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	<title>eheungluck &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/eheungluck/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "eheungluck"</description>
	<pubDate>Mon, 28 Dec 2009 14:18:16 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Anleitung zur Ehevermeidung]]></title>
<link>http://anleitungunglueck.wordpress.com/2007/12/29/anleitung-zur-ehevermeidung/</link>
<pubDate>Sat, 29 Dec 2007 14:57:54 +0000</pubDate>
<dc:creator>anleitungunglueck</dc:creator>
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<description><![CDATA[Es ist leicht, Glück aus dem Zusammensein mit einer Frau zu ziehen. Noch viel leichter ist es aber, ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Es ist leicht, Glück aus dem Zusammensein mit einer Frau zu ziehen. Noch viel leichter ist es aber, Unglück aus dem Zusammensein zu schöpfen. Kleines Unglück ist leicht; großes Unglück bedarf eines Meisters. Ich bin ein wahrer Meister, und ich möchte hier meine Kunst mit euch teilen. Leset und lernet, auf dass auch ihr diese hohe Kunst einmal beherrschen werdet.</p>
<p>Ein paar einleitende Worte vorweg. Die Eheanbahnung verläuft nach einem recht festgelegten Muster. Kennenlernen, Küssen, Ehe &#8211; mit ein paar eingestreuten Fallstricken und Variationen, die von geringer Bedeutung sind. Kompliziert wird es, betrachtet man die Details, die mit einer physikalisch inspirierten Analogie erläutert werden sollen:<br />
Die Liebe ist wie die Anregung eines Elektrons. Man muss Energie, Arbeit hineinstecken, damit eine Beziehung sich auf einen höheren Zustand bewegt - nach einiger Zeit der Nichtaktivität kann  aber auch schnell der Grundzustand wieder erreicht werden. Was heißt das konkret?</p>
<p>Man trifft eine Frau, sei es bei der Arbeit, im Studium oder auf der Straße. Man versucht, erste Hinweise auf die gegenseitige Wahrnehmung zu vermitteln, durch Blickkontakt und die Einstufung ihrer Blickantwort. Ist dieser positiv, befindet sich die Liebe im ersten angeregten Zustand – hochgradig instabil. Der nächste, recht zügig zu erfolgende Schritt führt zu einem ersten metastabilen Zustand. Ansprechen. Einladen. Treffen, Austausch von Informationen über jeweilige Interessen, bei gemeinsamen Erreichen eines weiteren Anregungszustands schnellstmöglich gefolgt vom ersten Höhepunkt, dem Kuss.<br />
Die gesamte Beziehungsanbahnung beruht also auf einem hin- und herwerfen von Signalen, die in unseren Hirnen zu einer stetigen Vertiefung der wechselseitigen Zuneigung führen können. Können, nicht müssen: Von jedem angeregten Zustand geht es auch schnurstracks in den Grundzustand zurück. Diese Theorie, gewonnen am lebenden Objekt in vielen schmerzhaften Versuchsreihen, ist viel zu umfangreich um hier in aller Ausführlichkeit dargestellt zu werden. Dies soll nur eine kurze Einführung sein, um das nachfolgende zu verstehen. Man lernt am besten am Beispiel.</p>
<p>Man sieht also eine Frau &#8211; oder einen Mann, das ist irrelevant für das folgende. Sie signalisiert Interesse, man verspürt Interesse, schnell also handeln. Denkste. Es geht hier um die Kunst des Unglücks, nicht die butterweiche Welt des Glücks. Man wartet ab, sendet aber weiterhin Erstsignale aus. Nach einer längeren Zeit wird sie irritiert aufhören zu senden. Genau jetzt schlägst du zu. Wirst unangenehm und ein wenig penetrant, lädtst sie fortan zu jeder sich bietenden Gelegenheit irgendwohin ein. Perfiderweise wird sie zustimmen. Vielleicht glaubt sie, ihr könntet von nun an eben Freunde sein. Weit gefehlt. Vom kleinen Erfolg beflügelt, bezirzst du sie nach allen Regeln der Kunst. Witzig, charmant, eloquent &#8211; irgendwann erwacht ihr Interesse wieder. Lass es schleifen. Langsam. Lange gleichbleibend: plaudern, lauschen, tratschen. Lass dich nicht verwirren. Sei dir sicher, das Interesse flaut wieder ab. Abgeflaut? Jetzt fertigst du dein Meisterstück:<br />
Berühre sie, leicht am Oberarm. Umarm sie ein bisschen, kumpelhaft. Dann geh aus mit ihr. Trinken, einen Anlass gibt es immer. Wenn ihr beide betrunken seid, mach ein wehleidiges Gesicht und beginne, über eure<br />
Beziehung zu sprechen. Wie sehr du sie magst (berühr sie erneut am Oberarm), was für eine tolle Frau sie sei, dass sie dich doch auch möge. Wenn sie Raucherin ist (gepriesen seien die Bundesländer, die unser meisterhaftes Leben so viel leichter gemacht haben!), geh mit ihr vor die Tür, es ist ruhiger dort, ihr seid allein. Du hast sie. Wenn sie sich so vor dich stellt, dass ihre Brüste dich berühren, ihre Lippen erwartungsvoll gespitzt: starre in ihre  Augen, grinse verschämt, warte mehr als sieben Atemzüge (<a TITLE="Ghost Dog" TARGET="_blank" HREF="http://www.imdb.com/title/tt0165798/">www.imdb.com/title/tt0165798/</a>) und streichle linkisch ihren Oberarm.</p>
<p>Sie wird wieder reingehen.</p>
<p>Am nächsten Tage realisiere, was du gemacht hast. Setz dich an deinen Schreibtisch, an deinen Computer. Schreib ihr was du fühlst, möglichst kitschig. Konvertiere das Word-Dokument in ein pdf mit Blocksatz, schick es ihr per Email.</p>
<p>Brilliant.</p>
<p>Sie wird sich nie wieder melden.</p>
</div>]]></content:encoded>
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