<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><!-- generator="wordpress.com" -->
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	>

<channel>
	<title>arbeitsteilung &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/arbeitsteilung/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "arbeitsteilung"</description>
	<pubDate>Tue, 01 Dec 2009 11:32:38 +0000</pubDate>

	<generator>http://en.wordpress.com/tags/</generator>
	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[AT | SR | Waffenfabrik Steyr | Fahrradabteilung + Katalog Waffenrad 1930]]></title>
<link>http://schlotforum.wordpress.com/2009/11/28/at-sr-waffenfabrik-steyr/</link>
<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 16:19:36 +0000</pubDate>
<dc:creator>vinyl79</dc:creator>
<guid>http://schlotforum.wordpress.com/2009/11/28/at-sr-waffenfabrik-steyr/</guid>
<description><![CDATA[Werksansicht der Fahrradabteilung kurz vor 1930. Hier wurden von 1894 &#8211; ca. 1934 die berühmten]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Werksansicht der Fahrradabteilung kurz vor 1930. Hier wurden von 1894 &#8211; ca. 1934 die berühmten]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Sind "moderne, christlich geprägte Familien" (ab-)normal?]]></title>
<link>http://imhermes.wordpress.com/2009/11/15/sind-moderne-christlich-gepragte-familien-ab-normal/</link>
<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 20:04:36 +0000</pubDate>
<dc:creator>Hermes</dc:creator>
<guid>http://imhermes.wordpress.com/2009/11/15/sind-moderne-christlich-gepragte-familien-ab-normal/</guid>
<description><![CDATA[Hallo zusammen, ich bin mit meinen politischen Meinungen je nach Thema recht unterschiedlich. Das ge]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Hallo zusammen, ich bin mit meinen politischen Meinungen je nach Thema recht unterschiedlich. Das geht von Konservativ zu modern und von links/sozial nach rechts/bürgerlich. Da ich nun eine Partei suche, bei der ich mich auch politisch engagieren möchte, weiss ich nicht wohin ich hingehen will. Ich habe zwar eine Partei gefunden, die mehr oder weniger meinen persönlichen Werten entspricht, allerdings mit zwei unterschieden. Der eine Unterschied möchte ich veröffentlichen&#8230;</p>
<p>Der Parteipräsident  (auf Gemeindeebene) dieser christlichen Partei hat mir gegenüber immer wieder betont, dass die &#8220;christlichen Werte&#8221; in der Ehe flöten gingen. Denn heutzutage können die meisten Frauen doch nur Essen, dass schon halbfertig ist, zubereiten. Dazu fügte er noch hinzu, dass ich ja aufpassen soll, dass meine Frau kochen kann. (Hier kam ich mir dann wie im falschen Film vor)</p>
<p>Denn ich bin der Meinung, besonders wenn die Frau sogar studiert (hat), dass sie dann auch arbeiten soll, wenn sie kann. Denn sonst hat sie umsonts ihren Beruf erlernt oder sogar umsonst ein Studium abgeschlossen. Ich meine jetzt die Zeit, bevor Kinder da sind. Da kann ich doch als Mann auch zum Haushalt beitragen, oder habe ich ein verzerrtes Weltbild von meiner Zeit als ich noch mit meiner Schwester bei der Mutter wohnte?</p>
<p>Ich stelle mir das so vor, dass wenn dann ein Familie besteht, die Kindern von &#8220;modernen Familien&#8221; von beiden Elternteile betreut werden, da ich wichtig finde, dass sich der Mann auch für die  Erziehung der Kinder einsteht (und nicht nur dann, wenn die Kinder auf stur schalten).</p>
<p>Warum sollte denn nur Nichtchristen, oder, wenn man es böse nennen will, &#8220;Wochenendschristen&#8221;, vorenthalten moderne Familien zu führen? Irgendwie sehe ich dass nicht ein, denn in der Elberfelder-Übersetzung steht im 1. Korinther 7.3 :</p>
<blockquote><p>Der Mann leiste der Frau die eheliche Pflicht, ebenso aber auch die Frau dem Mann.</p></blockquote>
<p>Ich schliesse daraus, dass sich der Mann auch in die &#8220;ehelichen Pflichten&#8221; einbinden (lassen) muss, und dass sie sich nicht nur auf das zu-Hause-essen und auf das Geld verdienen beschränken.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der Mann, der wäscht]]></title>
<link>http://mynegativethinking.wordpress.com/2009/09/25/der-mann-der-wascht/</link>
<pubDate>Fri, 25 Sep 2009 14:35:08 +0000</pubDate>
<dc:creator>negthinking</dc:creator>
<guid>http://mynegativethinking.wordpress.com/2009/09/25/der-mann-der-wascht/</guid>
<description><![CDATA[Ich kann keine Waschmaschine bedienen. Na ja, ich &#8220;kann&#8221; nicht, ist übertrieben, ich hab]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Ich kann keine Waschmaschine bedienen. Na ja, ich &#8220;kann&#8221; nicht, ist übertrieben, ich habe es einfach noch nie gemacht. Bei uns wäscht der Mann, ich mache die Nachbereitung. Nun kommt es schon mal zu Engpässen. Wie heute. Heute habe ich keine sauberen Unterhosen für die Kinder. Muss irgendein Problem der Steuerung oder der Planung sein. Jedenfalls habe ich jetzt keine. Und der Dreijährige muss wieder Windeln tragen.<br />
Ja, ich könnte mich da jetzt auch reinarbeiten und selbst waschen, sozusagen die Intiative zur Lösung des Problems ergreifen. Aber ich muss ja im Blog &#8230;</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Stufe 3:   Die Wahrheit von der Überwindung  = Tibetische Philosophie ]]></title>
<link>http://ordendesmitgefuehls.wordpress.com/2009/07/24/stufe-3-die-wahrheit-von-der-uberwindung-tibetische-philosophie/</link>
<pubDate>Fri, 24 Jul 2009 17:26:44 +0000</pubDate>
<dc:creator>jampa-emil</dc:creator>
<guid>http://ordendesmitgefuehls.wordpress.com/2009/07/24/stufe-3-die-wahrheit-von-der-uberwindung-tibetische-philosophie/</guid>
<description><![CDATA[In der tibetischen Philosophie wird erläutert und nachgewiesen, dass jeder Gedanke, jedes Vorhaben e]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>In der tibetischen Philosophie wird erläutert und nachgewiesen, dass jeder  Gedanke, jedes Vorhaben erst dann zu 100% als „Guthaben“ auf dem Konto „Auf dem  Weg zur Wiedergeburt“ verbucht wird, wenn das Vorhaben selbstlos durch die  entsprechende Tat umgesetzt wurde.</p>
<p>Buddha lehrt uns einen Weg zur Vermeidung des Leidens, der vor 2.500 Jahren  realisierbar war. Das war überwiegend der Weg der Theorie, die Veränderung des  Geistes durch die ständige Prägung durch Gebete, Studium und Meditation.<br />
Eine praktische Schulung der Menschen zur Praktizierung von Nächstenliebe  und sachkundiger Hilfestellung zu Gunsten fühlender Wesen war in jener Zeit  nicht möglich.<br />
Die nachfolgenden Verbreiter der Lehre Buddhas stützten sich  und stützen sich noch immer ausschließlich auf diese Theorie, ohne im Laufe der  vergangenen Generationen auch nur den Versuch unternommen zu haben, Buddhas  Lehre mit Leben zu erfüllen.<br />
Praktisches Arbeiten kostet Kraft, der  selbstlose Einsatz und tätige Dienst ist geprägt von Demut.<br />
Viele der  ehrwürdigen Schüler von Buddhas Lehre scheuen die Arbeit nicht und sind gewillt  in Demut selbstlos bedürftigen Wesen zu helfen.</p>
<p>Die Geshe und Mönche sind zuständig für die Gebete, das Studium heiliger  Schriften und die Meditation. Die praktische Anwendung des Mitgefühls ist  Aufgabe der Laien.<br />
Dies ist die Arbeitsteilung, dir mir von konservativen  Religionsvertretern in Dharamsala nahegebracht wurde.<br />
Das ist jedoch eine  falsche Ansicht.<br />
Buddhas Lehre fordert von allen das Handeln und Wirken zum  Wohle der fühlenden Wesen.</p>
<p><img class="alignnone" src="http://www.orden-des-mitgefuehls.de/media/img/img/img_stufe-3.jpg" alt="" width="420" height="314" /></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Leben wir das anders vor?]]></title>
<link>http://pbpp.wordpress.com/2009/07/12/leben-wir-das-anders-vor/</link>
<pubDate>Sun, 12 Jul 2009 01:35:12 +0000</pubDate>
<dc:creator>Pat</dc:creator>
<guid>http://pbpp.wordpress.com/2009/07/12/leben-wir-das-anders-vor/</guid>
<description><![CDATA[Bitterfotze von Maria Sveland scheint wohl heftige Debatten so mancherorts auszulösen. Ich bin erst ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Bitterfotze von Maria Sveland scheint wohl heftige Debatten so mancherorts auszulösen. Ich bin erst mal über den Titel gestolpert. Klingt er doch so gar nicht nach dem, was mich auch nur im geringsten interessieren könnte. Aber als ich das bei einem bekannten Videoportal gesehen habe, hat sich diese Ansicht gewandelt und ich habe mich gleich selbst gefragt, wie das bei uns so ist.<br />
Aber schaut erst einmal:</p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/2XlszfqhD8U&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/2XlszfqhD8U&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span><br />
Leider muss ich sagen, dass meine Frau da die Verliererin ist und ich vielleicht die Minigewinnerin. Denn ganz so krass ist das bei uns wirklich nicht. Da wird schon meist halbe/halbe gemacht. Aber eben nicht immer und latent arbeitet mein Schatz möglicherweise doch mehr, als ich. Und fragt ihr sie, würde sie sicher sagen, viel mehr. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Es ist aber wohl doch so, dass in einer Beziehung immer einer mehr als der andere arbeitet. Die Frage ist aber meiner Meinung nach nicht, ob mehr, sondern eher wie viel mehr.</p>
<p>Aber mal ganz abgesehen davon. Ist es nicht erstaunlich, dass es Singlefrauen seelisch besser geht, als verheirateten. Schlimm finde ich auch die Erwartung, dass eine Mutter immer bei ihrem Kind zu sein hat. Was scheinbar eine doch verbreitete Auffassung in den früher kapitalistisch statt sozialistisch geführten Gefilden dieses Landes ist. Und nach <a href="http://pbpp.wordpress.com/2009/03/19/kitaplatz-gebongt/#comment-1248" target="_blank"><font color="#FF00FF">diesem letzten Kommentar</font></a> und diesem hier eingebundenen Video wundert mich jetzt gar nicht mehr, dass <a href="http://regenbogenfamilie.wordpress.com/2009/03/31/immer-und-immer-wieder/" target="_blank"><font color="#FF00FF">Bärbel doch scheinbar öfter erklären muss</font></a>, wo der Kleine jetzt ist.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Das Problem der Arbeitslosigkeit Teil V (Wohlstand durch Industrialisierung)]]></title>
<link>http://thomasreis.wordpress.com/2009/06/04/das-problem-der-arbeitslosigkeit-teil-v-wohlstand-durch-industrialisierung/</link>
<pubDate>Thu, 04 Jun 2009 20:20:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>Thomas Reis</dc:creator>
<guid>http://thomasreis.wordpress.com/2009/06/04/das-problem-der-arbeitslosigkeit-teil-v-wohlstand-durch-industrialisierung/</guid>
<description><![CDATA[Nach dem, was ich bislang über den Mechanismus, den Lebensunterhalt durch Erwerbsarbeit sicherzustel]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Nach dem, was ich bislang über den <a title="Dieses der Erwerbsarbeit innewohnende Spannungsverhältnis kann die Motivation für die Menschen sein, die ihren Lebensunterhalt als Arbeitnehmer bestreiten, möglichst gute Leistungen zu erbringen, um ihren Arbeitsplatz zu sichern. Damit erzielt ein Arbeitgeber Gewinne, die er weiter investieren oder konsumieren kann und erzeugt damit den Bedarf nach weiterer Erwerbsarbeit, die wiederum weiteren Menschen die Möglichkeit gibt, ihren Lebensunterhalt zu sichern." href="http://thomasreis.wordpress.com/2009/04/18/das-problem-der-arbeitslosigkeit-teil-ii-entgegengesetzte-interessen/">Mechanismus, den Lebensunterhalt durch Erwerbsarbeit sicherzustellen,</a> gesagt habe, stehen die Strategie, die Kaufkraft der Menschen durch steigende Löhne zu erhöhen und die Strategie, mehr Produkte zu verkaufen, indem deren Preise kontrolliert werden, in einem Zusammenhang: Beide begrenzen sich gegenseitig. Höhere Löhne bewirken tendenziell höhere Produktionskosten und damit höhere Preise. Eine Senkung von Produktionskosten durch die Dämpfung von Lohnkosten schwächt die Kaufkraft der davon betroffenen Arbeitnehmer und bewirkt tendenziell, dass Erwerbsarbeit in ihrem Potential, den Lebensunterhalt der Menschen sicherzustellen, geschwächt wird. Aber warum ist es denn überhaupt notwendig, die Kaufkraft zu <em>erhöhen</em> oder Gewinne zu erhöhen, indem man <em>mehr Produkte verkauft</em>? Kurz: Warum muss alles immer mehr werden? Warum muss die Wirtschaft wachsen?</p>
<h3>Ein idealer Lohn?</h3>
<p>Rein theoretisch könnten doch die beiden sich gegenseitig begrenzenden Strategien zu einem Ergebnis führen, das für alle zufriedenstellend ist: Erwerbsarbeit wird zu einem Lohn ausgeübt, der den Menschen genügend Kaufkraft verschafft, um ihren Lebensunterhalt angemessen bestreiten zu können und gleichzeitig die Erwerbsarbeit für den Arbeitgeber hinreichend rentabel macht, um weiterhin ein Interesse daran zu haben, Tätigkeiten von anderen ausüben zu lassen. Diesen idealen Lohn müsste man nur finden und für alle Zeiten festschreiben.</p>
<h3>Knappheit der Güter und Unendlichkeit der Bedürfnisse</h3>
<p>Der Grund, warum trotzdem so gut wie alle relevanten politischen Kräfte auf eine wachsende Wirtschaft setzen, um damit den Menschen den Erwerb der Mittel zur Sicherung ihres Lebensunterhalts zu ermöglichen, ist die allgemein angenommene Knappheit der Güter, die einer potentiellen Unendlichkeit der Bedürfnisse gegenübersteht. Angesichts von stetig mehr als drei Millionen Menschen, die keine Erwerbsarbeit ausüben können, obwohl sie das möchten, kann man dieser Annahme ja auch wenig entgegensetzen. Darüber, ob dieses Wachstumsdiktat ewig so weiter gehen kann, und ob es irgendwann einmal möglich sein wird, die Bedürfnisse der Menschen auch ohne ein zwingendes Wachstum der Wirtschaft angemessen zu befriedigen, muss noch gesondert nachgedacht werden. Interessant im Zusammenhang mit dem Problem der Arbeitslosigkeit ist das Mittel, mit dem dieses Wachstum hauptsächlich erreicht werden soll: Die stetige Verbesserung von Werkzeugen und Arbeitsabläufen.</p>
<h3>Bedrängte Situation der Menschen</h3>
<p>Lange Zeit waren die Menschen nicht in der Lage, die Grundbedürfnisse aller zuverlässig zu befriedigen. Vor Beginn der Industrialisierung waren die Menschen im Wesentlichen auf ihre Körperkraft und auf die Kräfte angewiesen, die sie in der Natur täglich vorgefunden haben: Feuer, Wasser, Wind, Nutztiere, Fruchtbarkeit des Bodens, etc. Auf dieser Grundlage konnten alle Güter hergestellt werden, die benötigt wurden, um den Menschen Nahrung, Schutz gegen Naturgewalten und einen öffentlichen Raum zur Verfügung zu stellen.</p>
<p>Die Menge der Güter, die so hergestellt werden konnten, reichte allerdings bei weitem nicht aus, um allen Menschen zugute kommen zu können. Hungersnöte waren eine ständige allgemeine Bedrohung und andere politische Machtverhältnisse, als die damals geltenden, die für viele Menschen karge Lebensbedingungen zur Folge hatten, um wenigen eine gute Versorgung zu sichern, wären kaum möglich erschienen.</p>
<h3>Siegeszug der Industrialisierung</h3>
<p>Die allgemeinen Lebensbedingungen konnten sich erst verbessern, als es gelang, durch die Nutzung fossiler Energieträger ungleich kraftvollere Maschinen und Werkzeuge zu bauen, als sie bislang denkbar gewesen wären und als durch Arbeitsteilung die Produktion von Gütern vom menschlichen Lebensrhythmus unabhängig gemacht werden konnte (brilliant wird dies beschrieben in &#8220;<a title="Vita activa" href="http://www.amazon.de/Vita-activa-oder-t%C3%A4tigen-Leben/dp/3492236235/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#38;s=books&#38;qid=1239122346&#38;sr=8-1" target="_blank">Vita aktiva</a>&#8221; von <a title="Hannah Arendt" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hanna_Arendt" target="_blank">Hannah Arendt</a>). Menschliche Arbeitskraft konnte auf diese Weise sehr viel effektiver eingesetzt werden als zuvor und in der gleichen Zeit mehr Güter produzieren. Für diese Güter gab es allgemein einen großen Bedarf und durch eine sich stetig entwickelnde Orgaisation der Arbeiter untereinander konnten steigende Löhne erstritten werden, wodurch die allgemeine Kaufkraft erhöht wurde. Dadurch gab es für die mehr hergestellten Güter auch eine Nachfrage. Der in <a title="Zu Teil III" href="http://thomasreis.wordpress.com/2009/05/09/das-problem-der-arbeitslosigkeit-teil-iii-effekt-durch-steigerung-der-kaufkraft/" target="_blank">Teil III</a> skizzierte <a title="Dieses der Erwerbsarbeit innewohnende Spannungsverhältnis kann die Motivation für die Menschen sein, die ihren Lebensunterhalt als Arbeitnehmer bestreiten, möglichst gute Leistungen zu erbringen, um ihren Arbeitsplatz zu sichern. Damit erzielt ein Arbeitgeber Gewinne, die er weiter investieren oder konsumieren kann und erzeugt damit den Bedarf nach weiterer Erwerbsarbeit, die wiederum weiteren Menschen die Möglichkeit gibt, ihren Lebensunterhalt zu sichern." href="http://thomasreis.wordpress.com/2009/04/18/das-problem-der-arbeitslosigkeit-teil-ii-entgegengesetzte-interessen/" target="_blank">Effekt</a> führte dazu, dass der Mechanismus der Erwerbsarbeit funktionierte.</p>
<p>Muss man also lediglich die Anstrengungen erhöhen, Maschinen und Werkzeuge zu verbessern, um diesen Effekt auch weiterhin am Laufen zu halten und so das Problem der Arbeitslosigkeit zu lösen? Oder hat auch diese Strategie ihre Grenzen? Damit werde ich mich in Teil VI befassen.</p>
<ul>
<li><a title="Zu Teil I" href="http://thomasreis.wordpress.com/2009/04/09/das-problem-der-arbeitslosigkeit-teil-i-arbeit-oder-erwerbsarbeit/" target="_self"><strong>Das Problem der Arbeitslosigkeit Teil I (Arbeit oder Erwerbsarbeit?)</strong></a></li>
<li><a title="Zu Teil II" href="http://thomasreis.wordpress.com/2009/04/18/das-problem-der-arbeitslosigkeit-teil-ii-entgegengesetzte-interessen/" target="_blank"><strong>Das Problem der Arbeitslosigkeit Teil II (entgegengesetzte Interessen)</strong></a></li>
<li><a title="Zu Teil III" href="http://thomasreis.wordpress.com/2009/05/09/das-problem-der-arbeitslosigkeit-teil-iii-effekt-durch-steigerung-der-kaufkraft/" target="_blank"><strong>Das Problem der Arbeitslosigkeit Teil III (Effekt durch Steigerung der Kaufkraft?)</strong></a></li>
<li><a title="Zu Teil IV" href="http://thomasreis.wordpress.com/2009/05/17/das-problem-der-arbeitslosigkeit-teil-iv-effekt-durch-sinkende-lohnkosten/" target="_blank"><strong>Das Problem der Arbeitslosigkeit Teil IV (Effekt durch sinkende Lohnkosten?)</strong></a></li>
<li><strong>Das Problem der Arbeitslosigkeit Teil V (Wohlstand durch Industrialisierung)</strong></li>
<li><a title="Zu Teil VI" href="http://thomasreis.wordpress.com/2009/06/23/das-problem-der-arbeitslosigkeit-teil-vi-verdrangung-menschlicher-arbeitskraft/" target="_blank"><strong>Das Problem der Arbeitslosigkeit Teil VI (Verdrängung menschlicher Arbeitskraft)</strong></a><strong> </strong></li>
<li><strong><a title="Zu Teil VII" href="../2009/06/28/das-problem-der-arbeitslosigkeit-teil-vii-erwerbsarbeit-als-verteilungsmasstab/" target="_blank">Das Problem der Arbeitslosigkeit Teil VII (Erwerbsarbeit als Verteilungsmaßstab?)</a></strong><strong> </strong></li>
<li><a title="zu Teil VIII" href="../2009/07/19/das-problem-der-arbeitslosigkeit-teil-viii-gegenthese-demographische-entwicklung/" target="_blank"><strong>Das Problem der Arbeitslosigkeit Teil VIII (Gegenthese: demographische Entwicklung)</strong><strong> </strong></a><strong><a title="Zu Teil IX" href="../2009/07/26/das-problem-der-arbeitslosigkeit-teil-ix-gegenthese-verlagerung-der-kaufkraft/" target="_blank"><strong> </strong></a></strong></li>
<li><strong><a title="Zu Teil IX" href="../2009/07/26/das-problem-der-arbeitslosigkeit-teil-ix-gegenthese-verlagerung-der-kaufkraft/" target="_blank"><strong>Das Problem der Arbeitslosigkeit Teil IX (Gegenthese: Verlagerung der Kaufkraft)</strong></a></strong></li>
<li><a title="Zu Teil X" href="../2009/10/18/das-problem-der-arbeitslosigkeit-teil-x-losungsansatz-agenda-2010-einleitung/" target="_blank"><strong>Das Problem der Arbeitslosigkeit Teil X (Lösungsansatz Agenda 2010: Einleitung)</strong></a></li>
<li><a title="zu Teil XI" href="../2009/10/21/das-problem-der-arbeitslosigkeit-teil-xi-losungsansatz-agenda-2010-situation-vor-einfuhrung/" target="_blank"><strong>Das Problem der Arbeitslosigkeit Teil XI (Lösungsansatz Agenda 2010: Situation vor Einführung)</strong></a></li>
<li><strong><a title="Zu Teil XII" href="../2009/11/01/das-problem-der-arbeitslosigkeit-teil-xii-losungsansatz-agenda-2010-sozialdemokratisches-dilemma/" target="_blank">Das Problem der Arbeitslosigkeit Teil XII (Lösungsansatz Agenda 2010: sozialdemokratisches Dilemma)</a></strong></li>
<li><a title="Zu Teil XIII" href="../2009/11/05/das-problem-der-arbeitslosigkeit-teil-xiii-exkurs-sind-ungleiche-einkommen-gerecht/" target="_blank"><strong>Das Problem der Arbeitslosigkeit Teil XIII (Exkurs: Sind ungleiche Einkommen gerecht?)</strong></a></li>
<li><a title="zu Teil XIV a" href="../2009/11/22/das-problem-der-arbeitslosigkeit-teil-xiv-a-losungsansatz-agenda-2010-frage-der-rechtfertigung/" target="_blank"><strong>Das Problem der Arbeitslosigkeit Teil XIV a (Lösungsansatz Agenda 2010: Frage der Rechtfertigung)</strong></a></li>
<li><a title="Zu Teil XIV b" href="../2009/11/22/das-problem-der-arbeitslosigkeit-teil-xiv-b-losungsansatz-agenda-2010-frage-der-rechtfertigung/" target="_blank"><strong>Das Problem der Arbeitslosigkeit Teil XIV b (Lösungsansatz Agenda 2010: Frage der Rechtfertigung)</strong></a><strong><br />
</strong></li>
</ul>
<p><a title="zu Teil VIII" href="../2009/07/19/das-problem-der-arbeitslosigkeit-teil-viii-gegenthese-demographische-entwicklung/" target="_blank"><strong> </strong></a></p>
<p><strong><a title="Zu Teil VII" href="../2009/06/28/das-problem-der-arbeitslosigkeit-teil-vii-erwerbsarbeit-als-verteilungsmasstab/" target="_blank"></a></strong></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Menschen sind nicht auswechselbar]]></title>
<link>http://anaximenesstabil.wordpress.com/2009/05/22/menschen-sind-nicht-auswechselbar/</link>
<pubDate>Fri, 22 May 2009 16:28:54 +0000</pubDate>
<dc:creator>Martin Traunfeld</dc:creator>
<guid>http://anaximenesstabil.wordpress.com/2009/05/22/menschen-sind-nicht-auswechselbar/</guid>
<description><![CDATA[  Vor geraumer Zeit – ich war damals noch in einem anderen Job – problematisierte ein Kollege die Ve]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="text-align:justify;"> </p>
<p style="text-align:justify;">Vor geraumer Zeit – ich war damals noch in einem anderen Job – problematisierte ein Kollege die Verlagerung von Fabriken von Hochlohnländern in Billiglohnländer. An die genauen Umstände kann ich mich nicht mehr erinnern, aber ich weiß noch, dass ich damals argumentierte, dass es den Erwerbstätigen in diesen Billiglohnländern viel schlechter ginge als bei uns im Hochlohnland und daher so eine Verlagerung doch zu begrüßen sei: Die bislang Erwerbstätigen in dem Hochlohnland würden ohnehin eine neue Anstellung finden oder wären anderenfalls viel besser sozial abgesichert als die vor der Verlagerung Erwerbslosen im Niedriglohnland. Insgesamt also eine Verbesserung und außerdem könne das gegenständliche Produkt kostengünstiger produziert werden, was letztendlich z. B. den Käufern zu Gute kommen könne.</p>
<p style="text-align:justify;">Auch heute glaube ich im Prinzip an die (internationale) Arbeitsteilung und die damit ermöglichten Wohlstandseffekte, etwa gemäß der Theorie der komparativen Kostenvorteile von David Ricardo. Allerdings lehne ich es mittlerweile ab, den einen Menschen ohne Weiteres gegen einen anderen auszutauschen. In Fällen wie dem eben geschil-derten, geht dies obendrein noch mit einem gegeneinander Ausspielen von Menschen einher, Zwecks Nivellierung nach unten. Menschen sind nun einmal nicht austauschbar oder aufrechenbar, weil jeder Mensch ist für sich unendlich viel wert und mit Unendlichkeiten lässt sich nun einmal nur unter sehr eingeschränkten Bedingungen korrekt hantieren.</p>
<p style="text-align:justify;">Auf den Extremfall des menschlichen Lebens bezogen, bringt es bekanntlich der Talmud – denn Gott sieht es wohl genauso – auf den Punkt:</p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;">Wer nur ein einziges Leben rettet, rettet die ganze Welt.</p>
</blockquote>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[G.küsst]]></title>
<link>http://gertigeh.wordpress.com/2009/03/24/1058/</link>
<pubDate>Tue, 24 Mar 2009 22:45:28 +0000</pubDate>
<dc:creator>G. Mara G.</dc:creator>
<guid>http://gertigeh.wordpress.com/2009/03/24/1058/</guid>
<description><![CDATA[* heute morgen &#8230; hat mich jemand wachgeküsst. schönen juten abend, liebe mitLIEBEnden. was wil]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><strong><span style="color:#0000ff;">*</span></strong></p>
<p><strong><span style="color:#0000ff;">heute morgen &#8230; hat mich jemand wachgeküsst. schönen juten abend, liebe mitLIEBEnden. was will FRAU mehr, als morgens wachgeküsst zu werden? *smile*</span></strong></p>
<p><strong><span style="color:#0000ff;">er hatte einen so unwahrscheinlich glatten oberlippenbart der weder in irgendeiner weise piekste noch sonstwie störend war. *hach* was hat der mich geküsst im ganzen gesicht. er lag so halb an mir, auf mir könnte man fast sagen und war zärtlich und behutsam bis zum gehtnichtmehr.<br />
bis ich wach wurde.<br />
da war er dann weg.<br />
ich hab noch eine weile vor mich hingeschmunzelt und mich über diesen glatten schnurrbart gewundert.</span></strong></p>
<p><strong><span style="color:#0000ff;">träume sind wirklich eine nette ein-richtung! und vor allem immer wieder erstaunlich. im traum hab ich&#8217;s echt viel und oft mit männern zu tun, im leben im moment eher weniger.</span></strong></p>
<p><strong><span style="color:#0000ff;">inhaltlich wars n schöner tag heute, wetterbezogen eher nicht so. ich war mit meiner *kleinen* im wald, sie hatte lust auf ein shooting. </span></strong></p>
<p><strong><span style="color:#0000ff;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1059" title="22" src="http://gertigeh.wordpress.com/files/2009/03/22.jpg" alt="22" width="500" height="200" /></span></strong><br />
<strong><span style="color:#0000ff;">vorher war ich &#8230; dann doch nicht bei meiner ärztin, das kann warten bis april, dann lohnt auch die praxisgebühr &#8230; aber bei meinem personl-mechaniker war ich dann wirklich. die prognosen für meinen golf stehen gar nicht mal so schlecht und GOTTseiDANK sind im motorraum akut nur ein paar kleinigkeiten in ordnung zu bringen.<br />
mein mit heißluft gefüllter geldboitel freut sich.</span></strong></p>
<p><strong><span style="color:#0000ff;">die sonne lugte ab und zu mal durch die wolken und wir konnten ein paar nette aufnahmen machen. hat spaß gemacht. </span></strong></p>
<p><strong><span style="color:#0000ff;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1060" title="20" src="http://gertigeh.wordpress.com/files/2009/03/20.jpg" alt="20" width="500" height="360" /></span></strong></p>
<p><strong><span style="color:#0000ff;">und kuckt mal, wie man mit einem filter und einem klick im nu aus einer rothaarigen eine blonde machen kann:</span></strong></p>
<p><strong><span style="color:#0000ff;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1061" title="23" src="http://gertigeh.wordpress.com/files/2009/03/23.jpg" alt="23" width="500" height="361" /></span></strong></p>
<p><strong><span style="color:#0000ff;">und das noch, das find ich richtig stark. das bild und die frau. mein mädchen. weil sie innen mindestens genauso schön ist wie außen.</span></strong></p>
<p><strong><span style="color:#0000ff;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1063" title="21" src="http://gertigeh.wordpress.com/files/2009/03/21.jpg" alt="21" width="500" height="247" /></span></strong></p>
<p><strong><span style="color:#0000ff;">irgendwann zog sich der himmel dermaßen zu und ein mächtiger wind rauschte durch die bäume so dass ich meinte &#8221; wir müssen jetzt schnell weg hier &#8220;, hatten wir doch gestern durch das wohnzimmerfenster einen unglaublichen platzregen beobachten können.<br />
auf dem rückweg hagelte es dezent. hier und da fiel mir ein kleines weißes hagelkörnchen vor die füße und ich meinte, hagel wär gut, so würden wir wenixtenz nicht naß. </span></strong></p>
<p><strong><span style="color:#0000ff;">wir haben uns den ganzen rückweg lang wirklich ganz arg kaputtgelacht. ich hab mich gekrümmt vor lachen und mußte kurz stehen bleiben. jesses. dabei entgleisen mir sämtliche gesichtszüge, wenn ich einmal so *im lachen* bin. ich glaub da öffnet sich bei mir dann so ein kanal den man *albern* nennen könnte. wenn der einmal offen ist, dann bin ich drin, dann komm ich da auch so schnell nicht mehr raus. man kann das mit einem &#8220;anfall&#8221; vergleichen, das kommt völlig unverhofft &#8230; und ich kann da echt nix machen.<br />
das hab ich dann auch meiner kleinen gesagt.<br />
&#8221; mensch maus, ich kann gar nicht mehr aufhören zu lachen &#8220;.<br />
und ich glaub, sie weiß dann ganz genau was sie sagen &#8220;muß&#8221;, damit das weitergeht.</span></strong></p>
<p><strong><span style="color:#0000ff;">anschließend waren wir dann noch kurz einkaufen, verschiedenes gemüse und unbedingt schoko-doppelkexe.<br />
n korb brauner champignons hatte es uns angetan und die maus meinte, dass das essen heute sehr champingnon-lastig werden würde. es sollte eine knoblauch-champignon-soße geben,<br />
&#8221; mit reis *für dich* &#8221; sagte sie, weil sie weiß wie gerne ich reis zum gemüse mag.<br />
und ich meinte &#8221; ist doch gut geregelt, ne? du kochst und ich spüle.&#8221;<br />
ja, das findet sie auch.<br />
den abwasch macht sie nicht so gern, und ich habs halt nicht so mit dem kochen. das ergänzt sich prima. solange sie noch da ist, meine maus. es ist zwar noch kein *ende* abzusehen, aber in planung ist es schon länger. und so lange &#8230; genieße ich einfach dass es noch so ist wie es ist.</span></strong></p>
<p><strong><span style="color:#0000ff;">&#8220;MAMA?&#8221; rief sie von der gemüsetheke zu mir rüber und hielt ein paar knackige junge zuchinis hoch, während ich im paprikamix wühlte und mir was passendes raussuchen wollte. ich finds irgendwie komisch wenn sie &#8220;mama&#8221; sagt &#8211; mittlerweile. aber &#8230; ich bin nun mal *mama*, und eben ihre, obwohl ich sie seit einiger zeit eher als freundin sehe. naja, vielleicht ist das ja auch nur einseitig, für sie bin ich halt *mama*, und sie wird auch immer mein *kind* sein &#8230; doch irgendwie hat sich da was in mir verändert, ihr gegenüber, ich bin raus aus dieser &#8220;mutter-kind&#8221; geschichte. obwohl ich bestimmt auch schon mal voll die mutter raushängen lasse. wahrscheinlich.</span></strong></p>
<p><strong><span style="color:#0000ff;">&#8220;ihhh&#8221; sagte ich, als ich in eine matschige grüne eingetütete paprikaschote fasste. darauf kam sie zu mir und schaute was ich in der hand hielt.<br />
&#8220;kuck ma!&#8221; sagte ich, und zeigte ihr die bunte dreierpackung, wovon die grüne geschrumpft und matschig war. sie drückte einmal auf das matschige ding und ein stinkender strahl spritzte durch die perforierte plastiktüte.<br />
&#8220;wehe du hast mich jetzt versaut.&#8221; sagte ich, und inspizierte meine schwarze weste.<br />
&#8220;boa, ja, du hast mich versaut.&#8221; sagte ich, als ich einen kleinen nassen fleck auf dem stoff entdeckte. und wir hatten wieder was zum grinsen.</span></strong></p>
<p><strong><span style="color:#0000ff;">* </span></strong></p>
<p><strong><span style="color:#0000ff;">nach dem köstlichen mahl hab ich n kleines abendschläfchen gemacht. der wecker hat dann wohl so gegen 20 uhr *in eins durch* geklingelt und ich bin erst gegen 22 uhr wieder aufgestanden. wahrscheinlich, weil ich nicht aus dem traum rauswollte. schon wieder ein mann, aber ein anderer als der, der mich am morgen wachgeküsst hatte.<br />
ein dunkelhaariger, dunkle augenbrauen, schwarzes haar, ein ausländischer akzent, weder türkisch noch italienisch, eher französisch. er brachte mein mobiliar ein wenig durcheinander. den wohnzimmertisch stellte er in die küche, und noch irgendwas veränderte er in der wohnung, was ich nicht mehr weiß. wir lagen auf der couch und küssten uns. ich wunderte mich darüber, weil er mir fremd vorkam obwohl wir ein paar waren. ich war irgendwie distanziert obwohl wir da küssend und innig auf der couch lagen. seltsam. es war abend, wochenende und er wollte feiern gehen, das wußte ich. so eine frage wie &#8221; wo gehen wir denn heute abend hin?&#8221; lag in der luft. und so ein &#8221; ich bleib lieber zu hause.&#8221; als antwort von mir.<br />
&#8220;meinst du das würde unserer beziehung schaden, wenn ich allein losziehe? &#8221; meinte er.<br />
ich fand die frage völlig daneben weil &#8230; nichts wirkliches kann jemals zerstört werden, dachte ich im traum. und entweder eine beziehung ist ne wahrhaftige oder nicht. was für ein komischer dialog.<br />
kann schon sein dass er losgezogen ist, ich hoffe es hat ihm spaß gemacht. ich wurde dann nämlich wach und werde das wohl nie erfahren. und bin schon gespannt auf den nächsten traum-mann. *g</span></strong></p>
<p><strong><span style="color:#0000ff;">*</span></strong></p>
<p><strong><span style="color:#0000ff;">so, dann werd ich mal &#8230; noch was lesen in <a href="http://www.amazon.de/gp/reader/3936862168/ref=sib_dp_pt#reader-page" target="_blank"><span style="color:#008000;">drunvalo melchizedek&#8217;s &#8220;Aus Dem Herzen Leben&#8221;</span></a><span style="color:#008000;">. </span>schlaft jut, liebe mitLIEBEnden und &#8230; laßt oich jut zudecken, kuschelt fein und all das.</span></strong></p>
<p><strong><span style="color:#0000ff;">beibei, mara <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </span></strong></p>
<p><strong><span style="color:#0000ff;">*</span></strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong></strong></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Altersgerechte Arbeitsorganisation]]></title>
<link>http://age50.wordpress.com/2009/03/17/altersgerechte-arbeitsorganisation/</link>
<pubDate>Tue, 17 Mar 2009 20:24:59 +0000</pubDate>
<dc:creator>age50</dc:creator>
<guid>http://age50.wordpress.com/2009/03/17/altersgerechte-arbeitsorganisation/</guid>
<description><![CDATA[alter(n)s- und bedarfsgerechte Arbeitsorganisation Arbeitsplätze hinsichtlich ihrer Belastung analys]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><strong>alter(n)s- und bedarfsgerechte Arbeitsorganisation</strong></p>
<ul>
<li>Arbeitsplätze hinsichtlich ihrer Belastung analysieren,</li>
<li>Alternativmodelle der Arbeitsplatzorganisation entwickeln und</li>
<li>Lösungen zur Verminderung der Belastung erarbeiten und umsetzen.</li>
<li>Verbesserung der Ergonomie sowie zur Arbeitsplatzgestaltung </li>
<li>Job Rotation und</li>
<li>sonstige Maßnahmen, wie z. B. sportliche Aktivitäten bzw. Ausgleichsübungen am Arbeitsplatz, flexible Arbeitszeiten oder auch Arbeitsteilung</li>
</ul>
<p>aus: Pro 50 – Arbeit mit Zukunft: Ist Ihr Unternehmen fit für den demografischen Wandel? Herausgegeben von PricewaterhouseCoopers AG, Frankfurt am Main Advisory, Performance Improvement – People &#38; Change Von Dr. Rosina M. Gasteiger, Dr. Heiko Lorson und Holger Leckebusch 1. Auflage August 2008,</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Na, wenn's im Haftungsprozess bei der Beweislast hilft.....]]></title>
<link>http://jusatpublicum.wordpress.com/2009/02/11/na-wenns-im-haftungsprozess-bei-der-beweislast-hilft/</link>
<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 05:49:40 +0000</pubDate>
<dc:creator>Liz</dc:creator>
<guid>http://jusatpublicum.wordpress.com/2009/02/11/na-wenns-im-haftungsprozess-bei-der-beweislast-hilft/</guid>
<description><![CDATA[wird die Verwendung der WHO-Checkliste mit den scheinbar banalsten , aber eben auch grundlegendsten ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="text-align:justify;">wird die <a href="http://www.dgch.de/downloads/dgch/Aktuelles/WHO_Checkliste.pdf" target="_blank"><span style="color:#0000ff;"><strong>Verwendung der WHO-Checkliste </strong></span></a>mit den scheinbar banalsten , aber eben auch grundlegendsten Fragen [ <strong>"Operieren wir auch den richtigen Patienten?" </strong>] vielleicht nicht nur empfohlen, sondern auch bei manchen Chirurgen auch mal in Betracht gezogen. <!--more-->Klingt überspitzt? Vielleicht. Ist aber bei solcher Check-Liste genauso wenig neu, wie bei den sog. <strong>Leitlinien</strong> im Medizinrecht, die von den Fachgesellschaften der medizinischen Fachgebiete formuliert werden. Die sollen &#8220;Handlungskorridor&#8221; für den Arzt bei der medizinischen Entscheidung sein, Abweichungen gleichwohl im Behandlungsfall eröffnen, aber im Falle ihrer Einhaltung dienen sie regelmässig als Entlastungsinstrument bei Fragen etwaiger medizinischer Behandlungsfehler. Entsprechend ist auch die im <a href="http://www.faz.net/s/Rub7F74ED2FDF2B439794CC2D664921E7FF/Doc~E7F2D3F06FC564F1D9A4F0A5799324F93~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank"><span style="color:#0000ff;"><strong>Beitrag der FAZ von heute zitierte Äusserung von Hartwig Bauer</strong></span></a> zu lesen, dem  Generalsekretär der <a href="http://www.dgch.de/de/dgch/index.html" target="_blank"><span style="color:#0000ff;"><strong>Deutschen Gesellschaft für Chirurgie,</strong></span></a> dass die  Kliniken  vermutlich auch aus juristischer Sicht gut beraten seien, sich an den Fragenkatalog der WHO zu halten: <em><strong>&#8220;Bei gerichtlichen Auseinandersetzungen muss nachgewiesen werden, dass sorgfältig gearbeitet wurde. Wer eine Checkliste vorweisen kann, ist sicher im Vorteil&#8221;</strong></em>, <a href="http://www.faz.net/s/Rub7F74ED2FDF2B439794CC2D664921E7FF/Doc~E7F2D3F06FC564F1D9A4F0A5799324F93~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank"><strong><span style="color:#0000ff;">so Bauer.</span></strong></a></p>
<p style="text-align:justify;">Na, wenn&#8217;s schon sonst keinen Grund gibt, dann überzeugt ja vielleicht wenigstens DER ? Es darf bezweifelt werden. Denn die Erfahrung bei den Leitlinien hat bereits gezeigt: Ihre NICHTeinhaltung führt, weil sie ja &#8220;nur&#8221; eine Handlungsempfehlung für mögliche Handlungskorridore seien, nicht automatisch eine Bejahung des Behandlungsfehlers (so u.a. <a href="http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&#38;Art=en&#38;Datum=2008-3&#38;nr=43694&#38;pos=10&#38;anz=274" target="_blank"><strong><span style="color:#0000ff;">BGH, Beschluss des VI. Zivilsenats vom 28.3.2008, VI ZR 57/07</span></strong></a>)</p>
<p style="text-align:justify;">Und auch ein weiterer Grund lässt zweifeln, wenn man das folgende Beispiel  für die Wahrnehmung von Pflichten durch die Medizin und Mediziner beleuchtet; nämlich die Wahrnehmung in der Wortbedeutung von Bewusstsein, Unrechtsbewusstsein und in  der realen Wahnehmung als Umsetzung der Pflicht :</p>
<p style="text-align:justify;">Seit 1997 gilt im <a href="http://bundesrecht.juris.de/tpg/index.html" target="_blank"><span style="color:#0000ff;"><strong>Gesetz über die Spende, Entnahme und Übertragung von Organen und Geweben</strong></span></a> die Verpflichtung von Krankenhäusern, vorhandene Organspender zu melden <a href="http://bundesrecht.juris.de/tpg/__11.html" target="_blank"><strong><span style="color:#0000ff;">(§ 11 TPG). </span></strong></a>Wohlgemerkt; keine blosse Checkliste, keine freiwillige &#8220;man könnte ja mal checken, ob&#8230;.&#8221;-Option, keine Leitlinie,  sondern klare gesetzliche Verpflichtung. Die seither nicht erfüllt wird. Und deren Nichterfüllung inzwischen ebenfalls schon seit Jahren offen zugegeben wird. Die einen reden darüber, weil sie sich seit ein paar Jahren fragen lassen müssen, warum sie als Koordinierungsstelle und als Vermittlungsstelle nicht erreicht haben, dass sie &#8211; trotz Vertrag und Finanzierung ihrer Aufgabe  (§§ 11, 12 iVm  Verträgen  &#8211; mehr Organentnahmen und mehr vermittelte Organe und versorgte Patienten als Erfolg verbuchen können, obwohl oft und gern zitiert die Bevölkerung grundsätzlich positiv Organspenden gegenüber eingestellt sei. Die anderen, weil sie anders als mit mangelndem Budget kaum die zu veröffentlichenden Zahlen erklären können. Obgleich mit dem Budget allein die Zahlen nicht zu rechtfertigen sind. Auch in nun rund 12 Jahren klarer gesetzlich normierter Pflichten und geregelter Budgets werden aber selbst bei den lebensrettenden oder Lebensqualität verbessernden Behandlungspotentialen die Ressourcen vorhandener Organe nicht genutzt, sondern allenfalls noch mehr Organspendebereitschaft und die Einführung der Widerspruchslösung eingefordert. Die überhaupt nichts ändern würde, wenn vorhandene Organe, für welche auch die Einwilligung vorläge,  auch dann nicht gemeldet, vermittelt und übertragen werden.  Daran ändern auch placebo-Ideen für <a href="http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=suche&#38;id=62811" target="_blank"><span style="color:#0000ff;"><strong>&#8220;Europäische Organspendeausweise&#8221; </strong></span></a>folglich nichts am Ergebnis der nicht realisierten möglichen Organentnahmen. Noch weniger der Sache dienlich sind populistische Forderungen wie die des Präsidenten der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Dr. med. Theodor Windhorst. Der ungeachtet der Tatsache, dass dies juristisch völlig neben der Sache und den verfassungs- und sonstigen gesetzlichen Grenzen läge , <a href="http://www.aekwl.de/index.php?id=123&#38;tx_ttnews[tt_news]=450&#38;tx_ttnews[backPid]=117&#38;cHash=e6f0e82f8c" target="_blank"><span style="color:#0000ff;"><strong>einen Volksentscheid über die Einführung einer Widerspruchslösung fordert.</strong></span></a> Macht nichts, wenn das dann nichts wird und solche Forderungen eher an Windeier, als an legal realisierbare und realistische Ideen erinnern. Denn  (der schwarze Peter kann dann leicht weitergegeben werden) Juristen  werden es eh verhindern, aber solche scheinbar Patienten unterstützende  Hauruck-Thesen eignen sich erst mal gut als Stimmungsmache und Vernebelungstaktik <a href="http://www.aekno.de/downloads/archiv/2005.08.021.pdf" target="_blank"><strong><span style="color:#0000ff;">vor den eigentlichen Problemen, die auch in NRW in den Kliniken und Transplantationszentren und der regionalen Koordinierungsstelle und dem Zusammenwirken oder dessen Fehlen bei der Gemeinschaftsaufgabe Organspende liegen. Seit Jahren.</span></strong></a> Und mehr durch Skandale, als durch ausbleibende Erfolgsbilanzen  bei der gesetzlichen Verpflichtung zur Organspende und Organtransplantation  seit 1997 auffallen. Nicht nur in NRW, allerdings. Aber das hat systembedingte Gründe, nicht gesetzliche und nicht Gründe mangelnder Organspendebereitschaft. Und <a href="http://www.vlk-online.de/files/articles/2004-05/seite141_147.pdf" target="_blank"><span style="color:#0000ff;"><strong>daran hat sich auch seit Jahren nichts  Entscheidendes geändert, bis heute nicht</strong></span></a></p>
<p style="text-align:justify;">Auch die Antwort der Bundesregierung auf die Große Anfrage der CDU-/CSU-Fraktion &#8220;Förderung der Organspende&#8221; vom 16.12.2004 (Bundestags-Drucksache 15/4542) greift diese Zahlen auf und gibt den Anteil der Krankenhäuser mit Intensivbetten, die sich an diesen Mitteilungen beteiligen, im Durchschnitt im Jahr 2003 mit nur 40% (bei den Krankenhäusern der Maximalversorgung 90%, der Zentralversorgung 67%, der Regelversorgung rund 39% und der Grundversorgung 18%) an. Die Bundesregierung weist in ihrer Antwort &#8211; ähnlich wie die 77. Gesundheitsministerkonferenz im Juni 2004 &#8211; das Schlüsselpotential für die Steigerung der postmortalen Organspende dem Wirken der Krankenhäuser zu. Meines Erachtens gibt es daneben und zusätzlich noch weitere Ursachen, auf die aber hier nicht den detail einzugehen ist &#8211; sie ändern nichts an der Verantwortung der Kliniken für deren eigene unerfüllte  Pflicht.</p>
<p style="text-align:justify;">Wenn aber selbst bei gesetzlich normieren Pflichten und der so gern zur Lebensrettung schwerstkranker Menschen und bei den immer wieder zitierten Zahlen jährlich auf der Warteliste sterbender Patienten derlei seit mehr als einem Jahrzehnt bekannt und geduldet ist auch bei den aufsichtspflichtigen Institutionen &#8211; <a href="http://www.vlk-online.de/files/articles/2000-04/seite127_141.pdf" target="_blank"><strong><span style="color:#0000ff;">obgleich auch dort Haftungsrecht gilt&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;..</span></strong></a></p>
<p style="text-align:justify;">Welches andere Schicksal kann daher schon  die nirgendwo gesetzlich  normierte Checkliste der WHO erfahren, so richtig und wirksam sie sein mögen, welche bestenfalls Empfehlungswert haben??</p>
<p style="text-align:justify;">
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Eine Steinzeit-Technologie? ]]></title>
<link>http://neusozialarbeit.wordpress.com/2009/02/06/eine-steinzeit-technologie-2/</link>
<pubDate>Fri, 06 Feb 2009 11:43:52 +0000</pubDate>
<dc:creator>Johann Ohneland</dc:creator>
<guid>http://neusozialarbeit.wordpress.com/2009/02/06/eine-steinzeit-technologie-2/</guid>
<description><![CDATA[Die Sozialarbeit vor ihrer Dritten industriellen Revolution Kästchendenken … . In der industriellen ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="margin:0 0 .0001pt;"><strong><em><span style="font-family:Garamond;color:#716059;"> </span></em></strong><strong><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#424142;">Die Sozialarbeit vor ihrer Dritten industriellen Revolution</span></strong></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><strong><span style="font-family:Garamond;color:black;"> </span></strong></p>
<p style="text-align:right;margin:0 0 .0001pt;" align="right"><a href="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/steinzeit2_das_experimen.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-436" title="steinzeit2_das_experimen" src="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/steinzeit2_das_experimen.jpg?w=460&#038;h=285#38;h=285" alt="" width="460" height="285" /></a></p>
<p style="text-align:right;margin:0 0 .0001pt;" align="right"><!--[if gte mso 9]&#62;  Normal 0 21       MicrosoftInternetExplorer4  &#60;![endif]--><!--  /* Font Definitions */  @font-face 	{font-family:Garamond; 	panose-1:2 2 4 4 3 3 1 1 8 3; 	mso-font-charset:0; 	mso-generic-font-family:roman; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:647 0 0 0 159 0;}  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-parent:""; 	margin:0cm; 	margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:12.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman";} a:link, span.MsoHyperlink 	{color:blue; 	text-decoration:underline; 	text-underline:single;} a:visited, span.MsoHyperlinkFollowed 	{color:purple; 	text-decoration:underline; 	text-underline:single;} p 	{mso-margin-top-alt:auto; 	margin-right:0cm; 	mso-margin-bottom-alt:auto; 	margin-left:0cm; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:12.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman";} @page Section1 	{size:612.0pt 792.0pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:36.0pt; 	mso-footer-margin:36.0pt; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --><!--[if gte mso 10]&#62; &#60;!   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman";} --> <!--[endif]--></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#990000;">Kästchendenken …</span></em></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></em></p>
<p style="text-align:right;margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">In der industriellen Fertigung ist es seit Jahren eine Binsenweisheit: Von ei­nem bestimmten Stand der technologischen Entwicklung an schlägt die Arbeitstei­lung um aus einem Antrieb in ein Hemmnis der Produktivität. In dem nach seinem ersten Theoretiker, dem amerikanischen Ingenieur <em>F. W. Taylor </em></span><a href="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/regal_1.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-437" title="Regal" src="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/regal_1.jpg?w=240&#038;h=180#38;h=180" alt="" width="240" height="180" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">benannten System der mechanisierten Fabrik galt es, alle Arbeitsgänge in kleine, einfache Sequenzen zu zergliedern und auf routinierte Spezialisten zu verteilen. Für die Abstimmung der atomisierten Teilarbeiten aufeinander sorgte die höhere</span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Intelligenz der Geschäftsleitung. Aus den Montagehallen Henry Fords nahm Taylors System seinen Siegeszug durch die Welt.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;"><br />
</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Doch eines Tags war der Punkt erreicht, wo die Zeitersparnis, die man durch gezielte Perfektionierung voneinander isolierter Arbeitsgänge erreichen konnte, wieder wett-gemacht wurde durch die sinkende Anteilnahme des Arbeiters an seinem Werk: Die Diskussion um die Humanisierung der Arbeitswelt zielte auf Seiten der Industrie von Anbeginn auf Steigerung der Produktivität durch erneuerte Arbeitsfreude. Von einem bestimmten Grad der Qualifikation an ist es nämlich, menschlich gesprochen, unver-meidlich, daß die Arbeitskräfte auch gewisse kulturelle Ansprüche an ihre Tätigkeit entwickeln. Man kann das eine nicht ohne das andere haben. </span></p>
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#990000;">…und Tonnenideologie </span></em></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></em></p>
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Der parzellierten Organisationsform des Arbeitsvorgangs entsprach freilich eine bestimmte Art des Produkts: Das Taylor-System gehört zu einer </span><a href="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/tonne.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-438" title="tonne" src="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/tonne.jpg?w=300&#038;h=199#38;h=199" alt="" width="300" height="199" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Massenproduktion, die auf eine gewisse Anzahl verhältnismäßig einfacher Durch- schnittsbedürf- nisse berechnet ist; wobei die Qualität dann standardisiert werden kann. Kästchendenken und Tonnenideologie liegen nah beieinander &#8211; wenn nämlich ein Experte der indifferenten Masse ‘Bevölkerung’ nach Maßgabe seiner Kapazitäten ‘Bedürfnisse’ zurechnet, die er dann planmäßig “abdeckt”. Da der Experte den Markt immer nur über den Daumen anpeilen kann, werden in diesem industriellen System tote Kosten in Gestalt von brachliegenden Ressourcen und Produktion auf Halde nicht ausbleiben.</span></p>
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;">
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">In einer Gesellschaft, die durch Individualisierung, Differenzierung und Pluralisierung gekennzeichnet ist, nimmt diese Vergeudung überhand, denn die Nachfrage individualisiert sich mit den Lebensstilen. Namentlich Hersteller sehr teurer Produkte &#8211; Autos z. B. &#8211; müssen Formen industrieller Fertigung entwickeln, die unmittelbar auf spezifische Nachfragen reagieren können, wenn (und  wo) sie ’sich zeigen’ &#8211; um nicht einen Teil der Ressourcen auf Verdacht in Vorratslagern brachlegen zu müssen.</span></p>
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;">
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#990000;">the Human factor</span></em></p>
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;">
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></em></p>
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Das macht die Wiedereinführung der menschlichen Intelligenz in den Produktionsvorgang erforderlich. In der </span></p>
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;"><a href="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/moderntimes4.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-439" title="Charlie Chaplin in Modern times" src="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/moderntimes4.jpg?w=414&#038;h=321#38;h=321" alt="" width="414" height="321" /></a></p>
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Taylor-Fabrik war die produktive Einbildungskraft des lebendigen Arbeitsvermögens lediglich eine virtuelle Fehlerquelle, </span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">die möglichst auszuschalten war: Auf perfekt routinierte  Handlungsabläufe reduziert, war die Arbeitskraft zu einem Subsystem der Maschine geworden. Nun sollen die brachliegenden humanen Reserven mobilisiert werden ; der mitdenkende Arbeiter, dessen Entscheidungskompetenz gefordert ist, soll den Produktionsap­parat flexibler machen.</span></p>
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;">
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Nach einem mißlungenem Anlauf in Schweden (Volvo) in den siebziger Jahren hatte das neue System in den Achtzigern in Japan (Toyota) seinen Durchbruch und ist, über Amerika, inzwischen auch in die deutsche Automobilindustrie eingekehrt. </span></p>
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">,</span></p>
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;">
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">‘Funktionsintegration’ durch Gruppenarbeit heißt das neue Stichwort, statt Spezialistentum ist Polyvalenz gefordert: Der eine soll an die Stelle des andern treten können. Wobei ‘Rotation’ nicht etwa das Ende der Arbeitsteilung bedeutet, sondern deren Höhepunkt: Eine umfassend qualifizierte Equipe verteilt die Aufgaben in eigner Verantwortung jedesmal neu, pragmatisch und je nach Lage der Dinge. Und ebenso pragmatisch kooperieren die Equipen auch horizontal miteinander, ohne zeitraubenden Instanzenweg. Die Informationen fließen direkt, ohne unnötige Redundanz, ‘Rauschen’ und Übertragungsverluste. ‘Flache Hierarchien’ &#8211; und am besten gar keine &#8211; sind Folge und Bedingung einer solchen Arbeitsorganisation. </span></p>
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;">
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Doch was in der industriellen Fertigung, wo man es mit toten Stoffen zu tun hat, schon selbstverständlich ist, ist es ausgerechnet in der Sozialarbeit, alias Helfende Beratung, wo man doch mit lebenden Menschen zu tun hat, noch lange nicht. &#8211; Paradox?</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Daß die spezialisierten Dienste, daß die ‘zuständigen’ Ämter und Abteilungen ei­fersüchtig über ihre geschützten Jagdgründe wachen und darüber, daß ja kein Loch in die Wände ihrer fachlichen Schubläden gebohrt wird &#8211; ist es absurd? Lauscht man den Klängen aus den Brüos der Jugendbehörden, so “muß das so sein”. Es sei nämlich die natürliche Folge des KJHG, welches in soundsoviel Paragraphen soundsoviel Bedarfe definiert, indem es soundsoviele Leistungen aufzählt, die ihnen entsprechen &#8211; und vor allem soundsoviel Töpfe schafft, aus denen das Geld kommt. Folgt aus dieser gesetzlichen Prämisse der Jugendhilfe ihre Parzellierung in </span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">ebensoviele spezialisierte ‘Dienste’ mit sachlicher Notwendigkeit?</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#990000;">Landnahme</span></em></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></em></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Mitnichten. Zuerst waren nämlich die vielen Dienste da, nicht die gesetzlichen Definitionen. Unterm Dach eines längst obsoleten JWG war ein institutioneller Wildwuchs ins Kraut geschossen, der keiner irgend professionellen Idee gehorchte, sondern lediglich dem Gesetz des geringsten Widerstands: Wo immer der wuchernde Berufsstand der Helfenden Berater eine “L</span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">ü</span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">cke” im System der (bezeichnenderweise so genannten) “psychosozialen Versorgung” erspähte, da sickerten sie ein, “deckten” sie “ab” und verteidigten die neugewonnene Parzelle mit Klauen und Nägeln gegen eine nimmermüde Konkurrenz.<a rel="nofollow" name="_ednref1"></a><a href="http://lesbian-sexashbydietlindetowncreek77.googlegroups.com/web/ff7209268d.html?gda=eiYnLkEAAACmW3JOhfDbWLif8GYkU3SdaHmL0vU82jIcxiZLBELHTvB4I9rOQDVjHWqXVeSY7JFTCT_pCLcFTwcI3Sro5jAzlXFeCn-cdYleF-vtiGpWAA&#38;rnd=7617"><span><span style="color:purple;">[1]</span></span></a> Das Kästchendenken ist ein Produkt des Aneignungsprozesses. Die Paragraphen des KJHG sanktionierten dann nur noch den Status quo von 1990; sie beschreiben einen (dagewesenen) Zustand, aber begründen tun sie nichts.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><a href="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/deutschorden.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-440" title="Deutscher Ritterorden" src="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/deutschorden.jpg?w=210&#038;h=162#38;h=162" alt="" width="210" height="162" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Die</span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> junge Standesgeschichte der Sozialarbeit/Sozialpädagogik </span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">ist die Geschichte einer Landnahme, und die äußert sich treffend in einer herrschaftlichen Metaphorik.Ihre Kampflosung heißt “Defizit”.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Das ist eine verschämte Sekundärbildung zu ‘Defekt’, von lat. <em>deficere</em>, und beide bedeuten, daß “etwas fehlt”. Doch daß etwas fehlt, kann nur der aussagen, der weiß, was ‘eigentlich’ alles da sein müßte; einer, der es besser weiß (und besser kann) als andere. Das Eroberungs- und Besitzstandswahrungs-Motiv der Professionellen reproduziert täglich neu eine hoheitlich-normative Fachlogik der Sozialen Arbeit, die “eigentlich” längst erledigt war. Was Ausnahme ist und was Regel, wer kann es noch sagen? Es ist gar keine Frage der richtigen Lehre mehr, sondern eine praktische Evidenz: Selbst wenn sie es wollte, die Sozialarbeit kann gar nicht mehr normativ sein &#8211; weil die verbindlichen Normen fehlen. Nichts ist mehr selbstverständlich.  Was der Einzelne soll, ist problematisch geworden. Und wird erstmal das Sollen zweifelhaft, ist bald auch das… Sein nicht mehr ganz faßbar.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#990000;">sich-selbst heraus-finden</span></em></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></em></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Es muß nun jeder sehen, wo er bleibt. Die gesellschaftlichen Institutionen ent­lasten ihn weiterhin &#8211; beim Gehen, aber nicht mehr von der Wahl seines Weges. Wohin er soll, muß jeder selbst herausfinden. Dabei ist die Lage, in der er steckt, unübersichtlicher denn je. Mit den ehrwürdigen Ordnungen sind auch die Orientierungsmarken geschwunden. Anything goes &#8211; woran soll man sich da noch halten? Was wichtig ist und was nebensächlich, verschwimmt in Gleich-Gültigkeit. Die Situation, in der sich einer befindet, mag ihm da leicht als ein Knoten vorkommen, in den er so fest verstrickt ist, daß er sich nicht mehr von Andern unterscheiden kann.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Daß einer allein nicht mehr zurechtkommt, ist in einer solchen Welt kein Defizit mehr, sondern gehört selber zur Norm. Helfende Beratung ist eine reguläre Dienstleistung geworden, die jeder früher oder später mal in Anspruch nimmt &#8211; in diesem Lebensbereich oder in einem andern. Rechtsberatung, Steuerberatung, Schönheitsberatung, Gesundheitsberatung, Anlageberatung &#8211; und Beratung in Fragen der privaten Lebensführung.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Damit ist der gesellschaftliche Platz der Sozialarbe</span><a href="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/gestrupp.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-441" title="Gestrüpp" src="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/gestrupp.jpg?w=300&#038;h=225#38;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">it radikal neu definiert. Nicht mehr Fürsorge, Anleitung und Versorgung im defizitären Ausnahmefall; nicht Wiederanpassung an eine materiale Norm: So und so sollst du es machen. Sondern helfende Beratung als reguläre Dienstleistung, denn die Norm ist heute nur noch formal: daß sich jeder selbst zurechtfindet. Die “schweren” Fälle unterscheiden sich in solcher Perspektive von den banalen nur noch graduell, nicht kategorial. Die Übergänge sind gleitend, klassifikatorische Rubriken verlieren ihren praktischen Sinn, denn jeder ‘Fall’ ist nunmehr singulär: Welches sein rechter Weg ist, kann keiner wissen als der Ratsuchende selbst. Er muß sich-selbst heraus-finden aus dem mehr oder minder festen Knoten, in dem er steckt. Wo er lang soll, kann kein Wegweiser ihm zeigen, er muß finden, indem er geht. Auch das schönste Ziel frommt nicht einem Jeden. “Eines schickt sich nicht für alle, schaue jeder, wie er’s treibe. Schaue jeder, wo er bleibe &#8211; und wer steht, daß er nicht falle”: Denn nicht jeder ist dem Weg gewachsen, der zu seinem Ziel führt.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Der helfende Berater hat vor allem einen Vorteil: Er steckt nicht selber in dem Knoten drin, sondern kann ihn von außen betrachten. Er hat Abstand und Übersicht. Seine Fachausbildung hat seinen Blick geschärft und er nimmt Möglichkeiten wahr, die dem Ratsuchenden verborgen sind wie der Wald von Bäumen. Er kann ihm Ausgänge zeigen und ihm Mut machen, daß er finden wird, wenn er sucht. Sich selbst herausfinden in dem Doppelsinn, daß er einen Ausweg sieht &#8211; und daß er unterwegs sich selbst antrifft als einen, der seinem Knoten zwar ‘angehört’, der aber auch herauskann: weil er will.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Diagnostische Begriffe, die dazu dienen, Populationen nach Fallmerkmalen zu sortieren, haben keinen praktischen Zweck mehr. Die Streitfrage, wie weit sie theoretisch gerechtfertigt sind, erledigt sich damit. Selbst in der Medizin ist ja der Begriff der Gesundheit (alias Normalität) nur negativ gefaßt als Abwesenheit von Krankheit: wenn die Funktionen der physischen Organisation ungestört verlaufen. Plausibel ist er auch dem Nichtfachmann, als Leben ohne Beschwerden. Im Bereich des psychischen Befindens fehlen solche Selbstverständlichkeiten. In der bürgerlichen Welt ist das Leben zu einer Aufgabe geworden; also beschwerlich seinem Wesen nach (nicht nur, aber immer auch). Worin die Aufgabe besteht &#8211; was er ’soll’ -, muß indessen jeder selbst herausfinden, siehe oben.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#990000;">Diagnosen?</span></em></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="text-align:right;margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Diagnostische Kategorien haben da nur noch heuristischen, erkenntnisleitenden, doch keinen konstitutiven, erkenntnisstiftenden Wert.</span><a href="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/mikroskop.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-442" title="Diagnose" src="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/mikroskop.jpg?w=210&#038;h=210#38;h=210" alt="" width="210" height="210" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> Sie sind ein Hilfsmittel, ein Geländer, an dem sich der Betrachter ins Durcheinander der individuellen Problemlagen vorantastet. Steht er erst mittendrin, kann er loslassen und mit seinen eigenen Augen sehen. Auf wahre Begriffe kommt es ihm nicht an, nur auf gangbare Wege. Er denkt pragmatisch, nicht doktrinal, und von seinen Deutungen weiß er: Alles kann auch anders sein. </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Das sind Binsenweisheiten, die kaum noch wer ausdrücklich bestreitet. Warum sie also wiederholen? </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Weil der diagnostische Sprach- und Denkduktus unter den Praktikern der Sozialarbeit einfach nicht totzukriegen ist. Denn die Wörter, die über die Sozialarbeit gesagt werden mögen, sind willfährig und Schall und Rauch, wenn die sachlichen Voraussetzungen ihrer täglichen Praxis ihnen nicht entsprechen. Für die Praktiker sind ihre sachlichen Voraussetzungen die Institutionen, die sie beschäftigen: die Plethora der um ihren Marktanteil konkurrierenden ‘Dienste’. Wenn aber der Ausgangspunkt der professionellen Reflexion der einzelne ‘Dienst’ und seine spezifische Leistung ist, dann verschwimmen die ratsuchenden Individuen Perspektivisch zum Abstraktum ‘Klientel’, das anhand allgemeiner Merkmale erst noch bestimmten Gesetzen (Begriffen, Typen, ‘Störungen’…) als deren jeweilige ‘Fälle’ zugeordnet werden muß. Die grammatische Unsitte, die weibliche <em>clientela</em> zum unpersönlichen Neutrum ‘das Klientel’ umzutaufen, entlarvt die ganze Logik, die den fachlichen Bestimmungsgrund der Sozialarbeit in der Selbstdefinition der Dienste ansetzt, statt im persönlichen Problem des jeweiligen Nutzers. Der diagnostische Denkstil ist unausrottbar, weil er dazu dient, den konkurrierenden Diensten die Kundschaft zuzuweisen &#8211; nicht zu viel und nicht zu wenig… ‘Das Klientel’ ist ein Kuchen, den es aufzuteilen gilt, und darum kann er nie groß genug sein.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#990000;">Generalistik</span></em></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></em></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Eine Sozialarbeit, die Berater und nicht mehr Wegweiser sein will, hat es nicht mit Fällen, sondern mit Personen zu tun. Wenn der Berater an dem einen etwas findet, was ihm bei einem andern auch schon auffiel, mag ihm das zur Orientie­rung dienen. Es charakterisiert dann sein eignes Nachdenken; doch nicht den Ratsuchenden. Denn der ist nicht für ihn, sondern er für jenen da. Bestimmungsgrund der Beratung sind nicht der Ratgeber und seine Begriffe, sondern der Ratsuchende und sein Problem, und die sind singulär. Sozialarbeit ist eine zusätzliche Ressource, die den Menschen bei der Bewältigung ihrer Lebensaufgaben zur Verfügung steht. Art und Weise der Hilfe wird bestimmt durch den Gebrauch, den der Ratsuchende von ihr.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> <span style="color:#ffffff;">.</span></span></p>
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Die Aufgaben des Sozialarbeiters präsentieren sich dadurch unspezifischer. Er weiß jetzt nicht mehr im Vorhinein, was da auf ihn zukommt. Er weiß nichtmal, ob er ihm gewachsen sein wird. Er steht in einem ‘Feld’ und wartet auf die Nachfrage &#8211; die ’sich zeigen’ muß, ehe er sie erkennen kann. Und dann muß er sich ihr stellen; das heißt: sich auf sie einstellen. Also statt das ‘Feld’ nach allgemeinen Begriffen zu sortieren und aufs besondere Profil der jeweiligen Dienste zu verteilen, “läßt er sie alle kommen” und berät sie so lange, wie er kann. Wenn er dann auch nicht mehr weiter weiß, läßt er sich selbst beraten, oder er rät. Schlimmstenfalls läßt er einen andern ran, vielleicht sogar einen Spezialisten… </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Die Sozialarbeiter müssen wieder zu waghalsigen Generalisten </span><a href="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/dietrich.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-443" title="Generalschlüssel" src="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/dietrich.jpg?w=210&#038;h=158#38;h=158" alt="" width="210" height="158" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">werden, wie sie es in den Anfängen ihres Berufs waren. <a rel="nofollow" name="_ednref2"></a><a href="http://lesbian-sexashbydietlindetowncreek77.googlegroups.com/web/ff7209268d.html?gda=eiYnLkEAAACmW3JOhfDbWLif8GYkU3SdaHmL0vU82jIcxiZLBELHTvB4I9rOQDVjHWqXVeSY7JFTCT_pCLcFTwcI3Sro5jAzlXFeCn-cdYleF-vtiGpWAA&#38;rnd=5819"><span><span style="color:purple;">[2]</span></span></a> Als umfassend qualifizierte Professionelle können sie das Spezialistentum überwinden und ihre Arbeitsteilung auf eine höhere Stufe stellen &#8211; als wechselnde Aufgabenverteilung von Fall zu Fall innerhalb einer eigenverantwortlichen Equipe. Daß das “nicht geht”, ist freilich ein verbreitetes Vorurteil &#8211; und beruht auf der eigenartigen Vorstellung, bei der Sozialarbeit käme es auf technische Präzision an und nicht auf produktive Einbildungskraft.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#ffffff;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#990000;">unscharfe Logik</span></em></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></em></p>
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Doch auch hier zeigt sich das naturwissenschaftliche Denken der zeitgenössischen Technik humaner als die Schubkasten-Logik behördlicher Beziehungsarbeiter. Die elektronische Datenverarbeitung, Prototyp von Präzision und Perfektion, erweist sich nämlich als schwerfällig und… ungenau bei der Darstellung komplexer Sachverhalte. Ihre Sprache kennt nur ja und nein, richtig oder falsch, und ihr ‘Denken’ ist eine lineare Verkettung binärer Sätze.</span></p>
<p style="text-align:right;margin:0 0 .0001pt;" align="right"><span style="color:#ffffff;">…</span></p>
<p style="text-align:right;margin:0 0 .0001pt;" align="right"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Damit läßt sich aber nur die Realität im Labor oder einem andern künstlichen System adäquat beschreiben. In der restlichen &#8211; physikalischen bis betriebswirtschaftlichen &#8211; Wirklichkeit sind die Ereignisse immer komplex,</span><a href="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/unscharf.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-444" title="unscharf" src="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/unscharf.jpg?w=241&#038;h=300#38;h=300" alt="" width="241" height="300" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> d. h. vielfältig bedingt. Schon für die Steuerung von Maschinensystemen im produktiven </span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Bereich ist die scharfe Ja-Nein-Logik zu ‘genau’ und schematisch; nicht zu reden von unternehmerischen Entscheidungen. Komplexität verlangt nach Vereinfachung &#8211; jedenfalls, wenn gehandelt werden soll. Nicht auf die treue Verrechnung aller Details kommt es an, sondern auf Einstellung, Zentrierung und Umstrukturierung des Wahrnehmungsapparats.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Die Beschreibung ganzer Gestalten erfordert analogisch-qualifizierende, nicht digital-zählende Zeichensysteme. Unterm Namen <em>Fuzzy Logic</em> wird neuerdings die natürliche Sprache mit ihren wertenden, aber vagen Alltagsbedeutungen in die Computertechnik eingeführt, und die ersten fuzzy-technischen Waschmaschinen, Staubsauger und Backöfen kommen gerade auf den Markt, die ihre Aufgaben selbst wahrnehmen und sich in Kenntnis ihrer Möglichkeiten je darauf umstellen können</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Und was heute schon den Staubsaugern zugemutet wird, soll für eine Equipe intelligenter Menschen eine Nummer zu groß sein? Das  wird im Ernst keiner behaupten. Dennoch: “Es geht nicht.” Warum nicht ? Weil es den Beamten in ihren Schubläden nicht gefällt?</span><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#696560;"> </span></p>
<p><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#990000;">das praktische Beispiel</span></em><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Ja, so könnte es sein. Es ist jedenfalls der Eindruck, der bei der Betrachtung des höchst aufhaltsamen Aufstiegs des Modells <em>Kinderhaus</em> von der Idee zur Wirklichkeit entsteht. Vor knapp drei Jahren erstmals in der Öffentlichkeit ent­wickelt, war es von Anbeginn als Exempel für die Sozialarbeit neuen Stils konzipiert; gleichzeitig und in Einem: soziokulturelle Tagesstätte für ältere Kinder in den städtischen Wohnvierteln; informelle Anlaufstelle für ratsuchende Kinder und ihre Familien; gesellige Wohnstatt für jene, die &#8211; aus dem einen oder andern Grund &#8211; nicht im Haushalt ihrer Eltern wohnen können oder wollen. Ein integratives Angebot (diesmal paßt das Wort), wo die Schubladenwände zwischen ‘weicher’ und ‘harter’ Jugendhilfe &#8211; zwischen ‘Förderung’/Prävention und ‘Hilfe zur Erziehung’/Intervention &#8211; ebenso gefallen ist wie die zwischen ’stationär’ und ‘ambulant’.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">..</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Nach drei Jahren und viel Mühsal ist im Berliner Arbeiterbezirk Friedrichshain jetzt,</span><a href="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/kinderhaus0003_bearbeitet-1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-445" title="Kinderhaus &#34;Little space&#34;" src="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/kinderhaus0003_bearbeitet-1.jpg?w=268&#038;h=300#38;h=300" alt="" width="268" height="300" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> als Grundstein zu einem Verbund gleichartiger Einrichtungen im ganzen Berliner Raum, das erste Kinderhaus eröffnet worden.  Eine Scheidung  zwischen ‘offenem’ (Club-) und ‘geschlossenem’ (Heim-) Bereich findet nicht statt. Jeder Bewohner kann seinen Freund mit nach oben bringen (denn er hat hier sein eigenes Zimmer und kann die Tür hinter sich zumachen), während Tagesräume und Werkstätten den Kindern der Nachbarschaft offenstehen. Ebenso sind die hier beschäftigten Sozialpädagogen gleichermaßen “für alles zuständig”, eine Auftei­lung der Verantwortung geschieht nicht. Was von innen wie ein Haushalt mit vielen Kindern und mit offenen Türen aussieht, präsentiert sich von außen, d.h. vom ‘Feld’ aus gesehen, als Treffpunkt und Drehscheibe der <em>Kindergesellschaft</em> im Quartier &#8211; und das ist die Perspektive, auf die es fachlich ankommt.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Freilich kein Angebot an alle Welt, sondern für eine bestimmte Stufe auf dem Lebensweg: die ehedem so genannten Flegeljahre, heute von der Berliner Behörde “Lücke-Alter” getauft, weil sie nicht weiß, was sie damit machen soll. Doch nicht die Professio-nellen weisen hier einem Klienten seinen Stand zu, sondern er selbst weist sich als dazugehörig aus &#8211; indem er ‘das Angebot annimmt’. Da es aber der Lebensabschnitt ist, der sich durch das ‘Drama von Trennung und Versöhnung’ (H. Stierlin) auszeichnet, bleibt es nicht aus, daß eine Menge Krisenfälle darunter sind; und daß hier und da helfende Beratung in engerem Sinn angezeigt ist. Indes wird sich der Bedarf umso freier zu erkennen geben, je weniger die Professionellen danach spähen: der diagnostische Blick schreckt ab. </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Oftmals kann die einstweilige Abstandnahme zwischen Eltern und Kindern den familiären Knoten soweit lockern, daß sie durchatmen und sich eigene Lösungen einfallen lassen; das Kind wohnt eine Weile im Kinderhaus und kehrt dann von allein zu den Eltern zurück. Gelegentlich wird ein professioneller Vermittler nötig. Familientherapie und Systemberatung setzen aber nicht immer eine Trennung voraus. Wer was ‘braucht’, kann keiner im voraus wissen &#8211; man wird es ausprobieren müssen.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#990000;">das Imperium schlägt zurück</span></em></p>
<p style="text-align:right;margin:0 0 .0001pt;" align="right"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></em></p>
<p style="text-align:right;margin:0 0 .0001pt;" align="right"><span style="color:#ffffff;">..</span></p>
<p style="text-align:right;margin:0 0 .0001pt;" align="right"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Daß Einrichtungen dieser Art zweckmäßig und, da sie kostspielige herkömmliche   (”therapeutische”) Kinderheime und Notdienste überflüssig machen, auch fiskalisch sinnvoll sind, wer wollte es leugnen. Nein, fachlich gibt es keinen Einwand gegen das Kinderhaus-Modell. Dennoch, “es geht nicht”. Weil nämlich diese Einrichtung nicht dem Schubladensystem</span><a href="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/dasimperium07.jpg"><img class="size-medium wp-image-446 alignright" title="Szenenbild aus Das Imperium schlägt zurück" src="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/dasimperium07.jpg?w=300&#038;h=127#38;h=127" alt="" width="300" height="127" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">der Berliner Senatsjugendverwaltung entspricht. Welcher Abteilung sollen sie es zuordnen? Aus welchem Topf es finanzieren? Schließlich werden hier Leistungen erbracht, die unter &#8211; sage und schreibe &#8211; ein ganzes Dutzend Paragraphen des KJHG fallen! Weil hier <em>zuviel</em> geleistet wird, können sie “nicht damit umgehen”. Denn wer meinte, wo viele Verwaltungsressorts für dasselbe innovative Projekt zuständig sind, da wetteifern sie alle darum, die Federführung zu übernehmen, der &#8211; weiß nicht, wo wir leben. Der Vorgang wird  von  einem  Schreibtisch auf den andern verschoben, monatelang; und monatelang hing das Kinderhaus Friedrichshain finanziell in der Schwebe, nicht aus Geldmangel, sondern aus Entscheidungsschwäche.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Würde es nicht von einem privaten Unternehmer geführt, der zu pokern wagt &#8211; es hätte unter solchen Umständen nie entstehen können.<a rel="nofollow" name="_ednref3"></a><a href="http://lesbian-sexashbydietlindetowncreek77.googlegroups.com/web/ff7209268d.html?gda=eiYnLkEAAACmW3JOhfDbWLif8GYkU3SdaHmL0vU82jIcxiZLBELHTvB4I9rOQDVjHWqXVeSY7JFTCT_pCLcFTwcI3Sro5jAzlXFeCn-cdYleF-vtiGpWAA&#38;rnd=1337"><span><span style="color:purple;">[3]</span></span></a></span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#990000;">lean production </span></em></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></em></p>
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Der Behörde ist es unheimlich, denn es ist der Prototyp einer neuen Generation von sozialen Gemeinschaftseinrichtungen. Das gilt auf der Objektebene &#8211; was dort wie gemacht wird &#8211; ebenso wie auf der Beziehungsebene &#8211; die institutionellen Bedingungen, unter denen es gemacht wird. Es unterscheidet sich von Omas fürsorglichen Diensten und Abteilungen ebenso wie… </span><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#990000;">lean production</span></em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> von </span><a href="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/lean.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-447" title="lean production; PR-Bild" src="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/lean.jpg?w=300&#038;h=269#38;h=269" alt="" width="300" height="269" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Taylors System. Da ist zuerst das Prinzip variabler Arbeitsteilung in einer eigenverant- wortlichen Gruppe. Zudem der Grundsatz der ‘Inselfertigung’ &#8211; nämlich daß die Arbeitsgruppe von der Bedarfsanalyse über die Produktentwicklung und die Fertigung bis hin zur Vermarktung für den ganzen Arbeitsprozeß selbst zuständig ist. Die unmittelbare Nähe zum Ort der Nachfrage &#8211; </span><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#990000;">just in place</span></em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> &#8211; erlaubt ein adäquates Angebot im rechten Moment &#8211; </span><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#990000;">just in time</span></em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">. </span></p>
<p style="text-align:right;margin:0 0 .0001pt;" align="right"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">‘Kurze Wege’ für die Ratsu­chenden &#8211; das bedeutet die Auflösung jener Kathedralen der Sozialarbeit, die der Stolz mancher westdeutschen Kommune sind, wo alle ‘Dienste’ aufeinander hocken und wo für alles vorgesorgt ist; und ihre Verteilung auf polyvalente Stützpunkte in den Wohnvierteln. Menschliche Größenordnungen bedeuten ‘niedrige Schwellen’: </span><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#990000;">downsizing</span></em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> im Jargon der Betriebswissenschaft. </span><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#990000;">Downcosting</span></em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> ist eine &#8211; erwünschte &#8211; direkte Folge: sofern nämlich jetzt die Informationen unmittelbar an den gelangen, der sie gebrauchen kann, statt sich in einem Wasserkopf zu stauen, wo alle Signale zu einem diffusen Rauschen interferieren, so daß tote Kosten wie Fehlvermittlungen, Wartezeiten und Kontaktbrüche an der Tagesordnung sind. Die Informationskanäle, die zur Vernetzung der Stützpunkte untereinander erforderlich sind, werden aus deren internem Kommunikationsfluß ausgegliedert &#8211; </span><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#990000;">outsourcing</span></em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> &#8211; und einem auf logistische und administrative Belange beschränkten Dienstleistungszentrum zugeordnet. Buchhaltung und Terminplanung z. B. werden im Kinderhaus-Verbund elektronisch verbunden sein.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Was in Landesbehörden für helfende Beratung als “nicht machbar” und als Kopfgeburt realitätsferner Ideologen gilt, ist in der Industrie längst Geschäftsalltag. Richtig ist allerdings, daß Geld dort wirklich eine Rolle spielt &#8211; weil es das eigene ist. Da sind Unternehmer tätig, und die sind unabhängig. Dem aber mißtraut die Behörde erst recht.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#990000;">Umordnung der Sozialarbeit</span></em></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></em></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Demgegenüber erweist sich unser System der Sozialen Arbeit in neun Zehnteln seiner Bestandteile als eine Technologie des industriellen Steinzeitalters. Unterdessen ist sie aber zu einem Industriezweig geworden, der hunderttausenden ein Aus-, d. h. Einkommen gibt; aus öffentlichen Mitteln. Da geht es nicht länger an, daß sie gedanklich bei ihren Nachbarfächern zur Untermiete wohnt. Die Zeit für eine kohärente Selbstreflexion ist überreif. Statt auf Pump weiter zu wursteln, schuldet sie der Öffentlichkeit eine umfassende Ortsbestimmung im gesellschaftlichen Gefüge.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">In der Moderne verlieren die überlieferten, gemeinschaftsförmigen Sozialisations-Strukturen ihre Bedeutung an kommerzielle und öffentliche Vermittlungs-Agenturen. Sozialarbeit wird zu einem Mitbewerber in der großen Dienstleistungsbranche der Berater. Als Anbieter auf dem Markt wird sie zu einem Organ der zivilen Gesellschaft.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Der Widerspruch zwischen ihrem privaten, beratenden Auftrag und ihrer institutionellen Verfaßtheit im Öffentlichen Dienst tritt erst jetzt ganz zutage. Wie der hoheitliche Charakter der behördlichen Sozialarbeit ihre helfende Absicht immer wieder dementiert &#8211; und umgekehrt -, und so weder der eine noch die andre wirklich zum Tragen kommt, ist längst dargestellt worden.<a rel="nofollow" name="_ednref4"></a><a href="http://lesbian-sexashbydietlindetowncreek77.googlegroups.com/web/ff7209268d.html?gda=eiYnLkEAAACmW3JOhfDbWLif8GYkU3SdaHmL0vU82jIcxiZLBELHTvB4I9rOQDVjHWqXVeSY7JFTCT_pCLcFTwcI3Sro5jAzlXFeCn-cdYleF-vtiGpWAA&#38;rnd=5275"><span><span style="color:purple;">[4]</span></span></a> Fataler in ihren praktischen Konsequenzen ist die institutionelle Bindung der Sozialarbeit in hierarchische Verwaltungsapparate womöglich, indem sie ein nie versiegender Quell für Kästchendenken, Definitionsdünkel und spezialistische Machbarkeitsträume ist. Helfende Beratung ist, wenn sie zustande kommt, personale Begegnung; als solche ist sie unwiederholbar und läßt sich schlech-terdings nicht zu ‘Vorgängen’ objektivieren. Objektivieren aber muß die staatliche Hoheit, so wahr sie die Allgemeinheit vertritt. Die Sozialarbeit vertritt immer die Einzelnen. Sie ist nicht politisch, sondern zivil. </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">An ihre durchgängige Umordnung zur allgemeinen Dienstleistung, zu einer öffentlichen Ressource bei der privaten Lebensbewältigung, ist nicht zu denken, solange sie nicht aus ihrer organischen Verstrickung in die öffentliche Verwaltung befreit ist. Den Weg dahin haben wir gezeigt:<a rel="nofollow" name="_ednref5"></a><a href="http://lesbian-sexashbydietlindetowncreek77.googlegroups.com/web/ff7209268d.html?gda=eiYnLkEAAACmW3JOhfDbWLif8GYkU3SdaHmL0vU82jIcxiZLBELHTvB4I9rOQDVjHWqXVeSY7JFTCT_pCLcFTwcI3Sro5jAzlXFeCn-cdYleF-vtiGpWAA&#38;rnd=4815"><span><span style="color:purple;">[5]</span></span></a> die Überführung der gesamten ‘klinischen’ Sozialarbeit aus den Verwaltungen heraus in privatrechtliche Trägerschaft &#8211; Vereine oder Gesellschaften -, die von den Gebietskörperschaften selber zu gründen wären; und deren öffentliche Verfassung in obligatorischen Berufskammern   -   damit die Behörde nicht Sozialarbeiter, und die Sozialarbeit nicht Behörde spielen muß.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#990000;">[für die Veröffentlichung in<em> Sozial Extra</em> redigiert von Wolfgang Hinte]</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><a href="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/raederwerk.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-448" title="Vorgang" src="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/raederwerk.jpg?w=425&#038;h=282#38;h=282" alt="" width="425" height="282" /></a></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">7-8/1993</span></p>
<div class="MsoNormal"><span style="font-family:Garamond;color:black;"></p>
<hr size="1" /></span></div>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><a rel="nofollow" name="_edn1"></a><a href="http://lesbian-sexashbydietlindetowncreek77.googlegroups.com/web/ff7209268d.html?gda=eiYnLkEAAACmW3JOhfDbWLif8GYkU3SdaHmL0vU82jIcxiZLBELHTvB4I9rOQDVjHWqXVeSY7JFTCT_pCLcFTwcI3Sro5jAzlXFeCn-cdYleF-vtiGpWAA&#38;rnd=5476"><span><span style="font-family:Garamond;color:purple;">[1]</span></span></a><span style="font-family:Garamond;color:black;">Ein letztes Aufbegehren des Kümmer-Prinzips in der Sozialarbeit war der missionarisch-agitatorische Gestus der 68er: Sogenannte Randgruppen sollten emanzipiert werden. Aber in der individualisierten Risikogesellschaft läßt sich jede willkürlich herausgegriffene Menschenmenge ‘irgendwie’ als Randgruppe definieren. Der emanzipatorische Anspruch entpuppt sich so als Vehikel der Landnahme.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><a rel="nofollow" name="_edn2"></a><a href="http://lesbian-sexashbydietlindetowncreek77.googlegroups.com/web/ff7209268d.html?gda=eiYnLkEAAACmW3JOhfDbWLif8GYkU3SdaHmL0vU82jIcxiZLBELHTvB4I9rOQDVjHWqXVeSY7JFTCT_pCLcFTwcI3Sro5jAzlXFeCn-cdYleF-vtiGpWAA&#38;rnd=6376"><span><span style="font-family:Garamond;color:purple;">[2]</span></span></a><span style="font-family:Garamond;color:black;">Über die Art seiner wissenschaftlichen Ausbildung ließe sich vieles sagen. Positives Wissen, das er nur zu lernen bräuchte, gibt es für ihn kaum. Eher geht es darum, sein Mißtrauen und seine Urteilskraft zu wappnen gegen die Selbstverständlichkeiten, die ihm sein Berufsleben leichtmachen wollen.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><a rel="nofollow" name="_edn3"></a><a href="http://lesbian-sexashbydietlindetowncreek77.googlegroups.com/web/ff7209268d.html?gda=eiYnLkEAAACmW3JOhfDbWLif8GYkU3SdaHmL0vU82jIcxiZLBELHTvB4I9rOQDVjHWqXVeSY7JFTCT_pCLcFTwcI3Sro5jAzlXFeCn-cdYleF-vtiGpWAA&#38;rnd=9635"><span><span style="font-family:Garamond;color:purple;">[3]</span></span></a><span style="font-family:Garamond;color:black;"> …und hat - damit die Fachwelt wieder in Ordnung kommt – ja auch nicht lange bestanden. [Nachtrag 2006]</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><a rel="nofollow" name="_edn4"></a><a href="http://lesbian-sexashbydietlindetowncreek77.googlegroups.com/web/ff7209268d.html?gda=eiYnLkEAAACmW3JOhfDbWLif8GYkU3SdaHmL0vU82jIcxiZLBELHTvB4I9rOQDVjHWqXVeSY7JFTCT_pCLcFTwcI3Sro5jAzlXFeCn-cdYleF-vtiGpWAA&#38;rnd=4314"><span><span style="font-family:Garamond;color:purple;">[4]</span></span></a><span style="font-family:Garamond;color:black;">siehe<a rel="nofollow" href="http://groups.google.de/group/jochenebmeierpadagogik/web/goog_1220561182816"> </a><a rel="nofollow" href="http://groups.google.de/group/jochenebmeierpadagogik/web/ein-vorschlag-zur-umordnung-der-jugendhilfe?hl=de">“Befreit die Sozialarbeit &#8211; ein Vorschlag zur Umordnung der Jugendhilfe”</a> in Sozial Extra 2/91</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><a rel="nofollow" name="_edn5"></a><a href="http://lesbian-sexashbydietlindetowncreek77.googlegroups.com/web/ff7209268d.html?gda=eiYnLkEAAACmW3JOhfDbWLif8GYkU3SdaHmL0vU82jIcxiZLBELHTvB4I9rOQDVjHWqXVeSY7JFTCT_pCLcFTwcI3Sro5jAzlXFeCn-cdYleF-vtiGpWAA&#38;rnd=8932"><span><span style="font-family:Garamond;color:purple;">[5]</span></span></a><span style="font-family:Garamond;color:black;">siehe ebd. &#8211; Die Kammer schafft öffentliche Kontrolle, zugleich qualifiziert sie sie fachlich: Das ist neu und kann nicht schaden. Die Vergabe von Steuergeldern ist aber ein hoheitlicher Akt, und Sache der Behörde. Die Kammer kann ihr, wennschon keine objektiven, doch immerhin fachliche Vergabekriterien an die Hand reichen. Denn heute gilt dort doch immernoch: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst, und: Wer hat, dem wird gegeben… </span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die philosophische Wendeltreppe XI: Der Sündenfall, oder: Arbeit ist der Sinn des Lebens]]></title>
<link>http://ebmeierjochen.wordpress.com/2008/10/30/die-philosophische-wendeltreppe-xi-der-sundenfall-oder-arbeit-ist-der-sinn-des-lebens/</link>
<pubDate>Thu, 30 Oct 2008 19:41:05 +0000</pubDate>
<dc:creator>Johann Ohneland</dc:creator>
<guid>http://ebmeierjochen.wordpress.com/2008/10/30/die-philosophische-wendeltreppe-xi-der-sundenfall-oder-arbeit-ist-der-sinn-des-lebens/</guid>
<description><![CDATA[Wahr ist, dass sich im Lauf der letzten Jahrtausende das Symbolnetz, das unsere Welt bedeutet, um ei]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://ebmeierjochen.wordpress.com/files/2008/10/arbeit2.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1892" title="Arbeit" src="http://ebmeierjochen.wordpress.com/files/2008/10/arbeit2.jpg" alt="" width="443" height="362" /></a></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:12pt;"><span class="smalltxt"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Wahr ist, dass sich im Lauf der letzten Jahrtausende das Symbolnetz, das unsere Welt bedeutet, um eine Art Knoten geschürzt hat, der den Bedeutungen allen dieselbe Tendenz, dieselbe Fallrichtung mitgeteilt hat; um einen &#8216;Erhaltungswert höherer Ordnung&#8217;, alias ökonomischer Nutzen: den Tauschwert. Der hat alle andern Werte eingefärbt: ein Resultat der Arbeitsgesellschaft &#8211; ihrerseits eine Nische höherer Ordnung. </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Als sie ihren Urwald verlassen hatten, lebten die ersten Menschen auf ihre Art, als </span><span style="color:#000000;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Jäger und Sammler</span></span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">, &#8220;mit der Natur in Einklang&#8221;. Sie behandelten die Naturdinge als ihresgleichen, als beseelt und mit Willen begabt.<a href="http://ebmeierjochen.wordpress.com/files/2008/10/lascaux1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1893" title="Lascaux" src="http://ebmeierjochen.wordpress.com/files/2008/10/lascaux1.jpg?w=300" alt="" width="300" height="208" /></a> Die erste Welt, die frühesten Symbole waren animistisch. Diese Art Sinngebung hat einen unübersehbar luxuriösen Zug: In der altsteinzeitlichen Kunst von Lascaux und Altamira kann man ihn sich anschauen.<br />
</span></p>
<p class="MsoNormal"><span class="smalltxt"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Das Wanderleben war allerdings gefährlich: Bedeutend wurde Sicherung. Die einzige Sicherheit bot der soziale Zusammenhalt &#8211; die Blutsbande. Das Totem prägt die ursprünglichen Symboliken. Und weit bis in die Ackerbaugesellschaften beruhen die politischen Strukturen auf Verwandtschaftsbeziehungen; Athen und Rom etwa auf phyle und gens. Das Blut und der Boden sind der Grund von Wert und Sinn, in den antiken Mythologien streiten sich Erd- und Himmelsgötter wie die Bauern- und Hirtenvölker in der Wirklichkeit. Doch schließlich beherrscht die Arbeit die alltäglichen Urteile, durch Handel und Geldverkehr rückt das Abstraktum &#8216;Wert&#8217; an die Stelle anschaulicher Qualitäten.<br />
</span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:right;"><span class="smalltxt"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Am Anfang stand der Sündenfall. Als sich nämlich der Mensch in der offenen Welt, in die er jagend und sammelnd aufgebrochen war, festsetzte und dort sicherheitshalber eine neue, künstliche Umweltnische einrichtete. Das war die Erfindung des Ackerbaus <a href="http://ebmeierjochen.wordpress.com/files/2008/10/ackerbau.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1894" title="Ackerbau" src="http://ebmeierjochen.wordpress.com/files/2008/10/ackerbau.jpg?w=300" alt="" width="300" height="196" /></a>vor vielleicht zwölftausend Jahren im Tal des Jordan, es war die Erfindung der Arbeit. Seither hat auch der Mensch ein Gefüge, in dem er funktionieren, und ein Maß, dem er reifen, für das er sich ausbilden muß.<br />
</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Die vollendete, &#8216;ausgebildete&#8217; Form der Arbeitsgesellschaft ist die Marktwirtschaft: Alles hat seinen Preis. Jetzt müssen die Arbeiten gegeneinander austauschbar, ihre Qualität muss mess- und vergleichbar sein. Die Nützlichkeit der einen Sache muß sich in der Nützlichkeit der andern Sache darstellen lassen. <a href="http://ebmeierjochen.wordpress.com/files/2008/10/munze_grecque.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1896" title="bare Münze" src="http://ebmeierjochen.wordpress.com/files/2008/10/munze_grecque.jpg?w=300" alt="" width="180" height="169" /></a>An die Stelle der Gebrauchswerte tritt der Tauschwert, der &#8216;Wert&#8217; der Nationalökonomen: eine Art Nützlichkeit-an-sich.</span></p>
<p><!--[if gte mso 9]&#62;  Normal 0 21       MicrosoftInternetExplorer4  &#60;![endif]--><!--  /* Font Definitions */  @font-face 	{font-family:Garamond; 	panose-1:2 2 4 4 3 3 1 1 8 3; 	mso-font-charset:0; 	mso-generic-font-family:roman; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:647 0 0 0 159 0;}  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-parent:""; 	margin:0cm; 	margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:12.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman";} p.MsoHeader, li.MsoHeader, div.MsoHeader 	{margin:0cm; 	margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	tab-stops:center 8.0cm right 16.0cm; 	font-size:12.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman";} p 	{mso-margin-top-alt:auto; 	margin-right:0cm; 	mso-margin-bottom-alt:auto; 	margin-left:0cm; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:12.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman";} @page Section1 	{size:595.3pt 841.9pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:35.4pt; 	mso-footer-margin:35.4pt; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --><!--[if gte mso 10]&#62; &#60;!   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman";} --> <!--[endif]--></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Das ist die Logik der Arbeitsteilung: die Reduktion der Qualitäten auf komplex zusammengesetzte Quantitäten; das Absehen von der Stoff- und das Hervorkehren der Formseite; die Auflösung einer jeden Substanz in ihr Herstellungsverfahren; die Reduktion der Sache auf die Mache. Wir reden von &#8220;Tat&#8221;sachen, und wenn wir ihre &#8216;qualitas&#8217; meinen, sagen wir &#8220;Beschaffen&#8221;heit. Etwas &#8220;begreifen&#8221; heißt daher: es auf seine &#8220;Ursache&#8221; zurück führen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Diese fabrizierte Umweltnische hat gegenüber den natürlichen eine Eigenart: Sie dehnt sich aus. Und bleibt dabei doch, wie sie ist! Alles ist gemacht. Und alles ist Material. Seit die Welt Material wurde, ist sie planbar. Seit durch die Arbeit das Leben nicht bloß Ereignis, sondern</span> <span style="color:#000000;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Plan geworden</span></span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> ist, wird die Welt zum Vorratslager.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"><a href="http://ebmeierjochen.wordpress.com/files/2008/10/magasin_juif.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1895" title="Vorratslager" src="http://ebmeierjochen.wordpress.com/files/2008/10/magasin_juif.jpg" alt="" width="459" height="327" /></a></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Und zu einem Reich von Ursachen und Folgen. Man wird sie vermessen und kartieren wollen. Auch die Logik, als Ökonomie des Denkens, entstammt den vorsorglichen Plänen der Arbeitsgesellschaft.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#cdc4ff;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Vom Ende der Arbeitsgesellschaft]]></title>
<link>http://polisebmeier.wordpress.com/2008/10/06/vom-ende-der-arbeitsgesellschaft/</link>
<pubDate>Mon, 06 Oct 2008 19:59:25 +0000</pubDate>
<dc:creator>Johann Ohneland</dc:creator>
<guid>http://polisebmeier.wordpress.com/2008/10/06/vom-ende-der-arbeitsgesellschaft/</guid>
<description><![CDATA[Abschied vom Tauschwert Der Niedergang der Arbeitsgesellschaft und die Kritik der Politischen Ökonom]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p class="MsoNormal"><span style="color:#bd9d41;"><em><span style="font-size:22pt;font-family:Garamond;">Abschied vom Tauschwert</span></em></span></p>
<p class="MsoNormal"><!--[if !mso]&#62; &#60;!  v\:* {behavior:url(#default#VML);} o\:* {behavior:url(#default#VML);} w\:* {behavior:url(#default#VML);} .shape {behavior:url(#default#VML);} --> <!--[endif]--><!--[if gte mso 9]&#62;  Normal 0 21       MicrosoftInternetExplorer4  &#60;![endif]--> <!--[if gte mso 10]&#62; &#60;!   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman";} --> <!--[endif]--><!--[if !mso]&#62; &#60;!  v\:* {behavior:url(#default#VML);} o\:* {behavior:url(#default#VML);} w\:* {behavior:url(#default#VML);} .shape {behavior:url(#default#VML);} --> <!--[endif]--><!--[if gte mso 9]&#62;  Normal 0 21       MicrosoftInternetExplorer4  &#60;![endif]--> <!--[if gte mso 10]&#62; &#60;!   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman";} --> <!--[endif]--><!--[if gte mso 9]&#62;  &#60;![endif]--><!--[if gte mso 9]&#62;   &#60;![endif]--></p>
<p><span style="color:#c0c0c0;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Der Niedergang der Arbeitsgesellschaft und die Kritik der Politischen Ökonomie</span></em></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#38;"><strong><a href="http://ebmeierjochen.files.wordpress.com/2008/09/marx_28g.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-326" title="Marx" src="http://ebmeierjochen.files.wordpress.com/2008/09/marx_28g.jpg" alt="" /></a></strong></span></p>
<p><strong><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-left:188.3pt;text-align:right;"><!--[if gte mso 9]&#62;  Normal 0 21       MicrosoftInternetExplorer4  &#60;![endif]--> <!--[if gte mso 10]&#62; &#60;!   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman";} --> <!--[endif]--></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:right;"><span style="color:#008080;"><br />
</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:right;"><span style="font-family:&#38;"><span style="color:#008080;"><span style="color:#666699;"><strong><em><span style="font-family:&#38;">Wenn die Philosophie ihr Grau in Grau malt, dann ist eine Gestalt </span></em></strong></span><em><span style="font-family:&#38;"><span style="color:#666699;"><strong>des Lebens alt geworden, und mit Grau in Grau läßt sie sich nicht verjüngen, sondern nur erkennen; die Eule der Minerva beginnt erst mit der einbrechenden Dämmerung ihren Flug</strong>.</span> </span></em></span>Hegel</span></p>
<p style="text-align:justify;">
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">G</span><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">ut ein Jahrhundert lang war die <span style="color:#666699;"><em>Marx</em></span><em>‘</em>sche Kritik der Politischen Ökonomie der</span><!--[if gte vml 1]&#62;                    &#60;![endif]--><!--[if !vml]--><!--[endif]--><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> heimliche oder erklärte Bezugspunkt für die Entwicklung zwar nicht der Volkswirtschaftslehre, aber der politischen Gesellschafts- wissenschaften. Seit 1990 ist es still um sie geworden. Der Grund war kein Paradigmenwechsel in der Theorie, sondern ein realgeschichtliches Ereignis. Nicht das Kapital war zusammengebrochen. Die Theorie schien obsolet. </span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">Theorie schien man gar nicht mehr zu brauchen: Das Ende der Geschichte war gekommen. Da brach mit Internet und New Economy ein neues Zeitalter aus. Die Euphorie war groß. Die Spekulationsblase ist geplatzt, und Skepsis machte sich breit. Was für ein Zeitalter  soll das werden? Spaßgesellschaft, Mediengesellschaft, Wissensgesellschaft, Globales Dorf  – die Federführung hat das Feuilleton, die Wissenschaft bleibt ratlos. Ganz ohne Theorie geht es auch nicht; aber woher nehmen?</span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">Wenn wir schon nicht wissen, welches Zeitalter beginnt, wissen wir doch, welches Zeitalter  zu Ende geht, oder könnten es wissen. Die einzige Theorie, die beansprucht hatte, ein Gesamttableau der bürgerlichen Gesellschaft zu geben, war das Klassische System der Politischen Ökonomie gewesen, doch von dem war nur, aber immerhin, die <span style="color:#666699;"><em>Kritik</em> </span>übrig geblieben. Die war keine Volkswirtschaftslehre, keine positive Theorie des Wirtschaftens unter kapitalistischen Bedingungen (und hätte als solche obsolet werden können), sondern war die Bloßlegung dieser Bedingungen. Der Zusammenbruch des sowjetischen Gesellschaftssystems konnte sie nicht dementieren, weil sie nicht von ihm handelt.</span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p><!--[if gte vml 1]&#62;  &#60;![endif]--><!--[if !vml]--><!--[endif]--><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">Vilfredo Pareto</span><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> hat vor über hundert Jahren darauf</span><a href="http://ebmeierjochen.files.wordpress.com/2008/09/vilfredo_pareto.gif"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-847" title="Vilfredo Pareto" src="http://ebmeierjochen.files.wordpress.com/2008/09/vilfredo_pareto.gif?w=76" alt="" width="76" height="96" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> verwiesen, daß am Anfang der Marx’schen Theoriebildung das politische Programm<a rel="nofollow" name="_ednref1"></a><span style="color:#339966;"><a href="http://www.jochen-ebmeier.de/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_edn1">[1]</a></span>steht; von ihm geht alles aus. Die Kritik der Politischen Ökonomie sei nicht dessen retroaktive wissenschaftliche Herleitung, sondern ein gewissermaßen apagogischer Anhang zum Programm: dazu bestimmt, es vorab zu sichern gegen die Einwände, die vom Standpunkt der klassischen Politischen Ökonomie vorgebracht werden könnten, indem er ihr die Gründe streitig machte. Während jene die Herrschaft des Kapitalverhältnisses rechtfertigt, indem sie es aus ökonomischen Gesetzen herleitet, deckt die Kritik die historischen Ereignisse auf, die zur Ausbildung dieser Gesetze geführt haben – und daßss sie nur vorübergehend gelten. Und insofern gibt sie selber ein Gesamttableau der bürgerlichen Gesellschaft.</span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p><span style="color:#666699;"><strong><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">*</span></strong></span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p><span style="color:#666699;"><em><strong><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">D</span></strong></em></span><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"><span style="color:#666699;"><em><strong>aß das Menschenleben von Arbeit geprägt ist,</strong></em></span> ist kein Naturzustand. Daß die Gesellschaft von der Wirtschaft beherrscht wird, verdankt sie einem historischen Ereignis und keinem Gesetz.</span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">Wirtschaften bedeutet: die Allokation knapper Ressourcen. Diese primäre Definition beruht auf einer durchaus nicht selbstverständlichen historischen Prämisse: daß die Ressourcen so knapp sind, dass ihre Verteilung ein Problem darstellt. Und dabei handelt es sich nicht um eine schlichte Tatsache, sondern um ein Verhältnis zwischen zwei fraglichen Größen: der Vermehrbarkeit der Ressourcen einerseits und der Menge der Bedürfnisse andererseits. Allokation der Ressourcen bedeutet daher: die Entscheidung darüber, welche – und wessen – Bedürfnisse bei der Verteilung mehr gelten sollen als andere. </span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">Wären beide Größen – Umfang der Bedürfnisse, Umfang der Ressourcen – gegeben, entstünde kein wirtschaftliches Problem. Das Problem wäre rein politisch: Wer setzt sich durch? In einem spezifischen Sinn wirtschaftlich wird das Problem nur dann, wenn die beiden Variablen – Bedürfnisse/Ressourcen – durch ein Bedingungsverhältnis einander vermittelt sind; kein logisches, sondern ein sachliches. Ein solches tritt ein in dem Moment, wo die Ressourcen durch Arbeit vermehrt werden können; denn damit stellt sich  die Frage: wer arbeitet wie viel? Es ist zugleich  die Frage: Legitimieren sich die individuellen, um die Ressourcen konkurrierenden Bedürfnisse durch eigene Arbeit, oder aus anderen Quellen? Nicht alle haben gleiche Bedürfnisse, aber alle haben auch nicht gleiche Kräfte. Genauer gesagt, der Bedürftigste ist nicht der Stärkste.</span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">W</span><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">irtschaften ist keine Konstante des menschlichen Gattungslebens. Es bildet die Rückseite der Fähigkeit des Menschen, durch Arbeit mehr zu erzeugen, als er verbraucht. Wirtschaftsgesellschaft und Arbeitsgesellschaft bedeuten dasselbe. Entstanden sind sie mit der Sedentarisierung und dem Übergang zum Ackerbau.</span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">In der Welt der <span style="color:#666699;"><em>Jäger und Sammler</em> </span>waren jahrmillionenlang die Ressourcen nicht eo ipso knapp, und die Verteilung war kein Problem.  War die Gegend, die eine Menschengruppe </span><a href="http://ebmeierjochen.files.wordpress.com/2008/09/lascaux1.jpg"><img class="size-medium wp-image-452 alignright" title="Lascaux" src="http://ebmeierjochen.files.wordpress.com/2008/09/lascaux1.jpg?w=300" alt="" width="300" height="208" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">bewohnte, abge- wei det, wanderte sie weiter. Wur- den die Zeichen beizeiten erkannt, trat  Knappheit  gar nicht ein. Um 1790 betrugt in  England, dem damals reichsten Land der Erde, die tägliche Lebensmittelration 2.322 Kalorien, die </span><!--[if gte vml 1]&#62;   &#60;![endif]--><!--[if !vml]--><!--[endif]--><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">der  Armen nur 1.508. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">Heutige Jäger- und  Sammlervölker verzehren ihrerseits rund 2.300  Kalorien oder mehr. Sie essen nicht nur reichlich, sondern auch besser: Der Anteil an Fleisch macht rund sechs Teile, der an pflanzlicher Kost vier Teile aus, während die Engländer sich zu einem großen Teil von Getreide ernährten. Im übrigen handelt es  sich bei den heutigen Jägern und Sammlern um  abgedrängte Restpopulationen, die sich im Lauf ihrer Geschichte an die unwirtlichsten Landstriche angepaßt haben…<br />
</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">Der Getreideanbau bringt einen qualitativen Wandel. Durch Arbeit wird es möglich, einen stetigen Überschuß zu erzeugen. Ein beständiges Bevölkerungswachstum tritt ein. Ursprünglich trat Knappheit momentan als Mangel an einer bestimmten, absoluten Anzahl benötigter Dinge auf. Nun herrscht ständiger Mangel durch das stetige Wachstum der Bedürfnisse. Ab hier reden wir von Geschichte in einem bestimmten Sinn: “Diese Erzeugung neuer Bedürfnisse ist die erste geschichtliche Tat.”<a rel="nofollow" name="_ednref2"></a><a href="http://www.jochen-ebmeier.de/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_edn2">[2]</a> Welche Bedürfnisse <em>gelten</em> sollen, wird nun strittig.</span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">Daß die Bedürftigsten nicht auch die leistungsfähigsten sind, ist naturgegeben. Alte und Kinder jagen nicht und helfen bestenfalls beim Sammeln. Sie sind in Momenten der Not aber auch am meisten gefährdet. Aus diesem trockenen Grund kommt es vor dem Ackerbau nicht zu Überbevölkerung. Erst Seßhaftigkeit und Getreidebau erlauben Vorratshaltung. Gelegentliche Knappheiten werden überbrückt. Ab jetzt wird <em>gewirtschaftet. </em> Nachwuchs bedeutet nun Vermehrung der Arbeitskraft: Die früheste Möglichkeit, die Produktivkraft zu steigern, ist Bevölkerungswachstum. Je mehr Hände, umso mehr Boden kann bestellt werden. </span></p>
<p><a href="http://ebmeierjochen.files.wordpress.com/2008/09/bauernfeind_gustav_ebene_von_jericho_1848-1904.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-454" title="Die Ebene von Jericho im 19. Jhdt." src="http://ebmeierjochen.files.wordpress.com/2008/09/bauernfeind_gustav_ebene_von_jericho_1848-1904.jpg?w=300" alt="" width="300" height="207" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">Erstmals gesche- hen ist dies vor rund zwölftausend Jahren im damali- gen Fruchtbaren Halbmond vom </span><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"><em><span style="color:#666699;">Jordantal</span> </em><!--[if gte vml 1]&#62;&#60;![endif]--><!--[if !vml]--><!--[endif]-->über den Norden Syriens bis nach Mesopotamien, wo die Oasenstädte umringt waren von viehtreibenden Beduinenstämmen.</span></p>
<p><em><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></em></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">Durch die Konkurrenz neuer Bedürfnisse auf der einen, mit einer wachsenden Menschenmasse auf der andern Seite wird die Allokation erstmals zum Problem<em>,</em> denn diese Konkurrenz ist dauerhaft und prägt schließlich die Formen des Zusammenlebens. Das Naturverhältnis wird überlagert von gesellschaftlichen Bestimmungen. Eine Differenzierung beginnt in jene, die Anspruch auf die “höheren Bedürfnisse” haben, und solche, die überzählig sind und denen im Notfall auch die primären Bedürfnisse verweigert werden. Denn der Boden, an dem die Arbeit ausgeführt wird, ist monopolisierbar. Der Arbeiter kann von ihm abgetrennt werden.</span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"><span style="color:#666699;"><em><strong>Die Arbeitsgesellschaft hat wohl all das</strong></em> </span>ermöglicht, was unsern kulturellen Fortschritt ausmacht. Aber sie hat auch den Hunger und die Unterernährung in die Welt gesetzt. Ursprünglich war der Mangel – wie der Überfluß – nur eine momentane Ausnahme, die nicht lange genug währte, um die Formen des Zusammenlebens zu prägen.  Denn wurde Knappheit zum Dauerzustand, starb die Gruppe aus. Unter solchen Umständen geschieht die Allokation naturwüchsig, eine gesellschaftliche Formbestimmung muß sich nicht ausbilden. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">N</span><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">icht aus dem Eigentum folgt die Differenzierung, sondern aus tatsächlicher Differenzierung bildet sich das Eigentum. Nicht Alle waren seßhaft geworden, nicht Alle betrieben Ackerbau. Die Herrenvölker folgen weiterhin als Jäger den Wanderungen der Tiere, bis sie zu ihren Hirten wer</span><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">den.</span><!--[if gte vml 1]&#62;  &#60;![endif]--><!--[if !vml]--><!--[endif]--><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">Die Hirtenvölker </span><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">scheuen die  Arbeit, aber nicht deren Früchte.  Die Habe muß ver- teidigt werden.  Die Heraus- bildung einer  <span style="color:black;">Kriegerkaste</span> reproduziert im  Innern den Gegensatz zu den  <span style="color:#666699;"><em>nomadisierenden </em></span></span><span style="color:#666699;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"><em>Herren</em></span></span><a href="http://ebmeierjochen.files.wordpress.com/2008/09/tuaregalgeriatomclaytor.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-453" title="Herrenvolk" src="http://ebmeierjochen.files.wordpress.com/2008/09/tuaregalgeriatomclaytor.jpg?w=212" alt="" width="212" height="300" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> im  Äußern. Auch die inneren Herren  arbeiten nicht. Sie zehren von der  Mehrarbeit der Andern. Die  Aneignung geschieht politisch,  nicht ‘wirtschaft- lich’. Vom  Arbeitsprodukt greift sie schließlich auf das Arbeitsmittel selbst über. (Dasselbe wiederholt sich mit der Ausbildung der Grund- herrschaft im frühmittelalter- lichen Europa.)</span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">Mit der wachsender Arbeitsproduktivität einerseits und der Monopolisierung des Bodens andererseits wird eine relative Überbevölkerung zur Geschichtskonstante, der Mangel für die Vielen und die Akkumulation von Reichtum bei wenigen wird zum Dauerzustand, es beginnt der Klassenkampf, und das Politische entwickelt sich zu einem autonomen Bereich des gesellschaftlichen Lebens. </span></p>
<p><strong><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">Arbeit ist das allgemeine Mittel zur Behebung von Notdurft; “Arbeit überhaupt, die allgemeine Möglichkeit des Reichthums, die werthschaffenden Thätigkeit (als Vermögen) überhaupt”.<a name="_ednref3"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_edn3"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="text-decoration:none;color:#000000;">[3]</span></span></a> Sie ist das Nützliche-an-sich und Ressource-schlechthin. An die Stelle der Gebrauchswerte tritt der Tauschwert, der ‚Wert’ der Nationalökonomen: wiederum eine Nützlichkeit-an-sich, also wiederum Arbeit &#8211; als die <em>allgemeinste Ware;</em> “Gebrauchswert für andre, gesellschaftlicher Gebrauchswert”</span><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_edn4"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:14pt;text-decoration:none;font-family:&#38;">[4]</span></span></a><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="color:#666699;"><em><strong><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">I</span></strong></em></span><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"><span style="color:#666699;"><em><strong>st von Gesetzen die Rede,</strong></em></span> seien es rechtliche, ökonomische oder Naturgesetze, stellt sich die Frage: Wer hat sie erlassen und wer sorgt wie für ihre Geltung? Ökonomische Gesetze kommen zustande, wenn die Wirtschaftssubjekte nach ihnen <em>suchen,</em> weil sie sie brauchen, und wenn zugleich im realen Wirtschaftsgeschehen Regelmäßigkeiten vorkommen, die man <em>finden</em> kann.</span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">Nur wer Vieles regelmäßig vergleichen muß, braucht ein gemeinsames Maß für Alles. Wer nur ab und zu das Eine gegen das Andere abwägt, kann sich mit bloßem Schätzen begnügen: ‘Was würde ich für den Gebrauch dieser Sache anlegen wollen?’ <em>Chop knives </em>wurde Karl Marx von den Londoner Gassenjungen gefragt. Dann wurden die Taschenmesser gezückt, und wer das schlechtere vorwies, musste noch einiges drauflegen, bis der Halter des besseren mit dem Handel zufrieden war. <em>Barter</em> heißt diese Form gelegentlichen Tauschhandels zwischen zufälligen Kontrahenten.</span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">Solange der Austausch nur punktuell stattfindet, bleibt ihm ein Charakter von Willkür und Kontingenz. Ein Durchschnitt, aus dem sich eine Regel ermitteln ließe, kann sich ohne Kontinuität in Raum und Zeit nicht ausbilden. Ursprünglich findet Tausch nur an den Rändern der naturwüchsigen Gemeinschaften statt, schon bei Jägern und Sammlern. Wobei gelegentlich nicht der Austausch Zweck des Grenzverkehrs ist, sondern der Verkehr Zweck des Tauschs – um dem Raub zuvor zu kommen. Vieles, was die Ethnologie unter den (überdehnten) Begriff <em>Potlatch</em> faßt, gehört in diese Kategorie. Einen rudimentären Handel darf man schon für die Crô-Magnon-Zeit annehmen: In den Höhlen der Dordogne wurden Lager von Ziermuscheln gefunden, die von der Nordsee stammten. Ausgetauscht wird nicht das Notwendige, sondern das, was übrig ist. Das ist Luxus, darauf kann man verzichten.</span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText"><a href="http://ebmeierjochen.files.wordpress.com/2008/09/salz.jpg"><img class="size-full wp-image-455 alignleft" title="salz" src="http://ebmeierjochen.files.wordpress.com/2008/09/salz.jpg" alt="" width="211" height="139" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">Der erste reguläre Handels- artikel (und das erste ‘all- gemeine Äquivalent’) war das Salz. </span><!--[if gte vml 1]&#62;   &#60;![endif]--><!--[if !vml]--><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">Das lag nicht an den Verkehrsformen, sondern am Gebrauchswert. Erstens ist das <em><span style="color:#c4bfff;"><span style="color:#666699;">Salz</span> </span></em>haltbar und </span><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">läßt sich beliebig teilen. Aber zweitens und vor allem wird es von jedermann gebraucht. </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">Allerdings erst seit dem Übergang zum Ackerbau. Die Jäger und Sammler, deren Kost zu einem guten Teil aus Fleisch bestand, nahmen mit ihrer Nahrung genügend Salze auf. Erst bei überwiegender Ernährung aus Getreide wird eine besondere Zufuhr von Kochsalz nötig. Salz wird nicht überall gewonnen. Ein regelmäßiger Fernhandel geht dem Nahhandel voraus.</span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">A</span><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">rbeitsteilung bedingt Handel, Handel fördert die Arbeitsteilung. Alle Handwerke, Flechten, Schnitzen, Weben und das Anfertigen von Waffen wurden zunächst neben den Hauptbeschäftigungen – Jagen und Sammeln &#8211; von allen mehr oder weniger geschickt mit betrieben. In den Siedlungen der Jungsteinzeit trat die Töpferei hinzu, die eine erste Spezialisierung gebracht haben wird. Zum ersten wirklichen <em>Beruf</em> wurde das Schmieden, das außer besonderen Kenntnissen auch ein besonderes Zeitbudget v<span style="color:#000000;">erlangt. Wäre nicht jeder Gebrauchswert ein so besonderer, bedürfte es keines Tauschs.</span></span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"><em><strong><span style="color:#666699;">Wird der Austausch regulär</span> </strong></em>und ist ein <em>Markt</em> einmal entstanden, greift die  Arbeitsteilung auf die Produktion selbst über. Produziert wird nun von vornherein für das Bedürfnis der Andern, in der Gewißheit, daß sie produzieren werden, was ich selber brauche. Auf den Marktplätzen wird ein gemeinsamer Maßstab gesucht, und gefunden wird er, bezeugt von Aristoteles bis Luther, in der gefühlten Menge an “Mühsal”, das die Verfertigung seines Produkts einen  jeden gekostet hat: mhd. <em>arebeit</em> heißt nichts anderes. Aber noch sind die Märkte lokal. Die kleinste Störung der Handelswege kann zu Knappheiten führen, die spekulative Monopolpreise hervorbringen.</span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">Markt-<em>Wirtschaft</em> indes bedeutet eo ipso Industrie- gesellschaft. Daß regelmäßig nur gleiche Wertgrößen sich gegen einander austauschen, setzt voraus, daß Arbeit regelmäßig als Lohnarbeit stattfindet. “Denn solange das Arbeitsvermögen nicht selbst sich austauscht, beruht die Grundlage der Produktion noch nicht auf dem Austausch, sondern der Austausch ist bloß ein enger Kreis, der auf Nichtaustausch auf seiner Basis ruht, wie in allen der bürgerlichen Produktion vorhergehenden Stufen.”<a name="_ednref5"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_edn5"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="text-decoration:none;color:#000000;">[5]</span></span></a>Es fehlt die alles entscheidende Bedingung. “Das Herrschen nämlich des Tauschwert selbst und der Tauschwert produzierenden Produktion <em>unterstellt</em> fremdes Arbeitsvermögen als Tauschwert – d. h. Trennung des lebendigen Arbeitsvermögens von seinen objektiven Bedingungen.”<a name="_ednref6"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_edn6"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="text-decoration:none;color:#000000;">[6]</span></span></a></span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">Hier gewinnt nun die ‘überschüssige Bevölkerung’, die bislang in der Wirtschaft nur als tote Kosten eine Rolle gespielt hat, eine positive, formbestimmende Geltung. Das ist die Masse all </span><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">derer, die im Laufe der Jahrhunderte von ihrem ursprünglichen Arbeitswerkzeug, dem Boden, enteignet und vertrieben wurden – in verstärkten Maß im England des 18. Jahrhunderts, als der </span><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">Adel in großem Stil (verpachtetes) Ackerland in (selbstbewirtschaftetes) Weideland umwandelte. </span></p>
<p class="MsoPlainText"><a href="http://ebmeierjochen.files.wordpress.com/2008/09/dampfmaschine.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-451" title="Dampfmaschine" src="http://ebmeierjochen.files.wordpress.com/2008/09/dampfmaschine.jpg?w=300" alt="" width="300" height="192" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">Freilich spielt die überschüssige Be- völkerung ihre formbestimmende Rolle nicht aus eigenem Vermö- gen. Eine techni- sche Neuerung weist ihr diesen Platz zu. </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">Es war der Gebrauchswert der<span style="color:#666699;"> </span><span style="color:#008080;"><em><span style="color:#666699;">Dampfmaschine</span>,</em></span> des im Werkzeug fest angelegten ‘fixen’ Kapitals, der den Gebrauchswert des Arbeitsvermögens, die Arbeit, zum Tauschwert-an-sich bestimmt hat.</span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"><span style="color:#666699;"><em><strong>Erst, wenn die Arbeit ihrerseits</strong></em></span> als Ware gehandelt wird, kann sie sich im Austauschprozeß als dessen durchschnittlich gültiger Maßstab ‘ausmitteln’. An ihm kann Alles miteinander verglichen und gegeneinander getauscht werden. Die Bedürfnisse behaupten sich als geltend durch das Maß, in dem sie über (eigenes oder fremdes) Arbeitsvermögen verfügen, gültig wird ein Bedürfnis als tauschwertbewehrte “effektive Nachfrage”. Durch die bestimmte Art der Produktion ist eine bestimmte Weise der Aneignung eo ipso mit’gesetzt’. Seither verteilen die Ressourcen ’sich selber’, d. h. nach einer <em>ökonomischen</em> Regel, auf die Bedürfnisse: “Die Form, worin sich diese proportionelle Verteilung der Arbeit <em>[auf die 'verschiedenen Bedürfnismassen']</em> durchsetzt in einem Gesellschaftszustand, worin der Zusammenhang der gesellschaftlichen Arbeit sich als  Privataustausch der individuellen Arbeitsprodukte geltend macht, ist eben der Tauschwert.”<a name="_ednref7"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_edn7"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="text-decoration:none;color:#000000;">[7]</span></span></a></span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">D</span><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">iese Regel beruht auf der Doppelnatur der Arbeit. Sie ist einerseits Verausgabung eines lebendigen Vermögens. Andererseits kann sie – unter gegebenen sachlichen Voraussetzungen &#8211; mehr ‘Werte’ schaffen, als zu dessen eigener Erzeugung und Erhaltung erforderlich waren. Wer über dieses Vermögen <em>verfügt, </em>eignet sich den Mehr-Wert an, nicht wer es (verausgabend) <em>realisiert.</em> Dieses “Wertgesetz” ist keine den Sachen selber innewohnende Kraft noch eine eigenmächtige Bewegung der Begriffe, sondern nur die gedankliche Schematisierung eines wirklichen Geschehens unter gegebenen Bedingungen.</span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">Die Bedingungen waren, daß die Ressourcen schlechterdings <em>knapp,</em> aber schlechterdings <em>durch Arbeit</em> vermehrbar sind, und daß Arbeit die allgemeingültige Ware ist, weil Lohnarbeit vorherrscht. Das wiederum setzt voraus, daß das Arbeitsvermögen regelmäßig von den Mitteln seiner Realisierung getrennt ist.</span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">Die Vermehrung der Ressourcen beruht auf der wachsenden Produktivität der Arbeit; das heißt: fortschreitender Arbeitsteilung und Kooperation. </span><a href="http://ebmeierjochen.files.wordpress.com/2008/09/walzwerk.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-842" title="Das Eisenwalzwerk" src="http://ebmeierjochen.files.wordpress.com/2008/09/walzwerk.jpg?w=270" alt="" width="270" height="300" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">Zu einem prozessierenden System wurden sie in der mechanisierten Fabrik der <span style="color:#666699;">Großen Industrie</span> ausgebildet. </span><!--[if gte vml 1]&#62;   &#60;![endif]--><!--[if !vml]--><!--[endif]--><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">Technologisch bedeu- ten sie die progressive Übertragung von Lei- stungen des lebendi- gen Arbeiters auf das Arbeitsmittel. Im indu striellen Fertigungspro- zeß kommt die Arbeit wesentlich als Durchschnittsgröße vor, Verausgabung von standardisierter Kraft, technischem Geschick und nervlicher Ausdauer;<a name="_ednref8"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_edn8"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="text-decoration:none;color:#000000;">[8]</span></span></a> wobei die individuelle Intelligenz des lebendigen Arbeiters nur residual und als Fehlerquelle auftritt. Es handelt sich um all das, was an der produktiven Handlung <em>wiederholbar</em> ist. Ist es wiederholbar, dann ist es mechanisierbar. All dies wird im Lauf der technischen Entwicklung sukzessive in das Arbeitsmittel selbst eingebaut: in die <em>Maschine</em>.</span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> <span style="color:#666699;"><em><strong>„In dem Maße aber, wie die</strong></em> </span>große Industrie sich entwickelt, wird die Schöpfung des wahren Reichtums abhängig weniger von dem Quantum angewandter Arbeit, als von der Macht der Agentien, die während der Arbeitszeit in Bewegung gesetzt werden und die selbst wieder in keinem Verhältnis stehen zur unmittelbaren Arbeitszeit, die ihre Produktion kostet, sondern vielmehr abhängt vom allgemeinen Stand der Wissenschaft und dem Fortschritt der Technologie. Was Tätigkeit des Arbeiters war, wird Tätigkeit der Maschine.“ So tritt der Arbeiter „neben den Produktionsprozeß, statt sein Hauptagent zu sein. Sobald die Arbeit in unmittelbarer Form aufgehört hat, die große Quelle des Reichtums zu sein, hört <em>[auf]</em> und muß aufhören, die Arbeitszeit sein Maß zu sein und daher der Tauschwert <em>[Maß]</em> des Gebrauchswerts.“ <a name="_ednref9"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_edn9"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="text-decoration:none;color:#000000;">[9]</span></span></a> Mit andern Worten, das Wertgesetz verfällt.</span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">E</span><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">s ist – unmittelbar – der Gebrauchswert des fixen Kapitals, der sich ändert, und – mittelbar – der Gebrauchswert der verbleibenden lebendigen Arbeit:  “Hier wieder ein Beispiel von der Wichtigkeit der Bestimmung des Gebrauchswerts für die ökonomische Formbestimmung.”<a name="_ednref10"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_edn10"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="text-decoration:none;color:#000000;">[10]</span></span></a></span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText"><a href="http://ebmeierjochen.files.wordpress.com/2008/09/automatfabrik.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-450" title="automatische Fabrik" src="http://ebmeierjochen.files.wordpress.com/2008/09/automatfabrik.jpg?w=300" alt="" width="300" height="221" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">Seine Erfüllung findet der Prozeß der technologi- schen Arbeitstei- lung in  den <span style="color:#666699;"><em>com- putergesteuerten automatisierten Werkstätten</em></span> der Gegenwart. </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">Dort wird noch </span><!--[if gte vml 1]&#62;   &#60;![endif]--><!--[if !vml]--><!--[endif]--><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">lange nicht die größte Menge an Gebrauchsgegenständen, aber längst die größte Wertmasse erzeugt. In deren Werkhallen überwacht ein Fachmann einen Komplex von Automaten, die die Arbeiten von einst Hunderten besorgen. Er versteht was davon, aber er <em>tut</em> normalerweise nichts. Dort entsteht täglich der vielfache Wert seines monatlichen Arbeitsentgelts, wobei es auf ein paar Nullen mehr oder weniger nicht ankommt. Kann man sagen, diese Wertmasse bestünde aus seiner “unbezahlten Mehrarbeit”? Dem ‘Begriff’ entspricht es weiterhin, aber der Begriff ist offenbar  aus seinen Nähten geplatzt. Er ist unverhältnismäßig geworden und der Sache nicht mehr angemessen.</span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">Nun ist auch noch ein Teil, nämlich der <em>kombinatorische</em> Anteil der lebendigen Intelligenz als ‘Programm’ kodiert worden und auf die Maschinen selbst übergegangen. Als Spezifikum der wirklichen lebendigen Arbeit, das schlechterdings nicht digitalisiert und kybernetisiert werden kann, ist am Ende des Prozesses allein der inventive, <em>konzipierende</em> Anteil der Intelligenz übrig geblieben: das lebendige Einbildungs- und Urteilsvermögen. Die Arbeitsteilung erreicht einen Punkt, wo sie die Qualität der Arbeit verändert. Die ‘Gebrauchswertseite’ macht sich gegen die bloße Formbestimmung (wieder) geltend. Das Individuelle gewinnt über den Durchschnitt die Oberhand. Der Tauschwert verfällt.</span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">R</span><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">essourcen, die durch Arbeit vermehrt werden können, sind <em>an sich</em> nun nicht mehr knapp. Virtuell sind die Bedürfnisse befriedigt, “produktionell” herrscht Überfluß. Wo Mangel aktuell noch immer auftritt, ist er kein ökonomisches, sondern <em>lediglich</em> ein Verteilungsproblem, das “nur noch” politisch gelöst werden muß. Und umgekehrt werden zusehends solche Ressourcen knapp, die durch Arbeit <em>nicht</em> vermehrt werden können und ipso facto keinen Tauschwert haben. Deren Verteilung auf die Bedürfnisse ist von Anfang an keine ökonomische, sondern “nur” eine politischen Aufgabe.</span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="color:#666699;"><em><strong><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">L</span></strong></em></span><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"><span style="color:#666699;"><em><strong>ebendige</strong><strong> Arbeit bleibt übrig</strong></em></span> als schiere Intelligenz: Einbildungs- und Urteilsvermögen. Deren Betätigung bezeichnen wir mit dem aktivischen Zeitwort <em>wissen</em>. Insofern ist die Feuilletonrede vom “Übergang von der Industrie- zur Wissensgesellschaft” treffender als ihre Kolporteure denken. Freilich, nicht die Datei – nicht die Daten und schon gar nicht deren Gespeichertsein – macht Wissen aus, sondern die Generierung von Wißbarem; denn die Kombinatorik besorgt die Maschine. Ein so auf seinen ‘einfachsten Ausdruck’ zurückgeführtes Arbeitsvermögen ist nun <em>nicht mehr </em>regelmäßig getrennt von den Bedingungen seiner Ausübung. Es reicht ein Internetanschluß, mag man zugespitzt sagen.</span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">Aber Intelligenz<strong> </strong>hat keinen Tauschwert. Weil einbilden und urteilen nur <em>actu </em>geschieht und als solches nicht wiederholbar ist, wird der Philosoph sagen. Doch die Erzeugnisse von Einbildung und Urteil kann man sehr wohl wiederholen, sogar hersagen, ohne sie zu verstehen. Und gerade darum hat Intelligenz keinen Tauschwert: “Das Produkt der geistigen Arbeit steht immer tief unter ihrem Wert. Weil die Arbeitszeit, die nötig ist, um </span><!--[if gte vml 1]&#62;   &#60;![endif]--><!--[if !vml]--><!--[endif]--><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">sie zu reproduzieren, in gar keinem Verhältnis steht zu  der  Arbeitszeit, die zu ihrer Originalproduktion  erforderlich ist. </span><a href="http://ebmeierjochen.files.wordpress.com/2008/09/schuljunge.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-449" title="schuljunge" src="http://ebmeierjochen.files.wordpress.com/2008/09/schuljunge.jpg" alt="" width="170" height="170" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">Z.B. den binomischen Lehrsatz kann ein <span style="color:#666699;"><em>Schuljunge</em></span> in einer Stunde lernen.”<a name="_ednref11"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_edn11"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="text-decoration:none;color:#000000;">[11]</span></span></a> Der  Tauschwert  ist keine sachliche Eigenschaft des Produkts,  sondern eine durch den gesellschaftlichen Verkehr ihm  zugerechnete Größe, “nur eine eingebildete, d.h. bloß  soziale Existenzweise der Ware, die mit ihrer  körperlichen Realität nichts zu schaffen hat; sie wird  vorgestellt”<a name="_ednref12"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_edn12"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="text-decoration:none;color:#000000;">[12]</span></span></a> nicht als die Arbeit, die gestern zu  seiner  Herstellung wirklich aufgewendet wurde, sondern  als die Arbeit, die heute notwendig wäre, um es wieder  herzustellen. </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">Die Ausbildung – oder sagen wir besser: die Bildung einer lebendigen Intelligenz mag viele lange Jahre dauern und ein Vermögen kosten. Aber ihre Produktionen sind so gut wie gar nichts ‘wert’, weil schon morgen sie die Spatzen von den Dächern pfeifen oder ein ABC-Schütze mit der Maus klickt. Wo soll da ein <em>Mehr</em>-Wert herkommen? Selbst in seinem innersten Kern, dem Doppelcharakter der Arbeit, führt sich das Wertgesetz ad absurdum.</span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">D</span><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">as Arbeitsprodukt muß, um als individueller Gebrauchswert zur Geltung zu kommen, zwischenhin die allgemeine Geltung als Tauschwert annehmen. Der Ort dieses Umschlags ist öffentlich: der Markt. Öffentlich ist auch der Umschlagplatz der Gedanken, öffentlicher denn je: das Internet. Zur Geltung kommen beide durch <em>Verkehr.</em></span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"><span style="color:#339966;"><span style="color:#666699;"><em><strong>Die Arbeiten tauschen sich</strong></em></span> </span>nicht unmittelbar gegeneinander. Arbeit ist reell immer eine bestimmte, qualitativ besondere Tätigkeit, Gebrauchswert, und kann unmittelbar nicht verglichen werden; sondern nur privat “geschätzt”. Verglichen wird die <em>Produktivität</em> der – durchschnittlichen &#8211; Arbeit: vergegenständlicht im Tauschwert des Arbeitsprodukts. Das Produkt der Intelligenz sind die Gedanken. Vergleichen kann man sie auch mittelbar nicht. Aber sie ‘vergegenständlichen’ sich auf ihre Weise, im Datenspeicher. Doch der Tauschwert des <em><span style="color:#666699;">Buchs</span> </em>beruht </span><a href="http://ebmeierjochen.files.wordpress.com/2008/09/bucher.jpg"><img class="size-full wp-image-448 alignleft" title="bucher" src="http://ebmeierjochen.files.wordpress.com/2008/09/bucher.jpg" alt="" width="460" height="96" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">nicht auf den<!--[if gte vml 1]&#62;  &#60;![endif]--><!--[if !vml]--><!--[endif]--> vergegenständlichten, schriftlich symbolisierten Gedanken, sondern auf seinem Materialwert: den Herstellungskosten. Hinzu kommt, als imaginäres, spekulatives Element, der Idealwert der Namen: der Ruf des Autors und des Verlegers. Die beeinflussen den Absatz. Ob und wie weit, kann aber nicht gemessen, sondern wiederum nur geschätzt werden (so wie der Käufer seinen Gebrauchswert ’schätzen’ muß). Das gilt für “alle Produkte der Kunst und Wissenschaft, Bücher, Gemälde, Statuen usw. eingeschlossen,<em> soweit sie sich dinglich darstellen”</em>.<a name="_ednref13"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_edn13"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="text-decoration:none;color:#000000;">[13]</span></span></a><br />
</span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">Um <em>Tausch</em>wert zu haben, muß sich die verausgabte Arbeitskraft irgendwo in Res extensa vergegenständlichen, denn anders könnte sie nicht <em>angeeignet</em> werden, nämlich so, dass jeder Andere von ihrem Gebrauch ausgeschlossen ist. Sollten Gedanken ‘Wert’ haben, so könnte er doch nicht als Tauschwert erscheinen: Denn sie können nicht den Eigentümer wechseln. Sie sind, einmal in die Welt gesetzt, öffentlicher Besitz. Sie sind das Öffentlichste überhaupt. Angeeignet werden kann der Datenträger, der sie speichert. Ist aber das Medium selber öffentlich, entfällt auch das. Sie sind eine virtuelle Realität. <em>Nur</em> virtuell, soweit sie erst noch vernommen werden müssen. Aber <em>real</em> sind sie auch unabhängig von ihrem Träger. Genauer gesagt, ist das Medium auch global und öffentlich zugänglich – <em>irgendwo</em> müssen sie schon gespeichert sein, aber wo und wie ist ganz gleichgültig, es könnte in Vergessenheit geraten, ohne der Präsenz der Gedanken Abtrag zu tun. ‘Wirklich real’, nämlich ursächlich <em>wirkend</em> werden sie freilich erst durch die Intelligenz, die sie vernimmt. </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">Die Nützlichkeit der Arbeiten kann nur mittelbar, durch den Tauschwert verallgemeinert werden. Die Gedanken sind unmittelbar allgemein, sie ‘haben’ keinen Wert, sondern <em>sind</em> ein Gut. Darum werden sie nicht ausgetauscht, sondern mitgeteilt. Wie weit sie geschätzt werden, wird man an ihren Wirkungen erkennen. Aber messen kann man es nicht.</span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="color:#666699;"><em><strong><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">N</span></strong></em></span><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"><span style="color:#666699;"><em><strong>och sind Fragen des </strong></em></span>geistigen Eigentums erst in der Popmusik wirtschaftlich akut. Dort betrifft das Urheberrecht lediglich die Melodie, jenes einzig ‘diskursive’ Element der Musik, das </span><a href="http://ebmeierjochen.files.wordpress.com/2008/09/2_w180.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-447" title="2_w180" src="http://ebmeierjochen.files.wordpress.com/2008/09/2_w180.jpg" alt="" width="180" height="199" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">sich digital objektivieren läßt. Darüber hinaus reduziert es sich seit dem </span><!--[if gte vml 1]&#62;   &#60;![endif]--><!--[if !vml]--><!--[endif]--><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">kommerziellen Niedergang der Datenträger auf den ewig prekären Kopierschutz. Rhythmik, Klangmischung, Harmoniefolgen, Stil – also alles, was den <em>sound </em>und mithin das Allereigenste eines <em><span style="color:#c5b2ff;"><span style="color:#666699;">pop acts</span> </span></em> ausmacht – lassen sich nicht schützen, weil sie sich nicht vereindeutigen und hinreichend <em>bezeichnen</em> lassen. Und ist es eine Utopie, daß schließlich noch die Stimmen  der Sänger gesampelt und digital nachgeahmt werden? Von “Austausch” wird man in dieser Branche schon kaum noch reden können. Aber sie ist nur die Tête der technologischen Entwicklung. Zugleich bleibt die ungebremste Exuberanz der Unterhaltungsindustrie selber der sichtbarste Indikator für das Veralten der Arbeitsgesellschaft.<a name="_ednref14"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_edn14"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="text-decoration:none;color:#000000;">[14]</span></span></a></span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">D</span><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">ie IT-Revolution durch das Internet hat bei der Entfaltung der Produktivkräfte dieselbe Dimension wie einst die industrielle Revolution nach der Erfindung der Dampfmaschine. Brachte jene die Vollendung der Arbeitsgesellschaft, so bringt diese ihre Auflösung.</span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">Wir wissen, welche Welt zu Ende geht. Wir wissen nicht, welche Welt entsteht. Es nützt nichts, aus dem Kaffeesatz zu lesen, welcher Parameter uns morgen ‘Maß und Substanz’ der Werte liefern kann, wenn es denn die Arbeit nicht mehr tut. Man muß sich – vielleicht noch nicht wir, aber die zwei, drei Generationen nach uns – auf eine Welt einstellen, in der die Sachen nichts mehr ‘wert’ , oder wo nicht mehr die Sachen etwas ‘wert’ sind. Das wäre keine andere Art des Wirtschaftens, sondern es wäre kein Wirtschaften mehr. Kein Ermitteln von Durchschnittsgrößen in blinden, selbstgesteuerten ‘Prozessen ohne Subjekt’, sondern Einbilden und Urteilen, wann und wo sich’s ergibt. Keine ökonomische, sondern eine politische Gesellschaft. </span></p>
<p class="MsoPlainText"><a href="http://ebmeierjochen.files.wordpress.com/2008/09/sprung3.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-446" title="sprung3" src="http://ebmeierjochen.files.wordpress.com/2008/09/sprung3.jpg?w=225" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"><span style="color:#666699;"><em><strong>Nach der Erfindung</strong></em></span> des aufrechten Gangs, nach dem Einbruch der Arbeit in unser Gattungsleben wird dies unser dritter Großer Sprung. Es ist allerdings das erste Mal, daß wir in vollem Bewußtsein <span style="color:#666699;"><em>springen.</em></span> Das gibt der Feuilletonvokabel <em>Wissens</em>gesellschaft eine unerwartete Pointe.</span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="color:#666699;"><strong><em><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">*</span></em></strong></span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">Das Wertgesetz sagt nichts über die Eigenschaften von Dingen, sondern beschreibt Verhältnisse zwischen Personen. Gegen den Satz ‘Die Verhältnisse haben sich geändert’ wäre der Einwand ‘Aber die Dinge sind noch dieselben’ wahr, aber ohne Bedeutung. <em>Tant pis </em>für die Wirklichkeit, wird der Hegelianer sagen, wenn das Wirkliche  seinem Begriff entweicht. Aber auf einen Autor, dem man eine “materialistische Geschichtsauffassung” nachsagt, wird er sich dabei nicht berufen wollen.</span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">Nach dem politischen Programm geht das Kapital in der proletarischen Revolution unter. “Mit der Entwicklung der großen Industrie” produziert die Bourgeoisie “vor allem ihre eigenen Totengräber. Ihr Untergang und der Sieg des Proletariats sind gleich unvermeidlich.”<a name="_ednref15"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_edn15"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="text-decoration:none;color:#000000;">[15]</span></span></a></span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">Daraus ist nun nichts geworden.</span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">Nach der Kritik der Politischen Ökonomie geht das Kapital am Sinken der Durchschnittsprofitrate zugrunde. “Je entwickelter also schon das Kapital, je mehr Surplusarbeit es geschaffen hat, um so furchtbarer muß es die Produktiv- kraftentwickeln, um sich nur in geringem Maße zu verwerten, d.h. Mehrwert zuzufügen… Die Selbstverwertung des Kapitals wird schwieriger in dem Maße, wie es schon verwertet ist. Die Vermehrung der Produktivkräfte würde dem Kapital gleichgültig; die Verwertung selbst, weil ihre Proportion minim geworden ist; und es hätte aufgehört, Kapital zu sein.”<a name="_ednref16"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_edn16"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="text-decoration:none;color:#000000;">[16]</span></span></a> Es ist der Gebrauchswert des ‘fixen’ Kapitals<em>,</em> der sich formbestimmend geltend macht. “Es zeigt sich hier [...], wie der Gebrauchswerth, der uns ursprünglich nur als materielles Substrat der ökonomischen Verhältnisse erscheint, selbst in die ökonomische Kategorie eingreift.”<a name="_ednref17"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_edn17"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="text-decoration:none;color:#000000;">[17]</span></span></a></span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">W</span><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">as wird nun daraus? </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">Das läßt sich der Natur der Sache nach nicht rechnerisch ermitteln. Die Menge der Profite ist global, grob gesagt, gleich der Menge der Mehrwerte; doch das einemal bezogen auf das eingesetzte Gesamtkapital, das andre Mal  bezogen nur auf die Menge des Arbeitslohns. Weder die globale Menge der Profite noch die globale Menge der Arbeitslöhne lassen sich statistisch erfassen, und folglich ein Durchschnittsverhältnis schon gar nicht errechnen. Ob die Profitrate global sinkt oder nicht, ließe sich nur aus krisenhaften Momenten im globalen Marktgeschehen, und nur mit großem interpretatorischem Scharfblick, erschließen. Allerdings – nur dort ist es auch von Belang. Doch weder der gegenwärtige Welthandelsboom noch eine momentane Börsenschwäche beweisen unmittelbar dieses oder jenes.</span></p>
<p class="MsoPlainText"><a href="http://ebmeierjochen.files.wordpress.com/2008/09/eimerbagger-ers400.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-445" title="eimerbagger-ers400" src="http://ebmeierjochen.files.wordpress.com/2008/09/eimerbagger-ers400.jpg" alt="" width="460" height="182" /></a></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"><!--[if gte vml 1]&#62;  &#60;![endif]--><!--[if !vml]--><!--[endif]--></span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">Jede technische Revolution<span style="color:#666699;"> <em>entwertet</em></span> das vorhandene, im Maschinenpark angelegte (’fixe’) Kapital und verbilligt den ‘zirkulierenden’ Anteil am ‘konstanten’ Kapital (Werkstoffe); und senkt so die ‘organische Zusammensetzung’ des Kapitals zugunsten des ‘variablen’ Anteils, der Arbeitslöhne, die allein Mehrwert generieren. Die – noch erst beginnende &#8211; IT-Revolution bedeutet, rein als technologische Innovation innerhalb des industriellen Rahmens aufgefaßt, eine Kapitalvernichtung, wie sie zuvor nur die Weltkriege gebracht haben. Bei offenkundig weiter steigender Arbeitsproduktivität ist nicht abzusehen, daß die Durchschnittsprofitrate sinken müßte. Doch wie dem auch sei: Das ist eine ‘innertheoretische’ Frage, die ich hier nicht auszuführen habe. </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">D</span><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">as Verständnis der Kritik der Politischen Ökonomie war stets belastet von dem ebenso verschämten wie hartnäckigen Vorurteil, es ginge überall nur um die Formbestimmung, und neben dem Tauschwert sei der Gebrauchswert ohne theoretischen Belang. So ist es freilich in der Politischen Ökonomie. Aber eben darauf zielte die <em>Kritik:</em> Es  ist die besondere Natur der Arbeitskraft als Ware, daß ihr Gebrauchswert – nämlich ihre produktive Verausgabung – durch seinen Gegensatz zu ihrem Tauschwert  <em>formbestimmend</em> wird für das ganze System der bürgerlichen Gesellschaft. Der Tauschwert ist durchaus nicht die höhere, sondern lediglich eine historisch, d. h. situativ bedingte Darstellungsweise der reellen Nützlichkeiten dieses oder jenen Dings. Ausschlaggebend wird <em>am Ende</em> die Qualität, nicht die Travestie. </span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;">Vergeblich hat Marx darauf bestanden, “daß also bei mir der Gebrauchswert eine ganz anders wichtige Rolle spielt als in der bisherigen Ökonomie”.<a name="_ednref18"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_edn18"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="text-decoration:none;color:#000000;">[18]</span></span></a> Die Kritik wurde in eine positive Lehre verkehrt und einem feudalbürokratischen Vergeudungs- und Verknappungsregime<a name="_ednref19"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_edn19"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="text-decoration:none;color:#000000;">[19]</span></span></a> dienstbar gemacht, in der sie untergegangen ist. Der Fetischismus der bloßen Form ist das Lendentuch aller bürokratischen Herrschaft. Er ist ein Arkanum in rationellem Gewand. “Einen Menschen aber, der die Wissenschaft einem nicht aus ihr selbst (wie irrtümlich sie immer sein mag), sondern von außen, ihr fremden, äußerlichen Interessen entlehnten Standpunkt zu akkomodieren sucht, nenne ich gemein.”<a name="_ednref20"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_edn20"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="text-decoration:none;color:#000000;">[20]</span></span></a> Mit dieser Gemeinheit hat es nun ein Ende, die Parasitenwirtschaft ist selber untergegangen. Die Wissenschaft kann auf ihren eignen Standpunkt zurückkehren. Theorie wird wieder benötigt.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"><a href="http://polisebmeier.wordpress.com/files/2008/11/orang-denker.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-319" title="Theoretiker" src="http://polisebmeier.wordpress.com/files/2008/11/orang-denker.jpg" alt="Theoretiker" width="359" height="380" /></a><br />
</span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></p>
<p><strong><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"> </span></strong></p>
<div class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:&#38;"><br />
<hr size="1" /></span></div>
<p class="MsoEndnoteText"><a name="_edn1"></a></p>
<p class="MsoEndnoteText"><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_ednref1"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:12pt;text-decoration:none;font-family:&#38;">[1]</span></span></a><span style="font-size:12pt;font-family:&#38;"> Karl Marx und Friedrich Engels, <em>Manifest der kommunistischen Partei, </em>Marx-Engels-Werke, Berlin (O) 1968ff., Bd. 4, S. 459-493</span></p>
<p class="MsoEndnoteText"><a name="_edn2"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_ednref2"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:12pt;text-decoration:none;font-family:&#38;">[2]</span></span></a><span style="font-size:12pt;font-family:&#38;"> K. Marx in: <em>Die Deutsche Ideologie</em>, MEW Bd. 3, S. 28</span></p>
<p class="MsoEndnoteText"><a name="_edn3"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_ednref3"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:12pt;text-decoration:none;font-family:&#38;">[3]</span></span></a><span style="font-size:12pt;font-family:&#38;"> ders., <em>‘Zweiter Entwurf des Kapitals’</em>, Marx-Engels-GesamtAusgabe, Abt. II/3.1, Berlin 1976, S. 36</span></p>
<p class="MsoEndnoteText"><a name="_edn4"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_ednref4"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:12pt;text-decoration:none;font-family:&#38;">[4]</span></span></a><span style="font-size:12pt;font-family:&#38;"> ders., <em>Das Kapital I</em>, MEW 23, S. 55</span></p>
<p class="MsoPlainText"><a name="_edn5"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_ednref5"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:12pt;text-decoration:none;font-family:&#38;">[5]</span></span></a><span style="font-size:12pt;font-family:&#38;"> ders., <em>Grundrisse</em>, MEW 42, S. 574f</span></p>
<p class="MsoPlainText"><a name="_edn6"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_ednref6"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:12pt;text-decoration:none;font-family:&#38;">[6]</span></span></a><span style="font-size:12pt;font-family:&#38;"> <em>ebd.</em>, S. 417</span></p>
<p class="MsoPlainText"><a name="_edn7"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_ednref7"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:12pt;text-decoration:none;font-family:&#38;">[7]</span></span></a><span style="font-size:12pt;font-family:&#38;"> ders., <em>Brief  an Ludwig Kugelmann</em>, 11. 7. 1868; MEW Bd. 32, S. 553</span></p>
<p class="MsoEndnoteText"><a name="_edn8"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_ednref8"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:12pt;text-decoration:none;font-family:&#38;">[8]</span></span></a><span style="font-size:12pt;font-family:&#38;"> “Die Scheidung der geistigen Potenzen des Produktionsprozesses von der Handarbeit… vollendet sich … in der auf Grundlage der Maschinerie aufgebauten großen Industrie.” K. Marx, <em>Das Kapital I</em>, MEW Bd. 23, S. 446</span></p>
<p class="MsoCommentText"><a name="_edn9"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_ednref9"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="text-decoration:none;font-family:&#38;">[9]</span></span></a><span style="font-family:&#38;"> K. Marx, <em>Grundrisse</em>, in: MEW, Bd. 42, S. 600f.</span></p>
<p class="MsoCommentText"><a name="_edn10"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_ednref10"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="text-decoration:none;font-family:&#38;">[10]</span></span></a><span style="font-family:&#38;"> ders., <em>Theorien über den Mehrwert,</em> MEW 26.2, S. 489</span></p>
<p class="MsoPlainText"><a name="_edn11"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_ednref11"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:12pt;text-decoration:none;font-family:&#38;">[11]</span></span></a><span style="font-size:12pt;font-family:&#38;"> <em>aaO.</em>, MEW Bd. 26.1, S. 329</span></p>
<p class="MsoEndnoteText"><a name="_edn12"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_ednref12"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:12pt;text-decoration:none;font-family:&#38;">[12]</span></span></a><span style="font-size:12pt;font-family:&#38;"> <em>ebd.</em>, S. 141f.</span></p>
<p class="MsoEndnoteText"><a name="_edn13"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_ednref13"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:12pt;text-decoration:none;font-family:&#38;">[13]</span></span></a><span style="font-size:12pt;font-family:&#38;"> <em>ebd.,</em> S. 142</span></p>
<p class="MsoEndnoteText"><a name="_edn14"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_ednref14"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:12pt;text-decoration:none;font-family:&#38;">[14]</span></span></a><span style="font-size:12pt;font-family:&#38;"> siehe hierzu J. Ebmeier, <em>Michael Jackson – das Phänomen,</em> Mainz 1999</span></p>
<p class="MsoEndnoteText"><a name="_edn15"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_ednref15"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:12pt;text-decoration:none;font-family:&#38;">[15]</span></span></a><span style="font-size:12pt;font-family:&#38;"> <em>Manifest der kommunistischen Partei</em>, aaO., S. 474</span></p>
<p class="MsoEndnoteText"><a name="_edn16"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_ednref16"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:12pt;text-decoration:none;font-family:&#38;">[16]</span></span></a><span style="font-size:12pt;font-family:&#38;"> K. Marx, <em>Grundrisse,</em> MEW 42, S. 258f.</span></p>
<p class="MsoEndnoteText"><a name="_edn17"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_ednref17"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:12pt;text-decoration:none;font-family:&#38;">[17]</span></span></a><span style="font-size:12pt;font-family:&#38;"> ders.,<em> ‘Zweiter Entwurf…’, </em>MEGA Abt. II/3.5, Berlin 1976, S. 1676</span></p>
<p class="MsoCommentText"><a name="_edn18"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_ednref18"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="text-decoration:none;font-family:&#38;">[18]</span></span></a><span style="font-family:&#38;"> ders., <em>Randglossen zu Adolph  Wagners Lehrbuch…,</em> in: MEW, Bd. 19, S. 371</span></p>
<p class="MsoEndnoteText"><a name="_edn19"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_ednref19"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:12pt;text-decoration:none;font-family:&#38;">[19]</span></span></a><span style="font-size:12pt;font-family:&#38;"> siehe hierzu Leo Trotzki, <em>Die verratene Revolution </em> in: ders., <strong><span style="font-weight:normal;font-family:&#38;">Schriften 1</span></strong>, <strong><span style="font-weight:normal;font-family:&#38;">Sowjetgesell-schaft und stalinistische Diktatur</span></strong><strong>, </strong>Bd.1.2, Hamburg 1988, S.687-1011</span></p>
<p class="MsoEndnoteText"><a name="_edn20"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_ednref20"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:12pt;text-decoration:none;font-family:&#38;">[20]</span></span></a><span style="font-size:12pt;font-family:&#38;">K. Marx, <em>Theorien über den Mehrwert/2</em>, MEW 26.2, S. 112</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#38;">[Motto aus: <em>Grundlinien der Philosophie des Rechts,</em> Hegel-Werke, Ffm. 1969-71, Bd. 7,  S. 28]</span></p>
<div id="snap_com_shot_main" class="snap_noengage snap_noshots" style="border:0 none;position:absolute;visibility:hidden;top:0;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#34;margin:0;padding:0;"><img class="snap_preview_icon" style="border:0 none;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#34;z-index:99999;width:14px;height:12px;background-position:-1128px 0;background-repeat:no-repeat;text-decoration:none;margin:0!important;padding:1px 0 0;" src="http://i.ixnp.com/images/v3.50/t.gif" alt="" /></p>
<div id="snap_com_shot_bg_div_tl" style="border:0 none;overflow:hidden;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#34;z-index:99999;width:50px;height:50px;margin:0;padding:0;"><img style="border:0 none;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#38;background-color:transparent;visibility:inherit;z-index:99999;margin:0;padding:0;" src="http://i.ixnp.com/images/v3.50/theme/silver/palette.png" alt="" /></div>
<div id="snap_com_shot_bg_div_tr" style="border:0 none;overflow:hidden;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#34;z-index:99999;right:0;width:50px;height:50px;margin:0;padding:0;"><img style="border:0 none;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#38;background-color:transparent;visibility:inherit;z-index:99999;margin:0;padding:0;" src="http://i.ixnp.com/images/v3.50/theme/silver/palette.png" alt="" /></div>
<div id="snap_com_shot_bg_div_bl" style="border:0 none;overflow:hidden;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#34;z-index:99999;bottom:1px;width:50px;height:50px;margin:0;padding:0;"><img style="border:0 none;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#38;background-color:transparent;visibility:inherit;z-index:99999;margin:0;padding:0;" src="http://i.ixnp.com/images/v3.50/theme/silver/palette.png" alt="" /></div>
<div id="snap_com_shot_bg_div_br" style="border:0 none;overflow:hidden;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#34;z-index:99999;right:0;bottom:1px;width:50px;height:50px;margin:0;padding:0;"><img style="border:0 none;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#38;background-color:transparent;visibility:inherit;z-index:99999;margin:0;padding:0;" src="http://i.ixnp.com/images/v3.50/theme/silver/palette.png" alt="" /></div>
<p><img style="border:0 none;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#34;z-index:99999;width:100px;height:246px;background-repeat:repeat;margin:0;padding:0;" src="http://i.ixnp.com/images/v3.50/t.gif" alt="" /> <img style="border:0 none;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#34;z-index:99999;right:0;width:100px;height:246px;background-repeat:repeat;margin:0;padding:0;" src="http://i.ixnp.com/images/v3.50/t.gif" alt="" /> <img style="border:0 none;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#34;z-index:99999;width:228px;height:100px;background-repeat:repeat;margin:0;padding:0;" src="http://i.ixnp.com/images/v3.50/t.gif" alt="" /> <img style="border:0 none;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#34;z-index:99999;bottom:1px;width:228px;height:100px;background-repeat:repeat;margin:0;padding:0;" src="http://i.ixnp.com/images/v3.50/t.gif" alt="" /></p>
<div id="snap_com_shot_bg_div_point" style="border:0 none;overflow:hidden;z-index:100000;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#34;width:28px;height:29px;bottom:-21px;right:auto;margin:0;padding:0;"><img style="border:0 none;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#38;background-color:transparent;visibility:inherit;z-index:99999;margin:0;padding:0;" src="http://i.ixnp.com/images/v3.50/theme/silver/palette.png" alt="" /></div>
<p><img style="border:0 none;z-index:100001;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#34;width:200px;height:5px;right:auto;bottom:3px;margin:0;padding:0;" src="http://i.ixnp.com/images/v3.50/t.gif" alt="" /> <img style="border:0 none;z-index:100001;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#34;width:164px;height:5px;right:auto;bottom:-1px;margin:0;padding:0;" src="http://i.ixnp.com/images/v3.50/t.gif" alt="" /> <img style="border:0 none;z-index:100001;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#34;width:128px;height:5px;right:auto;bottom:-6px;margin:0;padding:0;" src="http://i.ixnp.com/images/v3.50/t.gif" alt="" /> <img style="border:0 none;z-index:100001;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#34;width:92px;height:5px;right:auto;bottom:-11px;margin:0;padding:0;" src="http://i.ixnp.com/images/v3.50/t.gif" alt="" /> <img style="border:0 none;z-index:100001;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#34;width:56px;height:5px;right:auto;bottom:-16px;margin:0;padding:0;" src="http://i.ixnp.com/images/v3.50/t.gif" alt="" /> <img style="border:0 none;z-index:100001;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#34;width:20px;height:5px;right:auto;bottom:-21px;margin:0;padding:0;" src="http://i.ixnp.com/images/v3.50/t.gif" alt="" /></p>
<div id="snap_com_shot_bubble" style="border:0 none;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#34;z-index:99999;width:322px;height:338px;margin:0;padding:0;"><img style="border:0 none;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#34;z-index:99999;width:322px;height:297px;margin:0;padding:0;" src="http://i.ixnp.com/images/v3.50/t.gif" alt="" /></p>
<div id="snap_com_shot_body" style="border:0 none;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#34;z-index:99999;width:322px;height:338px;text-align:left;margin:0;padding:0;">
<table id="snap_com_shot_drag_overlay" style="border:0 none;display:none;z-index:100008;cursor:move!important;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#34;width:322px;height:20px;margin:0;padding:0;" border="0">
<tbody>
<tr>
<td style="border:0 none;background-color:transparent;"></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<div id="snap_com_shot_top_left_menu" style="border:0 none;z-index:100009;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#38;background-color:transparent;visibility:hidden;margin:0;padding:0;"><img style="border:0 none;cursor:pointer!important;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#34;z-index:99999;background-position:-319px 0;background-repeat:no-repeat;width:25px;height:18px;display:inline;margin:0;padding:0;" src="http://i.ixnp.com/images/v3.50/t.gif" alt="" /><img style="border:0 none;cursor:pointer!important;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#34;z-index:99999;background-position:-475px 0;background-repeat:no-repeat;width:25px;height:18px;display:inline;margin:0;padding:0;" src="http://i.ixnp.com/images/v3.50/t.gif" alt="" align="top" /></div>
<div id="snap_com_shot_top_right_menu" style="border:0 none;z-index:100009;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#34;right:1px;margin:0;padding:0;"><img style="border:0 none;cursor:pointer!important;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#34;z-index:99999;background-position:-807px 0;background-repeat:no-repeat;width:50px;height:17px;display:none;margin:0;padding:0;" src="http://i.ixnp.com/images/v3.50/t.gif" alt="" align="top" /><img style="border:0 none;cursor:pointer!important;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#34;z-index:99999;background-position:-421px 0;background-repeat:no-repeat;width:27px;height:18px;display:inline;margin:0;padding:0;" title="Snap Shots Options" src="http://i.ixnp.com/images/v3.50/t.gif" alt="Snap Shots Options" /><img style="border:0 none;cursor:pointer!important;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#34;z-index:99999;background-position:-523px 0;background-repeat:no-repeat;width:23px;height:18px;display:inline;margin:0;padding:0;" title="Make this Shot larger" src="http://i.ixnp.com/images/v3.50/t.gif" alt="" align="top" /><img style="border:0 none;cursor:pointer!important;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#34;z-index:99999;background-position:-711px 0;background-repeat:no-repeat;width:23px;height:18px;display:none;margin:0;padding:0;" title="Close" src="http://i.ixnp.com/images/v3.50/t.gif" alt="" align="top" /></div>
<div id="snap_com_shot_option_menu" style="border:1px solid #8b8a8a;z-index:100009;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:Trebuchet;float:none;position:absolute;left:auto;top:18px;line-height:normal;background-image:url('http://i.ixnp.com/images/v3.50/t.gif');background-color:white;visibility:hidden;right:20px;font-size:10px;color:#333333;margin:0;padding:0;">
<div id="snap_com_shot_option_a" style="border:0 none;cursor:pointer!important;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#34;z-index:99999;white-space:nowrap;height:17px;margin:0;padding:0 5px;">Options</div>
<div id="snap_com_shot_disable_a" style="cursor:pointer!important;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#34;z-index:99999;white-space:nowrap;height:17px;margin:0;padding:0 5px;">Disable</div>
</div>
<div id="snap_com_shot_search" style="border:0 none;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#34;z-index:99999;bottom:31px;width:320px;height:78px;margin:0!important;padding:0!important;">
<div id="snap_com_shot_search_form" style="border:0 none;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#38;background-color:transparent;visibility:inherit;z-index:99999;margin:0!important;padding:0!important;"><button></button></div>
</div>
<div id="snap_com_shot_promo" style="border:0 none;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#34;z-index:99999;bottom:8px;height:15px;direction:ltr;margin:0;padding:0;"><a id="snap_com_shot_promo_a" class="snap_nopreview" title="Sign Up and add Free Snap Shots to your site in less than 5 min!" href="https://account.snap.com/signup.php?source=ebmeierjochen.wordpress.com&#38;campaign=viral-foot">Get Free Shots</a><img style="border-top:0 none;border-left:0 none;border-right:0 none;border-bottom:medium none!important;cursor:pointer!important;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#34;z-index:99999;background-position:-1128px 0;background-repeat:no-repeat;width:14px;height:12px;display:inline;margin:0;padding:0;" src="http://i.ixnp.com/images/v3.50/t.gif" alt="" /></div>
<div id="snap_com_shot_preview_div" style="border:1px solid #c4c4c4;overflow:hidden;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#34;z-index:99999;width:320px;height:207px;margin:0;padding:0;">
<div id="snap_com_shot_url_wrapper" style="border:0 none;white-space:nowrap!important;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#38;background-color:transparent;visibility:inherit;z-index:99999;margin:0;padding:0;"><a id="snap_com_shot_url_favicon" class="snap_nopreview" href="http://ebmeierjochen.wordpress.com/category/kultur-und-gesellschaftsgeschichte/vom-ende-der-arbeitsgesellschaft/#"><img style="border:0 none;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#34;z-index:99999;background-position:-889px 0;background-repeat:no-repeat;width:16px;height:16px;display:inline;margin:0;padding:0;" src="http://i.ixnp.com/images/v3.50/t.gif" alt="" /></a> <a id="snap_com_shot_url_a" class="snap_nopreview" href="http://ebmeierjochen.wordpress.com/category/kultur-und-gesellschaftsgeschichte/vom-ende-der-arbeitsgesellschaft/#"></a> <a id="snap_com_shot_url_arrow" class="snap_nopreview" href="http://ebmeierjochen.wordpress.com/category/kultur-und-gesellschaftsgeschichte/vom-ende-der-arbeitsgesellschaft/#"><img style="border:0 none;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#34;z-index:99999;background-position:-1165px 0;background-repeat:no-repeat;width:7px;height:7px;display:inline;margin:0;padding:0;" src="http://i.ixnp.com/images/v3.50/t.gif" alt="" /></a></div>
<p><a id="snap_com_shot_img_a" class="snap_nopreview" href="http://ebmeierjochen.wordpress.com/category/kultur-und-gesellschaftsgeschichte/vom-ende-der-arbeitsgesellschaft/#"><img style="border:0 none;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#38;background-color:transparent;visibility:inherit;z-index:99999;margin:0;padding:0;" src="http://i.ixnp.com/images/v3.50/t.gif" alt="" /></a> <img style="border:0 none;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#38;background-color:transparent;visibility:inherit;z-index:99989;display:none;margin:0;padding:0;" src="http://i.ixnp.com/images/v3.50/size_305/loading.gif" alt="" /></p>
</div>
<p><img style="border:0 none;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#34;z-index:99999;bottom:6px;margin:0;padding:0;" src="http://i.ixnp.com/images/v3.50/theme/silver//logo_wordpress.gif" alt="" /></p>
<table id="snap_com_shot_flash_overlay" style="border:0 none;display:none;z-index:100010;cursor:pointer!important;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#34;width:322px;height:180px;margin:0;padding:0;" border="0">
<tbody>
<tr>
<td></td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>
<div id="snap_com_shot_options" style="border:0 none;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#34;z-index:99999;width:322px;margin:0;padding:0;">
<div id="snap_com_shot_option_menu_bar" style="border:0 none;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#34;z-index:99999;right:1px;margin:0;padding:0;"><img class="snap_nopreview" style="border:0 none;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#34;z-index:99999;background-position:-394px 0;background-repeat:no-repeat;width:27px;height:18px;display:inline;margin:0;padding:0;" src="http://i.ixnp.com/images/v3.50/t.gif" alt="" /><img class="snap_nopreview" style="border:0 none;cursor:pointer!important;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#34;z-index:99999;background-position:-711px 0;background-repeat:no-repeat;width:23px;height:18px;font-size:10px;color:#857a7a;text-decoration:none;margin:0;padding:0;" title="Close" src="http://i.ixnp.com/images/v3.50/t.gif" alt="Close" /></div>
</div>
<p><a id="snap_com_shot_ribbon_a" class="snap_nopreview" href="http://www.snap.com/snapshots.php?source=ebmeierjochen.wordpress.com&#38;campaign=charity-ribbon#shares"><img style="border:0 none;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#34;z-index:99999;right:98px;bottom:5px;width:17px;height:20px;margin:0;padding:0;" title="Portions of Snap Shares Ad Impressions on this site are donated to Charity" src="http://i.ixnp.com/images/v3.50/ribbon.png" alt="Snap Shares for charity" /></a> <img style="border:0 none;max-height:2000px;max-width:2000px;min-width:0;min-height:0;font-style:normal;font-weight:normal;font-family:&#38;background-color:transparent;visibility:hidden;z-index:99999;margin:0;padding:0;" src="http://i.ixnp.com/images/v3.50/t.gif" alt="" /></p>
</div>
</div>
<div id="wpcombar" style="z-index:1001;"><!--,de--></div>
<div id="wrap" class="clearfix">
<div id="content">
<div id="post-323" class="post hentry category-kultur-und-gesellschaftsgeschichte category-vom-ende-der-arbeitsgesellschaft tag-kritik-der-politischen-okonomie tag-marx tag-dritte-industrielle-revolution tag-mediale-revolution tag-arbeit tag-wissenschaft tag-reichtum tag-wert tag-jordantal tag-theorie tag-intelligenz tag-wissen tag-einbildungskraft tag-arbeitsteilung tag-knappheit tag-produktivitat tag-arbeitsgesellschaft tag-tauschwert tag-nationalokonomen tag-okonomie tag-mangel tag-markt tag-politisch tag-herrschaft tag-uberschuss tag-kapital tag-wertgesetz tag-industrielle-revolution tag-vilfredo-pareto tag-gebrauchswert tag-kapitalismus tag-ressourcen tag-allokation tag-ub-erfluss tag-wirtschaften tag-jager-und-samler tag-ernahrung tag-kalorien tag-fruchtbarer-halbmond tag-mesopotamien tag-sedentarisierung tag-ackkerbau tag-vorrat tag-nomaden tag-konkurrenzn tag-bedurfnisse tag-klassenbildung tag-herrschende-klassen tag-herrenvolker tag-hirten tag-grundherrschaft tag-kriegerkaste tag-wirtschaftlich tag-mas tag-messen tag-allgemein tag-besonders tag-barter tag-tausch tag-tauschwirtschaft tag-marktwirtschaft tag-handel tag-potlatch tag-cro-magnon tag-ethnologie tag-salz tag-allgemeines-aquivalent tag-geld tag-grenzverkehr tag-beruf tag-schmied tag-handwerke tag-zeitbudget tag-arbeitszeit tag-arbeitsvermogen tag-arbeitskraft tag-bevolkerung tag-uberbevolkerung tag-england tag-adel tag-ackerland tag-pacht tag-technologie tag-system tag-prozessierend tag-maschine tag-mechanisierung tag-lebendige-arbeit tag-intelligente-maschine tag-artificial-intelligence tag-urteilen tag-konzipieren tag-reproduzieren tag-digitalisieren tag-kybernetisierung tag-qualitat tag-datei tag-speicher tag-speichern tag-gespeichertsein tag-mehrwert tag-mausklick tag-computer tag-internet tag-verkehr tag-vergegenstandlichung tag-materialwert tag-herstellungskosten tag-imginar tag-spekulativ tag-aneignung tag-virtuell tag-pop-act tag-urherberrecht tag-kopierschutz tag-it-revolution tag-profit tag-entwertung tag-kapitalvernichtung tag-profitrate tag-organische-zusammensetzung tag-fixes-kapital tag-urteilskraft tag-wiederholbar tag-okonomische-gesetze entry entry-1">
<div class="entrybody">
<div class="snap_preview">
<p><!--[if gte mso 9]&#62;  Normal 0 21       MicrosoftInternetExplorer4  &#60;![endif]--><!--  /* Font Definitions */  @font-face 	{font-family:Garamond; 	panose-1:2 2 4 4 3 3 1 1 8 3; 	mso-font-charset:0; 	mso-generic-font-family:roman; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:647 0 0 0 159 0;}  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-parent:""; 	margin:0cm; 	margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:12.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman";} p.MsoHeader, li.MsoHeader, div.MsoHeader 	{margin:0cm; 	margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	tab-stops:center 8.0cm right 16.0cm; 	font-size:12.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman";} @page Section1 	{size:595.3pt 841.9pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:35.4pt; 	mso-footer-margin:35.4pt; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --></p>
<p><!--[if gte mso 10]&#62; &#60;!   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman";} --></p>
<p><!--[endif]--></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#38;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#38;"> </span></p>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
<div id="footer"><img style="display:none;" src="http://stats.wordpress.com/g.gif?v=wpcom2&#38;rand=0.5309458232371211&#38;crypt=D6%257C%252CY1mq%252F%252FsbxqxlZVPOWm_%253F3396s%257C-pEu.%257ENbB%252C-MiP5sJMv01kBReos6o%2526%253FzN25%252F7%255DV%2526rhI%253Fq_HUAwh_4iCmeuiJPoceWr6Bf.yb%252Faw4A%257CkbM%257ERAYHuZtMpXQGvWLgObchbV3_XvZ%253FlN%255DWhI%257C%252FjY8d%255BX8Vj%253D6MrGpT%2526pfKgWyU7zluuhqRkr6Grd" alt="" /></div>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Leviathan bei den Kleinen VII: Das Wie, das Was und die Were]]></title>
<link>http://ebmeierjochen.wordpress.com/2008/09/15/leviathan-bei-den-kleinen-vii-das-wie-das-was-und-die-were/</link>
<pubDate>Mon, 15 Sep 2008 17:10:41 +0000</pubDate>
<dc:creator>Johann Ohneland</dc:creator>
<guid>http://ebmeierjochen.wordpress.com/2008/09/15/leviathan-bei-den-kleinen-vii-das-wie-das-was-und-die-were/</guid>
<description><![CDATA[Alle zeitgenössischen Diskussionen über Schulreform klingen – nach wie vor PISA -, als ginge es daru]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://ebmeierjochen.wordpress.com/files/2008/09/geerts_jul_schulstunde1880.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-805" title="Schulstunde, 1883" src="http://ebmeierjochen.wordpress.com/files/2008/09/geerts_jul_schulstunde1880.jpg" alt="" width="443" height="500" /></a></p>
<p style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Alle zeitgenössischen Diskussionen über Schulreform klingen – nach wie vor PISA -, als ginge es darum, den Knoten ein für alle Mal zu lösen. Die idiotensichere <em>Methode</em>, die lückenlose <em>Theorie</em>, die endgültig bestgeeignete <em>Struktur</em>: damit ein für alle Mal sicher gestellt sei, dass die Lehrer alles nur noch richtig machen können, dass die Lehrerausbildung nix versäumt, dass ein jedes Kind glatt und reibungslos die nunmehr optimierte Schule &#34;durchlaufen&#34; kann. Sie alle wetteifern um die ultimative <em>Nummer sicher -</em> und der Perfektionismus der Technokraten dient als Alibi für den alltäglichen Pfusch.</span></p>
<p style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"><span style="color:black;">Dabei ist Pädagogik ohne Risiko gar nicht zu haben. Knaben müssten <em>gewagt</em> werden, meinte Joh. Fr. Herbart, der Begründet der wissenschaftlichen Pädagogik. Und wer alle Risiken vorher &#34;kalkulieren&#34; will, der <em><span style="font-style:normal;font-family:&#34;">will keine</span></em> &#8211; und das ist unter den Risiken der Pädagogik das größte; da darf er sich dann nicht beklagen, wenn er&#8217;s in diesem Beruf schwer hat. Pädagogik ist eben keine ‚Methode’, die man nur noch anwenden muss &#8211; das ist das ganze Problem. Das war schon immer das Problem. Allerdings hat es sich heute zugespitzt wie nie, und das liegt an den Veränderungen der Arbeitswelt</span></span></p>
<p style="text-align:justify;"><em><strong><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"><span style="color:#008080;">Arbeitswelten</span> </span></strong></em></p>
<p style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Nicht so sehr die Veränderungen bei der industriellen Fertigung sind der Grund. Denn Leitbild der Volksschulpädagogik war im 20. Jahrhundert gar nicht der Industriearbeiter. Das war er im Neunzehnten, und der damalige Fabrikarbeiter war typischerweise ungelernt. Entsprechend ‚elementar’ konnte seine Bildung sein: ABC, 1&#215;1 und 10 Gebote. Im 20. Jahrhundert wurde mit dem Überwuchern der eigentlichen Produktion durch die Verwaltung der Angestellte auch in der Industrie immer mehr zum Leitbild. Nicht der Geist der Industrie ist es, der seither Alles durchdringt, sondern der Geist der Bürokratie.</span><a href="http://ebmeierjochen.wordpress.com/files/2008/09/verwaltung2.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-809" title="Verwaltung" src="http://ebmeierjochen.wordpress.com/files/2008/09/verwaltung2.jpg?w=300" alt="" width="300" height="199" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> Und für die Volksschule hieß das: Schema F. </span></p>
<p style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Das humanistische Gymnasium war auf den höheren Staatsdienst zugeschnitten. Die Realschulen bedienten ‚die Wirtschaft’. Als dort an die Stelle des Unternehmers als Maßstab der Leitende Angestellte </span><a href="http://ebmeierjochen.wordpress.com/files/2008/09/burokrat.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-818" title="Leitender Angestellter" src="http://ebmeierjochen.wordpress.com/files/2008/09/burokrat.jpg" alt="" width="152" height="132" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">trat, wurden die Realien dem (<em>ent</em>humanisierten) Gymnasium zugeschlagen, und so konnte es während der ‚demokratischen’ Bildungsreform der 70er Jahre zur allgemeinen Norm überdehnt werden &#8211; auf die &#34;Restschule&#34; gehn die Zurückgebliebenen. Ein Standard für alle &#8211; der Traum jeder Verwaltung! Das Bildungssystem ‚normalisierte’ sich zu einer großen Administration &#8211; mit dem Gymnasium als ihrem ‚höheren Dienst’. </span></p>
<p style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Daran wird die <em>Grundschule</em> seither gemessen. Die Neigung unserer Schulen zum Zergliedern der Welt in ‚Fächer’ und des Lebens in ‚Schritte’ stammt nicht, wie man meinen mag, aus der Arbeitsteilung in der Fabrik, sondern aus den ‚Vorgängen’ der bürokratischen Apparate. Das Wie ist dort Substanz, das Was nur Akzidenz, und der Routinier<span> </span>ist König. </span></p>
<p style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Dass aber die Verwaltung neben der Zivilgesellschaft steht (d.h. wie ein Mühlstein an ihrem Hals hängt), war mittelbar durchaus ein Resultat der industriellen Arbeitsteilung. Je weiter die Produktion in Fächer und Abteilungen aufgesplittert wurde, umso mehr Spezialisten fürs Koordinieren wurden gebraucht, um die Einzelteile schließlich zueinander zu fügen: Das Vermitteln wurde selbst zu einem ‚Fach’! Mit dem Niedergang der Industriegesellschaft geht auch die Zeit der Fachleute-für-Vermittlung zu Ende. <span style="color:#008080;"><em><span style="font-family:&#34;">Lean management</span></em></span> ist angesagt. </span></p>
<p style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Das Vermitteln wird in der <em><span style="font-style:normal;font-family:&#34;">medialen</span></em> Zivilisation (daher der Name) wieder zum genuinen Bestandteil der Schaffensprozesse selbst; <span style="color:#008080;"><em>online</em>.</span> Wozu also optimieren, was schon jetzt ein Anachronismus ist? Die Arbeitswelt der Zukunft wird immer weniger von Leitenden Angestellten geprägt sein und immer mehr von selbst-entwerfenden und selbst-realisierenden ‚Unternehmern’. Wozu hätte sich ein heutiger Abiturient durch einem Notendurchschnitt von 1,0 denn ‚qualifiziert’? Für eine eigne Performance in den globalen Netzen ja nicht gerade. Eher doch für eine leitende Stelle im höheren Staatsdienst. Nur &#8211; eine sehr realistische Berufswahl ist das bald nicht mehr.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#008080;"><em><strong><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Wie oder was</span></strong></em></span><strong><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></strong></p>
<p style="text-align:right;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Es geht gar nicht mehr darum, wie man sich das ‚Lernen’ vorstellt, sondern darum, was man unter ‚Wissen’ versteht. Die hergebrachte Lernschule stellt sich das Wissen als ein gut sortiertes Regal von eingeweckten Wahrheiten (‚Informationen’) vor, auf die &#34;zuzugreifen&#34;</span><a href="http://ebmeierjochen.wordpress.com/files/2008/09/einmachglaser.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-827" title="Einmachgläser" src="http://ebmeierjochen.wordpress.com/files/2008/09/einmachglaser.jpg" alt="" width="251" height="281" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> nur noch geübt werden müsste. Das entspricht keiner indu- striellen, sondern einer bürokratischen Weltsicht. Ein „Offener Unterricht“, der darauf beruht, ist allerdings ein Paradox, und die Schüler boykottieren in zu recht. </span></p>
<p style="text-align:right;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Wer glaubt, dass die Welt schon entdeckt ist, dem werden die Kinder nicht abnehmen, dass es für sie da was zu entdecken gäbe. Er versäumt nicht etwa, sie zu &#34;motivieren&#34;, sondern er <em><span style="font-style:normal;font-family:&#34;">bricht</span></em> geradezu ihr ureigenes originäres Motiv. Bei ihm sind sie immer <em><span style="font-style:normal;font-family:&#34;">zu spät gekommen</span></em>. Aber das ist nicht wahr, das sind sie nicht. Die Welt ist nicht entdeckt, es entwirft ein jeder ‚seine&#8217; Welt. </span></p>
<p style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Dass es darüber hinaus eine <a href="http://www.jochen-ebmeier.de/4.html"></a>‚objektive’ Welt gibt, zu welcher die Einzelnen ihre Privatwelten ‚ins Verhältnis setzen’, liegt daran, dass sie in ihrem Alltag miteinander auskommen müssen. Unsere gemeinsamen Ansichten von der Welt stammen aus gemeinsamen Absichten in der Welt &#8211; die nämlich zu gemeinsamen Hinsichten auf die Welt veranlassen. Und da wir nicht alle unsere Absichten mit andern teilen, teilen wir auch nicht alle unsere Ansichten. Ob oder ob nicht, das weiß man nicht im Voraus, man muss es drauf ankommen lassen. <em><span style="font-style:normal;font-family:&#34;">Darum</span></em> kann man die Risiken der Pädagogik nicht &#34;kalkulieren&#34;! </span></p>
<p style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Über die ‚wahren’ Ansichten entscheiden also die Hinsichten und die Absichten. Es ist eine Sinn-Frage, und sie ist keine theoretische, die sich durch ‚Lernen’ beantworten ließe, sondern eine praktische, die &#34;aus Freiheit&#34; zu entscheiden ist; nämlich jedes Mal aufs Neue. Aufs Urteilsvermögen kommt es an. Das bedeutet, dass der <em>Grund</em> der Schule &#8211; das, worauf sie aufbaut &#8211; nicht Wissensbevorratung und Methodenturnen ist, sondern die Unterhaltung (!) der Einbildungskraft und das Wagen des eigenen Urteils. Die Daseinsberechtigung der Grund-Schule ist <em><span style="font-style:normal;font-family:&#34;">Bildung</span></em>. Um es ganz genau zu sagen: <em><span style="font-family:&#34;">Geschmacks</span></em>-Bildung.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#008080;"><em><strong><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Und wer! </span></strong></em></span></p>
<p style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Der Lehrer muss selber gesehen haben, was er den Kindern zeigen will.</span><a href="http://ebmeierjochen.wordpress.com/files/2008/09/maleratelier.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-828" title="Maler im Atelier" src="http://ebmeierjochen.wordpress.com/files/2008/09/maleratelier.jpg?w=235" alt="" width="235" height="300" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> Das ist nicht die Frage, wie er&#8217;s macht, sondern wer<span style="color:#008080;"><strong>*</strong></span> er ist; nämlich was er aus sich gemacht hat. Das macht gerade den Unterschied aus zwischen dem Pädagogen und den Vielen, die ihren Beruf verfehlt haben. Pädagogik ist eine Kunst. Sie besteht darin, dass ein Alter in die Welt mit den Augen der Neuen sehen kann und trotzdem nicht vergisst, was er alles vorher selber schon gesehen hat &#8211; und es den Neuen zeigt. Das muss man können. Und wer es nicht kann, dem wird auch die beste &#34;Methode&#34; nix helfen. Kunst kommt ja von Können. Denn käm&#8217;s von Wollen, hat Max Liebermann gesagt, dann hieße es Wulst. Das gilt für unsere Kunst noch mehr als für die andern</span></p>
<p style="text-align:justify;">__________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________</p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"><span style="color:#008080;">*</span></span></strong> mhd. <em>der wer:</em> Mensch, Mann (vgl. <em>Werwolf</em>); mhd. <em>diu werelt </em>(vgl. engl. world): Gegend, wo <em>diu were</em> leben</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Vom Ende der Arbeitsgesellschaft]]></title>
<link>http://ebmeierjochen.wordpress.com/2008/09/10/vom-ende-der-arbeitsgesellschaft/</link>
<pubDate>Wed, 10 Sep 2008 22:07:44 +0000</pubDate>
<dc:creator>Johann Ohneland</dc:creator>
<guid>http://ebmeierjochen.wordpress.com/2008/09/10/vom-ende-der-arbeitsgesellschaft/</guid>
<description><![CDATA[Abschied vom Tauschwert Der Niedergang der Arbeitsgesellschaft und die Kritik der Politischen Ökonom]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><!--[if gte mso 9]&#62;  Normal 0 21       MicrosoftInternetExplorer4  &#60;![endif]--><!--  /* Font Definitions */  @font-face 	{font-family:Garamond; 	panose-1:2 2 4 4 3 3 1 1 8 3; 	mso-font-charset:0; 	mso-generic-font-family:roman; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:647 0 0 0 159 0;}  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-parent:""; 	margin:0cm; 	margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:12.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman";} p.MsoHeader, li.MsoHeader, div.MsoHeader 	{margin:0cm; 	margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	tab-stops:center 8.0cm right 16.0cm; 	font-size:12.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman";} @page Section1 	{size:595.3pt 841.9pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:35.4pt; 	mso-footer-margin:35.4pt; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --></p>
<p><!--[if gte mso 10]&#62; &#60;!   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman";} --></p>
<p><!--[endif]--></p>
<p class="MsoNormal"><em><span style="font-size:22pt;font-family:Garamond;color:teal;">Abschied vom Tauschwert</span></em></p>
<p class="MsoNormal"><!--[if !mso]&#62; &#60;!  v\:* {behavior:url(#default#VML);} o\:* {behavior:url(#default#VML);} w\:* {behavior:url(#default#VML);} .shape {behavior:url(#default#VML);} --> <!--[endif]--><!--[if gte mso 9]&#62;  Normal 0 21       MicrosoftInternetExplorer4  &#60;![endif]--> <!--[if gte mso 10]&#62; &#60;!   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman";} --> <!--[endif]--><!--[if !mso]&#62; &#60;!  v\:* {behavior:url(#default#VML);} o\:* {behavior:url(#default#VML);} w\:* {behavior:url(#default#VML);} .shape {behavior:url(#default#VML);} --> <!--[endif]--><!--[if gte mso 9]&#62;  Normal 0 21       MicrosoftInternetExplorer4  &#60;![endif]--> <!--[if gte mso 10]&#62; &#60;!   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman";} --> <!--[endif]--><!--[if gte mso 9]&#62;  &#60;![endif]--><!--[if gte mso 9]&#62;   &#60;![endif]--></p>
<p><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Der Niedergang der Arbeitsgesellschaft und die Kritik der Politischen Ökonomie</span></em><span> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;"><span><strong><a href="http://ebmeierjochen.wordpress.com/files/2008/09/marx_28g.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-326" title="Marx" src="http://ebmeierjochen.wordpress.com/files/2008/09/marx_28g.jpg" alt="" /></a></strong></span></span></p>
<p><strong><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-left:188.3pt;text-align:right;" align="right"><!--[if gte mso 9]&#62;  Normal 0 21       MicrosoftInternetExplorer4  &#60;![endif]--> <!--[if gte mso 10]&#62; &#60;!   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman";} --> <!--[endif]--></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:right;" align="right"><span style="color:#008080;"><br />
</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:right;" align="right"><span style="font-family:&#34;"><span style="color:#008080;"><span><strong><em><span style="font-family:&#34;">Wenn die Philosophie ihr Grau in Grau malt, dann ist eine Gestalt </span></em></strong></span><em><span style="font-family:&#34;"><span><strong>des Lebens alt geworden, und mit Grau in Grau läßt sie sich nicht verjüngen, sondern nur erkennen; die Eule der Minerva beginnt erst mit der einbrechenden Dämmerung ihren Flug</strong></span>.<span> </span></span></em></span>Hegel</span></p>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">G</span><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">ut ein Jahrhundert lang war die <span style="color:#008080;"><em><span>Marx</span></em></span><em>&#8216;</em>sche Kritik der Politischen Ökonomie der</span><!--[if gte vml 1]&#62;                    &#60;![endif]--><!--[if !vml]--><!--[endif]--><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> heimliche oder erklärte Bezugspunkt für die Entwicklung zwar nicht der Volkswirtschaftslehre, aber der politischen Gesellschafts- wissenschaften. Seit 1990 ist es still um sie geworden. Der Grund war kein Paradigmenwechsel in der Theorie, sondern ein realgeschichtliches Ereignis. Nicht das Kapital war zusammengebrochen. Die Theorie schien obsolet. </span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Theorie schien man gar nicht mehr zu brauchen: Das Ende der Geschichte war gekommen. Da brach mit Internet und New Economy ein neues Zeitalter aus. Die Euphorie war groß. Die Spekulationsblase ist geplatzt, und Skepsis machte sich breit. Was für ein Zeitalter  soll das werden? Spaßgesellschaft, Mediengesellschaft, Wissensgesellschaft, Globales Dorf  – die Federführung hat das Feuilleton, die Wissenschaft bleibt ratlos. Ganz ohne Theorie geht es auch nicht; aber woher nehmen?</span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Wenn wir schon nicht wissen, welches Zeitalter beginnt, wissen wir doch, welches Zeitalter  zu Ende geht, oder könnten es wissen. Die einzige Theorie, die beansprucht hatte, ein Gesamttableau der bürgerlichen Gesellschaft zu geben, war das Klassische System der Politischen Ökonomie gewesen, doch von dem war nur, aber immerhin, die <em>Kritik</em> übrig geblieben. Die war keine Volkswirtschaftslehre, keine positive Theorie des Wirtschaftens unter kapitalistischen Bedingungen (und hätte als solche obsolet werden können), sondern war die Bloßlegung dieser Bedingungen. Der Zusammenbruch des sowjetischen Gesellschaftssystems konnte sie nicht dementieren, weil sie nicht von ihm handelt.</span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p style="text-align:justify;"><!--[if gte vml 1]&#62;  &#60;![endif]--><!--[if !vml]--><!--[endif]--><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Vilfredo Pareto</span><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> hat vor über hundert Jahren darauf</span><a href="http://ebmeierjochen.files.wordpress.com/2008/09/vilfredo_pareto.gif"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-847" title="Vilfredo Pareto" src="http://ebmeierjochen.wordpress.com/files/2008/09/vilfredo_pareto.gif?w=76" alt="" width="76" height="96" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> verwiesen, daß am Anfang der Marx&#8217;schen Theoriebildung das politische Programm<a rel="nofollow" name="_ednref1"></a><span style="color:#339966;"><a href="http://www.jochen-ebmeier.de/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_edn1"><span>[1]</span></a></span>steht; von ihm geht alles aus. Die Kritik der Politischen Ökonomie sei nicht dessen retroaktive wissenschaftliche Herleitung, sondern ein gewissermaßen apagogischer Anhang zum Programm: dazu bestimmt, es vorab zu sichern gegen die Einwände, die vom Standpunkt der klassischen Politischen Ökonomie vorgebracht werden könnten, indem er ihr die Gründe streitig machte. Während jene die Herrschaft des Kapitalverhältnisses rechtfertigt, indem sie es aus ökonomischen Gesetzen herleitet, deckt die Kritik die historischen Ereignisse auf, die zur Ausbildung dieser Gesetze geführt haben – und daßss sie nur vorübergehend gelten. Und insofern gibt sie selber ein Gesamttableau der bürgerlichen Gesellschaft.</span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p style="text-align:center;" align="center"><span style="color:#008080;"><strong><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">*</span></strong></span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#008080;"><em><strong><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">D</span></strong></em></span><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"><span style="color:#008000;"><em><strong><span style="color:#008080;">aß das Menschenleben von Arbeit geprägt ist</span>,</strong></em></span> ist kein Naturzustand. Daß die Gesellschaft von der Wirtschaft beherrscht wird, verdankt sie einem historischen Ereignis und keinem Gesetz.</span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Wirtschaften bedeutet: die Allokation knapper Ressourcen. Diese primäre Definition beruht auf einer durchaus nicht selbstverständlichen historischen Prämisse: daß die Ressourcen so knapp sind, dass ihre Verteilung ein Problem darstellt. Und dabei handelt es sich nicht um eine schlichte Tatsache, sondern um ein Verhältnis zwischen zwei fraglichen Größen: der Vermehrbarkeit der Ressourcen einerseits und der Menge der Bedürfnisse andererseits. Allokation der Ressourcen bedeutet daher: die Entscheidung darüber, welche – und wessen – Bedürfnisse bei der Verteilung mehr gelten sollen als andere. </span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Wären beide Größen – Umfang der Bedürfnisse, Umfang der Ressourcen – gegeben, entstünde kein wirtschaftliches Problem. Das Problem wäre rein politisch: Wer setzt sich durch? In einem spezifischen Sinn wirtschaftlich wird das Problem nur dann, wenn die beiden Variablen – Bedürfnisse/Ressourcen – durch ein Bedingungsverhältnis einander vermittelt sind; kein logisches, sondern ein sachliches. Ein solches tritt ein in dem Moment, wo die Ressourcen durch Arbeit vermehrt werden können; denn damit stellt sich  die Frage: wer arbeitet wie viel? Es ist zugleich  die Frage: Legitimieren sich die individuellen, um die Ressourcen konkurrierenden Bedürfnisse durch eigene Arbeit, oder aus anderen Quellen? Nicht alle haben gleiche Bedürfnisse, aber alle haben auch nicht gleiche Kräfte. Genauer gesagt, der Bedürftigste ist nicht der Stärkste.</span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">W</span><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">irtschaften ist keine Konstante des menschlichen Gattungslebens. Es bildet die Rückseite der Fähigkeit des Menschen, durch Arbeit mehr zu erzeugen, als er verbraucht. Wirtschaftsgesellschaft und Arbeitsgesellschaft bedeuten dasselbe. Entstanden sind sie mit der Sedentarisierung und dem Übergang zum Ackerbau.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">In der Welt der <span style="color:#008080;"><em><span>Jäger und Sammler</span></em></span> waren jahrmillionenlang die Ressourcen nicht eo ipso knapp, und die Verteilung war kein Problem.  War die Gegend, die eine Menschengruppe </span><a href="http://ebmeierjochen.wordpress.com/files/2008/09/lascaux1.jpg"><img class="size-medium wp-image-452 alignright" title="Lascaux" src="http://ebmeierjochen.wordpress.com/files/2008/09/lascaux1.jpg?w=300" alt="" width="300" height="208" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">bewohnte, abge- wei det, wanderte sie weiter. Wur- den die Zeichen beizeiten erkannt, trat  Knappheit  gar nicht ein. Um 1790 betrugt in  England, dem damals reichsten Land der Erde, die tägliche Lebensmittelration 2.322 Kalorien, die </span><!--[if gte vml 1]&#62;   &#60;![endif]--><!--[if !vml]--><!--[endif]--><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">der  Armen nur 1.508. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Heutige Jäger- und  Sammlervölker verzehren ihrerseits rund 2.300  Kalorien oder mehr. Sie essen nicht nur reichlich, sondern auch besser: Der Anteil an Fleisch macht rund sechs Teile, der an pflanzlicher Kost vier Teile aus, während die Engländer sich zu einem großen Teil von Getreide ernährten. Im übrigen handelt es  sich bei den heutigen Jägern und Sammlern um  abgedrängte Restpopulationen, die sich im Lauf ihrer Geschichte an die unwirtlichsten Landstriche angepaßt haben…<br />
</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"><em><strong></strong></em></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Der Getreideanbau bringt einen qualitativen Wandel. Durch Arbeit wird es möglich, einen stetigen Überschuß zu erzeugen. Ein beständiges Bevölkerungswachstum tritt ein. Ursprünglich trat Knappheit momentan als Mangel an einer bestimmten, absoluten Anzahl benötigter Dinge auf. Nun herrscht ständiger Mangel durch das stetige Wachstum der Bedürfnisse. Ab hier reden wir von Geschichte in einem bestimmten Sinn: &#8220;Diese Erzeugung neuer Bedürfnisse ist die erste geschichtliche Tat.&#8221;<a rel="nofollow" name="_ednref2"></a><a href="http://www.jochen-ebmeier.de/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_edn2"><span>[2]</span></a> Welche Bedürfnisse <em>gelten</em> sollen, wird nun strittig.</span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Daß die Bedürftigsten nicht auch die leistungsfähigsten sind, ist naturgegeben. Alte und Kinder jagen nicht und helfen bestenfalls beim Sammeln. Sie sind in Momenten der Not aber auch am meisten gefährdet. Aus diesem trockenen Grund kommt es vor dem Ackerbau nicht zu Überbevölkerung. Erst Seßhaftigkeit und Getreidebau erlauben Vorratshaltung. Gelegentliche Knappheiten werden überbrückt. Ab jetzt wird <em>gewirtschaftet. </em> Nachwuchs bedeutet nun Vermehrung der Arbeitskraft: Die früheste Möglichkeit, die Produktivkraft zu steigern, ist Bevölkerungswachstum. Je mehr Hände, umso mehr Boden kann bestellt werden. </span></p>
<p style="text-align:justify;"><a href="http://ebmeierjochen.files.wordpress.com/2008/09/bauernfeind_gustav_ebene_von_jericho_1848-1904.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-454" title="Die Ebene von Jericho im 19. Jhdt." src="http://ebmeierjochen.wordpress.com/files/2008/09/bauernfeind_gustav_ebene_von_jericho_1848-1904.jpg?w=300" alt="" width="300" height="207" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Erstmals gesche- hen ist dies vor rund zwölftausend Jahren im damali- gen Fruchtbaren Halbmond vom </span><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"><em><span style="color:#008080;">Jordantal</span> </em><!--[if gte vml 1]&#62;&#60;![endif]--><!--[if !vml]--><!--[endif]-->über den Norden Syriens bis nach Mesopotamien, wo die Oasenstädte umringt waren von viehtreibenden Beduinenstämmen.</span></p>
<p><em><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></em></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Durch die Konkurrenz neuer Bedürfnisse auf der einen, mit einer wachsenden Menschenmasse auf der andern Seite wird die Allokation erstmals zum Problem<em>,</em> denn diese Konkurrenz ist dauerhaft und prägt schließlich die Formen des Zusammenlebens. Das Naturverhältnis wird überlagert von gesellschaftlichen Bestimmungen. Eine Differenzierung beginnt in jene, die Anspruch auf die &#8220;höheren Bedürfnisse&#8221; haben, und solche, die überzählig sind und denen im Notfall auch die primären Bedürfnisse verweigert werden. Denn der Boden, an dem die Arbeit ausgeführt wird, ist monopolisierbar. Der Arbeiter kann von ihm abgetrennt werden.</span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"><span style="color:#008080;"><em><strong>Die Arbeitsgesellschaft hat wohl all das</strong></em></span> ermöglicht, was unsern kulturellen Fortschritt ausmacht. Aber sie hat auch den Hunger und die Unterernährung in die Welt gesetzt. Ursprünglich war der Mangel – wie der Überfluß – nur eine momentane Ausnahme, die nicht lange genug währte, um die Formen des Zusammenlebens zu prägen.  Denn wurde Knappheit zum Dauerzustand, starb die Gruppe aus. Unter solchen Umständen geschieht die Allokation naturwüchsig, eine gesellschaftliche Formbestimmung muß sich nicht ausbilden. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">N</span><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">icht aus dem Eigentum folgt die Differenzierung, sondern aus tatsächlicher Differenzierung bildet sich das Eigentum. Nicht Alle waren seßhaft geworden, nicht Alle betrieben Ackerbau. Die Herrenvölker folgen weiterhin als Jäger den Wanderungen der Tiere, bis sie zu ihren Hirten wer</span><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">den.</span><!--[if gte vml 1]&#62;  &#60;![endif]--><!--[if !vml]--><!--[endif]--><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Die Hirtenvölker </span><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">scheuen die  Arbeit, aber nicht deren Früchte.  Die Habe muß ver- teidigt werden.  Die Heraus- bildung einer  <span style="color:black;">Kriegerkaste</span> reproduziert im  Innern den Gegensatz zu den  <span style="color:#008080;"><em><span>nomadisierenden </span></em></span></span><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"><span style="color:#008080;"><em><span>Herren</span></em></span></span><a href="http://ebmeierjochen.wordpress.com/files/2008/09/tuaregalgeriatomclaytor.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-453" title="Herrenvolk" src="http://ebmeierjochen.wordpress.com/files/2008/09/tuaregalgeriatomclaytor.jpg?w=212" alt="" width="212" height="300" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> im  Äußern. Auch die inneren Herren  arbeiten nicht. Sie zehren von der  Mehrarbeit der Andern. Die  Aneignung geschieht politisch,  nicht &#8216;wirtschaft- lich&#8217;. Vom  Arbeitsprodukt greift sie schließlich auf das Arbeitsmittel selbst über. (Dasselbe wiederholt sich mit der Ausbildung der Grund- herrschaft im frühmittelalter- lichen Europa.)</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Mit der wachsender Arbeitsproduktivität einerseits und der Monopolisierung des Bodens andererseits wird eine relative Überbevölkerung zur Geschichtskonstante, der Mangel für die Vielen und die Akkumulation von Reichtum bei wenigen wird zum Dauerzustand, es beginnt der Klassenkampf, und das Politische entwickelt sich zu einem autonomen Bereich des gesellschaftlichen Lebens. </span></p>
<p><strong><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Arbeit ist das allgemeine Mittel zur Behebung von Notdurft; &#8220;Arbeit überhaupt, die allgemeine Möglichkeit des Reichthums, die werthschaffenden Thätigkeit (als Vermögen) überhaupt&#8221;.<a name="_ednref3"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_edn3"><span><span class="MsoEndnoteReference"><span style="text-decoration:none;color:#000000;">[3]</span></span></span></a> Sie ist das Nützliche-an-sich und Ressource-schlechthin. An die Stelle der Gebrauchswerte tritt der Tauschwert, der ‚Wert’ der Nationalökonomen: wiederum eine Nützlichkeit-an-sich, also wiederum Arbeit &#8211; als die <em>allgemeinste Ware;</em> &#8220;Gebrauchswert für andre, gesellschaftlicher Gebrauchswert&#8221;</span><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_edn4"><span><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:14pt;text-decoration:none;font-family:&#34;">[4]</span></span></span></a><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="color:#008080;"><em><strong><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">I</span></strong></em></span><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"><span style="color:#008080;"><em><strong>st von Gesetzen die Rede,</strong></em></span> seien es rechtliche, ökonomische oder Naturgesetze, stellt sich die Frage: Wer hat sie erlassen und wer sorgt wie für ihre Geltung? Ökonomische Gesetze kommen zustande, wenn die Wirtschaftssubjekte nach ihnen <em>suchen,</em> weil sie sie brauchen, und wenn zugleich im realen Wirtschaftsgeschehen Regelmäßigkeiten vorkommen, die man <em>finden</em> kann.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Nur wer Vieles regelmäßig vergleichen muß, braucht ein gemeinsames Maß für Alles. Wer nur ab und zu das Eine gegen das Andere abwägt, kann sich mit bloßem Schätzen begnügen: &#8216;Was würde ich für den Gebrauch dieser Sache anlegen wollen?&#8217; <em>Chop knives </em>wurde Karl Marx von den Londoner Gassenjungen gefragt. Dann wurden die Taschenmesser gezückt, und wer das schlechtere vorwies, musste noch einiges drauflegen, bis der Halter des besseren mit dem Handel zufrieden war. <em>Barter</em> heißt diese Form gelegentlichen Tauschhandels zwischen zufälligen Kontrahenten.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Solange der Austausch nur punktuell stattfindet, bleibt ihm ein Charakter von Willkür und Kontingenz. Ein Durchschnitt, aus dem sich eine Regel ermitteln ließe, kann sich ohne Kontinuität in Raum und Zeit nicht ausbilden. Ursprünglich findet Tausch nur an den Rändern der naturwüchsigen Gemeinschaften statt, schon bei Jägern und Sammlern. Wobei gelegentlich nicht der Austausch Zweck des Grenzverkehrs ist, sondern der Verkehr Zweck des Tauschs – um dem Raub zuvor zu kommen. Vieles, was die Ethnologie unter den (überdehnten) Begriff <em>Potlatch</em> faßt, gehört in diese Kategorie. Einen rudimentären Handel darf man schon für die Crô-Magnon-Zeit annehmen: In den Höhlen der Dordogne wurden Lager von Ziermuscheln gefunden, die von der Nordsee stammten. Ausgetauscht wird nicht das Notwendige, sondern das, was übrig ist. Das ist Luxus, darauf kann man verzichten.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><a href="http://ebmeierjochen.files.wordpress.com/2008/09/salz.jpg"><img class="size-full wp-image-455 alignleft" title="salz" src="http://ebmeierjochen.wordpress.com/files/2008/09/salz.jpg" alt="" width="211" height="139" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Der erste reguläre Handels- artikel (und das erste &#8216;all- gemeine Äquivalent&#8217;) war das Salz. </span><!--[if gte vml 1]&#62;   &#60;![endif]--><!--[if !vml]--><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Das lag nicht an den Verkehrsformen, sondern am Gebrauchswert. Erstens ist das <em><span style="color:#c4bfff;"><span style="color:#008080;">Salz</span> </span></em>haltbar und </span><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">läßt sich beliebig teilen. Aber zweitens und vor allem wird es von jedermann gebraucht. </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Allerdings erst seit dem Übergang zum Ackerbau. Die Jäger und Sammler, deren Kost zu einem guten Teil aus Fleisch bestand, nahmen mit ihrer Nahrung genügend Salze auf. Erst bei überwiegender Ernährung aus Getreide wird eine besondere Zufuhr von Kochsalz nötig. Salz wird nicht überall gewonnen. Ein regelmäßiger Fernhandel geht dem Nahhandel voraus.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">A</span><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">rbeitsteilung bedingt Handel, Handel fördert die Arbeitsteilung. Alle Handwerke, Flechten, Schnitzen, Weben und das Anfertigen von Waffen wurden zunächst neben den Hauptbeschäftigungen – Jagen und Sammeln &#8211; von allen mehr oder weniger geschickt mit betrieben. In den Siedlungen der Jungsteinzeit trat die Töpferei hinzu, die eine erste Spezialisierung gebracht haben wird. Zum ersten wirklichen <em>Beruf</em> wurde das Schmieden, das außer besonderen Kenntnissen auch ein besonderes Zeitbudget v<span style="color:#000000;">erlangt. Wäre nicht jeder Gebrauchswert ein so besonderer, bedürfte es keines Tauschs.</span></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"><em><strong><span style="color:#008080;">Wird der Austausch regulär</span> </strong></em>und ist ein <em>Markt</em> einmal entstanden, greift die  Arbeitsteilung auf die Produktion selbst über. Produziert wird nun von vornherein für das Bedürfnis der Andern, in der Gewißheit, daß sie produzieren werden, was ich selber brauche. Auf den Marktplätzen wird ein gemeinsamer Maßstab gesucht, und gefunden wird er, bezeugt von Aristoteles bis Luther, in der gefühlten Menge an &#8220;Mühsal&#8221;, das die Verfertigung seines Produkts einen  jeden gekostet hat: mhd. <em>arebeit</em> heißt nichts anderes. Aber noch sind die Märkte lokal. Die kleinste Störung der Handelswege kann zu Knappheiten führen, die spekulative Monopolpreise hervorbringen.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Markt-<em>Wirtschaft</em> indes bedeutet eo ipso Industrie- gesellschaft. Daß regelmäßig nur gleiche Wertgrößen sich gegen einander austauschen, setzt voraus, daß Arbeit regelmäßig als Lohnarbeit stattfindet. &#8220;Denn solange das Arbeitsvermögen nicht selbst sich austauscht, beruht die Grundlage der Produktion noch nicht auf dem Austausch, sondern der Austausch ist bloß ein enger Kreis, der auf Nichtaustausch auf seiner Basis ruht, wie in allen der bürgerlichen Produktion vorhergehenden Stufen.&#8221;<a name="_ednref5"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_edn5"><span><span class="MsoEndnoteReference"><span style="text-decoration:none;color:#000000;">[5]</span></span></span></a>Es fehlt die alles entscheidende Bedingung. &#8220;Das Herrschen nämlich des Tauschwert selbst und der Tauschwert produzierenden Produktion <em>unterstellt</em> fremdes Arbeitsvermögen als Tauschwert – d. h. Trennung des lebendigen Arbeitsvermögens von seinen objektiven Bedingungen.&#8221;<a name="_ednref6"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_edn6"><span><span class="MsoEndnoteReference"><span style="text-decoration:none;color:#000000;">[6]</span></span></span></a></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Hier gewinnt nun die &#8216;überschüssige Bevölkerung&#8217;, die bislang in der Wirtschaft nur als tote Kosten eine Rolle gespielt hat, eine positive, formbestimmende Geltung. Das ist die Masse all </span><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">derer, die im Laufe der Jahrhunderte von ihrem ursprünglichen Arbeitswerkzeug, dem Boden, enteignet und vertrieben wurden – in verstärkten Maß im England des 18. Jahrhunderts, als der </span><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Adel in großem Stil (verpachtetes) Ackerland in (selbstbewirtschaftetes) Weideland umwandelte. </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><a href="http://ebmeierjochen.files.wordpress.com/2008/09/dampfmaschine.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-451" title="Dampfmaschine" src="http://ebmeierjochen.wordpress.com/files/2008/09/dampfmaschine.jpg?w=300" alt="" width="300" height="192" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Freilich spielt die überschüssige Be- völkerung ihre formbestimmende Rolle nicht aus eigenem Vermö- gen. Eine techni- sche Neuerung weist ihr diesen Platz zu. </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Es war der Gebrauchswert der <span style="color:#008080;"><em><span>Dampfmaschine,</span></em></span> des im Werkzeug fest angelegten &#8216;fixen&#8217; Kapitals, der den Gebrauchswert des Arbeitsvermögens, die Arbeit, zum Tauschwert-an-sich bestimmt hat.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"><span style="color:#008080;"><em><strong>Erst, wenn die Arbeit ihrerseits</strong></em></span> als Ware gehandelt wird, kann sie sich im Austauschprozeß als dessen durchschnittlich gültiger Maßstab &#8216;ausmitteln&#8217;. An ihm kann Alles miteinander verglichen und gegeneinander getauscht werden. Die Bedürfnisse behaupten sich als geltend durch das Maß, in dem sie über (eigenes oder fremdes) Arbeitsvermögen verfügen, gültig wird ein Bedürfnis als tauschwertbewehrte &#8220;effektive Nachfrage&#8221;. Durch die bestimmte Art der Produktion ist eine bestimmte Weise der Aneignung eo ipso mit&#8217;gesetzt&#8217;. Seither verteilen die Ressourcen &#8217;sich selber&#8217;, d. h. nach einer <em>ökonomischen</em> Regel, auf die Bedürfnisse: &#8220;Die Form, worin sich diese proportionelle Verteilung der Arbeit <em>[auf die 'verschiedenen Bedürfnismassen']</em> durchsetzt in einem Gesellschaftszustand, worin der Zusammenhang der gesellschaftlichen Arbeit sich als  Privataustausch der individuellen Arbeitsprodukte geltend macht, ist eben der Tauschwert.&#8221;<a name="_ednref7"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_edn7"><span><span class="MsoEndnoteReference"><span style="text-decoration:none;color:#000000;">[7]</span></span></span></a></span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">D</span><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">iese Regel beruht auf der Doppelnatur der Arbeit. Sie ist einerseits Verausgabung eines lebendigen Vermögens. Andererseits kann sie – unter gegebenen sachlichen Voraussetzungen &#8211; mehr &#8216;Werte&#8217; schaffen, als zu dessen eigener Erzeugung und Erhaltung erforderlich waren. Wer über dieses Vermögen <em>verfügt, </em>eignet sich den Mehr-Wert an, nicht wer es (verausgabend) <em>realisiert.</em> Dieses &#8220;Wertgesetz&#8221; ist keine den Sachen selber innewohnende Kraft noch eine eigenmächtige Bewegung der Begriffe, sondern nur die gedankliche Schematisierung eines wirklichen Geschehens unter gegebenen Bedingungen.</span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Die Bedingungen waren, daß die Ressourcen schlechterdings <em>knapp,</em> aber schlechterdings <em>durch Arbeit</em> vermehrbar sind, und daß Arbeit die allgemeingültige Ware ist, weil Lohnarbeit vorherrscht. Das wiederum setzt voraus, daß das Arbeitsvermögen regelmäßig von den Mitteln seiner Realisierung getrennt ist.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Die Vermehrung der Ressourcen beruht auf der wachsenden Produktivität der Arbeit; das heißt: fortschreitender Arbeitsteilung und Kooperation. </span><a href="http://ebmeierjochen.files.wordpress.com/2008/09/walzwerk.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-842" title="Das Eisenwalzwerk" src="http://ebmeierjochen.wordpress.com/files/2008/09/walzwerk.jpg?w=270" alt="" width="270" height="300" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Zu einem prozessierenden System wurden sie in der mechanisierten Fabrik der Großen Industrie ausgebildet. </span><!--[if gte vml 1]&#62;   &#60;![endif]--><!--[if !vml]--><!--[endif]--><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Technologisch bedeu- ten sie die progressive Übertragung von Lei- stungen des lebendi- gen Arbeiters auf das Arbeitsmittel. Im indu striellen Fertigungspro- zeß kommt die Arbeit wesentlich als Durchschnittsgröße vor, Verausgabung von standardisierter Kraft, technischem Geschick und nervlicher Ausdauer;<a name="_ednref8"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_edn8"><span><span class="MsoEndnoteReference"><span style="text-decoration:none;color:#000000;">[8]</span></span></span></a> wobei die individuelle Intelligenz des lebendigen Arbeiters nur residual und als Fehlerquelle auftritt. Es handelt sich um all das, was an der produktiven Handlung <em>wiederholbar</em> ist. Ist es wiederholbar, dann ist es mechanisierbar. All dies wird im Lauf der technischen Entwicklung sukzessive in das Arbeitsmittel selbst eingebaut: in die <em>Maschine</em>.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> <span style="color:#008080;"><em><strong><span>„I</span>n dem Maße aber, wie die</strong></em></span> große Industrie sich entwickelt, wird die Schöpfung des wahren Reichtums abhängig weniger von dem Quantum angewandter Arbeit, als von der Macht der Agentien, die während der Arbeitszeit in Bewegung gesetzt werden und die selbst wieder in keinem Verhältnis stehen zur unmittelbaren Arbeitszeit, die ihre Produktion kostet, sondern vielmehr abhängt vom allgemeinen Stand der Wissenschaft und dem Fortschritt der Technologie. Was Tätigkeit des Arbeiters war, wird Tätigkeit der Maschine.“ So tritt der Arbeiter „neben den Produktionsprozeß, statt sein Hauptagent zu sein. Sobald die Arbeit in unmittelbarer Form aufgehört hat, die große Quelle des Reichtums zu sein, hört <em>[auf]</em> und muß aufhören, die Arbeitszeit sein Maß zu sein und daher der Tauschwert <em>[Maß]</em> des Gebrauchswerts.“ <a name="_ednref9"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_edn9"><span><span class="MsoEndnoteReference"><span style="text-decoration:none;color:#000000;">[9]</span></span></span></a> Mit andern Worten, das Wertgesetz verfällt.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">E</span><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">s ist – unmittelbar – der Gebrauchswert des fixen Kapitals, der sich ändert, und – mittelbar – der Gebrauchswert der verbleibenden lebendigen Arbeit:  &#8220;Hier wieder ein Beispiel von der Wichtigkeit der Bestimmung des Gebrauchswerts für die ökonomische Formbestimmung.&#8221;<a name="_ednref10"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_edn10"><span><span class="MsoEndnoteReference"><span style="text-decoration:none;color:#000000;">[10]</span></span></span></a></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><a href="http://ebmeierjochen.files.wordpress.com/2008/09/automatfabrik.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-450" title="automatische Fabrik" src="http://ebmeierjochen.wordpress.com/files/2008/09/automatfabrik.jpg?w=300" alt="" width="300" height="221" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Seine Erfüllung findet der Prozeß der technologi- schen Arbeitstei- lung in  den <span style="color:#008080;"><em><span>com- putergesteuerten automatisierten Werkstätten</span></em></span> der Gegenwart. </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Dort wird noch </span><!--[if gte vml 1]&#62;   &#60;![endif]--><!--[if !vml]--><!--[endif]--><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">lange nicht die größte Menge an Gebrauchsgegenständen, aber längst die größte Wertmasse erzeugt. In deren Werkhallen überwacht ein Fachmann einen Komplex von Automaten, die die Arbeiten von einst Hunderten besorgen. Er versteht was davon, aber er <em>tut</em> normalerweise nichts. Dort entsteht täglich der vielfache Wert seines monatlichen Arbeitsentgelts, wobei es auf ein paar Nullen mehr oder weniger nicht ankommt. Kann man sagen, diese Wertmasse bestünde aus seiner &#8220;unbezahlten Mehrarbeit&#8221;? Dem &#8216;Begriff&#8217; entspricht es weiterhin, aber der Begriff ist offenbar  aus seinen Nähten geplatzt. Er ist unverhältnismäßig geworden und der Sache nicht mehr angemessen.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Nun ist auch noch ein Teil, nämlich der <em>kombinatorische</em> Anteil der lebendigen Intelligenz als &#8216;Programm&#8217; kodiert worden und auf die Maschinen selbst übergegangen. Als Spezifikum der wirklichen lebendigen Arbeit, das schlechterdings nicht digitalisiert und kybernetisiert werden kann, ist am Ende des Prozesses allein der inventive, <em>konzipierende</em> Anteil der Intelligenz übrig geblieben: das lebendige Einbildungs- und Urteilsvermögen. Die Arbeitsteilung erreicht einen Punkt, wo sie die Qualität der Arbeit verändert. Die &#8216;Gebrauchswertseite&#8217; macht sich gegen die bloße Formbestimmung (wieder) geltend. Das Individuelle gewinnt über den Durchschnitt die Oberhand. Der Tauschwert verfällt.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">R</span><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">essourcen, die durch Arbeit vermehrt werden können, sind <em>an sich</em> nun nicht mehr knapp. Virtuell sind die Bedürfnisse befriedigt, &#8220;produktionell&#8221; herrscht Überfluß. Wo Mangel aktuell noch immer auftritt, ist er kein ökonomisches, sondern <em>lediglich</em> ein Verteilungsproblem, das &#8220;nur noch&#8221; politisch gelöst werden muß. Und umgekehrt werden zusehends solche Ressourcen knapp, die durch Arbeit <em>nicht</em> vermehrt werden können und ipso facto keinen Tauschwert haben. Deren Verteilung auf die Bedürfnisse ist von Anfang an keine ökonomische, sondern &#8220;nur&#8221; eine politischen Aufgabe.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="color:#008080;"><em><strong><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">L</span></strong></em></span><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"><span style="color:#008080;"><em><strong>ebendige</strong><strong> Arbeit bleibt übrig</strong></em></span> als schiere Intelligenz: Einbildungs- und Urteilsvermögen. Deren Betätigung bezeichnen wir mit dem aktivischen Zeitwort <em>wissen</em>. Insofern ist die Feuilletonrede vom &#8220;Übergang von der Industrie- zur Wissensgesellschaft&#8221; treffender als ihre Kolporteure denken. Freilich, nicht die Datei – nicht die Daten und schon gar nicht deren Gespeichertsein – macht Wissen aus, sondern die Generierung von Wißbarem; denn die Kombinatorik besorgt die Maschine. Ein so auf seinen &#8216;einfachsten Ausdruck&#8217; zurückgeführtes Arbeitsvermögen ist nun <em>nicht mehr </em>regelmäßig getrennt von den Bedingungen seiner Ausübung. Es reicht ein Internetanschluß, mag man zugespitzt sagen.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Aber Intelligenz<strong> </strong>hat keinen Tauschwert. Weil einbilden und urteilen nur <em>actu </em>geschieht und als solches nicht wiederholbar ist, wird der Philosoph sagen. Doch die Erzeugnisse von Einbildung und Urteil kann man sehr wohl wiederholen, sogar hersagen, ohne sie zu verstehen. Und gerade darum hat Intelligenz keinen Tauschwert: &#8220;Das Produkt der geistigen Arbeit steht immer tief unter ihrem Wert. Weil die Arbeitszeit, die nötig ist, um </span><!--[if gte vml 1]&#62;   &#60;![endif]--><!--[if !vml]--><!--[endif]--><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">sie zu reproduzieren, in gar keinem Verhältnis steht zu  der  Arbeitszeit, die zu ihrer Originalproduktion  erforderlich ist. </span><a href="http://ebmeierjochen.files.wordpress.com/2008/09/schuljunge.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-449" title="schuljunge" src="http://ebmeierjochen.wordpress.com/files/2008/09/schuljunge.jpg" alt="" width="170" height="170" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Z.B. den binomischen Lehrsatz kann ein <span style="color:#008080;"><em><span>Schuljunge</span></em></span> in einer Stunde lernen.&#8221;<a name="_ednref11"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_edn11"><span><span class="MsoEndnoteReference"><span style="text-decoration:none;color:#000000;">[11]</span></span></span></a> Der  Tauschwert  ist keine sachliche Eigenschaft des Produkts,  sondern eine durch den gesellschaftlichen Verkehr ihm  zugerechnete Größe, &#8220;nur eine eingebildete, d.h. bloß  soziale Existenzweise der Ware, die mit ihrer  körperlichen Realität nichts zu schaffen hat; sie wird  vorgestellt&#8221;<a name="_ednref12"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_edn12"><span><span class="MsoEndnoteReference"><span style="text-decoration:none;color:#000000;">[12]</span></span></span></a> nicht als die Arbeit, die gestern zu  seiner  Herstellung wirklich aufgewendet wurde, sondern  als die Arbeit, die heute notwendig wäre, um es wieder  herzustellen. </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Die Ausbildung – oder sagen wir besser: die Bildung einer lebendigen Intelligenz mag viele lange Jahre dauern und ein Vermögen kosten. Aber ihre Produktionen sind so gut wie gar nichts &#8216;wert&#8217;, weil schon morgen sie die Spatzen von den Dächern pfeifen oder ein ABC-Schütze mit der Maus klickt. Wo soll da ein <em>Mehr</em>-Wert herkommen? Selbst in seinem innersten Kern, dem Doppelcharakter der Arbeit, führt sich das Wertgesetz ad absurdum.</span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">D</span><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">as Arbeitsprodukt muß, um als individueller Gebrauchswert zur Geltung zu kommen, zwischenhin die allgemeine Geltung als Tauschwert annehmen. Der Ort dieses Umschlags ist öffentlich: der Markt. Öffentlich ist auch der Umschlagplatz der Gedanken, öffentlicher denn je: das Internet. Zur Geltung kommen beide durch <em>Verkehr.</em></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"><span style="color:#339966;"><span style="color:#008080;"><em><strong>Die Arbeiten tauschen sich</strong></em></span> </span>nicht unmittelbar gegeneinander. Arbeit ist reell immer eine bestimmte, qualitativ besondere Tätigkeit, Gebrauchswert, und kann unmittelbar nicht verglichen werden; sondern nur privat &#8220;geschätzt&#8221;. Verglichen wird die <em>Produktivität</em> der – durchschnittlichen &#8211; Arbeit: vergegenständlicht im Tauschwert des Arbeitsprodukts. Das Produkt der Intelligenz sind die Gedanken. Vergleichen kann man sie auch mittelbar nicht. Aber sie &#8216;vergegenständlichen&#8217; sich auf ihre Weise, im Datenspeicher. Doch der Tauschwert des <em><span style="color:#008080;">Buchs</span> </em>beruht </span><a href="http://ebmeierjochen.files.wordpress.com/2008/09/bucher.jpg"><img class="size-full wp-image-448 alignleft" title="bucher" src="http://ebmeierjochen.wordpress.com/files/2008/09/bucher.jpg" alt="" width="460" height="96" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">nicht auf den<!--[if gte vml 1]&#62;  &#60;![endif]--><!--[if !vml]--><!--[endif]--> vergegenständlichten, schriftlich symbolisierten Gedanken, sondern auf seinem Materialwert: den Herstellungskosten. Hinzu kommt, als imaginäres, spekulatives Element, der Idealwert der Namen: der Ruf des Autors und des Verlegers. Die beeinflussen den Absatz. Ob und wie weit, kann aber nicht gemessen, sondern wiederum nur geschätzt werden (so wie der Käufer seinen Gebrauchswert &#8217;schätzen&#8217; muß). Das gilt für &#8220;alle Produkte der Kunst und Wissenschaft, Bücher, Gemälde, Statuen usw. eingeschlossen,<em> soweit sie sich dinglich darstellen&#8221;</em>.<a name="_ednref13"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_edn13"><span><span class="MsoEndnoteReference"><span style="text-decoration:none;color:#000000;">[13]</span></span></span></a><br />
</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Um <em>Tausch</em>wert zu haben, muß sich die verausgabte Arbeitskraft irgendwo in Res extensa vergegenständlichen, denn anders könnte sie nicht <em>angeeignet</em> werden, nämlich so, dass jeder Andere von ihrem Gebrauch ausgeschlossen ist. Sollten Gedanken &#8216;Wert&#8217; haben, so könnte er doch nicht als Tauschwert erscheinen: Denn sie können nicht den Eigentümer wechseln. Sie sind, einmal in die Welt gesetzt, öffentlicher Besitz. Sie sind das Öffentlichste überhaupt. Angeeignet werden kann der Datenträger, der sie speichert. Ist aber das Medium selber öffentlich, entfällt auch das. Sie sind eine virtuelle Realität. <em>Nur</em> virtuell, soweit sie erst noch vernommen werden müssen. Aber <em>real</em> sind sie auch unabhängig von ihrem Träger. Genauer gesagt, ist das Medium auch global und öffentlich zugänglich – <em>irgendwo</em> müssen sie schon gespeichert sein, aber wo und wie ist ganz gleichgültig, es könnte in Vergessenheit geraten, ohne der Präsenz der Gedanken Abtrag zu tun. &#8216;Wirklich real&#8217;, nämlich ursächlich <em>wirkend</em> werden sie freilich erst durch die Intelligenz, die sie vernimmt. </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Die Nützlichkeit der Arbeiten kann nur mittelbar, durch den Tauschwert verallgemeinert werden. Die Gedanken sind unmittelbar allgemein, sie &#8216;haben&#8217; keinen Wert, sondern <em>sind</em> ein Gut. Darum werden sie nicht ausgetauscht, sondern mitgeteilt. Wie weit sie geschätzt werden, wird man an ihren Wirkungen erkennen. Aber messen kann man es nicht.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="color:#008080;"><em><strong><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">N</span></strong></em></span><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"><em><strong><span style="color:#008080;">och sind Fragen des</span> </strong></em>geistigen Eigentums erst in der Popmusik wirtschaftlich akut. Dort betrifft das Urheberrecht lediglich die Melodie, jenes einzig &#8216;diskursive&#8217; Element der Musik, das </span><a href="http://ebmeierjochen.files.wordpress.com/2008/09/2_w180.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-447" title="2_w180" src="http://ebmeierjochen.wordpress.com/files/2008/09/2_w180.jpg" alt="" width="180" height="199" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">sich digital objektivieren läßt. Darüber hinaus reduziert es sich seit dem </span><!--[if gte vml 1]&#62;   &#60;![endif]--><!--[if !vml]--><!--[endif]--><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">kommerziellen Niedergang der Datenträger auf den ewig prekären Kopierschutz. Rhythmik, Klangmischung, Harmoniefolgen, Stil – also alles, was den <em>sound </em>und mithin das Allereigenste eines <em><span style="color:#c5b2ff;"><span style="color:#008080;">pop acts</span> </span></em> ausmacht – lassen sich nicht schützen, weil sie sich nicht vereindeutigen und hinreichend <em>bezeichnen</em> lassen. Und ist es eine Utopie, daß schließlich noch die Stimmen  der Sänger gesampelt und digital nachgeahmt werden? Von &#8220;Austausch&#8221; wird man in dieser Branche schon kaum noch reden können. Aber sie ist nur die Tête der technologischen Entwicklung. Zugleich bleibt die ungebremste Exuberanz der Unterhaltungsindustrie selber der sichtbarste Indikator für das Veralten der Arbeitsgesellschaft.<a name="_ednref14"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_edn14"><span><span class="MsoEndnoteReference"><span style="text-decoration:none;color:#000000;">[14]</span></span></span></a></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">D</span><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">ie IT-Revolution durch das Internet hat bei der Entfaltung der Produktivkräfte dieselbe Dimension wie einst die industrielle Revolution nach der Erfindung der Dampfmaschine. Brachte jene die Vollendung der Arbeitsgesellschaft, so bringt diese ihre Auflösung.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Wir wissen, welche Welt zu Ende geht. Wir wissen nicht, welche Welt entsteht. Es nützt nichts, aus dem Kaffeesatz zu lesen, welcher Parameter uns morgen &#8216;Maß und Substanz&#8217; der Werte liefern kann, wenn es denn die Arbeit nicht mehr tut. Man muß sich – vielleicht noch nicht wir, aber die zwei, drei Generationen nach uns – auf eine Welt einstellen, in der die Sachen nichts mehr &#8216;wert&#8217; , oder wo nicht mehr die Sachen etwas &#8216;wert&#8217; sind. Das wäre keine andere Art des Wirtschaftens, sondern es wäre kein Wirtschaften mehr. Kein Ermitteln von Durchschnittsgrößen in blinden, selbstgesteuerten &#8216;Prozessen ohne Subjekt&#8217;, sondern Einbilden und Urteilen, wann und wo sich&#8217;s ergibt. Keine ökonomische, sondern eine politische Gesellschaft. </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><a href="http://ebmeierjochen.files.wordpress.com/2008/09/sprung3.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-446" title="sprung3" src="http://ebmeierjochen.wordpress.com/files/2008/09/sprung3.jpg?w=225" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"><span style="color:#008080;"><em><strong>Nach der Erfindung</strong></em></span> des aufrechten Gangs, nach dem Einbruch der Arbeit in unser Gattungsleben wird dies unser dritter Großer Sprung. Es ist allerdings das erste Mal, daß wir in vollem Bewußtsein <span style="color:#008080;"><em>springen.</em></span> Das gibt der Feuilletonvokabel <em>Wissens</em>gesellschaft eine unerwartete Pointe.</span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:center;" align="center"><span style="color:#339966;"><strong><em><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">*</span></em></strong></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Das Wertgesetz sagt nichts über die Eigenschaften von Dingen, sondern beschreibt Verhältnisse zwischen Personen. Gegen den Satz &#8216;Die Verhältnisse haben sich geändert&#8217; wäre der Einwand &#8216;Aber die Dinge sind noch dieselben&#8217; wahr, aber ohne Bedeutung. <em>Tant pis </em>für die Wirklichkeit, wird der Hegelianer sagen, wenn das Wirkliche  seinem Begriff entweicht. Aber auf einen Autor, dem man eine &#8220;materialistische Geschichtsauffassung&#8221; nachsagt, wird er sich dabei nicht berufen wollen.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Nach dem politischen Programm geht das Kapital in der proletarischen Revolution unter. &#8220;Mit der Entwicklung der großen Industrie&#8221; produziert die Bourgeoisie &#8220;vor allem ihre eigenen Totengräber. Ihr Untergang und der Sieg des Proletariats sind gleich unvermeidlich.&#8221;<a name="_ednref15"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_edn15"><span><span class="MsoEndnoteReference"><span style="text-decoration:none;color:#000000;">[15]</span></span></span></a></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Daraus ist nun nichts geworden.</span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Nach der Kritik der Politischen Ökonomie geht das Kapital am Sinken der Durchschnittsprofitrate zugrunde. &#8220;Je entwickelter also schon das Kapital, je mehr Surplusarbeit es geschaffen hat, um so furchtbarer muß es die Produktiv- kraftentwickeln, um sich nur in geringem Maße zu verwerten, d.h. Mehrwert zuzufügen… Die Selbstverwertung des Kapitals wird schwieriger in dem Maße, wie es schon verwertet ist. Die Vermehrung der Produktivkräfte würde dem Kapital gleichgültig; die Verwertung selbst, weil ihre Proportion minim geworden ist; und es hätte aufgehört, Kapital zu sein.&#8221;<a name="_ednref16"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_edn16"><span><span class="MsoEndnoteReference"><span style="text-decoration:none;color:#000000;">[16]</span></span></span></a> Es ist der Gebrauchswert des &#8216;fixen&#8217; Kapitals<em>,</em> der sich formbestimmend geltend macht. &#8220;Es zeigt sich hier [...], wie der Gebrauchswerth, der uns ursprünglich nur als materielles Substrat der ökonomischen Verhältnisse erscheint, selbst in die ökonomische Kategorie eingreift.&#8221;<a name="_ednref17"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_edn17"><span><span class="MsoEndnoteReference"><span style="text-decoration:none;color:#000000;">[17]</span></span></span></a></span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">W</span><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">as wird nun daraus? </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Das läßt sich der Natur der Sache nach nicht rechnerisch ermitteln. Die Menge der Profite ist global, grob gesagt, gleich der Menge der Mehrwerte; doch das einemal bezogen auf das eingesetzte Gesamtkapital, das andre Mal  bezogen nur auf die Menge des Arbeitslohns. Weder die globale Menge der Profite noch die globale Menge der Arbeitslöhne lassen sich statistisch erfassen, und folglich ein Durchschnittsverhältnis schon gar nicht errechnen. Ob die Profitrate global sinkt oder nicht, ließe sich nur aus krisenhaften Momenten im globalen Marktgeschehen, und nur mit großem interpretatorischem Scharfblick, erschließen. Allerdings – nur dort ist es auch von Belang. Doch weder der gegenwärtige Welthandelsboom noch eine momentane Börsenschwäche beweisen unmittelbar dieses oder jenes.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><a href="http://ebmeierjochen.files.wordpress.com/2008/09/eimerbagger-ers400.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-445" title="eimerbagger-ers400" src="http://ebmeierjochen.wordpress.com/files/2008/09/eimerbagger-ers400.jpg" alt="" width="460" height="182" /></a></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"><!--[if gte vml 1]&#62;  &#60;![endif]--><!--[if !vml]--><!--[endif]--></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Jede technische Revolution <span style="color:#008080;"><em>entwertet</em></span> das vorhandene, im Maschinenpark angelegte (&#8216;fixe&#8217;) Kapital und verbilligt den &#8216;zirkulierenden&#8217; Anteil am &#8216;konstanten&#8217; Kapital (Werkstoffe); und senkt so die &#8216;organische Zusammensetzung&#8217; des Kapitals zugunsten des &#8216;variablen&#8217; Anteils, der Arbeitslöhne, die allein Mehrwert generieren. Die – noch erst beginnende &#8211; IT-Revolution bedeutet, rein als technologische Innovation innerhalb des industriellen Rahmens aufgefaßt, eine Kapitalvernichtung, wie sie zuvor nur die Weltkriege gebracht haben. Bei offenkundig weiter steigender Arbeitsproduktivität ist nicht abzusehen, daß die Durchschnittsprofitrate sinken müßte. Doch wie dem auch sei: Das ist eine &#8216;innertheoretische&#8217; Frage, die ich hier nicht auszuführen habe. </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">D</span><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">as Verständnis der Kritik der Politischen Ökonomie war stets belastet von dem ebenso verschämten wie hartnäckigen Vorurteil, es ginge überall nur um die Formbestimmung, und neben dem Tauschwert sei der Gebrauchswert ohne theoretischen Belang. So ist es freilich in der Politischen Ökonomie. Aber eben darauf zielte die <em>Kritik:</em> Es  ist die besondere Natur der Arbeitskraft als Ware, daß ihr Gebrauchswert – nämlich ihre produktive Verausgabung – durch seinen Gegensatz zu ihrem Tauschwert  <em>formbestimmend</em> wird für das ganze System der bürgerlichen Gesellschaft. Der Tauschwert ist durchaus nicht die höhere, sondern lediglich eine historisch, d. h. situativ bedingte Darstellungsweise der reellen Nützlichkeiten dieses oder jenen Dings. Ausschlaggebend wird <em>am Ende</em> die Qualität, nicht die Travestie. </span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;">Vergeblich hat Marx darauf bestanden, &#8220;daß also bei mir der Gebrauchswert eine ganz anders wichtige Rolle spielt als in der bisherigen Ökonomie&#8221;.<a name="_ednref18"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_edn18"><span><span class="MsoEndnoteReference"><span style="text-decoration:none;color:#000000;">[18]</span></span></span></a> Die Kritik wurde in eine positive Lehre verkehrt und einem feudalbürokratischen Vergeudungs- und Verknappungsregime<a name="_ednref19"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_edn19"><span><span class="MsoEndnoteReference"><span style="text-decoration:none;color:#000000;">[19]</span></span></span></a> dienstbar gemacht, in der sie untergegangen ist. Der Fetischismus der bloßen Form ist das Lendentuch aller bürokratischen Herrschaft. Er ist ein Arkanum in rationellem Gewand. &#8220;Einen Menschen aber, der die Wissenschaft einem nicht aus ihr selbst (wie irrtümlich sie immer sein mag), sondern von außen, ihr fremden, äußerlichen Interessen entlehnten Standpunkt zu akkomodieren sucht, nenne ich gemein.&#8221;<a name="_ednref20"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_edn20"><span><span class="MsoEndnoteReference"><span style="text-decoration:none;color:#000000;">[20]</span></span></span></a> Mit dieser Gemeinheit hat es nun ein Ende, die Parasitenwirtschaft ist selber untergegangen. Die Wissenschaft kann auf ihren eignen Standpunkt zurückkehren. Theorie wird wieder benötigt.</span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></p>
<p><strong><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"> </span></strong></p>
<div class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:&#34;"></p>
<hr size="1" /></span></div>
<p class="MsoEndnoteText"><a name="_edn1"></a></p>
<p class="MsoEndnoteText"><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_ednref1"><span><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:12pt;text-decoration:none;font-family:&#34;">[1]</span></span></span></a><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;"> Karl Marx und Friedrich Engels, <em>Manifest der kommunistischen Partei, </em>Marx-Engels-Werke, Berlin (O) 1968ff., Bd. 4, S. 459-493</span></p>
<p class="MsoEndnoteText"><a name="_edn2"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_ednref2"><span><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:12pt;text-decoration:none;font-family:&#34;">[2]</span></span></span></a><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;"> K. Marx in: <em>Die Deutsche Ideologie</em>, MEW Bd. 3, S. 28</span></p>
<p class="MsoEndnoteText"><a name="_edn3"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_ednref3"><span><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:12pt;text-decoration:none;font-family:&#34;">[3]</span></span></span></a><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;"> ders., <em>&#8216;Zweiter Entwurf des Kapitals&#8217;</em>, Marx-Engels-GesamtAusgabe, Abt. II/3.1, Berlin 1976, S. 36</span></p>
<p class="MsoEndnoteText"><a name="_edn4"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_ednref4"><span><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:12pt;text-decoration:none;font-family:&#34;">[4]</span></span></span></a><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;"> ders., <em>Das Kapital I</em>, MEW 23, S. 55</span></p>
<p class="MsoPlainText"><a name="_edn5"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_ednref5"><span><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:12pt;text-decoration:none;font-family:&#34;">[5]</span></span></span></a><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;"> ders., <em>Grundrisse</em>, MEW 42, S. 574f</span></p>
<p class="MsoPlainText"><a name="_edn6"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_ednref6"><span><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:12pt;text-decoration:none;font-family:&#34;">[6]</span></span></span></a><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;"> <em>ebd.</em>, S. 417</span></p>
<p class="MsoPlainText"><a name="_edn7"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_ednref7"><span><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:12pt;text-decoration:none;font-family:&#34;">[7]</span></span></span></a><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;"> ders., <em>Brief  an Ludwig Kugelmann</em>, 11. 7. 1868; MEW Bd. 32, S. 553</span></p>
<p class="MsoEndnoteText"><a name="_edn8"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_ednref8"><span><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:12pt;text-decoration:none;font-family:&#34;">[8]</span></span></span></a><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;"> &#8220;Die Scheidung der geistigen Potenzen des Produktionsprozesses von der Handarbeit… vollendet sich … in der auf Grundlage der Maschinerie aufgebauten großen Industrie.&#8221; K. Marx, <em>Das Kapital I</em>, MEW Bd. 23, S. 446</span></p>
<p class="MsoCommentText"><a name="_edn9"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_ednref9"><span><span class="MsoEndnoteReference"><span style="text-decoration:none;font-family:&#34;">[9]</span></span></span></a><span style="font-family:&#34;"> K. Marx, <em>Grundrisse</em>, in: MEW, Bd. 42, S. 600f.</span></p>
<p class="MsoCommentText"><a name="_edn10"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_ednref10"><span><span class="MsoEndnoteReference"><span style="text-decoration:none;font-family:&#34;">[10]</span></span></span></a><span style="font-family:&#34;"> ders., <em>Theorien über den Mehrwert,</em> MEW 26.2, S. 489</span></p>
<p class="MsoPlainText"><a name="_edn11"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_ednref11"><span><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:12pt;text-decoration:none;font-family:&#34;">[11]</span></span></span></a><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;"> <em><span lang="EN-GB">aaO.</span></em><span lang="EN-GB">, MEW Bd. 26.1, S. 329</span></span></p>
<p class="MsoEndnoteText"><a name="_edn12"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_ednref12"><span><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:12pt;text-decoration:none;font-family:&#34;">[12]</span></span></span></a><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;"> <em><span lang="EN-GB">ebd.</span></em><span lang="EN-GB">, S. 141f.</span></span></p>
<p class="MsoEndnoteText"><a name="_edn13"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_ednref13"><span><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:12pt;text-decoration:none;font-family:&#34;">[13]</span></span></span></a><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;"> <em>ebd.,</em> S. 142</span></p>
<p class="MsoEndnoteText"><a name="_edn14"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_ednref14"><span><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:12pt;text-decoration:none;font-family:&#34;">[14]</span></span></span></a><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;"> siehe hierzu J. Ebmeier, <em>Michael Jackson – das Phänomen,</em> Mainz 1999</span></p>
<p class="MsoEndnoteText"><a name="_edn15"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_ednref15"><span><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:12pt;text-decoration:none;font-family:&#34;">[15]</span></span></span></a><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;"> <em>Manifest der kommunistischen Partei</em>, aaO., S. 474</span></p>
<p class="MsoEndnoteText"><a name="_edn16"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_ednref16"><span><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:12pt;text-decoration:none;font-family:&#34;">[16]</span></span></span></a><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;"> K. Marx, <em>Grundrisse,</em> MEW 42, S. 258f.</span></p>
<p class="MsoEndnoteText"><a name="_edn17"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_ednref17"><span><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:12pt;text-decoration:none;font-family:&#34;">[17]</span></span></span></a><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;"> ders.,<em> &#8216;Zweiter Entwurf…&#8217;, </em>MEGA Abt. II/3.5, Berlin 1976, S. 1676</span></p>
<p class="MsoCommentText"><a name="_edn18"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_ednref18"><span><span class="MsoEndnoteReference"><span style="text-decoration:none;font-family:&#34;">[18]</span></span></span></a><span style="font-family:&#34;"> ders., <em>Randglossen zu Adolph  Wagners Lehrbuch…,</em> in: MEW, Bd. 19, S. 371</span></p>
<p class="MsoEndnoteText"><a name="_edn19"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_ednref19"><span><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:12pt;text-decoration:none;font-family:&#34;">[19]</span></span></span></a><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;"> siehe hierzu Leo Trotzki, <em>Die verratene Revolution </em> in: ders., <strong><span style="font-weight:normal;font-family:&#34;">Schriften 1</span></strong>, <strong><span style="font-weight:normal;font-family:&#34;">Sowjetgesell-schaft und stalinistische Diktatur</span></strong><strong>, </strong>Bd.1.2, Hamburg 1988, S.687-1011</span></p>
<p class="MsoEndnoteText"><a name="_edn20"></a><a href="https://homepagebaukasten.1und1.de/xml/webfix/wfxApplication;jsessionid=CC6AC45304F55998DA524C0B48521D9D.TC112b?__reuse=1207588700854#_ednref20"><span><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:12pt;text-decoration:none;font-family:&#34;">[20]</span></span></span></a><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">K. Marx, <em>Theorien über den Mehrwert/2</em>, MEW 26.2, S. 112</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">[Motto aus: <em>Grundlinien der Philosophie des Rechts,</em> Hegel-Werke, Ffm. 1969-71, Bd. 7,  S. 28]</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;"> </span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Emile Durkheim zum 150. Geburtstag]]></title>
<link>http://homosociologicus.de/2008/04/15/emile-durkheim-zum-150-geburtstag/</link>
<pubDate>Tue, 15 Apr 2008 00:00:35 +0000</pubDate>
<dc:creator>Martin</dc:creator>
<guid>http://homosociologicus.de/2008/04/15/emile-durkheim-zum-150-geburtstag/</guid>
<description><![CDATA[Emile Durkheim / Wikipedia creative commons Posted by Martin Booker Bon anniversaire, Émile Durkheim]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><div class="wp-caption alignright" style="width: 234px"><a href="http://homosociologicus.files.wordpress.com/2008/04/emile_durkheim1.jpg"><img style="margin-left:10px;" src="http://homosociologicus.wordpress.com/files/2008/04/emile_durkheim1.jpg" alt="" width="224" height="311" /></a><p class="wp-caption-text">Emile Durkheim / Wikipedia creative commons</p></div>
<p><em>Posted by Martin Booker</em></p>
<p><em>Bon anniversaire, Émile Durkheim!</em> Der große Soziologe erblickte am 15. April 1858 das Licht der Welt und wäre heute 150 Jahre alt geworden. Mit seinen Regeln der soziologischen Methode, seinen Studien über die soziale Arbeitsteilung und die elementaren Formen religiösen Lebens legte er die Grundlagen für eine vornehmlich strukturalistisch-funktionalistische Soziologie, die etwa in den Werken Marcel Mauss&#8217;, Claude Levi Strauss&#8217;, Michel Foucault oder Pierre Bourdieu widerhallt. Talcott Parsons, Edward E. Evans-Pritchard, Anthony Giddens oder in Deutschland René König und Alphons Silbermann sahen und sehen sich ebenfalls in der Tradition des großen Denkers.</p>
<p>Meine erste Begegnung mit Durkheim war &#8220;der Selbstmord&#8221;, der im ersten Semester im Einführungskurs &#8220;Soziologische Theorie&#8221; zu den gelesenen Pflichttexten gehörte und der wohl beispielhaft ist für die Stärken der Durkheim&#8217;schen Soziologie. Er weist darin eindrucksvoll und mit empirischen Methoden nach, wie selbst eine Entscheidung, die wir für gewöhnlich für eine höchst persönliche Angelegenheit halten, in hohem Maße unter dem Einfluss von gesellschaftlichen Faktoren steht.</p>
<p>Die Selbstmordrate variiert je nach Religion, sozialer Schicht, bis hin zum Wetter und der wirtschaftlichen Situation des Landes. Was heute fast wie eine Selbstverständlichkeit klingt, hat Durkheim 1897 erstmals systematisch nachgewiesen. Ich persönlich fand den Nachweis am beeindruckendsten, dass es in Kriegszeiten weniger Selbstmorde gab als zu Friedenszeiten &#8211; Durkheim führte dies auf einen verstärkten sozialen, nationalen Zusammenhalt zurück. Berühmt geworden ist aus diesem Werk auch seine Klassifizierung von egoistischem, anomischen, altruistischen und fatalistischen Selbstmord, sowie das Konzept der Anomie, das er hier eingeführt hat.</p>
<p>Schon früh fing ich das Durkheim-Feuer und beschäftigte mich bald mit seiner Religionssoziologie, las über seine Interpretation der Totem-Religionen Australiens, einem Land, das er nie betreten hatte. Durkheim legte hier die Grundlagen einer funktionalistische Lesart von Religion, die bis heute eine Herausforderung für jeden Theologiestudenten darstellt.</p>
<p>Für aktuelle Diskurse besonders interessant ist Durkheims Werk über die Soziale Arbeitsteilung aus dem Jahr 1893. Der große Denker beschrieb, wie sich unter den Bedingungen zunehmender Arbeitsteilung auch ein stärkerer Individualismus herausbildete. Dabei kam es, so Durkheim, zu einer paradoxen Situation: Denn einerseits führte die Ausdifferenzierung und Spezialisierung zu immer individuelleren Lebensbereichen und förderte individualistische Persönlichkeitmerkmale. Andererseits war der Einzelne immer stärker von den Anderen und deren ausdifferenzierten Arbeitsleistungen abhängig. Freisetzungsprozesse einerseits, neue Abhängigkeiten andererseits &#8211; der geneigte Leser soll selbst entscheiden, wer tatsächlich als geistiger Vater der aktuellen Individualisierungsdiskussion gelten darf!</p>
<p>Dieses kleine Artikelchen kann die großen Verdienste dieses großen Soziologen nur anschneiden und keineswegs ausreichend würdigen. Ich verweise daher auf den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%89mile_Durkheim#Der_Selbstmord_.281897.29">guten Artikel in Wikipedia</a> mit weitergehenden Literaturverweisen und das <a href="http://durkheim.itgo.com/main.html">Emile Durkheim Archive</a>, einer Seite, die sich dem Altmeister gewidmet hat, seine Schlüsselkonzepte vorstellt und reichlich mit Durkheim-Zitaten würzt (englischsprachig). Um weitere Links zu interessanten Durkheim-Seiten wäre ich sehr dankbar.</p>
<p>Émile Durkheim starb am 15. November 1917 im Alter von 59 Jahren.</p>
<p><em>Bildquelle: Wikipedia</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[VWL Übungsaufgaben 1.4 Arbeitsteilung]]></title>
<link>http://classroom1null.wordpress.com/2008/02/22/vwl-ubungsaufgaben-14-arbeitsteilung/</link>
<pubDate>Fri, 22 Feb 2008 16:40:11 +0000</pubDate>
<dc:creator>michaelseitler</dc:creator>
<guid>http://classroom1null.wordpress.com/2008/02/22/vwl-ubungsaufgaben-14-arbeitsteilung/</guid>
<description><![CDATA[Übungsaufgaben VWL Teil 1.4 Arbeitsteilung ubungsaufgaben-zur-vwl-14.pdf - Michael Seitler -]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Übungsaufgaben VWL</p>
<p>Teil 1.4 Arbeitsteilung</p>
<p><a title="ubungsaufgaben-zur-vwl-14.pdf" href="http://classroom1null.wordpress.com/files/2008/02/ubungsaufgaben-zur-vwl-14.pdf">ubungsaufgaben-zur-vwl-14.pdf</a></p>
<p>- Michael Seitler -</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>

</channel>
</rss>
