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	<title>bewaltigung &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/bewaltigung/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "bewaltigung"</description>
	<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 15:02:54 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

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<title><![CDATA[SKANDAL..., echt schweinische Grippe erreicht SUSI]]></title>
<link>http://kinderhotelzeno.wordpress.com/2009/11/19/skandal-echt-schweinische-grippe-erreicht-susi/</link>
<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 19:10:08 +0000</pubDate>
<dc:creator>Chris</dc:creator>
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<description><![CDATA[Sorglos war mal..., Schweinegrippe macht FÜRCHTEN! Das hätte man sich sicher nicht in den düstersten]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Sorglos war mal..., Schweinegrippe macht FÜRCHTEN! Das hätte man sich sicher nicht in den düstersten]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Schöner Sonntag]]></title>
<link>http://bulimievorbei.wordpress.com/2009/11/15/schoner-sonntag/</link>
<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 12:36:18 +0000</pubDate>
<dc:creator>cfandemils</dc:creator>
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<description><![CDATA[Inzwischen hat sich etwas getan. Meine Kaffeemaschine war nur krank. Für weniger als €100 ließ sie s]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Inzwischen hat sich etwas getan. Meine Kaffeemaschine war nur krank. Für weniger als €100 ließ sie sich reparieren und revitalisieren. Jetzt sieht sie fast wie neu aus. Wie schön es ist, wieder daheim einen Kaffee trinken zu können!</p>
<p>Was Arbeit betrifft, ich habe die neue Stelle bekommen. Darüber freue ich mich sehr. Ich bin optimistisch, freue mich auf die neue Herausforderung, und habe den Eindruck, dass ich wieder mit einem guten Team zusammenarbeiten werde.</p>
<p>Was mich fast am Meisten freut, ist die Tatsache, dass ich einfach weitermachen konnte, ohne zu grübeln. Ich blieb in Bewegung, hatte Vertrauen zum Universum, und war zuversichtlich, dass genau das Richtige kommen würde. So konnte ich die Nachricht, dass sie sich für mich entschieden hatten, mit Freude annehmen. Dennoch ist das Leben in der Zwischenzeit weiter gegangen.</p>
<p>Das zeigt mir, wie ausschlaggebend die Einstellung für das Gemüt ist. Auch wenn sich außen nichts ändert, wenn die innere Einstellung adaptiert wird, kann sich die Lage entspannen &#8212; oder gar verbessern!</p>
<p>Heute ging ich zum Mittag alleine essen &#8212; zum Inder um die Ecke. Sie haben ein ausgezeichnetes Büffet am Sonntag. Seit Wochen überlegte ich hinzugehen, war aber nicht so gut drauf. Es ist manchmal für mich eine Überwindung, alleine essen zu gehen. Die Stimmung muss einfach passen &#8212; wie heute.</p>
<p>Am Nachmittag treffe ich ein paar Freundinnen am Martinimarkt. Ich freue mich auf eine lustige Unterhaltung. Nach den vielen Terminen der letzten paar Wochen, ist es erfrischend, ein freies Wochenende zu haben und abschalten zu können.</p>
<p>Gestern habe ich fast den ganzen Tag nur gelesen. Heute früh war ich ausnahmsweise in der Kirche (berufsbedingt) und sang mit meinen Kollegen/Kleinten ein Lied. Das war schön. Ich bin zwar ein spiritueller Mensch, gehe aber selten in die Kirche. Obwohl, in Kirchen gehe ich schon gerne &#8212; wenn keiner dort ist. Sie sind so schön ruhig und irgendwie magisch. Da zünde ich gerne Kerzen an und denke in Ruhe nach.</p>
<p>Tja, ich bin gespannt &#8212; es kommt wieder ein neuer Abschnitt in meinem Leben. Die Umstellung diesmal wird nicht ganz so dramatisch sein &#8212; da ich in einem ähnlichen Bereich arbeiten werde. Es ist ähnlich dem Kinderkriegen. Die Umstellung von keinem zu einem Kind ist überwältigend. Ab dem zweiten Kind, läuft es einfach mit. So war letztes Jahr die Umstellung, wieder zu arbeiten größer, als jetzt die Arbeitsstelle zu wechseln.</p>
<p>Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag mit viel Ruhe, Zuversicht und Vertrauen! Hinter den Wolken scheint die Sonne!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Kurzer Gedanke auf dem Weg]]></title>
<link>http://bulimievorbei.wordpress.com/2009/11/04/kurzer-gedanke-auf-dem-weg/</link>
<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 14:16:21 +0000</pubDate>
<dc:creator>cfandemils</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ich muss gleich zur Arbeit düsen, aber mir fiel gerade etwas ein, was ich fast vergessen hatte. Das ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Ich muss gleich zur Arbeit düsen, aber mir fiel gerade etwas ein, was ich fast vergessen hatte. Das Universum/Gott gibt mir nur so viel, das ich bewältigen kann. Also, auch wenn ich meine, es wird mir zuviel, jemand anderer weiß es besser. Das heißt, ich konzentriere mich heute darauf, mein Vertrauen zu stärken und errinere mich daran, dass ich das sehr wohl schaffen werde.</p>
<p>Es muss nicht alles heute geregelt werden und es darf ganz viel in der Schwebe sein. Stück für Stück erledige ich Dinge, dann wird diese Wolke immer kleiner. Irgendwann wird dann die Sonne durchscheinen &#8212; bis die nächste Regenwolke durchzieht.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Hervorbringen, was in dir ist]]></title>
<link>http://anhora.wordpress.de/2009/11/03/hervorbringen-was-in-dir-ist/</link>
<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 20:55:03 +0000</pubDate>
<dc:creator>Anhora</dc:creator>
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<description><![CDATA[  Wenn du das hervorbringst, was in dir ist, wird das, was in dir ist, deine Rettung sein. Wenn du d]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><em> </em></p>
<p><em>Wenn du das hervorbringst, was in dir ist,</em></p>
<p><em>wird das, was in dir ist,</em></p>
<p><em>deine Rettung sein.</em></p>
<p><em>Wenn du das, was in dir ist, nicht hervorbringst, </em></p>
<p><em>wird das, was in dir ist, </em></p>
<p><em>dich vernichten.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Gnostische Evangelien</em></p>
<p><em> </em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Nächster Schritt]]></title>
<link>http://bulimievorbei.wordpress.com/2009/10/30/nachster-schritt/</link>
<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 17:19:08 +0000</pubDate>
<dc:creator>cfandemils</dc:creator>
<guid>http://bulimievorbei.wordpress.com/2009/10/30/nachster-schritt/</guid>
<description><![CDATA[Tja, diese Sache mit der Krise hat einiges ins Rollen gebracht. Mir ist jetzt klar, dass ich mein Fa]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Tja, diese Sache mit der Krise hat einiges ins Rollen gebracht. Mir ist jetzt klar, dass ich mein Faulenzen nicht negativ verurteilen möchte. Es war notwendig! Ich habe mich nach über 20 angespannten Jahren einfach erholen müssen! Es war eine wohltat, nichts tun zu müssen. Ich war wie gelähmt, doch genoß ich es auch. Einerseits die Umstellung, andererseits Nachholbedarf: endlich eine Zeitlang nichts tun! Herrlich!</p>
<p>Diese Erholungsphase dauerte sechs Monate. Und wenn schon! Ich habe mir gerade überlegt: Im Prinzip, kann ich mir erlauben, so viel Zeit zu nehmen, wie ich brauche. Denn die nächste Herausforderung bzw. Krise kommt bestimmt &#8212; garantiert! Also kann es mir egal sein, in welcher Krise ich mich gerade befinde. Ob ich langsam oder schnell bin ist nicht wesentlich. Es geht um die Erfahrung. Da ich sowieso nicht die Schnellste bin, wenn es um Veränderung geht, erwarte ich es jetzt auch nicht von mir.</p>
<p>Das Gefühl ist ähnlich dem nach einer starken, fast grippigen Erkältung: Ich meine, ich bin gesund und will endlich weiter machen, aber der Körper macht noch schlapp. Ich zweifele, ob ich je wieder Energie haben werde. Ein paar Wochen später bin ich wieder top fit. Und so ist es jetzt. </p>
<p>Gestern war ein wunderbarer Tag. Ich habe viele Sachen erledigt, die schon lange anstanden. Abends bin ich richtig zufrieden ins Bett gegangen. Heute bin ich auch gut unterwegs.</p>
<p>Um es klar zu stellen: Ich will mich jetzt nicht komplett herausreden. Ich bin schon faul, und nehme alles lieber recht gemütlich. Das stimmt schon. Wozu übermäßig anstrengen? Aber es kam dazu, dass viel in meinem Kopf (und feinstofflich im Körper) am arbeiten war, also konnte ich mich nicht so stark motivieren/konzentrieren wie ich wollte. Jetzt habe ich das Gefühl, als wäre ich leichter &#8212; frei, beweglich, und bereit mich anzustrengen!</p>
<p>Also, falls jemand motivationslose Gefühle hat, Kopf hoch! Es wird schon! Gibt dir die Zeit, die du brauchst. Auch du kannst nicht immer Voll-Dampf-voraus funktionieren! Hoffe ich, zumindest. Sonst kriege ich noch Minderwertigkeitsgefühle! I-gitt! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Strukturen finden]]></title>
<link>http://bulimievorbei.wordpress.com/2009/10/28/strukturen-finden/</link>
<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 19:57:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>cfandemils</dc:creator>
<guid>http://bulimievorbei.wordpress.com/2009/10/28/strukturen-finden/</guid>
<description><![CDATA[Vergangenes Wochenende gab es wieder eine Ausbildungseinheit, diesmal zum Thema: Krisenintervention.]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Vergangenes Wochenende gab es wieder eine Ausbildungseinheit, diesmal zum Thema: Krisenintervention. Da ein Teil des Seminars auf Selbsterfahrung basiert, sind dementsprechend einige Krisen ans Licht gebracht worden.</p>
<p>Wieder einmal meinte ich, ganz oben zu stehen. Über die Dinge. Tja, ich habe schon soooo viele Krisen hinter mir. Mich erschüttert nichts mehr. Dachte ich.</p>
<p>Es ging darum, eigene Krisenmuster anzuschauen. Bei mir war es typisch, keine Krise zu sehen. Ich schob es meistens weg, ignorierte es einfach, oder sagte mir: &#8220;Anderen geht es viel schlimmer.&#8221; &#8220;Das schaffe ich schon.&#8221; Dann packte mich noch das Selbstmitleid und ich isolierte. Natürlich meinte ich, das Problem (so bald ich es erkannte) muss ich alleine lösen. Ich komme alleine zu Recht.</p>
<p>Ich gebe zu, ich habe schon sehr viel geschafft &#8212; und alleine. Aber der Einblick in mein Verhaltensmuster zeigte mir, dass es meistens besser wurde, nachdem ich Hilfe von außen annahm. Es ging auch wesentlich schneller voran.</p>
<p>Die Bulimie ist ein großartiges Beispiel dafür. Ich werkte viele Jahre &#8212; alleine &#8212; herum, aber der Durchbruch kam während der Gruppentherapie.</p>
<p>Auch meine Ehe war eine Geschichte der Einsamkeit. Ich machte alles mit mir selber aus. Und so vergingen viele Jahre. Bestimmt, es hat sich was getan, aber ich blieb lange dabei, ohne die Situation zu verbessern.</p>
<p>Ein großer Stolperstein war mein Bedürfnis, alles von vorn herein auszudenken. Ich wollte vorher wissen, was kommt. Da ich das nie wissen konnte, änderte ich nichts.</p>
<p>Dieses Wochenende wurde mir klar, dass es andere Strategien gibt. Ich kann mir sogar einen Krisenplan zurecht legen. Erstens muss ich erkennen, dass ich eine Krise habe &#8212; und diese benennen. So bald das klar ist, kann ich ein Ziel formulieren. Dann geht es darum, mich nach Ressourcen umzusehen. Wo gibt es Hilfe? Wer kann mir helfen? Ich werde aktiv und gehe nach außen, anstatt mich in die Isolation zurück zu ziehen.</p>
<p>Das Leben ist voller Krisen &#8212; groß und klein. Jeder Tag fordert mich heraus, auch Mini-Krisen zu lösen. Doch genau diese Mini-Krisen geben mir die Gelegenheit zu üben. Krisen sind nichts Negatives. Sie bieten mir die Möglichkeit, mich weiter zu entwickeln. Nach jeder Krise bin ich ein anderer Mensch.</p>
<p>So war es mit der Bulimie. Durch die Krankheit habe ich mich wirklich weiter entwickelt. Während der Genesung war ich manchmal ungeduldig und frustriert. Ich meinte: &#8220;Jetzt wo ich gesund bin, sollte alles wunderbar sein!&#8221; Es war aber nach wie vor eine Mischung aus Freude, Trauer, Erfolgserlebnisse, Frust, Hoffnung, Angst, Zufriedenheit und Einsamkeit. Nur war es anders, weil ich keine Fressanfälle mehr hatte und nicht mehr kotzte. Aber es war ebenfalls eine Krise &#8212; mit lauter kleinen Krisen.</p>
<p>Dank diesem Seminar wurde mir klar, dass ich jetzt auch in einer Krise bin. Ich bin zwar ausgezogen, aber die Krise jetzt ist: Mein neues Leben bewältigen! Ich brauche neue Strukturen. Zu Beginn war ich nur erleichtert, meine Tage so zu gestalten wie es mir passt. Ich war niemandem Rechenschaft schuldig.</p>
<p>Es ist viel los und doch habe ich relativ viel Freizeit. Auch ohne Bulimie beherrsche ich die Kunst des Zeitverplemperns. Zuerst war es schön, so faul herum zu liegen. Ich habe mit voller Hingabe mich dem Faulenzen gewidmet. Es war so erleichternd! Aber jetzt wohne ich bald ein halbes Jahr getrennt von meinem Mann, und jetzt brauche ich Struktur. Ich rebellierte gegen seine Regeln und Anschauung, aber &#8220;Ich will nicht&#8230;&#8221; ist zu wenig. Jezt ist angesagt: &#8220;Ich will&#8230;&#8221; Ganz klar.</p>
<p>Ja, meine Krise hat einen Namen: Ich brauche Struktur. Ich arbeite, mache eine Ausbildung &#8212; und ein Projekt dafür, nehme Gesang- und Gitarrenunterricht, mache einen Yoga-Kurs, und ich komme irgendwie nicht dazu, zu Hause ausreichend zu üben bzw. daran zu arbeiten. Das stört mich.</p>
<p>Diese Struktur kann ich alleine erarbeiten, aber ich möchte damit nach außen gehen &#8212; mit ein paar Freundinnen darüber reden. Oft bin ich nach einem Telefonat motiviert. Ich erlaube mir, wenn ich nicht vorwärts komme &#8212; trotz Struktur &#8212; eine Freundin anzurufen und es anzusprechen.</p>
<p>Wenn der Leidensdruck groß genug ist, bin ich bereit, etwas zu ändern. Und so ist klar, dass ich &#8212; wie oben gemeint &#8212; überhaupt nicht drüber stehe, sondern mitten drin! Das Problem zu benennen ist der erste Schritt. Den habe ich heute getan.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Am Anfang]]></title>
<link>http://bulimievorbei.wordpress.com/2009/08/26/am-anfang/</link>
<pubDate>Wed, 26 Aug 2009 20:12:42 +0000</pubDate>
<dc:creator>cfandemils</dc:creator>
<guid>http://bulimievorbei.wordpress.com/2009/08/26/am-anfang/</guid>
<description><![CDATA[Mir wird heute klar, ich bin immer wieder am Anfang. Alles was bisher war &#8212; egal ob ich etwas ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Mir wird heute klar, ich bin immer wieder am Anfang. Alles was bisher war &#8212; egal ob ich etwas erreicht, durchgestanden, ausgehalten oder vermasselt habe &#8212; ist Vergangenheit. Heute stehe ich da und mache weiter, so gut ich kann.</p>
<p>Es tut gut, die Vorwürfe, Fehler und Enttäuschungen beiseite zu lassen. Genauso lasse ich die Siege, Errungenschaften und Fortschritte liegen. Heute ist heute. Was ich bisher gelernt habe, hilft mir, die Aufgaben des Tages zu bewältigen. Aber eigentlich kann ich mich auf nichts verlassen &#8212; außer meine Fähigkeit, mit Situationen fertig zu werden. Auf irgendwelche Lorbeeren kann ich mich unmöglich ausruhen. Aber es gilt genau so, dass ich mich auch nicht fertig mache, für Fehler der Vergangenheit. Was geschehen ist, ist geschehen. Fertig.</p>
<p>Ich will Veränderung? Viele kleine Schritte sind erforderlich! Ich kann es mir selber nicht oft genug sagen. Immer wieder erwische ich mich dabei, mit dem Wunsch, von heute auf morgen alles zu regeln zu können.</p>
<p>Meine Tochter will als junge Erwachsene behandelt werden? Ganz einfach: Dann muss sie sich dementsprechend benehmen. Das geht nicht in einem Tag. Immer wieder ergeben sich Gelegenheiten, um ihr klar zu machen, dass Verantwortung mit dem Erwachsenwerden mitgekoppelt ist.</p>
<p>Wenn sie einen Gefallen von mir will, muss sie es verdienen. Das klingt vielleicht hart, aber bisher war ich zu gutmütig. Ich räumte auf und machte alles, da ich es ja schneller und besser erledigen konnte. Heute habe ich Zeit. Heute kann ich warten. Sie kann auch etwas tun. Ob sie es merkt oder nicht, es verändert sich etwas.</p>
<p>Am späteren Nachmittag bat sie mich, sie mit dem Auto wohin zu führen. Ich bat sie, dafür die Wäsche aufzuhängen. Sie wollte nicht. Alles klar. Ich wollte auch nicht. Auch wenn es noch so heiß war, musste sie zum Bahnhof latschen und mit dem Zug fahren. Keine weitere Diskussion war notwendig &#8212; also ist das schon ein Fortschritt!</p>
<p>Heute waren ein paar Freundinnen zu Besuch. Sie saßen draußen und wollten anschließend ausgehen. Ich ging hinaus und bat sie, genügend Zeit einzukalkulieren, damit sie vorher noch die Gläser usw. wegräumen können, denn gerade heute hatte ich die Fastfood Tüte von letzter Woche (!) weggeräumt. Sie waren so leise, ich merkte gar nicht, als sie weggingen. Aber alles war aufgeräumt.</p>
<p>Heute hoffte ich auf ein Gespräch mit meinem Mann. Er kam vorbei um mit unserer Tochter das neue Hochbett aufzubauen. Sie hatten es letzten Woche gemeinsam gekauft. Ich wollte, dass er es mit ihr macht, da er sie sonst kaum sieht. Das ist doch eine Beschäftigung, die sie zusammen bringt! Als er weg war, kam ein Hauch Enttäuschung. Aber dann wurde mir klar: Wir haben schon etwas besprochen bzw. geregelt. Es geht nicht alles auf einmal. Geduld und Vertrauen! Es geht nur das, was geht. Mehr nicht.</p>
<p>Momentan befinde ich mich in einer Umstellung. Es wird noch eine Weile dauern und ich habe keine Ahnung, was auf mich zukommt. Was mir heute klar wurde: Ich muss auf mich schauen, wie man mit mir umgeht, und ich kann vertrauen, dass alles zur rechten Zeit passiert und gelöst wird. Ich muss nicht heute schon alle Anworten wissen. Es wird sich ergeben &#8212; wie bisher.</p>
<p>Und da schließt sich der Kreis. Die Vergangenheit schützt mich nicht vor heute, aber sie gibt mir Mut. Sie zeigt mir, dass alles bisher irgendwie geregelt wurde &#8212; ob recht oder schlecht, aber es geht. (Und ich habe viel Erfahrung gesammelt, also habe ich doch recht viel Werkzeug, um den Alltag zu bewältigen &#8212; auch wenn er ein bisschen anders als der Alltag der anderern ist.) Also! Kopf hoch und durch! Und eilig muss ich es nicht haben, denn wenn das alles erledigt ist, gibt es wieder was Neues!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Leben in Trennung]]></title>
<link>http://bulimievorbei.wordpress.com/2009/08/12/leben-in-trennung/</link>
<pubDate>Wed, 12 Aug 2009 11:59:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>cfandemils</dc:creator>
<guid>http://bulimievorbei.wordpress.com/2009/08/12/leben-in-trennung/</guid>
<description><![CDATA[Es waren so viele Jahre und so viel Mut erforderlich, bis ich endlich auszog. Ich dachte, ich hätte ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Es waren so viele Jahre und so viel Mut erforderlich, bis ich endlich auszog. Ich dachte, ich hätte alles erledigt. Zu meiner Überraschung, stimmt das überhaupt nicht. Ich spüre nicht nur Erleichterung, während ich mich zunehmend entspanne und diese neue Freiheit bewundere. Nein, es gibt auch Trauer, Unmut und Kopfzerbrechen. Wie konnte ich nur so lange ausharren? Warum traute ich so lange meiner Wahrnehmung nicht? Warum hatte ich so große Angst davor, einen Fehler zu machen? Warum hörte ich nicht auf mein Herz? Warum hatte ich solche Angst vor ihm? Was brachte mich dazu, Konflikt um jeden Preis zu meiden? Wie konnte ich nur meine Kinder so im Stich lassen? Wie konnte ich mich selbst verlassen? Was brachte mich dazu, seine Realität anzunehmen und meine in Frage zu stellen? Wie konnte ich so lange so daneben sein?</p>
<p>Mit der Zeit, werden bestimmt mehr Fragen auftauchen. So ist es. Als eine Freundin mir sagte, dass mir eine emotional schwere Zeit bevorsteht, habe ich geschmunzelt. &#8220;Ach, es ist schon so lange angestanden. Es kann nicht mehr viel geben, das ich verarbeiten muss.&#8221; Da hatte ich keine Ahnung!</p>
<p>Zusammen mit der Erleichterung kommt die Einsicht, wie verdreht die Dinge waren. In letzter Zeit suche ich Ablenkung, wenn nicht sogar Betäubung &#8212; ich schlafe viel, trinke öfters ein Glas Wein am Abend, sitze auf dem Balkon und schaue zum Himmel, oder sehe den Katzen zu. Ich schaue Filme an. Gestern Abend: &#8220;Das Beste kommt zum Schluß&#8221; und &#8220;Einer flog über den Kuckucksnest&#8221; &#8212; beides mit Jack Nicholson. Gegen leichte Liebeskomödien wie &#8220;Frau mit Hund sucht Mann mit Herz&#8221; bin ich auch nicht abgeneigt. Während der vergangenen Woche habe ich öfter das Gespräch mit Freundinnen gesucht. Anscheinend brauche ich das. Und ich bin noch dabei <em>Steppenwolf </em>von Hermann Hesse zu lesen.</p>
<p>Anscheinend bin ich nicht super stark und stehe über die Dinge. Na ja, super stark bin ich schon, aber ich bin auch ein Mensch &#8212; und stehe ganz bestimmt nicht drüber. Etwas Ablenkung ist im Moment recht nützlich. Hilfreich. Es ist eine Zeit der Umstellung. Das alltägliche Leben entwickelt sich, ich finde einen neuen Rhythmus. Es gibt neue Aufgaben und Herausforderungen. Ich muss viel erledigen was früher mein Mann machte. Viele kleine Dinge, die für mich ganz neu sind.</p>
<p>Die große Veränderung war das Resultat Tausend kleiner Schritte, aber die Reise ist noch lange nicht fertig. Es stehen noch Tausend weitere Schritte bevor. Schritt für Schritt gehe ich weiter. Ein großes Ziel wurde erreicht. Jetzt bin ich emotional angeschlagen. Es erinnert mich an die Zeit nach dem die Diplomarbeit fertig war, and die Zeit, als das Studium endlich abgeschlossen war. Da stand ich da und fragte: &#8220;Was mache ich nun?&#8221;</p>
<p>Ich erhole mich, atme, und gönne mir ein Bisschen Spaß.</p>
<p>Das erinnert mich an die erste Schwangerschaft. Vor lauter Aufregung und Vorbereitung, sah ich nicht über die Geburt hinaus. Ich checkte es nicht, dass die Aufregung mit der Geburt nicht vorbei sein würde. Im Gegenteil, da ist es erst richtig los gegangen!  </p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[An alle Selbstzweifler]]></title>
<link>http://anhora.wordpress.de/2009/05/17/an-alle-selbstzweifler/</link>
<pubDate>Sun, 17 May 2009 18:05:54 +0000</pubDate>
<dc:creator>Anhora</dc:creator>
<guid>http://anhora.wordpress.de/2009/05/17/an-alle-selbstzweifler/</guid>
<description><![CDATA[Es war einmal eine alte chinesische Frau. Die hatte zwei große Schüsseln, die an den Enden einer Sta]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Es war einmal eine alte chinesische Frau. Die hatte zwei große Schüsseln, die an den Enden einer Stange hingen, die sie über den Schultern trug. Eine der Schüsseln hatte jedoch einen Sprung, und am Ende der Wanderung vom Fluss zum Haus war sie stets nur noch halb voll mit Wasser. Die andere Schüssel war makellos, so dass das Wasser darinnen blieb und die alte Frau brachte also jeden Tag anderthalb Schüsseln Wasser nach Hause. Die makellose Schüssel war stolz auf ihr Verdienst, die mit dem Sprung aber war betrübt, weil sie nur die Hälfte dessen verrichten konnte, wofür sie gemacht war.</p>
<p>Nach zwei Jahren, die der Schüssel mit dem Sprung wie ein endloses Versagen erschienen, sagte sie zu der alten Frau: “Ich schäme mich so, weil auf dem ganzen Weg zu deinem Haus Wasser aus mir heraus läuft.” Die alte Frau lächelte. “Ist dir nicht aufgefallen, dass auf deiner Seite des Weges Blumen blühen, auf der Seite der anderen Schüssel aber nicht? Ich habe auf deiner Seite Blumen gesät, weil ich das heraus tropfende Wasser bemerkte. Nun gießt du sie jeden Tag, und seit zwei Jahren schmücke ich mein Haus mit diesen Blumen. Wärst du nicht so, wie du bist, würde diese Schönheit mein Heim nicht beehren.”</p>
<p>gefunden bei: http://petraschuseil.wordpress.com</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ziele ]]></title>
<link>http://anhora.wordpress.de/2009/05/07/ziele/</link>
<pubDate>Thu, 07 May 2009 17:48:35 +0000</pubDate>
<dc:creator>Anhora</dc:creator>
<guid>http://anhora.wordpress.de/2009/05/07/ziele/</guid>
<description><![CDATA[Wir haben’s hingekriegt und reisten in die Toskana für ein paar Tage! In vielen Museen waren wir nic]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Wir haben’s hingekriegt und reisten in die Toskana für ein paar Tage! In vielen Museen waren wir nicht, ich hatte zu viele Schmerzen zu Fuß. Den schiefen Turm von Pisa sahen wir aber, und Siena, verschiedene Bergdörfer mit ihren lärmenden Gässchen und am Meer machten wir lange Spaziergänge. Barfuß. Das Pflügen im Sand tat gut, meine Füße fühlten sich danach leichter an. </p>
<p>Was mich umwarf, war in Florenz Michelangelo’s David. Auf keinem Bild habe ich sein Gesicht so gesehen wie in dem Augenblick, als ich vor ihm stand. Mit ca. 5m Höhe ist die Skulptur mächtig, doch sein Gesicht wirkt sehr jung und bricht so die Gesetze der Realität. Es lässt die Gestalt kleiner werden, ein Bub. Ein Bub, dessen Blick sich darauf konzentriert, wie er den Stein in seiner Hand am besten auf den Riesen schleudert. Für Angst ist kein Platz, er scheint nur etwas zu berechnen. Goliath ist nichts als ein Ziel, und das alles liest man in seinem Gesicht, vor allem wenn man rechts von ihm steht.  So etwas in Stein meißeln zu können… Die Hände sind tatsächlich zu groß, es wirkt fast wie bei den Muppets, aber nur wenn man hinschaut! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Das Gesicht ist auf jeden Fall interessanter. </p>
<div id="attachment_118" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><img src="http://anhora.wordpress.com/files/2009/05/david1.jpg" alt="David" title="David1" width="300" height="390" class="size-full wp-image-118" /><p class="wp-caption-text">David</p></div>
<p>Wir schwärmen noch immer vom guten Essen, und erst recht vom Wein. Ein paar Flaschen brachten wir mit von dem Landgut, in dem wir unsere Ferienwohnung hatten. Schmeckt hier fast so gut wie in Italien! Das Beste aber war, dass ich in dieser Woche aufgehört habe zu grübeln über das, was vor mir liegt bzw. vor uns. Dazu war ich zu beschäftigt mit Essen, Trinken und meinen Füßen. </p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA["Hieb, hieb, hieb, wir ha'm uns alle lieb!"]]></title>
<link>http://antiwaldorfschule.wordpress.com/2009/04/10/hieb-hieb-hieb-wir-ham-uns-alle-lieb/</link>
<pubDate>Fri, 10 Apr 2009 19:48:19 +0000</pubDate>
<dc:creator>anubis2000</dc:creator>
<guid>http://antiwaldorfschule.wordpress.com/2009/04/10/hieb-hieb-hieb-wir-ham-uns-alle-lieb/</guid>
<description><![CDATA[So einfach kann man es sich machen: In zwei Fällen hörte ich, dass die Lehrer/innen in den Klassen B]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>So einfach kann man es sich machen: In zwei Fällen hörte ich, dass die Lehrer/innen in den Klassen Befürchtungen der Waldorfschüler bezüglich dessen, was unlängst in Süddeutschland in Winnenden passierte, mit den Worten zu zerstreuen versuchten: </p>
<blockquote><p>&#8220;Bei uns kann das ja nicht passieren, denn wir gehen ja ganz anders miteinander um!&#8221;</p></blockquote>
<p>Das erinnert an die Friedensbewegung, die ebenfalls über viele Fragen tief zerstritten war, wo man sich dann aber in einen Kreis stellte, sich an den Händen hielt und den unsterblichen Vers rezitierte, der im Titel dieses Beitrags angegeben ist. &#8211; Danach ging die Streiterei wieder weiter. Ob man mit Konflikten nicht anders umgehen könnte, als sich in die Tasche zu lügen?</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Mehr Vertrauen]]></title>
<link>http://anhora.wordpress.de/2009/03/20/mehr-vertrauen/</link>
<pubDate>Fri, 20 Mar 2009 23:14:52 +0000</pubDate>
<dc:creator>Anhora</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ich bete täglich zu Gott, dass er mir die Zweifel nimmt. Ich möchte ihm vertrauen, und all das in se]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Ich bete täglich zu Gott, dass er mir die Zweifel nimmt. Ich möchte ihm vertrauen, und all das in seine Hand legen.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Vertrauen ]]></title>
<link>http://anhora.wordpress.de/2009/03/18/vertrauen/</link>
<pubDate>Wed, 18 Mar 2009 23:12:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>Anhora</dc:creator>
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<description><![CDATA[Abends beim Einschlafen ist es am schlimmsten. Ehe ich nicht todmüde bin, geh ich nicht ins Bett. So]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Abends beim Einschlafen ist es am schlimmsten. Ehe ich nicht todmüde bin, geh ich nicht ins Bett. Sonst fange ich an nachzudenken.</p>
<p>Manchmal frage ich B. flüsternd Ohr, was er denkt. Ob wir das wohl überstehen. „Natürlich“, meint er jedes Mal und es klingt so sicher, dass ich es glaube. Natürlich werden wir es überstehen.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Lebenshilfe aus Hawaii]]></title>
<link>http://anhora.wordpress.de/2009/02/21/lebenshilfe-aus-hawaii/</link>
<pubDate>Sat, 21 Feb 2009 11:19:30 +0000</pubDate>
<dc:creator>Anhora</dc:creator>
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<description><![CDATA[Meine Schwester erzählte, die Ureinwohner von Hawaii leben nach folgendem Motto: Wenn jemand wütend ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Meine Schwester erzählte, die Ureinwohner von Hawaii leben nach folgendem Motto: Wenn jemand wütend ist auf einen andern, dann überlegt er sich was es bräuchte, damit er selbst sich so verhalten würde wie der, auf den er wütend ist. Er geht also weg vom andern und hin zu sich selbst. Die alten Hawaiianer sagen dann: Es tut mir Leid.</p>
<p>Darüber habe ich lange nachgedacht. Ein Beispiel: Warum sollte ich wochenlang meine Unterschrift auf einem Formular verweigern, mit dem ein Mitarbeiter für seinen Geschäftswagen einen Anwohner-Parkausweis abholen kann? (Wir können seit dem Jahreswechsel nicht mehr vor der Haustür parken, mit meiner momentanen Gehbehinderung ist das besonders hinterhältig.) Schließlich kam ich nur auf eins: Vielleicht würde ich mich so verhalten bei jemandem, an den ich nicht heranreiche. Unterlegen zu sein fühlt sich schlecht an und wer weiß? Wenn ich den Verursacher dafür strafen könnte &#8211; möglicherweise würde ich es tun. </p>
<p>Nein, ich würde eher versuchen herauszufinden, warum ich mich unterlegen fühle und an mir selbst etwas ändern. Trotzdem geht es mir jetzt besser. Ich kann mir sogar vorstellen, wieder zur Arbeit zu gehen. Ich will diesen Memmen ins Gesicht schauen. Jetzt wo ich weiß, wie schwach sie sind. </p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Das Wegsehen]]></title>
<link>http://antiwaldorfschule.wordpress.com/2009/01/11/das-wegsehen/</link>
<pubDate>Sun, 11 Jan 2009 23:05:30 +0000</pubDate>
<dc:creator>anubis2000</dc:creator>
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<description><![CDATA[Frappierend ist das Ignorieren des Sachverhalts, dass da Glieder, die einmal der Gemeinschaft angehö]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Frappierend ist das <strong>Ignorieren</strong> des Sachverhalts, dass da Glieder, die einmal der Gemeinschaft angehört haben, die sich engagiert, die sich eingebracht haben, plötzlich weg sind. Das betrifft <em>zum einen</em> die Eltern: Gehörte man einst zum Kollektiv der Klasse, so wird man nun von vielen geschnitten, viele grüßen nur und gehen weiter. Eigentlich haben nur wenige gefragt. Und die wenigsten haben konstruktive Hinweise gegeben &#8211; verbreiteter war das Weiterempfehlen &#8220;Dann müßt Ihr halt in die xy-Schule gehen.&#8221;<br />
Und <em>zum anderen</em> auch die Pädagogen: Am liebsten ignorieren, wegsehen. Diejenigen, mit denen man eng zusammen arbeitete, eher hilflos, andere machen einen Bogen. Nur nicht ansprechen. Nur nicht aussprechen!<br />
Und wenn direkt noch einmal ein Vorstoß gewagt wird, bekommt man die konservierten Urteile von vorgestern vorgesetzt. Neben dem Labeling ist das Ignorieren die Hauptmethode, mit dem Konflikt umzugehen. Er wird geleugnet. Und: Die Bearbeitung wird den Opfern aufgedrückt. Sie dürfen sich fortwährend darum kümmern, dass der Eiter nicht mehr läuft, die Wunde sich schließt, eine Narbe sich bildet. Das Kollektiv hat die Arbeit schlichtweg outgesourct!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Obama und die deutsche Jammerkultur]]></title>
<link>http://bienkowski.wordpress.com/2008/11/09/obama-und-die-deutsche-jammerkultur/</link>
<pubDate>Sun, 09 Nov 2008 16:46:19 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ute Bienkowski</dc:creator>
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<description><![CDATA[Warum die Deutschen an den Gelben Sack glauben und die Amerikaner an Gott. Am 4. November 2008 haben]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="text-align:justify;"><strong>Warum die Deutschen an den Gelben Sack glauben und die Amerikaner an Gott.</strong></p>
<p style="text-align:justify;">Am 4. November 2008 haben die Amerikaner mit ihrer Geschichte gebrochen und sie stattdessen neu geschrieben. Erstmals wurde ein schwarzer Politiker in das mächtigste Amt der Welt gewählt und wird künftig die Geschicke der Supermacht lenken. &#8220;Change&#8221; lautete das Wahlkampf-Motto von Barack Obama, einem charismatischen Juristen und Harvard-Absolventen, der mit Lässigkeit und Überzeugungskraft die Massen für sich mobilisierte und mit seiner Botschaft vom Wandel nicht nur den Nerv der Amerikaner getroffen hat, sondern auch den vieler anderer Menschen in großen Teilen der Welt.</p>
<p style="text-align:justify;"><!--more--></p>
<p style="text-align:justify;">Wie kaum ein anderer verstand es der designierte US-Präsident, die Menschen mit seiner Vision von einem neuen Amerika zu begeistern. Was immer man über den <em>American Way of Life</em> auch denken mag, die jüngste Präsidentschaftswahl hat gezeigt, welch ungeheure Kraft in diesem Land steckt und wozu seine Menschen trotz Krise fähig sind.</p>
<p style="text-align:justify;">Angesichts der Herausforderungen, vor denen die Vereinigten Staaten von Amerika nach dem Debakel der Bush-Jahre stehen, hat das amerikanische Volk den Neubeginn gewählt, siegte die Sehnsucht der Amerikaner nach einem echten Neuanfang – vor allen Zweifeln an Obamas Erfahrung. Mit Sicherheit war es nicht allein seine Strahlkraft als politischer Hoffnungsträger, die die Menschen dazu brachte, stundenlang in langen Schlangen vor Wahllokalen auszuharren und letztlich ihm seine Stimme zu geben. Dennoch hat er es wie kaum ein anderer verstanden, die Menschen glauben zu machen, dass es diesmal anders sein muss und genau ihre Stimme diesen Unterschied machen kann.</p>
<p style="text-align:justify;">Vor dem Hintergrund der globalen Finanzkrise und hinreichend geschürten Rezessionsängsten ist die Stimmung in deutschen Landen dagegen eine etwas andere: Politikverdrossenheit, Jammerkultur, ein psychosoziales Klima allgemeiner Erschöpfung und depressiver Verstimmung. Als Nährboden für einen Neubeginn wenig angetan. Das muss auch nicht unbedingt erstaunen, denn auf ökonomischen Erfolg und dessen Accessoires fixiert, hat unsere Gesellschaft für die Bewältigung von Rückschlägen, sozialen Abstiegen, beruflichem Versagen und persönlichen Niederlagen – vom Jammern mal abgesehen – wenig angemessene Deutungs- und Verhaltensweisen. Wer in den USA nicht erfolgreich war, bekommt eine zweite Chance, damit er beweisen kann, dass er aus seinen Fehlern gelernt hat. Bei uns hingegen sind Niederlagen und Abstiege kulturell eigentlich nicht vorgesehen. Genauer: Die Bewältigung von Niederlagen gerät zur Solonummer. Während man in den USA aufs Aufstehen schaut, blickt man in Deutschland aufs Hinfallen.</p>
<p style="text-align:justify;">Da ist es nicht verwunderlich, dass die Ursachen für ein Scheitern vielfach auf die Umstände abgewälzt werden oder auf das böse Schicksal verbunden mit chronischem Klagen und Jammern über die Uneinsichtigkeit und Unverschämtheit anderer, die wir für unser Scheitern verantwortlich machen. Wir sind daran gewöhnt, Niederlagen in erster Linie negativ zu betrachten, weshalb es sie zu vermeiden gilt. Nicht umsonst wird Fehlerminimierung bei uns als Bestandteil erfolgreichen Handelns aufgefasst.</p>
<p style="text-align:justify;">Dabei ist es nicht das Scheitern, das uns fertig macht, sondern wie wir darüber denken. Angesichts der Herausforderungen, vor denen Deutschland infolge einer erwarteten Konjunkturabschwächung steht, brauchen aber auch wir eine vorwärts gerichtete Sicht der Dinge, kurz: eine Kultur des achtenswerten Neu-Beginnes. Dabei geht es vor allem ums Gelernthaben und die Fähigkeit, auch unter widrigen Umständen die Weichen neu zu stellen. Es geht also um ein redliches Wiederaufstehen und ums Weitermachen. Danach wird Scheitern und das Lernen daraus als notwendiges Element allen Fortschreitens, aller ökonomischer und gesellschaftlicher Vorwärtsbewegung begriffen.</p>
<p style="text-align:justify;">Was uns die Amerikanern dieser Tage voraus haben, ist ihr Mut zum Neu-Beginnen, ihr Optimismus, ihre Fähigkeit, sich von widrigen Umständen nicht lähmen zu lassen, sondern sich immer wieder hochzureißen und neu zu erfinden. Und genau dies – so sagen die Trendforscher – gehört zu den größten Tugenden im globalisierten Zeitalter.</p>
<p>***</p>
<p>© Ute Bienkowski. Alle Rechte vorbehalten.<br />
<a href="http://www.zenit-institut.de" target="_blank"><span style="color:#ff6600;">Zenit &#8211; Institut für Kreativität und Erfolgsmethodik</span></a><br />
Weitere Beiträge zum Thema: <a href="http://www.sorbas-ejournal.de" target="_blank"><span style="color:#ff6600;">Sorbas &#8211; eJournal für den Neubeginn</span></a>.</p>
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<p>***</p>
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</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der Blick in die Zukunft]]></title>
<link>http://abrege.wordpress.com/?p=53</link>
<pubDate>Sat, 08 Nov 2008 06:44:32 +0000</pubDate>
<dc:creator></dc:creator>
<guid>http://abrege.wordpress.com/?p=53</guid>
<description><![CDATA[Das Internationale Kolleg „Schicksal, Freiheit und Prognose. Bewältigungsstrategien in Ostasien und ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:10pt;font-family:Verdana;">Das Internationale Kolleg „Schicksal, Freiheit und Prognose. Bewältigungsstrategien in Ostasien und Europa“ der Universität Erlangen-Nürnberg hat die zweite Auswahlrunde des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gewonnen.<!--more--> Das Forschungsvorhaben wird nun neben drei weiteren internationalen Kollegs im Rahmen des Programms „Freiraum für die Geisteswissenschaften“ gefördert. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:10pt;font-family:Verdana;">In allen Kulturen findet man den Blick nach vorn. Was die Zukunft bringen wird, das beschäftigt alle Menschen gleichermaßen. Das Forschungskolleg der Universität Erlangen-Nürnberg versucht herauszufinden, wie sich Schicksalsvorstellungen und Bewältigungsstrategien in Europa und Ostasien unterscheiden.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:10pt;font-family:Verdana;">In Europa bleibt in Vorhersagen über die Zukunft kein Platz für Schicksal. Die Prognosen müssen immer wissenschaftlich begründet sein. Das Schicksal und Strategien zu seiner Bewältigung kommen nicht vor. In Ostasien ist das anders. Die Menschen reagieren gelassener auf wechselnde Umstände in ihrem Leben. Das Forschungsprojekt will der Frage nachgehen, ob in Ostasien Vorstellungen vom Schicksal und auf die Sicht der Zukunft vorhanden sind, welche die psychische Stabilität begünstigen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:10pt;font-family:Verdana;">Um der Gefahr des Eurozentrismus entgegenzuwirken, hat sich das Forschungskolleg dazu entschieden, die Sinologie als seine Leitdisziplin anzunehmen. So sollen beide kulturelle Perspektiven gleichermaßen zu den Ergebnissen beitragen.</span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Globalisierung und Staatspleite]]></title>
<link>http://bienkowski.wordpress.com/2008/11/02/globalisierung-und-staatspleite/</link>
<pubDate>Sun, 02 Nov 2008 16:59:43 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ute Bienkowski</dc:creator>
<guid>http://bienkowski.wordpress.com/2008/11/02/globalisierung-und-staatspleite/</guid>
<description><![CDATA[Tote Oma im Bettkasten versteckt, und Pakistan fast pleite. Warum nichts mehr ist, wie es einmal war]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><strong>Tote Oma im Bettkasten versteckt, und Pakistan fast pleite.<br />
Warum nichts mehr ist, wie es einmal war.</strong></p>
<p>Ein brüllender Bär auf den Frankfurter Börsenparkett. Pakistan fast pleite. Geiz plötzlich wieder geil. Und tote Oma von einem Arbeitslosen im Bettkasten versteckt, um deren Wohnung weiternutzen zu können. Mit anderen Worten: Wir erleben turbulente Zeiten mit bisweilen surreal anmutenden Phänomenen.</p>
<p>Was vor dem Hintergrund der weltweiten Finanzkrise allerdings sehr konkret wurde: Die Globalisierung stellt uns vor immer neue Herausforderungen, und auch das Einzelschicksal ist mehr denn je mit dem Rest der Welt verzahnt. Verstärkt wird dieser Trend durch die Tatsache, dass immer mehr Staaten geschäftsmäßig miteinander verflochten sind, weshalb die Krise in einem Teil der Welt alle anderen mit in ihren Strudel ziehen kann.</p>
<p>Und so geschah es nicht ohne Grund, dass der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier dieser Tage nach Pakistan eilte, um nach Wegen zu suchen, die drohende Staatspleite dort abzuwenden. Im globalen Zeitalter ist die Welt ein Dorf, und die Krise eines Landes kann alle anderen gleichermaßen treffen. Allein schon aus diesem Grund gibt es keine Garantie mehr für Beständigkeit, was durch die Risiken begünstigt wird, die aus einer derart engen internationalen Verflechtung resultieren.</p>
<p><!--more--></p>
<p>Kein Wunder, dass die Medien immer wieder die Bedrohung in den Mittelpunkt stellen, die von der amerikanischen Bankenkrise ausgeht und sie bei der Entwicklung immer neuer Horrorszenarien auch nicht gerade zimperlich sind. Damit wird jedoch ein Klima allgemeiner Verunsicherung und Verzagtheit geschürt. Immer mehr Menschen fühlen sich inzwischen von einem als übermächtig empfundenen Kapitalismus gebeutelt. Fatal. Denn gerade in unruhigen Zeiten brauchen wir eine vorwärtsgerichtete Sicht der Dinge. In Zeiten einer sich abschwächenden Konjunktur wird der Druck größer werden und die Krisenerfahrungen zunehmen.</p>
<p>Das Wort Krise kommt aus dem Griechischen und bedeutet sinngemäß Auswahl oder Entscheidung. In der Medizin ist die Krise der Wendepunkt, an dem der Patient entweder aufgibt, stirbt oder die Krankheit überwindet. Mit Sicherheit wird die Bankenkrise vieles verändern. Bei der Beurteilung der aktuellen Verhältnisse haben wir aber durchaus eine Wahl: Wir können Angst haben oder uns genauso gut Alternativen überlegen. Wichtig ist: Wir sind nicht dazu verpflichtet, uns permanent zu ängstigen.</p>
<p>Wie Menschen kritische Lebensereignisse bewältigen, hängt zum einen von ihren individuellen Ressourcen ab und zum anderen von ihren Bewältigungsstrategien. Um im globalisierten Zeitalter mithalten zu können, müssen wir unsere Haltungen und Gewohnheiten ändern und nicht zuletzt ganz neue Fähigkeiten erwerben. Wir sind der Globalisierung nicht bedingungslos ausgeliefert. Wir sind nicht nur Opfer.</p>
<p>Eigenverantwortung ist gefragt. Auf Selbstbewusstsein, Teamfähigkeit, die Fähigkeit zur Vernetzung und Kreativität kommt es an. Dabei wird physische wie psychische Gesundheit zu einer Schlüsselressource. Der Glaube an stetige Leistungssteigerung und -erfüllung scheint in einer  tiefen Krise zu stecken – in einer Krise, die trotz aller Problematik die Möglichkeit zur Umkehr bietet. Die Entscheidung liegt bei uns: Wir können unsere klassischen, auf Gewinnmaximierung ausgerichteten Erfolgsprinzipien in Frage stellen und die Weichen für eine Neuausrichtung stellen. Vielleicht ist das die eigentliche Herausforderung dieser Krise.</p>
<p>***</p>
<p>© Ute Bienkowski. Alle Rechte vorbehalten.<br />
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Weitere Beiträge zum Thema: <a href="http://www.sorbas-ejournal.de" target="_blank"><span style="color:#ff6600;">Sorbas &#8211; eJournal für den Neubeginn</span></a>.</p>
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</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Gehört: Werner Fritschi über Sinn und den existenziellen Wert einer Krankheit]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/2008/10/18/gehort-werner-fritschi-uber-sinn-und-den-existenziellen-wert-einer-krankheit/</link>
<pubDate>Sat, 18 Oct 2008 21:52:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
<guid>http://herminemandl.wordpress.com/2008/10/18/gehort-werner-fritschi-uber-sinn-und-den-existenziellen-wert-einer-krankheit/</guid>
<description><![CDATA[So kündigt Focus den Vortrag &#8220;Ich bin jetzt wie ein Acker&#8230;&#8221; von Werner Fritschi an]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>So kündigt Focus den Vortrag &#8220;Ich bin jetzt wie ein Acker&#8230;&#8221; von Werner Fritschi an:</p>
<p><em>Mit 50 wollte der erfolgreiche und viel beschäftigte Sozialberater und Publizist Werner Fritschi sein Büro &#8220;Beratungsdienst Jugend und Gesellschaft&#8221; in Luzern zusperren, aus dem Berufsstress aussteigen und sein Leben neu gestalten. Dazu kam es &#8211; doch ganz anders als erwartet, ganz anders als vorgestellt. Kurz vor seinem 50. Geburtstag erlitt Werner Fritschi einen Hirnschlag und musste erfahren, dass unsere Wünsche uns narren, dass die Zeit uns betrügt und der Tod unserer Sorgen spottet. Wie ein kleines Kind musste der 50jährige Mann anfangen, elementare Tätigkeiten wie Gehen, Sprechen, Essen wieder zu lernen.</em></p>
<p><em>In dieser preisgekrönten Sendung mit dem Titel &#8220;Ich bin jetzt wie ein Acker &#8230;&#8221;aus dem Jahr 1988 erzählt Werner Fritschi beeindruckend und berührend, wie der Hirnschlag sein Leben veränderte, welche Erfahrungen ihm durch die Krankheit zuteil wurden und welchen Sinn er für sich im Leid entdeckte. Wener Fritschi ist heute 65, er lebt und arbeitet in Luzern.</em></p>
<p>Hier meine Notizen zu diesem Vortrag:</p>
<p><em><strong>&#8220;Was ist denn das Leben für mich noch wert?</strong></em>&#8220;</p>
<p>Werner Fritschi erzählt von seinen Erfahrungen mit der Krankheit und davon, wie die Umstände waren, als er den Hirnschlag erlitt&#8230; Er weint.</p>
<p>Franz Josef Köb: „Was ist der Grund dieser Trauer, die Sie überkommt beim Erzählen und die auch ich spüre beim Zuhören?“</p>
<p>Werner Fritschi: „Es ist, wie wenn man in tiefere Schichten eintaucht und Eisschichten auftaut und etwas abträgt in sich, das mit dem ganzen Leben – mit allen Gefühlen zu tun hat. Mit allem, was man erlebt oder gelernt hat und neu ordnen muss. Ich bin erschrocken in den ersten Wochen, als ich Gesichter nicht mehr erkannt habe, Dinge nicht mehr gewusst habe. Mich nicht erinnern konnte, dass jemand mich besucht hat. So, als ob ich entdeckte: Was ist, wenn du nicht mehr funktionierst? Und wenn du nicht mehr reden kannst? Ich, für den die Sprache <em>das</em> Werkzeug war, wenn ich nicht mehr reden kann, nicht mehr denken kann&#8230; Wenn ich nicht einmal mehr als Straßenwischer brauchbar bin? Was ist denn das Leben für mich noch wert?“</p>
<p><em><strong>&#8220;Es ist gar nichts mehr selbstverständlich, dass es funktioniert&#8230;&#8221;</strong></em></p>
<p>Fritschi beschreibt auf berührende Weise, wie er wieder lernen musste zu essen, zu gehen etc. – wie er das Leben wieder zu bewältigen lernte. Er schafft es sogar, eine Chance in dieser Erfahrung zu sehen; erkennt, welches Glück er hatte, dass er nicht den Rest seines Lebens im Rollstuhl verbringen muss, dass er noch „alle Tassen im Schrank“ hat; sieht das Glück, dass fast alle Wörter noch bzw. wieder da sind.</p>
<p>Fritschi: „Es ist gar nichts mehr selbstverständlich, dass es funktioniert: Man wird dankbar für jede Geste und dankbar für all das Schöne&#8230; Ich dachte, ich bin jetzt wie ein Acker: Jetzt wird gepflügt und geeggt und gesät und ich kann nichts machen. Ich kann nur daliegen wie ein Acker, muss warten, bis es reift und wächst und eine Geburt möglich wird.“</p>
<p><em><strong>&#8220;Warum ich?</strong></em>&#8220;</p>
<p>Werner Fritschi setzte sich intensiv mit der Frage auseinander: <em>Warum ich? Warum gerade ich?</em> Er machte sich Gedanken über die Ursachen des Hirnschlages und notierte diese in seinem Tagebuch, wobei er für eine Seite etwa zwei Stunden brauchte. Fritschi: „Man schreibt nur mehr, was einem ganz wirklich wichtig ist. Mein Tagebuch ist eine wahre Kostbarkeit.“</p>
<p>Im Zuge dieser Auseinandersetzung mit dem Warum fand er zehn Sinndeutungen, was der Hirnschlag für ihn für einen Sinn gehabt haben könnte:</p>
<p><strong>1. Symbol: Ich wurde aus dem Verkehr gezogen.</strong></p>
<p>&#8220;Ich wollte es eigentlich so. Ich gab unbewusst den Termin: 50-jährig. Da wollte ich mein Leben umstellen, mich beruflich neu orientieren, zur Besinnung kommen. &#8230; Da wurde ein neuer Gang eingeschaltet, wie ich es sonst freiwillig nicht getan hätte. Zeit zu haben für mich, zum Nachdenken. Eine begnadete Zeit. Ohne Schmerzen, aber alles sehr schwerfällig&#8230; Ein Sabbatjahr wurde mir geschenkt. Ich empfand es wie eine Initiation zur zweiten Lebenshälfte. Dieses Jahr im Rollstuhl&#8230; hatte ich Zeit für eine Neuorientierung des Lebens. Welch ein Geschenk.&#8221;</p>
<p><strong>2. Symbol: Ich bekam einen Kurzschluss im Hirn.</strong></p>
<p>&#8220;Irgendwo war ich überlastet. Es hatte zu viel Strom. Zwei und mehr Ströme sind aneinander geprallt. Die Sicherung ist durchgebrannt. Irgendwo ist etwas zerrissen. &#8230; <em>Sei nicht allzu gerecht und nicht allzu weise, damit du dich nicht zugrunde richtest.</em> Und ich musste mir sagen: Du musst nicht soviel denken. Einseitig – rechts – heißt einseitig bewusst. Der Hirnschlag wollte mir sagen: Es gibt noch etwas Anderes als nur den Kopf, den Verstand, die Ratio. Etwas Anderes musste ich lernen. Eine neue Realität kennenlernen. Was Rückzug heißt oder Zuwendung zur Natur oder Intuition oder Instinkt oder Ahnungen. Das wurde mir bewusst, als nur noch das Eine blieb: Weinen. Ich hab viel geweint und Trauerarbeit geleistet. Der Hirnschlag hat mir irgendwie unbewusst gesagt: Du bist aus der Bahn gefallen, aus der Elipse deiner Umlaufbahn. Du hast die kosmische Mitte verloren. Dein Gleichgewicht ist gestört. Jetzt nimm dir Zeit, dich neu einzupendeln, deine Mitte zu finden.&#8221;</p>
<p><strong>3. Symbol: Ich bekam die Rechnung für 25 Jahre Stress.</strong></p>
<p>&#8220;Der Zeitdruck, permanente Überlastung, zuwenig Schlaf, Übermüdung, Tagungen, Tempo, Hetze&#8230; Das alles hat sich katastrophal auf die Blutgefäße ausgewirkt. Ich habe ein paar Monate vorher noch die Versicherung angepasst und da habe ich gelacht, als der Mann mir sagte: &#8216;Sie sind schlecht gedeckt bei Invalidität und Tod.&#8217; Da habe ich gesagt: &#8216;Ich und einen Herzinfarkt! Das gibt es doch nicht! Ich lebe gesund. Ich habe die Mitte zwischen Spannung und Entspannung.&#8217; Aber an eine andere Krankheit wie Hirnschlag habe ich nie gedacht. Meine Bewegungsarmut, zu wenig Sport, falsche Ernährung &#8230; 10 kg Übergewicht, an gewissen Tagen zu viele Pfeifen geraucht&#8230; Nun hat der kranke Organismus sich selber Ruhe und Geborgenheit verschrieben.&#8221;</p>
<p><strong>4. Symbol: Blut und sein Verhältnis zu den Gefäßen.</strong></p>
<p>&#8220;Aus einem Tropfen Blut kann ein guter Pendler alles sagen. Blut ist individueller Träger des Lebens. Es verrät alles über den Menschen. Blut ist Symbol für die Haltung dem Leben gegenüber. Wenn ich zu niedrigen Blutdruck habe – mir wird schlecht, mir wird schlecht vor Augen &#8230; – ich bin nicht fähig, mich den Konflikten des Lebens zu stellen &#8230; Bei mir ist das Gegenteil gewesen: Meine leidenschaftliche Natur, mein Überdruck: Ich wollte immer mit dem Kopf durch die Wand. Meine Empörung über die gesellschaftlichen Zustände, meine Engagiertheit vielen Themen gegenüber. &#8230; &#8230; Ich war nicht flüssig genug. Es konnte nicht fließen in mir. Ich blieb zu wenig durchlässig. Die Empörung und die Glut in mir machten mich stockend und das ist symbolisch ausgedrückt worden im verdickten Blut und im Blutgerinnsel.&#8221;</p>
<p><strong>5. Symbol: Die Liebe zu einer Frau.</strong></p>
<p>&#8220;Berthold Brecht formulierte: <em>Schwäche: Du hattest keine. Ich hatte eine: Ich liebte. </em>Der Druck, der das Blut staute und/oder verdickte, die emotionale Stauung in mir, der verhinderte Tau, die Frustration, das war die Liebe zu einer jungen Frau. Den Berg, den ich in vier Jahren nicht habe bewältigen können. Diese Frau hat an meiner Substanz gezehrt. Keine Frau hat mir bis jetzt so viel Kraft gekostet. Das nicht reden können, das Vertrösten auf später, die Aussichtslosigkeit dieser Beziehung, das gefühlsmäßige Verlangen und die ungestillte Sehnsucht – sprich: Eros oder Liebe, Libido, Sexualität – und letztlich das Gefühl, unverstanden zu sein und zu leiden. Das war ein hoher Preis für eine wunderschöne Liebe und für eine außergewöhnliche Liebesgeschichte.</p>
<p>Ich möchte hier etwas einschieben: Mich hat der Rahmen einer festen Liebesbeziehung zu meiner Ehefrau gehalten, meine Lebensgefährtin hat mich durchgetragen und zu meiner Gesundung viel beigetragen. Gerade in einer solchen festen Liebe ist die existenziellen Erfahrung von einer anderen Beziehung erst möglich.&#8221;</p>
<p><strong>6</strong><strong>. Symbol: Ich muss alles langsamer machen, um Wachstum zu begreifen und neu zu lernen.</strong></p>
<p>&#8221; Jetzt muss ich auf mich hören lernen: auf meine Gefühle, auf meinen Körper. Das kann ich jetzt lernen, wo statt im 5. Gang im 1. oder wenigstens jetzt im 2. gefahren wird. Das Körperbewusstsein neu entwickeln und die organische Erfahrung, wie alles verwoben ist miteinander. Und wenn einem nichts mehr selbstverständlich ist, wie ein Gleichgewicht funktioniert oder die Koordination spielt und wie der Haushalt der Flüssigkeit geregelt wird und ein Muskelspiel und der Bewegungssinn und das Raumempfinden und die Sprache. Wie das alles vom Hirn aus gesteuert wird und das führt zum Gedanken: Wie lernt der Mensch? Wie wachsen wir feinmotorisch? Ich habe Staunen gelernt, was Kinder in den ersten fünf Lebensjahren spielend lernen und ich musste eigentlich im Schnellzugstempo das alles wieder durchmachen.&#8221;</p>
<p><strong>7. Symbol: Begegnung mit dem Leiden und mit dem Tod.</strong></p>
<p>&#8220;Er sitzt mir noch in den Knochen. Ich habe in den Abgrund geschaut. Der Würgeengel ging vorbei. Es ist ein unheimliches Erlebnis, zu wissen: wäre das Gerinnsel einen Bruchteil von einem Millimeter dicker gewesen oder hätte es einige Sekunden länger das Zentrum verstopft, dann wäre ich abgetaucht. Hätte ich den Kopf auf den Tisch gelegt – und ich hatte es mir schon überlegt damals – ich hätte gesagt: &#8216;Ciao miteinander, es war schön. Das Leben war gut.&#8217; Ich wäre mitten unter den Leuten gestorben, still davongegangen &#8211; nein: davongeschlichen. Ich habe mich versöhnt mit dem Tod. Ich hätte einen milden Tod gehabt und ich werde einmal ganz gut sterben.&#8221;</p>
<p><strong>8. Symbol: Die kosmische Konstellation.</strong></p>
<p>&#8220;Das mag jetzt ein wenig unverständlich sein&#8230; Die Zeit war reif. In meinem astrologischen Diagramm stehen Neptun, Jupiter und der Mondknoten in der unteren Hälfte, also im Unbewussten. Und jetzt als 50-Jähriger ist mein Lebensabschnitt aktualisiert durch den Saturn. Der Lebensplan wirkt sich dann als Schicksal aus, solange es unbewusst bleibt. Ich muss mein Schicksal und Karma ins Bewusstsein holen, um mich von seinen Zwängen zu befreien.&#8221;</p>
<p><strong>9. Symbol: Zu mir selber kommen, ich selbst zu sein. </strong></p>
<p>&#8220;Die elementare Erfahrung bleibt mir hoffentlich immer im Gedächtnis: Die Hilflosigkeit erleben. Hilfe lernen, anzunehmen. Kranke Körper, Behinderte verstehen, mit Sterbenden fühlen. Ich bin in dem Sinn vom hohen Steg etwas heruntergekommen. Horchen auf den eigenen Körper. Auf die Stille hören. Grenzen akzeptieren. Und die Schonzeit in der Sexualität, unsicher sein, fragend, suchend, allein sein. Mir ist nie langweilig gewesen in den langen Nächten im Spital. Wunderbare Begegnungen habe ich erlebt und Freundschaften konnten neu wachsen.&#8221;</p>
<p><strong>10. Symbol: Der Hintergrund, die Konfrontation mit dem Absoluten, Einfließenlassen des Unendlichen, wesentlich werden, die Gnade Gottes erfahren und damit das Thema der Liebe.</strong></p>
<p>&#8220;Die Lehre von diesem Hirnschlag heißt für mich: Ich will in den Schwingungen der Schöpfung leben lernen, ein geistiges Atom werden, ein brennender Dornbusch.&#8221;</p>
<p><strong>Krankheit und ihr existenzieller Wert</strong></p>
<p>Fritschi ist überzeugt, dass Krankheit immer einen Sinn und existenziellen Wert hat und nur wer &#8216;in diesem drin war&#8217;, der weiß es. &#8220;Vorher kann man gescheit etwas sagen darüber, aber es ist letztlich nicht mitteilbar&#8221;, so Fritschi.</p>
<p>So erzählt er an dieser Stelle von Erfahrungen und Beobachtungen im Krankenhaus, wie andere Menschen mit ihrer Krankheit umgegangen sind.</p>
<p>Sein Fazit: „Jeder macht diesen Weg allein durch und da zeigt sich irgendwo, bis an welchen Punkt wir reif geworden sind.“</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<p>Werner Fritschi: Ich bin jetzt wie ein Acker. <a title="Focus Sendung des Radio Vorarlberg" href="http://vorarlberg.orf.at/magazin/klickpunkt/focus/" target="_self">Focus</a> Sendung vom 11.6.2001, Radio Vorarlberg.<br />
Gibt&#8217;s <a title="Ich bin jetzt wie ein Acker..." href="http://vorarlberg.orf.at/magazin/klickpunkt/focus/stories/3472/" target="_self">hier </a>zum Nachhören. [Anm. HM: Sehr empfehlenswert!]</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Abwehrmechanismen: Um sich nicht zu erinnern...]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/2008/09/15/abwehrmechanismen-um-sich-nicht-zu-erinnern/</link>
<pubDate>Mon, 15 Sep 2008 11:54:54 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
<guid>http://herminemandl.wordpress.com/2008/09/15/abwehrmechanismen-um-sich-nicht-zu-erinnern/</guid>
<description><![CDATA[Abwehr: Schutz und Bewältigungsmechanismus unserer Psyche. Jeder &#8211; und zwar: jeder &#8211; Men]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><strong>Abwehr: Schutz und Bewältigungsmechanismus unserer Psyche.</strong></p>
<p>Jeder &#8211; und zwar: jeder &#8211; Mensch besitzt eine „Abwehr“. Sie dient dazu, unlustvolle Gefühle, Affekte, Wahrnehmungen etc. vom Bewusstsein fernzuhalten bzw. diese<em> in Schach zu halten</em>. Es handelt sich dabei um eine Art Gewohnheit, die unbewusst abläuft und uns schützt bzw. uns bei der Bewältigung bestimmter Aufgaben unterstützt. Also ist die Abwehr eine gute Sache. Aber nicht immer.</p>
<p><strong>Krankhafte Abwehr: Vermeidung der Bewusstwerdung um jeden Preis.</strong></p>
<p>Die Abwehr wird dann zum Problem, wenn sie für einen Menschen zur Einschränkung – und damit schädlich – wird. Hier ein Beispiel: Unlustvolle Erregungszustände oder Anspannungen (sog. Affekte) und Gefühle wie Angst, seelischer Schmerz, Schuldgefühle usw. entstehen in uns aufgrund von unverarbeiteten seelischen Konflikten, welche unbewusst gemacht oder gehalten werden sollen. Durch diesen Vorgang kommt es jedoch zu keiner echten Lösung eines Konflikts &#8211; es bleibt bei einer Pseudolösung. Das wiederum führt dazu, dass immer intensivere und kompliziertere „Abwehrmaßnahmen“ benötigt werden, um den entsprechenden Konflikt unbewusst zu halten.</p>
<p><strong>Merkmale einer krankhaften Abwehr: Ich-Einschränkung und Überbeanspruchung eines bestimmten Abwehrmechanismus</strong></p>
<p>Eine Abwehr gilt dann als pathologisch, wenn es zu einer Einschränkung der Ich-Funktionen kommt, wobei man unter Ich-Funktionen die Fähigkeit wahrzunehmen, zu unterscheiden, sich zu erinnern, zu denken, sowie die Triebe zu steuern versteht. Zusätzlich ist die freie Selbstentfaltung und –verwirklichung eingeschränkt und es besteht keine Wahlmöglichkeit mehr. So kommt es zu einer Zwangsläufigkeit des Auftretens sowie einer Unfähigkeit, sich an wechselnde Bedingungen anzupassen. Es kommt zu einem unbewussten Abspulen des gleichen Mechanismus und zu einem erheblichen Widerstand gegen die Bewusstmachung des Konflikts.</p>
<p><strong>In Stichworten notiert: Die vier Ebenen von Abwehr nach Mentzos</strong></p>
<p><strong>1.	Ebene (unreif):</strong></p>
<p><em>a) psychotische, wahnbildende Projektion, </em>z.B. Verfolgungswahn:<br />
- eigene, unerwünschte Impulse werden einer anderen Person „zugeschoben“<br />
- das Böse wird nach außen verlegt<br />
- Subjekt-Objekt-Trennung</p>
<p><em>b) psychotische Verleugnung,</em> z.B. Größenwahn, Liebeswahn&#8230;<br />
- Kleinkind schützt bedrohtes Selbstwertgefühl durch Verleugnung</p>
<p><em>c) Spaltungsvorgänge:</em><br />
- vermeiden, dass inkompatible Inhalte zusammentreffen; diese bleiben prinzipiell bewusst oder vorbewusst; Verleugnung nach Bedarf. Borderline.</p>
<p><em>d) Introjektion:</em><br />
- In-sich-Hineinnehmen, Internalisierung des Objekt;<br />
- wichtig bei Selbstentstehung<br />
- (später) regressiv eingesetzt, um schmerzliche Trennung vom Objekt und/oder Unterscheidung zwischen Subjekt und Objekt zu vermeiden bzw. rückgängig zu machen</p>
<p><strong>2.	Ebene (auch unreif, aber nicht mehr so grob und unrealistische Lösungen):</strong></p>
<p><em>a) nichtpsychotische Projektion:</em><br />
- häufig<br />
- eigene Gefühle, Impulse, Tendenzen werden unbewusst einem anderen zugeschrieben (z.B. die Juden, die Ausländer&#8230;)</p>
<p><em>b) Identifikation als Abwehr:</em><br />
- Identifikation mit dem Angreifer<br />
- bei hysterischer (Konversions-)Symptombildung: Trennung oder seelischen Schmerz abwehren durch Übernahme der Symptome (z.B. Husten) des kürzlich verstorbenen Elternteils.</p>
<p><strong>3.	Ebene (psychoneurotische Abwehrmechanismen)</strong></p>
<p><em>a) Intellektualisierung:</em><br />
- Emotionales in formaler, affektloser Art zu behandeln<br />
- sich v.a. mit kognitiven Aspekten des Lebens beschäftigen und Emotion vermeiden</p>
<p><em>b) Affektualisierung:</em><br />
- Überemotionalität<br />
- kognitive Einsicht beeinträchtigen<br />
- Gegenemotionen einsetzen um gefürchtete Emotion abzudrängen</p>
<p><em>c) Rationalisierung:</em><br />
- sekundäre Rechtfertigung von Verhaltensweisen durch Scheinmotive</p>
<p><em>d) Affektisolierung:</em><br />
- Abtrennung des vorstellungsmäßigen Inhalts, der bewusst bleibt, von dem dazugehörigen Affekt, der verdrängt wird</p>
<p><em>e) Ungeschehenmachen:</em><br />
- unerlaubter Impuls wird kurzfristig bewusst und dann durch einen entgegen gesetzten Gedanken oder eine magische Handlung ungeschehen gemacht</p>
<p><em>f) Reaktionsbildung:</em><br />
- vgl. Ungeschehenmachen, jedoch dauerhaft und habituelle Abwehr. Daher kommt es zu einer Änderung des Ichs. Es entsteht ein Charakterzug. (z.B. Zwang)</p>
<p><em>g) Verschiebung:</em><br />
- Loslösung emotioneller Reaktionen von ihren ursprünglichen Inhalten und die Verknüpfung mit anderen, weniger wichtigen Situationen oder Gegenständen (z.B. Phobie)</p>
<p><em>h) Verlagerung:</em><br />
- unerwünschte, unerlaubte Impulse (meist Aggression) wird auf ein anderes als das eigentliche Objekt gerichtet (z.B. Arbeitskollege -&#62; Frau)</p>
<p><em>i) Wendung gegen das Selbst:</em><br />
- Variation der Verlagerung: Autoaggression</p>
<p><em>j) Verdrängung im engeren Sinne</em><br />
- Amnesie (Erinnerungslücke)<br />
- Skotomisierung („Übersehen“ bestimmter Inhalte)</p>
<p><strong>4.	Ebene:</strong></p>
<p><em>Sublimierung</em><br />
- Umsetzen verdrängter Triebimpulse in sozial gewertete Tätigkeiten, auf die das Triebziel verschoben wird.</p>
<p><strong>Psycho-sozialen Abwehrmechanismen: außen statt innen.</strong></p>
<p>Es handelt sich dabei nicht ausschließlich um intrapsychische Prozesse. Das Prinzip dahinter ist, unbewusst eine zwischenmenschliche Konstellation herzustellen, welche die intrapsychische Veränderung bestätigt, rechtfertigt und real erscheinen lässt. Dies kann durch die Partnerwahl, durch eine Rollenzuweisung bzw. durch Manipulation, Verführung oder Beeinflussung des Partners in eine bestimmte Richtung erfolgen.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;">
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-family:Arial;"><strong>Literatur:</strong></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-family:Arial;"><strong>Mentzos, Stavros (2005): </strong></span><strong><a title="Mentzos auf Amazon" href="http://www.amazon.de/Konfliktverarbeitung-psychoanalytische-Neurosenlehre-Ber%C3%BCcksichtigung-Perspektiven/dp/3596422396/ref=sr_1_3?ie=UTF8&#38;s=books&#38;qid=1194880726&#38;sr=1-3" target="_blank"><span style="color:#ff3300;"><em><span style="font-family:Arial;">Neurotische Konfliktverarbeitung. Einführung in die psychoanalytische Neurosenlehre unter Berücksichtigung neuer Perspektiven</span></em><strong><span style="font-weight:normal;font-family:Arial;">.</span></strong></span></a><strong><span style="font-family:Arial;"> Fischer: Frankfurt am Main, S. 60-65.</span></strong></strong></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ich glaub ich krieg ne Krise!]]></title>
<link>http://glueckshaus.wordpress.com/2008/08/20/ich-glaub-ich-krieg-ne-krise/</link>
<pubDate>Wed, 20 Aug 2008 11:45:39 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ulrike Sennhenn</dc:creator>
<guid>http://glueckshaus.wordpress.com/2008/08/20/ich-glaub-ich-krieg-ne-krise/</guid>
<description><![CDATA[Während Elisabeth das Thema &#8220;Veränderung&#8221; beschäftigt, ist es bei mir grad &#8220;Krise ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Während <strong><a href="http://trinergy3.wordpress.com/2008/08/20/was-fur-eine-reise/" target="_blank">Elisabeth</a></strong> das Thema &#8220;Veränderung&#8221; beschäftigt, ist es bei mir grad &#8220;<strong>Krise als Chance</strong>&#8220;. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><a href="http://glueckshaus.files.wordpress.com/2008/08/krise.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1123" src="http://glueckshaus.wordpress.com/files/2008/08/krise.jpg?w=300" alt="" width="300" height="219" /></a></p>
<p style="text-align:center;">Quelle: pixelio.de</p>
<p style="text-align:justify;">Krisen gehören nunmal zum Leben mit dazu &#8211; vor allem als Motor, um sich weiterzuentwickeln! Krise als Herausforderung ansehen &#8211; sie sogar nutzen. Ja, das hört sich sinnvoll an und das zeigt auch die eigene Erfahrung.</p>
<p style="text-align:justify;">ABER &#8211; soweit die Theorie! Wehe es geht an die Praxis! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Da wird der innere Schweinehund doch riesengroß und es braucht viel Energie, um sich dem aktuellen Thema zu stellen. Was mir dabei immer sehr hilft: mir so lebhaft wie möglich vorstellen, wie es sich anfühlen wird, wenn ich die Herausforderung angenommen und erfolgreich gemeistert habe! Dagegen ist zumindest MEIN Schweinehund machtlos! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align:justify;">Wie sind eure Erfahrungen im Umgang mit Krisen? Was ist euer Erfolgsrezept?</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Krempel Up Your Life]]></title>
<link>http://aprikose.wordpress.com/2008/08/16/krempel-up-your-life/</link>
<pubDate>Sat, 16 Aug 2008 16:53:42 +0000</pubDate>
<dc:creator>aprikose</dc:creator>
<guid>http://aprikose.wordpress.com/2008/08/16/krempel-up-your-life/</guid>
<description><![CDATA[Man hört es überall, von zickigen Weiblein und von hochnäsigen Männlein, aber auch von Leuten, die a]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Man hört es überall, von zickigen Weiblein und von hochnäsigen Männlein, aber auch von Leuten, die ansonsten eigentlich recht bodenständig wirken. Und jedesmal könnte ich kochen. Nicht vor Leidenschaft, sondern vor Wut, weil es wieder mal soweit ist. Weil mal wieder über die Ungerechtigkeit der Welt und die Unabänderlichkeit aller Dinge gejammert wird, ohne sich selbst mal in den Hintern zu treten. (Ja, ich jammere auch, aber da steckt immer ein wenig Selbstironie dahinter, bestimmt&#8230;)<br />
Denn wenn es einen Satz gibt auf dieser Welt, den ich von niemandem ausstehen kann, dann ist es der hier:</p>
<blockquote><p>&#8220;Akzeptiere mich, wie ich bin.&#8221;</p></blockquote>
<p>Oder andersrum, in der Opferrolle:</p>
<blockquote><p>&#8220;Ich kann nichts dafür, ich bin halt so.&#8221;</p></blockquote>
<p>An und für sich klingt das gar nicht so schlecht. Man vertritt einen klaren Standpunkt, steht zu sich selbst und seinen Fehlern und bewahrt seine Originalität (falls vorhanden&#8230;). Aber so, wie ich diesen Ausdruck kennengelernt habe, wurde er völlig zweckentfremdet.<!--more--></p>
<p>Meist wird so ein Satz als Entschuldigung für irgendein Verhalten herangezogen. <em>Das ist halt meine Art, </em>heisst es dann.<em> Ich hatte eine schwere Kindheit. Er muss sich zuerst einfühlen. Sie hat eben ihren eigenen Kopf. Man kann ja nicht aus seiner Haut.</em><br />
<strong>Falsch.</strong><br />
Jeder Mensch kann sich ändern, wenn er es nur möchte. Man ist entweder zu faul oder will es einfach nicht genug (An dieser Stelle übrigens ein <a href="http://www.amazon.de/Halt-Mund-heulen-endlich-Whining/dp/3938350164" target="_self">Buchtipp</a> von Larry Winget). Und wenn es um Beziehungen geht, ist diese Vorschlaghammer-Methode in meinen Augen nicht gerade hilfreich. Denn eine Beziehung besteht für mich in dieser Hinsicht aus vielen Kompromissen, Diskussionen und Miteinander-Auskommen. Aber wer nicht kämpft, hat schon verloren!</p>
<p>Warum ich das so sagen kann? Weil ich selbst eine &#8220;schwere&#8221; Kindheit hatte. Nein, meine Familienverhältnisse waren in Ordnung, es lag an mir selbst. Ich war einfach anders als die anderen, und das nicht gerade im positiven Sinne. Anfangs ging es noch, aber nach wenigen Jahren schon kristallisierten sich einige unangenehme Charakterzüge heraus.</p>
<ul>
<li>Ich war arrogant, habe auf andere herabgesehen, weil ich das Glück hatte, meinem Alter weit voraus zu sein.</li>
<li>Ich war egoistisch, habe nur für mich selbst gelebt &#8211; was interessierten mich auch die anderen?</li>
<li>Ich war faul, habe stets &#8220;Dienst nach Vorschrift&#8221; gelebt und mich in Sport immer für Positionen beworben, in denen ich fast nichts tun musste.</li>
</ul>
</p>
<p>Die Konsequenzen dürften wohl jedem klar sein. Durch meine Arroganz habe ich mich abgekapselt, mich für etwas Besseres gehalten und andere neidisch gemacht, so dass ich nicht selten Ziel des allgemeinen Spottes wurde, was wiederum recht bittere Gedanken meinerseits hervorrief. Mein Egoismus führte dazu, das ich lange Zeit keine echten Freunde/Freundinnen hatte, und generell waren meine Beziehungen zu anderen Menschen sehr lose. Ich wurde dick, weil ich faul war, und mit der Zeit hatte ich meinen Intelligenzvorsprung verloren, weil ich es nicht für nötig hielt, zu lernen, wenn mir die guten Noten ja einfach aus dem Ärmel purzelten. Ich fristete also mein Mauerblümchen-Dasein, hatte den Blick stets starr vor mir auf den Boden gerichtet und behielt meine Meinungen für mich, weil es ja doch niemanden interessiert hätte&#8230;</p>
<p>In meiner Schulzeit besuchte ich ungefähr sechs verschiedene Schulen (nicht weil ich schwierig war, wir sind einfach oft umgezogen  <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />   ), was mir damals nur recht war, denn so musste ich mich nicht zu lange an irgendjemanden binden. Erst gegen Ende all dieser Jahre ist mir ein Licht aufgegangen. Es war, als ob ich einen Beobachterposten eingenommen hätte und mein eigenes Leben betrachtete &#8211; und mir fiel auf, wie bescheuert ich mich schon die ganze Zeit benahm. <em>So geht es nicht weiter, Aprikose. Willst du wirklich so weiterleben?</em><br />
Ich habe mich für&#8217;s Weiterleben entschieden. Und an diesem <span style="text-decoration:line-through;">Tiefpunkt</span> Wendepunkt habe ich mich komplett umgekrempelt. Einfach so. Zuallererst habe ich an meinem Blick und damit meiner Grundeinstellung geübt, und schon nach ein paar Wochen lief ich statt mit gesenktem Kopf mit einem zögerlichen Lächeln, aber geradeaus gerichtetem Blick durch die Gegend. Ich fing an, Sport zu machen, besass bald wieder eine ansehnliche Figur und habe sie bis heute behalten. Ich habe meine Meinungen nicht mehr länger in mich hineingefressen, sondern fing an mich zu wehren, wenn mir etwas nicht passte. Ich begann, mich für andere zu interessieren, habe Beziehungen aufgebaut, die bis heute halten. Ich habe mich geöffnet, wie eine Knospe, die plötzlich blüht (ob die Blume darin hübsch ist, sei mal dem Auge des Betrachters überlassen  <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />   ). Und aufgeblüht bin ich wohl &#8211; eine Freundin, mit der ich lange keinen Kontakt hatte, konnte es fast nicht fassen, wie sehr ich mich geändert hatte, als wir uns wieder trafen. Und ohne es zu wissen, hat sie mir damit ein sehr schönes Kompliment gemacht&#8230;</p>
<p>Jedoch ist nicht alles komplett weggewischt worden, das geht leider nicht so einfach. Ein paar dieser Dinge beschäftigen mich auch heute noch. Beispiele? Seit einer Geburtstagsparty in meiner Kindheit, die schön gesagt nicht ganz so verlief wie geplant, lade ich nur noch ungern Leute zu mir nach Hause ein. Die erweiterte Form meiner &#8220;Berührungsängste&#8221;, denke ich. Weiterhin bin ich immer noch nicht so entscheidungsfreudig, wie ich gerne wäre, weil ich früher schon immer andere über mein Leben bestimmen liess. Aber am schwierigsten ist es, zwischenmenschliche Beziehungen zu pflegen, wenn man das in der Kindheit nicht gelernt hat. (Hat aber auch damit zu tun, dass ich nicht mit jedem Hanswurst befreundet sein möchte, aber das ist eine andere Geschichte&#8230;)<br />
Doch auch diese Sachen trainiere ich. Ein guter Ansatz dafür ist das Beispiel mit den <a href="http://ulfrunge.wordpress.com/2008/08/05/ich-bin-ein-anfanger/" target="_self">30 Tagen zum Erfolg</a>, das ich bei Ulf aufgeschnappt habe. Mittlerweile habe ich mein Leben sehr gut im Griff, stehe mit beiden Beinen drin und bin stolz auf das, was ich erreicht habe.</p>
<p>Aber zu meinem früheren Ich kann und will ich nicht stehen. Ja, es gab einige wenige, schöne Momente, aber wenn ich zurückblicke, dann wünschte ich mir, ich könnte viele Dinge ungeschehen machen, anders machen. Es hätte nicht sollen sein. Vielleicht musste ich das ja durchstehen, damit ich heute auf diese Weise zurücksehen kann.<br />
An dem Grund, warum ich früher so war, beisse ich mir heute noch die Zähne aus. Aber ich denke, ich habe meine Lehren daraus gezogen. Man kann sich immer ändern. Und Veränderung ist positiv.</p>
<p>Es geht bei dieser Veränderung nicht darum, die Fahne nach dem Wind zu richten. In der Evolution überleben nur die anpassungsfähigen Wesen, und die können das auch, ohne allesamt gleich auszusehen  <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
Ich möchte auch nicht um Mitleid heischen &#8211; diese Ereignisse sind lange her, und ich bin mindestens so lange drüber weg.<br />
Aber ich will einfach mal zu einem Rundumschlag auf den Hinterkopf all jener ausholen, die sich hinter einer Ausrede verstecken, statt zu leben. Statt zu lieben.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Untersuchung: Wie bleibt man trotz einer Lebenskrise gesund?]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/2007/10/20/untersuchung-wie-bleibt-man-trotz-einer-lebenskrise-gesund/</link>
<pubDate>Sat, 20 Oct 2007 12:11:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
<guid>http://herminemandl.wordpress.com/2007/10/20/untersuchung-wie-bleibt-man-trotz-einer-lebenskrise-gesund/</guid>
<description><![CDATA[Interviews mit 20 Frauen: Wie bleibt man trotz einer Lebenskrise gesund?  In einem Psychotherapeutis]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><strong><span style="font-family:Arial;">Interviews mit 20 Frauen: Wie bleibt man trotz einer Lebenskrise gesund?</span></strong><span style="font-family:Arial;"> </span></p>
<p><span style="font-family:Arial;"></span><span style="font-family:Arial;">In einem Psychotherapeutischen Zentrum wurden Interviews mit 20 Frauen im Alter von 35 bis 50 Jahren durchgeführt, welche eine Lebenskrise oder Trennung überstanden haben. Ausgehend von Antonovsky standen folgende Forschungsfragen im Vordergrund:</span><span style="font-family:Arial;"> </span></p>
<ul>
<li class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;">Welche Begründungszusammenhänge entwickeln Personen, die ein Lebensereignis für sich als kritisch und bedrohlich empfunden haben, dafür, dass sie trotz erfahrener Gefährdung gesund geblieben sind? </span></li>
<li class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;">Woran machen sie die sich selbst zugesprochene seelische Gesundheit fest? </span></li>
<li class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;">Lassen sich aus alltäglichem Wissen um seelische Gesundheit Sichtweisen ableiten, die mit vorliegenden Definitionen seelischer Gesundheit verglichen werden können?</span></li>
</ul>
<p><strong><span style="font-family:Arial;">4 Phasen der Krisenbewältigung: Emotionale Reaktion – allmähliche Realisierung – Bewältigung und Wiederherstellung des Selbstwerts – Neukonsolidierung.</span></strong><span style="font-family:Arial;"> </span></p>
<p><span style="font-family:Arial;"></span><span style="font-family:Arial;">Die Interviews ergaben, dass bei einer Krisenbewältigung vier Phasen unterschieden werden können (121-123): </span><span style="font-family:Arial;">Die erste Phase ist gekennzeichnet durch eine emotionale Reaktion und endet häufig in einem Erschöpfungszustand. </span><span style="font-family:Arial;">Darauf folgt die zweite Phase, in welcher eine allmähliche Realisierung erfolgt: In dieser Zeit werden alltägliche Gewohnheiten, Automatismen, Routinen als hilfreich erlebt. Die Betroffene sucht die Ablenkung und Zuwendung zu anderen Inhalten. </span><span style="font-family:Arial;">In der dritten Phase erfolgen die instrumentelle Bewältigung der Krise sowie die Wiederherstellung des Selbstwertgefühls: Man erkennt diese Phase daran, dass Betroffene es in Angriff nehmen, umzuziehen oder die Wohnung neu einzurichten; sie klären finanzielle Fragen, entwickeln einen neuen Tagesablauf, regeln die Kinderversorgung, setzen sich aber auch mit der Vorgeschichte auseinandersetzen und leisten Trauerarbeit. Das Ziel dieser Phase ist die Wiederherstellung des Selbstwertgefühls. Betroffene setzten sich dafür mit den Ursachen des Scheiterns auseinander, ziehen Schlüsse für die Zukunft, wachsen an der Erfahrung, auch allein zu Recht zu kommen und meldeten zurück, dass es ihnen half, von den Kindern gebraucht zu werden.</span><span style="font-family:Arial;">Als letzte Phase der Krisenbewältigung erfolgt der Schritt, sich etwas Neues vorzunehmen; dies ist eine Zeit der „Neukonsolidierung“.</span></p>
<p><span style="font-family:Arial;"></span><strong><span style="font-family:Arial;">Finanzielle Sicherheit erleichtert die Krisenbewältigung</span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family:Arial;"></span></strong><span style="font-family:Arial;">Nachvollziehbarer Weise erleichtert es die Krisenbewältigung, wenn Betroffene über ein gesichertes Einkommen und eine befriedigende Wohnsituation verfügen und nicht ökonomische Unsicherheiten noch erschwerend hinzukommen (123). </span><strong><span style="font-family:Arial;"> </span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family:Arial;"></span></strong><strong><span style="font-family:Arial;">Akzeptieren motiviert ein Bewältigungsverhalten</span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family:Arial;"></span></strong><span style="font-family:Arial;">Unterscheidungen konnten auch im Umgang mit psychischer Gefährdung getroffen werden, wobei das Akzeptieren einer Grenzsituation und die Furcht, sie könnte chronisch werden und nicht mehr aufhören, dazu aktivieren und motivieren, ein Bewältigungsverhalten zu entwickeln (124).</span></p>
<p><span style="font-family:Arial;"></span><strong><span style="font-family:Arial;">Techniken im Umgang mit psychischen Belastungen</span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family:Arial;"></span></strong><span style="font-family:Arial;">Folgende Techniken des Umgangs mit psychischen Belastungssituationen und negativen Emotionen wurden unterschieden (124):</span><span><span><font face="Times New Roman"> </font></span></span></p>
<ul>
<li><span><span></span></span><span style="font-family:Arial;">Abschalten, Ablenken, Verdrängen, sich beruhigen</span><span><span><font face="Times New Roman"> </font></span></span></li>
<li><span><span></span></span><span style="font-family:Arial;">sich zeitweilig (allein und mit anderen) dem Problem und schlechten Gefühl bewusst aussetzen,</span><span><span><font face="Times New Roman"> </font></span></span></li>
<li><span><span></span></span><span style="font-family:Arial;">sich daran erinnern, wie es einem besser ging; wie man früher Probleme gemeistert hat; andere Probleme gemeistert haben; es sein wird, wenn das Problem gemeistert sein wird,</span><span><span><font face="Times New Roman"> </font></span></span></li>
<li><span><span></span></span><span style="font-family:Arial;">sich keine Selbstvorwürfe machen,</span><span><span><font face="Times New Roman"> </font></span></span></li>
<li><span><span></span></span><span style="font-family:Arial;">sich verwöhnen bzw. sich etwas Gutes tun.</span><span style="font-family:Arial;"> </span></li>
</ul>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><strong><span style="font-family:Arial;"></span></strong></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><strong><span style="font-family:Arial;">Literatur:</span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family:Arial;">Dross, Margret, <em>Warum bin ich trotz allem gesundgeblieben? Subjektive Theorien von Gesundheit am Beispiel von psychisch gesunden Frauen</em>, in: Flick, Uwe (Hrsg.), <em>Wann fühlen wir uns gesund? Subjektive Vorstellungen von Gesundheit und Krankheit</em>, Weinheim, München 1998 : Juventa Verlag, S. 119-128</span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family:Arial;"></span></strong><strong><span style="font-family:Arial;">und</span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family:Arial;"></span></strong><strong><span style="font-family:Arial;">in: Flick, Uwe (Hrsg.), <em>Alltagswissen über Gesundheit und Krankheit. Subjektive Theorien und soziale Repräsentation</em>, Heidelberg 1991 : Roland Asanger Verlag, S. 59-69</span></strong></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>

</channel>
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