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	<title>belnend &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
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	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "belnend"</description>
	<pubDate>Tue, 18 Jun 2013 21:45:07 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Überraschendes Urteil in Belnend]]></title>
<link>http://taliaserlebnisse.wordpress.com/2013/05/23/uberraschendes-urteil-in-belnend/</link>
<pubDate>Thu, 23 May 2013 15:55:01 +0000</pubDate>
<dc:creator>Talia</dc:creator>
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<description><![CDATA[Heute ging es also ab nach Belnend. Die Entscheidung stand an ob und wenn ja in welcher Höhe Kasra f]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Heute ging es also ab nach Belnend. Die Entscheidung stand an ob und wenn ja in welcher Höhe Kasra für den angemeldeten Schuldschein</p>
<div id="attachment_615" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://taliaserlebnisse.files.wordpress.com/2013/05/hhhhhh300_001.jpg"><img class="size-medium wp-image-615" alt="Ankunft in Belnend" src="http://taliaserlebnisse.files.wordpress.com/2013/05/hhhhhh300_001.jpg?w=300&#038;h=154" width="300" height="154" /></a><p class="wp-caption-text">Ankunft in Belnend</p></div>
<p>einstehen sollte. Ich war in Eigenschaft des Gutachters geladen. Ich hatte den Schuldschein nach den mir zustehenden Mitteln geprüft und im Auftrag der Stadt Kasra ein Gutachten abgegeben.</p>
<p>In Belnend angekommen, natürlich mit Jarcath und Jale begleitet, fanden wir recht schnell unseren Weg zu dem Gerichtssaal. Zum Glück war dieser geräumig und sehr großzügig gestaltet. Zunächst gab es wieder einmal eine, nein sogar zwei kleinere Unstimmigkeiten.  Zum einen hatte einer der Vertreter des Geldhauses an dem für mich bestimmten Tisch Platz genommen zum anderen, war ein Gemälde das wohl zu Verschönerung des Raumes dienen sollte, und das Abbild eines Mannes darstellte, verunglimpft worden. Lady Nici war darüber sehr ungehalten und machte ihrer Empörung darüber auch lautstark Luft.</p>
<p>Nachdem die Unklarheiten der Platzverteilung zur Zufriedenheit aller aufgelöst waren, wurde mit der Gerichtsverhandlung begonnen. Zuerst wurde den Geldverleihern Leihfix &#38; Blutelang das Wort erteilt.  Sie machten deutlich, dass Sir Thorben con Kasra mit ihnen dieses Schuldverhältnis eingegangen waren, sie ihm die ausstehende Summe übergeben hatten und nun mehr den Schuldschein, na knapp drei Jahren vollständig, nebst Zinsen und Säumniszuschlägen von der Stadt Kasra ausgelöst sehen wollten.  Als nächstes bekam Sir Marcus und Sir Soran, die die Stadt Kasra vertraten, das Wort erteilt. Sie wünschten erst meine Aussage zu hören, bevor sie selbst das Wort ergreifen wollten. So wurde ich von</p>
<div id="attachment_616" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://taliaserlebnisse.files.wordpress.com/2013/05/hhhhhh300_004.jpg"><img class="size-medium wp-image-616" alt="Unmengen an Kriegern" src="http://taliaserlebnisse.files.wordpress.com/2013/05/hhhhhh300_004.jpg?w=300&#038;h=154" width="300" height="154" /></a><p class="wp-caption-text">Unmengen an Kriegern</p></div>
<p>Lady Nici aufgerufen und ich versuchte meine Nervosität in Zaum zu halten und klar und deutlich zu sprechen. Wie immer sind solche gutachterlichen Ausführungen eher von der langweiligen und langwierigen Sorte, deshalb versuchte ich knapp aber ausführlich und mit klaren Worte die Belange auszudrücken, die in meinen Augen für die Echtheit sprachen. Aber ich zeigte auch die Ungereimtheiten auf die sich bezüglich meiner Untersuchung und meinen Recherchen ergeben hatten. Zum Schluss führte ich an das ich aufgrund der Beweislage anmerken muss, dass ich den Schuldschein höchstwahrscheinlich für echt hielt. Diese Aussage wurde natürlich von Seiten der Geldverleiher freudig aufgenommen und von Kasra nicht kommentiert, da diesen meine schriftlichen Aussage ja bereits vorlag.</p>
<p>Nach meiner Aussage übernahm Sir Soran das Wort, der eindringlich die finanzielle Situation in Kasra zu diesem Zeitpunkt beschrieb und klar aussagte, dass kein Tarks in bzw. aus der Stadtkasse geflossen war ohne das er darüber Kenntnis hatte, natürlich innerhalb seiner Amtsvollmacht als Schatzmeister zu jener Zeit. Die Geldverleiher merkten an, dass sie in guten Glauben die Bevollmächtigung des Regenten Kasras unterstellt hatten und man</p>
<div id="attachment_617" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://taliaserlebnisse.files.wordpress.com/2013/05/hhhhhh300_005.jpg"><img class="size-medium wp-image-617" alt="Sir Ebenezer in Gespräch mit den Vertretern Kasras" src="http://taliaserlebnisse.files.wordpress.com/2013/05/hhhhhh300_005.jpg?w=300&#038;h=154" width="300" height="154" /></a><p class="wp-caption-text">Sir Ebenezer in Gespräch mit den Vertretern Kasras</p></div>
<p>nicht verlangen könne, dass man jede Stadtbevollmächtigten prüfe wenn man eine Geschäftsbeziehung mit ihm einging. Diese Aussage wurde von Thor, Emir der Oase der 4 Palmen unterstützt. „Wo kämen wir dahin, wenn ein Regent, Administrator, Urbar oder Tatrix die Geschäftsfähigkeit für die Stadt die er regiert abgesprochen bekäme.“ Ansonsten bezog seine Aussage sich eher auf den Salzhandel der Stadt Kasras zu jenen Tagen und der unsicheren Regentenführung Kasras, er wohl erst mit der amtierenden Lady Nasty Einhalt geboten wurde. Wörtlich sprach er von einer „strahlenden“ Regentschaft. Mir viel nur auf wie waghalsig es ist, eine Stadt von der Regentschaft eines Einzelnen abhängig zu machen.</p>
<p>Zum eigentlichen Sachverhalt konnte aber auch der Emir nicht wirklich viel beitragen. Ich hob meine Hand und bat um Redezeit. War mir doch am Anfang der Ausführungen eine zeitliche Diskrepanz aufgefallen, als einer der Geldverleiher von 3 Jahren sprach. Nach dem mir vorliegenden öffentlichen Zeitungspapier lag die Unterzeichnung nun gerade mal 2,5 Jahre zurück. Dies gab ich auch nochmals zu Protokoll was natürlich von den Geldverleihern nicht wirklich positiv aufgenommen wurde.  Sir Ebenezer gab noch zu</p>
<div id="attachment_618" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://taliaserlebnisse.files.wordpress.com/2013/05/hhhhhh300_014.jpg"><img class="size-medium wp-image-618" alt="Die Aussage des Emirs" src="http://taliaserlebnisse.files.wordpress.com/2013/05/hhhhhh300_014.jpg?w=300&#038;h=154" width="300" height="154" /></a><p class="wp-caption-text">Die Aussage des Emirs</p></div>
<p>Protokoll und ließ es auch in Form von Dokumenten als Beweis aufnehmen, dass er von Lady Pinion ein Dokument mit einem Siegel Kasras erhalten hatte und das Sir Georg Händler von Jorts Fähre beschieden hatte, das es sich um das kasratische Siegel handelte und eben jenes mit dem auf dem Siegel übereinstimme.</p>
<p>Nachdem alle Zeugen und Aussagen gehört waren zog sich Lady Nici für einige Zeit zur Urteilsverkündung zurück. Die Zeit war massiv fortgeschritten und viele der massigen Zuhörer hatten sich schon wieder zurückgezogen.  In den Reihen erkannte ich einige bekannte „prominente“ Gesichter aus den Städten Gors. Lady Nici hatte gut daran getan eine große Menge Krieger vor dem Gerichtsgebäude zu versammeln, bei diesem Andrang, der sicher auch Diebe, Halsabschneider und Wegelagerer auf den Plan gerufen hatte.</p>
<p>Lady Nici kam zurück und alle erhoben sich zur Urteilsverkündung. In dem unruhigen Raum herrschte Totenstille nachdem Lady Nici mit ihrem Hämmerchen, das sie wohl im</p>
<div id="attachment_619" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://taliaserlebnisse.files.wordpress.com/2013/05/hhhhhh300_010.jpg"><img class="size-medium wp-image-619" alt="Darstellung und Aussage" src="http://taliaserlebnisse.files.wordpress.com/2013/05/hhhhhh300_010.jpg?w=300&#038;h=154" width="300" height="154" /></a><p class="wp-caption-text">Darstellung und Aussage</p></div>
<p>Laufe der Verhandlung sehr liebgewonnen hatte, wenn man bedachte mit welcher Inbrunst sie es über Ahn in der Hand hielt, auf das Pult geklopft hatte.</p>
<p>Vor der Urteilsverkündung meinte man die Anspannung in dem weiten Raum förmlich zu spüren. Alle hingen wie gebannt an den Lippen der Vorsitzenden, so dass es nicht verwunderlich war, dass mit dem Ausklang ihrer ersten Worte, gleich einem platzenden Pagafass, die Emotionen aus Zuschauern und Beteiligten herausfloss.  Ob nun vor Enttäuschung, Wut, Überraschung, Freude oder einfacher Ungläubigkeit. Damit hatte nun wirklich keiner gerechnete. In ihrem Urteil beschied sie, dass die Stadt Kasra für den Schuldschein einstehen müsse, der zu Lasten der Stadt von ihrem Regenten abgeschlossen wurde. Dennoch erstaunte es sie, dass die Geldverleiher die dem Regenten ja  nach eigener Aussage, Aug in Aug gegenübergestanden hatten, auf dem Bildnis nicht als genau jenen erkannt hatten.  Des Weiteren gab es kein zweites Exemplar des Vertrages in den Archiven der Stadt Kasra und eine Auszahlung konnte auch nicht bewiesen werden. Sie verurteilte die Stadt Kasra zur Zahlung der Zinsen in Höhe von 250 Goldtarsk an die Geldverleiher und die Auflage alles in ihrer Macht stehende zu tun um den Aufenthaltsort des ehemaligen Regenten innerhalb des nächsten Marktes zu ermitteln um klärend in der  Sachlage dienlich zu sein.</p>
<p>Die Geldverleiher, die nach diesem Urteilsspruch schon nahe am Herzversagen waren, auch noch vernahmen das Kläger wie Angeklagte zur Zahlung von 4/5 des Wertes als Gerichtsgebühren verurteilt wurden, war es um die Ruhe im Raum ganz geschehen. Ich versuchte mir die Überraschung über das Urteil nicht anmerken zu lassen.  Ich schaute zu Jarcath und murmelte nur etwas davon, dass ich beim Aushandeln meines Preises viel zu</p>
<div id="attachment_620" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://taliaserlebnisse.files.wordpress.com/2013/05/hhhhhh300_018.jpg"><img class="size-medium wp-image-620" alt="Ausklang" src="http://taliaserlebnisse.files.wordpress.com/2013/05/hhhhhh300_018.jpg?w=300&#038;h=154" width="300" height="154" /></a><p class="wp-caption-text">Ausklang</p></div>
<p>zaghaft gewesen war. Wenn es einen Moment gegeben hatte um sich gesund zu stoßen, so hatte ich ihn verpasst.  Zumindest konnte ich im Einzelgespräch mit Lady Nici noch erreichen und aushandeln, dass ich für die Ausarbeitung des Protokolls, das sie mir so galant aufs Auge gedrückt hatte, entsprechend entlohnt wurde.</p>
<p>Alle Parteien äußerten sich wohlwollend über die Ausarbeitung und die Sorgfalt in meinem Gutachten. Naja zumindest hatte ich in Bezug auf meinen Ruf und den der Stadt Jorts Fähre einiges erreicht.  Mit Sir Jarcath, Lady Alja wie auch dem Schmied aus Belnend gönnte ich mir noch einen schnellen Tee bis wir uns dann auf die Heimreise begaben.</p>
]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Spiel und Schulden]]></title>
<link>http://taliaserlebnisse.wordpress.com/2013/05/16/spiel-und-schulden/</link>
<pubDate>Thu, 16 May 2013 16:11:21 +0000</pubDate>
<dc:creator>Talia</dc:creator>
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<description><![CDATA[Da hatte ich doch mal Glück im Spiel. Ein Gegner, noch neu aber gut trainiert und für die kurze Zeit]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Da hatte ich doch mal Glück im Spiel. Ein Gegner, noch neu aber gut trainiert und für die kurze Zeit die er spielt schon ziemlich gewitzt. Um ein Haar hätte ich mit meinen Sticks verloren. Aber zwei falsche Züge meines Gegners brachten mir doch noch den Sieg. Wohl nicht wirklich verdient aber ab und an braucht man auch mal Glück. Ich nahm das als ein</p>
<div id="attachment_573" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://taliaserlebnisse.files.wordpress.com/2013/05/fffff200_004.jpg"><img class="size-medium wp-image-573" alt="Seufzt beim Spielen vergess ich immer zu knipsen. " src="http://taliaserlebnisse.files.wordpress.com/2013/05/fffff200_004.jpg?w=300&#038;h=154" width="300" height="154" /></a><p class="wp-caption-text">Seufzt beim Spielen vergess ich immer zu knipsen.</p></div>
<p>gutes Zeichen.  Oft genug schon hatte ein Anfänger einen Master oder Grandmaster besiegt. Ich selbst hatte es schon das ein oder andere Mal geschafft. Zumindest war ich eine Runde im Top Bracket weiter. Mal sehen was die nächsten Spiele brachten und gegen wen ich als nächstes antreten musste.</p>
<p>Als ich die Nachricht über den Sieg, wie jedem Sieger es auferlegt war, an Astary geschickt hatte, sah ich das Lady Nici, die Botschafterin und Schreiberin aus Belnend an meiner Seite stand und geduldig wartete.  Ich verabschiedete mich von den Zarspielern und wandte mich Lady Nici zu. Sie sprach mich an ob ich eine Nachricht von Kasra erhalten hätte und auch den Schuldbrief auf den mich schon Lady Amira angesprochen hatte.  Sie selbst hatte wohl ihr Gutachten schon abgegeben und sagte das man ihr meinen Namen genannt hatte. Sie drückte mir eine Abschrift des Schuldbriefes in die Hand und gab ihren Bedenken Ausdruck. Es gab wohl Gerüchte das bereits Angehörige der schwarzen Kaste angeheuert waren. um das Bestreben den Schuldschein einzulösen zu können noch weiter voranzutreiben.  Was nicht verwunderlich war. Es ging wohl um eine Summe von 1000 Goldtarsk. Selbst der Veil konnte nicht mehr verhindern, dass mein Kiefer sich verselbstständigte und meine Augen bald aus dem Schädel fielen. Es war mir unmöglich mir vorzustellen, dass es jemanden gab der eine solche Menge Geld besaß, dass er sogar in der Lage war einen solchen Batzen auch noch zu verleihen.</p>
<p>Lady Nici verabschiedete sich, sie hatte es eilig nach Hause zu kommen. Ob es die Aussicht auf die Schwarzen, die Wegelagerer, die auch sie erwähnte oder  der befürchtete</p>
<div id="attachment_575" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://taliaserlebnisse.files.wordpress.com/2013/05/snapshot-_-jorts-faehre-glory-land-180-73-21-adult.png"><img class="size-medium wp-image-575" alt="Nicis Begleitung aus dem Archiv" src="http://taliaserlebnisse.files.wordpress.com/2013/05/snapshot-_-jorts-faehre-glory-land-180-73-21-adult.png?w=300&#038;h=300" width="300" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Nicis Begleitung aus dem Archiv</p></div>
<p>Rückschlag der Nordleute war, war nicht auszumachen. Jedenfalls rief sie ihre Begleitung zu sich und ihr Abmarsch war so Eindrucksvoll wie das erste Mal als ich sie in Jorts Fähre traf.  Ich seufzte, die Gedanken noch immer bei einer Menge von 1000 Goldtarsk. Die Abschrift des Schuldscheines in meinen Roben versteckt. Nun besaß ich zwei Abschriften. Aber das Original hatte ich noch nie zu Gesicht bekommen.</p>
<p>Je mehr ich mich dem Marktplatz näherte desto lauter waren die Schläge der Schwerter zu vernehmen. Also war das Training noch in vollem Gange.  In der Gaststube traf ich Georg. Noch immer gedanklich bei den 1000 Goldtarsk, bei einer solchen Summe konnte einem auch schwindlig werden, fragte ich ihn ob er sich vorstellen könne das man eine solche Summe verleihen könnte.</p>
<p>Er meinte „Aye, wieso nicht. Unter der Voraussetzung das man so viel Tarsks besitzt.“ Na super. Mit dieser Antwort konnte ich nicht viel anfangen, das war mir ja auch klar. Also formulierte ich die Frage um: „Na meinst du, dass es auf Gor jemanden gibt der so viel besitzt, dass er eine solche Menge verleihen kann?!?!“ Seine Antwort ließ mich schon wieder bereuen überhaupt etwas gesagt zu haben. Genauso wie die Spekulationen die er dann später mit Tharkan anstellte. Am Ende war er der Auffassung, dass Belnend in Anbetracht diverser Umstellungen wohl unter Geldmangel litt und sich eine solche Summe leihen wollte. Egal was ich sagte, er glaubte mir nicht. Wie auch immer. Davon mal ab das Lady Nici mit einer solchen Bitte sicher nicht bei mir vorstellig geworden wäre, sondern eher bei  Sir Kin, den sie schon länger kennt oder bei Georg, der wie allgemein bekannt ist ja die Stadtkasse verwaltet, war es mir gar nicht so unrecht das seine Spekulationen so weit von der Wahrheit entfernt waren.</p>
<p>Zum Glück wurde er zwischendrin noch von einem Disput mit Sir Val in Beschlag genommen. Es ging dabei wohl um die Frage wem die neue Kajira gehört, bzw. Sir Val hatte sich in seiner Tavernen-Nacht wohl etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt, was diese Kajira anging. Done kam mit Sir Tharkan in die Gaststube. Ich lächelte ihn an. Er sah</p>
<div id="attachment_576" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://taliaserlebnisse.files.wordpress.com/2013/05/fffff200_005.jpg"><img class="size-medium wp-image-576" alt="Teddy in Grau" src="http://taliaserlebnisse.files.wordpress.com/2013/05/fffff200_005.jpg?w=300&#038;h=154" width="300" height="154" /></a><p class="wp-caption-text">Teddy in Grau</p></div>
<p>müde und abgekämpft aus. Auch wenn das Training diesmal deutlich besser für ihn ausgefallen war hatte es wohl doch reichlich an seinen Kräften gezerrt. Ein kurzes Gespräch über mein Zarspiel, wie auch die Information, dass der Schmied aus Belnend das Erz nicht abgeholt hatte, konnten ihn nicht aus der Reserve locken.</p>
<p>Da ich auf weitere Spekulationen von Seiten Georg nicht wirklich Lust verspürte begleitete ich Done ins Haus, als er früher als sonst aufbrach. Ich würde beim seinem rhythmischen Schnarchen mich noch eine Weile mit dem Schuldbrief beschäftigen.</p>
<p>Spät in der Nacht kam mir der Gedanke, dass ich vielleicht mit Teddy reden sollte. Da schien es irgendwelche Verbindungen zu geben. Ich ärgerte mich kurz das mir das nicht früher eingefallen war. Schließlich ist sie noch immer krank aber heute war sie in der Gaststube aufgetaucht. Eine Gelegenheit vertan. Als ich meine Augen auch durch den stärksten Tee nicht mehr offen halten konnte, ging ich nach oben. Dones Schnarchen kam nur eine Ihn aus dem Takt als ich mich neben ihn kuschelte, danach wiegte es mich sanft in den Schlaf.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Das Schicksal ist stärker als die Weisheit]]></title>
<link>http://catolisicious.wordpress.com/2013/03/10/das-schicksal-ist-starker-als-die-weisheit/</link>
<pubDate>Sun, 10 Mar 2013 12:44:36 +0000</pubDate>
<dc:creator>onolisicious</dc:creator>
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<description><![CDATA[Cato wusste nicht, wie viel Zeit seit seiner Verschleppung vergangen war. Die Zeit verging elend lan]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Cato wusste nicht, wie viel Zeit seit seiner Verschleppung vergangen war. Die Zeit verging elend langsam. Stundenlang saß er einfach nur da und hoffte, dass bald Hilfe nahte. Bangte, dass er niemals freikommen würde, und hoffte wieder. Doch nichts geschah. Als er die Ausweglosigkeit, in der er sich befand zu ermessen begann, packte ihn die kalte Angst. Nachts, wenn nur noch wenige Geräusche an sein Ohr drangen, wurden die Dunkelheit und die Ausweglosigkeit der Situation zur schier unerträglichen Qual. Noch immer wusste Cato nicht, wo sie sich eigentlich befanden. In der Nähe musste es ein Dorf oder eine Stadt geben, doch Minos und Elaine sprachen in seiner Gegenwart nie über ihren Standort oder ihre weiteren Reisepläne. Ihr Versteck musste in einem dichten Waldstück, abseits der Handelsstraßen und Wege liegen. Cato konnte den weichen Boden unter seinen nackten Füßen spüren. Flechten und Moos schienen ihn zu bedecken. Die einzigen Geräusche in der Nähe waren das leise Plätschern eines Baches, und das Rascheln der Bäume im Wind. Elaine hatte die Pfeilwunde ihres Bruders versorgt und sich in einen nahegelegenen Ort gewagt, um Heilkräuter und Medikamente zu besorgen. Anschließend kümmerte sie sich notdürftig um die Wunde auf Catos Brust. Das Essen was Elaine und Minos ihm gaben, war niemals auch nur annähernd ausreichend, um ihn zu sättigen. Die Tage waren lang, und manchmal wusste Cato nicht, wann einer endete und wann ein neuer begann, weil er immer wieder in einen Dämmerzustand verfiel. Hunger und Durst, das hatte er inzwischen begriffen, waren die die schlimmsten Feinde der Selbstachtung. Oft war er kurz davor, Elaine um ein Stück Brot zu bitten, oder um eine Schale des köstlich duftenden Eintopfes, den sie für ihren Bruder kochte. Der Hunger quälte ihn, und es war ein starker Impuls, der ihn drängte Elaine und Minos um etwas essbares anzuflehen. Doch Cato biss sich die Zunge blutig, um dem Verlangen zu widerstehen.</p>
<p>Elaine war es, die ihm schließlich den Sack vom Kopf nahm. Nach Tagen der Dunkelheit musste Cato die Augen schließen, um dem grellen Licht um ihn herum zu entgehen. Erst nach einer Weile wagte er es sie zu öffnen und sah sich um. Sie lagerten in einem verfallenen Gemäuer, nicht mehr als eine Ruine. Eine Wand war bereits eingestürzt, die anderen überwuchert vom Grün des Waldes. In der Mitte des Raums brannte ein kleines Feuer. Minos saß auf der gegenüberliegenden Seite und bedachte den Gefangenen mit einem höhnischen Grinsen. Cato wandte den Blick ab und sah nach draußen. Der Ort kam ihm seltsam bekannt, fast schon vertraut vor. Während er versuchte sich zu erinnern, drangen die gedämpften Stimmen von Elaine und Minos an sein Ohr. Der Rencer zückte einen ledernen Beutel – Catos Beutel – und gab Elaine einige Münzen. Sie sollte Vorräte kaufen und sich am Hafen umhören, wann das nächste Schiff ablegen würde. Mit einem Mal fiel es Cato wie Schuppen von den Augen. Sie waren in Belnend, zumindest in der Nähe davon. Das alte Haus im Wald. Ganz in der Nähe hatte Amira ihr erstes Tabuk erlegt. Cato schloss die Augen und zwang sich tief durchzuatmen. Die Erinnerungen an die gemeinsame Jagd mit seiner Gefährtin schlugen über ihm zusammen wie eine mächtige Welle und begruben ihn unter sich. Im Bruchteil einer Ihn erlebte Cato den längst vergangenen Tag aufs Neue und schöpfte neue Hoffnung. Deutlich sah er die Gesichter von Amira, Laertes und den Zwillingen vor sich. Belnend lag nur eine Tagesreise von Turmus. Das alte Gemäuer lag nicht weit von der Stadt, die Wachen am Tor.. sie kannten ihn. Cato wusste das er es schaffen konnte. Eine günstige Gelegenheit, nur einen einzigen Moment der Unachtsamkeit .. mehr brauchte es nicht.</p>
<p><a href="http://catolisicious.files.wordpress.com/2013/03/turmus_259.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-566" alt="Turmus_259" src="http://catolisicious.files.wordpress.com/2013/03/turmus_259.jpg?w=551&#038;h=324" width="551" height="324" /></a></p>
<p>Unsanft wurde er von Minos aus seinem Tagtraum gerissen. Der Rencer löste das Seil vom Baumstamm und zog Cato auf die Füße. Das letzte was Cato sah, war Minos spöttischer Blick – fast so, als ob er Catos Gedanken erraten hatte. Dann wurde es wieder dunkel. Minos prüfte das Seil um Catos Handgelenke, befestigte die Kette am Brett um Catos Hals und stieß ihn zurück auf den Boden. Der Rencer löschte das Feuer und machte sich daran die wenigen Habseligkeiten zu packen, die er und Elaine mit sich führten. Obwohl Cato ihn nicht sehen konnte, konnte er Minos Unruhe deutlich wahrnehmen. Elaine war schon eine Weile weg; zu lange für ein paar Besorgungen. Immer wieder verließ Minos das verfallene Gemäuer, lief nach draußen und hielt nach seiner Schwester Ausschau. Doch nie entfernte er sich weit genug, um Cato die Flucht zu ermöglichen. Die Sorge um seine Schwester verfinsterte Minos&#8217; Laune zusehends und hing wie eine düstere Gewitterwolke in der Luft. Mit einem brutalen Ruck an der Kette wurde Cato auf seine Beine gezogen. Das Brett drückte sich in seine Kehle und nahm ihm die Luft. Für einen Moment wurde ihm schwarz vor Augen und er strauchelte. Doch Minos hatte es eilig. Er zerrte ihn erbarmungslos hinter sich her. Immer wieder stolperte Cato über Wurzeln und Äste, rappelte sich mühsam hoch und schleppte sich blind und orientierungslos an Minos Kette weiter. Hinter ihnen drang mittlerweile aufgeregtes Stimmengewirr aus dem Wald. Sie mussten ihnen dicht auf den Fersen sein. Wieder stürzte Cato zu Boden und blieb stöhnend liegen. Er hoffe Zeit zu schinden, vielleicht würde der Rencer ihn zurücklassen, um seine eigene Haut zu retten. Doch Minos dachte nicht daran. Er versetzte ihm einen Tritt gegen die Hüfte, dann beugte er sich zu Cato und knurrte:</p>
<p><em>„Ich weiß was du vor hast, Tarsk! Steh auf und beweg&#8217; dich, ansonsten hole ich mir deine Gefährtin und deine Kinder!“</em></p>
<p>Entsetzen breitete sich in Cato aus und er stemmte sich schwerfällig auf die Beine. Immer lauter wurden die Stimmen. Cato glaubte den Admiral zu hören und Bo, den Kommandanten Belnends. Sie flüchteten durch den Wald und bald drang der salzige Geruch der Thassa an Catos Nase. Cato spürte Gras und Pflastersteine unter seinen Füssen, dann grobe Holzplanken. Der Hafen von Belnend!</p>
<p>&#8211;</p>
<p>Nach der Flucht aus Belnend verdüsterte sich Minos Stimmung zusehends. Seine Schwester war verschwunden und er musste das schlimmste annehmen. In letzter Ihn hatte er Cato auf ein gerade ablegendes Schiff bugsiert und ihn dort unter Deck angekettet in einer kleinen Zelle zurückgelassen. Immerhin hatte er ihm den Sack über seinem Kopf und die Handfesseln abgenommen. Er bekam ab und an etwas zu Essen, gerade genug um ihn am Leben zu erhalten. Wasser zum Waschen verweigerte man ihm jedoch. Er hatte sich von einem peinlich sauberen Schriftgelehrten in ein zerlumptes, dreckiges und blutiges Stück Elend verwandelt. Cato legte die Hand auf seine Brust und zuckte vor Schmerz zusammen. Die Wunde war wieder aufgebrochen und brannte wie Feuer. Cato war allein unter Deck. Nichts, kein menschlicher Laut war zu hören, bis auf sein eigenes, rasselndes Atemgeräusch und das Ächzen des Schiffes auf den Wellen der Thassa. Die Dunkelheit war das Schlimmste. Die Erkenntnis hatte ihn überrascht, denn hier gab es weitaus schlimmere Dinge. Hunger, zum Beispiel. Sein quälender Durst, das Fieber und die Schmerzen. Erniedrigungen. Er stank, und der Ekel ließ ihn schaudern, machte es unvorstellbar schwer, noch Achtung vor sich selbst zu haben. Dann gab es noch die Furcht, Einsamkeit und immer wieder Schmerzen. Minos wollte ihn nicht brechen, er wollte ihn einfach nur quälen. Aus Rachgier für das was Cato seiner Schwester angetan hatte. Cato war nicht weiter verwundert. Wäre die Situation umgekehrt und Minos hätte Amira etwas angetan, hätte Cato mit dem Rencer genau das Gleiche getan. Mit ihm oder mit jedem anderen Rencer, der ihm in die Hände gefallen wäre. Sein Hass war es, der ihn am Leben hielt, doch der Hass war ein unangenehmer Zellengenosse. Er wärmte einen nicht, wie schöne Erinnerungen es taten. Er gab einem keinen Mut. Je länger seine Gefangenschaft währte, desto schwieriger wurde es für Cato die Erinnerungen heraufzubeschwören. Der Hass hingegen, gedieh mit jeder Ahn. Und vor allem in der Dunkelheit. Cato fürchtete, seinen Verstand, sich selbst – alles was Cato von Turmus einmal ausgemacht hatte – hier in der Dunkelheit zu verlieren.</p>
<p><a href="http://catolisicious.files.wordpress.com/2013/03/turmus_311.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-567" alt="Turmus_311" src="http://catolisicious.files.wordpress.com/2013/03/turmus_311.jpg?w=551&#038;h=324" width="551" height="324" /></a></p>
<p>Das Fieber hatte ihn wieder fest in seinem Griff, als das Schiff anlegte. Und mit dem Fieber kamen auch die rasenden Kopfschmerzen zurück. Minos kam unter Deck und rümpfte die Nase, als er den verdreckten und stinkenden Gefangenen erblickte. Er fesselte seine Handgelenke auf den Rücken, stopfte ihm ein Stück Stoff in den Mund und stülpte ihm anschließend den stinkenden Sack über den Kopf. Im Hafen sprach Minos mit ein paar Männern, verhandelte über einen Lagerplatz und Vorräte. Den Gefangenen beachtete man nicht weiter. Der Fremde zeigte Minos den Lagerplatz und versprach, eine Kajira mit Vorräten und einigen Fellen vorbeizuschicken. Cato war irritiert. Auf dem Weg zum Lagerplatz hatte er erst weichen Sand, dann Gras unter seinen Füssen gespürt. Wo hatte Minos ihn hingeschafft? Sie konnten nicht im Süden sein, dazu war die Reise zu kurz gewesen, außerdem war es zu kalt. Während er noch fieberhaft überlegte, traf die Kajira ein. Minos ließ die Kette los, um die Vorräte entgegenzunehmen. Trotz des hohen Fiebers und seiner gefesselten Hände ergriff Cato seine Chance und stürzte sich auf Minos. Überrascht von der plötzlichen Attacke stürzte der Rencer zur Boden. Mit einem Knurren war Cato über ihm und versuchte Minos mit einem Stoss des Brettes den Schädel einzuschlagen. Doch der Rencer bekam das Brett zu fassen und drückte Cato Stück für Stück nach oben und weg von sich. Schließlich gab Cato erschöpft und entkräftet auf. Minos war außer sich vor Zorn und riss ihm den Sack vom Kopf. Dann bellte er die Kajira an, eine Kurt sollte sie ihm bringen. Der Rencer schleppte Cato zu einem naheliegenden Baum und zwang ihn auf seine Knie. Nicht Minos würde die Kurt führen, nein.. er wollte Cato demütigen und befahl es der fremden Kajira. Schlag um Schlag ging auf seinen Rücken und seinen gefessselten Armen nieder. Cato biss die Zähne zusammen, um nicht laut zu schreien. Von seinem Stolz war nicht mehr viel übrig. Kein Laut war von ihm zu hören, bis Minos schließlich genug hatte und der Kajira die Peitsche aus der Hand nahm. Sein Rücken brannte wie Feuer , dann verlor er das Bewusstsein.</p>
<p>Mit einem heiseren Schrei kam er wieder zu sich. Bei der ruckartigen Bewegung schoss ein Schmerz wie flüssiges Feuer durch Nacken, Schultern, seine Arme und seinen ganzen Oberkörper. Keuchend versuchte er sich zu orientieren. Der Rencer hatte seine auf dem Rücken gefesselten Hände an ein Seil gebunden, dass über eine Astgabel geworfen worden war. Cato konnte sich an nichts mehr erinnern. Das Fieber trübte seinen Blick und seine Wahrnehmung. Er hörte einige gedämpfte Geräusche hinter sich. Ein leises Stöhnen .. Minos beschäftigte sich eingehend mit der fremden Kajira und hatte seinen Gefangenen vergessen. Ein rasselndes Stöhnen drang aus Catos Kehle. Die Schmerzen in den Schultern waren mörderisch, löschten jede andere Wahrnehmung aus, die frischen Striemen auf seinem Rücken, sogar den Hunger und den Durst. Cato verfiel wieder in einen Dämmerzustand und stürzte kopfüber zurück in die Finsternis und die Dunkelheit.</p>
<p><a href="http://catolisicious.files.wordpress.com/2013/03/turmus_275.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-562" alt="Turmus_275" src="http://catolisicious.files.wordpress.com/2013/03/turmus_275.jpg?w=551&#038;h=324" width="551" height="324" /></a></p>
<p>Als er wieder zu sich kam, dröhnte sein Schädel und er konnte sich nicht mehr erinnern, wo er sich befand. Er lag gefesselt auf dem weichen Gras, das Brett um seinen Hals hatten sie ihm abgenommen. Er dauerte eine Weile, bis er einen klaren Gedanken fassen konnte. Das Fieber war zurückgegangen und in den Schultern spürte er lediglich noch ein dumpfes Pochen. Langsam kam die Erinnerung wieder zurück. Elaine war am Abend zu ihnen gestoßen. In Belnend hatte man sie gefasst und in den Kennel gesperrt. Doch sie war befreit worden. Ausgerechnet Lady Nici zeigte Mitleid mit der jungen Rencerin und versprach ihr, Cato und ihren Bruder zu finden. Bei der erstbesten Gelegenheit ergriff sie jedoch die Flucht und reiste ihrem Bruder nach. Sie kannte das nächste Reiseziel; am Hafen erinnerte man sich an den Rencer und wies Elaine den Weg zum Lagerplatz. Schnell erkannte sie, dass Cato dem Tod mittlerweile näher war als dem Leben. Sie löste Catos Fesseln und wachte die ganze Nacht zusammen mit der Kajira bei ihm. Sie versorgten seine Wunden und kämpften gegen das Fieber.</p>
<p>Minos verabschiedete sich am frühen Morgen, um auf die Jagd zu gehen; die Kajira schickte man zurück in die Stadt. Ihre Dienste wurden nicht länger benötigt und Elaine schlief erschöpft ein. Cato richtete sich auf und stemmte sich vorsichtig hoch auf seine Beine. Ein leises Rauschen erhob sich in seinen Ohren, und ihm wurde schwarz vor Augen. Er lehnte sich einen Moment gegen den Baum und wartete ab bis es verging. Mit steifen Bewegungen schlich er sich an der schlafenden Elaine vorbei. Von Minos war weit und breit nichts zu sehen. Cato setzte einen Schritt vor den anderen, darauf bedacht auf keinen Ast zu treten und Elaine zu wecken. In der Nähe konnte er einige Häuser erkennen, aber er zwang sich ruhig zu bleiben. Erst als er außer Sichtweite des Lagerplatzes war, fing er an zu rennen. Es war noch früh am Morgen und die Häuser lagen still und ruhig da. Plötzlich hörte er Elaine hinter sich rufen. Cato wagte nicht stehen zu bleiben und sich umzusehen. Die rettende Siedlung war zum Greifen nah und er beschleunigte seinen Schritt. Doch das Fieber und die Verletzungen forderten ihren Tribut. Cato bekam kaum Luft, wurde langsamer und langsamer, bis Elaine ihn schließlich eingeholt hatte und sich auf ihn stürzte. Cato wurde zu Boden geschleudert, Elaine war über ihm und packte seinen Kopf in wilder Verzweiflung. Cato kämpfte wie ein Besessener, versuchte sie trotz seiner gefesselten Hände abzuschütteln und fast wäre es ihm gelungen, wäre da plötzlich nicht Minos aus dem Wald aufgetaucht. Er zerrte Elaine von Cato, dann riss er seinen Dolch aus der Scheide und setzte ihn an Catos Auge. Wutentbrannt schrie er erst Elaine, dann Cato an. Er schloss die Augen und wartete auf das Unvermeidliche. Doch nicht dergleichen geschah. Tot war er wertlos für die beiden und so richtete Minos seinen Zorn gegen Elaine.</p>
<p>Cato wurde zurück ins Lager geschafft und an einen Baum gebunden. Elaine sah ihn voller Mitleid an, dann wurde es wieder dunkel um ihn herum. Am Abend brachen sie mit einem kleinen Boot auf. Minos steuerte es dicht an der Küste entlang und legte in einem nahegelegenen Fischerdorf an. Dort erstand er einen Boskkarren mit einem Käfig darauf und verschiedene Vorräte. Grob wurde Cato in den Käfig gestossen und das Gespann setzte sich rumpelnd in Bewegung. Sie fuhren die ganze Nacht hindurch. Elaine und Minos redeten nur das notwendigste miteinander. Erst im Morgengrauen lenkte der Rencer den Wagen von der befestigten Straße in ein Waldstück. Auf einer kleinen Lichtung schlugen sie ihr Lager auf.</p>
<p><a href="http://catolisicious.files.wordpress.com/2013/03/turmus_296.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-564" alt="Turmus_296" src="http://catolisicious.files.wordpress.com/2013/03/turmus_296.jpg?w=551&#038;h=324" width="551" height="324" /></a></p>
<p>Cato wurde aus dem Käfig gezerrt blieb in der kühlen Morgenluft zitternd auf dem Boden liegen. Anscheinend hatten die beiden vor, eine Weile zu bleiben. Pfähle wurden in den Boden getrieben und ein Zelt errichtet. Bald darauf brannte ein munteres Feuer  und Cato vernahm die leisen Stimmen von Elaine und Minos.</p>
<p><a href="http://catolisicious.files.wordpress.com/2013/03/turmus_290.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-563" alt="Turmus_290" src="http://catolisicious.files.wordpress.com/2013/03/turmus_290.jpg?w=551&#038;h=324" width="551" height="324" /></a></p>
<p>Sie sprachen von einem großen Fluss in der Nähe und Cato wurde hellhörig. Waren sie etwa an den Vosk zurückgekehrt? Gab es Hoffnung auf baldige Heimkehr? Doch was war, wenn sie weitergezogen waren. Weiter gen Norden. Cato überlegte fieberhaft. Es gab nur einen großen Fluss im Norden. Wieder breitete sich die Verzweiflung in Cato aus. Er flehte die Priesterkönige an und versank in einen unruhigen Schlaf voller düsterer Vorahnungen.</p>
<p><a href="http://catolisicious.files.wordpress.com/2013/03/turmus_303.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-565" alt="Turmus_303" src="http://catolisicious.files.wordpress.com/2013/03/turmus_303.jpg?w=551&#038;h=324" width="551" height="324" /></a></p>
<p>&#8211;</p>
<p>Link zu Teil 2 &#8211; Eine Reise wider Willen</p>
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</item>
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<title><![CDATA[Besucher und neue Bewohner]]></title>
<link>http://taliaserlebnisse.wordpress.com/2013/03/10/besucher-und-neue-bewohner/</link>
<pubDate>Sun, 10 Mar 2013 10:35:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>Talia</dc:creator>
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<description><![CDATA[Kasha war immer noch nicht aufgetaucht. Ich musste mich wohl damit anfreunden, dass das wohl auch ni]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Kasha war immer noch nicht aufgetaucht. Ich musste mich wohl damit anfreunden, dass das wohl auch nicht mehr geschehen würde. Ich seufzte. Wegen einer Sklavin würde wohl keiner eine riesige Suchaktion veranstalten. Wie ich gerüchteweise gehört hatte war der Wirt wohl auch verschwunden, es kam der Gedanke auf, dass er eventuell für Kashas</p>
<div id="attachment_217" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://taliaserlebnisse.files.wordpress.com/2013/03/zzzz103_002.jpg"><img class="size-medium wp-image-217" alt="Besuch aus Belnend" src="http://taliaserlebnisse.files.wordpress.com/2013/03/zzzz103_002.jpg?w=300&#038;h=154" width="300" height="154" /></a><p class="wp-caption-text">Besuch aus Belnend</p></div>
<p>verschwinden verantwortlich war. Die Frage war nur offen war Kasha freiwillig mit ihm gegangen oder er hatte sie er sie einfach mitgenommen. Ich seufzte, darauf würde ich wohl niemals eine Antwort bekommen. Ich schaute noch einen Moment auf die Blumen die sie mir auf den Tisch gestellt hatte, die so langsam die Köpfe hängen ließen.<br />
Jedenfalls musste ich nun wieder einen anderen Weg finden unsere Wäsche waschen zu lassen lassen. Wieder entrang sich mir ein Seufzer. Naja ich hatte es vorher ja auch geschafft. So ging ich nach oben, kleidete mich an und da ich vor hatte ohne Burka aus dem Haus zu gehen, nahm ich die Nadeln und versuchte meine Haare nach oben zu stecken. Nach einer Ahn unter lautem Fluchen und etlichen Stichen in meine Finger und Kopfhaut hielt das Konstrukt und hatte so gar kein Vergleich mit den kunstvoll aufgetürmten Haaren von Lady Amira. Vereinzelte Strähnen hatten sich herausgestohlen.</p>
<div id="attachment_218" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://taliaserlebnisse.files.wordpress.com/2013/03/zzzz103_005.jpg"><img class="size-medium wp-image-218" alt="Auf der Terasse" src="http://taliaserlebnisse.files.wordpress.com/2013/03/zzzz103_005.jpg?w=300&#038;h=154" width="300" height="154" /></a><p class="wp-caption-text">Auf der Terasse</p></div>
<p>Ich zwang sie zurück an Ort und Stelle. Besser würde ich es erst mal nicht hinbekommen. Ich würde mir Tipps von Katara geben lassen müssen. Ich ging über den Marktplatz in Richtung Schreibstube und sah auf der Terrasse die Heilerin. Ich grüßte freundlich und einen Moment wunderte ich mich darüber das sie wohl Selbstgespräche zu führen schien. Aber dann grüßte mich eine zweite Stimme und eine weitere Lady trat hinter der Säule hervor.<br />
Ich ging näher, stellte mich freundlich vor und wir setzten uns um einen Tee gemeinsam zu uns zu nehmen. Bei der dritten Lady schien es sich um eine Sängerin zu handeln, die mit einem sie beschützenden Schreiber unterwegs war, welcher sich auch nicht viel später zu uns gesellte. Seine Erscheinung war sehr ….. naja sagen wir anders. Er war gekleidet wie die Nordleute und nur einige blaue Fähnchen waren an das Gewand gebunden. Er wirkte eher wie ein nordischer Krieger, denn wie ein Schreiber. Aber er war freundlich und hatte eine amüsante Art zu reden. Aber heute sollte ein Tag der Massen werden. Denn es quoll eine Besuchermenge auf den Marktplatz. Unter ihnen entdeckte ich Lady Alja, die mich einer weiteren Besucherin Lady Vic vorstellte und dann auf der Suche nach dem Baumeister in den Gassen verschwand. Diese Lady Vic schien von eher schüchternem Wesen zu sein und hielt sich strikt in der Nähe ihres, so nehme ich jedenfalls an, Gefährten auf, der sie dann zu einem Rundgang entführte. Die restliche Meute verzog sich</p>
<div id="attachment_219" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://taliaserlebnisse.files.wordpress.com/2013/03/zzzz103_003.jpg"><img class="size-medium wp-image-219" alt="Die Meute in der Taverne" src="http://taliaserlebnisse.files.wordpress.com/2013/03/zzzz103_003.jpg?w=300&#038;h=154" width="300" height="154" /></a><p class="wp-caption-text">Die Meute in der Taverne</p></div>
<p>dann recht schnell in die Taverne zurück. Auch die Sängerin und der Schreiber verzogen sich zu einem Spaziergang und ich machte mich auf in die Schreibstube.<br />
Nachdem ich einiges dort erledigt hatte kehrte ich wieder zurück auf die Terasse. Der Besucherandrang war geringer als vorher. Das vierte Ratsmitglied war wieder zurück und hielt seinen Finger tapfer hoch, die Heilerin hatte eine sich entzündete Wunde daran behandelt und wie es schien war er erleichtert es überlebt zu haben und vor allem das sein Finger noch dran war. Ich schmunzelte. Setzte mich wieder zu ihnen. Georg brachte mir die Pergamentrolle mit den Instandhaltungsarbeiten die der Baumeister Calos aufgelistet hatte. Der Schreiber verkündete die angehende Gefährtenschaft mit der Sängerin und die neue Heilerin entschied sich ein Haus für zwei Hände anzumieten und wir hatten Hoffnung das sie die erste Heilerin in ihrer Tätigkeit unterstützen würde. Später gesellte sich auch noch Lady Alia zu uns gierig nach einem Tee nach den langen Verhandlungen mit dem Baumeister. Der Abend verlief gesellig in angenehmer und gelöster Runde.<br />
Nur einmal als ein Fremder wie ein Händler gekleidet, Georg eine Pergamentrolle</p>
<div id="attachment_220" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://taliaserlebnisse.files.wordpress.com/2013/03/zzzz103_008.jpg"><img class="size-medium wp-image-220" alt="Der fremde Händler ohne Gesicht" src="http://taliaserlebnisse.files.wordpress.com/2013/03/zzzz103_008.jpg?w=300&#038;h=154" width="300" height="154" /></a><p class="wp-caption-text">Der fremde Händler ohne Gesicht</p></div>
<p>übergabwar die Stimmung mit einmal angespannt. Das mag daran gelegen haben das man unter dem Kopfschal den der Fremde trug sein Gesicht nur als verdüsterter Schemen wahrnehmen konnte. Georg sagte, nachdem er die Schriftrolle gelesen hatte, er würde es im Rat besprechen und dann Nachricht geben. Ich schaute kurz hielt meine Neugierde aber zurück.<br />
Irgendwann war es Zeit für die Felle und ich ging entspannt und gelöst nach Hause.</p>
]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Mit offenen Karten]]></title>
<link>http://catolisicious.wordpress.com/2013/01/08/mit-offenen-karten/</link>
<pubDate>Tue, 08 Jan 2013 17:30:26 +0000</pubDate>
<dc:creator>onolisicious</dc:creator>
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<description><![CDATA[Am nächsten Morgen brachen Amira und Cato zeitig von Turmus aus auf.  Vor der Abreise berichtete Ami]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Am nächsten Morgen brachen Amira und Cato zeitig von Turmus aus auf.  Vor der Abreise berichtete Amira ihrem Gefährten noch von einem Assassinen, der sie in der Hafenmeisterei aufgesucht hatte. Nachdenklich sah Cato auf die Kerbe, die der Dolch des Attentäters in ihrem Tisch hinterlassen hatte, während er ihren Ausführungen zuhörte. Der Mann war auf der Suche nach einem Verräter. Der Slaver der Isabell zur Flucht verholfen hatte, war verraten worden und saß – glaubte man den Gerüchten – im Kennel zu Lydius und warte auf die Vollstreckung des umgehend verhängten Todesurteils. Lydius.. Cato ballte die Faust und konnte seinen Zorn nur mit großer Mühe vor Amira verbergen. Lydius ging sie nichts mehr an. Amira würde sofort nach ihrer Rückkehr den Treueeid auf den Heimstein von Turmus leisten und damit das letzte Band zu ihrer Vergangenheit kappen.  Ihre Zukunft lag in Turmus am Vosk. Lydius durfte in ihrem weiteren Leben keine Rolle mehr spielen.</p>
<p><a href="http://catolisicious.files.wordpress.com/2013/01/turmus_040_008.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-288" alt="Turmus_040_008" src="http://catolisicious.files.wordpress.com/2013/01/turmus_040_008.jpg?w=551&#038;h=324" width="551" height="324" /></a></p>
<p>Anschließend sprachen sie noch kurz über die bevorstehende Zeremonie und den Administrator von Turmus. Zum ersten Mal äußerte Cato Zweifel an seinem Plan den Administrator durch einen Assassinen beseitigen zu lassen. Der Mann erfreute sich großer Beliebtheit beim einfachen Volk. Schlimmer noch, Cato fing langsam an ihn zu mögen. Noch dazu hatten die freien Frauen am Hafen offenbar ein Auge auf ihn geworfen. Vielleicht war es keine schlechte Idee Lady Isabell mit dem Administrator bekannt zu machen, dachte Cato laut nach. Sein Zögern brachte ihm umgehend einen langen Blick von Amira ein. Schließlich stand sie auf, stellte sich hinter ihn und schlang ihre Arme um ihn. Die wenigen Worte die sie ihm ins Ohr flüsterte genügten bereits, um Cato wieder von der Richtigkeit seines Vorhabens zu überzeugen.</p>
<p>Nachdem Amira sich verabschiedet hatte um zu packen, setzte sich Cato an seinen Tisch und verfasste eine Nachricht.  Eine seiner Agentinnen sollte die Botschaft nach Kasra bringen und Cato konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Er hatte sich Zeit mit seiner Antwort gelassen, doch nun – und nicht zuletzt aufgrund der vorliegenden Informationen der Agenten und Reisenden &#8212; erschien ihm genau der rechte Zeitpunkt zu sein. Mit wenigen Worten erteilte er Luc eine Absage auf dessen Ansinnen und teilte Kasra mit zwischen den Zeilen mit, wohin sie sich ihre Kriegstreiberei stecken könnten. Cato hatte nicht vor zum Verräter an Heimstein und Vosk-Liga zu werden. Außerdem enthielt seine Nachricht noch eine Warnung, die so hoffte er jedenfalls, einigen Staub in Kasra aufwirbeln würde.</p>
<p>Kurz darauf verließen sie Turmus mit dem Tarn und folgten dem Vosk stromaufwärts. Amira und Cato nutzten die Zeit unterwegs um nachzudenken. Nach einiger Zeit erreichten sie ihren Zielort und wiesen den Tarnreiter an, außerhalb des Ortes zu warten. Nach kurzem Fußmarsch trafen sie in Jorts Fähre ein. Eine Kajira führte sie in die Herberge und der Rarius der sie begrüßt hatte, machte sich auf den Weg, um zumindest einige der Ratsmitglieder aufzutreiben.</p>
<p>Cato sah sie zuerst. Dort, in der Ecke der Herberge, stand gegen eine Wand gelehnt eine Standarte auf der das Wappen von Lydius prangte. Auf seiner Stirn bildete sich eine steile Zornesfalte und seine Hand schloss sich um den Knauf seines Gladius. Sein Schwert lechzte nach Vergeltung und für einen Moment hoffte Cato darauf, an diesem Tag eine längst überfällige Schuld einzufordern. Wutentbrannt starrte er die Flagge an, dann ließ er seinem Unmut und seinem Zorn freien Lauf. Amira berührte ihn am Arm, versuchte ihn zu beruhigen.. die Kajira zog sich ein wenig eingeschüchtert in die Ecke zurück, um von dort die an sie gerichteten Fragen zu beantworten. Ein Krieger aus Lydius in offizieller Mission hielt sich seit dem Vortag in Jorts Fähre auf, erklärte sie einem aufgebrachten Cato und einer sehr gefassten Amira. Erneut flammte Catos Hass auf, doch Amira gelang es ihren Gefährten mit klugen Worten zu besänftigen. Endlich setzte er sich, doch es sollte noch eine ganze Weile dauern, bis er sich wieder unter Kontrolle hatte.</p>
<p><a href="http://catolisicious.files.wordpress.com/2013/01/jf001_003.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-287" alt="JF001_003" src="http://catolisicious.files.wordpress.com/2013/01/jf001_003.jpg?w=551&#038;h=324" width="551" height="324" /></a></p>
<p>Bald darauf gesellte sich Talia zu ihnen. In ihrem Schlepptau befand sich wie immer der Krieger Nila. Seitdem Cato ihn auf dem Ka La Na Fest hatte kämpfen sehen, brachte er dem Krieger einen großen Respekt entgegen. Schon beim letzten Zusammentreffen fiel Cato die lauernde Zurückhaltung des Kriegers auf. Nila schien kein Freund großer Worte und Reden zu sein, und doch schaffte er es immer wieder mit wenigen Worten den Kern einer Situation zu erfassen und zu beschreiben. Hinter der schweigsamen Fassade des Kriegers verbarg sich ein rasiermesserscharfer und äußerst pragmatischer Verstand.</p>
<p>Neugierig erkundigte sich Talia nach dem Grund für die Reise von Turmus nach Jorts Fähre. Amira und Cato hielten sich nicht mit langen Vorreden auf. Sie waren gekommen um die Karten auf den Tisch zu legen und Klarheit bezüglich der Ziele von Del-ka und Turmus zu schaffen. Cato beteuerte die friedlichen Absichten von Del-ka und bot sogar an, seine Aussagen mit einem Eid vor dem Rat und auf den Heimstein von Jorts Fähre zu untermauern. Nach einiger Zeit gesellte sich noch Georg der Händler zu ihnen und man begann Informationen auszutauschen.</p>
<p>Jorts Fähre lagen Informationen vor, wonach sich die Regentin Kasras vom Rat der Stadt zur Ubara oder Tatrix bestätigen lassen wollte. Dies deckte sich mit den Aussagen die Amira und Cato aus Kasra vorlagen. Cato berichtete von Lucs Angebot an Turmus und den angeblichen Kriegsplänen der Stadt am Fayheen. Man kam überein, dass aus Kasra im Augenblick nur wenig Gefahr drohte. Die zu erwartenden innenpolitischen Schwierigkeiten, so hoffte man jedenfalls, würden sämtliche Expansionspläne Kasras in Bezug auf den Vosk schon im Keim ersticken. Etwas mehr Kopfzerbrechen bereiteten hingegen die undurchsichtigen Pläne Lydius‘. Eine ganze Weile diskutierten sie über die möglichen Absichten und Ziele, ohne jedoch zu einem Ergebnis zu kommen. Es blieb ihnen also nichts anderes übrig als abzuwarten.</p>
<p>Für einen Moment dachte Cato an Isabell, die sie auf eine heikle Mission geschickt hatten. Sollte sie Erfolg haben, dann war ihnen der ein oder andere überraschende und unerwartete Zug auf dem Kaissa-Brett der Macht sicher. Schließlich sprach Cato noch die momentane Position der Vosk-Liga an. Im Lauf der letzten Jahre hatte die Liga einiges an Stärke eingebüßt. Es wurde Zeit über eine Neuorganisation nachzudenken, um die alte Stärke wiederzuerlangen. Die Vertreter aus Jorts Fähre versprachen das Ansinnen aus Turmus zu prüfen und weitere Gespräche zu diesem Thema wurden vereinbart. Im wichtigsten Punkt stimmten jedoch alle überein. Sollte eine Stadt der Vosk-Liga angegriffen werden, dann würden alle anderen Städte ihr beistehen.</p>
<p>Zufrieden verabschiedeten sich Amira und Cato. Vor ihrem Aufbruch orderte er bei Georg noch fünf Fässer des hervorragenden Ka La Nas aus Jorts Fähre. Zu spät, wie er mit leisem Bedauern feststellte, denn die Fässer würden erst nach Amiras Feier in Turmus eintreffen. Dennoch waren sie mit dem Ergebnis ihrer Reise mehr als zufrieden. Die Karten lagen nun offen auf dem Tisch und der Verlauf des Gesprächs liess auf Frieden in der Vosk-Region hoffen.</p>
<p>Die Rückreise dauerte fast die ganze Nacht. Müde und durchgefroren vom Flug auf dem Tarn trafen sie wieder  in Turmus ein. Vor ihnen lag ein wichtiger Tag. Sie hofften noch einige Ahn ruhen zu können, bevor sie sich im Palast zum Heimsteinschwur einfinden musste. Doch kaum angekommen, vernahmen sie laute Stimmen aus der Hafenmeisterei. Bo, der Kommandant der Streitkräfte Belnends war eingetroffen und diskutierte mit Rannug dem Händler. Was Bo und Rannug zu berichten hatten, verschlug den beiden müden Reisenden die Sprache. Rannug übergab ihnen eine Nachricht. Es handelte sich lediglich um ein paar hastig auf ein Pergament gekritzelte Worte, und doch reichte der Inhalt der Botschaft, um allen Anwesenden das Blut in den Adern gefrieren zu lassen.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Schiffsnachrichten]]></title>
<link>http://catolisicious.wordpress.com/2013/01/06/schiffsnachrichten/</link>
<pubDate>Sun, 06 Jan 2013 12:06:28 +0000</pubDate>
<dc:creator>onolisicious</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ein paar Bilder von der gestrigen Übung mit den Tarnschiffen (ArsNavalis, Naumakia). Leider hat uns]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ein paar Bilder von der gestrigen Übung mit den Tarnschiffen (ArsNavalis, Naumakia). Leider hat uns das GSX System im Stich gelassen, so dass wir den Rammschaden nicht austesten können. Dafür konnten wir das Bogenschiessen vom Boot üben bzw. das Entern eines gegnerischen Schiffes. Hat jedenfalls Spass gemacht&#8230;</p>
<p><em>Einsatzbesprechung der Rarii aus Belnend, Jorts Fähre und Turmus an den Docks, der Admiral erklärt das Manöver:</em></p>
<p><a href="http://catolisicious.files.wordpress.com/2013/01/flottenmanoever6.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-243" alt="Flottenmanoever6" src="http://catolisicious.files.wordpress.com/2013/01/flottenmanoever6.jpg?w=551&#038;h=324" width="551" height="324" /></a></p>
<p><em>Das erste vollbesetzte Tarnschiff verlässt den Hafen:</em></p>
<p><a href="http://catolisicious.files.wordpress.com/2013/01/flottenmanoever4.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-242" alt="Flottenmanoever4" src="http://catolisicious.files.wordpress.com/2013/01/flottenmanoever4.jpg?w=551&#038;h=324" width="551" height="324" /></a></p>
<p><em>Teil 2 der Übung mit zwei Tarnschiffen:</em></p>
<p><a href="http://catolisicious.files.wordpress.com/2013/01/flottenmanoever7.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-244" alt="Flottenmanoever7" src="http://catolisicious.files.wordpress.com/2013/01/flottenmanoever7.jpg?w=551&#038;h=324" width="551" height="324" /></a></p>
<p><em>Bereit zum Rammen:</em></p>
<p><a href="http://catolisicious.files.wordpress.com/2013/01/flottenmanoever12.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-246" alt="Flottenmanoever12" src="http://catolisicious.files.wordpress.com/2013/01/flottenmanoever12.jpg?w=551&#038;h=324" width="551" height="324" /></a></p>
<p><em>Ein geentertes Schiff &#8230; :</em></p>
<p><a href="http://catolisicious.files.wordpress.com/2013/01/flottenmanoever16.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-249" alt="Flottenmanoever16" src="http://catolisicious.files.wordpress.com/2013/01/flottenmanoever16.jpg?w=551&#038;h=324" width="551" height="324" /></a></p>
<p><em>Anschließendes Palaver in der Taverne zu Turmus mit den Gästen aus Belnend:</em></p>
<p><a href="http://catolisicious.files.wordpress.com/2013/01/flottenmanoever17.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-250" alt="Flottenmanoever17" src="http://catolisicious.files.wordpress.com/2013/01/flottenmanoever17.jpg?w=551&#038;h=324" width="551" height="324" /></a></p>
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</item>
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<title><![CDATA[There's daggers in men's smiles - Die dunkle Seite der Macht ]]></title>
<link>http://catolisicious.wordpress.com/2013/01/04/there-s-daggers-in-mens-smiles-oder-die-dunkle-seite-der-macht/</link>
<pubDate>Fri, 04 Jan 2013 18:29:18 +0000</pubDate>
<dc:creator>onolisicious</dc:creator>
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<description><![CDATA[Der Tag des Heimsteinschwurs war gekommen. Endlich, dachte Cato, während er am Pier stand und auf de]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Der Tag des Heimsteinschwurs war gekommen. Endlich, dachte Cato, während er am Pier stand und auf den Hafen hinunter sah. Wie jeden Morgen lag ein leichter Dunst über dem Fluss. Der Winter hatte Einzug am Vosk gehalten und es war merklich kühler geworden. Über dem Nebel ging die Sonne auf und verwandelte den nebelverhangenen Himmel über dem Fluss in ein verschwommenes Feuer aus Rot- und Goldtönen.</p>
<p>Ein Handelsschiff lief gerade aus. Vom Pier aus konnte Cato die Seeleute auf dem Deck erkennen, die sich ruhig und besonnen ihren Aufgaben widmeten. Jeder einzelne von ihnen wusste genau um seinen Platz an Bord. Unerschütterlich stand der Kapitän neben dem Steuermann auf der Brücke des Schiffes. Anweisungen wurden erteilt, die Kommandos von den Bootsmännern an die Besatzung weitergegeben. Dennoch zeigte keiner der Seemänner eine Spur von Eile. Ruhig und gewissenhaft führten sie die erteilten Befehle aus, jeder Handgriff saß und niemand wagte es, die Anordnungen des Kapitäns in Frage zu stellen. Für die Besatzung des Schiffes gab es keinen Grund dazu. Sie vertrauten ihrem Kapitän bedingungslos. Das Schiff war sein Reich; hier war er der Ubar, der Schiff und Mannschaft mit strenger aber gerechter Hand führte.</p>
<p>Nachdenklich lehnte sich Cato über das Geländer des Balkons uns sah dem auslaufenden Schiff nach. Von hier oben wirkte alles so einfach. An Bord des Schiffes herrschte eine klare Hierarchie. Mühelos glitt das schwere Schiff aus dem schmalen Hafenbecken, hinaus auf den mächtigen Vosk. Doch Cato wusste, dass derartige Manöver alles andere als einfach waren. Die Mannschaft musste Hand in Hand arbeiten und die Befehle des Kapitäns bedingungslos befolgen. Der Kapitän hingegen musste sich seiner Besatzung absolut sicher sein und sein Schiff aufs genauste kennen. Jede Planke, jedes Tau sollte ihm vertraut sein – so wie die Eigenheiten, die Stärken und Schwächen jedes einzelnen Besatzungsmitglieds. Vor allem aber, sollte ein Kapitän wissen, wie sein Schiff auf die leiseste Bewegung des Steuers reagierte.</p>
<p>Das Schiff nahm Kurs auf die Flussmitte, dann schlug es einen Kurs Richtung Osten ein. Kaum ein Schiff fuhr je nach Westen. Dort, wo sich der Fluss immer mehr verzweigte und langsam in das nahezu unpassierbare Marschland des großen Deltas überging, gab es kaum noch schiffbare Arme des Vosks. Nach einer Weile verschwand das Schiff am Horizont und Cato ging fröstelnd hinein und nach oben. Amira schlief noch und für eine Weile stand Cato am Fuß des Betts und betrachtete sie. Neben dem Bett stand eine Wiege. Friedlich schlafend lagen die beiden Mädchen, Dionyza und Helena, darin. Nur Laertes war bereits wach und sah mit seinen großen blauen Augen etwas verschlafen durch die Gitter des Bettes.  Leise ging Cato die Treppen hinunter. Er trug noch seine Reisekleidung und den schweren Wintermantel. Nach dem Erhalt der Botschaft von Luc aus Kasra gab es keine Zeit zu verschwenden und Cato brach nach Belnend auf. Die Reise war nicht sonderlich lang, doch kaum hatte er den Vosk hinter sich gelassen, bedeckte Schnee den Boden, der das Vorankommen erschwerte. In Belnend selbst fand er eine geschlossene Schneedecke vor und war froh, die leichten Sandalen, gegen schwere Lederstiefel getauscht zu haben.</p>
<p>Lange saß er mit Nici zusammen in der Herbergsschenke. Es gab viel zu besprechen und vor all galt es die Fronten zu klären. Belnend war durch ein Bündnis mit Jorts Fähre verbunden und es lag Cato fern, den Ort der ihnen Zuflucht und Schutz gewährt hatte, in einen Krieg zu zwingen. Die Botschafterin versprach über die Neuigkeiten aus Kasra und vom Vosk nachzudenken. Cato wusste um die besonderen Beziehungen Nicis zur Regentin von Kasra und nickte nur. Belnend bat um Zeit, und Belnend sollte sie bekommen. Anschließend sprachen sie über Schiffsbau und die neue Flotte in Turmus. Voller Stolz erwähnte er die beiden neuen Tarnschiffe und den überaus fähigen Admiral. Die Botschafterin hörte ihm aufmerksam zu und erwähnte einen Schiffbauer aus dem Norden. Vielleicht war es Zeit für Belnend über eine eigene Flotte nachzudenken. Es war schon später Abend und für einen Moment war Cato in Versuchung die Nacht in der Herberge zu verbringen. Doch angesichts des bedeutenden Ereignisses am nächsten Tag, entschied er sich dagegen und brach sofort auf. Am frühen Morgen traf er müde wieder in Turmus ein.</p>
<p>An Schlaf war jedoch nicht zu denken. Der Hafen war mittlerweile erwacht und es herrschte eine rege Betriebsamkeit. In der Taverne wurden die Vorräte aufgefüllt, Schiffe wurden be- und entladen, in Rannugs Kontor brannte bereits ein warmes Licht. In seiner Schreibstube angekommen legte er den schweren Mantel ab und vertiefte sich in einige Papiere. Der Lärm des Hafens drang von draußen herein, doch Cato war in seine Arbeit vertieft und bemerkte das Treiben vor den Fenstern der Hafenmeisterei kaum. Erst als Amira zu ihm trat und ihn begrüßte, sah er auf und schob die Papiere zur Seite. Nur kurz sprachen sie über seine Reise nach Belnend, bevor sie auf den heutigen Heimsteinschwur zu sprechen kamen. Cato äußerte seinen Unmut über den Administrator von Turmus, der sich in letzter Zeit oft am Hafen blicken ließ. Der Administrator zeigte sich volksnah und äußerst jovial; eine Tatsache die Cato nicht sonderlich behagte.</p>
<p><a href="http://catolisicious.files.wordpress.com/2013/01/cato_003.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-223" alt="cato_003" src="http://catolisicious.files.wordpress.com/2013/01/cato_003.jpg?w=551&#038;h=337" width="551" height="337" /></a><br />
Zum ersten Mal sprach er Amira gegenüber offen aus, was er vom Administrator hielt und welche Pläne er für die weitere Zukunft hegte. Der Administrator war ihm im Weg, und es gab nur eine Möglichkeit dieses Hindernis aus dem Weg zu schaffen. Dieses mal würde er nicht zögern und ihn aus dem Weg schaffen lassen. Fassungslos lauschte Amira Catos Ausführungen, dann – Cato war ihre zögerliche Zurückhaltung nicht entgangen – warf er ihr einen langen und prüfenden Blick zu. Er musste wissen, ob sie bedingungslos hinter ihm stand, ihren Platz an seiner Seite kannte. Das Schiff kam ihm wieder in den Sinn und für einen Moment überlegte er, ob er ihr davon erzählen sollte. Doch dann stand sie plötzlich neben ihm, legte ihm ihre Hand auf seine Schulter und sprach die Worte die Cato von ihr erwartete. Cato sah hoch zu ihr. Entschlossenheit sprach aus ihrem Blick, Entschlossenheit und Zustimmung. Sie beide hatten vom Kelch der Macht gekostet. Trunken vor Erregung kletterte sie auf seinen Schoß, raffte dabei ihre Roben nach oben. Cato zögerte nicht lange und warf sie auf den Tisch. Ungeduldig riss er die restlichen Roben vom Körper und sah auf ihren nackten Körper hinab. Er nahm sie schnell und hemmungslos auf dem Tisch der Schreibstube. Vergessen waren ihre Bedenken und vergessen waren auch der Lärm des Hafens um sie herum. Schriftrollen und Münzen fielen vom Tisch, doch nichts von alledem nahmen sie wahr. Der atemlose Rausch kam über sie wie ein gewaltiger Sturm und nahm sie in ihren Besitz. Erst nach einer Weile gelang es ihnen wieder einen klaren Gedanken zu fassen. Amira zog sich hastig an, während Cato die auf dem Boden verstreuten Schriftrollen und Münzen einsammelte. Es würde nicht mehr lange dauern und ein Bittsteller nach dem anderen würde in die Hafenmeisterei kommen. Grinsend verabschiedete er sich von ihr. Auf die Hafenprätorin warteten wichtige Aufgaben und Cato musste langsam aufbrechen in Richtung Stadt.</p>
<p>Amira hatte ihm zuhause bereits seine beste dunkelblaue Robe bereitgelegt. Der Administrator hatte ihn für die 17. Ahn in den Palast bestellt und es wurde Zeit sich auf den Weg zu machen. Eines des Ratsmitglieder erwartete ihn vor der Zeremonie in seinem Haus in Turmus, um einige wichtige Angelegenheiten zu besprechen. Anschließend würde er ihn zum Palast begleiten. Zwei Ratsmitglieder hatten sich nebem dem Administrator für Cato verbürgt. Sie würden ebenfalls anwesend sein, um seinen Schwur zu bezeugen.  Der Palast lag inmitten eines erhöhten Platzes in der Stadtmitte von Turmus. Es war ein beeindruckender Zylinder aus Stein und Marmor. Goldene Ornamente und Intarsien auf den Außenmauern zeugten vom Reichtum der Stadt am Vosk. Der Heimstein war für den Schwur in die Zeremonienhalle gebracht worden. Schwerbewaffnete Krieger bewachten den Eingang und behielten jeden im Auge, der sich dem Atrium näherte. Feuerschalen tauchten den Raum in ein warmes Licht. In der Mitte, auf einem marmornen Sockel, ruhte der Heimstein Turmus&#8217;. Der Administrator wartete bereits auf ihn. Er trug eine einfache braune Robe, nur die schwere goldene Kette um seinen Hals mit dem Stadtwappen von Turmus, zeugte von der Macht des unscheinbaren Mannes. Ehrfurchtsvoll betrat Cato den Raum und blieb in einiger Entfernung vom Podest mit dem Heimstein stehen. Der Administrator richtete ein paar feierliche Worte an die Anwesenden, dann wandte er sich an Cato.<br />
<a href="http://catolisicious.files.wordpress.com/2013/01/administrator_001.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-222" alt="administrator_001" src="http://catolisicious.files.wordpress.com/2013/01/administrator_001.jpg?w=551&#038;h=337" width="551" height="337" /></a><br />
<em>„Bis zum heutigen Tag bist du in Turmus ein Fremder. Ein geduldeter Fremder. Du bist mir zu einem guten Freund und Berater geworden, aber nicht nur mir. Zwei andere Mitglieder des hohen Rates haben sich für dich verbürgt. Daher frage ich dich nun, Cato con Hochburg, bist du bereit heute auf den Heimstein von Turmus zu schwören, mit allen Konsequenzen?&#8221;</em></p>
<p>Prüfend blickte der Administrator Cato bei seinen Worten an. Er hielt dem Blick stand und nickte. Dann hieß ihn der Administrator vor dem Stein das Knie zu beugen und seine Hand auf den Heimstein zu legen. Ohne zu Zögern folgte er der Aufforderung. Der Stein fühlte sich kühl und glatt unter seiner Hand an. Für eine Ihn hob er seinen Kopf, musterte den Administrator. In diesem Moment schossen ihm tausend Gedanken durch den Kopf. Vielleicht war er doch ein guter Kapitän, jemand der sein Schiff kannte und jemand auf den sich die Schiffsbesatzung bedingungslos verlassen konnte?  Cato seufzte und konzentrierte sich wieder auf den Stein und den bevorstehenden Schwur. Turmus, das war alles was er wollte. Die Stadt am Vosk war ihm ans Herz gewachsen. Dies war der Platz an dem er leben und seine Kinder großziehen wollte. Der Administrator stand ihm und seinen Plänen im Weg.</p>
<p><a href="http://catolisicious.files.wordpress.com/2013/01/heimsteinschwur_005.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-227" alt="heimsteinschwur_005" src="http://catolisicious.files.wordpress.com/2013/01/heimsteinschwur_005.jpg?w=551&#038;h=337" width="551" height="337" /></a></p>
<p>Die Worte des Administrators rissen ihn aus seinen Gedanken.</p>
<p><em>„Cato con Hochburg, aus der Kaste der Schriftgelehrten, sprich mir nun deinen Schwur nach..“</em></p>
<p>Der Administrator sprach die uralten Worte der Zeremonie mit lauter und klarer Stimme vor. Langsam und ohne Zögern wiederholte Cato die Worte und leistete seinen Treueeid auf den Heimstein von Turmus. Für einen Moment dachte er an seine alte Heimat zurück. Die roten Berge des Voltais und die Festung auf dem Berg. Das alles gehörte nun endgültig der Vergangenheit an. Vor ihm lag eine Zukunft am Vosk.</p>
<p>Nachdem er seinen Eid geleistet hatte legte ihm der Administrator einen Kranz aus geflochtenen Pflanzen der Region um sein Haupt und Cato durfte sich wieder erheben. Es wurde ihm gestattet einige persönliche Worte an den Heimstein und die anwesenden zu richten. Cato nutzte die Gelegenheit, um dem Administrator und dem Rat für das entgegengebrachte Vertrauen zu danken. Dem Heimstein hingegen versicherte er seine absolute Treue und Loyalität.  Nun war er offiziell ein Bürger der Stadt und wurde als erster Schreiber in den Rat der Stadt aufgenommen. Der Administrator überreichte ihm ein kleines Kästchen. Verwundert öffnete es Cato. Darin lag ein poliertes Stück Holz; ein Siegel wie Cato schnell erkannte. Auf dem Stempel des Siegels waren Name und Heimstein eingeprägt. Dankbar nickte Cato und wieder schlichen sich Zweifel in seine Gedanken. Noch immer hatte er Skrupel sich des Administrators zu entledigen, doch eine andere Option gab es nicht.</p>
<p>Doch heute, heute wollte er feiern und nicht weiter darüber nachdenken. Morgen würde er sich des Problems annehmen und eine Lösung finden.</p>
<p>&#8211;</p>
<p>Titel aus Macbeth,  Act II, Sc. III</p>
<p>W. Shakespeare</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Metamorphose]]></title>
<link>http://catolisicious.wordpress.com/2012/10/22/metamorphose/</link>
<pubDate>Mon, 22 Oct 2012 15:34:19 +0000</pubDate>
<dc:creator>onolisicious</dc:creator>
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<description><![CDATA[Zufrieden lehnte sich Cato zurück und nippte versonnen an seinem Kalana. Ein Holzscheit im Kamin bra]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Zufrieden lehnte sich Cato zurück und nippte versonnen an seinem Kalana. Ein Holzscheit im Kamin brannte knisternd herunter. Das Feuer tauchte den sonst nur spärlich erleuchteten Raum in ein warmes Licht und verbreitete eine angenehme Wärme im Haus.  Amira kniete nackt auf dem Fell zu seinen Füssen. Um ihren Hals lag locker ein Kragen aus grobem Seil. Ihr Kopf ruhte auf seinem Knie, eine ihrer Hände streichelte seine nackten Waden.</p>
<p><!--more--></p>
<p>Nachdenklich sah er sie über den Rand des Bechers hinweg an. Sie war schön wie immer, ihre makellose Haut leuchtete im Schein der Flammen. Und doch erschien ihm ihre Schönheit noch strahlender, noch heller als noch vor wenigen Ahn. Cato konnte sich an ihrem Anblick nicht sattsehen. Er war Zeuge einer fast schon unheimlichen Verwandlung geworden. Vor nicht einmal einer Ahn hatte er ihr einige Schriftrollen gereicht. Dokumente, mit denen auch die letzte Lücke der  Vergangenheit geschlossen werden würde. Nun kniete sie mit geöffneten Beinen vor ihm auf dem Boden, trug seinen Kragen um den Hals und hielt den Blick gesenkt. Ihre Robe lag ein Stück entfernt ordentlich zusammengefaltet auf dem Boden.<br />
Mit gierigen Zügen trank er den Kalana aus und stellte den Becher ab. Ein feiner Schweißfilm überzog seinen nackten Oberkörper. Die Anstrengungen der letzten halben Ahn hatten ihn vollkommen erschöpft. Dennoch jagte ihm jede Berührung ihrer Hände einen Schauer über seinen Rücken. Er liess seine Augen über ihren nackten Körper wandern und spürte, wie sich umgehend die feinen Härchen auf seiner Brust und seinen Armen aufrichteten. Das, was sich soeben in diesem Raum abgespielt hatte, war alles andere als geplant gewesen. Sie war seine Gefährtin, nicht seine Kajira. Trotzdem trug sie nun einen Kragen um den Hals, seinen Kragen.</p>
<p>Sie waren erst vor kurzem mit einem der Flussboote in Turmus angekommen. Er hatte nicht vor die Nacht in einer Herberge zu verbringen und drängte auf Weiterreise. Im Hafen mietete Cato ein kleines Ruderboot und besorgte ein paar Vorräte. Amira wartete geduldig auf ihn, schaukelte Laertes auf ihren Armen und beobachte das rege Treiben in der kleinen Stadt am Vosk. Die Sonne stand bereits tief am Horizont, als die Vorräte endlich alle im Boot verstaut waren. Cato half Amira ins Boot und reichte ihr Laertes, bevor er selbst hineinkletterte und das Paddel aufnahm. Der Hafen von Turmus lag in einer kleinen Ausbuchtung des Flusses. Dicke Mauern umgaben das vorgelagerte Hafenbecken. An beiden Seiten der Einfahrt standen steinerne Wachtürme, auf denen aufmerksame Krieger den Fluss nach Gefahren absuchten. Als sie den Schutz des Hafenbeckens verließen, versank die Sonne hinterm Horizont und auf einem der Türme wurde bereits ein Signalfeuer entzündet.  Cato winkte den Wächtern auf dem Turm zu und legte beide Hände wieder auf das Paddel. Der Vosk war bei Turmus besonders breit. In der Mitte des Flusses lagen auf einer Länge von mehreren Pasang unzählige kleine Inseln und Sandbänke. Die starke Strömung des Flusses zerrte am Boot und liess es auf Wasseroberfläche hin- und hertanzen. Verbissen tauchte Cato das Paddel wieder und wieder in die schwarzen Fluten des reißenden Stromes. Je weiter sie sich der Flussmitte näherten, desto unberechenbarer und stärker wurde die Strömung. Kleine Schaumkronen trieben auf der sich kräuselnden Wasseroberfläche. Äste dick wie sein Arm trieben im Wasser und würden ihnen ein Loch ins Boot reißen, sollten sie einem von ihnen zu nahe kommen. Endlich, nach einer gefühlten Ewigkeit tauchte die bewaldete Insel vor ihnen auf. Erleichtert lenkte Cato das Boot in eine kleine Bucht. Seine Arme und Schultern brannten vor Anstrengung und seine Paddelbewegungen wurden langsamer. Gemächlich liess er das Boot in das ruhige Gewässer der Bucht treiben, benutzte das Paddel nur noch um den Kurs zu korrigieren. Nach kurzer Zeit konnten sie den Sand unter dem Kiel des Bootes knirschen hören und die Fahrt verlangsamte sich. Cato sah zu Amira. Laertes lag schlafend und dick eingepackt auf ihren Armen. Cato fragte sich, ob es jemals etwas geben würde, was seinen Sohn aus der Ruhe bringen würde. Reisen und reißende Flüsse gehörten jedenfalls nicht dazu. Vorsichtig stand er auf und bemühte sich das Schwanken des Bootes auszugleichen bevor er über den Rand kletterte. Das Wasser war seicht und reichte ihm nicht einmal bis zu den Knien. Cato packte das Boot, und zog es am dichten Schiff vorbei an Land. Amira reichte ihm den immer noch schlafenden Laertes bevor sie selbst aus dem Boot kletterte und sich umsah. Ein kleiner Waldweg führte von der Bucht weg und auf ein Haus zu. Dunkel lag es im Zwielicht der hereinbrechenden Nacht vor ihnen. Hinter dem Haus ragten hohe Bäume auf, deren Wipfel sich im Wind sanft hin- und herweigten. Außer dem Rauschen des Windes in den Baumkronen und den Geräuschen des Flusses war nichts zu hören.</p>
<p>Die Tür war unverschlossen. Cato wusste, das kaum jemand auf die Inseln im Vosk kam. Das Haus gehörte einem Bürger aus Turmus, der es ihm ohne großartig Fragen zu stellen, zu einem vernünftigen Preis vermietet hatte. Es war ein solides Steinhaus und bot auf zwei Stockwerken genug Platz für del-ka. Neben dem Haus lagerte genug Holz, um mehrere harte Winter zu überstehen. Ein langer Gang führte vorbei an einer kleinen Küche geradewegs auf eine mächtige steinerne Feuerstelle zu. Davor befanden sich ein langer Holztisch mit zwei massiven Holzbänken. Der Kamin dahinter war dunkel, im Haus roch es nach Holz und nach erloschenem Feuer.  Unweit vom Versammlungstisch stand ein etwas kleinerer Tisch, übersät mit Karten und Dokumenten. In einem Nebenraum hatte Cato ein Arbeitszimmer mit einer umfangreichen Sammlung an Dokumenten und Schriftrollen untergebracht. Eine Treppe führte nach oben. Im Obergeschoss befanden sich Waschgelegenheit und Schlafmöglichkeiten. Weiche Felle bedeckten den Boden vor einer Galerie, von der aus man den Versammlungstisch im Erdgeschoß überblicken konnte. Das Haus war zweckmäßig eingerichtet und sollte als geheimer Versammlungsort für die del-ka Organisation dienen. Außerdem stand es allen Mitgliedern der Organisation als sicherer Rückzugsort offen.</p>
<p>Er entzündete eine kleine Öllampe und reichte sie Amira. Während sie sich im Haus umsah und sich um Laertes kümmerte, schaffte Cato die Vorräte und Feuerholz ins Haus. Nach kurzer Zeit brannte ein munteres Feuer im Kamin und auf der steinernen Küchentheke stapelten sich die Kisten und Fässer. Amira hatte Laertes auf einem Fell abgelegt und werkelte in der Küche herum. Sie verstaute alle Vorräte und bereitete für sich und Laertes ein Abendessen zu. Cato hatte keinen Hunger und wünschte sich nichts weiter als einen Kalana und ein weiches Fell. Ihr Aufenthalt würde nur von kurzer Dauer sein. Morgen schon wollten sie aufbrechen und weiter nach Iskander reisen. Amiras Tharlarion stand dort in einem Stall, außerdem hatte sie einen Teil ihres Vermögens bei einem der del-ka Kontaktleute deponiert. Amira reichte ihm seinen Kalana und setzte sich auf einen der schweren gepolsterten Sessel. Mit dem Becher in der Hand lief er ins Arbeitszimmer. Dort befanden sich in einer verschlossenen Kiste Abschriften seiner privaten Dokumente und Korrospondenz. Er öffnete die Kiste mit einem kleinen Schlüssel und nahm zwei Schriftrollen heraus. Er hatte sie schon vor einer Weile hier deponiert und auf den richtigen Moment gewartet. Hier draußen waren sie allein und es war kein unerwarteter Besuch zu befürchten. Er trug die beiden Schriftrollen zu einem kleinen Tisch zwischen zwei Sesseln und setzte sich zu Amira.</p>
<p>Sie hatten einige ereignisreiche Tage in Belnend hinter sich. Im Wald hatten sich Outlaws niedergelassen und trotz der ausgesandten Späher konnte Bo einen Überfall auf die Stadt nicht verhindern. Immer wieder tauchten Jägerinnen vor der Stadt auf. Überfielen Reisende und Wanderer und erbeuteten Nahrungsmittel und Waffen. Angesichts der beunruhigenden Neuigkeiten aus der Nachbarschaft, erlaubte Cato seiner Gefährtin widerwillig die Anschaffung eines Jagdbogens. Ab und an nahm er sie mit auf die Jagd, wo sie ihre Fertigkeiten mit Pfeil und Bogen verfeinern konnte. Sie war sicher kein Naturtalent, aber immerhin reichte es, um ein einsames im Wald umherstreifendes Tabuk zu erlegen. Cato hatte sie während der Jagd genau beobachtet. Sie hatte nicht gezögert, war ruhig geblieben und hatte den Pfeil schließlich zielsicher von der Sehne gelassen.<br />
Vor ein paar Tagen hatten sie Belnend zusammen mit Blue verlassen und waren in die Tem-Ebene gereist. Alja hatte es ihnen nicht leicht gemacht und begegnete vor allem Amira mit unverhohlenem Misstrauen. Doch schließlich, nach langen Diskussionen, hatte sie sich erweichen lassen und zusammen mit Blue die Geburtspapiere korrigiert. Nun stand Amiras Name auf den Papieren und der Eintrag „Mutter bei der Geburt verstorben“ war getilgt. Allerdings waren die neuen Papiere für Laertes mit einer Auflage verbunden. Blue würde die Urkunde erst dann bestätigen, wenn Cato und Amira ihren Heimsteineid auf Belnend abgelegt hatte. Solange waren sie zwar im Besitz einer verbindlichen Urkunde, aber einem aufmerksamen Betrachter würden die kleinen Unstimmigkeiten vielleicht auffallen.</p>
<p>Nach ihrer Rückkehr nach Belnend legten sie die Urkunde zu den anderen Dokumenten. Catos Blick fiel auf eine Abschrift von Amiras Freilassungspapieren. Verdammt! Er hätte sich dieses Problems schon längst annehmen müssen. Bereits in Klima hatte er darüber nachgegrübelt und keine zufriedenstellende Lösung gefunden. Cato fluchte innerlich. Amira hatte ihm gestanden, ihre Freilassungspapiere gefälscht zu haben. Als er sie in der Oase von Klima fand, war sie nicht mehr als eine entlaufende Kajira und als solche hätte er sie behandeln müssen. Cato erinnerte sich an den Tag. Mehr tot als lebendig hatte er die rettende Oase erreicht. Nach seiner Genesung hatte er lange mit Amira gesprochen. Sie hatte ihm von den schrecklichen Ereignissen in Lydius erzählt, von ihrer Versklavung durch Gar, vom unter der Folter erzwungenen Verrat an Cato und del-ka.  Amira hatte ihm die grausamen Einzelheiten nicht verschwiegen. Aber: sie hatte sich ihm geöffnet und endlich über all das gesprochen, was damals in ihr vorgegangen war.  Cato brachte es einfach nicht übers Herz. Zu groß war die Wiedersehensfreude auf beiden Seiten, dennoch saß der Schmerz noch tief. Zudem lauerte in seinem Inneren noch immer ein Teil der Hilflosigkeit, die er damals empfunden hatte. Hilflosigkeit, die sich irgendwann in kalter Wut manifestiert hatte.</p>
<p>Vor einer Weile dann – in der Ruhe des Hauses bei Turmus – war ihm ein Gedanke gekommen und er hatte sich sogleich an die Umsetzung gemacht. Seitdem lagerten die beiden Schriftrollen in der verschlossenen und gut verborgenen Kiste und warteten auf ihn und seine Gefährtin.<br />
Cato wartete bis Amira den leeren Teller abstellte und sich ihm zuwandte. Ohne viele Worte reichte er ihr die beiden Schriftrollen. Amira warf ihm einen fragenden Blick zu, dann entrollte sie die erste Schriftrolle und begann zu lesen. Cato hatte eine lange Erklärung verfasst. In dieser Erklärung schilderte er ausführlich alle Begebenheiten in der Oase von Klima. Fast alles in dieser Erklärung entsprach den Tatsachen. Doch einige von ihm beschriebene Dinge, hatten nie stattgefunden.  Amira sah ihn verwundert an und entrollte die zweite Schriftrolle. Ihre Augen flogen über die Schriftzeichen, dann füllten sie sich mit Tränen. Es war eine Freilassungsurkunde. Amiras Freilassungsurkunde, ausgestellt von Cato und zurückdatiert auf den Tag ihrer Gefährtenschaftszeremonie in der Oase von Klima. Sie legte sie Schriftrollen vorsichtig auf den kleinen Tisch, stand auf und fiel Cato um den Hals. Danach setzte sie sich wieder und warf Cato einen dankbaren, aber auch einen sehr nachdenklichen Blick zu. Amira wusste das die Angaben in seiner Erklärung teilweise nicht der Realität entsprachen. Aber Cato wollte davon nichts hören. Amira hatte ihre eigenen Freilassungspapiere gefälscht und Cato hatte keine Lust darüber zu diskutieren, was nun schlimmer wog. Er hatte Amira als freie Frau zu seiner Gefährtin genommen. Für Cato war dies eine unumstößliche Tatsache. Sie hatte ihm gegenüber die Fälschung und ihre Flucht aus Lydius zugegeben. Cato hatte sie dennoch zur Gefährtin genommen, ein Akt der einer Freilassung in seiner Denkweise gleichkam.</p>
<p>Doch Amira liess nicht locker. Sie wollte den Zustand korrigieren und nach einigem Hin und Her stimmte Cato zu. Er würde ihr in einem symbolischen Akt einen Kragen anlegen und selbigen umgehend wieder entfernen. Es war nur eine Formsache. Amira würde gut schlafen können und alle Angaben in seiner Erklärung entsprachen plötzlich der Wahrheit. Cato seufzte leise. Natürlich hatte er keinen Kragen einstecken und auch im Haus gab es nichts, was er hätte verwenden können. Er nahm sein Jagdmesser, entzündete eine kleine Öllampe und ging nach draußen. Hinter dem Haus lagerten mehrere Baumstämme. Einige davon wurden mit dicken Hanfseilen zusammengehalten. Cato stellte die Öllampe auf die Stämme, durchtrennte eines der Seile und schnitt ein großzügiges Stück ab. Vor einiger Zeit hatte ihm ein Seemann auf einer Reise einen Knoten beigebracht und Cato erinnerte sich daran. Es dauerte eine Weile, aber schließlich entsprach der provisorische Kragen seinen Vorstellungen. Cato befestigte das Seilstück an seinem Gürtel, nahm die Lampe auf und ging zurück ins Haus. Amira hatte Laertes in das Arbeitszimmer gebracht und die Tür geschlossen. Er schlafe tief und fest, berichtete sie ihm und Cato nickte schweigend. Laertes war noch klein, dennoch wollte er nicht, das sein Sohn etwas von dem mitbekommen sollte, was nun geschehen würde. Sie standen sich unsicher gegenüber. Ihr sonst so vertrauter Umgang war verschwunden und einer fremdartigen  Anspannung gewichen.</p>
<p>Catos Gedanken rasten während er sie anstarrte. Dann, nach mehreren wortlosen Ehn, befahl er ihr mit heiserer Stimme sich auszuziehen, sich auf den Boden vor ihm zu knien. Schweigend gehorchte sie, legte ein Kleidungsstück nach dem anderen ab, bis sie schließlich nackt vor ihm stand. Sie vermied es ihn anzusehen und sank langsam und anmutig auf ihre Knie. Ohne Eile ging Cato zu ihr. Er beugte sich zu ihr hinab, drückte ihr einen Kuss auf die Stirn und sah sie für einen Moment mit einem warmen Ausdruck in den Augen an. Sie hatte Angst. Angst vor dem was nun kommen würde, aber auch Angst davor, dass er ihr den Kragen nicht mehr abnehmen würde. Seine Hand wanderte in ihren Nacken, berührte die nackte Haut ihres Halses und streichelte sanft darüber. Langsam löste er das Seil vom Gürtel, legte es ihr locker um den Hals und zog das Ende des Seiles durch die vorher geknüpfte Schlinge. Er spürte ihr Zittern unter seinen Händen und zwang sich zur Ruhe.  Zufrieden mit seinem Werk trat er einen Schritt zurück und betrachtete sie. Cato verschlug es den Atem. Er hatte sie schon oft nackt gesehen, aber noch nie mit einem Kragen um den Hals. Es war als ob vor ihm eine fremde Frau kniete. Der Ausdruck in ihrem Gesicht hatte sich verändert, die Angst war einer Mischung aus Verlangen und hingebungsvoller Leidenschaft gewichen. Sie war sich jeder Faser ihres Körpers bewusst und wusste genau um die Macht, die ihr der Kragen um ihren Hals verliehen hatte.</p>
<p>Cato liess seine Augen über ihren Körper wandern. Sie hielt ihren Blick noch immer gesenkt, dennoch öffneten sich ihre Schenkel als sein Blick auf das kef-Brandmal auf ihrem linken Oberschenkel fiel.  In Catos innerem tobte eine Schlacht. Er hatte ihr versprochen den Kragen wieder abzunehmen, hatte sie gebeten ihm zu vertrauen. Auf der anderen Seite konnte er sich nicht sattsehen. Schön und sinnlich zugleich kniete sie vor ihm, trug einen Kragen um den Hals und gehörte ihm. In diesem Augenblick wollte Cato sie besitzen. Laertes und ihre weitere Planung waren für den Moment vergessen. Nichts zählte mehr und nichts war mehr wichtig. Es gab nur sie und ihn in diesem Raum. Schwer atmend trat er wieder einen Schritt näher. Sein Fuß schob sich zwischen ihre Beine, drückte gegen ihr Knie und zwang ihre Beine noch weiter auseinander. Sie sah zu ihm hoch und ihr Blick, das Feuer in ihren Augen, brachte ihn fast um den Verstand.</p>
<p>Eine leise Stimme in seinem Inneren erinnerte ihn an sein Vorhaben. Wieder kämpfte er mit sich, aber letztendlich siegte seine Begierde. Mit rauer Stimme erklärte er, dass er ihr morgen den Kragen wieder abnehmen würde. Gebetsmühlenartig wiederholte er den Satz einige Male, so als ob er sich selbst von seinen guten Absichten überzeugen müsste. Er liess sich von ihr beim Entkleiden helfen, jede ihrer Berührung war wie eine Verheißung. Mit klarem Blick sah sie nach oben, sah Cato in die Augen. Verschwommen drangen ihre Worte an sein Ohr: „La Kajira“ flüsterte sie leise und dennoch nur schwer überhörbar. Cato stockte der Atem und das Blut rauschte ihm in den Ohren.</p>
<p>Sein Verlangen nach ihr war unübersehbar und duldete keinen Aufschub mehr. Mehr als bereitwillig öffnete sie sich ihm. Die Angst in ihre Augen war vollkommen verschwunden und einer ursprünglichen, reinen Lust gewichen.  Nach einer Weile entzog er sich ihrem Mund und ihren Lippen, befahl ihr aufzustehen. Außer Atem betrachtete er sie für einen Moment, seine Augen verweilten auf ihrem Hals und dem Seil. Er wollte sie, wollte sich an ihrem Körper und an ihrer Lust berauschen. Cato drängte sie gegen die Tür, hob sie unvermittelt hoch und nahm sie in einem atemlosen Rausch. Alles um sie herum versank in Bedeutungslosigkeit. Er hielt sie zwischen sich und der Tür gefangen, drängte sich immer wieder ungestüm und rücksichtslos tief in sie hinein. Sie war bereit und sie wollte ihn, so wie auch er sie wollte. Schließlich sackte er keuchend zusammen. Sein Kopf ruhte auf ihrer Schulter und Cato rang um jeden Atemzug. Eine ganze Weile hielt er sie noch an Ort und Stelle gefangen. Dann liess er sie ab und löste sich von ihr.</p>
<p>Cato nahm seinen Kilt vom Boden und zog ihn sich über, bevor er sich wieder auf den Sessel setzte. Sie folgte ihm, füllte seinen Becher mit Kalana und reichte ihm selbigen formvollendet dar. Für Cato bestand kein Zweifel mehr: sie war die perfekte Kajira. Wieder mahlte sein Kiefer aufeinander, während er sie betrachtete. Sie hatte ihm zweifellos ein großes Geschenk gemacht, mehr als er jemals von ihr verlangt hatte.<br />
Er hatte ihr dafür sein Wort gegeben.</p>
<p>Zufrieden schloss er für einen Augenblick die Augen. „Morgen“, dachte er, „morgen nehme ich ihr ganz sicher den Kragen ab und schenke ihr die Freiheit, so wie ich es versprochen habe. Heute Nacht jedoch wird sie mir gehören.“</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Laßt die Erinnerung uns nicht belasten, mit dem Verdrusse, der vorüber ist!]]></title>
<link>http://catolisicious.wordpress.com/2012/10/18/last-die-erinnerung-uns-nicht-belasten-mit-dem-verdrusse-der-voruber-ist/</link>
<pubDate>Thu, 18 Oct 2012 14:10:39 +0000</pubDate>
<dc:creator>onolisicious</dc:creator>
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<description><![CDATA[((&#8230; und ebenfalls ein wenig OOC Gemaule am Ende des Beitrags)) Laertes schlief friedlich in Gr]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>((&#8230; und ebenfalls ein wenig OOC Gemaule am Ende des Beitrags))</strong></p>
<p>Laertes schlief friedlich in Gretas Armen. Leise stand Cato auf und ging zur Tür. Amira wartete in der Herbergsschänke sicher ungeduldig auf ihn. Vor ein paar Tagen hatte Amira die Heilerin aufgesucht. Sie hatte sich untersuchen lassen und mit Blue über die Möglichkeit eines zweiten Kindes gesprochen. Als erfahrene und umsichtige Heilerin wollte Blue natürlich alles über die Geburt von Laertes wissen. Amira musste der Heilerin zwangsläufig reinen Wein einschenken. Noch dazu wurde Amira in Laertes‘ Geburtspapieren nicht namentlich genannt. Stattdessen hatte Alja anstelle des Namens der Mutter „bei der Geburt verstorben“ eingetragen.</p>
<p><!--more--></p>
<p>Amira und er hatten vor einiger Zeit bereits über die Papiere gesprochen, doch bisher hatten sie nicht gewagt, die Urkunde berichtigen zu lassen. Die Tatsache, dass der Kreis der Personen, denen sie zwangsläufig das ein oder andere Detail aus ihrer Vergangenheit anvertrauen mussten, stetig zu wachsen schien, beunruhigte Cato ein wenig. Allerdings – in diesem Punkt waren sich beide einig – war es besser mit einigen Details offen umzugehen. Anstatt also einen Mantel des Schweigens über ihrer Vergangenheit auszubreiten, gaben sie genug Preis, um notwendige Fragen zu beantworten und die Neugierde einiger Bürger zu befriedigen. So vermieden sie Nachfragen, die unbeantwortet vielleicht zu unangenehmen Nachforschungen führen würden.</p>
<p>Nachdenklich lief er über den großen Platz vor dem Rathaus. Es war alles eine Frage des Vertrauens und Cato war bereit dieses Wagnis einzugehen. Auf Dauer konnten sie nicht alleine bestehen. In der Schänke schien noch nicht viel los zu sein. Amira saß mit Nici am Tisch, ein Stück weit vom Tisch entfernt kniete eine ihm unbekannte Kajira auf dem Boden und wartete auf Anweisungen. Noch bevor Cato richtig saß und die beiden angemessen begrüßt hatte, platzte Amira mit der Neuigkeit des Tages heraus.</p>
<p>Die Kajira sei aus Lydius.</p>
<p>Cato glaubte seinen Ohren nicht zu trauen und musterte die Sklavin. Er orderte einen Kalana und wartete bis die Sklavin in der Herberge verschwunden war. Sofort beugte sich Nici über den Tisch und berichtete ihm mit leiser Stimme von der Kajira und den merkwürdigen Umständen ihres Eintreffens in Belnend. Die Kajira war am Vortag zusammen mit einer Lady angekommen. Anscheinend befand sich die Dame auf Pilgerfahrt und der Besitzer der Sklavin, der neue Wirt in Lydius, hatte ihr die Kleine zusammen mit zwei Schriftrollen anvertraut. Eine der Schriftrollen war für den Kommandanten Belnends bestimmt, die andere für Lady Alja.</p>
<p>Alja?</p>
<p>Cato warf Amira einen vielsagenden Blick zu. Aljas Aufenthaltsort war nur wenigen bekannt und Cato war sich sicher, dass niemand in Lydius von ihrem Zufluchtsort in der Tem-Ebene wusste. Er hoffte, dass sich daran zwischenzeitlich nichts geändert hatte. Cato sah besorgt zwischen Nici und seiner Gefährtin hin und her. Er war Alja zu großem Dank verpflichtet und ihre Sicherheit lag ihm am Herzen. Alja .. sie hatte Amira im Augenblick der Geburt Beistand geleistet, sie hatte ihr den Kragen abgenommen und dafür gesorgt, dass Laertes als freier Goreaner das Licht der Welt erblicken konnte. Anschließend hatte sie alle Spuren verwischt und Laertes in Sicherheit gebracht.</p>
<p>Amira signalisierte ihm mit wenigen Worten das man die Sklavin schon eingehend befragt hätte. Offenbar wusste sie tatsächlich nichts weiter und ihr Auftauchen hatte nichts mit Amira zu tun. Allerdings war die Tatsache, dass man auf der Suche nach Alja war, alleine schon beunruhigend genug. Bevor Cato weitere Fragen stellen konnte, kam die Kajira mit seinem Kalana zurück. Er lehnte sich zurück, musterte die Sklavin erneut und stellte ihr ein paar belanglose Fragen. Amira warf ihm immer wieder bedeutungsvolle Blicke über den Tisch zu. Unsicherheit lag darin, aber auch ein wenig Mitleid der Kajira gegenüber. Ihr Besitzer, der neue Wirt in Lydius, war früher einmal Sklavenhändler in Talbot gewesen.</p>
<p>Talbot! Cato dachte angestrengt nach. Hatte Alja nicht einst über Talbot gesprochen? Cato glaubte sich dunkel daran zu erinnern. Zumindest würde diese Tatsache den Zusammenhang erklären. Er traktierte sie weiter mit Fragen und wurde langsam konkreter. Obwohl es in seinem Inneren brodelte, versuchte er ruhig zu bleiben. Nur einmal vergaß er seine Selbstbeherrschung und herrschte die Kajira mit einem gefährlichen Unterton in seiner Stimme an. Nach einiger Zeit gab er sein Verhör sichtlich beruhigt auf. Sie schien wirklich nichts zu wissen. Obwohl ihr Besitzer mit dem Administrator auf gutem Fuß stand, gab es zwischen ihrem Auftauchen in Belnend und Amira keinen offensichtlichen Zusammenhang. Trotzdem, die ganze Sache war merkwürdig und Cato beschloss die Kajira im Auge zu behalten. Außerdem würde er mit Bo über die Angelegenheit sprechen.<br />
Nachdenklich widmete er sich seinem Kalana und vergaß alles um sich herum. Erst der Krieger auf der Gefährtenschaftsfeier des Schmieds und der Heilerin. Cato erinnerte sich noch gut an den Ausdruck in Amiras Augen. Binnen weniger Ihn war jede Farbe aus ihrem Gesicht gewichen und in ihren Augen stand die nackte Angst. Nun eine Kajira, die ausgerechnet Alja eine Nachricht überbringen sollte ..</p>
<p>Erst das laute Gepolter eines Kriegers riss ihn aus seinen Gedanken. Cato sah sich verwundert um. Die Herberge hatte sich zwischenzeitlich gefüllt. Neben ihm hing ein Rarius auf einem der Stühle und hatte Mühe nicht wieder herunterzufallen. Offenbar hatte der Mann sich ein bis zwei Paga zu viel genehmigt und konnte sich kaum noch aufrecht halten. Schräg gegenüber saß eine unbekannte Lady. Cato sah den Pilgerstab auf ihrem Rücken und reimte sich den Rest zusammen. Ein Blick zu Amira genügte um Cato zu sagen, dass etwas ihr Missfallen erregt hatte. Auf ihrer Stirn hatte sich eine steile Zornesfalte gebildet und ihre Augen funkelten den Rarius angriffslustig an. Trotz seines benebelten Zustands schaffte er es Marthy, die Kajira des Kommandanten und seiner Gefährtin, hingebungsvoll zu begrabschen. Amira konnte so etwas natürlich nicht hinnehmen. Anstatt sich weitere Kommentare zu verkneifen oder einfach zu gehen, liess sie sich auf ein Wortgefecht mit dem Rarius ein. Cato hörte den beiden halb belustigt und halb besorgt zu. Der Mann war betrunken und würde sich morgen sowieso an nichts mehr erinnern können. Trotzdem bereitete sich Cato darauf vor einzugreifen, falls die Sache zu eskalieren drohte. Nach einer Weile gab der Rarius auf. Eine Tatsache, die Cato mehr als verwundert zur Kenntnis nahm. Seine Gefährtin hatte ihn mit Worten in die Flucht geschlagen und Amira platzte fast vor Stolz. Erst als sie allen am Tisch verkündete, sie würde sich einen Bogen anschaffen wurde es Cato zu bunt. Er unterbrach ihren Redeschwall mit wenigen eindringlichen Worten und untersagte ihr die Sache mit dem Bogen.</p>
<p>Cato kochte vor Wut. Einen Bogen!</p>
<p>Es wurde Zeit nach Hause zu gehen und ein paar ernste Worte zu wechseln. Sie waren gerade dabei sich zu verabschieden, als Cato im Augenwinkel weitere Neuankömmlinge am Tor ausmachte. Blue steuerte auf die Schänke zu und auch Bo war wieder zurück, und hinter ihm – Cato glaubte zu erstarren – stand Alja. Mit einem besorgten Blick stellte er sich neben Amira. Wie würde sie auf die Begegnung mit Alja reagieren?  Alja grüßte in die Runde und sah sich vorsichtig um. Cato legte seine Hand auf Amiras Schulter. Kaum das Alja ihr leises Tal ausgesprochen hatte, spürte Cato ein Beben und Zittern unter seinen Händen. Amira wurde weiß wie Schnee, ihre Augen weiteten sich und sie starrte Alja an. Die Stimme schien etwas in ihr aufgeweckt zu haben. Mit der Macht eines berstenden Damms, brachen die Erinnerungen über sie herein. Ihre Augen füllten sich mit Tränen und sie stammelte zusammenhanglose Worte. Bevor Cato reagieren konnte, sackte sie zusammen und blieb besinnungslos auf dem Boden liegen. Blue, die Heilerin war sofort zur Stelle. Sie schob den verzweifelten Schreiber zur Seite, kniete sich neben die bewusstlose Amira auf den Boden. Marthy war schon mit Eimer Wasser und Tüchern zur Stelle. Blue zog etwas aus den Falten ihrer Robe und hielt es Amira an die Nase. Langsam kehrte sie  wieder ins hier und jetzt zurück. Doch ihre Augen starrten noch immer ins Leere.  Cato erschien es fast so, als ob sie in jenem Moment die Ereignisse an den Ufern des Laurius durchlebte. Er kniete sich neben Amira auf den Boden, legte seine Hand auf ihre Wange und sprach beruhigend auf sie ein. Blue schob ihn sanft auf die Seite und untersuchte Amira. Zufrieden aber ebenfalls beunruhigt, wechselte sie ein paar Worte mit Cato. Ohne zu Zögern schob er seine Hände unter ihren Körper und hob sie hoch. Er würde sie nach Hause bringen. Amira sollte bei ihrem Sohn sein, eine Nacht in der Heilerei würde sie noch mehr verwirren. So lautete die Anweisung der Heilerin. Langsam hob er sie hoch und setzte sich in Bewegung. Blue versprach gleich nachzukommen, um noch einmal nach ihr zu sehen. Amira hatte ihren Kopf an seiner Brust vergraben und weinte noch immer.  Behutsam öffnete er die Tür und liess sie auf das Fell vor dem Kamin ab.  Anschließend nahm er den schlafenden Laertes aus der Wiege und legte ihn auf Amiras Arme. Der Anblick des Kindes beruhigte Amira und endlich wurde ihr Blick wieder klar. Es dauerte nicht lange und Blue stand vor der Tür. Sie hatte einen Tee mitgebracht, der Amira einen tiefen und traumlosen Schlaf garantieren würde. Noch einmal untersuchte die Heilerin sie, aber außer einer Beule auf ihrer Stirn hatte sie zumindest keinen körperlichen Schaden davon getragen. Cato lehnte an der gemauerten Küchentheke, die Arme auf der Brust verschränkt und sah besorgt zwischen den beiden hin und her. Vor allem aber sah er nachdenklich auf seine Gefährtin. Alja hatte ihm in der Tem-Ebene von jenem Tag am Laurius erzählt. Mit ihren Worten hatte sie Cato ein schonungsloses Bild vom Tag der Geburt seines Sohnes gezeichnet. Alja hatte nichts ausgelassen und nichts beschönigt. Darunter waren Aussagen, die Cato noch heute einen eiskalten Schauer über den Rücken jagten.  Er hatte Amira nie die ganze Wahrheit gesagt, hatte ihr die verstörenden Kleinigkeiten bewusst verschwiegen. Ihre Erinnerung war durch das Mittel welches ihr Alja verabreicht hatte, in tausend Stücke zersprungen. Cato warf einen langen und prüfenden Blick auf Amira. Sie hatte den Schleier abgenommen und wiegte Laertes abwesend auf ihren Armen. Ihr ganzes Dasein schien in diesem Moment nur noch auf Laertes ausgerichtet zu sein. Doch Cato war sich sicher, dass ihr Verstand gerade auf Hochtouren arbeitete und versuchte mit den neu gewonnenen Erkenntnissen umzugehen. Blue stand neben ihr und beobachtete sie ebenfalls mit Argusaugen. Vielleicht konnte sie sich nicht an alles erinnern? Vielleicht hatte ein Teil ihres Verstandes die furchtbaren Einzelheiten für alle Zeiten vergraben und ausgesperrt? Cato hoffte es inständig. Ratlos sah er zur Heilerin. Amira musste sich ihren Erinnerungen alleine stellen. Sie konnten ihr nur beistehen und versuchen sie aufzufangen, wenn die Last auf ihren Schultern zu schwer wurde.</p>
<p>&#8211;<br />
OOC: Zum gestrigen Panther-Intermezzo wird es keinen RP-Bericht von mir geben. Zum einen hat Nea schon darüber berichtet, zum anderen war das Ganze in anderthalb Stunden erledigt und bot eigentlich nur wenig Roleplay. Was den Ablauf angeht, so schließe ich mich Neas Meinung an. Ein wenig mehr Roleplay wäre wirklich schön gewesen. Gerade trinkt man noch friedlich seinen Kalana, dann wird mit ein einem Emote ein Schwert gezogen und eine Sekunde später liegt man auch schon am Boden. Wäre ich bewaffnet gewesen, was ich als Schriftgelehrter nicht unbedingt bin, hätte ich keine Chance gehabt mein Schwert zu ziehen. Letztendlich habe ich mich darauf eingelassen, weil ich den Ladies den Spaß nicht verderben wollte. Im deutschen Gor-RP wird leider gerne und oft beschwert oder gleich Invalid geschrien. Auch wenn die Ausgangssituation nicht unbedingt in Ordnung war, so wollte ich dennoch sehen, was die Damen des Waldes nun daraus machen.</p>
<p>Für mich war es anschließend relativ faszinierend zu sehen, wie schnell und wie leicht man die Pantherladies beeinflussen konnte. Wir haben unsere einzigen verfügbaren Waffen ausgepackt und es funktionierte tadellos. Ein bisschen Gejammer und schon wurde Amira wieder freigelassen. Cato hat auf Nachfrage etwas Essbares bekommen (Sklavenbrei). Als er sich über den faden Geschmack ausließ, streute man ihm schließlich noch eine ordentliche Portion Salz darüber. Schlussendlich steckte ihm eine der Bonds der Waldmädchen sogar noch einen Apfel zu. Wellnessurlaub mit Rund-um-Service in schöner Landschaft bei den Panthers, was will man mehr!? Gut, die Kiste in die man uns steckte, war etwas zu klein um ein richtiges Wellnessfeeling aufkommen zu lassen. Aber nachdem sich Cato IC darüber beschwert hatte, dachte man sogar darüber nach uns eine größere Kiste herbei zu emoten. In der hätten wir beide ohne lästige Trennwand ausreichend Platz gefunden.</p>
<p>Vor einer Woche ist uns ähnliches passiert. Friedlich läuft man auf das Stadttor zu und aus dem Hinterhalt kommen Pfeile geflogen. Dagegen ist an und für sich nichts einzuwenden. Wälder eignen sich schließlich ausgezeichnet als Hinterhalte. Nach kurzer Zeit liegt man in der Bubble auf dem Boden, ein paar Panther kommen aufgeregt angerannt, durchsuchen die Bewusstlosen, nur um dann gleich wieder zu verschwinden. Öhm.. da frage ich mich ernsthaft: was war nun der Sinn und Zweck einer solchen Aktion? Ihr könnt gut mit dem Bogen umgehen? Fein.. aber noch schöner wäre es, wenn man ein wenig Roleplay sucht, bevor man seine Schießkünste unter Beweis stellt. Andere können gut mit Worten umgehen, nur machen die leider keinen Damage und sind für manch Zeitgenossen offenbar eine lästige Zeitverschwendung. Ich möchte ab sofort ein alternatives <em>Gorean Meter</em> mit Speech-Damage haben, bei dem jeder Satz mit mehr als drei Worten 1000% Melee-Schaden verursacht. Das wäre mal was, Leute bei Bedarf ins Koma emoten. Roleplay soll Spass machen und für alle Seiten spannend sein. Niemand kann mir weismachen, dass durch den Wald rennen und harmlose Wanderer über den Haufen schiessen, Spass macht oder spannend ist.</p>
<p>Ich will hier niemanden kritisieren, also bitte versteht das nicht falsch. Wenn ich mich auf ein derartiges Roleplay einlasse, dann freue ich mich auf eine gute Umsetzung. Ich habe mich lediglich zu keinem Zeitpunkt IC bedroht oder in ernsthafter Gefahr gefühlt. Selbst die Tatsache, dass man Cato erst die Finger brechen, dann abschneiden, und dann wieder brechen wollte wirkte nicht sonderlich bedrohlich. Ich mache echt gerne jeden Scheiß und jedes RP-Setting mit (fast jedes); aber bitte: macht euch vorher ein paar Gedanken und setzt das ganze halbwegs schlüssig und mit ein wenig mehr Roleplay um. In jedem Fall war es angenehm bei den Damen der Pantherfraktion! Und in jedem Fall war es tausendmal besser als die &#8220;ich schiess dich über den Haufen und haue dann ab&#8221; Aktion des anderen Stammes von letzter Woche. Der Gefangenaustausch zwischen Bo und der Chefin des Stammes (ich weiß, ich weiß .. es gibt eine Bezeichnung für die Chefin, aber bevor ichwas falsches von mir gebe, halte ich mich lieber dezent zurück) wurde von allen Seiten gut und spannend umgesetzt. Für einen Moment dachte Cato sogar, Bo würde ihn lieber bei den Wilden verschimmeln lassen, als die Gefangene Jägerin gegen einen Schreiber auszutauschen. Und in diesem Moment hat er seine Kommentare bezüglich des zu kleinen Käfigs und des miesen Essens aufrichtig bereut!</p>
<p>&#8211;</p>
<p>OOC 2: Der Titel des Beitrags stammt übrigens mal wieder von Shakespeare (&#8220;<em>Der Sturm&#8221;</em>). Zum Thema Shakespeare bzw. zur Frage der Urheberschaft der Werke gibt es übrigens einen sehr interessanten Film von Roland Emmerich. Soweit ich weiß fand der Streifen 2011 bzw. Anfang 2012 nur wenig Beachtung in den Kinos, was dem Inhalt und der Umsetzung nicht gerecht wird!</p>
<p>Kein Weltuntergangsdrama, sondern eine filmische Auseinandersetzung  mit der sogenannten Oxford-Theorie. Nach dieser Theorie war nicht <em>Shakspere </em>(so der Eintrag im Geburtenregister von Stratford-upon-Avon) der Verfasser der ihm zugeschriebenen Werke, sondern Edward de Vere, Earl of Oxford. Ein &#8212; wie ich finde &#8212; durchaus sehenswerter Film, mit den üblichen Hollywood-Schwächen.</p>
<p>Trailer gibts hier. Soundtrack übrigens von Radiohead.. Everything in its right place (Kid A) &#8212; großartiger Track und ewig nicht mehr gehört!!</p>
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</item>
<item>
<title><![CDATA[Eine Frage des Vertrauens]]></title>
<link>http://catolisicious.wordpress.com/2012/10/17/eine-frage-des-vertrauens/</link>
<pubDate>Wed, 17 Oct 2012 18:38:01 +0000</pubDate>
<dc:creator>onolisicious</dc:creator>
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<description><![CDATA[Es war schon spät, als Cato mit brennenden Augen aufblickte und beschloss die Schriftrollen für heut]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Es war schon spät, als Cato mit brennenden Augen aufblickte und beschloss die Schriftrollen für heute sein zu lassen. Nachdem er sich ausgiebig gestreckt hatte legte er die Feder beiseite, verschloss das kleine Fass mit Tinte und verstaute die Schriftrolle an der er gerade noch gearbeitet hatte sorgfältig. Auf der rechten Seite seines Schreibtischs lag ein bereits ein beachtliches Bündel an Dokumenten. Zu lange hatte er die del-ka-Organisation vernachlässigt, doch seit ein paar Tagen arbeitete er wieder fieberhaft an verschiedenen Schriftstücken.</p>
<p><!--more--></p>
<p>Bisher wussten nur wenige von der Organisation und die Eingeweihten kannten sich untereinander nicht. Das Haus am Vosk hatte er bereits zum zweiten Mal verlegt. Der letzte Standort in der Nähe von Sais erschien Cato nach seinem Weggang aus Hochburg nicht mehr sicher genug. Das neue Haus lag ein Stück weit stromabwärts bei Turmus. Auf einer der unzähligen kleinen Inseln im Vosk hatte er ein nahezu perfektes Haus gefunden. Er hatte Amira nicht viel über den Zweck seiner Reise erzählt, nur dass er dringend ein paar Tage wegmüsse. Cato war sich noch immer unsicher. Seit ihrem Wiedersehen hatte sie nie direkt nach del-ka gefragt. Er wusste, dass sie ihn seinerzeit in Lydius an Gar verraten hatte. Was nicht sonderlich tragisch war, denn schließlich hatte er nie öffentlich zum Widerstand aufgerufen. Mit seinem Schriftstück hatte Cato lediglich die Misstände beim Namen genannt, die Gier und die Überheblichkeit der Händler angeprangert. Dumm war nur, dass Amira das Schriftstück aufgehängt und verteilt hatte. Für Cato wog die Tatsache schlimmer, dass er Amira damals in die viele seiner Pläne eingeweiht hatte und sie die Namen von Eingeweihten und Agenten kannte. Isabell in Kasra hatte er gewarnt, die Agenten aus seinen Diensten entlassen und das erste del-ka Haus bei Iskander verlassen.</p>
<p>Nachdenklich blieb er auf seinem Stuhl sitzen und sah durch das Fenster nach draußen. Die Bäume hatten sich nahezu vollständig verfärbt und das Grün war den Farben des Herbstes gewichen. Die Sonne stand tief am Horizont. Dort, wo die wärmenden Strahlen des Zentralfeuers schon verschwunden waren, zog der erste Nebel auf und legte sich wie ein Mantel über die sanften Hügel des Voskdeltas. Cato dachte an einen Abend nach seiner Rückkehr aus Turmus zurück. Sie waren durch den Wald gewandert und hatten die Gegend erkundet. Amira hatte es vermieden ihn nach seiner Reise zu fragen und Cato hatte nichts weiter erzählt. Durch Zufall entdeckte sie eine gutgeschützte einsame Bucht. Am Übergang der Jahreszeiten waren Tage wie dieser selten und kostbar. Langsam aber stetig verlor die Sonne ihre Kraft, doch an jenem Tag war die Luft herrlich warm und die untergehende Sonne verwandelte den Fluss in ein Gemälde aus Rot- und Goldtönen. Während er seine Gefährtin in den Armen hielt, sprachen sie das erste Mal über die Möglichkeit eines zweiten Kindes. Cato dachte eine Weile darüber nach, dann stimmte er zu. In diesem Moment beschloss Cato, seiner Gefährtin wieder voll und ganz zu vertrauen. Sie hatte auch aufgrund seiner Unvernunft, furchtbares durchmachen und erleiden müssen. An die schlimmen Momente der Geburt konnte sie sich dank Alja nicht mehr erinnern. Dennoch war Cato sich sicher, dass sich die Ereignisse in Lydius, die Ungewissheit und Angst nach der Geburt,  unauslöschlich in ihr Unterbewusstsein eingebrannt hatten und sie nach wie vor quälten.</p>
<p><a href="http://catolisicious.files.wordpress.com/2012/10/snapshot_013.png"><img class="alignnone size-full wp-image-127" title="Snapshot_013" alt="" src="http://catolisicious.files.wordpress.com/2012/10/snapshot_013.png?w=560&#038;h=329" height="329" width="560" /></a></p>
<p>Vor ein paar Tagen sprachen sie beim Abendessen über del-ka. Cato berichtete ihr vom neuen Standort des del-ka Hauses und bat sie um einen Gefallen. Es war an der Zeit die rote Kaste einzuweihen und vor allem war es an der Zeit, die Organisation zu vergrößern und zu festigen. Amira hörte ihm aufmerksam zu und unterbreitete Cato einen Vorschlag, der ihm für einen Moment den Atem stocken liess. Er dachte darüber nach und schnell wurde ihm klar, wie Recht sie hatte. Bisher hatte er Wert auf Verschwiegenheit und Heimlichkeit gelegt. Ihre Aktionen sollten vereinzelte Nadelstiche sein und waren dazu gedacht, das einfache Volk auf die herrschenden Missstände aufmerksam zu machen. Amira öffnete ihm die Augen. Ein Nadelstich war schnell vergessen. Es tat für einen Moment weh, und so schnell wie er gekommen war verschwand der Schmerz auch wieder. Wenn sie mit del-ka dauerhaft etwas erreichen und verändern wollten, dann mussten sie in größeren Dimensionen denken und vor allem aus dem Schatten hinaus ins Licht treten.</p>
<p>Seufzend stand Cato auf, rückte den Stuhl an den Tisch und sah auf seine tintenbefleckten Finger. Er öffnete die hölzerne Verbindungstür und blieb ihm Türrahmen stehen. Greta spielte mit dem fröhlich krähenden Laertes auf dem Fell vor dem Kamin. Die beiden waren so vertieft in ihr Spiel und hatten das leise Knarren der Tür nicht bemerkt. Eine ganze Weile blieb er in der Tür stehen, bedachte seinen Sohn mit einem liebevollen Blick und musterte ihn aufmerksam. Laertes war schon wieder ein Stück gewachsen. Nicht mehr lange und er würde sich am erstbesten Gegenstand hochziehen und versuchen auf eigenen Füssen zu stehen. Cato kam es fast so vor, als ob sein Sohn manchmal kaum erwarten konnte, die Welt zu erkunden und zu erforschen. Langsam verschwand das Pausbäckige aus seinem Gesicht und ließ ebenmäßige Gesichtszüge erahnen. Er sah seiner Mutter immer ähnlicher wie Cato fand. Im Kamin brannte ein munteres Feuer und im ganzen Haus roch es nach Herbst. Greta hatte den Garten hinter dem Haus abgeerntet. In der Küche stapelten sich Kürbisse, Pilze und Wurzelgemüse und warteten auf Weiterverarbeitung. Greta hatte bereits Vorräte angelegt und Cato hatte ihr eine Ecke des Schuppens als zusätzlichen Lagerraum zugewiesen. Dort hatte sie mehrere Kisten mit Erde abgestellt und die Früchte des Gartens darin vergraben. Die andere Ecke des Schuppens würden sie für ihre Holzvorräte brauchen. Die Winter in Belnend konnten manchmal lang und sehr kalt sein hatte man ihnen erzählt.</p>
<p>Es dauerte nicht lange und Laertes erblickte seinen Vater. Er brabbelte etwas Unverständliches und schenkte Cato sein fröhlichstes Kinderlachen. Cato grinste ein wenig hilflos. Laertes hatte ihm anscheinend etwas Wichtiges mitzuteilen, aber noch fehlten ihm die Worte. Mit seinen großen blauen Augen sah er zu Cato hoch und legte die Stirn gleich darauf in Falten. Anscheinend hatte er eine Antwort erwartet und war nun enttäuscht von seinem Vater nur mit einem Grinsen bedacht worden zu sein. Unvermittelt öffnete sich sein Mund, eine kleine Zornesfalte bildete sich auf seiner Stirn und die Hände ballten sich zu Fäusten. Greta seufzte und nahm ihn rasch auf ihre Arme. Laertes‘ Blick war immer noch auf Cato gerichtet. Schon füllten sich seine Augen mit Tränen und sein Mund verzog sich. Cato ging auf die beiden zu und setzte sich aufs Fell. Er nahm die kleine Hand seines Sohnes in seine und begann beruhigend auf ihn einzureden. Er erzählte ihm von Belnend, von der Thassa und vom Vosk, von den vielen Vögeln, die sich nun aufmachten, um in der Tahari Schutz vor der Kälte des Winters zu suchen. Cato sprach einfach weiter und nach kurzer Zeit beruhigte sich sein Sohn wieder. Laertes‘ Gesichtszüge entspannten sich und ein Daumen fand den Weg in seinen Mund. Zufrieden nuckelte er daran und kurz darauf fielen ihm die Augen zu.</p>
<p>&#8211;</p>
<p>OOC: Cato ist momentan aufgrund eines (freudigen) RL-Ereignisses nur selten im RP anzutreffen.Ich hänge ein bisschen hinterher und muss daher zusammenzufassen und ein straffen, um halbwegs up to date zu bleiben. Ich versuche mit allen Ereignissen Schritt zu halten, was mir Dank Neas ausführlicher Berichterstattung auch halbwegs gelingt. Teil 2 gibt&#8217;s dann morgen!</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Schnee von gestern]]></title>
<link>http://catolisicious.wordpress.com/2012/10/10/schnee-von-gestern/</link>
<pubDate>Wed, 10 Oct 2012 17:40:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>onolisicious</dc:creator>
<guid>http://catolisicious.wordpress.com/2012/10/10/schnee-von-gestern/</guid>
<description><![CDATA[Catos Reisebericht &#8211; Teil 2 Endlich wird es wärmer. Als ich heute Morgen an Deck kam, fiel mir]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Catos Reisebericht &#8211; Teil 2</p>
<p>Endlich wird es wärmer. Als ich heute Morgen an Deck kam, fiel mir zuerst der tiefblaue Himmel auf. Der eisige Wind und der graue Himmel sind einer milden Brise und strahlendem Sonnenschein gewichen. Ich stand eine Weile an der Reling, liess mir die Sonne ins Gesicht scheinen und genoss die Wärme des Zentralfeuers. Von weitem konnte ich die Küste sehen.</p>
<p><!--more--></p>
<p>Wir hatten die eisige Landschaft des Nordens über Nacht hinter uns gelassen. Eis und Schnee waren verschwunden. Dafür erstreckten sich nun grüne Wiesen, uralte Wälder und sanfte Hügel von der Küste landeinwärts. Über der <em>Acheron</em> kreisen Seevögel. Ab und an kann ich im Wasser unter mir die stromlinienförmigen Körper der Fische oder die Rückenflosse eines Hais sehen. Zeitgleich mit dem Wetter hat sich auch die Stimmung an Bord verbessert. Seltsamerweise schmeckt sogar das Essen besser, obwohl sich am Speiseplan nichts geändert hat.</p>
<p>Ich gehe unter Deck und sehe nach Amira. Ihr und den anderen Frauen geht es gut. Sie fühlen sich hier unten halbwegs wohl und sicher, allerdings nagt die lange Schiffsreise langsam an ihrem Gemüt. Meine Gefährtin und ich werfen uns vielsagende Blicke zu. Mit jedem Tag wird mein Verlangen größer. Aber hier auf dem Schiff ist daran natürlich nicht zu denken. Also schiebe ich alle meine Gedanken beiseite und erzähle ihr stattdessen vom Wetterumschwung und von der Stimmung an Bord. Ich bleibe eine Ahn unter Deck, dann verabschiede ich mich wieder. Die Luft hier unten ist stickig und die Felle im Laderaum verströmen einen unangenehmen Geruch. Die Frauen können einem ein wenig leidtun, aber andererseits hätten sie auch in Belnend bleiben können. Soweit ich weiß, wurde keine von ihnen gezwungen oder genötigt.</p>
<p>Seit unserer Ankunft in Belnend verbringt Amira viel Zeit mit <a href="http://neanotiert.wordpress.com/2012/10/09/meonas-geheimnis/" target="_blank">Meona</a>. Sie lebt fast schon vogelfrei auf einem gut verborgenen Bauernhof außerhalb der Stadt. Meona ist manchmal wie ein Wesen aus einer Zwischenwelt. Sie scheint sich sowohl im Norden als auch im Süden zurechtzufinden, und doch fühlt sie sich in beiden Welten nicht wirklich wohl. Auf ihrem Hof, inmitten ihrer unzähligen Tiere blüht sie auf und widmet sich dort der Herstellung von Hochprozentigem und Käse. Ich hoffe die beiden Frauen profitieren und lernen voneinander. Meona fehlt ein wenig die Einsicht was die Stellung einer freien Frau in der Gesellschaft angeht, und meiner Gefährtin fehlt manchmal die Unbekümmertheit der jungen Frau.</p>
<p>Ich stehe wieder an der Reling und sehe hinaus auf die Thassa. Um mich herum herrscht rege Betriebsamkeit, aber ich nehme nicht viel davon wahr. Man sagt, dass Erfahrungen und Enttäuschungen der Vergangenheit einen Menschen prägen. Wir hatten beide unserem jeweiligen Heimstein den Rücken zugekehrt und würden ihn nie mehr wiedersehen. Dennoch, im Angesicht von Ignoranz und Tyrannei haben wir das einzig richtige getan und letztendlich in Belnend eine neue Heimat gefunden. Der einzige Tyrann, den ich in meinem Leben anerkennen werde, ist die leise innere Stimme. Ich hätte nur schon früher auf sie hören sollen. Ich erinnerte mich wieder an die Münze, die mir mein Vater vermacht hatte und zog sie aus dem Beutel. Die geprägte Seite schimmert und glänzt im Schein der Sonne, die leere Seite sieht seltsam matt aus. Ich poliere sie an meinem Hemdsärmel und siehe da: nach einer Weile erstrahlt sie im neuen Glanz, so als ob sie endlich bereit für eine Prägung ist.</p>
<p>Der laute Ruf des Ausgucks reißt mich aus meinen Gedanken.</p>
<p>„Belnend in Sicht“</p>
<p>Wie ein Lauffeuer verbreitet sich der Ruf an Bord. Es dauert nicht lange und Amira steht neben mir. Das Schiff ändert ein letztes Mal seinen Kurs und hält nun auf die Küste zu. Vor uns tauchen die Hafengebäude auf, dahinter kann man bereits die Häuser der Stadt erkennen. Es dauert noch fast zwei Ahn bis wir endlich anlegen. Der Kapitän ist ein erfahrener Seemann und navigiert vorsichtig durch die seichter werdende Thassa. Am Hafen tauchen immer mehr Menschen auf. An Bord sind alle hellwach und jeder kennt seine Aufgabe. Die Segel werden eingeholt, Befehle hin- und her gebrüllt. Langsam nähern wir uns dem Hafenbecken und Taue werden hinübergeworfen. Geschickte Hände fangen die Trossen auf und verzurren die <em>Acheron</em> fest am Pier.</p>
<p>Wir müssen noch warten bis Bo und der Kapitän sich verabschiedet haben und vor allem die Schiffspassage bezahlt ist, dann endlich können wir von Bord. Es ist Herbst geworden in Belnend.  Auf dem Weg zurück in die Stadt passieren wir einen kleinen Wald. Das Grün der Blätter ist satten Gold- und Rottönen gewichen. Vereinzelt tanzen sie im Wind und fallen auf den Weg und auf unsere Mäntel. Nicht mehr lange und der Winter würde auch in Belnend Einzug halten.</p>
<p>Zuhause warten Laertes und Greta schon auf uns. Wir waren nicht lange weg, und doch scheint es, als ob unser Sohn wieder gewachsen ist. Greta klärt uns über alle neuen Entwicklungen und Fortschritte auf und wie immer starren wir fasziniert auf unseren Sprössling. Später sitzen wir vor dem Kamin, erzählen unserem Sohn von unserer Reise und vom Norden. Meine Gefährtin und ich haben bereits vor einiger Zeit beschlossen, dass unser Sohn nicht vergessen soll, wo er  die ersten Monde seines Lebens verbracht hat. Auf der Gefährtenschaftsfeier des Schmieds und der Heilerin hatte ich mich mit Finn, dem Dorfjarl der Feuerbringer, ausgesöhnt. Meine Gefährtin und ich waren ihm und seiner Frau Sirkka zu tiefem Dank verpflichtet. Sie hatten Laertes aufgenommen wie ihren eigenen Sohn und hatten ihm ein Zuhause gegeben, als wir es nicht konnten. Wir hoffen sie bald wieder zu sehen.</p>
<p>Es wird Zeit meinen Bericht zu beenden. Ich sitze an meinem Schreibtisch in unserem Haus, versuche meine Aufzeichnungen zu ordnen und die letzten Worte auf das Pergament zu bringen. Amira sitzt noch immer mit Laertes vor dem Feuer. Greta schleppt eimerweise heißes Wasser nach oben. Meine Gefährtin sehnt sich nach einem Bad und ich sehne mich nach meiner Gefährtin. Die Wanne ist groß genug um unser beider Bedürfnisse zu erfüllen.</p>
<p>Es war eine Reise ohne nennenswerte Ereignisse. Dennoch begrabe ich weiter Stück für Stück meine Vorurteile gegen den Norden und die dort ansässigen Menschen. Es ist ein raues Land mit seltsamen Sitten, dennoch sind die Menschen dort oben nicht viel anders als wir Südwürmer. Auch die  Menschen in Belnend wachsen uns immer mehr ans Herz. Meine Gefährtin und ich stimmen darin überein, dass wir uns selten an einem Ort so willkommen und so wohl gefühlt haben wie hier. Wir sehen einer Zukunft entgegen an einem Ort, der weder Norden noch Süden ist, sondern irgendwo dazwischen liegt und dennoch das beste beider Welten in sich zu vereinen scheint.</p>
<p>&#8211;</p>
<blockquote><p><em>Aus der Zeit wollt ihr einen Strom machen, an dessen Ufern ihr sitzt und zuschaut, wie er fließt. </em><br />
<em>Doch das Zeitlose in euch ist sich der Zeitlosigkeit des Lebens bewusst </em><br />
<em>Und weiß, dass Gestern nichts anderes ist, als die Erinnerung von Heute </em><br />
und Morgen der Traum von Heute.<br />
<em>&#8211; Khalil Gibran, Der Prophet</em></p></blockquote>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wen die Götter lieben]]></title>
<link>http://catolisicious.wordpress.com/2012/10/05/wen-die-gotter-lieben/</link>
<pubDate>Fri, 05 Oct 2012 12:08:24 +0000</pubDate>
<dc:creator>onolisicious</dc:creator>
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<description><![CDATA[Nach und nach lernten sie die Bewohner Belnends kennen. In der Stadt herrschte ein reges Kommen und]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Nach und nach lernten sie die Bewohner Belnends kennen. In der Stadt herrschte ein reges Kommen und Gehen. Händler und Reisende aus allen Ecken Gors trafen in Belnend ein, darunter viele Krieger und Frauen aus dem Norden.  Sogar eine Godia weilte angeblich in der Stadt, auch wenn Cato noch nicht so ganz wusste, wer oder was eine Godia war.</p>
<p>Die Herbergsschänke lag in unmittelbarer Sichtweite des Stadttors. Wer in Belnend Neuigkeiten aus nah und fern erfahren wollte, oder wer einfach nur ein Getränk in gepflegter Runde zu sich nehmen wollte, der fand sich in der Herberge der Stadt ein. Amira und Cato stellten schnell fest, dass dort alle Fäden zusammenliefen und man zudem mit den Bürgern und Reisenden ins Gespräch kam. Sie erfuhren von der bevorstehenden Gefährtenschaft des Schmieds mit der Heilerin Belnends, von einer Händlerin, die anscheinend im Norden in eine missliche Lage geraten war, lauschten den Geschichten der vielen Besucher und Reisenden, und beantworteten zudem Fragen zu ihrer jeweiligen Herkunft.</p>
<p>An diesem Abend war die Schänke der Herberge jedoch leer. Im hinteren Außenbereich sah Cato einen hochgewachsenen Nordmann stehen. Der Mann mit den zottigen blonden Haaren und dem langen Bart war ihm schon vor kurzem in der Schänke aufgefallen. Aufgebracht diskutierte er mit einer Frau, die sich ängstlich in eine Ecke drückte. Greta hatte ihm schon im Haus aufgeregt von einem Nordmann berichtet, dem sie in die Arme gelaufen war. Sie sollte für ihn außerhalb der Stadtmauern das Haus einer Frau ausspionieren, aber Greta hatte sich im Haus versteckt und hoffte, dass der Nordmann die Sache nicht weiter verfolgen würde. Ihrem entsetzten Blick nach zu urteilen, handelte es sich dabei um genau den gleichen Krieger. Nicht weit von ihnen entfernt, redete er weiter auf die Frau ein und den Gesprächsfetzen nach zu urteilen, handelte es sich nicht unbedingt um einen Plausch unter alten Freunden.</p>
<p>Cato wusste nicht so recht was er davon halten sollte und was es mit dem Nordmann auf sich hatte. Doch seine Neugier war stärker und er setzte sich nicht weit von den beiden an einen Tisch. Der Krieger aus dem Norden packte den Arm der Frau und hielt sie mit eisenhartem Griff fest. Cato sah genauer hin. Ihr Name war Meona und sie lebte außerhalb der Stadt. Er sah zu Greta und schickte sie in die Herberge. Ein Horn mit Met würde den Mann sicher besänftigen und abkühlen. Greta beeilte sich und reichte dem Krieger sein Met. Meona nutzte die Gelegenheit und floh in die Herberge.</p>
<p>Jödur, so der Name des Kriegers, setzte sich zu Cato und nach und nach erfuhr er den Grund des Streits. Es war lediglich die Sorge um Meonas Wohlergehen und ihren Ruf. Eine Frau die alleine und ohne Schutz außerhalb der Stadtmauern lebte, forderte ihr Schicksal geradezu heraus. Natürlich stimmte Cato sofort zu und schüttelte fassungslos den Kopf. Schließlich beruhigte sich Jödur und setzte sich. Cato packte die Gelegenheit beim Schopf und stellte ihm einige Fragen. Von Jödur erfuhr er endlich was eine Godia war und was es damit auf sich hatte. Fasziniert hörte er ihm zu und lernte in einer Ahn mehr über den Norden, als auf all seinen bisherigen Reisen. Jödur war nicht nur ein furchtloser Krieger, sondern auch jemand der sich ausgezeichnet auf Worte verstand. Nachdenklich lauschte Cato den Erläuterungen Jödurs und begrub im Laufe des Gesprächs einige seiner Vorurteile. Sie waren gar nicht so unterschiedlich, nun ja zumindest in den meisten Dingen nicht.</p>
<p>Nach einer Weile verabschiedete sich Jödur, dafür gesellte sich Bo mit einer Gefangenen an der Kette zu Cato. Cato hörte nur etwas von Panthermädchen und rutschte ein Stück ab. Die Gefangene sah aus, als ob sie in einen Eimer mit frischer Farbe gefallen war. Barbarische Schriftzeichen und seltsame Zeichnungen zierten ihren Körper. Cato überlegte wie sie wohl die Schriftzeichen auf den Körper bekommen hatte. Vielleicht hatte sie sich auf ein frisch beschriebenes Pergament gelegt oder sich darin eingewickelt? Bevor er aber eine Antwort auf diese so wichtige Frage erhielt, kam noch ein weiterer Mann dazu. Bo stellte ihn als Caius vor, den Richter es Ortes. Sie plauderten eine Weile über dies und jenes. Cato hatte schon viel von Caius gehört und interessierte sich besonders für einige der früheren Gerichtsverhandlungen. Im Gegenzug beantwortete er Caius‘ Fragen nach seiner Herkunft. Er konnte den Richter in sich nicht verleugnen, so dass Cato das leise Gefühl beschlich einem geschickten Verhörspezialisten gegenüber zu sitzen.</p>
<p>Es wurde spät und für Cato wurde es Zeit nach Hause zu gehen. Amira schlief schon längst und ihr neues Zuhause lag bereits im Dunkeln. An diesem Abend hatte Cato einiges über Belnend und dessen Bewohner gelernt, alte Vorurteile begraben und sein Wissen erweitert. Der Schmerz über den Verlust seiner Heimat saß noch immer tief. Aber die Gewissheit hier in Belnend ein neues Zuhause unter Freunden gefunden zu haben, beruhigte ihn und schenkte ihm einen tiefen und traumlosen Schlaf.</p>
<p>Am nächsten Morgen wachte Cato auf, ohne <a href="http://neanotiert.wordpress.com/2012/10/05/gotter-vergeben-sterbliche-verzeihen/" target="_blank">Amira</a> neben sich vorzufinden. Er blieb eine Weile im Haus, kümmerte sich um Laertes während Greta im Garten herumwerkelte. Heute war der Tag, an dem der Schmied und die Heilerin die Gefährtenschaft schließen würden. Erst gegen Mittag traf er auf seine Gefährtin. Amira und er gingen in den Garten. Sie hätte etwas Wichtiges mit ihm zu besprechen teilte sie ihm mit. Nachdem sie Gretas neue Gartenanlage ausgiebig bewundert hatten, erzählte ihm Amira von ihrem Morgen in der Stadt. Sie hatte Meona näher kennengelernt und auch mit der Godia hatte sie sich länger unterhalten. Sie bat Cato um seine Erlaubnis ein Vulo zu kaufen. Die Godia wollte es den nordischen Göttern opfern und um ihren Segen für Laertes bitten. Cato war hin- und hergerissen. Einerseits hatten die Priesterkönige immer ihre schützenden Hände über sie gehalten, andererseits hatte sein Sohn die ersten Monde seines Lebens im Norden zugebracht. Sollten sie es wagen die Aufmerksamkeit der Priesterkönige zu erregen? Cato bat Amira um Bedenkzeit. Sicher, es konnte nicht schaden wenn auch die Götter des Nordens ein Auge auf seinen Sohn haben würden. Und immerhin hatte Cato noch nie davon gehört, dass einen Nordmann der Blitz getroffen hatte, nur weil er zu den falschen Göttern betete.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die Summe aller Teile]]></title>
<link>http://catolisicious.wordpress.com/2012/10/04/die-summe-aller-teile/</link>
<pubDate>Thu, 04 Oct 2012 13:58:48 +0000</pubDate>
<dc:creator>onolisicious</dc:creator>
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<description><![CDATA[Die erste Nacht verbrachten sie in der Herberge. Der Wirt hatte Cato und seiner Familie das gleiche]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Die erste Nacht verbrachten sie in der Herberge. Der Wirt hatte Cato und seiner Familie das gleiche Zimmer zugewiesen wie schon damals, als er auf der Suche nach Laertes ein paar Tage in Belnend verbracht hatte. Ein gutes Zeichen, wie Cato fand. Nachdem Amira eingeschlafen war, verließ er die Herberge und lief zurück zum Hafen. Sie hatten Laertes und Greta sowie ihre wenigen Habseligkeiten an Bord des Handelsschiffes zurückgelassen. Der kleine Hafen lag schon im Dunkeln, nur schemenhaft konnte Cato die Umrisse des Schiffs erkennen mit dem sie hier her gekommen waren.</p>
<p><!--more--></p>
<p>Dunkel und endlos lag dahinter die Thassa. An Deck des Schiffes brannte eine einzelne Öllampe, deren schwacher Lichtschein vom aufziehenden Nebel langsam verschluckt wurde. Außer dem leisen Knarren der Schiffsplanken und dem Schlagen der Wellen gegen den Rumpf war nichts zu hören. Ein einsamer Seemann saß an Deck und versuchte sich wach zu halten. Cato betrat das Oberdeck über eine schmale Planke und grüßte den Seemann leise. Müde hob er den Kopf und nickte erkennend. Eine Handbewegung des Mannes verrieten Cato, wo sich sein Sohn und die Kajira befanden. Zusammengerollt lagen sie am Bug des Schiffes. Mit ihrem Körper schirmte sie Laertes ab, der neben ihr auf einem Fell an der Schiffswand lag und friedlich an seinem Daumen nuckelte. Cato beugte sich über die beiden Schlafenden und legte seine Hand auf Gretas Schulter. Mit einem sanften Rütteln weckte er sie auf. Greta kam schnell zu sich und mit einigen leisen Worten erteilte Cato ihr die nötigen Anweisungen. Suchend sah er sich um und entdeckte den Rest ihres Gepäcks in Gretas Nähe. Er nahm die beiden Bündel auf und ging zurück zur Kajira. Sie hatte Laertes in das Fell gepackt und hielt ihn auf ihren Armen. Der Schlaf stand ihr noch ins Gesicht geschrieben und sie zitterte in der kalten Nachtluft. Cato seufzte, setzte das Gepäck wieder ab und nahm seinen schweren Wollmantel heraus. Er legte ihn der bibbernden Kajira um die Schultern und lachte leise. Der Mantel war ihr nicht nur viel zu groß, sondern auch um einiges zu lang. Greta warf ihm einen trotzigen Blick zu, nahm den Saum des Mantels in eine Hand und zog ihn nach oben. Nach kurzem Hin und Her hatte sie es geschafft und sowohl sich, als auch den schlafenden Laertes fast vollständig in den Mantel gehüllt. Cato verabschiedete sich von der Deckwache, dann verließen sie das Schiff.</p>
<p>Greta trottete hinter ihm her und hatte Mühe ihm zu folgen. Laertes wuchs und wurde langsam schwerer. Nach kurzem Fußweg tauchten vor ihnen die ersten flackernden Lichter der Stadt auf. Die Umrisse des Stadttors wuchsen aus dem langsam dichter werdenden Nebel und ein leises metallisches Klirren verriet die Anwesenheit der schwer bewaffneten Wachen. Cato gab sich ihnen zu erkennen und wurde anstandslos durchgelassen. Vom Tor war es nur noch ein kurzer Weg bis zur Herberge. Amira schlief tief und fest. Sie hatte sich kaum bewegt, seit Cato die Herberge verlassen hatte. Er schlug die Decke zurück und hob Laertes aus Gretas Armen. Der Daumen rutschte aus Laertes‘ Mund und beinahe augenblicklich veränderte sich der gerade noch friedliche Gesichtsausdruck des schlafenden Kindes. Cato wartete einen Moment und wiegte ihn in seinen Armen. Wie von Geisterhand fand der Daumen wieder seinen Weg in den kleinen Mund und zufrieden schlief Laertes weiter. Behutsam legte Cato ihn neben seine Mutter und zog die schwere Wolldecke über die beiden. Er selbst entkleidete sich rasch und legte sich auf die andere Seite des Bettes. Schützend legte er seinen Arm um Mutter und Kind, dann schloss er die Augen. Doch der Schlaf wollte sich nicht einstellen. Cato lauschte den regelmäßigen Atemzügen seiner Gefährtin, Laertes‘ leises Schmatzen und Gretas unruhigem Hin- und Hergewälze auf dem dünnen Fell vor dem Bett. Noch immer kam ihm alles unwirklich und wie ein böser Traum vor. Er hatte seine Heimat verloren, seinen Heimstein aufgeben müssen. Aber alles Nachdenken und Grübeln führte zu nichts und hatte keinen Sinn. Es war nicht mehr zu ändern und in Anbetracht der Umstände hatte er das einzig richtige getan. Außerdem würden ihm düstere Gedanken nicht weiterhelfen. Er musste an seine Familie und an die Zukunft denken.</p>
<p>Als er am nächsten Morgen erwachte war er alleine. Die einfallenden Sonnenstrahlen blendeten ihn und Cato brauchte eine Weile, um sich zu erinnern, wo sie waren und weshalb. Er stand auf, zog sich an und ging nach unten. Die Herberge war leer und auch auf dem großen Platz war niemand zu sehen. Cato seufzte und begab sich mit leerem Magen auf die Suche. Nach kurzer Zeit fand er seine Gefährtin in Begleitung des Kommandanten. Cato gesellte sich zu ihnen und stellte erleichtert fest, dass Bo und Amira sich prächtig verstanden. Bo erklärte den beiden die Verteidigungsanlagen der Stadt, zeigte ihnen zahllose kleine Verstecke, Geheimgänge und Fluchtwege. Cato hörte aufmerksam zu und kletterte mit Bo auf eines der Hausdächer. Von hier oben, so erklärte ihm der Kommandant, sei es ein leichtes, Eindringlinge mit dem Bogen unter Beschuss zu nehmen. Die Erläuterungen des Kriegers klangen einleuchtend, allerdings hatte die Sache einen kleinen Haken. Cato besaß weder einen Bogen, noch hatte er sonderlich viel Ahnung vom Kriegshandwerk. Nach und nach wurde ihm klar, dass sie hier nicht mehr in einer uneinnehmbaren Felsenfestung, sondern in einer nur leicht befestigten Stadt waren, und er wohl oder übel das ein oder andere dazulernen musste. Bo versprach ihm ein paar Übungsstunden, schließlich sollte ein Mann im Falle eines Angriffs in der Lage sein, ein Schwert zu führen um seine Familie zu verteidigen.</p>
<p>Bo führte sie zuerst ins Rathaus und erklärte ihnen dort alles. Von der Schreiberei aus konnte man die ganze Stadt überblicken. Unter ihnen befand sich der große Ratssaal, über ihnen der Versammlungsraum der Krieger. Es war nicht ganz wie Catos Haus der hohen Kasten, aber er konnte den gleichen Grundgedanken erkennen. Badehaus und Kennel befanden sich unterhalb der Stadt. Cato klappte der Kiefer nach unten. Den Kennel als großzügig zu beschreiben, wäre noch eine Untertreibung. Ganze Armeen konnte man darin ohne Probleme verschwinden lassen. Wieder wurde ihm bewusst, dass sie nun in einer Stadt der Krieger und Söldner lebten und er schwor sich, die Übungsstunden mit dem Gladius sehr ernst zu nehmen und sich zudem noch einen Bogen zu besorgen. Anschließend zeigte ihnen Bo den Rest der Stadt und sie besichtigten ein paar leerstehende Häuser. Die Entscheidung für ein Haus war schnell getroffen. Ein großes, geräumiges Anwesen in der Nähe des Rathauses wurde ihnen zugewiesen. Nebenan lag das Haus des Kommandanten und seiner Gefährtin, unter ihnen erstreckten sich zwei langgezogene Häuserzeilen. Selbst einen kleinen Garten und einen Schuppen gab es hinter dem Haus. Während Amira sich im Haus umsah, sprach Cato mit Bo und schnell wurden die beiden sich einig. Der Kommandant verabschiedete sich und Cato dankte ihm für seine Zeit und seine Mühen.</p>
<p>Erleichtert ging er hinein und sah Amira an. Sie hatten ein neues Zuhause gefunden. Im Kamin brannte ein helles Feuer und sorgte für eine angenehme Wärme. Nach oben hin war das Haus offen, so dass der Kamin beide Stockwerke beheizte. Die Nähe zum Norden war in allen Belangen deutlich erkennbar, aber dennoch fühlten sie sich wohl. Das Voltaigebirge war auf seine Art schön und Cato vermisste die schroffen Berghänge und das rot der Berge. In Belnend gab es stattdessen satte grüne Wiesen, leuchtende Obstbäume, Blumen- und Gemüsegärten. Cato konnte sich daran nicht sattsehen. Die karge Landschaft des Voltais zwang einen sich auf das wesentliche zu konzentrieren. Eine Landschaft, die aus nichts anderem als roten Felsen zu bestehen schien, bot nur wenig Abwechslung für das Auge. Doch hier wusste Cato manchmal nicht, wo er zuerst hinsehen sollte.</p>
<p>Amira würde sich um die Einrichtung des Hauses kümmern und mit den Handwerkern des Ortes sprechen. Cato ging zurück in die Herberge, packte ihre wenigen Sachen zusammen, dann machte er sich auf die Suche nach Greta und Laertes. Die erste Nacht im neuen Haus verbrachten sie auf einfachen Fellen und deckten sich mit ihren Mänteln zu. Es dauerte eine Weile, aber nach und nach füllte sich das Haus mit Möbeln, Einrichtungsgegenständen und sogar einigen Büchern.  Ihre Geschichte spiegelte sich in ihrem Haus wieder. Ein Teil davon hätte genauso gut in Lydius stehen können, ein anderer Teil erinnerte an Catos Turm in Hochburg, ein weiterer hätte sich auch im del-ka Haus bei Iskander befinden können. Doch nun fügten sich alle Teile zusammen und standen für ihr neues Zuhause.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Licht und Schatten]]></title>
<link>http://catolisicious.wordpress.com/2012/10/03/licht-und-schatten/</link>
<pubDate>Wed, 03 Oct 2012 02:06:28 +0000</pubDate>
<dc:creator>onolisicious</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ein letztes Mal sah Cato zurück und verweilte schweigend für einen Moment. Hinter ihm thronte erhabe]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ein letztes Mal sah Cato zurück und verweilte schweigend für einen Moment. Hinter ihm thronte erhaben die Festung auf dem Berg. Die Abendsonne hatte den Himmel rot verfärbt. Der See schimmerte in tausend Farben und die Mauern der Stadt, erbaut aus dem roten Gestein des Voltaigebirges, leuchteten glutrot im Schein der Abendsonne. Hinter ihm lag seine Heimat, sein Heimstein – und vor ihm eine ungewisse Zukunft.</p>
<p><!--more--></p>
<p>Seine Augen wanderten über die Ebenen der Felsenfestung. Selbst aus einiger Entfernung waren die klaren Linien der Stadt zu erkennen. Die vielen ausgetretenen Stufen, die kleinen Gassen und Steinmauern. Selbst einige der unzähligen kleinen Plätze konnte er erkennen. Hoch oben stand das mächtige Haus der hohen Kasten, daneben der Wohnturm des Schreibers. Wie oft hatte er schon am Fuß der Stadt gestanden und hinaufgeblickt? Cato wusste es nicht mehr. Er erinnerte sich daran, wie ihm die fröhlich flackernden Lichter in den Fenstern des Turmes die unzähligen Aufstiege erleichtert hatten. Und nun ragte sein Turm dunkel und verlassen auf dem Berg empor. Die Fenster wirkten auf Cato wie leere Augen, die ausdruckslos und ohne Ziel, über die unter ihnen liegende Ebene blickten.</p>
<p>Cato senkte den Kopf. Am Kastenhaus wehten keine Banner mehr im Wind. Nackt und leer stand es auf dem Gipfel des Berges. Er hatte die Farben der fünf hohen Kasten einholen lassen. Die Pläne zur Eröffnung des Kastenhauses hatten sie begraben und mit ihnen auch ihre Zukunft in Hochburg. Zu elitär waren der Tatrix die Pläne des Präfekten und seiner Gefährtin. Cato verstand die Welt nicht mehr. Schließlich war die Hierarchie der Kasten doch eine der Säulen ihrer Gesellschaft? Er hatte sein Amt niedergelegt und einen Tag später beschlossen, seinen geliebten Heimstein zu verlassen. Die Entscheidung war ihm nicht leichtgefallen, aber nach allem was geschehen war, hielt Cato es für die einzig vernünftige und logische Entscheidung.</p>
<p>Cato hatte das Kastenhaus ausräumen und die Einrichtung wegschaffen lassen. Dieses Haus und all das wofür es stehen sollte, war sein Gedankengut, seine Vision. Diese Ideen konnte ihm niemand nehmen, genauso wenig wie er sich seine Überzeugungen und seine Integrität nehmen lassen würde. Er spürte Amiras Hand auf seinem Arm und zwang sich seinen Blick von der Stadt abzuwenden. Cato nickte verstehend und zog sich die Kapuze seines Mantels über den Kopf. Es wurde Zeit zu gehen. Den Blick starr nach vorne gerichtet, wanderten sie über einen kleinen Gebirgspass. Hinter ihnen verblasste die Silhouette der Stadt langsam im Schein der untergehenden Sonne. Die klaren Linien der Mauer verschwanden und wurden zu einer scheinbar zufälligen Anordnung von leblosen Steinen. Die Umrisse der Häuser verschmolzen mit dem Berg und wurden eins mit dem Gebirge. Nur der See vor der Stadt verlor nichts von seiner majestätischen Schönheit. Ruhig und unbeteiligt lag er vor der Stadt. Die Wasseroberfläche funkelte im Dämmerlicht, als ob tausende von Diamanten darauf tanzten. Doch Cato wusste, das schon ein achtlos geworfener Stein genügte, um das friedliche Bild zu zerstören und die spiegelglatte Oberfläche zu verzerren.</p>
<p>Sie erreichten den höchsten Punkt des Passes, vor ihnen fiel der Weg steil ab und mündete in ein karges, felsiges Tal. Von hier oben konnte man in klaren Nächten die Lichter Ars sehen. Doch Catos Blick richtete sich heute nicht gen Ar. In ihm tobte ein Kampf, aber er widerstand dem Drang sich noch einmal umzudrehen, um endgültig Abschied zu nehmen. In seiner Erinnerung würde die Stadt weiterleben, selbst wenn kein Stein mehr auf dem anderen stehen würde. Er senkte den Blick und konzentrierte sich auf den vor ihm liegenden Weg. Für Cato war es ein schmerzhafter und qualvoller Abschied. Doch mit jedem zurückgelegten Schritt, wuchs die Erleichterung über seine Entscheidung. Mit jedem Pasang, den sie zwischen sich und die Stadt brachten, wurde die Last auf seinen Schultern leichter. Seine Lungen füllten sich mit der kühlen Nachtluft und endlich konnte er wieder befreit durchatmen.</p>
<p>Eine Weile zogen sie ziellos umher, lebten von dem wenigen Geld was Cato geblieben war. Sie folgten dem Vosk und rasteten in den Dörfern und Städten entlang des Flusses. Cato wusste das er bald eine weitere Entscheidung treffen musste. Er sorgte sich um seine Familie und die Ungewissheit legte sich wie ein Schatten auf sein Gemüt. Wohin sollten sie gehen, von was sollten sie leben? Der Beutel mit Münzen wurde immer leichter und in ihrem Gepäck befanden sich nur wenige Dinge von Wert, die sie hätten verkaufen können. Er lenkte ihren Weg nach Nordwesten. Dort gab es einen Ort an den er sich gerne erinnerte. Seine Suche nach Laertes hatte ihn vor nicht allzu langer Zeit dorthin geführt und obwohl er damals einen wirklich albernen und allzu offensichtlichen falschen Namen benutzen musste, hatte man ihn dort freundlich aufgenommen und ihm ohne Fragen zu stellen weitergeholfen. Zudem lebte dort eine Angehörige seiner Kaste. In Kasra hatten sie sich erst vor kurzem anlässlich einer Delegationsreise wiedergesehen und sich bei einem nächtlichen Treffen im verwaisten Quartier der Slaverin über so wichtige Themen wie Kastenangelegenheiten, Vertrauen und Bündnisse unterhalten.</p>
<p>Nach ihrer Ankunft in Belnend suchten sie Lady Nici auf. Im prächtigen Rathaus der Stadt saßen sie beisammen. Cato beschloss reinen Wein einzuschenken, und so erzählten er und Amira abwechselnd, angefangen vom Tag ihrer ersten Begegnung auf der Gefährtenschaftsfeier in Lydius. Lady Nici berichtete ihnen im Gegenzug von Belnend und von den vielfältigen Aufgaben. Gleichzeitig befragte sie die beiden nach ihren jeweiligen Fachgebieten und Kenntnissen. Erleichtert hörten sie zu. Es gab mehr Arbeit als eine Person bewältigen konnte. Sie würden hier nicht nur eine neue Heimat, sondern auch verantwortungsvolle Aufgaben finden.</p>
<p>Es war schon spät als sie von ihrem Treffen im Rathaus in die Herberge zurückkehrten. Amira bat Cato noch Greta und Laertes zu holen, dann schlief sie ein. Cato sah in seinen Münzbeutel. Neben ein paar Kupferstücken, befand sich nur noch ein in Reptuch eingeschlagenes und verschnürtes winziges Bündel darin. Cato zog es aus dem Beutel und öffnete den Knoten. Eine Silbertarn lag darin. Sein Vater hatte die Münze einst als Lohn für seine Arbeit erhalten und erst zu spät festgestellt, dass nur eine Seite der Münze geprägt war. Anstatt sie zurückzugeben oder einschmelzen zu lassen, hatte er sie behalten und sie an seinen Sohn weitergegeben. Seitdem trug Cato sie als Erinnerungsstück und Glücksbringer mit sich herum.</p>
<p>Sein Vater erinnerte ihn an die zwei Seiten einer jeden Münze. Man sollte sie erst dann guten Gewissens ausgeben, wenn man beide Seiten gesehen und geprüft hatte. Wer aber nur eine Seite der Münze kannte, der konnte sich ihres wahren Wertes nicht sicher sein. Vorsichtig nahm er den alten Silbertarn aus dem Reptuch und drehte ihn in der Hand. Auf der nicht geprägten Seite der Münze hatte sein Vater ein paar Worte eingravieren lassen. Cato kannte die Sprache nicht. Er war sich jedoch sicher, dass es sich um etwas Barbarisches handeln musste.</p>
<p><em>„Audiatur et altera pars“</em> stand darauf.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Nord-Süd-Gefälle]]></title>
<link>http://catolisicious.wordpress.com/2012/09/13/nord-sud-gefalle/</link>
<pubDate>Thu, 13 Sep 2012 15:04:44 +0000</pubDate>
<dc:creator>onolisicious</dc:creator>
<guid>http://catolisicious.wordpress.com/2012/09/13/nord-sud-gefalle/</guid>
<description><![CDATA[oder: Die Suche hat ein Ende Bewacht von einem starken Trupp an Kriegern verließen sie Belnend in de]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>oder: Die Suche hat ein Ende</strong></p>
<p>Bewacht von einem starken Trupp an Kriegern verließen sie Belnend in den frühen Morgenstunden. Angeführt wurden die Söldner vom Kommandanten selbst, eine Tatsache die Cato dankbar zur Kenntnis nahm. Catos Schädel dröhnte, sein Rücken schmerzte von der letzten Nacht, die er offensichtlich auf dem Boden der Herberge zugebracht hatte. Er konnte sich nur noch dunkel an die Nachricht von Amira erinnern, seine widersprüchlichen Gefühle und seinem Versuch diese im Paga zu ertränken. Nachdem er ein paar Worte mit Alja und dem Kommandanten gewechselt hatte, reihte sich Cato am hinteren Ende des Trosses ein.</p>
<p><!--more--></p>
<p>Eine Händlerin hatte sich in letzter Ihn noch der Reisegruppe angeschlossen und lief nun fröhlich plappernd neben Alja her. Vor ihm trottete Greta, eingehüllt in mehrere Lagen Wolle und Stoff und schwer beladen. Nach kurzem Fußmarsch erreichten sie den Hafen und Cato dankte den Priesterkönigen für die Umsicht des Kommandanten. Das Schiff mit dem sie die Thassa hinauf in den Norden segeln wollten, stand bereits in voller Takelage bereit. Die Frachträume des Schiffes waren mit allerlei Handelsgut vollstopft, Kabinen gab es außer der Kapitänskajüte keine, so dass Cato und Greta sich an Deck einen ruhigen Platz suchen mussten. Der Kapitän war ein umgänglicher und freundlicher Geselle. Bereitwillig hatte er seine Kajüte geräumt, um wenigstens den beiden mitreisenden freien Frauen ein wenig Privatsphäre einzuräumen.</p>
<p>Ein kräftiger Südwind trug das Schiff und seine Passagiere in den hohen Norden Gors. Die Fahrt verlief größtenteils ruhig und trotz der manchmal aufgewühlten See wurde niemand seekrank.  Nach einer Hand auf dem Schiff erreichten sie in der Abenddämmerung das Land der Feuerbringer. Die Luft war klar und kühl. Cato fröstelte beim Verlassen des Schiffs und zog sich den schweren Wollmantel um die Schultern. Von der Anlegestelle war es nicht weit bis zum Dorf der Feuerbringer. Eine mächtige Palisade umgab das Dorf und Bo sprach lange mit den Wachen am Tor bis man ihnen endlich Einlass gewährte. Cato sah sich neugierig um. Das Dort hatte nur wenig Ähnlichkeit mit den Siedlungen die er aus dem Süden kannte. Einfache Holzhütten standen willkürlich angeordnet innerhalb der Palisade. Gepflasterte Straße oder Gassen gab es nicht. Stattdessen sah man zwischen den Hütten ausgetretene Fußwege, die sich im Lauf der Zeit &#8212; ohne dass sie von jemandem geplant oder angelegt wurden &#8212; gebildet hatten. Auf einem Platz brannte ein helles Feuer. Baumstämme lagen kreisförmig um die Feuerstelle und schon von weitem sah Cato eine große Anzahl der Nordkrieger um das Feuer sitzen. Schweigend folgte er Bo und Alja, die mal hier und mal da grüßten und ansonsten mit dem Volk im Norden recht vertraut schienen. Zwischen den Kriegern am Feuer saß eine Frau, neben ihr kniete eine der Bondmaids des Nordens. Cato hatte sie zwischen den ganzen riesigen Kriegern nicht gleich wahrgenommen, aber Greta hatte längst das Kind auf den Armen der Frau entdeckt. Cato folgte ihrem Blick.. lange Zeit starrte er auf das Bündel in den Armen der Frau. Dann sah er fragend zu Alja, die ihm mit einem leichten Nicken zu verstehen gab, das es sich tatsächlich um seinen Sohn handelte. Der Frau war sein langer Blick und auch der stumme Austausch mit Alja nicht entgangen. Hastig stand sie auf, presste das in viele Wolldecken eingeschlagene Kind an sich und verschwand in einer der Hütten. Aljas warnender Blick hielt Cato davon ab ihr nachzulaufen. Stattdessen setzte sich Cato ans Feuer und übte sich in Geduld. Die Nordleute beachteten ihn nicht weiter, unterhielten sich stattdessen mit Bo über Dinge von denen Cato nicht viel verstand. Noch dazu hatte er Mühe ihrer schleppenden und ungewohnten Aussprache zu folgen und verstand meist nur jedes zweite Wort. Eine Frau drückte ihm ungefragt ein Horn mit Met in die Hand und verschwand dann wieder. Cato fühlte sich nicht sonderlich wohl unter all den Kriegern, und auch Greta warf ihm manch angsterfüllten Blick zu. Im Augenwinkel sah er Alja mit einem der Krieger davon gehen. Catos Blick folgte ihr und er sah sie in die gleiche Hütte gehen, in der kurz zuvor auch die Frau mit seinem Sohn verschwunden war. Cato starrte in die Flammen und schickte ein Gebet zu den Priesterkönigen. Er hoffte, dass sie ihn hier im Norden hören würden. Zur Sicherheit bat er auch Odin um Schutz und Segen für seinen Sohn. Nach einer Weile kam Alja in Begleitung des Kriegers zurück. Bestürzt stellte Cato fest das sie nichts auf dem Arm trug, sein Sohn wohl noch immer in der Hütte bei der Frau war.</p>
<p>„Sie will alleine mit dir sprechen Cato“.. so lauteten ihre Worte an ihn.</p>
<p>Cato nickt und stand auf.</p>
<p>Ein langer, prüfender Blick von Alja traf ihn. Dann warf sie dem Krieger einen schnellen Seitenblick zu und flüsterte eindringlich:</p>
<p>„Sie hat sich an das Kind gewöhnt und es fällt ihr schwer es herzugeben. Du musst sie überzeugen Cato“</p>
<p>Er seufzte und folgte dem Krieger zur Hütte der Frau. Greta wollte er nicht alleine am Feuer zurücklassen, also gab er ihr mit Handzeichen zu verstehen sie solle ihm mitsamt dem Gepäck folgen.Der Krieger schien ihm nicht unbedingt wohlgesonnen zu sein und Cato entging die unverhohlene Feindseligkeit und Ablehnung nicht, die ihm der Krieger auf dem kurzen Wegstück zur Hütte entgegenbrachte. Er schluckte seinen Ärger darüber hinunter, wies Greta an vor der Hütte zu warten und ging auf die Tür zu.</p>
<p>Aus dem inneren der kleinen Hütte waren laute Stimmen zu hören. Worte und Laute, deren Bedeutung sich Cato nicht erschloss, drangen an sein Ohr. Es klang fast so als ob in der Hütte ein wildes Tier hauste. Mit Bestürzung dachte er an seinen Sohn. Laut polternd warf sich <em>etwas</em> von innen gegen die Tür, jammernd und kreischend versperrte ihm dieses etwas den Weg. Zwischen den klagenden Lauten war die leise und beruhigende Stimme einer Frau zu hören. Cato blieb vor der Tür stehen und atmete tief durch. Mit ruhiger Stimme fing er zu reden an, sprach die Frau an, die sich um seinen Sohn gekümmert hatte, erklärte ihr wer er war und bat um Einlass. Es dauerte eine Weile, dann endlich öffnete sich die Tür. Die Frau vom Feuer stand im Türrahmen, funkelte ihn an und sah sich misstrauisch um.</p>
<p>„Nur du alleine“ sagte sie knapp und deutete auf Cato.</p>
<p>Er nickte und trat ein. Sein Sohn lag in einer Wiege und schlummerte friedlich. Erleichtert warf Cato einen Blick in die Wiege und sah sich dann in der Hütte um. Die Bond der Frau  &#8212; jedenfalls glaubte Cato das sie eine war – rannte aufgebracht und verwirrt in einer Ecke der Hütte umher. Dabei stammelte sie unverständliches Zeug, deutete immer wieder mit schreckgeweiteten Augen auf Cato und fing das schreien und zetern an. Cato versuchte sie zu ignorieren und sah auf die Frau. Ihre Augen schienen tränennass zu sein und er verstand ihren Kummer. Leise sprachen sie miteinander. Sie fragte Cato ob er Gar sei und Cato verneinte entrüstet. Dann erklärte er ihr, weshalb er seinen Sohn verloren hatte und wie es zu alledem gekommen war. Sie hörte ihm zu, ihre Hand lag auf dem Rand der Wiege, so als ob sie nicht loslassen wollte und konnte.</p>
<p>Von draußen drangen nun laute Stimmen in die Hütte, die Tür flog auf und plötzlich fand sich Cato Auge in Auge mit einem Krieger wieder. Er beschimpfte ihn und die Mutter des Kindes als Rabeneltern und fuchtelte mit dem Dolch unter Catos Nase herum. Abwehrend hob er die Hände. Doch der Krieger liess sich nicht beirren und redete immerzu weiter. Man sollte Leuten die ihr Kind im Stich lassen einfach die Kehle durchschneiden, erklärte er Cato. Die Bond in der Ecke stimmte zu einem wilden Wutgeheul an, fast so als ob sie die Worte des Kriegers nicht nur gutheißen wollte, sondern ihn auch dazu aufforderte seiner Rede Taten folgen zu lassen. Cato sah immer wieder unsicher auf seinen Sohn. Er wollte doch keinem etwas Böses und war unbewaffnet. Zudem verstand er den Kummer der Frau und hatte nur versucht ihr Trost zu spenden.</p>
<p>Ein lauter Schrei war zu hören und die kleine Frau schien über sich selbst hinauszuwachsen.</p>
<p>„Alle raus“ schrie sie den Krieger und die verrückte Bond an und zeigte auf Cato „nur der bleibt hier“ befahl sie resolut.</p>
<p>Es kehrte wieder Ruhe in der Hütte ein und die Frau begann zu weinen. Cato versuchte sie zu trösten und zu beruhigen. Aber die Priesterkönige waren ihm an diesem Tag alles andere als wohlgesonnen. Erneut flog die Tür der Hütte mit einem Krachen auf. Sofort drang von draußen wieder lautes Stimmengewirr hinein. Das halbe Dort hatte sich wie es schien zwischenzeitlich vor der Hütte versammelt und Cato sah Greta mit angsterfülltem Blick inmitten der Nordleute hocken. Er winkte sie herein und beachtete den großen Krieger neben ihm nicht weiter. Woher hätte er auch wissen sollen, dass neben ihm nun der Gefährte der Frau UND Dorfjarl stand; schließlich hatte sich der Mann nicht vorgestellt wie es im Süden Brauch war.</p>
<p>Cato dachte nur noch an die Sicherheit seines Sohnes und nahm seinen Blick nicht vom friedlich schlafenden Bündel in der Wiege. Die Menschenmasse vor dem Haus der Frau beunruhigte ihn zunehmend, dazu noch die wild kreischende Bond, der furchteinflößende Krieger mit dem langen Dolch und nun noch der andere Mann, der anscheinend mit einem der Krieger sprach und ihn aufforderte die Hütte wieder zu verlassen.</p>
<p>Cato wusste nicht mehr wo ihm der Kopf stand. Endlich tauchte Alja auf und versuchte die Lage zu überblicken. Schnell begriff sie den Ernst der Situation. Cato hatte den Dorfjarl brüskiert und beleidigt. Der Schreiber seufzte. Der Dorfjarl starrte ihn wütend an, brüllte dann seine Frau an und befahl ihr das Kind herauszugeben. Dann wandte er sich an Alja, verwies sie und Cato des Dorfes bevor er wutschnaubend die Hütte verlies. Cato starrte noch immer auf die weinende Frau. Ein letztes Mal versuchte er sie zu beruhigen und ihr seinen Dank auszusprechen. Aber die Frau war nicht mehr zu beruhigen. Cato nahm seinen Sohn entgegen und drückte ihn an sich, dann verließ er mit Greta im Schlepptau die Hütte. Die Nordleute vor der Hütte starrten ihn wütend an, aber Cato liess sich nicht davon beirren. Er drehte sich ab und starrte auf das Bündel in seinen Armen. Friedlich schlummernd, die winzigen Hände zu Fäusten geballt lag sein Sohn auf seinen Armen.  Er sah gesund aus und war gut genährt. Cato berührte die kleine Hand und schenkte seinem Sohn ein warmes Lächeln. Dann reichte er ihn an Greta weiter, die ihn wieder sorgfältig in die Decken einpackte.</p>
<p>Cato dachte nach. Sirkka, so lautete der Name der Frau die sich um seinen Sohn gekümmert hatte.. er würde ihr später noch danken, ihr und ihrem Gefährten. Vielleicht würde eine Nachricht und ein Fass Kalana dazu beitragen das Missverständnis beizulegen. Immerhin hatte Cato gesehen, wie sehr die beiden an dem Kind hingen. Sie hatten ihm ein kleines geschnitztes Langboot mitgegeben. Vorsichtig packte Cato es ein. Sein Sohn sollte nicht vergessen, wer ihm das Leben gerettet hatte und Cato würde ihm von Sirkka und Finn erzählen, die sich seines Sohnes wie ihres eigenen Kindes angenommen hatten.</p>
<p>Sie verließen das Dorf auf Umwegen. Am Tor stießen Bo und seine Krieger wieder zu ihnen. Die Soldaten eskortierten sie noch zum Hafen. Dort würden sich wie vereinbart ihre Wege trennen. Cato verabschiedete sich von Bo und versprach bald wieder nach Belnend zu kommen. Der Kommandant kannte nun seinen wahren Namen und Heimstein, und Bo verstand nun auch den Grund für die Geheimniskrämerei.</p>
<p>Alja reichte ihm eine Schriftrolle. Cato entrollte sie und nickte erleichtert. Die Geburtsurkunde seines Sohnes – und auch die Bestätigung von offizieller Seite:  sein Sohn hatte als freier Goreaner das Licht der Welt erblickt. Er steckte das Papier in seine Tasche, dort wo er auch schon die Botschaft von Amira aufbewahrte. Dann verabschiedete er sich von Alja. Er hatte der geheimnisvollen Frau viel zu verdanken. Sie hatte seinem Sohn das Leben geschenkt und vielleicht auch der Mutter des Kindes die Augen geöffnet. Cato dankte ihr mit wenigen Worten. Es gab einfach nicht genug davon, um seine tief empfundene Dankbarkeit auszudrücken. Alja bestieg das Schiff auf dem bereits Bo und die Soldaten warteten. Kurz darauf legte das Schiff ab und bald darauf sah man es auf der Thassa hinter dem Horizont verschwinden. Seufzend wandte sich Cato um und sah nach Greta, die den Kleinen fest an sich gedrückt hatte. Es war Zeit nach Hause zu gehen, Zeit seinen Sohn nach Hause zu bringen.</p>
<p>Greta sah ihn an. Die Anspannung war aus seinem Gesicht gewichen. Er hatte endlich seinen Sohn gefunden. Nur eine kleine Sorgenfalte auf seiner Stirn war geblieben.</p>
<p>&#8220;Wie ist sein Name Herr&#8221; wollte Greta mit leiser Stimme von ihm wissen.</p>
<p>Cato überlegte einen Moment. Die Nordleute hatten ihn Jasper genannt, aber Cato hatte längst einen anderen Namen für seinen Sohn im Sinn.</p>
<p>Er sah hinaus auf die blaue Thassa, die ruhig und wie ein Spiegel vor ihnen lag.</p>
<p>&#8220;Laertes, sein Name soll Laertes sein&#8221; erwiderte er und lächelte.</p>
]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Nachrichten]]></title>
<link>http://catolisicious.wordpress.com/2012/09/12/nachrichten/</link>
<pubDate>Wed, 12 Sep 2012 13:02:25 +0000</pubDate>
<dc:creator>onolisicious</dc:creator>
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<description><![CDATA[Aufgeregt erwartete Greta ihren Herrn bereits. Er war ein wenig durch die Stadt gelaufen und kehrte]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Aufgeregt erwartete Greta ihren Herrn bereits. Er war ein wenig durch die Stadt gelaufen und kehrte erst nach mehreren Ahn zur Herberge zurück. Ein Bote aus Hochburg war in Belnend eingetroffen und hatte Greta mehrere Dinge für Cato übergeben. Der Hauptmann hatte einen der jungen Krieger mit dem Tarn losgeschickt. Greta drückte Cato zwei Schriftrollen und einen schweren Lederbeutel in die Hand. Der Krieger wollte nicht bleiben, er hatte Anweisung die Botschaften abzuliefern und sich umgehend auf den Rückweg zu begeben. Cato nickte nur und sah die Schriftrollen an.</p>
<p><!--more--></p>
<p>Eine davon trug das Siegel der Tatrix, die andere trug ein ihm unbekanntes Siegel. Cato legte die Schriftrollen beiseite, öffnete zuerst den Beutel und sah hinein. Diritas hatte ihm erneut einen nicht unerheblichen Betrag aus ihrem privaten Vermögen geschickt. Anscheinend lag ihr viel daran, seiner Suche zu einem erfolgreichen Ende zu verhelfen. Er nahm ihre Schriftrolle auf und rollte sie auf. Diritas erkundigte sich nach dem Stand seiner Suche und bat ihn um ein Lebenszeichen. Sie schrieb von Connor und einigen Andeutungen, die der Hauptmann nach seiner Rückkehr von seiner Reise in die Tahari gemacht habe. Diritas erwähnte etwas von den Lücken, die Connor hatte schließen können. Aber Cato konnte sich keinen rechten Reim darauf machen. Er legte die Schriftrolle beiseite und nahm sich vor, ihr später ausführlich zu antworten.</p>
<p>Noch während er im Geiste den Priesterkönigen für Diritas‘ großzügige Hilfe dankte, nahm er die zweite Schriftrolle auf. Er wollte gerade das Siegel brechen als ihm ein vertrauter Geruch in die Nase stieg. Cato hielt inne und starrte auf die Rolle in seiner Hand. Ein Hauch von Jasmin schien an dem Pergament zu haften. Nicht mehr als eine Ahnung und nichts Greifbares .. und doch war es Cato, als ob eine eiskalte Hand nach seinem Herz griff und es mit unerbittlichem Griff umfing. Seine Hände zitterten leicht als er das Siegel erbrach. Ein wenig Sand rieselte aus der Schriftrolle und Cato spürte die feinen Sandkörner auf seine Handfläche fallen.</p>
<p>Amira.</p>
<p>Cata sah auf das Pergament in seinen Händen. Die klaren, weichen Linien ihrer Schrift verschwammen vor seinen Augen. Seine Knie wurden weich und er musste sich setzen. Greta sah ihn entsetzt an. Kreidebleich saß er auf dem Boden und starrte auf die aufgerollte Schriftrolle in seinen Händen. Er begann zu lesen und versuchte den Sinn der Worte zu begreifen. Dann legte er die Schriftrolle beiseite und schloss die Augen. Für einen Moment erschien es Cato als ob seine Welt stillstehen würde.</p>
<p>Er hatte eine Mauer in sich errichtet, eine dunkle Mauer erbaut auf einem soliden Fundament aus Wut und Ablehnung. Stein um Stein war das Mauerwerk im Lauf der Zeit gewachsen. Die Steine standen für seinen Zorn auf Amira, seinen Hass auf Gar, seine Schuldgefühle und seine Selbstzweifel.  Die ersten Risse zeigten sich bereits kurz nachdem er ihre Nachricht in seinem Turm in Hochburg gefunden hatte. Er las die Schriftrolle noch einmal und spürte wie das Fundament der Mauer zu wanken begann.</p>
<p>Greta kniete nicht weit von ihm entfernt auf dem Boden und sah abwechselnd auf den Schreiber und das Pergament in seinen zitternden Händen. Der Kampf in Catos Innerem spiegelte sich in seinem Gesichtsausdruck wieder. Schließlich stemmte er sich vom Boden hoch und bedeutete der Kajira ihm zu folgen. Er habe Durst und er brauche dringend frische Luft verkündete der immer noch sichtlich aufgewühlte Schreiber der Kajira.</p>
<p>In der Taverne vor der Herberge traf Cato auf Bo, den Kommandanten Belnends und auf einen Späher. Eine Weile lange beteiligte er sich an den Gesprächen der beiden Männer, doch immer wieder kamen ihm die Worte ihrer Botschaft in den Sinn. Cato schickte Greta nach Paga, viel Paga.. bestürzt sah sie zu, wie er einen großen Becher nach dem anderen leerte, so als ob er etwas in sich betäuben wollte. Cato wurde immer betrunkener und mehrere Male verhaspelte er sich, vergaß den falschen Namen und Heimstein, den er sich für die Reise zugelegt hatte. Auch Bo der Kommandant merkte das der Schreiber längst genug hatte und versuchte die Situation bei den neu dazu gekommenen Gästen der Taverne zu entschärfen. Schließlich ließ Cato sich von Greta fast schon willenlos und am Rande der Bewusstlosigkeit nach oben in sein Zimmer führen. Die Kajira, die er eigentlich gekauft hatte um für seinen Sohn zu sorgen, zog den Schreiber in ihre Arme, wiegte ihn wie einen Säugling und summte ein Lied. Erst als sie Catos friedliches Schnarchen an ihrer Schulter vernahm verstummte sie.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Belnend]]></title>
<link>http://catolisicious.wordpress.com/2012/09/11/belnend/</link>
<pubDate>Tue, 11 Sep 2012 12:24:23 +0000</pubDate>
<dc:creator>onolisicious</dc:creator>
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<description><![CDATA[Eine Hand war seit seiner Ankunft bereits vergangen und noch immer saß Cato in der Tem-Ebene fest.  ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Hand war seit seiner Ankunft bereits vergangen und noch immer saß Cato in der Tem-Ebene fest.  Er hatte nicht viel zu tun und verbrachte die meiste Zeit draußen. Dann und wann traf er auf einen Bewohner der Siedlung oder einen Krieger aus der benachbarten Festung. Fleißig und schweigsam waren die Einheimischen der Tem-Ebene. Sie kümmerten sich um ihre Belange und ließen den Fremden aus dem Süden in Ruhe. Stundenlang wanderte Cato durch die endlosen Kornfelder und über satte grüne Wiesen.  Zur Mittagsstunde suchte er sich ein schattiges Plätzchen unter einem Baum am Laurius, sah auf den träge dahinfließenden Fluss hinaus und schlief darüber meist ein.</p>
<p><!--more--></p>
<p>Das Farbenspiel des fruchtbaren Landes am Laurius hatte eine merkwürdig beruhigende Wirkung auf ihn. Erst in den frühen Abendstunden kehrte er in das Langhaus der Siedlung zurück. Dort brannte um diese Ahn bereits ein munteres Feuer und vertrieb die Kälte, die sich nach Sonnenuntergang fast augenblicklich einstellte. Lady Alja war unterwegs und liess sich nur selten blicken. Sie war mit den Reisevorbereitungen beschäftigt und hatte Cato gegenüber nur verlauten lassen, dass sein Sohn an einem sicheren Ort sei und sie so bald wie möglich aufbrechen würden. Sie hatte ihm keinen Ort genannt, lediglich der Hinweis Cato solle sich warme Kleidung besorgen und sich den Gepflogenheiten des Nordens anpassen verriet ihm etwas über die weitere Reiseroute. Im Dorf fand er alles was er brauchte. Feste Stiefel, die man innen mit einem warmen Fell ausgekleidet hatte. Dazu eine robuste dunkle Hose, ein paar einfache Hemden, eine Weste aus weicher grauer Wolle, Handschuhe und einen Wollmantel. Die Sachen waren einfach, aber dennoch von guter Qualität. Cato probierte die neuen Sachen an und fühlte sich seltsam ungewohnt darin. Dazu liess er sich noch einen Bart stehen und die Haare wachsen. Nach ein paar Tagen sah er zumindest annähernd wie Mann aus dem Norden aus. Jedenfalls sah er nicht mehr wie ein Schriftgelehrter aus dem Süden aus. Bloß von seiner alten braunen Mütze konnte und wollte er sich nicht trennen. Sie erinnerte ihn an seine Heimat, an die roten Berge des Voltais. Trug er sie nicht auf dem Kopf, so sah man sie in seiner Hosentasche stecken und ab und an strichen seine Finger über den weichen Stoff der Mütze.</p>
<p>Die Sklavin die er kurz nach seiner Ankunft am Tor getroffen hatte, hielt sich ebenfalls noch im Dorf auf. Ihr Herr hatte sie hier abgesetzt, sie sollte sich als Amme verdingen und so Geld für ihren Herrn verdienen. Anscheinend kam er regelmäßig vorbei und leerte das kleine Holzkästchen an ihrem Gürtel. Cato war dankbar für ihre Anwesenheit. Kam er abends ins Langhaus zurück, wartete bereits ein warmer Becher Kalda auf ihn. Zudem kochte sie für ihn, besserte seine Sachen aus und unterhielt ihn mit ihrem Geplapper. Cato dachte darüber nach sie zu kaufen. Alja hatte sich zwar nicht geäußert, aber Cato war sich sicher das sein Sohn noch eine Zeitlang eine Amme brauchen würde. Noch dazu hatte er wenig bis keine Ahnung von Säuglingen und Kleinkindern. Die Kajira hingegen schien sich bestens auszukennen und würde ihm eine große Hilfe sein. Zudem wärmte sie ihm in den Nächten sein Fell und gab sich ihm mehr als bereitwillig hin.</p>
<p>Über  Nacht war es noch kühler geworden und Cato wachte zähneklappernd auf. Kälte und Feuchtigkeit schienen durch jede Ritze der alten Holzbalken unter dem Dach zu dringen. Das Fell unter ihm fühlte sich kalt und klamm an und er hatte es eilig auf die Beine und hinunter in die Wärme der Halle zu kommen. Die Sklavin stand bereits am Feuer, drückte ihm wortlos einen Becher Blackwine in die Hand. Wie jeden Morgen dauerte es eine Weile bis Cato klar denken konnte. Der Blackwine war stark und heiß; schnell setzte die gewünschte Wirkung ein und Cato spürte die Lebensgeister zurückkehren. Sie reichte ihm sein Frühstück und während er sich hungrig darüber hermachte unterrichtete er sie von seinen Kaufabsichten. Die Kleine nickte und sprang davon. Sie sollte ihren Herrn wie jeden Morgen am Tor erwarten, doch heute würde sie ihn in die Siedlung und zu Cato führen.</p>
<p>Er hatte gerade sein Frühstück beendet und hielt den Becher mit dem letzten Schluck Blackwine in der Hand, als sie mit ihrem Herrn im Schlepptau zurückkam. Ein feistes und zudem überaus unansehnliches Exemplar eines Sklavenhändlers. Cato seufzte und musterte den Mann verstohlen.  Er stellte sich als Timos aus Tyros vor und liess sich auf das Kissen neben Cato sinken. Sein gewaltiger Leibesumfang machte die Sache nicht einfacher und Cato verschlug es fast den Atem.  Der Sklavenhändler verströmte einen säuerlichen Duft nach Schweiß und Essig. Sklavenhändler und Forschungsreisender in kulinarischen Angelegenheiten sei er, so fügte Timos schwer atmend hinzu. Vor allem letzteres war schwer zu übersehen, wie Cato fand. Wobei es sich der Mann offenbar zum Ziel gesetzt hatte, möglichst viel von <em>allem</em> in sich hineinzustopfen.</p>
<p>Obwohl es ihm schwerfiel plauderte Cato eine Weile belangloses Zeug mit ihm, befragte ihn eingehend nach seinem Angebot an Sklavinnen und wollte wissen, ob er noch weitere Ammen im Angebot hatte. Timos verneinte, die Kleine war seine einzige Amme. Cato seufzte leise. Das würde den Preis natürlich nach oben treiben. Schnell kam man aufs Geschäft zu sprechen und Timos nannte Cato einen fast unverschämten Preis. Ein Goldtarsk wollte er für sie. Cato schüttelte den Kopf und schnaubte entrüstet. Der Sklavenhändler wollte aus seiner Notsituation den größtmöglichen Profit schlagen, zudem hielt er Cato – der sich wahrheitsgemäß mit seinem richtigen Namen, Heimstein und dem Rang das er dort bekleidete vorgestellt hatte – für einen reichen Mann.</p>
<p>Sie verhandelten eine Weile. Cato jammerte und der Sklavenhändler klagte. Mit seinen fleischigen Fingern packte er die Kleine, fingerte an ihren Brüsten herum und pries ihre Qualitäten als Amme an. Cato winkte ab. Der Händler erzählte ihm nichts neues, er hatte sich schon mehrfach selbst von der Qualität ihrer Milch überzeugt und konnte auf eine Demonstration des fetten Slavers gerne verzichten.</p>
<p>Schließlich einigten sie sich auf einen halben Silbertarsk und ein Fass Kalana aus Hochburg. Im Geist ging Cato seine Münzen durch. Das Haus am Vosk hatte bereits einen Großteil seines Bargeldes verschlungen, dazu noch die kleineren Anschaffungen bei den Händlern der Tem-Ebene und nun noch eine Kajira. Er zählt die Münzen ab und streckte sie Timos entgegen. Das Fass Kalana würde er ihm umgehend nach seiner Rückkehr nach Hochburg auf sein Anwesen auf Tyros liefern lassen, versprach Cato dem Sklavenhändler. Der Mann zählte die Münzen nach, reichte Cato ein paar vergilbte Papiere und verabschiedete sich schnell.</p>
<p>Timos hatte sie Greta gerufen und Cato liess ihr den Namen. Den Schlüssel für ihren Kragen hatte er verloren und Cato fluchte leise. Er würde unterwegs bei einem Schmied Halt machen müssen, um ihr den einfachen Kragen des Sklavenhändlers entfernen zu lassen und einen neuen zu erstehen. Cato nahm ein paar weitere Münzen aus seinem Beutel und reichte sie der Kajira. Sie sollte sich im Dorf mit warmer Kleidung und allem notwendigen für die Reise eindecken. Lady Alja wollte noch am gleichen Tag aufbrechen und die Zeit drängte nun. Er ging nach oben und packte seine Habseligkeiten zusammen. Das schwere Bündel deponierte er neben dem Tor des Langhauses und machte es sich wieder am Feuer gemütlich. Einer der Krieger führte kurze Zeit später einen Boten herein, der Cato eine Nachricht überreichte. Er erkannte das Siegel der Tatrix sofort und wog die Schriftrolle in der Hand. Sie war ungewöhnlich schwer und Cato öffnete sie. Ein kleiner Lederbeutel fiel heraus, den Cato neben sich legte. Diritas hatte ihm einen langen Brief geschrieben, berichtete von allerlei Vorkommnissen in Hochburg, erkundigte sich nach dem Verlauf seiner Reise und seiner Nachforschungen. Sie bat um Nachricht über seinen Aufenthaltsort und wünschte ihm für die weitere Reise viel Glück. Natürlich – Cato musste schmunzeln – verlieh sie auch ihrer Hoffnung Ausdruck, er möge doch schnellstens wieder zurückkehren. Cato kannte seine Tatrix gut genug um zu wissen, dass sie die Abwesenheit ihres Präfekten zwar verstand, ihn aber zwischen den Zeilen sehr deutlich an seine Pflichten seinem Heimstein gegenüber erinnerte. Er gab dem Boten eine kurze Antwort mit und entließ den Mann. Dann öffnete er den Beutel und fand zu seiner Verwunderung eine stattliche Anzahl Münzen mit einem weiteren kleinen Zettel der Tatrix. Cato zählte es nicht nach, aber es musste mehr als ein Goldtarsk in Silber- und Kupfermünzen sein. Die Tatrix hatte sich nicht lumpen lassen. Sie hoffe, dass die Summe im Beutel ihm helfen würde seine Reise erfolgreich zu beenden, um schon bald wieder nach Hochburg zurückkehren zu können. So hatte sie auf dem Zettel vermerkt.  Cato befestigte den Beutel an seinem Gürtel und verstaute die Nachricht der Tatrix in seinem Bündel.</p>
<p>Nach kurzer Zeit kam Greta zurück und er konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Sie trug mehrere Lagen übereinander und war kaum noch zu erkennen. Außerdem schleppte sie ein Bündel auf ihrem Rücken, welches fast größer war als sie selbst. Trotzdem war sie sparsam mit seinem Geld umgegangen. Sie reichte ihm die restliche Summe und Cato zählte verwundert nach. Währenddessen war sie schon zur Küche geeilt und bereitete ihm noch einen weiteren Becher Kalda zu. Dankbar nahm Cato den Becher mit dem heißen Würzwein entgegen und trank in kleinen Schlucken, während sie von ihren Erlebnissen im Dorf berichtete. Er ließ einen kleinen Rest im Becher und liess sie davon trinken. Der heiße Wein trieb ihr schon bald unter den unzähligen Lagen an Wolle und Fell den Schweiß auf der Stirn. Cato sah grinsend zu wie sie Lage um Lage ablegte und sah verdutzt auf den immer größer werdenden Kleiderhaufen neben ihm. Fast nackt kniete sie vor ihm und Cato erinnerte sich an die stattliche Summe die sie ihn gekostet hatte. Er hieß sie auf allen vieren vor ihm zu knien und betrachtete sie ausgiebig. Cato erinnerte sich an das Misstrauen welches Alja der Kleinen entgegengebracht hatte und dachte für einen kurzen Moment darüber nach. Dann schob er sich hinter sie und nahm sie. Seine Hand legte er auf den eisernen Ring um ihren Hals und drückte ihren Kopf auf den Boden.  Sie hatte den Besitzer gewechselt und Cato erinnerte sie mit festem Griff daran wer nun ihr neuer Herr war.</p>
<p>Zufrieden lehnte er sich zurück und schaffte es gerade noch rechtzeitig seine Hose zu schließen bevor Alja das Langhaus betrat. Misstrauisch beäugte sie die Sklavin und Cato erzählte ihr in einigen knappen Sätzen vom Besuch des Sklavenhändlers und davon, dass er die Sklavin als Amme für seinen Sohn gekauft hatte. Alja schien noch immer nicht überzeugt zu sein und schimpfte Cato einen Narren weil er dem Händler seinen richtigen Namen genannt hatte. Gereizt besprach sie mit Cato noch einige Einzelheiten der Reise, allerdings liess sie sich noch immer kein Ziel der Reise entlocken.</p>
<p>Kurze Zeit später brachen sie endlich auf. In Cato flammte eine bisher nicht gekannte Unruhe auf. Er würde seinen Sohn in absehbarer Zeit sehen, ihn schon bald in den Armen halten können.  Sie waren einige Finger unterwegs. Alja übernahm die Führung und Cato hatte keine Idee wohin die Reise ging. Es sah nicht nach Norden aus, die Landschaft veränderte sich kaum. Aber er wagte es nicht Alja weitere Fragen zu stellen. Sie hatte ihn und das Schicksal seines Sohnes in den Händen und Cato lag es fern, sie zu bedrängen. Er kannte die Lady nicht gut genug, verstand ihre Motive und ihre Beweggründe nicht. Stattdessen blieb er auf der Hut und versuchte wenigstens ab und an einen Hinweis auf das Endziel ihrer Reise herauszuhören. Für die Dauer der Reise sollte er ihren Gefährten mimen und einen falschen Namen annehmen. Ein von Greta leise gesummtes Kinderlied brachte ihn auf eine Idee und so nannte er sich für die Dauer der Reise „Lysander aus Iskander“, ein einfacher Schreiber auf einer Forschungsreise.</p>
<p>Nach einiger Zeit erreichten sie eine größere Siedlung.</p>
<p>Belnend..</p>
<p>Cato hatte schon viel von Belnend gehört und erinnerte sich noch gut an die Geschichten vom letzten großen Krieg zwischen Kasra und Belnend. Wie oft hatte er schon vorgehabt hier her zu kommen, sich mit der Schriftgelehrten auszutauschen, von der er schon so viel gehört hatte. Aber bisher hatten es seine Zeit und seine Pflichten nie erlaubt. Nun war er zwar hier, aber unter einem falschen Namen. Er seufzte und durchschritt das Stadttor vor Alja und Greta. Vor der Taverne saß eine größere Anzahl der Bewohner und kaum hatte man sie erblickt sprang einer der Krieger auf und kam auf die kleine Gruppe zu. Er stellte sich als Kommandant der Stadt vor und lud sie in die Taverne ein. Schnell kam man mit den Bewohnern ins Gespräch und Cato – sichtlich angespannt und nervös – hatte große Mühe sich nicht zu verraten. Ein falscher Name, ein falscher Reisegrund, eine falsche Gefährtin.. und obendrein die Angst, durch eine unbedachte Äußerung seinen Sohn zu gefährden. Nach einiger Zeit verabschiedeten sich die meisten und nur der Kommandant blieb zurück. Alja stellte ihm einige geschickte Fragen und schnell verstand Cato den Sinn. Alja wollte herausfinden, ob man in Belnend etwas von den Vorkommnissen in Hochburg und Lydius wusste. Aber über allem stand die Frage, wie man in Belnend zu Lydius stand. Cato hörte aufmerksam zu und atmete erleichtert auf. Der Kommandant hatte einiges gehört und hielt genau so wenig von den merkwürdigen Machenschaften des Administrators wie Alja und Cato. Auch Alja schien beruhigt zu sein und mit wenigen geflüsterten Worten unterrichtete sie den Kommandanten über den wahren Zweck der Reise. Sie erwähnte das Kind nicht, sprach nur von einem wertvollen Bündel hinter dem auch der Administrator von Lydius her sein könnte und bat den Krieger um Hilfe. Bo hörte aufmerksam zu, unterbrach sie nur einige wenige Male um etwas zu fragen. Verwundert folgte Cato dem weiteren Verlauf des Gesprächs. Lady Alja offenbarte sich, nannte ihren wahren Namen. Opalja.. so lautete er. Sie sprach von ihrem Gefährten und vergangenen Tagen. Überhaupt schienen der Kommandant und sie alte Freunde zu sein. Cato überlegte, er hatte den Namen Opalja schon einmal gehört, wusste aber im Moment nicht wo er ihn einordnen sollte. Er nahm sich vor, sie später nach alledem zu fragen, wollte er doch das Gespräch mit dem Kommandanten nicht stören.</p>
<p>Bo stellte ihnen einen Trupp Söldner in Aussicht. Die Soldaten würden sie sicher zu den Feuerbringern und wieder zurück geleiten, denn dort – so erfuhr Cato nun endlich – befand sich sein Sohn. Cato dankte den Priesterkönigen für das Darlehen der Tatrix. Belnend hatte kampferprobte Soldaten und man wusste um deren Wert. Entsprechend hoch war der Preis, aber sicherer Geleitschutz war mit Gold nicht aufzuwiegen. Der Kommandant sicherte Cato und Alja zu das seine Männer in zwei Tagen zum Aufbruch bereit sein würden.  Dann verabschiedete er sich und ließ Cato mit Alja alleine zurück. Sie redeten noch eine Weile und wieder griff Alja ihn an. Beschuldigte ihn die Mutter des Kindes im Stich gelassen zu haben. Cato schnaubte und liess sich erneut auf eine Diskussion mit ihr ein, dann gab er resigniert auf. Sie würde seine Beweggründe doch nicht verstehen, kannte sie doch nur einen Bruchteil der Geschichte. Cato war nicht bereit ihr die ganze Wahrheit zu erzählen, über del-ka und Amiras Verwicklung darin – noch nicht. Alja trug selbst zu viele dunkle Geheimnisse mit sich herum, Cato musste sich erst sicher sein ihr vertrauen zu können.</p>
<p>Greta hatte das Gepäck bereits auf die Zimmer in der Herberge verteilt und nachdem er seinen Kalana ausgetrunken hatte, verabschiedete sich Cato. Er wollte alleine sein und nichts mehr von alledem hören.</p>
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</item>
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<title><![CDATA[Maskierter Besuch und Holz vor der Hütte]]></title>
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<pubDate>Wed, 02 Feb 2011 07:08:48 +0000</pubDate>
<dc:creator>Zasta Korobase</dc:creator>
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<description><![CDATA[Links: Schon wieder ein Abend mit Fisch - und Masken! Rechts: Es wird eng im Lager. Tagebuch des Adm]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1337" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://eatsbluecrayon.files.wordpress.com/2011/02/dienstag_01_02_11.jpg"><img class="size-full wp-image-1337" title="Dienstag_01_02_11" src="http://eatsbluecrayon.files.wordpress.com/2011/02/dienstag_01_02_11.jpg?w=600&#038;h=225" alt="" width="600" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Links: Schon wieder ein Abend mit Fisch - und Masken! Rechts: Es wird eng im Lager.</p></div>
<p><em>Tagebuch des Administrators von Lydius, Zeit des Wiederaufbaus. Tag 3. </em>Ich sollte das Angeln zu meinem Beruf machen. Schon wieder ist es mir gelungen, unserem Flüchtlingslager das Abendessen zu sichern, in dem ich am Laurius auf der Lauer lag und im richtigen Moment einem neugierigen Fisch die Angel über den Schädel zog. Vielleicht wäre es sinnvoll, diese Profession auf größere Beute auszuweiten. Für Flusshaie müsste ich mir aber wohl Iltras´ Knüppel ausleihen, die wird eine einfache Angel nicht einmal betäuben.</p>
<p>Egal, jedenfalls brieten die Namenlose und Lydia das Schuppentier und richteten es mit ausgegrabenem Wurzelgemüse gar wundervoll an. Während des Essens, als Tharkan mir gerade stolz erklärte, was die Rarii heute für eine tolle Palisade angefangen hätten, traf Besuch ein &#8211; eine Fremde (es schien eine Frau zu sein, von Kleidung und Haltung her) mit einer Maske statt eines Schleiers! Wir waren alle fasziniert, der gerade genesene Kapitän wurde sogar etwas nervös, doch kaum wollte ich etwas mehr herausfinden, kam noch mehr Besuch. Ein junger Mann, der sich als Sohn unseres Tarnreiters Darius vorstellte. Tharkan, als Kastenerster der Rarii, widmete sich dem Jüngling und zerrte ihn hinter die Hütte des Kapitäns, um in Ruhe mit ihm zu reden. Auch ein Krieger aus dem Süden hatte den Weg in unser Lager gefunden, er unterhielt sich angeregt mit einer Dörflerin aus Ocrot, welche einen Kajirus an der Leine hatte &#8211; der ebenfalls eine Maske trug! Irgendwie konnte das kein Zufall sein, doch auch diesmal konnte ich nichts herausfinden, denn Commander Bo kam mit einem Wagen voll Bauholz und Lebensmitteln angefahren! Lady Nici war diesmal nicht dabei und so konnte der Mann aus Belnend fröhlich und unbeschwert dem von Lydia offerierten Paga zusprechen, während ich zusammen mit Tharkan und den Sklavinnen den Wagen ablud.</p>
<p>Kurz bevor ich mich zurückziehen wollte, krabbelte Slaver Gar aus dem Zelt, der etwas mit mir besprechen wollte. Zunächst beschwerte ich mich aber bitterlich bei ihm, wegen des Verkaufs fehlerhafter Ware (die Sache mit dem falsch ausgewiesenen Sklavenwein bei Djady). Dumm nur, dass alle Unterlagen verbrannt sind und ich so rechtlich nicht das Geringste in der Hand habe. Vuloscheiße.</p>
<p>Gar kam nicht dazu, mir sein Anliegen vorzutragen, da ein weiterer Besucher anrückte. Dieser wollte zwar mit dem Administrator sprechen, doch war ich zu Müde und verwies ihn an den Slaver, der immerhin Ratsherr ist. Völlig kaputt zog ich mich ins Zelt zurück.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p><a href="http://eatsbluecrayon.files.wordpress.com/2011/02/neu_lydius2_002.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1338" title="Neu_Lydius2_002" src="http://eatsbluecrayon.files.wordpress.com/2011/02/neu_lydius2_002.jpg?w=300&#038;h=223" alt="" width="300" height="223" /></a>OOC: In nächster Zeit wird es wohl weniger Screens von Neu-Lydius (oder &#8220;Lydius 3&#8243;, wie wir es auch in Anlehnung an die Siedlungsstufen im Schutthügel von Troja nennen) geben, da unser Builder in Amerika gerade massiv von Schneechaos betroffen ist. Er tut zwar sein Bestes, doch hat ihn das RL wohl gewaltig in den Klauen. Da wünsche ich ihm mal, dass er nicht unter eine Lawine kommt!</p>
<p>Hier links gibt es ein Detail zu einem &#8211; noch nicht fertigen &#8211; Wachturm. Wieder gut zu erkennen: Die hervorragenden Texturen.</p>
<p>Gestern hat mein GM geblitzt wie eine Weihnachtsdekoration, so oft habe ich von &#8220;AFK&#8221; auf &#8220;normal&#8221; und wieder zurück geschaltet, weil ich ständig in Konferenz mit dem Builder war. Da wir jetzt den Stadtgrundriss und das Höhenprofil fertig haben (mein Vorschlag ging ohne Änderungen durch, natürlich mit dem Vorbehalt, dass man das jederzeit &#8220;in progress&#8221; ändern kann &#8211; und sicherlich auch wird &#8211; wenn es sich beim Bau oder im Spiel als ungünstig erweisen sollte.), hat er den Plan bekommen und kann so den Gebäudebedarf genau kalkulieren. Mit Beo haben wir übers Terraforming gesprochen, da er jedoch ab Freitag Strandurlaub macht, könnte er uns erst ab nächster Woche Samstag helfen. Bis dahin probieren wir mal meine gestern gebaute RAW-Textur aus und ich falle auch nochmal Andera an. Und natürlich wird Beos Dampfbügeleisen zum Einsatz kommen, vor dem sowohl Tharkan als auch ich etwas ratlos standen.</p>
<p><em>And now for something completely different:</em> Mal wieder die Gor-Romane. Ja, ich zwinge mich immer noch zum Lesen. Gerade bin ich bei <em>Slave Girl of Gor</em>. Und bei allen Affen an allen Schreibmaschinen &#8211; das ist der bisher mit Abstand ödeste Band! Die Handlung ist praktisch nonexistent und man erfährt zwar in epischer Breite die Kinks des Autors (Vergewaltigungsspielchen und Orgasmuskontrolle. Hurra, das wollte ich echt schon immer wissen!), doch ansonsten ist es nach dem eher actionorientierten <em>Tribesmen</em> (den fand ich sogar richtig gut) ein Reinfall sondergleichen. Aber, da muss man durch! Zumindest muss ich immer ein wenig schmunzeln, wenn ich den Namen vom Herrchen der Erzählerin lese, weil mir dann jedesmal <a href="//upload.wikimedia.org/wikipedia/it/thumb/0/01/Cletus_%26_Brandine.JPG/280px-Cletus_%26_Brandine.JPG">dieser Typ</a> hier vor Augen steht.</p>
<div id="attachment_1343" class="wp-caption alignright" style="width: 176px"><a href="http://eatsbluecrayon.files.wordpress.com/2011/02/fio.jpg"><img class="size-medium wp-image-1343" title="Fio" src="http://eatsbluecrayon.files.wordpress.com/2011/02/fio.jpg?w=166&#038;h=300" alt="" width="166" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Dat Fio</p></div>
<p>Aus gegebenem Anlass hier mal ein Geschenk: Fio hatte gestern Geburtstag. Alles Gute für Hans´ bravste Kajira! Ja, Dark hat gestern gepetzt. Wenn ich von Geburtstagen weiß, mach ich auch was. Okay, Dark hatte neulich, aber die kriegt erst was, wenn sie wieder IC und nicht nur OOC da ist. Damit habe ich mein ultimatives Druckmittel ausgepackt, ungefähr so drohend wie ein Kakaonotstand in der Marshmallowfabrik. Aber gut, irgendwo muss man ja anfangen, bevor man sich zu abgeschnittenen Pferdeköpfen in Betten vorarbeitet. Hmm&#8230;. das könnte bei diesen passionierten Hottenvermehrern aber durchaus ein schönes Erschreckenspotential entfalten. Note to self: im Blender einen Pferdeschädel bauen!</p>
<p>Und wenn mir jetzt noch jemand freundlicherweise die richtige Augenfarbe von Hans´ Mädchen sagt, wäre ich vor Freude beinahe neben mir. Ich habe nämlich &#8211; wie üblich &#8211; nur geschätzt. Ich habe null Gedächtnis für Augenfarben! Telefonnummern? Jederzeit! &#8211; ICQ-Nummern, Bankleitzahlen, &#8220;Merk-dir-mal-bitte-1367543&#8243; &#8211; alles kein Problem. Aber Augenfarben? Nein, geht nicht.</p>
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</item>
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<title><![CDATA[Arm aber sexy]]></title>
<link>http://eatsbluecrayon.wordpress.com/2011/01/31/arm-aber-sexy/</link>
<pubDate>Mon, 31 Jan 2011 06:20:29 +0000</pubDate>
<dc:creator>Zasta Korobase</dc:creator>
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<description><![CDATA[Im Hintergrund rauchende Trümmer, im Mittelgrund das Floß des Maats und im Vordergrund die Hilfsdele]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1319" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://eatsbluecrayon.files.wordpress.com/2011/01/sonntag_30_01_11b_001.jpg"><img class="size-full wp-image-1319" title="Sonntag_30_01_11b_001" src="http://eatsbluecrayon.files.wordpress.com/2011/01/sonntag_30_01_11b_001.jpg?w=600&#038;h=446" alt="" width="600" height="446" /></a><p class="wp-caption-text">Im Hintergrund rauchende Trümmer, im Mittelgrund das Floß des Maats und im Vordergrund die Hilfsdelegation der Verbündeten.</p></div>
<p><em>Tagebuch des Administrators von Lydius, Zeit des Wiederaufbaus. Tag 1.</em> Wir haben uns eingerichtet im Mangel. An der Lauriusmündung, direkt hinter den Trümmern der Piers, haben wir Zelte aufgebaut und beginnen, den Wiederaufbau der Häuser zu planen. Der Heimstein ist sicher versteckt &#8211; zum Glück ist er relativ klein und unauffällig, ein Dieb würde ihn kaum zweimal ansehen. Erschreckend wenige Bürger haben das Inferno des Erdbebens und der darauffolgenden Brände überlebt. In den Trümmern der Stadt wüten auch jetzt noch Feuer. Nach und nach retten wir aus dem Schutt noch einige Gegenstände, gestern bekam ich sogar etliche Bücher zurück &#8211; zu meiner Freude auch die Geologica Laurensis, die mir helfen wird, den Neubau der Stadt diesmal erdbebensicher zu gestalten.</p>
<p>Eine Delegation unserer Verbündeten aus Belnend hat uns besucht und Hilfe angeboten. Morgen wird Commander Bo mit Holz anrücken und wir können das Lager etwas besser befestigen. Nicht, dass noch hungrige Sleens aus den Wäldern kommen und uns Frauen und Kinder dezimieren.</p>
<p>Ich trage zur Verbesserung der Ernährungssituation bei, in dem ich angle. Ich habe darin keinerlei Erfahrung, dennoch ist es mir gelungen, mit der Angel zwei Fische zu erschlagen. Leider fiel ich beim zweiten Versuch vom Hausfloß des Maats (welcher übrigens sehr auf das Auffinden des Kapitäns drängt. Und Quintus ist auch verschollen, obwohl ich ihn noch nach der Katstrophe gesund sah!) in den Fluß, so dass ich jetzt halbnackt hier vor dem Feuer sitze und vor mich hintrockne. Aus dem Dorf Ocrot sind gerade die Hebamme und der Poet zu Besuch, die ebenfalls helfen wollen. Ich denke, ich muss jetzt mit dem Schreiben aufhören, damit ich mich den beiden angemessen höflich zuwenden kann. Die Mädchen sollen ihnen von der Fischsuppe anbieten, Atilla und der Bäuerin hat sie auch geschmeckt.</p>
<p>Was war das für ein Geräusch aus dem Wald?</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p><a href="http://eatsbluecrayon.files.wordpress.com/2011/01/neu_lydius_007.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1320" title="Neu_Lydius_007" src="http://eatsbluecrayon.files.wordpress.com/2011/01/neu_lydius_007.jpg?w=300&#038;h=223" alt="" width="300" height="223" /></a>OOC: Hier links wieder ein kleiner Blick auf das neue Lydius. Wie immer nur ein winziger Ausschnitt, da der Builder darum gebeten hat, nur fertige Sachen im Blog zu zeigen. Und da er immer an vielen Dingen gleichzeitig arbeitet, haben wir zwar schon eine Menge Häuser und Nutzgebäude, doch sind nur zwei oder drei schon wirklich fertig. So detailverliebt wie unser Künstler ist, bin ich mir noch nicht mal bei diesen sicher, ob er sie nicht noch einmal umbaut! Wie man merkt: Ich bin immer noch unglaublich begeistert!</p>
<p>Im Moment läuft viel Planung im Hintergrund. Zum Glück muss ich nur noch diese Woche arbeiten, dann habe ich zwei Wochen &#8220;Weihnachtsurlaub&#8221; (den konnte ich erst jetzt nehmen) und kann mich voll in den Neubau mit reinhängen.</p>
<p>Shee hat gestern Autoreturn eingeschaltet, was die zukünftige Verwaltung der Sim deutlich effizienter machen wird, im ersten Moment jedoch vielen Leuten das Inventar vollrümpelte. Ich war auch einer davon, da ich die Trümmersteine, die ich zur Deko auf der Fullsim verteilt habe, natürlich nicht auf die Landgruppe gerezzt habe. Ja, ich hätt´s besser wissen müssen! Aber was solls, die sind schnell wieder aufgestellt.</p>
<p>Ich hoffe, die Zeit des Flüchtlingscamps (&#8220;die Favelas von Deutschgor&#8221;) nervt unsere Spieler nicht allzusehr. Man hat halt kaum Rückzugsmöglichkeiten für Zweier-RP oder andere Kleinveranstaltungen. Das Meiste findet derzeit tatsächlich rund ums große Campfeuer statt. Beo hat einen windschiefen Schuppen aufgebaut, der könnte etwas Entspannung in die Lage bringen. Und Iltras´ Floß entwickelt sich auch zu einem Treffpunkt (obwohl man davon herunterfällt, sobald man aufsteht! *grins*). Wir tun unser Bestes, dass es vorangeht, doch hatten wir natürlich recht wenig Vorlauf und den Builder zu hetzen würde in einem schlechteren Ergebnis resultieren, was selbstverständlich auch keiner möchte. Also arrangieren wir uns. Und wenn die Spieler von Lydius eins sind, dann ist das flexibel und fähig, sich schnell allen möglichen Bedingungen anzpassen.</p>
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</item>
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<title><![CDATA[Rundreise dank Ärger im Wald]]></title>
<link>http://eatsbluecrayon.wordpress.com/2011/01/12/rundreise-dank-arger-im-wald/</link>
<pubDate>Wed, 12 Jan 2011 06:19:04 +0000</pubDate>
<dc:creator>Zasta Korobase</dc:creator>
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<description><![CDATA[Caius erklärt seinen Verdacht und ein Trupp Händler fährt vor. Eigentlich war für gestern nur die Re]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1199" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://eatsbluecrayon.files.wordpress.com/2011/01/dienstag_11_01_11.jpg"><img class="size-full wp-image-1199" title="Dienstag_11_01_11" src="http://eatsbluecrayon.files.wordpress.com/2011/01/dienstag_11_01_11.jpg?w=600&#038;h=223" alt="" width="600" height="223" /></a><p class="wp-caption-text">Caius erklärt seinen Verdacht und ein Trupp Händler fährt vor.</p></div>
<p>Eigentlich war für gestern nur die Reise in den Norden zum Thing geplant. Ich arbeite schon an der passenden Gesichtsbehaarung und wer eine derart vielseitig interessierte Heilerin mit Experimentierdrang wie Kusa zur Gefährtin hat, kommt auch billig an effektives Haarwuchsmittel. Nach dem Thing kommt die Matte aber wieder ab, da mich Tharkan sonst in einem Anfall von Paga für einen Torvaldsländer halten und niederprügeln könnte.</p>
<p>Apropos Tharkan &#8230; Manchmal beißen unsere Rarii und ihre Verbündeten deutlich mehr ab, als sie schlucken können. Vorgestern später am Abend waren Bo, Caius und Ferrox aus Belnend angereist, um eine der Waldfrauen namens Pea für den Sklavenhändler Dragon der Oase Flamnium zu fangen. Sie zogen samt Atilla und den drei Kajirae Fio, Jameelah und Dark los, um den Wald zu durchkämmen. Aber anscheinend waren die Weiber gewarnt (oder Atilla war beim Kundschaften zu laut, wie Caius meinte) und die Rarii gerieten in einen Hinterhalt. Es gab ein ziemliches Gemetzel bei dem die Panthermädchen ihre überlegene Ortskenntnis gnadenlos ausnutzten und am Ende waren Tharkan, Bo und Ferrox gefangen. Jameelah wurde nach Belnend entsandt, um Hilfe zu holen, doch sowohl Sängerin Sam als auch Djady beobachteten, dass sie wieder in den Wald rannte.</p>
<p>Diese Geschichte bekam ich zunächst von der aufgeregten Sängerin Sam erzählt. Ich beschloss, selbst nach Belnend zu reisen, da Sam mehrfach erwähnte, dass die Waldweiber Informationen gehabt haben mussten, die sie nur durch einen Spion erlangt haben konnten. Und Jameelah stand ganz oben auf Sams Verdächtigenliste.</p>
<p>So nahmen wir also das nächste Schiff nach Süden, obwohl ich doch eigentlich nach Norden gemusst hätte. Nun gut. In Belnend schafften wir es mit einiger Mühe Caius wachzubekommen (er hat wirklich eine ziemlich übel hässliche Statue vor seiner Tür stehen &#8230; Kunstgeschmack ist in meiner Kaste also eher optional), der Sams Geschichte weiter ausführte und den Verdacht gegen Jameelah erhärtete. Nun musste die Rettung der Gefangenen organisiert werden. Ich brachte den Hauptmann der Wache von Kasra ins Spiel, welcher &#8211; wie Djady richtig bemerkte &#8211; große Sympathie für die Sache der Panther-Jagd gezeigt hatte. Caius wollte nach Tor um dort Freunde zu aktivieren.</p>
<p>Da ich von Lydius´ Seite aus nur mich und Atilla in die Waagschale werfen konnte, überließ ich Caius seiner Reise gen Süden und setzte statt dessen wie geplant die Fahrt nach Norden ins Werk.</p>
<div id="attachment_1200" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://eatsbluecrayon.files.wordpress.com/2011/01/dienstag_11_01_11_005.jpg"><img class="size-medium wp-image-1200" title="Dienstag_11_01_11_005" src="http://eatsbluecrayon.files.wordpress.com/2011/01/dienstag_11_01_11_005.jpg?w=300&#038;h=223" alt="" width="300" height="223" /></a><p class="wp-caption-text">Blick über das Thinggelände</p></div>
<p>Die Überfahrt verlief ruhig &#8211; anscheinend wirkt sich der traditionelle Thingfriede schon aus. Neben Sam und Djady befand sich auch eine Sklavin in unserer Begleitung, welche Sam von ihrem Urlaub in Turia mitgebracht hat. Offensichtlich ein Mädchen, das vorher Turmsklavin einer feinen Dame war, da sie sich doch sehr über Sams hin und wieder durchbrechende Bäuerischkeit entsetzte.</p>
<p>Der Thingplatz ist sehr groß und beeindruckend. Viele Wettbewerbe sind schon aufgebaut und ich verschaffte mir einen Überblick, in dem ich das Pfahlklettern und das Floßschreiten ausprobierte. Die Ruderboote ließ ich außen vor, da ich schon in Lydius genug Rudern kann.</p>
<p>Ich traf auch kurz den Highjarl und seine Bondmaid Skvisa und unterhielt mich etwas mit ihm.</p>
<p>Für die Dauer des Things habe ich mich nun etwas vernordet, mal sehen, ob mir das nicht zu viel Spaß macht und ich am Ende nicht an meinen zivilisierten Platz im Rat von Lydius zurückkehre. Nun ja, eher unwahrscheinlich. Dazu schätze ich die Annehmlichkeiten des Südens doch zu sehr.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>Heute nur ein kurzes OOC: Es mag merkwüdig erscheinen, aber alle Informationen zum in die Binsen gerauschten Pantherjagen habe ich mir rein IC erspielt. Ich fürchte, dass wird für Shee sehr schwer, sich da wieder den Hals aus der Schlinge zu spielen. Aber wer weiß &#8211; nur weil drei Leute sie verdächtigen und Indizien gegen sie in der Hand haben, muss es ja noch nicht wahr sein. Mal sehen.</p>
<p>Darks kurzfristiger (?) Wandel zur Kajira Flower hat mich etwas verblüfft. Ich bin etwas unsicher, wie ich sie weiter anspielen soll. Wird sich ergeben.</p>
]]></content:encoded>
</item>

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