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	<title>genderapartheid &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/genderapartheid/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "genderapartheid"</description>
	<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 14:30:42 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Antimuslimischer Rassismus]]></title>
<link>http://schariagegner.wordpress.com/2009/11/26/antimuslimischer-rassismus/</link>
<pubDate>Thu, 26 Nov 2009 03:15:06 +0000</pubDate>
<dc:creator>schariagegner</dc:creator>
<guid>http://schariagegner.wordpress.com/2009/11/26/antimuslimischer-rassismus/</guid>
<description><![CDATA[مِلَّة milla Glaubensnation Jürgen Micksch, der Interkulturelle Rat und die kommunalen Islamforen Vo]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="line-height:125%;margin:0 0 60pt;">
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:3pt;" align="right"><span style="font-size:22pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">  مِلَّة </span></p>
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:3pt;" align="right"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> milla </span></p>
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 90pt;" align="right"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Glaubensnation </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 9pt;"><span style="font-size:14.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Jürgen Micksch, der Interkulturelle Rat und die kommunalen Islamforen </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 27pt;"><span style="font-size:9.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Vorwärts Genossen, auf in die Apartheid der Glaubensnationen. Zur jüngsten Schariaverteidigung des Jürgen Micksch: »Antimuslimischer Rassismus. Konflikte als Chance« (2009). Von Jacques Auvergne </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Ein im südhessischen Darmstadt ansässiger Interkultureller Rat in Deutschland e. V. betreibt ein uns vor Bewunderung sprachlos machendes Gefüge wundertätiger Gremien namens „Deutsches Islamforum“, „Abrahamisches Forum in Deutschland“, „Bundesweites Clearingprojekt: Zusammenleben mit Muslimen“ und „Dialog vor Ort: Kommunale Islamforen“. Hinter diesem Interkulturellen Rat steht, flankiert von den Schariafreunden Dr. Nadeem Elyas und Bekir Alboğa, der zeitweilige evangelische Pfarrer, Theologe und hessische Sozialwissenschaftler Dr. Jürgen Micksch und weil alleine sein schließlich doof ist, sammelte Herr Micksch Sponsoren, Ausländerfreunde und echte Ausländer. Doch ich bitte Sie: Kopftuchgegner, Islamkritiker oder gar Islamapostaten dürfen die Einwanderer nicht sein – der Dialog, Sie verstehen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Sammler Micksch versammelt also in seinem Interkulturellen Rat Vertreter von Gewerkschaft (DGB, IG Metall, IG Bergbau Chemie Energie), Judentum, Christentum, Islām und Bahā&#702;ī mit dem in aller Unschuld beschworenen Ziel, das friedliche gesellschaftliche Zusammenleben der Bundesrepublik Deutschland zu sichern. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Menschen sollen dabei nicht länger autonome Individuen sein, sondern in ihre jeweiligen ethnoreligiösen Kollektive eingeschmolzene Partikel: „Politische Entscheidungen müssen deshalb darauf ausgerichtet sein, die Interessen von ethnischen, religiösen und kulturellen Minderheiten ebenso zu berücksichtigen wie Erwartungen und Ängste der Mehrheitsgesellschaft.“ Ungerechtfertigt der planmäßigen Angstverbreitung verdächtigt seien also die zumal muslimischen Migrantenkollektive, die Kaste der Altbürger aber müsse man endlich von ihren „antisemitischen und antiislamischen Einstellungen“ befreien, und dafür hat die glückliche BRD das Deutsche Islamforum des Herrn Micksch. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Gegen die kulturrassistische und Frauen geheiligt diskriminierende Scharia (aš-šarī&#703;a) möchte man nicht vorgehen, was nur auf dem Wege einer Neubeschriftung des unfriedlichen orthodoxen Islam als friedlich gelingen kann und in der expliziten Verteidigung der Scharia (Deutsches Islamforum: „Scharia als Glaubensweg von Muslimen“; Seite 159-166) gipfelt. Ironie an: Die Orientalen haben die Toleranz, Gastfreundschaft und Friedfertigkeit im Blut, vor allen Dingen die muslimischen Orientalen. Die Ex-Muslime nicht. Ironie aus. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Sozialpädagogen und Sozialarbeitern ist der begeisterte Verteidiger von Scharia und Kopftuch Jürgen Micksch kein Unbekannter. Der 1941 in Breslau geborene evangelische Theologe und Soziologe hat seit sich seit einem runden Vierteljahrhundert einen Namen als Anstifter von Kirchentagsveranstaltungen und interkulturellen Wochen gemacht und war stets verlässlich auf der Seite der Ausländerfreunde und Unterstützer der Belange von Asylbewerbern. Dabei ließ es der zeitweilige Leiter der Evangelischen Akademie Tutzing, dort arbeitete man im November 2007 sowie im November 2009 am Konzept einer „Ausbildung von Imamen in Deutschland (1), (2)“, an Unterstützung für ausländische Ex-Muslime allerdings ebenso mangeln wie an der Parteinahme für kopftuchkritische europäische Einwanderinnen wie die niederländische Politikerin und Frauenrechtlerin Ayaan Hirsi Ali. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Seine über 25 Bücher tragen Titel wie „Kulturelle Vielfalt statt nationaler Einfalt: eine Strategie gegen Nationalismus und Rassismus“ (1989). Ob jemand, der einem Buch einen solchen Titel gibt, an den rassistischen muslimischen Angriffen, die seit Jahrzehnten von Sudans Hauptstadt Khartoum (al-Ḫarṭūm) aus gegen die dunkelhäutigen Nuer und Schilluk organisiert werden, Kritik übt, oder sich gegen die türkische rassistische Partei und Bewegung der Grauen Wölfe ausspricht? „Interkulturelle Politik statt Abgrenzung gegen Fremde“ (1992) oder „Vielfalt statt Einfalt: Strategien gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“ pädagogisiert es auf weiteren Buchumschlägen. Micksch sagt nichts zum Genozid an den Armeniern (3). Derartig selektiv wahrnehmend betreibt der Theologe seit der Jahrtausendwende den Dialog mit dem Islam in Form des von ihm 1994 gegründeten Abrahamischen Forums („Vom christlichen Abendland zum abrahamischen Europa“). Den inzwischen nach Mitteleuropa eingewanderten frauenfeindlichen theokratischen Kulturrassismus des Orients, die Scharia, findet Jürgen Micksch schützenswert. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Das Anliegen des Interkulturellen Rates in Deutschland ist es, jenen Begriff von Multikulturalität bestärken zu wollen, nach dem jede hörbare Ablehnung des Islam als Rassismus zu deuten ist. Wie aber wollen selbsternannte Antirassisten ein diskriminierendes Gesellschaftsmodell verteidigen? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">In Umkehrung des eine Warnung enthaltenden und grafisch wie ein Warnschild gestalteten Titels »Antimuslimischer Rassismus« sollen wir uns offensichtlich in ein Wohlverhalten »promuslimischen Antirassismus« einüben. Auf die durch Herausgeber Micksch betriebene Verteidigung des kulturrassistischen Herrschaftssystems des orthodoxen Islam sind wir gespannt und beginnen mit dem Leiter des Mülheimer &#8220;Theaters an der Ruhr&#8221; Roberto Ciulli. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Der linke Gutmensch und Theaterregisseur reist in den Nahen Osten und hält sich im Staat gewordenen, jeden Regimekritiker als „Islamapostaten“ (mortad, murtadd), „Staatsfeind“ (mohareb, Enemy of God) und „auf Erden zur Zersetzung Aufrufender, Verderbenstifter auf Erden“ (mofsed fel arz, mufsid fīl arḍ; Who spreads corruption on earth) ermordenden Faschismus der Ayatollahs und Mullahs auf. Der gebürtige Mailänder liest uns keine islamisch-religiöse Todesfatwa für einen zum Christenglauben gewechselten Apostaten vor (4), sondern nimmt an einem religiösen Volksfest teil und ruft beglückt aus: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 29. Das ist Iran. Das ganze Äußerliche ist ein großes Theater, das ich auch aus Italien kenne. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">In Allahs schiitischem Faschismus gilt das Staatsführungsprinzip der allein (und dabei nur vielleicht) das Heil gewährleistenden Welāyat-e Faqīh. Nach dieser „Herrschaft der Obersten Rechtsgelehrten“ übt die geheiligte Geistlichkeit die repressive (islamische) politische Gewalt und irdische Staatsführung stellvertretend für Allahgott beziehungsweise für den erwarteten Zwölften Imam aus. Einen nordrhein-westfälischen Theatermacher interessiert das nicht, der betreibt schließlich den Dialog: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 30-31. hinter den Vorbehalten gegenüber dem Islam stehen ganz unterschiedliche Motive </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Wie in Katar, Jemen und Saudi-Arabien werden auch im Iran die von der ewigen und unverhandelbaren Scharia vorausgesetzten Todesstrafen gerne in Form von öffentlichen Enthauptungen bei Sonnenaufgang ausgeführt. Für Herrn Ciulli vom Mühlheimer Theater an der Ruhr ist das persönlich eher uninteressant, einen ihm angebotenen Teppich jedoch, wir Textilfreunde erfahren es leider nicht, hat Ciulli vielleicht doch noch erregt eingekauft. </p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 31. Untersuchungen haben ergeben, dass bei deutschen Medien starke Vorbehalte gegen den Islam bestehen </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Der von Kopftuchfreund Ciulli verteidigte „islamische Staat“ (Buch des Chomeini: »Ḥokūmat-e eslāmī«) des Īrān kultiviert Steinigungen, Erhängen oder öffentliches Auspeitschen, alles auch mal an Minderjährigen, als Strafe für nachgewiesene oder angebliche Vergehen wie Vergewaltigung, Mord, Drogenhandel oder Blasphemie. Die Religionspolizei der muṭawwi&#703;ūn lauert auf Plätzen und Hauptstraßen und prüft Mädchen und Frauen auf islamisch korrekte Kleidung (5). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">In Indien, Pakistan und eben auch im Iran ist das Stoffgefängnis der fragwürdig frei umherlaufenden Frau als pardā bekannt; im Englischen schreibt man purdah. Manchmal enthält die pardā einen niqāb, Gesichtsschleier; eher selten redet man im Iran von čādor, „Tschador“. Iranische Frauen, die den pardā oder čādor, den gesetzlich vorgeschriebenen Ganzkörperschleier als die schiitische Variante des islamischen ḥiǧāb verweigern oder auch nur eine Haarsträhne öffentlich sehen lassen, haben Ermahnungen, Beschimpfungen, Verhaftungen und Gefängnisaufenthalt zu erwarten. In Irans Gefängnissen sind Misshandlungen und Vergewaltigungen eine Selbstverständlichkeit. Islam ist Kopftuchterror. Zum Welttheatertag 2007 mit seinem Ensemble in die Diktatur gereist, trugen Ciullis deutsche Schauspielerinnen eben Kopftücher (6). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">In Irans Städten verprügeln und verhaften die paramilitärischen Einheiten der „Bassidschi“ (Basīǧ-e Mostaẓ&#703;afīn (7)) widerspenstige oder auffällige Studenten, der religiös begründete Geheimdienst der so genannten Iranischen Revolutionsgarden oder „Pasdaran“ (Sepāh-e Pāsdārān-e Enqelāb-e Eslāmi (8)) lässt sozialistisch, christlich, schwul, kurdisch oder humanistisch denkende Typen in Foltergefängnissen verschwinden und der feinsinnige Maestro Ciulli („Das ist einer der großen Widersprüche dieses Landes (9)“) schwärmt von einer prickelnden Ähnlichkeit zwischen der Islamischen Republik Iran und der erfrischenden Bella Italia. Tschador-Ciulli ermutigt uns dazu, uns einen anderen Iran vorzustellen: „Das Bild, das wir haben, ist nicht das wirkliche (10).“ </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Der linke Gutmensch Ciulli erfährt auf einer Iranreise eher durch Zufall, dass einige bereits zum Tode verurteilte Männer noch ein wenig auf ihre Hinrichtung warten und öffentlich Theater spielen dürfen im Wissen, dass ihr Familien- oder Bekanntenkreis im Publikum sitzt. Schauspielfreund Ciulli sinniert über diesen staatlich kultivierten Sadismus, beglückt vom eigenen Erlebnis der Vergänglichkeit allen Seins, und haucht: „Die spielen um ihr Leben (11).“ Ein Aktivist gegen die Todesstrafe ist Ciulli freilich nicht, der Gute liebt die Bühne. Īrān ist da ganz großes Theater. Man möchte kotzen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Zum Iran des Jahres 2008 weiß amnesty international: »Auch im Berichtsjahr unterdrückten die Behörden abweichende Meinungen. Journalisten, Schriftsteller, Akademiker, Frauenrechtlerinnen und andere engagierte Bürger waren von willkürlichen Festnahmen, Reiseverboten, Schikanen sowie der Schließung ihrer Nichtregierungsorganisationen betroffen. … Minderheiten wurden vom Staat nach wie vor unterdrückt. Die Diskriminierung von Frauen war weiterhin fest im iranischen Recht und in der Praxis verankert. In Gefängnissen und Haftzentren wurde in großem Umfang gefoltert (12)«. Der mit seinem Theaterbetrieb im einstigen Bergarbeiter-Kurbad Raffelbergpark residierende Ciulli hat an diesem realen, religiös begründet folternden Iran einfach kein Interesse. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Schließlich zeigte Navid Kermani ihm 1996 einen ach so anderen Iran und mochte Meister Ciulli sich im folgenden Jahrzehnt von den kulturbewussten Schergen des antisemitischen Diktators Maḥmūd Aḥmadī-Nežād mitsamt einer kopftuchtragenden deutschen Theatergruppe zu Gastspielen nach Teheran einladen lassen. Der revolutionäre Muslim und judenhassende Präsident wähnt sich im geistigen Kontakt mit dem bei Schiiten traditionell herbeigesehnten Messias oder Welterlöser, dem Mahdī (wörtlich: der Rechtgeleitete) und will, weit weniger spirituell, in den Besitz der Atombombe kommen und den Staat Israel aus der fortgeführten Geschichtsschreibung tilgen (13). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Jahr für Jahr wurden Ehebrecherinnen gesteinigt und Regimekritiker hingerichtet, während uns der von einer Art von Unio Mystica beseelte Ciulli offenbart: „Ja, auch das ist wieder so ein Widerspruch.“ </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Angesichts der auch im bevölkerungsreichsten Bundesland lebenden Exil-Iraner, die Irans Kerker wie den schrecklichen, bereits vom Geheimdienst SAVAK des Schahs zum Foltern benutzten Evin-Gefängnisses überlebt haben und die bei einer Einreise sofort wieder verhaftet und vielleicht ermordet werden würden, ist der folgende Satz des „linken“ Theatermachers an Geschmacklosigkeit sicherlich kaum zu überbieten, mit dem wir das Thema Ciulli, der uns vor einem Romantisieren (Orientkitsch) ebenso wie vor einer Panikmache gegenüber dem angeblich menschenfreundlichen und nicht extremistischen Islam (Islamophobie) warnt, beenden möchten: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 31. Nicht nach Iran zu reisen ist ganz sicher die beste Art, sich diese wie jene Illusion zu bewahren. </p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Prof. em. Dieter Oberndörfer: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 52. Entscheidend für die Einstellungen der jungen Muslime zu ihren Aufnahmegesellschaften werden die ihnen gebotenen ökonomischen und sozialen Zukunftschancen sein. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Wie lächerlich Oberndörfer sich macht, mag dann deutlich werden, wenn man das Wort Muslime durch Vietnamesen, Christen ersetzt, gerne auch durch Kegelbrüder, Evangelikale, Farbenblinde, Motorradfahrer oder Neonazis: „Entscheidend für die Einstellungen der jungen“ Japaner / Christen / der jungen Farbenblinden „zu ihren Aufnahmegesellschaften werden die ihnen gebotenen ökonomischen und sozialen Zukunftschancen sein“, „entscheidend für die Einstellungen der jungen“ Kreationisten / Kegelbrüder / Neonazis „werden die ihnen gebotenen Zukunftschancen sein“. Implizit wird der Bundesrepublik Deutschland vorgeworfen, die Kaste der so genannten Muslime systematisch herabzusetzen. Einwanderer sind für Oberndörfer nicht etwa Iraner oder Indonesier, sondern „Muslime“. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Hier in der BRD gilt zum Glück das Grundgesetz, selbst für Apostaten und sogar für Frauen. Durchaus anders als in Ägypten oder Afghanistan. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Ob meine zum schiitischen Islam konvertierte Nachbarin jetzt einer anderen Rasse zugehört, ob sie wenigstens durch ihren Bürgermeister oder Arbeitgeber diskriminiert wird? Die Dame wird selbstverständlich nicht diskriminiert, was wir Islamkritiker freudig begrüßen. Sie trägt übrigens weder burqa noch čādor, jene textilen Kerker einer politischen Frauenverachtung und Verachtung der Nichtmuslime, die mich ja vielleicht diskriminiert vorkommen lassen, was wiederum dem emeritierten Professor für Politikwissenschaften und Soziologie egal ist. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Diskriminierung erfahren weniger die Muslime im westlichen und mittleren Europa, sondern vielmehr die Nichtmuslime in den vom Islam geprägten Gebieten der Erde, wo es nicht ohne staatlich festgeschriebene, völlig offizielle Nachteile möglich ist, seinen Glauben frei zu wählen (bis auf den islamischen natürlich). Daneben gibt es in Kairo oder Istanbul einen erheblichen inoffiziellen Druck gegen Christen in Form von Mobbing, koranisch (9:29 ins Englische) begründet aus dem Status als „Dhimmi“ (aḏ-ḏimmī): until they pay the jizya [ǧizya] with willing submission, and feel themselves saghiroon (ṣāġirūn), subdued. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Nichtmuslime darf man, um Allahs Missfallen hier auf Erden stellvertretend auszuüben, als „being brought low, in a state of subjection“, so lauten zwei weitere Übersetzungen der Koransure 9:29, ein Dasein als Erniedrigte, ṣāġirūn, als zu Erniedrigende sinnlich spüren lassen. Vielleicht besinnen sie sich und finden zurück zu jener wahren Religion (al-islām), zu der sie von ihrer fiṭra aufgerufen sind, ihrem natürlichen Hingeschaffensein auf Allahgott hin. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Oberndörfer droht uns mit (wohl: islamisch inspirierten) sozialen Unruhen sprich Bürgerkrieg, Low Intensity Conflict oder Organisierter Kriminalit. Und selbst wenn die Ausübenden des Aufruhrs (ǧiḥād?) der hier, mit EU-Mitteln finanziert, angestrengt erschaffenen Spezies der Muslime zugehören sollten, tragen Deutschlands irgendwie rassistische Nichtmuslime daran die Schuld. In dieser Rollenzuweisung darf man auf staatsbürgerliche Pflichten und (damit) auf staatsbürgerliche Rechte oder auf ein unterschiedslos für alle und jeden geltendes Recht großzügig verzichten. In dieser demokratiegefährdenden Argumentation immerhin folgerichtig fährt Dieter Oberndörfer fort: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 52. Gelingt es nicht, sie zu verbessern, wird Humus für politische Radikalisierung aufbereitet. … den eigentlichen Brennstoff dabei bildet die … kollektive ökonomische und soziale Marginalisierung. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Ob Oberndörfer wünscht, dass Deutschlands Schulen den etikettierten Muslim-Schülern bessere Schulnoten schenken, damit diese gnädigerweise auf den ǧiḥād verzichten? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 52.  Das Schicksal der Juden in der neueren deutschen Geschichte … trotz formaler staatsbürgerlicher, sozialer und kultureller Gleichberechtigung, … trotz ihres Patriotismus und ihrer bedeutenden Leistungen in Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur blieb ihre politische Integration in die deutsche Gesellschaft ein Einwegunternehmen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Einbahnstraße nach Auschwitz, wir haben diese geschmacklose Anspielung verstanden. Pierre Vogel lässt schön grüßen: Auch der Kölner Ex-Boxer und derzeitige Prediger wird nicht müde, auf deutschen Marktplätzen oder in angemieteten Hallen die wie beiläufig konstruierte staatsbürgerliche Sondergattung der Muslim-Bürger als angehende Opfer eines drohenden Massenmordes zu bezeichnen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Oberndörfer vergleicht die Ablehnung des orthodoxen islamischen Weltbildes und Frauenbildes also mit dem deutschen Antisemitismus des frühen zwanzigsten Jahrhunderts, der zu sechs Millionen Toten geführt hat. Dass prominente Ex-Muslime oder Schariagegner nicht nur in Syrien oder Ägypten, sondern auch in Frankreich, den Niederlanden oder in Deutschland unter falscher Adresse beziehungsweise unter Polizeischutz leben müssen, verschweigt uns der einst in Freiburg im Breisgau lehrende Professor, das heutige Vorstandsmitglied in einem dubiosen Rat für Migration, dem die provokant schariakonforme Turkologin und Bremer Professorin für Interkulturelle Bildung, Yasemin Karakaşoğlu ebenso angehört wie der alle paar Jahre ganz leise vor der Scharia warnende Bielefelder Konfliktforscher und Pädagogikprofessor Wilhelm Heitmeyer. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 53. Akzeptanz als normale Staatsbürger. Die Kultur des republikanischen Verfassungsstaates ist immanent pluralistisch. Sie ist offen für das Fremde. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Mit dem herrlich spitzen Wort: „Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dich sein“ des österreichischen Schriftstellers und Kabarettisten Christian Wallner dürfen wir die Willenlosen, Multikulti-Ideologen oder Schariafreunde entlarven. Dabei würden wir Oberndörfer in Grenzen durchaus zustimmen, tatsächlich ist Religion, Nichtreligion und Religionswechsel Privatangelegenheit und ist praktizierter religiöser Kult, je nach Einschätzung, eine sinnvolle oder sinnlose Möglichkeit der Freizeitgestaltung und der Erlangung oder Erhaltung der seelischen Ganzheit. Jeder darf an ein paar Ǧinni (Dschinn, islamologisch garantierte Geister) oder Engel glauben. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Gerade in diesem Sinne aber ist ein Allahfreund bereits und seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland ein völlig „normaler Staatsbürger“ (Oberndörfer). Das scheint aber weder den Lobbyisten des Islam auszureichen noch den Schariafreunden um Herausgeber Jürgen Micksch. Und so wird es Zeit, Herrn Mustafa Cerić zuzuhören, um zu wissen, was der organisierte europäische Islam im Namen der Religionsfreiheit anstrebt: „Opening the way for the Muslim Law to be recognized in personality Law such as family Law“ – „Das Islamische Gesetz muss im Bereich des Personenstandsrechts und Familienrechts anerkannt werden!“ </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Dieser Wunsch nach Rechtsspaltung befremdet uns und möge Europa einschließlich Bosnien und Sarajevo fremd bleiben. Für das Frauen und Nichtmuslime diskriminierende Islamische Gesetz ist Europas säkulare Kultur nicht zu begeistern, hier verwechselt Oberndörfer Pluralität mit Apartheid. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Ein diskriminierendes Gesellschaftssystem, das Frauen das halbe Erbe (Koran) zubilligt, die Kinder einer Trennungswilligen oder eines Ehefrauverstoßers stets der Familie des Ehemannes zuspricht, die Heirat einer Tochter „muslimischer“ Eltern mit einem Hindu oder Atheisten verbietet und dem Vater die Zwangsverheiratung seiner „jungfräulichen“ und bedarfsweise zehn- oder elfjährigen Tochter gestattet (14), brauchen, ja dürfen wir nicht als „normalen gleichberechtigten Teil der Gesellschaft“ (Oberndörfer auf Seite 53) wahrnehmen, wollen wir den Anspruch der für alle geltenden Bürgerrechte und der Gleichberechtigung der Frau nicht aufgeben. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Oberndörfer hat den Islam nicht verstanden oder möchte den freiheitlich-demokratischen Staat im Namen des „Pluralismus“ und der „Akzeptanz“ beseitigen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 54 Kulturelle Toleranz wird zu einer quasi genetisch vorgegebenen spezifisch westlich-europäischen Tugend stilisiert, die im Islam keine Entfaltungschance hat. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Wir haben nichts gegen Osteuropäer, halten Präsident Lukaschenko oder Großmufti Cerić jedoch für Demokratiefeinde, was wir aber nicht den weißrussischen oder bosnischen „Genen“ zuschreiben. Tatsächlich steht der koranische Satz Sure 3 Vers 110 „Ihr seid die beste aller Gemeinschaften“ dem Tolerieren der Nichtmuslime doch wohl ein wenig im Wege. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Das koranisch verankerte Bewusstsein von der Erwählung zum einzigen heilsbringenden Weg und zur Weltmission ist mitursächlich für die Verweigerung von Standards der kulturellen Moderne für Großfamilie (sexuelle Selbstbestimmung für die Töchter und Söhne), Nachbarschaft (Begegnung auf Augenhöhe mit Kairos Kopten, Teherans Bahā&#702;ī, Malaysias Chinesen oder Istanbuls Ex-Muslimen) und Nation (Pressefreiheit, gleiche Bürgerrechte für Nichtmuslime). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Oberndörfer scheint beispielsweise noch nie davon gehört zu haben, dass Nichtmuslime nach der Scharia nichts erben dürfen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 56 Die Integration der muslimischen Einwanderer kann aber nur gelingen, wenn ihnen kulturelle Freiheit gewährt wird. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Ungefähr so logisch wie: Die Integration des Neonazis kann nur gelingen, wenn ihm kulturelle Freiheit zugebilligt wird. Wali Mudschbir (walī muǧbir, türkisch mücbir veli) ist bei uns strafrechtlich eine Nötigung, fallweise Kindesmissbrauch, schafiitische FGM ist Körperverletzung, kultischer sexueller Missbrauch, schwarze Pädagogik und Sexualmagie – sehr geehrter Herr Oberndörfer, welche kulturelle Freiheit für die von Ihnen so verehrten „fremden“ Muslimbürger hätten Sie denn gerne? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Der emeritierte Professor für Politikwissenschaften und Soziologie Dieter Oberndörfer und der Theologe und Soziologe Dr. Jürgen Micksch haben entweder vom Islam nach vieljähriger professioneller oder ehrenamtlicher Beschäftigung immer noch keine Ahnung, oder es ist für sie einfach gar kein Problem, dass der indonesische islamische Gelehrte Lukman Hakim die verpflichtende Mädchenbeschneidung fordert: „Zum einen wird es [das Beschneiden] ihre Libido stabilisieren, zum zweiten wird es die Frauen in den Augen ihrer Männer schöner erscheinen lassen und zum dritten wird es ihre Psyche ausbalancieren (15).“ Willkommen beim Dialog mit dem Islam, mehr Toleranz bitte, weniger Ressentiments? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Der Schariafachmann und gottesfürchtige Genitalexperte Dr. Muhammad Wahdan von der Kairoer al-Azhar betont denn auch zur islamisch korrekten Gesundheitsvorsorge: „Sofern das Mädchen die Klitorisbeschneidung braucht, sollten wir diese durchführen“ (16). Herrn Micksch als dem Vorsitzenden des Interkulturellen Rates ist zur Islamischen FGM offensichtlich bislang nicht mehr eingefallen als die auf Seite 11 getroffene Feststellung: „Antimuslimischer Rassismus dringt bis tief in unsere Gesellschaft vor.“ Das ist völlig verantwortungslos, der Interkulturelle Rat hat sich endlich von der Islamischen FGM der Schafiitien und der FGM der Azhar-Gelehrten abzugrenzen. Er wird das natürlich nicht tun, sondern mit den Islamverbänden weiterhin kooperieren, um öffentlich geförderte oder stiftungsgeförderte Aufträge entgegenzunehmen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Der arabischen Staat Qaṭar ist eine absolutistische und theokratische Monarchie. Hier, im Emirat der Herrscherfamilie der Familie Āl Ṯānī (engl. Al Thani) lebt der Star-Prediger des Umfeldes der Muslimbruderschaft, Yūsuf al-Qaraḍāwī. Dieser fordert nach wie vor die FGM das heißt die vollständige oder teilweise Amputation der Klitoris: „Hadith. Reduziere die Größe der Klitoris, aber überschreite [dabei] nicht die Grenzen, denn das ist besser für ihr Wohlergehen und wird von den Ehemännern bevorzugt. Der Hadith macht klar, dass die Beschneidung besser für die Gesundheit der Frau ist und für ihre eheliche Beziehung mit ihrem Ehemann förderlich … Die Angelegenheit der weiblichen Beschneidung [betreffend] … verpflichtend ist sie [die FGM] nicht, [doch] wer sie als dem Interesse der Tochter dienlich einschätzt, sollte sie ausführen.“ (17). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Scheich Yūsuf al-Qaraḍāwī, eine der höchsten geistlichen Autoritäten des sunnitischen islām und bekannt für seine Fernsehsendung „Die Scharia und das Leben“ (Sharia and Life) beim Fernsehsender al-Ǧazīra (engl. al-Jazeera), ist über das European Council for Fatwa and Research (ECFR) der Vorgesetzte jenes bosnischen Großmuftis Mustafa Cerić, der im November 2008 in München im Beisein des deutschen Innenministers Wolfgang Schäuble den Eugen-Biser-Preis erhielt und dem im Oktober 2007 der nordrhein-westfälische Integrationsminister Armin Laschet beim 25jährigen Jubiläum der Christlich-Islamischen Gesellschaft artig die Hand schüttelte. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Der gebürtige Ägypter und Šaiḫ Yūsuf al-Qaraḍāwī setzt also für den organisierten Islam Europas durchaus den Maßstab dafür, was unter der von Allah gewünschten Lebensweise sprich was unter der Scharia zu verstehen ist. Der mit diesem revolutionär-gegenmodernen Islam offensichtlich völlig einverstandene Jürgen Micksch redet auch im Jahre 2009 immer noch von der Scharia als dem „Glaubensweg“ (Seite 159). In einer solchen Werbung für die diskriminierende islamische Pflichtenlehre, wie sie Jürgen Micksch und Bekir Alboğa betreiben, kündigt sich Europas nachdemokratisches Zeitalter an, was säkulare (freiheitlich demokratische) Staatsbürger zu verhindern haben. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Achtung, Birgit Rommelspacher legt los. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 57 Integration bedeutet ein Prozess gegenseitiger Anerkennung </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Wie bitte: Wir Bürger sollen jetzt die deutschen Neonazis oder türkischen Antisemiten (18), die türkischen Rassisten der MHP (Milliyetçi Hareket Partisi) genannt Graue Wölfe (Bozkurtlar) oder die eingewanderten palästinensischen Antisemiten und Israelhasser anerkennen, wie sich versteht: auf Gegenseitigkeit? So eine Integration mag man in gewissen Dozentenzimmern und Hörsälen der Berliner Alice-Salomon-Hochschule wünschen. Ein Demokrat hat mit dem Freund des aufgezwungenen Kopftuchs oder dem Tochtertauscher keine Anerkennungsverhandlungen anzutreten, das Grundgesetz steht schließlich nicht zur Disposition. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 58-59. Die Moscheen werden zum symbolischen Ausdruck der Niederlassung in dieser Gesellschaft. Sie sind also gerade nicht ein Rückzug, sondern im Gegenteil Ausdruck dafür, dass sich die EinwanderInnen als fester Bestandteil der Gesellschaft verstehen. … Sie fordern das Recht auf Anerkennung und öffentliche Präsenz. D.h. sie kämpfen um Gleichheit und das Recht auf Differenz. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Ob beziehungsweise dass in den Moscheen die Ungleichheit der Frau gepredigt wird, ist der Frauen- und Rechtsextremismusforscherin Rommelspacher unwichtig. Rommelspacher will („das Recht auf Differenz“) den Muslimbürgern ja vielleicht den Ausstieg aus den für alle geltenden staatsbürgerlichen Normen zugänglich machen (Ceric: „Opening the way …“), der schariatreue Vater soll seine Tochter in die erste Ehe auch gegen ihren Willen verheiraten dürfen, wie das malaysische Familienministerium bekannt gibt, das alles sollen wir jetzt bitte dekonstruktivistisch, postkolonialistisch, „differenziert“ denken. Einen Buddhisten oder Ex-Muslim hat besagte Tochter selbstverständlich nicht zu heiraten und auch ein Leben als Single oder Lesbe steht ihr nicht zu, „die Muslime“ sind für Frau Rommelspacher schließlich „gleichzustellen“ mit all ihrem „Recht auf Differenz“. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 60. Dieser Begriff [der Säkularität] … basiert … oft auf dem Missverständnis, dass Säkularität der Rückzug des Religiösen in die Verborgenheit des Privaten bedeuten würde. Tatsächlich bedeutet sie die Neutralität des Staates gegenüber den Religionen, die er sogar, so will es die deutsche Verfassung, zu fördern hat. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Es besteht auch die negative Religionsfreiheit, der Schutz vor Religion. Zuallererst aber hat die Republik das Individuum zu sehen, nämlich nicht als Angehörigen einer milla (Glaubensnation). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Die dem Grundgesetz widersprechenden Teile der Religionen hat der Staat nicht zu fördern, sondern im Gegenteil einzugrenzen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 65. Rituale der Begegnung, … neue Kommunikationsräume … wie wichtig solche Strukturen sind, zeigt sich nicht zuletzt daran, dass im Gegensatz zu diesen positiven Beispielen [wie den verwirklichten Moscheebauprojekten in Duisburg-Marxloh und Oberhausen] die ähnlich gelagerte Kopftuch-Debatte in Deutschland gescheitert ist. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Wenn die Hidschabdiskussion „in Deutschland gescheitert“ sei, dann ist sie ja vielleicht in Bagdad, Basra, Amsterdam-Slotervaart, im englischen Luton oder im Gaza-Streifen gelungen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Rommelspacher will die bestehenden deutschen Verbote des Lehrerinnenkopftuches kippen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 65-66. Das Thema [Lehrerinnenkopftuch im Klassenzimmer staatlicher Schulen] wurde zwar landauf, landab diskutiert, aber in den seltensten Fällen mit den eigentlich Betroffenen, nämlich mit den muslimischen Frauen, die ein Kopftuch tragen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Moment, Dutzende von Journalisten und sogar mehrere aufmerksame Bundesverfassungsrichter haben der in Saudi-Arabien aufgewachsenen Fereshta Ludin jahrelang ein offenes Ohr geschenkt. Die gebürtige Afghanin Ludin, die Frauen aus Kabul sind veritable Kopftuchexpertinnen, ist doch ganz gewiss ein Musterexemplar der Gattung „betroffene muslimische Frauen“  (Rommelspacher) und trägt einen farblich stilsicher ausgewählten ḥiǧāb. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Folgen wir also dem Rat der hohepriesterlich tätigen Rommelspacher und lassen eine originale Kopftuchträgerin zu Worte kommen, die sicherlich auch keine Ex-Muslima ist. Was für ein Weltbild haben Kopftuchträgerinnen? Die gottesfürchtige Aachener Grundschullehrerin Eva el-Shabassy sinnierte zum im Namen Allahgottes sterbenden, ehebrecherischen und mit (nicht zu kleinen, nicht zu großen) Steinen totgeschmissenen, halb eingegrabenen Frauenleib: „Wenn einmal in hundert Jahren eine Ehebrecherin gesteinigt wird, vielleicht werden dann ganz viele Ehen gerettet (19)?“ Für derlei Rücksicht, Friedfertigkeit und soziale Verantwortung trägt eine originale Kopftuchlehrerin ihren Schleier, soweit auch zu Birgit Rommelspacher. Canan Topçu wird sentimental: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 82. Mir graut vor total verhüllten Frauen. </p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Bravo, mir auch, allerdings auch vor halbtotal verhüllten Frauen oder auch bereits vor denjenigen, die ihrer Tochter das noch so kleine Kopftuch aufzwingen, etwa mit der Drohung, dass die Kopftuchverweigerinnen jahrtausendelang schmerzlich in der Hölle braten müssen. Auch vor nichtverschleierten türkischen oder kurdischen Müttern, die für ihre Tochter eine Ehe arrangieren graut es mir. Kopftuchlose Schariafreundinnen wie Emel Abidin-Algan sind doch auch etwas gräuslich, oder? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 83. Ich bin keine … Theologin und auch keine praktizierende Muslima. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Bitte deutlich das Treiben der erpresserischen Kartelle der europäischen Scharialobby zurückweisen und das Studium an der Kairoer al-Azhar nicht aufnehmen. Oh, meine Dame, Sie sind eine Sünderin? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 84. Es fällt mir schwer [etwas zu Papier zu bringen, ich habe] eine Schreibblockade. … Ich habe … einen Milchkaffee getrunken, sämtliche Blumen gegossen, gebügelt, aufgeräumt … Es [besagte Schreibblockade] hat etwas damit zu tun, dass ich pessimistisch eingestellt bin und keine wirklich neuen Ideen einbringen kann, die zur Überwindung von Islamfeindlichkeit führen könnten. … Wenn ich es mir erlaube, meinem Bauchgefühl eine Stimme zu geben … </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Sehr geehrte Frau Topçu, Sie sollten noch einen Milchkaffee trinken. Ob die Blumen wirklich ausreichend gegossen sind? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Nicola Towfigh: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 92. Den Islam besser verstehen, kann man durch … Lesen im Koran, … durch ein Studium seiner Geschichte … und durch Aussagen islamischer Vordenker. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Kann man. Man könnte, zumal als prominente deutsche Vertreterin der monotheistischen Religionsgemeinschaft der Bahā&#702;ī, auch die iranischen Vorsitzenden seiner eigenen Religion befragen, die im schiitisch beherrschten Teheran wohnen. Leider kommt noch nicht einmal ihr Anwalt zu ihnen, denn die Damen und Herren wohnen nicht nur in der Hauptstadt der göttlichen Diktatur, sondern gleich im Evin-Gefängnis. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 92. … im Koran angelegte Friedfertigkeit und Toleranz … den positiv gelebten Islam. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Frau Towfighs Friedlichkeit provoziert mich dann doch ein wenig. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 94. Demut – eine vergessene Tugend. … Demut und eine differenzierende Sicht werden auch dazu führen, dass sich allmählich Sprache, Ausdrucksweise und Begrifflichkeiten ändern, die wir in Bezug auf den Islam oder die Muslime verwenden. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Das wäre gar nicht gut, zumal davon auszugehen ist, dass sich zwar mit dem Ersetzen des Etiketts kulturrassistisch durch das Label menschenfreundlich die bestehende Pressefreiheit ändert, nicht aber die Scharia. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 94-94. Das Bahá’ítum … wurde … im Iran gestiftet [und] bezeugt den göttlichen Ursprung aller Offenbarungsreligionen … Muhammad wird als Bote Gottes gepriesen, … der Koran wird als Wort Gottes verehrt. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Das musste wohl so kommen. Wenn das mal gut geht. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Ihre Glaubensgeschwister werden in allen islamisch beherrschten Gebieten bedroht, eingesperrt und ermordet (20). </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 95. Zu einem vorbehaltlosen Studium des Islam gehört, … zwischen der ursprünglichen Lehre und späteren Entwicklungen zu unterscheiden. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Noch jemand, der vom makellos-reinen Ur-Islam träumt. So mag der Dialog mit der Muslimbruderschaft freilich gelingen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 95. Entgegen dem Erscheinungsbild, das sich gelegentlich bietet, ist der Islam in seinem Ursprung eine Religion der Toleranz und Verständigung. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Hier wäre wohl selbst der erfolgreiche militärische Führer Muḥammad sauer, und das völlig zu Recht. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 97. All diesen Bemühungen liegt die Überzeugung zugrunde, dass alle Menschen Träger des Zivilisationsprozesses sind. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Einverstanden. Das aufklärerische Denken und die rechtsstaatlichen Errungenschaften behalten wir sicherheitshalber aber doch, bevor wir die Menschheitsgeschichte und europäische Geschichte „tolerant“ mit denjenigen verhandeln, die sich mit den Zumutungen namens Wissenschaftlichkeit, Religionswechsel, Religionskritik und Gleichberechtigung der Frau so schwer tun. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Weltbürgerlich und menschenfreundlich ist es, auf den Wert jedes Menschen und auf den gemeinsamen Weg der sich – hoffentlich – zunehmend zivilisierenden Menschheit hinzuweisen. Dass manche Exemplare der Gattung Mensch die anderen von diesem Weg abhalten, etwa durch die Ermordung im Namen des Islam, durch die Peitschenhiebe der Scharia oder durch das Einkerkern im Teheraner Evin-Gefängnis, sollte man erwähnen. Oder sind die letztlich in kosmisch-göttlicher Harmonie ausgesöhnten Steiniger nebst Gesteinigten die gemeinsamen „Träger des Zivilisationsprozesses“? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Die von Bahā&#702;ullāh geforderte Haltung von „Geduld, Erbarmen, Mitleid und Güte für alle Völker“, wie Towfigh zitiert, sollten uns dazu ermutigen, in erster Linie viktimologisch anzusetzen, das heißt: für die Opfer einzutreten, und dann sogleich die Geltung der universellen Menschenrechte und damit nicht zuletzt die Gleichberechtigung der Frau einzufordern. Beides ist mit dem orthodoxen Islam aber schlicht nicht zu machen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Soweit zur Generalsekretärin des Nationalen Geistigen Rates der Bahā&#702;ī in Deutschland, Dr. phil. Nicole Towfigh. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Nun zum Deutschen Islamforum. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 159. Scharia als Glaubensweg von Muslimen </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Das sollte von freiheitlich demokratischen sprich säkularen Staatsbürgern als ungeheuerlich und skandalös empfunden werden, wird hier doch dafür geworben, dass Europas so genannten Muslime die kulturrassistische, menschenverachtende Doktrin der islamischen Scharia einhalten sollen, mehr noch, dass Deutschlands Bürger dieses im Namen der Fremdenfreundlichkeit gefälligst zu dulden haben, um nicht als „Rassisten“ zu gelten. Ob Herr Micksch jetzt eine neue Scharia bastelt oder ob er die geheiligte frauenfeindliche Pflichtenlehre wahrheitswidrig verharmlost werden wir gleich sehen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 159. In der deutschen Öffentlichkeit gibt es viele Vorurteile zu Scharia. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Vorurteile? Wir befassen uns mit der šarī&#703;a seit vielen Jahren und das mit der Unterstützung von Einwanderern, zumal weiblichen, aus so genannten islamischen Ländern. Uns betreffend könnte man ja statt Vorurteile vielleicht einmal Nachurteile sagen … Urteile. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 159. Von manchen wird behauptet, Muslime wollen in Deutschland die Scharia einführen, die dann oft auch noch als verfassungsfeindlich bezeichnet wird. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Sehr geehrter Herr Micksch, rufen Sie hiermit die Muslime dazu auf, die rückwärtsgewandte, aggressive und hoch politische Scharia endlich aufzugeben? Das tun Sie leider nicht und das war nicht anders zu erwarten. Hingegen rücken Sie jeden Schariakritiker in die Nähe der panisch Xenophoben, der veritablen Spinner. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Der nordrhein-westfälische Verfassungsrichter Bertrams mag ja aus Sicht der Groeben-Stiftung oder aus Sicht von Integrationsminister Armin Laschet ein derartiger Mensch voller „Vorurteile“ (Micksch) sein, der im Jahre 2009 bedeutende Teile der Scharia (&#8220;sie weisen der Frau in nahezu allen Lebensbereichen einen niedrigeren Rang zu als dem Mann“) wahrheitsgemäß als verfassungswidrig bezeichnete. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 160. Der Koran gilt im Islam als Quelle der Scharia. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Jeder Mann kann bis zu vier Ehefrauen haben, die Frau aber nur einen Ehemann, er darf diese nach Belieben verstoßen, die Frau darf ihren Mann nicht verstoßen. Die Frau oder Tochter erbt nur die Hälfte von dem, was ihr Bruder erbt und ihre Zeugenaussage hat oftmals nur 50 % des Wertes derjenigen einer männlichen Zeugenaussage. Allah behält sich die ewige Lügerei vor und sein prophetischer Liebling tötet auf dem Kriegspfad der bald nachvollziehbar, bald willkürlich quälenden Gottheit. Besagter Koran also … </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 160. [Der Koran gilt im Islam als Quelle der Scharia.] An zweiter Stelle steht die „Sunna“, die Lebenspraxis des Propheten [Muhammad], die … Überlieferungen [und prophetischen] Aussprüche, [die] „Hadithen“. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Das von der Religionspolizei in Staaten wie Nigeria, Algerien, Saudi-Arabien, Pakistan und Malaysia verwirklichte islamische Prinzip der ḥisba verpflichtet jeden Muslim, nach Kräften das staatsislamisch (schariatisch) Erlaubte zu befördern und das Unerlaubte zu verhindern. Grundlage der kulturrassistischen, repressiven Scharia und der zur Brutalität gegen Frauen und Nichtmuslime einladenden ḥisba sind Hadithen und Koran. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Die Karl-Konrad-und-Ria-Groeben-Stiftung bezahlt Herrn Dr. Micksch, für die Hadithen zu werben und der Verlag Otto Lembeck druckt diesen demokratiefeindlichen und frauenfeindlichen Stoff? Werfen wir einen Blick auf einige aḥādīṯ (Hadithen), die das Prädikat ṣaḥīḥ tragen, als vertrauenswürdig und damit als unbedingt zu beherzigen: </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> „Ich habe in den Himmel und die Hölle geblickt, und in der Hölle waren die Frauen in der Mehrzahl.“ </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> „Eine Frau soll ihrem Mann jederzeit sexuell zur Verfügung stehen, und sei sie auch gerade beim Backen, sei es, dass das Brot im Ofen verbrennt.“ </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 160. Auf der Grundlage von Koran und Hadithen schufen dann islamische Gelehrte Rechtssammlungen. Für neu auftauchende Fragen, auf die man im Koran keine expliziten Antwort finden konnte, traten für die islamischen Gelehrten zwei weitere Quellen hinzu, „idschma“ als Konsens der islamischen Umma bzw. Gelehrten über ein Thema und „qiyas“, der Analogieschluss. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Auch wenn es der Groeben-Stiftung und Herrn Dr. Micksch noch nicht aufgefallen sein sollte: Wir haben bereits eine Rechtssprechung. Die Bundesrepublik Deutschland hat keinen Bedarf an einer zweiten Jurisprudenz, schon gar nicht an einer der kulturellen Vormoderne und dem extremen Patriarchalismus entstammenden. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Das Buch trägt den Titel „Antimuslimischer Rassismus“ – und auf Seite 160 offenbart uns das Machwerk, worum es heute geht, um künftig nicht zu den Rassisten gezählt zu werden: Im Namen der Religionsfreiheit und des „gesellschaftlichen Friedens“ die Verharmlosung eines barbarischen Gesetzes zu dulden. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Theologe Micksch &#38; Co. schreiben zu den Baustoffen göttlicher Diktatur namens qur&#702;ān (Koran), aḥādīṯ (Hadithe), iǧmā&#703; (Idschma, das ist der Konsensus der Gelehrten), qiyās (Qiyas, das ist der Analogieschluss eines Gelehrten) und zu der durch Eliten verwalteten Sakraljurisprudenz als einem flexibel diskriminierenden Fallrecht: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 160. Dabei wurden neu auftretende Fragen in Anlehnung an bekannte Fälle entschieden. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Keine Rechtssicherheit bietend, doch verlässlich diskiminierend, in der Tat, das ist »Das islamische Recht« (Buchtitel Mathias Rohe 2009). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Mit dem Koran als erster „Quelle“ (Micksch, Interkultureller Rat) der Rechtsfindung wird sich niemals ein nicht diskriminierendes Recht aufbauen lassen. Für Allahgott ist das auch gar kein Problem, der leidet nicht unter der Ungleichbehandlung der Frau und der Ungläubigen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 160. Dabei wird die Anpassung des islamischen Rechts an sich veränderte oder ganz neue Gegebenheiten gewährleistet. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">An kriecherischer Schmeichelei kaum zu übertreffen. Lassen Sie uns das sakrosankte i-Wort (i wie Islam, islamisch) dreimal durch eine andere repressive weltanschauliche Doktrin ersetzen: </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> „Dabei wird die Anpassung“ maoistischen chinesischen Rechts „an sich veränderte oder ganz neue Gegebenheiten gewährleistet.“ Alles Platz des Himmlischen Friedens oder was? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> „Dabei wird die Anpassung“ nationalsozialistischen Rechts „an sich veränderte oder ganz neue Gegebenheiten gewährleistet.“ Schließlich steht ganz versteckt ein sozialistisch in NSDAP, vielleicht gar sozial. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> „Dabei wird die Anpassung“ heiligen katholischen Inquisitionsrechts „an sich veränderte oder ganz neue Gegebenheiten gewährleistet.“ Dem Gotteslästerer der Scheiterhaufen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Modernes iranisches Recht: „Verderbenstiften auf Erden“, „Blasphemie“, „Apostasie“. Im kulturellen Sinne ist das iranische Recht vormodern (rechtlich-islamisch bedeutet stets rechtlich vormodern), Jürgen Micksch ist ja vielleicht postmodern und begrüßt das Talionsprinzip und die koranisch begründete Einteilung der Menschheit in Klassen verschiedener Wertigkeit, verschiedenen Wertes. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Ayatollah Chomeini, der fromme Muslim kann dem Interkulturellen Rat um Jürgen Micksch doch ohne Frage als ein Islam-Experte gelten, stellte 1984 fest: „Eine Religion, die keine kämpferische Basis hat, ist prinzipiell keine Religion. Denn ein Prophet kommt, um das Schwert zu ziehen und zu töten (21).“ </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Das Blutgeld (diyya, persisch diyye) ist diesen diskriminierenden Abwertungen der Glaubensnationen und der nochmals weiteren Abwertung ihrer weiblichen Hälfte konsequent folgend in Saudi-Arabien oder im Iran gestuft (22). Wir würden von Lebensversicherungsprämie reden oder von der zu zahlenden Strafe bei Körperverletzung oder fahrlässiger Tötung. Für den männlichen Christen oder für die muslimische Frau ist im Falle der Sachbeschädigung (irreparablen Verletzung) oder Tötung nur halb so viel zu zahlen wie für einen vollwertigen Staatsbürger (muslimisch und männlich). Micksch und der Interkulturelle Rat sind über eine solche Rechtsapartheid ganz begeistert: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 160. In der Vielfalt liegt die Gnade. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Von eher wahrheitswidrigen Aussagen sprich gekonnter Lüge schrecken Micksch und sein Deutsches Islamform am 27.09.2006 nicht zurück: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 163. In Glaubensfragen wird vom Koran jede Gewaltausübung und jeder Zwang untersagt. … Die Todesstrafe für Apostasie (d.h. Abfall vom Islam) widerspricht der im Koran verankerten Glaubensfreiheit. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Tell me sweet little lies, Doktor Micksch lügt mir ins Gesicht: im Koran ist Glaubensfreiheit schlicht nicht vorgesehen. Oder, anders: es gibt den Islamapostaten, doch der wird ermordet. Das Geflunker geht munter weiter: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 163. Mann und Frau sind gleichberechtigt. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">In Deutschland ja, im Islam nicht! </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Tell me lies. Seit wann ist der Mann der Pflicht zum öffentlichen Verbergen des Haupthaares unterworfen, der Pflicht zum Tragen des ḥiǧāb? Seit wann erbt der ägyptische oder pakistanische Mann genau so viel wie die Frau, protestiert unser Herr Micksch etwa gegen das dort geltende Recht? Verliert der marokkanische oder afghanische Mann im Scheidungsfalle seine Kinder genau so sehr und nachhaltig wie die Frau, ein Rechtsverständnis, von dem die Frauen im Forum 1001 Geschichte (Thema „bezness“) einiges zu erzählen haben? Ist denn nun auch in Deutschlands DITIB-Moscheen der Mann eine Woche im Monat derartig „rituell verunreinigt“, so „unrein“, dass er nicht in die Moschee gehen darf? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Dreiste Lüge bringen uns Micksch und die geschäftsführende Arbeitsgruppe des Deutschen Islamforums (Bekir Alboğa, Dr. Yasar Bilgin, Ozan Ceyhun, Dr. Jürgen Micksch) auch hier: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 163. Zwangsheiraten, die in manchen Ländern praktiziert werden, sind mit dem Islam nicht vereinbar und werden verurteilt. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Walī muǧbir. Nach allen vier sunnitischen Rechtsschulen hat der biologische Vater oder der Großvater männlicherseits das ihm von Gott Allāh zugebilligte Recht, die umma-geprüft jungfräuliche Tochter auch gegen ihren Willen zu verheiraten. Wer will, mag das beim Familienministerium aus Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur unter „wali mujbir“ nachlesen (23). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Die Zwangsheirat ist nicht nur nicht mit dem Islam vereinbar, sondern Religionspflicht. Der walī muǧbir ist nicht nur niemals „verurteilt“ (Micksch) worden, sondern kann nicht verurteilt werden, ohne dass der Redner zum Islamverweigerer, zum Apostaten wird. Die Aktionen von Tariq Ramadan – »Hand in Hand gegen Zwangsheirat« (24) – beziehungsweise die halbernst gemeinte, dabei überlaute Zwangsheiratskritik von Pierre Vogel dienen genau dazu, den walī muǧbir, die islamische Zwangsverheiratung, zu verschleiern. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Derart wahrheitswidrig oder islamunkundig handhaben das Mathias Rohe (»Das islamische Recht. Geschichte und Gegenwart« 2009) und Aḥmad A. Reidegeld (»Handbuch Islam. Die Glaubens- und Rechtslehre der Muslime« 2005), auch das Prinzip Kindbraut möchten die Islamerklärer Rohe und Reidegeld uns nicht vermitteln, Mathias Rohe darf im Jahre 2009 gleichwohl zum Berliner Gebetsraumurteil gutachterlich tätig sein. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Stellvertreterschaft (Kalifat) beginnt im Schlafzimmer, Islam ist walī muǧbir. Und der stets so nett lächelnde Theologe Doktor Micksch reiht sich im September 2006 in diese Reihen der Nebelwerfer und Schariaverharmloser ein. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Konsequent wird auch im Folgenden auf die unbedingte Geltung universeller Menschenrechte verzichtet und in der uns von der OIC bekannten Manier von „Menschenrechten“ gesprochen: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 164. Die Missachtung der Menschenrechte ist überall und in jeder Form abzulehnen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Alarmiert sollten wir allerdings bei dem folgenden Satz des in aller Unauffälligkeit beanspruchten Schariavorbehalts sein: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 164. Die Befolgung der jeweiligen lokalen Rechtsordnung ist gemäß der Scharia für Muslime verpflichtend. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Wenn Muslime das uneingeschränkte (auch passive) Frauenwahlrecht akzeptieren, verdanken wir das der also, so meint Jürgen Micksch, der angeblich demokratiefreundlichen Scharia. Wenn sie die Herrschaft Allahs verlangen gleichfalls, aber die šarī&#703;a ermuntert die Muslime glücklicherweise, so behaupten es jedenfalls Alboğa, Bilgin, Cehyun und Micksch nicht ganz wahrheitsgemäß, die Demokratie gegenüber dem Kalifat zu bevorzugen. Wenn muslimisch sozialisierte beziehungsweise muslimisch empfindende Menschen so großzügig sind, die Straßenverkehrsordnung und das Strafgesetzbuch zu befolgen, dann verdanken wir das … richtig, der šarī&#703;a. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Nun werden die schariabegeisterten Islamerklärer aufgeführt, welche das Deutsche Islamforum am 08.11.2005 und am 27.04.2006 zur Begrifflichkeit der Scharia rechtgeleitet haben. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 165. Dr. Nadeem Elyas, Interkultureller Rat in Deutschland, Eschweiler </span></p>
<p>Solange sich der Interkulturelle Rat nicht vom Islamisten Elyas öffentlich, schriftlich und glaubhaft distanziert, möge man dieses Gremium boykottieren. Weitere auf Seite 165 genannte Islamberater zum Schariarecht: </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Dr. Ayyub Axel Köhler, ZMD. Erol Pürlü, VIKZ. Riem Spielhaus. Dr. Silvia Tellenbach. Abdullah Uwe Wagishäuser, Ahmadiyya. Zwei haben sogar den Sprung in unsere Ministerien geschafft, den langen Marsch durch die Institutionen: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 165. Dr. Korkut Bugday, Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Dr. Bülent Ucar, Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Vielleicht möchten die Herren Bugday und Ucar uns einige Worte zur Aussage des Verfassungsrichters Bertrams mitteilen, der die Scharia als grundrechtswidrig bewertet. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 165. Das Deutsche Islamforum wurde am 26. Juni 2002 in Frankfurt am Main vom Interkulturellen Rat in Deutschland und vom Rat der Türkeistämmigen Staatsbürger in Deutschland gegründet. Es ist inzwischen eine eigenständige Einrichtung der Karl-Konrad-und-Ria-Groeben-Stiftung, von der diese Arbeit auch finanziert wird. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Die Groeben-Stiftung sollte die Finanzierung von verdummenden, islamverharmlosenden und potentiell grundrechtsgefährdenden Projekten wie Deutsches Islamforum oder Interkultureller Rat beenden. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Integrationsminister Armin Laschet, kommunale Integrationsbeauftragte, kirchliche Islambeauftragte und vor allem alle Sozialpädagogen und Sozialarbeiter sollten sich von der Intention des Machwerks „Antimuslimischer Rassismus. Konflikte als Chance“ (Hg. Micksch 2009) nicht irreführen lassen. Die Genannten werden sich daran gewöhnen müssen, Handreichungen, Informationen oder Hilfestellungen genannte Druckschriften auf dem Schreibtisch vorzufinden, deren Geist nicht mehr im Einklang mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (New York 1948) oder mit dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland (1949) steht, sondern der „kultursensibel, differenziert und interkulturell“ das vormoderne Menschenbild, Gottesbild und Gesellschaftsverständnis der stets auf eine eigene Rechtssprechung zielenden šarī&#703;a verteidigt. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Hier tut Aufklärung Not und wären in der Tat „Konflikte als Chance“ (Micksch) zu begreifen, die misogyne, sexualmagische und repressive Doktrin der Scharia ins Mittelalter zurückzuweisen. Dabei hat es uns ebenso um eine bewahrte Rechtseinheitlichkeit zu gehen wie um die auch Frauen und Kindern zugänglichen Grundrechte und Freiheitsrechte, mitnichten aber „um einen schonenden Interessensausgleich“, wie Jürgen Micksch (Seite 15) es nennen möchte. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Das Wort Interessensausgleich beliebte der österreichische Bundespräsident Dr. Heinz Fischer auszusprechen, als er im Oktober 2008 dem Islamisten Anas Schakfeh von der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) das Große Goldene Ehrenzeichen mit dem Stern verlieh (25). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Auch die jüngste Geschichte des Nahen Ostens ist durch Brutalität geprägt. Im Jahre 1982 erfolgte eine staatliche Bombardierung der Stadt Ḥamā, des Widerstandszentrums der Muslimbrüder Syriens, bei der möglicherweise 25.000 Menschen starben. Der Muslimbruderschaft wurde vorgeworfen, einen Staatssturz vorbereiten und eine Theokratie errichten zu wollen. Seither arbeitet die 1928 gegründete theofaschistische Muslimbruderschaft nicht länger in Syrien. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Der 1943 in eben diesem Ḥamā geborene Österreicher Schakfeh ist Konsultent in der Kulturabteilung der saudi-arabischen Botschaft. Welche „Interessen“ Österreichs Präsident Fischer mit dem Menschenbild und Gesellschaftsverständnis der Wahhabiten „auszugleichen“ wünscht, bleibt uns leider unklar. Erst aufgrund von Protesten zog der für den Wiener Islamischen Religionsunterricht verantwortliche Anas Schakfeh das in den Schulen zehn Jahre lang verwendete Buch „Erlaubtes und Verbotenes im Islam“ des Hasspredigers Yūsuf al-Qaraḍāwī zurück (26). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">In der Bundesrepublik Deutschland würde bereits eine lediglich im Familienrecht (Stichwort walī muǧbir) zugelassene Scharia das von Max Weber (1919) als Grundlage des Rechtsstaats erkannte »Gewaltmonopol des Staates« beenden. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Orthodox (revolutionär) verstandener Islam bleibt der Aufbau eines repressiven Imperialismus der muslimischen milla über die verschiedenartig entrechteten nichtmuslimischen Glaubensnationen. Angesichts der islamisch begründeten Spaltung der Gesellschaft des indischen Subkontinents anhand der durch Sir Muhammad Iqbāl ersonnenen »Zwei-Nationen-Theorie« und in Kenntnis, dass Innenminister Wolfgang Schäuble die im Sommer 2009 nach drei Jahren beendete Deutsche Islamkonferenz (DIK) auf kommunaler Ebene fortsetzen möchte, sollten wir alarmiert sein, von Jürgen Micksch und seinem Interkulturellen Rat im November 2009 die Zielvorgabe zu vernehmen: „kommunale Islamforen …, deren Ziel das gute Miteinander von Muslimen und Nichtmuslimen ist (27).“  </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Der Indo-Pakistaner Sayyid Abū l-A&#703;lā al-Maudūdī oder der Ägypter Sayyid Quṭb hätte das nicht hübscher formulieren können, als vom „guten Miteinander der Muslime und Nichtmuslime“ zu predigen. Staatsbürger wollen die Rechtseinheitlichkeit, Mustafa Cerić will sie beenden. Wird das vom Interkulturellen Rat angeschmuddelte »Clearingprojekt: Zusammenleben mit Muslimen« uns universell-menschenrechtlich und bürgerrechtlich motivierte Gegner des islamischen Rechts zu „antimuslimischen Rassisten“ erklären? Wir Sozialpädagogen haben vor den frauenentrechtenden Aspekten der Imam-Ehe zu warnen und müssen für die zivilrechtliche Ehe im Standesamt Werbung betreiben dürfen. Die Texte von Jürgen Micksch machen uns das nicht gerade leichter, zumal das zum 01.01.2009 in Kraft getretene geänderte Personenstandsrecht (Wegfall der verpflichtenden standesamtlichen Voraustrauung) die diskriminierende, keine Rechtssicherheit bietende und stets mit einem hohen Loyalitäts- und Konformitätsdruck einhergehende Imam-Ehe leider befördern wird. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Eine jede in Deutschland zur machtvollen Politik werdende Scharia ist Staatsgründung, und, da bereits ein Staat besteht, Separatismus. Im Schafspelz der zu gewährenden Religionsfreiheit mogelt sich die nach Volkssouveränität (Islam als Volk, Selbstbestimmungsrecht der Völker) strebende Islamische Nation nach vorne. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Im Übergangsbereich zwischen dem fundamentalistischen Sonderverhalten und der Religionsdiktatur, im Fluidum zwischen Einzelfallregelung und Ausrufung des Kalifats betreibt die orthodoxe islamische Glaubensnation hiǧra (Hidschra), islamische Sezession. Das Ansinnen des zwischen Scharia und Grundgesetz „um einen schonenden Interessensausgleich“ bemühten Theologen und Soziologen Dr. Jürgen Micksch, den orthodoxen (separatistischen) Islam an der bundesdeutschen Staatsgestaltung mitwirken zu lassen, müssen wir zurückweisen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Die nicht in die Schranken gewiesene Scharia wird jeden freiheitlichen Rechtsstaat zerreißen, was es zu verhindern gilt. Religionsfreiheit nach Artikel 4 GG ist eben nicht Rechtsspaltung, auch nicht im Familienrecht wie etwa Scheidungsrecht und Personensorgerecht. Nur die gleiche Freiheit für jeden ist Freiheit. Dazu brauchen wir ein einheitliches Gesetz für alle und jeden von uns. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Gina Khan (28), Maryam Namazie, Ibn Warraq und viele andere freiheitliche (säkulare) Bürgerrechtsaktivisten brachten das Bekenntnis zur Rechtseinheitlichkeit am Menschenrechtstag (10.12.) des Jahres 2008 in London auf die kurze schöne Formel: »One Law For All« (29). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Mangel an Distanz zum Gedankengut und personalen Umfeld von Europas reaktionären Islamisten hat uns Herausgeber Micksch durchaus bieten können, eine demokratieverträgliche Theoriebildung eines von ihm sicherlich gewünschten »promuslimischen Antirassismus« ist er uns schuldig geblieben. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 150pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Jacques Auvergne </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (1) Tutzing 2009. Ausbildung von Imamen in Deutschland. Mathias Rohe (Autor von »Das islamische Recht« (2009); islamverliebter Gutachter beim Gebetsraum-Urteil 2009), Imam Benjamin Idriz (Penzberg; damit ideologisch leider wohl eher unweit von Necmettin Erbakan und Yusuf al-Qaradawi), Weihbischof Hans-Jochen Jaschke (Deutsche Bischofskonferenz), Saban Ali Düzgün (Theologische Fakultät der Universität Ankara), Enes Karic (Professor für Koranstudien aus Sarajevo), Heiner Köster (Eugen-Biser-Stiftung, diese ehrte den al-Qaradawi gehorsamspflichtigen und die Rechtsspaltung im Familien- und Personenstandsrecht wünschenden Großmufti Mustafa Cerić vom European Council for Fatwa and Research), Hans Vöcking vom Consilium Conferentiarum Episcoporum Europae (CCEE), der kurdischstämmige Duisburger Islam-, Marxloh- und Penzberg-Bewunderer Rauf Ceylan </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.ev-akademie-tutzing.de/doku/html2pdf/pdf_gen/demo/html2ps.php?URL=http://www.ev-akademie-tutzing.de/doku/programm/detail.php3;part=prog,lfdnr=1445">http://www.ev-akademie-tutzing.de/doku/html2pdf/pdf_gen/demo/html2ps.php?URL=http://www.ev-akademie-tutzing.de/doku/programm/detail.php3;part=prog,lfdnr=1445 </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (2) Tutzing 2007. Ausbildung von Imamen in Deutschland. Ali Kızılkaya, Erol Pürlü (VIKZ), Wolf D. A. Aries (Schura Niedersachsen), Ayyub Axel Köhler (ZMD und FDP Köln), Ali Dere (vom türkischen Staatsislam der „Diyanet“ (Diyanet İşleri Başkanlığı, Präsidium für Religionsangelegenheiten) aus Ankara), Schariabewunderer Mathias Rohe nebst seinem akademischen Zauberlehrling Michael Kiefer, Janbernd Oebbecke, Imam Benjamin Idriz (von der einst Millî Görüş, mittlerweile zusätzlich auch dem ECFR zuzurechnenden Islamischen Gemeinde Penzberg; Rauf Ceylan preist die Penzberger Gemeinde im März 2009 als „unabhängig“) </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.eugen-biser-stiftung.de/fileadmin/user_upload/Dialog_Islam/Expertentagungen/Tutzing_2007_Programm_definitiv_01.pdf">http://www.eugen-biser-stiftung.de/fileadmin/user_upload/Dialog_Islam/Expertentagungen/Tutzing_2007_Programm_definitiv_01.pdf </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (3) Völkermord 1915-1917 an den Armeniern. Vom Wolfgang Gust  </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.armenocide.net/">http://www.armenocide.net/ </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (4) Fatwa. Alles Lob gebührt Gott, dem Herrn der Welten. Segen und Friede sei mit dem Siegel der Propheten, unserem Herrn Muhammad, seiner Familie und allen seinen Gefährten. Hiermit erteilen wir Auskunft: Da er vom Islam abgefallen ist, wird er zur Reue aufgefordert. Zeigt er keine Reue, wird er islamrechtlich getötet. Was seine Kinder betrifft, so sind sie minderjährige Muslime. Nach ihrer Volljährigkeit, wenn sie im Islam verbleiben, sind sie Muslime. Verlassen sie den Islam, werden sie zur Reue aufgefordert. Zeigen sie keine Reue, werden sie getötet. Und Gott der Allerhöchste weiß es am besten. Der Vorsitzende des Fatwa-Ausschusses in der Azhar, 23. September 1978 </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/a/aa/Rechtsgutachten_betr_Apostasie_im_Islam.jpg">http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/a/aa/Rechtsgutachten_betr_Apostasie_im_Islam.jpg </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (5) Religionspolizei »muṭawwi&#703;ūn« </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Islamische_Religionspolizei">http://de.wikipedia.org/wiki/Islamische_Religionspolizei </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (6) Kopftuch als Schauspiel. Tschador-Ciulli </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.freitag.de/2007/05/07051301.php">http://www.freitag.de/2007/05/07051301.php </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (7) Iranischer Staats- und Real-Islam bedeutet auch Bassidsch-Miliz: »Die treuen Schläger des Ayatollahs« </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.rp-online.de/politik/ausland/Die-treuen-Schlaeger-des-Ayatollahs_aid_721980.html">http://www.rp-online.de/politik/ausland/Die-treuen-Schlaeger-des-Ayatollahs_aid_721980.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (8) Der folternde iranische Pasdaran-Geheimdienst: »Um mich herum war nur Blut« </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13510359.html">http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13510359.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (9) Mystiker Ciulli. Auf tournée im steinigenden Gottesstaat sinniert der Regisseur über diesen Kosmos voller Widersprüche. Gäbe es im Mythos einen Dämon der Äquidistanz, dann dürfte er so reden: „Wir können uns ganz frei bewegen. Insofern unterscheidet dieses Gastspiel sich gar nicht von einem in Wien oder Rom. Ich habe auch keine Angst, hier öffentlich meine Meinung zu äußern. Wir sind ja nur Theaterleute. Wir handeln nicht mit Waffen oder Plutonium. Wir sind harmlos.“ </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.rp-online.de/kultur/mehr_kultur/Theater-an-der-Ruhr-gastiert-in-Teheran_aid_397194.html">http://www.rp-online.de/kultur/mehr_kultur/Theater-an-der-Ruhr-gastiert-in-Teheran_aid_397194.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (10) Ciulli deckt uns den geheimnisvollen Terrorstaat auf: „Das Bild, das wir haben, ist nicht das wirkliche.“ </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/muelheim/2009/10/12/news-136359047/detail.html">http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/muelheim/2009/10/12/news-136359047/detail.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (11) Davvero splendido, islām ist ein turbulentes Schauspiel. Bühne frei für den Gottesstaat. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> »Und so erfuhr Ciulli, dass diese Männer zum Tode verurteilt waren, Diebe, Zuhälter, Gauner, und dass ihre Strafe aufgeschoben wurde, solange sie spielten. Deshalb auch die merkwürdigen Reaktionen im Publikum: Es waren viele Verwandte darunter, die angereist waren, ihren Sohn oder Cousin noch einmal zu sehen, wenigstens auf der Bühne. &#8220;Sie spielten tatsächlich um ihr Leben&#8221;, sagt Ciulli.« </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-50424615.html">http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-50424615.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (12) Iran 2008, amnesty international </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.amnesty.de/jahresbericht/2008/iran">http://www.amnesty.de/jahresbericht/2008/iran </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (13) Jörg Lau über Ahmadinedschad, bei Cicero: »Ein falscher Messias« </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.cicero.de/97.php?item=1033">http://www.cicero.de/97.php?item=1033 </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (14) Der „gerechte“ Islam rechtfertigt für die Frau den Geschlechtsverkehr nur als Ehefrau, dafür auch als zehnjährige Ehefrau </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.gunslot.com/pictures/older-men-may-have-sex-9-year-old-kids-it%E2%80%99s-official-grand-mufti-has-spoken">http://www.gunslot.com/pictures/older-men-may-have-sex-9-year-old-kids-it%E2%80%99s-official-grand-mufti-has-spoken </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Noch dazu. Scharia als geheiligter Sex mit weiblichen Kindern </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://infidelsarecool.com/2009/01/14/saudi-arabias-senior-most-cleric-oks-pedophelia/">http://infidelsarecool.com/2009/01/14/saudi-arabias-senior-most-cleric-oks-pedophelia/ </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (15) Islamic FGM. Indonesien: Lukman Hakim fordert für Muslim-Mädchen die Pflichtbeschneidung „One, it will stabilize her libido,” he said through an interpreter. “Two, it will make a woman look more beautiful in the eyes of her husband. And three, it will balance her psychology.” </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.nytimes.com/2008/01/20/magazine/20circumcision-t.html?_r=3&#38;oref=slogin&#38;ref=magazine&#38;pagewanted=print">http://www.nytimes.com/2008/01/20/magazine/20circumcision-t.html?_r=3&#38;oref=slogin&#38;ref=magazine&#38;pagewanted=print </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Noch zu Lukman Hakim (Assalaam Foundation). Islamic FGM </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.nytimes.com/2008/01/20/magazine/20circumcision-t.html?_r=1&#38;ref=magazine">http://www.nytimes.com/2008/01/20/magazine/20circumcision-t.html?_r=1&#38;ref=magazine </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (16) Islam will FGM, Ägyptens al-Azhar-Gelehrte pro Klitoridektomie. Dr. Muhammad Wahdan: „Whenever a girl needs a circumcision, we should perform it.“ </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.youtube.com/watch?v=rUvrHsPaTSo&#38;feature=player_embedded">http://www.youtube.com/watch?v=rUvrHsPaTSo&#38;feature=player_embedded </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (17) Yusuf al-Qaradawi ist flexibel und unterzeichnet für atheistische europäische Nervensägen wie Rüdiger Nehberg gerne mal Fatwas gegen FGM, will aber die FGM und zwar gerne als als klitorale Teilamputation: »Hadith: Reduce the size of the clitoris but do not exceed the limit, for that is better for her health and is preferred by husbands. The hadith indicates that circumcision is better for a woman&#8217;s health and it enhances her conjugal relation with her husband … The issue of female circumcision … it is not obligatory, whoever finds it serving the interest of his daughters should do it.« </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.islamonline.net/servlet/Satellite?pagename=IslamOnline-English-Ask_Scholar/FatwaE/FatwaE&#38;cid=1119503543886">http://www.islamonline.net/servlet/Satellite?pagename=IslamOnline-English-Ask_Scholar/FatwaE/FatwaE&#38;cid=1119503543886 </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (18) Türkischer Antisemitismus. Rifat N. Bali: »Mehr als nur Totschweigen« </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.nahost-politik.de/tuerkei/bali.htm">http://www.nahost-politik.de/tuerkei/bali.htm </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (19) Kopftuchlehrerin pro Steinigung der Ehebrecherinnen: „Wenn einmal in hundert Jahren eine Ehebrecherin gesteinigt wird, vielleicht werden dann ganz viele Ehen gerettet?“ </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.emma.de/635.html">http://www.emma.de/635.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (20) Verfolgung der Bahai </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verfolgung_der_Bahai">http://de.wikipedia.org/wiki/Verfolgung_der_Bahai </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (21) Chomeini 1984. Der Schriftsteller und Pädagoge Ali Schirasi schreibt zum heutigen Iran: »Ajatollah Chomeini – von der überlegenen Rasse zur überlegenen Religion« </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://alischirasi.blogsport.de/analysen/ajatollah-chomeini-von-der-berlegenen-rasse-zur-berlegenen-religion/">http://alischirasi.blogsport.de/analysen/ajatollah-chomeini-von-der-berlegenen-rasse-zur-berlegenen-religion/ </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (22) diyya (diye), Blutgeld. Hör mal, du hast jemanden ermordet oder fahrlässig getötet? Allahgott schickt dir die Quittung, guckstu hier: Christenmann ist wertgleich mit Muslimweib, Christenweib kostet halb so viel wie Christenmann und ist fast viermal so teuer wie Hindumann, Hinduweib wiederum genau halb so viel wert wie ihr Mann, und Allāh weiß es am Besten und alles Lob gebührt Ihm </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Diyya#Saudi_Arabia">http://en.wikipedia.org/wiki/Diyya#Saudi_Arabia </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (23) Wali Mudschbir, wali mujbir. Islam ist geheiligte Zwangsverheiratung </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.kpwkm.gov.my/new_index.php?page=faq_content&#38;code=4&#38;faqtitleID=5&#38;lang=eng">http://www.kpwkm.gov.my/new_index.php?page=faq_content&#38;code=4&#38;faqtitleID=5&#38;lang=eng </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (24) Tariq Ramadan: „Hand in Hand gegen Zwangsheirat“. Der Wali Mudschbir ist selbstverständlich ausgenommen </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.tariqramadan.com/spip.php?article1428">http://www.tariqramadan.com/spip.php?article1428 </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> dazu Necla Kelek: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E1ECC2B524AF14B14B8C848C15006A7E7~ATpl~Ecommon~Scontent.html">http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E1ECC2B524AF14B14B8C848C15006A7E7~ATpl~Ecommon~Scontent.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (25) Österreichs Bundespräsident Dr. Heinz Fischer „ehrt“ den Islamisten Anas Schakfeh. Obschon, er kann`s brauchen </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.derislam.at/haber.php?sid=149&#38;mode=flat&#38;order=1">http://www.derislam.at/haber.php?sid=149&#38;mode=flat&#38;order=1 </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (26) Stefan Beig: „Wirbel gab es auch um das Schulbuch &#8220;Erlaubtes und Verbotenes im Islam&#8221; von Scheich Yusuf Al-Qaradawi. Auf äußeren Druck zog Präsident Schakfeh das Buch zurück, nachdem es bereits zehn Jahre im Unterricht verwendet wurde. In dem Buch wird betont, dass nur Allah sagen kann, was erlaubt und was verboten ist. Gesetze von Menschen sind abzulehnen.“ </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3858&#38;Alias=wzo&#38;cob=263895">http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3858&#38;Alias=wzo&#38;cob=263895 </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (27) Die Sache mit den kommunalen Islamforen. Presseerklärung vom 13.11.2009, unterzeichnet von Hasibe Özaslan, „Projektleiterin“, für den Interkulturellen Rat, Goebelstraße 21, 64295 Darmstadt </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.interkultureller-rat.de/wp-content/uploads/PM-Koordinierungsrat-131109.pdf">http://www.interkultureller-rat.de/wp-content/uploads/PM-Koordinierungsrat-131109.pdf </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (28) Gina Khan </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.thesun.co.uk/sol/homepage/news/columnists/kavanagh/article1417495.ece">http://www.thesun.co.uk/sol/homepage/news/columnists/kavanagh/article1417495.ece </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (29) One Law For All! (Maryam Namazie) </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.iheu.org/Launch+of+One+Law+for+All+Campaign+against+Sharia+law+in+Britain">http://www.iheu.org/Launch+of+One+Law+for+All+Campaign+against+Sharia+law+in+Britain </a> </span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Petition zum Berliner Gebetsraumurteil]]></title>
<link>http://schariagegner.wordpress.com/2009/10/23/petition-zum-berliner-gebetsraumurteil/</link>
<pubDate>Fri, 23 Oct 2009 07:22:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>schariagegner</dc:creator>
<guid>http://schariagegner.wordpress.com/2009/10/23/petition-zum-berliner-gebetsraumurteil/</guid>
<description><![CDATA[Gabi Schmidt Limitenstraße 31 41236 Mönchengladbach An das Abgeordnetenhaus von Berlin Petitionsauss]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 36pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> </span></p>
<p style="text-align:left;line-height:125%;margin:0;" align="left"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Gabi Schmidt </span></p>
<p style="text-align:left;line-height:125%;margin:0;" align="left"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Limitenstraße 31 </span></p>
<p style="text-align:left;line-height:125%;margin:0 0 30pt;" align="left"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">41236 Mönchengladbach </span></p>
<p style="text-align:left;line-height:125%;margin:0;" align="left"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">An das </span></p>
<p style="text-align:left;line-height:125%;margin:0;" align="left"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Abgeordnetenhaus von Berlin </span></p>
<p style="text-align:left;line-height:125%;margin:0;" align="left"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Petitionsausschuss </span></p>
<p style="text-align:left;line-height:125%;margin:0;" align="left"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Niederkirchnerstr. 5 </span></p>
<p style="text-align:left;line-height:125%;margin:0 0 30pt;" align="left"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">10111 Berlin </span></p>
<p style="text-align:left;line-height:125%;margin:0;" align="left"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Nachrichtlich an </span></p>
<p style="text-align:left;line-height:125%;margin:0;" align="left"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">den Regierenden Bürgermeister von Berlin </span></p>
<p style="text-align:left;line-height:125%;margin:0;" align="left"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Senatskanzlei </span></p>
<p style="text-align:left;line-height:125%;margin:0;" align="left"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Jüdenstr. 1 </span></p>
<p style="text-align:left;line-height:125%;margin:0 0 60pt;" align="left"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">10178 Berlin </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 30pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Petition zum Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts AZ: VG 3 A 984.07 vom 29.09.2009 und zum dafür bestellten Gutachter Dr. Mathias Rohe </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 30pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Geschäftszeichen 5314/16  </span></p>
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 60pt;" align="right"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">22.10.2009 </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Sehr geehrte Damen und Herren, </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> wir ersuchen den Senat des Landes Berlin gegen das oben genannte Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts zum islamischen Gebet in den Räumlichkeiten einer staatlichen Schule wegen seines Präzedenzfallcharakters und seiner allgemeinen Bedeutung für das gesamte Bundesgebiet Revision einzulegen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 60pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Begründung:  </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 1. Die Bundesrepublik Deutschland ist ein freiheitlich-demokratischer und säkularer Rechtsstaat </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Zum Selbstverständnis freiheitlich-demokratischer, säkularer Staaten gehört die politische und weltanschauliche Neutralitätspflicht im öffentlichen Dienst und an staatlichen Einrichtungen. Das Berliner Neutralitätsgesetz, das konsequenteste in der Bundesrepublik, führt dazu Näheres aus. Als Garant dieser Verpflichtung zur Neutralität, die an die Tradition und die Prinzipien der Aufklärung, der französischen Revolution, der Amerikanischen Unabhängigkeitserklärung und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 anknüpft, hat der Senat die Aufgabe, diese Neutralität zu schützen und durchzusetzen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die „geheiligte“ Pflichtenlehre des Islam, die Scharia fließt in die Verfassung vieler islamischer Staaten ein (Schariavorbehalt), in der Bundesrepublik Deutschland haben jedoch die Menschenrechte (New York 1948), die Grundrechte sowie abgeleitete Rechtsvorschriften absoluten Vorrang. Zu diesen Naturrechten gehört die Religionsfreiheit, auch die negative Religionsfreiheit hat bei uns Verfassungsrang. Kollidieren wie im vorliegenden Fall zwei Grundrechte, muss es zu einem Abwägungsvorgang kommen, der zum Ziel hat, einen angemessenen Ausgleich herzustellen und die widerstreitenden Grundrechtspositionen in praktische Konkordanz (1)  zu bringen. Dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit ist besondere Bedeutung beizumessen, keinesfalls darf einem Rechtsgut generell Vorrang gegeben werden. Selbst wenn es Allah und Dr. Rohe anders sehen sollten (2): Wenn es um das Beten in der öffentlichen Schule geht, spielt die staatliche Neutralität sehr wohl eine Rolle. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Das nach seinem eigenen Anspruch nach Kohärenz und Totalität strebende Islamische Recht (Scharia) ist im säkularen Rechtsstaat in noch so kleinen Partikeln nicht zu Urteilsbegründungen heranzuziehen (zumal Schüler Yunus seinen ständigen Wohnsitz in Berlin hat), da die Scharia spätestens seit Abu Hamid al-Ghazali († 1111) als veritable, dabei alle Lebensbereiche regulierende Staatsgründung entworfen worden und „immerwährend“ zu verstehen ist und sie damit die Verfassung der Bundesrepublik und deren Rechtsstaatlichkeit für verzichtbar jedenfalls nachrangig erklärt. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die Scharia ist nach Aussage des Großmuftis von Bosnien und Herzegowina Mustafa Cerić ewig und unverhandelbar (»perpetual, not negotiable and not terminable« (3)), sie ist, ihrer antiaufklärerisch-gegenmodernen Doktrin nach, nicht auf „profanes“ menschliches Tun zurückzuführen, sondern auf Gotterkenntnis im Sinne des Islam. Diese theozentrische Weltdeutung ist in freiheitlich-demokratischen Rechtsstaaten jedoch Privatsache und gehört nicht in das Hoheitsgebiet staatlicher Neutralität. Das Staatsvolk ist oberster Souverän, nicht die Gottheit. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Der geistliche Führer des besagten Großmufti Cerić heißt Yusuf al-Qaradawi, die Organisation beider Autoritäten ist das European Council for Fatwa and Research (ECFR). Das ECFR ist wenig anderes als die seelsorgerliche Lebenshilfe des Einflussbereiches der Muslimbruderschaft. Scheich al-Qaradawi verlangt, darin Necmettin Erbakan (Milli-Görüş-Bewegung) oder Tariq Ramadan völlig gleich, von jedem „Muslim“ die Einhaltung einer koranischen und schariatischen Orthopraxie, einer „absolut islamischen“ Lebensführung (und den Aufbau der entsprechenden Institutionen und Umwelten). Dieses Ziel ist jedoch nicht kompatibel mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Cerić besuchte im November 2008 die Penzberger Gemeinde um Imam Benjamin Idriz (4), Imam Idriz wird im November 2009 eine Fachtagung in der Evangelischen Akademie Tutzing inhaltlich mitbestreiten, die zum Thema: „Ausbildung von Imamen in Deutschland“ abgehalten und bei der auch Dr. Rohe sprechen wird. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 60pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Ebenso wie die Ausbildung von islamischen Religionslehrern geht auch die Ausbildung von Imamen mit einem sozusagen ewigen, irdisch gesprochen: einem nachhaltigen Finanzinteresse einher, um das ein Geflecht von Akteuren buhlt, dem schariaverharmlosende muslimische wie nichtmuslimische Dialogforen, Politikberater, Forschungsstellen und Schulbuchverlage in ökonomischer Abhängigkeit jedenfalls nicht neutral gegenüberstehen. Ein Beispiel für eine solche, sich womöglich auf die Produktion von Islamverharmlosung angewiesen sehende Lobby ist die Gesellschaft für Arabisches und Islamisches Recht (GAIR) e.V. – Gründer: Mathias Rohe. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 2. Zur Person von Dr. Rohe </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 36pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Herr Dr. Rohe prangert die unveränderliche und „ewige“ Grundrechtswidrigkeit, die wohl noch auf lange Jahre in jedem organisierten Islam immanente und koranisch begründete Frauenfeindlichkeit leider nicht öffentlich an. Seine Argumentation folgt typischerweise diesem Muster: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 36pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> »Ein Beispiel ist das einseitige Verstoßungsrecht (so genannter talaq) des Ehemannes nach islamischem Recht, das der deutschen Rechtsordnung widerspricht. Wird es im Ausland nach dortiger Vorstellung wirksam ausgeübt, kommt es darauf an, ob auch nach deutschem Recht die Voraussetzungen für eine Scheidung gegeben gewesen wären bzw. ob die Scheidung im Ergebnis den Interessen der Ehefrau entspricht; dann kann der talaq auch im Inland anerkannt werden, obwohl das Institut als solches nicht akzeptiert wird. Andererseits kann keine Anerkennung erfolgen, wenn die Ehefrau ihre Interessen bei dem Vorgehen nicht wahren konnte (5).« </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Nein, so handeln Richter und Verwaltungsangestellte in der Bundesrepublik Deutschland definitiv nicht, für Demokraten gelten das Grundgesetz und die von ihm abgeleiteten Rechtsvorschriften. Deutschland hat die frauenfeindliche, menschenverachtende Praxis des at-talaq, der Verstoßung im Einklang mit Allahs eigenem Gesetz, in keiner Weise anzuerkennen oder zu berücksichtigen, sondern beispielsweise das verheiratete Ehepaar zu scheiden, der Frau Asyl zu gewähren, ihr ein eigenständiges Bleiberecht zu gewährleisten, Wohngeld auszuzahlen, die Flucht ins Frauenhaus zu ermöglichen. Die Frau hat juristisch in der BRD eben keinen Wali oder Mahram, keinen Vormund oder Aufpasser. Auch paschtunisches, albanisch-blutrechtliches oder kurdisch-jesidisches Stammesrecht wird von unseren Behörden nicht angewendet. Kein einziges deutsches Rechtsgebiet steht zur Disposition. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 36pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Anders als Rohe vorschlägt, ist „eine Angleichung an die Regelungen typischer Einwanderungsländer“ in Ergänzung zu den bisher geltenden Regelungen (etwa: über EGBGB und unsere grundsätzlichen Wertvorstellungen des Ordre Public hinausgehend) aus menschenrechtlicher und grundrechtlicher Sicht grundsätzlich problematisch und alles andere als wünschenswert. Selbst die Regelungen des EGBGB und Ordre Public sind den universellen Menschenrechten nachgeordnet, Artikel 1 und 20 des Grundgesetzes sind unveränderlich. Beispielsweise haben wir eingewanderte Frauen und Mädchen aus der Sahelzone auch in den nächsten Jahren vor FGM (weibliche Genitalverstümmelung) zu schützen und in der BRD keinesfalls alle afrikanischen, „reinigenden, tugendhaften“ Traditionen oder lokales Stammesrecht anzuwenden. Vielmehr sind Einwanderer über das in Deutschland geltende Recht zu informieren und über die gesundheitlichen Nachteile der FGM aufzuklären. Auch die Scharia hat Frauen entrechtende, frauenfeindliche Vorschriften, ein fehlerhaftes Gerichtsurteil wie das zum koranisch erlaubten Prügeln der Ehefrau darf sich nicht wiederholen: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 36pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> „Die Frau, eine Deutsche marokkanischer Abstammung, hatte den Marokkaner 2001 in dem nordafrikanischen Land «gemäß den Vorschriften des Korans» geheiratet, wie das Amtsgericht berichtete. Die Richterin hatte laut Amtsgericht argumentiert, sie sehe die Voraussetzung für eine Härtefallentscheidung nicht gegeben. Denn beide Parteien stammten aus dem marokkanischen Kulturkreis. Dort sei es nicht unüblich, dass der Mann seiner Frau gegenüber ein Züchtigungsrecht ausübe (6).“ </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Rohe ist persönlich in die Gestaltung und Vermarktung des „Produktes“ Schariawissenschaft eingebunden, ist er doch tätig als Ausbilder von Islamwissenschaftlern, als Redner auf Fachtagungen wie bei der Evangelischen Akademie Tutzing November 2009 und als Funktionär bei der GAIR. Daher zweifeln wir die gesetzlich vorgeschriebene gutachterliche Neutralität in Bezug auf seine Person an, sobald es um das Thema Islam geht. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wir Staatsbürger dürfen darauf Wert legen, dass ein Jurist und zeitweiliger Richter (am OLG Nürnberg im Nebenamt) wie Dr. Rohe in seinen Äußerungen die freiheitliche demokratische Grundordnung bewusst und begeistert, jedenfalls sehr dezidiert verteidigt. Wir haben leider den Eindruck gewinnen müssen, dass Dr. Rohe die Perspektive, Wortwahl und Weltdeutung der grundrechtswidrigen (Präsident des Verfassungsgerichtshofs und des Oberverwaltungsgerichts des Landes Nordrhein-Westfalen Michael Bertrams (7)) Scharia nicht lediglich im Bereich der vergleichenden Religionswissenschaft, rechtsstaatlich-aufklärungshumanistisch orientierten Psychologie oder warnend tätigen Sektenberatung verwendet und damit „rechtsstaatlich gebändigt“ sehen möchte, sondern im Bereich der Rechtssprechung verwendet wissen möchte, ausgerechnet im Bildungs- und Erziehungsbereich. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 36pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Noch ein Beispiel für die problematische Herangehensweise vom Dr. Rohe, Quelle wie oben DIK, wo der letzte Abschnitt übertitelt ist mit „Kein grundsätzlicher Gegensatz zwischen deutschem Recht und muslimischen Haltungen“: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 36pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> »In vielen Teilen der islamisch geprägten Welt und vor allem im Westen finden sich Muslime, die auf der Grundlage ihrer Religion neue Interpretationen finden, welche sich in den unverzichtbaren Rahmen der Rechtsordnungen, die sich den Menschenrechten verpflichtet fühlen, einfügen.« </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Da steht der Rechtswissenschaftler im Widerspruch zu Mustafa Cerić, der die Scharia für immerwährend, nicht verhandelbar und unveränderlich hält, „neue Interpretationen“ darf es also nach der Aussage des bosnischen Großmuftis gar nicht geben. Möchte Rohe der sunnitischen Autorität widersprechen? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Dass Rohe vernachlässigt, vor dem „Scharia-Islam“ (Bassam Tibi) zu warnen, belegt eine sorgfältige Lektüre seines äquidistanten Buches »Das islamische Recht. Geschichte und Gegenwart« (2009) ebenso anschaulich wie seine wiederholt öffentlich getätigten, hoch provokante Aussagen wie: „In Deutschland wenden wir jeden Tag die Scharia an“, „Das islamische Recht ist auch ein Recht“ oder die Stellungnahme zum Mittagsgebet eines 16jährigen Schülers in Deutschland. Rohe sieht sich nicht in der Lage, prägnant zum Nötigenden Heiratsvormund (Wali Mudschbir = Scharia) oder zur schafiitischen FGM (indonesisch, auch Scharia) auf Distanz zu gehen, anders als der Durchschnittsbürger hätte der Professor für Rechtsvergleichung die Gelegenheit dazu. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 60pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Einem gerichtlich bestellten Gutachter sollte auf die Forderungen der totalitären Scharia etwas mehr einfallen als die dürren Sätze: „Das islamische Recht ist auch ein Recht“ oder „In Deutschland wenden wir jeden Tag die Scharia an“. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 3. Das Gebetsraumurteil aus sozialpädagogischer Sicht </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Das Schulleben betreffend sollte es uns darauf ankommen, eine „religiöse“ Spaltung der Lehrenden und Lernenden in Kollektive zu verhindern. Auch am Diesterweg Gymnasium in Berlin-Gesundbrunnen gilt es, dafür Sorge zu tragen, dass die einer geheiligten Apartheid gleichkommende, in der Logik der islamischen Orthodoxie unumgängliche Aufteilung der Schülerschaft in nichtmuslimische Schüler und „Muslimschüler“ und dann noch einmal in „Jungen und Mädchen mit ihren geschlechtsspezifisch unterschiedlichen Verhaltensvorschriften“ unterbunden wird. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Der Presse ist zu entnehmen, dass es am Diesterweg-Gymnasium in der Vorvergangenheit bereits zu Unfrieden gekommen war, als einige Jungen besagter Schule den Mädchen das Beten im improvisierten Gebetsraum verweigert hatten, eben auch, weil beim schariakonformen Gebet die Geschlechtertrennung durchzusetzen ist und die Mädchen ohnehin keine islamisch korrekten Kopftücher getragen hatten (8). Die Mädchen hätten den Gebetsraum „entweiht“, wie die streng sunnitischen Jungen es zu formulieren beliebten, daraufhin kam es sogar zu einer Prügelei  (9). Ein Gebet, das seit 1.400 Jahren als Gruppenereignis choreographiert ist, würde auch an Berlins Schulen eine Demonstrationen „islamisch korrekten“ Verhaltens bedeuten. Alle islamische Orthopraxie geht mit einem unzumutbar hohen Konformitätsdruck einher, säkular denkenden muslimischen Eltern und deren Kindern wird das Argumentieren zusätzlich erschwert; was denken bekennende oder verdeckte Ex-Muslime? Droht Berlins zur weltanschaulichen Neutralität verpflichteten Schulgeländen die Herrschaft der Frommen? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Deutschlands im KRM zusammengefasste Islamverbände mögen dem Anspruch der saudi-arabischen Wahhabiten oder der ECFR-Scheichs um Herrn al-Qaradawi leider bis heute nicht widersprechen (zum KRM: „wenn islamische Kreise, die das Grundgesetz unter die Scharia stellen wollen … (10)“). Wie der KRM war auch Mathias Rohe Teilnehmer der Deutschen Islamkonferenz (DIK) (11). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Jeder nichtbetende Schüler wird womöglich als Islamverweigerer sprich als „Ungläubiger“ stigmatisiert, als Gegner der Ordnung Allahs und damit als ein Mensch geringeren sittlichen Wertes. Darüber hinaus drohen nichtbetende Mädchen als „Schlampen“ diskriminiert zu werden. Den säkular denkenden Mädchen und Jungen muslimisch sozialisierter Eltern droht die Stigmatisierung seitens der „rechtgläubigen“ Meinungsmacher, was den Schulfrieden gefährdet und die „muslimischen“ Mädchen dem erhöhten Risiko aussetzt, von der Schule abgemeldet und arrangiert verheiratet / zwangsverheiratet zu werden. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Der klassischerweise das islamische Gebet akustisch umrahmende Gebetsruf und sein Befolgungsritual selbst dürfen wir bis zur glaubhaften Außerkraftsetzung von Scharia und Fiqh als einen Ruf nach der lokalen Implementierung einer frauenfeindlichen Sexualpolitik verstehen mit inhumanen Folgen wie Zweit- bis Viertfrau, Verstoßung der Ehefrau, das weltweit zulässige islamische Heiratsalter neun- bis dreizehnjähriger Bräute sowie Ehefrauen und Töchter, die bei Ungehorsam verprügelt werden dürfen. Der Gebetsruf ist eine Verpflichtung zur Einhaltung, Verfestigung und Ausbreitung einer letztlich überall, nicht nur im Privatbereich durchzusetzenden „religiösen“ Lebensweise, in der die Frau nur halb so viel erbt wie ein Mann und die Aussage von zwei Frauen vor (Fiqh )Gerichten so viel gilt wie die eines Mannes. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Das Gebetsritual ist also keineswegs Privatsache, sondern hoch politisch als der Nukleus einer islamischen Staatlichkeit, in der die Frau als „naturhafte“ Verführerin mit einem Hidschab (Schleier) „bedeckt“ werden muss und ihr Großvater väterlicherseits oder biologischer Vater sie als Wali Mudschbir (Malaysia: wali mujbir) in die erste Ehe auch gegen ihren Willen verheiraten darf (12). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Islamisch betende Jungen an staatlichen Schulen verkörpern handelnd die Sexualdoktrin von Scharia und Sunna, die jedem „muslimischen Mädchen“ derselben Schule ein jetziges oder künftiges Leben als Single, Lesbe oder Ehefrau eines Polytheisten oder Atheisten nicht gestattet. Ebenso wenig dürfen „muslimische Jungen“ die gegenmoderne, repressive und geheiligt homophobe Sexualdoktrin der Scharia zurückweisen. Beides erzeugt einen Konformitätsdruck, lädt zu Heuchelei, Denunziation und Spitzelwesen ein. Das öffentlich sichtbar werdende islamische Gebet ist ein Politikum allerersten Ranges, welches unter anderem auch die reaktionäre Doktrin von der Existenz eines schmerzlichen Höllenfeuers und eines (nun auch in Berliner Schulen?) irdisch aktiven Teufels (Azazil, Iblis) „toleriert“. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 36pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Beim einmaligen Mittagsgebet von 13:30 bis 13:40 Uhr im eigens aufgeschlossenen Gruppenraum »205 m« wird es nicht bleiben, vielmehr wird das Einhalten der gottgewollten Tugendhaftigkeit von „kleinen Religionswächtern“ kontrolliert werden: Wie von der Gottheit befohlen Beten, in Schulgebäuden Mittags beten, Freitagsgebet auf die täglich wechselnde Minute genau einhalten, Jungenbeten in mädchenfreier Zone, mit einem Schleier plus Gebetsgewand „bedeckt“ betende Mädchen, jedes Beten nur nach ritueller Waschung „gültig“, islamrechtlich einwandfreie Waschgelegenheiten in jeder Schule zum Herstellen der rituellen Reinheit ohne die ein Gebet „ungültig“ ist,  Gender-Apartheid zunächst im Sexualkunde, Sport- und Schwimmunterricht und natürlich beim Beten, Mädchen- und Lehrerinnenkopftücher allüberall als „religiöse“ Pflicht. Auch wer im Fastenmonat einen Schokoriegel ist, „bekommt schon mal Ärger“, weiß man am Diesterweg-Gymnasium (FN 9). Wir haben die Stellungnahme der Alevitischen Gemeinde Deutschland e. V. (AABF) zum Berliner Gebetsraumurteil mit Freude vernommen und zitieren aus dieser: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 36pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> »Schon heute lastet ein enormer Druck auf Alevitischen Schulkindern in Deutschland, beispielsweise wenn sie während des Fastenmonats Ramadan nicht mit fasten. Die Grenzen des Mobbing sind hier sehr schnell überschritten. Alle Schulkinder, somit auch nichtpraktizierende muslimische Schulkinder müssen das Recht haben, vor einer werbenden und demonstrativen Religionsausübung geschützt zu werde (13).« </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Das Urteil zum islamischen Beten in öffentlichen Schulen scheint uns die verhaltensbezogene, religiöse und sexuelle Selbstbestimmung aller am Schulleben Beteiligten, auch der nichtmuslimischen Schülerinnen und Schüler sowie aller Lehrerinnen und Lehrer nicht ausreichend zu würdigen. Es ignoriert das Neutralitätsgebot des Staates in öffentlichen Einrichtungen und übersieht die besondere Manipulierbarkeit und Verletzbarkeit von Kindern und Jugendlichen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Mit freundlichen Grüßen </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 3pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Gabi Schmidt </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:8.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Sozialpädagogin in der Lernförderung mit Kindern mit und ohne Migrationshintergrund </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 3pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Edward von Roy </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 90pt;"><span style="font-size:8.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> staatlich anerkannter Diplom-Sozialpädagoge / Diplom-Sozialarbeiter (FH) </span></p>
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 3pt;" align="right"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">»Nicht das Kind </span></p>
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 3pt;" align="right"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">einer äußeren Ordnung unterwerfen, </span></p>
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 3pt;" align="right"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">es vielmehr sich frei entfalten und </span></p>
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 3pt;" align="right"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">spontan entwickeln lassen, wird zur </span></p>
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 12pt;" align="right"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">pädagogischen Maxime schlechthin.« </span></p>
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 60pt;" align="right"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Adolph Diesterweg </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:red;"> UPDATE. An alle Freunde, Leser und Unterstützer. Der Tagesspiegel meldet am 18.11.2009 &#8216;Der Streit um das Beten an Berliner Schulen geht offenbar in eine neue Runde. Nach Tagesspiegel-Informationen will die Senatsschulverwaltung bis spätestens Freitag [20.11.2009] Berufung gegen das Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts vom September einlegen, mit dem einem muslimischen Schüler eines Weddinger Gymnasiums erlaubt worden war, seiner religiösen Gebetspflicht nachzukommen.&#8217; </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:red;"> Inzwischen scheint die Berufung eingelegt worden zu sein, wie der gedruckte Tagesspiegel vom 20.11.2009 berichtet. Fatina Keilani, Jost Müller-Neuhof: &#8216;Richter müssen erneut über Gebete an Schulen entscheiden&#8217; </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/Landespolitik-Wedding-Gebetsraumurteil;art124,2954500">http://www.tagesspiegel.de/berlin/Landespolitik-Wedding-Gebetsraumurteil;art124,2954500 </a> </span></p>
<p>(1)
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Praktische_Konkordanz">http://de.wikipedia.org/wiki/Praktische_Konkordanz </a> </span></p>
<p>(2)
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/Polizei-Justiz-Wedding-Gebet-Islam-Schulen;art126,2911886">http://www.tagesspiegel.de/berlin/Polizei-Justiz-Wedding-Gebet-Islam-Schulen;art126,2911886</a> </span></p>
<p>(3)
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://springerlink.com/content/40280g3825750494/fulltext.pdf">http://springerlink.com/content/40280g3825750494/fulltext.pdf </a> </span></p>
<p>(4)
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.merkur-online.de/lokales/nachrichten/bosniens-grossmufti-ceric-besucht-penzberg-21472.html">http://www.merkur-online.de/lokales/nachrichten/bosniens-grossmufti-ceric-besucht-penzberg-21472.html </a> </span></p>
<p>(5)
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.deutsche-islam-konferenz.de/cln_110/nn_1318688/sid_C4BFC84312FE3728D6D24587020B803F/SubSites/DIK/DE/Themen/Religionsfreiheit/Scharia/scharia-inhalt.html?__nnn=true">http://www.deutsche-islam-konferenz.de/cln_110/nn_1318688/sid_C4BFC84312FE3728D6D24587020B803F/SubSites/DIK/DE/Themen/Religionsfreiheit/Scharia/scharia-inhalt.html?__nnn=true </a> </span></p>
<p>(6)
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.netzeitung.de/politik/deutschland/591634.html?Richterin:_Pruegel_fuer_Ehefrau_ist_hinnehmbar">http://www.netzeitung.de/politik/deutschland/591634.html?Richterin:_Pruegel_fuer_Ehefrau_ist_hinnehmbar </a> </span></p>
<p>(7)
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft.html?&#38;news[id]=2381&#38;news[image]=1&#38;news[action]=detail">http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft.html?&#38;news[id]=2381&#38;news[image]=1&#38;news[action]=detail </a> </span></p>
<p>(8)
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.bz-berlin.de/archiv/warum-klagte-der-berliner-schueler-yunus-eigentlich-auf-beten-in-der-schule-article602989.html">http://www.bz-berlin.de/archiv/warum-klagte-der-berliner-schueler-yunus-eigentlich-auf-beten-in-der-schule-article602989.html </a> </span></p>
<p>(9)
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/140914/140915.php">http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/140914/140915.php </a> </span></p>
<p>(10)
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E5F1623A938A84127960F232FFC26433B~ATpl~Ecommon~Scontent.html">http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E5F1623A938A84127960F232FFC26433B~ATpl~Ecommon~Scontent.html </a> </span></p>
<p>(11)
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.deutsche-islam-konferenz.de/cln_110/nn_1318688/sid_C4BFC84312FE3728D6D24587020B803F/SubSites/DIK/DE/DieDIK/Plenum/Interviews/InterviewRohe/interview-rohe-inhalt.html?__nnn=true">http://www.deutsche-islam-konferenz.de/cln_110/nn_1318688/sid_C4BFC84312FE3728D6D24587020B803F/SubSites/DIK/DE/DieDIK/Plenum/Interviews/InterviewRohe/interview-rohe-inhalt.html?__nnn=true </a> </span></p>
<p>(12)
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.kpwkm.gov.my/new_index.php?page=faq_content&#38;code=4&#38;faqtitleID=5&#38;lang=eng">http://www.kpwkm.gov.my/new_index.php?page=faq_content&#38;code=4&#38;faqtitleID=5&#38;lang=eng<br />
</a> </span></p>
<p>(13)
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.alevi.com/pressemeldung+M55dc2faf715.html">http://www.alevi.com/pressemeldung+M55dc2faf715.html </a> </span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Das Berliner Gebetsraumurteil]]></title>
<link>http://schariagegner.wordpress.com/2009/10/20/das-berliner-gebetsraum-urteil/</link>
<pubDate>Tue, 20 Oct 2009 05:23:09 +0000</pubDate>
<dc:creator>schariagegner</dc:creator>
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<description><![CDATA[برلين Berlin Gebetsraumurteil wenig plausibel Ein Zwischenruf von Jacques Auvergne Damit auch künfti]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 36pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> </span></p>
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 3pt;" align="right"><span style="font-size:30pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> برلين </span></p>
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 90pt;" align="right"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Berlin </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:15.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Gebetsraumurteil wenig plausibel </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Ein Zwischenruf von Jacques Auvergne </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Damit auch künftigen Generationen ungeschmälerte Freiheitsrechte und Bürgerrechte zugänglich sind, scheint es angesichts eines weltweit aggressiv agitierenden politischen Islam angebracht, an staatlichen Schulen keine schariakompatiblen Gebetsräume einzurichten. Einen womöglichen Bewerber der grundrechtswidrigen Scharia wie Dr. Mathias Rohe (»Das islamische Recht«, 2009) als Gutachter heranzuziehen war sicherlich bereits eine grundfalsche Entscheidung. Es muss uns darum gehen, die grundgesetzlich garantierte gleiche Würde jedes Menschen, auch des nichtbetenden Schülers, in öffentlichen Bildungseinrichtungen ebenso zu garantieren wie die Gleichberechtigung der Geschlechter. Beides ist mit einem fundamentalistisch verstandenen Islam nicht zu machen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Der weltweit vernetzte fundamentalistische Islam der Sympathisanten der Wahhabiten, Muslimbrüder und Erbakan-Anhänger ist hoch politisch und mit Vereinen wie Inssan, MJD oder Islamische Föderation Berlin längst auch in der Bundeshauptstadt aktiv. Das dynamisch nach Kohärenz und Totalität strebende System der absoluten Gehorsam verlangenden islamischen Pflichtenlehre (Scharia und Sunna; Fiqh) ironisiert die grundgesetzlich verbürgte Religionsfreiheit konzeptionell. Religiöse Selbstbestimmung nach Maßgabe eines nachhaltig gemeinten staatsbürgerlichen und freiheitlich-demokratischen Geistes ist nicht nur im Islam aber besonders im Islam ebenso untrennbar wie problematisch verwoben mit sexueller Selbstbestimmung, weswegen unser Augenmerk dem Einsatz für garantierte negative Religionsfreiheit gelten muss. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Gerade Minderjährige bedürfen hierzu der Zeiten und Räume geschützten, relativ ideologiefreien Aufwachsens, um gegen den Fundamentalismus absoluter Textgläubigkeit und andressierter Angst vor der Höllenstrafe immun zu werden und immun zu bleiben. Spätestens hier erweist sich Mathias Rohe als Gefahr für die sehr säkular gedachte die Idee, denn der Erlangener Fachmann für Rechtsvergleichung ist seit Jahren weder in der Lage, vor sklavischer Textbefolgung (Koran, Hadithe, Fatwas) zu warnen noch dazu aufzurufen, Kinder und Jugendliche bewusst ohne die Angst vor dem Verbrennen in den Flammen der koranisch verbürgten Hölle zu erziehen. Kompetenz, Erfolg und Wirksamkeit eines Gutachters zum Thema islamisches Gebet in der Schule können aber wohl kaum von seiner Schariakonformität und Höllenpädagogik abhängen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Das islamische Gebet strebt nach Kollektivität und geht mit einem erheblichen Konformitätsdruck einher, der Gebetsverweigerer wird nur allzu leicht als Gegner der islamischen Lebensweise und Feind Allahs stigmatisiert. Jedes öffentliche islamische Gebet ist stets eine verhältnismäßig bewusste Machtdemonstration und Machterprobung, sinngemäß gilt das auch für die öffentlich getragene schariakonforme (islampolitische) „Bedeckung“ des weiblichen Leibes mit jenem Hidschab, den wir einstweilen meist noch als Kopftuch sehen und besprechen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Um Partizipation und Emanzipation, um die ungeschmälerten Grundrechte zu garantieren, muss es unser Ziel sein, alles dafür zu tun, die Spaltung der europäischen beziehungsweise deutschen Bevölkerung in ethnoreligiöse Kollektive zu begrenzen und letztlich zu verhindern. Unsere Schulen betreffend, „Berlin 2009“ (Diesterweg-Gymnasium, Wedding) ist dabei nichts weniger als ein Präzedenzfall, haben wir dafür zu sorgen, dass die einer heiligen Apartheid gleichkommende, vom orthodoxen Islam sehr gewünschte Aufteilung der Schülerschaft in nichtmuslimische Schüler und Muslim-Schüler unterbunden wird. Demonstrationen „islamisch korrekten“ Verhaltens brauchen wir nicht gerade zu begrüßen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Solange noch nicht einmal unsere Islamverbandsfunktionäre dem theokratischen Anspruch der Wahhabiten oder der Scheichs um Yusuf al-Qaradawi widersprechen mögen, stigmatisiert jedes islamische Gebet den Nichtbetenden als Islamverweigerer und damit als Mensch sittlich geringeren Wertes. Des weiteren sind der islamische Gebetsruf und sein Befolgungsritual bis zur Außerkraftsetzung von Scharia und Fiqh als Ruf nach ebenso frauenfeindlicher wie heiliger Sexualpolitik zu verstehen und als ein Erflehen einer Ordnung, in der die Frau nur die Hälfte erbt, ihre Aussage vor Gericht nur die Hälfte gilt, sie als wesensgemäße Verführerin mit einem Schleier zu „bedecken“ ist und ihr Vater sie als Wali Mudschbir (staatlich-ministeriell in Malaysia wali mujbir) in erster Ehe auch gegen ihren Willen verheiraten kann. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Ein Leben als Single oder Lesbe ist vom politisch denkenden Gott Allah für jedes muslimisch sozialisierte Mädchen Berlins und Deutschlands nicht vorgesehen, ebenso wenig dürfen Jungen die repressive und homophobe Sexualdoktrin der Scharia in Frage stellen. Dr. Rohe ist es ferner gleichgültig, dass mit dem islamischen Gebet auch die reaktionäre und gegenaufklärerische Doktrin von der Existenz des ewigen jenseitigen Höllenfeuers und des irdisch aktiven Satans (Iblis, Azazil) Einzug in unsere Schulen hält, wir sollten diesbezüglich deutlich weniger „tolerant“ sein. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Im Interesse des Schulfriedens und der religiösen, politreligiösen und sexuellen Selbstbestimmung aller am Schulleben Beteiligten ist das Urteil zum islamkonformen Gebetsraum und zum Islamgebet an staatlichen Schulen anzufechten, eine Revision ist vorzunehmen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Jacques Auvergne </span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Universelle Menschenrechte statt arrangierter Ehe]]></title>
<link>http://schariagegner.wordpress.com/2009/10/11/universelle-menschenrechte-statt-arrangierter-ehe/</link>
<pubDate>Sun, 11 Oct 2009 18:57:09 +0000</pubDate>
<dc:creator>schariagegner</dc:creator>
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<description><![CDATA[الأسرة al-usra Familie Die Verharmlosung der arrangierten Ehe Analyse zweier Redetexte, die durch Pr]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'>
<p style="line-height:125%;margin:0 0 60pt;">
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 6pt;" align="right"><span style="font-size:27pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">الأسرة </span></p>
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0;" align="right"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> al-usra </span></p>
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 90pt;" align="right"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Familie </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:14.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Die Verharmlosung der arrangierten Ehe </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 45pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Analyse zweier Redetexte, die durch Professorin Straßburger in den Jahren 2002 beziehungsweise 2005 verfasst wurden. Von Roswitha Wilwerscheid und Karsten Hilchenbach </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Gaby Straßburger (* 1963) studierte in Bamberg, Ankara und Amman und legte im Jahr des Mauerfalls 1989 die Prüfung als Diplom-Sozialpädagogin ab. Sieben Jahre später erfolgte ihre Diplomprüfung als Orientalistin. 2002 promovierte sie am Osnabrücker Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (&#8220;summa cum laude&#8221;). Anschließend war Straßburger als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Essen, wo sie für die unter Federführung von Prof. Dr. Ursula Boos-Nünning entstehenden Studie &#8220;Lebenssituation ausländischer Mädchen und junger Frauen sowie der jungen Aussiedlerinnen&#8221; tätig war. Gegen 27 Mitbewerberinnen habe Straßburger sich im Wettbewerb um den Augsburger Wissenschaftspreis für Interkulturelle Studien durchgesetzt, der unter anderem bereits an die Schariafreundin und Islamverharmloserin Yasemin Karakaşoğlu-Aydın für ihre Dissertation über religiöse Orientierung und Erziehungsvorstellungen verliehen worden war. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Zwei Texte liegen der kritischen Betrachtung zugrunde. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Zum einen ist es die Rede »Heiraten – Ein Prüfstein für Integration?«, die Straßburger am 14.05.2002 im Goldenen Saal des Augsburger Rathauses bei Entgegennahme eines Preises hielt, der ihr für die Dissertation »Heiratsverhalten und Partnerwahl im Einwanderungsland: Eheschließungen der zweiten Migrantengeneration« zuerkannt wurde. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis war ist Helmut und Marianne Hartmann gestiftet worden und wird gemeinsam getragen von der Universität und Stadt Augsburg sowie vom Forum Interkulturelles Leben und Lernen (FILL). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 90pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Zum anderen kommentieren wir die Argumentationsmuster aus »Arrangierte Ehen sind keine Zwangsehen!« (08.02.2005), Straßburgers  Beitrag zu einem Sachverständigengespräch, den der Landtag von Nordrhein-Westfalen zum Thema Zwangsheirat abhielt (15.02.2005). </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Heiraten [ist] nicht nur für die meisten türkischen Migrantinnen und Migranten ein sehr zentrales Thema, sondern [es wird] auch in der deutschen Öffentlichkeit ziemlich oft darüber gesprochen, wie die hier lebenden Türken und Türkinnen heiraten. Das heißt, eigentlich wird nicht einfach darüber gesprochen, sondern man regt sich darüber auf, weil sie in den Augen Vieler nicht so heiraten, wie „man“ es von jungen Leuten erwartet, die in Deutschland aufgewachsenen sind. Die Kritik richtet sich meist auf die folgenden drei Punkte: 1. dass es nur relativ wenig Ehen mit Deutschen gibt, 2. dass viele Ehepartner aus der Türkei geholt werden und 3. dass viele Ehen arrangiert sind. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Als mir bewusst wurde, wie oft und vor allem wie negativ darüber gesprochen wird, war mir klar, dass das Heiratsverhalten türkischer Migrantinnen und Migranten keineswegs ein privates Thema ist, das die Öffentlichkeit nicht interessiert. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Das Private ist politisch. Diesen Slogan müssten Sie als dem Umfeld der Achtundsechziger entsprossene Multikulturalistin doch eigentlich kennen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Vielmehr zeigt die Kritik an vermeintlich unangemessenen Eheschließungen, dass das Heiratsverhalten zum Prüfstein gelungener Integration gemacht wird. Und je genauer man darüber nachdenkt, um so stärker merkt man, dass hinter der Kritik ein ganz bestimmtes Verständnis von Integration steht. Es ist ein Integrationsverständnis, das auf der Erwartung basiert, dass sich Migranten möglichst schnell und vollkommen an das anpassen, was man als deutsche Kultur definiert und dass sie Verhaltenweisen, die man als fremde Kultur interpretiert, möglichst schnell ablegen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Das ist eine unverschämte Unterstellung. Uns geht es lediglich darum, die Freiheitsrechte und Grundrechte für jeden zugänglich zu machen, auch für die Importbräute oder die Töchter fundamentalistisch-islamisch geprägter Familien. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Integration heißt nicht, Verhaltensweisen, die man in der eigenen Herkunftsgruppe erlernt hat, abzulegen und sich einseitig daran zu orientieren, was unter Deutschen üblich sind. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Hier gilt das Grundgesetz, türkische Muslime stehen da nicht unter Naturschutz. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Integration heißt, eine Verbindung zu schaffen zwischen unterschiedlichen Verhaltensweisen, indem man sie ineinander integriert und sich jeweils so zu verhalten weiß, wie es in einer Situation am sinnvollsten und passendsten ist. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Gewalt ist niemals privat. Das Grundgesetz endet eben gerade nicht vor der Haustür. Wie der STERN (Die vergrabene Bombe) am 08.08.2008 berichtet, sind in Deutschland 44,5 Prozent der türkischen Migrantenkinder durch  in den Familien erlittene Misshandlungen und schwere Züchtigungen traumatisiert. (1). Auch Europas immigrierte Frauen sind einem hohen Gewaltrisiko ausgesetzt. Die Bundesregierung (2004) stellt dazu in einer 2004 veröffentlichten Studie fest: „Demnach hat jede dritte bis vierte türkische Migrantin und jede fünfte bis sechste osteuropäische Migrantin in ihrer aktuellen Paarbeziehung körperliche oder sexuelle Übergriffe erlebt. Aufgrund der zu vermutenden hohen Dunkelfelder handelt es sich hier um Mindestwerte. Wir werden weiter unten noch sehen, dass die von uns befragten Migrantinnen nicht nur häufiger körperliche und sexuelle Gewalt erlebt haben, sondern dass es sich dabei auch um schwerere und häufiger auftretende Formen von Gewalt gehandelt hat (2)“. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Soll der Neonazi seine fraglos „unterschiedliche“ Verhaltensweise situativ entscheiden, um dem Straßburgerschen Bild von Integration zu entsprechen? Selbstverständlich nicht, es gibt allgemein gültige, zu gewährleistende Grenzen, die das friedliche Zusammenleben ermöglichen und dabei die Menschenrechte gewährleisten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Noch etwas zur situativen Anpassung. Ich habe es nicht gerne, jetzt angelächelt und kurz darauf, wenn ich außer Hörweite bin, hinterrücks verspottet zu werden. Der Aufruf zum situationsbedingten „besonderen“ Verhalten lädt zur Unaufrichtigkeit ein und wird letztlich ein Klima des Misstrauens, der Unzuverlässigkeit und der Doppelzüngigkeit funktional werden lassen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Frei nach Ulrich Wickert: Der Ehrliche ist der Dumme. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Die Zeugenaussage in einem Gerichtsverfahren muss wahrheitsgemäß sein. Der Zeuge hat sich dem Gesetz gegenüber loyal zu verhalten, nicht dem archaischen Stamm. So muss sich beispielsweise ein Dr. Wolfgang Schäuble darauf verlassen können, dass der KRM (Koordinierungsrat der Muslime) zu seiner Integrationsbereitschaft und zur Verfassung steht, auch wenn der Innenminister nicht im Zimmer ist. </p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Wir empfehlen Herrn Schäuble dringend, an der Aufrichtigkeit der deutschen Islamverbandsfunktionäre zu zweifeln. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> So gibt es beispielsweise einen sehr einleuchtenden Grund dafür, dass viele Männer ihre Ehefrau nicht in Deutschland, sondern in der Türkei finden. Dieser Grund besteht ganz schlicht und einfach darin, dass es hier in Deutschland unter türkischen Migranten nur halb so viele ledige Frauen wie Männer gibt. Auf 100 unverheiratete türkische Männer entfallen nur 48 unverheiratete türkische Frauen. Angesichts dieser unausgeglichenen Verteilung haben türkische Männer schon rein statistisch gesehen allen Grund, sich nicht nur in Deutschland, sondern auch in der Türkei nach Ehefrauen umzusehen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Völlig straßburgerlogisch: Isch brauche Frau, isch gehe Türkei nach Frau gucke. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wie allgemein bekannt, gehören zum Heiraten zwei. Somit ist auch danach zu fragen, inwieweit eigentlich Deutsche bereit sind, eine Türkin oder einen Türken zu heiraten. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wenn manche Deutsche ebenso wie manche Türkinnen und Türken deutsch-türkischen Ehen eher skeptisch gegenüberstehen, so heißt das noch lange nicht, dass sie keine Freundschaften miteinander eingehen würden, dass sie sich nicht als Kollegen akzeptieren würden oder dass sie etwas dagegen hätten, wenn ihre Kinder miteinander zur Schule gehen. In diesen Lebensbereichen ist Integration weitgehend alltägliche Selbstverständlichkeit und wird allgemein bejaht. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Wo lebt die Frau? Viele, sehr viele türkeistämmige Eltern in der Bundesrepublik verbieten ihren Kindern, mit urdeutschen Kindern zu spielen, Mädchen werden von der Klassenfahrt abgemeldet. Nahezu jeder Türkeistämmige wird wütend und bricht den Kontakt ab oder bedroht mich, wenn ich ihm sage, dass die Scharia gegen die universellen Menschenrechte und gegen das Grundgesetz der Bundesrepublik verstößt. </p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Statt dessen wird Erbakans Milli-Görüş-Doktrin von der gerechten und der nichtigen Weltordnung (adil düzen, batil düzen) ebenso bereitwillig akzeptiert wie der Kulturrassismus geheiligter Meidung gegenüber den Nichtmuslimen und ihrer Lebensweise. Unter Sunniten stehen Sayyid Abu l-Aala al-Maududi, Sayyid Qutb oder Yusuf al-Qaradawi hoch im Kurs. Die drei wollen die Segregation und die Zwangsverschleierung der Frau, die drei wollen nicht die Integration. Die im Islam völlig akzeptierte Polygamie erlaubt den Männern bis zu vier Ehefrauen. Kein Wunder, wenn einem  die Heiratskandidatinnen in Deutschland ausgehen, zumal einige Frauen wieder in das Herkunftsland zurück arrangiert werden. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Schwerpunktmäßig minderjährige, etwa fünfzehnjährige oder sechzehnjährige Schülerinnen sind das, deren Wohnsitz in Kleinasien arrangiert wird und die nach den alljährlichen Sommerferien nicht mehr im Klassenzimmer erscheinen, seit zwanzig Jahren ist das in Deutschlands Lehrerzimmern bekannt. Mit einem kurzen Telefonanruf wird das Mädchen abgemeldet, so läuft das. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Bei der Gründung einer Familie und bei der Erziehung von Kindern geht es immer auch um die Frage, welches Familien- und Erziehungsverständnis Vorrang haben wird bzw. wie man unterschiedliche Vorstellungen miteinander in Einklang bringen kann. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Das ist doch nicht Ihr Ernst? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Möglichst viel Scharia, möglichst wenig Säkularität, dann ist die Sache „in Einklang gebracht“.</span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Jedes Kind eines muslimischen Vaters ist Muslim und gehört dem patrilokal denkenden und handelnden Bio-Clan. Darum dürfen Muslimas keinen Atheisten, Juden oder sonstigen Nichtmuslim ehelichen. Bei der Scheidung, die auch mal als Verstoßung „arrangiert“ wird, hat der Mann das Sorgerecht, die Kinder gehören dem Patri-Clan. Bei interreligiösen Mischehen kommt es nicht selten ganz folgerichtig zur „Kindesmitnahme“ sprich Entführung der Kinder. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wobei dieses Problem nicht nur allein das Ehepaar betrifft. Es betrifft auch das Verhältnis zwischen den eigenen Eltern und dem Ehepartner bzw. der Ehepartnerin. Es betrifft darüber hinaus die Beziehung zwischen Großeltern und Enkeln. Und es betrifft schließlich auch noch das Verhältnis der beiden Herkunftsfamilien zueinander. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> [Noch zur Entgegennahme des Preises in Augsburg] Im Unterschied zu Integration in anderen Lebensbereichen ist also Integration im familiären Bereich etwas, was einen nicht nur selbst etwas angeht, sondern etwas, woraus sich weitreichende Konsequenzen für die gesamte Familie ergeben. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: In unserer türkischen Großfamilie passen wir alle aufeinander auf …  </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: … damit auch ja niemand aus der Reihe tanzt. Entschließt sich eine muslimisch sozialisierte Migrantin dazu‚ &#8216;wie eine Deutsche zu leben&#8217;, bereitet sie ihrem Clan Schande und gefährdet sowohl den Status ihrer Sippe als auch Allahs Weltordnung. Das endet nicht selten im Ehrenmord oder Selbstmord. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Der Schwerpunkt [dieser meiner Abhandlung an den NRW-Landtag] liegt auf Hinweisen zur dringend erforderlichen Unterscheidung zwischen arrangierten Eheschließungen und Zwangsheirat. … Arrangierte Ehen sind keine Zwangsehen. Arrangierte Eheanbahnungen folgen bestimmten Regeln. Das Einhalten dieser Regeln gewährleistet, dass Selbstbestimmung und Familienorientierung ausbalanciert werden, und verhindert, dass Druck auf die potentiellen HeiratskandidatInnen ausgeübt wird. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Im orthodoxen Islam gibt es keine individuellen Freiheitsrechte. Du bist ein Nichts und nur dann zu respektieren, wenn du dich unterwirfst und deinem Stamm und der Umma (islamischen Weltgemeinschaft) dienst. Nur wenn die Tochter sich an diese tradierten Vorschriften hält, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich Fremdbestimmung und Selbstbestimmung bei der Wahl des Ehepartners wenigstens die Waage halten gegeben. Das heißt, die jungen Mädchen haben bei einer so intimen, persönlichen und die Lebensqualität entscheidend beeinflussenden Entscheidung wie der Wahl ihres Sexual- und Lebenspartners lediglich ein Mitspracherecht, das nach Straßburgers Ausführungen zudem höchstens 50 % beträgt. Die ohnehin bestenfalls halbierte Freiheit kann die künftige Braut dementsprechend nur dann auskosten, wenn sie akzeptiert, dass der Clan sich das Recht anmaßt mitzubestimmen, mit welchem Partner die Heiratskandidatin Zärtlichkeiten austauscht, Kinder zeugt und Tag für Tag zusammenlebt. Fügt sie sich nicht, gilt sie als Rebellin (Naschiza), als Abtrünnige. Eine jede junge Frau weiß, dass sie sich diesen &#8216;Verhaltensvorschriften zur Anbahnung einer Ehe&#8217; unterwerfen muss, um nicht Opfer physischer Gewalt, psychischer Drohung und Erpressung zu werden. Manche Frauen werden von Blutsverwandten im Namen der Ehre ermordet oder sehen keinen anderen Ausweg mehr als sich selbst umzubringen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Das Ziel einer arrangierten Eheanbahnung besteht darin, Glück und Stabilität einer Ehe dadurch zu sichern, dass man gemeinsam in der Familie prüft, ob die Voraussetzungen für das Gelingen der Ehe günstig sind. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die Anbahnung einer arrangierten Ehe basiert auf vier Vorstufen mit offenem Ausgang. Der Prozess kann an jeder Stelle abgebrochen werden bzw. wird nur dann fortgesetzt, wenn die potentiellen HeiratskandidatInnen Zustimmung signalisieren. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Verwandtenehen, beispielsweise Cousinenehen, sind eine immer noch häufig praktizierte, sehr typische Form des &#8216;Ehearrangements&#8217;. Längst ist wissenschaftlich erwiesen und allgemein bekannt, dass bei solchen Beziehungen ein hohes Risiko für genetisch bedingte Behinderungen der Kinder besteht (3). Während das Risiko bei nicht-verwandten Paaren bei 1-3% für schwere Fehlbildungen und 3-5% für alle Fehlbildungen beträgt, liegt es beispielsweise bei einem einfachen Paar Cousin / Cousine 1. Grades doppelt so hoch. Die Neigung, Ehen zwischen Blutsverwandten zu &#8217;stiften&#8217; ist verantwortungslos und gefährdet in höchstem Maße das „Glück und Stabilität“ der Familie. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Polizeilich und gerichtlich dokumentierte Fälle von familiärer Gewalt in orientalischen Einwandererfamilien („Familialismus“) belegen, dass zwei Sippen selbst dann ihre Töchter einander wechselseitig anverheiraten, wenn es in beiden Clans zu brutaler ehelicher Körperverletzung (durch den Ehemann an der Frau) gekommen ist. Wie Gaby Straßburger hier von ehelichem stabilem Glück reden kann ist wenig nachvollziehbar. Als Beispiel ist sind hier die beiden Familien des Mönchengladbacher Ehrenmords vom 09.03.2007 zu nennen, wo es in der Vergangenheit immer wieder zu Gewalttaten gekommen war und man trotzdem immer wieder untereinander geheiratet hatte – „Die beiden Familien, die Erols und Rukiyes Hochzeit in der Türkei arrangierten, als beide noch Teenager waren, galten als verfeindet – trotz der Heirat (4), (5).“ </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die ergebnisoffene Ausgestaltung der Eheanbahnung beruht auf dem Einhalten von Kommunikationsregeln, die Entscheidungsspielräume eröffnen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Zwangsehen sind keine arrangierten Ehen, sondern Ehen bei denen familiäre Machtverhältnisse dazu genutzt werden, gegen die Regeln einer arrangierten Eheanbahnung eine Heirat zu erzwingen, die dem freien Willen widerspricht. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Bei einer derartig begrenzten Freiheit des persönlichen Gestaltens, wie sie in den Milieus der arrangierten Ehe für die weiblichen Familienmitglieder gegeben ist, müssen sich diese Migrantinnen auch noch von „traditionsreichen“ Kommunikationsvorschriften und „Machtverhältnissen“ gängeln lassen. Jederzeit kann der ohnehin vormoderne und fundamentalistisch orientierte familiäre Konformitätsdruck in äußerste Brutalität kippen, darauf hat das Individuum keinen Einfluss. Das ist die große Freiheit der Gaby Straßburger. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Bei präventiven Maßnahmen [gegen die Zwangsheirat] ist darauf zu achten, dass sie nicht dem diskriminierenden Mainstreamdiskurs folgen, der arrangierte Ehen mit Zwangsehen gleichsetzt. Vielmehr sind arrangierte Ehen, deren Anbahnung nach den o.g. Regeln erfolgt, ausdrücklich als gleichwertige Form der Partnerwahl anzuerkennen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Dem widersprechen wir entschieden. Der bei Gaby Straßburger so genannte Mainstreamdiskurs ist alles andere als diskriminierend, sondern will die Allgemeingültigkeit von Menschenrechten und Bürgerrechten gewährleisten. Die Europäische Menschenrechtskonvention (Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten EMRK, Rom 1950, in Kraft seit 1953) verankert das Recht auf die freie Wahl des Ehepartners. Seit 1984 (7. Zusatzprotokoll) fordert die EMRK gleiche Rechte und Pflichten für die Ehegatten. Artikel 16 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (New York 1948) weist darauf hin, dass „Eine Ehe nur bei freier und uneingeschränkter Willenseinigung der künftigen Ehegatten geschlossen werden“ darf. Das ist bei einem „Ausbalancieren“ von Selbstbestimmung und Familienorientierung, welches jede arrangierte Ehe kennzeichnet, verstößt unbedingt gegen das Menschenrecht auf freie Wahl des Ehepartners. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Der Schwerpunkt meiner Ausführungen liegt auf der Erläuterung, mittels welcher Regeln bei arrangierten Eheanbahnungen Selbstbestimmung und Familienorientierung so ausbalanciert werden, dass kein Druck auf die potentiellen HeiratskandidatInnen entsteht. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Wenn ich als Tochter das „Arrangement“ verweigere, wird jede Begegnung mit einem Angehörigen des anderen und des eigenen Clans zum Spießrutenlaufen. Man ist dazu verurteilt, einander überall, jederzeit und lebenslang immer wieder zu begegnen, bei Familienfeiern, im Supermarkt, beim Arzt, in der Moschee. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Stamm ist Kerker. Lebenslang, lebenslänglich. Egal ob Sohn oder Tochter, wer an der Lebenserfahrung, Urteilskraft und Gutartigkeit seiner Eltern oder Großeltern zweifelt, verstößt gleichermaßen gegen die Familienregeln und die Religion. Den Ausstieg aus diesem familiären Gefängnis zu schaffen ist nahezu unmöglich. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die Wege in die Ehe sind variantenreich und dennoch nicht beliebig. Soziale und kulturelle Faktoren spielen eine wichtige Rolle. Von ihnen hängt ab, welche Wege in einer Gesellschaft und ihren verschiedenen Milieus jeweils als wünschenswert und normal gelten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: In Mauretanien gilt die Sklaverei als normal, in Teheran oder Riad das Töten des Gotteslästerers und bei den Muslimen Indonesiens und irakisch Kurdistans die Genitalverstümmelung der schafiitischen Rechtsschule. Die ledigen Frauen und übrigens auch die zu verheiratenden jungen Männer dürfen nicht autonom bestimmen, den schlussendlich „erfolgreich“ verheirateten Individuen hat eine klare Aussage zu keinem Zeitpunkt zugestanden. Die Deutungshoheit über die orakelgleich zu lesenden Zeichen haben die Mächtigen des Stammes, das wird immer wieder einmal die Brautmutter sein. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Kaffeesatzlesen ist eine alte türkische Spezialität. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die Ausführungen basieren auf meiner Studie zu „Heiratsverhalten und Partnerwahl im Einwanderungskontext“, die sich mit Eheschließungen von Migrantinnen und Migranten türkischer Herkunft befasst. Sie erschien 2003 im ergon-Verlag, Würzburg. Im Mittelpunkt dieser quantitativ und qualitativ angelegten Studie, die Perspektiven der Familien und Migrationsforschung verknüpft, stehen Heiratsoptionen und Partnerwahlmodi. Im qualitativen Teil wird mittels eines biographisch-hermeneutischen Untersuchungsansatzes die innere Logik der Partnerwahlprozesse rekonstruiert, basierend auf Interviews mit 14 verheirateten Frauen und Männern zu ihrer Partnerwahl und Beziehungsgeschichte. Die Interviewten sind in Deutschland aufgewachsen und leben in einer Stadt mit 70.000 Einwohnern. Ihre Eltern stammen aus der Türkei. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Wie bitte, eine quantitative Studie mit 14 (vierzehn!) Befragten? Das soll wohl ein Scherz sein. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Bei der selbst organisierten Partnerwahl geht man im Regelfall davon aus, dass sich der Gedanke an eine mögliche Heirat während einer Paarbeziehung entwickelt. Die Heirat basiert auf einem intensiven Prozess der Annäherung beider Partner, die im Lauf einer vorehelichen Beziehung feststellen, so gut zueinander zu passen, dass sie heiraten können. Hingegen ist bei arrangierten Ehen der Gedanke an eine mögliche Heirat bereits Ausgangspunkt der Beziehungsaufnahme. Die arrangierte Begegnung der Partner basiert auf der Absicht, einander möglicherweise zu heiraten. Im weiteren Verlauf der Annäherung geht es bei der arrangierten Eheschließung folglich in erster Linie darum, herauszufinden, ob irgend etwas gegen eine Heirat spricht. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Der Clan braucht Nachwuchs, Ayaan Hirsi Ali spricht treffend von der gezwungen beziehungsweise arrangiert zu verehelichenden Frau als zoontjesfabriek, Söhnchenfabrik. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Andere, außereheliche Beziehungen sind dem angeblich freiwilligen jungfräulich lebenden Wesen verboten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Der junge Mann hingegen darf, soll sogar Sex haben, dazu gibt es die islamische Kaste der ehrlosen Frauen, der Prostituierten oder Dhimmifrauen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Bei arrangierten Ehen basiert der Entschluss zu heiraten darauf, dass die Familie gemeinsam zu dem Ergebnis kommt, dass die Basis für eine glückliche und stabile Ehe vorhanden ist. Dazu gehört neben dem Einverständnis der HeiratskandidatInnen auch die insgesamt positive Bewertung ihres Charakters und ihrer sozialen, familiären und beruflichen Lebensumstände. Man versucht, das Gelingen der Ehe dadurch zu sichern, dass man vor der Heirat im Familienverband abwägt, ob die Rahmenbedingungen so positiv sind, dass sich nach Abklingen des vergänglichen Verliebtseins eine stabile Paarbeziehung entwickeln kann. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Nicht du entscheidest, ob die Verbindung erfolgversprechend ist, sondern dein Stamm. Mein Kind, wir denken für dich. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Während man also bei selbst organisierten Eheschließungen vor der Heirat ausprobiert, ob die Paarbeziehung funktioniert, geht es bei der arrangierten Partnerwahl darum herauszufinden, ob die Voraussetzungen dafür vorliegen, dass die Ehe funktionieren kann. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Die Tochter muss unbenutzt in die Ehe gehen, der muslimische Clan verbietet ihr den vorehelichen Sex und Frau Straßburger unterstützt ihn dabei „wissenschaftlich“. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die vergleichende Analyse der Eheschließungen mehrerer InterviewpartnerInnen türkischer Herkunft zeigt, dass arrangierte und selbst organisierte Eheschließungen ineinander übergehen. Sie sind nicht trennscharf zu unterscheiden, sondern weisen zahlreiche Überschneidungen auf. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Das ist eine bewusste Irreführung, es gibt in der Tat fließende Übergänge, nämlich innerhalb der arrangierten Ehe und dabei zwischen einer Eheanbahnung mit viel Zwang und einer Eheanbahnung mit nur ein ganz klein wenig Zwang. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die Anbahnung einer arrangierten Ehe beruht auf vier Vorstufen, deren Länge und Ausgestaltung variabel ist und an denen jeweils verschiedene Akteure schwerpunktmäßig beteiligt sind. Die Seite der Frau und die Seite des Mannes erfüllen meist komplementäre Rollen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Maschinenhaft. Zuchtprogramm. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die arrangierte Partnerwahl beginnt auf der Seite des Mannes mit der Suche nach einer potentiellen Partnerin. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Single darf der Mann aus Allahs Sicht nämlich nicht bleiben, der Koran fordert unmissverständlich auf: „Verheiratet die Ledigen!“ (Koran 24:32). Und eine schwule Partnerschaft sieht weder der kurdisch-jesidische Ehrkodex noch die Pflichtenlehre der Scharia vor. Der Mann wird also von seiner Familie auf den Frauenfang geschickt. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Hierfür werden bestehende Netzwerkbeziehungen aktiviert, wobei man damit rechnen muss, dass viele Anfragen im Vorfeld negativ beschieden werden. Während Familienangehörige, Verwandte und Bekannte eines Mannes aktiv nach einer Partnerin suchen, …  </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: … der Kerl schafft das nicht alleine …  </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> … nimmt die Seite einer Frau eine reagierende Haltung ein. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Das hat Allah so vorgesehen. Mann agiert, Frau reagiert. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Sie antwortet lediglich auf mehr oder weniger direkte Anfragen, die an sie gestellt werden, um herauszufinden, ob ein weiteres Engagement Aussicht auf Erfolg hätte. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Deutschlands Städte in wenigen Jahrzehnten: Hunderttausende von keuschen türkischen Töchtern, die, von ihren Brüdern und Tanten bewacht werden und etwaigen heiratslüsternen Jünglingen „mehr oder weniger indirekt“ antworten. Wollen wir so leben? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> In dieser Phase besteht eine wichtige Aufgabe der Eltern einer jungen Frau darin, Anfragen, die als irrelevant erachtet werden, von Vornherein abzulehnen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Eltern schützen ihre Töchter vor Krankheiten, Tigern und Brautwerbern. Bewährt hat es sich dabei, die Tochter in einen Stoffkäfig zu sperren, im islamischen Recht heißt er Hidschab. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Selbst bei ausgewogenstem Verhältnis von Fremd- und Selbstbestimmung (Straßburger) bleibt eine Gruppe von Brautwerbern der Tochter unbekannt. Sollten heiratsfähige Kinder eigenständige Wege der Kontaktaufnahme gegangen sein, werden sie sich ihre Zuneigung oder Liebe wohl niemals explizit gestehen können. Falls der junge Mann in diesem – gemeinsamen – Sinne initiativ wird, können die Brauteltern seine Pläne zunichte machen, ohne dass die Tochter die ganze Wahrheit erfährt. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Falls sie sich nicht schon in anderen Zusammenhängen begegnet sind, erhalten sie nun einen ersten Eindruck voneinander und entscheiden auf dieser Basis, ob sie eine weitere Annäherung wünschen oder nicht. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Mamas vorwurfsvoller Blick und Tantchens Tritt unter dem Tisch mögen Töchterchen motivieren, mit dem Jüngling noch etwas intensiver zu plaudern. Mama hatte gestern schließlich bereits Herzschmerz, griff sich an die Brust und sagte: „O Tochter, ich bin so besorgt um dich, morgen kommt Besuch!“ </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: „Mütter drohen heiratsunwilligen Töchtern mit Selbstmord“, Anna Reimann 2007 (6). </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Hauptakteure sind zudem nicht die potentiellen HeiratskandidatInnen, sondern ihre Eltern. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Postmodernistin Straßburger wird nicht einmal rot! Selbstverständlich haben die jungen Ledigen nur eine Nebenrolle, der Heiratsvertrag der islamischen Ehe ist ein Handelsgeschäft zwischen zwei Familien. Das ist für uns als Profis aus Sozialarbeit oder Pädagogik inakzeptabel. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> … in der Zeit, die nun folgt, liegen die entscheidenden Aktivitäten auf der Seite der Frau. Während die Seite des Mannes ihre Brautwerbung fortsetzt und sich und den Heiratskandidaten im besten Licht präsentiert, versucht die Seite der Frau Zeit zu gewinnen und die Entscheidung durch geschicktes Taktieren hinaus zu zögern. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Den Preis nach oben treiben! </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die Haushaltsmitglieder handeln dabei stellvertretend im Interesse der jungen Frau und erhöhen durch Abwägen der Gründe, die für oder gegen die Ehe sprechen, die Chance, dass die Heirat schließlich zu einer glücklichen und stabilen Ehe führt. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Stellvertretend für die junge Frau, das ist korrekt, handelt der Wali, der Heiratsvormund, sofern die Frau noch Jungfrau ist sprich noch niemals verehelicht worden war. Dann ist er Wali Mudschbir, Heiratsvormund mit der Berechtigung zum Zwang. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Bei solchen Begegnungen werden u.a. Vorstellungen von der Beziehungsgestaltung besprochen (z.B. künftige Berufstätigkeit der Frau, Gründung eines eigenen Haushaltes und einer Familie, gemeinsame oder getrennte Freizeitaktivitäten etc.). </p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Richtig, das ist zwischen den Sippen oder Stämmen zu klären: Soll die Braut das Haus verlassen dürfen, etwa, um in einem unsittlichen europäischen Großraumbüro arbeiten zu gehen? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Auch in der Verhandlungsphase kann ein Ehearrangement scheitern, wenn man sich nicht einig wird, welchen finanziellen Beitrag die Familien jeweils zu Aussteuer, Hochzeitsfeier oder Hausstandsgründung leisten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Nun geht`s ans Verschachern der Braut. Frauen einschließlich Morgengabe und Hochzeitsfest sind sündhaft teuer. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Deutlich wird dies am Beispiel der Eheanbahnung von Kibriye, die im Frühjahr 1997, zum Zeitpunkt unseres Interviews, 20 Jahre alt und seit einem halben Jahr verheiratet war. Kibriyes Familie stammt aus einem südostanatolischen Dorf, von wo der Vater 1973 als Arbeitsmigrant nach Deutschland angeworben wurde. Drei Jahre später kamen dann auch Kibriyes Mutter und ihre älteren Brüder im Rahmen des Familiennachzugs nach Heimburg. Als Kibriye 14 Jahre alt war, erhielten ihre Eltern in der Türkei die ersten Anfragen bezüglich einer Eheschließung mit ihr &#8230; von den Eltern mit dem Argument zurückgewiesen, Kibriye wäre dafür zu jung. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Das islamische Heiratsalter beträgt neun Jahre. In Griechenland (Region Komotiní) gilt die barbarische Scharia als legitimes Familienrecht, da sind schwangere dreizehnjährige Bräute gesellschaftlich akzeptiert, wie Barbara Kirchner („An der griechischen Grenze zur Türkei werden Minderjährige, ein altes Gesetz erlaubt dies, mit Zustimmung der Eltern verheiratet.“) über die in Düsseldorf wohnhafte elfjährige schwangere Ehefrau berichtet (7). Das ist Scharia, und Fachfrau Straßburger hat entweder nichts dagegen oder vom Islam keine Ahnung oder beides (8), (9). </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 1995, als Kibriye gerade volljährig geworden war und in einem Supermarkt arbeitete, trafen sie und ihre Eltern in Heimburg zufällig Herrn und Frau Kuzu wieder, die sie jahrelang nicht gesehen hatten. Herr Kuzu und Kibriyes Vater hatten sich 1973 in Heimburg kennen gelernt. … Zum Zeitpunkt des Wiedersehens lebte Familie Kuzu im 50 Kilometer entfernten Mittelstadt. Ihr Sohn Kenan war 20 Jahre alt und hatte eine Ausbildung zum Industriemechaniker absolviert. … 14 Tage später hielt Familie Kuzu um Kibriyes Hand an und kam von da an jede Woche zu Besuch nach Heimburg. In dieser Zeit begannen Kibriye und Kenan, sich heimlich zu treffen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Kibriyes Brüder hatten das Mädchen bis dato vor unerwünschten Kontakten mit Angehörigen der Spezies Junge beziehungsweise Mann bewahrt und dürfen nun das Kleingedruckte im Ehevertrag ihrer Schwester definieren: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Nach einigen Verhandlungen zwischen Kenans Familie und Kibriyes Brüdern, und nachdem Kibriye ihr Einverständnis gegeben hatte, wurde das Heiratsgesuch einige Monate später akzeptiert und eine Woche danach die Verlobung gefeiert. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Die Brüder verhandeln das künftige Eheleben ihrer Schwester. Die zu schweigen hat. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Solange alle Beteiligten den Code beherrschen und willens sind, subtile Signale wahrzunehmen, ist es nicht nötig, deutlicher zu werden, weil auch ohne ausdrückliche Verbalisierung verstanden werden kann, ob eine junge Frau einem Heiratsangebot positiv oder negativ gegenübersteht. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Echte fromme Türken verstehen sich blind. Und die junge Frau fühlt sich ganz besonders verstanden, alle wollen nur ihr Bestes. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Dabei wird allgemein erwartet, dass die Brauteltern die Entscheidung hinauszögern und somit der Gegenseite signalisieren, wie viel ihnen ihre Tochter bedeutet. … Weiter gehört es zu den Aufgaben der Familie der Braut, zu prüfen, ob der Heiratskandidat ein akzeptabler Ehepartner ist, der familiäre Verantwortung übernehmen kann und keine schlechten Angewohnheiten hat. Dafür ist es wichtig, dass die Distanz nicht vorschnell aufgegeben wird, da man den Interessen der Tochter zuwiderhandeln würde, wenn man zu früh Einverständnis mit der Heirat signalisiert. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Die dürfen keinen Sex vor der Ehe haben, das ist es. Und es heiraten zwei ewige Clans einander, in Form von zwei Individuen. Du bist nichts anderes als das Bio-Werkzeug des sich durch die Jahrhunderte fortpflanzenden Stammes. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wer eine Frau oder einen Mann zur Heirat zwingt, handelt gegen die Regeln einer arrangierten Ehe. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Klingt nach Tariq Ramadan oder Pierre Vogel. Man lese dazu »Freiheit jenseits der Gesetze?« von Necla Kelek (10). </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Junge Frauen und Männer in eine nicht gewollte Ehe zu drängen, wird meiner Erfahrung nach von der türkischen Bevölkerung ebenso als Menschenrechtsverletzung erachtet wie von der deutschen Bevölkerung. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Kein Imam widersetzt sich dem Prinzip des nötigenden Heiratsvormundes (Wali mudschbir), das dem Vater oder Großvater väterlicherseits zusteht. Es geht Straßburger darum, den deutschen Nichtmuslimen das Märchen vom freiheitlichen Islam zu erzählen und zugleich die Frauen einzuschüchtern, sie wären nicht tugendhaft oder gottesfürchtig genug, sobald sie unfreiwillig („Kein Zwang im Glauben“) handeln würden. Im Namen der Multikulturalität und einer angeblichen „Besonderheit“ der deutschen Muslime macht Straßburger den Weg für die Politikwerdung der Scharia frei. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 120pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: No Sharia Here, One Law For All. Menschenrechte sind universell und unverhandelbar. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (1) Hans-Ulrich Jörges: Die vergrabene Bombe  </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/zwischenruf/zwischenruf-die-vergrabene-bombe-634119.html">http://www.stern.de/politik/deutschland/zwischenruf/zwischenruf-die-vergrabene-bombe-634119.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (2) BMFSFJ zum häuslichen Gewaltrisiko für Deutschlands Einwandererfrauen (pdf) </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.vaeter-aktuell.de/politik/BMFSFJ_Lebenssituation_Sicherheit_und_Gesundheit_von_Frauen_in_Deutschland_2004.pdf">http://www.vaeter-aktuell.de/politik/BMFSFJ_Lebenssituation_Sicherheit_und_Gesundheit_von_Frauen_in_Deutschland_2004.pdf </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (3) Inzest: Wenn der Cousin mit der Cousine schläft </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.welt.de/vermischtes/article732888/Wenn_der_Cousin_mit_der_Cousine_schlaeft.html">http://www.welt.de/vermischtes/article732888/Wenn_der_Cousin_mit_der_Cousine_schlaeft.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (4) Familialismus pur: Rukiye Peşter </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.ehrenmord.de/doku/sieben/2007_Rukiye_Pester.php">http://www.ehrenmord.de/doku/sieben/2007_Rukiye_Pester.php </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (5) Familialistisch: Derya Peşter </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.ehrenmord.de/doku/sieben/2007_Derya_Pester.php">http://www.ehrenmord.de/doku/sieben/2007_Derya_Pester.php </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (6) Mütter drohen heiratsunwilligen Töchtern mit Selbstmord </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,499121,00.html">http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,499121,00.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (7) Zwölfjährige bekam in Zwangsehe ein Baby </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.express.de/nachrichten/region/duesseldorf/zwoelfjaehrige-bekam-in-zwangsehe-ein-baby_artikel_1212758529424.html">http://www.express.de/nachrichten/region/duesseldorf/zwoelfjaehrige-bekam-in-zwangsehe-ein-baby_artikel_1212758529424.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (8) In Europa, wo die Scharia noch gilt </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wednesday, September 14, 2005. Von Michael Kreutz </p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2005/106/europa-scharia/">http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2005/106/europa-scharia/ </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (9) Scharia in Griechenland: eine betroffene Frau berichtet </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Aiché, eine junge Frau aus der Muslimgemeinde der thrakischen Stadt Komotini berichtet anonym über ihre persönliche Erfahrung mit der Scharia.<br />
Interview: Adéa Guillot </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.arte.tv/de/Videos-auf-ARTE-TV/2151166,CmC=2513134.html">http://www.arte.tv/de/Videos-auf-ARTE-TV/2151166,CmC=2513134.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (10) Necla Kelek: Freiheit jenseits der Gesetze? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E1ECC2B524AF14B14B8C848C15006A7E7~ATpl~Ecommon~Scontent.html">http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E1ECC2B524AF14B14B8C848C15006A7E7~ATpl~Ecommon~Scontent.html </a> </span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Boos Nünning: Muslimische Migrantinnen sind nicht unterdrückt]]></title>
<link>http://schariagegner.wordpress.com/2009/10/08/muslimische-migrantinnen-sind-nicht-unterdruckt/</link>
<pubDate>Thu, 08 Oct 2009 01:25:05 +0000</pubDate>
<dc:creator>schariagegner</dc:creator>
<guid>http://schariagegner.wordpress.com/2009/10/08/muslimische-migrantinnen-sind-nicht-unterdruckt/</guid>
<description><![CDATA[النكاح an-nikah sharia-compliant marriage Ehe als Tochtertausch Subtiler Zwang in der arrangierten E]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'>
<p style="line-height:125%;margin:0 0 60pt;">
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 6pt;" align="right"><span style="font-size:27pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">النكاح </span></p>
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0;" align="right"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> an-nikah </span></p>
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0;" align="right"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> sharia-compliant marriage </span></p>
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 90pt;" align="right"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Ehe als Tochtertausch </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 3pt;"><span style="font-size:14.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Subtiler Zwang in der arrangierten Ehe </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 45pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Der Clan weiß, was die Tochter wünscht </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Im Jahre 2009 kommt den kommunalen, wohlfahrtsverbandlichen und kirchlichen Funktionären der Als-ob-Integration die Verteidigung der arrangierten Ehe gerade recht. Dass jede arrangierte Ehe das jahrhundertealte Prinzip des Tochtertausches zwischen zwei patriarchalisch organisierten Clans fortführt ist dabei nicht mehr so wichtig. Wie zufällig geht eine Essener Migrationspädagogin völlig konform mit zwei Elementen der Scharia, der islamischen Ehe (imam nikah) und dem nötigenden Heiratsvormund (wali mudschbir), wenn sie heute dafür wirbt, dass Deutschland gefälligst die arrangierte Ehe als gleichberechtigte Lebensform zu akzeptieren hat. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 135pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Aus der Aula einer nordrhein-westfälischen Hochschule dokumentieren und kommentieren Roswitha Wilwerscheid (W.) und Karsten Hilchenbach (H.) einen im Januar 2009 gehaltenen Fachvortrag von Prof. Dr. Ursula Boos-Nünning: »Arrangierte Ehe und Virginität. Familialismus als alternative Lebensform«.  </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich möchte Sie willkommen heißen zu zu meinem Seminar, mit dem ich unter dem Motto »Arrangierte Ehe und Virginität. Familialismus als alternative Lebensform« zu mehr Verständnis für den türkischen Familialismus ermutigen möchte. Zuwanderung macht das Neue und Fremde öffentlich sichtbar. Minarette und Kopftücher rufen Widerstand hervor. Ist das Kopftuch ein Zeichen der Unterdrückung? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Aber ja, jede Art von islamischer Frauenverschleierung ist ein Mittel der Unterdrückung und damit in Europa und Deutschland ein Politikum ersten Ranges. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Der Hidschab ist ein Zeichen gegenmoderner Sexualmagie, repressiver Sexualpolitik im Namen der so genannten „Religionsfreiheit“. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Boos-Nünning sagt Kopftuch und stoppt ab, schalkhaft lächelnd. Neckisch durch ihre Nickelbrille blitzend sagt sie keine Silbe zum Kopftuch der extremistischen Milli Görüş oder der frauenfeindlichen Fatwas der ECFR-Scheichs. Keine Silbe. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Schon gar keine negative. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Der Westen betrachtet die anderen Teile der Welt polarisierend und zerlegt die eine Menschheit und gerade auch seine Einwanderer in aufgeklärtes Individuum und archaisch denkendes Objekt der Großfamilie, kurz gesagt: in modern versus traditionell. Diese Zuschreibungen betreffen auch das Geschlechterverhältnis und besonders das Frauenbild, der Westen hält die Einwanderin für unterdrückt. Vergleichende Untersuchungen belegen, dass das Selbstkonzept, aber auch das Frauenbild von vierundzwanzig Einwanderinnen, die aus weniger industrialisierten Gesellschaften und so genannten traditionellen Verhältnissen stammen, wesentlich geringer durch Abhängigkeiten vom Mann gekennzeichnet ist als das westlicher Frauen (Herwartz-Emden, 1995). Darüber hinaus lässt sich weder ihr Selbstbild noch ihr Frauenbild durch westliche Polarisierungen charakterisieren. Ebenso lässt sich für männliche Migranten nachweisen, dass sie nicht schlicht autoritärer oder patriarchalischer gesinnt sind als westliche Männer (Herwartz-Emden, 1996). Hier werden westliche Stereotype sichtbar und muss unsere erste Frage ansetzen: Sind traditionelle Frauenrollen ein Hemmnis für geschlechtergerechte Demokratie? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Ja, aber ja! Seit wann verherrlicht die Linke die gute alte Zeit? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Bald endlich wieder „schöner wohnen“, in Zelten und Höhlen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Über Muslime nur Gutes. Der dekadenten Europäerin die kulturelle Moderne, der stolzen Türkin das innere Mittelalter. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Gewalt oder sexueller Missbrauch, angeblich seien sie bei Migranten in höherem Maße vorhanden als bei den Ureinwohnern. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Staatsministerin Maria Böhmer sieht das in: Jahresbericht der Bundesregierung wesentlich anders: türkische Migrantenkinder mit Misshandlungen und schweren Züchtigungen in den Familien: 44,5 Prozent, zitiert nach Hans-Ulrich Jörges, Die vergrabene Bombe (1). Punkt »5.1. Häusliche Gewalt« stellt fest: „Migrantinnen sind vielfach in besonderer Weise von häuslicher Gewalt betroffen und besonders massiven Formen von innerfamiliärer Gewalt ausgesetzt. Diese Situation steht im Widerspruch zur deutschen Rechtsordnung (2).“ </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die Mehrheitsgesellschaft fokussiert Zwangsheirat und Ehrenmorde mit gruseliger Lust in Büchern und Presse, aber sind diese bedauerlichen Missstände denn wirklich so tonangebend, vergessen wir dabei denn nicht, nach der Norm zu fragen? Das geplante Gesetz gegen Zwangsheirat betreffend habe ich das bei einer Anhörung so schon den nordrhein-westfälischen Landtagsabgeordneten gesagt, ich fragte sie: „Habt ihr denn keine anderen Sorgen?!“, was mir viel Kritik eingebracht hat. Notwendig ist es, die Norm, die Normalität zu betrachten, nicht die Extreme. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Im Umkreis von wenigen Kilometern um den Ort des heutigen Vortrags sind innerhalb von fünf Jahren vier Frauen Opfer eines Ehrenmordes geworden. Mehrere Zwangsverheiratungen teilweise sechzehn- und fünfzehnjähriger Mädchen in der unmittelbaren Nachbarschaft sind ebenso nachweisbar wie einige versuchte Entführungen junger, erstmalig alleine wohnender türkeistämmiger Frauen durch ihre Brüder. Auch gibt es durch falsch verstandene Erziehung verursachte schwere Misshandlungen in Einwandererfamilien. Sozusagen im Schatten des Schulgebäudes, in dem Boos-Nünning gerade spricht, wirbt eine radikalislamische Gruppe für den Tschador oder gar für den Gesichtsschleier und verhüllt die eroberten Frauen tatsächlich bereits entsprechend. Soziologin Boos-Nünning wirbt dafür, all diese Verbrechen nicht wahrzunehmen. Damit arbeitet die „Migrationsforscherin“ beispielsweise frontal gegen das Projekt »Gewalt ist nie privat«, eine Kampagne des Sozialdienstes katholischer Frauen (3). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Du hörst doch, wir sollen keine Extreme betrachten, nimm dir ein Beispiel an der optimistischen Migrationspädagogin und denke nicht so negativ. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Danke, Karsten, danke Herr Ichhabenichtsgesehen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Und vergiss damit für einen Augenblick die elfjährige, in einer islamischen Imam-Ehe arrangiert verheiratete schwangere griechische Türkin, die dem Düsseldorfer Jugendamt bekannt wurde. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Nie! </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Viele Welten leben. So der Buchtitel von Yasemin Karakasoglu und mir. Es gibt religiöse Normen, mehr oder weniger verknüpft vielleicht mit sexuellen Normen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Allerdings, die Gottheit bekümmert sich um dein Genital. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Die männerbündischen Stellvertreter Allahs kümmern sich besonders um das sexuelle Wohlergehen der schutzbedürftigen und wankelmütigen Frauen. Wie alle monotheistischen Religionen ist der Klerus, den es auch im Islam in Form von Imam, Scheich, Ayatollah, Mufti und Kadi gibt, sehr daran interessiert, was unter der ehelichen oder außerehelichen Bettdecke vor sich geht. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die Mehrheitsgesellschaft neigt zu einer Haltung des Paternalismus und Eurozentrismus, des Mitleides und der Überheblichkeit. Das älteste dieser populärwissenschaftlichen Werke stammt von Andrea Baumgartner-Karabak und Gisela Landesberger (Reinbeck 1978), dessen Titel bereits auf die destruktive Richtung der Diskussion der nächsten Jahre verweist: „Die verkauften Bräute: Türkische Frauen zwischen Kreuzberg und Anatolien.“ Dieses Klischee: türkische Mädchen und junge Frauen seien traditionalistischer als Deutsche. Es wird angenommen, dass die weiblichen Einwanderer unter der Verschiedenheit der Kulturen leiden würden. Das ist falsch, die leiden nicht. Das seitens der nichtmuslimischen Mehrheitsgesellschaft vermutete Leiden an konfligierenden Erwartungen wird vor allem oder ausschließlich den Mädchen türkischer Herkunft zugeschrieben und nicht selten auf den Islam zurückgeführt. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Da erklingt es, das Wort Islam. Doch nun? Boos-Nünning schweigt. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Nur Islam, kein weiteres Wort zum Islam. Und schon gar kein kritisches. Wer jetzt noch etwas Ablehnendes über den Islam sagt, hat mit einer geballten Ladung an Vorwürfen zu rechnen, jedenfalls braucht er einigen Mut. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Auch gibt es bei Befragungen immer das Problem: Was genau wird gefragt, und wie groß ist die Gruppe der Befragten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Im Ansatz nett, doch vermute ich, dass Italienerinnen dieselbe Frage (etwa: sind meine Eltern autoritär) wesentlich anders auffassen als es Türkinnen tun. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Im Titel Viele Welten leben (bei Waxmann, Erstauflage April 2005) spiegelt sich die Souveränität wieder, mit der Migrantinnen in beiden Kulturen klarkommen, Dr. Berrin Özlem Otyakmaz beschreibt das passend als ein „Auf allen Stühlen sitzen“. Die Untersuchung Viele Welten leben befragt Frauen im Alter zwischen 15 und 21 Jahren. Rechtlich stellt sich zunächst folgende Frage zu den Männern und Frauen, die in den Westen einwandern, sind sie eingebürgert, haben sie einen deutschen Pass oder nicht? Für uns muss es besonders um die Kinder der Einwanderer gehen, die Töchter. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Da gibt es aus westlicher Sicht dieses Vorurteil, die Einwanderinnen seien traditionell, real ist, dass sie den Deutschen viel ähnlicher sind als oftmals vermutet. Es gibt „Muster“. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Aha, Muster? Keine Vorurteile, bitte. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Es gibt „anti-traditionelle“ Muster, moderne Lebensweisen, das sind 73 %. Beispielsweise sagen 50 % der Befragten: das Vorschulkind leidet, wenn die Mutter nicht dauernd da ist. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird jedoch persönlich bejaht. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Meint Boos-Nünning jetzt die erwünschte politische Forderung nach der genannten Vereinbarkeit, den verinnerlichten Wunsch oder die persönlich (jetzt oder morgen) gelebte Realität? Das wird überhaupt nicht klar. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Wird ein solcher Wunsch einer sehr jungen Frau denn in den folgenden Jahren auch verwirklicht werden können oder wird die junge Frau im Namen von Religion beziehungsweise Ehre am Geldverdienen gehindert und de facto ins Haus gesperrt werden? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Arbeitskräftewanderung wird als Wanderung von Männern verstanden. Das ist ein falsches Bild, ich erforsche das seit 1971. Die Einwanderer der ersten Jahre waren zu 25 % weiblich! </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Autonome anatolische Frauenpower oder aber für die in Bezug auf die Jagdgründe global denkende, jedoch kulturell archaisch gebliebenen Sippe Geld verdienen? Und wie rasch wurden die in Almanya arbeitenden Fabrik-Frauen vom nachrückenden „männlichen türkischen Überwachungsstaat“ eingefangen und in patriarchalisch definierte, relativ schariakonforme Ehen gezwungen? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Nicht wenige türkeistämmige Familien der ersten Migrantengeneration hatten in der Türkei in größtem Elend gelebt, waren unterernährt. In Deutschland Geld zu verdienen war der Ausweg, dieser absoluten Armut zu entrinnen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Man heiratet inner-ethnisch oder inter-ethnisch. Unabhängig davon gibt es auch die transnationale Ehe. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Wie wär`s mit Heirat aus Liebe? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die Einwanderinnen bekamen Kinder, darunter natürlich auch Töchter, und Bild des vom Vater abhängigen, im Konflikt zwischen heimatlichen und deutschen Normen lebenden Mädchens ausländischer Herkunft bestimmte jahrelang die Diskussion. Dieses Stereotyp wurde durch eine Vielzahl von Arbeiten verbreitet. Wir müssen in Bezug auf die türkischen Mädchen und Frauen und ihre Partnerwahl fragen: Was möchten die denn? Der überwiegende Teil von ihnen will keinen Deutschen heiraten, Ausnahme sind die Italienerinnen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Der überwiegende Teil will einen Türken heiraten. Frau für Frau, ganz zufällig. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Immer diese Muster. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Es ist belegbar: Auch die einheimischen, die deutschen Männer wollen keine Frau mit Migrationshintergrund heiraten. Es gibt Barrieren der interethnischen Eheschließung. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Wie die Katze um den heißen Brei. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Boos-Nünning verschweigt uns, worum es wirklich geht: Die Scharia verbietet, dass ein Nichtmuslim eine Muslima heiratet. Der männliche Deutsche müsste zum Islam übertreten, eine anschließende Apostasie ist ihm dann schlichtweg verboten und würde sehr wahrscheinlich ein Leben im Untergrund bedeuten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Unsere Sexualpolitikerin vermeidet die Forderung aufzustellen, dass jeder junge Mensch das Recht auf eine selbstgeschriebene Biographie hat, also auch auf eine autonome sexuelle Biographie. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Und selbst wenn wir den Wunsch nach Heiratsvermeidung mit einer „fremden Ethnie“ nachweisen können, ist es nicht unsere Aufgabe, das individuelle Mädchen und den einzelnen Jungen bei jedem Bestreben nach „interethnischer“ Beziehung zu unterstützen? Soll Deutschland in einen Flickenteppich kulturell und damit auch heiratsbezogen voneinander abgekoppelter Stämme zerfallen, wollen wir die sexualpolitische Apartheidsgesellschaft, wenig zufällig nach dem Muster der arabischen Dhimma und osmanischen Millet? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Viele Untersuchungen kommen zu dem Ergebnis, dass türkische Kinder und Jugendliche nicht mehr belastet sind als deutsche, so auch eine 1992/93 von Renate Schepker (1995) an der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Klinik Essen durchgeführte Untersuchung, die sich ganz besonders auf Externalisierung oder Internalisierung von Normen richtet. Schepker ermittelt, dass sich Mädchen türkischer Herkunft nicht externaler als Jungen der gleichen Ethnie einstufen. Dieses spricht gegen die Alltagsdeutungen, die von den angeblich so hilflosen Mädchen türkischer Herkunft ausgehen, die „wenig Zukunftsperspektiven und kaum Möglichkeiten zur aktiven Lebensgestaltung“ haben. Es stimmt einfach nicht, dass türkische Mädchen ein „passives Bewältigungsverhalten&#8221; zeigen und sich ihr Verhalten in „Gehorsamkeit, Duldsamkeit und Zurückhaltung&#8221; äußere oder dass sie „im Vergleich zu Jungen eingeschränkte Möglichkeiten im sozialen Handeln&#8221; hätten. Wir müssen uns das so vorstellen, dass die türkischen Mädchen glücklich aufwachsen. Die sind nicht unterdrückt. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Wenn sich türkeistämmige Schülerinnen verzweifelt und Hilfe suchend an ihre Lehrerinnen wenden, weil sie gerne an der Klassenfahrt teilnehmen möchten, dann sind sie nicht unterdrückt?! </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Sie sind es – und Boos-Nünning leugnet es. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Was die Berufswahl und Berufswege der Migrantenfrauen betrifft, gibt es keine allzu großen Unterschiede zu den deutschen Frauen. Transnationale Eheschließung ist etwa die hereingeholte, die nachgeholte türkische Frau, die Familienzusammenführung, bei einer Heirat mit einem womöglich längst eingebürgerten Türken in der Bundesrepublik oder das Einheiraten einer türkeistämmigen Schülerin aus Deutschland in eine Familie in der Türkei. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Ärgerlich genug, der Brautkauf wird als Familienzusammenführung getarnt. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Türkische Mädchen wollen oft keinen türkeistämmigen Türken. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Sommernachtsalptraum. Sie kriegen ihn trotzdem verpasst. Es gibt keinen Zwang im Glauben (4). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Geliebte gehasste türkische Heimat. Jetzt aber Orhan Pamuk zu lesen, den Völkermord an den Armeniern zu bekennen und die Scharia auf den Müllhaufen der Weltgeschichte zu werfen, das schaffen Deutschlands Türken zu 99 % leider nicht, das Thema geht ihnen zu nah, sie kommen aus der Loyalitätsfalle nicht raus und müssten zugeben, von Eltern, Islam und Türkentum betrogen worden zu sein. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Es stellt sich die Frage nach der Selbstbestimmung bei der Eheschließung. Ich lege Wert darauf, zwischen arrangierter Ehe und Zwangsheirat zu differenzieren. Wir müssen uns das so vorstellen, in der arrangierten Ehe gibt es keinen Zwang. Die Ehe wird arrangiert, der Kontakt wird hergestellt. Das haben wir zu akzeptieren und ist ein Lebensmodell, das unsere gesamtgesellschaftliche Anerkennung verdient. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: „Der Kontakt wird hergestellt“, zwei Jahre dürfen sich die beiden, überwacht asexuell, kennen lernen, dann kommt die Freiwilligkeit von alleine. Andere „Kontakte“ zu Männern werden dem Mädchen verboten, damit ihr die Entscheidung nicht so schwer fällt. Manche Mädchen haben auch einfach blanke Angst davor, den Heiratskandidaten, Mamas Liebling, abzulehnen. Die Mutter ist eine türkische Institution (5). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Zumal die Kostenfrage, der Brautpreis oder Brautdienst, durch die beiden Männerbünde bereits geregelt worden ist. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Immer, wenn das Mädchen das Recht hat, „Nein!“ zu sagen, haben wir eine arrangierte Ehe. Und wo es keinen Zwang gibt, können wir nicht von einer Zwangsheirat sprechen. Deutschland muss lernen, den türkischen Familialismus zu verstehen und zu akzeptieren. Pädagogik und Politik müssen versuchen, auch diesen Frauen gerecht zu werden. Die sind nicht unterdrückt. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Zehn Prozent der Mädchen akzeptieren die Mitwirkung der Eltern bei der Auswahl des Heiratspartners. Nur wenn wir die tradierte europäische Prämisse vom individualistischen Denken benutzen, erscheint uns die arrangierte Ehe als Zwangsheirat. Viele Migranten leben nicht individualistisch, sondern familialistisch. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Individuelle Freiheit bildet aber gerade das Selbstverständnis unseres freiheitlichen demokratischen Staatswesens. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Deutschland schützt keine Stammesrechte, sondern Menschenrechte, keine Stämme, sondern Bürger. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Dem so genannten ‚Traditions-Modernitäts-Paradigma’ unterliegt erstens ein westlich geprägtes Modell von Modernität und zweitens ein bipolares Denkmuster von ‚Tradition’ versus ‚Moderne’ – das die Welt entsprechend aufteilt. In diesem Paradigma ist u. a. die Annahme eines linearen Übergangs vom Nullpunkt der Einwanderung zur Endstufe der Integration in die Aufnahmegesellschaft implizit enthalten. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Dieser Übergang sei, so die Annahme, entsprechend mit einem Konflikt und einem so genannten Kulturschock verbunden, der die ‚kulturelle Identität’ des Migranten tangiere bzw. in Frage stelle und zu einer anomischen Situation führe. Entsprechend stellen sich Migrantenfamilien und ihre Sozialisationsbedingungen tendenziell als ‚defizitär’ heraus, oder auch, wie in einem aktuellen Bericht, als sehr traditionell, autoritär, rückschrittlich bis gewalttätig im Umgang mit ihren Kindern und Jugendlichen (so die Darstellung im Bericht des Berliner Forums Gewaltprävention [LkBgG], 2007). Dieses Paradigma hat sich in der Migrationsforschung seit langem als unhaltbar gezeigt und wurde vielfach enttarnt in der kritischen interkulturellen Diskussion. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Boos-Nünning greift die Grundlagen des Aufklärungshumanismus an, wer jetzt noch universelle Menschenrechte einfordert, wird als Eurozentriker und Kulturrassist stigmatisiert. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Sind Gutachten, Jahresberichte und Statistiken nicht genügend politisch korrekt, lässt man neue, passgenaue Expertisen erstellen. Die genaue Fragestellung einer Untersuchung oder Befragung ist in der Tat entscheidend. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Sechzig Prozent der türkischen Mädchen findet es in Ordnung, vor der Ehe mit dem Freund geschlafen zu haben, also können es maximal 40 % sein, welche die Virginität als persönlichen Wert bevorzugen. Im westlichen Kulturkreis ist das ja ganz anders, doch Virginität gilt den türkischen Mädchen und Frauen als etwas Besonderes. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Jetzt wird es obszön, bei Zeus. Das Hymen wird politisch. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Die Männer wollen unbeschädigte Ware. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Das ist finsterste Steinzeit, was die Dame, da von sich gibt. Die in Essen-Altenessen geborene Ursula nahm 1965 im rheinischen Köln ihr Soziologiestudium auf, erlangte 1969 in Österreich den Grad eines Magisters der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften (Mag. rer. soc. oec.) und promovierte 1971 in Soziologie (Dr. rer. soc. oec.) an der Hochschule für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in Linz. Die Akademikerin kehrte ins Rheinland zurück, rückte am 01.10.1998 zur Prorektorin der Universität Essen auf und wirkte um 2001 sogar als Rektorin dieser Hochschule. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Zur nachfolgenden Palastrevolte an der Essener Uni berichtete Armin Himmelrath (DER SPIEGEL) am 19.12.2001 (6) und 29.05.2002 (7). Das verarmende Nordrhein-Westfalen wollte die Hochschulen Duisburg und Essen fusionieren. Boos-Nünning fiel ihrem eigenen Senat in den Rücken und mauschelte bei dieser Elefantenhochzeit (Arrangierte Ehe? Ohne Zwang?) mit. Der wütende Senat wählte sie mit konstruktivem Misstrauensvotum und bei 15 zu drei Stimmen ab, ihre Verhandlungen mit dem Rektor der Uni Duisburg und dem NRW-Wissenschaftsministerium wurden bei allem Verständnis für den Druck aus Düsseldorf („Uns ist völlig egal, wie die Senate abstimmen. Die Fusion kommt auf jeden Fall, notfalls erzwingen wir das“) anständigerweise nicht hingenommen. Nun ja, dachte Ursula, dann eben wieder Migrationspädagogik, und so frönt die Altachtundsechzigerin auch sieben Jahre später dem Kult um den orientalischen Stamm und dessen viele fraglos ehrbare, zum arrangierten Zeitpunkt blutende Jungfernhäutchen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Ein besonders kultursensibles Element des Familialismus ist der Ehrenmord, wir müssen das so verstehen, die sind nicht unterdrückt. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Roswitha, jage mir keine Angst ein, du redest schon wie Boos-Nünning. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Man könnte sich an den Singsang gewöhnen. Ironie aus. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Boos-Nünning war 1996 &#8211; 1998 Mitglied der Kommission zum 10. Kinder- und Jugendbericht, ab 1999 saß die Dame im Bundesjugendkuratorium, wo sie den Arbeitskreis Bildung leiten durfte. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Boos-Nünning und Bildung? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Das Fremde integrieren. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Türkische Mädchen akzeptieren die Virginität als Norm. Verglichen mit deutschen Mädchen sind diese Mädchen deutlicher religiös gebunden. Wir fanden heraus und können es wissenschaftlich belegen, Mädchen mit Kopftuch sind konventioneller. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Nobelpreisverdächtig. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Sie besitzen auch deutlich mehr Kopftücher, die Kopftuchmädchen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Ja, die türkischen Mädchen, überhaupt die Mädchen mit Migrationshintergrund, haben deutlich konventionellere Vorstellungen. Etwa 80 % der deutschen Mädchen im Alter von 18 Jahren hatte bereits Geschlechtsverkehr. Hierin bildet sich auch die Stärke der religiösen Orientierung ab, die jungen Türkinnen sind eher religiös gebunden als die deutschen. Auffallende Religionsbindung haben auch die italienischen und griechischen Mädchen, von den letztgenannten sind, das ist in Deutschland vielfach eher unbekannt, viele Zeugen Jehovas. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wir können bei den italienischen Mädchen nachweisen, dass gerade die starke Familienbindung, die wir als Familialismus bezeichnen können, den beruflichen Erfolg der Töchter garantiert. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Je engmaschiger das würgende Fangnetz namens Familie, desto wahrscheinlicher die akademische Karriere der geliebten Tochter? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Italienische Kinder haben ihre Eltern voll im Griff und den Rest der Verwandtschaft gleich mit. Nur bei den italienischen Zeugen Jehovas sieht es anders aus, da ist Familie fundamentalistischer Knast und Berufskarriere ohnehin nicht vorgesehen, noch nicht einmal für die Jungen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Bei der Schule muss sich vieles verändern, um den Türken gleiche Chancen zu ermöglichen. Dasjenige Merkmal, das besonders augenfällig ist, entscheidet über die Exklusion – also beispielsweise die Geschlechtszugehörigkeit in einer gemischtgeschlechtlichen Schule oder die ethnische Zugehörigkeit in Klassen, die überwiegend aus nichtgewanderten deutschen Schulkindern bestehen. Die Möglichkeit, stereotypisierte Gruppen in einer homogenen Umgebung, zum Beispiel in monoedukativen Klassen, zu unterrichten, könnte gerade für die türkischen Mädchen sehr gute Chancen bereiten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Wozu bitte? Was denn sollen die Mädchen dämonisieren lernen, den angeblich von Natur aus alle Mädchen drangsalierenden, triebgesteuerten Jungen oder die eigene, angeblich wesensgemäß schutzbedürftige und zugleich verführerische Leiblichkeit? Nichts gegen eine gute (gleichheitsfeministisch gedachte, antisexistische, antipatriarchalische) Jungen- oder Mädchengruppe an einem Nachmittag in der Woche, doch Deutschlands türkeistämmige Mädchen haben wohl eher zuviel Geschlechtertrennung als zu wenig. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Mehr Geschlechtertrennung? Verwechselt die Dame da nicht Schule und Koranschule? Wie wäre es, kein saudi-arabisches Schulkonzept der Mädchensegregation einzuführen, sondern allen Kindern und Jugendlichen beizubringen, niemanden zu erniedrigen, auch die kleine Kopftuchverweigerin nicht oder den kleinen Schweinefleischfresser? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Nun zu einem ganz schlimmen Thema, das es auch gibt. Zwangsverheiratung ist eine Menschenrechtsverletzung. Zwangsverheiratung verstößt gegen einen zentralen Bereich der persönlichen Lebensplanung. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Weil meine fürsorgliche Sippe meine persönliche Lebensplanung übernimmt, kann ich nie zwangsverheiratet werden. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Kein Individuum, kein Zwang. Frei Nach Boos-Nünning. Im Ernst und in eigentlich unnötiger Ausführlichkeit: weil jede arrangierte Ehe das Planen Dritter an meiner Lebensbiographie bedeutet, beeinträchtigt das Eheanbahnen stets meine persönliche Lebensplanung. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Welches traditionalistisch oder islamistisch erzogene Mädchen wagt es denn, seinen Eltern zu widersprechen oder die Kerkermauer des Denkverbotes „Meine Eltern wollen nur mein Bestes, so sagen sie es selbst“ zu sprengen? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Es liegt in der türkischen oder kurdischen Großfamilie immer ein mehr oder weniger starker Gruppendruck vor. Jetzt zu sagen, das wenig individualistische Mädchen leidet ja nicht so sehr, und genau das ist die Boos-Nünning-Logik beim Verteidigen der arrangierten Ehe, ist ein Abgrund an Kaltschnäuzigkeit. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Das ist es: 100 % sind arrangierte Ehe, ein Drittel bei brutaler Gewalt also selbst nach Boos-Nünning als Zwangsheirat zu erklären, ein weiteres Drittel bei einem aus mittelalterlicher beziehungsweise schariatischer Sicht normalen Maß an Frauenunterdrückung, ein letztes Drittel bei nur ein wenig oder ganz klein wenig sozialer Einschüchterung und islampädagogisch erweckter Angst vor der bei irdischer Gehorsamsverweigerung im Jenseits zu erwartenden Höllenstrafe. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: In der freiheitlichen Demokratie müssen wir Pädagoginnen und Pädagogen uns gegen die arrangierte Ehe aussprechen dürfen. Boos-Nünning behindert unsere Arbeit. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Die Migrationspädagogin schweigt zur islamischen Zweitfrau, zur arrangierten Drittfrau, zur islamrechtlichen Verstoßung (at-talaq, auch arrangiert) der Ehefrau und zum unbedingten Recht des Vaters auf („arrangiertes“) Verheiraten seiner jungfräulichen Tochter, ein Recht, das Allah jedem Vater (Wali Mudschbir) zubilligt, bei Bedarf eben ohne deren Zustimmung. Das alles ist Scharia, das ist Islam, …  </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: … dafür steht das Kopftuch. Boos-Nünning verheimlicht uns die Verwandtenehe, namentlich die Cousinenehe, ein ganz typisches türkisches oder kurdisches „Arrangement“, mit hohem Risiko, aufgrund zu hoher genetischer Verwandtschaft ein behindertes Kind zu bekommen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Cousinenehe, wenn ich geboren werde, ist schon klar, wen ich heirate. Alles ganz zwanglos. Eine Burka für Boos-Nünning. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Die islamisch erzogenen Mädchen haben nie gelernt, Nein zu sagen. Wie sollen sie sich der Erwartungshaltung und dem Druck der Kernfamilie und Großfamilie entziehen? Im Falle der Verweigerung des Heiratsangebotes wird jede Begegnung im Familienkreis zum Spießrutenlauf, Verwandten begegnet man weltweit überall, beim Türkeiurlaub ebenso wie in Deutschland im Bus oder Supermarkt, beim Arzt oder in der Uni. Es folgen zudem weitere Einladungen zu türkischen Hochzeiten, denen sich noch nicht einmal Männer entziehen können. Bei diesen Festen wird verkuppelt, im Islam ebenso wie im hinduistisch geprägten Kulturkreis, bei den Sikhs ebenso wie bei den Leuten aus Taiwan oder Tibet. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Mädchen wollen nicht unter ihr Bildungsniveau heiraten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Da trägt die familienseits arrangierte Herausnahme des Mädchens aus der deutschen Schule zu einer künftigen ehelichen Harmonie bei. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Um deine verständlich, aber schwer erträgliche Ironie fortzusetzen: Auch besser erst gar kein Gymnasium besuchen, wer weiß, was das Mädchen da alles lernt. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Einerseits wollen sie früh heiraten, andererseits haben sie eingeschränkte Chancen und eingeschränkte Kontaktmöglichkeiten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Die Brüder kontrollieren die Deutschtürkin oder Deutschtunesierin auf Schritt und Tritt, ganz im Auftrag der Großfamilie, jedes Gespräch mit Jungen, gar „ungläubigen“, hat schlimme Bestrafung zur Folge. Aber wir lernen gerade: die sind nicht unterdrückt. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Manche der arg vormodern überwachten türkeistämmigen Mädchen bereits im ersten und zweiten Schuljahr wollen, deutsche Lehrer übersehen das bisweilen, ganz zufällig allesamt nicht neben einem Jungen sitzen. Das müssen wir ansprechen dürfen, und genau da ist eine Professorin, die für die angebliche Nestwärme der Sippe und des Stammes („Familialismus“) schwärmt, kontraproduktiv und eine Gefahr für gelingende Integration. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Boos-Nünning erreicht die Segregation, das will sie, und zwar sehr bewusst. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Die Dame macht sich sehr schuldig daran, dass der politische Islam, der ja immer sittenpolitisch ansetzt, seine Macht ausbauen kann und dass die heutigen Mädchen und Jungen im Grundschul- und Unterstufenalter in zehn Jahren nicht in der kulturellen Moderne der vollen Menschenrechte und Grundrechte ankommen werden. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wenn Mädchen, auch stark misshandelte, das Frauenhaus anrufen und erreichen, gehen sie zumeist rasch wieder in ihre Familien zurück. Die vermissen ihre Familie, die ihnen Halt gibt. Wir müssen den Familialismus verstehen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Allgemein verbreitete Vorurteile sind jedoch von Dauerhaftigkeit und lauten immer wieder wie folgt: „dass die patriarchalisch autoritäre Familienstruktur der (türkischen) Migrationsfamilie eine Integration der Kinder in die deutsche Gesellschaft verhindere“, „dass die Erziehungsvorstellungen der eingewanderten Eltern nicht mit den deutschen Erziehungszielen und Normen in Einklang zu bringen seien“, „dass in Migrationsfamilien das Verhältnis zwischen den Generationen wegen der unterschiedlichen Sozialisation grundlegend gestört sei“ und „dass vor allem die Durchsetzung rigider, geschlechtsspezifischer Normen in den Familien zu einer grundsätzlichen Benachteiligung der Mädchen, Frauen, Töchter und Schwestern führe“. Die Wissenschaft hat dieses Konstrukt größtenteils überwunden und revidiert, sie zeigt mittlerweile ein erheblich differenziertes Bild der in Deutschland lebenden Migrantengruppen. Kontrastiert mit ernsthaften empirischen Befunden, erweisen sich solche stereotypisierenden Annahmen seit langem als Fehldiagnosen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Leiden die türkischen Mädchen an ihrer Familie? Nein! Diese Mädchen leiden an den Zuschreibungen und Weiblichkeitskonstruktionen, die wir ihnen auferlegen! Griechische, italienische und vor allem türkische Mädchen in Deutschland leiden an den Beschränkungen, die ihnen die deutsche Gesellschaft auferlegt! </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 40pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wir müssen lernen, nicht immer nur auf die Familie zu sehen, sondern müssen die gesellschaftliche Benachteiligung beheben, die viel schrecklicher ist. Genau da ist viel zu tun. Ich Ihnen danke für Ihre Aufmerksamkeit. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Wo geht es hier an die frische Luft, ich muss hier raus! </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> H.: Es gibt kein Problem mit familiärer Gewalt in den türkisch oder nordafrikanisch geprägten Straßenzügen, und wenn es doch eines gibt, sind die Urdeutschen daran schuld. Menschen mit einer derartig verständnisvollen Haltung wird sogar der an Süleyman Hilmi Tunahan und der unveränderlichen Doktrin der Diskriminierung (Scharia) orientierte İslam Kültür Merkezleri Birliği (IKMB), deutsch: Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) als Gutachterin wohlwollend dulden (8). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 36pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> W.: Früher hieß das Fundamentalismus, Sexismus oder Apartheid, heute sagt man interkulturelle Kompetenz (9), (10). </span></p>
<p style="text-align:center;line-height:125%;margin:0 0 135pt;"><span style="font-size:24pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> * </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (1) Die vergrabene Bombe  </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/zwischenruf/zwischenruf-die-vergrabene-bombe-634119.html">http://www.stern.de/politik/deutschland/zwischenruf/zwischenruf-die-vergrabene-bombe-634119.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (2) Die deutsche Bundesregierung stellt fest: „Migrantinnen sind vielfach in besonderer Weise von häuslicher Gewalt betroffen und besonders massiven Formen von innerfamiliärer Gewalt ausgesetzt. Diese Situation steht im Widerspruch zur deutschen Rechtsordnung.“ </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Publikation/IB/Anlagen/auslaenderbericht-7,property=publicationFile.pdf">http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Publikation/IB/Anlagen/auslaenderbericht-7,property=publicationFile.pdf </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (3) Gewalt ist nie privat! skf-Kampagne  </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.gewalt-ist-nie-privat.de/">http://www.gewalt-ist-nie-privat.de/ </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (4) »Wenn muslimische Mädchen weinen«, für einen Zuwachs an Fundamentalismus, Patriarchat und Abschottung sorgt diese erbauliche Kurzgeschichte von Allahs Dienerin Sonia-Iman Rassoul </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.scribd.com/doc/3461782/Wenn-muslimische-Madchen-weinen-von-SoniaIman-Rassoul">http://www.scribd.com/doc/3461782/Wenn-muslimische-Madchen-weinen-von-SoniaIman-Rassoul </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (5) Necla Kelek zur Institution Mutter  </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.chrismon.de/4557.php">http://www.chrismon.de/4557.php </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (6) »Schallende Ohrfeige für Essens Rektorin«  </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> DER SPIEGEL, Armin Himmelrath: &#8220;Ich bin nicht gewählt worden, um zurückzutreten&#8221; &#8211; mit dieser einfachen Formel begründete die Essener Rektorin Ursula Boos-Nünning, warum sie nach der deutlichen Klatsche im Senat keinerlei Anlass zur Reaktion sah. Zwar hatten 11 von 19 Senatsmitgliedern die Rektorin zum Rücktritt aufgefordert und ihr explizit das Misstrauen ausgesprochen. Doch zur Abwahl wäre eine Zwei-Drittel-Mehrheit von 13 Stimmen notwendig gewesen. &#8220;Mit ihrer nicht vorhandenen Reaktion hat die Rektorin gezeigt, dass sie kein Interesse an demokratischen Prozessen innerhalb der Hochschule hat&#8221;, schimpfte ein studentisches Senatsmitglied. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,173564,00.html">http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,173564,00.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (7) »Statt Fusion Putsch, Rektorin futsch«  </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> DER SPIEGEL, Armin Himmelrath: Jetzt ist auch die Rektorin der Universität Essen ihr Amt los: In einem konstruktiven Misstrauensvotum sprach sich der Senat am Dienstagnachmittag mit 15 zu 3 Stimmen gegen Ursula Boos-Nünning aus, die erst vor zwei Jahren Rektorin geworden war. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,198364,00.html">http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,198364,00.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (8) Boos-Nünning: Freundschaftsgutachten jedenfalls freundschaftliches Gutachten für den an Tunahan und Scharia orientierten VIKZ  </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.swr.de/international/de/-/id=233334/vv=print/pv=print/nid=233334/did=4002986/egq2j6/index.html">http://www.swr.de/international/de/-/id=233334/vv=print/pv=print/nid=233334/did=4002986/egq2j6/index.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (9) Der Boos-Nünning-Effekt ist hartgesottenen Pädagogen zur womöglich gewünschten weiteren Abhärtung dienlich und hat für Deutschlands Soziologen einigen Unterhaltungswert, leider droht er auch Folgen für unsere Politik zu haben. Was dem alten Orient seine Fatwa war, ist der Postmoderne ihre Expertise. Düsseldorf 2008: Expertise der Frau Dr. Leonie Herwartz-Emden, Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakultät der Universität Augsburg: Interkulturelle und geschlechtergerechte Pädagogik für Kinder im Alter von 6 bis 16 Jahren. Expertise für die Enquêtekommission des Landtages von Nordrhein-Westfalen: „Chancen für Kinder&#8221;.  </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Scharia null Treffer, Islam und Kopftuch jeweils zwei und erwartungsgemäß ohne Aussage, 17 Treffer Boos-Nünning, da denkt man mit Grausen an den Namen Karakaşoğlu und siehe, auch 17 Treffer. Was ebenso wenig verwundert, wie die ständige Nennung »Viele Welten leben«, nun ja, ebenfalls 17 Treffer, was ein Gutes hat, denn den Landtagsabgeordneten bleibt der sonstige Unsinn der beiden Damen für dieses Mal erspart. Der buchgewordene Heuhaufen an denkbar unsinnigen Fragestellungen und nahezu aussagefreien Diagrammen: Ursula Boos-Nünning, Yasemin Karakaşoğlu: Viele Welten leben. Lebenslagen von Mädchen und jungen Frauen mit griechischem, italienischem, jugoslawischem, türkischem und Aussiedlungshintergrund. BMFSFJ: Berlin. Und hier zur krass korrekten Boos-Nünning-Verwendung, eine ganz echte Expertise. Suchfunktion getestet, Menschenrechte / Grundgesetz / Grundrechte jeweils 0 (null) Treffer, interkulturell mehr als 150 Treffer, man muss Prioritäten setzen, guckstu  </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/GB_I/I.1/EK/14_EK2/Gutachten/ExpertiseHerwartz-Emden.pdf">http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/GB_I/I.1/EK/14_EK2/Gutachten/ExpertiseHerwartz-Emden.pdf </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (10) Landtag Nordrhein-Westfalen -33- Ausschussprotokoll 13/1454. Ausschluss für Frauenpolitik 15.02.2005, 40. Sitzung (öffentlich) the-ro. Als html-Version  </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://209.85.129.132/search?q=cache:jCFTQZuGe_wJ:www.barbara-steffens.de/ZwHAusschProt.pdf+barbara+steffens+%22zwangsehen+verhindern%22&#38;cd=1&#38;hl=de&#38;ct=clnk&#38;gl=de">http://209.85.129.132/search?q=cache:jCFTQZuGe_wJ:www.barbara-steffens.de/ZwHAusschProt.pdf+barbara+steffens+%22zwangsehen+verhindern%22&#38;cd=1&#38;hl=de&#38;ct=clnk&#38;gl=de </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (10) Professorin wirbt für mehr schariakompatible Gesetze! Boos-Nünning 2005 vor dem Landtag NRW … werbend … für was wohl … für die arrangierte Ehe! Nachredner: Islampolizeifreund Bülent Arslan); als pdf  </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.barbara-steffens.de/ZwHAusschProt.pdf">http://www.barbara-steffens.de/ZwHAusschProt.pdf </a> </span></p>
</div>]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Impression Management]]></title>
<link>http://schariagegner.wordpress.com/2009/09/27/impression-management/</link>
<pubDate>Sun, 27 Sep 2009 05:20:46 +0000</pubDate>
<dc:creator>schariagegner</dc:creator>
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<description><![CDATA[بافاري Bayern Allahs Werbestrategen in Oberbayern Von Jacques Auvergne Fünfzig Kilometer südlich der]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="line-height:125%;margin:0 0 60pt;">
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 3pt;" align="right"><span style="font-size:27pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> بافاري</p>
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 90pt;" align="right"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Bayern </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 3pt;"><span style="font-size:15pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Allahs Werbestrategen in Oberbayern</span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 30pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Von Jacques Auvergne </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Fünfzig Kilometer südlich der bayerischen Hauptstadt im beschaulichen Landkreis Weilheim-Schongau (131.000 Einwohner) liegt die 16.000-Seelen-Gemeinde Penzberg. In der oberbayerischen Ortschaft gibt es tausend Menschen muslimisch sozialisierter Großeltern sowie eine preiswürdige (1), außergewöhnlich moderne und dabei sehr hübsche Moschee mit einer raffinierten Fassade aus dezenten grauen Steinflächen und gewaltigen, Offenheit symbolisierenden Wandelementen aus Bruchglas. Und es gibt viele knallbunte Kopftücher nebst den dazugehörigen Frauen und Mädchen, denn nackte Frauenhaare führen die islamisch politisierte Gemeinschaft in den diesseitigen und jenseitigen absoluten Schrecken. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die Moscheegemeinde von Penzberg wird längst auch außerhalb Bayerns von Islamoptimisten wie Rauf Ceylan und in Dutzenden angestrengt höflicher Presseberichte mit hektischer Begeisterung als weltoffen und unabhängig gehandelt (2). Kunsthistoriker Christian Welzbacher, Autor von „Euroislam-Architektur. Die neuen Moscheen des Abendlandes“, kümmert sich nicht um die Scharia oder Europas Hassprediger, sondern sieht Moscheebau ganz als Ästhet (3). Europas Presse verfällt gerne in jenen nicht nur für Moscheebaudiskussionen typisch gewordenen, überwältigenden Islamoptimismus, aus dem Kopftuchgegner den Unterton eines gewissen Zischens heraushören möchten, das den noch so vorsichtigen Zweifler am Allahs Sexualtheologie als xenophobe Spaßbremse anzufahren bereit ist (4). Folge dieser angespannten Islamverteidigung ist, dass unsere Landtagsabgeordneten, Kleriker, Pädagogen und Sozialarbeiter zu islamfreundlichen Seminaren („Religious Diversity“, „Interkulturelle Öffnung der Verwaltung“, „Anstößiger Monotheismus“) rauschen und gleichsam erlöst darauf verzichten, Europas muslimisch geprägten Einwanderer menschenrechtliches und staatsbürgerliches Lernen zuzumuten oder gar das hörbar werdende Bekenntnis nach zulässiger Islamapostasie und Gleichberechtigung der Frau. Denn schließlich sollen Muslime ihre Andersartigkeit und Besonderheit leben, so ist man sich einig. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Dass Penzberg ein Vorbild für einen transparenten, demokratiefreundlichen deutschen Islam sei findet auch Sandra Tjong, die in die genannte, im Journalismus etwa des Jahres 2008 gehäuft auftretende, dabei kenntnisferne und etwas gequälte Islambegeisterung verfällt. Tjong beschuldigt Münchens Moscheebaugegner und Europas Islamkritiker großzügig der notorischen Fremdenfeindschaft und bricht am 23.02.2007 in der WELT-online in den Jubelruf aus: „Integration statt Kulturkampf: Am geplanten Moscheebau in München hat sich ein erbitterter Streit entzündet. Wie unnötig das ist, zeigt sich in Penzberg.“ (5). Darauf, dass Europas Islamisierer Arbeitsteilung betreiben und Penzberg ein Schaufenster für schariarechtliche Projekte in der Münchner Innenstadt sein könnte, kommt Islamfreundin Tjong natürlich nicht. Weiterhin verschweigt die Journalistin oder weiß es nicht, dass Allahs Gesetz einen Kampf der zur Herrschaft berufenen Muslime gegen die sittlich und rechtlich stufenhaft herabgewerteten Kulturen der Nichtmuslime vorsieht, der Islam damit ein 1.400 Jahre alter heiliger Kulturkampf ist. In Bayern herrscht Zuversicht. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Der Verfassungsschutz des Freistaats wusste 2007 von der damals vierzehn Jahre alten und mit Hilfe der extremistischen Millî Görüş gegründeten Islamischen Gemeinde Penzberg e. V. (IGP; Imam ist Benjamin Idriz, Vorsitzender Bayram Yerli) und ihrem Umfeld zu melden: „Die IGMG bildet die Auslandsorganisation der Milli-Görüş-Bewegung. Der Sitz der IGMG-Zentrale befindet sich in Kerpen / Nordrhein-Westfalen. … Das Bemühen der IGMG um gesellschaftliche Akzeptanz führte bei mehreren „Ortsvereinen“ zur Annahme von neutralen Bezeichnungen. Solche Vereine geben sich Satzungen, die formal keine Rückschlüsse auf die IGMG mehr zulassen. Beziehungen zur IGMG lassen sich aber aufgrund von internen Mitgliedslisten oder durch bekannt gewordene persönliche Mitgliedschaften führender Funktionäre herstellen. So hat sich der Verfassungsschutz im Berichtsjahr mit der Islamischen Gemeinde Penzberg e.V. befasst. Dieser 1994 gegründete Verein erschien noch für den Zeitraum 2003/2004 auf Mitgliedslisten der IGMG, die bei einer polizeilichen Durchsuchung der Münchner IGMG-Moschee aufgefunden wurden. Inzwischen hat der Vereinsvorsitzende Schreiben vorgelegt, mit denen er um Streichung des Vereins aus dem IGMG-Register bittet und seine persönliche Mitgliedschaft ab März 2006 kündigte (6).“ </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Der gottesfürchtige Penzberger Erste Vorstandsvorsitzende hatte bereits 1999 ein wenig staatsbürgerlichen Nachhilfeunterricht erhalten, indem, hoch das lebenslange Lernen, die das geltende Grundrecht schützende Behörde Herrn Bayram Yerli über die Verfassungswidrigkeit der Millî Görüş belehrt hatte. Seine Ehefrau Gönül Yerli wurde auch im rheinischen Köln beim fundamentalistischen Institut für Islamische Pädagogik und Didaktik (IPD, Köln, um die aus dem Eifelstädtchen Mayen stammende Konvertitin Rabeya Müller) zur islamischen „Religionspädagogin“ ausgebildet und dressiert heute die Penzberger Spezies Muslimmädchen sexualpädagogisch nach der frauenfeindlichen und kulturrassistischen Scharia. Frau Yerli wird vom „Islamischen Forum (Penzberg)“, wie sich die IGP auch nennt, als Vize-Direktorin und Referentin für Interreligiösen Dialog gehandelt. Als Führerin durch die Moschee durfte die Mantelträgerin dem damaligen bayerischen Landtagspräsidenten Alois Glück (CSU) ihr Gesicht zeigen, doch bleibt zumindest der außerfamiliären Welt ihre Haarfarbe unbekannt, wofür ein den islamideologischen „fraulichen Schambereich“ von Kehle, Nacken und Ohren abschirmendes Tuch sorgt, was Frau Yerli selbstverständlich völlig freiwillig trägt. Der Münchner Verfassungsschutz war überrascht, festzustellen, dass Herr Yerli im Jahre 2005 immer noch Mitglied der extremistischen Millî Görüş (IGMG) war, sicherlich hatte der Islamaktivist es versäumt, aus dem international tätigen „Verein“ auszutreten, welcher das geistige und politische Erbe des Islamrevolutionärs Necmettin Erbakan hütet. Im Vorjahr (2004) wurde Gönül als Vorsitzende der Penzberger IGMG-Frauenarbeit genannt. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Um sich demokratiefreudig sprich schariaskeptisch zu geben, ließen Allahs Penzberger Kalifen im Juli 2009 GRÜNEN-Spitzenpolitiker Cem Özdemir feierlich den Schalter zur Inbetriebnahme einer auf das Dach des Moscheezentrums montierten solarthermischen Anlage umlegen, laut Imam Idriz komme eine ergänzende Photovoltaik-Anlage in Kürze dazu. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> FOCUS Nr. 39 2006 (Hartmut Kistenfeger, in: „Alles super, Hodscha?“) hatte drei Jahre vorher zu berichten gewusst, wie sich der zur Menschenrechtswidrigkeit der Scharia schweigende fußballbegeisterte Imam von Penzberg geziert einfältig und mit fein dosiertem Gejammer beim in Qaṭar (Katar) lebenden „zeitweiligen“ Muslimbruder Yūsuf al-Qaraḍāwī (türk. Dr. el-Karadâğî) darüber beschwere, warum es noch keinen deutschen Chef für das ECFR (European Council for Fatwa and Research) gebe und warum dieser al-Qaradawi als oberster Fatwa-Vergeber denn um des Himmels Willen auch für Europa, Deutschland und Bayern im Amt bleiben müsse. Aber Herr Imam, oberster Chef ist natürlich nicht al-Qaradawi, oberster Chef ist Allah. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Im Ernst: Der im mazedonischen Skopje als Sohn eines türkischen Vaters und einer albanischen Mutter geborene Benjamin Idriz bejaht also die vormodernen Fatwen des gegendemokratischen Scharia-Islam, von denen manch ein fragewütiger Konsument (mustaftī, seine Anfrage heißt istifta, der den Weg ins Paradies durch den Aufruf zum islamkonformen Wohlverhalten ebnende Adressat und Ersteller der fatwa ist der der muftī) abhängig wird wie von einem Rauschgift. Ein an einem autonomen Handeln und einer selbstgeschriebenen Biographie ausgerichtetes Gewissen ist dafür überflüssig, vielmehr wird jene rigide Außensteuerung durch Überwachung und Bedrohung, die etliche Stammesreligionen, aber auch viele gegenmoderne Sekte oder manch destruktiven Psychokult kennzeichnen, zu etwas sehr Islamischem. Der Grad deines Gehorsams, so definieren Orthodoxe wie Islamisten den Kult um Koran und Mohammed, entspricht dem Grad deiner Gläubigkeit. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Unter weitgehendem Verzicht auf ein gereiftes staatsbürgerliches Bewusstsein baut die permanente Wohlverhaltenskontrolle durch Familienoberhaupt, Großfamilie und Moscheegemeinde eine Lebensführungsdiktatur, letzte Zweifel beseitigt die deine Gehorsamspflicht einfordernde fatwa, weshalb das politreligiöse Kartell aus al-Imam, al-Muftī, al-Qāḍī und aš-Šaiḫ von uns Säkularen als veritabler islamischer Klerus bezeichnet werden darf, wenn auch sämtliche deutsche Islamapologeten seit zwanzig Jahren laut schnatternd verneinen („Der Muslim steht allein vor Gott“), dass es im Islam einen Klerus gebe oder gar Konformitätsdruck („Kein Zwang im Glauben“). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Der Baumeister der bayerischen und europäischen Parallel- und Lebensführungsdiktatur Benjamin Idriz empfiehlt sich als „Dipl.-Theol.“ und schreckt, wie wir gesehen haben, nicht davor zurück, mit dem Israelhasser, Terrorfreund, FGM-Verteidiger und obersten Seelsorger der Muslimbrüder zu korrespondieren. Der bayerische Imam behauptet weiterhin, die einzelnen Europavertreter und Deutschlandvertreter des ECFR nicht zu kennen, da können wir Abhilfe schaffen, für Allahgottes Knechte in der Bundesrepublik sind das, sehr geehrter Herr Idriz, drei bis vier echte Scheichs und dabei vielleicht Nichtmuslimbrüder: Sheikh Muhammed Siddique (Muhammed Sıddîk), Sheikh Dr. Muhammed Al-Hawari (Dr. Muhammed el-Havârî), Sheikh Nihad Abdul Quddous Ciftci (Nihat Abdülkuddûs Çiftçi) und neuerdings oder auch nur für Österreich Scheich Mustafa Mollaoglo (Mustafa Mollaoğlu), aktuelle Telefonnummern könnte Ihnen ja vielleicht die IGMG nennen, von der Sie sich am 13.07.2007 vor Innenstaatssekretär Georg Schmid distanziert haben, was sehr zu loben ist. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wenn kein Innenstaatssekretär im Zimmer ist, sind die Berührungsängste ins radikalislamische Lager nicht so hoch: Die Penzberger Schariafreunde lassen auf ihrer Seite gerne Frau Silvia Horsch schreiben, die Germanistik und Arabistik studierte und auf ihrer Homepage al-sakina zu konsequent islamischen Kreisen verlinkt wie Deutschsprachiger Muslimkreis (DMK) Berlin, zur dem Dunstkreis der Muslimbruderschaft zuzurechnenden Gesellschaft Muslimischer Sozial- und Geisteswissenschaftler (GMSG) sowie zur Seite nafisa, die von drei Islamkonvertitinnen und Hidschabträgerinnen betrieben wird, neben der genannte Silvia Horsch sind das die Ethnologin und „Trainerin für Religious Diversity“ Nina Mühe sowie die angehende Islamwissenschaftlerin und Arabistin Kathrin Klausing. Nafisa verlinkt zum gegenmodernen Islamologischen Institut (Fuhrmannsgasse 12/2, A-1080 Wien) sprich zum radikalen Schariafreund Amir Zaidan, dem einst in der deutschen Islamischen Religionsgemeinschaft Hessen (IRH) tätigen berüchtigten Schöpfer der Kamel-Fatwa. Die um die Erbakan-Nichte Sabiha el-Zayat (Sabiha el-Zayat-Erbakan) angeordnete GMSG (www.gmsg.de) wirbt seit langer Zeit auf ihrer Internetseite mit einem Einladungsplakat zur Tagung für April 2007 in die Uni Köln, auf dem Plakat sind gleich fünf schariakonforme Integrationsfreunde im Bild dargestellt: Navid Kermani, Klaus Lefringhausen (Kuratorium Islam-Archiv Deutschland, Annemarie-Schimmel-Forum; Lefringhausen verstarb am 17.04.2009 bei einem Autounfall in Namibia gemeinsam mit dem für den Islam-Dialog ebenfalls wichtigen Jörgen Nieland), Tariq Ramadan, Nadeem Elyas und Ali Kizilkaya, dicht unterhalb sind auf dem selben Plakat die Namen von Reinhard Kirste (INTR°A), Udo Tworuschka (Uni Jena), Sabiha el-Zayat (GMSG) und Bekir Alboga (DITIB) angefügt. Die genannten Namen auf dem Plakat bieten einen guten ersten Überblick über die Gesichter der in verlässlich geringer Distanz zur Muslimbruderschaft stattfindenden Islamisierung Europas. Penzberg ist selbstverständlich demokratisch, modern und völlig autonom und hat mit der Muslimbruderschaft nichts, aber auch gar nichts zu tun. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> GMSG stellt Texte von Tariq Ramadan und vom Ex-Diplomaten und amtierenden Allahkraten Murad Wilfried Hofmann ein und verlinkt zu Islamic Relief, Haus des Islam (Lützelbach; um Siddiq = Borgfeldt), Islamische Föderation Berlin (IFB; der Quasi-Landesverband der Millî-Görüş; Stichwort Emel Abidin-Algan = Tochter des Muslimbruders Yusuf Zeynel-Abidin; Islamische Grundschule = Fereshta Ludin) sowie zum Islamischen Zentrum Hamburg (schiitisch, den Teheraner Ayatollahs treu ergeben). Da ist für uns dieses muslimische Streben nach Integration und Demokratie doch körperlich spürbar. Hat aber nichts mit Penzberg zu tun, in šā&#702;a llāh. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die oberbayerische Islamische Gemeinde ist so fortschrittlich und unabhängig, dass im Jahre 1429 pardon 2008 (21. November) Allahs Stellvertreter in Sarajevo, der „Reisu-l-Ulama“ und Großmufti Dr. Mustafa Cerić die Penzberger Freitagspredigt übernahm. In Bosnien war ein berühmter Träger des Titels „oberster Rechtsgelehrter der Muslime“ oder Reisu-l-Ulama (von al-&#703;ulamā&#702; Singular &#703;ālim, die Wissenden, die Gelehrten) Džemaludin Čaušević (1870-1838), der nach absolviertem Besuch der Medrese von Bihać im osmanischen Istanbul an der Scharia-Rechtsakademie Mekteb-i Hukuk ausgebildet wurde und für kurze Zeit im ägyptischen Kairo Vorlesungen beim Panislamisten Muḥammad &#703;Abduh hörte. &#703;Abduh war Schüler des 1897 im türkischen Istanbul gestorbenen gebürtigen Persers und Salafiyya-Begründers Sayyid Ǧamāl ad-Dīn al-Afġānī. Čaušević wird gerne als Modernisierer des bosnischen Islams ausgegeben und äußerte sich in der Tat gegen den entmenschenden Gesichtsschleier (an-niqāb), präzisierend, dass die Frau ihr Haar und ihre Scham zu bedecken habe (7), und was Schambereich (&#703;awrah, &#703;aura) ist, erklären den nichtmuslimischen und muslimischen Penzbergern die „Wissenden“ von Millî Görüş oder vom ECFR um Scheich al-Qaradawi, mit dem Imam Idriz den theologischen Briefwechsel pflegt. Modern ist es aus Sicht des säkularen Teils der Menschheit doch wohl eher nicht, den Frauen das „Recht“ auf die Ganzkörperverschleierung (al-ḥiǧāb; Frau Idriz, Frau Yerli) vorzuschreiben und das Verhalten jeder so genannten muslimischen Verweigerin des Kopftuches wehklagend als „Ungerechtigkeit“. Wir wünschen der Ortschaft Penzberg bei Sarajevo wenn überhaupt Islam dann einen befreiten, textkritischen und nachschariatischen Islam, die Lebenshilfe des ECFR oder des Penzberger Imams sollten Europas Muslime dankend ins Mittelalter zurückweisen. Großmufti Cerić hat einen weißen Turban und einen Sitz im European Council for Fatwa and Research (ECFR), damit ist Allahgott sein erster und der „moderne“ Islamgelehrte, Fernsehprediger und Schriftsteller Yūsuf al-Qaraḍāwī sein zweiter Vorgesetzter und der traditionsbewusste Mitjugoslawe Benjamin Idriz sein Anweisungsempfänger. Nun, Oberbayerns Weltoffenheit … aber eine architektonisch bemerkenswerte Moschee. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Und Islam wird Staat: Zum 03. Juni 2009 lud die Berliner Katholische Akademie unter Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke Herrn Cerić (ECFR) und den deutschen Juristen und Werbefachmann für islamische Sexualpolitik und islamische Staatsgründung Prof. Dr. Mathias Rohe (GAIR, CIG) zu einem Kongress. Die Veranstaltung trug den uns einen Vorgeschmack auf Europas Nachdemokratie gebenden Titel „Sharia and Muslim Social Contract in Europe“, es moderierte Jörg Lau. Hier die Einladung zur angeblich diskutierenswerten Theologisierung der Politik (8) und hier ein Teilnehmerbericht von Islamkritiker »mag«, den dankenswerterweise das Blog Politically Incorrect veröffentlicht (9). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Zurück nach Penzberg, wo man die fromme Kunst der listigen Sprache  (kitman, tawriya/īhām, taqiyya) pflegt. Wie ein Sesam-öffne-dich verwendet die Moscheegemeinde unter Benjamin Idriz jene Vokabeln, die bei uns Säkularen so gut ankommen. So spricht das Islamische Forum Penzberg davon, muslimische Minderheit und europäische Mehrheitsgesellschaft seien vor „neu zu definierende Aufgaben“ gestellt. Das besänftigt Verwaltungsbeamte, doch im Klartext heißt das ja vielleicht ganz zufällig, das Religionsvolk der Nichtmuslime und die edlere Spezies Muslime (Nation of Islam) hätten islamische Sonderrechte staatsvertraglich abzuschließen, was wiederum ganz zufällig mit den kreativen Vorschlägen von Tariq Ramadan oder der FIOE (Europas Muslimbrüder) verträglich wäre. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Taqiyya. Harmlos seelsorgerlich und wertorientiert mag es erscheinen, wenn davon die Rede ist, es gehe keineswegs „um ein Aufgeben der religiösen Identität, sondern darum, im Einklang mit der Umgebung [ein] überzeugter, praktizierender Muslim und gleichzeitig angekommener Europäer zu sein“. Hierbei ist die explizite Erwähnung des „immerwährenden“ (Mustafa Cerić) Anspruches auf die Implementierung des islamischen Gesetzes nach dem Konzept des kitman, der Lüge durch Auslassung, geschickt umgangen worden, vielmehr wird implizit die Forderung nach durchgesetzter Kopftuchpflicht und schariatischer Sexual- und Familienpolitik dreist als „in Europa angekommen“ bezeichnet, so kann man die Landnahme für den Islam natürlich auch nennen. Es gelte, so Idriz, Yerli und seine kleinen bayerischen Kalifen weiter, diesen irgendwie schrecklich belastenden Widerspruch zwischen „Muslimsein und Bürgersein“ aufzuheben. Der deutsche Gutmensch denkt an Integrationsbereitschaft und übersieht dabei, dass gar nicht gesagt worden ist, wer sich hier verändern muss, damit diese Kluft geschlossen ist: Die Säkularen sollen diese Arbeit aufbringen und „den Muslimen“ gefälligst ungestört ein Leben nach der gegenmodernen und frauenfeindlichen Scharia ermöglichen, damit diese angeblich so Integrationswilligen ihr „Bürgersein“ erreichen und nicht länger ausgegrenzt werden. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Taqiyya. Die Religion Allahs fordere ferner ein gemeinschaftsbezogenes Denken? Ja, sicherlich, der Muslim hat sich aus fundamentalistischer Sicht auf die nach der Scharia lebenden Orthodoxen oder Islamisten hin auszurichten und daneben noch die fürs Höllenfeuer bestimmte „Gemeinschaft der Ungläubigen“ zu verachten, das ist dann gleich doppelt gemeinschaftsbezogen. Der Islam verlange aktive Beteiligung an der Gesellschaft? Selbstverständlich, das Kalifat baut sich nicht vom Zuschauen und der Teufel ist auch nicht untätig, da heißt es, die Muslimisierten auszumachen und zur Ordnung zu rufen (ḥisba) und in den Dhimmis (ḏimam, erniedrigte „Schutzbefohlene“, Sg. ḏimmī) das Schuldgefühl zu erwecken, sie seien nicht ausreichend fremdenfreundlich. Die Erben der alten Achtundsechziger wie Penzbergs Bürgermeister Hans Mummert (SPD) fühlen sich so gern schuldig, um den edlen Wilden (Imam) dann und wann um Absolution bitten zu können. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wir fassen zusammen: Die angeblich unabhängige islamische Gemeinde Penzberg blickt auf ein Jahrzehnt der erheblichen organisatorischen Nähe zur extremistischen Millî Görüş zurück und hat nichts gegen die spirituelle Rechtleitung durch den populären Islamistenscheich al-Qaradawi einzuwenden, das mit der Modernität und Autonomie sollten wir in Penzberg noch ein wenig üben. Immerhin, zum Fatwa-Erwerb brauchen die Penzberger „unabhängigen Muslime“ ab sofort nicht mehr in die Golfstaaten zu schreiben oder telefonieren, außer zum Geldgeber in Schardschah (ein Emirat in den VAE; hocharabisch aš-Šāriqa, lokal gesprochen aš-Šārǧa). Der dortige, spendable Emir hat ihnen ja schließlich die drei Millionen Euro teure Penzberger Moschee bezahlt, die der aus Bosnien stammende, begabte Augsburger Architekt Alen Jasarevic (südslawisch vielleicht Jašarević (10)) so eindrucksvoll gestaltet hat und die 2005 eröffnet werden konnte. Ein ästhetisch hochwertiges Sakralgebäude gefährdet allerdings gleichwohl die freiheitliche Demokratie, wenn darin die šarī&#703;a gelehrt wird sprich die Wesens- und Rechtsungleichheit von Mann und Frau sowie sittlich sauberem Muslim und ekligem, fürs Höllenfeuer bestimmten Nichtmuslim. Da helfen auch Hans Mummerts Islamoptimismus und die das (islamrechtlich) Himmlische nach Oberbayern tragenden, betörend blauen Fensterscheiben nichts. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Nun will der großzügige arabische Seelsorger und Sulṭān („Herrscher“) von Schardscha, Scheich (šaiḫ, „Ältester“) bin Mohamed al-Qāsimī III, in seinem Reich auch jugendbewegter oberster Scout (Pfadfinder), ein »Zentrum für Islam in Europa« aufbauen (11), (12), ausgerechnet in Bayern, weshalb der Landtagsabgeordnete Martin Neumeyer zusammen mit seinem Landtagspräsidenten Alois Glück ins sonnige aš-Šārǧa jettete. Ziel des zu unserem freiheitlich-demokratischen Glück noch nicht realisierten Projektes ist die authentische islamische Ausbildung von Imamen und Religionslehrern, erklären Neumeyer und Glück (Nomen est Omen?) uns begeistert. Neumann ist Vorsitzender der Arbeitsgruppe Integration und Islam der CSU-Landtagsfraktion, zeigt sich vom Reichtum des Emirates beeindruckt, schweigt zur barbarischen, frauenfeindlichen Gesetzgebung der Scharia, findet die am Golf in Erscheinung tretenden rabenschwarz gewandeten und gesichtsverschleierten Frauen etwas unheimlich und benötigt dringend ein Konzept für die islamische Religionsunterweisung in Bayern: „Als christlich geprägter Mensch ist mir der Dienst am Nächsten der wichtigste Beweggrund für politisches Handeln“. Recht so, Herr Neumeyer, die Gottesebenbildlichkeit jedes Menschen und damit sogar des weiblichen ist eine feine Ethik, nur Allahgott sieht das wesentlich differenzierter: für den sind Sie als Dhimmi emotional und juristisch der Übernächste und wären als Islamapostat oder Islamkritiker der bleibende Letzte. Jede Frau wird im orthodoxen Islam, den die Herren Neumeyer und Glück mit original-arabischer Hilfe in Bayern lehren lassen wollen, herabgewürdigt und entrechtet. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Inzwischen waren Allahs gehorsame Diener in Penzberg nicht untätig. Im Dschihad um ein makelloses Erscheinungsbild kauft man sich denn auch mal die Leistungen eines guten Anwaltes ein, schließlich bejaht man den Rechtsstaat und will der bundesdeutschen Bevölkerung Ängste nehmen. Um gegen den Freistaat Bayern und seinen Innenminister auf Herausnahme auch aus dem jüngsten Verfassungsschutzbericht (2008) zu klagen, wählte das Penzberger Islamische Forum den einstigen Bundestagsabgeordneten (FDP) Hildebrecht Braun. Die aus islamrechtlicher Sicht ungerechte, ja gotteslästerliche Einschätzung der Verfassungsschützer, die Islamische Gemeinde Penzberg (IGP) als &#8220;Beispielsfall für formal nach außen hin vollzogene Distanzierungsbemühungen&#8221; zu nennen, möchte Allahs Stellvertreter in Oberbayern Imam Idriz nicht hinnehmen (13). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Der gelernte Erzieher und Diplom-Sozialpädagoge (FH) Cem Özdemir, der, wenn er überhaupt einmal die universellen Menschenrechte bespricht, „dem Westen“ Doppelmoral vorwirft und die Islampolitik der Teheraner Mullahs, saudischen Wahhabiten, Kairoer al-Azhar und der Muslimbruderschaft in  bester GRÜNEN-Manier mit keinem Wort erwähnt, bagatellisierte die Scharia einst verantwortungslos und bewies damit, dass er vom selbstverständlich an der Scharia orientierten europäischen, nicht zuletzt deutschen Verbandsislam keine Ahnung haben kann: „Im besten Fall wird Leitkultur negativ definiert: als Absage an einen Kulturrelativismus, der es Muslimen erlaubt, ungestraft die Scharia anzuwenden – als ob dies in Deutschland oder einem anderen Mitgliedsland der EU möglich wäre und die Muslime selbst daran ein Interesse hätten.“ Diese in der Zeitung Neues Deutschland am 03.12.2004 erschienene Islamverharmlosung richtet sich womöglich ein wenig gegen den bewundernswerten Demokraten Bassam Tibi (Bassām Ṭībī). Der herausragend gründlich denkende Politikwissenschaftler Tibi prägte den Begriff „europäische Leitkultur“ und hat die Säkularität stets gegen die Theokratie, selbstverständlich vor allem die der Scharia verteidigt. Folgerichtig setzt sich der mutmaßliche Taqiyya-Künstler und Islamisier Cem Özdemir für die staatliche türkische Zulassung des Kopftuches der dortigen Schülerinnen, Lehrerinnen und weiblichen Staatsangestellten ein: „Entsprechend sollte das Kopftuchverbot gelockert und die Gesetzeslage an die westeuropäischen Länder angepasst werden“ (Welt am Sonntag, 23.09.2007 in: Die Türkei ist stark genug, das Kopftuch zu ertragen). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Kopftuchfreund Özdemir spielt den Frauenversteher und das multikulturelle Unschuldslamm, macht sich in der Türkei und in Deutschland zum Helfer der nach politischer Macht strebenden Scharia-Doktrin und arbeitet damit, vielleicht ja unbeabsichtigt, gegen die Gleichberechtigung von Mann und Frau und alle anderen Standards der kulturellen Moderne. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Fundamentalistische Muslimas schaufeln sich im Leben ihr eigenes symbolisches Grab der konkreten Entwürdigung und Entrechtung, um in den imaginierten Islam-Himmel zu gelangen. Die Penzbergerinnen Idriz und Yerli betätigen sich in diesem Sinne ganz als Trainerinnen nach Allahgottes frauenfeindlicher Sexualpolitik. Das islamrechtliche Jungfernhäutchen, so sorgen sich die beiden sexualmagisch orientierten Mädchenarbeiterinnen, darf auch beim Besuch beim Frauenarzt keinesfalls zerrissen werden. Ob es vor Gott Allah Sünde ist, dem nach genitaler Vereinigung lüsternen Ehemann den Sex zu verweigern, sinnieren die beiden Damen vor einer noch aus der Neuzeit stammenden Reporterin. Die Virginität (Boos-Nünning) sprich das unzerstörte und zum vorgeschriebenen (arrangierten) Zeitpunkt blutende Hymen ist ein islamrechtlich äußerst wichtiges Thema, zu dem es viele fromme Rechtsgutachten gibt, die Cem Özdemir zu feige ist anzusprechen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> In einem sind sich die am Platz im Paradies interessierten Damen Nermina Idriz und Gönül Yerli ganz sicher: Muslimmädchen dürfen nur noch zum Schwimmunterricht, wenn das Bad zur männerfreien Zone geworden ist und auch kein maskuliner Schwimmlehrer in Sichtweite (14). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> In den nächsten wenigen Jahrzehnten wird Europa eine konsequente Islamisierung (Islamische Revolution) nach dem Beispiel des Iran wohl nicht erleben, doch für den Fall, dass sich die Lebensweise der Penzberger Moscheegemeinde ausbreitet, was bei fortgesetzter Unterstützung beziehungsweise Duldung durch Staat, Jugendamt, Schulen und Kirchen wahrscheinlich ist, werden auf Deutschlands muslimisch sozialisierte Kinder und besonders Mädchen sehr bald schwere Zeiten zukommen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Weltweit ist ein auch nur nennenswert wirksames Kartell von Institutionen der Scharia mit Presse- und Meinungsfreiheit noch nie verträglich gewesen. Auch in Deutschland wird manch einer öffentlich geäußerten Kritik am frauenfeindlichen Lebensführungskult des Islam mit Verächtlichmachung oder Einschüchterung begegnet. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Europa muss beginnen, den Islam ernst zu nehmen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 120pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Am Wahltag den 27.09.2009, Jacques Auvergne </p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (1) Penzberg, die Vorzeigemoschee gewinnt Architekturpreis </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.wessobrunner-kreis.de/programm/P_IslamischesForum-Er.htm">http://www.wessobrunner-kreis.de/programm/P_IslamischesForum-Er.htm </a> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.kresslesmuehle.de/akademie/pdf/IntAka-Moscheebauten.pdf">http://www.kresslesmuehle.de/akademie/pdf/IntAka-Moscheebauten.pdf </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (2) Christian Welzbacher, Kunsthistoriker: »Es ist höchste Zeit, die Diskussion über den zeitgemäßen Moscheenbau zu beginnen. Wir müssen weg vom &#8220;Moscheenstreit&#8221; &#8211; hin zur &#8220;Kulturdebatte&#8221;. Mit Maß und Ziel &#8211; aber ohne Emotionen.« In einem haben Sie ganz Recht, sehr geehrter Herr Welzbacher, auch im Kalifat muss es Kunsthistoriker geben. Bitte verfassen Sie eine Expertise über die Schönheit des Klosters Mor Gabriel und der Buddha-Statuen von Bamyan, im Sudan oder in Pakistan dürfte das allerdings kein Bestseller werden  </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/51/74/dokument.html?titel=Kuppel+oder+Kubus%3F&#38;id=60734715&#38;top=SPIEGEL&#38;suchbegriff=islam&#38;quellen=&#38;vl=0">http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/51/74/dokument.html?titel=Kuppel+oder+Kubus%3F&#38;id=60734715&#38;top=SPIEGEL&#38;suchbegriff=islam&#38;quellen=&#38;vl=0 </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (3) Christian Welzbacher bei: Islamische Zeitung (IZ).
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> »Die Islamische Baukunst hat eine große Tradition. … « Richtig, die kleinasiatischen Armenier haben sich, Sakralbauten betreffend, seit neunzig Jahren als nachlässig erwiesen, und die Einfallslosigkeit, mit der Christen, Juden und Bahá’í seit dreißig Jahren ihre Sakralgebäude im Iran und auf der Arabischen Halbinsel umsetzen, ist nachgerade schlampig zu nennen </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.islamische-zeitung.de/?id=10814">http://www.islamische-zeitung.de/?id=10814 </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (4) Allah naturgeschützt, in Bonn und Umgebung. Der empfindsame und bedrohte Islam verdient unser journalistisches Beschwichtigen und unbedingtes Verteidigen, bedarfsweise bar jeder Kenntnis der Scharia. Islamkritiker sind als unglaubwürdig darzustellen. Anwendungsbeispiel: Sandra Kreuer: »Die Moschee, Witterschlick und &#8220;die heile Welt&#8221;« </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&#38;itemid=10001&#38;detailid=442400">http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&#38;itemid=10001&#38;detailid=442400 </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (5) Penzberg und die gequälte Islambegeisterung von Sandra Tjong </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.welt.de/muenchen/article732504/Integration_statt_Kulturkampf.html">http://www.welt.de/muenchen/article732504/Integration_statt_Kulturkampf.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (6) Bayern zur Moscheegemeinde Penzberg. Verfassungsschutzbericht 2007 </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.verwaltung.bayern.de/Anlage2988706/VerfassungsschutzberichtBayern2007.pdf">http://www.verwaltung.bayern.de/Anlage2988706/VerfassungsschutzberichtBayern2007.pdf </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Canan Topçu: Streit um Islamisches Forum in Penzberg </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=1720993&#38;">http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=1720993&#38; </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (7) Bosnien um 1900: Reisu-l-Ulema contra Niqab, pro Hidschab, Seite 32: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://books.google.de/books?id=2bpyhY4gWWAC&#38;printsec=frontcover#v=onepage&#38;q=&#38;f=false">http://books.google.de/books?id=2bpyhY4gWWAC&#38;printsec=frontcover#v=onepage&#38;q=&#38;f=false </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (8) Berlins Katholiken sehr kultursensibel: halbierte Menschenrechte der frommen Muslima </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.katholische-akademie-berlin.de/Flyer/sharia_and_muslim.pdf">http://www.katholische-akademie-berlin.de/Flyer/sharia_and_muslim.pdf </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (9) Die Katholische Kirche lässt die islamkonforme Rechtsspaltung bewerben. Bei: Politically Incorrect </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.pi-news.net/2009/06/grossmufti-ceric-erklaert-die-scharia/">http://www.pi-news.net/2009/06/grossmufti-ceric-erklaert-die-scharia/ </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (10) Mehr Scharia für Bosnien, eine Medrese für Tuzla. Die Haarmode der Frau Jašarević. Behram-begova medresa u Tuzli </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.medresatz.edu.ba/?jezik=BS&#38;dio=svrsenici&#38;generacija=279">http://www.medresatz.edu.ba/?jezik=BS&#38;dio=svrsenici&#38;generacija=279 </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (11) ZIE / ZIEM bei Süddeutsche. Ausbildung für Gelehrte des Islams</p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Zentrum für Islam in Europa: Ausbildung für Gelehrte des Islams. Süddeutsche, 03.08.2007</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.sueddeutsche.de/muenchen/275/366093/text/">http://www.sueddeutsche.de/muenchen/275/366093/text/ </a> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.sueddeutsche.de/muenchen/275/366093/text/2/">http://www.sueddeutsche.de/muenchen/275/366093/text/2/ </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (12) ZIE / ZIEM bei FAZ. Dienstanweisung top down: Allah, der arabische Emir, der bayerische Imam. Errichtung eines „Zentrums für Islam in Europa“ in München </a> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~EFDAF555396064F4D974CBED9FE589F63~ATpl~Ecommon~Scontent.html">http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~EFDAF555396064F4D974CBED9FE589F63~ATpl~Ecommon~Scontent.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (13) ZIE / ZIEM. Der Freistaat dazu </p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.stmi.bayern.de/presse/archiv/2007/262.php">http://www.stmi.bayern.de/presse/archiv/2007/262.php </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (14) Muslimas schaufeln sich ihr eigenes Grab, um in den imaginierten Islam-Himmel zu kommen: Die mittelalterlich inspirierten Frauen Idriz und Yerli als Trainerinnen für Allahs frauenfeindliche Sexualpolitik </a> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:11.5pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.welt-der-frau.at/index.htm?http://www.welt-der-frau.at/viewcat.asp?ID=2253&#38;cat=3">http://www.welt-der-frau.at/index.htm?http://www.welt-der-frau.at/viewcat.asp?ID=2253&#38;cat=3 </a> </span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Heftiger Kopftuchstreit im flämischen Belgien]]></title>
<link>http://schariagegner.wordpress.com/2009/09/17/heftiger-kopftuchstreit-im-flamischen-belgien/</link>
<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 06:41:48 +0000</pubDate>
<dc:creator>schariagegner</dc:creator>
<guid>http://schariagegner.wordpress.com/2009/09/17/heftiger-kopftuchstreit-im-flamischen-belgien/</guid>
<description><![CDATA[http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/7569/flamischer-kopftuchstreit/ http://di]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2009/7569/flamischer-kopftuchstreit/</p>
<p>http://diepresse.com/home/panorama/welt/508867/index.do?_vl_backlink=/home/panorama/index.do</p>
<p>http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/belgien_wieder_voll_im_kopftuch-dilemma_1.2828459.html</p>
<p>An unsere flämischen Kolleginnen und Kollegen, </p>
<p>Vielleicht gibt es ja auch in Belgien einen Petitionsausschuss mit den folgenden Aufgaben:</p>
<p>http://de.wikipedia.org/wiki/Petitionsausschuss</p>
<p>Dort könnte man das Anliegen kopftuchfreie Schulen, auch für Schülerinnen einbringen.<br />
Eine weitere Möglichkeit wäre, den europäischen Petitionsausschuss wegen des Kopftuchverbots<br />
einzuschalten, da es sich offensichtlich auch um ein europäisches Problem handelt. </p>
<p>Mit solidarischen Grüßen</p>
<p>Netzwerk Schariagegner</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Muslim Scouts. Wahhabiten und WAMY unterwandern das Weltpfadfindertum]]></title>
<link>http://schariagegner.wordpress.com/2009/09/09/wsis/</link>
<pubDate>Wed, 09 Sep 2009 21:57:37 +0000</pubDate>
<dc:creator>schariagegner</dc:creator>
<guid>http://schariagegner.wordpress.com/2009/09/09/wsis/</guid>
<description><![CDATA[الإتحاد الدولي للكشافة المسلمين al-Ittiḥād ad-Dawlī al-Kaššāfa al-Muslimīn The International Union o]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="line-height:125%;margin:0 0 60pt;">
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 12pt;" align="right"><span style="font-size:16pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">الإتحاد الدولي للكشافة المسلمين </span></p>
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 6pt;" align="right"><span style="font-size:8.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">al-Ittiḥād ad-Dawlī al-Kaššāfa al-Muslimīn </span></p>
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 120px;" align="right"><span style="font-size:8.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">The International Union of Muslim Scouts </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 30pt;" align="justify"><span style="font-size:14.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Das WSIS Kampala 2009 boykottieren! </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 30pt 90pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Boykottaufruf betreffend das Dritte World Scout Inter-religious Symposium (WSIS). Verfasst von Cees van der Duin </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Ugandas um 1890 gegründete Hauptstadt Kampala hat heute 1,4 Millionen Einwohner, das Handels- und Dienstleistungszentrum des ostfrikanischen Binnenstaates liegt nahe am Viktoriasee. Kampalas Name leitet sich von den zehn so genannten Antilopenhügeln (kasozi k&#8217;empala) her, die das Relief der äquatornahen, ganzjährig durch ein mildes Klima begünstigten und das Umland der auf 1100-1200 Metern Meereshöhe liegenden Metropole prägen. In Uganda leben 10 % Muslime beziehungsweise 10 % mehr oder weniger muslimisch sozialisierte Menschen. Die Obrigkeit der Umma, der muslimischen Weltgemeinschaft, beginnt sich um diese Seelen rührend zu kümmern. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Auf der deutschsprachigen Seite der international tätigen, türkisch-radikalislamischen Bewegung Milli Görüş (hierzulande: IGMG) berichtet uns Ömer Faruk Yıldız am 27. Januar 2009 von der wohltätigen „Opfertierkampagne“ sprich Islamisierungskampagne der IGMG aus Ugandas Hauptstadt Kampala, wo er die Zentralmoschee (New National Mosque, aufgrund ihrer Lage in der Altstadt genannt Old Kampala Mosque) besucht. Der einschüchternd mächtige Sakralbau auf dem Mengo Hill, die größte Moschee südlich der Sahara, wird nach dem libyschen „Führer der Völker, Brother Leader“ auch Gaddafi-Moschee genannt, schließlich hat der libysche Diktator den Bau bezahlt. Der Leiterin des Goethe-Instituts sowie dem deutschen Konsulat überreichte der türkischstämmige deutsche Freund des Gedankenguts von Necmettin Erbakan jeweils einen Koran. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Neben dem ugandischen Baumeister Allahs und Sponsor der für die genannte Moschee jährlich in Höhe von 200.000 US-Dollar anfallenden Kosten für Unterhalt und Reparatur Muammar al-Gaddafi und neben der deutschen, vom Verfassungsschutz als extremistisch eingestuften Milli Görüş sorgen sich also weitere gottesfürchtige Kreise um das Seelenheil der ostafrikanischen Muslime. So traf sich im Jahre 2008 die Organisation of the Islamic Conference (OIC) im milden, grünen Kampala, jene OIC, welche die allgemeinen Menschenrechte ablehnt (Kairo 1990) und, völlig im Einklang mit Koran und Hadithen, halbierte Rechte für die Frauen und Nichtmuslime fordert. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> OIC, Milli Görüş, al-Gaddafi, bei der Islamisierung (heiligen Kolonialisierung) Afrikas scheint es also einiges Gerangel der politreligiösen saudi-arabischen, türkischen und libyschen Goldgräber zu geben, letztlich aber wird man sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner namens Scharia und Kalifat einigen können. Ebenso wie in Europa Tariq Ramadan und Mustafa Cerić den absoluten Schariavorbehalt sprich die Rechtsspaltung „legalistisch“ (demokratieüberwindend) durchsetzen wollen, bringt die „Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam“ die Eliten um al-Gaddafi und Milli Görüş keineswegs in einen Gewissenskonflikt. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Ugandas einstiger Gewaltherrschschaft unter Idi Amin fielen 250.000 bis 500.000 Menschen zum Opfer, dem Diktator selbst gelang 1979 die Flucht über Libyen in den Irak, sein Exil (und seinen Tod am 16. August 2003) fand der Massenmörder im saudi-arabischen Dschidda (Jeddah). Der Flughafen der 35 Kilometer von Kampala entfernten ehemaligen Hauptstadt Entebbe war 1976 Ort einer mit Hilfe Idi Amins durch überwiegend palästinensische Terroristen ausgeübten Entführung eines Flugzeuges der Air France. Die Maschine sollte von Tel Aviv nach Paris fliegen, wurde von der an Bord gelangten Gruppe von Terroristen gekapert und gewaltsam wenig zufällig ins „revolutionäre“ Libyen umgeleitet, wo sie auftanken durfte. Ziel der Geiselnahme war es, inhaftierte PLO-Aktivisten in Deutschland, Frankreich, Israel und der Schweiz zu befreien, ein Erpressungsversuch, der durch die Armee Israels (Operation Entebbe, später auch Operation Jonathan genannt) am 4. Juli 1976 glücklich durchkreuzt werden konnte. Unter den getöteten Entführern befanden sich zwei deutsche Linksterroristen der Revolutionären Zellen, darunter eine Studentin der Pädagogik. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 60pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die 1907 gegründete, weltweit konzipierte Pfadfinderbewegung (Scouting, arabisch al-kashafa, al-kaššāfa) ist in über 200 Staaten der Erde aktiv und fasst weltweit 38 Millionen Kinder und Jugendliche zusammen. Nichtkonfessionelle und konfessionelle Verbände arbeiten hierbei im Sinne der Jugenderziehung durch Gruppenerlebnis und Naturerlebnis. Zu den ehrenwerten ethischen Zielen des Scouting gehören Selbstvervollkommnung, Mitgefühl, Nächstenliebe, Gemeinwesenarbeit, Religionsfreundlichkeit und religiöse Toleranz sowie Völkerverständigung und Weltfrieden. Pfadfindertum ist mit einem säkularen Islam problemlos kompatibel. Scouting geht jedoch nicht mit der Scharia und dem schariatischen Fiqh (das islamische Recht) zusammen, in dem Menschenklassen verschiedener (Minder-)Wertigkeit geschaffen werden und die Frau einer geheiligten Entwürdigung und Entrechtung unterliegt. Das Weltpfadfinderbüro sieht das seit Jahrzehnten und schweigt, vielleicht hofft man ja auf eine Islamreform. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 30pt;"><span style="font-size:14.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> WSIS 2009 </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Vom 21. bis zum 25. Oktober tagt das 3RD WORLD SCOUT INTER-RELIGIOUS SYMPOSIUM im zehn Kilometer außerhalb von Kampala liegenden Speke Resorts, Munyonyo. Organisator ist das World Scout Inter-religious Forum (WSIF), nach eigener Aussage ein informelles Netzwerk religiöser Gruppen/Organisationen der Pfadfinderbewegung. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Gemeinschaftlicher ausgerichtet wird das interreligiöse pfadfinderische Treffens in Uganda von der religionspolitisch im Scharia-Islam eingekerkerten International Union of Muslim Scouts und der demokratiefähigen, traditionsreichen, im Jahre 1915 gegründeten Uganda Scouts Association. Die IUMS hat ihren Sitz in Idi Amins Todesort Dschidda, im frauenentrechtenden und gottgefällig hinrichtenden Saudi-Arabien. Innerhalb der letzten zwanzig Jahre wurden in Saudi-Arabien mehr als zweitausend Menschen hingerichtet, ungefähr tausend von ihnen waren ausländische Gastarbeiter, die das barbarische klassisch-islamische Blutgeld (diya) nicht bezahlen können. Von diesen „Hütern der Heiligen Stätten“ (Mekka und Medina), Anklagepunkt als todeswürdiges Verbrechen sind neben Mord und Drogenschmuggel auch Hochverrat, Ehebruch, Hexerei und Gotteslästerung, lässt man sich als Muslim Scout ungern oder auch gerne sein Zeltlager finanzieren. Gut Pfad. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Als gesetzesislamische geistliche Autorität steht der IUMS Dr. Abdullah Omar Naseef nahe oder vielmehr vor, religionspolitischer Führer der Muslim World League (MWL). Dr. Abdullah Omar Naseef hat gegen das Gedankengut der Ideologen der Muslimbruderschaft wie Abu l-A’la al-Mawdudi, Sayyid Qutb und Said Ramadan offenkundig nichts einzuwenden und war 1988 Gründer des nach US-amerikanischer Auffassung als Terrororganisation einzustufenden Rabita Trust. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die International Union of Muslim Scouts (IUMS) entstand vor 28 Jahren. Aus der wahhabitisch-saudischen Gastfreundschaft in Tayef heraus fassten die versammelten Majestäten, Exzellenzen, Herrschaften und Präsidenten der islamischen Staaten den Entschluss, dass mehr für das leibliche, „wertebezogene“ und „spirituelle“ Wohl der Jugend getan werden müsse. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> „Werte“ sind dabei selbstverständlich die sexualmagischen und antiaufklärerischen Werte der totalitären islamischen Pflichtenlehre (Scharia), „Spiritualität“ steht im Einklang mit der repressiven hanbalitischen Rechtsschule. Im Folgejahr antwortete die Qatar Scout Association (Doha 1982) mit der Ausrichtung eines schariatisch-scoutistischen Kongresses (1st Islamic Conference &#38; Jamboree). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die Doppelpackung politislamisch-pfadfinderisch ist bis heute beibehalten worden und widerspiegelt sich auch 2009 im zusammenaddierten, ungleichen Pärchen IUMS plus Uganda Scouts Association. Der die islamische Radikalisierung und die ethnoreligiöse Segregation wünschende Politislam betreibt die Nutzbarmachung des sportiv, kreativ und sozial gemeinten Pfadfindertums. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wiederum ein Jahr darauf, im September 1983 wurde die zweite Doppeltitelveranstaltung des auch von Dhimmi-Seite zunehmend schariakonform veränderten Scoutismus veranstaltet. Das Treffen titelte als Islamic Conference and Jamboree, Gastgeber war die nordafrikanische islamisch-sozialistische Theokratie Libyen. Zeitgleich fand im Unrechtsstaat des Auftraggebers eines 259 Tote fordernden Terroranschlags (Sprengung eines Flugzeugs über dem schottischen Lockerbie am 21.12.1988), des amtierenden Präsidenten der Afrikanischen Union (African Union, Union africaine) Muammar al-Gaddafi das fünfzehnte Arabische Pfadfinder-Welttreffen, das 15th Arab Scout Jamboree statt. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Bemerkenswerterweise beschloss das Arab Scout Committee im Jahre 1984, Islamic Scout Jamboree und Arab Scout Jamboree voneinander zu trennen. </p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Im Jahr des deutschen Mauerfalls und der deutschen Wiedervereinigung 1989 erfolgte in dieser Tradition die Ausrufung der International Union Of Muslim Scouts (IUMS) auf dem gemeinsamen Treffen auf Gruppenleiterebene namens 3rd International Muslim Scouts Conference &#38; 5th Islamic Scout Jamboree. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> August 1992: Pakistan lädt zur Sechsten Islamischen Pfadfinderkonferenz (6th Islamic Scout Conference). Im 2009 heute leider revolutionär-radikalislamisch unterwanderten, korrupten Polizeistaat Pakistan (Bewohner zu 96 % Muslime, meist streng hanafitische Barelwis oder ultraorthodoxe Deobandis) sind Nichtmuslime wie etwa Christen, Hindus, Parsen und Kalasha seit Jahrhunderten Menschen zweiter Klasse, die man bestehlen und belästigen darf. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Sozusagen pakistanisch-volksislamisch unterliegen gerade die pakistanischen Christen seit Jahrzehnten eher unvorhersehbaren, sozusagen anfallsweise initiierten Pogromen, sie werden, deutsche Zeitungen schreiben darüber zumeist nicht, nach lautstark geäußerten, wenig glaubwürdigen Vorwürfen (den Propheten beleidigt, den Koran geschändet) angegriffen, vergewaltigt oder ermordet, ihre Häuser werden niedergebrannt. Der labile Staat Pakistan könnte vor einer Islamischen Revolution nach iranischem Modell stehen, er hat die militärpolitische Kontrolle über gewisse Stammesgebiete wie das Swat-Tal verloren. Der Staat des Islamisten, Generals, Putschisten und langjährigen Regierungschefs Zia-ul-Haq (1977) ist seit der erfolgreichen Spionage eines in einer muslimischen Mittelschichtfamilie in Indien geborenen Muslims im Besitz von Nuklearwaffen. Aufgrund schlampiger Sicherheitsvorkehrungen gelang es dem Ingenieur Dr. Abdul Qadeer Khan, im niederländischen Atomforschungszentrum von Almelo im Laufe der Jahre 1972-1976 in den Besitz von Bauplänen für Zentrifugen für Urananreicherung zu kommen. Allahs pakistanischer Statthalter Zia-ul-Haq nannte die erstrebenswerte Gesellschaftsordnung Islamische Ordnung (nizam islami), führte die Scharia vollumfänglich ein und ließ Dieben folgerichtig die Hand abhacken, unter den Islamisten aller Welt wurde Pakistan so das Referenzmodell für einen „gerechten“ (islamischen) Staatsentwurf. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Auf der 33 Konferenz der höchsten Funktionäre der Weltpfadfinderverbände (weiblich WAGGGS und männlich WOSM), 33rd World Scout Conference, stellte sich die IUMS öffentlich vor beziehungsweise erklärte ihre künftige Anwesenheit bei allen Veranstaltungen und wurde Stunden später, Pfadfinder sind höflich und fremdenfreundlich, offiziell anerkannt. Das geschah im thailändischen Bangkok des Jahres 1993. In Thailand leben 5 % Muslime und ist der Buddhismus (Theravada) de facto Staatsreligion, lediglich im äußersten Süden (Provinzen Yala, Pattani, Narathiwat) stellen sie 30 % der über 15jährigen Bevölkerung, wo in den letzten Jahren leider dschihadistische Milizen grausame Morde an Nichtmuslimen begangen haben. </span></p>
<p></span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Das marokkanische Casablanca war im Juli 1994 Ort der 7th Islamic Summit Conference, dort wurde man inhaltlich: „Integrate spiritual with scouting understanding in all Muslim scout activities and programs and make them have strong believe in God.“ Während der grandiose Optimist und pragmatische, etwas pantheistische Weltbürger und Sportsgeist Lord Baden-Powell ganz selbstverständlich religiös empfand und niemandem auf der Welt sein Gottesbild wegnehmen wollte, wird hier von einer „Integration des Spirituellen mit dem Pfadfinderischen“ gesprochen. Scouting war also nicht „spirituell“ genug. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Fundamentalismuskritikern ist so etwas ganz ungefähr aus gewissen kleinen, christlich-fundamentalistisch geprägten pfadfinderischen Organisationen bekannt. Mit „strong believe in God“ aber könnte die Islamische Revolution gemeint sein und müssen wir eine auffällig angestrengte Umschreibung (kitman, Lügen durch Auslassung) der Worte Hisba, Fiqh und Scharia vermuten. Der muslimische Pfadfinder, auch der französische oder britische, soll also künftig der politreligiösen Gehorsamspflicht unterliegen, und was darunter zu verstehen ist, sagen ihm die saudischen Wahhabiten beziehungsweise wissen ja vielleicht auch die weltweit agitierenden Brüder der al-ichwan al-muslimun, der Muslimbruderschaft, von denen sich die IUMS selbstverständlich ebenso wenig distanziert wie von Yusuf al-Qaradawi. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Vorangestellt war der Satz „Select and train scout leaders according to clear understanding of Islamic teachings and scouting requirements for youth“. Die nicht schariakonformen Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter sollen also ausgesiebt werden, das ganzheitlich-kreative (sportlich-musisch-soziale) Programm der seit 1907 typischen Scout-Jugendarbeit ist demgegenüber dezidiert nachrangig. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wird denn nicht überall da, wo von Religionsfreiheit, Schutz von Nichtmuslimen, Säkularisierungsprozessen und (fundamentalismuskritischer; islamkritischer) Pressefreiheit gar nicht erst die Rede ist, die Formel „Peace to cover the hole world and scouting work for better world under the umbrella of One World One Law and One Promise“ ein wenig zum Ruf nach dem Kalifat? Ist „Peace“ denn dann nicht vorzugsweise Islamic Peace und „One Law“ etwas anderes als das Sharia-Law? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Mädchen islamverbandlich einsperren, Frauen bändigen: „Provide union coverage to the formation of Muslim girls guide under umbrella of IUMS.“ Weib, der (pfadfinderische) Kalif ist erstens männlich und weiß zweitens, wo es lang geht. Schluss mit dem pfadfinderischen Lotterleben. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Ein müdes „Encourages cooperation between Muslim and non-Muslim scout“ setzt die berüchtigte Islamsensibilität voraus sprich den Verzicht an jeder Kritik des Nichtmuslimen am orthodoxen beziehungsweise politischen Islam. Zusammenarbeit mit islamkompatiblen Nichtpfadfindern, „cooperation with non-scout organizations of similar nature“ hingegen wird, tolerant herrschend, akzeptiert. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Zu dem seinerzeit Sünder öffentlich auspeitschenden oder hinrichtenden König Fahad Ibn Abdul-Aziz († 2005) bekennt sich die International Union Of Muslim Scouts (IUMS), die eigentlich, man kann das überlesen, die islamisch-spirituelle das bedeutet repressiv-religionspolitische Führung über alle muslimischen Pfadfinder weltweit („representing Muslim Scouts all over the world“) beansprucht, was bereits heute das Pfadfindertum in Frankreich und Großbritannien und in nicht ferner Zukunft auch die Jugendarbeit vieler Staaten Europas meinen wird. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 2009 bedeutet die Unterstützung der IUMS ein Befördern des politreligiösen Ansinnens der FEMYSO (Forum of European Muslim Youth and Student Organisations), deren erster Präsident Ibrahim el-Zayat hieß. Die deutschen Jugendverbände der FEMYSO sind die Jugendabteilung der Milli Görüş (IGMG) und die 1994 im Haus des Islam (HDI) in Lützelbach, Odenwald, durch Mohammed Siddiq Borgfeldt mitgegründete Muslimische Jugend in Deutschland (MJD). Die im Juni 1996 von WAMY (World Assembly of Muslim Youth, Dachverband von 450 Organisationen, Vertretungen in 35 Staaten) und FIOE (Federation of Islamic Organisations in Europe, das ist ungefähr die Muslimbruderschaft Europas) gemeinschaftlich gegründete FEMYSO kann für freiheitlich-demokratische und damit auch für pfadfinderische Jugendverbände kein Kooperationspartner sein. Die Namensähnlichkeit des im englischen Wikipedia unter Europäischer Fatwa-Rat (ECFR) Nummer 25 genannten &#8220;Sheikh Muhammed Siddique (Germany)&#8221; mit dem gerade genannten MJD-Mitgründer, dem Odenwälder Herrn Muhammad Siddiq (Wolfgang Borgfeldt) aus Lützelbach ist bemerkenswert, zumal Wikipedia deutsch unter MJD ausführt: &#8220;MJD-Gründer Muhammad Siddiq ist Mitglied des ECFR, dessen Vorsitzender Yusuf al-Qaradawi ist&#8221;. Ob Scheich oder Nichtscheich, die treue FEMYSO möchte ihr Leben offiziell nach den Weisungen des Fatwa-Rates (ECFR) ausrichten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Zu ihrer politreligiösen Einbindung bekennt die IUMS: „Active member of World Assembly of Muslim Youth“.</span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Ob das selbstbewusste Weltweite islamische Pfadfindertum („To motivate and promote Islamic Scouting on global basis“) etwas anderes als eine weltweite Islamisierung wünscht? Die Gefahr der globalen muslimischen Gegengesellschaft sollten WAGGGS und WOSM beachten, die Unvereinbarkeit von Scharia und Allgemeiner Erklärung der Menschenrechte (AEMR) müssen Pfadfinderinnen und Pfadfinder endlich hörbar betonen, um sich nicht länger mitschuldig zu machen, den religiösen Nichtmuslimen, säkularen Muslimen und Ex-Muslimen in islamisch geprägten Ländern und längst auch in Europa die mühselig errungene Freiheit zu rauben. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die Kooperation mit der IUMS gefährdet die Glaubwürdigkeit der Weltpfadfinderbewegung als eine mit der kulturellen Moderne und der freiheitlichen Demokratie kompatible Form der Jugenderziehung und Jugendbildung. Nicht zuletzt geht es um universelle, gleichheitsfeministisch gedachten Frauenrechte, denn die hier erwähnte Traditionslinie der IUMS, ihre offenkundige Loyalität zur Wahhabiyya, zur Muslimbruderschaft, zu Muammar al-Gaddafi (Libya 1983) und zu womöglich ja auch zum in Katar lebenden, unter Sunniten hoch angesehenen Yusuf al-Qaradawi („Qatar took the initiate and held the first Muslim Scout Conference, Doha 1982″) tritt das zivilisatorische Streben der einen Menschheit nach der Gleichberechtigung der Frau mit Füßen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Auch ist davon auszugehen, dass die politreligiösen Funktionäre der in die WAMY eingebundenen IUMS glühende Israelhasser sind. Als veritabler deutscher Zweig der radikalislamischen Muslimbruderschaft kann die Islamischen Gemeinschaft in Deutschland (IGD, vgl. Islamisches Zentrum München) gelten, der einstige IGD-Vorsitzende Ibrahim el-Zayat ist in der WAMY führend aktiv (Vertreter für Westeuropa). An alle, die in der Pfadfinderarbeit Verantwortung tragen, sei die Frage gerichtet, ob folgendes denn etwa die Ethik des gut hundertjährigen Scouting ist, was WAMY zum Thema Kindererziehung predigt: „Lehrt unsere Kinder zu lieben, dass Rache an den Juden und den Unterdrückern genommen wird und lehrt sie, dass unsere Jugend Palästina und Al-Quds [Jerusalem] befreien wird, wenn sie zum Islam zurückkehren und den Jihad um der Liebe Allahs wegen ausüben.“ </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Das Blog für Pfadfinderische Islamkritik „Eifelginster“ beobachtet die Re-Fundamentalisierung der muslimisch geprägten Individuen, Großfamilien und Staaten mit großer Sorge und richtet an die europäischen und eben auch deutschen Pfadfinderverbände die dringende Bitte, am interreligiösen Treffen 3RD WORLD SCOUT INTER-RELIGIOUS SYMPOSIUM, 21 -25 OCTOBER 2009, SPEKE RESORT MUNYONYO, KAMPALA – UGANDA nicht teilzunehmen. Den in den pfadfinderischen Verbänden organisierten Kindern und Jugendlichen sei die offene islamismuskritische und schariakritische Diskussion, Meinungsbildung und innerverbandliche Meinungsvertretung empfohlen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Statt die gesetzesislamischen, durchweg faschistoiden bis faschistischen Staatskonzepte und Menschenbilder, statt die Islamvorstellungen der Wahhabiten und Muslimbrüder weiterhin zu bagatellisieren oder zu beschweigen, sollten Europas in WAGGGS bzw. WOSM organisierte Jugendverbände die Zusammenarbeit mit denjenigen muslimischen, außereuopäisch-christlichen sowie israelischen Strömungen vertiefen, die sich auf Pressefreiheit, Wissenschaftlichkeit, Säkularität und universelle Menschenrechte hinzu bewegen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Das Pfadfindertum des Nahen Ostens hat eine reiche Geschichte. Während die erste türkische Pfadfindergruppe an der Istanbuler Imperial Galatasaray High School und noch im Osmanischen Reich durch den englisch-türkischen Lehrer Ahmet Robinson ins Leben gerufen wurde, der auch die türkischen Worte für „Pfadfinder, Pfadfinderei“ (Izci, Izcilik) prägte, standen die armenischen Pfadfindergruppen bereits vor dem antiarmenischen Völkermord (1915-1917) zumeist der 1918 in Istanbul von Shavarsh Khrissian und Hovhannes Hintlian gegründeten, patriotisch-sportiven Homenetmen-Bewegung (HoMenEtMen) nahe. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Im Bereich der Weltsprache des Arabischen war es vermutlich der Hochschullehrer Mamduh Haqqi aus dem nordsyrischen Aleppo (arab. Halab, 15-20 % der Einwohner sind Christen verschiedener Bekentnisse), der im Jahre 1929 als Erster das Buch »Scouting for Boys« als »al-Kashafa« ins Arabische übersetzte. Im Vorjahr hatte Hassan al-Banna in Ägypten die dezidiert antimoderne, radikalislamische Muslimbruderschaft gegründet, nachmaligen Wurzelgrund etlicher Terrorgruppen. Es wäre schön, wenn der Geist des »Scouting for Boys« (… and Girls) zur Demokratisierung des nahen Ostens und Afrikas beitragen kann, und ganz anders als Kulturrassist Hassan al-Banna hat Pädagoge Mamduh Haqqi seinen Beitrag für die Jugenderziehung des arabischen Sprachraumes geleistet. Die israelische Pfadfinderbewegung der für alle Kinder und Jugendlichen, auch für christliche und muslimische, offen stehenden, durchweg koedukative Hit&#8217;ahdut HaTzofim VeHaTzofot BeYisrael kurz: „Tzofim“ entstand 1919 und feiert dieses Jahr stolz ihr neunzigjähriges Jubiläum. Seit Jahren aber feuern radikalislamisch orientierte Palästinenser Kassam-Raketen aus dem Gaza-Streifen aufs israelische Sderot ab. Welchen Umgang mit dem das Weltpfadfindertum offensichtlich gezielt und menschenrechtswidrig beeinflussenden politischen Islam sind Europas und gerade auch Deutschlands Pfadfinderverbände denn unseren jüdischen Pfadfinderverbänden etwa der USA, Kanadas, Frankreichs und Israels schuldig, damit das 1907 gestiftete Ideal von der weltweiten Bruderschaft auch in Zukunft glaubhaft erfüllt werden kann? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Was für ein Islambild hat und wünscht die offizielle Pfadfinderbewegung sieben Jahrzehnte nach dem erscheinen des pfadfinderischen Handbuches »Scouting for Boys / al-Kashafa«, wenn ihr im Jahre 2009 auf dem interreligiösen Treffen in Kampala sogar wahhabitisch finanzierte und Muammar al-Gaddafi wie auch der Muslimbruderschaft kaum verhohlen nahe stehende Gruppen als annehmbare Dialogpartner gelten? Es gibt unter muslimisch sozialisierten Menschen weit mehr an Weltbürgertum und gutem Geschmack als lediglich die ewiggestrigen Rufer nach der frauenfeindlichen islamischen Orthodoxie oder die Parteigänger der die Pressefreiheit, Religionsfreiheit und Menschenrechte verhindernden islamistischen Politreligion. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Zivilcouragierte muslimische Frauen und Männer gibt es schließlich auch, und gerade für diese, die allgemeinen Menschenrechte verlangenden und damit auf die weitgehende Trennung von Religion und Politik angewiesenen Menschen haben WOSM und WAGGGS einzustehen, nicht für die Architekten der Gegenmoderne und Gottesherrschaft. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 120pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Cees van der Duin, 09. September 2009 </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 30pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> zum Weiterlesen: </span></p>
<p></span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12.5pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Lagerfeuer und Köpfen für Allah, Scouting &#38; Hadd-Strafen. Al-kashafa al-arabiyya. Königlich Saudi-Arabische Botschaft in Tokio, Japan </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.saudiembassy.or.jp/Ar/EmbNews/Kashafa.htm">http://www.saudiembassy.or.jp/Ar/EmbNews/Kashafa.htm </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12.5pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Lake Victoria, Pfadfinderfunktionäre und Polit-Islam. Homepage des luxuriösen Tagungszentrums Speke Resort, Munyonyo, Kampala, Uganda </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.spekeresort.com/">http://www.spekeresort.com/ </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Gaddafi-Moschee, Kampala </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.world66.com/africa/uganda/kampala/lib/gallery/showimage?pic=africa/uganda/kampala/new_national_mosqu">http://www.world66.com/africa/uganda/kampala/lib/gallery/showimage?pic=africa/uganda/kampala/new_national_mosqu </a> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:36pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.zeast.com/blogs/ac/2007/07/friday-prayers-in-kampala.html">http://www.zeast.com/blogs/ac/2007/07/friday-prayers-in-kampala.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12.5pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Organisation der Islamischen Konferenz (OIC), 18.-20. Juni 2008, Kampala / Uganda </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.oic-oci.org/35cfm/english/index.html">http://www.oic-oci.org/35cfm/english/index.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12.5pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Ugandas Präsifent Yoweri Kaguta Museveni eröffnet mit Muammar el-Gaddafi die größte Moschee südlich der Sahara </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://allafrica.com/stories/200803200007.html">http://allafrica.com/stories/200803200007.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12.5pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> OIC bei OIC. Member States, et al.: Albanien, Surinam, Uganda </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.oic-oci.org/member_states.asp">http://www.oic-oci.org/member_states.asp </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Kairoer Erklärung … der Menschenrechte … im Islam! </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.soziales.fh-dortmund.de/Berger/Forschung/islam/Kairoer%20Erkl%C3%A4rung%20der%20OIC.pdf">http://www.soziales.fh-dortmund.de/Berger/Forschung/islam/Kairoer%20Erkl%C3%A4rung%20der%20OIC.pdf </a> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:36pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kairoer_Erkl%C3%A4rung_der_Menschenrechte_im_Islam">http://de.wikipedia.org/wiki/Kairoer_Erkl%C3%A4rung_der_Menschenrechte_im_Islam </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Dschihadismus in Thailand. VORSICHT, die Ergebnisse der Internet-Bildsuche unter „thailand jihad“ sind ERST AB 16 JAHREN GEEIGNET </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.longwarjournal.org/cgi-bin/mt-search.cgi?tag=Thailand&#38;blog_id=7">http://www.longwarjournal.org/cgi-bin/mt-search.cgi?tag=Thailand&#38;blog_id=7 </a> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:36pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://littlegreenfootballs.com/article/26895_Zombie-_The_Thailand_Jihad">http://littlegreenfootballs.com/article/26895_Zombie-_The_Thailand_Jihad </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12.5pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Operation Entebbe </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Entebbe">http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Entebbe </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12.5pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Einladung zum WSIS 2009, bei Weltpfadfinderverband (WAGGGS / WOSM) </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.scout.org/en/information_events/events/wsis/3rd_wsis">http://www.scout.org/en/information_events/events/wsis/3rd_wsis </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12.5pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Einladung zum WSIS 2009, bei: Internationale Konferenz des Katholischen Pfadfindertums (IKKP) / International Catholic Conferenz of Scouting (ICCS) / Conférence Internationale Catholique du Scoutisme (CICS) </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.cics.org/html/download/circular_letter/Circulair_Letter__Apr09_ENG.pdf">http://www.cics.org/html/download/circular_letter/Circulair_Letter__Apr09_ENG.pdf </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12.5pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> IUMS, bei WSIS </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.wsis2009.org/scouting_iums.php">http://www.wsis2009.org/scouting_iums.php </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12.5pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Dr. Abdullah Omar Naseef </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.historycommons.org/entity.jsp?entity=abdullah_omar_naseef_1">http://www.historycommons.org/entity.jsp?entity=abdullah_omar_naseef_1</a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12.5pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Rabita Trust </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:48pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.satp.org/satporgtp/countries/pakistan/terroristoutfits/Rabita_Trust.htm">http://www.satp.org/satporgtp/countries/pakistan/terroristoutfits/Rabita_Trust.htm </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 30pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> WAMY </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://demo.ebiz-today.de/personen/personen,217,Weltweit_vernetzter_politischer_Islam,news.htm">http://demo.ebiz-today.de/personen/personen,217,Weltweit_vernetzter_politischer_Islam,news.htm </a> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.discoverthenetworks.org/groupProfile.asp?grpid=6425">http://www.discoverthenetworks.org/groupProfile.asp?grpid=6425</a> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.geocities.com/johnathanrgalt/FBI_was_frustrated.html">http://www.geocities.com/johnathanrgalt/FBI_was_frustrated.html </a> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.militantislammonitor.org/article/id/2050">militantislammonitor.org/article/id/2050</a> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://article.nationalreview.com/?q=ODgwMGNkNzM0MTNiMWMyZGM3ZWJlYTYxYzczNGNhMmU=">http://article.nationalreview.com/?q=ODgwMGNkNzM0MTNiMWMyZGM3ZWJlYTYxYzczNGNhMmU= &#60;/</a> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:48pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/World_Assembly_of_Muslim_Youth">http://de.wikipedia.org/wiki/World_Assembly_of_Muslim_Youth </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12.5pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Ibrahim el-Zayat </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E01016036B44C421C90293F71616657F0~ATpl~Ecommon~Scontent.html">http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E01016036B44C421C90293F71616657F0~ATpl~Ecommon~Scontent.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12.5pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> FEMYSO </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Forum_of_European_Muslim_Youth_and_Student_Organizations">http://de.wikipedia.org/wiki/Forum_of_European_Muslim_Youth_and_Student_Organizations </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12.5pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Islamische Gemeinschaft in Deutschland e.V. (IGD) </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Islamische_Gemeinschaft_in_Deutschland">http://de.wikipedia.org/wiki/Islamische_Gemeinschaft_in_Deutschland </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12.5pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Pfadfinderfunktionäre flirten mit dem Polit-Islam, Baden-Powell wäre womöglich stocksauer. Das 1923 gegründete Internationale Pfadfinderzentrum im Schweizer Kandersteg, Weltzentrum des WOSM, lädt zum WSIS Uganda 2009 </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.scout.org/en/information_events/events/wsis/3rd_wsis">http://www.scout.org/en/information_events/events/wsis/3rd_wsis </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12.5pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Anmeldung bei den tunesischen Pfadfindern, Scouts Tunisiens (al-Kachāfa at-Tūnisiyya) der Teilnehmerbetrag ist nach Jeddah (Dschidda) zur IUMS zu überweisen. Bitte ausfüllen: 12. Experience in working with Scouting and Spiritual Development, 13. Have you participated in an inter-religious dialogue before? If yes, briefly explain your experience </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12.5pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Applications to be sent to: Mr. Hussain Sahal, Deputy General Secretary, International Union of Muslim Scouts (IUMS), P.O. Box 9141 Jeddah 21413, Kingdom of Saudi Arabia. (Deadline for the application to reach us: 20th July 2009) </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.scouts.org.tn/pages/Registration-3rd-WSIS-En.pdf">http://www.scouts.org.tn/pages/Registration-3rd-WSIS-En.pdf </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12.5pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> The Hebrew Scout Movement, Israel (Hebrew) </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.zofim.org.il/">http://www.zofim.org.il/ </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12.5pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Friends of Israel Scouts. Tzofim </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.chetz-vkeshet.org.il/">http://www.chetz-vkeshet.org.il/ </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12.5pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Catholic Scouts Association in Israel (CSAII) </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.csaii.org/en/">http://www.csaii.org/en/ </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12.5pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Gaza, Hamas, Kindererziehung. Bei: Spirit of Entebbe </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://spiritofentebbe.wordpress.com/2009/09/03/gaza-stimmen-fur-den-frieden/">http://spiritofentebbe.wordpress.com/2009/09/03/gaza-stimmen-fur-den-frieden/ </a> </span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Iman Attia und die entgrenzte Schuldkultur der deutschen Linken]]></title>
<link>http://schariagegner.wordpress.com/2009/08/17/iman-attia-und-die-entgrenzte-schuldkultur-der-deutschen-linken/</link>
<pubDate>Mon, 17 Aug 2009 02:19:37 +0000</pubDate>
<dc:creator>schariagegner</dc:creator>
<guid>http://schariagegner.wordpress.com/2009/08/17/iman-attia-und-die-entgrenzte-schuldkultur-der-deutschen-linken/</guid>
<description><![CDATA[الثقافة aṯ-ṯaqāfa Культура Kultur 文化 Die Dosis macht das Gift Eine Berliner Dozentin der Alice-Salom]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="line-height:125%;margin:0 0 24pt;">
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 12pt;" align="right"><span style="font-size:25pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> الثقافة </span></p>
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 120px;" align="right"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">aṯ-ṯaqāfa Культура Kultur 文化</span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;" align="justify"><span style="font-size:15.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Die Dosis macht das Gift </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 48pt;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Eine Berliner Dozentin der Alice-Salomon-Hochschule leuchtet uns heim und hat ein neues Buch geschrieben. Jacques Auvergne las das abgründig tolerante Werk </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Gerade eben habe ich das neue Buch von Frau Prof. Dr. Iman Attia durchgelesen, »Die westliche Kultur und ihr Anderes. Zur Rekonstruktion von Orientalismus und antimuslimischem Rassismus«. Sehr geehrte gottesfürchtige Frau Dr. Attia: Wissen Sie, was Scharia bedeutet? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Nach Islamischem Recht (Islampraxis; Allah als Souverän wird von elitären sakralen Richtern irdisch vertreten) beziehungsweise nach der Scharia (aš-šarī&#703;a; kulturrassistische Islamtheorie) ist der walī muǧbir (wali mudschbir, bei Islamisator Mathias Rohe zawaǧ al-ǧabr bzw. wilāyat al-iǧbār) oder nötigende Heiratsvormund das seine kontrolliert jungfräuliche Tochter in die erste Ehe bedarfsweise zwingende Familienoberhaupt. Wie Sie wissen und Ihren Studentinnen und Studenten jeden Tag mit Bedauern erzählen, beträgt das islamische Heiratsalter neun Jahre. Das ist doch schon einmal ein ganz wichtiges Stück Scharia, weg mit dem säkularen Standesbeamten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Soll ich als Ihr Zuhörer und Sozialpädagoge für derlei trauten Familiensinn jetzt Toleranz aufbringen, sehr geehrte Frau Dr. Attia? Der Rechtsschule der Schafiiten ist die tetas / menetas beziehungsweise arabisch khafdh genannte „Islamic FGM“, die islamische Variante der ḫitān al-ināṯ (chitan al-inath, weibliche Genitalverstümmelung) verpflichtend vorgeschrieben. Demgegenüber heißt die MGM, die sexualmagische Jungenbeschneidung, in Indonesien tetakan / supitan. Beschnittene Frauen in Yogyakarta 43,5 %, Männer 87,5 %, beschnittene Frauen in Madura 94,7 %, Männer 98 %. Allahgott scheint das indonesische Genital mit Blut reinigen und initiieren zu wollen. FGM wie MGM benennt man auch in Indonesien mit dem arabischen Wort khitan (1). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Dem Mädchen wird bei diesem religiösen Handeln genitales Gewebe amputiert. Im indonesischen Java wird diese von Allāh gutgeheißene Operation von der wohltätigen und angesehenen Assalaam-Foundation organisiert und völlig öffentlich in Schulgebäuden, islamischen Sozialzentren oder Koranschulen durchgeführt (2). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wie uns der Volksmund belehrt, hat das dabei auf, an, über oder in der Klitoris islamrechtlich einwandfrei herausgeschnittene Körpergewebe die Größe von einem Viertel eines Reiskorns oder aber diejenige eines Hahnenkammes. Jetzt gibt es allerdings in der Natur, sehr geehrte Frau Dr. Attia, zwar sehr kleine Reiskörner, aber auch sehr große Hahnenkämme. Das unbeschnittene Mädchen gilt den Schafiiten islamrechtlich als  besudelt (). Warum kämpfen Sie nicht gegen die schafiitische FGM und, als gebürtige Ägypterin, nicht auch gegen die Klitoridektomie, wie sie viele fromme Scheichs an der Kairoer al-Azhar seit Generationen fordern und wie sie in jeder Straße Kairos seit Jahrhunderten praktiziert wird? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Das Ministerium für Frauen, Familie und Soziales des Staates Malaysia KPWKM (3) erzählt Deutschlands
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Orientfreunden Konkretes zu den beiden wichtigsten sexualpolitischen Treibriemen des Kalifats islamische Eheschließung (imām-nikāḥ) und Schlafzimmerkalifat (Koran: Die Ehefrau als „Saatfeld“). Denn Scharia ist was, konkret? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Scharia ist walī muǧbir: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 36pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 1. Ist das Einverständnis der Braut in ihre Heirat erforderlich? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 36pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Ja, für jede Heirat ist das Einverständnis der Braut erforderlich. Bei einer noch nie verheirateten Frau (Jungfrau) kommt das Einverständnis von ihrem wali mudschbir [Heiratsvormund mit der Berechtigung zum Zwang]. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 36pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 2. Kann das jungfräuliche Mädchen durch den wali mudschbir auch ohne ihre Zustimmung in eine Ehe gezwungen werden? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 36pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Ein jungfräuliches Mädchen kann durch den wali mudschbir auch ohne ihre Zustimmung in eine Ehe gezwungen werden, soweit die eheliche Verbindung sekufu [standesgemäß] ist und sie für die Braut keine dharar [Beschädigung] ihrer syarie [schariarechtlichen Verpflichtungen] darstellt. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 36pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 6. Wer ist wali mudschbir? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 36pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wali mudschbir ist der biologische Vater des Mädchens oder der Großvater väterlicherseits. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Sei es das iranischee Blutgeld der diyye (diyya) oder die Steinigung des islamofaschistischen Herrn Revolutionsfühers Chomeini, für die toleranten Schariafreunde unter den Dozenten der Alice-Salomon-Hochschule ist das offensichtlich alles Kultur. Ein neuer persönlicher Rekord beim Bergsteigen im aufregenden Gebirge des Kulturrelativismus ist 2009 denn auch von einer Berliner Professorin für Diversity Studies errungen worden. Vom erklommenen Gipfel der Erkenntnis der Vielfalt (diversity, Kalifat) brachte Iman Attia eine aus mittelalterlicher islamischer Sicht fromme, uns Nichtmuslime oder säkulare Muslime zur Wertschätzung der kulturrassistischen Scharia aufrufende Schrift herab: »Die westliche Kultur und ihr Anderes. Zur Rekonstruktion von Orientalismus und antimuslimischem Rassismus«. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Attias mutmaßlicher spiritueller Vice-Vorgesetzter heißt Mustafa Cerić, ist amtierender Großmufti und wirkt als rechte Hand des im arabischen Katar lebenden Scheichs Yūsuf al-Qaraḍāwī vom bosnischen Sarajevo aus für den Europäischen Fatwa-Rat (ECFR). Großmufti Cerić stellt klar (4) </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 36pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Daher ist dieser islamische Bund, diese Scharia, ewig, nicht verhandelbar und unendlich. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Der Schatten Allahs in Sarajevo fordert die Errichtung eines europäischen Imamats sprich Kalifats. Natürlich nur für die Muslime. Alles ganz spirituell und seelsorgerlich. Im Blatt European View (Ausgabe 6, 41-48) kommt das Wort Scharia 19 (neunzehn) mal vor, indes Schariaverharmloser Yassin Musharbash am 14. Mai 2008 zu titeln sich erdreistete: „Als der Obermufti einmal Scharia sagte“. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Von der angeblich so numinosen und spirituellen Scharia hat sich Musharbash keineswegs distanziert. In dem in Englisch veröffentlichten Text heißt des CDU-nahen europäischen Zentrums für Europäische Studien (Center for European Studies, CES), laut WELT war gar von einer baldigen Umbenennung der CES &#8220;Helmut-Kohl-Stiftung&#8221; die Rede, heißt es: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 36pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> In the shari’ah as their Weltanschauung (sic!) Muslims have their covenant with God, a covenant that is the same in content if not in form as the previous covenant contained in the Old Testament of Moses and the New Testament of Jesus. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Gelegentlich dreht der Großmufti die schariatische der beiden Seiten der gesetzesreligiösen Medaille Islam flink vom Auge des Betrachters weg, der nun fiqh liest, was der mit dem Eugen-Biser-Preis mystisch beschworene Mustafa Cerić korrekt als „angewandtes islamisches Recht“ übersetzt. Das Recht könne man an die Moderne der Europäischen Union und auch der Bundesrepublik anpassen, das sei kein Problem. Die Scharia sei vielmehr eine ebenso harmlose wie zeitlose spirituelle Grundlage. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die ebenfalls CDU-nahe und als Kopftuchverteidigerin bekannt gewordene Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) tut es der größeren Schwester CES gleich und verharmlost Scharia und orthodox-islamische Frauendiskriminierung nach Kräften. Man scheint daran interessiert zu sein, die Türkei als der Europäischen Union beitrittsfähig darzustellen. Das Wort Scharia kritisch zu betrachten könnte angesichts der kaum zu verbergenden radikalislamischen Ausrichtung der türkischen Regierungspartei AKP außenpolitisch der deutschen Industrie Hoffnung auf Pfründe zunichte machen und würde innenpolitisch deutschen Wählern mit türkischen Wurzeln die Lust an der islamfreundlich-wertkonservativen CDU vergällen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Auch die Dhimmis scheinen die Logik des Beutemachens und der Pfründevergabe zu beherrschen. Nutzbarmachung statt Menschenrechte, Herr von Wilamowitz-Moellendorf? </p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Den sprichwörtlichen Vogel einer antidemokratischen Bereitschaft zur Schariatisierung der nordrhein-westfälischen CDU dürfte allerdings der 1975 im türkischen Nevşehir (Zentralanatolien) geborene KAS-Stipendiat Bülent Arslan abgeschossen haben, der sich im Oktober 2007 eine türkisch-muslimische parallele Polizeitruppe wünschte (5). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Das innerhalb der CDU angesiedelte Deutsch-türkische Forum (DTF), dem der in Viersen wohnhafte Arslan angehört, wünscht sich 150 bis 200 betende Muslim-Bürger in Uniform. Der Polizist, dein Schariafreund und Helfer? Der Vorschlag des niederheinischen Diplom-Volkswirts mag manchem Islamkritiker wie der Ausstieg aus der Säkularität und der Einstieg in die Dhimmitude erscheinen (6). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Muṭawwi&#703;ūn nennen sich jene islamischen Religionspolizisten, wie sie etwa in Usbekistan, Ägypten, im Sudan, in den Palästinensischen Gebieten, in Saudi-Arabien, im Iran, in Malaysia (wo auch Nichtmuslime die schariatischen Anordnungen befolgen müssen), seit 2005 in Pakistan und demnächst wohl in Afghanistan die islamische Moral teilweise gewaltsam durchsetzen. Die Arbeit der geheiligten Büttel in Polizeiuniform erfolgt nach Maßgabe des Aufrufes der ḥisba, dem Befehl Allahgottes an die „Gläubigen“, das Gute zu gebieten und das Schlechte zu verbieten. Die Islamische Religionspolizei hat mit das also Ziel, die von Mustafa Cerić beschworene, „ewige, nicht verhandelbare und unendliche“ Scharia durchzusetzen. Ist die Vision des Bülent Arslan etwas anderes als eine Vorstufe der muṭawwi&#703;ūn? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Dass letztlich jeder Bereich des menschlichen Lebens vom Islamischen Recht (Sakraljurisprudenz geheiligter Kasuistik, von einer klerusähnlichen Elite in Stellvertretung für den Allah-Gott gesprochen) ebenso total und totalitär geregelt wird wie es von der nicht kodifizierten Scharia (aus Fundamentalistensicht nicht von Menschen gemacht, sondern von Allahgott geschaffen) brutal und angsterregend gesteuert wird und dass Polygamie, walī muǧbir (islamischer Heiratsvormund mit der Berechtigung zum Zwangsverheiraten) und elfjährige schwangere italienische, griechische oder deutsche muslimische Ehebräute mit der in New York verkündeten Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (10. Dezember 1948) und dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland (23. Mai 1949) frontal kollidieren, verheimlich uns der charmante Mufti mit dem weißen Turban. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die Scharia ermuntert jeden Muslim intensiv zum Aufbau von verbindlich tätigen Scharia-Gerichten, welche nachfolgend islamrechtliche sprich schariakonforme Gerichtsurteile aussprechen werden, bei denen eine Frau gegenüber einem Mann halbiertes Erbe (Koran 4:11) erhält und ihre Aussage nur halb so viel wert ist wie die eines Mannes (Koran 2:282). </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 36pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Nach Paret : Koran Sure 2, Vers 282: … Und nehmt zwei Männer von euch zu Zeugen! Wenn es nicht zwei Männer sein können, dann sollen es ein Mann und zwei Frauen sein, solche, die euch als Zeugen genehm sind, &#8211; (zwei Frauen) damit (für den Fall), daß die eine von ihnen sich irrt, die eine (die sich nicht irrt) die andere (die sich irrt, an den wahren Sachverhalt) erinnere </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 36pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Qur&#8217;an 2:282 &#8211; (Court testimony) &#8220;And call to witness, from among your men, two witnesses. And if two men be not found then a man and two women.&#8221; </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Jedes sichtbare Kopftuch, zumal das Kopftuch einer Lehrerin, Rechtsanwältin oder Schöffin, ist auch eine Erinnerung an diesen angeblich ehrenwerten und verdienstvollen Auftrag, eine Islamische Staatlichkeit, „Islamische Gesellschaft“ aufzubauen, in der, das interessiert den multikulturellen Juristen Herrn Mathias Rohe ja vielleicht, nicht das Volk der oberste Souverän ist, sondern die imaginierte Gottheit Allāh. Für streng gläubige Muslime hat die Demokratie (Necmettin Erbakan: batil düzen, nichtige Weltordnung) keinen sittlichen Wert und muss allenfalls Substitut, besser allerdings Provisorium für die „gerechte Lebens- und Staatsform“ (adil düzen) sein. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Leider schließt sich Mathias Rohe („Das Islamische Recht“, 2009) diesem auch von Prof. Attia betriebenen Verharmlosen des gestuft entrechtenden Islamischen Rechts an. Das Rechtsgutachtergremium Ägyptens, die Herren sollten doch etwas vom Islam verstehen, sagt uns, warum die Frau vor einem „gerechten, zivilisierten, kultivierten“ Gericht, der Gerechtigkeits- und Kulturbegriff der
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Iman Attia, „von Natur aus“ nicht dieselbe Stimme haben kann wie ein Mann. Fatwa Nummer 19723, erschienen am 18.07.2004. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 36pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Keine Religion oder ein von Menschen entworfenes Gesetz verleiht Männern und Frauen dieselben Rechte, weil diese unterschiedlich geschaffen sind. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 36pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 2. In [juristischen] Fällen, die sich auf Familienangelegenheiten beziehen, ist die Mehrheit [der muslimischen Schriftgelehrten] der Meinung, dass das Zeugnis einer Frau ungültig ist. Es ist notwendig, dass mindestens zwei Männer Zeugnis ablegen müssen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 36pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 4. Bei Strafsachen und in Fällen, in denen ein Hinrichtungsurteil ausgesprochen werden kann, ist das Zeugnis einer Frau ungültig. Das ist Konsens unter muslimischen Schriftgelehrten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Der Erlanger Fachmann für Rechtsvergleich erforscht professionell Hunderte von frauenfeindlichen und kulturrassistischen Schariagerichts-Urteilen und vermag unbeirrbar von den Schönheiten des Islam zu träumen Mathias Rohe kennt den real existierenden islamisierten Teil der Welt aus drei Jahrzehnten frohgemuten Reisens und organisiert in Deutschland interreligiöse Gespräche im Rahmen der „Christlich-Islamischen Gesellschaft“ (CIG e. V.). Am für Juristen sicherlich unheimlich spannenden und wie nebenbei auch noch lukrativen Tüfteln von vertrackten Problemen binationaler Ehen (muslimischer Vater entführt Kind einer Nichtmuslima) oder sonstigen Verträgen (muss Deutschland einem Ex-Muslim Personenschutz bezahlen) zwischen Theokratie und Rechtsstaat ist der Professor also nachweislich aufgeregt interessiert. Vielleicht würde der gebildete Jurist noch als Augenzeuge bei einer iranischen Steinigung mit dem anwesenden Ayatollah über den säkular-islamischen Rechtsvergleich fachsimpeln. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Deutschland hat kein christliches Grundgesetz oder keine christliche Straßenverkehrsordnung, sondern Grundrechte und auf sie bezogene Gesetze und Verordnungen, deren Rechtssicherheit Atheisten, Ex-Muslime und Karnevalisten ebenso schützen wie muslimisch Empfindende und die dabei Männer und Frauen ganz bewusst gleichstellen. Findet es der 49jährige Erlanger Rohe denn völlig akzeptabel, seine eigene Tochter als walī muǧbir in Malaysia zu verheiraten, sie als indonesischer Schafiit genital verstümmeln zu lassen oder sein gegen Brautpreis eingekauftes Eheweib mit einem feierlichen dreifachen ṭalaq zu verstoßen? Herr-lich erhebend, dieser Islam – da ist der Mann noch ein Mann!? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wir dürfen einem Menschen, der einerseits öffentlich die auf Koran und Hadithen gründende, kulturrassistische Scharia sowie ihre durch männliche „kleine himmlische Richter“ dargebotenen Richtersprüche des „Islamischen case-law“ (fiqh) verharmlost und der andererseits Mitbegründer und seit Oktober 2001 sogar Vorsitzender einer „Gesellschaft für Arabisches und Islamisches Recht (GAIR) e. V“ ist sicherlich fragen, ob er die Rechtsspaltung will. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Rohe weiß genau, dass Scharia und fiqh den in Deutschland nach 1945 glücklicherweise Staatlichkeit gewordenen, jedem Menschen ebenso verpflichtenden wie zugänglichen Rechtsstaat angreifen werden. Warum billigt der Jurist ein islamisches Sonderrecht für die „europäische Nation der Muslime“, die Außerkraftsetzung der für alle Bürgerinnen und Bürger, auch für weibliche oder für irgendwie muslimisierte Bürgerinnen und Bürger geltenden Rechtsordnung? Der Mann ist leider auch noch Berater der Bundesregierung, ausgerechnet für den Verfassungsschutz, da bleibt uns nur, zu hoffen, dass man dort den erwiesenen Kenner Islamischen Rechts und Schariafreund Rohe gelegentlich hinsichtlich seiner ethischen Verfassungstreue in Frage stellt. Sollen sich freiheitliche Demokraten sich, nur um als ausreichend religionsfreundlich dazustehen, mit rechtskulturellen Spezialitäten von Abrahams Sohnesopfer, Kannibalismus, Moorleiche, Galgenberg, Hexenprozess, rheinischem Scheiterhaufen oder mit der im Innenhof des Teheraner Evin-Gefängnisses ausgeübten Steinigung wertschätzend befassen? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Durch die deutsche Soziologie wabern nicht erst seit Iman Attia mehrere demokratiegefährdende Gespenster, die ihre Namen alle paar Jahre wechseln und sich seit 2005 etwa „Pluralisierung von Wertschätzung“, „egalitäre Differenz“ und „komplexe Gleichheit“ nennen (aus: Wilhelm Heitmeyer, Peter Imbusch (Hg.): Integrationspotentiale einer modernen Gesellschaft), etwas früher hießen die Geister noch „kultursensibles Arbeiten“, Differentialismus oder Kulturrelativismus, noch früher ließen sich die Dämonen der Wertebeliebigkeit (sprich Willkür) anrufen mit den Namen Toleranz oder Kalifat. Wissenschaft ist mit diesen Begriffen erfolgreich „exkludiert“, ausgeschlossen, von universellen Menschenrechten oder der Gleichberechtigung von Mann und Frau ist bezeichnenderweise auch nicht mehr die Rede. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die etwas vormoderne Jurisprudenz des auch von der Scharia geforderten Blutgeldes kannte das nördliche Mitteleuropa dabei durchaus, Wergeld oder Weregild, polnisch główszczyzna hieß einst genau das, was das aktuelle Strafrecht der göttlichen Diktatur Iran diyye (arab. diyya) nennt (7). Im „ehrenwerten“ orthodoxen Islam haben Menschen eben nicht lediglich einen unterschiedlichen sittlichen, sondern auch unterschiedlichen finanziellen Wert. Andere Sprachen nennen das Frühe germanische Stammesrecht „Early germanic Law“ oder, sehr bezeichnend, „Droit des royaumes barbares“. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Auf Steuerzahlerkosten untersucht Rohe die arabische Variante der an Sexualmagie und Vergeltung orientierten rechtlichen und geheiligten Barbarei. Das Islamische Recht, so Rohes völlig passender Buchtitel zum fiqh, ist jedoch ein Fossil, oder auch leider ein Relikt kultureller Vormoderne. Dabei wäre das genaue Untersuchen der „Errungenschaften“ kultureller Vormoderne ja völlig in Ordnung. Gar nicht in Ordnung ist das von Mathias Rohe betriebene Verherrlichen oder Verharmlosen jenes Teils der Rechtsgeschichte dieses Planeten, der den leider bis heute menschenfressenden Dinosaurier namens fiqh oder auch schlicht al-islām eingrenzt. Denn durchaus anders als im iranischen Teheran (Tehrān, 7,8 Mio. Einwohner) oder saudi-arabischen Riad (ar-Riyāḍ, 6 Mio. Einwohner) sprechen sich Europas Bürgermeister, Polizisten, Psychologen, Lehrer und vor allem Richter bereits seit mehreren Jahren nicht länger mit dem Bodenpersonal gewisser Gottheiten ab. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> „… und das ist auch gut so!“ (Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Rohes Buchtitel aus dem Jahre 2009 ist nicht neu, ein »Das Islamische Recht« hat es vor achtundvierzig Jahren bereits gegeben, der Autor hieß Said Ramadan (8). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Sa&#703;īd Ramaḍān war Vater vom Genfer Steinigungsfreund Hānī und vom mit Einreiseverbot in die USA belegten Schariafreund Ṭāriq, ägyptischer Muslimbruder, Europarepräsentant eben dieser verlässlich gegendemokratischen und terrornahen Muslimbruderschaft (al-iḫwān al-muslimūn), Sekretär, Vertrauter, Schwiegersohn und geistiger Erbe von Hassan al-Banna (Buchtitel: &#8220;Return of the Pharao&#8221;), dem Gründer der Muslimbruderschaft. Ob unsere seit Jahren über den Islam schreibende Quasselstrippe Iman Attia den Namen Ḥasan Aḥmad &#703;Abd ar-Raḥmān al-Bannā denn noch nie vernommen hat, der als ein völlig in sich ruhender, politisch aktiver und glaubensbewegte Muslim sprach: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 36pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Es liegt in der Natur des Islams, zu herrschen und nicht beherrscht zu werden, seine Gesetze allen Nationen aufzuzwingen und seine Macht über den gesamten Planenten auszuweiten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Na hoppla, das macht man doch nicht. Ganz im Sinne dieses Verständnisses von „Globalisierung“ verwendet die terroristische Hamas (Ḥamās) als der palästinensische Zweig der Muslimbruderschaft die von al-Bannā zur differenzierten Erkenntnis des Begriffes umma zielgerichtet gegenaufklärerisch entwickelten Begriffe „mittleres Maß“, „Nation“ und „Volk“. Die islamistische Dreidimensionalität der umma: </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wasatiyya, „mittleres Maß“, bedeutet wörtlich Mittigkeit oder Mitte. Die anderen (laut Koran sittlich minderwertigen) Religionen sind aus diesem Blickwinkel exzentrisch und, sofern sie hörbar werden, extremistisch. Wasatiyya ist der harmonische Frieden … einer faschistischen Theokratie. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wataniyya, mit „Dienstbereitschaft an Heimatland und Nation“ oder kurz mit „Nationalgefühl“ übersetzbar findet sich in der Charta der Ḥamās, Artikel 12, gemeint ist theokratischer Faschismus. Der Gaza-Streifen hat seit der Entmachtung der Fatah sehr viel Kassam-Raketen, Burkas, Gesichtsschleier und wataniyya. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Qawmiyya, „Dienen am Volk“ ist Hilfe und Dienst für die eigenen Leute. Wenn in Europa also ein mutmaßlicher oder erklärter Freund der radikalislamischen Muslimbrüder Begriffe wie „der mittlere Weg, das mittlere Maß“ (wasatiyya), „Nation“ (wataniyya) oder „Volk (qawmiyya) verwendet, sollte man als freiheitlicher Demokrat sprich Islamskeptiker und Schariaverhinderer sein gebotenes Misstrauen nicht einen Augenblick lang aufgeben. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Doktrin und Sprache der al-iḫwān al-muslimūn, der Muslimbrüder, geben fein systematisiert wünschenswerte und ablehnenswerte Einstellungen zum Begriff Volk oder Nation wieder, hier zu zwei „guten“ (theozentrischen, theokratischen) Haltungen der „Heimatliebe“, des Nationalbewusstseins: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 36pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wataniyat al-hurriya wa &#8216;l &#8216;izza: Der Wunsch nach der Arbeit an der Wiederherstellung der Ehre und Unabhängigkeit des eigenen Landes ist ein Wunsch, wie ihn der Koran und das Selbstverständnis der iḫwān (Muslimbruderschaft) vorgibt. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 36pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wataniyat al-fath: Der Wunsch nach Herrschaft und Weltherrschaft, wie er seine Grundlage im Islam hat, welcher seine Eroberer zum besten System von Kolonisation und Beherrschung führte, so, wie es der Koran anzeigte. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Volkstümlichkeit auf gut islamistisch: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 36pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Qawmiyat al-najd: Der Stolz der jungen Generation, an der Ehre der Ahnen teilhaftig zu sein und der Wunsch, es ihnen gleich zu tun ist ein lobenswertes Lebensgefühl, das uns der Prophet Mohammed nahegelegt hat. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 36pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Qawmiyat al-tanzim: Die Verwirklichung der gemeinsamen Ziele von Freiheit und Wohlfahrt, erreicht durch Arbeit und Anstrengung jeder einzelnen Gruppe ist ein [islamrechtlich] zulässiges Ansinnen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Bei diesem im Folgenden genannten (jahiliyah-) Volksbegriff aber endet die auf Dialogforen, Kirchentagen, Islamkonferenzen sowie Vorlesungen an der Berliner Alice-Salomon-Hochschule so arg strapazierte islamische Toleranz, denn es gibt für sehr radikale Muslime nur zwei Gesellschaftsformen, die islamische und die dschahilitische: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 36pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Qawmiyat al-jahiliyah: Der Versuch, überwunden geglaubte, vorislamische [islamfeindliche] Formen von Brauchtum zu reetablieren und den Islam durch einen übertriebenen Nationalismus und Rassismus zu ersetzen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> So viel zur Sprache der Muslimbruderschaft, zitiert aus Richard P. Mitchell: The Society of the Muslim Brothers (9). Übersetzung durch den Autor. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Dschahiliyya (al-ǧāhiliyya) ist im Islam die „Zeit der Unwissenheit“ und bezeichnet mit unfrommem oder auch frommem muslimischem Hass die Epoche vor Mohammed und die unerleuchteten altarabischen Polytheisten. Sayyid Quṭb frischt den Begriff nur geringfügig auf, um, ganz im Einklang mit der Doktrin von Koran, Dhimma und Kalifat und ganz im Nachklang an Ibn Taymiyya (1263 &#8211; 1328) die Nichtmuslime oder die nichtmuslimische (seit al-Maudūdī und Quṭb also auch: die demokratische) Lebensweise und
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Gesellschaftsform verächtlich zu machen und als hassenswert und zerstörenswert zu bezeichnen. Das alte Ägypten mit seinen Göttinnen und Göttern, seinem Bilder- und Pharaonenkult war aus radikalislamischer Sicht Heidentum, Unwissenheit, ǧāhiliyya. Und der Pharao muss natürlich weg. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wie erwähnt nannte sich ein frommes literarisches Werk des Gründers der Muslimbruderschaft Ḥasan Aḥmad &#703;Abd ar-Raḥmān al-Bannā »Die Rückkehr des Pharao« (Return of the Pharao). Herr Chalid al-Islambuli hatte seinen Lehrer verstanden. Und der Mann wurde religiös konkret. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Ḫālid al-Islambūlī hätte es 1981 sicherlich ganz ausführlich formulieren können, damit auch der Gengenbacher Wolfgang Schäuble es versteht: </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> „In Ägypten herrscht keine vollumfänglich installierte Scharia, vielmehr droht die Gleichberechtigung der Frau. Das nennen wir Aktivisten der Gruppe al-Jihad und Freunde des Gelehrten Aiman az-Zawāhirī einen unislamischen Zustand. Verpflichtende Aufgabe (ḥisba) eines jeden Muslimen ist es, die widernatürliche, teuflische ǧāhiliyya zu beseitigen und der gerechten Seinsweise Geltung zu verschaffen, also dem Islam. Mein Mord hat Ägyptens drohenden Sturz in die frevlerische säkulare Demokratie verhindern helfen. Wissen Sie, genau betrachtet war Präsident Muhammad Anwar as-Sādāt ein Heide, ein Götzendiener. Damit war es nach der Scharia entweder gestattet oder auch geboten (Flexibilität der Scharia), ihn zu beseitigen.“ </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Warum so kompliziert, mag Ḫālid al-Islambūlī gedacht haben, der Kenner von Koran, ibn Taymiyya und Sayyid Quṭb. Er bringt die Sache theologisch brillant auf den rhetorischen Punkt: </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Ich habe Pharao getötet! </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Ungeachtet ägyptischer Proteste durfte in der iranischen Hauptstadt zwanzig Jahre lang eine Straße nach el-Islambouli heißen, in mehreren wichtigen Städten wurden ebenfalls Khaled-el-Islambouli-Straßen eingeweiht. Allahs geheiligten Faschisten ließen den Sadat-Mörder im gesamten Īrān trotz offizieller ägyptischer Proteste öffentlich als „Helden“ und „Märtyrer“ preisen. Wünschen wir 2009 den Iranerinnen und Iranern ein möglichst bald zugängliches Leben in Gesundheit, Sicherheit und Freiheit. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Freiheitliche Demokratie funktioniert nicht ohne die höfliche Verbannung der Götter ins Private (Säkularität, kulturelle Moderne) sowie, des Göttlichen ins juristisch (Würde), ökonomisch (soziale Marktwirtschaft, Parlamentarismus) und staatlich „Unverfügbare“ (nach Raddatz). Das wäre Religionsfreiheit, immer auch die negative. Ein Blasphemieparagraph oder Anklagen wegen Gotteslästerung entfallen damit. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Sa&#703;īd Ramaḍān war Gründer einer leider bis heute bestehenden Kette von kulturrassistischen »Islamischen Zentren« (etwa: Islamisches Zentrum München: Planung 1960, Eröffnung 1973 unter Ghaleb Himmat, späterer Leiter Mahdi Akef, heute dabei: Ahmad von Denffer). Sa&#703;īd Ramaḍān studierte zeitweilig in Köln, wo er 1959 bei Professor Dr. Gerhard Kegel promovierte, lebte kurz London und lange in Genf und plante lebenslang sehr ernsthaft und diszipliniert die Islamisierung Europas. Ein vom Schweizer Geheimdienst 2001 im dortigen Domizil des Herrn Youssef Moustafa Nada gefundenes Script war mit der Jahreszahl 1982 und dem Titel »Das Projekt« versehen und ist eine vielleicht ja völlig phantastische Planung der Islamisierung der Westlichen Staaten, als Autor können wir Sa&#703;īd Ramaḍān vermuten, der 1962 an der Gründung der Islamischen Weltliga mitwirkte. Namen, die man sich merken sollte: Himmat, Nada, Ghaleb, Ramadan, Erbakan, el-Zayat. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> GRÜNEN-Politiker Winfried Kretschmann wiederholt am 14.07.2009 gegenüber der Frankfurter Rundschau allen Ernstes seine drei Jahre alte Forderung nach der „Entpolitisierung des Kopftuchs“, die entsprechende magische Arbeit freilich, wer entpolitisiert eigentlich die bayerische Lederhose, den japanischen Kimono oder meinen Besenschrank, haben die „Guten“ (Islamfreunde) unter den Nichtmuslimen zu leisten, doch ganz offensichtlich, um so etwas wie europäische Schuld zu entsühnen. Die diskriminierende geheiligte Scharia wird von Kretschmann nicht kritisiert. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 36pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Bei den Kopftuchträgerinnen jedenfalls kann ich ganz klar feststellen, dass das Kopftuch entpolitisiert ist. Ich hatte unlängst eine Veranstaltung mit gut hundert jungen Kopftuchträgerinnen. Es ist ganz eindeutig, dass diese jungen Frauen das aus religiösen Gründen tragen, aus Gründen ihrer eigenen Identität. Und dass es mit einem politischen oder extremistischen Islam für diese Frauen nichts zu tun hat. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Sehr geehrter Herr Kretschmann, Islam ist Sexualpolitik, weil es aus orthodoxer (Koran und Hadithen, al-Azhar) oder islamistischer (al-Maudūdī, Quṭb) keine Trennung von Islamreligion und Islamstaat geben darf (al-islām dīn wa dawla, der Islam ist Glaube und Staat). Und dass „das Private“ politisch ist, haben Sie in Ihrer studentisch revolutionären Jugend mitgebrüllt, wenn auch ohne übermäßig viel nachzudenken. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> In der Tat gibt es für die Muslima eine islamrechtlich korrekte Möglichkeit, kein Kopftuch zu tragen, wie der unter allen Sunniten grundsätzlich akzeptierte wenn nicht verehrte hochrangige Rechtsgelehrte Yūsuf al-Qaraḍāwī aus Qaṭar uns belehrt, nämlich bei der Ausführung eines Selbstmordattentates (10). Sonst hat die Frau sich lebenslang völlig freiwillig unter ihrem ḥiǧāb zu verhüllen, um den ziemlich politisch denkenden Gott Allāh nicht zu erzürnen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die Frau im Islam ist dem Ehemann, von dem Befolgen eventueller Aufforderungen zu Verstößen gegen Koran und Scharia abgesehen, den völligen Gehorsam pflichtig. Finden Sie es völlig in Ordnung, im Auftrag der Gottheit die gehorsamspflichtige Ehefrau im Falle ihrer Auflehnung oder auch nur Widerspenstigkeit zu verprügeln (Koran 4:34), wie es Ghalal al-Khateeb am 24. Dezember 2008 im ägyptischen Fernsehen verkündete (11)? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 36pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Koran 4:34. Die Männer haben Vollmacht und Verantwortung gegenüber den Frauen, weil Gott die einen vor den anderen bevorzugt hat [ausgezeichnet hat] und weil sie von ihrem Vermögen (für die Frauen) ausgeben. Die rechtschaffenen Frauen sind demütig ergeben und bewahren das, was geheimgehalten werden soll, da Gott es geheimhält. Ermahnt diejenigen, von denen ihr Widerspenstigkeit befürchtet [oder: Deren Widerspenstigkeit ihr fürchtet], und entfernt euch von ihnen in den Schlafgemächern [oder: Trennt sie im Ehebett] und [wenn auch das nichts hilft] schlagt sie. Wenn sie euch gehorchen, dann wendet nichts Weiteres gegen sie an. Gott ist erhaben und groß. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die Frauen also: „… und schlagt sie“! Das ist Islam. Für den bedarfsweise islamisch frauenprügelnden Islam steht das islamische Kopftuch. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Sehr geehrter Herr Kretschmann, halten Sie es etwa für freiheitlich demokratisch, wenn der Ehemann nach Islamischem Recht (geheiligtes Fallrecht des fiqh, praktizierte Theologie) beziehungsweise nach der Scharia (totaler irdischer Geltungsanspruch der Islampolitik) das Aufenthaltsbestimmungsrecht über alle „seine“ Kinder hat, wenn er die Mutter oder eine seiner bis zu drei Nebenfrauen (Koran 4:3, Konkubinen nicht mitgerechnet), jederzeit verstoßen kann? Das ist das politische Kopftuch, seit 1.400 Jahren. Ein verweigerter oder auch nur unfreiwillig getragener ḥiǧāb führt nach islamischer Doktrin die Angreiferin an Allahs Lebensordnung schnurstracks in die Flammen der ǧahannam, der qualvollen Hölle, aus der es, wie Koran und Hadithe versichern, kein Entrinnen gibt. Die unbotmäßige Frau gefährdet zudem das Seelenheil von Kindern und Familie. Andererseits bewertet der orthodoxen Islam das Weib ohnehin als wesensgemäß wankelmütig, geistlos und führungsbedürftig. Die grundsätzliche Unmündigkeit der Frau wird auch darin deutlich, dass sie im Rahmen der islamischen Eheschließung nicht ihr eigener walī (Heiratsvormund) sein darf, das heißt noch nicht einmal selbst heiraten kann, denn ohne walī keine Hochzeit. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Sehr geehrte Frau Attia, ist Ihnen als der Autorin von »Die westliche Kultur und ihr Anderes. Zur Rekonstruktion von Orientalismus und antimuslimischem Rassismus« denn die Gefahr nicht einsichtig, dass die einzelne Frau oder das einzelne Mädchen den Weg aus dem Kerker der sich womöglich an al-Maudūdī oder al-Qaraḍāwī theokratisch radikalisierenden Großfamilie oder aus der parallelen, dem islamischen Wohlverhalten unterworfenen, vielleicht durch Banden von selbsternannten bärtigen Tugendwächtern aus dem salafistischen Milieu oder durch die „simple“ kriminell aktive Banden beherrschten Kontrollgesellschaft hin zu Erziehungsberatungsstelle, Polizeistation oder Frauenhaus nicht mehr finden wird und eventuell noch nicht einmal zur Schule? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Warum schreiben Sie, Frau Attia, kein Wort über 15- oder 16jährige türkischstämmige deutsche Schülerinnen, die nach den Sommerferien in der Türkei verschwunden bleiben oder aber in den Schulferien einen elterlicherseits ausgewählten Import-Ehemann geheiratet haben? Kaum ein muslimisch sozialisierter europäischer Mann wagt es, hörbar gegen šarī&#703;a-Islam und fiqh-Islam zu reden. Sie helfen kräftig dabei mit, den Druck auf Islamkritiker beziehungsweise Ex-Muslime zu erhöhen, indem Sie den politischen (orthodoxen) Islam im Rahmen Ihrer so genannten Kolonialismus- und Eurozentrismuskritik verharmlosen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Als Islambeschwichtigerin und Professorin für Diversity Studies werden Sie dem Herrschaftsanspruch der Islamfunktionäre und zugleich dem masochistischen Bedürfnis eines Absolution erflehenden nichtmuslimischen „deutschen“ Publikums verhängnisvoll gerecht und wissen um diesen Zusammenhang recht genau. Ihr vermeintlicher Antiimperialismus ist in Wirklichkeit anti-säkular und pro-schariatisch, Ihre Lösung auf die „Frauenfrage“ in der (Berliner) Zuwanderungsgesellschaft bietet muslimisch sozialisierten Mädchen und jungen Frauen nichts anderes an als die Unterwerfung unter das Frauenbild der Scharia, als die „freiwillige“ Akzeptanz einer der das Selbstvertrauen untergrabenden Unreinheit, entwürdigenden Unmündigkeit und permanenten Kontrolle. Sie wissen, dass der Islam die rechtliche Geringerstellung der Frau fordert und fordern für diese diskriminierende Islampolitik unsere Wertschätzung und Toleranz. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Leicht erklärlich, dass Sie als eine für die Scharia werbende Professorin jenen Menschen wie Alice Schwarzer oder Necla Kelek, denen es an der Gleichberechtigung von Mann und Frau gelegen ist, dem Lager der Eurozentriker und „antimuslimischen Kulturrassisten“ zuordnen. Im Namen der Toleranz gegenüber der „fremden Kultur“ lassen Sie die von uns zu verhindernde Spaltung der deutschen Bevölkerung in ethnoreligiöse Kollektive bereitwillig zu, die, wären sie noch stärker voneinander entkoppelt, auf unterschiedliche Weise die Nähe oder eben Ferne zum Menschenbild von Verfassung und Grundgesetz „kultivieren“ würden. Alles Kultur oder was? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Daraus, dass es Ihnen – wie Mathias Rohe von der CIG – letztlich um nur eine einzige dieser ethnoreligiös konstruierten Klassen geht, nämlich den Politik werdenden Islam, machen Sie kein Geheimnis. Unter dem einem priesterlichen Ritual gleichkommenden Anbieten von Entsühnung von mittelalterlicher (Kreuzzüge) und kolonialzeitlicher Schuld bieten Sie den europäischen Gut- und Bessermenschen das gnostisch-entrückte Zertrümmern von Schuldgefühlen und Schuldkulturen an und machen gleichsam den Weg in das Paradies (Christen) auf Erden (Atheisten) frei, den zu beschreiten keinen anderen Aufwand erfordere als dem nach Ihrer (völlig unbegründeten, hier gilt Religionsfreiheit) Deutung marginalisierten und diskriminierten, wesensgemäß seit Mohammeds Zeiten angeblich schuldlos gebliebenen Islam mehr politischen Einfluss zu erschleichen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Ganz offensichtlich wollen Sie, Frau Dr. Attia, aus der bundesdeutschen Rechtssicherheit der für alle geltenden Bürgerpflichten und Freiheitsrechte islamisch befreite Zonen abspalten, in denen (zunächst) Ehe und Familienleben nach der „ewigen, nicht verhandelbaren und unendlichen“ (Cerić) Scharia zu gestalten sind. Dafür verlangen Sie als an der Alice-Salomon-Hochschule Berlin lehrende Wissenschaftlerin unsere unbegrenzte Toleranz. Das Nachdenken, wie es denn um die Lage von Christen, Juden, Bahá`í oder auch ganz einfach nur von Frauen in Pakistan oder Ihrer elterlichen Heimat Ägypten steht, soll unsere Toleranzfähigkeit gefälligst nicht belasten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wer das Kopftuch kritisiert, ist für Dr. Iman Attia ein Kulturrassist. Zum erwünschten Wohlverhalten unserer Fachfrau für Toleranz gehört es, dass die säkularen Muslime, Ex-Muslime und sonstigen Nichtmuslime von der Erlaubnis begeistert sind, dass der fromme Ehemann seine Frau zum Kopftuchtragen notfalls auch mit Prügel zwingen kann (12). Der Islam ermögliche und erfordere schließlich unsere totale Toleranz. In der islambegeisterten Fachwelt möge man vom Attia-Effekt sprechen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Uns deutschen citoyens &#38; citoyennes fehle Rechtleitung in der Finsternis, unser Fuß drohe in das verderbliche Straucheln jeder Islamskepsis zu geraten. Attias schriftgewordene Leuchte, bei transcript für nur € 21,80 zu haben, erhellt dem säkular Angekränkelten Noch-nicht-Muslim den Pfad durch die sumpfigen Niederungen intoleranten staatsbürgerlichen Denkens: </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> »Die westliche Kultur und ihr Anderes. Zur Rekonstruktion von Orientalismus und antimuslimischem Rassismus«. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 90pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Jacques Auvergne </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (1) FGM / MGM, Yogyakarta, Madura </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://222.124.24.96/~zudha/file/BUKU%20-%20Genital%20Cutting.pdf">http://222.124.24.96/~zudha/file/BUKU%20-%20Genital%20Cutting.pdf </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (2) Islamic FGM. Assalaam-Foundation </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:48pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://jacquesauvergne.wordpress.com/2008/01/20/046/">http://jacquesauvergne.wordpress.com/2008/01/20/046/ </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (3) Malaysia. Wali Mujbir (guardian) </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 1. Is consent from the bride required before a marriage can be carried out? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Yes, consent from the bride is required for any marriage. For a woman who has never been married before (virgin), the consent comes from her Wali Mujbir (guardian) </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 2. Can a virgin girl be forced to enter into a marriage without her consent by the Wali Mujbir? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> A virgin girl can be entered into a marriage without her consent by the Wali Mujbir on the condition that the marriage is sekufu and the marriage will not bring dharar syarie to the bride. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 6. Who is a Wali Mujbir? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wali Mujbir is the natural father (father by birth) or grandfather on the father’s side. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:48pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.kpwkm.gov.my/new_index.php?page=faq_content&#38;code=4&#38;faqtitleID=5&#38;lang=eng">http://www.kpwkm.gov.my/new_index.php?page=faq_content&#38;code=4&#38;faqtitleID=5&#38;lang=eng </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (4) Ceric: The challenge of a single Muslim authority in Europe (Englisches Original, nach shari gesucht ergibt nicht “einen“ Musharbash), sondern 19 Treffer </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://springerlink.com/content/40280g3825750494/fulltext.pdf">http://springerlink.com/content/40280g3825750494/fulltext.pdf </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (5) Bülent Arslan hat Phantasie und will die ethnoreligiös segregierte, dabei selbstredend muslamische (schariakonforme) Polizeieinheit </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.welt.de/politik/article1256866/Muslimische_Polizisten_sollen_in_Moschee_beten.html">http://www.welt.de/politik/article1256866/Muslimische_Polizisten_sollen_in_Moschee_beten.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (6) Islamsensible Polizei an Rhein und Ruhr, eine Vorstufe der muṭawwi&#703;ūn, der Religionspolizei? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://jacquesauvergne.wordpress.com/2007/11/15/024/">http://jacquesauvergne.wordpress.com/2007/11/15/024/ </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (7) Early Germanic law. Droit des royaumes barbares </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Germanische_Stammesrechte">http://de.wikipedia.org/wiki/Germanische_Stammesrechte </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (8) Said Ramadan: Islamic Law. Deutsch: Das Islamische Recht (1961), besprochen von Jacques Auvergne </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/04/06/109/">http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/04/06/109/ </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (9) Mitchell: The Society of the Muslim Brothers </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://quod.lib.umich.edu/cgi/t/text/text-idx?c=acls;idno=heb00919">http://quod.lib.umich.edu/cgi/t/text/text-idx?c=acls;idno=heb00919 </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Mitchell: The Society of the Muslim Brothers </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:5.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://books.google.de/books?id=ltVtj3Kh7IIC&#38;pg=PA265&#38;lpg=PA265&#38;dq=al-banna+nature+islam+conquer&#38;source=bl&#38;ots=RxROAX8apT&#38;sig=-BWRvyFWMJzpl6quGODF89pRd34&#38;hl=de&#38;ei=XT6HStioA4OYnQOF0vDQBA&#38;sa=X&#38;oi=book_result&#38;ct=result&#38;resnum=3#v=onepage&#38;q=wasat&#38;f=false">http://books.google.de/books?id=ltVtj3Kh7IIC&#38;pg=PA265&#38;lpg=PA265&#38;dq=al-banna+nature+islam+conquer&#38;source=bl&#38;ots=RxROAX8apT&#38;sig=-BWRvyFWMJzpl6quGODF89pRd34&#38;hl=de&#38;ei=XT6HStioA4OYnQOF0vDQBA&#38;sa=X&#38;oi=book_result&#38;ct=result&#38;resnum=3#v=onepage&#38;q=wasat&#38;f=false </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Mitchell: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:5.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://books.google.de/books?id=ltVtj3Kh7IIC&#38;pg=PA83&#38;lpg=PA83&#38;dq=The+Society+of+the+Muslim+Brothers&#38;source=bl&#38;ots=RxROAY98rK&#38;sig=E2TwuTAaEPOxCllMAt2_-bIkF-g&#38;hl=de&#38;ei=mGiHSuvoGY6CnQP1mKXVBA&#38;sa=X&#38;oi=book_result&#38;ct=result&#38;resnum=4#v=onepage&#38;q=&#38;f=false">http://books.google.de/books?id=ltVtj3Kh7IIC&#38;pg=PA83&#38;lpg=PA83&#38;dq=The+Society+of+the+Muslim+Brothers&#38;source=bl&#38;ots=RxROAY98rK&#38;sig=E2TwuTAaEPOxCllMAt2_-bIkF-g&#38;hl=de&#38;ei=mGiHSuvoGY6CnQP1mKXVBA&#38;sa=X&#38;oi=book_result&#38;ct=result&#38;resnum=4#v=onepage&#38;q=&#38;f=false </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (10) Scheich Karadawi: Musliminnen müssen KEIN Kopftuch tragen – wenn sie sich in die Luft sprengen! </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://blog.zeit.de/joerglau/2007/06/03/scheich-karadawi-musliminnen-mussen-kein-kopftuch-tragen-wenn-sie-sich-in-die-luft-sprengen_536">http://blog.zeit.de/joerglau/2007/06/03/scheich-karadawi-musliminnen-mussen-kein-kopftuch-tragen-wenn-sie-sich-in-die-luft-sprengen_536 </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (11) Fatwa zur Züchtigung der Ehefrauen. Bei Widerspenstigkeit ist Züchtigung ein erlaubtes Mittel zur Zurechtweisung. Vom Rechtsgutachter und ägyptisch-muslimischen Geistlichen Galal al-Khateeb </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.islaminstitut.de/Nachrichtenanzeige.55+M57fc208101b.0.html">http://www.islaminstitut.de/Nachrichtenanzeige.55+M57fc208101b.0.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (12) Zur Verschleierung zwingen? Na klar! Fatwa: Das Familienoberhaupt darf sein Eheweib unter das Kopftuch prügeln </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.islaminstitut.de/Anzeigen-von-Fatawa.43+M56be5750836.0.html">http://www.islaminstitut.de/Anzeigen-von-Fatawa.43+M56be5750836.0.html </a> </span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Iman Attia. Sweet little lies]]></title>
<link>http://schariagegner.wordpress.com/2009/08/09/iman-attia-sweet-little-lies/</link>
<pubDate>Sun, 09 Aug 2009 02:37:01 +0000</pubDate>
<dc:creator>schariagegner</dc:creator>
<guid>http://schariagegner.wordpress.com/2009/08/09/iman-attia-sweet-little-lies/</guid>
<description><![CDATA[Frau Attia und der radikale Konstruktivismus Das Ergebnis zählt, nicht die Wahrheit Wie tolerant ist]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="line-height:125%;margin:0 0 90pt;">
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 14.5pt;" align="justify"><span style="font-size:16.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Frau Attia und der radikale Konstruktivismus </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 60pt;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Das Ergebnis zählt, nicht die Wahrheit </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 45pt;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Wie tolerant ist die deutsche Soziale Arbeit mittlerweile gegenüber dem politischen Islam? Die international renommierte Berliner Alice-Salomon-Hochschule lässt Erziehungswissenschaftlerin Prof. Dr. Iman Attia höchst schariaverträgliche “Eurozentrismus- und Rassismuskritik“ betreiben. Für eine uns Schuldbeladenen im Falle und im Maße unserer Zustimmung Absolution erteilende Attia ist Islamkritik gleichbedeutend mit antimuslimischem Kulturrassismus. Von Jacques Auvergne </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 30pt 165pt;"><span style="font-size:9.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;color:#333399;"> Blessed is he who has found his work; let him ask no other blessedness. Thomas Carlyle </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Alice Salomon (1872-1948) war Sozialdemokratin und Mitstreiterin in der frühen deutschen Frauenbewegung. International genießt Salomon bis heute Anerkennung für ihre Verdienste als Wegbereiterin einer wissenschaftlich ausgerichteten Sozialen Arbeit. Ihre jüdische Abstammung sowie ihre pazifistische und christlich-humanistische Haltung brachten sie in Konflikt mit den Nationalsozialisten. Nach Verhören durch die GeStaPo musste die Forscherin und Schulgründerin 1938 in die USA auswandern. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Zwei Berufsschulen und eine Hochschule tragen den Namen der Pionierin Sozialer Arbeit, wobei die in Berlin-Schöneberg gelegene Hochschule von der Wissenschaftlerin selbst gegründet und zwischen 1908 und 1925 geleitet wurde. 2008 konnte dieses wegweisende Beispiel an sozialarbeiterischer Hochschulkultur sein 100jähriges Jubiläum begehen. Die Schulgründung wurde unter das sozialstaatlich gemeinte Motto des schottischen Essayisten und Historikers Thomas Carlyle: »Gesegnet, wer seine Arbeit gefunden« gestellt. Eine mutige säkulare, sozialdemokratische und frauenrechtliche Haltung und Perspektive wird Salomon mit diesem Motto des schottischen Kenners der deutschen Literatur verbunden haben, eine geheiligte Entmündigung der Frau und eine politische Duldung abgeschotteter Wohnbezirke für ethnoreligiöse Kollektive abgestufter islamischer Unreinheit gewiss nicht. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Freiheitliche Demokraten werden eine jede Ideologie, die Kollektive herabzuwürdigen oder gar zu entrechten bestrebt ist, ablehnen. Ein gründlich erforschtes Beispiel kulturrassistischer Diskriminierung ist der Antisemitismus. Ebenso müsste ein Weltbürger sicherlich den Antiarabismus zurückweisen, der sich nicht „nur“ gegen muslimische Araber richtet, sondern ebenso christliche, jüdische und ex-muslimische Araber demütigen oder entrechten möchte. Doch sollten wir dem Versuch entgegentreten, jede Islamkritik als „antimuslimischen Kulturrassismus“ zu etikettieren, auch wenn dieses Ansinnen im Namen der Wissenschaft daherkommt und von der universitären Freiheit der Lehre gedeckt ist. Eine Ausrichtung an der Maßgabe der Nachhaltigkeit scheint dabei allerdings demokratisch unverzichtbar zu sein, und gerade auch eine Universität, die für ein Weltbild der geheiligten Diskriminierung Toleranz einfordert, wird sich, ist Islam erst einmal Staat geworden, einen anderen Lehrplan schaffen müssen. Kurrikulare Islambeschönigung kann keinen nachhaltigen Bestand haben, denn eine Toleranz jenseits von Herablassung oder Willkür für „die Anderen“ ist zwischen Indonesien, Pakistan und Ägypten nicht vorgesehen. Iman Attia wirbt dafür, dass wir alle mehr Toleranz für „die Anderen“ aufbringen, gemeint sind bezeichnenderweise nicht die Taoisten oder Ex-Muslime, sondern die „die Muslime“. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Von Ex-Muslimen spricht Prof. Attia nie, vielleicht weiß die Berliner Wissenschaftlerin ja nicht, dass es auch in der deutschen Hauptstadt etliche muslimisch sozialisierte Menschen gibt, die nicht islamisch leben möchten? Auch die Unterscheidung zwischen einer theokratisch muslimischen Haltung zu treffen, wie sie etwa der vielverehrte Hassprediger und Vorsitzende des European Council for Fatwa and Research (ECFR) Yūsuf al-Qaraḍāwī oder der radikalislamische Schariafunktionär Ṭāriq Ramaḍān auf der einen Seite und andererseits einer demokratieverträglichen, säkularen islamischen Haltung, wie sie Irshad Manji, Fatima Mernissi, Muhammad Sven Kalisch, Necla Kelek oder Bassam Tibi vertreten, hält die Berliner Dozentin an der Alice-Salomon-Hochschule für unwichtig. Dafür breitet sich Attia im Sommer 2009 auf immerhin sechs Seiten in der Zeitschrift »nah &#38; fern« über einen angeblich in Deutschland grassierenden antimuslimischen Kulturrassismus aus. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Einem Teil der bundesdeutschen Bevölkerung, so suggeriert die Autorin von »Ausschluss, Fürsorge und Exotismus. Kulturrassismus im Umgang mit Islam und „Muslimen“« werde der Zugang zu den allgemeinen Menschenrechten und deutschen Grundrechten systematisch verbaut. Welche Grundrechte das nun sind, erfahren wir leider nicht. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Kulturrassismus würde auf Entrechtung eines Bevölkerungsteils zielen. Wenn Frau Attia die für jede Staatsbürgerin und jeden Staatsbürger geltenden Freiheitsrechte schützen will, sind wir auf ihrer Seite. Dass sich seit 622 nach Christus die Bewohnerschaft der dār al-islām als zur Herrschaft über die „Ungläubigen“ berufene kulturelle Rasse, Kaste oder Klasse berufen sah und dass es im zwanzigsten Jahrhundert neben Stalinismus, Nationalsozialismus und Maoismus wohl keine andere um weltweite Einflussnahme mit Aussicht auf Erfolg ringende kulturrassistische Doktrin gegeben hat als den Scharia-Islam verschweigt uns die Fachfrau für Diversity Studies. Ob sich Frau Attia für die Lage der Islamreformer oder der Christen in Afghanistan oder Somalia interessiert, das wäre doch allemal ein Thema für „Diversity“? Ist die über Jahrhunderte islamrechtlich (fiqh, Praxis des Islam) und schariatisch (islamische Theorie) betriebene Spaltung (ḏimma) der Bevölkerung in höherwertige Muslime, geringerwertige Dhimmis (Christen, Juden) sowie rechtlose Polytheisten und Islamapostaten denn etwa nicht als Referenzmodell an Kulturrassismus zu bezeichnen? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Der Gelehrte Abū Ǧa&#703;far aṭ-Ṭabarī († 923), doch gewiss fern von jedem Verdacht der eurozentrischen Perspektive, kann uns über das multikulturelle soziale Miteinander im echten alten Islam berichten. Der Abbasidenkalif Ǧa&#703;far al-Mutawakkil († 861) hat für seine differenziert privilegierten (differenziert diskriminierten) Staatsbürger folgende Sozialpädagogik und Integrationspolitik ersonnen: </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die aus islamischer Sicht ekelhaft besudelten Nichtmuslime mussten Umhänge (ṭaylasān) in der Farbe Honiggelb tragen und hatten ihr angestammtes Erkennungszeichen als Unterworfene, den Gürtel (zunnār) weiterhin sichtbar, das heißt über der Kleidung zu tragen. Kalif al-Mutawakkil ließ die Gräber der „unreinen“ Christen dem Erdboden gleichmachen, damit man sie besser von den Gräbern der „wahrhaft Gläubigen“ (Muslime) unterscheiden kann. Echt islamisch war der Neubau von Kirchen ab sofort verboten. Der abbasidische Kalif gab den Befehl, an die Türen der Christenhäuser sehr kulturpädagogisch schwarze Teufelsköpfe zu malen, und da sage noch einer, der Islam hätte ein Bilderverbot. Christliche Kultfeiern hatten in aller Unauffälligkeit abzulaufen. Das wird berufenen oder selbsternannten Moralhütern den Freibrief zum Spitzeln und Denunzieren gegeben haben. Ihre religiösen Symbole wie zum Beispiel Kreuze durften die Christen nicht länger öffentlich zeigen. Vom Staatsdienst waren die Nichtmuslime in aller Fürsorglichkeit ausgenommen, damit allerdings kulturalisiert und exotisiert, sollte ich mich jetzt bei Dozentin Attia beschweren? Ein Muslim durfte dem Kind eines Dhimmis keinen Unterricht erteilen, die Kinder der Dhimmis durften keine muslimischen Schulen besuchen. Heute ist das anders, Attia unterrichtet uns alle. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Soweit zur energieaufwändig beschworenen „islamischen Toleranz“, in Wirklichkeit erkennen wir den orthodoxen Islam als Apartheidsstaat. Nun zu Iman Attias Text. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 36pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die Betonung einer ’deutschen Leitkultur’ ist nicht – wie häufig erklärt wird – bestrebt, Konflikte zwischen Einheimischen und Eingewanderten zu vermeiden. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Alle Gewalt geht vom Volke aus. Es geht um die Durchsetzung der Rechtsordnung. Warum soll es da nicht schon mal zu Konflikten kommen, etwa mit einheimischen oder zugewanderten Verfassungsfeinden? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 36pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> [Die Betonung einer ’deutschen Leitkultur’ … ] Vielmehr zielt sie darauf, die eigene Lebensweise als richtig … zu sehen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Na klar, die parlamentarische Demokratie ist richtig, der Gottesstaat ist falsch. Oberster Souverän ist das Volk, nicht die Gottheit. Das halten wir für richtig und unverhandelbar. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 36pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Das heißt, bestimmte kulturelle Merkmale werden als ihrem Wesen nach zum ’Orient’ bzw. Islam gehörig definiert, … Frauenverachtung, Stagnation, Gewalttätigkeit, Missachtung individueller Bedürfnisse … </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Im Scharia-Islam gibt es Frauenverachtung, Stagnation, Gewalttätigkeit, Missachtung individueller Bedürfnisse. Sehr geehrte Frau Attiar, das möchten sie doch wohl nicht in Abrede stellen? Verteidigen Sie etwa die Scharia? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 36pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Kritik am islamischen Kopftuch </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Und? Sphinx Attia schweigt. Die geheimnisvolle Dozentin verrät uns keine Silbe darüber, ob sie selbst den patriarchalischen ḥiǧāb als Besitzmarkierung, als Warnung vor dem inkarnierten dämonischen Sexuellen auf Ausgang sowie als Aufruf zum Verachten aller Unverschleierten als frauenfreundlich oder als frauenfeindlich bewertet. Dann werden wir wohl unsere Meinung zum Kopftuch sagen müssen: Gemeinsam mit der einschüchternden Erziehung zur Angst vor der Hölle gehören auch (die ohne Höllenpädagogik überflüssigen Leibesbedeckungen) ḥiǧāb und niqāb auf den Müllhaufen der Weltgeschichte. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 36pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die ’westliche’ Moderne </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Moderne ist nicht westlich oder südlich oder nördlich. Aufklärungshumanismus, Menschenrechte und Wissenschaftlichkeit sind universell oder sind überhaupt nicht. Also muss es heißen: Die kulturelle Moderne, ohne Anführungszeichen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wieder schweigt Attia, hier zu der Frage, ob sie selbst die kulturelle Moderne kennt, gutheißt beziehungsweise einfordert. Ich sollte sie einmal fragen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 36pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Kopftücher … hatten zu verschiedenen Zeiten und in unterschiedlichen Kontexten jeweils unterschiedliche Bedeutungen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Sicherlich, je anders desto verschieden. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Frau Attia, welche „Bedeutung“ hat denn das Kopftuch im Islam? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 36pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> [Kopftücher … ] Auch zur Markierung religiöser oder kultureller Zugehörigkeit konnten sie sehr unterschiedlich eingesetzt werden. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Der Rocker hat in der Tat ein anderes Kopftuch als die russische Marktfrau, das mag ja so sein. Wir reden hier aber (auf Ihren sechs Zeitschriftenseiten) über den Islam und die angeblich ins Kraut schießende Islamfeindlichkeit der angeblichen deutschen Kulturrassisten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Also auf zum Betrachten des islamischen Kopftuchs, wollen wir doch einmal überprüfen, ob sich der ranghöchste Scheich des Europäischen Fatwa-Rates ECFR Yūsuf al-Qaraḍāwī (Katar) im Verhältnis zu Scheich Nizam al-Yaqubi (Bahrain) und beide wiederum zur Geistlichkeit in Saudi-Arabien, zum Gaza-Streifen, zur Provinz Banda Aceh (Indonesien) oder zum Koordinierungsrat der Muslime (KRM, Deutschland) „sehr unterschiedlich“ (Attia) zum Thema Kopftuch darstellen oder gar nicht so „sehr unterschiedlich“. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Yūsuf al-Qaraḍāwī hält auf seiner Seite islamonline.net den ḥiǧāb für jede muslimische Frau für verpflichtend: „Die Frau muss ihren Leib mit dem ḥiǧāb bis auf Hände, Gesicht und Füße vollständig bedecken, in einigen Rechtsschulen auch die Füße. … Muslimische Frauen haben ihren Ehemännern zu gehorchen und den ḥiǧāb zu tragen. … Die Muslima muss den ḥiǧāb tragen, Gott der Allmächtige hat ihr dieses Handeln so angeordnet. Wenn ihr Ehemann sie auffordert, dieses zu tun, ist das [lediglich wie] eine Art von Bestätigung dieser [von Gott gegebenen] Verpflichtung (1).“ </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Das ist doch einmal eine klare Botschaft. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wenn Šaiḫ Niẓām al-Ya&#703;qūbī derselbe fromme Mann ist, den die Seite islamicfinancenews.wordpress neben Mufti Muhammad Taqi Usmani als einen bedeutenden Experten für Islamic Finance (Scharia-Banking) nennt, lehrt er seit 1976 tafsīr (Koranexegese), ḥadīṯ (sunna-Überlieferung, das alleinig heilsgarantierende und deswegen genauestens zu kopierende Handeln des Propheten) und fiqh (Sakraljurisprudenz islamkonformer Rechtssprechung, Schariapolitik) in Bahrain (2). Der Herr müsste doch ein wenig Ahnung vom Islam haben, sehr geehrte Frau Dr. Attia? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Šaiḫ Niẓām al-Ya&#703;qūbī spricht zu uns: „Ganz wichtig ist, dass das Tragen der islamischen Verschleierung des ḥiǧāb eine [von Allāh der Frau] auferlegte Pflicht ist, jede Muslima muss den Schleier tragen (3).“ </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> In Saudi-Arabien ist das Kopftuch de facto in der islamisch-theokratischen Grundordnung staatlich vorgeschrieben, Artikel 1, 23 und 45. Art. 1 lautet: Verfassung ist der Koran und die Sunna …, Art. 23 sagt: Der Staat soll den islamischen Glauben schützen, die Scharia anwenden, das Gute ermutigen und das Übel entmutigen und soll seiner Pflicht zur da&#703;wa (islamischen Mission) gerecht werden. Art. 45 meint: Koran und Sunna sollen die Quellen der Fatwas sein … </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Im November 2006 wurde im Gaza-Streifen eine unverschleierte Frau mit Säure angegriffen (4). Palästinensischen Studentinnen in Gaza ist befohlen worden, den öffentlichen Raum nicht länger mit attraktiver Kleidung zu betreten und Kopftuch zu tragen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die indonesische Provinz Aceh hat die Scharia nahezu vollumfänglich eingeführt. Das Scharia-Ergänzungsgesetz Qanun Nr. 11/2002 verlangt, dass die Frau ihre islamische „aura“ bedeckt, sprich Dschilbab (ǧilbāb, Ganzkörperschleier) trägt (5). Eine Scharia-Polizei organisiert das Aufspüren von Unverschleierten oder anderweitig unkeusch Gekleideten, den ertappten Mädchen droht die öffentliche Auspeitschung, denn der Ganzkörperschleier (ǧilbāb; ḥiǧāb) ist Gesetz. Wie bei der derzeitigen Talibanisierung Pakistans (Stichwort Swat-Tal) herrscht in Aceh, im Gaza Streifen und seit drei Jahrzehnten im Gottesstaat Iran der totale Islam. Für Frau Iman Attia ist das auch 2009 immer noch kein Problem, vielmehr ein Anlass, Europa des antimuslimischen Rassismus anzuklagen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Deutschland. Die als extremistisch eingestufte Bewegung Milli Görüş vergibt Stipendien an Studentinnen aus der Türkei, damit diese in Deutschland mit Kopftuch studieren können (6). An den staatlichen Schulen in der Türkei ist das Kopftuch für Schülerinnen und Studentinnen seit Jahrzehnten verboten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Der Scheich aus Katar, der Scheich aus Bahrain, der Alltag in Saudi-Arabien, die Kopftuchpolitik im Gaza-Streifen, die Scharia im indonesischen Aceh und die an Necmettin Erbakan orientierte deutsche Milli Görüş, alle deuten das Kopftuch ganz und gar nicht „sehr unterschiedlich“. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 36pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Auch der in Europa beliebte Bauchtanz ist eine europäische Erfindung, die in den ’Orient’ projiziert und exportiert wurde. </p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Zum Ersten: Aber bitte, warum soll der Nahe Osten von Europa denn nichts lernen, notfalls auch mal ein wenig Kitsch, Sport oder Unterhaltung? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Zweitens: Ist auch das nicht nett, wenn etwas Eigenes, Arabisches, in einem anderen Teil der Erde weiter entwickelt, verändert, neu gestaltet wird, und das verwandelte Kulturgut in den arabischen Kulturraum zurück gelangt? Warum dieses merkwürdige Streben nach „authentischer Reinheit“? Dschazira (al-ǧazīra) bedeutet die Insel, auch ein Fernsehsender heißt so. Ǧazīra, „Insel“ bezeichnet auch die Arabische Halbinsel. Jetzt sei mir ein Sprachspiel erlaubt, mit dem Ziel, die Jahrhunderte alte arabische (zumal die islamische) Entwicklungsverweigerung als die Mentalität eines ängstlichen Höhlenmenschen oder okkulten Inselbewohners zu deuten. Der orthodoxe Muslim (Tunesier, Marokkaner, Türke) ist leider meistens ein mentaler Inselbewohner! Sinngemäß gilt solches sicherlich für jeden seelischen Fundamentalisten, ob Nationalsozialist, Scientologe oder Zeuge Jehovas: Man lässt nichts Fremdes auf seine „Insel“, man „kennt“ seine Feinde (Scharia ist Feindbildbedürftigkeit), man hat das Lernen eingestellt und muss nur noch Sorge tragen, dass die Kinder dem Sexualkundeunterricht, der Evolutionslehre und der Jugendfreizeit mit Nichtmuslimen fern bleiben sowie den durch die Familie ausgewählten Ehepartner akzeptieren. Im Nahen Osten herrschen seelische und konkrete Brutalität vor, Despotie und Totalitarismus, was die dortige gegenwärtige Unfähigkeit zum Einstieg in die kulturelle Moderne erklärt. Im parallelgesellschaftlichen Europa wird ganz entsprechend dem Medina-Konzept jeder einzelne an der Scharia ausgerichtete Straßenzug „Insel“ (Mikro-Kalifat) werden. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Zum Dritten ist der Bauchtanz genuin orientalisch, sein arabischer Name ist raqs sharqi (raqṣ šarqī, wörtlich bedeutet das: Tanz des Ostens), in einigen seiner zugegebenermaßen oberflächlich neuzeitlich beeinflussten Varianten wird der in seinen Wurzeln sehr alte Tanz raqṣ baladī (Ländlicher Tanz) benannt, als dessen Vorläufer der sehr alte raqṣ sha&#703;abi gilt (7). Für ethnologisch und tänzerisch ungebildete Europäerinnen und Europäer wie die Berlinerin Iman Attia bieten die Seiten Khaled Seif (8) und Casbah Dance Experience (9) Information, lesenswert sind die Bemerkungen der Tanzlehrer zum hohen Alter der tradierten Tänze (vgl. Raks al Shemadan, Kerzenleuchtertanz) sowie zum Thema (islamische) Isolation der Frauen und Variantenreichtum der Tanzsstile beispielsweise innerhalb des Raks al-Nasha&#8217;al / Saudi Women&#8217;s Dance. Bei dem letztgenannten Tanz dürfen die Frauen ihr geöffnetes Haar, damit herzhaft gegen den Tugendterror der Scharia verstoßend, sinnlich offen und selbstbewusst weiblich schwingen lassen (9). Khaled Seif („nichts für kurze Haare“, wir ergänzen: Nichts für keusche Kopftücher) spricht hier von Khaleegy/Saudi-Arabischer Tanz (8). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Fundamentalismuskritiker mögen sich angesichts tanzender Araberinnen an die (beim Erhalt der inhaltlich sehr voreiligen Nachricht vom Tode eines gewissen frauenfeindlichen Feldherrn) vor Freude tanzenden Frauen von Ḥaḍramawt (Hadramaut) erinnern (10). In jedem Falle sollte das ewig junge frauliche Tanzen des alten Orients, ob jüdisch, iranisch, christlich, jesidisch, altarabisch, muslimisch oder ex-muslimisch, nicht in Vergessenheit geraten, nur weil eine in Berlin lehrende Erziehungswissenschaftlerin den Bauchtanz dem europäischen Kolonialismus und Kulturrassismus zuzuordnen beliebt, womit Attia indirekt der radikalislamischen Sexualpolitik einen Freifahrtsschein ausstellt. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 36pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Da das ’fremde Andere’ jedoch eine Konstruktion ist, kann daran zwar einiges gelernt werden, jedoch nicht über ’den Anderen’, sondern über sich selbst. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Ewig werden wir blind bleiben für den wahren Orient, so Attia sinngemäß. Der „radikale Konstruktivismus“ treibt seit Längerem in der Sozialwissenschaft und Sozialen Arbeit seine betörenden Blüten „differenzierten“ (die Diskriminierung der Scharia tolerierenden) Weltbetrachtens. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Europäer, so lässt sich aus Attias Thesen folgern, können den Orient beziehungsweise den Islam nicht verstehen und möchten doch bitte künftig auf ein weiteres Bewerten des Islamischen Rechts verzichten. Oder zum Islam konvertieren, sich dabei jedoch den irgendwie kulturrassistischen muslimischen Säkularen wie Bassam Tibi oder Necla Kelek fernhalten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wir haben, so die multikulturelle Attia-Sozialpädagogik, die Implementierung der Scharia ins indonesische Gesetz als „kulturelle Besonderheit“ zu akzeptieren. Mit der „antirassistischen“ und „kultursensiblen“ Pädagogin Attia solidarisch mitgedacht ist es dann völlig in Ordnung, wenn Frauen in Banda Aceh wegen Verstoßes gegen den „dress code“ verhaftet, verurteilt und öffentlich ein bisschen ausgepeitscht werden (11). Hoch die internationale Frauensolidarität, solange diese nur schariakonform ist. Der erkennbar verzweifelte Hasni Baril Siregar von der Universiy of Northern Sumatera hat ja vielleicht die berechtigte Angst, von seinen Mitmuslimen totgeschlagen zu werden, zappelt gewissermaßen an Allahs Fliegenfänger und kritisiert den Islam natürlich nicht („kein Zwang im Glauben“), sondern beschwert sich ein wenig über die Weise der Anwendung der Scharia (12). Der in einer werdenden Religionsdiktatur lebende und schreibende Siregar riskiert womöglich viel. Zeitgleich schreibt eine deutsche Professorin sechs Seiten in der politisch korrekten (islamfreundlichen) Zeitschrift »nah &#38; fern« über nichts anderes als den Islam nebst Islamophobie, ohne sich für die Pressefreiheit in Banda Aceh oder Teheran einzusetzen. Die in Pakistan oder Somalia lebenden Frauen, namentlich die Schariagegnerinnen unter ihnen, sind Dr. Attia unwichtig. Warum denn auch, Attia lebt in Berlin. Intelligenz ist, wenn man sich anpasst. Islamkritik in Dschidda oder Kairo ist eben unfunktional, pass dich doch an, doofer Dhimmi. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Was die Staaten kultureller Moderne (universelle Menschenrechte namentlich Gleichberechtigung von Mann und Frau, Pressefreiheit, Parlamentarismus, Religionskritik) weder importieren müssen noch parallelgesellschaftlich dulden sollten ist die Scharia. Der Schweizer Anthropologe Professor Christian Giordano sieht das freilich anders und will den Rechtspluralismus, die Einführung von ethnoreligiös segregierten Rechtssprechungen im Familienrecht und den Aufbau von Scharia-Gerichten (13). Sami Aldeeb will keine Rechtsspaltung und tritt dem postmodernen Schariafreund Giordano mit plausiblen Argumenten entgegen (14). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wie wirkt das Phänomen Attia? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Attias der SPD, den GRÜNEN und dem schariafreundlichen evangelischen Kirchentagsmilieu nahestehendes Publikum vermag masochistisch Lustgewinn aus derartigen Vorschlägen „europäischer“ oder „deutscher“ Selbstanklage zu beziehen. Das ist weniger plausiblen Argumenten geschuldet, solche oder gar Anzeichen irgendeiner Islamkenntnis finden sich bei Attia keine, sondern magische Handlung. Analog zum göttlichen Aufruf „Mache dich auf und werde Licht!“ (Jes. 2,5; 60,1) senkt sich Reinigung in den universitären Hörsaal. Attias Zuhörerschaft heiligt sich unter Absolvierung eines Bußsakramentes und darf sich vor Ergriffenheit schluchzend zu den Gerechten dieses irdischen Jammertals zählen: Die „Anderen“ unter den Deutschen sind also Rassisten oder Kulturrassisten, man selbst gehört zu den guten Menschen (Gutmenschen) und klopft im Geiste den Kannibalen oder Ayatollahs „aller Länder“ partnerschaftlich auf die Schulter. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Schändliche Sünden wie Korankritik oder Schariagegnerschaft sind zum Erklimmen dieser Stufe der seelischen Befreiung allerdings vernehmbar zu bekennen. Die rührige Attia hat die heilsbringenden Schablonen gleich vorgeformt: Wir nichtmuslimischen oder säkular-muslimischen Europäer haben trotz Ausbildung und Weiterbildung schlicht kein Wissen über die Welt namentlich ihre islamisch geprägten Gefilde, und bei aller noch so intensiv betriebenen Lektüre des al-Buḫārī († 870) al-Ġazālī, († 1111) oder des Zeitgenossen al-Qaraḍāwī verstehen schlicht nichts vom Islam! Also wollen wir wollen nie wieder den Orient und Islam betrachten, weil jedes Betrachten von Europa aus ein Verzerren und damit kulturrassistischer Missbrauch des von Allāh gebastelten Universums ist. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Erfolgsorientierten Karrieristen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte ist es allerdings durchaus erlaubt, unbequeme, politisch inkorrekte Wahrheiten zu verschweigen und Appeasement zu betreiben, ja sogar zu lügen (15). Kulturrelativisten und Gutmenschen sollen nie wieder den Orient und Islam mit aufgeklärtem Blick betrachten dürfen, weil jedes Betrachten von Europa aus ein Verzerren und damit kulturrassistischer Missbrauch des von Allāh gebastelten Universums ist. So lauschen vor allem autochthone  Multikultianhänger devot und vom restaurierten Vorwurf des Rassismus zerknirscht weiterhin den &#8217;sweet little lies&#8217; der ergebnisorientierten Rechtleiterin Iman Attia, um in masochistischem Selbsthass und islamophilem Selbstekel jedem autonomen Denken, Empfinden und Reden zu entsagen, sobald der Islam und die Muslime thematisiert werden. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> O Iman, nie wieder ein Wort der Islamkritik, das geloben wir Ihnen! In Gedanken, Worten und Werken über Muslime nur noch Gutes! O Retterin Iman, erteilen Sie uns sündigen Europäern die Absolution! </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Und Frau Dr. Attia wendet sich mir milde zu und reinigt mich von meiner Schuld der Schariakritik und erlöst mich von der Last meiner kolonialzeitlichen Schandtaten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Eine Erziehungswissenschaftlerin reinigt Deutschlands Herzen und Seelen. Frau Attia als Putzmittel. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 90pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Jacques Auvergne </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Quellen </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (1) Scheich Yusuf al-Qaradawi: Allah fordert den Hidschab </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.islamonline.net/servlet/Satellite?pagename=IslamOnline-English-Ask_Scholar/FatwaE/FatwaE&#38;cid=1119503547698">http://www.islamonline.net/servlet/Satellite?pagename=IslamOnline-English-Ask_Scholar/FatwaE/FatwaE&#38;cid=1119503547698 </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (2) Sheikh Nizam Yaquby has contributed important original research on many aspects of modern Islamic finance, and is considered one of the world’s leading experts in the field. Since 1976, he has taught tafsir, hadith and fiqh in Bahrain </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://islamicfinancenews.wordpress.com/shariah-specialists-in-islamic-finance/">http://islamicfinancenews.wordpress.com/shariah-specialists-in-islamic-finance/ </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (3) Sheikh Nizam Ya`qubi. Will den Hidschab. Na so was!  </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.islamonline.net/servlet/Satellite?pagename=IslamOnline-English-Ask_Scholar/FatwaE/FatwaE&#38;cid=1119503543730">http://www.islamonline.net/servlet/Satellite?pagename=IslamOnline-English-Ask_Scholar/FatwaE/FatwaE&#38;cid=1119503543730 </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (4) Gaza: „Militante Islamisten haben im Gazastreifen eine Frau, die kein Kopftuch trug, mit Säure attackiert. Studentinnen seien außerdem aufgefordert worden, Kopftücher zu tragen und keine attraktiv machende Kleidung mehr zu tragen“ </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.focus.de/politik/ausland/nahost/gazastreifen_aid_120239.html">http://www.focus.de/politik/ausland/nahost/gazastreifen_aid_120239.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (5) Indonesiens Scharia-Polizei. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> “Some of them bent in shame and others, including one without jilbab, expressed their indifference to an angered Raja, who pointed at the youths and criticized their tight jeans and shirts. Although they wore scarves and covered their aurat or certain body parts, they were still considered in breach of Qanun (bylaw) No. 11/2002 on Muslim women&#8217;s dress code“</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.markedmanner.com/2007/11/indonesia-sharia-police-wear-hijab-or.html">http://www.markedmanner.com/2007/11/indonesia-sharia-police-wear-hijab-or.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (6) Milli Görüs baut Netz an deutschen Unis aus. Der politische Islam in der Türkei und sein Lockmittel Kopftuchstipendium </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.zeit.de/news/artikel/2006/12/29/86277.xml">http://www.zeit.de/news/artikel/2006/12/29/86277.xml </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (7) Raqs sharqi, raqs baladi </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.raqssharqi-hamburg.de/raqss.htm">http://www.raqssharqi-hamburg.de/raqss.htm </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (8) Orientalischer Tanz, Khaled Seif </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.khaledseif.ch/de/OrTanzFolk.php">http://www.khaledseif.ch/de/OrTanzFolk.php </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (9) Orientalischer Tanz. Casbah Dance Experience </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.casbahdance.com/REPERTOIRE1.htm">http://www.casbahdance.com/REPERTOIRE1.htm </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (10) Hadramut / Hadramaut. »Mohammeds Rache. Eine Polemik zur Erinnerung an die Frauen von Hadramut«, Arzu Toker </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.freitag.de/2002/03/02031802.php">http://www.freitag.de/2002/03/02031802.php </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (11) Islamischer Faschismus, Islamofaschismus: Die Scharia in Banda Aceh </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> “Muslim women&#8217;s breach of the dress code bylaw has been dominant since Islamic syariah was applied in Banda Aceh. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> As reported by the head of the Sharia and Family Welfare Office in Banda Aceh, M Natsir Ilyasselama, during the period of January to September this year, 982 such cases were listed, followed by 313 cases of khalwat (obscenity), 133 cases of Friday solat non-performance and nine cases of maisir (alcoholism). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> With the application of Islamic bylaws now being increasingly inspired by magdhoh as well as ghoiru magdhoh duties (indirect communication with God), there is a fear the practice of religious duties to become closer to God, may just be degraded.” </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.bt.com.bn/en/analysis/2007/12/02/the_jilbab_to_wear_by_choice_or_by_law">http://www.bt.com.bn/en/analysis/2007/12/02/the_jilbab_to_wear_by_choice_or_by_law </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (12) Seit 2001 gibt es Rechtspluralismus in Indonesien </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Islamic Law in a National Legal System: A Study on the Implementation of Shari&#8217;ah in Aceh, Indonesia. Hasnil Basri Siregar, University of North Sumatera. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> The implementation of shari’ah (Islamic law) in the province of Aceh in Indonesia was the consequence of a national policy of legal pluralism, effected in 2001 when the national government decided to give a special status and wide autonomy to this region. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.bepress.com/asjcl/vol3/iss1/art4/">http://www.bepress.com/asjcl/vol3/iss1/art4/ </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (13) Schweiz: Professor Christian Giordano fordert Rechtspluralismus </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> „Christian Giordano ist Professor für Sozialanthropologie an der Uni Freiburg und Verfechter eines «Rechtspluralismus». In der Zeitschrift «Tangram» plädiert er für eine teilweise Einführung der Scharia in der Schweiz. Insbesondere im Bereich des Zivil- und Familienrechts sowie in Finanzbelangen soll «kulturellen Eigenheiten Rechnung» getragen werden. Und mithin islamisches Recht gelten – sofern dieses der Verfassung nicht widerspreche. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Gegenüber der «NZZ am Sonntag» hat der 63-Jährige seine Vorstellungen nun präzisiert und erweitert. So sollen Scharia-Gerichte auch bei Körperverletzung zur Anwendung kommen, findet Giordano. Hingegen sei er unschlüssig, ob man das islamische Recht für die Vielehe ebenfalls in Anspruch nehmen könnte.“ </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Freiburger-Professor-will-Scharia-einfuehren/story/15342529">http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Freiburger-Professor-will-Scharia-einfuehren/story/15342529 </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> „Unterstützung bei seinen Plänen erhält Giordano vom Präsidenten der Koordination Islamischer Organisationen Schweiz, Farhad Afshar. Der aus Iran stammende Soziologe sagt, im islamischen Raum sei es seit Jahrhunderten gebräuchlich, dass Muslime, Christen und Juden unterschiedlichem Recht unterstünden. «Die staatliche Ordnung bricht also nicht zusammen, wenn unterschiedliche Rechtssysteme parallel bestehen», sagt Afshar. Auf lange Frist werde die Schweiz an Sonderrechten und -gerichten für gewisse Bevölkerungsgruppen ohnehin nicht vorbeikommen, ist Afshar überzeugt. Er ist deshalb für die baldige Übernahme des Scharia-Rechts «mit gewissen Anpassungen an die Schweiz».“ </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Freiburger-Professor-will-Scharia-einfuehren/story/15342529">http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Freiburger-Professor-will-Scharia-einfuehren/story/15342529 </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> “Je nach Herkunft, Ethnie oder Religion soll künftig anderes Recht gelten und von anderen Gerichten beurteilt werden“ </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/scharia-gerichte_fuer_die_schweiz_1.1606772.html">http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/scharia-gerichte_fuer_die_schweiz_1.1606772.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (14) Professor Christian Giordano will die Scharia, Sami Aldeeb, Rechts- und Islam-Experte hält den Vorschlag für realitätsfremd und nicht praktikabel: </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Man integriert sich nicht, indem man ein Recht einfordert, das teilweise gegen UN-Menschenrechtsnormen und die Schweizer Verfassung verstösst. Wir haben vor 1874 Erfahrung mit dem Pluralismus gemacht und unsere Lektion gelernt. Leider vergisst man das zu oft. Ein Rechtspluralismus würde die Gesellschaft vielmehr „desintegrieren“. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://bazonline.ch/schweiz/standard/Niemand-zwingt-einen-Moslem-Roeschti-zu-essen/story/30264419">http://bazonline.ch/schweiz/standard/Niemand-zwingt-einen-Moslem-Roeschti-zu-essen/story/30264419 </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (15) Ägypterin Attia findet, dass ein paar Lügen täglich besonders sozialverträglich sind und preist die orientalische Kultur des kitman und der taqiyya, der Mehrfachmoral und der “sozialen“ Verlogenheit. SWR: Die Lüge im Alltag </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://209.85.135.132/search?q=cache:QMeMJ8MzrfwJ:www.swr.de/-/id%3D1644340/property%3Ddownload/20vi8p/index.rtf+die-l%C3%BCge-im-alltag+attia&#38;cd=1&#38;hl=de&#38;ct=clnk&#38;gl=de"> http://209.85.135.132/search?q=cache:QMeMJ8MzrfwJ:www.swr.de/-/id%3D1644340/property%3Ddownload/20vi8p/index.rtf+die-l%C3%BCge-im-alltag+attia&#38;cd=1&#38;hl=de&#38;ct=clnk&#38;gl=de </a> </span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Das Buch der Weisungen für Frauen]]></title>
<link>http://schariagegner.wordpress.com/2009/08/02/das-buch-der-weisungen-fuer-frauen/</link>
<pubDate>Sun, 02 Aug 2009 21:23:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>schariagegner</dc:creator>
<guid>http://schariagegner.wordpress.com/2009/08/02/das-buch-der-weisungen-fuer-frauen/</guid>
<description><![CDATA[أبو الفرج ابن الجوزي Abu l-Faradsch Ibn al-Dschauzi Abū l-Faraǧ Ibn al-Ǧauzī Ebu&#8217;l-Ferec İbnü]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="line-height:125%;margin:0 0 18pt;">
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 12pt;" align="right"><span style="font-size:25pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> أبو الفرج ابن الجوزي</span></p>
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 3px;" align="right"><span style="font-size:9.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Abu l-Faradsch Ibn al-Dschauzi </span></p>
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 3px;" align="right"><span style="font-size:9.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Abū l-Faraǧ Ibn al-Ǧauzī </span></p>
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 3px;" align="right"><span style="font-size:9.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Ebu&#8217;l-Ferec İbnü&#8217;l Cevzî </span></p>
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 120px;" align="right"><span style="font-size:9.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Abu&#8217;l-Faraj ibn al-Jawzi </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;" align="justify"><span style="font-size:14.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Das weibliche Recht auf Gehorsam </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 3pt;" align="justify"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Anmerkungen zum »Kitāb aḥkam an-nisā&#702;« </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 45pt;" align="justify"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">von Jacques Auvergne </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Abū l-Faraǧ Ibn al-Ǧauzī (Abu al-Faradsch Ibn al-Dschauzi, † 1200) war bedeutender hanbalitischer Rechtsgelehrter (fiqh, Sakraljurisprudenz als die praktizierte Theologie des Islam), Koranexeget (tafsīr) und Interpret der Überlieferung (ḥadīṯ). In der Türkei wird al-Ǧauzī als Ebu&#8217;l-Ferec İbnü&#8217;l Cevzî verehrt und verbreitet, in Indonesien in englischer Schreibweise als Abu&#8217;l-Faraj ibn al-Jawzi. Man verwechsele ihn nicht mit seinem Enkel, dem islamischen Juristen Sibṭ Ibn al-Ǧauzī († 1256). Hier bedeutet Sibṭ Sohn der Tochter (des Ǧauzī), ein aus vormodern-patriarchalischer (damit auch zum islām gehörender) Sicht fraglos höherrangiger Sohn des Sohnes wäre ein ḥafīd. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die hanbalitische Jurisprudenz ist auf der Arabischen Halbinsel vorherrschend, namentlich in Saudi-Arabien, wobei die ḥanbaliya im saudi-arabischen Westen genannt al-Ḥiǧāz (deutsch auch geschrieben: Hedschas, heute über sechs Mio. Einwohner), der immerhin Mekka und Medina umfasst, erst um 1925 zwangsweise eingeführt wurde. 1932 geriet der Hedschas mit dem arabischen Hochland des Nadschd (naǧd, 4 Mio. Einwohner) in die Klauen oder auch Obhut der wahhabitischen Dynastie der Saudis und wurde Teil von Saudi-Arabien. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Zwar gehören weltweit nur fünf Prozent der sunnitischen Muslime dieser begründet als besonders streng geltenden Rechtsschule (maḏhab) an, doch über die Verbreitung im arabischen Kernraum und das Wächteramt an den höchsten islamischen Pilgerstätten Mekka und Medina mit ihrer für jeden Muslimen bedeutsamen Rolle der zu den Fünf Säulen gehörenden Pilgerfahrt (ḥaǧǧ) kommt der so genannten „islamisch konservativen“ (reaktionären, mittelalterlichen) maḏhab der Hanbaliten neben der Kairoer Azhar, der Muslimbruderschaft (Ḥasan al-Bannā), der türkischen Milli-Görüş-Bewegung (Necmettin Erbakan) und der ursprünglich pakistanischen Partei Jamā&#703;at-e Islāmī (Sayyid Abū-l A&#703;lā Maudūdī) sowie dem Europäischen Fatwa-Rat (Yūsuf al-Qaraḍāwī‎) sicherlich und bis heute die Rolle eines islamischen Referenzmodells zu. Das betrifft zentral die Frauen- und Kopftuchpolitik, wobei politischer (orthodoxer) Islam seit dem siebten Jahrhundert „die Frauenfrage“ stellt, nur geht es dem frauenpolitisch aktiven Kult (Scharia, fiqh) eben darum, die sittliche und rechtliche Ungleichheit von Mann und Frau zu verwirklichen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Das Kopftuch ist das Zeichen der islamrechtlichen (fiqh, Scharia) Geringerstellung der Frau. Saudi-Arabien kultiviert konsequenterweise beides, die schariatische Ungleichberechtigung der Frau (Sexualität, Ehe, Kinder, Gerichtsaussage, Erbe, Kleidung) und die staatliche Schleierpflicht. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die Städte Mekka und Medina und ihre nähere Umgebung darf von den aus schariatischer Sicht heilsfernen Unreinen (Nichtmuslimen) nicht betreten werden. Die hanbalitische, mehrheitlich der Doktrin der wahhābīya anhängende Bevölkerung Saudi-Arabiens lebt mehr oder weniger freiwillig die vollumfänglich verwirklichte Scharia und lässt zwischen dem 01.01.2007 und dem 07.08.2007, in einem guten Halbjahr also, 122 (einhundertzweiundzwanzig) Menschen mit Allahs in der Landesflagge dargestelltem Krummsäbel enthaupten. Wird Scharia erst zum Strafrecht, trennen sich Häupter vom Leib. Das Grenzvergehen zeitigt eine Art von frommer Notwehr gegen den satanischen Angreifer auf die edle Gesellschaftsordnung. Allahgott köpft. Wir werden im Folgenden bei al-Ǧauzī zur Kenntnis nehmen, dass Allāh auch die weibliche Genitalverstümmelung will. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Als indischer und pakistanischer (Kaschmir, dort vor allem in der auch Klein-Tibet genannten Gebirgsregion Baltistan) Ableger der Bewegung der Wahhabiten darf die nach 1832 unter Einfluss des jemenitischen Gelehrten al-Schaukani (aš-Šaukānī; engl.: Muhammad ash-Shawkani) entstandene und an ibn Taymiyya (bin Taimīya, † 1263) sowie am extrem puritanischen, die vier sunnitischen Rechtsschulen als „Neuerung“ (bid&#8217;a) ablehnenden Schah Dilawi (Šāh Walīyullāh ad-Dihlawī, † 1762) orientierte Glaubensbewegung Ahl-i Hadīth gelten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Der erste Stifter des Wahhabitismus, Muhammad ibn &#703;Abd al-Wahhab († 1792) wurde ebenfalls vom mittelalterlichen bin Taimīya beeinflusst, den man als Hanbaliten einschätzen darf. Heute darf ibn Taimiyya, auf den sich Terrorist und Poet Sayyed Quṭb (1906-1966) ebenso berufen mochte wie die syrische Muslimbruderschaft, als der vor acht Jahrhunderten wirkende Vordenker des islamischen Puritanismus, Salafismus und des teilweise gewaltbereiten Islamismus gelten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Soviel vorab zu der Rechtsschule der Hanbaliten (al-ḥanbaliya) und den diese Rechtsschule umgebenden, durchweg radikalislamischen Dynastien, Parteien, Bewegungen, Netzwerken und Großfamilien, die, soweit wir Islamisierung als Gefahr für die kulturelle Moderne namentlich für die freiheitlich demokratischen, sehr deutlich säkularen Staaten Europas betrachten, unser Augenmerk verdient. Ein gelegentlich vielleicht allzu voreilig als Rechtsgelehrter, Mystiker oder Moralist verbuchter hanbalitischer Denker trägt den Namen al-Ǧauzī. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Abū l-Faraǧ Ibn al-Ǧauzī (1116-1200) ist Verfasser eines Werkes sunnitischer Sexualpolitik (šarī&#703;a, islām) namens »Kitāb aḥkam an-nisā&#702;«, das inzwischen dank der Arbeit der Hannelies Koloska (Übersetzerin, Herausgeberin) als »Ibn al-Djauzī: Das Buch der Weisungen für Frauen« auch in Deutscher Sprache erscheinen konnte (Verlag der Weltreligionen im Insel Verlag, Frankfurt am Main und Leipzig 2009). </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Kapitel 6 Von der Beschneidung der Frau. Die Beschneidung ist Pflicht bei Mann und Frau. Über die Sitte der Beschneidung überliefert Abū Dāwūd in seinem Sunan einen Hadith von Umm &#703;Aṭiya al-Anṣārīya In Medina gab es eine Frau, die beschnitt. Der Prophet, Gott segne ihn und schenke ihm Heil, sprach zu ihr: »Beschneide nicht viel! Das ist zum Vorteil der Frau und ist für den Mann anziehend.« Überliefert von Anas: »Der Prophet … sprach zu Umm &#703;Aṭiya: Wenn du beschneidest, beschneide nur wenig, so wie du auch nur wenig Parfüm aufträgst! Es macht sie angesehener und ist genussvoller für den Ehemann.« </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Abū &#703;Uthmān al-Baṣrī sagte, dass der Grund, warum die Frauen ursprünglich beschnitten wurden, nicht darin lag, die Schönheit zu vergrößern, ohne das Begehren zu schwächen, sondern allein der war, ihre Sittsamkeit zu erhöhen. Der Gesandte Gottes … meinte mit seiner Rede: »Beschneide nicht viel!«, dass man vom Geschlecht der Frau nur so viel abschneide, dass es ihr zu einem Grad der Mäßigung verhelfe, denn wenn die Begierde gänzlich abnimmt, versiegt auch der Genuss. Solches aber führt zur Verminderung der Liebe zwischen den Eheleuten, die bekanntermaßen eine Fessel ist, welche die Unzucht abhält. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Einige der ehrbaren Leute pflegten über die Beschneidung zu sagen: »Beschneide nur das, was sichtbar ist!« </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die meisten Sittsamen sind beschnitten. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Der Beweis, dass die Beschneidung eine Notwendigkeit ist, liegt in der Verletzung, die dadurch entsteht, und in der Entblößung der Scham. Wäre es nämlich keine Notwendigkeit, würde es keinen Spielraum dafür geben. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Islam und FGM. Von deutschen Multikulturalisten wie Dr. Sabine Schiffer wird dieser Zusammenhang bar jeder nennenswerten Islamkenntnis schnatternd abgestritten, von Islamfunktionären wie Rüdiger-Nehberg-Seelsorger Tarafa Baghajati (1), Omar al-Rawi (2) von der Initiative muslimischer Österreicherinnen und Österreicher wie auch von Anas Shakfeh von der IGGiÖ aus geheiligt kalkulierter Lüge sprich taqiyya. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> FGM ist eben auch islamisch. Schariafreund Rüdiger Nehberg (3) ficht das alles nicht an (4). </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Kapitel 7 Von den Regeln des Toilettenganges im Freien und von der Art und Weise der Reinigung </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> … man tritt mit seinem linken Fuß zuerst hinaus und sagt dabei: »Im Namen Gottes, ich nehme Zuflucht bei Gott vor dem Bösen und Boshaften, vor dem Schmutz und der Scheußlichkeit, vor dem gesteinigten Satan.« </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Dann kann ja beim islamrechtlichen Urinieren und Defäzieren in freier Landschaft (draußen Pissen und Kacken nach der Scharia) nichts schief gehen? Irrtum, jetzt kommen die islamischen Vorschriften, deren Missachtung den Platz im Paradies gefährdet: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Man soll sein Gewand nicht heben, bis man nahe an den Erdboden gekommen ist. Ferner soll man weder sein Gesicht noch seinen Rücken der qibla zuwenden, noch sein Gesicht gen Sonne und Mond richten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Tut ja auch blenden, die Sonne. Nein, es geht um die Beleidigung der verräterisch mit den Gestirnen nebst dem Kaaba-Meteorstein verbundenen Gottheit, die man schließlich auch auf Distanz keineswegs symbolisch anpinkeln darf. Also auch in einer Neumondnacht nicht ohne Kompass ins Gebüsch. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Man soll nicht in eine Ritze oder in einen Graben, weder unter einem fruchttragenden Baum, im Schatten einer Wand noch mitten auf einen Weg urinieren. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Das Reinigen ist eine Pflicht bei allem, was aus den beiden Ausscheidungswegen heraustritt, mit Ausnahme des Furzes. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Ach so. Nun zur Sunna der Analhygiene. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Das, womit man sich reinigen kann, … muss hart, rein und nicht essbar sein, … Stein, Holz, Lumpen, Erde und was diesen Dingen ähnelt. … Ein dreiseitiger Stein genügt aber. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Das würden im Falle unauffindbaren Klopapiers Wildniswanderer, Bergsteiger oder Bundeswehrsoldaten auch so tun, und dass sogar ohne bei Abū l-Faraǧ Ibn al-Ǧauzī den Islam studiert zu haben. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Ist ein vierseitiger Stein auch ok? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die meisten sagen, dass man den ersten Stein in die linke Hand nimmt, bei der rechten vorderen Seite beginnt, den Stein nach hinten zieht und dann wieder mit ihm zum Beginn zurückkehrt. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Es ist für den Mann wünschenswert, dass er vorn beginnt, damit die Hand die Vorderseite nicht beschmutzt, wenn er mit dem Hintern beginnt. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Was die Frau betrifft, so hat sie die Wahl. Wenn die Frau eine Jungfrau ist und sie möchte den Ort des Urinaustritts … säubern, dann darf sie … nur Wasser benutzen. Wenn sie keine Jungfrau mehr ist und der Urin mit Heftigkeit ausgetreten ist … </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Was macht die islamrechtliche Ex-Jungfrau bei mittlerer oder eher geringer Heftigkeit des Urinaustretens? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wenn er ungehindert austrat und etwas davon in die Vulva kam, so muss sie sie waschen. Wenn sie aber nun nicht weiß, ob Urin in die Vulva geriet oder nicht? Es ist wünschenswert, sie zu waschen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Hadith und Fatwa beinhalten, zu vermitteln, wie die vorübergehende Unreinheit beseitigt wird, um die für das gültige Gebet nötige rituelle Reinheit wiederherzustellen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Jedem Ort im Diesseits droht die nadschasa (naǧāsa) oder nadschasat (naǧāsāt), die dämonische Besudelung (5). Islam macht magisch und spirituell sauber. Die Dhimmis sind solange besudelt (nadschis, nāǧis (5)), wie sie nicht zum Islam konvertieren, bis dato sind sie als so dreckig wie Hund, Kot, Sperma, Schwein oder Blut anzusehen, weshalb der Muslim sie nicht berühren sollte. Beispielsweise braucht der Muslim nach kulturrassistischer Ansicht einem nichtmuslimischen Menschen zum Gruß die Hand nicht zu geben (verwirrend überlagert mit dem weiteren radikalislamischen Verbot, dass Mann und Frau einander nicht die Hand geben dürfen). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Ziel der an ein andressiertes Zwangshandeln heran reichenden islamischen Lebensweise ist die aufwändige Erreichung oder Wiederherstellung der prekären rituellen Reinheit aṭ-ṭahāra (6), der himmlisch geputzte Muslim ist also momentan rein, ṭāhir. Rituell gesäubert heißt auch pāk (paak, pak), etymologisch stammt daher das Wort in Urdu: Land der Reinen, Pākistān, deutsch Pakistan. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Kapitel 10. Von den Verletzungen der rituellen Reinheit </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Das Berühren der Frauen </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die wesensgemäß dem Dämonischen näher stehende Frau besudelt den frommen Mann. Umgekehrt würde sie selbstverständlich nicht besudelt, wenn ein (rituell reiner) männlicher Muslim sie anfasst, dem Berühren des anderen Geschlechtes stehen indes, von Eheleuten abgesehen, andere Vorschriften entgegen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Was für ein geheiligter misogyner Ekel. Der Islam heiligt die Frauenentwürdigung. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Kapitel 11. Was die Ganzwaschung erforderlich macht </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Zweitens: Das Verschwinden der Eichel in einer Öffnung, sei es vorne oder hinten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Der Islam denkt ausgesprochen peniszentriert. Wie wir hier in einem mehr als achthundert Jahre alten Text lesen, berücksichtigt al-Ǧauzī den Analverkehr. Was der Volksislam ohnehin und bis heute praktiziert, gerade unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen, welche die islamrechtlich relevante Unversehrtheit des Hymens zu sichern haben. Auch islamunabhängig und erst recht im Zeitalter von AIDS ist Analverkehr im Orient und in Afrika ein Tabuthema geblieben (7). </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Kapitel 15 Von der Menstruation </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wenn eine junge Frau Blut sieht und sie ist neun Jahre alt, so handelt es sich um die Menstruation. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Betonung auf Frau: Mit neun Jahren ist die Frau erwachsen, mit acht Jahren war das Mädchen ein Kind. Das islamische Heiratsalter beträgt neun Jahre. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wikipedia schreibt unter Kinderheirat: „Das Mindestalter für Mädchen bei Heiraten ist nach den Bestimmungen der islamischen Rechtsschulen neun Jahre, wobei sich die Rechtsschulen an der Ehe Mohammeds mit Aischa orientieren, die vollzogen worden sein soll, als Aischa neun Jahre alt war.“ </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Islam und Kindbraut. Ghulam Haider aus Afghanistan (8). In Düsseldorf wurde eine zwangsverheiratete Zwölfjährige Mutter (9). Hassan N., 22 Jahre alt, und seine hochschwangere elfjährige Ehefrau meldeten sich bei der Düsseldorfer Stadtverwaltung an und legten ihre Heiratsurkunde vor. Barbara Kirchner berichtet: „An der griechischen Grenze zur Türkei werden Minderjährige (ein altes Gesetz erlaubt dies) mit Zustimmung der Eltern verheiratet. Die Zwangsehen sind zwar selten. Da sie aber Griechenland als EU-Mitglied absegnet, sind sie auch in Deutschland gültig.“ Statt „ein altes Gesetz“ zu sagen, hätte Kirchner wohl besser von der ewig jungen Scharia schreiben müssen. Diana Goldermann-Wolf vom Deutschen Kinderschutzbund Ortsverband Düsseldorf e. V. gab sich empört: „Staatlich geförderter Kindesmissbrauch – so etwas darf es in Europa nicht geben und verstößt auch gegen die UN-Kinderrechts-Konvention.“ In der Sache stimmen wir Frau Goldermann-Wolf gerne zu, nur hätte sie doch bitte das Wort Scharia oder wenigstens Islam erwähnen müssen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Da lässt sich nur traurig sagen: Allahgott hat mit den universellen Menschenrechten nichts im Sinn, warum sollte er sich um Kinderrechte kümmern? Der Scharia-Islam ist mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und erst recht mit der UN-Kinderrechts-Konvention unvereinbar. Die Scharia muss weg. Und Griechenland muss die schariakonforme Rechtsspaltung im Familienrecht beenden, eine sexualpolitische und familienrechtliche Apartheid kann sich Europa nicht leisten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> In Brescia wurde ein zwölfjähriges Mädchen Mutter, die als Elfjährige gegen den Brautpreis von 17.000 Euro von dem aus dem Kosovo stammenden Muhamat I. in eine islamrechtlich einwandfreie Ehe gezwungen worden war (10), (11). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> In Großbritannien ist eine Forced Marriage Unit ins Leben gerufen worden: „Wir gehen jährlich 1.600 Berichten über Zwangsheirat nach. Wenn du besorgt bist, dass du zwangsverheiratet werden könntest oder über einen befreundeten oder verwandten Menschen besorgt bist, wähle diese Telefonnummer (…). Wir bieten ferner Hilfestellungen und Trainingseinheiten für Professionelle aus Polizei, Sozialarbeit und Schule an.“ (12). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die Magie um (die Schwangerschaft und) das Menstruationsblut ist sicherlich viele Jahrtausende alt und war vermutlich rund um den Pazifik wesentlich stärker vertreten als im antiken Europa, wo allerdings auch Plinius der Ältere (23 bis 79 nach Christus) von der „Unreinheit“ menstruierender Frauen lehrte. In der Nähe menstruierender Frauen verdürbe der Wein, so Plinius, würde das Saatgut unfruchtbar und würden Gras sowie Gartenpflanzen verdorren. Paracelsus gar beschrieb noch um 1520 die Existenz eines Menstrualgifts, das er Menotoxin zu nennen sich erdreistete. Naja, noch drei Jahrzehnte später ließ ein „gottesfürchtiger“ Reformator (Calvin) einen „ketzerischen“ Nonkonformisten (Servet) zu Ehren Gottes auf dem Scheiterhaufen verbrennen (13). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Einige afrikanische Volksgruppen kultivieren Rituale während der Regelblutung, die, halb durchschaut, regelmäßig Menstruationsblut, weibliche Sexualität und weiblichen Körper dämonisieren und für die Menstruierende beispielsweise einem Ausgangsverbot gleichkommen. Im heutigen Japan werden Tampons mit Einmalhandschuhen verkauft, um zu vermeiden, dass Frauen mit ihrem eigenen Blut in Kontakt kommen, eine Vorstellung, die offensichtlich mit Panik befrachtet wird. Bei manchen Völkern mussten Schwangere außerhalb des Dorfes leben und ihr Kind in einer improvisierten Hütte gebären, damit das die Geburt irgendwie umflatternde Dämonische nicht die DorfHERRschaft des „Kultur bringenden“ Jägerbundes stört. Bruno Bettelheim ordnete die (steinzeitliche) Genese der männlichen Beschneidung einem Versuch der „neidischen“ Beschlagnahmung der mysteriösen Geburtskräfte durch die Männer zu. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Initiation in den Männerbund überhöht die Geburt, nur der Mann ist im eigentlichen Sinne Mensch. So originell waren die kosmisch aktiven Frauenbändiger Mohammed und al-Ǧauzī dann also auch wieder nicht. Gerade auch den Koran und das Islamische Recht durchwabern die angsterregenden Gespenster der Steinzeit. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Extremismusforschung: Im Hirn des Menschen ist potentiell immer Steinzeit, mag er mittelalterliche „islamische Kleidung“, militärische Uniform oder Krawatte und Nadelstreifen tragen. Bei Stalin, Himmler, Hubbard, Che Guevara oder Ayatollah Chomeini ist diese innere, manichäisch zerrissene Geisterwelt leider ungefiltert politisches Handeln geworden, so etwas geht auch mal ohne die Heerscharen der Teufel und Engel. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Sozialpädagogik: Wie immunisieren wir einigermaßen gegen Fundamentalismus? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Kapitel 25 Vom Ausgehen der Frauen am Festtag </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Überliefert von Ḥafsa von Umm al-&#703;Aṭiya, die sprach: Der Gesandte … hat befohlen, dass am Festtag die reifen Mädchen (al-&#703;awātiq) sowie die in der Abgeschiedenheit lebenden Jungfrauen und die Menstruierenden, die sich allerdings von der Gebetsstätte fernhalten müssen, [zu den religiösen Zusammenkünften] ausgehen sollen. Al-&#703;awātiq ist der Plural von al-&#703;ātiq, und das bedeutet Reife. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Mädchen oder Weib, deine sexuelle Reife, dein Genital wird im Islam zum Politikum. Für Europas nichtmuslimische weibliche Multikulturalisten ist derlei vermeintliche Sexualitätsfreundlichkeit bisweilen bereits ein Motiv gewesen, die Scharia als paradiesisch-matristisch zu verklären. Vielmehr sollten wir von geheiligter Obszönität sprechen dürfen und von einer totalitären genitalen Kontrolle. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Al-luṭ ist ein Obergewand, al-&#703;qaz das Haar und &#703;ataqtu [heißt]: Ich bin geschlechtsreif geworden. Von den Frauen, die zur Reife gelangen, wurde als &#703;ātiq gesprochen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wir haben dargelegt, dass das Ausgehen für die Frauen erlaubt ist, aber wenn eine befürchtet, dass Unruhe durch sie oder bei ihr entsteht, so ist das Verbot des Ausgehens besser, denn die Frauen in der Frühzeit waren anders als die Frauen, die es in der heutigen Zeit gibt … </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Das Mädchen oder das Weib, zumal das menstruierende, umkreisen unsichtbar die dämonischen weiblichen Sexualkräfte. Dem Allerheiligsten dürfen sich die der Menstruationsdämonie verhafteten Frauen nicht nahen. Was die Parsen, Juden oder (einstigen) Katholiken sinngemäß ebenso betrieben haben, auch dort ist Tempel, Bundeslade, Tabernakel, Altar, ewiges Licht, heiliges Feuer oder Priesteramt der Spezies Weib nicht zugänglich. Wenn wir auch sicherlich noch lange Zeit auf eine Päpstin werden warten müssen, so lassen moderne katholische Gemeinden doch bereits auch Mädchen als Messdiener zu. Andererseits muss man sich zu seinen historisch ererbten Macken bekennen und scheint mir die islamfreundliche Androgynisierung der Gottheit, wie sie die „Bibel in gerechter Sprache“ betreibt, das größere Problem zu sein. Der, soweit schariatisch sprich gegenmodern und antidemokratisch verbliebene, kriegerische Gott Allah und der vor zwei bis drei Jahrtausenden konstruierte, die Steinigung der Ehebrecherin mit Wohlgefallen betrachtet habende Jahwe sind eben nicht „Gott-Göttin“ oder „er-sie“, sondern misogyner himmlischer Stammesführer, wie auf Erden so im Himmel. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wenn eine Frau ausgeht, soll sie einen Mann niemals grüßen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die Islambeschöniger Barbara John, Ursula Boos-Nünning und Sabine Schiffer würden vielleicht sagen: Wie alternativ, die Kerle sind schwatzhaft, die Damen meditativ? Wie frauenfreundlich, ein Schutz vor Belästigung? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Das im Besitz von Männern (walī, Ehemann, maḥram) befindliche (Zeichen: Kopftuch) Weib unterliegt, darf es das Haus überhaupt noch einmal verlassen, der geheiligten Isolation. Derart wird die muslimisierte Frau zum Zombie, zur untoten Toten. Öffentlicher Raum wird je nach dem Grad der Islamisierung zum männlichen Raum. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Eine islamisch-gottgefällige Variante des Ordnungsrufes (ḥisba) mag der Belästigungsdschihad zu sein: Das Angrabschen der Nichtmusliminnen und das seitens der männlichen Jugend in Nordafrika betriebene Anzischen oder obszöne Anquatschen aller Frauen. In Europa fällt Muslimen jeder Altersstufe und beiderlei Geschlechts die Belästigung der sich antischariatisch verhaltenden Frauen (nackte Schultern oder Waden, offenes Haar) oder Männer (kurze Hosen, öffentlich ein Glas Wein trinken, draußen etwas essen) im Monat Ramadan ganz offensichtlich noch wesentlich leichter als in den anderen Mondmonaten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> „Wer sich klein macht, will herrschen“, Dienen enthemmt. Mobben für Allāh. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Nach Australiens Scheich Tāǧ ad-Dīn al-Hilālī (engl: Sheikh Taj El-Din Hilaly) gehört zu der vom Münchener Staatsministerium für den islamischen Religionsunterricht an Bayerns Hauptschulen gepriesenen „Mann und Frau in Gleichberechtigung: Gleichheit in der Differenz“ (14)“ allerdings auch die Vergewaltigung der Unverschleierten (15). Was für eine ganz persönliche Art, seinen Glauben zu leben. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Bereits 1986 versuchte der für Einwanderung zuständige australische Minister Chris Hurford erfolglos, den 1941 in Ägypten geborenen islamischen Geistlichen, der 1982 mit einem befristeten Touristenvisum über den Libanon nach Australien eingereist war, des Landes zu verweisen (16). Die radikalislamische (šarī&#703;a, fiqh) Lakemba-Moschee allerdings hält ihrem Scheich die Treue und den Hassprediger bis heute hoch in Ehren (17). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Alle Frauen der Welt halt Australiens Scheich für die Waffen (&#8220;weapons&#8221;), die kein Geringerer als der koranisch verbürgte Teufel (&#8220;Satan&#8221;) mit dem Ziel einsetzt, die wesensgemäß relativ unschuldigen Männer der Welt zu unterjochen und gefügig zu machen (&#8220;to control men&#8221;). Eine klassisch islamische Sichtweise, vor acht Jahrhunderten hatte Theologe und Jurist Abū l-Faraǧ Ibn al-Ǧauzī die beiden Seiten der weiblich-satanischen Medaille nicht viel anders definiert. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Kapitel 26. Von der Warnung der Frauen vor dem Ausgehen </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Es ziemt sich für die Frau, dass sie sich hütet auszugehen, wie auch immer ihre Möglichkeiten sind, denn wenn sie selbst auch wohlbehütet bleibt, so bleiben die Menschen nicht unversehrt von ihr. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die frei umher laufende Frau gefährdet die öffentliche Sicherheit und wird mir zum persönlichen Gesundheitsrisiko. Deshalb bleibt die verantwortliche Frau gleich zu Hause, auf das Moral, Stadt und Staat im Sinne Allahs blühen und gedeihen mögen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wenn sie mit Erlaubnis ihres Mannes und in schäbiger Kleidung ausgehen muss, dann soll sie sich ihren Weg auf freien Plätzen und nicht auf Straßen und Märkten suchen und soll Acht geben, dass ihre Stimme nicht vernehmbar ist, und soll auf der Seite des Weges und nicht auf seiner Mitte gehen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Möglichst keusch, und dabei immer öffentlich kontrolliert. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> »Jede Frau, die ihr Obergewand außerhalb des Hauses ihres Mannes auszieht, schändet den Vorhang, der zwischen ihr und ihrem Herrn ist.« </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Der Vorhang im Hirn. Allah soll die nackte Frau nicht sehen? Nein, die Gottheit blickt ohnehin durch die Mauern hindurch und in die Herzen, will aber die Vorhänge und Schleier für uns Menschen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Es gibt also einen sichtbaren und einen unsichtbaren Schleier (Hidschab, ḥiǧāb). Das kosmische Prinzip Frau hat sein menschgewordenes Antlitz symbolisch von der ebenso maskulinen wie unsichtbaren (IPU, The Invisible Pink Unicorn) Gottheit weg zu drehen. Ist Allah vielleicht gerade nackt und schämt sich? Auch das nicht, den kann auf Erden niemand erblicken. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Doch die unverschleierte Frau ist eine Bedrohung nicht lediglich für die Menschheit, sondern sogar für die Gottheit. Schamloses Weib, willst du mit deinen nackten Haaren Allah ärgern? Geh, verhülle dich! </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Zu den Schamlosigkeiten gehört, dass Frauen die jungen Männer beobachten, wenn sie sich zu ihren religiösen Zusammenkünften versammeln, denn man kann vor der Unruhe nicht sicher sein. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Heinrich Schurtz prägte den Begriff Männerbund im Jahre 1902 in seiner Forschung zu ostafrikanischen Initiationsbünden. Der Männerbund tut geheimnisvoll. Auch Freimaurer oder Burschenschaftler legen auf frauenfreie Zonen großen Wert und sind womöglich vor einer verbalen, frauendiskriminierenden Großspurigkeit pädagogisch-männerarbeiterisch zu warnen. Der Islam jedoch dressiert die Frau selbst dazu, ihren Leib, ihr Dasein als eine Bedrohung für die das Heil alleinig garantierende patriarchalische Ordnung anzusehen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Eine derartige Abrichtung, die, ist sie erfolgreich, bei den Mädchen und Frauen einen die Persönlichkeit verzerrenden Selbstekel zur Folge haben muss und männlicherseits ein gewalttätiges heiliges Frauenverachten, darf nicht Teil des von Innenminister Schäuble gewünschten Islamischen Religionsunterrichtes werden. Solange sich die Islamverbände und auch die vorsichtig säkularen Organisationen wie der Türkische Bund Berlin-Brandenburg (TBB) nicht von der Scharia distanzieren, ist Islam nicht schulreif. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Man mag es Lobbyarbeit oder Wahlbeeinflussung nennen, dass der TBB alle in Deutschland lebenden Türken aufrief, anlässlich des Volksentscheides der christlich-theokratischen Initiative Pro Reli (24.04.2009) mit Nein zu stimmen und dass er nach wie vor die Rolle der in Berlin Religionsunterricht erteilenden Islamischen Föderation (IFB) vorsichtig kritisiert (18). Die weniger als halbherzig betriebene Kopftuchkritik des TBB indessen wird nicht ausreichen, um einen organisierten Islam zu schaffen, der mit den allgemeinen Menschenrechten kompatibel ist und der die Gleichberechtigung von Frau und Mann will (19). </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Kapitel 29. Vom Verbot auszugehen, wenn die Frau sich parfümiert hat </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Überliefert von Abū Huraira: »Jede Frau, die sich mit Weihrauch parfümiert hat, darf nicht mit uns am letzten Abendgebet teilnehmen.« </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Überliefert von Ghunaim ibn Qais von al-Ash&#703;arī: »Jede Frau, die sich parfümiert und an den Leuten vorbeigeht, damit sie ihren Wohlgeruch wahrnehmen, ist eine Hure.« </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Überliefert von Abū Huraira: »Wer von den Frauen parfümiert zur Moschee kommt, von der nimmt Gott das Gebet nicht an, bis sie sich davon gereinigt hat mit der Waschung wie bei einer großen rituellen Unreinheit. So geh nun und wasch dich!« </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Man sagt umgangssprachlich mit tiefem Sinn: „Den kann ich riechen“, finde ich sympathisch, beziehungsweise: „Den kann ich nicht riechen“, finde ich unsympathisch. Islamisierung eines Territoriums ist Politik gewordenes Wegsperren der Frau aus dem öffentlichen Raum. Da sieht doch bitte nichts mehr nach Frau aus (Burka, Tschador, Niqab). Da duftet auch nichts nach Frau, bitte sehr. Kerle hingegen, das hat diesen islamtypischen, verklemmt homosexuellen Unterton, verwenden Rosenwasser. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Der Islam ist in seinen größeren Teilen leider im sexualpolitischen Mittelalter stecken geblieben und greift daher die kulturelle Moderne hoch motiviert an. Die Seite www.fataawa.de verlinkt zum radikalislamischen Prediger Mohamed Benhsain (Abu Jamal, www.al-tamhid.net, Bonn-Bad Godesberg) und stellt sich, genau wie Abū l-Faraǧ Ibn al-Ǧauzī es vor achthundert Jahren tat, hier und heute die Frage nach dem Thema Moschee, Weib und Parfüm. Und beantwortet sie „authentisch“. Maschinengleich (Fundamentalisten sagen fromm) an Fäden zappeln wie eine Marionette, nur dass diese Steuerfäden von verstorbenen Strippenziehern wie al-Ǧauzī bedient werden. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die Diyanet İşleri Başkanlığı (kurz Diyanet oder DIB, hierzulande: Diyanet İşleri Türk İslam Birliği, abgekürzt DİTİB oder Ditib) als der organisierte türkische Staatsislam beschäftigt 80.000 Menschen, davon 60.000 Imame, schreibt allen 80.000 türkischen Moscheen die Freitagspredigten (vor) und verkommt unter der Führung der Herren Gül und Erdoğan mehr und mehr zu einer Kopie der Religionspolitik Irans oder Saudi-Arabiens. Jedes Flirten, so ordnet eine Broschüre des einstmals krampfhaft laizistisch geplanten, doch seit zwanzig Jahren islamistisch unterwanderten türkischen Religionsministeriums an, sei gleichbedeutend mit Ehebruch, jede Begegnung einer frommen Türkin mit einem fremden Mann sei zu vermeiden. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Den Gebrauch von Deo oder Parfüm im öffentlichen Raum erklärt der von SPD wie CDU gehandelte EU-Beitrittspartner Türkei über seine staatliche Islambehörde zur sündigen Handlung (21). Die türkische Frauenrechtlerin Kizbes Aydin warnt berechtigt vor einer drohenden Verschiebung der „Schuld“ vom männlichen Belästiger (oder Vergewaltiger) auf die „unkeusche“, kulturell modern lebende Frau, die Turkish Daily News nennt die Geisteshaltung der Diyanet völlig zu recht als den afghanischen Taliban würdig. Mögen diese zaghaften türkischen Säkularen nachhaltig erfolgreich sein, an einem Gottesstaat Türkei ist uns nicht gelegen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> „Mit Migrationshintergrund“ wäre: In der kulturellen Moderne angekommen, und das stimmt eben noch immer nicht. Es wollen sich kleine männliche Grundschüler mit Migrationsvordergrund auf Deutschlands Schulhöfen mit einem wütenden: „Deine Mutter ist eine Hure!“ erfolgreich beleidigen. Immigrierender orthodoxer Islam ist eben zumeist leider kein Hintergrund, die Scharia steht im Vordergrund. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Überliefert von Ḥaḥṣin ibn Miḥṣin: »Hast du einen Ehemann? Sie antwortete : Ja. Er sprach : Wie bist du zu ihm? Sie sprach: Ich mühe mich ständig um ihn, außer in den Dingen, die ich nicht für ihn erreichen kann. Er sagte: Achte darauf, welchen Stand du bei ihm hast, denn er ist dein Paradies und deine Hölle.« </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Der muslimische Ehemann ist der Kalif der muslimischen Frau. Das Seelenheil der Frau ist zentral von ihrem ehelichen Gehorsam abhängig, er kann ihr den Zugang ins Paradies verweigern. Unter der Bettdecke mit dem fallweise in einer islamischen Zwangsheirat (walī muǧbir) angetrauten Herrn entscheidet sich die imaginierte absolute Zukunft (al-āḫira, das Jenseits) der Frau als ihr Verbleib im paradiesischen Seelenheil oder in der ewigen Verdammnis. Der sinnlich-irdische (ad-dunyā, das Diesseits) Raum des sakramentalen Gehorsams der muslimischen Frau ist das Schlafzimmerkalifat. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Dem Menschen ist die Schwere und schmerzliche Zucht der Scharia zuzumuten. Dieses Aufladen der Bürde der šarī&#703;a auf jeden einzelnen Muslimen, diese Beschwerung und Belastung des Menschen mit dem islamischen Gesetz heißt taklif (at-taklīf), in Indonesien in englischer Schreibweise takleef. Mit womöglich militärischer, aber rational nachvollziehbarer „Pflicht“ (duty) oder gar mit der an Logik wie Ethik orientierten „Verantwortung“ (responsability) wird taklīf nicht sinnvoll (also ohne taqiyya) ins Deutsche übertragen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Bezeichnenderweise ist taklīf auch der Name eines schiitisch-iranischen, mahnenden Initiationsfestes für die neunjährigen Mädchen. Bei der taklīf-Zeremonie lernen die weißgekleideten, vollverschleierten Mädchen, sich von heute an auf Schritt und Tritt von einem maḥram-Verwandten begleiten zu lassen, sich ansonsten von allen Jungen fern zu halten. Die Kinder müssen von nun an sittsam die Verschleierung des islamischen ḥiǧāb (Iran: pardā; deutsch: das ḥiǧāb-Provisorium Kopftuch) tragen, sie dürfen in der Öffentlichkeit nicht mehr lachen und müssen lernen, „den Westen“ kultureller Moderne als satanisch und ekelhaft anzusehen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Über Sexualität zu sprechen, so wird den Mädchen suggeriert, sei eine schwere Sünde, Aufklärungsunterricht, Sexualkunde oder Gesundheitserziehung wird in der Logik dieser Gehirnwäsche zum satanischen Werkzeug. Zugleich ist die taklīf-Zeremonie als ein „schockierend festlicher“ Einstieg in die sexualmagisch blockierten Denk- und Lernverbote ganz gezielt die öffentliche Bekundung des Erwachsenseins, des Daseins als heiratsfähige Frau (22), (23). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Kinderverlobung, Eheanbahnung oder auch mal die Kindbraut mag sich mit dem iranischen oder sonstigen radikalislamischen „Reifezeugnis“ schrill-dissonant begegnen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Kapitel 63 Vom Gebot, ein Mädchen zu verheiraten, wenn es volljährig ist </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Überliefert von &#703;Alī ibn Abī Ṭālib: »Es gibt drei Dinge, die du auf keinen Fall aufschieben darfst: Das Gebet, wenn die Zeit dafür gekommen ist, das Begräbnis, sobald es vorbereitet ist, und die ehelose Frau [zu verheiraten], wenn du einen geeigneten Mann [für sie] gefunden hast.« </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Überliefert von Yaḥyā ibn Ab dar-Raḥmān ibn Abī Labība: »Wer erkennt, dass ein Kind heiratsfähig ist, und die  Möglichkeit hat, es zu verheiraten, tut es aber nicht und dann geschieht etwas deswegen, so liegt die Sünde bei beiden.« </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Überliefert von Muḥammad ibn Ibrāhīm al-Taimī von &#703;A&#702;sha: »… Nichts ist besser für eine Frau als ein Ehemann oder das Grab.« </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Überliefert von Zaid ibn Aslam: »Verheiratet eure Kinder, wenn sie erwachsen sind, damit ihr nicht ihre Sünden tragt.« </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Überliefert von al-Ḥasan: »Verheiratet eure Frauen eilends, denn die Verzögerung weckt die Begierde in ihnen.« </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Der fromme Frauenversteher al-Ǧauzī berichtet aus der für orthodoxe Muslime neben dem Koran sehr verbindlichen Hadithliteratur. Der „edle“ al-qur&#702;ān und die gleichsam die Nervenfasern der Sunna bildenden Hadithen (aḥādīṯ, Singular ḥadīṯ) sind auch für die Hanbaliten die Basis der Scharia, für die drei anderen sunnitischen Rechtsschulen treten noch Analogieschluss (qiyās) und Konsensus der Gelehrten (iǧmā&#703;) hinzu, um den Weg ins Paradies islamrechtlich (fiqh als die Anwendung der Theologie) mit Gerichtsurteilen und Fatwas zu pflastern. So genannte Beweiskraft (ḥuǧǧa) und damit Rechtsverbindlichkeit haben lediglich die als „stark, gesund“ (ṣaḥīḥ) bewerteten Hadithe, doch dürfen wir angesichts dieser fünf bei al-Ǧauzī zitierten Anordnungen Allahs, die Töchter mit Erreichen der Volljährigkeit zu verheiraten, die 2009 seitens von Frau Dr. Boos-Nünning verharmlosend arrangierte Ehe genannte Zwangsverheiratung sicherlich als ein veritables islamisches Sakrament bezeichnen. Das islamische Heiratsalter ist neun Jahre, im Volksislam, der ohnehin keinen Geburtstag feiert und die Kinder auf den lästigen türkischen, tunesischen oder deutschen staatlichen Formularen notfalls „zufällig“ am ersten Januar eines (irgendeines) Jahres, wahlweise am Ersten eines (irgendeines) Monats geboren sein lässt, ist die mütterseits schon mal mit Anschreien und Schlagen der Tochter befrachtete erste Regelblutung das göttliche Zeichen der Heiratsfähigkeit. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Islam und Frauenrecht: Die Frau hat das Recht, in ihre Zwangsverheiratung (walī muǧbir) einzuwilligen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Das Befolgen der Befehle der Männer ist für die muslimische Frau ein heiliges Tun (Sakrament), das der Gehorsamen den Weg ins Paradies öffnet und der Ungehorsamen den Verbleib in der Hölle sichert. Die Muslima erst familiär und später zusätzlich ehelich zu schlagen, sichert somit ihr eigenes und unser aller Seelenheil. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Meine Damen und Herren, unser Innenminister beziehungsweise Ihr örtlicher katholischer oder evangelischer Funktionär wird es Ihnen so klar nicht sagen wollen oder dürfen: Die Frau im Islam ist gehorsamspflichtig. So und nicht anders klärt Allahgott die „Frauenfrage“. Die unter dem Stichwort Bezness (24) von mutigen Menschen wie Evelyne Kern (Sand in der Seele) dokumentierten Misshandlungen an Europäerinnen beispielsweise im nördlichen Afrika sind mitnichten auf die Kolonialzeit, die dortige Armut oder den Traditionalismus der Bevölkerung zurückzuführen, sondern sind Begegnungen mit dem Menschenbild und Frauenbild von Herren wie al-Ġazālī, al-Ǧauzī, Yūsuf al-Qaraḍāwī oder Recep Tayyip Erdoğan (25), (26). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Solange (zumal in Europa) der organisierte Islam und die muslimische Mehrheit die Abkehr von der Scharia und vom fiqh nicht vollzogen hat, solange also der Islam unter Frauenrecht das Recht auf Gehorsam versteht, dürfen und müssen wir die besprechenswerte Opfererfahrung der Frauen im „Bezness“ als etwas zutiefst Islamisches bezeichnen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Kapitel 64 Von der Gehorsamspflicht dem Ehemann gegenüber und von seinem Recht auf seine Frau </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> »Ein Mann fragte den Gesandten Gottes: Was ist, wenn ein Mann unter uns Verlangen nach seiner Frau verspürt? Er antwortete: Sie kann es ihm nicht versagen, auch wenn sie am Backofen beschäftigt ist.« </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Auch von ihm überliefert: »Wenn der Mann seine Frau ruft, soll sie kommen, selbst wenn sie am Backofen zu tun hat.« </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Allahgott meint es gut mit den Männern: Buchstäblich jederzeit ganz wild geschlechtlich verkehren zu dürfen, bedarfsweise ohne Zustimmung des benutzten Weibes. Ob eine solche als Religion getarnte Sexualpolitik nicht auch für deutsche Sinnsucherinnen und Sinnsucher geeignet ist? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Das andernorts als obszön etikettierte frauenfeindliche Augenzwinkern versauter Männerbünde erfährt Heiligung. Diese Araber sind doch tolle Kerle. Mag das Brot doch verbrennen, der fromme Mann will ficken, die Achtundsechziger hätten gesagt: Ganz im Hier und Jetzt. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Islam bedeutet Besinnung auf das Wesentliche: Die gleichermaßen zu Moral und Recht werdende Unterwerfung der Frau. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Überliefert von Mu&#703;adh ibn Djabal: »Würde es recht sein, dass ein Mensch sich vor einem anderen hinwirft, dann würde ich der Frau befehlen, sich vor ihrem Ehemann hinzuwerfen … « </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Nur einer von drei nahezu gleichlautenden Hadithen, denn wie Mu&#703;āḏ ibn ‎ Ǧabal ist beispielsweise auch Anas ibn Mālik der Meinung, dass die Frau allen Anlass der Welt hat, sich vor ihrem Ehemann in demütiger Huldigung in den Staub zu werfen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die Verachtung des „unten“ gegenüber dem „oben“, die geheiligte Geringschätzung der Erde gegenüber dem Himmel ist typisch patriarchalisch bzw. manichäisch und verdoppelt die Geometrie der kosmischen Herrschaft des „himmlischen“ muslimischen Mannes über das „erdige“ muslimische Weib, mikrokosmische Entsprechung letztlich zur Überordnung der „geistigen“ Gottheit (allāh) über den nicht zufällig ziemlich „irdischen, weiblichen“ Satan (iblis). Um die zerstörerische Wirkung des Scharia-Islam aufzulösen und um den Islam der Einwandererfamilien mit der kulturellen Moderne auszusöhnen, haben wir Pädagogen und Erzieher darauf zu achten, dass die leider in Koran und Sunna tief verankerte Geringschätzung des Erdhaften (im Sufismus wie Dschihadismus: Des Diesseitigen) aufgehoben wird. Die örtlichen Moscheegemeinden und sämtliche deutschen Islamverbände werden uns dabei noch auf einige Zeit Gegenspieler sein. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Überliefert von Ibn &#703;Abbās: »Dies sind die Ehefrauen von euch, die zu den Paradiesbewohnerinnen gehören werden: Die Freundliche, die Vielgebärende und diejenige, die, wenn sie jemandem Schaden zufügt oder einen solchen erleidet, zu ihrem Mann kommt und ihre Hand in die seine legt und spricht: Ich will keinen Schlaf mehr kosten, bis du wieder froh bist.« </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Bewerkenswert, dass es unerheblich ist, ob die Frau jemanden beschädigt hat oder von jemandem beschädigt wird. Sie hat in beiden Fällen des weltlichen und sozialen Kontaktes nur einen Auftrag, den Ehemann glücklich zu machen. Wie das geschieht, bestimmt nicht sie. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die Frau muss wissen, dass sie für den Ehemann wie ein Sklave ist. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Das Weib wird dem Männerrecht nutzbar. Islam ist Nutzbarmachung. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die Eltern der Frau, insbesondere aber die Mutter, müssen sie das Recht des Mannes lehren und ihr alle Ratschläge geben. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die Braut hat ja schließlich Geld gekostet. Noch ein letzter al-Ǧauzī zum islampädagogischen Schlusswort: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Kapitel 67 Davon, dass es dem Mann erlaubt ist, seine Ehefrau zu schlagen </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wenn die Frau gegen den Mann aufbegehrt oder sich ihm in etwas widersetzt, worauf er ein Recht hat, soll sie mit Erlaubnis Gottes, des Starken und Mächtigen, erzogen werden, indem er sie ermahnt. Wenn sie aber weiter darauf besteht, sich zu widersetzen, soll er sie von der Lagerstatt fernhalten. Beharrt sie dann noch, soll er sie schlagen, aber nicht heftig, ein oder zwei Peitschenhiebe oder ein wenig mehr. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> So viel zu Abū l-Faraǧ Ibn al-Ǧauzī, zur Rolle der Frau im Islam und zu Allahs ein oder zwei Peitschenhieben. Oder ein wenig mehr. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 90pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Jacques Auvergne </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (1) Tarafa Baghajati: „FGM &#8211; weibliche Genitalverstümmelung steht im Widerspruch zum Islam“</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.thieme.de/viamedici/aktuelles/artikel/fgm.html">http://www.thieme.de/viamedici/aktuelles/artikel/fgm.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (2) Österreichische radikalislamische Funktionäre verbreiten bewusst die Unwahrheit, FGM sei nichtislamisch: Baghajati und al-Rawi. FGM sei ein „afrikanischer Brauch“, den es unmöglich im Irak geben könne </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://sebandthecity.typepad.com/seb_and_the_city/files/wie_geschmiert.pdf">http://sebandthecity.typepad.com/seb_and_the_city/files/wie_geschmiert.pdf </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (3) Abenteurer und Atheist Rüdiger Nehberg kämpft gegen FGM – mit dem fragwürdigen Werkzeug des mittelalterlichen, sexualmagisch und misogyn orientierten Fatwa-Wesens und mit Unterstützung der radikalislamischen politischen Bewegung </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/04/19/112/">http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/04/19/112/ </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (4) Was Anti-FGM-Fatwas nicht bewirken können. Ein Plädoyer für die sexuelle Unabhängigkeit der Frauen. Von Mary Kreutzer </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://sites.google.com/site/marykreutzer/publikationen/was-anti-fgm-fatwas-nicht-bewirken-koennen">http://sites.google.com/site/marykreutzer/publikationen/was-anti-fgm-fatwas-nicht-bewirken-koennen </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (5) naǧis (nadschis) ist satanisch besudelt, naǧāsa (nadschasa) oder naǧāsāt die das Seelenheil gefährdende Besudelung </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Najis">http://en.wikipedia.org/wiki/Najis </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (6) Ziel der an ein andressiertes Zwangshandeln heran reichenden islamischen Lebensweise ist die aufwändige Erreichung oder Wiederherstellung der prekären rituellen Reinheit aṭ-ṭahāra, der himmlisch geputzte Muslim ist also momentan rein, ṭāhir, auch pāk (paak, pak) genannt </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tah%C4%81ra">http://de.wikipedia.org/wiki/Tah%C4%81ra </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (7) Bernard Bauschert: Hintergründe der AIDS-Epidemie in Afrika. Ndiri kutsvaga sauti – Ich suche nach Salz. Überlieferte Vorstellungen und tradierte Sexualpraktiken lassen die HIV-Prävention häufig ins Leere laufen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> A-1372 (44) Deutsches Ärzteblatt 95, Heft 22, 29. Mai 1998 </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://aerzteblatt.lnsdata.de/pdf/95/22/a1370-72.pdf">http://aerzteblatt.lnsdata.de/pdf/95/22/a1370-72.pdf </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> GEO: „Er ist 40 Jahre alt, sie elf. Und sie sind verlobt &#8211; der Afghane Faiz Mohammed und das Kind Ghulam Haider.“ Foto: Stephanie Sinclair </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.geo.de/GEO/fotografie/fotoshows/57462.html?t=img&#38;p=3&#38;pageview=">http://www.geo.de/GEO/fotografie/fotoshows/57462.html?t=img&#38;p=3&#38;pageview= </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (8) Barbara Kirchner: Zwölfjährige bekam in Zwangsehe ein Baby </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.express.de/nachrichten/region/duesseldorf/zwoelfjaehrige-bekam-in-zwangsehe-ein-baby_artikel_1212758529424.html">http://www.express.de/nachrichten/region/duesseldorf/zwoelfjaehrige-bekam-in-zwangsehe-ein-baby_artikel_1212758529424.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (9), Brescia: Sposa a 11 anni, madre a 12: arrestato marito a Brescia </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.lastampa.it/redazione/cmsSezioni/cronache/200807articoli/34428girata.asp">http://www.lastampa.it/redazione/cmsSezioni/cronache/200807articoli/34428girata.asp </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (10) Brescia: Il marito, kosovaro, 21 anni, è in prigione da luglio per violenza sessuale e riduzione in schiavitù. Sposa bambina, arrestati i suoceri </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Ha partorito a 12 anni. L&#8217; accusa: comprata in Serbia per 17 mila euro Devono rispondere di immigrazione clandestina, concorso in violenza sessuale e riduzione in schiavitù </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://archiviostorico.corriere.it/2008/ottobre/17/Sposa_bambina_arrestati_suoceri_co_7_081017007.shtml">http://archiviostorico.corriere.it/2008/ottobre/17/Sposa_bambina_arrestati_suoceri_co_7_081017007.shtml </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (12) Forced Marriage Unit </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Our Forced Marriage Unit is a joint-initiative with the Home Office. We see over 1600 reportings of forced marriages a year. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> If you are worried you might be forced into marriage or are worried about a friend or relative see information for victims, or call us on 0207 008 0151. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Our trained professionals offer confidential advice and assistance to: </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 3pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> &#8211; those who have been forced into marriage overseas </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 3pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> &#8211; those at risk of being forced into marriage </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 3pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> &#8211; people worried about friends or relatives </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> &#8211; professionals working with actual or potential victims of forced marriage </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.fco.gov.uk/en/fco-in-action/nationals/forced-marriage-unit/">http://www.fco.gov.uk/en/fco-in-action/nationals/forced-marriage-unit/ </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (13) Miguel Serveto (Michel Servet) leugnet die Dreifaltigkeit? Jean Cauvin (Johannes Calvin) reinigt die Genfer Erde vom Teuflischen. Evangelisches Töten für Jesus! Verbrennung auf kleiner Flamme gemeinsam mit seinen Schriften </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/05/23/121/">http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/05/23/121/ </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (14) „Mann und Frau in Gleichberechtigung (Gleichheit in der Differenz)“, „Regeln regeln das Zusammenleben“. Aus: Lehrplan für die islamische Unterweisung in deutscher Sprache Grundschule Hauptschule Jahrgangsstufen 1 bis 10. Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus (2005) </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.isb.bayern.de/isb/download.aspx?DownloadFileID=ebaab98abb1856b37c8f97dc7580121c">http://www.isb.bayern.de/isb/download.aspx?DownloadFileID=ebaab98abb1856b37c8f97dc7580121c </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (15) Sheikh al-Hilali: &#8220;The uncovered meat is the problem.&#8221; The sheik then said: &#8220;If she was in her room, in her home, in her hijab, no problem would have occurred.&#8221; </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> He said women were &#8220;weapons&#8221; used by &#8220;Satan&#8221; to control men. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.theaustralian.news.com.au/story/0,20867,20646437-601,00.html">http://www.theaustralian.news.com.au/story/0,20867,20646437-601,00.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (16) Chris Hurford und der Scheich Hilaly </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.abc.net.au/insiders/content/2003/s890658.htm">http://www.abc.net.au/insiders/content/2003/s890658.htm </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (17) Lakemba-Mosque, Lebanese Moslem Association </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.lma.org.au/about.php">http://www.lma.org.au/about.php </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (18) TBB ist gegen Pro-Reli und schweigt zur Scharia </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.tbb-berlin.de/?id_presse=91">http://www.tbb-berlin.de/?id_presse=91 </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (19) TBB ist ein bisschen gegen Kopftuch im Öffentlichen Dienst, aber nicht gegen Kopftuch </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.tbb-berlin.de/?id_presse=41">http://www.tbb-berlin.de/?id_presse=41 </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (20) www.fataawa.de Frage Nummer 0042 nach www.islam-qa.com Frage 7850. Zum Thema Frau und Parfüm. Scheich Muhammad Salih al-Munadschid </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.fataawa.de/Fatawaas/7.Verhalten%20&#38;%20Moral/2.schlechtes%20Verhalten/0042.pdf">http://www.fataawa.de/Fatawaas/7.Verhalten%20&#38;%20Moral/2.schlechtes%20Verhalten/0042.pdf </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (21) Willkommen im Mittelalter. &#8220;Diyanet Isleri Baskanligi&#8221; (Diyanet İşleri Başkanlığı, DIB). Leitfaden für das gute und vorbildliche Leben der muslimischen Frau </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,556473,00.html">http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,556473,00.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (22) Initiation der neunjährigen Mädchen: die taklif-Zeremonie. Nozrat Kazemi-Trensch: Bildung von Mädchen und Berufsleben der Frauen in drei islamischen Ländern Afghanistan, Iran, Jordanien (2003). Suchfunktion: taklif </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/volltexte/2004/4407/pdf/Dissertation.pdf">http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/volltexte/2004/4407/pdf/Dissertation.pdf </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (23) Initiation der neunjährigen Mädchen. Bei: Mohebban-e-Fatemeh: Suchfunktion: takleef </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://mohebban.burjalsaheb.com/wp-content/uploads/2009/04/fatemeh-3.jpg">http://mohebban.burjalsaheb.com/wp-content/uploads/2009/04/fatemeh-3.jpg </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (24) Für säkular und gleichheitsfeministisch geprägte Europäerinnen ein Kulturschock: Bezness. In völliger Harmonie mit der Scharia </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.1001geschichte.de/">http://www.1001geschichte.de/ </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (25) Boris Kalnoky: Seit Erdogan regiert, haben die Frauen es schwer </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.welt.de/politik/article913046/Seit_Erdogan_regiert_haben_es_Frauen_schwer.html">http://www.welt.de/politik/article913046/Seit_Erdogan_regiert_haben_es_Frauen_schwer.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (26) Türkische Unis: Erdogan will Kopftuchverbot kippen </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,506728,00.html">http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,506728,00.html </a> </span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Du bist nichts, dein Kopftuch ist alles?]]></title>
<link>http://schariagegner.wordpress.com/2009/07/14/du-bist-nichts-dein-kopftuch-ist-alles/</link>
<pubDate>Tue, 14 Jul 2009 21:57:25 +0000</pubDate>
<dc:creator>schariagegner</dc:creator>
<guid>http://schariagegner.wordpress.com/2009/07/14/du-bist-nichts-dein-kopftuch-ist-alles/</guid>
<description><![CDATA[حجاب hidschāb Die Frau ist nackter als der Mann: Verhüllt die Schamzone mit Tuch Politische Instrume]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="line-height:125%;margin:0 0 60pt;">
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 6pt;" align="right"><span style="font-size:25pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> حجاب</span></p>
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0;" align="right"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">hidschāb </span></p>
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0;" align="right"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Die Frau ist nackter als der Mann: </span></p>
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 90px;" align="right"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Verhüllt die Schamzone mit Tuch </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 30pt;" align="justify"><span style="font-size:14.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Politische Instrumentalisierung eines Mordfalls </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 30pt 45pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Zur Versachlichung der Debatte. Die Diskussion um den Mord an Marwa al-Sharbini (Marwa el-Sherbini, getötet am 1. Juli 2009). Über Kopftuchzwang und Kopftuchmärtyrerinnen, Ehrenmorde und Fremdenfeindlichkeit. Stichwort Kopftuchverbrechen, Klärung eines Begriffes. Von Ümmühan Karagözlü und Jacques Auvergne, 14. Juli 2009 </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Das Wort Kopftuchmörder (ZMD) ist gefallen. Die an der grundgesetzwidrigen Scharia ausgerichteten deutschen Islamverbände wie der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) nennen den Mörder Kopftuchmörder. Das ist eine neue Vokabel und allein deswegen unsere genaue Betrachtung wert, denn hinter einem mit Berechtigung geprägten Neologismus müsste schließlich eine irgendwie neuartige Situation und Intention stehen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Kopftuchmörder könnte beispielsweise bedeuten, der Angreifer hätte eine Verschleierung getragen. Vielleicht verwendete der Mörder ja als Mordwerkzeug ein Kopftuch, dann wäre der mittels eines strangulierenden Tuches ausgeführte Mord wahrhaftig ein Kopftuchmord. Hat etwa ein notorischer Kopftuchhasser ganz allein auf ein irgendwo lose herum liegendes Kopftuch eingestochen? Mord in der männerfreien Zone des Harems, zwei Burka- oder Tschadorträgerinnen ermorden einander, typischer Kopftuchmord? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Oder droht jetzt einer jeden staatlich angestellten Lehrerin, die Wert darauf legt, ihr geheiligtes Kopftuch auch im Schuldienst zu tragen brutale Gewalt? Müssen Fereshta Ludin, Eva-Maria el-Shabassy oder Doris Graber befürchten, durch Europas Frauenrechtler, Gleichheitsfeministen oder Schariagegner schikaniert zu werden? Laufen, und das legen uns Ayyub Axel Köhler (ZMD) und der Koordinationsrat der Muslime (KRM) offensichtlich nahe, laufen Kopftuch oder Verschleierung tragende Frauen in Europa namentlich in Deutschland Gefahr, aufgrund ihre »islamischen Kleidung« verletzt und ermordet zu werden? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Es muss Mörder heißen, allenfalls Frauenmörder oder &#8216;Mörder an einer in Dresden lebenden Ägypterin&#8217;, nicht jedoch Kopftuchmörder oder Kopftuchmord. Das Wort gleichwohl zu benutzen, wie es der ZMD dieser Tage unternimmt (1), ist sicherlich kein Fehler, sondern sorgsam kalkuliert. Wir dürfen uns fragen, welche Intention die so öffentlichkeitswirksam um »Schwester Marwa« Trauernden haben. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Mittlerweile ist das auf den Mord an Marwa aš-Šarbīnī gemünzte Wort ‘Kopftuchverbrechen’ als &#8220;Crime du foulard&#8221; in Frankreich verwendet worden (2). Den Begriff crime du foulard (3), wörtlich, schillernd: Verbrechen des Schleiers oder Kopftuchverbrechen, halten wir für besonders heimtückisch. Denn crime du foulard ist weit mehr als lediglich eine bewusste Anspielung an den Begriff crime d`honneur, deutsch stubenrein &#8216;Mord aus falsch verstandener Ehre&#8217;, kurz und brutal: Ehrenmord. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Sicherlich, französisch crime heißt auf Deutsch Verbrechen, nicht Mord. Statt Ehrenmord ist aber auch in Deutschland schon oft angemessen von Ehrverbrechen die Rede gewesen. Auf www.zentralrat.de und auf der dem ZMD nahe stehende Seite www.islam.de favorisiert man bewusst den Wortbestandteil Mord, und zwar als Teil des nebulösen Begriffes Kopftuchmörder (beide Homepages) beziehungsweise Kopftuchmord (islam.de). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">In diesen Tagen erfolgt also durch den KRM eine geschickte Verschmelzung zweier Begriffe, der bewusst alogischen Wortschöpfung »Kopftuchmord, Kopftuchmörder« mit dem in Deutschland spätestens seit dem großfamilienseits geplanten Mord an der anti-schariatisch lebenden Hatun Sürücü allbekannten Begriff »Ehrenmord, Ehrenmörder (4)«. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Islamisierung ist Kopftuchpolitik, 2009 zwischen Bagdad, Teheran, Ankara, Paris und Berlin ein Politikum ersten Ranges. Kommt da den Parteigängern des Scharia-Islam der schreckliche Mord des fremdenfeindlichen Russlanddeutschen an einer Kopftuch tragenden Ägypterin gerade recht, um die Deutschen einzuschüchtern und die erwünschte Rechtsspaltung im Schulverwaltungsrecht und im Familienrecht namentlich Personenstandsrecht durchzusetzen? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Mit säkularen, gleichheitsfeministischen Frauenrechten haben die reaktionären Islamverbände nun wirklich nichts im Sinn. Mit hidschāb, Tschador und Burka doch wohl schon eher. 2009 ist Frankreich bereits durch die nordafrikanische al-Qaida dahingehend bedroht worden, die Burka (5) im öffentlichen Raum auch künftig nicht zu verbieten (6). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Unter &#8220;crime du foulard&#8221; (mit “”) sind am 12. Juli lediglich vier, am 13. Juli fünf Einträge zu ergoogeln gewesen, darunter einer vom 10. Juli 2009 (7). Dort heißt es wörtlich: &#8220;Ermordet, weil sie das Kopftuch trug&#8221;, Rubrik: &#8216;Islamophobie&#8217;. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 60pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Auch deutsche Medien wie die WELT (8) haben beim KRM denken lassen und folgende Erklärung abgedruckt: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> »Am 01.07.09 (9. Rajab 1430) wurde unsere Schwester im Islam, Marwa El-Sherbini in Dresden aus Hass auf die Muslime und Fremden erstochen. Unser aller Gebete und Mitgefühl gilt nun den Angehörigen des Opfers. Die 28jährige schwangere Frau und Mutter hinterlässt einen Ehemann und einen Sohn. Wir Muslime werden Marwa ein dauerhaftes und nachhaltiges Andenken in Deutschland bereiten. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Marwa ist das bisher tragischste Opfer unserer muslimischen Schwestern, die unter Demütigungen, Verdächtigungen und Diskriminierungen zu leiden haben. Marwa ist auch Opfer der Hetze und Verleumdungen, die spätestens seit der Zeit der Entscheidung zum Kopftuchverbot im öffentlichen Dienst und auf einschlägigen Internetseiten betrieben wird. Die insbesondere an ihrer Bekleidung erkennbaren muslimischen Frauen sind unterdessen weitgehend gesellschaftlich und menschlich abgewertet. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wir rufen jetzt alle Muslime auf, in ihren Schweigemärschen unserer ermordeten Schwester friedlich trauernd zu gedenken. Wir appellieren an das Gute und die Gerechten in unserem Land, dass jeder an seinem Platz für die Liebe unter den Menschen und die Achtung vor der Glaubensüberzeugung jedes Einzelnen werben möge. Marwas Tod hat uns in Angst und Schrecken versetzt. Die Politik muss endlich die Islamphobie in unserem Land ernst nehmen.« </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 60pt 35.4pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Aus der offiziellen Erklärung des KRM, 08.07.2009 </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Mehrere Printmedien haben diese Inspiration übernommen und Marwa el-Sherbini als &#8220;Märtyrerin&#8221; einer irgendwie grassierenden &#8220;Islamphobie (Islamophobie)&#8221; bezeichnet. Den schariafreundlichen Mythos namens Islamophobie kennen Fundamentalismus- und Korankritiker aus leidiger Erfahrung, doch ist das völlig unkritisch abgedruckte Wort Märtyrer dem Geist der Gegenmoderne und der Irrationalität verpflichtet. In Europa ist bereits seit eineinhalb Jahrhunderten verstanden worden, dass von Märtyrer zu sprechen einer journalistischen Berichterstattung unwürdig ist. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">In Teheran gibt es eine theologische Politik, dort ist die Staatsführung geheiligt. In Europa und auch in Dresden sind keine Dämonen am Werk, sondern wurde schlicht versäumt, die Menschen im Gerichtssaal auf Waffen zu durchsuchen. Journalismus, Wissenschaft und brauchbare Politik sprechen nicht von Ehre oder Schande, sondern von Leistung oder Mangelhaftigkeit. Ein Mordopfer ist ein getöteter Mensch, kein Märtyrer. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Aus Sicht der kulturellen Vormoderne ist der Märtyrertod sinnvoll. Wir halten die Tatsache, dass eine Apothekerin erstochen wird, nicht für sinnvoll. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Anders als Mohammed und auch anders als die tausend Jahre alte, kulturrassistische und grundrechtswidrige Scharia, anders als ECFR-Scheich Yūsuf al-Qaraḍāwī oder auch anders als der iranische Präsident Mahmūd Ahmadī-Nežād hält die Bundesrepublik Deutschland die Tötung eines Menschen in keinem Falle für sinnvoll. Der Scharia-Islam kennt jene, die soziale (islamische) Ordnung wiederherstellende und einem Sakrament gleichkommende Todesstrafe, etwa für den Apostaten. Volksislam und Islamismus reden von islamrechtlich unrechtmäßig Getöteten als von Märtyrern, den geheiligten Selbstmordattentäter gibt es daneben auch. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Ausländerfeind Alex W. handelte nicht im Auftrag des Souveräns sprich des deutschen Volkes und ein weltanschaulich neutraler Staat wie die BRD lässt seine Organe bewusst keine Märtyrer ausrufen. Die quasi religiöse NSDAP allerdings meinte in den Jahren der untergehenden Weimarer Republik noch, das ganz anders sehen zu müssen und erklärte den getöteten Horst Wessel zum »Blutzeugen der Bewegung«, Blutzeuge ist die Übertragung des altgriechischen Wortes Märtyrer ins Deutsche. Das anhebende so genannte Dritte Reich wünschte den Kult einer totalen Opferbereitschaft und duldete dementsprechend auch das vermeintliche Märtyrertum wohlwollend. Es folgten zwölf Jahre, in denen auch getötete Soldaten als »Helden und Märtyrer« stilisiert wurden. Heute wollen die Deutschen, von ein paar fundamentalistischen Strömungen abgesehen, kein Märtyrertum, sondern Zivilcourage, und die mutigen Kritiker der repressiven Politreligion in Kabul, Teheran oder Kairo können uns freiheitlichen Demokraten ein gutes Beispiel sein. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Nach dem völlig islamverträglichen, dabei ebenso mittelalterlichen wie bereits vorislamischen Ehrbegriff des nāmūs, der Ehre des patriarchalischen orientalischen Menschenbildes, ist (vgl. Gülşen Çelebi unter www.ehrenmord.de) vielleicht ja auch im Deutschen der ein vormodernes Denken darstellbar machende Begriff Ehrenmord beziehungsweise Ehre angemessen, wenn auch säkulare Demokraten dieses Ehrverständnis nicht haben dürfen, sondern ein anderes, ein mit der Aufklärung und den allgemeinen Menschenrechten verträgliches Bild von Ehre (Achtungswürdigkeit). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Der alte orientalische Ehrbegriff des nāmūs beinhaltet neben der Blutrache und dem Blutgeld immense Nachteile für die Frau: Zwangsverlobung, Tochtertausch arrangierter Ehe, Kinderheirat, Kultur gewordene Frauenverachtung, Frauenüberwachung, Mitgiftmord, Genitalverstümmelung, Verschleierung (nachträglich genannt pardā, hidschāb), Wegsperren der Frauen, Geschlechtertrennung (ebenfalls pardā, hidschāb), öffentliche Attentate wie Nase-Abschneiden, öffentliche, familiäre und eheliche Vergewaltigungen. Derartige kulturell verankerte Frauenentwürdigung und Frauenentrechtung ist im Gebiet zwischen Kaukasus, Indus und Nil beileibe kein islamisches Monopol, doch wurde der nāmūs vom Islam wie von einem Schwamm seit 1.400 Jahren aufgesogen und der Islam ist heute Weltreligion (walī mudschbir, schafiitische FGM). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Auch Koran, Scharia-Islam und Islamisches Recht haben einen vormodernen Ehrbegriff konserviert, der in Deutschland nicht gelebt werden kann, ohne das Grundgesetz zu verletzen. Im Islamischen Recht (Sa&#8217;īd Ramaḍān, Āyatollāh Chomeinī, Yūsuf al-Qaraḍāwī, Hānī Ramaḍān) haben der männliche oder weibliche Ehebrecher, der Polytheist oder Atheist und der Islam-Apostat keine Achtungswürdigkeit. Es sei denn, man würde den Eingegrabenen zu steinigen oder auch das Abtrennen des Kopfes als angemessene und sozialverträgliche Form der Ehrerbietung betrachten. Die Menschen der kulturelle Moderne, die es auf der ganzen Welt gibt und unter denen es auch säkulare Muslime und Ex-Muslime gibt, brauchen den šarī&#8217;a-Islam und den fiqh-Islam nicht als achtungswürdig zu bezeichnen. Und genau das ist das Problem. Herr Ayyub Axel Köhler, Sie wollen die Scharia! </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Es sollte uns säkularen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern darum gehen, den Begriff Kopftuchverbrechen (crime du foulard) sozusagen zurückzuerobern beziehungsweise vom Kopf auf die Füße zu stellen: Nicht die Kritik am Kopftuch ist ein Verbrechen! Das aufgezwungene Kopftuch ist ein Verbrechen! </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Und genau diesen Zusammenhang zwischen dem repressiven Kult des politischen (orthodoxen) Islam und dem nach der Doktrin der Freiwilligkeit (Kein Zwang im Glauben, dem Unwilligen droht das Höllenfeuer) getragenen Schleier möchte der im Juli 2009 vermarktete Neologismus »Kopftuchmörder, Kopftuchmord« umkehren. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Ohne Frage, Alex W. ist als der Mörder der Täter, die getötete Marwa al-Sharbini das Opfer. Dem orthodoxen Islam ist andererseits das auf Machtverfestigung zielende Austauschen von Täter und Opfer nicht fremd, und hier ist zu sagen, dass der Islam nicht das Opfer Deutschlands ist und Kritik am aggressiven islamischen Fundamentalismus selbstverständlich auch künftig möglich sein muss. Darum aber geht es den Salafisten um Pierre Vogel sowie den vier im KRM zusammengeschlossenen deutschen Islamverbänden im Juli 2009 nach dem schrecklichen Mord an einer ägyptischen Pharmazeutin: Künftige Islamkritik und Kopftuchkritik zu erschweren, am besten zu verhindern. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Einmal, vor eineinhalb Jahrzehnten ist der Begriff &#8216;crime du foulard&#8217; doch aufgetaucht, 1994. In jenen Jahren konnte unter einer prekären Mehrheit von Europas Pädagogen und Sozialarbeitern noch die politreligiöse Exklusion, die schariatische Segregation oder die repressive Erziehung zur Abschottung … als &#8216;crime&#8217;, als Verbrechen gelten (9). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24px;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Wer als muslimisch angepasste Frau im Alltag in Deutschland wie auch im Falle des eigenen Ablebens alle Angehörigen und Freunde um das Grab versammelt wissen will und eine islam-offizielle Grabrede verlesen wissen will, der muss doch wohl besser ein Kopftuch getragen haben. Die Kopftuchverweigerin gilt unter Muslimen leider nach wie vor als Schlampe, der die Verschleierung lobpreisende Mann als berufener Sittenwächter. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Noch gibt es zwischen Senegal und Malaysia Zehntausende von Mädchen und Frauen, die ohne Kopftuch leben oder wenigstens ohne hidschāb zur Schule gehen dürfen und beispielsweise eine Schuluniform englischen Stils tragen können. Aber der fundamentalistische Islam und mit ihm die Verschleierung der Frau scheint seit zehn oder zwanzig Jahren anzusteigen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Zwei islamische Strömungen arbeiten im Juli 2009 beim Verwenden oder Nutzbarmachen des grausamen Dresdner Mordfalles zusammen, einerseits die reichen, schariatreuen Funktionäre des etablierten Verbandsislam wie Ayyub Axel Köhler, mit dem unsere Regierung drei Jahre lang in einem Hinterzimmer zu diskutieren beliebte. Auf der anderen Seite arbeiten ihnen die armen Schwärmer und Wanderprediger zu, die auf den deutschlandweiten Trauerzug aufgesprungenen bärtigen Salafisten, Tschador-Händler und Niqāb-Tolerierer um die frommen Fundamentalisten Yusuf Estes, Bilal Philips (derzeit Einreiseverbot in die USA), Abdul Adhim und Pierre Vogel. Zu ihrem Umfeld gehören das Aufklärung und kulturelle Moderne standhaft verweigernde Islamische Bildungs- und Kulturzentrum Braunschweig (IBKB; www.furkan-semi.de, www.einladungzumparadies.de) und die Berliner al-Nur-Moschee. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Lautstarke Trauerkultur um eine ermordete Ägypterin, der gewiefte Kommunal- und Verbandspolitiker trifft auf den charismatischen Kumpel. Wenig scheinen der akademische Nadelstreifenkalif aus Köln-Nippes (FDP, im Stadtrat) und der aus Bonn und Frechen stammende einstige Profi-Boxer (Kreationist, warnt vor dem Teufel, will Geschlechtersegragation und fordert den hidschāb) gemeinsam zu haben. Von der Scharia einmal abgesehen. Beide sind zum Islam übergetreten, beide reden von Marwa. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Konvertit Vogel unternimmt dieser Tage eine Deutschlandtournee, viele andere Gruppen organisieren vergleichbare Gedenkstunden in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und Heidelberg. Da feiert man sich ein wenig selbst, lässt Dutzende von langbärtigen, Kittel tragenden und damit fraglos frommen „Brüdern“ antreten und garniert die Sache mit mehreren Handvoll wahhabitisch anmutender Tschador-Wesen oder gar mit gesichtslosen Niqab-Gestalten (10). Die mutmaßlich femininen Gespenster lässt man Flugblätter verteilen, den ganzkörperverhüllten Wesen sind tappende Zwei- oder Dreijährige und belebte Kinderwagen zugehörig, die Kinder zeigen, über ihre eigenen Muttergespenster so etwas wie serielle Verwunderung. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Die deutsche Salafiyya umfasst eher weniger türkeistämmige als vielmehr aus Marokko stammende Einwanderer und ist durch Konvertiten ergänzt worden. Auch Deutschlands Salafiyya will die komplette weibliche Leibesbedeckung und den ach-so-femininen Gesichtsschleier möglichst weit verbreiten. Dafür ist die getötete Apothekerin aus Ägypten ja vielleicht günstig einzusetzen. Ungerührt bis wütend wird gerufen: „Schwester Marwa, Märtyrerin Marwa, unsere geliebte Kopftuchmärtyrerin!“ Dann wird fünf Minuten lang heftig über das Lehrinnenkopftuchverbot hergezogen und Deutschlands angebliches Klima der Fremdenfeindlichkeit und Islamfeindlichkeit lautstark angeprangert. Nun hält der Redner ein großes Photo von Marwa, ihrem Mann und dem gemeinsamen Kind hoch, sehr anrührend. Der Redner schreit: „Was muss erst noch alles passieren, müssen noch mehr Muslime sterben? Wehret den Anfängen!“ Er legt das Marwa-Plakat wieder weg und bringt Burka- und Kopftuchverbote im Staatsdienst, betroffen machend aber wenig plausibel, mit der Lage der Nonkonformisten im Nationalsozialismus in Verbindung. „Unsere Schwester Marwa ist Deutschlands erste Märtyrerin für die islamische Bedeckung! Wird sie die letzte sein?“ Scharia macht nutzbar, islamische Nutzbarmachung. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Der Vorsitzende des ZMD Ayub Axel Köhler, Kuratoriumsmitglied der „Christlich-islamischen Gesellschaft“ und dadurch bekannt geworden, dass es ihm im Frühjahr 2007 gelang, den in Ägypten als Muslimbruder gehandelten und mit einer Frau Erbakan verheirateten Ibrahim el-Zayat in die Deutsche Islamkonferenz einzuschmuggeln. Das seltsam ungleiche Doppel Köhler und Vogel sendet die gleiche Botschaft an alle muslimischen Frauen, einen Appell, den wir ja vielleicht so verstehen dürfen: </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> „Für nicht linientreue Töchter islamisch sozialisierter Eltern und Straßenzüge machen Allahs Missionare keinen Finger krumm, islamkritische Ägypterinnen oder auch &#8216;nur&#8217; bekennende Kopftuch-Gegnerinnen (Ägypterinnen oder Türkinnen oder türkeistämmige Deutsche) sind uns Salafisten oder uns vom Koordinierungsrat der Muslime recht egal und von ermordeten Koptinnen oder christlichen Irakerinnen möchten wir in Deutschland nicht gesprochen wissen, das wäre Hetze gegen den Islam. Vielmehr müssen wir das geradezu rassistische Lehrerinnenkopftuchverbot kippen, das einem Berufsverbot gleichkommt und das ein Verstoß gegen die grundgesetzlich garantierte Religionsfreiheit ist.“ </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Ein Mordfall findet Verwendung. Die Deutschen sollen sich schuldig fühlen, das Denken einstellen und die Verschleierung nebst Zweitfrau und arrangierter Ehe dulden. Kopftuchpflichtige Töchter sind fortan eine eigene Sorte Schüler: Die »Spezies: Muslimisches Mädchen«, diese Schülerinnen dürfen gesonderte Rechte in Anspruch nehmen wie verweigerten Biologie- und Aufklärungs-, Sport und Schwimmunterricht. In Politik und Pädagogik, bei den deutschen Linken, Atheisten, Säkularen, Calvinisten und Freikirchlern scheint der unlogische Appell der Schariafreunde gleichermaßen zu wirken: „Islamkritik ist Fremdenhass und Frauenmord! Ihr Fremdenfeinde, ihr Frauenmörder! Wendet euch mit uns gegen jedes Kopftuchverbot!“ </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Die Konvertiten Köhler und Vogel reden von einer »Märtyrerin Marwa«. Die rührigen Organisatoren der aktuellen Trauerkundgebungen für die am ersten Juli 2009 im Dresdner Gerichtssaal mit achtzehn Messerstichen ermordete Marwa aš-Šarbīnī haben Anspruch, Forderung und Absicht. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Sie beanspruchen, im Sinne der von einem Deutschen getöteten Ägypterin Marwa tätig zu sein, sie fordern die unbegrenzte Duldung von Kopftuch und Burka und sie beabsichtigen die Implementierung der Scharia ins europäische und deutsche Recht. Das dürfen wir engagierte Lobbyarbeit nennen oder moralische Erpressung. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 120pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Ümmühan Karagözlü, Jacques Auvergne </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (1) “Kopftuchmörder” </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:36pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://islam.de/12888.php">http://islam.de/12888.php</a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (2) Crime du foulard. In: Jeune Afrique </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:36pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.jeuneafrique.com/Article/DEPAFP20090709T151053Z/-Russie-justice-Religion-Angela-Merkel-L-Allemagne-en-introspection-apres-le-meurtre-xenophobe-d-une-Egyptienne.html">http://www.jeuneafrique.com/Article/DEPAFP20090709T151053Z/-Russie-justice-Religion-Angela-Merkel-L-Allemagne-en-introspection-apres-le-meurtre-xenophobe-d-une-Egyptienne.html</a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (3) frz. Wiki Ehrenmord </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:36pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://fr.wikipedia.org/wiki/Crime_d%27honneur">http://fr.wikipedia.org/wiki/Crime_d%27honneur </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (4) Wiki Ehrenmord </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:36pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ehrenmord">http://de.wikipedia.org/wiki/Ehrenmord</a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (5) Burka, Ganzkörperverschleierung </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:36pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://cache.jalopnik.com/assets/resources/2008/03/Burka.jpg">http://cache.jalopnik.com/assets/resources/2008/03/Burka.jpg </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (6) Befehl der Qaida an Frankreich: Duldet die Burka! </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:36pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.welt.de/politik/ausland/article4037093/Sarkozys-Burka-Verbot-erzuernt-al-Qaida.html">http://www.welt.de/politik/ausland/article4037093/Sarkozys-Burka-Verbot-erzuernt-al-Qaida.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (7) À propos &#8220;crime du foulard&#8221; </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:36pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.lesquotidiennes.com/soci%C3%A9t%C3%A9/lallemagne-vit-dans-le-d%C3%A9sarroi-son-premier-crime-islamophobique.html">http://www.lesquotidiennes.com/soci%C3%A9t%C3%A9/lallemagne-vit-dans-le-d%C3%A9sarroi-son-premier-crime-islamophobique.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 38pt;"><span style="font-size:9.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (8) Die WELT publiziert Ayyub Axel Köhlers Erklärung. Bemerkenswert sind die Kommentare, nicht alle Menschen fallen auf die seitens des KRM implizierte Gleichung »Kopftuchverbot = Frauenmord« herein. Erster Kommentar 09.14 Uhr, letzter Kommentar 09.57 Uhr, dann wurde, nach 43 Minuten, der Kommentarbereich wegen Verstößen gegen den guten Ton geschlossen. Drei kluge Meinungen: </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:9.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> »Solche deutlichen Worte des Koordinierungsrates der Muslime würde man sich auch einmal zur Situation der christlichen Kopten in Ägypten, den Christen in der Türkei, im Irak und Iran, Saudi-Arabien etc. wünschen. Oder zum Beispiel nach einem so genannten &#8220;Ehren&#8221;-Mord. Diejenigen, die weltweit unzählige &#8220;muslimische Schwestern&#8221; demütigen und diskriminieren und ihnen selbst die grundlegendsten Rechte vorenthalten, sind in erster Linie deren Väter, Onkel und Brüder. Aber das ist ja kulturell und religiös bedingt und deswegen ok.« </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:9.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> »Was in aller Welt hat denn dieser durchgeknallte Messerstecher mit dem Kopftuchverbot zu tun?« </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 36pt;"><span style="font-size:9.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> »Doch einige Millionen Muslime leben ganz normal als unsere Mitbürger hier. Sie können ihre Religion ausüben und in einer Freiheit leben, welche so weltweit nicht selbstverständlich ist. Es ist der Mehrheit der hier in Freiheit lebenden Menschen gegenüber nicht gerecht, wenn hier pauschal für Muslime eine Opferrolle vergeben wird. Die überwiegende Mehrheit ist nicht Opfer von Diskriminierung, Demütigung und Verleumdung.« </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:60pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article4079998/Marwa-wurde-aus-Hass-auf-Muslime-erstochen.html">http://www.welt.de/politik/deutschland/article4079998/Marwa-wurde-aus-Hass-auf-Muslime-erstochen.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (9) 1994 kannte auch die kulturelle Moderne einen &#8216;crime du foulard&#8217;. “l’idéal de laïcité, la nécessité d’interdire les signes “si ostentatoires … Le crime du foulard est d’être facteur d’exclusion. … ” (Jean-Jacques Delfour 1994) </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:36pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://membres.lycos.fr/disclord/philo/foulard.htm">http://membres.lycos.fr/disclord/philo/foulard.htm </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (10) Nikab, Gesichtsschleier. Öffentlicher Raum ist männlicher Raum, menschliches Gesicht ist männliches Gesicht </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:36pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://operationitch.files.wordpress.com/2009/06/burka.jpg">http://operationitch.files.wordpress.com/2009/06/burka.jpg </a> </span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Buchrezension: Verschleierte Wirklichkeit]]></title>
<link>http://schariagegner.wordpress.com/2009/07/01/buchrezension-verschleierte-wirklichkeit/</link>
<pubDate>Wed, 01 Jul 2009 15:25:56 +0000</pubDate>
<dc:creator>schariagegner</dc:creator>
<guid>http://schariagegner.wordpress.com/2009/07/01/buchrezension-verschleierte-wirklichkeit/</guid>
<description><![CDATA[تحرير المرأة taḥrīr al-mara&#8217;aḥ, Die Befreiung der Frau, (Buchtitel, Qasim Amin 1899) Spezies M]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="line-height:125%;margin:0 0 60pt;">
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 6pt;" align="right"><span style="font-size:25pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> تحرير المرأة</span></p>
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0;" align="right"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">taḥrīr al-mara&#8217;aḥ, </span></p>
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0;" align="right"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Die Befreiung der Frau, </span></p>
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 60px;" align="right"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (Buchtitel, Qasim Amin 1899) </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;" align="justify"><span style="font-size:15.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Spezies Muslima </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;" align="justify"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Zu: Christina von Braun, Bettina Mathes: »Verschleierte Wirklichkeit« (2007) </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 30pt;" align="justify"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Jacques Auvergne </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> [Titel] »Verschleierte Wirklichkeit. Die Frau, der Islam und der Westen«  </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Da gibt es die Wahrheit, die aber ist euch verborgen. Wir, von Braun und Mathes, enthüllen euch diese Wirklichkeit. Ist das der Anspruch des Titels? Die Frau, der Islam und der Westen. Das Buch beansprucht, uns aufzudecken, was Frau ist (damit sicherlich auch, was Mann ist), wir werden im Folgenden sehen, ob dieser Anspruch annähernd eingelöst werden kann. Was qualifiziert eine Filmemacherin (von Braun) und eine Anglistin (Mathes), uns zu offenbaren, was Frau ist? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Der Islam und der Westen. Gegenüberstehend, einander wesensfremd? Wo ist die (universelle) Schnittmenge? Darf der Westen unislamisch sein beziehungsweise soll er islamisiert werden, soll der Islam verwestlicht werden oder soll er „rein“, unwestlich bleiben? Ist von Säkularisierungsprozessen überhaupt noch die Rede? Heißt Globalisierung Duldung von kalifatsähnlichen Strukturen? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Werden Ex-Muslime zu Wort kommen oder orientalische Christen oder orientalische Juden, kurdische Jesiden, iranische Bahá&#8217;í? Wer wird die Deutungshoheit zu „Islam“ haben, die Psychologin Wafa Sultan, die muslimischen Säkularen wie Necla Kelek oder Bassam Tibi, oder vielmehr die radikalen Islamisten von der Milli Görüş oder gleich von der Muslimbruderschaft? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 11. Wir sind der Ansicht, dass die Geschlechterordnung das Terrain ist, auf dem das Unbewusste jeder Kultur am deutlichsten agiert. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Wir auch. Maßgabe sind allerdings universelle Menschenrechte, Gleichberechtigung von Mann und Frau, der Ungewissheitsvorbehalt der wesensgemäß vorläufigen Wissenschaft sowie der Wunsch nach einem Leben ohne Kulturrassismus und in möglichst gewaltarmer Weise. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Welcher Hohepriester deckt uns denn bitte die genannten „unbewussten“ Zusammenhänge auf? Papst, Scheich, Schamane, von Braun oder Mathis? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 12. Zwangsheirat, Ehrenmord, Genitalverstümmelung. Dabei wird übergangen, dass diese Praxis zwar in islamischen Gesellschaften vorkommt, aber keineswegs ausschließlich in diesen. … Wenn ein Land wie Somalia eine Fatwa gegen die Genitalverstümmelung von Mädchen anordnet, so ist diese Nachricht den westlichen Zeitungen kaum drei Zeilen wert. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Wir wissen, welchen Wert fatāwā (Fatwas) für die Rechtssicherheit eines Individuums im Allgemeinen und gegen die FGM (female genital mutilation) im Besonderen besitzen: Gar keinen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Die Filmemacherin und Professorin Christina von Braun und die Anglistin und Germanistin Bettina Mathes werben hier indirekt für das vormoderne, misogyne Fatwa-Wesen des Scharia-Islam und Fiqh-Islam. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Leider haben von Braun und Mathis vom Islam keine Ahnung, denn der Scheich Nur Barhud Gurhan, er war es, der die legendäre „somalische fatwā gegen FGM“ erstellte, hat die Öffentlichkeit gezielt belogen, indem er behauptete, die FGM würde im Islam absolut verboten sein und einem Verbrechen von der Schwere eines Mordes gleichkommen. Islamische Scheichs indes sagen Nichtmuslimen nicht immer die Wahrheit. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Hohe und höchste islamische Geistliche der Kairoer al-Azhar wie der Rechtsgelehrte Dr. Muhammad Wahdan (al-Rai TV, 2006, bei MEMRI TV) forderten die zu Ägyptens Alltag gehörende Klitoridektomie oder Klitoriskappung, was den Schariaverteidigern von Braun und Mathes womöglich gleichgültig ist oder vielleicht auch unbekannt. Für Hanbaliten und Malikiten ist FGM (milde Sunna sprich Klitorisvorhautamputation oder nur ein wenig Amputation der Klitorisspitze, wir haben zu sagen: FGM) ehrenhaft, die schafiitische Rechtsschule (Indonesien, Malaysia, Kurdistan, Palästina) hält FGM („milde sunna“, khifadh / khafdh) für verpflichtend, arabisch sagt man zur heiligen Pflicht farḍ, farīḍa. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Der nur halbwegs Islamkundige sagt: „Ja, aber der Abenteurer Rüdiger Nehberg hat doch mit dem geachteten Hassprediger Yusuf al Qaradawi (Yūsuf al-Qaraḍāwī) die Fatwa gegen FGM persönlich auf den Weg gebracht und dank der sprichwörtlichen islamischen Toleranz sogar als ein unreiner Atheist den Segen der al-Azhar für seinen medienwirksamen Kampf gegen die FGM erhalten!“ </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Diese Nachricht war in der Tat derartig rührend, dass es im Blätterwald nur so rauschte und nahezu niemand mehr dem hoch anerkannten und israelhassenden islamischen Radikalen al-Qaradawi zuhörte, der genau differenzierte (Allāh denkt differenziert), dass man zwar die kleinen Schamlippen nicht länger entfernen möge und die großen zunähen, nein, dass man sich aber an den islamischen Grundsatz zu halten habe: „Schneide nicht so tief! Das ist schöner und stellt den Ehemann zufrieden.“ Scheich al-Qaradawi erklärt dem Rest der Welt, dass es Frauen mit übergroßer Klitoris gebe oder mit übermäßig starkem Sexualtrieb, und für die müsse eine islamrechtlich einwandfreie Einzelfallregelung der Klitoriskappung oder Klitorisamputation stets möglich bleiben (1)“ </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Sicherlich, Herr Rüdiger Nehberg hat seine Fatwa trotzdem bekommen, die orientalische Gastfreundschaft ist schließlich ebenso legendär wie die kunstvolle islamische taqqiyya. Und wer in den von Herrn Nehberg gesundheitspolitisch betreuten Stämmen der nordostafrikanischen Afar noch FGM macht, wird enthauptet – Tod der FGM. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Und in Europa stehen al-Qaradawi sowie die Azhar seit 2006 als angebliche Humanisten und FGM-Feinde ganz hoch im Kurs. Damit kann der Einfluss des Europäischen Fatwa-Rates (ECFR; geistliches Oberhaupt: Yūsuf al-Qaradāwī) beziehungsweise der afrikanischen Muslimbrüder (al-Ikhwān al-Muslimūn) ja ungehindert steigen und darum ging es. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Somalia? Der bei von Braun und Mathes ohne Quellenangabe erwähnte murmelnde Somalier ist Scheich und heißt Nur Barud Gurhan (auch: Scheikh Nur Barud) vom Ulema Council. Der Stellvertreter Allahs wetterte im Jahre 2003 gegen die Benutzung von Präservativen (2) und wollte Verstöße gegen das Kondomverbot nach dem geheiligten Scharia-Strafrecht mit der von Allahgott vorgesehenen öffentlichen Auspeitschung ahnden lassen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Scheich Nur Barud äußerte sich 2005 gegen FGM. Und, was ist geschehen, meine Damen von Braun und Mathes? Nichts. FGM ist somalischer Alltag, ohne oder mit Fatwa. Der radikale Islam allerdings hat an Macht gewonnen und gleich einige Steinigungen vollzogen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Derselbe Sheikh Nur Barud, den wir eurozentrischen Wirklichkeitsverschleierer nach von Braun und Mathes als Genitalverstümmelungsausrotter wertschätzen sollen, ist Gründungsmitglied und stellvertretender Vorsitzender der radikalislamischen, 1991 durch Anhänger der Union of Islamic Courts sowie der Muslimbruderschaft gegründeten Miliz Kulanka Culimada. Scheich Nur Barud Gurhan hat, um die gestörte gesellschaftliche Harmonie wiederherzustellen, also sozusagen in Notwehr, die Tötung aller somalischen Christen gefordert: „Das somalische Volk hat das Recht auf den dschihād. Wir werden alle Apostaten töten. Somalia ist zu hundert Prozent muslimisch. (3)“ </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Haben Sie Zweifel, ob der Sheikh Nur Barud, zu dem der christliche Blog somalisforjesusblogspot informiert, seine Drohung ernst meint? Möchten Sie trotz Lektüre von »Verschleierte Wirklichkeit« (2007) wissen, was die vollumfänglich installierte Gesetzesreligion mit Abtrünnigen macht? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">2005 wurde der sein Menschenrecht auf Religionsfreiheit (New York 1948) wertschätzende Mansur Mohamed durch seine Landsleute und Anhänger der islamischen Miliz Hizbul Shabaab (auch: aš-šabāb, wörtl.: Jugend) unter Verlesung einer Sure aus dem Koran enthauptet. Mansur Mohamed wollte für sich eine Spiritualität nach Jesus von Nazareth der kriegerischen Ethik des Feldherrn Mohammed vorziehen. Muslime haben Furcht vor fitna und sorgen dafür, dass keiner aus der Reihe tanzt. Bitte Vorsicht, Sie sehen hier eine Scharia-Hinrichtung (4). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Entschleierte Wirklichkeit. Islamisches Recht. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 13. Alle Formen des Fundamentalismus verbindet zumeist eine oberflächliche Kenntnis der heiligen Texte </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Erbakan und al-Qaradawi hätten den Koran und die Hadithen nicht verstanden? Oder, nehmen wir diese als Textkenner, wären Milli Görüş oder Muslimbruderschaft nichtfundamentalistisch? Und was ist mit Nur Barud, den die beiden Autorinnen uns ans Herz legen, ist der fromme Beschneiderinnenbekehrer aus Mogadischu eher Analphabet oder eher weltbürgerlich? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Und überhaupt, sollen wir jetzt die „heiligen Texte“ immer genauer studieren, um uns gegenüber dem Fundamentalismus zu immunisieren? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Fundamentalismus ist fanatische Textkenntnis. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 13. [Alle Formen des Fundamentalismus verbindet zumeist eine oberflächliche Kenntnis der heiligen Texte.] Dem Mörder des ägyptischen Präsidenten Anwar al-Sadat wurde – erstaunlich genug – bei seinem Prozeß die Möglichkeit geboten, seine Tat theologisch zu begründen. Die Anhörung offenbarte eine bemerkenswerte Unkenntnis des Koran und seiner Auslegungen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Der Mord an Muammar Anwar as-Sādāt wurde von Anhängern der Gruppe al-Jihad begangen, die aus der Jama&#8217;at Islamiyya (al-dschamā&#8217;a al-islāmiyya) hervorging. Diese ist, wie so viele radikalislamische, eine Staatswerdung der vollumfänglichen Scharia verlangende Terrorgruppen, in den siebziger Jahren aus der Muslimbruderschaft entstanden. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Anders als Filmemacherin von Braun und Anglistin Mathes, die einmal mehr beweisen, dass sie von Scharia oder Islam so gut wie nichts verstehen, kennen und verstehen die Autoritäten von Muslimbruderschaft, dschamā&#8217;a al-islāmiyya oder al-dschihād den qur&#8217;ān und die aḥādīṯ, (Hadithen, Plural von ḥadīṯ) äußerst genau, wie das Beispiel „Ich habe Pharao getötet!“, so sagte der erfolgreiche Attentäter, belegt. Nicht, dass diese Leute jedes Wort der Suren oder Hadithe kennen ist das Problem, das tun wir Islamkritiker schließlich auch, leider nehmen diese Leute den Koran wörtlich. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Fundamentalismus ist Wortgläubigkeit. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Präsident as-Sādāt wurde ermordet, weil sein Staat nicht ausschließlich nach der scharī&#8217;a regiert und verwaltet wird. Das sagten die Islamisten selbst und wir sollten diese frommen Herren sehr ernst nehmen. Alle, die das Wenige, was in Ägypten an säkularer und transparenter Verwaltung und Justiz aufgebaut worden ist, verteidigen möchten, wissen, dass die Attentäter die Islamische Gesellschaft wollen, das Kalifat. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Was oder wer hat von Braun und Mathes motiviert, zu behaupten, nach der Staatswerdung des Islamischen Rechts zu streben sei unislamisch? Hätten die Islamisten von al-Dschamā&#8217;a al-islāmiyya oder al-Dschihād wie der in den USA lebenslang im Gefängnis wohnende, blinde Kleriker &#8216;Umar &#8216;Abd ar-Raḥmān, hätten die beiden Attentäter an Präsident Sadat, die „frommen Soziokritiker“ Karam Zuhdi und Abdessalam Faraj in der Koranschule besser aufpassen sollen oder Ḥasan al-Bannā und Sayyid Qutb gründlicher studieren sollen, damit sie eben gerade keine säkularen Muslime („Pharao“) ermorden? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Und noch einmal: Die der Terrorgruppe al-Dschihad enstammenden, weltweit gesuchten Brüder Ayman Rabi&#8217; az-Zawāhirī und Mohammed Mohammed Rabi&#8217; az-Zawāhirī kennen die „heiligen Texte“ (Zitat von Braun / Mathes) nicht gründlich genug? Einen Korankurs für Osama bin Laden? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Selbst die gefährlich schariafreundliche Europäische Union behandelt die Dschamā&#8217;a al-islāmiyya richtigerweise als Terrororganisation. Und von Braun und Mathes verteidigen nicht nur die mittelalterlich-orthodoxe oder antimodern-radikalislamische Sexualpolitik mit seinem textilen Kerker namens hidschāb, sondern möchten den ägyptischen Herren Islamisten Nachhilfe in Korankunde geben, damit sie nicht so viele koranisch motivierte Morde begehen? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Der Ausweg aus jedem Fundamentalismus ist das Lernen, politische, sexuelle, ökonomische und religiöse Meinungsvielfalt und Meinungsfreiheit in sich und im Mitmenschen zuzulassen, für seine und zugleich für die politische, sexuelle, ökonomische und religiöse Emanzipation aller Mitmenschen einzustehen, Zweifel und Fragen in sich selbst und in der Öffentlichkeit immer neuen Raum zu geben sowie die Gegner der offenen Gesellschaft, die immer eine säkulare Gesellschaft ist, mit den Mitteln der freiheitlichen Demokratie in Schranken zu halten. All dieses wird durch Allahs wörtlich verstandene Pflichtenlehre ebenso erschwert wie durch kulturrelativistische, den fiqh und die scharī&#8217;a verkitschende Schriften wie die hier analysierte. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 14. hervorragende Islamwissenschaftlerinnen … wie Fatimah Mernissi oder Nilüfer Göle </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Entweder kennen Filmemacherin von Braun und Anglistin Mathes die den islamischen Fundamentalismus verteidigenden Schriften der Koranliebhaberin Mernissi oder der französischen Soziologin Nilüfer Göle nicht, oder wissen nicht, was Wissenschaft ist. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 14. Was besagt eigentlich die Fülle von Schriften, die sich dem Orient widmen, über den Okzident? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Der gefährliche Dualismus Orient versus Okzident arbeitet dem Kalifat zu oder der demokratiehassenden NPD (Udo Voigt wallfahrtet zur Hizb ut-Tahrir) oder allen anderen, die daran Interesse haben, universelle Menschenrechte sowie bundesdeutsche, für jeden geltende Grundrechte (und Grundpflichten) zu verhindern. Christina von Braun und Bettina Mathes laden uns zu einem Sühneritual ein, bei dem „wir sozialdemokratischen Abendländer“ die „so ganz anderen Orientalen“ um Absolution für unsere ekklesiogenen Neurosen samt Kreuzzügen und Kolonialzeitgräueln bitten. Eines tun von Braun und Mathes nicht: Sich zur kulturellen Moderne zu bekennen, zu den universellen Menschenrechten von 1948 und gegen die Kairoer Erklärung der Menschenrechte von 1990, die den totalen Schariavorbehalt gebietet. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 15. [Der Text des über den Kolonialismus forschenden französischen] Psychiaters Frantz Fanon: … „Jeder abgelegte Schleier … drückt auf negative Weise aus, dass Algerien beginnt, sich selbst zu verleugnen“ … erhält durch die Kopftuchdebatte eine überraschende Aktualität </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Die weiblichen Kinder oder Enkelkinder islamisch geprägter Nordafrikaner sollen also für alle Zeit hidschāb tragen? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 16. Wir teilen die Empörung über Zwangsheirat </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Walī mudschbir. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 16. Wir teilen die Empörung … über Klitorisbeschneidung </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> „Eine Beschneidung macht die Mädchen, bei denen sie erforderlich ist, keusch, würdig und rein“, weiß Dr. Mohammed Wahdan, Dozent an der al-Azhar-„Universität“ in Kairo. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Warum kritisieren von Braun und Mathes denn unsere islamischen, die Frauenbeschneidung fordernden Autoritäten wie Herrn Dr. Wahdan nicht vernehmbar? Meinen die beiden das „wir teilen die Empörung“ überhaupt ernsthaft? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Und der Islamgelehrte &#8216;Omar al-Khatib redet vor der Kamera: </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">“Ja ein bisschen, nicht zuviel, maßvoll und im Einklang mit den religiösen Traditionen, ja! Auch sollte die Öffentlichkeit nicht so viel darüber reden, das ist doch ein familiäres Thema und ein Thema des lokalen Volksbrauchtums. Ja, sage ich, soweit die islamischen Rechtsschulen die Frauenbeschneidung oder Mädchenbeschneidung gutheißen, so weit ist sie gut, mehr wäre natürlich nicht gut. Und Allah weiß es am besten.” </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 198. [Film »Submission«] Wir wollen … den beiden Autoren [Theo van Gogh und Ayaan Hirsi Ali] nicht unterstellen, absichtlich einen religiös inspirierten Pornofilm gedreht zu haben mit dem Ziel, den Islam zu erniedrigen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Über religiös inspirierte Pornofilme würden wir gerne etwas Genaueres wissen. Submission ist kein Pornofilm. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> [s. o.] mit dem Ziel, den Islam zu erniedrigen </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Haben van Gogh und Hirsi Ali das denn getan, haben sie den Islam erniedrigt? Fordern von Braun und Mathes uns hier auf, künftig den Islam nicht zu erniedrigen? Sondern erhaben bleiben zu lassen? Oder zu erhöhen? Und wer Islamkritik übt, verschuldet seine Hinrichtung? Christina von Braun und Bettina Mathes begeben sich auf die Stufe der Komplizenschaft zu Mohammed Bouyeri, indem sie sagen: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 198. Der Film hat … teil heftigen, teils gewaltsamen Protest ausgelöst und zur Ermordung des Filmemachers geführt. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Als ob Gewaltsamkeit nicht auch heftig wäre. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> „Der Film hat zur Ermordung des Filmemachers geführt“ – das stimmt nicht, die der Gottheit geweihte Hinrichtung durch den die marokkanische und die niederländische Staatsangehörigkeit besitzenden muslimischen Attentäter Herrn Bouyeri hat zu dem Mord geführt. Der Pistolenschuss und die Messerstiche haben zum Mord, zum Tod geführt, nicht der Film. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Am 2. November 2004 schoss Bouyeri nach längerer radikalislamisch-mentaler und kriminell-organisatorischer Vorbereitung auf den gerade mit dem Fahrrad zur Arbeit fahrenden Filmemacher und stieß ihm ein nepalesisches Kukri-Kampfmesser (Khukuri) in den Körper sowie ein zweites, kleineres Messer. Am zweiten Messer hatte der Islamist sein Bekennerschreiben, den Drohbrief gegen Ayaan Hirsi Ali befestigt, wie ihn Cees van der Duin ins Deutsche übersetzte und kommentierte, zu lesen als Nummer 067. auf dem Blog Sägefisch (6). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Zwei Personen üben die Tätigkeit des Filmemachens aus, die laut Klappentext 50 Filmdokumentationen angefertigt habende Christina von Braun und der niederländische Regisseur Theo van Gogh, der sechs von seinen 19 fertig gestellten Filmen selbst finanziert hatte. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Die Professorin am kulturwissenschaftlichen Institut der Humboldt-Universität zu Berlin von Braun empfiehlt uns ihr islamverteidigendes Verhalten als nachhaltig, als survival of the fittest? So geht man eben mit dem so ganz anderen Islam um, islamkritisch van Gogh, islamfreundlich von Braun, ist das hier das Lernziel? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 200-201. [Der islamkritische Film »Submission«] Was erfahren wir in dieser Sequenz über den Islam? Sollen wir glauben, im Islam gehorche das Beten den Regeln der Peepshow? Sollen wir glauben, im Gebet biete sich die Muslimin Gott als sexuelle Ware an? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Selbstverständlich ist die Gottheit aus Sicht eines scharfen Religionskritikers ein seitens des Betenden erhoffter Spanner. Man nennt das auch Atheismus. Im orthodoxen Islam ist öffentliche Gotteslästerung leider ein todeswürdiges Verbrechen, wir haben vom fundamentalistischen Islam Änderung zu verlangen, nicht vom seine Meinungsfreiheit nutzenden Atheisten. Was von Braun und Mathes uns angesichts rasch beleidigter Muslime dringend empfehlen, ist die Zensur. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Religion ist stets total, repressive Religion wie der Islam totalitär, und der Islam ist dabei auch noch extrem sexualisiert. Der bei drohender Höllenstrafe von genau einzuhaltenden Zwangshandlungen (Waschungen und vieles mehr) zu begleitende eheliche Sex ist im Islam geradezu ein Akt des Exorzismus. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Nach der Scharia hat die Ehefrau hat ihrem Mann jederzeit sexuell zur Verfügung zu stehen, indem sie mit ihrem Leib das von Allahgott vorgesehene Objekt der geheiligten Triebabfuhr willig verkörpert und indem sie ihren Uterus dem Schlafzimmerkalifat, der patriarchalischen, sie eingekauft habenden (Brautpreis) muslimischen Sippe und der imaginierten islamischen Weltgemeinschaft in eine geheiligte Söhnchenfabrik zu verwandeln zulässt. Eine sexuelle Gehorsamsverweigerung seitens der Frau ist ein Akt der Auflehnung gegen Allāh, ist Apostasie, bringt sie in die eingebildete Hölle und gestattet ihrem Ehemann, Prügelstrafe auszuüben. Das ist Sex für die Ehefrau im Scharia-Islam, auch das gehört zum Gebet der orthodoxen muslimischen Ehefrau, und genau diesen vormodern sexualmagischen, barbarisch obszönen, frauenentrechtenden Status der Frau in Koran und ḥadīṯ kritisiert der gut gemachte, sehenswerte Film »Submission«. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Wer Muslimas und Muslimen, wer den Töchtern und Söhnen, Enkelinnen und Enkeln orthodox islamischer oder antimodern-islamistischer Familien den Zugang in die kulturelle Moderne eines spirituell, sexuell und sozial selbstbestimmten Lebens verbauen will, wirbt allerdings gegen den islamkritischen Film, gemeinsam mit den beiden Autorinnen. Was derlei Kulturrelativismus mit Gleichberechtigung der Frau und Feminismus zu tun haben soll, versuchen von Braun und Mathes uns Bedürftigen auf 435 Seiten engagiert zu vermitteln. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Das war ein Scherz, die beiden Autorinnen fordern lediglich, dass jede deutsche Muslima nach einer von uns gefälligst mental und politisch zuzulassenden, sexualmagisch und fundamentalistisch orientierten Seinsweise der Verhaltensüberwachung durch das muslimische Kollektiv leben darf. Kürzer gesagt: Christina von Braun und Bettina Mathes fordern die Rechtsspaltung, das auf muslimische Familien begrenzte Sonderrecht der Scharia. Das eingewanderte (Importbraut) oder zum Polit-Kult hin konvertierte Exemplar der „Gattung Islam-Weib“ wird zur Verfügungs- und Manövriermasse der geheiligten europäischen Macho-Bünde. Die islamisierten „freien, gleichberechtigten“ Frauen sollen im Namen der Kulturwissenschaft (Berliner Humboldt-Universität) und Solidarität (Gewerkschaften; SPD; Kirchentage) aus der offenen Gesellschaft abgedrängt werden in eine sich zunehmend abschottende Apartheid der Gegenmoderne. Allahs xx-Chromosom wird biologisiert. Spezies Muslima. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 227. …die kopftuchtragende oder verschleierte Muslimin muß beinahe zwangsläufig provozieren, denn sie vertritt »eine Position, die ohne Umschweife die Verschiedenheit der Geschlechter betont«425 – dies aber nicht als Hindernis für ein emanzipiertes Leben oder die Verwirklichung von Geschlechtergerechtigkeit sieht. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Der Mann im Islam hat die Entscheidung über den Wohnort der Familie, das Aufenthaltsbestimmungsrecht über die Kinder, Kinder gehören ihm beziehungsweise seiner Sippe, er kann sich eine Zweit- oder Drittfrau dazukaufen, er kann die dann sozial verachtete und an Gesundheit und Leben gefährdete Frau verstoßen, er darf die Frau nach Yusuf al-Qaradawi zum Tragen des Kopftuches zwingen, er darf die widerspenstige oder potentiell ungehorsame Frau schlagen. Wie eine derartig muslimisierte Frau allerdings jetzt noch „emanzipiert leben“ kann oder was eine solche sakrale Frauenentrechtung mit „Geschlechtergerechtigkeit“ zu tun haben soll, dass wissen nur von Braun, Mathes, Mohammed und Allahgott. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Einen Vorteil haben Tschador und Burka: Unter dem Stoff sieht man die blauen Flecken nicht. Das ist leider kein Witz. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Der Vater im Islam oder der Vater des Vaters kann seine Tochter beziehungsweise seine Enkelin als wali mudschbir, Heiratsvormund mit der Berechtigung zum Zwang, in erster Ehe auch gegen deren Willen verheiraten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Sofern die Autorinnen nicht durch schwachen Geist oder ausgeprägte Unfähigkeit zur Empathie vorherrschend geprägt sind, gibt es jetzt drei Möglichkeiten: Entweder kennen von Braun und Mathes die Scharia sprich den Islam nicht, oder, zum Zweiten, sie ermuntern uns, derlei Kulturbereicherung zumindest vorübergehend zu dulden und auf rasche Selbstauflösung der Scharia und baldige Angleichung (Assimilation) der islamischen Sexualpolitik an die universellen Menschenrechte zu hoffen. Oder, zum Dritten, sie arbeiten für die Vertiefung und Ausweitung des islamischen Rechts in Europa sprich gegen das Grundgesetz. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 230. [Überschrift Kapitel V] Orient und Okzident: Zwei Wissensordnungen </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">China nicht vergessen bitte, direkt die dritte Wissensordnung, der Chinese-an-sich, ist er nun Konfuzianer oder Staatskommunist, jedenfalls ethnokulturell reinrassig, ach was, lasst uns als Peking-Kommunisten die Konfuzianer ausrotten, das ist dann Wissenssystem und Recht auf Selbstbestimmung. Und der spezifische Inder, auch dieser Antiimperialist darf im Falle seiner Einwanderung hier in Europa nach dem Kasten-System leben und ist, bei Lichte besehen, erst dann glücklich, wenn ihm die Kolonialmacht nicht länger verbietet, die satī, die Witwenverbrennung durchzuführen. Mein Kollege stammt aus Neuguinea, sein Großvater war noch authentischer Papua und völlig enkulturiert in die Tradition und zugleich Religion, seinen Feinden einen von einer Bogensehne schnellenden, federgeschmückten Holzpfeil in den Leib zu befördern, allerdings nur in den Rücken zu schießen, denn die Wissenskultur der Papuas ist an den Werten der Vorsicht und der kulturellen Nachhaltigkeit ausgerichtet. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Wissensordnung neben Wissensordnung! Wenn sich Deutschland und Europa auf derlei „Toleranz“ einlassen, wird unsere Gesellschaftsform rasch und für lange ungefähr so kohärent sein wie Anatolien 1915, Südafrika 1970 oder Jugoslawien 1995. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 231. Es waren islamische Herrscher, die im Laufe des 7. und 8. Jahrhunderts in den von ihnen eroberten Gebieten … Schulen und Universitäten gründeten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Schulpflicht für Mädchen Fehlanzeige, für von Braun und Mathes aber alles kein Problem. Dass in den angesprochenen Lernorten des kulturellen Rassismus (dhimma) das betrieben wurde, was wir heute Volksverhetzung nennen, ist den „toleranten“ Autorinnen nicht so wichtig. Die Dhimmis wurden geheiligt diskriminiert, waren täglich mit Missachtung zu strafen. Der orthodoxe Islam fordert von jedem Muslim, den angetroffenen Nichtmuslim die vorweggenommene Höllenstrafe spüren zu lassen, ihn vom Weg abzudrängen, ihn keine neuen Gotteshäuser bauen zu lassen, im die kulturrassistische Strafsteuer (dschizya) aufzuzwingen, ihm die Lektüre des kulturrassistischen islamischen Rechts zu verwehren.
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Der moralisch minderwertige dhimmī ist mit dämonischem Ekel zu befrachten und daher als nādschis zu bezeichnen, das bedeutet, als so widerlich unrein wie Fäkalien zu empfinden. Kopftuch ist der Ausweis auf (prekäre, labile) Reinheit des islamisierten Weibes, Kopftuch ist das unsäglich arrogante Zeichen der Reinen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Der gelehrte Kulturrassist und islamische Sufi al-Ghazali (Abū Ḥāmid Muḥammad bin Muḥammad al-Ġazālī) studierte die griechischen Philosophen in der Tat – um ihren „verhängnisvollen Einfluss“ zu vernichten. Die vorislamische Vergangenheit zu studieren, um sie zu zerstören, das ist al-Ghazali, dessen Befehl neun Jahrhunderte später, am 12. März 2001 und mit Dynamit an den Statuen von Bamyan folgerichtig umgesetzt wurde. Die außerislamischen Kulturen studieren zu lassen, um fromme Kämpfer (dschihād) gegen eben jene als teuflisch (bid&#8217;a, schirk, kufr) diffamierten nichtislamischen Lebensweisen und Lebensentwürfe zu motivieren, das ist „islamische Universität“, und in der Tat wäre hier auch die Kairoer Azhar zu nennen: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 231. In der Kairoer Hochschule Al-Azhar wird seit mehr als tausend Jahren ohne Unterbrechung gelehrt und geforscht. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Dort wird gelehrt, ja, auch auf dem zumeist Heiliger Berg (Άγιον Όρος, Ágion Óros) genannten Athos (Άθως, Àthos) wird seit einem guten Jahrtausend unterrichtet. Der Sitz der tibetischen religiösen Autorität, der Potala in Lhasa, dürfte älter sein und tibetische Buddhisten studieren gründlich. Dass jemand alte arabische Handschriften (kritisch) untersucht oder ordentlich Arabisch lernt wäre gar nicht schlecht. Leider fühlt sich die Azhar der Scharia und dem Fiqh verpflichtet und ist folglich zu einer historisch-kritischen Methode unfähig. Damit aber herrscht de facto Zensur und keine Universität. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Die Islamgelehrten der auch geistig dem Mittelalter entstammenden „Blühenden“, das heißt al-Azhar wörtlich, haben auch heute teilweise sehr reaktionäre Ansichten. Fiqh (Scharia-Jurisprudenz) ist frauendiskriminierend, Nichtmuslime entrechtend und dazu leider noch nicht einmal modernisierbar. Nichtmuslime dürfen an der „Blühenden“ nicht studieren, das ist religiöse Apartheid, jedenfalls keine Schule oder Hochschule im Sinne von Platon oder im Geiste der immerhin fünf Jahrhunderte alten Studia humanitatis. Der Geist der Renaissance, der Humanismus, fordert die Würde des – jedes – Menschen und dessen Recht auf Leben. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Im orthodoxen Islam aber hat der hörbar bekennende Gegner der islamischen Pflichtenlehre das Recht auf seinen herbeigeführten Tod. Auf irtidād oder ridda, Apostasie, folgt nach dem spezifisch islamischen Konzept von Sozialverantwortung, Notwehr und Bewahrung vor weiterer Umweltverschmutzung die einem Sakrament gleichkommende Tötung des Angreifers (Islamkritikers) anhand der Definition der Grenze zur Beleidigung Gottes (die hudūd-Vergehen, wörtlich Grenzverletzungen, Sg. hadd). Am 23. September 1978 beschied der Fatwa-Rat der bei von Braun und Mathes so gerühmten al-Azhar zur Frage des Rechts auf Leben eines aus Allahgottes Sicht gesund erzogenen sprich naturreligiös (muslimisch) sozialisierten Ägypters. Der Ägypter hatte eine Deutsche geheiratet und war zum Christentum übergetreten. Da will seine besorgte Familie doch wissen, wem die Kinder des verlorenen Sohnes vom Nil gehören (Allahgott natürlich). Die Azhar antwortete: </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> „Alles Lob gebührt Gott, dem Herrn der Welten. Segen und Friede sei mit dem Siegel der Propheten, unserem Herrn Muhammad, seiner Familie und allen seinen Gefährten. Hiermit erteilen wir Auskunft: Da er vom Islam abgefallen ist, wird er zur Reue aufgefordert. Zeigt er keine Reue, wird er islamrechtlich getötet. Was seine Kinder betrifft, so sind sie minderjährige Muslime. Nach ihrer Volljährigkeit, wenn sie im Islam verbleiben, sind sie Muslime. Verlassen sie den Islam, werden sie zur Reue aufgefordert. Zeigen sie keine Reue, werden sie getötet. Und Gott der Allerhöchste weiß es am besten. Der Vorsitzende des Fatwa-Ausschusses in der Azhar. Datum: 23. September 1978; Siegel mit Staatswappen: Die Arabische Republik Ägypten. Al-Azhar. Der Fatwa-Ausschuss in der Azhar.“ </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Das aus der Sicht der Scharia erbauliche Traktätchen »Verschleierte Wirklichkeit. Die Frau, der Islam und der Westen« erschien 2007 und lobt die Weisheit, Frauenfreundlichkeit und Glaubenstiefe der Azhar. Im selben Jahr äußerte sich die tief gläubige (radikalislamische) Muslima Frau Souad Saleh, immerhin Dekanin der keusch (geschlechtergetrennt) organisierten Frauenabteilung der islamisch-frommen (barbarischen) Azhar über einen fünfundzwanzigjährigen Ägypter namens Mohammed Hegazy. Hegazy war vom Islam zu den traditionellen Christen (Einwohnern) Ägyptens von der koptischen Kirche übergetreten und damit murtadd, Apostat (zu arab. ridda, Apostasie). Universitätsdekanin Saleh forderte islamrechtlich einwandfrei, Herrn Hegazy zu töten. Naja, Souad Saleh ist nur eine halbe Person (Frau), mögen Kenner des Islam sagen. Scheich Youssef al-Badri vom Zentrum für Barbarei (islamische Universität) der Azhar wird um Auskunft gebeten. Christina von Braun und Bettina Mathes verneigen sich tief, der Scheich wird bestimmt tolerant sein, Islam ist Friede und Antiimperialismus! </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">War nichts. Auch Scheich al-Badri will dem Fünfundzwanzigjährigen in ernsthafter Atmosphäre (islamische Kulturpädagogik) den Kopf vom Körper abtrennen lassen. Herr Schäuble, mehr Dialog! </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Aus Angst, getötet zu werden, lebt Mohammed Hegazy irgendwo im Untergrund. Mittlerweile sind seine Anwälte verhaftet worden, denn einen Apostaten zu verteidigen ist Beihilfe zum Staatsterror. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Die al-Azhar will FGM. Wir finden das ganz schlimm. Frau von Braun und Frau Mathes finden die Azhar gut. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Alles eine Frage der Wissensordnung. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 356. »Wohin erziehen wir unsere Kinder, wenn wir die Auffassung vertreten, daß sie nicht in der Lage sind, mit dem unterschiedlichen (auch religiös bedingten) Äußeren verschiedener Menschen (das ihrer LehrerInnen eingeschlossen) umzugehen?, fragt die in Berlin ansässige AG »Muslimische Frau in der Gesellschaft«.744 </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Die erwähnte „AG“ (Muslimische Frau in der Gesellschaft) bzw. Fußnote 744 verweist auf (muslimat-berlin, inzwischen automatische Weiterleitung zu nafisa.de) die zum Islam konvertierten Frauen Nina Mühe (sie betreibt auch: „ninainkairo.wordpress“, Januar 2009 unternahm sie einen Ausflug in den Gaza-Streifen), Silvia Horsch („al-sakina.de“), Kathrin Klausing („musafira“) (7). Die drei frommen Berliner Damen sind sexualpolitisch aktiv, wie der von ihnen betriebene erhebliche Kopftuchkult veranschaulicht (8). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Des Weiteren verlinkt man dort zu Amir Zaidan vom Islamologischen Institut, Zaidan ist Mitverfasser der widerlichen Kamel-Fatwa und steht nach eigener Aussage dem Gedankengut der Muslimbruderschaft nahe, woran wir gar keinen Zweifel haben. Mühe, Horsch und Klausing verlinken ferner zur GMSG, dort strahlt uns ein Tagungsplakat mit dem Konterfei von Tariq Ramadan, Nadeem Elyas und Ali Kızılkaya  entgegen. Die GMSG gibt recht radikale islamische Texte in einer eigenen Buchreihe heraus, wo Murad Hofmann, Bd. 8, und Ibrahim el-Zayat, Bd. 11, zu Wort kommen dürfen und Irmgard Pinn sowie Abdurrahman Reidegeld nicht fehlen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Christina von Braun und Bettina Mathes empfehlen also, wenn sie vom islamischen Blickwinkel reden oder uns auf kompetente Deutung des Islam hinweisen, das dichteste Umfeld der Muslimbruderschaft. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Ach ja, diese zwei Wissensordnungen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Die Filmemacherin und die Anglistin stellen sich indirekt hinter Fereshta Ludin und deren Kampf für die Zulassung des Lehrerinnenkopftuchs, die eben zitierte Frage („Wohin erziehen wir unsere Kinder“) nämlich soll aus der Zeit der Klage der prominentesten Kopftuchklägerin stammen und sich ausdrücklich auf Ludin beziehen. Leider nennen von Braun und Mathes keine Quelle, doch der Brief wurde im Jahr des Bundesverfassungsgerichtsurteil zum Kopftuchstreit, 2004, auf der Seite der SPD Baden-Württemberg abgedruckt. Dort (Kapitel 9) wird leider ebenfalls nicht persönlich unterzeichnet, sondern als die bei von Braun und Mathes lobend erwähnte „AG Muslimische Frau in der Gesellschaft; DMK e.V.); Drontheimer Str. 16, Berlin“ (9). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Die Autorinnen berufen sich also auf den »Appell muslimischer Frauen an die PolitikerInnen Deutschlands. Und: Und 12 wichtige Aspekte zur Debatte über „das Kopftuch“ und muslimische Frauen«, genannt ist ferner ein Verein namens Deutschsprachiger Muslimkreis Berlin (DMK). Der DMK (www.dmk-berlin.de) nennt keinen Ansprechpartner namentlich, sondern versammelt viele Berliner Moscheegemeinden und islamische Vereine. DMK verlinkt zu muslimehelfen.org (Ahmad von Denffer) und, an prominenter Stelle, zu Islamic Relief Deutschland (Gitschiner Straße, Berlin, nebenan residiert Verein Inssan), die der internationalen Islamic Relief Worldwide (IR) zugehört. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Islamic Relief Worldwide (IR), man verwechsele es nicht mit &#8220;International Islamic Relief Organization&#8221;, wurde 1984 von Dr. Hany el-Banna (Hany Abdel Gawad el-Banna) in Birmingham gegründet und versteht sich als islamische Organisation der Entwicklungshilfe. Das IR hat sich der Schirmherrschaft der Kairoer Azhar unterstellt, sammelt weltweit sozusagen überall milde Gaben für humanitäre Zwecke und ist Geheimdiensten in Großbritannien durch die spendensammelnde Person eines ehemaligen Anwerbers für den militärischen Dschihad (10) und in Russland durch eine mögliche Nähe zum tschetschenischen Terrorismus (11) aufgefallen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Ob Dr. Hany el-Banna mit diesem Herrn Hani al-Banna von Muslim Aid identisch ist? Auch dort ist Ahmad von Denffer mitverantwortlich (12). IR arbeitet weltweit, Dr. al-Banna berichtet aus seinen persönlichen Besuchen im von der Tsunami-Naturkatastrophe heimgesuchten Südostasien, namentlich in der Provinz Banda Aceh, die inzwischen die vollumfängliche Scharia (eben auch im Strafrecht) installiert bzw. aktiviert hat. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Deutschlands berüchtigste und toleranteste Integrationsbeauftragte heißt Barbara John. Mensch heißt auf Arabisch insan. Wie nett. Menschenfreundin John sitzt im Beirat vom Verein »Inssan«. Der Verein steht der Muslimischen Jugend Deutschlands (MJD) nahe, zwei Inssan-Vorstandsmitglieder waren einst bei der MJD führend tätig. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Im Auftrag von »Europe Trust« (Muslimbruderschaft) kaufte Ibrahim el-Zayat, Chef der IGD, die als der deutsche Arm der Muslimbruderschaft gelten kann, für den eher winzigen, vierzig meist studentische Mitglieder umfassenden Verein Inssan (immer gerne dabei: die ehemalige Ausländerbeauftragte des Berliner Senats, Barbara John) das Gelände für eine in Berlin-Neukölln (Pflügerstraße) aufzubauende Moschee. Gesammelte Spenden und Schenkungen aus den Golfstaaten würden die Finanzierung decken. Vor dem Verwaltungsgericht scheiterte das für ein Wohngebiet als zu groß befundene Projekt im Juni 2007. Also plante Inssan in Berlin-Charlottenburg (Keplerstraße) in den Jahren 2007 (Bauantrag) bis 2009 (Baubeginn? Hoffentlich nicht) die Errichtung einer
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Moschee für 700 Gläubige. Leicht ersichtlich, dass vierzig Studenten eine so große Moschee nicht selbst bezahlen können. Angeblich soll es also wieder mit einem Drittel Spenden, zwei Dritteln arabischer Finanzierung vonstatten gehen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">In der Bürgerinitiative »Menschen am Mierendorffplatz« haben sich zivilcouragierte und weitblickende Berliner zusammengefunden, um mit den Mitteln des freiheitlich demokratischen Rechtsstaates nicht gegen einen orientalischstämmigen Monotheismus und schon gar nicht gegen Deutschlands Einwanderer, sondern gegen einen der antimodernen Muslimbruderschaft nahestehenden Verein anzugehen und um den Inssan-Moscheebau zu verhindern. Die Bürgerinitiative bekundet ihre säkulare, humanistische und demokratische Sicht auf eine radikalislamische Haltung selbst gewählten Fremdheit in einem lesenswerten Positionspapier (14). Auch das Flugblatt könnte der Mehrheit der am Ort wohnenden Menschen einleuchten, von denen eben die meisten das Grundgesetz wollen und nicht die Scharia (15). Viel Erfolg! </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Die MJD betreibt den Verlag Green Palace und verlegt dort die Schriften des ranghöchsten europäischen Nadelstreifenislamisten Tariq Ramadan (Die Muslime im Westen. Aufbauen und Mitgestalten) sowie die Bücher des bei vdmev.de ins Deutsche übersetzten türkischen Fundamentalisten Mustafa Islamoğlu (16), außerdem sind über Green Palace Bücher des Ahmad von Denffer, des „Islamologen“ Amir Zaidan (Kamel-Fatwa) und des Vordenkers des weltweiten Islamismus Sayyid Qutb (1906-1966) erhältlich. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Qutb, Autor von »Meilensteine«, hatte den Begriff der dschahiliyya, der eigentlich eher schlicht die vorislamische Epoche meinte, streng auf die Tagespolitik bezogen und religiös aufgeladen, gewissermaßen als das teuflische, auszulöschende Heidentum des Kapitalismus, des Materialismus und der Demokratie. Sayyid Qutb forderte die Souveränität nicht des Volkes, sondern Allahgottes: hakimiyyat allah. Nach Studium an der Azhar und sechzehnjähriger Arbeit für das ägyptische Bildungsministerium nahm er erst nationalistische, dann radikalislamische Standpunkte ein. Zwei Jahre lang lebte er in den USA, in denen damals noch die schreckliche Rassentrennung galt, vor der auch er betroffen war. Nach einem Attentatsversuch vielleicht unklarer Täterschaft auf Präsident Nasser (1954) wurden zahlreiche Muslimbrüder verhaftet und gefoltert, auch Qutb. In Gefängnishaft schrieb er die Werke Fi zilal al-Qur’an (Im Schatten des Koran) und Ma&#8217;alim fi-t-tariq (Zeichen auf dem Weg). Das letztgenannte Buch, je nach Übersetzer auch „Wegzeichen“ oder „Meilensteine“ genannt (englisch „Signposts Along the Way“ oder schlicht „Milestones“ entstand in seiner Haftzeit und wurde mehrfach vom ägyptischen Staat verboten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Es ist genau dieses radikalreligiöse Denken, wie Qutb es mit seiner dschahiliyya-Konzeption pflegte, das dem erwähnten (islamkundigen) Benennen des Präsidenten Sadat als „Pharao“ seitens des Sadat-Mörders zugrunde liegt, vgl. zu Seite [13]. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Die berühmte Kopftuchklägerin Fereshta Ludin war in den Jahren vor (!) dem Prozess auf deutscher Bundesebene Vorstandsmitglied (1997-1999) der MJD. Die Autorinnen von Braun und Mathes berufen sich auf Ludin und, in vielleicht bezeichnend versteckter Weise (Fußnote, keine Personnennamen), auf die (namentlich ebenso wenig signierte) bereits erwähnte, in der Drontheimer Straße 16 ansässige Arbeitsgemeinschaft.  Diese AG „Muslimische Frau in der Gesellschaft“ teilt sich, vielleicht ja aus Kostenbewusstsein, das Haus mit der Organisation Islami Tahrik beziehungsweise Bilal-Moschee. Manchmal wird für Bilal-Moschee auch Hausnummer 3 genannt. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Die Seite von Bilal-Moschee und Verein „Islami Tahrik Berlin e. V.“ (www.islamitahrik.de) ist in Arabisch und Englisch gehalten, Location Germany, Drontheimer Str. 16. Ob sie sich wirklich der weltbekannten al-ichwān al-muslimūn, der 1928 von Ḥasan al-Bannā gegründeten Muslimbruderschaft verbunden fühlt, können uns Christina von Braun und Bettina Mathes doch sicherlich beantworten. Die Mutterarmee ungezählter kleiner Terrormilizen, von der unmittelbaren Tochterorganisation Hamas (Israel und Palästinensergebiete) bis zur ägyptischen al-Dschamā&#8217;a al-islāmiyya und von der Gruppe Al-Dschihad (Tanzim Al-Jihad, Ägypten) bis zur tunesichen en-nahda und zur algerischen FIS, diese eindrucksvolle Muslimbruderschaft wäre in einem 435 Seiten starken Werk über die Frau im Islam, einem Werk, an dem Hasan al-Banna und Sayyid Qutb seine Freude gehabt hätten, doch durchaus der Rede wert gewesen. Warum diese Schüchternheit, meine Damen? Welche Wirklichkeit wollen Sie uns verschleiern? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Wikipedia setzt im Juni 2009, unter Bilal-Moschee, ein unauffälliges „(MB)“. Noch zur Drontheimer Straße, denn nebenan residiert das Interkulturelle Zentrum für Dialog und Bildung, IZDB, (Drontheimer Straße 32a), an welcher der 1979 in Deutschland geborene, sittenstrenge Hassprediger Ferid Heider („Es ist nicht normal, dass Mädchen und Jungen zusammen ins Kino gehen“) arbeitet und das gelegentlich auf Kosten des deutschen Steuerzahlers. Ferid Heider (17), Sohn einer polnischen Mutter und eines irakischen Vaters, wünscht, dass alle muslimischen Kinder auch in der Schule beten (18), was mir zur säkularen Arbeitswelt wenig zu passen scheint und was ein System der Bespitzelei, der geheiligten Einschüchterung der Betverweigerer und Nichtmuslime, der permanenten Mädchenkontrolle nach sich ziehen würde und was die erstrebenswerte, oft ohnehin prekäre Klassengemeinschaft endgültig in das zwischen Gläubigen und Ungläubigen spaltende Klassenzimmerkalifat verwandeln müsste. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Ferid Heider meinte sinngemäß: „Ich vermag keinen Gegensatz zwischen dem deutschen Grundgesetz und unserer Religion zu sehen“, und: „Es gibt religiöse Grenzen der Redefreiheit, man darf die Religion nicht in den Schmutz ziehen“ (19). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Irgendetwas läuft falsch zwischen Integration und Scharia, Grundgesetz und Kalifat. Partnerverein des IZDB ist das Islamische Kultur- und Erziehungszentrum Wedding (IKEZ), über das sich der bildungsorientierte Integrationsbeauftragte Arnold Mengelkoch noch nicht gänzlich zufrieden zeigen möchte, sich aber nicht traut, von Scharia, Dhimma, Dschihad und Kalifat zu sprechen oder auch nicht weiß, was Scharia ist. Der Verfassungsschutz hält das IKEZ schlicht für ein Zentrum der terroristischen Hamas (20), der palästinensischen, im Nahen Osten eben auch im „theologischen Fachbereich Dschihad“ tätigen Muslimbruderschaft. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Entgeistert klappe ich das dicke, anspruchsvoll daherkommende Buch über Frauen, den Islam und Europa zu. Wie zufällig streift mein Blick noch einmal den vorderen Umschlag. Und ich muss plötzlich gemein grinsen, denn einen besseren Buchtitel für diesen Ausbund an Unkenntnis und Demokratiegefährdung als »Verschleierte Wirklichkeit« hätte ich nicht wählen können. Doch das Thema ist zu ernst, das Buch ist gefährlich, denn leider muss ich damit rechnen, dass die 1944 in Rom geborene Kulturtheoretikerin Dr. phil. Christina von Braun, Professorin für Kulturtheorie, Geschlecht und Geschichte (Uni Berlin) sowie Sprecherin des DFG-Graduiertenkollegs „Geschlecht als Wissenskategorie“ ihren Text nicht als Satire versteht. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Leicht erklärlich, dass einer deutschen Wissenschaftlerin und mitnichten „enkulturierten“, vielmehr selbstverantwortlich praktizierenden Kulturrelativistin bei den von ihr beraterisch herangezogenen Berliner Vereinen »Inssan« und »IZDB« ein Buch wie »Verschleierte Wirklichkeit« entstehen musste. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 90pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Jacques Auvergne </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 90pt 60pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> PS: Regina Mönch (Verschleiertes Weltbild) (21) und Rolf Löchel (Der Inhalt der Leere) (22) schreiben je eine weitere feine Rezension zu: Christina von Braun, Bettina Mathes: Verschleierte Wirklichkeit </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (1) Endlich, der Durchbruch: Die Fatwa gegen FGM! Gemeinsam mit Nehberg und al-Qaradawi, der zweite will aber die FGM, na sowas. Wo ist die Fatwa, guckstu? Und wo der Scheich? Ah, die Mädchen beschneiden. Und hier ist ja auch die Fatwa </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.nzz.ch/2006/11/24/vm/articleEOTFW.html">http://www.nzz.ch/2006/11/24/vm/articleEOTFW.html </a> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=10793">http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=10793 </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (2) Scheich Nur Barud hält Kondome für unislamisch (2003) </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/africa/3340611.stm">http://news.bbc.co.uk/2/hi/africa/3340611.stm </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (3) Herr Schäuble, der Dialog ist im Eimer! Somalia von Dhimmis säubern, der bei von Braun und Mathes gelobte, angeblich die FGM verbietende postmoderne Scheich will den Dschihad. Robert Spencer, JihadWatch </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.jihadwatch.org/dhimmiwatch/archives/000458.php">http://www.jihadwatch.org/dhimmiwatch/archives/000458.php </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (4) Sein Recht auf Leben, Meinungsfreiheit und Religionsfreiheit (New York 1948) schätzte der Somalier Mansur Mohamed. Geheiligte islamische Enthauptung unter Verlesung einer Sure aus dem „edlen“ Koran. Allah kann Strafrecht. Islamisches Recht. Vorsicht, gefilmte Ermordung </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://somalisforjesus.blogspot.com/2009/01/mansur-mohamed-sfj-martyr-of-year-2009.html"> http://somalisforjesus.blogspot.com/2009/01/mansur-mohamed-sfj-martyr-of-year-2009.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (5) Islam pro FGM: Mohammed Wahdan </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.memri.de/uebersetzungen_analysen/2006_02_AMJ/frauen_moderne_06_04_06.pdf">http://www.memri.de/uebersetzungen_analysen/2006_02_AMJ/frauen_moderne_06_04_06.pdf </a> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/africa/3340611.stm"> http://news.bbc.co.uk/2/hi/africa/3340611.stm </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (6) Der Bekennerbrief des Islamisten Bouyeri am ermordeten Filmemacher Theo van Gogh ist auch ein Drohschreiben gegen Ayaan Hirsi Ali </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://jacquesauvergne.wordpress.com/2008/04/18/067/">http://jacquesauvergne.wordpress.com/2008/04/18/067/ </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (7) muslimat-berlin = nafisa.de = die deutschen Freundinnen der Muslimbruderschaft </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.nafisa.de/ueber-uns/ueber-uns-die-autorinnen/">http://www.nafisa.de/ueber-uns/ueber-uns-die-autorinnen/ </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (8) Willkommen, liebe Studenten, an der Azhar. Lernziel des ersten Semesters: Töten für Allāh. Euer Scheich und eure Dekanin </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.kath.net/detail.php?id=17614">http://www.kath.net/detail.php?id=17614 </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (9) Zum Kopftuchstreit und zu Fereshta Ludin. „Warum fällt es so schwer, die Vielfalt in Deutschland anzuerkennen?“ und andere kalkuliert dosierte Krokodilstränen. Von der legalistischen “AG Muslimische Frau in der Gesellschaft (DMK), Deutschsprachiger Muslimkreis Berlin e.V., Drontheimer Str. 16, 13359 Berlin“ </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://spdnet.sozi.info/bawue/asfbawue/dl/asf-aktuell-04-2004.pdf">http://spdnet.sozi.info/bawue/asfbawue/dl/asf-aktuell-04-2004.pdf </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (10) Islamic Relief Worldwide. Großbritannien </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.militantislammonitor.org/article/id/336">http://www.militantislammonitor.org/article/id/336 </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (11) Islamic Relief Worldwide. Großbritannien. Spendengelder für den Terrorismus in Tschetschenien? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://counterterrorismblog.org/2006/08/cnn_promotion_of_islamic_relie.php">http://counterterrorismblog.org/2006/08/cnn_promotion_of_islamic_relie.php </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (12) Hani al-Banna. Muslim Aid. Mit dabei: Ahmad von Denffer </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://web.archive.org/web/20010124133800/www.muslimaid.org/info-hist.html">http://web.archive.org/web/20010124133800/www.muslimaid.org/info-hist.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (13) Hany El Banna in Malaysia. Islamic Relief </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.irm.org.my/portal/eyewitness-account-from-indonesia">http://www.irm.org.my/portal/eyewitness-account-from-indonesia </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (14) Menschen am Mierendorffplatz. Wichtig für Berlin und zugleich ein Lesegenuss. Positionspapier </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.menschenammierendorffplatz.org/wp-content/uploads/2008/05/inssan_pospap_presse-010508.pdf">http://www.menschenammierendorffplatz.org/wp-content/uploads/2008/05/inssan_pospap_presse-010508.pdf </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (15) Menschen am Mierendorffplatz. Ein überzeugendes Flugblatt </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.menschenammierendorffplatz.org/wp-content/uploads/2008/05/moscheeflugblatt4.pdf">http://www.menschenammierendorffplatz.org/wp-content/uploads/2008/05/moscheeflugblatt4.pdf </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (16) Mustafa Islamoğlu. Siehe auch www.vdmev.de </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.mustafaislamoglu.com/yazidetay.php?Yazi_id=1825&#38;yazar=18">http://www.mustafaislamoglu.com/yazidetay.php?Yazi_id=1825&#38;yazar=18 </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (17) Klassenzimmerkalifat. Imam Ferid Heider </p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.bild.de/BILD/berlin/aktuell/2008/08/07/islam-prediger/gibt-lehrern-nachhilfe.html">http://www.bild.de/BILD/berlin/aktuell/2008/08/07/islam-prediger/gibt-lehrern-nachhilfe.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (18) Ferid Heider darf bei dem bekanntertmaßen schariafreundlichen Goethe-Institut schreiben: </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> I think it&#8217;s right for girls and boys to meet in separate youth groups. And why is it not possible for a young Muslim woman to integrate herself in Germany if she wears a headscarf? I can&#8217;t see any contradiction between the Basic Law of Germany and our religion. I wish we had such great things as freedom of the press, freedom of speech and democracy in the Islamic countries. True, there must be a framework. There are religious limits to freedom of speech; it&#8217;s not right to drag a religion through the dirt. But then there are courts where one can file a lawsuit and be given justice. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.goethe.de/ges/phi/thm/ind/en1743966.htm">http://www.goethe.de/ges/phi/thm/ind/en1743966.htm </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (19) Das IZDB. Für die beiden Freundinnen von Kopftuch und Harem, Christina von Braun und Bettina Mathes ist das IZDB, neben Tariq Ramadan, der Kairoer Azhar und dem Berliner Verein Inssan gleichsam das Fenster zur Geschichte von eineinhalb Jahrtausenden zu billigender Unterdrückung der Frauen und Nichtmuslime, der Stichwortgeber für die zu enteuropäisierende und entkolonialisierende Spezies Weib eines imaginierten Kollektivs wesensgemäß antiimperialistischer Muslime. Kein Wunder, dass der Ausblick durch dieses Fenster die Perspektive verzerrt </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.izdb-berlin.de/">http://www.izdb-berlin.de/ </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (20) IKEZ. Der Partnerverein des IZDB steht der Hamas nahe </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/Islam-Lehrer;art270,2591777">http://www.tagesspiegel.de/berlin/Islam-Lehrer;art270,2591777 </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (21) Regina Mönch: Verschleiertes Weltbild. (Rezension zu von Braun, Mathes: Verschleierte Wirklichkeit) Die Achse des Guten (achgut.com) </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/regina_moench_verschleiertes_weltbild">http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/regina_moench_verschleiertes_weltbild </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (22) Rolf Löchel: Der Inhalt der Leere. (Rezension zu von Braun, Mathes: Verschleierte Wirklichkeit) Literaturkritik. Rezensionsforum für Literatur und für Kulturwissenschaft (literaturkritik.de) </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:120pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=10793"> http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=10793 </a> </span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[To my Iranian sisters, in memoriam Neda]]></title>
<link>http://schariagegner.wordpress.com/2009/06/25/to-my-iranian-sisters-neda/</link>
<pubDate>Thu, 25 Jun 2009 02:54:03 +0000</pubDate>
<dc:creator>schariagegner</dc:creator>
<guid>http://schariagegner.wordpress.com/2009/06/25/to-my-iranian-sisters-neda/</guid>
<description><![CDATA[ندا صالحی آقا سلطان Neda Nedā Sālehi Āġā-Soltān; 1982 – June 20, 2009 Diese Zeilen fand Ü. K. auf de]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="text-align:right;line-height:125%;margin-top:60pt;margin-bottom:6pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> ندا صالحی آقا سلطان</span></p>
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin-top:6pt;margin-bottom:12pt;"><span style="font-size:14.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Neda </span></p>
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin-bottom:90pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Nedā Sālehi Āġā-Soltān; 1982 – June 20, 2009 </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 90pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Diese Zeilen fand Ü. K. auf dem Blog »Tazahorate Ma«, das über die Proteste im Iran berichtet</span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">To my Iranian sisters</span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">They tried to put you down by veiling your hair, </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 36pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">but they can never veil your mind. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">They tried to weaken you by beating your body, </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 36pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">but they can never weaken your will. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">They tried to make you silent by taking your rights, </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 36pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">but they underestimated your silent screams. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">And now you fight back, </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">with all the bravery that is inside you</span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 36pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">and with all the patience that helped you to survive. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">We will never forget </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">what you have done for your people, </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 36pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">what you have done for us, </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">and the next generation will think of you</span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">in love and the deepest respect. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">They tried to put you down, </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">but instead they gave you wings. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 60pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">And they will regret. </span></p>
<p>Quelle: http://tazahorate-ma.blogspot.com </p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:60pt;text-align:left;line-height:125%;" align="left"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://tazahorate-ma.blogspot.com/2009_06_01_archive.html">http://tazahorate-ma.blogspot.com/2009_06_01_archive.html</a> </span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Iran 2009. Dreissig Jahre Gottesstaat]]></title>
<link>http://schariagegner.wordpress.com/2009/06/25/iran-2009-dreissig-jahre-gottesstaat/</link>
<pubDate>Thu, 25 Jun 2009 00:20:16 +0000</pubDate>
<dc:creator>schariagegner</dc:creator>
<guid>http://schariagegner.wordpress.com/2009/06/25/iran-2009-dreissig-jahre-gottesstaat/</guid>
<description><![CDATA[ولايت فقيه velāyat-e faqīh, der Führerstaat der islamischen Juristen Velāyat-e faqīh, sakrale Diktat]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="line-height:125%;margin:0 0 24pt;">
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 6px;" align="right"><span style="font-size:25pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">ولايت فقيه</span></p>
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 6px;" align="right"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">velāyat-e faqīh, </span></p>
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 150px;" align="right"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">der Führerstaat der islamischen Juristen </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 6pt;" align="justify"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Velāyat-e faqīh, sakrale Diktatur </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Jacques Auvergne, 24. Juni 2009 </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die Weltöffentlichkeit erkennt erschüttert, wie seit sieben Tagen das private und öffentliche Leben in allen Städten der seit 1979 brutal herrschenden reaktionären Theokratie des Iran von Angst und Verhaftungen, von prügelnden Sicherheitskräften und vor allem von den von Zehntausenden und sogar Hunderttausenden von Menschen getragenen Demonstrationen bestimmt wird. Das iranische Volk bekundet seinen berechtigten Protest gegen eine gefälschte, ohnehin scheindemokratische &#8220;Wahl&#8221; eines alten oder neuen Präsidenten und protestiert mittlerweile auch gegen die Verhaftungen und gegen die Morde durch die uniformierten oder zivilen Schergen des Gottesstaates, Morde, denen in der letzten Woche fünfzig Menschen zum Opfer gefallen sind. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Stimmen nach Abschaffung der vordemokratischen Verschmelzung von Justiz und Religion werden laut, jener barbarischen, velāyat-e faqīh genannten Konzeption, die der angeblich unfehlbare Theofaschist Rūhollāh Chomeinī stiftete und nach der heute Ayatollah Seyyed Alī Chāmene&#8217;ī beispielsweise über die Verfolgung von Gotteslästerung gebietet sprich die staatliche Pressezensur vergöttlicht oder durch ein von ihm 1990 gegründetes Inquisitionstribunal namens &#8220;Sondergerichts für die Geistlichkeit&#8221; jeden nonkonformistischen Prediger zum Schweigen bringen darf. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Nach drei Jahrzehnten einer &#8216;geheiligten&#8217; Frauenentrechtung und permanenten Überwachung und Einschüchterung, nach 30 Jahren Gottesstaat (schiitische Allahkratie) ohne Rechtssicherheit, Meinungsfreiheit oder Pressefreiheit wird nun endlich international wahrgenommen, dass die Regierung vom Volk nicht länger getragen wird. Eine Regierung oder besser ein Repressionsapparat in der Nachfolge des Ayatollah Chomeini und damit in der antiaufklärerischen Tradition der Islamischen Revolution und des der kulturrassistischen Scharia verpflichteten Wächterrates. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die Wahl vom Juni 2009 war eine Farce, denn es hat aufgrund der allgegenwärtigen Überwachung niemals darum gehen können, die sich auch in Blasphemiegesetzen und Steinigungen darstellende geheiligte Diskriminierung, wie sie jeder Scharia nun einmal innewohnt, in Frage zu stellen. Das Recht auf Leben, und nur das Leben sollten wie als heilig anerkennen, ist in einer islamischen Theokratie, sei sie nun sunnitisch oder schiitisch, gemäß der Scharia für Gotteslästerer oder viele Straftäter nicht gegeben. Die jeder kulturellen Moderne zugrunde liegende Trennung von Staat und Religion ist nach der islamischen Pflichtenlehre konzeptionell verhindert, es gilt, wie mittlerweile übrigens auch in Afghanistan und im Irak, nicht der Vorbehalt der universellen Menschenrechte, sondern der Schariavorbehalt. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Eine in der manichäischen (und leider auch zutiefst islamischen) seelischen Zerrissenheit vom imaginierten Kampf des Lichtes gegen die Finsternis sowie vom endzeitlichen göttlichen Kriegsführer des so genannten Mahdi redende iranische Regierung greift nach der Atombombe. Doch auch ohne den Besitz von Nuklearwaffen ist die Menschenrechtssituation im Iran für die politische Lage eben auch Europas und Deutschlands von großer Bedeutung, denn der politische Islam als eine aggressive, weltweit vernetzte Bewegung preist den Teheraner Gottesstaat und die Islamische Revolution von 1979 als Referenzmodell der gesellschaftlichen &#8216;Umgestaltung&#8217;. Der weltweite Islamismus ist bestrebt, die Islamische Republik Iran als eine bei der iranischen Bevölkerung angeblich hoch anerkannte Staatsform darzustellen, um der vormodernen und gegenmodernen Lebensweise nach Sunna-Fundamentalismus und Scharia-Doktrin im Libanon, in der Türkei und nicht zuletzt auch in der Europäischen Union zu gesteigerter Geltung zu verschaffen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Das Wort des Verteidigungsministers Peter Struck aus dem Jahre 2002 mag uns einfallen, die Sicherheit Deutschlands werde auch am Hindukusch verteidigt. Wovon allerdings womöglich weder die schiitischen Frauen Afghanistans, denen Präsident Hamid Karzai die juristische Sexpflicht auferlegen wollte, etwas gemerkt haben, noch die unter der Fahne &#8216;Schwarz-Rot-Gold&#8217; im Nordosten Afghanistans arbeitenden Bundeswehrsoldaten, die und deren Vorgesetzte wahrscheinlich gar nicht wissen, was politischer Islam oder was Scharia ist. Nicht einmal Wolfgang Schäuble bringt es über die Lippen, sich von der Scharia zu distanzieren, genau das aber haben wir von einem deutschen Innenminister jederzeit erfolgreich zu verlangen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Seit mehr als einer Woche ist die iranische Bevölkerung den Angriffen der brutal vorgehenden Antiaufruhrpolizei ausgesetzt, täglich fallen irgendwo Schüsse und die von Passanten mit ihren Digitalkameras oder Mobiltelefonen aufgenommenen Fotos von prügelnden Polizisten oder Milizionären, von verletzten oder getöteten Frauen und Männern gelangen außer Landes, während die offiziellen ausländischen Journalisten in ihren Hotels auf Regierungsbefehl hin eingesperrt bleiben und an jeder Berichterstattung gehindert werden. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Kleinere Gruppen aus der Bevölkerung sind genötigt worden, an einer volkspädagogischen Jubelveranstaltung für den öffentlich redenden Mahmūd Ahmadīnedschād teilzunehmen und wurden mit Bussen etwa zum Vali-Asr-Square gekarrt. Der Valiasr-Platz und die zwanzig Kilometer lange Valiasr-Straße, die den ärmeren Süden Teherans mit dem wohlhabenderen Norden der Stadt verbindet, sind erst nach der Islamischen Revolution von 1979 so benannt worden und verweisen auf den für fromme Schiiten bedeutenden verborgenen &#8216;Zwölften Imam&#8217;, den die iranische Verfassung von 1979 immerhin als Staatsoberhaupt benannte, dann aber doch vorzog, die Regierungsgeschäfte stellvertretend schon einmal anzupacken. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> In diesen Tagen verweigern Hunderttausende von Menschen ihre Teilnahme an einem jeden organisierten Hofschranzentum und wissen, dass sie nicht für den Holocaust-Leugner und Israelhasser Ahmadinedschad, sondern für einen der beiden Gegenkandidaten, für den vor allem in Europa schon mal als Reformer gehandelten, im Iran recht beliebten Mir Hossein Mussawi oder für den reformfreudig daherkommenden Kleriker Mehdi Karrubi gestimmt zu haben. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Mussawi war Premierminister der Islamischen Republik Iran von 1981-1989, zu seiner Amtszeit erfolgten viele Verhaftungen, Misshandlungen und Hinrichtungen, gleichwohl verbinden 2009 mit dessen möglicher Wahl zum Präsidenten viele Menschen Hoffnung und bekunden das seit Wochen durch grüne Schleifen und grüne Armbinden. Eine grüne Welle des friedlichen Protests schwappt durch die Stadt Teheran. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Karrubi war lange Jahre prominenter Vertreter im Verband der kämpfenden Geistlichkeit (Majma&#8217;-e Rowhāniyūn-e Mobārez), lehnt als Kleriker die wesensgemäß politische Scharia ebenso erklärlicherweise wie bedauerlicherweise nicht hörbar ab und wird mit einer vom Volk eventuell einmal gewünschten Trennung von Staat und Religion persönliche Schwierigkeiten haben. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Ohne Trennung von Staatsapparat und organisiertem Islam nämlich, und das gilt für jedes islamisch geprägte Land, wird es keine Gewaltenteilung geben können und damit keine freiheitliche Lebensweise also auch kein Klima, in dem Pressefreiheit, Religionsfreiheit oder Gleichberechtigung von Mann und Frau wachsen können. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die Scharia (der orthodoxe Islam) entrechtet die Frau systematisch, und zwar ihrem totalitären, undemokratischen Anspruch nach weltweit und ewig, auch wenn Ihnen das Cerić, Erdoğan, Bekir Alboğa oder Schäuble so deutlich nicht sagen mögen. Islam muss säkular werden, Islam darf nie wieder Staat werden und jeder einzelne Muslim hat zu lernen, den &#8220;Ungewissheitsvorbehalt&#8221; (Thomas Meyer: Fundamentalismus. Aufstand gegen die Moderne, 1989) der kulturellen Moderne dem &#8216;Schariavorbehalt&#8217; (Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam, 1990) des wesensgemäß nach politischer Macht strebenden islamischen Fundamentalismus als übergeordnet akzeptieren. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die eingeschränkte Auswahl der Gegenkandidaten ist bedauernswert und beweist Demokratiemangel. Ein nachhaltiger Ausstieg aus dem totalitären Gottesstaat ist auch mit einem Sieg beispielsweise Mussawis nicht zu erzielen. Doch die Demonstrationen, die sich jeden Tag im Iran auf den Straßen und Plätzen versammeln, sagen der ganzen Welt: Die Menschen im Iran wollen den Wandel! Das iranische Volk geht auf die Straße, geht im wahrsten Sinne des Wortes seine eigenen Wege und demonstriert lautstark gegen den Noch-Präsidenten und für eine Wahlwiederholung oder gar für einen umfassenden Systemwechsel und gegen den politischen Islam. Die Lager sind pluralistisch und könnten gleichsam vorausahnend ein künftiges pluralistisches System, ein freiheitliches Mehrparteiensystem und einen rechtsstaatlichen Parlamentarismus erlebbar machen. Ohne die in der Verfassung festgeschriebene Gleichberechtigung von Mann und Frau jedoch wird es für den Iran keinerlei Freiheit geben. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Manche Menschen in Deutschland mögen sich der für Wahlfreiheit demonstrierenden Mannen an den Ruf &#8220;Wir sind das Volk!&#8221; erinnert fühlen, der den glücklichen Mauerfall von 1989 einläutete. Großayatollah Hossein Ali Montazeri befand gar, die Staatsordnung sei in Gefahr, womit der mittelalterlich Empfindende auch noch völlig recht hat, soweit er die nun endlich in die greifbare Nähe gerückte Beendigung eines für sein eigenes Volk zum Gefängnis gewordenen &#8220;heiligen Staates&#8221; und die Hinwendung zu einem an Aufklärungshumanismus, Wissenschaftlichkeit und Gleichberechtigung orientierten Staatswesen geht. Die Männer und Frauen im Iran lassen sich nicht vorschreiben, an eine &#8220;unfehlbare, göttlich inspirierte&#8221; Führungsschicht zu glauben und rufen: »Weg mit der Diktatur!« </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Auch im heutigen Deutschland debattiert man gelegentlich, mit dem berechtigten Ziel der Erhöhung der Lebensqualität, die Frage: »In welcher Gesellschaft wollen wir leben?« Heribert Prantl beantwortete diese Frage 2006 mit der Nennung von drei Qualitätskriterien: Demokratie, Rechtsstaat, Grundrechte. Die Menschen jedoch im Iran, ob Männer oder Frauen, seien sie jung oder alt, ob ihre Eltern mit der persischen, aserbaidschanischen, kurdischen, lurischen oder armenischen Sprache aufgewachsen sind und als orthodoxer oder säkularer Muslim, Zoroastrier, Bahai, Jude, Christ oder als ein Atheist sozialisiert worden waren, sie alle wünschen ein Leben in einer &#8216;anderen Gesellschaft&#8217; und sie fordern es und sie haben alles Recht der Welt, den Wandel des gesellschaftlichen Systems jetzt zu ergreifen. Genau so, wie die antifaschistischen oder Hitler-kritischen, teilweise im Untergrund, im Exil oder in der inneren Emigration lebenden Deutschen oder Angehörigen nationalsozialistisch besetzter europäischer Gebiete des Jahres 1943 oder 1944 alles Recht der Welt hatten, auf das Ende des schrecklichen Diktatur zu hoffen. Der Nationalsozialismus wurde schließlich bezwungen und auch der Theofaschismus der Mullahs wird zu Ende gehen und ein politisch, sexuell und religiös selbst bestimmtes Leben in Sicherheit und Freiheit ermöglichen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Sei es in Tabriz, Isfahan oder Schiraz, in der eine starke arabische Minderheit aufweisenden Stadt der Erdölförderung Ahvaz, in der zweitgrößten iranischen Stadt Maschhad oder in Rascht und Babol am Kaspischen Meer, ob im kurdisch geprägten Kermanschah mit seinen 1,8 Millionen Einwohnern, in der Wüstenstadt Yazd oder im dreitausend Jahre alten Hamedan (antik Ekbatana), ebenso wie in der Hauptstadt Teheran demonstriert die Bevölkerung seit einer Woche jeden Tag in allen diesen und vielen anderen Städten. Ohne erst die autoritären Staatsorgane um Erlaubnis zu fragen und damit unter höchstem persönlichen Risiko. Die Machthaber vielmehr ließen Polizei oder paramilitärische Einheiten Teheraner Studentenwohnheime überfallen und verwüsten. Studentinnen und Studenten sind festgenommen und eingesperrt worden, ihre Freunde sind in einen Streik getreten und verweigern unter hohem Risiko die Prüfungen, viele Professoren haben sich mit den Studenten solidarisch erklärt. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Einige der inhaftierten Frauen und Männer sollen in das berüchtigte Evin-Gefängnis verbracht worden sein, dessen an Grausamkeit unübertreffliche Foltertradition in die Zeit des SAVAK-Geheimdienstes der sechziger und siebziger Jahre zurückreicht und die nach 1979 in Form von Steinigungen und anderen Hinrichtungen sowie von Folter und Vergewaltigung beibehalten worden ist, wie es etwa Marina Nemat (Ich bitte nicht um mein Leben) aus eigener Erfahrung beschreibt. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Ein Mittel der Herrschaft ist die nach 1979 gegründete &#8220;Pāsdārān&#8221;, jene einen Staat im Staate bildende &#8220;Iranische Revolutionsgarde&#8221;. Die Pasdaran-Garde stand ursprünglich einem radikalislamischen und zugleich extrem militanten Aschura-Märtyrertum nahe, Opferbereitschaft bis zum Märtyrertod gehören zur (verachtenswerten) männerbündischen Pasdaran-Ethik und -Ästhetik. Dieser Pasdaran-Garde ist eine wenige Millionen Menschen zählende halb militärische, halb polizeiliche Volksmiliz namens &#8220;Bassidsch&#8221; (Bassidj) untergeordnet, von denen 500.000 Männer als militärisch geschulte Kämpfer ausgebildet sein sollen. Die Bassidsch sind gelegentlich bewaffnet und führen bis heute als Nichtprofis, als Freizeitmilizionäre Spitzeldienste oder auf &#8216;Tugendhaftigkeit und Wohlverhalten&#8217; zielende öffentliche Kontrollen der Bekleidung durch, so genannte Moralisierungs-Wochen. Die Pasdaran unterhält zudem einen Geheimdienst, die nach Jerusalem (arab. al-Quds) benannten Ghods-Brigaden, der international denkt und möglicherweise den Mord an drei kurdischen Politikern im österreichischen Wien des Jahres 1989 zu verantworten hat, in den möglicherweise ein 32jähriges Pasdaran- und Ghods-Mitglied namens Mahmud Ahmadinedschad verwickelt war. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Deutschland Ostdeutsche über 40 werden das zerstörerische Gift des ständigen Misstrauens allen Behörden und Nachbarn gegenüber aus der DDR-Zeit noch kennen, die ältesten Deutschen gar aus dem Dritten Reich. Auch die Bevölkerung des Iran hat in drei Jahrzehnten Diktatur und bei vorausgegangenem SAVAK-Terror lernen müssen, beispielsweise jeder Berichterstattung in der Zeitung zu misstrauen. SAVAK organisierte auch die Pressezensur und Buch-Zensur, verboten war jede Kritik an der Religion oder an der Monarchie. Kaiser und Papst, Krummstab und Krone. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Es ist unschön, dass im Juni 2009 seitens der europäischen Medien die heterogen zusammengesetzten iranischen Demonstranten eines 70-Millionen-Volkes immer wieder pauschal als Mussawi-Anhänger bezeichnet werden, doch noch ärgerlicher stimmt es mich, wenn ein europäischer Nachrichtensprecher die iranischen Demonstranten in einer dreißig Sekunden dauernden Meldung schlicht in die Ecke der Rowdies und Krawallmacher schiebt. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Vielleicht müssen, solange Wolfgang Schäuble mit den Managern der reaktionären deutschen Islamverbände plaudert und damit eine jede Kritik am politischen Islam und an der frauenfeindlichen Scharia nicht opportun ist, also noch für eine ganze Weile, die Europäer diese Überlebenstechnik von den Menschen im Iran lernen: Zwischen den Zeilen zu lesen. Privat mag ein Mensch ja gerne atheistisch oder spirituell oder sogar tief religiös empfinden, das ist ein Bürgerrecht und ein Freiheitsrecht kultureller Moderne. Islam jedoch ist wesentlich anderes und wesentlich mehr als eine Religion und das Ereignis von 1979 kann den manchmal allzu koranbegeisterten Türken oder Deutschen einen Vorgeschmack auf die radikalislamische Variante des &#8216;Entdecke die Möglichkeiten&#8217; bieten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Irans derzeitigen menschenverachtenden Machthaber stützen sich in diesen Tagen auf die Zuarbeit von Zivilen, den so genannten Weißhemden,  die mit Tränengas, Knüppeln, Ketten und Eisenstangen ausgerüstet sind und die als ehrenamtlich tätige Hilfspolizisten (Bassidsch) Demonstranten auseinandertreiben und zusammenschlagen dürfen, während mit Schlagstöcken bewaffnete, in schwarze Uniform gehüllte Polizeibeamten (Antiaufruhrkräfte) auf Motorrädern in die Menge hinein fahren und die Menschen zusätzlich einschüchtern. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die weltweit gerade bei der jüngeren Generation beliebte Weise des Nachrichtenaustausches mit der SMS ist von der iranischen Regierung abgeschaltet worden. Nur subversiv und in ständiger Angst vor schwatzhaften Nachbarn oder falschen Freunden kann das Internet genutzt werden. Europas Medien von Zeitung bis Radio tun sich mit Kritik an der iranischen Staatsführung und mit dem Berichten über die von großen Teilen der Bevölkerung getragenen Massendemonstrationen schwer, was nicht lediglich an der in Teheran entworfenen, gezielten Desinformation liegen kann. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Mittlerweile soll Ahmadinedschad seine Gegner als &#8220;Abfall und Unkraut&#8221; bezeichnet haben. Das allerdings war nicht besonders klug, denn siebzig Millionen Iranerinnen und Iraner lassen auch durch ihren Präsidenten nicht ohne Folgen als &#8220;Abfall und Unkraut&#8221; beschimpfen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Nach wie vor besteht das rückwärtsgewandte System der Staatswerdung der Theologie, der so genannten &#8216;Islamischen Republik&#8217;, ein Anachronismus und heiliger Faschismus. Ein schreckliches Fossil der Menschheitsgeschichte mit seinen &#8220;gottesfürchtigen&#8221; barbarischen Strafprozessen, massenhaften Hinrichtungen auch an zum Zeitpunkt der Tat noch jugendlichen Menschen wie beispielsweise der am ersten Mai 2009 hingerichteten Delara Darabi. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wie eine Kriegsflagge flattert ein Stück Stoff diesem zum Staat gewordenen Islam voran und beansprucht der totalitären, kohärenten und expansiven Scharia, beansprucht der Frauen (und Männer) juristisch und emotional diskriminierenden Scharia in Ankara, Paris, Brüssel und Berlin ebenso Geltung wie in Kabul oder Teheran: Die &#8220;parda&#8221; oder arabisch &#8220;hidschab&#8221; genannte Geschlechtertrennung und Verschleierung des sexistisch ideologisierten weiblichen Leibes mit einem möglichst großen Tuch. Das Instrument der Dressur namens Kopftuch ruft zur Errichtung einer Staatsform oder Gegengesellschaft auf, in der die Apartheid der Frau mit Religion begründet wird. Das Kopftuch ist ein Politikum. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> So könnten Iraner sprechen: »Nicht &#8220;Dschomhūrī-ye Eslāmī&#8221; (Islamische Republik) oder &#8220;Rahbar-e enqelāb&#8221; (Oberster Rechtsgelehrter), weder der reaktionäre Wächterrat noch der folternde Geheimdienst ist der Iran, den wir wollen und zu dulden bereit sind. Nicht Religionspolizei oder die im Sommer 2009 auf Demonstranten einprügelnden Weißhemden sind Iran, nicht Pasdaran oder Bassidsch.« </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> So könnten Iraner sprechen: »Weder Herr Diktator Ahmadīnedschād noch Herr Gottkönig Chāmene&#8217;ī ist der Iran. Nein, wir, die regierungskritischen iranischstämmigen Menschen im Iran selbst oder im Exil, wir sind der Iran, mag die Diktatur uns auch als &#8220;Abfall und Unkraut&#8221; bezeichnen und uns die gleichgeschaltete politische Geistlichkeit als &#8220;Feinde des Glaubens&#8221; benennen und uns damit nahezu als Apostaten diffamieren. Dann wären wir ja einige Millionen Glaubensfeinde oder gar Apostaten und der verstaatlichte Teufel (iblīs, offenbar ein Teheraner Regierungsangesellter) hätte im Juni 2009 viel Arbeit.« </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Gespräche mit Exil-Iranern geben mir Zuversicht, dass ein ganzes Volk zu erkennen beginnt, dass die vom politischen Islam und von der 1979 errichteten göttlichen Diktatur verhinderte Trennung von Religion und Staat gründlich verstanden und nachhaltig durchgesetzt werden muss. Die Menschen im Iran spüren immer genauer, dass sie die in der Nationalhymne erwähnten Werte Unabhängigkeit und Freiheit (esteqlāl, āzādī) nur bekommen können, indem sie den auf Koran und Scharia beruhenden heiligen Faschismus der so genannten Islamischen Republik (dschomhūrī-ye eslāmī) in die barbarischen zwanziger Jahre des siebten nachchristlichen Jahrhunderts zurückweisen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Der geheiligte Kulturrassismus des frühmittelalterlichen Stadtstaates von Medina ist die Urform jenes Totalitarismus, wie er vor drei Jahrzehnten im Staat gewordenen Wahn der iranischen dschomhūrī-ye eslāmī Gestalt annahm und der als möglicher Exporteur von weiteren Islamischen Revolutionen durchaus auch für andere Teile der Welt eine große Gefahr ist, wie die von Teheran mit 2.000 Soldaten unterstützte Hisbollah im Libanon zeigen mag. Bereits der schiitische Geistliche Fazlollah Nuri (1842-1909) hatte den schiitischen Gottesstaat gefordert, Chomeini knüpfte an Fazlollah Nuri und überhaupt am orthodoxen Scharia-Islam an. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Heute sind es auch marokkanische und türkische Islamisten in Deutschland, mithin Sunniten, die öffentlich Chomeini verteidigen oder die wahrheitswidrig behaupten, dass das iranische Volk seine Regierung lieben würde und die auf diese und andere Weise bekennen, dass sie die schiitische Allah-Diktatur mit ihren regelmäßig laut werdenden Hassparolen gegen Israel und gegen den angeblich verderbten Westen für sich als ein Vorbild erwählt haben. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wie jede Wissenschaft auf Vorläufigkeit beruhen muss und nicht auf &#8220;endgültig offenbarter Weisheit&#8221;, so hat auch der säkulare Staat nicht die Glaubensgewissheit, sondern den Zweifel, das individuelle Zweifeln jedes Staatsbürgers zu verteidigen. Ein frei gewählter, freiheitlich demokratisch denkender Präsident ist eben kein Vertreter des &#8220;Wahren&#8221;, wie es der vormoderne Diktator Hitler (&#8220;Die Vorsehung&#8221;) oder wie es Gottkönig Echnaton über sich verkünden ließ oder wie es jeder Politiker in Bereich eines installierten Schariavorbehalts zu sein hat. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Morgen, am 25. Juni 2009 tritt die Deutsche Islam-Konferenz (DIK) zum letzten Mal zusammen. Wir haben diese gefährliche Veranstaltung drei Jahre lang sehr genau beobachtet. Die reaktionären Islamverbände wollen der frauenentrechtenden Scharia politische Macht verschaffen. Jeder Scharia-Islam will die sexualpolitische Religionsdiktatur mit Pressezensur und Einschüchterung aller Kritiker des islamischen Kultes durch &#8220;tugendhafte&#8221; formelle und informelle Sittenwächter, erst parallelgesellschaftlich, dann rasch mit staatsvertraglich geregelter Rechtsspaltung. Der hidschāb oder pardā ist die Kriegsflagge der Parteigänger der Scharia, ist das Zeichen des Angriffs der Tugendterroristen gegen die kulturelle Moderne: Das Kopftuch! </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wird Islam zum Staat, und genau das will er seit der von den heutigen Islamisten, Wahhabiten, Salafisten oder den einstigen Kölner Kaplan-Anhängern verehrten medinensischen Epoche eines angeblichen Zeitalters der Glückseligkeit (asr as-sa&#8217;adet), dann ist der Staat heilig. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wird Islam zum Staat, ist jede politische Kritik zugleich eine Gotteslästerung. Europas säkulare Muslime sowie Europas Exil-Iraner sind leider womöglich Experten für Europas und Deutschlands nahe Zukunft. Vielleicht werden unsere Bürgerrechte 2009 bereits gar nicht mehr von den Herren Struck und Schäuble verteidigt, sondern von couragierten Iranerinnen und Iranern auf dem Vali-Asr-Square? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Unterstützen Sie den Protest des iranischen Volkes gegen die jetzige iranische Regierung. Einerlei, ob jemand Sie zu Unrecht oder zu Recht als Muslim oder als Ex-Muslim oder Nichtmuslim benennt, wehren Sie sich gegen einen jeden zu Staat oder Politik gewordenen islamischen Kult. Bezeichnen Sie mit vielen Menschen auf der ganzen Welt die iranischen Wahlen vom Juni 2009 laut vernehmbar als das was sie sind, als Farce. Unterstützen Sie die Forderung nach Abschaffung der Todesstrafe und nach Freilassung aller politischen Gefangenen im Iran. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Auf den Müllhaufen der Weltgeschichte mit dem velāyat-e faqīh genannten heiligen Faschismus der schiitischen Islam-Juristen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Weg, weg, weg – die Scharia muss weg. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Jacques Auvergne </span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Inklusion der Scharia in die Migrationsforschung]]></title>
<link>http://schariagegner.wordpress.com/2009/06/19/migrationsforschung/</link>
<pubDate>Fri, 19 Jun 2009 21:49:07 +0000</pubDate>
<dc:creator>schariagegner</dc:creator>
<guid>http://schariagegner.wordpress.com/2009/06/19/migrationsforschung/</guid>
<description><![CDATA[الـشَّـرِيعَـة aš-šarī’a Frau Karakaşoğlu und die Grenzen der Toleranz In ihrer am 9. Juni 1999 in F]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="line-height:125%;margin:0 0 24pt;">
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 .0001pt;" align="right"><span style="font-size:25pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> الـشَّـرِيعَـة</span></p>
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 60px;" align="right"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">aš-šarī’a </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;" align="justify"><span style="font-size:13.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Frau Karakaşoğlu und die Grenzen der Toleranz </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 30pt 60pt;" align="justify"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">In ihrer am 9. Juni 1999 in Frankfurt gehaltenen Rede »Wer definiert die Grenzen der Toleranz? Kopftuch, Koedukation und Sexualkundeunterricht« verteidigt die Bremer Erziehungswissenschaftlerin Dr. Yasemin Karakaşoğlu-Aydın (damals Universität GH Essen) ganz offensichtlich das orthodoxe islamische Menschenbild und den islamistischen Gesellschaftsentwurf. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 60pt 60pt;" align="justify"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Jacques Auvergne 2009 </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Religiosität nach Koran und Hadithen wird wohl auch einmal nützliche Lebenshilfe persönlicher Spiritualität sein, doch in erster Linie ist der orthodoxe Islam leider weltweit und nach wie vor wenig mehr denn der Wohlverhaltensterror einer durch Nachbarschaft, Großfamilie und durch die umma der islamischen Weltgemeinschaft kultivierten Lebensführungsdiktatur, die mit großen Teilen der allgemeinen Menschenrechte oder der deutschen Grundrechte schlicht nichts anzufangen weiß. Wie Lernforscher sagen, muss Wissen anschlussfähig sein, doch Autonomie oder Emanzipation, Frauenrechte oder Religionskritik sind im heutigen Islam sozusagen unfunktional jedenfalls eher überflüssig. Der orthodoxe (politische) Islam braucht die Demokratie nicht und noch nicht einmal die Wissenschaft, welche er gebraucht, nicht braucht, die er verwendet, nicht benötigt. Der ländliche orthodoxe Muslim oder der städtische Islamist guckt sekundenlang mit großen Augen völlig erstaunt, wenn das säkular muslimische oder ex-muslimische Gegenüber ihm universelle Menschenrechte oder Gleichberechtigung der Frau anbietet, um dann sehr rasch äußerst aggressiv zu werden. Derlei fundamentalistische Weltbildbegrenzung und antimoderne Lernverweigerung ist dem homo sapiens mitnichten angeboren, sondern bedarf fein gesponnener Netze des Einschüchterns und Überwachens. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Islam ist ebenso Politik wie Recht. Unter Baustein 109. hat der islamkritische Blog Sägefisch einige Auszüge aus dem 1961 erschienenen Buch »Islamic Law« (Das islamische Recht) des Panislamisten (jemand, der das weltweite Kalifat anstrebt) und Muslimbruders Saïd Ramadan (Ramaḍān) analysiert, dessen islamisches juristisches Werk multikultureller Rechtsspaltung seine Söhne Tariq (Ṭāriq Ramaḍān) und Hani (Hānī; Steinigung als gottgefälliges Tun) bis heute treu fortführen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Islam kennt etwa die diyya, das geheiligte Blutgeld, welches dem qisas, das heißt dem Wiedervergeltungsrecht zugehörig ist das im Koran in Sure 2:178 verankert ist. Der diyya Entsprechendes wurde im germanischen, die Blutrache tolerierenden Recht Weregild oder Wergeld genannt, so etwas pflegen wir aber heute nicht mehr. Anders die islamische Jurisprudenz (fiqh), die seit tausend Jahren jede juristische (religiöse) Änderung verweigert hat und derlei Recht, wir Säkularen müssten eigentlich Unrecht sagen, als eine Religion benennt. Islam ist weniger eine Religion, sondern überwiegend ein sexualpolitischer und militärpolitischer Kult. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Das islamische Recht bietet, wie sich am Beispiel der am 1. Mai 2009 im Iran hingerichteten Delara Darabi beziehungsweise der verweigerten Annahme der diyya sehen lässt, systematisch noch nicht einmal den Muslimen Rechtssicherheit und diskriminiert Frauen und diskriminiert die verschiedenwertigen Nichtmuslime oder Islamapostaten. Islam erniedrigt die schutzvertraglich erklärten Dhimmis, das sind Juden und Christen, oder die schutzlosen Polytheisten genannt Harbis (vogelfrei, können getötet werden, ferner ist auch ein sich auf islamischem Gebiet aufhaltender ḏimmī ohne einen aman genannten Schutzvertrag als ein ḥarbī zu betrachten). Islam diskriminiert die islamrechtlich beiläufig zu tötenden Islamapostaten verschiedenartig, Allāh erniedrigt eben unterschiedlich. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Scharia diskriminiert differenziert. Völlig glaubenskonform verkündete die Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) in ihrer Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Jahre 1990 folgendes zum Recht auf Leben: „Das Leben ist ein Geschenk Gottes … es ist verboten, einem anderen das Leben zu nehmen, außer wenn es die Scharia verlangt“ (Artikel 1). Die „ewige und unverhandelbare“ (Mustafa Cerić) Scharia führt auch Ihre und meine Meinungsfreiheit als Buchdrucker, Evolutionsforscher, Musiker, Maler, Karikaturist, Regisseur, Publizist oder Religionswissenschaftler in die Bahnen göttlicher wie sozialer Harmonie: „Jeder hat das Recht, den Erfolg seiner wissenschaftlichen, literarischen, künstlerischen oder technischen Arbeit zu genießen, … vorausgesetzt, dass die Werke nicht den Grundsätzen der Scharia widersprechen (3).“ </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Rechtssicherheit sogar für Frauen und Gotteslästerer sowie vor allem Rechtseinheitlichkeit soll in der Bundesrepublik Deutschland der so genannte »ordre public« derart sichern, dass wesentliche Grundsätze des deutschen Rechts auch durch das islamische Recht der Scharia (šarī&#8217;a, islamische Religion) nicht unterlaufen werden. Der deutsche ordre public ist jedoch sozusagen geduldig und möchte erst dann eingreifen, wenn sagen wir einmal das islamische Personenstandsrecht, Aufenthaltsbestimmungsrecht oder überhaupt das islamische Familienrecht „mit wesentlichen Grundsätzen des deutschen Rechts offensichtlich unvereinbar ist“. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Da fragt man sich doch, ab wann denn bitte die korangemäß zu verprügelnde muslimische Ehefrau, die hierzulande eigentlich verbotene Vielweiberei oder die mit mehr oder weniger viel Zwang verbundene, ebenso vorislamisch-traditionelle wie orthodox-islamische „arrangierte Ehe“ denn den Kernbestand der inländischen Rechtsordnung antastet. Bildung, Sprache, Ausstiegswilligkeit und technische Ausstiegsfähigkeit aus dem Kerker der Großfamilie gehören sicherlich dazu, um erlittene Nötigung oder Zwangsverheiratung erst einmal bei einer staatlichen Behörde (hoffentlich nicht bei einem parallelgesellschaftlichen, islamischen religiösen Gericht) anzuzeigen. Vielleicht sollten wir uns an dieser Stelle daran erinnern, dass eine gewisse arabischstämmige Gottheit den seine Tochter oder Enkelin nötigenfalls unter Anwendung von Zwang verheiratenden muslimischen Vater oder Großvater vorsieht (arab. walī muğbir, türk. mücbir veli), dass bereits seit vielen Jahren Migrationsforscher wie Ursula Boos-Nünning (1) oder Erziehungswissenschaftler wie Yasemin Karakaşoğlu (2) die arrangierte Ehe öffentlich und professionell bagatellisieren, beschönigen und, letztlich, verteidigen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Mit dieser öffentlichen Verteidigung des oft mit einem Cousin und immer wieder für die sechzehn- oder fünfzehnjährige oder noch jüngere Tochter „die Ehe arrangierenden“ Vaters oder Großvaters sorgen Boos-Nünning und  Karakaşoğlu dafür, dass die frauenentrechtende Scharia sprich: Dass der politisch gewordene (angewendete) Islam in Jugendamt, Schulministerium und Hochschullandschaft zu wirken beginnt. Diesen Beitrag zur Islamisierung leistet man dann besonders nachhaltig, wenn man das Wort Scharia oder wali mudschbir nicht ausspricht. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Ein Grund zur Besorgnis ist der mit dem Beginn des Jahres 2009 in Kraft getretene Wegfall der so genannten Voraustrauung, der nach Meinung von Familialismus-Gegnern und Scharia-Kritikern der Zwangsheirat, Kinderheirat und der Polygamie womöglich „Tür und Tor geöffnet“ hat (Seyran Ateş), vgl.: Petition gegen das Personenstandsrechtsreformgesetz (PStRG) Petitions-Aktenzeichen Pet 1-16-06-211-046040 vom 08.12.2008 etwa auf Blog Schariagegner beziehungsweise Blog Sägefisch Petition: 077.; ein Kommentar zur Sache: 078. Petition gegen das Personenstandsrechtsreformgesetz (PStRG) Petitions-Aktenzeichen Pet 1-16-06-211-046040 vom 08.12.2008 </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Vielleicht ist es ja reiner Zufall, dass Karakaşoğlu und Boos-Nünning bei ihrem Verteidigen des elterlichen „Rechts“, die Kinder arrangiert zu verheiraten, ganz im Einklang mit Artikel 22 („Jeder hat das Recht auf freie Meinungsäußerung, soweit er damit nicht die Grundsätze der Scharia verletzt“) oder vor allem mit Artikel 7 der islamischen Erklärung der Menschenrechte (Kairo 1990) tätig sind: „Eltern haben das Recht, für ihre Kinder die Erziehung zu wählen, die sie wollen, vorausgesetzt, dass die Erziehung mit den ethischen Werten und Grundsätzen der Scharia übereinstimmt (3)“, die Muslimbruderschaft jedenfalls kann mit einer derartigen wissenschaftliche Betreuung der bundesdeutschen, seit zwanzig Jahren katastrophal scheiternden Arbeit der eigentlich wichtigen Integration sehr zufrieden sein. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Der eigentlichen, im Sommer 1999 an der Frankfurter Universität gehaltenen Rede wurde fünf Monate später ein von Matthias Proske und Frank-Olaf Radtke angefertigtes und signiertes Vorwort vorangestellt, welches der Intention von Frau Karakaşoglu-Aydın derart (verantwortungslos) gerecht wird, dass die Urheberschaft der deutschtürkischen Bremerin zu vermuten ist. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 3. [Proske/Radtke] Das Kopftuch. … Sobald es ernst wird und institutionelle Selbstverständlichkeiten in Frage gezogen werden, kehrt sich die Forderung nach Anerkennung, Wertschätzung und Bewunderung der kulturellen, linguistischen und religiösen Differenz um. Nun sind es die Minderheiten, denen Toleranz und Respekt vor den Traditionen der Mehrheit abverlangt wird. Diese merkwürdige Umkehrung der Toleranzidee … </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die xenophoben Alteingesessenen würden sich hinter ihren verkrusteten Institutionen verstecken? Dann also auf zum „Marsch durch die Institutionen“ im Stile der rebellischen Studentenbewegung der siebziger Jahre, nun allerdings als schariatisch orientierter Legalist. Frau Karakaşoglu-Aydın, unsere Grundrechte sind in der Tat nicht verhandelbar. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Indirekt wird die bundesrepublikanische Gesellschaft als minderheitenfeindlich dargestellt und die Parteinahme für die Scharia mit dem Charme des Jugendbewegten und Gegenkulturellen umgeben. „Sobald es ernst wird“ heißt ungefähr „ihr spielt mit uns“, ein Vorwurf allerdings, der in Teilen leider stimmt und den die Schariafreunde aus der Deutschen Islamkonferenz (DIK) durchaus an Gastgeber Wolfgang Schäuble richten könnten: „Ihr Scheindemokraten redet doppelzüngig von Religionsfreiheit, doch sobald wir die familienrechtliche Scharia fordern mit Allahs Zwangsheirat, mit der dreizehnjährigen Braut, mit Polygamie und mit der geheiligter Verstoßung der Ehefrau, dann enthaltet ihr uns entfremdeten und marginalisierten Einwanderern die grundgesetzlich garantierte Religionsfreiheit vor!“ </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 3. [Proske/Radtke] Weil die Aufgabe der Schule traditionell darin gesehen wird, den Zusammenhalt der Gesellschaft zu gewährleisten fällt ihr der Umgang mit Differenz besonders schwer. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> So weit Karakaşoglu-Aydın mit „Differenz“ den eingewanderten Fundamentalismus meint, ist dieses den Lehrerzimmern und Kultusministerien attestierte Unbehagen („fällt schwer“) durchaus zu begrüßen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Scharia wird trickreich umetikettiert zur „Differenz“, was in den Alteuropäern ganz gezielt Schuldgefühle erwecken soll. Wer jetzt noch länger den Ansprüchen der islamischen Orthodoxie widerspricht, kann ja nur eurozentrisch und fremdenfeindlich motiviert sein. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 3-4. [Proske/Radtke] Gesucht werden Ordnungsmodelle, die den Bereich der gesellschaftlich-politischen Gemeinsamkeit zuverlässig von der Sphäre privater Besonderheit trennen, aber auch in der Lage sind, einvernehmliche Lösungen für die neuralgischen Überschneidungszonen bereitzustellen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Fordert die Autorin beziehungsweise fordern Proske und Radtke mit ihrem Aufruf nach Neubestimmung der Grenzen zwischen „dem Privaten“ und „dem Öffentlichen“ das parallelgesellschaftliche Außerkraftsetzen des Grundgesetzes im Bereich des patriarchalischen Familiengefängnisses nach dem Motto: „Haltet euch da raus, das ist unsere Kindererziehung und Sexualpolitik!“? Dann wäre Karakaşoglu-Aydın neben Amir Zaidan, Nilüfer Göle und Tariq Ramadan zu den exponiertesten europäischen Vorkämpfern der Schariatisierung zu rechnen. „Einvernehmliche Lösungen“ könnte auf einen Staatsvertrag hinauslaufen. Die Bremer Autorin will die Rechtsspaltung und sollte sich schleunigst auf den Boden des (für alle geltenden, sogar für Frauen!) Grundgesetzes zurück bewegen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 4. [Proske/Radtke sagen über die Autorin] Ihre Hoffnung setzt sie auf „dialogische Vermittlung“, deren Ziel neue regulative Ideen, deren Voraussetzung aber Rechtsgleichheit und gegenseitige Anerkennung wären. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Hier wird mit den Worten „Rechtsgleichheit“ und „gegenseitige Anerkennung“ vordergründig harmlos klingend nach „Chancengleichheit“ und „Gleichberechtigung für alle“ gerufen, was wir gut zu finden haben und sogar gut finden. Kenner der differenziert diskriminierenden Scharia hingegen sind alarmiert und müssen selbstverständlich ausrufen: „Keine geheiligte Frauendiskriminierung, keine Rechtsspaltung in Zonen islamischen Rechts!“ Erkennbar wird, dass Proske und Radtke vom Islam ganz offensichtlich keine Ahnung haben. Staatsvertraglich geregelte „gegenseitige Anerkennung“ mit einer intoleranten, antidemokratischen (islamischen) Rechtsordnung darf es niemals geben. Wir können auch anders: Wir anerkennen den orthodoxen (politischen) Islam – als Antimoderne, „wir anerkennen“ heißt dann aber: Wir haben zu verhindern. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> So weit das von Dr. Matthias Proske und Prof. Frank-Olaf Radtke (beide Fachbereich Erziehungswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt) im November 1999 angefertigte jedenfalls unterzeichnete Vorwort zur im Rahmen des Seminars »Die Grenzen der Toleranz in der Einwanderungsgesellschaft« am 9. Juni 1999 gehaltenen Rede der Bremer Erziehungswissenschaftlerin. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Nun zur Rede der Frau Dr. Karakaşoglu-Aydın »Wer definiert die Grenzen der Toleranz. Kopftuch, Koedukation und Sexualkundeunterricht«. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 5. In der gegenwärtigen pädagogischen Debatte ist es durchaus umstritten, ob eine durchgängige Koedukation tatsächlich die Gleichberechtigung der Geschlechter fördert. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Dem stimmen wir als langjährige Praktiker einer gleichheitsfeministisch und aufklärungshumanistisch orientierten, reflektierten Mädchenarbeit und einer ebensolchen Jungenarbeit bedingt zu, obwohl wir uns gerade im Bereich der Pädagogik als Gegner der Autorin vermuten müssen. Dass Dr. Karakaşoglu-Aydın an einer Gleichberechtigung der Geschlechter außerhalb der von Allahgott vorgeschriebenen Grenzen überhaupt Interesse hat, würden wir sehr begrüßen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Mädchen und Jungen ist die wechselseitige Anwesenheit auch beim Mathematikunterricht oder Sportunterricht ebenso zuzumuten, wie sie auch einmal ein paar Stunden lang ohne das andere Geschlecht auskommen können. In der Erlebnispädagogik gilt es etwa, das dem Patriarchat entsprungene Klischee des „die Mädchen kochen, die Jungen bauen das Zelt auf“ ganz bewusst aufzubrechen und die Jungen „weibliche Tätigkeiten“ (Speisezubereitung, Putzen) machen zu lassen beziehungsweise den Mädchen traditionell als „männlich“ deklarierte Rollen (wie eine Fahradtour oder Bergwanderung ohne Jungs) einüben zu lassen. Eine „blinde Koedukation“ beseitigt Geschlechterklischees und Sexismen in der Tat keineswegs. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Redet sie denn wirklich so undeutlich zu uns, will Erziehungswissenschaftlerin Karakaşoglu-Aydın denn überhaupt das in der kulturellen Moderne erstrebenswerte gemischtgeschlechtliche Großraumbüro oder das von Frauen wie Männern jeder Religion, Ex-Religion oder Nichtreligion gleichzeitig benutzte öffentliche Schwimmbad? Die Autorin mag es uns doch einfach erklären. Oder verkauft sie uns die islamische, an der kulturrassistischen und sexualmagischen Scharia ausgerichtete Geschlechtertrennung als Beitrag zur nützlichen geschlechtssensiblen Pädagogik? Das allerdings wäre doch wohl eher ein Missbrauch der wesensgemäß mit gegengewichtsartiger Zeitweiligkeit, gesamtgesellschaftlicher Integration, gleichheitsfeministischem Aufklärungshumanismus und wissenschaftsorientierter Emanzipation zunehmend einhergehenden, von Frau Dr. Karakaşoglu-Aydın zur Untermauerung der eigenen Argumentation kalkuliert herangezogenen geschlechtsspezifischen Jungenarbeit beziehungsweise geschlechtsspezifischen Mädchenarbeit. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 5-6. Von einem [bewussteren] Ansatz geht die mittlerweile als pädagogischer Ansatz grundsätzlich anerkannte parteiliche Mädchenarbeit aus, die dem Koedukationsparadigma den geschlechtsspezifischen Ansatz entgegensetzt. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Genau dieses machen wir jeden Tag, dabei die Kinder aus säkular-christlichen, aus eher atheistischen, muslimischen, jüdischen oder ex-muslimisch geprägten Familien in die Mädchengemeinschaft oder aber in die Jungengruppe integrierend. Dabei wollen wir die Koedukation und berücksichtigen das koedukative Lernen jedes jungen Menschen recht genau. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 6. Wichtiger Bestandteil dieser Arbeit ist, dass Jungen nicht mit einbezogen werden und die Arbeit nur von weiblichen Fachkräften durchgeführt wird. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Das ist selbst uns als Praktikern des nonkoedukativen Ansatzes zu muffig und vor allem ohne Bekenntnis zu einer Struktur der bewussten Ergänzungen zur lebensweltlichen Koedukation (!). Für Kinder und Jugendliche sind die Nachmittage, Wochenendreisen und Sommerfreizeiten der Selbsterfahrung und des Gemeinschaftserlebnisses mit den ungefähr gleichaltrigen Wesen der eigenen Geschlechtsklasse als den „Menschen des eigenen Selbst“ ein hervorragender Trittstein, Fairness eben auch mit dem anderen Geschlecht zu erlernen, nämlich die „weiblichen“ und „männlichen“ Seelenanteile in sich selbst auszubauen und ihre kulturell und traditionell ererbten Dogmen zu hinterfragen. Die damit durchaus auch einer Meditation ähnelnden Zeiten der gleichgeschlechtlichen und dabei durchaus ganz bewusst dem Abbau von Machismo, weib-weiblicher Aggressivität à la Zickenterror sowie beziehungsweise damit dem Abbau von Homophobie dienenden ausgleichenden Gegengewichte zur wünschenswerten Norm (und schlichten Realität) des gemischtgeschlechtlichen weltbürgerlichen Alltags des Kindes oder Jugendlichen setzt die Mädchen- und Jungenarbeit bewusst ein, um gegen Geschlechterchauvismismus, Gruppenchauvinismus und Fundamentalismus zu immunisieren, nicht zuletzt dem islamischen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> „Jungen nicht mit einbezogen“ (Autorin) wird diesem genannten Anspruch womöglich in keiner Weise gerecht, denn der nationalsozialistische BdM war, derartig vordergründig betrachtet, ja auch „geschlechtsspezifischer Ansatz“. Auch die extremistische, sehr zu Recht vom Verfassungsschutz beobachtete und der Muslimbruderschaft nicht allzu fern stehende Milli Görüş um Necmettin Erbakan (*1926) und Dr. Yusuf Zeynel Abidin (1939-1986, Muslimbruder, Europarepräsentant der Muslimbruderschaft, Vater von Emel Abidin-Algan genannt Emel Zeynelabidin) betreibt auf den ersten Blick eine solche irgendwie „grundsätzlich anerkannte parteiliche“ getrenntgeschlechtliche Mädchenarbeit und Jungenarbeit. Denn auch Milli Görüş, von deren leider nach wie vor einflussreicher, sexualisierter und antimoderner Pädagogik sich Erziehungswissenschaftlerin Karakaşoglu-Aydın nicht hörbar distanziert, lässt unter Berufung auf die Wohlverhaltensdoktrin Allahs ganz gerne „die Arbeit nur von weiblichen Fachkräften“ durchführen. Wahhabiten oder Taliban sind dann die berufensten Experten für jene bewusst zum islamischen Fundamentalismus und zum ersehnten Gottesstaat erziehende Geschlechtertrennung, welche die Sozialpädagogik einer nachhaltigen kulturellen Moderne allerdings nun gar nicht wollen kann. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Herr Tariq Ramadan hat Einreiseverbot in die USA. Ramadan ist zugleich der höchstrangige europäische Funktionär des organisierten, etwa ein Jahrhundert alten Islamismus (mit Thomas Meyer: Fundamentalismus als „Aufstand gegen die Moderne“). In der dem faschistoiden Islamismus arbeitsteilig zugeordneten, nicht weniger herrschaftskulturellen Pyramide der dem vorindustriellen, klassischen Islam entstammenden Orthodoxie und Theokratie entspricht ihm Bosniens Großmufti Mustafa Cerić. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Herr Ramadan folgte am 04.04.2009 der Einladung der deutschen Milli Görüş zum „Uniday 2009“ in die Dortmunder Westfalenhalle. Der Sohn des Muslimbruders Said Ramadan rief die 3.000 (Islamische Zeitung: 4.000) Anwesenden ja womöglich zur Etablierung der islamischen Gegenkultur und Gegenmoderne auf mit Sätzen wie: „Wir sind europäische Muslime und nicht Muslime in Europa. Wir haben multiple Identitäten und müssen dazu stehen“, „Wo immer ihr seid, habt ihr eine Verpflichtung. Ihr müsst vermitteln“ oder: „Wir wollen endlich von dem Begriff Integration weg – zu dem Begriff Partizipation! (4)“ Die Islamische Zeitung (um den Konvertiten Andreas Abu Bakr Rieger entstanden) zitiert Ramadan unter dem Hinweis auf die laut Ramadan wünschenswerten „multiplen Identitäten der Muslime in Europa“ so: „Muslime sollen sich integrieren, aber ihre eigene Identität beibehalten. Es wird nicht bei der Integration bleiben! (5)“ </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Ermunterte uns Frau Dr. Karakaşoglu-Aydın 1999 in Frankfurt ja womöglich, über genau die Fragen nachzudenken, die ein  Tariq Ramadan zehn Jahre später in Dortmund beantwortet? „Erneuerung durch Wiederholung“ jedenfalls hieß das Motto des zweiten Uniday (2009), zu dem Celal Tüter (IGMG) ausführte: „Wer nicht wiederholt und zurückblickt kann sich nicht erneuern, sich nicht bessern. Eine gesunde Beziehung zur Vergangenheit wird zu einer optimalen Zukunftsgestaltung führen! (5)“ Die IGMG verwendet die Pädagogik des Kopftuchs und die Pädagogik der Geschlechtertrennung, die imaginierte unsichtbare Scharia umflattert die ganze Sache wie Allahs mahnend erhobener Zeigefinger und fordert die teilweise Selbstaufgabe und permanente Verhaltenskontrolle. Celal Tüter ist Leiter der Jugendabteilung der Milli Görüş und damit pädagogisch tätig (taz: Jugendarbeit im Dienste Allahs (6)). Auch Herr Tüter vertritt ja vielleicht genau jenen „geschlechtsspezifischen Ansatz“, den die erziehungswissenschaftliche Akademikerin Karakaşoğlu-Aydın uns wärmstens zu tolerieren empfiehlt. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 7-8. Die türkisch-muslimische MigrantInnengesellschaft </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Dieses große „i“ wirkt ja sehr modern und feministisch, da gibt der Durchschnittsintegrationsbeauftragte sogleich das weitere Denken an der Abendkasse ab. Ich vermisse die „türkisch-atheistische MigrantInnengesellschaft“. Sind denn säkulare Muslime mit gemeint, und wie säkular dürfen diese dann sein? Und überhaupt, was glauben die Kinder und Enkelkinder dieser von Karakaşoglu-Aydın umrissenen Sorte oder Klasse Mensch namens muslimische Türken oder türkische Muslime? Und wie türkisch sind die Passdeutschen der zweiten oder dritten Generation? „Türkische Muslime“ lautete es im Buchtitel der Autorin aus dem Jahre 1994, herausgegeben von einem nordrhein-westfälischen Ministerium. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Glaubenswechsel ist hier womöglich nicht vorgesehen, könnte man meinen, damit aber wäre ein Anspruch der Scharia erfüllt und ein Artikel des Grundgesetzes (Religionsfreiheit) übergangen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wir müssen beides tun, „kulturalisieren“ mit dem Ziel der Integration sprich Demokratisierung aller (leider realen und sehr wirksamen) ethnisch-religiösen Kollektive, gerade auch familiäre Gewalt, familiären oder milieubezogenen Fundamentalismus, Jugendkriminalität oder einheimischen wie zugewanderten Antisemitismus und Extremismus betreffend, und wir müssen gleichzeitig „nicht kulturalisieren“, um die für jede Präventionsarbeit oder Integrationsarbeit notwendigen Nullpunkte der Koordinatensysteme oder durchschnittlichen Normwerte zu bestimmen. Gegen die Verwendung des Begriffs „türkisch-muslimische MigrantInnengesellschaft“ ist nicht grundsätzlich etwas einzuwenden. Doch gegen die beispielsweise von den Integrationsräten und Ausländerbeiräten wie der LAGA NRW (7) vertretene Werbung für die „multikulturelle“ Gesellschaft möchten an den universellen Menschenrechten orientierte Sozialarbeiter warnen, da damit die Zunahme an ethno-religiöser Segregation (kalifatsähnliche Struktur) verschleiert oder bagatellisiert wird. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die nordrhein-westfälische LAGA distanziert sich nicht von der Scharia, sondern kehrt die wünschenswerte Verhinderung der (fundamentalistischen, familialistischen) Parallelgesellschaft und der schariatischen (kulturrassistischen) Gegengesellschaft gekonnt um, indem sie jede bloße Benennung (Denken heißt Unterscheiden) der prekär integrierten Milieus als „Ethnisierung“ und „Kulturalisierung“ in die Ecke des deutschen Nationalismus und der rassistischen Fremdenfeindlichkeit schiebt (7). Die LAGA nimmt uns die Sprache, das Handwerkszeug. Integrationserfolg und Integrationsmisserfolg wird so nicht länger messbar. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Damit tun die Integrationsräte und Ausländerbeiräte, vielleicht ohne das zu beabsichtigen, den Deutschland ganz grundsätzlich willkommenen Einwanderern nun allerdings gar keinen Gefallen. Es muss uns darum gehen, Zwangsheiraten und Ehrenmorde zu verhindern, dazu gehört auch die Aufklärung über die islamische arrangierte Ehe mit den durch ihr Schweigen oder Weinen zustimmenden hanafitischen Importbräuten oder extrem minderjährigen Bräuten zuzüglich gelegentlicher Zweitfrauen. Dazu gehört die Forschung und das Informieren über den patriarchalischen namus-Ehrbegriff (nāmūs) mit der archaischen Logik des Tochtertausches und der Zwangsverlobung der Kinder. Auch zum entwürdigenden Jungfräulichkeitskult von altorientalischem namus wie orthodox islamischer Scharia schweigt die LAGA „differenziert“ und „kultursensibel“. Der Nebelschleier der politisch korrekten Sprachlosigkeit beginnt die zu scheitern drohende Integration zu umwölken. Vorwärts, avanti, venceremos, auf zum Integrationsfest … </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Dr. Klaus Gebauer (8) wirbt in einer LAGA-Publikation mit dem Aufsatz „Islamischer Religionsunterricht – Es wird Zeit! Wir brauchen ihn!“ (Titel wie genannt, in: Aus vielen Quellen schöpfen. Mehrsprachigkeit, religiöse und kulturelle Identität – eine Bereicherung für diese Gesellschaft, Seite 51-64) für den flächendeckend einzuführenden islamischen Religionsunterricht. Diesen stellt sich Gebauer erfreulicherweise als mündig machend, zur Kritik befähigend, das Überwältigungsverbot garantierend vor. So einen Islamunterricht stellen wir uns ja vielleicht auch vor. Das Wort Scharia erwähnt Gebauer nicht. Beim Suchlauf nach „islam“ ergeben sich in der LAGA-Veröffentlichung „Aus vielen Quellen schöpfen“ mehr als 150 (in Worten: hundertfünfzig) Treffer, das klingt ja richtig herzhaft islambegeistert, indessen finden wir beim Suchen nach „scharia“ „sunna“, „kopftuch“, „fiqh“, „fatwa“ jedes mal 0 Treffer, in Worten: Null; nichts, nothing, rien, niente, nada. Ich vermute, nach wali mudschbir brauchen wir nicht zu suchen. Was für einen Islam beschwört der freundliche Herr Gebauer uns denn da und schmuggelt uns die LAGA in Schule, Rathaus und Jugendamt hinein? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Gebauer arbeitet am in Soest ansässigen Landesinstitut für Schule und ist seit dem iranischen Revolutionsjahr, pardon, seit 1979 (seit drei Jahrzehnten) im Auftrag des Kultusministeriums mit der Erstellung „eines Curriculums für die religiöse Unterweisung von Schülern islamischen Glaubens“ befasst. Wie gesagt, das Wort „Überwältigungsverbot“ stimmt etwas hoffnungsvoll. Das reicht aber nicht. Denn andererseits: Dreißig Jahre Islam befördern – und von Scharia kein Wort gehört? Warum verschweigt uns Gebauer die Scharia beziehungsweise distanziert sich nicht hörbar von der Scharia? Gebauer dozierte im September 2004 auf dem 29. Deutschen Orientalistentag der Deutschen Morgenländische Gesellschaft zum Thema „Islamunterricht in Nordrhein-Westfalen – Ein Modellversuch“, ohne Frage der geeignete Referent (8). Nun ja, dann eben Islam ohne Scharia. Müsste mir eigentlich ganz recht sein. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Vorsitzender der LAGA NRW ist Tayfun Keltek, Mitautorin der erwähnten Broschüre („Aus vielen Quellen schöpfen“) war Sanem Kleff von der Lehrergewerkschaft (GEW Berlin) und war die wiederholte Verteidigerin der Kopftücher und der arrangierten Ehen Prof. Dr. Ursula Boos-Nünning (mündlich: „Die werden nicht unterdrückt!“). Sanem Kleff leitet die bundesweite Aktion „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, gibt die auf den ersten Blick verhalten antideutsch, antietatistisch und proislamisch wirkende Schülerzeitung Q-rage heraus (Auflage eine Million). Q-rage lästert zwar nicht über die Hamas oder Muslimbruderschaft, dafür jedoch über evangelikale Christen, die sie im November 2008 unter Verzicht von Korankritik und Schariakritik mit den terrornahen Islamisten verglich (9). Pädagogin, Interkulturalitätsfachfrau und GEW-Funktionärin Kleff ist seit einem halben Jahrzehnt eher für das Lehrerinnenkopftuch und eher gegen Korankritik aktiv, dabei aber ganz entschieden gegen Rassismus und für Toleranz (10). </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 7-8. Das Grundgesetz als „imperative“ (L. Berger 1997) Vermittlungsinstanz zwischen den Positionen. … Im Gegensatz zur imperativen Vermittlung … [der staatlichen Gerichte und ihrer Urteile will die] „pragmatische“ Vermittlung [spontan ausdiskutieren und beschließen und die] „dialogische Vermittlung“ … normative Unterschiede direkt aufgreifen und nicht nur nach einem pragmatischen sondern ideenbildenden Kompromiß suchen </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Good vibrations, legalize it, Weihrauch- oder noch ganz anderer Pflanzenduft durchströmt die Hippie-Kommune. Oder vielmehr ein Hauch von Rechtsspaltung? Wenn wir konzeptionell und organisiert bundesweit Foren außergerichtlicher Vermittlung stiften, nähern wir uns de facto der Schaffung einer zweiten Ebene von Gerichten, nur dass dort eben kein „imperativer“ (hach, wie repressiv und ewiggestrig!) säkularer bundesdeutscher Paragraph länger bemüht werden muss, sondern ein multikultureller Mix aus Bauchgefühl, Wut, Kreativität und Scharia-Islam. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wir sind Utopia, so benannte Dichter Stefan Andres (1942) einen großartige Roman zum Thema menschlicher Freiheit und Schuld, in dem der idealistische, innerlich fraglos autonome Held Paco, Matrose, nun Gefangener, vormals jedoch Mönch, dem Lagerkommandanten die Beichte abnehmen soll und dabei die Gelegenheit hätte, ihn zu töten wie auch seine Mitgefangenen zu befreien. Was er nicht tut und woraufhin er von seinem seltsamen, religiös symbolischen und minutenlang realen Schützling und wochenlangen grausamen Wächter hingerichtet wird. Es betrat Paco „Utopia“ und Zerstörung zugleich, dieser Freund der uns von Pädagogin Karakaşoglu-Aydın ans Herz gelegten Rechtsfindungspraxis „dialogischer Vermittlung“, Das Beispiel passt nur mäßig, denn anders als der Strafgefangene in einer Diktatur „Paco“ verspielen wir unsere in vielen Generationen errungene säkulare Freiheit vor dem zugewanderten geheiligten Kulturrassismus (šarī&#8217;a, fiqh) einstweilen ohne jede Not, sondern eher aus „dialogischer“ Langeweile, aus geradezu suchthafter und dabei in der Sache eher unkundiger Xenophilie, aus Karrieregeilheit oder aus masochistischer Lust an der Unterwerfung. Vielleicht bereits aus Machtkalkül, schon bald Mitmensch und Mitsadist im durchaus möglichen Kalifat zu werden. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 8. Ziel [der dialogischen Vermittlung] ist es, die Parteien zu der Erkenntnis zu bringen, dass die jeweilige ’Gegen’-Partei ebenso legitime Identitäts- und Existenzansprüche vorbringt wie sie selbst. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Ich als Schiffbrüchiger mit nur einem Menschen auf der Insel, der Kannibale hat Hunger. Wetter ok, Strand super, nächste Fähre in zwei Wochen sicher, bis dahin Fisch und Obst satt. Aber nein, der Mann ist legitimer Menschenfresser, existenzieller Kannibale. Und dem Mann knurrt der Magen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wir wissen, dass der Scharia-Islam Existanzansprüche stellt, die allerdings die FdGO anknabbern. Die Scharia mag ja vor Allahgott legitim sein, das jedenfalls ist islamisches Recht. Islam ist Recht, aber kein deutsches. Das Menschenbild der Scharia ist mittelalterlich oder in Teilen (schafiitische FGM bzw. al-Azhar-FGM) sogar in ihrer Wurzel vorgeschichtlich. Über eine Art von geheiligtem Faschismus wird sich die angewendete Scharia nicht hinaus entwickeln können. So einer Lebensweise brauchen wir nicht die „ebenso“ gleichen Entfaltungsmöglichkeiten einzuräumen wie den deutschen Grundrechten (1948) und allgemeinen Menschenrechten (1949). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Karakaşoglu-Aydın wirbt für genau jene multikulturelle (diskriminierende) Rechtsfindung, wie sie im Londoner Stadtteil Leyton betrieben wird. Dort in der Straße Francis Road Hausnummer 34 ist genau jene alternative Instanz der die staatlichen Gerichte vermeidenden Vermittlung ansässig, die sich unsere Bremer Erziehungswissenschaftlerin vorstellt: Islamic Sharia Council. Wohlverhalten zeitigt auch gleich noch den Platz im Paradies, da kann das säkulare Gericht zugegebenermaßen nicht mithalten. Witzig ist die Sache indes gar nicht, denn die Angst vor der Höllenstrafe beziehungsweise vor sozialer Ächtung wird es den jungen Frauen schwer machen, aus der parallelen Welt der Rechtsfindung heraus zu kommen und den Weg zu Polizei, Rechtsanwalt, Frauenhaus und Staatsanwalt zu finden. </p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Für solche womöglich demokratiegefährdenden Gedankenspiele, wie Frau Karakaşoglu-Aydın sie betreibt, sollten wir unsere Erziehungswissenschaftler eigentlich ganz bewusst nicht bezahlen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 8. Nicht selten wird auf das Selbstverständnis des Islam als „Der Islam ist Religion und Staat“ hingewiesen und damit eine grundsätzliche Unvereinbarkeit mit westlichen Vorstellungen von Demokratie unterstellt. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> „Nicht selten“? Leider etwas zu „selten“. „Unterstellt“ ist durchaus möglich und wäre dann sogar noch völlig richtig! Damit hätte Frau Karakaşoglu-Aydın, kaum zu fassen, zum Thema politischer (orthodoxer) Islam auch mal einen Treffer gelandet. Und dabei auch noch die passende Formel zitiert, al-islām dīn wa daula, die in ihrer Kürze und Wortfigur zwar dem neunzehnten Jahrhundert entstammen soll, sich jedoch auf nahezu eineinhalb Jahrtausende Geschichte berufen kann und auf die real existierenden heutigen Islamverbände, Moscheegemeinden und Muslimbrüder gleich mit. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Im Übrigen besteht in Deutschland Religionsfreiheit und kann hier jeder ein Gebet zu einer Göttin oder einem Gott seiner Wahl sprechen. Die Autorin scheint gezielt den Eindruck erwecken zu wollen, in der Bundesrepublik Deutschland würde das Grundrecht auf Religionsfreiheit mit Füßen getreten und wären Muslime eine diskriminierte religiöse Minderheit. Ein paar fromme Gebete irgendeiner Lehre zwischen Taoismus, Zarathustra und Bahá&#8217;í oder ein paar unfromme Verse der Herren Feuerbach, Marx oder Nietzsche, an ein paar Engel oder Teufelchen auch Orishas des Santería glauben oder an die Wiedergeburt oder auch Atheist sein, das alles ist in Europa für jeden möglich und du darfst sogar jedes Jahr eine neue Religion haben wenn es dir Spaß macht. Anders als in Pakistan oder Somalia und übrigens auch anders als von Koran und Hadithen vorgesehen! Der Spruch al-islam din wa daula ermahnt uns säkulare oder sonstige Weltbürger: </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Islam ist daran zu hindern, Staat zu werden. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Sehr gehrte Frau Karakaşoglu-Aydın, hier in Deutschland ist das Volk oberster Souverän, nicht die Gottheit. Das Konzept des Demokratiehassers Sayyid Qutb von der gesellschaftlichen hakimiyyat allāh möchten wir „citoyens et citoyennes“ gemeinsam mit den Ex-Muslimen oder den dissidenten und gefährdeten säkularen (antischariatischen) Muslimen keinesfalls tolerieren müssen, nur weil eine wissenschaftlich vergütete Bremer Universitätsprofessorin im Februar 2006 in den Schmerzensschrei „Gerechtigkeit für die Muslime!“ ausbrach (12). </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 10. Unterrichtsbefreiung aus religiösen Gründen </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Antrag abgelehnt. Es gilt die Schulpflicht. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Buddhisten, Fußballspieler, Muslime, Atheisten oder Taubenzüchter stehen nicht unter Naturschutz, sie alle müssen bei „Rot“ an der Ampel warten, ihre Steuererklärung beim Finanzamt einreichen und alle werden bei unterlassener Hilfeleistung belangt oder haben Krankenwagen im Einsatz beziehungsweise fahrende Busse nicht anzugreifen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Bekannt sind die Klagen von Pädagogen und Pädagoginnen über den Widerstand eines Teils der muslimischen Eltern gegenüber der Teilnahme ihrer Kinder auch am Biologie-Unterricht (vor allem wegen den Unterrichtseinheiten zur Sexualkunde und der Evolutionstheorie), und der Versuch, die Kinder vom Besuch dieses Unterrichts zu befreien. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> In der Tat wird uns der von den Parteigängern der politischen Scharia verweigerte oder staatlicherseits durchgesetzte schulische Bildungsauftrag noch jahrelang beschäftigen. Kinder aus Familien der bibeltreuen Zwölf Stämme, der Zeugen Jehovas oder evangelikaler Kreationisten unterliegen ebenfalls diesem Druck der Familie, dem wissenschaftlich ausgerichteten Denken und Lernen Scheuklappen anzulegen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Im Mai 2005 wies das Verwaltungsgericht Düsseldorf die Klage der einem orthodoxen Islam anhängenden Eltern eines Jungen ab und beschloss, dass dem Jungen der koedukativ erteilte Schwimmunterricht zuzumuten sei (13). Im Mai 2008 verkündete das Verwaltungsgericht Düsseldorf, dass eine Tochter aus orthodox-islamischem Elternhaus am koedukativ erteilten Schwimmunterricht teilnehmen muss (14). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Erziehungswissenschaftlerin Karakaşoglu-Aydın unterstützt ganz offensichtlich jene europaweit vernetzten und hart agitierenden Legalisten, die mit Rechtsanwälten wie dem Bonner Konvertiten Yahya Martin Heising versuchen, unter Berufung auf Religionsfreiheit und bei Darstellung eines angeblichen Gewissenskonfliktes, den (angeblichen) islamischen Wohlverhaltenskodex gegen den staatlichen Erziehungs- und Bildungsauftrag durchzusetzen (15). </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 11. Zur Frage des Sexualkundeunterrichts gibt es von islamischer Seite Vorschläge, wie ein Kompromiß zwischen den Positionen erreicht werden könnte.4 [siehe auch Fußnote 4] </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Fußnote 4 gibt eine Lektüreempfehlung dessen, was Dr. Yasemin Karakaşoğlu unter der „islamischen Seite“ versteht: Adnan Aslan: „Geschlechtererziehung in den Schulen und die islamische Haltung“, Institut für islamische Erziehung (Hg.), Stuttgart 1996. Adnan Aslan heißt ebensogut Ednan Aslan und wird unter kitapshop.de vertrieben (16), dort empfiehlt man lesefreudigen Glaubensbrüdern und -schwestern, die Veröffentlichungen folgender Publikationsorte zu studieren: Islamisches Zentrum Hamburg (Schia), Islamisches Zentrum Aachen (jetzt ZdM, vorher IGD, noch vorher Muslimbruder Issam el-Attar), Islamisches Zentrum München (heute ZdM, früher IGD, einstiger Leiter war der mittlerweile oberste Führer der Muslimbruderschaft Mohammed Mahdi Akef), das nur zum Buchstaben „i“, kitapshop empfiehlt damit Schriften der deutschen Unterorganisationen der weltweiten Muslimbruderschaft (MB) und der Teheraner Mullahs gleich mit. Das ist schön vollständig, doch sollte eine Erziehungswissenschaftlerin uns ein paar Worte der Kritik am Erziehungsansatz und Menschenbild der MB um Akef (Dschihad, FGM, Kalifat, Streben nach der Vernichtung Israels) und an der Pädagogik des Staates Iran seit Chomeini (Allahkratie, Apostatenmord, Wunsch nach der Zerstörung Israels) bekunden. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Der 1959 im türkischen Bayburt geborene Ednan Aslan bzw. Adnan Aslan wird auch unter buchara-versand.de verkauft, etwa seine Werke „Religiöse Erziehung der muslimischen Kinder“ und „Geschlechtererziehung in den öffentlichen Schulen“ (17). Der klassisch islamisch ausgerichtete Online-Handel hält das Frauenbild und die Ehevorstellung des im Jahre 1111 verstorbenen Extrem-Theokraten al-Ghazali (Das Buch der Ehe – Kitab adabi n-nikah) für islamisch und verkauft es uns in deutscher Übersetzung. Mit einem wörtlich genommenen al-Ghazali sind universelle Menschenrechte, Gleichberechtigung der Frau oder Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland schlicht unvereinbar. Beim Buchara-Versand ist der Risale-i Nur (Bediüzzaman Said Nursi) ebenso erhältlich wie die Schrift „Muslime im Westen“ (Tariq Ramadan), ferner sind dort die fundamentalistischen Machwerke des Leugners der Evolutionstheorie Harun Yahya zu erstehen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Auch das Buch „Gleichwertigkeit der Geschlechter im Islam“ des gebürtigen Ägypters und emeritierten kanadischen Professors, des begeistert homophoben Verteidigers der Polygynie Dr. Jamal Badawi aus Halifax, Nova Scotia, darf in diesem Buchversand nicht fehlen. Jamal Badawi ist Mitglied im kanadischen fiqh-Rat ISNA, sein reaktionäres: „Gender Equity in Islam“ ist auf Englisch zu lesen unter: soundvision.com/Info/gender. Wir dürfen uns sicherlich erlauben, Karakaşoglu-Aydın als brave Nachfolgerin (taqlīd) der Herren Tariq Ramadan und Jamal Badawi zu betrachten, wann immer sie von „muslimischer Mann“, muslimische Frau“ und, im Bereich Schule und Erziehung, von „muslimischer Junge und muslimisches“ Mädchen spricht. Wer als gebildete Muslima Ramadan oder Badawi lobend zitiert, stellt sich hinter das Konzept der nikah, der frauenentrechtenden Imam-Ehe. Wir warnen alle Leser dringend vor der reaktionären, theokratischen und repressiven „islamischen Religionspädagogik“ der Herren Dr. Ramadan und Dr. Badawi, die mit persönlicher, autonomer Spiritualität oder mit dem Ungewissheitsvorbehalt jeder Wissenschaft sehr wenig, dafür mit Kollektivismus, Modernitätsverweigerung, Familialismus, Wohlverhaltenskontrolle und Schariavorbehalt sehr viel zu tun hat. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Karakaşoğlu, inzwischen (2006) als Kämpferin (Gerechtigkeit für die Muslime) gegen die mutigen Menschenrechtsaktivistinnen Seyran Ateş, Necla Kelek oder Ayaan Hirsi Ali bekannt geworden empfiehlt uns 1999 als islamische Autoritäten zu Erziehungsfragen, öffentlichem Schulwesen, Bildungspolitik und Integrationspolitik die Funktionäre aus dem Dunstkreis der Muslimbruderschaft, die mit ihren europäischen Unterorganisationen wie FIOE, FEMYSO, UOIF (französisch) und IGD (deutsch) einer allumfassenden (totalitären) Scharia zum Durchbruch verhelfen will mindestens im Sinne einer staatsvertraglich geregelten Rechtsspaltung. Als Nahziel sieht die Muslimbruderschaft das eigene Scharia-Familienrecht für die „Nation der Gläubigen“ vor, daher das auffällige, Europäern vielleicht gar nicht nachvollziehbare Interesse nahezu aller islamischen oder islamistischen Autoritäten von Milli-Görüş-Bewegung bis ECFR für die Themen islamische Rolle der Frau, „muslimische Gleichberechtigung“ und durchgesetzte Verschleierung. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Das Kopftuch ist nicht erst politisiert worden, es ist immer hoch politisch gewesen. Politikum Kopftuch. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Prof. Dr. Ednan Aslan/Adnan Aslan wurde 1959 im nordostanatolischen Bayburt geboren. Gute zwei Jahrzehnte später habe er in Krefeld und Köln Sozialwesen studiert (1981-82) und habe sein Diplom als Sozialpädagoge in Esslingen erworben. Aslan sei nacheinander für die Arbeiterwohlfahrt Stuttgart, das Sozialamt Tübingen und das Deutsche Rote Kreuz Heilbronn tätig gewesen und habe in der Erwachsenenbildung gewirkt. Heute leitet der Schariafreund das Institut für islamische Erziehung (Schwerpunkt: Entwicklung von Lehrplänen für den Islamischen Religionsunterricht, Entwicklung islampädagogischer Lehrerdidaktik). Mit einer Arbeit zur religiösen Erziehung muslimischer Kinder in Österreich und Deutschland habe er 1996 einen akademischen Titel im österreichischen Klagenfurt (Kärnten) erworben. Seine Homepage adnan-aslan.com titelt: Islamische Religionspädagogik und Didaktik, Prof. Dr. Mag. Adnan Aslan. Wikipedia schreibt seinen Namen Ednan Aslan. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Heute lebt Aslan in Wien, und wer im Internet nach „Neustiftgasse 117“ sucht, erfährt, dass man sich dort (www.islamologie.info) zwar nicht zur Fortbildung in Islamwissenschaft (historisch-kritische Methode, Ratio) anmelden kann, dafür gleich zur Ausbildung in „Islamologie“ (fundamentalistische Methode, Esoterik) und dass im selben Haus die Islamische Religionspädagogische Akademie (IRPA) ansässig ist. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> IRPA (Neustiftgasse 117) denkt weltweit. In die Räumlichkeiten der IRPA lud der Direktor des Islamischen Religionspädagogischen Instituts (IRPI, Adresse ebenfalls Neustiftgasse 117, Träger: IGGiÖ sprich Anas Shakfeh) namens Herr Mag. Amir Zaidan im April 2006 zu einem Kongress europäischer Imame und islamischer Seelsorger. Auf der Rednerliste für den Kongress, deren Eröffnung unverständlicherweise im Wiener Rathaus stattfinden durfte, standen Ayatollah Seyyed (Sayed) Abbas Ghaemmaghami als der Präsident (2004-2008) des den iranischen Mullahs (Religionspolizei, Steinigung, Blutgeld) treu ergebenen, schiitischen Islamischen Zentrums Hamburg, der österreichische Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel, der radikalislamische Theoretiker Dr. Murad Wilfried Hofmann, die EU-Kommissarin Dr. Ferrero-Waldner, Schariafreund Dr. Axel Ayyub Köhler vom deutschen ZdM, Dr. Ursula Plassnik als die österreichische Außenministerin sowie Generaldirektor Abdul Aziz-Altuajiri (auch: Abd al-Aziz &#8216;Uthman al-Tweijri, Abdulaziz Othman Altwaijri) von der in Marokko ansässigen Islamischen Wissenschafts-, Erziehungs- und Kulturorganisation ISESCO und schließlich Generalsekretär Mohammed Ahmed Sherif (auch: Mohammad Abd al-Ghaffār al-Sharīf; 1998-2002 Professor für Scharia an der Universität von Kuweit) von der World Islamic Call Society. Die letzten beiden, Altuajiri (Altwaijri) und Sherif (al-Sharif) gehören zu den Unterzeichnern des offenen Briefes an Papst Benedikt. Über die Wiener „Konferenz Europäischer Imame und SeelsorgerInnen 2006“ berichtete etwa die spanischsprachige Internetseite webislam.com (18). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Der gebürtige Syrer Amir Zaidan (19) war Mitunterzeichner der berüchtigten, auf schulische Desintegration und Islamisierung des Schulalltages zielenden „Kamel-Fatwa“, scheiterte dabei, im Rahmen der Islamischen Religionsgemeinschaft Hessen (IRH) für die ihr unterstehenden Muslime eine Art von paralleler Rechtsordnung zu installieren und hat dazu beigetragen, über die intransparente Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) den Einfluss der Muslimbruderschaft auf Österreichs Schulsystem zu vergrößern. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die im Sinne des Islam auf Tugendhaftigkeit hin orientierte World Islamic Call Society (WICS) ist ganz bewusst auch frauenpolitisch aktiv. Nein, nicht gleichheitsfeministisch, das war die entfremdete kulturelle Moderne, jene materialistische Epoche der Dekadenz und Gottlosigkeit. Jetzt startet die befreite Menschheit in die Ära der Spiritualität und nun möchte auch die WICS die Frauen von der Last befreien helfen, den Männern nacheifern zu müssen und damit ihr einzigartiges weibliches Wesen zu verlieren. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Am 29. Januar 2009 besuchte der bereits im Februar 2008 durch seine Forderung nach teilweiser Einführung der Scharia ins britische Rechtssystem bekannt gewordene Erzbischof Rowan Williams die World Islamic Call Society, redet im Beisein von Dr. Mohamed Achmed Sherif (Secretary General of the WICS) von Gottesbewusstsein und echtem Dialog sowie von dem Juden, Christen und Muslime angeblich irgendwie verbindenden Stammvater Abraham (20). In der angegebenen Quelle wird lobend erwähnt, dass Rowan Williams sich Weihnachten 2008 als Gegner der „israelischen Aggression gegen Palästina“ erklärt hatte, gemeint ist, dass er es als Oberhaupt der Anglikanischen Kirche für verachtenswert hält, dass die Israelis sich gegen den monatelangen Beschuss mit aus dem Gaza-Streifen abgefeuerten Kassam-Raketen wehrten. Moment mal, lieber Erzbischof, „der Führer spricht“ hier, und auch da ist schon wieder auf der WICS-Seite (islamic-call.net) von „Brother Leader“ die Rede, Rowan Williams mittendrin, Bruder Führer vorneweg, und hier, The Leader`s Speech, „Führerrede“? Wer ist der Bruder Führer, wer ist der Führer (21)? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Muammar al-Gaddhafi! (Mu&#8217;ammar al-Qaḏḏāfī) gründete unter großzügiger Mitwirkung der WICS die unter Führung Libyens stehende World Islamic Peoples Leadership und lässt in seiner Barmherzigkeit zu, eben auch in den Kreisen der WICS als „Leader“ bezeichnet zu werden. Der deutsche Islamratsvorsitzende Hasan Özdoğan war 1989 an der Gründung der Deutschen Sektion der libysch finanzierten WICS beteiligt, gelegentlich werden beide Organisationen sinnvollerweise wie eine einzige, etwa als „WICS / WIPL, Tripolis“ genannt, deren Ziel als eine da&#8217;wā-Organisation (Missionsorganisation) es ist, den Islam besonders in Afrika und grundsätzlich weltweit zu intensivieren und auszubreiten. Im Dezember 1999 hielten der Islamrat und die Weltkonferenz der Religionen für den Frieden (WCRP) eine Tagung in Bad Neuenahr ab, auf welcher der Generalsekretär der WICS sprechen dufte (22). In dieser Zeit kooperierten im Islamrat neben Hasan Özdoğan auch Ali Kızılkaya sowie Abu Bakr Rieger. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Alles … „von islamischer Seite“. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 11-12. Bedenken der muslimischen Eltern, die Sexualkundeunterricht vor allem als Angelegenheit der Familie und nicht der Schule betrachten, richten sich vor allem gegen die Intention des Unterrichts, Kinder auch auf außereheliche Beziehungen vorzubereiten, Mädchen und Jungen in der gleichen Klasse mit dem Thema Geschlechtlichkeit zu konfrontieren und entsprechend realistisches Bildmaterial zu verwenden. Adnan Aslan schlägt vor, eine Form des Unterrichts zu verwenden, die auch den  Ansprüchen der islamischen Sicht auf den Unterricht gerecht wird. Das heißt, er fordert die Beteiligung der muslimischen Seite im Hinblick auf die Unterrichtsgestaltung ein (Aslan 1996, S. 50-54) und macht damit im Sinne Bergers ein Angebot zur diskursiven Verständigung. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Adnan Aslan, der sich mit Murad Wilfried Hofmann, Axel Ayyub Köhler und dem nach eigener Aussage dem Gedankengut der Muslimbruderschaft nahe stehenden Amir Zaidan zu umgeben pflegt, mache also der säkular gedachten Demokratie „im Sinne Bergers ein Angebot zur Verständigung“? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wohl weniger „im Sinne Bergers“, schon eher im Sinne Allahs. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Karakaşoğlu will, dass wir mit der „islamischen Sicht“ der Islamisten Tariq Ramadan und Muammar al-Gaddhafi sowie mit derjenigen des erwiesenen Umfeldes der Muslimbruderschaft (Islamrat, Milli Görüş, IRH, IGGiÖ) „Verständigung“ suchen! Die Bremer Erziehungswissenschaftlerin möchte damit, dass wir uns großzügig („tolerant“) über die Erkenntnisse des hessischen Landesverfassungsschutzes hinwegsetzen. Die Behörde attestierte der von Adnan-Aslan-Freund Amir Zaidan (einst IRH, jetzt IGGiÖ) geführten Islamischen Religionsgemeinschaft Hessen, insgeheim verfassungsfeindliche Ziele zu verfolgen und recht offen eine Lebenspraxis zu kultivieren, die die Freiheits- und Grundrechte besonders von Frauen massiv einschränkt (23). </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 12. Der Staat ist … nicht befugt, zu bewerten, ob eine Religion ihrem Angehörigen eine bestimmte Kleidung vorschreibt oder nicht. … Dies gilt auch für Schülerinnen, die das Gesicht mit Ausnahme der Augen völlig verschleiern. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die multikulturell tolerierte Schleierpflicht des vom Terrorismusverteidiger Yusuf al-Qaradawi oder vom der Diktatur des Iran geforderten hidschab, was für ein reiner Wahnsinn aus dem kulturellen Mittelalter! Eine westfälische (1999), inzwischen ostfriesische (2009) Erziehungswissenschaftlerin fordert von Deutschlands Lehrerinnen und Lehrern allen Ernstes, in den Klassenzimmern staatlicher Schulen den sexualisierenden ḥijāb fallweise auch als entmenschenden niqāb zuzulassen: Unfasslich, Karakaşoğlu-Aydın (mittlerweile nennt sie sich meist kurz Karakaşoğlu) will nicht nur den Tschador jeder in der BRD schulpflichtigen Schülerin zulassen, sondern auch ihren Gesichtsschleier (peçe auf türkisch, mit Tschador kombiniert: Çarşaf). Die Autorin weiß, dass im Einklang mit der antidemokratischen Scharia bis heute viele hoch angesehene islamische Autoritäten in ihren Schriften oder islamische Rechtsgelehrte in ihren Fatwas von jedem männlichen Gläubigen fordern, an ihren untergebenen Töchtern oder Ehefrauen den hidschab oder mindestens das Kopftuch notfalls mit Prügel durchzusetzen. Unter der Burka sieht man die blauen Flecken auch nicht, seelisch stabilisierender für die „Islam heißt Frieden“ singenden bundesdeutschen Pädagogen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> In der Fußnote 5 verweist die Autorin auf Seite 13 lobend auf die „Vielzahl von konkreten Beispielen“, die eine Untersuchung biete, die 1996 von der Deutschsprachigen Islamischen Frauengemeinschaft (DIF) „zur Situation muslimischer Kinder und Jugendlicher in Schule und Ausbildung“ angefertigt worden sei. Beim Lesen von Helmut Zenz (helmut-zenz.de/hzisla12.html) wird uns klar, wer unter DIF in der Meerheimer Straße 229 in Köln residiert: Milli Görüş, die vom Verfassungsschutz observierte Islamistenbewegung des Entwurfs der die Ära der Menschenrechte (batil düzen, nichtige Weltordnung) siegreich verlassenden Gegendemokratie eines türkisch-nationalistischen und radikalreligiösen Islamstaates (adil düzen, gerechte Weltordnung), wie ihn Necmettin Erbakan erträumte. Karakaşoğlu verweist grundsätzlich anerkennend („eine Vielzahl von Beispielen“) auf die in radikalislamischem Umfeld erstellte Studie „Schleierhaft. Dokumentation zur Situation muslimischer Kinder und Jugendlicher in Schule und Ausbildung (Köln 1996)“, ohne es offenbar für nötig zu halten, sich vom extremistischen Gedankengut der Milli Görüş zu distanzieren. Damit wird sie zur Komplizin der Erbakan-Doktrin und jener geheiligten Frauenfeindlichkeit, wie sie im größten türkischen organisierten dschihād gegen die kulturelle Moderne Gestalt annimmt. Ein Foto auf der selben Seite („Illustration 2“) zeigt fünf im Stile der Milli Görüş verschleierte Frauen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Milli Görüş gehört ideell und personell ganz dicht zur durch staatliche Verbote unterbrochenen Traditionslinie legalistischer (die Demokratie zu überwinden strebender) Parteien wie Fazilet Partisi (Tugendpartei, 2001 verboten) und Saadet Partisi (Partei der Glückseligkeit). Laut Ursula Spuler-Stegemann aber wollte die der Erbakan-Lehre treu ergebene Tugendpartei „die Regierung übernehmen und die Scharia einführen“ (24). Für Karakaşoğlu ist eine solche politisierte Theologie (oder Theologisierung und Schariatisierung der türkischen Politik) offensichtlich kein Problem. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die islamische Kleidung oder eben auch das Kopftuch mag ja für vieles stehen, für den empfundenen Ekel gegenüber Nichtmuslimen und Menstruationsblut, für nachbarschaftlichen Tugendterror und Gerangel um den Platz im Paradies oder für den Wunsch nach einem Leben wie zu Zeiten des Propheten, jedoch ist Kopftuch immer auch Werbung zur Errichtung einer radikalislamischen Politik. Islampolitik (Islam) ist theozentrisch, das bedeutet, das Volk ist nicht länger oberster Souverän, Allahgott ist es bzw. dessen Emire, Muftis, Ayatollahs und Imame sind es (angeblich gibt es ja keinen Klerus, so die taqiyya). Kopftuch ist der unhörbare Kampfschrei nach Errichtung eines hierarchischen und repressiven Staates islamischer Pflichtenlehre (Kalifat). </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 15. Der Fall „Fereshta Ludin“ … zeigt, [dass es darum gehen muss, dass sich alle Bürgerinnen und Bürger] an den Grundwerten der Verfassung orientieren [und nicht darum gehen kann, ob Zuwanderer] in ihrem Lebensstil den ’common sense’ der Mehrheit (als eine Art ’Nationalkultur’) übernommen haben. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Erbakan, al-Qaradawi, Zaidan und Ramadan haben hidschāb und islām keineswegs verfälscht oder fehlinterpretiert, und Frau Karakasoglu hat Kopftuch und Scharia ebenso wenig missverstanden. Die Scharia widerspricht den „Grundwerten der Verfassung“ sehr und widerspricht der grundgesetzlich verankerten Gleichberechtigung von Frau und Mann ganz und gar. Kindern und Jugendlichen die Angst vor der imaginierten Hölle anzudressieren als die Hauptaufgabe der Erziehung und Bildung zu betrachten ist wohl auch nicht ganz der Geist der von der Autorin bemühten Verfassung, eher der Geist der Inquisition und Hexenverbrennung. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 15. Hierin offenbart sich die diesem Integrationsverständnis innewohnende Aufforderung der kulturell-religiösen Assimilation, die die Zugewanderten von der aktiven Beteiligung an einem Wandel des gesellschaftlichen ’common sense’ ausschließt. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Jammerei. Solch eine freiheitliche Gesellschaft wie in Westeuropa findet Schariafreundin Karakaşoğlu zwischen Marokko und Malaysia nicht so rasch. Also Deutsch lernen, Deutscher werden, wählen dürfen, Steuern zahlen und durchschnittlich begeistert gesetzeskonform leben. Wer freilich die islamische Revolution anstrebt oder eine andere Art von Faschismus, der ist von „einem Wandel des gesellschaftlichen ’common sense’“ fern zu halten. Das genau nämlich IST der common sense: Keine Toleranz der Intoleranz. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Raffiniert mogelt die Autorin ins schläfrige Halbbewusste der bundesdeutschen Integrationsdebatte, „die Ausländer“ (eben nicht!) oder vielmehr „die Muslime“ (aha!) würden diskriminiert, ins Abseits gedrängt, an der Mitbestimmung gehindert. Seitens von Frau Karakaşoğlu-Aydın eine ziemliche Unverschämtheit, der Mehrheitsgesellschaft ein solches undemokratisches Verhalten zu unterstellen, zugleich ist uns die Dreistigkeit der Autorin kaum nachweisbar, denn wer wird denn vor einem Lehrerinnenkopftüchlein Angst haben oder einem melodiösen Gebetsruf, und das Wort Scharia oder Kalifat spricht die Dame nicht aus. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Schon wieder hat die Autorin die Ex-Muslime vergessen, oder die säkularen muslimischen Gegner einer zur (kalifatsähnlichen) Politik gewordenen Scharia. Diese Menschen vor den orthodoxen Patriarchen und antimodernen Extremisten zu schützen, das ist demokratischer, pluralistischer common sense, besser: Das ist ordre public. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Privat mag Fereshta Ludin ihr Kopftuch ja tragen, im Staatsdienst und als professionelles Vorbild für Minderjährige nicht. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 18. [Kapitel 4.1. ist überschriftet mit] Islam als Hindernis für selbstbestimmte weibliche Lebensentwürfe </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Was für ein erfreulicher Titel. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 19. [Schule, Lehrer seien gegen das Kopftuch aktiv tätig] Der unbedeckte Kopf soll den Mädchen helfen, sich in der Mehrheitsgesellschaft zu integrieren. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Genau das soll er. Und das erreicht er. Und das Ganze ist auch wesentlich besser, als dass sich ein unbedeckter Mädchenkopf verschleiern müsste, um sich in die wahhabitisch-saudische oder mullah-iranische Gesellschaft zu integrieren. Die äquidistante, entgrenzt kulturrelativistische Autorin sieht das ja vielleicht anders. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Gute Pädagogen wollen die eine die orientalische Sexualisierung (&#8216;aura engl. awrah als Befrachtung des weiblichen Leibes mit geheiligtem nādschis-Ekel) vermeidende Kleidung, wollen eine nicht segregierende (dhimma, islamische Apartheid) Kleidung als äußeres Zeichen ernst gemeinter Gleichstellung. Die vollen Freiheitsrechte und Bürgerrechte gelten auch für Ex-Muslime und sogar für Muslime, selbst für weibliche Muslime. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 21. … in der westlichen Moderne …  </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Falsch, es muss heißen: In der „kulturellen Moderne“, nicht in der „westlichen Moderne“. Nationalsozialismus, Vietnamkrieg, DDR-Unrechtsregime mit Mauerbau und Schießbefehl sowie dem Stasi-Gefängnis „Bautzen II“ oder das Camp Delta in Guantanamo Bay wären durchaus Teil dieser Neuzeit, das sie sich zeitlich nach der Französischen Revolution und der Erfindung von Dampfmaschine und Glühbirne ereignet haben. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Universelle Menschenrechte, Rechtsstaat, Parlamentarismus, Pressefreiheit, Religionsfreiheit, Bürgerrechte, alles mit Gleichberechtigung für Frauen, Apostaten irgendeiner Glaubenslehre oder für Religionskritiker, das jedoch ist kulturelle Moderne, die wir auch in Japan oder Israel vorfinden. Kulturelle Vormoderne ist beispielsweise, wenn und solange die Schafiiten kleinen Mädchen im Genitalbereich geheiligte Amputationen durchführen. Die Journalistin Stephanie Sinclair hat dieses islamische Handeln des Genitalverstümmelns der schafiitischen Rechtsschule, durchgeführt von der hoch angesehenen indonesischen Assalaam-Foundation, dankenswerterweise dokumentiert (25). Wir wünschen unverstümmelte indonesische Mädchen in Bandung, West Java. Die von der Autorin angeführte „Moderne“ ist nicht westlich, sondern eine Lebenswirklichkeit politischer, religiöser und sexueller Selbstbestimmung. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Ein typischer Trick der Islamisten ist es, die freiheitlichen Demokratien als „westlich“ zu bezeichnen, damit wollen sie erreichen, dass der islamisch geprägte Teil der Erde von kulturell-politischer Modernisierung (Demokratisierung, Pressefreiheit, Religionsfreiheit, Gleichberechtigung der Frau) verschont bleibt. Konsequent ist es in dieser fundamentalistischen Logik zudem, die Demokratisierung mit „Christianisierung“ gleichzusetzen, das ist auch unter deutschen Muslimen gar nicht so selten: „Eure Demokratie ist eine Form von Christentum“. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Manch ein islamischer Hadith (ḥadīṯ, aḥādīṯ) spricht: Wenn du schneidest, übertreibe nicht, „ashimmi wa-la tanhaki“, das ist angenehmer, „ahza“ für den Mann. Die Beschneidung des weiblichen Geschlechtsteils macht das Gesicht der Frau strahlender, „ashraq“ und ist besser, „ahab; abha“ für den Mann. Nimm nur ein wenig [Genitalgewebe, mit dem Messer]  weg und zerstöre nicht. Übertreibe es nicht, „la tanhaki“. Die Beschneidung, „khafdh; khifadh“ ist verpflichtend, „sunnah“ für der Mann und ehrenwert, „makrumah“ für die Frau. So weit der islamische Hadith, hier genannt als ein Beispiel für ein Textdokument aus der kulturellen Vormoderne. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Modern ist nicht gleich westlich. Menschenrechte jedoch sind universell oder sie sind nicht. Mittlerweile ist FGM auch in Europa kultiviert worden, damit ist die FGM ja vielleicht westlich, nicht aber modern, Frau Karakaşoğlu. Auch die ersten Gesichtsschleier sind in Deutschland zu sehen gewesen, das erste Hundert am Namus-Ehrkonzept orientierten Frauenmorde („Ehrenmorde“). Auch Burka und Niqab sind damit womöglich „deutsch“ oder „westeuropäisch“ oder „westlich“ zu nennen, jedenfalls als europäisches oder deutsches Integrationsproblem, sie entstammen allerdings anderen Jahrhunderten (Jahrtausenden) – kultureller Vormoderne. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die Heirat einer (traditionell islamisch: Die Verheiratung einer) patrilateralen Parallelcousine, arabisch: bint &#8216;amm, wörtlich Tochter des Vaterbruders, galt zwar auch den Herren Isaak (19. Jahrhundert … ) und Jakob (18. Jahrhundert … ) als besonders ehrenvoll, doch sollte man bedenken, dass die beiden frommen Juden nicht NACH der Geburt des Juden Jesus von Nazareth ihre aus damaliger Sicht juristisch, pädagogisch und religiös einwandfreie Cousinenehe kultivierten, sondern im genannten Jahrhundert VOR Christus. Familienseits gewünschte Cousinenehe muss von modern denkenden (selbstverständlich auch von muslimischen!) Pädagogen doch wohl hörbar zurückgewiesen werden. Karakaşoğlu schweigt auffallend. Arrangierte Ehe haben wir grundsätzlich ebenso zurückzuweisen, und die elf-, zehn- oder neunjährige Braut erst recht (das Letztgenannte gilt der Moderne gottseidank auch juristisch als inkorrekt). Karakaşoğlu schweigt schon wieder. Solange Europäischer Fatwa-Rat (ECFR), Milli Görüş, die Kairoer Azhar und die Muslimbruderschaft mit der kulturellen Moderne ein geheiligtes (totales) Problem haben, darf und muss die Moderne (meinetwegen auch: Darf „der Westen“) mit der so genannten Religion des Islam ein säkulares (rechtliches, journalistisches, pädagogisches) Problem haben. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wir haben die Gegengesellschaften der Einwanderermilieus zu analysieren, um Bürgerrechte und Frauenrechte für jeden einzelnen Menschen durchzusetzen. Das ist etwas völlig anderes als die womögliche Empfehlung der Erziehungswissenschaftlerin, die kulturelle Vormoderne des Scharia-Islam (Islam) und Fiqh-Islam (auch Islam) mit ihren Apostatenmorden, Gesichtsschleiern und Zwangsheiraten in die kulturelle Moderne zu integrieren. Karakaşoğlu promovierte 1999, im selben Jahr also, aus dem dieser ihr Text stammt, als Wissenschaftlerin, und mag sich künftig doch bitte klarer verständlich machen, wie sie zu den universellen Menschenrechten und zur menschenrechtswidrigen Scharia steht. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 25. Mit dem Kopftuch bzw. entsprechend verhüllender Kleidung [erreichen] muslimische Frauen, die dies freiwillig aus religiöser Überzeugung tun, … die ansonsten in räumlicher Trennung ausgedrückte Geschlechtertrennung (Innenraum – Raum der Frauen, Außenraum – Raum der Männer) zu durchbrechen und sich gemeinsam mit Männern im öffentlichen Raum außerhalb des Hauses aufzuhalten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Frauen sollen in die Häuser gesperrt werden? Parlamente, Rathäuser und selbst öffentliche Versammlungsorte als männerbündisches Refugium? Was für ein kulturelles Mittelalter, und zwar orientalisches, oder auch Bronzezeit, allerdings wohl weder slawische noch keltische Bronzezeit. Und ist die muslimische Frau, die den öffentlichen Raum unverschleiert betritt, ein Stück Dreck? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Der Islam steckt in einer kulturellen Sackgasse und hat erklärlicherweise Angst, „sein Gesicht zu verlieren“ und als System barbarischer Sexualpolitik (Wächter mahram, Stoffgefängnis hidschāb, Verkauftwerden nikāh, Verstoßenwerden talaq) sowie als Konzept kulturrassistischer (ḏimma, Ḫilāfa) ethnoreligiöser Politik enttarnt zu werden. Diese Blamage kann die kulturelle Moderne (damit auch: Kann die Psychologie oder kann die Erziehungswissenschaft) weder Recep Tayyip Erdoğan noch Yasemin Karakaşoğlu-Aydın ersparen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 30. In einer säkularisierten Gesellschaft wie derjenigen der Bundesrepublik erscheinen religiös begründete Argumente als unzeitgemäß, weil irrational, ja sogar gefährlich, da Fundamentalismus- und Extremismus-verdächtig. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Das kommt vor. Bisweilen bewahrheitet sich der erwähnte Verdacht sogar. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Weil die Autorin die Milli-Görüş-Bewegung ebenso kennt wie deren Bewertung durch die deutschen Sicherheitsbehörden nicht als „Extremismus-verdächtig“, sondern ganz klar als extremistisch, dürfen wir vorläufig annehmen, dass Frau Karakaşoğlu die pädagogischen Ansätze der verfassungsfeindlichen Milli Görüş zu den „religiös begründeten Argumenten“ rechnet. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 30. Die Diskussion um die Rolle der Religion in Deutschland hat durch die muslimischen Zuwanderer und ihre lauter werdenden Ansprüche, in allen Bereichen der Gesellschaft gleichberechtigt zu partizipieren, neuen Auftrieb bekommen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wie bereits 1994 beruft sich die Autorin auch 1999 auf das Buch Die Stellung der Frau zwischen Islam und westlicher Gesetzgebung (München 1993) des Sunna-Fundamentalisten und Allahkraten Salim el-Bahnassawy („das islamische Lebenssystem … kann niemals geändert werden“, 207), der sich auf über 200 Seiten um die islamistenseits neuerdings dreist „Frauenfrage“ genannte Gängelung jeder einem besonders fundamentalistischen Islam unterworfenen Frau bekümmert, weil für den Islam alle Frauen wankelmütig, hilfsbedürftig und verhältnismäßig unmündig sind (26). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wer definiert die Grenzen der Toleranz? Das macht, Seite 204, Salim el-Bahnassawi: „Der Islam betrachtet Ehe und Familienleben als eine heilige Institution, gerichtet auf das Allgemeinwohl aller Beteiligten und der Gesellschaft im allgemeinen. Im umfassenden und vollständigen islamischen Familiensystem wird Gehorsam als eine Angelegenheit der Loyalität und Treue betrachtet. Es ist aber kein Indikator für die Unterlegenheit oder Inferiorität der Frau. Es ist schlicht eine Verpflichtung gegenüber der Familie und für den andauernden Erfolg der Ehe.“ Der fromme Mann predigt also, dass die Frau gehorsam sein muss, ohne sich unterlegen zu fühlen, andernfalls würde sie völlig unverantwortlich handeln. Mit noch anderen Worten: Weib, du hast zu gehorchen, nur so bist du nicht unterlegen. Man sollte von Erpressung reden, zumal ein Verstoß gegen die als Loyalität und Treue schönzulügende Gehorsamspflicht den Platz im Paradies verspielt, da sie nach orthodox islamischem Weltbild die Frau ins ewig lodernde Höllenfeuer führt und ihre eigenen Kinder gleich mit. Sie kann es natürlich nicht verantworten, das Seelenheil ihrer Kinder zu zerstören: Nur deshalb gehorcht die orthodox denkende Muslima ihrem Ehemann total, von der „motivierenden“ Prügel abgesehen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Was meint Prof. Dr. Yasemin Karakaşoğlu-Aydın, wenn sie von „der Westen“ oder von „Gleichberechtigung von Mann und Frau“ spricht? Das hören wir auf Seite 204 bei Salim el-Bahnassawi: „Im Islam wurde die Gleichberechtigung von Mann und Frau vom Qur’an ausdrücklich garantiert und stellte kein Problem dar. Mit dieser Gleichberechtigung war nicht gemeint, dass die Frauen die Männer überbieten sollten, oder das westliche bzw. östliche Konzept von Freiheit und Gleichberechtigung zu übernehmen, das der Frau den Boden entzog und sie mehr und mehr entfeminisierte. Vielmehr wurde ständig im Auge behalten, dass Mann und Frau gleich, aber nicht dasselbe sind.“ </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Da müssen wir säkularen Muslime, Ex-Muslime oder Noch-nie-Muslime uns also Sorgen machen, dass unsere Bremer Erziehungswissenschaftlerin nicht den Boden unter den pädagogischen Füßen verliert und sich, im verderbten Westen lebend, maskulinisiert. Im Islam erbt die Frau lediglich 50 %, doch sie ist nicht ungleich, sondern gleich, ihre Aussage vor Gericht gilt die Hälfte, doch gerade das macht sie gleich. Frauen aller Länder, auf in die Bodenhaftung und Feminisierung! </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Leider wird in Bezug auf die hinsichtlich der heiligen Gehorsamspflicht die Frau islamisch diskriminierenden Scharia-Gleichberechtigung der genannte Herr el-Bahnassawi, der in Kairo islamisches Recht studiert hat und nun als Richter in Kuweit tätig ist, mittlerweile offensichtlich völlig unkritisch bei der Friedrich-Ebert-Stiftung verbreitet, wo ihn Frau Dr. Menekşe Gün (Bad Salzuflen) in: „Religion und Sexualität in muslimischen Gemeinschaften“) verbreiten darf (27). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Damit jedoch das Grundgesetz erhalten bleibt, sollten wir die vormoderne, angeblich gottgegebene, uns irdischen Staatsbürgern jedoch keine Rechtssicherheit bietende Scharia als sehr weitflächig vorstellen, die Fläche der Religionsfreiheit aber wesentlich begrenzter: Die ihrem eigenen Bekunden nach (Großmufti Cerić) maßlose, kohärente und zeitlose Scharia lappt hier also ungeheurer über! Völlig folgerichtig wurde am 15.01.2003 die an einem radikalen Islam (an der politischen Scharia) orientierte, leider längst auch europaweit aktive Hizb ut-Tahrir durch den Bundesinnenminister an der weiteren Betätigung („ihre lauter werdenden Ansprüche“) gehindert (28). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Jene von Karakaşoğlu sicherlich nicht übersehenen „muslimischen Zuwanderer“ der Hizb ut-Tahrir nämlich, die noch im Jahre 2002 Besuch des geschwisterlich denkenden sprich grundgesetzwidrig orientierten NPD-Vorsitzenden Udo Voigt erhalten hatten haben in einem nachhaltigen Rechtsstaat die selbe Chance, „in allen Bereichen der Gesellschaft gleichberechtigt zu partizipieren“ wie alle anderen Staatsbürger auch. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Aus Sicht der freiheitlichen Demokratie sind der orthodoxe Islam und seine Scharia wesentlich mehr als bloße Religion. Im Übrigen gilt für jeden Menschen in Deutschland die Gewährleistung der ungestörten Religionsausübung, die Autorin möge dazu doch gerne im Grundgesetz unter Artikel 4 (2) nachlesen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 120pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Jacques Auvergne </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (1) Verwandt, verlobt verheiratet! Von Janine Flocke. Migrationsforscherin Boos-Nünning verteidigt die arrangierte Ehe mit Zähnen und klauen, weil diese ja keine Zwangsehe sei </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.zeit.de/online/2007/12/verwandtenehe?page=all">http://www.zeit.de/online/2007/12/verwandtenehe?page=all </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (2) Erziehungswissenschaftlerin Karakaşoğlu zitiert uns zu Integrationsproblemen und Ehefragen nicht das Grundgesetz, sondern den Koran. Karakaşoğlu gibt das Vorhandensein von mehr oder weniger starkem „Druck“ also Zwang der Eltern gegen ihre Kinder zu, in eine der unter deutschen Türkeistämmigen „sehr weit verbreiteten“ arrangierten Ehen einzuwilligen  </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.wdr.de/themen/politik/1/integration_muslime/zwangsehe.jhtml">http://www.wdr.de/themen/politik/1/integration_muslime/zwangsehe.jhtml </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Islam ist … wali mudschbir (walī muğbir), der zwingende Heiratsvormund </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wali_mudschbir">http://de.wikipedia.org/wiki/Wali_mudschbir </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (3) Der Allahgott kann Menschenrechte, islamische Menschenrechte. Die Kairoer Erklärung der OIC (1990), hier in der englischen Fassung </span>&#60;/p</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.religlaw.org/interdocs/docs/cairohrislam1990.htm">http://www.religlaw.org/interdocs/docs/cairohrislam1990.htm </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (4) Die islamistische Milli Görüş lässt Tariq Ramadan reden, Uniday 2009 in der Westfalenhalle in Dortmund. Bei Milli Görüş </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.igmg.de/index.php?id=582&#38;no_cache=1&#38;type=98">http://www.igmg.de/index.php?id=582&#38;no_cache=1&#38;type=98 </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (5) Auch die Islamische Zeitung (um Rechtsanwalt Andreas Abu Bakr Rieger, Rieger gehört zur radikalislamischen Sekte der Murabitun um den schottischen Ex-Hippie Ian Dallas, welcher konvertiert nun Abdalqadr as-Sufi heißt) schreibt zu Tariq Ramadans Rede im April 2009 in Dortmund </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.islamische-zeitung.de/?id=11827">http://www.islamische-zeitung.de/?id=11827 </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (6) IGMG erzieht mit und zu Kopftuch und Geschlechtertrennung. taz: Jugendarbeit im Dienste Allahs. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&#38;dig=2004/09/29/a0269">http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&#38;dig=2004/09/29/a0269 </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> IGMG für feminine Kleidungsvielfalt? Da sei Allah vor </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.berlin-igmg.de/bolge/resimler/2008/alemlere_rahmet/2008Alemlere_Rahmet-25.jpg">http://www.berlin-igmg.de/bolge/resimler/2008/alemlere_rahmet/2008Alemlere_Rahmet-25.jpg </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Männerfreie Zone, Karakasoglu-Aydin nennt es „geschlechtsspezifischer Ansatz“ </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.berlin-igmg.de/bolge/resimler/2008/hanimlar_kamp/berlin_kamp_hanimlar.jpg"></a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Ohne Sitte kein Way to Allah. Scharia: Heiratsalter neun Jahre </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.berlin-igmg.de/bolge/resimler/2008/alemlere_rahmet/2008Alemlere_Rahmet-5.jpg">http://www.berlin-igmg.de/bolge/resimler/2008/alemlere_rahmet/2008Alemlere_Rahmet-5.jpg </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (7) Und das werdende Kalifat wird unsichtbar: Mythos Multikultur. LAGA NRW nennt ungefähre Normen, auf die hinzu integriert werden soll, nationalistisch und fremdenfeindlich. Damit sagt die LAGA: Lass die Fremden, sie sie sind, wende keine „deutschen“ (keine grundgesetzlichen?!) Normen auf die „Anderen“ an und bewerte (beobachte) beide nicht. Der die zu scheitern drohende Integration umwölkende Nebelschleier des islamverbandlich auferlegten Schweigens oder der politisch korrekten Selbstzensur wird dichter </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.laga-nrw.de/xd/public/content/index._cGlkPTU4_.html">http://www.laga-nrw.de/xd/public/content/index._cGlkPTU4_.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (8) Islam bereits demokratisiert? Islam jetzt ohne Scharia? Islamkritiker nun beschäftigungslos? Dem Herrn Dr. Gebauer geht das Wörtchen Scharia nicht über die Lippen, doch referiert er auf dem 29. Orientalistentag (DMG) über seine drei Jahrzehnte Curriculums-Entwicklung für IRU (links unter „Teilnehmer“ klicken) </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.dot2004.de/orientalistentage.php">http://www.dot2004.de/orientalistentage.php </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (9) Die in Ankara geborene Deutsch-Türkin Sanem Kleff von der GEW ist Autorin von „Islam im Klassenzimmer“ und organisiert seit 2001 die bundesweite Sektion der europäischen Aktion „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ (SOR-SMC) </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sanem_Kleff">http://de.wikipedia.org/wiki/Sanem_Kleff </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (10) Kleff (GEW) elegant und fürsorglich pro Fereshta Ludin (GEW), aber gegen Islamismus. In dieser Quelle bemerkenswert, dass die schariatreue Kollegin Ludin behauptet, nicht zu wissen, dass ihr Arbeitgeber, die Islamische Grundschule der Islamischen Föderation Berlin (IFB) zu Milli Görüs gehöre – natürlich taqiyya vom Feinsten; indes, die beobachtende Kleff zitiert uns die ganze Sache seltsam genüsslich und womöglich lückenhaft. Islamkritiker, beobachte den Beobachter … </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.gew-berlin.de/2564.htm">http://www.gew-berlin.de/2564.htm </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (11) Staatlich-säkulares Gerichtsurteil war gestern, willkommen in der Postmoderne, Ihr Scharia-Gerichtshof. Islamic Sharia Council </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.islamic-sharia.org/">http://www.islamic-sharia.org/</a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (12) Was für eine herzzerreißende Wehklage aus den barbarischen Germanien: Gerechtigkeit für die Muslime! Drei mutige Frauen namens Seyran Ates, Necla Kelek und Ayaan Hirsi Ali kann man da schon mal öffentlich verunglimpfen. Gemeinsam mit Mark Terkessidis, von Yasemin Karakasoglu </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.zeit.de/2006/06/Petition">http://www.zeit.de/2006/06/Petition </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Diesem arg demokratieverdrossenen Gejammere gegen die „ungerechte“ Säkularität und vielleicht ja für die irgendwie „gerechtere“ Ordnung der Scharia entgegnete Alice Schwarzer </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.emma.de/514.html">http://www.emma.de/514.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (13) AZ 18 K 74/05 &#8211; Allahgottes kleiner Sohn muss Schwimmen lernen wie alle Jungen und Mädchen der bergischen Stadt Wuppertal. Denn unsere Kinder aus Familien jeder Religion, Ex-Religion und Nichtreligion sollen gesund und lange leben und nicht im Bach oder Teich ertrinken </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.vg-duesseldorf.nrw.de/presse/pressemitteilungen/archiv/2005/19_050530/index.php">http://www.vg-duesseldorf.nrw.de/presse/pressemitteilungen/archiv/2005/19_050530/index.php </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (14) AZ 18 K 301/08 &#8211; Allahgottes kleine Tochter muss Schwimmen lernen wie alle Mädchen und Jungen der bergischen Stadt Remscheid. Denn uns. Kinder a. Familien jed. Religion, Ex-Religion u. Nichtreligion sollen gesund u. lange leben u. nicht i. Bach o. Teich ertrinken </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.vg-duesseldorf.nrw.de/presse/pressemitteilungen/archiv/2008/20_080507/index.php">http://www.vg-duesseldorf.nrw.de/presse/pressemitteilungen/archiv/2008/20_080507/index.php </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (15) Ein deutschstämmiger, zum Islam konvertierter Rechtsanwalt betreibt die Homepage muslimeandeutschenschulen.de und unterstützt Eltern, die ihre Tochter oder ihren Sohn vom Schwimmunterricht oder Sportunterricht abmelden möchten </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.muslimeandeutschenschulen.de/recht_schwimmunterricht.php">http://www.muslimeandeutschenschulen.de/recht_schwimmunterricht.php </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (16) Adnan Aslan </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.kitapshop.de/Verlage/I/Institut-fur-islamische-Erziehun">http://www.kitapshop.de/Verlage/I/Institut-fur-islamische-Erziehun </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (17) Adnan Aslan: „Religiöse Erziehung der muslimischen Kinder“, „Geschlechtererziehung in den öffentlichen Schulen“, beide bei: Buchari-Versand </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.bukhara-versand.de/index.php?manufacturers_id=54&#38;XTCsid=tcke7qi2moq7gq3ou10j93r22ju4qri4">http://www.bukhara-versand.de/index.php?manufacturers_id=54&#38;XTCsid=tcke7qi2moq7gq3ou10j93r22ju4qri4</a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (18) webislam.com </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.webislam.com/?idn=5372">http://www.webislam.com/?idn=5372</a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Bis ins ferne japanische Tokyo für die Sache Allahs im Einsatz: Dr. Abdulaziz Othman Altwaijri (ISESCO; in Wien und Spanien auch geschrieben: Abdul Aziz-Altuajiri) </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.unu.edu/dialogue/papers/Altwaijri-ss.pdf">http://www.unu.edu/dialogue/papers/Altwaijri-ss.pdf </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (19) „Der Autor der Kamel-Fatwa als Ausbilder islamischer Religionslehrer in Deutschland?“ Von Jörg Lau </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://blog.zeit.de/joerglau/2007/03/27/405_405">http://blog.zeit.de/joerglau/2007/03/27/405_405</a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (20) Rowan Williams bei der WICS </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.islamic-call.net/english/modules/news/article.php?storyid=639">http://www.islamic-call.net/english/modules/news/article.php?storyid=639</a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (21) Islamic Call </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.islamic-call.net/english/modules/news/article.php?storyid=716">http://www.islamic-call.net/english/modules/news/article.php?storyid=716</a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (22) Andreas Lenz, Stephan Leimgruber (Hg.), Lernprozess Christen Muslime </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://books.google.de/books?id=Nt2a9WA4xugC&#38;pg=PA80&#38;lpg=PA80&#38;dq=gaddafi+wics&#38;source=bl&#38;ots=R22TgnTFAE&#38;sig=VqSP56AdIAHi-2R9K3s-dS-EGvM&#38;hl=de&#38;ei=YD84SrXALty2sgaTzqWrCw&#38;sa=X&#38;oi=book_result&#38;ct=result&#38;resnum=1#PPP1,M1">http://books.google.de/books?id=Nt2a9WA4xugC&#38;pg=PA80&#38;lpg=PA80&#38;dq=gaddafi+wics&#38;source=bl&#38;ots=R22TgnTFAE&#38;sig=VqSP56AdIAHi-2R9K3s-dS-EGvM&#38;hl=de&#38;ei=YD84SrXALty2sgaTzqWrCw&#38;sa=X&#38;oi=book_result&#38;ct=result&#38;resnum=1#PPP1,M1</a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (23) Karl Pfeifer auf haGalil über Amir Zaidan (einst IRH, jetzt IGGiÖ). </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.hagalil.com/01/de/Europa.php?itemid=1299">http://www.hagalil.com/01/de/Europa.php?itemid=1299</a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (24) Die 2001 zwangsaufgelöste Tugendpartei wollte die Türkei in einen an der Scharia ausgerichteten, mehr oder weniger islamischen (undemokratischen) Staat umformen </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.buergerimstaat.de/4_01/muslimelorga3.htm">http://www.buergerimstaat.de/4_01/muslimelorga3.htm </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (25) Geheiligte Genitalverstümmelung an Frauen ist auch im größten muslimischen Staat der Erde eine Selbstverständlichkeit. Dokumentation </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.nytimes.com/2008/01/20/magazine/20circumcision-t.html">http://www.nytimes.com/2008/01/20/magazine/20circumcision-t.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (26) Rechtleitung für die hilfsbedürftige, ständig von Unmoral bedrohte muslimische Frau erteilt Herr Salim el-Bahnassawi: Die Stellung der Frau zwischen Islam und westlicher Gesetzgebung, München 1993. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.scribd.com/doc/4447641/Die-Stellung-der-Frau-Salim-el-Bahnassawi">http://www.scribd.com/doc/4447641/Die-Stellung-der-Frau-Salim-el-Bahnassawi </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (27) Menekse Gün darf bei der Friedrich-Ebert-Stiftung das Scharia-Konzept der die Frau diskriminierenden islamischen Gleichberechtigung von Mann und Frau bewerben und el-Bahnassawi unkritisch zitieren. Politischer Dialog, Islam und Gesellschaft Nr. 7: Karin Brettfeld, Menekse Gün, Bernd Simon: Religion und Sexualität in muslimischen Gemeinschaften, dort als der Aufsatz: Individualität, Pluralität und sexuelle Selbstbestimmung bei sunnitischen Muslimen in Deutschland </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://library.fes.de/pdf-files/akademie/berlin/06007.pdf">http://library.fes.de/pdf-files/akademie/berlin/06007.pdf </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (28) Januar 2003, Verbot der (beispielsweise auch durch Nähe zur gleichfalls anti-demokratischen und antisemitischen NPD aufgefallenen) radikalislamischen Hizb ut-Tahrir. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.hamburg.de/archiv/231958/rechtsextremisten-kontakte-hizb-ut-tahrir-artikel.html">http://www.hamburg.de/archiv/231958/rechtsextremisten-kontakte-hizb-ut-tahrir-artikel.html </a> </span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Inklusion der Scharia in die Erziehungswissenschaft]]></title>
<link>http://schariagegner.wordpress.com/2009/06/13/inklusion-der-scharia-in-die-erziehungswissenschaft/</link>
<pubDate>Sat, 13 Jun 2009 01:28:29 +0000</pubDate>
<dc:creator>schariagegner</dc:creator>
<guid>http://schariagegner.wordpress.com/2009/06/13/inklusion-der-scharia-in-die-erziehungswissenschaft/</guid>
<description><![CDATA[حسبة hisba Rückblick auf eineinhalb Jahrzehnte Islamisierung der bundesdeutschen Sozial- und Bildung]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="line-height:125%;margin:0 0 24pt;">
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 .0001pt;" align="right"><span style="font-size:25pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> حسبة</span></p>
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 60px;" align="right"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">hisba </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;" align="justify"><span style="font-size:15pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Rückblick auf eineinhalb Jahrzehnte Islamisierung der bundesdeutschen Sozial- und Bildungspolitik </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 30pt;" align="justify"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Von Jacques Auvergne, 2009 </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Den arabischen Begriff hisba könnten wir mit „Normenumsetzung“ oder „Qualitätskontrolle“ übersetzen, sollten jedoch wissen, dass hisba bedeutet, zur Installation der sozialen (genauer: Der antisozialen) Ordnung Allahs aufzurufen, zur Errichtung der an scharī&#8217;a und fiqh ausgerichteten „islamischen Gesellschaft“. Wenn Islam auf diese Weise politisch (zum Staat) werden darf, und jeder Muslim ist nach der Formel al-amr bi-&#8217;l-ma&#8217;rūf wa-&#8217;n-nahy &#8216;ani &#8216;l-munkar, „zu gebieten, was recht ist, und zu verwerfen, was unrecht ist“, eben dazu verpflichtet, dann werden Wortgläubigkeit, Gehorsamskultur und damit Antimoderne nach innen, zur Nation der Gläubigen, zunehmend total (islamischer Fundamentalismus als politischer Totalitarismus). Aus dieser geheiligten Gegengesellschaft wird ein zunehmend sadistisch gefärbtes Empfinden und Handeln nach außen die ebenso islampädagogisch (sadistisch) erwünschte wie verlässliche soziale (antisoziale) Folge sein, das selbstverständliche Erziehen zum Ekel gegenüber der moralisch dreckigen (nādschis) Nation der Ungläubigen (kuffār, zu: kufr, Unglaube). Die gotteslästerlichen Angehörigen des kufr einzuschüchtern, zu beklauen und nahezu permanent zu belügen nämlich soll die magisch-vormodern (neurotisch) beschworene „Existenz“ der dschahannam, der Hölle sinnlich erfahrbar machen und gilt im orthodoxen (politischen) Islam als ein gleichsam reinigendes, jedenfalls gottgefälliges Tun. Allerdings, es könnte und es sollte einen anderen Islam geben. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> In den Jahren 1994 und 1995 ließ die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen, Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales, kräftig und auf Ihre und meine Kosten (dschizya?) für den Scharia-Islam werben, sprich hisba betreiben. Das entstandene Buch umfasste gute 190 Seiten Islambeschönigung, nannte sich „Türkische Muslime in Nordrhein-Westfalen“ und fungierte als so genannter Endbericht einer Studie mit dem hochtrabenden Titel: „Dialog mit einer neu etablierten religiösen Minderheit in NRW, türkische Muslime und deutsche Christen im Gespräch. Unter besonderer Berücksichtigung einer Bestandsaufnahme des christlich-islamischen Dialogs und der türkischen Dachorganisationen“. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Diese Studie wiederum war von dem für sein unwissenschaftliches Arbeiten bekannt gewordenen „Zentrum für Türkeistudien“ (ZfT, Essen) erstellt worden, als absolutistisch herrschender Leiter des ZfT präsidierte 23 Jahre lang (1985 &#8211; 2008) ein gewisser Dr. Faruk Şen (1). Nach wenig ruhmreichen Enthüllungen über verprasste Geldmittel und alkoholisch begeisterte Zechgelage auf Steuerzahlerkosten entschwand der über nahezu ein Vierteljahrhundert hoch angesehene und hoch bezahlte Herr Volkswirt und Direktorprofessordoktor Şen nach Istanbul, wo er in den lebenslangen Genuss deutscher Pensionen kommen wird. Den Kuratoriumsvorsitz im Zentrum für Türkeistudien hatte, wundert uns das jetzt, NRW-Integrationminister, Moscheebaubefürworter und Schariaverharmloser Armin Laschet. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Laut Landesrechnungshof verkonsumierte das Zentrum für Türkeistudien 1998 an einem interkulturellen Konferenzabend auf Kosten des Steuerzahlers mit 14 Personen 17 Flaschen Wein und etliche Campari und Martini, an einem anderen wissenschaftlichen Arbeitstreffen zu 16 Personen 12 Flaschen Wein und Etliches an Hochprozentigem. Herrn Dr. Şen und seine islamismusfreundlichen Zechkumpanen müssen wir an dieser Stelle einmal vor einem genossenen Übermaß an alkoholischen Getränken warnen, denn als frommen Muslimen sollte ihnen klar sein, dass sie spätestens dann Gefahr laufen, schirk (Beigesellung, Polytheismus) zu betreiben, wenn sie vor lauter Wein, Pils und Martini den eifersüchtigen Allahgott gleich doppelt sehen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Keine zehn Tage vor einer geplanten Demonstration türkischer Nationalisten in Berlin leugnete Hochschullehrer Faruk Şen am 9. März 2006 in einer Radiosendung den schrecklichen, wahrscheinlich 1,2 Millionen Ermordete umfassenden Völkermord an den christlichen Armeniern als einen solchen (nämlich Genozid, Völkermord) und sprach in türkisch-nationalistischer Manier von „Massaker“ (2). Zum Sachverhalt des Genozids von 1915-1916 verfasste die deutsche Bundesregierung auf Antrag aller vier großen bürgerlichen Parteien (Drucksache 15/5689 vom 15.06.2005) eine Resolution (3). Hält man die türkischen Zeitungen wie Vatan und Hürriyet für repräsentativ, dann streitet die Mehrheit der Türken in einem nationalistischen Rausch, der jederzeit in einen islamistischen Rausch kippen kann, den gegen die Türken erhobenen Völkermordvorwurf ab. Gemeinsam mit dieser Mehrheit der auf wissenschaftliche geschichtliche Forschung oder auf Selbstkritik keinen gesteigerten Wert legenden Türken streitet auch Islamist Abdullah Gül (AKP) den Völkermord an den Armeniern ab (4). Inzwischen hat Bundesverdienstkreuzträger Faruk Şen die Lage der Muslime im heutigen Deutschland mit derjenigen der Juden im Nationalsozialismus verglichen, was ihm dann endlich öffentlich doch etwas krumm genommen werden musste und hat seine Dienstverpflichtung mit dem Land Nordrhein-Westfalen im, wie es so schön heißt, „gegenseitigen Einvernehmen“ gelöst (5). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Das ebenso kostspielige wie wissenschaftsferne Essener Zentrum für Türkeistudien (ZfT) leistete seinen multikulturellen (parallelgesellschaftlichen) Beitrag zum Migrationsforschung genannten Verschleiern der anwachsenden Integrationskatastrophe, indem es Yasemin Karakaşoğlu damit beauftragte, die Broschüre „Türkische Muslime in Nordrhein-Westfalen“ zu erstellen. Im Dezember 1994 war das Werk dann angefertigt, unter ganz geringfügigen und hier vernachlässigbaren Fehlerkorrekturen, Ergänzungen und Abänderungen erschien es als 2. Auflage im Juni 1995. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wie uns das Impressum belehrt, ist das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen „Herausgeber“ des Buches „Türkische Muslime in Nordrhein Westfalen“. Der seitens unserer xenophilen Ministerien mit NRW-Verdienstorden und Professorentitel behängte gelernte Volkswirt, angebliche Islamkenner, Sektgelage-Veranstalter und (das muss man zugeben) Feinschmecker Faruk Şen hatte die „Projektleitung“, Islamismusverharmloserin Karakaşoğlu fand Einsatz im Bereich „Wissenschaftliche Bearbeitung“, die womögliche Diplom Übersetzerin (statt beispielsweise Dipl.-Übers. (FH) jedoch als dipl Übers.) Sabine Gomm sowie ein bis heute am ZfT tätiger Andreas Goldberg (statt M. A. allerdings als M.A.) sind als „Mitarbeiter“ genannt. Goldberg ist wohl Ethnologe und veröffentlichte inzwischen zum unter Gesichtspunkten der Rechtsspaltung, Abschottung und der menschenrechtswidrigen, gegengesellschaftlichen Finanzwelt (Scharia-Banking) mehr als problematischen Begriff „Ethnische Ökonomie“. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Welchen Anteil Goldberg, Gomm oder der feudal herrschende und nationalistisch argumentierende Professor Faruk Şen (SPD-Mitglied) an dem Buch haben, wird wohl ewig unklar bleiben. Damit dürfen wir die inzwischen zur „ersten Bremer Professorin für interkulturelle Bildung“ berufene Yasemin Karakaşoğlu als die Autorin („wissenschaftliche Bearbeitung“) der 1994 erschienenen Druckschrift betrachten. Zu deren Vorwort sich Minister Franz Müntefering hergab, der das Machwerk allen deutschen Erziehern, Lehrern und Sozialarbeitern ans Herz legt: „Wissen über den Islam, … Hintergrundinformationen über die islamische Religion. … Die Studie soll durch Informationen zur Versachlichung der Diskussion und damit zum Abbau von Ausländerfeindlichkeit beitragen, die häufig nur auf Unkenntnis beruht.“ </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Der irgendwie versachlichte Müntefering beweist uns eigentlich nur, dass man mit völliger Unkenntnis über den Islam durchaus auch ein Ausländerfreund sein kann. Solange der Ausländer nur kein Ex-Muslim oder gar Islamkritiker ist. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Zur Analyse: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> [Titel] Türkische Muslime in Nordrhein-Westfalen </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Keine Gastarbeiter mehr, keine Türken, sondern Muslime. Eine eigene Sorte Mensch. Der Titel ist gar nicht selbstverständlich, zumal das Ministerium jetzt eine Studie „Türkische Ex-Muslime in Nordrhein Westfalen“ publizieren müsste oder „Türkeistämmige Christen“ und das Zentrum für Türkeistudien nun gar nicht Zentrum für Muslimstudien heißt. Wir haben darauf zu achten, dass das Kollektiv der „Muslime“ hier, gedruckt mit Landeswappen und dem Schriftzug des Ministeriums, keinesfalls zu einer Sorte Mensch heranwächst, zu einer ethnoreligiösen Kaste mutiert, die gesonderte Rechte beanspruchen darf. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 20. Die Scharia bestimmt das politische und private Leben jedes einzelnen muslimischen Gläubigen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Keine indirekte Rede? Kein „die vormoderne, undemokratische Doktrin der Scharia beansprucht, das politische und private Leben … zu regeln“? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die Scharia verstößt gegen die allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948 und gegen das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland von 1949 (6). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Der Islamkenner und gründliche deutsche Integrationsforscher Professor Bassām Ṭībī (Der Islam und Deutschland. Muslime in Deutschland) benennt fiqh-Islam und scharī&#8217;a-Islam als mit Europas Demokratien völlig inkompatibel. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Ruft Vorwort-Schreiber Franz Müntefering Nordrhein-Westfalens Muslime jetzt zu einem Leben nach der grundrechtswidrigen, beispielsweise frauenfeindlichen Scharia auf? Plädiert „Münte“ für den zwingenden Heiratsvormund (mücbir veli, walī mudschbir) und für at-talaq, die Verstoßung der Ehefrau? Sofern SPD-Genosse und Minister Müntefering das Machwerk überhaupt gelesen hat, hat er es nicht verstanden. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Leute wie Müntefering, Şen und Karakaşoğlu sind bei ihrem Einsatz für den orthodoxen (politischen) Islam nicht ohne Erfolg gewesen: Inzwischen hat bereits das Oberhaupt der Anglikanischen Kirche für die teilweise Einführung der Scharia plädiert (7). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Auch der differenziert (menschenrechtswidrig) denkende Schweizer Professor Christian Giordano beschönigt die familienrechtliche Rechtsspaltung als „Rechtspluralismus“. Christian Giordano will offensichtlich die neunjährige Ehefrau, den geheiligten Kult ums politisch gewordene weibliche Genital (Kontrolle der Ware auf intaktes Jungfernhäutchen, äußeres Zeichen: Der hidschāb, das Kopftuch) und die islam-ehevertraglich dazugekaufte Zweit- bis Viertfrau (8). </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 21. 3.2.7. Beitritt. Für einen Beitritt zum Islam bedarf es keiner offiziellen Riten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Was zwar ziemlich gelogen (taqiyya) ist, der vor zwei Zeugen zu vollziehende Ritus des Übertritts in den Islam nennt sich schahāda und ist immerhin so amtlich („offiziell“), dass er die erste der so genannten Fünf Säulen darstellt. Einen anderen Ritus der „offiziellen Riten“ verschweigen uns Minister Müntefering, der wundersame Direktor Şen und Buchschreiberin Karaşoğlu hier ganz bewusst, das offizielle Austrittsritual namens irtidād (ridda), eine religiöse Köstlichkeit Arabiens, bei der nach Maßgabe des wasatiyya (al-Qaraḍāwī: „Islam als Religion der Mitte“) bzw. des „Wege zum Gleichgewicht“ (Al Gore) fliegende Steine oder niedersausende Schwertklingen zum kommunalpolitischen (ordnenden, Natur herstellenden) Einsatz kommen (9). Wer nämlich aus dem Islam Austritt, den darf jeder Muslim töten. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 21. Aufgrund des Gleichheitsprinzips aller Muslime vor Gott gab es ursprünglich keinen Priesterstand, der zwischen Gott und den Menschen vermittelt. Es gibt auch keinen unfehlbaren Leiter der Gemeinde. Auch Mohammed sah sich selbst als einen einfachen, fehlbaren Menschen an. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Eine ausgesprochen kalkulierte Bescheidenheit womöglich. Denn abgesehen davon, dass der selbst ernannte Stellvertreter Allahs die jüdische Reihe der Propheten ja erst einmal klauen musste und mit hochkulturellen iranisch-manichäischen (Licht-Finsternis-Dualismus) oder altorientalischen Mythen (göttliches Weltgericht) sowie mit den uralten afropazifisch-sexualmagischen Vorstellungen (der Kult um das Menstruationsblut und die männliche Beschneidung) zu verschmelzen wagte: Mohammed herrschte absolut. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Frau Karakaşoğlu hat als wenig spirituelle dafür ziemlich fundamentalistische Muslima natürlich keine Schwierigkeiten damit, den Befehlsgeber vieler Auftragsmorde und den Gründer eines kulturrassistischen Staatswesens (Medina, vormals Yathrib) als bescheidenen Sozioreformer und Sozialarbeiter darzustellen, was natürlich auch in der SPD gut ankommen dürfte. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Der Weg ins Paradies verläuft für eine jede muslimische Frau über ihren Mann, dem sie absolut zu gehorchen hat – damit hat ihr (nicht sein) ehelicher Gehorsam den Rang eines Gebets und zugleich Sakraments. Entsprechend ist für den Ehemann das herrische (in Wirklichkeit bis an den Größenwahn heranreichende enthemmte und selbstherrliche, angeblich jedoch, wie laut beklagt wird, besorgt, bekümmert und verantwortungsvolle) Befehlsgeben an die Ehefrau sozusagen ein Sakrament. Desgleichen ist das Kontrollieren und Einschüchtern der Frauen mit gelegentlich vorkommendem Ehrenmord beileibe nicht lediglich Relikt aus der orientalischen Stammeskultur, sondern purer Islam. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Der Grad an Selbstauslöschung ins Kollektiv hinein ist für den muslimischen Endverbraucher, namentlich den weiblichen, gleichbedeutend mit dem Grad an Religiosität. Männer können zusätzlich noch ein paar Dhimmis quälen oder militärisch (dschihād) Territorium erwerben, um als tugendhaft (Platz im Paradies) zu gelten. Für die Günstlinge der „islamischen Geistlichen und muslimischen Gelehrten“ (der Einflussreichen beziehungsweise Brutalen) stehen zwar mehr Chancen offen als für die Unterschichten der von Bestechlichkeit geprägten islamischen feudalen Ordnungen mit ihren, einem Kastensystem ähnelnden Schichtungen verschiedenen Zuganges zu den Privilegien. Islam ist stets ein ausgesprochen korruptes Feudalsystem. Doch haben auch die Privilegierten den obersten Stellvertretern Allahs zu gehorchen, es sei denn, sie schwingen sich zum Emir auf (symbolischer oder auch konkreter Königsmord) und ordnen Frömmigkeit (totalen Gehorsam) an. Islamische Mystik ist seit al-Ghazali (al-Ġazālī, gest. 1111) oft nicht viel mehr als die Lehre der Kunst der Selbstverleugnung oder Gehorsamskultur. Faustregel seit eineinhalb Jahrtausenden: Überall, wo totaler Gehorsam zum geheiligten Kult wird, könnte Islam der Fall sein. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Schariakonformer Gehorsam ist im Islam geheiligte Handlung: Die Tochter, die sich vom Vater zwangsverheiraten lässt und die in der Hochzeitsnacht sakral entjungfert wird, sie folgt dem geheiligten Muster der fälschlich als „naturhaft, gesund“ etikettierten islamischen gesellschaftlichen Ordnung. Die Handlungsvorschriften der Sunna einzuhalten und ihre Handlungsempfehlungen überzuerfüllen gilt als der Schlüssel zum Paradies, insofern gelangt der muftī als der Schreiber einer fatwā (islamisches Rechtsgutachten, Mz. fatāwa) sehr wohl in den Rang eines Priesters – nur dass du angeblich nicht ihm gehorchst, sondern dem Willen Allahgottes. Der kadi (al-qāḍī) als der islamische Richter hat in der Gehorsamsreligion Islam sehr wohl priesterliche Funktion, denn dem islamischen Gesetz Gehorsam zu verweigern zieht sowohl soziale Ächtung (bis zum islamrechtlichen Apostatenmord) als auch verhinderten Eintritt ins Paradies nach sich. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wenn hochrangige (einflussreiche) Muslime den Nichtmuslimen weismachen wollen, der Islam sei egalitär und habe kein Priestertum, dann geht es schlicht darum, die Macht der Scharia-Gerichte und Fatwa-Räte (ECFR) oder den Führungsanspruch von Milli Görüş und Muslimbruderschaft zu verschleiern und der säkularen Demokratie jene totale Angst (islampädagogisch erwünscht, vor der Höllenstrafe) geheim zu halten, die eine etwa gewagte Gehorsamsverweigerung nach sich zieht. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Einerseits also geht es um die verhinderte fitna für die soziale Basis der pyramidengleich hierarchisierten islamischen Gesellschaft: Der Mensch im orthodoxen Islam ist wie ein Molekül im Kristallgitter, orthodox islamisierte Menschen sind ausgerichtet wie die angetretenen Soldaten auf dem Exerzierplatz. Kein Priester steht zwischen dem Muslim und Gott, in der Tat nicht: Die gesamte umma steht zwischen dir und Allahgott! Hinauf ins Paradies bedeutet damit und auf den ersten Blick egalitär anmutend: Hinein in die „soziale Mitwelt“ der umma. Und nur fühllos erloschen, nur entwürdigt, entsubjektiviert zum „man“, nur willenlos erlangst du Anteil an der umma (in der dunya, der niederen Erdverhaftetheit, und gegen sie) sprich am Paradies (im hehren Jenseits von al-&#8217;āchira, englische Schreibweise akhirah). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Islam ist „andererseits“ (Islam ist genuin) anti-egalitär: Das tödliche (qadar, türk. kismet) Gerangel um die Führung des Kalifats mit dem Ziel der vermiedenen fitna, nur eben für die Spitze der Pyramide findet sein Spiegelbild im Konkurrenzkampf zweier Kalifen, zweier Islamverbandsfunktionäre, Imame, Brautwerber, Großfamilien, zweier Nachbarn, Brüder, zweier Kinder. Dieser Konkurrenzkampf vermag, das ist im „verlässlich unzuverlässigen“ Islam sozusagen eingebaut, zwischen Spiel und Krieg nie klar zu unterscheiden, alle Friedensverträge oder auch Kriegsdrohungen sind dramatische Taschenspielertricks. Mit Scharia Richtern, vorsäkularen Imamen, schariafreundlichen Islamverbandsvertretern oder „Wissenschaftlern“ wie Faruk Şen und Yasemin Karakaşoğlu kann und darf die kulturelle Moderne keinen „Frieden schließen“, jedenfalls nicht, ohne Teil des ewigen, kosmischen dschihād sein zu wollen – und zwar als Verlierer, als Brennstoff fürs Höllenfeuer. Echte Begegnung zwischen Nichtmuslim und Muslim (noch nicht einmal gelingender Dialog zwischen zwei Muslimen) kann auf der Grundlage der Scharia niemals stattfinden, einseitiger oder komplizenhaft geteilter Sadismus sehr wohl. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Es gibt bereits säkulare und zugleich spirituelle Muslime, vielleicht hat es sie in geschützten Nischen stets gegeben, doch die werden, weil sie Scharia und fiqh zurückweisen müssen, nicht selten von ihren „eigenen“, leider nach wie vor massenhaft vorhandenen Fundamentalisten bedroht. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> [noch zu] 21. Aufgrund des Gleichheitsprinzips aller Muslime vor Gott. … Auch Mohammed sah sich selbst als einen einfachen, fehlbaren Menschen an. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Automatisiertes „tugendhaftes“ Verhalten zu üben (Frauen, Kinder, Niederrangige) beziehungsweise diese Lebensführungsdiktatur aufzubauen (Ehemann, Familienoberhaupt, Staatsoberhaupt) ist gewissermaßen Gebet. Dem Kalifen (Ayatollah, Mufti, Stammesführer, Yūsuf al-Qaraḍāwī, Islamverbandsfunktionär, großen Bruder) zu gehorchen ist im Islam veritabler Gottesdienst. Einen anderen Weg ins Paradies als die totale Unterwerfung (Islam) unter das gesetzlich (auch Islam) vorgeschriebene Wohlverhalten steht dem Muslim nach orthodoxer Lesart gar nicht zu. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Der dem Mohammed oder seinen Offizieren den Gehorsam verweigernde, sprich: Der anti-islamische Gesetzesbrecher wird von einem „einfachen, fehlbaren“ Menschen wie dem Propheten selbst gesteinigt. Wie rührend, was für fromme, bescheidene Hand- und Kopfabhacker. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 23. Der Islam und die Frauen. Alle Verhaltensweisen von Muslimen gegenüber Frauen lassen sich nicht automatisch aus dem Islam ableiten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wer hätte das gedacht, bereits 1994 wurde dieser Trick verwendet, der gezielt dazu ermuntert, den „eigentlichen“ Islam als moralisch unbefleckt und als frauenfreundlich zu betrachten. Eine das Grundgesetz verteidigende Frau Karakaşoğlu hätte jetzt die Gelegenheit, ein wenig Korankritik und Schariakritik zu betreiben oder etwa die als Pflicht angesehene, islamische FGM der indonesischen Schafiiten oder die Bejahung der alltäglichen ägyptischen Genitalverstümmelung (Klitoridektomie) seitens mehrerer Azhar-Theologen wie Scheich Youssef al-Badri (1997) oder die bejahte FGM der islamischen, ebenfalls an der Kairoer Azhar lehrenden  Rechtsgelehrten wie Dr. Muhammad Wahdan (2006) zu kritisieren. Frau Karakaşoğlu, wollen Sie, gemeinsam mit Youssef al-Badri und Muhammad Wahdan, wollen Sie die FGM? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Islamverharmloserin Karakaşoğlu hätte die Möglichkeit, beispielsweise die Imam-Ehe oder die koranisch garantierte Polygynie als frauenentrechtend zu benennen oder die klassisch islamische Forderung nach halbiertem Erbe für eine jede Frau gegenüber ihrem Bruder und nach lediglich halber Stimme vor Gericht. Karakaşoğlu schweigt bis heute, vielleicht ja im Dienste der Wissenschaft. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Schariafreundin Karakaşoğlu hingegen erzählt uns, ohne rot zu werden:  </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 23. Der Islam geht von der völligen Gleichwertigkeit von Mann und Frau vor Gott aus. … Dieser völligen Gleichheit als Gläubige vor Gott steht die Vorstellung der sich gegenseitig ergänzenden Teile gegenüber. Mann und Frau haben im Alltagsleben völlig verschiedene Aufgaben und Pflichten zu erfüllen … </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Geht`s noch? Unsere multikulturelle ostfriesische Turkologin beschönigt die Entrechtung und Geringerstellung der orthodoxen islamischen Frau unter ihren Vater, der die Tochter auch gegen ihren Willen verheiraten darf sprich zwangsverheiraten darf (türk. mücbir veli, arab. walī mudschbir) sowie unter ihren Ehemann, dem sie lebenslangen Gehorsam schuldet. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Man ist geneigt, vor Verzweiflung in ätzende Ironie zu verfallen, sarkastisch zu reagieren, wenn man Frau Karakaşoğlu lesen muss. Sicherlich, der von Allāh mit dem Verprügeln seiner widerspenstigen Ehefrau beauftragte muslimische Ehemann steht seiner Frau „gleichwertig“ gegenüber. Die ihre koranische Prügel empfangende Frau ist noch im Augenblick des koranischen Prügelns ihrem Mann in komplementärer Harmonie gegenübergeordnet, und das islamische Leben ist ein Geben und Nehmen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Nur ist es im Islam halt immer der Mann, der die Prügel austeilt und die Frau, die die Prügel einsteckt, die eingesperrt wird, verstoßen wird, zwangsverheiratet. Dieser prickelnden, sexuell wie spirituell erregenden Dualität „der sich gegenseitig ergänzenden Teile“ (Karakaşoğlu) gilt es, endlich auch im eurozentrischen, fremdenfeindlichen Deutschland Geltung zu verschaffen, damit „Türkische Muslime in Nordrhein-Westfalen“ (Buchtitel) in die türkische cennet, arabische dschanna gelangen, ins Paradies. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Nicht außer Acht zu lassen ist die Rolle der Mutter bei der kulturellen Reproduktion des (misogynen) Familiarismus. Die Mutter bringt ihren Kindern, und zwar den Söhnen bis zum vielleicht zehnten Lebensjahr wie vor allem auch den Töchtern mindestens bis zu deren Verheiratung, das schariakonforme, frauenentwürdigende Verhalten bei … und wehe, sie tut es nicht. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Mann und Frau haben im Alltagsleben völlig verschiedene Aufgaben und Pflichten zu erfüllen </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Frau darf das Haus nicht länger verlassen, keiner Berufstätigkeit nachgehen. Frau braucht keine Schulausbildung, kein Bankkonto. Sie hat Jungfrau zu sein und hat verheiratet zu werden. Sie hat in der Hochzeitsnacht zu bluten, gehorsame Ehefrau und gehorsame Haushaltshilfe der Schwiegermutter zu sein und der Großfamilie ihres Ehemannes Kinder, vorzugsweise Söhne zu gebären. Söhnchenfabrik (zoontjesfabriek, Ayaan Hirsi Ali). </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 24. In Arabien hat der Islam die Stellung der Frau in vielen Punkten verbessert. … </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Der Mythos mit den vergrabenen Neugeborenen, jaja. Schwachsinn. Unsere Turkologin redet wissenschaftlich Unhaltbares, und gedruckt wird derartige Geschichtsverfälschung und Islamverherrlichung auf Steuerzahlerkosten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die vorislamisch sozialisierte Araberin Chadīdscha bint Chuwaylid war Unternehmerin und suchte sich einen pfiffigen, erfolgreichen Karawanenführer und Händler fürs Haus und Ehebett. Der junge Kerl hieß Muhammad und wurde größeren Kreisen bekannt durch seine nachmalige nebenberufliche Tätigkeit als Prophet. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 24. Darüber hinaus enthält der Koran zahlreiche Regelungen, die die Behandlung von Frauen in Fragen von Mitgift, Heirat, Polygamie, Sorgerecht, Eherecht, Zeugenschaft, Kleidung und Erbe betreffen. Auch wenn sie aus heutiger Sicht Mann und Frau nicht die gleichen Rechte einräumen, … </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Karakaşoğlu redet von der im Koran von Allahgott jedem männlichen Muslim erlaubten Polygamie, dass aber die Frau natürlich nicht vier Männer haben kann, übergeht die Erziehungswissenschaftlerin (laut Wikipedia) dezent. In der Sache ist der Koran hier einmal wenigstens ungefähr richtig wiedergegeben, wenn auch nur in einem Nebensatz und auch dort nur mit dürren Worten. Doch wir lesen dieses in einer Druckschrift eines Landesministeriums einer (noch) freiheitlichen Demokratie. Was bedeutet das? Empfiehlt uns die Autorin nun, die Polygamie (genauer: Vielweiberei, Polygynie) in der Bundesrepublik Deutschland einzuführen, nur weil sie im geheiligten Buch der Muslime aufgeschrieben ist? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> „Sorgerecht“ hat im Scharia-Islam stets der Mann, die verstoßene Frau verliert ganz selbstverständlich die Kinder. „Zeugenschaft“ bedeutet, Frau Turkologin will da nicht ins Detail gehen, dass ein weibliches Wesen juristisch lediglich halbe Portion ist, für den Nachweis ihrer Vergewaltigung braucht sie sogar vier Zeugen, andernfalls hat sie wegen angeblicher Verleumdung Körperstrafen zu erhalten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Auch zu „Kleidung“ wären doch ein paar Worte mehr ganz hilfreich gewesen, der nichtmuslimische Rest der Welt, aber auch die muslimischen Kopftuchgegnerinnen erhoffen ja vielleicht, dass sich die Bremer Autorin von den in Saudi-Arabien, im Iran oder bei den afghanischen Paschtunen vorgeschriebenen, ganzkörperverschleiernden Gewändern (&#8216;abāya; tschādor, pardā; burqa) distanziert. Wer also weiß, nach der Lektüre der ministeriell abgesegneten Broschüre, wer weiß jetzt Rat zum Thema „Kleidung“? Erbakan, al-Qaraḍāwī oder Ṭāriq Ramaḍān? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 24. Nach islamischer Auffassung wird die Frau fast ausschließlich im Kontext ihrer Rolle in der Familie gesehen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Frau, Ehefrau ist die vom Stamm für das jeweilige, zur Heirat vorgesehene Bürschchen gekaufte Kindergebärerin, die dem Ehemann bedingungslos zu gehorchen hat (Frömmigkeit der Muslima, Religion der Muslima) und ihm beispielsweise den Sex zu keiner Stunde ihres Lebens verweigern darf. Frau wird vom walī (hier in der Bedeutung: Heiratsvormund) verheiratet, kann aus der Ehe jederzeit verstoßen werden, hat lebenslang islamisch damit zu rechnen, dass ihr Ehemann ab morgen mit einer Zweit- oder Drittfrau im Nachbarzimmer vögelt und verliert im Falle der Verstoßung (at talaq) für alle Zeit ihre Kinder, die nämlich „ihm“ sprich seinem Stamm gehören. Sie muss zur „entehrten“ Herkunftsfamilie zurückkehren sofern sie noch lebt und dort als Verachtete niedere Dienste tun oder der Verheiratung mit einem anderen, sozial wohl recht ausgegrenzten Kerl entgegen sehen. In der Tat, Frau Turkologin, wir können es nicht besser sagen, als Sie es hier tun:  </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Nach islamischer Auffassung wird die Frau fast ausschließlich im Kontext ihrer Rolle in der Familie gesehen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> So eine „islamische Frau“ bestimmt ihre Lebensgeschichte, bestimmt ihre Sexualität in nahezu keiner Weise selber, sie hat keinen Anteil an der freiheitlichen Demokratie. Yasemin Karakaşoğlu jedoch will dieses vormoderne, fremdbestimmte Leben für die, man vergleiche den Buchtitel, Frauen unter den „Türkischen Muslimen in Nordrhein-Westfalen“ durchgesetzt wissen. Ob sie selber auch so lebt? Verstößt die Autorin etwa gegen den Islam, oder lebt sie „islamisch“ sprich familialistisch? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Gemeinsam mit dem windigen Großmeister des Pfründesicherns (steuerfinanziertes Monatsgehalt 8.180 €) und der Geldmittelveruntreuung im großen Stil und über nahezu 25 Jahre (10) Faruk Şen ist Yasemin Karakaşoğlu, das wird Kennern der Scharia an dieser Stelle klar sein, 1994 eigentlich ein ganz großer Wurf gelungen: Ein deutsches Ministerium für den Familialismus der Scharia und für die islamische Imam-Ehe (an nikāh) werben zu lassen, das nenne ich mal Einsatz für die Sache. Der seinerzeit und vielleicht ja bis heute völlig islamunkundige Franz Müntefering unterschreibt die Sache dann auch noch. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Vielleicht ist es nur wenig überspitzt, zu sagen, dass Genosse Franz Müntefering mit seiner Signatur und seinem Vorwort für den bundesdeutschen familienrechtlichen Islam wirbt und für die auch in NRW „zu integrierende“ Frauenpolitik der Scharia. Zu dieser entgrenzten Toleranz des Ministers und Schariaverharmlosers ließe sich durchaus auch ein Motiv nennen. Am 8.11.2006 schrieb der FOCUS: „Müntefering will Türkei in der EU sehen. [Müntefering] sei zuversichtlich, dass das Land auf längere Sicht EU-Mitglied werde“. Die anderen Parteien sehen das überwiegend leider ebenso und wollen den raschen und rechtlich vollwertigen Türkeibeitritt. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Architektonisch oder infrastrukturell mag es ja erstaunliche Fortschritte in der (westlichen) Türkei geben, eines hat sich jedoch gerade mit der Regierungspartei AKP nicht geändert: Die Akzeptanz des vormodernen Menschen- und Frauenbildes der Scharia durchzieht die gesamte Türkei. Wer wie Müntefering (SPD) oder die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung auch 2009 immer noch die Vollmitgliedschaft Kleinasiens in der Europäischen Union propagiert, der hat Familienrecht, Religionsfreiheit und die Gleichberechtigung der Frau betreffend nun allerdings ein Problem: Die Scharia, die erst einmal „gekippt“, entsorgt, überwunden, glaubhaft abgelehnt werden müsste. Premier Recep Tayyip Erdoğan hingegen bezeichnete sich noch 1994, also im Jahr der Veröffentlichung dieses Machwerks, in einem Interview mir der Zeitung Milliyet als Anhänger der Scharia. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Ex-Erbakan-Nachfolger und Immer-noch-Islamist Gül: „Der Islam regelt die weltliche Ordnung. Ich als Moslem glaube daran (11).“ Islamist Erdoğan, auch einstiger Erbakan-Gefolgsmann: „Gottseidank sind wir Anhänger der Scharia. Unser Ziel ist der islamische Staat (11).“ </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 25-26. Der Schleier ist der sichtbare Ausdruck für die Trennung der Gesellschaft in Räume für bestimmte Geschlechter, Frauen sollen in der Öffentlichkeit „unsichtbar“ für die Männer sein. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Müntefering wirbt für die Gender-Apartheid. Oder Karakaşoğlu? Oder beide. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Der Sache nach stimmt es auch noch, Frauen sollen ganz und gar aus der Öffentlichkeit vertrieben werden. Der Markplatz den Männern, das gründlich islamisierte Eheweib sei in Küche und Schlafzimmer eingesperrt. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Das Recht auf gemischgeschlechtliche Großraumbüros, koedukative universitäre Hörsäle und geschlechtsgemischte Klassenzimmer werden wir gegen die Parteigänger der Scharia verteidigen müssen! Das gilt auch für Klassenfahrten, Turnen und Schwimmen. Dass sich ein Kollektiv hier völlig abschotten möchte (Prinzip islamische Gegengesellschaft) dürfen wir nicht begrüßen, auch nicht im Namen der „Toleranz“ oder „Multikulturalität“. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 25. In der Familie gehen Frauen und Männer aus einem Verwandtenkreis miteinander um. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Das kurdisch-muslimische oder türkisch-muslimische Mädchen darf also noch nicht einmal seine Freundin nach Hause einladen. In sehr fundamentalistischen oder auch „nur“ in extrem patriarchalischen Familien ist das leider wirklich so. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 25. Hat die Frau in diesem Bereich Besuch von Freundinnen, die nicht zum Verwandtenkreis gehören, muss der Mann sich in dem (kleineren) Männertrakt aufhalten, wo er auch seine männlichen Besucher empfängt. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wie geil, sei ich züchtiges Mägdelein oder brünstiger Kerl, mein Genital wird politisch. Erst gemeinwesenpolitisch, später kommunalpolitisch. Zuletzt preisen die Gottheit islamische kulturelle Errungenschaften wie &#8216;abāya, tschādor, pardā und burqa als äußeres Zeichen der verstaatlichten Vagina. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 25. [Die Verschleierung hat ja vielleicht die] Funktion, Frauen vor den begehrlichen Blicken der Männer zu schützen </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Frauen können genau so lüstern („begehrlich“) gucken wie Kerle – und sie sollen es. Die kulturelle Moderne lässt Männer wie Frauen tagtäglich begehrlich blicken – ohne, dass diese Leute vergewaltigend übereinander herfallen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Blicke töten nicht. Gesichtsverätzende Batteriesäure, ägyptische oder irakische oder pakistanische Gruppenvergewaltigungen, aus Gründen der nāmūs Ehre zugefügte Messerstiche oder richterlich angeordnete fliegende Steine, sie töten bisweilen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Einen Gesichtsschleier für Turkologin Yasemin, mit integriertem Mikrophon, damit wir die keusche Dozentin trotzdem hören. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 25 [Die Verschleierung ist möglicherweise ja ein] Mittel … mit dem vermieden werden soll, dass die der Frau zugeschriebene Attraktivität den Mann vor der Erfüllung seiner Aufgaben in der Gesellschaft abhalten könnte. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Frau Karakaşoğlu ist auch Verhaltensbiologin? Oder Arbeitspädagogin, oder um das zugegeben prekäre Bruttosozialprodukt besorgt? Die interkulturelle Bremerin mag mit gutem Beispiel voran gehen und sich in einen ostfriesischen Kartoffelsack hüllen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Übrigens – sind islamisierte Männer so unattraktiv? Müssen diese Männer dann nicht den Gesichtsschleier tragen, damit Dozentin Karakaşoğlu nicht auf dumme Gedanken kommt? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 25. Die Verschleierung muss nicht, wie aus westlicher Sicht oft interpretiert, „Unterdrückung“ der Frauen bedeuten … </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Falsch. Verschleierung ist Unterdrückung der Frauen durch die Männer, und das nicht lediglich aus „westlicher Sicht“, vielmehr aus universell-menschenrechtlicher Sicht. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die juristische Entrechtung der Frau (islamisches Recht), die familiäre Gewalt gegen Frauen, die Vergewaltigungen an frei herum laufenden Unverschleierten zwischen Marokko und Malaysia sowie die Verachtung der Frau durch die islamischen Theologen von vierzehn Jahrhunderten sollten eigentlich auch die „wissenschaftliche Verteidigerin des Glaubens“ Frau Karakaşoğlu eines Besseren belehren. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Hier endet die sozialpädagogische Analyse von „Türkische Muslime in Nordrhein-Westfalen“, für das wir Yasemin Karakaşoğlu verantwortlich machen dürfen. Die 1994 im Auftrag des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (Minister Franz Müntefering) herausgegebene Broschüre lässt uns recht genau erkennen, wie die Integration scheitern musste. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Nach wie vor werben islamfreundliche Mitglieder von kommunalpolitisch aktiven türkischen Vereinen oder gar von Ausländerbeiräten für die arrangierte Ehe als völlig akzeptablen Lebensentwurf, und seit eineinhalb Jahrzehnten übt sich die elitäre politische Kaste von SPD wie CDU und üben sich hochrangige Kirchenvertreter in der hohen Kunst, uns die kulturrassistische und frauenentrechtende islamische Scharia als demokratiekompatibel zu verkaufen und die Türkei (keine Meinungs- und Pressefreiheit, teilweise extremer Patriarchalismus, den Völkermord an den Armeniern leugnend, Kurdistankonflikt, gerade auch mit der AKP zunehmend radikalislamisch und gottesstaatlich geprägt) als europatauglich schönzulügen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Von den universellen Menschenrechten oder den deutschen Bürgerrechten wird bei derlei Toleranz sehr rasch nicht viel übrig bleiben, und wir überlassen es dann dem Zufall oder dem Faustrecht (Islam), ob ein Mädchen oder eine junge Frau den Weg in die kulturelle Moderne oder „einfach nur“ den Fluchtweg in ein Frauenhaus wirklich findet. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Münteferings Ministerium nannte sich „… für Arbeit, Gesundheit und Soziales“. Und spätestens bei „… Soziales“ sollten wir als Deutschlands Sozialarbeiter uns angesprochen fühlen, gerade angesichts des Scherbenhaufens gescheiterter Integration sprich zunehmender islamischer Parallelgesellschaft. 2009 sollten wir Sozialarbeiter und Sozialpädagogen unsere Klienten und Kollegen dazu aufrufen, dem bereits 1994 von Yasemin Karakaşoğlu vertretenen, am Sunna-Fundamentalismus statt an der kulturellen Moderne, an der Scharia-Doktrin statt am Gleichheitsfeminismus orientierten Gedankengut entgegen zu treten, wo immer und sobald wir ihm begegnen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Dass unsere, die Scharia verharmlosenden Gegner nicht nur in Islamverbänden und Moscheegemeindevorständen sitzen, wo man sie ja vermuten muss, sondern als Dozenten in den Fachschulen oder Hochschulen für Soziale Arbeit, als sozialpädagogische Mitarbeiter in Stadtjugendämtern, als Integrationsbeauftragte in Wohlfahrtsverbänden und Ministerien oder als Islambeauftragte in den beiden christlichen Großkirchen tätig sind, macht unsere Rolle nicht weniger bedeutsam. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Nach ein bis drei Jahrzehnten professionell betriebener Islambeschönigung im Stile der Damen Boos-Nünning und Karakaşoğlu braucht die Gesellschaft, will sie freiheitlich demokratisch sprich säkular sprich kulturell modern bleiben, eine islamkritische Pädagogik und Sozialpädagogik. Diese alleine würde den von Karl Jaspers (Selbstsein, Selbstwerdung, Selbstverwirklichung), Hannah Arendt (Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft), Bassām Ṭībī (Leitkultur bürgerrechtliche Säkularität, Islamismus als regressiver „Traum halbierter Moderne“) und nicht zuletzt den vom Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland gesetzten Anspruch an qualitativ wertvolle Bildungsarbeit und Soziale Arbeit erfüllen. Erziehung, Schule, Jugendarbeit und Integrationsarbeit haben eine den Fundamentalismus und die „autoritäre Persönlichkeit“ eingrenzende Pädagogik und Sozialpädagogik zu realisieren statt dem zugewanderten theozentrischen Totalitarismus des auf Frauenentwürdigung und Gottesstaat zielenden politischen Islam den Weg zu bereiten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Ablehnende Kritik an Scharia und fiqh muss von uns als inhaltlicher Bestandteil der staatlichen Anerkennung sowie des Kodex Sozialer Arbeit begriffen werden, um als Sozialarbeiter oder Sozialpädagoge in der bereits heute von Sunna-Fundamentalismus, islamischer „schwarzer Pädagogik“ oder schariakonformen Zwangsheiraten geprägten Gegenwart professionell arbeiten zu können. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wünschenswert wäre, dass auch in unseren Arbeitsverträgen mit der Stadt oder dem Wohlfahrtsverband schriftlich abgesichert ist, dass wir unseren Klienten gegenüber umfassende Kopftuchkritik und Kritik am politischen (orthodoxen) Islam äußern dürfen – andernfalls können wir, um ein paar Hoheitszeichen oder Firmenlogos zu nennen, für Bundesadler, Landeswappen, Stadtsiegel, AWO-Symbol oder auch Kirchenkreuz nicht ernsthaft tätig sein, sondern sind im Falle der Begegnung mit islamischen Schönheiten wie Zwangsverlobung, imam-nikāh, judenfeindlichen Hadithen, vormoderner Mädchen- oder Jungenbeschneidung, Kopftuchterror oder verweigerter Teilnahme an der Klassenfahrt beziehungsweise am Evolutionskunde- und Sexualkundeunterricht nicht viel mehr als der Pausenclown der Scharia, der Harlekin des Kalifats und noch nicht einmal der Dokumentation fähig (weil unser Arbeitgeber ja vielleicht den Islam toleriert). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Große Teile der wörtlich genommenen, durchweg frauenfeindlichen Hadithen und ein kohärent begriffenes (islamisch begriffenes) Verständnis von scharī&#8217;a sind weder vom elterlichen Erziehungsrecht noch von der grundgesetzlich verbürgten Religionsfreiheit abgedeckt. Diesem mittelalterlichen Instrumentarium der Weltbildbegrenzung, der islamogenen Persönlichkeitsverzerrung und der kalkulierten Einschüchterung gleichwohl Geltung zu verschaffen bedarf es eines aufrüttelnden Rufes nach der Normensetzung der Theokratie. Bedarf es der eingangs beschriebenen hisba – als eines Kriegsrufes zum Angriff gegen die kulturelle Moderne und gegen die Chance auf ein autonom geführtes Leben. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Auch politische Bildung ist Teil gründlicher Sozialpädagogik. Erzieher, Lehrer und Sozialarbeiter sollten es sich zur Aufgabe machen, für ein selbstbestimmtes Leben in Freiheit zu werben. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 120pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Jacques Auvergne </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (1) Über das wenig wissenschaftliche Zentrum für Türkeistudien und seinen Direktor Faruk Şen als Steuergeldverschwender </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://europenews.dk/de/node/3578">http://europenews.dk/de/node/3578 </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (2) Völkermord an den Armeniern, Faruk Şen leugnet ihn </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/477850/">http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/477850/ </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (3) Völkermord an den Armeniern, Resolution des Deutschen Bundestags </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/15/056/1505689.pdf">http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/15/056/1505689.pdf </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (4) Schariafreund (AKP) Gül leugnet den Völkermord </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.welt.de/politik/article1254952/Tuerkei_warnt_USA_vor_dem_Begriff_Voelkermord.html">http://www.welt.de/politik/article1254952/Tuerkei_warnt_USA_vor_dem_Begriff_Voelkermord.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Türkei fühlt sich beleidigt und ruft Botschafter aus den USA zurück </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.welt.de/politik/article1256500/Tuerkei_ruft_Botschafter_aus_USA_zurueck.html">http://www.welt.de/politik/article1256500/Tuerkei_ruft_Botschafter_aus_USA_zurueck.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (5) Mariam Lau: Zentrum für Türkeistudien. Faruk Sen und sein finsteres Deutschlandbild. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.welt.de/politik/article2179999/Faruk_Sen_und_sein_finsteres_Deutschlandbild.html">http://www.welt.de/politik/article2179999/Faruk_Sen_und_sein_finsteres_Deutschlandbild.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (6) Karakasoglus Scharia in Somalia </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1226645449203.shtml">http://www.ksta.de/html/artikel/1226645449203.shtml </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Münteferings Scharia in Pakistan </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,493928,00.html">http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,493928,00.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (7) Islamfreund und Theokrat Rowan Williams will die Scharia! Kein Kopfabhacken oder Auspeitschen, noch nicht, Mister Erzbischof wirbt lediglich für das frauenentrechtende Familien- und Personenstandsrecht der Scharia </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Thomas Kielinger in DIE WELT online: </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> „Scharia in Großbritannien? Inakzeptabel!“ </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.welt.de/politik/article1648955/Scharia_in_Grossbritannien_Inakzeptabel.html">http://www.welt.de/politik/article1648955/Scharia_in_Grossbritannien_Inakzeptabel.html&#8221; </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Noch zu Archbishop Rowan Williams. „Streit um Zulassung der Scharia: Erzbischof erzürnt die Briten“ </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/571/432321/text/">http://www.sueddeutsche.de/politik/571/432321/text/ </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (8) Christian Giordano will die von ihm Rechtspluralismus genannte Rechtsspaltung </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Freiburger-Professor-will-Scharia-einfuehren/story/15342529">http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Freiburger-Professor-will-Scharia-einfuehren/story/15342529 </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (9) ridda, Islamapostasie. Das islamtheologische Austrittsritual </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Apostasie_im_Islam">http://de.wikipedia.org/wiki/Apostasie_im_Islam </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (10) Nordrhein-Westfalens Steuergrab hieß „ZfT“ (Zentrum für Türkeistudien). Landesrechnungshof: „außergewöhnliche Verschwendung“ </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1195247802324.shtml">http://www.ksta.de/html/artikel/1195247802324.shtml </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (11) Türkei 1994. Ministerpräsident Erdoğan fordert die Islamisierung der Politik will eine an der Scharia orientierte Lebensweise und Gesellschaft </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.welt.de/politik/article1042341/Das_System_von_Recep_Tayip_Erdogan.html">http://www.welt.de/politik/article1042341/Das_System_von_Recep_Tayip_Erdogan.html&#8221;&#62; </a> </span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der Weg in die Parallelgesellschaft]]></title>
<link>http://schariagegner.wordpress.com/2009/06/08/der-weg-in-die-parallelgesellschaft/</link>
<pubDate>Mon, 08 Jun 2009 16:10:38 +0000</pubDate>
<dc:creator>schariagegner</dc:creator>
<guid>http://schariagegner.wordpress.com/2009/06/08/der-weg-in-die-parallelgesellschaft/</guid>
<description><![CDATA[شريعة scharī&#8217;a Die Scharia ist die reaktionäre, differenziert diskriminierende islamische Pfli]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="line-height:125%;margin:0 0 24pt;">
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 .0001pt;" align="right"><span style="font-size:25pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> شريعة</span></p>
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 18px;" align="right"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">scharī&#8217;a </span></p>
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 3pt;" align="right"><span style="font-size:9.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die Scharia ist die reaktionäre, </span></p>
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 3pt;" align="right"><span style="font-size:9.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> differenziert diskriminierende </span></p>
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 120px;" align="right"><span style="font-size:9.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> islamische Pflichtenlehre </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 3pt;" align="justify"><span style="font-size:14pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Düsseldorf 2000: </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 3pt;" align="justify"><span style="font-size:14pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Jugendministerin </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt;" align="justify"><span style="font-size:14pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">duldet Scharia </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 60pt;" align="justify"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Von Jacques Auvergne </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Nordrhein-Westfalen im Juni 2009, neun Jahre sind vergangen, dass die damalige Ministerin für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit, Frau Birgit Fischer drei wenig transparent erwählte Experten damit beauftragte, den Text „Multikultiviert oder doppelt benachteiligt?  Die Lebenslage von Mädchen und Frauen aus Arbeitsmigrationsfamilien in Nordrhein-Westfalen“ zu erstellen. Die so genannte Expertise zum 7. Kinder- und Jugendbericht der Landesregierung Nordrhein-Westfalen wurde denn auch angefertigt von den „Expertinnen“ Ursula Boos-Nünning, Berrin Özlem Otyakmaz und Yasemin Karakaşoğlu-Aydın. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Keine unbekannten Namen: Die Kopftuchverteidigerin und zeitweise Rektorin der Universität Essen Boos-Nünning (die Tunahan-Beschweigerin und Sunna-Verkitscherin ist derzeit mit der Erstellung eines empirisch orientierten Freundschaftsgutachtens zu den Schülerwohnheimen des radikal schariatischen VIKZ befasst) und die 1965 in Wilhelmshaven geborene Karakaşoğlu, Mitverfasserin des offenen Briefes „Gerechtigkeit für die Muslime!“, jenen gemeinsam mit Mark Terkessidis verfassten und von 60 so genannten „Migrationsforschern“ (dabei: Ursula Boos-Nünning, Christoph Butterwegge, Hannelore Faulstich-Wieland, Barbara John) unterzeichneten, dabei den politischen Islam verniedlichenden wenn nicht verteidigenden Text, der auf widerliche Weise die mutigen Islamkritikerinnen Necla Kelek und Seyran Ateş angriff und auf den Alice Schwarzer im Stil erfrischend und in der Sache intelligent reagierte: „Offene Antwort. Das Klima wird kühler für die Multi Kultis. Und die Pfründe weniger“. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Sich mit einem neun Jahre alten Text ausgewiesener Integrationsverbauer zu befassen ist auch Rückschau auf eine bundesdeutsche verfehlte und leider im Wesentlichen nach wie vor verfehlt andauernde Einwanderungs-, Europa- und Bildungspolitik, ist Spurensuche im Wurzelgrund fahrlässig zugelassener (und durch Beschweigen oder Bagatellisieren von scharī&#8217;a und fiqh fortdauernder) Islamisierung, ist das Freischaufeln der sprichwörtlichen „Anfänge“ des „Wehret den Anfängen“. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die Scharia ist die reaktionäre, differenziert diskriminierende islamische Pflichtenlehre. Der Erlanger Jurist und Islamwissenschaftler Mathias Rohe, Mitglied der Deutschen Islamkonferenz (1), mag das ja vielleicht anders sehen, für uns fundamentalismuskritische, an den universellen Menschenrechten orientierte Lehrer und Sozialarbeiter bleibt die Scharia das vormoderne, unveränderliche islamische Religionsgesetz, gründend auf sakralem Ekel gegenüber dem Leib der Frau und auf geheiligtem Kulturrassismus gegenüber den Nichtmuslimen. Jede Islampädagogik (Moschee, Koranschule, islamischer Religionsunterricht) muss noch auf Jahrzehnte die territorial dominante oder parallelgesellschaftlich segregierte und dann dort dominante Sexualpolitik der Frauenentwürdigung und Frauenentrechtung (imam nikāh, walī mudschbir; Gerichtsaussage; Erbe) wollen. In der Scharia wird das Genital politisch, Zeichen dafür ist das iranisch pardā, arabisch hidschāb genannte Dressurmittel islamischer Sexualpolitik, der Kopf- oder Körperschleier: Islampolitik ist Schariapolitik ist Kopftuchpolitik. Bereits in seinen familienrechtlichen Aspekten ist die Scharia grundrechtswidrig, von ihrer Wohlverhaltensdressur und Erziehung schwarzer Pädagogik hin zu Weltekel und Selbstekel sowie zum geheiligten Verachten der Nichtmuslime wird sich die Pädagogik und Sozialpädagogik kultureller Moderne zu distanzieren haben. Birgit Fischer distanziert sich keineswegs von der Scharia, sondern erklärt im Vorwort: „Der 7. Kinder- und Jugendbericht der Landesregierung hat die vielfältigen Veränderungsprozesse beschrieben und Schlussfolgerungen für die Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe gezogen. Zur Vorbereitung des Berichtes sind Expertisen zu spezifischen Themenschwerpunkten in Auftrag gegeben worden. Sie liefern aktuelle und weiterführende Anregungen für den laufenden Reflexionsprozess der Jugendhilfe und Jugendpolitik.“ Nun aber zur ministeriell verantworteten Expertise. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 19. Die islamischen Vereine, selbst die Moscheen, sind ebenfalls nicht so homogen, wie sie oft wahrgenommen und beschrieben werden. … selbst innerhalb der Gruppe der Sunniten bestehen verschiedene Richtungen. Neben den bundesweiten Organisationen etablieren sich in steigender Zahl regionale und lokale Vereinigungen. Zu nennen sind hier vor allem die türkischen Elternvereine, die sich um Bildungsfragen der Kinder kümmern, und die türkischen Lehrervereine. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Dass der orthodoxe Islam mit den Grundrechten der Bundesrepublik Deutschland oder mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte in großen Teilen nicht in Übereinstimmung zu bringen ist, übergehen die drei Autorinnen. Gewisse sunnitische „Vereine“ haben Nähe zum radikalislamischen Gedankengut von Fethullah Gülen (Kelek nennt die Gülen-Bewegung richtigerweise: „Sekte mit Konzernstruktur“) oder Necmettin Erbakan, zu demjenigen der Murabitun oder gleich zur Muslimbruderschaft. Die leider ungenannt bleibenden „Vereine“ fordern in der Realität ganz überwiegend das Leben aller türkeistämmigen Einwanderer, ihrer Kinder und Enkel nach Sunna und Scharia. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Wohl kein „Verein“ hat jemals die Scharia zurückgewiesen, und wer, wie manche Aleviten, einmal nicht Necmettin Erbakan, Süleyman Hilmi Tunahan oder Yūsuf al Qaradāwī lobend erwähnt, der steht womöglich Ayatollah Chomeini und dem iranischen Gottesstaat nahe. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Oder als Nichtalevit oder Nichtkommunist den rechtsradikalen, zugleich radikalislamischen Bozkurtlar, den so genannten Grauen Wölfen als den Mitgliedern der MHP (Gründer Alparslan Türkeş). Die MHP oder Ülkücü-Bewegung (Idealistenbewegung) firmiert in Deutschland etwa unter dem Namen „Föderation der türkischen Idealistenvereine in Deutschland“ und europaweit auch mal kurz als „Türk Federasyon“, eine im Mai 1988 in Koblenz ausgerufene Abspaltung nennt sich Union der türkisch-islamischen Kulturvereine e. V.“ </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Den ermordeten armenischen Intellektuellen Hrant Dink verhöhnte ein der MHP prominent angehöriger Rassist und Volkssänger. Ozan Arif (geboren als Arif Şirin, Homepage: www.ozan-arif.net) fertigte 2007 einen entsprechenden Liedertext an. Zwischen 1980 (Militärputsch) und 1991 musste der Volksverhetzer und Folkloremusiker allerdings aus der Türkei flüchten – in Sicherheit, nach Almanya, nach Frankfurt am Main. Wieder in der Türkei, schrieb und vertonte der Nationalist die keinesfalls „poetischen“, vielmehr sadistischen Verse: „Die Entscheidung gehört dem Volk – Soll Abu Öcalan gehängt werden oder nicht?“ Mit Mordlust macht man in der Türkei offensichtlich erfolgreich Popmusik. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Weiter zum von den Expertinnen angesprochenen „Vereinsleben“ der türkeistämmigen Einwanderer in Deutschland: </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Manch ein Kurde steht der der kurdischen PKK (inzwischen genannt Kongra-Gel) nahe, deren durchweg frauen- und demokratiefeindliche Funktionäre, was man beim kriegsähnlichen Konflikt des türkischen Staates gegen die Kurden übersehen könnte, mit der Scharia noch nie persönliche Probleme hatten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Manch ein Deutschtürke sympathisiert mit der ebenso völkisch rassistischen wie islamisch-extremistischen Alperen-Bewegung der ultranationalistischen Büyük Birlik Partisi (BPB, Gründer ist der gelegentliche Billiger antikurdischer Lynchjustiz Muhsin Yazıcıoğlu) und ihrem Jugendverband Alperen Ocakları, die hierzulande den, bezogen auf seinen Namen, harmlos klingenden „Verband der türkischen Kulturvereine in Europa“ (Avrupa Türk Birliği, ATB) unterhält. Kurden werden vereinnahmt sprich als „Brüder der Türken“ gleichsam geschluckt. Kostprobe aus dem Kreis der Alperen-Bewegung bzw. der Partei BPB? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> &#8220;Wer seine Religion leugnet, ist nichts, wer seinen Stamm leugnet, ein Bastard.&#8221; – &#8220;Nationalismus ist unser Blut, das Wesen des Grauen Wolfes unser Stamm, auf dem Wege ALLAHs ist unser Weg eins. Wir sind die ALPERENs, die Enkel der Osmanen. Für die rote Fahne mit dem Halbmond und Stern geben wir unser Leben.&#8221; – &#8220;Unser Weg ist der Weg Allahs, unser Weg ist der Weg des Koran, unser Weg ist der Weg des &#8220;Ideals&#8221;. Soweit als dieser „Verein“, die Bewegung um BPB / Alperen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die bedeutendste und demokratiefeindlichste islamische Strömung ist freilich die deutsche Sektion der international agierenden Milli Görüş (IGMG). Ihr Gründer war der ein Kalifat erstrebende Necmettin Erbakan. Milli Görüş arbeitet seit etwa vierzig Jahren gegen jede säkulare Ordnung in der Türkei und für die Installation eines türkischen Gottesstaates. Dazu bedient sie sich einer politischen Partei namens Saadet-Partisi. Saadet-Partei bedeutet wörtlich Partei der Glückseligkeit, vorher hieß sie Fazilet-Partisi also Tugendpartei, Verbot 1998, diese wiederum gehörte vorher der Refah-Partei das bedeutet Wohlfahrtspartei an, Verbot auch 1998, Refah ging aus der Milli Selamet Partei hervor, Verbot 1971. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Milli-Selamet-Partei war damit die älteste Partei der am radikalen sunnitischen Islamisten Erbakan orientierten Milli-Görüş-Bewegung. Gerade die Milli Görüş in Deutschland und da besonders in Berlin (Islamische Föderation Berlin; Islamische Grundschule; Islamischer Religionsunterricht) steht der Muslimbruderschaft (MB) nicht sehr fern, Deutschlandssektions-Gründer Dr. Yusuf Zeynel Abidin war Muslimbruder. Printmedium ist die der Saadet Partei zugeordnete türkische und eben auch deutsche Zeitung Milli Gazete, eines der über wenige Jahrzehnte wirkmächtigsten Werkzeuge der Re Islamisierung der Türkei. 2003 und 2008 wurde bekannt, dass die extremistische Organisation Stipendien (lediglich) an jene dem islamischen Wohlverhalten folgenden türkischen Studentinnen vergibt, die mit Kopftuch im Ausland studieren wollen. Hintergrund: In der Türkei sind Kopftücher an allen Schulen und Universitäten – noch – verboten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die DITIB (Diyanet) als der größte Moscheeverbund Deutschlands darf uns als Auslandsorganisation des recht schariafreundlichen türkischen Staats Islam um die Herren Erdoğan und Gül gelten. Müssen wir befürchten, dass auch dieser, Ankaras Regierungspartei AKP nahe stehende Islamverband für alle Türken (Diyanet) und Deutschtürken (DITIB) ein fundamentalistisches Leben nach Koran und Hadithen beziehungsweise nach den Fatwas der Muftis und Scheichs (Verschleierungspflicht für Frauen) und den Gerichtsurteilen der Kadis (etwa zur Scheidung einer Imam Ehe) empfiehlt und energisch anstrebt? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Den Lesern der NRW-Broschüre wird empfohlen, „die islamischen Vereine, selbst die Moscheen“ für „nicht so homogen“ zu halten. In der Tat, Richtung gewisser Islamischer Zentren (etwa München, zur MB) oder etwa in Richtung des VIKZ (Tunahan) mit seinen zeitweise illegal betriebenen deutschen Internaten, Schülerwohnheimen und Nachhilfevereinen gibt es noch vieles, was „nicht so homogen“ ist. Obschon – eine einzige Scharia, ein Allāh, eine universelle Kopftuchpflicht: Ist der Islam etwa doch homogen? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 19. Das Ghetto gibt den Menschen mit Migrationshintergrund als Gruppe die Kraft und dem einzelnen die Möglichkeit, sich dem ständig statt findenden Assimilierungsdruck der deutschen Gesellschaft zu entziehen oder ihm zumindest etwas entgegenzusetzen. Der hohe Anteil an Zugewanderten einer Nationalität oder Sprache erleichtert u. U. die Selbstorganisation. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Im Auftrag des britischen Center for Social Cohesion forschten James Brandon und Salam Hafez wesentlich gründlicher zu der hier verharmlosten, ja beschönigten muslimischen parallelen Gesellschaft: Mädchen werden in Pakistan eingekauft, nach England zwangsverheiratet, aus der Ehe flüchtende Frauen werden landesweit verfolgt und eingefangen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Mitten in deutschen Stadtkernen sind uns Sozialarbeitern Familien persönlich bekannt, die noch 2000 oder gar 2005 ihren vier- oder fünfjährigen Kindern das Erlernen der deutschen Sprache zielgerichtet zu verhindern wussten oder ihre fünfzehnjährigen Töchter in den sommerlichen Schulferien in der Türkei zwangsverheirateten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Gleichheitsfeministische Ansprüche sind, leider, im Ghetto der Sunna wenig funktional, insofern „erleichtert“ die Kultur der Abschottung dem Objekt seiner Sippe (eben nicht: Dem autonom denkenden und handelnden Subjekt) die genannte „Selbstorganisation“. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 19. Trotz des sozialen Konfliktpotentials dürfen die positiven Funktionen des Lebens im Ghetto nicht außer Acht gelassen werden. Segregierte Wohngebiete ermöglichen Familien mit Migrationshintergrund einen Rückzug aus sonst vorhandenen Konfliktbereichen und machen es ihnen möglich, sich den Forderungen der deutschen Gesellschaft auf Anpassung durch Orientierung auf die eigene Kultur zu entziehen. Segregierte Gebiete wie auch die ethnischen Communities helfen den Menschen mit Migrationshintergrund, sich vertraute Räume zu schaffen, die eine Grundlage für nationale, ethnische und kulturelle Zusammenschlüsse darstellen können, die zunächst Schutz bieten können gegen Marginalisierung und Diskriminierung. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> In der Tat, das Jugendamt will (hoffentlich) keine zwangsverheirateten Jugendlichen („Konfliktbereiche“) und durch den erwähnten „Rückzug“ in die „eigene Kultur“ hat die (diskriminierte, marginalisierte?) Scharia endlich mehr Raum zur Entfaltung … parallelen Rechts. Boos-Nünning, Karakaşoğlu-Aydın und Otyakmaz werben für die Stadtgeographie europäischer Zukunft, das Ghettokalifat. Apartheid für alle … als Vorgeschmack auf den totalen politischen Islam. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Dass ein großer Teil der muslimisch sozialisierten Menschen auf vielleicht mehrere Jahrzehnte relativ weit oder nahezu völlig neben der europäischen Kultur leben wird und dass sich diese Integrationsverweigerung der Clans (die Kinder namentlich Mädchen werden eingesperrt) auch in ethnoreligiös segregierten Stadtvierteln abspielt, ist ebenso bedauerlich wie in der Sache richtig. Dass aber der Islam mit der ihm wesenseigenen Dynamik (hisba) stets zur immer noch totaleren Einschüchterung, Kontrolle und Hegemonie strebt und dass sich kein deutscher Moscheeverein gegen die Scharia ausspricht, unterschlagen uns die drei Expertinnen multikulturell erleuchtet. Mit ministerieller Erlaubnis. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Islamverniedlicherin Houriya Ahmed arbeitet in der Recherche des oft sehr lobenswerten Center for Social Cohesion (CSC) und behauptet am 3. Mai 2009 auf guardian co.uk., die edle Scharia im pakistanischen Swat-Tal sei von den „unislamischen“ Taliban „verfälscht, pervertiert“ worden. Falsch, Frau Ahmed, hier ist die grausame, differenziert diskriminierende Scharia einfach einmal konsequent installiert worden (2). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Der weibliche Vorname Houriya bedeutet wörtlich Freiheit, al huriyya. Und die aus Qatar stammende Houriya Ahmed nahm sich die Freiheit, kein Kopftuch zu tragen und möchte dennoch ein spiritueller Mensch jedenfalls eine Muslima sein. Möge sie in ihrer Kopftuchkritik Einfluss und Erfolg haben. Ahmeds Tun wäre allerdings lobenswerter, wenn sie sich beispielsweise von dhimma (geheiligte Rechtsspaltung bei Entrechtung der Nichtmuslime), nikāh (frauenentrechtender Islam-Ehe) und ridda (irtidād, geheiligte Doktrin des Apostasieverbots bei „reinigender“, sakramentähnlicher Apostatentötung) distanzieren würde. Immerhin berichtet sie, dass der verweigerte hidschāb im öffentlichen Raum von Qatar dem sozialen Freitod („sozial suicide“) gleichkäme (3). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die orthodoxe islamische al-houriyya („Freiheit“) erklärt uns der hoch angesehene angeblichen Gelehrten und Mystiker ibn &#8216;Arabī (gest. 1240) als „vollendete Knechtschaft“ (perfect slavery). Sufismus lehrt sinngemäß: „Dein Wohlverhalten ist gebetgleiche „Schönheit“, nur „vollendetes“ Einfügen in Sippe, Stamm und ummah (ins Kosmische aufgeblähter Super-Stamm, soziale Opfer konstruierend und quälend) mag dich vor der ewigen Hölle bewahren. Und der barmherzige Allahgott ist am größten.“ Andrew G. Bostom entschleiert den huriyya-Begriff islamischer „Freiheit“ als nichtmuslimisches (dhimmī, harbī) oder muslimisches (Abdallah, Gottesknechtschaft) Sklavendasein (4). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Noch gibt es alte, traditionell Arabisch sprechende orientalische Christen, stets wird es durch die Jahrhunderte Bagdads und Kairos heimliche Islamgegner gegeben haben und neuerdings melden sich arabischsprachige Intellektuelle wie ibn Warraq oder Wafa Sultan zu Wort, weshalb wir uns die arabische Sprache keinesfalls vom orthodoxen (politischen) Islam klauen lassen müssen. Eine nach-sufistische, ent-islamisierte, an den universellen Menschenrechten orientierte und aufklärerisch-demokratische „al huriyya“ wird, trotz aller Erfolge der Islamisten, für mehr und mehr Menschen spürbar, und eine ebenso verstandene türkische „Hürriyet“. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Damit der Mädchen- und Frauenname Houriya wirklich schön wird zum Namen einer Frau, die ihren Lebensweg, ihre Sexualität und ihre Spiritualität zunehmend autonom entdeckt und weitgehend selbst steuert. Damit bald auch das türkische Hürriyet mehr ist als der Name einer eher gegenaufklärerischen türkischen Zeitung. Necla Kelek („Freiheit ist nicht Hürriyet“) berichtet über ihre Jugend, dass ihre Mutter den drängenden Wunsch der Tochter nach baldiger Freiheit überhaupt nicht verstehen konnte, da Freiheit für sie mit „vogelfrei sein, schutzlos sein“ gleichkam (5). </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 22. Mädchen mit Migrationshintergrund schränken ihren Spielraum in der Freizeit nicht selten durch „freiwilligen“ Verzicht ein und Begrenzungen durch die Eltern führen nicht notwendiger Weise zu familiären Auseinandersetzungen oder zu Konflikten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Was sollen die Anführungsstriche, der familiäre Druck verdient ein solches, verschwörerisch-neckisches Augenzwinkern keinesfalls. Mädchen gehen also „freiwillig“ nicht zum Volleyballspielen oder mit der atheistischen oder hinduistischen Freundin zum Bummeln ans Rheinufer, natürlich, weil es ihnen durch die orthodoxe Sippe untersagt worden ist. In der Tat spülen sie für Mutter, Tante oder Schwiegermutter das Geschirr und räumen für ihre herumstrolchenden Brüder das Zimmer auf. Ach so, Tante „oder“ Schwiegermutter: Die Tante wird dem orthodoxen oder traditionellen muslimischen Mädchen nicht selten zur Schwiegermutter. Die drei Autorinnen jedoch kritisieren die in vielen islamisch geprägten Teilen der Welt nicht nur sozial geduldete, sondern sogar erwünschte und auch in Deutschland seit vier Jahrzehnten parallelgesellschaftlich praktizierte Cousinenehe nicht. Und verschweigen uns auch den sexualmagischen, entwürdigenden und dabei völlig religiösen (islamischen) Kult um das heile Jungfernhäutchen, Alibi wie Anlass des durch unsere Expertinnen „wissenschaftlich-witzig“ verschleierten Wegsperrens der Mädchen aus dem (sexualpolitisch sprich schariatisch gespaltenen) öffentlichen Raum. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Und wenn, aus begründeter Angst vor weiteren Prügelstrafen beziehungsweise aus geglaubter Angst vor Allahgottes Höllenflammen, das Kind verschüchtert kuscht, dann gibt es, völlig richtig, keine „familiären Auseinandersetzungen“ oder „Konflikte“ mehr. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Sowohl der zwangsverheiratende (türk. mücbir veli, arab. walī mudschbir) patriarchalische Clan als auch die das Existieren angeblicher Teufel und Dämonen lehrende Koranschule sind Nukleus einschüchternden Staatswesens, prügelndes Mikro Kalifat. Sind dem Läutern des Irdischen verpflichtet (dschihād), dem „differenzierenden“ Diskriminieren für Allah, dem geheiligten Mobbing (auch dschihād) gegen alle Islamgegner. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Islam ist geglaubte Angst. Es sollte ein anderer Islam mehrheitsfähig werden, allerdings, doch der wird sich beispielsweise vom mittelalterlichen Theologen Abū Hāmid al Ghazālī (1058-1111) und vom hoch anerkannten zeitgenössischen Prediger, radikalislamischen Schriftsteller, Muslimbruder und Vorsitzenden des European Council for Fatwa and Research (ECFR) Yūsuf al Qaradāwī (* 1926 in Ägypten, Wohnsitz mit Staatsbürgerschaft in Qatar) zu emanzipieren haben. Mit den heutigen, durchweg an einer ehrgeizig in die Politik drängenden Sunna und Scharia orientierten, das bedeutet: Extrem reaktionären Islamverbänden Deutschlands ist dieser allenfalls in schüchternen Ansätzen sichtbare, wünschenswerte, demokratiekompatible und grundrechtsverträgliche Islam nicht zu machen. Zu Deutschlands Islamverbänden wie IGMG (Erbakan) oder VIKZ (Tunahan) finden Ursula Boos-Nünning, Berrin Özlem Otyakmaz und Yasemin Karakaşoğlu-Aydın kein Wort der Kritik. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 31. [Junge Frauen in Familien mit Migrationshintergrund] Selbstverständlich wird in Familien mit Migrationshintergrund nicht nur über die elterlichen Anforderungen gestritten, sondern es wird ihnen ebenfalls nicht immer Folge geleistet. … Die einen akzeptieren scheinbar die elterlich gesetzten Normen und unterlaufen sie heimlich … </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Der Kerker der traditionellen muslimischen Großfamilie ist am zwanghaft nachzuahmenden islamischen Wohlverhaltenskodex (sunna, sīra als die überlieferte prophetische Verhaltensweise) mit seinen gelegentlich unverschämt frauenverachtenden männerbündischen Hadithen ausgerichtet sowie am antiindividuellen Ehrbegriff des nāmūs. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Der nāmūs ist die orientalische familiäre Ehrbarkeit, die als männliche Allmacht über Stammesbesitz und Stammesherrschaft sowie als patriarchalisch kontrollierte, geheiligt dosierte Frauensexualität zu Norm und Lebensgefühl wird. Der unhinterfragbare nāmūs ist die archaische familiäre Sexualpolitik, deren Verletzung den Ehrenmord nach sich ziehen kann, die Scharia ist die mittelalterlich theologische Sexualpolitik, deren Regelverstoß (Apostasie, Ehebruch) im klassischen islamischen Recht die Steinigung nach sich ziehen mag. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Das in der ministeriellen Expertise beschriebene, tochterseits praktizierte „heimliche Unterlaufen“ der Familienregeln ist ein Spiel auf Leben und Tod </p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Hier muss Veränderung her, die von den drei Migrationsforscherinnen geäußerten Vertraulichkeiten und Kichereien tragen indes vielleicht eher dazu bei, wachsende Gewalt gegen Frauen zuzulassen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Muslimische männliche Spielsucht ist in seiner psychischen Genese einerseits als Symbol für das manichäische Drama permanenter kosmischer Entmischung des trügerischen, offen oder verborgen gespaltenen Weltganzen hinein in Himmel (Gottes Geometrie, islām) und Hölle (verweigerte Scharia, kufr) sowie andererseits als Reinszenierung der das islamische Lebensgefühl charakterisierenden Ungewissheit der Bewertung einer jeden sozialen Situation als tödlich oder eben als spielerisch gleichfalls durchaus als sehr islamisch anzusehen. Männliche Kinder muslimisch sozialisierter Eltern müssen ja auch irgendwie zu gewaltbereiten Machos dressiert werden, die bedarfsweise die aufmüpfige Ehefrau oder Schwester schlagen (Koran Sure 4 Vers 34) oder ermorden. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Der orientalische Mann darf den Besitz (gebe Brautpreis, bekomme Ehefrau) der Sippe ermorden: </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Durch mehrere Kopfschüsse hingerichtet von einem ihrer Brüder, weil sie aus der Zwangsehe in Kurdistan floh, in ein Berliner Frauenhaus flüchtete, die Schule erfolgreich abschloss, eine Ausbildung begann, das Kopftuch ablegte und alleine leben wollte, um ihr Kind ohne Einfluss des Stammes zu erziehen: Hatun Sürücü 2005 in Berlin-Tempelhof. Weil sie einen deutschen Freund hatte und Angst vor der Zwangsheirat, nach einer zehntägigen Flucht vor ihrer eigenen Familie von ihrem Bruder vor der ihr und ihrem Freund als Zuflucht dienenden Gartenlaube erschossen: Gönül Karabey 2005 in Wiesbaden. Vor den Augen der vierjährigen Tochter erstochen von ihrem getrennt lebenden Ehemann: Sevgi I. 2006 in Wiesbaden. Erstochen aus Gründen der „Gekränktheit“ und orientalischen Ehre: Die mit dem Tunesier Aimen A. verheiratete Deutsche Sandra N. 2007 in München-Lehel. Nach der familiengerichtlichen Sorgerechtsverhandlung durch den polizeilich gesuchten Ex Ehemann vor ihrer Haustüre erschossen: Rukiye Peşter und ihre Tochter Derya Peşter 2007 in Mönchengladbach-Rheydt. Erstochen von ihrem Bruder, weil sie selbst als gebürtige Afghanin leben wollte wie eine Deutsche: Morsal Obeidi 2008 in Hamburg. In der Sylvesternacht nach einer Familienfeier für einen verweigerten Kuss und ein ausgestelltes Mobiltelefon von ihrem kurdischen Ehemann als dem ihr zwangsweise anverheirateten Cousin erst erstochen und dann mehrfach überfahren: Mizgin Baytekin 2009 in Gütersloh-Harsewinkel. Weil sie nicht den väterlichen Lebens- und Glaubensvorstellungen entsprach gemeinschaftlich von Vater und Bruder auf einen einsamen Feldweg gelockt und totgeknüppelt: Gülsüm Semin 2009 in Rees. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Diese und viele weitere Ehrenmorde sind von Rechtsanwältin Gülşen Çelebi bei www.ehrenmord.de sorgfältig belegt und archiviert worden. Eine schwere dokumentarische Arbeit, für die jeder dankbar sein sollte, dem Frauenrechte, Gleichberechtigung und universelle Menschenrechte etwas bedeuten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Ja, sehr geehrte Frau Boos-Nünning, Sie meinen diese „elterliche Anforderungen“, die in der Tat, sehr geehrte Frau Karakaşoğlu, durch die eine nonkonformistische, wenig patriarchalische und antischariatische (unislamische) Lebensweise wählenden Frauen ganz offen oder auch „heimlich“ „unterlaufen“ worden waren. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 32. Die Nichteinhaltung von familiären Vorgaben wird in den einzelnen Familien mit unterschiedlichen Sanktionen belegt. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die „Nichteinhaltung“ und die dazugehörigen Nichteinhalterinnen: Hatun, Gönül, Sevgi, Sandra, Rukiye &#38; Derya, Morsal, Mizgin, Gülsüm. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 32. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Normen der Eltern das Leben der Mädchen und jungen Frauen nicht so rigoros reglementieren, wie gemeinhin angenommen wird. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Für die Mädchen und jungen Frauen ist alles ist in schönster Ordnung? Wozu eigentlich finanzieren wir dann noch Integrationsarbeit? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die Autorinnen unterstellen der Bevölkerung der Bundesrepublik, mehrheitlich falsch zu liegen, und, vielleicht aus dumpfem eurozentristischem Ressentiment oder aus der mangelnden Fähigkeit, kultursensibel zu differenzieren. Sie legen dem Rest der Welt nahe, dass die türkisch-kurdischen Einwanderermilieus trotz aller gelegentlich vielleicht vorhandener extrem patriarchalischer Traditionen und radikalislamischen Ideologien irgendwie ganz anders sein müssen als gedacht, so leicht, so frei. Ob es gar Kopftuch und Scharia selber sind, die inzwischen die Mädchen und jungen Frauen, anders als „gemeinhin angenommen“, von den reglementierenden „elterlichen Normen“ befreit? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 62. Kulturkonflikt. Dabei werden die Kulturen nicht prinzipiell als gleichwertig betrachtet, sondern werden nach eurozentristischen Maßstäben in einer Hierarchie einander zugeordnet. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Ach was, Scharia-Islam und fiqh-Islam betrachten Dhimmis und Muslime, betrachten dār al-islām und dār al-harb, halāl und harām neuerdings als gleichwertig? Gar das Kalifat und die säkulare Demokratie? Ich habe mir einen Scherz erlaubt. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Der tausend Jahre alte orthodoxe Islam (fiqh, Scharia) ist ein Staatspolitik gewordener Kulturrassismus, welchen wir heutigen, freiheitlichen Demokraten ebenso wenig als „prinzipiell gleichwertig“ zu betrachten brauchen wie die kulturellen Errungenschaften der nur dem Feingeist spirituell erspürbaren, sinnlich umzusetzenden Kopfjagd der Batak (auf Sumatra) oder Dayak (Borneo). Legt uns die nordrhein-westfälische Ministerin mit ihrer Expertise nahe, die geheiligten Menschenopfer für Erdgöttin Tlazoltéotl (nur Frauen, und nur gehäutet) beziehungsweise Sonnengott Huītzilōpōchtli (ganzen Gruppen von völlig grau bemalten männlichen Feinden wurde das Herz entnommen) als dem säkularen Parlamentarismus gleichwertig zu betrachten, die Standards der höchst politischen Religion der Herren Savonarola (Florenz um 1497), Jan van Leyden (Münster um 1534) oder Calvin (Genf um 1553) als auf kultureller Augenhöhe mit dem sozialen Rechtstaat? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Auch Maoismus oder Nordkoreas heutige Schreckensherrschaft (nicht eurozentrisch, also irgendwie gut?) möchte ich nicht in die Bundesrepublik hinein integrieren in der Weise von gleichberechtigten sonderkulturellen Familientraditionen, Straßenzügen oder Stadtvierteln. Auch nicht die politische Frömmigkeit der Ayatollahs aus Teheran. Bin ich jetzt ein Eurozentriker? Vielleicht eher weniger, denn die gute alte, garantiert europäische Rechtssprechung der dänischen Region Jütland möchte ich ebenso wenig integriert wissen, ich meine die der juristisch einwandfreien Verurteilung der Dame aus Elling (Tod durch Erwürgen) und des Mannes von Grauballe (Tod durch fachmännischen Kehlschnitt), die um 200 bis 300 vor Christus öffentlich und andächtig im Moor versenkt wurden: Europa pur. So viel zum Vorwurf des Eurozentrismus, der gegen Islamkritiker gelegentlich erhoben wird. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 82. Mit der ‚Parteinahme für Mädchen’ einerseits und dem Hinweis auf die wichtige gemeinschafts- und gesundheitsfördernde Funktion des Sportunterrichts andererseits werden orthodoxe Eltern bedrängt, ihre Töchter am koedukativen Sportunterricht teilnehmen zu lassen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Werden sie, in der Tat, denn es gilt die Schulpflicht und unsere Lehrer spalten ihre Schülerschaft nicht in nonkoedukative Muslimkinder und koedukative Christenkinder. Kein ethnoreligiös definierter Teil der Schülerschaft steht unter Naturschutz. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 82. In einigen Fällen werden auch in der Sitzordnung des Klassenzimmers neue Normen gesetzt, indem geschlechtsgemischte Sitzgruppen zur Pflicht erhoben werden. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Was sich seit vielen Jahren sehr bewährt hat. Es erscheint uns wirklich als wertvoll, gegen Geschlechterapartheid anzuerziehen, bei Bedarf eben auch gegen diejenige der Scharia. Auch auf die Gefahr hin, gegen den islampädagogischen Ekel gegenüber dem Körper der Mädchen beziehungsweise der kuffār (Pl. von kāfir, Ungläubiger) zu verstoßen, Pädagogik und Schariapädagogik sind offensichtlich zwei verschiedene Ansätze. Die staatliche Schule kann die geheiligte Beschuldigung, nādschis zu sein (rituell unrein, politreligiös besudelt; engl. Schreibweise najis) keinesfalls akzeptieren. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die rituelle Reinheit wiederherzustellen, ist nach dem islamischen Reinheitsterror und Wohlverhaltensfundamentalismus gar nicht so einfach (6).  </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 82. [Multikulturell gewordene Gesellschaften] Vor diesem Hintergrund muss der Erziehungsprozess Partikularitäten der Werte in kleinen Gemeinschaften anerkennen und darf nicht derart gegen die Erziehungsrechte der gesellschaftlichen Gruppen und Lebenswelten intervenieren, „dass er Einheit zu erzwingen sicht“ (Tenorth 1994). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Integration bedeutet, dass aus Teilen ein Ganzes wird, eine Einheit. Im Rahmen der für alle gültigen Gesetze selbstverständlich auch durch mehr oder weniger sanften Zwang. Schafiitische Genitalverstümmelung an kleinen Mädchen, die islamischen Würdenträger der Kairoer Azhar billigen die Klitoriskappung oder Klitorisamputation, sollten die europäischen Staaten nicht als Wertepluralismus oder Wertewandel „tolerant“ durchgehen lassen. Halten die drei Verfasserinnen den zwangsverheiratenden Vater islamischen Rechts, die Imam-Ehe, die erste bis dritte Zweitfrau oder die neunjährige Ehefrau für „elterliche Erziehungsrechte“? Oder den aufgezwungenen hidschāb (von Tschador bis Kopftuch)? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 84 [Bezüglich des religiösen Selbstverständnisses] auf eigenen Vorstellungen diesbezüglich zu bestehen. … Sie beziehen sich auf unterschiedliche Weise auf ein spezifisches Körper- und Sexualitätskonzept, das seine Entsprechung im islamischen Raumkonzept findet. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Halāl wird respektiert, halāl diskriminiert. Konkurrenzorientiert dem „pak“ (tāhir) hinterherhecheln, das ekle „nādschis“ öffentlichkeitswirksam verachten. Das weibliche Genital und das streng sittenkonforme Verhalten der Frau zur öffentlichen Angelegenheit machen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Väter, Brüder und Söhne, die ihre Frauen bewachen, als Braut ein- und verkaufen und im Auftrag der Stammesehre (nāmūs) maßregeln (bis zum Ehrenmord). Zum etwas raunend beschworenen „islamischen Raumkonzept“ schreibt unsere Frau Ministerin ein Vorwort? Raumpolitik, islamisch befreite Zonen, quer durch Beirut, Kairo, London und Paris verlaufen neue Grenzen zwischen dār al-islam versus dār al-harb und umreißen viele kleine, von den dschāhiliyya-Ghettos segregierte scharī&#8217;a-Ghettos. Und auch im Klassenzimmer sollen muslimische Kinder ja von nichtmuslimischen getrennt sitzen dürfen, jedenfalls, wie die Expertise ausdrücklich fordert, Mädchen von Jungen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> „Islamisches Raumkonzept“ ist theologische Raumordnungspolitik, Kalifat. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 85. [Sexualität ist zu kontrollieren, ansonsten drohe fitna, Chaos] Alle außerehelichen geschlechtlichen Beziehungen gelten daher als Bedrohung und werden strikt abgelehnt. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Die sexuelle Revolution, wie sie die Achtundsechziger forderten, bekommt nun endlich seinen neuen Sinn. Islamische Sexualpolitik wird paralleler Standard. Parallelgesellschaftlich betriebene islamische Revolution. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Scheinheilig können sich die drei Autorinnen freilich hinter der Erklärung verstecken, sie würden lediglich beschreiben, was die Orthodoxie fordert. Pädagogik, Psychologie, Journalismus und Rechtssprechung sollten die (gebilligte oder zitierte, wie auch immer) Forderung nach Verbot außerehelichen Geschlechtsverkehrs als reaktionär, fundamentalistisch und grundrechtswidrig ablehnen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Der als Legitimation genannte el-Bahnassawi wird in Kreisen zitiert, die das Kopftuch für ein sozusagen feministisches islamisches Mittel der Befreiung der Frau („Liberation by the Veil) halten (7). Salem el-Bahnassawi verfasste das gegenaufklärerische, mit den universellen Menschenrechten kaum in Übereinstimmung zu bringende Werk Die Stellung der Frau zwischen Islam und weltlicher Gesetzgebung (8). Es ist möglich, diesen schariatischen Frauenversteher als ein Beispiel islamistischen Denkens zu erwähnen, doch hat sich ein im Auftrag eines deutschen Ministeriums erstellter Ratgeber zur Integrationsarbeit sicherlich hörbar zu distanzieren. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 85, 86. Auch wenn Sexualität und Körperkontakt im Prinzip als etwas Positives gesehen werden, so ist ihnen doch ein Rahmen gesetzt. … Das generelle Ordnungsprinzip muslimischer Gesellschaften und die Erziehung der Geschlechter baut auf diesem Verständnis von Geschlechtertrennung auf. D. h. Frau und Mann sollen ihre Geschlechtlichkeit nicht negieren, sondern … kontrollieren. Islamische Erziehung ist … die Identifikation mit dem eigenen Geschlecht als komplementär zum Gegengeschlecht. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Keine indirekte Rede: „Es sei ihnen ein Rahmen gesetzt“? Wer setzt denn bitte den Rahmen? Der Schöpfer der Scharia, Allāh. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Das Stück: Männlein ist nicht Weiblein spielen wir Menschen alle, seit Jahrtausenden. Aber inzwischen doch hoffentlich mit der Möglichkeit, sehr stark selbst zu wählen, wie man seine Geschlechtsklassenzugehörigkeit am Arbeitsplatz, auf der Familienfeier, beim Flanieren in einer Innenstadt oder unter der Bettdecke kultiviert. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Komplementär heißt für die Parteigänger der Gender-Apartheid: Der Mann hat nichts Weibliches aufzuweisen, die Frau nichts Männliches. Macho und Zicke im harmlosesten Falle, vermeintlich geborener Vergewaltiger und gekaufte, sexuell gewaltsam unterworfene Braut als Schlafzimmernutte (bis zu vier sind dem Mann erlaubt) als islamische theologische Möglichkeit. Die Autorinnen scheinen nichts gegen die schreckliche Verstoßung (talaq) oder die koranisch gebilligte Polygamie zu haben. Hauptsache komplementär! Hach, Islam ist „komplementär“, wie aphrodisierend, aufgeilend. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 86. Der als allgegenwärtig verstandenen Sexualität wird Einhalt geboten durch eine klare Geschlechterrollenaufteilung und gleichzeitige räumliche Aufteilung in Frauen- und Männerräume. … Im Islam soll die Kleidung der Menschen und das Verhalten (Meiden des Körper- und Sichtkontaktes zum anderen Geschlecht) … bewirken, … [dass sich] Mann und Frau dennoch begegnen können. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> „Im Islam“ also werden Frauen in eigene Räume gesperrt und in Stoffkäfigen gefangen gehalten? Das kommt nun leider vor. Wie viel „Islam“ bitte verträgt denn unsere Universität, Fachhochschule oder Schule? Warb bereits das Nordrhein-Westfalen des Jahres 2000 für die Burka, wie es 2009 die Stadt Nürnberg (Das berüchtigte Burka-Plakat des Norbert Schürgers) tat? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Hier hätte Ministerin Fischer darauf bestehen müssen, dass diese Form von „Islam“, soweit das staatliche Bildungswesen und in geringerem Maße auch der öffentliche Raum gemeint ist, allenfalls in geringer Dosis geduldet werden kann. Kulturelle Moderne fühlt sich vom weiblichen Genital nicht permanent und fundamental verunsichert. Und kein in der freiheitlichen Demokratie innerlich angekommener Mann, ob Nichtmuslim oder Muslim, fällt vergewaltigend über eine unverschleierte Frau her, wenn auch gewisse unter Muslimen hoch angesehene islamische Geistliche wie Scheich und Holocaustleugner Taj el-Din al-Hilali dieses wie beiläufige Vergewaltigen jeder Verschleierungsverweigerin für sittlich akzeptabel jedenfalls völlig plausibel halten. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> 87. Der Unterschied ist jedoch derjenige, dass die Minderheiten als Neuzugänge der Gesellschaft mit offenbar nicht mehr zu hinterfragenden kulturellen Standards der Mehrheitsgesellschaft konfrontiert werden, an deren Weiterentwicklung und Festlegung sie nicht beteiligt waren. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> In der Tat hat der islamisch geprägte sprich frauenfeindliche und Nichtmuslime unterdrückende Teil der Erde zu den „kulturellen Standards“ Nordamerikas oder Europas bislang noch nicht viel beigetragen, von ein paar Ex-Muslimen oder anderen Islamkritikern abgesehen. Insofern „waren sie nicht beteiligt“ und müssen ja auch nicht unbedingt in einem Territorium leben, in dem Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit und universelle Menschenrechte gelten. Standards, die wir allerdings, sehr geehrte Frau Boos-Nünning, „nicht mehr hinterfragen“ wollen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Einen ein Jahrzehnt alten Text zu betrachten ist zwar noch keine archäologische Ausgrabung in der Frühgeschichte der teilweise katastrophal misslungenen Integration, doch durchaus ein Blick in die Geschichte der immer noch jungen Bundesrepublik, eine Nachlese. Der betrachtete Text der drei so genannten Expertinnen für Migration vermag durchaus, uns Heutigen die Gründe der gescheiterten Einwanderungspolitik erkennen zu lassen, die Ursachen aufzuspüren für die zugelassene Abschottung muslimischer Gegengesellschaft und ihre nachfolgend gehäuft aufgetretenen Ehrenmorde und sicherlich massenhaften Zwangsheiraten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Yasemin Karakaşoğlu-Aydın: Die gebürtige Ostfriesin ist Tochter aus deutsch-türkischen  Elternhaus und gehört neben Mark Terkessidis zu den irgendwie sozialistischen jedenfalls hedonistisch-heiteren Säulenheiligen der Szene der „wissenschaftlichen“ Multikultur. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Karakaşoğlu-Aydın ist mittlerweile, 2004, zur Professorin für „Interkulturelle Bildung“ berufen worden. Die Essener Professorin Ursula Boos-Nünning, wie eingangs gesagt dieser Monate damit befasst, den an der grundrechtswidrigen Scharia orientierten VIKZ auf demokratikompatibel zurechtzubürsten, sie und Professorin Karakaşoğlu machen Jahr für Jahr damit weiter, eine Haltung und eine Sprache im bundesdeutschen Wissenschaftsbetrieb zu verbreiten, die zunehmende Segregation und verbesserte islamistische Infrastruktur als gesellschaftlichen Wandel verharmlost. Insofern: Zehn Jahre Zuverlässigkeit. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Prinzip Wanderzirkus. The show must go on (10). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 120pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Jacques Auvergne </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (1) Liefert Islamkenner Mathias Rohe die deutschen Kinder und Enkel muslimisch sozialisierter Einwanderer dem islamischen Fundamentalismus aus? Professor Rohe will die rasche Anerkennung des an der frauenfeindlichen Scharia orientierten Verbandsislam als öffentlich-rechtliche Körperschaft, verschweigt uns Yūsuf al Qaradāwī und die Grundrechtswidrigkeit der laut Bosniens Großmufti Mustafa Cerić „unverhandelbaren und ewigen“ Scharia sowie plädiert für einen sanfteren Umgang des Staatsschutzes mit der radikalislamischen, als extremistisch eingestuften Milli Görüş, wie uns WELT-onlineim April 2007 mitteilte. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Professor Rohe studierte Rechtswissenschaft in Tübingen sowie Islamwissenschaft in Tübingen und Damaskus, seit 1999 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), Mitbegründer und Vorsitzender der Gesellschaft für Arabisches und Islamisches Recht (GAIR), Gründungsvorsitzender des einzurichtenden Zentrums für Islam und Recht in Europa an der FAU. Mathias Rohe nennt als seine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte „Die rechtliche Stellung des Islam in Deutschland und Europa und seine Entwicklung im europäischen Kontext“ sowie „Islamisches Recht, insbesondere seine Entwicklung in der Gegenwart“. Rohe ist Mitglied des Kuratoriums der Christlich-Islamischen Gesellschaft. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.welt.de/politik/article836172/Wir_muessen_den_Islam_gleichstellen.html">http://www.welt.de/politik/article836172/Wir_muessen_den_Islam_gleichstellen.html</a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (2) Islamverniedlicherin Houriya Ahmed (CSC): Die edle Scharia im pakistanischen Swat-Tal sei von den Taliban „verfälscht, pervertiert“ worden. Quatsch: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.guardian.co.uk/commentisfree/belief/2009/may/03/taliban-sharia-pakistan/print">http://www.guardian.co.uk/commentisfree/belief/2009/may/03/taliban-sharia-pakistan/print </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (3) Immerhin: Houriya Ahmed gegen Schleierzwang </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.socialcohesion.co.uk/blog/2009/03/forced-into-hijab-a-response-to-katharine-quarmby.html">http://www.socialcohesion.co.uk/blog/2009/03/forced-into-hijab-a-response-to-katharine-quarmby.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (4) Andrew G. Bostom (auf: FrontPage Magazine) entschleiert den huriyya-Begriff islamischer „Freiheit“ als nichtmuslimisches (dhimmī, harbī) oder muslimisches (Abdallah, Gottesknechtschaft) Sklavendasein </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.frontpagemag.com/readArticle.aspx?ARTID=5375">http://www.frontpagemag.com/readArticle.aspx?ARTID=5375 </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (5) Dr. Necla Kelek: „Freiheit ist nicht Hürriyet!“ Essay bei Perlentaucher am 27.11.2008, als Rede gehalten bei der Verleihung des Preises an Kelek „Preis Frauen Europas – Deutschland 2008“.  </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/5086.html">http://www.perlentaucher.de/artikel/5086.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Zur Preisverlehung an Dr. Kelek. Bei ihrem bewährten Verleger von: Die fremde Braut (2005), Die verlorenen Söhne (2006), Bittersüße Heimat (2008). Man sollte diese drei Bücher unbedingt: Kaufen, lesen, lieben und weiterempfehlen! </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.kiwi-verlag.de/287-0-15-10-2008-necla-kelek-erhaelt-preis-frauen-europas-deutschland-2008.htm">http://www.kiwi-verlag.de/287-0-15-10-2008-necla-kelek-erhaelt-preis-frauen-europas-deutschland-2008.htm </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (6) Nicht sauber, sondern rein: Afropazifisch-altorientalische Ekelpädagogik sickert in unsere Kindergarten und Klassenzimmer. Zum nādschis Begriff. Die dich von der Gottheit trennende Besudelung (Menstruationsblut, Kot, Blut, Hund, Urin, Schwein, Sperma, harbī, vielleicht auch dhimmī sprich Christ oder Jude), gilt es flugs abzuwaschen, um den Zustand ritueller Reinheit (pak; auch: tahāra, Substantiv, zum Adj. tāhir) wiederherzustellen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> Ohne überirdisch strahlende pak (tahāra) nämlich verbucht die womöglich an Zählzwang leidende Gottheit etwa dein Gebet nicht als himmlischen Pluspunkt (hasanat), sondern allenfalls als höllischen Minuspunkt (sayāt). Volksislamisch gesagt: Rechts von dir schreibt ein unsichtbarer Engel permanent deine guten Taten auf, links ein anderer deine bösen. Im Grab oder am Weltende wird fürchterlich abgerechnet, wie orthodoxe Juden oder Christen uns allerdings bisweilen ebenso versichern </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://english.bayynat.org.lb/Fatawa/s1ch6.htm">http://english.bayynat.org.lb/Fatawa/s1ch6.htm </a> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.islam-watch.org/MuminSalih/AccountFromHell.htm">http://www.islam-watch.org/MuminSalih/AccountFromHell.htm </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (7) Salem el-Bahnassawi, Kuwait: Dar ul Qalam 1985 </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.al-islam.org/about/contributions/liberationbytheveil.html">http://www.al-islam.org/about/contributions/liberationbytheveil.html </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (8) Salem el-Bahnassawi: Die Stellung der Frau zwischen Islam und weltlicher Gesetzgebung. Kairo </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://www.scribd.com/doc/4447641/Die-Stellung-der-Frau-Salim-elBahnassawi"> http://www.scribd.com/doc/4447641/Die-Stellung-der-Frau-Salim-elBahnassawi </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (9) Scheich Taj el-Din al-Hilaly </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Taj_El-Din_Hilalyhttp://en.wikipedia.org/wiki/Taj_El-Din_Hilaly">http://en.wikipedia.org/wiki/Taj_El-Din_Hilalyhttp://en.wikipedia.org/wiki/Taj_El-Din_Hilaly </a> </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 12pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> (10) Die Rockmusiker der Gruppe „Pink Floyd“ sangen es, sicherlich eher zufällig, im iranisch-islamischen Revolutionsjahr 1979, und danach verwendete auch die Band „Queen“ das Motto des Duchhaltewillens bis zum bitteren Ende: The Show Must Go On. Hätten Boos-Nünning und Karakaşoğlu vielleicht der Wissenschaft fern bleiben sollen und einen künstlerischen Beruf ausüben sollen? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:right;line-height:125%;" align="justify"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;"><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/The_Show_Must_Go_On_(Queen_song)"> http://en.wikipedia.org/wiki/The_Show_Must_Go_On_(Queen_song) </a> </span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[60 Jahre deutsches Grundgesetz, 30 Jahre Islamischer Gottesstaat Iran ]]></title>
<link>http://schariagegner.wordpress.com/2009/05/21/60-jahre-deutsches-grundgesetz-30-jahre-islamischer-gottesstaat-iran/</link>
<pubDate>Thu, 21 May 2009 13:33:50 +0000</pubDate>
<dc:creator>schariagegner</dc:creator>
<guid>http://schariagegner.wordpress.com/2009/05/21/60-jahre-deutsches-grundgesetz-30-jahre-islamischer-gottesstaat-iran/</guid>
<description><![CDATA[23.05.2009 von Gabi Schmidt Sehr geehrte Damen und Herren, der heutige Samstag ist in Deutschland ei]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p class="MsoNormal" style="margin-bottom:30pt;text-align:right;" align="right"><span style="font-size:10.5pt;font-family:Arial;color:#333399;">23.05.2009 </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;color:#333399;">von Gabi Schmidt </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;color:#333399;">Sehr geehrte Damen und Herren, </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;color:#333399;">der heutige Samstag ist in Deutschland ein ganz besonderer Jubiläumstag. Am 23. Mai 1949, also vor genau 60 Jahren, wurde das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verkündet, am nächsten Tag trat es in Kraft. Seither gilt: Egal, welche Hautfarbe du hast, woher du kommst oder welche Sprache du sprichst, welche Weltanschauung oder Religion du hast oder nicht hast, ob du Frau oder Mann bist, in Deutschland haben alle Menschen die gleichen Rechte, jeder einzelne muss vor Willkür, Benachteiligung und Machtmissbrauch geschützt werden. Das schreibt das Grundgesetz, die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland, vor. In den 146 Artikeln steht genau aufgeschrieben, wie alle Menschen, unabhängig von sozialer Rolle, gesellschaftlichem Status oder beruflicher Funktion miteinander umzugehen haben und auf was der Staat aufpassen muss. Aber auch die gesamte politische und rechtliche Ordnung Deutschlands stützt sich auf das Grundgesetz (GG). Es gibt sogar ein besonderes Gericht, das darauf achtet, ob die Grundrechte gewahrt bleiben: Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Dort kann jeder Bürger klagen, wenn er glaubt, in seinen Grundrechten verletzt worden zu sein, ein Gesetz kann auf Verfassungskonformität überprüft werden. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;color:#333399;">Das Grundgesetz ist die politische Grundordnung Deutschlands, an die sich auch der Staat halten muss. So darf in Gefängnissen nicht gefoltert werden. Laut Art. 8 Abs. 1 haben alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Waffen friedlich zu versammeln, ohne eine eigene Genehmigung einholen oder das Treffen anmelden zu müssen. Aus gutem Grund ist es nicht so einfach, das Grundgesetz abzuändern. Zwei Drittel der Mitglieder des Bundestages und zwei Drittel der Mitglieder des Bundesrates müssen damit einverstanden sein. Artikel, die wesentliche Verfassungsprinzipien festlegen, dürfen sogar nie eingeschränkt oder gestrichen werden. Dazu gehören die Artikel 1 (unantastbare Menschenwürde) und 20, der Grundsätzliches zur freiheitlich demokratischen Grundordnung wie Gewaltenteilung, Säkularität, soziale Rechtsstaatlichkeit, Föderalismus enthält und jedem Deutschen, wenn andere Mittel nicht mehr greifen, ein Widerstandsrecht gegen jeden einräumt, der versucht, die freiheitlich demokratische Staatsordnung zu beseitigen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;color:#333399;">Einigkeit und Recht und Freiheit sind jedoch keine Selbstverständlichkeit. Immer wieder hat es Diskussionen über das Grundgesetz gegeben. Schon bei den Sitzungen des parlamentarischen Rates, der Gruppe, die beauftragt wurde, eine demokratische Verfassung für das Nachkriegsdeutschland zu schaffen, gab es  heftige politische Auseinandersetzungen über deren Inhalt und Ausgestaltung. Elisabeth Selbert schaffte es gemeinsam mit ihren drei Mitstreiterinnen Friederike Nadig, Helene Weber und Helene Wessel sowie mit der Unterstützung von Frauenverbänden, gegen die deutliche Überzahl der männlichen Kollegen (61/4) im parlamentarischen Rat ihre Überzeugung von der Gleichberechtigung der Geschlechter durchzusetzen. So heißt es in Art. 3 Abs. 2 GG ausdrücklich: Alle “Männer und Frauen sind gleichberechtigt“. Soweit das Gesetz. Im Alltag zeigte sich jedoch, dass der Umsetzung der vom Grundgesetz geforderten Gleichheitsrechte für Frauen noch große Hindernisse und Widerstände im Weg standen. Vor 50 Jahren war der Mann der &#8220;Herr im Haus&#8221;, der in allen Fragen des Lebens die letzte Entscheidung hatte. Frauen durften zwar einen Arbeitsvertrag schließen, aber der Ehemann konnte ihn einfach kündigen, wenn er mit der Berufstätigkeit seiner Ehefrau nicht einverstanden war. Als Familienoberhaupt hatte der Vater die &#8220;elterliche Gewalt&#8221; über die Kinder. Das hieß: Papa bestimmte, wo es lang ging und die Familie musste sich daran halten. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;color:#333399;">Erst acht Jahre später, am 03.05.1957 wurde der verfassungsrechtlich verbriefte Grundsatz &#8220;Männer und Frauen sind gleichberechtigt&#8221; im BGB, das auch heute noch regelt, wie das Grundgesetz im Alltag umgesetzt werden soll, berücksichtigt, es dauerte weitere zwei Jahre bis das Bundesverfassungsgericht endgültig für Rechtsklarheit sorgte und das &#8220;patriarchalische Machtwort&#8221; entkräftete. Mehr als 50 Jahre später dürfen wir Bürgerinnen feststellen, dass wir Frauen in der Bundesrepublik zwar weitgehend gleichberechtigt sind, in unseren Bemühungen jedoch nicht nachlassen dürfen. In den Chefsesseln sitzen weiterhin viel häufiger Männer, Frauen bekommen für die gleiche Arbeit noch immer nicht den gleichen Lohn. Zurzeit ähnelt der Alltag vieler Frauen einer ständigen Hetze zwischen Haushalt, Herd, Kindererziehung und Billigjobs. Armut ist weiblich. Das bestätigt der 3. Armutsbericht der Bundesregierung. Die Bedingungen, die an das eigenständige Aufenthaltsrecht trennungswilliger, geschiedener oder nach Zwangsheirat in die Heimat verschleppter Ausländerinnen geknüpft sind,  stellen für diese Frauen eine unverhältnismäßige Härte dar. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;color:#333399;">Es ist noch ein langer Weg zurückzulegen, bis alle Menschen in der Bundesrepublik gleiche Rechte haben. Seit 2002 ist im GG aufgeschrieben, dass der Staat Tiere schützen muss. Die Forderung, auch Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern, scheiterte im letzten Jahr jedoch kläglich. Tierschutz vor Kinderschutz – das gibt es wirklich in keinem anderen Land der EU. Während Tierschutz in Deutschland nun Staatsziel ist, müssen Rechte für junge Menschen noch indirekt aus der Verfassung abgeleitet werden. Kinder verdienen den besonderen Schutz der Gesellschaft, sie haben ein Recht auf Bildung, gewaltfreie Erziehung und soziale Sicherheit. Für eine altersgerechte Entwicklung brauchen sie von religiöser Indoktrination freie Räume. Deshalb fordern wir gänzlich kopftuchfreie Kindergärten und Schulen und ein Verbot des Kinderhidjab in der Öffentlichkeit für Mädchen unter vierzehn Jahren. Auch Kinderrechte müssen ins Grundgesetz. Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, soziale Sicherheit und Frieden für alle hier lebenden Bewohner sind ein dauerhaft erstrebenswertes Ziel, dass erarbeitet und verteidigt werden muss. Gleichheits- und Freiheitsrechte fallen jedoch niemandem einfach in den Schoß. Die aktuelle Entwicklung in der deutschen Sicherheitspolitik fallen einem auch in der Bundesrepublik nicht einfach in den Schoß, für seine Rechte muss man kämpfen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:12pt;text-align:justify;"><span style="font-size:14.5pt;font-family:Arial;color:#333399;">30 Jahre Islamische Republik Iran </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;color:#333399;">Von diesen durchaus noch verbesserungsfähigen deutschen Standards ist der zweite Jubilar, die Islamische Republik Iran jedoch meilenweit entfernt. Mit der Islamischen Revolution ist das vormoderne islamische Recht, die Scharia, wieder eingeführt worden. Da dieses Gesetz niemals schriftlich fixiert wurde, wird die Rechtspflege und Weiterentwicklung der islamischen Jurisprudenz (fiqh) in einer Art Fallrecht System durchgeführt. Bis heute gibt es keine Gewaltenteilung im Staat, der oberste geistliche Führer hat weit reichende Befugnisse. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;color:#333399;">Im Iran haben weder die Bürgerinnen und Bürger des Landes, noch ausländische Gäste die Wahl, sich morgens vor den Kleiderschrank zu stellen und nach Geschmack, Lust und Laune die Garderobe zusammenzustellen. Durch die Straßen der islamischen Republik patrouilliert die Sittenpolizei und bestraft Verstöße gegen die islamische Kleidungsordnung oder die Haar- und Barttracht der Männer mit einer Geldbuße von bis zu 300 €. Da die meisten eine so hohe Geldsumme nicht bezahlen können, werden sie für 10 Tage ins Gefängnis gesperrt. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;color:#333399;">Religionsfreiheit gibt es in dieser Theokratie ebenfalls nicht. Anhänger der rechtlich anerkannten Buchreligionen, Zoroastrier, Juden und Christen werden permanent benachteiligt und zu Loyalitätsbeweisen gezwungen, die größte nichtmuslimische Bevölkerungsgruppe, die Bahā&#8217;ī wird systematisch verfolgt. Seit 1979 wurden Aufstände der Kurden brutal niedergeschlagen, zahlreiche Zivilisten kamen dabei ums Leben, mehrere kurdische Oppositionelle wurden ermordet. Iran gehört zu den Staaten mit einem sehr hohen Korruptionsindex, universelle Menschenrechte haben in dieser theokratischen Diktatur keinen hohen Stellenwert. Gerichtsverfahren entsprechen nicht internationalen juristischen  Standards, Folter und Misshandlungen an Gefangenen sind üblich, einige Gefängnisse des Landes sind für ihre unmenschlichen Haftbedingungen berüchtigt. Immer wieder kommt es vor, dass Gefangene versuchen, sich umzubringen, weil sie den Psychoterror und die sadistischen Misshandlungen der Wärter nicht mehr ertragen können, leider sterben immer wieder Häftlinge an den Folgen von Folter und Körperverletzung durch das Gefängnispersonal. Die Scharia erlaubt Blutrache, auch das Freikaufen eines Täters / einer Täterin durch die Zahlung von Blutgeld an die Familie des Opfers ist nach islamischem Recht statthaft. Das sind Relikte der kulturellen Vormoderne. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;color:#333399;">In drei Jahrzehnten sind mehr als 150.000 Menschen gesteinigt, enthauptet und erhängt worden. Ihnen wurde teils in überhasteten Prozessen, die an Grausamkeit kaum zu übertreffen sind und die in vielfacher Hinsicht gegen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948 verstoßen, Vergewaltigung, Ehebruch, Mord, Gotteslästerung, Drogenhandel, Apostasie und Unzucht vorgeworfen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;color:#333399;">Wir trauern um diese unzähligen Opfer. Männer, Frauen, Jugendliche und Kinder, die von diesem menschenverachtenden Regime öffentlich ausgepeitscht, verhaftet, eingesperrt, gefoltert und ermordet wurden. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;color:#333399;">Seit Anfang dieses Jahres hat die islamische Regierung 120 Menschen hingerichtet. Einige waren zum Tatzeitpunkt noch minderjährig, so wie Delara Darabi, die trotz zahlreicher internationaler Proteste am 1. Mai, dem internationalen Arbeiterfeiertag durch Erhängen ermordet wurde. Dass solche Untaten gegen internationale Verträge verstoßen, die der Iran freiwillig unterzeichnet hat, scheint die iranischen Machthaber ebenso wenig zu beeindrucken wie die Vertreter der europäischen Staaten, die mit dem menschenverachtenden Unrechtsregime Iran Handel treiben. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;color:#333399;">Im Iran gibt es keine Rede- und Pressefreiheit, es gibt keine Versammlungsfreiheit. Journalisten, Internet Nutzer, Blogger, Menschenrechtsaktivisten und andere politische Gegner werden verhaftet, verprügelt, gefoltert, inhaftiert und ermordet, weil sie dem Machthunger der politischen und geistlichen Führer gefährlich werden, indem sie Verstöße gegen internationale Vereinbarungen und die universellen Menschenrechte anprangern. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;color:#333399;">Vor etwa drei Wochen, am 1. Mai, haben sich im Iran, wie überall auf der Welt üblich, Menschen getroffen, um miteinander friedlich zu diskutieren und den internationalen Arbeitertag zu feiern. Das gefiel den Machthabern jedoch nicht, weshalb nun 170 Arbeiter in Gefängnissen einsitzen. Der islamische Gottesstaat verbietet den Aufbau unabhängiger Gewerkschaften. Werktätige haben kein Streikrecht. Angeblich sollte der Mindestlohn im Jahr 2008 auf 140 US Dollar monatlich festgesetzt worden sein. Tatsächlich bezahlte der Staat als größter Arbeitgeber, 40 % der iranischen Arbeitnehmer stehen in seinen Diensten, willkürlich niedrige Gehälter. Zwei Millionen Beschäftigte wurden seit Monaten gar nicht bezahlt, einige versuchen seit zwei Jahren sich und ihre Familien ohne Lohn durchzubringen. Um sich Zusatzleistungen und Entlassungsabfindungen zu sparen, kündigen viele Betriebe Mitarbeiter, die auf Probe eingestellt wurden, einen Tag vor Ablauf der Probezeit. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;color:#333399;">In der islamischen Republik leben 71 Millionen Menschen, 20 Millionen Männer und Frauen sind arbeitslos. In den letzten Jahren kam es immer wieder zu spontanen Protesten, Arbeitsniederlegungen und nicht genehmigten Streiks, die von den Schergen des Staatsapparates brutal niedergeschlagen wurden. Die Teilnehmer an diesen Aktionen wurden verprügelt, diffamiert, teilweise ohne Anklage verhaftet und inhaftiert. Einer von ihnen ist der Transportarbeiterführer Mansour Osanlou. Zusammen mit seinen Kollegen hatte er das öffentliche Verkehrsnetz zum Stillstand gebracht. Mit dieser Aktion wollte er gegen eine neue Verordnung des Regimes protestieren, Fahrgäste in Bussen streng nach Geschlechtern zu trennen, die Männer vorne und hinten die Frauen. Für diese mutige Protestaktion wurde er verhaftet, mehrmals verprügelt und ins Gefängnis gesperrt. Dort muss er eine fünfjährige Haftstrafe verbüßen, sofern das Urteil, vielleicht durch internationalen Protest, nicht angefochten wird. Ihm werden Gefährdung der Staatsicherheit und Propaganda gegen das Regime vorgeworfen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;color:#333399;">Wir fordern den Iran auf, die internationalen Vereinbarungen wie den International Covenant on Civil and Political Rights (ICCPR) und die Convention on the Rights of the Child (CRC), die der Iran freiwillig unterschrieben hat, endlich umzusetzen! Alle am 1. Mai verhafteten Arbeiter sind frei zu lassen! Stop child execution! </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;color:#333399;">von Gabi Schmidt </span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Nilüfer Göle ]]></title>
<link>http://schariagegner.wordpress.com/2009/05/14/niluefer-goele/</link>
<pubDate>Thu, 14 May 2009 03:05:40 +0000</pubDate>
<dc:creator>schariagegner</dc:creator>
<guid>http://schariagegner.wordpress.com/2009/05/14/niluefer-goele/</guid>
<description><![CDATA[علم اجتماع &#8216;ilm al idschtimā&#8217;, Soziologie Mehr Spaltung in den gemeinsamen Raum? Über da]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="line-height:125%;margin:0 0 48pt;">
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 18pt;" align="right"><span style="font-size:24pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> علم اجتماع </span></p>
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 6pt;" align="right"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">&#8216;ilm al idschtimā&#8217;, </span></p>
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 60pt;" align="right"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Soziologie </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:14.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Mehr Spaltung in den gemeinsamen Raum? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Über das Wegbereiten einer Implementierung der familienrechtlichen und sexualpädagogischen Scharia in Politik und Sozialwissenschaft. Gedanken zur Soziologin Nilüfer Göle. Von Jacques Auvergne  </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">„Anverwandlungen. Der Islam in Europa zwischen Kopftuchverbot und Extremismus“, so lautet ein Buchtitel der Soziologin Dr. Nilüfer Göle. Deutsch bei Wagenbach, Berlin 2008, französischer Originaltitel: Interpénétrations. L`Islam et l`Europe, bei Galaade Éditions, Paris 2005. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Etymologisch betrachtet ist Soziologie eine Neubildung aus lateinisch socius, Gefährte, Kamerad, und griechisch lógos beziehungsweise logía, Geist oder Lehre. Als eine Wissenschaft ist die Soziologie der Epoche der Aufklärung verpflichtet und dient sie gemäß Max Weber der “Entzauberung der Welt“. Sollte sie jedenfalls. Mit Göle allerdings scheinen Allahs koranisch verbürgte Dämonen und Engel Einzug in die Sozialwissenschaft zu halten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Was für eine Bilanz ist über Nilüfer Göles Buch zu ziehen, aus dem ich im Folgenden ein paar Zitate vorstelle? Göle wirbt in einer etwas erpresserischen Weise für den Türkeibeitritt. Göle will uns als dezidiert oder relativ säkularen Europäern jeder Religion, Ex Religion oder Nichtreligion eine parallele Lebensweise für alle Muslime Europas nach dem fiqh (islamische Jurisprudenz) und nach der Scharia (geheiligte islamische Pflichtenlehre mit ihren frauenentwürdigenden und menschenrechtswidrigen Elementen) als demokratiekompatibel und als „modern“ verkaufen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Etwas unbeholfen und wenig wissenschaftlich bedient sich Wortakrobatin und Professorin Göle nicht selten im selben Abschnitt oder gar Satz aus mehreren Schichten von Vokabeln, bald greift sie in die Kiste der Geographie („die Türkei gehört zu Europa“), der Geometrie, Statistik oder Soziologie („Ulrich Beck, Adorno, Horkheimer“, „Feminismus“), bald in diejenige der Gesellschaftskritik („die Moderne“, „emanzipiert“), der Islamwissenschaft („Sayyid Qutb“, „die Islamisten“) oder auch der Pädagogik, um die multikulturell ausufernde Sache dann mit dem Wortschatz aus der Schublade der Studentenbewegung, der Psychologie („Projektion“, „das Fremde“) oder, last but not least, der Scharia („islamische Kleidung“, „fromm“, „das Heilige“) abzurunden. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"> „Die Frauen, die das Kopftuch tragen, … machen den religiösen Unterschied sichtbar und kommunizieren ihn im öffentlichen Raum. … [Diese Kopftuchfrauen] verändern unser Verständnis von Modernität und Feminismus &#8230; wir dachten, modern sein heißt westlich und säkular zu sein, aber damit können wir nicht weitermachen. … Europa … muss sich neu definieren und die alte Reinheit in Frage stellen“, meinte die hier dezidiert postsäkulare Soziologin und Kopftuchverteidigerin Nilüfer Göle 2008 zu ihrem Buch Anverwandlungen (Interpénétrations) in einem Interview vom 15.10.2008 mit der taz [1].</span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Die wenig schüchterne Göle erklärt uns also endlich, was unter Moderne zu verstehen ist. Säkularität jedenfalls ist laut Göle schlicht von gestern. Europa sehr wahrheitswidrig den Wunsch nach Reinheit zu attestieren beinhaltet den Vorwurf der Hinterwäldlerei, Xenophobie und Magie. Den realen islamischen Keuschheitsterror und den Ekel vor den Unreinen verschweigt uns die Dame. Mit dem abschließenden Marschbefehl: „Deutschland und Frankreich … müssen europäischer werden“ zeigt die moderne Schariafreundin uns verstockten Abendländern zwischen Ostsee und Atlantik, wie wir doch noch einen Weg nach Europa finden können. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">In „Anverwandlungen“ verteidigt Göle auf 150 Seiten das frauen- und männerfeindliche Kopftuch, den sexualmagischen hidschāb. Theaterpädagogisch kundig spielt sie ein wenig Moderne und trägt im Beruf offene Haare, zeitweilig frivol tiefen Ausschnitt und gelegentlich aufregend kurzen Rock [2], [3]. Was ihr ja gerne überlassen sein soll und vor allem was in Europa möglich ist. Dass nahezu keine Tochter muslimischer Eltern oder Großeltern zwischen Marokko und Malaysia jeden morgen neu entscheiden kann, ob sie heute hidschāb trägt oder offenes Haar, Tschador oder tiefen Ausschnitt, Burka oder Minirock, das unterschlägt uns die kokette türkeistämmige Soziologin. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Von der deutschen Kommunikationsmanagerin Emel Abidin-Algan (Emel Zeynelabidin, vergleiche Blog Sägefisch Nummer 097. ), Tochter des Muslimbruders und Milli-Görüş-Gründers Dr. Yusuf Zeynel Algan, kennen wir dieses soziale Hütchenspiel mit vollem Körpereinsatz, diesen haarigen dschihād für den hidschāb [taz vom 21.11.2005 [4]. Diesen lautstarken Propagandafeldzug quer durch das im ehemaligen Bonner Regierungsviertel gelegene Museum namens Haus der Geschichte [5] oder auch durch die EMMA Redaktion (Cornelia Filter 2006 [6]], immer ganz aufgeregt ohne Kopftuch doch eben genau für das möglichst weit zu verbreitende islamische Kopftuch [7]. Und für ein Leben nach der möglichst kompletten Scharia für alle Muslime Europas immer gleich mit. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Aus dem fünf Jahre lang gekonnt durch sämtliche Printmedien gestreuten Zitatevorrat der Emel Abidin-Algan: „Wildes Haar. Anders. Spannend. Mein Kopf gehört mir [5]. Was Spannendes. Gebt endlich die Köpfe frei! [6]. Aufregender. Die wilden braunen Locken. Spannend. Ach, ist das nicht herrlich. Ich liebe Rosen. Vielseitiger. Mein Vater. Er wäre glücklich, dass ich glücklich bin. Spannend.“ Zeitgleich erzieht ihr (Ex-?) Ehemann an der islamischen Grundschule Berlin alle Mädchen zum Kopftuchtragen, indes Emel den wildgelockten Wirbelwind abgibt. Einerseits ruft die von Frau Abidin-Algan mitgeprägte Islamische Föderation Berlin (als der de-facto-Landesverband Berlin der extremistischen Milli Görüş) zum verpflichtenden Kopftuchtragen auf, andererseits lässt Emel die WELT-online (Andrea Seibel, 19.12.2005) drucken: „Mein Kopf gehört mir“, Islam ist halt sehr arbeitsteilig. Oder sollten wir von taqiyya reden, kalkulierter Täuschung zur Erreichung des islamischen Ziels? Erst die legal gewordene Scharia vorläufig nur im Personenstands- und Familienrecht, verlässlich den Tugendterror der so genannten islamischen Kleidung, Fernziel Kalifat? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Ist Göle die französische Zeynelabidin beziehungsweise, um eine andere professionelle Islamverharmloserin in der bundesdeutschen Hochschullandschaft zu nennen, die französische Yasemin Karakaşoglu? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Die Wahl des deutschen Titels mag im Leser Assoziationen an das Weltempfinden der Romantik erwecken, das französische interpénétrations enthält jedoch ein deutliches Mehr an Gewalttätigkeit und Grenzüberschreitung und wäre durchaus angemessen mit „von beiden Seiten kommen die Eindringlinge“ oder „wechselseitige Einstiche“ zu übersetzen. Damit mag der deutsche Begriff Anverwandlungen auf ein harmlos Verspieltes hinweisen wollen, was allerdings dem Thema nicht angemessen ist, weil es die islamisch orthodoxe ebenso wie die islamistische Ambition vernebelt, einem militanten Herrschaftskult ohne dauerhaft erwünschte Meinungs- und Religionsfreiheit zu dienen, vielmehr eine theokratische Gegengesellschaft (Polygamie, Verstoßung, dhimma, Kalifat) aufzubauen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Verweigerte Integration gleicht in der Tat allzu oft einer Camouflage, einer Maske der Als ob Demokratie. Vielleicht ja mithilfe einer installierten Als ob Wissenschaft, einer Als ob Soziologie? Die wir Freiheitsliebenden eigentlich nicht finanzieren sollten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 35.45pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Nilüfer Göle: </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 35.45pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">10. Wie sieht Europa sich selbst, als Bollwerk oder als Ort der Verschmelzung? … Je mehr Europa zu einem Ort kultureller Heterogenität wird, desto häufiger artikulieren Europäer die Angst, sie könnten ihre »Reinheit« verlieren, ihr Erbe könnte verblassen &#8230; </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Der Vorwurf des Abschottens erweckt in den Europäern kalkulierte Schuldgefühle zu kolonialzeitlichen Missetaten: ihr Abendländer verweigert euch der Weltläufigkeit und Weltbürgerlichkeit. Die zeitgleich von Selbstekel wie Machthunger geschüttelten Wachhunde unbegrenzt xenophiler Antietatisten, in Pädagogik, Sozialarbeit, Globalisierungskritik und Migrationsforschung nicht eben selten vertreten, dürfen einmal mehr die Wollust der eigenen Unterwerfung genießen und den edlen Wilden oder göttlichen Fremden, hier in Gestalt einer türkeistämmigen, rotbraun gelockten Fee, um Absolution bitten. Wer Göle widerspricht, muss zum schrecklichen rechten Rand gehören oder Aufklärungsfundamentalist sein oder islamophob. Jedenfalls von gestern. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Vermag die Soziologin in East London oder Amsterdam Slootervaart denn ganz und gar keine Tendenzen von Abschottung auszumachen, bei den Einwanderern meine ich, und da wiederum ganz besonders bei den muslimisch sozialisierten? Slotervaart weist 33 % marokkanischstämmige und 21 % türkeistämmige Einwohner auf. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Umgesetzter Islam ist geheiligte Segregation, kommunalpolitische Abschottung. Verwirklichter Islam teilt die Menschen in Klassen verschiedener sittlicher Wertigkeit und differenzierter Pflichten und Rechte. Den „ewigen und unverhandelbaren“ (Mufti Cerić [10]) Anspruch auf derlei Ungleichbehandlung, Frau Göle vermeidet das folgende Wort aus einer durchaus überprüfenswerten Motivation, nennt man Scharia. Der britische telegraph.co.uk stellte Februar 2006 fest, dass 40 % der britischen Muslime gerne nach der Scharia leben möchten [11]. Aus der Sicht von säkular oder auch lediglich universell-menschenrechtlich Denkenden ist es erfreulich, dass 41 % derselben Gruppe befragter britischer Muslime gegen ein Leben unter der Scharia sind. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Lieben für Allah und Hassen für Allah, der orthodoxe (politische) Islam ruft nach dem sakramentgleichen Grundsatz al walā&#8217;-w al barā&#8217;a zum Zusammenrücken mit den Recht-Gläubigen sprich vor allem Recht-Handelnden (der wesenhaft leider eher unspirituelle Islam ist von Menschen wie Kelek oder Tībī abgesehen nach wie vor ausgesprochene Orthopraxie) und zur geheiligten Meidung der Nichtmuslime und ihrer vermeintlich gotteslästerlichen Verhaltensweisen auf. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Zur Abschottung rufen auch Sunna (Brauchtum des Wohlverhaltens anhand der hadīth Literatur, der Überlieferung des Handelns Mohammeds) und Scharia (Pflichtenlehre einschließlich der Mithilfe am Aufbau der islamischen Gesellschaft) auf, um der vermeintlichen islamischen Reinheit eine ansteigende, sehr reale Macht und auswachsenden Raum zu verschaffen. Was Frau Göle natürlich genau weiß. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Haben wir „Europäer“ (Göle) „Angst“ (auch Göle), wir könnten unsere nicht von einem arabisch schreibenden Gott offenbarten, sondern von Aufklärungshumanisten über viele Generationen mühselig errungenen und in einer bewundernswerten Demokratietradition verfeinerten, für alle Bürgerinnen und Bürger geltenden allgemeinen Menschenrechte und deutschen Grundrechte verlieren? Juristische Normen verlieren, die auch für gekaufte Ehefrauen oder zwangsverheiratete Töchter muslimischer Eltern Gültigkeit und Zugänglichkeit besitzen? Verlieren etwa an den fiqh Islam? Wir dürfen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Müssen wir Bewohner eines irgendwie unmenschlichen „Bollwerks“ (Göle) namens freiheitliche Demokratie uns Sorgen machen, dass unser europäisches „Erbe“ (auch Göle) der Pressefreiheit, der Freiheit auf Religionswechsel oder auf hörbar geäußerte Fundamentalismuskritik namentlich Schariakritik in Stadtteilen wie Slotervaart (Amsterdam), Vitry-sur-Seine (Paris) oder Tower Hamlets (London) „verblassen könnte“? Verblassen beispielsweise vor dem barbarischen Scharia Islam? Wir sollten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 35.45pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Göle: </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 35.45pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">7. Und zum anderen führt die Präsenz des Islam in Europa eine neue Dimension ein, eine neue kulturelle, religiöse und zivilisatorische Differenz, die die hergebrachten Kategorien des Zusammenlebenss der europäischen Nationen fragwürdig erscheinen lässt. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">„Neue Differenz“? So neu auch wieder nicht, Ketzer aus religiösen Beweggründen ermorden, den Erbfeind oder den Untermenschen definieren beziehungsweise religiösen Antijudaismus und rassistischen Antisemitismus pflegen haben wir Europäer ausgiebig geübt. Heute wollen wir gar keine „Differenz“ mehr gegen Ungläubige, Frauen oder Einwanderer, eine Haltung, die uns übrigens kein bisschen „fragwürdig“ (Göle) erscheint. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Nein, anders als der Frau Soziologieprofessorin erscheint uns die Kategorie universeller Menschenrechte oder die Kategorie einer für jeden jungen Menschen zugänglichen schulischen Erziehung und Bildung, die zur Außenansicht befähigt und gegen Fundamentalismus immunisiert, ganz und gar nicht als „fragwürdig“. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 35.45pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">7. Der Islam dringt in die Debatten ein … über die Rolle der säkularen Werte bei der Definition des Individuums, über die Gleichheit der Geschlechter, über Feminismus und Homosexualität, über Meinungsfreiheit in bildender Kunst und Literatur. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Kann man wohl sagen. Weshalb wir über Nilüfer Göles Demokratiebegriff verzweifelt sind. No sharia here. One law for all. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Wir brauchen kein Zerspalten unserer Stadtkerne in nachdemokratische, schariatisch befreite Zonen zu dulden. Wir wollen keine von radikalislamischen Kollektiven nach innen propagierte, sexualpolitische Zerlegung des öffentlichen Raumes anhand einer in veritabler Gehirnwäsche andressierten Befrachtung mit islamgerechter Libido und islamgerechter Verachtung. Wir brauchen keine „Toleranz“ gegenüber dem Werben für ein „differenzierendes“ Menschenbild aufzubringen, das Gruppen (Frauen, Christen und Juden, Polytheisten, Islamapostaten) mit differenziert dosiertem, islampädagogischem Ekel und Hass befrachtet. Dieses Entwürdigen und Entrechten geschieht völlig im Einklang mit Koran und Hadithen sowie mit klassischen islamischen Theologen wie al Gazālī oder ibn Taymiyya oder den halbiert modernen, dabei milieuweise hoch angesehenen Predigern wie Sayyid Qutb, Necmettin Erbakan (Türkei), Yūsuf al Qaradāwī (Europäischer Fatwa Rat), Abu Hamza al Masri (London) oder wie Holocaustleugner und Vergewaltigungsrechtfertiger Scheich Tadsch ad Din al Hilali (Sheik Taj el-Din el-Hilaly, Australien). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Zur unter zivilisierten Menschen verachteten Frauenvergewaltigung hatte der genannte australische Scheich islamisch märchenhaft geäußert: Wenn jemand unbedecktes Fleisch auf der Terrasse stehen lässt, und eine Katze kommt vorbei und frisst es, wer ist dann Schuld, der Hausbesitzer oder die Katze? Gegen Scheich ad Din al Hilali, der wie beschrieben jedes unverschleierte weibliche Vergewaltigungsopfer für schuldig an seiner eigenen Vergewaltigung erklärte, organisierten couragierte Bürgerrechtlerinnen (nämlich Frauenrechtlerinnen) unter Führung der resoluten Großmutter Christine Hawkins 2006 den Great Australian Bikini March, einen wenig bekleideten Protestmarsch – just vor die größte australische Moschee [12], [13]. Bravo, sehr demokratisch! Allah ist kleiner. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Weil aus seinem Auto ein unerlaubt langer Gegenstand herausragte, kam unser Scheich in eine australische Verkehrskontrolle und die Polizisten waren ziemlich erstaunt, zu sehen, dass der hohe islamische Geistliche ein unversichertes und nicht angemeldetes Fahrzeug lenkte. Man kündigte eine Geldbuße an, der fromme Mann wurde daraufhin seltsamerweise verbal grob ausfällig. Die anwesenden Polizisten allerdings beharrten auf der Rechtmäßigkeit ihres Tuns, worauf sie von geheiligt erregten Muslimen angegriffen wurden. Soweit zu Scheich ad Din al Hilali. Der mit dem Fleisch und der Katze. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Ägyptens Altbevölkerung der (Juden und) Christen erfährt auf allen Straßen und in allen Behörden tägliche Diskriminierung, die Bahá’í sind nahezu rechtlos. Nichtmuslime dürfen nichts von einem Muslim erben, ein männlicher Hindu und eine Muslima beziehungsweise auch ein Atheist und eine Muslima dürfen einander nicht heiraten. Das ist Allahs Wille. Das ist Islam. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Frauen sind in der Scharia und im fiqh religiös (von Sünde und vom Satan umlauert; von Allāh wesentlich leichter als ein Mann der imaginierten Hölle zugewiesen) finanziell, in ihren Freiheitsrechten (alleine reisen oder ausgehen, arbeiten) und familienrechtlich (Aufenthaltsbestimmungsrecht und Sorgerecht hat grundsätzlich der Mann, der die Kinder einer trennungswilligen oder einer verstoßenen Frau schon mal in seinen Clan entführen lässt) Menschen zweiter Klasse. Machtbeziehungen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 35.45pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">118. Alle muslimischen Länder kennen diese Art von Machtbeziehungen, die sich um die Frauenfrage drehen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Nach dem Vorbild des Propheten, der die sechsjährige Aischa heiratete und mit ihr geschlechtlich verkehrte, als diese neun Jahre alt war, ist in Teilen der Erde wie Mauretanien, Jemen oder Afghanistan die elf- oder zehnjährige Braut völlig üblich, auch wenn es Stimmen wie A. Faizur Rahman gibt, die sich endlich gegen die islamische Kinderheirat aussprechen [14]. Etwas vorsichtig wirbt derselbe Rahman auch gegen eine allzu hedonistisch begründete Vielweiberei [15]. Gegen die Scharia ist Rahman vielleicht eingestellt, vielleicht auch nicht. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Ob die Islambeschönigerin und Soziologieprofessorin Güle jemals ein kritisches Wort über die islamische Kinderheirat oder das Prinzip der nachträglich hinzugekauften Zweit- bis Viertfrau verlieren wird? Beides ist längst in Europa nachweisbar, Kindbraut wie Polygamie. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Scharia beinhaltet Kinderheirat. Die Scharia sei „ewig“, sagt der für europäische Rechtsspaltung und Kalifat arbeitende bosnische Gromufti. Jener Mufti aus Sarajevo als der vielleicht auch („ich bin gegen die Todesstrafe“, oder: „[dem] Landesrecht hat sich auch islamisches Recht zu unterwerfen“) dem göttlichen Flunkern zugeneigte Eugen-Biser-Preisträger Mustafa Cerić [16]) mit seiner Forderung, die Scharia sei „unverhandelbar“. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Authentische Scharia gab es in Düsseldorf im Jahre 2006, worauf der Express (erst am 12.06.2008) „Zwölfjährige bekam Baby in Zwangsehe“ titelte. Der Zweiundzwanzigjährige Bräutigam Hassan N. ist Sohn muslimischer Eltern aus dem EU Staat Griechenland, wo für das ethnoreligiöse Kollektiv der türkischen Minderheit das islamische Familienrecht der Scharia seit vielen Jahrzehnten ganz offizielle Geltung hat. Hassan N. also war bei Heirat und Geschlechtsverkehr 22, die Braut erst elf Jahre alt [17]. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Diana Goldermann-Wolf vom Deutschen Kinderschutzbund sagt zu dieser traditionellen oder auch islamisch-religiösen Kinderehe einer Elfjährigen richtigerweise: „Ein Skandal!“, Islam ist eben skandalös, der Düsseldorfer Jugendamtsleiter Johannes Horn verwaltet zwei weitere Kinderheiraten und meint, vielleicht bezeichnenderweise etwas arg politisch korrekt: „Wir gehen sensibel vor“. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">„Sensibel“ wird unserer Erfahrung nach bei islamischen Kindbräuten in ja vielleicht auch Ihrem Wohnviertel allerdings nicht reichen, noch nicht einmal bei jugendlichen oder erwachsenen zwangsverheirateten Mädchen oder Frauen. Wenigstens haben Frau Goldermann-Wolf und Herr Horn das Thema Kindbraut öffentlich angesprochen. Wie Uta Keseling am 25.02.2005 in WELT-online ausführlich und kenntnisreich zur familienrechtlichen Scharia der Türken und über deren Leben in der armen griechischen Provinz Thrakien beziehungsweise der ebenfalls sunnitisch-muslimischen (aber Bulgarisch sprechenden) Pomaken in den Rhodopen (Rodopi) berichtete, ist dieser Fall von „ethnisch türkischer“ Kinderheirat bekannt geworden, als das Ehepaar unter Vorlage der Hochzeitsurkunde seinen neuen Wohnsitz im rheinischen Düsseldorf anmelden wollte [18]. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Ein verantwortungsvoller Mensch vom Amt alarmierte Jugendfürsorge und Staatsanwaltsschaft. Was eine empfehlenswerte Mischung ist, denn deutsches Jugendamt alleine reicht in solchen Fällen schlichtweg nicht. Leider erstattete der Herr Staatsanwalt erst mal keine Anzeige, da er keinen Anhaltspunkt zu sehen glaubte, dass der Ehemann sich seiner Braut sexuell genähert haben könnte, eine, wie uns die Schwangerschaft zeigt, allerdings fehlerhafte Annahme. Andererseits und das dann sicherlich mit Berechtigung habe der Staatsanwalt Entführung und Verschleppung befürchtet oder sogar („dass man ihm etwas antut“) einen so genannten Ehrenmord [19]. Inzwischen lebt die Tochter bei ihrer Mutter im ländlichen Nordgriechenland, darf ein paar Jahre lang mit ihrem Ehemann keinen Geschlechtsverkehr haben und hütet ihren kleinen Brüder (na, nicht ihr eigenes Kind?) und Mutter wie Tochter meinen schicksalsergeben: „Ja es war Liebe“. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Islam und Liebe. Frau Soziologin Göle ist Türkin, die kleine Braut aus Thrakien desgleichen. Die in Paris lehrende türkische Wissenschaftlerin sagt uns keine Silbe zu den in der Türkei zwar offiziell verbotenen, doch gelegentlich auch mit einer kindlichen Braut arrangierten Zwangsheiraten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Bella Italia. Ein im italienischen Brescia wohnhafter, junger Arbeitsloser und muslimischer Kosovo-Albaner kauft (Imam-Ehe, geheiligter Brautpreis) sich für 17.000 € eine Braut schariarechtlich einwandfrei ein und schwängert die Elfjährige, die mit inzwischen zwölf Jahren ihr Söhnchen zur Welt brachte [20]. Die Braut behauptet, mit ihrem Eheleben ebenso einverstanden zu sein wie mit ihrem Heiratsalter: „Bei uns macht man das so [21]“. Das ist korrekt, Allāh persönlich hat das seinen mu&#8217;minīn, seinen Gläubigen so gestattet. Nach italienischem, zwar nicht göttlichem, dafür wesentlich anständigerem Gesetz ist das allerdings verboten. Mit Europas (Griechenland ausgenommen) Religionsfreiheit ist die noch so islamische Kindbraut eben schlicht nicht abgedeckt. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">In Kairo leben ganze veritable Kasten von verstoßenen Frauen verachtet, als Nutte verhöhnt, bespuckt und gleichsam im Untergrund. Nur Wiederverheiratung oder aber Wiederaufnahme in die Herkunftsfamilie böte den „ehrlosen“ (sprich nicht im Besitz eines Mannes befindlichen) Frauen Zuflucht. Also bietet niemand Zuflucht. Das islamische Kopftuch sagt: mich besitzt ein Mann (noch der Vater oder bereits der Ehemann). In vielen islamisch geprägten Staaten haben Mehrheiten von Frauen weder Bargeld noch Bankkonto. Für Soziologin Nilüfer Göle ist das aber alles kein Problem in Sachen Migrationsforschung, diese „Frage nach dem Unterschied“. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 35.45pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">20. Mit der islamischen Präsenz taucht die Frage nach dem Unterschied in den zentralsten Bereichen der zeitgenössischen europäischen Kultur auf, vor allem im Bereich des Körpers und der Sexualität, der Erinnerung und des Raumes. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Der zeitgenössischen Kultur? Hofft Nilüfer Göle etwa darauf, dass sich die emanzipatorische, rechtsstaatliche europäische Kultur der völligen Gleichberechtigung für Atheisten und Frauen rasch erledigt haben wird? Unsere wenig berufene Körperspezialistin, Sexualberaterin, Hirnforscherin („Erinnerung“) und Fachfrau für Stadtplanung, Architektur und topologische Psychologie („Raum“) nennt die grausame Kinder- und vor allem die Mädchendressur der islamischen Erziehung nach Sunna und Scharia nicht beim Namen. Den kleinen Kontinent Europa hingegen kritisiert sie intensiv. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Jene Unterwerfung, die mit der von der Scharia sexualmagisch aufgeladenen Monatsblutung (die „Unreinheit“ der menstruierenden Frau wird im Ramadan durch ihr Fastenverbot völlig öffentlich sichtbar), dem Bewahren der Jungfräulichkeit und dem „Arrangieren“ von Ehen einhergeht. Jene Entwürdigung und Entrechtung, die im islamischen Ehevertrag (nikah-nama, hier ein pakistanischer [22]) einer jeden Imam-Ehe aufgeschrieben ist. Jener geheiligte Unterwerfungskult, der im traditionellen islamischen wie im gegenmodern-islamistischen Frauenbild Generation um Generation bereits den Kleinkindern mit Einschüchterung bei islampädagogisch erweckter Angst vor der wahnhaft vermuteten Höllenstrafe (schwarze Pädagogik) beigebracht wird, mit dem Prügeln der Ehefrauen (Koran 4:34 [23]) und dem Prügeln der Kinder und Koranschüler barbarische Spürbarkeit erlangt. Permanente, rigide Tugendkontrolle bei jederzeit drohender sozialer Ächtung verbirgt sich im schwatzhaften Straßenzug, deren Gerüchte eine vermeintlich als frevlerisch oder sittenlos Erkannte töten können (islamrechtlich einwandfreie Steinigung; Mord im Namen der patriarchalischen namus Ehre). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 35.45pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">ZEIT. Die Säkularisten und das Militär wollen das öffentliche Leben von islamischen Symbolen säubern. Daher ist das Kopftuch in das Zentrum gerückt. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Der von der Modernisierungsdiktatur zugegebenermaßen geradezu absolutistisch durchgeführte versuchsweise Ausstieg aus dem geistigen Mittelalter schuf erklärlichen und berechtigten Widerspruch. In bekannter islamistischer Manier vertauscht Göle andererseits Täter und Opfer, das Kopftuch als Zeichen der Intoleranz sei erst dann „zentrale Frage“ geworden, nachdem diese intoleranten Militärs und Säkularisten ihren Herrschaftsbereich (der türkischen Öffentlichkeit) „gesäubert“ hatten. Was bewusst nach verwerflicher Säuberungsaktion klingen soll. Göle beschreibt die islamistische Refah Partei in demselben Interview eher ungerührt und hält die von ihr ausdrücklich „politischer Islam“ genannte Bewegung für integrierbar („Erfolg mit Kopftuch“, mit Gunnar Köhne, ZEIT-online 17/1998 [24])  </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 35.45pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">ZEIT. Es ist bislang gut geglückt, nicht nur diese Mädchen ins Bildungssystem, sondern den gesamten politischen Islam in Staat und Gesellschaft zu integrieren. Das sollte nicht abrupt beendet werden. Ansonsten fürchte ich eine radikale, vielleicht auch gewalttätige Jugendbewegung. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Die sind also wohl doch nicht immer so handzahm, die Islamisten? Andererseits begegnen wir dem von Orhan Pamuk („Schnee“) hervorragend in Literatur gefassten türkischen Dilemma und ist ein Militärputsch grundsätzlich nicht sehr wünschenswert (beziehungsweise bringt auch das Islamsubstitut eines doktrinären Stalinismus dem Orient keine freiheitliche Demokratie). Wenn die Türken ihre Institutionen und Männerbünde der Polit-Scharia sowie ihren vorerst eher klandestinen fiqh nicht außer Kraft setzen, mag das noch hundert oder zweihundert Jahre so weitergehen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Sofern die Menschen in der Türkei überhaupt Lust auf freiheitliche Demokratie, Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit und Gleichberechtigung der Frau haben, woran man als Franzose oder Deutscher gerade beim Gespräch mit europäischen türkeistämmigen Einwanderern oder bei der Lektüre von Nilüfer Göle zweifeln darf. Göle versteht die freiheitliche Demokratie nicht oder aber verachtet sie, scheint sie jedenfalls nicht wertzuschätzen und wird sie wohl auch nicht gegen den Islamismus verteidigen. Warum bieten wir dieser Frau eine Bühne? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 35.45pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">9. Die Vernichtung der bosnischen Muslime ist dokumentiert, wird aber nicht als Völkermord anerkannt. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Die Soziologin spielt ganz schamlos auf den grausamen, ungefähr eine Millionen von Ermordeten zeitigenden Völkermord der jungtürkischen Bewegung und ihrer Helfer aus der damals xenophoben, islamischen und rassistischen türkischen und kurdischen Bevölkerung an der armenischen Bevölkerung (des gesamten Osmanischen Reichs, insbesondere) Anatoliens) an. Göle will uns mit diesem dreisten und sprachlich bewusst unklaren Einwurf vielleicht ein wenig erpressen, Europa vertusche ja auch einen Völkermord, denjenigen an den Bosniern um Goražde und Srebrenica in den Jahren zwischen 1992 und 1995. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Artikel 301 des türkischen Strafgesetzbuches lautet „Beleidigung der türkischen Nation, des Staates der türkischen Republik und der Institutionen und Organe des Staates“. Wobei es allerdings bis in den April 2008 statt „türkische Nation“ in vielleicht rassistischer, jedenfalls völkisch-nationalistischer und dabei angesichts der Existenz der mehr oder weniger diskriminierten Kurden, Zaza, Tscherkessen, Armenier, Suryoye [25] und Griechen in offen minderheitenfeindlicher Weise noch „Türkentum“ hieß. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Im Oktober 2007 wurden Serkis Seropyan und Arat Dink, der Sohn des ermordeten armenisch-türkischen Schriftstellers und Intellektuellen Hrant Dink nach Artikel 301 angeklagt und für schuldig befunden [26]. Einen Tag zuvor hatte der US Kongress (House Foreign Affairs Committee, ohne bindende Wirkung) den Mut gefunden, den Genozid an den Armeniern als Genozid zu bezeichnen. Arbeitet der politische Islam gerade in seiner türkischen Fraktion mittlerweile als ein derartig globales Erpresserkartell, dass der amerikanische Kongress eine türkeiseitig absolut unerwünschte Resolution fasst, um 24 Stunden darauf eine Symbolfigur (Sohn von Hrant Dink) verächtlich zu machen? Dann wären die geeigneten „verräterischen“ Kandidaten gleichsam auf schwarzen Listen geführter Faustpfand außenpolitischen Handelns der Türkei. Was Erdogans etwas nationalistischem und verlässlich kalifatstauglichem, an der Scharia orientiertem politischem Stil entspräche. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Artikel 301 wurde Hunderten von kritischen Menschen zum Verhängnis, darunter Hrant Dink und Orhan Pamuk. Weil man aber in Ankara, Brüssel und Berlin das undemokratische Kleinasien als Vollmitglied in der EU sehen möchte, plante man 2008 vielleicht wenig glaubhaft, den strafbewehrten (bis zu vier Jahren Haft) Artikel 301 zu entschärfen, was Türkeikenner allerdings eher auf das schwebende Verbotsverfahren gegen die islamistische AKP jener Monate zurück führen [27].  </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Weltweit werden die Vertreibungen und die Morde an den Menschen der unterschiedlichen ethnischen Gruppen des zerfallenden Jugoslawiens verurteilt, eben auch diejenigen an den muslimischen Bosniern („Bosniaken“). Soziologin Göle sollte von der Existenz des vier Jahrzehnte alten, sozusagen romantisch-islamistischen Manifests eines gewissen Alija Izetbegović Kenntnis haben, in dem eine kalifatsähnliche gesamtbosnische Struktur der „Muslimstvo“ beschworen wird und sollte wissen, dass sich immer noch mehrere hundert radikalislamische, oft arabische Dschihadisten mit besten Verbindungen zur Terrororganisation al qaida in Bosnien aufhalten, wie sogar die bosnisch-herzegowinische Regierung einräumt [28].  </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Auch bedingt durch die Lage der seit dem Mittelalter systematisch diskriminierten (dhimma) orientalischen Christen, der seit Generationen brutal unterdrückten Kurden (vgl. Saddam Husseins militärische al anfal-Operation 1988/89 [29]) sowie angesichts der auch in Europa Lobbyarbeit betreibenden aggressiven politischen Bewegung des Islam sollte man die Menschenrechtssituation der Türkei und des Iraks immer auch gemeinsam betrachten. Was Schariafreundin Nilüfer Göle freilich vermeidet. Der von der EU und der USA zugelassene Schariavorbehalt der irakischen Verfassung wird die assyrischen und aramäischen Christen weiterhin diskriminieren. Wie betnahrin.de 2005 berichtete, protestierten christliche Kriegsflüchtlinge in Bagdad, London, Toronto, Stockholm und Berlin, um die Ausgrenzung der Christen (Chaldoassyrer), Jesiden (Yeziden), Schabbak (Shabak) und Turkmenen anzuprangern [30]. Iraks Wahllokale waren für ethnische Minderheiten und oft nach von Islamisten ausgesprochenen Morddrohungen unerreichbar oder waren erst gar nicht geöffnet worden. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Europas entgrenzt innovative Politikplanerin Göle: </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 35.45pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">21 Die Frage, wie wir zusammenleben, ist mit dem Begriff des Raums verbunden. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Sinnliche Herrschaft braucht halt Raum. Was bereits Dschingis Khān oder Adolf Hitler wussten. Freiheitliche Demokraten hingegen wünschen sich zwar auch den einen oder anderen Raum zum leben, doch wünschen sie dabei allgemeine Menschenrechte und aufklärungshumanistisch inspirierte Bürgerrechte. One law for all. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Die Scharia installieren, damit Islam zum Staat wird, mit Jacques Delors gesprochen „Europa eine Seele geben“, mit Dorothee Sölle: „Den Himmel erden“? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Sittenlosigkeit, Frevel oder Pflichtvergessenheit (Verstoß gegen die Scharia) zumal die weibliche (schlampiges Kopftuch oder obszöne Nacktheit sprich fehlendes Kopftuch) soll nach Soziologin Göle öffentlich sichtbar werden dürfen: </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 35.45pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">21. In der europäischen Tradition gibt es dafür den Begriff der »Öffentlichkeit«. … In die europäische Öffentlichkeit fließen die … Beziehungen zwischen dem Islam und Europa mit ein … denn sie ist der Schauplatz der Begegnung, auch wenn es … Konfrontation und Gewalt gibt. Ein Prozess der wechselseitigen Durchdringung und Anverwandlung liegt den neuen transnationalen Dynamiken der europäischen Öffentlichkeit zugrunde. … Durchdringung bedeutet hier eine wechselseitige Veränderung, verweist aber auch auf ein Element von Gewaltsamkeit, das in allem präsent ist, was mit dem Körper und mit Sexualität zu tun hat. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Etwas orakelhaft oder delirierend anmutende Umschreibung dafür, dass Soziologin Göle der parallelgesellschaftlichen Sexualpolitik der Scharia im „öffentlichen Raum“ Geltung verschaffen will. Ein bisschen sexualisierte Gewalt sei bei dieser Islamisierung des öffentlichen Raumes von uns Europäern durchaus zu dulden. Zwangsverheiratungen, Mehrfachehen, Kindbräute, koranischer Prügelvers, Göles Körperpolitik ist, ganz im Einklang mit den regelmäßig frauenfeindlichen Koranversen, Hadithen und Fatwas eben immer auch Frauenpolitik. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Göle frauenpolitisch aktiv: </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 35.45pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">121. Die Frau als Schlüssel zur Moderne. … der zentrale Konfliktpunkt [ist] jedes Mal die Sichtbarkeit der Frau in der Öffentlichkeit. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Wenn wir also keine Frauenwegsperrer und Hinderer des islamischen Feminismus sein wollen, müssen wir in ganz Europa auf Straßen, Plätzen und im Arbeitsleben uneingeschränkt alle kopftuch-, tschador- und niqabtragenden Frauen in der Öffentlichkeit dulden, legt uns Göle ans Herz. Wir wollen doch nicht etwa die muslimische Frau unsichtbar machen? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">„Die Frau als Schlüssel zur Moderne“ (Göle), ohne Frau also keine Moderne, das ergibt, schnickschnackschnuck, ohne Tschador oder ohne Burka keine Moderne. Die Frau ist der Schlüssel? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Die entwürdigte und die entrechtete Frau ist in der Tat der Schlüssel zum Verständnis. Des orthodoxen (politischen) Islam. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Islamversteherin Göle: </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 35.45pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">147. Die Frauenfrage ist symptomatisch: An ihr zeigen sich die Grenzen der laizistischen europäischen Öffentlichkeit und zugleich steht sie im Zentrum der Dynamik der islamistischen Bewegungen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Eben, Frau Göle, unsere Menschenrechte sind unverhandelbar, also auch unsere Frauenrechte. Den gleichheitsfeministisch gemeinten, hundert Jahre alten Begriff Frauenfrage für die von Ihnen beabsichtigte offizielle Duldung der Scharia zu verwenden sollten wir zurückweisen. Frau Göle, wir haben Sie durchschaut: </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Sie wollen die Menschen politreligiös, sexualpolitisch und rechtlich in zwei Kollektive, Kasten oder Klassen verschiedener Wertigkeit einsperren, Sie wollen den gespaltenen „öffentlichen Raum“ von geschlechtspolitischer Höherwertigkeit (islamischer Mann) beziehungsweise Minderwertigkeit (islamische Frau) oder wollen diese spaltende Teilung islamisch-parallelgesellschaftlich (al walā&#8217;-w al barā&#8217;a) zulassen und im nationalen und internationalen Recht Europas verankern. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Islam spaltet zweifach, in ekle Nichtmuslime und sich rein haltende Muslime sowie in ekelbehaftete Frauen und dem Paradies näher stehende Männer. Mit diesem Anspruch auf Spaltung namens Islam ist Europa in der Tat konfrontiert und haben sich Erziehungs- und Gesellschaftswissenschaft auseinanderzusetzen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Mittendrin in der Entdemokratisierung (Islamisierung) erklärt Muslima Göle uns xenophoben Eurozentrikern, wie wir gefälligst die Ideologisierung des Frauenleibes der selektiv diskriminierenden Scharia in unser Rechtssystem und in unsere Pädagogik einzubauen haben, um endlich in der „Moderne“ (Göle) anzukommen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Göles Intimsoziologie des öffentlichen Raumes: </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 35.45pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">146 [Die islamischen Praktiken] beinhalten in erster Linie Widerstand gegen die liberale Definition des Subjekts in dem Sinne, dass sie an die Grenzen von Zurückhaltung und Scham erinnern. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Die dem radikalen Islam unterworfene Frau ist wandelnde Vagina, „Söhnchenfabrik“ (Ayaan Hirsi Ali). Die Ehrenamtliche Sexualpädagogin und hauptberufliche Soziologieprofessorin Göle weiter: </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 35.45pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Deshalb ist jede öffentliche Manifestation des Islam auch eine Erinnerung an das Private, das Verbotene, das Geheimnis, das Heilige. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Ganz Europa eine einzige Moschee? Oder ist eine entrückte Soziologin unter die Mystiker gegangen? Und warum soll meine Intimität und Sexualität oder diejenige meiner türkischen Nachbarin jetzt öffentliche Angelegenheit oder Staatsprogramm sein? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Darf die streng „bedeckte“ (radikal verschleierte) Kopftuchträgerin jetzt nicht lediglich ihre Umgebung mobben mit einem schnippischen „Ätsch, ich komme in den Himmel, und du nicht!“ sondern auch streng öffentlich mit „Hallo, ich trage Islam spazieren und bekunde mein heiliges Geheimnis öffentlich“? Obschon, öffentlich bekundet wäre es ja eigentlich kein Geheimnis mehr. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Nilüfer Göle: </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 35.45pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Das gilt auch für das »Kopftuch«. Es verweist in der Öffentlichkeit auf den privaten Bereich. … Die Frauenfrage … steht im Mittelpunkt der Debatte, weil sie auf eine mehr kulturelle Dimension verweist, auf eine Produktion neuer Normen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Himmler und Goebbels waren ab 1925 beachtlich aktiv in der „Produktion neuer Normen“, die palästinensische Hamas oder die libanesisch-schiitische Hisbollah tun in diesen Jahren Vergleichbares. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Frau Göle, Sie haben das iranische Jubiläum vergessen, es sind 2009 genau dreißig Jahre kulturelle Neunormierung im Īrān! Wo sich die dortigen Ayatollahs doch so sehr um die Lösung der „Frauenfrage“ (Göle) bemüht haben. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 35.45pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">122. … die Frauenfrage stellt sich als Indikator für ein Zivilisations- und Gesellschaftsproblem. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Stimmt. Kulturelle Moderne oder kulturelle Vormoderne. Universelle Menschenrechte. Gleichberechtigung von Frau und Mann und Rechtsstaatlichkeit für jede Staatsbürgerin und jeden Staatsbürger. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 35.45pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">123. Wenn die Frau der Schlüssel ist, bleibt die Frage, wer sich des Schlüssels bemächtigt. Die Islamisten? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Oder die Nationalsozialisten? Nein. Die freiheitlichen Demokratinnen und Demokraten machen das. Und dazu brauchen sie eine ewig flatternde Scharia in ihrem Gruselkabinett und ihrem Geschichtsbuch, nirgendwo sonst. Im Übrigen besteht in Frankreich und Deutschland Religionsfreiheit und darf Frau Göle außerhalb der universitären Dienstzeit in aller Öffentlichkeit oder auch privat zu einer Göttin oder einem Gott ihrer Wahl beten. Ebenso privat oder öffentlich darf an einer Gottheit Zweifel äußern, was sie in Khartūm oder Kābul leider vorläufig unterlassen sollte. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 35.45pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">147. Die Frage ist, ob man bereit ist, neu darüber zu verhandeln, was innerhalb der Grenzen des öffentlichen Raums liegt und was außerhalb bleibt. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">… was wir ganz und gar nicht sind. Netter Putschversuch, Antrag abgelehnt. Es gelten das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und die Straßenverkehrsordnung. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Doch Göle ist noch nicht fertig, unsere innovative Soziologin holt nur zu einem neuen Kapitel aus, um bereits im Titel donnernd so etwas Ähnliches wie die die islamische Revolution zu fordern: </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 35.45pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Die Grundlagen der europäischen Öffentlichkeit neu denken! </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Genau. Frau Göle weiß es gut und Herr Allāh weiß es am besten. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Soweit zur Islamismusbeförderin und Soziologieprofessorin Nilüfer Göle und ihrem Buch Interpénétrations (2005) – Anverwandlungen (2008). </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Neben der eine völlige Unbedarftheit in Geographie, Geschichte sowie universellen Menschenrechten beweisenden Behauptung, die Verweigerung der Vollmitgliedschaft der Türkei in der Europäischen Union würde eine künstliche Mauer innerhalb (!) von Europa aufbauen und mit diesem niederträchtigen Tun die Türkei als „das Andere“ in Europa konstruieren und zementieren, sagte die Soziologin einen Satz, den wir ja vielleicht als Kampfansage einer Islamistin verstehen dürfen. Am 06.07.2007 meinte Nilüfer Göle auf resetdoc.org zu Nina zu Fürstenberg: „The walls are crumbling between Islam and secularism – die Mauern zwischen Islam und Säkularismus beginnen einzustürzen.“ Von der menschenrechtswidrigen Scharia spricht die Sozialwissenschaftlerin nicht, den keine Rechtssicherheit bietenden fiqh der Muftis jener frauenentrechtend arbeitenden Scharia Gerichte, die einen sozialen Rassismus und Hass auf die Gegner Allahs bekundenden fatāwa (Fatwas) der Scheichs übergeht Frau Soziologin Göle. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Den bedarfsweise zwangsverheiratenden Heiratsvormund (walī mudschbir), die Verstoßung des at talaq, die islamische Polygamie, der geheiligte Jungfräulichkeitskult, das Blutgeld der diyya und vielleicht ja auch die Religionsfreiheit auf abgehackte Hände und Köpfe oder gesteinigte Ehebrecherinnen, versteht unsere Wissenschaftlerin das unter kultureller Moderne? Weiß Frau Soziologin nicht, dass in East-London, Stadtteil Leyton, 34 Francis Road, der Islamische Gerichtshof tätig ist, das Islamic Sharia Council [31]? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Frau Soziologin, sollen wir diese Scharia Gerichte in ganz Europa multikulturell zu dulden? Europäischer Fatwa Rat (European Council for Fatwa and Research, ECFR [32]) um Terrorfreund Yūsuf al Qaradāwī, alles kein Problem, Frau Göle? Die Internet-Präsenz des ECFR arbeitet übrigens seit Frühjahr 2009 nicht länger zusätzlich auch auf Englisch, sondern ausschließlich auf Arabisch. Der anfallsweise sadistische Allahgott und seine irdischen Wegbereiter mit dem Freibrief, die Ungläubigen gelegentlich Schrecken und Qual verspüren zu lassen, selbstverständlich nur aus gutem Grund, scheint die Sprache der ungläubigen Briten zu verschmähen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Islam ist eben wesentlich mehr als eine Religion im Sinne des bundesdeutschen vierten Grundgesetzartikels. Beherzte Menschen wie der den US amerikanischen Blog usastopshariah.wordpress betreibende Christopher Holton [33] oder der köstliche Humorist und geistreiche britische Religions- und Islamkritiker Pat Condell fordern ein säkulares Recht für alle Bürgerinnen und Bürger und warnen vor dem geduldeten Aufbau einer zweiten Rechtssprechung nach der vormodernen, frauenentwürdigenden und kulturrassistischen Scharia [Pat Condell: 34], [35].</span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 35.45pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">bazonline. Auch der öffentliche Raum sollte pluralistisch verfasst sein: Genau das ist ja das Erbe der europäischen Aufklärung. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Hier [36] verwechselt Göle Meinungsvielfalt mit Rechtsspaltung. Die Soziologin vermengt ein nachhaltiges Mehrparteiensystem mit dem etwas selbstmörderisch geduldeten, parteipolitischen Extremismus, der eben dieses Mehrparteiensystem überwinden, zerstören (Kalifat) möchte. Sie lässt 2008 dieses mit Alexandra Kedves geführte Interview „Die Muslima will Wahlrecht und Kopftuch“ nennen. Abgesehen davon, dass sie wieder einmal die türkischen Nichtmuslime und türkischen Ex Muslime verlässlich übergeht, verbirgt sie vor uns, dass säkulare türkeistämmige Muslime wie Fatma Bläser, Serap Çileli oder Necla Kelek das Kopftuch tendenziell für ein Werkzeug der Frauenunterdrückung halten und beschränkt sich auf legendäre türkische Karrieredamen mit oder eben ohne Kopftuch, von letzteren sie selbst ein Prachtexemplar abzugeben scheint. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Göle in derselben Schweizer bazonline.ch: </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 35.45pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">bazonline. Ein Beispiel: Ich finde es nachvollziehbar, dass der öffentliche Raum eine gewisse Homogenität haben sollte und Kinder eine Distanz zum Elternhaus lernen. Aber einem Schulkind das Kopftuch zu verbieten, wie es in Frankreich geschieht, halte ich für kontraproduktiv. Das ist sogar gefährlich – genauso, wenn die Türkei den Bürgern den Laizismus per Dekret aufzwingt. Ab wann ist der Wille zur Gleichheit ein Instrument einer Diktatur? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">„Laizismus per Dekret“, ein sehr uneuropäisches, nahezu islamisches Gebaren des Mustafa Kemal Atatürk, der die Scharia niemals wirklich verhindert oder auch nur verneint (oder verstanden) hat, Atatürk war eine Mischung aus von Bismarck und Mussolini, ein verspäteter orientalischer Sonnenkönig und Despot, ein nationalistischer und rassistischer Nachbereiter des Armenienvölkermordes. Dass die Türkei bis heute eine „Demokratie ohne Demokraten“ (Kelek) ist, wird man indessen nicht allein einem Atatürk anlasten können. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Frankreichs Kopftuchverbote halten wir Sozialpädagogen für eine gute Sache. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 18pt 35.45pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">bazonline. Ich Wünsche mir einen Zugang zum Islam, der intellektualisiert, ästhetisiert, und, vor allem, entdramatisiert. Wir teilen den gleichen Raum. …  </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Islamskeptiker seien dümmlich, plump und panisch? Wir teilen den „gleichen Raum“ leider auch mit Satanisten, Bankräubern, Scientologen, Neonazis und Heroindealern. Wir schaffen allerdings Chancen, für jede und jeden. Scharia und fiqh, orthodoxer Islam und Islamismus sind ein System der differenzierten Diskriminierung, was Göle zuzugeben schwer zu fallen scheint. Bei Licht betrachtet sägen Frauen wie die verwöhnte, liberal erzogene Tochter eines kemalistischen Vaters mit ihrer Islamverteidigung genau den Ast ab, auf dem sie sitzen. Nützliche Idiotinnen des Kalifats. Mittelfristig universitäre Pfründe kassieren, auch keine dumme Strategie. Warum lehrt die religionsfreundliche Dame ihre nachaufklärerische Islamsoziologie eigentlich nicht in Islāmabād oder Daressalām, kurzberockt und rotgelockt, versteht sich? </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">In postsäkularer Großzügigkeit duldet Nilüfer Göle die zunehmende Abschottung paralleler Räume in den Städten Europas, schariatisch befreiter Zonen, in denen gleiche Rechte für Frauen oder Ungläubige von keinem Geringeren als Allāh „unverhandelbar und auf ewig“ unzugänglich gemacht worden sind. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Unverhandelbar und ewig nennt Bosniens aus universell-menschenrechtlicher Sicht heftig flunkernder („Ich stelle ausdrücklich fest, dass ich gegen all jene Arten von Bestrafung bin, die eine Erniedrigung der menschlichen Würde bedeuten“) Großmufti Mustafa Cerić den sozialen Anspruch islamischen Rechts, mit Nilüfer Göle dürfen wir sagen: den islamsoziologischen Anspruch dieses differenziert diskriminierenden Rechts. Vom Soziologiebegriff eines Max Weber, von den Maßgaben der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (New York 1948) hat sich die Kopftuchverteidigerin und rotgelockte Gegenaufklärerin im Minirock allerdings längst verabschiedet, hoffentlich nur vorübergehend. Bis dahin eine Reisewarnung an den orientverliebten europäischen Wissenschaftsbetrieb: Vorsicht, der Scharia Islam hat Humor oder Charme oder Sex-Appeal oder political correctness. Andererseits scheinen wir uns, um den wenig sinnvollen Türkeibeitritt zu legitimieren oder um die Scharia als EU tauglich zu erklären, adrette Mietmäuler ganz gerne auf das Podium zu stellen, bald sozialwissenschaftliche, bald islamwissenschaftliche. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Tell me lies, tell me sweet little lies. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Ohne Kopftuch werben für das Kopftuch, aus dem es für Hunderttausende von Mädchen in fundamentalistischen islamischen Milieus aller Welt und eben auch Europas kein Entrinnen gibt, lebenslang, lebenslänglich. Dabei ist die Soziologin nicht erfolglos geblieben. Zwischen 2004 und 2008 fanden in Berlin, organisiert von der Stiftung Zukunft Berlin des Dr. Volker Hassemer Diskussionen über die zukünftige europäische Zivilgesellschaft statt [37]. Dort sprachen im November 2007 (Dritter Europa-Diskurs) der Präsident der EU Kommision José Manuel Barroso sowie Soziologin Prof. Nilüfer Göle. Bei der Berliner Konferenz gibt man sich irgendwie humanistisch und bürgerlich, jedenfalls nicht schariakritisch und firmiert unter dem Motto: „A Soul for Europe – Europa eine Seele geben – Une âme pour l`Europe“. Der Präsident des Europäischen Parlaments Hans-Gert Pöttering durfte November 2008 nicht fehlen. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Pöttering, der sich niemals hörbar von der menschenrechtswidrigen Scharia distanziert hat, hingegen den freiheitlich demokratischen Rechtsstaat Israel selbst in der Knesset noch reichlich unpassend kritisiert [38], Pöttering möchte unsere Schulbücher auf „Vorurteile und Stereotype“ untersuchen“. Gemeint ist selbstverständlich nicht der in der Türkei bei Strafe oder jedenfalls sozialer Ächtung zu verschweigende Völkermord an den Armeniern von 1915 und 1916 oder die alltägliche Diskriminierung der Nichtmuslime in Pakistan oder Ägypten (die wir ohnehin zu feige gewesen sind, in unseren Schulbüchern zu drucken). Nein, Pöttering, der sieben Jahre lang (zwischen 1999 und 2005 39) die arabischen Staaten bereiste meint mit „Vorturteile und Stereotypen“ Islamkritik. </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Die mutige Ekin Deligöz, in der Türkei geboren, als Kind nach Deutschland gekommen und heute deutsche Staatsbürgerin und Bundestagsabgeordnete, erhielt Morddrohungen, als sie im Oktober 2006 das Kopftuch öffentlich ein Zeichen der Unterdrückung der Frau nannte [40]. Deligöz nennt den hidschāb sicherlich zu Recht dann „ein Politikum“, wenn sogar in den türkischen Medien dazu aufgerufen wird, sie zum Schweigen zu bringen. Ebenso wie Deligöz benannte der Kölner Ralph Giordano [41] die Gefahr, die durch die politische Scharia gegen die universellen Menschenrechte ausgeht: „Das Kopftuch ist ein Politikum ersten Ranges.“ </span></p>
<p style="text-align:justify;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Jacques Auvergne </span></p>
<p style="text-align:right;line-height:125%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:12.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;">Fußnoten. Internet-Quellen </span></p>
<p>1
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:left;line-height:125%;" align="left"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"><a href="http://www.taz.de/1/leben/buch/artikel/1/muslime-sind-teil-von-europa/">http://www.taz.de/1/leben/buch/artikel/1/muslime-sind-teil-von-europa/</a> </span></p>
<p>2
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:left;line-height:125%;" align="left"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"><a href="http://www.okumasitesi.com/foto/7524">http://www.okumasitesi.com/foto/7524</a> </span></p>
<p>3
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:left;line-height:125%;" align="left"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"><a href="http://www.okumasitesi.com/foto/7528">http://www.okumasitesi.com/foto/7528</a> </span></p>
<p>4
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:left;line-height:125%;" align="left"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"><a href="http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&#38;dig=2005/11/21/a0215">http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&#38;dig=2005/11/21/a0215</a> </span></p>
<p>5
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:left;line-height:125%;" align="left"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"><a href="http://www.hdg.de/index.php?id=4626&#38;tx_ttnews[tt_news]=412&#38;tx_ttnews[backPid]=4715&#38;type=98&#38;cHash=b5eaf96136">http://www.hdg.de/index.php?id=4626&#38;tx_ttnews[tt_news]=412&#38;tx_ttnews[backPid]=4715&#38;type=98&#38;cHash=b5eaf96136</a> </span></p>
<p>6
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:left;line-height:125%;" align="left"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"><a href="http://www.emma.de/470.html">http://www.emma.de/470.html</a> </span></p>
<p>7
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:left;line-height:125%;" align="left"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"><a href="http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/02/07/097/">http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/02/07/097/</a> </span></p>
<p>8
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:left;line-height:125%;" align="left"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"><a href="http://www.morgenpost.de/printarchiv/politik/article335436/Mein_Kopf_gehoert_mir.html">http://www.morgenpost.de/printarchiv/politik/article335436/Mein_Kopf_gehoert_mir.html</a> </span></p>
<p>9
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:left;line-height:125%;" align="left"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"><a href="http://www.welt.de/politik/article1614347/Gebt_endlich_die_Koepfe_frei.html">http://www.welt.de/politik/article1614347/Gebt_endlich_die_Koepfe_frei.html</a> </span></p>
<p>10
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:left;line-height:125%;" align="left"><span style="font-size:10.5pt;line-height:125%;font-family:Arial;color:#333399;"><a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1226655108694.shtml">http://www.ksta.de/h