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	<title>bedrohte-sprachen &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/bedrohte-sprachen/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "bedrohte-sprachen"</description>
	<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 09:56:52 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Wirklich gefährdete Sprachen]]></title>
<link>http://immernurnoergeln.wordpress.com/2009/02/18/wirklich-gefahrdete-sprachen/</link>
<pubDate>Wed, 18 Feb 2009 20:31:40 +0000</pubDate>
<dc:creator>Falk</dc:creator>
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<description><![CDATA[Echte Sprachschützer? Morgen am frühen Mittag wird die UNESCO in Paris die dritte Auflage des Weltat]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="text-align:justify;">
<div class="wp-caption alignright" style="width: 196px"><img title="Echte Sprachschützer?" src="http://www.unesco.org/culture/ich/img/unesco-clt/logo_en.gif" alt="Echte Sprachschützer?" width="186" height="86" /><p class="wp-caption-text">Echte Sprachschützer?</p></div>
<p style="text-align:justify;">Morgen am frühen Mittag wird die UNESCO in Paris die dritte Auflage des Weltatlas für bedrohte Sprachen vorstellen. Das Besondere daran ist der Umstand, dass dieser Atlas ungekürzt online zur Verfügung stehen soll. Damit könnten dann die ganzen deutschen Sprachuntergangspropheten nachschauen, was es wirklich heißt, wenn eine Sprache ausstirbt und an welchen Indikatoren man erkennen kann, wann so etwas passiert und wann nicht. Deswegen will ich hiermit empfehlen, morgen auf <a href="http://www.unesco.org/culture/ich/index.php?pg=00206">diesen Link</a> zu klicken.<!--more--></p>
<p style="text-align:justify;">So ganz koscher ist mir das Projekt aber auch nicht, genauer gesagt, die Begründung, mit der der Sprachenschutz <a href="http://www.unesco.org/culture/ich/index.php?pg=00148">betrieben wird</a> (Frage 3):</p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;">&#8220;Every language reflects a unique world-view with its own value systems, philosophy and particular cultural features. The extinction of a language results in the irrecoverable loss of unique cultural knowledge embodied in it for centuries, including historical, spiritual and ecological knowledge that may be essential for the survival of not only its speakers, but also countless others.&#8221;</p>
</blockquote>
<p style="text-align:justify;">Das erinnert stark an den Eskimo-Schnee-Fehlschluss, der besagt, dass man kulturelle Eigenschaften einer Population an ihrer Sprache ablesen könne. Diese Möglichkeit bietet ja augenscheinlich das Lexikon, was hauptsächlich beim historischen Vergleich zu nennenswerten Ergebnissen führt &#8211; fehlende Vokabeln in einer Protosprache können Hinweise auf die zeitliche wie räumliche Verortung der Sprechergruppe geben und uns einen Teil ihrer kulturellen Errungenschaften erschließen. Das sind aber freilich schon wieder <strong>Inhalte</strong>, es ist nicht die <strong>Sprache </strong>selbst &#8211; Signifikat, nicht Signifikant. Und die Inhalte ließen sich auch auf Englisch oder Japanisch weitergeben.</p>
<p style="text-align:justify;">Darum geht es der UNESCO hier offensichtlich nicht, sondern tatsächlich um die Struktur der fraglichen Sprachen. Wie aber können sprachliche Strukturen eine Kultur, ein einzigartiges Weltbild, ein Wertesystem und eine Philosophie &#8220;reflektieren&#8221;? Wie kann &#8220;Wissen&#8221; in sprachlichen Strukturen liegen, &#8220;embodied&#8221; sein in einer Sprache? Eine sympathischere Begründung findet sich <a href="http://www.unesco.org/culture/ich/doc/src/00120-EN.pdf">an anderer Stelle</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Every time a language dies, we have less evidence for understanding patterns in the structure and function of human language [...]&#8220;</p></blockquote>
<p style="text-align:justify;">Ein guter Grund für die Rettung oder wenigstens Dokumentation gefährdeter Sprachen ist wissenschaftliche Neugier, die Hoffnung, die größeren Fragen der (Psycho-)Linguistik mithilfe möglichst breiter Datengrundlage beantworten oder besser verstehen zu können. Das ist meines Erachtens Grund genug!</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Update:</strong><br />
Der Atlas listet für den deutschen Sprachraum 13 mehr oder weniger gefährdete &#8220;Sprachen&#8221;: Sorbisch, Romani, Jiddisch, Niederdeutsch,  Dänisch (Südjütisch), Friesisch (Saterlandic und Nordfriesisch) sowie die Dialektfamilien Rhein-Fränkisch, Alemannisch, Ostfränkisch und Bairisch, und irgendwo zwischen Sprache und Dialekt das Limburgische und Luxemburgische (aus linguistischer Sicht ist es meines Erachtens eindeutig ein Dialekt, aus politischer Sicht eine Sprache). Welche Definition von <em>Sprache </em>die UNESCO ihrem Atlas auch immer zugrunde legt (für Hinweise bin ich dankbar&#8230;), vermeintliche deutsche Sprachschützer würden sicherlich mehr leisten, wenn sie statt apokalyptischer Visionen Gedichte auf Jiddisch oder Hessisch verfassen würden.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Bedrohte Arten, bedrohte Sprachen]]></title>
<link>http://theolounge.wordpress.com/2008/05/20/bedrohte-arten-bedrohte-sprachen/</link>
<pubDate>Tue, 20 May 2008 07:59:32 +0000</pubDate>
<dc:creator>useibert</dc:creator>
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<description><![CDATA[Gestern ist in Bonn die 9. UN-Naturschutzkonferenz eröffnet worden. In seiner Eröffnungsrede hat Bun]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Gestern ist in Bonn die 9. UN-Naturschutzkonferenz eröffnet worden. In seiner Eröffnungsrede hat Bun]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Bedrohte Arten, bedrohte Sprachen]]></title>
<link>http://useibert.wordpress.com/2008/05/20/bedrohte-arten-bedrohte-sprachen/</link>
<pubDate>Tue, 20 May 2008 07:45:57 +0000</pubDate>
<dc:creator>useibert</dc:creator>
<guid>http://useibert.wordpress.com/2008/05/20/bedrohte-arten-bedrohte-sprachen/</guid>
<description><![CDATA[Gestern ist in Bonn die 9. UN-Naturschutzkonferenz eröffnet worden. In seiner Eröffnungsrede hat Bun]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img class="alignleft" style="float:left;" src="http://useibert.files.wordpress.com/2008/05/save_your_language.jpg?w=98&#038;h=115" alt="" width="98" height="115" />Gestern ist in Bonn die <a href="http://www.bmu.de/naturschutz_biologische_vielfalt/un_konferenz_2008/aktuell/39333.php">9. UN-Naturschutzkonferenz</a> eröffnet worden. In seiner <a href="http://www.bmu.de/reden/bundesumweltminister_sigmar_gabriel/doc/41467.php">Eröffnungsrede</a> hat Bundesumweltminister Sigmar Gabriel unter anderem auf den Zusammenhang zwischen der Artenvielfalt und dem Funktionieren des Ökosystems hingewiesen:<!--more--></p>
<blockquote><p>Ein amerikanischer Biologe hat die biologische Vielfalt einmal als das Handbuch für das Funktionieren unseres Planeten bezeichnet. Mit unserem Tun vernichten wir jeden Tag eine Seite dieses Handbuchs. Vielleicht sind einige davon weniger wichtig. Wenn wir jedoch so weitermachen, bedeutet dies, dass wir irgendwann das Wissen über entscheidende Vorgänge auf unserem Planeten verlieren. Wenn unsere Kinder auf das Handbuch zurückgreifen müssten, würden sie feststellen, dass ihre Eltern und Großeltern lebenswichtige Informationen vernichtet haben.</p></blockquote>
<p>Das Aussterben von Arten hat in einem dramatischen Ausmass zugenommen. Gabriel sagt, &#8220;Die Aussterbensrate von Arten ist hundert- bis tausendfach höher als die natürliche Aussterbensrate.&#8221;</p>
<p>Weniger bekannt ist, dass auch <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/ueber_3000_sprachen_vom_aussterben_bedroht_1.687486.html">die meisten </a><a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/ueber_3000_sprachen_vom_aussterben_bedroht_1.687486.html">der fast 7000 </a><a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/ueber_3000_sprachen_vom_aussterben_bedroht_1.687486.html">Sprachen der Welt vom Aussterben bedroht</a> sind. Besonders in Afrika, im Südpazifik, Australien und Südamerika werden viele Sprachen, die noch gar nicht ausreichend erforscht sind, heute nur noch von wenigen alten Leuten gesprochen. Wenn sie sterben, stirbt mit ihnen auch die Sprache. Auch dabei geht jedesmal ein Teil des Wissens der Menschheit &#8212; eine Seite aus dem Handbuch &#8212; verloren.</p>
<p>Aufhalten kann man das globale Sprachensterben nur schwer. Deshalb versuchen Forscher heute, die Sprachen, bevor sie verschwinden, zumindest zu dokumentieren und die Ergebnisse so zu archivieren, dass andere Forscher und Disziplinen einen leichteren Zugang dazu finden.</p>
<p>Mehr zum Thema:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.fluter.de/cgi-bin/go.cgi?I-68_S-11_A-6675">Die Aussterbenden</a></li>
<li><a href="http://www.uni-koeln.de/gbs/">Gesellschaft für bedrohte Sprachen</a></li>
<li><a href="http://www.mpi.nl/DOBES">Dokumentation bedrohter Sprachen (DoBeS)</a></li>
<li><a href="http://www.hrelp.org/">Hans Rausing Endangered Languages Project</a></li>
<li><a href="http://www.volkswagenstiftung.de/index.php?id=172&#38;L=1">Programm der Volkswagen-Stiftung zur Dokumentation bedrohter Sprachen</a></li>
<li><a href="http://www.sil.org/sociolx/ndg-lg-home.html">SIL: Endangered languages</a></li>
<li><a href="http://chadicnewsletter.wordpress.com/2008/01/19/international-year-of-languages/">International Year of Languages</a></li>
</ul>
<p>(Foto: Uwe Seibert)</p>
</div>]]></content:encoded>
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