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	<title>chemnitz-blog &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
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	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "chemnitz-blog"</description>
	<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 14:05:55 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Besuch im Kosmonautenzentrum]]></title>
<link>http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/09/23/besuch-im-kosmonautenzentrum/</link>
<pubDate>Wed, 23 Sep 2009 11:44:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>chemnitzblog</dc:creator>
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<description><![CDATA[&#8220;Der Weltraum . Unendliche Weiten. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs&#8230;&#8221; ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><em><a href="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/09/kosmonautenzentrum-chemnitz.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-447" title="Kosmonautenzentrum Chemnitz" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/09/kosmonautenzentrum-chemnitz.jpg" alt="Kosmonautenzentrum Chemnitz" width="500" height="716" /></a></em></p>
<p style="text-align:justify;"><em>&#8220;Der Weltraum . Unendliche Weiten. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs&#8230;&#8221;</em> &#8211; halt, schon falsch! Wir fliegen natürlich nicht in den Weltraum, sondern in den Kosmos. Und zwar mit einer sowjetischen Raumkapsel. Doch zuvor gilt es ein knüppelhartes Raumfahrer&#8230;äh&#8230;Kosmonautentraining zu absolvieren. Zum Glück gibt es in Chemnitz zu diesem Zweck das Kosmonautenzentrum Sigmund Jähn, welches an den Pionier und ersten Deutschen im All erinnert. Nach der formlosen Anmeldung (Studenten 2 Euro, Erwachsene 2,50 Euro) werden wir ins Trainingszentrum geführt. Zwei sehr ernst guckende Grundschüler sollen in fünf Disziplinen unsere Kosmostauglichkeit testen: Wissenstest, Sehtest, Konditionstest, Gleichgewichtstest und Reaktionstest. Wir fangen mit der Kondition an, wer weiß wie ausgepowert wir nach den anderen Prüfungen sind.</p>
<p><a href="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/09/kosmonautentraining-chemnitz.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-448" title="Kosmonautentraining in Chemnitz" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/09/kosmonautentraining-chemnitz.jpg" alt="Kosmonautentraining in Chemnitz" width="500" height="377" /></a><em><br />
Noch sieht alles gut aus&#8230;ein erfahrener Kosmonaut erläutert uns die Funktionsweise des Trainingsgerätes</em></p>
<p style="text-align:justify;">Es gilt stabiles Laufband durch schnelles Laufen in Bewegung zu setzen. Für unsere Altersstufe (über 9. Klässler) muss man mindestens 300 Umdrehungen in 30 Sekunden schaffen. Na, das sollte doch zu schaffen sein. Wie ein Olympia-Läufer starte ich durch, gebe  Tempo und strample mir die Beine aus dem Bauch. Wenn das keine Bestzeit war! Erschöpft drehe ich mich um: 346 Umdrehungen, geschafft wenn auch nur knapp. Dafür bin ich jetzt geschafft. Aber wer weiß, wie ausgepowert ich nach den nächsten Prüfungen erst bin! Also entscheide mich schnell für den Wissenstest. Die Fragen zu Sojus, Apollo und Saturn bringen mich nicht aus dem Konzept, mit solidem Halbwissen hangeln wir uns durch die Aufgabe. Unser Trainer schaut kritisch und vermerkt den erfolgreichen Abschluss dann doch auf der Trainingskarte.</p>
<p style="text-align:justify;">Es folgt der Sehtest: Die Buchstaben sind ziemlich groß und lassen sich ohne Probleme lesen. Als ich mir an die Nase fasse, weiß ich auch warum: Ich habe meine Brille auf. &#8220;Gibt es überhaupt Kosmonauten mit Brille?&#8221;, frage ich. &#8220;Nein&#8221;, lautet die knappe, aber bestimmte Antwort unseres Trainers. Ja, na da haben wir jetzt ja ein Problem&#8230; Zum Glück überbrückt der Grundschüler die peinliche Situation, indem er uns vorschlägt, trotzdem noch den Gleichgewichtstest zu absolvieren und danach am Kosmosflug teilzunehmen. War das ein Angebot mich quasi unter der Hand doch noch an Bord zu mogeln? Ich gucke mich vorsichtig um, aber niemand scheint das gewagte Angebot des Pioniers bemerkt zu haben. Schnell willige ich ein. Wollen wir nur mal hoffen, dass meine Brille später beim Sicherheitscheck nicht doch noch zum Problem wird&#8230;</p>
<p><a href="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/09/kosmonautentraining-chemnitz-2.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-449" title="Kosmonautentraining in Chemnitz" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/09/kosmonautentraining-chemnitz-2.jpg" alt="Kosmonautentraining in Chemnitz" width="500" height="667" /></a></p>
<p style="text-align:justify;">Doch zuerst wartet der Gleichgewichtstest auf mich und meine tapfere Begleiterin. Auf einer Art Bürodrehstuhl werden wir fünf Mal um die eigene Achse gedreht, dann müssen wir aufstehen und eine gerade Linie entlang laufen. Hört sich einfach an, ist aber verflucht schwierig. Ich torkele über die ersten vier Berührungssensoren am Boden, falle dann fast hin und muss von den beiden Trainern gestützt werden. Die fünf tippe ich noch an, dann falle ich fast hin und der Test ist beendet. &#8220;Leider durchgefallen&#8221;, vermerkt der Trainer. Das war&#8217;s. Aus und vorbei der Traum vom Weltraumflug!</p>
<p style="text-align:justify;">Oder doch nicht? Wir kriegen zwei Flugkarten in die Hand gedrückt und ehe wir es uns versehen, sitzen wir schon in der Rakete. Mutige Raumpioniere haben alle Vorschriften und Richtlinien des staatlichen Weltraumapparates hinter sich gelassen und uns trotz Brille und miserablem Gleichgewichtsvermögen an Bord gebracht.  Wir fühlen uns wie heimliche Helden! Wo soll die Reise hingehen? Einmal um die Erde, bitte. Zu den Klängen von Major Tom (&#8220;Völlig schwerelos von der Erde&#8230;&#8221;) heben wir ab. Die Instruktionen kommen von einer Kosmonautin aus dem Bodenzentrum. Sie trägt Make-up und Ohrringe. Wir lernen: So ein Raumflug ist eine viel lockerere Sache, als man immer glaubt.</p>
<p style="text-align:justify;"><a href="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/09/raumflug-chemnitz.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-451" title="Raumflug im Kosmonautenzentrum Sigmund Jähn" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/09/raumflug-chemnitz.jpg" alt="Raumflug im Kosmonautenzentrum Sigmund Jähn" width="500" height="375" /></a></p>
<p style="text-align:justify;">Eine Viertelstunde später haben wir einen Waldbrand in der Steppe gemeldet, die Umweltverschmutzung der chinesischen Flüsse kritisch beäugt und mit einem kosmischen Hammer unser Schiff fast demoliert. Genug für einen Tag im Kosmos, das finden auch die Grundschüler. Sicher landen wir wieder auf der Erde. Als wir aus der Tür treten, ein kritischer Blick: Doch ja, Chemnitz ist noch da!</p>
<p style="text-align:justify;"><em>Das Kosmonautenzentrum Sigmund Jähn findet ihr im Küchwald hinter dem Schloßteich. Es hat Dienstag bis Freitag von 14 bis 17 Uhr geöffnet, Sonntag (nicht in den Sommerferien) auch von 13 bis 17 Uhr. Im Internet unter: <a href="http://www.kosmonautenzentrum.de/" target="_blank">http://www.kosmonautenzentrum.de/</a></em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Lieber ClubFX,]]></title>
<link>http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/08/18/lieber-club-fx-chemnitz/</link>
<pubDate>Tue, 18 Aug 2009 20:13:25 +0000</pubDate>
<dc:creator>chemnitzblog</dc:creator>
<guid>http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/08/18/lieber-club-fx-chemnitz/</guid>
<description><![CDATA[was muss ich da lesen! Bei euch wurde in letzter Zeit wohl ziemlich wild gefeiert. Aus eurer Sicht s]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/08/fuchsbau-chemnitz.gif"><img class="alignnone size-full wp-image-434" title="Fuchsbau in Chemnitz macht keine 1-Euro-Parties mehr" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/08/fuchsbau-chemnitz.gif" alt="Fuchsbau in Chemnitz macht keine 1-Euro-Parties mehr" width="500" height="125" /></a></p>
<p style="text-align:justify;">was muss ich da lesen! Bei euch wurde in letzter Zeit wohl ziemlich wild gefeiert. Aus eurer Sicht sogar etwas zu wild. Mit oben stehendem Banner kündigt ihr jedenfalls ein Ende der so genannten 99-Cent-Parties an. Es ist ja auch überaus unschön was betrunkene Gäste so alles anrichten: Sie reißen eure Kellerdeko ab, pinkeln in Becher, verstopfen Toiletten mit ihrer Kotze und übergeben sich sogar in Hauseingänge oder Hecken! Eklig! Und nicht zuletzt lassen diese Rüpel auch noch ihre Flaschen überall liegen! Fast könnte man ja Mitleid mit euch &#8220;Kellerkindern&#8221; (Eigenbezeichnung ClubFX) kriegen. Denn es sind ja offensichtlich die hackestramm-pöbelnden Gäste schuld daran, dass aus euren &#8220;galaktischen Partys&#8221; eine üble Absturznacht wird.</p>
<p style="text-align:justify;">Ein bisschen frage ich mich aber schon, liebe FXler, ob ihr angesichts eures wunderschönen Mottos &#8220;Back to Brain&#8221; mal auf die Idee gekommen seid, hinter eurer Theke nach der Ursache zu suchen. Denn nicht zuletzt schenkt ihr doch raue Mengen Alkohol für weniger als einen Euro aus. Die &#8220;galaktische Party&#8221; bringt euch auch nur galaktische Einnahmen, wenn jeder Gast mehr als einen Drink zu sich nimmt. Man kann sich für weniger als 10 Euro an so einem Abend richtig blau saufen! Und wer will es den jungen Gästen (insbesondere denen mit kleinem Geldbeutel) verdenken, dass sie dieses Saufschnäppchen wahrnehmen? &#8220;Einmal trinken soviel man will&#8221;, so lautet die Verheißung der Fast-Flatrate-Party. Bei manchen Gästen mit den beschriebenen Folgen. Mal ehrlich ClubFXler, ihr wollt einen möglichst hohen Umsatz über Masse statt Klasse und zugleich ordentliche-leicht-betrunkene-nicht-kotzende-und-randalierende Gäste? Beides zusammen &#8211; Trichterlogo hin, Alkohol in der Birne her &#8211; gibt es aber nicht für 99 Cent. War aber eigentlich auch schon vorher klar.</p>
<h5 style="text-align:justify;">Dank geht an Benni für den Hinweis auf die Story</h5>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die Crux mit den Wohnheimen]]></title>
<link>http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/08/01/die-crux-mit-den-wohnheimen-chemnitz/</link>
<pubDate>Sat, 01 Aug 2009 08:39:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>chemnitzblog</dc:creator>
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<description><![CDATA[Fast wie im Reiseprospekt (nur ohne Balkone): Das Studentenwohnheim könnte auch ein Hotel an der Cos]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="text-align:justify;"><img class="alignnone size-full wp-image-430" title="Wohnheim Chemnitz" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/08/wohnheim-chemnitz.jpg" alt="Wohnheim Chemnitz" width="500" height="375" /><br />
<em>Fast wie im Reiseprospekt (nur ohne Balkone): Das Studentenwohnheim könnte auch ein Hotel an der Costa Brava sein</em></p>
<p style="text-align:justify;">Wenn ich von meinem WG-Balkon geradeaus, nach links oder nach rechts schaue, dann blicke ich auf die achtgeschossigen Studenten-Wohnheime gegenüber. Gestern saß ich wieder so in meinem Liegestuhl und blickte vor mich hin auf die sanierten Plattenbauten, da fiel mir auf, was für ein seltsamer Begriff &#8220;Wohnheim&#8221; eigentlich ist.</p>
<p style="text-align:justify;">Welche anderen Heime kennt man noch so im Sprachgebrauch? Da wären zum Beispiel:</p>
<ul style="text-align:justify;">
<li>Kinderheim</li>
<li>Altenheim</li>
<li>Pflegeheim</li>
<li>Asylbewerberheim</li>
<li>Tierheim</li>
<li>Stammheim  <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </li>
</ul>
<p style="text-align:justify;">Alles sind Orte, wo man nicht so unbedingt gerne wohnen möchte: Im Kinderheim wohnen Kinder, deren Eltern verschwunden sind. Im Alten- und Pflegeheim wohnen Eltern, deren Kinder sie nicht pflegen können oder wollen. Im Asylbewerberheim wohnen Leute, die keine Aufenthaltserlaubnis haben. Im Tierheim leben Tiere ohne Zuhause. In Stuttgart-Stammheim saßen die RAF-Terroristen ein, auch sie taten das sicher nicht gerne. Allen Heimen ist gemein, dass man selbst nicht mehr die Möglichkeit hat, einfach wieder auszuziehen.</p>
<p style="text-align:justify;">Rein der Bezeichnung nach ist ein Studentenwohnheim also ein Ort an welchem entwurzelte Studenten wohnen, die keine andere Bleibe gefunden haben. Ein Ort an welchem sie nicht gerne sind, sondern eher weil irgendjemand es bestimmt hat. Und sie dürfen nicht raus! Das wird in dieser Form sicher auf die wenigsten Studenten im Wohnheim gegenüber zutreffen (genaue Werte bietet diese <a href="http://uw2008.studentenwerk-dresden.de/" target="_blank">Studie zur Wohnzufriedenheit</a>).</p>
<p style="text-align:justify;">Bleibt also die Frage, ob es nicht einen passenderen Begriff für die Wohnheime gibt. Vielleicht &#8220;Studentenwohnanlage&#8221; oder &#8220;Studentenresidenz&#8221;? Wobei diesen Termini (hey, endlich einen linguistischen Fachbegriff eingebaut!) häufig ja auch eine Spur Euphemismus innewohnt. Eine Residenz mit Toilette auf dem Gang wäre eben nur dem Namen nach eine Residenz. Ein Dilemma für welches keine Lösung in Sicht ist. Und so bleibt erstmal alles beim Alten: Die Fenster des Wohnheims glänzen in der Sonne, gegenüber auf dem Balkon ein junger Blogger im Liegestuhl, der angestrengt grübelt. Alles wie immer.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Warum die Chemnitzer Innenstadt nicht schön ist, ich aber trotzdem ganz froh bin, dass ich da war.]]></title>
<link>http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/07/20/warum-die-chemnitzer-innenstadt-nicht-schoen-ist-ich-aber-trotzdem-ganz-froh-bin-dass-ich-da-war/</link>
<pubDate>Mon, 20 Jul 2009 17:25:07 +0000</pubDate>
<dc:creator>chemnitzblog</dc:creator>
<guid>http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/07/20/warum-die-chemnitzer-innenstadt-nicht-schoen-ist-ich-aber-trotzdem-ganz-froh-bin-dass-ich-da-war/</guid>
<description><![CDATA[Die Stadt-der-Moderne-Box auf dem Rathausplatz in Chemnitz. Die beiden Herren sind nur zufällig auf ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img class="alignnone size-full wp-image-423" title="Stadt der Moderne Box in Chemnitz" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/07/stadt-der-moderne-box.jpg" alt="Stadt der Moderne Box in Chemnitz" width="500" height="333" /><br />
<em>Die Stadt-der-Moderne-Box auf dem Rathausplatz in Chemnitz. Die beiden Herren sind nur zufällig auf dem Bild.</em></p>
<p style="text-align:justify;">Am Wochenende war ich seit längerem mal wieder in der Chemnitzer Innenstadt. Das Wohnen auf dem Campus bringt es mit sich, dass man nur noch für größere Besorgungen (Elektronikkram, Kosmetikartikel) hierher fahren muss. Alles andere gibt es auch bei den Discountern ums Eck. Früher bin ich öfter in die City gefahren, aber mittlerweile scheue ich den Weg. Nicht, dass es wirklich weit wäre &#8211; aber man wartet doch ein ums andere Mal auf die Tramlinie 2, die jetzt im Sommer nur jede Viertelstunde durch die Straßen kriecht und noch dazu notorisch verspätet ist.</p>
<p style="text-align:justify;">An der Zentralhaltestelle angekommen, fiel mir gleich die Stadt-der-Moderne-Box auf, die für die neue Imagekampagne von Chemnitz werben soll. Draußen sind Fotos von überwiegend lachenden Einwohnern abgebildet, drinnen gibt es Statements in Print- und Videoform. Es ging darum, was die Chemnitzer mit ihrem neuen Slogan verbinden. Eine junge Dame fand den Titel &#8220;Stadt der Moderne&#8221; für Chemnitz ziemlich unpassend. Ihr wurde eine begeisterte Stimme einer älteren Frau entgegen geschnitten, welche die Innenstadt hingegen sehr schön fand: &#8220;Weil hier alles so modern ist!&#8221;</p>
<p style="text-align:justify;">Nun kann man ja vieles über die Chemnitzer Innenstadt sagen &#8211; aber wirklich &#8220;schön&#8221; ist sie leider nicht. Das Rathaus ist schön. Einige der alten Bürgerhäuser sind schön. Die Innenstadt als Ganzes ist hingegen ein ziemlich wildes Durcheinander aus alt und neu, hübsch und abrissbedürftig, gediegen und häßlich. Schön ist sie nicht. Aber nicht zuletzt brauchen die Macher der Image-Kampagne ja auch ein paar positive Stimmen zum Stadtbild. Sie können ja schlecht sagen: &#8220;Leute fahrt nach Altenburg, wenn ihr eine schöne Innenstadt sehen wollt!&#8221; &#8211; Das wäre zwar richtig, aber außer den Altenburgern würde sich darüber wohl niemand freuen.</p>
<p style="text-align:justify;">Eine richtig originelle Idee fand ich die kostenlosen Oversize-Postkarten, die es in der Box zum Mitnehmen gab. Einige Motive zeigen Chemnitzer Sehenswürdigkeiten wie den Marx-Kopf oder eine Kaßberger Jugendstilfassade &#8211; andere nehmen das Klischee von Chemnitz als Provinzstadt auf die Schippe. Allein wegen dieser Karten hat sich die Fahrt in die Innenstadt für mich diesmal gelohnt:</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-425" title="Postkarten Chemnitz" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/07/postkarten-chemnitz.jpg" alt="Postkarten Chemnitz" width="500" height="333" /><br />
<em>Die Gratis-Postkarten &#8211; man benötigt 1,45-Euro-Briefmarken für den Versand.</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Das Lachen der Anderen]]></title>
<link>http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/07/10/das-lachen-der-anderen/</link>
<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 16:19:51 +0000</pubDate>
<dc:creator>chemnitzblog</dc:creator>
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<description><![CDATA[Normalerweise hängen am Schwarzen Brett der Universitätsbibliothek Ankündigungen für längst vergange]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img class="alignnone size-full wp-image-416" title="Skurriler Brief an der TU Chemnitz" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/07/skurriler-brief.jpg" alt="Skurriler Brief an der TU Chemnitz" width="500" height="750" /></p>
<p style="text-align:justify;">Normalerweise hängen am Schwarzen Brett der Universitätsbibliothek Ankündigungen für längst vergangene Veranstaltungen, Verkaufsannoncen für Schränke und Sofas und Nachmietergesuche. Heute blieb mein Blick jedoch an einem anderen Zettel hängen. Es war die großformatige Kopie eines Faxes eines gewissen Matthias J. (Name gekürzt) an die sächsische Staatsministerin Eva Maria Stange und schon der Betreff versprach Spannung:  &#8220;Die gegen mich gerichtete ständige schwere Belästigung an der Technischen Universität Chemnitz&#8221; prangert der Schreiber dort  nämlich an. Es folgt ein überaus skurriles Schreiben, in welchem Matthias J. seine Forschungsschwerpunkte (&#8220;illegale Produktion von Waffen&#8221;, &#8220;mafiöse Netzwerke&#8221;, &#8220;historische Industrialisierung in Sachsen&#8221;, &#8220;Holochaust&#8221; [sic]) darlegt und auf seine persönliche Bedeutung hinweist (&#8220;Ich unterhalte Beziehungen zum Cold War International History Project des Woodrow Wilson [...] sowie zu weiteren Internationalen Einrichtungen und Medien&#8221;). Erst dann kommt er zum Kern seines Problems:</p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;">Voraussetzung das ich meine Forschungseinrichtung in Sachsen betreibe ist, das die ständige Bespitzelung und Belästigung der Studentenschaft aufhören. Zum Beispiel ärgert mich die Studentenschaft mit absichtlichem lautem Lachen, obwohl ich über traurige Sachen forsche.</p>
</blockquote>
<p style="text-align:justify;">schreibt J. unter bemerkenswerter Missachtung gängiger Regeln zur Verwendung von &#8216;das&#8217; und &#8216;dass&#8217; und will vermutlich auch nicht, dass die Belästigung der Studentenschaft aufhört, sondern vielmehr die Belästigung DURCH die Studentenschaft. Doch das erscheint als sprachwissenschaftliche Besserwisserei, denn J. scheint es sehr ernst zu sein mit dem Gelächter:</p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;">Ich bekomme bei so einem Verhalten eine <em>Innere Zerrissenheit</em>. Ich weiß nicht wie ich reagieren soll und kann nur resignieren und abwandern. Meine Bemühungen den Rektor Herrn Professor Matthes einzuschalten, damit die Belästigungen aufhören, sind gescheitert.</p>
</blockquote>
<p style="text-align:justify;">Manchmal reicht eben auch ein Lachen aus, um einen bedeutenden investigativen Forscher und Mafia-Experten zur Verzweiflung bzw. ins Exil zu treiben. Ich bin sicher, dass sich die Staatsministerin umgehend um diesen Fall kümmern wird und entsprechende Schritte gegen das Gelache, aber auch Gegluckse, Gekicher oder Gegacker an der TU Chemnitz einleiten wird. Falls dem nicht so ist, hat Matthias J. jedenfalls noch einen Trumpf in der Hinterhand:</p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;">Im Falle meiner Abwanderung würde die Washington Post oder die New York Times einen entsprechenden Bericht über meine Forschungen und die mir umgebene Gesellschaft veröffentlichen.</p>
</blockquote>
<p style="text-align:justify;">Spätestens dann wird sicher doch noch alles gut.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Tuchfühlung will's wissen]]></title>
<link>http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/06/30/tuchfuehlung-wills-wissen-chemnitz/</link>
<pubDate>Tue, 30 Jun 2009 16:39:42 +0000</pubDate>
<dc:creator>chemnitzblog</dc:creator>
<guid>http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/06/30/tuchfuehlung-wills-wissen-chemnitz/</guid>
<description><![CDATA[So oder so ähnlich soll nach Informationen des Chemnitzblogs die Leserbefragung aussehen Für ihre le]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/06/tuchfuehlung_befragung.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-411" title="Leserbefragung von Tuchfühlung" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/06/tuchfuehlung_befragung.jpg" alt="Leserbefragung von Tuchfühlung" width="500" height="360" /></a><br />
<em>So oder so ähnlich soll nach Informationen des Chemnitzblogs die Leserbefragung aussehen</em></p>
<p style="text-align:justify;">Für ihre letzten beiden Ausgaben musste die Redaktion der Tuchfühlung viel Kritik von ihren Lesern einstecken (siehe Kommentare <a href="http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/04/21/blick-in-die-beliebigkeit-tuchfuhlung-nr-08-ist-da/#comments" target="_blank">hier</a> und <a href="http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/01/28/verspielte-chance-rezension-des-campusmagazins/#comments" target="_blank">hier)</a>. Nun scheint die Redaktion zu der Einsicht gelangt zu sein, dass es auf diesem Weg mit dem Chemnitzer Campusmagazin nicht weitergeht. Eine Befragung soll das Heft wieder näher an die Leser bringen und herausfinden, was die Studenten über das 1,30-Blatt denken. Wie das Chemnitzblog exklusiv von einem Mitglied der Redaktion erfuhr, wurde ein entsprechender Fragebogen bereits gestaltet und soll bei Erscheinen der neuen Ausgabe noch diese Woche an alle Käufer verteilt werden. Inhalt sind zunächst eher allgemeine Fragen zur Bekanntheit der Tuchfühlung (siehe oben). Dann will das Hochglanzmagazin es genau wissen: Umfang (Seitenzahl), Informationsgehalt, Themenrelevanz, Aktualität und Übersichtlichkeit sollen eingeschätzt werden. Von &#8220;Sehr gut&#8221; bis &#8220;Sehr schlecht&#8221; reicht die Palette der Auswahlmöglichkeiten. Besonders interessant erscheint in Hinblick auf die letzten beiden Ausgaben wohl die Frage nach der &#8220;kritischen/unabhängigen Annäherung an Themen&#8221; (die keineswegs gewährleistet schien). Auch die Größe der Schrift  und die eigenwillige Bildauswahl steht nun offenkundig zur Disposition. Hat die Tuchfühlung ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis? Auch diese Frage soll durch die Leserbefragung geklärt werden. Die Möglichkeit eines komplett kostenlosen Magazins steht allerdings nicht zur Wahl. Weitere Felder bleiben für persönliche, handschriftliche Empfehlungen an die Redaktion frei &#8211; bleibt zu hoffen, dass viele Studenten die Gelegenheit wahrnehmen, um ihre Meinung kundzutun. Und natürlich auch, dass die Heftmacher aus den Ergebnissen lernen!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ei, ei, Eimirate]]></title>
<link>http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/05/30/ei-ei-eimirate/</link>
<pubDate>Sat, 30 May 2009 16:32:24 +0000</pubDate>
<dc:creator>chemnitzblog</dc:creator>
<guid>http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/05/30/ei-ei-eimirate/</guid>
<description><![CDATA[Ich wollte euch dieses schöne Poster nicht vorenthalten, was ich gestern an der Tür der Mensa der TU]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/05/eimirate-fussball-chemnitz.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-407" title="&#34;Ja ist denn schon Ostern?&#34; - Plakat des TaC zum Spiel Eimirate (sic) vs. Deutschland" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/05/eimirate-fussball-chemnitz.jpg" alt="&#34;Ja ist denn schon Ostern?&#34; - Plakat des TaC zum Spiel Eimirate (sic) vs. Deutschland" width="500" height="333" /></a></p>
<p style="text-align:justify;">Ich wollte euch dieses schöne Poster nicht vorenthalten, was ich gestern an der Tür der Mensa der TU Chemnitz entdeckt habe. Zuerst dachte ich ja: &#8220;Ist schon wieder Ostern?&#8221; &#8211; Denn dann hätte man die Schreibweise <em>Eimirate</em> ja durchaus als halbwegs gelungenes Wortspiel betrachten können. Aber Ostern liegt noch in weiter Ferne, stattdessen steht eine Länderspielsaison an, die einige orthographisch äußerst komplexe Gegner beinhaltet: Ich freue mich jedenfalls schon auf die Übertragung des Spiels gegen Aserbaidschan. Bzw. eigentlich noch mehr auf das Plakat des Treff-am-Campus-Cafés in unserer Mensa dazu. Ei, ei, Eimirate!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Chemnitz zieht weg]]></title>
<link>http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/05/27/chemnitz-zieht-weg/</link>
<pubDate>Wed, 27 May 2009 20:16:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>chemnitzblog</dc:creator>
<guid>http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/05/27/chemnitz-zieht-weg/</guid>
<description><![CDATA[Betont trendig gibt sich die offizielle Seite zur Standortwerbung &#8211; und präsentiert genau 41 o]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="text-align:justify;"><a href="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/05/chemnitz-zieht-an.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-371" title="Die offizielle Seite: Chemnitz zieht an" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/05/chemnitz-zieht-an.jpg" alt="Die offizielle Seite: Chemnitz zieht an" width="500" height="333" /></a></p>
<p style="text-align:justify;"><em>Betont trendig gibt sich die offizielle Seite zur Standortwerbung &#8211; und präsentiert genau 41 offene Stellen (davon  exakt 0 in den Geisteswissenschaften)</em></p>
<p style="text-align:justify;">Bereits seit letztem Jahr läuft in der Stadt die Kampagne <a href="http://www.chemnitz-zieht-an.de/" target="_blank" rel="nofollow">&#8220;Chemnitz zieht an&#8221;</a>. Dabei geht es nicht um eine Initiative für die gebeutelte Modebranche, sondern um die Faktoren Arbeit, Wohnen und Leben. Folgt man dem Text der Webseite, so gibt es von allen Dreien mehr als genug in Chemnitz. &#8220;Fehlen nur Sie&#8221;, verspricht die Webseite großspurig.</p>
<p style="text-align:justify;">Passend dazu gibt es seit einigen Wochen eine neue Plakatkampagne der Stadt. In insgesamt <a href="http://www.chemnitz.de/chemnitz/de/stadt_chemnitz/stadt_der_moderne/kampagne/stadt_der_moderne_plakatmotive.asp" target="_blank" rel="nofollow">acht Motiven</a> werden die Vorzüge des ehemaligen <em>Manchester des Ostens</em> bzw. der neuen <em>Stadt der Moderne</em> hervorgehoben. Über die Qualität von so Wortspielen wie &#8220;Ein Heym für die Besten&#8221; (Internationaler Stefan-Heym-Preis) oder &#8220;Täglich 3400 Chemnitzer unter der Haube&#8221; (Arbeiten in der Automobilindustrie) lässt sich natürlich streiten. Es fällt jedoch auf, dass die Thematisierung von Chemnitz recht einseitig ist: Vier Motive heben Architektur und Kunst von Chemnitz hervor, darunter nehmen zwei Bezug auf das Bauhaus (wobei Dessau auf diesem Gebiet weitaus mehr zu bieten hat). Zwei Plakate beziehen sich auf die angeblich florierende Wirtschaft (Automobilbau und Gründergeist) und eins betont den Bezug zur Heimat (Erzgebirge). Jugendliche oder Studenten sind nicht zu sehen, die Stadt der Moderne präsentiert sich nicht als Jungbrunnen.</p>
<p style="text-align:justify;"><a href="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/05/chemnitz-zieht-weg.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-372" title="Die Satire: Chemnitz zieht weg" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/05/chemnitz-zieht-weg.jpg" alt="Die Satire: Chemnitz zieht weg" width="500" height="375" /></a></p>
<p style="text-align:justify;"><em>Beissender Spott auf den Plakatmotiven der Satireseite: Chemnitz beschreitet demnach gerade &#8220;neue Wege der sogenannten &#8216;lückenhaften&#8217; Architektur&#8221;</em></p>
<p style="text-align:justify;">&#8220;Das kann ja nun nicht sein&#8221;, dachten sich einige junge Kreative (Vermutung!) und haben die Satireseite <a href="http://www.chemnitz-zieht-weg.de/2009/05/vier-neue-alternative-plakate-vorgestellt/" target="_blank">&#8220;Chemnitz zieht weg&#8221;</a> gegründet. Darauf präsentieren sie seit ein paar Tagen <a href="http://www.chemnitz-zieht-weg.de/plakate/plakat_1.pdf" target="_blank" rel="nofollow">vier</a> <a href="http://www.chemnitz-zieht-weg.de/plakate/plakat_2.pdf" target="_blank" rel="nofollow">verschiedene</a> <a href="http://www.chemnitz-zieht-weg.de/plakate/plakat_3.pdf" target="_blank" rel="nofollow">alternative</a> <a href="http://www.chemnitz-zieht-weg.de/plakate/plakat_4.pdf" target="_blank" rel="nofollow">Plakatentwürfe</a>. Heißt es auf dem Originalplakat &#8220;Möchten Sie mal ein paar ganz Bekannte treffen? Zum Beispiel Typen, die international Aufsehen erregen?&#8221; (gemeint sind bekannte Künstler, deren Werke im Museum Gunzenhauser stehen, haha!) &#8211; so kontert das Fake-Motiv: &#8220;Möchten Sie mal ein paar junge Chemnitzer treffen? Zum Beispiel lebendige Typen, die lokal Aufsehen erregen? Dann verabreden Sie sich nicht in Chemnitz. Hier gibt es nur noch wenige Exemplare, was kein Wunder ist, wenn man die Diskussionen um Sommeruni und experimentelles Karree verfolgt. Wer hier was bewegen will, muss hart im nehmen sein &#8211; denn wer braucht schon Subkultur?&#8221; Der Spott ist also beissend und trifft den Kern des Problems ziemlich gut: Wer mit dem Studium fertig ist, zieht meist weg aus Chemnitz. Aus so prestigeträchtigen Projekten wie dem &#8220;Brühl Boulevard&#8221; ist rein gar nichts geworden (immer noch ist das Viertel fast so tot wie vorher), um 20 Uhr werden die Bürgersteige spürbar hochgeklappt und der aktuelle Trend zum Abriss von Altbauten trägt natürlich auch nicht gerade zu einem geschlossenen Stadtbild bei (wobei natürlich das Überangebot an Wohnungen dennoch immens ist). Laut Ankündigung bzw. aus Sicht der Bürgermeisterin wohl eher Androhung werden die Motive auch &#8220;in den kommenden Wochen in der Stadt zu sehen sein&#8221;.</p>
<p style="text-align:justify;">Nur bei einer Sache sind sich die Macher von &#8220;Chemnitz zieht weg&#8221; anscheinend ziemlich sicher: Die Stadt Chemnitz versteht  vermutlich keinen Spaß, wenn es um ihr lädiertes Selbstbild geht. Die Satire-Domain wurde anonym registriert, für ein paar Euro mehr kann man bei dem gleichen Anbieter auch Spamserver monatsweise anmieten. Vielleicht ist das ja auch eine Option für die offizielle Kampagne?</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Ergänzung:</strong> Laut Chemnitzer <a href="http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/THEMA_DES_TAGES_REGIONAL/1515245.html" target="_blank" rel="nofollow">Freie Presse</a> sind die Poster schon in der Innenstadt plakatiert. Zitat: &#8220;Die Poster im A-3-Format klebten an der Galerie Roter Turm, am Plaza und an Hauswänden am Getreidemarkt.&#8221;</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Plakat-Kritik: Zwei Bälle für die FDP]]></title>
<link>http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/05/20/plakat-kritik-zwei-balle-fur-die-fdp/</link>
<pubDate>Wed, 20 May 2009 15:24:54 +0000</pubDate>
<dc:creator>chemnitzblog</dc:creator>
<guid>http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/05/20/plakat-kritik-zwei-balle-fur-die-fdp/</guid>
<description><![CDATA[Kritiken zu den Plakaten der großen Parteien haben aktuell mal wieder Hochkonjunktur. Kein Wunder: I]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="text-align:justify;">Kritiken zu den Plakaten der großen Parteien haben aktuell <a href="http://www.furios-campus.de/wahlen2009/blog/plakatkritik/basisdemokratischer-ganovenbund/" target="_blank" rel="nofollow">mal</a> <a href="http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/gruenen-plakat-ist-kindisch-article457215.html" target="_blank" rel="nofollow">wieder</a> <a href="http://griess.wordpress.com/" target="_blank">Hochkonjunktur</a>. Kein Wunder: In Chemnitz wird Anfang Juni der Stadtrat gewählt, am gleichen Tag ist auch noch Europawahl (beide 7. Juni) und am 27. September schließlich Bundestagswahl. Zeit also sich einige der Werbeplakate  am Straßenrand etwas genauer anzuschauen. Den Anfang macht heute die FDP, ganz einfach weil mir das Poster auf dem Weg zur Uni besonders ins Auge gesprungen ist.</p>
<p><a href="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/05/fdp-plakat-chemnitz-blog.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-368" title="FDP-Wahlplakat in Chemnitz Bernsdorf" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/05/fdp-plakat-chemnitz-blog.jpg" alt="FDP-Wahlplakat in Chemnitz Bernsdorf" width="500" height="333" /></a></p>
<p style="text-align:justify;">Eine hübsche unbekannte Schönheit im karibikblauen Top lächelt mich da an. Sie ist offensichtlich überaus sportlich (Volleyball und Basketball) und zugleich multitaskingfähig (zwei Ballsportarten gleichzeitig). Leider scheint aber keiner mit ihr spielen zu wollen &#8211; außer ihr ist die Sporthalle gähnend leer. Eine weitere Interpretation drängt sich geradezu auf: Deuten die Bälle vielleicht auf eine drängende Entscheidung hin? Es erscheint ja wenig sinnvoll, Basketball und Volleyball gleichzeitig spielen zu wollen &#8211; ständig würde man gegen das Mittelnetz laufen oder mit dem falschen Ball einen Korb werfen. Diese These gewinnt an Glaubwürdigkeit, wenn man sich die Farben der Bälle einmal genauer anschaut. Den rot-braunen Basketball (Koalition zwischen SPD und NPD?) hält die blonde FDP-Fee absichtlich niedriger, den blau-gelben Ball (Farben der Liberalen) offeriert sie hingegen in der offenen Hand. Es kann also trotz Wahlmöglichkeit in ihrem Spiel eigentlich nur eine Option geben: Volleyball mit Miss FDP! Unter dem diagonal angeschnittenen Foto prangt der Slogan der Partei: Vereine fördern. Ein regionales und zudem relativ konkretes Ziel. Jeder würde da doch zustimmen! Die Webadresse <a href="http://www.fdp-2009.de" target="_blank" rel="nofollow">www.fdp-2009.de</a> deutet zunächst auf eine allgemeine deutschlandweite Kampagnenseite, gehört tatsächlich aber der FDP Chemnitz. Ganz oben stehen so spannende News wie &#8220;FDP regt erneut Abdruck des Formulars auf Widerspruch zur Datenweitergabe im Amtsblatt an&#8221; &#8211; an der Griffigkeit ihrer Formulierungen müssen die Liberalen noch arbeiten. Wenn die FDP-Fee nämlich genauso geschwollen spricht wie der Pressesprecher, dann weiß ich schon warum niemand mit ihr spielen will.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Warum gibt es auf der Mensa-Toilette keine Papiertücher?]]></title>
<link>http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/05/14/warum-gibt-es-auf-mensa-toilette-keine-papiertuecher-chemnitz/</link>
<pubDate>Thu, 14 May 2009 16:01:18 +0000</pubDate>
<dc:creator>chemnitzblog</dc:creator>
<guid>http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/05/14/warum-gibt-es-auf-mensa-toilette-keine-papiertuecher-chemnitz/</guid>
<description><![CDATA[Es ist bei jedem Besuch der Uni-Mensa das Gleiche: Ich will mir vor dem Essen noch die Hände waschen]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img class="alignnone size-full wp-image-363" title="Leerer Handtuchspender in der Mensa Chemnitz" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/05/handtuchspender_chemnitzblog.jpg" alt="Leerer Handtuchspender in der Mensa Chemnitz" width="500" height="333" /></p>
<p style="text-align:justify;">Es ist bei jedem Besuch der Uni-Mensa das Gleiche: Ich will mir vor dem Essen noch die Hände waschen. Also auf die Mena-Toilette. Wasserhahn an. Hände drunter. Seife drauf. Rubbeln. Wasserhahn nochmal an. Hände nochmal drunter. Abtrocknen &#8212; Abtrocknen? Ja richtig, da war doch das Problem! Auf der Mensa-Toilette gibt es keine Papierhandtücher. Die Spender sind seit wenigstens drei Jahren leer. Und zwar ständig.</p>
<p style="text-align:justify;">Also halte ich meine Hände unter den lauwarmen Strahl des Föns. Ich warte und föhne und wende die Hände und warte noch ein bisschen. Nach zwei Minuten gebe ich entnervt auf, weil meine Hände einfach nicht trocken werden. Andere probieren es gar nicht erst, sie kennen das Dilemma. Gestern lag eine Toilettenpapierrolle als Ersatz für die Papiertücher auf der Ablage, sie war völlig durchnässt. Das ist kein Ersatz – das ist eine Zumutung!</p>
<p style="text-align:justify;">Im Neuen Hörsaalgebäude gibt es Papiertücher auf allen Toiletten. Auch in der Bibliothek im Pegasuscenter kann ich mir anständig die Hände abtrocknen. Aber am einzigen Ort auf dem Campus, an dem richtig Geld verdient wird, soll das nicht möglich sein? Das verstehe ich nicht. Neben der Tür hängt ein Putzplan. Das Personal trägt sorgfältig ein, wann wer geputzt hat. Tag für Tag. Sehen diese Leute nicht, dass der Papierspender leer ist? Oder hat die Mensa einfach keine Papiertücher vorrätig?</p>
<p style="text-align:justify;">Händewaschen gehört für mich zur Grundhygiene. Gerade wenn ich mich danach in einem Bereich bewege, in dem mit Essen hantiert wird. Die fehlenden Handtücher verderben mir aber die Lust daran. Es entsteht fast ein bisschen der Eindruck, dass die Mensaleitung gar nicht will, dass sich auf ihren Toiletten jemand die Hände wäscht. Warum sonst funktioniert der Handtuch-Nachschub im Hörsaalgebäude und der Bibo so einwandfrei – in der Mensa aber nicht? Dass die Mensaleitung sich aber so wenig um die Bedürfnisse ihrer zahlenden Gäste kümmert, verdirbt mir jedes Mal den Appetit.</p>
<p style="text-align:justify;">Der Text stammt aus einem Kommentar, den ich diese Woche für Radio UNiCC produziert habe. Hier könnt ihr ihn euch auch anhören:</p>
<p><span style='text-align:left;display:block;'><p><object type='application/x-shockwave-flash' data='http://wordpress.com/wp-content/plugins/audio-player/player.swf' width='290' height='24' id='audioplayer1'><param name='movie' value='http://wordpress.com/wp-content/plugins/audio-player/player.swf' /><param name='FlashVars' value='&amp;bg=0xf8f8f8&amp;leftbg=0xeeeeee&amp;lefticon=0x666666&amp;rightbg=0xcccccc&amp;rightbghover=0x999999&amp;righticon=0x666666&amp;righticonhover=0xffffff&amp;text=0x666666&amp;slider=0x666666&amp;track=0xFFFFFF&amp;border=0x666666&amp;loader=0x9FFFB8&amp;soundFile=http%3A%2F%2Fwww-user.tu-chemnitz.de%2F%7Elubi%2F090514_lubi_Mensahandtuecher.mp3' /><param name='quality' value='high' /><param name='menu' value='false' /><param name='bgcolor' value='#FFFFFF' /></object></p></span></p>
<p>Viel Vergnügen!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Blick in die Beliebigkeit: Tuchfühlung Nr. 08 ist da]]></title>
<link>http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/04/21/blick-in-die-beliebigkeit-tuchfuhlung-nr-08-ist-da/</link>
<pubDate>Tue, 21 Apr 2009 17:28:33 +0000</pubDate>
<dc:creator>chemnitzblog</dc:creator>
<guid>http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/04/21/blick-in-die-beliebigkeit-tuchfuhlung-nr-08-ist-da/</guid>
<description><![CDATA[Die neue Tuchfühlung ist da und ich habe sie mir zwecks Analyse natürlich unverzüglich zugelegt. Wir]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/04/tuchfuehlung_08_cover.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-342" title="Tuchfühlung Campusmagazin Ausgabe 08" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/04/tuchfuehlung_08_cover.jpg" alt="Tuchfühlung Campusmagazin Ausgabe 08" width="500" height="333" /></a></p>
<p style="text-align:justify;">Die neue Tuchfühlung ist da und ich habe sie mir zwecks Analyse natürlich unverzüglich zugelegt. Wird das Chemnitzer Campusmagazin an den<a href="../../../../../2009/01/28/verspielte-chance-rezension-des-campusmagazins/" target="_blank"> zahlreichen Kritikpunkten</a> ihrer Leser gearbeitet haben? Erwartet uns eine von Grund auf reformierte Tuchfühlung? &#8211; Dass dem nicht so ist, verrät eigentlich schon das Titelbild: Auf einem neun mal sechs Felder großen Raster präsentieren sich Chemnitzer Studenten, die sich &#8211; so suggerieren zumindest die nackten Schultern &#8211; für das Heftcover entblößt haben. Hintergrund und Fotos wirken fast wie aus einer Krankenakte. Die Idee ist nicht neu, es drängen sich Parallelen zum Titelbild des STERN aus dem Jahr 1971 auf. &#8220;Wir haben abgetrieben&#8221;, lautete die Überschrift damals und der (organisierte) Skandal war perfekt:</p>
<p><a href="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/04/tuchfuehlung-stern.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-343" title="Tuchfühlung zitiert den STERN 1971" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/04/tuchfuehlung-stern.jpg" alt="Tuchfühlung zitiert den STERN 1971" width="500" height="333" /></a><br />
<em>Zum Vergleich: Links die aktuelle Tuchfühlung &#8211; rechts das bekannte STERN-Titelbild aus dem Jahre 1971.</em></p>
<p style="text-align:justify;">Doch zwischen beiden Titel-Collagen besteht ein himmelweiter Unterschied: Die Gesichter des STERN bekamen durch die Provokation des öffentlichen Gesetzesbruches ihre Aussage &#8211; bei der Tuchfühlung sind zwar 54 Bilder da, aber die Aussage fehlt. Ich habe das Editorial gelesen und dann den Rest des Heftes und nirgendwo eine Erklärung gefunden. Das ist schwach und verleiht dem Titelbild den Anschein einer voyeuristischen Effekthascherei, die zum Kauf verleiten soll, jeglichen hintergründigen Inhalt aber schuldig bleibt.</p>
<p style="text-align:justify;">Zu diesem Problem kommt ein weiteres: Ob es um das ewige Thema Auslandsstudium, Fernbeziehungen, den Abriss in Chemnitz oder die Vorstellung der Modell-UN-Gruppe geht &#8211; es fehlt dem Heft an einer neuen Herangehensweise an altbekannte Themen, an einer frischen, studentischen Perspektive. Ein Satz im Artikel über das Internationale Universitätszentrum könnte dieses Manko nicht deutlicher machen: &#8220;Es [das IUZ] informiert Dich auf seiner Homepage über die Teilnahme an Austauschprogrammen[...]&#8221; Genau, auf seiner Homepage. Es besteht keine Veranlassung den Artikel tatsächlich weiter zu lesen, weil sich praktisch alle Informationen &#8211; mit Ausnahme einiger ausschließlich lobender Zitate von Austauschstudenten &#8211; auch auf der TU-Webseite finden. Die Tuchfühlung will sich von den unieigenen PR-Heften (&#8220;TU Spektrum&#8221;) abgrenzen, liefert aber teilweise die gleichen Informationen und Geschichten in anderer Hülle. Die Vorstellung des Studienganges Europastudien ist ein einziges PR-Loblied. Zitat: &#8220;Die TU Chemnitz ist eine der wenigen deutschen Hochschulen, welche den Bachelorstudiengang Europastudien anbieten. So verwundert es nicht, dass junge Menschen aus allen Gegenden Deutschlands nach Chemnitz kommen und man sie wenige Jahre später, als Experten für Europa, überall auf dem Kontinent antreffen kann.&#8221; &#8211; Mal abgesehen von der schwammigen Aussage dieses Schlusssatzes, wenn da nicht gut lesbar die Kürzel von mehreren Redakteuren stehen würden, hätte ich glatt Pressesprecher Mario Steinebach hinter dem Artikel vermutet. Und dessen Aufgabe ist es ja auch, die Studiengänge konsequent in ein möglichst gutes Licht zu rücken. Nicht zuletzt leidet der genannte Text, wie überhaupt die gesamte Artikelreihe, aber auch an der nicht vorhandenen Zielgruppe: Wer Europastudien studiert, findet den Studiengang doch schon gut und wer es nicht tut, der liest bestimmt nicht die Tuchfühlung um herauszufinden, was er auch kostenlos in der Studienberatung erzählt bekommt. Weitere Beispiele für diese Art der Berichterstattung sind der schon erwähnte Artikel über die Modell-UN-Delegation und der Artikel über Gebäudeabrisse auf Seite 24. Distanz wird simuliert, dann aber unkritisch das Vokabular der Städteplaner verwendet: &#8216;Rückbau&#8217; ist aber auch ein schönes Wort für den Abriss von Chemnitzer Stadtteilen in der näheren Zukunft.</p>
<p><a href="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/04/chemnitz-in-der-welt.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-346" title="Tuchfühlung: Chemnitz in der Welt" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/04/chemnitz-in-der-welt.jpg" alt="Tuchfühlung: Chemnitz in der Welt" width="500" height="333" /></a><br />
<em>Das Titelthema der Tuchfühlung: Klingt wahlweise nach provinzieller Selbstbeweihräucherung oder nach PR-kompatibler Langeweile</em></p>
<p style="text-align:justify;"><a href="../../../../../2009/03/11/die-tuchfuehlung-und-ihre-umfragen/" target="_blank">Die Tuchfühlung und ihre Umfragen</a> lautete mein letzter Artikel zum Thema, in welchem ich die zweifelhaften Befragungen des Magazins kritisiert hatte. Nicht-zielführende Fragestellungen, unsinnige Antwortkonstellationen und ein Umfrageskript, welches das Verknüpfen von Feldern nicht erlaubt, stellten die Brauchbarkeit der Ergebnisse von Anfang an in Frage. Der jetzt erschienene Artikel zeigt vor allem, mit wie viel Mühe die Redakteure diese Unzulänglichkeiten hinter allerhand schöner Sprache verstecken. Da werden erst uralte und vermutlich gar nicht vorhandene Klischees künstlich aufgebauscht (&#8220;Studenten können nicht kochen, bloß auftauen; sie achten nie aufs Verfallsdatum und werden in Notsituationen auch mal zu Langfingern&#8221;) und dann &#8211; oh Wunder &#8211; widerlegt. &#8220;Was landet am häufigsten in deinem Einkaufswagen?&#8221;, <a href="http://chemnitzblog.files.wordpress.com/2009/03/umfrage-tuchfuehlung.pdf" target="_blank">fragte die Tuchfühlung</a> und ließ nur die Möglichkeit der Einfachantwort. Was kauft der typische Student denn nun: Alkohol, Zigaretten oder Süßigkeiten? Natürlich nicht, denn selbst ein Alkoholiker legt sich zu seinem Kornbrand noch eine Packung Nudeln aufs Band. So antworten denn auch 43 Prozent der Teilnehmer, dass sie eben am Häufigsten Grundnahrungsmittel kaufen. Das ist wenig überraschend und verdeckt zugleich, dass hier eine differenzierte Mehrfachantwort  sinnvoller gewesen wäre. Andere Fragen werden einfach gleich ganz ausgeklammert: So bleiben die Autoren schuldig, welche Artikel die Studenten im Uni-Edeka angeblich am häufigsten klauen (Siehe <a href="http://chemnitzblog.files.wordpress.com/2009/03/umfrage-tuchfuehlung.pdf" target="_blank">Frage 10</a>: Was hast du schon mal im Uni-Edeka geklaut?).</p>
<p style="text-align:justify;">Auch sonst hat die Tuchfühlung wenig Glück mit der Empirie: Im Artikel &#8220;Beziehungsprobe Ferne&#8221; heißt es in Bezug auf eine ungenannte Studie, dass jede achte Beziehung in Deutschland eine Fernbeziehung sei. Soweit so gut. Doch dann rechnet das Magazin diesen Wert auf die Studentenzahl der TU Chemnitz um (angeblich gebe es 646 Fernbeziehungs-Studenten!) &#8211; was statistisch schlicht unhaltbar, ja grob falsch ist. Von der allgemeinen Bezugsgruppe der Studie kann nicht automatisch auf das völlig unterschiedliche Milieu der Studierenden geschlossen werden! Die tatsächliche Zahl der Fernbeziehungen liegt also eventuell deutlich höher oder niedriger &#8211; etwa weil Studenten generell flexibler sind, oder weil jüngere Menschen eher zu einer lockeren Beziehungsstruktur neigen, oder weil in Städten ab 200.000 Einwohnern die Zahl der Fernbeziehungspaare stark ansteigt&#8230;usw.</p>
<p><a href="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/04/tuchfuehlung-mit-audio-cd.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-347" title="Tuchfühlung mit Audio-CD von LEGO-Sputnik" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/04/tuchfuehlung-mit-audio-cd.jpg" alt="Tuchfühlung mit Audio-CD von LEGO-Sputnik" width="500" height="333" /></a><br />
<em>Tuchfühlung mit Gratis-Gimmick: Auf beigelegter CD spielt die Studentenband L.E.G.O. Sputnik</em></p>
<p style="text-align:justify;">Die genannten Fehler und Problemfelder sollen aber nicht verdecken, dass es auch eine Reihe gelungener Artikel in der Tuchfühlung Nr. 08 gibt. Gut hat mir dieses Mal die Kolumne von Burkhard Müller gefallen, die einen kritischen Blick auf die ständig wachsende Blechlawine in Chemnitz wirft. Der Autor präsentiert die Parkhäuser als prägende Architektur der Innenstadt und bestätigt damit eine Beobachtung, die ich auch schon gemacht habe: In der &#8220;Stadt der Moderne&#8221; werden fast ausschließlich Parkhäuser und Tiefgaragen gebaut! Interessant fand ich auch den Artikel von Martina Boch über den Wandel im Flirtverhalten der Chinesen. Schenkt man ihrem Erfahrungsbericht Glauben, dann vollzieht sich hier ein radikaler Wandel, dessen Folgen noch kaum absehbar sind. Ihre verknüpfte Kritik am chinesischen Regierungssystem fällt jedoch &#8211; vermutlich auf Grund der Länge des Artikels (eine Seite) &#8211; etwas knapp aus.</p>
<p style="text-align:justify;">Ein positives Signal gibt auch die &#8211; anscheinend neu eingeführte &#8211; Leserbriefseite, die Feedback und Kritik am Heft bündeln soll und mit zwei Erwiderungen gegen die Galgen-Kolumne der letzten Ausgabe aufwartet. Dieses Mal widmet sich die genannte Kolumne der Ausbildung von Rektor Matthes als &#8220;Professor der Schweißtechnik&#8221; und nimmt &#8211; haha superlustig &#8211; dies zum Anlass für allerhand leicht pubertäre Wortspiele mit dem Wort Schweiß (Schweißgeschichte hihi, Schweißwirtschaft hoho). Das mag mögen wer will, ich persönlich denke aber die Tuchfühlung tut sich mit derart flachen Banalitäten keinen Gefallen &#8211; insbesondere wenn sich die Zeitung sonst ja offenkundig (vgl. den kritischen Artikel über niveauloses Radio auf Seite 36) durchaus einem gewissen Anspruch verpflichtet fühlt.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA["Suitabel for Escaltors"]]></title>
<link>http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/04/15/suitabel-for-escaltors/</link>
<pubDate>Wed, 15 Apr 2009 09:31:53 +0000</pubDate>
<dc:creator>chemnitzblog</dc:creator>
<guid>http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/04/15/suitabel-for-escaltors/</guid>
<description><![CDATA[Es ist ja gemeinhin bekannt, dass die Deutsche Bahn es nicht so mit der englischen Sprache hat. Ganz]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="text-align:justify;">Es ist ja gemeinhin bekannt, dass die Deutsche Bahn es nicht so mit der englischen Sprache hat. Ganz unabhängig davon, wie man Bücher wie <a href="http://www.amazon.de/Senk-vor-tr%C3%A4welling-trotzdem-ankommen/dp/3451298090/" target="_blank" rel="nofollow">&#8220;senk ju vor träweling &#8211; Wie sie mit der Bahn fahren und trotzdem ankommen&#8221;</a> finden mag, überrascht einen das Sprachvermögen des Großunternehmens doch immer wieder. Lustiger Akzent der Zugbegleiter hin oder her &#8211; gestern bin ich auf dem Berliner Bahnhof Südkreuz über das folgende mehrsprachige Schild gestolpert:</p>
<p><a href="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/04/suitabel-for-escaltors.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-333" title="Suitabel for Escaltors (Berlin-Südkreuz)" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/04/suitabel-for-escaltors.jpg" alt="Suitabel for Escaltors (Berlin-Südkreuz)" width="500" height="375" /></a></p>
<p style="text-align:justify;">Auf den ersten Blick sieht es ja ganz gut aus, Schrift schön groß und den Kofferkuli sogar korrekt mit &#8220;luggage trolley&#8221; übersetzt. Doch dann das schwierige Wort &#8220;fahrtreppengeeignet&#8221;. Was schreibt die Bahn? &#8220;<strong>Suitabel</strong> for <strong>escaltors</strong>&#8221; &#8211; für einen Moment war ich ernsthaft verwirrt, kannte die Deutsche Bahn etwa grammatische Formen und Vokabeln, die mir selbst nicht geläufig sind? Ein Blick in den <a href="http://dict.tu-chemnitz.de/?query=suitabel" target="_blank" rel="nofollow">Beolingus</a> der TU Chemnitz und das Onlinewörterbuch <a href="http://dict.leo.org/?lp=ende&#38;from=fx3&#38;search=escaltors" target="_blank" rel="nofollow">LEO</a> offenbarten jedoch den wahren Sinn der Beschriftung: Suita<strong>ble</strong> for esca<strong>lat</strong>ors &#8211; geeignet für Rolltreppen! Auch Google berichtigt  die &#8220;spelling mistakes&#8221; der Bahn und <a href="http://www.google.de/search?q=suitabel+for+escaltors" target="_blank" rel="nofollow">markiert</a> die fehlerhaften Wörter. Das einzige was ich mich jetzt noch frage ist ja, ob womöglich alle Schilder zur Kofferkuli-Ausleihe im Bundesgebiet so beschriftet sind. Auftrag für den nächsten Bahnhofsbesuch: Nachschauen und rückmelden!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Automaten auf dem Rückzug]]></title>
<link>http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/04/08/automaten-auf-dem-rueckzug/</link>
<pubDate>Wed, 08 Apr 2009 18:29:34 +0000</pubDate>
<dc:creator>chemnitzblog</dc:creator>
<guid>http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/04/08/automaten-auf-dem-rueckzug/</guid>
<description><![CDATA[Die Pressestelle der TU Chemnitz feiert sie als das neue Highlight, der eigens engagierte Tester tri]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/04/automaten-auf-rueckzug-blog.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-306" title="Automaten auf dem Rückzug (Coffeebar der TU Chemnitz)" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/04/automaten-auf-rueckzug-blog.jpg" alt="Automaten auf dem Rückzug (Coffeebar der TU Chemnitz)" width="500" height="375" /></a></p>
<p style="text-align:justify;">Die Pressestelle der TU Chemnitz feiert sie als das neue Highlight, der <a href="http://www.tu-chemnitz.de/tu/presse/aktuell/2/2241" target="_blank" rel="nofollow">eigens engagierte Tester</a> trinkt vor Begeisterung gleich sechs Tassen und weiß dann auch nicht mehr, was er noch schreiben soll: Es geht um die frisch eröffnete Coffee-Bar im Neuen Hörsaalgebäude (NHG). Sie soll die Studenten mit Kaffee versorgen und gleichzeitig natürlich auch etwas Geld einbringen.</p>
<p style="text-align:justify;">Und doch ist die Eröffnung des Heißgetränke-Tresens kein so heiterer Anlass, wie gemein hin suggeriert wird. Sie begann nämlich mit einem Abschied: Die Automaten, die an dieser Stelle sonst rund um die Uhr Kaffee kochten oder nach einer langweiligen Vorlesung mit einer heißen Gemüsebrühe aufwarteten, gibt es nicht mehr. Der Kakaostützpunkt (KSP) ist tot. Stattdessen: Kaffeehaltige Heißgetränke nach Latté Macchiato-Art im Pappbecher. Der Pressestellen-Tester jubiliert etwas von &#8220;studentenfreundlichen Einsfünfunddreißig&#8221; &#8211; &#8220;So viel?&#8221;, frage ich mich, denn der Automat lieferte eine ähnliche Brühe unter der magischen Ein-Euro-Grenze. Mit der Abkehr von der Automatenkultur vollzieht sich ein grundlegender Wandel: Die Hülle zählt, nicht der Inhalt. Es ist natürlich die gleiche Cola, das gleiche Mineralwasser, es sind die gleichen Schokoriegel, die vorher wie von Geisterhand durch Metallröhren rutschten um ihrer Bestimmung &#8211; dem Genuss &#8211; entgegenzurutschen. Aber eine &#8220;Coffee- und Snackbar&#8221; genannte Theke mit hübschem Verkaufspersonal macht eben mehr her, belebt das Geschäft. Der Automat guckt in die Röhre und wenn er grummeln oder weinen könnte, dann würde er es vermutlich tun. Aber er sagt garnichts, er blinkt nur stumm ergeben vor sich hin &#8211; wartend, dass jemand den Stecker zieht.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Vogtlandexpress fährt wieder (mit Preisen!)]]></title>
<link>http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/04/06/vogtlandexpress-faehrt-wieder/</link>
<pubDate>Mon, 06 Apr 2009 20:18:57 +0000</pubDate>
<dc:creator>chemnitzblog</dc:creator>
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<description><![CDATA[&#8220;So Kleine, jetzt halt mal den Teddy und guck dann den Zug so an, als wäre es eine Ikone der H]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="text-align:justify;"><img class="alignnone size-full wp-image-296" title="Vogtlandbahn (Arriva) Chemnitz" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/04/vogtlandbahn-arriva.jpg" alt="Vogtlandbahn (Arriva) Chemnitz" width="500" height="359" /></p>
<p style="text-align:justify;"><em>&#8220;So Kleine, jetzt halt mal den Teddy und guck dann den Zug so an, als wäre es eine Ikone der Heiligen Mutter Gottes&#8221; &#8211; Wer bei Arriva gibt eigentlich solche kitschigen Pressefotos in Auftrag?</em></p>
<p style="text-align:justify;">Wie ich soeben aus heißer Quelle (danke an Daniel!) erfahren habe, wird der Vogtlandexpress ab <strong>Mittwoch, dem 8. April</strong> wieder zwischen Chemnitz und Berlin fahren. Rechtzeitig vor Ostern gibt es also wieder eine direkte Verbindung in die Hauptstadt! Überraschend ist die Wende vor allem deshalb, weil die Vogtlandbahn erst im Februar diesen Jahres ihren Betrieb auf der Strecke  eingestellt hatte (<a href="http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/02/16/stiller-protest-zum-schluss/" target="_self">Chemnitzblog berichtete</a>). In jeden Fall eine erfreuliche Nachricht, kommt man als Student  (gerade wenn man keine Bahncard besitzt) doch jetzt wieder günstig nach Berlin.</p>
<p style="text-align:justify;">Allerdings wurden mit der Neueinführung auch die Fahrpreise erhöht: Eine Einzelfahrt von <strong>Chemnitz nach Berlin Zoo </strong>kostet ab sofort 25 Euro. Für alle bis 26 Jahre gilt ein <strong>ermäßigter Preis von 18,75 Euro</strong>. Die Vogtlandbahn rückt damit preislich an eine Intercity-Fahrt über Leipzig mit Bahncard 50 heran (derzeit 21 Euro), für Vielfahrer mit einer ebensolchen ist die Ersparnis also nicht mehr ganz so groß. Wie zuvor fährt der Vogtlandexpress früh morgens (Chemnitz ab 06:37 Uhr) nach Berlin und am frühen Abend (Berlin Zoo ab 17:39 Uhr) wieder zurück. Und zwei PDF-Dokumente habe ich auch noch für euch: Zum einen den <a href="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/04/vx-fahrplan_2009_04_08.pdf">aktuellen Fahrplan</a> und dann die <a href="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/04/vx-preismatrix_ab_2009-04-081.pdf">Preistabelle</a>. Natürlich alles ohne Gewähr und Änderungen vorbehalten &#8211; beachtet auch die Seite der <a href="http://www.vogtlandbahn.de" target="_blank" rel="nofollow">Vogtlandbahn</a>.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Street Art in Chemnitz (Folge 2)]]></title>
<link>http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/04/06/street-art-in-chemnitz-folge-2/</link>
<pubDate>Mon, 06 Apr 2009 17:34:34 +0000</pubDate>
<dc:creator>chemnitzblog</dc:creator>
<guid>http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/04/06/street-art-in-chemnitz-folge-2/</guid>
<description><![CDATA[Nach der ersten Folge meiner losen Blogreihe zum Thema Street Art in Chemnitz wurde kritisch angemer]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="text-align:justify;">Nach der ersten Folge meiner losen Blogreihe zum Thema Street Art in Chemnitz wurde <a href="http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/03/10/street-art-in-chemnitz-folge-1/#comments" target="_self">kritisch angemerkt</a>, dass es eine ebensolche Kultur der Straßenkunst, geschweige denn eine entsprechende Künstlerszene in der &#8220;Stadt der Moderne&#8221; gar nicht gebe. Diese Beobachtung hat einen wahren Kern: In Großstädten wie Berlin, Hamburg, London, Paris oder New York stolpert man alle Nase lang über originelle und gesellschaftskritische Street Art-Motive. Natürlich kann Chemnitz da nicht mithalten, keine Frage. Ob die Versuche gelungen sind, darüber kann man &#8211; wie bei Kunst im übrigen immer &#8211; trefflich streiten. Die Street Art konzentriert sich in Chemnitz vor allem auf das direkte Umfeld des Campus sowie des besetzten Hauses in der Reitbahnstraße. Hier habe ich auch das erste Werk der heutigen Folge entdeckt:</p>
<p style="text-align:justify;"><a href="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/04/chemnitz-street-art-6.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-280" title="Chemnitzer Street Art 6 (Reitbahnstraße)" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/04/chemnitz-street-art-6.jpg" alt="Chemnitzer Street Art 6 (Reitbahnstraße)" width="500" height="333" /></a><br />
Dieser Außerirdische hebt entweder seinen Zeigefinger oder er popelt in der nicht vorhandenen Nase. Erinnert von der Technik her ein bisschen an die Windowcolor-Bilder, die eine Zeitlang ziemlich angesagt waren. Weiter geht es unter einem Fenster des Cafés, welches ebenfalls zum alternativen Wohnprojekt gehört:</p>
<p><a href="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/04/chemnitz-street-art-7.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-281" title="Street Art Chemnitz (Reitbahnstraße)" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/04/chemnitz-street-art-7.jpg" alt="Street Art Chemnitz (Reitbahnstraße)" width="500" height="333" /></a></p>
<p style="text-align:justify;">Mit dieser aufgeklebten Wall Art werden Erinnerungen an die gute alte Super-Mario-Land-Zeit wieder wach. Die Frage besteht, ob es sich um einen eigens vom Künstler generierten Level handelt oder um die Reproduktion eines bekannten Arcade-Jump-and-Runs. In Abschnitt 2 des Levels heißt es beim Spielen übrigens besonders aufpassen, sonst landet man im darunterliegenden Kellergitter&#8230;</p>
<p><a href="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/04/chemnitz-street-art-2.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-282" title="Street Art Chemnitz (Vettersstraße)" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/04/chemnitz-street-art-2.jpg" alt="Street Art Chemnitz (Vettersstraße)" width="500" height="333" /></a></p>
<p style="text-align:justify;">Weiter geht es zur Vettersstraße auf dem Uni-Campus. Auf der Rückseite einer Reihengarage lehnt ein roter Mann an einem Baum. Schön auch, wie sich die Natur an den Schnittstellen des Graffito mit dem Garagendach in natürlicher Form fortsetzt. Das Motiv wird durch am Straßenrand wachsende Sträucher teilweise verdeckt, was die Grenzen zwischen Kunst und Realität weiter vermischen mag.</p>
<p><a href="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/04/chemnitz-street-art-4.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-283" title="Chemnitz Street Art (Pegasus-Center)" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/04/chemnitz-street-art-4.jpg" alt="Chemnitz Street Art (Pegasus-Center)" width="500" height="333" /></a></p>
<p style="text-align:justify;">Bei dieser grimmig dreinblickenden Nase könnte es sich um einen Politiker handeln &#8211; allerdings keinen, den ich kenne. Die blaue Mütze erweckt einen karnevalesken Eindruck &#8211; satirische Street Art? Als Materialien kamen offensichtlich alte Uni-Unterlagen und Sprühfarbe zum Einsatz. Eine originelle Installation findet sich hinter dem neuen Hörsaalgebäude der TU Chemnitz:</p>
<p><a href="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/04/chemnitz-street-art-1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-284" title="Chemnitz Street Art (Neues Hörsaalgebäude)" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/04/chemnitz-street-art-1.jpg" alt="Chemnitz Street Art (Neues Hörsaalgebäude)" width="500" height="333" /></a></p>
<p style="text-align:justify;">Ein türkisfarbener Putzhandschuh flattert im Wind &#8211; ein Wink der Putzfrau oder ein kritischer Hinweis auf die fehlende medizinische Fakultät an der TU? Wie wir sehen, zeigt sich Street Art sich in den verschiedensten Formen &#8211; und sie macht auch nicht vor den Stadtgrenzen von Chemnitz halt, wie das folgende Motiv beweist:</p>
<p><a href="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/04/chemnitz-forest-art.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-285" title="Chemnitz Forest Art (Klaffenbach)" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/04/chemnitz-forest-art.jpg" alt="Chemnitz Forest Art (Klaffenbach)" width="500" height="333" /></a></p>
<p style="text-align:justify;">Ein nahezu idealtypisches Beispiel von Forest Art buhlt im Klaffenbacher Forst um kunstinteressierte Betrachter! Die figürliche Darstellung &#8211; ein Pferdekopf in einem Halbkreis &#8211; wird durch das umrahmende weiße Quadrat besonders hervorgehoben. Gut so, denn sonst würde selbst mancher erfahrene Kunstkenner den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen bzw. die &#8216;forest street&#8217; vor lauter &#8216;art&#8217; nicht mehr.</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Nachtrag:</strong> Einige weitere Street-Art-Grafiken (24) aus Chemnitz listet die Seite <a href="http://streetfiles.org/photos/city:2940132/type:3/" target="_blank" rel="nofollow">Streetfiles.org</a> auf.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Einmal Lobhudelei bitte!]]></title>
<link>http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/04/02/einmal-lobhudelei-bitte/</link>
<pubDate>Thu, 02 Apr 2009 18:46:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>chemnitzblog</dc:creator>
<guid>http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/04/02/einmal-lobhudelei-bitte/</guid>
<description><![CDATA[Man stelle sich das folgende Telefonat zwischen einem Studenten und dem Chemnitzblog (so es telefoni]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Man stelle sich das folgende Telefonat zwischen einem Studenten und dem Chemnitzblog (so es telefonieren könnte) vor:</p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;"><strong>Student:</strong> &#8220;Hallo, ich bin auf der Suche nach interessanten, glaubwürdigen und qualitativ hochwertigen Blogs auf dich gestoßen&#8221;<br />
<strong>Chemnitzblog:</strong> &#8220;Oh, das ist aber schön. Worum geht es denn?&#8221;<br />
<strong>Student:</strong> &#8220;Ich wollte fragen ob du nicht einen lobhudlerischen Beitrag über unsere PR-Kampagne für Studieren in Ostdeutschland bringen kannst. Weil so eine lobgehudelte Kampagne, habe ich im Medienstudium gelernt, läuft ja gleich nochmal doppelt so gut.&#8221;<br />
<strong>Chemnitzblog:</strong> &#8220;Tut mir leid kein Interesse. Für Lobhudeleien sind in Chemnitz andere Blogs zuständig&#8230;&#8221;</p></blockquote>
<p style="text-align:justify;">Bei dem Telefonat handelt es sich in Wirklichkeit um die relativ schlampig formulierte Standard-Mail eines jungen Mannes, der sich zunächst ganz betont als Student ausgibt (Gemeinsamkeiten schaffen!). Er wolle die besagte Medienkampagne zum Studium in Ostdeutschland im Rahmen seiner Diplomarbeit verfolgen. Das liest sich dann in etwa so:</p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;">Also habe ich mich dazu entschlossen um diese Kampagne herum eine kleine zusätzliche Seeding-Kampagne aufzubauen. D.h., ich habe verschiedene Profile bei unterschiedlichen Web2.0-Diensten (bspw. Twitter @fernost) eingerichtet und mir zum Ziel gesetzt, zu untersuchen, inwieweit sich diese Profile auf den Kampagnenkern auswirken und wie sich diese miteinander verknüpfen lassen.</p>
</blockquote>
<p style="text-align:justify;"><!--[if gte mso 9]&#62;  Normal 0   21   false false false  DE X-NONE X-NONE              MicrosoftInternetExplorer4              &#60;![endif]--><!--[if gte mso 9]&#62;                                                                                                                                            &#60;![endif]--> Ganz prima also. Ich möchte lieber gar nicht wissen was dabei herauskommt, wenn man sich bei allen möglichen Linkschleudern anmeldet, dann nichtssagende Beiträge schreibt, die alle nur als Werbung für die Kampagne dienen und diese dann noch unter dem Vorwand einer wissenschaftlichen Arbeit untersuchen möchte.</p>
<p style="text-align:justify;">Nun gut, richtig blöd ist dann nur wenn man in seinen Standard-Mails vergisst, die automatische Signatur seines Mailprogrammes abzuschalten und darin eine allseits bekannte Werbeagentur drinsteht. Wenn dann hinter dem eigenen Namen noch die Schwammbezeichnung &#8220;Projektmanagement&#8221; steht, die von Kaffee kochen bis Werbe-Mails verschicken so ziemlich alles beinhalten kann &#8211; dann hat man nicht nur nen Schaden, sondern auch den Spott.</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>PS:</strong> Und das obwohl die besagte Kampagne gar nicht mal soo schlecht ist, wie man jetzt vielleicht erwarten würde.  Etwas <a href="http://is.gd/qwOQ" target="_blank" rel="nofollow">trashig</a> vielleicht, immerhin geht es um das Thema Studium und nicht um den Verkauf von Tamagotchis oder Feng-Shui-Winkekatzen. Wobei mir ziemlich unklar ist, warum man für das Studium im Osten noch Werbung machen sollte, in Chemnitz sind doch schon jetzt mehr als genug Studenten.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ausflug zum Wasserschloss Klaffenbach]]></title>
<link>http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/03/21/ausflug-zum-wasserschloss-klaffenbach/</link>
<pubDate>Sat, 21 Mar 2009 19:38:21 +0000</pubDate>
<dc:creator>chemnitzblog</dc:creator>
<guid>http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/03/21/ausflug-zum-wasserschloss-klaffenbach/</guid>
<description><![CDATA[Nach einem mittellangen und nicht übermäßig spannenden Tag in der Bibliothek wollten wir unbedingt n]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/03/wasserschloss_klaffenbach.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-267" title="Wasserschloss Klaffenbach (bei Chemnitz)" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/03/wasserschloss_klaffenbach.jpg" alt="Wasserschloss Klaffenbach (bei Chemnitz)" width="500" height="333" /></a></p>
<p style="text-align:justify;">Nach einem mittellangen und nicht übermäßig spannenden Tag in der Bibliothek wollten wir unbedingt noch einen kleinen Ausflug machen und sind daher mit der Tram 522 von der Zentralhaltestelle nach Klaffenbach gefahren. Nominell ist Klaffenbach noch ein Stadtteil von Chemnitz, in Wirklichkeit aber schon ziemlich weit draußen auf dem Land. Hier steht das Wasserschloss Klaffenbach, ein schmuckes Bauwerk aus dem 16. Jahrhundert (Besserwisser-Info: Im Stil der Renaissance erbaut!). Wasserschloss heißt es übrigens nicht wegen seiner Nähe zur Würschnitz, sondern wegen des gefluteten Burggrabens drumherum. Auf dem nächsten Bild sehr gut zu sehen:</p>
<p style="text-align:justify;"><a href="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/03/wasserschloss-klaffenbach-2.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-271" title="Wasserschloss Klaffenbach Chemnitz" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/03/wasserschloss-klaffenbach-2.jpg" alt="Wasserschloss Klaffenbach Chemnitz" width="500" height="750" /></a></p>
<p style="text-align:justify;">Vom Stil her ist das Wasserschloss der<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jagdschloss_Augustusburg" target="_blank" rel="nofollow"> Augustusburg</a> ziemlich ähnlich, letztere liegt aber auf einem Berg und ist doch noch ein Stück größer. Auf dem Klaffenbacher Burghof gibt es allerlei Geschäfte für Kunsthandwerk. Bis vor kurzem war hier auch noch das Sächsische Fahrzeugmuseum, welches jedoch inzwischen nicht nur in die Innenstadt umgezogen ist, sondern auch konsequenterweise auf eine Internetseite verzichtet (ohnehin überbewertet dieser neumodische Kram!). Wenn man die letzte Straßenbahn verpasst, kann man im schlosseigenen Hotel übernachten.</p>
<p><a href="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/03/schlosshotel_klaffenbach.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-268" title="Schlosshotel Klaffenbach Chemnitz" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/03/schlosshotel_klaffenbach.jpg" alt="Schlosshotel Klaffenbach Chemnitz" width="500" height="333" /></a></p>
<p style="text-align:justify;">Im Sommer wird im Wasserschloss viel geheiratet, die Paare geben sich im Akkord das Ja-Wort und danach geht es gleich zum Tafeln in eines der Restaurants. Als wir da waren, wurde nicht geheiratet, auch sonst war praktisch überhaupt nichts los. Diverse Aushänge kündeten allerdings von kommenden Attraktionen: Klaffenbacher Tafelrunde, Ritteressen, Hexentreff, dann Fischbüffet und der Ostertanz &#8211; da muss man ganz schön aufpassen, dass man nicht durcheinander kommt und dann versehentlich in Ritterverkleidung zum Hexentreff geht&#8230;könnte böse enden! Stars und Sternchen geben sich im Wasserschloss übrigens die Klinke in die Hand. Auf einem Poster feierten Matthias Reim, Dieter Thomas Kuhn, die Puhdys und eine Abba-Playbackgrupp im totgeglaubtem <a href="http://www.geocities.com/prof_al/WORD/wordart2000.html" target="_blank" rel="nofollow">WordArt</a>-Design ein fröhliches Comeback!</p>
<p style="text-align:justify;"><a href="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/03/minibar-angebot-klaffenbach.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-269" title="Das Minibar-Angebot im Schlosshotel Klaffenbach" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/03/minibar-angebot-klaffenbach.jpg" alt="Das Minibar-Angebot im Schlosshotel Klaffenbach" width="500" height="333" /></a></p>
<p style="text-align:justify;">Gleich nebenan bewies ein Aushang des Schlosshotels, dass sich Vollverpflegung und günstige Preise nicht ausschließen müssen. Zwei Minibar-Komplettangebote warten auf die hungrigen und durstigen Gäste. Es stellt sich hier allerdings die Frage, wer seine Minibar tatsächlich komplett austrinkt (nur dann lohnt sich ja der Schnäppchenpreis von 6 bzw. 10 Euro). Mir wäre jedenfalls ziemlich schlecht, wenn ich erst zwei Bier genieße, dann eine kleine Flasche Rotwein hinterherkippe, dann noch Sekt obendrauf und abschließend einen Apfelsaft und eine Flasche Mineralwasser  &#8211; nicht zu vergessen die Schokolade und die Erdnüsse! Statt der Minibar kann man aber auch einfach ein &#8220;Haustier&#8221;  mitbringen (ich empfehle Wildschwein am Spieß). Kostet gleich viel, ist aber ungemein nahrhafter!</p>
<p style="text-align:justify;"><a href="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/03/trimmpfad-klaffenbach.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-270" title="Trimmpfad in Klaffenbach Chemnitz" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/03/trimmpfad-klaffenbach.jpg" alt="Trimmpfad in Klaffenbach Chemnitz" width="500" height="333" /></a></p>
<p style="text-align:justify;">Hinter dem Wasserschloss gibt es einen Golfplatz mit 18 Löchern (wir haben nachgezählt!) und einen Trimm-Pfad. Dieser entpuppte sich bei näherem Hinsehen jedoch als Mogelpackung: Es führten zwar diverse Wege in das kleine Waldstück hinter dem Schlosspark, die für einen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Trimm-dich-Pfad" target="_blank" rel="nofollow">derartigen Trainingsparcours</a> üblichen Übungsstationen und Anleitungen fehlten aber. Eine eifrige Joggerin störte sich nicht daran, ihr begegneten wir auf verschiedenen Pfaden und Forstwegen innerhalb von 15 Minuten insgesamt drei Mal! Die Gefahr sich in Chemnitz Klaffenbach zu verlaufen besteht also nicht, und falls doch spielen vielleicht gerade &#8220;Matze&#8221; Reim, die Puhdys oder Abba &#8211; in diesem Fall einfach dem Gesang nach, Augen zu und durch!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Geschäfte, die es in Chemnitz nicht gibt]]></title>
<link>http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/03/17/geschaefte-die-es-in-chemnitz-nicht-gibt/</link>
<pubDate>Tue, 17 Mar 2009 21:58:50 +0000</pubDate>
<dc:creator>chemnitzblog</dc:creator>
<guid>http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/03/17/geschaefte-die-es-in-chemnitz-nicht-gibt/</guid>
<description><![CDATA[Die Panflöten-Indianer gibt es seit Ende der 90er vermutlich nur noch in Chemnitz &#8211; manche Mar]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="text-align:justify;"><img class="alignnone size-full wp-image-259" title="Chemnitzer Innenstadt mit Panflöten-Indianern" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/03/chemnitz-innenstadt.jpg" alt="Chemnitzer Innenstadt mit Panflöten-Indianern" width="500" height="300" /><br />
<em>Die Panflöten-Indianer gibt es seit Ende der 90er vermutlich nur noch in Chemnitz &#8211; manche Markenläden haben es bis heute nicht in die Stadt der Moderne geschafft</em></p>
<p style="text-align:justify;">Beim letzten Stadtbummel ist mir aufgefallen, dass es doch einige Markenketten gibt, die in Chemnitz einfach keine Filiale haben. Klar, es gibt H&#38;M, Deichmann und Esprit &#8211; andere Marken fehlen dagegen komplett. Da wäre zum Beispiel die stylische Naturkosmetik-Kette <strong>The Body Shop</strong>, wo man vor allem für Frauen ganz prima Geschenke kaufen kann.  Oder <a href="http://www.lush-shop.de/" target="_blank" rel="nofollow"><strong>Lush</strong></a>, eine ähnliche Kette (ebenfalls aus Großbritannien), die mit lecker riechenden Seifen und Kosmetikprodukten schon am Duft der Läden weithin erkennbar ist. In praktisch jeder halbwegs großen Stadt gibt es eine Filiale &#8211; in Chemnitz dagegen Fehlanzeige! Oder wie wäre es mit einem <em>White Caffè Mocha</em> beim in die Krise geratenen Kaffeeröster <strong>Starbucks</strong>? Sogar im 162.000 Seelen-Ort Osnabrück gibt es einen Laden &#8211; in Chemnitz sucht man dagegen vergeblich. Seine Studenten-WG neu dekorieren, das geht wohl am schicksten mit Artikeln von <strong>Butlers</strong> oder <strong>Das Depot</strong>. In Städten mit vergleichbarer Größe gibt es von wenigstens einem der beiden Filialisten einen Store &#8211; in Chemnitz nicht. Bei anderen Ketten wie <strong>Pizza Hut</strong> ist die fehlende Filiale in Chemnitz dagegen leichter zu verschmerzen, günstige Pizza gibt es ja als All-you-can-eat bei <em>Allpizza</em> an der Zentralhaltestelle oder bei <em>Schwedische Pizza</em> im Terminal 3. Bei den anderen Ketten fällt es dagegen schwer einen passenden Ersatz zu finden. Ihr Sortiment ist speziell,  sicher auch nicht ganz günstig, hat aber zu Recht seine Fans. Durchaus schade also, dass es die genannten Marken noch nicht in Chemnitz gibt.</p>
<p style="text-align:justify;">
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die Tuchfühlung und ihre Umfragen]]></title>
<link>http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/03/11/die-tuchfuehlung-und-ihre-umfragen/</link>
<pubDate>Wed, 11 Mar 2009 16:41:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>chemnitzblog</dc:creator>
<guid>http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/03/11/die-tuchfuehlung-und-ihre-umfragen/</guid>
<description><![CDATA[In meiner Rezension der letzten Ausgabe des Chemnitzer Campusmagazins Tuchfühlung hatte ich ja berei]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="text-align:justify;"><img class="alignnone size-full wp-image-249" title="Ausgaben des Campusmagazins Tuchfühlung (Chemnitz)" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/03/tuchfuehlung_chemnitz.jpg" alt="Ausgaben des Campusmagazins Tuchfühlung (Chemnitz)" width="500" height="250" /></p>
<p style="text-align:justify;">In meiner Rezension der letzten Ausgabe des Chemnitzer Campusmagazins Tuchfühlung hatte ich ja bereits auf Mängel in der damaligen Umfrage zum Thema Karriere <a href="http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/01/28/verspielte-chance-rezension-des-campusmagazins/" target="_blank">hingewiesen</a>. Nun hat die Tuchfühlung <a href="http://tuchfuehlung.tu.ohost.de/scarpoll.php" target="_blank" rel="nofollow">eine neue Umfrage gestartet</a>, die sie eifrig über die Verteilerlisten der Uni bewirbt. Es geht um das Kaufverhalten von Studenten, doch genau darüber werden die Redakteure wenig herausfinden, zumindest wenn sie die Umfrage in dieser Form tatsächlich verwenden.</p>
<p style="text-align:justify;">Das erste Problem stellt erneut das verwendete Umfrageskript dar: Dieses wertet alle Fragefelder getrennt aus und erstellt daraus Balkendiagramme. Verknüpfungen alá &#8220;Wer Maschinenbau studiert gibt weniger Geld für Lebensmittel aus&#8221; oder &#8220;Wer auf Biosiegel achtet kauft dennoch preisbewusst&#8221; sind damit schon technisch überhaupt nicht möglich. Das Onlineskript prüft noch nicht einmal ob alle Felder der Umfrage ausgefüllt sind, geschweige denn ob die Antworten auch nur halbwegs plausibel sind. Dies ist ein technisches und relativ einfach zu lösendes Problem.</p>
<p style="text-align:justify;">Das zweite und weitaus größere Problem offenbart sich, wenn man die einzelnen Fragen der Erhebung genauer unter die Lupe nimmt: <strong>&#8220;Was landet am häufigsten in deinem Einkaufswagen?&#8221;</strong>, fragt die Tuchfühlung und stellt Grundnahrungsmittel (Brot, Reis, Nudeln) / Wurst und Käse aus der Theke / Obst und Gemüse / Alkohol / Zigaretten und einigen andere Produkten des täglichen Bedarfs zur Wahl. Jetzt heißt es als befragter Student genau überlegen, denn nur eine einzige (!) Antwort ist bei dieser Frage möglich. Es mag ja sein dass es Studenten gibt, die sich nur von Zigaretten oder nur von Alkohol ernähren oder die solche Fans von Wurst und Käse sind, dass sie diese immer pur essen. Der überwiegende Teil wird aber zwangsläufig entweder besagte Grundnahrungsmittel oder den Punkt Fertiggerichte ankreuzen (z.B. Leute, die keinen eigenen Herd haben). Die Fragestellung ist in dieser Form also überhaupt nicht zielführend, sondern schlicht ziemlich sinnlos. Selbst ein Hardcore-Alki legt sich zu seinem Kornbrand noch zwei Dosen Ravioli auf das Kassenband und setzt dann frohen Mutes und vor allem wahrheitsgemäß sein Kreuz bei den Fertiggerichten.</p>
<p style="text-align:justify;">Aus irgendeinem Grund scheint unser Studentenmagazin zudem davon auszugehen, dass die Studenten der TU Chemnitz gerne stehlen. Nur so lässt sich die leitende Frage <strong>&#8220;Was hast du schonmal im Uni-Edeka geklaut?&#8221;</strong> interpretieren. Alkohol, Zigaretten (wie das bei den Gittern an der Kasse gehen soll, ist mir schleierhaft), aber auch Nudeln oder Wurst stehen zur Wahl. Tiefkühlkost lässt sich anscheinend nicht stehlen, wer theoretisch gerne Glühbirnen oder Zeitschriften mitgehen lässt, kann auch nichts ankreuzen.  Zudem scheint das Langfingertum sich nur auf den Campus-Edeka zu erstrecken, wer bei Penny, Netto, Aldi, Lidl oder wo auch immer seine Taschen füllt, kann ebenfalls keine wahrheitsgemäße Antwort geben. Viel merkwürdiger ist jedoch, dass anders als bei der vorherigen Frage hier Mehrfachantworten möglich sind.</p>
<p style="text-align:justify;">Beide Beispiele belegen wie unsauber die vorliegende Umfrage erstellt wurde. Viele mögliche Antwortkonstellationen werden überhaupt nicht abgedeckt. Zudem scheint die Befragung unter großem Zeitdruck entstanden zu sein, nur so lassen sich die teilweise ziemlich hingehuschten Antwortmöglichkeiten erklären:</p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;"><strong>Frage: Was ist Einkaufen für dich?</strong><strong><br />
1.</strong> Überlebenskampf, muss leider sein<br />
<strong>2.</strong> Erlebnis und Spaß pur<br />
<strong>3.</strong> Ich lass lieber andere für mich einkaufen</p></blockquote>
<p style="text-align:justify;">Hm tja, ein paar gemäßigte Aussagen wären jetzt schön. Vielleicht ist es eine Mischung aus Spaß und Pflicht, vielleicht ist es aber auch von Tag zu Tag verschieden, vielleicht auch abhängig davon, ob ich vorher Fragebögen der Tuchfühlung ausgefüllt habe&#8230;ihr versteht was ich meine.</p>
<p style="text-align:justify;">Die Umfrage zum Einkaufs-/Klauverhalten der Studenten ist nichts Halbes und nichts Ganzes: Sinnvolle Fragen nach Studiengang, Geschlecht, Einkommen werden mit unausgegorenen Fragen wie den hier vorgestellten kombiniert. Das verwendete Umfrageskript lässt keine Kombination der Ergebnisse zu. &#8220;Die meisten Studenten geben zwischen 50 und 150 Euro für Lebensmittel aus&#8221;, steht eventuell später im Artikel. Aber: Über die Gründe hierfür kann das Heft dann trotz aufwendiger Umfrage nur spekulieren. Vielleicht sparen die genannten Studenten, oder sie kaufen wenig Bioprodukte oder sie klauen einfach alles aus dem Edeka. Vielleicht sind die Studenten, die 50 bis 150 Euro für Lebensmittel ausgeben aber auch einfach komplett andere, als die welche im Bottler-Markt Wein und Wurst mitgehen lassen. Genau bei dieser spannenden Frage muss die Tuchfühlung mangels ausgereifter Umfragetechnik passen. Das ist schade, denn so bleiben die wahren Hintergründe des studentischen Einkaufsverhaltens weiter im Dunkeln.</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Ergänzung (19. März):</strong> Die Tuchfühlung hat die Umfrage jetzt klammheimlich von ihrer Seite entfernt. Nach Erscheinen des Heftes  kann so natürlich leider niemand mehr feststellen, welche Fragen gestellt wurden und wie die Ergebnisse zustande gekommen sind. Gut, dass ich mir vorher ein PDF davon gespeichert habe. Hier also  die <a href="http://chemnitzblog.files.wordpress.com/2009/03/umfrage-tuchfuehlung.pdf">Umfrage der Tuchfühlung</a> zum nochmal nachlesen.</p>
<p><strong><span style="color:#333333;"> </span></strong></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Street Art in Chemnitz (Folge 1)]]></title>
<link>http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/03/10/street-art-in-chemnitz-folge-1/</link>
<pubDate>Tue, 10 Mar 2009 12:29:33 +0000</pubDate>
<dc:creator>chemnitzblog</dc:creator>
<guid>http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/03/10/street-art-in-chemnitz-folge-1/</guid>
<description><![CDATA[Ein Mensch? Ein Außerirdischer? In jedem Fall Street Art! Street Art bedeutet wörtlich übersetzt Str]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img class="alignnone size-full wp-image-239" title="Street Art in Chemnitz" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/03/street-art-chemnitz-2.jpg" alt="Street Art in Chemnitz" width="500" height="333" /><br />
<em>Ein Mensch? Ein Außerirdischer? In jedem Fall Street Art!</em></p>
<p style="text-align:justify;">Street Art bedeutet wörtlich übersetzt <em>Straßenkunst</em> und ist damit weit gefächert: Die Panflötenindianer in der Chemnitzer Fußgängerzone wären ebenso Street Art, wie sinnlos hingeschmierte Namenstags an leerstehenden Plattenbauten. Für mich persönlich beinhaltet Street Art eine grafische und häufig figürliche Darstellung. Sticker mit seltsamen Phantasiewesen gehören ebenso dazu wie Schablonengraffiti mit verfremdeten Alltagsmotiven. Ich habe mich in Chemnitz auf die Suche gemacht und bin tatsächlich fündig geworden. Die besten Motive zeige ich ab sofort hier im Blog. Beginnen wir mal mit einem besprühten Gebäude im Viertel hinter dem Stadtpark:</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-240" title="Street Art in Chemnitz" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/03/street-art-chemnitz-1.jpg" alt="Street Art in Chemnitz" width="500" height="333" /></p>
<p style="text-align:justify;">Dieser Typ mit Elvis-Haartolle hat unter der Witterung schon ziemlich gelitten. Das Namenstag (&#8220;DAK&#8221;) daneben weist auf das Entstehungsjahr 2006 hin. Es könnte sich &#8211; insbesondere weil es schon so lange dort hängt &#8211; natürlich auch um ein Auftragsgraffiti handeln, so wie bei diesem Motiv in Chemnitz Bernsdorf (nahe Südbahnhof):</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-242" title="Street Art in Chemnitz" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/03/street-art-chemnitz-7.jpg" alt="Street Art in Chemnitz" width="500" height="333" /></p>
<p style="text-align:justify;">Die Baustoffhandlung Concepta wirbt auf diesem Weg für ihren Laden und verschönert die &#8211; bei der Lage nahe der Bahnstrecke bestimmt ohnehin zugesprayte &#8211; Wand mit einem Graffito.</p>
<p style="text-align:justify;">Ein reicher Fundus für schöne Street-Art-Motive ist das besetzte Haus in der Reitbahnstraße. Dutzende Motive lassen fast den Eindruck einer öffentlichen Galerie entstehen, bei welcher der Besucher teilweise ganz genau hinschauen muss um kleinere Grafiken entdecken zu können. Die angebrachten Kunstwerke in den Fenstern zeugen vom Durchhaltewillen der Bewohner. Zugleich haben sie auch eine ganz praktische Funktion: Sie verdecken eingeworfene Scheiben im Erdgeschoss.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-241" title="Street Art in Chemnitz (Reitbahnstraße)" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/03/street-art-chemnitz-3.jpg" alt="Street Art in Chemnitz (Reitbahnstraße)" width="500" height="333" /></p>
<p>Direkt niedlich auch dieser kleine &#8220;Audio Addict&#8221;, nur einen ähm Steinwurf entfernt <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-243" title="Street Art in Chemnitz (Reitbahnstraße)" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/03/street-art-chemnitz-4.jpg" alt="Street Art in Chemnitz (Reitbahnstraße)" width="500" height="333" /></p>
<p style="text-align:justify;">Gesellschaftskritischer zeigt sich das folgende Motiv. Ein junger Mann schmust mit einem großen Kotelett, er wirkt zufrieden. Ein Seitenhieb auf unseren Umgang mit tierischen Lebensmitteln?</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-244" title="Street Art in Chemnitz (Reitbahnstraße)" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/03/street-art-chemnitz-5.jpg" alt="Street Art in Chemnitz (Reitbahnstraße)" width="500" height="333" /></p>
<p style="text-align:justify;">Natürlich ist Street Art nicht ganz unumstritten. Rechtlich betrachtet sind solche Veränderungen am Straßenbild nämlich Sachbeschädigung. Die fällt in meinen Augen aber weniger ins Gewicht, wenn es sich um schöne Motive handelt, auf die der Begriff Straßenkunst sicher auch deutlich mehr zutrifft als auf eilig hingesprayte Namenstags und kommerzielle Stickerhalden an Hauswänden und Bushaltestellen.</p>
<p style="text-align:justify;">Ein schönes Fotoblog zum Thema Street Art gibt es übrigens <a href="http://blogs.taz.de/streetart/" target="_blank" rel="nofollow">hier</a>. Nicht alle Motive sind Weltklasse, manches gefällt mir auch einfach persönlich nicht &#8211; aber das ist in &#8220;richtigen&#8221; Museen ja genauso. Falls ihr noch weitere StreetArts in Chemnitz gesehen habt oder sogar Fotos davon habt, dann einfach her damit. Schreibt in die Kommentarbox oder schickt mir eine Mail.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ein Nachmittag im Spielemuseum]]></title>
<link>http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/03/08/ein-nachmittag-im-spielemuseum-chemnitz/</link>
<pubDate>Sun, 08 Mar 2009 13:08:33 +0000</pubDate>
<dc:creator>chemnitzblog</dc:creator>
<guid>http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/03/08/ein-nachmittag-im-spielemuseum-chemnitz/</guid>
<description><![CDATA[Letzte Woche waren wir im Chemnitzer Spielemuseum, welches eigentlich Deutsches Spielemuseum heißt, ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="text-align:justify;"><img class="alignnone size-full wp-image-231" title="Spielemuseum Chemnitz" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/03/spielemuseum-chemnitz.jpg" alt="Spielemuseum Chemnitz" width="500" height="333" /></p>
<p style="text-align:justify;">Letzte Woche waren wir im Chemnitzer Spielemuseum, welches eigentlich <a href="http://www.deutsches-spielemuseum.de/" target="_blank">Deutsches Spielemuseum</a> heißt, von allen Leuten aber immer nach der Stadt in welcher es steht, benannt wird. Wir sind zu Fuß vom Campus aus hingelaufen: Über den Südbahnhof zum Uniteil Raabestraße, dann durch den Stadtpark und das Wohnviertel dahinter. Auf dem Plan der Verkehrsbetriebe sah der Weg so kurz aus, aber das täuschte doch ziemlich. Das Spielemuseum liegt  etwas versteckt in der Neefestraße, kurz vor der Messe Chemnitz, und damit an der gleichen Buslinie (Nr. 23) mit der man sonst zu IKEA fährt.</p>
<p style="text-align:justify;">Zunächst schreckt vielleicht die Namenskombination aus &#8220;Spiele&#8221; und &#8220;Museum&#8221; etwas ab, nichts ist schließlich langweiliger als sich Brettspiele in verschlossenen Glaskästen anzuschauen &#8211; ohne die Möglichkeit selbst die Würfel rollen zu lassen. Doch genau das ist im Deutschen Spielemuseum Chemnitz anders: In einem großen Raum stehen über 2000 (!) Brettspiele zur Wahl, welche sich komplett ausprobieren und spielen lassen. Getragen wird das Museum von einem gemeinnützigen Verein, in welchem praktisch alle wichtigen Spieleverlage Deutschlands Mitglied sind. Allein über die Eintrittspreise (Normal: 4 Euro, Kinder und Studenten: 2 Euro) liesse sich solch eine Einrichtung wohl auch kaum finanzieren.</p>
<p style="text-align:justify;">Wir entschieden uns nach kurzem Überlegen für &#8220;Thurn und Taxis&#8221;, das Spiel des Jahres 2006. Schnell den Spielplan aufgebaut und die Anleitung vorgelesen. Das Szenario spielt im beginnenden 16. Jahrhundert, es geht darum Postkurierstrecken zwischen bedeutenden Städten in Baiern, Württemberg, aber auch der Schweiz und Polen zu bauen und damit möglichst viele Siegpunkte zu sammeln. Dazu zieht man Städtekarten, sammelt Kutschenpunkte und versucht in möglichst vielen Städten Dependancen zu eröffnen. Ein sehr kurzweiliges strategisches Brettspiel!</p>
<p style="text-align:justify;"><img class="alignnone size-full wp-image-232" title="Brettspiele Chemnitz" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/03/brettspiele-chemnitz.jpg" alt="Brettspiele Chemnitz" width="500" height="333" /></p>
<p style="text-align:justify;">Nach einer Runde (ich habe knapp vor Wiebke gewonnen) haben wir uns dann noch an zwei weiteren Spielen versucht: Einmal König &#38; Konsorten, was sich als Mau-Mau-Variante mit etwas schrägen Sonderregeln entpuppte. Und dann noch am Spiel zur Auswanderer-Sendung &#8220;Mein neues Leben&#8221;, welches aber wie viele Umsetzungen von Serien und Filmen ziemlich dröge daherkam. Das Auswandern in ein fremdes Land war wesentlich vom Würfelglück bestimmt, es ging eigentlich nur darum möglichst viel Geld zu sammeln (welches einem durch lästige Sonderkarten ständig wieder weggenommen wurde) und einen gut bezahlten Job (Chirurg 7000 Euro) über möglichst viele Runden auf der Hand zu halten. Merke: Wenn man seinen Job verliert, ist man nicht arbeitslos &#8211; dafür braucht man nämlich die Arbeitslosenkarte (500 Euro Einkommen).</p>
<p style="text-align:justify;"><img class="alignnone size-full wp-image-233" title="Spielemuseum Chemnitz 2" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/03/spielemuseum-chemnitz-2.jpg" alt="Spielemuseum Chemnitz 2" width="500" height="333" /></p>
<p style="text-align:justify;">Einer der großen Vorteile des Spielemuseums ist sicher, dass man praktisch alle aktuellen Brett- und Kartenspiele unbegrenzt ausprobieren kann. Gefällt einem ein Spiel, kann man es ja später immer noch für Zuhause kaufen. Wer mehr auf digitale Unterhaltung steht, hat die Möglichkeit an verschiedenen Konsolen (Sony PS3, Nintendo Wii, Gamecube etc.) zu zocken oder zum Abschluß eines schönen Nachmittags noch eine gepflegte Runde zu Kickern.</p>
<p style="text-align:justify;">Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 13 bis 18 Uhr, am Wochenende von 13 bis 19 Uhr. Es empfiehlt sich gleich Mittags schon hinzugehen und so die Spielzeit voll auszunutzen.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Mensa-Deutsch für Anfänger]]></title>
<link>http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/03/05/mensa-deutsch-fur-anfaenger-chemnitz/</link>
<pubDate>Thu, 05 Mar 2009 15:23:19 +0000</pubDate>
<dc:creator>chemnitzblog</dc:creator>
<guid>http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/03/05/mensa-deutsch-fur-anfaenger-chemnitz/</guid>
<description><![CDATA[Die Chemnitzer Mensa hat über die Jahre hinweg eine beeindruckende Formulierungskunst entwickelt, um]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="text-align:justify;"><img class="alignnone size-full wp-image-34" title="Speisesaal Mensa Chemnitz" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2008/06/speisesaal-mensa-chemnitz.jpg" alt="Speisesaal Mensa Chemnitz" width="500" height="375" /></p>
<p style="text-align:justify;">Die Chemnitzer Mensa hat über die Jahre hinweg eine beeindruckende Formulierungskunst entwickelt, um ihre Hausmannskost möglichst sprachgewaltig an die Studenten zu bringen. In den Speiseplänen werden Neologismen und Euphemismen verwendet, dass jedem ordentlichen Linguisten das Herz aufgeht. Für alle Einsteiger, die sich im Irrgarten der Mensa-Sprache (noch) nicht so gut auskennen, hier ein kleiner Überblick:</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>1.</strong> Nudeln sind ja nicht nur sehr lecker, sondern auch anerkanntes Klischee-Grundnahrungsmittel jedes Studenten. In der Chemnitzer Mensa gibt es sie einmal in Form von <strong>Spirelli</strong> (Mensa-Deutsch für Spiralnudeln/Fusili) und als <strong>Gabelspaghetti</strong>. Bei letzteren handelt es sich um ganz normale Spaghetti, die sich eben auch mit einer Gabel essen lassen.</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>2.</strong> Niemand sollte den angebotenen <strong>Risotto</strong> mit dem gleichnamigen italienischen Reisgericht verwechseln, welches auf Basis von Rundkornreis und Brühe (mit Weißwein, Champignons oder Spinat) hergestellt wird. Der Mensa-&#8221;Risotto&#8221; ist ein schnöder gekochter Langkornreis. <strong>Bratreis</strong> ist der gleiche Reis, nur in der Pfanne zubereitet. Im Ergebnis etwas trockener als der &#8220;Risotto&#8221;.</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>3.</strong> Hinter dem <strong>Tiroler Reisauflauf</strong> verbirgt sich hingegen ein süßer Auflauf, der ein wenig an Milchreis aus dem Ofen erinnert.</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>4.</strong> <strong>Partyfrikadellen</strong> sind der heiter klingende Bestandteil, der jedes Semester zwei bis dreimal auf dem Speiseplan auftauchenden <strong>Grillplatte</strong>. Es handelt sich um zwei kleine frittierte Fleischbällchen, die sich ihren Platz mit einer <strong>Grillwurst </strong>und einem<strong> Ministeak</strong> teilen.</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>5. Salat der Saison</strong> lautet der schöne Beilagen-Titel auf dem Speiseplan. Merkwürdigerweise hat Weißkrautsalat praktisch immer Saison. Er ist unvermuteterweise auch ziemlich international: Mal gibt es ihn als  <strong>Griechischen Weißkrautsalat</strong>, dann als <strong>Balkansalat</strong> oder auch als Beigabe im <strong>Salatmix</strong>. Gelegentlichwird er ergänzt um einzelne Blätter vom Eisbergsalat oder kleine Tomatenstückchen.</p>
<p style="text-align:justify;">Weitere schöne Formulierungen aus der Mensa-Sprache finden sich jede Woche aktualisiert an <a href="http://www.tu-chemnitz.de/stuwe/speiseplan_public/web/web_RH.php" target="_blank" rel="nofollow">dieser Stelle</a>. Ich wünsche viel Vergnügen und guten Appetit!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Umzug des Chosy Blogs]]></title>
<link>http://chosy2009.wordpress.com/2009/02/27/umzug-des-chosy-blogs/</link>
<pubDate>Fri, 27 Feb 2009 10:16:48 +0000</pubDate>
<dc:creator>ChosyCheM</dc:creator>
<guid>http://chosy2009.wordpress.com/2009/02/27/umzug-des-chosy-blogs/</guid>
<description><![CDATA[Von Anfang an war es geplant, doch wir waren immer zu faul beschäftigt. Jetzt zieht das Chosy Chemni]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://chosy2009.wordpress.com/files/2008/11/chosy_stempel.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1076" title="chosy_stempel" src="http://chosy2009.wordpress.com/files/2008/11/chosy_stempel.jpg?w=128" alt="chosy_stempel" width="128" height="50" /></a>Von Anfang an war es geplant, doch wir waren immer zu <span style="text-decoration:line-through;">faul</span> beschäftigt. Jetzt zieht das Chosy Chemnitz Blog endlich um. <a href="http://www.chemnitz-lebt.de/">Bitte folgt uns</a>.</p>
<p>Dieses Blog hier wird irgendwann mal geschlossen, also merkt euch die neue Adresse <a href="http://www.chemnitz-lebt.de/">http://www.chemnitz-lebt.de/</a> gut. <strong> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=':wink:' class='wp-smiley' /> </strong></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Mit Kneipenkarte durch Chemnitz]]></title>
<link>http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/02/26/mit-kneipenkarte-durch-chemnitz/</link>
<pubDate>Thu, 26 Feb 2009 11:41:10 +0000</pubDate>
<dc:creator>chemnitzblog</dc:creator>
<guid>http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/02/26/mit-kneipenkarte-durch-chemnitz/</guid>
<description><![CDATA[Eigentlich bin ich ja kein Fan davon, hier Gratis-PR für irgendwelche Kneipen und Cafés  zu machen, ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://www.nilsgemeinhardt.de/img/maps_chemnitz.png" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-224" title="Kneipenkarte für Chemnitz" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/02/kneipen-karte-chemnitz.jpg" alt="Kneipenkarte für Chemnitz" width="500" height="353" /></a></p>
<p style="text-align:justify;">Eigentlich bin ich ja kein Fan davon, hier Gratis-PR für irgendwelche Kneipen und Cafés  zu machen, wie andere Chemnitz-Blogs es ja gerne und ausführlich tun. Aber in diesem Fall war es eine ganz vorzügliche Idee, die mich überzeugt hat: <a href="http://www.nilsgemeinhardt.de/" target="_blank">Nils Gemeinhardt</a>, Hobby-Fotograf und Student des kompliziert klingenden Fachs Computational Science, hat eine Karte der Chemnitzer Innenstadt mit allen Kneipen, Bars und Cafés entworfen und ins Internet gestellt. Ich wusste zwar, dass Chemnitz mit einer <a href="http://www.tu-chemnitz.de/tu/presse/dateien/2/1211" target="_blank" rel="nofollow">hohen Kneipendichte wirbt</a> (angeblich soll es 666 Gaststätten geben &#8211; vermutlich wurde jede Döner-Asia-Bude und jeder trübe Landgasthof im Umland mitgezählt), aber nicht dass es doch so viele verschiedene Etablissements in der Innenstadt gibt. Eigentlich erstaunlich dass sich das Phänomen des Pub-Crawlings noch nicht bis nach Chemnitz durchgeschlagen hat, immerhin muss man nicht weit laufen um vom Franziskaner Viertel in den City Pub und von dort weiter ins Café Moskau zu gelangen &#8211; mit steigendem Alkoholpegel versteht sich. Was der Karte definitiv noch fehlt, sind aktuelle Bierpreise. Im Moment befinden sich Möchtegern-Schickimicki-Läden wie das DON in der Liste ja direkt neben günstigen Trinkhallen wie dem Turmbrauhaus &#8211; das kann ganz schön auf den Geldbeutel gehen. Eines weiß ich in jedem Fall schon jetzt: Wenn ich das nächste Mal nach Feierabend gemütlich ein Bier trinken gehe, dann probiere ich sicher mal einen neuen Pub aus.  Falls ihr das auch tun wollt, die Kneipenkarte von Nils findet ihr hier <a href="http://www.nilsgemeinhardt.de/img/maps_chemnitz.png" target="_blank">zum Downloaden und Ausdrucken</a>.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Produkte, die's bei uns nicht gibt: Imitierte Wildschweinpastete]]></title>
<link>http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/02/24/produkte-dies-bei-uns-nicht-gibt-imitierte-wildschweinpastete/</link>
<pubDate>Tue, 24 Feb 2009 17:17:25 +0000</pubDate>
<dc:creator>chemnitzblog</dc:creator>
<guid>http://chemnitzblog.wordpress.com/2009/02/24/produkte-dies-bei-uns-nicht-gibt-imitierte-wildschweinpastete/</guid>
<description><![CDATA[Das letzte Mal hatte ich in dieser Kategorie die Kekstorte Kalter Hund vorgestellt, ein krümeliger S]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img class="alignnone size-full wp-image-215" title="Imitierte Wildschweinpastete in Chemnitz" src="http://chemnitzblog.wordpress.com/files/2009/02/imitierte-wildschweinpastete.jpg" alt="Imitierte Wildschweinpastete in Chemnitz" width="500" height="375" /></p>
<p style="text-align:justify;">Das letzte Mal hatte ich in dieser Kategorie die <a href="http://chemnitzblog.wordpress.com/2008/06/16/produkte-dies-bei-uns-nicht-gibt-kekstorte-kalter-hund/" target="_blank">Kekstorte Kalter Hund</a> vorgestellt, ein krümeliger Spaß für die ganze Familie. Diesmal geht es um ein pikanteres Produkt, welches ich bei meinem letzten Streifzug durch das benachbarte Edeka entdeckt habe: Imitierte Wildschweinpastete. Zuerst herrschte bei mir eine linguistische Verwirrung vor: Eine imitierte Pastete vom echten Wildschwein oder eine echte Pastete mit imitiertem Wildschwein? Nun bin ich ja kein großer Pasteten-Experte, aber was einen da aus der Packung anlacht, sieht doch ungefähr so aus wie man sich eine Fleischpastete vorstellt. Also doch Variante 2 mit der nachgeahmten Wildsau. Nun ist ja die Frage ob der durchschnittliche Edeka-Käufer überhaupt merken würde, dass es sich um einen Imitat-Eber handelt. Könntet ihr mir auf Anhieb sagen wie Wildschweinfleisch aussieht? Eben. Das Produkt richtet sich also demnach an Feinschmecker, die den Unterschied zwischen Wild- und Hausschweinfleisch nicht nur sehen, sondern vor allem auch ohne weiters schmecken würden. Andererseits können oder wollen sie sich keine echte Wildschweinpastete gönnen &#8211; greifen also zum optisch und geschmacklich hoffentlich ähnlichen Imitat. Ich persönlich habe mich an dieses (sicherlich köstliche) Produkt aus dem Hause PIKANT noch nicht rangetraut, ich esse auch lieber echtes Fleisch als imitiertes. Bleibt nur noch die Frage zu klären: Was ist drin wo Wildschwein draufsteht? Ich werde weiter berichten&#8230;</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Nachtrag: </strong>Das Wildschweinimitat besteht aus Schweinefleisch (82 Prozent) und Speck, dazu kommen Wasser, Salz Gewürze und andere Zusatzstoffe.</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Nachtrag 2:</strong> Ich habe auf der Seite des Fachmagazins der <a href="http://www.fleischwirtschaft.de/service/fachbegriffe/pages/index.prl?currChar=I" target="_blank" rel="nofollow">Fleischwirtschaft</a> noch eine schöne Definition gefunden:</p>
<blockquote><p>
<strong>Imitierte Wildschweinpastete</strong><br />
aus gewürfeltem, mit Nitritpökelsalz gesalzenem und in Schweineblut vorgegartem Schweinefleisch hergestellte Pastete mit oder ohne Teighülle.</p></blockquote>
<p style="text-align:justify;">Klingt doch richtig lecker, oder?</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>

</channel>
</rss>
