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	<title>forderungen &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/forderungen/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "forderungen"</description>
	<pubDate>Sat, 05 Dec 2009 02:56:02 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Riester-Darlehen teurer als übliche Kredite ?]]></title>
<link>http://heikoplacht.wordpress.com/2009/11/30/riester-darlehen-teurer-als-ubliche-kredite/</link>
<pubDate>Mon, 30 Nov 2009 19:40:59 +0000</pubDate>
<dc:creator>Heiko Placht</dc:creator>
<guid>http://heikoplacht.wordpress.com/2009/11/30/riester-darlehen-teurer-als-ubliche-kredite/</guid>
<description><![CDATA[(Quelle: Richard Haimann) Banken bieten wegen bürokratischen Aufwands kaum Förderprodukte an &#8211;]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><em>(Quelle: Richard Haimann)</em></p>
<p>Banken bieten wegen bürokratischen Aufwands kaum Förderprodukte an &#8211; Bausparkassen sind dagegen stark engagiert</p>
<p><em>Berlin</em> &#8211; Die meisten deutschen Banken und Versicherungen überlassen bei den Wohn-Riester-Darlehen bislang das Feld weitgehend kampflos den Bausparkassen. Geförderte Kredite bieten nach einer Erhebung der Stiftung-Warentest-Zeitschrift &#8220;Finanztest&#8221; bislang nur wenige Banken und Assekuranzen an. Deshalb verpufft ein Teil der staatlichen Förderung: &#8220;Wegen des geringen Wettbewerbs sind Riester-Darlehen im Schnitt teurer als ungeförderte Hypothekenkredite&#8221;, sagt Finanztest-Experte Jörg Sahr.</p>
<p>Nach Berechnungen von &#8220;Finanztest&#8221; lagen die Top-Zinssätze für Wohn-Riester-Darlehen Anfang März um 0,4 Prozentpunkte über den besten Konditionen herkömmlicher, ungeförderter Hypothekenkredite. Bei einem Darlehen über 200 000 Euro entspricht das einer zusätzlichen Zinslast von 800 Euro im ersten Jahr. Hingegen beträgt die Riester-Förderung bei einer Familie mit einem Kind maximal nur 608 Euro im Jahr. Erwachsene erhalten pro Jahr eine Riester-Förderung von 154 Euro, für jedes bis 2007 geborene Kind gibt es 185 Euro, für ab 2008 geborene Kinder 300 Euro.</p>
<p>Dass Wohn-Riester-Darlehen so teuer sind, liege vor allem daran, dass Banken mit traditionell günstigen Zinsangeboten sich bislang aus diesem Geschäft fernhalten, sagt Finanzexperte Sahr. &#8220;Es ist ärgerlich, dass ein Großteil der Förderung durch unnötig hohe Zinsen verloren geht.&#8221; Dennoch sollten die meisten Erwerber von Eigenheimen und Eigentumswohnungen nicht auf die staatlichen Zuschüsse verzichten, rät Sahr.</p>
<p>&#8220;Wegen der Zulagen und Steuervorteile sind Wohn-Riester-Darlehen für die meisten Käufer langfristig noch immer die günstigere Variante.&#8221; Wie hoch der Vorteil genau ausfällt, hänge von der Höhe des Einkommens, des Darlehensbetrags sowie der Zahl der Kinder ab. &#8220;Im besten Fall können Familien mehr als 50 000 Euro durch die Wohn-Riester-Darlehen sparen&#8221;, sagt der Experte.</p>
<p>Das Wohn-Riester-Gesetz wurde im August 2008 verabschiedet. Weil die Institute Vorlaufzeit für die Umsetzung der Vorgaben benötigten, gingen noch einige Monate ins Land, bis die ersten Produkte an den Markt kamen. Dennoch wurden nach groben Berechnungen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales noch im Jahr 2008 bereits 40 000 Wohn-Riester-Verträge abgeschlossen.</p>
<p>Rund 90 Prozent der Verträge, so heißt es in Finanzkreisen, seien dabei auf die Bausparkassen entfallen. Diese bieten nicht nur Wohn-Riester-Darlehen an, mit denen Familien sofort den Immobilienerwerb mit staatlichen Zuschüssen finanzieren können, sondern auch Riester-Bausparverträge, bei denen bereits die Kapitalbildung von der Bundesregierung gefördert wird. &#8220;Die Bausparkassen befinden sich bei Wohn-Riester in der Poleposition&#8221;, sagt Alexander Nothaft, Leiter Kommunikation beim Verband der Privaten Bausparkassen (VPB).</p>
<p>Dass Banken und Versicherungen bislang kaum Wohn-Riester-Kredite anbieten, liege vor allem an den hohen bürokratischen Vorgaben, meint Stefan Jokl, Leiter des Instituts für Städtebau, Wohnungswirtschaft und Bausparwesen (ifs). &#8220;Aus Sicht der meisten Banken ist der Beratungs- und Verwaltungsaufwand viel zu hoch.&#8221; Das liege an der nachgelagerten Besteuerung. Die staatlich geförderten Beträge müssen nach dem Gesetz auf einem Wohnförderkonto verbucht und dort jährlich mit zwei Prozent verzinst werden.</p>
<p>Ab Rentenbeginn müssen die Riester-Kunden die fiktiv aufgelaufenen Beträge dann versteuern. Jokl: &#8220;Banken dürften erst dann verstärkt in das Geschäft einsteigen, wenn die Wohn-Riester-Förderung entbürokratisiert wird.&#8221;</p>
<p>&#160;</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[unsere Forderungen an die Hochschule]]></title>
<link>http://bibliothekaresinduncool.wordpress.com/2009/11/30/unsere-forderungen-an-die-hochschule/</link>
<pubDate>Mon, 30 Nov 2009 15:22:35 +0000</pubDate>
<dc:creator>dieter.meer</dc:creator>
<guid>http://bibliothekaresinduncool.wordpress.com/2009/11/30/unsere-forderungen-an-die-hochschule/</guid>
<description><![CDATA[Seit zwei Wochen ist auch der Hörsaal 1 der Fachhochschule Potsdam besetzt. Auch ein paar Bibliothek]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Seit zwei Wochen ist auch der Hörsaal 1 der Fachhochschule Potsdam besetzt. Auch ein paar BibliotheksstudentInnen sind unter den BesetzterInnen und fordern eine bessere Bildung. Der Forderungskatalog der bildungsstreikenden Studierenden wurde an die Hochschulleitung geschickt und im Internet <a title="Forderungen" href="http://fhpbrennt.wordpress.com/2009/11/29/forderungskatalog-herbst-2009/" target="_blank">veröffntlicht</a>. Die sind unsere Forderngen.</p>
<p>&#160;</p>
<h1>Forderungskatalog</h1>
<p>Fassung Herbst 2009</p>
<h3>Präambel</h3>
<p>Durch Diskussionen über die Zukunft des Bildungssystems, in den Bildungsstreik-wochen im Sommer und Herbst 2009 und der Besetzung des Hörsaals I am Standort Friedrich-Ebert-Straße seit dem 17. November 2009, ist dieser Forderungskatalog der Studierendenschaft der FH Potsdam entstanden. Er benennt Missstände an unserer Hochschule, zeigt Verbesserungsmöglichkeiten und Perspektiven auf und stellt darauf basierend konkrete Forderungen. Einige dieser Punkte finden sich bereits in bestehenden Beschlüssen (STEP 2015, Brandenburgisches Hochschulgesetz, Grundordnung, Wahlordnung etc.), deren Umsetzung mangelhaft ist oder bisher aussteht.<br />
Um die Forderungen ständig zu aktualisieren und mit den Studierenden und Dozierenden im Dialog zu bleiben, hat sich die AG Bildungskomitee gegründet. Diese hat sich zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit den Besetzenden der FH Potsdam und den studentischen Gremien die Umsetzung des Katalogs zu kontrollieren und sich aktiv daran zu beteiligen. Alle sind dazu aufgerufen sich über die Streikwochen hinaus einzubringen und für unser Bildungssystem zu kämpfen!</p>
<h3>Allgemeine fachhochschulbezogene Forderungen</h3>
<ul>
<li>
<div>Verbesserung der Barrierefreiheit (Gebäude, Homepage, &#8230;)</div>
</li>
<li>
<div>Einführung eines fachbereichsübergreifenden Budgets im Hochschuletat für Projekte und Aktionen z.B. Öffentlichkeitsarbeit und Kooperation</div>
</li>
<li>
<div>Wiedereinführung eines Gesamtvorlesungsverzeichnisses</div>
</li>
<li>
<div>Erhöhung des Budgets für studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte</div>
</li>
<li>
<div>Nur Vergabe von Aufträgen an externe Firmen (z. B. Wachschutz), die den Mitarbeitern ein Gehalt mindestens über der Armutsgrenze garantieren</div>
</li>
</ul>
<h3>Rahmenbedingungen verbessern</h3>
<ul>
<li>
<div>Bessere Studierbarkeit für Menschen mit Kind, mit Behinderung, mit Migrationshintergrund, mit pflegebedürftigen Angehörigen sowie sonstigen sozial Benachteiligten</div>
</li>
<li>
<div>Transdisziplinarität zwischen den Fachbereichen fördern und strukturell ermöglichen. Dabei sollen die Schnittmengen der Studiengangsinhalte genutzt werden.</div>
<ul>
<li>
<div>Schnelle Umsetzung eines transdisziplinären Lehrangebots zum Sommersemester 2010. Dabei sollen für alle Studierenden offene Lehrveranstaltungen aller Studiengänge zu einem festgelegten Termin stattfinden.</div>
</li>
<li>
<div>Bessere gemeinsame Nutzung der Werkstätten z.B. Ton-, Holz-, Metallwerkstätten.</div>
</li>
</ul>
</li>
<li>
<div>Funktionalere technische Infrastruktur:</div>
<ul>
<li>
<div>Von Allen erreichbare PC-Pools und zentraler Server</div>
</li>
<li>
<div>Funktionierende Steckdosen in der neuen Caféteria (PA) und Mensa (FES)</div>
</li>
<li>
<div>Ersetzung oder Abschaffung des derzeitigen proprietären VPN-Server</div>
</li>
<li>
<div>Einführung eines Authentifizierungs- und Autorisierungssystems, z.B. Shibboleth</div>
</li>
<li>
<div>Schaffung sicherer Zugänge aller DV-Dienste, insbesondere von außen</div>
</li>
<li>
<div>Förderung der Weiterbildung und Verpflichtung zu selbiger des technischen Personals (DV-Abteilung und dezentrale Beauftragte)</div>
</li>
<li>
<div>Verbesserung der technischen Ausstattung und ein breiteres Spektrum an Software, insbesondere free and open source software (FOSS)</div>
</li>
</ul>
</li>
</ul>
<h3>Qualitative Weiterentwicklung des derzeitigen Bachelor/Master-Angebotes</h3>
<ul>
<li>
<div>Der Zugang zu Bachelor- und Masterstudiengängen darf auch zukünftig nicht beschränkt werden. Weder Noten-, noch Regelstudienzeitbeschränkungen entsprechen dem Recht auf Bildung gemäß Art. 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1948.</div>
</li>
<li>
<div>Alle Studien- und Prüfungsordnungen sollen auf die Möglichkeit eines Teilzeitstudiums ausgerichtet werden, um auch für familiär, sozial oder finanziell gebundene Studierende ein Studium zu ermöglichen.</div>
</li>
<li>
<div>In Anlehnung an den studentischen Antrag in der 114. Senatssitzung fordern wir die Abschaffung von Anwesenheitslisten in Lehrveranstaltungen, in denen die Anwesenheit nicht das einzige Kriterium des Leistungserfassungsprozesses ist.</div>
</li>
</ul>
<h3>Verbesserung der Lehr- und Lernbedingungen</h3>
<ul>
<li>
<div>Ausbau, Finanzierung und curriculare Festschreibung der Tutorien</div>
</li>
<li>
<div>Schaffung freier Arbeitsmöglichkeiten mit Stromanschlüssen für Studierende</div>
</li>
<li>
<div>Wir fordern umgehend eine gültige Evaluationssatzung, die vergleichbare, anonyme, allgemeine und fachbereichsinterne Evaluation mit transparenter und konsequenter Umsetzung der Evaluationsergebnisse und transparente Lehrberichte verbindlich festlegt.</div>
</li>
<li>
<div>Instandhaltung des Standortes Friedrich-Ebert-Straße (FES).</div>
</li>
<li>
<div>Verstärkte Förderung und Ermöglichung von Weiterbildungen des lehrenden Hochschulpersonals zur qualitativen Verbesserung der Lehre, z.B. Rhetorik- und Didaktikseminare</div>
</li>
</ul>
<h3>Demokratische Selbstverwaltung der Hochschule</h3>
<ul>
<li>
<div>Studentische Gremien sollen besser über interne Vorgänge und Entscheidungen der Fachhochschule informiert und verstärkt in Entwicklungsprozesse einbezogen werden. Dazu gehört insbesondere die Einhaltung der ordentlichen Einladung (d.h. öffentlich, rechtzeitig und an alle Mitglieder der Hochschule), sowie die Gewährleistung von Akteneinsicht in Protokolle und Unterlagen.</div>
</li>
<li>
<div>Um die Hochschule gemeinschaftlich und nachhaltig zu gestalten, bedarf es eines gemeinsamen und funktionalen Informations- und Dokumentationssystems sowie eines Hochschularchives.</div>
</li>
<li>
<div>Wir fordern Viertelparität in allen Gremien.</div>
</li>
<li>
<div>Eine studentische Vertretung soll zu den Sitzungen des Präsidialkollegiums eingeladen werden.</div>
</li>
<li>
<div>Wir fordern außerdem einen studentischen Prorektor/eine studentische Prorektorin nach §23 Abs. 2 der Wahlordnung der Fachhochschule Potsdam.</div>
</li>
<li>
<div>Verfasste studentische Gremien (Sturen und AStA) sollen je ein ordentliches Büro, d.h. gut zugänglich, genügend Platz, Rechner mit Internet, Telefon, Möbel, Heizung, Strom, Licht, Fenster etc., erhalten. In Bauvorhaben und Raumverteilungen muss dies Berücksichtigung finden.</div>
</li>
<li>
<div>Schaffung einer Option zur Anerkennung von studentischer Gremienarbeit, beispielsweise durch die Ermöglichung eines urlaubssemesterähnlichen Semesters, in dem Prüfungsleistungen erbracht werden dürfen.</div>
</li>
</ul>
<p>Die Studierendenschaft und das Bildungskomitee der FHP<br />
i.A. AG „Forderungen“ der FHP<br />
Potsdam, den 29. November 2009</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Pressemitteilung zum Forderungskatalog an die FH-Potsdam]]></title>
<link>http://fhpbrennt.wordpress.com/2009/11/29/pressemeitteilung-zum-forderungskatalog-an-die-fh-potsdam/</link>
<pubDate>Sun, 29 Nov 2009 19:47:03 +0000</pubDate>
<dc:creator>dieter.meer</dc:creator>
<guid>http://fhpbrennt.wordpress.com/2009/11/29/pressemeitteilung-zum-forderungskatalog-an-die-fh-potsdam/</guid>
<description><![CDATA[Sehr geehrte Damen und Herren. Im Zuge der Besetzung des Hörsaal 1 der Fachhochschule Potsdam wurde ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Sehr geehrte Damen und Herren.</p>
<p>Im Zuge der Besetzung des Hörsaal 1 der Fachhochschule Potsdam wurde<br />
ein mehrseitiger Forderungskatalog ausgearbeitet. Dieser orientiert<br />
sich an den Forderungen, die bereits im Sommer 2009 veröffentlicht<br />
wurden. Er wurde an den Rektor und die Fachbereiche gesendet. Auf der<br />
am Mittwoch, den 02.12.09 um 17:00 Uhr stattfindenden Senatssitzung im<br />
Konferenzraum der Fachhochschule Standort Pappelallee, werden wir eine<br />
erste Stellungnahme  des Rektors zu unseren Forderungen erbitten.<br />
Wir erhoffen uns konstruktive Diskussionen und eine zeitnahe Umsetzung<br />
unserer Forderungen.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen<br />
AG &#8220;Presse &#38; Öffentlichkeitsarbeit&#8221; der am Bildungsstreik Beteiligten<br />
der FH Potsdam</p>
<p><a title="Forderungskatalog der Studierendenschaft und des Bildungskomitees der Fachhochschule Potsdam" href="http://fhpbrennt.wordpress.com/files/2009/11/forderungskatalog_herbst09_fh-potsdam.pdf" target="_blank">Forderungskatalog Herbst 2009 FH-Potsdam</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Forderungskatalog Herbst 2009]]></title>
<link>http://fhpbrennt.wordpress.com/2009/11/29/forderungskatalog-herbst-2009/</link>
<pubDate>Sun, 29 Nov 2009 19:35:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>dieter.meer</dc:creator>
<guid>http://fhpbrennt.wordpress.com/2009/11/29/forderungskatalog-herbst-2009/</guid>
<description><![CDATA[Forderungskatalog Fassung Herbst 2009 Präambel Durch Diskussionen über die Zukunft des Bildungssyste]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><h1 style="text-align:center;">Forderungskatalog</h1>
<p style="text-align:center;">Fassung Herbst 2009</p>
<h3 style="text-align:left;">Präambel</h3>
<p style="text-align:left;">Durch Diskussionen über die Zukunft des Bildungssystems, in den Bildungsstreikwochen im Sommer und Herbst 2009 und der Besetzung des Hörsaals I am Standort Friedrich-Ebert-Straße seit dem 17. November 2009, ist dieser Forderungskatalog der Studierendenschaft der FH Potsdam entstanden. Er benennt Missstände an unserer Hochschule, zeigt Verbesserungsmöglichkeiten und Perspektiven auf und stellt darauf basierend konkrete Forderungen. Einige dieser Punkte finden sich bereits in bestehenden Beschlüssen (STEP 2015, Brandenburgisches Hochschulgesetz, Grundordnung, Wahlordnung etc.), deren Umsetzung mangelhaft ist oder bisher aussteht.<br />
Um die Forderungen ständig zu aktualisieren und mit den Studierenden und Dozierenden im Dialog zu bleiben, hat sich die AG Bildungskomitee gegründet. Diese hat sich zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit den Besetzenden der FH Potsdam und den studentischen Gremien die Umsetzung des Katalogs zu kontrollieren und sich aktiv daran zu beteiligen. Alle sind dazu aufgerufen sich über die Streikwochen hinaus einzubringen und für unser Bildungssystem zu kämpfen!</p>
<h3 style="text-align:left;">Allgemeine fachhochschulbezogene Forderungen</h3>
<ul>
<li>
<div style="text-align:left;">Verbesserung der Barrierefreiheit (Gebäude, Homepage, &#8230;)</div>
</li>
<li>
<div style="text-align:left;">Einführung eines fachbereichsübergreifenden Budgets im Hochschuletat für Projekte und Aktionen z.B. Öffentlichkeitsarbeit und Kooperation</div>
</li>
<li>
<div style="text-align:left;">Wiedereinführung eines Gesamtvorlesungsverzeichnisses</div>
</li>
<li>
<div style="text-align:left;">Erhöhung des Budgets für studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte</div>
</li>
<li>
<div style="text-align:left;">Nur Vergabe von Aufträgen an externe Firmen (z. B. Wachschutz), die den Mitarbeitern ein Gehalt mindestens über der Armutsgrenze garantieren</div>
</li>
</ul>
<h3 style="text-align:left;">Rahmenbedingungen verbessern</h3>
<ul>
<li>
<div style="text-align:left;">Bessere Studierbarkeit für Menschen mit Kind, mit Behinderung, mit Migrationshintergrund, mit pflegebedürftigen Angehörigen sowie sonstigen sozial Benachteiligten</div>
</li>
<li>
<div style="text-align:left;">Transdisziplinarität zwischen den Fachbereichen fördern und strukturell ermöglichen. Dabei sollen die Schnittmengen der Studiengangsinhalte genutzt werden.</div>
<ul>
<li>
<div style="text-align:left;">Schnelle Umsetzung eines transdisziplinären Lehrangebots zum Sommersemester 2010. Dabei sollen für alle Studierenden offene Lehrveranstaltungen aller Studiengänge zu einem festgelegten Termin stattfinden.</div>
</li>
<li>
<div style="text-align:left;">Bessere gemeinsame Nutzung der Werkstätten z.B. Ton-, Holz-, Metallwerkstätten.</div>
</li>
</ul>
</li>
<li>
<div style="text-align:left;">Funktionalere technische Infrastruktur:</div>
<ul>
<li>
<div style="text-align:left;">Von Allen erreichbare PC-Pools und zentraler Server</div>
</li>
<li>
<div style="text-align:left;">Funktionierende Steckdosen in der neuen Caféteria (PA) und Mensa (FES)</div>
</li>
<li>
<div style="text-align:left;">Ersetzung oder Abschaffung des derzeitigen proprietären VPN-Server</div>
</li>
<li>
<div style="text-align:left;">Einführung eines Authentifizierungs- und Autorisierungssystems, z.B. Shibboleth</div>
</li>
<li>
<div style="text-align:left;">Schaffung sicherer Zugänge aller DV-Dienste, insbesondere von außen</div>
</li>
<li>
<div style="text-align:left;">Förderung der Weiterbildung und Verpflichtung zu selbiger des technischen Personals (DV-Abteilung und dezentrale Beauftragte)</div>
</li>
<li>
<div style="text-align:left;">Verbesserung der technischen Ausstattung und ein breiteres Spektrum an Software, insbesondere free and open source software (FOSS)</div>
</li>
</ul>
</li>
</ul>
<h3 style="text-align:left;">Qualitative Weiterentwicklung des derzeitigen Bachelor/Master-Angebotes</h3>
<ul>
<li>
<div style="text-align:left;">Der Zugang zu Bachelor- und Masterstudiengängen darf auch zukünftig nicht beschränkt werden. Weder Noten-, noch Regelstudienzeitbeschränkungen entsprechen dem Recht auf Bildung gemäß Art. 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1948.</div>
</li>
<li>
<div style="text-align:left;">Alle Studien- und Prüfungsordnungen sollen auf die Möglichkeit eines Teilzeitstudiums ausgerichtet werden, um auch für familiär, sozial oder finanziell gebundene Studierende ein Studium zu ermöglichen.</div>
</li>
<li>
<div style="text-align:left;">In Anlehnung an den studentischen Antrag in der 114. Senatssitzung fordern wir die Abschaffung von Anwesenheitslisten in Lehrveranstaltungen, in denen die Anwesenheit nicht das einzige Kriterium des Leistungserfassungsprozesses ist.</div>
</li>
</ul>
<h3 style="text-align:left;">Verbesserung der Lehr- und Lernbedingungen</h3>
<ul>
<li>
<div style="text-align:left;">Ausbau, Finanzierung und curriculare Festschreibung der Tutorien</div>
</li>
<li>
<div style="text-align:left;">Schaffung freier Arbeitsmöglichkeiten mit Stromanschlüssen für Studierende</div>
</li>
<li>
<div style="text-align:left;">Wir fordern umgehend eine gültige Evaluationssatzung, die vergleichbare, anonyme, allgemeine und fachbereichsinterne Evaluation mit transparenter und konsequenter Umsetzung der Evaluationsergebnisse und transparente Lehrberichte verbindlich festlegt.</div>
</li>
<li>
<div style="text-align:left;">Instandhaltung des Standortes Friedrich-Ebert-Straße (FES).</div>
</li>
<li>
<div style="text-align:left;">Verstärkte Förderung und Ermöglichung von Weiterbildungen des lehrenden Hochschulpersonals zur qualitativen Verbesserung der Lehre, z.B. Rhetorik- und Didaktikseminare</div>
</li>
</ul>
<h3 style="text-align:left;">Demokratische Selbstverwaltung der Hochschule</h3>
<ul>
<li>
<div style="text-align:left;">Studentische Gremien sollen besser über interne Vorgänge und Entscheidungen der Fachhochschule informiert und verstärkt in Entwicklungsprozesse einbezogen werden. Dazu gehört insbesondere die Einhaltung der ordentlichen Einladung (d.h. öffentlich, rechtzeitig und an alle Mitglieder der Hochschule), sowie die Gewährleistung von Akteneinsicht in Protokolle und Unterlagen.</div>
</li>
<li>
<div style="text-align:left;">Um die Hochschule gemeinschaftlich und nachhaltig zu gestalten, bedarf es eines gemeinsamen und funktionalen Informations- und Dokumentationssystems sowie eines Hochschularchives.</div>
</li>
<li>
<div style="text-align:left;">Wir fordern Viertelparität in allen Gremien.</div>
</li>
<li>
<div style="text-align:left;">Eine studentische Vertretung soll zu den Sitzungen des Präsidialkollegiums eingeladen werden.</div>
</li>
<li>
<div style="text-align:left;">Wir fordern außerdem einen studentischen Prorektor/eine studentische Prorektorin nach §23 Abs. 2 der Wahlordnung der Fachhochschule Potsdam.</div>
</li>
<li>
<div style="text-align:left;">Verfasste studentische Gremien (Sturen und AStA) sollen je ein ordentliches Büro, d.h. gut zugänglich, genügend Platz, Rechner mit Internet, Telefon, Möbel, Heizung, Strom, Licht, Fenster etc., erhalten. In Bauvorhaben und Raumverteilungen muss dies Berücksichtigung finden.</div>
</li>
<li>
<div style="text-align:left;">Schaffung einer Option zur Anerkennung von studentischer Gremienarbeit, beispielsweise durch die Ermöglichung eines urlaubssemesterähnlichen Semesters, in dem Prüfungsleistungen erbracht werden dürfen.</div>
</li>
</ul>
<p style="text-align:left;">Die Studierendenschaft und das Bildungskomitee der FHP<br />
i.A. AG „Forderungen“ der FHP<br />
Potsdam, den 29. November 2009</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Forderungen an die FH-Potsdam]]></title>
<link>http://fhpbrennt.wordpress.com/2009/11/29/forderungen-an-die-fh-potsdam/</link>
<pubDate>Sun, 29 Nov 2009 19:13:59 +0000</pubDate>
<dc:creator>dieter.meer</dc:creator>
<guid>http://fhpbrennt.wordpress.com/2009/11/29/forderungen-an-die-fh-potsdam/</guid>
<description><![CDATA[Die an dem Bildungsstreik Beteiligten Studierenden der Fachhochschule Potsdam haben in tagelangen Pl]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Die an dem Bildungsstreik Beteiligten Studierenden der Fachhochschule Potsdam haben in tagelangen Plenumssitzungen im besetzten Hörsaal 1 einen Forderungskatalog an die FH-Potsdam ausgearbeitet. Diese im Konsens verabschiedeten Forderungen wurden an den Rektor und die Dekane der FH-Potsdam geschickt. Zusammen mit einer Presseerklärung wurde der Forderungskatalog ebenfalls an die lokale Presse versand und im Internet <a title="Forderungskatalog der Studierendenschaft und des Bildungskomitees der Fachhochschule Potsdam" href="http://fhpbrennt.wordpress.com/files/2009/11/forderungskatalog_herbst09_fh-potsdam.pdf" target="_blank">veröffentlicht</a>.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Keine Entspannung: Uni-Besetzer stellen neue Forderungen]]></title>
<link>http://campusblogzuerich.wordpress.com/2009/11/27/keine-entspannung-uni-besetzer-stellen-neue-forderungen/</link>
<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 18:06:04 +0000</pubDate>
<dc:creator>campusblogzuerich</dc:creator>
<guid>http://campusblogzuerich.wordpress.com/2009/11/27/keine-entspannung-uni-besetzer-stellen-neue-forderungen/</guid>
<description><![CDATA[Bleiberecht für alle Studenten. Nur eine Forderung der Uni Besetzer. Am Rande der Grossdemonstration]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="text-align:justify;">
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://campusblogzuerich.wordpress.com/files/2009/11/front_bleiberecht-jetzt_1588_72dpi-300x2281.jpg"><img class="size-medium wp-image-259" title="front_bleiberecht-jetzt_1588_72dpi-300x228" src="http://campusblogzuerich.wordpress.com/files/2009/11/front_bleiberecht-jetzt_1588_72dpi-300x2281.jpg?w=300" alt="Bleiberecht für alle Studenten. Nur eine Forderung der Uni Besetzer." width="300" height="228" /></a><p class="wp-caption-text">Bleiberecht für alle Studenten. Nur eine Forderung der Uni Besetzer.</p></div>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;">Am Rande der Grossdemonstration gegen Bologna traffen wir heute die Anführer der Uni-Besetzung. Diese überraschten uns mit neuen brisanten Forderungen:</p>
<ol style="text-align:justify;">
<li><em>Abschaffung der Präsenzkontrollen an ‚Uni von Unten‘- Sitzungen.</em></li>
<li><em>Bleiberecht für alle Studenten an der Uni.</em></li>
<li><em>Übernahme der Mensa durch das Kollektiv Volksküche (VoKü) mit den Menüs Spaghetti an Tomatensauce und Spaghetti ohne Tomatensauce.</em></li>
<li><em>Umwandlung des Hörsaals KOH B-10 in 0-Sterne-Hotel.</em></li>
<li><em>Lehrzulassung nur für Dozierende mit SP-Mitgliedschaft oder ähnlicher. (Korrektur: Die Besetzer sind in der Zwischenzeit von dieser Forderung zurückgetreten, da sie bereits von der Uni-Leitung erfüllt wurde)</em></li>
<li><em>Haribo-Gummibärchen ohne Zucker und Gelatine.</em></li>
<li><em>Einführung des Gender für alle Studierenden und gleichzeitige Abschaffung des Geschlechts.</em></li>
<li><em>1-12-Initative: Der klügste Student darf nur 12x mehr wissen als der dümmste.</em></li>
<li><em>Einrichtung eines Shuttle-Busses Uni Zürich-Bern Reithalle.</em></li>
<li><em>Abschaffung des Kapitalismus und sofortige Einführung des Schlaraffenlandes.</em></li>
<li><em>Positive Diskriminierung: Bei gleicher Qualifikation werden dumme vor intelligenten Studenten bevorzugt und dumme Studentinnen vor dummen Studenten.</em></li>
</ol>
<p style="text-align:justify;">Sollten diese Forderungen nicht erfüllt werden, drohen die Besetzer mit einem landesweiten Bildungsstreik: Die Studenten werden aufgerufen, eine Woche lang auf die Lektüre von Lenin, Marx und Micky-Maus-Heften zu verzichten.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der Präsident beim Medientreffen]]></title>
<link>http://mediengruppeonline.wordpress.com/2009/11/26/der-prasident-beim-medientreffen/</link>
<pubDate>Thu, 26 Nov 2009 15:38:52 +0000</pubDate>
<dc:creator>eminenz</dc:creator>
<guid>http://mediengruppeonline.wordpress.com/2009/11/26/der-prasident-beim-medientreffen/</guid>
<description><![CDATA[Zirka 20 junge Online- und APA-Journalisten waren beim 6. Mediengruppe Online Treffen dabei. Diesesm]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Zirka 20 junge Online- und APA-Journalisten waren beim 6. Mediengruppe Online Treffen dabei. Diesesmal dabei war der Präsident der Journalistengewerkschaft, Franz C. Bauer. In seinen einführenden Worten hat er darauf hingewiesen, dass es derzeit KV-Verhandlungen für den Tageszeitungs-Kollektiv-Vertrag gibt &#8211; und hier steht die Gewerkschaft geschlossen dahinter, dass die Online-Journalisten darin verankert werden. Bauer gab offen zu, dass die Gewerkschaft den Bereich Online-Journalismus in der Vergangenheit etwas &#8220;stiefmütterlich&#8221; behandelt hat  &#8211; und gelobte Besserung.</p>
<p>In der Diskussion mit Bauer wurde er dann mit den Wünschen, Anliegen und Beschwerden der Online-Journalisten konfrontiert. Und hier schwang teilweise auch scharfe Kritik mit &#8211; wieso hat es die Gewerkschaft zugelassen, dass in den letzten Jahren Kollektivvertragsflucht stattgefunden hat bzw. dass viele von einer Anstellung und einer adäquaten Abgeltung ihrer Arbeit nur träumen können. Geteilte Meinungen gab es auch zum Vorschlag Bauers, &#8220;Kampfmaßnahmen&#8221; einzuleiten, sollte sich das VÖZ bei den KV-Verhandlungen nicht bewegen: Der Hinweis, dass viele &#8220;Onliner&#8221; erst wenige Jahre oder gar Monate bei einem Medium tätig sind und daher kaum zu solchen Maßnahmen überredet werden können, stand im Raum.</p>

<p>Bleibt die Frage, was jeder einzelne Online-Journalist machen kann, um in Zukunft mit den Redakteuren von anderen Medienformen auf gleicher Augenhöhe zu sein &#8211; sei es von der Anerkennung als auch von der KV-Zuordnung als auch von der finanziellen Abgeltung her.</p>
<p>Hier will die Mediengruppe Online ein Forum schaffen, es wird weitere Treffen geben, es wird auch weiterhin Kontakt zur GPA-djp geben. Allerdings hat schon die eher geringe Teilnehmerzahl bei diesem Treffen gezeigt, dass sich viele etwas von der Gewerkschaft abgrenzen wollen. Meiner Meinung nach sollten wir das Instrumentarum der Gewerkschaft nutzen, ohne eine Umarmungs-Taktik. Jeder von Euch ist aufgefordert, für <a href="http://mediengruppeonline.wordpress.com/unsere-forderungen/">unsere Forderungen </a>einzustehen, diese aber auch kritisch zu interfragen und mit uns weiterzudiskutieren. Dazu wird es in Zukunft auch weitere Treffen geben, um uns zu koordinieren.</p>
<p><em>Günter Felbermayer für die Mediengruppe Online</em></p>
<p><em><br />
</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Artikel aus der NEG-Schülerzeitung "Kaktus"]]></title>
<link>http://bildungsstreikvel.wordpress.com/2009/11/23/artikel-aus-der-neg-schulerzeitung-kaktus/</link>
<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 21:22:38 +0000</pubDate>
<dc:creator>bildungsstreikvel</dc:creator>
<guid>http://bildungsstreikvel.wordpress.com/2009/11/23/artikel-aus-der-neg-schulerzeitung-kaktus/</guid>
<description><![CDATA[Es liegt an uns! Dienstag, den 17.11.09.Es ist 11.30 Uhr. Etwa 1.500 Schüler und Schülerinnen haben ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --><span style="font-size:medium;">Es liegt an uns! </span></p>
<p><span style="font-size:medium;">Dienstag, den 17.11.09.Es ist 11.30 Uhr. Etwa 1.500 Schüler und Schülerinnen haben sich am Willy Brandt Platz versammelt um für ein besseres Bildungssystem zu demonstrieren. Einige tragen Banner, andere rufen Parolen. Eine normale Demonstration im Rahmen des alljährlichen Bildungsstreiks, den alle Tageszeitungen und Medienanstalten der Umgebung für sich nutzen werden. Schon am nächsten Tag wird man in sämtlichen Lokalteilen der Zeitungen in Niederberg die Gesichter der Demonstranten gepaart mit stupiden, beschreibenden Überschriften („2000 Jugendliche auf der Straße“ / WAZ  am 18.11) erkennen können. Die wenigsten Artikel werden über das Genre „Erlebnisbericht“ hinausragen. Andere sind eigens dafür verfasst, den Nerv der Zielgruppe zu treffen und befassen sich weniger mit den wahren Begebenheiten als mit der Aufrecherhaltung eines Weltbildes, das den Ansprüchen einer modernen Gesellschaft in keiner Weise gerecht wird. <!--more-->Hier ist von biertrinkenden Schülern die Rede, dort reduziert man die Mobilmachung von rund 1.500 Jugendlichen, die ihrem Unmut über das momentane Bildungssystem Ausdruck verleihen, auf die dabei entstandenen Reinigungskosten. Doch hinter einer derartigen Veranstaltung steckt mehr als zwei Stunden weniger Unterricht für die Beteiligten. </span></p>
<p><span style="font-size:medium;">Doch von Anfang an:</span></p>
<p><span style="font-size:medium;">Wir schreiben Mittwoch, den 04.11.09. Es ist 16.00 Uhr. Im Jugendraum an der Schlossstraße 2 trudeln die ersten Beteiligten ein. Das 25-köpfige Bildungsstreikkomitee der Velberter Jugendinitiative (JiV), steckt mitten in den Vorbereitungen für die Velberter Ausgabe des diesjährigen Bildungsstreiks. Während Flyer der Demo schon seit Wochen kursieren und Aufkleber das Stadtbild prägen, werden rechtliche Angelegenheiten geklärt und Formulierungen getroffen, die jedem Schüler und jeder Schülerin das Teilnehmen an der Demonstration während der Schulzeit, und somit das Verletzen der Schulpflicht, legitimieren sollen. Dabei geht es mehr um Balsam für das Gewissen als um rechtliche Grundlagen. Balsam für das Gewissen einer unrebellischen, meist gymnasialen Schülerschaft, die ihrer Frustration lieber Einhalt gebietet, als ihr ungebändigt, gar gesellschaftskonträr, Ausdruck zu verleihen. Doch dieses Verhalten ist nicht unbegründet. In einer Gesellschaft, die zunehmend hierarchisch aufgebaut ist, und in der Mitbestimmungsrecht zur realitätsfremden Formalität wird, vergessen viele, dass ein gewisser Grad an Mitgestaltung von Nöten ist um ein demokratisches System aufrecht zu erhalten. </span></p>
<p><span style="font-size:medium;">So bekommt man stellenweise sogar den Eindruck, die so oft geforderte politische Jugend sei der Obrigkeit, jetzt wo sie da ist, zu politisch. </span></p>
<p><span style="font-size:medium;">So zählt die Schulleitung eines Velberter Gymnasiums die Politisierung der Jugend anscheinend nicht zu ihren Aufgabenbereichen und tritt dieser sogar repressiv entgegen. Jeder Schüler des NEGs, der am 17.11 um 11.30 Uhr für ein besseres Bildungssystem demonstrieren wird, tut dies gegen heftigen Widerstand der Schulleitung und von Teilen der Lehrerschaft. Hier geht es nicht um zwei Stunden weniger Unterricht, sondern um den Einsatz für ein besseres Bildungssystem unter Inkaufnahme potentiell weitreichender Konsequenzen. Doch wo Regeln in großem Stil überschritten werden, muss man dies zur Not auch im Kleinen tun. </span></p>
<p><span style="font-size:medium;">Wo Bildung nicht mehr frei ist, wird das Prüfen rechtlicher Grundlagen eines Schulstreiks seitens der Schulleitung zur Lächerlichkeit. </span></p>
<p><span style="font-size:medium;">Den Studenten und Schülern geht es dabei wie dem Frosch im Kochtopf, der erst aus dem kochenden Wasser springt wenn es schon fast zu spät ist. </span></p>
<p><span style="font-size:medium;">Mit den Studiengebühren wurden finanzielle Mittel, die bisher das Land zu tragen hatte, auf den einzelnen Stundenten umgeleitet und diesem als Sanierungszuschuss für die Hochschulen verkauft. Das Bologna-System machte die europäische Hochschule zu einer transparenten Lernfabrik, in der über steigenden Leistungsdruck und zu kurze Studienzeiten geklagt wird. Ähnlich verhält es sich mit dem Turbo-Abi. Doch es liegt an uns, aus dem Wasser zu springen, bevor wir uns an die Hitze gewöhnen. Bildung, die Geld kostet, und somit die Schere zwischen der sozialen Unter- und Oberschicht vergrößert, würde über die Jahrzehnte zur Normalität werden (wie in den 70er Jahren der NC) und wäre für nächste Generationen unanfechtbar. Unsere Enkelkinder sollen uns schließlich nicht mit großen Augen anschauen, wenn wir ihnen von einer kostenlosen Grundschule erzählen, die es zu unserer Zeit noch gab. </span></p>
<p>&#160;</p>
<p>&#160;</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Pressemitteilung: Ende der Besetzung, Pressekonferenz]]></title>
<link>http://erfurtbrennt.wordpress.com/2009/11/23/pressemitteilung-ende-der-besetzung-pressekonferenz/</link>
<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 15:28:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>erfurtbrennt</dc:creator>
<guid>http://erfurtbrennt.wordpress.com/2009/11/23/pressemitteilung-ende-der-besetzung-pressekonferenz/</guid>
<description><![CDATA[Ende der Audimax-Besetzung an der Uni Erfurt &nbsp; Erfurt, 23.11.2009. Die protestierenden Studiere]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><!-- 		@page { size: 21cm 29.7cm; margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --><span style="font-family:Calibri,sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><strong>Ende der Audimax-Besetzung an der Uni Erfurt </strong></span></span></p>
<p>&#160;</p>
<p><span style="font-family:Calibri,sans-serif;"><strong>Erfurt, 23.11.2009.</strong> Die protestierenden Studierenden an der Universität Erfurt beenden heute, am Montag den 23.11.2009, um ca. 23 Uhr die friedliche Besetzung des Audimax‘. Nach einer knappen Woche der Besetzung wurde heute morgen von den Studierenden im Plenum beschlossen, das Audimax wieder freizugeben.</span></p>
<p>&#160;</p>
<p>„<span style="font-family:Calibri,sans-serif;">Wir wollen das Audimax wieder für den Studienalltag freigeben“, so Frauke Heesing, studentische Aktivistin. „Mit der Besetzung des Audimax‘ haben wir für Aufmerksamkeit gesorgt, unsere Solidarität gegenüber den internationalen Protesten bekundet und wir haben es geschafft in dem Freiraum inhaltliche Forderungen auszuarbeiten. Nun wollen wir unsere Kräfte voll und ganz auf die Fortführung der Arbeit konzentrieren und uns dafür einsetzen, dass unsere Forderungen auch umgesetzt werden.“</span></p>
<p>&#160;</p>
<p><span style="font-family:Calibri,sans-serif;">Zentrale Forderungen der Studierenden sind neben einem gebührenfreien Studium für alle auch der Erhalt eines vielfältigen Studienangebots, was insbesondere die Beschäftigung von genügend Lehrpersonal  beinhaltet. Zudem wird eine grundlegende Überarbeitung des aktuellen Thüringer Hochschulgesetzes gefordert: Im Wesentlichen geht es den Studierenden um mehr Mitbestimmungsrechte sowie eine Alternative zu der gegenwärtigen Hochschulfinanzierung (LUBOM). Besondere Anliegen der Proteste sind außerdem die Entzerrung des Bachelorstudiums und ausreichende Masterstudienplätze.</span></p>
<p>&#160;</p>
<p><span style="font-family:Calibri,sans-serif;">Die Studierenden stehen nach wie vor als Kooperationspartner zur Verfügung und erwarten die aktive Einbindung in zukünftige Entscheidungsprozesse. Aus ihrer Sicht sind jetzt sowohl Universitätsleitung als auch Politik am Zug, die notwendigen Reformen in Gang zu bringen. Für den Fall, dass die Forderungen ohne Wirkung bleiben, behalten sich die Studierenden eine längerfristige Rückkehr in das Audimax vor.</span></p>
<p>&#160;</p>
<p><span style="font-family:Calibri,sans-serif;">Zunächst wird der Protest am Dienstag in Leipzig fortgeführt. Anlässlich der dort stattfindenden Hochschulrektorenkonferenz werden auch Studierende aus Erfurt nach Leipzig fahren, um an der  Großdemonstration „Keine Stimme ohne uns“ teilzunehmen.</span></p>
<p>&#160;</p>
<p>&#160;</p>
<p><span style="font-family:Calibri,sans-serif;"><strong>Für Mittwoch, den 25.11.2009, laden die protestierenden Studierenden der Universität Erfurt zu einer abschließenden Pressekonferenz um 11 Uhr  ins Audimax ein. </strong></span></p>
<p>&#160;</p>
<p><span style="font-family:Calibri,sans-serif;"><strong>Themen werden sein: </strong></span></p>
<ul>
<li><span style="font-family:Calibri,sans-serif;"><strong>Vorstellung 	des erarbeiteten Forderungskatalogs</strong></span></li>
<li><span style="font-family:Calibri,sans-serif;"><strong>konkrete 	Forderungen an Universität und Politik</strong></span></li>
<li><span style="font-family:Calibri,sans-serif;"><strong>abschließende 	Betrachtungen und Richtigstellungen zu Verlauf, Wahrnehmung und 	Wirkung des Bildungsprotests</strong></span></li>
<li><span style="font-family:Calibri,sans-serif;"><strong>Vorstellung 	der zukünftigen Arbeitsweise der Studierenden</strong></span></li>
</ul>
<p>&#160;</p>
<p><span style="font-family:Calibri,sans-serif;"><strong>Teilnehmen werden Vertreter des Studierendenrates, Sprecher der Bildungsstreikorganisatoren sowie Universitätspräsident Prof. Dr. Kai Brodersen.</strong></span></p>
<p>&#160;</p>
<p>&#160;</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Super Tipp]]></title>
<link>http://bildungsstreikvel.wordpress.com/2009/11/23/super-tipp/</link>
<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 14:44:12 +0000</pubDate>
<dc:creator>bildungsstreikvel</dc:creator>
<guid>http://bildungsstreikvel.wordpress.com/2009/11/23/super-tipp/</guid>
<description><![CDATA[]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://bildungsstreikvel.wordpress.com/files/2009/11/supertipp.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-282" title="SuperTipp" src="http://bildungsstreikvel.wordpress.com/files/2009/11/supertipp.jpg?w=300" alt="" width="300" height="173" /></a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[WAZ: Frage des Tages]]></title>
<link>http://bildungsstreikvel.wordpress.com/2009/11/23/waz-frage-des-tages/</link>
<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 14:42:24 +0000</pubDate>
<dc:creator>bildungsstreikvel</dc:creator>
<guid>http://bildungsstreikvel.wordpress.com/2009/11/23/waz-frage-des-tages/</guid>
<description><![CDATA[]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://bildungsstreikvel.wordpress.com/files/2009/11/3kopfe.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-279" title="3Köpfe" src="http://bildungsstreikvel.wordpress.com/files/2009/11/3kopfe.jpg?w=300" alt="" width="300" height="68" /></a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Stadt Anzeiger: Kommentar]]></title>
<link>http://bildungsstreikvel.wordpress.com/2009/11/23/stadt-anzeiger-kommentar/</link>
<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 14:39:57 +0000</pubDate>
<dc:creator>bildungsstreikvel</dc:creator>
<guid>http://bildungsstreikvel.wordpress.com/2009/11/23/stadt-anzeiger-kommentar/</guid>
<description><![CDATA[]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://bildungsstreikvel.wordpress.com/files/2009/11/gutentag.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-276" title="GutenTag" src="http://bildungsstreikvel.wordpress.com/files/2009/11/gutentag.jpg?w=80" alt="" width="80" height="300" /></a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Stadt Anzeiger: "Gegen das Turbo-Abi"]]></title>
<link>http://bildungsstreikvel.wordpress.com/2009/11/23/stadt-anzeiger-gegen-das-turbo-abi/</link>
<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 14:38:01 +0000</pubDate>
<dc:creator>bildungsstreikvel</dc:creator>
<guid>http://bildungsstreikvel.wordpress.com/2009/11/23/stadt-anzeiger-gegen-das-turbo-abi/</guid>
<description><![CDATA[]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://bildungsstreikvel.wordpress.com/files/2009/11/gegendasturboabi.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-273" title="GegenDasTurboAbi" src="http://bildungsstreikvel.wordpress.com/files/2009/11/gegendasturboabi.jpg?w=168" alt="" width="168" height="300" /></a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[WAZ: 2000 Schüler auf der Straße (18.11.09)]]></title>
<link>http://bildungsstreikvel.wordpress.com/2009/11/23/waz-2000-schuler-auf-der-strase-18-11-09/</link>
<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 14:34:02 +0000</pubDate>
<dc:creator>bildungsstreikvel</dc:creator>
<guid>http://bildungsstreikvel.wordpress.com/2009/11/23/waz-2000-schuler-auf-der-strase-18-11-09/</guid>
<description><![CDATA[]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://bildungsstreikvel.wordpress.com/files/2009/11/2000aufderstrase.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-270" title="2000aufderstraße" src="http://bildungsstreikvel.wordpress.com/files/2009/11/2000aufderstrase.jpg?w=260" alt="" width="260" height="300" /></a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[WAZ: Streik statt Schule (16.11.09)]]></title>
<link>http://bildungsstreikvel.wordpress.com/2009/11/23/waz-streik-statt-schule-16-11-09/</link>
<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 14:31:29 +0000</pubDate>
<dc:creator>bildungsstreikvel</dc:creator>
<guid>http://bildungsstreikvel.wordpress.com/2009/11/23/waz-streik-statt-schule-16-11-09/</guid>
<description><![CDATA[]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://bildungsstreikvel.wordpress.com/files/2009/11/streikstattschule.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-268" title="StreikStattSchule" src="http://bildungsstreikvel.wordpress.com/files/2009/11/streikstattschule.jpg?w=300" alt="" width="300" height="287" /></a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Bildungsstreik: Die 9.5 Thesen]]></title>
<link>http://johhniesblog.wordpress.com/2009/11/21/bildungsstreik-die-forderungen/</link>
<pubDate>Sat, 21 Nov 2009 17:06:10 +0000</pubDate>
<dc:creator>johnniegf</dc:creator>
<guid>http://johhniesblog.wordpress.com/2009/11/21/bildungsstreik-die-forderungen/</guid>
<description><![CDATA[Und zwar lauten die folgendermaßen: 1. Studiengebühren gehören abgeschafft! 2. Es muss mehr studenti]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Und zwar lauten die folgendermaßen:</p>
<p>1. Studiengebühren gehören abgeschafft!<br />
2. Es muss mehr studentische Mitbestimmung geben!<br />
3. Die Finanzen der Universitäten müssen für jeden transparent sein!<br />
4. Das Bachelor/Master-System verlangt eine Sanierung!<br />
5. Abbau von Zulassungsbeschränlungen ist eine soziale Pflicht!<br />
6. Das derzeitige Schulsystem und G8 sind nicht tragbar!<br />
7. Ökonomisierung der Bildung ist Züchtung von Humankapital und gehört abgeschafft!<br />
8. Der Bildungsstreik ist eine notwendige Konsequenz der Bildungspolitik<br />
9. &#8220;Die überwiegende Mehrheit der gebührenfinanzierenden Maßnahmen stößt auf große Nachfrage und positive Resonanz bei den Studierenden.&#8221;<br />
Diese Aussage ist an Hochmut nicht zu übertreffen<br />
9.5. Hochmut kommt&#8230;</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Flashmob zündet nicht]]></title>
<link>http://bildungsstreikvel.wordpress.com/2009/11/21/flashmob-zundet-nicht/</link>
<pubDate>Sat, 21 Nov 2009 01:12:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>bildungsstreikvel</dc:creator>
<guid>http://bildungsstreikvel.wordpress.com/2009/11/21/flashmob-zundet-nicht/</guid>
<description><![CDATA[Das Bildungsstreik-Komitee wollte zum Abschluss der Aktionswoche einen Kreisverkehr mit Radfahrern b]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><div>Das Bildungsstreik-Komitee wollte zum Abschluss der Aktionswoche einen Kreisverkehr mit Radfahrern blockieren.</div>
<div id="rectangle">// </div>
<div>
<p>Von der Forderung rücken sie nicht ab: „Unser Hauptziel sind mehr Investitionen in unsere Bildung”, erklärt Tatjana Otto. Die 16-Jährige ist Mitglied im Bildungsstreik-Komitee. Nachdem bereits am Dienstag nach Angaben der Veranstalter 2000 Schülerinnen und Schüler für ihre Rechte in der Fußgängerzone protestierten, war gestern eine weitere Aktion geplant.</p>
<p>Am Willy-Brandt-Platz wollte Jugendliche mit ihren Fahrrädern den Kreisverkehr blockieren. „Ich hoffe, dass das bei den Menschen richtig ankommt. Wir wollen nicht einfach nur sinnlos den Verkehr stören”, erzählte die 16-Jährige vor der Aktion, die für 16 Uhr geplant war. „Wir brauchen Aufmerksamkeit, damit unserere Probleme endlich einmal erkannt und ernstgenommen werden.”</p>
<p><a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/velbert/2009/11/20/news-141491512/detail.html">weiter: </a></p>
</div>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Indymedia: Bildungsstreik in Velbert]]></title>
<link>http://bildungsstreikvel.wordpress.com/2009/11/19/indymedia-bildungsstreik-in-velbert/</link>
<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 19:26:16 +0000</pubDate>
<dc:creator>bildungsstreikvel</dc:creator>
<guid>http://bildungsstreikvel.wordpress.com/2009/11/19/indymedia-bildungsstreik-in-velbert/</guid>
<description><![CDATA[Auch in Velbert im Kreis Mettmann (NRW) gingen vergangenen Dienstag die Schülerinnen und Schüler aus]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Auch in Velbert im Kreis Mettmann (NRW) gingen vergangenen Dienstag die Schülerinnen und Schüler aus dem Umland auf die Straßen. Als einzige Demo der näheren Umgebung war die Velberter Demonstration &#8211; organisiert durch parteiungebundene Einzelpersonen und Jugendgruppen von Parteien und Gewerkschaften &#8211; der Dreh- und Angelpunkt am Niederrhein. Mit Sprechchören und Hochtransparanten sowie Bannern machten bis zu 2000 Schüler und Sympathisanten auf die gravierenden Ungerechtigkeiten im nordrhein-westfälischen Bildungssystem aufmerksam und skandierten dabei Parolen wie &#8220;Ohne Bildung werd ich Terrorist&#8221;, &#8220;Wer baut uns die Zukunft zu? FDP und CDU&#8221; und viele weitere. <!--more-->2 km ging es friedlich die Velberter Innenstadt abwärts, vor jeder der großen Banken wie Citibank, Commerzbank und Deutsche Bank wurden Kundgebungen veranstaltet und die Türen der Fillialen mit Absperrband verbarrikadiert. Mit Hüpf-Aktionen und einem hundert Meter Dauerlauf die Stadt abwärts blieb auch die sportliche Betätigung nicht auf der Strecke. Recht früh zu Beginn der Demonstration versuchten eine handvoll Neonazis die Veranstaltung zu stören. Mit eindeutigen T-Shirts war es jedoch kein Problem, diesen einen Platzverweis zu erteilen und von der Demo entfernen zu lassen.</p>
<p>Die zahlreichen Redebeiträge von [Solid]-, Grüner Jugend und den Jusos Velbert boten Lösungsmöglichkeiten und Kritikpunkte an Kopfnoten, dem Sitzenbleiben, der Aussaat nach Klasse 4 und Studiengebühren. Am Velberter Rathaus wurde mit Paul Stegmann noch ein altgedienter Velberter interviewt und seine Geschichte erzählt. Nach dem 2. Weltkrieg spendete er Privatbesitz und Auto und sammelte anderweitig Spenden, um Kindern in Kuba eine vernünftige Schulbildung zu gewähren, da Bildung nicht nur für ihn ein Menschenrecht darstellt. Ein Redebeitrag eines parteilosen Einzelaktivisten wies noch einmal auf die Repressionen hin, die einzelne Schüler und Schulen auf dem Weg zur Demo zu erleiden hatten. So setzten die Schuldirektoren ihre Schüler telefonisch unter Druck oder stellten sich ihnen in den Weg, um die Demo zu verhindern. An einer Schule streute das Direktorat die Gerüchte, Nazis würden diese Demo organisieren um für Krawall zu sorgen. Übelste Hetze, um die freie Meinungsäußerung zu verbieten. Nach ca. 2,5 Stunden endete die Demonstration mit einer Abschlusskundgebung von Volker Münchow, dem Geschäftsführer der Velberter SPD und einem Kurzauftritt des Hiphop-Duos Nic Knatterton &#38; Jo.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Westdeutsche Zeitung: "Reiche Eltern für Alle" (18.11.09)]]></title>
<link>http://bildungsstreikvel.wordpress.com/2009/11/19/westdeutsche-zeitung-reiche-eltern-fur-alle-18-11-09/</link>
<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 17:24:32 +0000</pubDate>
<dc:creator>bildungsstreikvel</dc:creator>
<guid>http://bildungsstreikvel.wordpress.com/2009/11/19/westdeutsche-zeitung-reiche-eltern-fur-alle-18-11-09/</guid>
<description><![CDATA[]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://bildungsstreikvel.wordpress.com/files/2009/11/wz_18-11-09-2.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-258" title="WZ_18.11.09 (2)" src="http://bildungsstreikvel.wordpress.com/files/2009/11/wz_18-11-09-2.jpg?w=236" alt="" width="236" height="300" /></a></p>
<p><a href="http://bildungsstreikvel.wordpress.com/files/2009/11/wz_18-11-09-1.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-259" title="WZ_18.11.09 (1)" src="http://bildungsstreikvel.wordpress.com/files/2009/11/wz_18-11-09-1.jpg?w=254" alt="" width="254" height="300" /></a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Fahrradtour]]></title>
<link>http://bildungsstreikvel.wordpress.com/2009/11/19/fahrradtour/</link>
<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 11:02:59 +0000</pubDate>
<dc:creator>bildungsstreikvel</dc:creator>
<guid>http://bildungsstreikvel.wordpress.com/2009/11/19/fahrradtour/</guid>
<description><![CDATA[GROSSE FAHRRADTOUR, AM FREITAG, 20.11.09 &#8211; 16:00 Uhr Willy-Brandt-Platz! Denkt an eure Fahrräd]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>GROSSE FAHRRADTOUR, AM FREITAG, 20.11.09 &#8211; 16:00 Uhr Willy-Brandt-Platz!<br />
Denkt an eure Fahrräder, Rollschuhe, Kickboards, Skateboards, Inliner oder gute Laufschuhe!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Theaterfinanzierung: geht es auch ohne Förderungen?]]></title>
<link>http://kulturmanagement.wordpress.com/2009/11/19/theaterfinanzierung-geht-es-auch-ohne-forderungen/</link>
<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 10:12:47 +0000</pubDate>
<dc:creator>Christian Henner-Fehr</dc:creator>
<guid>http://kulturmanagement.wordpress.com/2009/11/19/theaterfinanzierung-geht-es-auch-ohne-forderungen/</guid>
<description><![CDATA[Vor mehr als vierzig Jahren schrieben William J. Baumol und William G. Bowen den Klassiker &#8220;Pe]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Vor mehr als vierzig Jahren schrieben William J. Baumol und William G. Bowen den Klassiker &#8220;<a title="Performing Arts - The Economic Dilemma" href="http://www.amazon.de/gp/product/0751201065?ie=UTF8&#38;tag=kulturmblog-21&#38;linkCode=as2&#38;camp=1638&#38;creative=6742&#38;creativeASIN=0751201065" target="_blank">Performing Arts &#8211; The Economic Dilemma</a>&#8221; , in dem sie konstatierten, dass in diesem Bereich Produktivitätssteigerungen nicht möglich seien, um den Anstieg der Kosten aufzufangen. Diese Lücke zwischen Einnahmen und Ausgaben wurde im Laufe der Jahre immer größer und lässt sich, zumindest in unseren Breitengraden, nur durch öffentliche Förderungen schließen.</p>
<p>Wie es um die öffentlichen Haushalte bestellt ist, wissen wir alle. Was das für die Theater bedeutet auch, denn Armin Klein hat in seinem Buch &#8220;<a title="Der exzellente Kulturbetrieb" href="http://www.amazon.de/gp/product/3531154753?ie=UTF8&#38;tag=kulturmblog-21&#38;linkCode=as2&#38;camp=1638&#38;creative=6742&#38;creativeASIN=3531154753" target="_blank">Der exzellente Kulturbetrieb</a>&#8221; festgehalten, dass bei den deutschen Theatern in der Spielzeit 2003/2004 die öffentlichen Zuwendungen 83,4% der gesamten Einnahmen ausmachten. Zwei Jahre später lag dieser Anteil laut der <a title="Statistik 2005/2006" href="http://www.buehnenverein.de/presse/pdfs/thstat/thstat2006.pdf" target="_blank">Statistik des deutschen Bühnenvereins</a> immer noch bei knapp 82%.</p>
<p>In den USA stellt sich die Situation etwas anders dar (siehe dazu meinen Beitrag &#8220;<a title="Wie sich Kunst finanziert" href="http://kulturmanagement.wordpress.com/2008/08/08/wie-sich-kunst-finanziert/" target="_blank">Wie sich Kunst finanziert</a>&#8220;), aber von den Ticketeinnahmen können die Theater, abgesehen von den Broadway-Bühnen, auch nicht leben. Während bei uns höchstens der Ruf nach höheren Förderungen laut wird, beschäftigen sich in den USA verschiedene Blogautoren mit möglichen Modellen der Theaterfinanzierung. Einen sehr interessanten Ansatz hat Chris Ashworth entwickelt. In seinem Beitrag &#8220;<a title="Toward A New Funding Model for Theater" href="http://chrisashworth.org/blog/2009/10/14/toward-a-new-funding-model-for-theater/" target="_blank">Toward A New Funding Model for Theater</a>&#8221; stellt er die Frage,</p>
<blockquote><p>&#8220;How far away is the current theatrical model from representing a successful for-profit business?&#8221;</p></blockquote>
<p>Die Theater würden, so schreibt er weiter, ca. 25 bis 40% ihrer Einnahmen über den Ticketverkauf generieren. Würden sie das ändern wollen, sähe das so aus:</p>
<blockquote><p>&#8220;Let’s say I’ve got a 100 seat theater. Let’s say I’ve got 10 people in my company. Let’s say I want to pay them each 50K a year. Let’s say I run shows Thursday, Friday, Saturday, and Sunday, that each show I produce runs a month, and that I do six shows a year. A solid schedule. That makes 96 days a year I’m opening my door, or 9600 seats I can possibly sell. If I sell every single one of those seats, I’d have to sell them at over fifty bucks a ticket to pay my company members, and I’d have nothing left for rent, production costs, or anything else.&#8221;</p></blockquote>
<p>Um also nur die Personalkosten decken zu können, müssten in diesem Fall die Tickets über 50 USD kosten. Bei einem solch hohen Preis wäre wahrscheinlich die Nachfrage gering, d.h. das Theater bliebe auf seinen Karten sitzen.</p>
<p>Überhaupt hält er den Verkauf von Tickets in der jetzigen Form für überholt. So stellt dieses System für ihn ein Transaktionsmodell aus dem Industriezeitalter dar (Ashworth verweist in diesem Zusammenhang auf das Blogpost &#8220;<a title="Pay Attention! If Selling Tickets Is Your Business Model, You've Got A Problem" href="http://www.artsjournal.com/diacritical/2009/07/attention.html" target="_blank">Pay Attention! If Selling Tickets Is Your Business Model, You&#8217;ve Got A Problem</a>&#8221; von Douglas McLennan). Zwei weitere Einwände:</p>
<ul>
<li>&#8220;If we pay undue attention to commercial metrics like ticket sales, aren’t we missing the point of our mission as a theater?</li>
<li>Doesn’t the entire concept of tickets inherently damage the arts, by dividing us into art producers and art consumers?&#8221;</li>
</ul>
<p>Trotzdem steht er dem Prinzip künstlerische Erfahrung im Austausch gegen Geld nicht ablehnend gegenüber (einen völlig anderen Weg formuliert Lewis Hyde etwa in seinem Buch &#8220;<a title="Die Gabe" href="http://www.amazon.de/gp/product/3100318404?ie=UTF8&#38;tag=kulturmblog-21&#38;linkCode=as2&#38;camp=1638&#38;creative=6742&#38;creativeASIN=3100318404" target="_blank">Die Gabe</a>&#8221; ; siehe dazu meine Beiträge &#8220;<a title="Von „Business Skills“, Nutzendenken und der Kunst" href="http://kulturmanagement.wordpress.com/2008/04/10/ohne-business-skills-geht-es-auch/" target="_blank">Von „Business Skills“, Nutzendenken und der Kunst</a>&#8221; und &#8220;<a title="Kunst und die Marktwirtschaft" href="http://kulturmanagement.wordpress.com/2008/01/15/kunst-und-die-marktwirtschaft/" target="_blank">Kunst und die Marktwirtschaft</a>&#8220;), denn</p>
<blockquote><p>&#8220;it is not a bad thing for me to measure how many people experience my art.&#8221;</p></blockquote>
<p>Den in meinen Augen entscheidenden Grund formuliert Ashworth so:</p>
<blockquote><p>&#8220;Your artistic risks should be buffered by the strength of your connection to your audience, not by your financial independence from them.&#8221;</p></blockquote>
<p>Das heißt, statt sich von den Zuschauereinnahmen unabhängig zu machen und stattdessen auf &#8211; in unserem Fall &#8211; öffentliche Förderungen zu setzen, schlägt er den umgekehrten Weg vor. Allerdings gilt es dabei, die Idee des Ticketverkaufs neu zu erfinden, wie er schreibt.</p>
<p>Wenn wir heute ein Ticket für eine Aufführung im Theater kaufen, dann bekommen wir als Gegenleistung das &#8220;künstlerische Endprodukt&#8221; zu sehen. Damit stehen die Tickets, so Ashworth, für ein Nebenprodukt, denn &#8220;Art is about the process&#8221;. Das heißt, vom eigentlichen künstlerischen (Entwicklungs)-Prozess bekomme ich trotz Ticketerwerb gar nichts mit. Dieser Prozess enthält für Außenstehende spannende, aber auch langweilige Momente. Für ein Theater besteht die Herausforderung darin, den Produktionsprozess so zu designen, dass es gelingt, zu den Zuschauern eine Beziehung aufzubauen.</p>
<p>Das heißt, das Ticket steht nicht mehr für das Endprodukt, die Aufführung, sondern ist die Eintrittskarte zu einer Community (siehe dazu Chris Brogan: &#8220;<a title="Audience or Community" href="http://www.chrisbrogan.com/audience-or-community/" target="_blank">Audience or Community</a>&#8220;). Oder mit den Worten Ashworths:</p>
<blockquote><p>&#8220;(&#8230;) tickets transform from an artifact of a transaction into an artifact of a relationship.&#8221;</p></blockquote>
<p>Bezahlt wird nicht für ein fertiges Produkt, sondern für &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3593383748?ie=UTF8&#38;tag=kulturmblog-21&#38;linkCode=as2&#38;camp=1638&#38;creative=6742&#38;creativeASIN=3593383748">Access</a><img style="border:none!important;margin:0!important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=kulturmblog-21&#38;l=as2&#38;o=3&#38;a=3593383748" border="0" alt="" width="1" height="1" />&#8220;, wie es Ashworth formuliert. Oder:</p>
<blockquote><p>&#8220;It means you sell memberships, not tickets. It means that if I pay you ten bucks a month, I get access. I can visit every rehearsal. I get a guaranteed ticket to every show you do.&#8221;</p></blockquote>
<p>Am Ende steht dann so etwas wie ein monatlicher Mitgliedsbeitrag und nicht mehr das Ticket für die Aufführung eines bestimmten Stückes an einem bestimmten Tag.</p>
<p>Da Chris Ashworth hauptberuflich mit der Entwicklung von Softewareprodukten zu tun hat, erkennt er das Potenzial der Technologien, die uns heute bereits zur Verfügung stehen:</p>
<blockquote><p>&#8220;Live stream your shows. Post daily rehearsal photos on Twitter. Invest in a qualified videographer, and use the hell out of them. Build a living production document of every show online. Let your audience see how a scene is evolving from rehearsal to rehearsal with a quality video record of the evolution. Annotate each clip with a description of the director’s instructions, of the actor’s new choices, of the salient theatrical choices that made this version of the scene different from the last version. Put them up in a timeline. Let us see the process unfold, even when we can’t be in the room. Let me see how a scene is taken from a written blueprint to a live performance. Edit out the boring stuff.&#8221;</p></blockquote>
<p>Ein entscheidender Faktor ist für ihn, dass die Mitglieder dieser Community dann auch an Entscheidungs- bzw. Entstehungsprozessen teilhaben und ihre Gedanken, ihre Kreativität einbringen können. Aber:</p>
<blockquote><p>&#8220;I’m not saying you should run your theater by popular vote, I’m saying give your audience a chance to affect what you do.&#8221;</p></blockquote>
<p>Dieses Modell führt dazu, dass ein Theater sein finanzielles Risiko minimieren kann, denn statt der von Ashworth als Beispiel angeführten 96 Aufführungen pro Jahr, kann es an 365 Tagen im Jahr Geld verdienen.</p>
<blockquote><p>&#8220;Well, instead of selling 9600 tickets at 52 bucks a pop just so we can cover salary, we get to focus on signing up 4200 members at 10 bucks a month for the same result. We’re asking a lot fewer people for a little more money, and we’re giving them a lot more art in return&#8221;,</p></blockquote>
<p>schreibt er. Das Ergebnis: statt die Zeit damit zu verbingen, öffentliche Förderungen zu beantragen, könne sich ein Theater um seine Community, um den Aufbau von Beziehungen kümmern.</p>
<p>Wenn Ashworth meint, dass die Mitglieder der Community an den Prozessen beteiligt werden sollen, dann werden wahrscheinlich bei manchen die Alarmglocken schrillen. Ashworth trennt aber weiterhin zwischen den Künstlern, also den Experten, und dem Publikum. Die Trennung zwischen Produzent und Konsument ist also nur im Ansatz aufgehoben.</p>
<p>Sehr viel weiter geht Scott Walters, der in seinem Blogpost &#8220;<a title="(Netflix + YouTube) / (time = money)" href="http://lessthan100k.wordpress.com/2009/10/15/netflix-youtube-time-money/" target="_blank">(Netflix + YouTube) / (time = money)</a>&#8221; das Modell Ashworths aufgreift und um die, ich würde sagen, Web 2.0-Komponente erweitert.</p>
<p>Für Walters bedeutet das Social Web, der User kann aktiv werden, Stichwort user-generated-content. Und genau diesen Punkt möchte er dem Modell hinzufügen. Auch Scott Walters ist für eine monatliche Gebühr (wie sie das von ihm genannte Videoportal Netflix anbietet), allerdings sieht er vor allem bei kleinen Bühnen das Problem, dass diese nicht über genügend Content verfügen. Das heißt, es bedarf einer Ergänzung, auf die z.B. YouTube setzt, wie er schreibt.</p>
<p>YouTube erfüllt seiner Meinung nach zwei Funktionen. Zum einen kann man dort seine eigenen künstlerischen Werke vorstellen. Auf der anderen Seite ermöglicht man es anderen, das dort online gestellte Werk weiter zu entwickeln. Auf das von Ashworth entwickelte Modell heißt das, dass wir nicht nur die Werke der Künstler zur Verfügung haben, sondern auch die der Community. Damit wäre nach Walters Vorstellung das Problem der fehlenden Inhalte gelöst. Das die von unterschiedlicher Qualität sein können, stört Walters nicht, denn</p>
<blockquote><p>&#8220;The artistic staff’s job is not to serve as gatekeepers, but rather to encourage community creativity and to provide as much variety as possible. The artists can lead through their own work,of course, providing things to aspire to. And they can (and should) help improve skills through teaching as well as facilitation. But if you buy a monthly membership, you are buying a chance to be a creator&#8221;,</p></blockquote>
<p>schreibt Walters weiter. Das Ziel formuliert er so:</p>
<blockquote><p>&#8220;The goal is to keep the space humming with activity, beacuse ultimately the priority is the creation of community, or what Robert Putnam calls social capital.&#8221;</p></blockquote>
<p>Einen Haken hat dieses Modell aber noch, denn die Nachfrage wird ja nicht automatisch generiert, wie auch die vielen ungesehenen Videos auf YouTube beweisen. Das heißt:</p>
<blockquote><p>&#8221; (.) if your goal is to get as many people spending face-to-face time together as possible, if you want people to try out a variety of arts events, then there needs to be a little extra motivation.&#8221;</p></blockquote>
<p>Seine Idee: nur wer die Angebote nicht in Anspruch nimmt, zahlt die volle Monatsgebühr. Für jeden &#8220;Besuch&#8221; gibt es also eine Art Rabatt. An dieser Stelle wird dann auch die Überschrift des Beitrags &#8220;(Netflix + YouTube) / (time = money)&#8221; verständlich.</p>
<p>Nun könnte man vielleicht noch einen Schritt weitergehen und es den Mitgliedern der Community überlassen, welchen Betrag sie zahlen wollen. Ich denke, die katholische Kirche ist dafür ein schönes Beispiel (auch im Sinne des Community-Building; darauf gebracht hat mich Adam Thurman mit seinem Beitrag &#8220;<a title="Saving Souls" href="http://www.missionparadox.com/the_mission_paradox_blog/2009/09/savings-souls.html" target="_blank">Saving Souls</a>&#8220;), die ja &#8211; mal abgesehen von der Kirchensteuer &#8211; auf das Prinzip des freiwilligen Gebens setzt. Von der Kollekte bis zur Erbschaft, die ihr vermacht wird.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund kann man dieses Modell auch als einen interessanten Crowdfunding-Ansatz begreifen. Statt der öffentlichen Förderung, bei der das Risiko der Ablehnung sehr groß sein kann, verteile ich das Risiko auf die vielen Mitglieder der Community. Interessant ist die Frage, wie hoch z.B. die monatliche Gebühr anzusetzen wäre? Nach welchen Kriterien lässt sich das entscheiden?</p>
<p>Diese Fragen lassen sich sicher am nächsten Online-Webmontag diskutieren, der am 23. November 2009 um 19 Uhr stattfinden wird und sich mit dem Thema &#8220;Crowdfunding &#38; Online Payment&#8221; beschäftigen wird. Wenn Sie Lust und Zeit haben, seien Sie doch einfach online dabei. Informationen, Link und Anmeldungsmöglichkeit finden Sie <a title="Online-Webmontag" href="http://webmontag.de/location/online/index" target="_blank">hier</a>.</p>
<p>Darüber hinaus interessiert mich aber nun aber natürlich Ihre Meinung zu diesem Ansatz oder Modell. Was halten Sie davon? Wo sehen Sie Probleme, welche Ergänzungen sind nötig oder lässt sich so etwas bei uns Ihrer Meinung nach gar nicht umsetzen?</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Rede zum Bildungsstreik in Velbert (Markus G., Hermi Lebt)]]></title>
<link>http://bildungsstreikvel.wordpress.com/2009/11/18/rede-zum-bildungsstreik-in-velbert-markus-g-hermi-lebt/</link>
<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 22:10:03 +0000</pubDate>
<dc:creator>bildungsstreikvel</dc:creator>
<guid>http://bildungsstreikvel.wordpress.com/2009/11/18/rede-zum-bildungsstreik-in-velbert-markus-g-hermi-lebt/</guid>
<description><![CDATA[Heute sind mehrere Hundert Schüler aus dem Kreis Mettmann in Velbert auf den Straßen, das heißt nix ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Heute sind mehrere Hundert Schüler aus dem Kreis Mettmann in Velbert auf den Straßen, das heißt nix anderes, als mehrere Hunderttausend Schüler in der ganzen Republik, die dort Innenstädte friedlich belagern, Unis und Häuser besetzen und sich den Arsch aufreißen, weil sie nicht einverstanden sind mit dem, was uns hier als Schule verkauft wird. Diesen Schülerinnen und Schülern gilt heute meine ungeteilte Solidarität. <!--more-->Eine Schule, die von Anfang an dazu da seien sollte, uns selbständiges lernen beizubringen, die auf die Schwächen und Stärken von uns eingehen kann und uns Spaß macht, sollte kein Wunschdenken sein, sondern das Ziel eines jeden einzigen hier und anderswo. Stattdessen verkauft uns unsere Politik für blöd und pflanzt uns vorgefertigte Meinungen ein. Wer auf die Hauptschule geht und wer aufs Gymnasium ist keine reine Tatsachenentscheidung, sondern wird vom Kontostand der Eltern, von der Herkunft des Schülers und der Selektion nach Ende der Grundschule abhängig gemacht. Wenn eine Schule nicht will, dann hat der einzelne Schüler keine Chance mehr. Wie kann es denn sonst sein, daß einzelne Schulen ihren Schülern heute sogar die Teilnahme an der Demo verboten haben, um zu verhindern, daß Schüler, die nicht der reichen Oberschicht angehören, die nicht ungeteilt die Meinung der Oberen befolgen und nicht im Interesse der Mächtigen handeln, heute ihre Meinungen kundtun sollen.</p>
<p>In dem sie den Besuchern der Demo mit Strafen drohen, kommen die Schulen ihrer Pflicht nicht nach, Schüler zu erziehen – sie werden höchstens dressiert. Ich nenn das eine Sauerei! Ich träume von einer Schule, die es jedem einzelnen von euch heute ermöglicht, unter fairen Bedingungen und ohne Stress und Druck eine fantastische Zukunft zu erleben.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Rede zum Bildungsstreik in Velbert (Volker Münchow, SPD)]]></title>
<link>http://bildungsstreikvel.wordpress.com/2009/11/18/rede-zum-bildungsstreik-in-velbert-volker-munchow-spd/</link>
<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 22:04:16 +0000</pubDate>
<dc:creator>bildungsstreikvel</dc:creator>
<guid>http://bildungsstreikvel.wordpress.com/2009/11/18/rede-zum-bildungsstreik-in-velbert-volker-munchow-spd/</guid>
<description><![CDATA[Rede zum Bildungsstreik in Velbert Ungerechtes System muss verändert werden Landtagskandidat Volker ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><h5>Rede zum Bildungsstreik in Velbert</h5>
<h3>Ungerechtes System muss verändert werden</h3>
<h5>Landtagskandidat Volker Münchow geißelt NRW Bildungssystem</h5>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="161" align="right">
<tbody>
<tr>
<td><img src="/img21/px_trans.gif" border="0" alt="" width="5" height="5" /></td>
<td align="center"><a href="http://www.spd-velbert.de/db/img/cached/2009_10_20_11_56_56_21164_71.jpg"><img style="margin-left:0;margin-right:0;" src="http://img-a1.pe.imagevz.net/photo16/25/29/d4cbf83fbc6487a7b6dd0baa2047/1-33b1a313863bd727b89be873ccfb0f86.jpg" alt="" hspace="0" width="170" height="154" align="top" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td> </td>
<td>
<div><a href="/picture/1622/221920/index.html"><img src="/img/lupe.gif" border="0" alt="" hspace="0" width="17" height="17" align="right" /></a></div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><strong>Es gibt siebzehn Länder auf der Welt, die sich ein solch ungerechtes Bildungssystem leisten. Sechzehn Länder davon liegen in Deutschland, der 17. Staat ist Österreich. </strong></p>
<p>Unser Bildungssystem krankt an mehreren Problemen:<br />
• Die Sechs verschiedenen Schulformen, neben Hauptschule, Realschule und Gymnasium, der Gesamtschule und den Berufskollegs gibt es in einem hochentwickelten Staat wie der Bundesrepublik noch sogenannte Förderschulen für Schülerinnen und Schüler die angeblich nicht in normale Schule passen, ein Anachronismus in Europa.</p>
<p><!--more--><br />
• Die frühe Trennung der Kinder nach Klasse 4 in die vorher aufgezeigten Schubladen eins bis sechs. Andere Länder legen Wert auf ein längeres gemeinsames Unterrichten. Die Trennung in verschiedene Bildungsgänge erfolgt zum Teil erheblich später um auch später noch einen Zugang zu höheren Bildungsabschüssen zu gewähren.</p>
<p><!--more-->• In Deutschland gibt es zu wenige Ganztagsschulen. In den meisten anderen Ländern ist die Ganztagsschule Standard. Einmal, um den Eltern und dier vorallem den Müttern die Möglichkeit zu geben zu arbeiten, andererseits um den zu vermittelnden Stoff auch den Schülerinnen und Schülern beizubringen. Dann kann auch ein sogenanntes Turbo-Abitur nach zwölf Jahren funktionieren, aber auch nur dann.<br />
Die Umsetzung des Abiturs nach zwölf Jahren ist zurzeit mangelhaft, besonders in NRW wo die Schulministerin Frau Sommer besser Lehrerin geblieben wäre, das wäre zwar schlecht für einige Schüler in Ostwestfalen gewesen, hätte aber dem Rest der schulpflichtigen Bevölkerung unseres Bundeslandes sehr geholfen.</p>
<p>• Der vierte Grund für das Versagen unseres Bildungssystems ist die fehlende Gebührenfreiheit für Bildung.<br />
In der letzten Woche hatte ich ein Gespräch mit der Kultusministerin des Landes Rheinland-Pfalz, Doris Ahnen. Dort zahlt das Land die Kindergartengebühren. Es gibt also keine Unterschiede zwischen einzelnen Städten. In NRW ziehen neuerdings gut verdienende Eltern zum Beispiel aus Wuppertal weg, dort muss man bis zu 570 €uro pro Monat für einen Kindergartenplatz, wohlgemerkt pro Kind bezahlen, um sich im dreißig Kilometer entfernten Düsseldorf wieder anzusiedeln, dort ist der Kindergartenbesuch kostenfrei. Ein Unding, was den Kampf um Einwohner in den Städten und Gemeinden nochmals verstärkt und auch zu starken regionalen Unterschieden in der Bildung führen wird. Nicht heute aber in den kommenden Jahrzehnten. Im Bergischen Land, also auch hier bleiben die eher ärmeren und dann zwangsläufig schlechter Gebildeten und die Wachstumsregion an der Rheinschiene, wo später dann die Elite wohnt gewinnt qualifizierte neue Einwohner. Das darf nicht passieren, schon gar nicht in NRW. Hier im Ballungsraum Rhein-Ruhr konnte man zwar mit den Händen arbeiten, in Zechen und Fabriken, aber einen Universitätsabschluss konnte man hier nicht erreichen, bis in einer riesigen Anstrengung des Landes NRW unter dem damaligen Wissenschaftsminister Johannes Rau diese Hochschullandschaft erst entstanden ist, mit Universitäten und Fachhochschulen zuhauf.<br />
Die unsäglichen Studiengebühren in Universitäten und Fachhochschulen müssen geschleift werden. Wir wollen ja mehr Studenten haben, um den Mangel an Rohstoffen in Deutschland auszugleichen und Lehrer, Ingenieure, Betriebs- und Volkswirte, Juristen und Ärzte auszubilden. Unser einziger Rohstoff ist nun mal unser Wissen, ein Großteil der weltweiten Erfindungen sind einmal in Deutschland gemacht worden. Doch dieser Trend nimmt deutlich ab, statt Goethe und Schiller zählt jetzt eher Seichtes mit Thomas Gottschalk und Dieter Bohlen. Nordrhein-Westfalen und Deutschland sollten nicht nur die Studiengebühren abschaffen, sondern einen leichteren Zugang zu Bafög und zu Stipendien ermöglichen. Am 9. Mai bei der Landtagswahl kann das zumindest in unserem Bundesland geändert werden.</p>
<p>Bildung ist ein Menschenrecht und Bildung ist für unser reiches Land die einzige Chance, an der weltspitze zu bleiben, nicht im Fußball, sondern an der Spitze in Forschung und Technologie.<br />
Lassen sie uns dafür gemeinsam kämpfen. Hier und heute und in den nächsten Wochen und Monaten, um zu zeigen, dass wir alle eine Veränderung in diesem Bildungssystem brauchen.</p>
<p>Lassen sie mich schließen mit einem Satz von John F. Kennedy, einem der großen amerikanischen Präsidenten:<br />
<strong>Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung- KEINE BILDUNG.</strong></p>
<p>Ich danke für die Aufmerksamkeit!</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.spd-velbert.de">SPD-Velbert.de</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[16.000,- für sportfreundliche Gemeinden]]></title>
<link>http://topzeitung.wordpress.com/2009/11/18/16-000-fur-sportfreundliche-gemeinden/</link>
<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 16:52:21 +0000</pubDate>
<dc:creator>topzeitung</dc:creator>
<guid>http://topzeitung.wordpress.com/2009/11/18/16-000-fur-sportfreundliche-gemeinden/</guid>
<description><![CDATA[Das Land Niederösterreich kann mit Recht als „Sportland“ bezeichnet werden. Dies zeigen die vielen I]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://topzeitung.wordpress.com/files/2009/11/sportgemeinde-c-land-no.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1148" src="http://topzeitung.wordpress.com/files/2009/11/sportgemeinde-c-land-no.jpg" alt="" width="455" height="194" /></a></p>
<p>Das Land Niederösterreich kann mit Recht als „Sportland“ bezeichnet werden. Dies zeigen die vielen Initiativen, die in den Gemeinden durch engagierte Personen ins Leben gerufen wurden. Um diese zahlreichen innovativen Projekte zu Sport und Bewegung auch der Öffentlichkeit als gute Beispiele zu präsentieren und die besten unter ihnen auszuzeichnen, hat das Land Niederösterreich nun einen Wettbewerb gestartet.</p>
<p>Niederösterreichs Gemeinden haben hierbei die Möglichkeit,<strong> ihre  Vorzeigeinitiativen zu Sport und Bewegung</strong> ins Rennen zu schicken.  Auf den Landessieger wartet ein <strong>Preisgeld von € 4.000.-</strong>. Insgesamt werden Preisgelder in der  Höhe von € 16.000 vergeben (Landessieger, Regionssieger &#38; Sonderpreise).</p>
<p>„Ohne Breite, keine Spitze und ohne Spitze keine Breite. Dies gilt nicht nur für sportliche Leistungen, sondern auch für unser Niederösterreich. Gerade die Vielzahl an Bewegungsaktivitäten in den Gemeinden sind der Boden für erfolgreiche Ergebnisse bei Breiten- und Spitzensportlern sowie für regionale als auch internationale Sport- und Bewegungsevents. Darauf können wir zurecht stolz sein.&#8221;</p>
<p><strong>ÖAR Regionalberatung GmbH</strong><br />
Karl Reiner, Christian Berger<br />
Tel.: +43 (0)1 5121595-0<br />
mobil: +43 664 2434372<br />
<a href="mailto:reiner@oear.at">reiner@oear.at</a><br />
<a href="mailto:berger@oear.at">berger@oear.at</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Impressionen vom Bildungsstreik]]></title>
<link>http://spassmaske.wordpress.com/2009/11/18/impressionen-vom-bildungsstreik/</link>
<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 15:00:07 +0000</pubDate>
<dc:creator>spassmaske</dc:creator>
<guid>http://spassmaske.wordpress.com/2009/11/18/impressionen-vom-bildungsstreik/</guid>
<description><![CDATA[Es riecht nach Schweiß im besetzten Audimax. Die Okkupation begann gestern und wird auf unbestimmte ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://spassmaske.wordpress.com/files/2009/11/bildungsstreik_grey.png"><img src="http://spassmaske.wordpress.com/files/2009/11/bildungsstreik_grey.png?w=300" alt="" title="bildungsstreik_grey" width="300" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-267" /></a></p>
<p>Es riecht nach Schweiß im besetzten Audimax. Die Okkupation begann gestern und wird auf unbestimmte Zeit fortgesetzt werden. Sehr zu meinem Unmut, wurde beschlossen auf Gewalt zu verzichten. Scheiß Demokratie.</p>
<p>Ich lasse meinen Blick im Vorzeigehörsaal der Universität schweifen und sauge die Einflüsse in mich auf. Schlecht rasierte Studenten versammeln sich in Ecken, tuscheln, diskutieren. Es liegt ein Hauch von Revolution in der Luft, wenigstens ein kleines Bisschen. Fleißig an Bionade-Flaschen nuckelnde Bachelor-Studenten arbeiten Forderungen aus, kritisieren, subsumieren, planen und verwerfen. Es werden Ankündigungen per Mikrofon gemacht, es wird weiter geplant, weiter abgestimmt.</p>
<p>Ich verlasse den Hörsaal und treffe einen marktradikalen FDP-Parteisoldaten. Er sei überzeugter Kapitalist und habe gelesen, dass das im Zuge des Bologna Prozesses eingeführte Studiensystem prinzipiell besser sei, als das andere, es mangele lediglich hier und da an der Umsetzung. Ich bin, gerade was Detailfragen angeht, chronisch schlecht informiert und versuche das Gesprächsthema in gewohnte Bahnen zu lenken. Wir schwelgen in unserer gemeinsamen Vision über eine Gesellschaft, in der die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinanderklafft, die Privilegierten in hermetisch abgeriegelten Enklaven ein Leben in Saus und Braus genießen und man „sozial schwache“ Bezirke nur noch mit Panzern und schusssicherer Weste betreten kann. Eine Gesellschaft in der die Asozialen unter sich bleiben und man als Besserverdiener ungestört mit seinem Zuchtpudel Gassi gehen kann, ohne ständig über Obdachlose stolpern zu müssen – endlich mal so ganz ohne schlechtes Gewissen.</p>
<p>Zurück ins Audimax. Ein Politiker einer ehemaligen Volkspartei betritt den Saal. Die Atmosphäre ist autoritätsgeschwängert. Der Volksvertreter spricht zur Masse – politische Interaktion Face to Face. Die Menge ist gespalten, zwischen kritisch Fragenden und unkritisch Applaudierenden. Es wird viel geredet, es werden lange Sätze gemacht, angefüllt mit eingeschobenen Nebensätzen, mit Fremdwörtern gespickt und mit Kommata garniert. Der Politiker praktiziert die Kunst mit vielen Worten wenig zu sagen – er ist ein Meister seines Faches. Nach zehn Minuten ist er wieder weg und ich bin so schlau als wie zuvor.</p>
<p>Ich fühle mich wenig ernst genommen von der Politik, meine Hoffnung in sie habe ich schon lange begraben. Protest ist gut, denke ich mir, notwendig vor allen Dingen. Was am Ende dabei herauskommen wird? Ich weiß es nicht. Aber vielleicht sollte man den Punkt der Gewaltlosigkeit noch einmal überdenken… Ich werde einen dahingehenden Vorschlag im nächsten Plenum einbringen. Vielleicht ist Demokratie ja doch gar nicht so schlecht.</p>
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