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	<title>die-ublichen-verdachtigen &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/die-ublichen-verdachtigen/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "die-ublichen-verdachtigen"</description>
	<pubDate>Tue, 22 Dec 2009 13:46:03 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

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<title><![CDATA[Ein Hoch auf die GEZ-Gebühr]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/11/01/ein-hoch-auf-die-gez/</link>
<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 06:57:57 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
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<description><![CDATA[Sinn und Zweck des öffentlich-rechtlichen Rundfunks  in Deutschland ist es, den privatwirtschaftlich]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Sinn und Zweck des öffentlich-rechtlichen Rundfunks  in Deutschland ist es, den privatwirtschaftlich organisierten Medien, denen man selbiges offensichtlich nicht zutraut, ein qualitativ hochwertiges und den Ansprüchen einer demokratischen Gesellschaft genügendes Angebot entgegenzusetzen. Heraus kommen dann allerdings solch&#8217; <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/nahost368.html">messerscharfe Analysen</a> wie die von Sebastian Engelbrecht vom <em>Bayrischen Rundfunk</em>:</p>
<blockquote><p>US-Außenministerin Clinton hat im Nahen Osten für Gespräche ohne Vorbedingungen geworben. Auch nach Treffen mit Israels Regierungschef Netanjahu und Palästinenserpräsident Abbas bleibt der israelische Siedlungsbau das wohl größte Hindernis für den Friedensprozess.</p></blockquote>
<p>Den Luxus eines Arguments, warum gerade siedelnde Juden und nicht etwa judenhassende und -mordende Islamfaschisten oder UN-Berichte, die Israel jegliches Recht auf Selbstverteidigung absprechen, das &#8220;größte Hindernis für den Friedensprozess&#8221; sein sollten, gönnt Engelbrecht seinen Lesern nicht. Engelbrecht, der dem Meinungsjournalismus in der Vergangenheit mit <a href="http://www.tagesschau.de/kommentar/kommentargaza100.html">&#8220;Mit Islamisten muss man reden&#8221;</a> bereits eine Sternstunde bescherte, beweist damit einmal mehr, dass sich die Öffentlich-rechtlichen nicht von den ihren privaten Konkurrenten unterscheiden: sie senden und publizieren nicht das, was einem an Fakten orientierten und hochwertigen Journalismus zumindest nahe käme,  sondern das, was die Mehrheit der deutschen Bevölkerung für richtig oder falsch halten <em>will</em> . Insofern wird Engelbrechts argumentfreie Verleumdung dann wohl auch von den meisten seiner Lesern als Argument missgedeutet werden, bestätigt sie doch lediglich, was in Deutschland bis auf Weiteres galt und gilt: der Jud&#8217; ist schuld.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Alles beim Alten oder ein erneuter Sieg des Islamofaschismus]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/10/05/alles-beim-alten-oder-ein-erneuter-sieg-des-islamofaschismus/</link>
<pubDate>Mon, 05 Oct 2009 08:14:32 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
<guid>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/10/05/alles-beim-alten-oder-ein-erneuter-sieg-des-islamofaschismus/</guid>
<description><![CDATA[Menschen mögen in der Lage sein, sich zu ändern, und dies bisweilen sogar auch tatsächlich einmal tu]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Menschen mögen in der Lage sein, sich zu ändern, und dies bisweilen sogar auch tatsächlich einmal tun, für Ideologien gilt dies indes nicht. Nach einer guten Woche ohne den Konsum von Medien &#8211; ein Wort, das, es kann nicht oft genug betont werden, keinesfalls zufällig ein Anagramm von &#8220;meiden&#8221; ist &#8211; bestätigt die Durchschau der <em>Frankfurter Rundschau</em> (FR)* diese Erkenntnis, deren Wahrheitsgehalt ohnehin nie ernsthaft zu bezweifeln war.</p>
<p>Die sich in diesem Fall sowohl ihrer eklatanten logischen Widersprüche als auch jeglicher vermeintlich klug machender Erfahrung zum Trotz partout nicht wandeln wollende, weil eben prinzipiell nicht wandelbare, Ideologie, ist die Ideologie des Appeasements. Am 28. September schreibt Birgit Cerha in der <em>FR </em>unter dem Titel &#8220;Iran provoziert mit Raketentests&#8221;:</p>
<blockquote><p>Die Islamische Republik setzt im Atomstreit mit dem Westen nun voll auf Konfrontation.</p></blockquote>
<p>Einmal mehr wird eine Meldung, die nichts Neues enthält, sondern seit Langem Bekanntes und Altbewährtes, in den Rang einer Nachricht erhoben. Denn wie Amir Taheri in <a href="http://www.amazon.de/Persian-Night-Under-Khomeinist-Revolution/dp/1594032408">&#8220;The Persian Night&#8221;</a>, seiner Analyse des im Iran herrschenden khomeinistischen Islamofaschismus, treffend schreibt, ist die Islamische Republik Iran &#8220;genetically programmed for war&#8221;. Und nicht trotzdem, sondern genau <em>deshalb </em>veröffentlicht die <em>FR</em> nur wenige Tage nach der wiederholten iranischen &#8220;Provokation&#8221; einen Text von Pierre Simonitsch mit dem Titel &#8220;Entspannung im Atomstreit&#8221;:</p>
<blockquote><p>Der Streit über das verdächtige [sic!] Nuklearprogramm Teherans hat sich spürbar verschärft.  Am Donnerstag einigte sich der Iran [sic!!] mit den fünf ständigen Mitgliedern des Weltsicherheitsrates (USA, Russland, Frankreich, Großbritannien, China) und Deutschland in Genf auf einen &#8220;intensiven Dialog&#8221;. Das nächste Treffen soll noch vor Ende Oktober stattfinden.</p></blockquote>
<p>Diese nicht überraschend positive Beurteilung des ebensowenig überraschend wenig ertragreichen Treffens in Genf eint die Gutgläubigen. So wertet Paul-Anton Krüger das Ergebnis des Treffens in Genf in der <em>SZ </em> der Logik des Appeasements folgend und die Meldung der <em>New York Times</em>, dass der Iran <a href="http://www.nytimes.com/2009/10/04/world/middleeast/04nuke.html?_r=3&#38;hp">über das notwendige Wissen verfüge, eine Atombombe zu bauen</a>, gekonnt bei Seite wischend gar als <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/500/489882/text/">&#8220;ein Geschäft, das allen nützt&#8221;</a>, einen &#8220;geschickten Schachzug&#8221;, der auch &#8220;im Interesse des Westens&#8221; sei . Der inhärente Widerspruch seiner Argumentation wird dabei bereits im Teaser ersichtlich:</p>
<blockquote><p>Nach Jahren des Stillstands ist nach den Genfer Gesprächen mit Iran endlich ein Ausweg aus dem Atomstreit in Sicht &#8211; vorausgesetzt, Teheran meint es wirklich ernst.</p></blockquote>
<p>Mit anderen Worten: nein, es ist kein &#8220;Ausweg aus dem Atomstreit&#8221; in Sicht. Es ist vielmehr John Bolton zuzustimmen, der in einer lesenswerten Analyse im <em>Wall Street Journal</em> schreibt, dass es sich um <a href="http://online.wsj.com/article/SB10001424052748703628304574452933624279114.html?mod=rss_opinion_main">&#8220;Iran&#8217;s Big Victory in Geneva&#8221;</a> handle:</p>
<blockquote><p>Once again, Washington has entered the morass of negotiations with Tehran, giving Iran precious time to refine and expand its nuclear program. We are now even further from eliminating Iran&#8217;s threat than before Geneva.</p></blockquote>
<p>Und so ist es: die Zugeständnisse des Westens an den Iran verschaffen dem Regime nicht nur weitere Zeit, sondern werden von Ahmadinedschad, Khamenei und Co in nur allzu vertrauter Manier als das interpretiert werden, was sie ihrem Wesen nach auch tatsächlich sind: ein erneutes Zurückweichen vor der Barbarei.</p>
<p>*) Anmerkung zur <em>Frankfurter Rundschau</em>: die <em>FR</em> ist eine Zeitung, deren Niveau mit demjenigen der <em>taz</em> oder der <em>Süddeutschen Zeitung</em> verglichen werden kann. Sie ist &#8211; mit anderen Worten &#8211; ungenießbar und nur in Ausnahmefällen, in denen keine Alternative zu Verfügung steht, zu rezipieren.</p>
<p><strong>Quellen: </strong>Birgit Ceha: &#8220;Iran provoziert mit Raketentests&#8221;, in: Frankfurter Rundschau vom 28. September 2009, S. 11. sowie Pierre Simonitsch: &#8220;Entspannung im Atomstreit&#8221;, in: Frankfurter Rundschau vom 2. Oktober, S. 10.</p>
<p>Crossposted auf <a href="http://freeirannow.wordpress.com/2009/10/05/alles-beim-alten-oder-ein-erneuter-sieg-des-islamofaschismus/"><em>FREE IRAN NOW!</em></a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Deutsche Medien und Netanyahus Rede]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/06/16/deutsche-medien-und-netanyahus-rede/</link>
<pubDate>Tue, 16 Jun 2009 08:03:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
<guid>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/06/16/deutsche-medien-und-netanyahus-rede/</guid>
<description><![CDATA[Er hat gesagt, was alle hören wollten und von ihm verlangten: Der israelisch Ministerpräsident Benja]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Er hat gesagt, was alle hören wollten und von ihm verlangten: Der israelisch Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat in seiner <a href="http://www.pmo.gov.il/PMOEng/Communication/PMSpeaks/speechbarilan140609.htm">Rede an der Bar-Ilan-Universität</a> von einem palästinensischen Staat gesprochen. Und ganz nebenbei auch noch, wie Jennifer Rubin treffend anmerkt, dem „Geschichtsstudenten“ Barack Hussein Obama eine mehr als überfällige <a href="http://www.commentarymagazine.com/blogs/index.php/rubin/69642">Geschichtsstunde bezüglich des Nahostkonflikts erteilt</a>.</p>
<p>Deutsche Medien sind sich indes einmal mehr einig, wie fast immer eigentlich, wenn es um Israel geht. Während Obamas Kairo-Rede trotz (oder: aufgrund) zahlreicher <a href="http://pajamasmedia.com/blog/obama-flunks-history-at-cairo-u/">inhaltlicher Fehler</a>, eines absurden Verständnis der Verhältnisse im Nahen Osten und inhaltsloser Weltfriedensrhetorik allerorts überschwänglich gelobt wurde, wird Netanyahu, wie nicht anders zu erwarten, aufs heftigste kritisiert. So<a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,630404,00.html"> fordert Christoph Schult</a>, dem Netanyahus Rede nicht weit genug geht, auf <em>SPIEGEL ONLINE</em>, dass Israel doch endlich die Daumenschrauben angelegt und festgezogen werden müssten:</p>
<blockquote><p>Aber mit seinem vorsichtigen Bekenntnis zu einem entmilitarisierten Palästinenserstaat hat Israels Premier immerhin eines bewiesen: Wenn die Amerikaner Druck ausüben, bewegt er sich. Nicht gleich, aber irgendwann doch. Nicht viel, aber ein Stück.</p></blockquote>
<p>Wann der Druck auf Israel nachzulassen hat, beschreibt Schult mehr als deutlich:</p>
<blockquote><p>Vor zehn Jahren war Benni Begin schon einmal Minister unter Netanjahu. Damals trat er zurück, als Netanjahu einen Teil Hebrons an die Palästinenser zurückgab. Erst wenn Begin sich erneut zum Rücktritt gezwungen sieht, hat Obama im Nahen Osten etwas erreicht.</p></blockquote>
<p>Und als sei das noch nicht genug, gibt&#8217;s noch einen Apartheids-Vergleich gratis obendrauf:</p>
<blockquote><p>Aber Netanjahu ist kein Frederik Willem de Klerk wie in Südafrika, der seine alten Glaubenssätze über Bord warf. Er ist nicht einmal ein Ariel Scharon, der 2005 immerhin alle Siedler aus dem Gaza-Streifen abzog.</p></blockquote>
<p>Ähnlich wie Schult moniert Christiane Schlötzer von der<em> Süddeutschen Zeitung</em>, dass Netanyahu ohnehin <a href="http://">nicht kompromissbereit sei</a>:</p>
<blockquote><p>Israels Regierungschef spricht erstmals von einem Palästinenser-Staat und erweckt so den Eindruck, er wolle sich bewegen. Bei genauem Hinhören wird klar: Er ist dazu nicht wirklich bereit.</p></blockquote>
<p>Zur Erinnerung: Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat vor etwa zwei Wochen verkündet, <a href="http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/05/31/daumchen-drehen-mit-abbas/">sich keinen Millimeter zu bewegen</a>. Die Empörung darüber in deutschen Medien blieb erwartungsgemäß aus, es wurde in der Regel nicht einmal der Erwähnung wert befunden.</p>
<p>Dass deutsche Kommentatoren häufig offenbar überhaupt nicht wissen, wovon sie schreiben, beweist <a href="http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/Israel-Gaza-Palaestinenser;art141,2823210">Charles Landsmann vom <em>Tagesspiegel</em></a>:</p>
<blockquote><p>Denn Netanjahu hat seine Zustimmung zu Palästina in altbewährter Manier von einer ganzen Reihe von Vorbedingungen abhängig gemacht, von denen ein Großteil für die palästinensische Seite unakzeptabel sind.</p></blockquote>
<p>Was erwartet Landsmann? Dass ein palästinensischer Staat gegründet wird, und trotzdem sämtliche palästinensischen „Flüchtlinge“ in Israel angesiedelt werden? Und würde Landsmann je auf die Idee kommen, die Maximalforderungen der Palästinenser als &#8220;für die israelische Seite unakzeptabel&#8221; zu bezeichnen? Zumal dies alles doch eigentlich auch gar keine Rolle spielen dürfte, denn Landsmann weiß ja:</p>
<blockquote><p>Wer deshalb von Netanjahu aufgrund dieser Rede erwartet, dass er Frieden mit den Palästinensern schließen werde oder auch nur will, der glaubt an Wunder.</p></blockquote>
<p>So sind sie die Juden, an Frieden nicht interessiert. Und als sei damit nicht bereits alles gesagt, was der Antisemit von heute zu sagen hätte, legt Landsmann heute gleich noch einmal nach und „analysiert“,<a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/international/Israel-Netanjahu;art123,2823981"> &#8220;was Netanyahu eigentlich will&#8221;</a>, ganz so, als ob das für ihn (Landsmann), nicht ohnehin schon feststünde. Sich auf den Saudi-Friedensplan beziehend, gibt Landsmann zu erkennen, was er von Israel &#8211; ohne Gegenleistung der Palästinenser, versteht sich &#8211; verlangt:</p>
<blockquote><p>Die arabischen Staaten haben sich in dieser Initiative zur Anerkennung Israels und zur Aufnahme normaler zwischenstaatlicher Beziehungen bereit erklärt, US-Präsident Barack Obama will noch vor Verhandlungen erste Normalisierungsschritte arabischerseits sehen. Netanjahu ging in seiner Rede nicht auf die Initiative ein – offenbar weil er, so vermuten nicht nur die Palästinenser, nicht bereit ist, den von Israel geforderten Preis für einen umfassenden Nahostfrieden zu zahlen: nämlich die Räumung aller Siedlungen und den Rückzug aus allen seit 42 Jahren besetzten Gebieten, von den Golan-Höhen und aus dem Westjordanland, genauso wie im Gazastreifen geschehen.</p></blockquote>
<p>Triebe eine israelische Regierung die Juden eigenhändig ins Meer – deutsche Kommentatoren beschwerten sich, das das Ganze nicht schnell genug vonstatten ginge.</p>
<p><strong>Weitere lesenswerte Beiträge zu diesem Thema:</strong></p>
<p><em>Blick auf die Welt – von Beer Sheva</em> aus: <a href="http://beer7.wordpress.com/2009/06/15/netanyahu-hat-seine-rede-gehalten/">&#8220;Netanyahu hat seine Rede gehalten&#8221;</a> sowie <a href="http://beer7.wordpress.com/2009/06/15/reaktionen-in-europa/">&#8220;Reaktionen in Europa&#8221;</a></p>
<p><em>Freunde der offenen Gesellschaft</em> – <a href="http://fdog.wordpress.com/2009/06/15/netanjahu-exposed/">&#8220;Netanjahu exposed!&#8221;</a></p>
<p><em>Lizas Welt</em> – <a href="http://www.lizaswelt.net/2009/06/geduld-respekt-dialog.html">&#8220;Geduld! Respekt! Dialog!&#8221;</a></p>
<p><em>No Blood for Sauerkraut!</em> &#8211; <a href="http://nbfs.wordpress.com/2009/06/15/ich-schiese-also-bin-ich/">&#8220;Ich schieße, also bin ich&#8221;</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Zwei Fragen zu den "Wahlen" im Iran]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/06/13/zwei-fragen-zu-den-wahlen-im-iran/</link>
<pubDate>Sat, 13 Jun 2009 08:56:22 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
<guid>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/06/13/zwei-fragen-zu-den-wahlen-im-iran/</guid>
<description><![CDATA[Sofern sich der „Erdrutschsieg“ des amtierenden „ultrakonservativen“ (WELT) Präsidenten Mahmud Ahmad]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Sofern sich der „Erdrutschsieg“ des amtierenden „ultrakonservativen“ (<a href="http://www.welt.de/politik/article3917713/Durchmarsch-fuer-Ahmadinedschad-bei-Wahl-im-Iran.html#reqRSS"><em>WELT</em></a>) Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad im Iran bewahrheiten sollte:</p>
<ol>
<li>Werden all diejenigen, die den „Wahlen“ im Iran im Voraus eine größere Bedeutung zugesprochen haben und einen möglichen „Wahlsieg“ Mussawis als Chance für Reformen und ein Zugehen auf den Westen gedeutet hätten, auch ehrlich und konsequent genug sein, die entsprechenden Schlüsse aus einem „Wahlsieg“ Ahmadinedschads zu ziehen? Werden all die zahlreichen Journalisten und Kommentatoren, die ihren Lesern die „Wahl“ im Iran in den letzten Wochen und Tagen fälschlicherweise als ebensolche verkauft haben, ihre offenbar allzu voreilig formulierten Schlagzeilen &#8211; „Iran wählt den Wandel“ &#8211; entsprechend umformulieren und „Iran wählt Konfrontation“ titeln? Oder wird die Journaille sich wie üblich herausreden und, da die &#8220;Wahl&#8221; nicht das gewünschte Ergebnis gebracht zu haben scheint,  plötzlicher- und überraschenderweise entdecken, dass die &#8220;Wahlen&#8221; im Iran eine Farce sind?</li>
<li>Wird US-Präsident Barack Hussein Obama die <a href="http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/06/12/obama-und-die-wahlen-im-iran/">seiner Ansicht nach</a> durch die „Wahlen“ im Iran getroffene „Entscheidung der Iraner&#8221;, die ja offenbar zu Gunsten desjenigen Kandidaten ausgefallen ist, der stets auf einen Konfrontationskurs gegenüber den Vereinigten Staaten gesetzt hat, zum Anlass nehmen, seine fatale Beschwichtigungspolitik gegenüber Teheran zu überdenken? Oder ist Obama etwa gar immer noch &#8220;excited to see what appears to be a robust debate taking place in Iran&#8221;?</li>
</ol>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ursache und Wirkung (1000)]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/05/20/ursache-und-wirkung-1000/</link>
<pubDate>Wed, 20 May 2009 13:54:42 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
<guid>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/05/20/ursache-und-wirkung-1000/</guid>
<description><![CDATA[Dass deutsche Journalisten ein schier unüberwindbares Problem haben, einfachste Ursachen-Wirkungs-Zu]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Dass deutsche Journalisten ein schier unüberwindbares Problem haben, einfachste Ursachen-Wirkungs-Zusammenhänge nachzuvollziehen, geschweige denn ihren Lesern zu vermitteln, ist ein vielfach belegtes Phänomen. Und trotzdem ist es immer wieder erstaunlich, wie die dumm-dreist Journaille vorgeht. So titelt die <em>F.A.Z.</em> <a href="http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~E23C1FCE3AE0341BC9BD62124C5BB7BD1~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_politik">fast schon panisch</a>:</p>
<blockquote><p>Israel greift wieder Ziele im Gazastreifen an</p></blockquote>
<p>Erst im dritten Absatz erfährt der Leser, sofern er die Meldung überhaupt angeklickt hat, den Grund für den vermeintlichen israelischen Angriff:</p>
<blockquote><p>Der Attacke war ein palästinensischer Raketenangriff auf die israelische Stadt Sderot vorausgegangen. Das Geschoss schlug in einem Haus ein und richtete Schäden an. Verletzt wurde niemand.</p></blockquote>
<p>Folglich handelt es sich nicht um einen israelischen &#8220;Angriff&#8221;, sondern um israelische (Selbst-)Verteidigung, aber die Schlagzeile &#8220;Israel verteidigt sich&#8221; ist vermutlich nicht reißerisch genug. Davon, dass es in deutschen Medien wohl niemals eine Schlagzeile à la &#8220;Terroristen beschießen Israel mit Raketen&#8221; oder &#8220;Israel unter Beschuss&#8221; geben wird, einmal ganz zu schweigen. Erschwerend kommt hinzu, dass die <em>F.A.Z.</em> sich nahe an der Grenze zur Lüge bewegt, wenn es dort heißt:</p>
<blockquote><p>Es war das erste Mal seit Wochen, dass eine Rakete wieder in ein israelisches Wohngebiet einschlug.</p></blockquote>
<p>So wird suggeriert, dass aus dem Gazastreifen in den letzten Wochen quasi keine Raketen abgefeuert wurden, was den Tatsachen jedoch <a href="http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3716989,00.html">nicht</a> <a href="http://elderofziyon.blogspot.com/2009/05/may-2009-rocket-calendar.html">entspricht</a>.</p>
<p>Dass die <em>F.A.Z. </em>indes kein Einzelfall bezüglich der Verkehrung von Ursache und Wirkung ist, zeigt sich, wenn die Meldung von<em> SPIEGEL ONLINE</em> <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,625873,00.html">betrachtet wird</a>:</p>
<blockquote><p>Israel bombadiert Ziele im Gaza-Streifen</p></blockquote>
<p>Das mag zwar minimal besser sein als die Schlagzeile der<em> F.A.Z</em>, was allerdings nicht sonderlich schwer ist. Zumal auch bei <em>SPON</em> von &#8220;Angriffen&#8221; die Rede ist und der letzte Absatz wie folgt lautet:</p>
<blockquote><p>Die neuerlichen Angriffe sind für den angestrebten Friedensprozess im Nahen Osten ein weiterer Rückschlag. Erst am Montag hatte Barack Obama den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in Washington empfangen. Auf ein Bekenntnis Netanjahus zu einem möglichen Palästinenser-Staat hoffte der US-Präsident vergeblich.</p></blockquote>
<p>Und wieder einmal lernen die <em>SPON</em>-Leser, was sie sowieso schon wissen: Nicht der Raketenterror der Hamas oder der Juden- und Israelhass vieler Palästinenser stehen dem Frieden im Weg, sondern Israel respektive Israels neue &#8220;rechte&#8221; Regierung.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Unterhalten sich zwei Zeitungen...]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/05/11/unterhalten-sich-zwei-zeitungen/</link>
<pubDate>Mon, 11 May 2009 13:06:51 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
<guid>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/05/11/unterhalten-sich-zwei-zeitungen/</guid>
<description><![CDATA[Anlässlich des Besuches Papst Benedikts XVI. in Israel titelt die WELT: Ankunft in Israel: Papst nen]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Anlässlich des Besuches Papst Benedikts XVI. in Israel titelt die <em><a href="http://www.welt.de/politik/article3717156/Papst-nennt-Antisemitismus-abscheuerregend.html#reqRSS">WELT</a></em>:</p>
<blockquote><p>Ankunft in Israel: Papst nennt Antisemitismus &#8220;abscheuerregend&#8221;</p></blockquote>
<p>Die <em><a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/International/papst_benedikt_in_israel_eingetroffen_1.2532527.html">NZZ</a> </em>antwortet einigermaßen ernüchtert:</p>
<blockquote><p><strong>Papst erfüllt Erwartungen gleich nach Ankunft in Israel.</strong></p>
<p>Kaum hatte der Papst auf dem Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv israelischen Boden betreten, kam er auch schon der Mindestanforderung der Gastgeber nach. Er verurteilte Antisemitismus als «inakzeptabel».</p></blockquote>
<p>Dass sich der Papst öffentlich gegen Antisemitismus ausspricht, ist für die <em>NZZ </em>offenbar lediglich eine (lästige?) Pflichtübung, zu der ihn die Israelis obendrein auch noch zwängen.  Und dies auch noch vor der angespannten politischen Lage in Israel! Denn Sie wissen ja:</p>
<blockquote><p>Benedikt sagte, die Hoffnungen von unzähligen Menschen lägen auf Friedensverhandlungen, um die grossen Probleme zu lösen. Nach seiner Auffassung sollten am Ende zwei Staaten stehen, die international anerkannt sind.</p>
<p>Die Zwei-Staaten-Lösung ist international weitgehend akzeptiert, unter anderem von den USA und Deutschland. Allerdings galt die Forderung gleich nach Benedikts Ankunft bemerkenswert, weil Ministerpräsident Netanyahu seit dem Wahlsieg seiner rechten Likudpartei diesen Weg nicht mehr verfolgt. Es wird aber erwartet, dass er bei seiner USA-Reise in der kommenden Woche dazu gedrängt wird.</p></blockquote>
<p>Da reiben sich die Journalisten in Zürich aber die Hände, auf dass sie sich in Washington einer schmutzig macht.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Was die F.A.Z. kann, kann die New York Times schon lange]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/05/05/was-die-faz-kann-kann-die-new-york-times-schon-lange/</link>
<pubDate>Tue, 05 May 2009 16:25:47 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
<guid>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/05/05/was-die-faz-kann-kann-die-new-york-times-schon-lange/</guid>
<description><![CDATA[Hamas-Führer Khaled Meschal ist nicht nur beim Guardian oder der F.A.Z. (siehe auch hier und hier) e]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Hamas-Führer Khaled Meschal ist nicht nur beim <em>Guardian</em> oder der <a href="http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/04/26/die-faz-im-gesprach-mit-hamas-fuhrer-khaled-meschal/"><em>F.A.Z.</em></a> (siehe auch <a href="http://rungholt.wordpress.com/2009/04/27/fur-interessierte/">hier</a> und <a href="http://fdog.wordpress.com/2009/04/27/ein-tasschen-tee-mit-dem-charmanten-judenhasser/">hier</a>) ein viel gefragter Mann. Jetzt hat Meschal auch der <a href="http://www.nytimes.com/2009/05/05/world/middleeast/05meshal.html?_r=2&#38;hpw"><em>New York Times</em></a> ein Interview geben dürfen, in dem er u.a. Israel scheinbar eine zehn Jahre lange &#8220;Waffenruhe&#8221; &#8211; das Wort kann in Bezug auf die Hamas nur in Anführungszeichen gesetzt ausgeschrieben werden &#8211; anbietet:</p>
<blockquote><p>On the two-state solution sought by the Americans, he [Meschal, Mr. Moe] said: “We are with a state on the 1967 borders, based on a <span style="font-weight:bold;">long-term truce</span>. This includes East Jerusalem, the dismantling of settlements and the right of return of the Palestinian refugees.” Asked what “long-term” meant, he said <span style="font-weight:bold;">10 years.</span></p>
<p><span style="font-weight:bold;">Apart from the time restriction and the refusal to accept Israel’s existence, Mr. Meshal’s terms approximate the Arab League peace plan</span> and what the Palestinian Authority of President Mahmoud Abbas says it is seeking. <span style="font-weight:bold;">Israel rejects </span>a full return to the 1967 borders, as well as a Palestinian right of return to Israel itself. [Hervorhebungen nicht im Original, Mr. Moe]</p></blockquote>
<p>Während die Reaktionen der Mainstream-Medien noch ausstehen (Prognose: überschwänglich), hat sich bereits ein zumindest nicht vollends verblendeter Kopf wie <a href="http://blog.zeit.de/joerglau/2009/05/05/hamas-chef-wir-wollen-einen-staat-in-den-grenzen-von-67_2315">Jörg Lau</a> vorsichtig optimistisch geäußert:</p>
<blockquote><p><span class="storycontent">Dieses Angebot Meshals ist <strong>bemerkenswert</strong>, obwohl es viele Hürden enthält. Es wird keinen vollständigen Rückbau aller Siedlungen geben können, sondern höchstens einen Deal, bei dem Land gegen einige wenige verbleibende Siedlungen getauscht wird. Und das vollständige Rückkehrrecht aller Flüchtlinge nach Israel ist schlicht nicht durchsetzbar, weil es das Ende des jüdischen Staates bedeuten würde. Hier wird es eine Kompensationslösung geben müssen.<br />
Aber das Angebot eines langen Friedens ist schon <strong>bedeutsam</strong>. <strong>Es ist eine für den Hamas-Chef diplomatisch vertretbare Form der Anerkennung</strong>. Ein Land, mit dem man 10 Jahre Frieden hätte, wäre eine Realität, mit der man schließlich auch leben könnte/müsste.<br />
Die Äusserungen können natürlich auch vorwiegend taktisch bedingt sein. Aber dass Hamas sich genötigt sieht, überhaupt Bewegungsfähigkeit zu demonstrieren, ist <strong>interessant</strong>.<br />
Im übrigen sucht Meshal seine <strong>Ernsthaftigkeit</strong> zu untermauern, indem er auf den nahezu völligen Stopp der Raketenangriffe auf Israel im April hinweist. [Hervorhebungen nicht im Original, Mr. Moe]<br />
</span></p></blockquote>
<p><span class="storycontent">Realistischer erscheint bisweilen jedoch die Einschätzung von <a href="http://elderofziyon.blogspot.com/2009/05/apart-from-wanting-to-kill-all-jews.html"><em>Elder of Zyion</em></a>:</span></p>
<blockquote><p>So Meshal wants to see Israel destroyed, he wants all Jews in the Middle East murdered, and he might be willing to offer a ten year pause for Israel to get destroyed demographically. The prestigious NYT, however, characterizes this as being virtually indistinguishable with the most moderate Arabs, and casts Israel as the intransigent party for not wanting to joyfully accept suicide.</p></blockquote>
<p>Eine wichtige Frage in Zukunft lautet demnach, ob sich westliche Intellektuelle und Politiker von der Hamas blenden lassen werden (um die Medien ist es seit langer Zeit geschehen). Die Aussichten sind alles andere als rosig.</p>
<p><em>hat tip: <a href="http://yaacovlozowick.blogspot.com/2009/05/khaled-meshaal-to-new-york-times.html">Yaacov Lozowick</a>, <a href="http://soccerdad.baltiblogs.com/archives/2009/05/05/hamas_well_tolerate_israel_for_10_years_max.html">Soccer Dad</a>.</em><em><a href="http://yaacovlozowick.blogspot.com/2009/05/khaled-meshaal-to-new-york-times.html"><br />
</a></em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Deutsche Medien und Irans vermeintliche Akzeptanz der Zwei-Staaten-Lösung]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/04/27/deutsche-medien-und-irans-vermeintliche-akzeptanz-der-zwei-staaten-losung/</link>
<pubDate>Mon, 27 Apr 2009 10:11:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
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<description><![CDATA[Die deutschen Medien jubeln: &#8220;Iran will Zwei-Staaten-Lösung akzeptieren&#8221; (SPON), &#8220;]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Die deutschen Medien jubeln: &#8220;Iran will Zwei-Staaten-Lösung akzeptieren&#8221; (<a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,621260,00.html#ref=rss"><em>SPON</em></a>), &#8220;Iran: Zwei-Staaten-Lösung akzeptabel&#8221; (<a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/866/466448/text/"><em>SZ</em></a>) oder gar &#8220;Ahmadinedschad geht überraschend auf Israel zu&#8221; (<a href="http://www.welt.de/politik/article3629553/Ahmadinedschad-geht-ueberraschend-auf-Israel-zu.html#reqRSS"><em>WELT</em></a>). Was genau hat der iranische Präsident Ahmadinedschad im <a href="http://abcnews.go.com/ThisWeek/story?id=7421719&#38;page=1">Interview mit dem amerikanischen Nachrichtensender ABC</a> von sich gegeben, dass eine solche Euphorie rechtfertigen könnte? Auf die Frage, ob der Iran eine Zwei-Staaten-Lösung akzeptieren würde, sofern sich die Palästinenser dafür entscheiden und eine entsprechende Umsetzung mit Israel aushandeln würden, antwortet Ahmadinedschad:</p>
<blockquote><p>Nobody should interfere, allow the Palestinian people to decide for themselves. Whatever they decide.</p></blockquote>
<p>Angesichts der Tatsache, dass sich die Palästinenser längst gegen eine Zwei-Staaten-Lösung entschieden haben, spricht das eigentlich eher <em>gegen</em> eine Zwei-Staaten-Lösung. Zumal Ahmadinedschad auch <a href="http://abcnews.go.com/ThisWeek/Story?id=7421719&#38;page=4">folgendes sagte</a>:</p>
<blockquote><p>AHMADINEJAD:  Nobody should interfere, allow the Palestinian people to decide for themselves. Whatever they decide.</p>
<p>STEPHANOPOULOS:  That&#8217;s all I&#8217;m asking.</p>
<p>AHMADINEJAD:  It is the right of all human beings.</p>
<p>STEPHANOPOULOS:  If they choose a two state solution with Israel, that&#8217;s fine.</p>
<p>AHMADINEJAD: Well, what we are saying is that you and us should not determine the course of things beforehand. Allow the Palestinian people to make their own decisions.</p>
<p>STEPHANOPOULOS: But if they choose a two state solution, <strong>if they choose to recognize Israel&#8217;s existence, Iran will as well? </strong></p>
<p>AHMADINEJAD; Let me approach this from another perspective. If the Palestinians decide that the Zionist regime needs to leave all Palestinian lands, would the American administration accept their decision? Will they accept this Palestinian point of view?</p>
<p>STEPHANOPOULOS:  I&#8217;ll ask them.  But <strong>I&#8217;m asking you if Palestinians accept the existence of Israel, would Iran support that? </strong></p>
<p>AHMADINEJAD:  Can I ask you questions as well?</p>
<p>STEPHANOPOULOS:  I&#8217;m not part of the American government. I&#8217;ll put that question to the American government.</p>
<p>AHMADINEJAD:  I&#8217;m asking that people vote.</p>
<p>STEPHANOPOULOS:  But I have a question for you as president of Iran.</p>
<p>AHMADINEJAD:  That&#8217;s fine!</p>
<p>STEPHANOPOULOS:  If the Palestinians sign an agreement with Israel, will Iran support it?</p>
<p>AHMADINEJAD: Whatever decision they take is fine with us. We are not going to determine anything. Whatever decision they take, we will support that. We think that this is the right of the Palestinian people, however we fully expect other states to do so as well.</p>
<p>The U.S. administration, European governments. The right to determine their fate by the Palestinians should be respected by all of them.</p></blockquote>
<p>Mit anderen Worten: Auch auf mehrfaches Nachfragen hat Ahmadinedschad <em>nich</em>t verkündet, Israel im Falle einer verwirklichten Zwei-Staaten-Lösung anzuerkennen, was deutschen Medien indes bestenfalls eine Randnotiz wert ist. Wie üblich hat er sich damit begnügt mit Gegenfragen zu antworten und den Fragen auszuweichen. Seine Aussagen sind daher alles andere als ein &#8220;Zugehen auf Israel&#8221;. Und &#8211; es muss so deutlich gesagt werden &#8211; die Schlagzeile, das Ahmadinedschad die Zwei-Staaten-Lösung akzeptiert ist nichts anderes als eine Lüge. Denn wie soll eine Zwei-Staaten-Lösung ohne die Anerkennung Israels aussehen?</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Antisemitismus in der NZZ]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/04/24/antisemitismus-in-der-nzz/</link>
<pubDate>Fri, 24 Apr 2009 22:22:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
<guid>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/04/24/antisemitismus-in-der-nzz/</guid>
<description><![CDATA[Die europäische Berichterstattung über Israel als voreingenommen zu kritisieren, bedeutete Eulen nac]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Die europäische Berichterstattung über Israel als voreingenommen zu kritisieren, bedeutete Eulen nach Athen zu tragen. Was die<em> Neue Züricher Zeitung (NZZ) </em>heute hingegen veröffentlicht hat, ist nicht mehr allein als voreingenommen zu bezeichnen, sondern überschreitet die ohnehin kaum auszumachende Grenze zur offen artikulierten Israelfeindschaft und eo ipso zum Antisemitismus. Dass der Antisemiten-Anteil in der <em>NZZ</em>-Leserschaft <a href="http://beer7.wordpress.com/2009/04/22/momentaufnahme-antisemitismus-unter-nzz-lesern/">entsprechend hoch ist</a>, vermag daher nicht zu überraschen, wird sich in dem Artikel <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/International/israel_netanyahu_1.2456858.html">&#8220;Israels neue Regierung gibt sich hart&#8221;</a> doch nicht einmal bemüht, den Hass auf Israel zu verbergen, was angesichts der sich häufig im Mantel der Objektivität kleidenden &#8220;Israelkritik&#8221; deutschsprachiger Medien beinahe lobenswert hervorzuheben ist. So verkündet die <em>NZZ</em> voller Empörung:</p>
<blockquote><p>Die neue, rechtsgerichtete israelische Regierung ist offenbar nicht bereit, Flexibilität in Bezug auf den Prozess eines Friedens mit den Palästinensern zu zeigen.</p></blockquote>
<p>Was die <em>NZZ </em>von einer israelischen Regierung erwartet, ganz gleich ob diese &#8220;rechtsgerichtet&#8221; oder &#8211; was auf die derzeitige Regierung eher zutrifft &#8211;  eine Regierung der Mitte ist, wird ganz offen ausgesprochen:</p>
<blockquote><p>Bei einer Unterredung am Donnerstag mit dem tschechischen Ministerpräsidenten Mirek Topolanek, dessen Land zurzeit den EU-Vorsitz innehat, machte Ministerpräsident Benjamin Netanyahu klar, dass sich Israel von der EU keine Leitlinien – etwa eine Verpflichtung auf die Zweistaatenlösung – diktieren lassen werde. Die forsche Linie ist umso erstaunlicher, als sich Israel gerade jetzt um eine Aufwertung der wirtschaftlichen Beziehungen zur EU bemüht.</p></blockquote>
<p>Nicht nur, dass die <em>NZZ </em>aus dem jüdischen Staat offenbar einen Schoßhund der Europäer machen möchte; überdies weiß man bei der <em>NZZ </em>augenscheinlich auch, wie mit frech gewordenen Juden, die sich weigern sich selbst ans Messer zu liefern, umzugehen ist:</p>
<blockquote><p>Innerhalb der Staatengemeinschaft werden immer mehr Stimmen laut, die Israel die Rechnung für seine politische Unbeweglichkeit präsentieren wollen.</p></blockquote>
<p>Na, wie soll diese Rechnung denn aussehen? Noch mehr Aufforderungen europäischer Politiker, dass mit der antisemitischen Mörderbande der Hamas verhandelt werden müsse? Noch mehr mediale Meinungsmache und Hetze gegen Israel? Oder etwa gleich ein Geschenk-Jahresabo der <em>NZZ </em>für den israelischen Ministerpräsidenten Netanyahu? Dass letzteres in der Tat der Höchsstrafe gleichkäme, zeigen folgende Zeilen, die sich &#8211; wäre man es nicht gewohnt, man wagte es kaum zu glauben &#8211; so im Original in der <em>NZZ</em> finden lassen:</p>
<blockquote><p>Doch Netanyahu belehrte seinen Gast, dass ein Nahostfrieden auch in Israels Interesse liege und die EU die Aufwertung der wirtschaftlichen Beziehungen deshalb nicht von politischen Fortschritten abhängig machen solle. In einer demagogisch anmutenden Verdrehung der Tatsachen erklärte Netanyahu dem tschechischen Gast, dass auch den Palästinensern verboten werden sollte, Wohnheime in ihren Heimatdörfern zu bauen, falls in den jüdischen Ortschaften in Cisjordanien keine Siedlungserweiterungen gestattet würden. Er selber werde zwar keine neuen Siedlungen gründen, sagte er, doch den Ausbau bestehender Siedlungen werde er nicht verbieten.</p></blockquote>
<p>Doch was wäre ein zünftiger anti-israelischer Hetzartikel ohne einen Verweis auf den <a href="http://www.lizaswelt.net/2009/04/ultrarechtsnationalextrempopulistisch.html">&#8220;ultrarechtsnationalextrempopulistischen&#8221;</a> israelischen Außenminister Avigdor Lieberman?</p>
<blockquote><p>Aussenminister Avigdor Lieberman hat der englischsprachigen «Jerusalem Post» das erste Interview mit einer israelischen Tageszeitung seit seinem Amtsantritt gewährt. In dem Gespräch, das kommende Woche veröffentlicht werden soll, erklärte er, dass Phrasen wie Zweistaatenlösung, Besatzung, Siedler bloss Schlagworte seien, die den Friedensprozess nicht weiterbrächten. Einzig Sicherheit, Stabilität und eine bessere Wirtschaft könnten Bewegung in die verfahrene Situation bringen, sagte er, und fiel dabei selber in die Falle nichtssagender Phrasendrescherei.</p></blockquote>
<p>Schließlich weiß man bei der <em>NZZ</em>, dass Phrasendrescherei den Friedensprozess sehr wohl weiterbringt. Und wenn nicht, dann wäre in Zürich ja auch nichts verloren. Aber mit den aufmüpfigen Israelis, die es wagen sich für ihr Leben zu interessieren, sind Gespräche oder gar Kompromisse ja bekanntermaßen ohnehin nicht zu haben:</p>
<blockquote><p>Auch bei seinem Antrittsbesuch bei Präsident Obama in Washington in einigen Wochen gedenkt Netanyahu offenbar keine Abstriche an der neuen, harten Linie zu machen, insbesondere was die Sicherheit des jüdischen Staates anbelangt.</p></blockquote>
<p>In diesem Punkt ist der<em> NZZ</em> ohne Zweifel zuzustimmen: Dass der israelische Ministerpräsident keine Abstriche bezüglich der Sicherheit des jüdischen Staates macht, ist an Unverfrorenheit nun wahrlich nicht mehr zu überbieten! Was ist nur aus dieser Welt geworden, dass man Juden nicht einfach mehr wahllos abschlachten kann? Ach, hätten die Nazis nicht so hässliche Uniformen gehabt, fast wünschte man sie sich zurück! Doch genug der Ironie, ist die Wahrheit je nach Betrachtungsweise traurig oder erheiternd genug:</p>
<blockquote><p>Beobachter fragen sich, ob sich die neue Regierung in völliger Verblendung als eine Art Supermacht betrachte oder ob sie mit verdeckten Karten um eine bessere Ausgangsposition für kommende Verhandlungen pokere. Doch viele Anzeichen deuten darauf hin, dass sich zwischen der EU und den Vereinigten Staaten einerseits und Israel andererseits eine Konfrontation anbahnt.</p></blockquote>
<p>Jeder weiß, dass das Wort &#8220;Beobachter&#8221; im Journalistenjargon für niemand geringeren zu stehen pflegt, als für die Journalisten selbst. Ebenso offensichtlich wie die Wichtigtuerei der Möchtegern-Nahostexperten der <em>NZZ</em> ist, dass sich der Verfasser des <em>NZZ-</em>Artikels nichts mehr zu wünschen scheint, als den von ihm sehnlich herbeigeschriebenen Konflikt zwischen der EU, den Vereinigten Staaten sowie dem Rest der Welt &#8211; und in vorderster Front der <em>NZZ </em>- auf der einen, und Israel auf der anderen Seite. Angesichts eines derart offen zur Schau gestellten Judenhasses drängt sich der abschließende Kalauer auf: Der Weg von Genf nach Zürich ist kurz, und umgekehrt.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Dann doch lieber Beckmann und Kerner]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/04/22/dann-doch-lieber-beckmann-und-kerner/</link>
<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 19:29:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
<guid>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/04/22/dann-doch-lieber-beckmann-und-kerner/</guid>
<description><![CDATA[Was dabei herauskommt, wenn die öffentlich-rechtlichen Medien ihren verfassungsrechtlich vorgeschrie]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Was dabei herauskommt, wenn die öffentlich-rechtlichen Medien ihren verfassungsrechtlich vorgeschriebenen &#8220;Bildungsauftrag&#8221; zur Abwechslung einmal gerecht werden wollen, kann anhand eines <a href="http://www.tagesschau.de/inland/antirassismuskonferenz104.html">Gastkommentars von Marianne Heuwagen</a> von Human Rights Watch auf <em>tagesschau.de</em> nachgelesen werden. Anlässlich der Rede des iranischen Präsidenten auf der &#8220;Anti-Rassismus-Konferenz&#8221; der UN in Genf und bezüglich des Boykotts der Konferenz durch Deutschland, die USA und einige weitere westliche Nationen schreibt Heuwagen:</p>
<blockquote><p>Indem sich diese Länder nun zurückziehen, verstärken sie die Gefahr, dass die Konferenz ein Misserfolg wird. Sie überlassen das Forum denjenigen &#8211; allen voran dem iranischen Präsidenten Ahmadinedschad &#8211; die <strong>israelkritisch</strong> eingestellt sind.</p></blockquote>
<p>Auf gut Deutsch: Man wird ja wohl noch mal sagen dürfen, &#8230;</p>
<p>[hat tip: <em><a href="http://www.shining-city.de/2009/04/20/israelkritisch/">Shining City</a></em>]</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Breaking News: Ahmadinedschad kein Freund Israels!]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/04/20/breaking-news-ahmadinedschad-kein-freund-israels/</link>
<pubDate>Mon, 20 Apr 2009 19:03:59 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
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<description><![CDATA[Dass der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad auf der &#8220;Anti-Rassismus-Konferenz&#8221; de]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Dass der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad auf der &#8220;Anti-Rassismus-Konferenz&#8221; der UN in Genf (&#8220;Durban II&#8221;) gegen Israel hetzen würde, war so sicher wie das Amen in der Kirche. Und obwohl in der Regel nicht darüber berichtet wird, wenn Hunde Menschen beißen, überschlagen sich die deutschen Medien angesichts dieser Meldung: &#8220;Ahmadinedschad sorgt für Eklat&#8221; (<em><a href="http://www.faz.net/s/Rub8ABC7442D5A84B929018132D629E21A7/Doc~E1976C55B9E284FE8B8DAEDA0B99942D3~ATpl~Ecommon~Scontent.html">F.A.Z.</a></em>), &#8220;Empörung über Ahmadinedschad&#8221; (<a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/133/465720/text/"><em>SZ</em></a>) oder gar &#8220;Ahmadinedschad nutzt Uno-Gipfel zur Israel-Hetze&#8221; (<em><a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,620016,00.html">SPIEGEL ONLINE</a></em>). Einzig die <a href="http://www.welt.de/politik/article3590727/Der-erwartete-Eklat-des-Mahmud-Ahmadinedschad.html"><em>WELT</em></a> weiß sich mit der Schlagzeile &#8220;Erwarteter Eklat des Mahmud Ahmadinedschad&#8221; wenigstens rudimentär von den Kollegen abzusetzen.</p>
<p>Was die werten Medien indes geflissentlich ignorieren: Das Problem besteht nicht (nur) in den regelmäßig auftretenden verbalen Ausfällen Ahmadinedschads gegenüber Israel. Es besteht darin, dass der Iran weiterhin unermüdlich nach Nuklearwaffen strebt, während die Welt &#8211; und in vorderster Reihe: Europa und Deutschland &#8211; ihm dabei zusieht und mit den Achseln zuckt. Es besteht des Weiteren in der Antwort auf die Frage, die Lila von <em>Letters from Rungholt</em> <a href="http://rungholt.wordpress.com/2009/04/20/ich-mochte-lieber-nicht-wissen/">treffend stellt</a>: wie vielen Menschen in Europa Ahmadinedschad mit seiner Anti-Israel-Rhetorik aus dem Herzen spricht.</p>
<p>Und das Problem besteht darin, dass selbst angesichts Ahmadinedschads Auftritt auf der Konferenz es nach wie vor deutsche Kommentatoren (und Politiker) gibt, die ihren Lesern weiß machen wollen, dass Deutschlands Boykott von Durban II <a href="http://www.welt.de/politik/article3588106/Berlins-Boykott-der-UN-Konferenz-ist-fahrlaessig.html#reqRSS">die falsche Entscheidung gewesen sei</a>, da damit &#8220;die Bühne den Extremisten und Rassisten dieser Welt&#8221; überlassen werde und man sich so die Chance entgehen lasse, &#8220;die Hassrhetorik von Ahmadinedschad vor den Augen aller zu entlarven&#8221;. Nach dieser Logik muss sich künftig an sämtlichen antisemitischen Demonstrationen weltweit beteiligt werden, um die Bühne nicht den Extremisten und Rassisten zu überlassen. Und vielleicht sollte dem Iran die Bombe einfach gleich postalisch zugesandt werden, um Ahmadinedschad die Chance zu geben, sich vor den Augen aller zu entlarven.</p>
<p>Abschließend: Jede Welt hat die &#8220;Anti-Rassismus-Konferenz&#8221;, die sie verdient.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wie die New York Times Ahmadinedschad und das Mullah-Regime hofiert]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/02/25/wie-die-new-york-times-ahmadinedschad-und-das-mullah-regime-hofiert/</link>
<pubDate>Wed, 25 Feb 2009 18:32:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
<guid>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/02/25/wie-die-new-york-times-ahmadinedschad-und-das-mullah-regime-hofiert/</guid>
<description><![CDATA[Was hat es zu bedeuten, wenn unter der Rubrik &#8220;Meinung&#8221; auf den Seiten der  New York Tim]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Was hat es zu bedeuten, wenn unter der Rubrik &#8220;Meinung&#8221; auf den Seiten der <em> New York Times </em>ein Artikel mit dem Titel <a href="http://www.nytimes.com/2009/02/23/opinion/23eshraghi.html?emc=tnt&#38;tntemail1=y">&#8220;Our friend in Theran&#8221;</a> veröffentlicht wird, und damit allen Ernstes Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad gemeint ist? Handelt es sich um eine gekonnte Satire-Aktion? Oder hat gar <a href="http://www.lizaswelt.net/2009/02/lupenreine-demokraten-unter-sich.html">Gerhard Schröder</a> klammheimlich die Redaktion der <em>Gray Lady</em> übernommen?</p>
<p>Nichts dergleichen liegt vor. Die<em> NY Times </em>tut ganz einfach das, was westliche Medien und vermeintliche Experten <a href="http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/02/14/daniel-pearl-und-die-normalisierung-des-bosen/">seit geraumer Zeit tun</a>: Sie geben Vertretern einer barbarischen Ideologie und deren Apologeten ein Forum, in einer medialen Öffentlichkeit um Verständnis für ihre abscheulichen Ansichten zu buhlen. Denn was Ali Reza Eshragi unter dem oben genannten Titel in der <em>NY Times</em> veröffentlicht, ist nichts anderes als Propaganda für das Mullah-Regime und dessen Präsidenten.</p>
<h3>&#8220;Unser Freund in Teheran&#8221;</h3>
<p></p>
<p>Bereits im ersten Satz beschreibt Eshraghi Ahmadinedschad als &#8220;the Iranian leader Washington loves to hate&#8221; und legt damit nahe, dass die USA geradezu dankbar für den Irren von Teheran sein müssten. Diese Wirklichkeitsverdrehung in Form von haarsträubenden Behauptungen einerseits und bewussten Auslassungen von Tatsachen andererseits zieht sich durch Eshraghis gesamten Text:</p>
<blockquote><p>In a speech earlier this month commemorating the Islamic revolution’s anniversary, an event normally reserved for anti-American rhetoric, Mr. Ahmadinejad declared Iran’s readiness to talk to the United States. The election of a new president in June could slam shut a rare window of opportunity.</p></blockquote>
<p>Mit keinem Wort erwähnt Eshraghi die Verlogenheit von Ahmadinedschad, etwa wenn er als  Präsident des größten Förderers des Terrorismus in seiner Rede <a href="http://www.welt.de/politik/article3178591/Ahmadinedschad-ist-bereit-fuer-Dialog-mit-den-USA.html">Unterstützung im &#8220;Kampf gegen den Terrorismus&#8221;</a> anbietet. Oder dass Ahmadinedschad auch davon sprach, dass die Islamische Revolution <a href="http://www.ynet.co.il/english/articles/0,7340,L-3664716,00.html">nicht auf iranische Grenzen beschränkt sei</a>. Auch Ahmadinedschads <a href="http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/01/28/ein-hoch-auf-ahmadinedschad/">vorherigen Äußerungen</a>, die nicht auf eine ernsthafte Dialogbereitschaft schließen lassen, verschweigt Eshraghi geflissentlich. Stattdessen wirbt Eshraghi lieber um Sympathien für einen Holocaust-Leugner und Antisemiten.</p>
<h3>Von Briefen, Heldentaten und edlen Absichten</h3>
<p></p>
<p>Das grundsätzliche Argument Eshraghis lautet wie folgt: Ahmadinedschad wird die kommenden Wahlen im Juni möglicherweise nicht gewinnen. Die Hoffnungen und das Warten auf einen gemäßigteren Präsidenten seien jedoch unsinnig, da Ahmadinedschad womöglich am Besten geeignet sei, Teherans &#8220;Hard-Linern&#8221; zu trotzen, ganz so, als ob Ahmadinedschad selbst nicht zu jenen Hardlinern gehöre. In Eshraghis Märchenwelt jedenfalls wird Ahmadinedschad dafür gerühmt, Zugeständnisse gemacht zu haben wie kein anderer iranischer Präsident vor ihm. Wie auch in Deutschland üblich, wird hierzu eine Unterscheidung zwischen Ahmadinedschads &#8221;harten Worten&#8221; und diesen angeblich gegenüberstehenden Taten getroffen:</p>
<blockquote><p>Mr. Ahmadinejad has, after all, boldly gone where no Iranian president has ventured before. His harsh rhetoric belies his willingness to reach out to those with differing views. In 2006, he wrote his famous 18-page letter to President George W. Bush discussing religious values, history and international relations.</p></blockquote>
<p>Wie Ahmadinedschad in seinem Brief &#8220;religiöse Werte, die Geschichte und internationale Beziehungen&#8221; diskutiert, <a href="http://www.jihadwatch.org/archives/011362.php">kann nachlesen, wer das für notwendig hält</a>. Ebenso, dass Ahmadinedschads Diskussion über Geschichte natürlich auf eine <a href="http://www.lizaswelt.net/2006/05/briefgeheimnis.html">antiisraelische Umschreibung</a> selbiger hinausläuft. Laut Eshraghi hingegen habe Ahmadinedschad seinen Edelmut nicht nur in Briefen gezeigt, sondern auch im Nahen Osten wahre Wunder vollbracht:</p>
<blockquote><p>He was the first Iranian head of state to visit the United Arab Emirates, a country that has a longstanding conflict with Iran over the ownership of some small but strategically important islands. He was also the first Iranian president to participate in the summit of the Gulf Cooperation Council — an organization that is frowned upon by Iranians for its use of “Arabian Gulf” instead of “Persian Gulf.”</p></blockquote>
<p>Angesichts solch diplomatischen Eifers fragt man sich ja glatt, warum der gute Mahmud noch nicht für den Friedensnobelpreis nominiert wurde! Wobei: Was nicht ist, kann ja noch werden. Sollte er seine &#8220;harsh rhetoric belies&#8221; jedenfalls in die Tat umsetzen, wäre ihm der Nobelpreis wohl gewiss &#8211; hätte er den Nahostkonflikt und die Judenfrage doch auf einen Schlag einer Endlösung zugeführt, der weite Teile der Welt bedenkenlos zustimmen dürften.</p>
<p>Doch da dieses Unternehmen bislang nicht in die Tat umgesetzt wurde, kann Eshraghi munter mit seiner Aufzählung real existierender Leistungen des Freundes aus Teheran fortfahren. Ganz besonders verwegen sei Eshranghi zufolge dessen Annäherungen an die Vereinigten Staaten gewesen:</p>
<blockquote><p>Shortly after the American presidential election, Mr. Ahmadinejad wrote a letter to Mr. Obama congratulating him on his historic victory. This marked the first time, at least since the revolution, that an Iranian leader congratulated the winner of an election in the United States. To be sure, some wonder if this friendly gesture reflected official sentiment in Tehran. Mr. Ahmadinejad is, after all, not the most powerful or influential person in his country. Supreme Leader Ayatollah Ali Khamenei basically steers Iran’s foreign policy. But it is foolish to believe that Mr. Ahmadinejad was truly acting alone. He could not have sent a congratulatory letter to Mr. Obama without at least the tacit permission of the supreme leader.</p></blockquote>
<p>Die zahlreiche diesem Brief vorangegangene und folgende antiamerikanische Rhetorik lässt Eshraghi gekonnt unter den Tisch fallen.Vielleicht ja deswegen, weil es sich dabei ja bloß um &#8220;Worte&#8221; gehandelt habe, wohingegen ein längerer Brief natürlich ein eindeutiger Beweis für edle Absichten darstellt.</p>
<p>Die abschließenden Empfehlungen Eshraghis in Richtung Obama lesen sich erwarteterweise wie von Ahmadinedschad diktiert:</p>
<blockquote><p>Mr. Obama has expressed interest in engaging in dialogue with Iran, and there is no time to waste. Over the next few months he should initiate negotiations without preconditions and establish formal diplomatic ties with Iran. Mr. Ahmadinejad, for all his faults, has taken unprecedented steps to reach out to the United States. Iran’s next leader may not be able to do the same. Mr. Obama must seize the opportunity to shake the Iranian president’s outstretched hand.</p></blockquote>
<p>Das Traurige daran: So wird es vermutlich geschehen. Und die westlichen Medien werden ihren Teil dazu beitragen haben, indem sie Propaganda für das Mullah-Regime oder das Terroristenpack der Hamas abdrucken. </p>
<h3>Kein Einzelfall</h3>
<p></p>
<p>In diesem Zusammenhang sei auch auf die <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0210/media/0051/index.html">Anzeige</a> hingewiesen, die die <em>NY Times</em>, ebenso wie die<em> <a href="http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/02/09/wir-sind-raus-und-wir-sind-stolz-darauf/">F.A.Z.</a></em>, die <em>Washington Post</em>, die <em>Times</em> und der <em>International Herold Tribune</em> abgedruckt hat.</p>
<p>Zudem befindet sich ebenfalls auf den Seiten der <em>NY Times</em> ein <a href="http://www.nytimes.com/2009/02/23/opinion/23cohen.html?_r=1&#38;emc=tnt&#38;tntemail1=y">Bericht von Roger Cohen</a> über die jüdische Gemeinschaft im Iran. Cohen schreibt etwa:</p>
<blockquote><p>Still a mystery hovers over Iran’s Jews. It’s important to decide what’s more significant: the annihilationist anti-Israel ranting, the Holocaust denial and other Iranian provocations — or the fact of a Jewish community living, working and worshipping in relative tranquillity.</p>
<p>Perhaps I have a bias toward facts over words, but I say the reality of Iranian civility toward Jews tells us more about Iran — its sophistication and culture — than all the inflammatory rhetoric.</p></blockquote>
<p>Der Tenor von Cohens Artikel ist demnach eindeutig: So lange Juden im Iran nicht totgeschlagen werden, ist doch alles in Ordnung! Sehr interessant ist auch, wer Cohen zufolge Mitschuld am iranischen Nuklearprogramm hat:</p>
<blockquote><p>Double standards don’t work anymore; the Middle East has become too sophisticated. One way to look at Iran’s scurrilous anti-Israel tirades is as a provocation to focus people on Israel’s bomb, its 41-year occupation of the West Bank, its Hamas denial, its repetitive use of overwhelming force. Iranian language can be vile, but any Middle East peace — and engagement with Tehran — will have to take account of these points.</p></blockquote>
<p>&#8220;Hamas denial&#8221; verhält sich zu &#8220;Holocaust denial&#8221; wie <a href="http://clemensheni.wordpress.com/2008/12/01/antisemitismus-ist-eine-gefahr-%E2%80%9Eislamophobie%E2%80%9C-ein-phantasma/">&#8220;Islamophobie&#8221; zu &#8220;Antisemitismus&#8221;</a>. Doch wen vermögen begriffliche Differenzierungen schon zu interessieren, wenn es um &#8220;Tatsachen&#8221; und nicht um &#8220;Worte&#8221; geht. Dass Tatsachen in der Regel aus Worten folgen, scheint für Cohen &#38; Co kein Grund zu sein, bis auf Weiteres darauf zu verzichten, um Verständnis für das Mullah-Regime zu werben.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wie der Zionismus im Guardian neu verhandelt wird]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/02/19/wie-der-zionismus-im-guardian-neu-verhandelt-wird/</link>
<pubDate>Thu, 19 Feb 2009 00:02:50 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
<guid>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/02/19/wie-der-zionismus-im-guardian-neu-verhandelt-wird/</guid>
<description><![CDATA[Der britische Guardian gibt Antisemiten in schöner Regelmäßigkeit ein Forum, ihre Ideologie massenme]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Der britische <em>Guardian</em> gibt Antisemiten in schöner Regelmäßigkeit ein Forum, ihre Ideologie massenmedial zu verbreiten. Und trotzdem ist es immer wieder aufs Neue erschütternd, was das &#8220;quality paper&#8221; an antisemitischer Hetze alles abdruckt. Die jüngste Ausgeburt dieses Wahnsinns ist ein Traktat von Daphna Baram mit dem vielsagenden Titel <a href="http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2009/feb/16/israelandthepalestinians-israeli-elections-2009">&#8220;It&#8217;s time to rethink Zionism&#8221;</a>. Baram, die Israel einen <a href="http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2006/may/16/apartheidthatswhatitiscal">&#8220;Apartheidsstaat&#8221;</a> zu nennen pflegt, macht bereits im ersten Absatz macht klar, was sie vom jüdischen Staat hält:</p>
<blockquote><p>The results of last week&#8217;s parliamentary elections in Israel brought to the surface some of the most rotten fruits of a debate that has been going on throughout the state&#8217;s existence: the idea that a mono-ethnic Jewish state is feasible, legitimate and desirable. In other words, it enhanced the predicament of the moral and practical consequences of the Zionist state ideology.</p></blockquote>
<p>Ungeachtet dessen, dass die jüdischen Staaten, die dem Autor dieser Zeilen bekannt sind, ethnisch nicht homogen, sondern multiethnisch sind, lässt die Aussage an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: Ein jüdischer Staat hat für Baram keine Existenzberechtigung. Die Gründe hierfür meint Bahman u.a. in der Geschichte finden zu können:</p>
<blockquote><p>In 1948, during its war of coming-to-be, Israel had driven out of its territory 750,000 Palestinians; another 250,000 were pushed out during the 1967 war.</p></blockquote>
<p>Doch nicht nur, dass Israel laut Baram das Kunststück fertig gebracht habe, 250.000 Menschen in einem Verteidigungskrieg zu vertreiben, nein: Baram zufolge läuft bereits die Idee des Zionismus an und für sich &#8211; per definitionem &#8211; unweigerlich auf die Vertreibung von Arabern hinaus. Daher seien die Forderungen Avigdor Liebermans auch lediglich die Vollendung des Zionismus:</p>
<blockquote><p>His [Avigdor Liebermans, Mr. Moe] revolutionary idea – giving up not only territories in the West Bank and Gaza but even territories of Israel proper, in order to get rid of as many Arabs as possible – confused and embarrassed the Zionist left. It had also exposed the absurdity and moral unacceptability of the whole Zionist idea by taking it to its only rational conclusion.</p></blockquote>
<p>Immer noch nicht verstanden, um was es beim Zionismus geht? Baram wiederholt es gerne noch einmal:</p>
<blockquote><p>If having a Jewish state is the most desirable goal, than getting rid of the non-Jewish citizens is the only rational way to go about it.</p></blockquote>
<p>Baram ist demnach allen Ernstes der Ansicht, dass Israel bestrebt ist &#8211; gar: bestrebt sein <em>muss</em> &#8211; , jegliche nicht jüdischen Einwohner des Landes zu verweisen. Aus diesem Grund könne Israel auch nicht gleichzeitig ein jüdischer <em>und</em> ein demokratischer Staat sein:</p>
<blockquote><p>It is time for any Israeli with an enlightened self-image to look at the mirror and see Avigdor Lieberman staring back. It is time to stop the procrastination over the question whether Israel can be both Jewish and democratic. Lieberman provided the answer loud and clear: it cannot.</p></blockquote>
<p>Abschließend gelangt Baram daher zu der Schlussfolgerung:</p>
<blockquote><p>It is time to rethink Zionism.</p></blockquote>
<p>Den Zionismus &#8220;neu zu denken&#8221; &#8211; eine einem &#8220;quality paper&#8221; wahrlich angemessene Formulierung für die auf den Straßen weltweit aus tausenden Kehlen geschriene Parole: &#8220;Death to Israel&#8221; &#8211; &#8220;Tod Israel&#8221;.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Gegossenes Blei und die Berichterstattung deutscher Medien - Ein Epilog]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/01/15/gegossenes-blei-und-die-berichterstattung-deutscher-medien-ein-epilog/</link>
<pubDate>Thu, 15 Jan 2009 22:17:35 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
<guid>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/01/15/gegossenes-blei-und-die-berichterstattung-deutscher-medien-ein-epilog/</guid>
<description><![CDATA[Den Anstoß für die folgenden Überlegungen hat ein Artikel von Christiane Schlötzer in der Süddeutsch]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Den Anstoß für die folgenden Überlegungen hat ein <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/725/454408/text/">Artikel von Christiane Schlötzer in der <em>Süddeutschen Zeitung</em> <em>(SZ)</em></a> gegeben, in dem die &#8220;selektive Wahrnehmung&#8221; von Zeitungslesern thematisiert wird. Dies ist nicht zuletzt vor dem Hintergrund der an dieser Stelle erschienenen dreiteiligen Analyse der Berichterstattung der <a href="http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/01/06/gegossenes-blei-und-die-berichterstattung-deutscher-medien-am-beispiel-der-faz-alte-bekannte-und-neue-freunde-teil-1/"><em>F.A.Z.</em> über die Operation &#8220;Gegossenes Blei&#8221;</a> interessant, weshalb die hier vorliegenden Ausführungen als eine Art Nachwort zu selbiger zu verstehen sind.</p>
<h2>Entbindet &#8220;selektive Wahrnehmung&#8221; Journalisten von ihren Aufgaben?</h2>
<p>In ihrem Kommentar über die vermeintlich <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Selektive_Wahrnehmung">&#8220;selektive Wahrnehmung&#8221;</a> der Mediennutzer schreibt Christiane Schlötzer, dass die Berichterstattung über den Krieg im Gaza-Streifen von <em>SZ</em>-Lesern sehr verschieden wahrgenommen werde: Auf der einen Seite erhielte die <em>SZ</em> viele Leserbriefe, die die Berichterstattung der<em> SZ</em> etwa als &#8220;in unerträglichem Maß gegen Israel gerichtet&#8221; bezeichnen, oder der <em>SZ</em> vorwerfen, Ursache und Wirkung des Krieges in Gaza zu verkennen. Auf der anderen Seite unterstellten andere Leser der <em>SZ</em> hingegen, zu viel Verständnis für Israel zu äußern, palästinensische Opfer zu vernachlässigen und &#8220;bei der Israel-Lobby punkten&#8221; zu wollen. Aufgrund dieser widersprechenden Meinungen der Leser schreibt Schlötzer:</p>
<blockquote><p>Die Gegenüberstellung des eigentlich Unvereinbaren ließe sich fortsetzen, und dies könnte zu der Überzeugung verführen, wenn die Kritik &#8211; sozusagen &#8211; von beiden Seiten kommt, dann liege die Berichterstattung eben dazwischen, und damit schon irgendwie richtig. Das aber wäre zu einfach.</p></blockquote>
<p>Woran liegt es also dann? Wer jetzt von Schlötzer eine Medien- geschweige denn Selbstkritik erwartet, liegt falsch. Denn Schuld ist natürlich allein der Leser:</p>
<blockquote><p>Die heftigen Reaktionen zeigen, wie die Wahrnehmung dessen, was die Medien präsentieren, von den eigenen Überzeugungen und Urteilen geprägt ist. &#8220;Selektive Wahrnehmung&#8221; nennen dies die Psychologen und auch die Medienforscher kennen das Phänomen. Was nicht zur eigenen Einstellung passt, wird ausgeblendet, überblättert, nicht gelesen, und auch dieses Weglassen wird nicht einmal wahrgenommen.</p></blockquote>
<p>Gewiss ist nicht zu bestreiten, dass jeder Mensch einer &#8220;selektiven Wahrnehmung&#8221; unterliegt, dient diese doch nicht zuletzt auch der notwendigen Reduktion von Komplexität. Von dieser Gegebenheit ausgehend, antwortet Schlötzer auf Kritik an der Berichterstattung der <em>SZ </em>wie folgt:</p>
<blockquote><p>So wurde der SZ beispielsweise vorgeworfen, nicht über die Leiden der Israelis durch den fortdauernden Raketenbeschuss der Hamas berichtet zu haben. Seite-Drei-Reportagen am 7. Januar und am 31. Dezember aus Sderot, Aschkalon und Beerschewa aber taten genau dies.</p></blockquote>
<p>Diese Argumentation enthält zwei Probleme: Erstens hat der feuert die Hamas nicht erst seit Ende vergangenen Jahres Raketen auf Israel, so dass entsprechende Reportagen schon vor dem 31. Dezember 2008 oder 07. Januar 2009 angebracht gewesen wären. Zweitens, und dies ist ungleich wichtiger, kann die oben genannte Kritik an der Berichterstattung <em>nicht</em> durch ein oder zwei ihr scheinbar widersprechende Artikel entkräftet werden. In jeder einigermaßen pluralistischen &#8211; lies: auflagenstarken &#8211; Zeitung sind verschiedene Meinungen und Standpunkte wiedergegeben, so dass fast zu jedem einseitigen Artikel ein entsprechender &#8220;Gegenartikel&#8221; gefunden kann. Die fundierte Kritik an der Berichterstattung einer Zeitung ist davon jedoch insofern <em>nicht</em> getroffen, als dass sie im Allgemeinen eben gerade nicht auf einzelne Artikel zielt, sondern auf das durch die jeweilige Zeitung vermittelte <em>Gesamtbild</em>.</p>
<p>Natürlich werden einzelne Artikel im Zuge &#8220;selektiver Wahrnehmung&#8221; von Lesern übersehen, ignoriert oder verdrängt. Dies ändert aber nichts daran, dass sich (regelmäßige) Leser durchaus ein treffendes Bild über die Berichterstattung der jeweiligen Zeitung bilden können. Dies zu bestreiten bedeutete, Zeitungslesern &#8211; und im übrigen auch Journalisten, die der &#8220;selektiven Wahrnehmung&#8221; in gleicher Weise unterliegen &#8211; jegliche Urteilsfähigkeit abzusprechen.</p>
<h2>Warum Journalisten arm dran sind und einem doch nicht leid tun müssen</h2>
<p>Schlötzers Verweis auf  die &#8220;selektive Wahrnehmung&#8221; dient folglich dazu, die <em>SZ </em>- und mit ihr jede andere Zeitung &#8211; von der Kritik der Leser per se freizusprechen &#8211; also nicht nur im vorliegenden, sondern in jedem Fall. Vor diesem Hintergrund wirkt Schlötzers folgende Klage dann auch nur allzu weinerlich:</p>
<blockquote><p>Von Journalisten wird damit eigentlich Unmögliches erwartet: Sie sollen &#8220;objektiv&#8221; berichten, aber gleichzeitig ihre Leser in ihren Überzeugungen bestärken. Journalisten sollen aber nicht nur &#8220;neutral&#8221; sein oder wahlweise eine klare Meinung äußern, sie sollen auch noch Empathie, also Mitgefühl mit den Opfern empfinden &#8211; jedenfalls, dort, wo es die Medienkonsumenten auch tun.</p></blockquote>
<p>Ach ja, die armen Journalisten! Gleichwohl in dieser Beschwerde sicherlich mehr als ein Körnchen Wahrheit enthalten ist, macht Schlötzer es sich schlicht zu einfach, wenn sie schreibt:</p>
<blockquote><p>Es gibt diesen Wunsch nach Eindeutigkeit, in allen Konflikten, Gut und Böse sollen sich klar unterscheiden lassen. So war das, als Jugoslawien in mehreren Kriegen zerfiel, oder bei Amerikas Krieg im Irak. Ist Israel Kriegspartei, dann wird stets unterstellt, die deutsche Debatte lege sich Zügel an. Auch dies hat ein Editorial am 10. Januar beleuchtet, worauf Detlef Lührsen aus München eine Anzeige des Zentralrats der Juden in der selben SZ-Ausgabe als unnötigen &#8220;Betroffenheitskult&#8221; kritisierte.</p></blockquote>
<p>Kurz: Die Welt ist groß und kompliziert und viele Menschen haben viele unterschiedliche Meinungen. Ja, was können die Journalisten da denn nur tun? Wie wäre es etwa damit, auf den latent antisemitischen Charakter der Behauptung &#8220;in Deutschland darf man ja gar nichts mehr gegen Israel sagen&#8221; hinzuweisen? Oder einfach einmal zu erwähnen, dass &#8220;Gut und Böse&#8221; im Krieg in Gaza sehr wohl von einander abzugrenzen sind. Oder sich endlich auf die zentralen Aufgaben des Journalismus zu besinnen: Fakten zu sammeln und zu überprüfen, um sie anschließend geordnet in einen Sinnzusammenhang zu stellen.</p>
<p>Zusammenfassend lässt sich bis dato demnach zweierlei festhalten: <em>Erstens</em>, dass &#8220;selektive Wahrnehmung&#8221; unzweifelhaft existiert, von Lesern geäußerte Kritik an der Berichterstattung von Zeitungen aber dennoch nicht per als einseitige Verzerrung abzutun ist. Hieraus ergibt sich <em>zweitens</em>, dass Journalisten Kritik an ihrer Arbeit nicht durch &#8220;selektive Wahrnehmung&#8221; vom Tisch wischen sollten, sondern die Kritik annehmen und sich verstärkt auf ihre Kernaufgaben konzentrieren sollten &#8211; auch, wenn dies nicht immer jedem einzelnen Leser gefallen mag.</p>
<h2>&#8220;Selektive Wahrnehmung&#8221; vs. &#8220;psychische Erkrankung&#8221; oder: Wenn man Israel für schlimmer hält als Nazi-Deutschland</h2>
<p>Lassen sich anhand von Schlötzers Ausführungen aller Kritik zu trotz dennoch Rückschlüsse auf die an dieser Stelle veröffentlichte dreiteilige Analyse der Berichterstattung der <em>F.A.Z.</em> ziehen? Oder anders: Ist etwa auch die <em>Zeitung für Schland</em> Opfer der ominösen &#8220;selektiven Wahrnehmung&#8221; geworden? Ja, natürlich &#8211; und doch auf keinen Fall.</p>
<p>&#8220;Ja natürlich&#8221;, weil auch ihr Artikel und Kommentare entgangen sein dürften, und weil auch sie nicht gänzlich vorurteilsfrei zur morgendlichen Lektüre schreitet. &#8220;Auf keinen Fall&#8221;, weil sich ihre Kritik primär auf die prinzipielle Tendenz der Berichterstattung &#8211; und nicht auf einzelne Artikel, die exemplarisch behandelt wurden &#8211; bezogen hat, und weil sie ihrem Blickwinkel widersprechende Artikel sowohl rezipiert als auch innerhalb der Analyse nicht verschwiegen hat.</p>
<p>Eine solche Kritik zu äußern, steht jeden regelmäßigen Beobachter der Berichterstattung der <em>F.A.Z. </em>zu. Folglich kann  jenes Urteilsvermögen, das die <em>Zeitung für Schland </em>für sich reklamiert, auch Frau Dr. Müller-Eoli nicht a priori abgesprochen werden, die in einem Leserbrief an die <em>F.A.Z.</em> schreibt:</p>
<blockquote><p>Als langjährige Leserin der F.A.Z. wundere und ärgere ich mich immer wieder, wie wenig objektiv die Berichterstattung über die Ereignisse in Palästina in der deutschen Presse ist.</p></blockquote>
<p>Diesen Worten ist uneingeschränkt zuzustimmen.  Doch was genau stört Frau Dr. Müller-Eoli eigentlich an der Berichterstattung?</p>
<blockquote><p>Selbstverständlich sind die Raketenangriffe der Hamas auf Israel verwerflich und müssen verurteilt und abgestellt werden.</p></blockquote>
<p>An und für sich kann an dieser Stelle aufgehört werden zu lesen. Wer sich im ersten Satz pflichtgemäß von den Terroristen der Hamas distanziert, schlägt in der Regel anschließend umso heftiger auf Israel ein. Frau Dr. Müller-Eoli bildet diesbezüglich keine Ausnahme:</p>
<blockquote><p>Aber die Reaktion der Israelis, wenn dabei Schulen und Moscheen bombadiert werden, ist mindestens so schädlich.</p></blockquote>
<p>Frau Dr. Müller-Eoli scheint offensichtlich nicht zu wissen, oder nicht zu scheren, was in den entsprechenden &#8220;<a href="http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3654407,00.html">Schulen</a> <a href="http://www.latimes.com/news/opinion/la-oe-dershowitz10-2009jan10,0,2587090.story">und</a> <a href="http://www.ynetnews.com/Ext/Comp/ArticleLayout/CdaArticlePrintPreview/1,2506,L-3653957,00.html">Moscheen</a>&#8221; getrieben wird bzw. wurde. Doch selbst <em>wenn</em> Israel &#8211; was zu verurteilen wäre &#8211; völlig wahllos zivile Einrichtungen bombardieren <em>würde</em>: Warum um alles in der Welt wäre dies &#8220;<em>mindestens </em>so schädlich&#8221; wie der Raketen-Terror der Hamas, der nicht zuletzt <a href="http://www.yourish.com/2009/01/08/5971">das Töten israelischer Kinder anstrebt</a>? Warum nicht: &#8220;<em>genauso</em> schädlich&#8221;? Zumal das &#8220;mindestens&#8221; impliziert, dass Israels Vorgehen doch eigentlich sogar <em>noch </em><em>schlimmer</em> als die Handlungen der Hamas seien. Diese Interpretation wird durch die folgenden Sätze von Frau Dr. Müller-Eoli bestätigt:</p>
<blockquote><p>Im letzten Weltkrieg rächten die deutschen Besatzungsmächte in den besetzten Ländern eigene Menschenopfer im Verhältnis eins zu zehn, die Verhältnismäßigkeit in Palästina lässt sich nicht mehr zahlenmäßig ausdrücken.</p></blockquote>
<p>Leider war nicht zu ermitteln, was für einen Doktortitel Frau Müller-Eoli trägt, scheint sie doch ein ernstes psychisches Problem zu haben. Es kann (und muss!) in dieser Deutlichkeit gesagt werden: Wer die Kriegsführung Israels allen Ernstes  mit dem Vorgehen der Nazis nicht nur vergleicht, sondern gar als ungleich schlimmer bewertet, gehört in ärztliche Behandlung oder besser noch in die geschlossene Anstalt (hattip: <em><a href="http://spiritofentebbe.wordpress.com/2009/01/04/achtung-eine-durchsage/">Spirit of Entebbe</a></em>).</p>
<p>Wen wundert es ob eines solch offensichtlich verwirrten geistigen Zustandes, dass sich Frau Dr. Müller-Eoli über Berichte von verletzten Israelis echauffiert und nebenbei noch lässig die Gefahr des Raketen-Terrors herunterspielt:</p>
<blockquote><p>Wenn bei den Hamas-Raketenangriffen einige Israelis verletzt werden, ist das immer bei Ihnen [der F.A.Z., Mr. Moe] nachzulesen. Wenn Hunderte palästinensischer Kinder ermordet werden &#8211; bis heute mehr als zweihundert &#8211; vermisst man den Aufschrei der Empörung: bedauerliche &#8220;kollaterale Kriegsschäden&#8221;.</p></blockquote>
<p>Um es kurz zu machen: Gebe es einen Wettbewerb bezüglich des widerlichsten Leserbriefes der vergangenen zwölf Monate, Frau Dr. Müller-Eoli hätte äußerst gute Karten ihn zu gewinnen. Und sie setzt noch einen drauf:</p>
<blockquote><p>Es ist bedauerlich, dass die langen Schatten der deutschen Vergangenheit noch immer das Urteilsvermögen trüben.</p></blockquote>
<p>Um den Bogen zu Schlötzers Artikel und zur &#8220;selektiven Wahrnehmung&#8221; zu schlagen: Im vorliegenden Fall handelt es sich <em>nicht</em> um einen lediglich besonders stark ausgeprägten Fall &#8220;selektiver Wahrnehmung&#8221;, sondern vielmehr um eine akute geistige Störung. Dass die<em> F.A.Z.</em> diesen Leserbrief abdruckt, gibt <a href="http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/01/11/gegossenes-blei-und-die-berichterstattung-deutscher-medien-am-beispiel-der-faz-erste-reaktionen-von-faz-lesern-und-ein-paar-lesemepfehlungen-teil-3/">dem hier gezogenen Fazit</a> in jeder Beziehung recht.</p>
<p><em>Quelle: F.A.Z. vom 15. Januar 2009, S. 7.</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Über "Spannungen" zwischen Juden und Muslimen]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/01/13/uber-spannungen-zwischen-juden-und-muslimen/</link>
<pubDate>Tue, 13 Jan 2009 23:55:56 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
<guid>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/01/13/uber-spannungen-zwischen-juden-und-muslimen/</guid>
<description><![CDATA[Selbst in Zeiten wie diesen schlägt die folgende Überschrift aus der NZZ dem Fass den Boden aus: Jüd]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Selbst in Zeiten wie diesen schlägt die folgende <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/International/juedisch-muslimische_spannungen_in_frankreich_1.1688483.html">Überschrift aus der <em>NZZ</em></a> dem Fass den Boden aus:</p>
<blockquote><p>Jüdisch-muslimische Spannungen in Frankreich</p></blockquote>
<p>Gemäß dieser Überschrift würde man einen Artikel über <em>gleichermaßen</em> von Juden <em>und</em> Muslimen ausgehende Aggressionen, Pöbeleien und dergleichen erwarten. Der zu der Überschrift gehörige Artikel enthält hingegen folgende &#8220;Spannungen&#8221; zwischen &#8220;Juden und Muslimen&#8221;:</p>
<blockquote><p>Unbekannte haben am Sonntagabend einen Molotow-Cocktail auf die Synagoge Beth Habad Ohr Menachem in Saint-Denis geworfen. [...]</p>
<p>Der jüdische Studentenbund Frankreichs spricht von insgesamt 30 Vorfällen seit dem 27. Dezember, dem Beginn der militärischen Operationen gegen die Hamas. Vor einer Woche war in Toulouse eine Synagoge mit einem in Brand gesteckten Auto attackiert worden. In Paris und im Vorort Villiers-le-Bel wurden mehrere jüdische Schüler von anderen Jugendlichen angepöbelt und tätlich angegriffen. In der jüdischen Mittelschule von Villiers-le-Bel wird den Jugendlichen deswegen geraten, nach dem Unterricht sofort und gruppiert nach Hause zu gehen und möglichst keine sichtbaren Symbole wie den Davidstern oder die Kippa zu tragen. [...]</p>
<p>Manche der annähernd 100 000 Demonstranten machen keinen Unterschied zwischen Israel und den französischen Juden. Verschiedene Slogans, Transparente und vor allem Gespräche mit Teilnehmern bewiesen, dass der Protest gegen die militärische Aktion sehr schnell und nuancenlos in antijüdischen Hass umschlagen kann. Die Wut über die Leiden der palästinensischen Zivilbevölkerung verleitet auch zu provozierenden Vergleichen mit dem Holocaust. «Gaza = Auschwitz Nr. 2» oder «Israel = SS» war auf einzelnen Schildern geschrieben.</p></blockquote>
<p>Mit anderen Worten: Es gab eine Vielzahl von (nicht nur) Muslimen verübte antisemitische Handlungen und <em>keine einzige</em> von einem Juden ausgehende Provokation, Gewalttat oder ähnliches (von eventuell getragenen Israelfahnen einmal abgesehen, <a href="http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/rotes-tuch-blauer-stern/">die neuerdings ja auch als Provoation gelten</a>). Nebst der folglich in die Irre führenden Titulierung des Artikels bezeichnet die <em>NZZ</em> die antisemitischen Vorfälle zudem zwar zurecht als antisemitisch, begründet &#8211; und zugleich: entschuldigt &#8211; sie jedoch mit dem Krieg in Gaza:</p>
<blockquote><p>Die Proteste gegen die israelische Offensive im Gazastreifen schüren antisemitische Ressentiments.</p></blockquote>
<p>So bequem dieser Satz auch sein mag und so häufig er auch geschrieben wurde und noch geschrieben wird: Er ist schlichtweg falsch.</p>
<p>Antisemitismus war zu keiner Zeit und ist auch jetzt keine Reaktion auf das Verhalten von Juden. Antisemitismus war und ist einzig und allein das Problem der Antisemiten, sich nicht mit der <em>Existenz</em> von Juden abfinden zu können, völlig unabhängig davon, was diese tun oder nicht tun. Wer jetzt Brandbomben auf Synagogen wirft, Juden auf der Straße angreift oder beschimpft, Israel mit dem Dritten Reich gleichsetzt oder meint in Gaza einen Holocaust vorzufinden, ist daher nicht nur ein Antisemit &#8211; er war dies mit Sicherheit auch schon vor dem 27. Dezember 2008.</p>
<p><strong>Lesetip:</strong> <a href="http://online.wsj.com/article/SB123180033807075069.html"><em>Daniel Schwammenthal: Europe Reimports Jew Hatred</em></a>:</p>
<blockquote><p>Mr. Sarkozy&#8217;s comments also suggest that the fighting in Gaza is the cause for attacks on Jews in France &#8212; that is, that the Mideast conflict is fueling anti-Semitism in Europe. It is exactly the other way around.</p>
<p>The rage against the Jews that is exploding in Europe has been carefully nurtured; it is not spontaneous sympathy for fellow Muslims in Gaza. How else to explain the silence when Muslims in other conflicts, from Darfur to Chechnya, are being killed?</p>
<p>The depth of anti-Semitic propaganda in Palestinian and other Muslim societies is one of the most underreported facts about the Middle East. It is this anti-Semitism that predisposes Muslims in Europe to attack Jews and fuels the Mideast conflict. The hatred predates Israel&#8217;s creation. [... <a href="http://online.wsj.com/article/SB123180033807075069.html">weiterlesen</a>]</p></blockquote>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Schlechte Nachrichen]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/01/08/schlechte-nachrichen/</link>
<pubDate>Thu, 08 Jan 2009 09:59:19 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
<guid>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2009/01/08/schlechte-nachrichen/</guid>
<description><![CDATA[Erstens sind aus dem Libanon mindestens vier Katjuscha-Rakten auf den Norden Israels geschossen word]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Erstens sind aus dem Libanon <a href="http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/129295">mindestens vier</a> <a href="http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3652649,00.html">Katjuscha-Rakten auf den Norden Israels geschossen</a> worden. Eine Rakete schlug<a href="http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1231167307373&#38;pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull"> in einem Altenheim nahe 25 älterer Menschen ein, die gerade frühstückten</a>. Zwei Menschen wurden leicht verletzt. Bleibt zu hoffen, dass  es sich um (ebenso unverzeihliche) Einzelfälle handelt und die Hisbollah den Konflikt nicht zu einem Zweifrontenkrieg ausweitet (auch wenn hierauf leider nicht zu wetten ist; Lesetip: <a href="http://rungholt.wordpress.com/2009/01/08/einmaliger-vorfall/">Letters from Rungholt)</a>.</p>
<p>Zweitens hat sich Ex-US-Präsident Jimmy Carter zu Wort gemeldet: <a href="http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2009/01/07/AR2009010702645.html?wprss=rss_opinions">&#8220;An Unnecessary War&#8221;</a>. Allein die erste Aussage Carters:</p>
<blockquote><p>I know from personal involvement that the devastating invasion of Gaza by Israel could easily have been avoided.</p></blockquote>
<p>Ohne Worte.</p>
<p>Drittens hat der Vatikan-Beauftragte für Menschenrechte Renato Martino den Gaza-Streifen <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,600044,00.html#ref=rss">mit einem &#8220;großen KZ&#8221; verglichen</a>. Auch hier: Ohne Worte. Oder vielleicht ein paar Worte an <em>SPON</em>, wo es diesbezüglich heißt:</p>
<blockquote><p>Der Menschenrechtsbeauftragte des Vatikan, Kurienkardinal Renato Martino, hat mit einem heiklen Vergleich Israel gegen sich aufgebracht. Die Lage im Gaza-Streifen ähnele zusehends einem großen KZ, sagte Martino in einem am Mittwoch von der Online-Zeitung &#8220;Il Sussidiario&#8221; veröffentlichten Interview.</p></blockquote>
<p>Der Vergleich nicht heikel sondern schlichtweg falsch. Es sei denn, <a href="http://spiritofentebbe.wordpress.com/2008/09/18/kz-2008/">man definiert den Begriff &#8220;Konzentrationslager&#8221; neu</a>. Man darf gespannt sein, ob auch hier bald das bisherige Unwort des Jahres &#8211; &#8220;Unverhältnismäßigkeit!&#8221; &#8211; gerufen wird.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Anmerkung zur "Unverhältnismäßigkeit" Israels Vorgehens]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/12/27/anmerkung-zur-unverhaltnismasigkeit-israels-vorgehens/</link>
<pubDate>Sat, 27 Dec 2008 19:09:02 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
<guid>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/12/27/anmerkung-zur-unverhaltnismasigkeit-israels-vorgehens/</guid>
<description><![CDATA[Während Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy Israel &#8220;Unverhältnismäßigkeit&#8221; vorwirft, b]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Während Frankreichs Präsident <a href="http://www.welt.de/politik/article2937289/Sarkozy-wirft-Israel-Unverhaeltnismaessigkeit-vor.html">Nicolas Sarkozy Israel &#8220;Unverhältnismäßigkeit&#8221; vorwirft</a>, berichtet Ulrich W. Sahm,<a href="http://www.n-tv.de/1076535.html"> dass es sich bei den bisherigen Toten weitestgehend um Kämpfer der Hamas gehandelt habe</a>:</p>
<blockquote><p>Unter den 155 Toten, wie sie die Hamas nach den Angriffen vermeldete, seien hauptsächlich Kämpfer in Uniform und kaum Zivilisten, zumal die israelische Luftwaffe nach monatelanger Aufklärungsarbeit und Vorbereitung die Zeit genutzt hatte, die Ziele &#8220;punktgenau&#8221; zu treffen, wie aus dem Gazastreifen verlautete.</p></blockquote>
<p>Gleiches berichtet auch <a href="http://www.haaretz.com/hasen/spages/1050359.html"><em>Haaretz</em></a>:</p>
<blockquote><p><span class="t13">The first wave of air strikes was launched by a 60 warplanes which hit a total of 50 targets in one fell swoop. The IAF deployed approximately 100 bombs, with an estimated 95 percent of the ordnance reaching its intended target. Most of the casualties were Hamas operatives. </span></p></blockquote>
<p>Des Weiteren fasst <a href="http://www.commentarymagazine.com/blogs/index.php/jpodhoretz/48082">John Podhoretz auf den <em>contentions</em></a> alles zusammen, was es bezüglich der vermeintlichen &#8220;Unverhältnismäßigkeit&#8221; Israels zu sagen gibt:</p>
<blockquote><p>It will be a day or two until it becomes clear what happened and how successful the mission was. But there are three things to say about it immediately. First, when you hear people call on Israel to show “restraint,” remember that “restraint” is precisely what Israel has been showing for the past three and a half years as Hamas has launched thousands of Kassam rockets at Sderot and other locations inside Israel. Second, this was not an attack but a counter-attack, almost purely an act of self-defense that featured extensive warnings in the days before it was launched in an effort to minimize civilian casualties. Third, the Hamas terror bases were evidently located in civilian neighborhoods. According to international law, the responsibility for any civilian casualties in such a situation rests entirely with those who a) failed to wear uniforms and b) interwove themselves with non-combatants. The fault is Hamas’s, not Israel’s.</p></blockquote>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die Ausgewogenheit der Deutschen Presse-Agentur]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/12/20/die-ausgewogenheit-der-deutschen-presse-agentur/</link>
<pubDate>Sat, 20 Dec 2008 23:59:02 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
<guid>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/12/20/die-ausgewogenheit-der-deutschen-presse-agentur/</guid>
<description><![CDATA[Waffenruhe gilt nicht mehr. Wechselseitige Drohungen Israels und der Hamas So betitelt die F.A.Z. ei]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><blockquote><p>Waffenruhe gilt nicht mehr. Wechselseitige Drohungen Israels und der Hamas</p></blockquote>
<p>So betitelt die <em>F.A.Z.</em> eine von der <em>Deutschen Presse-Agentur (dpa</em>), die im Übrigen auch von etliche weiteren deutschen Tageszeitungen wie etwa dem <a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/international/Israel-Nahostkonflikt-Hamas;art123,2688740"><em>Tagesspiegel</em></a>, dem <em><a href="http://www.abendblatt.de/appl/newsticker2/index.php?channel=pol&#38;module=dpa&#38;id=19866572">Hamburger Abendblatt</a>, </em>der <em><a href="http://www.saarbruecker-zeitung.de/nachrichten/welt/international/Israel-Nahostkonflikt-Hamas;art24397,2698089">Saarbrücker Zeitung</a></em> oder der <a href="http://www.muensterschezeitung.de/nachrichten/politik/art333,437738"><em>Münsterschen Zeitung</em></a> mehr oder weniger unverändert übernommen wurde (wenn auch, so sei der Fairness halber ergänzt, mit durchaus unterschiedlichen Überschriften versehen). Die in der Unterüberschrift angekündigten &#8220;wechselseitigen&#8221; Drohungen lesen sich dabei wie folgt:</p>
<blockquote><p>Das israelische Militär drohte den militanten Palästinensergruppen mit den Worten, Israel werde im Falle eines fortwährenden Beschusses &#8220;angemessen&#8221; militärisch reagieren.</p></blockquote>
<p>Wahrlich eine niederträchtige Drohung, sich den fortdauernden <a href="http://www.jewishpolicycenter.org/prr/">Raketen-Terror</a> nicht bis ans Ende aller Tage gefallen zu lassen! Wo doch nicht zuletzt Dank Jörg Bremer <span style="text-decoration:line-through;">jedes Kind</span> jeder <em>F.A.Z.-</em>Leser weiß, dass Israel den Beschuss seines Territoriums widerstandslos zu akzeptieren hat! Und in der Tat: Wo kämen wir denn hin, antwortete Israel auf jede der <a href="http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3641148,00.html">gestern drei</a> und <a href="http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3641420,00.html">heute elf</a> aus dem nördlichen Gazastreifen auf den Süden Israels abgefeuerten Kassam-Raketen? Von den mehr als <a href="http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3639592,00.html">2.900 Raketen im Jahr 2008</a> und den über <a href="http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/128897">10.000 Rakten in diesem noch jungen Jahrhundert</a> einmal ganz zu schweigen!</p>
<p>Sollte Israel dennoch irgendwann einmal ernsthaft zurückschlagen, sei es zudem doch auch selbstverständlich, dass die Hamas dann reagieren müsse:</p>
<blockquote><p>Für den Fall einer israelischen Militäroperation im Gazastreifen drohte die Hamas mit einer &#8220;harten und schmerzhaften Antwort&#8221;.</p></blockquote>
<p>Ja, so kennt man die Hamas: An und für sich kuschelig-friedlich, im Falle eines Angriffs auf sie jedoch durchaus verteidigungsfähig! Zumal ja auch Israel die Schuld für das Ende der &#8220;Waffenruhe&#8221; trage:</p>
<blockquote><p>Die von Ägypten vermittelte Waffenruhe zwischen Israel und zwölf militanten Palästinenserorganisationen war am Freitagmorgen nach sechs Monaten abgelaufen. Der militante Flügel der Hamas, die rund 20 000 Mann starken Al-Kassem-Brigaden, machte dafür Israel verantwortlich. &#8220;Israel hat den grundlegenden Punkt in der Vereinbarung ignoriert. Und das ist das Ende der Blockade und eine Öffnung der Grenzübergänge&#8221;, heißt es in einer Erklärung.</p></blockquote>
<p>Dass diese Erklärung der Hamas zitiert wird, entspricht dem journalistischen Standard stets alle Parteien eines Konfliktes zu Wort kommen zu lassen. Allerdings obliege es ebenfalls journalistischem Anstand, für den Leser nicht ohne weiteres nachprüfbare Behauptungen in einen angemessenen Sinnzusammenhang zu stellen. Letztere Maxime tritt die <em>dpa</em> (und mit ihr die <em>F.A.Z.)</em> hingegen mit Füßen, indem sie dem Leser die nicht unwesentliche Tatsache verschweigt, dass es sich bei der Erklärung der Hamas <a href="http://heplev.wordpress.com/2008/12/19/die-wahrheit-uber-die-%E2%80%9Ewaffenruhe%E2%80%9D/">um nicht als Lügen handelt</a>. Darüber hinaus macht sich die <em>dpa</em> unvermittelt zum Propaganda-Sprachrohr der Hamas, wenn sie schreibt:</p>
<blockquote><p>Ein Vertreter des politischen Flügels der Hamas signalisierte jedoch, dass eine Rückkehr zur Waffenruhe möglich sei. Sollte Israel ein neues Angebot auf den Tisch legen, werde die Hamas es aufgeschlossen studieren, sagte der Hamas-Sprecher Taher al Nunu dem israelischen Rundfunk.</p></blockquote>
<p>Anstatt diese Worte als das zu entlarven, was sie sind: ein schlechter Witz, verbreitet die <em>dpa</em> den Irrglauben, dass die Hamas &#8211; allen <a href="http://www.jpost.com/servlet/Satellite?pagename=JPost/JPArticle/ShowFull&#38;cid=1228728241255">anderweitigen</a> <a href="http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3641018,00.html">Worten</a> und <a href="http://elderofziyon.blogspot.com/2008/12/december-rocket-calendar.html">Taten</a> zum Trotz &#8211; ernsthaft am Frieden mit Israel interessiert sei und ein entsprechendes Abkommen nur an Israel scheitere. Ach ja, Israel: dem journalistischen Anstand gemäß wird selbstverständlich auch Israels Position dargestellt:</p>
<blockquote><p>Israel hat wegen des fortwährenden Beschusses durch militante Palästinenser nach einem Boykott der Hamas zusätzlich eine Handels- und Wirtschaftsblockade über den Gazastreifen verhängt. Die Vereinbarung über die Waffenruhe sah vor, dass Israel schrittweise mehr Waren in den Gazastreifen lässt. Israel wirft der Hamas vor, den Beschuss Israels nicht vollständig gestoppt zu haben.</p></blockquote>
<p>Von der impliziten Wertung nach dem Muster Israel-hat-nicht-das-gemacht-was-es -der-Vereinbarung-gemäß-hätte-tun-sollen, einmal abgesehen: Auch nur ein Wort darüber, dass Israels &#8220;Vorwurf &#8220;, die Hamas habe den Beschuss nicht &#8220;vollständig gestoppt&#8221;, nicht aus der Luft gegriffen ist, sondern  im Gegensatz zu den Lügen der Hamas vielmehr eine simple Tatsache darstellt? Fehlanzeige.</p>
<p>Vor dem Hintergrund einer solchen Berichterstattung erscheint <a href="http://spiritofentebbe.wordpress.com/2008/12/19/same-procedure-as-every-year/">Claudio Casulas Prognose</a> angesichts der Reaktionen vornehmlich deutscher Medien im Falle einer<a href="http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3641638,00.html"> möglicherweise nahenden israelischen Militäroperation im Gazastreifen</a> nur allzu treffend:</p>
<blockquote><p>So still wie die Welt zu den Raketenangriffen auf israelische Städte schweigt, so laut wird der schrille Schrei der Empörung ausfallen, sobald eine israelische Militäroperation anrollt. Die Hamas wird sich, wie die Hisbollah, hinter den palästinensischen Zivilisten verschanzen, und zahllose Kameraleute werden begierig jeden einzelnen Toten und Verletzten abfilmen, dazu die Klagen der Angehörigen und das Jammern der Hamas-Offiziellen, die sich als Opfer einer erneuten zionistischen Aggression gerieren und auf ihren “legitimen Widerstand” verweisen werden. So war es immer und so wird es wieder sein.</p></blockquote>
<p>Anders ausgedrückt: Die Hamas und mit ihr die deutschen Medien haben die Saat wieder einmal gesät; jetzt wird auf die Ernte gewartet.</p>
<p><em>Quelle: &#8220;Waffen ruhe gilt nicht mehr&#8221;, in: F.A.Z. vom 20. Dezember 2008, S. 6.</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Mearsheimer, once again]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/12/16/mearsheimer-once-again/</link>
<pubDate>Tue, 16 Dec 2008 17:17:44 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
<guid>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/12/16/mearsheimer-once-again/</guid>
<description><![CDATA[John Mearsheimer hat wieder zugeschlagen! Nachdem er die Welt erst vor kurzem mit seiner Vision eine]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>John Mearsheimer hat wieder zugeschlagen! Nachdem er die Welt erst vor kurzem mit seiner<a href="http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/12/04/der-antizionistische-traum-einer-neuen-amerikanischen-nahostpolitik/"> Vision einer neuen amerikanischen Nahostpolitik</a> beglückt hat, widmet sich Mearsheimer nun der<a href="http://tpmcafe.talkingpointsmemo.com/2008/12/09/for_american_readers_the_great/"> Lösung des Nahostkonflikts</a>. Den Ausgangspunkt der Argumentation stellt dabei Avraham Burgs Buch <em>&#8220;The Holocaust is Over&#8221;</em> da<em>r </em>(mehr über Burg auf <em><a href="http://beer7.wordpress.com/2008/12/17/alibijuden-avraham-burg/">Blick auf die Welt &#8211; von Beer Sheva aus</a></em>)<em>. </em>Den Grund hierfür liefert Mearsheimer freundlicherweise selbst:</p>
<blockquote><p>He [Avraham Burg, Mr. Moe] cannot be easily dismissed as a self-hating Jew or a crank, as he comes from a prominent Israeli family and has been deeply involved in mainstream Israeli politics for much of his adult life. Moreover, he clearly loves Israel.</p></blockquote>
<p>Nachdem folglich geklärt ist, dass Mearsheimers Meinung auf der eines jüdischen Israeli basiert &#8211; und daher unter keinen Umständen israelfeindlich oder gar antisemitisch sein <em>kann</em> &#8211; legt Mearsheimer richtig los: Unter Berufung auf Burg sieht er das Hauptproblem des Nahostkonflikts darin begründet, dass Juden unentwegt über den Holocaust sprechen würden -und dies aus überaus unlauteren Motiven:</p>
<blockquote><p>the main reason that Israelis and their supporters constantly invoke the Holocaust is because of the Occupation, and the horrible things that Israel has done and continues to do to the Palestinians. The Shoah is the weapon that Israelis and their supporters in the Diaspora use to fend off criticism and to allow Israel to continue committing crimes against the Palestinians.</p></blockquote>
<p>Da Israel die niederträchtige Besatzung der Palästinenser rechtfertigen müsse, komme der Holocaust also äußerst gelegen. Das Argument nicht verstanden? Bitte, hier kommt es nochmal:</p>
<blockquote><p>The pattern seems clear: the Holocaust has been the main weapon that Israelis (and their supporter abroad) have employed to provide cover for the horrors Israel has inflicted on the Palestinians in the Occupied Territories.</p></blockquote>
<p>Der Holocaust als Instrument zur Unterdrückung, Ausbeutung, etc. &#8211; soweit so <span style="text-decoration:line-through;">antisemetisch, antizionistisch</span> Mearsheimer. Doch wer Mearsheimer kennt, ahnt vermutlich, dass er natürlich eine simple Lösung für das &#8220;Problem&#8221; kennt:</p>
<blockquote><p>All of this is to say that the best way to rescue Israel from its plight is not simply to get beyond the Holocaust, but to end the Occupation. Then, the need to talk incessantly about the Holocaust will be greatly reduced and Israel will be a much healthier and secure country. Sadly, there is no end in sight to the Occupation, and thus we are likely to hear more, not less, about the Holocaust in years ahead.</p></blockquote>
<p>Wirklich schade: Die Ohren des armen John Mearsheimer werden wohl auch in Zukunft von Zeit zu Zeit mit der Shoah konfrontiert. Und das alles nur, damit Israel die Palästinenser weiterhin unterdrücken kann. Auf die Widersinnigkeit von Mearsheimers Argumentation weist im Übrigen <a href="http://www.commentarymagazine.com/blogs/index.php/trager/46562">Eric Trager</a> hin:</p>
<blockquote><p>The extent of Mearsheimer’s illogic is incredible:he seems to think that the Israeli occupation <em>causes</em> discussion of the Holocaust. If we take this absurd argument at face value, Mearsheimer actually provides a reason to <em>support</em> the Israeli occupation (!): as the international community continually fails to respond to genocides worldwide, something that causes us to “hear more” about the Holocaust is probably a good thing.</p></blockquote>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der antizionistische Traum einer neuen amerikanischen Nahostpolitik]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/12/04/der-antizionistische-traum-einer-neuen-amerikanischen-nahostpolitik/</link>
<pubDate>Thu, 04 Dec 2008 11:50:11 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
<guid>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/12/04/der-antizionistische-traum-einer-neuen-amerikanischen-nahostpolitik/</guid>
<description><![CDATA[John J. Mearsheimer, Mitautor der Bibel der Israelfeinde jeglicher Couleur &#8220;Die Israel-Lobby: ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>John J. Mearsheimer, Mitautor der Bibel der Israelfeinde jeglicher Couleur &#8220;Die Israel-Lobby: Wie die amerikanische Außenpolitik beeinflusst wird&#8221;*, formuliert auf <em>Newsweek</em> seine <a href="http://www.newsweek.com/id/171261">Vorstellungen einer grundlegend neuen amerikanischen Nahostpolitik</a>:</p>
<blockquote><p>The United States is in deep trouble in the Middle East. Despite Barack Obama&#8217;s promises to withdraw from Iraq, the debacle there shows no sign of ending soon. Hamas rules in Gaza; Iran is quickly moving to acquire a nuclear deterrent. We need a radically different strategy for the region.</p></blockquote>
<p>Die gegenwärtig Usus gewordene Annahme, jedes Wort aus Obamas Munde werde die Welt verbessern, sowie die Euphemisierung des iranischen Atomprogramms in Form der Behauptung, sie diene der Abschreckung &#8211; soweit nichts neues auf dem Planeten Wirrkopf. Doch lassen wir dessen Bewohner fortfahren:</p>
<blockquote><p>Fortunately, there is a strategy that has proved effective in the past and could serve again today: &#8220;offshore balancing.&#8221; It&#8217;s less ambitious than President Bush&#8217;s grand plan to spread democracy throughout the Middle East, but it would be much better at protecting actual U.S. interests.</p></blockquote>
<p>Was Mearsheimer mit den <em>wirklichen</em> amerikanischen Interessen meint und wer seiner Meinung nach selbigen entgegensteht ist bekannt (wer mag kann es z.B. bei <a href="http://www.lizaswelt.net/2007/09/die-protokolle-der-weisen-vom-campus.html"><em>Lizas Welt</em></a> nachlesen). Auffällig ist jedoch, das genau jenes Land an keiner Stelle des Artikels explizit genannt wird. Was Mearsheimers folgender Vorschlag für Israel bedeuten würde, ist jedoch evident:</p>
<blockquote><p>The United States would station its military forces outside the region. And &#8220;balancing&#8221; would mean we&#8217;d rely on regional powers like Iran, Iraq and Saudi Arabia to check each other. Washington would remain diplomatically engaged, and when necessary would assist the weaker side in a conflict. It would also use its air and naval power to respond quickly to unexpected threats. But—and this is the key point—America would put boots on the ground only if the local balance of power seriously broke down and one country threatened to dominate the others.</p></blockquote>
<p>Aus dem bisher Gesagten ergibt sich, dass Irans Vernichtungsdrohungen für Mearsheimer offenbar keine Bedrohung eines Landes durch ein anderes darstellen. Für die Vereinigten Staaten habe Mearsheimers vorgeschlagene Strategie unterdessen erstens den Vorteil, dass der USA &#8220;bloody and costly war[s] like Iraq&#8221; erspart blieben, sowie zweitens:</p>
<blockquote><p>Second, offshore balancing would ameliorate America&#8217;s terrorism problem. Foreign occupiers generate fierce resentment. Keeping America&#8217;s military forces out of sight would minimize the anger created by having them stationed on Arab soil.</p></blockquote>
<p>Die hier vertretende Ansicht, dass Terrorismus eine Reaktion auf die Politik und das Handeln der westlichen Welt seien, ist ebenso weitverbreitet wie falsch. <a href="http://www.realclearpolitics.com/articles/2008/12/enough_of_radical_islam.html">Ben Shapiro</a> schreibt in Zusammenhang mit den Anschlägen in Mumbai in dankenswerter Klarheit:</p>
<blockquote><p>Enough with the psychoanalysis. They dont hate us because of Israel. They dont hate us because of Kashmir. They dont hate us because we have troops in Saudi Arabia or because we deposed Saddam Hussein. They dont hate us because of Britney Spears. They hate us because we are infidels, and because we dont plan on surrendering or providing them material aid in their war of aggressive expansion.</p></blockquote>
<p>(Auf die widerwärtige Eigenheit, die Anschläge in Mumbai zu verharmlosen respektive dem Westen die moralische (Mit-)Verantwortung für sie in die Schuhe zu schieben, weisen nebenbei bemerkt auch <a href="http://frontpagemag.com/Articles/Read.aspx?GUID=256AC34C-2C8C-404A-9F1E-48EA78809B5F">Phyllis Chesler</a> im <em>FrontPage Magazine</em> (sowie in deutscher Übersetzung via <a href="http://heplev.wordpress.com/2008/12/03/mumbai-massaker-sind-alle-schuld/"><em>heplev</em></a>) und <a href="http://www.nypost.com/seven/12022008/postopinion/opedcolumnists/mumbai__deadly_media_euphemisms_141763.htm">Abraham Cooper und Harold Brackman</a> in der <em>New York Post</em> hin.)</p>
<p>Wie dem auch sei, Mearsheimer nennt noch einen dritten Vorteil der von ihm vorgeschlagenen &#8220;Strategie&#8221;:</p>
<blockquote><p>Third, offshore balancing would reduce fears in Iran and Syria that the United States aims to attack them and remove their regimes—a key reason these states are currently seeking weapons of mass destruction. Persuading Tehran to abandon its nuclear program will require Washington to address Iran&#8217;s legitimate security concerns and to refrain from overt threats.</p></blockquote>
<p>Irans Bombe als Reaktion auf einen möglichen US-amerikanischen (Angriffs-)Krieg? Diese Aussage von Mearsheimer erscheint auf den ersten Blick verwirrend, wird doch sonst hinter jedem Übel Israel vermutet. Der scheinbare Widerspruch vermag sich jedoch schnell aufzulösen: Da die Israel-Lobby ja die amerikanische Außenpolitik steuert, ist Israel dann doch wieder verantwortlich &#8211; und somit die Logik des Planeten Wirrkopfs wieder hergestellt und das antizionistische Herz beruhigt.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p>* Vgl. für eine Kritik an Mearsheimer und Walt das Buch von Alan Dershowitz: <a href="http://www.amazon.co.uk/Case-Against-Israels-Enemies-Exposing/dp/0470379928">&#8220;The Case Against Israel&#8217;s Enemies: Exposing Jimmy Carter and Others Who Stand in the Way of Peace&#8221;</a> (Kapitel 2: The Case Against Mearsheimer and Walt, S. 49-79). Eine Rezension auf<em> Zeitung für Schland</em> ist geplant.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Nuklearkonflikt dank Jürgen Todenhöfer kurz vor Lösung]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/11/30/nuklearkonflikt-dank-jurgen-todenhofer-kurz-vor-losung/</link>
<pubDate>Sun, 30 Nov 2008 08:14:29 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
<guid>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/11/30/nuklearkonflikt-dank-jurgen-todenhofer-kurz-vor-losung/</guid>
<description><![CDATA[Die wenigen Deutschen und Europäer, die einer iranischen Atombombe auch nur kritisch gegenüberstehen]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Die wenigen Deutschen und Europäer, die einer iranischen Atombombe auch nur kritisch gegenüberstehen, können nun endlich aufatmen: Jürgen Todenhöfer, Autor des Bestsellers &#8220;Warum tötest Du, Zaid?&#8221; (Kernthese: &#8220;Der Westen ist viel gewalttätiger als die muslimische Welt&#8221;), hat bei einem Aufenthalt im Iran &#8211; frei nach dem Motto &#8220;unter guten Freunden kann man doch über alles sprechen&#8221; &#8211; einen <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,593206,00.html">&#8220;kritischen Vortrag&#8221;</a> gehalten:</p>
<blockquote><p>In einer ebenso persönlichen wie heiklen Mission will Todenhöfer nicht nur &#8220;Missverständnisse abbauen&#8221; und &#8220;den Dialog zwischen Iran und dem Westen wieder beleben&#8221;. Er will den Mullahs auch die Meinung sagen, &#8220;härter und deutlicher als die Politiker&#8221;. Drei Tage hat sich Todenhöfer für das Levitenlesen Zeit genommen.</p></blockquote>
<p>Ein Hauptanliegen Todenhöfers ist es dabei, den Menschen im Iran &#8220;ins Gewissen [zu] reden&#8221; und die &#8220;Bereitschaft zur Kooperation und Kompromissen&#8221; hinsichtlich des Nuklearkonfliktes auzusloten &#8211; ein in der Tat härteres Vorgehen im Vergleich zu den Herren Steinmeier &#38; Co! Und wenn Todenhöfer seine Rede schon an dem Ort hält, an dem vor zwei Jahren die &#8220;Holocaust-Konferenz&#8221; stattgefunden hat, dürfen ein paar kritische Worte angesichts Ahmadinedschads Äußerungen gegenüber Israel natürlich auch nicht fehlen:</p>
<blockquote><p>Dass er in seiner Rede um so ausführlicher auf die &#8220;unnötigen und bösartigen &#8216;antizionistischen&#8217;, antiisraelischen Äußerungen Präsident Ahmadinedschads&#8221; eingeht, ist für Todenhöfer daher &#8220;selbstverständlich&#8221;.</p></blockquote>
<p>Dass &#8220;antizionistischen&#8221; in Anführungszeichen steht und das Wort antisemitisch gänzlich fehlt, vermag nur die zu stören, die Todenhöfer womöglich auch noch ankreiden, dass Todenhöfer sich von seinen guten Freunden nicht auch selbst kritisches sagen lässt:</p>
<blockquote><p>&#8220;Ihr Land muss unabhängiger werden in seiner Politik&#8221;, mahnt Mehdi Safari [Vizeaußenminister für Europa-Angelegenheiten, Mr. Moe]. &#8220;Sie verlieren hier einen wichtigen Markt.&#8221; Und: &#8220;Wir wollen Israel nicht von der Landkarte radieren. Aber es wird untergehen, wenn es so weitermacht.&#8221;</p></blockquote>
<p>Dass Israel sich nicht selbst vernichten möge: dafür sorgen Menschen wie Jürgen Todenhöfer mit unnachgiebigem Eifer.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Zeitung für Schland für John McCain]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/10/27/zeitung-fur-schland-fur-john-mccain/</link>
<pubDate>Mon, 27 Oct 2008 06:59:53 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
<guid>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/10/27/zeitung-fur-schland-fur-john-mccain/</guid>
<description><![CDATA[Nach der New York Times und der Washington Post hat jetzt auch die Financial Times ihre Präferenz fü]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Nach der<em> <a href="http://www.nytimes.com/2008/10/24/opinion/24fri1.html?pagewanted=1&#38;_r=1&#38;partner=rssnyt&#38;emc=rss">New York Times</a> </em>und der <a href="http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2008/10/16/AR2008101603436.html?nav=rss_opinions"><em>Washington Post</em></a> hat jetzt auch die <em><a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,586641,00.html">Financial Times</a> </em>ihre Präferenz für Barack Obama öffentlich eingestanden. Die <em>Zeitung für Schland</em> fühlt sich in Anbetracht dessen dazu aufgerufen, sich ihrerseits zu dem von ihr bevorzugten Kandidaten zu bekennen. In diesem Sinne: Marc Pitzke for President!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Bestechende Logik]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/09/09/bestechende-logik/</link>
<pubDate>Tue, 09 Sep 2008 18:43:35 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
<guid>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/09/09/bestechende-logik/</guid>
<description><![CDATA[Dass in der muslimischen Welt nach wie vor zahlreiche Verschwörungstheorien hinsichtlich des 11. Sep]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Dass in der muslimischen Welt nach wie vor zahlreiche <a href="http://www.jaecker.com/antisemitische-verschwoerungstheorien-11-september/">Verschwörungstheorien hinsichtlich des 11. Septembers</a> grassieren, berichtet <a href="http://www.nytimes.com/2008/09/09/world/africa/09cairo.html?_r=1&#38;emc=tnt&#38;tntemail1=y&#38;oref=slogin">Michael Slackman in der New York Times</a>. Bemerkenswert ist hierbei, welche Erklärung Slackman diesbezüglich anbietet:</p>
<blockquote><p>It is easy for Americans to dismiss such thinking as bizarre. But that would miss a point that people in this part of the world think Western leaders, especially in Washington, need to understand: That such ideas persist represents the first failure in the fight against terrorism — the inability to convince people here that the United States is, indeed, waging a campaign against terrorism, not a crusade against Muslims.</p></blockquote>
<p>Zugespitzt: Das Handeln der US-Regierung im Anschluss an die Anschläge trage einen großen Teil zur Verfestigung der Verschwörungstheorien in islamisch geprägten Ländern bei. Wie Slackman zu dieser Schlussfolgerung gelangen kann, ist angesichts der folgenden Zitate verschiedener Befragter jedoch äußerst fragwürdig:</p>
<blockquote><p>It was organized by other people, the United States or <strong>the Israelis</strong>. [...]</p>
<p>Why is it that on 9/11, the <strong>Jews</strong> didn’t go to work in the building? Everybody knows this. I saw it on TV, and a lot of people talk about this. [...]</p>
<p>What happened in Iraq confirms that it has nothing to do with bin Laden or Qaeda. They went against Arabs and against Islam <strong>to serve Israel</strong>, that’s why. [...]</p></blockquote>
<p>Vor diesem Hintergrund offenbart sich die Widersinnigkeit von Slackmans These: Wenn es den USA gelänge &#8220;die Muslime&#8221; davon zu überzeugen, dass sie keinen Krieg gegen den Islam, sondern lediglich gegen islamistischen Terror führten, dann entzögen sie den Verschwörungstheorien den Nährboden. Schön und gut &#8211; doch darüber, wie diese Behauptung mit dem unverhohlen antisemitischen und antizionistischen Wesen der Verschwörungstheorien in Einklang zu bringen ist, erwähnt Slagman leider nicht.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wie eine deutsche Tageszeitung die USA "in Wallung" gebracht haben soll]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/06/12/wie-eine-deutsche-tageszeitung-die-usa-in-wallung-gebracht-haben-soll/</link>
<pubDate>Thu, 12 Jun 2008 09:37:10 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
<guid>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/06/12/wie-eine-deutsche-tageszeitung-die-usa-in-wallung-gebracht-haben-soll/</guid>
<description><![CDATA[Die taz erhält anlässlich ihres Titelblatts, auf dem das Weiße Haus und die Überschrift &#8220;Onkel]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Die <em>taz</em> erhält anlässlich ihres <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,557949,00.html">Titelblatts, auf dem das Weiße Haus und die Überschrift &#8220;Onkel Baracks Hütte&#8221;</a> zu sehen ist, in der <em>ZEIT</em> Schützenhilfe von Katja Nicodemus. Nicodemus zufolge seien die amerikanischen Medien &#8221; infolge des <em>taz</em>-Titelblatts in Wallung&#8221; geraten:</p>
<blockquote><p>Es war eine triumphale Titelseite: Am vergangenen Donnerstag, nachdem sich Barack Obama zum demokratischen Präsidentschaftskandidaten ausgerufen hatte, erschien die Berliner <em>tageszeitung</em> mit einem riesigen Foto des Weißen Hauses und der Überschrift: <em>Onkel Baracks Hütte</em>. Dann brach die Hölle los.</p></blockquote>
<p>Und wie sie losbrach:</p>
<blockquote><p>Nicht nur unter <em>taz</em>-Lesern, sondern vor allem in amerikanischen Medien und Internetforen geißelte man den angeblich unverbesserlichen Rassismus der Deutschen, ihren Amerika-Hass, ihre, jawohl: &#8220;Goebbels-Mentalität&#8221;. Der Vergleich Obamas mit der Hauptfigur von Harriet Beecher Stowes Antisklavereiroman <em>Onkel Toms Hütte</em> (1852), so hieß es, verunglimpfe die USA als rassistisches Land, &#8220;eine hässliche Konnotation&#8221; (<em>The Washington Post</em>).</p></blockquote>
<p>Bemerkenswert ist hierbei, dass Nicodemus ihre Einschätzung der sich &#8220;in Wallung&#8221; befindenden und &#8220;die Hölle&#8221; ausbrechen lassenden amerikanischen Medien lediglich anhand zweier &#8211; zumal ungenannter &#8211; Quellen belegt: <a href="http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2008/06/09/AR2008060902239.html">Anne Applebaums &#8220;Whoes Race Problem?&#8221;</a> aus der <em>Washington Post</em> und<a href="http://www.huffingtonpost.com/menachem-rosensaft/uncle-baracks-cabin-why-w_b_105920.html?page=2"> Menachem Rosensafts &#8220;&#8216;Uncle Barack&#8217;s Cabin&#8217;: Why We Must Repudiate the Ugly Racial Undercurrents of the Campaign&#8221;</a> in der <em>Huffington Post</em>. Im Gegensatz zu Nicodemus stellt Applebaum dabei die wirklich entscheidende Frage:</p>
<blockquote><p>&#8220;Will Americans vote for a black man?&#8221; I&#8217;ve been asked this question by foreigners of various origins a dozen &#8212; or maybe three dozen &#8212; times since the U.S. presidential campaign began for real in January. Now we have the answer: Yes, Americans will vote for a black man. Which means that it is time to turn this rather offensive question around: Will foreigners accept a black American president?</p></blockquote>
<p>Im Verlauf ihres &#8211; im Übrigen nicht ausschließlich auf Deutschland bezogenen &#8211; Kommentars geht Applebaum dieser Frage nach, wobei sich die von Nicodemus zitierte Passage über die <em>taz</em> wie folgt liest:</p>
<blockquote><p>The editors argued that their intention was satirical, but since the same newspaper has also referred to the current U.S. secretary of state as &#8220;Uncle Tom&#8217;s Rice,&#8221; it is clear that they understood the nastiness of the &#8220;Uncle Tom&#8221; connotation perfectly well.</p></blockquote>
<p>Ergo verschweigt Nicodemus dem <em>ZEIT</em>-Leser, dass die <em>taz</em> bereits in der Vergangenheit mit rassistischen Stereotypen arbeitete. Schlimmer wiegt jedoch, dass so der Sinn von Applebaums Beschwerde über &#8220;eine hässliche Konnotation&#8221; entstellt wird, welcher sich nicht zuletzt aus der wiederholten Anwendung und der vor diesem Hintergrund unglaubwürdigen Aussagen der <em>taz</em>-Redaktion speist. Etwas anders liegt die Sache hingegen bezüglich des Kommentars von Menachem Rosensaft, der in der Tat schreibt:</p>
<blockquote><p>It demonstrates conclusively that the Goebbels mentality is still very much in evidence in Germany 63 years after the end of the Holocaust. It exposes the racist undercurrent that still exists in the land of Richard Wagner and Herman Goering more than six decades after the collapse of the Third Reich. And perhaps it illustrates the resentment of some Germans at the fact that Barack Obama takes great pride in the fact that one of his uncles helped liberate the Nazi concentration camp of Ohrdurf, near Buchenwald.</p></blockquote>
<p>Auch wenn Rosensafts Aussagen nicht in allen Belangen zuzustimmen ist &#8211; als ob die Mehrheit der Deutschen wüsste, dass Obamas Onkel an der Befreiung Buchenwalds beteiligt war &#8211; stellt sich die Frage, ob ein solcher Kommentar als repräsentativ für die amerikanische Medien gesehen werden kann. Plausibler erscheint die Vermutung, dass Nicodemus Deutschland und die taz wichtiger macht als sie sind und das <em>taz</em>-Titelbild lediglich als Anlass nimmt, den Amerikanern endlich einmal gepflegt die Meinung zu geigen. So schreibt sie vorwurfsvoll:</p>
<blockquote><p>Muss man an die empörende Behandlung der schwarzen Bürger von New Orleans nach dem Hurrikan Katrina erinnern? An das rassistische Sperrfeuer des Clinton-Trosses auf Obama? An all die Angriffe und Anspielungen, die ihn schließlich zu einer großen Rede über den amerikanischen Rassismus veranlassten? Noch Ende Mai hatte Hillary Clinton auf die Frage, ob sie Obama das Feld überlasse, eine seltsame Antwort gegeben: Natürlich mache sie weiter, schließlich sei Robert Kennedy 1968 während des Kampfes um die Kandidatur erschossen worden.</p></blockquote>
<p>Ungeachtet der Tatsache, dass Nicodemus eine äußerst reduzierte und vorurteilsbehaftete Einschätzung der amerikanischen Gesellschaft vertritt, stellt sich die Frage, was um alles in der Welt an Clintons letztgenannter Aussage ausgerechnet rassistisch sein sollte. Den Leser darüber im Unklaren lassend, gelangt Nicodemus jedenfalls zu folgendem vernichtenden Urteil über die Vereinigten Staaten:</p>
<blockquote><p>Amerikas Problem ist der Rassismus und nicht die deutsche Zeitung, die daran rührt.</p></blockquote>
<p>Frau Nicodemus Problem ist hingegen eine fehlende Auffassungsgabe für das Essentielle: Die von ihr zitierte Kritik des <em>taz</em>-Titelblatts richtet sich nicht gegen das vermeintliche Aufzeigen eigener rassistischer Denkmuster, sondern gegen den real existierenden Rassismus einer vermeintlich linken deutschen Tageszeitung. <a href="http://www.welt.de/politik/article2088714/Obamas_Problem_ist_nicht_der_Rassismus.html">Richard Herzingers Anmerkung</a> ist demnach nichts hinzuzufügen:</p>
<blockquote><p>Dass    die Komplexität der gesellschaftlichen Verhältnisse und Konflikte in den USA    bei uns aber tendenziell noch immer auf den Schwarz-Weiß-Konflikt verengt    wird, sagt mehr über unsere Ignoranz und unsere Vorurteilsstrukturen aus als    über die der Amerikaner.</p></blockquote>
<p><em>Quelle: Nicodemus, Katja: Onkel B.s Hütte. Eine &#8220;taz&#8221;-Überschrift bringt die USA in Wallung, in: Die  ZEIT vom 12. Juni 2008, S. 47.</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Angemessene Problemlösung]]></title>
<link>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/06/05/angemessene-problemlosung/</link>
<pubDate>Thu, 05 Jun 2008 07:50:26 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mr. Moe</dc:creator>
<guid>http://zeitungfuerdeutschland.wordpress.com/2008/06/05/angemessene-problemlosung/</guid>
<description><![CDATA[&#8220;I&#8217;ll do everything in my power to prevent Iran from obtaining a nuclear weapon. Everyth]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><blockquote><p>&#8220;I&#8217;ll do everything in my power to prevent Iran from obtaining a nuclear weapon. Everything.&#8221;</p></blockquote>
<p>Diese simple Aussage des amerikanischen Präsidentschaftskandidaten Barack Obamas aus einer Rede vor dem  American Israel Public Affairs Committee (AIPAC) <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,557779,00.html">veranlasst Gerhard Spoerl auf SPIEGEL-Online einen Kommentar zu verfassen</a>. Demnach sei die Äußerung Obamas &#8220;ungewöhnlich hart und undifferenziert&#8221;, so dass Obama an Bush erinnere und ergo &#8220;umdenken&#8221; solle. Nun darf <a href="http://www.haaretz.com/hasen/spages/990201.html">Obamas Rede vor der AIPAC</a> in etwa so ernst genommen werden wie <a href="http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Rede/2008/03/2008-03-18-rede-merkel-vor-der-knesset.html">Angela Merkels Rede vor der Knesset</a> oder dem Lob eines Gastes im Falle eines misslungenen Essens der Gastgeber. Sich immerhin dieser Tatsache bewusst, sieht Spoerl das größere Problem daher im &#8220;Resonanzboden im Nahen Osten, wo Obamas Bemerkungen widerhallen&#8221;:</p>
<blockquote><p>Denn seit Wochen jagen sich in dieser Region plausible Spekulationen, wie lange Israel wohl noch warten kann (und will) mit seinem Schlag gegen Iran.</p></blockquote>
<p>Wie Obamas Worte Schaden anrichten können, obwohl der Krieg Spoerl zufolge je nach Lesart entweder ohnehin bereits feststeht, da er von Israel gewollt ist, oder aber aufgrund der realen Gefahren gar nicht mehr zu vermeidenden ist, bleibt unklar. Dies hindert Spoerl jedoch nicht daran, mit einer hochtreibenden Forderung zu enden:</p>
<blockquote><p>Wäre schön, wenn die Weltmacht Amerika einen Präsidenten bekäme, der sich der Weltprobleme so annimmt, wie es den Problemen und der Weltmacht angemessen ist.</p></blockquote>
<p>Über die Art und Weise die den Problemen &#8220;angemessen&#8221; ist, schweig Spoerl sich wohlweislich aus.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>

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