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	<title>die-verschwulung-der-welt &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/die-verschwulung-der-welt/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "die-verschwulung-der-welt"</description>
	<pubDate>Wed, 30 Dec 2009 20:37:32 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Armer Sizzla...]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/11/27/armer-sizzla/</link>
<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 09:00:07 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
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<description><![CDATA[&#8230;da wolltest Du ein wenig Kultur nach Berlin bringen, und niemand hat sich mit dir solidarisch]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>&#8230;da wolltest Du ein wenig Kultur nach Berlin bringen, <a href="http://www.morgenpost.de/berlin/article1213799/Sizzla-Konzert-auch-im-Huxley-s-geplatzt.html">und niemand hat sich mit dir solidarisch erklärt</a>. So bleibt Dir nichts anderes übrig, als zurück nach Jamaika zu fliegen, um sich dort über die bösen Europäer beklagen, die nichts aus ihrer Geschichte gelernt haben, weil sie immer noch versuchen, ihre Ansichten allen anderen Kulturen aufzuzwingen. Wenn Du nicht so ein Brechreiz erregender Vollpfosten wärst, könntest Du einem glatt leid tun.</p>
<p><strong>Update:</strong> Doch bevor Du, Sizzla, nach Hause fliegen und Dich über die intoleranten Schwulen in Berlin aufregen darfst, wartet noch ein <a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/Stadtleben-Sizzla-Homophobie;art125,2961217">Konzert in München</a> auf Dich, in einem Etablissement, dass supi-dupi tolerant und voll weltoffen ist, so weltoffen, dass sogar veritable Dummbratzen wie Du dort einen Platz finden.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Von Meersburgern die auszogen, den Deutschen das Vögeln beizubringen ]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/11/26/von-meersburgern-die-auszogen-den-deutschen-das-vogeln-beizubringen/</link>
<pubDate>Thu, 26 Nov 2009 17:00:10 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
<guid>http://gaywest.wordpress.com/2009/11/26/von-meersburgern-die-auszogen-den-deutschen-das-vogeln-beizubringen/</guid>
<description><![CDATA[Oftmals ist Politik einfach nur langweilig. Nicht jedoch bei der CDU. Und schon gar nicht bei CDU-Or]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Oftmals ist Politik einfach nur langweilig. Nicht jedoch bei der CDU. Und schon gar nicht bei CDU-Ortsverbänden. Und ganz gewiss nicht im badischen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Meersburg">Meersburg</a>. Dort nämlich kommt es zu Debatten, die so erfrischend dämlich sind, dass von Langeweile nun wirklich keine Rede sein kann. Wie üblich <a href="http://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis-oberschwaben/meersburg/Schwule-erregen-Konservative;art372486,4050253">geht es dabei um die Frage</a>, wer mit wem vögelt, und wie man Menschen dazu bringen kann, anders zu vögeln, als sie das bislang tun. Weltbewegende Themen, die es dem Parteigenossen Werner Leicht besonders angetan haben. So stört ihn</p>
<blockquote><p>dass die neue Regierung, wie er gehört habe, die „Gleichstellung der Homo-Ehe weiter vorantreiben wolle“. Er verlangt, der Ortsverband möge den „Mandatsträgern“ schreiben , dass er dies ablehne.</p></blockquote>
<p>Kaum etwas ist alberner, als ein Provinzler mit Allmachtsphantasien. Wenn da nicht noch die Sekundanten wären:<!--more--></p>
<blockquote><p>Leicht bekommt Schützenhilfe von Anton Model. Dieser ereifert sich über den homosexuellen Hamburger Regierenden Bürgermeister Ole von Beust, dem er schon mal habe schreiben wollen, „weil er bei einer Schwulenparade dabei war.“ Model fragt sich: „Was ist mit dem C in CDU?“</p></blockquote>
<p>Gute Frage? Unbedingt! Denn das &#8220;C&#8221; steht schließlich für &#8220;Clitoris&#8221;. Und Männer die diese nicht anbeten, haben in der CDU nun mal nichts verloren. Ist doch klar!</p>
<p>Die Debatte gewinnt an Fahrt und die jüngere Generation der Partei zegt sich verwundert:</p>
<blockquote><p>Der 19-jährige Adrian Künstler wirft ein: „Ein Grund, warum es weniger Zulauf zur christlichen Partei gibt, ist diese Intoleranz.“</p></blockquote>
<p>Absolut korrekt, doch leider zu klug für den Vorsitzenden Leicht. Der lebt nämlich nicht im gestern, sondern im vorvorgestern:</p>
<blockquote><p>„Junger Freund, der große Fehler kam“, als man Homosexualität nicht mehr als Krankheit angesehen habe. Das sei sie aber und sie trage dazu bei, dass die Bevölkerung immer mehr abnehme.</p></blockquote>
<p>Genau! Homosexuelle sind schuld, dass Frauen die Pille nehmen, dass Männer Kondome benutzen, und überhaupt die Heteros nicht mehr in der Lage sind, ihrer <em>biologischen Verpflichtung</em> nachzukommen und ordentlich viele kleine Deutsche zu produzieren.</p>
<blockquote><p>Als Künstler entgegnet, Homosexualität sei „keinesfalls gesellschaftsvernichtend“, kann Leicht gar nicht mehr an sich halten und bezeichnet Homosexuelle als „pervers“.</p></blockquote>
<p>Doch es wird noch lustiger. Denn nun erhebt sich der bekennende Heterosexuelle Horst-Peter Schieber und wirft ein:</p>
<blockquote><p>„Wir müssen mit der Zeit gehen“, obwohl: „Ich bin auch nicht dafür, dass so Schwule rum rennen.“</p></blockquote>
<p>Besser wäre es wahrscheinlich sie würden nicht &#8220;rum rennen&#8221;, sondern &#8220;sitzen&#8221;, so wie damals zu Zeiten des 175 eben. Das nun wieder findet Stefan Rötzer ein wenig unbefriedigend, schließlich gehe es doch nicht primär darum, zu verdammen, sondern Lösungsmöglichkeiten anzubieten:</p>
<blockquote><p>„Ich kann nur davor warnen, dass man wegen einer Eigenschaft auf einen Menschen zeigt und sagt: ‚Das ist ein schlechter Mensch!&#8217;“ Man müsse sich vielmehr selbst fragen: „Was können wir dagegen tun?“</p></blockquote>
<p>Was tun? Eine Frage, die sich schon der Genosse Lenin gestellt hat. Die Antwort ist klar:</p>
<blockquote><p>Wenn es gelänge, den Familien wieder mehr Raum zu geben, dann könne man diese „neuen Phänomene“, die „Strömungen, die man nicht haben will, an den Rand drängen.“</p></blockquote>
<p>Was genau Rötzer damit sagen will, erschließt sich nicht jedem sofort, doch man kann vermuten, dass seine Erklärung dahin geht, den geradezu unmenschlichen Druck, der auf konventionellen Familien lastet, zu verringern, damit junge Männer und Frauen wieder freiwillig miteinander verkehren, statt sich, wie bislang üblich, in die Homosexualität zu flüchten.</p>
<p>Doch wir wollen nicht den Eindruck erwecken, als wären &#8211; abgesehen vom jungen Adrian Künstler &#8211; alle CDU-Mitglieder in Meersburg vollkommen gaga. Nein, manche sind sich in der Tat bewusst, was das &#8220;C&#8221; in &#8220;CDU&#8221; wirklich heißt:</p>
<blockquote><p>Ein CDU-Mitglied sagt zu Leichts Ansichten leise: „Und da wundert man sich, wie das Dritte Reich entstanden ist.“ Er und ein paar andere spenden Künstler Beifall. Über Leicht sagt Schüler Künstler laut: „Die Meinung stirbt mit ihm aus.“</p></blockquote>
<p>Und das, so möchte man hinzufügen, das ist auch gut so.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Fortschritt]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/11/23/fortschritt-2/</link>
<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 13:04:52 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
<guid>http://gaywest.wordpress.com/2009/11/23/fortschritt-2/</guid>
<description><![CDATA[Psychische Erkrankungen und Homosexualität sind ein Teil der Gesellschaft Schön zu sehen, dass man h]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><blockquote><p>Psychische Erkrankungen und Homosexualität sind ein Teil der Gesellschaft</p></blockquote>
<p><a href="http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/517446/artikel_Betrug---das-Wort-der-Woche.html">Schön zu sehen</a>, dass man heutzutage wenigstens ein &#8220;und&#8221; zwischen beiden Wörtern einfügt.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Warum Menschen gegen die Homo-Ehe sind - und was dazu zu sagen ist]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/11/16/warum-menschen-gegen-die-homo-ehe-sind-und-was-dazu-sagen-ist/</link>
<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 17:00:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
<guid>http://gaywest.wordpress.com/2009/11/16/warum-menschen-gegen-die-homo-ehe-sind-und-was-dazu-sagen-ist/</guid>
<description><![CDATA[Angesichts der Proteste in Österreich gegen den Entwurf eines Partnerschaftsgesetzes für gleichgesch]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Angesichts der Proteste in Österreich gegen den Entwurf eines Partnerschaftsgesetzes für gleichgeschlechtliche Paare &#8211; Proteste übrigens von Homosexuellen, denen ein solches Gesetz nicht weit genug geht -, stellt die Zeitung &#8220;Die Presse&#8221; durch den Mund eines Protestierenden die Frage: &#8220;<a href="http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/521699/index.do?direct=521709&#38;_vl_backlink=/home/index.do&#38;selChannel=101">Wovor fürchtet ihr euch?</a>&#8220;</p>
<p>Gemeint sind damit natürlich jene Heteros, welche die Gleichstellung homo- und heterosexueller Paare ablehnen. Die Frage ist durchaus interessant, denn obwohl ich mich schon mehrere Jahre zwangsläufig mit dieser Frage beschäftigen muss, fehlt mir bis heute eine schlüssige Antwort. Fragt man oppositionelle Heten, kommt immer wieder der gleiche Wust von Erklärungen aus ihrem Mund, die sich grob in die folgenden Kategorien einteilen lassen:<!--more--></p>
<p>1.) &#8220;Ich kann Homos nicht ausstehen&#8221;</p>
<p>Diese Begründung macht immer noch am meisten Sinn, denn es ist völlig logisch, dass man denjenigen Menschenen, die man auf Teufel komm raus nicht ausstehen kann, auch eine Gleichstellung verweigern will.</p>
<p>2.) &#8220;Die Ehe dient der Fortpflanzung und darf demnach nur Mann und Frau (gemeinsam) offenstehen&#8221;</p>
<p>Dieses Argument ist das Dümmste, weil Ehe und Fortpflanzung <a href="http://gaywest.wordpress.com/2008/11/07/seminar-nummer-8-von-der-ehe-und-der-narzisstischen-arroganz-der-heteros/">nichts miteinander zu tun haben</a>. Diejenigen die meinen, es hätte was miteinander zu tun, haben offenbar im Biologieunterricht geschlafen.</p>
<p>3.) &#8220;Die Ehe ist traditionell die Verbindung zwischen Mann und Frau&#8221;</p>
<p>Obgleich diese Begründung nicht zur Dümmsten gehört, ist sie doch überaus merkwürdig. Denn inwiefern sind Traditionen denn bitte schön relevant? Man muss sich wohl nicht ausmalen wie unsere Welt aussehen würde, hätte die Menschheit sich brav an alle überlieferten Traditionen gehalten.</p>
<p>4.) &#8220;Homosexualität, und damit auch die Ehe zwischen Menschen gleichen Geschlechts, ist gegen den Willen Gottes&#8221;</p>
<p>Das ist die Trumpfkarte die man schwerlich widerlegen kann, weil Gott nun mal nicht widerlegbar ist und Glaubensbekenntnisse an sich eine starke Überzeugungskraft haben. Dennoch lässt sich dieses Bekenntnis folgendermaßen kontern:</p>
<p>a) <em>die atheistische Sicht:</em> Es gibt keinen Gott, also ist das Argument ohnehin irrelevant</p>
<p>b) <em>die theologische Sicht:</em> Das Argument zeugt von geringem Wissen der Religionsgeschichte, der heiligen Schrift, bzw. der (inner)religiösen Debatten überhaupt. Denn die Meinung, dass Homosexualität gegen den Willen Gottes ist, ist bei weitem nicht die alleinige Sichtweise innerhalb der Religionsgemeinschaften.</p>
<p>c) <em>die liberale Sicht:</em> Selbst wenn man glaubt, Homosexualität sei gegen den Willen Gottes, ergibt sich daraus nicht das Recht, diesen Glauben in staatliches Gesetz zu gießen</p>
<p>d) <em>meine persönliche Sicht (1):</em> Woher will man wissen, dass Gott gegen Homosexualität ist? Wenn dem so ist, dann soll Gott dies gefälligst persönlich verkünden und sich nicht fehlbaren Menschen oder Büchern als Sprachrohre bedienen.</p>
<p><em>(2):</em> Selbst wenn Gott persönlich verkünden sollte, Homosexualität sei gegen seinen Willen, stellt sich die Frage, auf welcher Grundlage sich Gott überhaupt erdreistet, das Leben von Menschen zu reglementieren. Nur weil Gott nun mal Gott ist? Das ist keine gute Diskussionsgrundlage, sondern hat etwas autoritäres. Ein Gott, der Liebe bestraft, ist keine gute Vaterfigur, und hat es nicht verdient, ein Vorbild für irgendjemanden zu sein.</p>
<p>Summa summarum lassen sich sämtliche Einwände gegen die Eheöffnung also recht gut kontern. Persönlich glaube ich allerdings, dass alle Argumente gegen das Eherecht gleichgeschlechtlicher Paare sich im Kern auf Argument Nummer 1.) zurückführen lassen, denn  im Kern steckt dahinter doch immer die Weltsicht, dass das Leben und die Liebe homosexueller Menschen gegenüber denen von Heteros minderwertig ist.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Von der Penetranz der Heterosexualität im öffentlichen Raum unter besonderer Berücksichtigung des Kultes um den staatlich abgesegneten Beischlaf]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/10/29/von-der-penetranz-der-heterosexualitat-im-offentlichen-raum-unter-besonderer-berucksichtigung-des-kultes-um-den-staatlich-abgesegneten-beischlaf/</link>
<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 17:00:03 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
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<description><![CDATA[Philipp Gut hat mit seinem Artikel den Schwulen schlussendlich einen Gefallen getan, weil er nämlich]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Philipp Gut hat mit <a href="http://www.welt.de/vermischtes/article4878502/Homosexualitaet-ist-zu-einer-Art-Religion-geworden.html">seinem Artikel</a> den Schwulen schlussendlich einen Gefallen getan, weil er nämlich Dämme eingerissen und ziemlich klar aufgezeigt hat, dass es jenseits der &#8220;Scheiß-Schwuchtel&#8221;-Homophoben, eben auch noch diejenigen gibt, die an und für sich zwar nichts gegen Schwule haben, allerdings nur solange niemand mitbekommt, dass es eben Schwule gibt.</p>
<p>Zu diesen gehört auch ein gewisser &#8220;Torsten&#8221;, seines Zeichens Blogschreiber und CSU-Wähler. Torsten leidet an den Homosexuellen. Warum? Keine Ahnung! Vielleicht hat ihm einer von den Homos den neuesten BMW weggeschnappt &#8211; Schwule müssen schließlich nicht so auf das Geld achten, wegen fehlender Kinder und so -, oder seine Haare nicht angemessen frisiert; die Gründe hierfür sind nicht klar ersichtlich. Dass Torsten allerdings an den Schwulen leidet, macht er unmissverständlich schon in der Überschrift <a href="http://csu-blogger.de/2009/10/18/das-leid-mit-den-homosexuellen/">seines Beitrags klar</a>:<!--more--></p>
<blockquote><p>Das Leid mit den Homosexuellen&#8230;</p>
<p>…wäre keines, gäbe es nicht diesem unsäglichen Kult, als ob Homosexuelle die besseren Menschen wären, nur weil man sie früher als krank bezeichnet hat und es im Zeitalter der politischen Korrektheit nicht mehr darf.</p></blockquote>
<p>Schon merkwürdig, nicht wahr? Obwohl man Homosexuelle nicht mehr als &#8220;krank&#8221; bezeichnen darf, hat Torsten es  in seinem Beitrag getan. Und, was ist passiert? Wurde er verhaftet? Musste er nach Bautzen? Nein, das einzige, was er riskiert hat, ist Widerspruch. Aber genau das ist es ja, was Homophobe nicht ertragen können. Früher war das natürlich besser, da wurden alle die Widerspruch anmeldeten, vorsorglich nach Maßgabe des §175 angeklagt. Heute ist das alles nicht mehr ganz so einfach.</p>
<p>Natürlich darf Torsten sagen, dass Schwule krank seien &#8211; <a href="http://gaywest.wordpress.com/2009/10/17/meinungsfreiheit-auch-fur-deppen/">ich werde ihm dieses Recht immer zugestehen</a> -, zumal er das ja auch wunderbar begründen kann:</p>
<blockquote><p>Der Begriff “krank” ist dabei wie viele andere Begriffe auch immer eine Definitionssache: so wie es heute  Krankheiten und Befunde gibt, die früher unbekannt waren, kann es sich auch umgekehrt verhalten, aber das nur am Rande.</p></blockquote>
<p>Das ist wohl wahr, und deshalb könnte umgekehrt ein fieser Schwuler auf die Idee kommen, alle Heteros als &#8220;krank&#8221; zu bezeichnen. Es ist ja nicht so, <a href="http://gaywest.wordpress.com/2008/02/26/heterosexualitat-von-der-perversion-zur-tugend/">als ob der <em>heterosexuelle Lebensstil</em> ungefährlich sei</a>, und Belege für die Schädlichkeit der Heterosexualität gibt es zuhauf: Schon alleine die Tasache, dass die größten Massenmörder der Geschichte ein Produkt heterosexueller Zeugung und Erziehung waren, sollte einen stutzig machen&#8230;</p>
<p>Natürlich würde ich solche albernen Argumente niemals ernsthaft vertreten, weil ich eben ein ganz lieber und seriöser Schwuler bin, allerdings auch ein solcher, der beständig mit offenem Hosenladen herumläuft, ganz so, wie es Philipp Gut moniert hat, und wie es Torsten anerkennend zitiert:</p>
<blockquote><p>Nach der erfolgreichen Emanzipation dürfte man eigentlich erwarten, dass die Homosexuellenbewegung etwas lockerer wird und die penetrante “Sichtbarkeit” zurückstellt. Schwulsein wäre dann einfach eine sexuelle Veranlagung, eine Privatsache, die nach den Regeln des guten Geschmacks in der Öffentlichkeit endlich wieder diskreter behandelt würde. Man läuft ja auch sonst nicht dauernd mit offenem Hosenladen herum.</p></blockquote>
<p><a href="http://gaywest.wordpress.com/2009/07/02/im-namen-der-diskretion-uber-die-kunst-intellektuell-zu-begrunden-dass-schwule-einem-tierisch-auf-den-sack-gehen/">Wie bereits von mir gesagt</a></p>
<blockquote><p>Nun, womöglich wäre ich sogar bereit, meine Veranlagung in Zukunft etwas diskreter zu behandeln. Allerdings nur, wenn auch die Heteros endlich aufhören, mich mit ihren Küssereien, ihren Hochzeitsparaden, ihren Familienbildern und ihren Fragen nach meiner Freundin zu belästigen.</p></blockquote>
<p>Und genau das ist es eben, was Heteros einfach nicht begreifen wollen: Dass sie <em>beständig </em>mit offenem Hosenladen herumlaufen, und ihre sexuelle Veranlagung eben <em>nicht </em>&#8220;diskret&#8221; behandeln. Was ja okay wäre, wenn man nicht immerfort diesen Doppelstandard auf  Homos anwenden würde.</p>
<p>Es ist ja nun wirklich nicht so, dass ich Probleme mit dem nackten BILD-Girl hätte, das mich jeden Tag in der S-Bahn angrinst, nein, das Problem besteht darin, dass dieses BILD-Girl eben als Beleg für die Diskretion der heterosexuellen Orientierung in der Öffentlichkeit gehandelt wird, während zwei Schwule die Händchen halten, bereits als ultimativer Beweis für den Kult um die Homosexualität herhalten müssen.</p>
<p>Zugegeben, als CSU-Wähler ist Torsten vielleicht kein Fan der BILD-Mädchen (zumindest offiziell), nur rettet ihn das auch nicht vor seiner Doppelmoral, denn wogegen er garantiert nichts hat ist, dass Mann und Frau, jeden Tag, quer durch die Bundesrepublik &#8211; ach was: weltweit &#8211; der Öffentlichkeit mitteilen müssen, dass sie soeben geheiratet haben. Ich, mit meinem zarten Gemüt, bekomme jedes Mal einen halben Herzinfarkt, wenn eine penetrant hupende Kolonne Autos vorbeifährt, um die glücklich Neuvermählten zu beschallen, so laut, dass garantiert jeder mitbekommt, wie geil die Heterosexualität im Allgemeinen und der staatlich abgesegnete Beischlaf im Besonderen ist.</p>
<p>Hochzeiten an sich, sind ja eigentlich nichts anderes als ein Kult um die heterosexuelle Orientierung.</p>
<p>Wie jetzt, das sind sie nicht? Nun ja, man erzähle das Philipp Gut nebst Torsten. Denn deren Argumentationen lassen schlussendlich keinen anderen Befund zu.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Outing auf grünem Rasen ]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/10/23/outing-auf-grunem-rasen/</link>
<pubDate>Fri, 23 Oct 2009 16:00:53 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
<guid>http://gaywest.wordpress.com/2009/10/23/outing-auf-grunem-rasen/</guid>
<description><![CDATA[&#8220;Homosexualität ist die Basis jeglichen Wissens.&#8221; Nun ja, der Spruch ist vielleicht ein ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><em>&#8220;Homosexualität ist die Basis jeglichen Wissens.&#8221;</em></p>
<p>Nun ja, der Spruch ist vielleicht ein wenig übertrieben, aber seitdem ich mich blogmäßig mit den Thema beschäftige, stoße ich auf Dinge, die ich vorher nicht kannte, die mir fremd waren und von denen ich bislang nicht wusste, dass es diese überhaupt gibt. Wisst Ihr, liebe Leser, z.B., was &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hurling">Hurling</a>&#8221; ist? Nun, eine ziemlich aktionsfreudige Sportart, ein bisschen wie Fußball, nur eben mit mehr Action.</p>
<p>Gemeinhin wird diese Sportart mit &#8220;echten Männern&#8221; in Verbindung gebracht, also mit solchen Prachtexemplaren, die literweise Bier aus Eimern saufen, sich höchstens einmal die Woche waschen und im Stehen pinkeln, natürlich ohne hinterher die Klobrille sauber zu machen. Rein vom Vorurteil her, sind Schwule in diesem Sport also undenkbar.</p>
<p>Doch wie das Leben so spielt; die Realität <a href="http://www.20min.ch/sport/weitere/story/Spieler-outet-sich-im-irischen-Macho-Sport-18911946">hält sich nicht an Vorurteile</a>:<!--more--></p>
<blockquote><p>Die irische Nationalsportart Hurling ist fürwahr nichts für zarte Gemüter: Da wird mit Schlägern geschlagen, Gegner werden umgerannt, und wenn Sanitäter aufs Spielfeld gerufen werden, unterbricht der Schiedsrichter das Spiel nur bei gravierenden Verletzungen. Mitbringsel solch ruppiger Sportarten ist eine Macho-Kultur unter den Spielern. Das gilt für American-Football, Rugby und eben auch Hurling. Homosexualität ist tabu, im katholischen Irland noch mehr als anderswo. Umso grössere Wellen wirft deshalb das Outing eines Hurling-Spielers. Donal Og Cusack, 32, wagte nun diesen Schritt.</p></blockquote>
<p>Cusack hat sich zu diesem Schritt entschlossen, weil in feinster Schnüffel-Manier, um genau diesen Aspekt seins Privatlebens getratscht wurde. Man hat ihn nicht etwa direkt gefragt, nein, man musste diese Spekulationen natürlich hinter vorgehaltener Hand tätigen, ganz so, als wäre Homosexualität etwas Unanständiges:</p>
<blockquote><p>Bereits 2006 begann das Gerüchtemeer höhere Wellen zu schlagen. Der Ire sah sich gezwungen, eine Südafrika-Tour mit seiner Mannschaft abzubrechen, um seine Familie zu informieren, weil er befürchtete, die Medien würden das Thema schon bald aufgreifen: «Mein Vater ist 63 Jahre alt. Er ist Kranführer. Baustellen können ein raues Umfeld sein, er hätte so was nicht gebraucht. In jeder Falte seines Gesichtes widerspiegelte sich seine Verwirrung», sagte Cusack gegenüber dem «Independent».</p></blockquote>
<p>Positiv am Outing Cusacks ist die überwältigende Zahl positiver bzw. neutraler Kommentare, welche die wenigen negativen Reaktionen in den Hintergrund treten lassen. Doch vollkommen aus der Welt schaffen, wird man diese wohl nicht. Denn Hurling gehört als Machosportart nun mal zu den Aktivitäten, die eine bestimmte Schicht von Menschen geradezu magisch anzieht, solchen nämlich, die man gemeinhin auch <a href="http://gaywest.wordpress.com/2008/07/01/fusballfans-doch-gestort/">bei jedem Fußballspiel erleben darf</a>.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Hallo, Monsieur Gut!]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/10/17/hallo-monsieur-gut/</link>
<pubDate>Sat, 17 Oct 2009 09:01:33 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
<guid>http://gaywest.wordpress.com/2009/10/17/hallo-monsieur-gut/</guid>
<description><![CDATA[Ja, kennen wir uns nicht? Doch, doch, wir hatten bereits das Vergnügen. Damals in der Schweiz. Was t]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Ja, kennen wir uns nicht? Doch, doch, wir hatten bereits das Vergnügen. <a href="http://gaywest.wordpress.com/2009/07/02/im-namen-der-diskretion-uber-die-kunst-intellektuell-zu-begrunden-dass-schwule-einem-tierisch-auf-den-sack-gehen/">Damals in der Schweiz</a>. Was treibt Sie denn nun <a href="http://www.welt.de/vermischtes/article4878502/Homosexualitaet-ist-zu-einer-Art-Religion-geworden.html">nach Deutschland</a>? Ach ja, der Kult um die Schwulen. Ist ja auch wichtig das Thema. Nicht nur in der Schweiz, sondern gerade hier in Deutschland, wo dieser Kult noch höhere Wellen schlägt, als im beschaulichen Alpenland. Stellen Sie sich vor, Herr Gut, jetzt bekommen wir sogar einen schwulen Minister! Und natürlich behandelt dieser seine sexuelle Orientierung  genau so, wie Sie, Herr Gut, es beklagt haben. Man sollte es nicht glauben, der Westerwelle bringt doch tatsächlich seinen Lebensgefährten mit auf offizielle Empfänge! Nicht gerade diskret, oder? Aber so sind sie nun mal, die Schwulen! Doch gut, dass sie jetzt da sind, Herr Gut, und auch die Deutschen endlich auf die peinlichen Exzesse der Homos aufmerksam machen. Wir brauchen Sie, Herr Gut! Wir lieben Sie! Natürlich rein diskret.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Bürgerliche Schwule lesen Chomsky]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/10/11/burgerliche-schwule-lesen-chomsky/</link>
<pubDate>Sun, 11 Oct 2009 16:00:48 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
<guid>http://gaywest.wordpress.com/2009/10/11/burgerliche-schwule-lesen-chomsky/</guid>
<description><![CDATA[Die &#8220;Verbürgerlichung&#8221; der Schwulenbewegung. Spätestens mit Guido Westerwelle, ist diese]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Die &#8220;Verbürgerlichung&#8221; der Schwulenbewegung. Spätestens mit Guido Westerwelle, ist diese unübersehbar. Das zumindest ist das Resümee der NZZ, die sich in einem <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/mehr_guido_als_brueno_1.3834859.html">längeren Artikel</a> mit den Schwulen beschäftigt, für die es auch ein Leben jenseits des CSD gibt. Nun gut, möchte man meinen, sind das nicht alle? Ist der CSD nicht eh nur einmal im Jahr? Und was heißt in unserer postmodernen Welt überhaupt noch &#8220;bürgerlich&#8221;?</p>
<p>Vielleicht gibt uns die NZZ Antworten:</p>
<blockquote><p>Wie man es dreht und wendet, am Nadelstreifenanzug dieses Mannes klebt nicht das winzigste Boafederchen eines Tunten-Klischees. <!--more-->Einst von politischen Gegnern als «Guido der Leichtmatrose» verhöhnt, hat sich Guido Westerwelle mit Durchhaltewillen und demonstrativer Sachlichkeit zur lang ersehnten Regierungsverantwortung durchgekämpft. Geholfen hat ihm dabei aber nicht nur seine Beharrlichkeit, sondern auch seine bürgerlich-heterosexuell geprägte Lebenshaltung.</p></blockquote>
<p>Was um alles in der Welt ist eine &#8220;bürgerlich-heterosexell geprägte Lebenshaltung&#8221;? Gut, Westerwelle ist insofern &#8220;bürgerlich&#8221;, als dieser Begriff einen &#8220;Lebensstil&#8221; definiert, der sich dadurch auszeichnet, früh aufzustehen, zu arbeiten, Verantwortung für sein Leben zu tragen und linken Ideen mit einem nachsichtigen Lächeln zu begegnen, jenem Lächeln, das der weise Erwachsene pubertierenden Jugendlichen schenkt, die noch nicht viel vom Leben wissen, aber dennoch bereits glauben, die ganze Welt erklären zu können.</p>
<blockquote><p>Nichts scheint Westerwelle schlechter zu Gesicht zu stehen als der vielzitierte Hedonismus und die sexuellen Ausschweifungen der Schwulenszene.</p></blockquote>
<p>Nun, was ist &#8220;die Schwulenszene&#8221;? Womöglich nicht mehr als eine heterosexuelle Phantasie, zumindest, wenn man sie mit Begriffen wie &#8220;Hedonismus&#8221; und &#8220;sexueller Ausschweifung&#8221; belegt. Sicher, das gibt es auch unter Schwulen. Aber wo gibt es das nicht?</p>
<blockquote><p>Westerwelle mag Beachvolleyball lieber als Fussball und war schon als Bub in Pferde verliebt.</p></blockquote>
<p>Und das erfüllt bereits ein Klischee? Zugegeben, auch ich mag Beachvolleyball lieber als Fußball &#8211; noch lieber habe ich allerdings Beachvolley- und Fußballer. Und auch an Pferden finde ich Gefallen, besonders, wenn es sich um temperamentvolle männliche Exemplare der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pferde">Equiden</a> handelt. Aber was sagt uns das jetzt?</p>
<blockquote><p>Auch Erinnerungen an das sonnengelbe «Guido-Mobil», das den Deutschen auf die Nerven ging, wo immer auch das neckische Gefährt auftauchte, liessen hauchdünne Spuren von Extravaganz erkennen.</p></blockquote>
<p>Doch trotz all dieser &#8220;Extravaganzen&#8221;, die uns offenbar auch die NZZ als zur Homosexualität zwingend dazugehörig verkaufen will, verläuft das Leben der meisten Schwulen in den gewohnten Bahnen der Bürgerlichkeit. Zumindest in der Schweiz:</p>
<blockquote><p>Zum Beispiel David. Er lebt mit seinem Freund im Vorort einer mittelgrossen Schweizer Stadt. Die meisten Bewohner dieses Vororts führen bürgerliche Existenzen in Neubauwohnungen mit gelbem Klötzliparkett. David ist ein Autonarr, am liebsten braust er mit seinem Cabriolet durch die Landschaft, pflegt mit Hingabe den Lack seines Lieblings. Er mag aber auch ruhige Abende auf dem Sofa, im Ofen ein Kuchen, seinen Kopf in den Schoss seiner grossen Liebe gebettet. Am Wochenende kommen die Kinder von Davids Freund, mit ihnen spielt er mit der Playstation, oder sie schauen sich ein Eishockeyspiel an. Eishockey ist ihre gemeinsame Leidenschaft, Davids Freund trägt sogar einen Stecker in Form eines Eishockeyspielers im Ohr.</p></blockquote>
<p>Ja, so fragt man sich, was soll man auch sonst von David erwarten? So läuft nun mal das Leben in der gehobenen Mittelschicht eines westlichen Industrielandes des 21. Jahrhunderts. Warum sollten Schwule da <em>anders als die anderen</em> sein?</p>
<blockquote><p>Davids Freunde sind vorwiegend heterosexuell, vor allem sind es – noch so ein Klischee – Frauen. Sein um achtzehn Jahre älterer Partner jedoch ein, zwei sehr enge Freundschaften zu homosexuellen Männern. Auch sie verkehren nicht in der Szene, leben teilweise seit Jahrzehnten ohne ausgeprägte homosexuelle Identität, sondern ihren ganz persönlichen Lebensentwurf, der ihre Sexualität nicht besonders in den Vordergrund rückt.</p></blockquote>
<p>Warum auch?</p>
<blockquote><p>«Die sexuelle Neigung», sagt Davids Freund, «ist doch Privatsache.» Der neue Heterochef erzählt seinen Untergebenen ja auch nicht als Erstes, welches Geschlecht er im Bett bevorzugt. «Recht hast du», meint David. Auch wenn er den Arbeitskollegen nie absichtlich verschwiege, wer der Mann war, mit dem er am Sonntagnachmittag Hand in Hand spazieren ging.</p></blockquote>
<p>Und das ist doch eben, was die so genannte &#8220;Normalität&#8221; ausmacht: Sich nicht verstecken; leben wie man ist; sich nicht auf etwas reduzieren lassen; nicht den inneren &#8220;revolutionären Drang&#8221; verspüren, sich mit einem Handtuch in Regenbogenfarben abzutrocknen, weil man sonst die &#8220;Community&#8221; verrät.</p>
<blockquote><p>Die Merkmale der Schwulenszene seien, bei Licht betrachtet, gar nicht so anders als die der Heteros, sagt Markus, der sich als «anderen Schwulen» bezeichnet und damit die Konformität meint, die er sich angeeignet hat, um im heterosexuell geprägten Umfeld seiner Branche zu bestehen. Markus ist Mitglied von Network, der Organisation für schwule Führungskräfte der Schweiz. Hier trifft er auf Gleichgesinnte, die ebenfalls «anders schwul» sind; die wie er nur nach langem Überlegen eine Antwort wissen auf die Frage, was denn an ihm dem Klischee des Schwulen entspreche.</p></blockquote>
<p>Markus ist nun allerdings ein äußerst interessanter Fall. Er bezeichnet sich doch tatsächlich als &#8220;anders&#8221;, und das nur, weil er nicht dem Klischee <em>des </em>Schwulen entspricht, welches einerseits Heteros, andererseits Teile der Schwulen selbst immerfort kolportieren. Erstaunlich, wie sehr das Bewusstsein, Schwule hätten so und nicht anders zu sein, auch von einigen Schwulen Besitz ergriffen hat; so sehr, dass man sich durch die Blume dafür rechtfertigt, keinem Klischee zu entsprechen und sich quasi damit entschuldigt, der Konformitätsdruck innerhalb der Ebene der Führungskräfte sei dafür verantwortlich.</p>
<blockquote><p>Keine Spur von Hedonismus. Markus steht mit Disziplin jeden Tag um sieben Uhr auf. Am Wochenende manchmal auch um acht oder halb neun. Lange Feierabendapéros kann er sich nicht leisten. Manche seiner Arbeitskollegen würden ihn als seriös charakterisieren, insgeheim sogar für einen Langweiler halten.</p></blockquote>
<p>Ist es nicht selbstverständlich, dass es solche Menschen gibt? Irgendjemand muss ja den Wohlstand erarbeiten, damit Staat und Sozialverbände was zum Umverteilen haben. Warum sollte die sexuelle Orientierung etwas daran ändern? Erstaunlich wie sehr das Bild des &#8220;hedonistischen&#8221;, freakigen, exotischen Schwulen in den Köpfen der Menschen verankert ist, so sehr, dass die NZZ immerfort betonen muss, dass solche Klischees eben nicht unbedingt der Realität entsprechen.</p>
<p>Dass Markus eher die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/FDP_Schweiz">FDP</a> (der Schweiz) wählt, sollte uns angesichts seines Jobs und seiner bürgerlichen Attitüden nicht überraschen. Doch um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, zerstört er nun auch noch Bild, was man sich von den Freizeitaktivitäten der Schwulen gemacht hat. Denn, obacht! Markus geht nicht etwa zu Sexparties, nein, er liest:</p>
<blockquote><p>In der restlichen Freizeit liest er. Etwas von Noam Chomsky hat er gerade auf dem Nachttisch. «Ein Aussenseiter wie ich», findet Markus.</p></blockquote>
<p>Obwohl in diesem Fall Sexparties dann wohl doch das weitaus intellektuellere Vergnügen wären. Denn <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Noam_Chomsky">Chomsky</a> ist untragbar, und jeder der seine (politischen) Werke mit Vergnügen liest, hat sich das Recht verwirkt, &#8220;bürgerlich&#8221; genannt zu werden.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Unser Staat bleibt schwulenfrei]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/09/28/unser-staat-bleibt-schwulenfrei/</link>
<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 12:00:46 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
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<description><![CDATA[Für Sozialdemokraten, Grüne und andere so genannte &#8220;Progressive&#8221; muss es wie eine Ironie]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Für Sozialdemokraten, Grüne und andere so genannte &#8220;Progressive&#8221; muss es wie eine Ironie der Geschichte anmuten, dass ausgerechnet durch ein liberal-konservatives Votum, nach einer Frau nun auch noch ein Schwuler an die Spitze der deutschen Regierung befördert wird. Guido Westerwelle wird aller Wahrscheinlichkeit nach der neue Vizekanzler und der nächste Außenminister der Bundesrepublik sein.</p>
<p>Und auch kulturkonservativen Granden muss das wie eine Verhöhnung ihres Selbstbildes vorkommen, und wird vermutlich erneut als Beleg dafür dienen, dass das <em>sozialethische Empfinden</em> Deutschlands nachhaltig schwer desorientiert sei und einem wachsweichen Werterelativismus Platz gemacht habe. Für die Zukunft darf man sich, aus diesen Reihen, auf lustige Kommentare freuen.</p>
<p>Einen der ersten dümmlichen Kommentare machte jedoch <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/duisburg/2009/9/27/news-134794243/detail.html">ausgerechnet ein Sozialdemokrat</a>:<!--more--></p>
<blockquote><p>Durch eine diffamierende Äußerung fiel bei der Wahl-Party am Sonntag Abend im Duisburger Rathaus der städtische Dezernent und Kämmerer Peter Langner (SPD) auf. „Ich will keinen schwulen Außenminister haben”, sagte er.</p></blockquote>
<p>Angesichts dieser äußerst merkwürdigen Äußerung, sei Herrn Langner geraten, doch eine bipolitische rot-rote Koalition <a href="http://gaywest.wordpress.com/2009/09/18/wir-sind-alle-gut-zu-vogeln/">mit Volker Lindenau</a> einzugehen, auf dass man die sexuelle Orientierung von Herrn Westerwelle weiterhin produktiv &#8220;satirisch&#8221; verarbeiten kann.</p>
<p><strong>Update (28.09.09):</strong> Natürlich hat Peter Langner das alles <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/duisburg/2009/9/28/news-134906406/detail.html">nicht so gemeint</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Selbstverständlich habe ich als ein in jeglicher Hinsicht toleranter Mensch keinerlei Vorurteile gegenüber Homosexualität», erklärte Langner. Schon gar nicht sei es seine Absicht gewesen, die gleichgeschlechtliche Liebe in irgendeiner Weise zu diskriminieren. «Wenn ich durch meine Äußerung Gefühle von Menschen verletzt habe, dann tut mir das leid, und ich entschuldige mich in aller Form dafür.&#8221;</p></blockquote>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[O'zapft is - Vom kleinen, feinen Unterschied]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/09/25/ozapft-is-vom-kleinen-feinen-unterschied/</link>
<pubDate>Fri, 25 Sep 2009 10:33:49 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
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<description><![CDATA[Wer Bayern verstehen will, der muss zum Oktoberfest. Denn dort ist Bayern wie es eben ist: Urig, gem]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Wer Bayern verstehen will, der muss zum Oktoberfest. Denn dort ist Bayern wie es eben ist: Urig, gemütlich, lärmend, besoffen.</p>
<p>Und wer begreifen will, was sich in Deutschland &#8211; pardon: in Bayern &#8211; alles geändert hat, auch der <a href="http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/deutschland/oktoberfest-mal-andersrum--20002277.html">sollte zum Oktoberfest</a>:<!--more--></p>
<blockquote><p>Es ist &#8220;Gay Sunday&#8221; im &#8220;Bräurosl&#8221;. Etwa 8000 Schwule – auch einige Lesben, aber deutlich in der Unterzahl – feiern fröhlich und ausgelassen. Vor allem feiern sie fröhlich, dass sie mal so ausgelassen feiern können. Ein Kniff in einen knackigen (Männer-)Po gehört hier fast zum guten Ton. Und das alles auf der Wiesn, dem traditionsreichsten und urtümlichsten aller Volksfeste.</p></blockquote>
<p>Die Homos haben also auch noch die Wiesn übernommen. So ist das halt: Während man früher den Maßstab bayerischen Sex-Appeals am Inhalt des Dirndls messen konnte, so gilt das heute für die Lederhose:</p>
<blockquote><p>Bier fließt in Strömen, Schlangen bilden sich vor dem Zelt, die Kapelle spielt die üblichen Lieder. Aber: &#8220;Es gibt keine Schlägereien, viel Trinkgeld für die männlichen Bedienungen und du kannst eine nackte Frau reinschmeißen und nix passiert!&#8221;, sagt der Sicherheitsmann.</p></blockquote>
<p>Besser kann man den Unterschied zwischen hetero- und homosexuellen Männern wohl kaum deutlich machen. Zumal eben auch dann nichts passieren würde, wenn man einen nackten Mann ins Homo-Zelt schmeißt. Heteros prügeln sich, Homos lieben sich. Das ist der kleine, feine Unterschied!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Daimler wird rosa]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/09/23/daimler-wird-rosa/</link>
<pubDate>Wed, 23 Sep 2009 12:00:42 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
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<description><![CDATA[Die Repressionsmechanismen des Kapitals, sie werden immer perfider. Schon wieder wurden schwule revo]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Die Repressionsmechanismen des Kapitals, sie werden immer perfider. Schon wieder wurden schwule <em>revolutionären Subjekte</em> auf den Pfad falscher Bedürfnisse <a href="http://motorzeitung.de/6591/news/bei-daimler-gruendet-sich-ein-schwulen-und-lesbennetzwerk/">gelockt</a>:</p>
<blockquote><p>Das Schwulen- und Lesbennetzwerk GL@D der Daimler AG kommt am Donnerstag, 24. September 2009, in Stuttgart zum ersten offiziellen Netzwerktreffen zusammen. Auf dem Programm stehen neben der Gründung als Mitarbeiternetzwerk ein erster Erfahrungsaustausch und das Knüpfen neuer Kontakte.</p></blockquote>
<p>Das Knüpfen neuer Kontakte? Also hört mal Jungs, ist dafür nicht <em>&#8220;</em>GayRomeo&#8221; da?</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ein Beitrag zur Verschwulung der Welt - Kölner, wählt Kurth!]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/08/27/ein-beitrag-zur-verschwulung-der-welt-kolner-wahlt-kurth/</link>
<pubDate>Thu, 27 Aug 2009 16:00:39 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
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<description><![CDATA[Am Sonntag wird in Köln ein neuer Oberbürgermeister gewählt, und würde ich in der Fast-Millionenstad]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Am Sonntag wird in Köln ein neuer Oberbürgermeister gewählt, und würde ich in der Fast-Millionenstadt leben, wüsste ich, wer zu wählen wäre: Kurth. <a href="http://www.google.de/url?sa=t&#38;source=web&#38;ct=res&#38;cd=4&#38;url=http%3A%2F%2Fwww.peter-kurth.de%2F&#38;ei=2VGWSuj9CYiHsAaEtIidDg&#38;rct=j&#38;q=peter+kurth&#38;usg=AFQjCNEijiC2OZwPEryIM2UKtA83l9mdjA">Peter Kurth</a>. Auf den ersten Blick mag das wahrscheinlich nicht sehr viele unserer Leser überraschen, gilt Adrian doch als dem &#8220;bürgerlichen Millieu&#8221; nicht abgeneigter <a href="http://gaywest.wordpress.com/2009/05/05/konservativ-versuch-einer-selbstbeschreibung/">Sex-, Drugs- und Rock&#8217;n Roll-Konservativer</a>.</p>
<p>Doch im Falle von Peter Kurth spielen seine politischen Ansichten für mich keinerlei Rolle. <!--more-->Denn, wie gesagt, erstens wohne ich nicht in Köln &#8211; was aus der Stadt wird kann mir also egal sein -, und zweitens ist die Parteizugehörigkeit eh schnuppe in einer Stadt des Klüngels und der Großspurigkeit, in der man gar konventionelle Straßenbahnen unter der Erde fahren lässt und diese dann stolz &#8220;U-Bahn&#8221; nennt. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stadtbahn_K%C3%B6ln">Wirklich putzig</a>!</p>
<p>Nein, meine Wahlempfehlung für Peter Kurth hat nichts mit Politik zu tun. Sie bezieht sich ausschließlich darauf, dass Peter Kurth schwul ist. Sicher, unter gewöhnlichen Umständen würde ich mich über Leute lustig machen, die einen Kandidaten nur deshalb wählen weil er schwul ist, aber das hier sind keine gewöhnlichen Umstände. Immerhin besteht die realistische Chance, dass die dritte deutsche Großstadt &#8211; nach Berlin und Hamburg &#8211; unter rosa Herrschaft kommt. Und will man mir wirklich den Spaß nehmen, in den nächsten Jahren kulturkonservative Leuchten à la <a href="http://gaywest.wordpress.com/?s=andr%C3%A9+lichtschlag">André Lichtschlag</a> und <a href="http://gaywest.wordpress.com/?s=ellen+kositza">Ellen Kositza</a> zu zitieren, die aus diesem Umstand ableiten, dass Homosexualität auf dem Vormarsch ist und demnächst Pflicht wird? Und was <a href="http://gaywest.wordpress.com/2009/07/02/im-namen-der-diskretion-uber-die-kunst-intellektuell-zu-begrunden-dass-schwule-einem-tierisch-auf-den-sack-gehen/">Philipp Gut</a> zu einem Wahlsieg von Kurth zu sagen hat, ja, darauf freue ich mich schon jetzt!</p>
<p>Summa summarum, will ich auf Reaktionen, <a href="http://www.pi-news.net/2009/08/cdu-koeln-kurth-ueberholt-tuerkenfritz-ganz-links/?wpc=all#comments">etwa von dieser Art</a>, einfach nicht verzichten:</p>
<blockquote><p>äh.., ist schwulsein jetzt schon zwingend Voraussetzung um OB einer Millionenstadt zu werden…? hab ich was verpasst?</p></blockquote>
<p>Nein, liebe Kölner, den Spaß könnt Ihr mir nicht verderben. Wählt also Kurth und verschwult die Welt ein Stückchen mehr.</p>
<p>Adrian dankt.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der Schwule in dir]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/08/13/der-schwule-in-dir/</link>
<pubDate>Thu, 13 Aug 2009 08:47:46 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
<guid>http://gaywest.wordpress.com/2009/08/13/der-schwule-in-dir/</guid>
<description><![CDATA[Das hat uns gerade noch gefehlt: Bonobos, Schafe, Meerschweinchen &#8211; alle homo. Das wissen wir,]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Das hat uns gerade noch gefehlt: Bonobos, Schafe, Meerschweinchen &#8211; alle homo. Das wissen wir, daran haben wir uns gewöhnt. <a href="http://www.welt.de/die-welt/wissen/article4311603/Auch-schwule-Hefe-kann-sich-vermehren.html">Aber jetzt auch noch der Hefepilz?</a></p>
<blockquote><p>Beim Hefepilz <em>Candida albicans</em> gingen Forscher bisher davon aus, dass er asexuell sei. Amerikanische Wissenschaftler der Brown University in Providence (Rhode Island) haben nun aber im Rahmen einer Studie beobachtet, dass er sich auch geschlechtlich fortpflanzen kann &#8211; und zwar nicht nur zwischen Zellen unterschiedlichen Geschlechts, sondern auch gleichgeschlechtlich. Sie berichten heute davon in der Fachzeitschrift &#8220;Nature&#8221;.</p></blockquote>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Candida_albicans">Candida albicans</a> tummelt sich übrigens gern im Organismus von Menschen.</p>
<blockquote><p>Dieser Pilz ist bei Warmblütern (und daher auch beim Menschen) häufig auf den Schleimhäuten von Mund und Rachen und im Genitalbereich sowie im Verdauungstrakt zu finden. Bei etwa 75 % aller gesunden Menschen kann er nachgewiesen werden (laut deutscher Gesellschaft für Ernährung). Er kann auch zwischen Fingern und Zehen vorkommen und auf den Finger- und Fußnägeln.</p></blockquote>
<p>Angesichts der neuesten Forschungsergebnisse kann man nun mit Fug und Recht behaupten, dass in fast jedem von uns ein Homo steckt.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Peter Kurth goes Kölle]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/07/28/peter-kurth-goes-kolle/</link>
<pubDate>Tue, 28 Jul 2009 09:24:09 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
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<description><![CDATA[Peter Kurth von der CDU ist Kandidat für das Oberbürgermeisteramt in Köln. Peter Kurth ist schwul. P]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kurth">Peter Kurth</a> von der CDU ist Kandidat für das Oberbürgermeisteramt in Köln. Peter Kurth ist schwul. Peter Kurth hält nicht viel <a href="http://www.welt.de/die-welt/politik/article4198550/Der-Wowereit-von-Koeln.html">von rhetorischen Luftblasen</a>:</p>
<blockquote><p>Auf die Frage, ob Schwule andere Politik machten als Heterosexuelle, antwortet er: &#8220;Es gibt keine schwule Politik.&#8221;</p></blockquote>
<p>Wie wahr, wie weise. Und es kommt noch besser: Kurth ist auch kein Freund von behördlichen Wasserköpfen:<!--more--></p>
<blockquote><p>Der 49-Jährige sagt, er unterstütze die Gay Games 2010 in Köln, aber er sei gegen ein Schwulen- und Lesbenreferat in der Stadtverwaltung, weil sonst die gewachsene Szene durch eine &#8220;künstliche Verwaltungsstruktur&#8221; gefährdet werde.</p></blockquote>
<p>Wenn so ein Schwulen-und Lesbenreferat in Köln, das gleiche machen würde, wie entsprechende Referate in den ASten bundesdeutscher Universitäten &#8211; nämlich nichts, außer um sich selbst zu kreisen &#8211; kann man froh sein, dass Kurth es unterlässt, auf diesen Zug simpelster Symbolpolitik aufzuspringen.</p>
<p>Die Reaktionen der städtischen Bevölkerung sind demzufolge auch gespalten. Während der <em>&#8220;progressive&#8221; </em>Linke und der traditionelle Katholik, schon im Vorfeld einen Herzkaspar bekommt, bei dem Gedanken, künftig von <em>so einem</em> (einem von der CDU, bzw. von der <em>Rosa Nostra</em>) regiert zu werden, sehen andere den Kurth durchaus nuancierter:</p>
<blockquote><p>&#8220;Ich finde es klasse, dass Sie schwul sind&#8221;, sagt ein Gast, merkt aber an, er hätte sich &#8220;mehr Prioritäten für die Community&#8221; gewünscht.</p></blockquote>
<p>Und was, bitte schön, sind die Interessen der &#8220;Community&#8221;, wenn doch die &#8220;Community&#8221; nichts anderes ist als ein Ansammlung einzelner Individuen, die zufällig nur gemeinsam haben, dem eigenen Geschlecht zugeneigt zu sein?</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Im Namen der Diskretion - Über die Kunst intellektuell zu begründen, dass Schwule einem tierisch auf den Sack gehen]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/07/02/im-namen-der-diskretion-uber-die-kunst-intellektuell-zu-begrunden-dass-schwule-einem-tierisch-auf-den-sack-gehen/</link>
<pubDate>Thu, 02 Jul 2009 16:00:37 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
<guid>http://gaywest.wordpress.com/2009/07/02/im-namen-der-diskretion-uber-die-kunst-intellektuell-zu-begrunden-dass-schwule-einem-tierisch-auf-den-sack-gehen/</guid>
<description><![CDATA[Viel ist in den letzten Jahren von einer angeblichen &#8220;Homosexualisierung&#8221; der Gesellscha]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><em></em>Viel ist in den letzten Jahren von einer angeblichen &#8220;Homosexualisierung&#8221; der Gesellschaft gesprochen worden, ein Schlagwort, das für nicht wenige Lesben und Schwule bestenfalls wie ein müder Witz, schlimmstenfalls wie blanker Zynismus daherkommt. In der Schweizer &#8220;Weltwoche&#8221; hat sich Philipp Gut daran abgearbeitet, <a href="http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2009-27/artikel-2009-27-handschellen-in-rosarot.html">seinen Lesern zu erklären</a>, warum diese Ansicht falsch ist, und es tatsächlich so etwas wie eine &#8220;Homosexualisierung&#8221; gibt.</p>
<p>Gut holt weit aus und beginnt seinen Artikel ausgerechnet mit dem neuen Film &#8220;<a href="http://movies.universal-pictures-international-germany.de/brueno/">Brüno</a>&#8221; von Sacha Baron Cohen:</p>
<blockquote><p>In der Schweiz startet «Brüno» am kommenden Donnerstag. Und auch hier gibt die Tunten-Satire, wie überall, bereits vor der Premiere zu reden. Die Meinungen der Voraus-Interpreten gehen merkwürdig auseinander: Während die einen den Film für eine «beleidigende» Attacke auf die Schwulen halten, sehen die andern in ihm eine «Entlarvung der Homophobie».<!--more--></p></blockquote>
<p>Zu dem Film selbst kann und will ich mich noch nicht äußern, da ich ihn noch nicht gesehen habe. Drängender als eine Filmkritik ist aber ohnehin, eine Einschätzung der Gut&#8217;schen Thesen:</p>
<blockquote><p>Man könnte die Sache auch etwas unverkrampfter betrachten. Wäre es nicht möglich, dass «Brüno» mit satirischen Mitteln die Realität zur Kenntlichkeit entstellt? Kann es sein, dass sich der Film zu Recht über das seit Jahren anschwellende Theater um Schwule, Lesben und die Bedeutung sexueller Veranlagungen in der Öffentlichkeit lustig macht? Nichts gegen persönliche Vorlieben, aber die Homosexualisierung der Gegenwart erreicht Rekordwerte.</p></blockquote>
<p>Mit dem letzten Satz hat Gut den Rahmen abgesteckt indem sich seine Argumentation bewegt. Seine Behauptung, es gäbe eine &#8220;Homosexualisierung der Gegenwart&#8221; schmückt er dann auch weit reichend, aber doch wenig originell aus:</p>
<blockquote><p>Es ist ein irritierender Kult um die Schwulen entstanden, Homosexualität ist zu einer Art Religion geworden. Wer sich outet, wird zum leuchtenden Märtyrer einer bekennenden Kirche. Wer sich dem Kult widersetzt, den trifft der Bannstrahl.</p></blockquote>
<p>Es ist leicht irritierend, dass Gut zum Beweis für den &#8220;Kult&#8221; um die Homosexualität ausgerechnet auf das Coming-Out verweist. Denn das hat nun wirklich nichts mit dem Eintritt in eine Kirchengemeinde zu tun, sondern ist eine grundlegende Bedingung um der heterosexuellen Mehrheit &#8211; die von jedem von vornherein erwartet, dass man heterosexuell sei &#8211; zu erklären, dass man eben nicht heterosexuell ist. Jeder ungeoutete Schwule wird die Fragen von Eltern, Verwandten und Freunden kennen, ob man denn nicht schon eine Freundin habe, oder ob man die Neue in der Parallelklasse nicht auch total scharf fände. Was bitte schön soll es mit &#8220;Märtyrertum&#8221; zu tun habe, wenn man die heterosexuellen Mehrheit sachlich darauf hinweist, dass man eben nicht auf das andere Geschlecht steht? Und wieso sollte diejenigen der Bannstrahl treffen, die sich dem &#8220;Kult&#8221; widersetzen? Ich zumindest habe noch nie von Geschichten gehört, in denen ein Junge von zu Hause flüchten musste, weil er sich in ein Mädchen verliebt hat. Desgleichen sind auch Vorfälle äußerst rar gesät, dass einem heterosexuellen Paar die körperliche Unversehrtheit abgesprochen wird, weil sie Hand in Hand durch die Straßen schlendern.</p>
<blockquote><p>Wie in allen Glaubenssystemen gilt auch hier: Wer die Stirn runzelt, gehört nicht dazu. Die Schwulenparty will nicht gestört werden.</p></blockquote>
<p>In der Tat; wer die Stirn runzelt, das bedeutet, seine Missbilligung mit der Homosexualität eines Mitmenschen ausdrückt, gehört in der Tat nicht zum Chor der<em> schwulen Gemeinde</em>. Doch inwiefern sollte das verwunderlich sein?</p>
<blockquote><p>Das erstaunt, auch vor dem Hintergrund der Geschichte. Die moderne Homosexuellenbewegung ist jung, in diesen Tagen hat sie ihr vierzigjähriges Jubiläum gefeiert. Kaum eine andere Emanzipationsbewegung hat in so kurzer Zeit so viel erreicht. Von Ächtung und Diskriminierung kann keine Rede mehr sein. Einst verlacht und verfolgt, üben Homosexuelle heute selbstverständlich alle erdenklichen Bürgerrechte aus.</p></blockquote>
<p>Entweder versucht Gut seine Leser hier arglistig zu täuschen, oder er ist tatsächlich unwissend. Sicher, wenn man den gleichberechtigten Ehestatus nicht als Bürgerrecht definiert, könnte man argumentieren, dass der Gleichberechtigung genüge getan wurde. Zu kolportieren, Schwule und Lesben würden vierzig Jahre nach Stonewall nicht mehr geächtet und diskriminiert; eine solche These zeugt allerdings von atemberaubender Ahnungslosigkeit.</p>
<blockquote><p>Besonders akzeptiert sind sie in der Schweiz. Im Jahr 2005 hat der Souverän mit 58 Prozent der Stimmen sogar ja gesagt zu den eingetragenen Partnerschaften – in der weltweit einzigen Volksabstimmung zum Thema.</p></blockquote>
<p>Das alles ist schön, keine Frage, ändert aber nichts an der Tatsache, dass von einer konsequenten Gleichstellung mit den Rechten heterosexuelle Paare noch keine Rede sein kann. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Partnerschaftsgesetz">So bleibt es schwulen und lesbischen Paaren weiterhin verboten</a>, Kinder zu adoptieren und auch der Zugang zur Fortpflanzungsmedizin ist ihnen verwehrt. Doch sehen wir großzügig darüber hinweg und gestehen Gut zu, dass das Gesetz nichtsdestotrotz ein &#8220;triumphaler Aufstieg&#8221; der Rechte homosexueller Menschen ist:</p>
<blockquote><p>Doch die rechtliche Gleichstellung macht bloss einen Teil des triumphalen Aufstiegs aus. Die Anerkennung, die Homosexuelle geniessen, geht weit darüber hinaus. Der Staat fördert sie, die Gesellschaft buhlt um ihre Gunst. Die Schwulen bestimmen heute, wie über Schwule zu denken und zu sprechen ist.</p></blockquote>
<p>Selbst wenn wir das Spielchen mitspielen, stellt sich die Frage, wo denn, bitte schön, schön Gut hier ein Problem sieht? Denn ist es nicht so, dass der Staat auch Heterosexuelle fördert, die Gesellschaft um deren Gunst buhlt und Heterosexuelle bestimmen, wie über Heterosexuelle zu denken und zu sprechen ist?</p>
<blockquote><p>Und vor allem, worüber man nicht sprechen darf. Der Punkt scheint erreicht, wo die Propagierung des eigenen Lebensstils auf Kosten der Meinungsäusserungsfreiheit ins Intolerante kippt. Jüngstes Beispiel ist der Fall von Carrie Prejean, die den Titel einer Miss California wegen kritischer Äusserungen zur Homoehe abgeben musste.</p></blockquote>
<p>Zunächst einmal, musste <a href="http://gaywest.wordpress.com/?s=carrie+prejan">Carrie Prejan</a> den Titel der Miss California nicht abgeben, weil sie sich kritisch zur Homo-Ehe geäußert hat, sondern weil sie gewisse Vertragsbedingungen nicht erfüllen wollte. Weiterhin ist es reichlich bemüht, ausgerechnet diesen Fall als Fanal für eine Gefährdung der Meinungsfreiheit zu sehen. Carrie Prejan hat dargestellt, dass sie Schwulen ein Recht verwehren würde, dass sie selbstverständlich in Anspruch zu nehmen bereit ist. Warum nun ein schwules Jury-Mitglied diese Äußerung auch noch belohnen bzw. keine Beachtung schenken sollte, erklärt uns Gut nicht. Mehr noch: In jedem anderen Fall als den der Homosexualität, würde Gut überhaupt nicht auf die Idee komme, dass hier die Meinungsfreiheit eingeschränkt würde. Wie wäre es z. B., die Prejan hätte sich gegen die Ehe für Moslems ausgesprochen? Würde man es dann auch als &#8220;intolerant&#8221; empfinden, wenn ihr ein moslemischer Preisrichter die Krone verweigert?</p>
<blockquote><p>Längst haben die Schwulen den Spiess umgedreht. Belege dafür drängten sich in den letzten Tagen und Wochen geradezu auf. In Berlin zogen am Samstag aus Anlass des Christopher Street Day Zehntausende von Lesben und Schwulen zum Brandenburger Tor, angeführt vom schwulen Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD). Riegelt man für diskriminierte Minderheiten ganze Innenstädte ab?</p></blockquote>
<p>Welcher Spieß soll hier bitte schön umgedreht worden sein? Will uns Gut etwa weismachen, Schwule wären die einzigen, die Demonstrationen veranstalten dürfen, für die Innenstädte abgesperrt werden? Will er tatsächlich behaupten, die Tatsache, dass es den CSD gibt, sei ein Ausweis einer Gesellschaft, die Homosexuelle ebenso akzeptiert wie Heterosexuelle?</p>
<blockquote><p>Ähnliches gilt von der Euro-Pride in Zürich. Das Hochamt der internationalen Homogemeinde dauerte vom 2. Mai bis zum 7. Juni, länger als einen Monat. Dabei überboten sich öffentliche Hand und private Sponsoren mit Unterstützungsleistungen. Entsprechend ging der Dank der Veranstalter an unzählige Stellen: ans Stadtpräsidium, an den Stadtrat, das Präsidialdepartement, das Polizeidepartement, das Amt für Bewilligungen, die Elektrizitätswerke, an Grün Stadt Zürich, die Wasserwerke, das Tiefbauamt, an Schutz und Rettung, die Zürcher Aids-Hilfe, an Zürich Tourismus sowie an den Regierungsrat, die Kantonalverwaltung, den Lotteriefonds (er überwies 100 000 Franken), die Standortförderung und die Greater Zurich Area. Unter den Sponsoren waren British Airways, Campari, Coca-Cola, Nivea, Red Bull, die SBB und andere mehr.</p></blockquote>
<p>Und noch einmal? Worin besteht hier das Problem? Unterstützen Firmen, Kommunen und Behörden nicht auch Familien, konventionelle Stadtfeste und die Love Parade?</p>
<blockquote><p>Zum Kult um die Schwulen gehört die Anbiederung. Sacha Baron Cohen hat als PR-Gag zur Lancierung seines Films in den Niederlanden den Rotlichtbezirk von Amsterdam in «Pink Light District» umbenannt. Doch auch hier hinkt die Satire der Wirklichkeit hinterher. Zum 25-Jahr-Jubiläum der Bewegung (1994) strahlte New York das Empire State Building zwei Tage lang in den Farben Rosa und Fuchsia an. Tel Aviv stellte vergangenen Monat anlässlich der Gay Pride Parade auf Regenbogenbeleuchtung um. Und auch Zürich übt sich in chamäleonhafter Anpassung. Die Stadt hisste – neben dem Schweizerkreuz und dem <em>Züri</em>-Wappen – während der Euro-Pride die Homofahne.</p></blockquote>
<p>Soll es nun darauf hinauslaufen? Wird der &#8220;Kult um die Schwulen&#8221; tatsächlich mit der Regenbogenflagge begründet? Worum geht es Gut? Ärgert er sich, dass Heteros keine Flagge haben? Mitnichten! Seine Argumentationskern ist noch undurchsichtig, kommt aber langsam ins Rollen: Eben der Umstand, dass Heterosexuelle <em>keine </em>Flagge haben, <em>kein</em> Äquivalent zum CSD und <em>keine </em>Führungen zu heterosexuellen Zootieren, muss als Beweis um den &#8220;Kult&#8221; herhalten, der um die Homosexualität gemacht wird.</p>
<p>Und diese Beispiele sind ja noch lange nicht alles:</p>
<blockquote><p>Die Liste lässt sich verlängern. Im Zürcher Zoo fanden Führungen zu schwulen Tieren statt. Die SP, die Partei der lesbischen Stadtpräsidentin Corine Mauch, warb mit dem Zungenbrecherspruch «Wir sind Partei für lesBischwule Anliegen». Besonders hervor tat sich die Stadtpolizei. Sie schaltete ganzseitige Inserate, die rosa gepolsterte Handschellen zeigten. Darunter der Text: «Willkommen zur Euro-Pride 2009. Wir sorgen für Sicherheit, damit Zürich eine weltoffene, tolerante Stadt bleibt.»</p></blockquote>
<p>Und? Ist es in der Gesellschaft selbstverständlich zu wissen, dass es Homosexualität im Tierreich gibt? Sind lesbische Stadtpräsidentinnen selbstverständlich? Ist es selbstverständlich, dass die Polizei &#8211; einst das Machtorgan zur Inhaftierung Homosexueller &#8211; zeigt, dass sie sich dem Schutz Schwuler und Lesben verpflichtet fühlt? Ist es das wirklich?</p>
<blockquote><p>Bei solchen Auftritten liess es die Stadtpolizei nicht bewenden. Unter ihrem Patronat führte Pink Cop, der Verein homosexueller Polizistinnen und Polizisten in der Schweiz, eine «internationale Fachtagung» durch. Der Titel hiess, so selbstredend wie selbstbezogen: «Polizei und Homosexualität». Die schwulen Ordnungshüter fordern, «dass alle Schweizer Polizeikorps» das Thema «Homosexualität in den eigenen Reihen bereits in der Grundausbildung behandeln – wie es die Stadtpolizei seit Jahren betreibt».</p></blockquote>
<p>Was nagt an Gut? Was genau stört ihn? Es ist doch wohl nicht von der Hand zu weisen, dass Homosexuelle in der Stadtlandschaft ein weitaus höheres Risiko eingehen, beschimpft und verprügelt zu werden, als dies Heteros tun. Warum sollte sich die Polizei nicht mit dem Thema Homosexualität auseinandersetzen, wenn es Homosexuelle nun mal gibt?</p>
<p>Und gleiches gilt auch für die Armee:</p>
<blockquote><p>Seit dem 1. Januar 2009 verfügt die Schweizer Armee über einen entsprechenden Befehl. Der einfühlsame Umgang mit homosexuellen Kameraden ist «Pflichtthema» in der Kaderausbildung. Sehr zur Freude der Queer Officers Switzerland. Der schwule Offiziersverein geht der Armeespitze mit «Engagement» zur Hand, um «die Ausbildungseinheiten mitzugestalten und die höheren Kader zu beraten und zu unterstützen».</p></blockquote>
<p>Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Wo liegt das Problem von Gut? Worum geht es ihm? Will er eine Indoktrinierung der Gesellschaft hin zur Homosexualität konstruieren? Man könnte fast dieser Meinung sein:</p>
<blockquote><p>Selbst vor Kindern und Schulen machen die schwulen Pressure-Groups nicht halt. «Die Schule ist ein Ort, an dem Homosexualität nur beschränkt Zutritt hat – vielleicht eine letzte heterosexuelle Bastion?», klagten die Initianten der Euro-Pride. «Die Thematisierung von Fragen zur sexuellen Orientierung» müsse «sowohl mit der allgemeinen Sexualerziehung als auch fächerübergreifend im jeweiligen Kontext in allen Altersstufen behandelt werden». Von der Unterstufe bis zum Militär, vom Erstklässler bis zum Armeeoffizier: «Homosexualität» soll lebensbegleitender Pflichtstoff werden.</p></blockquote>
<p>Und schon wieder bleiben nur Fragen. Ist sich Gut nicht über die Lage homosexueller Schüler im Klaren? Hat er noch nie von den höheren Raten für Depressionen und Suizid unter homosexuellen Jugendlichen gehört? Ist ihm bewusst, dass &#8220;Schwuchtel&#8221; zu den beliebtesten Schimpfworten auf dem Schulhof gehört? Warum sollten Kinder und Jugendliche im Sexualunterricht nicht lernen, dass es auch Homosexualität gibt? Hab ich umgekehrt etwa protestiert, als mir in der Schule erklärt wurde, dass ein Junge sich in ein Mädchen verliebt, gehöre zum natürlichen Gang der Dinge?</p>
<p>Bitte, Gut, kläre uns auf:</p>
<blockquote><p>Es geht auch längst nicht mehr darum, ob Schwule und Lesben ihre Sexualität praktizieren dürfen. Was hier zum Ausdruck kommt, ist etwas anderes. Wir haben dem Phänomen religiöse Züge attestiert, der konservative amerikanische Autor Dinesh D’Souza spricht von einer «Ideologie».</p>
<p>Ein Vergleich mit der Antike erhellt, was damit gemeint ist. Unter den alten Griechen gab es viele Schwule, darunter so berühmte wie Sokrates. Doch das bedeutete nicht, dass der Philosoph die Welt durch eine rosa Brille betrachtete. Sokrates war auf selbstverständliche Weise schwul, aber er hätte nie beabsichtigt, die Schule, den Staat, die Armee daran zu messen.</p></blockquote>
<p>Mir persönlich ist es ziemlich schnuppe, woran Sokrates seine Homosexualität nicht gemessen haben soll. Denn ich für meinen Teil, beurteile Schule, Staat und Armee, und zwar genau daran, ob er mit Homosexuellen so umgeht wie mit Heteros. Bisher lautet die Antwort darauf leider &#8220;Nein&#8221;.</p>
<blockquote><p>Wo ist der Punkt, an dem der berechtigte Protest gegen Unterdrückung, Verkennung und Diskriminierung umschlägt in peinliche Propaganda für persönliche Vorlieben? Wie sehr interessiert es uns eigentlich, wer welchen sexuellen Praktiken nachgeht und warum? Kommt als Nächstes die Latexfraktion? Oder beglücken uns die Tierliebhaber mit ihren Vergnügungen? Exhibitionismus wird zum Massenphänomen.</p></blockquote>
<p>Der Vergleich mit Latexfetischisten und Tierliebhabern; der Verweis auf exhibitionistische Massenphänomene, insbesondere aber die Reduzierung der Homosexualität auf &#8220;sexuelle Praktiken&#8221; ist nur die Spitze des Eisberges der endgültig klar macht, worum es Gut eigentlich geht. Um eine klare Separierung zwischen Hetero- und Homosexualität. Erstere dürfen natürlich über ihre Sexualität an Schulen aufgeklärt werden, sie dürfen auch bei der Armee auch sagen, dass sie verpartnert sind. Wenn es um Schwule geht, wird daraus allerdings &#8220;Propaganda&#8221;, &#8220;Exhibitionismus&#8221; und eine Zurschaustellung &#8220;sexueller Praktiken&#8221;.</p>
<blockquote><p>Homosexualität ist Weltanschauung und politisches Programm geworden. Eine Nebensächlichkeit drängt sich ins Zentrum. Homosexuelle Politiker wie Klaus Wowereit oder Corine Mauch werden nicht nach ihren Überzeugungen und Taten beurteilt, sondern nach ihren sexuellen Präferenzen. «Enttäuscht sind viele Schwule und Lesben darüber, dass Obama bisher keine offen homosexuelle Person in sein Kabinett berufen hat, doch nun fokussieren sich die Hoffnungen auf die anstehende Ernennung eines neuen Mitglieds des Obersten Gerichts», meldete kürzlich ein Schweizer Onlineportal. Es stünden zwei Lesben im Gespräch. Halleluja!</p></blockquote>
<p>Dass Wowereit und Mauch nach ihrer sexuellen Orientierung beurteilt werden, stimmt wahrscheinlich nur insoweit, dass es Leute gab, die beide <em>wegen </em>ihrer Homosexualität<em> nicht </em>gewählt haben. Heterosexuelle Politiker dürften auch selten Hassmails bekommen, weil die Wähler mit dem Geschlecht von deren Partnern nicht einverstanden sind. Sicher, man kann es albern finden, die Qualifikation zweier Richterkandidaten danach zu bemessen, ob sie Lesben sind. Man könnte sich allerdings auch die Frage stellen ob es nicht ebenso albern ist, das Privatleben einflussreicher Persönlichkeiten ans Licht der Öffentlichkeit zu zerren und bei Politikern vom Lande zu fragen, ob sie denn überhaupt verheiratet seien. Ja, auch das kommt immer noch vor.</p>
<blockquote><p>Eigentlich haben die Homosexuellen mit der rechtlichen Gleichstellung und der gesellschaftlichen Akzeptanz ihre Ziele erreicht. Sie befänden sich in einer «sehr privilegierten Lage», die Politik sei ihnen «sehr wohlgesinnt», heisst es im Begleitheft zur Euro-Pride. Die Gegnerschaft sei «unbedeutend».</p></blockquote>
<p>Oh ja, unsere Lage ist durchaus &#8220;privilegiert&#8221; und unsere Gegnerschaft auch durchaus &#8220;unbedeutend&#8221;. Vor allem, wenn man sie mit der Situation vergangener Jahrzehnte vergleicht. Was allerdings nicht die Tatsache vernebelt, dass Homosexuelle weder rechtlich <em>gleichgestellt</em>, noch gesellschaftlich <em>akzeptiert </em>sind. Doch wahrscheinlich verstehen solche Feinheiten nur Homosexuelle selber.</p>
<blockquote><p>Die Opferrolle, mit der Lesben und Schwule noch immer kokettieren, passt nicht mehr. Ihre Demonstrationen sind zu hohlen Ritualen gutmenschlicher Bekenntnisse geworden, die nichts kosten. Wer hingeht, kann sich besser fühlen eine Gratistoleranz.</p></blockquote>
<p>Nun will ich nicht bestreiten, dass es Menschen gibt, die sich in der Opferrolle sauwohl fühlen. Ich denke auch, es wäre auch vermessen, sich als Schwuler in der westlichen Gesellschaft als Opfer zu fühlen. Dennoch fühle ich mich nicht in dem Maße anerkannt, wie es der Fall wäre, würde ich darauf Wert legen, eine Frau zum Bette zu führen. Doch eine solche Einschätzung gehört vermutlich wieder zu den Sensibilitäten, für die man schwul sein muss, um sie zu begreifen.</p>
<blockquote><p>Geradezu ein Gemeinplatz ist geworden, dass der schwule Lifestyle weite Teile des öffentlichen Lebens dominiert. «Beim Schweizer Fernsehen sind Homosexuelle im Vorteil», titelte der <em>Blick</em> vor zwei Jahren. Und verwies auf schwule Moderatoren wie Kurt Aeschbacher, Sven Epiney, Patrick Rohr, Charles Clerc, Dani Fohrler und Christian Franzoso. Das <em>Magazin</em> widmete den Homosexuellen eine Doppelnummer. «Wir werden alle immer schwuler», wurde festgestellt. Schwule Kultur habe «nicht nur die Hoheit in Mode- und Designfragen, schwule Kultur hat uns heterosexuelle Männer (und Frauen) in fast allen Lebensbereichen beeinflusst».</p></blockquote>
<p>Was natürlich schon ziemlich verwerflich ist, vergleicht  man es mit Zeiten, in denen Schwule, anstatt die heterosexuellen Lebensbereiche zu beeinflussen, noch in Gefängnisse gesperrt wurden.</p>
<blockquote><p>Wenn alle schwul sind, ist niemand mehr schwul. Die Minderheit gibt längst den Ton an. Umgekehrt erstaunt es, dass Lesben und Schwule Ehen schliessen und selbst Kinder adoptieren wollen (und sich so die letzten Eigenheiten der Heterosexualität aneignen).</p></blockquote>
<p>Erstaunen kann das allerdings nur diejenigen, die ihr Wissen über Homosexuelle allein aus den Redaktionstuben der einschlägigen Massenmedien beziehen. Nur dann nämlich kann man sich zu der aberwitzigen Behauptung versteigern, homosexuelle Menschen seien so verschieden, so &#8220;anders&#8221; von ihren heterosexuellen Kollegen, dass sie eigentlich gar kein Interesse an Ehe und Kindern haben dürften. Aber was will man andererseits  für eine Argumentation erwarten, die Homosexualität nicht als sexuelle Orientierung, sondern als Lifestyle, Ideologie und Religion sieht?</p>
<p>Doch vielleicht ist Homosexualität ja nicht nur das, nicht wahr Herr Gut? Vielleicht ist sie ihrem Wesen nach auch zutiefst unmoralisch. Zur Beantwortung dieser Frage wenden wir uns doch einfach mal dem Kronzeugen Thomas Mann zu:</p>
<blockquote><p>Frühere Generationen dachten freier. Thomas Mann, selbst homoerotisch veranlagt, sah die Homosexualität durchaus unsentimental: «Sie ist ‹freie› Liebe im Sinn der Unfruchtbarkeit, Aussichtslosigkeit, Konsequenz- und Verantwortungslosigkeit. Es entsteht nichts aus ihr, sie legt den Grund zu nichts, ist<em> </em>l’art pour l’art, was ästhetisch recht stolz und frei sein mag, doch ohne Zweifel unmoralisch ist.» Sie «irrlichteliere», schweife «nach allen Seiten». Ihr fehle «die Treue».</p></blockquote>
<p>Und die Schwulen von heute sollten sich gefälligst an Mann ein Beispiel nehmen und ihre Veranlagung endlich wieder &#8220;unsentimental&#8221; und diskret behandeln. Denn machen wir uns nichts vor. Was Gut will ist, dass Schwule wieder schön in den Schrank zurückkriechen aus dem sie herausgekommen sind, auf dass sie die <em>normale Menschheit</em> nicht weiterhin mit ihrem <em>Lebensstil</em> belästigen.</p>
<blockquote><p>Nach der erfolgreichen Emanzipation der Schwulen dürfte man eigentlich erwarten, dass die Homosexuellenbewegung etwas lockerer wird. Welche Bedeutung hat die penetrante, ja das öffentliche Leben bedrängende «Sichtbarkeit» noch?</p>
<p>Schwulsein wäre dann einfach eine sexuelle Veranlagung, eine Privatsache, die nach den Regeln des guten Geschmacks in der Öffentlichkeit endlich wieder diskret behandelt würde. Man läuft ja auch sonst nicht dauernd mit offenem Hosenladen herum.</p></blockquote>
<p>Nun, womöglich wäre ich sogar bereit, meine Veranlagung in Zukunft etwas diskreter zu behandeln. Allerdings nur, wenn auch die Heteros endlich aufhören, mich mit ihren Küssereien, ihren Hochzeitsparaden, ihren Familienbildern und ihren Fragen nach meiner Freundin zu belästigen.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p><strong>Update (3.07.09) </strong><em>Absatz über Carrie Prejan korrigiert.</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Den Sozialismus in seinem Lauf, halten nur die Schwulen auf]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/05/20/den-sozialismus-in-seinem-lauf-halten-nur-die-schwulen-auf/</link>
<pubDate>Wed, 20 May 2009 08:00:35 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
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<description><![CDATA[Das sozialistische Kuba beginnt langsam zu begreifen, dass die Verfolgung von Homos im Inselparadies]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Das sozialistische Kuba beginnt langsam zu begreifen, dass die Verfolgung von Homos im Inselparadies kontraproduktiv ist, weil eben auch Homos sich dafür eignen, an den Fließbändern der Arbeiterklasse zu stehen um den Kommunismus aufzubauen. Deshalb hat die Tochter vom neuen Führer Raul Castro nun auch <a href="http://www.sfgate.com/cgi-bin/article.cgi?f=/c/a/2009/05/17/MNF617LV9H.DTL&#38;feed=rss.gay">die Genehmigung erhalten</a> einen CSD in Havanna durchführen zu dürfen.</p>
<p>Wir sagen, Bravo Kuba! Mit soviel Offenheit schaufelst Du dem Sozialismus sein Grab. Und was könnte erfreulicher sein?</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Last call: Lesertreffen]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/05/11/last-call-lesertreffen/</link>
<pubDate>Mon, 11 May 2009 16:00:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>Damien</dc:creator>
<guid>http://gaywest.wordpress.com/2009/05/11/last-call-lesertreffen/</guid>
<description><![CDATA[Das GayWest-Lesertreffen rückt näher. Am 23. Mai beginnen wir um 16 Uhr mit einem kleinen Orgelkonze]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Das GayWest-Lesertreffen rückt näher.</p>
<p>Am 23. Mai beginnen wir um 16 Uhr mit einem kleinen Orgelkonzert in der Paul-Gerhardt-Kirche Berlin-Schöneberg: Orgelwerke von J.S. Bach. Auszüge aus “Kunst der Fuge”, BWV 1080 (Orgelfassung H. Walcha) &#38; Toccata E-Dur, BWV 566.</p>
<p>Dauer ca. 40 Minuten, Flentrop-Orgel (III/36/1965).</p>
<p>Ab 17 Uhr geht es bei Speis und Trank weiter im griechischen Restaurant “Nemesis”, <a rel="#someid0" href="http://maps.google.de/maps?f=q&#38;source=s_q&#38;hl=de&#38;geocode=&#38;q=Nemesis,+Berlin&#38;sll=51.151786,10.415039&#38;sspn=14.187459,39.550781&#38;ie=UTF8&#38;cd=1&#38;ll=52.508908,13.359032&#38;spn=0.107405,0.30899&#38;z=12&#38;iwloc=A">Hauptstr.  154, 10827 Berlin-Schöneberg</a></p>
<p>Wegen des in der Zwischenzeit hinzugekommenen musikalischen Auftakts haben wir den Anmeldeschluß verlängert. Anmeldungen an: <a href="mailto:gaywestweb@web.de">gaywestweb@web.de</a></p>
<p>Ohne rechtzeitige Anmeldung können wir keinen  Sitzplatz garantieren!</p>
<p>See you soon!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die moralische Gesundung der USA]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/05/08/die-moralische-gesundung-der-usa/</link>
<pubDate>Fri, 08 May 2009 16:00:46 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
<guid>http://gaywest.wordpress.com/2009/05/08/die-moralische-gesundung-der-usa/</guid>
<description><![CDATA[Nachdem nun bereits die Neuenglandstaaten Connecticut, Maine, Massachusetts und Vermont durch die Ho]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Nachdem nun bereits die Neuenglandstaaten Connecticut, Maine, Massachusetts und Vermont durch die Homo-Ehe verschwult worden sind, halten nur noch New Hampshire und das kleine Rhode Island tapfer die Fahne der Heterosexualität hoch. Geht es nach dem Bischof Thomas Tobin, soll das auch so bleiben. <a href="http://thericatholic.com/stories/2089.html">Im &#8220;Rhode Island Catholic&#8221;</a>, ruft Tobin dazu auf zu kämpfen, um im &#8220;katholischsten Staat der USA&#8221; die Dominanz kirchlicher Moralvorstellungen zu bewahren und die Homos auf ihren Platz zu verweisen:</p>
<blockquote><p>The march toward gay marriage across our nation is relentless, and liberal New England is leading the way. The supporters of gay marriage in Rhode Island are well-organized and well-funded. They’re fiercely determined to impose their politically correct agenda on all the citizens of the state – human history, culture and moral principles not-withstanding. Anyone who opposes them is quickly labeled a bigot.</p></blockquote>
<p>Man muss Tobin diese harschen Worte schon ein wenig nachsehen. Denn ihm ist bewusst, dass sein Kirche langfristig einen hoffnungslosen Kampf führt, einen Kampf überdies, der eben nichts mit Moral, sondern eben mit Prinzipien zu tun hat, was Tobin hier erstaunlicherweise auch einräumt. Tobin und Genossen phantasieren sich ein in eine Verschwörungshaltung, welche das Streben von Schwulen und Lesben nach Gleichberechtigung nicht etwa als berechtigtes Anliegen, sondern nur als Ausdruck böser politischer Kräfte zu sehen vermag. Geschichte, &#8220;Kultur&#8221;, alles muss für das Ziel der Katholiken herhalten, die Definitionsmacht über das korrekte menschliche Zusammenleben zu behalten.<!--more--></p>
<blockquote><p>And what’s the typical response of Catholics in Rhode Island? “As long as it doesn’t affect me, I really don’t care what other people do,” you say. “We shouldn’t judge other people,” you demur. “The Church is losing its influence. I don’t think there’s anything we can do,” you rationalize.</p></blockquote>
<p>Mit einer liberalen &#8220;Leben und leben lassen&#8221;-Attitüde hat Tobin naturgemäß seinen Probleme. Deshalb muss er beweisen, dass die Homo-Ehe eben mitnichten keinen Hetero in seinem ganz persönlichen Lebensweg beeinträchtigt, sondern im Gegenteil, sich auf alle Menschen auswirkt. Und das  natürlich zum negativen:</p>
<blockquote><p>Well, my friends, gay marriage will affect you and you should be concerned. And there’s a lot we can do. But first, let’s review the principal reasons why we’re opposed to gay marriage.</p></blockquote>
<p>Soll man dieses Spiel wirklich schon wieder mitspielen? Nun gut, man ist ja liberal, vielleicht kommt ja zur Abwechslung mal ein greifbares Argument:</p>
<blockquote><p>First is our firm belief – based on the natural law, the Bible and consistent religious tradition – that homosexual activity is unnatural and gravely immoral. It’s offensive to Almighty God. It can never be condoned, under any circumstances. Gay marriage, or civil unions, would mean that our state is in the business of ratifying, approving such immoral activity. And as I’ve written previously: “The state shouldn’t be placed in that position, and as a citizen of the state I don’t want that imposed on me and my conscience. Neither should you.”</p></blockquote>
<p>Zunächst einmal sind sowohl der Verweis auf das &#8220;Naturrecht&#8221;, die Bibel und der religiösen Tradition keine stichhaltige Argumente dafür, Homosexualität als &#8220;unnatürlich&#8221; und &#8220;unmoralisch&#8221; zu bezeichnen. &#8220;Unnatürlich&#8221; ist die Homosexualität schon alleine deshalb nicht, weil sie existiert, und das nicht nur beim Menschen, sondern auch in der Natur. Die Bibel ist ein altes, von vielen Schreiberlingen zusammengetragenes Buch, das eine Fülle von Interpretationsmöglichkeiten offenlässt. Natürlich dürfen Katholiken gerne der Meinung sein, Homosexualität sei unmoralisch. Und sie dürfen für diese Meinung auch keine andere Grundlage haben, als eben ein paar Zeilen aus einem alten Buch, nebst religiöser Tradition. Doch wieso leiten sie daraus die Anmaßung ab, allen Menschen ihre Ansichten vorschreiben zu wollen, indem man die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare &#8211; und zwar für alle und nicht bspw. nur für Katholiken &#8211; verbieten will? Wer zwingt Katholiken, die Homo-Ehe oder Homosexualität gut zu finden? Meiner Meinung nach, ist der erzwungene Zölibat absolut unmoralisch. Doch zwinge ich der Katholischen Kirche meine Meinung auf, diesen abzuschaffen?</p>
<blockquote><p>Second is the fact that gay marriage seeks to radically redefine the most fundamental institution of the human race, the building block of every society and culture. From the beginning, marriage has been defined as the stable union of man and woman, designed by God to continue the human race through the procreation of children. Homosexual relationships are not marriage – never have been, never will be.</p></blockquote>
<p>Es ist natürlich richtig, dass eine Ehe gleichgeschlechtlicher Paare die Definition der Ehe nachhaltig verändern würde, egal wie sehr Tobin darauf insistiert, dass diese neue Definition niemals wirklich anerkannt sein wird. Die Frage ist bloß, worin an einer neuen Ehedefinition denn das Problem besteht. Das Problem liegt für Katholiken vom Schlage Tobins natürlich darin, dass, wie er genau weiß, eben nicht Gott, sondern die Menschen die Ehe erfunden haben, u.a. in der Absicht Sexualität zu kontrollieren und damit Macht über die individuellen Bedürfnisse der Menschen auszuüben. Daher auch der ständige absurde Rekurs auf die Ehe als Grundlage der Zeugung von Kindern, wo doch jeder weiß, dass <a href="http://gaywest.wordpress.com/2008/11/07/seminar-nummer-8-von-der-ehe-und-der-narzisstischen-arroganz-der-heteros/">eben nicht die Ehe, sondern das Verschmelzen von Samen- und Eizelle</a> Grundlage dafür ist, dass ein Kind entstehen kann. Die Ehe mit der Zeugung zu verknüpfen ist lächerlich aber notwendig, um die Schäfchen immer wieder daran zu erinnern, dass nur (heterosexueller) Sex innerhalb einer Ehe, gut und richtig ist.</p>
<blockquote><p>Here let me explain the “champagne principle.” Not every wine is champagne. Champagne has certain very specific, universally recognized characteristics. If someone were to take a bottle of Chianti, label and sell it as champagne, they’d be arrested for fraud. In the same way, those who seek to redefine marriage – with its specific characteristics – and to usurp the title “marriage” for their morally bankrupt relationships, are committing an act of fraud. It’s insulting to those who have entered the authentic, sacred and time-honored institution of marriage over the years.</p></blockquote>
<p>Man ist versucht, laut aufzulachen, angesichts der Albernheiten, die sich Tobin hier leistet. Sollte die EU eines Tages damit beginnen, den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Champagner">markenrechtlich geschützten Titel &#8220;Champagner&#8221;</a>, auch auf andere Traubenprodukte anzuwenden, wird niemand sie daran hindern können. Ebenso kann natürlich auch der Begriff der Ehe eine Neudefinition erfahren, und das erst Recht, wenn man bedenkt, dass Gesellschaften einem Wandel unterliegen und sich neuen Realitäten anzupassen in der Lage sind. Was Tobin überdies nicht begreift ist, dass es für mich als schwulen Mann beleidigend ist, dass die Ehe nur für die vorbehalten sein soll, die am liebsten mit dem anderen Geschlecht anbandeln.</p>
<blockquote><p>The gay culture continues to seep into our popular culture, cleverly claiming credibility. Did you see that President Obama issued special invitations to gay families to participate in this year’s Easter Egg Hunt at the White House? Just another not-too-subtle attempt to ignore the objective immorality of the situation and present gay couples as normal and happy as every other couple.</p></blockquote>
<p>Was Tobin seinerseits geflissentlich ignoriert, ist dass Obama, und viele andere Menschen auch, offensichtlich nichts mit seiner schwammigen Vorstellung einer &#8220;objektiven Unmoral&#8221; anfangen können, und dass Homosexualität eben nur in seiner subjektiven Sicht &#8220;objektiv unmoralisch&#8221; ist. Wie ignorant muss man eigentlich sein, den offensichtlichen Beleg von glücklichen homosexuellen Paaren mit dem Verweis zu kontern, diese werden nur als glücklich &#8220;präsentiert&#8221;, weil die &#8220;schwule Kultur&#8221; das eben so haben will?</p>
<p>Doch, Achtung! Jetzt wird es ernst:</p>
<blockquote><p>The third way in which gay marriage will affect you is its impact on religious freedom, including that of the Catholic Church.</p>
<p>A recent headline in the <em>Washington Post</em> demonstrates the problem: “Faith groups losing gay rights fights.” It goes on to give some examples of how the gay agenda is imposing itself on religious beliefs: a Christian photographer in New Mexico was fined because she refused to photograph a gay couple’s commitment ceremony; Christian doctors in California were obliged to artificially inseminate a lesbian patient; A Christian student group was punished because it denied membership to anyone involved in sex outside of marriage.</p></blockquote>
<p>Inwieweit diese Ereignisse wirklich stattgefunden haben, kann ich nicht beurteilen, da homophobe Christen öfter schon <a href="http://stevenmilverton.com/2009/05/06/wie-manche-christen-die-wahrheit-verdrehen/">dabei ertappt wurden</a>, Tatsachen zu verdrehen. Doch nehmen wir einmal an, alle Vorfälle hätten sich so abgespielt:</p>
<p>Auch eine christliche Fotografin ist nicht Angestellte ihres Glaubens, sondern einer Firma. Wenn es zur Geschäftspolitik der Firma gehört, auch die Hochzeiten gleichgeschlechtlicher Paare zu fotografieren, dann sollte sich die  Fotografin nicht wundern, wenn sie abgemahnt wird, weil sie sich weigerte ihren Job zu erledigen. Für christliche Ärzte gilt im Grunde genommen dasselbe. Und inwiefern die christliche Studentengruppe &#8220;bestraft&#8221; wurde, lässt Tobin bedauerlicherweise offen.</p>
<blockquote><p>We’re familiar with other examples of the gay agenda infringing on religious freedom. In Massachusetts, the Catholic Church was required to place children for adoption with gay couples; and in some countries, clergy preaching the Christian doctrine about homosexual practices have been accused of hate crimes.</p></blockquote>
<p>Bei diesen Beispielen habe ich nun endlich mal wieder Gelegenheit den advocatus diaboli zu spielen. Prinzipiell finde ich es problematisch, wenn religiösen Institutionen etwas staatlicherseits aufgedrängt wird, was gegen ihre Prinzipien verstößt, vorausgesetzt, diese Organisationen finanzieren sich nicht durch auch nur einen Cent an Staatsgeldern. Andererseits finde ich das Beispiel mit der Adoption etwas merkwürdig, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass katholische Organisationen Narrenfreiheit haben, was die gesetzlichen Bestimmungen zur Adoption betrifft.</p>
<p>Was nun die Problematik der &#8220;Hassverbrechen&#8221; bzw. &#8220;Hassreden&#8221; angeht, muss ich Tobin zustimmen. Meiner Meinung nach, hat jeder das Recht zu äußern, Schwule seien unmoralisch, krank und pervers, schon allein deswegen, weil ich mir das Recht, u.a. gewisse Anschauungen von Katholiken ebenso zu bezeichnen, nicht nehmen lassen möchte.</p>
<blockquote><p>Proponents of gay marriage say that the Church won’t be forced to witness such marriages. Don’t believe it. And other related problems will inevitably arise. Will the Church be required to admit gay couples as sponsors for baptisms; to rent its facilities for gay wedding receptions; to hire employees despite their immoral gay lifestyles; to grant family benefits to gay couples? For simply maintaining its teachings in these and many other possible scenarios, the Church will be accused of bigotry and unlawful discrimination. The threat to our religious freedom is real, and imminent.</p></blockquote>
<p>Wie gesagt: Handelt es sich bei religiösen Institutionen um &#8220;Privatfirmen&#8221;, ist nicht einzusehen, warum diese Schwule einstellen, oder überhaupt was mit diesen zu tun haben sollten. Die Ablehnung der Homosexualität durch Individuen betrachte ich als moralisches und nicht als legislatives Problem.</p>
<blockquote><p>The fact that Rhode Island has successfully avoided the gay marriage phenomenon is a credit to our Governor, the Speaker of the House and the President of the Senate. They – along with a number of other legislative leaders – have been consistent and courageous in deflecting the onslaught of gay activists and in upholding the traditional definition of marriage. We hope and pray they’ll continue to do so.</p></blockquote>
<p>Tobin und seine Gefolgsleute mögen ruhig beten, &#8220;Gottes Wille&#8221; wird aber über kurz oder lang dafür sorgen, dass die Homo-Ehe auch in Rhode Island Einzug hält. Dessen kann man sich schon ziemlich sicher sein.</p>
<blockquote><p>“The Church is losing its influence,” you say, “and there’s nothing we can do.” “Bull feathers,” I reply. I don’t know if we have 600,000 Catholics in the state or 500,000 or 400,000. But if even ten percent of our Catholic population got actively involved in this issue – even five percent – we could have an enormous impact and help Rhode Island maintain its moral sanity.</p></blockquote>
<p>Tobin ist auf der Verliererspur. Er weiß es und das macht ihn wütend. Denn auch die moralische Gesundung des Staates Rhode Island wird kommen: An dem Tag, an dem gleichgeschlechtliche Paare heiraten dürfen.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Halluzination und Homosexualisierung]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/04/27/halluzination-und-homosexualisierung/</link>
<pubDate>Mon, 27 Apr 2009 16:00:42 +0000</pubDate>
<dc:creator>Damien</dc:creator>
<guid>http://gaywest.wordpress.com/2009/04/27/halluzination-und-homosexualisierung/</guid>
<description><![CDATA[Evangelikale Kompetenz in Sachen Internet sieht anders aus: Den Grund für diese Unterdrückung sieht ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Evangelikale Kompetenz in Sachen Internet <a href="http://medrum.de/?q=comment/reply/2485">sieht anders aus</a>:</p>
<blockquote><p>Den Grund für diese Unterdrückung sieht White in dem Versuch, die Gesellschaft homosexualisieren zu wollen. Eine solche Interpretation dürfte bei Vertretern der Lesben &#8211; und Schwulenbewegung vermutlich auf einigen Widerspruch stoßen. Verständlich und zulässig erscheint eine solche These jedoch mit Blick darauf, dass sich Teile der Schwulenbewegung in einer Form präsentieren, die den Eindruck einer Homosexualisierung vermittelt. So ist in einem Blog unter der Überschrift &#8220;<a href="../2008/10/01/shocking-britain-goes-gay/">Shocking! &#8211; Britain goes gay By Adria</a>&#8221; im Portal &#8220;Gay West&#8221; zu lesen:</p></blockquote>
<p>Armer Adrian, wo haben die Dein &#8220;n&#8221; gelassen? Morgen heißt es dann sicher wieder, Schwule erkenne man daran, dass sie sich Frauennamen geben.</p>
<blockquote>
<p style="text-align:left;padding-left:30px;"><em>&#8220;Egal ob CDU in Deutschland, die Republicans in den USA und nun auch noch die Tories in Großbritannien, überall in diesen Parteien wimmelt es von Homo-Initiativen, Homo-Gruppen, Homo-Sympathisanten und sogar leibhaftigen Homos, bereit sich ins Getümmel zu stürzen und die linke Meinungsführerschaft auf diesem Gebiet, quasi in einem Überraschungsangriff von hinten, zu brechen. &#8230;<br />
Wer hätte jemals gedacht, dass sich eine konservative Partei, die ansonsten in der Reproduktion den Grundstein ihrer Macht sieht, weil ja nur so “die Gesellschaft”, also der Staat, am Leben bleibt, so <em>warme Worte</em> für <em>Gebär- und Zeugungsverweigerer</em> findet</em><em>&#8220;<br />
</em><br />
Solche Entwicklungen werden durch Blogs der Schwulenbewegung wie den Blog &#8220;Verschwulung der Welt&#8221; bildhaft illustriert (siehe Grafik  aus dem <a href="http://de.wordpress.com/tag/die-verschwulung-der-welt/">WordPress Blog &#8220;Die Verschwulung der Welt</a>).</p></blockquote>
<p>&#8220;Verschwulung der Welt&#8221;? Ein Tag bei WordPress, kein Blog. Das müßte für bibeltreue Christen einfach nachvollziehbar sein. Ein Blog kommt schließlich nicht vor in der Bibel, ein Tag dagegen schon, am siebten ruhte Gott.</p>
<p>Bemerkenswerter noch aber als die zweifelsohne vorhandene terminologische Unkenntnis ist der Inhalt des inkriminierten Zitats. <!--more-->&#8220;Verschwulung der Welt&#8221; also soll ein Programm von Teilen der Schwulenbewegung sein? Tatsache ist, dass in der etwas vornehmeren Variante der &#8220;Homosexualisierung der Welt&#8221;, diese Behauptung doch gerade von christlichen Hasspredigern in die Welt gesetzt wird. Substanz hat sie ebenso wenig wie die von der Verjudung der Welt. Beide sind der Ausdruck von Wahnideen christlicher Fanatiker, die damit jeweils ihre verschwörungstheoretische Variante präsentieren. Zwar ist es nicht zu übersehen, dass sich auch in bisher von naiven Zeitgenossen für &#8220;homo-frei&#8221; gehaltenen Bastionen Schwule und Lesben zunehmend zu Wort melden. Das aber liegt nicht an einer &#8220;Unterwanderung&#8221; von Bundeswehr und Kirche, CDU und Polizei, Burschenschaften und Unternehmerverbänden, sondern daran, dass sich immer weniger Schwule und Lesben die Gleichung, wer homosexuell sei, müsse automatisch Pazifist und antiklerikal, links und antikapitalistisch sein, zu eigen machen bzw. durch ihr Outing in entsprechenden Organisationen den praktischen Gegenbeweis antreten.</p>
<p>Das aber macht Menschen mit einfachem Weltbild Angst. Früher war alles so einfach: Die Schwulen waren die Schweine, die am CSD ihre nackten Ärsche präsentierten, nachts, wo anständige Menschen schliefen, in dunklen Räumen Gruppensexorgien feierten, Frauenkleider trugen oder Lack und Leder, <em>anders</em> waren. Wo aber soll das hinführen, wenn Herr Müller von nebenan, der doch stets korrekt im Anzug zur Arbeit und sonntags zur Kirche geht, jeden Samstag sein Auto wäscht und täglich seinen deutschen Schäferhund Gassi führt sich plötzlich auch als <em>so einer</em> herausstellt? Wie soll man sich da noch von <em>denen</em> abgrenzen? Wie ohne viel Aufwand demonstrieren, dass man selber nicht <em>so einer</em> ist? Da bietet die These von der geplanten Homosexualisierung einfache Abhilfe. Sie sind eben doch nicht wie wir, sondern wollen, dass wir alle wie sie werden. Einem Hetero würde so etwas nicht passieren. Man ist schließlich tolerant.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Heiratsfieber]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/04/08/heiratsfieber/</link>
<pubDate>Wed, 08 Apr 2009 12:00:57 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
<guid>http://gaywest.wordpress.com/2009/04/08/heiratsfieber/</guid>
<description><![CDATA[Also, damit wir nicht den Überblick über das Homo-Heiratsgeschehen in Übersee verlieren: In folgende]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Also, damit wir nicht den Überblick über das Homo-Heiratsgeschehen in Übersee verlieren: In folgenden US-Bundesstaaten dürfen Schwule und Lesben <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anerkennung_gleichgeschlechtlicher_Partnerschaften_in_den_Vereinigten_Staaten">heiraten</a>, so richtig mit der Bezeichnung &#8220;Ehe&#8221; und so:</p>
<p>Massachusetts (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anerkennung_gleichgeschlechtlicher_Partnerschaften_in_den_Vereinigten_Staaten#Massachusetts">seit 17. Mai 2004</a>)</p>
<p>Connecticut (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anerkennung_gleichgeschlechtlicher_Partnerschaften_in_den_Vereinigten_Staaten#Connecticut">seit 10. Oktober bzw. 12. November 2008</a>)</p>
<p>Iowa (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anerkennung_gleichgeschlechtlicher_Partnerschaften_in_den_Vereinigten_Staaten#Iowa">seit 3. April bzw. ab 27. April 2009</a>)</p>
<p>Vermont (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anerkennung_gleichgeschlechtlicher_Partnerschaften_in_den_Vereinigten_Staaten#Vermont">seit 7. April bzw. ab 1. September 2009</a>)</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Iowa, mein Iowa]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/04/07/iowa-mein-iowa/</link>
<pubDate>Tue, 07 Apr 2009 08:00:22 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
<guid>http://gaywest.wordpress.com/2009/04/07/iowa-mein-iowa/</guid>
<description><![CDATA[Ja, also das ist wirklich strange. Ausgerechnet Iowa öffnet die Ehe. Damit hätte ich, ehrlich gesagt]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Ja, also das ist wirklich strange. Ausgerechnet <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Iowa">Iowa</a> <a href="http://www.advocate.com/news_detail_ektid77338.asp">öffnet die Ehe</a>. Damit hätte ich, ehrlich gesagt, <a href="http://gaywest.wordpress.com/2008/12/09/francesco-und-clint-gemeinsam-in-iowa/">nicht gerechnet</a>.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der Sturm auf's Rosa Rathaus]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/04/04/der-sturm-aufs-rosa-rathaus/</link>
<pubDate>Sat, 04 Apr 2009 16:00:25 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
<guid>http://gaywest.wordpress.com/2009/04/04/der-sturm-aufs-rosa-rathaus/</guid>
<description><![CDATA[Es dürfte wenige Menschen geben, die noch peinlicher sind als Gabriele Kuby, ihres Zeichens katholis]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Es dürfte wenige Menschen geben, die noch peinlicher sind als <a href="http://gaywest.wordpress.com/?s=Gabriele+Kuby">Gabriele Kuby</a>, ihres Zeichens katholische Fundamentalistin mit rechtskonservativem Auftrag. Zu diesen Menschen gehören z. B. die, welche die Ergüsse der Kuby ernst nehmen. So etwa die Kameraden von der<em> Blauen Narzisse</em>, einer in ihrer alternativen Intelligenz schon wieder amüsanten Vereinigung kulturkonservativer Recken, mit der wir schon einmal <a href="http://www.blauenarzisse.de/podcast/index.php?id=122">kurz zu tun hatten</a>, damals, als die Macher  uns bescheinigten, <em>die </em>Schwulenszene zu repräsentieren. Wie drollig!</p>
<p>Die Kuby hat also den Narzissen ein Interview<a href="http://www.blauenarzisse.de/v2/index.php?option=com_content&#38;task=view&#38;id=764&#38;Itemid=32"> gegeben</a>, in dem sie sich in gewohnt verzweifelter Manier über die Schrecken des Gender-Mainstreaming auslässt, jener Gefahr also, die</p>
<blockquote><p>versuche das Selbstverständnis von Mann und Frau zu zerrütten und dabei auch nicht vor der Frühsexualisierung von Kleinkindern zurück[schrecke].</p></blockquote>
<p>Ja, da schlottern den Rettern des Abendlandes und der Geschlechter die Knie. Denn was bitte schön soll aus einer Welt werden, in der so etwas möglich ist?<!--more--></p>
<blockquote><p><strong>Blaue Narzisse: Frau Kuby, was geschieht mit einem Kind, das täglich über Fernsehen und Freunde mit „Sex“ bombardiert wird?</strong></p>
<p><strong>Gabriele Kuby:</strong> Es verliert seine Unschuld und sein Schamgefühl. Das innere Bild von schöner Liebe, das immer den ganzen Menschen meint – Seele, Geist und Körper – geht verloren. Tugenden wie Treue und Verantwortung, ohne die Liebe nicht gedeihen kann, gehen im Morast der Pornographie unter.</p></blockquote>
<p>Ja, die Bombardierung der Kinder mit &#8220;Sex&#8221; &#8211; was auch immer das sein soll, nicht wahr Narzissen? -  nimmt wirklich apokalyptische Ausmaße an. Die Bombardierung Dresdens war nichts dagegen. Und diesem &#8220;Morast der Pornografie&#8221; etwas entgegensetzen ist natürlich schwierig, schließlich ist es für Eltern heutzutage nicht mehr zumutbar, ihrem Kind gewisse Fernsehsendungen zu untersagen, sprich: es zu erziehen. Doch selbst wenn man seine Kinder vor dem bösen &#8220;Sex&#8221; bewahrt, bleibt immer noch das Problem mit der Gesellschaft:</p>
<blockquote><p><strong>Wer treibt die Frühsexualisierung in unserer Gesellschaft voran?</strong></p>
<p>Merkwürdigerweise der Staat, weil die 68er Generation die Machtpositionen in dieser Gesellschaft übernommen hat. Von den Homoverbänden, den Feministinnen und Pro-Familia erwartet man nichts anderes. Aber daß der Staat über die Sexualkunde und die Schriften der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vom Kindergarten an Sexualisierungskampagnen durchführt, ist doch erstaunlich.</p></blockquote>
<p>Dass die &#8220;Homoverbände&#8221; schuld an den Übeln der Moderne sind &#8211; geschenkt. Schließlich haben die nichts besseres zu tun, als jede Woche zu den geheimen Treffen mit Pro Familia und den Feministinnen zu gehen um zu beraten, wie man die Kinder noch besser sexualisieren kann. Ja, das sind schon echte Schweine.</p>
<p>Wer jetzt aufhören möchte zu lesen und lieber noch nach draußen gehen und das schöne Wetter genießen will, sollte das besser tun. Ansonsten steigt nämlich die Gefahr, absolut verblödet zu werden:</p>
<blockquote><p><strong>Sie schreiben in Ihren Büchern davon, daß der deutsche Staat einen neuen „geschlechtsvariablen“ Gender-Menschen schaffen will. Wie stellen Sie sich diesen neuen Gender-Menschen vor? Können Sie diesen „neuen Menschen“ bitte etwas genauer beschreiben.</strong></p>
<p>„Gender“ ist ein künstlicher Begriff, der auf der UN-Frauenkonferenz 1995 in Peking eingeführt wurde. Er soll die Heterosexualität von Mann und Frau aufheben. Zur „Freiheit“ des neuen Gender-Menschen soll es gehören, darüber zu entscheiden, ob er hetero-, homo- oder bisexuell sein oder sein Geschlecht ändern möchte. Das soll alles als gleichwertig anerkannt werden. Wer es nicht tut, gilt als „Heterosexist“ oder als „homophob“. Der Gender-Mensch wird sexbesessen, bindungs- und familienunfähig sein, ein Prozeß, in dem wir mitten drin sind.</p></blockquote>
<p>Zunächst einmal ist &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gender">Gender</a>&#8221; natürlich ein künstlicher Begriff, da jeder Begriff  &#8220;künstlich&#8221;, das heißt vom Menschen erfunden ist. Und er soll natürlich <em>nicht </em>die Heterosexualität von Mann und Frau aufheben. Wer so etwas behauptet zeigt damit nur, dass er von der Materie keine Ahnung hat. Da wir aber hier von der Kuby reden, sollte das nicht allzu sehr überraschen.</p>
<p>Doch übersehen wir das mal großzügig und fragen uns statt dessen: Was wäre denn so schlimm an einer Freiheit, in der jeder hetero, homo oder bi sein, oder nach Belieben das Geschlecht wechseln kann, wenn man das möchte? Natürlich nichts. Und dass dieser &#8220;neue Mensch&#8221;, wie ihn die Kuby herbeifantasiert, &#8220;sexbesessen, bindungs- und familienunfähig&#8221; sein wird, ist auch nichts anderes als der tausendste Aufguss des ewigen Sermons eines am Individualismus leidenden Anhängers des kuscheligen Volkskollektivs.</p>
<blockquote><p><strong>Wenn nun der Staat, d.h. Lehrer, Familien- und Gesundheitspolitiker, in dieser, von Ihnen beschriebenen, Weise in die Erziehung eingreifen, warum wehren sich dann die Eltern nicht gegen diese Bevormundung und negative Beeinflussung ihrer Kinder?</strong></p></blockquote>
<p>Weil diese Bevormundung nichts anderes ist als ein reines Phantasieprodukt?</p>
<blockquote><p>Weil die sexuelle Revolution der 68er-Generation in unglaublich kurzer Zeit das Normenfundament unserer Gesellschaft zerschlagen hat und die de-moralisierte Sexualität zum Mainstream geworden ist. Niemand ist gern Außenseiter. Gerichtliche Klagen gegen die Zwangs-Sexualkunde in der Schule hatten bisher keinen Erfolg. Begründung: Es dürfe keine „Parallelgesellschaften“ geben. Man sollte ergänzen: nicht für Deutsche und nicht für Christen.</p></blockquote>
<p>Genau, denn Ausländer und Moslems dürfen ihre Kinder natürlich zum religiösen Fundamentalismus, einschließlich Ekel und Angst vor sexueller Selbstbestimmung bzw. Selbstbestimmung überhaupt erziehen. Wieso also nicht Deutsche und Christen? Voll gemein ist das!</p>
<p>So und jetzt wird es lustig:</p>
<blockquote><p><strong>Als eine weitere Folge des Gender-Mainstreaming beklagen Sie staatliche Erziehungsmaßnahmen hin zur Homosexualität. Sind Homosexuelle mittlerweile in Deutschland besonders gut angesehen (man denke an Anne Will, Klaus Woworeit [sic!] oder Guido Westerwelle) und haben sie mehr politischen Einfluß als Heterosexuelle?</strong></p></blockquote>
<p>Wie viele Drogen muss man eigentlich zu sich nehmen um dermaßen weich in der Birne zu werden? &#8220;Staatliche Erziehungsmaßnahmen hin zur Homosexualität&#8221;. In welchem Land leben die Narzissen eigentlich? Und kann man dahin einwandern?</p>
<p>Was nun allerdings den ungeheuren politischen Einfluss der Homos betrifft, der dem der Heteros bei weitem übersteigt, kann man den konservativen Blümchen nur zustimmen. Denn man muss sich ja nur mal anschauen, wie sehr heterosexuelle Paare in Deutschland benachteiligt werden. Oder denken wir an die armen heterosexuellen Jugendlichen, die sich aus Angst vor ihren homosexuellen Klassenkameraden nicht trauen, zu ihren Gefühlen zu stehen. Und nicht zu vergessen die durch die Straßen marodierenden schwulen Hetenklatscher.</p>
<p>Und das ist noch längst nicht alles:</p>
<blockquote><p>Der Einfluß dieser kleinen Minderheit der Homosexuellen – laut Umfragen beträgt sie weniger als zwei Prozent – ist außerordentlich stark.</p></blockquote>
<p>Krieg ist Frieden&#8230;</p>
<blockquote><p>Über das Antidiskriminierungsgesetz wird der Rechtsstaat gerade in einen totalitären Gesinnungsstaat verwandelt.</p></blockquote>
<p>Freiheit ist Sklaverei&#8230;</p>
<blockquote><p>Es darf nicht mehr gesagt werden, daß es für Personen, die aus der Homosexualität aussteigen wollen, Therapie-Möglichkeiten gibt. Die wissenschaftlichen Forschungen zu diesem Thema werden unterdrückt. Volker Beck, der Fraktionsvorsitzende der Grünen, führt diesen Kampf an.</p></blockquote>
<p>Unwissenheit ist Stärke&#8230;</p>
<p>Bleibt nur noch die Frage, frei nach Lenin: Was tun?</p>
<blockquote><p><strong>Welcher Weg könnte aus der Geschlechter-Misere führen?</strong></p>
<p>Es muß einen Aufstand der jungen Generation geben.</p></blockquote>
<p>Genau. Stürmt die Bastille! Holt die Guillotinen heraus! Und hetzt die Schwulen wo immer ihr sie findet!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Fantastisch schwul]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/03/31/fantastisch-schwul/</link>
<pubDate>Tue, 31 Mar 2009 08:00:31 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
<guid>http://gaywest.wordpress.com/2009/03/31/fantastisch-schwul/</guid>
<description><![CDATA[Um den Bedürfnissen der Homosexuellen gerecht zu werden, gibt es jetzt ein Online-Erotikshop, der si]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><blockquote><p>Um den Bedürfnissen der Homosexuellen gerecht zu werden, gibt es jetzt ein Online-Erotikshop, der sich ausschliesslich um die fantastische Welt der männlichen Homosexualität dreht.</p></blockquote>
<p>Na, da hat es wohl einer mit seiner Homophilie <a href="http://www.presseportal.ch/de/pm/100017117/100580291/gaysworld_ch">übertrieben</a>. Schwul sein ist zwar ganz okay, aber so fantastisch ist <em>unsere</em> <em>Welt </em>nun auch nun wieder nicht.</p>
<p>Andererseits, wenn man die Welt der Homos tatsächlich an den Maßstäben eines schwulen Sexshops misst, könnte man wirklich auf die Idee kommen, wir seien ein Völkchen, das geradewegs einer Fantasy-Literatur entsprungen ist.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Perversion am Pranger]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/03/24/perversion-am-pranger/</link>
<pubDate>Tue, 24 Mar 2009 17:00:33 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
<guid>http://gaywest.wordpress.com/2009/03/24/perversion-am-pranger/</guid>
<description><![CDATA[Eigentlich ist es müßig, ständig die sinn- und bedeutungslosen Ausführungen katholischer Betbrüder i]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Eigentlich ist es müßig, ständig die sinn- und bedeutungslosen Ausführungen katholischer Betbrüder in bunten Röckchen zu kommentieren, die in ihrer Eigenschaft als sexlose Zombies immerfort meinen, alle Welt über Sexualität belehren zu müssen. Dennoch: <a href="http://www.kathnews.de/content/index.php/2009/03/23/kardinal-pujats-sexuelle-perversionen-sind-keine-menschenrechte/">Das Interview</a>, das kathnews.de mit dem Rigaer Erzbischof, Kardinal Pujats, geführt hat, verdient es festgehalten zu werden, als erneuter Beweis, welchen Unsinn Menschen von sich geben, ohne dass die Jungfrau Maria anfängt vor Schmerz zu weinen.</p>
<p>Geführt wurde das Interview von Herrn Valdis Grinsteins, den man förmlich vor Freude seufzen hören kann, endlich einem anständigen Kirchenführer die Füße lecken zu dürfen.</p>
<p>Beginnen wir mit der Gretchenfrage der modernen Zeit:</p>
<blockquote><p><strong>Valdis Grinsteins:</strong> Was fördert die Verbreitung der Homosexualität?<!--more--></p>
<p><strong>Kardinal Pujats:</strong> Zum einen wird die Homosexualität von dem ausgeprägten Sexkult gefördert, der in den modernen Massenmedien Verbreitung findet, daneben ist auch festzustellen, dass diese Sucht in einigen Ländern im Namen falsch verstandener „Menschenrechte“ sogar offiziell gefördert wird. Andererseits stehen der Homosexualität infolge mangelnden Glaubens und der sittlichen Abstumpfung großer Teile der Gesellschaft Tür und Tor offen.</p></blockquote>
<p>Man kann es dem Erzbischof nicht mal Übel nehmen, dass er in Bezug auf Homosexualität von &#8220;falsch verstandenen Menschenrechten&#8221; palavert, denn für ihn zeichnen sich Menschenrechte offensichtlich durch folgende Prämissen aus: Der Mensch hat das Recht zu Maria und &#8211; ein bisschen &#8211; zu Jesus zu beten, dem Papst zuzujubeln, und ansonsten die Klappe zu halten. Für Fragen moralischer Art wende man sich bitte an die Hotline des Vatikans und wer dessen Ratschläge nicht befolgt, der darf sich nicht wundern, fortan als Mensch mit verkrüppelter Seele durchs Leben zu gehen. Ach ja, Zweifel an der Version Roms anzumelden, kommt natürlich einem Verbrechen ungeahnten Ausmaßes gleich, denn der Mann auf dem Throne des Katholizismus hat immer Recht.</p>
<p>Nächste Frage:</p>
<blockquote><p><strong>Valdis Grinsteins:</strong> Warum stehen so viele Menschen der Verbreitung der Homosexualität gleichgültig gegenüber?</p></blockquote>
<p>Weil sie nicht mehr an Gott glauben, sich Satan verschrieben haben und die Autorität der heiligen Mutter Kirche nicht mehr anerkennen. Stimmt&#8217;s?</p>
<blockquote><p><strong>Kardinal Pujats:</strong> Es sind vor allem diejenigen, die nicht an Gott glauben, die diesem Problem gleichgültig gegenüberstehen, aber zu diesen gesellen sich auch viele Christen, die ihrem Glauben keine Bedeutung zumessen. Warum tun sie dies? Ich sehe es am Beispiel meines Landes. In der Regierung hängt eine ganze Gruppe von Personen sowohl finanziell als auch administrativ von einem einzigen Menschen ab.</p></blockquote>
<p>Also, meine Antwort hatte wesentlich mehr Stil. Andererseits ahnt man was noch kommen wird. Die Regierung Lettlands hänge also &#8220;sowohl finanziell als auch administrativ von einem einzigen Menschen ab&#8221;. Verschwulung der Welt, ick hör dir trapsen&#8230;</p>
<blockquote><p>Sie sehen sich gezwungen, entweder zu ihrem Vorgesetzten zu halten oder aber bestenfalls still zu sein und Gleichgültigkeit an den Tag zu legen, auch wenn sie in tiefster Seele nicht mit ihm einverstanden sind. Im Staatsapparat kann selbst eine kleine Gruppe homosexueller Beamten leicht ein angestrebtes Ziel erreichen. Diese Frage zeitigt vor allem im Bereich der Justiz schlimmste Folgen. Das Regime der Unterdrückung wurde in der früheren Sowjetunion gerade durch die gegenseitige Abhängigkeit der Beamten am Leben erhalten.</p></blockquote>
<p>Eine Phantasie, die meine kühnsten erotischen Träume wahr werden lässt: eine kleine Gruppe homosexueller Beamte, komplett in Hemd und Krawatte, unermüdlich arbeitend für die Rosa Nostra, gestählt durch den Kampf gegen Pfaffen aller Art und immer bereit, die Mittagspause ganz entspannend anzugehen. Ja, ja, angesichts solcher Perversionen muss man sich auch nicht wundern, dass es im heutigen Lettland zugeht, wie damals zu Zeiten der Sowjetunion.</p>
<p>Und Gott? Kann angesichts solcher Schandtaten nur weinen:</p>
<blockquote><p>Denen aber, die mit ganzem Herzen an Gott glauben, in der Gesellschaft aber keinen wirklichen Einfluss ausüben, bleibt nichts als die Alternative, sich mutig zu organisieren und mit dem Beispiel ihres auf die Erfüllung der göttlichen Gebote gegründeten Lebens Zeugnis für Christus abzulegen. Die Systeme ändern sich und brechen zusammen, aber „die göttliche Wahrheit hat die Jahrhunderte hindurch Bestand“, heißt es im Buch der Psalmen (Ps 116,2).</p></blockquote>
<p>Tirili, tirila, und wenn wir uns jetzt noch an den Händen fassen &#8211; rein platonisch natürlich &#8211; wird Gott die blöden Sodomisten dahin befördern wo sie hingehören. Oder? Ach, nee, so weit sind wir noch nicht. Die Katholiken sind immer ein bisschen langsam&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>Valdis Grinsteins:</strong> Viele geschätzte Autoren verurteilen, gestützt auf die Heilige Schrift und das Lehramt der Kirche, in ihren Schriften entschieden dieses sündhafte Verhalten. Doch da sie selten zitiert werden, nehmen viele Katholiken diesem Problem gegenüber eine tolerante Haltung ein. Wie kann man die Gläubigen vor dieser Gefahr schützen?</p></blockquote>
<p>Wie wäre es mit der Förderung von heterosexuellen Schlägerbanden, die sich des Problems auf eine handfeste Art und Weise annehmen? Das geht! Immerhin <a href="http://gaywest.wordpress.com/2009/03/22/eselficker-statt-hassprediger/">zeigt uns der Islam</a> die Funktionalität dieser Lösung.</p>
<p>Doch, ach, der verweichlichte, dekadente katholische Klerus hat keine andere Option, als die Bibel zu schwingen:</p>
<blockquote><p><strong>Kardinal Pujats:</strong> Der Klerus hat die Pflicht, die Bibel anzuführen und die Gläubigen daran zu erinnern, dass die Heilige Schrift jede Art von Unreinheit verurteilt. Ausgehend von der Bibel lassen sich Schlüsse ziehen, aus denen die Gläubigen selbst ableiten können, was toleriert werden darf und was nicht.</p></blockquote>
<p>Langweilig.</p>
<blockquote><p>Wir müssen predigen, dass das göttliche Recht und das Naturgesetz beständig und unveränderlich sind. Was sich ändert, ist die Haltung der Menschen und Parlamente und das Recht, das sie schaffen. Deshalb ist es auch keiner Legislative gestattet, die Zehn Gebote abzuschaffen, denn diese stützen sich auf das Naturgesetz und gewährleisten das Bestehen der Gesellschaft. Wir haben darauf aufmerksam zu machen, dass die vom göttlichen Gesetz deutlich festgelegte Grenze zwischen Gutem und Bösem, zwischen Erlaubtem und Unerlaubtem nicht aufgehoben werden darf.</p></blockquote>
<p>&#8220;Zehn Gebote&#8221;, &#8220;Naturgesetz&#8221;, &#8220;Gut und Böse&#8221;. Herr Kardinal, kommen Sie mal zu Potte! Das ist doch bräsig und voll uncool! Wir wollen Action, man, nicht so &#8216;ne Labertasche wie Dich!</p>
<blockquote><p>Schließlich müssen wir deutlich machen, dass die Homosexualität ein Laster ist, das man erwirbt und das daher mit Drogenabhängigkeit, Alkoholismus, Rauchen usw. verglichen werden kann. Wer die Homosexualität ausübt, kann daher nicht verlangen, dass man ihn als einer „Minderheit“ zugehörig behandelt.</p></blockquote>
<p>Blah, blah, blah, wird das heute noch was? Die Frage, die wir uns hier stellen, lautet doch ganz einfach: Was tun gegen die Perversen, die unsere Gesellschaft zerstören, unsere Kinder vergewaltigen, unsere Frauen <em>nicht </em>begatten? Dürfen wir zur Selbstverteidigung greifen? Sag an, Alter!</p>
<blockquote><p>Wir müssen darauf aufmerksam machen, dass eine sexuelle Perversion in der Öffentlichkeit nicht geduldet werden darf, damit sie nicht die ganze Gesellschaft mit ihrem schlechten Beispiel ansteckt. Wer zum Laster neigt, muss zur Disziplin gerufen und behandelt werden. Er hat kein Recht auf Legalisierung und Schutz, als ob auf ihn die Menschenrechte Anwendung fänden. Die Homosexualität ist keine sexuelle Orientierung, sondern eine sexuelle Perversion.</p></blockquote>
<p>Na also, geht doch, das klingt doch schon ganz gut. &#8220;Kein Recht auf Legalisierung und Schutz&#8221;. Die Homos sind sozusagen vogelfrei, und prinzipiell  jeder Akt, diese Seuche zu begrenzen, legitim. Mehr wollten wir doch gar nicht hören.</p>
<p>Oder, Grinsteins, was sagst Du dazu?</p>
<blockquote><p><strong>Valdis Grinsteins:</strong> Immer dann, wenn die Kirche gegen Gesetze Einspruch erhebt, die die Homosexualität fördern, hält man ihr entgegen, dass sie sich in die Politik einmische. Was halten Euer Eminenz von dieser Beschuldigung?</p></blockquote>
<p>Grinsteins, Sie ketzerischer Narr! Die Kirche ist Politik, Gott ist Politik, und jede menschliche Regierung steht unterhalb göttlicher Gesetze! Und was diese Gesetzte ausmachen, bestimmen wir, also der Papst, also Gott!</p>
<blockquote><p><strong>Kardinal Pujats:</strong> Die Kirche hat das Recht, Einspruch zu erheben, wenn der Staat den Homosexualismus aufdrängt. Religion und Moral gehören zu ihrem spezifischen Zuständigkeitsbereich. Wenn sie daher die Homosexualität verurteilt, überschreitet die Kirche keineswegs ihren Zuständigkeitsbereich, im Gegenteil &#8211; es sind die Regierungen und Parlamente die über ihre Bereiche hinausgehen, wenn sie göttliche Gebote und den Begriff von Tugend und Laster zu ändern versuchen.</p></blockquote>
<p>Hab ich eben was anderes gesagt? Okay, meine Ansage war deutlicher, aber der olle Pujats ist nun mal so &#8216;ne Quarktasche, der immer um den heißen Brei rumreden muss.</p>
<blockquote><p>Außerdem gewährleisten die Konkordate, die der Heilige Stuhl mit den Regierungen vieler Länder abgeschlossen hat, der Kirche die Freiheit der Meinungsäußerung. Daneben heißt es im Absatz 9 des Konkordats des Heiligen Stuhls mit Lettland ausdrücklich, dass den Gläubigen „die Möglichkeit eingeräumt wird, gesellschaftliche, kulturelle und erzieherische Initiativen zu ergreifen und zu verbreiten, die sich auf die Grundsätze des christlichen Glaubens stützen“.</p>
<p>Das Prinzip der Trennung von Kirche und Staat bestimmt lediglich die Zuständigkeiten beider Seiten. Es gibt Länder, in denen die Mitglieder der Kirche die Mehrheit der Bürger bilden. Kann dort ein Staat existieren, wenn die Bürger künstlich von ihm getrennt werden? Sowohl die Gläubigen im Allgemeinen wie auch die Bischöfe sind Bürger ihres Landes und haben alle Rechte, die sich davon ableiten. Zu diesen gehört auch das Recht, gegen unsittliche Gesetze zu protestieren.</p></blockquote>
<p>Ja, ja und unter Paragraf 8, Absatz II, Zeile 35, heißt es bei mir, dass jeder das Recht hat zu protestieren. Aber was soll diese larmoyante, Haltung, wie unterdrückt man als gläubiger Christ ist, wenn Pujats ja eben gerade noch klar gestellt hat, dass es ihm nicht um Protest, sondern um knallharte Umsetzung seiner Weltsicht geht, dass er es also für legitim erachtet, wenn Schwule im Gefängnis landen. Mindestens.</p>
<p>Grinsteins, mach weiter! Eure tiefgründigen Ausführungen haben ihren Kulminationspunkt noch nicht erreicht:</p>
<blockquote><p><strong>Valdis Grinsteins:</strong> Als Reaktion auf den Druck der ausländischen Homosexuellen-Lobby wurde in Lettland ein Gesetz verabschiedet, in dem festgelegt ist, dass die Ehe ausschließlich in der Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau besteht. Auf welche Weise protestieren die Letten gegen den Druck der Europäischen Union zu Gunsten der Verbreitung des Homosexualismus?</p></blockquote>
<p>&#8220;Homosexualismus&#8221;? Dass man Leute mit einem solchen Vokabular nicht durch die Lande karrt, um sie als Kuriositäten auf Jahrmärkten auszustellen, ist mir unbegreiflich.</p>
<blockquote><p><strong>Kardinal Pujats:</strong> Angesichts des zunehmenden Drucks der homosexuellen Propaganda hat das lettische Parlament 2005 eine Gesetzesnovelle verabschiedet, die bestimmt: Der Staat „schützt die Ehe – die Verbindung von einem Mann und einer Frau“, was einer Absage an die gesetzliche Anerkennung des Zusammenlebens von Homosexuellen gleichkommt. Ein wichtiger Faktor im Kampf gegen diese sexuelle Perversion ist in Lettland die Übereinstimmung aller in sittlichen Fragen dieser Art. Deshalb hat auch der Premierminister am 13. Februar 2007 den Gesetzesentwurf abgewiesen, den die Homosexuellen im Parlament eingereicht hatten.</p></blockquote>
<p>Dieser Mann hat &#8216;nen Schuss&#8230;</p>
<blockquote><p>Es gibt praktisch keine Initiativen mehr, die sich für die Durchführung von „Homosexuellen-Paraden“ in Riga einsetzen. An ihrer Stelle haben die Christen im Sommer das Fest der Familie mit einem feierlichen Umzug durch die Straßen der Hauptstadt begangen. Daneben gibt es ein Konzert und die Prämierung herausragender Familien. Die Christen setzen außerdem das Fernsehen, Radio und die kirchenfreundlich gestimmte Laienpresse in diesem Sinne ein.</p></blockquote>
<p>Die Leute, die bei diesem Fest mitgemacht haben, sind nicht ganz dicht&#8230;</p>
<blockquote><p>Als die Homosexuellen ihr Projekt vorbereitet und im Parlament vorgelegt haben, unterbreiteten die Lehrer von 200 Schulen dem Pemierminister ein Protestschreiben. Und einen Monat lang haben die Gläubigen in den Pfarreien über 17.000 Unterschriften für eine Bittschrift ans Parlament gesammelt, in der es um die Ablehnung von Gesetzesentwürfen zu Gunsten der Homosexuellen ging.</p></blockquote>
<p>Und diese Lehrer sind nicht mal befähigt, Eichhörnchen zu unterrichten, da diese offensichtlich weitaus klüger sind. Meine Güte, wir leben nicht mehr im Mittelalter, ja nicht mal in den Fünfzigern, oder Siebzigern. Wir schreiben das Jahr 2009 ( bzw. schrieben das Jahr 2005) und Leute, die sich zu fein sind, sich über grundlegende ethische Fragen und über Fakten zu informieren, ja, die nicht mal wissen was Moral und Ethik eigentlich sind, machen ein Fass auf, weil sie es pervers finden, dass sich zwei Menschen des gleichen Geschlechts lieben. Wie ignorant kann man eigentlich sein?</p>
<blockquote><p><strong>Valdis Grinsteins:</strong> In den Medien tauchen zwar immer wieder Veröffentlichungen auf, die sich für die Homosexuellen einsetzen, doch nichts ist über den Bevölkerungsteil zu lesen, der sich entschieden gegen die Homosexualität ausspricht. Wie erklären Euer Eminenz diese Tatsache?</p></blockquote>
<p>Na, wie erklären sich Eure Eminenz die Tatsache? Schwulenlobby? Schwulenlobby? Oder doch eher Schwulenlobby?</p>
<blockquote><p><strong>Kardinal Pujats:</strong> Es ist bestimmt nichts Neues zu sagen, dass sich die absolute Mehrheit der Gesellschaft für eine normale Familie ausspricht. Daher löst diese Haltung der Mehrheit auch kein Interesse von Seiten der Presse aus. Da die Homosexualität dagegen mit Skandal verbunden wird, ist dies ein Vorwand dafür, ihn hin und wieder ins Licht der Aufmerksamkeit zu rücken.</p></blockquote>
<p>Ja, Donnerlüttchen, jetzt bin ich beeindruckt, eine solche, halbwegs intelligente Antwort (&#8220;Skandal&#8221;, &#8220;Vorwand&#8221;) hätte ich nun wirklich nicht erwartet.</p>
<blockquote><p>In diesem Zusammenhang ist übrigens festzustellen, dass es bei der Analyse dieser Frage nicht um das Wesentliche geht, sondern a priori um die Darstellung der Homosexuellen als einer diskriminierten „Minderheit“. Das aber bedeutet, dass der Umstand, dass es sich um eine „Minderheit“ mit besonderen Gesetzen handle, rechtfertigen würde, dass in allen Bereichen Menschen mit irgendeiner Sucht wie Drogenmissbrauch und Alkoholismus angenommen würden.</p></blockquote>
<p>Es ist unfassbar! Solche &#8211; pardon! &#8211; Idioten sitzen in Ausschüssen für ethische Fragen und nehmen für sich in Anspruch, moralische Werte zu befördern. Das ist verrückt, das ist Wahnsinn, schlicht und einfach!</p>
<p>Ach, wenn es doch nur ein Ende hätte&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>Valdis Grinsteins:</strong> Vor einigen Monaten wurden Eure Eminenz in der liberalen polnischen Presse wegen der Art und Weise kritisiert, wie sie die Homosexualität bekämpfen. Außerdem gibt es Stimmen, die meinen, dass es besser sei zu schweigen, weil das Schweigen die Popularität der Homosexuellen verhindere. Wie stehen Eure Eminenz dazu?</p></blockquote>
<p>Na, da sind wir mal gespannt:</p>
<blockquote><p><strong>Kardinal Pujats:</strong> Die Situation ist in jedem Land anders. Es war bestimmt falsch, in jenen Ländern zu schweigen, in denen die Homosexualität Rechte errungen hat. Auch in Lettland war die Taktik des Verschweigens nicht angebracht. Die Homosexualität hat hier keinen Erfolg errungen, weil sie – wie bereits erwähnt &#8211; auf Widerstand stieß. Natürlich verurteilt die Kirche die Anwendung von Gewalt, doch kann sie nicht dafür verantwortlich gemacht werden, was in den Straßen passiert, wenn die Parade-Teilnehmer auf Gegner stoßen. Die Aufrechterhaltung der Ordnung in den Straßen gehört zu den Zuständigkeiten der Polizei.</p></blockquote>
<p>Nein, natürlich ist die Kirche niemals für irgendetwas verantwortlich. Und wer wird denn gleich einen Zusammenhang herstellen wollen, zwischen theoretischer Entmenschlichung und praktischen Faustschlägen? Das eine hat mit dem anderen doch nun wirklich nichts zu tun&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>Valdis Grinsteins:</strong> In den USA ist eine Bewegung entstanden, die sich als Antwort auf die Verbreitung von Krankheiten wie AIDS für die Einhaltung der Keuschheit unter den jungen Menschen einsetzt. An den Universitäten sind Gruppen aktiv, die der Enthaltung vom Geschlechtsverkehr vor der Ehe das Wort reden. Leider sieht man sich in Europa „gezwungen“ wegen gewisser EU-Richtlinien die Unsittlichkeit zu fördern. Wie kann man dagegen vorgehen?</p></blockquote>
<p>Ganz einfach: Wir müssen die Dunkelheit bekämpfen, damit das Licht lebt und Schmetterlinge auch künftig über saftig grüne Wiesen flattern können:</p>
<blockquote><p><strong>Kardinal Pujats:</strong> Um die Finsternis bekämpfen zu können, braucht man das Licht. Vor allem gilt es diesem Ideal treu zu sein: „Selig, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen“ (Mt 5,8). Man muss sich an die Vorgaben des Glaubens halten und sie wenigstens einen Tag lang leben, dann entzündet sich das Licht.</p></blockquote>
<p>Ich wusste gar nicht, dass Lettland so unterentwickelt ist. Bei mir reicht dafür ein Lichtschalter.</p>
<blockquote><p>Das höchste Gut, das sich die Eheleute schenken können, ist die Keuschheit. Wichtig ist es auch, dass in der Gesellschaft die Überzeugung vorherrscht, dass der Geschlechtsverkehr vor der Ehe etwas Schlechtes ist, so wie man ja heute auch keinem mehr zu beweisen braucht, dass der Raub abzulehnen ist.</p></blockquote>
<p>Herr, wie kannst Du so etwas zulassen? Solche Gedanken strafen das Postulat, des Menschen als Krone der Schöpfung, wahrlich Lügen.</p>
<blockquote><p>Gott hat den Eheleuten die sexuelle Lust vorbehalten, damit sie Kinder zur Welt bringen und die Familie bestärken. Menschen, die vor der Ehe geschlechtlich miteinander verkehren sind nichts als Diebe der sexuellen Lust. Sie genießen etwas, was Gott ausschließlich den Eheleuten vorbehalten hat. Damit schaden sie sich selbst und ihrer Familie, denn eine jede Sünde bringt negative Folgen mit sich. Auch der Gesellschaft schadet diese Sünde. Wer sich vor der Ehe an der Keuschheit versündigt, zeigt damit, dass er später auch das Gesetz der Ehe brechen kann. Wir müssen uns in jedem Land für die Reinheit vor der Ehe einsetzen, weil dies im Interesse der ganzen Gesellschaft liegt.</p></blockquote>
<p>Wäre es nicht praktikabler gewesen &#8211; wenn es wirklich so wäre, dass sexuelle Lust nur Eheleuten vorbehalten sei &#8211; die Lust erst dann zu aktivieren, wenn man verheiratet ist? Wäre ein solcher Mechanismus zuviel von einem allmächtigen Gott verlangt, anstatt uns mit Keuschheit und anderem unmenschlichen Unsinn zu quälen? Aber was rege ich mich über Ratschläge eines Sexualtherapeuten auf, der selber keinen Sex haben darf?</p>
<p>Das Ende ist jedenfalls nahe:</p>
<blockquote><p><strong>Valdis Grinsteins:</strong> Meistens führt die Homosexualität zu einer Eskalation der Hemmungslosigkeit und zur obsessiven Suche nach neuen Empfindungen; das aber entspricht nicht den für eine normale Ehe üblichen Beziehungen. Warum streben dann die Homosexuellen die Anerkennung ihrer Beziehung als „Ehe“ an, wenn sie doch geradezu im Widerspruch zum Wesen der Ehe stehen?</p></blockquote>
<p>Vielleicht, weil die Praxis die Theorie widerlegt? Wäre das denkbar? Ginge das in erzbischofliche Hirne hinein?</p>
<p>Natürlich nicht, was für eine überflüssige Frage meinerseits:</p>
<blockquote><p><strong>Kardinal Pujats:</strong> Der Drang zur gesetzlichen Anerkennung der Homosexualität hat in Wirklichkeit allein die Anerkennung der Liederlichkeit durch das Gesetz zum Ziel. Was den homosexuellen Verkehr angeht, kann man sich schlecht ein glückliches Leben in der Ausübung dieser Sünde vorstellen. Warum legen dann die Homosexuellen einen so großen Wert auf die Legalisierung ihrer Pseudo-Ehe? Dazu kann man sagen, dass die Hölle zwar der Ort grenzenlosen Leidens ist, dass es aber dennoch nicht an Anwärtern fehlt, die unbedingt in die Hölle möchten.</p></blockquote>
<p>Und in einer gerechten Welt würde man einen Menschen wie Pujats an den Pranger stellen und täglich mit faulem Gemüse und Eiern bewerfen, solange bis sein geistiger Gestank sich auch physisch manifestiert.</p>
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