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	<title>geschichtstheorie &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
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	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "geschichtstheorie"</description>
	<pubDate>Sun, 06 Dec 2009 11:57:57 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Von Epochen und dem NineEleven]]></title>
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<pubDate>Thu, 10 Sep 2009 22:01:36 +0000</pubDate>
<dc:creator>UnderTakeThisLaw</dc:creator>
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<description><![CDATA[Geschichte ist eine Fiktion des Menschen. Besser: Konstruktion. Die Zeit schreitet voran und der Men]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Geschichte ist eine Fiktion des Menschen. Besser: Konstruktion. Die Zeit schreitet voran und der Mensch versucht sich, einen Reim darauf zu machen. Eine Frage dabei ist nicht nur, wie Geschichte funktioniert, ob sie durch Gesetze oder Gesetzmäßigkeiten bestimmt wird und falls ja, welche das sind. Eine weitere – und auch bodenständigere – Frage ist die nach der Periodisierung der Geschichte. Bereits der erste uns bekannte Historiker versuchte, eine Struktur in der Geschichte aufzuweisen, eine Funktionsweise darzulegen und &#8211; in der Hauptsache &#8211; der Nachwelt ein Ereignis zu überliefern, dass er für das größte und bedeutendste der Menschheitsgeschichte hielt. Kein Wunder, dass dieses Ereignis ein Krieg war; Thukydides berichtet uns vom Peloponnesischen Krieg. Für ihn war die Welt nach dem Peloponnesischen Krieg nicht mehr die selbe wie vorher; für uns beginnt mit diesem Krieg die überlieferte Weltgeschichte.</p>
<p>Seit Thukydides ist in Sachen Geschichtstheorie bis ins 19. Jahrhundert nicht mehr viel passiert. Nein, das stimmt natürlich nicht &#8211; mit dem Christentum fand eine über ein Tausend Jahre alte Umwälzung des Geschichtsverständnisses statt, die Vergangenheit gedeutet unter der Folie der Religion. Die Idee eines „Mittelalters“ kam erst mit der Renaissance auf und in diesem Mittelalter selbst finden sich neben allen Chroniken und Zeitbeschreibungen durchaus – aber durchweg religiös kolorierte – Geschichtsauffassungen und Sinnzusammenhänge in der Historik.</p>
<p>Es ist wohl kein Zufall, dass Thukydides den größten Krieg seiner Zeit als Markierung einer Epochenumwälzung nahm. Versuchen wir eine Periodisierung in der Neueren Geschichte, dann könnten wir mehrere Daten anführen, je nachdem, was wir im Blick haben: 1492 ist eine solche Wegmarke, die Vertreibung der spanischen Juden aufgrund der <em> limpieza de sangre, </em>der Reinheit des Blutes, bereitet der Forschung bis heute Probleme, da der vormoderne Antijudaismus eben definiert ist als vormoderne Judenfeindschaft ohne rassistische oder völkische Elemente. Aus diesem Grunde lässt Langmuir die Moderne mit diesem Datum anfangen. Auch gilt 1492 als das Jahr der Entdeckung Amerikas. Auch aus diesem Grunde  könnte man dieses Jahr als Startschuss in die Moderne ansehen. Man könnte auch 1450 als Epochengrenze ansehen, da hier die Popularisierung des Buchdrucks angesiedelt ist &#8211; mit Folgen für die Durchschlagskraft der Reformation &#8211; welche man mit 1517 beginnen lassen könnte. Aber es könnte auch der Dreißigjährige Krieg herangezogen werden. Ähnlich wie der Peloponnesische Krieg war es nicht ein einziger Krieg, sondern eine dreißig Jahre sich hinziehende Verwüstung Mitteleuropas. Nach dem Dreißigjährigen Krieg war Europa ebenfalls nicht mehr so wie vorher.</p>
<p>Kurz: Epochengrenzen sind per se Konstruktionen, was nicht heißt, dass sie beliebig sind. Das gleiche gilt für unsere Gegenwart. Mit 1917 beginnt für die deutsche Geschichtswissenschaft die Neueste Geschichte. Wie bei Thukydides dient hier der Krieg beziehungsweise Begleitumstände des Krieges als Markierung: Der Eintritt der USA in den 1. Weltkrieg und damit der Austritt aus der Tradition des Isolationismus und die russische Oktoberrevolution; 1917 ist der Startschuss für die bipolare Welt des kurzen 20. Jahrhunderts. Für gewöhnlich wird diese Epoche naheliegenderweise mit 1989 und dem Wegfall der bipolaren Blockstellung als beendet angesehen.</p>
<p>Ich halte diese Einteilung aus mehreren Gründen für problematisch. Die Aufteilung der Welt in die Antagonismen Ost und West fiel zwar in der Tat 1989 weg, jedoch wirkten die über ein halbes Jahrhundert bestimmenden politischen Koordinaten die gesamten 90er Jahre über hinweg weiter. Der Zerfall des Ostblocks mit der Annektion der DDR durch die BRD und der Dekolonialisierung der übrigen sowjetischen Satelliten musste erst vollzogen werden, das westliche Verteidigungssystem stand vor der Frage, welche Legitimation es überhaupt noch hat und die  Kriege im Zuge des Zerfalls Jugoslawiens könnte man als die letzten Stellvertreterkriege der alten bipolaren Welt ansehen. Das Gerede vom Ende der Geschichte kam nicht zufällig in diesen 90er Jahren auf, als die Generationen prägende Folie des Ost-West-Konfliktes am zerfallen war. Die These Fukuyamas belegt, wie sehr das Denken der 90er Jahre noch durch diese Determinanten abgesteckt war.</p>
<p>Unsere Gegenwart wird jedoch auf beinahe allen Ebenen durch <em>Nine Eleven</em> bestimmt, die bipolare Welt, die 1917 begann, wurde erst mit diesem Datum endgültig beendet. Die Betonung liegt auf „unsere Gegenwart“: Abseits der kulturell definierten westlichen Hemisphäre mögen die Uhren anders laufen, wenngleich diese Flecken der Erde zunehmend kleiner werden. Und wie alle Zeitgenossen zu allen Zeiten, nehmen wir auch unsere Gegenwart unmittelbar wahr, das heißt, dass später sehr wohl andere Kategorisierungen sinnvoll sein können – für Thukydides hatte sein Peloponnesischer Krieg eine andere Bedeutung wie für uns; 1989 war als Definitionsgrenze in den 90er Jahren durchaus angemessen. Auch hier zeigt sich der Konstruktionscharakter von Geschichte. Die Gegenwart zwingt uns unseren eigenen Begriff von der Vergangenheit zu machen.</p>
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<title><![CDATA[Postkoloniales Mittelalter]]></title>
<link>http://netzgeschichte.wordpress.com/2008/10/08/postkoloniales-mittelalter/</link>
<pubDate>Wed, 08 Oct 2008 20:25:46 +0000</pubDate>
<dc:creator>Max</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ich lese zur Zeit einen Sammelband zu postkolonialen Zugriffen auf mittelalterliche Geschichte. Dari]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Ich lese zur Zeit einen Sammelband zu postkolonialen Zugriffen auf mittelalterliche Geschichte. Dari]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Datenbankged&auml;chtnis]]></title>
<link>http://netzgeschichte.wordpress.com/2008/04/24/datenbankgedchtnis/</link>
<pubDate>Thu, 24 Apr 2008 13:23:23 +0000</pubDate>
<dc:creator>Max</dc:creator>
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<description><![CDATA[Lese gerade einen Artikel von Geoffrey C. Bowker (Hier), der den Fragen des Gedächtnis und des Bewus]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Lese gerade einen Artikel von Geoffrey C. Bowker (Hier), der den Fragen des Gedächtnis und des Bewus]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Geschichte und Wirklichkeit]]></title>
<link>http://netzgeschichte.wordpress.com/2008/03/12/geschichte-und-wirklichkeit/</link>
<pubDate>Wed, 12 Mar 2008 12:56:09 +0000</pubDate>
<dc:creator>Max</dc:creator>
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<description><![CDATA[ich lese immer noch in Johannes Frieds Werk der Schleier der Erinnerung und muss mein erstes euphori]]></description>
<content:encoded><![CDATA[ich lese immer noch in Johannes Frieds Werk der Schleier der Erinnerung und muss mein erstes euphori]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Beyond Hayden White]]></title>
<link>http://netzgeschichte.wordpress.com/2008/02/25/beyond-hayden-white/</link>
<pubDate>Mon, 25 Feb 2008 15:48:44 +0000</pubDate>
<dc:creator>Max</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ich denke die meisten, die sich irgendwann einmal mit Hayden White beschäftigen (und nicht auf dem U]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Ich denke die meisten, die sich irgendwann einmal mit Hayden White beschäftigen (und nicht auf dem U]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Ego Clamor Validus]]></title>
<link>http://netzgeschichte.wordpress.com/2008/02/05/ego-clamor-validus/</link>
<pubDate>Tue, 05 Feb 2008 01:04:35 +0000</pubDate>
<dc:creator>Max</dc:creator>
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<description><![CDATA[Hrotsvit von Gandersheim Ich schreibe gerade eine Seminararbeit über das Drama &#8220;Conversio Gall]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Hrotsvit von Gandersheim Ich schreibe gerade eine Seminararbeit über das Drama &#8220;Conversio Gall]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Hayden White - Die Suche nach der &quot;Wahrheit&quot; geht weiter]]></title>
<link>http://netzgeschichte.wordpress.com/2008/01/23/hayden-white-die-suche-nach-der-wahrheit-geht-weiter/</link>
<pubDate>Wed, 23 Jan 2008 15:15:33 +0000</pubDate>
<dc:creator>Max</dc:creator>
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<description><![CDATA[Die Historiker machen sich auf, die häufig verschüttete, metaphysisch und moralisch belastete Vergan]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Die Historiker machen sich auf, die häufig verschüttete, metaphysisch und moralisch belastete Vergan]]></content:encoded>
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