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	<title>arzu-toker &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
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	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "arzu-toker"</description>
	<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 15:27:48 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Alla hasst Frauen]]></title>
<link>http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/11/08/alla-hasst-frauen/</link>
<pubDate>Sun, 08 Nov 2009 13:57:01 +0000</pubDate>
<dc:creator>Time</dc:creator>
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<description><![CDATA[In meinem gestrigen Beitrag hatte ich u.a. die These vertreten, dass die mohammedanistischen Frauen ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="text-align:justify;"><em>In meinem gestrigen Beitrag hatte ich u.a. die These vertreten, dass die mohammedanistischen Frauen nur GEGEN die Aussagen des Klorans frei sein können <a href="http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/11/07/counterjihad-ist-klimaschutz/">(1).</a> Dankenswerterweise machte 8dS-Veteran Helmut Zott gestern bei Sägefisch <a href="http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/11/07/153/#comment-526">(2)</a> noch mal auf einen Aufsatz von ARZU TOKER <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Arzu_Toker">(3)</a> von 2002 aufmerksam, in dem diese das krankhafte und bösartige Verhalten Klohametts Frauen gegenüber untersucht. Es wird deutlich, woraus Klos Hass vermutlich herrührte und wie unbändig er war. Da Alla das Alla-Ego von Klo ist, und da der Unheilstifter den Orks als bester Mensch aIla Zeiten gilt und ihr allagrößtes Vorbild ist, muss geschlussfolgert werden, dass nur der ein guter Mohammedanist ist, wer Frauen hasst und sie unten halten will. Im Folgenden bringe ich den vollständigen Aufsatz (<a href="http://www.freitag.de/politik/0203-prophet-gatte">4</a>). Bei vielen Aussagen in ihrem Artikel bezieht sich Arzu Toker auf Schriften von Prof. Dr. Ilhan Arsel <a href="http://arzutoker.byteshift.de/2009/06/10/20/">(5)</a> und von Truan Dursun.</em></p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Mohammeds Rache<br />
<span style="font-weight:normal;">Eine Polemik zur Erinnerung an die Frauen von Hadramut</span></strong></p>
<p style="text-align:justify;">Im Osten des Jemen befand sich einst ein Ort namens Hadramut. Dort lebte ein Stamm, dessen Frauen ungeduldig auf eine Nachricht warteten. Als die Nachricht eintraf, malten sie ihre Hände mit Henna an, sie schmückten sich, musizierten und sie tanzten. Etwa 20 Frauen schlossen sich ihnen an. Diese ersehnte Nachricht lautete: Mohammed ist tot. Sie feierten nicht den Tod von Mohammed, der sich zum Propheten ernannt hatte. Sie feierten, weil sie hofften, dass somit die Zeit jenes Systems vorbei sei, das die Frau zum Sexualobjekt degradierte. Denn vor dem Islam besaß die arabische Frau mehr Rechte und Freiheiten, als die Orientalisten und Gläubigen uns weis machen wollen. Sie betrieb Handel, sie ging, wohin sie wollte. Sie zog an, was ihr gefiel. Sie wählte ihren Lebensgefährten selbst. Auch Mohammed wurde von seiner ersten, 14 Jahre älteren Frau zum Ehemann gewählt. Dennoch, oder vielleicht gerade deshalb, begnügte er sich nicht damit, den Freiheiten der Frauen und der Gleichberechtigung ein Ende zu setzen. Er erhob die Versklavung der Frau zur göttlichen Ordnung. Den Frauen von Hadramut wurden von Abu Bekr, dem Nachfolger Mohammeds, zur Strafe die Hände und Füße kreuzweise abgehackt, die Zähne gezogen. Wer sie schützen wollte, fand den Tod.</p>
<p style="text-align:justify;">Auch Mohammed hatte sich Frauen, die ihm nicht genehm waren durch Mord entledigt. Die Dichterin Esma aus dem Stamm Beni Evs kritisierte in ihrer Dichtung Mohammeds Politik der Unterdrückung und Zermürbung. Als Mohammed den kritischen Dichter Abu Akaf ermorden ließ, verschärfte sie ihre Verse. Mohammed fragte öffentlich: “Wer mag mich von dieser Frau befreien?” Schließlich fand sich ein Mann namens Hatmi, der sie ermordete. Mohammed lobte den Mörder als einen Untertan, der Gott und ihm, dem Propheten, diente.</p>
<p style="text-align:justify;">Wer war Mohammed, der seine persönlichen Interessen mit denen Gottes gleichsetzte? Sein Vater starb zwei Monate vor seiner Geburt. Vermutlich war Mohammeds Familie nicht wohlhabend. Die Amme Halime nahm den Jungen, weil sie kein anderes Kind zum Stillen bekam. War es diese Verlassenheit, die Not, die ihn verführte, Frauen in alle Ewigkeit zu versklaven? Mit fünf Jahren kam Mohammed zu seiner Mutter zurück. Er war sechs Jahre alt, als sie starb. Ein Jahr lebte er bei seinem Großvater, dann hütete er die Schafe seines Onkels. Obwohl er als Prophet die ersten zehn Personen, die ins Paradies kommen würden, bekannt gab und verschiedentlich Müttern einen besonderen Wert zusprach, war seine eigene Mutter nicht unter den ersten Auserwählten.</p>
<p style="text-align:justify;">Mit etwa 25 Jahren wurde Mohammed von Khadidscha, seiner Arbeitgeberin, einer 14 Jahre älteren Geschäftsfrau geheiratet. Sie war eine intelligente Frau, bekannt für ihren Reichtum und dafür, dass sie ihren Reichtum sehr klug vermehrte und verwaltete. Der Heiratsantrag wurde von Khadidscha gestellt. 28 Jahre lebte Mohammed monogam mit ihr. Durch ihren Reichtum wurde er ein einflussreicher Mann. Als Khadidscha mit ungefähr 67 Jahren starb, war Mohammed ein reicher Witwer. Aber auch Khadidscha war nicht unter den ersten Personen, die für das Paradies bestimmt waren. Wie stark Mohammeds Selbstwertgefühl unter der Ehe mit einer reichen Frau gelitten haben muss, könnte man aus dem Vers 38 der Sure vier schließen. Dort schreibt er fest, was zumindest auf sein Leben nicht zutraf: “Die Männer sind den Weibern überlegen … weil sie Geld für die Weiber auslegen … rechtschaffene Frauen sind sorgsam und gehorsam. Diejenigen aber, deren Widerspenstigkeit ihr fürchtet, warnet sie, verbannet sie in die Schlafgemächer und schlagt sie …”</p>
<p style="text-align:justify;">Auf eine Kränkung weist auch hin, dass Mohammed nach Khadidschas Tod viele Frauen nahm, um deren Zahl sich die Geister streiten. Schließlich besaß er, außer den Frauen, die er ehelichte, eine Reihe von Sklavinnen. Denn der Prophet und sein Allah waren nicht gegen die Sklaverei. Seine jüngste Frau war Aischa. Sie musste ihn mit sechs heiraten. Sie war neun Jahre alt, als er sie zur Frau machte.</p>
<p style="text-align:justify;">Schließlich entschied Mohammed sich, übrigens unter dem Druck seiner jüngsten Frau Aischa, für vier Frauen. “… nehmt euch zu Weibern, die euch gut dünken zwei oder drei oder vier” (Sure 4,3). Welche Frauen sind die “gut dünkenden”? Diese Eigenschaften sind unmissverständlich: Reich, adelig, hörig, jungfräulich, gebärfähig, schön und auf alle Fälle eine gläubige Muslimin. Es ist besser, meint Mohammed, eine gläubige Muslimin zu heiraten, auch wenn sie eine Sklavin ist, als eine Ungläubige.</p>
<p style="text-align:justify;">Von den gläubigen Muslimen wird die Vielweiberei damit erklärt, dass durch den kriegsbedingten Männermangel zu viele Frauen versorgt werden müssten. Dabei bleiben zwei Fragen offen: Warum hat Mohammed so viele Kriege angezettelt? Warum konnten die Frauen keinen Handel betreiben wie Khadidscha in der vorislamischen Zeit? Und, wenn dies für die islamische Frau nicht in Frage kam, warum konnte Allah nicht auf die Idee kommen, die Gemeinde zu verpflichten, einen Sozialfonds zur Ernährung der Frauen zu errichten? Sind die Väter und Mütter des Sozialhilfegesetzes Deutschlands weitsichtiger gewesen als die himmlischen Mächte? Vielleicht sollte in Deutschland nun ein Gesetz erlassen werden, das besagt, dass mittellosen gläubigen muslimischen Frauen keine Sozialhilfe zustehe, weil sie nach dem islamischen Recht als Zweit- oder Drittfrau geheiratet werden können?</p>
<p style="text-align:justify;">Allah beschäftigt sich im Koran sehr viel mit dem Sexualleben Mohammeds. So schickt er eigens Suren herab, damit der Ziehsohn Mohammeds sich von seiner Frau scheiden lässt. Denn Mohammed war unangemeldet ins Haus gegangen und hatte dessen Frau badend gesehen. Allah ist allbarmherzig, gab den Befehl zur Scheidung und Mohammed die Erlaubnis sie zu ehelichen. Wenn auch all diese und andere Bestimmungen im Koran in erster Linie die Frau erniedrigen und unterdrücken, so sind sie zugleich eine Erniedrigung des Mannes. Schon die Bestimmung, dass die Frau sich bedecken solle, um den Mann sexuell nicht zu reizen, unterstellt dem Mann, ein Wesen zu sein, das seinen Instinkten nicht wiederstehen kann. Das heißt, er ist mit Zivilisation allein nicht dazu zu bewegen, nicht alles, was sich bewegt und reizend aussieht zu “besteigen”, zu belästigen. Die wichtigste Diskussion der vergangenen Jahre hätte nicht “Kopftuch ja oder nein?” sein müssen, sondern “Was ist das Menschenbild des Islam?” oder “Ist Islam demokratiefähig?”</p>
<p style="text-align:justify;">Nein, der Islam ist nicht demokratiefähig. Er unterscheidet sich von anderen Religionen darin, dass er Religion und Staat vereint, die Suren Korans zum Grundgesetz der Gläubigen macht. Der Koran ist darin unmissverständlich: “Die Gesetzgebung gebührt niemandem ausser Allah!” (Sure Al Maida, Ayat 49). Allah beansprucht demnach die Gesetzgebung allein für sich. Die Muslime haben kein Recht, sich für oder gegen ein Gebot zu entscheiden. “Kein Gläubiger und keine Gläubige haben, wenn Allah und sein Gesandter eine Angelegenheit entschieden haben, in ihrer Angelegenheit noch eine Wahl…”(Sure Al Ahsab Ayat 36).</p>
<p style="text-align:justify;">Deshalb schlage ich vor: Statt runde Tische zu veranstalten, die herausfinden sollen, was die Gemeinsamkeit zwischen Islam, Christentum und Judentum sei, sollten wir herausfinden, auf welche Menschenrechte wir uns einigen können. Und hier gilt die alte Weisheit: Menschenrechte sind ein Kind der Aufklärung, der humanistischen Philosophie contra Religion, Dogmen. Statt den Islam als eine weitere Religion zuzulassen, frage ich: Wo bleibt die Säkularisierung, und zwar für alle Religionen in Deutschland?</p>
<p style="text-align:justify;"><em>Time am 8. November 2009</em></p>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;">_____</p>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:left;">(1) <a href="http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/11/07/counterjihad-ist-klimaschutz/">http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/11/07/counterjihad-ist-klimaschutz/</a></p>
<p style="text-align:left;">(2) <a href="http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/11/07/153/#comment-526">http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/11/07/153/#comment-526</a></p>
<p style="text-align:left;">(3) <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Arzu_Toker">http://de.wikipedia.org/wiki/Arzu_Toker</a></p>
<p style="text-align:left;">(4) <a href="http://www.freitag.de/politik/0203-prophet-gatte">http://www.freitag.de/politik/0203-prophet-gatte</a></p>
<p style="text-align:left;">(5) <a href="http://arzutoker.byteshift.de/2009/06/10/20/">http://arzutoker.byteshift.de/2009/06/10/20/</a></p>
<p style="text-align:left;">Homepage Arzu Toker (leider vernachlässigt): <a href="http://arzutoker.byteshift.de/">http://arzutoker.byteshift.de/</a></p>
<p style="text-align:left;">Von mir zum Thema:<br />
<a href="http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/23/kloran-10-das-ding-namens-frau/">http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/23/kloran-10-das-ding-namens-frau/<br />
</a></p>
<p style="text-align:left;"><a href="http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/23/hadithe-2-ahem-sex">http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/23/hadithe-2-ahem-sex/<br />
</a></p>
<p style="text-align:left;"><a href="http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/22/hadithe-8-frauen/">http://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/22/hadithe-8-frauen/</a></p>
<p style="text-align:left;">Die Taliban-Regeln für Frauen:</p>
<p style="text-align:left;"><a href="http://www.rawa.org/rules.htm">http://www.rawa.org/rules.htm</a></p>
<p style="text-align:left;">Interessant:</p>
<p style="text-align:left;"><a href="http://www.muslima-aktiv.de/forum/viewtopic.php?f=3&#38;t=7659">http://www.muslima-aktiv.de/forum/viewtopic.php?f=3&#38;t=7659</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[111. Politikum Kopftuch ]]></title>
<link>http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/04/14/111/</link>
<pubDate>Tue, 14 Apr 2009 20:13:10 +0000</pubDate>
<dc:creator>Jacques Auvergne</dc:creator>
<guid>http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/04/14/111/</guid>
<description><![CDATA[Enttarnung eines verkannten Symbols Zur Resolution vom April 2009 mehrerer Frauenrechtlerinnen und M]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><!--[if gte mso 9]&#62;  Normal 0 21   false false false        MicrosoftInternetExplorer4  &#60;![endif]--><!--[if gte mso 9]&#62;   &#60;![endif]--></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:60pt 0 18pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Enttarnung eines verkannten Symbols </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:30pt;text-align:justify;line-height:125%;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Zur Resolution vom April 2009 mehrerer Frauenrechtlerinnen und Menschenrechtsaktivisten gegen den Kinderhidschab und das Frauenkopftuch im öffentlichen Dienst. Ein Kommentar von von Gabi Schmidt </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:justify;line-height:125%;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Für Frauenrechtlerinnen und bekennende Demokratinnen ist jede Form der islamischen Verschleierung von Mädchen und Frauen Teil einer misogynen, politreligiösen Bewegung und daher weder mit den universellen Menschenrechten noch mit dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland vereinbar. Das Kopftuch ist keinesfalls Ausdruck weiblicher Selbstbestimmung und Emanzipation und daher kein „Freiheitsrecht“. </span><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Zur Freiheit das Kopftuch anzulegen gehört immer auch die Freiheit, ohne Furcht darauf verzichten zu können, um irgendwann einfach wieder nach diesem Utensil zu greifen. Wäre das Tragen des ’Schamtuchs’ </span><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">(Feridun Zaimoğlu)</span><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> wirklich eine individuelle Entscheidung, hätten wir allerdings keinen Kopftuchstreit und müssten nicht über angebliche berufliche “Diskriminierung im Namen der Neutralität“ (Human Rights Watch) diskutieren. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:justify;line-height:125%;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Das Verteidigen des islamischen Verschleierungsgebots mit Zähnen und Klauen sollte uns misstrauisch werden lassen gegenüber der üblichen islamischen Argumentation und politisch korrektem Appeasement. </span><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Auch wenn entgrenzt tolerante Politiker, demokratieresistente Vertreter islamischer Organisationen, äquidistante Wissenschaftler und kulturrelativistische Gutmenschen nicht müde werden zu verbreiten, im Islam gäbe es keinen Zwang im Glauben</span><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">, widerlegen </span><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Augenzeugen, Statistiken über häusliche Gewalt, Polizeiberichte, muslimische Pflichtlektüren (DITIB<a name="_ftnref1" href="#_ftn1"><span class="MsoFootnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:12.5pt;font-family:Arial;color:#333399;">[1]</span></span><!--[endif]--></span></span></a>, al‑Qaradawi<a name="_ftnref2" href="#_ftn2"><span class="MsoFootnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:12.5pt;font-family:Arial;color:#333399;">[2]</span></span><!--[endif]--></span></span></a>) und sogar eine Fatwa<a name="_ftnref3" href="#_ftn3"><span class="MsoFootnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:12.5pt;font-family:Arial;color:#333399;">[3]</span></span><!--[endif]--></span></span></a> diese Behauptung.</span><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> S</span><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">elbst moderat gebundene, mit der übrigen Kleidung geschmackvoll abgestimmte Tücher sind kein selbst gewähltes Modeaccessoire oder äußeres Zeichen selbstbewusster muslimischer Frauenpower. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:justify;line-height:125%;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Kinderhidschab und Frauenkopftuch sind das von weitem erkennbare Label eines fundamentalistisch interpretierten Islam. Eine verschleierte Passantin im Straßenbild wird eben </span><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">nicht als Düsseldorferin, Kölnerin, Kollegin, Schwester, Tochter, Mutter oder einfach Sevim wahrgenommen, sie ist in erster Linie praktizierende Muslimin. Die Religionszugehörigkeit eines Menschen ist in freiheitlich demokratischen, säkularen Gesellschaften keinesfalls wichtigstes Persönlichkeitsmerkmal, in unseren Personalausweisen wird die Augenfarbe vermerkt, nicht die Religion. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:justify;line-height:125%;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Die Verhüllung greift die im Grundgesetz verankerte Gleichberechtigung und Gleichstellung von Mädchen und Jungen, Frauen und Männer an und diskriminiert wegen des Geschlechts, der Andersgläubigkeit oder der freiheitlicheren Auffassung des Islams. Mit der Verschleierung untrennbar verbunden ist die Abgrenzung zur nichtmuslimischen Außenwelt, die Meidung und Ausgrenzung nicht praktizierender Muslime, die Verachtung Andersgläubiger und Atheisten sowie der Hass gegen Abtrünnige. Aus dieser Haltung erwächst eine Entfremdung oder gar Ablehnung der demokratischen „Gegenwelt“, ihrer Werte und Normen und ihrer Bewohner. </span><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Das Kopftuch fordert die Unterwerfung unter die Orthopraxie und islamische Dogmatik, verbietet jede Kritik und befiehlt bedingungslosen Gehorsam.</span><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Ein heiliger Ekel gegen alles Nichtislamische muss zur zweiten Natur jeder Kopftuchträgerin werden, da sie als Rechtgeleitete eine Vorbildfunktion in Familie und sozialem Umfeld erfüllt. Respekt, soziale Anerkennung und hoher Status in der Community sowie bessere Chancen auf einen für Muslimas ohnehin schwer zu erreichenden Platz im Paradies sind der begehrte Lohn<a name="_ftnref4" href="#_ftn4"><span class="MsoFootnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:12.5pt;font-family:Arial;color:#333399;">[4]</span></span><!--[endif]--></span></span></a>. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:justify;line-height:125%;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Die schariakonforme Bedeckung zwingt die verhüllten Mädchen und Frauen, sich und Glaubensschwestern wie auch alle anderen Mitbürgerinnen als Mängelwesen<a name="_ftnref5" href="#_ftn5"><span class="MsoFootnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:12.5pt;font-family:Arial;color:#333399;">[5]</span></span><!--[endif]--></span></span></a> (ausführlich: Ghadban zitiert Buchârî: „den Frauen fehle es an Vernunft und Religion …“<a name="_ftnref6" href="#_ftn6"><span class="MsoFootnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:12.5pt;font-family:Arial;color:#333399;">[6]</span></span><!--[endif]--></span></span></a>) zu akzeptieren, die sich der Herrschaft des Mannes zu unterwerfen haben. Die Verschleierung, für alle äußerlich erkennbares Symbol gottesfürchtigen Verhaltens, stempelt <em>jede </em>Frau als nicht gläubig genug oder gar ungläubig ab, stigmatisiert sie als unrein, genusssüchtig und leichtlebig. Der soziale Druck auf unverschleierte Säkularistinnen sich islamkonform zu bedecken wächst mit jedem hidschab. Das Kopftuch diskriminiert und beleidigt pauschal die weibliche Weltbevölkerung als teuflisch, unmoralisch und gefährlich verführerisch. Der hidschab unterstellt <em>allen </em>Frauen prinzipiell die Ursache für Unglauben, Zwietracht, Intrige und Zerwürfnis in der Familie und in der umma (islamische Weltgemeinschaft) zu sein. Ausnahmen kann es nach Koran und Sunna nicht geben. Jeder rechtschaffene Muslim müsse den Kontakt mit Frauen meiden. Vor allem mit Frauen, die ihr Haar offen tragen, habe er aus dem Weg zu gehen, da er nicht in der Lage sei, dem erotischen Zauber und den dämonischen Tricks ihrer Verführungskunst zu entgehen. Ein solch vormodernes, misogynes Frauenbild entwürdigt und diskreditiert emanzipierte Männer und Frauen, verhindert chancengleiche Partizipation und kollegiale Zusammenarbeit. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:justify;line-height:125%;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Die Verschleierung des weiblichen Haupthaares ist Indiz für die Sexualisierung der Frau und reduziert sie auf ihre dämonische Erotik. Der hidschab symbolisiert die islamische Verteufelung des Weiblichen. Frau ist awrah<a name="_ftnref7" href="#_ftn7"><span class="MsoFootnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:12.5pt;font-family:Arial;color:#333399;">[7]</span></span><!--[endif]--></span></span></a> und muss sich in der Öffentlichkeit in sackartige Gewänder kleiden, ihre Haare verstecken und unnötige Begegnungen mit Männern meiden. Jeder noch so unbedarfte Blickkontakt, das Händeschütteln bei der Begrüßung eines Freundes oder Smalltalk mit dem Nachbarn ist ihr verboten. Aus konservativ islamischer Sicht sind alle Frauen, die sich mit offenen Haaren in der Öffentlichkeit bewegen sexuelles Freiwild, das als Objekt der Triebabfuhr von Männern benutzt werden darf<a name="_ftnref8" href="#_ftn8"><span class="MsoFootnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:12.5pt;font-family:Arial;color:#333399;">[8]</span></span><!--[endif]--></span></span></a>. Ein derartiges Menschenbild wirft uns hinter alle Standards, die wir in den letzten hundert Jahren frauenpolitisch erreicht haben, weit zurück. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:justify;line-height:125%;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Das „Schamtuch“ ist eine mnemotechnische Stütze, die seine Trägerin ständig daran erinnert, sich islamkonform zu verhalten. Es ist das Zeichen des göttlichen Schariavorbehalts. Alle anderen rechtsverbindlichen Regelwerke, Vorschriften, Gesetzestexte, das Grundgesetz und die universellen Menschenrechte sind von Menschenhand geschaffen und daher der islamischen Pflichtenlehre als minderwertig unterzuordnen. Mit dem Anlegen des Schleiers ist eine Muslima als ein Mensch erkennbar, der die islamische Dogmatik und Orthopraxie akzeptiert und sich ihr unterwirft. Konsequenterweise sind Koran, Scharia und Sunna Leitlinien und maßgebliche Orientierungshilfen, nach denen die sichtbar Rechtgläubige ihren Alltag ausrichten muss, universelle Menschenrechte, Grundrechte und demokratische Prinzipien sind für sie damit nachrangig. Für jeden Moslem als strenggläubige Glaubensschwester auszumachen, wird jeder Regelverstoß vom muslimisch wie nicht muslimisch sozialisierten Umfeld registriert. Die Erwartungshaltung der Mehrheitsgesellschaft, der soziale Druck der Community, die Angst vor Indiskretion und Strafe reglementieren den beruflichen und privaten Alltag extrem. Lustvolles Genießen, wie ihre unverschleierten Altersgenossinnen es dürfen, ist schon kleinen Mädchen mit hidschab nicht mehr möglich. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:justify;line-height:125%;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Den Passanten auf der Straße signalisiert das Tuch auf dem Kopf, dass die Trägerin einen Besitzer (Vater oder Ehemann) hat. Der Vater kann sie als ihr wali<a name="_ftnref9" href="#_ftn9"><span class="MsoFootnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:12.5pt;font-family:Arial;color:#333399;">[9]</span></span><!--[endif]--></span></span></a> islamrechtlich einwandfrei zwangsverheiraten, der Ehemann darf sie als kostenlose Dienstmagd, Erzieherin <em>seiner</em> (Sorgerecht hat der Vater allein) Allah wohlgefälligen Kinder und als „zoontjesfabriek“ (Ayaan Hirsi Ali) missbrauchen. Da sie nicht nur seine Ehefrau ist, sondern sein Besitz, hat sie ihm jederzeit sexuell zur Verfügung zu stehen. Er darf sie bei Ungehorsam schlagen (Koran 4:34<a name="_ftnref10" href="#_ftn10"><span class="MsoFootnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:12.5pt;font-family:Arial;color:#333399;">[10]</span></span><!--[endif]--></span></span></a>), sie im Ehebett meiden und ohne besonderen Grund verstoßen (at‑talaq), wie er auch bis zu vier Frauen ehelichen darf. Nach islamischer Glaubenspraxis kann sich eine Muslima nicht gegen eine solche Entrechtung, Versklavung und Bevormundung wehren. Sie darf sich nur scheiden lassen, wenn ihr Mann impotent oder zeugungsunfähig ist. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:justify;line-height:125%;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Das Kopftuch fungiert als Erkennungszeichen und Argumentationsverstärker oder besser Moralkeule weltweiter Islamisierung und Fundamentalisierung. Der Druck auf die Mütter durch Sippe, soziales Umfeld und islamische Würdenträger, die schariakonforme Bedeckung notfalls mit Gewalt durchzusetzen, ist ungeheuer groß. Mit jedem weiterem hidschab im Straßenzug potenziert sich die Deutunghoheit der Kopftuchlobby über islamische Rechtgläubigkeit. Das Kopftuch wird zur Visitenkarte islamischer Gegengesellschaft, es ist gewissermaßen das Kopftuch selbst, was den Nichtmuslimen oder auch Muslimen erklärt, was wahrer Islam ist. Die Trägerin des hidschab kann sich als Avantgardistin fühlen und wird, leidet sie wunschgemäß unter der säkularen Gesetzgebung wie dem Lehrerinnenkopftuchverbot, unter Fundamentalisten nahezu als Märtyrerin gehandelt (literarisch bei Orhan Pamuk: Schnee<a name="_ftnref11" href="#_ftn11"><span class="MsoFootnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:12.5pt;font-family:Arial;color:#333399;">[11]</span></span><!--[endif]--></span></span></a>). Vereinzelt ist der Kopftuchdschihad bereits subventioniert worden, so finanziert die vom Verfassungsschutz beobachtete Milli Görüş Stipendien für türkischstämmige Studentinnen in Europa (natürlich nicht in Frankreich, wo, wie in der Türkei, Studentinnen in allen Universitäten kein Kopftuch tragen dürfen) mit monatlich 300 bis 400 €<a name="_ftnref12" href="#_ftn12"><span class="MsoFootnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:12.5pt;font-family:Arial;color:#333399;">[12]</span></span><!--[endif]--></span></span></a>, <a name="_ftnref13" href="#_ftn13"><span class="MsoFootnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:12.5pt;font-family:Arial;color:#333399;">[13]</span></span><!--[endif]--></span></span></a>. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:justify;line-height:125%;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Auch ohne Worte zwingt dieses Kleidungssymbol mehr und mehr muslimische Eltern dazu, ihre Töchter an das „Schamtuch“</span><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> </span><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">zu gewöhnen, um sie vor Verachtung, Ausgrenzung und der imaginierte Hölle zu schützen sowie um selbst Allahs Strafgericht und der sozialen Exklusion zu entgehen. Das Kopftuch ist Werkzeug geheiligten Diskriminierens, wir sollten von Kopftuchmobbing sprechen. Multikulturalisten, die den Schleier als individuellen Weg der Selbstfindung und Emanzipation muslimischer Frauen missdeuten, fallen auf die politreligiöse Propaganda islamistischer Agitatoren herein und erschweren muslimisch sozialisierten, jedoch säkular denkenden Familien die Argumentation und die Entscheidung gegen das islamische Bedeckungsgebot. Es gilt zu erkennen, dass falsch verstandene, entgrenzte Toleranz, Dialogbereitschaft um jeden Preis und kultursensibles Gutmenschentum einer freiheitlichen, eben nicht theokratischen Demokratie schadet, während Appeasement den Einfluss integrationsresistenter, islamistischer Organisationen stärkt. Derartige politische Korrektheit hat entscheidend dazu beigetragen, dass die Anzahl der verschleierten Frauen und Mädchen in den letzten zehn Jahren deutlich zugenommen hat. Viele Grundschülerinnen verlassen bereits das Haus nicht mehr ohne Kopftuch, selbst in Kindergärten sieht man neuerdings Drei- und Vierjährige mit hidschab. D</span><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">as Kopftuchgebot diskreditiert somit bereits diese kleinen Mädchen als Verführerinnen, wertet sie ab zum bloßen Sexualobjekt. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:justify;line-height:125%;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Nicht nur der Europaabgeordneten Renate Sommer und der Frauenrechtlerin Mina Ahadi gilt der Kinderhidschab als Kindesmisshandlung und Kinderrechtsverletzung</span><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">. Die mit der Verschleierung </span><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">untrennbar verbundene Gender‑Apartheid sowie die mit der „Bedeckung“ grundsätzlich einher gehenden, vormodernen Denk-, Verhaltens-<span> </span>und Erziehungsmuster verstoßen gegen das Recht junger Menschen auf eine gleichgestellte und gewaltfreie Erziehung. Fundamentalistische Weltbilder, anerzogene Leidensfähigkeit und Schicksalsergebenheit sowie durch schwarze Pädagogik eingeprügelter, absoluter Gehorsam und blanke Angst, in konservativen, die islamkonforme Bedeckung bejahenden muslimischen Familien keine Seltenheit<a name="_ftnref14" href="#_ftn14"><span class="MsoFootnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:12.5pt;font-family:Arial;color:#333399;">[14]</span></span><!--[endif]--></span></span></a>, gefährden das Kindeswohl. Sie behindern eine altersgerechte, weitgehend eigenverantwortliche und selbstbestimmte Persönlichkeitsentwicklung. Chancengleiche Partizipation an der (Er‑)Lebenswelt Gleichaltriger unabhängig von Geschlecht, kultureller Herkunft, Religionszugehörigkeit oder sonstiger Weltanschauung ist strenggläubig sozialisierten Musliminnen bereits in jungen Jahren nicht möglich. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:justify;line-height:125%;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Mädchen wird so eine unbeschwerte Kindheit vorenthalten. Sie werden dazu missbraucht, für ein patriarchalisches Weltbild Reklame zu laufen, deren Auswirkung und Bedeutung sie noch nicht begreifen und erfassen können. Spielkameradinnen dürfen sie sich nicht selber aussuchen, diese stammen meist aus der eigenen Familie. Das Grundrecht auf freie Glaubensausübung und religiöse Erziehung deckt körperliche Misshandlung, seelische Grausamkeit oder Einschüchterung keinesfalls ab, die physische wie psychische Gesundheit, die gelingende altersgemäße Entwicklung und chancengleiche Förderung von Mädchen und Jungen zu selbstbewussten, eigenständig handelnden, kritisch denkenden Persönlichkeiten darf durch das elterliche Verständnis von Sittlichkeit, Tugend und<span> </span>religiöser Pflicht nicht gefährdet werden. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:justify;line-height:125%;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Kleidung hat eben nicht nur die praktische Funktion, uns vor Kälte und Nässe zu schützen, sie ist auch Symbol für die berufliche Funktion, den sozialen Status, das soziale Umfeld und gibt Einblick in Werte, Haltungen und Weltanschauung unseres Gegenübers. Während die Uniform eines Polizisten Rechtsstaatlichkeit und Schutz signalisiert, steht das Kopftuch für Gender‑Apartheid, Segregation und ein frauen- wie männerfeindliches Menschenbild, das mit dem Grundgesetz und den universellen Menschenrechten nicht kompatibel ist. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:justify;line-height:125%;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Wer an staatlichen Schulen junge Menschen zu demokratischen Persönlichkeiten erziehen und bilden will, darf unabhängig vom Alter der Schülerinnen und Schüler auch durch seine Kleidung keinen Zweifel an seinem Bekenntnis zur Verfassung aufkommen lassen. </span><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Eltern, die ihre Töchter und Söhne an staatlichen Schulen angemeldet haben, weil sie Wert darauf legen, dass die jungen Menschen auch außerhalb der Familie in der Tradition von Humanismus und Aufklärung erzogen, unterrichtet und zu demokratischen Persönlichkeiten gebildet werden, haben das Recht, sich darauf verlassen zu können, dass ihre Kinder während des Aufenthalts in der Schule und bei Schulveranstaltungen keiner weltanschaulichen Propaganda oder politischen Beeinflussung ausgesetzt sind. </span><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Ähnliches gilt in der Rechtspflege, auch dort gilt es zu verhindern, dass mit religiösen Sinnzeichen Loyalitätszwang oder Beeinflussung ausgeübt werden. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:justify;line-height:125%;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Den gebetsmühlenartig wiederholten Behauptungen islamistischer Multiplikatoren, kultursensibler Gutmenschen und islamwissenschaftlicher Mietmäuler<a name="_ftnref15" href="#_ftn15"><span class="MsoFootnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:12.5pt;font-family:Arial;color:#333399;">[15]</span></span><!--[endif]--></span></span></a>, die Kopftuchverbote einiger Bundesländer würden gegen die Religionsfreiheit verstoßen, widersprechen wir Frauenrechtler und Demokraten aufs Schärfste. Wir sind nicht mehr bereit, die l</span><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">armoyante Selbststigmatisierung als (angebliches) Opfer von (beruflicher) Diskriminierung sowie die provokant legalistische Einforderung von „Menschenrechten à la carte“ (Arzu Toker) hinzunehmen. </span><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Ein Verschleierungsverbot diskriminiert <em>keinesfalls „</em>moderne, selbstbewusst-emanzipierte Muslimas im Namen der Neutralität“, wie eine Studie von Human Rights Watch festgestellt haben will<a name="_ftnref16" href="#_ftn16"><span class="MsoFootnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:12.5pt;font-family:Arial;color:#333399;">[16]</span></span><!--[endif]--></span></span></a>. Musliminnen mit Hidschab werden weder gezwungen, sich zwischen Beruf und Religion zu entscheiden noch in traditionelle Aufgabenbereiche zurückgedrängt (Kinder, Küche, Religion / Kirche und Krankheiten). Sie werden durch ein staatliches Kopftuchverbot auch nicht einer vormodernen Rollenzuteilung unterworfen und zu einem Dasein als „Mutter und Nur‑Hausfrau“ verdammt. Die Verpflichtung, das Verfassungsprinzip der Trennung von Staat und Religion sowie der im Grundgesetz garantierten negativen Religionsfreiheit zu respektieren ist nicht verhandelbar. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:justify;line-height:125%;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Wir fordern daher ein bundesweites Verbot des Kinderkopftuchs in der Öffentlichkeit für Mädchen bis vierzehn Jahren. Darüber hinaus setzen wir uns für das Verschleierungsverbot im öffentlichen Dienst ein. Die Beschäftigten in Institutionen der Verwaltung, der Justiz sowie des Erziehungs- und Bildungswesens sind Repräsentanten und Funktionsträger des säkularen, freiheitlich demokratischen Rechtsstaates. Sie haben den Anspruch auf und die Verpflichtung zur neutralen Kleidung während ihrer Dienstzeit, ohne die eine wertschätzende und bürgernahe kollegiale Zusammenarbeit kaum möglich ist. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:justify;line-height:125%;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">In Gerichtsgebäuden, Schulen und Kindergärten halten wir das grundsätzliche Kopftuchverbot für unverzichtbar. Im Gerichtssaal muss zum Schutz der Zeugen und Angeklagten garantiert sein, dass selbst jede unterschwellige Beeinflussung von Plädoyer, Zeugenaussage und Urteil durch politreligiöse Symbole ausgeschlossen ist. Nur gänzlich kopftuchfreie Kindergärten garantieren, dass Mädchen und Jungen unabhängig von Religion, kultureller Herkunft und sonstiger Weltanschauung einen Freiraum nutzen und genießen können, in dem sie vor orthodoxer islamischer Indoktrination verschont sind. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:125%;"><span style="font-size:11pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Gabi Schmidt </span></p>
<div><!--[if !supportFootnotes]--></p>
<hr size="1" /><!--[endif]--></p>
<div id="ftn1">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin-bottom:6pt;"><a name="_ftn1" href="#_ftnref1"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-family:Arial;"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">[1]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a><span style="font-family:Arial;"> <a href="http://www.wdr.de/themen/kultur/religion/islam/koraninterpretation/index.jhtml">http://www.wdr.de/themen/kultur/religion/islam/koraninterpretation/index.jhtml</a> </span></p>
</div>
<div id="ftn2">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin-bottom:6pt;"><a name="_ftn2" href="#_ftnref2"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-family:Arial;"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">[2]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a><span style="font-family:Arial;"> <a href="http://www.witness-pioneer.org/vil/Books/Q_LP/">http://www.witness-pioneer.org/vil/Books/Q_LP/</a> </span></p>
</div>
<div id="ftn3">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin-bottom:6pt;"><a name="_ftn3" href="#_ftnref3"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-family:Arial;"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">[3]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a><span style="font-family:Arial;"> <a href="http://www.islaminstitut.de/Anzeigen-von-Fatawa.43+M5e4b4be3eaf.0.html">http://www.islaminstitut.de/Anzeigen-von-Fatawa.43+M5e4b4be3eaf.0.html</a> </span></p>
</div>
<div id="ftn4">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin-bottom:6pt;"><a name="_ftn4" href="#_ftnref4"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-family:Arial;"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">[4]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a><span style="font-family:Arial;"> <a href="http://www.bpb.de/themen/IYRYVB,6,0,Das_Kopftuch_in_Koran_und_Sunna.html#art6">http://www.bpb.de/themen/IYRYVB,6,0,Das_Kopftuch_in_Koran_und_Sunna.html#art6</a> </span></p>
</div>
<div id="ftn5">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin-bottom:6pt;"><a name="_ftn5" href="#_ftnref5"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-family:Arial;"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">[5]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a><span style="font-family:Arial;"> <a href="http://buecher.hagalil.com/sonstiges/scharia.htm">http://buecher.hagalil.com/sonstiges/scharia.htm</a> </span></p>
</div>
<div id="ftn6">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin-bottom:6pt;"><a name="_ftn6" href="#_ftnref6"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-family:Arial;"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">[6]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a><span style="font-family:Arial;"> <a href="http://www.bpb.de/themen/IYRYVB,6,0,Das_Kopftuch_in_Koran_und_Sunna.html">http://www.bpb.de/themen/IYRYVB,6,0,Das_Kopftuch_in_Koran_und_Sunna.html</a> </span></p>
</div>
<div id="ftn7">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin-bottom:6pt;"><a name="_ftn7" href="#_ftnref7"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-family:Arial;"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">[7]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a><span style="font-family:Arial;"> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aura_(Islam)">http://de.wikipedia.org/wiki/Aura_(Islam)</a> </span></p>
</div>
<div id="ftn8">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin-bottom:6pt;"><a name="_ftn8" href="#_ftnref8"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-family:Arial;"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">[8]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a><span style="font-family:Arial;"> <a href="http://www.stern.de/panorama/:Australiens-Obermufti-Unverschleiert-Selbst/574965.html">http://www.stern.de/panorama/:Australiens-Obermufti-Unverschleiert-Selbst/574965.html</a> </span></p>
</div>
<div id="ftn9">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin-bottom:6pt;"><a name="_ftn9" href="#_ftnref9"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-family:Arial;"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">[9]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a><span style="font-family:Arial;"> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wali_(Islam)">http://de.wikipedia.org/wiki/Wali_(Islam)</a> </span></p>
</div>
<div id="ftn10">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin-bottom:6pt;"><a name="_ftn10" href="#_ftnref10"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-family:Arial;"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">[10]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a><span style="font-family:Arial;"> <a href="http://www.bible.ca/islam/islam-wife-beating-koran-4-34.htm">http://www.bible.ca/islam/islam-wife-beating-koran-4-34.htm</a> </span></p>
</div>
<div id="ftn11">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin-bottom:6pt;"><a name="_ftn11" href="#_ftnref11"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-family:Arial;"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">[11]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a><span style="font-family:Arial;"> <a href="http://www.amazon.de/Schnee-Orhan-Pamuk/dp/3446205748">http://www.amazon.de/Schnee-Orhan-Pamuk/dp/3446205748</a> </span></p>
</div>
<div id="ftn12">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin-bottom:6pt;"><a name="_ftn12" href="#_ftnref12"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-family:Arial;"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">[12]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a><span style="font-family:Arial;"> <a href="http://www.wdr.de/themen/politik/nrw/islamistische_organisationen/070330.jhtml">http://www.wdr.de/themen/politik/nrw/islamistische_organisationen/070330.jhtml</a> </span></p>
</div>
<div id="ftn13">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin-bottom:6pt;"><a name="_ftn13" href="#_ftnref13"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-family:Arial;"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">[13]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a><span style="font-family:Arial;"> <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,457075,00.html">http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,457075,00.html</a> </span></p>
</div>
<div id="ftn14">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin-bottom:6pt;"><a name="_ftn14" href="#_ftnref14"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-family:Arial;"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">[14]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a><span style="font-family:Arial;"> <a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/zwischenruf/:Zwischenruf-Die-Bombe/634119.html">http://www.stern.de/politik/deutschland/zwischenruf/:Zwischenruf-Die-Bombe/634119.html</a> </span></p>
</div>
<div id="ftn15">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin-bottom:6pt;"><a name="_ftn15" href="#_ftnref15"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-family:Arial;"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">[15]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a><span style="font-family:Arial;"> <a href="http://ballmann.wordpress.com/2009/03/25/mietmaul/">http://ballmann.wordpress.com/2009/03/25/mietmaul/</a> </span></p>
</div>
<div id="ftn16">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin-bottom:6pt;"><a name="_ftn16" href="#_ftnref16"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-family:Arial;"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">[16]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a><span style="font-family:Arial;"> <a href="http://www.hrw.org/de/news/2009/02/25/deutschland-kopftuchverbote-verletzen-menschenrechte">http://www.hrw.org/de/news/2009/02/25/deutschland-kopftuchverbote-verletzen-menschenrechte</a> </span></p>
</div>
</div>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[014. Dem Islam fehlt Säkularität. Über Arzu Toker]]></title>
<link>http://jacquesauvergne.wordpress.com/2007/11/04/014/</link>
<pubDate>Sun, 04 Nov 2007 21:21:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>Jacques Auvergne</dc:creator>
<guid>http://jacquesauvergne.wordpress.com/2007/11/04/014/</guid>
<description><![CDATA[014 Aus der Reihe: Arbeitsmaterialien für Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen Arzu Toker und der ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:'Arial Rounded MT Bold';color:silver;">014 </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:right;line-height:115%;" align="right"><span style="font-size:14pt;line-height:115%;font-family:'Arial Rounded MT Bold';color:#333399;">Aus der Reihe: Arbeitsmaterialien </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:right;line-height:115%;" align="right"><span style="font-size:14pt;line-height:115%;font-family:'Arial Rounded MT Bold';color:#333399;">für Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:120pt;text-align:right;line-height:115%;" align="right"><span style="font-size:14pt;line-height:115%;font-family:'Arial Rounded MT Bold';color:#ff9900;">Arzu Toker und der Zentralrat der Ex-Muslime. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:center;line-height:115%;" align="center"><span style="font-size:48pt;line-height:115%;font-family:'Arial Rounded MT Bold';color:#eaeaea;">Lebenswege</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:60pt;text-align:center;line-height:115%;" align="center"><span style="font-size:24pt;line-height:115%;font-family:'Arial Rounded MT Bold';color:silver;">in die kulturelle Moderne</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:20pt;line-height:115%;font-family:'Arial Rounded MT Bold';color:#ff9900;">Ümmühan Karagözlü </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:60pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:12pt;line-height:115%;font-family:'Arial Rounded MT Bold';color:#333399;">im Gespräch mit Jacques Auvergne </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-family:'Arial Rounded MT Bold';color:blue;">Auvergne: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Mit dem politisch couragierten, moralisch aufrüttelnden und ästhetisch-technisch hervorragend gestalteten mehr als einstündigen Radio-Feature ’Die Balkon-Mädchen’, ausgestrahlt auf WDR4, hat in diesen Tagen Arzu Toker eine wegweisende Arbeit über Frauen und Migration geleistet. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-family:'Arial Rounded MT Bold';color:blue;">Karagözlü: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Wir erinnern uns an Arzu Tokers nachhaltig starke Kopftuchkritik! Das war grandios, jenes sinngemäße: „Warum soll dann der Mann kein Kopftuch tragen? Wieso ist das Haar des Mannes nicht sexuell erregend – für die Frau?“ Einer der wichtigsten Texte in der Frühphase der nordrhein-westfälischen Kopftuchdiskussion. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-family:'Arial Rounded MT Bold';color:blue;">Auvergne: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Nun erscheint sie als dezidierte Atheistin? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-family:'Arial Rounded MT Bold';color:blue;">Karagözlü: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Dagegen wäre erst einmal nichts einzuwenden, die Demokratie lässt das gerne zu. Das ist ihre persönliche Auffassung, auf die sie ein im Grundgesetz verankertes Recht hat. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-family:'Arial Rounded MT Bold';color:blue;">Auvergne: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Ich würde sogar sagen, dass eine der Wurzeln jeder Demokratie im Atheismus liegt. Von Giordano Bruno über Feuerbach, von Brecht bis zu Alice Schwarzer. Sogar der pantheistische Spinoza und der spirituell wetterwendische Heinrich Heine standen den Traditionslinien des europäischen Atheismus recht nahe. Mit der herrschenden Religion und gegen die herrschende Religion – zwischen diesen Polen spannte und spannt sich der Raum der Demokratie auf. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-family:'Arial Rounded MT Bold';color:blue;">Karagözlü: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Nun, radikale Gesellschaftskritiker haben stets auch das Gottesbild radikal in Frage gestellt. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Arzu Tokers Aussage, dass Religion stets Privatsache sei, unterstütze ich voll und ganz. Ich persönlich bin keine Atheistin und erarbeite mir ein sehr persönliches Welt- und Gottesbild. Von der Religion oder Nichtreligion meiner kopftuchtragenden Hausnachbarin, meines kreationistischen evangelikalen Arbeitgebers oder meiner SPD‑Bürgermeisterin möchte ich verschont bleiben – das nennt die Demokratie ’negative Religionsfreiheit’, die aus Art.4 GG abzuleiten ist.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-family:'Arial Rounded MT Bold';color:blue;">Auvergne: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Religion als Privatangelegenheit – das verneint alle Staatsreligion. Viele Territorien bzw. Nationen der Erde hatten oder haben Formen von Staatsreligion. Spanien unter Franco offiziell, die Türkei eher mit struktureller Gewalt, Malaysia und Nordnigeria arbeiten mit Überfällen und Vertreibungen, der patriarchale und feudale Staat Saudi‑Arabien als der so genannte Hüter der heilige Stätten glaubt alle nichtislamischen Symbole unter Strafe stellen zu müssen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-family:'Arial Rounded MT Bold';color:blue;">Karagözlü: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Ob in Arbeitswelt, Stadtpolitik oder Nachbarschaft: ’Mobbing und Diskriminierung religiös anders Denkender’ gilt es in der kulturellen Moderne zu verhindern. Hier stimme ich atheistischen Intellektuellen wie Deschner oder Schmidt‑Salomon durchaus zu. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Betonen möchte ich aber, dass die Verfasssung nicht vor der Wohnungstüre endet. Damit möchte ich Arzu Toker sagen, die die patriarchalen Wagenburgen mit am besten kennt und ausgezeichnet kritisiert: Religion ist zwar Privatsache. Doch selbst diejenigen, die sich beispielsweise freiwillig zu einem Religionswechsel in den Islam hinein entschieden haben, auch sie besitzen ein Recht auf Schutz. Der Staat muss sich in diesem Falle in die Privatsphäre einmischen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-family:'Arial Rounded MT Bold';color:blue;">Auvergne: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Und da siehst du Probleme, der Gruppendruck, das heilige Gefängnis Familie? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-family:'Arial Rounded MT Bold';color:blue;">Karagözlü: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Ungefähr. Doch auch da lässt Toker die Opfer allein. Toker denkt nicht viktimologisch genug, sie hat etwas vom schnöden Just-World-Denken. Man verstehe mich nicht falsch: ich freue mich darüber, dass die jugendliche Arzu nicht von Vater oder Onkel getötet wurde. Toker kann ihre eigenen Ressourcen jedoch nicht voraussetzen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Gerade mit Blick auf das ’Frankfurter Scharia-Gerichtsurteil’, bei dem die nervlich überforderte deutsche Richterin sinngemäß sagte: “Sie hätten wissen müssen, dass marokkanische Ehemänner ihre Frauen nun mal prügeln dürfen“. Das wissen auch viele europäische Frauen. Aber auch da gilt: Liebe macht blind. Der Geliebte wird sich schon als der Märchenprinz entpuppen, und sei er die einzige Ausnahme von ganz Marokko, der eine Engel unter 100 Patriarchen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-family:'Arial Rounded MT Bold';color:blue;">Auvergne: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Ja, die deutschen Mädchen denken leider zunehmend: ich bin nur Jane, wenn Tarzan mir eine knallt. Scharia hat in der pornographisierten Populärkultur … Sex‑Appeal. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Das verliebte künftige Bezness‑Opfer kennt die islamische Ehehölle noch nicht persönlich und in Europa war und ist solches anzusprechen ein Tabuthema. Die ländliche Muslima stellt keine Fragen und nichts in Frage, sie kennt aber auch erst gar keine kulturell moderne, emanzipierte Frau. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-family:'Arial Rounded MT Bold';color:blue;">Karagözlü: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Ich würde sagen: die jeweilige Frau ist verliebt, und der honeymoon versilbert die jetzigen und künftigen Probleme, jedenfalls eine lange Zeit. Gewalt in der Ehe, allgemeiner: Gewalt in der Beziehung, das ist das Problem, natürlich auch im Islam. Ein weltweites Problem. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Außerdem: im Gegensatz zu den Konvertitinnen mit kulturell modernem Sozialisationshintergrund sind die Töchter des traditionalistischen bzw. islamistischen Milieus nicht in der Lage, die Frage ’Warum’ zu stellen, Dinge anzuzweifeln, Neues auszuprobieren. Die meisten sind eingeschüchtert, unterworfen. Viele haben nicht einmal die Sprachkompetenz, geschweige denn die Lesekompetenz um sich zu informieren. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-family:'Arial Rounded MT Bold';color:blue;">Auvergne: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Die deutschen Frauen – sie heiraten einen Muslim, einen Marokkaner oder Ägypter etwa. Sie können aber doch nicht wissen, was auf sie zukommt, nämlich, dass die Familie des Mannes ihnen die aus Deutschland gewohnte Lebensweise schlichtweg untersagt, nötigenfalls mit Prügel. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-family:'Arial Rounded MT Bold';color:blue;">Karagözlü: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Die Frauen hätten sich informieren können! Es ist aber menschlich, Fehler zu machen, und: es muss möglich sein, Fehler zu revidieren, sich Hilfe zu holen, eine Ehe ohne Todesangst zu verlassen. Da dieses im Islam erschwert ist, müssen Fluchtpunkte her. Es muss zudem die Möglichkeit geben, polizeilichen Schutz bereit zu stellen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Rechtsprechung wie im Falle der Frankfurter Richterin darf es nicht geben. Nach der Toker‑Logik aber hätte diese Richterin auch noch Recht. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Hier aber ist für Europa ein gesellschaftliches Problem entstanden. Es geht daneben auch um die Verankerung der patriarchalen Gewalt in so genannten heiligen Schriften. Die orientalische Geistlichkeit muss sich von der schriftlich fixierten Männergewalt gegen Frauen distanzieren. Das wird ihr schwer fallen, das wird ein Prozess sein, der Jahrzehnte dauern wird. Der Basis zwischen Senegal und Malaysia, 1,5 Milliarden Menschen immerhin, wird es womöglich noch schwerer fallen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-family:'Arial Rounded MT Bold';color:blue;">Auvergne: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Die islamische Erziehung von Mädchen und Jungen muss sich radikal ändern. Abschied von der Gender-Apartheid. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-family:'Arial Rounded MT Bold';color:blue;">Karagözlü: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Richtig, diese unnatürliche psychische Rollenspaltung, dieses brutale soziale Determinieren der Geschlechterrollen muss ein Ende haben, um eine Befreiung der Frauen – und auch der Männer – zu erreichen. Vorher wird die kulturelle Moderne für Muslimas und Muslime nicht zu betreten sein. Necla Keleks Thesen sind hier wegweisend, in: Die verlorenen Söhne. Plädoyer für die Befreiung des türkisch‑muslimischen Mannes sind sie durchdacht worden. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-family:'Arial Rounded MT Bold';color:blue;">Auvergne: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Noch einmal zu den angesprochenen Konvertitinnen ohne bzw. auch mit interkultureller Bezness‑Liebesaffäre – oder vielmehr: ohne bzw. mit multikulturellem Bezness‑Missverständnis. Diese zumeist jungen Frauen also, Töchter relativ emanzipierter westeuropäischer Mütter, sie erkennen irgendwann, dass das islamische Religionsrecht oder vielmehr dessen Umsetzung im marokkanischen oder persischen Clan zum Gefängnis wird. Bis auf die fanatisierten Frauen natürlich, und bis auf die seelisch völlig unterworfenen, die mucken vielleicht nie mehr auf. Wieder andere werden gewaltsam weggesperrt, unter Drogen gesetzt, an der Kontaktaufnahme zur Herkunftsfamilie gehindert. Das ist entsetzlich aber in vielen Fällen, wie wir beide wissen, leider wahr. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-family:'Arial Rounded MT Bold';color:blue;">Karagözlü: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Und um eben diese Frauen geht es. Und Arzu Toker ist, vielleicht nur durch Zufall, keine von ihnen. Frau Toker genießt in der BRD Personenschutz, an Empathie aber scheint es ihr gründlich zu mangeln. Sie würde sich sicherlich gerne vor einem prügelnden Ehemann retten lassen, notfalls auch aus Marokko. Die Religion der Ehefrau bzw. die des prügelnden Mannes ist nie nur privat. Gewalt ist nie privat. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Es gilt abzuwägen zwischen den Rechtsgütern der körperlichen Unversehrtheit, zwischen dem Recht auf Leben, auf Freiheit und andererseits dem Recht auf Religionsfreiheit. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Arzu Toker – so sehr ich ihre Lebensleistung schätze, ethisch betrachtet lässt sie viele Frauen sehr allein. Frauen weltweit, denen die Chance auf Emanzipation und Partizipation vorenthalten worden ist und vorenthalten wird. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-family:'Arial Rounded MT Bold';color:blue;">Auvergne: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Menschenrechte sind für Toker kein zentrales Thema. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-family:'Arial Rounded MT Bold';color:blue;">Karagözlü: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Den Eindruck muss man leider haben. Das überwiegend so hervorragende Feature hat mich diesbezüglich in einigen kleinen aber wesentlichen Aussagen enttäuscht. Empfehlen möchte ich es gleichwohl. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-family:'Arial Rounded MT Bold';color:blue;">Auvergne: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Ja, alle in Pädagogik und Politik Tätigen sollten sich das Hörspiel anhören! Werke wie dieses Radio‑Feature ’Die Balkon Mädchen’ von Arzu Toker müsste in jeder Fachschule für Erziehung, in jeder Fachhochschule für Sozialpädagogik auf dem Lehrplan stehen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-family:'Arial Rounded MT Bold';color:blue;">Karagözlü: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">So sehr ich Arzu Toker zustimme, dass Religion Privatsache ist: Gewalt ist niemals privat. Über Gewalt muss gesprochen werden. Opferschutz hat Priorität – Gewalt muss staatlich verfolgt werden. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;"><span> </span></span></p>
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