<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><!-- generator="wordpress.com" -->
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	>

<channel>
	<title>ganztagsschule &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/ganztagsschule/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "ganztagsschule"</description>
	<pubDate>Tue, 05 Jan 2010 15:22:07 +0000</pubDate>

	<generator>http://en.wordpress.com/tags/</generator>
	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Die Kindheit wird abgeschoben.]]></title>
<link>http://leviathanklein.wordpress.com/2009/11/24/die-kindheit-wird-abgeschoben/</link>
<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 22:46:19 +0000</pubDate>
<dc:creator>Dieter Drehstuhl</dc:creator>
<guid>http://leviathanklein.wordpress.com/2009/11/24/die-kindheit-wird-abgeschoben/</guid>
<description><![CDATA[Gastkommentar in: Der Tagesspiegel, 3. 11. 09 Erwachsene wollen sich selbst verwirklichen – ihr Nach]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><h2>Gastkommentar</h2>
<p>in: <em>Der Tagesspiegel,</em> 3. 11. 09</p>
<p><a href="http://jochenebmeier.wordpress.com/files/2009/11/bocklin-isle_of_the_dead.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1398" title="Arnold Böcklin, Die Toteninsel" src="http://jochenebmeier.wordpress.com/files/2009/11/bocklin-isle_of_the_dead.jpg" alt="" width="497" height="351" /></a><br />
<span style="font-size:18pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p><span style="font-size:18pt;font-family:Garamond;">Erwachsene wollen sich selbst verwirklichen </span><br />
<span style="font-size:18pt;font-family:Garamond;">– ihr Nachwuchs stört da nur.</span></p>
<div id="werb_41">
<div id="artikel300">
<div id="artikel300_linie"><strong> </strong></div>
</div>
</div>
<p><img src="http://www.tagesspiegel.de/_CPiX/pic-308007-868/pixel.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /></p>
<div id="thumbbig">
<div id="thumbmit"><a href="http://www.tagesspiegel.de/autor/?autor=Von+Georg+Lutz"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Von Georg Lutz</span></a></div>
</div>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Freitag, 12.30 Uhr. Das Ende einer Klassenfahrt. Nicht alle Schüler können nach Hause. Einige müssen bis 18 Uhr in den Hort, denn die Eltern sind beschäftigt. Das Kind muss warten.Vor fünf Jahren wurden die Berliner Grundschulen VHGs, sogenannte verlässliche Halbtagsgrundschulen. Das heißt: Alle Kinder werden bis 14 Uhr betreut. Unsere Schule hat die Hortzeiten ein Jahr später, auf Wunsch der Eltern, bis 16 Uhr verlängert. Damit reagiere man auf die veränderten wirtschaftlichen Bedingungen der Gesellschaft und auf die individuellen Bedürfnissen der Eltern, hieß es zur Begründung.</span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Heute kann ein Kind von morgens 7.30 Uhr bis abends 18 Uhr in der Schule bleiben. Es gibt Kinder, die fast elf Stunden betreut werden. Sie sind ständig umgeben von anderen, um sich mit Streit, Freud und reichlich Action die Zeit bis zum Abholen zu vertreiben. Diese Kinder haben einen Elf-Stunden-Tag, sind abends kaputt und gehen, sollten sie keine Hausaufgaben mehr haben, zeitig schlafen. Die Eltern haben Zeit, sich ihrer Arbeit und ihren Interessen zu widmen.</span></p>
<p><a href="../files/2009/11/kopie-von-boy20sleeping.jpg"><img title="Kopie von boy%20sleeping" src="../files/2009/11/kopie-von-boy20sleeping.jpg" alt="" width="497" height="330" /></a></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Der Trend geht zur Ganztagsschule. Politisch ist das quer durch alle Parteien gewollt. Denn die Ganztagsschule hat zwei Vorteile: Sie schafft die Voraussetzungen, damit Eltern flexibel genug sind, die Anforderungen einer durchökonomisierten Gesellschaft zu erfüllen. Andererseits will die Politik mit Sekundar- und Gemeinschafts- schulen und ihrem Ganztagsbetrieb den gesellschaftlichen Versäumnissen und Defiziten der letzten Jahrzehnte begegnen, Stichwort Pisa. Kostenneutral, versteht sich. Geld wird ja nur für systemrelevante Einrichtungen ausgegeben.</span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"><a href="http://jochenebmeier.wordpress.com/files/2009/11/agais-kykladen.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1410" title="Verinselung" src="http://jochenebmeier.wordpress.com/files/2009/11/agais-kykladen.jpg" alt="" width="497" height="325" /></a><br />
</span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Was für die äußere Form gilt, gilt auch für den Inhalt. War Bildung lange Zeit ein hohes Gut, und als solches erstrebenswert, ist schulische und universitäre Bildung heute nur noch Mittel zum Zweck. Abitur nach zwölf Jahren, Schnellläuferklassen, Bologna-Prozess – Inhalte und Abschlüsse werden mit dem Ziel vereinheit- licht, die Menschen so früh wie möglich dem Wirtschaftsleben zur Verfügung zu stellen.</span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> Wettbewerb ist der einzige Bildungsansporn. Große Ideen sollen entstehen, weil unter Studenten, Professoren und Universitäten Wettbewerb herrscht. Wettbewerb ab Klasse eins hat weder eine gesunde Entwicklung des Kindes noch solide Bildung zum Ziel, sondern soll Kinder möglichst schnell und optimal auf die Bedingungen im liberalen, globalisierten Wirtschaftssystem vorbereiten. Unter solchen Umständen haben Kinder keine Möglichkeit, sich ohne äußeren und inneren Leistungsdruck zu entwickeln.</span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"><a href="http://jochenebmeier.wordpress.com/files/2009/11/pixelio.jpg"><img class="size-full wp-image-1411 alignleft" title="ganztags betreut" src="http://jochenebmeier.wordpress.com/files/2009/11/pixelio.jpg" alt="" width="328" height="269" /></a>Gleichzeitig ziehen sich die Erwach- senen immer mehr aus der Welt der Kinder zurück. Bemerkenswerter- weise ist trotz all dem das traditionelle Familienbild vordergründig noch immer existent. Unterbewusst haben wir uns aber längst davon verabschiedet. Zwar ist Kinder zu haben, nicht zuletzt dank Frau von der Leyen, in Mittelstands- familien wieder en vogue. Um Kinder kümmern sollen sich allerdings viele andere.</span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Die Praxis zeigt, dass Kinder, die zu wenig Aufmerksamkeit und Zuneigung bekommen, dazu neigen, sich durch Regelverletzungen, Aggression und anderes Fehlverhalten die Menge an Aufmerksamkeit und Zuwendung zu holen, die sie in positiver Form vorher gebraucht hätten. Ungeliebte Kinder sind schwierige Kinder.</span></p>
<p><a href="../files/2009/11/retort1.jpg"><img title="heranwachsen in der Retorte" src="../files/2009/11/retort1.jpg" alt="" width="497" height="282" /></a></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Wir sollten uns nicht darüber wundern, dass die jugendlichen Amokläufer aus gutbürgerlichem und eben nicht bildungsfernem Milieu stammen. Wenn eine Gesellschaft Kindheit und Verantwortung outsourct, muss sie sich nicht wundern, dass der Widerstand der Kinder und Jugendlichen zunimmt. Und je älter Kinder werden, umso geplanter, gewalttätiger und folgenreicher werden die Taten.</span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Eine Kehrseite des Outsourcing ist das Besinnen auf die eigentlichen Kernkompetenzen. Was waren noch die Kernkompetenzen von Eltern?</span></p>
<p><img src="http://www.tagesspiegel.de/storage/scl/fotos/meinung/308007_m1w200q80v2710.jpg" border="0" alt="" width="200" height="151" /></p>
<p><span style="font-size:10pt;font-family:Garamond;">Der Autor ist Grundschullehrer an der Königin-Luise-Stiftung in Berlin.</span></p>
<p><span style="color:#808080;"><span style="font-size:10pt;font-family:Garamond;">___________________________________________________________________________________________________________________<br />
</span><br />
<span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Eins hat der Autor zu erwähnen vergessen: die führende Rolle seines Berufsstands bei der &#8211; inzwischen wieder &#8211; galoppierenden Verinselung der Kindheit! Es sind die berufsmäßigen Pädagogen, die den Eltern ein ruhiges Gewissen schaffen, wenn sie ihre Kinder (von anderen) &#8220;betreuen&#8221; lassen &#8211; weil die es besser zu können behaupten. Denn dass es nicht recht ist, wissen die meisten; und ungern tun es fast alle. <em>J. E</em>.</span></span></p>
<p><em><a href="http://ebmeierjochen.wordpress.com/files/2009/11/summer-of-neptune-2.jpg"><img title="summer-of-neptune-2" src="http://ebmeierjochen.wordpress.com/files/2009/11/summer-of-neptune-2.jpg" alt="" width="497" height="331" /></a></em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die Kindheit wird abgeschoben.]]></title>
<link>http://jochenebmeier.wordpress.com/2009/11/24/die-kindheit-wird-abgeschoben/</link>
<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 14:43:59 +0000</pubDate>
<dc:creator>Dieter Drehstuhl</dc:creator>
<guid>http://jochenebmeier.wordpress.com/2009/11/24/die-kindheit-wird-abgeschoben/</guid>
<description><![CDATA[Gastkommentar in: Der Tagesspiegel, 3. 11. 09 Erwachsene wollen sich selbst verwirklichen – ihr Nach]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><h2>Gastkommentar</h2>
<p>in: <em>Der Tagesspiegel,</em> 3. 11. 09</p>
<p><a href="http://jochenebmeier.wordpress.com/files/2009/11/bocklin-isle_of_the_dead.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1398" title="Arnold Böcklin, Die Toteninsel" src="http://jochenebmeier.wordpress.com/files/2009/11/bocklin-isle_of_the_dead.jpg" alt="" width="497" height="351" /></a><br />
<span style="font-size:18pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p><span style="font-size:18pt;font-family:Garamond;">Erwachsene wollen sich selbst verwirklichen </span><br />
<span style="font-size:18pt;font-family:Garamond;">– ihr Nachwuchs stört da nur.</span></p>
<div id="werb_41">
<div id="artikel300">
<div id="artikel300_linie"><strong> </strong></div>
</div>
</div>
<p><img src="http://www.tagesspiegel.de/_CPiX/pic-308007-868/pixel.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /></p>
<div id="thumbbig">
<div id="thumbmit"><a href="http://www.tagesspiegel.de/autor/?autor=Von+Georg+Lutz"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Von Georg Lutz</span></a></div>
</div>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Freitag, 12.30 Uhr. Das Ende einer Klassenfahrt. Nicht alle Schüler können nach Hause. Einige müssen bis 18 Uhr in den Hort, denn die Eltern sind beschäftigt. Das Kind muss warten.Vor fünf Jahren wurden die Berliner Grundschulen VHGs, sogenannte verlässliche Halbtagsgrundschulen. Das heißt: Alle Kinder werden bis 14 Uhr betreut. Unsere Schule hat die Hortzeiten ein Jahr später, auf Wunsch der Eltern, bis 16 Uhr verlängert. Damit reagiere man auf die veränderten wirtschaftlichen Bedingungen der Gesellschaft und auf die individuellen Bedürfnissen der Eltern, hieß es zur Begründung.</span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Heute kann ein Kind von morgens 7.30 Uhr bis abends 18 Uhr in der Schule bleiben. Es gibt Kinder, die fast elf Stunden betreut werden. Sie sind ständig umgeben von anderen, um sich mit Streit, Freud und reichlich Action die Zeit bis zum Abholen zu vertreiben. Diese Kinder haben einen Elf-Stunden-Tag, sind abends kaputt und gehen, sollten sie keine Hausaufgaben mehr haben, zeitig schlafen. Die Eltern haben Zeit, sich ihrer Arbeit und ihren Interessen zu widmen.</span></p>
<p><a href="../files/2009/11/kopie-von-boy20sleeping.jpg"><img title="Kopie von boy%20sleeping" src="../files/2009/11/kopie-von-boy20sleeping.jpg" alt="" width="497" height="330" /></a></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Der Trend geht zur Ganztagsschule. Politisch ist das quer durch alle Parteien gewollt. Denn die Ganztagsschule hat zwei Vorteile: Sie schafft die Voraussetzungen, damit Eltern flexibel genug sind, die Anforderungen einer durchökonomisierten Gesellschaft zu erfüllen. Andererseits will die Politik mit Sekundar- und Gemeinschafts- schulen und ihrem Ganztagsbetrieb den gesellschaftlichen Versäumnissen und Defiziten der letzten Jahrzehnte begegnen, Stichwort Pisa. Kostenneutral, versteht sich. Geld wird ja nur für systemrelevante Einrichtungen ausgegeben.</span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"><a href="http://jochenebmeier.wordpress.com/files/2009/11/agais-kykladen.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1410" title="Verinselung" src="http://jochenebmeier.wordpress.com/files/2009/11/agais-kykladen.jpg" alt="" width="497" height="325" /></a><br />
</span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Was für die äußere Form gilt, gilt auch für den Inhalt. War Bildung lange Zeit ein hohes Gut, und als solches erstrebenswert, ist schulische und universitäre Bildung heute nur noch Mittel zum Zweck. Abitur nach zwölf Jahren, Schnellläuferklassen, Bologna-Prozess – Inhalte und Abschlüsse werden mit dem Ziel vereinheit- licht, die Menschen so früh wie möglich dem Wirtschaftsleben zur Verfügung zu stellen.</span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> Wettbewerb ist der einzige Bildungsansporn. Große Ideen sollen entstehen, weil unter Studenten, Professoren und Universitäten Wettbewerb herrscht. Wettbewerb ab Klasse eins hat weder eine gesunde Entwicklung des Kindes noch solide Bildung zum Ziel, sondern soll Kinder möglichst schnell und optimal auf die Bedingungen im liberalen, globalisierten Wirtschaftssystem vorbereiten. Unter solchen Umständen haben Kinder keine Möglichkeit, sich ohne äußeren und inneren Leistungsdruck zu entwickeln.</span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"><a href="http://jochenebmeier.wordpress.com/files/2009/11/pixelio.jpg"><img class="size-full wp-image-1411 alignleft" title="ganztags betreut" src="http://jochenebmeier.wordpress.com/files/2009/11/pixelio.jpg" alt="" width="328" height="269" /></a>Gleichzeitig ziehen sich die Erwach- senen immer mehr aus der Welt der Kinder zurück. Bemerkenswerter- weise ist trotz all dem das traditionelle Familienbild vordergründig noch immer existent. Unterbewusst haben wir uns aber längst davon verabschiedet. Zwar ist Kinder zu haben, nicht zuletzt dank Frau von der Leyen, in Mittelstands- familien wieder en vogue. Um Kinder kümmern sollen sich allerdings viele andere.</span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Die Praxis zeigt, dass Kinder, die zu wenig Aufmerksamkeit und Zuneigung bekommen, dazu neigen, sich durch Regelverletzungen, Aggression und anderes Fehlverhalten die Menge an Aufmerksamkeit und Zuwendung zu holen, die sie in positiver Form vorher gebraucht hätten. Ungeliebte Kinder sind schwierige Kinder.</span></p>
<p><a href="../files/2009/11/retort1.jpg"><img title="heranwachsen in der Retorte" src="../files/2009/11/retort1.jpg" alt="" width="497" height="282" /></a></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Wir sollten uns nicht darüber wundern, dass die jugendlichen Amokläufer aus gutbürgerlichem und eben nicht bildungsfernem Milieu stammen. Wenn eine Gesellschaft Kindheit und Verantwortung outsourct, muss sie sich nicht wundern, dass der Widerstand der Kinder und Jugendlichen zunimmt. Und je älter Kinder werden, umso geplanter, gewalttätiger und folgenreicher werden die Taten.</span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Eine Kehrseite des Outsourcing ist das Besinnen auf die eigentlichen Kernkompetenzen. Was waren noch die Kernkompetenzen von Eltern?</span></p>
<p><img src="http://www.tagesspiegel.de/storage/scl/fotos/meinung/308007_m1w200q80v2710.jpg" border="0" alt="" width="200" height="151" /></p>
<p><span style="font-size:10pt;font-family:Garamond;">Der Autor ist Grundschullehrer an der Königin-Luise-Stiftung in Berlin.</span><br />
<span style="color:#808080;">_______________________________________________________________________________<br />
<span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Eins hat der Autor zu erwähnen vergessen: die führende Rolle seines Berufsstands bei der &#8211; inzwischen wieder &#8211; galoppierenden Verinselung der Kindheit! Es sind die berufsmäßigen Pädagogen, die den Eltern ein ruhiges Gewissen schaffen, wenn sie ihre Kinder (von anderen) &#8220;betreuen&#8221; lassen &#8211; weil die es besser zu können behaupten. Denn dass es nicht recht ist, wissen die meisten; und ungern tun es fast alle. <em>J. E</em>.</span></span></p>
<p><em><a href="http://ebmeierjochen.wordpress.com/files/2009/11/summer-of-neptune-2.jpg"><img title="summer-of-neptune-2" src="http://ebmeierjochen.wordpress.com/files/2009/11/summer-of-neptune-2.jpg" alt="" width="497" height="331" /></a></em></p>
<p><em><br />
</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kind oder Karriere]]></title>
<link>http://einmaedchenfueralles.wordpress.com/2009/11/24/kind-oder-karriere/</link>
<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 14:03:25 +0000</pubDate>
<dc:creator>lovesonic</dc:creator>
<guid>http://einmaedchenfueralles.wordpress.com/2009/11/24/kind-oder-karriere/</guid>
<description><![CDATA[Wenn das so weiter geht, werden wir noch aussterben. Wir brauchen dringend mehr Nachwuchs, es ist so]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><em><strong>Wenn das so weiter geht, werden wir noch aussterben. Wir brauchen dringend mehr Nachwuchs, es ist sozusagen längst halb eins. Diskutiert wird viel und von Seiten der Regierung verschiedenste Konzepte ausprobiert, im Grunde hat keiner die zündende Idee und wir treten seit Jahren auf der Stelle. </strong></em></p>
<p>Früher zur Zeit unserer Groß- und Urgroßeltern hatte man schlichtweg keine Wahl. Der Lebensplan eines jeden Menschen war bereits mit der Geburt ausgemachte Sache. Es wurde geheiratet und man bekam Kinder. Die Frage, ob und wann stellte sich überhaupt nicht. Man war darauf angewiesen, dass der Generationenvertrag funktionierte und die Kinder einen im Alter mit durchbringen.<br />
Innerhalb einer Familie herrschte klare Arbeitsteilung. Die Frau sorgte für Kinder, Heim und Verpflegung, der Mann ging einer mehr oder weniger ambitionierten Arbeit nach und stellte so sicher, dass die Frau das nötige Budget hatte, um die ihr zugedachten Aufgaben zu erfüllen.<br />
In Familienbetrieben wie Landwirtschaft oder Gastronomie war die Frau zusätzlich zu einem entscheidenden Anteil an der Erwirtschaftung der finanziellen Lebensgrundlage beteiligt. Im Grunde waren Frauen also schon immer berufstätig, mit der freien Berufswahl war es allerdings nicht so weit her. Die allermeisten Männer hatten damals aber auch nicht wirklich eine Wahlmöglichkeit, in der Regel wurde man in seinen Beruf hineingeboren.</p>
<p>Es ist unbestritten, dass es für Frauen notwendig war, sich zu emanzipieren. Zu viele Bereiche des Lebens fielen in der patriarchalischen Gesellschaft in den Entscheidungsbereich der Ehemänner oder Väter. Heute haben wir in allen Bereichen des Lebens die Freiheit selbst über uns zu bestimmen. Es fällt ziemlich leicht zu vergessen, wie unmündig Frauen in unserer Gesellschaft noch vor gerade mal 50 Jahren waren. Da können uns unsere Mütter und Großmütter zahlreiche illustre Beispiele liefern. Unsere Generation hat der Frauenbewegung viel zu verdanken, aber wir dürfen uns nicht weiter auf deren Erfolgen ausruhen.<br />
Was freie Berufswahl angeht, ist die Gleichberechtigung nämlich faktisch nur von theoretischer Natur oder eben an gewisse Bedingungen geknüpft.<br />
Im Grunde erkaufen wir uns unsere Gleichberechtigung durch Kinderlosigkeit. Solange wir nicht Gefahr laufen, Mütter zu werden &#8211; also zur Zeit von Schule, Berufsausbildung oder Studium &#8211; klappt es wunderbar mit der Chancengleichheit. (Verschiedene Statistiken deuten sogar darauf hin, dass Mädchen ihren eigenen Bildungsauftrag erfolgreicher erfüllen als Jungs.)<br />
Früher oder später steht jede Frau dann vor der großen Frage, wie sie die Familienplanung am besten mit der Karriereplanung unter einen Hut bringen kann. Wir versuchen uns mit aller Kraft an ein System anzupassen, das schlicht und einfach nicht auf Mütter ausgerichtet ist. </p>
<h4> So schaut‘s nun mal aus </h4>
<p>Im Prinzip gibt es für Frauen in unserer Gesellschaft drei Lebensentwürfe.<br />
Hausfrau und Mutter, möglicherweise mit unqualifiziertem Nebenerwerb, Karrierefrau ohne Kinder und der Kompromiss.<br />
Der sieht dann so aus, dass man es weder je schaffen wird, die Mutter zu sein, die man gern wäre, noch einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen, die einen erfüllt, in der man sein volles Potential ausschöpfen kann und die aufgrund des nicht hundertprozentigen Einsatzes wahrscheinlich einfach zu recht finanziell nicht zufrieden stellend honoriert wird. Das nennen wir dann erfolgreiche Emanzipation und versuchen uns einzureden, dass wir ein wahnsinniges Glück haben, solch ein selbstbestimmtes Leben führen zu dürfen.<br />
Väter wiederum haben keinerlei Probleme ihre Rolle als Erzeuger, Geldbeschaffer und Aushilfserziehungsberechtigter am Abend und an Wochenenden mit den Standard-Berufsbildern unserer Gesellschaft zu vereinbaren.<br />
Das ist ungerecht. Da kann man nicht dran rütteln.<br />
Was bisher allerdings gerne außer Acht gelassen wird ist, dass es eigentlich auch ungerecht ist gegenüber den Männern.</p>
<p>Entscheidet sich ein Mann, dass er eine größere Rolle im Leben seiner Kinder spielen will, begibt er sich automatisch in das gleiche Spannungsfeld wie wir Frauen. In der Regel wird es allerdings aus zwei Gründen erst gar nicht so weit kommen, dass sich ein Mann diesem Konflikt aussetzen muss.<br />
Erstens, Frauen verdienen weniger. Sei es weil nach wie vor eine generelle Ungleichbehandlung bezogen auf den Gehaltsspiegel herrscht oder weil Frauen einfach schwer an gut bezahlte Jobs rankommen. Unterm Strich wird es sich selten finanziell lohnen, dass der Mann von der Karriereleiter absteigt und pausiert, um sich um den Nachwuchs zu kümmern.<br />
Zweitens, wir Frauen tragen die Kinder aus. Wir bringen sie auf die Welt und wir ernähren sie in ihren ersten Lebensmonaten. Dadurch besteht von Anfang an eine Verbindung zwischen Kind und Mutter, die sich die Väter erst erarbeiten müssen. Wir können aufhören uns hier etwas vorzumachen. Wir sind alle Säugetiere und die Natur hat nun mal für uns entschieden, dass unsere Arterhaltung so und nicht anders funktionieren soll. Lange bevor es in den Sternen stand, dass wir alle irgendwann im Kleinwagen ins Büro fahren, um den ganzen Tag vor einem Bildschirm zu verbringen.</p>
<p>Man kann zu Beginn einer Familiengründung viele schöne Luftschlösser bauen. Wenn man in der harten Realität ankommt, wird man sich immer dafür entscheiden, dass derjenige weiter für die Geldbeschaffung zuständig ist, der mehr verdient. Gleichzeitig wird sich eine Frau in der frühen Phase der Mutterschaft immer gegen ihren Beruf entscheiden müssen, wenn sie ihrem Instinkt nachgibt. Denn es gibt nunmal kein flexibles Arbeitsplatzmodell, das es einer Mutter erlaubt, ihr Kind bei sich zu haben, um es wenn nötig zu versorgen.<br />
Heißt das, dass sie ihren Beruf weniger priorisiert, dass sie weniger ehrgeizig ist, dass sie weniger berufliche Ambitionen hat als der Vater des Kindes? Nein, natürlich nicht. Sie muss eine Entscheidung treffen und befindet sich dabei in einer klassischen „Vom Regen in die Traufe“-Situation. Denn entscheidet sie sich aus welchem Grund auch immer dagegen ihr Kind selbst zu betreuen, sieht sie sich mit dem Konzept der Rabenmutter konfrontiert. Unabhängig von gesellschaftlichen Zwängen &#8211; ich bin übrigens überzeugt davon, dass die Politik in diesem Land es den Müttern wesentlich leichter macht sich gegen ihren Beruf zu entscheiden &#8211; wird sich keine Frau damit wirklich wohl fühlen, von ihrem Säugling getrennt zu sein.<br />
Ich sage das nicht mit der Intention berufstätige Mütter anzuprangern und die Hausfrau und Mutter-Rolle als einzig logische Konsequenz zu propagieren. Im Gegenteil, ich möchte deutlich machen, dass das System in dem wir leben keine Alternative vorsieht, in der eine Mutter nicht zwangsläufig in eine existentielle Zwickmühle gerät.<br />
Wir müssen endlich damit aufhören uns vorzulügen, dass jede Frau sich für die für sie beste Lösung entscheiden kann.<br />
Denn es gibt in diesem System keine Lösung, die akzeptabel ist. Der Konflikt Kind oder Karriere darf eigentlich keiner sein, denn er ist nicht lösbar. Nicht in der Gesellschaft in der wir leben. </p>
<h4>Was nun? </h4>
<p>Jetzt kann man nach staatlicher Regulierung brüllen und fordern, dass mehr subventioniert wird, die Frauenquote kommt oder bessere Rahmenbedingungen für Teilzeitarbeitsplätze geschaffen werden.<br />
Man kann nach mehr Kinderbetreuung verlangen und sich die Ganztagsschule wünschen. Wäre all das die Lösung?<br />
Was ist das Beste für ein Kind, dass es zu hause von seiner Mutter betreut wird oder dass es zusammen mit Gleichaltrigen frühzeitig soziale Kompetenzen entwickeln kann?<br />
Soll es seine Nachmittage unter professioneller Aufsicht mit sinnvollen Aktivitäten verbringen, die es auf seine individuellen Begabungen abgestimmt bestmöglich fördern oder ist vielleicht die individuellste Förderung für ein Kind, dass es einfach selbst entscheiden kann, worauf es Lust hat und im Wald Hütten baut und Kaulquappen beobachtet?<br />
Soll eine Mutter all ihre persönlichen Interessen aufgeben und ihr Leben nur auf das für ihre Kinder idealste Erziehungskonzept ausrichten? Wird sie so ein glücklicher Mensch und wie wichtig ist es für ein Kind, dass es eine ausgeglichene, zufriedene Mutter hat?<br />
Und wo sind eigentlich die Väter? Sollen die auf immer dazu verdammt werden, Feierabend-Papas zu sein? Ist es nicht auch für einen Mann wertvoll und notwendig für sein Lebensglück, Zeit mit seinen Kindern zu verbringen, sich phasenweise um sie zu kümmern in allen Lebensbereichen rund um die Uhr?</p>
<p>Wie haben die das früher eigentlich angestellt auf dem Bauernhof? Die Heuernte hat sich sicherlich nicht danach gerichtet, ob es einen Säugling zu versorgen gab.<br />
Erstens hat man dort gearbeitet, wo man gewohnt hat und zweitens war immer irgendjemand da, der sich mal eben kümmern konnte.<br />
Das gibt uns zwei Punkte an denen wir ansetzen können.<br />
Wir müssen die Großfamilie wieder beleben. Wir müssen uns als Mütter <strong>und</strong> Väter, als Familien solidarisieren. So können wir zeitliche Freiräume schaffen, in denen wir unseren Berufen weiter nachgehen können.<br />
Bedingung dafür ist ohne Frage, dass wir uns flexible Arbeits-Modelle erkämpfen. Der Arbeitsplatz muss zumindest zeitweise verlagert werden vom Büro dorthin, wo wir wohnen. Im Zeitalter von flächendeckender Netzanbindung und Video-Chat ist das keine Utopie mehr.<br />
Der Impuls für diese Veränderung muss und kann nur von uns ausgehen. Die Wirtschaft fährt wunderbar mit ihrem familienfeindlichen System.<br />
Wenn wir, Männer wie Frauen, verstanden haben, dass wir gleichermaßen benachteiligt sind, dann können wir gemeinsam mit vereinten Kräften für eine Veränderung kämpfen. Erst, wenn Frauen sich nicht mehr zwischen Kinder, Karriere oder faulem Kompromiss entscheiden müssen, wird auch die Geburtenrate wieder steigen. </p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kindheit vs Schulzeit]]></title>
<link>http://keinwegraus.wordpress.com/2009/11/15/kindheit-vs-schulzeit/</link>
<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 16:50:01 +0000</pubDate>
<dc:creator>detrexer</dc:creator>
<guid>http://keinwegraus.wordpress.com/2009/11/15/kindheit-vs-schulzeit/</guid>
<description><![CDATA[Ein schönes Zitat von Bitmuncher aus den Kommentaren zu diesem Post: [...]Wenn man endlich das ganze]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Ein schönes Zitat von <a href="http://bitmuncher.blog.de">Bitmuncher</a> aus den Kommentaren zu <a href="http://bitmuncher.blog.de/2009/09/21/parteien-holt-stimme-7011357/">diesem Post</a>:</p>
<blockquote><p>[...]Wenn man endlich das ganze unnötige Spezialwissen aus dem Schulstoff entfernen würde, wären Ganztagsschulen nicht notwendig und die Kids könnten endlich mal wieder eine Kindheit haben. [...] So werden sie aber mit Eintritt in die Schule gezwungen zu kleinen Erwachsenen zu werden, die ihrem Job als Schüler nachzugehen haben und die damit ihren ganzen Tag verbringen, so wie man heutzutage den ganzen Tag arbeiten muss, wenn man eine finanzielle Absicherung erreichen will. Kindheit ade.</p></blockquote>
<p>Ich kann kaum mehr zustimmen!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Hunger ist nicht systemrelevant]]></title>
<link>http://skybar.wordpress.com/2009/10/16/hunger-ist-nicht-systemrelevant/</link>
<pubDate>Fri, 16 Oct 2009 08:00:08 +0000</pubDate>
<dc:creator>_skywalker_</dc:creator>
<guid>http://skybar.wordpress.com/2009/10/16/hunger-ist-nicht-systemrelevant/</guid>
<description><![CDATA[Wieder ein gutes Jahr! Die Unverfrorenheit ist erstaunlich: US-Bankmanager zahlen sich wieder Rekord]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><ul>
<li><a href="http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/wieder-ein-gutes-jahr/" target="_blank"><span style="color:#000000;">Wieder ein gutes Jahr! Die Unverfrorenheit ist erstaunlich: US-Bankmanager zahlen sich wieder Rekordsummen aus.</span></a></li>
</ul>
<ul>
<li><a href="http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article4845039/Nie-zuvor-mussten-so-viele-Menschen-hungern.html" target="_blank"><span style="color:#000000;">Nie zuvor mussten so viele Menschen hungern &#8211; Eine Milliarde Menschen unterernährt</span></a></li>
</ul>
<ul>
<li><a href="http://www.glocalist.com/news/kategorie/soziales/titel/voller-acker-hungernde-menschen-davor/" target="_blank"><span style="color:#000000;">Voller Acker, hungernde Menschen davor!</span></a></li>
</ul>
<ul>
<li><a href="http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/diebilanz/514579/index.do?" target="_blank"><span style="color:#000000;">Freunderlwirtschaft: Eine ziemlich verfilzte Republik</span></a><br />
(RT @<a href="http://twitter.com/sirrobyn" target="_blank">sirrobyn</a> RT @<a href="http://twitter.com/HubertSickinger" target="_blank">HubertSickinger</a> RT @<a href="http://twitter.com/AlfredZellinger" target="_blank">AlfredZellinger</a>)</li>
</ul>
<ul>
<li><a href="http://derstandard.at/1254311354502" target="_blank"><span style="color:#000000;">Betreuen reicht nicht &#8211; Die ÖVP steuert gerade eine reine Zwangstagsschule an</span></a></li>
</ul>
<ul>
<li><a href="http://derstandard.at/1254311462419" target="_blank"><span style="color:#000000;">Pröll &#8211; Mehr Inszenierung (Verarschung?) als Inhalt</span></a></li>
</ul>
<p><a href="http://twitter.com/_skywalker_" target="_blank">_skywalker_</a></p>
<p><a href="http://www.addtoany.com/share_save?linkurl=http%3A%2F%2Fskybar.wordpress.com%2F2009%2F10%2F16%2Fhunger-ist-nicht-systemrelevant%2F&#38;linkname=Hunger%20ist%20nicht%20systemrelevant"><img src="http://static.addtoany.com/buttons/share_save_106_16.gif" alt="Share" /></a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Schulreformen &amp; die Zwangstagsschule]]></title>
<link>http://philippschmidt.wordpress.com/2009/10/15/schulreformen-die-zwangstagsschule/</link>
<pubDate>Thu, 15 Oct 2009 20:31:10 +0000</pubDate>
<dc:creator>philippschmidt</dc:creator>
<guid>http://philippschmidt.wordpress.com/2009/10/15/schulreformen-die-zwangstagsschule/</guid>
<description><![CDATA[Nach mehr als zehn Jahren Blockade des öffentlichen Schulsystems, fängt die ÖVP an ihre Standpunkte ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Nach mehr als zehn Jahren Blockade des öffentlichen Schulsystems, fängt die ÖVP an ihre Standpunkte in diesem Bereich zu überdenken. An sich eine Maßnahme die zu begrüßen ist, wäre da nicht der Fakt, dass Wissenschaftsminister Hahn die Arbeit an den Universitäten täglich erschwert und die jetzigen Forderungen der ÖVP sehr spontan vom Wirtschaftsminister eingebracht wurden. Noch dazu fehlen diesen Vorstößen brauchbare Lösungsansätze für die Gesamtheit des Schulsystems.</p>
<p>Schon zu Zeiten von Frau Gehrer waren die Probleme des heutigen Schulsystems und die neuen Anforderungen des heutigen Alltags bekannt. Diese Anforderungen setzen von Schulen weit mehr als Bildung voraus, nämlich Erziehung, Vorbereitung auf den Arbeitsalltag und sinnvolle Freizeitgestaltung.</p>
<p>Da die Wirtschaft es normal Beschäftigten nicht mehr ermöglicht, genug Zeit für ein Familien Leben wie vor 30 Jahren zu finden, müssen wir der Schule in vielen Bereichen einen wichtigeren Status zuerkennen. Dies wird nicht möglich, wenn wir alles so belassen wie es ist, sondern nur in Form einer grundlegenden Schulreform.</p>
<p>Wir müssen in unseren Schulen darauf achten, den Kindern und Jugendlichen, Perspektiven aufzuzeigen und nicht nur stur den Stoff abarbeiten. Durch den täglichen Druck in der Schule und die Belastung der Eltern, werden viele junge Menschen schon vor ihrem Eintritt in den Arbeitsalltag abgestumpft. Wir müssen da eingreifen und mit einer Form der Ganztagsschule Möglichkeiten der Freizeitgestaltung und Förderungen in Sport, Kunst und Wissenschaft anbieten, damit diese Zeit auch sinnvoll genutzt wird. Es geht dabei nicht darum neue Fächer zu kreieren, sondern den jungen Menschen zu helfen ihre Zeit sinnvoll zu nutzen. Das heißt, sie von der Straße,vom Computer oder dem Fernseher wegzuholen und Ihnen sinnvolle Beschäftigung in der Gemeinschaft anzubieten.</p>
<p>Natürlich kosten solche Neuerungen Geld, aber wir investieren es in die hoffnungsvolle Zukunft der nächsten Generationen. Ohne grundlegende Veränderungen werden wir die Probleme von Heute nicht beseitigen können und wenn wir immer Geld dafür aufbringen Managerfehler auzubessern, können wir auch Geld einmal in die Zukunft stecken.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Hat Ihre Schulbibliothek schon eine Lese- und Medienecke?]]></title>
<link>http://basedow1764.wordpress.com/2009/09/08/hat-ihre-schulbibliothek-schon-eine-lese-und-medienecke/</link>
<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 11:52:15 +0000</pubDate>
<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
<guid>http://basedow1764.wordpress.com/2009/09/08/hat-ihre-schulbibliothek-schon-eine-lese-und-medienecke/</guid>
<description><![CDATA[Nein? Dann sollten Sie unbedingt die Broschüre von ekz/Stiftung Lesen/Freistaat Sachsen „Lese- und M]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Nein?</p>
<p>Dann sollten Sie unbedingt die <strong>Broschüre von ekz/Stiftung Lesen/Freistaat Sachsen „Lese- und Medienecken“</strong> lesen.</p>
<p>Darin stehen so schöne Sätze:</p>
<p><span style="color:#ff00ff;">Schwerpunkt der Lese- und Medienecke ist das „Erlebnis“ Buch und Medien, d. h. die aktive Nutzung und Auseinandersetzung mit ihnen.</span></p>
<p><strong><span style="color:#008000;">Schwerpunkt der Schulbibliothek sind die Ausleihe und die Präsentation der Bücher.</span></strong></p>
<p><span style="color:#993300;">Natürlich stehen in den Lese- und Medienecken auch Regale und ebenso selbstverständlich bieten Bibliotheken Rückzugsräume zum Lesen – die Grenze zwischen beiden Raumkonzepten ist oft fließend. <span style="text-decoration:underline;">Sie ergänzen sich daher ideal</span>.</span></p>
<p><span style="color:#00ffff;">Was die Leseecke auszeichnet: Der Raum sollte so gestaltet und ausgestattet sein, dass Schüler ihn gerne aufsuchen und für intensives, bewusstes Lesen nutzen.</span></p>
<p><span style="color:#ff9900;">Die Lese- und Medienecke bietet bei entsprechender Gestaltung Platz für die Arbeit mit einer Klasse oder mit Arbeitsgruppen außerhalb des Klassenzimmers.</span></p>
<p><span style="color:#339966;">Dieser Freiraum begünstigt Eigeninitiative und selbst gesteuertes Lernen. Außerdem können in der Lese- und Medienecke z. B. Buch- und Leseaktionen oder Autorenlesungen stattfinden. Sie kann aber auch als Veranstaltungsforum für schulische Projekttage genutzt werden.</span></p>
<p><span style="color:#993300;">Lernen in und mit dem Internet, der parallel zur Buchlektüre verlaufende Umgang mit digitalen Medien, die sachgerechte Nutzung von DVDs, CDROMs, Hörbüchern und Medienkombinationen…</span></p>
<p><span style="color:#0000ff;">Deshalb empfiehlt es sich, auch kleine Lese- und Medienecken mit einer EDV-Ausstattung zur Verwaltung und Recherche der Bestände, Internetarbeitsplätzen und einem gut präsentierten Medienbestand auszustatten.</span></p>
<p><strong>Es empfiehlt sich, die Lese- und Medienecke in einem eigenen Raum unterzubringen.</strong><strong> </strong></p>
<h5><span style="color:#ff9900;">Für die gesamte Einrichtung des Raumes, besonders aber für die <span style="text-decoration:underline;">Präsentation</span> <em>(eigentlich doch eher der Schwerpunkt der Schulbibliothek?; Basedow1764)</em> der Bücher und Medien, sollte das Ziel größtmögliche Flexibilität sein, denn nur so kann die Lese- und Medienecke immer wieder ohne großen Aufwand an neue Anforderungen angepasst werden.</span></h5>
<p><span style="color:#00ff00;">Für den Einsatz des Computers in der Lese- und Medienecke sprechen:</span></p>
<p><span style="color:#00ff00;">- die einfache Erfassung des Bestands nach fachlichen Regeln,</span></p>
<p><span style="color:#00ff00;">- die benutzerfreundliche Recherche über eine leicht verständliche Suchmaske,</span></p>
<p><span style="color:#00ff00;">- die Abrufbarkeit des Katalogs auf vernetzten Computern in und außerhalb der Schule,</span></p>
<p><span style="color:#00ff00;">- die Einübung der Recherche in elektronischen Katalogen und anderen Datenbanken durch die Schüler,</span></p>
<p><span style="color:#00ff00;">- die Möglichkeiten der Nutzung von Fremddaten aus anderen Bibliotheken und von Fachlieferanten.</span></p>
<p><span style="color:#00ff00;"><span style="color:#333333;">Wohl gemerkt, es geht um Lese- und Medienecken, um das Erlebnis &#8220;Buch und Medien&#8221;, nicht um Ausleihe und Präsentation, wie in der Schulbibliothek!</span><br />
</span></p>
<p><em>Sie haben keinen Kassettenrecorder? </em></p>
<p><em>Das ist schlecht, denn auf dem Foto zu einem Lesefördertipp in dieser Broschüre (S. 31, Erscheinungsdatum: 2008) sehen Sie den. Ihre Schüler/innen wissen wahrscheinlich gar nicht mehr, was das ist.</em></p>
<p><em>Gut scheinen sich Lese- und Medienecken für Filmgespräche und Filmanalyse zu eignen. Immerhin vier von zwanzig Seiten Projekttipps werden dafür eingeräumt, mehr als für jeden anderen Tipp zu Aktivitäten in der Lese- und Medienecke.</em></p>
<p><em>F<strong>alls Sie es nicht schon längst geplant haben: Richten Sie in Ihrer Schulbibliothek eine Lese- und Medienecke ein! Möglichst in einem eigenen Raum. </strong></em></p>
<p><em>Die Adresse der ekz finden Sie in der Broschüre.</em></p>
<p>Die <a title="Lese- und Medienecken" href="http://www.stiftunglesen.de/lese--und-medienecken/default.aspx" target="_blank">Broschüre</a>!</p>
<p><em>Am erfolgreichsten ist die Idee in Rheinland-Pfalz umgesetzt worden: Die Ganztagssschulen erhielten die o.a. Broschüre mit den Einrichtungstipps der ekz, das Landesbiblikothekszentrum empfahl BONDS bibliothekca für die Leseecken. </em></p>
<p><em>In Hessen &#8211; die &#8220;tumben Hessen&#8221; kommt ja nicht von ungefähr &#8211; dagegen hält man bei den Ganztagsschulen fundamentalistisch an &#8220;Schulbibliotheken&#8221; fest. In den Umsetzungsempfehlungen zur Ganztagsschulrichtlinie ist aber nicht von Schulbibliotheken die Rede, sondern von Mediotheken/Informationszentren. </em></p>
<p><em>Vielleicht hätte man die Schulbibliotheken wirklich Leseecken nennen sollen. </em><em>Dann wäre auch die Personalfrage gelöst: Der Schulträger ist nur für das Personal in Schulbibliotheken zuständig.</em></p>
<p><em>Aber was soll die Begriffshuberei? Die hessischen Ganztagsschulen sind schließlich auch keine richtigen Ganztagsschulen, sondern &#8220;Schulen mit Mittagsbetreuung&#8221;.<br />
</em></p>
<p><em> </em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Essen in Mensa wird ggf besteuert]]></title>
<link>http://leonhartner.wordpress.com/2009/06/23/essen-in-mensa-wird-ggf-besteuert/</link>
<pubDate>Tue, 23 Jun 2009 18:12:33 +0000</pubDate>
<dc:creator>Leon Hartner</dc:creator>
<guid>http://leonhartner.wordpress.com/2009/06/23/essen-in-mensa-wird-ggf-besteuert/</guid>
<description><![CDATA[Die Stuttgarter Nachrichten berichten, dass der Bundesfinanzhof geurteilt hat, dass das in Schulmens]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Die Stuttgarter Nachrichten berichten, dass der Bundesfinanzhof geurteilt hat, dass das in Schulmens]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Zum Bericht der Schulkommission der Böll-Stiftung]]></title>
<link>http://schoenwetter.wordpress.com/2009/06/04/zum-bericht-der-schulkommission-der-boll-stiftung/</link>
<pubDate>Thu, 04 Jun 2009 06:22:19 +0000</pubDate>
<dc:creator>schoenwetter</dc:creator>
<guid>http://schoenwetter.wordpress.com/2009/06/04/zum-bericht-der-schulkommission-der-boll-stiftung/</guid>
<description><![CDATA[Die Heinrich Böll Stiftung hat eine Schulkommission initiiert. Diese Namhaft besetzte Kommission era]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Die Heinrich Böll Stiftung hat eine Schulkommission initiiert. Diese Namhaft besetzte Kommission erarbeitet einen Bericht: „Bildungsgerechtigkeit im Lebenslauf: Damit Bildungsarmut nicht weitervererbt wird“.  Diesen Bericht, erstmals im November 2008 vorgestellt und am 12. März 2008 noch mal eingehend auf einer Info-Veranstaltung in Berlin diskutiert, wollen wir uns genauer ansehen.</p>
<p>Die Kommission hat sich als Zielgruppe Kinder und Jugendlichen mit sozioökonomischen und kulturellen Problemlagen herausgegriffen – der Titel des Berichtes lässt vermuten, dass Kinder auf Grund der mangelnden wirtschaftlichen Lage der Eltern oder deren mangelnder Bildung ebenfalls sozial und ökonomisch hinten an sind oder bleiben. Im Kern lassen sich die Ergebnisse der Kommission wie folgt zusammenfassen:</p>
<ul>
<li>Individualisierung der Unterrichtszeit</li>
<li>Gebunden Ganztagsschulen als Standardrahmen für      Schulen</li>
<li>Schüler müssen mehr Zeit mit Bildung verbringen</li>
<li>Einbindung außerschulischer Partner</li>
<li>Betreuung der Schule nach Lebensphasen</li>
</ul>
<p>Das klingt alles soweit gut und in der Diskussion kann man sich ggf. im Konsens darauf einigen. Richten wir einen genaueren Blick auf den Bericht der Kommission! Der Bericht sollte nämlich nicht einfach so hingenommen werden, einiges sollte hinterfragt  und diskutiert werden.</p>
<p>Es fängt dabei an, dass die Zielgruppe zwar mit Kinder und Jugendliche mit sozioökonomischen und kulturellen Problemen beschrieben wird, allerdings kristallisiert sich im Text zunehmend heraus, dass sie von Menschen mit Migrationhintergrund spricht. Liest man den Bericht zu ende weiß man, die Kommission dachte vorwiegend an männliche Jugendliche mit arabischen Hintergrund die Hatz IV beziehen.</p>
<p>Das die Kommission in die Praxis geht, um einen Überblick zu gewinnen ist löblich, warum sie aber ausgerechnet an einen nahe zu so idyllischen Ort wie Freiburg (Breisgau) geht, bleibt unklar. Die Gruppe Menschen, welche Hartz IV beziehen und arabischer Abstammung sind dürfte nirgends so reichlich vorhanden sein wie im Breisgau…</p>
<p>Das Kernproblem der Zielgruppe wird ebenfalls klar vorab von der Kommission benannt. „Absentismus“, also das Fernbleiben von der Schule. Der Absentismus resultiert laut der Kommission daraus, dass die  Zeit in der Schule nicht als sinnvoll gefühlt wird. Das Fernbleiben von der Schule oder Beildungsgelegenheiten erwirkt ein Mangel an vorzeigbaren Zeugnissen oder Abschlüssen  („arm an Zertifikaten und arm an Kompetenzen“). Die Kommission legt sich vermutlich wegen dieser klaren Problemdiagnose darauf fest, dass es für die „Risikogruppen“ (ja wir reden noch über junge Menschen) mehr verpflichtende Lernzeit in der Schule geben muss.</p>
<p>Toll, die Schüler finden den Unterricht nicht wichtig und relevant genug für ihr Leben und um diesen Umstand anzugehen schlägt die Kommission in ihrem Bericht vor, mehr Lernzeit verpflichtend anzubieten. Die logischere Antwort den Lernstoff und die Didaktik zu überprüfen fehlt.</p>
<p>Zwischendurch im Bericht positiv auffallend ist der Bereich des „Wertschätzens von Bildung und Leistung“. Eine angemessen Leistung durch angemessen Anerkennung zu würdigen beeinflusst die Motivation der Schüler maßgeblich. Das sehe ich ebenfalls so. Ein Hinweis oder eine Anregung für Lehrer, wie sie anerkennen unabhängig von Zeugnissen wird leider nicht gegeben. Dabei ist es ein wirkliches Problem, Lehrer versteifen sich oft nur auf die Notengebung, wenn sie sich heraustrauen etwa durch Darstellen von Erfolgen (jedes Kinder hat ein Rohr und darf für Gutes Perlen hineinschütten – jeder sieht dann wer viele Perlen hat) fehlt ihnen oft der Blick dafür, das Licht auch Schatten produziert. Jugendliche und Kinder mit wenig vorzeigbarer Anerkennung können so schnell frustriert werden.</p>
<p>Gefreut hat mich, das die Kommission auch den Bereich der Bildungslandschaft in den Bericht mit einbezieht. Wenn Schülern das Lernen in der Schule nicht als wichtig für das echte Leben erscheint, erscheint es sinnvoll das Lernen in das echte Leben zu holen. Bei einer Bildungslandschaft bieten Träger der Jugendförderung/-hilfe, engagierte Schule, Eltern, Lehrer und Bürger Angebote an und kooperieren dabei mit der Schule in der Kommune. So kann der Paddelverein ein Angebot vielleicht als Ersatz zum Sportkurs  „Paddeln“ zur Verfügung stellen. Der Verein nimmt die Schüler mit nach draußen raus aus der Schule, genauso wie es eine lokale Zeitungsredaktion machen könnte, zum Beispiel mit einem Deutschkurs. Die Schule bietet in einer Bildungslandschaft aber auch Platz für den türkischen Elternverein der ein paar Einheiten Geschichtsunterricht über Anatolien und Zentralasien gestalten darf.</p>
<p>Die Schulkommission hat sich aber leider nur sehr kurz mit der kommunalen Bildungslandschaft beschäftigt. Wichtiger erschien ihr das Thema „Zeit“ in den Fokus zurücken. Die Kommission überrascht mit der Aussage, dass lebenslanges Lernen eine Zielformal sei, welche rasch Zustimmung findet. Das manche Menschen das anders sehen und es dabei um über-flexibilisierte Arbeitsplätze geht oder eine utopische Anforderungen an Alte gelegt werden, welche sie schlicht nicht erfüllen können, weil ihnen die Fähigkeit fehlt moderne Prozesse nachzuvollziehen, scheint der Kommission fremd. Nicht wenige Menschen wollen nach der Schule/des Studiums einfach ihren Job machen und das ihr Leben lang. Das mag in heutigen Zeiten nicht mehr so einfach sein wie vor 40 Jahren, den Wünsch nicht dauernd neu- oder umzulernen muss man aber respektieren</p>
<p>Zeit in der Schule ist eine Machtfrage. Nicht nur das Schulen Unterricht in 45 Minuten Häppchen verteilen, sondern es gibt feste Vorschriften wie lange ein Junger Mensch die Schule zu besuchen hat, wie viele Stunden es pro Woche sind und wann Ferien oder frei Tage sind. Für Schulen regeln die Kontingente an 45 Minuten-Häppchen außerdem den Aufbau der Didaktik und die mögliche Anzahl der Lehrer. Je mehr 45 Minuten-Häppchen verteilt werden müssen, desto mehr Lehrer darf ein Schulleiter einstellen. Die Risikogruppe soll Lernzeit und Lebenszeit besser miteinander verzahnen. Die Empfehlungen in dem Berichtsabschnitt zur Zeitgestaltung von Schüler, macht ein Problem des Berichts deutlich, er ist durchgehend unkonkret. In diesem Abschnitt (und allen anderen) eiert die Kommission rum. Was hängen bleibt ist „Individuell“ Lernzeit soll schneller oder langsamer sein, aber kein Standardtempo. War es zu schwer sich in der Kommissionsgruppe darauf zu eignen, dass man eine flexible Schuleingangsphase von erster bis dritter klasse und gerne vierter bis sechster Klasse haben möchte? Hier können Kinder in einem festen Rahmen betreut und nach ihrem eignen Tempo lernen. Sicherlich müssen sich die Kinder und Jugendlichen an Bücher und Pläne halten, aber sie können das Tempo selbst bestimmen. Dass die Experten der Böll Stiftung ein wenig weit weg vom Alltag junger Menschen sind, zeigt auch, dass sie sich dafür aussprechen schulische Angebote auf das Wochenende oder die Ferien auszudehnen.</p>
<p>Man merkt die Kommission versucht mutig Tabus zu brechen, aber ihre Zielgruppe, den männlichen jugendlichen mit arabischem Hintergrund die Hartz IV (um noch mal die Zielgruppe komplett zu benennen) beziehen, wird sie damit keinen Gefallen erledigen.</p>
<p>Beeindruckend finde ich auch die Passagen im Text zur Gestaltung der Lernzeiten. Hier wird auf das Milieu der jungen Menschen aufmerksam gemacht. Das Milieu  oder einfach das Umfeld der Jugendlichen soll in deren Bildung positiv wirken. Hier wird die Schwäche eines Feldbesuches in Freiburg (Breisgau) klar. Wenn ein einigermaßen gutes Milieu in die Gestaltung der Lernzeiten von Schülern einbezogen wird, mag das einen guten Effekt haben. Schwache Milieus können nicht auf einmal stark werden, nur weil sie Bildungsgelegenheiten für Schüler bieten. Vielleicht könnten sie es, aber die Vorurteile der Schule gegenüber Angeboten von Außen sind in einem schwachen Milieu großer &#8211; die Schule sieht sich dann oft als Bollwerk, welches Kinder und Jugendlichen Schutz vor dem negativen Milieu gibt.</p>
<p>Die Kommission selbst gibt der Systemkritik viel Platz im Bericht. Das deutsche Schulsystem ist gerade durch den Föderalismus sehr komplex und oft undurchsichtig. Kritik daran ist also mehr als verständlich. Aus meiner Sicht ist ein bundesweit organisiertes gleiches Schulsystem der Schlüssel zum Erfolg. Im Zuge der Systemkritik beschreibt die Kommission aber die Förderung der Risikogruppe:</p>
<p>„<em>Bildungsgerechtigkeit muss zu einer Lebenslauf-Aufgabe werden, die vor allem bei der Risikogruppe lange vor der Schulzeit Unterstützung erfordert, während der Schulzeit ohne Förderkonzepte problematisch wird und an den Übergangsschwellen der Sekundarstufen I und II erneut besonderer Aufmerksamkeit bedarf.</em></p>
<p><em>Neben dieser Lebenslauforientierung ist ein systemisches Denken erforderlich, das einzelne Maßnahmen in einen größeren Kontext vielfältiger aufeinander abgestimmter Konzepte stellt.</em>“<em></em></p>
<p>Das ist eine weitreichende Formulierung, gerade die kognitive und senso-motorische Entwicklung findet beim Menschen in den ersten drei Jahren des Lebens statt, eine Betreuung macht also gerade dann Sinn. Allerdings scheint mir die Gefahr nahe, dass es zu einer Vorverurteilung kommt. Die Kinder wurden zu einem Förderfall erklärt bevor das auch nur ansatzweise feststellbar ist (es sei denn man glaub an obskure Tests á la das Kind muss sich über den Rücken rolle können). Die Kommission will viele Sozialarbeiter in die Familien schaffen, dann gerade diese Profession schreibt sich das systemische Denken und Handeln auf die Fahne. Dieses Plädoyer für eine frühe Intervention ist mit Argwohnen zu betrachten.</p>
<p>Die Kommission empfiehlt im Anschluss der Systemkritik, dass 50 % der Schuljahrgänge perspektivisch eine Hochschulreife erlangen sollen. Diese Förderung so aufzustellen verschließt die Augen vor der Situation an deutschen Hochschulen, zeigt aber, das es Trend zu sein scheint immer mehr Menschen in die akademischen Berufe zu drängen oder aber immer mehr Beruf zu akademisieren (wie etwa die Erzieherausbildung)</p>
<p>Die Kommission widmet sich im Punkt 3.3 dem Übergang von Schülern in die Berufsbildung oder der Hochschulbildung. Nachdem einige Zahlen genannt werden, welche in etwa verdeutlichen welche Jugendlichen wie in Berufsverhältnisse kommen oder in Überbrückungsmaßnahmen, wird in die Empfehlung übergleitet. Hier dürfte den Bachelor-Studenten schwarz vor Augen werden. Die Kommission schlägt eine modularisierte Berufsausbildung vor. Die Modularisierung empfinden die Studierenden  als teilweise Entmündigung. Weiterhin sollen mehr Menschen sich nach der Berufsausbildung in einem Studium weiterqualifizieren.  Die Kommission macht klar, dass die Hochschule ein Schichtproblem hat, oft werden nur die Kinder gutsituierter Studierende. Im Bericht klingt an, dass dies an der mangelnden Leistungsfähigkeit der Risikogruppe liegt. Das auch Studiengebühren oder Verwaltungspauschalen (Bsp. 243 € für eine Berliner Hochschule) ein Hemmnis sind wird hier explizit nicht gesagt. Schade!</p>
<p>Der Bericht schließt mit einer Zusammenfassung, aber keinem mutigen konkreten Reformvorschlag. Nicht ein mal eine Summe, wie groß das nötige Investitionsvolumen ist, welches das deutsche Bildungssystem braucht wird geschrieben. Auf der Präsentationsveranstaltung wurde klar, dass in der Kommission darüber Uneinigkeit herrscht – 5 Milliarden Euro wurden genannt, manche Teilnehmer gingen von 20 Milliarden aus. Bloß wofür? Der Bericht hat das Fenster weder für eine fünf, noch zwanzig Milliarden Euro Investition geöffnet.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wenn Schule zum Frustmoment wird…]]></title>
<link>http://schoenwetter.wordpress.com/2009/05/26/wenn-schule-zum-frustmoment-wird%e2%80%a6/</link>
<pubDate>Tue, 26 May 2009 07:58:43 +0000</pubDate>
<dc:creator>schoenwetter</dc:creator>
<guid>http://schoenwetter.wordpress.com/2009/05/26/wenn-schule-zum-frustmoment-wird%e2%80%a6/</guid>
<description><![CDATA[… hat irgendwer versagt. In Deutschland, dem Land der Dichter und Denker, versagen wir anscheinend a]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="text-align:justify;">… hat irgendwer versagt. In Deutschland, dem Land der Dichter und Denker, versagen wir anscheinend alle immer und immer wieder. Erst der PISA-Schock und jetzt der PISA-Sieg, aber auch nur durch die NaWi´s, wir sind jedenfalls nicht die Elite der Bildungssysteme. Finnland scheint nur von schlauen Menschen bewohnt zu sein, denn dort ist das Schulsystem so gut, das es den ersten Platz der Statistiken einnimmt. Es herrscht unter Pädagogen, denen die es mal werden wolle und den Experten und denen die es mal werden wollen, ein reger Tourismus nach Finnland. Jeder will mal sehen, wie das so ist, eine Nummer eins Schule in Realität. Und dann herrscht dort „ein ganz anderes Klima“. Aber welches, weiß niemand so genau. Dabei dreht es sich doch eigentlich nur um den Frustmoment. Der Knick, an dem Schule langweilig wird, das Knacken der Lehrermoral und der Beginn des Ausbrennens, das Knick, an dem Problemkinder entstehen oder das Knack, wenn der Rektor zum Einzelkämpfer wird.</p>
<p style="text-align:justify;">Lehrer sind in Deutschland eine oft gescholtenen Gruppe. Sie verdienen zu viel, nach PISA weiß jeder das sie schlechte Arbeit machen und dann sollen sie am besten alle 6 Monate ein total neues, innovatives Element in ihren Unterricht einbauen. Seien es „Flex-Klassen“ oder „Konfetti“. Der Lehrer ist nur Verlierer. Entweder er „produziert“ dumme Kinder oder er ist einfach nicht flexibel genug um auf neue Herausforderungen zu reagieren. Ist ein Kind gut oder sehr gut, ist es das wegen allem anderem, aber nicht wegen dem Lehrer und seiner individuellen Klasse.</p>
<p style="text-align:justify;">Was aber oft vergessen wird wenn man an Schule und demokratische Schulentwicklung<sup>2</sup> denkt, ist, dass es nicht notwendig ist immer krassere und anspruchsvollere, für Lehrer wie Schüler, Unterrichtsmodule zu entwickeln, sondern der Unterricht partizipativ sein muss. Na klar, geht das nicht in dem Maß das Noten abgeschafft werden oder der Schüler bestimmt wann Hausaufgaben gemacht, oder welche Inhalte im Klassenzimmer vermittelt werden. Es geht dabei um das Mitdenken der Schüler zur Klassendynamik. Der Schüler als solches gibt dem Lehrer Impulse zu Interessen, gibt ehrliches Feedback zum Unterricht und nichts zu letzt gilt der Klassenrat als Möglichkeit in der Klasse Partizipation zu leben.</p>
<p style="text-align:justify;">Um es klar zu machen eine partizipative Schule ist dies nicht durch moderne, freie Lehrmethoden, sondern dadurch, dass man Partizipation aufgliedert in den eben beschriebenen Bereich und den der Teilhabe an der gesamten Schule. Hier gilt, dem Schüler auf Schulebene weitreichende Mitgestaltungsmöglichkeiten zu geben. Die funktionierende Schülervertretung als wichtiges Element der Teilhabe an der Schulentwicklung ist hier als Kernstück zu nennen, aber auch ein umfangreiche Angebot von AGen, Schülerzeitung, von Schülern eigenverantwortlich geregelte Ressourcen, sowie die Möglichkeit, zu jedem Zeit mit Projekten in die Schulentwicklung eingreifen zu können, sind wichtige Aspekte für den Charakter einer Schule der Partizipation.</p>
<p style="text-align:justify;">Hier beginnt dann das zweite Dilemma der deutschen Schule, sie ist ein Mikrokosmos, der ungünstiger weise abgeschottet ist. Man kommt nur schwer hinein. Aber gerade um den Lehrer in seiner neuen Rolle zu entlasten ist es wichtig die Schule in das Leben zu holen. Der Lehrer ist nicht das zweite Glied der Erziehung der Kinder, sondern die Gesellschaft, somit ist es auch nur logisch, dass um den demokratischen Habitus der jungen Menschen herzustellen, die Gesellschaft in die Schule gelassen werden muss und dort zu einem gleichberechtigten Partner wächst. Die lokale Bildungslandschaft<sup>3</sup>, also alles, wo ein junger Mensch etwas lernt (Sportverein, Bibliothek, Bürgerinitiativen, etc.) muss ernst genommen werden. Das Wirtschaftsunternehmen wird erkennen müssen, dass es Einblick in seine Tätigkeiten gewähren muss, aber auch Lern- und Lebensinhalte vermitteln kann, eine freie Initiative Jugendlicher wie etwa eine <a href="http://www.jugendbeteiligung.info/">regionale Servicestelle Jugendbeteiligung</a> kann die Schülervertretung unterstützen, die Elternschaft arbeitet Hand in Hand mit der Lehrerschaft, etwa wenn es darum geht spannende Exkursionen, zu gestalten, hilft bei Projekten als Experten. Dies ist so zu verstehen, dass wenn man sich anguckt welche Berufe und Berufsgruppen oftmals allein durch die Elternschaft in einer Klasse vorhanden sind, jeder einen Beitrag zur Schule leisten kann, und auch muss. Eltern müssen ihre Expertise in die Schule transportieren dürfen.</p>
<p style="text-align:justify;">Dazu müssen aber zwei grundlegende Sachen passieren. Das konservativste Element in der Schule muss mit dem restriktivsten zusammenarbeiten. Die Schulleitung und die Elternschaft.</p>
<p style="text-align:justify;">Die Schulleitung als „Management“ der Schule hat zu erkennen, dass eine Schule offen zu sein und sich jeder in einer Schule wohl zu fühlen hat. Die Expertisen z.B. von den Eltern sind allein schon bei der Berufsfrühorientierung wichtig, aber auch bei Partnerschaften zwischen Schule und Wirtschaft. Über Eltern kann man Partnerschaften knüpfen, z.B. für bessere Lehrmaterialien, aber auch für die Ausgestaltung der Schule oder dessen Pflege. Hinzukommt, dass ein Schulleiter im höchsten Maße eher ein Manager ist, aber kein Ordnungshüter.</p>
<p style="text-align:justify;">Die Vorstellung, früher hätte es das nicht gegeben ist die falsche Einstellung für diesen Posten, schließlich geht es in der Schule darum das „morgen zu gestalten“. Das heißt man ist offen für neues und ist ein Unterstützer, eher ein Moderator, der es gut findet wenn Schüler selbstständig was erledigen wollen, Projekte anschieben. Kontrollen und Misstrauen sind das wenigsten was der demokratische Schulkörper benötigt.</p>
<p style="text-align:justify;">Die Eltern wiederum dürfen Schule nicht als Ort ansehen in dem sie ihre Kinder „abschieben“ damit sie Ruhe zu Hause haben. Als Nebenprodukt lernen die Kinder noch etwas. Es muss klar sein das neben der Erziehung der Eltern, die Schule als Teil des sozialen Milieus, Menschen sehr stark prägt. Der Mensch wird in der Schule erzogen, entweder zu einem selbstbewussten, integeren, offenherzigen und strebsamen Menschen oder versagt man, zu einem skrupellosen, propagandagläubigen, autoritären Egomanen. Eltern teilen mit der Schule den Bildungsauftrag und deswegen müssen sie sich in die Schule einmischen. Sie müssen mitgestalten was ihr Kind lernen soll und müssen sagen was ihr Kind verkraftet, worauf es anspricht. Schließlich soll Unterricht interessant und spannend sein. Eltern die sich nicht in die Schule einbringen haben nicht das Recht sich über die deutsche Schule zu beschweren. Ein kleiner Anfang könnte sein, z.B. Elternversammlungen innerhalb der Klasse zu organisieren. Oftmals ist dies eine Tätigkeit, die der Klassenlehrer erledigt, aber eigentlich sollten es die Eltern sein.</p>
<p style="text-align:justify;">Nichts desto trotz muss man sich aber auch eines vor Augen halten, zwar soll die Gesellschaft in die Schule, aber die Schule ist für die Kinder und Jugendlichen. Diese sind es, welche sich in der Schule wohlfühlen müssen. Deshalb haben sie das Recht sich in der Schule, an der Schule zu beteiligen, den Unterricht, die AG´s oder die Nachmittagsangebote zu gestalten. Aber weil Schule für sie, die Kinder und Jugendlichen, ist, erwächst dadurch Verantwortung. Sie müssen sich am Schulgeschehen partizipieren, sie müssen die Schule ordentlich halten und sie müssen engagiert die Nachmittagsangebote arrangieren. Partizipation ist Teil guter Schule<sup>4</sup>. Wird sie nicht gelebt spricht das nicht nur gegen die Schule sondern auch gegen die Schülerschaft!</p>
<p style="text-align:justify;">Tun sie das nicht, haben sie das Recht verbirgt, sich über Schule aufzuregen oder zu meckern. Der Rechtsverlust geht einher mit dem Vertrauensverlust. Dies gilt jedoch nur individuell und wird nicht von Schülergeneration zu Schülergeneration übertragen. Vertrauen kann sich wieder zurück erarbeitet werden, das Recht auch. Dies sei noch hinzugefügt.</p>
<p style="text-align:justify;">Der Schüler als solcher muss aber auch erkennen, das er die Schule nicht besucht, weil er da sein muss, oder weil er “für das Leben lernt“, nein er lernt für sich, er lernt weil es ihm Spaß macht und weil er später eine Chance im Leben haben will. Hier folgt die Pflicht des Schülers aus Eigenantrieb heraus etwas für alle zu tun. Nämlich mit allen, oder vielen, gemeinsam die Schule zu gestalten. Lehrer und Schule sind nicht notwendigerweise Feinde, genauso wie Schüler mit dem gesamten Personal (Lehrer, Pädagogen, Putzkräfte, Küche, Hausmeister, etc.) der Schule zuarbeiten können. Denn nur wenn sie in der Schule, als offenen gesellschaftlichen Mikrokosmos partizipieren können, können sie diesen Probelauf bestehen und starten fit in das Leben.</p>
<p style="text-align:justify;">Denn macht er, der Schüler, das, merkt er, dass zwei Sachen in der Schule, wie im Leben nicht funktionieren. Ersten das stetige Fordern von Sachen, aber nichts anbieten. Zweitens das Betrachten der Schule als Parallelgesellschaft zum eigenen Milieu, zum eigenen Kiez/Quartier. Die Schule ist Teil des Kiezes welcher um sie herum liegt und sie ist Teil der gesamten demokratischen Gesellschaft, ja, sie ist sogar die Schnittstelle dessen. Und die Attitude von Schülern, stets zu fordern, aber nichts zu geben, versteht sich von selbst, aber ich möchte noch mal klar stellen das eine Position die nur auf das Fordern beschränkt ist und nichts geben will, eine schwache Position ist die man nicht ernst nehmen kann.</p>
<p style="text-align:justify;">Hier haben Lehrer nochmals eine gesondert Rollen, oben habe ich beschrieben welche Ebenen der demokratischen Schulentwicklung es gibt, die Partizipation am Unterricht des Lehrers und die Teilhabe an der Entwicklung der Schule. Lehrer sind eine wichtige moderative, aber nicht operative Schnittstelle. Und deshalb müssen sie qualitativ, mit der Qualifikation ausgestattet werden, die es ihnen erlaubt diese Rollen einzunehmen. Auch die Belastung des Lehrers muss in dem Maße verringert werden. Er muss die stets geforderten kleinen Klassen haben, aber auch das Vertrauen, vom Kollegium, Wirtschaft, Medien, Schulleitung und der Elternschaft. Lehrer müssen auch frühzeitig an diese neuen Aufgaben herangeführt werden, nämlich durch frühzeitige Einbindung in die Schule, durch trainieren von Empathischen Fähigkeiten und durch das Training modernere Methoden, z.B. Moderationstechniken. Wichtig erscheint mir hier auch, dass die verbale Beurteilung von Schülern verstärkt gefördert wird. Der Lehrer kann nicht mehr auf die Aussagekraft von Noten vertrauen, sondern muss auch in der Lage sein, des Schülers besondere Fähigkeiten zu bewerten, verbal. Das heißt nicht, dass ich für die Abschaffung von Noten bin, ich halte sie für einen wichtigen Indikator schulischer Leistungen.</p>
<p style="text-align:justify;">Zuletzt will ich sagen, dass oft gesagt wird in Deutschland haben wir nur einen Rohstoff<sup>5</sup>, nämlich die Bildung. Ich finde, dafür das es der einzige ist den wir haben, geben wir erstaunlich wenig für die Förderung aus, nämlich 121 Mrd. Euro. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt sind das 4,7 %, der Durchschnitt in der OPEC liegt bei 4,9 % und die Länder mit denen wir uns immer messen lassen wollen, geben bis zu 7,5 % (Schweden) aus, die PISA Nummer eins Finnland immer noch 6,5 %. Wollten wir gleich ziehen mit dem Primus, dann müsste Deutschland bei einer Rate von 6,5 % des BIPs immerhin 167 Mrd. Euro ausgeben um mit Schweden gleich zu ziehen wären 193 Mrd. € nötig. Gute Leistung für wenig Geld geht nicht! Wie viel ist uns die Bildung also wert?</p>
<ol style="text-align:justify;">
<li>Überall im Text wo ein In fehlt weil auch eine      weibliche Form passen würde denken wir es uns einfach um den Spruchfluss      sicherzustellen.</li>
<li>Viele nützliche Infos rund um die Demokratische      Schulentwicklung gibt in der Publikation „Qualitätsrahmen      Demokratiepädagogik“ (De Haan, Edelstein, Eikel; 2007; Beltz-Verlag)      nachzulesen</li>
<li>Hintergründe rund um die Lokale      Bildungslandschaft gibt es in „Lernen von hier nach dort.“ (Hausner,      Steinl, Hrsg. <a href="http://www.sv-bildungswerk.de/">Bildungswerk für Schülervertretungsarbeit in      Deutschland e.V.</a>; 2007)</li>
<li>Partizipation ist das Jahresthema des <a href="http://www.ganztaegig-lernen.org/">Ganztagsschulprogramms</a> in 2007</li>
<li><a href="http://www.giessener-anzeiger.de/sixcms/detail.php?id=3342797&#38;template=d_artikel_import&#38;_adtag=localnews&#38;_zeitungstitel=1133842&#38;_dpa=">Guido Westerwelle als Beispiel deutscher      Politikerfloskeln</a></li>
</ol>
<p style="text-align:justify;">
</div>]]></content:encoded>
</item>

</channel>
</rss>
