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	<title>gekloppeltes-spitzenmonster &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/gekloppeltes-spitzenmonster/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "gekloppeltes-spitzenmonster"</description>
	<pubDate>Mon, 28 Dec 2009 17:12:11 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Käpt'n Nuehm, die Titanic, Frankenstein und]]></title>
<link>http://annanuehm.wordpress.com/2008/05/23/kaptn-nuehm-die-titanic-frankenstein-und/</link>
<pubDate>Thu, 22 May 2008 23:44:25 +0000</pubDate>
<dc:creator>Anna Nuehm</dc:creator>
<guid>http://annanuehm.wordpress.com/2008/05/23/kaptn-nuehm-die-titanic-frankenstein-und/</guid>
<description><![CDATA[ein Eisberg [Erstmals in der Geschichte dieses Blogs habe ich ein hochwissenschaftliches Dokumentarf]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>ein Eisberg<br />
<a href="http://annanuehm.files.wordpress.com/2008/05/eis-klein.jpg"><img src="http://annanuehm.wordpress.com/files/2008/05/eis-klein.jpg?w=300" alt="" width="300" height="240" class="aligncenter size-medium wp-image-229" /></a></p>
<p>[Erstmals in der Geschichte dieses Blogs habe ich ein hochwissenschaftliches Dokumentarfoto eingestellt. Es zeigt den berühmten Eisberg "Emil", der einst ungewollt und unschuldig die "Titanic" zum Kentern brachte. Leider wurde der Eisberg durch diesen von der "Titanic" böswillig verursachten Aufprall ziemlich beschädigt. Wie Sie sehen, ist er in zwei Teile zerborsten und die <del datetime="00">Schokolade</del> Oberfläche aus jahrtausendealtem, versteinertem Granitbasalt-Urgestein-Eisenerz-Eis für immer in tausend Teile zersprungen. Diese mutwillige Zerstörung konnte ich nicht länger ertragen und habe darum den Eisberg nach Einstellen dieses Beitrags feierlich <del datetime="00">verspeist</del> eingeschläfert. Ruhe sanft!]</p>
<p>An manchen Tagen bin ich mir ziemlich sicher: Ich habe schon einmal gelebt.<br />
Und zwar war ich einmal Doktor Frankenstein aus der gleichnamigen Novelle. Nein, nicht deshalb, wie jetzt bestimmt viele denken, damit ich einem &#8211; aus in dunklen Nächten auf schaurigen Friedhöfen zusammengewurstelten (?) Leichenteilen &#8211; zusammengebasteltem Ungetüm eine große Zick-Zack-Narbe auf die Stirn tackern kann. Damit das dann Angst und Schrecken verbreitet, weil es riesengroß ist, noch dazu inkontinent und nie weiß, was gerade sein rechter Arm tut, während sein linker Arm jemanden ermordet, was dem rechten Bein dann wieder entsetzlich Leid tut, während das linke dann hämisch kichert. Nein, sondern weil dieser Seefahrer war.<br />
Nicht das Bein jetzt, der Doktor Frankenstein. War Seefahrer. So wie ich.<br />
Sehen Sie, haben Sie nicht gewusst, stimmt&#8217;s?</p>
<p>Das arme Monster, denn schließlich ist es nie gefragt worden, ob es denn als wandelnder Hackbraten mordend und plündernd unterwegs sein will, flüchtet nach diversen blutigen Untaten &#8211; bei manchen ist ihm einfach so die Hand ausgerutscht, bei anderen ist sein cholerisches Genmaterial für alles verantwortlich &#8211; an den Nordpol, voller Reue, Selbsthass und vielleicht auch ein bisschen Langeweile, denn wenn man schon alle Tabus gebrochen hat, bleibt irgendwann nichts mehr übrig!<br />
So gesehen könnte man vom Monster als erstem literarisch erwähnten Burn out-Syndrom sprechen, aber das ist jetzt gerade nicht das Thema. </p>
<p><em>Zu guter Letzt</em>, wenn man das überhaupt so sagen kann, denn schließlich hat das liebevoll zusammengeklöppelte Patchwork-Ungetüm die ganze Familie vom Doc dahingerafft, und dann wäre das auch nicht so wirklich ein Happy End, trotzdem, so zum Schluss kapert der Doktor ein Schiff und fährt mit diesem ins ewige Eis. Dort soll das Monster dingfest gemacht werden und dann verrotten, damit es nicht weiterhin Unheil anrichten kann. Und als Gipfel der Selbstaufgabe will sich der Doc mitsamt dem multiplen Zappelmonster tiefgefrieren lassen, auch um seine Sünden mit abzubüßen. Denn schließlich hat er in einem Anfall von Hybris und Selbstüberschätzung &#8211; ich sag ja, Nuehm!- das Monster erschaffen, weil er Gott spielen wollte. Aber Gott war so insgesamt not very amused.</p>
<p>Und genau wie der Doc steuert Nuehm ihr Schiff. Schnurstracks nach Norden. Immer nach Norden, dorthin, wo die Kompassnadel hinzeigt. Stur den Kurs festgeschrieben und das Steuerrad festgebunden. Aber täglich diese Eisberge und nicht einmal ein Knut!<br />
Ja, ist das denn zu fassen? Kein Knut und nichts!<br />
Immer dieser eisige Wind und die Mannschaft meutert. Obst war mal und die ersten haben Skorbut. Aber Käpt&#8217;n Nuehm ist so stur wie die Eisschollen hart sind und steuert und fährt und steuert und fährt. Immer gen Norden, der Depp.<br />
&#8220;Nuehm, hast du schon mal was von der Karibik gehört? Schön warm dort!&#8221;</p>
<p>Um allen zu beweisen, wie falsch sie mit ihrer Prognose liegen „Nuehm, du wirst dir den Arsch abfrieren!“ oder wie es im Original heißt: „Doctor Nuehm, you will freeze your bloody arse off!“ nimmt sie täglich bei minus 30 Grad ein ausgedehntes Sonnenbad auf Deck 17, danach springt sie ins Wasser und taucht. Eistauchen. Ein sehr schöner Sport. Man muss nur höllisch aufpassen, dass man das Einstiegsloch nicht verpasst. Kann sonst übel ausgehen. Was es dann ja auch tut. </p>
<p>An anderen Tagen habe ich sehr intensive déja-vues aus meinem Leben als ein anderer Käpt&#8217;n, dem Kapitän der &#8220;Titanic&#8221;.<br />
Szenario: Die &#8220;Titanic&#8221; sinkt. Alle kreischen hysterisch und laufen aufgelöst auf dem Schiff herum. Käpt&#8217;n Nuehm liegt derweil in der Hängematte und hält ein Schläfchen.<br />
Die ersten steigen in die Rettungsboote. Käpt&#8217;n Nuehm spielt ne Runde Poolbillard gegen sich selbst und gewinnt. Haushoch. Ist klar.<br />
Die Mannschaft geht von Bord und fleht Nuehm inständig an mitzukommen. Nuehm lacht, brät sich erstmal ein Spiegelei und schält Kartoffeln fürs Abendessen.<br />
Das Schiff beginnt zu sinken. Nuehm schaut aus dem Bullauge und sieht Handlungsbedarf. Eventuell. Außerdem ärgert sie sich, dass sie gestern noch alle <del datetime="00">Fenster</del> Bullaugen geputzt hat.<br />
Das Schiff zerbricht mit einem lauten KRICKSKRACKS in zwei Teile und sinkt. Nuehm sucht in ihrer Nachttischschublade nach Tesafilm. Keins da. Und der Sekundenkleber ist auch alle. Mist!<br />
&#8220;Organisation ist doch wichtig&#8221;, denkt Nuehm und merkt sich das für ein späteres Leben. Vielleicht.<br />
Die &#8220;Titanic&#8221; liegt auf dem Grund. Käpt&#8217;n Nuehm, das kalte Eiswasser aus ihrem vorigen Leben als Doktor Frankenstein gewöhnt, schwimmt lässig nach oben.<br />
Die Freudentränen vergießende Mannschaft will sie ins Rettungsboot zerren. Aber Nuehm braucht so etwas nicht. Sie wartet einfach auf den Treibhauseffekt. Und kaum 100 Jahre später ist er auch schon da!<br />
Fröhlich vor sich hinplätschernd singt Nuehm, während sie wie ein junger Seehund im inzwischen karibikwarmen Badewasser daherpaddelt: <em>&#8220;Bacardi Feeling… lalalalalalala&#8230;&#8221;</em></p>
<p>Tja, und was ich mit diesem leicht mysteriösen Text sagen will:<br />
Wenn man lange genug wartet, werden Eisberge zu Palmen. Aber trotzdem sollte man nicht mit Tesafilm die &#8220;Titanic&#8221; kitten.<br />
Bringt nix.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>

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