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	<title>gewaltfreie-kommunikation &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/gewaltfreie-kommunikation/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "gewaltfreie-kommunikation"</description>
	<pubDate>Thu, 24 Dec 2009 21:26:46 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Was NLP und die Gewaltfreie Kommunikation verbindet]]></title>
<link>http://nlpheidelbergmannheim.wordpress.com/2009/11/02/wie-nlp-und-gewaltfreie-kommunikation-zusammenhangen/</link>
<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 16:02:23 +0000</pubDate>
<dc:creator>Dr. Sabine Marquardt</dc:creator>
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<description><![CDATA[Sowohl NLP als auch die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg streben im Alltag einen re]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Sowohl NLP als auch die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg streben im Alltag einen respektvollen Gesprächsstil an. Sie haben unterschiedliche Entstehungskontexte, berühren sich jedoch in Menschenbild und Methode.</p>
<p>Beide gehen von einer positiven Absicht der Gesprächspartner aus. Störungen in der Kommunikation betrachten sie vor allem als eine Verwechslung von Beobachtung und Interpretation der Beobachung.</p>
<p>Insbesondere im Konflikt beziehen Menschen sich oft nicht auf das konkret Beobachtete. Stattdessen äußern sie Deutungen und die für sie damit verbundenen Emotionen. Die Folge beim Gegenüber: Verständnislosigkeit und weitere Irritationen.</p>
<p>NLP und die Gewaltfreie Kommunikation schulen nicht nur die Gabe, gut zu beobachten und Deutungen von Verhalten sorgfältig zu überprüfen. Sie fördern auch die Fähigkeit, Gefühlen und Bedürfnissen einen angemessenen Ausdruck zu verleihen.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[]]></title>
<link>http://cassiopkoeln.wordpress.com/2009/09/25/5/</link>
<pubDate>Fri, 25 Sep 2009 11:21:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>cassiopkoeln</dc:creator>
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<description><![CDATA[Leben ist all unser Lachen zu lachen und all unsere Tränen zu weinen und nicht perfekt zu sein. M. R]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Leben ist all unser Lachen zu lachen und all unsere Tränen zu weinen und nicht perfekt zu sein. M. Rosenberg</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[24.09.2009 Workshop "Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg"]]></title>
<link>http://rezitante.wordpress.com/2009/09/07/24-09-2009-workshop-gewaltfreie-kommunikation-nach-marshall-rosenberg/</link>
<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 14:16:34 +0000</pubDate>
<dc:creator>Bettina</dc:creator>
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<description><![CDATA[Haus der Stille Am Kleinen Wannsee 9 14109  Berlin am 24.09.2009 von 15 bis 20 Uhr Kursinhalt: Barba]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Haus der Stille Am Kleinen Wannsee 9 14109  Berlin am 24.09.2009 von 15 bis 20 Uhr Kursinhalt: Barba]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Wahrnehmen und Bewerten unterscheiden]]></title>
<link>http://nlpcoach.wordpress.com/2009/09/03/zwischen-wahrnehmen-und-bewerten-unterscheiden/</link>
<pubDate>Thu, 03 Sep 2009 09:05:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>Dr. Sabine Marquardt</dc:creator>
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<description><![CDATA[In der Regel möchten wir durch unsere Kommunikation keine Konflikte provozieren. Und doch tragen wir]]></description>
<content:encoded><![CDATA[In der Regel möchten wir durch unsere Kommunikation keine Konflikte provozieren. Und doch tragen wir]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[]]></title>
<link>http://cassiopkoeln.wordpress.com/2009/08/12/4/</link>
<pubDate>Thu, 13 Aug 2009 00:18:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>cassiopkoeln</dc:creator>
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<description><![CDATA[Bei sich selbst zu sein, scheint auf den ersten Blick wenig zu erfordern und ist doch mit viel Gelas]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><div style="text-align:justify;">Bei sich selbst zu sein, scheint auf den ersten Blick wenig zu erfordern und ist doch mit viel Gelassenheit und einem längerem Durchatmen verbunden. Auch steht am Anfang die Frage, wann bin ich bei mir? Woran bemerke ich, dass ich mir selbst nah bin? Am langen Atem?</div>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die größte Angst]]></title>
<link>http://niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/2009/07/23/die-groste-angst/</link>
<pubDate>Thu, 23 Jul 2009 02:04:56 +0000</pubDate>
<dc:creator>niklasbringtdieweltinordnung</dc:creator>
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<description><![CDATA[Was ist eure größte Angst? Ich kann euch erzählen, was meine ist. Es klingt vielleicht nicht besonde]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Was ist eure größte Angst? Ich kann euch erzählen, was meine ist. Es klingt vielleicht nicht besonders vernünftig, das in einem öffentlichen Blog zu tun. Aber ich glaub, es ist eine Angst, für deren Umgang ich nicht so sehr auf andere angewiesen bin. Oder besser, ich hab glücklicherweise Freunde gefunden, die mir dabei helfen. Außerdem motiviert mich die Vorstellung, ihr könntet sie auch in euch vorfinden, allerdings noch nicht so klar ausgedrückt. Und dann gäbe meine Offenheit einen schönen Anhaltspunkt für mehr Orientierung und innere Sicherheit.</p>
<p>Ich hab gemerkt, dass die einzige Angst, die ich immer wieder habe, die ist, mir nicht zu verzeihen, wenn ich was gemacht hab, was im Nachhinein nicht so toll war, wie ich zum Zeitpunkt der Entscheidung dachte. Gibt es überhaupt irgendeine andere Angst? Nun ja, natürlich kann ich in einen Banküberfall verwickelt werden, bei dem mir jemand eine Pistole an den Kopf hält. Das fänd ich wahrscheinlich nicht so prickelnd. Oder ich bin in einer Region, wo Krieg herrscht und gekämpft wird. Aber ehrlich gesagt, wenn ich das wirklich durchdenke, wovor hab ich da Angst? Vor Schmerz? Vor Tod? Vor Verlust? Sind das nicht Dinge, mit denen ich leben kann? Gut, bei Tod wird das schwierig. Aber dann wiederum&#8230; muss ich annehmen dass tot sein eine Erfahrung ist? Wenn ja, könnte das spannend werden. Wenn nein, gibt es nichts zu fürchten.</p>
<p><strong>Sich nicht verzeihen können</strong></p>
<p>Nein, ich glaube wirklich, dass es sich bei genauer Betrachtung auf diese eine Angst herunterbrechen lässt: Sich etwas nicht verzeihen zu können. Wenn ich in so einer gefährlichen Situation bin, kann eine kleine Handlung sehr viel ausmachen und weitreichende Konsequenzen haben. Wenn die Konsequenzen mir nicht gefallen und ich meine Handlung dafür verantwortlich mache, kann das höllisch weh tun und es regnet Scham und Schuldgefühle. Sagen wir, wenn ich beim Banküberfall mit ansehen musste, wie einer Geisel eine Kugel durch den Kopf gejagt wurde, kurz bevor ich die Situation unter Kontrolle bringen konnte. Hätte ich doch nur&#8230; Oder auf einem anderen Gebiet, wenn ich eine Frau, die mir sehr gefällt, anspreche und ich denke, dass ihr &#8220;Nein&#8221; verhindert hätte werden können, wäre ich anders an die Sache heran gegangen. Oder noch besser, ich bin in einer Beziehung mit einer Frau, die mir viel bedeutet und ich schlafe mit einer anderen. Das kommt raus und meine Partnerin will gehen. Vielleicht bin ich auch Politiker und setze ein Gesetz durch, das sechs Monate später für Todesfälle und schwere Proteste sorgt. Oder ich bin Chirurg und ein Patient, den ich operiert habe, stirbt, nachdem ich meinen Pieper in seiner Bauchhöhle vergessen hatte. Toll wäre es momentan bestimmt auch, im Vorstand der AIG zu sitzen und zu sehen, wie mein Finanz-Plan einen Verlust von mehr als 200 Mrd. Dollar und den beinahe Zusammenbruch der Weltwirtschaft nach sich zieht. Massen von Menschen sitzen auf der Straße, verlieren ihre Arbeit und versinken im Elend. Nur weil ich versagt habe!</p>
<p>Wer hier nicht weiter weiß, ist psychologisch wahrscheinlich am Ende. Ohne Selbstvergebung bleibt einem da nicht viel. Das Vertrauen in das Gute in mir könnte verschwinden, oder in meine Fähigkeit, dieses Gute zum Ausdruck zu bringen. Vielleicht fange ich an zu denken, dass ich es nicht mehr verdient habe, glücklich zu sein. Oder ich werde sehr einsam, nachdem alle um mich herum entschieden haben, dass sie nicht mehr mit mir leben wollen. Wenn ich dann noch denke, dass sie Recht haben, kann ich mir auch die Kugel geben. Die Hoffnungslosigkeit ist komplett. Also, wovor könnte man überhaupt noch Angst haben, wenn nicht davor? Mir fällt nichts ein.</p>
<p>Damit stellt sich natürlich die Frage: Wie verzeiht man sich?</p>
<p><strong>Selbstvergebung</strong></p>
<p>Ich glaub für viele sieht Vergebung so aus, dass man sich nochmal eine Chance gibt. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wie das gehen soll, denn wenn ich mir und meine Urteil nicht mehr vertraue, wie soll das dann helfen? Genau so, wie wenn ich jemand anderem vergeben soll. Wenn ich ihm nicht traue, was soll das dann heißen? Schwamm drüber und wir fangen von vorne an? Wenn meine Partnerin mit jemand anderem schläft, ich bin entsetzt und brauche mehr Vertrauen&#8230; wie sähe Vergebung da aus?</p>
<p>Mein simpler Grundsatz für Vergebung lautet: Wenn ich verstehe, gibt es nichts mehr zu vergeben. So simpel das klingt, so schwer kann einem das fallen. Der Knackpunkt ist folgender: wenn ich etwas gemacht habe, was schreckliche Konsequenzen hatte, und ich bringe Verständnis auf, heißt das, dass ich es gut finde? Wenn ich meine Partnerin verstehe und nachvollziehen kann, dass sie sich dafür entschieden hat, mit ihrem besten Freund zu schlafen, bedeutet das dann, dass ich ihr das erlaube oder sie sogar noch dazu ermutigen will? Wohl kaum (jedenfalls nicht zu diesem Zeitpunkt). Gerade weil Verständnis so oft zu Vergebung führt, haben wahrscheinlich viele Angst davor. Denn sie wollen nicht vergessen, aus den Konsequenzen zu lernen. Also, wie kann ich mir vergeben UND aus den Konsequenzen lernen?</p>
<p><strong>Entscheider und Erzieher</strong></p>
<p>Es hilft von zwei Funktionen in mir auszugehen: einem Entscheider und einem Erzieher. Beide Funktionen haben den Job, das Leben schöner, aufregender, angenehmer und insgesamt wunderbar zu machen. Der Entscheider hat in jedem Moment die Aufgabe, aus den bekannten Optionen und in der gegebenen Situation, das beste und schönste zu wählen. Das ist manchmal ziemlich schwierig, vor allem wenn die bekannten Wahlmöglichkeiten eingeschränkt sind. Der Erzieher schaut sich an, welche Konsequenzen die Entscheidung hatte und kommentiert das. Je nachdem, welche Umgangsform der Erzieher von meinen (externen) Erziehern gelernt hat, fällt ihm wahrscheinlich sofort auf, wenn etwas nicht den Standards entspricht. Das kann sich in einer Intuition, einem Gefühl, einem Gedanken bemerkbar machen.</p>
<p>Das heißt, wenn etwas schief geht, hab ich es mit zwei Perspektiven zu tun, von denen die meisten Menschen die eine vergessen. Die Erzieher-Perspektive ist die, in der die Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen, die <em>nicht</em> von der Handlung erfüllt wurden. Also sagen wir, ich bin an einer Frau interessiert, ich frage sie, ob sie Lust hat, mit mir was trinken zu gehen und sie sagt, dass sie nicht will&#8230; dann könnte mein Erzieher mich mit Vorwürfen bombadieren wie &#8220;Was für eine blöde Idee, sie überhaupt zu fragen! Jetzt hast du sie noch belästigt! Wer bist du überhaupt, was von ihr zu wollen? Hättest du das nicht erahnen können? Außerdem, wenn du ständig auf Ablehnung stößt, muss doch was mit dir nicht stimmen&#8230;&#8221; Das ist wahrscheinlich erstmal nicht so leicht zu verdauen. Ich glaub, viele drücken das einfach beiseite, überwältigt von der schieren Menge an Selbst-Vorwürfen. Aber der Kern der Sache ist, dass der Erzieher im Interesse meiner Bedürfnisse spricht. Und er will, dass ich diesen Bedürfnissen Aufmerksamkeit schenke, so dass die Wahrscheinlichkeit steigt, dass sie in Zukunft erfüllt werden können. Es wäre toll, wenn er mir das direkt sagen könnte, aber üblicherweise hat er das nicht gelernt. Also braucht es etwas Arbeit und Aufmerksamkeit, da heran zu kommen.</p>
<p>Ich könnte mir vorstellen, dass mein Erzieher mich darauf aufmerksam machen will, wie sehr es mein Leben verschönern würde, wenn ich die Nähe und Zuwendung einer Frau hätte. Und wie wichtig es da wäre, zu wissen, wie ich sie bekommen könnte. Dass ich herausfinde, wie ich das Interesse an mir wecken kann. Vielleicht auch, dass ich mir eine bessere Vorstellung davon mache, was eine Frau gerne hätte, wenn sie bei mir wäre. Also alles, was mit Intimität, Verbindung, Geborgenheit zu tun hat. Dafür steht der Erzieher ein. Dass es das im Kern ist, weiß ich dann, wenn die Gedanken und Vorwürfe aufhören. Kommen weitere, hab ich noch nicht alle Bedürfnisse verstanden. Ist es aber so weit, fühle ich mich nicht mehr schuldig, sondern vielleicht traurig oder betrübt. Aber das ist ein süßer Schmerz, weil er Hoffnung auf Besserung erlaubt. Durch das Verständnis und das Erkennen der Bedürfnisse werde ich wieder handlungsfähig. Und das kann eine große Erleichterung sein.</p>
<p>Soweit der Erzieher.</p>
<p>Wenn ich verstanden hab, was mich an den Konsequenzen meiner Handlung so beunruhigt, kommt natürlicherweise die Frage auf, wie ich denn so handeln konnte. Also, wie kam mein Entscheider auf die Idee, dass es von Vorteil wäre, es so zu machen? Das ist ja der eigentlich Schritt zur Selbst-Vergebung. Dafür ist nötig zu verstehen, welche Bedürfnisse der Entscheider im Sinn hatte und aus welcher Perspektive heraus die gewählte Handlung wirklich als die beste erschien. Hinterher ist man ja immer schlauer, also ist das nicht immer so einfach. Mein Erzieher fragt also, ob meinem Entscheider denn nicht klar war, dass ich diese Bedürfnisse nach Intimität und Verbindung habe.</p>
<p>Und der antwortet, dass er ja gerade dafür etwas tun wollte. Und wie gerne hätte er mehr darüber gewusst, wie das zu tun wäre. Aber in dieser Situation hatte er nur begrenzte Informationen. Ich erinnere mich z.B. an ein Mal, wo ich überlegt hab, ob ich eine Frau frage, ob sie mit mir was trinken gehen will und ich hab mir gemerkt, wie meine Perspektive aussah. Wir hatten uns in einem Sprachkurs kennengelernt und die Signale waren gemeinsames Lachen, Witze zusammen und eine Liebe für die Sprache, die wir da lernten. Könnte das Interesse bedeuten? Kann ich nicht sicher wissen, aber ich kann entscheiden, dass es genug ist, um es auszuprobieren. Also hab ich das getan. Sie sagte ja, also brauchte ich an diesem Beispiel keine Selbst-Vergebung zu üben. Aber nichtsdestotrotz hat es gut getan, ganz bewusst die Entscheidung zu fällen. Und zu wissen, wenn es nicht gut läuft, ist das auch okay.</p>
<p><strong>Gute Neuigkeiten</strong></p>
<p>Zusammengefasst heißt das, dass ich zum einem verstehe, was mein Erzieher beanstandet und dann zum anderen verstehe, was mein Entscheider wollte und aus welcher Perspektive heraus seine Entscheidung als die bestmögliche erschien. Wenn ich das verstanden habe, gibt es nichts mehr zu vergeben.</p>
<p>Das ist natürlich immer wieder ein neuer Prozess, mit jeder neuen Situation. Allerdings lernen sowohl Erzieher als auch Entscheider mit der Zeit immer besser, sich klar auszudrücken und so fällt das Verstehen immer leichter. Die Gefahr, sich für etwas nicht vergeben zu können verringert sich dementsprechend. Und damit werden Angst und Hoffnungslosigkeit zunehmend zur Seltenheit&#8230; das sind doch gute Neuigkeiten, oder nicht?</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Respekt und Gegenrespekt]]></title>
<link>http://erdwurzelchen.wordpress.com/2009/05/10/respekt-und-gegenrespekt/</link>
<pubDate>Sun, 10 May 2009 13:00:32 +0000</pubDate>
<dc:creator>erdwurzelchen Wolfskatze</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ich habe gerade diesen interessanten Beitrag gefunden und gelesen. Die Krähe schreibt erst einmal üb]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="text-align:justify;">Ich habe gerade diesen interessanten <a href="http://diekeltischekraehe.blogspot.com/2009/05/mal-ein-paar-gedanken-zu-hass-und-dem.html">Beitrag</a> gefunden und gelesen. Die Krähe schreibt erst einmal über egoistische Menschen und kommt dann zum Thema Hass und Liebe in extremer Form.</p>
<p style="text-align:justify;">Wir leben leider aktuell in einer Welt, in der es scheinbar eher legitim ist, jemanden den Hals umzudrehen als jemanden einen Kuss zu geben. Immer wieder gibt es Berichte von amerikanischen SchauspielerInnen, dass sie bemängeln, in Filmen keine direkte Nackt- oder Liebesszene zeigen zu dürfen. Aber in Filmen jemanden zu ermorden, gar Selbstjustiz zu üben, dass ist völlig in Ordnung. Während sogenannte Anstandswauwaus gegen Filme mit Erotik und Liebe vorgehen.</p>
<p style="text-align:justify;">Auch bei den Büchern kann man es sehen. Während es noch legitim ist Krimis, Thriller oder Horrorbücher zu lesen, wird man schräg von der Seite angeschaut, liest man gerne Liebesromane (gar die Nackenbeißer). Unabhängig mit was für einen Inhalt wir es zu tun haben, Liebesromane ist <em>weibisch</em> und hat man nicht zu lesen (das ist übrigens nicht meine Meinung, was vielleicht so rüber kommen könnte, sondern es denken zu viele andere Menschen entsprechend darüber).  Und über Erotikromane brauchen wir uns erst gar nicht zu unterhalten (wobei der Grad zwischen einem Erotikroman und einem Porno in schriftlicher Form doch sehr fließend ist).</p>
<p style="text-align:justify;">Hass, Gewalt und Mord wird akzeptiert, aber Liebe, Sex und Erotik hingegen nicht. Dabei sind gerade die drei letztgenannten wichtig um ein Kind zur Welt zu bringen (was dann von vielen auch als legitim angesehen wird, eben das Kindchen zur Welt zu bringen, aber bitte ohne den Zwischenweg Sex zu erwähnen oder gar Spaß daran zu haben, da sind auch einige ganz komisch). Eigentlich schade.</p>
<p style="text-align:justify;">Was aber in dem Bericht noch vor kam, war ein Zitat ihres Sohnes. Im Grunde genommen brauche ich hier kein direktes Zitat aufführen, denn wir alle haben davon schon einmal in irgendeiner Form gehört, gelesen, vielleicht gar selber gesagt.</p>
<p style="text-align:center;">Respektiere mich und ich respektiere dich.</p>
<p style="text-align:center;">Oder</p>
<p style="text-align:center;">Wenn du mich nicht respektierst, dann respektiere ich dichnicht.</p>
<p style="text-align:center;">Oder</p>
<p style="text-align:center;">Ich respektiere den, der mich respektiert.</p>
<p style="text-align:center;">oder, oder, oder &#8230;</p>
<p style="text-align:justify;">Man kann diese Sätze in jeglicher Form schreiben, sie beinhalten alle das gleiche. Entweder du bringst Respekt mir gegenüber auf oder du kannst es vergessen, dass ich dir Respekt entgegen bringe. An sich ist das eine logische Idee, doch ich sehe darin ein verdammt großes Problem.</p>
<p style="text-align:justify;">Jetzt nehmen wir mal folgendes an: Du als LeserIn dieses Beitrages und ich (erdwurzelchen Wolfskatze) treffen aufeinander. Da wir beide ein wenig komisch im Kopf sind (sonst würde der folgende Vergleich keinen Sinn machen), können wir ahnen, dass Streit vorprogrammiert ist. Wir treffen aufeinander und wir beiden haben diese Regel im Kopf. Entweder du bringst mir Respekt entgegen oder ich respektiere nicht. Nur das Problem ist jetzt, wenn von uns beide niemand bereit ist den ersten Schritt zu machen, weil wir beide diese fixe Idee im Kopf haben, dass die andere Person mit dem Respektgeben gefälligst anzufangen hat, wer bitte schon soll dann den ersten Schritt machen? Das hier ein hausgemachtes Probelm vorliegt, dürfte wohl auf der Hand liegen.</p>
<p style="text-align:justify;"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marshall_B._Rosenberg">Marshall B. Rosenberg</a> hat diverse Bücher zum Thema <a href="http://www.cnvc.org/de">Gewaltfreie Kommunikation</a> geschrieben. Damit meint er, dass wir, wenn wir reden, den anderen Menschen Gewalt antun. Und wenn wir aufhören Gewalt in der Sprache zu übertragen ist es auch eines Tages möglich, die Gewalt über kurz oder lang aus unserem Leben zu verbannen.</p>
<p style="text-align:justify;">In seinem Buch &#8220;<a href="http://www.junfermann.de/details.php/p_id/154&#38;catp=6000">Gewaltfreie Kommunikation &#8211; Eine Sprache des Lebens</a>&#8221; geht <a href="http://www.junfermann.de/suchergebniss.php?autor=Rosenberg,%20Marshall%20B.">Rosenberg</a> auch auf den Respektgedanken ein. Um es sinngemäß zu zitieren, er hat folgendes gesagt:</p>
<p style="text-align:justify;"><em>Bring den anderen Menschen Respekt entgegen und hoffe dann, dass du Respekt erhältst. Alles andere ist unrealistisch</em>.</p>
<p style="text-align:justify;">Damit sagt er eindeutig, und ich stimme ihm voll und ganz zu, wenn ich nicht in der Lage bin als erste Respekt zu bringen, wie kann ich dann bitte schön erwarten, dass man mir Respekt entgegenbringt?</p>
<p style="text-align:justify;">Um auf mein oben konstruiertes Beispiel zurückzukommen: Wenn du (als LeserIn) und ich zusammenstoßen und wir beide uns automatisch Respekt entgegenbringen, dann ist doch unsere Beziehung automatisch anders, als wenn wir erwarten, dass die/der andere anfängt. Unser Umgang wird automatisch anders sein, vermutlich freundlicher und auch höfflicher, vielleicht sogar liebevoller (damit meine ich keine romantische Liebe).</p>
<p style="text-align:justify;">Seit ich diesen Satz damals gelesen habe, habe ich für mich beschlossen, allen Menschen automatisch Respekt entgegenzubringen. Unabhängig der Tatsache ob sie es angeblich verdient hätten oder nicht. Wer bitte schön entscheidet schon, wer Respekt verdient hat oder nicht? Von mir kriegen alle gleichermaßen Respekt. Man muss dafür bei mir nichts tun. Aber man sollte nicht vergessen, Respekt kann man auch verlieren. Und dann kann es bei einigen sehr schwer sein, diesen wieder zu erlangen.</p>
<p style="text-align:justify;">Vielleicht sollte man die eigene Haltung diesbezüglich ein wenig überdenken. Denn ich denke, viele Probleme beruhen eben auf dieses Problem. Entweder ich kriege Respekt oder gebe keinen. Eine Lösung, wer aber beginnen soll, wenn doch alle eben Respekt für sich einfordern, die sehe ich nicht.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA["Schlecht", "sollte" und "müsste"]]></title>
<link>http://jayandsilentmo.wordpress.com/2009/05/01/schlecht-sollte-und-musste/</link>
<pubDate>Fri, 01 May 2009 11:16:21 +0000</pubDate>
<dc:creator>silentmo</dc:creator>
<guid>http://jayandsilentmo.wordpress.com/2009/05/01/schlecht-sollte-und-musste/</guid>
<description><![CDATA[1.Jeder Mensch hat Bedürfnisse und er versucht, sie zu erfüllen. Das ist eine natürliche Konstante, ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>1.Jeder Mensch hat Bedürfnisse und er versucht, sie zu erfüllen. Das ist eine natürliche Konstante, so wie auch jeden Tag die Sonne aufgeht.</p>
<p>1.1 In Bezug auf wesentliche Bedürfnisse wie Liebe, Anerkennung oder Sicherheit ist es für ihn zwecklos, zu versuchen, sie nicht zu erfüllen, sie nehmen in direkter oder indirekter Form Einfluss auf sein Handeln. Wer nach Liebe strebt, strebt in eine feste Partnerschaft oder strebt, für Papa, in den Aufsichtsrat. Wer nach Anerkennung will, ist ein guter Bäcker oder ein Amokläufer. Sicherheit kann man durch einen stabilen Freundeskreis oder Hass auf alles Neue oder andere gewinnen.</p>
<p>2. Gegeben, dass der Mensch seine wesentlichen Bedürfnisse befriedigen muss: Warum ihn  aufgrund einer Handlung als „schlecht“ einstufen, glauben, er „sollte“ oder „müsste“ irgendetwas zu tun, solange ich davon ausgehe, dass sein Handeln die effektivste ihm bekannte Weise ist, seine Bedürfnisse zu befriedigen. Dem prügelnden Nazi fehlt vielleicht nur ein anderer Weg zur Konfliktverarbeitung oder um gesehen zu werden, aber es ist nicht so, als könnte er seine ganze Wut einfach in sich lassen oder auf das Gesehen-Werden verzichten. Er braucht zumindest das Wissen um und den Glauben an einen anderen Weg, daran, dass es da draußen jemanden gibt, der ihn wirklich gern hat und sich um ihn sorgt.</p>
<p>2.1 Je genauer ich einen Menschen kennen lerne, desto schwieriger wird es für mich, ihn negativ zu bewerten. Wer sich wirklich die Mühe gemacht hat, zu verstehen, wie viel Angst (sprich: Schutzbedürfnis) hinter den Sonnenbrillen, aufgedrehten Mp3-Playern, kühlen Verhaltensweisen dieser Welt steckt, wird sie kaum noch verurteilen. Im Gegenteil: Hinter dem Schutzwall gegen die vielen, anstrengenden Verletzungen des Alltags, liegt eigentlich immer das liebenswerte Wesen des anderen, die Chance, es anders zu machen, als er es zu fürchten gelernt hat, ihm nahe zu sein.</p>
<p>2.2 Einen Mensch, der bewusst seine Bedürfnisse auf Kosten anderer auslebt, nicht bereit ist, auf ihre Bedürfnisse einzugehen, obwohl er weiß, wie er sich seine Bedürfnisse auch im Einklang mit anderen erfüllen kann, ist ein Fantasieprodukt.</p>
<p>3. Das alles bedeutet nicht, dass es sinnlos ist, dass ich mich über verletzendes Verhalten ärgere. Im Gegenteil: Ärger ist zuverlässiger Anzeiger dafür, wenn etwas meinen Bedürfnissen widerspricht. Auf die Erfüllung in ihrer grundlegenden Form kann ich genauso wenig verzichten, wie jeder andere auch. So ist das Öl in vielen Beziehungen schlicht die Tatsache, das beide so sein dürfen, wie sie sind (auch mal mit „unsexy“ Bedürfnissen).</p>
<p>3.1 Sich an verletzendem Verhalten des anderen zu reiben macht allerdings erst ab dem Punkt Sinn, wenn der andere meine Bedürfnisse kennt und auch weiß, wie er sie erfüllen kann. Ist es uns nicht allen schon mal so gegangen, dass wir erleichtert darüber waren, etwas angesprochen zu haben, das uns stört, weil der andere eigentlich erst in diesem Moment gemerkt hat, das es uns stört und gerne bereit war, es zu ändern?</p>
<p>3.2 Je positiver unsere Einstellungen gegenüber einem Menschen, desto eher wird er auch bereit sein, unsere Bedürfnisse zu erfüllen. Und was er aus Angst vor Macht oder Tadel unsererseits tut, wird früher oder später auch uns zurückfallen.</p>
<p>4. Dem anderen wirklich zuzuhören, seine Bedürfnisse zu verstehen und ihn ohne Wertung anzunehmen, mir wirklich zuzuhören und meine Bedürfnisse hinter meinem Ärger zu verstehen und mich ohne Wertung anzunehmen, sind zwei Seiten einer Medaille. Dem anderen die Möglichkeit zu geben, sich sicher und groß und geliebt zu fühlen und gleichzeitig mutig genug zu sein, selbst um diese Möglichkeit zu bitten, ist mein Ideal.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Lehrer sind wie Milchflaschen]]></title>
<link>http://kifaschule.wordpress.com/2009/04/10/lehrer-sind-wie-milchflaschen/</link>
<pubDate>Fri, 10 Apr 2009 11:09:30 +0000</pubDate>
<dc:creator>KiFaSchuLe</dc:creator>
<guid>http://kifaschule.wordpress.com/2009/04/10/lehrer-sind-wie-milchflaschen/</guid>
<description><![CDATA[»In den regulären Schulen, in denen ich oft arbeite, sind Lehrer wie Milchflaschen und die Schüler w]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><em><strong>»In den regulären Schulen, in denen ich oft arbeite, sind Lehrer wie Milchflaschen und die Schüler wie leere Gläser, die in einer Reihe aufgestellt sind. Unterrichten ist: die Milch in die Gläser gießen. Wenn die Prüfung kommt, dann schütten die Gläser die Milch wieder in die Milchflasche, und am Ende haben wir 30 leere Gläser und eine Milchflasche voll mit ausgekotzter Milch.«</strong></em></p>
<p class="parseasinTitle">Zitat aus »Konflikte lösen durch gewaltfreie Kommunikation: Ein Gespräch mit Gabriel Seils« von Marshall B. Rosenberg</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die Gewaltfreie Kommunikation und ich]]></title>
<link>http://niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/2009/03/20/die-gewaltfreie-kommunikation-und-ich/</link>
<pubDate>Fri, 20 Mar 2009 03:06:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>niklasbringtdieweltinordnung</dc:creator>
<guid>http://niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/2009/03/20/die-gewaltfreie-kommunikation-und-ich/</guid>
<description><![CDATA[Seit genau vier Jahren spielt die Gewaltfreie Kommunikation (GfK) in meinem Leben eine ziemlich groß]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Seit genau vier Jahren spielt die Gewaltfreie Kommunikation (GfK) in meinem Leben eine ziemlich große Rolle. Die Art und Weise hat sich entwickelt, der Stellenwert ist derselbe geblieben. Sie ist für mich Praxis zur Ordnung meiner Empfindungen, Wünsche, Hoffnungen und Enttäuschungen. Hauptgewinne sind für mich dabei mehr Autonomie, mehr Bewusstheit, mehr Tiefe zwischen mir und anderen Menschen, mehr Flexibilität, weniger Angst, mehr Mut und eine gute Beziehung zu dem was ist. Das klingt nach einer Menge und das ist auch eine Menge. Ich habe große Mühe mir vorzustellen, wie mein Leben ohne das aussähe. Sicher nicht nur schlechter aber doch sehr anders.</p>
<p>Ich verstehe die GfK als destillierte Weisheit aus humanistischer Psychologie und den Weltreligionen, zusammengefasst in ein paar Schlüssel-Unterscheidungen. Begonnen hat der Entwickler Marshall Rosenberg mit der Frage, was der Unterschied zwischen Menschen ist, die lächeln, wenn sie jemanden treten, der am Boden liegt und anderen, die lächeln, wenn sie jemandem ein Geschenk machen oder zuhören. Auf seiner Reise zu einer plausiblen und ermächtigenden Antwort hat er Psychologie studiert und als Therapeut gearbeitet, ohne aber damit zufrieden zu sein. Denn in seiner Arbeit mit Carl Rogers wurde ersichtlich, dass Authentizität und empathisches Zuhören die wichtigsten Faktoren für heilsamen Kontakt zwischen Menschen sind und er fragte sich, wieso wir uns dann nicht immer so behandeln. In seiner Arbeit als Therapeut fiel ihm auf, dass es immer die gleichen Muster waren, die dem im Wege standen. Das hat seine Aufmerksamkeit auf Sprache als Ausdruck eines Bewusstseins gelenkt, welches diesen Kontakt ermutigt oder hemmt. Und von da an wollte er auf größerer Ebene tätigt sein und nicht nur als Therapeut den Dreck wegmachen, den viele Strukturen unserer Gesellschaft hinterlassen, so nützlich sie auch einmal gewesen sein mögen und auch heute noch sind.<br />
Heute gibt Marshall Rosenberg Trainings in mehreren Teilen der Welt. Er ist schon oft als Mediator in Krisengebieten tätig gewesen und schreibt zur Zeit an einem Buch mit dem Titel „Social Change&#8221;.</p>
<p><strong>Mein Anfang</strong></p>
<p>Als ich vor vier Jahren darauf stieß, kam ich gerade von einem dreimonatigen Praktikums-Aufenthalt in Vermont, USA zurück. Ich hatte dort in einer Residenz für psychisch als krank diagnostizierte (Schizophrenie, bipolare Störung, Zwangsneurosen etc.) gearbeitet und hatte schon seit einiger Zeit die Frage im Herzen, was es wohl wäre, auf das man bei jedem Menschen zählen könnte, egal welcher Kultur und Herkunft. Was verbindet uns alle? Ich malte mir aus, dass ich eines Tages ein Buch mit dem Titel „Die psychologische Konstante&#8221; darüber schreiben würde. Mein Aufenthalt in Vermont trug dazu bei, indem ich dort zum ersten Mal ganz weit weg von Europa war und immer noch die gleichen menschlichen Probleme antraf. Also musste da etwas dran sein und das bereitete mich auf die GfK vor. Einen wesentlich größeren Einfluss hatte aber die Tatsache, dass meine damalige Freundin, die zu der Zeit in Bangladesh war, am 26. Dezember 2004, dem Tag, an dem der Tsunami stattfand, der sie glücklicherweise nicht betraf, unsere Beziehung beendete. Mir war der Boden unter den Füßen weggezogen, ich war unglaublich verzweifelt und traurig. Ich hab es allerdings nie akzeptiert sondern mir geschworen, sie zurück zu bekommen, sofern ich denn kann. Als ich dann nach Deutschland zurück kam, bin ich als Praktikant nochmal an die Schule gegangen, an der ich Abitur gemacht hatte, genau genommen als Streitschlichter. Eine Lehrerin an der Schule bietet jedes Jahr Schülern eine Ausbildung dazu an, das hatte ich in meiner Schulzeit mitgemacht. Und ich mochte das, weil ich mich darin als kompetent erlebte. Im Laufe dieser Arbeit hat eine Lehrerin mich dann darauf aufmerksam gemacht, dass Marshall Rosenberg in Köln einen Vortrag hält und ich bin hingegangen. Ich war müde, aber ich hatte noch den frischen neuen Mut, den es bringt, wenn man im Ausland war und alles anders machen will als vorher.</p>
<p>In diesen drei Stunden Vortrag hat Rosenberg mich verzaubert&#8230; ja, so könnte man es nennen. Er hat genau die Dinge angesprochen, die schon in meinem ganzen Leben schmerzhaft waren und er hat wirklich plausible andere Wege aufgezeigt. Er sprach davon, wie man sich selbst und andere unglücklich machen kann, wenn man wirklich will, indem man sich fragt, was man selbst und andere falsch gemacht haben. Noch unglücklicher kann man sich machen, wenn man die Frage beantwortet. Und noch unglücklicher wenn man die Antwort ausspricht. Kein Mensch hat je gesagt „Ich fühle mich so geborgen bei meinem Partner, weil er/sie so gut meine Fehler analysieren kann.&#8221; Und über Strafe und Belohnung hat er gesprochen als Wege, die Sache noch schlimmer zu machen, da sie Menschen nicht dazu ermutigen, sich vorzustellen, welchen Einfluss die eigenen Handlungen auf das Wohlergehen anderer haben, sondern lediglich auf das eigene. Und man vergisst dabei, dass das Wohlergehen anderer mit dem eigenen stark zusammenhängt.</p>
<p>Dann hat Rosenberg ein Lied gesungen. Er nahm seine Gitarre heraus und erklärte, dass jeder Mensch, der zu etwas Nein sagt, im Herzen dieses Lied singt:</p>
<p>See me beautiful<br />
Look for the best in me<br />
That&#8217;s what I really am<br />
And all I want to be<br />
It may take some time<br />
It may be hard to find<br />
But see me beautiful</p>
<p>See me beautiful<br />
Each and every day<br />
Could you take a chance<br />
Could you find a way<br />
To see me shining through<br />
In everything I do<br />
And see me beautiful</p>
<p>In dem Moment standen mir Tränen in den Augen. Und mir wurde schlagartig klar, dass es das war, was zwischen mir und meiner damaligen Ex-Freundin stand. Sie sagte Nein dazu, die Beziehung weiter zu führen und wollte in der Schönheit dessen, was sie damit schützen oder erschaffen wollte, gesehen werden. Und ich sagte Nein dazu, die Beziehung aufzugeben und wollte ebenfalls in dieser Schönheit verstanden werden. Das gab mir eine Menge Hoffnung. Es war eine Alternative zu all den statischen Ideen die sagten „Wenn sie nicht will, dann will sie nicht.&#8221; oder „Vielleicht passen wir nicht zusammen&#8221; oder „Es ist bestimmt zu spät.&#8221; oder ähnliches.<br />
Das allein sorgte dafür, dass ich in dem Moment die Entscheidung traf, dass ich das lernen und es meistern muss. Wenn ich irgendwann einmal den Wert, etwas zu lernen, erkannt und erlebt habe, dann da.</p>
<p>Um das kurz abzuschließen, etwa einen Monat später kam meine Ex-Freundin zurück und etwa einen Monat darauf waren wir wieder zusammen. Ich war sehr vorsichtig und behutsam, um sie nicht zu erschrecken, sondern ich unterhielt mich mit ihr und redete darüber, was mir wertvoll ist und was ihr wertvoll ist. Irgendwann fragte ich gerade heraus, was es wäre, was sie konkret anders möchte als vorher, wenn wir wieder zusammen wären. Das klärten wir und ein paar Tage später gab sie mir den ersten Kuss auf den Mund seit langem&#8230;<br />
Ein gutes Jahr später bröckelte es dann wieder und das hatte wohl zu einem großen Teil damit zu tun, dass ich die GfK mit Eifer lernte und verfolgte und mir wünschte, sie täte das gleiche. Sie war aber nicht in dem Maße bereit dazu und das sorgte für Spannungen, mit denen ich damals nicht umzugehen wusste. Wir sind jetzt seit etwa 2 ½ Jahren nicht mehr zusammen.</p>
<p>Ich glaub, dieser Kontext hat mir das Potenzial erst offen gelegt, das in der GfK steckt, darum erzähle ich davon.</p>
<p><strong>Vier Unterscheidungen</strong></p>
<p>Worum geht es eigentlich? Für mich ist die GfK ein Hilfsmittel, eine Struktur, die mir Orientierung gibt, wenn es Konflikte gibt. Und zwar können das Konflikte in mir selbst sein und Konflikte zwischen mir und anderen, zwischen Gruppen und Nationen. Ganz egal, überall wo Menschen sind, hakt es an den gleichen Eckpunkten. Die GfK hilft dann dabei ein Bewusstsein für all die verschiedenen Positionen und ihre guten Absichten zu schaffen. Dieses Bewusstsein erlaubt, dass alle berücksichtigt werden. Wenn alle berücksichtigt werden entsteht der natürliche Wunsch, großzügig zu sein, es macht dann Freude zu geben. Der Schutz davor, seine Position aufgeben zu müssen wird somit unnötig, da die Position gehört, in ihrer Wichtigkeit bestätigt und in die Lösung miteinbezogen wird. Das schafft eine wunderbare Verbindung, mit deren Energie man sehr weit kommen kann.<br />
Die Eckpunkte, an denen es immer wieder hakt, sind vier Verwirrungen, die man mit den folgenden Unterscheidungen klären kann:<br />
Beobachtung vs. Bewertung<br />
Gefühl vs. Gedanke<br />
Bedürfnis vs. Strategie<br />
Bitte vs. Forderung</p>
<p>Laut der GfK sind die Beobachtung, das Gefühl, das Bedürfnis und die Bitte die vier Informationen, die man voneinander braucht um in einer bestimmten Situation so in Kontakt zu kommen, dass es Freude macht, zu geben. Aber bevor man das über sich preisgeben oder aus der Aussage eines anderen heraus filtern kann, muss man überhaupt wissen, was damit eigentlich gemeint ist. Und an welcher Stelle es eben zu Verwirrungen kommen kann. Ich gehe das mal nacheinander durch.</p>
<p><strong>Beobachtung und Bewertung</strong></p>
<p>Mit Beobachtungen meine ich Beschreibungen der ganz konkret wahrnehmbaren Dinge in der Außenwelt, auf die sich jeder einigen kann, z.B. „Sie kam herein und setze sich auf den Stuhl, blickte dabei auf den Boden.&#8221; Es sind sichtbare Handlungen und Zitate. Im Denken und in der Kommunikation zwischen mir und anderen sind diese Beschreibungen aber sehr häufig nicht klar davon getrennt, wie ich die beschriebene Situation bewerte. Ich kann mich z.B. häufig gut daran erinnern, wie ich das Verhalten von einer anderen Person fand, aber selten weiß ich noch was sie genau getan hat, getrennt davon wie ich es finde. Das aber ist total wichtig, wenn man mehr Offenheit und Vertrauen sucht, denn so lange ich Beobachtung und Bewertung nicht trennen kann, halte ich das, was ich über das Beobachtete denke für das, was wirklich passiert ist. Vermischt mit Bewertungen sähe die obige Aussage vielleicht so aus: „Sie schlurfte kalt und abweisend durch die Tür und lies mich mit ihrem abgewandten Blick wissen, wie wenig sie mich leiden konnte.&#8221;<br />
Nun, es könnte sogar sein, dass sie sich in meiner Gegenwart gar nicht wohl fühlt. Und noch viel mehr, es könnte sein, dass ICH mich nicht wohl fühle. Aber wenn ich Beobachtung und Bewertung vermische, dann verwische ich die Verantwortung für das Getane und das Gefühlte. Und wieso es wichtig ist, das auseinander zu halten, mache ich noch im weiteren klar.</p>
<p><strong>Gefühl und Gedanke</strong></p>
<p>Gefühle spüre ich in meinem Körper, ich kann sie sehr oft sogar recht gut lokalisieren &#8211; in der Stirn, in der Kehle, Magen und Bauchgegend, selten in den Zehen <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Sprachlich gibt es oft eine Verwechslung zwischen Gefühlen und Gedanken, weil man Gedanken auch mit dem Wort „Ich fühle&#8230;&#8221; ausdrücken kann. Wenn ich aber sage „Ich fühle, dass du mich nicht magst.&#8221; habe ich damit noch nichts über mein Gefühl ausgedrückt. Ich habe eher gesagt, was ich denke, was mein Gegenüber von mir denkt. Es ist eine Interpretation, nicht mein Gefühl. Dasselbe gilt für „Ich fühle mich angegriffen, betrogen, bedroht, verraten, missverstanden etc.&#8221; All diese Worte implizieren, dass es jemand anderes ist, der mir das antut. Jemand verrät mich, betrügt mich, greift mich an. Und es ist seine Absicht, das zu tun.<br />
Das könnte sogar stimmen. Aber es ist wie gesagt eine Interpretation, kein Gefühl. Wenn ich denke, ich würde angegriffen, fühle ich wahrscheinlich Angst, vielleicht auch Wut oder Überraschung. Auf sprachlicher Ebene kann man den Unterschied gut mit der Formulierung „Ich bin&#8230;&#8221; überprüfen. Wenn ich „Ich bin ängstlich&#8230;&#8221; sagen kann, ist es ein Gefühl. „Ich bin angegriffen&#8221; klingt nicht so stimmig.<br />
Auch hier ist die Unterscheidung wichtig, weil es um die Verantwortung für das Getane und das Gefühlte geht. Was andere tun, unterliegt ihrer Kontrolle und ist von daher ihre Verantwortung. Was ich fühle&#8230; hat mit dem folgenden Aspekt zu tun.</p>
<p><strong>Du kannst nichts tun, was du nicht für gut hältst</strong></p>
<p>Ein Satz aus meinem Philosophie-Unterricht an der Schule ist mir bis heute im Gedächtnis geblieben: „Du kannst nichts tun, was du nicht für gut hältst.&#8221; Ich finde, das ist ein Satz, der einen genauso beschäftigen kann, wie die Frage, was passiert, wenn ich einschlafe und nie mehr aufwache, oder wie es ist, auf zu wachen, nachdem ich nie zuvor eingeschlafen bin (Geburt und Tod also). Man dreht und wendet ihn und kann sich einfach nichts anderes vorstellen. Egal was ich tue, die Perspektive, die ich in dem Moment einnehme, in dem ich etwas tue, zeigt mir, dass es einen Wert hat. Wenn es den nicht hat, mache ich es nicht.</p>
<p>Davon ausgehend bin ich einer Meinung, wenn Marshall Rosenberg sagt, dass alles was Menschen tun, immer den Sinn hat, menschliche Bedürfnisse zu erfüllen. Und diese Bedürfnisse sind alle lebensbejahend, sie stellen eine Qualität, einen Wert im Leben dar. Sie sind sowohl der Maßstab, anhand dessen ich bewerte, ob mir etwas gefällt (erfüllt es meine Bedürfnisse oder nicht?) als auch die Führung in mir, die mich anleitet, etwas zu tun und zu handeln. Und zwar egal, ob ich das so bewusst wahrnehme oder so nenne &#8211; jeder wird seine eigene Sprache dafür haben und ich benutze, wenn ich mit mir selbst rede, nicht einmal das Wort „Bedürfnis&#8221;.</p>
<p>Bemerkbar machen sich meine Bedürfnisse über meine Gefühle. Sind meine Bedürfnisse erfüllt fühle ich mich leicht, fröhlich, erfüllt, zufrieden, gerührt, lustvoll oder ermutigt. Sind meine Bedürfnisse nicht erfüllt, fühle ich mich ängstlich, niedergeschlagen, ratlos, wütend, träge, unsicher, hasserfüllt oder betroffen. Gefühle sind demnach ein Signal meiner Bedürfnisse und das bedeutet, dass was ich fühle von der Erfüllung meiner Bedürfnisse abhängt und nicht davon, was andere tun. Was andere tun kann meine Bedürfnisse erfüllen oder nicht, aber andere tun es ausgehend von dem was sie wissen. Da niemand so genau weiß was ich fühle wie ich, ist es an mir, mitzuteilen, was in mir los ist. Und selbst, wenn ich es sage oder irgendwie anders mitteile, werden andere auch noch ihre eigenen Bedürfnisse berücksichtigen wollen und nur mit Freude geben, wenn es auch ihre Bedürfnisse erfüllt. Bei all diesen Bedingungen ist es zuweilen ein Wunder, dass erfüllendes Geben überhaupt stattfindet.</p>
<p><strong>Bedürfnis und Strategie</strong></p>
<p>Die Verwirrung, die hier das größte Unheil stiftet ist die Verwirrung von Bedürfnissen und Strategien. Mit letzterem meine ich konkrete Handlungsweisen, die zum Zweck haben, ein oder mehrere Bedürfnisse zu erfüllen. Sie haben meistens Bezug zu einer Person, Ort, Zeitpunkt, Handlung und/oder einem Objekt. Auf Englisch ergibt das „PLATO&#8221; (person, location, action, time, object). Wenn Plato auch nur zu einem Buchstaben anwesend ist, ist es eine Strategie. Bei Bedürfnissen hat Plato nichts zu suchen. Sie sind grundsätzlich formlos und nicht konkret definiert.<br />
Jeder wird seine eigene Sprache für das haben, was er wirklich wertvoll im Leben findet, aber hier sind ein paar Grundbegriffe, als Ausgangsbasis für ein Bedürfnisvokabular: alles was der Körper braucht (Nahrung, Wasser, Ruhe, Schutz, Wärme/Kühlung, Schlaf, Sex), Sicherheit, Gemeinschaft und Kontakt zu anderen, Intimität, Empathie und Verständnis, Spaß und Spiel, Erholung, Autonomie und Sinn, also etwas wertvolles zum Leben anderer beitragen können.</p>
<p>Ich würde sagen, dass diese Bedürfnisse für jeden wichtig sind. Sicher nicht alle gleichzeitig und in denselben Situationen, aber ich gehe davon aus, dass jeder das kennt. Was allerdings sehr verschieden sein kann sind die Strategien. Während ich z.B. kein Fleisch oder Fisch esse, um mich zu ernähren, sagte gestern ein Freund noch zu mir, dass er ohne Fleisch nicht „könne&#8221;. Während ich Freude am Kontakt zu einem bestimmten Mädel finde, habe ich andere sagen hören, dass sie sie für ungenießbar halten. Während mein Vater sich erholt, wenn er Klavier spielt, erhole ich mich, während ich für mich alleine bin und für Stille sorge. Meine Mutter trägt gerne etwas wertvolles bei, indem sie Reisen für andere Leute plant. Ich trage gerne bei, indem ich jemandem zuhöre, der Empathie braucht und ihm dabei helfe, sich über seine Situation und seine Möglichkeiten bewusst zu werden. Strategien bauen auf dem auf, was ich schon weiß und was ich entwickelt habe (wie z.B. die Kunst Klavier zu spielen), ich kann sie lernen und kennen lernen. Bedürfnisse begleiten mich seit der Geburt, durch die Gefühle hindurch. Es gibt keinen Moment, an dem ich sie nicht habe, da es keinen Moment gibt, an dem ich nichts fühle. Ob ich sagen und unterscheiden kann, was ich fühle und was mein Bedürfnis ist, ist eine andere Sache. Das wäre wieder eine Strategie und die entwickelt sich. Das was formlos immer schon in mir ist und sich in Gefühlen ausdrückt, ändert sich nicht und ist universell.</p>
<p>Bedürfnisse von Strategien unterscheiden zu können ist deswegen so wichtig, weil jedes Bedürfnis durch potentiell unzählige Strategien erfüllt werden kann. Wenn ich meine Strategien für meine Bedürfnisse halte und z.B. sage „Ich muss aber jetzt Gitarre spielen!&#8221; während mein Bruder die Gitarre auch gerade haben will, entgehen mir all die anderen Möglichkeiten, für das Bedürfnis hinter dem Gitarre spielen zu sorgen. Ich spiele z.B. Gitarre, wenn ich Spaß haben will und wenn ich Lust hab, kreativ zu sein und was Neues zu schaffen, oder einfach nur meine Stimme zu benutzen. Also geht es darum, Spaß zu haben und mich kreativ ausdrücken zu können. Das ist mir daran wichtig. Jetzt will mein Bruder die Gitarre haben, um seiner Freundin ein Ständchen zu singen und ihr eine Freude zu machen. Und er will das jetzt machen, weil sie ab morgen für drei Monate in Schanghai sein wird und er dann keine Chance mehr dafür sieht. Er könnte auch ohne Gitarre singen, aber mit wäre es schöner. Was machen wir jetzt?</p>
<p>Wenn ich Bedürfnis und Strategie nicht auseinander halte, habe ich keine Aufmerksamkeit dafür, dass ich ihm die Gitarre geben UND meine Bedürfnisse nach Spaß und Kreativität erfüllen kann. Ich könnte z.B. noch etwas für das Magazin für Lebenslust schreiben, wenn Gabi mich lässt. Oder ich könnte eine Rhumba-CD einwerfen und ein wenig tanzen, was ich schon länger nicht mehr gemacht habe. Oder ich könnte ein Bild von der Frau heraussuchen, deren Augen mich verzaubert haben und eine Skizze von ihrem Gesicht anfertigen. Und das alles in dem Wissen, dass ich meinem Bruder damit eine Gelegenheit gebe, etwas Wertvolles zum Leben seiner Freundin beizutragen.</p>
<p><strong>Von <em>entweder oder</em> zu <em>und</em></strong></p>
<p>Jetzt hab ich die Situation natürlich noch recht optimal beschrieben. Denn zum einen weiß ich, was die gute Absicht meines Bruders ist, zum anderen sehe ich auch meine eigene gute Absicht: das Leben schöner machen, indem wir uns um die Bedürfnisse kümmern, die eben gerade spürbar sind. Viel schwieriger ist das, wenn man diese beiden Aspekte nicht kennt. Je besser ich mich kenne und weiß, worum es mir in einer Situation geht, desto besser kann ich mir auch vorstellen, wie das für andere ist. Wenn ich mich nicht kenne, meine gute Absicht nicht sehe, werde ich ähnlich verurteilend gegenüber anderen sein. Und in der Situation mit meinem Bruder hätte es auch sein können, dass sein Wunsch, die Gitarre zu haben bei mir Angst und Abwehr ausgelöst hätte, weil ich zunächst mal sicher stellen will, dass meine Bedürfnisse zählen und nicht übergangen werden &#8211; sei es von ihm, oder, noch viel wichtiger, von mir selbst. Da wäre ich dann nur heraus gekommen, indem ich einfühlsam und aufmerksam nachgeforscht hätte, was meine Gedanken, Gefühle und Bedürfnisse sind zur Situation. Im Idealfall könnte ich das mit der Hilfe meines Bruders tun, meistens mach ich das aber für mich selbst. Hab ich die Aufmerksamkeit für mich, die ich brauche, hab ich Luft frei für die Perspektive meines Bruders und kann sie schließlich zu einer Perspektive verbinden, die für beide passt. Auf Empathie komme ich aber gleich noch zu sprechen.</p>
<p>Bedürfnisse und Strategien auseinander zu halten, erlaubt also aus einer Entweder-oder-Situation eine Und-Situation zu machen. Es löst die Knappheit auf, aus der heraus schon Kriege angezettelt wurden und auf der jeder Konflikt basiert. Und die Knappheit, die am meisten Schmerz verursacht ist eine Knappheit der Wahrheit. Nehmen wir nur die Frage „Wer hat ein Recht auf die Gitarre?&#8221; Wie lange und schmerzhaft kann ein Kampf um den Sieg in dieser Frage sein? Und was gewinnt man dabei? Die beste Möglichkeit ist ein einsamer Sieg mit dem Preis eines Bruders, der mich bei der nächsten Gelegenheit spüren lassen wird, wie es ist, wenn einem gesagt wird, man hätte kein Recht darauf zu bekommen, was einem gut tut.<br />
Diesen Konflikt um die Knappheit der Wahrheit kann ich nicht lösen, nur auflösen. Wie? Indem ich mehrere Perspektiven hinzunehme und berücksichtige. Konkret bedeutet das, zu besprechen und anzuerkennen, wie die Gitarre zur Erfüllung meiner und seiner Bedürfnisse unterschiedlich beitragen könnte. Muss dieser Wert nicht mehr verteidigt werden, kann ich loslassen und mich für andere Möglichkeiten öffnen, ohne Respekt vor mir selbst zu verlieren. Und wenn mein Bruder dieselbe Sicherheit und Akzeptanz spürt, kommt er vielleicht sogar zu dem Schluss, dass es ein größerer Beitrag wäre, mir die Gitarre zu überlassen und seiner Freundin auf andere Weise eine Freude zu machen. Ich hab das schon erlebt und meistens ergibt sich dann von alleine ein Gefühl dafür, wo die meiste „Energie&#8221;, das größte Potenzial ist, das Leben schöner zu machen. Daran orientieren sich dann alle, die dabei sind.</p>
<p><strong>Bitte und Forderung</strong></p>
<p>Die letzte Unterscheidung könnte für diese Beispiel-Situation ebenfalls eine große Rolle spielen. Es geht darum, den Unterschied zwischen einer Bitte und einer Forderung zu verstehen. Eine Bitte ist zunächst mal dasselbe wie eine Strategie. Es geht darum etwas ganz konkretes zu tun oder zu sagen, zum Zweck der Erfüllung eines Bedürfnisses. Um effektiv zu sein müssen Bitten möglichst machbar und Gegenwarts-bezogen sein. Je vager, desto schwieriger und desto missverständlicher werden sie auch. Abgesehen davon müssten sie positiv formuliert werden, nicht negativ. Also sag was du willst, nicht was du nicht willst, und die Wahrscheinlichkeit, dass du es bekommst, steigt enorm an.</p>
<p>Der Unterschied zwischen Bitte und Forderung liegt nicht in der Wortwahl (das Zauberwort macht noch keine Bitte), auch nicht notwendigerweise im Tonfall (auch wenn der meist sehr aufschlussreich ist). Der Unterschied liegt im Bewusstsein und in der Anzahl Perspektiven, die man zu berücksichtigen bereit ist. Wenn ich etwas fordere, sagen wir eine Gehaltserhöhung, dann ist meine Aufmerksamkeit nur darauf, wie das mein Leben verbessert oder verändert. Aus diesem Bewusstsein heraus werde ich vermutlich bereit sein, den anderen zu manipulieren oder unter Druck zu setzen, um genau das zu bekommen, was ich will. Ich habe kein Bewusstsein dafür, wie es sich für meinen Chef anfühlt, wenn er meiner Forderung nachkommt und was er vielleicht brauchen könnte. Ich will einfach nur, dass er es tut, egal was es ihn kostet.</p>
<p>Persönlicher wird es, wenn ich so z.B. mit meiner Freundin umgehe. Als ich wollte, dass meine damalige Freundin sich mehr mit GfK beschäftigt, als sie es tat, hatte ich nur eine ungefähre bis gar keine Ahnung davon, warum mir das so wichtig war. Noch weniger konnte ich mir vorstellen, was es für sie bedeuten könnte. Und wenn ich dann eine offene Forderung daraus mache, indem ich ihr z.B. sage, sie sei Schuld, wenn es mir nicht gut geht, denn sie könnte ja GfK lernen und dann wäre alles besser &#8211; dann zeigt das sehr deutlich, dass ich wenig Aufmerksamkeit dafür hab, wie es ihr geht. Das ist nicht böse von mir gemeint. Ich tue, was ich kann unter den gegebenen Bedingungen. Aber für Vertrauen sorgt es nicht, denn wenn sie merkt, dass ich sowohl ihre als auch meine Bedürfnisse berücksichtigen will, erlaubt ihr das, sich zu öffnen und mehr sie selbst zu sein. Denn dann weiß sie, dass das in meinem Interesse ist und ich sie auch dann noch liebe und verstehe. Und das muss so sein, wenn ich die Art von erfüllendem Geben und Empfangen möchte, für das die GfK gedacht ist.</p>
<p>Es kann gut sein, dass ich eine Bitte ausspreche und die Person, mit der ich spreche, versteht sie als eine Forderung. Entweder sie macht dann zähneknirschend, worum ich gefragt habe, oder sie sagt einfach Nein. Ob meine Bitte wirklich eine war, macht sich besonders an diesem Punkt bemerkbar. Denn ich könnte meine Bitte verteidigen, oder den anderen unter Druck setzen, ihm drohen, oder ihn mit einer Belohnung ködern. Ich könnte dem anderen sagen, was für ein Idiot er ist, oder wie toll er wäre, wenn er täte, worum ich gefragt habe. Egal was es ist, nichts davon demonstriert, dass ich auch nur ein Quantum an Vorstellung davon habe, wie die Situation von seiner Perspektive aus aussieht und dass ich danach überhaupt suche. Und das macht es zu einer Forderung.<br />
Wenn es wirklich eine Bitte ist, werde ich an dem Punkt neugierig sein zu erfahren, was der Hintergrund des Neins ist. Durchaus auch aus der Hoffnung heraus, dass mein Bedürfnis noch so erfüllt werden kann, wie ich es mir schön vorstelle, aber das ist nicht die Priorität. Ich möchte das nämlich nur, wenn der andere dabei nicht verliert, sondern es auch für ihn ein Gewinn ist. Und wenn es mir gelingt, das verständlich zu machen, habe ich das Vertrauen des anderen gewonnen und er weiß, dass es eine Bitte war. Und je häufiger das in unserem Kontakt passiert, desto mehr Vertrauen wird es geben und desto schneller wird auch klar, was Sache ist, so dass wir leichter in den Fluss von erfüllendem Geben und Empfangen kommen können &#8211; Ehrlichkeit und Vertrauen machen einfach alles leichter.</p>
<p>Soweit die vier Unterscheidungen. Ich hab bisher keinen Konflikt erlebt, an dem nicht mindestens eine davon unklar war, wenn nicht alle vier. Oft hakt es schon an der Vermischung von Beobachtung und Bewertung. Man kann sich Jahrzehnte lang darüber streiten ob jemand ein Großmaul ist, ohne je das genaue Verhalten geklärt zu haben, auf das man sich eigentlich bezieht. Oder ich kann mich darüber streiten, ob ein Freund mir keinen Respekt zollt, ohne je genau gesagt zu haben, auf welches Verhalten ich ihn da anspreche. Bewusste Kriterien zu haben, mit denen man überprüfen kann, ob diese Unterscheidungen klar sind, finde ich unschätzbar wertvoll.</p>
<p><strong>Ehrlichkeit und Empathie</strong></p>
<p>Zuletzt will ich noch auf Empathie und Ehrlichkeit eingehen, wie ich sie im Kontext der GfK kennen gelernt habe. Wenn ich im Gespräch bin mit jemandem und ich verstehe mich gut, gibt es immer einen Fluss zwischen „jetzt sag ich was&#8221; und „jetzt sagst du was.&#8221; Und so drücke ich abwechselnd aus, was ich sehe/höre/fühle und erlebe und höre dann zu, was der andere sieht/hört /fühlt und erlebt. In diesem Sinne sind die Begriffe Ehrlichkeit und Empathie gemeint.</p>
<p>Ehrlich zu sein bedeutet von daher nicht, zu sagen, was ich über den anderen denke, meine Analyse davon, was mit ihm nicht stimmt mitzuteilen, sondern es bedeutet, zunächst Verantwortung für mein Erleben zu übernehmen und es dann mitzuteilen. Was ich erzähle enthält dann was ich beobachte, wie es sich für mich anfühlt, das mit zu bekommen, mit welchen Werten und Bedürfnissen ich das in Verbindung bringe und unter Umständen, ob und was ich gerne für eine Reaktion hätte oder was jetzt passieren soll. Der letzte Teil ist manchmal auch nicht dabei, vor allem wenn ich einfach erzählen will. Je klarer ich in diesen vier Dingen bin, desto leichter wird es jemand anderem fallen, eine klare Vorstellung davon zu haben, wie es mir geht und wie das Leben von meiner Position aus aussieht und sich anfühlt.</p>
<p>Empathie ist, wie man so schön sagt, die Fähigkeit, sich in die Postion des anderen hinein zu versetzen. Im Kontext der GfK geht es hier vor allem um Aufmerksamkeit. Wenn ich empathisch zuhöre, ist meine Aufmerksamkeit vollständig bei der Geschichte des anderen, so wie wenn ich ein Buch lese oder einen Film gucke. Ich kann auch dabei helfen, der Geschichte mehr Ausdruck zu verleihen, indem ich wiedergebe, was ich höre und von dem ausgehend, was ich verstehe, auf andere Möglichkeiten schließe. Ich frage dann z.B. „Fühlst du dich vielleicht auch traurig weil du mehr Zuwendung und Fürsorge möchtest?&#8221; Und ich will es wirklich wissen, so wie ein Kind an den Lippen seiner Mutter hängt, die ihm eine Gute-Nacht-Geschichte vorliest. Empathie ist nicht zu verwechseln mit Sympathie, denn letztere bedeutet, dass ich die Geschichte abgleiche mit dem, was ich selbst erlebt habe. Und wenn ich dann von mir erzähle, wandert die Aufmerksamkeit von meinem Gegenüber zu mir. So wie in „Ja, das ist meinem Onkel auch schon mal passiert.&#8221; Empathie hat auch nichts mit Rat geben oder intellektueller Analyse zu tun, bei der man untersucht, wo der „Fehler&#8221; liegt. Es geht einfach nur um das Erfahren der Geschichte. Und eine Geschichte hat keine Fehler, sondern alles was man Fehler nennen könnte sind die Biegungen und Wendepunkte der Geschichte.</p>
<p>Ich hab es bisher als sehr heilsam erlebt, Empathie zu empfangen. Es ist so toll zu wissen, dass jemand einfach nur erfahren will, wie das Leben von hier aus aussieht und sich anfühlt, ohne dass ich was zensieren oder verstecken muss. Ich kenne nichts, was mich mehr in Einklang mit mir selbst bringt als das.<br />
Ehrlichkeit ist genauso heilsam, wenn sie mit Verantwortung ausgedrückt wird. Da zeigt mir jemand seine Welt und gibt mir eine Gelegenheit, mehr von meiner eigenen Welt zu verstehen und lieben zu lernen. Wunderbare Dinge sind das.</p>
<p><strong>Und nun?</strong></p>
<p>Wenn ich mir das so ansehe, komme ich natürlich zuweilen auf die Frage, warum wir nicht immer so miteinander umgehen. Wäre es nicht eine viel schönere Welt? Und würde es nicht wesentlich mehr Spaß machen, mit anderen Menschen zusammen zu sein und Zeit zu verbringen, wenn es auf dieser Basis passiert?<br />
Ich sage ja und ich hab auch eine Ahnung davon, was es zu so einer Herausforderung macht: es braucht einfach Entwicklung und Wachstum, mehrere Perspektiven gleichzeitig wahrnehmen und halten zu können, wie z.B. den Standpunkt meines Gegenübers wahr zu nehmen, ohne meinen eigenen zu vergessen oder zu vernachlässigen. Ich übe das andauernd und ich finde es immer noch herausfordernd. Wie schwierig muss das für jemanden sein, der nicht einmal weiß, in welcher Richtung er suchen suchen müsste?<br />
Und hätten wir mehr kulturellen Raum dafür, fiele es sicher leichter, das zu tun und zu üben. Aber dafür müssen erst genug Menschen so weit sein, dass sie einen kulturellen Raum und soziale Strukturen schaffen können, die auf diesem Bewusstsein aufbauen. Ich möchte alles tun was ich kann, um dazu beizutragen. Bist du dabei?</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA["Gewaltfreie Kommunikation - Eine Sprache des Lebens"::Marshall B. Rosenberg]]></title>
<link>http://pontwo.wordpress.com/2009/02/25/gewaltfreie-kommunikation/</link>
<pubDate>Wed, 25 Feb 2009 10:02:36 +0000</pubDate>
<dc:creator>verenina</dc:creator>
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<description><![CDATA[  &#8221;Gewaltfreie Kommunikation &#8211; Eine Sprache des Lebens&#8221;. Laut André ein Buch, an d]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="padding-left:30px;text-align:justify;"><img class="alignleft" title="Gewaltfreie Kommunikation" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51YSHHKC44L.jpg" alt="" width="284" height="400" />  &#8221;Gewaltfreie Kommunikation &#8211; Eine Sprache des Lebens&#8221;. Laut André ein Buch, an dem man  nicht vorbei kommt.  Das liegt jetzt auf dem Stapel &#8220;Arbeitsbücher&#8221; für&#8217;s Konflikttraining.</p>
<p style="padding-left:30px;text-align:justify;"> Klappentext auf der Rückseite: &#8220;Wir betrachten unsere Art tu sprechen vielleicht nicht als &#8220;gewalttätig&#8221;, dennoch führen unsere Worte oft zu Verletzung und Leid &#8211; bei uns selbst oder bei anderen. Die Gewaltfreie Kommunikation hilft uns bei der Umgestaltung unseres sprachlichen Ausdrucks und unserer Art zuzuhören. Aus gewohnheitsmäßigen, automatischen Reaktionen werden bewusste Antworten. Wir werden angeregt, uns ehrlich und klar auszudrücken und gleichzeitig anderen Menschen unsere respektvolle Aufmerksamkeit zu schenken.</p>
<p style="padding-left:30px;text-align:justify;"> Die Gewaltfreie Kommunikation ist die verlorene Sprache der Menschheit, durch die wir lernen können, rücksichtsvoll miteinander umzugehen und in Balance mit uns selbst und anderen zu leben. Mit Hilfe von Geschichte, Erlebnissen und beispielhaften Gesprächen macht Marshall Rosenberg in seinem Buch alltägliche Lösungen für komplexe Kommunikationsprobleme anschaulich.</p>
<p style="padding-left:30px;text-align:justify;">In diesem Buch lernen Sie, wie man Gedankenmuster auflöst, die zu Ärger, Depression und Gewalt führen; potentielle Konflikte in friedliche Gespräche umwandelt; offen seine Meinung sagt, ohne Abwehr oder Feindseligkeit zu erwecken; mehr Tiefe und Achtsamkeit in Beziehungen entwickelt; über Empathie motiviert statt über Angst, Schuldgefühle oder Scham.&#8221;</p>
<p style="padding-left:30px;text-align:justify;">&#8220;Ich bin überzeugt, dass die Prinzipien und Techniken in diesem Buch die Welt buchstäblich verändern können.&#8221; &#8211; <em>Jack Canfield</em> (<a title="Jack Canfield bei Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jack_Canfield" target="_blank">http://de.wikipedia.org/wiki/Jack_Canfield</a>) </p>
<p style="padding-left:30px;text-align:justify;">&#8220;<strong>Dr. Marshall B. Rosenberg </strong>ist international bekannt als Konfliktmediator und Gründer des internationalen Center for Nonviolent Communication in den USA. In den letzten dreißig Jahren hat Dr. Rosenberg die Gewaltfreie Kommunikation in mehr als zwei Dutzend Ländern an Ausbilder, Schüler, Studenten, Eltern, Manager, medizinisches und psychologisches Fachpersonal, Militärs, Friedensaktivisten, Anwälte, Gefangene, Polizisten und Geistliche weitergegeben.&#8221; (<a title="M. B. Rosenberg bei Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marshall_B._Rosenberg" target="_blank">http://de.wikipedia.org/wiki/Marshall_B._Rosenberg</a>)</p>
<p style="padding-left:30px;text-align:justify;"> </p>
<p style="padding-left:30px;text-align:right;">Daten zum Buch:</p>
<p style="padding-left:30px;text-align:right;">Junfermann-Verlag (<a title="Junfermann-Verlag" href="http://www.junfermann.de" target="_blank">www.junfermann.de</a>) // Coaching fürs Leben.</p>
<p style="padding-left:30px;text-align:right;">ISBN: 978-3-87387-454-1</p>
<p style="padding-left:30px;text-align:right;"><a title="Gewaltfreie Kommunikation bei Amazon" href="http://www.amazon.de/Gewaltfreie-Kommunikation-Eine-Sprache-Lebens/dp/3873874547/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#38;s=books&#38;qid=1235555658&#38;sr=8-1" target="_blank">Buch bei Amazon bestellen</a> (19,95€)</p>
<p style="padding-left:30px;text-align:justify;"> </p>
<p style="padding-left:30px;text-align:justify;"><!--more--></p>
<p style="padding-left:30px;text-align:justify;">Meine Buchhandlung: <a title="Trio Buchhandlung" href="http://www.meintrio.de/database/home.php" target="_blank">Trio</a>.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Du kannst zwar machen was du willst, aber nicht wollen was du willst]]></title>
<link>http://niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/2009/01/27/du-kannst-zwar-machen-was-du-willst-aber-nicht-wollen-was-du-willst/</link>
<pubDate>Tue, 27 Jan 2009 21:33:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>niklasbringtdieweltinordnung</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ich hab mich ja schon ein paar Mal über Willensfreiheit ausgelassen. Das Thema hat so viele Aspekte,]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><div id="gmbabelFish" style="border:1px solid black;left:-100px;top:-100px;visibility:hidden;display:none;width:auto;height:auto;position:absolute;background-color:#a8ecff;font-family:arial;font-size:12px;color:#000000;text-align:left;z-index:1410065406;margin:0;padding:2px;">
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<div style="border-bottom:1px dotted black;padding-bottom:2px;padding-top:2px;"><img style="border:medium none;cursor:pointer;margin:0;" title="click to translate" src="image/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABwAAAAOCAYAAAA8E3wEAAAABmJLR0QA/wD/AP+gvaeTAAAACXBIWXMAAAsTAAALEwEAmpwYAAAAB3RJTUUH1QUUDyoqJjAqRwAAAN1JREFUOMu1lMkVwyAMBYe0JGpCNUFNVk3k4AUwxPGS+ILxkzX8jyTH/Sfu9nrmJ3cXlnMASyWRPwd2d5XlHCBZn1BthcbRAdxTZQDI8k3mQzg11rhF+QZ9jdNOcQib6GFQYJYgCFucSRf6GsLU6wEY5yubTFqF2yq1vRwr3INXdQUWG+je1pELX4ED1wDyRAR0WfuAA9gloITyvsFMIMgYInYRqF6rO9Sqz9qkO5ilyo0o3YBwJ+6vrdQonxWUQllhXeHcb/wabMPkP2n81ocAIoLZrMqn/4y2RwP8DcQ+d6rT9ATiAAAAAElFTkSuQmCC" alt="" align="middle" /></div>
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</div>
<p>Ich hab mich ja schon ein paar Mal über Willensfreiheit ausgelassen. Das Thema hat so viele Aspekte, dass ich es mühsam finde, eine für mich kohärente Perspektive darauf zu finden. Von daher nehme ich nochmal einen anderen Anlauf.</p>
<p>Während in der Hirnforschung das Konzept der Freiheit dadurch in Frage gestellt zu sein scheint, dass man schon zehn Sekunden im Voraus das Aktivitätsmuster im Gehirn erkennen kann, welches zu einer Entscheidung führt (in dem Fall ob man den linken oder rechten Finger bewegt), will ich mich der Sache von der phänomenologischen und strukturalistischen Seite her nähern &#8211; eine Innenansicht also. Es wird von daher auch um Moral, Entscheidungen und Bewusstsein gehen. Letztlich komme ich aber nochmal auf die Hirnforschung zurück.</p>
<p>Wenn ich mich frage, ob ich frei bin, merke ich, dass diese Frage nur Sinn hat in Bezug auf ein Ziel. Ich bin frei etwas zu tun oder zu sein (wobei man letzteres wahrscheinlich nur wirklich in Form von Handlungen definieren kann). Selbst wenn es um die Frage geht, ob ich frei VON etwas bin&#8230; was mache ich mit dieser Freiheit? Sie scheint mir nur dann spürbar zu sein, wenn sie mir etwas erlaubt, was ich ohne sie nicht könnte oder hätte. Also ist meine Frage, was will ich tun?</p>
<p>Schon im Philosophie-Unterricht in der 11 machte meine Lehrerin Cornelia Hartenfels mich darauf aufmerksam, dass man nichts tun kann, was man nicht für &#8220;gut&#8221; befindet. Das hat mich verblüfft. Aber tatsächlich, mir fällt nichts ein, was ich tun wollte, was ich nicht irgendwo für &#8220;gut&#8221; befände. Sicher, ich bin nicht mit allem gleichermaßen zufrieden. Und manche Dinge kommen mir vor allem im Nachhinein sehr destruktiv vor. Aber in dem Moment, in dem ich sie tue&#8230; sind sie das beste, was mir einfällt. In einem Lied schreibt Marshall Rosenberg &#8220;I&#8217;ve done some things that I wouldn&#8217;t have done, if I knew then what I since have learned.&#8221; Das passt sehr gut.</p>
<p>Ein Mitschüler in der Klasse fragte damals, was man denn dann von Selbstmord halten solle. Und ich antwortete ihm, der Logik zufolge, dass demjenigen, der Selbstmord begeht, wahrscheinlich keine bessere Alternative einfällt, um seinem Leiden ein Ende zu setzen und sich Erleichterung zu verschaffen. Wüsste er, dass etwas anderes wirklich funktioniert, würde er sich umentscheiden.</p>
<p>Ich habe bis heute kein Beispiel vorzuweisen, bei dem das nicht zutrifft. Und ich frage mich, ist das nicht eine merkwürdige Art, menschliche Freiheit einzuschränken? Dass man wirklich nur gut wählen kann, nicht böse? Nun ja, vielleicht ist es eine noch merkwürdigere Art Handlungen zu kategorisierien, wenn wir sie in gut und böse unterteilen &#8211; ohne das käme das Problem ja gar nicht auf. Denn ich weiß nur zu gut, was wir für gut und was für böse befinden hängt davon ab, welche Informationen wir über eine Situation haben. Ich nehme mal ein gewagtes Beispiel um das zu illustrieren (und hoffe auf euer Verständnis, bin nämlich etwas nervös dabei).</p>
<p>Wenn ein Mann auf der Straße einen kleinen Jungen anspricht, ihn einlädt zu ihm nach Hause zu kommen, ihn zunächst mit Süßigkeiten verwöhnt, einen Film mit ihm schaut und den Jungen nachher auszieht und Sex mit ihm hat &#8211; niemand, der sieht, was für eine Angst der Junge danach hat, wie weh es tut, wenn man sich nicht mehr sicher fühlen kann und kein Vertrauen ins Leben findet, wird davor gefeit sein, diese Handlung unter &#8220;böse&#8221; einzuordnen. Gleichzeitig wird niemand davor gefeit sein, die Tragik darin zu erkennen, wenn er erfährt, dass dieser Mann generell sehr einsam ist, sich sehr über die Gesellschaft und darüber gefreut hat, den Jungen verwöhnen zu können, und beim Sex im Schmerz, der in den Augen des Jungen zu sehen war, sich selbst wiedergespiegelt gesehen hat, wie er sich damals gefühlt hat, als ihm dasselbe widerfahren war. Was für eine Tragik, wenn jemand Gemeinschaft und Verständnis sucht und keinen anderen Weg dahin findet als etwas, was so einen Schmerz in das Leben des Jungen bringt.</p>
<p>Ich nutze dieses polarisierende Beispiel, weil ich zeigen will, dass abhängig von den Informationen, die wir über die Lage haben, irgendwann immer der Punkt kommt, an dem ersichtlich wird, dass jemand sich für etwas entschieden hat, was er für &#8220;gut&#8221; befindet &#8211; so relativ &#8220;schlecht&#8221; es im Gesamtkontext auch sein mag. Diese Entscheidung wird oft genug von einer Perspektive aus getroffen, die den Gesamtkontext nicht miteinbezieht, so dass was gut gemeint ist zu einer Katastrophe führen kann. Ihr Sinn bleibt trotzdem derselbe: &#8220;Gutes&#8221; tun, zur Schönheit des Lebens beitragen.</p>
<p>Bezüglich der Willensfreiheit heißt das also &#8220;du kannst zwar machen was du willst, aber nicht wollen was du willst.&#8221; Denn was du willst wird immer in irgendeiner Weise damit verbunden sein, dass du das Leben bereichern möchtest. Marshall Rosenberg, der die Gewaltfreie Kommunikation entwickelt hat, macht das explizit, indem er sagt &#8220;Behind every inhuman deed is a human need.&#8221; Bedürfnisse wie Verständnis, Gemeinschaft, Sinn, Autonomie, Intimität, Spaß und Sicherheit drücken Qualitäten aus, die wir wohl alle gerne in unserem Leben haben und für die wir uns entscheiden, wenn wir handeln. Die Entscheidungen könnten dramatische Konsequenzen haben und zu etwas führen, was wir nicht gewollt haben. Aber wie gesagt, der Impuls bleibt der, etwas zu tun, was wir für &#8220;gut&#8221; befinden.</p>
<p>Wenn das so ist, kann man sich fragen, wie kommt es dann, dass unterschiedliche Menschen so verschieden handeln und so verschiedene Entscheidungen treffen. Oder auch, wie kommt es, dass wir zuweilen Dinge tun, die wir uns selbst nicht erklären können. Die so offensichtlich destruktiv scheinen, dass niemand, der aufrichtig daran interessiert wäre, Gutes zu tun, sich je dafür entscheiden könnte.</p>
<p>Meine bisher beste Antwort darauf ist Bewusstseinsentwicklung. Mit Bewusstsein meine ich einfach, meine Kapazität zu merken, was los ist. Und das kann sich auf meine innerpsychischen Prozesse beziehen, auf das was ich mir wünsche, offen, wie verdeckt, aber auch auf die Dynamik der ganzen Welt um mich herum. Von mir selbst zur Familie, zu Freunden, zu Kollegen, zur Gesellschaft, in der ich lebe, zur ganzen Welt. Das Bewusstsein dafür ist in einer ständigen Entwicklung (wenn auch unterschiedlich schnell), einfach weil ich jeden Tag mit mir und der Welt zu tun habe und unterschiedlichen Umständen ausgesetzt bin, die mich auf verschiedene Dinge aufmerksam machen. Je mehr und je bewusster ich das erlebe, also je mehr ich lerne, das, was ich erlebe, auch benennen zu können, desto größer wird mein Bewusstsein, desto mehr relevante Faktoren fließen in meine Entscheidungen mit ein. Und desto wahrscheinlicher, dass meine Entscheidungen wirklich in Harmonie mit dem sind, was ich in die Welt bringen will.</p>
<p>Es gibt eine ganze Reihe von Psychologen, die diese Entwicklung untersuchten haben, unter anderem Robert Keagan, Lawrence Kohlberg, Jean Piaget, Susanne Cook-Greuter, Carol Gilligan, James Fowler, Clare Graves und Don Beck. Davon erfahren habe ich vor allem durch die Literatur von Ken Wilber.</p>
<p>Ein Beispiel für eine relativ simple Entwicklungsbeschreibung ist die der moralischen Entwicklung, untersucht durch Lawrence Kohlberg. Er hat sehr viele Leute gefragt, was sie zu einem moralischen Dilemma sagen und wie sie sich entscheiden würden. Das Dilemma ist, dass dein Lebenspartner todkrank im Bett liegt und du kein Geld hast, die notwendige Medizin zu kaufen. Du könntest sie aber stehlen. Wäre das okay, hättest du ein Recht darauf?</p>
<p>Grundsätzlich gab es drei Antworten: Ja, Nein und Ja. 1. &#8220;Ja, weil ich bestimme, dass es okay ist und ich das will.&#8221; 2. &#8220;Nein, das Gesetz verbietet es, ich kann das nicht tun.&#8221; 3. &#8220;Ja, denn es gibt Situationen, in denen es wichtiger ist, das Leben zu schützen, als das Gesetz zu befolgen. Schließlich hat das Gesetz letztendlich auch den Sinn, das Leben zu schützen.&#8221; Jede der Antworten zeigt ein anderes Maß an Bewusstsein, einfach weil die Begründungen so verschieden sind.</p>
<p>Wurde diese Frage nach einiger Zeit noch einmal gestellt und hatte jemand 2 geantwortet, so gab es bei Veränderung immer nur eine Verschiebung von 2 zu 3 und nie zu 1. Das heißt, wir haben es mit einer Sequenz zu tun, Menschen entwickeln sich durch diese Stufen hindurch und die Reihenfolge ist unumkehrbar. Hat man einmal gelernt, auf mehr zu achten, kann man auch nicht mehr anders, außer es zu berücksichtigen. Wenn man das nicht tut, bekommt man wahrscheinlich ganz schöne Bauchschmerzen.</p>
<p>Eine Art diese Stufen zu benennen wäre egozentrisch, ethnozentrisch und weltzentrisch. Zunächst werden nur die Bedürfnisse berücksichtigt, die direkt am eigenen Körper spürbar erfüllbar sind. Dann kommen die Bedürfnisse der eigenen Gruppe, Nation, Glaubensgemeinde hinzu, deren Berücksichtigung auch wichtig ist, für das eigene Bedürfnis nach Zugehörigkeit. Und schließlich bekommen auch die Bedürfnisse aller Menschen auf der Welt einen Platz im Bewusstsein. Irgendetwas anderes zu tun verbietet die Liebe zum Leben, zu den Menschen, zu dem was ist. Wie gesagt, was das angeht sind wir nicht frei.</p>
<p>Sowohl ethnozentrisch als auch weltzentrisch schließen egozentrisch mit ein. Das heißt die höheren Stufen negieren die niedrigeren nicht, sondern bauen auf ihnen auf. Deswegen muss man sich zunächst bis ethnozentrisch entwickeln, um zu weltzentrisch vorzustoßen. Ich nenne diese sich entwickelnden Kapazitäten auch Bewusstseinsstrukturen, da jede Stufe mit Glaubenssätzen über sich und die Welt einhergeht, so wie ausgedrückt in den Begründungen bei Kohlbergs Studie und diese Glaubenssätze eine Struktur haben.</p>
<p>Es hängt also von der Bewusstseinsstufe ab, was konkret ich meine, wenn ich sage, dass ich etwas für &#8220;gut&#8221; befinde. So lange ich mich vom Bewusstsein her auf egozentrisch befinde, wird mir gar nicht auffallen, das meine Handlungen sehr unangenehme Konsequenzen für andere haben können und ich werde sie von daher nicht daraufhin anpassen. Der Mann, der den Jungen vergewaltigt, handelt definitiv von dieser Stufe aus. Von den Erzählungen her, wo Marshall Rosenberg mit Gefängnis-Insassen gearbeitet hat, die wegen Vergewaltigung verurteilt wurden, weiß ich, dass in dem Moment, in dem dem Täter klar wird, was für ein Leid aus seiner Tat resultiert ist, er sehr unglücklich wird und Wege sucht, zu verhindern, dass das je wieder passiert. Aber bevor er zu dieser Perspektive kommen kann, braucht er Hilfe dabei, die Bedürfnisse zu integrieren, die er aus der egozentrischen Perspektive heraus hat erfüllen wollen. Wie gesagt, egozentrisch ist ein Bestandteil von ethnozentrisch, ist ein Bestandteil von weltzentrisch. Erst wenn ich gut für mich sorge, weiß ich wie ich für andere sorgen kann. Erst dann weiß ich, wie gut es sich anfühlt, gut versorgt zu sein und werde so motiviert sein, das auch in anderen zu erschaffen. Glück ist erst echt, wenn es geteilt wird. Und erst wenn ich das weiß, werde ich für alle sorgen wollen.</p>
<p>Das Thema Bewusstseinsentwicklung ist mit Sicherheit weitaus komplexer und es kann gut sein, dass ich in späteren Artikeln nochmal darauf eingehe zu erzählen, welche Erkenntnisse die Leute hervorgebracht haben, die ich eben alle genannt habe. Ich habe großen Spaß daran und lerne die Welt auf eine andere, liebendere und freiere Art zu sehen. Für den Moment soll dieses simple Modell aber reichen. Das Prinzip ist klar, hoffe ich.</p>
<p>Um es zusammenzufassen: Ich kann zwar machen was ich will, aber nicht wollen was ich will, denn was ich will wird immer sein, das Leben zu bereichern. Was ich als das Leben erkenne und welche Bedürfnisse mir als wichtig erscheinen hängt davon ab, wie entwickelt mein Bewusstsein ist. Das wiederum wird bestimmt dadurch, wieviel Gelegenheit ich hatte, meine eigenen Bedürfnisse zu erkennen und zu integrieren, so dass ich zu den Bedürfnissen anderer aufwachen, sie bemerken kann. Diese Gelegenheiten sind abhängig vom sozialen Kontext. Und um dieses &#8220;Bemerken&#8221; herum entwickeln sich dann Bewusstseinsstrukturen, die aus Regeln, Glaubenssätzen, Ideen, Überzeugungen und Haltungen bestehen. Immer, wenn ich mehr Bedürfnisse erkenne und integriere, ändern sich diese Bewusstseinsstrukturen, werden weiter, umfassender, kohärenter.</p>
<p>Dann wäre da noch die spannende Frage, ob man in der Hirnforschung Wege finden könnte, Korrelate für diese Bewusstseinsstrukturen zu finden. Wahrscheinlich würden die vor allem offensichtlich, wenn es Änderungen gibt. Eine 40 Minuten Empathie-Session kann mehr Integration und Transformation bewirken als 6 Jahre Psychoanalyse, also wäre es sicher spannend zu sehen, ob sich das messen ließe.</p>
<p>Zuletzt noch ein paar Sätze zur Willensfreiheit: Ich glaube, sobald klar ist, dass wir nichts tun können, was wir nicht für gut befinden, wird das kein philosophisches Problem mehr sein. Es ist ungemein beruhigend, zu wissen, dass ich meiner Absicht vertrauen kann &#8211; selbst wenn das Bewusstsein nicht immer mitmacht. Und dass das so ist, wird klar, wenn ich jede meiner Handlungen aus der Perspektive heraus sehen kann, aus der heraus ich mich für sie entschieden habe. Wenn ich den Kontext und die Bedürfnisse sehe, die ich erfüllen wollte. Nur so ist es möglich dazu zu lernen, ohne den Respekt vor sich selbst zu verlieren. Und darauf kommt es doch an.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ein schoenes Weihnachtsgeschenk]]></title>
<link>http://freiheitmachtklug.wordpress.com/2008/12/19/ein-schoenes-weihnachtsgeschenk/</link>
<pubDate>Fri, 19 Dec 2008 03:59:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>riggi</dc:creator>
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<description><![CDATA[hat vorzeitig Oliver Heuler verschenkt. http://www.heulers.de/paedagogik/anti-paedagogik/#more-309 (]]></description>
<content:encoded><![CDATA[hat vorzeitig Oliver Heuler verschenkt. http://www.heulers.de/paedagogik/anti-paedagogik/#more-309 (]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Video: Jenseits von Zuckerbrot und Peitsche]]></title>
<link>http://kifaschule.wordpress.com/2008/12/18/video-jenseits-von-zuckerbrot-und-peitsche/</link>
<pubDate>Thu, 18 Dec 2008 10:49:26 +0000</pubDate>
<dc:creator>KiFaSchuLe</dc:creator>
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<description><![CDATA[Eine kurze Einführung von Oliver Heuler  in das Konzept der Antipädagogik mit gewaltfreier Kommunika]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><div style="margin:5px 0 10px;">Eine kurze Einführung von Oliver Heuler  in das Konzept der Antipädagogik mit gewaltfreier Kommunikation und einer Prise Voluntarismus.</div>
<p><a href="http://exposureroom.com/members/heuler.aspx/assets/69322779e49c4d248c199d5adf43e541/" target="_blank"></a></p>
<div id="attachment_643" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><a href="http://exposureroom.com/members/heuler.aspx/assets/69322779e49c4d248c199d5adf43e541/"><img class="size-full wp-image-643" title="heulervideo-erziehung_s1" src="http://kifaschule.wordpress.com/files/2008/12/heulervideo-erziehung_s1.jpg" alt="Jenseits von Zuckerbrot und Peitsche" width="400" height="295" /></a><p class="wp-caption-text">Jenseits von Zuckerbrot und Peitsche von Oliver Heuler</p></div>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Kooperation und Kettenreaktion]]></title>
<link>http://waswirtunde.wordpress.com/2008/08/19/kooperation-und-kettenreaktion/</link>
<pubDate>Tue, 19 Aug 2008 07:50:14 +0000</pubDate>
<dc:creator>waswirtunde</dc:creator>
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<description><![CDATA[•  Ein Interview mit Kofi Annan zum &#8220;Global Humanitarian Forum&#8221; und der durch Klimawande]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>•  Ein <a href="http://emagazine.credit-suisse.com/app/article/index.cfm?fuseaction=OpenArticle&#38;aoid=237492&#38;coid=120&#38;lang=DE" target="new"><strong>Interview</strong> </a>mit Kofi Annan zum &#8220;<strong>Global Humanitarian Forum</strong>&#8221; und der durch Klimawandel verursachten Kettenreaktion. Quelle: <strong>Credit Suisse</strong>.</p>
<p>•  Die industrielle Agrarproduktion nimmt besonders mit ihren langen Transportwegen und der Tierhaltung Einfluss: <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/133990.klimakiller-landwirtschaft.html" target="new">&#8220;<strong>Klimakiller Landwirtschaft&#8221;?</strong></a>. Quelle: <strong>Neues Deutschland</strong>.</p>
<p>•  <strong>Klimaforschung</strong>: Die Umweltnaturwissenschaftlerin <strong>Michèle Bättig, ETH Zürich</strong>, beschäftigte sich mit dem <strong>Einfluss </strong>der Wissenschaft auf die Klimapolitik, und außerdem mit der <strong>Kooperationsfähigkeit </strong>der internationalen Staatengemeinschaft. <strong>Lesenswert</strong>!, bei <a href="http://www.ethlife.ethz.ch/archive_articles/080819-klimakooperation/index" target="new"><strong>www.ethlife.ethz.ch</strong></a>.</p>
<hr size="1" />•  Die <a href="http://waswirtun.de/projekt.php?catid=73&#38;blogid=6" target="new"><strong>Alternativen</strong></a> Veranstaltungen<strong><em>&#8220;etwas anderes als Olympia tun&#8221;: </em></strong><strong>Gewaltfreie Kommunikation</strong> mit Pferden; Die <strong>Nacht der Sportler</strong> (Krefeld).</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[IIT half-way]]></title>
<link>http://niklasbringtdieweltinordnung.wordpress.com/2008/06/13/iit-half-way/</link>
<pubDate>Fri, 13 Jun 2008 07:21:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>niklasbringtdieweltinordnung</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll: diese Erfahrung ist tief, heilend, erleichternd, inspirier]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll: diese Erfahrung ist tief, heilend, erleichternd, inspirierend, berauschend, beaengstigend, bestaetigend und beruhigend. Ich bin jetzt seit Sonntag mit diesen Menschen zusammen und sehe eine andere Welt. Mein Notizbuch ist voll mit Dingen, die mich inspirieren, die mir aufgefallen sind, die ich aufregend finde und die ich tief in meinem Herzen bewahren moechte. Wovon zur Hoelle rede ich hier?</p>
<p>Freitag-Nacht bin ich in Albuquerque, New Mexico gelandet. Ich habe bei Codie uebernachtet, eine Couchsurferin, die mich selbst so spaet noch abholte. Es war etwas unangenehm mit ihr, weil ich so gerne sie als Person wahrnehmen und hoeren wollte, was fuer sie los ist, was ihre Situation ist. Und ich wusste nicht, wie ich danach fragen sollte, bis wir Samstagabend was Essen waren. Ich sagte, mir kaemen die ganze Zeit Gedanken und Ideen von Themen, die sie interessieren koennten, aber ich traue mich nicht, es zu versuchen. Diese Offenheit half. Sie begann zu erzaehlen, dass sie einsam sei und sich so nach Freundschaft und Menschen sehne, die ihr nah seien. Sie kommt aus Kansas City und ist noch nicht lange in Albuquerque. Und dann hat sie einen Lover hier, mit dem sie sich aber nicht wohl fuehlt, weil sie sich Verlaesslichkeit wuenscht. Und er scheint sich nicht ganz sicher zu sein was er will, aendert seine Meinung ueber die Beziehung. Und dann fuehlt sie sich wirklich einsam und aengstlich. Ich habe ihr zugehoert und sie war sehr dankbar dafuer. Ich hatte auch echt keine Schwierigkeiten dazu Bezug zu finden, denn diese Situation kenne ich.</p>
<p>Am Sonntagabend begann das International Intensive Training in Gewaltfreier Kommunikation. Ich moechte nicht in Details gehen, sondern einfach aufschreiben, was mich bewegt.</p>
<p>Zum ersten mal finde ich eine Gruppe von Menschen, wo ich vollkommenes Vertrauen in mir spuere, dass zaehlt, wie es mir geht. Dass ich wie ich bin, so sein kann. Und mir ist bewusst, wie schwer es mir faellt mit Vertrauen zu empfangen, was andere mir geben. Ich habe so eine Angst davor, dahinter steckt nicht Liebe sondern die Forderung, dass ich was zurueckgeben muss, selbst wenn ich nicht will. Und das tut sehr weh. Das ist mir heute aufgegangen.</p>
<p>Ich bin so begeistert darueber, wie viele tiefe und leichte Unterhaltungen ich hier schon hatte. Wie leicht es geht, wirklich praesent zu sein und zu fuehlen, was in der anderen Person JETZT gerade vor sich geht. Ich fuehl mich hoffnungsvoll, bin geruehrt, bin interessiert, froh. Das hier gibt mir sehr viel Gelegenheit zu lernen, wie ich so leben kann, wie ich wirklich will. Wie ich so sein kann, dass es meine tiefsten Ueberzeugungen und Traeume widerspiegelt. Dass ich integer bin! Und ich moechte nichts mehr als das.</p>
<p>Mir ist aufgefallen, dass die Sicherheit, die ich hier spuere, daher kommt, dass die Spiritualitaet hinter der Gewaltfreien Kommunikation (GfK), das heisst die Antwort auf die Frage &#8220;Wie wollen wir wirklich leben?&#8221;, die Verbindung, die emotionale Naehe und Einfuehlung ueber alles andere stellt. Das heisst, waehrend in gewoehnlichen Konversationen irgendeine Art Wissen vermittelt wird, oder eine Geschichte geteilt wird und man sich dafuer unterhaelt, kommt es hier so oft vor, dass allein das zu teilen, was gerade los ist, schon so bereichernd ist, dass man vollauf zufrieden damit ist. Ich muss nichts damit tun. Ich kann einfach damit sein und es geniessen. Und ich weiss nicht, ob ich je etwas schoeneres erlebt habe als das. Fuer mich ist das Liebe in Praxis.</p>
<p>Was ich ganz besonders feiere ist, dass ich Marshall Rosenberg, den Entwickler der GfK, besser kennenlerne. Ich liebe seine Arbeit und bin sehr dankbar dafuer. Dennoch, wenn ich mit ihm einzeln spreche, fuehlte ich mich nervoes. Und ich wollte wissen wieso. Mir fiel auf, dass ich nie gehoert hatte, dass Marshall seine Verletzbarkeit und Menschlichkeit gezeigt haette, indem er teilt, was gerade in ihm vorgeht. Heute Morgen, beim &#8220;Remembering&#8221;, einer Session, bei der wir uns einfach daran erinnern, was uns heilig ist, was wir wirklich wollen im Leben, was unser Herz bewegt, habe ich geteilt, wie ich in einem Buchladen in Montreal ein Buch ueber Verschwoerungstheorien in der Hand hatte. Ein Kapitel bezog sich auf Holocaust-Leugner. Und als ich sah, was diese Leute meinten, dachte ich nur, wie ich wuenschte, dass sie Recht haetten. Traenen kamen hoch und ich sagte, wie tief mein Schmerz darueber ist, dass so viele Menschen in Nazi-Deutschland litten und starben.</p>
<p>Das brachte Marshall dazu, zu teilen, dass er eines Tages, 9 Jahre alt, von Mitschuelern verpruegelt nach Hause kam, weil er Jude war. Sein Onkel, der helfen wollte, meinte, dass er von Glueck reden kann, nicht in Deutschland zu sein, da er dort mit Sicherheit in einem Ofen gelandet waere. Das half nicht gerade. Marshall sagte dann mit gebrochener Stimme, wie gesegnet er sich fuehlt, lange in Deutschland gearbeitet und nie etwas anderes als Liebe empfangen zu haben.</p>
<p>Nach der Session sagte ich ihm, dass das genau das war, was ich mir gewuenscht hatte. Dass ich seine Menschlichkeit sehen will. Dass ich nervoes bin, wenn ich nicht weiss, was ihm gerade wichtig ist, weil es sich dann so anfuehlt als gaebe es keinen Raum fuer mich in seinem Leben. Und auch fuer niemand anderen beim IIT. Er war so dankbar dafuer. Er sagte, es fuehle sich so gut an, dass ich das wissen will, dass mich das interessiert. Und wir umarmten uns.</p>
<p>Danach kam es mir so vor, als sei er sehr viel leichter und er zeigte mehr und mehr von sich. Es hat mich sehr beruehrt und macht so viel mehr Spass ihn als Mensch denn als Meister zu sehen. Und er meinte auch, auf einem Podest zu stehen macht einfach keinen Spass.</p>
<p>Das ist nur eine von vielen Erfahrungen, die ich hier mache. Ich merke, wie viel leichter es mir faellt, empathisch zu sein, statt zu rechtfertigen oder Leute mit meinen Gedanken zu langweilen, wenn sie nicht mit meinem Herzen verbunden sind. Wie wir hier reden mag fuer viele etwas merkwuerdig klingen, aber es ist so schoen fuer mich, weil ich so sehr effizient und to-the-point sagen kann, was in mir lebt und gesagt werden will.</p>
<p>Ich habe die Hoffnung auf eine weltweilte Community von Leuten, die eine Menge Kraft und Leidenschaft fuer eine Welt haben, in welcher jeder Mensch zaehlt. Und zwar dafuer, dass er Mensch und lebendig ist. Mehr braucht es nicht. Ich sehe, wie Beziehungen hier an Kraft gewinnen durch die Tage und rechne damit, dass meine skype-Liste sehr viel laenger wird. Ich wuensche es mir.</p>
<p>Es bleiben noch vier Tage. Ich geniesse jede Stunde davon. Ich sende euch meine Praesenz, meine Kraft, meine Liebe und mein Mitgefuehl.</p>
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