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	<title>dostojewski &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/dostojewski/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "dostojewski"</description>
	<pubDate>Sat, 26 Dec 2009 02:18:16 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Das Paradies der kleinen Wettsünder]]></title>
<link>http://sportinsider.wordpress.com/2009/11/26/das-paradies-der-kleinen-wettsunder/</link>
<pubDate>Thu, 26 Nov 2009 19:00:05 +0000</pubDate>
<dc:creator>sportinsider</dc:creator>
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<description><![CDATA[Der aktuelle Wettskandal im Fußball wäre ohne die Mithilfe von manipulativen Spielern nicht denkbar.]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Der aktuelle Wettskandal im Fußball wäre ohne die Mithilfe von manipulativen Spielern nicht denkbar. Im entscheidenden Augenblick den gegnerischen Stürmer alleine zum Kopfball steigen lassen, fällt doch nicht weiter auf. Oder eine 100% Großchance neben den Pfosten setzen. Passiert doch jedes Wochenende. Wer sollte da auch Verdacht schöpfen. Ja, und Torhüterfehler passieren auch permanent. Bei einem haltbaren Ball ein wenig verspätet abspringen und die Finger nicht optimal strecken. Das gewünschte gewettete Ergebnis stellt sich ein. Der Geldregen rieselt lauwarm.</p>
<p>Wie geraten Sportler da eigentlich hinein? Gibt es ein Muster ? Im Film <strong><em>Die Mafia spielt mit</em></strong> von <strong>Benjamin Best</strong> und <strong>Fred Kowasch</strong> kommt auch ein hochrangiger ehemaliger Ex-Mafia-Boss zu Wort. Er wurde einst wegen Betrug und Erpressung zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt. Das Manipulieren von Wetten in verschiedenen Sportarten gehörte zu seinen &#8220;geschäftlichen Aktivitäten&#8221; .</p>
<blockquote><p><em>,,Oft machen die Sportler die Fehler von ganz alleine, sie Wetten und verstricken sich immer tiefer in Wettschulden. Dann können sie nicht mehr zahlen oder wollen nicht, dass die Öffentlichkeit von ihrer Spielsucht erfährt. Und dann wird ihnen gesagt: OK, entweder zahlst Du uns eine bestimmte Summe jede Woche, jeden Monat, oder Du bezahlst Deine Schulden durch Match-Fixing. Natürlich ist auch Einschüchterung eine Maßnahme. Selbst wenn die Spieler sagen sollten, sie wenden sich an die Behörden, wird ihnen gesagt: Du kannst Dich verstecken aber wir finden Dich.&#8221;</em></p></blockquote>
<p><strong>              Michael Franzese, ehemaliger Mafia Boss</strong></p>
<p><img src="http://images.pixelio.de/./data/media/10/Euro_2_2.jpg" alt="Geldsegen" width="400" height="282" /></p>
<p> © Peter Kirchhoff: <a title="Pixelio" href="http://www.pixelio.de" target="_blank">Pixelio</a></p>
<p>Der wegen Manipulationsverdacht suspendierte Kapitän des Regionalligisten SC Verl, <strong>Patrick Neumann</strong>, will bei der Staatsanwaltschaft Bochum aussagen. &#8220;Er wird gegenüber den Bochumer Ermittlern alles sagen, was er weiß&#8221;, kündigte sein Anwalt <strong>Lutz Klose</strong> im <strong><em>Westfalen-Blatt </em></strong>an. Dabei gebe es allerdings &#8220;nicht so viel zu gestehen&#8221;.</p>
<p>Kapitän<strong> Neumann</strong> sei in &#8220;diese Sache hineingedrückt worden&#8221;. Rechtsanwalt <strong>Klose </strong>sagte weiter: &#8220;Nach dem gewonnenen Spiel gegen Gladbach II ist mein Mandant von einer Person außerhalb des Vereins massiv psychisch unter Druck gesetzt worden&#8221;.</p>
<p>Der große <strong>Fjodor Dostojewski</strong> schrieb in seinem Roman<strong><em> Der Spieler</em>  </strong>im Jahr 1866 über Spieltrieb und Gewinnsucht . Dostojewski kannte die Spielsucht aus eigener Erfahrung. Im Roman beschreibt er sehr eindringlich und im Detail die Symptome der unheilvollen Sogwirkung. Der tragische Romanheld Aleksej trägt alles Geld zum Roulette.</p>
<p><strong>Flurin Clalüna</strong> schreibt in der <a href="Wenn der Fussball die Unvorhersehbarkeit verliert, verliert er alles.">NZZ</a> über die bedenkliche Entwicklung im Sport und verweist auch auf die Aushöhlung des Fußballs.</p>
<blockquote><p><em>,,Formel-1-Autos werden absichtlich gegen die Wand gefahren, Doping zersetzt den Radsport, Pferdebeine werden eingesalbt, um sie schmerzempfindlicher zu machen, wenn sie gegen die Stangen schlagen. Aber im Fussball geht es bei Spielmanipulationen um den innersten Kern: Wenn der Fussball die Unvorhersehbarkeit verliert, verliert er alles.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Beim aktuellen Wettskandal setzt <strong>Flurin Clalüna</strong> auch den Hebel der Kritik bei den Funktionären an.</p>
<blockquote><p><em>,,Im Zug des Wettskandals dringen nun staatliche Ermittler in den Fussball ein; die Fussball-Funktionäre haben ihre Parallelwelt immer gegen Einflussnahmen von aussen zu schützen versucht, aber ihr Versagen ist offensichtlich.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Im Zusammenhang mit möglichem Wettbetrug bei Fußballspielen in China sind 16 Personen festgenommen worden, wie staatliche Medien berichteten. Unter den Festgenommenen seien ehemalige Spieler, Vereins- und Ligafunktionäre. Der Vizepräsident des Chinesischen Fußballverbandes, <strong>Nan Yong</strong>, nannte den Wettbetrug laut einer Meldung der Nachrichtenagentur <strong><em>Xinhua</em></strong> &#8221;ein Krebsgeschwür&#8221;, das ausgemerzt werden müsse.</p>
<div>Wer weiter in die Materie &#8211; Sport und seine Schattenseiten- einsteigen will, findet auf <a href="http://www.sportspool.tv/">sportspool.tv </a>sicherlich interessante Hintergrundinformationen. Empfehlenswerte Leselektüre!<strong> </strong></div>
<p><strong>Weiterführende Artikel zum Thema Wettskandal  </strong></p>
<p><strong>1. <a href="http://www.sportspool.tv/index.php?option=com_content&#38;task=view&#38;id=297&#38;Itemid=1">das Sportmagazin ´sport inside´ &#8211; &#8220;Die Mafia spielt mit&#8221;</a></strong></p>
<p><strong>2. <a href="http://www.sportspool.tv/index.php?option=com_content&#38;task=view&#38;id=339&#38;Itemid=1">Wettskandal: Festnahmen in ganz Deutschland</a></strong></p>
<p><em>Anmerkung: Ein herzlicher Dank von mir geht an Fred Kowasch von sportspool.tv für die Nutzung des obigen Zitats von Michael Franzese.</em></p>
<p><strong> </strong></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Fjodor Dostojewski: Verbrechen und Strafe]]></title>
<link>http://hcelvis.wordpress.com/2009/11/17/fjodor-dostojewski-verbrechen-und-strafe/</link>
<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 13:36:19 +0000</pubDate>
<dc:creator>hcelvis</dc:creator>
<guid>http://hcelvis.wordpress.com/2009/11/17/fjodor-dostojewski-verbrechen-und-strafe/</guid>
<description><![CDATA[Raskolnikow, ein verarmter Student im St. Petersburg des 19. Jahrhunderts, sieht seine einzige Chanc]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><div id="id86">
<p><a href="http://hcelvis.wordpress.com/files/2009/11/verbrechenundstrafe.jpg"><img class="size-full wp-image-8 alignleft" title="Dostojewski: Verbrechen und Strafe" src="http://hcelvis.wordpress.com/files/2009/11/verbrechenundstrafe.jpg" alt="" width="115" height="175" /></a>Raskolnikow, ein verarmter Student im St. Petersburg des 19. Jahrhunderts, sieht seine einzige Chance, an seiner Karriere weiter zu arbeiten, im Verbrechen. Ohne Geld kein Studium und da er der Welt sein Genie nicht verschliessen will, ist es seine Pflicht, irgendwie Geld aufzutreiben, um so sein Studium fortsetzen zu können. Was ist schon eine alte unbeliebte fiese Pfandleiherin im Vergleich zu dem, was er der Welt bieten könnte, hätte er nur das Geld für seine Ausbildung. So reift in ihm ein folgenschwerer Entschluß.</p>
<p>Klassische Weltliteratur, das klingt immer nach schwierig, anstrengend, kaum zu bewältigen, nach Arbeit und erinnert an düstere Schulzeiten in denen Literatur durch Zwang zu Folter verkam.<br />
Nichtsdestotrotz habe ich mir einmal vorgenommen, mich an möglichst vielen Klassikern bzw. deren Autoren wenigstens einmal zu versuchen, so dass ich sie danach guten Gewissens in die Ecke pfeffern und alles weitere ignorieren kann, weil der gute Wille ja da war &#8230; oder eben auch nicht, nämlich mich begeistern zu lassen, zu verstehen, was großartig ist und Spaß daran zu finden.<br />
So hab ich mich dann auch an Dostojewskis Verbrechen und Strafe gemacht, mit einer Erwartung, die an die Situation am Fuße eines zu bezwingenden Berges erinnert. Man will es packen, man rechnet aber nicht mit viel Freude daran, aber andere haben es ja auch geschafft. Und siehe da: So schwer war der Aufstieg gar nicht. Verbrechen und Strafe hat viel von einem Krimi, spannende Momente, die Sprache ist dank der gelungen Übersetzung Swetlana Geiers gar nicht so schwierig, manch etwas langatmige Stelle gibt es zwar, aber da ist man schnell drüber weg. Und die etwas schwülstigen Reden und Dialoge passen zu der Zeit und lassen den Umgang der Menschen untereinander, die im 19. Jahrhundert in St. Petersburg lebten oder teils eher vegetierten, erleben.<br />
So gehört Dostojewski nach der Lektüre von Verbrechen und Strafe nicht zu den Autoren, die ich ignorieren werde. Anspruchsvolle Literatur, die sich aber gut lesen lässt, eine spannende Handlung, eine philosophische Abhandlung darüber, ob Grenzen überschritten werden dürfen, wer sich über Regeln hinwegsetzen darf und gleichzeitig ein Krimi, der so manchem modernen Krimi in nichts nachsteht.<br />
Überraschung gelungen.</p>
</div>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ja chcę tańczyć :(]]></title>
<link>http://aleandra.wordpress.com/2009/11/09/ja-chce-tanczyc/</link>
<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 13:30:59 +0000</pubDate>
<dc:creator>aleandra</dc:creator>
<guid>http://aleandra.wordpress.com/2009/11/09/ja-chce-tanczyc/</guid>
<description><![CDATA[W zeszłym tygodniu postanowiłam skorzystać z okazji i po prostu zapisać się na choreoterapię &#8211;]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><div align="justify">W zeszłym tygodniu postanowiłam skorzystać z okazji i po prostu zapisać się na choreoterapię &#8211; czyli terapia przez taniec. Pierwsze zajęcia były bardzo udane i z przyjemnością polezę na drugie, tyle tylko, że mam mały problem&#8230;<br />
Szłam do autobusu jak najszybciej mogłam. Byłam wkurzona, bo głodna i znudzona. Niestety, skutek tego manewru jest katastrofalny: na lewej stopie zrobiłam sobie takie odciski albo sparzyłam sobie tę stopę tak, że teraz normalnie chodzić nie mogę. Aua! (To na pewno jest odcisk, szkoda tylko, że myślałam, iż już się tego przekleństwa pozbyłam).<br />
Los dalej się do mnie nie uśmiecha w tym sensie, że na koncie mam 0 złotych. Jakby tego było mało, to DVD w kompie nie chce czytać płyt ze Stargate Atlantis i klops, bo nie chce również tego robić DVD w TV, a na dysku na kompie taty owszem, czyta, ale tak nieskładnie i nieparadnie, że trzeba się ostro nakombinować, by można było czytać napisy.<br />
No dobra, to ja wracam do Idioty Dostojewskiego.</div>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Głupi trójkąt - robię to specjalnie]]></title>
<link>http://aleandra.wordpress.com/2009/11/08/glupi-trojkat-robie-to-specjalnie/</link>
<pubDate>Sun, 08 Nov 2009 21:35:30 +0000</pubDate>
<dc:creator>aleandra</dc:creator>
<guid>http://aleandra.wordpress.com/2009/11/08/glupi-trojkat-robie-to-specjalnie/</guid>
<description><![CDATA[Wiadomo, że im częstsze notki, tym częstsze odwiedziny, im częstsze odwiedziny, tym większe statysty]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><div align="justify">Wiadomo, że im częstsze notki, tym częstsze odwiedziny, im częstsze odwiedziny, tym większe statystyki, a im większe statystyki, tym lepszy szpan &#8220;jakiego to ja mam popularnego blogaska&#8221;. A ponieważ muszę promować swe dziełko od nowa, bo nowy serwer, to robię tak często wpisy specjalnie &#8211; żeby jacyś nowi Czytelnicy tu wleźli, żeby więcej ludzi czytało&#8230; normalka.<br />
Dzisiejszy wieczór postanowiłam podzielić między <a href="http://go.art.pl/kurs">Go</a> a Dostojewskim i jego <a href="http://siledhel.wordpress.com/2009/11/02/nie-dla-idiotow/">Idiotą</a>, do którego to postanowiłam sięgnąć pod wpływem przeczytania innego <a href="http://siledhel.wordpress.com">bloga</a>, ponieważ fantastyka, jak już wcześniej wyjaśniłam, zdążyła mi się trochę znudzić. Tak to już jest ze mną&#8230; W zeszłym roku nałogowo niemal czytałam sensacyjne opowieści: Agatha Christie Mankell&#8230; Co ciekawe, jeśli chodzi o tego ostatniego, to ostatnio w Empiku widziałam jego książkę, ale była to pozycja przeznaczona dla dzieci. Mimo, że dwunastolatką nie byłam, to myślę, że za niedługi czas zdecyduję się sięgnąć po tę pozycję (zwłaszcza, jeśli ona będzie już dostępna na Sieci).<br />
&#8220;Idiota&#8221; Dostojewskiego wydaje się książką, którą łatwo się czyta. I mimo, że jestem na początku, to wszystkie znaki na niebie i ziemi wskazują, iż będzie to obczajona lektura. Tak czy siak, napiszę o tej pozycji, gdy skończę, czyli albo jutro albo pojutrze <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> . Pożyjemy, zobaczymy.<br />
A teraz coś o <a href="http://go.art.pl/kurs">Go</a>, bo już dawno nie było.<br />
Mam wrażenie, że mimo wieloletniego doświadczenia nadal gram tak samo, jak na początku, ciągle popełniam te same błędy. Dziś jakoś wyjątkowo mi nie szło, robiłam cholernie dużo cięć i głupich trójkątów. Ech, zaczynam myśleć, że uznanie się za beztalencie w tej grze to nie był taki głupi pomysł&#8230; Nie mniej jednak ja już przestać nie potrafię! Uzależniłam się nie tylko od <a href="http://go.art.pl/kurs">Go</a>, ale także od ludzi, którzy tam przebywają i grają&#8230;<br />
No nic. Pewnie jutro znów zacznę w to grać.<br />
Mam ochotę tu napisać o wychowaniu bezstresowym, ale wiem, że i tak nikt mnie nie zrozumie, więc zatrzymam te myśli dla siebie.<br />
Pozdrawiam!</div>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[rocznica]]></title>
<link>http://rapitoma.wordpress.com/2009/10/10/rocznica/</link>
<pubDate>Sat, 10 Oct 2009 19:39:34 +0000</pubDate>
<dc:creator>rapitoma</dc:creator>
<guid>http://rapitoma.wordpress.com/2009/10/10/rocznica/</guid>
<description><![CDATA[No cóż&#8230; Dobiega końca mój prywatny Wielki Tydzień. Pamiątka ostatnich dni. To już rok. Dokładn]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>No cóż&#8230;<br />
Dobiega końca mój prywatny Wielki Tydzień.<br />
Pamiątka ostatnich dni.<br />
To już rok. Dokładnie jutro.<br />
<img src="http://rapitoma.wordpress.com/files/2009/10/roza_lezy_got.jpg" alt="róża na grobie" title="róża na grobie" width="450" height="337" class="alignnone size-full wp-image-582" /><br />
Cały tydzień wspomnień, skojarzeń, przemyśleń&#8230;<br />
Tym bardziej, że był to dla mnie tydzień zwolnienia chorobowego. Niestety nie z myślenia.<br />
Tak naprawdę teraz dopiero zaczynam poważne zmiany.<br />
Nie będzie łatwo&#8230;<br />
Powiadają, że </p>
<blockquote><p>&#8220;Życie to raj, do którego klucze są w naszych rękach&#8221; (F. Dostojewski)</p></blockquote>
<p>ale tak naprawdę mamy dwa komplety kluczy.<br />
Drugim otwieramy piekło&#8230;</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wahlen]]></title>
<link>http://omomomblog.wordpress.com/2009/09/28/wahlen/</link>
<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 20:48:44 +0000</pubDate>
<dc:creator>heinzscheel</dc:creator>
<guid>http://omomomblog.wordpress.com/2009/09/28/wahlen/</guid>
<description><![CDATA[Glück Foto: www.omomom.com Berlin. Laut dem vorläufigen, amtlichen Ergebnis lag die Wahlbeteiligung ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><div id="attachment_3608" class="wp-caption alignleft" style="width: 273px"><a href="http://omomomblog.files.wordpress.com/2009/09/blatter_034.pdf" target="_blank"><img class="size-full wp-image-3608" title="Glück Foto: www.omomom.com" src="http://omomomblog.wordpress.com/files/2009/09/gluck.jpg" alt="Glück Foto: www.omomom.com" width="263" height="350" /></a><p class="wp-caption-text">Glück Foto: www.omomom.com</p></div>
<p><a href="http://www.bundestag.de/btg_wahl/index.html" target="_blank"><strong>Berlin</strong></a>. Laut dem vorläufigen, amtlichen Ergebnis lag die Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl 2009 bei 70,8 Prozent. Die Wahlen sind vorbei. Wenige Tage vor dem Tag der Deutschen Einheit gibt es einen klaren Trend.</p>
<p>Rund 30 Prozent der Wählerinnen und Wähler sind nicht zur Wahl gegangen. Damit wurde die bisher schlechteste Wahlbeteiligung bei der vergangene Bundestagswahl 2005 noch einmal um 6,8 Prozent unterschritten.</p>
<p>Ein Zeichen für die <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Politik" target="_blank">Politik</a></strong>?</p>
<p>Ein Symptom der Ratlosigkeit, der Ohnmacht der Bürger?</p>
<p>Ein Signal für neue Wege?</p>
<p>&#8220;<strong>Glück.</strong></p>
<p>Die gute Zeit fällt nicht vom Himmel,</p>
<p>sondern wir schaffen sie uns selbst,</p>
<p>sie liegt in unserem</p>
<p>Herzen eingeschlossen.&#8221;</p>
<p>Fjodor M. <strong><a href="http://www.dostojewsky.de/" target="_blank">Dostojewski</a></strong></p>
<p>Unser <strong>Meditationstag</strong> steht bevor. Am <strong>Samstag den 3. Oktober</strong> in Weinsberg Gellmersbach. Es gibt noch freie Plätze.</p>
<p>Hier geht es zu Blätter aufgelesen <a href="http://omomomblog.files.wordpress.com/2009/09/blatter_0341.pdf" target="_blank"><strong>Nr. 034</strong></a>.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Papillomaviren, Suspender und Masochismus für Einsteiger]]></title>
<link>http://ohowhisper.wordpress.com/2009/08/24/papillomaviren-suspender-masochismus-fur-einsteiger/</link>
<pubDate>Mon, 24 Aug 2009 21:46:51 +0000</pubDate>
<dc:creator>Robert Alos</dc:creator>
<guid>http://ohowhisper.wordpress.com/2009/08/24/papillomaviren-suspender-masochismus-fur-einsteiger/</guid>
<description><![CDATA[Edler Robert (denn edel ist, wer sich rar macht), man muss es wie Dostojewski halten, Zeitungen lese]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Edler Robert (denn edel ist, wer sich rar macht), </p>
<p>man muss es wie Dostojewski halten, Zeitungen lesen: </p>
<p>Die ZEIT gibt einen Hinweis auf die Antwort zur Frage: Ist der weiße Mann dem Neger sexuell unterlegen? (Es gibt ewige Fragen, die nicht deshalb verschwinden, weil sie peinlich sind.) </p>
<p>In der Ausgabe von letzter Woche wird berichtet: „US-Mediziner haben festgestellt [dass CocaCola Schnaps enthält, nein], dass mehr weiße als schwarze Patientinnen an sexuell übertragbaren Papillomaviren litten – dies sei Folge unterschiedlicher Sexualpraktiken, Weiße hätten häufiger Oralverkehr.“ </p>
<p>Verstehn Sie den zaunpfahldicken Wink, flinker Robert? </p>
<p>Noch doller liest sich die TAZ: „Der neue Kult in der Tattoo- und Piercingszene heißt Suspension – das Aufhängen der eigenen Haut an Fleischerhaken. Vorbild sind indianische Bußrituale, das Ziel ist Erlösung.“ Wer denkt da nicht an den „Mann, den sie Pferd nannten“, oder glaubt sich gar vom letzteren getreten. </p>
<p>„Es geht darum, seinen Körper zu erfahren. Erst muss man die Angst überwinden, dann folgt Schmerz. Durch den Stress werden die Hormone Adrenalin und Beta-Endorphin ausgeschüttet, ein Glücksgefühl entsteht. Das Ergebnis ist ein den Schmerz erlösender Zustand. Erleuchtung.“ Der Zusammenfassung sind sich die Adepten bewusst: „Erleichterung, wenn der Schmerz abnimmt.“ Ich glaube ja, dass sich mindestens die Hälfte der menschlichen Glückserfahrungen dem Prinzip verdankt: Wie schön, wenn der Schmerz nachlässt. Es ist wie bei dem alten Irrenhauswitz: Ein Besucher wundert sich, dass die Insassen sich in einer Reihe aufgestellt haben und einer nach dem anderen mit dem Kopf voran gegen die nächste Wand läuft. Tut das denn nicht weh?, fragt der Besucher einen, der mühsam zurücktaumelt, um sich wieder anzustellen. Doch, sagt der Irre, aber es ist so schön, wenn der Schmerz nachlässt. </p>
<p>Dass „die „Leute vergessen haben, wie es ist, den Körper zu fühlen“, verwundert einen im Zeitalter des Körperkults. Aber nun „durch Piercings und Suspension zu wissen: Ich bin da.“ – welch freudlosen Göttern werden hier die Fleischesopfer dargebracht. Ich habe in meinen „Plaudereien“ „Mein Geliebter“ den Freuden des Aufgehängtseins, auch der Kopfüber-Variante, einigen Raum gewidmet. Aber doch unter dem Motto: Vögeln wie die Mauersegler – im Fliegen. Und nun so was; „es gehe bei der Suspension nicht um einen sexuellen Hintergrund“, betont der Chef des „Super-fly-Teams“. Weshalb denn nicht? </p>
<p>Ratlos</p>
<p>Ihr</p>
<p>Michael Domas</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>Lieber Michael,</p>
<p>die Frage &#8220;Ist der weiße Mann dem Neger sexuell unterlegen?&#8221; ist ein grober Verstoß an der &#8220;Political Correctness&#8221;, aber scheint in diesem Fall gewollt zu sein und trifft den Nagel auf dem Kopf. Auch ich lebe mit dem subjektivem Unterlegenheitsempfinden gegenüber unseren schwarzafrikanischen Mitmenschen. Kann man da überhaupt noch sachlich drüber diskutieren, ohne diese Debatte bewusst im Satireton an zustimmen, als intellektuelle Ausweichroute sozusagen?</p>
<p>Kann man nicht sagen: &#8220;Ja, der Schwarze hat in der Regel einen längeren Schwanz und weiß seinen Körper gekonnter zu bewegen als der gemeine weiße Mann &#8211; das zumindest belegen wissenschaftliche Studien&#8221;. Ich weiss es nicht und kann mir vorstellen, das selbst wenn solche Erkenntnisse vorliegen, kein Wissenschaftler, ohne dabei seine Reputation aufs Spiel zu setzen, dieses auch behaupten kann (darf). Analog dazu seien an dieser Stelle die Biologen genannt, die sich davor hüten, sich ernsthaft die wissenschaftliche Mühe zu machen dem Kreationistenpack das Handwerk zu legen (Entschuldigen Sie mir diesen Ausrutscher &#8211; anderes Thema).</p>
<p>Ein Tip von mir zum Thema &#8220;Erleichterung, wenn der Schmerz abnimmt.&#8221; als masochistischer Selbstakt.</p>
<p>Zögere dem Moment des Wasserlassens so weit raus, bis das der Harndrang in Dir zu einem omnipräsenten Zwang aufsteigt. Erst dann suche das stille Örtchen auf und ziele, in wohliger Vorausahnung der baldigen Erlösung, den Schlauch aufs Höllenfeuer. Jetzt kommt Stufe zwei der Übung. Peniswurzel fest zusammen drücken und innerlich &#8220;loslassen&#8221;. Das Gefühl geht durchs Knochenmarkt und erreicht seinen höchsten Erregungspunkt (spätestens dann durchfährt ein grobes Zucken meinen Körper). Wenn Du nun die Tore öffnest und dem Druck seinen freien Lauf lässt, dann kann das Wort Erleichterung eine neue Dimension erreichen.</p>
<p>Ja ich weiß, eher was für die Ecke &#8220;Masochismus für Einsteiger&#8221;.</p>
<p>So, genug gelabert.</p>
<p>Dein Robert</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Lesereaktionen zu Büchern]]></title>
<link>http://evarapcsak.wordpress.com/2009/07/29/lesereaktionen-zu-buchern/</link>
<pubDate>Wed, 29 Jul 2009 10:33:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>evarapcsak</dc:creator>
<guid>http://evarapcsak.wordpress.com/2009/07/29/lesereaktionen-zu-buchern/</guid>
<description><![CDATA[Ich bin eine begeisterte Leserin und lese am liebsten klassische Weltliteratur. Das Buch, welches ic]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Ich bin eine begeisterte Leserin und lese am liebsten klassische Weltliteratur.</p>
<p>Das Buch, welches ich euch nun schmackhaft machen möchte, habe ich gestern Abend erst fertig gelesen. Verfasst wurde dieses Buch von <strong>&#8220;Fedor M. Dostojewski&#8221;</strong> und trägt den Titel <strong>&#8220;Schuld und Sühne&#8221;</strong>.</p>
<p>Dieses Buch hat mir persönlich sehr gut gefallen, obwohl es gelegentlich auch anspruchsvoll zu lesen war.</p>
<p>Die <em><strong>Hauptfigur</strong></em> in diesem Buch heißt <em><strong>Rodjon Romanowitsch Raskolnikoff</strong></em>. Er kommt aus einer guten und ansehnlichen Familie, die allerdings mehr und mehr verarmt, seitdem sein Vater Tod ist. Auch er muss sein Studium beenden, weil er es nicht mehr finanzieren kann. Als er eines Tages von seiner Mutter ein Brief erhält, worin sie ihm schildert, dass seine Schwester ihm zuliebe (damit er wieder studieren kann) einen reichen Mann heiratet, den sie gar nicht liebt, wird er sehr wütend und zornig. Er will nicht, dass seine Schwester ihr wertvolles Leben wegen ihm hingibt, und aus diesem Grund beschließt er selbst irgendwie an Geld ranzukommen. Er besorgt sich ein Beil und eilt zum Haus der alten Pfandleiherin, bei der er auch schon Schmuck verpfändet hatte. Hinterlistig ermordet er die alte Pfandleiherin und anschließend auch dessen Tochter, die zufällig gerade zu diesem Zeitpunkt nach Hause kommt. Als er mit der Beute die Wohnung der Pfandleiherin verlassen will, treten Schwierigkeiten auf. Er weiß nicht, wie er unbeobachtet die Wohnung der alten Pfandleiherin verlassen kann. Nach längerem bangen und hin und her schafft er es letztendlich doch. Doch er vergisst einen Teil der Beute mitzunehmen. Das was er allerdings mitnahm versteckte er vorerst bei sich im Zimmer, das er sich mietet. Später, nachdem er erfährt, dass die Polizei schon mit Hausdurchsuchungen begonnen hat, versteckt er seine Beute in einem fremden Wohngebiet, genauer gesagt auf einen Hof unter einem schweren Stein. Da seine Tat und die gesamte Situation ihn sehr belasten, erkrankt er und liegt tagelang fiebrig im Bett. Viele Freunde kommen ihn besuchen, ebenso auch seine Mutter und seine Tochter. Auch der zukünftige Schwager stattet ihm einen Besuch ab, den Raskolnikoff allerdings hochkantig rausschmeißt und verjagt. Dieser Schwager wird auch später noch eine bedeutende Rolle spielen, ebenso wie der beste Freund von Raskolnikoff, der Rasumichin heißt. Rasumichin verliebt sich nämlich in die Schwester von Raskolnikoff, ebenso empfindet auch seine Schwester für Rasumichin Liebe. Es folgen viele Ereignisse, die ich allerdings hier nicht aufführen werde. Hauptsächlich geht es in diesem Roman um den Mord an der Pfandleiherin und ihrer Tochter. Diese Sache taucht immer wieder auf, ob nun in Gesprächen, oder auf sonstige Weise. Ein weiterer Punkt ist die Psyche von Raskolnikoff, die ziemlich gut und ausführlich behandelt wird. Auch die Liebe spielt eine nicht unwichtige Rolle; auch Raskolnikoff wird sich verlieben, allerdings in eine Frau die ihm nicht würdig ist (in eine Prostituierte). Doch gerade diese Unwürdige hilft ihm, sich aus seinem selbst gebauten Käfig zu befreien. Rund herum passieren noch sehr viele andere Sachen, die im Wesentlichen immer zu der Hauptproblematik beitragen, bzw. diese beeinflussen. Alles hängt miteinander zusammen, dies gilt auch für die Figuren des Romans, die irgendwie mit jedem in Verbindung stehen, (alle sind Verwandte, Bekannte, oder Freunde &#8211; jeder kennt jeden).</p>
<p>Ich kann diesen Roman auf alle Fälle wirklich weiter empfehlen. Die Thematik ist realistisch (Begehen eines Mordes, Vertuschen einer Tat, später: Geständnis) und gut nachvollziehbar. In die Hauptfigur Raskolnikoff kann man sich außerordentlich gut hineinversetzen und zum Teil versteht man ihn auch. Er behauptet ja, dass er nicht für seinen eigenen Nutzen gemordet hat, sondern dies tat er für das allgemeine Wohl. Er vergleicht sich mit den großen Persönlichkeiten in der Geschichte (wie Napoléon), will so handeln wie sie und möchte auch die gleiche Anerkennung für seine Tat erhalten. Obwohl er ein-zwei Menschen auch zugibt die Pfandleiherin und die Tochter ermordet zu haben, will ihm das niemand glauben. Alle behaupten, er rede in Fieber und wüsste nicht was er da sagt. Sprich: Er gesteht, doch niemand glaubt ihm! Im Grunde seines Herzens ist Raskolnikoff ein guter Mensch, und könnte keiner Fliege was zu Leide tun. Den Mord begang er auch nur deshalb, weil er das als Richtig ansah!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Placibu-Profen]]></title>
<link>http://phrixuscoyote.wordpress.com/2009/07/09/placibu-profen/</link>
<pubDate>Thu, 09 Jul 2009 13:31:24 +0000</pubDate>
<dc:creator>phrixuscoyote</dc:creator>
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<description><![CDATA[&#8230; da fällt mir ein, es gibt da ja auch diese Band, deren Alben im hiesigen SchMedia-Markt in d]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>&#8230; da fällt mir ein, es gibt da ja auch diese Band, deren Alben im hiesigen SchMedia-Markt in der Rubrik &#8220;Plazebo&#8221; stehen. Nun ja, darum geht es hier nicht. Auch nicht darum, dass mir die Leute heute die virtuelle Bude einrennen, nur weil jetze der neue Harry-Potter-Film kommt &#8211; und was läge näher, als mal wieder ordentlich Nacktfotos von Emma Watson zu googeln. Die es bei mir nicht gibt, aber das setzt sich einfach nicht fest in den ganzen notgeilen Hirnen. </p>
<p>Nun ja. Themenwechsel: Japanische Pornos. Die durfte ich mir gestern den ganzen Abend lang angucken, weil mir mein lieber Freund <a href="http://blog.sanriotown.com/harrywotton:hellokitty.com/">Harry Wotton</a> auf Teufel komm raus beweisen wollte, wie schrecklich die sind und die Damen in den entsprechenden Filmen sehr zu leiden scheinen oder zumindest so tun, weil das vom japanischen Publikum wohl so gewünscht wird.  Der Vorführeffekt griff ein und wir fanden im Netz natürlich nur solche Filme, in denen die Damen ausgesprochen fröhlich dreinschauten und diversen Besamungen freudig entgegensahen. Nun ja.</p>
<p>Darum sollte es hier eigentlich auch nicht gehen, diese ganze Nacktfoto-Sucherei bringt einen allerdings fast schon von selbst auf derlei Themen. Mein lieber Freund Harry Wotton jedenfalls, bevor es dann um die Pornos ging, erzählte mir gestern auch erfreut von seiner neuen Medikation. Er nähme jetzt Placebos.</p>
<p>Ob das denn auch funktionieren würde, wenn man sich bewusst sei, dass es sich um Placebos handele, wollte ich wissen. Ja, natürlich! Wieso denn nicht. Die Nebenwirkungen würden eben wegfallen und es sei viel gesünder, als immerzu Schmerzmittel und dergleichen einzunehmen. Er nähme jetzt stattdessen Placibu-Profen gegen Schmerzen und Balance32 für sein inneres Gleichgewicht. Unsichtbar, natürlich. Unsichtbar?!</p>
<p>Ja, unsichtbare Placebos.</p>
<p>Aha. Gut. Nicht nur Placebos, sondern imaginäre Placebos. Warum nicht. Und? Wie das denn sei?</p>
<p>Naja, Balance32 nähme er ja erst seit gestern, deshalb könne er es noch nicht genau sagen.  Aber er habe sich heute schon viel ausgeglichener gefühlt. Als mein Lachanfall vorbei war, ergänzte er, tja, und Placibu-Profen habe er gestern abend leider vergessen einzunehmen. Na, zum Glück nahm er es dann an diesem Abend ein, irgendwann zwischen den Pornos und Dostojewski.</p>
<p>Denn sein Schreibstil sei ein bisschen das Gegenteil von Dostojewski, wie er mich aufklärte. Der habe ja in seinen Romanen unheimlich viele Charaktere mit unheimlich vielen Namen. Er hingegen habe in seinen Geschichten unheimlich wenige Charaktere mit noch weniger Namen.</p>
<p>All das &#8211; und auch, dass ich noch mehr skrupellose Freunde haben, zum Beispiel jewlz, die kleinere Schulden (5€) per Überweisung begleicht&#8230; mit dem Betreff &#8220;F. SEXUELLE GEFÄLLIGKEITEN&#8221; &#8211; überzeugt mich immer wieder, dass ich es nicht besser hätte treffen können im Leben. </p>
<p>Meine Freunde&#8230;<strong>All reality, none of it scripted.</strong></p>
<blockquote><p>Sonnenschein (zu kauz): Und? Was macht dein Herz?</p>
<p>kauz: Huh?</p>
<p>Sonnenschein: Ja, geht&#8217;s gut?</p>
<p>kauz: Ja, schon.</p>
<p>Sonnenschein: Schön. Dann ist ja gut. (Pause) … so lange es schlägt.</p>
<p>Phrixus: Machst du dir Sorgen, dass kauz&#8217; Herz aufhört zu schlagen?!?!</p>
<p>Sonnenschein: Im Gegenteil, ich mache mir Sorgen, dass MEIN Herz aufhört zu schlagen. Ernsthaft.</p></blockquote>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[121. Calvin im Gepäck, Reiseziel die Islamisierung]]></title>
<link>http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/05/23/121/</link>
<pubDate>Fri, 22 May 2009 23:02:26 +0000</pubDate>
<dc:creator>Jacques Auvergne</dc:creator>
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<description><![CDATA[جان كالفن Johannes Calvin Calvinismus und Islamisierung Von Jacques Auvergne, 23. Mai 2009 Es sind n]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="line-height:125%;margin:0 0 48pt;">
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 18pt;" align="right"><span style="font-size:24pt;line-height:115%;font-family:Arial;">جان كالفن  </span></p>
<p style="text-align:right;line-height:115%;margin:0 0 60pt;" align="right"><span style="font-size:10.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;"> Johannes Calvin </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:115%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:15.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Calvinismus und Islamisierung </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:115%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Von Jacques Auvergne, 23. Mai 2009  </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"> Es sind noch keine sechs Wochen vergangen, dass der spirituelle Führer der Augsburger Katholiken Bischof Mixa den russischen Dichter Fjodor Dostojewski (1831-1881) mit dem Ruf „Ohne Gott ist alles erlaubt!“ zu zitieren sich bemühte. Seit eineinhalb Jahrhunderten und in Kenntnis der Dostojewskischen Romanfiguren („Die Brüder Karamasow“) sowie mittlerweile zusätzlich der hunderttausendfachen kalkulierten Morde atheistischer Despoten wie Stalin und Mao sie begingen haben wir das Dichterwort („If God doesn`t exist, everything is permitted“) zu ergänzen zum „Ohne Gott ist alles erlaubt – und mit Gott erst Recht?“, berufsbedingt verzichtet der bayrische Bischof allerdings auf die Ergänzung. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"> Dem Gefolterten oder Gehenkten war oder ist es eher unwichtig, ob er für ein sozialistisches oder nationalsozialistisches Paradies auf Erden leidet, für einen schiitischen Gott Allāh im Teheraner Evin-Gefängnis 2009 oder ob er 1553 für die Genfer Variante des missbrauchten Jesus von Nazareth ermordet wird, angeordnet jedenfalls freudvoll gebilligt vom geistlichen Führer des Schweizer Stadtstaates Johannes Calvin. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"> Calvin musste als junger Mensch miterleben, wie seinem Vater, lange Jahre war dieser in Kirchendiensten tätig gewesen aber mittlerweile vom so genannten kleinen Kirchenbann belegt, die Totenmesse verweigert wurde. Calvin selbst wäre an vielen Orten Europas durchaus von religiös motivierten Anschlägen oder politreligiösen (katholischen) Gerichtsurteilen an Freiheit und Leben bedroht gewesen. Überhaupt werden beim Begriff Reformierte viele von uns Heutigen an die schrecklichen, dynastisch und machtpolitisch mitbegründeten acht Religionskriege zwischen 1562 und 1598 denken, mit denen Frankreich seine bis zu zehn Prozent an Reformierten auszurotten versuchte, grausamer Höhepunkt war die Bartholomäusnacht in Paris 1572 und waren die folgenden Pogrome mit mehreren Tausend Ermordeten und mit Flüchtlingsströmen bis nach Deutschland, namentlich Berlin. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"> Genf 1553. Auf dem durchaus einer Flucht gleichenden Weg mit dem Reiseziel Neapel des spanischen Arztes, Juristen und Theologen Miguel Serveto genannt Michel Servet kehrte dieser in Genf ein. Die Stadt Genf als den von Calvins Tugendterror geschüttelten, kleinen Gottesstaat auszuwählen war vielleicht keine besonders gute Idee, denn Calvin, ebenfalls gelernter Jurist und Theologe, betrachtete antitrinitarische Christen als Wegbereiter des Teufels oder Schlimmeres, jedenfalls als Heizmaterial für die Flammen der Hölle, deren Brennwert man hier auf Erden doch bereits einmal prädestinatorisch testen möge. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"> Den theologischen Streit gegen beziehungsweise für das deine Ehrfurcht erheischende Dogma der irgendwie kosmischen Trinität kennt unser heute islamisierendes Europa seit Paul von Samosata († 268, Christus als inspirierter Mensch), Bischof Arius († 336, der Logos als Weltschöpfer und ein überzeitlich-ewiger Christus) oder Lelio und Fausto Sozzini († 1562 bzw. 1604, rationalistische Bibelauslegung, Ablehnung des Kriegsdienstes). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"> Auch zwischen den beiden Kritikern der Katholischen Kirche des 16. Jahrhunderts, Johannes Calvin (Jean Cauvin, * 1509) und Michel Servet (Miguel Serveto, * 1511) tobte dieser geheiligte Disput um die legendäre Wesenseinheit von Vatergott, Christussohn und heiligem Geist und war mittlerweile gute zwei Jahrzehnte alt, so lange kannten die beiden Streiter für christliche Lebensweise und Staatspolitik nach ausgiebigen Briefwechseln einander wechselseitig. Allerdings verfügte nur das ach so bescheidene Stadtoberhaupt Calvin über einen Schwarm von Bütteln, Ehrenbürgern, Bürgermeistern und Henkern. Calvin war bereit, vermeintliche Frevler aus religiösen Gründen zu töten und hat Selbiges getan. Servet hat nicht getötet und diese Unterlassung theologisch begründet. Calvin hat Servet religionsrechtlich einwandfrei ermordet, diese Unterscheidung in Täter und Opfer ist wichtig, da 2009, wie wir unten sehen, Calvin durch Publizisten oder Theologen als Opfer (Servets?) angeboten wird. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"> Am Sonntag, den 13. August 1553 klopfte es bei Calvin, ein getreuer Christenmensch war sich sicher, den berüchtigten Frevler an der Personalunion Jesus-Gott, den Ketzer Servet in der Genfer Kathedrale gesehen zu haben. Calvin hastete zu einem seiner Bürgermeister und organisierte die Verhaftung des gerade einem Gottesdienst beiwohnenden Gottesfeindes. Man sperrte Servet in einen düsteren und besonders verkommenen Kerker. Calvins Privatsekretär Nicolas de la Fontaine führte die Anklage: Häresie und Störung der kirchlichen Ordnung! Noch gute vierzig Tage hatte der in Spanien geborene Theologe, Arzt und Humanist in einem selbst für die damalige Zeit unwürdig schmutzigen Kerker zu leben. Calvin hätte Zeit genug gehabt, zweieinhalb Monate, um Servet zu begnadigen oder sich auch nur hörbar für den Trinitätsgegner einzusetzen. Überzeugungstäter Calvin, so ist zu vermuten, wird in diesen Wochen nicht schlecht geschlafen haben. Es gibt so genannte Christen, welche die Todesstrafe wollen, manche kleinen Freikirchen etwa tun das in vielen Staaten der USA, während sich die Großkirchen weltweit (mittlerweile!) gegen die Todesstrafe einsetzen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"> Es mag so sein, dass man Servet auch in einer katholisch beherrschten Stadt hingerichtet hätte, diese „hygienische, reinigende“ Aufgabe allerdings nahm Moralist Calvin sowohl dem Papst als auch der Gottheit ungefragt ab. Servet hatte noch zehn Wochen zu leben, bevor er im Genfer Ortsteil Champel als Ketzer verbrannt wurde. Feingeist Calvin wollte Servets Tod, hätte jedoch im Nachhinein für die rasche Hinrichtung mit dem Schwert plädiert und gegen die Geschrei und Gestank verbreitende öffentliche Verbrennung auf dem Scheiterhaufen. Nun ja, als effizient handelnder Gründervater der reformatorischen Bewegung sprich der heutigen Evangelischen Kirche muss man sich auf das Wesentliche und Machbare beschränken. Calvin also intervenierte nicht und Servet wurde lebendig auf einem großen Stapel Holz verbrannt. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"> Die am Ort anerkannten „Rechtgläubigen“ (Calvinisten) mögen gedacht haben: Was ist denn dieser ketzerische Freidenker Servet als Leugner der geheiligten Trinität und als Theologe einer deutlich von Platon beeinflussten Emanationstheorie (die Welt als Überströmen des Göttlichen ins Materielle, Christus als lediglich einer von vielen Aspekten offenbarter Güte und Weisheit Gottes) auch für ein Ungeheuer. Die reformierten Schweizer Bürgermeister bewiesen, wie sehr sie die gleichermaßen geistliche wie bürgerliche Sauberkeit zu schätzen wissen, als sie für einen zweckentfremdeten Jesus Christus am 27.10.1553 das Urteil sprachen: </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"> „In dem Wunsch, die Kirche Gottes von solcher Ansteckung zu reinigen und von ihr dieses verfaulte Glied abzuschneiden. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. [Dein christlich-irdisches Los, Servet, sei] gebunden zu werden und an den Ort Champel geführt zu werden, und ebendort an einen Pfahl gebunden und lebendig verbrannt zu werden, zusammen mit deinem von deiner Hand geschriebenen und dem gedruckten Buch, solange bis dein Körper in Asche verwandelt ist.“ </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"> Das aber ist eine Peinlichkeit für die Evangelische Kirche des Jahres 2009, einen praktizierenden Ketzermörder zu den eigenen Gründervätern zählen zu müssen. Noch vor Melanchthon und Bucer sind die bedeutendsten Reformatoren schließlich Luther, Zwingli und Calvin. Calvin aber tötete für Jesus. Verflixterweise ist 2009 auch noch das Calvin-Jahr abzufeiern, als ob der schwierige Auftrag, die islamische Scharia als demokratiekompatibel zu erklären, denn nicht schon Prüfung genug wäre für Deutschlands evangelische Bischöfe, Pfarrer und Pfarrerinnen. Auch zu dem im Mai 2009 sechzig Jahre alt gewordenen Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland will das politreligiöse Saubermachen eines Johannes Calvin nicht recht passen, der Genfer Geistliche muss aus Sicht der kulturellen Moderne zur Besetzung eines politischen Amtes als schlicht unfähig erscheinen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"> Ob uns Evangelischen da der Islam zu Hilfe kommen könnte, eine Politreligion, die es mit der körperlichen Unversehrtheit (anders als das früheste Christentum) nun gar nicht ernst nimmt? Unter mittelalterlichen Muslimen wie al-Ghazālī oder ibn Taimiyya wäre ein „religiöser Strafrechtler“ Johannes Calvin gar nicht aufgefallen. Während Bischof Mixa heute den Russen Dostojewski zitiert, feiern wir halt mit den dankbaren Imamen des Scharia-Islam den vierhundertsten Geburtstag des Theokraten von Genf. In schariatisch-calvinistischer Eintracht ließe sich auch das von Atheisten, Naturkundlern und sonstigen Gotteslästerern ausgerufene „Darwin Jahr 2009“ einigermaßen unbeschadet überstehen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"> Idealist Calvin wollte den Servet (angeblich) nicht aus persönlichem Groll, sondern um des Himmels willen töten. Völlig gegen den zu vermutenden Willen eines, was Blutvergießen oder Steinigung der Ehebrecher betrifft, radikal pazifistischen Juden Jesus. Tugendwächter Calvin liebäugelte ferner mit der Todesstrafe für Ehebrecherinnen und hätte am Strafrecht Saudi-Arabiens oder an der Staatsverfassung des Iran nach 1979 womöglich einige Erbauung gefunden, würde man Allāh einmal durch Christus austauschen, Molla durch Schweizer Pfarrer und Chomeini durch Calvin. Die barbarischen Zeitumstände und die völlig fehlende Trennung von staatlicher und religiöser Herrschaft würdigend ist gerechterweise zu sagen, dass gegen den durch Inquisitor Ory „überführten Häretiker“ Servet im Sommer 1553 auch ein „weltliches“ Gerichtsurteil mit der durchzuführenden Todesstrafe (Verbrennung auf kleiner Flamme gemeinsam mit seinen Schriften) ausgesprochen worden war. „Weltliches Urteil“ dürfen wir dabei als „staatsreligiös-katholisch“ lesen, und bei Blasphemiegesetzen sollten wir an Said Ramadan („Das Islamische Recht“) denken sowie uns für die Abschaffung des deutschen § 166 StGB einsetzen, des so genannten Gotteslästerungsparagraphen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"> Um die sittenpolitische und religionsrechtliche Islamisierung Europas zu verhindern, um etwa den Einzug der Scharia ins Familienrecht erfolgreich abzuwehren und um die Standards der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte für alle Bürgerinnen und Bürger, eben auch für die Kinder und Enkel muslimisch sozialisierter Einwanderer zugänglich zu halten, haben wir nicht lediglich Koransuren, Hadithe, Freitagspredigten und Fatwas zu analysieren. Das islamische Umweltverändern sucht jene Schwachstellen in Moral und Geschichtsbewusstsein auf, an denen die geheiligt verachteten Nichtmuslime (Dhimmis und Harbis) am wirkungsvollsten einzuschüchtern sind. So sehr wir die Ethik eines Jesus, Augustinus oder Luther schätzen, am Ketzerbrenner Calvin sind wir Europäer und Nordamerikaner für den politischen Islam eines Erbakan oder al Qaradāwī willkommen erpressbar. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"> Im Wissen um das kulturrassistische Medina-Modell des Jahres 622 sowie mit Blick auf den heute genau dreißig Jahre alten iranischen Gottesstaat sollten wir, Angehörige jeder Religion, Ex Religion oder Nichtreligion, genau hinsehen, wie die multireligiösen Islambeschwichtiger der Evangelischen Kirche Deutschlands im so genannten Calvin Jahr 2009 den Förderer der religiös begründeten Todesstrafe, den Theokraten von Genf verteidigen. </span></p>
<p></span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"> Ein erstaunlich humorloser Calvinverteidiger des sich 2009 zum fünfhundertsten Male jährenden Geburtstages scheint sich im Oberkirchenrat Dr. Vicco von Bülow auf der evangelischen Homepage www.ekd.de/calvin/wirken/zweig.html zu finden, der mit dem das Dritte Reich (ebenso wie den streng gläubigen Ketzerverbrenner Calvin) anklagenden Historienroman eines Stefan Zweig in Form von aggressiven, hektischen Suggestivfragen abrechnet. Darüber, ob es inhuman oder vielleicht sogar unchristlich ist, einen Antitrinitarier erst christlich töten zu wollen und dann auch christlich töten zu lassen schweigt der vielleicht sich in seinem Calvinismus beleidigt sehende Dr. von Bülow. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"> In die gleiche Kerbe schlägt Bischof Wolfgang Huber (in der gleichen Quelle ekd.de wie eben genannt), der allerdings eine aalglatte Sprache vorzieht. Huber und von Bülow verteidigen nicht etwa den als Ketzer verbrannten Arzt, nein, sie greifen Stefan Zweig verbal an, welcher mit „Castellio gegen Calvin. Oder: Ein Gewissen gegen die Gewalt“ dem Wegbereiter der kulturellen Moderne Castellio ein literarisches Denkmal gesetzt hat und ebenso vor dem Nationalsozialismus warnte wie wir heute vor dem politischen Islam. Möglicherweise haben Europas Islamkritiker von Calvinfreunden wie von Bülow und Huber keine Unterstützung mehr zu erwarten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"> Religiöse Kulturrassisten wollen die eingebildete Hölle mit menschlichem Brennmaterial füllen, in der Gehirnwindung oder auf dem städtischen Marktplatz. Vom unsäglich arroganten Determinismus eines Johannes Calvin zum sadistischen Lebensgefühl eines kritiklosen Bewunderers von Koran und Scharia ist es nicht weit. Recht auf Leben oder auf körperliche Unversehrtheit für alle Menschen war mit den Herren Mohammed oder Calvin nicht zu machen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"> Der nach Sozialismus und Nationalsozialismus dritte europäische Totalitarismus als der politische Islam schickt sich an, mit seelischer und ökonomischer Erpressung Europa mehrere oder gar viele sehr dunkle Jahrzehnte der Barbarei zu bescheren. Freiheitlichen Demokraten werden die Worte des Servet Verteidigers Sebastian Castellio (Sébastien Châtillon, 1515-1563) zu schätzen wissen, der die Zivilcourage hatte, zu den diversen enthemmten Statthaltern Gottes zu sagen: „Einen Menschen töten heißt niemals, eine Lehre verteidigen, sondern: Einen Menschen töten!“ </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"> Gleichsam als letzter Überlebender einer glückhafteren, freiheitlicheren Vorzeit konnte Castellio zu uns Heutigen die Kunde herüber retten: „Die Nachwelt wird es nicht fassen können, dass wir abermals in solchen dichten Finsternissen leben mussten, nachdem es schon einmal Licht geworden war!“ Wir Bewohner von Castellios hedonistischer Nachwelt zunehmender sozialer Feudalisierung und politischer Theologisierung sollten uns fragen, ob unsere Kinder und Enkel sich angesichts des gegenwärtig auch mit Hilfe aller Parteien und Kirchen beförderten Erstarkens des Scharia- und Fiqh-Islam denn etwa nicht in der Rolle des Castellio wieder finden werden. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"> Der zornige Calvin nannte den Gegner der Todesstrafe und den Verteidiger des Gedankenguts Servets, Sebastian Castellio beziehungsweise Sébastien Châtillon „Werkzeug Satans“. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"> Den im untergehenden freiheitlichen Europa des Jahres 1936 vom jüdischen Pazifisten Stefan Zweig veröffentlichten Roman Castellio, der den zunehmend totalen Militarismus und Antisemitismus selbstverständlich nur noch in Form eines Historienromans kritisieren konnte, sollte ich bald einmal lesen. Freigeist und Calvin-Kritiker Castellio scheint überhaupt einer der ganz großen moralischen und menschlichen Wegweiser des sechzehnten Jahrhunderts zu sein, und Verständnis für Europas Geschichte kann auch mit literarischer Prosa geschehen. Die Warnung der Herren Huber und von Bülow vor Zweiges Calvin-Kritik jedenfalls ist mir wie eine Auszeichnung nicht gegen, sondern für dieses Buch. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"> Die aggressive Calvin-Verteidigung geht bereits weiter: Am 22.01.2009 spricht Rolf Wischnath im Rheinischen Merkur unter dem ja vielleicht etwas unsachlichen Titel „Rufmord in Wort und Bild“: </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"> „Literaten, Maler und Dichter haben Calvin als Monster gebrandmarkt. … Die Geschichte des Rufmords an Calvin ist ohne Beispiel. Artikel über ihn in … Geschichts- und Religionsbüchern sind … angefüllt mit Unwahrheiten und Schmähungen. … Schon von Anfang an hat die Polemik Calvin zu einem Zerrbild gemacht, zu einem hartherzigen, kalten Menschenfeind mit einer autoritären, fürchterlichen Theologie.“ Herr Wischnath ist Professor für Systematische Theologie an der Universität Bielefeld und verwendet mit „hartherzig, kalt … autoritär, fürchterlich“ zwar das angemessene Vokabular, siedelt es aber leider außerhalb von Calvins Theologie an und wahrscheinlich auch außerhalb der Theologie Mohammeds, was beides mir wiederum Rolf Wischnath fürchterlich erscheinen lässt. „Rufmord“ soll uns einschüchtern und zum Schweigen bringen, der ganz konkrete „Mord ohne Ruf“ eines Schweizer Reformators an einem spanischen Arzt ist Wischnath keine Silbe wert. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"> Wischnath am selben Ort: „Calvin hat immer wieder eingeschärft: Wo Gottes Gnade wirkt und Vergebung der Sünden ist, da entsteht auch ein neues, anderes Leben.“ Aufhören! Da läuft es selbst mir als einem Mystiker kalt den Rücken herunter. Dass die Zicken und Schnösel aus Calvins Genf durch die Straßen gehen konnten und jede zweite Nachbarin und jeden zweiten Nachbarn bereits ganz im Hier und Jetzt als für das ewige Höllenfeuer bestimmt annehmen durften, übergeht der professionelle Christ und Autor, das Schweizerische „Grüß Gott“ bekommt angesichts der züngelnden Höllen- oder auch Scheiterhaufenflammen einen aufregend spannenden Beigeschmack. Die womöglich sehr antisozialen Folgen und sicherlich Frustration und Neurosen zeitigende Lehre der Prädestination ist für den aus Nordrhein-Westfalen stammenden, nach 1989 langjährig in Cottbus tätigen Bielefelder Honorarprofessor und evangelischen Reformierten gar kein Thema. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"> Wischnath weiter, wenig geschichtskundig, dafür voll des Lobes über Calvins christlichen Gesellschaftsentwurf: „Der Staat ist daran zu prüfen, wieweit er dem Anspruch Gottes Raum gibt, dass er dessen Ebenbild, den Menschen, schützt und beschirmt.“ Weshalb der erwähnte Mensch ja auch verbrannt wird, aber nur auf dem Hügel von Champel und nur als Antitrinitarier oder sonstiger Diener Satans. Professor Wischnath: „Dabei ist die Ehre Gottes stets Calvins erstes Bestreben gewesen.“ Kann man wohl sagen, das ist ja das Problem: Ehre Gottes zuerst, Ehre des Ketzers zuletzt, so hielt es schon Ayatollah Ruhollah Chomeini. Bis 2004 war der in den Achtziger Jahren als Abrüstungsbefürworter bekannt gewordene Dr. Wischnath Generalsuperintendent im Sprengel Cottbus, im südlichen, einst sorbisch geprägten Teil des Bundeslandes Brandenburg unweit der polnischen Grenze. Vorwürfe wegen Verdachts einstiger Stasi-Zusammenarbeit gegen ihn wurden um 2003 in Kirche und Presse als haltlos verworfen. Wischnath war 2000-2004 Vorsitzender eines, an sich ist das sehr löblich, Arbeitskreises gegen Fremdenfeindlichkeit und zitiert gerne Martin Niemöller: „Evangelium heißt Angriff!“ Hoffentlich bleibt nach dem Angriff der diversen Götterfreunde von der Demokratie noch etwas übrig. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"> Seit Fjodor Dostojewski lässt sich die grundsätzliche, menschliche Fähigkeit zu einer für Gerechtigkeit gehaltenen jedenfalls als „Recht“ ausgegebenen brutalen Gewalt spüren und in Worte fassen, jener Gewalt, für deren himmlisch-theistische oder irdisch-atheistische Paradiese ich bei Bedarf einschüchtern, plündern und morden darf. „Wenn Gott nicht existierte, wäre mir als einem Sozialisten oder Nationalsozialisten dann nicht alles erlaubt?“ </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"> – „Wenn ich als ein frommer Katholik oder Calvinist, als ein Islamist oder Dschihadist über Gott zu verfügen meinte, ist mir dann im Umgang mit den politreligiösen Gegnern alles erlaubt?“ </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"> Als Mitglied des Sozialistischen Hochschulbundes hatte der Westdeutsche Wischnath in den Siebziger Jahren wiederholt die DDR besucht. Zur Entgegennahme des vom Soester Islam Archiv (Gründer in Soest 1981/1982 und Leitung bis 2006 war Konvertit und Schariafreund Herbert Krahwinkel genannt Muhammad Salim Abdullah) verliehenen Muhammad-Nafi-Tschelebi-Preises mutmaßte Wischnath 2001: „Es gibt – wenn man die Würde des Menschen für unantastbar hält – nichts, auf das man sich zur Rechtfertigung von Gewalt und Verbrechen berufen kann, keinen Glauben an Gott, weder im Islam noch im Christentum, aber auch keine atheistische Auffassung, in der Menschen an sich als letzte Instanz und höchstes Wesen glauben.“ </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"> „Wenn man die Würde des Menschen für unantastbar hält.“ Sagt der Brandenburger Wischnath. Wenn. Der evangelische Theologieprofessor gibt sich hier in aller Zurückhaltung als Verteidiger des Grundgesetzes Artikels 1, für ein explizites Bekenntnis reicht es allerdings nicht, und spricht natürlich nicht aus oder weiß es erst gar nicht, dass Scharia und islamische Jurisprudenz (fiqh) systematisch und differenziert diskriminieren, dass der gesamte orthodoxe (politische) Islam gegen die Würde jedes Nichtmuslimen verstößt, gegen das Recht auf Leben für Islamapostaten, gegen die Würde und das gleiche Recht der Frau. Im Übrigen hat Wischnath mit diesem Satz ganz Recht und müsste uns 2009 nur noch erklären, dass ein gewisser, vor fünfhundert Jahren geborener Herr Calvin weder von Menschenrechten für Nichtchristen noch von unantastbarer Menschenwürde oder auch nur körperlicher Unversehrtheit für Trinitätsleugner etwas wissen wollte. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"> Jacques Auvergne </span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA["Kaum zu glauben, daß ich jemals dieser junge Dachs war.“]]></title>
<link>http://tracktate.wordpress.com/2009/05/12/kaum-zu-glauben-das-ich-jemals-dieser-junge-dachs-war-%e2%80%9c/</link>
<pubDate>Tue, 12 May 2009 11:05:42 +0000</pubDate>
<dc:creator>tracktate</dc:creator>
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<description><![CDATA[Es ist schummrig. Die Stuhlreihen stehen eng beieinander. Die kalten Ziegelsteine geben dem feuchten]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img class="alignleft size-medium wp-image-50" title="friedhelm eberle" src="http://tracktate.wordpress.com/files/2009/05/friedhelm-eberle.jpg?w=207" alt="friedhelm eberle" width="207" height="300" />Es ist schummrig. Die Stuhlreihen stehen eng beieinander. Die kalten Ziegelsteine geben dem feuchten Kellergewölbe eine endzeitliche Atmosphäre. Die Kälte kriecht auch vom Boden her die Hosenbeine hinauf. Es scheint auf den ersten Blick unwohnlich und unbehaglich. Am einen Ende, des normalerweise für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Eiskellers der <a href="http://www.moritzbastei.de" target="_blank">Moritzbastei</a>, ist ein schmales Podest aufgestellt. Dahinter türmen sich Bücher und <a href="http://www.elmus.de/technik/tonband/Bezugsband.JPG" target="_blank">Tonbandschachteln</a>. Ein zersauster, alter Mann kriecht auf dem Boden. Er scheint etwas zu suchen. Er stöhnt. Jede Bewegung steht unter dem Firmament einer unbändigen Suche nach etwas. Der Boden ist staubig. Der kräftige Körper des Mannes ist ständig in Bewegung – er kniet, rutscht, sitzt aufrecht, beugt sich, sieht sich um und hält inne. Ein Diaprojektor wirft unablässig Bilder an das rote Mauerwerk in deren Lichtstreifen sich der schwere Körper des Mannes abzeichnet.</p>
<p>Das Publikum nimmt Platz. „Das letzte Band“ mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Friedhelm_Eberle" target="_blank">Friedhelm Eberle</a>, nach einem Theaterstück von <a href="http://www.theaterkosmos.at/conts/11autoren/samuel_beckett.htm" target="_blank">Samuel Beckett</a>, beginnt nicht. Es hat schon längst begonnen. Der Zuschauer stößt viel mehr zufällig hinzu und starrt gebannt auf die als Bühne verkleidete Stirnseite des Kellerlochs.</p>
<p>Beckett schrieb „Das letzte Band“ (Originaltitel: „Krapp’s last Tape“) 1958. Es verhandelt die Geschichte eines alten, ledigen Mannes, der anhand von Tonbandaufzeichnungen, die er jahrzehntelang von sich selbst gemacht hat, seine Vergangenheit Revue passieren lässt. Im Mittelpunkt steht ein Band, das er 39-jährig aufgenommen hat. Das Alter, der Tod, die Liebe und die Einsamkeit stehen im Fokus des Dialogs zwischen Krapps gegenwärtigen und seinem vergangenen Selbst.</p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-53" title="Friedhelm Eberle_2" src="http://tracktate.wordpress.com/files/2009/05/friedhelm-eberle_2.jpg?w=300" alt="Friedhelm Eberle_2" width="300" height="179" />Eberle gelingt in seiner Darstellung gleich zu Beginn ein Kunstgriff: Seine anfängliche prologartige Suche endet im trüben Licht von Diaaufnahmen Becketts auf einem Stuhl mit einem Buch in seinen Händen. Eberle beginnt darin zu blättern, um kurz darauf den Anfang des eigentlichen Stückes vorzulesen. So zieht er sich selbst und gleichsam den sich als zufällig hereingestolpert empfindenden Zuschauer wie in einem Sog in die Geschichte. Er wiederum tut alles der rezitierten Geschichte gleich: Er findet ein Band. Er kramt ein altes, schweres Tonbandgerät hervor und beginnt das Band abzuspielen.</p>
<p>Der Protagonist Krapp hat – wenn nicht an die Liebe geglaubt – so doch zumindest als 39-Jähriger eine Ahnung von ihr bekommen. Der Name dieser Ahnung war Bianca. So wie er sich von der vermeintlichen Liebe auf dem Band erzählen hört, fährt er sich selbst harsch ins Wort: <em>„Hörte mir soeben den albernen Idioten an, für den ich mich vor dreißig Jahren hielt, kaum zu glauben, dass ich je so blöde war. Diese Stimme! Gott sei Dank ist das wenigstens alles aus und vorbei.“</em> Mutter und Vater sind gestorben und allerlei andere biographische Begebenheiten werden kurz berührt.</p>
<p>Beckett zeichnet seinen Krapp als zynischen, dem Alkohol zugeneigten, griesgrämigen, alten Sack, der missmutig auf sein Leben zurückschaut, vor der Hässlichkeit des Alters erschrickt, und sich über seine Träume, Wünsche und Hoffnungen vergangener Jahre zu amüsieren weiß. Dieser Mann sitzt im Jetzt allein vor seinem Tonband. Es ist ihm nichts geblieben außer Erinnerungen an genau all diese Dinge, Umstände und Erlebnisse. Seine Einsamkeit schreit einem ins Gesicht. Die Tatsache, dass an seiner eigenen Deutung von Gefühls- und Lebenswelt doch nicht alles richtig sein kann, tanzt förmlich um ihn herum, vermag ihn fast schwindelig zu machen. Der Zweifel knabbert an allen Ecken und Enden seiner Biographie, seines Körpers und seines Lebensgefühls.</p>
<p><em>“Vielleicht sind meine besten Jahre dahin. Da noch eine Aussicht auf Glück bestand. Aber ich wünsche sie nicht zurück. Jetzt nicht mehr, wo dies Feuer in mir brennt. Nein, ich wünsche sie nicht zurück.“</em> Friedhelm Eberle meistert die Vermittlung dieses Feuers durch sein überragend körperbetontes und feinsinnig akzentuiertes Spiel. Der ungewöhnliche Ort, die zirkulierenden Düfte teurer Parfüms von ehemals überzeugten Schauspielhausabonnenten und neuerdings enttäuschten <a href="http://www.schauspiel-leipzig.de/" target="_blank">Centraltheater</a>besuchern oder das Summen des Diaprojektors ist vergessen, wenn Eberle als Krapp über den Verlust, die Angst, jugendlichen Idealismus und Romantizismus sinniert. Seine ruhige Sprache betoniert jeden seiner Sätze in den eigenen Kopf. Seine Stimme hallt nach, weil er ihr den Raum dafür gibt.</p>
<p>Der Verfall der Ideen, der Ideale und des Körpers im Laufe eines Lebens wird in Becketts Stück gerade in dem beengten Rahmen des Eiskellers der MB zu einer körperlichen Erfahrung. Das lebensechte, eindringliche Bühnenbild, die durch die Umgebung zwangsläufig reduzierte Theatralik und allem voran Eberles bewegende und auf das Wesentlichste reduzierte Schauspielkunst geben dem Gesamteindruck „existenzialistisch“ seine wahrhaftige Bedeutung zurück. Theater kann körperliche Erfahrung ohne Schreie, laute Bässe oder grelle Farben sein.</p>
<p>Es ist umso erfreulicher, dass nach Eberles Abschied am Schauspielhaus (wo „Das letzte Band“ schon lange Zeit lief) die Verantwortlichen der Moritzbastei ihm im Eiskeller eine zweite Heimat für eine Handvoll Aufführungen schenken konnten. Das „Kellertheater“ des Schauspielhauses hatte zweifelsfrei schon einen überzeugenden morbiden Charme &#8211; diesen aber treibt der Eiskeller nunmehr auf die Spitze. So bleibt für eine Art Fortsetzung nur die Hoffnung auf eine Inszenierung von <a href="http://www.dostojewsky.de/dostojewskij_bibliographie.php?werknr=647" target="_blank">„Aufzeichnungen aus dem Kellerloch“</a> von F.M. Dostojewski. Vielleicht findet sich noch ein Rezitator für Gedichte von <a href="http://gedichte.xbib.de/keller%2C+gottfried_gedicht_Am+Brunnen.htm" target="_blank">Gottfried Keller</a> – dann wäre eine Trilogie des Kellertheaters geboren.</p>
<p><em>Die nächsten Vorführungen von „Das letzte Band“ mit Friedhelm Eberle finden am 17.05., 18.05., 21.05. und 25.05. jeweils um 20.00 im Eiskeller der Moritzbastei statt. Der Eintritt beträgt 15,-/10,- (ermäßigt).</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Kiedy]]></title>
<link>http://czywisnie.wordpress.com/2009/04/28/kiedy/</link>
<pubDate>Tue, 28 Apr 2009 09:50:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>Julia</dc:creator>
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<description><![CDATA[Trzeba kochać życie wcześniej niż jego sens.]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Trzeba kochać życie wcześniej niż jego sens.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[063 - Księga Pomieszanych Języków - Dostojewski]]></title>
<link>http://anielskiewersety.wordpress.com/2009/04/14/063-ksiega-pomieszanych-jezykow-dostojewski/</link>
<pubDate>Tue, 14 Apr 2009 13:46:33 +0000</pubDate>
<dc:creator>Witold Skaczkiewicz</dc:creator>
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<description><![CDATA[Fiodor Dostojewski &#8220;Jedynie wierząc we własną nieśmiertelność, człowiek może uchwycić prawdziw]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Fiodor Dostojewski &#8220;Jedynie wierząc we własną nieśmiertelność, człowiek może uchwycić prawdziw]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Wer tötete den Vater?]]></title>
<link>http://ultrakurz.wordpress.com/2009/02/07/wer-totete-den-vater/</link>
<pubDate>Sat, 07 Feb 2009 11:50:03 +0000</pubDate>
<dc:creator>ultrakurz</dc:creator>
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<description><![CDATA[Aus den Tagebucheinträgen der Damar Thor Samstag, 6.2. Gestern Abend an unserer Schule in einer 3 1/]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Aus den Tagebucheinträgen der Damar Thor Samstag, 6.2. Gestern Abend an unserer Schule in einer 3 1/]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Spielbank Bad Wiessee: Las Vegas am Tegernsee]]></title>
<link>http://redaktion42.wordpress.com/2009/01/28/spielbank-bad-wiessee-las-vegas-am-tegernsee/</link>
<pubDate>Wed, 28 Jan 2009 00:00:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>redaktion42</dc:creator>
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<description><![CDATA[Gestern habe ich zusammen mit einem Freund die Spielbank in Bad Wiessee am Tegernsee besucht, die vo]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><!--StartFragment--></p>
<p class="MsoNormal"><img class="aligncenter size-full wp-image-589" title="spielbank" src="http://redaktion42.wordpress.com/files/2009/01/spielbank.jpg" alt="spielbank" width="450" height="600" /></p>
<p class="MsoNormal">Gestern habe ich zusammen mit einem Freund die Spielbank in Bad Wiessee am Tegernsee besucht, die vor ein paar Jahren neu gebaut wurde. Schon alleine der Name „Spielbank“ ist ein cooles deutsches Wort: Spielbank, Deutsche Bank, Dresdner Bank. Da geht es nicht, wie im Casino ums Zocken, sondern irgendwie um gepflegte Unterhaltung. Eben spielerisch Geld verlieren. Dafür gibt es das nette, bunte Spielgeld aus Plastik und nicht die richtigen Euro.</p>
<p class="MsoNormal">Die ausgewählten Besucher waren auch eine Schau für sich. Da gab es den jungen Mann aus Osteuropa, der mit seiner blondgefärbten Begleitung (jung) am Spieltisch steht und die Jetons richtig platziert. Die von den Spielbanken Bayern individuell gestalteten Spielmarken haben nur an den Tischen der neun Bayerischen Spielbanken Gültigkeit. Dann haben wir die alte Dame, die mit knochigen Händen am Tisch sitzt und die Szenerie beobachtet. Am Black Jack sitzt die dicke Frau mit Turnschuhen, die einen Geruch von alten Pommesfett verbreitet. Ein Russe hat ein Jackett an, das drei Nummer zu groß ist. Er will Poker spielen. Gegen 23 Uhr kommt eine Durchsage: „Der Bus nach München fährt in 15 Minuten zurück.“ Ein paar Spieler stehen auf und bewegen sich zum Ausgang, aber zuvor geht noch ein schnelles Spiel. Zeit ist Geld.</p>
<p class="MsoNormal">Ein Asiate wirft seine Jetons erst im letzten Augenblick auf den Spieltisch. „Nicht geht mehr“ gilt scheinbar für ihn nicht und sofort bekommt er Schwierigkeiten mit den Croupiers. Der Chefcroupier führt die Oberaufsicht am Roulette-Tisch. Sein Wort ist Gesetz. Das muss auch unser Asiate einsehen. Der Kopfcroupier sitzt am Kopfende des Tisches. Die Drehcroupiers bedienen den Kessel und werfen die Kugel. Lässig machen die Croupiers ihren Job, kommentieren manchmal die Einsätze. So mancher flirtet mit den weiblichen, jungen Gästen.</p>
<p class="MsoNormal">Gegen 1 Uhr nachts kommen italienische Gäste. Einige Paare stürmen die Tische und wollen noch bis 3 Uhr morgens spielen. Die Gier steht so manchen Besucher in die Gesichter geschrieben. Da heften auch die Flyer „Vorsicht – die Risiken des Spiels“ nicht. In diesen gut gemachten Flyern der Spielbanken sollen die Spieler ihre eigenen Grenzen erkennen. Für die Gäste der staatliche Lotterieverwaltung in Bayern soll das Glückspiel eine angenehme Abendunterhaltung sein, die keinesfalls zur Sucht wird.</p>
<p class="MsoNormal">Finanziell gelohnt hat es sich auf jeden Fall. Der Montagabend läuft gut. Die Spieltische im ersten Stock sind gut besetzt. Spieler wuseln umher, um ja kein Spiel zu verpassen. Essen und Trinken haben zivile Preise, schließlich soll der Gast sein Geld ja verspielen und nicht versaufen. Im Parterre sind die Automatenspiele. Hier sitzen die Spieler stumm vor ihren blinkenden Slot-Machines und einarmigen Banditen. Es wird kaum ein Wort gesprochen. Ab und zu klingelt ein Automat und spuckt Münzen aus. Hat ein Spieler gewonnen, beginnt bei anderen um so hektischer das Spiel. Schließlich will man Gewinner sein und nicht auf der Verliererseite stehen. Dostojewski hatte so recht in seinem Roman „der Spieler“.</p>
<p class="MsoNormal">Am französischen Roulette sehe ich einen älteren Herrn. Während mein Freund in zehn Minuten 30 Euro verspielt, haut er in der gleichen Zeit 10.000 Euro raus. Woher nehmen die Leute das Geld? In seiner linken Jacketttasche sind die eckigen 1000-Euro-Jetons, in der rechten die runden violetten 100-Euro-Plastikplätzchen. Er greift in die Tasche und gibt der blonden weiblichen Croupier die Anweisungen, wie die Chips auf dem Tableau zu platzieren sind. Tableau ist der mit Filz bespannte Spieltisch, auf dem die Setzfelder für die Platzierung der Jetons abgebildet sind.</p>
<p class="MsoNormal">Aber es gibt natürlich aus genügend Leute, die nicht einer Halbwelt angehören. Ganz normale Ehepaare spielen an den Tischen und machen sich einen schönen Abend in einer noblen Atmosphäre. Viel braucht es nicht. Der Eintritt in Bad Wiessee ist lächerlich. Allerdings muss man seinen Personalausweis dabei haben. Dafür gibt es eine Tageskarte und man kann an einem Losgewinnspiel mitmachen. Es gab an dem Montagabend 1000, 750 und 500 Euro zu gewinnen. Verdammt, ich war nicht dabei.</p>
<p class="MsoNormal">Die Croupiers in Bad Wiessee sind hervorragend. Sie stellen mit ihrer Aura die Autorität des Spielanbieters dar, ohne dass sie dabei den notwendigen Status als Sympathieträger der Gäste verlieren dürfen, wofür ein entsprechendes Feingefühl im Umgang mit Menschen unerlässlich ist. Grundsätzliche Voraussetzung für einen Croupier ist ein tadelloses äußeres Erscheinungsbild in seiner Gesamtheit, das die Seriosität des Betreibers in der gesellschaftlich jeweils erwünschten Etikette des Umfelds widerspiegelt. Bei den bayerischen Spielbanken sind derzeit 553 Croupiers tätig</p>
<p class="MsoNormal">Hat ein Spieler Glück, bekommen die Croupiers Jetons als Dank. Sie wandern in den Tronc. Das sind an<span>  </span>den Spieltischen befestigte Behälter, in denen die freiwilligen Zuwendungen der Gewinner an die Mitarbeiter gesammelt werden. In einer guten Phase kommen einige hundert Euro in der Stunde zusammen. Das Trinkgeld kann sich sehen lassen.</p>
<p class="MsoNormal">Im April fahre ich beruflich nach Las Vegas und schaue mir die amerikanischen Vorbilder an. Ich hoffe, dass ich ein wenig die Atmosphäre von „Frankie und seinen Spießgesellen“ mit Frank Sinatra, Sammy Davis jr. und Dean Martin schnuppern kann. Schließlich ist Las Vegas das Mekka der Spieler und des Glückspiels. </p>
<p><!--EndFragment--></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[trauerlos]]></title>
<link>http://nonutensil.wordpress.com/2008/12/30/200/</link>
<pubDate>Mon, 29 Dec 2008 23:56:51 +0000</pubDate>
<dc:creator>nonutensil</dc:creator>
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<description><![CDATA[Tränen reinigen das Herz. [Fjodor Michailowitsch Dostojewski] Sie kann nicht weinen. Vielleicht weil]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><span style="color:#888888;"><em>Tränen reinigen das Herz.</em></span></p>
<p><span style="color:#888888;">[Fjodor Michailowitsch Dostojewski]</span></p>
<p><span style="color:#000000;"><span style="color:#888888;">Sie kann nicht weinen. Vielleicht weil sie keinen Grund hat. Vielleicht reichen die paar Gründe diesmal nicht. Sie würde gerne weinen, weil es ist wie lachen. Sie nimmt sich vor bald lange hinter dem Lenkrad zu sitzen und durch die Dunkelheit zu fahren und die <em>Counting Crows</em> zu hören. Vielleicht reinigt sie sich dann. Für eine kurze Zeit.</span><br />
</span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Verbrechen und Strafe]]></title>
<link>http://stroheim.wordpress.com/2008/12/12/qype-verbrechen-und-strafe-in-berlin/</link>
<pubDate>Fri, 12 Dec 2008 07:17:05 +0000</pubDate>
<dc:creator>stroheim</dc:creator>
<guid>http://stroheim.wordpress.com/2008/12/12/qype-verbrechen-und-strafe-in-berlin/</guid>
<description><![CDATA[Im Rahmen der Spielzeit´europa zeigen die Berliner Festspiele als Deutschlandpremiere Dostojewskis K]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Im Rahmen der Spielzeit´europa zeigen die Berliner Festspiele als Deutschlandpremiere Dostojewskis Klassiker „Schuld und Sühne“ in der Fassung von Andrea Breth. Da die gezeigte Produktion der Salzburger Festspiele auf der Neuübersetzung Swetlana Geiers von 1994 basiert, heißt es jetzt „Verbrechen und Strafe“.</p>
<p>Ein fünfstündiges Theaterstück – inklusive zweier halbstündiger Pausen – ängstigte mich im Vorfeld etwas. Doch die fünf Stunden haben sich gelohnt, das Stück hat zwar eine ordentliche Länge aber keine Längen. Die erste Hälfte des Stückes wo teilweise Gedachtes, Geträumtes, Geschriebenes und Reales in kurzen clipartigen Szenen, die getrennt durch grelle, das Publikum blendende Schweinwerfer, gezeigt werden, erschließt sich wohl kaum, ohne Kenntnis der Romanvorlage. Nach der ersten Pause wird es konventioneller, nahezu klassisch und immer sehr dicht am Text Dostojewskis.</p>
<p>Der Langzeit-Jurastudent Raskolnikov, der sich mit dem Mord an einer Pfandleiherin von der armseligen Masse abheben will, aber sich damit in tiefe Verwirrung und Einsamkeit stürzt, wird von Jens Harzer in einer schnoddrig-nöhlenden Art verkörpert, die man nicht so schnell vergisst. Nicht weniger beeindruckend Sven-Eric Bechtolf als morallos-dekadenter Gutsbesitzer, Udo Samel als väterlicher Untersuchungsrichter, Marie Burchard als Dunja, Raskolnikovs Schwester und Wolfgang Michael als ihr schmierig-verklausulierter Verlobter.</p>
<p>Die Regisseurin Andrea Breth, von 92 bis 97 künstlerische Leiterin der Berliner Schaubühne, hatte die beauftragte Bühnenfassung des bulgarisch-österreichischen Autors Dimitré Dinev verworfen und eine eigene geschrieben. Sie stellt den Ekel an der Welt des jungen Raskolikovs in den Mittelpunkt, die spätere Läuterung in einem sibirischen Straflager, bleibt außen vor.</p>
<p>Die mystisch-düsteren Bühnenbilder von Erich Wonder wirkten teilweise grottenartig, ausweglos, teilsweise als zögen sie sich bis zum Horizont, ohne Begrenzung. Sie erinnern an Alfred Kubins Dostojewski-Illustrationen. Sehr beeindruckend – zumindest von meinem billigen Platz in einer der hinteren Reihen auf dem Rang.</p>
<p>Die &#34;dunkle Dramatisierung von Dostojewskis Roman durch Regisseurin Andrea Breth&#34; sei &#34;nur für Ignoranten zu langsam&#34;, urteilt Norbert Mayer in der Wiener Presse, sie sei &#34;in ihrer psychologischen Raffinesse packend bis zum Schluss, fast wie das Original.“ Da schließe ich mich an.</p>
<p>Mit der Uraufführung des Stückes wurden im Juli 2008 die Salzburger Festspiele eröffnet. Dort wird es auch im Sommer 2009 wieder zu sehen sein. In Berlin läuft es noch am 12. und 13. Dezember 2008.</p>
<p>Mein Beitrag zu <a href="http://www.qype.com/events/20945-Verbrechen-und-Strafe-Haus-der-Berliner-Festspiele-Wilmersdorf-Berlin">Verbrechen und Strafe</a> &#8211; Ich bin <a href="http://www.qype.com/people/Stroheim">Stroheim</a> &#8211; auf <a href="http://www.qype.com/">Qype</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Lucys Methode]]></title>
<link>http://burcado.wordpress.com/2008/11/25/lucys-methode/</link>
<pubDate>Tue, 25 Nov 2008 16:45:44 +0000</pubDate>
<dc:creator>Burkhardt  Nowak</dc:creator>
<guid>http://burcado.wordpress.com/2008/11/25/lucys-methode/</guid>
<description><![CDATA[„Hier ist ein Streich von Eric, den ich nie verstanden habe,“ fing Oma Lisbeth an. „Eric hat mir die]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><strong>„Hier ist ein Streich von Eric, den ich nie verstanden habe,“ fing Oma Lisbeth an. „Eric hat mir die Geschichte eines Abends gebeichtet. Zu dem Zeitpunkt des Streiches im Jahr 1970 war er sechzehn Jahre alt; erzählt hat er die Geschichte vor zwanzig Jahren. Für mich ist es ein großes Rätsel geblieben, was ihn bewegt hat, diesen Dummen-Jungen-Streich auszuführen. Obwohl Eric sich für seine Tat  schämte, konnte er niemanden die Hintergründe erläutern. Vielleicht habt ihr eine Lösung.“</strong></p>
<p>Plötzlich war es im Dorfcafé still geworden. Der Geheimbund hörte sich die Geschichte an, als ob es sich um ein spannendes Hörspiel handelte. Oma Lisbeth berichtete, dass Eric damals ein Telefonbuch von Göttingen aufgeschlagen und wahllos einen Namen heraus gesucht habe. Anschließend habe er bei einem nahe gelegenen Supermarkt eine größere Bestellung für diesen Namen aufgegeben und um Hauslieferung gebeten. Zwei Tage später habe er bei der Telefonnummer angerufen und sich nach dem vermeintlichen Wohlbefinden erkundigt. Nach einer Schimpfkanonade seines Opfers habe er nur aufgelegt und die Geschichte als Heldentat seinem besten Freund erzählt.“</p>
<p>Matthes und Marcus guckten sich an und prusteten los. Marcus sagte: „Ich kenne eine Handvoll von Leuten, mit denen wir das auch machen können.“ Matthes nickte: „Ich tue noch meine Handvoll dazu und wir haben eine Woche lang was zu tun. Lummershausen, die Rache ist unser.“ Lucy schaute ihn verständnislos an und schüttelte den Kopf. Matthes fing an, seinen Plan auszuschmücken. „Bei uns im Dorf gibt es zwei Leute, die mich noch nie gegrüßt haben. Einer versohlt ständig seine Frau, wenn er von der Kneipe nach Hause kommt.“ Marcus schnitt ihm das Wort ab. Das war zwar ein Verstoß gegen die Kommunikationsregel, aber Matthes überließ ihm die Rede. „Ich kenne zwei Typen, die sind nur arrogant. Und dann dieser Typ, der seine Kinder immer anbrüllt, wenn die nicht sofort nach seiner Pfeife tanzen.“</p>
<p>„Und dann und dann und dann.“ Sigrid unterbrach die beiden. Sie signalisierte mit beiden Händen ihren Einspruch. „Was ist bloß heute mit euch los? Mein Papa hat vor langer Zeit Dummpfiff gemacht und wir sollen eine Neuauflage machen?“ Sigrid legte eine eindrucksvolle Pause ein. „Erinnern wir uns mal zusammen an die Indianergeschichte, in der sich ein Junge beim Nachbarkind entschuldigen soll, weil er ihn im Traum verprügelt hatte. Wir sind im Geheimbund, um andern zu helfen oder um andere zum Lachen zu bringen. Aber wir sind keine rachelüsternen Jugendlichen. Damit machen wir alles nur viel, viel schlimmer.“</p>
<p>Matthes und Marcus, die Gründer des Geheimbundes, liefen bei Sigrids Worten rot an. Matthes fand als Erster sein inneres Gleichgewicht wieder. „Gut,“ sagte er, „Eric war also ein Täter, der anonym handelte. Er suchte sich zwei Opfer. Eins von ihnen – der Mensch vom Supermarkt &#8211; wurde zum unwissenden Täter. Schließlich verhöhnte Eric sein Opfer durch einen gemeinen Telefonanruf und prahlte mit seinem angeblichen Heldenmut. Aber ich verstehe nicht, warum er so etwas gemacht hat.“</p>
<p><strong>LUCY SIEHT KLAR</strong></p>
<p><strong></strong>Lucy, die sich mit dem Buddhismus angefreundet hat, meldete sich und sagte: „Es lässt sich mit einer bestimmten Methode ganz einfach deuten. Weil Eric anonym handelte, fehlte ihm das notwendige Ich- oder Selbstbewusstsein. Er rächte sich für irgendetwas, was ihm andere Menschen angetan haben und inszenierte eine Situation, die er beherrscht. Wahrscheinlich ist er einmal in seinem Leben sehr gedemütigt worden.“ Während sich Sylke und Sigrid bedeutungsvoll anschauten und zustimmend nickten, unterbrach Oma Lisbeth die tief greifende Analyse. „Haltet Eure Gedanken fest. Wir können am Sonntag Nachmittag mit Eric sprechen, wenn er damit einverstanden ist.“</p>
<p>Der Geheimbund beschloss, die Sitzung zu vertagen. Nach dem Ruhe ins Dorfcafé eingekehrt war, las Oma Lisbeth aus dem blauen Heft vor. „Schon als kleines Kind hatte Eric mehrmals am Tag Streiche gemacht. Ich dachte immer, er könne der Bruder von Michel aus Lönneberga sein. Irgendwie war für ihn jeder Tag wie der Erste April. Da war jeder Scherz erlaubt und mochte er noch so dumm sein. Vielleicht war das ja sein Leitmotiv. Wir können ihn mal fragen, ob er mit uns ein großes Buch der Streiche schreiben will. Was haltet ihr davon?“</p>
<p>Eric stimmte es froh, aus alten Zeiten plaudern zu können. Gerne öffnete er seine Erzählkiste, so nannte er den Platz seiner Erinnerungen. Erst nach zwei Stunden traute sich Sigrid die entscheidende Frage nach dem Dummen-Jungen-Streich zu stellen. Lucy erklärte ihre Theorie mit der Demütigung genauer und schaute Eric fragend an.</p>
<p>Eric schluckte, bevor er sich entschloss, über vergangene Zeiten zu sprechen. „Mensch, ihr Lieben,“ sagte er, „nun habt ihr mich auf einen Zusammenhang gebracht, den ich alleine  niemals hergestellt hätte. Also. In der siebten Klasse habe ich eines Tages Klassenkeile bezogen. Mein Vergehen bestand darin, dass ich mit dem Französisch-Lehrer befreundet war und mich gut mit ihm verstand. Beispielsweise hat er mir Dostojewskis Brüder Karamasow ausgeliehen. Niemals zuvor hatte mir jemand zugetraut, dass ich Weltliteratur lesen könne. In meiner Klasse gab es nun jemanden, dem die Entwicklung nicht gefiel. Dieser Jemand hetzte zwei, drei Jungen gegen mich auf. Am Ende einer Französisch-Stunde packten sie mich, legten mich auf einen Tisch und jeder gab mir mit dem Zeigestock einen Hieb auf den Hintern. Es gab viele, die nicht mit machten. Doch es war grausam, vor allen Dingen, weil die Mädels meine Hilflosigkeit erleben mussten. Der Lehrer hat zugeschaut, ohne einzugreifen.“</p>
<p>„Dein Lehrer? Warum hat er das zu gelassen?“ fragte Sylke ihren Vater. „Mir wird es erst jetzt klar,“ fuhr Eric fort. „Der Pauker war schwul und er hatte Angst, von den heranwachsenden Jugendlichen, die über ihn Bescheid wussten, an den Pranger gestellt zu werden. Die Klassenkeile war Erniedrigung und Demütigung mir gegenüber. Ihm machten die – ich sag mal – Täter klar, dass er entmachtet war. Ich selbst war ahnungslos und hatte von Homosexualität keine Ahnung. Die zweite Demütigung kam für mich zu Hause. Meine Eltern unterstützten mich nicht. Sie gingen auch nicht zur Schule, um die Angelegenheit aufzuklären und um mich zu schützen. Auf einmal war ich innerlich zusammengebrochen; ich war allein. Das war wohl der Keim dafür, dass ich der Welt lange Zeit gegenüber misstrauisch und feindlich gestimmt war.“</p>
<p>Alle schwiegen. Eric fuhr fort. „Auch mein Vater hat im Alkoholrausch eine Reihe von Sachen gemacht, die grausam waren. Einmal hätte er beinahe unsere Familie umgebracht; dann hat er einen Diaprojektor von mir gegen die Wand geschmissen und zertrümmert. Doch nun ist er schon lange tot. Erst als er aufgebahrt war, habe ich ihm verzeihen können. Jetzt habt ihr mir geholfen, dass ich mich besser verstehen kann. Danke.“ Es dauerte eine Weile, bis alle verstanden hatten, worum es sich in Wirklichkeit drehte.</p>
<p>Nach einem Monat machten sich Eric und der Geheimbund an die Arbeit. Einmal in der Woche trafen sie sich bei Eric und machten eine Lachmeditation; danach wurde fleißig erzählt und geschrieben. Nach drei Monaten war das Buch fertig. Es hatte den schlichten Titel: „Das lustige Buch“.</p>
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<title><![CDATA[Wolność]]></title>
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<pubDate>Tue, 25 Nov 2008 15:34:25 +0000</pubDate>
<dc:creator>Hoko</dc:creator>
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<description><![CDATA[Co to takiego liberte? Wolność. Jaka wolność? Wolność robienia wszystkiego, co tylko się zechce, w r]]></description>
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