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	<title>begegnungen &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/begegnungen/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "begegnungen"</description>
	<pubDate>Sat, 05 Dec 2009 04:03:36 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Unerwartete Begegnungen (10/18)]]></title>
<link>http://weltenei.wordpress.com/2009/11/30/unerwartete-begegnungen-1018/</link>
<pubDate>Mon, 30 Nov 2009 10:21:41 +0000</pubDate>
<dc:creator>h3nri3tt4</dc:creator>
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<description><![CDATA[Die beiden Mädchen wollten gerade aufbrechen, als auf dem Platz vor ihnen ein Tumult ausbrach. Teese]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Die beiden Mädchen wollten gerade aufbrechen, als auf dem Platz vor ihnen ein Tumult ausbrach. Teese stand auf der Kiste auf, um die Menge vor ihr besser überblicken zu können. Mehrere Männer in roter Kleidung bahnten sich einen Weg durch die Menschen.<br />
„Mein Fürst, so bleibt doch stehen“, schallte es über das Gedränge auf dem Jahrmarkt. „Nysrael, seid doch vernünftig.“<br />
Ein Stück vor Teese und Marisan wich die Menge auseinander und ein Junge stürzte hervor. Er trug ein leuchtend blaues Gewand. Lange schwarze Haare fielen ihm ins Gesicht, als er sich hektisch umsah. Sein Blick blieb an Marisan und Teese hängen.<br />
„He, Ihr zwei“, brachte er keuchend hervor. „Ich brauche ein Versteck. Schnell.“<br />
Marisan öffnete den Mund, schloss ihn wieder und öffnete ihn erneut, als wäre sie ein Fisch. Ihr fehlten die Worte. Teese hingegen sah sich eilig um.<br />
„Hier, hinter den Kisten“, wies sie den Jungen dann an. Er war deutlich älter als sie, vielleicht sogar älter als Marisan, hochgewachsen aber von schlanker Statur. Er schwang sich auf die Kiste, auf welcher Teese stand und glitt dahinter auf den Boden hinab.<br />
„Fürst Nysrael. Haltet ein.“<br />
Zwei der rotgekleideten Männer stürmten vor Teese und Marisan aus der Menge und sahen sich suchend um.<br />
„Ihr, da. Ihr Mädchen“, rief der eine zu ihnen herüber. „Ein Junge in einer blauen Robe. Habt Ihr den gesehen?“<br />
Marisan starrte die Männer mit offenem Mund an, so dass man sie für leicht schwachsinnig halten musste. Teese schaffte es, mit dem Kopf zu schütteln. Eigentlich wollte sie die Männer nicht anlügen. Aber sie hatte den Jungen nun versteckt und was für einen Sinn würde es dann machen, ihn im nächsten Atemzug zu verraten?<br />
„Er kann nicht weit sein, Meleran“, entschied der Begleiter des Fragenden.<br />
Der andere nickte langsam. „Du nach hier und ich nach da.“<br />
Sie teilten sich auf und verschwanden in der Menge der Besucher des Jahrmarktes. Marisan klappte ihren Mund zu und rutschte auf der Kiste nach hinten, um zu dem Jungen zu sehen. „Fürst Nysrael?“ Sie maß ihn ein wenig ungläubig. „Du bist Graf Darions Sohn?“<br />
Der Junge wischte seine losen schwarzen Haarsträhnen aus dem Gesicht und hinter die Ohren. Sein Gesicht hatte einen bronzefarbenen Schimmer und seine braunen Augen unterstrichen das Grinsen auf seinem Gesicht mit einem belustigten Glänzen.<br />
„Ich kann das schlecht leugnen, was?“, sagte er dann und sah zu den Mädchen auf den Kisten auf. „Meleran hat meinen Namen über den ganzen Markt geschrien. Soviel zu meinem spontanen Ausflug inkognito.“<br />
„Du… Du bist“ – Marisan zögerte – „abgehauen?“<br />
Der Junge richtete sich fast ein wenig stolz auf. „Stimmt. Und das ist gar nicht so einfach, wenn man ständig irgendwelche Wachen um sich herum hat und einen Vater, der einen praktisch an der Leine neben sich herführt.“<br />
„Aber&#8230;wieso?“ Marisans Gesicht bildete ein mimisches Fragezeichen.<br />
„Gerichtstage sind furchtbar langweilig“, sagte Nysrael. „Alle anderen dürfen sich währenddessen auf dem Jahrmarkt amüsieren, aber ich muss neben meinem Vater stehen, während sie Gericht halten. Kannst Du Dir vorstellen, wie langweilig das ist?“ Er holte weit mit den Armen aus. „Und wie ungerecht. Warum soll ich nicht auch einmal ein wenig Spaß haben? Allerdings kann ich das wohl jetzt vergessen.“<br />
Marisan musterte den Jungen kritisch. „Nun, so wie Du jetzt bist, fällst Du auf alle Fälle zu sehr auf.“<br />
„Ach?“ Nysrael legte die Stirn in Falten. „Warum?“<br />
„Also als erstes einmal sind da Deine Haare“, erklärte Marisan mit etwas mehr Selbstvertrauen in der Stimme. „Du trägst sie offen wie jemand von Adel oder ein Magier. So etwas macht nur jemand, der nicht körperlich arbeiten muss. Jeder normale Mann hat entweder einen Zopf oder kurze Haare.“<br />
Nysrael griff sich nachdenklich gegen die Haare. „Gut, das stimmt wohl. Dann sollte ich sie zusammenbinden. Und sonst?“<br />
„Deine Kleidung“, fuhr Marisan bestimmt fort. „Blau ist schon teuer genug, aber der Stoff ist zudem bestickt. Du müsstest wenigstens ein Hemd darüber ziehen, damit es nicht gleich auffällt. Der Gewandsaum ist immerhin schon etwas dreckig und hat einen Riss. Das könnte man vielleicht als geschenktes, gebrauchtes Untergewand eines Adligen an seinen Diener durchgehen lassen.“<br />
„Oh weia.“ Nysrael blickte an sich herunter und sah zerknirscht aus. „Meine Mutter wird mich steinigen.“ Er seufzte. „Und woher bekomme ich auf die Schnelle ein Hemd?“</p>
<p align="center"><a href="http://weltenei.wordpress.com/2009/05/01/die-schule-der-magier-118-intro/">&#60;&#60; erster Teil (1. Kapitel)</a> &#124; <a href="http://weltenei.wordpress.com/2009/11/27/unerwartete-begegnungen-918/">&#60;&#60; vorheriger Teil</a> &#124; <a href="http://weltenei.wordpress.com/2009/12/04/unerwartete-begegnungen-1118/">nächster Teil &#62;&#62;</a></p>
</div>]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Don't fuck in the Company, Teil 2]]></title>
<link>http://singlebuch.com/2009/11/28/dont-fuck-in-the-company-teil2/</link>
<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 08:30:26 +0000</pubDate>
<dc:creator>Micha</dc:creator>
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<description><![CDATA[Fortsetzung, was bisher geschehen ist… Quelle: sxc.hu (Scottsnyde) Ich stehe blöd da und sie hat mei]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Fortsetzung, was bisher geschehen ist… Quelle: sxc.hu (Scottsnyde) Ich stehe blöd da und sie hat mei]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Unerwartete Begegnungen (9/18)]]></title>
<link>http://weltenei.wordpress.com/2009/11/27/unerwartete-begegnungen-918/</link>
<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 10:45:54 +0000</pubDate>
<dc:creator>h3nri3tt4</dc:creator>
<guid>http://weltenei.wordpress.com/2009/11/27/unerwartete-begegnungen-918/</guid>
<description><![CDATA[Teeses Lachen verblasste. „Und was ist der Unterschied zwischen diesem echten Drachen und den Drache]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Teeses Lachen verblasste. „Und was ist der Unterschied zwischen diesem echten Drachen und den Drachen auf Weltenei?“ Sie musste unvermittelt an etwas denken, das Seth vor einiger Zeit ihr gegenüber bemerkt hatte. Er konnte alle Tiere fühlen und im Geist mit ihnen in Verbindung treten. Aber einige Tiere auf dem Inselberg waren für ihn nicht spürbar und dazu gehörten die Drachen.<br />
Marisan biss in ihren Krapfen und schien sich Zeit zu lassen bei ihrer Antwort. „Unsere Drachen gehören jeweils einem Magier“, sagte sie dann.<br />
„Und deswegen sind es keine echten Drachen?“, hakte Teese nach.<br />
Marisan hatte die Stirn in Falten gelegt und schien angestrengt nachzudenken. „In gewisser Weise“, sagte sie dann und zuckte hilflos mit den Schultern.<br />
Teese verzog ihren Mund zu einem unwilligen Strich und blickte auf den angebissenen Krapfen in ihrer Hand. „Ist das eines der Dinge, über welche man mit Kandidaten nicht sprechen darf?“, wollte sie dann wissen. „So wie unsere Familien oder warum mich alle immer so merkwürdig ansehen?“<br />
Marisan holte hörbar Luft und sah Teese dann besorgt von der Seite an. „Manchmal ist es besser, wenn man bestimmte Dinge erst später erfährt“, sagte sie dann. „Es ist wirklich nur zu Eurem Besten.“<br />
Teese brach ein Stück von ihrem Krapfen ab und stopfte es in den Mund. Sie kannte diese Formulierung und hasste sie. Sie mochte das Gefühl nicht, klein und unwissend zu sein, während alle anderen Bescheid wussten. Es war ein wenig wie die Sache mit dem Weihnachtsmann oder dem Osterhasen.<br />
Alle Erwachsenen fanden es richtig, Kinder in dem Glauben daran zu lassen und erst wenn man älter wurde, erkannte man die Wahrheit. Alle älteren Kinder amüsierten sich über die jüngeren, die noch nicht Bescheid wussten. Teese mochte das Gefühl nicht, dass sich die anderen über sie lustig machten, weil sie mehr wussten.<br />
Teese entschied, dass sie dieses Mal herausfinden würde, was die Wahrheit war, bevor man sie für alt genug ansah, um es ihr zu sagen. Was an der ganzen Geheimniskrämerei zu ‚ihrem Besten‘ sein sollte, war ihr schleierhaft. Wieso sollte es besser sein, etwas nicht zu wissen? Und später sollte es in Ordnung sein, genau das zu wissen?<br />
„Ich mache das nicht, um Dich zu ärgern, Teese“, sagte Marisan und Bedauern zeigte sich auf ihrem Gesicht. „Wirklich. Ich finde Dich sehr nett, egal was Timarel sagt. Ich weiß nicht, was er gegen Dich hat und es tut mir leid, dass ich ihm am Anfang alles geglaubt habe, was er über Dich erzählt hat.“<br />
Teese vertilgte die Reste ihres Krapfens und rutschte auf der Kiste ein Stück nach hinten, um die Beine im Schneidersitz ineinander zu schlagen. „Was hat Timarel denn über mich erzählt?“ Wollte sie es wirklich wissen?<br />
Marisan ließ die Schultern hängen. „Er hat gesagt, dass er Dinge gesehen und gehört hat und er war so&#8230;bestimmt.“ Sie seufzte. „Aber mein Vater wollte davon nichts wissen und hat gesagt, dass er nicht möchte, dass wir Dich irgendwie anders behandeln, nur wegen etwas, das die Quelle uns offenbart hat und Dingen die Timarel nicht versteht.“<br />
Marisan sah Teese von der Seite zaghaft an als fürchte sie das Mädchen verärgert zu haben. „Es tut mir leid, dass ich mich von ihm habe beeinflussen lassen. Ich fand Dich von Anfang an nett. Ich hatte nie eine Freundin auf Weltenei und ich würde gerne…Ich würde gerne Deine Freundin sein, wenn ich darf. Aber trotzdem kann ich nicht… Dir bestimmte Dinge sagen.“ Sie holte Luft und fügte eilig hinzu. „Noch nicht.“<br />
Teese ließ sich die Dinge kurz durch den Kopf gehen lassen und entschied dann, dass es nicht gerecht war, Marisan böse zu sein. Ihr war verboten worden, über bestimmte Dinge zu reden und sie hielt sich daran. Teese musste sich eingestehen, dass sie das ältere Mädchen eigentlich auch mochte und ihren gemeinsamen Ausflug bis jetzt eigentlich genossen hatte.<br />
„Ich finde Dich auch nett“, sagte sie schließlich. „Und ich glaube, Du bist schon meine Freundin.“ Teese kicherte. Das klang seltsam förmlich. Sie konnte sich nicht erinnern vorher schon einmal mit einer Freundin geklärt zu haben, dass sie befreundet waren. Freundinnen war man einfach. „Schauen wir uns jetzt das Kuriositäten-Kabinett an?“, wollte sie wissen.<br />
Ein Strahlen breitete sich über Marisans Gesicht, das ihre Erleichterung über Teeses Worte offen zur Schau trug. „Ja, sehr gerne.“ Sie aß den Rest ihres Krapfens und packte die Honigkringel in ihre Umhängetasche.</p>
<p align="center"><a href="http://weltenei.wordpress.com/2009/05/01/die-schule-der-magier-118-intro/">&#60;&#60; erster Teil (1. Kapitel)</a> &#124; <a href="http://weltenei.wordpress.com/2009/11/23/unerwartete-begegnungen-818/">&#60;&#60; vorheriger Teil</a> &#124; <a href="http://weltenei.wordpress.com/2009/11/30/unerwartete-begegnungen-1018/">nächster Teil &#62;&#62;</a></p>
</div>]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Zu viele -itschs im Land?]]></title>
<link>http://waganord.wordpress.com/2009/11/25/525/</link>
<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 08:04:07 +0000</pubDate>
<dc:creator>wiesmann4</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ich war heute beim Velohändler, weil ich für Pascal einen neuen Pneu kaufen musste. Wir sind unterde]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Ich war heute beim Velohändler, weil ich für Pascal einen neuen Pneu kaufen musste. Wir sind unterdessen recht gute Kunden, sodass wir uns ein wenig kennen. Wir kamen ins Gespräch: Wie das Geschäft denn so laufe, und wer nebenan einziehe. Er selber würde seine Verkaufsfläche vergrössern&#8230; wenn nur keine Türken reinkommen. Ob er denn etwas gegen Türken hätte, frage ich. Öhm, ja, nein, natürlich nicht. Aber beim arabischen Laden nebenan, also die machten schon eine Schweinerei, schmissen einfach alles weg, und wenn man etwas sage, dann reagierten sie frech.</p>
<p>Wie ich bezahlt habe und mich verabschiedete, fragte ich mich, ob ich diesen Laden ab sofort boykottieren sollte. Aber ich verwarf den Gedanken schnell. Der Velohändler ist ein freundlicher und rechschaffener Kerl, halt mit einer anderen Perspektive als ich. Vielleicht tun wir uns gegenseitig gut&#8230;?</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[zwischenbericht]]></title>
<link>http://hascherlit.wordpress.com/2009/11/24/zwischenbericht/</link>
<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 07:57:23 +0000</pubDate>
<dc:creator>steffi</dc:creator>
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<description><![CDATA[zunächst einmal finde ich die gerüchte, dass die schweinegrippeimpfung nun doch zu meinem vorzeitige]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>zunächst einmal finde ich die gerüchte, dass die schweinegrippeimpfung nun doch zu meinem vorzeitigen ableben geführt hat, unhaltbar. tatsächlich geht es mir seitdem erkältungstechnisch erstaunlich gut- verglichen mit meinem gesundheitszustand vergangener jahre um diese zeit. </p>
<p>allerdings dann doch nicht so gut, dass ich vor gut einer woche blutspenden durfte. bei der voruntersuchung wurde ich gleich mal mit einer leichten anämie und zu niedrigem blutdruck aussortiert- was extremst ärgerlich war, aber immerhin die lange verdrängten symptome wie blässe, häufige erschöpfung und nahezu permanentes frösteln erklärt. jetzt muss ich erst mal mehr rotes fleisch essen, wogegen ich prinzipiell nichts einzuwenden habe (hmmm, steak&#8230;), doch an der umsetztung in der hanse scheitert es dann doch ein bisschen. aber bald bin ich ja wieder &#8221;unter mutters topf&#8221;, wie es die nette krankenpflegerin so schön formulierte.</p>
<p>ansonsten vergeht die zeit hier oben weitgehend ereignislos mit meist ähnlichen tagesabläufen bestehend aus uni, lernen, sport, verschiedene nervige dinge erledigen, für die sonst immer papa gesorgt hat. ab und an wird der alltagstrott unterbrochen von erfreulichen ereignissen wie zum beispiel das <em>new moon double feature </em>des hießigen kinos vorgestern nachmittag. und bevor jetzt alle entnervt aufstöhnen: ja, ich stehe dazu und ja, der film war so seicht, anspruchslos und schön fotografiert, dass man ihn doch ganz gut ansehen konnte.</p>
<p>dabei ist mir mal wieder aufgefallen, wie sehr ich doch die <span style="text-decoration:line-through;">berge </span>hügel und die weitläufigen wälder meiner heimat vermisse. dafür ist es hier im flachland zwar landschaftlich langweilig, aber im ganzen heller, was ursächlich etwas damit zu tun hat, dass man hier nicht den kopf in den nacken legen muss, um ein stück himmel zu sehen (es sei denn, man steht neben einem der vielen plattenbauten).</p>
<p>als nächstes muss ich erst mal was reißen für die einheimische ostdeutsche bevölkerung hier oben, bevor ich zu der kurzen anmerkung komme, die ich eigentlich machen wollte (damit mir keiner vorwerfen kann, ich ließe kein gutes haar an <span style="text-decoration:line-through;">den ossis, provinzlern</span> meinen mitmenschen): seit ein paar wochen erfreue ich mich immer wieder aufs neue an dem anblick eines frisch und anständig gefließtem badezimmers. und das nicht nur, weil wir damit hoffentlich unser schimmelproblem bis auf weiteres verbannt haben, sondern weil es so schnell und reibungslos vonstatten lief. der handwerker (wie heißt die genaue berufsbezeichnung, er macht nämlich noch anderes als fließen verlegen?) war wirklich sehr nett und hat viel erzählt, zügig gearbeitet und sogar unsere duschstange samt ablage wieder zum hängen gebracht. ich war wirklich beeindruckt und positiv überrascht. <span style="text-decoration:line-through;">jetzt könnte ich noch schreiben, dass er selber nicht so glücklich war über den umstand schon sein leben lang in der hanse festzusitzen und einen dementsprechend nicht verschönernden, abgeklärten und desillusionierten blick auf das alles hier hatte, aber das lass ich mal sein&#8230;</span></p>
<p>ich hatte ja insgeheim gehofft, dass sich eins meiner vorurteile nicht bestätigt, aber gerade seit der letzten woche ist nicht nur mir aufgefallen, dass schon zu früher morgenstunde sätze durch die stille der wende hallen wie:</p>
<p>&#8220;jetzt hör doch endlich mal darauf, was papa dir sagt!&#8221;</p>
<p>&#8220;hör endlich auf zu heulen!&#8221;</p>
<p>&#8220;kommt endlich runter vom flur, verdammt noch mal!&#8221;</p>
<p>&#8220;halt die klappe!&#8221; (abgeschwächte variationen dieses satzes wie : &#8220;sei bitte still, andere leute schlafen noch&#8221; oder &#8220;ich möchte, dass du leiser bist.&#8221; scheinen im hießigen sprachgebrauch eher sperrlich gesät)</p>
<p>und noch viele andere nette ausrufe, die allesamt von- man sollte es eigentlich meinen- erwachsenen an ihre kinder gerichtet sind. von der teilweise recht eindeutigen geräuschuntermalung will ich hier mal gar nicht anfangen, denn dass ist teilweise schon kein fall mehr für die supernanny, sondern fürs jugenamt. und diejenigen, die am wenigsten dafür können, am meisten darunter leiden und sich am wenigsten wehren können, sind die kinder. sowas macht mich wirklich traurig.</p>
<p>ich wache also seit tagen jeden morgen(!) mit dem gedanken auf: wie gut, dass ich in einer normalen westdeutschen, mittelständisch geprägten <span style="text-decoration:line-through;">groß</span>kleinstadt aufgewachsen bin (hey, es ist immerhin noch ein oberzentrum), behütet und geprägt von einem sozial gefestigten umfeld und vor allem geduldigen, liebevollen eltern, die es doch irgendwie geschafft haben, mich trotz einiger nicht unerheblicher widerstände einigermaßen anständig groß zu bekommen. danke dafür, denn seitdem ich in der hanse lebe, bin ich mir erst richtig bewusst, dass es die heile welt und die behütete kindheit, die ich erlebt habe, lange nicht überall gibt.</p>
<p>leider tragen die erschreckend häufig vorkommenden beobachtungen wie weiter oben beschrieben nicht zu einem weitestgehend positiv geprägten bild den hier lebenden menschen bei- eher im gegenteil. aber so lange ich weiß, dass ich hier nicht meinen lebensabend verbringen muss, kann ich ganz beruhigt sein. klingt hart, ich weiß, aber ihr müsstet mal hier leben, dann wisst ihr, wovon ich spreche&#8230;. trotzdem möchte ich betonen, das hier bei weitem nicht alle so sind! zum beispiel sind die menschen, die sätze sagen wie &#8220;bei dem schönen wetter mach ich doch nachher noch meinen garten winterfest&#8221; lichtblicke der menschlichen interaktion in der hanse (weil garten= haus= normaler bildungsstand=gesellschaftlich gefestigt= weitestgehend intakte familien= &#8220;normales&#8221; leben und umgang, wie ich es kenne).</p>
<p>okay, genug über die sozialen strukturen eines ostdeutschen provinzkaffs, ich freu mich schon auf die adventszeit, auf weihnachten und meine lieben daheim. es war ein aufregendes jahr für alle, tatsächlich kann ich mich nicht erinnern, dass schon mal so viel auf einmal passiert ist- und ich habe trotz telefon und internet das gefühl, hier oben nur die hälfte mitzubekommen. erstaunlicher weise macht es mir viel weniger aus als ich gedacht habe, wahrscheinlich auch, weil ich mittlerweile besser gelernt habe, mit mir selber klarzukommen.</p>
<p>genug des schmalzes, der langen erzählungen und der trüben gedanken, der vormittag ist schon viel zu schnell vorangeschritten und ich habe kein bisschen von dem geschafft, was ich eigentlich schaffen wollte, ehe gleich der längste unitag der woche beginnt (eigentlich sollte ich auch schon in statistik sitzen, aber heute bin mal ich diejenige, die sich die unterlagen von anderen ausleit, dass gönn ich mir mal <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  )</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Unerwartete Begegnungen (8/18)]]></title>
<link>http://weltenei.wordpress.com/2009/11/23/unerwartete-begegnungen-818/</link>
<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 10:14:30 +0000</pubDate>
<dc:creator>h3nri3tt4</dc:creator>
<guid>http://weltenei.wordpress.com/2009/11/23/unerwartete-begegnungen-818/</guid>
<description><![CDATA[„Ich finde ihn irgendwie unheimlich“, sagte Marisan schließlich. Das ältere Mädchen entspannte sich ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>„Ich finde ihn irgendwie unheimlich“, sagte Marisan schließlich. Das ältere Mädchen entspannte sich sichtlich, als der Mann aus ihrem Blickfeld verschwunden war. „Er ist immer noch Kandidat“, fuhr sie auf Teeses fragenden Blick hinzu. „Dabei lebt er schon sehr lange auf Weltenei. Er war schon lange hier als ich ihn das erste Mal zu meinem Vater habe kommen sehen. Da war ich kaum älter als zwei oder drei Jahre und fand ihn da schon unheimlich.“<br />
Die Mädchen passierten einen Stand mit einer Auswahl an bunten Stoffen, die in Bahnen auf einem Verkaufstisch ausgelegt waren. Marisan seufzte.<br />
„Ich weiß, ich sollte nicht solche Dinge über ihn sagen und ihm dankbar sein“, erklärte sie schließlich. „Immerhin wäre Timarel ohne ihn heute nicht mehr am Leben.“<br />
„Wie das?“ Teese fand Ro nicht wirklich unheimlich, entschied aber, dass irgendetwas mit diesem Mann nicht stimmte, genauso wie etwas mit Weltenei nicht stimmte. Sie sah Marisan neugierig von der Seite an.<br />
„Vor zwei Jahren war Timarel sehr krank“, tat Marisan ihr den Gefallen weiter zu erzählen. „Er hatte die Frühjahrsgrippe. Magister Mintal hat alles versucht, was normaler Weise gegen die Grippe hilft, aber Timarel ging es jeden Tag schlechter. Dann kam Ro von seiner Reise zurück und hat Timarel geheilt. Nach wenigen Stunden schon war er wieder vollkommen gesund.“ Sie ließ ihren Blick ohne wirkliches Interesse über die Stände zu ihrer Linken gleiten.<br />
„Was für eine Reise?“, hakte Teese nach.<br />
„Oh, Ro verlässt jedes Frühjahr Weltenei für ein paar Wochen und reist durch das Land, um den einfachen Leuten als Arzt zu helfen.“ Marisan richtete mechanisch den Riemen ihrer Umhängetasche. „Die Frühjahrsgrippe wütet bei uns immer sehr schlimm, auch wenn wir auf Weltenei davon in der Regel verschont werden.“<br />
„Er ist ein Arzt?“, entfuhr es Teese überrascht. Das hatte sie nicht erwartet.<br />
„Ich“, Marisan zögerte, „weiß nicht. Nein, ich glaube eigentlich nicht. Er ist nur ein Kandidat und auch nie im Hospital bei Magister Mintal. Er hat nicht einmal einen Tutor, soviel ich weiß. Eigentlich dürfte er Weltenei ohne die Erlaubnis meines Vaters nicht einmal verlassen.“ Sie legte die Stirn in Falten. „Er ist wirklich recht seltsam.“<br />
Marisan wandte den Blick zu Teese, die aufmerksam ihren Worten gelauscht hatte. „Lass uns auf die andere Seite gehen“, sagte sie dann. „Dort gibt es Stände mit Essen und ich wollte Timarel ein paar Honigkringel kaufen.“<br />
Teese nickte in Gedanken und kämpfte sich mit Marisan auf die gegenüberliegende Seite des Marktes. Hier kauften sie für Timar die Honigkringel und für sich selbst Krapfen. Außerdem kaufte Teese von ihren Münzen eine Tüte Pfefferbonbons für Liina, Fenn und Rinnir sowie eine Zuckerstange für Seth, die sie ihm bei ihrem nächsten Besuch im Hospital mitbringen würde.<br />
Dann setzten sich die Mädchen etwas abseits des Trubels auf ein paar Kisten, welche zwischen einem Bretzelbäcker und dem Bereich, in welchem verschiedene Tiere verkauft wurden, standen. Teese biss in ihren ersten Krapfen und sah über den Jahrmarkt mit seinem bunten Treiben. In der Mitte des Platzes gab es Gaukler und einen Bärenbändiger, der einen Bären an einer Kette im Kreis führte. Außerdem stand dort ein kleines Karussell, das Teese irgendwie an das kleine Drehkarussell auf dem Pausenhof ihrer alten Schule erinnerte.<br />
Dahinter war eine größere Bude aufgestellt, welche mit knallbunten Bildern bemalt worden war. Sie zeigten einen Mann mit vier Armen und einem Kuhkopf sowie ein Wesen, das Teese als Zentauren identifizieren konnte. Ein bedrohlich wirkender Kopf in einem Einmachglas war auf die Vorderseite der Bude gemalt und in derselben Größe ein Zwerg mit einem rot-schwarzen Kostüm, der einen Schellenkranz schwang.<br />
„Das ist das Kuriositäten-Kabinett“, sagte Marisan, die Teeses Blick gefolgt war. „Sie zeigen wundersame Wesen und seltsame Dinge. Dieses Mal sollen sie einen echten Drachen dabei haben.“<br />
Teese musste lachen. „Aber Drachen haben wir auf Weltenei doch mehr als genug“, entfuhr es ihr belustigt. „Du kannst Dir dort so viele ansehen, wie Du willst.“<br />
„Aber sie haben einen echten Drachen“, sagte Marisan die letzten zwei Worte betonend.</p>
<p align="center"><a href="http://weltenei.wordpress.com/2009/05/01/die-schule-der-magier-118-intro/">&#60;&#60; erster Teil (1. Kapitel)</a> &#124; <a href="http://weltenei.wordpress.com/2009/11/20/unerwartete-begegnungen-718/">&#60;&#60; vorheriger Teil</a> &#124; <a href="http://weltenei.wordpress.com/2009/11/27/unerwartete-begegnungen-918/">nächster Teil &#62;&#62;</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der 6-Tag mit viel Sex, aber ohne Geschichte...]]></title>
<link>http://singlebuch.com/2009/11/21/der-6-tag-mit-viel-sex-aber-ohne-geschichte/</link>
<pubDate>Sat, 21 Nov 2009 08:00:40 +0000</pubDate>
<dc:creator>Micha</dc:creator>
<guid>http://singlebuch.com/2009/11/21/der-6-tag-mit-viel-sex-aber-ohne-geschichte/</guid>
<description><![CDATA[Heute ist wieder Samstag, der sechste Tag in der Woche und der Sex-Tag auf diesem Blog. Und was habt]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Heute ist wieder Samstag, der sechste Tag in der Woche und der Sex-Tag auf diesem Blog. Und was habt]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Das Samstagsfoto -- der Dorfchef]]></title>
<link>http://waganord.wordpress.com/2009/11/21/das-samstagsfoto-der-dorfchef/</link>
<pubDate>Sat, 21 Nov 2009 07:34:03 +0000</pubDate>
<dc:creator>wiesmann4</dc:creator>
<guid>http://waganord.wordpress.com/2009/11/21/das-samstagsfoto-der-dorfchef/</guid>
<description><![CDATA[Das Foto zeigt einen besonderen Mann: den Dorfchef von Tapako, einem kleinen Dorf etwa 30 Sandpisten]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://waganord.files.wordpress.com/2009/11/9411toussiana10f1629.jpg"><img style="display:inline;border:0;" title="9411 Toussiana 10 (F-16-29)" src="http://waganord.files.wordpress.com/2009/11/9411toussiana10f1629_thumb.jpg?w=600&#038;h=450" border="0" alt="9411 Toussiana 10 (F-16-29)" width="600" height="450" /></a></p>
<p>Das Foto zeigt einen besonderen Mann: den Dorfchef von Tapako, einem kleinen Dorf etwa 30 Sandpistenkilometer von Tussiana, wo unsere Familie etliche Jahre gewohnt hat. Wir gingen dieses Dorf regelmässig besuchen, auch wenn die Fahrt dorthin jeweils etwas abenteuerlich war. Insbesondere die altersschwache Holzbrücke war eine Mutprobe. Wer da mit dem Auto rüber wollte, musste den Radabstand seines Fahrzeugs im Griff haben…</p>
<p>Es gehörte zum Programm, dass wir diesen Mann grüssen gingen, auch wenn mir seine etwas ruppige Art nie ganz geheuer war. Geistlich suchte er offensichtlich anderswo Halt als wir (man beachte die Amulette, die er sich an die Brust geheftet hat).</p>
<p>In der rechten Hand hält er eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kalebasse" target="_blank">Kalebasse</a>, die wahrscheinlich mit Hirsebier gefüllt ist – seinem Hauptnahrungsmittel&#8230; Er bot mir regelmässig davon an, und höflichkeitshalber trank ich auch davon. Bis mich eines Tages der Pastor in Tussiana vertraulich zur Seite bat und mich aufforderte, damit aufzuhören, weil ich dadurch die (wenigen) Christen in Tapako in Bedrängnis brächte. Diesen wurde nämlich gesagt: «Wenn euer <em>Blanc</em> schon Alkohol trinken darf, warum habt <em>ihr</em> dann diesbezüglich so strikte Ansichten?» – Seit jenem Gespräch trank ich kein Hirsebier mehr.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Unerwartete Begegnungen (7/18)]]></title>
<link>http://weltenei.wordpress.com/2009/11/20/unerwartete-begegnungen-718/</link>
<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 14:13:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>h3nri3tt4</dc:creator>
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<description><![CDATA[„Wenn Du das Hemd überziehst“, erklärte Marisan auf Teeses ratlosen Blick, „sieht man von der Magier]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>„Wenn Du das Hemd überziehst“, erklärte Marisan auf Teeses ratlosen Blick, „sieht man von der Magierrobe praktisch nur noch den unteren Teil und der könnte ein einfacher schwarzer Rock sein.“<br />
Teese nahm das weiße Hemd, während ihr dämmerte, was Marisan bewirken wollte. „Ich soll mich verkleiden?“<br />
„Ich mache das immer, wenn ich alleine aufs Festland komme.“ Marisan nahm ein weiteres Hemd, dieses Mal in einem unscheinbaren Grauton, aus ihrer Umhängetasche und streifte es sich über.<br />
„Aber wieso?“, wollte Teese wissen und zog ihr Hemd über den Kopf. „Sind die Menschen hier“ – Sie suchte nach den passenden Worten. – „unhöflich gegenüber Magiern? Mögen sie uns nicht?“<br />
Erschrocken wedelte Marisan mit den Armen. „Nein. Nein. Ganz im Gegenteil. Sie sind sehr zuvorkommend und behandeln selbst Nur-Verwandte von Magiern zum Teil besser als Fürsten.“<br />
„Dann verstehe ich nicht&#8230;“ Teese richtete den Kragen ihres weißen Hemdes. Durch die zwei Lagen Stoff würde ihr vermutlich schnell recht heiß werden an einem Sommertag wie diesem.<br />
„Es ist so furchtbar anstrengend“, versuchte Marisan zu erklären. „Um einen herum weichen einem alle Leute aus, jeder grüßt und selbst die kleinen Kinder starren Dir nach.“<br />
Teese begann zu verstehen. Sie hatte in den ersten Tagen auf Weltenei erlebt, wie es war, wenn jeder einen neugierig ansah als hätte man vier Arme oder eine Möwe auf dem Kopf.<br />
„Wir werden mehr Spaß haben, wenn wir normale Menschen sind, Teese“, fügte Marisan ihren Worten hinzu.<br />
Ein Grinsen stahl sich über Teeses Gesicht. „Teese?“, wollte sie dann wissen.<br />
Marisan lachte erleichtert, dass das andere Mädchen ihren Punkt anscheinend verstand. „Vielleicht ist es tatsächlich besser, wenn ich Dich dann nicht bei einem Magiernamen nenne“, gab sie zu.<br />
„Wie wäre es mit Teesemi oder Teeseba“, schlug Teese vor.<br />
„Teesemi klingt nett“, kicherte Marisan.<br />
Die beiden Mädchen traten aus dem Schatten der Holzkisten hervor und machten sich auf den Weg die Straße entlang, die von der Anlegestelle zum Marktplatz führte. Über eine Treppe ließen sie das Ufer hinter sich und fanden sich im Gedränge des Jahrmarktes wieder.<br />
Weltenei war bereits kein allzu ruhiger und menschenleerer Ort, aber Thorhafen schien vor Menschen förmlich überzufließen. Alles drängte sich um die aufgebauten Stände auf dem Platz in Mitten der Häuser. Teese musste aufpassen, dass sie Marisan in der Menge nicht verlor, während sie staunend die Auslagen der Stände betrachtete.<br />
Hier gab es jede Menge Dinge zu kaufen, vor allem Töpferwaren und Werkzeuge. Ein Stand verkaufte bunte Amulette aus Holz. Der Verkäufer pries lauthals die Wirkung seiner Schmuckstücke an. Es gab Amulette, die Glück brachten, einem Liebe bescheren konnten oder für mehr Erfolg bei Geldgeschäften sorgten. Teese überlegte, ob diese Anhänger magisch waren oder ob es sich bei dem Verkäufer nicht vielleicht eher um einen Scharlatan handelte.<br />
Die Gesichter der Menschen, die sich um den Stand scharrten, zeigten allerdings vor allem Interesse, vielleicht auch Hoffnung. Jedenfalls schien keiner von ihnen zu bezweifeln, dass diese Amulette wirklich die erwünschte Wirkung haben würden – keiner, außer einem.<br />
Teese schnappte überrascht nach Luft. Der Mann mit dem verächtlichen Gesichtsausdruck war ihr bekannt. Es war derselbe Magier, der gegen Magister Pim mit dem Schwert gekämpft hatte und dem Waffenlehrer so offensichtlich überlegen gewesen war, bis dieser Magie genutzt hatte. Ro, erinnerte sich Teese.<br />
Er wäre dem Mädchen wohl kaum aufgefallen, hätte sie nicht genau nach den einzelnen Menschen am Stand gesehen. Ro war nicht besonders groß und er trug einfache braune Kleidung, eine dunkelbraune Hose und darüber ein fast knielanges hellbraunes Hemd, das um die Taille mit einem Gürtel zusammengehalten war.<br />
„Marisan.“<br />
Teese ergriff das ältere Mädchen am Arm und machte eine verstohlene Kopfbewegung in die Richtung des Mannes. Marisan sah einen Moment verständnislos auf den Mann in seiner braunen Kleidung. Dann blickte sie in sein Gesicht. Ro hatte streng wirkende Gesichtszüge und graue Augen, die missbilligend auf die Amulette des Standes sahen. Seine dunklen Haare waren zu einem einfachen, dünnen Zopf zurückgebunden.<br />
„Das ist Ro“, stellte Marisan dann fest. „Was macht er denn hier? Und warum trägt er&#8230;“ Sie beendete den Satz nicht und wurde ein wenig rot.<br />
„Meinst Du, er hat auch mehr Spaß auf dem Jahrmarkt, wenn er keine von unseren Roben trägt?“, wollte Teese wissen.<br />
Marisan kniff ihre Lippen aufeinander, als wolle sie verhindern, dass sie gleich etwas falsches sagte. Ro rümpfte die Nase, als der Verkäufer hinter dem Stand ihm eines der Amulette entgegen hielt und seine Wirkung anpries. Er wandte sich ab und verschwand in der Menge, ohne Marisan und Teese gesehen zu haben.</p>
<p align="center"><a href="http://weltenei.wordpress.com/2009/05/01/die-schule-der-magier-118-intro/">&#60;&#60; erster Teil (1. Kapitel)</a> &#124; <a href="http://weltenei.wordpress.com/2009/11/16/unerwartete-begegnungen-618/">&#60;&#60; vorheriger Teil</a> &#124; <a href="http://weltenei.wordpress.com/2009/11/23/unerwartete-begegnungen-818/">nächster Teil &#62;&#62;</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[eine Rose]]></title>
<link>http://beckyspuzzlestuecke.wordpress.com/2009/11/19/eine-rose/</link>
<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 17:51:31 +0000</pubDate>
<dc:creator>beckyspuzzlestuecke</dc:creator>
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<description><![CDATA[Es scheint die Zeit der Blumen zu sein. Das ist toll, denn ich mag Blumen so gern und eigentlich bek]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://beckyspuzzlestuecke.wordpress.com/files/2009/11/dscf36261.jpg"><img class="size-medium wp-image-62 alignleft" title="DSCF3626" src="http://beckyspuzzlestuecke.wordpress.com/files/2009/11/dscf36261.jpg?w=225" alt="" width="142" height="189" /></a>Es scheint die Zeit der Blumen zu sein. Das ist toll, denn ich mag Blumen so gern und eigentlich bekomme ich sie sehr selten. (Von meinem Papa zu jedem Geburtstag.)</p>
<p>Diese habe ich von meinen &#8220;liebsten Ersatzeltern&#8221; zum Auflösungsvertrag bekommen. Ich habe mich rießig gefreut und genieße ihren Geruch, ihre Farbe, ihren Anblick.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Szenen einer Ehe?????]]></title>
<link>http://mareilu.wordpress.com/2009/11/16/szenen-einer-ehe/</link>
<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 19:45:56 +0000</pubDate>
<dc:creator>mareilu</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ich war heute kurz in der City unterwegs um ein paar Dinge für die Arbeit zu besorgen. Dazu fuhr ich]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Ich war heute kurz in der City unterwegs um ein paar Dinge für die Arbeit zu besorgen. Dazu fuhr ich vom HB mit dem Tram weiter und hatte für ein paar Minuten die Ehre, folgende Szene live mitzuerleben: Er und Sie sitzen auf einer Bank (warten vermutlich auch auf ein Tram)</p>
<p>Er: redet mit ihr und schaut sie dabei an</p>
<p>Sie: schaut unberührt zur Seite</p>
<p>Er: gestikuliert während des Sprechens, bei dem er keine Pause einlegt, sie aber unentwegt weiter anschaut</p>
<p>Sie: schaut unberührt zur Seite</p>
<p>Er: beginnt mit dem ganzen Körper zu reden indem er nun neben den Händen auch Oberkörper und Kopf bewegt (natürlich weiter wild gestikulierend</p>
<p>Sie: schaut unberührt zur Seite</p>
<p>Er: redet eindringlich auf sie ein &#8211; das verrät sowohl Körperhaltung als auch Intensität des Blickes und Nachdruck seiner Worte (die ich übrigens nicht verstehen konnte, da es keine mir bekannte Sprache war&#8230;)</p>
<p>Sie: schaut unberührt zur Seite</p>
<p>&#160;</p>
<p>Mareike: kann es langsam nicht mehr fassen, dass die Frau nicht mal einen Mucks macht&#8230;. keinen Hauch einer Bewegung, keine Antwort, keine Unterbrechung, keine stille Zustimmung.. KEINE Beachtung &#8211; auf der ganzen Linie (das dafür sehr gut)</p>
<p>Mareike: ist erstaunt, dass es ihn nicht stört, und kann keine Antwort darauf finden, warum er so krass bei der Sache bleibt, obwohl sie mehr als auffällig nichts hören will&#8230;.</p>
<p>Im ersten Moment lachte ich herzhaft.. ich versetzte mich in die Situation der Frau und glaube, ich hätte nicht so stoisch da sitzen können &#8211; über so lange Zeit ohne einen Wink&#8230;. Da hätte ich irgendwann schon alleine nur über mich lachen müssen&#8230;. Danach dachte ich darüber nach, dass die Beiden wohl schon zu laaaange verheiratet sind&#8230;. und überlegte, ob es vielen Frauen ähnlich geht, diese sich aber oft nicht trauen, es auch so &#8220;darzustellen&#8221; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Naja, und jetzt beim Schreiben kommt mir plötzlich in den Sinn, dass er und sie sich vielleicht gar nicht kannten und er sie anmachte sie ihn aber so abblitzen liess&#8230;..</p>
<p>Erfahren werde ich es nie, aber es war echt lustig, die beiden (vor allem sie) dabei zu beobachten <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Und falls ihr jemals meinen Mann und mich in einer ähnlichen Situation sehen solltet, dann schlagt mir bitte fest auf den Hinterkopf <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Unerwartete Begegnungen (6/18)]]></title>
<link>http://weltenei.wordpress.com/2009/11/16/unerwartete-begegnungen-618/</link>
<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 09:55:36 +0000</pubDate>
<dc:creator>h3nri3tt4</dc:creator>
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<description><![CDATA[Teese steckte die Münzen in die Tasche ihrer schwarzen Robe und verließ das Büro des Dekans. Im Vorr]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Teese steckte die Münzen in die Tasche ihrer schwarzen Robe und verließ das Büro des Dekans. Im Vorraum mit dem Wasserbecken saß Marisan auf einer der Bänke, welche an den Wänden standen. Sie hatte ihre braunen Haare zu einem einfachen Zopf zusammengebunden und eine Tasche aus hellbraunem Leder quer über den Körper gehängt.<br />
Der Riemen, welcher von Marisans rechter Schulter zur linken Hüfte über den Oberkörper verlief, erinnerte Teese an eine der Schärpen, welche die Magier auf Weltenei trugen und die Marisan nicht besaß, da sie über kein magisches Talent verfügte.<br />
Der Blick des älteren Mädchens blieb an den beiden Papieren hängen, die Teese im Dekanat bekommen hatte. Als sie den Pass entdeckte leuchtete ihr Gesicht freudig auf. „Wie schön. Dann gehen wir zusammen zum Markt.“<br />
Teese nickte und kam zu ihr hinüber. „Ja, ich habe einen Passierschein und eine Beurlaubung. Gehen wir gleich los?“<br />
„Ja, bevor es am Abend zu voll wird“, sagte Marisan. „Außerdem hat das Kuriositäten-Kabinett nur am Nachmittag geöffnet.“<br />
„Das Kuriositäten-Kabinett“, wiederholte Teese. Sie wurde sich bewusst, dass sie nur eine vage Vorstellung davon hatte, was es auf einem Jahrmarkt zu sehen gab. Sie wusste nur, dass es Spaß machte, dort zu sein und dass es dort viele Leckereien gab. Wenn sie auf den Jahrmarkt gegangen war, hatte ihr Vater ihr immer cremiges Eis gekauft und Erdbeeren am Stiel mit Schokolade darüber.<br />
Die Erinnerung daran war unvermittelt so lebendig, dass Teese den Lärm der Menschen um sie herum zu hören glaubte und sich an den Geruch von gebratener Wurst und Zuckerwatte erinnerte, der in der Luft hing.<br />
Teese bemühte sich, den Gedanken dieses Mal nicht krampfhaft festhalten zu wollen, in der Hoffnung, dass er ihr vielleicht auf diese Weise nicht gleich wieder entgleiten würde. Aber als sie Marisan aus dem Haus und die Straße den Inselberg hinunter folgte, war die Erinnerung bereits verblasst.<br />
Die beiden Mädchen verließen Weltenei durch das gemauerte Portal, hinter welchem sich nur noch das Haus des Pförtners befand. Der Weg führte noch ein Stück hinunter zum Ufer und teilte sich dort in einen Fußweg, welcher rechts um Weltenei herum führte und einen gepflasterten Weg, der links in einer breiten Kaimauer endete. Ein kleines Ruderboot schaukelte davor auf den Wellen und eine Frau in einer weißen Robe stand auf der Mauer mit verschränkten Armen.<br />
„Mein Vater hat uns ein Boot kommen lassen“, sagte Marisan, während sie mit Teese die Mole entlang lief. „Ich fliege nicht gerne mit den Flügelpferden.“<br />
Teese grinste verständnisvoll. „Ich auch nicht“, gab sie zu. Sie mochte die Pferde, die wunderschön aussahen mit ihren breiten Flügeln und ihren eleganten Körpern. Aber sie hatten nur zu oft ihren eigenen Kopf und wenn man mehrere Meter hoch in der Luft auf einem von ihnen flog, konnte man in einem solchen Fall nichts machen als sie gewähren lassen.<br />
Teese kletterte hinter Marisan in das Boot. Die Frau, welche sie ans Festland rudern würde, löste die Vertäuung und legte sich in die Riemen. Teese schirmte mit den Händen die Sonne ab, während sie nach Weltenei zurück sah. Der Inselberg sah genauso faszinierend und wunderschön aus, wie bei ihrer ersten Überfahrt nach Weltenei.<br />
Das goldene Dach des Magieturms mit dem Engel auf der Spitze glänzte im Sonnenschein. Ein paar Drachen drehten ihre Runde und eine Gruppe fliegender Pferde hielt auf die Plattform auf dem oberen Teil der Insel zu. Vermutlich war das einer der Kurse von Magister Tyra, schätzungsweise ‚Reiten II‘, den Liina und Rinnir besuchten.<br />
Teese wandte den Blick und sah hinüber zum Festland. Das dunkle Grün der Bäume überzog die Hänge, welche zum Meer hin sanft ausliefen. Okergelber Sand bildete einen breiten Strand, der jetzt mit der Flut nur sehr schmal war, während er bei Ebbe weit auf Weltenei zureichte.<br />
Ein Steg führte vom Land ins Wasser. Mehrere der kleinen Ruderboote waren dort festgemacht. Außerdem lagen ein paar Fischkutter und zwei größere Schiffe vertäut. Vermutlich hatten sie Waren in das kleine Dorf gebracht, dessen Häuser mit deutlichem Abstand zum Wasser gebaut waren und einen großen Platz in ihrer Mitte säumten.<br />
Das Ruderboot legte an und Teese und Marisan mussten über ein paar Leiterstufen auf den Anleger hinauf klettern. Am Ende des Stegs, ergriff das ältere Mädchen Teese am Arm.<br />
„Warte.“ Sie zog Teese mit sich hinter ein paar Holzkisten, welche aus einem der Schiffe ausgeladen worden sein mussten. „Ich möchte nicht&#8230; Also&#8230;“ Sie seufzte und öffnete die Umhängetasche. „Weißt Du, wenn man in Thorhafen ist, ist es netter, wenn nicht jeder gleich sieht, dass man aus Weltenei kommt.“<br />
Teese runzelte verständnislos die Stirn, während Marisan ihr ein weißes Hemd entgegen hielt, das schlicht geschnitten war und lange Ärmel besaß, die mit roten Stickmustern verziert waren.</p>
<p align="center"><a href="http://weltenei.wordpress.com/2009/05/01/die-schule-der-magier-118-intro/">&#60;&#60; erster Teil (1. Kapitel)</a> &#124; <a href="http://weltenei.wordpress.com/2009/11/13/unerwartete-begegnungen-518/">&#60;&#60; vorheriger Teil</a> &#124; <a href="http://weltenei.wordpress.com/2009/11/20/unerwartete-begegnungen-718/">nächster Teil &#62;&#62;</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Don't fuck in the Company, Teil 1]]></title>
<link>http://singlebuch.com/2009/11/14/dont-fuck-in-the-company-teil1/</link>
<pubDate>Sat, 14 Nov 2009 07:00:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>Micha</dc:creator>
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<description><![CDATA[Quelle: sxc.hu (Scottsnyde) Es war ein ganz gewöhnlicher Freitag. Punkt 12 Uhr, alle Angestellten st]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Quelle: sxc.hu (Scottsnyde) Es war ein ganz gewöhnlicher Freitag. Punkt 12 Uhr, alle Angestellten st]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Unerwartete Begegnungen (5/18)]]></title>
<link>http://weltenei.wordpress.com/2009/11/13/unerwartete-begegnungen-518/</link>
<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 08:37:25 +0000</pubDate>
<dc:creator>h3nri3tt4</dc:creator>
<guid>http://weltenei.wordpress.com/2009/11/13/unerwartete-begegnungen-518/</guid>
<description><![CDATA[„Wessen Du Timar beschuldigt hast, ist kein leichtes Vergehen“, sagte Dekan Ezzo schließlich, ohne s]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>„Wessen Du Timar beschuldigt hast, ist kein leichtes Vergehen“, sagte Dekan Ezzo schließlich, ohne sich vom Fenster abzuwenden. Von seinem Büro aus konnte man den halben Inselberg überblicken mit der Straße, welche an den Häusern vorbei hinunter zur Anlegestelle führte. Ein sonnengelber Drache mit langem Schwanz flog mit dem Schlag von vier Flügeln ähnlich einer riesigen Libelle vor dem Fenster vorbei.<br />
„Wäre dies genauso geschehen, wie Du darlegst, handelt es sich um versuchten Mord und die Strafe dafür, einen anderen Magier zu töten oder das auch nur zu versuchen, ist grausam.“ Der Dekan wandte sich zu Teese um. Gegen das Licht des blauen Himmels hinter dem Fenster wirkte er auf Teese wie ein gewaltiges, steinernes Standbild. Dekan Ezzo war ein großer Mann, breitschultrig und muskulös. Er erweckte den Eindruck, ein guter Kämpfer zu sein und ein Mann, der mit allem fertig werden würde, der Drachen töten könnte oder sich ganzen Armeen in den Weg stellen.<br />
Seine braunen Auge maßen das kleine Mädchen vor seinem Schreibtisch, ohne dass Teese in ihnen einen besonderen Ausdruck hätte erkennen können. Das kantige Gesicht des Dekans war in diesem Augenblick leer jeglicher Emotionen.<br />
„Eine solche Anschuldigung wiegt daher schwer, zumal es im Grunde unmöglich ist, dass Timar der Verursacher dieser Wellen ist.“ Der Dekan schien Teese seine Worte mit Bedacht zu formulieren, als würde er versuchen, etwas zu umschreiben, was er nicht benennen durfte oder wollte. „Mein Sohn ist Seher. Die Prophetie ist sein Talent. Er kann Dinge vorhersehen, in die Zukunft sehen und bis zu einem gewissen Grad erkennen, was geschehen wird. Er kann nicht die Elemente befehligen mit seinem Talent. Und hätte er einen Elementzauber genutzt, hätte das an seiner magischen Kraft gezehrt und wäre uns nicht verborgen geblieben.“<br />
Vermutlich sah man Teese an, dass sie den Worten des Dekans in diesem Augenblick nicht wirklich folgen konnte, denn Ezzo seufzte und entschied weiter auszuholen. „Die meisten Magier besitzen ein besonderes Talent, wie Du weißt“, erklärte er. „Was Du vermutlich noch nicht weißt, ist, dass dieses Talent bedeutet, dass ein Magier Magie dieser Art einsetzen kann ohne Anstrengung und ohne Grenzen. Wenn er hingegen eine andere Art von Magie wirkt, die nicht in den Bereich seines Talents fällt, dann kostet ihn das Kraft. Ein Becken mit Wasser über längere Zeit zu bewegen hätte Timar mehr Kraft gekostet, als er besitzt. Er ist noch ein Kind und seine Kräfte sind schnell erschöpft. Selbst mir hätte man die Erschöpfung angesehen, hätte ich etwas derartiges versucht. Es ist somit nicht möglich, dass er es gewesen ist.“<br />
Teese schwieg betroffen. Das hatte sie nicht gewusst und es ließ alle ihre Anschuldigungen von einem Moment zum anderen in sich zusammen fallen. Sie schwieg und sah zu Ezzo, der ihr den Rücken zukehrte und hinaus über Weltenei sah.<br />
„Allerdings“, setzte Dekan Ezzo schließlich hinzu, „glaube ich wie Du nicht, dass es Zufall war, dass Timar am Becken war und dass Kandidat Seth ihn gesehen hat. Ich kann ihn nicht davon freisprechen, dass er zugesehen hat – wer immer auch die Magie gewirkt hat.“<br />
Ezzo drehte sich zu Teese um und das Mädchen erhaschte kurz einen leeren Blick aus graublauen Augen. „Ich weiß, dass Timar Probleme mit Dir und Deinen Freunden hat“, fuhr der Dekan fort und er verschränkte die Arme vor der Brust als wolle er einen Schutzwall vor sich errichten. „Und“ – Sein Blick wich Teeses aus und verharrte ein Stück über ihrem Kopf, als würde er die Wand hinter ihr betrachten. – „ich habe deshalb dafür Sorge getragen, dass er sich in Zukunft von Euch fernhalten wird.“ Teese musste an den Abdruck einer Hand auf Timars Wange denken.<br />
„Dies ist alles, was ich in dieser Angelegenheit tun kann“, sagte der Dekan und schien seine Worte mit Bedacht zu wählen. „Dies und versuchen, herauszufinden, wer den Zauber gewirkt hat, der Seth beinahe sein junges Leben gekostet hat. Glaube mir, dass wir die Sache nicht auf die leichte Schulter nehmen. Uns allen liegt noch mehr vielleicht als Dir daran, den Schuldigen zu finden und ihn seiner verdienten Strafe zuzuführen. Wir werden nicht tolerieren, dass einer von uns einen von uns verletzt. Jeder, der nach seinem ersten Halbjahr hier nach Weltenei zurückgekehrt ist, hat geschworen, sich nicht gegen einen anderen Magier zu erheben. Zu stark sind unsere Kräfte, als dass wir so etwas zulassen könnten.“<br />
Teese wusste nicht, was sie sagen sollte. Sie hatte das Gefühl gar nichts mehr zu wissen. Sie war sich so sicher gewesen.<br />
Ezzo betrachtete ihr Schweigen jedoch anscheinend als Zustimmung und Verständnis, denn er wechselte nach einem Moment der beidseitigen Stille abrupt das Thema.<br />
„Hat Marisan schon mit Dir über den Jahrmarkt gesprochen?“, wollte er wissen.<br />
Teese begriff, dass das Thema ‚Timar‘ damit beendet war, ob es ihr gefiel oder nicht. „Ja, sie hat mich gefragt, ob ich mit ihr dorthin gehen möchte.“ Der Wechsel von etwas so ernstem wie einem versuchten Mord zu einem Ausflug zum Jahrmarkt kam ihr seltsam irreal vor.<br />
„Und? Möchtest Du?“<br />
Teese verlagerte unschlüssig ihr Gewicht von einem Fuß auf den anderen. Im Augenblick war sie verwirrt über das, was der Dekan ihr offenbart hatte, unzufrieden, dass sie nichts hatte erreichen können und besorgt darüber, dass niemand wusste, wer für den Angriff auf Seth wirklich verantwortlich gewesen war.<br />
Allerdings wäre es nicht gerecht, deswegen nicht mit Marisan zum Jahrmarkt zu gehen. Es würde an der Sache nichts ändern ob sie mitging oder ablehnte. Und wenn sie darüber nachdachte, war sie neugierig aufs Festland zu fahren und diesen Jahrmarkt zu sehen.<br />
„Ja, ich würde gerne hingehen“, antwortete sie schließlich. „Aber ich habe Waffenführung.“<br />
„Vor Dir auf dem Tisch liegt eine schriftliche Beurlaubung“, sagte Dekan Ezzo und machte eine vage Handbewegung zu dem Tisch. „Gib sie in der nächsten Stunde Magister Pim. Außerdem brauchst Du einen Passierschein, um die Insel während des Schuljahrs verlassen zu dürfen. Er liegt darunter.“<br />
Teese trat an den Tisch und zog ein gefaltetes Papier und einen länglichen Streifen mit zwei Stempeln darauf vom Tisch. Der Passierschein zeigte neben den zwei gestempelten Wappen nur ein mit Tinte geschriebenes Datum und die Unterschrift des Dekans. Unter den beiden Blättern lagen auf dem Tisch drei Münzen.<br />
„Normaler Weise bekommen neue Kandidaten ihr Taschengeld erst im zweiten Halbjahr ausgehändigt“, sagte Dekan Ezzo, der Teeses Blick zu den Münzen auf dem Tisch bemerkt hatte. „Aber normaler Weise hat auch keiner der Kandidaten im ersten Halbjahr eine Gelegenheit, Geld auszugeben. Drei Goldflorin sollten genügen, damit Du etwas zu essen und vielleicht eine Kleinigkeit auf dem Markt kaufen kannst.“<br />
Teese zögerte trotz der Worte einen Augenblick, bevor sie die Münzen, die wohl ihr gehörten, vom Tisch nahm. Die Münzen waren nicht allzu groß, aber sehr schwer. Sie waren aus Gold gefertigt und auf der oberen Seite war eine Blume abgebildet, mit drei Blütenblättern, die Teese an eine Tulpe erinnerte. Auf der rechten Hälfte der Münze konnte sie ‚Flor‘ entziffern, auf der linken ‚entia‘.<br />
Teese hielt die Luft an, als sie die Münze umdrehte und einen Engel mit weit geöffneten Flügeln sah, der zwei Schwerter über dem Kopf gekreuzt hielt. Zu seiner Rechten stand ‚Sanctus‘ geschrieben, zu seiner Linken ‚Michael‘.<br />
„Ich wünsche Euch viel Spaß in Thorhafen“, verabschiedete der Dekan Teese.</p>
<p align="center"><a href="http://weltenei.wordpress.com/2009/05/01/die-schule-der-magier-118-intro/">&#60;&#60; erster Teil (1. Kapitel)</a> &#124; <a href="http://weltenei.wordpress.com/2009/11/09/unerwartete-begegnungen-418/">&#60;&#60; vorheriger Teil</a> &#124; <a href="http://weltenei.wordpress.com/2009/11/16/unerwartete-begegnungen-618/">nächster Teil &#62;&#62;</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[auf und ab, recht links, einmal drehen]]></title>
<link>http://gotojapan.wordpress.com/2009/11/12/auf-und-ab-recht-links-einmal-drehen/</link>
<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 04:30:21 +0000</pubDate>
<dc:creator>camomilla</dc:creator>
<guid>http://gotojapan.wordpress.com/2009/11/12/auf-und-ab-recht-links-einmal-drehen/</guid>
<description><![CDATA[fukue wäre sicher ein paradies für radrennfahrer oder auch als strecke für tour de japon oder sowas ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><div style="float:right;margin-left:10px;margin-bottom:10px;">
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<br />
<span style="font-size:.9em;margin-top:0;"><br />
</span>
</div>
<p>fukue wäre sicher ein paradies für<!--more--> radrennfahrer oder auch als strecke für tour de japon oder sowas geeignet.. tatsächlich findet hier jedes jahr ein iron man festival statt mit einem programm von 4km schwimmen, 180km fahrrad und 40km rennen.<br />
mit den vielen kurven, engen straßen und gegenverkehr ist das aber an normalen tagen auch nicht ungefährlich.. auf den straßen am ende des videos, die aussehen wie wander- oder radwege, fahren wirklich autos, busse, mini-lkws in beiden richtungen!</p>
<p>letzten donnerstag habe ich ein fahrrad bekommen. und zwar von einer weiteren glücklichen begegnung: auf dem halben weg zur stadt wohnt eine frau mit ihrem mann und 3 töchtern. da sie auch im chor singt, kennt sie die hamaguchis und unsere nachbarn und hat schon früh erfahren, dass ich auf die goto inseln komme. zufälligerweise spricht sie nämlich deutsch und suchte in letzter zeit verzweifelt nach jemandem auf fukue, der ebenfalls deutsch spricht, idealerweise natürlich jemanden aus deutschland. von ihr habe ich also die bestätigung, dass ich die einzige deutsche hier bin <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>sie heißt sanae und war vor über 10 jahren als austauschstudentin auf einem bauernhof in oberfranken und versucht nun, ihr vernachlässigtes deutsch aufzufrischen und das &#8220;urlaub auf dem bauernhof&#8221;-konzept nach japan zu importieren.. sie kam mit ihrer familie vor 3 jahren nach goto, pachtet riesige felder, die sie mit ihrem mann allein bewirtschaftet. sie bauen verschiedene sorten reis, beeren, gemüse und wahrscheinlich noch andere sachen an, die ich nicht gesehen habe.. eine kuh und einen abgelegenen hühnerstall haben sie auch.</p>
<p>außerdem führt sie noch ein kleines geschäft, das sie sich mit einer masseurin und einer töpferin teilt. sie verkauft hauptsächlich backwaren, selbst geflechtetet korbwaren, reis, eier, marmelade und gemüse. und an samstagen öffnet es außerdem als restaurant zur mittagszeit.</p>
<p>von ihr habe ich das fahrrad ausgeliehen bekommen, das sie zufälligerweise eine woche zuvor von jemandem gebraucht geschenkt bekommen hatte..</p>
<p>mit dem fahrrad habe ich sie dann am samstag besucht, wobei ich dazu sagen muss, dass ich von den insgesamt 50 minuten mindesten 20 gelaufen bin, da der weg, der aus dem dorf führt, sehr steil ist.. und das fahrrad nur 3 gänge hat, mit denen man aber weder auf geraden strecken schnell fahren kann noch kleine hügelchen hochkommt.. aber schon allein nach den ersten 50 metern laufen habe ich geschwitzt und gekeucht, und ich hatte noch viele andere hügel vor mir!<br />
aber irgendwann ging&#8217;s dann größtenteils bergab, was für die rückfahrt natürlich wieder einen fußmarsch bedeutete..</p>
<p>trotzdem hat die fahrt spaß gemacht und die rückfahrt ging auch ganz gut. etwa 3/4 des rückweges sieht man in dem video. wenn ich mit dem fahrrad 50 minuten bis zu sanae brauche, und das etwa die halbe strecke auf dem weg zur stadt ist, dann brauche ich bis dorthin wahrscheinlich mindestens 2 stunden. und wenn ich die strecke ab heute jeden tag fahre, kann ich nächstes jahr auch beim iron man mitmachen <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[sing mal ein weihnachtslied]]></title>
<link>http://gotojapan.wordpress.com/2009/11/12/sing-mal-ein-weihnachtslied/</link>
<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 03:17:57 +0000</pubDate>
<dc:creator>camomilla</dc:creator>
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<description><![CDATA[letzte woche mittwoch bin ich mit zwei dorfmitbewohnern zum chorsingen gefahren. die hamaguchis gehe]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>letzte woche mittwoch bin ich mit zwei dorfmitbewohnern zum chorsingen gefahren. die hamaguchis gehen normalerweise auch zum chor, der etwa eine viertelstunde mit dem auto entfernt jeden mittwoch in einem gemeindegebäude stattfindet, aber diesmal sind sie nicht mitgekommen.</p>
<p>das nachbarsehepaar jedenfalls ist mitte 40 und hat 15 jahre in amerika gelebt, bzw. auf den amerikanischen jungferninseln in der karibik. sie haben keine kinder, <!--more-->aber zwei hunde und sind nun nach ihrer rückkehr nach japan nach fukue gezogen und 2 jahre später in dieses kleine dorf. sie versuchen jetzt meersalz zu gewinnen, bauen aber auch gemüse und sowas im garten an.</p>
<p>zum singen treffen sich vor allem frauen ab mitte 30 schätzungsweise. der chorleiter ist bestimmt schon 80, hat ne menge humor und hat mich, als er mich erspäht hat, natürlich gleich nach vorn geholt, während ich allmählich zweifel bekam, ob es wirklich eine so gute idee, mitzukommen, weil ich zwar bis zur 7. klasse im chor war, aber das mittlerweile auch über 10 jahre her ist und ich seitdem immer schön vermieden habe, zu singen..</p>
<p>zum glück aber war das erst mal nur die vorstellrunde. als ich &#8220;guten abend&#8221; gesagt habe, antworten alle synchron mit &#8220;guten abend&#8221;, und als ich erzählt hatte, wie ich heiße, woher ich komme und warum, und ich die übliche abschließende floskel &#8220;yoroshiku onegaishimasu&#8221; sagte, klatschten alle. ein herzlicher empfang, der in deutschland sicher anders aussehen würde..</p>
<p>trotzdem kam ich aber nicht umhin, später ein weihnachtslied zu singen, nämlich stille nacht &#8211; das war letztendlich nicht so schlimm, weil ich den text eh nicht wusste&#8230; =)</p>
<p>am ende haben 2 besen in die hand genommen, 2 weiter je einen wischmob und ratz fatz wurde der boden noch gesäubert, nachdem 3 andere die stühle in einen abstellraum weggeräumt hatten..</p>
<p>weil es so lustig war, bin ich gestern wieder hingegangen.</p>
<p>ein mann war innerhalb der letzten wochen in kagoshima, auf kyushu, und kam mit mehr als genug einzeln eingepackten reiscräckern als omiyage zurück, von dem sich jeder einen nehmen konnte. <em>knusperknusper</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Blumengrüße]]></title>
<link>http://beckyspuzzlestuecke.wordpress.com/2009/11/09/17/</link>
<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 18:18:30 +0000</pubDate>
<dc:creator>beckyspuzzlestuecke</dc:creator>
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<description><![CDATA[Manchmal sagen Blumen mehr als Worte es können. Dieser wunderschöne Strauß war für mich. Danke!]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-large wp-image-16" title="Blumengrüße" src="http://beckyspuzzlestuecke.wordpress.com/files/2009/11/dscf36181.jpg?w=767" alt="Blumengrüße" width="614" height="818" /></p>
<p>Manchmal sagen Blumen mehr als Worte es können.</p>
<p>Dieser wunderschöne Strauß war für mich. Danke!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Unerwartete Begegnungen (4/18)]]></title>
<link>http://weltenei.wordpress.com/2009/11/09/unerwartete-begegnungen-418/</link>
<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 09:16:40 +0000</pubDate>
<dc:creator>h3nri3tt4</dc:creator>
<guid>http://weltenei.wordpress.com/2009/11/09/unerwartete-begegnungen-418/</guid>
<description><![CDATA[„Gefallen Dir die Bilder?“, wollte Dekan Ezzo von seinem Schreibtisch aus wissen. Er hatte seine Ell]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>„Gefallen Dir die Bilder?“, wollte Dekan Ezzo von seinem Schreibtisch aus wissen. Er hatte seine Ellenbogen auf den Tisch gestützt und die Handflächen gegeneinander gepresst. Sein Kinn ruhte auf den Spitzen der Finger, während er Teese mit einem amüsierten Blick betrachtete.<br />
„Sie sind sehr schön“, erwiderte das Mädchen.<br />
Der Dekan nickte. „Sie sind sehr alt.“<br />
„Wer ist dieser Mann?“, wollte Teese wissen. Es war seltsam, dass er als einziger auf dem ganzen Wandgemälde nicht fertiggemalt worden war. Immerhin war er ein Dekan.<br />
„Einer meiner Vorgänger.“ Ezzos Blick glitt ebenfalls zu dem Bild. „Sein Name ist aus unserer Geschichte verbannt worden. Vermutlich wirst Du im nächsten Halbjahr etwas über ihn in Magister Elgins Klasse erfahren.“<br />
„Man weiß nicht mehr wie er hieß?“<br />
„J-ein, über ihn wurde eine Damnatio Memoriae verhängt“, sagte der Dekan. „Das ist Latein und bedeutet so viel wie die ‚Verdammung seines Andenkens‘. Sein Name ist aus allen Schriften getilgt worden, sein Bildnis ist ausgelöscht worden und diejenigen, die seinen Namen noch kennen, dürfen ihn nicht aussprechen.“<br />
Teese wandte sich von den Bildern ab und sah zu dem Dekan hinter seinem Schreibtisch. „Warum?“, fragte sie und kam sich im gleichen Moment dabei lächerlich vor. Wie ein kleines Kind, welches von nichts eine Ahnung hatte und Erwachsene mit dummen Fragen belästigte.<br />
Doch der Dekan lächelte nur. „Er hat das Schlimmste getan, was ein Dekan tun kann“, sagte er. „Er hat seine Stellung dazu genutzt, mehr Macht zu erhalten als ihm zukam und er hat versucht, seine Nachfolgerin zu töten.“<br />
Teese schluckte. Je länger sie in Weltenei war, desto mehr überkam sie das Gefühl, dass dies nicht unbedingt der sicherste Ort auf der Welt war. Das, was Seth zugestoßen war, untermauerte Teeses Befürchtung auf beängstigende Art.<br />
„Aber Du bist kaum gekommen, um von mir alte Geschichten zu hören“, fuhr der Dekan fort und sah von dem Bild an der Wand zu Teese. „Was führt Dich heute zu mir?“<br />
Teese wandte sich von den Wandgemälden ab und trat vor den Schreibtisch des Dekans. Offenkundig gab es auf dieser Seite des Tisches keinen Stuhl, so dass alle Besucher vor ihm stehen mussten. Sie schluckte und sammelte sich.<br />
„Es geht um das, was Timar mit Seth gemacht hat.“<br />
Teese bereute die Worte, kaum dass sie sie ausgesprochen hatte. Sie sah wie sich Dekan Ezzos Gesicht verfinsterte. Sie hatte die ganze Sache sehr direkt formuliert.<br />
Der Dekan nahm sich einen Augenblick Zeit, bevor er auf Teeses Anklage einging. „Was hat er Deiner Meinung nach mit Kandidat Seth gemacht?“<br />
Teese atmete tief durch. Jetzt gab es auch kein Zurück mehr. „Er hat Wellen in das Becken gezaubert, welche Seth daran gehindert haben, an Land zu schwimmen und Seth ist nicht sehr gut im Schwimmen.“ Ehrlich gesagt ging Teese davon aus, dass er es bei ihrer Ankunft auf Weltenei überhaupt nicht gekonnt hatte.<br />
„Du hast – diese Wellen gesehen?“, hakte Dekan Ezzo nach.<br />
„Ja und ich habe Timar oben an der Mauer stehen sehen“, fuhr Teese bestimmt fort. „Und als er verschwunden ist, sind die Wellen in sich zusammengefallen. Außerdem hat Seth gesagt, es wäre Timar gewesen und jeder weiß, dass er Seth nicht leiden kann. Schon am ersten Tag im Pförtnerhaus ist er über ihn hergezogen und er hat den anderen Kandidaten unschöne Dinge über Seth erzählt. Er hat ihnen gesagt, dass man ihn nur nach Weltenei geholt hätte, weil er den Magistern leid getan hätte.“<br />
Die Worte flossen nur so aus Teeses Mund und sie endete erst, als ihr nichts mehr einfiel, was sie gegen Timar vorbringen konnte. Der Dekan erhob sich und trat ans Fenster, so dass er Teese den Rücken zuwandte. Seine langen weißblonden Haare fielen ihm fast bis zur Hüfte wie ein glänzender Seidenstoff. Teese überlegte, dass sie noch nie einen Mann mit solch langen Haaren gesehen hatte.<br />
Das Mädchen kniff die Lippen aufeinander. Der Dekan schien nachzudenken und Teese wagte nicht, von sich aus die Stille zu brechen. Sie wartete, was er ihr sagen würde.</p>
<p align="center"><a href="http://weltenei.wordpress.com/2009/05/01/die-schule-der-magier-118-intro/">&#60;&#60; erster Teil (1. Kapitel)</a> &#124; <a href="http://weltenei.wordpress.com/2009/11/06/unerwartete-begegnungen-318/">&#60;&#60; vorheriger Teil</a> &#124; <a href="http://weltenei.wordpress.com/2009/11/13/unerwartete-begegnungen-518/">nächster Teil &#62;&#62;</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[begegnung #3]]></title>
<link>http://gotojapan.wordpress.com/2009/11/08/begegnung-3/</link>
<pubDate>Sun, 08 Nov 2009 09:15:59 +0000</pubDate>
<dc:creator>camomilla</dc:creator>
<guid>http://gotojapan.wordpress.com/2009/11/08/begegnung-3/</guid>
<description><![CDATA[in deutschland sind es igel und frösche, in island schafe und in japan huschen krebse über die straß]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>in deutschland sind es igel und frösche, in island schafe und in japan huschen krebse über die straße, was mit ihren relativ hoch in die luft gehobenen scheren wirklich putzig aussieht, und besonders wenn sie seitwärts laufen.</p>
<p>eigentlich ist das, worüber ich diesmal schreiben möchte, die erste &#8220;begegnung&#8221; überhaupt für diese japanreise, und beginnt dort, wo ich <a href="http://gotojapan.wordpress.com/2009/11/01/und-nach-mir-der-taifun/">das letzte mal aufgehört hatte</a>: bei meiner ankunft im flughafen von nagasaki. ich hatte 27 stunden reise hinter mir, <!--more-->und habe mich nun in einen altmodischen bus gesetzt, der innen mit holz oder holzimitat ausgekleidet war, sehr viel platz für beine und gepäck hatte und mich nun an einem lokalen bahnhof in oomura abgesetzt hatte. dort wollte ich ein taxi nehmen, aber der <i>bahnhof</i> entpuppte sich letztendlich als haltestelle, ähnlich den regionalzugdorfbahnhöfen in deutschland: kein bahnhofsgebäude, nur 2 gleise, keine menschenseele und bei genauem hingucken im dunkeln eine halboffene taxigarage ohne taxi. </p>
<p>da stand ich nun mit 30kg gepäck, ohne handy und ohne stadtplan und war erst mal ratlos&#8230; aber eh ich mir einen plan b ausdenken konnte, sah ich bei einer drehung um die eigene achse eine kleine beleuchtete hütte, an der taxi-werbung angeklebt war.</p>
<p>drinnen war niemand und nichts außer einem telefon in einer der ecken. man musste keine nummer wählen und auch kein geld einwerfen und wurde automatisch mit der taxizentrale verbunden. ich wurde nach dem ort und meinem namen gefragt und 5 minuten später kam dann mein taxi. ich wurde mit meinem namen angesprochen, bekam das gepäck eingeladen, der taxifahrer öffnet mir nicht die tür, sondern drückte auf einen knopf, der die tür automatisch öffnen ließ. </p>
<p>eine der ersten fragen vom taxifahrer war dann natürlich, woher ich komme. und kaum hatte ich &#8220;deutschland&#8221; gesagt, bekam ich &#8220;ich liebe dich&#8221; zu hören. der mann war sicher ende 40, wenn nicht sogar über 50 und fing an, seine deutschkenntnisse aus schulzeiten auszukramen. zählen konnte er bis 10 und einige andere sätze sind ihm auf anhieb auch noch eingefallen.</p>
<p>wenn ich an mein französisch denke, und das ist erst 6, 7 jahre her, ohjeohje&#8230;</p>
<p>er hat mich natürlich noch gefragt, was ich in japan mache und vor allem in oomura, er war freundlich, interessiert und unterhaltsam, und ich fand es schade, dass die fahrt so kurz war..</p>
<p>meine erste taxifahrt in japan.</p>
<p>ich habe dann bei einer kanadierin gecouchsurft, die seit mehr als 3 jahren in japan englisch an schulen unterrichtet und wie viele lehrerfamilien in appartments wohnt, die extra für lehrpersonal bereitgestellt werden. sie wohnt also in einem reihenhaus allein, das eigentlich für eine ganze familie gedacht ist. besonders groß ist es natürlich trotzdem nicht, aber für 1 person doch ganz angenehm.</p>
<p>ich hab geduscht, kurz meiner schwester per skype bescheid gesagt, dass ich angekommen bin und alles gut ist, und mich mit meiner gastgeberin noch eine ganze weile unterhalten über japan, das leben hier und die schulen und sowas. ein netter einstieg und ein nettes willkommen war das. nach über einem jahr ist couchsurfing für mich so normal geworden, dass ich mir schon gar nicht mehr vorstellen kann, wie es ohne war. die anfängliche nervosität und unsicherheit ist weg. ohne mir groß gedanken zu machen, hatte ich an der tür geklopft, das mädel begrüßt, als hätte ich sie schon mal getroffen &#8211; und wurde umgekehrt genauso begrüßt. </p>
<p>diese vertrautheit, offenheit und freundlichkeit machen alles einfacher und schöner und lassen einen einfach so sein, wie man ist <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Das erste Mal Sex - gegen Bezahlung...]]></title>
<link>http://singlebuch.com/2009/11/07/das-erste-mal-sex-gegen-bezahlung/</link>
<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 08:30:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>Micha</dc:creator>
<guid>http://singlebuch.com/2009/11/07/das-erste-mal-sex-gegen-bezahlung/</guid>
<description><![CDATA[Quelle: sxc.hu (PatriotPro) Schon Im Jahre 1750 hat Giacomo Casanova (Lesetipp!) über die käufliche ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Quelle: sxc.hu (PatriotPro) Schon Im Jahre 1750 hat Giacomo Casanova (Lesetipp!) über die käufliche ]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[No-Go Themen für das erste Date?]]></title>
<link>http://singlebuch.com/2009/11/06/no-go-themen-fuer-das-erste-date/</link>
<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 11:09:21 +0000</pubDate>
<dc:creator>Micha</dc:creator>
<guid>http://singlebuch.com/2009/11/06/no-go-themen-fuer-das-erste-date/</guid>
<description><![CDATA[Vor ein paar Wochen habe ich dem Neu-Single Lukas noch Tipps gegeben, wie man sich beim ersten Date ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Vor ein paar Wochen habe ich dem Neu-Single Lukas noch Tipps gegeben, wie man sich beim ersten Date ]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Unerwartete Begegnungen (3/18)]]></title>
<link>http://weltenei.wordpress.com/2009/11/06/unerwartete-begegnungen-318/</link>
<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 10:49:54 +0000</pubDate>
<dc:creator>h3nri3tt4</dc:creator>
<guid>http://weltenei.wordpress.com/2009/11/06/unerwartete-begegnungen-318/</guid>
<description><![CDATA[Teese folgte Marisan in das Dekanat. Das ältere Mädchen öffnete die erste Tür zu ihrer Linken und Te]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Teese folgte Marisan in das Dekanat. Das ältere Mädchen öffnete die erste Tür zu ihrer Linken und Teese trat hinter ihr ein oder vielmehr aus dem Gebäude. Der Raum hinter der Tür besaß nur ein schmales Dach, welches sich an den Wänden entlang zog. Die Mitte der Decke war offen und gab den Blick in den blauen Sommerhimmel frei.<br />
Darunter befand sich ein viereckiges, flaches Becken, in welchem kaum mehr als eine Hand Wasser stand und das kunstvoll gearbeitete Mosaik unter der Wasseroberfläche mit kleinen Wellen brach. Dennoch war das Motiv unverkennbar. Die kleinen Steinchen zeigten einen Engel in Oker- und Brauntönen auf grünen Hintergrund. Er hatte seine Flügel weit gespreizt und die Arme von sich gestreckt. In jeder Hand hielt er ein schmales Schwert, das linke leicht gesenkt, das rechte wie zum Schlag erhoben.<br />
Seine Füße standen auf einer Kugel, welche die Erde darstellen musste. Teese tat sich allerdings schwer damit, die Umrisse der Kontinente, die sie aus dem Schulunterricht kannte, darauf zu erkennen, denn ein großer Drache schlängelte sich um die Erdkugel und verdeckte einen Teil davon.<br />
Teese hätte sich das Mosaik gerne genauer angesehen, denn es zeigte wohl den Engel, dessen goldenes Standbild auf dem Magieturm in den Himmel ragte und der Teese faszinierte, seit sie Weltenei zum ersten Mal bei der Überfahrt zu der Inselburg gesehen hatte. Doch Marisan umrundete das Becken im Schutz des schmalen Daches, welches an den Wänden entlang verlief und von kleinen Säulen getragen wurde.<br />
Die Tochter des Dekans klopfte an eine weiße Tür mit ornamentalen Schnitzereien. „Vater? Teese ist hier und möchte Dich sprechen.“<br />
Teese schloss zu Marisan auf und straffte ihre Haltung. Auf einmal war sie furchtbar nervös. Die von ihr zurechtgelegten Worte und Argumente wirbelten in ihrem Kopf durcheinander. Was sollte sie sagen? Wie sollte sie beginnen?<br />
Auf Marisans Klopfen wurde die Tür geöffnet und heraus trat Timar. Sein wütender Blick traf Teese unvorbereitet. Sein Gesicht war leicht gerötet und er hielt seine rechte Hand gegen sein Ohr. Ein wenig Blut sickerte zwischen Zeige- und Mittelfinger hindurch. Und als der Sohn des Dekans den Arm sinken ließ, konnte Teese sehen, dass in seinem rechten Ohrläppchen ein Ohrring in Form einer kleinen dünnen Goldscheibe steckte, in welche eine Perle kunstvoll eingearbeitet war.<br />
Teese hatte das Schmuckstück noch nie an ihm gesehen, hatte ihn überhaupt noch nie einen Ohrring tragen sehen. Er musste erst frisch gestochen worden sein, was die Blutstropfen erklärte, welche Timar mit der Hand weggewischt hatte. Teese glaubte zudem, auf seiner linken Wange den Abdruck einer Hand erkennen zu können. Die einzelnen Finger zeichneten sich auf Timars Wange ab und ließen nur den Schluss zu, dass der Junge eine Ohrfeige bekommen haben musste.<br />
Teese konnte keinen genauen Blick auf Timars Gesicht werfen, bevor sich der Junge von ihr abwandte und an ihr und seiner Schwester vorbei stürmte. Aber sie war sich sicher, dass es eine große Hand gewesen war, die eines Erwachsenen.<br />
„Sie soll hereinkommen, Marisan“, erklang Dekan Ezzos feste Stimme aus dem Raum und Teese folgte eilig seinen Worten. In ihrem Rücken schloss Marisan die Tür und ließ Teese alleine mit ihrem Vater im Büro des Dekans.<br />
Zögernd blieb Teese nach den ersten Schritten stehen und Staunen verdrängte ihre Unsicherheit und ihr Unbehagen vor dem nun folgenden Gespräch. Beeindruckt glitt Teeses Blick neugierig durch den Raum, während sie auf den schweren Schreibtisch zutrat, der vor der gegenüberliegenden Fensterfassade stand. Dahinter saß Dekan Ezzo in seiner schwarzen Robe, die sich nur durch einige zusätzliche Bänder um Brust und Taille von Teeses eigener Schulrobe unterschied.<br />
Der Dekan schmunzelte unerwartet, während Teese nicht wusste, wohin in diesem Raum sie zuerst sehen sollte. Die Wände waren allesamt mit Bildern geschmückt, die in leuchtenden Farben ausgemalt waren. Personen, Flügelpferde und Drachen tummelten sich vor gemalten Bäumen, Felsen und dem Meer.<br />
Auf der linken Wand konnte Teese im Hintergrund der Szenerie Weltenei sehen. Im Vordergrund stand ein Mann in einer schwarzen Robe mit der violetten Schärpe um die Brust, welche ihn als Dekan von Weltenei auswies.<br />
Er war wie alles andere an der Wand kunstfertig gemalt worden. Nur sein Kopf war lediglich ein weißer Umriss gegen den graublauen Hintergrund des Meeres, als wäre das Bild an dieser Stelle nicht beendet worden. Unter seinen Füßen war ein Spruchband gemalt, das jedoch ebenfalls leer und weiß war.</p>
<p align="center"><a href="http://weltenei.wordpress.com/2009/05/01/die-schule-der-magier-118-intro/">&#60;&#60; erster Teil (1. Kapitel)</a> &#124; <a href="http://weltenei.wordpress.com/2009/11/02/unerwartete-begegnungen-218/">&#60;&#60; vorheriger Teil</a> &#124; <a href="http://weltenei.wordpress.com/2009/11/09/unerwartete-begegnungen-418/">nächster Teil &#62;&#62;</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[begegnung #2]]></title>
<link>http://gotojapan.wordpress.com/2009/11/03/schwimmen/</link>
<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 08:26:16 +0000</pubDate>
<dc:creator>camomilla</dc:creator>
<guid>http://gotojapan.wordpress.com/2009/11/03/schwimmen/</guid>
<description><![CDATA[nachdem ich mir die monsterquallen ein paar tagelang angeguckt und beobachtet habe, &#8230; &#8230;,]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="text-align:left;">nachdem ich mir die monsterquallen ein paar tagelang angeguckt und beobachtet habe, &#8230;</p>
<p style="text-align:left;"><img class="aligncenter size-full wp-image-107" title="p1090337bkl" src="http://gotojapan.wordpress.com/files/2009/11/p1090337bkl.jpg" alt="p1090337bkl" width="483" height="362" /></p>
<p><!--more--></p>
<p>&#8230;, bin ich dann doch endlich mal schwimmen gegangen bei etwa 30° sonnenwetter. ich habe noch nie so klares wasser gesehen, das an dem tag auch um die 20° gewesen sein muss. es war eine wochelang windstill, fast wie in nem vakuum, wolkenlos sonnig. das ist selbst für den südwesten japans hier um die zeit des jahres ungewöhnlich. vor allem auch die wassertemperatur war ungewöhnlich hoch, was so viele nette rote quallen, die so groß wie mein oberkörper waren, an den strand angezogen hat. angeblich soll es ja noch viel größere geben. da ich bisher nur die handlichen weißen ostseeschwabbelquallen kannte, hatte ich doch respekt vor den dingern hier und habe alle möglichen leute gefragt:<br />
&#8220;sind die gefährlich?&#8221; und &#8220;gibt&#8217;s irgendwas gefährliches hier im meer&#8221; und die antwort war immer: &#8220;nee, nicht gefährlich, aber weh tut&#8217;s schon&#8221;.<br />
viel spektakulärer als die quallen fanden alle, dass ich zu dieser jahreszeit, bei dieser <em>kälte</em> schwimmen gehen wollte..</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-108" title="P1090321bkl" src="http://gotojapan.wordpress.com/files/2009/11/p1090321bkl.jpg" alt="P1090321bkl" width="483" height="362" /></p>
<p>da ich noch nie an der nordsee war, für mich das erste mal ein gewässer mit hohem salzgehalt =) macht doch einen ganz schönen unterschied aus, man kann gar nicht untergehen.. tiefer im wasser bin ich auf keine qualle mehr gestoßen.<br />
hätte ich gewusst, dass das wasser so glasklar ist, hätte ich mir ne unterwasserkamera mitgenommen. und schnorkel oder so. vielleicht würde ich es ja sogar irgendwann zu der kleinen insel schaffen.</p>
<p>aber die schwimmsaison ist seit gestern wohl nun entgültig vorbei. es kamen dicke, tiefe wolken und ein elendig starker und kalter wind, der nacht und tag und noch eine nacht herumpeitschte  und mit wucht gegen die fensterscheiben donnerte und mich so um den schlaf brachte.</p>
<p>heute schien wieder die sonne, aber es ist deutlich kühler geworden..</p>
<p>(bei dem ersten foto habe ich&#8217;s mit der bildbearbeitung ein bissl übertrieben, hatte dann aber keine lust mehr, das leuchtende rot zu korrigieren.)</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Unerwartete Begegnungen (2/18)]]></title>
<link>http://weltenei.wordpress.com/2009/11/02/unerwartete-begegnungen-218/</link>
<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 09:22:14 +0000</pubDate>
<dc:creator>h3nri3tt4</dc:creator>
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<description><![CDATA[*** Der Vormittagsunterricht war schleichend vorüber gegangen und Teese hatte nur die Hälfte von dem]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p align="center">***</p>
<p>Der Vormittagsunterricht war schleichend vorüber gegangen und Teese hatte nur die Hälfte von dem mitbekommen, was Magister Elgin ihnen über Objektmagie erzählt hatte. Ihre Gedanken waren bei dem Gespräch gewesen, das sie heute Nachmittag mit Dekan Ezzo führen wollte.<br />
Noch immer wusste sie nicht so Recht, wie sie es am besten in Worte fassen sollte, dass sie sicher war, dass sein eigener Sohn versucht hatte, einen ihrer Freunde umzubringen. Je öfter sie über die Geschehnisse gestern am Schwimmbecken nachdachte, desto unsicherer wurde sie zudem, ob sie wirklich überzeugende Argumente vorbringen konnte. Gut, sie hatte Timar gesehen, wie er über die Mauer hinunter gesehen hatte und die magischen Wellen im Becken waren sofort in sich zusammengefallen, als er sich zurückgezogen hatte.<br />
Dennoch war dies kein wirklicher Beweis, dass Timar versucht hatte, mit diesen Wellen Seth in der Mitte des Beckens zu halten, bis er ertrinken musste. Aber zusammen mit Seths eigener Aussage, dass es Timar gewesen war, müsste es doch ausreichen. Außerdem hatte der fahlblonde Sohn des Dekans Seth bei ihrer ersten Begegnung bereits gehänselt und Seth hatte sich dadurch revanchiert, dass er eines der Flügelpferde im Tiefflug über Timar hatte landen lassen, so dass der Junge sich vor aller Augen zu Boden hatte werfen müssen.<br />
Teese konnte natürlich nicht beweisen, mit welchem Hass Timar sie und ihre Freunde ansah, aber sie wusste, dass der Junge sie zu seinen Feinden erkoren hatte – warum auch immer. Sie hoffte inständig, dass sie ihm nicht über den Weg laufen würde, wenn sie jetzt gleich am Dekanat klopfen würde. Unglücklicher Weise war das Dekanat nämlich auch gleichzeitig das Wohnhaus des Dekans und seiner Familie und Timar lebte als sein Sohn natürlich auch in diesem Haus.<br />
Teese überquerte mit klopfendem Herzen den großen Platz, welcher sich zwischen der Halle des Lichts, dem Vorraum zur Taberna Akademika, und dem Dekanat auf der anderen Seite erstreckte. Es war früher Nachmittag und flirrende Hitze lag in der Luft. Es war so heiß, dass kaum eine Möwe über Weltenei flog und auch keiner der Magier war mit einem der fliegenden Pferde unterwegs. Nur ein paar Drachen zogen unbeeindruckt von der prallen Sonne am blauen Himmel ihre Bahnen.<br />
Teese ging die Treppen zum Dekanat hinauf, wappnete sich, gleich Timar gegenüber zu stehen und klopfte an.<br />
Es dauerte nur einen Augenblick, dann wurde die Tür geöffnet und Marisan stand im Flur des Hauses. „Oh.“ Die Tochter des Dekans wirkte überrascht, doch gleich darauf strahlte ein Lächeln über ihr Gesicht. „Teese, wie schön, dass Du kommst. Hat mein Vater schon mit Dir gesprochen?“<br />
Das Lächeln, dass sich von alleine als Antwort von Marisans auf Teeses Gesicht übertragen hatte, erlosch bei der jungen Kandidatin in Ratlosigkeit. Der Dekan hatte sie sprechen wollen? „Nein, eigentlich nicht.“<br />
„Aber Du bist doch hier, weil wir gleich hinüber ins Dorf fahren werden“, sagte sie und der Blick aus ihren braunen Augen war fragend. „Oder?“<br />
„Ich“, begann Teese zögerlich. Sie hatte keine Ahnung, wovon das ältere Mädchen sprach.<br />
„Oh.“ Marisan deutete Teeses Zögern richtig und lächelte erneut. „Den ersten Mittwoch im letzten Sommermonat ist immer Jahrmarkt in Thorhafen und mein Vater hat mir erlaubt, heute für ein paar Stunden dorthin zu gehen und jemanden mitzunehmen. Ich dachte, Du möchtest vielleicht mitkommen?“<br />
„Ich?“ Teese war ehrlich erstaunt. Sie kannte Marisan eher flüchtig und hätte erwartet, dass diese sicher Freundinnen hatte, mit welchen sie auf einen Jahrmarkt gehen würde.<br />
„Nicht?“ Marisan wirkte enttäuscht.<br />
„Doch, doch“, beeilte sich Teese zu erwidern. „Ich würde unheimlich gerne mitkommen. Ich dachte nur nicht, dass Du mich fragen würdest aber“ – fiel es ihr im letzten Augenblick ein – „ich habe leider Nachmittagsunterricht. Waffenführung.“<br />
„Mein Vater meinte, er würde Dich beurlauben und Dir einen Pass ausstellen.“ Marisan lächelte schon wieder freudig.<br />
Teese war sich nicht sicher, ob sie das ältere Mädchen richtig verstand. „Einen Pass?“<br />
„Ja, einen Passierschein, um während des Semesters Weltenei verlassen zu dürfen.“ Marisan machte einen Schritt zurück. „Komm am besten erst einmal rein und dann bringe ich Dich ins Büro, damit Du mit meinem Vater reden kannst.“</p>
<p align="center"><a href="http://weltenei.wordpress.com/2009/05/01/die-schule-der-magier-118-intro/">&#60;&#60; erster Teil (1. Kapitel)</a> &#124; <a href="http://weltenei.wordpress.com/2009/10/30/unerwartete-begegnungen-118/">&#60;&#60; vorheriger Teil</a> &#124; <a href="http://weltenei.wordpress.com/2009/11/06/unerwartete-begegnungen-318/">nächster Teil &#62;&#62;</a></p>
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<title><![CDATA[今日の出会い begegnung]]></title>
<link>http://gotojapan.wordpress.com/2009/11/02/%e4%bb%8a%e6%97%a5%e3%81%ae%e5%87%ba%e4%bc%9a%e3%81%84/</link>
<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 07:22:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>camomilla</dc:creator>
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<description><![CDATA[als ich heute in der stadt in einem udon-(nudelsuppen)-restaurant essen war, und ich gerade dabei wa]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>als ich heute in der stadt in einem udon-(nudelsuppen)-restaurant essen war, und ich gerade dabei war aufzustehen, &#8230;</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-98" title="p1090353k" src="http://gotojapan.wordpress.com/files/2009/11/p1090353k.jpg" alt="p1090353k" width="483" height="362" /></p>
<p><!--more--><br />
&#8230;, sprach mich ein mädel an &#8211; woher ich denn komme und ob ich nicht lust hätte, die nächsten 2 stunden mit ihr durch die stadt zu cruisen.<br />
kurz zuvor hat sie wohl das gespräch zwischen meinem gastgeber und mir mitgehört, dass wir uns in 2 stunden wiedertreffen, ich bummeln gehen kann und er seine dinge erledigen kann.</p>
<p>tja, so bin ich dann 2 stunden mit ihr durch die <em>stadt</em> gefahren. die &#8220;stadt&#8221; heißt offiziell gotô-shi, so wie die inselkette &#8211; meint aber eigentlich die 3 südlichsten inseln, und umfasst somit ganz fukue! eh ich mich versah, waren wir nicht mehr in <em>der stadt</em>, die ich meinte, sondern im südwesten fukues am strand, auf campingplätzen, sommerrodelbahn und vor der fahrschule &#8211; ich weiß nicht warum, aber anscheinend ist das eine attraktion und mehr als nur eine erwähnung wert. die anscheinend einzige oberschule fukues habe ich auch gesehen, bevor sie dieses jahr noch schließt.. wie als hätte ich sie als reiseleiterin bestellt, fuhr sie mich durch die gegend und erklärte mir viele sachen.</p>
<p>ihr auto war krass: überall, wo es nur ging, an den haltegriffen, am spiegel, vorne auf der ablage, überall waren winni puh bären. sie hatte sogar eine winni puh decke. außerdem lagen noch viele andere plüschtiere rum, die sie im einzigen gamecenter der stadt (also der insel) geangelt hat bei so einem greifspielkasten (wie heißen die dinger denn?).</p>
<p>eigentlich war das mädel mit ihrer oma unterwegs, die wir vor unserem kurztrip noch nach hause gebracht haben. gleich am wohnungseingang steht eine vitrine voller origami-figuren. aber nicht solche einfach gefalteten, wie ihr euch jetzt vielleicht vorstellt, sondern figuren, die aus hunderten gefalteten und dann ineinander gesteckten zettelchen bestehen.</p>
<p>&#8220;wieviele stunden dauert es denn, sowas zu machen?&#8221;<br />
~ nicht <em>stunden</em>, tage! &#8230; eine woche! ~</p>
<p>geschenkt bekommen habe ich gleich zwei schwäne..</p>
<p>das mädel ist 26, wohnt im norden der insel, was von der luftlinie her nicht weit von hantomari entfernt ist, aber da hantomari auf einer art halbinsel mitten oder hinter den bergen liegt (bei den 9 zwergen <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ), dauert es wohl doch mindestens eine halbe stunde, um dorthin zu kommen. mit dem auto. ffffff.</p>
<p>sie arbeitet als altenpflegerin im westen der insel, fährt dort täglich 40 minuten hin und scheint bei ihrer arbeit wirklich spaß zu haben. bis auf zwei jahre war sie immer auf goto und war auch noch nie außerhalb japans. kurz vor der verabredeten zeit mit meinem gastgeber kam sie nicht am gamecenter vorbei, ohne schnell reinzuspringen und mir 2 dinger zu fangen! innerhalb von 2 minuten!</p>
<p>jaja, hier lernt man sich beim nudelnessen kennen. hätte ich auch nicht gedacht.</p>
</div>]]></content:encoded>
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