhause aus immer nur in eine Richtung laufen würde:<br />
- Norden: Im Nordpolarmeer, irgendwo 500 km hinter dem Nordpol<br />
- Osten: In den Bergen an der Westgrenze von Ostkasachstan<br />
- Süden: Im Delta des Rio del Rey and der Grenze zwischen Kamerun und Nigeria<br />
- Westen: Im St.-Lorenz-Golf ca. 50 km südlich der kanadischen Küste (ungefähr auf der Länge des Orts Kaiahkautshenant im nordöstlichen Quebec) </p>
<p>Strecke: 6,2 km<br />
Zeit: Nicht genommen<br />
Neue Strecke: Naaa<br />
Karte:<br />
<a title="minilauf.jpg" href="http://laufblog.files.wordpress.com/2007/09/minilauf.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2007/09/minilauf.thumbnail.jpg" alt="minilauf.jpg" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Au Au Au! Monumental miese Flachlandrunde zwischen Bickenbach und Hähnlein (11,5 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/09/03/au-au-au-monumental-miese-flachlandrunde-zwischen-bickenbach-und-hahnlein-115-km/</link>
<pubDate>Thu, 03 Sep 2009 21:21:16 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/09/03/au-au-au-monumental-miese-flachlandrunde-zwischen-bickenbach-und-hahnlein-115-km/</guid>
<description><![CDATA[&#8220;Ok&#8221;, hab´ ich mir gedacht, &#8220;mit dem Berglaufen hab´ ich´s in letzter Zeit viellei]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>&#8220;Ok&#8221;, hab´ ich mir gedacht, &#8220;mit dem Berglaufen hab´ ich´s in letzter Zeit vielleicht ein bisschen übertrieben, das nehmen mir die Beine jetzt so ein bisschen übel.<br />
Na gut, geh ich halt im Flachland laufen!&#8221;</p>
<p>So richtig viel Lust hatte ich ehrlich gesagt nicht.<br />
Das Wetter war eher unschön, und außerdem steckte mir die Frankensteintour von gestern noch merklich in den Knochen, ich fühlte mich ein bisschen schlapp und fußlahm.<br />
Keine guten Voraussetzungen für was Nettes, also hab´ ich nicht lang rumgemacht und einen Klassiker rausgepackt, nämlich das Niemandsland westlich von Bickenbach.<br />
Äcker und ein bisschen Wald und Schilf, eingeklemmt zwischen zwei Autobahnen, reizarm, platt wie´n Bügelbrett.<br />
Immer gut, um ein paar uninspirierte Kilometer abzureißen, wenn sich grad mal nix besseres anbietet.<br />
Dachte ich mir&#8230;</p>
<p><!--more--><br />
Kurz nach 19:00 am Bickenbacher Bahnhof: Ich laufe los.<br />
Vorgenommen hab´ ich mir: Nur nicht zu schnell werden (das passiert mir auf den ewig langen Flachlandgeraden ja gerne), sonst werden mich meine malträtierten Schenkel wahrscheinlich umbringen.<br />
Schon nach den ersten paar Metern gibt´s eine gute und eine schlechte Nachricht.</p>
<p>Die Gute: Um´s Zu Schnell Werden brauch´ ich mir heute keine Sorgen zu machen.</p>
<p>Die Schlechte: Meine malträtierten Waden bringen mich auch so um!</p>
<p>ACH DU KACKE, läuft das mies.<br />
Beine: Wollen aber sowas von garnicht, schwer, hart, schmerzig, holprig.<br />
Atmung: Von Anfang an kurz, als wäre die Lunge schon besetzt und wollte keine Luft reinlassen.<br />
Gesamtform: Vollkommen schlapp, schwerfällig, keinerlei Elan.<br />
Und ich bin noch nicht mal 20 Meter unterwegs.<br />
Das kann ja heiter werden&#8230;</p>
<p>Aber aufgegeben is´ nicht, ich muss nur die ersten paar Kilometer schaffen, dann wird das schon (nicht weil ich ernsthaft dran glaube, dass es dann besser wird, sondern weil ich dann so weit in der Pampa bin, dass mir gar nichts anderes übrigbleit als weiter zu laufen). </p>
<p>Am Bahnhof unter den Gleisen durch. Die Treppe runter zur Unterführung ist unangenehm, die Rampe, die auf der anderen Seite wieder aufwärts ins Bickenbacher Industriegebiet führt noch mehr. </p>
<p>Kurz geradeaus, hoch an die Benz-Str, wo gerade ein Haufen Leute mit Tubas, Posaunen und Trompeten das Gelände der Bickenbacher Kläranlage betritt.<br />
Surreal, wollen die da ein Konzert für den Klärschlamm geben? </p>
<p>Egal, ich hab´ andere Probleme: Links in die Benz-Str., dann rechts auf die Brücke, die über die A5 in die Felder führt (Saar-Rhein-Main-Weg, gelbes Plus).<br />
Es geht bergauf, wer über die Autobahn will muss erst mal ein paar Meterchen hoch.<br />
Das geht gar nicht, sagen meine Waden.<br />
Stimmt, sagen meine Oberschenkel, das geht echt nicht.<br />
Mein Hintern und der Rücken stimmen auch noch zu.<br />
Matthias, du bist ein Arsch, sagen dann alle im Chor.<br />
Leckt mich, sag´ ich.<br />
Allerdings alles ohne Vehemenz, dazu sind wir alle viel zu matt&#8230;</p>
<p>Über die Autobahn, am Geländer. Das Gerase da unten macht mich ganz wuschig im Kopf, aber wir sind ja schnell vorbei und es geht bergab, runter von der Brücke zum Lindenhof.<br />
Bergab sollte eigentlich gut gehen.<br />
Tut´s aber nicht.<br />
Ist nur anders schlecht.</p>
<p>Am Lindenhof bieg´ ich spontan rechts ab, auf den Asphaltweg hoch in Richtung Erlensee (Radweg 28).<br />
Das ist eigentlich ein Umweg von fast einem Kilometer zu der Strecke, die ich eigentlich geplant habe, aber wenn ich geradeaus weiterlaufen würde, würde ich auf die längste, endloseste, furchbarste, nicht enden wollendste Gerade kommen, die ich kenne &#8211; 1,5 km die selbst unter normalen Umständen endlos erscheinen.<br />
Das kann ich mir heute nicht antun, dann lieber etwas mehr&#8230;</p>
<p>Während ich langsam in Richtung Erlensee tottere und mich mies dabei fühle, können wir ja mal für einen kurzen Blick auf die Umgebung und das Wetter werfen.<br />
Die passen beide zu meiner Tagesform.<br />
Der Himmel ist durchgängig bedeckt von bleigrauen, tief hängenden Wolken, die oppressiv über der Ebene stehen, als wollten sie alles darunter zerquetschen. Dabei sind sie so dick, dass man die Sonne nicht mal erahnen kann, dadurch wird die Welt in ein fahles, totes halblicht getaucht.<br />
Einzig der schmale Streifen im Westen, wo die untergehende Sonne in einer halben Stunde die Lücke zwischen der drückenden Wolkendecke und dem Horizont durchwandern wird, ist erleuchtet, von dort wabert ein unnatürliches, schwefelgelbes Licht herüber, dass unangenehm für´s Auge ist, aber keinerlei Strahlkraft besitzt.<br />
Und dazu dieser Wind, der unablässig von Südwesten über die kahlen Felder weht: Kein hauch von Spätsommerwärme, keine Note von früherbstlicher Frische &#8211; er ist lauwarm, auf eine unangenehme, klebrig-klamme Art und Weise, wo er die Haut berührt, fühlt es sich an, als würde man unangenehm betatscht&#8230;<br />
Kurzum: Es ist ungemütlich hier draußen, richtig unfreundlich, als wollte mir die Umgebung zu verstehen geben, dass ich heute nicht hierhergehöre.<br />
Plötzlich bin ich froh, aus unerfindlichen Gründen ein Langarmshirt angezogen zu haben, nicht weil´s zu kalt wäre, sondern weil das bisschen mehr Stoff zwischen meinen Armen und der Umgebung ein bisschen Schutz bietet. </p>
<p>Inzwischen bin ich um die Linkskurve in Richtung Erlensee, passiere die Stelle wo ich mir vor anderthalb Jahren den Bänderriss geholt habe.<br />
Normalerweise spucke ich hier aus, aus Prinzip, aber heute fehlt mir die Kraft für selbstgefällige Gesten. </p>
<p>Über den Feldern und zerzausten Schilfdickichten links von mir tanzt ein Vogelschwarm, er ist riesig, fast schon beunruhigend groß.<br />
Hunderte, Tausende kleiner schwarzer Körper, im fahlen Halblicht unter den bleiernen Wolken, wabern im Wind umher, bilden seltsame, organische Formen die nach Sekundenbruchteilen wieder auseinanderbrechen, sich neu formieren, immer in Bewegung, rastlos, friedlos.<br />
Selbst den Vögeln behagt es hier heute nicht. </p>
<p>Ich passiere den Erlensee, hundert, zweihundert Meter vor mir joggt eine junge Frau, ein Pferd am Zügel (könnte sie nicht reiten?), neben den beiden trabt eine gewaltige schwarze Dogge (auch auf der könnte die junge Frau wahrscheinlich reiten, so groß ist das Vieh).<br />
Das Trio ist nicht schnell, manchmal muss es anhalten, weil ein Auto kommt (selbst heute, selbst hier am Arsch der Welt &#8211; Verkehr!) und das Pferd ein bisschen scheut.<br />
Aber ich komme nicht näher, bin selbst zu langsam.<br />
Vielleicht gut so, die Dogge ist wirklich riesig, und das Pferd scheint total nervös. Wahrscheinlich spürt es die seltsame Atmosphäre, die über den Feldern liegt. </p>
<p>Auf Höhe des Hartenauer Hofs biege ich links ab, Radweg 19 runter zum Prüf- und Vermehrungshof.<br />
Der sieht selbst an einem schönen, sonnigen Sommertag leicht desolat aus, wie er so einsam und verloren im Nichts der Felder sitzt, heute schaue ich lieber nicht zu genau hin.<br />
Muss ich auch nicht, hab´ genug mit mir selbst zu tun &#8211; alles ist schwer, unwillig, mit jedem Schritt kämpfe ich gegen mich selbst, und gegen den widerlichen Wind, der nun direkt von vorne kommt und überraschend stark ist. </p>
<p>Nach dem Prüf- und Vermehrungshof der Weg durchs Nichts.<br />
Ein Kilometer geradeaus, durch die grauen, öden, einsamen Äcker, die schon abgeerntet sind. Fast nichts, was dem Auge halt bietet, bis auf die skellettartigen Masten der Überlandleitungen, die sich über die Felder in die Unendlichkeit erstrecken.<br />
Links die Bergstrasse, hoch, düster, dunkel.<br />
Rechts die Autobahn, dahinter der gelbe Horizont, der immer schwefeliger strahlt, je näher die Sonne dem Rand der betonartigen Wolkenschicht kommt.<br />
Still hier, kein Leben außer mir und dem desolaten Pfeifen des Windes, der selbst die nahe Autobahn übertönt.</p>
<p>Beine schmerzen, vor allem die Oberschenkel.<br />
Die Waden haben resigniert, sie tun nicht mehr so richtig weh, dafür beteiligen sie sich aber kaum. Ist als ob ich auf zwei Gipsstrünken laufen würde.<br />
Dazu leichtes Seitenstechen (im Flachland???), das erste seit langer, langer Zeit. Atem ist kaum da &#8211; nicht weil ich außer Atem wäre, sondern weil innendrin einfach alles flach, kurz, kraftlos ist.<br />
Ich fange an, ernsthaft das Ende der Tour herbeizusehnen, aber zumindest eine Vorgabe habe ich inzwischen erfüllt: Ich bin so weit draußen, dass ich weiterlaufen muss, ob ich will oder nicht (ich will nicht!).</p>
<p>Irgendwann kommt dann die Sonne unter den Wolken hervor, bereit demnächst unterzugehen.<br />
Passend zur Stimmung ist das Sonnenlicht nicht golden oder orange, es ist irgendwie bräunlich und irgendwie zu dunkel für die Jahreszeit &#8211; dort wo die anämischen Strahlen über die Felder stolpern wirkt die Landschaft rostig, alt, ausgelaugt &#8211; so wie ich mich fühle.<br />
Heute ist wirklich alles verquer. </p>
<p>Inzwischen bin ich irgendwie an der großen Linkskurve um das Naturschutzgebiet Schächerlache, vor mir die kahlen Schornsteine der Verdichterstation am Rand des Jägersburger Waldes, ich bin fast froh, mal was anderes zu sehen als rostige Stoppelfelder.</p>
<p>Pausiere kurz. Einfach so, kurz Kraft schöpfen.<br />
Hilft nicht viel, aber ich hab´s versucht.<br />
Dann weiter, rechts runter Richtung Hähnlein, das nur im schmerzigen Schneckentempo näherkommt.<br />
Im Geiste versuche ich den restlichen Weg kleinzudenken.<br />
Klappt nicht, dazu kenne ich die Strecke zu gut.<br />
Mist.</p>
<p>Zwischenzeitlich steht links und rechts des Weges Mais, alter Mais, mindestens zwei Meter hoch, zauselig, struppig, verbraucht.<br />
Zwischen den Vogelscheuchenartigen Stengeln dringen die letzten fahlen Sonnenstrahlen hindurch, zeichen ein flackerndes, kränkliches Tigermuster auf den Weg und auf mich, und dann bin ich am Hähnleiner Ortsrand.</p>
<p>Links, ins Dorf, durch Spießgasse und Weilerstr zum Sportplatz an der Gänseweide. Nach der desolaten Stimmung über den Feldern bin ich froh, zwischen Häusern und Gärten und Straßen zu laufen, sogar ein paar Menschen zu sehen, auch wenn alles zäh und unangenehm ist, und Hähnlein so langsam vorbeizieht, als würde ich durch Melasse laufen.</p>
<p>Irgendwann bin ich durch und erreiche den Sportplatz östlich des Dorfes, hier gehts links den H1 hoch.<br />
Zuminest auf dem Rückweg bin ich nun.<br />
Zum Glück, denn mir schwinden immer mehr die Kräfte, nicht nur die Beine streiken, auch die Muskulatur am Rumpf und am Rücken, die normalerweise stillschweigend ihren Dienst verrichtet, will nicht mehr so recht, meutert leise aber bestimmt vor sich hin.<br />
Dazu steht mir kalter, klebrige Schweiß auf der Haut, der vom unfrendlichen Wind mehr und mehr ausgekühlt wird.<br />
Jeder Schritt braucht Willenskraft, fällt unendlich schwer, tut ein bisschen weh.<br />
Ich will nach hause&#8230;</p>
<p>Vorbei am verwaisten Storchennest (sind die Bewohner nur heute Abend aus, oder haben sie sich davon gemacht, in freundlichere Gefilde?) und dem Grillplatz hinter der Gänseweide, über noch mehr graubraune Stoppelfelder. Die Sonne ist inzwischen untergegangen, der Horizont strahlt noch schweflig nach, die Schatten werden lang, die klamme Wind eisig.</p>
<p>Trotzdem muss ich nochmal pausieren, Beine ausdehnen. Das tut weh, aber es muss sein, die Muskeln in meinen Oberschenkeln oberhalb der Kniekehlen sind hart und knotig wie altes Holz. </p>
<p>Und weiter durch die Dämmerung, hinter dem uralten Burgberg des Weilerhügels links, am Erlenhof und dem modrig riechenden Sumpfwald der Hainlache vorbei, dann rechts den Saar-Rhein-Main-Weg hoch zurück in Richtung Lindenhof.<br />
Fast da, fast dunkel, nur der matte schimmer des gelben Horizonts strahlt noch leicht unter den Wolken durch. </p>
<p>Am Lindehof rechts, noch einmal die Brücke über die A5 hoch, in Richtung Bickenbacher Gewerbegebiet.<br />
Ich bin fertig, ausgelaugt, erschlagen.<br />
Keine Kraft, keine Lust, alles tut ein bisschen weh.<br />
Warum geh´ ich die letzten paar hundert Meter nicht einfach?<br />
Ist doch auch egal, oder? </p>
<p>Dann höre ich die Musik, als ich gerade mit müden, schwachen Schritten über die Autobahn schleppe.<br />
Blasmusik, drüben von der Kläranlage.<br />
Die Tuba- und Posaunen- und Trompetenspieler von vorhin.<br />
Die spielen tatsächlich an der Kläranlage.<br />
Es kommen nur Fetzen an, was ich höre klingt irgendwie nach der <a href="http://www.youtube.com/watch?v=gSDG8hhyEes">&#8220;Havanaise&#8221; aus Bizets Carmen</a> &#8211; nicht gerade ein Blechbläserstück, aber was weiss ich schon? </p>
<p>Auf jeden Fall hilft es, plötzlich ist ein Takt da, eine Energie an die ich mich klammern kann, die mich die Brücke runterführt, zurück durchs Industriegebiet und wieder zum Bahnhof &#8211; Danke, <a href="http://www.musikcorps-bickenbach.de/uebermcb.php">Musikcorps Bickenbach</a>, warum auch immer ihr Donnerstagabends nach Sonnenuntergang an der Kläranlage spielt, mir hat´s geholfen!<br />
Mit letzter Kraft unter den Gleisen durch, die Stufen der Unterführung hoch und &#8211; geschafft!!!<br />
Gottseidank!!!</p>
<p>Wow.<br />
Das war ja sowas von gar nix&#8230;<br />
Vielleicht mach´ ich den Rest der Woche doch lieber etwas ruhiger, so langsam scheint mein Körper das erhöhte Sportpensum doch etwas zu spüren&#8230;</p>
<p>Strecke: 11,5 km<br />
Zeit: 1:09 h (= 10 km/h bzw. 6:00 min/km)<br />
Neue Strecke: Keine<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/09/115er-feldrunde-zw-autobahnen.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/09/115er-feldrunde-zw-autobahnen.jpg?w=150" alt="11,5er Feldrunde zw. Autobahnen" title="11,5er Feldrunde zw. Autobahnen" width="150" height="109" class="alignnone size-thumbnail wp-image-6006" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ungezwungene Umrundung des Melibokus (14,7 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/08/27/ungezwungene-umrundung-des-melibokus-147-km/</link>
<pubDate>Thu, 27 Aug 2009 21:10:29 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/08/27/ungezwungene-umrundung-des-melibokus-147-km/</guid>
<description><![CDATA[So, heute machen wir´s mal kurz: Obwohl meine Beine gestern an der Knoblochsaue doch schon ziemlich ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>So, heute machen wir´s mal kurz: </p>
<p>Obwohl meine Beine gestern an der Knoblochsaue doch schon ziemlich unwillig waren, bin ich heute wieder gestartet (ehrlich gesagt: Ich hab´ letzte Woche festgestellt, dass mein Examensbäuchlein selbst dann noch zu sehen ist, wenn ich es einzuziehen versuche, da muss mit mehr Sport gegengesteuert werden &#8211; auch wenn´s ein bisschen weh tut!).</p>
<p>Allerdings mal wieder ohne Vorgaben, Plan, feste Strecke oder Uhr.<br />
Einfach mal los, gegen Abend raus und in die Berge hinterm Haus gelaufen, frei Schnauze. </p>
<p>Auch mal wieder schön, so vollkommen frei durch den eigenen &#8220;Hinterhof&#8221; zu laufen, wo man jeden Weg und jedes Pfädchen kennt. </p>
<p>Wunderschöner Abend, sonnig und warm, genau richtig für so eine Tour.<br />
<!--more--></p>
<p>Interessanterweise lief´s überraschend gut. Meine Beine knarzten und ziepten zwar ein bisschen, machten die ersten Anstiegsmeter hoch in den Wald gut mit, also entschied ich mich gleich schon mal für eine etwas längere Variante und lief am Merck´schen Wasserturm vorbei auf den Pürschweg (SJ2), dem ich links abwärts um die Bergflanke herum in Richtung Balkhäuser Tal folgte. </p>
<p>Dort dann rechts hoch und den langen aber moderaten Aufstieg auf dem Melibokusweg in Richtung Darsberghütte angegangen.<br />
Ostseite des Bergmassivs, schön kühl und schattig, Kondition gut, Beine weiterhin in Ordnung, zwar nicht taufrisch aber durchaus leistungswillig (ich hab´s ja schon mehrfach erwähnt, aber paradoxerweise fällt mir Berglaufen im Moment einfach irgendwie leichter als Laufen im Flachland, vor allem wegen der Muskulatur, die mit Anstiegen und Gefällen irgendwie besser klarkommt). </p>
<p>Ganzes Stück bergauf, dann spontan auf den unebenen, zugewucherten, steilen,  Kisselsgrund-Weg (gelbe 7), der sich über die lichten Hänge über dem Balkhäuser Tal bis zur Kattenberger Schneise hinter der Darsberghütte windet (Uffa, das letzte Stück war sackanstrengend und voller Brennesseln, aber ich hab´ durchgehalten), dort dann links und schließlich auf den unmarkierten, halbvergessenen Pfad, der der einzig joggbare Waldweg östlich des Bergsattels ist. </p>
<p>Dort dann runter ins Tälchen am Waldrand über Balkhausen (Ack, 20+% steil bergab, das tat dann doch etwas weh) und gleich wieder fast so steil bergauf, bis auf den Nibelungensteig hinter dem Melibokus, genauer gesagt die herrliche Lichtung auf einem vorgelagerten Bergrücken, von der aus man den atemberaubenden Blick nach Süden und Osten hat (<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/05/img_3022-25p.jpg">die hier</a>, bloß dass der Gerd heute nicht da oben war&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> )</p>
<p>Dann den Nibelungensteig runter zum Waldrand über der &#8220;Roten Sohl&#8221; zwischen Balkhäuser Tal und Mühltal, dort rechts und am Waldrand entlang auf den Neun-Krümmweg, dem ich dann weiter nach Süden folgte.<br />
Der vielleicht schönste Weg am Melibokusmassiv, grandiose Ausblicke über das tolle Mühltal und die von der Abendsonne gestreichelten riesigen Bergflanken dahinter, hier zu laufen ist jedesmal ein Erlebnis (einziger Wehrmutstropfen &#8211; der Feldhase, der mir sonst fast jedes mal begegnet, wenn ich hier oben vorbeikomme, war heute nicht da. Hoffentlich ist ihm nichts passiert). </p>
<p>Am Ende des Neun-Krümmwegs dann etwas aufwärts zum Alemannenweg und dem bis zum abendlichen Not-Gottes Parkplatz zwischen Melibokus und Auerbacher Schloss gefolgt. </p>
<p>Inzwischen nicht mehr ganz taufrisch, deshalb nahm ich für den Rückweg den Comoder Weg, der zwar etwas länger ist als der darüber verlaufende Herrenweg (und deutlich länger als der Weg geradewegs über den Melibokusgipfel), aber dafür keine Steigung und nur minimales Gefälle hat und deshalb angenehm zu laufen ist. </p>
<p>Dachte ich zumindest. Tatsächlich erwies sich das minimale Gefälle allerdings als so nah an &#8220;eben&#8221;, dass meine ohnehin schweren Beine doch wieder ordentlich zu protestieren anfingen, zudem zoooog er sich endlos (was aber immer so ist, weil er in den unteren Melibokusregionen um jedes<br />
breite Seitental rummäandern muss, während die höhergelegenen Wege diese Täler mehr oder wenige umgehen).<br />
Gegen Ende baute ich dann richtig ab, allerdings verzeihlich, schließlich war das mein fünfter Lauf in sieben Tagen, und ich hatte in diesem Zeitraum fast 70 km und deutlich über 2000 HM runtergerissen &#8211; das ist schon ziemlich viel für einen dicken, trägen alten Sack wie mich&#8230;</p>
<p>Zum Glück gab´s auch ein paar entschädigenden Momente, namentlich der herrliche Sonnenuntergang, der sich gerade zwischen den Bäumen im Westen abspielte, und die große Lücke zwischen den Bäumen irgendwo über Auerbach, von der man einen unheimlich klaren Blick über die Ebene nach Südwesten hatte, auf Pfälzerwald und Haardt &#8211; schon ein cooles Gefühl, wenn du zum ersten Mal da rüber guckst und die ehemals fremden, unbekannten Berge plötzlich benennen kannst (das hohe da war die Kalmit, also musste das daneben die Hohe Loog sein, und rechts davon dann der Weinbiet, und das da ganz rechts, mit dem hohen Fernsehturm, das war dann wohl der Weilerskopf.<br />
Danke, <a href="http://de.wordpress.com/tag/der-weg-nach-frankreich/">Weg nach Frankreich</a>! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  </p>
<p>Irgendwann, es dämmerte schon stark, endlich das Alsbacher Schloss, fußlahm die Abkürzung über das Freizeitgelände auf den Panoramaweg (gelbe 2) genommen und runter ins Dorf gelaufen, dort von der Hindenburgstr. am Steilhang noch einmal den Post-Sonnenuntergangs-Abendhimmel mit seinen strahlenden Rot- und Orangetönen genossen, und dann über Schlossstr., Lindenstr., Am Katharinenberg und den Blütenweg im Feld zurück nach Hause. </p>
<p>Wunderschön entspannt, und am Ende waren´s fast 15 km, die ich allerdings auch ziemlich schmerzhaft in den Beinen spürte.<br />
Freitag ist dann auf jeden Fall Ruhetag, damit´s am Samstag hoffentlich mit mal wiedert etwas frischeren Beinen weitergehen kann.<br />
Vielleicht mach´ ich da ja mal ein bisschen badischen Odenwald&#8230;</p>
<p>Strecke: 14,7 km<br />
Zeit: Keine Ahnung<br />
Neue Strecke: Nada<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/147er-melibokusumrundung.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/147er-melibokusumrundung.jpg?w=150" alt="14,7er Melibokusumrundung" title="14,7er Melibokusumrundung" width="150" height="109" class="alignnone size-thumbnail wp-image-5870" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Etwas zähe Waldtour um den Melibokus (12,5 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/06/10/etwas-zahe-waldtour-um-den-melibokus-125-km/</link>
<pubDate>Wed, 10 Jun 2009 20:17:18 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/06/10/etwas-zahe-waldtour-um-den-melibokus-125-km/</guid>
<description><![CDATA[Haaachje&#8230; Irgendwie bekommen mir zwei Tage Pause am Stück nie so gut. Letzte Woche war´s danac]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Haaachje&#8230;<br />
Irgendwie bekommen mir zwei Tage Pause am Stück nie so gut. Letzte Woche war´s danach arg krampfig, und diese Woche &#8211; na ja&#8230;</p>
<p>Gestern in Mainz gewesen, wollte danach unterwegs noch ein bisschen laufen, aber als ich dann gegen 21:00 endlich meinen Kram erledigt hatte und ziemlich abgespannt heimwärts gefahren bin, hatte ich irgendwie keinen echten Drang mehr, noch anderthalb Stunden durch den Wald bei Worfelden zu rennen (dort war die Tour geplant) und hab´s gelassen. </p>
<p>Dafür dann eben heute.<br />
&#8220;Meh&#8221;-Tag.<br />
Mäßiges Wetter, mäßige Laune, mäßige Tagesform &#8211; alles nicht unerträglich mies, aber doch ein bisschen näher an &#8220;schlecht&#8221; als an &#8220;gut&#8221;.<br />
Meh.</p>
<p><!--more--><br />
Start gegen 20:00 Uhr. Das mag ich am Sommer, dass man entspannt in den Abend laufen kann ohne hetzten zu müssen. Wunderbar, und viel besser als die Zeit zwischen November und Februar, wo man zusehen muss, dass man bis 16:00 Uhr durch ist, wenn man überhaupt ein bisschen Tageslicht haben möchte&#8230;</p>
<p>Erstmal südwärts, unter dichten grauen Wolken bei leichtem Nieselregen und extremer Luftfeuchtigkeit (die wiederum mag ich gar nicht) auf dem Blütenweg durchs Feld nach Alsbach.<br />
Langsam, ein bisschen steifbeinig, etwas träge und mit offensichtlich recht niedrigem Kreislauf &#8211; und die Tatsache, dass das Abendessen gerade mal 15 Minuten her war und mir im Magen lag, half auch nicht unbedingt&#8230;<br />
Wie gesagt: Nicht unsäglich mies, aber besonders gut war´s auch nicht, deshalb änderte ich auf den ersten paar hundert Metern auch spontan meine Pläne. Ursprünglich hatte ich eine große Tour um das gesamte Melibokusmassiv laufen wollen, 16 bis 17 Kilometer über Zwingenberg, Auerbach, Hochstädten und Balkhausen, aber das wär´ heut´ einfach nix gewesen, stattdessen kürzte ich die Tour schnell mal um ein ganzes Stück und entschloss mich, oben im Wald um den Melibokus zu laufen.</p>
<p>Durch Alsbach, Asphalt etwas hart, leicht verspannt und träge, Nieselregen immerhin so leicht, dass er nicht nervte: Jugenheimer Str, Katharinenberg, Lindenstr., dann die Kirchstr. links hoch zum Alsbacher Schloss &#8211; den ganz kurzen Aufstieg auf Burgen- und Alemannenweg (blaues B/rotes S), erst das lange Bachtal unter dem Schloss hoch (der Eselsgrund), dann rechts in die Hindenburgstr., kurz danach links und relativ steil durch einen Hohlweg am Hang bis zur Burg.<br />
Fiel nicht leicht, Niedriger Kreislauf und hohe Luftfeuchtigkeit sind keine Traumkombo, da sieht man schon mal ein paar kleine Sternchen vor den Augen tanzen. </p>
<p>Oben angekommen das Schloss ignoriert (&#8220;Jaja, Alsbacher Schloss, sehr nett, aber nur bei gutem Wetter, nicht unter bleigrauem drögen Abendhimmel&#8221;) und links am Freizeitgelände entlang in Richtung Melibokus.<br />
Dann kurze Pause um mit der Frage zu ringen, wie ich weiterlaufen sollte: Rechts den längeren aber bequemeren Comoder Weg, oder links den kürzeren aber steileren Herrenweg.<br />
Hmmm, gar nicht so leicht&#8230;</p>
<p>Schließlich entschied ich mich &#8220;kurz und anstrengend&#8221; und folgte der gelben 4 des Hoboken-Wegs bergauf zum Beginn des Herrenwegs. Nicht wirklich steil, aber heute fiel´s ein bisschen schwer. Uffa!</p>
<p>An der ersten Kehre: Herrenweg rechts. Am Hang entlang, stetig aber mild aufwärts in Richtung Auerbacher Schloss.<br />
Lauf´ ich normalerweise sehr gern, heute war´s nicht so der Bringer. Immerhin hielt das dichte Blätterdach den doofen Nieselregen ab. </p>
<p>Nach einem Kilometer kurz über Nibelungensteig/Lucibergweg, die allerdings schnell wieder nach links in Richtung Melibokuskuppe abbogen (heute war ich doch recht froh, da nicht hoch zu müssen), nach 2 km ging´s dann endlich abwärts runter zum Not-Gottes-Parkplatz zwischen Melibokus (den ich damit halb umrundet hatte) und Auerbacher Schloss. Auch schon wieder ein halbes Jahr her, dass ich her bei klirrender Kälte an einem herrlichen <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/01/11/berglauf-bei-schnee-und-sonne-uber-den-melibokus-aufs-auerbacher-schloss-mit-foto-km/">sonnig-verschneiten Januartag vorbeigekommen war und Fotos geschossen hatte</a>, schon faszinierend, wie anders das heute aussah.</p>
<p>Hier war´s dann auch schon Zeit für den Rückweg &#8211; an der Westflanke des Melibokusmassivs war ich hergelaufen, nun wollte ich an der wilden Ostflanke zurück &#8211; scharf links, kurz die Melibokus-Strasse hoch, dann rechts ab und auf dem Melibokusweg (gelbe 6, außerdem rotes S des Alemannenwegs) in den dichten, einsamen Hangwald an der mittleren Ostflanke rein, dann wiederum halbrechts und auf dem Neunkrümmweg weiter.</p>
<p>Den Neunkrümmweg mag ich. Er ist unmarkiert und einsam und etwas verwildert, nicht so sehr, dass er unlaufbar wäre, aber so sehr, dass es schon ein bisschen interessanter ist hier zu laufen. Außerdem hat er schönen, weichen Waldboden, das kam mir heute sehr entgegen.<br />
Und er führt kurz über dem Waldrand am Rand des Mühltals vorbeim, entsprechend hat man hier immer wieder herrliche Ausblicke über die Hangwiesen ins das herrliche Tal hinab, und weiter über die dahinterliegenden Höhenzüge die Bergstrasse runter.<br />
Wunderschön, und womöglich einer meiner absoluten Lieblingswege in der Gegend (hab´ ich allerdings noch nie drüber nachgedacht). </p>
<p>Hier lief´s dann langsam etwas besser. Den schlammigen Weg entlang, die Ausblicke auf Felsberg und Krehberg genossen, Rehe in Rauhen Mengen gesehen (wie gesagt: Total einsam hier), zwischenzeitlich versucht auf einem unbekannten Pfad runter ins Mühltal zu kommen (endete nach 50 m. Brennesseln und Dornen am Waldrand vor einem Elektrozaun, da kehrte ich wieder um) &#8211; sehr schön.<br />
Und dann, plötzlich, ein ganz besonderer Moment &#8211; direkt hinter einer Kehre, mitten auf dem Weg schreckte ich ein massiges, graubraunes, überraschend großes Tier auf, das mit einem enervierten Schnauben im dichten Gestrüpp am Wegrand verschwand &#8211; Dachs!<br />
Seit zehn Jahren laufe ich jetzt durch den Wald, aber einem Dachs bin ich noch nie begegnet &#8211; heute war das allererstemal, dass ich einen in freier Wildbahn getroffen habe.<br />
Wahnsinn, damit war der Abend gerettet (auch wenn ich ein leicht mulmiges Gefühl hatte, als ich an der Stelle vorbeilief, an der er im Dickicht verschwunden war &#8211; das war ein ganz schöner Karwenzmann gewesen, sicher einen halben Meter lang und mit Riesenkrallen, wenn der beschlossen hätte, heute Abend eines meiner Beine essen zu wollen, wär´ das sicher hässlich geworden&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  )! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Weiter den Neunkrümmweg entlang, bis zur einsamen Wegscheide am Waldrand zwischen Mühltal und Balkhäuser Tal. Hier oben treffe ich normalerweise immer wenn ich vorbeikommen, einen einzelnen, großen Feldhasen. Wirklich immer. Der ist fast schon sowas wie ein alter Freund.<br />
Heute war er nicht da. Schade, hoffentlich ist ihm nichts passiert&#8230;</p>
<p>Ich lief links, nochmal in den Wald rein und leicht bergauf bis auf den untersten Weg an den Drei Quellen, dann weiter zum Waldrand am Schollrain, da <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/05/img_3030-36p.jpg">wo der Nibelungensteig vom Melibokus aus dem Wald kommt und durch die herrlichen Wiesen am Talrand führt</a>.<br />
Vorletzten Freitag <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/05/22/blogger-team-up-4-das-erste-drittel-nibelungensteig-mit-gerd-und-foto-167-km/">bei der Nibelungensteig-Tour mit Gerd</a> waren wir hier rechts gelaufen, rüber in Richtung Felsberg gelaufen.<br />
Letzten Freitag, bei <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/06/05/ich-kann%c2%b4s-noch-spontaner-28er-durch-die-berge-hinter-seeheim-jugenheim-279-km/">meinem spontanen 28er</a> war ich keuchend und japsend in links gelaufen, den steilen Nibelungensteig zum Melibokusgipfel hoch.<br />
Heute hingegen lief ich halbrechts/geradeaus, den bequemen, leicht abfallenden &#8220;Balkhäuser Rentnerweg&#8221; runter durch die Wiesen an die L3103 Balkhausen-Hochstädten. Hier begegnete mir auch der Feldhase (ich nahm einfach mal an, dass es mein Freund von der Kreuzung über Hochstädten war und grüßte ihn freundlich. Er rannte freundlich weg). </p>
<p>Mmmh, gemächlich bergab im grauen Abendlicht, in der Nase den Geruch von Heu und nassem Asphalt. Angenehm&#8230;</p>
<p>An der Landstrasse links nach Balkhausen rein, und von nun an einfach immer bergab &#8211; durch das endlos lange unterdorf, am Tahlhof rechts und gleich wieder links, auf dem Balkhäuser-Tal-Weg (gelbe 3) am Rückhaltebecken im Talgrund vorbei, an dessen Oberfläche mindestens zwei Dutzend großer Karpfen (?) dümpelten, dann am alten Forsthaus vorbei wieder an die L3103 und auf dem Fuß-/Radweg neben der Strasse den Rest des Tals runter bis nach Jugenheim und nach hause. </p>
<p>Hjaaaneeenaja&#8230;<br />
Nicht super. Aber auch nicht mies.<br />
Eine Füllsel-Tour, wie´s halt auch mal sein muss.<br />
Bis auf meinen allerersten Dachs, der war super!</p>
<p>Strecke: 12,5 km<br />
Zeit: Nicht genommen, langsam.<br />
Neue Strecke: Nicht wirklich<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/06/umdenmelibokusrunde.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/06/umdenmelibokusrunde.jpg?w=150" alt="Umdenmelibokusrunde" title="Umdenmelibokusrunde" width="150" height="109" class="alignnone size-thumbnail wp-image-4892" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Europawählenlaufen (7 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/06/07/europawahlenlaufen-7-km/</link>
<pubDate>Sun, 07 Jun 2009 21:10:53 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/06/07/europawahlenlaufen-7-km/</guid>
<description><![CDATA[Eigentlich wollte ich nach dem Berglauf-28er ja mal zwei Tage pausieren. Aber nachdem Beine und Musk]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Eigentlich wollte ich nach dem Berglauf-28er ja mal zwei Tage pausieren.<br />
Aber nachdem Beine und Muskulatur schon wieder nach einem Tag relativ frisch und gut in Schuss waren, und dann auch noch nachmittags eine Wolkenlücke mit ein bisschen Sonnenlicht den drögen, trüben dauerrerverregneten Sonntagnachmittag auflockerte, überlegte ich´s mir anders (wobei zugebenermaßen auch die Vorstellung, zum ersten mal seit Ewigkeiten über 60 Wochenkilometer zu laufen, eine gewisse Rolle spielte&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ). </p>
<p>Außerdem war ja Europawahl, da musste ich ja sowieso nochmal raus und mein Kreuzchen machen. Ehrensache.<br />
(Wie man bei sowas Wichtigem und Positiven wie einer Europawahl nicht wählen gehen kann, ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel, das kommt mir immer irgendwie arg dumm und kurzsichtig vor. Andererseits &#8211; wie man wählen gehen und dabei irgendwelche rechtsnationalen Steinzeitpopulisten mit dummdreisten Anti-Europa-Idiotenparolen seine Stimme geben kann , wie es viele unserer Nachbarn getan habe, ist mir zugegebenermaßen noch mehr ein Rätsel &#8211; da zweifelt man manchmal echt an der Mündigkeit von signifikanten Teilen der kontinentalen Bürgerschaft&#8230;). </p>
<p>Also doch noch mal raus, gegen 17 Uhr die Wahlkarte in die Laufweste gepackt, die Schuhe geschnürt, und los. </p>
<p><!--more--><br />
Ganz unspektakuläre Tour, einfach ´ne kleine Runde durch die Nachbardörfer und dann zum Wahllokal: Blütenweg nach Alsbach, dort die Hauptstr. runter (wie immer an Wahltagen fand ich es irgendwie schön, vielen Wählern zu begegnen, die gerade zum alsbacher Wahllokal strebten oder schon wieder auf dem Heimweg wahren, mit dieser leicht feierlichen, irgendwie zufriedenen &#8220;Wir haben an einem demokratischen Akt teilgenommen&#8221;-Gravitas. Mag ich).</p>
<p>Dann weiter über die alte Bergstrasse, an der Melibokusschule vorbei, über die zwei neuen Kreisel, an der L3112 die Brücke in Richtung Hähnlein hoch, schließlich rechts runter, die Abfahrt neben dem alten jüdischen Friedhof runter zur B3.<br />
Dort dann einfach immer nur geradeaus, auf dem Radweg neben der Strasse an der Sandwiese entlang, nach Bickenbach rein, die Darmstädter Str. hoch bis zum nordöstlichen Ortsrand, dann am Landbach durch die Felder zurück nach Jugenheim und durch die Wohngebiete unterhalb der Strassenbahn bis zur Bürgerhalle.<br />
Wählen.</p>
<p>Wie <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/01/18/matthias-lauft-wahlen-105-km/">beim letzten Mal </a> herrschte nicht allzuviel Andrang, entsprechend ging´s ruck-zuck &#8211; Zettel abgeholt, in die Kabine am Rand der Turnhalle (hmm, dieser typische Turnhallengeruch nach altem Hallenboden und Bohnerwachs, schon lange nicht mehr gerochen), der richtigen Partei meine Stimme gegeben, Karte und Zettel abgegeben, und schon war ich wieder raus, nach weniger als fünf Minuten.  </p>
<p>Deswegen nochmal, und auch wenn ich Gefahr laufe, mich zu wiederholen: Das ist eine wichtige Angelegenheit für uns alle &#8211; und fünf Minuten alle fünf Jahre sind doch eigentlich nicht zuviel verlangt, da sollte eigentlich jeder seinen Hintern aus dem Sessel wuchten und wählen gehen, und nicht nur 42% der Wahlberechtigten&#8230; </p>
<p>Und das war´s dann auch schon fast, nun nur noch durch die Bahnhofstr. und dann rechts, die letzten paar hundert Meter bei einsetztendem Regen nach Süden, dann war ich wieder daheim. </p>
<p>Lief gut, trotz der ungewohnt langen Tour am Freitag keine größeren Beschwerden, und als Bonus auch noch der Bürgerpflicht Genüge getan, netter Wochenabschluss.</p>
<p>Strecke: 7 km<br />
Zeit: Uhr hab´ ich daheimgelassen, war eh ja nur ein Miniründchen<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 4,14% (0,29 km von 7 km &#8211; zwei bisher nie gelaufene Querstrassen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> )<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/06/europawahlrunde.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/06/europawahlrunde.jpg?w=150" alt="Europawahlrunde" title="Europawahlrunde" width="150" height="109" class="alignnone size-thumbnail wp-image-4883" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Bundesstraße, Wald und Weinberge: An der Bergstrasse von Jugenheim ins Meerbachtal (14,4 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/05/30/bundesstrase-wald-und-weinberge-an-der-bergstrasse-von-jugenheim-ins-meerbachtal-144-km/</link>
<pubDate>Sat, 30 May 2009 20:27:51 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/05/30/bundesstrase-wald-und-weinberge-an-der-bergstrasse-von-jugenheim-ins-meerbachtal-144-km/</guid>
<description><![CDATA[Irgendwie ist in letzter Zeit relativ häufig Laufen im Meerbachtal angesagt &#8211; letzten Sonntag ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Irgendwie ist in letzter Zeit relativ häufig Laufen im Meerbachtal angesagt &#8211; letzten Sonntag erst die wunderschöne Tour von <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/05/24/unter-der-knodener-hohe-von-wilsmhausen-nach-gronau-121-km/">Wilsmhausen nach Gronau</a>, heute dann Mittagessen mit der Verwandschaft im Ausflugslokal <a href="http://www.vettersmuehle.de/">Vetters Mühle</a> im Bensheimer Ortsteil Zell &#8211; im unteren Meerbachtal.</p>
<p>Aber hey, mir soll´s recht sein, da unten ist es verdammt hübsch, und wenn man eh dorthin muss, dann kann man das ja auch gleich zu Fuß erledigen.<br />
Folgerichtig heute auf dem Plan: Am späten Vormittag von zuhause aus bis runter nach Zell, um dort rechtzeitig zum Mittagessen gegen 13:00 Uhr anzukommen.<br />
Möglich waren dabei zwei Routen:<br />
1) Entweder der B3 am Fuß der Bergstraße folgen und von Bensheim aus nach Zell hochlaufen. Unkompliziert, flach, und ehrlich gesagt ein bisschen langweilig<br />
2) Oder eine Route geradewegs durch die Berge wählen und einfach irgendwie über die Höhenzüge und durch die steilen Täler am Rand des Odenwalds. Überhaupt nicht langweilig, aber mit einem Streckenprofil wie ein Riegel Toblerone &#8211; Sackanstrengend, mit hunderten von Höhenmetern und einigen extrem brutalen An- und Abstiegen, außerdem extrem zeitaufwändig (&#8220;Hoch-runter-hoch-runter-hoch-runter-hoch-runter&#8221; geht einfach nicht so schnell wie &#8220;Geradewegs eben durch&#8221;).</p>
<p>Auf &#8220;unkompliziert und ein bisschen langweilig&#8221; hatte ich keine rechte Lust, aber die Monsterleidenstour über multiple Höhenrücken wollte ich mir auch nicht voll geben, also entschied ich mich schlussendlich für einen Kompromiß: Den ersten Teil der Strecke würde ich eher flach am Fuß der Bergstraße laufen, und in Auerbach dann links hoch in die steilen, wunderschönen Vorberge des Odenwalds einbiegen und mich auf bisher unbekannten (und wahrscheinlich relativ abenteuerlichen) Nebenpfaden über die vorgelagerten Anhöhen und kleinen Seitentäler der Bergstraße bis Zell durchschlagen.<br />
Best of both worlds, das sah doch prima aus!</p>
<p><!--more--><br />
Vormittags die Siebensachen zusammengepackt &#8211; Plänchen (essentiell angesichts der verschlungen Pfade, über die der zweite Tourteil führen sollte), zwei Fläschchen Isoplörre im Trinkgürtel (Berglaufen bei Wärme, da hat man besser ein bisschen was dabei um die Kehle zu benetzen), und das Handy, um bei der wartenden Verwandschaft anzurufen, falls ich mich verspäten sollte (was durchaus wahrscheinlich war, angesichts der Tatsache, dass ich mich wieder mal ein bisschen zu spät auf die Socken machte und die Strecke aus Zeitgründen nicht vermessen hatte).<br />
Und Start, gegen halb Zwölf auf die Piste.</p>
<p>Aaaaaaaaah.<br />
Wahrscheinlich hat jeder Läufer davon, wie das für ihn perfekte Laufwetter auszusehen hat.<br />
Meins sieht so aus:<br />
Es herrschen 17° bis 22° Celsius. Die Sonne strahlt aus einem azurblauen Himmel mit ein paar Schäfchenwolken. Die Luft ist klar und frisch, mit exzellenter Fernsicht und moderater Luftfeuchtigkeit. Und dazu weht eine leichte, erfrischende Brise.<br />
Heute war perfektes Laufwetter!<br />
Herrlich, da war das glückliche Grinsen vom ersten Schritt an wie festgetackert&#8230;</p>
<p>Südwärts, auf dem Blütenweg (gelbes B) aus Jugenheim raus und durch die sonnigen Felder nach Alsbach, dort der Standardroute durchs Oberdorf gefolgt (Jugenheimer Str., &#8220;Am Katharinenberg&#8221;, &#8220;Lindenstr.&#8221;, Hochstr.) und schließlich auf dem Blütenweg durch die Weinberge bis zum Grenzweg am Nordrand von Zwingenberg.</p>
<p>Lief ziemlich gut soweit. Meine Waden waren ein bisschen schwer und krampfig, wie schon die ganze Woche. Aber kein Problem, ich machte einfach schön langsam und achtete darauf, sie nicht zu sehr zu beanspruchen, das ging relativ problemlos.<br />
Außerdem war´s entspannter so, genau richtig um die schöne Umgebung bei Kaiserwetter so richtig zu geniessen.</p>
<p>Auch in Zwingenberg folgte ich dem Blütenweg weiter nach Süden, durch die ruhigen, freundlichen Wohngebiete an der Jugenheimer Str. und der Stuckertstr., bevor ich am Friedhof rechts in die Friedhofstr. einbog und sanft abwärts zur alten Bergstraße runter lief (die Alternative wäre gewesen, steil links den Hang &#8220;Auf der Ebene&#8221; hochzulaufen, aber da hatte ich keine Lust zu &#8211; erstens stand für später ja noch genug &#8220;Steil&#8221; auf der Tagesordnung, und zweitens hätte ich vor Auerbach dann trotzdem irgendwann wieder runter an die Bergstraße gemusst. Nee, nee, nee, das war nix).</p>
<p>Also schön entspannt abwärts, am Friedhof entlang, dann auf dem extrem schmalen Bürgersteig an den alten Häuseln links die alte Bergstraße (Alsbacher Str.) runter, die sich kurz darauf mit der neuen Bergstraße (B3) vereinigte.<br />
Und weiter südwärts, ausgeglichen und entspannt an der B3 durch Zwingenberg.<br />
Die wunderschöne Altstadt hatte ich ja gerade letzten Freitag beim <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/05/22/blogger-team-up-4-das-erste-drittel-nibelungensteig-mit-gerd-und-foto-167-km/">grandiosen ersten Teil des Nibelungensteigs</a> genießen können, also liess ich sie heute mal im wahrsten Sinne des Worte links liegen und lief stattdessen ein Stück durch den kleinen, lauschigen Zwingenberger Stadtpark an der alten Stadtbefestigung entlang.<br />
Gepflegte Grünflächen, hohe alte Bäume, hin und wieder mal links ein Einblick in die schmalen Kopfsteinpflastergassen mit ihren alten Fachwerkhäusern, überragt vom mächtigen grünen Bergkegel des Melibokus &#8211; sehr nett, und außerdem schön schattig, das war gar nich mal so unangenehm nach den letzten paar Kilometern in der prallen (wenn auch gottseidank nicht besonders heissen) Sonne.</p>
<p>Am Ende des Stadtparks dann wieder an die B3.<br />
Wie gehabt, neben der Straße entlang. Immer weiter nach Süden.<br />
Übrigens durchaus nett &#8211; es gibt ja Strecken neben Bundesstraßen, die sind nicht besonders hübsch, gerade draußen in der Pampa, wo das meist Tempolimit hoch und die Fuß-/Radwege oft schmal oder nichtexistent sind.<br />
Aber die B3 führt durch die Orte, da ist praktisch immer Tempo 50 (das dank der in den letzten Jahren immer häufiger auftauchenden Starenkästen am Straßenrand meist auch eingehalten wird) und es gibt immer was zu Schauen, schließlich sind das hübsche und alte Dörfer und Städte, die sich hier wie an einer Perlenkette aufgereiht die Bergstraße runterziehen.</p>
<p>Inwzischen war ich übrigens am Ende von Zwingenberg angekommen, das quasi nahtlos in den Bensheimer Stadteil Auerbach übergeht.<br />
Zeit: High Noon. Tönende Kirchenglocken aus allen Richtungen begleiteten meinen Einlauf in Auerbach. Schön! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Das nördliche Auerbach ist ein altes Villenviertel, da läuft sich´s immer recht schön &#8211; links und rechts der Strasse stehen viele große alte Häuser in großen alten Gärten voller großer alter Bäume.<br />
Schattig und angenehm und die regelmäßigen Querstrassen boten szenische Aussichten auf die steilen, sonnigen Weinberge (uijuijui, hier geht´s wirklich ordentlich aufwärts) und das beeindruckende <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/01/11/berglauf-bei-schnee-und-sonne-uber-den-melibokus-aufs-auerbacher-schloss-mit-foto-km/">Auerbacher Schloß</a> mit seinen beiden großen Rundtürmen (beflaggt und wunderschön vor dem strahlendblauen Himmel) auf dem Auerberg hoch über der Stadt.</p>
<p>Und immer weiter südwärts neben der B3. Zwischendrin machte ich mal ´ne kurze Dehnpause für die Waden (das gefiel ihnen) und trank meine erste Flasche brühwarme Isoplörre (gah!), ansonsten ging´s schön gleichmässig weiter, im herrlichen, warmen Schein der Mittagssonne durch Auerbach, das zu Fuß irgendwie viel länger ist, als wenn man dem Auto durchfährt (komisch&#8230;).</p>
<p>Nach 1,7 km überquerte ich schließlich die große Kreuzung an der Bachgasse, wo´s links hoch nach <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/11/14/hochstadter-tal-furstenlager-lautertal-mit-fotos-134-km/">Hochstädten und ins Fürstenlager</a> geht, und weitere 200 m. war dann endgültig Schluss mit lustig.</p>
<p>Ok, gut, eigentlich stimmt das überhaupt nicht.<br />
Tatsächlich war nur Schluss mit &#8220;Bequem und ein bisschen langweilig&#8221;.<br />
&#8220;Lustig&#8221; fing hingegen jetzt erst so richtig an!<br />
Ab hier ging´s nämlich links hoch, runter von den ausgetretenen, altbekannten Pfaden und geradewegs hinauf in Richtung der steilen, wunderbaren, pittoresken, steilen Weinberge.</p>
<p>Die übrigens total steil sind, falls ich das noch nicht erwähnt haben sollte&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Zuerst gar nicht schlimm:<br />
Links von der B3 ab und den schmalen Hochzeitsweg hinauf.<br />
Wieder mal älteres Wohngebiet, sanft am Hang, noch gar nicht steil.<br />
Überhaupt kein Problem</p>
<p>Dann über die Ludwigsstr. und weiter den Hochzeitsweg hoch.<br />
Der nun schon etwas anzog.<br />
Schon ein bisschen fordernd.</p>
<p>&#8230;und dann noch etwas mehr anzog&#8230;<br />
Puha, warum war denn die Sonne auf einmal so heiss?</p>
<p>&#8230;und dann *pfffft* noch etwas *uff* mehr anzog&#8230;<br />
Heidenei. Anstrengend!<br />
Aber immerhin gaben meine Waden praktisch instant Ruhe, sobald es steiler wurde. Irgendwie kamen sie mit der Steigung viel besser klar als mit der Ebene, deshalb übergaben sie den Staffelstab des Quengelns ab hier dann auch an meine Oberschenkelmuskulatur (Sektion: &#8220;Hinten außen, da wo die Beine in den Hintern übergehen&#8221;), die von nun an die Beschwererei übernahmen, und sich sogleich mit Gusto (und unwilligem Ziehen) in ihre neugewonnene Aufgabe stürzten.<br />
Immer mal was Neues, das macht´s interessanter&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Schließlich erreichte ich &#8211; schon gut angeschwitzt und fröhlich keuchend &#8211; den östlichen Ortsrand, da wo das steile Auerbach aufhört und die steileren Weinberge anfangen. Der Hochzeitsweg geht hier noch weiter, geradeaus den Hang hoch in die Weinlagen.<br />
Mit über 20% Steigung!!!!</p>
<p>Zum Glück musste ich da nicht hoch, stattdessen ging´s rechts ab, auf den Blütenweg (wie gehabt: Gelbes B), der zwischen Rebenreihen und Ortsrand weiter nach Süden führt.<br />
Der hat auch fast 20% Steigung, aber nur ein paar Meter, dann begradigt er sich etwas und geht eben und bequem weiter.<br />
Dumm nur, dass ich dieses Stück schon mehrmals gelaufen bin und die Parole ab hier &#8220;Neue Strecke&#8221; lautete &#8211; folgerichtig war´s nix mit &#8220;eben und bequem&#8221;, stattdessen ging´s gleich wieder links ab, auf einen unmarkierten und offensichtlich ziemlich neuen Asphaltweg, der schräg aufwärts in die Weinberge hinaufführte und &#8211; wie könnte es anders sein &#8211; total steil war.<br />
Schweisstreibend&#8230;</p>
<p>&#8230;aber auch wunderschön!!!<br />
Wie gesagt:<br />
Perfektes Wetter: Herrlicher Sonnenschein, strahlendblauer Himmel, ein paar weisse Wattewölkchen.<br />
Und großartige Umgebung: Rebenhreihen allenthalben, zugleich aufgeräumt und üppig wachsend, sattgrün am Steilhang.<br />
Und dann die Aussicht.<br />
Klarer Tag, 70 m. über der Ebene, nichts im Weg, was den Blick behindern könnte. Da breitet sich die scheinbar die ganze weite Welt vor einem aus, oder zumindest der gewaltige und nachweislich wunderbar anzusehende Teil der ganzen weiten Welt, der zwischen Taunus, Hunsrück, Pfälzerwald und Bergstrasse liegt.<br />
Aaaaah.<br />
Hier hätte ich selbst dann ein oder zwei Minuten Genusspause gemacht, wenn ich nicht verzweifelt nach Atem gerungen hätte.<br />
An sowas kann ich mich einfach nicht sattsehen.<br />
Herrlich.</p>
<p>Leider konnte ich nicht so lange verweilen, wie ich es gerne getan hätte, wollte ja schließlich um eins in Zell sein &#8211; und da war ich schon recht spät dran.<br />
Also schweren Atems und schwereren Herzens weiter den Weg hoch, an einem unvermittelt auftauchenden Hoftor links (hier hat sich offenbar jemand ein Domizil mitten in den Weinberg gebaut, das erklärt auch den neuen Asphaltweg. Beneidenswerte Wohnlage [Außer bei Glatteis.. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ]!) und einen winziges Pfädchen hoch, dann schließlich auf einem fast ebenen Pfad ein Stück die Weinbergsflanke entlang.<br />
Schon recht abenteuerlich, hier oben kommt wohl nicht oft jemand vorbei, zumindest nachdem Dschungel aus mannshoher Hangwiesenflora zu schließen, die links und rechts des Weges himmelwärts wucherte (der Weg selbst war gottseidank notdürftig gemäht, sonst hätte ich hier umkehren müssen).</p>
<p>250 m. geradeaus durch die Weinlage (&#8220;Auerbacher Fürstenlager&#8221; &#8211; <a href="http://www.antes-web.de/360GradHerrnwingertFuerstenlager.htm">hier gibt´s ein wunderbares Panoramabild des Hanges</a>, das noch etwas weiter oben aufgenommen wurde), dann musste ich viele der teuer erkeuchten Höhenmeterchen auch schon wieder abgeben: Scharf rechts und auf einem schmalen, rissigen, alten Betonwegchen so steil abwärts, schon fast ein bisschen wehtat &#8211; allerdings wurde der leichte Schmerz klar von Dankbarkeit dafür überlagert, dass ich hier nicht HOCHlaufen musste, also alles prima! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Unten im Talgrund erreichte ich den Mühlbachweg am Grund des schmalen Hochtals. Früher mal eine Verbindungsstraße zwischen Bensheim und Schönberg, heute für den Durchgangsverkehr gesperrt und nur noch Zufahrt zum wunderbaren Naturparkplatz Herrenwingert zwischen Kirchberg, Fürstenlager und Schönberger Schloß.</p>
<p>Hier kurz links, ein Stück die rissige alte Straße runter.<br />
Hübsch: Rechts der steile, sonnige Weinberg, links dichter, schattiger Hangwald. Besonders gut gefiel mir das selbstgemalte Krötenwarnschild, das eine gute Seele hier aufgestellt hat.</p>
<p>Nach wenigen Metern war dann auch schon wieder Schluss mit abwärts und ich lief halblinks in den urigen und überraschend dunklen Wald hinein (Mühlbergweg, gelbe 5), durch dessen geschlossenes Blätterdach nur hier und da ein vereinzelter Sonnenstrahl drang (was irgendwie wunderbar stimmungsvoll war).</p>
<p>Google Earth behauptet, dass sich hier die &#8220;Heinrich-von-Kleist-Str.&#8221; durch den Wald zieht.<br />
Was irgendwie ein bisschen drollig ist, denn Realität behauptet, dass es hier keine Straße gibt, ja sogar nicht mal einen richtigen Weg, sondern nur ein paar winzig-wirre-Pfade, die sich irgendwie den Hang hoch und runter schlängeln.<br />
Wie meistens in solchen Situationen behält die Realität recht (das macht aber nichts, im Gegenteil &#8211; irgendwie mag ich es, wenn Google Earth Fehler macht, das ist so schön menschlich&#8230;) <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Keine Strasse, kein Weg, nur geheimnisvolle Trampelpfädchen, denen ich irgendwie folgte (die gelbe 5 hatte ich planmäßig verloren, wollte sie aber irgendwann wiederfinden: Ein bisschen bergab, ein bisschen bergauf, kurz ratlos rumgestanden, in die eine Richtung, noch ein bisschen ratlos rumgestanden, umentschieden, in die andere Richtung, schließlich einen steilen Anstieg zwischen Springkraut und alten Ästen hoch, an dessen Ende ich keuchend und mit wunderbar ziehender und mosernder Oberschenkelmuskulatur tatsächlich wieder auf die gelbe 5 traf &#8211; und das sogar ungefähr dort, wo´s geplant gewesen war.<br />
Va bene!</p>
<p>Gelbe 5 nach rechts, unerwartet den Waldrand an einer beeindruckend idyllischen Hangwiese mit Blick in die Rheinebe erreicht, kurz pausiert und genossen (und mich gefragt, warum ich Depp eigentlich den Foto nicht mitgenommen hatte), und dann schnell weiter zum nächsten Höhenmeterwiederloswerden, dieser mal durch einen tief eingeschnittenen uralten Hohlweg mit meterhohen Baumbestandenen Wänden, an dessen unterem Ende ich erst an ein paar Häusern (Zivilisation! Nein sowas!) vorbeirannte und schließlich die Einmündung zum Brunnenweg hoch auf den Eichelberg hinter Bensheim erreichte.</p>
<p>Den Brunnenweg wollte ich schon lange mal laufen. War jetzt schon ein paarmal am oberen Ende vorbeigekommen (beispielsweise beim <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/05/24/blogger-team-up-melibokus-bensheim-mit-gerd-165-km/">allerersten Lauf mit Gerd</a> vor einem Jahr) und das hatte jedesmal total hübsch ausgesehen, deswegen hatte ich ihn heute endlich mal mit eingeplant.<br />
Na dann: Scharf links und den Brunnenweg hoch.</p>
<p>Breiter, bequemer Weg durch den Wald, sehr moderate Steigung (ein Novum auf der heutigen Tour), links ein kleines Bächlein, rechts passierte ich direkt den Weg zum <a href="http://www.arbeitskreis-zwingenberger-synagoge.de/gedenkstaetten/index.html#00000095230ab6601">Gedenkstein der Nazi-Morde vom 24.4.1945</a>, dann relativ sanft aufwärts durch den schönen Wald, bis ich nach 700 angenehmen Metern an der wunderschönen Wegkreuzung zwischen Herrenwingert und Eichelberg ankam (außer Atem war ich übrigens trotzdem, denn ich hatte die geringe Steigung zum Tempomachen genutzt).</p>
<p>Mannomann, ist das hübsch hier oben!<br />
Ich hab´s ja schon öfter geschrieben, aber es kann nichts schaden, das hin und wieder mal zu wiederholen:<br />
Das Berg- und Hügelland hinter Bensheim ist wahrscheinlich der landschaftlich schönste Teil der gesamten Bergstraße!<br />
Hier hat´s einen unglaublich aparten und abwechslungsreichen Mix aus Buschland, Wildwiesen, Wald, Weiden und Weinbergen, verteilt über kleine aber steile Anhöhen und tiefe Bachtäler, dazwischen immer mal ein kleines Dörfchen oder eine Sehenswürdigkeit, alles zusammengedrängt auf überraschend engem Raum &#8211; hier wartet praktisch hinter jeder Kehre (und davon gibt es viele) ein anderer Landschaftstyp, eine neue Aussicht, eine unerwartet Entdeckung, das macht die Gegend unheimlich spannend und wunderschön!</p>
<p>Point in case: Die Wegkreuzung zwischen Herrenwingert und Eichelberg. In der Mitte eine Runde Bank um einen Baum herum, links und rechts schattiger Wald, geradeaus eine herrliche Wildkräuterwiese in der Mittagssonne, komplett mit Grillenzirpen und einer leichten Brise, die Wellenmuster in die hohen Gräser blies.<br />
Und genau da lief ich jetzt lang:<br />
Kurz geradeaus, dann rechts und auf dem Wanderweg B1 mitten durch die Wiese bis zum nächsten Waldrand, zwischen einigen mehr oder weniger verwilderten Gartengrundstücken hindurch (hier oben gibt´s Gärten? Wow, das ist sicher cool, hier sein persönliches kleines verstecktes Wochenendausflugsziel zu haben) und bei &#8211; wieder mal ganz schön fieser &#8211; Steigung auf den Eichelberg hoch.<br />
Dabei ein kurzer Blick auf die Uhr, der zeigte, dass ich unmöglich rechtzeitig zur vereinbarten Uhrzeit ankommen würde &#8211; inzwischen war ich zwar weniger als zwei Kilometer Luftlinie vom Ziel entfernt, aber zwischen mir und Zell lagen noch ein großes Tal (das Lautertal) und ein steiler Bergrücken (die Anhöhe am blauen Türmchen) &#8211; und es war schon zehn vor eins.<br />
Hrm, zu spät wie immer . ber wenigstens hatte ich das Handy dabei und konnte schnell sagen&#8230;</p>
<p>Oben am Eichelberg ein toller Pfad am Bergrücken &#8211; schmal, einsam, uneben, abenteuerlich, nicht ganz im Wald, nicht ganz im Offenen, dafür aber voll in der Sonne. Hmmm&#8230;.<br />
Kurzes Stück geradeaus, dann eine scharfe Kehre, etwas abwärts, dann war ich auf einmal wieder mitten in den Weinbergen.<br />
Ab hier: Eichelberg-Weg (gelbe 6) &#8211; vielleicht gerade 20 cm. schmal, gut überwuchert, steil abwärts direkt durch die Rebenreihen, und außerdem wunderschön. Diese Nebenwege erwiesen sich mehr und mehr als entdeckerische Volltreffer.</p>
<p>Am unteren Ende des Weinberghangs dann rechts und auf einem weiteren schmalen, dunklen Hohlweg (unmarkiert) weiter talwärts.<br />
Beeindruckend tief eingeschnitten, links und rechts erhoben sich schluchtartige Lehmwände von mindestens 3 oder 4 m. Höhe, auf denen alte Bäume wuchsen, so dass es sich hier fast wie in einem kühlen Tunnel anfühlte. Allerdings musste man gut aufpassen, denn hier lag vom Astgewirr bis zum halben Gartenstuhl alles Mögliche im Weg rum, da war ein bisschen Wendigkeit gefragt (gut dass meine muckenden Beine inzwischen entnervt aufgegeben hatten und mich nun ungestört die tolle Umgebung geniessen ließen&#8230;).</p>
<p>Runter runter runter runter runter, am unteren Ende der Rinne zwischen ein paar Häusern an einem uralten Mäuerchen hindurch, dann stand ich plötzlich mitten in Bensheim an der Nibelungenstr./B47.<br />
Bestens!</p>
<p>Über die verwaiste Bundesstraße (Samstag Mittag 13:00 Uhr ist hier wohl keine Stoßzeit), dann rechts, Richtung Stadtmitte, dann jedoch gleich wieder links und auf der Elisabethenstr. über leise riedwärts plätschernde Lauter.<br />
Zeit für den letzten Aufstieg.</p>
<p>Und zwar zuerst auf der <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_00061.jpg">Hunsrückstr</a>., die einen großen Bogen nach links beschreibt und dabei so steil aufwärts durch das Wohngebiet am Hohberg führt, dass der Bürgersteig neben der Fahrbahn aus Stufen besteht.<br />
Aaaaaaaargh, das zog rein (aber auf eine gute Art <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  )!</p>
<p>Oben dann link in den Nelkenweg (steil bergauf), wieder links auf die Konrad-Adenauer-Str. (leicht bergauf), dann rechts in die Theodor-Heuss-Str. (leicht bergauf).<br />
Übrigens freundliches, ruhiges Wohngebiet in Hanglage, grün und mit einigen echt hübschen Häuschen, hier oben war ich noch nie gewesen.</p>
<p>Von der Heuss-Str. ging´s dann relativ bald rechts raus auf den Hohberg-Weg (gelbe 2). Zuerst fand ich die Abzweigung nicht, lief ein paar Meter in die falsche Richtung, irrte dann kurz über eine Wiese am Strassenrand (und schreckte dabei ein Reh auf, das nur wenige Meter hinter den Häusern geäst hatte), dann wies mir ein freundlicher Passant mit lustig kläffendem Pinscher den richtigen Weg, der sich wieder mal als schmaler, abenteuerlicher Pfad herausstellte, der zwischen Waldwiesenbuschlandgärtenoderso und den letzten Häuser am Ortsrand ostwärts führt.<br />
Natürlich bergauf.<br />
Natürlich gut steil.</p>
<p>Inzwischen war ich schon deutlich zu spät, also machte ich Tempo.<br />
Zumindest die ersten zweihundert Meter.<br />
Dann wurde es steiler, mir ging die Puste aus, und mein Körper und ich einigten uns darauf, die letzten Höhenmeter vielleicht ausnahmsweise mal gehend zu bewältigen.<br />
Machten wir dann auch.</p>
<p>Auf der Anhöhe angekommen stieß ich direkt auf bekanntes Terrain: Der herrliche Knodener Höhenweg (gelbes Dreieck) auf dem sanft ansteigenden Höhenrücken zwischen Wiesen und Weinbergen, dem ich nun 750 m. nach Osten folgte.<br />
Vorbei am pittoresken <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0084a.jpg">Blauen Türmchen</a>, das ich aus Zeitgründen mal links liegen ließ, nur noch ganz leicht bergauf, immer geradeaus den herrlichen Weg hoch (wer wissen will, wie das alles genau aussieht <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/10/18/weinberge-zwischen-bensheim-und-heppenheim-mit-fotos-157-km/">kann hier vorbeischauen</a>, da gibt´s ´nen Sack voll richtig schöner Fotos von hier oben)<br />
Schnellschnellschnell, war ja schließlich zu spät.</p>
<p>Ganz schön warm wenn man mit Volldampf in der Mittagssonne leicht bergauf durchs offene Gelände rennt&#8230;</p>
<p>Nach ca. 750 m. erreichte ich die Abzweigung, der ich rechts runter ins Meerbachtal folgen wollte.<br />
Na ja, nicht genau DIE Abzweigung, aber zumindest eine in der Nähe.<br />
Da verirrte ich mich dann noch mal kurz in den Weinbergen bevor ich dann doch den richtigen Weg entdeckte und mich auf den letzten Abstieg machte.<br />
Asphaltweg bergab die waldweinweidenbewachsene Bergflanke runter gen Zell.<br />
Immer noch richtig schnell, das schüttelte gut durch.<br />
Schnaufschnaufschnauf (Beinaua, Beinaua, Beinaua)</p>
<p>Kreuzung &#8211; links abwärts.</p>
<p>Schnaufschnaufschnauf (Beinaua, Beinaua, Beinaua)</p>
<p>Links unten taucht Zell auf, wie immer unheimlich hübsch und idyllisch ins Meerbachtal geschmiegt, dahinter das weite, herrliche Weinland hinter Bensheim und Heppenheim.</p>
<p>Schnaufschnaufschnauf (Beinaua, Beinaua, Allesaua)</p>
<p>Scharfe Kehre nach links, weiter runter, rechts steile Gärten, erste Häuser, ein Taubenschlag, dann noch eine Kehre in der ein hübsches Brünnschen steht (das hat auch einen Namen, beschliesse ihn mir zu merken und vergesse ihn 10 Sekunden später wieder&#8230;)</p>
<p>Schnaufschnaufschnauf (Allesaua, Allesaua, Allesaua)</p>
<p>&#8230;und dann bin ich unten in Zell. Schöner kleiner Ort hinter Bensheim, eingeschlossen von steilen Hängen, zieht sich ewig ein einer langen Straße das Tal hoch, mittendurch fliesst der offene Meerbach, ich laufe rechts die Gronauer Str. runter.<br />
Fast da, Endspurt&#8230;</p>
<p>Links der Meerbach, ein kleine Grünstreifen, eine Statue die den nackten Hintern zur Straße hält (wahrscheinlich was Folkloristisches)</p>
<p>&#8230;Endspurt&#8230;.</p>
<p>Kurve, Fachwerkhäuser, großer Parkplatz</p>
<p>&#8230;Eeeeeendspuhhhhhhrt (will gar kein Ende nehmen)</p>
<p>&#8230;und da!</p>
<p>Links taucht das Ziel auf, das Gasthaus <a href="http://www.vettersmuehle.de/">Vetters Mühle</a>, auch bekannt als &#8220;die Käsekuchenmühle&#8221; (zumindest laut meiner Mutter, die in ihrer Kindheit hier mit ihren Großeltern zum Käsekuchenessen hergewandert ist, vielleicht über dieselben Wege die ich heute genommen habe), kleine Brücke über den Meerbach, Hoftor und DA!</p>
<p>Puha!</p>
<p>Geschafft.</p>
<p>Schwer atmend, fast eine halbe Stunde zu spät, aber sehr zufrieden mit der tollen, tollen Tour.<br />
Das obligatorische (und leckere und gewaltig portionierte) Kochkässchnitzel hab´ ich mir heute redlich verdient&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Das war richtig gut heute. Vor allem die Entscheidung, den zweiten Teil des Laufs auf winzigen, unbekannten Nebenstrecken zu absolvieren. Das hat genau die Mischung aus Anstrengung, Abenteuer und herrlicher Umgebung gebracht, die ich beim Laufen am allerliebsten hab´.<br />
Wetter super, Lauf super, Gegend super, Matthias super (drauf!).<br />
Perfekt!!!</p>
<p>Strecke: 14,4 km<br />
Zeit: Irgendwas zwischen 1:35 und 1:45 h<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 47,01% (6,77 km von 14,4 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/jugenheim-zell2.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/jugenheim-zell2.jpg?w=75" alt="Jugenheim - Zell" title="Jugenheim - Zell" width="75" height="150" class="alignnone size-thumbnail wp-image-4789" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Abendlicher 10er durch Bickenbach, irgendwie geschmacksneutral (10,3 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/05/26/abendlicher-10er-durch-bickenbach-irgendwie-geschmacksneutral-103-km/</link>
<pubDate>Tue, 26 May 2009 20:22:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/05/26/abendlicher-10er-durch-bickenbach-irgendwie-geschmacksneutral-103-km/</guid>
<description><![CDATA[Hmm&#8230; Ok, ich muss gestehen, heute abend bin ich so ein bisschen ratlos. Weil: Ich war laufen ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Hmm&#8230;</p>
<p>Ok, ich muss gestehen, heute abend bin ich so ein bisschen ratlos.<br />
Weil: Ich war laufen &#8211; und irgendwie will mir so gar nichts Besonderes einfallen, was ich jetzt drüber schreiben könnte.<br />
Passiert mir auch nicht oft, sowas&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Eigentlich wollte ich heute ja nach Wiesbaden hoch und bei einem Freund in der Innenstadt was abholen und dabei natürlich auch gleich noch ´ne kleine Runde da oben rennen.<br />
Aber das hat dann nicht geklappt, also hab´ ich mich am späten Dienstagnachmittag zuhause gefunden, wollte laufen, hatte kurzfristig keine Strecke, und auch gar keine Lust, mir jetzt noch irgendwas Cleveres aus den Fingern zu saugen.<br />
Oh, trüb und regnerisch war´s auch noch, aber das war weiter nicht schlimm, so zwischendurch mag ich das als Abwechlsung zur Sonne mal ganz gerne, solang´s nicht zu kalt ist oder ewig lang dauerregnet&#8230;</p>
<p><!--more--><br />
Tja, also hab´ ich mich für eine unkomplizierten und unspektakulären Standartzehner entschieden, den wo ich von daheim aus durch Bickenbach bis ins Ried jenseits der A5 laufe, und dort dann auf dem Saar-Rhein-Main-Weg zurück, noch mal durch Bickenbach und heim.</p>
<p>Und dabei ist einfach irgendwie überhaupt nichts Berichtenswertes passiert.<br />
War insgesamt weder superschnell noch schneckenlangsam, am Anfang haben die Waden (die noch auf &#8220;Berglaufen&#8221; standen und keinen Bock auf Asphalt und Flachland hatten) ziemlich gekrampft, am Ende hab´ ich Tempo gemacht und mir ist ein bisschen die Puste ausgegangen, und zwischendrin bin ich halt zweimal durch Bickenbach gelaufen, und außerdem durch Spargeläcker und über zwei Autobahnbrücken und das Interessanteste was passiert ist, war dass ich Kaninchen gesehen hab´, und irgendwo in den Äckern beinahe von einem Kleinbus voller Spargelerntearbeiter überfahren worden wäre.<br />
Jaaa, gut, ok, eigentlich war´s gar nicht so beinahe, der Kleinbus ist in Wirklichkeit mit mehr als genug Abstand an mir vorbeigedonnert&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Das war´s dann.<br />
Und nicht dass wir uns jetzt falsch verstehen:<br />
Überhaupt kein mieser Lauf oder sowas, nicht dröge, oder anstrengend oder langweilig, aber eben auch nicht das Gegenteil &#8211; war nicht supertoll, war nicht schlimm, sondern&#8230; naja, war&#8230; halt&#8230; einfach.<br />
Irgendwie so.</p>
<p>Ich fürchte, damit kann ich nach über einem Monat, in dem ich mir mindestens zweimal die Woche irgendwelchen supergeilen Premiumtouren in exotischen Gefilden gegönnt habe, blogtechnisch nicht mehr so ganz umgehen.<br />
Muss ich demnächst wohl mal wieder dran arbeiten&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wenn ihr Genaueres über die Strecke wissen wollt, oder sehen wollt, wie man richtig, richtig gute Laufberichte über sie schreibt, dann schaut <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/10/29/wettlauf-matthias-gegen-die-nacht-103-km/">einfach hier nach</a>, das ist dieselbe Tour wie heute, nur in gut und lustig beschrieben &#8211; die Zeit habt ihr ja, weil ihr euch hier ja mal ausnahmsweise nicht durch 2000+ Wörter lesen müsst, sondern nur durch 450&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Und nein, Christian, bevor du fragst: Deprimiert oder lustlos bin ich nicht. Ehrlich! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif' alt=':mrgreen:' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Am Donnerstag lauf´ ich wahrscheinlich bei Mainz über den Rhein, da gibt´s wieder mehr zu berichten, hoff´ ich.</p>
<p>Strecke: 10,3 km<br />
Zeit: 1:00 h (= 10,3 km/h bzw. 5:50 min/km)<br />
Neue Strecke: Wenn, dann isses mir entgangen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_lol.gif' alt=':lol:' class='wp-smiley' /><br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/2-x-durch-bickenbach.jpg"><img title="2-x-durch-bickenbach" src="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/2-x-durch-bickenbach.jpg?w=128&#038;h=93#38;h=93" alt="" width="128" height="93" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Nach langer Kür mal wieder Pflicht - Müde Standardrunde durch Jugenheim, Seeheim, Bickenbach und Alsbach (10 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/05/12/nach-langer-kur-mal-wieder-pflicht-muder-standartrunde-durch-jugenheim-seeheim-bickenbach-und-alsbach-10-km/</link>
<pubDate>Tue, 12 May 2009 20:04:49 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/05/12/nach-langer-kur-mal-wieder-pflicht-muder-standartrunde-durch-jugenheim-seeheim-bickenbach-und-alsbach-10-km/</guid>
<description><![CDATA[Hmph. Es gibt so Tage, die sind eigentlich nicht zum Laufen gemacht. Heute zum Beispiel. Matthias: A]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Hmph.<br />
Es gibt so Tage, die sind eigentlich nicht zum Laufen gemacht.<br />
Heute zum Beispiel.</p>
<p>Matthias: Abgespannt, ein bisschen kopfschmerzig, hat gar keine Lust auf die Rennerei.</p>
<p>Wetter: Erst Dauerregen später extrem unstet, unglaublich schwül und drückend, auf eine unangenehme Art und Weise &#8211; sobald die Sonne durchkam (selten) war´s bullenheiss und stickig, wenn sie nicht da war setzte sich die Feuchtigkeit hingegen als klebrig-klammer Film auf die Haut und kühlte unangenehm aus.</p>
<p>Ganz ehrlich: In den letzten Wochen hätt´ ich es wahrscheinlich ganz mit dem Laufen gelassen, einfach weil ich da nur nach Lust und Laune gestartet bin. Aber so langsam will ich ja wieder so ein bisschen einen festen Turnus mit vier Touren pro Woche hinkriegen, da muss man dann halt auch mal los, wenn man überhaupt gar keine Lust hat und sich ein bisschen träge und malad fühlt.</p>
<p><!--more--><br />
Also bin ich gegen Abend, als es wenigstens etwas freundlicher wurde, doch noch leicht widerstrebend aufgebrochen, um zumindest mal einen lauen Zehner runterzureissen.</p>
<p>Auf was Besonderes hatte ich natürlich grad überhaupt keine Lust, also lief ich einfach wieder mal meine alte, unspektakuläre <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/09/27/50-min-marke-auf-10-km-geknackt-101-km/">Standartrunde</a>: Auf dem Blütenweg durch Jugenheim, weiter nach Seeheim, über die Strassenbahn, durchs Schuldorf, auf dem Saar-Rhein-Main-Weg durch den Wald bis Bickenbach, dort am Bahnhof vorbei, weiter an die B3, schließlich am hoch nach Alsbach und am Alsbacher Ortsrand durch die Felder zurück nach Hause.<br />
Normalerweise mach´ ich hier ja gerne Tempo, heute aber nicht.<br />
Keine Lust/Motivation/Energie.<br />
Pffft&#8230;</p>
<p>Einfach irgendwie durch. Lief nicht wirklich gut aber auch nicht unsagbar schlecht, richtig Spass hat´s nicht gemacht, war etwas krampfig und kurzatmig, Nacken kühlte eklig klamm aus, gegen Ende zog sich´s, wenn die Sonne durchschaute war´s ganz hübsch (der Sonnenuntergang war sogar spektakulär), in den Feldern riesige Kaninchenherden gesehen, und am Ende unfreiwillig sogar noch ein paar Meterchen. neue Strecke auf dem Weilerweg gelaufen, weil der Feldweg den ich sonst immer nehme, von irgendeinem landwirtschaftlichen Gerät versperrt war, und dann war´s irgendwann zu Ende und ich irgendwie noch ein bisschen matter, als ich´s eh schon gewesen war.</p>
<p>Tja, was soll ich sagen? Nachdem ich jetzt Wochenlang nur Traumtouren hatte, war´s heute mal wieder nicht ganz so traumhaft.<br />
Bin fast versucht ein &#8220;endlich&#8221; einzufügen, schließlich kann´s nicht immer nur toll sein.<br />
Von daher auch nicht schlimm, auch mal wieder eine nicht so dolle Tour zwischendurch, das zeigt ja vielleicht auch, dass der Laufalltag sich so langsam wieder einstellt &#8211; und das muss ja nicht nur schlecht sein&#8230;</p>
<p>Außerdem hat´s damit mal wieder für einen in minutenschnelle runtergetippten Blogeintrag mit unter 500 Wörtern gereicht, das ist auch ganz nett&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Strecke: 10 km<br />
Zeit: Nicht genommen<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 0,18% (0,18 km von 10 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/temporunde-um-bickenbach.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-502" src="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/temporunde-um-bickenbach.jpg?w=128&#038;h=93#38;h=93&#38;h=93" alt="" width="128" height="93" /></a><br />
(Zumindest ungefähr &#8211; heute bin ich den Weilerweg bis Alsbach durchgelaufen und erst dann links abgebogen, ist aber nur ein winziger Unterschied, dafür hab´ ich dann keine neue Karte gemacht&#8230;)</p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Von Orthopäden und Abwrackprämien (3,1 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/04/03/von-orthopaden-und-abwrackpramien-31-km/</link>
<pubDate>Fri, 03 Apr 2009 20:54:23 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/04/03/von-orthopaden-und-abwrackpramien-31-km/</guid>
<description><![CDATA[Heute kein richtiger Lauf. Aber so ein bisschen Kram, der irgendwie mit der Lauferei zu tun hat. Ers]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Heute kein richtiger Lauf.<br />
Aber so ein bisschen Kram, der irgendwie mit der Lauferei zu tun hat.</p>
<p>Erstmal: Der Besuch beim Orthopäden.<br />
Wegen meinem zickenden linken Bein, das sich in den vergangenen Wochen beim Laufen ja immer mal ein bisschen komisch angefühlt hat (zwar nicht &#8220;total schlimm&#8221;-komisch aber immerhin &#8220;irgendwie ist es nicht so ganz wie´s sein soll&#8221;-komisch, das nervt auf Dauer ja auch).<br />
Ist zwar inzwischen schon wieder von alleine etwas normaler geworden, aber wenn man den Termin dann schon mal hat&#8230; </p>
<p><!--more--><br />
Also heute morgen in der Praxis im Nachbarort vorbeigeschaut und das Bein begutachten lassen. Der Orthopäde hat ein bisschen dran rumgedreht und -gerenkt, geguckt ob ich überall volles Gefühl hab (Antwort: Ja), und mir dann noch ein bisschen beim Stehen zugeschaut. Alles gar nicht schlimm.</p>
<p>Diagnose: Nichts Ernstes, wohl mal wieder meine schiefen alten Knicksenkfüße, die da zusammen mit einem Satz verkürzter Muskeln irgendwo in meinen Beinen ein bisserl Ärger machen.<br />
Keine Ahnung, warum sich das gerade jetzt wieder bemerkbar gemacht hat<br />
(Mögliche Gründe:<br />
- Werde alt und klapprig<br />
- Stehe gerade etwas besser im Futter als in den letzten Jahren, also vielleicht ja ein bisschen mehr Gewicht, dass der der Bewegungsapparat verdauen muss [andererseits: Sooo viel isses auch wieder nicht, vielleicht drei oder vier Kilo]<br />
- Meine Laufschuhe sind nicht mehr ganz taufrisch und federn entsprechend nicht mehr so gut ab<br />
- Bin im moment relativ oft relativ arg verspannt [das passiert schon mal, wenn man täglich bis in die frühen Morgenstunden auf einem suboptimalen, durchgerittenen Schreibtischstuhl vor dem Laptop sitzt und konzentriert schafft], das könnte was damit zu tun haben<br />
- War in den letzten Monaten sehr dehnfaul. Das rächt sich vielleicht auf Dauer<br />
- Some or all of the above).</p>
<p>Anyhow, hab´ dann ein Rezept für Knicksenkfußeinlagen gekriegt, sowie die Ermahnung, in Zukunft wieder fleissiger zu dehnen, und das war´s.<br />
Wie gesagt: Offenbar nichts Schlimmes, sehr erfreulich.</p>
<p>Danach bin ich dann auch gleich noch Schuhekaufen gegangen.</p>
<p>Ganz spontan.<br />
Weils so langsam eh mal wieder Zeit ist.<br />
Und weil neue Schuhe dem Bein ja vielleicht ganz gut tun.<br />
Aber vor allem, weil mir das <a href="http://www.lang-lauf-jugenheim.de/">Schuhhaus Lang</a>, seines Zeichens lokaler Sportfußbekleidungshändler meines Vertrauens, gerade per Mail mitgeteilt hatte, dass sie heute und morgen in einer Sonderaktion eine &#8220;Abwrackprämie&#8221; zahlen &#8211; wenn man mit seinen alten, ausgelatschten Laufschuhen vorbeikommt und neue kauft, gibt´s 15 Euro Rabatt!<br />
Und, na ja, 15 Euro sind 15 Euro, gerade wenn man sich irgendwann demnächst eh mal wieder neue Schuhe besorgen wollte&#8230;</p>
<p>Normalerweise ist Schuhekaufen ja eine furchtbar dröge Geschichte &#8211; mir eine endlose Parade von quietschbunten überglorifizerten Möchtegernhightechwunderfußwärmern mit lächerlichen Namen, dämlichen Designs und mehr &#8220;Features&#8221; als ein handelsüblicher Mittelklassewagen (größtenteils aus der Kategorie &#8220;Grandios klingender Marketing-Bullshit&#8221;) an die Quanten zu schnallen, das ist irgendwie nicht besonders spassig.<br />
Zumal sich beim ersten Dutzend Versuche traditionell unweigerlich rausstellt, dass der jeweilige Schuh&#8230;<br />
a) &#8230;entweder nicht richtig sitzt<br />
oder<br />
b) &#8230;zwar total gut sitzt aber meinen armen krummen Beinen pronationstechnisch so schlimm mitspielen würde, dass ich mir statt seiner Anschaffung auch einfach ´nen Hammer besorgen und mir den Bewegungsapparat mit dem malträtieren könnte (&#8211;&#62; Etwas billiger, gleicher Effekt)</p>
<p>Wie gesagt &#8211; unendlich dröge. Dass es Leute gibt, die an sowas allen Ernstes Spass haben (HALLO?!? Wir Reden hier von SCHUHEN &#8211; Das sind Gebrauchsgegenstände wie ein Kehrblech oder eine Knoblauchpresse, die sollen ihre Funktion erfüllen und nicht zu buntig-debilen Lifestylechoiceprodukten hochgepusht werden, über deren jeweilige Leistungsmerkmale erwachsene Menschen ernsthaft reden, als ob´s wichtig oder auch nur interessant wäre. Graaaahhh!!!) &#8211; absurd! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ähem. Wo war ich? </p>
<p>Ach ja, Schuhe, neu kaufen, normalerweise immer lästig. </p>
<p>Heute war´s anders:<br />
Erstes Paar Schuhe anprobiert (wieder irgendwas von Brooks) &#8211; PERFEKT!!!<br />
Sitzen gut, fühlen sich super an, selbst die Laufbandanalyse hat keinerlei Einwände.<br />
Auf Anhieb die richtigen, das ist mir in zehn Jahren Lauferei noch nicht passiert.<br />
Leicht beunruhigend. Aber einem geschenkten Gaul schaut man bekanntlich nicht ins Maul. </p>
<p>Also hab´ ich die gekauft.<br />
Brooks &#8220;irgendwas&#8221;.<br />
Sie sind neu, kommen in zwei Varianten (&#8220;links&#8221; und &#8220;rechts&#8221;) , haben ein etwas blödsinniges Farbschema (wie alle Sportschuhe. Warum gibt´s die eigentlich nicht in Uni-Graubraun? Oder wenigstens Olivgrün?) , und sind sind weicheierig-quietschsauber (aber da arbeite ich noch dran). Was sie für eine Triple-Duplex-Hyper-Softlife-Dämmung haben oder wie der Traction-Performance-Hybrid-Goremeistertex-Index ist, das kann ich euch allerdings nicht sagen, vor allem weil´s mir gepflegt an meinem kräftig gebauten Podex vorbei geht&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  </p>
<p>Neues Paar Schuhe, ohne Hickhack und Aufwand, einfach so.<br />
Wer hätte das gedacht. </p>
<p>Meine Alten musste ich dann allerdings auch wirklich da lassen, wegen der Abwrackprämie.<br />
Hatte ja insgeheim gehofft, dass ich sie wieder mitnehmen kann (denn wozu braucht das Schuhhaus Lang meine alten, rissigen, in Schmutz und Ehren ergrauten Quanten), aber die wollten sie tatsächlich behalten. Da fiel der Abschied dann auf einmal doch irgendwie ziemlich schwer&#8230;<br />
Aber: 15 Euro sind 15 Euro, und ansonsten hätten sie ja doch nur zuhause rumgestanden und Platz gefressen. Also liess ich sie am Ende dann doch zurück, verabschiedete mich leicht wehmütig von ihnen, und fühlte mich wie ein dreckiger Verräter, als ich den Laden verliess.<br />
Seufz.</p>
<p>Immerhin: Draußen war´s sonnig, und ich hatte neue Schuhe an den Füßen, in denen sich´s herrlich angenehm und vollkommen problemlos laufen (fast schon: Gleiten) liess. Auf denen trabte ich dann erstmal heim. </p>
<p>&#8230;und drehte dann kurz danach beim Gassigehen mit Nemo gleich noch eine Mini-Einweihungsrunde durch den sonnigen, lichten Frühlingwald (Burgenweg, Alemannenweg am Waldrand, Hasselbachtal, Blütenweg), die den positiven Eindruck bestätigte: Die Neuen sind leicht, herrlich federnd, sitzen bestens, und es kratzt/hakt/scheuert gar nix.<br />
Ich hab´ also allen Grund mißtrauisch zu sein, denn normalerweise ist am Anfang immer irgendwas mit neuen Schuhen.<br />
Aber wir werden sehen &#8211; Morgen gibt´s einen Vierzehner am Mainufer, da werden sie mir wahrscheinlich unvermittelt die Füße zu Stümpfen schreddern&#8230;</p>
<p>Bis dahin:<br />
IN MEMORIAM:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/schuhe.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/schuhe.jpg" alt="schuhe" title="schuhe" width="400" height="595" class="alignnone size-full wp-image-3886" /></a><br />
Brooks Defyance, Ende April 2008 &#8211; Anfang April 2009</p>
<p>Und just for fun noch die Mikro-Läufchen von heute, die ich eigentlich gar nicht erwähnen dürfte, weil sie so kurz waren:<br />
1) In Rot: Zuhause &#8211; Schuhladen &#8211; Zuhause (hin und zurück 1,1 km)<br />
2) In Gelb: Mini-Einweihungsründchen mit Nemo durch den Wald (2 km)<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/schuhkaufrunde.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/schuhkaufrunde.jpg?w=128" alt="schuhkaufrunde" title="schuhkaufrunde" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-3887" /></a></p>
<p>Zusammen: 3,1 km<br />
Zeit: Egal<br />
Neue Strecke: Natürlich nicht</p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Frühlingsbergtour in der prallen Sonne: Jugenheim - Balkhausen - Alsbach (10,7 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/04/02/fruhlingsbergtour-in-der-prallen-sonne-jugenheim-balkhausen-alsbach-107-km/</link>
<pubDate>Thu, 02 Apr 2009 18:33:21 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/04/02/fruhlingsbergtour-in-der-prallen-sonne-jugenheim-balkhausen-alsbach-107-km/</guid>
<description><![CDATA[Heute musste ich was bei meinem Hausarzt abholen. Und weil´s dafür nicht viel brauchte (Krankenkasse]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Heute musste ich was bei meinem Hausarzt abholen.<br />
Und weil´s dafür nicht viel brauchte (Krankenkassenkärtchen und 10 Euro Praxisgebühr, das ist logistisch gut zu stemmen&#8230;) und das Wetter schon wieder wunderbar sonnigwarmblauhimmligfrühlingshaft war, hab´ ich´s natürlich gleich mit einer kleinen Tour verbunden.</p>
<p>Einziges Problem: Von zuhause bis zum Hausarzt im Nachbarort sind´s gerade mal 800 m. &#8211; auf direktem Weg wäre das irgendwie ein bissl wenig gewesen.<br />
Also vorher noch einen ordentlichen, schönen Umweg eingeplant: Von Jugenheim aus durchs Balkhäuser Tal hoch in die Berge, dann von Balkhausen geradewegs über den steilen, hohen Hauptkamm des Melibokusmassivs und durch den Wald zurück runter an die Bergstrasse. Alles bestens bekanntes Terrain, da brauchte ich nicht mal ein Plänchen.</p>
<p><!--more--><br />
Start irgendwann zwischen Nachmittag und Vorabend. Alleine, denn das Thermometer zeigte über 20° C, in der Sonne war´s sogar noch etwas wärmer &#8211; zu heiss für Nemo, der deshalb daheim bleiben musste und mir beim Aufbruch enttäuscht hinterherglotzte. </p>
<p>Gaaanz langsam durch Jugenheim. Wunderbar sonnig und friedlich, die Luft roch nach Frühling, singende Vögel &#8211; schön.<br />
Allerdings auch ziemlich warm. Bin anscheinend keine sommerlichen Temperaturen mehr gewöhnt, das war trotz meines sehr zivilen Tempos ziemlich schweisstreibend&#8230;</p>
<p>An den Drei Mohren dann rechts und auf dem Fußweg neben L3103 aus dem Ort raus und das untere Balkhäuser Tal hinauf.<br />
Schön sanft bergauf, mit einer Steigung, die so moderat ist, dass man sie eigentlich gar nicht spürt. Rechts die Landstrasse (nicht so nett, aber immerhin ist der Fußweg breit und mit einem hüfthohen, sehr stabilen Mäuerchen von der Fahrbahn getrennt), links der rauschende Quattelbach, dahinter erst das hoch aufragende Schloss auf dem Heiligenberg, dann die vereinzelten alten Häuser und Mühlen im Talgrund, eingerahmt von bewaldeten Steilhängen, die die Sonne wegblockten und dafür sorgten, dass es hier unten angenehm schattig und frisch war (auch daran merkt man, dass es Frühling wird, denn im Winter hätte ich stattdessen die Adjektive &#8220;finster&#8221; und &#8220;kalt&#8221; verwendet&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ). </p>
<p>Nach ca. 1,3 km links von der Landstrasse weg, vorbei am alten Forsthaus im Talgrund, dann den kleinen Trampelfpad an der Böschung hoch und auf den Balkhäuser-Tal-Weg (gelbe 3). Dem nach rechts gefolgt, weiter sanft aufwärts, vorbei am großen Rückhaltebecken im Tal bis zur Grillhütte am Talhof.<br />
Übrgens an der Nordseite des Tals (= Südhang).<br />
Prall in der Sonne, das war schon nicht mehr warm, das war richtig heiss &#8211; schluss mit funzlig-blassem Winterlicht, heute hatte die Sonne richtig viel Kraft!<br />
Puuh! </p>
<p>Vom Talhof aus wieder zurück an die Landstrasse und nach Balkhausen rein, dort geradewegs die Dorfstrasse (Felsbergstr.) weiter bergauf.<br />
Wie immer: Nett hier oben &#8211; kleines, altes Dörfchen mit ca. 700 Einwohnern, besteht eigentlich nur aus einer einzigen Strasse, die herrlich zwischen grüne, sanft gerundete Hangwiesen und bewaldete Höhenzüge genestelt ist und sich ewig lang das Tal hinaufzieht.<br />
Sehr ruhig, friedlich, ländlich, gerade an einem sonnigen Vorabend wie heute&#8230;</p>
<p>700 m. durch Balkhausen, an der schön begrünten Felsbergstrasse weiter aufwärts, vorbei an Höfen, Häusern, dem kleinen Friedhof mit der kleineren Kirche. Dann, direkt vor dem ehemaligen Gasthaus &#8220;Zum Felsberg&#8221; rechts ab, aus dem Ort raus in die Wiesenhänge.<br />
Erst ein schmaler schattiger Hohlweg, dann ein Hain mit knorrigen Obstbäumen, dann die Hochweiden über dem Dorf.<br />
Herrlich &#8211; weiter Blick über die wunderschönen Grünen Hügel, über das Tal hinweg zum Felsberg, auf den Vogelherd und runter in die diesige Rheinebene. </p>
<p>Aber auch steil. </p>
<p>Nach den paar Kilometern gemächlichen Anstiegs bis nach Balkhausen rein ging´s ab hier ernsthaft bergauf, mehr oder weniger direkt die Hänge des Melibokusmassivs hoch.<br />
Über fast 1,5 km aufwärts, mit ordentlich zweistelligen Steigungsprozenten.</p>
<p>Zog ordentlich rein, gerade in der heißen, sengenden Sonne. Zum Glück hatte ich´s ja nicht eilig, also erlaubte ich mir zwischendurch immer mal eine kleine Pause, um die tolle Aussicht zu geniessen, etwas zu Atem zu kommen und mir den brennenden, salzigen Schweiss abzuwischen, der mir aus Richtung Stirn in Sturzbächen in die Augen lief (fühlte sich zumindest so an).<br />
Schön gemächlich, japsend, schnaufend, schwitzend, Schritt für Schritt (und Mikro-Päuschen für Mikro-Päuschen&#8230;) bergwärts, den schönen, anstrengenden, schön anstrengendenunmarkierten Weg über der &#8220;Roten Sohl&#8221; hinauf, mit der Erkenntnis im Hinterkopf, dass ich das zu meinen allerbesten Berglaufzeiten zumindest ein bisschen zügiger hingekriegt hätte.<br />
Na ja, da wird schon wieder&#8230;  <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Irgendwann kam dann der Waldrand oberhalb in Sicht.<br />
Gut weil: Schatten, der die inzwischen wirklich unangenehm warme Sonne blockte.<br />
Nicht so gut weil: Hier wird´s nochmal richtig, richtig, richtig steil.<br />
Nur noch ein paar hundert Meter auf schmalen Pfaden durch den schönen Bergwald, aber mit einer Durchschnittsteigung von über 20% &#8211; beim härtesten Stück dürftens sogar über 30% sein, das ist selbst beim bergablaufen schon total unangenehm.<br />
Musste heute nicht sein, deshalb überbrückte den härtesten Teil gehend (ohne allzu schlechtes Gewissen, denn der ist einfach nicht fürs Joggen gemacht).</p>
<p>Und dann war ich oben, an der Kattenberger Schneise auf dem Bergsattel zwischen Darsberg und Melibokus. 420 m. ü.NN, mittendrind im zwitschernd-wohlriechender Frühlingswald voller Sonnenschein.<br />
Von jetzt an ging´s tendenziell nur wieder bergab bis runter an die Bergstrasse.</p>
<p>Kurz auf den Pürschweg (SJ2, quasi ein Heimspiel&#8230;), dann rechts ab auf den namenlosen Weg unterhalb vom Pürschweg, der rüber in Richtung Erlengrund führt.<br />
Ein paar hundert Meter ebenes Stück, rechts immer wieder tolle Blicke zwischen den immer noch recht kahlen Bäumen hindurch in die weite, diesigblaue Rheinebene am Fuß der Berge.<br />
Irgendwann dann rechts ab, den Hang runter. Schlechtes, namenloses Pfädchen, das ich seit Jahren nicht mehr gelaufen bin (= blogtechnisch ein paar Meterchen neue Strecke. Yaaay!!).<br />
Etwas holprig aber hübsch, stetig abwärts bis runter zum Hohe-Stich-Weg, dort links in Richtung Erlengrund und bei der ersten Gelegenheit wieder rechts, den Hoboken-Weg (gelbe 4) über einem kleinen Bachtal entlang und runter bis zur  Kreuzung an der Hoboken-Hütte. </p>
<p>Dort dann rechts runter ins lange, schattige Sperbergrund-Tal, an dessen Südhang ich weiter runter in Richtung Alsbach lief.<br />
Natürlich immer noch bergab, wirklich faszinierend, wie weit und lang der Weg von ganz oben bis ganz unten ist. </p>
<p>Direkt über dem Sperbergrund dann links, kurz auf dem Burgenweg südwärts, dann aber gleich im nächsten Nebental rechts ab und an der Grillhüte im Görschel vorbei ins abendliche Alsbach hinab und geradeaus die Odenwaldstr. runter. </p>
<p>Unglaublich aber wahr: Gerade mal ein Kilometer von zuhause entfernt, aber ich hier noch nie vorher durchgelaufen &#8211; auch nicht zu Prä-Blog-Zeiten. Keine Ahnung warum.<br />
Aber hübsch: Leicht bergab, sonnig, ein paar tolle alte Häuser, ein freundlicher neuer Kindergarten, und schließlich &#8211; am unteren Ende &#8211; der alte Alsbacher Ortskern mit dem inoffiziellen eigentlichen Ziel der heutigen Tour: Dem Eiscafé Miranda. </p>
<p>Das ist nämlich so: Ich hab´ da seit Jahren eine kleine, informelle Tradition.<br />
Irgendwann im März oder April, wenn die Sonne scheint, und die Vögel singen, und es so richtig schön draußen ist, und ich das Gefühl hab´, dass der Frühling jetzt endgültig da ist, sorge ich dafür, dass ich hier vorbeikomme, und dann gönne ich mir das erste Eis der Saison.<br />
Und wir reden hier nicht von irgendsonem industriell gefertigtes Gedöns aus der Kühltheke von Schöllerlangnesemövenpick. Oh nein, das ist richtiges, handgemachtes Eis aus besten Zutaten und nach altem italinienischen Familienrezept &#8211; mmmhhhhh&#8230;</p>
<p>Tja, und heute war´s soweit. Über die Strasse zum Ausgabefenster und mir mein lange erwartetes Frühlingswillkommenseis mitgenommen (hatte kurz überlegt, ob´ ich mich lieber hinsetzen und mir einen Nougatbecher &#8211; in eingeweihten Kreisen auch als die &#8220;Kalorienbombe der absoluten oralen Ekstase&#8221; bekannt &#8211; bestellen soll, aber nach der Japserei gerade vorhin am Hang  entschied ich mich dann doch lieber erstmal für die Variante mit etwas weniger Brennwert).<br />
Drei Bällchen in der Waffel: Grüner Apfel, Waldmeister und Mango &#8211; unheimlich lecker und wunderber fruchtig-frisch, genau das richtige nach einem warmen Berglauf und zum Anfang der eigentlichen Laufsaison.<br />
So schmeckt Glück! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Die nächsten Meter dann gehend, Eis schleckend und die ersten Eiskopfweh des Jahres genießend (wenn schon denn schon <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ), bis zur nahegelegenen Hausarztpraxis, dort alles Erledigenswerte erledigt, und schließlich noch die letzten 800 m. träge und zufrieden auf dem sonnigwarmen Blütenweg zwischen Alsbach und Jugenheim nach hause gejoggt. </p>
<p>Aaah, schön. Entspannter Berglauf mit ein paar ansprechenden Passagen, noch mehr herrlicher Frühling, und das erste Eis der Saison.<br />
Perfetto! </p>
<p>Strecke: 10,7 km<br />
Zeit: Lalalalalalaaaa. Mir doch egal. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /><br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 5,14% (0,55 km von 10,7 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/balkhausen-alsbach.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/balkhausen-alsbach.jpg?w=128" alt="balkhausen-alsbach" title="balkhausen-alsbach" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-3880" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Versöhnliche Wochenausklangsbergtour über Melibokus und Alsbacher Schloss (10,3 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/03/29/versohnliche-wochenausklangsbergtour-uber-melibokus-und-alsbacher-schloss-103-km/</link>
<pubDate>Sun, 29 Mar 2009 20:04:04 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/03/29/versohnliche-wochenausklangsbergtour-uber-melibokus-und-alsbacher-schloss-103-km/</guid>
<description><![CDATA[Aaah, viel besser! Es gibt ja eine Unmenge von Faktoren die bestimmen, wie ein Lauf wird. Aber im Pr]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Aaah, viel besser!</p>
<p>Es gibt ja eine Unmenge von Faktoren die bestimmen, wie ein Lauf wird. Aber im Prinzip kann man die alle auf zwei entscheidende Nenner runterkürzen &#8211; ob eine Tour gut oder schlecht wird, hängt letztlich davon ab&#8230;</p>
<p>a) &#8230;was man mitbringt (Physis, Psyche, Stimmung, Aufmerksamkeit usw.)</p>
<p>b) &#8230;was man unterwegs vorfindet (Laufbedingungen, Umgebung, Wetter, Erlebnisse usw.)</p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/03/27/trubes-muss-halt-mal-sein-rundchen-um-jugenheim-9-km/">Vorgestern</a> war beides einfach nur mies &#8211; ich war lustlos, unfit, unkonzentriert, die Strecke nicht besonders interessant, das Wetter schlecht &#8211; da konnte einfach nix Gutes bei rauskommen.</p>
<p>Heute hingegen herrschte wieder Frühling, sowohl draußen als auch drinnen: Vor dem Fenster Sonnenschein und Blauer Himmel, halbwegs angenehme Temperaturen, singende Vögel &#8211; und meine miese, gestresste Laune von vorgestern hatte sich auch wieder ein bisschen verzogen!</p>
<p>Bestens! Zeit zu laufen! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><!--more--><br />
Schön spät los, der Sommerzeit sei dank. Ich laufe ja am liebsten Abends, und die Zeitumstellung heute Nacht hat das eine Stunde einfacher gemacht &#8211; zwar objektiv betrachtet dieselbe Zeit, zu der ich bei Winterzeit auch gestartet wäre, aber subjektiv machte es der vorgerückte Stundenzeiger doch irgendwie gleich ein bisschen besser! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Gleich nach dem Start die erste Pause, weil der Nachbarsjunge hinterm Zaun stand und Nemo (der war mit dabei) füttern wollte &#8211; machen wir natürlich gerne, dem Kleinen sind Hunde nämlich nicht so ganz geheuer &#8211; und wenn Nemo ihm dabei helfen kann, etwas souveräner zu werden, ist das prima.</p>
<p>Und dann hoch in den Wald.<br />
Warme Sonne zwischen den immer noch kahlen Bäumen, der Geruch von Frühling, eine wunderbare Ruhe, und endlich mal wieder ein bisschen bergauflaufen.<br />
Herrlich!<br />
Die miese Tour vorgestern war furchtbar verkrampft und genervt gewesen, da hatte sich alles negative irgendwie reingefressen und dabei potenziert.<br />
Heute hingegen war das Laufen wie ein befreites Ausatmen, bei dem der Stress immer mehr aus mir rauszufliessen schien, bis er sich schließlich in der schönen Landschaft verlor und nur noch Ruhe und Gelassenheit übrig blieben.<br />
Aaaah&#8230;</p>
<p>Aufwärts, schön langsam, zufrieden.<br />
Auf dem Burgenweg ein kurzer, freundlicher plausch mit ein paar Wanderern, die ebenfalls einen Cairn-Terrier dabei hatten (einhellige Meinung: Der Cairn-Terrier ist der beste Hund wo gibt, aber er hat seinen eigenen Kopf&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  ), dann links hoch und am merckschen Wasserturm vorbei auf den Pürschweg.</p>
<p>Und weiter bergauf durch den immer noch kahlen Frühlingwald, den sonnigen Westhang unterhalb des Bergkammes hinauf. Wenig los. Zwei Spaziergänger von vorne, weit hinter uns ein Biker, der sich mit so moderatem Tempo den Berg hinauf schob, dass der Abstand zwischen uns effektiv gleich blieb.<br />
Sonst: Nur die Vögel und die Ruhe&#8230;</p>
<p>An der Darsberghütte eine kleine Pause. Drei, vier Minuten mit geschlossenen Augen auf der Bank in der Sonne, einfach nur das Licht und die Wärme aufsaugen, während Nemo ausgiebig die Umgebung erkundete und der einsame Biker mit einem freundlichen Nicken an uns vorbei zog (von nun an sollte er mit gleichbleibender Entfernung vor uns her fahren).</p>
<p>Dann weiter. Eigentlich hatte ich ja nur einen kurzen Achter übers Alsbacher Schloss laufen wollen, aber weil´s so wunderbar lief beschloss ich spontan, die Tour über den Melibokus zu verlängern.<br />
Also weiter den Pürschweg hoch, immer bergauf.<br />
Langsam, immer mal mit einer Pause, entweder um Nemo an einer seiner Melibokuslauf-Stammpfützen trinken zu lassen, oder um die Aussicht zu geniessen, wenn sich durch die kahlen Bäume wieder mal ein schöne Blick hinunter in die weite, blaue, sonnige Ebene ergab (was recht oft der Fall war).</p>
<p>Schließlich die Melibokusstrasse, noch zwei Serpentinen und eine weitere Aussichtspause (Ostwärts, durch die Wipfel und am Felsberg vorbei bis zur glasklar erkennbaren Neunkircher Höhe weit drinnen im Odenwald), noch kurz über die erst wenige Monate alte Freifläche auf dem Gipfel (auf der bis letzten Herbst noch die unzugängliche US-Militäranlage war), dann waren wir oben am Aussichtsturm, hoch über der weiten, offenen, wunderschönen Rheinebene, die im schrägen Licht der Frühabendsonne funkelte und strahlte.<br />
Wunderschön!<br />
Warum hatte ich denn bloß nicht den Foto mitgenommen, oder zumindest 50 Cent, mit denen ich auf den Aussichtsturm gekonnt hätte (&#8211;&#62; Der ist ja nur Sonntags geöffnet)?</p>
<p>Aber gut, ließ sich nicht ändern. Ich plauderte noch ein bisschen mit dem freundlichen Biker, der uns unterwegs überholt hatte und nun ebenfalls hier oben pausierte, dann stiegen wir noch mal hinab zur Drachenfliegerrampe unterhalb des Turms.<br />
Meine Lieblingsstelle hier oben: Direkt über dem Abgrund, da ist die schier unendliche Weite vor einem zum Greifen nah. Gerade an einem Tag wie heute mit guter bis sehr guter Fernsicht: Bis zum Rhein rüber und bis nach Darmstadt hoch war alles glasklar, dahinter wurde es zwar diesiger, doch selbst Frankfurt, Taunus und Pfälzerwald waren noch gut zu erkennen. Oben der grandiose Himmel, ein Flickenteppich aus Weiß, Grau und Blau, unten die bunte, abwechslungsreiche Ebene, in der Sonnenlicht und blaue Wolkenschatten über Dörfer, Felder, Wälder und Städte huschten. Dazu: Stille.</p>
<p>Wieder ein, zwei Minuten Pause an der Rampe zum Genießen, bis es im strammen Wind zu frisch wurde.<br />
Dann: Abstieg.</p>
<p>Heute mal an der steilen Südflanke des Berges runter, erst auf dem schmalen, gewundenen Gipfelpfädchen (gelbe 6), dann auf dem breiteren Lucibergweg/Nibelungensteig/Alemannenweg. Wieder in der prallen Sonne, wieder mit tollen Ausblicken zwischen den Bäumen hindurch nach Süden, über das herrliche Hügelland hinter Bensheim (da! Die Schönberger Kirche tief unten im Lautertal. Die hatte ich von hier oben noch nie gesehen!) auf die Knodener Höhe und die gesamte Bergstrasse runter bis zum fernen Dossenheim bei Heidelberg. Wunderbar, vor allem weil diese Aussicht mit der Vegetationsphase für Monate verschwinden wird, verdeckt von den dichten Baumkronen am Steilhang.</p>
<p>Der Lucibergweg bog irgendwann links ab, wir liefen weiter geradeaus, unmarkiert an der Bergflanke entlang, über die große <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0845.jpg">Lichtung am Hang unterhalb des Gipfels</a> bis runter zur Kreuzung an der <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0834.jpg">Grillhütte Erlengrund</a>, wo wir links auf den Hoboken-Weg (gelbe 4 einbogen) und geradewegs runter zum Alsbacher Schloss liefen (Fotos und Kurzinfo: <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/02/03/fototour-zur-ruine-jossa-und-aufs-alsbacher-schloss-133-km/">Hier</a>).</p>
<p>Am Schloss vorbei und den steilen, schmalen Burgenweg runter nach Alsbach (dabei überholte uns noch mal der freundliche Biker vom Melibokusgipfel), dort dann via Schloßstr., Lindenstr., &#8220;Am Katharinenberg&#8221; und Blütenweg im Feld in der strahlenden Abendsonne nach Hause.</p>
<p>Hachja. Das war gut. Bei weitem kein perfekter Lauf, dazu war´s im Schatten zu kalt, mein linkes Bein zickte zu sehr (gerade gegen Ende. Wie immer halt), und die Aufstiege waren ein klein bisschen anstrengender als sie hätten sein sollten (da macht sich die fehlende Bergroutine der letzten Wochen bemerkbar) &#8211; aber schön.<br />
Heute haben a) und b) gepasst, entsprechend hat das einfach nur gut getan. Genau die richtige Entschädigung für den Krüpellauf von vorgestern&#8230;</p>
<p>Strecke: 10,3 km<br />
Zeit: &#8230;ist eine Illusion <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
Neue Strecke: Keine<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/melibokusalsbacherschloss.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-3796" title="melibokusalsbacherschloss" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/melibokusalsbacherschloss.jpg?w=128" alt="melibokusalsbacherschloss" width="128" height="93" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Rekonvaleszentes Ründchen durch die Felder (7,8 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/03/15/rekonvaleszentes-rundchen-durch-die-felder-78-km/</link>
<pubDate>Sun, 15 Mar 2009 17:04:24 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/03/15/rekonvaleszentes-rundchen-durch-die-felder-78-km/</guid>
<description><![CDATA[Nachdem das vorgestern am Rhein ja eigentlich ganz gut geklappt hat, gab´s heute zum Wochenabschluss]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Nachdem das <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/03/13/fruhling-am-rhein-gernsheimer-rheinschleife-und-eicher-see-mit-fotos-128-km/">vorgestern am Rhein</a> ja eigentlich ganz gut geklappt hat, gab´s heute zum Wochenabschluss noch ein kurzes Schonkostründchen mit dem inzwischen wieder ent-erkälteten Nemo. </p>
<p>Natürlich wieder ganz gemächlich, um mein seltsames linkes Bein zu schonen (ich hab´ den Eindruck, so langsam wird´s von alleine besser) und überhaupt nicht weit: Einfach mal auf dem Blütenweg nach Süden, durch Alsbach und die ersten Weinberge bis Zwingenberg, dort am Ortsrand runter ins Flachand, hinter der B3 unter der Bahn durch, durch die Felder (auf einem bisher unerlaufenen Feldweg) zur Sandwiese, und von dort aus über die L3112 und durch die Felder vor Alsbach zurück nach hause.</p>
<p><!--more--><br />
Lief eigentlich&#8230; na ja, eigentlich ganz ok.<br />
Wettermässig stark bewölkt mit gelegentlichen kurzen Schäuerchen, aber mild und irgendwie doch noch recht freundlich, mit einem sehr angenehmen &#8220;Nach dem Regen&#8221;-Geruch in der Luft (samt den dazugehörigen &#8220;Nach dem Regen&#8221;-Vogelgesängen &#8211; aus irgendeinem Grund zwitschern die Fedesäcke am meisten, wenn´s gerade etwas geregnet hat). </p>
<p>Nemo: Offenbar wieder fit. Gut.</p>
<p>Matthias und sein Bein: Hmnaja, ordentlich. Immer noch ein leichtes Gefühl, dass es irgendwie nicht ganz so ist, wie es sein soll (ausgeprägter auf Asphalt und bei Steigungen/Gefällen), aber nicht wirklich hinderlich.<br />
So ab der zweiten Hälfte bemerkte ich es ehrlich gesagt nicht mal mehr &#8211; was allerdings nicht daran lag, dass es weg gewesen wäre, sondern vielmehr daran, dass ich unfreiwillig eine neue und unangenehme Art entdeckt habe, sich beim Laufen weh zu tun (dafür hab´ ich offenbar ein Talent <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ). </p>
<p>Und das kam so: Vor dem Loslaufen festgestellt, dass meine regulären Laufhosen mal wieder alle in der Wäsche und damit nicht verfügbar waren.<br />
Also die einzige genommen, die noch da war: Mein älteste Laufleggins, die an den Oberschenkelinnenseiten schon extrem fadenscheinig und durchgewetzt ist, und die ich eigentlich nur noch aus nostalgischen Gründen im Schrank liegen hab.<br />
&#8220;Na ja,&#8221; hab´ ich mir gedacht, &#8220;für so´ne kurze Runde wird sie schon noch gehen&#8221;. </p>
<p>Falsch gedacht: Ich hab´ sehr kräftige Oberschenkel, die beim Laufen immer schön aneinanderreiben &#8211; deswegen wetze ich die Hosen dort auch immer durch. Neue Hosen halten das ´ne ganze Weile aus, aber die alte heute war ja praktisch schon durchgewetzt und gab unterwegs endgültig auf: Innen an meinem linken Oberschenkel bildete sich ein ca. 2-Euro-Stück-großes Loch, aus dem nun meine zarte, rosige Schweinchenhaut ungeschützt nach draußen schaute, und bei jedem Schritt an der Innenseite des rechten Oberschenkels scheuerte &#8211; und dort war die Hose extrem aufgeraut.</p>
<p>Das muss so bei km 2 oder 3 passiert sein.<br />
Erst hab´ ich´s gar nicht bemerkt, aber bei km 4 oder 5 fing´s so langsam an, weh zu tun &#8211; und zwar richtig. Kurzer Check förderte das Loch samt stark geröteten Hautplacken zutage. Aber wir mussten ja noch nach Hause, und ohne Hose laufen wollte ich irgendwie auch nicht&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  </p>
<p>Also ging´s eben so weiter.<br />
Eijeijei, das brannte wie Feuer. Autsch!<br />
Als wir´s endlich nach hause geschafft hatten, hatte ich eine richtige, schlimme Schürfwunde an der Stelle, die trotz sofort darübergeklebtem Blasenpflaster bei jedem Schritt ordentlich weh tut. Seitdem stapfe ich o-beinig wie ein Cowboy durch die Wohnung&#8230;<br />
Aber immerhin hat´s von den anderen Beinwehwechen abgelenkt, entsprechend war´s insgesamt gar keine soo schlechte Tour&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Danach gab´s dann noch einen schönen Nachmittag/Abend mit totalem Rechnerkollaps, bei dem der PC, auf dem sich u.a. alle meine Laufdaten befinden &#8211; wie beispielsweise die .kml-Files meines Streckennetzes -, vollkommen den Geist aufgegeben hat, und trotz stundenlanger frustrierte Bemühungen meinerseits nicht mehr dazu zu bewegen war, wieder anständig hochzufahren (Oh mann, wie ich diese Scheissmaschinen hasse!!! Diese beschissenen Dreckdinger funktionieren zwar mit Logik, aber nicht mit Vernunft, mich mit dieser unnützen Kacke und ihren Wald aus Geek-Speak-Fachidiotisch rumärgern zu müssen macht mich immer rasend!!!! BESONDERS WENN´S NICHT KLAPPT!!! AARRGH!!!!!)</p>
<p>Entsprechend gibt´s erstmal keine Karte, weil ich die gerade nicht erstellen kann. Und wenn´s richtig schlimm wird, sind auch noch alle meine Laufdaten aus dem letzten halben Jahr für immer verloren, weil die letzte Sicherheitskopie so alt ist&#8230;</p>
<p>Wer auch immer behauptet hat, dass Computer das Leben erleichtern, gehört mit Mainboards und Mäusen verprügelt, bis er die Wahrheit erkennt&#8230;</p>
<p>Strecke: 7,8 km<br />
Zeit: Langsam<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 6,41% (0,5 km von 7,8 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/rekonvaleszentes-rundchen.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/rekonvaleszentes-rundchen.jpg?w=128" alt="rekonvaleszentes-rundchen" title="rekonvaleszentes-rundchen" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-4127" /></a></p>
<p>Frustriert</p>
<p>M. </p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Noch ´ne kleine Waldrunde samt Entdeckung eines bisher unbekannten Pfädchens (7 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/03/04/noch-%c2%b4ne-kleine-waldrunde-samt-mit-entdeckung-eines-bisher-unbekannten-pfadchens-7-km/</link>
<pubDate>Wed, 04 Mar 2009 16:24:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/03/04/noch-%c2%b4ne-kleine-waldrunde-samt-mit-entdeckung-eines-bisher-unbekannten-pfadchens-7-km/</guid>
<description><![CDATA[Morgen soll´s ja schon wieder trüb und kalt und regnerisch werden, also hab´ ich mir auch heute noch]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Morgen soll´s ja schon wieder trüb und kalt und regnerisch werden, also hab´ ich mir auch heute nochmal schnell den Nemo geschnappt und mit ihm eine Mini-Runde durch den Wald gedreht. </p>
<p>Wieder ein klein bisschen weiter als die letzten, mit ein bisschen mehr Steigung: Wie üblich das untere Darsbergtal hoch (Burgenweg/blaues B bzw. Alemannenweg/rotes S), dann links, am Wasserturm auf der Anhöhe über dem Merck-Anwesen vorbei, dann rechts den Pürschweg (SJ2) hinauf. </p>
<p>Lief eigentlich wieder ganz gut, bloss mein linkes Bein will und will einfach keine Ruhe geben &#8211; wie auch schon in den letzten Tagen so ein dumpfes, unangenehmes Rumoren in der Wade, das teilweise bis zum Knie hoch- und bis zum Knöchel runterstrahlte, dazu ein leicht seltsames Ziehen an der linken Hüfte, außerdem fühlte sich das Bein insgesamt etwas schwächer und holziger an als das andere.<br />
Wie gesagt: Nicht furchtbar schlimm, aber doch sehr unangenehm (zumal es im Lauf der Tour stärker wurde), und nachdem es seit Längerem konstant da ist, vielleicht doch was, was ich mal im Auge behalten sollte&#8230;</p>
<p><!--more--><br />
In der Kehre über Burg Jossa spontan links vom Pürschweg abgewichen den unglaublich kleinen, steilen, dornigen Trampelpfad am Rand der Darsbergwiese hoch (die letzten Meter ein bisschen gegangen, war einfach zu steil/zu schlecht, und das zentimeterhohe alte Herbstlaub war furchtbar rutschig).<br />
Oben bei den uralten Findlingen kurz vor dem Gipfel ein bisschen verschnauft und die Aussicht in die Ebene genossen (ich)/das Bein an jeder vertikalen Oberfläche in einem 20-m-Radius gehoben (Nemo),<br />
dann auf dem Bergkamm am Gipfel vorbei runter zur Darsberghütte und noch ein Stück den Pürschweg hoch in Richtung Melibokus.</p>
<p>Nach ein paar hundert Metern dann rechts (unmarkierter Weg durch das weite, halboffene Hochtal unterhalb vom Hohe-Stich-Weg) und runter zur Hoboken-Hütte über dem Eselsgrund.</p>
<p>Ursprünglich hatte ich hier rechts runter ins Sperbergrund-Tal gewollt, aber da (bis auf das zwickende linke Bein) alles bestens war, liefen wir stattdessen geradeaus weiter: Vorbei an der Hütte, auf dem Hoboken-Weg (gelbe 4) über die Kuppe des kleinen Vorberges hinter der Hütte (Geisberg???), dann einen steilen, schlechten Pfad am Hang runter (aua, mein linkes Bein!) bis auf den  quer am Hang verlaufenden Geisbergkopf-Weg.</p>
<p>Auch hier hätten wir wieder rechts ins Sperbergrund-Tal abbiegen können (und das eigentlich auch vorgehabt), aber plötzlich entdeckte ich auf dem Hang auf der anderen Seite des Weges einen winzigen Trampelpfad, der mir noch nie vorher aufgefallen war. </p>
<p>Tsk, tsk, tsk Da denkste, du bist hier wirklich schon jedes noch so winzige Weglein gelaufen, und dann sowas: Unbekanntes Streckenstück mitten im eigenen Hinterhof, diese Entdeckung freute mich natürlich ungemein (wahrscheinlich sieht man den nicht mehr so gut, wenn erstmal alles grün und sommerlich bewachsen ist, deswegen hab´ ich den bisher wohl immer übersehen)! </p>
<p>Entsprechend mussten wir da natürlich runter. </p>
<p>Nicht wirklich einfach: Wirklich nur ein Pseudopfädchen, steil, geröllig, teils voll mit altem Laub, unter dem sich heimtückische Äste und große Steine versteckten, die nur darauf zu warten schienen, jedem, der sich hierherverrirt, die Knöchel zu brechen.<br />
Kurzum: Ein Riesenspass! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wir schlidderten ein paar hundert Meter den Hang runter bis auf den nächsten Querweg.<br />
Auf dem hätten wir rechts ins Sperbergrund-Tal abbiegen können.<br />
Aber irgendwie hatten wir uns inzwischen ja dran gewöhnt, NICHT rechts ins Sperbergrund-Tal abzubiegen.<br />
Also ging´s stattdessen geradeaus, weiter auf dem Pfädchen den Hang runter, nunmehr auf dem schmalen, rapide abfallenden Vorspurng/Grat zwischen Görschel-Tal und dem Tal unter dem Alsbacher Schloss. </p>
<p>Wie gesagt: Unsäglich schlecht zu laufen, aber neu und steil und abenteuerlich, das riss es dann wieder raus&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Nach 250 m. (die letzten paar davon gingen nur mit übervorsichtigen Trippelschrittchen und der Hilfe von &#8220;Bremsbäumen&#8221;, an denen man sich festklammern konnte, um den Schwung abzufangen) erreichten stiessen wir von oben auf den Burgenweg an den Haimonskindern direkt oberhalb von Alsbach, und waren damit wieder mittendrin im vertrauten Terrain. </p>
<p>Kurz rechts, dann halblinks ab und den schmalen Trampelpfad (den hatte ich seit Blogbeginn auch noch nie genommen) abwärts auf die Wiese am Grillplatz Görschel, von dort runter nach Alsbach rein, und über Lindenstr./Hauptstr./Jugenheimer Str. und den Blütenweg im Feld zurück nach Hause. </p>
<p>Wieder ein bisschen weiter und steiler, klappte insgesamt wieder ganz gut.<br />
Bloß dass das mit dem Bein immer noch nicht besser ist, das wird so langsam etwas nervig.<br />
Werd´ es die nächsten Tage wohl noch mal ein bisschen schonen und mit diversen Cremes behandeln, damit es bei der gemeinsamen Tour mit Gerd am Samstag nicht schlapp macht. </p>
<p>Besonderes Highlight: Die unerwartete Entdeckung eines abenteuerlichen, unerlaufenen Pfädchens mitten in meinem Kern-Lauf-Areal. Ist einfach schön, dass es selbst im eigenen &#8220;Hinterhof&#8221; noch die eine oder andere kleine Überraschung zu finden gibt&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Strecke: 7 km<br />
Zeit: Schon wieder nicht drauf geachtet<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 9,86% (0,69 km von 7 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/03/darsberg-pfad-zum-gorschel.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/darsberg-pfad-zum-gorschel.jpg?w=128" alt="darsberg-pfad-zum-gorschel" title="darsberg-pfad-zum-gorschel" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-3447" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Hustend ums Dorf (6,2 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/02/26/hustend-ums-dorf-62-km/</link>
<pubDate>Thu, 26 Feb 2009 19:21:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/02/26/hustend-ums-dorf-62-km/</guid>
<description><![CDATA[Na denn&#8230; Nachdem meine Erkältung jetzt wirklich so langsam aus ist UND es gestern die fast ein]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Na denn&#8230;</p>
<p>Nachdem meine Erkältung jetzt wirklich so langsam aus ist UND es gestern die fast einhellige Meinung des geschätzten Publikums war, dass ich unbedingt mal wieder raus müsste, bevor mein Verstand endgültig im wirr-abstrakten Lala-Land hinter meiner Stirn verschütt´ geht, hab´ ich heute halt mal wieder die Laufschnuhe geschnürt und ein Ründchen gedreht.</p>
<p>Nix Weites, nur die Standard-Notstandsroute im Flachland einmal halb um Jugenheim, die ich immer mal wieder Laufe, wenn´s so richtig jämmerlich kurz sein soll.<br />
Und schnell auch nicht. Bin schließlich noch nicht ganz fit, da soll man´s nicht übertreiben.</p>
<p>Dafür aber ziemlich dick eingepackt und mit Nemo im Schlepptau.</p>
<p><!--more--><br />
Grauer Tag.<br />
Nicht wirklich kalt, aber mit unangenehmen Westwind, außerdem ziemlich hohe Luftfeuchtigkeit, das machte meinen noch nicht ganz genesenen Bronchien ordentlich zu schaffen &#8211; unangenehmer Hustenreiz von Anfang an, na prima.</p>
<p>Zuerst lief´s ganz ordentlich: Ganz gemächlich (nur nicht die Atmung durcheinanderbringen, die war schon unrund genug) auf dem Blütenweg durchs Feld bis Alsbach, dort dann die Pasque-Str. runter und am Ortsrand entlang bis zum Strassenbahnübergang am Beuneweg.<br />
Alles eben oder leicht bergab, schön langsam, mit gelegentlichen Beinheb-Pausen für Nemo, nur hin und wieder mal ein paar Huster&#8230; wie gesagt: Gemächlich, wenn auch ein bisschen langweilig und schwerfällig.</p>
<p>Vom Beuneweg aus nordwärts, über die sandigen Feldwege zwischen Alsbach, Bickenbach und Jugenheim. Ein Kilometer nordwärts durchs Buschland, irgendwann über die K145 zwischen Bickenbach und Jugenheim (viele Birken, wenig Verkehr), kurz danach über den Landbach, dann links am Ackerrand rüber bis zur B3 am Rand von Bickenbach.<br />
Alles schon etwas anstrengender (anstrengender! Und das nach gerade mal 3 oder 4 Kilometerchen!) &#8211; Kratzen im Hals wurde stetig stärker, Nase ging langsam etwas zu, Schwitzte mehr als nötig, dazu noch ein leichtes Zwicken in der linken Hüften, wo sich offensichtlich der sprichwörtliche Rost vom Rasten festgesetzt hatte. Dazu der trübe, graue Himmel über den drögen, kahlen Äckern &#8211; Spass sieht anders aus&#8230;</p>
<p>In Bickanbach kurz die Waldstr. nach links (gaaaanz leicht aufwärts, puhahuijedenei&#8230;), an der Hanns-Quick-Schule rechts und nordwärts durch den Wald bis auf den Saar-Rhein-Main-Weg,mitten durch durch eine wuselnde ausflugenden Gruppe quengelnder Kindergartenblagen samt genervter Betreuerin, die ihr Bestes taten, um mit dem röchelnden schwitzenden Mann, der da an ihnen vorbeigestampft kam, zu kollidieren (aaaber nicht mit mir, nicht umsonst bin ich wendig wie eine Gazelle [Die Betrunken ist. Und Rheuma hat. Und einen defekten Gleichgweichtssinn. Na gut, vielleicht ist die Gazelle nicht gerade das beste Vergleichstier... <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ]).</p>
<p>Am Saar-Rhein-Main-Weg rechts, über die B3, geradeaus weiter durch Wald, Wiesen, Unmengen gassigehender Hunde und ältere Ehepaare beim Spazierengehen, die wirklich allesamt ein paar mitleidige Worte für Nemo parat hatten.<br />
Ihr wisst schon, sowas wie &#8220;Och guckemol do, des oarm kloa Kerlsche, des muss sisch mit dem Mann do abstramblele&#8221;.<br />
Was wirklich total unfair war, angesichts der Tatsache, dass die Töle frisch und locker und vollkommen entspannt vornewegtrottete, und überhaupt gar keine Probleme hatte.<br />
Ich hingegen schleppte mich schaufend, röchelnd, rotzend, ächzend und schwitzend hinterher, kriegte dafür aber keinerlei Sympathiepunkte (&#8220;Och guckemal do, der oarme junge Monn, der muss sisch mit dem Hundsche do abstrambele&#8221; oder so&#8230;).<br />
Tjaja, ich bin in brutal unrasiertem Zustand wohl einfach nicht niedlich genug, um das Mitleid älterer Herrschaften zu verdienen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>An der Schuldorfbrücke vorbei und neben der L3103 nach Jugenheim rein, und geradewegs durch Dorf wieder nach Hause.<br />
Wobei ich auf dem letzten Kilometer oder so noch mal richtig merkte, wie sehr mich die Erkältung gebeutelt hat: Das war tatsächlich richtig anstrengend, obwohl wir gerade mal fünf km unterwegs gewesen waren. Entsprechend fühlte ich mich dann auch überraschend müde, als wir zuhause waren &#8211; dauert wohl noch ein paar Tage, bis ich wieder vollkommen fit bin. Gerade diese Hustenreiz-/Atmungsgeschichte ist einfach noch nicht in Ordnung, da werd´ ich auf anstrengende Bergläufe wohl noch ein bisschen verzichten müssen.</p>
<p>Alles in allem: Pffft. Kein besonders schöner Tag, keine besonders dolle Strecke, keine besonders gute Laune, keine besonders gute Form.<br />
Aber gelaufen, immerhin.</p>
<p>Strecke: 6,2 km<br />
Zeit: Nicht genommen.<br />
Neue Strecke: 0,00%<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2007/09/minilauf.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-169" src="http://laufblog.files.wordpress.com/2007/09/minilauf.jpg?w=128&#038;h=92#38;h=92&#38;h=92" alt="" width="128" height="92" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Sturm über den Rübenäckern (10,5 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/02/10/sturm-uber-den-rubenackern-105-km/</link>
<pubDate>Tue, 10 Feb 2009 19:28:22 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/02/10/sturm-uber-den-rubenackern-105-km/</guid>
<description><![CDATA[Da denkste es wird endlich Frühling, und dann das: Fallende Temperaturen! Regen! Sturm! Kein schönes]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Da denkste es wird endlich Frühling, und dann das:<br />
Fallende Temperaturen! Regen! Sturm! </p>
<p>Kein schönes Laufwetter heute. Besonders der Wind war extrem stark, erreichte teils orkanartige Böen.<br />
Laufen wollte ich aber trotzdem, nachdem ich mir letzten Samstag schon mal eine ungeplantes Päuschen gegönnt hatte.<br />
Bloss wo?<br />
Der Wald stand außer Frage. Zu gefährlich bei dem Sturm, ein ordentlicher Ast auf den Hirnkasten und es ist Ende mit Matthias.<br />
Blieb also nur das offene Gelände in der Ebene, am besten mit möglichst wenig Bäumen, die hirnkastenzertrümmernde Äste abzuwerfen hatten. </p>
<p>Also entschied ich mich für eine Runde im Niemandsland zwischen den Autobahnen, nördlich von Hähnlein. Da würde es zwar naß und schlammig sein, aber so viele Bäume wie im Wald gibt´s nicht.<br />
Nur Rübenäcker, und sind selbst bei Orkan relativ sicher (außer der Orkan ist so stark, dass man weggeweht wird &#8211; aber danach sah´s dann doch nicht aus).<br />
Nemo durfte übrigens auch wieder mit. Der hat von Natur aus eine gute Bodenhaftung und ist damit relativ windresistent&#8230;</p>
<p><!--more--><br />
Start am Rand von Hähnlein, am Sportplatz Gänseweide. Wind überraschend gemäßigt, dafür leichter Regen. Warm war´s auch nicht.<br />
Und ich hatte die Stoppuhr vergessen. Also keine akkurate Zeitnahme. Na ja, egal.</p>
<p>Von hier aus nordwärts. Asphaltierter Wirtschaftsweg, fest aber voller Pfützen. Links unendliche Äcker unter tiefdrückendgrauem Himmel mit dahinrasenden Wolken, rechts das Wäldchen an der Gänseweide (Mist! Hier hatte es ja doch Bäume! Aber immerhin warfen sie keine Äste nach meinem Hirnkasten, das war ok).<br />
Schon ein bisschen trostlos, aber heute gefiel mir das eigentlich ganz gut. Hin und wieder mag ich auch mal graue, düstere Tage im Flachland &#8211; bloss nicht zuviel auf einmal, das schlägt mir aufs Gemüt. </p>
<p>Tempo bemüht gedrosselt. Fiel gar nicht so leicht, denn der fast direkt von hinten kommende Südwestwind drückte uns vorwärts (also mich &#8211; Nemo ist wie gesagt relativ windresistent, der sieht bei Rückenwind immer nur besonders dämlich aus, weil´s ihm den Pelz nach vorne bläst). Aber ich will ja eh mal wieder immer etwas langsamer machen, und außerdem bedeutete der Rückenwind jetzt, dass ich den Rückweg mit Gegenwind würde laufen müssen.<br />
Und das hier ist wie gesagt offenes Gelände, da gibt´s wenig Windschattten&#8230;<br />
Also lieber Kräfte sparen.</p>
<p>Über einen km den Weg entlang, vorbei an einem hohen Pfosten mit Storchennest samt jämmerlich zerzaust aussehendem Storch drin, ansonsten Stoppeläcker. Irgendwann links der Weilerhügel (den hab´ ich ja gerade <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/02/03/fototour-zur-ruine-jossa-und-aufs-alsbacher-schloss-133-km/">neulich</a> erwähnt &#8211; das ist das Hubbelchen im Flachland, wo die Herren von Bickenbach gewohnt haben, bevor sie das Alsbacher Schloss gebaut haben. Heute ist nichts mehr von ihrer ehemaligen Wohnburg übrig, nur das völlig überwucherte Hügelchen.), kurz danach am Erlenhof links und am sumpfigen Naturschutzgebiet Hainlache (uh-oh: Hirnkastenzerschmetternde Bäume. Gottseidank nicht maliziös) vorbei bis zum Saar-Rhein-Main-Weg (gelbe Plus), dem dann weiter nordwärts bis zur Brücke nach Bickenbach und dem einsam in den Äckern liegenden Lindenhof gefolgt. </p>
<p>Während wir leicht von Wind und Regen gebeutelt durch die Ödnis liefen, wanderten meine Gedanken langsam aber sicher zu meinem <a href="http://laufblog.wordpress.com/tag/banderriss/">Bänderriss</a>. Fast auf den Tag genau ein Jahr her (13. Februar 2008 &#8211; hmm, ob ich da die Tage einen Jubiläumsblogeintrag für mache&#8230;?), und damals <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/02/13/ruckschlag/">waren Jost und ich haargenau dieselbe Strecke gelaufen</a>, die Nemo und ich heute geplant hatten.<br />
Ein bisschen komisch fühlte sich das schon an.<br />
Und nicht nur das &#8211; dieses Stück war auch genau die Strecke, auf der ich sechs unangenehme Wochen später meinen <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/03/27/und-anfang-der-erste-lauf-nach-dem-banderriss-hahnlein-erlensee-84-km/">allerersten Lauf nach der Verletzung gewagt hatte</a>.<br />
Mannomann, was war ich damals fett und unfitt gewesen&#8230;<br />
Heute bin ich nur noch fett.<br />
Gutes Gefühl! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  </p>
<p>Wir liessen den Lindenof links liegen und rannten weiter geradeaus, den ebenfalls asphaltierten Radweg 28 in Richtung Erlensee. Panorama das gleiche, bloss dass der Äcker-Wiesen-Anteil sich ein bisschen zugunsten der Wiesen verschoben hatte, und rechterhand die Autobahn etwas nähergerückt war (Merke: Die Autobahn mag ein Meisterwerk deutscher Strassenbaukunst sein, aber die A5 an einem trüben, tristen Tag ist trotzdem kein besonders erhebender Anblick <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  ).</p>
<p>Nach 200 m. links und weiter auf dem Asphaltweg, parrallel zum Erlensee.<br />
Genau hier hab´ ich mir damals das Band gerissen.<br />
Heute hielt ich Ausschau nach der Vertiefung am Fahrbanrand, wo´s passiert war, konnte sie aber nicht mehr finden. </p>
<p>Also spuckte ich halt einfach irgendwo mittendrin verächtlich aus, denn das mache ich seitdem immer, wenn ich hier vorbeikomme &#8211; &#8220;Siehst du, du blödes Stück Weg, ich laufe immer noch. Du hast vielleicht mein Außenband kleingekriegt, aber mich nicht! HAH!&#8221;</p>
<p>Dämlich, huh?<br />
Aber beim Laufen geht´s manchmal auch um dämliche kleine Rituale, und das gönne ich mir einfach&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Vorbei am Parkplatz vom Erlensee, und wieder raus ins ganz offene Gelände. Links die schön renaturierten Auwiesen vom Landgraben, rechts erst die Viehweiden und Spargeläcker vom Hartenauer Hof, dann der Hartenauer Hof selbst, einsam und verloren inmitten der endlosen graubraunen Weite. </p>
<p>Hier bogen wir links ab, auf den Radweg 19, zurück nach Süden.<br />
Über den Landbach, dann am Prüf- und Vermehrungshof vorbei (falls der einen richtigen Namen hat, hab´ ich den nie rausfinden können. Sogar der Bickenbacher Ortsplan nennt ihn Prüf- und Vermehrungshof. Hier werden glaub´ ich Schweine geprüft und vermehrt. Wie man Schweine prüft? Keine Ahnung, wahrscheinlich gibt es hochspezialisierte Messgeräte für sowas&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ), und schließlich auf dem Radweg 19 raus ins unglaublich weite offene Gelände &#8220;An der Sackpfeife&#8221;. </p>
<p>Hier ist irgendwie immer ein bisschen einsam und trostlos.<br />
Endlose Äcker.<br />
Rechts weit weg die A67, dahinter mehr Äcker.<br />
Hinter einem Äcker.<br />
Links weit weg das zauselige Wäldchen an der Fasanenlache, rundrum Äcker.<br />
Geradeaus Äcker, Strommasten, die Verdichterstation am Jägersburger Wald.<br />
Mittendurch über ein Kilometer schnurgerader, völlig offener Wirtschaftsweg aus alten, gesprungenen Betonplatten. </p>
<p>Wie gesagt: Niemandsland.<br />
Und zwar echtes &#8211; objektiv ist es hier unten einsamer als im Odenwald.<br />
Dort ist in jedem Tal ein Dorf.<br />
Hier unten gibt es in einem riesenhaften, 25 Quadratkilometer großen Areal zwischen Pfungstadt und Hähnlein praktisch nichts außer Feldern, Äckern, Wiesen, dazwischen ein paar Wäldchen und Seen, etwas Moor, ein paar versprengte Aussiedlerhöfe. Keine Orte, keine wictigen Durchgangsstrassen, im Westen wird das Gebiet durch die nur an ganz wenigen Stellen überwindbare A67 eingegrenzt, im Osten durch die ebenfalls nur an ganz wenigen Stellen überwindbare A5.<br />
Niemandsland eben. </p>
<p>Und da liefen wir jetzt durch.<br />
Radweg 19 nach Südwesten.<br />
Auch bekannt als &#8220;Genau die Richtung aus der der Sturm kam&#8221;.</p>
<p>Uuuuaaaaahhh!!!!!</p>
<p>Brutalster Gegenwind direkt von vorne, da musste man um jeden Schritt kämpfen. Weit vornübergelegt gegen die Elemente, das kostete Kraft.<br />
Zumindest mich. Nemo hatte noch genug Power, um zwischendurch so zu tun, als wolle er einen davonrasenden Feldhasen fangen.<br />
Nach ein paar Metern gab er aber klugerweise auf.<br />
Zum einen brüllte ich ihm hinterher, dass er den Scheiss lassen solle, und zum anderen sind Feldhasen der Lamborghini unter den heimischen Säugetieren (bloß in geländegängig). Nemo hingegen ist der 1986er Fiat Panda unter heimischen Säugetieren.<br />
Keine Chance&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_lol.gif' alt=':lol:' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Am Ende des unglaublich anstrengenden Stücks durch die Sackpfeife kamen wir in den Windschatten des Jägersburger Waldes. Machte die Sache gleich viel angenehmer.<br />
Halblinks, um das Naturschutzgebiet Schauerlache rum, dabei ein paar Rehe aufgescheucht (wahrscheinlich war ich der erste Mensch, der hier heute vorbeikam, da hatten sie sich nix dabei gedacht, direkt neben dem Weg den Acker abzuäsen), dann rechts runter und schnurgeradeaus (und nochmal gegen den Wind) bis runter zum Dorfrand von Hähnlein.</p>
<p>Eigentlich hatten wir hier den kürzesten Weg zurück zum Ausgangspunkt nehmen wollen, aber eigentlich lief´s noch ganz gut, und hier im Ort war der Wind auch wieder erträglich, also machten wir stattdessen einen kleinen Schlenker und liefen auf dem schönen, breiten, neuen Bürgersteig ein der Dorfstrasse einmal quer durch Hähnlein durch bis zum östlichen Ortsrand. Ein paar hundert Meter neue Strecke, besser als nix.<br />
Wenig los, aber unterwegs fiel mir zum ersten Mal das Mahnmal für die Hähnleiner Kriegstoten vor dem alten Rathaus (oder der alten Schule?) auf, und ich fragte mich unwillkürlich, an wievielen solchen Stätten ich in den letzten eineinhalb Jahren wohl vorbeigekommen bin.<br />
Antwort: Viele!<br />
Wahrscheinlich hat fast jeder Ort in Deutschland sowas.<br />
Und in Frankreich. Und in Italien, England, Belgien, Polen&#8230;<br />
Zehntausende von Gedenksteinen auf dem ganzen Kontinent, mit Millionen von Namen von jungen Männern, die sinnlos irgendwo elend krepiert sind&#8230;</p>
<p>Finsteres Wetter erzeugt finstere Gedanken. </p>
<p>Aber vielleicht auch die Erkenntnis, wieviel Glück wir haben, in einer Zeit und in einer Weltregion zu leben, wo es seit fast drei Generationen keinen Grund mehr gegeben hat, neue Namen in die Steine zu meisseln&#8230;</p>
<p>(Soviel zum Thema &#8220;Philosophieren beim Laufen&#8221;, Christian <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ). </p>
<p>Aus Hähnlein raus, kurz in Richtung Alsbach, dann am Hähnleiner Friedhof (schon wieder was Morbides&#8230;) links, noch ein paar hundert Meter zwischen Scheunen und Äckern hindurch, und wir waren am Ziel.<br />
Durchgeblasen, eingesulcht, angestrengt, total verdreckt. </p>
<p>Aber nett war´s trotzdem.<br />
So hin und wieder lass ich mir Sturm und Regen durchaus gefallen &#8211; besonders wenn der Hirnkasten am Ende heile geblieben ist&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Strecke: 10,5 km<br />
Zeit: Ca. 0:57 h &#8211; wie gesagt: Uhr vergessen, deswegen nur eine ungefähre Messung (= ca. 11,05 km/h bzw. ca. 5:26 min/km)<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke 9,71% (1,02 km von 10,5 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/sturmrunde-hinter-hahnlein1.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/sturmrunde-hinter-hahnlein1.jpg?w=128" alt="sturmrunde-hinter-hahnlein1" title="sturmrunde-hinter-hahnlein1" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-3208" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Im Zickzack auf den Darsberg (und wieder runter) (12,4 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/02/08/im-zickzack-auf-den-darsberg-und-wieder-runter-124-km/</link>
<pubDate>Sun, 08 Feb 2009 20:15:31 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/02/08/im-zickzack-auf-den-darsberg-und-wieder-runter-124-km/</guid>
<description><![CDATA[Heute mal ein klassischer Einstieg: Die Gründungslegende der Stadt Karthago (Hey, irgendwie muss ich]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Heute mal ein klassischer Einstieg: Die Gründungslegende der Stadt Karthago (Hey, irgendwie muss ich ja reinkommen, warum nicht mal so? <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ). </p>
<p>Die berichtet, dass eine Prinzessin namens Dido samt Gefolge irgendwann in der Antike (muss so kurz vor dem Fall Trojas gewesen sein, sonst hätte sie später nicht versuchen können, Aeneas zu becircen) auf der Flucht vor irgendwem war (ihrem Bruder?? Weißnichtmehr), und eines Tages die Gestade Nordafrikas erreichte, ganz in der Nähe der heutigen Stadt Tunis. </p>
<p>Dort bat sie die Einheimischen, ihr etwas Land zur Verfügung zu stellen, wo sie mit ihren Leuten sesshaft zu werden gedachte.<br />
Die Einheimischen waren nun zwar nicht besonders gastfreundlich, hielten sich aber für ziemlich lustig &#8211; deswegen boten sie Dido an, ihr soviel Land zu geben, wie sie mit einer Ochsenhaut umspannen könne.<br />
Klang nicht nach viel, aber die junge Prinzessin schnitt die Ochsenhaut kurzerhand in gaaaanz dünne Streifen, legte (oder flocht, wasweisich)die zu einer langen, dünnen Linie/Schnur aneinander, mit der sie den gesamten Küstenstreifen in Sichtweite umspannte, und schwuppdiwupp nannte sie viele Hektar beste Wohnlage am Meer ihr Eigen, auf denen sie die spätere Großmacht Karthago baute. </p>
<p>Die maulenden Ex-Einheimischen mussten derweil schmollend in die Wüste umsiedeln (wahrscheinlich nicht, ohne dem Spaßvogel, der sie ihre Liegeplätze am Strand gekostet hatte, eine ordentliche Tracht Prügel zu verpassen. Das waren nämlich rauhe Zeiten damals <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ). </p>
<p>So. Jetzt mag sich der eine oder andere abstrakte aber implizit vorhandene Leser &#8211; sicherlich nicht ganz zu unrecht &#8211; fragen: &#8220;Na und? Was denn jetzt bitte sone olle Kamelle über Leute, die schon lange tot sind und die´s eh nie gegeben hat, mit der Rennerei zu tun?&#8221;<br />
Tja, verehrter abstrakter aber implizit vorhandener Leser, ganz einfach:</p>
<p><!--more--><br />
Ich wollte heute beim Laufen mal sowas ähnliches ausprobieren, wie seinerzeit die Prinzessin Dido.<br />
Bloß also ääh naja, also irgendwie genau andersrum.<br />
Nicht mit ausgebreiteter Ochsenhaut, sondern mit zusammengeknüllter.<br />
Und natürlich mit Laufstrecke anstatt Ochsenhaut&#8230;</p>
<p>Noch zu wirr?<br />
Ok, anders: Heute wollte ich probieren, einen Waldlauf mit möglichst viel Distanz in einem möglichst kleinen Areal zu machen (natürlich ohne Streckendopplungen).<br />
Mal wieder ein kleines Experiment. </p>
<p>Versuchsanordnung:<br />
Direkt bei mir hinterm Haus steht der Darsberg.<br />
Das ist ein Vorberg vom Melibokus. Etwas langgezogen, verläuft grob von Norden nach Süden.<br />
An dessen Hängen verlaufen auf verschiendenen Höhenlagen ziemliche viele paralle Waldwege.<br />
Die bin ich natürlich alle schon total oft gelaufen.<br />
Aber eigentlich immer nur, um irgendwoanders hinzukommen. Also &#8220;Über den Darsberg auf den Melibokus&#8221; oder &#8220;Über den Darsberg nach Balkhausen&#8221; oder &#8220;Über den Darsberg auf den Heiligenberg&#8221;. </p>
<p>Was ich noch nie gemacht habe: Jeden dieser Wege ganz gezielt hintereinander abzulaufen.<br />
Also quasi in ganz vielen Zickzackserpentinen den Berg hochschrauben:<br />
Auf dem untersten Weg am Fuß des Berges nach Süden, dann auf den nächsthöheren Weg wechseln und an der Bergflanke zurück nach Norden, dann den nächsthöheren Weg und wieder an der Bergflanke nach Süden, dann auf den nächsthöheren Weg und wieder an der Bergflanke nach Norden, auf den nächsthöheren Weg wieder nach Süden, dann auf dem Bergkamm wieder nach Norden und runter an die Ostflanke, dann auf dem nächstniedrigeren Weg an der Ostflanke nach Süden, dann auf dem nächstniedrigeren Weg an der Ostflanke wieder nach Norden&#8230;<br />
You get the idea.<br />
Wie die Kuhautstreifen von Dido, wenn man sie wieder zusammenlegt&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wie gesagt: Noch nie gemacht, alles eigentlich ganz nah an zuhause, aber in der Summe wahrscheinlich überraschend viel Strecke.<br />
Wie viel wusste ich selbst nicht, das rauszufinden war Teil des Experiments (deswegen hab´ ich vorher auch nichts gemessen).  </p>
<p>Als Zusatz gab´s dann noch eine zweite Vorgabe, nämlich das alles schön langsam zu laufen &#8211; in letzter Zeit neige ich wieder mal dazu, bei fast jeder Tour zu sehr aufs Tempo zu drücken, da muss ich eh mal wieder ein bisschen dran arbeiten. </p>
<p>Start am Nachmittag, zusammen mit Nemo.<br />
Wetter: Meh. Feucht, kalt, windig, trüb, irgendwie Dumpf.<br />
Meh! </p>
<p>Zuerst südwärts, auf dem Blütenweg (gelbes B) durchs unglaubliche schlammige Feld am Fuß der Berge bis nach Alsbach.<br />
Schon auf den ersten Metern wird klar, dass Langsam Machen heute nicht nur eine Option, sondern eine Notwendigkeit ist &#8211; der Hochtempolauf vom Donnerstag steckt mir trotz zwei vollen Tagen Pause immer noch in den Knochen, meine Waden sind steif und hölzern, fühle mich überhaupt nicht spritzig.<br />
Da steht Tempo außer Frage. </p>
<p>Am Alsbacher Ortsrand links, auf dem kopfsteingepflasterten Hasselbachweg hoch in den Wald am unteren Ende des Hasselbachtals, dort dann links, hoch auf den untersten Querweg am Hang (Alemannenweg/rotes S), dem wir über dem Waldrand wieder nach Norden folgen. </p>
<p>Kurz bevor wir das Darsbergtal erreichen geht´s dann rechts ab, auf den nächsthöheren Weg. Eigentlich wäre der viel bequemer durch das Darsbergtal zu erreichen, aber das geht leider nicht &#8211; wie möchten ja keine Wegdoppelungen, und durchs untere Darsbergtal wollen wir noch auf dem Rückweg.<br />
Also müssen wie improvisieren, und uns geradewegs durch die Pampa auf den nächsthöheren Weg durschschlagen.<br />
Die Wanderkarte behauptet, da gäbe es einen Pfad.<br />
Meine Mutter hat mal erzählt, dass der in ihrer Kindheit auch noch da war.<br />
Heute ist er es nicht mehr.<br />
Stattdessen: Rutschige, unwegsame, steile Wildnis am Hang.<br />
Am schlimmsten ist das Dickicht: Vor 10 oder 15 Jahren hat man den ganzen Hang abgeholzt und danach neue Bäume gesät, entsprechend hat´s hier einen Urwald aus hunderten extrem dicht stehenden Jungbuchen, verwoben mit Schlingpflanzen und ein paar Dornenhecken, durch die man kaum durchkommt (ich zumindest, Nemo hat´s dank seiner Größe und Geländegängigkeit etwas einfacher).<br />
Heidenei.<br />
Als wir endlich auf dem nächsten Weg angkommen, bin ich schon schweissgebadet, eingesaut, und atme schwer.<br />
Das kann ja noch heiter werden.</p>
<p>Erstmal geht´s aber zum Glück bequem weiter. Auf dem unmarkierten &#8220;mittleren Weg&#8221; auf halber Höhe zurück nach Süden.<br />
Schlammig aber fast eben, zuweilen sieht man rechts unter uns den Alemannenweg, den wir gerade erst gelaufen sind. Nach einem knappen km geht´s um die Bergflanke und dann schön bergab, runter in den mittleren Teil des Hasselbachtals.<br />
Schön zum Regenerieren, andererseits sind das natürlich alles verlorene Höhenmeter, die wir uns später wiederholen müssen.</p>
<p>Am Grund des Hasselbachtals links, einen schlammigen Trampelpfad direkt neben dem Bachufer entlang, der nach ein paar hundert Metern auf den breiten, guten Hasselbachtal-Weg (gelbe 6) trifft.<br />
Den geht´s jetzt aufwärts. In mehreren ordentlich steilen Serpentinen an der Talwand aufwärts bis zum nächsten Querweg.<br />
Normalerweise kein so großes Problem, mit dem etwas kürzeren Atem und den holzigen Waden von heute kostet es allerdings einen ordentlichen Batzen Kraft, bis wir entlich auf den Burgenweg (blaues B)/Jossaweg (gelbe 8 ) stossen, auf dem es nunmehr &#8211; schon recht hoch &#8211; wieder nach Norden geht, leicht abwärts und unterhalb der Ruine Jossa zurück ins Darsbergtal.</p>
<p>Dort angekommen wechseln wir in der Kehre am oberen Ende des unteren Talteils halbrechts auf den schlammigen, namenlosen Pfad, der am Hang oberhalb des Talgrundes nach Nordwesten führt.<br />
Erst bergauf (puh), dann wieder bergab (hhhaaah), hoch oben über dem Talgrund, bis es um den nächsten Bergvorsprung geht. </p>
<p>Dort folgt dann wieder ein Stück durch die Halbwildnis, auf den nächsthöheren Weg (den Pürschweg) &#8211; zwar gäbe es auch hier eine bequemere Alternative, aber wie vorhin brauchen wir die für den Rückweg, also müssen wir wohl oder übel abkürzen und den Pürschweg auf einem steilen (aber insgesamt noch erträglichen) Trampelfpad durch die Pampa erreichen. </p>
<p>Auf dem Pürschweg (SJ2) geht´s dann wieder mal südwärts, am Hang entlang aufwärts in Richtung Melibokus. 2 km aufwärts bei moderater aber konstanter Steigung, durch das obere Darsbergtal und über der Ruine Jossa entlang bis zur Darsberghütte.<br />
Das ist heute echt anstrengend.<br />
Und vom Gefühl irgendwie komisch &#8211; ein Blick auf die Uhr verrät, dass wir schon fast eine Dreiviertelstunde unterwegs sind.<br />
Normalerweise ist man da schon ziemlich weit gekommen. Heute sind wir weniger als zehn Laufminuten (auf dem kürzesten Weg) von zuhause weg, das ist ein bisschen seltsam&#8230;</p>
<p>Aufwärts&#8230;<br />
aufwärts&#8230;<br />
huijuijui&#8230;<br />
aufwärts.</p>
<p>Endlich die Darsberghütte, die zugleich auch das Ende unseres Aufstiegs am Westhang des Darsbergs markiert. Hier wenden wir uns scharf links, laufen auf dem schmalen, wucherigen Trampelpfad auf dem Bergkamm zurück nach Süden, hoch zum einsamen Darsberggipfel auf ca. 400 m. ü.NN. </p>
<p>Oben. Na Gottseidank.<br />
Aber noch lange nicht am Ende, denn wir wollen ja auch noch die Ostflanke entlangserpentinieren. </p>
<p>Also gleich weiter, auf dem Pfad am Kamm weiter nordwärts. Der ist zuerst so steil, so rutschig und so schlecht, dass ich höllisch aufpassen muss, nicht auf die Schnauze zu fallen (wer hier erstmal ins Rollen kommt&#8230;). Da hat´s Nemo wieder leichter. </p>
<p>Nach ein paar hundert Metern erreichen wir die Kreuzung auf dem Bergsattel oberhalb der Darsbergwiese und laufen halbrechts geradeaus auf den obersten Weg, der an der Ostflanke des Darsbergs nach Norden führt. Unmarkiert, aber recht gut in Schuss.<br />
Und es geht moderat bergab, das ist schön&#8230;</p>
<p>Vielleicht eineinhalb km am Hang entlang nach Norden durch den Wald, an der Bauernhöhe vorbei, durch diverse Windungen. Hin und wieder mal ein schöne Aussicht rechts durch die Bäume, rüber zum Heiligenberg, raus ins Ried, oder auch einfach nur runter auf den nächstunteren Querweg, den Melibokusweg (den wollen wir dann gleich wieder hoch).<br />
Entspannt&#8230;</p>
<p>Schließlich stossen wir in einer Steilkurve auf den Bauernhöhen-Weg (gelbe 2), dem folgen wir rechts runter bis auf den Melibokus-Weg (gelbe 3). Auf dem geht´s wieder mal an der Bergflanke nach Süden.<br />
Und wieder bergauf.<br />
Ächz!<br />
Inzwischen schon fast eine Stunde unterwegs, viel hoch und runter, und so ganz taufrisch war ich ja von Anfang an nicht &#8211; das zieht jetzt echt ganz schön rein (und das auf einer Strecke, die ich sonst problemlos und mit einem lockeren Lächeln hochjogge&#8230;).<br />
Immerhin ist Nemo auch nicht mehr ganz so enthusiastisch, das merkt man immer, wenn er unkonzentriert und trödelig wird.</p>
<p>Also nochmal bergauf, langsam, angestrengt um ein oder zwei Seitentäler an der Bergflanke, dann links ab auf den winzigen Pfad des Kisselsgrund-Weges (gelbe 7). Der bringt uns nach ein paar Kurven und beinahe-Ausrutschern auf den untersten Weg an der Ostflanke, ein namenloses, schlechtes Pfädchen im Steilhang, dem wir hoch oben über der Strasse um Grund des Balkhäuser Tals abwärts und nach Norden folgen, wobei es hin und wieder mal ein Schlammloch zu überspringen oder einen umgefallenen Baum zu überklettern gibt. </p>
<p>Irgendwann sind wir dann ganz unten angekommen, fast am Grund des Balkhäuser Tals.<br />
Fast geschafft &#8211; jetzt nur noch einmal den unteren Pürschweg hoch (auch hier schon SJ2) und über die kleine vorgelagerte Anhöhe am merckschen Wasserturm zurück ins Darsbergtal und fertig.<br />
Ok, streichen wir das &#8220;nur noch&#8221; im letzten Satz &#8211; der letzte kleine, gar nicht mal besonders steile Aufstieg zieht noch mal richtig rein, zooog sich eeeeeeewig, kostet Kraft ohne Ende.<br />
Argl.</p>
<p>Aber es klappt natürlich: Langsam, mit hängender Zunge (beide) schweren Schritt um schweren Schritt den Pürschweg hoch, dann endlich nur noch bergab, am Wasserturm vorbei hinab ins Darsbergtal, und das dann einfach nur noch runter bis zum Waldrand und nach Hause.</p>
<p>Puha.<br />
Das war formmässig wirklich kein besonders guter Tag.<br />
Aber wir haben´s geschafft, im Zickzack den Berg hoch (und runter. Und wieder hoch. Und wieder runter.), dann im Zickzack den Berg runter (und hoch. Und wieder runter. Und wieder hoch).<br />
Anstrengend, und irgendwie ein komisches Gefühl, die ganze Zeit nur durch Gelände zu laufen, dass vom Gefühl her als &#8220;ganz nah&#8221; definiert ist.<br />
Aber andererseits wieder mal was Neues. Und sogar mehr Strecke als erwartet: Insgesamt 12,4 km &#8211; und dabei waren wir weiter als 1,6 km Luftlinie von zuhause entfernt, und die gesamte Tour hat sich in einem Areal von gerade mal etwas über 2 Quadratkilometern (passt locker in ein Rechteck mit 1,4 km x 1,6 km Kantenlänge) abgespielt.<br />
Sehr interessant &#8211; und außerdem hat´s einen der verwinkeltsten, wirrsten Streckenpläne produziert, die ich jemals gemacht habe. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Kleinprojekt &#8220;Ochsenhautfalten&#8221;: Vorläufig abgschlossen! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Strecke: 12,4 km<br />
Zeit: 1:22 h (= 9,07 km/h bzw. 6:37 min/km)<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 1,37% (0,17 km von 12,4 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/zickzack-am-darsberg.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/zickzack-am-darsberg.jpg?w=128" alt="zickzack-am-darsberg" title="zickzack-am-darsberg" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-3183" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Fototour zur Ruine Jossa und aufs Alsbacher Schloss (13,3 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/02/03/fototour-zur-ruine-jossa-und-aufs-alsbacher-schloss-133-km/</link>
<pubDate>Tue, 03 Feb 2009 20:56:32 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/02/03/fototour-zur-ruine-jossa-und-aufs-alsbacher-schloss-133-km/</guid>
<description><![CDATA[Hm&#8230; Irgendwie hab´ ich in letzter Zeit ziemlich oft den Foto mit dabei. Das liegt sicherlich z]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Hm&#8230;<br />
Irgendwie hab´ ich in letzter Zeit ziemlich oft den Foto mit dabei.<br />
Das liegt sicherlich zum Teil daran, dass ich mit der Kombination von Laufen und Fotografieren vertrauter werde und mich so langsam dran gewöhnt habe.<br />
Entsprechend schnappt man sich auch mal schneller spontan die Kamera und nimmt sie mit. </p>
<p>Aber möglicherweise gibt´s dafür auch noch einen anderen Grund:<br />
Ich brauche beim Laufen ja immer ein etwas Spannung, Abwechslung, Stimulation.<br />
In den letzten Monaten war das alles ein bisschen weniger als gewohnt, aufgrund von Witterung, knapper Zeit, und der Tatsache, dass ich inzwischen fast alles in einem ziemlich großen Radius um zuhause rum erkundet habe.<br />
Hat mich schon gestört (und tut´s ehrlich gesagt immer noch&#8230;).<br />
Jetzt frage ich mich: Benutze ich den Foto in dieser Situation vielleicht unbewusst auch als ein Hilfsmittel, das mein Lauferleben erneuert und auffrischt, indem es mir erlaubt, bereits Bekanntes aus einem leicht veränderten, neuen Blickwinkel wahrzunehmen?<br />
Kann es sein, dass ich beim Laufen mit Kamera in eine etwas andere Rolle schlüpfe und dann nicht mehr so sehr als &#8220;Entdecker in eigener Sache&#8221; unterwegs bin, sondern ein bisschen mehr als &#8220;Reporter&#8221;, der bereits &#8220;entdeckte&#8221; Gegenden für ein abstraktes aber implizit vorhandenes Publikum aufbereitet und dadurch selbst wieder ein Stück weit neu erlebt?<br />
Ganz ehrlich: Ich weiss es (noch?) nicht so genau.<br />
Aber es ist zumindest eine sehr interessante Vorstellung, die mir eigentlich ganz gut gefällt (denn die Fähigkeit, im Alten Neues entdecken zu können und sich selbst immer mal wieder ein bisschen neu zu definieren, ist etwas ungemein Wertvolles). </p>
<p>So.<br />
Soviel dazu, aber deswegen sind wir natürlich nicht hier -<br />
ihr (also das hochverehrte abstrakte aber implizit vorhandene Publikum) wollt ja wahrscheinlich einen Laufbericht, und nach der Überschrift und der Einleitung wahrscheinlich auch einen mit Fotos. </p>
<p>Na gut, sollt ihr haben: <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><!--more--><br />
Heute im Programm:<br />
Burgentour.<br />
Hab´ ja schließlich genug von den Dingern hier rumstehen (nämlich mindestens mal 5 Burgen/Burgruinen innerhalb von einer Laufstunde &#8211; mit niedrigen Ansprüchen und hohem Tempo könnte man sogar auf 10 kommen), und nachdem ich in den letzten Wochen bereits zwei davon (<a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/01/11/berglauf-bei-schnee-und-sonne-uber-den-melibokus-aufs-auerbacher-schloss-mit-foto-km/">Auerbacher Schloss</a> und <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/01/20/best-of-seeheim-jugenheim-mit-hund-und-foto-85-km/">Burg Tannenberg</a>) mit einem Fotolaufbericht beschrieben habe, wollte ich heute einfach mal die nächsten zwei abarbeiten, nämlich die Ruine Jossa und das Alsbacher Schloss. </p>
<p>Äußere Bedinungen: Frühlingshaft.<br />
Viel Sonne, frische Luft, singende Vögel, subtropische 4° bis 5° Celsius &#8211; wunderbar. Lediglich die extreme Diesigkeit schränkte den positiven Gesamteindruck etwas ein, aber wer braucht schon Fernsicht&#8230; (ok, bei der Burgentour in den Bergen wäre Aussicht schon nett gewesen)?<br />
Fast perfekt, also Hund und Kamera geschnappt und los ging´s.</p>
<p>Von zuhause aus&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0759.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0759.jpg" alt="img_0759" title="img_0759" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3083" /></a><br />
<em>&#8220;Ja was? Kommste jetzt endlich mal?&#8221;</em> </p>
<p>..hoch in den Wald&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0760.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0760.jpg" alt="img_0760" title="img_0760" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3085" /></a></p>
<p>&#8230;und dort auf dem Burgenweg (blaues B, Anfangs auch noch Alemannenweg/Rotes S)&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0761.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0761.jpg" alt="img_0761" title="img_0761" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3086" /></a><br />
<em>Burgenweg nach Norden, an der Merckschen Gichtmauer über Jugenheim &#8211; hier sind wir nicht lang, aber es sah so nett aus, dass ich´s trotzdem mal fotografiert hab´)</em></p>
<p>&#8230;das tiefe, schmale Darsbergtal hoch, in das die Sonne nicht reichte, und wo´s entsrpechend schattig und ziemlich eisig war:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0762.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0762.jpg" alt="img_0762" title="img_0762" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3087" /></a></p>
<p>Schon mal ein netter Einstieg, ca. 800 m. ganz ordentlich bergauf, durch den Talgrund unterhalb des steilen, hoch aufragenden Bergvorsprungs, auf dem die Ruine Jossa liegt:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0763.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0763.jpg" alt="img_0763" title="img_0763" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3089" /></a></p>
<p>Am Ende des unteren Darsbergtals hatten wir eigentlich dem Burgenweg folgen wollen &#8211; scharf rechts um eine Serpentine, dann an der Talwand hoch und auf dem kürzesten Weg zur Jossa rauf.<br />
Aber es leif so gut und war gerade so schön sonnig (ok, hier unten im Tal jetzt nicht, aber insgesamt) und die Vögel sangen und es roch nach Frühling und lief so gut, also machten wir das nicht.<br />
Stattdessen: Scharf links und auf einem namenlosen Forstweg die andere Talwand hoch, um dann durchs mittlere Darsbergtal von hinten auf die Jossa zu laufen.<br />
Eigentlich ein Umweg, aber wo´s doch gerade so nett war&#8230; </p>
<p>Nach ca. 150 m. die nächste Wegscheide. Von hier aus konnte man bereits die Konturen der Ruine Jossa auf der anderen Talseite erkennen:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0769.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0769.jpg" alt="img_0769" title="img_0769" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3090" /></a><br />
<em>Deutlich gegenlichtig und viel zu sehen gibt´s sowieso nicht. Immerhin: Man erkennt in der Bildmitte den Höcker des ehemaligen Burgbergs, links und rechts eingerahmt von den Vertiefungen der Grabenanlage</em> </p>
<p>Hier bogen wir wieder scharf rechts ab, auf den namenlosen, halbvergessenen &#8220;Weg&#8221;, der durch das mittlere Darsbergtal bis zur Ruine hochführt. Landschaftlich hübsch, mit dunklen Nadelholzdickungen und knorrigen alten Bäumen:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0775.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0775.jpg" alt="img_0775" title="img_0775" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3091" /></a></p>
<p>Läuferisch hingegen eher&#8230; suboptimal. Der &#8220;Weg&#8221; existiert eigentlich nur noch auf dem Papier (der Wanderkarte) &#8211; wird schon ewig nicht mehr gepflegt, vor ein paar Jahren hat mal irgendein Forstarbeiterpanzer bei schlammigem Wetter dezimetertiefe Furchen reingegraben, seitdem holt in sich die Natur zurück.<br />
Quasi Wildnis, im Sommer eine einzige dornige Schlammwüste, im Winter eine holpriger, stolpriger Albtraum aus hartgefrorenen Unebenheiten, die tückisch unter einer dichten Laubschicht versteckt sind:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0777.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0777.jpg" alt="img_0777" title="img_0777" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3092" /></a><br />
<em>In echt ist dieses Stück noch viel schlechter, als es auf dem Foto den Anschein hat. Ungelogen!</em></p>
<p>Abgesehen davon aber nett &#8211; schön abgeschieden und einsam, und mit einer Steigung, die ohne die knöchelbrechende Wegqualität eigentlich sehr angenehm gewesen wäre. </p>
<p>Nach ca. einem halben holprigen km bergauf durchs mittlere Jossatal erreichten wir schließlich den langgezogenen Bergvorsprung mit der Jossa drauf:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0780-0782pano.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0780-0782pano.jpg" alt="img_0780-0782pano" title="img_0780-0782pano" width="400" height="146" class="alignnone size-full wp-image-3095" /></a></p>
<p>Jetzt einfach nur noch geradeaus bis zu den Überresten der Burg.<br />
Bevor wir das abhandeln: Erwartet jetzt bloss nicht zu viel, denn die Jossa ist mit abstand die unspekakulärste Burgruine am Melibokusmassiv:</p>
<p><em>Kurzinfo: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Jossa">Burgruine Jossa</a> über Jugenheim. Erbaut gegen Ende des 13. oder Anfang des 14. Jahrhunderts. War sowohl strategisch (keinerlei strategische Bedeutung, die die benachbarten Burgen nicht besser abgedeckt hätten) als auch taktisch (schlechte Lage, musste auf drei Seiten mit Burggraben gesichert werden obwohl sie auf einem Bergsporn lag, und konnte trotzdem noch von der Bergflanke dahinter von oben eingesehen und beschossen werden) als auch bautechnisch (1000 qm Grundfläche sind nicht viel, vor allem wenn ein großer Teil dieser Fläche für einen unbewohnten Zwinger und meterdicke Burgmauern draufgeht. Angeblich hatte der Bergfried zwar über 3 m. dicke Mauern, aber nur einen weniger als 2 m. breiten Innenraum&#8230;) keine richtig gute Idee. Entsprechend wurde sie nur ein paar Jahrzehnte bewohnt und dabei lustlos zwischen diversen Lokal- und Regionaladeligen hin und hergeschenkt, vererbt oder verlehnt, und dann schließlich irgendwann gegen in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts sang- und klanglos aufgegeben. Danach verfiel sie still vor sich hin und diente dabei jahrhundertelang der Bevölkerung der umliegenden Dörfer als Quelle für billiges Baumaterial, bis kaum noch was übrig war. Als dann im Zuge der Romantik viele umliegende Burgen wiederaufgebaut wurden, hat man die Jossa glatt übersehen (bzw. nur einen &#8220;Tanzplatz&#8221; auf dem Burgberg gebaut), so dass heute nur noch ein paar Mauerreste übrig sind.</em></p>
<p>Wie gesagt: Ziemlich unspekatkulär, vor allem im Vergleich mit den umliegenden Burgen. Aber es ist meine &#8220;Hausburg&#8221;, und hübsch ist es trotzem, vor allem an einem Tag wie heute, wo die milde Vorfrühlingssonne den Bergsporn in ein wunderbar warmes, weiches Licht hüllte. Also bitteschön nicht mäkeln, ja? <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Über den Bergrücken zum alten Burggraben an der Südostseite der Anlage&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0783.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0783.jpg" alt="img_0783" title="img_0783" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3096" /></a></p>
<p>&#8230;kurzer Blick auf den Hügel, der früher mal die Kernburg war&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0788-0790pano.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0788-0790pano.jpg" alt="img_0788-0790pano" title="img_0788-0790pano" width="400" height="128" class="alignnone size-full wp-image-3097" /></a></p>
<p>&#8230;dann auf dem Trampelfpfad am südlichen Grabenrand halb um den Komplex herum&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0791.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0791.jpg" alt="img_0791" title="img_0791" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3098" /></a></p>
<p>&#8230;zum westlichen Teil des Areals, wo die meisten Überreste stehen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0792.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0792.jpg" alt="img_0792" title="img_0792" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3099" /></a></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0793.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0793.jpg" alt="img_0793" title="img_0793" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3100" /></a></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0794.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0794.jpg" alt="img_0794" title="img_0794" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3101" /></a></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0795.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0795.jpg" alt="img_0795" title="img_0795" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-3102" /></a><br />
<em>Cairn Terrier (ca. 4 Jahre alt) vor Mauerrest (ca. 700 Jahre alt)</em></p>
<p>&#8230;dann noch mal durch den Graben und auf den eigentlichen Burghügel hoch&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0796.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0796.jpg" alt="img_0796" title="img_0796" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3104" /></a></p>
<p>&#8230;wo es aber ehrlich gesagt auch nicht spektakulärer aussieht:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0801-0810pano.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0801-0810pano.jpg" alt="img_0801-0810pano" title="img_0801-0810pano" width="400" height="67" class="alignnone size-full wp-image-3105" /></a><br />
<em>Blick über den &#8220;Tanzplatz&#8221; (auf dem auch seit Jahrzehnten niemand mehr getanzt hat) auf dem Gelände der ehemaligen Kernburg nach Nordwesten. Zwischen den Bäumen schimmert in der Bildmitte Jugenheim durch, rechts kann man den Funkmast am Tannenberg erkennen</em></p>
<p>Als wir oben ankamen, stoben ein paar Rehe davon, die hier bis eben friedlich geäst hatten, und der Köter stob natürlich sofort hinterher. Mist!<br />
Gottseidank war´s nur ein Reflex &#8211; Nemo ist kein Rehjäger, entsprechend liess er nach ein paar Sekunden ab und kam auf mein Brüllen hin wieder zurück. Trotzdem blöd, deshalb musste er zur Strafe für ein Portraitfoto posieren, das mag er überhaupt nicht:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0812.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0812.jpg" alt="img_0812" title="img_0812" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3106" /></a><br />
<em>Das passiert, wenn man erst losrennt und dann nachdenkt.</em></p>
<p>Damit hatten wir dann alles von der Jossa gesehen, und es ging weiter.<br />
Eigentlich hatten wir von hier aus ja runter auf den Jossaweg gewollt, um dann auf halber Höhe über die Hoboken-Hütte aufs Alsbacher Schloss zu laufen.<br />
Aber es lief so gut und war gerade so schön sonnig und die Vögel sangen und es roch nach Frühling, also machten wir das nicht.<br />
Stattdessen: Geradeaus den Jossarücken hinauf, den steilen, unmarkierten Pfad zum Pürschweg hoch.<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0814.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0814.jpg" alt="img_0814" title="img_0814" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3108" /></a></p>
<p>An sich ja ein Umweg, aber wo´s doch gerade so nett war&#8230; </p>
<p>Auf dem Pürschweg angekommen rechts und der Markierung SJ2 weiter aufwärts in Richtung Melibokus gefolgt. Keine Fotos, denn die gibt´s ja schon <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/10/12/kommt-wir-laufen-auf-den-melibokus-101-km/">hier</a>.<br />
Na gut, ein Foto, denn unterwegs konnte man rechts zwischen den Bäumen schon mal unser nächstes Ziel erkennen:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0816.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0816.jpg" alt="img_0816" title="img_0816" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3109" /></a><br />
<em>Alsbacher Schloss im Dunst, vom Pürschweg aus. Hm, ist noch ein Stück weg&#8230;</em></p>
<p>Knapp 1,5 km den Pürschweg hoch, vorbei an der Darsberghütte bis zur Abzweigung des Hohe-Stichwegs (gelbes V), auf den wir rechts einbogen und nun wieder ein Stück abwärts laufen konnten. Großes, tief eingeschnittenes Seitental in das die schräg stehende Sonne nicht hineinreichte, da war´s gleich trüb und winterlich&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0825.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0825.jpg" alt="img_0825" title="img_0825" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3110" /></a></p>
<p>&#8230;aber immerhin gab´s auch einen netten Ausblick über die steil abfallende Lichtung hinweg in die Ebene:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0824.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0824.jpg" alt="img_0824" title="img_0824" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3111" /></a><br />
<em>Blick vom Hohe-Stich-Weg auf runter nach Alsbach und Bickenbach, leider wieder mal arg diesig (wie eigentlich immer bei meinen Fotolaufberichten &#8211; aber richtig klare Tage sind halt selten bei uns, da muss man nehmen was man kriegt&#8230;). </em></p>
<p>Am unteren Ende des Hohe-Stichwegs dann geradeaus weiter auf den Hoboken-Weg (gelbe 4)&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0831.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0831.jpg" alt="img_0831" title="img_0831" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3112" /></a><br />
<em>Hier waren wir auch wieder in der Sonne &#8211; wunderbar</em></p>
<p>&#8230;und mit ganz leichtem Anstieg weiter bis zum Erlengrund mit seiner charakteristischen pyramidenförmigen Grillhütte&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0834.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0834.jpg" alt="img_0834" title="img_0834" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3114" /></a></p>
<p>&#8230;dem imposanten Steinbruch&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0832.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0832.jpg" alt="img_0832" title="img_0832" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3113" /></a><br />
<em>Höher und steiler als es auf dem Bild aussieht</em></p>
<p>&#8230;(an dessen schattiger Flanke sich so eine Art 15 m. hoher Eisfall gebildet hatte)&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0836-0338pano.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0836-0338pano.jpg" alt="img_0836-0338pano" title="img_0836-0338pano" width="400" height="658" class="alignnone size-full wp-image-3115" /></a></p>
<p>&#8230;und einem weiteren Panoramablick auf unser nächstes Ziel:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0833.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0833.jpg" alt="img_0833" title="img_0833" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3116" /></a><br />
<em>Alsbacher Schloss-Check #2, dieses mal von oben und Osten, vom Erlengrund aus. Yup, schon deutlich näher.</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Eigentlich hatten wir von hier aus ja halbrechts runter gewollt, um auf dem Hoboken-Weg auf direktem Wege zum Alsbacher Schloss zu joggen.<br />
Aber es lief so gut und war gerade so schön sonnig und die Vögel sangen und es roch nach Frühling, also machten wir das nicht (bzw. wir liefen 100 m. den Hoboken-Weg runter, bis ich mich eines Besseren besann und wir unkehrten).<br />
Stattdessen: Halblinks, den aufwärts führenden Serpentinenweg in Richtung Melibokusgipfel hoch.</p>
<p>An sich ja ein Umweg, aber wo´s doch gerade so nett war&#8230; </p>
<p>Schöne Steigung, immer an der Melibokusflanke entlang, auf der Aufstiegroute des alljährlichen <a href="http://www.sporton.de/cms/turnverein%2D1898%2Dalsbach/">Melibokuslaufs</a>. </p>
<p>An der ersten Wegkreuzung nach ein paar hundert Metern&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0840-0842pano.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0840-0842pano.jpg" alt="img_0840-0842pano" title="img_0840-0842pano" width="400" height="130" class="alignnone size-full wp-image-3117" /></a><br />
<em>Nebeneffekt des Panoramabildes: Auf dem Foto sieht´s so aus, als wäre es hier relativ flach &#8211; tatsächlich geht´s aber sowohl links als auch rechts recht ordentlich steil weiter bergauf.</em></p>
<p>&#8230; hatten wir eigentlich vorgehabt, rechts abzubiegen und auf dem kürzesten Weg runter auf den Herrenweg weiter abwärts bis zum Alsbacher Schloss zu rennen.<br />
Aber es lief so gut und war gerade so schön sonnig und die Vögel sangen und es roch nach Frühling, also machten wir das nicht. Stattdessen: Halbrechts/Geradeaus, weiter bergauf, weiter in Richtung Melibokusgipfel.</p>
<p>An sich ja ein Umweg, aber wo´s doch gerade so nett war&#8230; </p>
<p>Wunderbares Passage. Ohnehin schon ein sehr hübsches Stück mit lichtem, freundlichen Wald, und weils die Südwestflanke des Berges war, hatten wir auch noch volles Sonnenlich &#8211; STRAHLENDSONNIGWARMHERRLICH!!!<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0845.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0845.jpg" alt="img_0845" title="img_0845" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3118" /></a><br />
<em>Direkt über Nemo kann man schon den Aussichtsturm am Melibokusgipfel erkennen</em>.</p>
<p>Dazu strahlendblauer Himmel, in dem ein freundlicher Nachmittagsmond schimmerte&#8230;<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0847.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0847.jpg" alt="img_0847" title="img_0847" width="400" height="308" class="alignnone size-full wp-image-3119" /></a></p>
<p>&#8230;schöne Anblicke am Wegesrand&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0850.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0850.jpg" alt="img_0850" title="img_0850" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3120" /></a></p>
<p>&#8230;und schöne Ausblicke den Hang runter:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_085308540857pano.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_085308540857pano.jpg" alt="img_085308540857pano" title="img_085308540857pano" width="400" height="153" class="alignnone size-full wp-image-3121" /></a><br />
<em>Links unten Zwingenberg, rechts darüber die Sandwiese, rechts darunter Alsbach. Und wenn´s nicht so verdammt diesig wäre, könnte man hier sogar bis zum Hunsrück gucken</em></p>
<p>Einfach nur schön!</p>
<p>Inzwischen schraubten wir uns immer weiter am Bergkegel hoch &#8211; rechts des Wegs ging´s steil abwärts&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0858.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0858.jpg" alt="img_0858" title="img_0858" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3123" /></a></p>
<p>&#8230; und links schimmerte hoch über uns bereits der vordere Melibokusturm durch die Bäume und sah dabei täuschend nah aus&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0863.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0863.jpg" alt="img_0863" title="img_0863" width="400" height="551" class="alignnone size-full wp-image-3122" /></a><br />
<em> Nur noch ca. 200 m. Strecke &#8211; aber noch 90 HM!</em></p>
<p>Nach ein paar hundert m. die nächste Kreuzung, schon ziemlich dicht unterhalb des Gipfels. Kurz überlegt ob wir nicht gleich bis ganz nach oben laufen sollten (weils doch so so gut lief und gerade so schön sonnig war und die Vögel sangen und es nach Frühling roch&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ),<br />
dann aber doch dagegen entschieden &#8211; die Melibokuskuppe ist so ein toller Ort, den darf man nicht durch zu regelmäßiges erlaufen abnutzen.</p>
<p>Entsprechend bogen wir hier dann rechts ab und machten uns endlich an den ordentlich steilen Abstieg auf der Südwestflanke des Berges. Übrigens auf dem <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/11/02/luciberg-wegnibelungensteig-auf-den-melibokus-95-km/">Nibelungensteig/Alemannenweg/Lucibergweg</a>, der bergab doch deutlich entspannter zu laufen ist als bergauf (ich kann´s beurteilen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ):<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0864.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0864.jpg" alt="img_0864" title="img_0864" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3125" /></a></p>
<p>Auf dem recht schmalen aber angenehm zu laufenden Pfad zügig bergab durch den Wald, durch mehrere Serpentinen, noch ein Stück parallel über den weiter unten verlaufenden Hauptwegen zwischen Alsbacher und Auerbacher Schloss entlang&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_08661.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_08661.jpg" alt="img_08661" title="img_08661" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-3127" /></a><br />
<em>Blick von oben auf die Querwege: Erst der Herrenweg, dann noch weiter unten der Comoder Weg</em></p>
<p>&#8230;und schließlich bis runter auf den Herrenweg, dem wir nach rechts/nordwärts in Richtung Alsbacher Schloss folgten:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0868.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0868.jpg" alt="img_0868" title="img_0868" width="399" height="277" class="alignnone size-full wp-image-3129" /></a><br />
<em>Schweinsgalopp</em></p>
<p>Allerdings nicht lange, denn bereits nach 250 m. kam die nächste Abzweigung. Hier hatten wir eigentlich vorgehabt, geradeaus dem Herrenweg zu folgen und auf dem kürzestmöglichen Weg bis zum Alsbacher Schloss durchzulaufen.<br />
Aber es lief so gut und war gerade so schön sonnig und die Vögel sangen und es roch nach Frühling, also machten wir das nicht. Stattdessen: Auf dem Nibelungensteig links ab und steil den Hang runter, bis auf den Comoder Weg.<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0869.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0869.jpg" alt="img_0869" title="img_0869" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3130" /></a></p>
<p>An sich ja ein Umweg, aber wo´s doch gerade so nett war&#8230; </p>
<p>Unten auf dem Comoder Weg dann rechts, nun doch endlich und endgültig in Richtung Alsbacher Schloss (Marker: Blaues B des Burgenwegs).<br />
Der Comoder Weg ist schon so weit unten, dass er um die ganzen weiten, tiefen Täler in den unteren Höhenlagen des Melibokusmassivs herum muss (rein, durch, raus) &#8211; das ist einerseits sehr hübsch&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0876-0880pano.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0876-0880pano.jpg" alt="img_0876-0880pano" title="img_0876-0880pano" width="400" height="137" class="alignnone size-full wp-image-3131" /></a></p>
<p>&#8230;andererseits zieht es sich aber etwas, auch wenn´s dank gutem Untergrund und kaum merklichen Gefälle angenehm zu laufen ist.<br />
Nichtsdestotrotz schwächelte Nemo so langsam ein bisschen (nix Ernstes, mehr Unwilligkeit als Erschöpfung) &#8211; immerhin waren wir schon fast 10 km unterwegs, das ist ´ne Menge für so einen kleinen Kerl mit  kurzen Beinchen:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0882.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0882.jpg" alt="img_0882" title="img_0882" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3132" /></a></p>
<p>Glücklicherweise gibt´s hier unten in jedem der zahlreichen Seitentäler einen kleinen Bachlauf, so dass wir im nächstbesten einfach eine kurze<br />
Erfrischungpause einlegten&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0884.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0884.jpg" alt="img_0884" title="img_0884" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3133" /></a><br />
&#8230;und schon war wieder gut.<br />
Mir ging´s derweil sowieso noch prächtig:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0885.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0885.jpg" alt="img_0885" title="img_0885" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-3134" /></a></p>
<p>Nach knapp 2 km Comoder Weg das letzte Tal, hinter dem bereits wieder das Alsbacher Schloss sichtbar war&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0886.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0886.jpg" alt="img_0886" title="img_0886" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3135" /></a><br />
<em>Schloss-Check #3, dieses Mal von Süden. Hmja, schon ganz nah&#8230;</em></p>
<p>&#8230;und das wir zügig umquerten. Dann noch schnell am Freizeitgelände hinter dem Schloss vorbei&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0887.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0887.jpg" alt="img_0887" title="img_0887" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3136" /></a></p>
<p>&#8230;und wir hatten das zweite Ziel der heutigen Tour erreicht:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0888.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0888.jpg" alt="img_0888" title="img_0888" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3137" /></a><br />
<em>Alsbacher Schloss von Süden.</em></p>
<p><em>Kurzinfo: <a href="http://www.schloss-alsbach.org/">Alsbacher Schloss</a>, historisch auch Burg Bickenbach, wurde in der Mitte des 13. Jahrhunderts von den Herren von Bickenbach auf einem 257 m. hohen Vorberg des Melibokus direkt über dem Ort Alsbach erbaut (wahrscheinlich deshalb, weil sie bisher unten in der Ebene auf dem ziemlich unspektakulären Weilerhügel residiert hatten, und sich nicht länger von ihren Ritterkollegen dafür auslachen lassen wollten, dass sie nur in einer besseren Blockhütte im Sumpf wohnten). Im 14. Jahrhundert Raubritternest, deshalb von der mächtigen Stadt Frankfurt (die da keinen Spaß verstand) erobert und zerstört, wenige Jahre später wiederaufgebaut. Landete im 16. Jahrhundert bei Hessen-Darmstadt und stand dann irgendwann ein paar Jahrhunderte leer, bis man sie als lokale Sehenswürdigkeit wiederentdeckte. Von den drei Burgen am Melibokusmassiv ist sie ganz eindeutig die #2 &#8211; deutlich besser erhalten und größer als die Jossa (das könnt ihr ja jetzt selbst beurteilen), aber weder baulich noch von der Lage so beeindruckend wie das <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/01/11/berglauf-bei-schnee-und-sonne-uber-den-melibokus-aufs-auerbacher-schloss-mit-foto-km/">Auerbacher Schloss</a></em></p>
<p>Einmal halb herum&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0889.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0889.jpg" alt="img_0889" title="img_0889" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3138" /></a></p>
<p>&#8230;dann durch das Haupttor an der Nordseite&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0893.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0893.jpg" alt="img_0893" title="img_0893" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3139" /></a></p>
<p>&#8230;in die Vorburg&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0895.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0895.jpg" alt="img_0895" title="img_0895" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3141" /></a><br />
<em>Das nicht wirklich stilechte Gebäude der Ausflugskneipe rechts ignorieren wir einfach mal, ok?</em></p>
<p>&#8230;dort links und im Schatten des Bergfrieds&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_08970897pano.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_08970897pano.jpg" alt="img_08970897pano" title="img_08970897pano" width="400" height="734" class="alignnone size-full wp-image-3143" /></a></p>
<p>&#8230;in den Innenhof der Kernburg:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0899.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0899.jpg" alt="img_0899" title="img_0899" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3144" /></a></p>
<p>Ein bisschen umgesehen (hier drin war ich auch mindestens mal ein, zwei Jahre nicht mehr gewesen)&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0902.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0902.jpg" alt="img_0902" title="img_0902" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3145" /></a><br />
<em>Blick vom Burghof nach Südosten, am Bergfried vorbei auf den Melibokus</em></p>
<p>&#8230;und dann &#8211; wo wir schon mal da waren &#8211; gleich auch noch mal auf den Bergfried hoch.<br />
Erst eine steile Treppe hinter dem Turm&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_09041.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_09041.jpg" alt="img_09041" title="img_09041" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-3147" /></a></p>
<p>&#8230;dann eine kleine Holzbrücke über dem Haupttor&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0906.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0906.jpg" alt="img_0906" title="img_0906" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3149" /></a></p>
<p>&#8230;von der man einen schönen Blick auf die Vorburg hat&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0920.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0920.jpg" alt="img_0920" title="img_0920" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3150" /></a></p>
<p>&#8230;bis ins Turminnere, wo eine steile, ausgetretene alte Wendeltreppe aus Holz nach oben führt. Da die Zwischenräume zwischen den Stufen offen waren, und steile Wendeltreppen eh nicht so Nemos Ding sind, musste er hier warten&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0919.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0919.jpg" alt="img_0919" title="img_0919" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-3151" /></a><br />
&#8230;während ich den Turm alleine bestieg (so richtig unglücklich schien er über das Päuschen aber nicht zu sein). </p>
<p>Oben war es&#8230; ok.<br />
Die Zinnen sind etwas zu hoch und der Turm etwas zu breit für eine gute Rundumsicht, außerdem war es immer noch furchtbar diesig und das Licht war schon nicht mehr ganz so schön, denn die schräg stehende Sonne war inzwischen aus dem blauen Himmel in die Dunstzone in Richtung Horizont abgesackt.<br />
Entsprechend war die Aussicht dann auch nicht so großartig, wie ich sie (von schöneren, klareren Tagen) in Erinnerung hatte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0908-0917pano.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0908-0917pano.jpg" alt="img_0908-0917pano" title="img_0908-0917pano" width="400" height="79" class="alignnone size-full wp-image-3152" /></a><br />
<em>Man sieht´s ja auch auf diesem Panoramabild &#8211; keine Fernsicht und wegen des seltsamen Lichts ungleichmässig belichtet, nicht ideal. Nichtsdestrotz: Blick vom Turm des Alsbacher Schlosses nach Nordwesten: Direkt unterhalb Alsbach, links darüber die Sandwiese, direkt darüber Bickenbach, rechts Jugenheim, dahinter Seeheim, dann der Bergrücken des Frankenstein-Massivs. Nicht im Bild: Der Rest der Welt, von dem man hier oben an klaren Tagen einen gehörigen Brocken sehen kann</em></p>
<p>Immerhin: Der Blick auf den Melibokus direkt hinter dem Schloss war gut:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0907.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0907.jpg" alt="img_0907" title="img_0907" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3153" /></a></p>
<p>Kurz verweilt, dann wieder runter, Nemo eingesammelt, und durchs Haupttor aus dem Alsbacher Schloss hinaus. </p>
<p>Eigentlich hatten wir vorgehabt, von hier aus auf dem Burgenweg (blaues B) kürzestmöglich runter nach Alsbach und dann nach Hause zu laufen.<br />
Aber es lief so gut und war gerade so schön sonnig und die Vögel sangen und es roch nach Frühling, also machten wir das nicht. Stattdessen: Links und auf dem etwas längeren und serpentinigeren Schlossweg (gelbe 2) durch den Wald bis zum obersten Ende von Alsbach in der Hindenburgstr&#8230;.<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0921.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0921.jpg" alt="img_0921" title="img_0921" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3154" /></a></p>
<p>An sich ja ein Umweg, aber wo´s doch gerade so nett war&#8230;</p>
<p>Dann die Hindenburgstr. runter (die vielleicht besten Wohnlage der ganzen Gegend, die Häuser stehen hier so steil am Hang, dass man einen unglaublichen Blick in die ebene hat), vorbei an dem Grundstück, dessen Besitzer immer eine frische Schale Hundewasser vor dem Haus stehen haben&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0925.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0925.jpg" alt="img_0925" title="img_0925" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3155" /></a><br />
<em>Ganz ehrlich: Jedes mal, wenn wir hier vorbeilaufen, freue ich mich darüber, dass es Menschen gibt, die sowas einfach aus Freundlichkeit machen. Deshalb mal an dieser Stelle: Liebe Familie K. aus Alsbach, vielen Dank für das Wasser, das ist wirklich unheimlich nett!</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Schließlich dann links, zwischen den Villen an der steilen Schlossstr&#8230;.<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0927.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0927.jpg" alt="img_0927" title="img_0927" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-3156" /></a></p>
<p>&#8230;runter in den Dorfkern, und dort dann Alsbach auf der Standartstrecke (Kirchstr., Lindenstr., Am Katharinenberg, Jugenheimer Str.) in nördlicher Richtung durchquert und auf dem Blütenweg durchs Feld&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/img_0928.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/img_0928.jpg" alt="img_0928" title="img_0928" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3157" /></a></p>
<p>&#8230;und nach hause.</p>
<p>Schöne Tour. Hat viel Spass gemacht, lediglich die Fernsicht hätte besser sein können.<br />
Seltsam allerdings, dass es dann über 13 km geworden sind, wo doch eigentlich nur 8 oder 9 geplant waren&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Strecke: 13,3 km<br />
Zeit: 1:23 h reine Laufzeit (= 9,61 km bzw. 6:14 min/km)<br />
Neue Strecke: Nix<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/02/fotorunde-jossa-alsbschloss.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/02/fotorunde-jossa-alsbschloss.jpg?w=128" alt="fotorunde-jossa-alsbschloss" title="fotorunde-jossa-alsbschloss" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-3358" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[STRECKENNETZ IN GANZ (und ein unmotiviertes Miniläufchen à 6,5 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/01/27/streckennetz-in-ganz-und-ein-unmotiviertes-minilaufchen-a-65-km/</link>
<pubDate>Tue, 27 Jan 2009 20:49:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/01/27/streckennetz-in-ganz-und-ein-unmotiviertes-minilaufchen-a-65-km/</guid>
<description><![CDATA[Ich hab´ ja schon verschiedentlich Ausschnitte aus meinem Streckennetz gepostet &#8211; und dabei im]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Ich hab´ ja schon verschiedentlich Ausschnitte aus meinem Streckennetz gepostet &#8211; und dabei immer ein bisschen bedauert, dass ich es nicht vollständig zeigen kann, weil es so umfangreich ist, dass Google Earth bei der Sichthöhe, die nötig wäre, um es ganz zu zeigen, die Pfade nicht mehr darstellt.</p>
<p>Schade eigentlich, wo es doch die läuferische Errungenschaft ist, auf die ich mit Abstand am stolzesten bin, weils das sichtbare Vermächtnis von eineinhalb Jahren intensiven Laufens, Entdeckens und Erlebens ist.</p>
<p>Und gestern ist mir dann die &#8211; eigentlich vollkommen offensichtliche &#8211; Lösung für dieses Problem gekommen:<br />
Wenn ich kapiert habe, wie man normale Fotos stitcht (und das hab´ ich. Yaaayy for me! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ), dann kann ich doch eigentlich auch mehrere Einzelbilder von meinem Streckennetz machen und die dann genauso zusammenstitchen!</p>
<p>Hingesetzt, ausprobiert und&#8230;</p>
<p>&#8230;et voilà:<br />
<strong>Mein gesamtes Streckennetz am Stück, Stand Januar 2009:</strong><br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/streckennetz-januar09.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2975" title="streckennetz-januar09" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/streckennetz-januar09.jpg" alt="streckennetz-januar09" width="400" height="524" /></a><br />
<em>(Die Kantenlänge des JPGs entspricht einer realen Ausdehnung von ca. 100 x 75 km)</em></p>
<p>Klickt ruhig mal drauf und guckt´s euch an, dafür hab´ ich´s nämlich gepostet!<br />
(und wenn nicht jetzt dann gerne auch später, denn ich hab´ den Link dazu auch dauerhaft auf der Frontseite unter &#8220;Inhalt&#8221; gepostet) <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Oh, und ein bisschen Geduld nach dem Anklicken, das JPG ist über vier MB groß, das kann beim Laden ein paar Sekunden brauchen.<br />
<!--more--></p>
<p>Noch mal kurz ein paar Eckdaten (ebenfalls Stand Januar 09. Oder gerne auch November 08, denn in den letzten Monaten hat sich da [leider, leider, leider] nichts geändert):</p>
<p><strong>- Nördlichster Punkt:</strong> Frankfurt a.M, Ecke Eschersheimer Landstr./Bremer Str.<br />
<strong>- Südlichster Punkt: </strong>Palatin in Wiesloch<br />
<strong>Entfernung zwischen beiden Punkten: </strong>93 km Luftlinie</p>
<p><strong>- Westlichster Punkt: </strong>Westhang des Donnersbergs in der Pfalz, oberhalb von Marienthal<br />
<strong>- Östlichster Punkt:</strong> Östlicher Ortsrand von Brensbach im Odenwald<br />
<strong>Entfernung zwischen beiden Punkten: </strong>73 km Luftlinie</p>
<p><strong>- Höchster Punkt:</strong> Königsstuhl auf dem Donnersberg (687 m.ü.NN)<br />
<strong>- Niedrigster Punkt:</strong> Rheinufer bei Gernsheim (ca. 85 m.ü.NN)</p>
<p><strong>Besuchte Orte: </strong>163 (in drei verschiedenen Bundesländern)<br />
<strong>Gesamtlänge/gebrauchte Laufzeit: </strong>Keine Ahnung. Aber viel&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wie gesagt: Das Netz bildet das ab, was mir am Laufen am wichtigsten ist &#8211; Ich bin nicht besonders schnell, ich bin nicht besonders ausdauernd, aber ich bin bin wach, neugierig und geniesse die Freiheit, all das zu erkunden, was die Welt da draußen zu bieten hat. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Letztes Jahr war in der Beziehung nicht so berauschend, denn da ist das Netz weniger nach außen gewachsen, sondern vor allem dichter geworden.<br />
Aber hey, 2008 ist vorbei, also hoffen wir mal auf ein spannedes, ereignisreiches, in die Ferne schweifendes Entdeckerjahr 2009&#8230;</p>
<p>Sonst noch was?<br />
Ach ja, laufen war ich heute auch.<br />
Ekligtrübes, lustloses, feuchtkaltes Wetter, dazu hatte ich auch noch einen matten, kopfschmerzigen Tag erwischt. Wenn der Hund nicht rausgemusst hätte, hätt´ ich´s wahrscheinlich gelassen.<br />
So waren´s dann 6,5 dröge, trübe, nicht besonders tolle Waldlaufkilometer in den Hügeln hinterm Haus mit Nemo.<br />
Dienst nach Vorschrift, keine besonderen Vorkomnisse&#8230;</p>
<p>Strecke: 6,5 km<br />
Zeit: 0:41 h (= 9,51 km/h bzw. 6:18 min/km)<br />
Neue Strecke: Nix fürs Streckennetz. Seufz&#8230;<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/wutende-waldrunde.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-2500" title="wutende-waldrunde" src="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/wutende-waldrunde.jpg?w=128&#038;h=93#38;h=93" alt="wutende-waldrunde" width="128" height="93" /></a><br />
<em>Ist zufällig genau dieselbe Strecke wie die <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/11/30/wutende-waldtour-mit-hund-65-km/">Wütende Waldtour mit Hund</a> von Ende November geworden, also hab´ ich der Einfachheit halber die Karte von damals verwendet &#8211; ignoriert einfach den Marker &#8220;Arschloch auf Mountainbike&#8221;, der ist von letztem Mal und hat für heute keinerlei Bedeutung&#8230;</em></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Matthias läuft wählen (10,5 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/01/18/matthias-lauft-wahlen-105-km/</link>
<pubDate>Sun, 18 Jan 2009 19:20:18 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/01/18/matthias-lauft-wahlen-105-km/</guid>
<description><![CDATA[Heute aus gegebenem Anlass mal ein etwas politischer Eintrag. Vielleicht wird´s sogar ein polemische]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Heute aus gegebenem Anlass mal ein etwas politischer Eintrag.<br />
Vielleicht wird´s sogar ein polemischer &#8211; betrachtet euch als gewarnt&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Der Grund für diesen kleinen, amateurhaften Exkurs ins meinungsstark-bornierte Feld der politischen Bloggerei liegt natürlich auf der Hand:<br />
Heute ist hessische Landtagswahl.<br />
Schon wieder.<br />
Das passiert uns in letzter irgendwie Zeit ständig, im Schnitt so ca. einmal pro Jahr. Ist so ein bisschen wie &#8220;Täglich grüsst das Murmeltier&#8221;: Du wachst auf, neues Jahr, Januar, schon wieder Landtagswahl&#8230;<br />
Aber hey: Die ständige Neuwählerei ist zwar etwas ungewohnt (schließlich sind wir keine Schweizer und erwarten deshalb eigentlich, das wir nur alle paar Jahre unser Kreuz machen, und dann von der Politik möglichst erstmal nicht mehr behelligt werden&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ), aber andererseits auch ein schöner Beleg dafür, dass der Hesse an sich der eminent mündigste Bürger der Republik ist &#8211; denn warum sonst würde man uns so viel öfter wählen lassen als die ganzen anderen Deutschen mit ihren doofen ollen eindeutigen politischen Konstellationen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  </p>
<p><!--more--><br />
Für mich persönlich bedeutet eine Hessenwahl ja vor allem immer eines, nämlich die Fortsetzung meines inzischen ein Jahrzehnt andauernden Fernduells mit dem amtierenden Landesvater.<br />
Läuft eigentlich immer gleich: Der finstere <a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/89/Roland_Koch_13.jpg">Roland Koch</a> versucht, schon wieder Ministerpräsident zu werden (das macht er alle 1/4/5 Jahre [das wechselt bei uns immer mal...], und ich versuche, das mit meiner Stimme zu verhindern.<br />
Bin nun mal´ne gemäßigt linke grüne Socke. Wir machen das so. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />   </p>
<p>Das Problem dabei ist: Der Sieger heisst immer Roland Koch!<br />
Egal ob er sich vorher einen Schwarzgeldskandal, unappetitlichsten Rechtsaussenpopulismus oder zur Abwechslung mal einfach nur eine sehr subobtimale Bildungs- und Umweltpolitik samt schlechtem Wahlergebnis geleistet hat, am Ende zieht er &#8211; trotz meiner unweigerlich anderslautenden Stimme &#8211; doch immer wieder in die Hessische Staatskanzlei ein.<br />
Inzwischen steht´s 3 zu 0 für ihn (´99, ´04, ´08 ) &#8211; und bevor der heutige Tag zu Ende ist, wird da zweifellos ein 4 zu 0 draus geworden sein&#8230;<br />
Hachja.<br />
Mal ehrlich: Auf die Dauer ist das irgendwie schon ein bisschen frustrierend!<br />
Da kann man nur sagen: Och menno!<br />
Oder auch: &#8220;Eine hessische Landtagswahl dauert 10 Stunden und am Ende gewinnt immer Roland Koch&#8221; (frei nach Gary Lineker).</p>
<p>Aber natürlich kein Grund, aufzugeben- irgendwann wird´s doch noch mal was mit dem Regierungswechsel, und bis dahin kann ich wenigstens wahrheitsgemäß darauf verweisen, dass ich nicht Schuld am Roland bin. Zumal Wählen wie wir alle wissen ja sowieso unsagbar wichtig ist, selbst wenn´s ständig wiederholt wird und nicht immer das gewünschte Ergebnis bei rauskommt &#8211; da gilt kneifen einfach nicht!</p>
<p>Langen Geschwafels kurzer Sinn: Heute ist Wahl, und der Matthias geht natürlich hin!</p>
<p>Was uns dann endlich auch um eigentlichen Laufbericht bringt.<br />
Heute unter anderem auf dem Plan:<br />
- Wählen Gehen<br />
- Laufen</p>
<p>Zwei Aktivitäten außer Haus, da hab´ ich mir gedacht, man könnte doch eigentlich mal das Staatsbürgerliche mit dem Privaten verbinden und Beides zusammen erledigen &#8211; hab´ ich noch nie, also warum nicht mal ausprobieren.<br />
Quasi &#8220;Laufen für die Demokratie&#8221;!</p>
<p>Wie genau macht man das?<br />
Ganz einfach, funktioniert eigentlich wie eine ganz normale Tour, nur dass man ´ne Strecke plant, die am Wahllokal vorbeiführt, und seine Wahlkarte mitnimmt  (am besten in einer wasserdichten Hülle, zumindest wenns so feuchtkalttrübwindigregnerisch ist wie heute).</p>
<p>Klang wie ´ne gute Idee, also hab´ ich genau das gemacht: Am frühen Nachmittag in die Laufklamotten gehüpft, die sicher verpackte Wahlkarte eingepackt, und zur ersten Tour meiner Lauferkarriere aufgebrochen, die durch eine Wahlkabine führen sollte.<br />
Übrigens mal wieder ohne Nemo, denn der war in den letzten Tagen irgendwie nicht ganz so gut drauf. Und außerdem ist er als dreijähriger Hund sowieso nicht wahlberechtigt&#8230;</p>
<p>Wetter: Na ja. Der Schnee ist weitgehend weg. Dafür gab´s Schlamm. In Rauhen Mengen. Garniert mit Regen, tiefhängendem Wolken, und böigem Gegenwind. Aber hey, immerhin war´s mit 5° nicht wirklich kalt.</p>
<p>Direkt runter zum Wahllokal in der Jugenheimer Bürgerhalle wollte ich natürlich nicht, das wäre dann doch arg kurz gewesen, also lief ich stattdessen erstmal südwärts, auf dem morastig eingeschlämmten Blütenweg durchs Feld bis nach Alsbach. Dort dann rechts die Pasque-Str. runter, über die alte Bergstrasse und schließlich zwischen Ortsrand und Strassenbahntrasse bis zum Beuneweg.<br />
Lief prima, trotz Schlamm und Wind und Regen: Gute Beine, sehr hohes Tempo, trotzdem alles frisch und locker (wobei die Tatsache, dass es erstmal tendenziell ein bisschen bergab ging, sicher nicht ganz unschuldig war). </p>
<p>Dem Beuneweg westwärts gefolgt, aus Alsbach raus, über die Strassenbahn, dann neben der Landstrasse durch die Äcker bis ins Nahe Bickenbach, dort nordwärts durch den Ort: Hügelstr., auf der Lundgren-Str. (jedesmal wenn ich hier langkomme, frage ich mich, ob die vielleicht nach <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dolph_Lundgren">Dolph Lundgren</a> benannt ist &#8211; wahrscheinlich eher nicht, aber die Vorstellung finde ich irgendwie lustig&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  ). den kleinen Hügel rauf, vorbei am Friedhof, runter in die Jugenheimer Str., dort kurz links, dann rechts die Darmstädter Str. hoch.<br />
Weiterhin sehr schnell, ging immer noch gut &#8211; vielleicht ja auch der viele Asphalt, den ich so einfach nicht mehr gewöhnt bin, und der automatisch schnell macht (oder etwa doch das Gefühl, in staatstragender Mission unterwegs zu sein? Wer weiss&#8230;).</p>
<p>Ab hier war endlich mal wieder etwas neue Strecke angesagt: Links durch einen kurzen Fußgängerweg auf die Strasse &#8220;Im Hasenlauf&#8221;, der ich nach rechts folgte. Zwar &#8220;nur&#8221; ein relativ unspektakuläres Wohngebiet (interessantestes Feature: Ein seltsam verkleidetes Haus, das laut Schild neben der Tür als neuapostolische Kirche fungiert. Was man so alles in Suburbia findet&#8230;), aber inzwischen ist man ja ganz froh, wenn man überhaupt noch das eine oder andere unerlaufene Stück in der Nähe findet. </p>
<p>Am Ende des Hasenlaufs weiter geradeaus, an der Hans-Quick-Schule vorbei, dann rechts die Waldstr. hoch zum nördlichen Bickenbacher Ortsrand, wo ich auf dem Randstreifen der B3 weiter nordwärts lief &#8211; keine ideale Laufroute, aber ebenfalls neu, und der Randstreifen war breit genug, dass man nicht ständig befürchten musste, von einem vorbeifahrenden Auto geplättet zu werden.<br />
Sowas ist viel Wert, da kenn ich mich aus&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ein ganzes Stück an der B3 in Richtung Darmstadt, vorbei am Bergblick, dem Verkehrsübungplatz und der großen Schneise mit dem Saar-Rhein-Main-Weg, bis rein in den Wald an der Schwarztanne. Und zwar immer noch schnell, das bot sich hier direkt neben Bundesstrasse auch irgendwie an.<br />
Nach ca. 1 km dann links vom Seitenstreifen ab in den Wald rein, kurz auf einer namenlosen Schneise westwärts bis auf den lokalen Wanderweg SJ3, auf dem dann wieder nach Norden.<br />
Hier war´s heute ziemlich unfreundlich: Die hohen, schlanken Kiefern knarzten und ächzten ominös im Wind, es regnete ziemlich stark, und der schwere Waldboden hatte sich regelrecht mit Wasser vollgesogen und war schmierig/rutschig/schlammig.<br />
Aber das hielt mich natürlich nicht auf, schliesslich musste ich immer noch Roland Koch abwählen! </p>
<p>Nach ein paar hundert Metern am Kaiserstein vorbei, dann einen kleinen Hügel hoch (dank Schlickschicht auf noch immer noch hartgefrorenem Boden dabei beinahe auf die Fresse geflogen), um den Dreimärkerstein (hier treffen sich die Gemarkungen von Pfungstadt, Bickenbach und Seeheim-Jugenheim) rum und schliesslich über die alte, halbvergessene Bahntrasse mitten im Wald, der ich dann nach rechts folgte und durch die alte Unterführung unter der L3103 in den Seeheimer Wald einlief. </p>
<p>Selbes Bild: Schlamm, knarzende Bäume, Regen. Hatte ich mich schon dran gewöhnt, also nix wie weiter, immer auf SJ3. Erst links bis zum Fuß der Autobahnauffahrt, dann wieder rechts von der Böschung der A5 wog, und dann immer geradeaus auf der Vogelschneise durch den Wald, bis ich schließlich wieder die B3 an der Seeheimer Reitanlage erreichte (Tempo weiterhin so hoch, dass ich sogar die wenigen gemächlichen Höhenmeter auf diesem Stück zu spüren begann. Heidenei&#8230;). </p>
<p>Mit dem Laufen neben der Bundesstrasse hatte ich inzwischen ja schon Erfahrung, also folgte ich ihr nach rechts bis zur großen Kreuzung vor dem Schuldorf und wechselte dort auf den Grundweg, der durch die Felder in Richtung Seeheim führt (und so voll Wasser stand, dass er die Bezeichnung &#8220;Weg&#8221; eigentlich gar nicht verdient hat).<br />
Inzwischen war ich übrigens etwas langsamer, allerdings nicht so sehr wegen der Ausdauer, sondern weil meine Brille angesichts von starkem Regen und kaltem Wind ständig so zu war, dass ich regelmäßige kurze Brillenputzpausen einlegen musste, um überhaupt was zu sehen.<br />
Mistwetter (und nein, liebe Kommentatoren, ich denke trotzdem nicht über die Anschaffung von Kontaktlinsen nach, worüber sollte ich denn dann bitteschön noch meckern <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  )! </p>
<p>Grundweg hoch bis fast nach Seeheim, dann rechts ab in den Wald rein und in Richtung Schuldorf. Das mieseste Stück der ganzen Tour, dank der zu Eis gepressten durchgängigen Schneeschicht auf dem Weg, die oben schon taute, unten aber noch massiv gefroren war &#8211; das war so schlüpfrig wie Roland Koch vor dem Schwarzgelduntersuchungsausschuss (um Politik und Polemik mal nicht ganz zu vergessen.. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_lol.gif' alt=':lol:' class='wp-smiley' />  ). </p>
<p>Nach ein paar hundert Metern links, auf dem sandigen Saar-Rhein-Main-Weg (gelbes Plus &#8211; Sandboden kommt bei soviel Nässe übrigens überraschend angenehm, da saugt sich das Wasser nicht rein sondern sickert offenbar einfach durch) zum stillen und halbvereisten Entenweiher im Wald zwischen Seeheim und Schuldorf. Dort rechts, kurz am Ufer entlang, dann rechts ab und auf einem unmarkierten und mir völlig unbekannten Waldweg bis zur Tennishalle am Schuldorf. </p>
<p>Links, am Schuldorf (Okö-Ufo und 8er/9er-Bau) entlang bis auf den Parkplatz, an dessen Ende durchs Gestrüpp bis auf den Radweg neben der L3103, unter der Schuldorf-Brücke durch, und zurück nach Jugenheim hoch. Dort gleich die erste rechts, an der Bushalle vorbei, dann links über die Strassenbahn zum Wahllokal in der Bürgehalle. </p>
<p>Der große Moment. Kurz durchgeatmet, die Wahlkarte aus der Innentasche der Laufjacke gepfriemelt, und wählen gegangen.</p>
<p>Mal unter uns: Ich wähle gerne. Die ernsthafte und würdevolle Atmosphäre, die typischen Abläufe mit ihrer formellen Gravitas, und das Gefühl, etwas Wichtiges zu tun und dem Gemeinwesen damit als einzelner Bürger näher zu sein als im sonst irgendwann im Alltag, das fühlt sich einfach&#8230; richtig an. </p>
<p>Heute ging´s übrigens ziemlich schnell: Fast nichts los, ich konnte direkt zur Wahlkabine, meine zwei Kreuzchen machen (Ha! Nimm das, Roland!), und den Wahlschein einwerfen.<br />
Nach drei Minuten war ich wieder draussen. Soll noch mal einer Behaupten, Wählen wäre Zeitverschwendung &#8211; wer die paar Minuten nicht aufbringen kann, um von einem seiner wichtigsten Bürgerrechte gebrauch zu machen, dem ist echt nicht mehr zu helfen&#8230;</p>
<p>Und damit hatte ich´s auch fast geschafft: Nur noch schnell die letzten 800 oder 900 m. durch Jugenheim, und schon war ich wieder zuhause. Mission &#8220;Run &#38; Vote&#8221; beendet. </p>
<p>Sportlich gesehen eine ordentliche Tour, vor allem weil ich wirklich ziemlich schnell gewesen war. Wohl die Schwingen der Demokratie, die da Auftrieb gegeben haben.<br />
Politisch gesehen hat´s allerdings wohl wieder mal nicht geklappt &#8211; Wenn ich mir so die Hochrechnungen ansehe, scheint der alte Herr Ministerpräsident eindeutig auch der neue zu werden.<br />
4:0 für den Roland.<br />
Hmpf.<br />
Aber hey, 2014 (oder 2010, oder 2011&#8230; wer weiss das schon so genau, hier bei uns in Itali&#8230;ääh Hessen?) ist ja schon wieder Landtagswahl, und dann wird alles anders&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>In diesem Sinne: Cheerio, und immer schön wählen gehen! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Strecke: 10,5 km<br />
Zeit: 0:55 min reine Laufzeit (= 11,45 km/h bzw. 5:14 min/km) + 3 min Wählen<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 37,33% (3,92 km von 10,5 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/wahltour.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/wahltour.jpg?w=128" alt="wahltour" title="wahltour" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-2803" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Stunde der Wahrheit: Erster Flachlandlauf und erste Zeitnahme 2009]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/01/13/stunde-der-wahrheit-erster-flachlandlauf-und-erste-zeitnahme-2009/</link>
<pubDate>Tue, 13 Jan 2009 20:04:56 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/01/13/stunde-der-wahrheit-erster-flachlandlauf-und-erste-zeitnahme-2009/</guid>
<description><![CDATA[Heute war´s so weit: Nachdem ich mich fast einen Monat lang ausschließlich in den Bergen hinterm Hau]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Heute war´s so weit: Nachdem ich mich fast einen Monat lang ausschließlich in den Bergen hinterm Haus rumgetrieben habe, stand mal wieder eine Tour ins Flachland auf dem Programm.<br />
Nicht dass ich´s unbedingt gebraucht hätte, aber wenn ich in den letzten Jahren eins gelernt habe, dann dass zu einseitiges Training auf Dauer keine gute Idee ist &#8211; Flachlandlaufen kann man nämlich ein Stück weit &#8220;verlernen&#8221;, wenn man zu lange drauf verzichtet (Berglaufen wahrscheinlich auch, aber das ist mir bisher noch nicht passiert&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ), und sich dann wieder reinzuarbeiten (Laufstil, Rhythmus, Tempo, Disziplin, Muskulatur&#8230;) ist erfahrungsgemäß relativ mühsam und macht nicht so richtig viel Spass.<br />
Muss nicht sein, deshalb war´s mal wieder höchste Zeit für eine Tour in Richtung Riedebene.</p>
<p>Und wo ich schon mal dabei war, wollte ich heute auch gleich noch rausfinden, wieviel Ausdauer und Schnelligkeit mich die Völlerei und das lockere Programm der letzten Wochen tatsächlich gekostet haben, also nahm ich mir meine 10-km-Basisstrecke durch Jugenheim, Seeheim, Bickenbach und Alsbach vor &#8211; die ist schnell, unkompliziert und ich kenne sie so gut, dass ich meine Leistung auf ihr inzwischen sehr akkurat beurteilen kann.<br />
Stoppuhr ans Handgelenk (auch das erste Mal dieses Jahr), Nemo eingesammelt und angeschirrt (der wollte unbedingt auch mit), und los.</p>
<p><!--more--><br />
Ließ sich eigentlich sehr ordentlich an: Bei schönem Wetter (immer noch Schnee und Sonne, mit Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt relativ warm) nordwärts durch Jugenheim.<br />
Flottes Tempo, gute Beine, Atmung kontrolliert, alles im lindgrünen Bereich. Bloss Nemo störte ein wenig, weil er heute sehr unkonzentriert war und an jeder Ecke das Bein heben wollte, aber auch das legte sich nach ein paar hundert Metern.</p>
<p>Zügig durch den Orstkern und die Seeheimer Str., dann an der Feuerwehr vorbei nach Seeheim rüber, dort den Hang runter, über die Strassenbahn, die Strasse im Böhl&#8221; entlang und schließlich und durch die in der Sonne gleißenden verschneiten Äcker rüber zum Stockstadion. </p>
<p>Form weiterhin gut, Zwischenzeit in Ordnung (ein Streckenrekord würde es heute ganz bestimmt nicht werden, aber darauf hatte ich´s ja auch nicht angelegt), allerdings war´s bisher ja tendenziell leicht bergab gegangen, da war das kein Wunder&#8230;</p>
<p>Vom Stockstadion aus durchs Schuldorf, an der inetrnationalen Schule vorbei, die Sandstrasse links runter, über die L3103 und dann auf dem Saar-Rhein-Main-Weg (gelbes Plus) in den lichten Kiefernwald zwischen Jugenheim und Bickenbach, der bei Schnee und Sonne äußerst apart aussah.<br />
Hier durfte Nemo erstmals von der Leine und bedankte sich für diese Freiheit prompt mit unerträglicher Trödelei an jedem zweiten Busch.<br />
Kein Ehrgeiz, diese Terrier&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>War aber nicht schlimm, eigentlich war ich sogar ganz froh über die daraus resultierende kleine Tempodrosselung, denn die letzten zwei Kilometer hatte ich ehrlich gesagt etwas overpaced, was sich mit leicht muckenden Beinen und etwas unregelmäßiger Atmung bemerkbar machte. Da waren so ein, zwei kleine Hundepinkelpausen gar nicht so übel&#8230;</p>
<p>Einen halben Kilometer westwärts durch den Wald, dann über die B3 (da musste Nemo wieder kurz an die Leine), dann weiter nach Westen, die breite Schneise nördlich von Bickenbach runter bis zum Autobahnzubringer, den wir ebenfalls überquerten und dahinter durch mehr herrlich gleißende Äcker (hier hätte man fast eine Schneebrille gebrauchen können) nach Bickenbach rein und bis an den Bahnhof liefen. </p>
<p>Inzwischen über die Hälfte der Strecke geschafft. Leicht angestrengt aber stabil, Zeit noch unter einer halben Stunde, Hund inzwischen aufmerksam und konzentriert (und wieder angeleint). Nicht übel.</p>
<p>Am Bahnhof vorbei und weiter nach Süden, die vereinsamte Strasse &#8220;Auf der alten Bahn&#8221; bis an die Umgehungsstrasse zum Bickenbacher Industriegebiet, rüber, dann den unmarkierten Feldweg westlich des Ortes runter und schließlich links ab und zur B3 hoch.<br />
Fast schon Endspurt&#8230;</p>
<p>Kurz auf dem Radweg (Radweg 15) neben der B3 in Richtung Zwingenberg, dann links über die Bundesstrasse rüber in den Weilerweg und auf dem aus Bickenbach raus und in östlicher Richtung gen Alsbach (wieder mal durch gleißende Äcker. Immer noch hübsch&#8230;).<br />
Auf halber Strecke zwischen den Orten links, rüber zum Beuneweg, weiter bis zum Alsbacher Ortsanfang, dort dann links und neben den Strassenbahngleisen in Richtung Jugenheim.<br />
Uhr sagt: &#8220;Irgendwas um die 50 Minuten und nicht mal mehr zwei Kilometer bis zum Ziel&#8221; &#8211; gut.<br />
Kondition sagt: &#8220;Puhuuijaja, das geht noch, mach nur&#8221;.<br />
Na dann&#8230;</p>
<p>Nochmal etwas zugelegt, allerdings nur kurz, dann begegnete uns ein Herr mit Mops, dem der Nemo kurz &#8220;Hallo&#8221; sagen musste (aber Hundepausen sind ja höhere Gewalt, deshalb darf man da die Stoppuhr anhalten, also nix verloren&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ).<br />
Aber danach dann noch mal richtig los: Zwischen Jugenheim und Alsbach über die Strassenbahn, über die L3103, den letzten kleinen Anstieg zum Blütenweg hoch (rutschig wg. Schnee und umgeben von den obligatorischen gleißenden Äckern), oben angekommen links, nach Jugenheim rein, nach hause, fertig.<br />
Zeit: 56 Minuten.<br />
Verfassung: Eigentlich ganz gut (auch wenn ich für den Rest des Tages eine leichte Steifheit in meinen Flachlandungebübten Oberschenkeln und Waden verspürte).<br />
Nemo: Ausgepowert. </p>
<p>Alles in allem: Nette Tour mit der ich eigentlich sehr zufrieden bin: Trotz Winterpause und Schnee und Trödeltöle eine Zehnkilometerzeit von deutlich unter einer Stunde, und dabei nicht wirklich ans Limit gegangen &#8211; vielleicht hab´ ich den Jahreswechsel ja doch halbwegs intakt überstanden&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Strecke: 10,1 km<br />
Zeit: 0:56 min (= 10,82 km/h bzw. 5:33 min/km)<br />
Neue Strecke: -<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/temporunde-um-bickenbach.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-502" src="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/temporunde-um-bickenbach.jpg?w=128&#038;h=93#38;h=93&#38;h=93" alt="" width="128" height="93" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Zum allererstenmal über die Melibokuskuppe!!! (10,3 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2008/12/19/zum-allererstenmal-uber-die-melibokuskuppe-103-km/</link>
<pubDate>Fri, 19 Dec 2008 20:31:49 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2008/12/19/zum-allererstenmal-uber-die-melibokuskuppe-103-km/</guid>
<description><![CDATA[Heute morgen vor dem Fenster dasselbe Bild wie die letzten Tage: Alles Grau und Grau, tot, eklig, na]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Heute morgen vor dem Fenster dasselbe Bild wie die letzten Tage: Alles Grau und Grau, tot, eklig, nasskaltfiesmiesdeprimierend.<br />
Da reichte ein Blick, um jede Vorfreude auf den heutigen Lauf im Keim zu ersticken. Und danach in einen stabilen imaginären Jutesack zu stecken, den gut zu verschnüren, und schließlich unter Tonnen von Unlust zu verscharren.<br />
Bäh, so´n Dreck! </p>
<p>Aber es wurde besser.</p>
<p>Später Vormittag: Regen hört auf, es ist nicht mehr ganz so düster. </p>
<p>Mittagszeit: Die vermeintlich undurchdringlichen Wolken reissen auf und beginnen, nach Osten abzudriften. </p>
<p>Nachmittag: SONNE!!!!!!! Yaaaaaaayyyy!!! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Fast schon beängstigend, wie so ein bisschen blauer Himmel und ein paar milchig-flache Sonnenstrahlen meine Lebensgeister und Lauffreude wecken. Also: Nix wie raus und laufen, schließlich lässt sich unser gutes, altes Zentralgestirn in diesen kurzen Wintertagen so selten blicken, dass es eine Schande wäre, seine temporäre Sichtbarkeit ungenutzt verstreichen zu lassen.</p>
<p>Laufklamotten an, den schon ungeduldig wartenden Nemo angeschirrt, und gutgelaunt ins Licht gestartet, ohne viel über Streckenführung oder ein mögliches Ziel nachzudenken &#8211; dafür war schließlich noch unterwegs Zeit. </p>
<p><!--more--><br />
Zuerst südwärts, auf dem Blütenweg nach Alsbach, direkt der blendend hellen Sonne entgegen.<br />
Tat das gut!<br />
Ein Blick nach links oben verriet: Auch die dicke Eisnebelwolke, die seit Tagen am Melibokus gehangen hatte, war nicht mehr da, der Gipfel war frei &#8211; ja perfekt, vorgestern hatten wir da wegen Glatteis nicht hochgekonnt, das würden wir heute einfach nachholen.<br />
Ziel also: Der Melibokus. Und zwar mal nicht über den ollen Pürschweg, den wir sonst immer nehmen, sondern heute mal von Alsbach aus, via Alsbacher Schloss und Erlengrund &#8211; ein ordentlich anstrengende Aufstieg, den ich schon eeeewig nicht mehr gemacht hatte, genau das richtige für einen Sonnentag!</p>
<p>Folgerichtig in Alsbach erstmal der normalen Route nach Süden gefolgt: Erst kurz die Jugenheimer Str. entlang, dann links hoch in die Strasse &#8220;Am Katharinenberg&#8221;, dann geradeaus am Hirschpark vorbei durch die Lindenstrasse. Tempo ordentlich aber nicht gehetzt, Nemo konzentriert und zufrieden, Matthias auch &#8211; perfetto!</p>
<p>Am Ende der Lindenstrasse links, die Kirchstr. hoch in Richtung Schloss. Ab hier war Schluss mit bequem, von nun an würde es bis zum Gipfel des Melibokus praktisch nur noch bergauf gehen &#8211; und das war noch ganz schön weit hin (nämlich fast 4 km).<br />
Vorerst aber kein Problem, denn die Kirchstr. steigt erst mal ganz gemächlich durchs Alsbacher Oberdorf. Kurz vor dem Ortsende bogen wir rechts in die Hindenburgstr. ein, folgten der für vielleicht 200 m. (natürlich weiter aufwärts), und verliessen Alsbach dann auf dem Burgenweg (blaues B)/Alemannenweg (rotes S), der geradewegs durch den Wald bis hoch auf den Schlossberg führt. </p>
<p>Hier wurde es dann schon etwas anstrengender, denn das Stück ist steil und gar nicht so kurz. Aber es war ja sonnig, und wir waren frisch, da klappte das prima (zumal uns mitten im Aufstieg ein anderer Hund mit Herrchen begegnete, mit dem sich Nemo erstmal in einer kurzen Pause bekannt machen musste. Ich wär ja weiter gelaufen, aber&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ). </p>
<p>Links an den alten Mauern des Schlosses vorbei (die ersten 100 HM geschafft, noch knapp 300 lagen vor uns) und immer weiter bergauf, und zwar auf dem Hoboken-Weg (gelbe 4), der vom Freizeitgelände hinter dem Schloss durch den Wald bis zum Erlengrund hinauf führt.<br />
Steigung: Ordentlich aber erträglich.<br />
Moral: Exzellent.<br />
Konstitution: Ausgezeichnet. </p>
<p>Anstrengend war´s allerdings schon, auch wenn das nicht zuletzt daran lag, dass ich die Strecke normalerweise immer nur bergab laufe &#8211; entsprechend wirkte sie bergauf doch ein bisschen zäh, die ganzen vertrauten Geländemerkmale, die in entgegengesetzter Richtung so mühelos vorbeifliegen, mussten heute mal hart erarbeitet werden.</p>
<p>Um die scharfe Kehre am Anfang des Herrenwegs, dann den überraschend langen Hangweg bis zur Lichtung am Erlengrund. Dort bogen wir scharf rechts ab, auf den unmarkierten Serpentinenweg in Richtung Gipfel. Weiterhin steil und anstrengend, dadurch wurden wir aber immer wieder mit herrlichen Ausblicken belohnt, durch die kahlen Bäume hindurch runter ins weite, sonnendurchflutete Flachland der Rheinebene. Schön (fand ich. Nemo hatte offensichtlich keine Meinung dazu, der war zu beschäftigt sich nach Kräften in den vielfach vorhandenen Pfützen einzusauen&#8230;).</p>
<p>In der ersten Serpentine liefen wir geradeaus/halblinks weiter, einen ebenfalls unmarkierten Weg am Südhang des berges hinauf, von dem ich wusste, dass er irgendwann auf den Lucibergweg zum Gipfel stossen würde (das ist übrigens auch die Strecke des Melibokuslaufs, der alljährlich im Juni in Alsbach ausgetragen wird). Schönes Stück durch lichten Hangwald, natürlich steil und schlammig, aber insgesamt trotzdem sehr angenehm zu laufen. So nach und nach tauchten sogar die ersten Schneereste am Wegesrand auf, ein sicheres Zeichen, dass wir uns nach oben schraubten.</p>
<p>Nach etwas über einem halben km (und vielleicht 40 angenehmen HM) vereingte sich der Weg wie erwartet mit dem Lucibergweg (gelber Balken)/Nibelungensteig (rotes N)/Alemannenweg (rotes S), der von Zwingenberg bis zum Gipfel führt &#8211; glücklicherweise oberhalb der richtig schlimmen Passagen, die mir <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/11/02/luciberg-wegnibelungensteig-auf-den-melibokus-95-km/">vor ein paar Wochen ziemlich zu schaffen gemacht haben</a>.<br />
Von jetzt an war´s eigentlich kein Problem mehr, denn wir mussten einfach nur noch den Markern bis zum Gipfel folgen (der hier und da schon zwischen den Bäumen erkennbar war &#8211; eigentlich gar nicht mehr weit, aber es ja nur langsam am Hang hinauf ging, kam er trotzdem nicht besonders schnell näher).<br />
Gut, ein bisschen steil war´s noch, aber das ging.<br />
Und der schmale Waldweg verwandelte sich nach und nach in einen Sumpf aus Laub, Schlamm und schmelzendem Schnee. Aber es war ja immer noch herrlich sonnig, da war das egal&#8230; </p>
<p>Vor der Melibokusstrasse noch mal scharf rechts, dann weiter dem Luciberg-Weg aufwärts gefolgt und am steilen Südhang aufwärts, kurz vor dem Gipfel dann noch mal links ab und die letzten paar Meter bis ganz nach oben auf dem Melibokusweg (gelbe 6) zurückgelegt, der hier oben eigentlich nur noch ein winziges, sacksteiles Trampelpfädchen ist, das direkt am Fuß der Terasse unterhalb des Aussichtsturmes auf dem Gipfel rauskommt. Der liess sich nur noch gehend/kletternd zurücklegen &#8211; und selbst das klappte nicht so perfekt, wie ich schmerzhaft feststellen durfte, als ich nur wenige Meter vor dem Ziel wegrutschte und mich zum Abschluss des Aufstiegs noch mal grandios auf die Fresse (bzw. den linken Ellbogen und die linke Hüfte) legte.<br />
Autsch!<br />
Immerhin hatte Nemo den Anstand, mich nicht auszulachen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Und dann waren wir oben, auf der Terasse am Aussichtsturm &#8211; Wie immer ein gutes Gefühl (um so mehr, als die heutige Route schon ein bisschen anspruchsvoller gewesen war, als die Standartstrecke über den Pürschweg)!<br />
Entsprechend gab´s eine kurze Pause mit Belohnung (Hundeleckerli für Nemo, herrlicher Ausblick von der Terasse auf die weite, sonnige Rheinebene tief unten für mich), und dann machten wir uns auf den Rückweg. </p>
<p>Und da wartete gleich mal eine Riesenüberraschung: Die Melibokuskuppe direkt hinter der Terasse war frei zugänglich!!!<br />
Wahnsinn, wie geil is´ das denn?!? <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Um das mal kurz zu erklären: Oben auf der Kuppe des Melibokus hat sich seit Jahrzehnten eine Militäreinrichtung der Amerikaner befunden, mit Funkturm (oder Störsenden. Oder Funkfeuer. Oder wasauchimmer), Baracken, ein paar Wohncontainern, alles umgeben von einem hohen, undurchdringlichen Zaun, der bis vor ein paar Jahren mit Schildern gepflastert war, auf denen Eindringlingen, Hobbyfotografen und kommunistischen Spionen mit drakonischen Strafen gedroht wurde, falls sie sich dem Gelände nähern sollten.<br />
Anders ausgedrückt: Der eigentliche Melibokusgipfel war Sperrgebiet, und zwar solange ich denken kann.<br />
Vor ein paar Jahren sind die Amerikaner dann zwar abgezogen und der Funkturm wird seitdem zivil genutzt, aber der Zaun und die Wohncontainer sind geblieben, und man konnte immer noch nicht auf die Kuppe rauf.<br />
Zumindest vor ein paar Wochen: Da wurde nämlich mit der Räumung des Gipfels begonnen, und die ist jetzt offenbar abgeschlossen. Keine Baracken mehr. Keine Wohncontainer. Und vor allem: Kein Zaun mehr.<br />
Da, wo einstmals Sperrgebiet war, ist jetzt eine offene Freifläche, aus der sich einsam der Funkturm erhebt (der zugegeben noch einen kleinen Zaun hat) &#8211; zum ersten Mal seit Jahrzehnten ist der eigentliche Gipfel des Melibokus frei zugänglich.<br />
Das klingt jetzt wahrscheinlich nicht so doll, aber für mich als jemanden, der schon zig mal hier oben war, aber noch nie wirklich auf den Gipfel laufen durfte, war´s eine richtig schöne Überraschung.<br />
Gerade natürlich im Sonnenschein&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
Das muss man geniessen! </p>
<p>Also dann: Zum allererstenmal in meinem Leben betrat ich die Melibokuskuppe und joggte geradewegs über die Freifläche in Richtung der Melibokusstrasse auf der anderen Seite des Gipfels.<br />
Liess sich ehrlich gesagt total beschissen laufen, denn der schwere Lehmboden war immer noch von den Rückbauarbeiten aufgewühlt und zudem von der Schneeschmelze eingefeuchtet&#8230; Aber egal: Für das Privileg, zum ersten Mal über den Melibokus laufen zu dürfen nimmt man auch zwei Kilo kaum entfernbaren roten Lehm an jedem Schuh und dem Hund in kauf, jawollja! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Auf der anderen Seite der Kuppe ging´s dann wieder in altbekanntes Terrain: Die Melibokusstrasse runter, die dank ihrer geschützten Lage am Osthang noch nicht allzuviel vom Tauwetter mitbekommen hatte und entsprechend so vereist, angeschneit und furchtbar schlübbrig war (ich weiss, das Wort gibt´s nicht &#8211; aber &#8220;schlüpfrig&#8221; klingt einfach nicht rutschig genug <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ), dass man sie teilweise nur in winzig-vorsichtigen Trippelschritten oder auf dem Hosenboden bewältigen konnte (ich entschied mich für Ersteres&#8230;).</p>
<p>An der dritten Strassenserpentine dann geradeaus auf den guten, alten Pürschweg (SJ2), und dem einfach nur noch 4 km bergab gefolgt, vorbei am Hohe-Stich-Weg, der Darsberghütte, der Darsbergwiese und dem merckschen Wasserturm bis nach Hause.</p>
<p>Tja, was soll ich sagen?<br />
Das war richtig gut. Hat gutgetan und einen Riesenspass gemacht, sowohl mir als auch Nemo (der am Ende allerdings so eingesaut war, dass er in die Badewanne musste &#8211; das hat ihm dann nicht so viel Spass gemacht, auch wenn er wahrscheinlich ganz froh war, die geschätzten zwei Tonnen Erdreich in seinem Pelz loszuwerden. Mein Hund der Erosionsfaktor&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_lol.gif' alt=':lol:' class='wp-smiley' />  ).<br />
Und dafür ist natürlich vor allem der herrliche Sonnenschein verantwortlich, der die Tour nicht nur erträglich, sondern sogar richtig schön gemacht hat.<br />
Deshalb: Vielen Dank, liebe Wintersonne, schau´ ruhig mal wieder vorbei! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Strecke: 10,3 km<br />
Zeit: 1:07 h (= 9,22 km/h bzw. 6:30 min/km)<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 1,84% (0,19 km von 10,3 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/alsbacher-schloss-melibokus-purschweg.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/alsbacher-schloss-melibokus-purschweg.jpg?w=128" alt="alsbacher-schloss-melibokus-purschweg" title="alsbacher-schloss-melibokus-purschweg" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-2601" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Frostig-trübe Dezemberrunde über den Darsberg und das Alsbacher Schloss (11,1 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2008/12/17/frostig-trube-dezembertour-uber-den-darsberg-und-das-alsbacher-schloss-111-km/</link>
<pubDate>Wed, 17 Dec 2008 16:51:03 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2008/12/17/frostig-trube-dezembertour-uber-den-darsberg-und-das-alsbacher-schloss-111-km/</guid>
<description><![CDATA[Draussen ist es eklig, trüb und kalt, drinnen fühle ich mich irgendwie ausgelaugt und ständig müde (]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Draussen ist es eklig, trüb und kalt, drinnen fühle ich mich irgendwie ausgelaugt und ständig müde (viel um die Ohren + zu wenig Schlaf, das läppert sich).<br />
Keine idealen Bedingungen fürs Laufen, aber nachdem ich mich gestern schon gedrückt hatte, musste es heute mal wieder sein. </p>
<p>Also beschloss ich vorhin relativ kurzfristig, heute mal wieder auf den Melibokus zu laufen. Dessen Gipfel wird schon seit Tagen völlig von einer eisigen Nebelwolke umhüllt, die dort oben wie eine riesige Raubkatze kauert, und nur darau zu warten scheint, dass der Winter auch wieder in unsere tieferen Gefilde vordringt und sie sich talwärts wagen kann. Entsprechend versprach eine Tour dort hoch zwar nicht die normalerweise zu erwartende grandiose Fernsicht, aber zumindest mal etwas anständigen, weissen Winter &#8211; immerhin mal was anderes als das deprimierende feuchtkaltetrübe Einheitsgrau hier unten am Rand der Ebene&#8230;</p>
<p>Warm angezogen, Nemo angeschirrt (der darf jetzt in der kalten Jahreszeit immer öfter mit), und los. </p>
<p><!--more--><br />
Freudloser, lustloser Start: Ohne sonderlich viel Spass oder hohe Erwartungen die Jossastr. hoch in den Wald, dort dann die übliche Standartroute durch das trübe Darsbergtal, vorbei am freudlosen Wasserturm auf der Anhöhe über dem Merck-Anwesen, dann rechts auf den naßkalten Pürschweg (SJ2) in Richtung Melibokus. </p>
<p>Ab hier fing´s dann langsam an, gar nicht mehr so unangenehm zu sein: Tempo langsam, Hund machte gut mit, der Aufstieg fiel angenehm leicht, und wir hatten den Wald völlig für uns &#8211; kein Riesenspass, aber eigentlich ganz angenehm, da hob sich sogar meine suboptimale Laune etwas &#8211; kein Riesenspass, aber irgendwie tat´s doch ganz gut. </p>
<p>Fast schon hübsch wurde es dann direkt hinter Darsberghütte (375 m.ü.NN): Von jetzt auf gleich liefen wir in die Nebelwolke, und der graue, traurige Herbstwald verwandelte sich tatsächlich in die erhoffte Winterlandschaft: Ein bisschen Schnee, viel Rauhreif, und dazu der fette, eisigkalte Nebel, der auf höchst stimmungsvolle Art und Weise zwischen den Bäumen herumwaberte.<br />
Wirklich nett.</p>
<p>Dummerweise gab´s allerdings auch ein großes Problem:<br />
Hier oben herrschte offenbar schon seit Tagen Permafrost, und entsprechend war der Boden hartgefroren.<br />
Ebenso war es seit Tagen feucht und neblig gewesen, so dass sich auf dem Weg eine dünne, aber fast durchgängige Eisschicht gebildet hatte.<br />
Und gerade als wir heute Mittag da hoch liefen, waren die Temperaturen ein kleines bisschen über 0° geklettert, so dass diese Eisschicht oben ganz leicht angetaut war&#8230;</p>
<p>Die Folge: Es war spiegelglatt auf dem Pürschweg, die reinste Eisbahn. Da rutschte selbst Nemo mehrmals weg, und der hat einen fast perfekten Schwerpunkt und stabilen Vierbeinantrieb. Ich selbst schlidderte mehr schlecht als recht den Weg hoch, was ehrlich gesagt nicht besonders gut klappte (ich weiss ja nicht, ob ihr schon mal versucht habt, eine mehrere Kilometer lange, glatteisige Steigung von durchschnittlich 8% hochzujoggen, das ist gar nicht so einfach). </p>
<p>Nachdem wir uns das ein paar hundert Meter gegeben hatten und es nicht danach aussah, als würde es sich auf dem Rest des Aufstieges enden, beschloss ich spontan, heute lieber mal auf den Melibokus zu verzichten &#8211; unter solchen Bedingungen die steile, harte Asphaltstrasse zum Gipfel hochlaufen zu müssen war irgendwie keine besonders einladende Vorstellung&#8230;</p>
<p>Also brachen wir den Aufstieg ca. 800 m. hinter der Darsberghütte ab und bogen rechts auf sanft abwärts führenden Hohe-Stich-Weg (gelbes V) ein, dem wir vorsichtig (wegend er Glätte und so) bis zur Wegscheide über der Hoboken-Hütte folgten, wo der Winterzauber auch schon wieder vorbei war &#8211; unglaublich, was so ein paar Höhenmeterchen ausmachen!</p>
<p>Dort folgten wir dem Hoboken-Weg (gelbe 4) geradeaus zur pyramidenförmigen Grillhütte am Erlengrund, dann weiter abwärts bis zum Beginn des Herrenwegs in Richtung Auerbacher Schloss, auf den wir kurzentschlossen einbogen, und noch ein paar hundert Meter um das nächste, weite Tal in der Bergflanke herumliefen.<br />
Hier hing überall  ein ziemlich durchdringender und ungewöhnlicher Geruch zwischen den Bäumen, der mir irgendwie bekannt vorkam, den ich aber nicht auf Anhieb einordnen konnte.<br />
Dann fiel´s mir ein: Es roch nach Wildschweinen.<br />
Und zwar nach vielen!<br />
Sofortiger Stopp um den Hund anzuleinen, nur zur Sicherheit.<br />
Vor Wildschweinen sollte man immer Respekt haben, denn auch wenn sie normalerweise extrem scheu und vorsichtig sind, handelt es sich immer noch um gewaltige Muskelberge mit Hauern wie Steakmesser, da muss man ja nicht noch absichtlich riskieren, dass der blöde Köter in einem Anfall von suizidaler Neugierde beschliesst, sich mit denen anfreunden zu wollen (oder &#8211; Gott bewahre &#8211; mit einem von ihnen Streit anzufangen). </p>
<p>Also von nun an mit Leine weiter. Zu Gesicht bekamen wir die Schweine nicht (was kein Wunder ist, denn auch wenn es hier oben angeblich relativ viele von ihnen gibt, kriegt man sie fast nie zu Gesicht, weil sie sich tagsüber in tiefen Tälern und dichten Gestrüppregionen verstecken &#8211; in den zehn Jahren, in denen ich am Melibokusmassiv jogge, habe ich nur dreimal welche gesehen), aber wahrscheinlich hockten sie irgendwie am Abhang in einer Dickung, beobachteten uns mit ihren kleinen, klugen Schweinsäuglein, und warteten darauf, dass wir endlich verschwänden.  </p>
<p>Was wir dann auch taten: Am Ende des Tals rechts, und über den verlängerten Höhenrücken der Orbishöhe runter auf den Comoder Weg, dort dann wieder rechts bis zum Alsbacher Schloss (Burgenweg/Blaues B und Alemannenweg/rotes S). </p>
<p>Am Schloss angekommen drehten wir eine kurze Ehrenrunde um die altehrwürdigen Mauern der Burg (immer wieder ein imposanter Anblick, auch wenn sie deutlich bescheidener als das weiter südlich gelege Auerbacher Schloss ist) und bogen dann auf den Schlossweg (gelbe 2) ein, der in mehreren Serpentinen den bewaldeten Hang hinab bis nach Alsbach führt. </p>
<p>Dort dann geradeaus, die hochgelegene Hindenburgstr. entlang, von der aus man normalerweise einen grandiosen Blick zwischen den Häusern am Steilhang hindurch auf die Rheinebene hat. Heute allerdings nicht, war zu grau und diesig, da konnte man gerade mal bis Gernsheim rüber sehen. Pfff&#8230;<br />
Am Ende der Hindenburgstr. links, die steile Schloßstr. runter (gottseidank war hier kein Glatteis mehr, sonst wär´ das sehr haarig geworden), und unten dann auf der normalen Alsbach-Durchquerungsroute (Lindenstr., Am Katharinenberg, Jugenheimer Str., Blütenweg durchs Feld nach Jugenheim) zurück nach Hause. </p>
<p>Hm. Das war besser als erwartet &#8211; keine echte Supertour, aber problemlos, und hinterher fühlte ich mich doch tatsächlich etwas ausgeglichener und zufriedener als vorher. Immerhin&#8230;</p>
<p>PS: Oh, Nemo hat´s übrigens auch gefallen, sagt er. Bloss dass er kein Wildschwein erlegen durfte, das wurmt ihn etwas&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Strecke: 11,1 km<br />
Zeit: 1:11 h (= 9,39 km/h bzw. 6:24 min/km)<br />
Neue Strecke: -<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/darsberg-alsbacher-schloss.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/darsberg-alsbacher-schloss.jpg?w=128" alt="darsberg-alsbacher-schloss" title="darsberg-alsbacher-schloss" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-2592" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Erweiterte Wochenübersicht 2008 KW 49 (08.12.-14.12)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2008/12/14/erweiterte-wochenubersicht-2008-kw-49-0812-1412/</link>
<pubDate>Sun, 14 Dec 2008 16:38:28 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2008/12/14/erweiterte-wochenubersicht-2008-kw-49-0812-1412/</guid>
<description><![CDATA[Aus Zeitgründen gibt´s vorerst leider nur Laufblog Light™, also die Laufberichte nur in Form eines e]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><em>Aus Zeitgründen gibt´s vorerst leider nur Laufblog Light™, also die Laufberichte nur in Form eines erweiterten Wochenrückblicks.<br />
Siehe unten.</em></p>
<p>Auch diese Woche hätte besser sein können &#8211; lauftechnisch war sie zwar trotz meist miesen Wetters halbwegs in Ordnung, doch von der elektronischen Seite (die ja auch zum Bloggen im Internet gehört) katastrophal: Totalausfall des ver$#*%@en Computers wegen kaputter Festplatte, daraufhin tagelang mit dem verdammten Scheissding gerungen (und ich HASSE HASSE HASSE sowas!!!!) und dabei unheimlich viel wertvolle Zeit verschwendet, bis der ganze Dreck wieder halbwegs funktionerte  - das wirkt sich natürlich auch auf den Sport aus (sowohl zeitlich als auch stimmungsmässig)&#8230;</p>
<table style="border-collapse:collapse;border:black 1px solid;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="5">
<tbody>
<tr>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Tag</td>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Strecke</td>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Zeit</td>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Entfernung</td>
</tr>
<tr>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Mo.</td>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">
<p align="center"> </p>
</td>
<td style="vertical-align:top;white-space:nowrap;border:black 1px solid;">
<p align="center">-</p>
</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:right;border:black 1px solid;">
<p align="center">-</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Di.</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:center;border:black 1px solid;"> <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/heiligenberg-kuralpe-stettbach.jpg">Steiler Vorstoss in die Berge &#8211; Heiligenberg &#8211; Kuralpe &#8211; Stettbach</a></td>
<td style="vertical-align:top;white-space:nowrap;border:black 1px solid;">
<p align="center">1:15 h</p>
</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:right;border:black 1px solid;">
<p align="center">11,6 km</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Mi.</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:center;border:black 1px solid;">
<p align="center">-<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/4-orte-runde-an-der-bergstrasse.jpg"></a></p>
</td>
<td style="vertical-align:top;white-space:nowrap;border:black 1px solid;">
<p align="center">-</p>
</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:right;border:black 1px solid;">
<p align="center">-</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Do.</td>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">
<p align="center"><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/04/jugenheim-zwingenberg2.jpg">10 unangenehme Standartkilometer an der Bergstrasse</a></p>
</td>
<td style="vertical-align:top;white-space:nowrap;border:black 1px solid;">
<p align="center">0:58 h</p>
</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:right;border:black 1px solid;">
<p align="center">10,1 km</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">
<p align="left">Fr.</p>
</td>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">
<p align="center"><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/04/heiligenberg.jpg">Mal wieder um den Heiligenberg </a></p>
</td>
<td style="vertical-align:top;white-space:nowrap;border:black 1px solid;">
<p align="center">1:05 h</p>
</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:right;border:black 1px solid;">
<p align="center">10 km</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Sa.</td>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">
<p align="center">-<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/um-den-melibokus-bei-regen.jpg"></a></p>
</td>
<td style="vertical-align:top;white-space:nowrap;border:black 1px solid;">
<p align="center">-</p>
</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:right;border:black 1px solid;">
<p align="center">-</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">So.</td>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">
<p align="center"><a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/12/14/sonnige-hohentour-an-der-neutscher-hohe-hutzelstrasse-herchenrode-hoxhohl-mit-hund-und-foto-124-km/">Sonnige Höhentour ins Modautal: Neutscher Höhe &#8211; Herchenrode &#8211; Hoxhohl (mit Hund und Foto)</a></p>
</td>
<td style="vertical-align:top;white-space:nowrap;border:black 1px solid;">
<p align="center">1:17 h</p>
</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:right;border:black 1px solid;">
<p align="center">12,4 km</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="font-weight:bold;vertical-align:top;border:black 1px solid;" colspan="3">Wochenlaufleistung</td>
<td style="font-weight:bold;vertical-align:top;text-align:right;border:black 1px solid;">44,1 km</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&#8230;und hier noch die Berichte zu den ersten drei Läufen (der vierte wird morgen separat nachgereicht, denn heute war so herrliches Wetter, dass ich mir zur Belohnung für den unsäglichen Ärger der letzten Tage eine wunderschöne Tour mit Hund und Foto über die Neutscher Höhe gegönnt habe, die trotz weitgehendem Versagen der Kamera [Ich hasse die Technik, und die Technik hasst mich...] eigenen Post wert ist).</p>
<p><!--more--><br />
<strong>Lauf #1, Dienstag 9.12.08: Steiler Vorstoss in die Berge &#8211; Heiligenberg &#8211; Kuralpe &#8211; Stettbach (11,6 km)</strong><br />
Letzte Woche wieder viel Flachland gelaufen, deshalb wollte ich diese Woche gleich mal mit einer ordentlichen Bergtour einsteigen. Passenderweise war mir vor einiger Zeit auf der Karte ein Hangwäldchen zwischen Stettbach und der Hutzelstrasse aufgefallen, in dem ich noch nie gewesen war (übrigens kein Wunder, denn es ist total weit ab vom Schuss, und sogar auf der Karte sah es furchrbar unwegsam aus&#8230;), also plante ich eine Strecke dorthin: Über den Heiligenberg und den Vogelherd an die Kuralpe, dort ein Stück die Hutzelstrasse entlang, und schließlich durch das geheimsnisvolle Wäldchen runter nach Stettbach und durchs Stettbacher Tal zurück.<br />
Knackige Tour aufs &#8220;Dach&#8221; von Seeheim-Jugenheim, zumal ich mir auch noch vornahm, gergauf nicht die halbwegs bequemen aber längeren Hauptwege (SJ1 und SJ2) zu nehmen, sondern es mit brutalen, miesen, steilen Nebenpfaden zu versuchen.<br />
Man will sich´s ja schließlich nicht zu einfach machen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wetter wie meistens in letzter Zeit: Kalt und trüb und neblig und insgesamt ziemlich &#8220;meh&#8221;. Aber wenigstens regnete es nicht&#8230;</p>
<p>Von zuhause aus nordwärts durch Jugenheim: Pauerweg, Hauptstrasse, dann rechts ab und auf dem Fußweg unterhalb der Bergkirche und dem Burgen-/Alemannenweg (respektive Blaues B und rotes S) bis hoch zum Schloss.<br />
Schon ganz schön steil und anstrengend, aber ich war ja noch frisch und lief bewusst langsam (denn ich wusste ja, dass es auf den nächsten viereinhalb Kilometern tendenziell nur in eine Richtung gehen würde, nämlich bergauf &#8211; und das z.T. mit furchtbar fiesen Steigungen&#8230;).</p>
<p>Am Schloss vorbei zum Parkplatz, wo ich scharf rechts abbog, hoch zur Kreuzung am Waldrand oberhalb des Schlosses. Links kommt man hier auf den SJ2, der um den steilen, hohen Marienberg herum führt. Rechts geht der Balkhäuser-Tal-Weg ab, der schön sanft bergab ins Balkhäuser Tal führt.<br />
Und geradeaus gibt´s einen winzigen, fiesen, anstrengenden Wildschweinpfad, der mit teils brutaler Steigung geradwegs steilen den Hang des Marienbergs hochführt und relativ nah unterhalb der Kuppe vorbeiläuft.<br />
Den nahm ich natürlich.</p>
<p>Hach ja! Beim erklimmen solcher extremsteigungen sieht man immer sehr schön, ob man in Topform ist oder nicht.</p>
<p>Ich bin es momentan nicht.</p>
<p>Autsch!</p>
<p>Ganz schöne Quälerei, zumal der Pfad überraschend glitschig und sumpfig war (an ein paar Stellen wuchs sogar sowas wie Schilf &#8211; ziemlich ungewöhnlich für den Bergwald&#8230;), und zudem die hinterfotzige eigenschaft hat, vor jeder uneinsichtigen Kurve am Hang so zu tun, als würde er verflachen &#8211; nur um dann direkt hinter der Kurve um so steiler weiter anzusteigen.<br />
Das ist echt total super für die Moral&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
Nach ein paar hundert Metern japste ich wie ´ne alte Dampflok, meine meine winterlich-unfitten Beine angesichts der starken Belastung, und außerdem beschlug mir von der vielen Schwitzerei wieder mal ständig die Brille (immerhin: Das war ´ne gute Ausrede, um ein, zwei kurze Pausen zum Verschnau&#8230;ääääh zum Brille Putzen einzulegen <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ).<br />
Heidenei!</p>
<p>Insgesamt fast 900 m. durch den frostigen, kahlen Hangwald hoch über dem Balkhäuser Tal, dann hatte ich die erste richtige Herausforderung der Tour gemeistert (Puuh!), und durfte mich auf dem abfallenden/ebenen SJ2 an der Kaiserbuche vorbei über den offenen Höhensattel am Hechlersgrund etwas regenerieren.</p>
<p>Allerdings nur einen halben Kilometer, dann ging´s in den Wald am Vogelherd, durch den hoch zur Anhöhe über Kuralpe wollte.<br />
Natürlich nur bergauf.<br />
Auf dem kürzesten Weg.<br />
Der &#8211; wie so oft beim Berglaufen &#8211; beileibe nicht der beste oder bequemste war&#8230;</p>
<p>Zuerst ging´s ja eigentlich noch ganz gut: Auf der alten Asphaltstrasse am Goschenrod in den Wald rein und nach knapp 150 m. rechts auf dem Weg SJ2 aufwärts bis zur Kreuzung Waldrand über Hainzenklingen. Steigung und Wegqualität ordentlich aber erträglich.<br />
Aber dann&#8230;<br />
Wer von hier aus weiter aufwärts bis zur Kuralpe möchte, hat prinzipell zwei Optionen:<br />
Wer klug ist, folgt er weiter dem SJ2, der sich in mehreren Serpentinen am Rand eines langen Tals relativ sanft aufwärts schlängelt &#8211; der ist zwar etwas länger, aber gut in Schuss, und durch die größere Strecke wird die Steigung erträglich.<br />
Wer weniger klug ist, oder sich was zu beweisen hat, kann aber auch geradeaus/halblinks laufen, wo ein unmarkiertes und kaum sichtbares Pfädchen durch einen Hohlweg zwischen den Bäumen aufwärts geht. Das kommt letztlich an genau derselbe Strecke raus wie der SJ2, ist aber wesentlich kürzer.<br />
Und steiler.<br />
Und in erbärmlichstem Zustand (glibbriger Schlamm mit vereinzelten Stolpersteinen und Ästen, versteckt unter einer Dezimeterdicken Laubschicht&#8230;).</p>
<p>Den nahm ich.</p>
<p>Doppelautsch!!</p>
<p>Noch härter als der Weg am Marienberg, teils konnte man hier gar nicht joggen &#8211; also rutschte, stolperte, keuchte ich mich im Schneckentempo durch aufwärts die Wildnis, wobei ich nicht mal mehr genug Atem hatte, um mich selbst für die Scheissidee, hier langzulaufen, zu verfluchen.<br />
Oh, und zu allem überfluss bot der kahle Wald die meiste Zeit auch noch einen wunderbaren Blick auf den breiten, angenehmen SJ2 weiter unten am Hang, der auf höhnischste Art und Weise bequem und flach aussah. Der Bastard&#8230;</p>
<p>Irgendwann wurde es dann dann immerhin etwas bequemer: Ich erreichte einen besseren Weg, der an einer versteckten kleinen Hütte mitten im Wald (hier hatte ich mir vor vielen Jahren bei einem Schulausflug mit Übernachtung mal eine furchtbare Erkältung geholt) vorbei führte, dann noch mal ein paar Meter steil (Uffa!) bergauf führte, und sich schließlich kurz vor dem Waldrand wieder mit dem Weg SJ2 vereinte &#8211; geschafft, damit war ich oben!<br />
Heidenei&#8230;</p>
<p>Aus dem Wald hinaus auf in die Wiesen zwischen Balkhäuser Tal und Lautertel, die von winterlich-frostigem Rauhreif bedeckt waren. Normalerweise hat man hier eine tolle Sicht, heute hing aber ein dunstiger Eisnebel über den Kuppen, der alles jenseits von ein, zwei Kilometern verhüllte. Trotzdem nett, zumal es bergab ging, auf dem SJ2 durch die Wiesen, vorbei am Krämerhof und einer kälteresistenten Schafherde, bis runter zur L3101 an der Kuralpe.<br />
Und dort dann links die Hutzelstrasse hoch (markiert u.a. mit mit dem weissen Andreaskreuz des europäischen Fernwanderwegs 1 und dem Roten Balken des Weitwanderwegs Odenwald-Vogesen).<br />
Schon wieder bergauf, aber ganz gemächlich, und mit einer schönen Aussicht auf die weiten, weisslichen Hügel des Modautals und die Neunkircher Höhe, das war eigentlich sehr nett. Wenn bloss meine Brille nicht ständig beschlagen wäre&#8230; (immerhin bescherte mir das eine interessante Erkenntnis, die schon länger in mir gegärt hatte: Wenn meine Brille beim Berglaufen beschlägt, dann beschlägt sie fast immer auf der Seite, wo´s bergab geht. Keine Ahnung warum, aber es ist so&#8230;).</p>
<p>Nach ziemlich genau einem entspannten (wenn auch halbbeschlagenen) Kilometer Hutzelstrasse war´s Zeit abzubiegen: Links führte ein schmaler, vereister Feldweg (der mir bisher noch nie aufgefallen war) geradewegs in das geheimnisvolle, vergessene Wäldchen an der Kohlwiese, durch dass ich runter nach Stettbach laufen wollte.</p>
<p>Kein Wunder, dass das vergessen ist: Dicht bewaldeter Steilhang am Rand eines isolierten Nebentals, kaum erreichbar (laut Karte genau ein Eingang und ein Ausgang), Wege eigentlich nicht vorhanden &#8211; das Proto-Wildpfädchen, auf das ich hier geriet, war eigentlich nur ein Stück Urwald mit etwas weniger Bewuchs, das sich über Stock, Stein und Baumstamm (alles unter einem dicken Teppich aus Laub begraben) in prekären Kurven an den Abhang schmiegte.<br />
Wahrscheinlich bin ich der erste Jogger, den es jemals hierher verschlagen hat &#8211; eine überaus coole Vorstellung! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Allzuviel war allerdings nicht mit Joggen &#8211; das war eher eine langsame, bedächtige Kletterei auf dem rutschigen, steilen, mit Stolperfallen gespickten &#8220;Weg&#8221;, übervorsichtig um ja nicht wegzurutschen oder umzuknicken, immer mit dem Gedanken im Hinterkopf &#8220;Wenn du dir hier was brichst, findet dich keine Sau&#8221; (ok, gerade die Sauen hätten mich in so einem Fall wahrscheinlich schon irgendwann gefunden und meinen gefrorenen Kadaver gefressen&#8230;).</p>
<p>Natürlich passierte nichts dergleichen &#8211; nach dem steilsten Abstieg wurde der Weg etwas besser, ich erschreckte ein Reh und bog einmal falsch ab (merkte es aber gleich), und gelangte schließlich wohlbehalten zum einzigen Ausgang des Wäldchens, der in den Weg oberhalb der Höhenstr. in Stettbach mündete.<br />
Ab hier war´s dann kein Problem mehr: Runte ins Dorf, am Salon Forthuber vorbei (Erkenntnis: Hmm, könnte mir mal wieder die Haare schneiden lassen), durch den Ortskern abwärts, rechts die Strasse &#8220;Am Hang&#8221; hoch, auf dem Weg an der Fuchswiese aus Stettbach raus und runter bis zur Strasse nach Wallhausen, über die auf die Landstrasse im Talgrund (K144) und auf der dann zügig und entspannt immer bergab zurück nach Jugenheim, wo ich noch einen kurzen Schlenker über die Bergkirche am Heiligenberg machte, und dann nach Hause lief.</p>
<p>Whoa. Das war anstrengend. Und gut. Geht doch nichts über eine schöne, fiese Bergtour durch die Wildnis&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Strecke: 11,6 km<br />
Zeit: 1:15 (= 9,28 km/h bzw. 6:28 min/km)<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 20% (2,32 km von 11,6 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/heiligenberg-kuralpe-stettbach.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-2552" title="heiligenberg-kuralpe-stettbach" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/heiligenberg-kuralpe-stettbach.jpg?w=128" alt="heiligenberg-kuralpe-stettbach" width="128" height="93" /></a></p>
<p><strong>Lauf #2, Donnerstag 11.12.08: 10 unangenehme Standartkilometer an der Bergstrasse (10,1 km)</strong><br />
Oh mann: Trübdrögkaltmistiges Wetter, ich fühle mich total unfit, und heute morgen ist auch noch der Rechner abgeschmiert und hat sich seitdem noch nicht wieder aktivieren lassen (entsprechend schreibe ich diese Zeilen auf dem Notstandslaptop meiner Eltern, der aufgrund seiner winzigen Tastatur und des winzigen Displays nicht wirklich zum Verfassen von Laufberichten geeignet ist).<br />
Alles Mist, da hatte ich wirklich gar keine Lust. Aber dann hat´s nachmittags ganz leicht angefangen zu schneien, und weil ich Schnee ja so gerne mag, bin ich halt doch noch mal los. Allerdings nur eine altbekannte Standardstrecke, <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/04/29/jugenheim-zwingenberg-mit-neuen-schuhen-101-km/">10 km durch die Nachbardörfer</a>, denn wegen der PC-Probleme kann ich momentan ja nicht auf Google Earth zugreifen, und entsprechend auch keine neuen Strecken kartografieren, also musste was her, wo ich schon eine Streckenkarte online habe&#8230;</p>
<p>Tja, was soll ich sagen: Es war einfach nur gräßlich: Ich war unlustig und übellaunig, meine Beine hatten mir den Berglauf von vorgestern noch nicht verziehen und taten so, als wären sie aus Blei, mein Rücken schmerzte etwas, ich fühlte mich total müde und abgespannt, hatte schreckliches Sodbrennen (echt total gut für den Atemrhythmus, wenn du rülpsend durch die Pampa rennst&#8230;) und ausserdem verwandelte sich der nette Schnee ungefähr zwei Minuten nach dem Start in garstigen Nieselregen.<br />
Ich sag´s ja: Alles Mist.<br />
So schleppte ich mich halt runter von Jugenheim nach Bickenbach, am Bahnhof auf dem Saar-Rhein-Main-Weg (gelbes Plus) unter den Gleisen durch, dann auf dem Radweg 17 durch die trübe, dröge Sandwiese, und schließlich am zwingenberger Hundeplatz vorbei zur B3 am Zwingenberger Ortsrand. Lief furchtbar, und kurz hinter der Sandwiese bekam ich dann auch noch furchtbare Verdauungsprobleme, die mich mal wieder dran erinnerten, dass man nicht nur mit leerem Magen, sondern am besten auch mit leerem Darm joggen sollte (es gibt ja Jogger, die sich dann einfach ein ruhiges Gebüsch suchen, und der Natur ihren Lauf lassen &#8211; kann ich aber leider nicht, denn ohne eine schöne, saubere Porzelanschüssel mit halbwegs hygienischer Klobrille in einer ruhigen, stressfreien Umgebung geht da gar nix). Aber immerhin lenkte das zyklische Bauchreissen und der immer stärker werdende Druck im Unterleib von all den anderen unangenehmen Wehwehchen ab, die mich bis dato geplagt hatten.<br />
Yay.</p>
<p>Entsprechend verkrampft den Rückweg absolviert, den Zwingenberger Grenzweg hoch (steil, aber das merkte ich kaum, weil ich zu sehr mit mir selbst beschäftigt war&#8230;), dann auf dem Blütenweg durch die Weinberge nach Alsbach und dort auf der üblichen Route (Hochstr., Lindenstr. [hier hielt mich irgendein Rentner auf, und ich musste ihm - fast platzend - dreimal den Weg ins nächste Lebensmittelgeschäft erklären. Aargh!!], Am Katharinenberg, Jugenheimer Str., Blütenweg durchs Feld) ab nach Hause, in mein schönes, ruhiges Bad, wo ich all das Vorfand, was mir unterwegs gefehlt hatte&#8230;</p>
<p>Fazit: Net so gut. Vergessen wir am besten ganz schnell wieder&#8230;</p>
<p>Strecke: 10,1 km<br />
Zeit: 0:58 h (=10,45 km/h bzw. 5:45 min km &#8211; in der zweiten Hälfte aufgrund bestimmter Faktoren übrigens deutlich schneller als in der ersten&#8230;)<br />
Neue Strecke: Nah!<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/04/jugenheim-zwingenberg2.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-492" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/04/jugenheim-zwingenberg2.jpg?w=128" alt="" width="128" height="93" /></a></p>
<p><strong>Lauf #3, Freitag 12.12.08: Um den Heiligenberg (10 km)</strong><br />
Hrm. Der Haupt-Internet- und Google-Earth-Rechner ist immer noch ausser Gefecht, und es ist nicht so ganz sicher, ob ich ihn jemals wieder hinkriege, zumal ich zu allem Überfluss ja auch grundsätzlich so wenig Interesse an diesem ganzen unnützen, beschissenen, komplizierten Computergedöns habe, dass es mir furchtbar auf den Zeiger geht und mich gleichzeitig schrecklich anödet. Wieso kann der Dreck bitteschön nicht einfach entweder funktionieren und eindeutig kaputt sein, häh?<br />
Entsprechend suchte ich mir auch heute wieder eine Strecke raus, die ich schon mal gelaufen war, und von der ich dementsprechend keine neue Karte machen musste. Wetter war immerhin ganz freundlich (wenn auch kalt), also suchte ich mir was Nettes raus:<br />
Einmal um den Heiligenberg (zuletzt gelaufen <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/04/15/um-den-heiligenberg-10-km/">im letzten Frühling</a>).<br />
Und weil´s nicht so weit war, und zudem viel durch Wald und Wiesen führt, nahm ich auch gleich noch den Hund mit (der ist bei Bergläufen im Winter eh ganz praktisch, da hat man an den schlimmsten Steigungen immer mal einen Grund für ´ne Verschnauf&#8230;ääääh für eine Schnupper-und-Beinheb-Pause).</p>
<p>Zuerst nordwärts durch Jugenheim, alles schön langsam und kontrolliert um Kraft zu sparen, denn die steilen Bergtouren strengen im Moment doch ganz schön an (zumindest ich lief langsam und kontrolliert, Nemo zog und zerrte als gäb´s kein Morgen. Aber solange meine 75 Kilo am einen Ende der Leine gegen seine 8 Kilo am anderen Ende stehen, bestimme immer noch ich, wie wir laufen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ).</p>
<p>Durch den Pauerweg, dann die Hauptstrasse hoch, am Heiligenberg, dem alten Rathaus und dem Roseneck vorbei, dann rechts die K144 ins Stettbacher Tal hoch. Schmale Strasse am Talgrund ohne Bürgersteig, aber hier ist nie viel Verkehr, entsprechend läuft sich´s selbst mit Hund ganz gut. Am Haus Waldfrieden über den Stettbach und runter von der Strasse und links aufwärts in den Wald, hoch auf den Heiligenberg. Fieses Stück, ist steil und zieht sich, aber wir waren ja noch frisch, entsprechend liefs ganz gut. Oben angekommen kurzen Blick von hinten über die Obstwiesen zum Schloss, dann links und auf dem bequemen, relativ ebenen Lokalweg SJ1 im Wald oberhalb des Stettbacher Tals nach Osten. Hier oben lag sogar noch ein bisschen Schnee, das gefiel mir irgendwie (aber heute gefiel mir eh alles, wahrscheinlich wegen dem etwas helleren Wetter).</p>
<p>Nach ein paar hundert Metern auf SJ1 halblinks, steil abwärts zurück ins Stettbacher Tal (da gingense hin, die schönen Höhenmeter&#8230;), dort aus dem Wald raus und über den Parkplatz hinter dem Brandhof wieder an die K144, der wir talaufwärts in Richtung Stettbach folgten.<br />
Kaum Steigung, wenig Verkehr (der zudem langsam fahren muss weil die Strasse schmal, alt und kurvig ist), rechts die herrlichen Wiesenhänge des mittleren Stettbacher Tals &#8211; hier lässt sich´s laufen, auch wenn´s keinen Radweg oder Seitenstreifen gibt.</p>
<p>Kurz hinter dem Parkplatz Talweg bogen wir rechts ab, auf den alten Asphaltweg, der unterhalb von Hainzenklingen rüber ins Balkhäuser Tal führt (Markierung: Gelbe 2) und folgten ihm durch Weiden voller tougher, zottiger Limousinrinder bis zum Waldrand unterhalb des Goschenrod (Warum die Kühe tough sind? Na ja, verbringt ihr mal Tag und Nacht im freien, und das bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und nur mit einem gelben Ohrclip bekleidet&#8230;)</p>
<p>Dort bogen wir rechts ab, ein paar Meter am Waldrand entlang, dann wieder mal mit ordentlichem Anstieg in den Wald rein, bis wir die Wegscheide am Goschenrod erreichten (bis dahin gelbe 2). Dort ging´s wieder links, auf der gelben 6 (bei wunderbar angenehmen 3% oder 4% Anstieg) weiter aufwärts durch den inzwischen schon moderat verschneiten Wald.<br />
Wunderbar ruhig, gar nichts los hier oben, lediglich ein paar Rehe liessen sich von uns stören und ergriffen indigniert die Flucht, verfolgt von Nemos nicht wachsamen Blicken (den dazugehörigen Nemo hatte ich vorsichtshalber an die Leine genommen, sobald die Rehe aufgetaucht waren, auch wenn´s wahrscheinlich nicht nötig gewesen wäre).</p>
<p>Nach einem knappen Kilometer erreichten wir wieder die alte Asphaltstrasse hinter/unter Hainzenklingen und folgten ihr nach Rechts, über den offenen Hechlersgrund oberhalb von Balkhausen (hier herrschte eine tolle Stimmung aus Eisnebel, indirekt strahlendem Himmel, und der gefrorenen Rückseite des Melibokus jenseits des Balkhäuser Tals) bis zur Kreuzung an der Kaiserbuche, auf der Rückseite des Heiligen- bzw. Marienbergs (Markierung: Gelbe 6, Gelbe 5).</p>
<p>Bis hierhin immer noch alles gut, also hielten wir uns trotz dem schönen Blick nach Balkhausen und auf den Melibokus nicht weiter auf, sondern folgten gleich dem Asphaltweg am Waldrand links runter ins Balkhäuser Tal (schon wieder: Da gingense hin, die schönen Höhenmeter&#8230;). Bergauf ist dieses Stück immer ziemlich fies (davon konnte wohl auch die nette einsame Joggerin ein Lied singen, die uns unterweges schwer schnaufend entgegenkam, aber trotzdem noch ein freundliches Lächeln und einen Atemlosen Gruß erübrigen konnte &#8211; so mag ich das <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  ), bergab lief´s dagegen wie geschmiert&#8230;</p>
<p>Im Talgrund kurz hinter dem Talhof angekommen bogen wir rechts auf den Balkhäuser Tal-Weg (gelbe 3) ein und liefen am Waldrand westwärts, vorbei am großen Rückhaltebecken und dem alten Forsthaus im Talgrund, dann wieder mal hoch in den Wald, aufwärts zum Schloss Heiligenberg, dass wir nach ein paar Minuten ordentlichem aber nicht zu schlimmen Anstieg wohlbehalten erreichten.</p>
<p>Am Schloss entlang westwärts, die alleeartige Fahrstrasse runter, hinter dem Weiher links, nochmal leicht aufwärts (Burgenweg [blaues B] &#38; Alemannenweg [Rotes S], an der Klosterruine, der Zentlinde und dem Alexandermausoleum vorbei auf die Kreuzwiese, unterhalb des prächtig funkelnden goldenen Kreuzes quer über die Wiese drüber, dann auf dem Eselspfad abwärts bis runter zum Nonnenbrünnchen im Balkhäuser Tal (Da gingense hin, die Höhenmeter&#8230;).<br />
Unten angekommen über den Parkplatz Nonnenbrünnchen, dann rechts, auf dem Radweg neben der L3103 zurück nach Jugenheim, dort kurz nach dem Ortseingang scharf links in den Christallerweg. Hübsch anzusehen mit seinen alten Villen (allen voran natürlich das blaue Haus), aber leider auch richtig steil &#8211; das zog noch mal so richtig rein, hier aufwärts in den Wald reinzulaufen und sich bis zur Kreuzung von Pürsch- und Melibokusweg hochzukämpfen. Uffa!<br />
Immerhin war´s ab da etwas weniger steil, als wir rechts den Pürschweg (SJ2) hochhechelten, um den Bergvorsprung über den Merck-Gärten bogen, und schließlich halbrechts auf den Weg zum Merckschen Wasserturm liefen, über den wir schließlich auf den Burgenweg im Darsbergtal und nach Hause gelangten.</p>
<p>Schönes Wetter, schöne Umgebung = Gute Tour. Hat Spass gemacht und gutgetan, sowohl mir als auch dem Hund.</p>
<p>Strecke: 10 km<br />
Zeit: 1:05 h (= 9,23 km/h bzw. 6:30 min/km)<br />
Neue Strecke: -<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/04/heiligenberg.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-467" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/04/heiligenberg.jpg?w=128" alt="" width="128" height="93" /></a></p>
<p><strong>Lauf #4, Sonntag 14.12.08: Sonnige Höhentour ins Modautal: Neutscher Höhe &#8211; Herchenrode &#8211; Hoxhohl (mit Hund und Foto, 12,4 km)</strong> wird wie gesagt morgen oder so mit eigenem Post nachgereicht.</p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Erweiterte Wochenübersicht 2008 KW 48 (01.12.-07.12)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2008/12/07/erweiterte-wochenubersicht-2008-kw-48-0112-0712/</link>
<pubDate>Sun, 07 Dec 2008 19:31:03 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2008/12/07/erweiterte-wochenubersicht-2008-kw-48-0112-0712/</guid>
<description><![CDATA[Aus Zeitgründen gibt´s vorerst leider nur Laufblog Light™, also die Laufberichte nur in Form eines e]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><em>Aus Zeitgründen gibt´s vorerst leider nur Laufblog Light™, also die Laufberichte nur in Form eines erweiterten Wochenrückblicks.<br />
Siehe unten.</em></p>
<p>Humpf. Bescheidene Woche. Das Wochensoll hab´ ich zwar erreicht, aber dieses Mal ist es mir echt nicht leicht gefallen.<br />
Schuld daran war vor allem das Wetter: Als bekennender Schönwetterläufer schlägt mir so eine Witterung wie in dieser Woche einfach furchtbar aufs Gemüt. Da muss ich mich jedesmal überwinden, um bei Sturm und Dauerregen loszulaufen, und die Touren unter solchen Bedingungen kotzen mich eigentlich ausnahmslos an, machen überhaupt keinen Spass, und kosten total viel Kraft. Ein, zweimal in der Woche ist das erträglich, aber wenn es von Montag bis Sonntag durchgängig feuchtkaltrüb ist und Bindfäden regnet&#8230; Bäh!!!</p>
<table style="border-collapse:collapse;border:black 1px solid;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="5">
<tbody>
<tr>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Tag</td>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Strecke</td>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Zeit</td>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Entfernung</td>
</tr>
<tr>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Mo.</td>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">
<p align="center"> </p>
</td>
<td style="vertical-align:top;white-space:nowrap;border:black 1px solid;">
<p align="center">-</p>
</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:right;border:black 1px solid;">
<p align="center">-</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Di.</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:center;border:black 1px solid;"> </td>
<td style="vertical-align:top;white-space:nowrap;border:black 1px solid;">
<p align="center">-</p>
</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:right;border:black 1px solid;">
<p align="center">-</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Mi.</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:center;border:black 1px solid;">
<p align="center"><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/4-orte-runde-an-der-bergstrasse.jpg">4-Orte-Sprint bei Dauerregen</a></p>
</td>
<td style="vertical-align:top;white-space:nowrap;border:black 1px solid;">
<p align="center">0:40 h</p>
</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:right;border:black 1px solid;">
<p align="center">7,9 km</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Do.</td>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">
<p align="center"><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/raststatte-bb-griesheim-weiterstadt.jpg">An der Autobahn durchs Ried: Raststätte Büttelborn &#8211; Griesheim &#8211; Weiterstadt</a></p>
</td>
<td style="vertical-align:top;white-space:nowrap;border:black 1px solid;">
<p align="center">1:06 h</p>
</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:right;border:black 1px solid;">
<p align="center">11,3 km</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">
<p align="left">Fr.</p>
</td>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">
<p align="center">-<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/um-ober-beerbach.jpg"></a></p>
</td>
<td style="vertical-align:top;white-space:nowrap;border:black 1px solid;">
<p align="center">-</p>
</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:right;border:black 1px solid;">
<p align="center">-</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Sa.</td>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">
<p align="center"><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/um-den-melibokus-bei-regen.jpg">Wieder mal um den Melibokus</a></p>
</td>
<td style="vertical-align:top;white-space:nowrap;border:black 1px solid;">
<p align="center">1:06 h</p>
</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:right;border:black 1px solid;">
<p align="center">10 km-</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">So.</td>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">
<p align="center"><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/jagersburger-wald-dez08.jpg">Halbwegs versöhnlicher Wochenabschluss im Jägersburger Wald  </a></p>
</td>
<td style="vertical-align:top;white-space:nowrap;border:black 1px solid;">
<p align="center"> 1:04 h</p>
</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:right;border:black 1px solid;">
<p align="center">11,2 km</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="font-weight:bold;vertical-align:top;border:black 1px solid;" colspan="3">Wochenlaufleistung</td>
<td style="font-weight:bold;vertical-align:top;text-align:right;border:black 1px solid;">40,4 km</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Und hier noch die Berichte zu den einzelnen Läufen:</p>
<p><strong>Lauf #1, Mittwoch 3.12.08: 4-Orte-Sprint bei Dauerregen (7,9 km)</strong><br />
Ein grässlicher Tag: 3° Celsius, böiger und ziemlich starker Wind, und dazu auch noch ekelhafter Dauerregen &#8211; widerlich, da hätte ich am allerliebsten aufs Laufen verzichtet.<br />
Ging aber leider nicht, denn ich hatte gestern schon ausgesetzt, weil da so ein grässlicher Tag gewesen war, deshalb musste es heute halt wohl oder übel sein, wegen dem Wochenziel und so.</p>
<p><!--more--><br />
Also bin ich raus in den Regen/die Kälte/den Wind/den Matsch und hab´ wenigstens eine kleine Runde absolviert: Von Jugenheim auf dem Blütenweg nach Alsbach, durch Alsbach durch, dann über die grauen, verregneten Weinberge unterhalb vom Alsbacher Schloss bis nach Zwingenberg. In Zwingenberg den Grenzweg am nördlichen Ortsrand runter zur B3, und der dann mehr als 2,5 km nach Norden gefolgt, an der Sandwiese vorbei bis nach Bickenbach rein. Dort dann via Darmstädter Str., Jugenheimer Str. und dem Radweg neben der K146 durch Feld zurück nach Jugenheim, und dann auf der Bickenbacher Str./Hauptstr./Alsbacher Str. nach Hause.</p>
<p>Erkenntnisse:<br />
1) Bei so einem Wetter laufen macht mir keinen Spass<br />
2) Mit ständig verregneter/beschlagener Brille laufen macht mir keinen Spass<br />
3) Nasse Laufklamotten bei eisigem Wind machen keinen Spass<br />
4) Nasse Schuhe auch nicht<br />
5) Auch wenn´s keinen Spass macht: Diese Art von Wetter macht mich in der Regel total schnell, weil ich da schnelle Strecken laufe (nämlich Asphalt, nach 48 Stunden Dauerregen waren Feld- und Waldwege keine Option mehr), weil ich es schnell hinter mich bringen will, und vor allem, weil ich an solchen Tagen sowieso schon vor allem aus trotzigem Masochismus laufe, der sich auch bestens zum Tempomachen unterwegs eignet.</p>
<p>Sonstige Vorkommnisse? Beim schnellen Bergablaufen in Zwingenberg haben mir die Waden wehgetan, und auch bei strömenden Regen bietet sich manchmal eine Gelegenheit zu einer guten Tat (die in diesem Fall darin bestand, einer verloren wirkenden jüngeren Dame im BMW zu erklären, wie sie von Bickenbach nach Weinheim kommt) &#8211; wenigstens etwas&#8230;</p>
<p>Strecke: 7,9 km<br />
Zeit: 0:40 h (=11,85 km/h bzw. 5:04 min/km)<br />
Neue Strecke: -<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/4-orte-runde-an-der-bergstrasse.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-2511" title="4-orte-runde-an-der-bergstrasse" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/4-orte-runde-an-der-bergstrasse.jpg?w=128" alt="4-orte-runde-an-der-bergstrasse" width="128" height="93" /></a></p>
<p><strong>Lauf #2, Donnerstag 4.12.08: An der Autobahn durchs Ried: Raststätte Büttelborn &#8211; Griesheim &#8211; Weiterstadt (11,3 km)</strong><br />
Heute eine Odyssee durchs Rhein-Main-Gebiet: Erst im monströsen Möbelhaus Segmüller in Weiterstadt an der A5 nach einem neuen Sofa Ausschau gehalten (Erkenntnisse: 1) Polstermöbel können ganz schön teuer sein. 2) Von aussen erinnert das Möbelhaus in seinem seelenlosen Gigantismus an einen stalinistischen Prachtbau. 3) Von innen ist es groß genug, um auf seinen drei oder vier Stockwerken eine ordentliche Jogginstrecke zu plotten [wäre doch mal was anderes, so eine Tour durchs Möbelhaus... <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ]), dann kurz rüber nach Mainz, und auf dem Rückweg noch schnell einen Lauf in der Semifremde neben der Autobahn eingegschoben, weil ich ja eh schon mal in der Gegend war.</p>
<p>Heutiges Laufgebiet: Das Platte Land zwischen Griesheim und Weiterstadt: Ein bisschen Wald, viele Äcker, und mittendrin eine Autobahn, ein paar Mülldeponien und ein Knast. Charming&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
Wetter natürlich auch heute wieder mies, mit nieseligem Dauerregen, feuchtkaltem Südwind und Temperaturen um die 5°. Brrr.</p>
<p>Start auf der Autobahnraststätte Büttelborn Süd an der A67 &#8211; nicht wirklich pittoresk im grauen Herbstregen, aber immerhin mit guten Parkmöglichkeiten (Und zudem ein laufbloggerisches Novum, denn von einer Autobahnraststätte war ich bisher noch nie losgelaufen).<br />
Von hier aus Südwärts, vom Raststättengelände runter in die endlosen Spargeläcker des nördlich-zentralen Rieds, und am Waldrand des Hegwalds entlang in Richtung Griesheim.<br />
War alles erwartungsgemäß trist &#8211; das letzte Mal vor ich vor <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/11/16/projekt-nordwarts-griesheim-buttelborn-121-km/">über einem Jahr</a> hier vorbeigekommen, im Rahmen von &#8220;<a href="http://de.wordpress.com/tag/projekt-nordwarts/">Projekt Nordwärts</a>&#8221; und hatte die Gegend ziemlich trostlos gefunden &#8211; und da der 4.12.08 ein noch trüberer, ekeligerer Tag als der 16.11.07 war, änderte sich an dieser Einschätzung auch heute nicht wirklich viel &#8211; irgendwann muss ich hier einfach noch mal an einem schönen Sommerabend durchlaufen, um die Gegend auch mal unter anderen Umständen zu erleben&#8230;</p>
<p>Lauftechnisch lief´s ebenfalls ziemlich beschissen: Meine Beine waren nach der gestrigen Temporunde träge, schwer und unwillig, der Untergrund war ziemlich unangenehm (traktorreifenzerfurchte Wirtschaftswege nach drei Tagen Dauerregen sind nicht sehr lauffreundlich &#8211; der riedtypische Sandboden klebt und matscht zwar nicht besonders wenn er nass ist, aber dafür sackt er unter Belastung einfach so weg), und ausserdem hatte ich die ganze Zeit total fiesen Gegenwind. Anstrengend.</p>
<p>Nach etwas über einem km links, über die Äcker bis zum nächsten Wäldchen an der Autobahn, am Waldrand ein Stück geradeaus, dann wieder nach Süden im Richtung des Industriegbiets im griesheimer Norden, dessen geduckte Silhouette jenseits der Felder kauerte wie eine betongewerdene Herbstdepression.</p>
<p>Immer weiter südwärts, erst Äcker, dann die Weiterstädter Str. runter &#8211; eigentlich nur ein betonierter Fahrweg ohne Fahrbahnmarkierungen (und natürlich ohne Randstreifen/Radweg/Fußweg), der aber nichtsdestrotz ein Verkehrsaufkommen hatte, dass dem der nahen Autobahn in nichts nachstand &#8211; ständig musste ich in den Strassengraben wechseln, um Autos auszuweichen, das war dood.</p>
<p>Am der Nordostecke Griesheims links, auf einen asphaltierten Radweg neben dem Nordring und 750 m. ostwärts. Mehr Äcker, weiter hinten dann ein potthässliches junges Wäldchen, schließlich eine eckige Unterführung unter der A67 durch.</p>
<p>Direkt dahinter bog ich links ab und folgte dem Radweg 21 nach Norden. Hier fand ich´s hübscher als auf der anderen Seite der Autobahn: Mehr Wald, der zudem nicht neu und klein und hässlich war, sondern älter und imposanter &#8211; bei Sonne wäre das wahrscheinlich sogar richtig nett gewesen.<br />
Nach 300 m. kam der erste kleine Höhepunkt der Tour in Sicht, nämlich ein kleiner See, an dem ich zwar noch nie zuvor gewesen war, den ich aber trotzdem seit Jahrzehnten kenne, weil man ihn unweigerlich sieht, wenn man auf der A67 nach Norden fährt und kurz nach dem Waldrand hinter dem Darmstädter Kreuz nach rechts aus dem Auto guckt. Der See ist nicht groß und fast perfekt rechteckig, und hat mich wegen seiner irgendwie immer an eine Toastbrotscheibe erinnert, also hab´ ich ihn im Geiste bisher immer als den &#8220;Toastbrotsee&#8221; bezeichnet.<br />
Und heute wollte ich ihn zum ersten Mal aus der Nähe sehen.<br />
Ging leider nicht so richtig, denn das ganze Gelände drumrum ist ein gesperrtes Naturschutzgebiet (&#8220;Biotop am Weigandsbusch&#8221;), aber immerhin sah´s auch im Vorbeilaufen sehr nett und schilfig und gar nicht wirklich toastbrotig aus. Nett.</p>
<p>Und weiter nordwärts, auf einer kleine Brücke über den überraschend breiten Darmbach, dann an einer riesigen tiefgelegenen Niedrung voller Schilf vorbei, die offensichtlich so eine Art Notrückhaltebecken für den Fall ist, dass der Darm(bach) mal überläuft, und schließlich geradeaus in den Flachlandwald namens &#8220;Triesch&#8221;.<br />
An dessen Eingang war ´ne Schranke mit einem Schild, das jedem der den Wald betritt &#8220;Lebensgefahr&#8221; verheisst, ohne allerdings zu erklären warum. Das stoppte mich erstmal, weil´s so mysteriös war. Warum das wohl da war? Astbruch? Feuergefahr? Kannibalische Wildschweine?<br />
Ich überlegte kurz, ob ich nicht lieber eine andere Strecke nehmen sollte, aber ehrlich gesagt war mir nicht nach Umwegen zumute, und als dann 100 m. weiter vorne mitten im Wald auch noch ein Spaziergänger mit Hund auftauchte, der Weder von Astbruch noch von Feuer noch von kannibalischen Wildschweinen behelligt wurde, lief ich halt doch mittenrein in den Triesch, der sich als netter, lichter Flachlandwald mit viel Bodenbewuchs herausstellte, und nicht besonders lebensgefährlich rüberkam.</p>
<p>Nach 1,3 km auf der Salzlackschneise war der Wald dann zuende, und es erwarteten mich einmal mehr die weiten, verregneten Äcker des Rieds. 500 Nordwärts auf einem asphaltweg (der &#8220;Orfelder Rod&#8221;), bis an den Südrand von Weiterstadt, der unter dem bleigrauen, düsteren Himmel genauso trist und deprimierend wirkte wie Griesheim von Norden (schlimmer war allerdings der Anblick, der sich rechts des Weges hinter den Feldern bot: Die Betonwüste aus Einkaufszentren und Großmärkten an der A5 und der Riedbahn [allen voran der bereits erwähnte stalinstische Klotz des Möbelhauses Segmüller] mag ökonomisch eine tolle Sache für Weiterstadt sein, aber aber an einem Tag wie heute ist sie so unerträglich hässlich, dass es fast schon weh tut, da hinzugucken. Grausig!).</p>
<p>Kurz vor der B42 am Weiterstädter Ortsrand nach links, westwärts, und zwar über einen Kilometer &#8211; mehr Äcker, mehr schwere Beine, mehr Nieselregen von schräg vorne.<br />
Alles Mist.<br />
Dann schließlich links, auf einem überbreiten Fußweg neben einer tristen Strasse nach Süden, vorbei an einer etwas fragwürdig duftenden Kompostierungsanlage bis runter an den Haupteingang der JVA Weiterstadt, ihres Zeichens das modernste Gefängnis im Landkreis und außerdem der Ort, wo die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sprengstoffanschlag_gegen_die_JVA_Weiterstadt">RAF vor 15 Jahren ihren allerletzten großen Anschlag durchgeführt hat</a>.<br />
Noch ´ne Premiere, direkt an einem Gefängnis war ich bisher auch noch nicht vorbeigekommen.<br />
Hier rechts und dem äußeren Zaun am Nordrand der Anlage (hinter dem ein weiterer hoher Zaun mit Stacheldraht und eine noch höhere Betonmauer mit kleinen Wachtürmen liegt &#8211; sieht zumindest für einen Laien wie mich ziemlich ausbruchssicher aus. Aber das ist vermutlich auch Sinn der Sache&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ) nach Westen gefolgt.<br />
An der Nordwestecke der JVA dann kurz noch nach Süden runter, und dann gleich wieder westwärts in die Äcker, nochmal auf einem unsäglich miesen, schlammigen, unebenen Feldweg.<br />
Hier fing´s dann richtig zu regnen an. Das fand ich scheisse.<br />
Aber es war auch nicht mehr weit. Das fand ich weniger scheisse -<br />
750 m. Feldweg, dann links auf einen etwas besseren Asphaltweg (Radweg 23), der geradewegs auf die Autobahnbrücke an der Raststätte Büttelborn führte, die ich hastig erklomm, von oben noch mal die Triste Aussicht auf die graue, dämmrige Landschaft genoss (ohne es wirklich zu geniessen) und auf der anderen Seite geradewegs runter zum wartenden Auto laufen konnte.<br />
Huije, geschafft!</p>
<p>Positiv: Viel neue Strecke, bis Weiterstadt gekommen (da war ich laufenderweise noch nie), mit dem Toastbrotsee und der JVA Weiterstadt ein paar interessante Orte erlaufen.<br />
Negativ: Lief nicht wirklich gut, war ein widerlicher Tag, hat nicht so richtig Spass gemacht.</p>
<p>Fazit: Na ja&#8230;</p>
<p>Strecke: 11,3 km<br />
Zeit: 1:06 h (10,27 km/h bzw. 5:50 min/km)<br />
Anteil der noch nie gebloggten/gelaufenen Passagen an der Gesamtstrecke: 96,37% (10,89 km von 11,3 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/raststatte-bb-griesheim-weiterstadt.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-2525" title="raststatte-bb-griesheim-weiterstadt" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/raststatte-bb-griesheim-weiterstadt.jpg?w=128" alt="raststatte-bb-griesheim-weiterstadt" width="128" height="93" /></a></p>
<p><strong>Lauf #3, Samstag 6.12.08: Wieder mal um den Melibokus (10 km)</strong><br />
Ok, den können wir ganz kurz machen:<br />
Strecke: Hoch in den Wald, über die Ruine Jossa auf den Pürschweg am Ende des Darsbergtals. Auf dem Pürschweg weiter aufwärts, dann weit oben auf namenlosen Waldwegen, dem Lucibergweg und der Melibokusstr. einmal um den Melibokusgipfel, schließlich über Kattenberger Schneise, Melibokusweg, Darsbergwiese und Melibokusweg zurück.</p>
<p>Hund dabei.<br />
Wald feucht und kalt und schlammig und eklig.<br />
Laune schlecht.<br />
Wetter schlechter. Den großteil der Strecke (nämlich alles über 250 HM) hab´ ich IM INNEREN einer einzigen, eisig kalten Regenwolke absolviert, die um den Melibokus rum abhing. Entsprechend war´s superfeucht, und ich musste praktisch blind laufen &#8211; meine Brille war ständig so beschlagen und verregnet, dass ich sie schließlich abgesetzt habe &#8211; aber ohne ging´s auch nicht besser (von wegen Kurzsichtigkeit im finsteren Wald und so).</p>
<p>Hat überhaupt keinen Spass gemacht, sondern mich wirklich vom ersten bis zum letzte Schritt angekotzt.<br />
Drecksherbst, hoffentlich ist bald Schluss damit&#8230;</p>
<p>Strecke: 10 km<br />
Zeit: 1:06 h (= 9,1 km/h bzw. 6:36 min/km [schneller geht einfach nicht, wenn man nix sieht...]).<br />
Neue Strecke: Keine. Aber selbst wenn, hätte ich wohl nix davon bemerkt, wegen Regenblindheit und so&#8230;<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/um-den-melibokus-bei-regen.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-2521" title="um-den-melibokus-bei-regen" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/um-den-melibokus-bei-regen.jpg?w=128" alt="um-den-melibokus-bei-regen" width="128" height="93" /></a></p>
<p><strong>Lauf #4, Sonntag 7.12.08: Halbwegs versöhnlicher Wochenabschluss im Jägersburger Wald (11,2 km)</strong><br />
Auch heute morgen war der Blick aus dem Fenster wieder mal ziemlich deprimierend: Zwar regnete es ausnahmsweise mal nicht mehr, aber es war immer noch grau, trüb und eklig.<br />
Bah! Da hatte ich echt überhaupt keine Lust, mir noch einen Lauf anzutun, auch wenn noch 10,8 km bis zum Wochensoll fehlten. </p>
<p>Immerhin hellte es nach dem Mittagessen langsam ein bisschen auf, so dass ich mich dann schließlich doch noch überwand, mich selbst und den Hund ins Auto lud, und runter an den Jägersburger Wald fuhr, um doch noch meine läuferische Pflicht zu tun, und dabei ein paar bisher ungelaufene Nebenschneisen zu erkunden (auf die Äcker um Zuhause rum hatte ich wirklich überhaupt keine Lust, genausowenig wie auf den Wald am Melibokus, da hatte mir die Tortur gestern voll und ganz gereicht). </p>
<p>Start mal wieder auf dem Parkplatz der Verdichterstation am Waldrand hinter Hähnlein, neben der L3112 nach Gernsheim.<br />
Hier unten war´s unglaublich feucht &#8211; der schwere Flachlandboden hatte sich nach den Regenfällen der letzten Tage wie ein Schwamm vollgesogen und was nicht mehr reinging, hatte sich in zahllosen Pfützen gesammelt, und der Wald hing voll fetter, schwerer Nebelschwaden &#8211; aber es war wenigstens nicht kalt oder windig, und oben, zwischen den Wolken schaute der blaue Himmel durch, also gar nicht so übel&#8230;</p>
<p>Gleich zu Anfang überquerten Hund &#38; Matthias die L3112 und liefen gegenüber der Verdichterstation südwärts in den Wald rein. Irgendein relativ gepflegter Radweg ohne Nummer, der erst auf die A67 zuführt, dann rechts in die Rohrlach-Schneise, dann wieder links in die Büttelweg-Schneise einknickte. Lief ganz gut, Nemo hatte es ziemlich eilig und peste vorneweg, ich kam etwas gemächlicher hinterher. </p>
<p>Und dann kam die Sonne raus.<br />
Unglaublich, was so ein bisschen direktes Sonnenlicht ausmacht: Auf einmal machte mir die Sache wieder Spass, und der eben noch eher unspektakuläre kahle Flachlandforst stellte sich als hübsche und abwechslungsreiche Waldlandschaft heraus,deren wabernden Nebelschwaden wunderbar stimmungsvoll von den schräg hereinfallenden Lichtstrahlen illuminiert wurden. Tat richtig gut &#8211; so hin und wieder brauch´ ich einfach ein bisschen Licht und Sonne, um das Laufen laufenswert zu machen&#8230;</p>
<p>Nach 700 sonnigen Metern auf der Büttelweis-Schneise versteckte sich unser wichtigster Himmelskörper wieder schamhaft hinter den immer dünner werdenden Wolken (die dadurch aber rosig schön schimmerten), und Nemo und ich bogen rechts ab und überquerten auf der alten, einsamen Autobahnbrücke mitten im Wald die A67. </p>
<p>Auf der anderen Seite dann geradeaus/halblinks weiter, auf einem guten aber namen- und weitgehend markierungslosen Kiesweg (gegen Ende war er dann mit der gelben 5 markiert) bis zum westlichen Waldrand, wo wir auf einen feuchtsumpfigen Wiesenpfad wechselten, der ein paar Meter jenseits der letzten Bäume am Ufer des Winkelbachs nach Nordwesten führte, und nach ein paar hundert Metern in einen alten Plattenweg überging. </p>
<p>Dem folgten wir, liefen an der Westecke des Waldes vorbei in die Äcker, nunmehr auf dem Saar-Rhein-Main-Weg (gelbes Plus) bzw. der Riedlinie (Blauer Kreis). An unserem lokalen Wallfahrtsörtchen <a href="http://www.maria-einsiedel.de/">Maria Einsiedel</a> vorbei, direkt danach dann an der Kreuzung beim Hubertushof rechts, und in nordöstlicher Richtung durch die schier endlosen Äcker und Pferdekoppeln westlich von Gernsheim (die weiterhin unter herrlich blauem Himmel lagen, und dementsprechend schön freundlich wirkten). </p>
<p>Ewig lange gerade auf bequemen Asphalt und mit leichtem Rückenwind, da konnten wir nochmal gut Tempo machen (auch wenn man ein bisschen auf die Pfützen achten musste, die teils den gesamten Weg bedeckten und ungefähr genauso tief wie das Kaspische Meer zu sein schienen). Nach 1,2 km passierten wir das Gestüt Karlshof am Stockweg, wo ich Nemo lieber festmachte, damit er keins von den vielen Pferden reissen konnte, die am Wegesrand standen und irre glotzten (<em>Klarstellung: Nemo wäre mit seinen beachtlichen acht Kilo Gesamtgewicht rein physisch natürlich problemlos in der Lage, ein Pferd oder auch einen Büffel oder einen Bären zu erlegen, aber weil er ein lieber Kerl ist, würde er sowas niemals tun. Trotzdem: Sicher ist sicher&#8230;</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_lol.gif' alt=':lol:' class='wp-smiley' /> ).<br />
Danach noch einen halben Kilometer weiter auf dem Weg, der nunmehr zum Radweg 25 geworden war (zumindest laut Wanderkarte, vor Ort fiel mir kein Marker auf). Kurz vor der L3112 und kurz hinter dem Wasserwerk bogen wir dann wieder rechts ab und liefen auf einem schlammig-verlaubten Pfad westwärts in den Wald rein, der allenthalben von grasbewachsenen und eingezäunten Wasserhäuschen aufgelocktert wird. </p>
<p>500 m. ostwärts, dann die erste Schneise links hoch an die L3112, die überquert und auf der anderen Seite weiter geradeaus die Dornschneise hoch, und schließlich nach weiteren 600 m. rechts in die Orgäng-Schneise, an deren Ende eine Fußgängerbrücke über die A67 liegt, auf der wir eigentlich wieder zurück auf die Ostseite der Autobahn wollten.<br />
Uneigentlich stellte sich das leider als unmöglich heraus: Die Brücke war gesperrt, der Aufgang mit Brettern vernagelt, und jemand hatte ein schludrig ausgedrucktes Schild mit der Aufschrift &#8220;Betreten Verboten!&#8221; drangepappt. </p>
<p>Seufz! </p>
<p>Was hab´ ich eigentlich getan, dass die mir seit anderthalb Jahren ständig die Brücken sperren, auf denen ich über die A67 will, häh?<br />
Total nervig (zumal das ja eigentlich auch der offizielle Verlauf des Saar-Rhein-Main-Wegs ist, der damit unterbrochen wird), aber es liess sich nicht ändern &#8211; Nemo und ich mussten einen alternativen Übergang über die Autobahn finden.</p>
<p>Also liefen wir südwärts, kurz die Spundloch-Schneise runter, dann links auf der Löchernschneise bis fast an die Autobahn, dann wieder rechts die Kohlhof-Schneise runter, die erst über eine größere Lichtung voll unglaublich dicker Nebelschwaden direkt neben der A67 führte, und dann sang- und klanglos am Fuß der meterhohen Böschung der L3112 endete.<br />
Na Prima!</p>
<p>Auf Umkehren hatte ich keinen Bock, also kraxelten wir halt die Böschung bis an die Landstrasse hoch. Dort schnappte ich mir den Hund (es gibt so Momente, da bin ich echt froh, dass ich keine Dogge hab&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ), kletterte über die Leitplanke, spurtete über die Fahrbahn, und kletterte über die Leitplanke auf der anderen Seite, wo wir wohlbehalten den Radweg zwischen Hähnlein und Gernsheim erreichten. Dem folgten wir dann neben der L3112 über die Autobahn und zurück zur Verdichterstation, und da war der Lauf dann zu Ende. </p>
<p>Ganz ehrlich: Keine Supertour, aber im Gegensatz zu den restlichen Touren dieser Woche zumindest ziemlich angenehm. Schon komisch, was so ein bisschen Sonne und blauer Himmel manchmal ausmachen können&#8230;</p>
<p>Strecke: 11,2 km<br />
Zeit: 1:04 h (<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 43,21% (4,84 km von 11,2 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/jagersburger-wald-dez08.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-2526" title="jagersburger-wald-dez08" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/jagersburger-wald-dez08.jpg?w=128" alt="jagersburger-wald-dez08" width="128" height="93" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Windigkalter Waldlauf am Melibokusmassiv -  mit Durchbrechung der 3000er-Marke (10,1 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2008/11/22/windigkalter-waldlauf-am-melibokusmassiv-mit-durchbrechung-der-3000er-marke-101-km/</link>
<pubDate>Sat, 22 Nov 2008 20:32:50 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2008/11/22/windigkalter-waldlauf-am-melibokusmassiv-mit-durchbrechung-der-3000er-marke-101-km/</guid>
<description><![CDATA[So Kinder: Sieht so aus, als wäre der Winter da: Heute mittag zeigte das Quecksilber gerade mal 2° C]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>So Kinder: Sieht so aus, als wäre der Winter da: Heute mittag zeigte das Quecksilber gerade mal 2° Celsius, dazu wehte ein klirrend kalter Wind aus Südwesten, und hin und wieder rieselten sogar ein paar winzige Schneeflöckchen oder Hagelkörner herab. Ansonsten war´s allerdings gar nicht so unansehnlich draussen: Schnell ziehende Wolken am graublauen Himmel, zwischen denen immer wieder mal strahlender Novembersonnenschein bis auf den Boden drang, dazu war heute der klarste Tag seit vielen Wochen, mit einer herrlichen Aussicht ins Rund der Rheinebene, vom Pfälzerwald bis zum Taunus hoch. </p>
<p>Folgerichtig entschied ich mich heute spontan für einen kleinen Berglauf am Melibokusmassiv, um die guten Sichtverhältnisse von den steilen, kahlen Waldhängen so richtig geniessen zu können. Kein fester Plan (den brauch ich für da oben wirklich nicht mehr), dafür aber warme Klamotten &#8211; erstmals seit dem letzten Winter leichte Wintermontur, bestehend aus meiner dicksten Leggins, einem dickeren langärmeligen Shirt unter der Laufjacke, Nackenschutz, Handschuhen und einem Stirnband, das ich vorerst aber noch mal in der Jackentasche liess (schwere Wintermontur bestände übrigens zusätzlich  noch aus Thermounterwäsche, einer weiten, flauschige Trainingshose statt der Leggins, dickeren Socken, und einem Schal ums Gesicht rum &#8211; aber das braucht´s erfahrungsgemäß erst ab deutlichen Minusgraden). Außerdem schnappte ich mir beim loslaufen auch noch Nemo, schließlich sollte es nicht so weit werden, und der Winter ist schließlich die ideale Jahreszeit für Training mit dem Hund.</p>
<p><!--more--><br />
Zuerst mal meine Standardstrecke hoch in den Wald, also Jossastr. bis zum Waldrand, dann auf dem Alemannen-/Burgenweg ein Stück das Darsbergtal entlang, dann scharf links die Talwand hoch und am merckschen Wasserturm auf der Anhöhe vorbei bis zum Pürscherg. Relativ langsam (merke: Bei niedrigeren Temperaturen und wenn man dicker angezogen ist, sollte man nie zu sehr hetzen, das kostet nur Kraft und man schwitzt, und das ist gerade bei eisigem Wind niemals gut), mit ein paar der kurzen Hund-muss-das-Bein-Heben-und-sein-Geschäft-verrichten-und-irgendwelche-Ecken-beschnüffeln-Pausen, die am Anfang eines gemeinsamen Laufs nötig sind, bevor Nemo so richtig konzentriert ist. Ausserdem auf der Anhöhe am Wasserturm die erste schöne Aussicht des Tages, durch die kahlen Bäume nach Norden, über Darmstadt hinweg bis zu den in der Sonne schimmernden Türmen der frankfurter Skyline.<br />
Oh, irgendwo da haben wir dann übrigens auch den 3000sten Blogkilometer vollendet (YAYYYY!), aber das ist mir erst hinterher so richtig aufgefallen&#8230;</p>
<p>Eigentlich hatte ich ja geplant, dann erstmal den Pürschweg hochzulaufen, doch der war mit einem rotweissen Absperrband abgesperrt &#8211; Baumfällarbeiten, Sturmschäden oder eine Epidemie kannibalischer Dachse, keine Ahnung warum, jedenfalls sollte man da heute wohl nicht hoch. Also namen wir eben den Bauernhöhen-Weg (gelbe 2. Laut der doofen Wanderkarte heisst der offiziell Bayernhöhenweg, weil die Eierköpfe beim Landesvermessungsamt es seit Jahrzehnten nicht geschafft haben, den richtigen Namen der Anhöhe in ihre Karten einzubauen. Falls einer von euch Landesvermessern mitliest: Es heisst &#8220;BAUERNHÖHE&#8221;, mit einem &#8220;U&#8221;, nicht &#8220;Bayernhöhe&#8221;!!!!).<br />
Der ist steil und schmal und schlecht und war heute knietief mit welkem Herbstlaub bedeckt (sah lustig aus, wie der kurzbeinige Nemo da durchpflügte&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  ) und führt auf die Ostseite des Bergmassives über dem Balkhäuser Tal &#8211; eigentlich ganz gut, denn hinter dem Kamm war´s schön windgeschützt und entsprechend etwas weniger frisch. </p>
<p>Hier liefen wir dann weiter bergauf (unmarkierter Weg oberhalb des Melibokuswegs), bis zum oberen Ende der Darsbergwiese, dort links runter auf den Melibokusweg (gelbe 7), den dann wieder hoch bis zur Darsberghütte, und ab da dann doch auf dem Pürschweg (SJ2) weiter in Richtung Melibokus.<br />
Hier war dann auch Schluss mit halbwegs warm, denn der Pürschweg liegt ja westlich des Bergkammes und damit voll in der Bahn des arktischeisigen Südwestwindes, der so brutal kalt war, dass ich nach wenigen Metern auch noch das Stirnband in Position brachte, um meine rapide auskühlenden Ohren zu schützen (Nachteil: Ich hörte nicht mehr so gut, und musste von nun an regelmässig hinter mich schauen, um zu sehen, ob der Hund noch da war). </p>
<p>700 m. den Pürschweg hoch, dann halbrechts den Hohe-Stich-Weg (gelbes V) runter. Der führt bekanntlich durch ein weites, offenes Tal, von dem man selbst an normal klaren Tagen eine gute Sicht in die Ebene hat. Heute war´s grandios, ein gewaltiger, glasklarer Flickenteppich aus heller Sonne und dunklen Wolkenschatten, der sich bis an den messerscharf erkennbaren Taunus ausbreitete. Leider war´s viel zu eisig, um stehenzubleiben und zu geniessen, also mussten wir wohl oder übel weiter. </p>
<p>Am Ende des Hohe-Stich-Weges geradeaus (gelbe 4), an der pyramidenförmigen Grillhütte am Erlengrund vorbei, dann abwärts bis zum Anfang des Herrenweg oberhalb vom Alsbacher Schloss, dem wir noch ein Stück weit nach Süden folgten. Am Ende des nächsten Tals, nach ca. 400 m. dann rechts ab, auf einem geraden Weg direkt auf dem vorgelagerten Bergrücken runter bis auf den Comoder Weg. </p>
<p>Ursprünglich hatte ich von hier aus ja noch weiter nach Süden bis zum Lucibergweg runter nach Zwingenberg gewollt, aber inzwischen waren wir schon über 40 Minuten unterwegs, mir war Arschkalt, der Hund wirkte bereits ein klein wenig weniger enthusiastisch als am Anfang, und die verflixte Sonne ging auch schon wieder unter (heute wenigstens mal sichtbar und in hübschen Farben) &#8211; das reichte eigentlich, also machten wir, dass wir schnellstmöglich runter in nach Zwingenberg kamen: Ganz kurz rechts den Comoder Weg in Richtung Alsbacher Schloss, dann gleich links, und über einen unmarkierten Weg/ einen unsäglich steilen, schmalen, schlechten Trampelpfad oberhalb des zwingenberger Steinbruchs (unjoggbar, selbst der sehr geländegängige Nemo kam hier ins Rutschen, ich musste regelrecht klettern) runter zum Weg am Waldrand bei der Gordons Ruhe über Zwingenberg, dort dann rechts und runter bis ins tiefe, dunkle (aber windstille) Orbis-Tal. </p>
<p>Dort dann das Tal runter, noch schnell einen winzigen neuen Trampelpfad rechts den Hang hoch ausprobiert (der endete nach 100 m. in der Wildnis und wir mussten umkehren), dann die Orbis-Str. runter, rechts &#8220;Auf der Heide&#8221; hoch und zum nördlichen Stadtrand, und von dort aus dann die übliche Strecke auf dem Blütenweg nach Norden, durch Alsbach zurück nach hause.  </p>
<p>Alles Paletti, netter lauf mit gut aufgelegtem Hund und ein paar schönen Blicken in die Ebene, keine größeren Probleme ausser dem widerlich scheindendkalten Wind &#8211; aber an den muss man sich nun wohl wieder gewöhnen. </p>
<p>Und &#8211; nur um´s noch mal zu wiederholen: DIE ERSTEN 3000 BLOGKILOMETER SIND VOLLENDET!!!<br />
(und wie ich gerade sehe, ist es auch noch der 300. Post seid Blogbeginn. Na das passt ja&#8230;) </p>
<p>Strecke: 10,1 km<br />
Zeit: 1:04 h (= 9,47 km/h bzw. 6:20 min/km)<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 8,65% (9,52 km von 10,1 km)*<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/km-3000-tour.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/km-3000-tour.jpg?w=128" alt="km-3000-tour" title="km-3000-tour" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-2371" /></a></p>
<p>* ehrlich gesagt bin ich mir nicht sicher, ob ich einen Teil davon nicht doch schon mal bei einer gebloggter gebloggten Tour gelaufen bin und nur falsch katografiert habe, könnte also auch weniger sein&#8230;</p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>

</channel>
</rss>
