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	<title>briefe-an-die-herausgeber &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/briefe-an-die-herausgeber/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "briefe-an-die-herausgeber"</description>
	<pubDate>Wed, 23 Dec 2009 17:27:08 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Armes kleines Nazi-Deutschland]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/03/28/armes-kleines-nazi-deutschland/</link>
<pubDate>Sat, 28 Mar 2009 11:16:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
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<description><![CDATA[Dass der amerikanische Schriftsteller Nicholson Baker einen widerwärtigen „Roman“ veröffentlicht hat]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Dass der amerikanische Schriftsteller Nicholson Baker einen widerwärtigen „Roman“ veröffentlicht hat, in dem er die <a href="//www.welt.de/kultur/article1793973/Churchill_soll_Hitler_zum_Krieg_angestachelt_haben.html“">These aufstellt</a>, dass Churchill und Roosevelt Nazi-Deutschland zum Krieg angestachelt und somit eine Mitschuld am Zweiten Weltkrieg hätten, ist bekannt. Ebenfalls bekannt wie auch folgerichtig ist, dass ein solches Traktat von den Lorenz Jägers dieser Welt in den Feuilletons deutscher Zeitungen nicht in Grund und Boden geschrieben, sondern als <a href="//www.faz.net/s/Rub79A33397BE834406A5D2BFA87FD13913/Doc~E772E23204A484755B70020EDD103C557~ATpl~Ecommon~Scontent.html“">willkommende Anregung zur Diskussion</a> begrüßt wird, oder dass Baker ein begehrter <a href="//www.sueddeutsche.de/kultur/254/436000/text/“">Interview-Partner</a> ist.<br />
Wirklich widerwärtig ist allerdings einmal mehr die Auswahl der Leserbriefe in der <em>F.A.Z.</em> So darf Dr. Stefan Scheil, der selbst ein <a href="http://anonym.to/?http://www.stefanscheil.gmxhome.de/Editorial.htm">Buch</a> darüber geschrieben hat, „warum Winston Churchill 1938/39 einen Krieg gegen Deutschland beginnen wollte“, und auf seiner eigenen Homepage die Website <a href="http://anonym.to/?http://www.vernichtungskrieg.de/editorial.htm"><em>„Vernichtungskrieg.de“</em></a> verlinkt, „ein 2007 gegründetes und fortlaufend erweitertes Online-Projekt, das sich mit der Geschichte des Zweiten Weltkriegs befasst“, und auf der „Fakten und Texte vorgestellt [werden], die diesen Krieg als einen Konflikt erkennen lassen, der aus vielen Gründen ein Vernichtungskrieg gegen ganz Deutschland wurde, nicht nur gegen den Nationalsozialismus“. Im „Online-Lexikon“ dieser Seite fehlt das Stichwort „Judenvernichtung“ respektive „Holocaust“ oder „Schoah“. Und dies zu Recht, ist doch im Eintrag <a href="http://anonym.to/?http://www.vernichtungskrieg.de/stichwort-antisemitismus.htm">„Antisemitismus“</a> folgendes zu lesen:</p>
<blockquote><p>Nach der Machtübernahme der antisemitisch ausgerichteten NSDAP wurde der Antisemitismus zur Regierungspolitik erklärt. In immer neuen Gesetzen wurde die juristische Gleichberechtigung der Juden in Deutschland jetzt aufgehoben, wobei das Hauptziel in den ersten Jahren in einer vollständigen Auswanderung der deutschen Juden bestand. Diese von einer Mischung aus Furcht und Haß gegenüber Juden geprägte Politik stieß weltweit auf Ablehnung und trug dazu bei, das Deutsche Reich international zu isolieren. Sie radikalisierte sich immer mehr und mündete schließlich in die Massentötungen von Juden während des Zweiten Weltkriegs.</p></blockquote>
<p>An und für sich sollte mit Menschen wie Dr. Stefan Scheil oder Websites wie „Vernichtungskrieg.de“ das gemacht werden, was sie verdienen und wozu sie herausfordern: sie sollten als arme Irre abgetan werden, über die bei Gelegenheit herzlich gelacht werden darf, und gegen die nur im äußersten Notfall argumentativ vorzugehen ist. Im Übrigen werden Dr. Scheils „Thesen“ auch von den meisten Historikern völlig zu Recht <a href="//de.wikipedia.org/wiki/Stefan_Scheil#Rezeption_und_Kritik“">“als als konstruiert, in Teilen apologetisch und vor allem auf zu dünner Quellenbasis gegründet abgelehnt“</a>. </p>
<p>Etwas anders gestaltet sich die Sache hingegen, wenn die <em>F.A.Z.</em> das widerwärtige Geschreibsel solcher „Denker“ in Form von Leserbriefen abdruckt, gleichwohl dies naheliegt,  da Dr. Scheil nicht nur für die <em>Junge Freiheit</em> schreibt, sondern auch als <a href="//de.wikipedia.org/wiki/Stefan_Scheil#Publizistische_T.C3.A4tigkeit“">freier Mitarbeiter</a> für die <em>F.A.Z.</em> tätig ist. Es ist jedoch schwer zu ertragen, dass folgende Sätze Dr. Scheils ohne Widerspruch in einer deutschen Tageszeitung erscheinen:</p>
<blockquote><p>Es scheint notwendig zu sein, die Debatte an dieser Stelle um die Erkenntnis zu bereichern, dass Winston Churchill keineswegs erst 1940 vom notwendigen Krieg gegen den Nationalsozialismus sprach, sondern solche und ähnliche Äußerungen von ihm bereits 1934 nachweisbar sind.</p></blockquote>
<p>Denn anstatt Churchill für dessen Weitsicht zu loben respektive zu kritisieren, dass er den Krieg gegen Nazi-Deutschland nicht bereits 1934 begonnen hat, was die Leben vieler Juden und anderer Opfer des NS-Regime gerettet hätte, schreibt Dr. Scheil:</p>
<blockquote><p>Der Nationalsozialismus galt im als Greuel, zu dessen Vernichtung eine bewaffnete Auseinandersetzung gerechtfertigt war, auch wenn sie nicht von den Nationalsozialisten ausgehen sollte.</p></blockquote>
<p>Churchill, du Monster! Einfach etwas gegen den Nationalsozialismus haben, auch wenn dieser (noch) gar nicht die Gelegenheit hatte, den „Lebensraum im Osten“ zu besiedeln und Juden auch außerhalb der ursprünglichen Grenzen Deutschlands zu verfolgen und umzubringen! Dr. Scheil kommt jedenfalls zu dem Ergebnis:</p>
<blockquote><p>Mit Blick auf Nicholson Bakers Buch kommt man daher nicht um die Feststellung herum, dass Churchill die Ansätze zur Überwindung des NS-Regimes durch einen wirtschaftlichen kalten Krieg oder durch Neville Chamberlains mit Aufrüstung kombinierte Appeasement-Politik für nicht zielführend erachtete und bewusst politisch bekämpfte. Er hat die Kriegssituation des Jahres 1940 dadurch mit herbeigeführt und die von Nicholson Baker geschilderte Massenvernichtung von Menschen für das Ziel der Vernichtung des NS-Regimes hingenommen.</p></blockquote>
<p>Zuletzt ist Dr. Scheil sich nicht zu schade, auch noch Handlungsanweisungen für das Jahr 2009 zu erteilen:</p>
<blockquote><p>Gerade im Bereich der im Zusammenhang mit Nicholson Baker diskutierten Frage, wie heutigen fundamentalistisch-totalitären Regimen durch den Westen begegnet werden sollte, sollten diese Zusammenhänge stärker beachtet werden.</p></blockquote>
<p>Auf deutsch, der auf Sprache in der Dr. <strike>Heil</strike> Scheil nicht zu nur zu schreiben, sondern in der er auch zu denken pflegt: Möge der Westen den Iran doch bitte nicht mit Gewalt daran hindern, das zu vollenden, was das arme kleine (Nazi-)Deutschland – nicht zuletzt dank des gescholtenen Churchills &#8211; nicht vollständig geschafft hat.</p>
<p><em>Quelle: F.A.Z. Vom 28. März 2009, S. 34.</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ein Freund, ein guter Freund (2)]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/03/24/ein-freund-ein-guter-freund-2/</link>
<pubDate>Tue, 24 Mar 2009 19:42:25 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
<guid>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/03/24/ein-freund-ein-guter-freund-2/</guid>
<description><![CDATA[Einer der sowohl besten und aufrichtigsten Freunde Israels als auf den Seiten der Zeitung für Schlan]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Einer der sowohl besten und aufrichtigsten Freunde Israels als auf den Seiten der <em>Zeitung für Schland</em> am häufigsten verhandelten Fälle ist <em>F.A.Z.</em>-Leser Dieter Neuhaus, <a href="http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/05/20/63/">der stets</a> &#8220;im Interesse des Judentums und seiner Heimat Israel&#8221; agiert. Denn natürlich <a href="http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/08/26/neues-vom-immergleichen/">wünscht Neuhaus</a> &#8220;dem jüdischen Volk [...], dass es endlich den Weg eines gerechten und friedlichen Zusammenlebens mit seinen palästinensischen Nachbarn findet&#8221;. Dem eigenen Selbstverständnis nach ist Freund Neuhaus nicht zuletzt <em>aufgrund</em> seiner Sorge um das Schicksal der Juden und Israels geradezu verpflichtet, Kritik an Israel zu äußern. Als Freund, der nur das Beste im Sinn hat &#8211; versteht sich!</p>
<p>Es liegt daher auf der Hand, dass Neuhaus auch zur Operation Gegossenes Blei mit einem Bündel freundschaftlicher Anmerkungen aufzufahren weiß. Mögen Israels führende Politiker geschweige denn die ernsthaft daran interessierten Palästinenser nicht wissen, wie ein dauerhafter Frieden im Nahost-Konflikt derzeit realisierbar sein soll, kennt Neuhaus selbstverständlich die Antwort. Sich gar nicht erst mit Kritik an den Palästinensern oder auch nur der Hamas aufhaltend, spricht Freund Neuhaus wie es sich für einen guten Freund gehört lieber gleich vom &#8220;großen Beitrag&#8221; [...], den der Staat Israel erbringen müsste, wenn er zu einem stabilen Frieden zwischen Israelis und Palästinensern beitragen will&#8221;:</p>
<blockquote><p>Abbau der völkerrechtswidrig errichteten Städte und Siedlungen im Westjordanland und Rückgängigmachen der jüdischen Besiedlung Ost-Jerusalems. Einfrieren des im Schutz des Krieges gegen Gaza intensivierten Ausbaus dieser illegalen Siedlungen, Öffnung der von Israel völkerrechtswidrig geschlossenen Grenzen zum Gazastreifen und Versorgung der dort lebenden Menschen mit allem Lebensnotwendigen, Anerkennung der Palästinenser als den jüdischen Israelis gleichwertige Menschen.</p></blockquote>
<p>Als guter und zugleich kritischer Freund von Herrn Neuhaus fühlt sich die <em>Zeitung für Schland</em> wiederum verpflichtet, einige Fakten klarzustellen und Freund Neuhaus so zu helfen, seine Argumentation zu verfeinern:</p>
<ol>
<li>Was auch immer man von den Siedlungen im Westjordanland oder der Forderung, selbiges <em>judenrein</em> zu gestalten, halten mag: die Siedlungen sind entgegen einem weit verbreiteten Irrglauben <a href="http://www.nicht-mit-uns.com/nahost-infos/texte/1phillips081117.htm">nicht illegal</a>.</li>
<li>Die Grenzen zum Gazastreifen sind und waren nicht &#8220;völkerrechtswidrig&#8221; geschlossen. Da die Grenzen entweder gar nicht oder aus guten Gründen zeitweilig geschlossen waren, ist diese Behauptung dermaßen irrsinnig, dass die Beweislast zur Abwechslung ruhig einmal bei denjenigen liegt respektive liegen sollte, die diese Behauptung aufstellen.</li>
<li>Es dürfen so viele Lebensmittel in den Gazastreifen eingeführt werden, <a href="http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3691212,00.htm">wie dort benötigt werden</a>. Fairerweise sei erwähnt, dass Freund Neuhaus dies zum Zeitpunkt des Schreibens seines Leserbriefs nicht wissen konnte. Da aber zu befürchten ist, dass deutsche Medien diesen Punkt &#8220;vergessen&#8221; könnten und er sich in Folge dessen wie so viele andere in den Köpfen von Freunden und Feinden Israels festsetzt, sei dennoch darauf hingewiesen. Gleichwohl hätte Freund Neuhaus sehr wohl wissen können, dass Israel selbst <em>während</em> des Krieges <a href="http://www.mfa.gov.il/MFA/Government/Communiques/2009/Humanitarian_aid_to_Gaza_following_6_month_calm.htm">Nahrungsmittel und humanitäre Hilfsgüter nach Gaza ließ</a>, wohingegen die Hamas entsprechende <a href="http://www.alertnet.org/thenews/newsdesk/L6763743.htm">Transporte wiederholt angriff</a> oder <a href="http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3651783,00.htm">Hilfsgüter stahl</a>.</li>
<li>So traurig es auch sein mag, dies einem Freund Israels zurufen zu müssen: Natürlich werden die Palästinenser von Israel als &#8220;gleichwertige Menschen&#8221; anerkannt. Dies zeigt sich nicht zuletzt dadurch, dass sie &#8211; bis auf wenige Ausnahmen wie etwa der Freistellung vom Militärdienst &#8211; die <a href="http://www.hagalil.com/01/de/Israel.php?itemid=2200">gleichen Rechte</a> innerhalb Israels genießen.</li>
</ol>
<p>Auch wenn Herrn Neuhaus freundschaftliche Kritik wie gezeigt wurde nicht immer auf Fakten basieren mag, darf &#8211; nein: muss! &#8211; Israel sich zweifelsfrei glücklich schätzen, einen derart kritischen Freund zu haben. Zumal dieser auch mathematisch äußerst begabt ist:</p>
<blockquote><p>Wenn man von der aktuellen Zahl der gesamten Todesopfer, nämlich knapp 1400, ausgeht, so entfallen glaubwürdigen Berichten zufolge &#8220;nur&#8221; zwischen 100 bis 200 Tote auf Militante der Hamas</p></blockquote>
<p>Leider nennt Neuhaus die &#8220;glaubwürdigen Berichte&#8221; nicht beim Namen, wie er auch sonst keine seiner Aussagen mit Quellen belegt. Vermutlich bezieht Freund Neuhaus sich auf <a href="http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3685688,00.html">Angaben des &#8220;Palestinian Centre for Human Rights&#8221;</a> (PCHR), die jedoch keineswegs &#8220;glaubwürdig&#8221; sind, sondern vielmehr <a href="http://heplev.wordpress.com/2009/03/15/ein-wenig-gaza-arithmetik/">grob verzerrend</a>. Zudem rechnet Neuhaus Hamas-&#8221;Polizisten&#8221; offenbar nicht zu den Terroristen, doch dazu später mehr. Der Ausgewogenheit halber sei erwähnt, dass die Anzahl der getöteten Hamas-Kämpfer <a href="http://haaretz.com/hasen/spages/1073734.html">nach Angaben der israelischen Armee</a> bei mindestens 600 und die Anzahl getöter unschuldiger Zivilisten bei etwa 300 liegt. Weiter schreibt Freund Neuhaus:</p>
<blockquote><p>Die große Mehrzahl der Opfer waren Frauen, Kinder und Jugendliche und an den Auseinandersetzungen unbeteiligte Männer.</p></blockquote>
<p>Dies ist, um unter Freunden offen zu sprechen, eine <a href="http://heplev.wordpress.com/2009/03/15/ein-wenig-gaza-arithmetik/">glatte Lüge</a>: Denn selbst aus den Zahlen des PCHR geht hervor, dass die Wahrscheinlichkeit während des Krieges getötet zu werden für erwachsene Männer 8,5-mal so hoch war wie für erwachsene Frauen und 7-mal so wahrscheinlich wie für Kinder unter 18 Jahren. Hier ist Freund Neuhaus offensichtlich einer Propagandalüge zum Opfer gefallen. Na ja, kann ja mal passieren. Seine folgende Ausführungen geben dann allerdings doch Rätsel auf:</p>
<blockquote><p>Bei den israelischen Angriffen wurden auch über 150 zivile Polizisten getötet, die laut internationalem Recht als Zivilisten gelten.</p></blockquote>
<p>Menschen, die nicht nur Mitglieder der Hamas sind, sondern sogar ihrer &#8220;Polizei&#8221; angehören als &#8220;zivile Opfer&#8221; zu bezeichnen ist etwas, auf das man erst mal kommen muss. Als Freund Israels sollte Neuhaus eigentlich bewusst sein, für was die &#8220;Hamas-Polizisten&#8221; trainiert werden und womit sie ihr &#8220;Berufsleben&#8221; verbringen. Es folgen die üblichen Vorwürfe der Freunde und Feinde Israels: </p>
<blockquote><p>ausgedehnte Zerstörungen von Häusern, Vernichtung von Farmland, Einsatz von weißem Phosphor</p></blockquote>
<p>Fehlen nur noch das Vergiften von Brunnen und Ritualmorde. Dass zudem sogar das rote Kreuz eingeräumt hat, dass Israels Einsatz von weißem Phosphor <a href="http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1231866575577&#38;pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull"><em>nicht</em> illegal war</a>, da dessen Einsatz <a href="http://www.hagalil.com/archiv/2009/01/24/phosphor/">zum Zwecke der Tarnung oder Täuschung</a> sowohl erlaubt als auch üblich ist, ist Freund Neuhaus wohl einmal mehr entgangen. So gelangt er abschließend zu dem Fazit:</p>
<blockquote><p>Insgesamt kann kein ernsthafter Zweifel mehr daran bestehen, dass Israels Regierung den Krieg gegen Gaza wollte: Die am 19. Juni 2008 in Kraft getretene Waffenruhe hatte bis zum 4. November 2008 gehalten.</p></blockquote>
<p>Angesichts der über 10.000 Raketen seit 2000 könnte man auch sagen, dass &#8220;kein ernsthafter Zweifel&#8221; mehr daran bestehen kann, dass Israels Regierung den Krieg gegen Gaza &#8211; oder eigentlich: den Krieg gegen die Hamas &#8211; führen <em>musste</em>. Zudem erweist sich Freund Neuhaus erneut als schlecht informiert: Die Waffenruhe hat nachweislich nicht bis zum 4. November 2008 gehalten, sondern wurde von der Hamas von Anfang an gebrochen. Dies gesteht auch Neuhaus indirekt ein:</p>
<blockquote><p>Unmittelbar nach der Waffenruhe sank die Zahl auf zwei Geschosse pro Monat</p></blockquote>
<p>Welchen Teil des Wortes &#8220;Waffenruhe&#8221; hat Freund Neuhaus nicht verstanden? Das &#8220;Geschosse&#8221; Waffen sind dürfte eigentlich ebenso klar sein wie die Tatsache, dass &#8220;zwei Geschosse pro Monat&#8221; der gemeinhin gültigen Definition von &#8220;Waffen<em>ruhe</em>&#8221; nicht entsprechen. Doch für Neuhaus steht, obgleich er unzweifelhaft ein Freund Israels ist, fest, dass Israel die &#8220;Waffenruhe&#8221; gebrochen habe:</p>
<blockquote><p>Nachdem Israel am 4. November die Waffenruhe durch Tötung mehrerer Hamas-Aktivisten gebrochen hatte, eskalierten die Auseinandersetzungen: 1400 Tote und über 5400 Verletzte.</p></blockquote>
<p>Zunächst sei Neuhaus erneut freundschaftlich mit der Realität konfrontiert: Nicht Israel, sondern <a href="http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/myths2/gazawar.html#a1">die Hamas hat die &#8220;Waffenruhe&#8221; gebrochen</a>. Des Weiteren hat Freund Neuhaus &#8211; es sei ihm natürlich verziehen! &#8211; offenbar &#8220;vergessen&#8221;, was der Anlass für die Tötung der &#8220;Hamas-Aktivisten&#8221; war: der Bau eines Tunnels, der voraussichtlich dazu dienen sollte, <a href="http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3617798,00.html">Angriffe auf Israel durchzuführen oder israelische Soldaten zu entführen</a>. Außerdem sei Freund Neuhaus darauf hingewiesen, dass es sich bei den getöteten &#8220;Hamas-Aktivisten&#8221; <a href="http://www.maannews.net/en/index.php?opr=ShowDetails&#38;ID=33024">ausschließlich um Terroristen handelte</a> und böswillige Geister Neuhaus aufgrund seiner euphemistischen Bezeichnung &#8220;Aktivisten&#8221; unterstellen könnten, ein Apologet des Terroristenpacks zu sein. </p>
<p>Zum Abschluss seines Leserbriefs tut Neuhaus noch das, was gute Freunde nun einmal tun: er erteilt ungefragte Ratschläge, denn er weiß ja, was zu tun ist und wer es tun sollte:</p>
<blockquote><p>Jetzt wird es darauf ankommen, dass die Art der israelischen Kriegsführung und die verbotene Verwendung von Phosphorbomben in dichtbesiedelten Gebieten durch internationale Fachleute untersucht und Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht und das Kriegsvölkerrecht dokumentiert werden</p></blockquote>
<p>Unabhängig davon dass Verstöße, so es sie denn tatsächlich gegeben hat, dokumentiert werden und Neuhaus kein Wort über die <a href="http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1231866576202&#38;pagename=JPArticle%2FShowFull">zahllosen Kriegsverbrechen der Hamas</a> verliert: Es bliebe zu hoffen, dass sich unter den &#8220;internationalen Fachleuten&#8221; nicht allzu viele selbsternannte Freunde Israels befänden. Gleichwohl ihre guten Absichten selbstverständlich keinesfalls in Abrede gestellt werden sollen, könnte eine zu große Anzahl von ihnen Israel mit ihrer Freundschaft, ihren klugen Ratschlägen und ihrer gut gemeinten Kritik ersticken.</p>
<p><i>Quelle: <em>F.A.Z.</em> vom 24. März, S. 6.</i></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Logik für Anfänger (4)]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/02/21/logik-fur-anfanger-4/</link>
<pubDate>Sat, 21 Feb 2009 14:03:51 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
<guid>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/02/21/logik-fur-anfanger-4/</guid>
<description><![CDATA[Was passiert, wenn ein F.A.Z.-Leser den Vereinten Nationen auf der Leserbriefseite die Schuld an den]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Was passiert, wenn ein<em> F.A.Z.</em>-Leser den Vereinten Nationen auf der Leserbriefseite die Schuld an den Zuständen im Nahen Osten gibt, da sie &#8220;Geld in die Palästinensergebiete pumpen, das zu Waffenkäufen gebraucht würde&#8221;? Die richtige Antwort: Eine aufgeweckte<em> F.A.Z.</em>-Leserin, Magdalene Krafft, stellt die überaus berechtigte Gegenfrage:</p>
<blockquote><p>Woher bezieht Israel das Geld für seine Waffenkäufe?</p></blockquote>
<p>Wer solch tolle Fragen zu stellen pflegt, meint die Antwort überlicherweise ohnehin selbst zu kennen:</p>
<blockquote><p>Es ist finanziell und politisch von den Vereinigten Staaten abhängig.</p></blockquote>
<p>Doch gleichwohl Israel von den Vereinigten Staaten abhängig sei, kuschten die Amerikaner regelmäßig vor Israel:</p>
<blockquote><p>Senator William Fulbright, der als einer der wichtigsten, intelligentesten und integersten Politiker galt, schreibt in seinem Buch &#8220;Wahn der Macht&#8221; (1989): &#8220;Eisenhauer war der letzte Präsident, der sich gegen die Israelis behauptet hat.&#8221; Als Israel sich seinerzeit aus Ägypten nicht zurückziehen wollte, erklärte er: &#8220;Wenn ihr euch nicht zurückzieht, drehen wir euch den Geldhahn zu.&#8221; Und sie zogen sich zurück.</p></blockquote>
<p>Aus diesem Holz geschnitzte Präsidenten gäbe es heutzutage leider nicht mehr:</p>
<blockquote><p>Welcher Präsident nach ihm wagte zu sagen: &#8220;Wenn ihr die Resolutionen der UN nicht befolgt, drehen wir euch den Geldhahn zu.&#8221;</p></blockquote>
<p>Eine logisch einwandfreie Argumentation, die Frau Krafft da vorbringt: Israel sei von den Vereinigten Staaten abhängig, aber trotzdem könnten die USA  sich nicht gegenüber Israel &#8220;behaupten&#8221; respektive es gar &#8220;wagen&#8221;, Israel unter Druck zu setzen.  Von den beiden falschen Prämissen einmal ganz zu schweigen: ein Schelm, wer da einen Widerspruch zu erkennen glaubt. Oder haben Sie etwa noch nie etwas von der &#8220;Israel-Lobby&#8221; oder der Verschlagenheit und Gerissenheit der Juden gehört?</p>
<p><em>Quelle: F.A.Z. vom 20. Februar 2009, S. 11.</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kaisertreue und Auschwitz]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/02/07/kaisertreue-und-auschwitz/</link>
<pubDate>Sat, 07 Feb 2009 10:51:59 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
<guid>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/02/07/kaisertreue-und-auschwitz/</guid>
<description><![CDATA[F.A.Z.-Leser Wolfram Dahmer unterbreitet einen kreativen Vorschlag, wie das &#8220;dauerhaft notwend]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><em>F.A.Z.</em>-Leser Wolfram Dahmer unterbreitet einen kreativen Vorschlag, wie das &#8220;dauerhaft notwendige Gedenken an Auschwitz und seine Befreiung&#8221; noch optimiert werden könnte:</p>
<blockquote><p>Wäre, bei dauerhaft notwendigem Gedenken an Auschwitz und seine Befreiung am 27. Januar 1945, wenigstens diesmal nicht auch noch Platz gewesen für ein Erinnern an den 150. Geburtstag von Kaiser Wilhelm II. am selben Tag?</p></blockquote>
<p>In der Tat: Was läge näher, als das Gedenken an die Befreiung von Auschwitz ausgerechnet mit dem Erinnern an den <a href="http://www.flensburg-online.de/blog/2008-07/anti-semitismus-bei-kaiser-kaiser-wilhelm-ii-juden-sollten-vertilgt-ausgerottet-und-totgeschlagen-werden.html">notorischen</a> <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/368/317244/text/8/">Antisemiten</a> Wilhelm II. zu verbinden? Und es kommt noch besser:</p>
<blockquote><p>Wer beide Daten miteinander verbinden mag, dem hätte dieser Fingerzeig sicher geholfen. Aber auch die, denen solche Zuweisungen fernliegen, wären wieder einmal dessen gewahr geworden, dass deutsche Geschichte nicht erst 1933 oder 1945 beginnt.</p></blockquote>
<p>Da hat Herr Dahmer allerdings recht, schließlich war man ja auch noch irgendwann Fussballweltmeister. Dass Herr Dahmer selbst vermutlich deutlich vor 1933 begonnen hat, zeigen seine abschließenden Worte:</p>
<blockquote><p>Und für einige Ältere schließlich ist der 27. Januar in der Erinnerung noch immer ein leuchtender Tag: Kaisers Geburtstag.</p></blockquote>
<p>Süß, oder?</p>
<p style="margin-bottom:0;"><em>Quelle: F.A.Z. Vom 7. Februar 2009, S. 8.</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Selten so gelacht]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/02/06/selten-so-gelacht/</link>
<pubDate>Fri, 06 Feb 2009 10:21:32 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
<guid>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/02/06/selten-so-gelacht/</guid>
<description><![CDATA[Bereits die F.A.Z.-Leserin Ruth Asfour hatte sich über die &#8220;Fremde Feder&#8221; von Robert B. ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Bereits die<em> F.A.Z.-</em>Leserin Ruth Asfour hatte sich über die &#8220;Fremde Feder&#8221; von Robert B. Goldmann <a href="http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/02/04/quak-quak-quakel-di-quak/">aufgeregt</a>, da die <em>F.A.Z.</em> es gewagt hatte diesen kritischen Artikel über die weltweite Finanzierung der Palästinenser und des Terroristenpacks der Hamas abzudrucken. Jetzt legt Dr. Hans-Dietrich Patock in einem Leserbrief noch einmal nach:</p>
<blockquote><p>Die in Ihrer Zeitung unter der Rubrik &#8220;Fremde Federn&#8221; in letzter Zeit erschienenen Stellungnahmen zum Palästina-Konflikt halte ich für einseitig, sie konnten den Ursachen und Zuständen nicht gerecht werden. Wäre es nicht möglich, dass einmal jemand von der palästinensischen Seite Stellung nimmt zu den Problemen? Es würde der Ausgewogenheit Ihrer Zeitung dienen.</p></blockquote>
<p>Kurze Info an Dr. Patock: Jörg Bremer und Wolfgang Günter Lerch müllen die <em>F.A.Z.</em> nahezu täglich mit der &#8220;palästinensischen Seite&#8221; voll. Ende der Mitteilung.</p>
<p><em>Quelle: F.A.Z. vom 6. Februar 2009, S. 7.</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wieviel Lügen und Unwahrheiten passen in einen einzelnen Leserbrief?]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/02/05/wieviel-lugen-und-unwahrheiten-passen-in-einen-einzelnen-leserbrief/</link>
<pubDate>Thu, 05 Feb 2009 18:25:15 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
<guid>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/02/05/wieviel-lugen-und-unwahrheiten-passen-in-einen-einzelnen-leserbrief/</guid>
<description><![CDATA[Reiseleiter Markus Berger, Mitglied des Deutschen Bundestages von 1977 &#8211; 1987, schwadroniert i]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://www.wbz-ingelheim.de/index.php?id=370">Reiseleiter Markus Berger</a>, Mitglied des Deutschen Bundestages von 1977 &#8211; 1987, schwadroniert in einem Leserbrief an die <em>F.A.Z.</em> über den jüngsten Krieg in Gaza, wobei er sich zunächst auf einen von <em>F.A.Z.</em> Mitherausgeber Günther Nonnenmacher verfassten <a href="http://www.faz.net/s/RubB30ABD11B91F41C0BF2722C308D40318/Doc~E03ED34F9869543BB89FD9230076A983A~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Leitartikel vom 22. Januar</a> bezieht. Um es vorwegzunehmen: Nahezu jedes einzelne Wort Bergers ist schlicht die Unwahrheit oder gar bewusste Lüge. In Bezug auf die von Nonnenmacher als &#8220;Nadelstiche&#8221; bezeichneten Raketenangriffe der Hamas auf Israel schreibt Berger:</p>
<blockquote><p>Nun sollte &#8220;der Preis, den die (palästinensische) Zivilbevölkerung für solche &#8216;Nadelstiche&#8217; zahlen muss, vor Augen geführt werden.&#8221; Also massenhaftes Bomben und Panzerangriffe auf den dichtbewohntesten Streifen der Welt über drei Wochen gegen Nadelstiche? Sollte das ein legitimes Kriegsziel sein?</p></blockquote>
<p>Der Gazastreifen ist <a href="http://www.spectator.co.uk/stephenpollard/631851/gaza-is-not-too-crowded.thtml">nicht das am &#8220;dichtbewohnteste&#8221; Gebiet</a> der Welt, auch wenn dies noch so häufig in die Welt hinausposaunt wird. Hinsichtlich der Legitimität der Kriegsziele genügt ein einfaches <a href="http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/01/02/der-krieg-in-gaza-ist-er-wirklich-so-schwer-zu-verstehen/">&#8220;ja&#8221;</a>, zumal Israel eben gerade nicht willkürlich (&#8220;massenhaftes Bomben&#8221;) vorgegangen ist, sondern bestrebt war, zivile Opfer <a href="http://yaacovlozowick.blogspot.com/2009/01/waging-war-israeli-way.html">so gut es ging zu vermeiden</a>. Des Weiteren: Wie hätte Israels Antwort auf die &#8220;Nadelstiche&#8221; (nebenbei: ein unsägliches Wort, da es die Gefahr des Raketenterrors herunterspielt) Berger zufolge aussehen sollen? Hätte Israel wirklich in gleicher Art und Weise &#8211; lies: mit ungerichtetem Raketenbeschuss, der per definitionem ein Kriegsverbrechen ist &#8211; reagieren sollen? Dies kann Berger nicht ernsthaft meinen, weshalb der Verdacht nahe liegt, dass Berger <em>generell</em> ein Problem mit der Selbstverteidigung des jüdischen Staates hat. So schreibt Berger weiter:</p>
<blockquote><p>Nach dem Rückzug der israelischen Truppen liegt der Gaza in Schutt und Asche. Nicht nur der UN-Generalsekretär zeigte sich entsetzt über das, was er dort gesehen hat. Schon im März 2008 zerbombte Israel den Gaza ohne Anlass. Es gab 120 Tote und 400 Verletzte, bevor dann Ägypten die auf ein halbes Jahr begrenzte Waffenruhe zwischen Israel und Hamas vermittelte, die vor Weihnachten auslief.</p></blockquote>
<p>Israel hat Gaza im März 2008 nicht &#8220;zerbombt&#8221; und &#8220;ohne Anlass&#8221; schon einmal gar nicht, es sei denn, man ist wie Berger der Meinung, dass Israel den Raketenterror der Hamas hinzunehmen habe. Folglich bestätigt sich, was bereits vermutet werden konnte: Herr Berger sieht auch bei Angriffen auf Israel keinerlei Anlass zur Selbstverteidigung, was nichts anderes bedeutet, als dass er den Staat Israel zum Abschuss freigibt und gleichzeitig fordert, dass der jüdische Staat dies hinzunehmen habe.</p>
<p>Eine solche antizionistische und folglich antisemitische Grundhaltung wird im Fall von Berger mit einer hervorragenden Kenntnis der Fakten kombiniert. Klar, dass Herr Berger sich daher auch mit der der Operation Gegossenes Blei vorangehenden &#8220;Waffenruhe&#8221; auskennt:</p>
<blockquote><p>Die ["Waffenruhe", Mr. Moe] hat Israel aber noch weniger eingehalten als die Hamas, weil es bei erster Gelegenheit wieder die Grenzen schloss und den Gaza mehrmals zum Gefängnis machte.</p></blockquote>
<p>Schön, wenn ein <a href="http://spiritofentebbe.wordpress.com/2008/03/21/der-gemeine-israelkritiker/">&#8220;Israelkritiker&#8221;</a> einem die Arbeit abnimmt, indem er sich innerhalb eines Satzes selbst widerlegt: Auch, wenn alles was Berger behauptet wahr wäre, ergebe seine Aussage keinen Sinn, da sogar er Israels Vorgehen als <em>Reaktion</em> auf das Verhalten der Hamas bezeichnet (&#8220;bei erster Gelegenheit&#8221;) . Wobei dies eigentlich keine Rolle spielt, da bereits die Behauptung, dass Israel die &#8220;Waffenruhe&#8221; &#8220;noch weniger&#8221; als die Hamas eingehalten habe, <a href="http://heplev.wordpress.com/2008/12/19/die-wahrheit-uber-die-%E2%80%9Ewaffenruhe%E2%80%9D/">eine Lüge ist</a>. Infolge bestätigt Berger zudem erneut, dass er Israel keinerlei Recht auf Selbstverteidigung (und ergo: auf seine Existenz) zuspricht:</p>
<blockquote><p>Es müsse seine Bürger schützen, sagt Tel Aviv und spricht von legitimer Verteidigung. Aber entspricht das jetzt angerichtete Vernichtungswerk einer legitimen Verteidigung?</p></blockquote>
<p>Abgesehen davon, dass Jerusalem und nicht Tel Aviv die Hauptstadt des Staates Israels ist, ist auch hier die Antwort auf die vermeintlich rhetorische Frage denkbar einfach: <a href="http://www.welt.de/politik/article2937497/Israel-hatte-keine-andere-Wahl-als-anzugreifen.html">ja</a>, <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Wieso-sich-Israel-bedroht-fuehlt/story/21569894">ja</a> und nochmals <a href="http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2008/12/31/AR2008123102772.html?hpid=opinionsbox1">ja</a>. Über die Mär vom &#8220;Vernichtungswerk&#8221; einmal großzügig hinweg gelesen, argumentiert Berger auch im Folgenden so, wie es sich für einen zünftigen Israelhasser gehört:</p>
<blockquote><p>In den sieben Jahren des Beschusses von Sderot und letzthin noch weiterer israelischer Städte aus dem Gaza-Streifen mit Kassem-Raketen starben nach israelischen Angaben 32 Menschen. In den ersten sieben Tagen der Bombardierung des Gazastreifens starben aber 430, insgesamt in diesem Krieg mehr als 1400 Palästinenser. Mehr als fünftausend wurden verletzt oder verstümmelt.</p></blockquote>
<p>Erstens ist das Abwägen von Menschenleben im Stile von Kartoffeln auf dem Markt mehr als  zynisch. Zweitens, sofern man sich auf das Aufrechnen von menschlichem Leid einlassen möchte, kann  das Leid der Bevölkerung in Sderot nicht allein über die Zahl der Toten &#8211; die Verletzten auf israelischer Seite erwähnt Berger selbstredend gar nicht erst &#8211; gemessen werden, sondern muss auch die aus dem jahrelangen Raketenterror resultierenden <a href="http://www.israelnationalnews.com/Articles/Article.aspx/8404">Traumata</a> und anderweitigen <a href="http://www.frontpagemag.com/Articles/Read.aspx?GUID=78BB54C5-6B49-40A6-94A9-04A72222F7F5">psychischen Beeinträchtigungen</a> beinhalten. Drittens ist die von Berger genannte Zahl der Opfer in Gaza <a href="http://heplev.wordpress.com/2009/02/03/auseinandernahme-der-%E2%80%9Eoffiziellen%E2%80%9C-opferzahlen-von-gaza/">zu hoch gegriffen</a>. Außerdem sind die Opfer zu einem Großteil <a href="http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3661940,00.html">Kämpfer der Hamas</a>, ergo: Terroristen und keine unschuldigen Zivilisten. Für die ohne Zweifel vorhandenen zivilen Opfer trägt zudem in überwältigender Mehrheit <a href="http://www.huffingtonpost.com/mitchell-bard/hamas-is-responsible-for_b_155261.html">die Hamas die Verantwortung</a>, da sie sich bewusst zivilen Einrichtungen verschanzt und die Zivilbevölkerung so als menschliches Schutzschild missbraucht. Kurz: Kriegsverbrechen seitens der Hamas sind <a href="http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1231866576202&#38;pagename=JPArticle%2FShowFull">keine Ausnahme</a>, sondern <a href="http://www.hudsonny.org/2009/01/the-hamas-war-crime-strategy.php">bewusste Strategie</a>, während Israel stets versucht, die Anzahl an getöteten Zivilisten zu minimieren.</p>
<p>Berger indes verliert kein Wort über die Hamas, so dass ein die letzten Wochen und Monate im Koma gelegener Mensch (Witz des Tages: oder <em>F.A.Z.</em>-Leser)  angesichts seiner Schilderungen denken muss, dass Israel in Gaza einen völlig willkürlichen Vernichtungskrieg gegen die Zivilbevölkerung geführt habe. Nach dieser groben Verkehrung der Realität resümiert Berger anschließend mit einer widerwärtigen Häme, was Israel mit dem von ihm angerichteten &#8220;Sterben, Leid und Zerstörung&#8221; erreicht hätte:</p>
<blockquote><p>Auch nicht mehr Sicherheit, wie wir sehen werden.</p></blockquote>
<p>Dementsprechend fällt dann auch Bergers Fazit über den Nahostkonflikt aus, in dem Frieden aus folgendem Grund &#8220;weit entfernt&#8221; sei:</p>
<blockquote><p>Der Grund dafür ist, dass eine der Seiten ihn nicht will und deshalb mit der anderen auch nicht verhandelt, weshalb diese ihn nicht stiften kann.</p></blockquote>
<p>Moment mal: Das stimmt ja sogar! Hat da etwa ein blindes Huhn auch mal ein Korn gepickt? Mitnichten, sind es Berger zufolge natürlich nicht die Palästinenser, die einem dauerhaften Frieden im Weg stehen, sondern Israel:</p>
<blockquote><p>Israel scheint mit diesem Zustand zufrieden zu sein, denn ihm ist es wohl wichtiger, Zeit zu gewinnen, um weitere Fakten zu schaffen zu können im Westjordanland und im annektierten Ostjerusalem. Die Hamas wurde 2006 in Gaza demokratisch gewählt, weil sie sozial ist und nicht korrupt.</p></blockquote>
<p>Dass die Hamas demokratisch gewählt wurde, ändert nichts an der Tatsache, dass sie nach der Wahl jegliche Opposition systematisch zerstört und eine vollständige Herrschaft angestrebt hat, so dass es sich schlichtweg und ergreifend <a href="http://soccerdad.baltiblogs.com/archives/2009/01/12/hamas_democratically_elected_yet_illegal.html">um eine illegale Regierung handelt</a>. Ob Berger zudem weiß, dass die &#8220;nicht korrupte&#8221; und &#8220;soziale&#8221; Hamas Lebensmittel und Decken für die Zivilbevölkerung in Gaza <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/7869704.stm">beschlagnahmt</a> und <a href="http://www.pmw.org.il/Bulletins_Feb2009.htm#b050209">Medikamente stiehlt</a>? Oder &#8220;<a href="http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3651845,00.html">Kollaborateure&#8221;</a> sowie Mitglieder der konkurrierenden Fatah <a href="http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1232292907998&#38;pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull">foltert</a> und <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,603361,00.html#ref=rss">ermordet</a>, ganz so wie es sich für eine demokratische Partei gehört?</p>
<p>Nicht mehr ins Reich der Märchen sondern ins Reich der bewusst verbreiteten Unwahrheiten gehören Bergers abschließende Worte, angesichts derer jede argumentative Auseinandersetzung sinnlos wäre:</p>
<blockquote><p>Sie [die Hamas, Mr. Moe] gefährdet nicht die Existenz Israels, wie immer wieder behauptet wird, sie könnt dies nicht, trotz ihrer Charta. Sie zeigte sich vor ihrer Wahl bereit, die UN-Resolution 242 anzuerkennen und die Grenzen von 1967, also indirekt auch Israel. Man hat sie dennoch boykottiert, aus welchen Gründen auch immer. Mit ihr nicht zu verhandeln war ein Fehler.</p></blockquote>
<p>In diesem Sinne: Heil Hamas!<em><br />
</em></p>
<p><em>Quelle: F.A.Z. vom 4. Februar 2009, S. 8.</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Quak-quak quakel di quak]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/02/04/quak-quak-quakel-di-quak/</link>
<pubDate>Wed, 04 Feb 2009 12:47:44 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
<guid>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/02/04/quak-quak-quakel-di-quak/</guid>
<description><![CDATA[Es war eigentlich nicht anders zu erwarten: Während seinerzeit kein kritischer Leserbrief über die ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Es war eigentlich nicht anders zu erwarten: Während seinerzeit kein kritischer Leserbrief über die <a href="http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/06/21/konstruktive-zusammenarbeit/">&#8220;fremde Feder&#8221; des iranischen Außenministers Mottaki</a> in <em>F.A.Z.</em>-Leser veröffentlicht wurde, gibt Robert B. Goldmanns Artikel &#8220;Hass als Politik&#8221; natürlich Anlass zur Beschwerde. Leider ist Goldmanns Artikel online nicht kostenfrei verfügbar, daher eine kurze Zusammenfassung aus dem Gedächtnis: Goldmann hat am 22. Januar, also vier Tage nach (!) Verkündung des &#8220;Waffenstillstands&#8221; in Gaza, einen der wenigen hamas- und nicht zugleich auch israelkritischen Artikel in der <em>F.A.Z.</em> veröffentlicht, in dem er etwa die Finanzierung des Terroristenpacks durch westliche Regierungen moniert. Solche offenen und wahren Worte kann <em>F.A.Z</em>.-Leserin Ruth Asfour, einschlägig bekannt für ihre <a href="http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/rmn01.c.5432417.de.htm">kruden Ansichten</a>, anscheinend nicht akzeptieren und schreibt:</p>
<blockquote><p>Bringen Sie in Ihren nächsten &#8220;Fremden Federn&#8221; den israelischen Professor Ilan Pappe, Autor des Buches &#8220;Die ethnische Säuberung Palästinas&#8221;. Er lebt in Exeter, nicht in Israel, er wurde dort boykottiert.</p></blockquote>
<p>Dass Israelfeinde jedweder Couleur sich für Pappes Traktate begeistern, ist bekannt (wer meint es tun zu müssen, kann eine <a href="http://www.meforum.org/article/1886">Rezension von Seth J. Franzman</a> für <em>Middle East Quarterly</em> über das von Frau Asfour angesprochene Buch lesen). Ebenso wie Pappe nehmen es seine Jünger und Jüngerinnen dabei mit der Wahrheit nicht allzu genau: Pappe wird in Israel nicht boykottiert, sondern fordert selbst vielmehr den <a href="http://hnn.us/articles/11873.html">akademischen Boykott Israels</a>, so dass sein Entschluss die Universität Haifa zu verlassen und einem Ruf der Universität Exeter zu folgen doch nur konsequent war (seine ehemalige Universität hat in im übrigen trotz seiner Forderung sie zu boykottieren eben <a href="http://www.haaretz.com/hasen/pages/ShArt.jhtml?itemNo=569361">nicht rausgeschmissen</a>) . Frau Asfour hingegen schreibt:</p>
<blockquote><p>Oder wollen Sie [die F.A.Z., Mr. Moe] ihn auch boykottieren und stattdessen Goldmann bevorzugen, der sagt, die Palästinenser würden auf Kosten der Welt versorgt?</p></blockquote>
<p>Erneut der Wahrheit willen: Erstens schreibt Robert B. Goldmann in regelmäßigen Abständen für die <em>F.A.Z.</em> und ist bislang nicht als einseitiger Kommentator hervorgetreten. Folglich ist es weder verwunderlich noch verwerflich, dass die <em>F.A.Z. </em>einen Text von Goldmann über die Hamas veröffentlicht wird. Vor dem Hintergrund, dass die <a href="http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/01/06/gegossenes-blei-und-die-berichterstattung-deutscher-medien-am-beispiel-der-faz-alte-bekannte-und-neue-freunde-teil-1/">Berichterstattung der<em> F.A.Z.</em> über die Operation &#8220;Gegossenes Blei&#8221;</a> alles andere als ausgewogen war, ist es vielmehr zu begrüßen, wenngleich es die Berichterstattung natürlich nicht ungeschehen macht. Zweitens &#8220;boykottiert&#8221; die <em>F.A.Z.</em> Ilan Pappe ebensowenig wie &#8220;Israel&#8221; dies tut, wobei Israel in Anführungszeichen steht, um den Schwachsinn der Aussage, dass eine Person durch ein ganzes Land kollektiv boykottiert werde, zu verdeutlichen. Und drittens: Der von Frau Asfour bemängelte Satz Goldmanns, dass die Welt &#8211; man ist geneigt hinzuzufügen: und nicht zuletzt auch <a href="http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Aussenpolitik/RegionaleSchwerpunkte/NaherUndMittlererOsten/hilfe-fuer-palaestineser.html">Deutschland</a> &#8211; die Palästinenser mit Geld versorge ist nichts als <a href="http://www.nytimes.com/2007/12/18/world/middleeast/18paris.html?hp">die reine Wahrheit</a> &#8211; und zudem eine <a href="http://de.danielpipes.org/article/5285">äußerst schlechte Idee, wie etwa Daniel Pipes deutlich macht</a>.</p>
<p><em>Quelle: F.A.Z. vom 4. Februar 2009, S. 8.</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der Krieg in Gaza und der Bussi-Skandal]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/02/02/der-krieg-in-gaza-und-der-bussi-skandal/</link>
<pubDate>Mon, 02 Feb 2009 16:27:44 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
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<description><![CDATA[Schön, dass sich nach etwas längerer Ruhepause mal wieder ein F.A.Z.-Leser zur Operation &#8220;Gego]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Schön, dass sich nach etwas längerer Ruhepause mal wieder ein<em> F.A.Z.</em>-Leser zur Operation &#8220;Gegossenes Blei&#8221; äußern darf. Der von Dr. Dietrich von der Oelsnitz verfasste Brief mit dem Titel &#8220;Gute und böse Bomben&#8221; gefällt der <em>F.A.Z. </em>anscheinend sogar so gut, dass sie ihn <a href="http://www.faz.net/s/RubA24ECD630CAE40E483841DB7D16F4211/Doc~E9AC2F723E8CE4C1D9C3C100847EAAE80~ATpl~Ecommon~Scontent.html">online</a> gestellt hat &#8211; vielen Dank für diesen Service.</p>
<p>Wie es sich für einen promovierten Akademiker gehört, geht Dr. von der Oelsnitz streng systematisch vor und beginnt seine Ausführungen daher mit einer knappen Zusammenfassung des Krieges in Gaza:</p>
<blockquote><p>Drei Wochen Krieg in Gaza &#8211; fassen wir zusammen: Auf israelischer Seite sechs tote Zivilisten, auf palästinensischer Seite über tausend tote Zivilisten. Jeder mag selbst beurteilen, ob das Notwehr ist.</p></blockquote>
<p>Selbst wenn im Krieg in Gaza &#8220;über tausend&#8221; palästinensische Zivilisten&#8221; umgekommen wären, muss man keine Dissertation verfasst haben, um diese Aussage als Schwachsinn zu entlarven, kann sie doch nur auf zweierlei Weise interpretiert werden: Entweder ist Dr. von der Oelsnitz der Meinung, dass im Krieg in Gaza zu wenig Israelis gestorben sind. Oder &#8211; was wahrscheinlicher ist &#8211; er vertritt die Ansicht, dass Menschenleben wie Gegenstände addiert und gegeneinander aufgerechnet werden können, gepaart mit der Überzeugung, dass für jedes Opfer eines Angriffs exakt ein Angreifer getötet werden &#8220;darf&#8221;. Dass Dr. von der Oelsnitz den Krieg in Gaza zudem anscheinend nur unzureichend, oder nur durch die Brille der <em>F.A.Z. (</em>was auf das Gleiche hinausläuft), verfolgt hat, offenbart der folgende Satz:</p>
<blockquote><p>Die militante Hamas schießt Raketen auf Grenzstädte ab, die Israelis beschießen Moscheen, Schulen, Hilfstransporte.</p></blockquote>
<p>Von einer solchen &#8220;Faktenlage&#8221; ausgehend, verwundert es nicht, dass sich Dr. von der Oelsnitz sogar über die Begrüßungsformeln von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier zu echauffieren weiß:</p>
<blockquote><p>Von Angela Merkel bis heute kein Wort der Kritik; von Steinmeier gibt es für Frau Livni &#8211; die immerhin Kriegspartei ist &#8211; bei der Begrüßung Bussi links und Bussi rechts. Unsere Politiker, denen sonst der Mund überläuft von Menschen-, Frauen- und Kinderrechten, applaudieren Olmert noch in Kairo. Dass der wegen Korruption eigentlich gar nicht mehr im Amt ist, stört keinen.</p></blockquote>
<p>Wahrscheinlich hätte Dr. von der Oelsnitz es begrüßt, wenn Steinmeier Livni, der Vertreterin eines Staates, der die Menschen-, Frauen-, und Kinderrechte bekanntermaßen ja mit Füßen tritt,  zur Begrüßung ins Gesicht gespuckt hätte. Fast genau so putzig wie seine Aufregung über &#8220;Bussi links und Bussi rechts&#8221; sind auch die abschließenden Worte von Dr. von der Oelsnitz:</p>
<blockquote><p>Es wird Zeit für eine objektive Wahrnehmung und dann auch Verurteilung dieser endlosen beiderseitigen Gewaltspirale. Es gibt keine guten und bösen Bomben.</p></blockquote>
<p>Seine eigene beschränkte Sichtweise als &#8220;objektive Wahrnehmung&#8221; verkaufen, die Mär von der guten alten Gewaltspirale nachplappern und ein bisschen laut von einer kuschelig-flauschigen Märchenwelt träumen &#8211; seinen Doktortitel hat sich Herr von der Oelsnitz wahrlich verdient.</p>
<p><em>Quelle: F.A.Z. bom 02. Februar 2009, S.8.</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Skandal: Zentralrat der Juden solidarisiert sich mit "Staatsverbrechen"]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/01/19/skandal-zentralrat-der-juden-solidarisiert-sich-mit-staatsverbrechen/</link>
<pubDate>Mon, 19 Jan 2009 10:14:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
<guid>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/01/19/skandal-zentralrat-der-juden-solidarisiert-sich-mit-staatsverbrechen/</guid>
<description><![CDATA[Dass der Zentralrat der Juden sich mit Israel und der Operation Gegossenes Blei solidarisiert hat, s]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Dass der Zentralrat der Juden sich mit Israel und der Operation Gegossenes Blei<a href="http://www.zentralratdjuden.de/de/article/2182.html"> solidarisiert hat</a>, stellt für eingefleischte <em>F.A.Z.</em>-Leser naturgemäß eine nicht hinnehmbare Provokation dar. So schreibt Bernd Schäfer in einem Leserbrief:</p>
<blockquote><p>Man stelle sich vor, derselbe Text wäre aus Perspektive eines Palästinensers geschrieben und an gleicher Stelle veröffentlicht worden. Darin würden dann die Anzahl der Bombardements der israelischen Armee, der Soldaten, der Panzer und Hubschrauber und der getöteten, palästinensischen Zivilbevölkerung, Männer, Frauen, Alter und Kinder genannt.</p>
<p>Aus dieser Umkehrung wird hoffentlich deutlich, wie unerträglich diese Parteinahme für eine Regierung ist, die es sich vor den Augen der Weltöffentlichkeit herausnimmt, wahllos Zivilisten zu töten, die in einem begrenzten Raum eingesperrt sind.</p></blockquote>
<p>Angesichts eines solchen Skandals kann Schäfers Urteil daher nur lauten:</p>
<blockquote><p>Ein Staat, der gegen Terroristen kämpft und dabei dieselben Mittel einsetzt wie die Terroristen, ist nicht besser als die Terroristen, nur stärker.</p></blockquote>
<p>Es kann nicht deutlich genug gesagt werden: Wer Israel unterstellt, mit den &#8220;selben Mitteln&#8221; wie die Terroristen vorzugehen und Israel folglich moralisch mit den Terroristen der Hamas gleichsetzt, ist entweder blind und taub, psychisch krank oder Antisemit (vermutlich sogar alles auf einmal). Vom Podest einer vermeintlichen moralischen Überlegenheit schwadroniert Schäfer indes weiter:</p>
<blockquote><p>Die eigentliche Stärke des Staats ist jedoch ein zuverlässiges Rechtssystem und sein Anspruch, dieses System mit legalen Mitteln durchzusetzen. Dabei muss die daraus resultierende Schwäche im Kampf gegen Terroristen akzeptiert werden.</p></blockquote>
<p>Das lässt sich aus dem bequemen und nicht von Raketen bedrohten Köln recht einfach sagen. Doch was soll Israel Schäfer zufolge tun? Zumal er vermutlich <em>jede</em> Maßnahme zur Verteidigung wie folgt bewertet:</p>
<blockquote><p>Was Israel praktiziert, ist hingegen Mord; es verstößt gegen seine eigenen Gesetze und die Menschenrechte.</p></blockquote>
<p>Das sind ja gleich drei Dinge auf einmal: Lügen (&#8220;Israel praktiziert Mord&#8221;), Lügen (&#8220;Israel verstößt gegen seine eigenen Gesetze&#8221;) und nochmals Lügen (&#8220;Israel verstößt gegen die Menschenrechte&#8221;). Na dann, viel Spaß beim Spielen. Doch vorher muss natürlich noch einmal auf den Zentralrat der Juden eingeschlagen werden, der es gewagt hat, Partei für Israel zu ergreifen:</p>
<blockquote><p>Aus diesem Grund ist eine Solidaritätserklärung, wie vom Zentralrat der Juden abgegeben, unerträglich. Für Lobbyarbeit für Staatsverbrechen sollte sich der Zentralrat zu schade sein.</p></blockquote>
<p><em>Quelle: F.A.Z. vom 19. Januar 2009, S. 7.</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[War Treitschke Antisemit?]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/12/18/war-treitschke-antisemit/</link>
<pubDate>Thu, 18 Dec 2008 15:41:19 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
<guid>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/12/18/war-treitschke-antisemit/</guid>
<description><![CDATA[Eine erstaunlich lange Zeit ging es verhältnismäßig zivilisiert auf der Leserbriefseite der F.A.Z. z]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Eine erstaunlich lange Zeit ging es verhältnismäßig zivilisiert auf der Leserbriefseite der <em>F.A.Z.</em> zu. Höchste Zeit also, mal wieder einen &#8211; wie üblich von einem Träger der Doktorwürde formulierten &#8211; antisemitischen Auswurf aller erster Güte abzudrucken! Die Ehre obliegt dieses Mal Dr. Helmut Pieper, der auf einen<em> F.A.Z.</em>-Leser antwortet, der sich wiederum auf <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_von_Treitschke">Heinrich von Treitschkes</a> Artikel &#8220;Unsere Aussichten&#8221; bezogen hatte und Treitschke unterstellt habe, dass dieser &#8220;trotz mancher Bedenken die antisemitischen Aufwallungen (begrüßt)&#8221; habe. &#8220;Die-Juden-sind-unser-Unglück&#8221;-Treitschke ein Antisemit? Diesen Vorwurf kann Dr. Pieper natürlich nicht auf dem guten Mann sitzen lassen:</p>
<blockquote><p>Wohl äußert Treitschke Verständnis für diese &#8220;laute Agitation&#8221;, er lässt aber auch deutliche Kritik erkennen: &#8220;eine brutale und gehässige, aber natürliche Reaction des germanischen Volksgefühls&#8221;.</p></blockquote>
<p>&#8220;Eine brutale und gehässige, aber natürliche Reaction des germanischen Volksgefühls&#8221; &#8211; deutlicher kann man eine Kritik in der Tat nicht formulieren! Zumal es für die &#8220;natürliche&#8221; &#8211; mit anderen Worten: unvermeidliche und nicht in der Verantwortung des Pöbel liegende &#8211; &#8220;Reaktion&#8221; ja auch gute Gründe gegeben habe:</p>
<blockquote><p>Er [Treitschke, Mr. Moe], will kein &#8220;Zeitalter deutsch-jüdischer Mischcultur&#8221;, das bei Franzosen und Engländern nicht denkbar wäre, verfügten sie doch über &#8220;die Energie des Nationalstolzes und die festgewurzelte nationale Sitte&#8221; alter Kulturvölker. Auch gehörten die bei ihnen lebenden Israeliten zumeist dem spanischen Judenstamm an, der sich &#8220;der abendländischen Weise immer ziemlich leicht eingefügt habe&#8221;.</p></blockquote>
<p>Dass Juden per definitionem nicht zugleich Deutsche sein können, ist gängiges germanisch-arisches Allgemeinwissen. Gleiches gilt dafür, dass der &#8220;spanische Judenstamm&#8221; sich besser integriere als &#8211; ja als wer eigentlich?</p>
<blockquote><p>Die Deutschen dagegen, als Nation noch ungefestigt, hätten es mit dem zahlenmäßig stärkeren polnischen Judenstamm zu tun, und dieser stehe &#8220;erfahrungsgemäß dem europäischen und namentlich dem germanischen Wesen ungleich fremder gegenüber&#8221;. Wie dieser Gefahr begegnen?</p></blockquote>
<p>Die Horden des &#8220;polnischen Judenstamms&#8221; bedrohen aufgrund ihrer Fremdartigkeit das, wenn auch als Nation noch nicht gefestigte, Germanentum &#8211; eine bis dato stringente und überaus kritische Darstellung des &#8220;Problems&#8221;. Ein Schelm, der da Antisemitismus wittert! Ruhigen Gewissens kann sich Treitschke, und mit ihm Dr. Helmut Pieper, nun der praktischen Lösung des &#8220;Problems&#8221; widmen:</p>
<blockquote><p>Eine Zurücknahme oder auch nur Schmälerung der Judenemanzipation kommt für Treitschke nicht in Frage: &#8220;sie wäre ein offenbares Unrecht, ein Abfall von den guten Traditionen unseres Staates&#8221;. Er wehrt nicht ab, sondern fordert von &#8220;unseren israelitischen Mitbürgern&#8221;, &#8220;Deutsche zu werden, sich schlicht und recht als Deutsche (zu) fühlen&#8221;, und das &#8220;unbeschadet ihres Glaubens und ihrer alten heiligen Erinnerungen, die uns Allen ehrwürdig sind&#8221;. Vorbild sind ihm hierbei &#8220;sehr viele Juden; getaufte und ungetaufte&#8221;, die &#8220;deutsche Männer waren im besten Sinne, Männer in denen wir die edlen und guten Züge deutschen Geistes verehren.&#8221;</p></blockquote>
<p>Kurz: die dem deutschen Wesen an und für sich fremd gegenüberstehenden Juden müssten eben an selbigem genesen. Auch diese Ansicht habe natürlich keinesfalls etwas mit Antisemitismus zu tun:</p>
<blockquote><p>Es versteht sich von selbst, dass der Treitschke oft zugeschriebene Ausruf &#8220;Die Juden sind unser Unglück!&#8221; mit solchen Gedanken nicht zu vereinbaren wäre, und tatsächlich gibt der Autor hier nur eine von ihm vielerorts &#8211; &#8220;bis in die Kreise der höheren Bildung hinauf&#8221; &#8211; gehörte Meinung wieder.</p></blockquote>
<p>Nun versteht es sich zwar keineswegs &#8220;von selbst&#8221;, dass Treitschkes Ausspruch mit dem oben zitierten unvereinbar sei; und die Behauptung, dass Treitschke einfach nur eine von ihm nicht geteilte Meinung wiedergebe, steht gar in erheblichem Widerspruch zu dessen Worten. Aber wirklich schön liest sich hingegen die fröhliche Reihe der Nicht-Antisemiten: &#8220;Kreise der höheren Bildung&#8221; reden antisemitisch daher, Treitschke, nach dem<a href="http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/1/kein-friede-mit-treitschke/"> in Deutschland heute noch Straßen benannt sind</a>, gibt deren Meinung lediglich wieder und 120 Jahre später zitiert Dr. Pieper wiederum Treitschke. So wird das Gedankengut, schön säuberlich von der eigenen Person losgelöst, auf sichere Art und Weise transportiert &#8211; ganz ohne sich selbst jemals dem absurden Verdacht auszusetzen, Antisemit zu sein.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Mal wieder: F.A.Z.-Leser vs. frech gewordene Juden]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/11/07/mal-wieder-faz-leser-vs-frech-gewordene-juden/</link>
<pubDate>Fri, 07 Nov 2008 07:42:28 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
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<description><![CDATA[Dr. Rainer Kosmider, Leiter der Abteilung &#8220;Europäische und Auswärtige Angelegenheiten&#8221; i]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Dr. Rainer Kosmider, Leiter der Abteilung <a href="http://www.regierung-mv.de/cms2/Regierungsportal_prod/Regierungsportal/de/stk/_Personen/Kosmider,_Dr._Rainer/index.jsp">&#8220;Europäische und Auswärtige Angelegenheiten&#8221;</a> in der Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern, fordert Charlotte Knobloch in einem Leserbrief an die F.A.Z. zu &#8220;etwas mehr Besonnenheit&#8221; auf:</p>
<blockquote><p>In &#8220;Koalitionsantrag zu Antisemitismus&#8221; (F.A.Z. vom 29. Oktober) wird die Präsidentin des Zentralrates der Juden mit den Worten zitiert, dass der Antisemitismus &#8220;in der Mitte der Gesellschaft angekommen&#8221; sei; die Bürger sollten zeigen, dass &#8220;Deutschland bunt und nicht braun ist&#8221;. Natürlich dürfen Intoleranz und Gewalt in unserer Gesellschaft keinen Platz haben, doch dabei ist es ganz gleich, ob sich die Intoleranz gegen Andersdenkende, Schwächere, Ausländer oder Juden richtet.</p></blockquote>
<p>Es ist äußerst schwierig, eine solche Aussage mit einem anderen Attribut als &#8220;schwachsinnig&#8221; zu bezeichnen, wird doch aus der Selbstverständlichkeit, ausländerfeindliche oder anderweitige gruppenbezogene Gewalt zu verurteilen, widersinnigerweise gefolgert, dass eine Differenzierung zwischen Antisemitismus, Rassismus, Homophobie, etc. nicht notwendig sei. Auf diesem Fundament aufbauend, widmet sich Kosmider dem &#8220;Problem in Deutschland&#8221;:</p>
<blockquote><p>Das Problem in Deutschland besteht indessen darin, dass einige Politiker, Medienleute und der Zentralrat der Juden für sich die Deutungs- und Bestimmungshoheit über das beanspruchen, was angeblich oder tatsächlich antisemitisch ist, tatsächlich oder angeblich den Holocaust verharmlost oder wie wir der Opfer der Gewaltherrschaft zu gedenken haben.</p></blockquote>
<p>Der hier angeführte Vorwurf ist altbekannt und krankt am ewig gleichen Widerspruch: Anderen wird das vorgeworfen, was man im Zuge des Vorwurfs selber tut. Hinzu kommt, dass man sich als Angehöriger des Volkes, das letztlich doch am meisten unter den Nazis gelitten habe, doch bitte schön nicht von den Nachfahren derjenigen die Meinung geigen lassen will, die dem deutschen Volk durch ihre Vernichtung noch zusätzlichen Schaden zugefügt hätten. Dies traut sich Herr Kosmider jedoch so nicht zu sagen und daher folgt, was folgen muss &#8211; eine Kritik der Kritik der Israel-Kritik:</p>
<blockquote><p>Auch Kritik in Deutschland am Vorgehen Israels gegen seine Nachbarn wird schnell und gern in die antisemitische Ecke gerückt und damit kleingehalten. Es scheint hier so etwas wie eine Gesinnungspolizei zu geben: Wehe dem, der einen sogenannten &#8220;unpassenden&#8221; Vergleich zieht. Was gibt Frau Knobloch eigentlich das Recht, die Mitte der Gesellschaft des Antisemitismus zu bezichtigen? Was gibt ihr das Recht, latent zu unterstellen, dass Deutschland &#8220;braun&#8221; sei?</p></blockquote>
<p>Ja, wieso darf sich Frau Knobloch überhaupt noch öffentlich in Deutschland äußern? So kann das mit Artikel 5, Absatz 1 des Grundgesetzes doch beim besten Willen nicht gemeint sein! Ein faszinierender Einblick in das Rechtsverständnis des Herren Ministerialdirigents.</p>
<p><em>Quelle: F.A.Z. vom 06. November 2008, S. 40.</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Hajo Meyer strikes back]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/10/18/hajo-meyer-strikes-back/</link>
<pubDate>Sat, 18 Oct 2008 09:29:49 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
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<description><![CDATA[Was an von der Zeitung für Schland bereits vermutet wurde, hat sich nun bewahrheitet: Hajo Meyer hat]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Was an <a href="http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/09/26/wer-hat-noch-nicht-wer-will-nochmal/">von der <em>Zeitung für Schland</em> bereits vermutet wurde</a>, hat sich nun bewahrheitet: <a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/ein_aufrechter_antisemit/">Hajo Meyer</a> hat sich in der auf der<em> </em>Leserbriefseite der <em>F.A.Z.</em> geführten Diskussion über Antisemitismus und Antizionismus zu Wort gemeldet. Bereits im ersten Satz zeigt Meyer, dass er nicht versteht &#8211; oder besser: nicht verstehen will &#8211; um was es eigentlich geht:</p>
<blockquote><p>Obwohl Antizionismus und Antisemitismus völlig verschiedene Dinge sind, sahen sich die Verteidiger der unmenschlichen Politik Israels gezwungen, jegliche Kritik an der Politik Israels mithilfe der Antisemitismuskeule schwer oder gar unmöglich zu machen.</p></blockquote>
<p>Ach ja, <a href="http://severins-burg-theater.blogspot.com/2008/10/auschwitzkeule.html">die gute alte Keule</a>: Manchmal wünschte man sich in der Tat, es gebe sie.</p>
<p><em>Quelle: F.A.Z. vom 18. Oktober 2008, S. 39.</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Totenruhe oder: Kausalität für Anfänger]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/10/06/totenruhe-oder-kausalitat-fur-anfanger/</link>
<pubDate>Mon, 06 Oct 2008 18:50:39 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
<guid>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/10/06/totenruhe-oder-kausalitat-fur-anfanger/</guid>
<description><![CDATA[F.A.Z.-Leser Willi Reuver räsoniert über die Ermordung 14 italienischer Zivilisten durch deutsche Ha]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><em>F.A.Z.</em>-Leser Willi Reuver räsoniert über die <a href="http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~E4E40F9B7DE794F42904C3F6D0D274512~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Ermordung 14 italienischer Zivilisten</a> durch deutsche Hand anno 1944:</p>
<blockquote><p>Ich selbst kann bei diesem bedauerlichem Drama in Italien nicht die Massenmorde an deutschen Zivilisten bei Terrorangriffen der Royal Air Force ausblenden. So haben im März 1945 kurz vor der Kapitulation britische Piloten mit ihren Bombern bei einem Angriff auf Würzburg fünftausend Zivilisten bei lebendigem Leib verbrannt. Viele deutsche Städte erteilte der gleiche Wahnsinn. Wer wurde dafür in England je vor ein Tribunal gestellt und zur Verantwortung gezogen?</p></blockquote>
<p>Wieso die Bombardierung deutscher Städte 1945 für die Beurteilung des &#8220;bedauerlichen Drama[s]&#8221; im Jahr 1944 eine Rolle spielen soll, verrät Herr Reuver leider nicht. Und dafür, dass er die Verurteilung britischer Generäle fordert, gibt sich Herr Reuver dann auch erstaunlich versöhnlich:</p>
<blockquote><p>Lassen wir die Toten ruhen.</p></blockquote>
<p>Einmal ganz davon abgesehen, dass Reuver in seinem Leserbrief selbst Totengräber spielt, drängt sich die Frage auf: Hat da jemand Leichen im Keller?</p>
<p><em>Quelle: F.A.Z. vom 6. Oktober 2008, S. 18.</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Abwasch]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/10/02/abwasch/</link>
<pubDate>Thu, 02 Oct 2008 11:22:18 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
<guid>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/10/02/abwasch/</guid>
<description><![CDATA[Dass sich ein Berg von Abwasch bei nachlässiger Haushaltsführung auf geheimnisvolle Weise vermehrt, ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Dass sich ein Berg von Abwasch bei nachlässiger Haushaltsführung auf geheimnisvolle Weise vermehrt, ist ein altbekanntes Phänomen. Ähnliches kann der regelmäßige <em>F.A.Z.</em>-Leser beobachten, wenn er die Leserbriefseite einmal einige Tage unbeachtet gelassen hat. Höchste Zeit also aufzuräumen, wobei wir uns zunächst dem gröbsten Dreck widmen werden und einige nicht ganz so stark verschmutzte Teller in einem Anflug von Faulheit einmal beiseite lassen wollen.</p>
<p>Wie nicht anders zu erwarten, bleiben <a href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~EC4C4962C3F8B4F5E8A5C7A676E438A49~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Henryk M. Broder</a> und <a href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~EE3683FD3B4784A4F96BCD6F57DE78243~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Arno Lustiger</a> aufgrund ihrer verlinkten Artikel die beliebtesten Reizpersonen der <em>F.A.Z.</em>-Leser. Wie üblich sagen die Leserbriefe allerdings mehr über ihre Verfasser denn über Broder oder Lustiger aus. So schreibt etwa Helmut Schwarzer in der <em>F.A.Z.</em> vom 30. September:</p>
<blockquote><p>Ganz zu schweigen von dem lobend ins Feld geführten Scharfmacher Henryk Broder, dessen Tiraden eher dem Antisemitismus Vorschub leisten, als dass sie das Gegenteil bewirkten.</p></blockquote>
<p>Analog zum Mädchen mit dem kurzen Rock, das den Vergewaltiger so zu seiner Tat angeregt habe, sei der Jud&#8217; also Schuld am Antisemitismus. In Anbetracht solchen Schundes wirkt der Kommentar von Dr. Clemens Tewes zunächst erfrischend, beschränkt er sich doch zunächst auf belehrende Anmerkungen zu der von Broder behandelten Bahai-Religion. Wessen Geistes Kind Dr. Tewes ist, zeigt jedoch folgendes Zitat:</p>
<blockquote><p>Broder fällt neben den Bahai noch Srebrenica, Ruanda, Kambodscha und Darfur ein. Das muss wohl so sein, denn die Zuständigkeit für ein anderes, in sehr wohl vergleichbarer Unterdrückungssituation befindliches Volk &#8211; sie liegt nun mal in Händen, die Broder laut richterlichem Beschlusse einstweilen nicht weiter des Antisemitismus zeihen darf.</p></blockquote>
<p>Da Srebrenica, Ruanda, Kambodscha und Darfur gemeinhin nicht für Unterdrückung, sondern für Völkermord stehen, ist die Aussage klar: Israel verübt einen Völkermord an den Palästinensern. In der Schule hieße es jetzt: Falsch, Sechs, setzen.</p>
<p>Doch leider sind wir nicht in der Schule, auch wenn Sigurd Schmidts Leserbrief in der <em>F.A.Z.</em> vom 1. Oktober dies aufgrund seiner offenkundigen Unkenntnis nahe legt:</p>
<blockquote><p>Die These Arno Lustigers, wonach sich &#8220;hinter der Maske des Antizionismus&#8221; heute der Antisemitismus verberge, kann nicht unwidersprochen bleiben. Das würde ja bedeuten, das jegliche Politik des jüdischen Staates grundsätzlich der Kritik enthoben sei.</p></blockquote>
<p>Um sich zu verdeutlichen wie widersinnig diese Behauptung ist, reicht ein simples Gedankenexperiment: Angenommen, Herr Schmidt wäre mit der Politik des schwedischen Staates nicht einverstanden &#8211; würde er dafür einen eigenen Begriff brauchen? Natürlich nicht, könnte er die Handlungen Schwedens ja auch einfach kritisieren. Doch beim Antizionismus geht es um vieles (etwa: eigene Ressentiments), aber um eines ganz gewiss nicht: das konkrete Handeln des Staates Israel. Antizionisten bräuchten sich daher eigentlich gar nicht die Mühe zu machen, die Politik Israels zu kritisieren, da schon die bloße Existenz Israels der Anlass für ihren Unmut ist. Ein Antizionist, der Israels Politik als Legitimation für seinen Antizionismus heranzieht, argumentiert demnach ebenso glaubhaft wie ein Rassist, der seinen Rassismus darauf begründet, dass sein ausländischer Nachbar zu laut Musik hört.</p>
<p>Neben solch offenkundigen Fällen bewusster oder &#8211; vermeintlich? &#8211; unbewusster Ablehung Israels gibt es das gerade in Deutschland häufig zu beobachtende Phänomen des &#8220;guten Freundes&#8221; Israels. Ein Beispiel für diesen Typ ist Dieter Neuhaus, der treuen Lesern der <em>Zeitung für Schland</em> bereits bekannt sein dürfte (vgl. <a href="http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/05/20/63/">hier</a> und <a href="http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/08/26/neues-vom-immergleichen/">hier</a>).  In der<em> F.A.Z.</em> vom 2. Oktober zeigt Herr Neuhaus, dass er immer noch mit Argusaugen über Israels Wohlergehen wacht:</p>
<blockquote><p>Viele deutsche Nichtjuden wünschen dem Staat Israel von ganzem Herzen, dass er zu einer sicheren Heimstatt für die Juden an der Seite eines friedlichen Staates Palästina werden möge.</p></blockquote>
<p>Was die Mehrheit der Deutschen von Israel hält sollte eigentlich hinreichend bekannt sein: <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,544948-8,00.html">64% beurteilen den Einfluss Israels negativ</a> und <a href="http://www.welt.de/print-welt/article270732/Laut_Umfrage_sehen_EU_Buerger_in_Israel_die_groesste_Gefahr_fuer_den_Weltfrieden.html">65% sehen sich gar von Israel bedroht</a>. Die Behauptung, dass &#8220;viele deutsche Nichtjuden&#8221; dem Staat Israel &#8220;von ganzem Herzen&#8221; auch nur <em>irgendetwas</em> Positives wünschen, kann also getrost ins Reich der Phantasie verwiesen werden. Für Herr Neuhaus sind solch&#8217; kritische Deutsche jedoch die wahren Freunde Israels:</p>
<blockquote><p>Sie halten es aber im Gegensatz zu Broder eher mit dem südafrikanischen Bischof Desmond Tutu, der 2002 nach einem Besuch im Heiligen Land geschrieben hat, dass Israel niemals sicher sein werde, solange es das palästinensische Volk unterdrücke. Es sei ihm unbegreiflich, dass sich ausgerechnet Israel einer solchen Unterdrückungspolitik schuldig mache. Die Frage die er am Schluss des Interviews stellt, hat bis heute an Aktualität nichts verloren: &#8220;Haben unsere jüdischen Brüder und Schwestern ihre eigene Demütigung vergessen?&#8221;</p></blockquote>
<p>Wie glücklich darf Israel sich schätzen, angesichts solche Freunde wie Desmond Tutu, <a href="http://www.guardian.co.uk/world/2002/apr/29/comment">der Israel als Apartheids-Regime bezeichnet</a>, und dem sich stets um Israel sorgenden Herrn Neuhaus.</p>
<p><em>Quellen:<br />
F.A.Z. vom 30. September 2008, S. 21.<br />
</em><em>F.A.Z. vom 1. Oktober 2008, S. 10.<br />
F.A.Z. vom 2. Oktober 2008, S. 45.</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA["Erniedrigungen" und deren Folgen]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/09/29/erniedrigungen-und-deren-folgen/</link>
<pubDate>Mon, 29 Sep 2008 16:21:49 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
<guid>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/09/29/erniedrigungen-und-deren-folgen/</guid>
<description><![CDATA[Nun äußert sich auch der erste erkennbare Junge Freiheit Leser in der F.A.Z. über den &#8220;sogenan]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Nun äußert sich auch der erste erkennbare <a href="http://www.jf-archiv.de/archiv06/200608021722.htm">Junge Freiheit Leser</a> in der <em>F.A.Z.</em> über den &#8220;sogenannte[n] jüdischen Selbsthass&#8221;. Der bereits von <a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/outsourcing/">Benjamin Weinthal</a> auf der <em>Achse des Guten</em> des &#8220;Outsourcen des Antisemitismus&#8221; bezichtigte Dr. Hans-Joachim Ballstaedt schreibt:</p>
<blockquote><p>Von Arno Lustiger werden in der F.A.Z. vom 18. September Juden, die sich nach den Erniedrigungen, die ihr Volk erfahren musste, nun voller Verständnis und Mitgefühl für die palästinensischen Araber einsetzen, indem sie die Beachtung von Völkerrecht und Menschenrechten fordern, öffentlich als Selbsthasser mit eigenen Identitätsproblemen bloßgestellt.</p></blockquote>
<p>Wer nach dem ekelhaften Euphemismus &#8220;Erniedrigungen&#8221; &#8211; es fehlt lediglich der Präfix &#8220;6 Millionen&#8221; &#8211; noch weiter lesen kann, bekommt Altbewährtes geboten. Wie so oft werden jüdische Kronzeugen zitiert, um dem Vorwurf des Antisemitismus zu entgehen:</p>
<blockquote><p>Hier einige Beispiele für den unterstellten jüdischen &#8220;Selbsthass&#8221;: Deshajahu Leibowitz <em>[Gemeint ist wohl <em>Jeshajahu Leibowitz, Mr. Moe]</em></em>, ehemaliger Professor für Chemie an der Hebräischen Universität in Jerusalem, schrieb: Der Autonomieplan ist nichts anderes als ein heuchlerischer und gemeiner Trick, um die jüdische Gewaltherrschaft über das palästinensische Volk aufrechtzuerhalten&#8221;. &#8220;Wir verhalten uns in den besetzten Gebieten, der Westbank, dem Gazastreifen und im Libanon, wie sich die Nazis in den von ihnen besetzten Gebieten verhalten haben.&#8221; &#8220;Wir haben keine Vernichtungslager errichtet, aber eine Mentalität, die die Vernichtungslager ermöglichte, gibt es auch bei uns.&#8221;</p></blockquote>
<p>Nach den anschließenden obligatorischen Verweisen auf Ilan Pappe, Uri Avnery und &#8220;Mair Margalil&#8221; (gemeint ist wohl <a href="http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/04/23/meir-macht-den-meyer/">Meir Margalit</a>) konstatiert Dr. Ballstaedt:</p>
<blockquote><p>Wenn das Bekenntnis zu Wahrheit und Menschenwürde in Deutschland öffentlich zum Selbsthass abgewertet werden darf, dann hat jetzt die geistige Umweltverschmutzung und die Heuchelei mittels doppelter Moral einen Höhepunkt erreicht, dem die demokratische Presse beim Kampf gegen den sogenannten &#8220;Antisemitismus im neuen Gewand&#8221; größte Aufmerksamkeit schenken muss.</p></blockquote>
<p>Auch hier das vertraute Muster: Sich selbst als Kämpfer für die freie Meinungsäußerung und Angehöriger einer vermeintlichen Minderheit deklarierend, wird der Begriff &#8220;Antisemitismus&#8221; so lange umgedeutet, bis es Antisemiten schon per Definition nicht mehr geben kann. Auch &#8216;ne Möglichkeit Antisemitismus zu bekämpfen.</p>
<p><em>Quelle: F.A.Z. vom 29. September 2008, S. 8.</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wer hat noch nicht, wer will nochmal?]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/09/26/wer-hat-noch-nicht-wer-will-nochmal/</link>
<pubDate>Fri, 26 Sep 2008 09:49:18 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
<guid>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/09/26/wer-hat-noch-nicht-wer-will-nochmal/</guid>
<description><![CDATA[Mit der Veröffentlichung einer Antwort von Evelyn Hecht-Galinski auf Arno Lustigers &#8220;Kurze[n] ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Mit der Veröffentlichung einer Antwort von Evelyn Hecht-Galinski auf Arno Lustigers <a href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~EE3683FD3B4784A4F96BCD6F57DE78243~ATpl~Ecommon~Scontent.html">&#8220;Kurze[n] Lehrgang über den Selbsthass&#8221;</a> sowie gleich drei Leserbriefen straft die F.A.Z. Tanja Krienens Vorwurf der Mißachtung der Gegener Broders eindrucksvoll Lügen. Da <a href="http://spiritofentebbe.wordpress.com/2008/09/26/davor-steckt-manchmal-ein-hohler-kopf/">Claudio Casula sich bereits mit Hecht-Galinskis Text auseinander gesetzt hat</a>, seien hier zunächst nur die Leserbriefe von Alfred Grosser, Abraham Melzer und Gebhard Braun (fehlt eigentlich nur noch Hajo Meyer) dokumentiert.</p>
<p>Zur Abwechslung halber und aufgrund ihrer nicht auf konkrete Sachverhalte Bezug nehmenden Natur seien Grossers und Melzers Briefe kommentarlos wiedergegeben:</p>
<p>Alfred Grosser schreibt:</p>
<blockquote><p>Zu &#8220;Kurzer Lehrgang über den Selbsthass&#8221; (F.A.Z. vom 18. September): Ich danke für die Sorge um meine Identität. Aber mir hat diese nie eine Sorge bereitet. Am Ende von Goethes &#8220;Wilhelm Meister&#8221; heißt es, der Held sehe nun aus wie ein Mensch. In der &#8220;Zauberflöte&#8221; spricht Sarastro zweimal von der Notwendigkeit, ein Mensch zu sein. Ich habe seit vielen Jahrzehnten das ständige Glück, glücklich zu sein. In der Familie und im vielseitigen Beruf. Aber gerade weil ich fast immer in Glück und Freude gelebt habe, habe ich mir seit jungen Jahren die Pflicht auferlegt, mich, so gut es ging, um Unglückliche zu kümmern. Was nun deren Identität auch sein mochte. Selbsthass? &#8220;Du sollst den Nächsten lieben wie dich selbst&#8221; &#8211; oft habe ich den Eindruck, ich liebte mich zu sehr.</p>
<p>Ihre Zeitung fragte mich einmal, was mein Motto sei. Ich antwortete: &#8220;Immer zufrieden sein, sich nie zufriedengeben.&#8221; Also, lieber Arno Lustiger, bitte Argumente und keine Vermutungen zu meinem geistigen Zustand!</p></blockquote>
<p>Abraham Melzer:</p>
<blockquote><p>In Arno Lustigers Pamphlet &#8220;Kurzer Lehrgang über den Selbsthass&#8221; (F.A.Z. vom 18. September) werde ich als &#8220;der einschlägig bekannte jüdische Antizionist&#8221; eingeführt. Nur wenige Zeilen weiter bin ich schon ein Antisemit und Feind Israels. Das ist schon fast zu viel der Ehre. Früher war ein Antisemit jemand, der Juden nicht mochte. Heute ist ein Antisemit jemand, den bestimmte Juden, die unter anderen Lustiger repräsentiert, nicht mögen.</p>
<p>In diesem Sinne kann ich mit Lustigers Auszeichnung gut leben, da ich weiß, warum Lustiger mich nicht mag. Während der &#8220;Zionist auf Lebenszeit&#8221; zu allem, was die israelische Politik macht, Ja und Amen sagen muss, erlaube ich mir den Luxus, zu eindeutigen Menschenrechtsverletzungen auch Nein zu sagen. Das allein reicht heute offensichtlich schon, um Antisemit zu sein.</p></blockquote>
<p>Und zu guter Letzt der Brief von F.A.Z.-Leser Gebhard Braun:</p>
<blockquote><p>Der Feuilleton-Beitrag &#8220;Kurzer Lehrgang über den Selbsthass&#8221; von Arno Lustiger (F.A.Z. vom 18. September) soll wohl die Angriffe von Henryk M. Broder auf Evelyn Hecht-Galinski und Alfred Grosser rechtfertigen und die kritische Haltung dieser Autoren als antisemitischen Selbsthass qualifizieren. Doch wo bleiben die Nachweise, dass es sich bei den Leserbriefen und weiteren Äußerungen von Frau Hecht-Galinski um solchen &#8220;Selbsthass&#8221; und &#8220;chronische Identitätsprobleme&#8221; handelt?</p>
<p>Es ist ja gut verständlich, dass es Zionisten schmerzt, wenn die vielfachen Verstöße des Staates Israel gegen Völker- und Menschenrechte angeprangert werden. Doch spricht es Bände, wenn versucht wird, mittels umfangreicher Hinweise auf antisemitische Veröffentlichungen Dritter, die einen Selbsthass beweisen sollen, und deren Nachprüfung schwierig ist, Frau Hecht-Galinski und Herrn Grosser ebenfalls in diese Schublade zu stecken. Die billige Apostrophierung beides als &#8220;chronische Tocher&#8221; und &#8220;chronischer Sohn&#8221; zeigt zu deutlich diese Absicht.</p></blockquote>
<blockquote><p>Eine Kritik an dem völkerrechtswidrigen Handeln des Staates Israel (dem &#8220;einzigen demokratischen Staat im Nahen Osten&#8221;) kann weder Hochverrat noch Antisemitismus sein. Denn ebenso wie Saddam Hussein die Missachtung der Resolutionen der Vereinten Nationen vorgehalten wurde, muss dies auch gegenüber dem Staat Israel erlaubt sein, dessen Berichte über die Vielzahl solcher Verstöße gegen Völker- wie Menschenrechte (Mauerbau und eine Siedlungspolitik, die an ethnische Säuberung denken lässt), und der die Ermordung politischer Gegner aus Gründen der Staatsräson rechtfertigt. Äußerungen von Zionisten wie Arno Lustinger machen weder Hoffnung auf einen ausgewogenen Friedensvertrag in Palästina noch auf Sicherheit für den Staat Israel.</p></blockquote>
<p>Das hier angeführte &#8220;Argument&#8221;, Kritik am Handeln Israels könne qua Definition kein Antisemitsmus sein, zeigt, dass Herr Braun &#8211; stellvertretend für viele andere &#8211; nicht verstanden hat, um welchen Kern es bei der Debatte zwischen Broder und Hecht-Galinski respektive Grosser und Konsorten eigentlich geht: Natürlich gibt es Kritik am Handeln des Staates Israel, die nicht antisemitisch ist &#8211; ebenso wie es Kritik am Handeln Israels gibt, die durch und durch antisemitisch ist. Allerdings geht es Antizionisten wie Melzer oder Hecht-Galinski eben gerade nicht um konkrete Handlungen Israels, sondern um dessen bloße Existenz. Wie Claudio Casula im oben verlinkten Beitrag treffend schreibt:</p>
<blockquote><p>Was heißt denn Antizionismus? Ein Antizionist ist per definitionem jemand, der gegen einen Staat der Juden in ihrer historischen Heimat ist, also die Daseinsberechtigung Israels negiert. Was soll das mit Kritik an politischen Entscheidungen hier und dort zu tun haben? Der Antizionist lässt grundsätzlich nichts gelten, für ihn ist das Vorhandensein Israels illegal, ganz gleich, was der eine Ministerpräsident macht oder der andere unterlässt.</p></blockquote>
<p><em>Quelle: F.A.Z. vom 26. September 2008, S. 11.</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der unbequeme Antisemit]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/09/25/der-unbequeme-antisemit/</link>
<pubDate>Thu, 25 Sep 2008 18:15:44 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
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<description><![CDATA[Einmal mehr beschwert sich ein promovierter F.A.Z.-Leser über Henryk M. Broder, wobei diesmal Broder]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Einmal mehr beschwert sich ein promovierter F.A.Z.-Leser über Henryk M. Broder, wobei diesmal Broders in der<em> F.A.Z.</em> veröffentlichter Beitrag <a href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~EC4C4962C3F8B4F5E8A5C7A676E438A49~ATpl~Ecommon~Scontent.html">&#8220;Heiteres Antisemitenraten&#8221;</a> der Stein des Anstoßes ist. Zu Beginn stellt Dr. Thomas Ordnung aus Kleinmachnow diesbezüglich nüchtern fest:</p>
<blockquote><p>Broders Replik auf Bahners&#8217; Beitrag vermag nicht zu überzeugen. Broders polemische Ausfälle gegen die &#8220;hysterische, geltungsbedürftige Hausfrau&#8221;, die Tochter des früheren Sprechers der Juden in Deutschland, Evelyn Hecht-Galinski, der keine über das Tochtersein hinausgehende Qualifikation zuzubilligen sei, darf man getrost ignorieren.</p></blockquote>
<p>Um zu verstehen, wieso sich Dr. Ordnung überhaupt mit einem Beitrag, der &#8220;getrost ignoriert&#8221; werden darf in Form eines längeren Leserbriefs auseinandersetzt, muss man wohl einen Doktortitel haben. Wie dem auch sei, Dr. Ordnung macht seinem Namen alle Ehre und begründet sein Anliegen mit einfachen, gut strukturierten Sätzen:</p>
<blockquote><p>Nicht zu ignorieren ist dagegen der den sachlichen Kern bestimmende Eklektizismus, dem allerdings die Polemik schon den Weg ebnet. &#8220;Verständlich&#8221; sei für ihn, so Broder, dass &#8220;nach Auschwitz kein Mensch als Antisemit gelten möchte&#8221;, mit anderen Worten, &#8220;Antisemitismus&#8221; als Vorwurf steht nach dieser richtigen Beobachtung dessen, was in der Gesellschaft heute gilt, in einem unauflösbaren engen, weil mehr oder weniger spontan sich einstellenden Zusammenhang mit dem Vorwurf der Verharmlosung des Holocaust.</p></blockquote>
<p>Die hinter diesem Wortschwall steckende Aussage entpuppt sich nach mehrfachen Lesen als erstaunlich schlicht: Wer Antisemiten Antisemiten nennt verharmlost die Shoa. Von dieser Erkenntnis getragen fährt Dr. Ordnung fort:</p>
<blockquote><p>Diese Beobachtung hindert Broder jedoch nicht daran, die Israel-Kritikerin Hecht-Galinski über das Internet mit Vorwurf des &#8220;Antisemitismus&#8221; zu konfrontieren, also das, was gilt, kalkuliert gegen diese einzusetzen. Broder will es sich nicht entgehen lassen, den Gewinn, den die öffentliche Verwendung des Begriffs &#8220;antisemitisch&#8221; nach Auschwitz abwirft, abzuschöpfen.</p></blockquote>
<p>Auch diese Aussage ist eindeutig: Broder nutzt die Shoa um Aufmerksamkeit zu erregen respektive Geld zu verdienen. Nach diesen allgemeinen Ausführungen über die Holocaust-Industrie umschreibt Dr. Ordnung Broders Vorwürfe bezüglich Evelyn Hecht-Galinski in eigenen, formvollendeten Worten:</p>
<blockquote><p>Broder will seinen Antisemitismus-Vorwurf mit seinem Verweis darauf belegt wissen, dass Frau Hecht-Galinski sich öffentlich &#8220;so nahe an die &#8216;Protokolle der Weisen von Zion&#8217; herangerobbt&#8221; habe, dass sie &#8220;die Idee einer jüdischen Verschwörung&#8221; im besagten Sinne aufgegriffen habe &#8211; und zwar durch den NS-Vergleich bezüglich der israelisch-palästinensischen Konfliktaustragung und durch die Behauptung über das Vorhandensein einer &#8211; sie bedrängenden &#8211; &#8220;jüdisch-israelischen Lobby&#8221;.</p></blockquote>
<p>Und was folgt auf diese Schilderung? Richtig: Dr. Ordnung widerlegt Broders Vorwürfe fachmännisch. Zunächst den &#8220;NS-Vergleich&#8221;:</p>
<blockquote><p>Dass NS-Vergleiche, so diese zwar unbequem, aber nicht völlig aus der Luft gegriffen sind, auch im Falle Israels legitim sein können, ist auch jüdischerseits nichts Neues. Man lese nur Moshe Zimmermanns Leopold-Lucas-Preisrede von 2002 nach.</p></blockquote>
<p>Die Logik ist ebenso simpel wie Dr. Ordnung Sprache: Wenn <em>sogar Juden</em>, nennen wir sie der Einfachheit halber &#8220;gute Juden&#8221; Israel mit dem Dritten Reich vergleichen &#8211; was kann dann daran falsch sein? Nach dieser überzeugenden Argumentation widmet sich Dr. Ordnung der &#8220;Israel-Lobby&#8221;:</p>
<blockquote><p>Dass es, so unbequem auch diese Feststellung für manchen sein mag, eine Israel-Lobby in den Vereinigten Staaten und anderswo gibt, ist nach dem Buch von Mearsheimer und Walt kein wirkliches Tabu mehr. Der Politologe Christian Hacke hat sich im vergangenen Jahr dazu in der Zeitschrift &#8220;Internationale Politik&#8221; geäußert. Hier nimmt Broders Robben-Theorie ehrverletzende Formen an.</p></blockquote>
<p>Auch hier ist die Beweislage klar: Es gibt die Israel-Lobby und wer ihren Einfluss leugnet verletzt die Ehre anderer Menschen &#8211; noch Fragen?</p>
<p>Nach dieser Verteidigung Hecht-Galinskis gegen ihre Feinde holt Dr. Ordnung abschließend zum ganz großen Schlag aus: Der begrifflichen Trennung von Antisemitismus und Antizionismus:</p>
<blockquote><p>Da es Frau Hecht-Galinski nicht um den Vorwurf des &#8220;Antizionismus&#8221; zu tun ist, der aus Broders Sicht eine &#8220;politisch korrekte&#8221; Version des nationalsozialistisch eingefärbten Antisemitismus sein soll, was semantisch und inhaltlich wirr ist, erübrigt sich hier eine Kommentierung, zumal Broder in die Pflicht genommen wäre, zu beweisen, ab wann denn &#8220;Antizionismus&#8221; in &#8220;Antisemitismus&#8221; umschlägt.</p></blockquote>
<p>Nach einer solchen Erkenntnis drängen sich die folgenden Fragen geradezu auf: Existiert das geheimnisvolle Phänomen &#8220;Antisemitismus&#8221; überhaupt? Sind die von &#8220;Gewinn abschöpfenden&#8221; Denunzianten als Antisemiten Bezeichneten in Wahrheit nicht nur &#8220;unbequem&#8221;? Und schließlich: Wieso hat in dem Land, das gestern, heute und morgen die Hauptzentrale aller unbequemen Dichter und Denker war, ist und sein wird eigentlich jeder Vollidiot, der Sätze mit mehr als zwei Kommata bilden kann einen Doktortitel?</p>
<p><em>Quelle: F.A.Z. vom 25. September 2008, S. 38.</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Audiatur et altera pars]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/09/20/audiatur-et-altera-pars/</link>
<pubDate>Sat, 20 Sep 2008 16:11:23 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
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<description><![CDATA[Tanja Krienen kritisiert in einem Leserbrief an die F.A.Z., dass selbige Henryk M. Broders Beitrag ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://www.tanjakrienen.de/">Tanja Krienen</a> kritisiert in einem Leserbrief an die F.A.Z., dass selbige Henryk M. Broders Beitrag <a href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~EC4C4962C3F8B4F5E8A5C7A676E438A49~ATpl~Ecommon~Scontent.html">&#8220;Heiteres Antisemitenraten&#8221;</a> veröffentlicht hat. Die sich auf die von Krienen und Broder in eigener Sache geführte <a href="http://www.campodecriptana.de/blog/2008/05/07/1049.html">Auseinandersetzung</a> beziehenden Anmerkungen einmal beiseite gelassen, sind Krienens Ausführungen doch mehr als verblüffend:</p>
<blockquote><p>Es ist mir unbegreiflich, dass Sie Henryk M. Broder in eigener Sache einen derart großen Raum geben und ihn seine krude Antisemitismus-Theorie nicht nur darlegen lassen, sondern ihm auch Gelegenheit geben, seine Schmähungen gegen jüdische Israel-Kritiker zu rechtfertigen.</p></blockquote>
<p>Wahrlich ungeheuerlich, dass die F.A.Z. einem nicht zuletzt von ihrem Feuilleton-Chef Bahners in der eigenen Zeitung heftig Kritisierten das Recht der Verteidigung zugesteht. Doch es kommt noch besser:</p>
<blockquote><p>Warum geben Sie nicht einmal den Opfern Broders solchen Raum, um aufzuzeigen, wie er politisch-publizistisch agiert?</p></blockquote>
<p>Hier werden simple Tatsachen verdreht, veröffentlicht die F.A.Z. auf ihrer Leserbriefseite doch mit schöner Regelmäßigkeit Traktate von Evelyn Hecht-Galinski und Konsorten. Zudem ist Broders Artikel wie oben angedeutet eine Antwort auf Patrick Bahners scheinheilige Frage <a href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E8B9EFA4A30D94765BD6F7A1D15323705~ATpl~Ecommon~Scontent.html">&#8220;Was darf eine Jüdin in Deutschland gegen Israel sagen?&#8221;</a>, so dass der Vorwurf, die F.A.Z. würde Broders Opfern respektive Gegnern keinen publizistischen Raum geben, selbst beim besten Willen lächerlich erscheinen muss.</p>
<p><em>Quelle: F.A.Z. vom 20. September 2008, S. 17.</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der Stolz der Väter]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/09/09/der-stolz-der-vater/</link>
<pubDate>Tue, 09 Sep 2008 06:56:23 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
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<description><![CDATA[Wiedereinmal kämpft ein tapferer F.A.Z.-Leser gegen falsche Vorurteile hinsichtlich des Dritten Reic]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Wiedereinmal kämpft ein tapferer F.A.Z.-Leser gegen falsche Vorurteile hinsichtlich des Dritten Reiches. Fritz Kalb bezieht sich hierfür auf Michael Martens Bericht über „Meyers Krieg“ (F.A.Z. Vom 16. August 2008). Da der Artikel <a href="http://robhom.genios.de/r_sppresse/daten/presse_faz/20080816/faz.FD1200808161884666.html">online nur gegen Endgeld</a> verfügbar ist, sei seine Essenz kurz aus dem Gedächtnis zusammengefasst:</p>
<p>Hermann Meyer ist ohne Vater aufgewachsen, da selbiger als Wehrmachtssoldat 1943  in Griechenland von Partisanen gefangen genommen wurde. Die Partisanen erschossen alle deutschen Soldaten – bis auf zwei. Daher begab sich Herr Meyer auf eine jahrelange Suche nach dem Schicksal seines Vaters. Um es kurz zu machen: Nach Meyers Recherche wurde auch sein Vater erschossen, da er sich geweigert habe sich den Partisanen anzuschließen. Stattdessen zog er es vor noch seine Mitgefangenen davon zu überzeugen, vor der Erschießung „Heil Hitler!“ zu rufen und so den Heldentod zu sterben.</p>
<p>Was hat nun Fritz Kalb zu dieser Geschichte zu sagen? Folgendes:</p>
<blockquote><p>Hermann Meyer kann sehr wohl stolz auf seinen Vater sein. Nur wegen des Hitlergrußes ihm Respekt und Achtung zu versagen ist bösartig und nur mit der Unkenntnis der damaligen Zeit zu entschuldigen.</p></blockquote>
<p>So weit eine klare Angelegenheit: Respektlosigkeit aufgrund des Hitlergrußes – ein klares No-go, wer würde da nicht mitgehen? Schließlich könnte dann ja konsequenterweise nahezu niemand hierzulande seine Ahnen angemessen ehren. Und Herr Kalb hat noch mehr schlagkräftige Argumente – wie üblich als Fakten gekleidet:</p>
<blockquote><p>Die wenigsten der deutschen Soldaten wussten von den Verbrechen des Hitler-Regimes. Die davon gehört hatten, hielten sie für Gerüchte oder schlimmstenfalls für Übergriffe einzelner Einheiten.</p></blockquote>
<p>Auch hier ist die Sachlage eindeutig: Allgemein bekannt und akzeptiert ist, dass der gemeine Deutsche nichts hörte, nichts sah und nichts wusste. Und falls doch einmal etwas an das germanische Ohr drang, konnte es sich naheliegenderweise nur um vom Feind gestreute Gerüchte oder Einzelfälle handeln. Zudem kommen mildernde Umstände hinzu:</p>
<blockquote><p>Die überwältigende Mehrheit der Soldaten kämpfte – trotz ihres Eides und gelegentlichen Beteuerungen – nicht für den „Führer“, sondern setzte ihr Leben ein fürs Vaterland.</p></blockquote>
<p>Wie jeder weiß, wurden im Ausland schließlich durchaus gerechtfertigte deutsche Interessen verfolgt – wie etwa die Erschließung von Lebensraum im Osten oder die Bekämpfung der jüdisch-bolschewistischen Weltverschwörung. Doch nicht nur diejenigen, die sich für solche Ziele engagierten waren Herr Kalb zufolge keine Nazis, auch eigenes Bekennen sei kein hinreichendes Kriterium gewesen:</p>
<blockquote><p>Und nicht jeder Deutsche, der mit „Heil Hitler“ grüßte, war, selbst wenn er der Partei angehörte, ein überzeugter Nazi.</p></blockquote>
<p>Nachdem nun hoffentlich geklärt ist, wer Nazi war und wer nicht (die richtige Antwort lautet: Hitler), mutmaßt Hobbypsychologe Kalb abschließend über die Motive der erschossenen Soldaten, kurz vor ihrem Tod noch einmal das obligatorische „Heil Hitler!“ zu grölen:</p>
<blockquote><p>Der Hitlergruß vor der Erschießung war keine Ehrenbezeigung für den „Führer“, diente vielmehr der Verhöhnung der Partisanen und wurde sicher von ihnen auch so verstanden. „Es lebe Deutschland!“ hätte auf das Erschießungskomando nicht in gleicher Weise gewirkt, vermutlich hätte es dessen Bedeutung gar nicht erkannt.</p></blockquote>
<p>Jedes vernunftbegabte Wesen muss eingestehen, dass die Verhöhnung dreckiger Partisanen, die noch dazu der Verfolgung deutscher Interessen im Ausland entgegenstehen, ein äußerst edler Beweggrund ist „Heil Hitler!“ zu rufen. Daher kann hinsichtlich dieser Angelegenheit auch nur ein Fazit gezogen werden:</p>
<blockquote><p>Wer sich standhaft weigert, gegen seine eigenen Kameraden zu kämpfen, und dafür den Tod in Kauf nimmt, verdient uneingeschränkte Hochachtung. Selbst die Partisanen werden das nicht anders empfunden haben.</p></blockquote>
<p><em>Quelle: F.A.Z. Vom 09. September 2008, S. 9.</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Neues vom Immergleichen]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/08/26/neues-vom-immergleichen/</link>
<pubDate>Tue, 26 Aug 2008 07:29:40 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
<guid>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/08/26/neues-vom-immergleichen/</guid>
<description><![CDATA[Es war zu erwarten, dass Patrick Bahners scheinheilige Frage &#8220;Was darf eine Jüdin in Deutschla]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Es war zu erwarten, dass Patrick Bahners scheinheilige Frage <a href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E8B9EFA4A30D94765BD6F7A1D15323705~ATpl~Ecommon~Scontent.html">&#8220;Was darf eine Jüdin in Deutschland gegen Israel sagen?&#8221;</a> auch auf der Leserbriefseite der F.A.Z. Anklang finden würde (vgl. für die Debatte auch den <a href="http://hedonistischemitte.blogsport.de/2008/08/21/verbietet-antisemitismus/">Kommentar der Hedonistischen Mitte</a>). Das Spiel eröffnen darf Dieter Neuhaus, der bereits in der Vergangenheit durch <a href="http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/05/20/63/">geistreiche Bemerkungen</a> auf sich Aufmerksam machen konnte. So schrieb er damals etwa:</p>
<blockquote><p>Der angebliche demokratische Saubermann Israel betreibt bekanntermaßen Landraub großen Ausmaßes an den Palästinensern, seine Armee tötet in den besetzten Gebieten jährlich mehrere hundert Zivilisten, ohne dass es zu Anklagen gegen die Täter käme, hat Tausende Palästinenser verhaftet und inhaftiert (die meist vergeblich auf die Prozesse warten), schikaniert und drangsaliert tagtäglich die Bewohner der besetzten Gebiete. Die Liste der hässlichen Flecken auf Israels weißer Demokratie-Weste ließe sich noch verlängern.</p></blockquote>
<p>Wie mag ein solch kluger Kopf den Streit zwischen Hecht-Galinski und Broder bewerten?</p>
<p>Zunächst beginnt Neuhaus naheliegenderweise mit einer Kritik an der Bundeszentrale für politische Bildung:</p>
<blockquote><p>Der jüdische Schriftsteller Henryk M. Broder, der der deutschen Jüdin Evelyn Hecht-Galinski wegen ihrer scharfen und wiederholten Kritik an Israel Diskriminierungs- Besatzungs- und Unrechtspolitik &#8220;Antisemitismus- und Antizionismus&#8221; vorwirft, weißt wovon er spricht. In seinem Buch, &#8220;Hurra, wir kapitulieren&#8221;, das erstaunlicherweise mit Subventionen der Bundeszentrale für politische Bildung vertrieben wird, spricht er zum Beispiel von &#8220;Nazi-Islamismus&#8221; und nennt anerkannte, israelkritische Nah-ost-Experten wie Peter Scholl-Latour &#8220;Terrorismusversteher&#8221;.</p></blockquote>
<p>Einmal in Fahrt gekommen, wetterte Neuhaus weiter:</p>
<blockquote><p>Untaten muslimischer Jugendlicher wertet Broder als geradezu muslimimmanente Eigenschaften. Dagegen verschließt er vor den Untaten der israelischen Armee in Palästina und vor den beschämenden Ungerechtigkeiten des Staates Israel gegenüber den Palästinensern die Augen, oder er will die grässlichen Missstände, die die Besatzung verursacht, nicht sehen.</p></blockquote>
<p>Und schließlich &#8211; endlich &#8211; rückt Neuhaus mit dem finalen Anklagepunkt heraus:</p>
<blockquote><p>Wer &#8211; wie Broder &#8211; wegschaut, macht sich mitschuldig an einem Verbrechen, das in dieser Zeit unter demokratischen Staaten einzigartig ist.</p></blockquote>
<p>Und nachher sagten sie dann, sie hätten nichts gewusst.</p>
<p>Es endet, wie es immer enden muss: mit den Hinweis auf die vermeintliche Freundschaft:</p>
<blockquote><p>Dem jüdischen Volk ist zu wünschen, dass es endlich den Weg eines gerechten und friedlichen Zusammenlebens mit seinen palästinensischen Nachbarn findet.</p></blockquote>
<p><em>Quelle: F.A.Z. vom 26. August, S. 8.</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[F.A.Z., Junge Freiheit und der "Kampf gegen Rechts"]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/08/20/faz-junge-freiheit-und-der-kampf-gegen-rechts/</link>
<pubDate>Wed, 20 Aug 2008 13:41:46 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
<guid>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/08/20/faz-junge-freiheit-und-der-kampf-gegen-rechts/</guid>
<description><![CDATA[Zu den unangenehmen Eigenheiten der F.A.Z. zählt, dass sie auf ihrer Leserbriefseite nicht nur die T]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Zu den unangenehmen Eigenheiten der F.A.Z. zählt, dass sie auf ihrer Leserbriefseite nicht nur die Traktate chronischer Israel-Hasser abdruckt, sondern in regelmäßigen Abständen auch auch den nationalistischen Ausführungen von Lesern der &#8220;Junge Freiheit&#8221; ein Forum bietet. So beschwert sich Dr. Friedrich Löffler, seines Zeichens <a href="http://www.pro-deutschland-online.de/index.php?option=com_content&#38;task=view&#38;id=42&#38;Itemid=34">Vorstandsmitglied der &#8220;Bürgerbewegung pro Deutschland&#8221;</a>, über das vermeintlich zu große Interesse des Bundestages an rechtsextremen Straftaten, wohingegen Linksextremismus bagatellisiert werde:</p>
<blockquote><p>Ziel sei nicht die Aufklärung von Sachverhalten, sondern vielmehr die Bundesregierung zu Stellungnahmen im &#8220;Kampf gegen Rechts&#8221; zu veranlassen. Die Angriffe beziehen sich unter anderem auf Hakenkreuzschmierereien, die auch dann der rechtsextremistischen Szene zugeordnet werden, wenn die Täter nicht ermittelt werden können.</p></blockquote>
<p>Welch in der Tat übereifriger Trugschluss Hakenkreuze Rechtsextremen zuzuordnen! Und ach wie tragisch, es gibt noch weitaus mehr Unheil in diesem Land. Über &#8220;vermeintlich rechtsextremistisch motivierte Straftaten&#8221; werde in den Medien vermehrt berichtet, wohingegen ein Angriff auf das Büro der sympatischen Fraktion &#8220;Pro Köln&#8221; nahezu unerwähnt geblieben sei:</p>
<blockquote><p>In der Nacht zum 13. August wurden dort die Fenster mit Steinen eingeworfen und die Hauswand mit Farbbeuteln verschmutzt.</p></blockquote>
<p>Doch nicht nur die schiere Brutalität und Menschenverachtung des Attentates wissen dabei zu schockieren. Nein, es geht um mehr &#8211; um das deutsche Volk:</p>
<blockquote><p>Das Haus gehört der Stadt, so dass diese beziehungsweise der Steuerzahler für den Schaden aufzukommen haben.</p></blockquote>
<p>Der Aussage, dass das Geld der Steuerzahler für die Reinigung dieses Hauses zu schade sei, kann wahrlich nicht widersprochen werden.</p>
<p>Zur Einordnung der Person Löfflers vermag man sich den von Löffler unterzeichneten Aufruf des neurechten Instituts für Staatspolitik &#8220;Gegen das Vergessen&#8221; (<a href="http://www.staatspolitik.de/pdf/050426_aufruf_faz.pdf">pdf</a>) zu Gemüte führen, der auch in der F.A.Z. abgedruckt wurde:</p>
<blockquote><p>Am 8. Mai jähren sich das Ende des NS-Regimes und die Niederlage Deutschlands zum 60. Mal. Damit hat dieser Gedenktag für uns Deutsche zwei Gesichter. Zum einen markiert er die Befreiung der Verfolgten, das Ende des NS-Regimes und des Zweiten Weltkrieges in Europa. Zum anderen ist der 8. Mai 1945 der Tag der Niederlage der Wehrmacht, der Beginn der deutschen Teilung und des teilweise grausamen Schicksals der Zivilbevölkerung und der Soldaten in den ersten Nachkriegsjahren.</p>
<p>Mit dem Kriegsende verbindet sich für uns auch die Erinnerung an die Vertreibung von 15 Millionen Deutschen aus ihrer angestammten Heimat, an den Verlust fast eines Viertels unseres Landes und an den Beginn der sowjetischen Unterdrückung Osteuropas. Und so ist der 8. Mai &#8211; wie Theodor Heuss, unser erster Bundespräsident, es ausgedrückt hat, die &#8220;tragischste und fragwürdigste Paradoxie für jeden von uns, weil wir erlöst und vernichtet in einem gewesen sind&#8221;.</p></blockquote>
<p>Wohl dem, der angesichts solche Worte den Brechreiz zurückhalten kann.</p>
<p><em>Quelle: F.A.Z. vom 20. August 2008, S. 8.</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Einmal mehr: "Einfache Tatsachen"]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/08/18/einmal-mehr-einfache-tatsachen/</link>
<pubDate>Mon, 18 Aug 2008 08:47:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
<guid>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/08/18/einmal-mehr-einfache-tatsachen/</guid>
<description><![CDATA[Evelyn Hecht-Galinskis Antwort auf Shimon Steins Rede &#8220;Ein Kampf für Sicherheit und Frieden]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/07/26/evelyn-hecht-galinskis-welt/">Evelyn Hecht-Galinskis Antwort</a> auf Shimon Steins Rede &#8220;Ein Kampf für Sicherheit und Frieden&#8221; gibt die Richtlinie für Kommentare auf der Leserbriefseite der F.A.Z. vor. Das Traktat von <a href="http://mozart.physik.rwth-aachen.de/berger.html">Dr. Christoph Berger</a> sei ob der Qualität seiner Argumentation in Gänze zitiert:</p>
<blockquote><p>In der von Ihnen abgedruckten Rede von Shimon Stein (F.A.Z.-Gegenwart vom 22. Juli) werden wie so oft einfache Tatsachen verschwiegen: Die Gründung des Staates Israel ist die letzte Blüte des europäischen Kolonialismus in einem seit Jahrhunderten von Arabern besiedelten Land. Diese Gründung ging einher mit einer ethnischen Säuberung, für die die Verantwortlichen sich heute in Den Haag verantworten müssten. Israel setzt ohne irgendeine Unterbrechung die Siedlungspolitik in einem fremden Land fort. Das Streben Irans nach Atomwaffen ist eine Antwort auf die nukleare Bewaffnung Israels (und anderer Nachbarstaaten). Sicherheit und Frieden für Israel kann es nur geben, wenn endlich ein radikales Umdenken in der Politik dieses Staates stattfindet. Ein erster Schritt wäre die Entschuldigung bei den Ureinwohnern für die begangenen Verbrechen. Die Kolonialstaaten Kanada und Australien haben dafür ein Beispiel gegeben.</p></blockquote>
<p>Jeder einzelne Satz aus Bergers Feder wird wahr in seiner Negation. Weitaus interessanter als die Ausführungen eines einzelnen Irren ist jedoch, dass die antisemitischen und antizionistischen Tiraden der F.A.Z.-Leser in der Mehrzahl von Akademikern, besonders häufig promovierten Naturwissenschaftlern oder Medizinern, stammen, was angesichts derer Verweise auf &#8220;einfache [historische] Tatsachen&#8221; &#8211; wie etwa die Vertreibung arabischer Ureinwohner durch völkermordende Juden &#8211; einer gewissen Ironie nicht zu entbehren weiß.</p>
<p><em>Quelle: F.A.Z. vom 18. August 2008, S. 6.</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Journalisten böse - China gut]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/08/14/journalisten-bose-china-gut/</link>
<pubDate>Thu, 14 Aug 2008 16:50:02 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
<guid>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/08/14/journalisten-bose-china-gut/</guid>
<description><![CDATA[In unruhigen &#8211; und zu allem Überfluß auch noch olympischen &#8211; Zeiten weiß Tilman Kienle m]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>In unruhigen &#8211; und zu allem Überfluß auch noch olympischen &#8211; Zeiten weiß Tilman Kienle mithilfe seines Leserbriefes &#8220;Zersetzende China-Berichterstattung&#8221; aufzuheitern:</p>
<blockquote><p>Zu den Artikeln über China: Ich schäme mich für unsere Medien. Die Berichterstattung in unseren Medien im Vorfeld der Olympischen Spiele finde ich skandalös.</p></blockquote>
<p>Wahre Worte. Unerwartet jedoch die Begründung:</p>
<blockquote><p>Statt über den Beginn der Spiele, die Freude der Teilnehmer, die einzigartige Stadt Peking, die Spitzenleistung chinesischer Olympiaorganisation zu berichten, stellen sich die Journalisten &#8211; offensichtlich sich als die oberste Instanz der Welt empfindend &#8211; mit den kleinen Einschränkungen in den Vordergrund.</p></blockquote>
<p>Über Kleinigkeiten meckern um den Glanz des vollkommenen Ganzen zu schmälern? Das kann Herr Kienle, als oberste Instanz der Welt, den Journalisten natürlich nicht durchgehen lassen. Und so stellt er mit bestechender Logik eine allzu berechtigte Frage:</p>
<blockquote><p>Können die Einschränkungen und die Zensur wirklich so elementar sein, wenn im Frühstücksfernsehen ein Reporter live darüber herziehen kann, wie übel die Diktatur, wie miserabel die Unterstützung, wie unzulänglich die Arbeitsumgebung ist und wie das Dasein durch Tausende von Polizisten kontrolliert wird, ohne sofort festgenommen und ausgewiesen zu werden?</p></blockquote>
<p>Und erschossen wurde der Frühstücksreporter auch nicht &#8211; wo ist also das Problem? Doch weiter im Text:</p>
<blockquote><p>Kann man wirklich von Zensur sprechen, wenn China sich mit der Sperrung des Zugangs zu sportunbedeutenden Plattformen gegen die Unfairness unserer Medien wehrt?</p></blockquote>
<p>Nur ein Unmensch kann angesichts solch himmelschreiende Ungerechtigkeit die Tränen zurückhalten. Das kleine China muss sich doch gegen die bösartigen Attacken der Medien wehren. Denn:</p>
<blockquote><p>Ganz offensichtlich haben diese Journalisten Maß und Ziel verloren und vergnügen sich in ihrer zersetzenden, unkritischen Berichterstattung. Sie sprechen von Einschränkung der Pressefreiheit und können sich offensichtlich nicht vorstellen, dass zur Berichterstattung über die Spiele eingeladen wurden. Vielleicht sind von den 25.000 Journalisten in Peking doch einige zu viel.</p></blockquote>
<p>Das Problem der zu hohen Anzahl an Journalisten ließe sich nun wahrlich gut lösen &#8211; als Reaktion auf die Bedrohung, versteht sich. Allerdings gebe es eine von Herr Kienle präferierte Möglichkeit:</p>
<blockquote><p>Ich wäre begeistert, wenn die kritischen Journalisten die Oberhand in der Berichterstattung bekämen.</p></blockquote>
<p>Doch was haben &#8220;kritische Journalisten&#8221; zu denken um das Prädikat &#8220;kritisch&#8221; zu erhalten? Richtig geraten:</p>
<blockquote><p>China, Peking, die Menschen und die Kultur sind wunderbar. Akzeptieren wir doch einfach, dass das Land erhebliche Anstrengungen hinter sich und die Entwicklung zu noch mehr Freiheit hin zur Demokratie vor sich hat.</p></blockquote>
<p>Bleibt nur noch eine Frage offen: Warum schreibt <a href="http://www.zeit.de/2008/30/China">Gerhard Schröder</a> nicht mehr unter seinem echten Namen?</p>
<p><em>Quelle: F.A.Z. vom 14. August, S. 8.<br />
</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Evelyn Hecht-Galinskis Welt]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/07/26/evelyn-hecht-galinskis-welt/</link>
<pubDate>Sat, 26 Jul 2008 12:27:01 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
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<description><![CDATA[Evelyn Hecht-Galinski ereifert sich in einem ausführlichen Leserbrief in der F.A.Z. (eingescannt von]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Evelyn Hecht-Galinski ereifert sich in einem ausführlichen Leserbrief in der F.A.Z. (<a href="http://www.honestly-concerned.org/Temp/FAZ-2008-07-27-Hecht-Galinski.jpg">eingescannt von Honestly Concerned</a>) über die &#8220;Geschichtsverdrehung und Mystifizierung einer Staatsgründung&#8221; im Rahmen eines Beitrags von Shimon Stein, dem ehemaligen israelischen Botschafters in Deutschland. Den Drang Steins Ausführungen in &#8220;Ein Kampf für Sicherheit und Frieden&#8221; aus der F.A.Z. vom 22. Juli vehement zu widersprechen verspürt Frau Hecht-Galinski, Tochter von Heinz Galinski, des langjährigen Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland,  insbesondere angesichts der Tatsache, <a href="http://www.zentralratdjuden.de/de/article/1747.html?sstr=galinski">dass Stein 2008 den Heinz-Galinski Preis verliehen bekommt</a>. Frau Hecht-Galinskis folgende Ausführungen können dabei als beispielhaft für den modernen Israelkritiker gelten (vgl. für diese Spezies auch die klassischen Beiträge auf <a href="http://www.lizaswelt.net/2008/03/kleiner-leitfaden-fr-israelkritiker.html">Lizas Welt</a> und <a href="http://spiritofentebbe.wordpress.com/2008/03/21/der-gemeine-israelkritiker/">Spritit of Entebbe</a>).</p>
<p><strong>Gegen Israel in drei einfachen Schritten</strong></p>
<p>Die Quintessenz der Israelkritik ist das Dogma, dass Israels Staatsgründung unwiderruflich auf Unrecht basiere und Israel infolgedessen alleinig für den Nahost-Konflikt verantwortlich sei:</p>
<blockquote><p>Solange die Vertreibung und Enteignung der Palästinenser, die mit der Gründung des Staates Israel einherging, ignoriert wird, ist eine Lösung des Nahost-Konflikts nicht möglich.</p></blockquote>
<p>Diese These basiert auf drei einfachen Schritten.</p>
<p><em>Schritt 1:</em> Israel sei Schuld an der Situation der Palästinenser:</p>
<blockquote><p>Die zionistische Ideologie und später die israelische Politik haben 1948 zum Untergang der Palästinenser beigetragen.</p></blockquote>
<p><em>Schritt 2:</em> Nicht etwa konkrete Taten Israels seien das Problem, sondern die dem Staate Israel inhärente Ideologie:</p>
<blockquote><p>Seit die zionistische Bewegung im späten neunzehnten Jahrhundert nach Palästina kam, träumte sie davon, so viel Land wie möglich zu erobern, um darauf einen jüdischen Staat zu gründen.</p></blockquote>
<p><em>Schritt 3:</em> Die Palästinenser sind demnach der unweigerliche und natürliche Feind Israels, da sie der Verwirklichung israelischer Interessen (= einem größtmöglichen Territorium) im Wege ständen. Israel bekämpfe die Palästinenser daher gnadenlos:</p>
<blockquote><p>Ein wichtiges Ziel war es, in diesem Staat so wenig Palästinenser wie möglich zu belassen. Diese Version wurde Realität, als die israelische Armee in weniger als einem Jahr, zwischen Februar und Oktober 198, systematisch 500 palästinensische Dörfer zerstörte. Die Hälfte der einheimischen Bevölkerung wurde in dieser Zeit vertrieben, ihr Besitz beschlagnahmt, um palästinensische Spuren zu verwischen. So ist der Staat Israel eine Ethnokratie, also eine Demokratie nur für Juden geworden.</p></blockquote>
<p><strong>Tatsachen und das Reich des Bösen</strong></p>
<p>Soweit zu den Voraussetzungen Hecht-Galinskis. Vor dem Hintergrund dieser Ausführungen kann sie in vollendeter Unschuld die Frage nach dem Existenzrecht Israels stellen:</p>
<blockquote><p>In welchen Grenzen sollen denn die Palästinenser den Staat Israel anerkennen?</p></blockquote>
<p>Selbstverständlich stützt sich Frau Hecht-Galinski dabei nur auf &#8220;Tatsachen&#8221;:</p>
<blockquote><p>Tatsache ist, dass die israelische Führung es bei der Staatsgründung absichtlich unterließ, die Staatsgrenze zu definieren. Seither hat Israel das, was es als sein Staatsgebiet betrachtet, kontinuierlich und mit Gewalt ausgeweitet. Israel glaubt, es könne mit diesen Maßnahmen die Zeit verrinnen lassen und einen lebensfähigen Palästinenserstaat verhindern.</p></blockquote>
<p>Mit anderen Worten: Da Israel den Palästinensern ihr Recht auf einen eigenen Staat systematisch verweigert, seinen die Palästinenser sind nicht nur nicht gezwungen einen israelischen Staat anzuerkennen, sondern im Gegenteil sogar dazu verpflichtet, Israel zu bekämpfen. Doch was folgt aus dieser &#8220;Tatsache&#8221; für Deutschland und Europa?</p>
<blockquote><p>Wenn wir Israel weiterhin die Behauptung abnehmen, eine Zweistaatenlösung scheitere an den Palästinensern, machen wir uns mitschuldig an diesem Unrecht.</p></blockquote>
<p>Vermutlich ist es für Hecht-Galinski auch eine &#8220;Tatsache&#8221; , dass die Palästinenser in den letzten 60 Jahren stets politisch klug gehandelt haben sind und derzeit beste Voraussetzungen für einen eigenen Staat bieten. Wie skandalös erscheint vor diesem Hintergrund das Verhalten der bösen weiten Welt:</p>
<blockquote><p>Doch die Weltgemeinschaft hofiert einen Staat, der über die besetzten Gebiete einen in seiner Grausamkeit fast einmaligen Belagerungszustand verhängt hat, offiziell eine Politik des Tötens durch Exekutionen praktiziert und in den palästinensischen Gebieten weiterhin ungebremst siedelt.</p></blockquote>
<p>Interessant ist hier nicht das, was Hecht-Galinski schreibt, sondern vielmehr was sie nicht schreibt: Welcher Staat vermag es denn Israel hinsichtlich seiner &#8220;Grausamkeit&#8221; zu übertreffen? Das Reich Mordors? Doch Israel hat noch weitaus mehr auf dem Kerbholz:</p>
<blockquote><p>Checkpoints werden nicht abgebaut, durch das Westjordanland führt eine &#8220;Apartheidautobahn&#8221;, die nur von israelischen Staatsbürgern genutzt wird, und die Annexionsmauer ragt tief in besetztes palästinensisches Gebiet hinein &#8211; nicht aus Sicherheitsgründen, sondern wegen der Ansprüche auf eine Gebietserweiterung.</p></blockquote>
<p>Fehlt nur noch der Vorwurf, dass Israel Terroristen nicht aufgrund der von ihnen ausgehenden Gefahr für Leib und Leben seiner Staatsbürger jagdte, sondern ob der gezielen Unterdrückung berechtigter palästinensischer Ansprüche. Doch die bisher genannten Anschuldigungen reichen ja vollends aus um erneut zu klagen:</p>
<blockquote><p>Wo bleibt der Aufschrei der Welt, wo der Hinweis auf die Verpflichtung Israels, nach internationalem Recht ohne Diskriminierung für die öffentliche Ordnung und Sicherheit in den besetzten Gebieten zu sorgen?</p></blockquote>
<p><strong>Auf einem fremden Planeten?</strong></p>
<p>Die Forderung nach einem angeblich nicht vorhandenen &#8220;Aufschrei der Welt&#8221; lässt endgültig die Frage aufkommen, in welcher Welt Frau Hecht-Galinski eigentlich lebt? <a href="http://www.adl.org/international/Israel-UN-1-introduction.asp">Diese Welt, in der Israel der Liebling der UNO ist</a>, kann es jedenfalls nicht sein. Anders ist auch die folgende Äußerung beim besten Willen nicht zu deuten:</p>
<blockquote><p>Und wie lange nimmt die Weltöffentlichkeit noch Israels militärische Drohungen als kriegsbereite Atommacht hin?</p></blockquote>
<p>Ist das als Aufruf zu verstehen, dass die Vereinten Nationen Sanktionen gegen Israel verhängen oder gar dort einmarschieren sollten? Anscheinend existiert in Frau Hecht-Galinskis Welt auch keine islamische Republik Iran, die Israel mit der Vernichtung droht. Doch just in dem Moment, wo sich die Vermutung aufzudrängen beginnt, dass es auf Frau Hecht-Galinskis Planenten vielleicht doch gar nicht so schlecht zu sein scheint, zerplatzt die Seifenblase:</p>
<blockquote><p>Gerade im Angesicht unserer gemeinsamen Vergangenheit müssen kritische Anmerkungen zu begangenem Unrecht möglich sein, auch wenn sie Israel betreffen.</p></blockquote>
<p>Das klingt dann doch wieder deutsch bis ins Mark und somit sehr nach dieser Welt.</p>
<p>Für mehr über Frau Hecht-Galinski siehe <a href="http://heplev.wordpress.com/2008/07/28/seit-wann-ist-die-tochter-die-tochter/">heplevs Beitrag &#8220;Seit wann ist die Tochter die Tochter?&#8221;</a>.</p>
<p><em>Quelle: F.A.Z. vom 26. Juli, S. 19.</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Zusammengehörigkeitsgefühle im Kriegsgefangenenlager]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/07/02/zusammengehorigkeitsgefuhle-im-kriegsgefangenenlager/</link>
<pubDate>Wed, 02 Jul 2008 08:17:30 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
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<description><![CDATA[Nachdem es einige Zeit verhältnismäßig human auf der Leserbriefseite der F.A.Z. zuging, wagt sich de]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Nachdem es einige Zeit verhältnismäßig human auf der Leserbriefseite der F.A.Z. zuging, wagt sich der deutsche Nationalismus in Gestalt von Dr. Werner Mielke wieder einmal an die Oberfläche. Mielke beginnt mit einer langatmigen historischen Darstellung der Volksgeschichte Deuschlands (Stichworte: &#8220;Ludwig der Deutsche&#8221;, &#8220;rein germanisches Land&#8221;, &#8220;Sprach- und Volkstumgrenze&#8221;). Zu erfahren ist etwa, dass spanische Jesuiten im Zuge der Gegenreformation einen &#8220;erheblichen Teil des deutschen Volkes&#8221; zur katholischen Kirche zurückführten und &#8220;damit die religiöse Spaltung des deutschen Volkes&#8221; bewirkten. Allen Widrigkeiten zutrotz habe die österreichische Nationalversammlung am 12. November 1918 einstimmig beschlossen, dass &#8220;Deutsch-Österreich&#8221; [...] &#8220;Bestandteil der deutschen Republik&#8221; sei:</p>
<blockquote><p>Damit war der Anschluss an Deutschland vollzogen, wurde aber von den Alliierten durch die Verträge von Versailles und Sain-Germain verboten, die dem Land auch untersagten, sich Deutsch-Österreich zu nennen. Eine vom Nationalrat in Wien beschlossene Volksabstimmung wurde von den Siegermächten verhindert.</p></blockquote>
<p>Es ist offensichtlich, auf was Mielke hinaus will: Die niederträchtigen Siegermächte verhinderten, ungerechtfertigterweise, das zusammenkommt, was zusammengehört. Rührend beschreibt Mielke eine feierliche Anekdote aus der Kriegsgefangenschaft, in der sich die wackeren Blutsbrüder widersetzen:</p>
<blockquote><p>Im Spätsommer 1945 lehnten im Kriegsgefangenenlager Camp 5B in Bellaria bei Rimini, in dem auch ich mich befand, unsere österreichischen (ostmärkischen) Kameraden einmütig den Vorschlag der britischen Bewacher ab, das Lager der deutschen Kriegsgefangenen zu verlassen und in ein Ausländerlager zu wechseln, und zwar trotz der in Aussicht gestellten früheren Entlassung und der zu vermutenden besseren Verpflegung.</p></blockquote>
<p>Doch obwohl die österreichischen Kameraden nicht besser speisen wollten als der Rest ihrer Kameraden, trennten die garstigen Engländer die innige Volksgemeinschaft, was natürlich nicht ohne Widerworte geschah:</p>
<blockquote><p>Als die Engländer diesen Wechsel dann befohlen, hielt ein Dozent der Universität Wien am Abschiedsabend einen Vortrag &#8220;Der Beitrag Österreichs zur gesamtdeutschen Kultur&#8221; und sagte zum Schluss &#8211; ich zitiere aus dem Gedächtnis: &#8220;Kameraden, wenn wir jetzt nicht nach eigenen Wunsch und Willen, sondern auf Befehl der Siegermächte wieder voneinander getrennt werden, so beende ich meinen Vortrag in Anlehnung an das stolzeste Wort der Antike, das da lautete: &#8216;Civis Romanus sum&#8217;, mit den Worten &#8216;Civis Germanicus sum&#8217;&#8221;. Langanhaltender Beifall und ein mächtiges, uns verbindenens Gefühl der Zusammengehörigkeit dankten ihm.</p></blockquote>
<p>Bemerkenswert ist, dass Mielke über 60 Jahre später nebst der exakten Bezeichnung des Kriegsgefangenenlagers auch die Rede noch zitieren kann &#8211; haben doch viele Deutsche Gedächtnislücken hinsichtlich jener Zeit und leiden an der von Kinky Friedman beschriebenen Waldheim-Krankheit: &#8220;der Unfähigkeit, sich daran zu erinnern, dass man früher ein Nazi war&#8221;. Doch ganz ohne Erinnerungslücken ist auch Herr Mielke nicht, hat er doch die wohl wichtigste Reaktion auf die Rede vergessen: Es folgte ein donnerndes Heil.</p>
<p><em>Quelle: Werner Mielke: &#8220;Das Gefühl der Zusammengehörigkeit&#8221;, in: F.A.Z. vom 2. Juli 2008, S. 8.</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>

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