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	<title>es-war-einmal &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/es-war-einmal/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "es-war-einmal"</description>
	<pubDate>Mon, 28 Dec 2009 18:28:39 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Der mit den Kippen]]></title>
<link>http://witzeglas.wordpress.com/2009/11/29/der-mit-den-kippen/</link>
<pubDate>Sun, 29 Nov 2009 04:00:02 +0000</pubDate>
<dc:creator>Timo</dc:creator>
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<description><![CDATA[Nichtraucherkampagne für Alkoholiker: Ohne Kippen einen Kippen!]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Nichtraucherkampagne für Alkoholiker:</p>
<p>Ohne Kippen einen Kippen!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Der mit dem Laub]]></title>
<link>http://witzeglas.wordpress.com/2009/11/24/der-mit-dem-laub/</link>
<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 04:00:41 +0000</pubDate>
<dc:creator>Lars</dc:creator>
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<description><![CDATA[Welchen Schwur leistet Herbstlaub, dass auf Vergeltung aus ist? &#8220;Ich werde mich rechen!&#8221;]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Welchen Schwur leistet Herbstlaub, dass auf Vergeltung aus ist?</p>
<p>&#8220;Ich werde mich rechen!&#8221;</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Der mit den Ethnologen]]></title>
<link>http://witzeglas.wordpress.com/2009/11/23/der-mit-den-ethnologen/</link>
<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 04:00:51 +0000</pubDate>
<dc:creator>Timo</dc:creator>
<guid>http://witzeglas.wordpress.com/2009/11/23/der-mit-den-ethnologen/</guid>
<description><![CDATA[Überraschung für Ethnologen: Erste Uhreinwohner waren Zahnräder!]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Überraschung für Ethnologen:</p>
<p>Erste Uhreinwohner waren Zahnräder!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Der mit dem Taxi]]></title>
<link>http://witzeglas.wordpress.com/2009/11/17/der-mit-dem-taxi/</link>
<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 04:00:53 +0000</pubDate>
<dc:creator>Timo</dc:creator>
<guid>http://witzeglas.wordpress.com/2009/11/17/der-mit-dem-taxi/</guid>
<description><![CDATA[Die meisten Taxifahrer arbeiten in der &#8220;Fahr Ma&#8217;!&#8221;-Industrie.]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Die meisten Taxifahrer arbeiten in der &#8220;Fahr Ma&#8217;!&#8221;-Industrie.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Der mit dem Ponyhof]]></title>
<link>http://witzeglas.wordpress.com/2009/11/16/der-mit-dem-ponyhof/</link>
<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 04:00:57 +0000</pubDate>
<dc:creator>Timo</dc:creator>
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<description><![CDATA[Nicht wenige, die auf einem Ponyhof gearbeitet haben, mussten irgendwann umsatteln.]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Nicht wenige, die auf einem Ponyhof gearbeitet haben, mussten irgendwann umsatteln.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der mit den Spukwesen]]></title>
<link>http://witzeglas.wordpress.com/2009/11/13/der-mit-den-spukwesen/</link>
<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 04:00:23 +0000</pubDate>
<dc:creator>Timo</dc:creator>
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<description><![CDATA[Heute haben wir Freitag, den Dreizehnten. Anlässlich dieses Tages (und weil wir Halloween verpennt h]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><h3>Heute haben wir <strong>Freitag, den Dreizeh<span style="color:#339966;">n</span>ten</strong>. Anlässlich dieses Tages <em>(und weil wir Halloween verpennt haben)</em> gibt&#8217;s einen Gruselwitz</h3>
<p>Trennungen unter Spukwesen nehmen zu!</p>
<p>Immer häufiger liest man: &#8220;Da scheiden sich die Geister&#8221;</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der mit dem Wegelagerer]]></title>
<link>http://witzeglas.wordpress.com/2009/11/12/der-mit-dem-wegelagerer/</link>
<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 04:00:11 +0000</pubDate>
<dc:creator>Timo</dc:creator>
<guid>http://witzeglas.wordpress.com/2009/11/12/der-mit-dem-wegelagerer/</guid>
<description><![CDATA[Nach soviel Hack, heute was mit Gemüse: So mancher Wegelagerer ist Vegetarier!]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Nach soviel Hack, heute was mit Gemüse:</p>
<p>So mancher Wegelagerer ist Vegetarier!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der mit den Türstehern]]></title>
<link>http://witzeglas.wordpress.com/2009/11/04/der-mit-den-turstehern/</link>
<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 04:00:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>Timo</dc:creator>
<guid>http://witzeglas.wordpress.com/2009/11/04/der-mit-den-turstehern/</guid>
<description><![CDATA[Sommer 1986: Türsteherverband einigt sich auf Menschenrechtsgrundsätze für geladenen Gäste, die so g]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Sommer 1986: Türsteherverband einigt sich auf Menschenrechtsgrundsätze für geladenen Gäste, die so genannte Eintritts-Charta!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Unschuldige Mörderin sucht begrabenen Ehemann - Die Vorläufer der Volksmärchen hatten es faustdick hinter den Ohren]]></title>
<link>http://schmalspurgefluester.wordpress.com/2009/09/02/unschuldige-morderin-sucht-begrabenen-ehemann-die-vorlaufer-der-volksmarchen-hatten-es-faustdick-hinter-den-ohren/</link>
<pubDate>Wed, 02 Sep 2009 14:26:07 +0000</pubDate>
<dc:creator>marcelnakoinz</dc:creator>
<guid>http://schmalspurgefluester.wordpress.com/2009/09/02/unschuldige-morderin-sucht-begrabenen-ehemann-die-vorlaufer-der-volksmarchen-hatten-es-faustdick-hinter-den-ohren/</guid>
<description><![CDATA[Die &quot;unschuldige&quot; Mörderin Anfang des 13. Jahrhunderts, gut 300 Jahre bevor die ersten Vol]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><div id="attachment_198" class="wp-caption alignright" style="width: 360px"><img class="size-full wp-image-198" title="Foto: M. Nakoinz, Model: Sabrina Paetzold" src="http://schmalspurgefluester.wordpress.com/files/2009/09/die-unschuldie-hochformat2.jpg" alt="Die &#34;unschuldige&#34; Mörderin" width="350" height="466" /><p class="wp-caption-text">Die &#34;unschuldige&#34; Mörderin</p></div>
<p>Anfang des 13. Jahrhunderts, gut 300 Jahre bevor die ersten Volksmärchen in Europa aufkamen, bildete sich eine Gattung heraus, die man &#8220;Märe&#8221; oder &#8220;mittelalterliche Kurzerzählung&#8221; nennt. Sie werden wie Fabeln meistens von einer &#8220;Moral von der Geschicht&#8221; (Epimythion) begleitet, sind gereimt und haben fiktive, weltliche Geschehen, mit (vorwiegend) menschlichem Personal zum Gegenstand. Einige der für diese Zeit erstaunlich modern klingenden und kurzweiligen Geschichten (erotische Abenteuer mit Pastoren parodieren den sakrosankten Klerus, Geschlechterrollen werden hinterfragt etc.) seien im Rahmen dieser Ausgabe vorgestellt:</p>
<p><span style="font-weight:bold;">Die unschuldige Mörderin</span><br />
Eine schöne und tugendhafte Gräfin begeht in diesem Märe drei Morde an Menschen, die sie betrogen haben. In der Nacht vor ihrer Vermählung mit einem reichen König gibt sich einer seiner Ritter für selbigen aus. Das wird jedoch von ihr durchschaut und der Ritter daraufhin von ihr mit einem Messer enthauptet. Seine Beseitigung übersteigt ihre Kräfte und somit ist sie auf den Pförtner angewiesen, welcher ihre Not ausnutzt und sich ebenfalls an ihr vergeht. Daraufhin stößt sie ihn nach getaner Arbeit mit in einen Brunnen, als er den Ritter darin versenkt. Damit der König ihre Defloration nicht bemerkt, schiebt sie ihm in der Hochzeitsnacht eine ihrer Jungfrauen unter. Als sich diese später weigert zu gehen, brennt sie die Kammer kurzerhand an und überlässt sie dem Feuertod. Nach 32 Jahren glücklichen Ehelebens gesteht sie ihrem Mann die Taten und erntet von diesem, wie auch vom Erzähler im anschließenden Epimythion, wohlwollende Zustimmung. Zwar kann ein Mörder nicht unschuldig sein, aber gerade dieses moralische Problem wird von der Geschichte keineswegs problematisiert. Das Spannungsverhältnis zwischen gängigen moralischen Maximen und erzähltem Fall ist geradezu konstitutiv für die Erzeugung von Komik in dieser Zeit. Das Heraufbeschwören von Groteskem und &#8220;unerhörten Begebenheiten&#8221; ist auch noch in der heutigen Novelle beliebt, die gewissermaßen mit den Mären verwand ist.</p>
<p><span style="font-weight:bold;">Die Suche nach dem glücklichen Ehepaar</span><br />
In diesem Märe geht es um einen reichen und rundum glücklichen Mann, der unter dem einzigen Fehler seiner Frau leidet: ihrer Geizigkeit. Daraufhin zieht er aus, um ein Ehepaar zu finden, das vollkommen zufrieden ist. Immer wieder wähnt er sich im Laufe der Geschichte fündig geworden und wird im letzten Moment dann doch vom jeweiligen Ehegatten eines Besseren belehrt. Hinter den Fassaden von Festmählern sind diese Männer nämlich alle zutiefst unzufrieden innerhalb ihrer Beziehungen. Ihre Frauen gingen ihnen fremd und müssen nun entweder jeden Abend Wein aus der Hirnschale des ehebrecherischen Pfaffen trinken oder bekommen einen großen angeketteten Bauern als Sexsklaven, um nicht wegen der Nymphomanie der Frau zum Gespött der Öffentlichkeit zu werden. Nach sechs Jahren der vergeblichen Suche muss er schließlich erkennen, dass es in seiner eigenen Beziehung noch am Besten bestellt ist und so versöhnt er sich mit seiner Frau und sieht ihr den Makel nach.</p>
<p><span style="font-weight:bold;">Der begrabene Ehemann</span><br />
Ein Mann schwört seiner Frau aus Liebe, ihr jedes Wort bedingungslos zu glauben. Die Frau testet ihn und so gibt er seinen Wahrnehmungen zum Trotz an, dass es am Tage Nacht, ein kaltes Bad warm und schließlich, dass er totenblass sei. Zu spät beginnt der Mann zu protestieren und wird lebendig begraben. Denn sein Geschrei wird vom Dorfprediger, in den sich seine Frau verliebt hatte, als Teufelswerk gewertet. Auch dies scheint moralisch nicht allzu bedenklich. Dadurch, dass der Mann seiner Rolle in der Ehe nicht nachgekommen ist, kann man ihn bereits als für &#8220;gesellschaftlich tot&#8221; erklärt sehen und seine leibhaftige Beerdigung wäre in dieser mittelalterlichen Logik eine konsequente Folge.</p>
<p><span style="font-weight:bold;">Die zwei Beichten</span><br />
Hier nehmen sich zwei Eheleute gegenseitig die Laienbeichte ab und nachdem die Frau dem Mann gesteht, sich hinter seinem Rücken mit (je nach Überlieferung) mal zwölf, mal 26 Männern (Koch, Kellner, Priester, drei Fischergesellen …) eingelassen zu haben, gesteht ihr Gatte darauf ganz unverblümt einmal die Hand der Magd berührt zuhaben. Wutentbrannt prügelt ihn darauf seine Frau mit dem Besen aus dem Haus. Einem Utensil, das die Germanisten gern als &#8220;Phallussymbol&#8221; deuten. Damit wäre der Beweis erbracht: &#8220;Stand-up Comedy&#8221; gab es auch schon im Mittelalter!</p>
<h2>Ausgabe 09, April 2008</h2>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der mit der Klage]]></title>
<link>http://witzeglas.wordpress.com/2009/05/31/der-mit-der-klage/</link>
<pubDate>Sun, 31 May 2009 04:00:31 +0000</pubDate>
<dc:creator>Timo</dc:creator>
<guid>http://witzeglas.wordpress.com/2009/05/31/der-mit-der-klage/</guid>
<description><![CDATA[&#8220;Unsere Kinder, Vierzehn und Siebzehn, verklagen uns gerade vor Gericht. Wegen ihrer Vornamen.]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>&#8220;Unsere Kinder, Vierzehn und Siebzehn, verklagen uns gerade vor Gericht. Wegen ihrer Vornamen.&#8221;</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der mit dem Eis am Stiel]]></title>
<link>http://witzeglas.wordpress.com/2009/05/20/der-mit-dem-eis-am-stiel/</link>
<pubDate>Wed, 20 May 2009 04:00:30 +0000</pubDate>
<dc:creator>Timo</dc:creator>
<guid>http://witzeglas.wordpress.com/2009/05/20/der-mit-dem-eis-am-stiel/</guid>
<description><![CDATA[Welches Eis am Stiel wurde auf den Markt gebracht, um das Ende des Zweiten Weltkrieges zu feiern? ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img class="size-full wp-image-885 alignnone" title="Die Sieben Tage des Peter" src="http://witzeglas.wordpress.com/files/2009/05/stargast_peter.jpg" alt="Die Sieben Tage des Peter" width="250" height="40" /></p>
<p>Welches Eis am Stiel wurde auf den Markt gebracht, um das Ende des Zweiten Weltkrieges zu feiern?</p>
<p>&#8220;<span style="color:#ffffff;">Das 45er Magnum</span>&#8220;</p>
<p>(Für die Antwort Zitat mit der Maus markieren)</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[kapitel 5]]></title>
<link>http://flemming.wordpress.de/2009/03/22/kapitel-5/</link>
<pubDate>Sun, 22 Mar 2009 19:47:23 +0000</pubDate>
<dc:creator>theyy</dc:creator>
<guid>http://flemming.wordpress.de/2009/03/22/kapitel-5/</guid>
<description><![CDATA[Spielregeln: Die Geschichte wird (eigentlich) jede Woche Sonntags fortgesetzt. Da es phantastische E]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="text-align:center;"><span style="text-decoration:underline;"><strong>Spielregeln:</strong></span> Die Geschichte wird (eigentlich) jede Woche Sonntags fortgesetzt. Da es phantastische Elemente gibt, habe ich ein Wörterbuch (unter dem Foto über diesem Artikel!!!) eingerichtet, in dem alle “speziellen” Worte übersetzt werden und Du so mein Märchen ohne Probleme genießen kann.</p>
<p style="text-align:center;">p.s.: Wenn jemand Lust hat, mit zu schreiben, eine Figur weiter zu entwickeln, ist er/sie herzlich eingeladen. Es ist gewünscht, diese Geschichte als eine Art offene Geschichte zu begreifen und zu erweitern!</p>
<p style="text-align:center;">Für die Hörversion müsst Ihr Euch leider noch etwas gedulden.</p>
<p style="text-align:center;">Viel Spaß!</p>
<p style="text-align:left;">
<h3><strong>Kapitel V</strong></h3>
<p style="text-align:left;">“Was, äh, was willst Du hier?!“<br />
Ein Riese stand schnaubend und zitternd vor ihr und versperrte dem Mädel den Weg. Unsere Heldin wollte laut los schreien, doch die zwiespältige Erscheinung des Riesen war verwunderlich: Er war doppelt so groß wie sie, sah jedoch wie ein Kind aus.<br />
„Ich will zur Base.“<br />
„Was&#8230; Was&#8230; Was willst Du von ihr?“<br />
„Geht Dich gar nichts an!“ Das Mädelchen wurde aus irgend einem Grunde trotzig, schließlich war sie nicht so weit gelaufen, als sich von einem Zwergenriesen, wie dem vor ihr Stehenden den Saft verpfeffern zu lassen.<br />
„Ich hab doch nur gefragt!“, meinte der Riese und fing auf einmal fürchterlich an zu heulen. 	„Alle hacken immer auf mir rum!“<br />
Von den Gesümpfen drang hämisches Lachen.<br />
„Hahaha, seht Euch mal die trübe Zuckerzecke da an!“<br />
„Der macht sich gleich in die Buxen!“<br />
Unser Mädchen ahnte langsam, was hier vor sich ging und bekam großes Mitleid mit dem Riesen. Sie dachte nach, wie sie ihn beruhigen könne.<br />
„Ist schon gut, entschuldige, wenn ich zu bullig rüber kam. Wer hackt denn immer auf Dir rum?“<br />
„Na die Gräser! Sie sagen immer, ich wär´ zu klein für einen Riesen.“<br />
„Na bist Du doch auch, Du verlorener Kräuterkrebs!“ Wieder wurde höhnisch gelacht.<br />
„Du sollst zu klein sein? Du bist der riesigste Riese, den ich je getroffen bin.“, meinte unsere Heldin verdutzt.<br />
„Was? Glaub ich nicht!“<br />
„Aber sicher! Wie alt bist Du denn?“<br />
„Ich weiß nicht genau, so zwischen 5 und 10?“<br />
„Aber dann wirst Du doch noch weiter wachsen. Und richtig riesig werden. Vielleicht, der riesigste Riese, den es jemals gegeben hat!“<br />
„Und wie?“<br />
„Hm, weiß nicht genau. Aber vielleicht hat die Base ja eine Antwort für Dich parat. Ich will zu ihr, weil ich wissen will, wie man erwachsen wird. Komm mit, auf die Gräser kannst Du flöten.“<br />
„Was? Wir kommen Dir gleich hin, Du Kellerkerze! Du Affenarzt! Verbiesterter Zappelzapfen“, schallte es von den Gräsern recht wütend zurück.<br />
„Wie denn? Ihr seid fest gewachsen. Ihr könnt euch nicht bewegen! Und ein Schlag von einem Eurer Blätter zwiebelt sicher fürchterlich!“, gab das Mädchen zur Antwort und lachte laut los. Das imponierte dem Riesenkind sehr, und die Gräser gaben plötzlich klein bei.<br />
„Da hat sie recht&#8230;“<br />
„Verdammt. Sie sei verknotet, diese Matschmaus!“, und sie verstummten.<br />
„Siehst Du?“.<br />
Der kleine Große wunderte sich fortwährend. Da fragte das Mädchen: „Wie heißt Du, Riese?“<br />
„Ich heiße Thomas Richter.“<br />
„Weißt Du, wo die Base wohnt?“<br />
„Ich glaub schon!“, platzte es aus ihm heraus„Komm mit!“ und er stampfte naiv los und wendete sich nicht mehr um. Unsere Heldin folgte ihm ohne Widerrede.<br />
Und so liefen das Mädchen und der Riese den legendären blauen Weg entlang. Sie kamen ins Gespräch und unsere Heldin erzählte dem Riesen von ihrem Alltag und was sie so den ganzen Tag über macht. So verflog die Zeit und sie waren bald am brückenlosen Schlund angekommen.<br />
Dort produzierte das Mädel Rost und aß die übrig gebliebenen, getrockneten Käfer auf. Der Riese war Vegetarier und winkte dankend ab. Nun erzählte das Riesenkind von sich und unsere Heldin erfuhr, dass er im Sumpf von den Gräsern gefunden und aufgezogen wurde. Am Anfang hätten sie nicht so gehänselt, aber nachher wäre es unerträglich geworden. Und immer wenn es brenzlig für das Gewächs geworden wäre, hätte der Riese sie verteidigt. Da meinte das Mädel, dass die Gräser ihrer Meinung in Wahrheit doch ihr eigenes Kleinfühlen überspielen wollten. Sicher fühlten sich die Gräser zu gering, oder vielleicht auch zu frech, was auch immer. Wenn sich Riesen zu klein und Zehnies zu jung fühlen können, warum sollten dann Gräser frei von Zweifeln sein. Und dass sie auf ihn angewiesen seien, so meinte unsere Heldin, sei doch ein Beweis dafür, wie sehr der Riese auf seine Rechte bestehen könnte. Auf die Frage, warum der Riese noch nicht abgehauen wäre, meinte er, dass er nicht wüsste warum. Bis vor einigen Jahren hätte er daran geglaubt, selbst ein Gewächs zu sein.<br />
Das Mädchen machte sich zum Flug über den brückenlosen Schlund bereit und versuchte sich an alle Einzelheiten zu erinnern, die Scholle ihr zum Gebrauch des Drüsenanzuges erzählt hatte. Den Knopf hier drücken, die Lenkstangen fest gehalten und – Hui – mit einem beherzten Satz hatte sie den Übersprung geschafft. Kakakühn halt! Der Riese hingegen brauchte für den Schlund nur einen kurzen Anlauf zu nehmen, und zu springen. So konnte die Reise bald weiter gehen. Das Mädel fragte den Riesen aus, was er über die Base, den „Herzensweit“ und alles andere über die Gegend wusste und der Riese erzählte, das er die Base niemals bisher gesehen hatte. Wie lange die Base auf dem „Herzensweit“ wohnte, wusste er auch nicht. Die Reise wurde durch diese vielen Gespräche unendlich erträglicher, denn, liebste Heldin, ein neuer Freund ist so wertvoll, wie was zu essen.<br />
Und sieh, Güte zahlt sich immer aus. Wenn das Streben nach Hohem mit Verletzungen anderer verbunden ist, sei es nichts wert, und es verdirbt den Charakter. Unsere Heldin ging es also gut mit ihrer hehren Absicht, sie wurde sich immer sicherer, das Richtige zu tun, dass sie ganz vergaß, wie unwohl es ihr die Tage zuvor manchmal gewesen war. Vergessen schien die Hoffnungslosigkeit, vergessen auch die Enttäuschungen. Und in jenem Moment empfand sie die Dinge, die ihr der Bruder und die Eltern gesagt hatten, nicht mehr als schlimm oder unfäir, sondern gewissermaßen auch als verständlich.</p>
<h2 style="text-align:center;"><strong><span style="color:#ff6600;">Heute soll´n die Füße brenn´!</span></strong></h2>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kapitel 4]]></title>
<link>http://flemming.wordpress.de/2009/02/22/kapitel-4/</link>
<pubDate>Sun, 22 Feb 2009 16:45:39 +0000</pubDate>
<dc:creator>theyy</dc:creator>
<guid>http://flemming.wordpress.de/2009/02/22/kapitel-4/</guid>
<description><![CDATA[Spielregeln: Die Geschichte wird jede Woche Sonntags fortgesetzt. Da es phantastische Elemente gibt,]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="text-align:center;"><span style="text-decoration:underline;"><strong>Spielregeln:</strong></span> Die Geschichte wird jede Woche Sonntags fortgesetzt. Da es phantastische Elemente gibt, habe ich ein Wörterbuch (unter dem Foto über diesem Artikel!!!) eingerichtet, in dem alle “speziellen” Worte übersetzt werden und man so mein Märchen ohne Probleme genießen kann.</p>
<p style="text-align:center;">p.s.: Wenn jemand Lust hat, mit zu schreiben, eine Figur weiter zu entwickeln, ist er/sie herzlich eingeladen. Es ist gewünscht, diese Geschichte als eine Art offene Geschichte zu begreifen und zu erweitern!</p>
<p style="text-align:center;">Für die Hörversion müsst Ihr <a title="Kapitel 4 als Download" href="http://www.zshare.net/audio/56027546f886c979/" target="_blank">hier klicken</a>! (auch als Download!)</p>
<p style="text-align:center;">Viel Spaß!</p>
<p style="text-align:left;">
<h3><strong>Kapitel IV</strong></h3>
<p style="text-align:left;">Am nächsten Morgen hatte das Mädelchen eine gehörige Katze. Trotzdem fühlte sie sich bei Leibe nicht schlecht, im Gegenteil, sie war frohen Mutes und begierig, den „Herzensweit“ zu erklimmen. Die Freunde hatten ihr Beistand versprochen, warum sollte es also nicht gelingen? Und Hilfe konnte sie gebrauchen: Man erzählte sich so einiges über diesen geheimnisvollen Ort: Vor allem brauche es 4 Dinge: lose Treter, ein paar getrocknete Käfer als Proviant, Glimmis &#8211; und einen speziellen Drüsenanzug für einen Brückenlosen Schlund! Der Hügel prangte unweit vor den Toren des Staates. Des weiteren sagte man vom „Herzensweit“, dass es einen unglaublich legendären blauen Weg geben würde. Selbst die „ExOpiTanten“ hatten im Sommer 669 einen Staaten weiten Hit über diesen ungemein legendären blauen Weg. Der führte entlang eines Gesümpfes, in dem die Gräser rappen würden und dort würde es geistern und so weiteres, ganz Furcht einflößende Dinge jedenfalls, ungezählte, man kann sie gar nicht, ohne zu nerven, aufzählen und natürlich hatten viele den Aufstieg vorzeitig abgebrochen. Auch die kleinsten Schwächlinge&#8230; Doch hielt unsere Heldin weiter daran fest, denn irgendetwas in ihr war sicher, dass die Base ihr einen guten Rat geben konnte.<br />
Lizzy hatte sich bereit erklärt, unserer Heldin ihre losen Treter zu leihen. Sie hatte sie beim „Wettjodeln“ gewonnen, eine Disziplin, in der Lizzy schon immer die beste im Staat war. Die Treter passten dem Mädel, da Lizzy und sie so ziemlich die gleiche Treterkürze hatten. Scholle hatte heimlich den Drüsenanzug seines Vaters aus dem Schnarchzimmerkasten genommen und ihn unserer Heldin gegeben, nicht ohne ihr vorher viele Anweisungen und Vorsichtsmaßregeln mit auf den Weg zu geben, und sie versprach, sehr gut darauf auf zu passen. Und Blunz bot an, das Mädelchen bis zum Fuße des Hügels zu wackeln, denn er hatte schon einen Wackelbrief. Als sie den Freunden mitteilte, sie würde den Aufstieg alleine wagen, wollten die Freunde mit ihr argumentieren, aber schließlich ließen sie sie doch gewähren. Die Eltern jedoch wurden nicht über die Reise informiert, zu sehr rechnete unsere Heldin damit, dass man sie zurückhalten würde.<br />
Am Tor angekommen, fragte der zuständige Torwart nach dem Grund für die Reise der beiden Zehnies. Sie gaben die Wahrheit zur Antwort, woraufhin dem Torwart etwas mulmig zumute wurde und auch er wollte davon abraten. Schließlich befürchtete er, dass er sich im Falle, dass den beiden etwas zustoßen würde, sich mitschuldig an einem Vergehen machen würde. Gegen die Herausgabe eines Sonderheftes des „Superwutzes“, einer populären Skizzenleserlefigur, die Blunz immer bei sich trug, ließ sich der Aufpasser aber dann doch überzeugen und er hob die Schranken und die beiden wackelten aus dem Staat.<br />
Auf der Wackelei sprachen Blunz und das Mädel kaum ein Wort, irgendetwas war komisch zwischen ihnen. Dem Mädel war es auf einmal so schüchtern um´s Herz, dass sie keinen vernünftigen Satz denken konnte, und Blunz kam nichts, was er sagen wollte, interessant genug vor, weshalb auch er schwieg. Schließlich waren sie am Fuße des Hügels, beim blauen Weg, ange-kommen.<br />
„So,“, meinte Blunz zaghaft, „da wären wir.“<br />
„Ja, jetzt muss ich wohl alleine weiter.“<br />
„Hast Du alles?“ Blunz wurde sehr nervös, seine Hände waren auf einmal ganz feucht.<br />
„Ich denke&#8230; kannst Du mir bei dem Drüsenanzug helfen?“<br />
Sie gingen zum Taschenraum des Fahrgerätes und holten die verstauten Sachen heraus. Es gestaltete sich schwierig, den Anzug anzuziehen, er war recht schwer und umständlich viele Gürtel waren an ihm angebracht. Es gelang dann aber doch. Den Rest der Sachen verpackte unsere Heldin in ihren Knopfbecher.<br />
„Ich werde hier auf Dich warten! Das meißel ich in Stein.“, platze es aus Blunzen heraus, denn das hatte er sich auf der Fahrt vorgenommen.<br />
„Und ich werde bald zurück sein! Das kannst Du gleich mitmeißeln.“, gab das Mädchen lächelnd zurück und es schien ihr, als fehle noch etwas.<br />
„Aber, wenn Du morgen nicht zurück bist, komme ich und suche Dich!“<br />
„Keine Falten! Ich werde aufpassen!“<br />
Und so ging das Mädelchen den blauen Weg entlang. Blunz schaute ihr so lange nach, bis sie verschwunden war, dann kramte er aus dem Taschenraum ein „Superwutz“-Heft heraus und vertrieb sich so die Zeit.<br />
Unsere Heldin war schon ein gutes Stück gegangen, da tauchten rechts und links von ihr die Gesümpfe auf. Es war bis dahin ganz ruhig gewesen, doch plötzlich hörte sie laut und deutlich ein Wimmern und Schluchzen. Kurz überlegte sie, ob sie den Geräuschen nachgehen sollte, aber sie war fest entschlossen, nicht vom Wege ab zu kommen. Nach und nach kamen immer mehr Stimmen aus den Gesümpfen und sie schienen sich zu streiten.<br />
„Jetzt jammert der Lacklachs, schaut ihn Euch an!“<br />
„Ja, so ein nichts würdiger, überflüssiger Tapetentiger“<br />
„So kurz wie Du bist, so ein Weichweib bist Du auch“<br />
Unserer Heldin wurde immer mulmiger um´s Herz. Doch behielt sie ihr Ziel weiterhin fest im Auge. Plötzlich aber schienen die Stimmen sie an zu sprechen.<br />
„Na, schau mal an, was ist das denn für eine!“<br />
„Siehste, so kurz bist Du auch!“ Ein blödes Gekichere schallte von rechts, während das Schluchzen und Weinen immer größer zu werden schien. Und, merkwürdigerweise, mischten sich unter diesen Lärm auch einige deutlich zu hörenden Papageienschreie.<br />
„Wo die wohl hin will?“<br />
„Die will sich die Schlucht runter stürzen, so kurz wie die ist.“<br />
Das Mädelchen dachte an die Drüsen und überlegte, ob sie sie jetzt schon einsetzen sollte. Doch war der Anzug dazu gedacht, den Brückenlosen Schlund zu überqueren, der hinter dem Gesümpfe lag und die Drüsen reichten nicht lange. Für den Abstieg brauchte sie schließlich auch noch deren Hilfe. Da kamen ihr die getrockneten Käfer in den Sinn. Vielleicht, dass man die Gräser damit ablenken könnte. Sie kramte sie aus ihrer Knopftasche und warf einige nach rechts, andere nach links.<br />
„Iih, was ist das denn?“<br />
„Seit Äonen sind Käfer bei uns verboten. So eine himmelschreiende Schweinerei!“<br />
Das Mädchen beschleunigte ihre Schritte und versuchte nicht weiter an die Stimmen zu denken, als auf einmal eine riesige Gestalt sich vor ihr in den Weg stellte.<strong> </strong></p>
<h2 style="text-align:center;"><strong><span style="color:#ff6600;">Der Kübel</span></strong></h2>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kapitel 3]]></title>
<link>http://flemming.wordpress.de/2009/02/15/kapitel-3/</link>
<pubDate>Sun, 15 Feb 2009 16:02:01 +0000</pubDate>
<dc:creator>theyy</dc:creator>
<guid>http://flemming.wordpress.de/2009/02/15/kapitel-3/</guid>
<description><![CDATA[Spielregeln: Die Geschichte wird jede Woche Sonntags fortgesetzt. Da es phantastische Elemente gibt,]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="text-align:center;"><span style="text-decoration:underline;"><strong>Spielregeln:</strong></span> Die Geschichte wird jede Woche Sonntags fortgesetzt. Da es phantastische Elemente gibt, habe ich ein Wörterbuch (unter dem Foto über diesem Artikel!!!) eingerichtet, in dem alle “speziellen” Worte übersetzt werden und man so mein Märchen ohne Probleme genießen kann.</p>
<p style="text-align:center;">p.s.: Wenn jemand Lust hat, mit zu schreiben, eine Figur weiter zu entwickeln, ist er/sie herzlich eingeladen. Es ist gewünscht, diese Geschichte als eine Art offene Geschichte zu begreifen und zu erweitern!</p>
<p style="text-align:center;">Für die Hörversion müsst Ihr <a title="Kapitel 3 als Hör- und Downloadversion" href="http://www.zshare.net/audio/556656112d8cce9d/" target="_blank">hier klicken</a>! (auch als Download!)</p>
<p style="text-align:center;">Viel Spaß!</p>
<h3>Kapitel III.</h3>
<p>Scholle, ein langer, dürrer Junge mit roten Haaren und grünen Augen, hatte schon immer eine eigene Meinung gehabt und sogar zwei Male im Käfig gesessen, weil er an Aktionen teilgenommen hatte: Er hatte gegen Colatransporte geschrien und gegen die Verbreitung von Wasserbomben gebuht. Er hat Texte für die „Neue Vernunft“ geschrieben und einmal hat er sogar sein Medium aus dem Fenster geworfen. Außerdem ging er zu den „Jeddah-Fritzen“. Das Mädel zählte Scholle zu ihren ältesten Freunden und sie trafen sich oft auf eine Packung Wurst im „Johannson“, Scholle war nämlich leidenschaftlicher Carnivore.</p>
<p>Lizzy war ein eifriges und fleißiges Mädel, etwas schau und immer liebenswürdig. Sie hatte ein ebenso großes Herz wie unsere Heldin, war immer bunt und aufgebrezelt und die beiden verbrachten viel Zeit damit, sich über die neuesten Tendenzen und über Geschichten, die im Medium liefen, aus zu tauschen. Oder aber sie schwärmten über die schnellsten Wackler, oder sie bemalten sich. Man kann sagen, dass die beiden Unzertrennlichen wie ein altes Ehepaar miteinander harmonierten.<br />
Blunz hingegen war der abgedrehteste und albernste von allen. Er hatte keine Eltern, zumindest konnte er sich nicht an sie erinnern, da sie kurz nach Blunzens Geburt mit dem Luftschiff verunglückt waren. So auf sich allein gestellt, bemühte sich Blunz anfangs sehr um ein normales Leben, scheiterte jedoch an den vielen und chaotischen Vorstellungen, die die Mitmenschen mitunter haben, wie so etwas bewerkstelligt werden soll. So versuchte er sich irgendwann im genauen Gegenteil. Zum Beispiel trug er die Klamotten falsch herum oder er ging nachts in die Schule und schlief tagsüber im Freien. Das Mädel war von vielen seiner Taten sehr beeindruckt gewesen und sie wünschte sich manchmal, ohne das sie sich dies erklären konnte, dass er sie in seine Arme nehmen würde, oder so.<br />
Unsere Heldin hatte ihr Zimmer extra aufgeräumt und hergerichtet: Glimmis schimmerten und auf dem Tisch standen Eissaft und frisch gepoppte Grillen. Eine Platte von „Die ExOpiTanten“ lief und füllte den Raum mit schwungvoller Dudelei. Zuerst kam Blunz, obwohl er eigentlich immer sehr verspätet war, dann Scholle und Lizzy. Die 3 waren sehr gespannt, was das Mädchen von ihnen wollte, hatte unsere Heldin doch recht geheimnisvoll und aufgeregt am Kommunikator gewirkt und gemeint, es wäre unendlich dringend, dass sie alle kämen.<br />
„Was ist denn nun so wichtig, Stäubchen, dass wir kommen sollten?“, fragte Scholle zuerst.<br />
„Nichts&#8230;“ Das Mädel war nervös. Was, wenn sie nicht verstanden werden würde.<br />
„Jetzt&#8230; das ist ja wohl nicht wahr, oder? ´Unbedingt heut abend´. Ich habe extra meine Arbeit verschoben.“ Lizzy war noch nie zimperlich mit ihrer Freundin gewesen.<br />
„Ich hab ein Problem und weiß nicht, was ich machen soll.“<br />
„Und was ist es?“, fragte Scholle.<br />
„Ich weiß nicht, wie ich erwachsen werden soll.“<br />
Nach einer kurzen Pause fragte Lizzy ungläubig: „Das ist Dein Problem?“<br />
„Ja.“<br />
„Aber warum&#8230;“<br />
„Warum nicht?“<br />
Es entstand Stille. Ein Lied mit Namen „Mir reicht das auch“ von den „ExOpiTanten“ zog die Aufmerksamkeit auf sich und zufällig sang der Chor gerade die Textzeile: „Ei, was soll ich denn dann? Wer gibt mir Brot? Na Na Na Na! Toll, schön, jahaa!“ und Scholle musste lachen.<br />
„Wie wollt ihr denn erwachsen werden?“, fragte das Mädel.<br />
„Ich will nicht erwachsen werden.“ Blunz hatte bis jetzt geschwiegen.<br />
„Warum?“, fragte das Mädchen<br />
„Warum nicht? Hör mal, Wölkchen, ist doch nicht so wichtig. Die Leute erwarten, dass Du so wirst, wie sie, steif und zickig. Schau doch, wie wir´s haben jetzt. Wir treffen uns und haben Spaß. Das gibt’s unter Erwachsenen nicht mehr. Da wird sich angezickt, die ganze Zeit. Man macht sich was vor und ist ironisch und so. Das ist total zum in die Hose spucken! Das kannst Du echt vergessen!“<br />
„Na, ganz so schlimm wird es wohl nicht werden!“, warf Lizzy ein, war aber eigentlich genauso sprach- und ratlos wie Scholle.<br />
„Nicht?“ Blunz kam langsam in Fahrt. „Schau doch das Medium an! Scholle, Du weißt ja, wovon ich rede! Da wird gelogen! Ganz pur! Und man stellt sich noch hin und preist das an!“<br />
„Ja, da stimme ich Dir ja zu, Blunz, ich finde aber auch nicht alles schlecht&#8230; Schau doch, was Du als Erwachsener erreichen kannst. Du kannst viel mehr verändern, als wenn Du jung bist.“<br />
„Ja genau. Wenn Du jung bist, willst Du alles und darfst nichts, wenn Du alt bist, darfst Du alles und willst nichts.“<br />
Wieder Stille im Raum. Das Lied war jetzt bei „Es gehören immer Zwei dazu. Mir reicht das doch auch. Ich brauch mehr Liebe, mehr Liebe, gib her!“ Diesmal lachte keiner.<br />
„Warum willst Du denn erwachsen werden? Bist Du unzufrieden?“, fragte Lizzy das Mädchen, das plötzlich ganz verzweifelt aussah und bald zu Weinen anfing.<br />
„Nein, ich bin, doch&#8230; jetzt bin ich unzufrieden. Nicht vorher, also ich will nicht erwachsen deswegen sein. Ich will erwachsen sein, weil alle immer so meckern wie Blunz.“ Blunz war wie vor den Kopf geschlagen, kam aber nicht dazu, etwas zu sagen, denn das Mädel sprach weiter und unterbrochen hatte Blunz sie noch nie.<br />
„Ich will was verändern. Und ich will Verantwortung übernehmen. Ich will eine Familie gründen. Aber ich werd mich nicht trauen, wenn ich nicht weiß, wie ich das alles anstellen soll. Was man da für Fehler machen kann. Und wie man das dann nachher alles bereut. Und angeblich soll man das auch noch alles alleine schaffen.“<br />
„Weil Du letzten Endes eben doch alleine bist.“ Blunz war in seinem Element.<br />
„Ach man&#8230; Leute, ich sage Euch, ich bekomme das raus. Dann schreib ich Schwarz auf Weiß auf, wie man das macht. Und wie man es richtig macht! Ich werde nicht eindimensional und auch nicht träge und auch nicht zickig. Dafür blute ich.“<br />
„Ich helfe Dir dabei.“, sagte Scholle. „Wir suchen Dir ´ne Wohnung und einen Job.“<br />
„Ich fürchte, so einfach wird das nicht.“, meinte das Mädchen. „Ich will keine Wohnung und keinen Job, bevor ich nicht erwachsen geworden bin“<br />
„Das kann doch nicht Dein Ernst sein!“, gab Scholle ungläubig zurück.<br />
„Ich find´s wunderbar“, lachte Blunz.<br />
„Doch, das ist mein Ernst!“, gab das Mädchen trotzig zurück.<br />
„Du sturer Frosch!“ Scholle musst jetzt wieder grinsen und auch Lizzy lachte laut, hob ihr Glas und rief: „Na dann, auf in den Kampf!“</p>
<h2 style="text-align:center;"><span style="color:#0000ff;"><a title="Text für den Song auf meinem Blog" href="http://flemming.wordpress.com/2009/02/15/lass-den-kopf-nich´-hang´/" target="_self"><span style="color:#ff6600;">Lass den Kopf nich´ häng´!</span></a></span></h2>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kapitel 2]]></title>
<link>http://flemming.wordpress.de/2009/02/08/kapitel-2/</link>
<pubDate>Sun, 08 Feb 2009 22:35:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>theyy</dc:creator>
<guid>http://flemming.wordpress.de/2009/02/08/kapitel-2/</guid>
<description><![CDATA[Spielregeln: Die Geschichte wird jede Woche Sonntags fortgesetzt. Da es phantastische Elemente gibt,]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="text-align:center;"><span style="text-decoration:underline;"><strong>Spielregeln:</strong></span> Die Geschichte wird jede Woche Sonntags fortgesetzt. Da es phantastische Elemente gibt, habe ich ein Wörterbuch (unter dem Foto über diesem Artikel!!!) eingerichtet, in dem alle “speziellen” Worte übersetzt werden und man so mein Märchen ohne Probleme genießen kann.</p>
<p style="text-align:center;">p.s.: Wenn jemand Lust hat, mit zu schreiben, eine Figur weiter zu entwickeln, ist er/sie herzlich eingeladen. Es ist gewünscht, diese Geschichte als eine Art offene Geschichte zu begreifen und zu erweitern!</p>
<p style="text-align:center;">Für die Hörversion müsst Ihr <a title="Kapitel 2" href="http://www.zshare.net/audio/553010736235432f/" target="_blank">hier klicken</a>! (auch als Download!)</p>
<p style="text-align:center;">Viel Spaß!</p>
<p style="text-align:center;">
<h3><strong>K</strong><strong>apitel II</strong></h3>
<p>Am nächsten Morgen versuchte unsere Heldin, nachdem sie wortlos in der Küche gestartet hatte, so schnell als möglich ihren Bruder zu treffen. Sie hatte sehr viel Zeit, da die Übele sie doch bestanden und beendigt hatte (und das gar nicht mal schlecht!) und sich in jenem Stadium befand, welches moderne Statistiker und Wirtschaftsprüfer gern als „unnütz verlorene Übergangszeit“, als „teure Faulheit“, als „beschränkte Entscheidungsfreudigkeit“ oder ganz einfach als „Adoleszenz“, immer aber doch mit großen Worten titulieren: Die Zeit nämlich zwischen Übele und Arbeiterei oder ähnlichem, in der jeder einmal in wenigen Augenblicken über Zukunft und Perspektive sich entscheiden sollen muss. Sie hatte also alle Zeit der Welt, unbeschriebene Blätter zu füllen. Ihr sturer Drang, ihrer Frage nach zu gehen, machte, dass sie sehr eifrig ans Werk ging und schon, nach einem kurzen Kommunikat mit ihrem Bruder auf seiner Arbeit in seiner Mittagspause verabredet war.<br />
Der Klotz der Leserle, für die ihr Bruder arbeitete, war ungeheuer groß, mit vielen Fensteraugen und einem geräumigen und modernen Trans. Sie drückte auf die Ziffer „7“, der Etage mit der Essenskommune, der Trans fuhr sie hinauf und mit einem hellen „Bing“ öffnete er seine Tür und sie stieg aus.<br />
In der Essenskommune roch es nach Kartoffeln mit Paprika, nach gerösteten Käfern und frisch gebrühtem Saft. Frauen und Männer, in Kleidern oder Hemd mit Wurm, liefen mit ihren Tabletts im Raum hin und her oder saßen und aßen. Ein rufendes „Blümchen, hier!“ ließ sie ihren Bruder finden. Sie setzte sich zu ihm.<br />
„Willst Du was essen?“, fragte ihr Bruder mit vollem Mund.<br />
„Nein, danke sehr!“<br />
„Was machst Du hier? Ich freue mich natürlich, Dich zu sehen, aber verwundert bin ich doch!“<br />
„Ich wollte Dich etwas fragen&#8230;“<br />
„Ja?“<br />
„Du hast doch einen Job, Familie und so&#8230;“<br />
„Ja?“<br />
„Na, und Du zahlst Dein Gehalt, kriegst Steuern, verkabelst Dich usw&#8230;“<br />
„Ja&#8230; und?“ Des Bruders Neugier wuchs.<br />
„Und ich wollte Dich fragen&#8230;“<br />
„Ob ich Dir was leihe!“<br />
„Nein! Also, ich wollte Dich fragen, wenn Du das alles schon so hinter Dich gebracht hast, so musst Du doch irgendwie&#8230; ob nun vorher oder nebenbei&#8230;“<br />
„Ja, was denn nun?“<br />
Unsere Heldin wollte gar nicht, dass ihr die Frage peinlich sei. Doch irgendwie verspürte sie so große Scham in sich aufwallen, dass sie, sollte sie nicht bald ihre Frage loswerden, sie sie ihrem Bruder wohl gar nicht mehr stellen könnte.<br />
„Wie bist Du erwachsen geworden?“<br />
Der Bruder legte mit weit geöffneten Augen seinen Rundl aus der Hand.<br />
„Wie ich erwachsen geworden bin&#8230;“ Er machte eine kurze Pause.<br />
„Ich bin doch gar nicht erwachsen, also&#8230; jedenfalls fühle ich mich nicht so. Ich&#8230; Ich bin siebenundzwanzig, ok&#8230; ich&#8230; das könnte ein Argument sein, dass es Zeit daran wäre.“ Er kicherte. „Und ich bin Vater, also&#8230; auch ein sehr schönes Argument, also&#8230; kann es sein&#8230; ist es.“ Er kicherte etwas lauter. „Ja aber&#8230; also ich&#8230; ich kann wirklich nicht behaupten, ein Erwachsener zu sein.“<br />
Das Mädchen war bestürzt. Das hatte sie wirklich nicht erwartet. Sie sprang sofort auf und rannte Richtung Trans. Der Bruder versuchte, ihr nach zu eilen, es gelang ihm jedoch nicht, sie zurück zu halten. Er war fürchterlich verwirrt und bemerkte auch, wie es in der Essenskommune merkwürdig still um ihn geworden war, während seine Schwester ins Erdgeschoss fuhr, um aus dem Klotz so schnell wie möglich raus zu kommen.<br />
Draußen angekommen suchte sie die nächste Sitze und versuchte sich zu beruhigen. Was war das denn jetzt! Der Bruder ist nicht erwachsen? Wie kann er das behaupten? Ihr war er doch so vorgekommen! Sie hatte sich also völlig geirrt! Ihre Gedanken überschlugen sich und ihr wurde schwindlig. Sie kam sich wieder so verlassen und allein vor, wie am gestrigen Tag, nachdem sie mit ihrer Mutter geredet hatte. Nun war also von den Liebsten, den Eltern und dem Bruder keine Hilfe zu erwarten. Ihre Kraft schrumpfte zusehends.<br />
Ganz ruhig, kleines Mädel, warum sollen diese Vorkommnisse Rückschläge bedeuten? Hüte Dich nicht vor dem langsamen Vorwärts kommen, hüte Dich nur vor dem Stehen bleiben. Plötzlich kamen ihr unerwartet neue Gedanken: Ihre besten Freunde brauchte sie jetzt. Die müssten sich vielleicht mit eben diesen Problem ja auch beschäftigen. Und die Base, die alte Frau auf dem „Herzensweit“, dem Hügel vor der Stadt. Vielleicht könnte sie unserer Heldin am besten einen Rat geben, wie vorgehen mit ihrem Vorhaben. Für den Aufstieg zu der Hütte der Base brauchte es aber viel Vorbereitung und dazu benötigte unsere Heldin Hilfe. Also erstmal die Freunde treffen. So ging sie zum nächsten Kommunikator und lud nacheinander Scholle, Lizzy und Blunz zu sich ein.</p>
<h2 style="text-align:center;"><span style="color:#ff6600;"><a title="Text auf flemming.wordpress.de" href="http://flemming.wordpress.com/2009/02/03/wie-kann-ich´s-leben-erlern´/"><span style="color:#ff6600;"><strong>deine liebe stärkt mich unendlich</strong></span></a></span></h2>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kapitel 1]]></title>
<link>http://flemming.wordpress.de/2009/02/01/kapitel-i/</link>
<pubDate>Sun, 01 Feb 2009 22:59:39 +0000</pubDate>
<dc:creator>theyy</dc:creator>
<guid>http://flemming.wordpress.de/2009/02/01/kapitel-i/</guid>
<description><![CDATA[Spielregeln: Die Geschichte wird jede Woche Sonntags fortgesetzt. Da es phantastische Elemente gibt,]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="text-align:center;"><strong><span style="text-decoration:underline;">Spielregeln:</span></strong><strong> </strong>Die Geschichte wird jede Woche Sonntags fortgesetzt. Da es phantastische Elemente gibt, habe ich ein Wörterbuch (unter dem Foto über diesem Artikel!!!) eingerichtet, in dem alle &#8220;speziellen&#8221; Worte übersetzt werden und man so mein Märchen ohne Probleme genießen kann. p.s.: Wenn jemand Lust hat, mit zu schreiben, eine Figur weiter zu entwickeln, ist er/sie herzlich eingeladen. Es ist gewünscht, diese Geschichte als eine Art offene Geschichte zu begreifen und zu erweitern!</p>
<p style="text-align:center;">Für die Hörversion müsst Ihr <a title="Kapitel I" href="http://www.zshare.net/audio/55047418c938c07a/" target="_blank">hier klicken!</a> (auch zum Download geeignet!)</p>
<p style="text-align:center;">Viel Spaß!</p>
<p style="text-align:center;">
<p style="text-align:left;"><strong>Kapitel I.</strong></p>
<p style="text-align:left;">Es war einmal ein gescheites und fröhliches Mädchen, das in den Tag hinein lebte, sich an nichts störte und die Zeit der Jugend genoss. Seine Eltern waren ehrbare Leute; die Mutter, eine reiche und vornehme Frau, hatte es im Staatsdienste zu Reichtum gebracht; sein Vater, der ein offenes und selbstbewusstes Wesen besaß, machte sich um den Haushalt verdient und hatte das Mädel und seinen älteren Bruder redlich erzogen. Nun kam die Übergangszeit, in der sich jeder einmal fragt, was aus seinem Leben wohl werden solle, und so fing sie an, sich Gedanken zu machen. Auch ihre Eltern drängten, ebenso wie ihr Bruder schon lange vor ihr, das elterliche Haus zu verlassen, sich für einen Lebensweg zu entscheiden, einen Beruf zu ergreifen und eine eigene Familie zu gründen. Lange überlegte sie, doch dann kam ihr die, wie ihr schien, für sie beste Idee: sie wollte erwachsen werden.<br />
Nun, liebe Leser, das scheint verwunderlich, ist das „erwachsen werden“ doch kein angestammter Beruf, mit dem man Geld und Achtung erwerben könne. Doch ist immer dort Vorsicht geboten, wo man ungeduldig vorschnell zu Meinungen kommt, denn dem Mädchen war es ernst, sie glaubte fest, es sei ihr eine Lebensaufgabe, das „Erwachsen sein“ zu erforschen und zu ergründen. Vielleicht, das es ihr läge, las sie doch wöchentlich in einem Buche von Prinzen und Rosen und dass das Leben als Erwachsener mit so viel Unverständlichkeit  einhergehen würde und es somit nicht erstrebenswert sein kann. Es müsse also, schlussfolgerte sie unvoreingenommen, etwas geheimnisvolles, etwas den Charakter veränderndes und also abenteuerliches sein. Zu Abenteuern hingegen war sie noch nie verlegen gewesen. Warum auch? Aber wie anstellen? Sie entschloss sich den ersten, den direkten Weg zu gehen, und fragte ihren Vater, wie sie die Verwandlung anstellen sollte.<br />
„Aber, Pflänzlein, erwachsen werden, das kommt von allein, darauf braucht man sich nicht zu besinnen!“, antwortete forsch der Arbeitsame.<br />
„Wenn es von alleine kommt, warum macht sich dann alle Welt Gedanken darum? Was ist also besonderes daran?“, gab die Tochter zurück.<br />
„Du sollst einen Beruf lernen, Erwachsen sein ist alles andere als ein Beruf&#8230;“ Der Vater fing sofort an, sich heftige Sorgen zu machen.<br />
„Und wenn es doch schwieriger ist, als einen Beruf erlernen, so muss es doch eine große Herausforderung und nicht nebenbei zu erledigen sein!“, unterbrach das Mädel und fuhr sogleich fort: „Der erste vor dem zweiten Schritt! So sagt doch die Mutter immer. Wie soll man noch so jung und unerfahren sein und schon einen Beruf mit der nötigen Ernsthaftigkeit ausfüllen können?“<br />
„Jetzt ist meine Tochter vollends verrückt geworden!“, jammerte ihr Vater und schlug die Hände über dem Kopf zusammen.<br />
Das hat nicht gerade weiter geholfen, dachte das Mädelchen bei sich und ging wieder auf ihr Zimmer zurück. Vielleicht, dass ihre Mutter weiterhelfen könne, wenn diese von der Arbeit zurück  sei. Oder der Bruder, der selbst schon Vater geworden und ein eigenes Leben führt&#8230; Ich muss geduldig sein, beschloss sie und schaltete zur Ablenkung das Medium ein, von dem sie sich gern berauschen ließ von Erzählungen von Helden, von fernen Ländern und von Pferden.<br />
Als nun die Mutter nach Hause kam, wollte unsere Heldin es nicht verpassen, sie vor dem Vater abzufangen, nicht dass er der Mutter erzählen und sie beeinflussen könnte. So rannte sie, so schnell wie sie konnte, die hölzerne Treppe hinunter und öffnete die Tür.<br />
„Mutter, was ist „erwachsen sein“?“<br />
„Mein Blümelein, wie? Erst der erste, dann der zweite Schritt. Lass mich doch vorher den Mantel ausziehen!“, klagte die Mutter.<br />
„Es ist wichtig. Ich&#8230;“ Weiter kam das Mädel nicht, denn schon war der Vater ebenfalls im Flur und redete auf sein Weib ein.<br />
„Sie hat mich auch schon gefragt, was hältst Du davon? Sie ist verrückt geworden!“, jammerte er wiederholt.<br />
„Nun, erwachsen,“, holte die Mutter schwerfällig aus und schälte sich gleichsam aus ihrem Mantel und den Schuhen, „das ist ganz einfach. Man ist vor allem für sich selbst verantwortlich. Als Kind übernehmen die Eltern die Verantwortung. Und das kann ganz schön anstrengend sein, wie man hier sieht.“, lächelte sie ihrem Mann zu.<br />
„Siehst Du, ich bin es noch nicht. Und will´s doch werden. Kannst Du mir nicht dabei helfen?“<br />
„Helfen? Da kann keiner helfen. Und überhaupt, wer hat denn mir dabei geholfen!? Alleine musste ich mit Deinem Vater&#8230;“<br />
„Also ist es nicht so einfach!“<br />
„Aber wie wär´s denn mit einer Arbeiterei, als Geldkauffrau, oder Auswendiglernen? Hä, wie wäre das, so als ausgebüffelte Klugesätzevertreterin&#8230;“<br />
„Erst will ich erwachsen werden!“, trotzte sie wütend zurück und rannte auf ihr Zimmer.<br />
Dort lag sie einige Zeit in ihrem Bett und sann darüber nach, wer ihr noch weiter helfen könne, ihr Ziel in die Realität umzusetzen. Die Eltern dachten, sie müssten ihrer Tochter Vernunft einreden, diese aber hatte die Tür zu ihrem Zimmer fest verriegelt und so klopften und riefen sie vergeblich. Es hatte sich gezeigt, dass sie ihr keinerlei Hilfe bieten konnten, weshalb den Eltern kein Einlass gewährt wurde. Das Mädel wurde ungemein traurig und hoffnungslos, aber, liebe Leser, ist nicht das Hoffnungslose in sich unstimmig? Hat man denn nicht Hoffnung, wo man keine hat und wäre das nicht wiederum eine Hoffnung, die einen leben lässt? Oder ist das bloße Schwadronieren nicht mit echter und edel erquickender Hoffnung gleichzusetzen? Fragen, die hier nicht beantwortet werden können, da wir ja in einem Märchen feststecken und, Spott sei krank, nicht in einem Sozialpädagogikvortrag!<br />
Sie dachte an ihren Bruder, welcher ihr immer wie ein Vorbild war. Zum einen arbeitete er bei einer bekannten Leserle, er war gekrönter Boulevardist, und zum zweiten war er seit kurzem verheiratet und hatte sogar schon einer Tochter einen Namen gegeben. Unserer Heldin kam das auf einmal unheimlich erwachsen vor. Wie hatte er dies alles angestellt, fragte sie sich, denn die Worte ihrer Mutter konnte sie nicht vergessen machen. Das „Verantwortlich-für-sich-sein“ beschäftigte sie nun unaufhörlich. Was könnte das für eine Verantwortung sein? Gab es dafür Richtlinien oder gar kluge Sätze? Wenn sie, so meinte sie, das Geheimnis gelüftet hätte, könnte sie doch allen Zehnies, die ebensolche Probleme mit dem Erwachsen werden haben, in Zukunft eine Stütze sein. Es muss gelingen! So hielten gleichwohl die Sorgen und die frische Hoffnung, ihre Fragen bald beantwortet zu bekommen und damit ein Geheimnis zu enthüllen, sie lange munter.</p>
<p style="text-align:center;">
<p style="text-align:center;">
<h2 style="text-align:center;"><a title="Text zum Song auf meinem Blog" href="http://flemming.wordpress.com/2009/02/03/wie-kann-ich´s-leben-erlern´/" target="_self"><span style="color:#ff6600;">Wie kann ich´s Leben erlern´? </span></a></h2>
<p style="text-align:center;"><span style="color:#000000;"><span style="color:#c0c0c0;">(hier klicken für den Text auf flemming.wordpress.de)</span></span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der mit dem Rasenmäher]]></title>
<link>http://witzeglas.wordpress.com/2009/01/25/der-mit-dem-rasenmaher/</link>
<pubDate>Sun, 25 Jan 2009 05:00:08 +0000</pubDate>
<dc:creator>Timo</dc:creator>
<guid>http://witzeglas.wordpress.com/2009/01/25/der-mit-dem-rasenmaher/</guid>
<description><![CDATA[Neulich im Baumarkt: &#8220;Guten Tag, mein Rasenmäher stottert!&#8221; &#8220;W&#8230;w&#8230;w]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Neulich im Baumarkt:</p>
<p>&#8220;Guten Tag, mein Rasenmäher stottert!&#8221;</p>
<p>&#8220;W&#8230;w&#8230;w&#8230;willkom&#8230;kom&#8230;kom&#8230; kommen i&#8230;im Cl&#8230; Club!&#8221;</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der mit dem neuen Namen]]></title>
<link>http://witzeglas.wordpress.com/2009/01/17/der-mit-dem-neuen-namen/</link>
<pubDate>Sat, 17 Jan 2009 05:00:02 +0000</pubDate>
<dc:creator>Lars</dc:creator>
<guid>http://witzeglas.wordpress.com/2009/01/17/der-mit-dem-neuen-namen/</guid>
<description><![CDATA[Kommt &#8216;ne Frau zum Arzt. Sagt der Arzt: &#8220;Schönen Guten Tag, Frau Finkenbusch!&#8221; Sag]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Kommt &#8216;ne Frau zum Arzt.<br />
Sagt der Arzt:  &#8220;Schönen Guten Tag, Frau Finkenbusch!&#8221;<br />
Sagt die Frau: &#8220;Ich heisse jetzt Müller! Noch ganz frisch!&#8221;<br />
Arzt: &#8220;Oh, Heirat?&#8221;<br />
Frau: &#8220;Nein, Zeugenschutzprogramm!&#8221;</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>

</channel>
</rss>
