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	<title>gottesbeweis &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/gottesbeweis/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "gottesbeweis"</description>
	<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 17:02:28 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Beweis, dass Gott nicht existiert - in 3 Minuten]]></title>
<link>http://giordanobrunostiftung.wordpress.com/2009/11/23/beweis-dass-gott-nicht-existiert-in-3-minuten/</link>
<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 19:13:36 +0000</pubDate>
<dc:creator>Bruno</dc:creator>
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<description><![CDATA[]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/2KxHD6o259I&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/2KxHD6o259I&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Der Rheinische Merkur interviewte einen Papst-Berater, und alles was sie kriegten war dieses lausige Argument]]></title>
<link>http://skydaddy.wordpress.com/2009/11/14/der-rheinische-merkur-interviewte-einen-papst-berater-und-alles-was-sie-kriegten-war-dieses-lausige-argument/</link>
<pubDate>Sat, 14 Nov 2009 16:39:42 +0000</pubDate>
<dc:creator>skydaddy</dc:creator>
<guid>http://skydaddy.wordpress.com/2009/11/14/der-rheinische-merkur-interviewte-einen-papst-berater-und-alles-was-sie-kriegten-war-dieses-lausige-argument/</guid>
<description><![CDATA[Der Rheinische Merkur bringt diese Woche ein Interview mit dem Philosophen und Papst-Berater Robert ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Der <a href="http://www.merkur.de/" target="_blank">Rheinische Merkur</a> bringt diese Woche ein <a href="http://www.merkur.de/2009_46__Wie_ein_Kino_oh.38357.0.html?&#38;no_cache=1" target="_blank">Interview</a> mit dem Philosophen und Papst-Berater Robert Spaemann. Dabei geht es auch um das Buch <strong>&#8220;Der Gotteswahn&#8221; von Richard Dawkins</strong>.</p>
<blockquote><p><strong>RM: </strong>Der Glaube an einen Schöpfergott ist also durchaus vereinbar mit der Evolutionstheorie?</p>
<p><strong>Spaemann: </strong>Ein Gottesargument ist die Evolutionstheorie selbst. Wir glauben zu wissen, wie der Mensch im Laufe der Jahrmillionen entstanden ist. Dann taucht die Frage auf, wie es kommt, dass ein vollkommen bedingtes materielles Wesen in sich den Gedanken von Unbedingtheit, von Wahrheit und von dem in sich Guten hat. Ich denke an Maximilian Kolbe, der im KZ sein Leben opfert für einen Familienvater, der am Leben bleibt, weil Kolbe stellvertretend für ihn in den Tod geht. [...] Die Evolutionsbiologen haben dafür keine Erklärung. Das ist ein Sprung. Eine plausible Erklärung gibt es nur dann dafür, wenn man einen Schöpfergott annimmt, der die ganze Evolution in Gang gesetzt hat.</p></blockquote>
<div><strong>Man fragt sich, ob Spaemann Dawkins tatsächlich gelesen hat.</strong> In &#8220;Der Gotteswahn&#8221; geht Dawkins in den Kapiteln &#8220;Die Wurzeln der Religion&#8221; und &#8220;Die Wurzeln der Moral: Warum sind wir gut?&#8221; auf 90 Seiten darauf ein, wie Evolution, wie &#8220;das egoistische Gen&#8221; &#8211; ein Begriff, den Dawkins selbst geprägt hat &#8211; altruistisches Verhalten hervorbringen kann.</div>
<div> </div>
<div>Ich versuche es kürzer zu machen: Als hätter er Spaemanns Kolbe-Beispiel vorhergesehen, zeigt Dawkins zunächst anhand des &#8220;Selbstmords&#8221; von Motten, die in offene Flammen fliegen, dass offensichtlich unvorteilhaftes Verhalten eine &#8220;Nebenwirkung&#8221; ursprünglich nützlicher &#8220;Faustregeln&#8221; sein kann. (Bei den Motten ist dies die Regel, immer im gleichen Winkel zu einer Lichtquelle zu fliegen. Über Jahrmillionen gab es nur den Mond und Sterne als Lichtquellen &#8211; die sind so weit weg, dass die Motte bei Anwendung dieser Regel geradeaus fliegt. Das Aufkommen von künstlichen Lichtquellen in &#8220;jüngerer&#8221; Zeit führt dazu, dass die Motte bei Anwendung dieser Regel spiralförmig in die Lichtquelle fliegt.)</div>
<div> </div>
<div>Als nächstes weist Dawkins darauf hin, dass das &#8220;egoistische&#8221; Gen seinen Träger durchaus zu altruistischem, also uneigennützigem Verhalten programmieren kann. Er nennt das Beispiel, dass Eltern für ihre Kinder sorgen oder Verwandten einen Gefallen zu tun. Diese sind ja mit hoher wahrscheinlichkeit Träger derselben Gene.</div>
<div> </div>
<div>Außer diesem &#8220;genetischen&#8221; Grund für Altruismus nennt Dawkins noch vier weitere Gründe für selbstloses Verhalten. Es reicht hier aber, sich zu vergegenwärtigen, dass Menschen über zigtausende von Jahren in relativ kleinen Gruppen zusammengelebt haben, und dass altruistisches Verhalten dabei aus genetischen oder sozialen Gründen vorteilhaft war. Der Umstand, dass Menschen heute in Städten leben, &#8220;wo sie nicht ihre Verwandten um sich haben und jeden Tag mit Personen zusammentreffen, die sie nie wieder sehen&#8221;, ist aus Sicht der Evolution erst vor so kurzer Zeitaufgetreten, dass die unbewussten &#8220;Faustregeln&#8221; &#8211; sei gegenüber Deinen Mitmenschen selbstlos &#8211; immer noch wirken. So wie bei der Motte.</div>
<div> </div>
<div><strong>Es stimmt also nicht, wenn Spaemann behauptet, Evolutionsbiologen hätten keine Erklärung für Verhalten wie das von Pater Kolbe.</strong> Einmal mehr wird Richard Dawkins mit einem &#8220;Argument&#8221; kritisiert, das er in &#8220;Der Gotteswahn&#8221; bereits widerlegt hat.</div>
<div> </div>
<div>Übrigens: Selbst, wenn es wahr wäre, dass es (noch) keine wissenschaftliche Erklärung für, nun ja, irgend etwas gäbe, so lässt sich daraus doch nie und nimmer der Schluss ziehen, Gott müsse dahinter stecken. Und selbst wenn &#8211; welcher Gott sollte das sein? Wotan? Zeus? – Spaemann präsentiert hier das Argument des &#8220;Lückenbüßer-Gottes&#8221; (&#8220;god of the gaps&#8221;) – viel Spaß damit! Rückzugsgefechte aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse sind vorprogrammiert.</div>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der ultimative Gottesbeweis]]></title>
<link>http://webbaer.wordpress.com/2009/08/01/der-ultimative-gottesbeweis/</link>
<pubDate>Sat, 01 Aug 2009 13:53:31 +0000</pubDate>
<dc:creator>webbaer</dc:creator>
<guid>http://webbaer.wordpress.com/2009/08/01/der-ultimative-gottesbeweis/</guid>
<description><![CDATA[Dieser Gottesbeweis wird möglicherweise nicht jeden befriedigen, er ist allerdings ultimativ. Q: Bet]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img class="alignright size-full wp-image-398" title="god" src="http://webbaer.wordpress.com/files/2009/08/god.jpg" alt="god" width="140" height="107" />Dieser <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gottesbeweis" target="_blank">Gottesbeweis</a> wird möglicherweise nicht jeden befriedigen, er ist allerdings ultimativ.</p>
<p><strong>Q:</strong> Betrachten wir die Welt, was wissen wir über diese? <strong>A:</strong> Nicht viel, aber wir wissen: &#8220;Etwas ist&#8221;.<br />
<!--more--><br />
Wir wissen also nicht etwa, dass es Menschen gibt oder dass wir menschliche Wesen sind (wir könnten beispielsweise auch rekonvaleszierende kosmische Schwarzwale aus für uns nicht vorstellbaren Uni- oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Multiversum" target="_blank">Multiversen</a> sein, deren Therapie von einem künstlichen Menschsein begleitet wird), sondern nur, dass es etwas gibt. Dieses Etwas ist zudem nicht statisch, sondern dynamisch. Formen wir dieses Wissen um, dann können wir sicher das Vorhandensein von Zustandsmengen feststellen, auf die Regelmengen [1] angewendet werden. Die Anwendung der Regelmengen ist als Betrieb zu verstehen, das heißt es gibt einen Betreiber [2]; diesen Betreiber nennt der Mensch traditionell <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gott" target="_blank">Gott</a>.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-399" title="Gerd Lüdemann" src="http://webbaer.wordpress.com/files/2009/08/luedemann.jpg" alt="Gerd Lüdemann" width="110" height="124" />Es muss angemerkt werden, dass wir &#8211; aus wissenschaftlicher Sicht - wenig [3] über die Beschaffenheit Gottes wissen. Dennoch scheint klar woher die natürliche Spiritualität der Menschen kommt, die unter anderem politisch ausgebeutet worden ist, und dass der Atheismus, freundlich formuliert,  auf ganz dünnen Beinen steht. Übrigens ist dieser Gottesbeweis der einzige mögliche Angriffspunkt, der aus Sicht der Religiösen dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Agnostizismus" target="_blank">Agnostizismus</a> zugewiesen werden kann. Dennoch rät der Autor nicht zum <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ignostizismus#Ignostizismus_oder_Apathischer_Agnostizismus" target="_blank">Ignostizismus</a>.</p>
<p>Warum Gott die Welt betreibt und ob Gott selbst betrieben wird, erfahren Sie im nächsten <span style="color:#808000;">Webbär, <span style="color:#000000;">bleiben Sie uns gewogen&#8230;</span></span></p>
<hr />
<p>[1] Zustands- und Regelmengen können miteinander verwoben sein.<br />
[2] Der Betrieb und die genannten Mengen können miteinander verwoben sein.<br />
[3] Wir wissen etwas im Rahmen unserer Beschäftigung mit den genannten Mengen, welche wir Physik (altgriechisch für Natur) nennen.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Das Wunder der Albertina]]></title>
<link>http://dachbausuenden.wordpress.com/2009/07/15/das-wunder-der-albertina/</link>
<pubDate>Wed, 15 Jul 2009 08:31:22 +0000</pubDate>
<dc:creator>Peter N.</dc:creator>
<guid>http://dachbausuenden.wordpress.com/2009/07/15/das-wunder-der-albertina/</guid>
<description><![CDATA[Bild von Ramon2002 Für den Direktor der Albertina, Klaus Albrecht Schröder, war es nicht nur ein ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img class="alignnone" src="http://farm3.static.flickr.com/2151/2224164588_68d4b7a757.jpg?v=0" alt="" width="500" height="337" /></p>
<p>Bild von <a title="Link to Ramon2002's photostream" href="http://www.flickr.com/photos/18228804@N00/"><strong>Ramon2002</strong></a></p>
<p><strong><a href="http://derstandard.at/fs/1245820352139/Mit-Video-Das-Albertina-Depot-ist-nicht-bombensicher" target="_blank">Für den Direktor der Albertina, Klaus Albrecht Schröder, war es nicht nur ein &#8220;kleines Wunder&#8221;, sondern &#8220;so etwas wie ein moderner Gottesbeweis&#8221;, dass bei dem Wassereinbruch in der Albertina vor drei Wochen kein Schaden an den unbezahlbaren Kunstwerken enstanden ist</a>.</strong> Wie viele andere sehe ich freilich weit prosaischere Gründe, warum die Arbeiten unbeschadet gerettet werden konnten. Was Schröder als eine rein atavistische, also eigentlich überholte, Vorsichtsmaßnahme bezeichnet hat, nämlich, dass über den Regalen mit den Kassetten, in denen die Kunstwerke gelagert wurden, schützende Blechdächer angebracht worden waren, das verhinderte eine Katastrophe.</p>
<p><strong>Diese Blechdächer lenkten das eintretende Wasser von den Regalen ab.</strong> Für ihre Anbringung verantwortlich zeichnet der ehemalige Vizedirektor der Albertina bis 2007, Alfred Weidinger, der mit dem Bauprojekt betraut war und auch ein Warnsystem, das etwaigen Wassereinbruch meldet, und eine Pumpanlage anschaffen ließ. Weidinger hatte für das Depot sogar eine bombensichere Decke gefordert, war aber aus Kostengründen damit abgeblitzt. Falls die Republik sich im Zuge der wundersamen Rettung jedenfalls zur Vergabe von Ehrungen und Medaillien genötigt fühlt, der vorausschauende Weidinger sollte sicher als einer der ersten bedacht werden. &#8220;Seine&#8221; Blechdächer, die als atavistisch und seltsam bezeichnet wurden, sind in diesem Fall die wahren Retter.</p>
<p><strong>Das Dach des Depots wurde nach der Ö-Norm für Flachdächer errichtet und galt, wenn schon nicht als bombensicher, so doch wenigstens als wasserundurchlässig.</strong> Mittlerweile scheint der Grund geklärt zu sein, warum trotzdem 2.100 Liter Regenwasser in das Depot eindringen konnten. <a href="http://kurier.at/kultur/1923197.php" target="_blank">Vier daumengröße Löcher, die im Zuge der Bauarbeiten in der Isolierungsschicht durch Werkzeugeinsatz entstanden sind, dürften Schuld an der Misere haben</a>. Wie bei einem derart sensiblen Projekt so gepfuscht werden kann, dass 950.000 Kunstwerke in solche Gefahr geraten können, dieser Frage werden sich wohl bald die Gerichte widmen&#8230;</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Thomas, der Zweifler]]></title>
<link>http://jobo72.wordpress.com/2009/07/03/thomas-der-zweifler/</link>
<pubDate>Fri, 03 Jul 2009 07:58:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>jobo72</dc:creator>
<guid>http://jobo72.wordpress.com/2009/07/03/thomas-der-zweifler/</guid>
<description><![CDATA[Thomas ist der Apostel mit dem wohl modernsten Zugang zum Herrn: Er glaubt nur, wenn er den empirisc]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Thomas ist der Apostel mit dem wohl modernsten Zugang zum Herrn: Er glaubt nur, wenn er den empirischen Beweis für den Inhalt des Glaubens erhält. Als die anderen Jünger ihm von ihrer Begegnung mit dem Auferstandenen berichten, entgegnet er: „Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht.“ (Joh 20, 25) Wer wollte ihm diesen Zweifel verdenken? Am wenigsten wohl die Kirche, deren bedeutendste Heilige die Anfechtung des Zweifels kennen lernten. Sie feiert heute das Fest des „ungläubigen“ Thomas.</p>
<p>Seit Bacons Begründung der modernen Erfahrungswissenschaft, die in der Induktion ihr Schlüsselmoment der Erkenntnisgewinnung birgt, glauben Menschen, nur noch das wissen zu können, was sich sinnlich erfassen lässt. Der moderne Mensch neigt weiterhin dazu, sich durch Reduktion auf sinnliche Erfahrung einen schlichten Bezug zur Immanenz der Welt aufzubauen und die Beziehung zur Transzendenz abzubrechen. So kann er sich der Zweifel entledigen, die mit dem religiösen Glauben für ein Sinnenwesen notwendig verknüpft sind. Manche meinen gar, durch die Verbindung von Erfahrung und Erkenntnis zu wissen, dass man nicht glauben kann, was sich nicht sinnlich erfassen lässt.</p>
<p>Thomas erhält auf seine zweifelnde Anfrage eine Antwort in gleicher Münze: eine sinnliche Erfahrung. Jesus sagt ihm: „Streck deinen Finger aus &#8211; hier sind meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!“ (Joh 20, 27). Thomas’ Glaube („Mein Herr und mein Gott!“, Joh 20, 28) ist Resultat dieser Erfahrung („Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du.“, Joh 20, 29). Wie groß ist unsere Sehnsucht nach solch einer Erfahrung, die alle Zweifel ein für alle mal beseitigt! Doch Jesus selbst erteilt ihr eine Absage: „Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.“ (Joh 20, 29). Was wäre das auch für ein „Glaube“, wenn ihm die gleiche epistemische Gewissheit innewohnte wie der Erkenntnis, dass Gras grün ist! Und: Wären wir wirklich einen Schritt weiter, wenn wir eine direkte sinnliche Erfahrung Gottes machten? Würden wir nicht eher an unserem Verstand zweifeln, als uns dadurch des Glaubens vergewissern zu können? Gotteserfahrung geht anders, sie ist mittelbar, verschleiert, schwer verständlich. Sie lässt Raum für Zweifel – und Glauben. Die biblische Offenbarung kann eine Quelle dieser Erfahrung sein, die Kirche mit ihren Heiligen, aber auch der Mitmensch, durch den Gott uns anspricht. Dem „Thomas in uns“, der nach Gewissheit schreit, lässt sich sagen: Gott darf nicht bewiesen werden, selbst wenn dies leicht wäre. Gott muss bezeugt werden, auch wenn es schwer fällt.</p>
<p>(Josef Bordat)</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ist die Nichtexistenz Gottes schon bewiesen?]]></title>
<link>http://feuerbringer.com/2009/05/29/ist-die-nichtexistenz-gottes-schon-bewiesen/</link>
<pubDate>Fri, 29 May 2009 23:45:51 +0000</pubDate>
<dc:creator>derautor</dc:creator>
<guid>http://feuerbringer.com/2009/05/29/ist-die-nichtexistenz-gottes-schon-bewiesen/</guid>
<description><![CDATA[Diesen Beitrag hatte ich ursprünglich für die &#8220;Achse des Guten&#8221; geschrieben, wo man den ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img class="alignleft size-full wp-image-924" style="margin:10px;" title="Hinterfrage alles!" src="http://feuerbringer.wordpress.com/files/2009/05/question-everything1.jpg" alt="Hinterfrage alles!" width="212" height="151" />Diesen Beitrag hatte ich ursprünglich für die &#8220;Achse des Guten&#8221; geschrieben, wo man den Atheismus, vor allem in der Ausprägung der Giordano Bruno Stiftung, gerne mal als Ideologie darstellt. Zum Beispiel in diesem seltsamen <a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/durchgeknallte_atheisten/" target="_blank">Gastartikel von Alan Posener</a> oder in jenem hier <a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/dr_nathan_warszawski_es_geht_ein_bus_auf_die_reise/" target="_blank">von Nathan Warzawski</a> (der paradoxerweise dem Förderkreis der GBS angehört&#8230;). Das Thema des Beitrags lautet: Ist Gottes Nichexistenz beweisbar?<!--more--></p>
<p>Leider hat die achgut-Redaktion kein Interesse an meinem Beitrag gezeigt. Ich muss wohl ein böser Atheist sein, der im Geheimen Drachen beschwört und Christenkinder verspeist. Während ich mich mit diesem schlimmen Schicksal arrangiere, dürft ihr euch am folgenden Beitrag erfreuen:</p>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 		A:link { so-language: zxx } --></p>
<p style="margin-bottom:0;">Der Atheismus wird gerne als eine Ersatzreligion oder Ideologie dargestellt, jüngst etwa <span style="color:#000080;"><span lang="zxx"><span style="text-decoration:underline;"><a href="http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,618676,00.html">von Bischof Mixa</a></span></span></span>. Stalin, Mao und Konsorten hätten dieser Logik zufolge ihre Völkermorde darum begangen, weil sie nicht an Jungferngeburt und unbefleckte Empfängnis glaubten – als würde jemand, der die Gottesbeweise und religiöse Dogmen für wenig überzeugend hält, daraus folgern, er müsse nun ganz viele Menschen töten. Richard Dawkins hat darauf eine <span style="color:#000080;"><span lang="zxx"><span style="text-decoration:underline;"><a href="http://www.youtube.com/watch?v=2FARDDcdFaQ">passende Antwort</a></span></span></span> gefunden, als er anmerkte, dass Stalin und Hitler auch Schnurrbärte hatten und niemand behauptet, dass sie wegen ihrer gemeinsamen Schnurrbärte Verbrechen verübten (abgesehen davon war Hitler kein Atheist).</p>
<p style="margin-bottom:0;">Henryk Broder drückt seine Kritik am Atheismus <span style="color:#000080;"><span lang="zxx"><span style="text-decoration:underline;"><a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/spotlight/hildegard_von_bingen_gott_und_ich/">so aus</a></span></span></span>: „Später wurde ich Agnostiker, aus Gründen der Logik: Wenn man nicht beweisen kann, dass es Gott gibt, kann man auch nicht beweisen, dass es ihn nicht gibt.“ Es tut mir leid, Herr Broder, aber so logisch ist das keineswegs. Wie der Philosophieprofessor <span style="color:#000080;"><span lang="zxx"><span style="text-decoration:underline;"><a href="http://hpd.de/node/3458">Steven D. Hales sagte</a></span></span></span>: „Raten Sie einmal, wie viele professionelle Logiker denken, dass man Nichtexistenz nicht beweisen könne? So ist es: Kein Einziger.“ Entweder wir können gar nichts beweisen, inklusive unserer eigenen Existenz und der Existenz dieses Universums (und so argumentieren Philosophen, die Herrn Broders Meinung teilen), oder wir können auch die Nichtexistenz Gottes beweisen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">In der Wissenschaft geht man davon aus, dass etwas, für das es keine Belege gibt, nicht existiert. Eine sinnvolle Annahme, denn die Alternative läuft darauf hinaus, dass wir von der Existenz von absolut allem ausgehen müssten. Gespenster, Gnome, Trolle, Big Foot und fliegende Spaghettimonster würden in einer solchen Welt freudig herumtollen. Es läge in diesem Fall an den Wissenschaftlern zu beweisen, dass all diese Dinge nicht existieren. Eine praktisch unmögliche Aufgabe. Alleine, um Big Foot zu widerlegen, müssten Wissenschaftler hinter jeden einzelnen Baum auf diesem Planeten gleichzeitig nachsehen, ob er sich dahinter verbirgt.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Stattdessen sagt man, dass derjenige, der eine Existenzbehauptung aufstellt, diese auch beweisen muss. Das ist religiösen Menschen in den letzten 200 000 Jahren seit der Existenz von Homo Sapiens mit Gott nicht geglückt. Ich wünsche ihnen viel Glück für die Zukunft und bleibe bis dahin Atheist.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><strong>Hinweis</strong>: Der Physiker Victor Stenger glaubt, dass man die Nichtexistenz zumindest des christlichen Gottes auch empirisch beweisen kann, nicht nur logisch. Er führt diesen Gedanken in seinem Buch <a href="http://books.google.de/books?id=m-ZUAgAACAAJ&#38;dq=Victor+J+Stenger&#38;source=an&#38;hl=de&#38;ei=mCQhSs6TDJaGsAbkvcTMBg&#38;sa=X&#38;oi=book_result&#38;ct=result&#38;resnum=6" target="_blank">God: The Failed Hypothesis</a> weiter aus.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[&raquo;Ich misstraue jedem Gottesbeweis&laquo;]]></title>
<link>http://blog.thebrights.de/2009/05/20/ich-misstraue-jedem-gottesbeweis/</link>
<pubDate>Wed, 20 May 2009 07:27:41 +0000</pubDate>
<dc:creator>nickpol</dc:creator>
<guid>http://blog.thebrights.de/2009/05/20/ich-misstraue-jedem-gottesbeweis/</guid>
<description><![CDATA[Richard David Precht (2009), wikipedia Philosoph Richard David Precht und die Darwinismus-Debatte Nü]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Richard David Precht (2009), wikipedia Philosoph Richard David Precht und die Darwinismus-Debatte Nü]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Godcam - man weiß ja nie!]]></title>
<link>http://adhsinfo.wordpress.com/2009/05/07/godcam-man-weis-ja-nie/</link>
<pubDate>Thu, 07 May 2009 10:55:12 +0000</pubDate>
<dc:creator>Achter</dc:creator>
<guid>http://adhsinfo.wordpress.com/2009/05/07/godcam-man-weis-ja-nie/</guid>
<description><![CDATA[Für den Fall daß &#8216;ER&#8217; sich irgendwann als existent outet sollten meine Leser zu den alle]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="text-align:justify;">Für den Fall daß <strong>&#8216;ER&#8217;</strong> sich irgendwann als existent outet sollten meine Leser zu den allerersten gehören, die´s erfahren! Daher  habe ich die  Godcam (= Gott-Kamera) eingebettet, eine Art SETI für Agnosten.  Diese Live-Übertragung steht rund um die Uhr zur Verfügung &#8211; also öfter reinschauen, vielleicht tut sich mal was &#8230;(von <em><a href="http://machineslikeus.com/godcam.html" target="_blank">mlu</a></em>)</p>
<p><img class="aligncenter" title="http://machineslikeus.com/images/GodCam.jpg" src="http://machineslikeus.com/images/GodCam.jpg" alt="" width="505" height="267" /></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ein-und Ausfälle - Descartes und sein Gottesbeweis]]></title>
<link>http://klheitmann.com/2009/04/18/ein-und-ausfalle-descartes-und-sein-gottesbeweis/</link>
<pubDate>Sat, 18 Apr 2009 18:21:33 +0000</pubDate>
<dc:creator>heitmann</dc:creator>
<guid>http://klheitmann.com/2009/04/18/ein-und-ausfalle-descartes-und-sein-gottesbeweis/</guid>
<description><![CDATA[Descartes meinte, man könne die gedanklichen Probleme so lange zerlegen, bis lauter kleine und einfa]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Descartes meinte, man könne die gedanklichen Probleme so lange zerlegen, bis lauter kleine und einfa]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Gottesnichtbeweis]]></title>
<link>http://naturalismuskritik.wordpress.com/2009/03/13/gottesnichtbeweis/</link>
<pubDate>Fri, 13 Mar 2009 08:10:21 +0000</pubDate>
<dc:creator>BK</dc:creator>
<guid>http://naturalismuskritik.wordpress.com/2009/03/13/gottesnichtbeweis/</guid>
<description><![CDATA[Hans Jürgen Luibl schreibt im Sonntagsblatt: „Dabei ist ID nichts anderes als ein versteckter Gottes]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Hans Jürgen Luibl schreibt im Sonntagsblatt: „Dabei ist ID nichts anderes als ein versteckter Gottes]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ist Gott magnetisch?]]></title>
<link>http://larpronomicon.wordpress.com/2009/02/05/ist-gott-magnetisch/</link>
<pubDate>Thu, 05 Feb 2009 15:48:54 +0000</pubDate>
<dc:creator>Andy</dc:creator>
<guid>http://larpronomicon.wordpress.com/2009/02/05/ist-gott-magnetisch/</guid>
<description><![CDATA[Bedingt durch die aktuelle Diskussion über Religion ist mir wieder etwas in den Sinn gekommen, was m]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Bedingt durch die aktuelle Diskussion über Religion ist mir wieder etwas in den Sinn gekommen, was m]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Gottesbeweis - oder regiert der Zufall?]]></title>
<link>http://24lightyears.wordpress.com/2008/11/12/gottesbeweis-oder-regiert-der-zufall/</link>
<pubDate>Wed, 12 Nov 2008 22:16:35 +0000</pubDate>
<dc:creator>Cauti</dc:creator>
<guid>http://24lightyears.wordpress.com/2008/11/12/gottesbeweis-oder-regiert-der-zufall/</guid>
<description><![CDATA[Einem Menschen in diesem Universum bleibt nichts übrig als an Gott zu glauben. Oder an den Zufall. O]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><blockquote><p>Einem Menschen in diesem Universum bleibt nichts übrig als an Gott zu glauben. Oder an den Zufall. Oder an beides.</p></blockquote>
<p style="text-align:center;"><a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/9/9d/Destruction_of_Leviathan.png/482px-Destruction_of_Leviathan.png"><img class="aligncenter" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/9/9d/Destruction_of_Leviathan.png/482px-Destruction_of_Leviathan.png" alt="" width="434" height="540" /></a></p>
<p>Mein Gedankenexperiment befasst sich mit der grundlegenden und rein intuitiven Annahme, dass das Universum vollkommen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Determinismus">deterministisch</a> ist. Überall herrscht das Ursache-Wirkungs-Prinzip. Nach dieser Annahme existiert keine Wirkung ohne eine Ursache zu haben.</p>
<p>Dieser Annahme wird wohl jeder logisch denkende Mensch zustimmen. Ich interessiere mich für Astronomie, weil ich im Kindesalter mit meinem Vater Star Trek geschaut habe. Ich habe im Kindesalter mit meinem Vater Star trek geschaut, weil ihn Science Fiction fasziniert. Science Fiction fasziniert ihn, weil er viel liest. Und so weiter. So kann man durch das Ursache-Wirkungs-Prinzip, vorausgesetzt das Universum ist vollkommen deterministisch, alle Wirkungen aus ihren Ursachen ableiten.</p>
<p>Dies führt uns aber zu einem Problem, liese sich alles streng ableiten, wären wir dann nicht einfach Marionetten eines Grundzustandes unseres Universums? Diese sich ergebende Konsequenz wird als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Laplacescher_D%C3%A4mon">Laplace`scher Dämon</a> bezeichnet. Dieses fiktive &#8220;Überwesen&#8221; könnte in einem vollkommen deterministischen Universum allein aus allen Naturgesetzen und Initialbedingungen jeden zukünftigen und vergangenen Zustand bestimmen.</p>
<p><a href="http://24lightyears.files.wordpress.com/2008/11/determinstisch1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-258" title="determinstisch1" src="http://24lightyears.wordpress.com/files/2008/11/determinstisch1.jpg" alt="determinstisch1" width="461" height="271" /></a></p>
<p>Dass dies praktikabel nicht möglich ist, war Laplace selbst bewusst. Von ihm stammt das Zitat:</p>
<blockquote><p><em>„Wir müssen also den gegenwärtigen Zustand des Universums als Folge eines früheren Zustandes ansehen und als Ursache des Zustandes, der danach kommt. Eine Intelligenz, die in einem gegebenen Augenblick alle Kräfte kennte, mit denen die Welt begabt ist, und die gegenwärtige Lage der Gebilde, die sie zusammensetzen, und die überdies umfassend genug wäre, diese Kenntnisse der Analyse zu unterwerfen, würde in der gleichen Formel die Bewegungen der größten Himmelskörper und die des leichtesten Atoms einbegreifen. Nichts wäre für sie ungewiss, Zukunft und Vergangenheit lägen klar vor ihren Augen.“</em></p></blockquote>
<p>Diesem Überwesen (wäre es ein physikalisches Objekt) ist es, aus heutigem Stand der Wissenschaft, aus mehreren physikalischen und mathematischen Gründen allerdings nicht möglich alle Zustände abzuleiten. Allein aus der Relativitätstheorie geht hervor, dass sich Informationen nur mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten, und sich demnach ein Horizont für das Wesen ergeben würde.</p>
<p>Da es unserem Verstand widerstrebt eine Marionette des Urzustandes zu sein, da dies unter Anderem gegen den freien Willen jedes Menschen sprechen würde, gehen wir weiter in der Annahme und sagen: Aus dem Urzustand ist allein durch Kenntnisse über die Naturzustände nicht jeder später folgende Zustand ableitbar.</p>
<p>Hier ergibt sich allerdings ein Konflikt. Ist aus dem Urzustand nicht alles ableitbar, ist das Universum nicht vollkommen deterministisch, und andersherum: Ist das Universum vollkommen deterministisch, ist aus dem Urzustand alles ableitbar. Es sei denn: Das Universum hat keinen Urzustand sondern ist ein deterministischer Kreisprozess. Dies würde sich unter anderem mit existierenden kosmologischen Modellen decken. Oder es sei denn: Das Universum ist eine disjunkte Zerlegung, impliziert durch viele deterministische Kreisprozesse. Dies deckt sich allerdings nicht mit der Erfahrung, die wir von unserer Umwelt gewinnen.</p>
<p><a href="http://24lightyears.files.wordpress.com/2008/11/det2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-257" title="det2" src="http://24lightyears.wordpress.com/files/2008/11/det2.jpg" alt="det2" width="461" height="271" /></a>Es stellt sich also die Frage: Ist das Universum vollkommen deterministisch, und lassen sich künftige Zustände nicht einfach ableiten, wie können dann neue Wirkungen entstehen? Denn nur so wäre abgedeckt, dass beide Annahmen einträten.</p>
<p><a href="http://24lightyears.files.wordpress.com/2008/11/determinstisch2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-259" title="determinstisch2" src="http://24lightyears.wordpress.com/files/2008/11/determinstisch2.jpg" alt="determinstisch2" width="461" height="271" /></a>Ist das Universum deterministisch, brauchen die neuen Ursachen wiederrum Ursachen, diese Ursachen wiederrum Ursachen, und so weiter.<br />
Es muss also Ursachen geben, die keiner weiteren Ursachen bedürfen. Die da wären: Ein Überwesen, das kein physikalisches Objekt wäre, (so zusagen eine Gott), da man ansonsten wieder einen Laplace`schen Dämon erzeugen würde, oder der Zufall als Ursache, der keine Ursache bedarf (Man könnte sagen: Gibt es Ursachen ohne Ursache, so heißen sie Zufall), oder es tritt beides ein.</p>
<p>Letzteres ist nicht der Fall, schenkt man Einstein glauben: &#8220;Gott würfelt nicht.&#8221;<br />
<strong>Nachtrag:<br />
</strong>Ich wurde von einem Freund, dem <a href="http://24lightyears.wordpress.com/2008/06/18/in-der-mensa/">Matze</a>, darauf hingewiesen, dass sich der Beitrag sehr mit einem Artikel aus der Zeitschrift &#8220;Spektrum der Wissenschaft&#8221; ähnelt.</p>
<p><a href="http://www.spektrum.de/sixcms/media.php/862/thumbnails/spezial_2_08.jpg.532773.jpg"><img class="aligncenter" src="http://www.spektrum.de/sixcms/media.php/862/thumbnails/spezial_2_08.jpg.532773.jpg" alt="" width="400" height="523" /></a><br />
Ich finde es eine Frechheit, dass mein Blog bei dem Artikel auf Seite 47 (&#8220;Der Dämon und der Schmetterlingseffekt&#8221;) nicht erwähnt wird, obwohl die Ähnlichkeit der Artikel so verblüffend ist, dass mein Beitrag zweifelsfrei als Vorlage für diesen gediehnt hat <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
Matze schlug mir daraufhin vor, für Spektrum der Wissenschaft zu arbeiten. Ich nickte geschmeichelt, sagte aber: &#8220;Nicht bei solch einem Niveau.&#8221;</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ein Gottesbeweis? Woher nehmen, wenn nicht stehlen?]]></title>
<link>http://davidkramer.wordpress.com/2008/10/04/ein-gottesbeweis-woher-nehmen-wenn-nicht-stehlen/</link>
<pubDate>Sat, 04 Oct 2008 11:41:09 +0000</pubDate>
<dc:creator>davidkramer</dc:creator>
<guid>http://davidkramer.wordpress.com/2008/10/04/ein-gottesbeweis-woher-nehmen-wenn-nicht-stehlen/</guid>
<description><![CDATA[Dieser Tage las ich auf Spiegel Online vom perfekten Gottesbeweis [1]. Mir wurde klar, mir will der ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">Dieser Tage las ich auf Spiegel Online vom perfekten Gottesbeweis [1]. Mir wurde klar, mir will der Glaube an eine irgendwie geartete Kraft, die zu leiten vermag nicht gelingen. Ich in mir sicher, dass Universum ist so &#8220;leer&#8221;, wie jener Gottesbeweis, und genau so leer, wie es eben sein muss, wenn es von Logik und Vernunft und dem Nachweisbaren erfüllt ist.</p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">Ich vermute (aber die Zukunft wird es bringen), wenn man einmal den Schritt in die Vernunft getan hat, dann geht es nicht mehr zurück in die kindliche Welt des Aberglauben (wobei ja jeder Glaube letztlich Aberglaube sein muss). Gewiss kann man sich „gehen lassen“ und seine Fantasie zum Kapitän machen. Aber auch wenn das Leben dann auf der einen Seite ein wenig geborgener und pflegeleichter zu sein scheint, so kann es die Belohnungen nicht ersetzen, die auf der anderen Seite entstehen, wenn man die Existenz als etwas „Verstehbares“, nicht-mystisches begriffen hat.</p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">Wieso manche Menschen glauben, dass das mystische Schauen auf die Welt das tiefere, dass ursprünglichere, dass sich näher an der Essenz der „Wahrheit“ befindende ist, will mir immer weniger einleuchten. Denn nie habe ich erlebt, dass ein Mensch, der die wissenschaftliche Weltsicht verinnerlicht hat, zurück gegangen wäre. Die Mystiker und Religiösen haben nie den wissenschaftlichen Blick gehabt, alleine schon, weil sie ihn von vornherein ablehnen. Wohl behaupten sie oft, dass sie ihn verstanden hätten, aber dem ist offensichtlich nicht so.</p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">Umgekehrt habe ich es wohl häufig gehört und gesehen, dass ehemals sehr „geistig“ veranlagte Menschen sich immer mehr, durch eine Erkenntnis der wissenschaftlichen Lehre und des Verinnerlichens von wissenschaftlichen Prinzipien, von der „Geistigkeit“ abgewandt haben.</p>
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<p></p>
<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">Zugegebenermaßen geschieht das nicht immer ohne Probleme. Das Eingeständnis, dass es den doppelten Boden und die Sicherungsleine des himmlischen Friedens bei einem neuerdings gütigen christlichen Gott nicht gibt, ist kein einfacher Schritt! Niemand kann ernsthaft behaupten, dass die Aussicht auf ein Nirvana, einen Garten Eden, ein Shangri-La, die ewigen Jagdgründe oder ein sonst wie geartetes, geistiges oder perfektioniertes irdisches, Schlaraffenland reizlos ist!</p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">Und dennoch; sehr oft, wenn nicht sogar immer, haben diese Menschen die Mystik und ultimativ somit auch Religiosität insgesamt, als ein Stehen bleiben erkannt. Als eine Weigerung sich den Konsequenzen der Logik und des Verstandes hinzugeben. Sehr oft sagen Esoteriker und Mystiker, dass man dem Verstand nicht trauen darf. Persönlich erkenne ich darin zum einen eine kindliche Furcht vor dem Verlust der trostvollen quasi-religiösen Mentalität, auf der anderen Seite eine Kapitulation vor dem Aufwand, den der Weg der Erkenntnis bereiten könnte. Wäre man bösartig, würde man darin sogar einen rhetorischen Trick erkennen können, der den Glauben statt der Erkenntnis zementieren soll.</p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><strong>Wishfull thinking?</strong></p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">Mir scheint, der Eine oder Andere bleibt lieber in seiner Fantasiewelt zurück, in der er selbst der Herr sein kann. Aber genau aus diesem Grunde kann es im Religiösen keine Übereinkunft geben. In der wissenschaftlichen Erkenntnis ultimativ aber sehr wohl.</p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">Nun sagen viele: „Es gibt einen Grundstoff, eine Essenz der Mystik“, aber auch hierin sehe ich eine Selbsttäuschung. Hinter der „Essenz der Mystik“, oder der „Gemeinsamkeit aller Religionen“, wie man lapidar sagen könnte, steht nichts anderes als ein Wunsch, eine Furcht und eine Hoffnung- also eine Emotion. Es ist der Wunsch nach Frieden und Harmonie, die Furcht vor dem Tod und die damit verbundene Hoffnung sich über die eigene Endlichkeit hinwegsetzen zu können.</p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">Das einige Prinzipien, oder Leitfäden verschiedener Religionen sich so ähnlich sehen ist wohl kaum verwunderlich. Es kann nicht merkwürdig sein, dass es so etwas wie die „goldene Regel“ gibt. Es ist verständlich, dass es einen Antrieb zur Kooperation gibt, statt zum Kämpfen. Zur Konfliktvermeidung oder Beilegung haben sich natürlich ähnliche Grundsätze entwickelt. Ähnlich, wie sich auch in nahezu allen größeren Kulturen zwecks Schaffung von Ordnung eine Form von Lebensbund zwischen Mann und Frau entwickelt hat. Oder eine Form von Rechtsprechung erfunden wurde, mit den damit verbundenen Sanktionen bei Missachtung.</p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">Hierin sind natürlich rein pragmatische Erwägungen zu erkennen, keinesfalls aber göttliche Fügung.</p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">Oft hat Religion versucht andere Dinge zu erklären, die nichts mit solch pragmatischen Erwägungen zu tun haben. Sei es, wie Materie und letztlich Leben entstanden ist, wie das Universum funktioniert oder wo Krankheiten herkommen, um nur einige der größten Fehlgriffe religiöser Deutung zu nennen. Die Liste jedoch ist lang, und man muss lange suchen, um eine wissenschaftlich haltbare Erklärung eine Naturphänomens in irgendeiner heiligen Schrift zu finden. Mir fällt keine ein, auch wenn es an Behauptungen vonseiten religiöser Menschen nicht mangelt. Bei genauer Betrachtung handelt es sich immer um eine Interpretation, die erst dann entstand, als die in Anspruch genommenen wissenschaftliche Erkenntnis verfügbar war.</p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">Auch dass deutet nicht auf eine „Überlegenheit“ der „religiösen Unvernunft“ gegenüber der wissenschaftlichen Vernunft hin, sonder viel mehr im Gegenteil. Nur wer mit Eselhafter Störrischkeit an seiner Geisterwelt festhalten will, wird zu allem nachträgliche Argumente schustern können. Aber das, was diese Argumente daher immer bleiben sind Ad Hoc Erklärungen, die lediglich neue leere Worthülsen und unüberprüfbare Hypothesen für eine Weltschau liefern, die aufgrund eines emotionalen Protektionismus einem Erhalt des Status Quo verpflichtet ist, statt, sich dem empirischen Wissen zuwendend, die Innenwelt mit der neuen Erkenntnis in Einklang bringt.</p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">Anders gesagt, geht es dem so genannten Geistesmenschen darum, Erklärungen passend zu seiner Emotionalität zu finden. Es geht daher meist darum, dem Realen etwas hinzuzufügen, dass zum eigenen Wohlsein beizutragen vermag. Wissenschaft kümmert sich im Idealfall nicht darum, wie das befinden einer Person zu einer Erkenntnis steht (und dieser „Idealfall“ wird erstaunlich oft erreicht). Hierin liegt doch letztlich der, jene verschiedenartigen Menschen prägende Unterschied. Hierin liegt mitunter auch die häufige Unmöglichkeit des Gesprächs zwischen Vertretern der beiden Lager zu liegen.</p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">Wer wird der Menschheit letztlich den größeren Dienst erweisen? Das vermag wohl keiner vorherzusehen. Aber wer Wahrheit spricht, und wessen auf Fantasie basierende Weltanschauung die Macht zu entzweien hat, dass sieht ein jeder, der sich von der Fantasiewelt gelöst hat. (An dieser Stelle wird dann gerne erwähnt, dass Wissenschaftler die Atombombe gebaut haben. Solche Polemik führt jedoch hier nicht weiter, als der Hinweis auf die Inquisition, von religiöser Seite organisierte Pogrome gegen z. B. Juden oder eine große Anzahl an Gewaltverbrechen unter dem Deckmantel der Religion in der neueren Zeit, dem so genannten Terrorismus)</p>
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<p></p>
<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><strong>So klein wie&#8230;na&#8230;vielleicht&#8230;Midichlorine?</strong></p>
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<p></p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">Sehe ich darin einen Anti-Gottes Beweis? Sicherlich! Einen Gott, wie ihn unsere religiöse Fantasie gerne vorgibt kann es nicht geben, da in einem geordneten Kosmos (kleines Wortspiel <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  ) kein Platz für einen Gott des „Eingreifens“ in die „Mechanik“ des Seins ist. Und weil es eines anderen Gottes nicht bedarf.</p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">Möchte nun jemand an einen Gott glauben, der nicht eingreift, in die Geschicke der kleinen Menschen, der daher gleichsam außerhalb des Universums steht, dann handelt es sich um keinen Gott, den sich irgendeine Fantasie in der Geschichte der Religion jemals ausgedacht hat (auch nach langem Nachdenken will mir kein solcher Gott einfallen- welchen „Zweck“ hätte er kulturell auch erfüllt?).</p>
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<p></p>
<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">Erst im zwanzigsten Jahrhundert kommen verstärkt solche Überlegungen auf, und manche bezeichnen es fälschlicherweise als „Agnostizismus“. In Wahrheit aber, kann ein Agnostiker nur jemand sein, der die Möglichkeit eines „ordnenden Gottes“ nicht ausräumen mag. Streng genommen sind daher nahezu alle europäischen „Agnostiker“ (und sogar einer meiner Freunde, der sich als gläubigen Menschen bezeichnet) nach amerikanischem Verständnis Atheisten (und ich finde daher, man sollte den Begriff behutsam verwenden).</p>
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<p></p>
<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">Doch, warum kommt diese Bewegung gerade jetzt, in den letzten vielleicht 50 bis 100 Jahren verstärkt auf? Es ist nicht ganz falsch, wenn man sagt, der Platz für Gott wird aufgrund oder dank der wissenschaftlichen Erkenntnis immer kleiner. Erst zu einem Zeitpunkt also, als die Seele des Menschen, die für lange Zeit als eine Gott beweisende Essenz betrachtet wurde, weder im Herzen, noch im Gehirn oder irgendwo sonst gefunden werden kann; zu einem Zeitpunkt, da das Gesetz der Evolution in der Lage ist schlüssig die Entstehung des Lebens von ersten chemischen Reaktionen bis hin zu Mehrzellern zu erklären, und zu einem Zeitpunkt, da man der Grundsubstanz und somit der Erklärung der Entstehung des Universums ohne Zuhilfenahme eines Gottes zum greifen nahe ist, da kommt man auf die Idee, dass Gott nicht auf diese Art zu finden ist.</p>
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<p></p>
<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">Also erst, nachdem man Jahrtausende darauf pochte, dass Gottesbeweise irgendwo-dort-drinnen-oder-draußen zu finden sein müssten.</p>
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<p></p>
<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">Der Platz für diesen Gott wird in der Tat klein. Sehr klein.</p>
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<p></p>
<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">Abschließend daher die Feststellung, dass der Wunsch „zu Glauben“ der Wunsch ist, dass wir in einem ungeordneten Universum leben, in dem eine höhere Macht jederzeit willkürliche Veränderungen herbeiführen kann (und daher den Menschen Voraussagen des Verhaltens der Natur, und somit letztlich Wissenschaft, unmöglich macht), während wir anderen im prognostizierbaren Kosmos leben, und uns dort auch wohl fühlen. Woanders möchten wir gar nicht leben.</p>
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<p></p>
<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">P.S. Mehr zum Thema findet sich übrigens in Richard Dawkins Buch „Der Gottes-Wahn“.</p>
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<p></p>
<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">P.P.S. Übrigens meine ich mit „wissenschaftlicher Weltanschauung“ natürlich nicht einfach eine naturalistische Anschauung als solche. Die kann frei von jeglicher „Ansicht“ bezüglich Religion sein, oder sogar bei manchen nicht verinnerlicht werden, wobei Platz für allen möglichen Aberglauben bleiben kann. Ich meine also eine naturalistische Weltsicht, die stringent bis in alle Winkel des philosophierens „durchgehalten“ wird.</p>
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<p></p>
<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">P.P.P.S. Noch eins wollte ich schnell los werden: auf meiner momentanen Reise in Asien bin ich zwangläufig der Geschichte des Buddhismus und seinen Spielarten ausgesetzt. Manch ein Europäer mit seinem vermutlich eher romantisch-verklärten Bild des friedliebenden Buddhisten würde sich übelst umschauen, wüsste er, welche Greueltaten sich auch diese Religionsgemeinschaft im Laufe der Jahrhunderte untereinander und an anderen im Namen des Glaubens geleistet hat.</p>
<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">
<p></p>
<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">[1] http://wissen.spiegel.de/wissen/redirect/redirect.html?c=wissenschaft&#38;r=mensch&#38;a=577503&#38;s=spox&#38;qcrubrik=kultur</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Gottesbeweis? Gottesbeweis!]]></title>
<link>http://efeder.wordpress.com/2008/08/07/gottesbeweis-gottesbeweis/</link>
<pubDate>Thu, 07 Aug 2008 20:00:12 +0000</pubDate>
<dc:creator>katechon</dc:creator>
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<description><![CDATA[Walter Brandmüller gibt der „Welt-online“ wieder einmal ein Interview über Gott, Vernunft und Beweis]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Walter Brandmüller gibt der „Welt-online“ wieder einmal ein Interview über Gott, Vernunft und Beweis]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Atheismus]]></title>
<link>http://jubilatewest.wordpress.com/2008/08/03/atheismus/</link>
<pubDate>Sat, 02 Aug 2008 22:51:05 +0000</pubDate>
<dc:creator>Matthias Wagner</dc:creator>
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<description><![CDATA[Es ist ebenso Atheismus, die Existenz Gottes zu behaupten, wie es Atheismus ist, sie zu leugnen. Got]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Es ist ebenso Atheismus, die Existenz Gottes zu behaupten, wie es Atheismus ist, sie zu leugnen. Gott ist das <a href="http://www.dieckmannvonbuenau.de/tillich/#Sein-Selbst" target="_blank">Sein-Selbst</a>, nicht ein Seiendes.</p>
<p>- <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Tillich" target="_blank">Paul Tillich</a></p>
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</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[The Blind Watch]]></title>
<link>http://blog.thebrights.de/2008/07/11/the-blind-watch/</link>
<pubDate>Fri, 11 Jul 2008 13:00:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>Falk</dc:creator>
<guid>http://blog.thebrights.de/2008/07/11/the-blind-watch/</guid>
<description><![CDATA[Blinde Uhren reichen nicht! Via Nörgeln, immer nur nörgeln Gottesbeweise sind eine alte abendländisc]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Blinde Uhren reichen nicht! Via Nörgeln, immer nur nörgeln Gottesbeweise sind eine alte abendländisc]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[The Blind Watch]]></title>
<link>http://immernurnoergeln.wordpress.com/2008/07/10/the-blind-watch/</link>
<pubDate>Thu, 10 Jul 2008 21:21:26 +0000</pubDate>
<dc:creator>Falk</dc:creator>
<guid>http://immernurnoergeln.wordpress.com/2008/07/10/the-blind-watch/</guid>
<description><![CDATA[Blinde Uhren reichen nicht! Gottesbeweise sind eine alte abendländische Tradition, die dem Wunsch de]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><div id="attachment_38" class="wp-caption alignleft" style="width: 264px"><a href="http://immernurnoergeln.files.wordpress.com/2008/07/zeit.jpg"><img class="size-full wp-image-38" src="http://immernurnoergeln.wordpress.com/files/2008/07/zeit.jpg" alt="Blinde Uhren reichen nicht!" width="254" height="134" /></a><p class="wp-caption-text">Blinde Uhren reichen nicht!</p></div>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">Gottesbeweise sind eine alte abendländische Tradition, die dem Wunsch der Natürlichen Theologie, den Glauben an Gott rational vertreten zu können, entsprungen sind. Die ernsthafteren Versuche sind entsprechend elaboriert, etwa das <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Kalam_cosmological_argument">Kalam Cosmological Argument</a> oder <a href="http://www.infidels.org/library/modern/yujin_nagasawa/soul.html">Richard Swinburnes Versuch</a>, Gott über den Umweg eines modallogischen Beweises der Existenz der Seele (wieder) ins Spiel zu bringen. Dem Buchtitel zufolge hat kürzlich auch „der deutsche Philosoph von Weltrang“, Robert Spaemann, einen gottesbeweislichen Beitrag geleistet. Und zwar mithilfe der Linguistik.</span></span><!--more--></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">Nun ist Spaemanns Versuch gar nicht so aktuell, beruht der Inhalt des Buches doch auf einem Text, der sich schon <a href="http://www.welt.de/print-welt/article560135/Der_Gottesbeweis.html">Anfang 2005 in der WELT</a> tummelte. Scheinbar fand irgendwer die Beweisführung so schlüssig, dass daraus ein Buch wurde. Robert Spaemann selbst scheint den Beweis weniger schlüssig gefunden zu haben, rudert er in der Buchversion doch zurück und bemerkt gleich am Anfang, dass es sich natürlich nicht um einen Beweis, sondern „nur“ um ein Argument handle.</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">Nun könnte man darüber nachdenken, was einen Beweis von einem Argument unterscheidet, und vor allem, warum ein Argument minderwertiger sein könnte als ein Beweis – aber um sämtliche Unklarheiten in Spaemanns kurzem Text behandeln zu können, müsste ich neuen Webspace anmieten. Also konzentrieren wir uns auf das wesentliche.</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">Den Beweis. Der liest sich so:</span></span></p>
<blockquote>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">„<span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">Solange Vergangenes erinnert wird, ist es nicht schwer, die Frage nach seiner Seinsart zu beantworten. Es hat seine Wirklichkeit eben im Erinnertwerden. Aber die Erinnerung hört irgendwann auf, und irgendwann wird es keine Menschen mehr auf der Erde geben. Schließlich wird die Erde selbst verschwinden. Da zur Vergangenheit immer eine Gegenwart gehört, deren Vergangenheit sie ist, müssten wir also sagen: mit der bewussten Gegenwart &#8211; und Gegenwart ist immer nur als bewusste – verschwindet auch die Vergangenheit, und das Futurum exactum verliert seinen Sinn. Aber genau dies können wir nicht denken. Der Satz: &#8220;In ferner Zukunft wird es nicht mehr wahr sein, dass wir heute abend hier zusammen waren&#8221; ist Unsinn. Er lässt sich nicht denken. [...] Wenn gegenwärtige Wirklichkeit einmal nicht mehr gewesen sein wird, dann ist sie gar nicht wirklich. Wer das Futurum exactum beseitigt, beseitigt das Präsens.</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">Aber noch einmal: Von welcher Art ist diese Wirklichkeit des Vergangenen, das ewige Wahrsein jeder Wahrheit? Die einzige Antwort kann lauten: Wir müssen ein Bewusstsein denken, in dem alles, was geschieht, aufgehoben ist, ein absolutes Bewusstsein.“ (aus dem WELT-Artikel 2005)<br />
</span></span></p></blockquote>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">Der letzte Gottesbeweis, pardon, das Gottesargument, baut also auf dem Futurum Exactum auf, dem Futur II, dem wird-gewesen-sein. Den völlig unklaren Wahrheitsbegriff Spaemanns erstmal beiseitelassend, kann man den Versuch so formulieren: Eine wahre Proposition muss erinnert werden, damit sie wahr bleibt. Wird sie nicht mehr erinnert, ist sie nicht mehr wahr. Also muss es einen Erinnerer geben, der ewig ist, d.h. auch sämtliche menschlichen Erinnerer überleben wird. Und das sei Gott.</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">Der Trick an diesem Argumentationsversuch ist das Springen von der grammatischen auf die metaphysische (ontologische) Ebene. Das Futur II ist lediglich ein grammatisches Phänomen – das es nichts „Wirkliches“ ist, lässt sich daran erkennen, dass es in anderen Sprachen, etwa dem Finnischen gar kein Futur II, sogar überhaupt gar kein Futur gibt. Die Zukünftigkeit wird in solchen Sprachen anders ausgedrückt, etwa über den Kontext. Es scheint also ein Konzept zu geben, das unabhängig vom Futur ist. Und diesem Konzept könnte man so etwas wie „Wirklichkeit“ zusprechen.</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">Könnte, denn auch das ist in der Philosophie umstritten. Aber halten wir fest: Es ist zu unterscheiden zwischen Ontological Tense (OT) und Grammatical Tense (GT) (Richter 2004). Was Spaemann formuliert, ist GT. Sein Argument zielt aber auf die OT. Der Sprung verfolgt unvermittelt, wie man von der einen Seite auf die andere kommt, ist völlig unklar. Das ist im besten Falle ein Kategorienfehler, im schlechtesten Falle ein Taschenspielertrick.</span></span></p>
<blockquote>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">„<span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">Dass am Abend des 6. Dezember 2004 zahlreiche Menschen in der Hochschule für Philosophie in München zu einem Vortrag über Rationalität und Gottesglaube versammelt waren, das nicht nur an jenem Abend wahr, das ist immer wahr.“ (aus dem WELT-Artikel 2005)</span></span></p>
</blockquote>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">Spaemanns Beispielsatz ist also:</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">(1) Am Abend des 6. Dezember 2004 sind Menschen in der Hochschule für Philosophie in München zu einem Vortrag über Rationalität und Gottesglaube versammelt.</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">In der Futur-II-Version:</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">(2) Am Abend des 6. Dezember 2004 werden Menschen in der Hochschule für Philosophie in München zu einem Vortrag über Rationalität und Gottesglaube versammelt gewesen sein.</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">Dabei handle es sich um eine „ewige Wahrheit“. Um dies zu gewährleisten, müsse dieser Satz ewig geäußert oder wenigstens erinnert werden. Für den Wahrheitswert der Proposition (2) ist es Spaemann zufolge also von Bedeutung, ob die Proposition geäußert/erinnert wird oder nicht. Was ist das für ein Wahrheitsverständnis? Die GT ist Teil der Äußerung, der Wahrheitswert der Proposition ist Teil der Proposition. Gibt es keine Äußerung, gibt es auch kein Futur II und keinen Wahrheitswert.</span></span></p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 290px"><a href="http://www.pro-medienmagazin.de/uploads/pics/gottesbeweis_web.jpg"><img src="http://www.pro-medienmagazin.de/uploads/pics/gottesbeweis_web.jpg" alt="Spaemann und sein Büchelchen" width="280" height="210" /></a><p class="wp-caption-text">Spaemann und sein Büchelchen</p></div>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">Hier hat Spaemann den Hüpfer in die Ontologie vollführt, mit Salti und noch wunderlicheren Kunststückchen so feinst ziseliert, das keiner gemerkt hat, wie das vonstatten ging. Wenn er über die „ewige Wahrheit“ von (2) redet, dann geht es ihm nicht um den Satz (2), weder um die Äußerung desselben, noch um die Proposition. Es geht ihm darum, ob (2) „wirklich“ ist und bleibt, also um den ontologischen Status des in (2) beschriebenen Ereignisses. Diese Beschreibung kann wahr oder falsch sein, nicht aber das damit Beschriebene.</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">In Richter 2004 findet sich folgendes Beispiel:</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">(3) 2 plus 2 equals 4.</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">GT ist simple present, bzgl. OT scheint man aber von Zeitlosigkeit sprechen zu müssen, denn 2+2 ist immer 4, nicht nur in der Gegenwart. Analog funktioniert (2), GT ist Futur II, OT scheint Zeitlosigkeit zu sein. Spaemann will das Futur II durch ein ewiges Bewusstsein gerettet wissen, weil nur dann das Ereignis „wirklich“ sei. Das aber ist völlig überflüssig, denn selbst wenn es kein GT Futur II gäbe, bliebe noch die OT, und um die geht es.</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">Der Satz (2) “ist” also zeitlos, d.h. er ist immer wahr. Dafür braucht es niemanden, der das Futur II verwenden kann. Wie lässt sich nun sagen, dass (2) immer wahr ist? Dazu gibt es zwei Möglichkeiten, die auf McTaggart zurück gehen, und im folgenden Zitat von Poidevin/MacBeath erläutert werden:</span></span></p>
<blockquote>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">“<span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">On the first account (call this the &#8216;A account&#8217;), what makes your utterance true is that a particular time, given the name &#8216;four o&#8217;clock&#8217;, is present, and that fact is a fact about time, not about the location of your utterance. It is also a fleeting fact, for soon four o&#8217;clock will no longer be present. On the second account (call this the &#8216;B account&#8217;), your statement is made true by the relational fact that the utterance is made at four o&#8217;clock. There is no further fact that four o&#8217;clock is present, and the fact that the utterance is made at four o&#8217;clock is not a fleeting fact: it remains the case at all times [...].”</span></span></p>
</blockquote>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">Der B-Ansatz kommt offensichtlich ohne irgendeinen Erinnerer aus, denn als Bezugspunkt dienen andere Zeitpunkte, früher oder später. Der A-Ansatz unterscheidet hingegen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – sieht so aus als könnte man den Erinnerer hier verorten, denn wenn Vergangenes nicht in Bezug auf Späteres vergangen ist (B-Ansatz), dann doch wohl in Relation zu einem Sprecher/Erinnerer. Hier täuscht die Intuition aber. Die Idee ist, dass z.B. <em>vergangen sein</em> und ebenso <em>vergangen sein werden</em> Eigenschaften sind. Richter diskutiert Events, Facts, Material Objects, Times und Propositions als Träger einer solchen Eigenschaft.</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">So oder so ist kein Plätzchen für den ewigen Erinnerer in der Diskussion über den ontologischen Status der Zeit zu finden. Dass es seiner bedarf hat Spaemann nicht schlüssig gezeigt. Der Versuch über das Futur II ist dermaßen weit ab vom Schuss, dass man durchaus sagen könnte, er habe es im Grunde gar nicht versucht.</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="left"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">Dennoch ist der Text erhellend: Er zeigt exemplarisch, was man mit Linguistik so alles an lustigen Dingen anstellen kann. Man kann sogar ein Argument für Gott formulieren, man muss es nur entsprechend unscharf und verschwommen präsentieren, z.B. indem man es auf 30 Seiten ausbreitet, auf diesen aber bis zum Schluss nur mit Name-Dropping angereichertes Vorgeplänkel liefert. Indem man dann in einem Satz Tempus und  Zeit einfach gleichsetzt, kann man mit einfacher Grammatik hundert Jahre Philosophy of Time ignorieren.</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="left">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<ul>
<li><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">Le Poidevin, Robin und MacBeath, Murray: The philosophy of Time. Offord University Press, Oxford 1995.</span></span></li>
<li><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">Richter, Stefanie: The Reality of Tense. Hamburg University Press, Hamburg 2004.</span></span></li>
<li><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">Spaemann, Robert und Schönberger, Rolf: Der letzte Gottesbeweis. Pattloch Verlag, München 2007.</span></span></li>
<li><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">Stanford-Encyclopedia-Artikel zum Thema: http://plato.stanford.edu/entries/time/</span></span></li>
</ul>
<p style="margin-bottom:0;" align="left">
<p style="margin-bottom:0;" align="left"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">Ein weiterer, wenige Monate nach Veröffentlichung des Buches erschienener lesenswerter Blogbeitrag zum Thema ist bei <a href="http://kamenin.wordpress.com/2007/11/20/der-gottesbeweis-des-robert-spaemann-was-heutzutage-als-philosophie-durchgeht/">kamenin</a> zu finden.</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="left">
<p style="margin-bottom:0;" align="left">
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Religion und Vernunft – Dan Brown: Illuminati]]></title>
<link>http://mupan.wordpress.com/2008/06/08/religion-und-vernunft-%e2%80%93-dan-brown-illuminati/</link>
<pubDate>Sun, 08 Jun 2008 19:23:46 +0000</pubDate>
<dc:creator>mupan</dc:creator>
<guid>http://mupan.wordpress.com/2008/06/08/religion-und-vernunft-%e2%80%93-dan-brown-illuminati/</guid>
<description><![CDATA[Jetzt hab ich das Buch also auch gelesen, dessen Nachfolger so polarisierte Reaktionen hervorgerufen]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Jetzt hab ich das Buch also auch gelesen, dessen Nachfolger so polarisierte Reaktionen hervorgerufen hat.<br />
&#160;&#160;Angeblich geht es um den Konflikt von wissenschaftlichem Denken und christlichem Glauben. Besser gesagt, aber das ist meine Sprachregelung, geht es um den Konflikt von Glaubensgebäuden des Wissenschaftsbetriebs und der Kirche. Das Buch reißt dieses Thema inhaltlich anfangs an. Danach handelt es sich um die reißerische Beschreibung der sehr konstruierten Vorkommnisse einer Nacht und der Glaubensüberzeugung der Menschen, die in dieser Nacht aufeinanderprallen. Ein Thriller wie viele also, der die Chance verschenkt, mit seinen Mitteln die Aufmerksamkeit der Leser darauf zu lenken, dass es diese Auseinandersetzung zwischen Fundamentalisten (»Atheisten«, evangelikalen Christen, »Agnostikern«, Islamisten, &#8230;) ja durchaus gibt.<br />
&#160;&#160;Diese Auseinandersetzung erscheint im Alltag viel unspektakulärer. Da geht es zum Beispiel um die Frage, ob bei meiner Tochter in der Schule die Evolution auf dem Lehrplan stehen darf. Diese alberne Diskussion ist aus den USA zu uns rübergeschwappt, heißt es. Wenn sich die Creationisten durchsetzen und tatsächlich das fruchtbare Nebeneinander des Naturwissenschaften- und Religionsunterrichts durch eine aggressive Konkurrenz und Bevorzugung des letzteren ersetzt würde, &#8230;<br />
&#160;&#160;Gott beweisen. Was für eine alberne Vorstellung. Wozu? Wem muss Gott bewiesen werden? Soll doch jeder auf seinem geistigen Auge blind sein, der mag, und sich auf die rein rationale Weltsicht beschränken. Weder müssen sich hier Lager bekämpfen noch muss sich hier eins dem anderen anbiedern, sich von ihm einverleiben lassen, Bedingungen erfüllen. Religion und Wissenschaft sind nahe Verwandte, aber viele wollen das nicht wahrhaben und blenden das Geschwister aus oder bekämpfen es sogar.<br />
&#160;&#160;Ich hab Sympathien für Kohler. So eine Ignoranz hab ich von der evangelischen Kirche nicht erlebt, trotzdem bin ich von ihr enttäuscht und kann mich in ihn hineinversetzen. Aber keine Kirche schafft es, mir meine persönliche Religiosität auszutreiben oder zu definieren, wie diese auszusehen hat. Im Gegenteil, je mehr ich mich mit Religion beschäftige, desto klarer wird mir, wie wenig heutige Kirchenbetriebe mit Religion zu tun haben, mit der Suche nach Gott. Mit Kirchenbetrieben meine ich die Institutionen aller so genannten Welt-Religionsgemeinschaften, nicht nur die christlichen Kirchen.<br />
&#160;&#160;Der Zölibat. Auf was für einer Ebene wird er abgehandelt, welche eine Diskussion lohnende Aspekte bleiben da ohne auch nur eine Andeutung.<br />
&#160;&#160;Viele interessante Diskussionsthemen. Und ein so oberflächliches, reißerisches Buch. Ein Buch wie ein Hollywood-Film.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[.: Ein etwas anderer Gottesbeweis]]></title>
<link>http://willtenner.wordpress.com/2008/05/20/ein-etwas-anderer-gottesbeweis/</link>
<pubDate>Tue, 20 May 2008 17:49:01 +0000</pubDate>
<dc:creator>Will Tenner</dc:creator>
<guid>http://willtenner.wordpress.com/2008/05/20/ein-etwas-anderer-gottesbeweis/</guid>
<description><![CDATA[Gestern in der Mensa kamen wir irgendwie auf das Thema Gott. Es war kein wirklich tiefgründiges Gesp]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p class="firstHeading" style="text-align:justify;">Gestern in der Mensa kamen wir irgendwie auf das Thema Gott. Es war kein wirklich tiefgründiges Gespräch und wir kamen auch eigentlich eher durch eine ironische Bemerkung zu diesem Thema. Trotzdem war es sehr unterhaltsam, vor allem als einer Folgendes sagte:</p>
<blockquote>
<p class="firstHeading">Gott kann nicht allmächtig sein, er kann keinen Kuchen backen!</p>
</blockquote>
<p class="firstHeading" style="text-align:justify;">Nachdem wir alle gut lachen mussten, versuchte er dann seine These näher zu erläutern<!--more ...Mehr»--></p>
<blockquote>
<p class="firstHeading">Gott kann nicht allmächtig sein.</p>
<p class="firstHeading">Angenommen Gott sei allmächtig und angenommen es existieren Kuchen, dann müsste Gott ja alle Kuchen backen können. Und angenommen es gibt einen Kuchen, den man nicht backen kann.<br />
So könnte Gott ja den Kuchen backen, den man nicht backen kann. Dies führt aber zu einem Widerspruch, also kann Gott nicht allmächtig sein und somit nicht existieren.</p>
</blockquote>
<p class="firstHeading" style="text-align:justify;">Man muss doch schon sagen dass diese Idee des Gottesbeweises gar nicht mal so doof ist. Ich selbst habe vor einigen Jahren aufgegeben darüber nachzudenken ob es einen Gott gibt oder nicht, da ich keinen Sinn in der Beantwortung dieser Frage sehe, trotzdem gefällt mir dieser Gottesbeweis sehr gut^^</p>
<p style="text-align:justify;">Übrigens nennt man das oben angewandte Verfahren <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cantor-Diagonalisierung">Diagonalisierung</a>. Wir hatten es vor kurzem in der Vorlesung &#8220;Berechenbarkeit und Komplexität&#8221;.</p>
<p style="text-align:justify;">PS: Selbstverständlich gibt es Argumente die diese These unbrauchbar machen (könnten). Denn wer sagt zB dass die Existenz von Gott allein durch seine Allmächtigkeit definiert wird oder dass ein Gott den Gesetzen der Logik unterworfen ist; trotzdem finde ich diesen Gottesbeweis -vor allem auf Grund seiner logischen Einfachkeit- sehr geil <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Eintritt in Blogsphären]]></title>
<link>http://endschwung.wordpress.com/2008/05/06/eintritt-in-blogspharen/</link>
<pubDate>Tue, 06 May 2008 21:24:57 +0000</pubDate>
<dc:creator>endschwung</dc:creator>
<guid>http://endschwung.wordpress.com/2008/05/06/eintritt-in-blogspharen/</guid>
<description><![CDATA[Willkommen in 2003, ich hab jetzt auch einen Blog und werde grossartige Dinge über mich veröffentlic]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Willkommen in 2003, ich hab jetzt auch einen Blog und werde grossartige Dinge über mich veröffentlich, die niemanden interessieren. Hallo, ich bin endschwung.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wenn Gott bewiesen werden kann, warum soll man noch an ihn glauben?]]></title>
<link>http://nachdenklichekrankenschwester.wordpress.com/2008/05/02/wenn-gott-bewiesen-werden-kann-warum-soll-man-noch-an-ihn-glauben/</link>
<pubDate>Fri, 02 May 2008 12:58:05 +0000</pubDate>
<dc:creator>nachdenklichekrankenschwester</dc:creator>
<guid>http://nachdenklichekrankenschwester.wordpress.com/2008/05/02/wenn-gott-bewiesen-werden-kann-warum-soll-man-noch-an-ihn-glauben/</guid>
<description><![CDATA[Gottesbeweise! Ich liebe Gottesbeweise! Sie gehören zu den wenigen Belegen, dass irgendwo auf diesem]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Gottesbeweise! Ich liebe Gottesbeweise! Sie gehören zu den wenigen Belegen, dass irgendwo auf diesem Planeten intelligentes Leben vorkommt. Natürlich sind sie, bewahre!, nicht alle gleich beweiskräftig. Die Intelligenz auf diesem Planeten betreffend, meine ich.</p>
<p>Unangefochtener König aller Gottesbeweise ist seit nunmehr fast eintausend Jahren der ontologische. Immer noch verursacht er jedem, der sichernsthaft mit ihm beschäftigt, heftiges Hirngleißen. Also da sei Gott vor!, ich werde den ontologischen Gottesbeweis fürs Erste einmal hingehen lassen, als nähme ich gar keine Notiz von ihm.</p>
<p>Nein, mir ist itzo eher nach den schwächeren Gottesbeweisen zumute; an ihnen kann ich meinen Scharfsinn wetzen, während er im Fall der starken Beweise womöglich schartig würde. &#8211; Spaemann wieder! Mein Mann der Stunde! Er hat einmal in der &#8220;Welt&#8221; einen Gottesbeweis gemacht, der so ging:</p>
<blockquote><p>Ich möchte das was ich meine, daß nämlich Wahrheit Gott voraussetzt, an einem letzten Beispiel verdeutlichen, an einem Gottesbeweis, der sozusagen nietzscheresistent ist, einem Gottesbeweis aus der Grammatik, genauer aus dem sogenannten Futurum exactum. Das Futurum exactum, das zweite Futur, ist für uns denknotwendig mit dem Präsens verbunden. Von etwas sagen, es sei jetzt, ist gleichbedeutend damit zu sagen, es sei in Zukunft gewesen. In diesem Sinne ist jede Wahrheit ewig. Daß am Abend des 6. Dezember 2004 zahlreiche Menschen in der Hochschule für Philosophie in München zu einem Vortrag über Rationalität und Gottesglaube versammelt waren, das nicht nur an jenem Abend wahr, das ist immer wahr. Wenn wir heute hier sind, werden wir morgen hier gewesen sein. Das Gegenwärtige bleibt als Vergangenheit des künftig Gegenwärtigen immer wirklich. Aber von welcher Art ist diese Wirklichkeit? Man könnte sagen: in den Spuren, die sie durch ihre kausale Einwirkung hinterläßt. Aber diese Spuren werden schwächer und schwächer. Und Spuren sind sie nur, solange das, was sie hinterlassen hat, als es selbst erinnert wird.</p>
<p><!--more--></p>
<p>Solange Vergangenes erinnert wird, ist es nicht schwer, die Frage nach seiner Seinsart zu beantworten. Es hat seine Wirklichkeit eben im Erinnertwerden. Aber die Erinnerung hört irgendwann auf, und irgendwann wird es keine Menschen mehr auf der Erde geben. Schließlich wird die Erde selbst verschwinden. Da zur Vergangenheit immer eine Gegenwart gehört, deren Vergangenheit sie ist, müßten wir also sagen: mit der bewußten Gegenwart &#8211; und Gegenwart ist immer nur als bewußte &#8211; verschwindet auch die Vergangenheit, und das Futurum exactum verliert seinen Sinn. Aber genau dies können wir nicht denken. Der Satz: &#8220;In ferner Zukunft wird es nicht mehr wahr sein, daß wir heute abend hier zusammen waren&#8221; ist Unsinn. Er läßt sich nicht denken. Wenn wir einmal nicht mehr hier gewesen sein werden, dann sind wir tatsächlich auch jetzt nicht wirklich hier, wie es der Buddhismus denn auch konsequenterweise behauptet. Wenn gegenwärtige Wirklichkeit einmal nicht mehr gewesen sein wird, dann ist sie gar nicht wirklich. Wer das Futurum exactum beseitigt, beseitigt das Präsens.</p>
<p>Aber noch einmal: Von welcher Art ist diese Wirklichkeit des Vergangenen, das ewige Wahrsein jeder Wahrheit? Die einzige Antwort kann lauten: Wir müssen ein Bewußtsein denken, in dem alles, was geschieht, aufgehoben ist, ein absolutes Bewußtsein. Kein Wort wird einmal ungesprochen sein, kein Schmerz unerlitten, keine Freude unerlebt. Geschehenes kann verziehen, es kann nicht ungeschehen gemacht werden. Wenn es Wirklichkeit gibt, dann ist das Futurum exactum unausweichlich, und mit ihm das Postulat des wirklichen Gottes. &#8220;Ich fürchte&#8221;, so schrieb Nietzsche, &#8220;wir werden Gott nicht los, weil wir noch an die Grammatik glauben.&#8221; Aber wir können nicht umhin, an die Grammatik zu glauben. Auch Nietzsche konnte nur schreiben, was er schrieb, weil er das, was er sagen wollte, der Grammatik anvertraute.</p></blockquote>
<p>Was kann ein schwacher Geist wie meiner gegen einen schwachen Gottesbeweis<br />
wie Spaemanns einwenden? Mehrerlei.</p>
<p>Zunächst zu dieser Stelle</p>
<blockquote><p>mit der bewußten Gegenwart &#8211; und Gegenwart ist immer nur als bewußte &#8211; verschwindet auch die Vergangenheit, und das Futurum exactum verliert seinen Sinn. </p></blockquote>
<p>Mir schwant, ohne Bewußtsein verliert nicht nur das Futurum exactum seinen Sinn. Ohne Bewußtsein, so kommt es mir vor, keine Bedeutung; ohne Bewußtsein ist gar nichts sag- oder nur bezeichenbar. Das Ulkigste aber ist, ohne Bewußtsein, da würde mir sogar Spaemann beifallen: ohne Bewußtsein kein Gott. Selbst wenn wir eine Vorstellung Gottes wären und nicht umgekehrt, trifft das zu.  Da haben wir also eine zirkuläre Figur: Ohne Bewußtsein kein Bewußtsein, wenn Gott hier als allauffangendes Bewußtsein gefaßt wird. Zirkularität, die einen derart engen Kreis geht um das Vorausgesetzte zu beweisen: Schmach und Schande für einen Beweis.</p>
<p>Mehrerlei Einspruch war angekündigt, also komme ich zu zweitens. Zweitens sagt, was ist das eigentlich für eine Verkleinerung Gottes zu einem Göttchen, dieses</p>
<blockquote><p>Wir müssen ein Bewußtsein denken, in dem alles, was geschieht, aufgehoben ist, ein absolutes Bewußtsein.</p></blockquote>
<p>Nehmen wir an, es ist der Fall, daß Robert Spaemann in der &#8220;Welt&#8221; vom 26. März 2005 seinen &#8220;grammatischen Gottesbeweis&#8221; gebracht hat. Darin prophezeit er: diese Zeilen werden in Vergessenheit geraten, der Gedanke selbst irgendwann auch, die Menschen werden vielleicht aussterben oder sich derart weiterentwickeln, daß sie den Sinn der Spaemannschen Gedanken nicht mehr begreifen können, die Erde wird zerfallen, unser Sonnensystem verglühen und die Milchstraße kollabieren: Und endlich der Fakt, daß der Beweis exakt am 26. März 2005 erschien ungeschehen, weil ungewußt? Bevor ich zu den wirklich hirnerweichenen Gedanken komme, die mit dieser Argumentation zusammenhängen, will ich Spaemanns Meinung von Gott kritisieren. Wir müßen den Fakt, sagt Spaemann, in das Bewußtsein Gottes legen, damit seine Wahrheit allezeit gesichert und mithin der Fakt daselbst denkbar bliebe. Finden Sie, gebenedeiter Leser, das nicht eigentümlich? Spaemanns Auffassung zufolge steht es Gott nicht frei, mit diesem Fakt zu tun, was ihm beliebt: Weder kann er ihn vergessen, noch kann er ihn verneinen oder gar bezweifeln. Gott ist bei Spaemann eigentlich nichts als eine große Kiste, in die alle Wahrheit gelegt wird, und zwar mit dem einzigen Zweck, ihre Immergültigkeit zu sichern. Immergültigkeit, das ist eine der Haupteigenschaften von Wahrheit &#8211; man kann jede Wahrheit in eine immergültige transformieren, indem man sie als Konditional formuliert &#8211; und Spaemanns Beweis ist im Grunde ein Vorschlag, wie man sich einen Mechanismus denken kann, mit dem Immergültigkeit bewerkstelligt wird. Gott wird dadurch zu einer Art &#8220;Backup-Device&#8221;, also ich meinesteils finde das pietätlos. Und irgendwie ist es auch sinnlos: Bedarf die Wahrheit tatsächlich dieser Doppelung, um unvergänglich zu sein? Ist es nicht vielmehr so, dass jede Wahrheit, um im Bewußtsein Gottes aufgehoben zu sein, zunächst einmal, nunja, wahr sein muß? Ist Wahrheit also eine &#8220;vorgöttliche&#8221; Sache, oder ist Wahrheit erst durch ihr in-Gott-sein? In dem Fall: Warum genügt es nicht, einfach &#8220;wahr&#8221; zu sagen? Wenn Spaemann mehr von Gott verlangt, als den Ewigkeitsaspekt, wenn er mit anderen Worten, Gott bereits benötigt, damit das Wahre wahr sein kann, begeht er ein Weiteres mal den Fehler, das zu Beweisende bereits vorauszusetzen.</p>
<p>Das als Vordenken. Nun zum Nachdenken. Das wird schwierigere Gegenstände betreffen, aber das Verwickeltere ist immer auch das Reizvollere, vorausgesetzt, man kann entheddern. Spaemanns Beweis impliziert, dass Wahrheit irgendwie und irgendwo existieren muss. Ohne, dass er nach der &#8220;Seinsweise&#8221; einer Wahrheit fragte, könnte er seinen Beweis nicht entwickeln. Er sagt dann ganz leichtfüßig, die Wahrheit eines kontingenten Faktums bestehe in Form von Erinnerungen fort, und damit diese Erinnerungen nicht durch das Vergessen gelöscht und also die Ewiglichkeit der Wahrheit nicht gewährleistet würde, müsse man ein ewig währendes Gedächtnis denken.</p>
<p>Als Erinnerung währte die Wahrheit? Wenn es doch so einfach wäre! Zuerst muss der Gedanke wahr sein um der ewigen Erinnerung würdig. Was macht einen Gedanken wahr? Dann muss diese Erinnerung in irgendeinem Gedächtnis vorhanden sein. Wo und wie existiert dieses Gedächtnis? Es kann ja selbst nicht Gegenstand irgendwelcher wahren Gedanken sein, weil man sonst in einen Regress fiele. &#8211; Von der Seinsweise der Wahrheit muss im Künftigen der betracht gehen.</p>
<p>Es gibt einen fürchterlich einfache Passage bei Frege, die das vorliegende Problem faßbar macht:</p>
<blockquote><p>Man nehme nicht die Beschreibung, wie eine Vorstellung entsteht, für eine Definition und nicht die Angabe der seelischen und leiblichen Bedingungen dafür, dass uns ein Satz zum Bewusstsein kommt, für einen Beweis und <strong>verwechsele das Gedachtwerden eines Satzes nicht mit seiner Wahrheit! Man muss,wie es scheint, daran erinnern, dass ein Satz ebensowenig aufhört, wahr zu sein, wenn ich nichtmehr an ihn denke, wie die Sonne vernichtet wird, wenn ich die Augen schliesse.</strong> Sonst kommen wir noch dahin, dass man beim Beweise des pythagoräischen Lehrsatzes es nöthig findet, des Phosphorgehaltes unseres Gehirnes zu gedenken (&#8230;) </p></blockquote>
<p>(to be continued soon&#8230;)</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Folgen des postmodernen Atheismus]]></title>
<link>http://dikosss.wordpress.com/2008/04/08/folgen-des-postmodernen-atheismus/</link>
<pubDate>Tue, 08 Apr 2008 14:49:33 +0000</pubDate>
<dc:creator>dikosss</dc:creator>
<guid>http://dikosss.wordpress.com/2008/04/08/folgen-des-postmodernen-atheismus/</guid>
<description><![CDATA[Sehr verallgemeinernd beruht der postmoderne Atheismus m.E. auf zwei Hauptthesen: 1. Es gibt keinen ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Sehr verallgemeinernd beruht der postmoderne Atheismus m.E. auf zwei Hauptthesen:</p>
<p>1. Es gibt keinen Gott.<br />
2. Alles ist relativ, sprich: Es gibt keine absolute Wahrheit.</p>
<p><!--more--><br />
Und das sind meine Gedanken dazu:</p>
<p><strong>Zu 1.:</strong><br />
Da sich Gott<strong> naturwissenschaftlich</strong> nicht beweisen lässt, sich der Atheismus aber begrifflich von der (Nicht-)Existenz eines Gottes abhängig macht, hat er eine Tendenz, diesbezüglich ähnlich instabil zu sein, wie der Gottesglaube.<br />
Ein Konsens zwischen Atheisten und Gottgläubigen könnte darin bestehen, dass die Einsicht besteht: Wir Menschen sind zu begrenzt, um ein göttliches Wesen erfassen zu können.<br />
Meine Anmerkung: Dies schließt aber nicht aus, dass sich das göttliche Wesen von sich aus offenbart.</p>
<p><strong>Zu 2.:</strong><br />
Hier sehe ich zwei Bedenken:<br />
<strong>a) Die Logik</strong><br />
Der Satz &#8220;Alles ist relativ, sprich: Es gibt keine absolute Wahrheit&#8221; beansprucht für sich einen absoluten Wahrheitsanspruch, der logisch ähnlich rüberkommt wie der Satz des Kreters: &#8220;Alle Kreter lügen!&#8221;</p>
<p><strong>b) Die Praxis:</strong><br />
Wenn es keinen absoluten Wertemaßstab gäbe (weil es ja auch keine absolut gültige Wahrheit gäbe), dann wären &#8220;Wertsetzungen&#8221; stets rein menschlich und somit völlig relativ. Schließlich wäre der Sinn des Einen nicht der Sinn des Anderen &#8211; und theoretisch könnte keiner sagen, wer im Recht sei, da das Recht eine rein menschliche Erfindung wäre. Dieses rein menschliche Recht würde durch die geformt, die die entsprechende Macht dazu hätten, sei es durch Geld, Militär oder Menschenmassen. Ihre Rechtsetzung würde durch die folgenden Mächtigeren abgelöst.<br />
In der letzten Konsequenz würde dies zum <strong>&#8220;Recht des Stärkeren&#8221;</strong> führen: Fressen oder gefressen werden.<br />
Ein total gelebter Atheismus ist u.a. unter Lenin, z.T. im heutigen China oder z.T. in Nordkorea zu finden.</p>
<p>So halte ich es schon deswegen nicht gerne mit dem Atheismus als Lebensform (wiewohl ich nette Atheisten kenne, die sich praktisch von den Greueltaten von atheistischen Regimen distanzieren würden).</p>
<p><strong>Aber warum der christliche Glaube?</strong><br />
Dies sind einige meiner Kerngedanken dazu:</p>
<p><strong>1. Das NT ist das am besten überlieferte Dokument der Antike.</strong><br />
Auch, wenn es hier und da Abschreibefehler gegeben hat, aber letztlich bleiben die grundlegenden christlichen Lehren unberührt davon. Zudem können aufgrund der Vielzahl von Fragmenten und Abschriften etliche Fehler weitesgehend erkannt und getilgt werden.</p>
<p><strong>2. Die Verfasser des NT sind im höchsten Maße glaubwürdig,</strong> da sie bereit waren, mit ihrem Leben für ihre Zeugenaussagen zu sterben.<br />
Solche Zeugen sind entweder plemplem oder tatsächlich absolut zuverlässig.</p>
<p><strong>3. Somit halte ich die Berichte über Jesus Christus für zuverlässig.</strong><br />
Und dieser Jesus stellt folgenden Anspruch:<br />
<strong>&#8220;Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.&#8221; </strong>(Joh.14,6)<br />
Ein Absolutheitsanspruch, der entweder von einem Irren, einem Manipulator oder tatsächlich vom Messias selbst statuiert wurde.<br />
Das Letztere erscheint mir am wahrscheinlichsten.</p>
<p>4. Und doch:<br />
Bei allem historischen Bemühen und aller intellektueller Leistung, meine ich, dass die obigen 3 Punkte nicht genügen, um von Gott überzeugt zu werden.<br />
Letztlich brauchen wir die <strong>Begegnung Gottes.</strong><br />
Wenn Er uns begegnet und uns Seine Gegenwart klar macht, dann verfliegen Zweifel und es tritt die völlige Gewissheit ein: Jesus lebt tatsächlich.<br />
Jesus lädt ein, diese Gotteserfahrung zu machen:<br />
<strong>&#8220;Bittet, so wird euch gegeben!&#8221;<br />
</strong></p>
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