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	<title>grundsatzfragen &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/grundsatzfragen/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "grundsatzfragen"</description>
	<pubDate>Sun, 03 Jan 2010 16:50:44 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Homo oeconomicus ist out! Homo reciprocans ist in!]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/2009/11/30/homo-oeconomicus-ist-out-homo-reciprocans-ist-in/</link>
<pubDate>Mon, 30 Nov 2009 20:38:19 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/2009/11/30/homo-oeconomicus-ist-out-homo-reciprocans-ist-in/</guid>
<description><![CDATA[&#8220;Kooperation statt Konkurrenz&#8221; ist dieses Streitgespräch überschrieben. Es diskutieren d]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><strong><img class="alignright" src="http://www.christian-felber.at/bilder/cv/podiumsdiskussion_big.jpg" alt="" width="200" height="267" />&#8220;Kooperation statt Konkurrenz&#8221;</strong> ist <a href="http://www.falter.at/web/shop/detail.php?id=30598&#38;SESSID=425d885b4a0ff64eb73bd0bbdd60a188" target="_blank">dieses Streitgespräch</a> überschrieben. Es diskutieren die beiden Österreicher <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Felber" target="_blank">Christian Felber</a> (der eine &#8220;<a href="http://www.alton.at/roland/rolog/felber" target="_blank">moderne Allmende</a>&#8221; vorschlägt) und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Ortner" target="_blank">Christian Ortner</a> (der äußerst wirtschaftsliberale Positionen vertritt). Erschienen im Falter/ <a title="35/2009" href="http://www.falter.at/web/shop/liste.php?shop_id=&#38;year=2009&#38;falternr=35&#38;SESSID=425d885b4a0ff64eb73bd0bbdd60a188">35/2009</a> vom 26.8.2009 S.14)</p>
<p>Liest sich spannend. Felber argumentiert gegen den<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Homo_economicus" target="_blank"><strong> homo oeconomicus</strong></a>, also gegen das Menschenbild vom einseitigen Nutzenmaximierer.</p>
<blockquote><p>&#8220;﻿Felber: &#8230;<strong>Die stärkste Waffe des Kapitalismus ist sein großteils erfolgreich implantiertes Menschenbild</strong>. Dass die meisten Menschen nämlich glauben, sie seien von Natur aus vorwiegend egoistisch und konkurrenzorientiert.<br />
Falter: Wie sähe Ihr „neuer Mensch“ aus?<br />
Felber: Er stellt das Gemeinwohl vor das eigene Wohl, kooperiert strukturell und achtet auf das Gelingen sozialer Beziehungen&#8230;<!--more-->Ein Mensch, der nicht nach Macht, Geld und dem eigenen Vorteil strebt, ist einfach glücklicher. Das ist keine ideologische Frage, sondern eine wissenschaftliche. Das Menschenbild der Wirtschaft ist nie bewiesen, sondern immer nur behauptet worden.<br />
Ortner: Sie sind ja nicht der Einzige, der vor dem Problem steht, dass er ein möglicherweise attraktives Gedankengebäude nicht so leicht implementieren kann, weil der Mensch dazu halt nicht geeignet ist. Dann landet man aber beim „neuen Menschen“. Das hat Stalin probiert, das hat Pol Pot probiert und alle Faschisten. Das ist immer dar­an gescheitert, dass der Mensch so ist, wie er ist. &#8230; Er ist auf seinen eigenen Vorteil aus, der einer seiner größten Antriebe ist.<br />
Felber: Haben Sie das so gelernt, oder ist das Ihre Alltagserfahrung?<br />
&#8230; Haben Sie schon einmal jemandem geholfen, Herr Ortner?<br />
Ortner: Ja, und wissen Sie warum? <strong>Weil ich mich dabei gut fühle.</strong> Ich halte Mutter Teresa für eine der egoistischsten Gestalten der letzten 100 Jahre.<br />
Felber: Fühlen Sie sich gut, wenn Sie jemandem einen Nachteil verschaffen?<br />
Ortner: Nicht dass ich wüsste.<br />
Felber: <strong>Das spricht dann doch dafür, dass wir ein Wirtschaftssystem erfinden, in dem wir uns alle gegenseitig helfen.</strong>&#8220;</p></blockquote>
<p>Ich find&#8217;s ja immer beeindruckend, dass solche Keulen wie Stalin und Pol Pot geschwungen werden müssen (ist mir auch schon passiert), nur um die eigene Nichtbereitschaft zu übertünchen, sich mit dem Argument auseinanderzusetzen.</p>
<p>Vom <strong>&#8220;Abschied vom homo oeconomicus&#8221;</strong> spricht der <a href="http://www.dfg.de/forschungsfoerderung/preise/gw_leibniz_preis.html" target="_blank">Leibniz Preisträge</a>r <a href="http://ockenfels.uni-koeln.de/" target="_blank">Prof. Axel Ockenfels</a>, der das Verhalten von Menschen in ökonomischen Entscheidungssituationen erforscht.  <a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,1564,1505080,00.html" target="_blank">Hier</a> im DW-World Interview von 2005 in aller Deutlichkeit:</p>
<p style="padding-left:30px;">&#8220;Die Hypothese, dass der Mensch vor allem egoistisch und rational sei, <strong>ist eine Hypothese der Ökonomen, die lange Zeit nie getestet worden ist. </strong>Aber der Mensch war vermutlich nie so rational und so eigennützig, wie der Ökonom ihn gerne hätte &#8230;. Insofern hat sich der Mensch nicht geändert, sondern die Wirtschaftswissenschaft hat sich geändert, indem sie diesen neuen Ideen und neuen empirischen Befunden Rechnung trägt und den &#8220;Homo Oeconomicus&#8221; langsam verabschiedet. <strong>Denn der &#8220;Homo Oeconomicus&#8221; ist eine Fiktion, die so nicht existiert.&#8221;</strong></p>
<p>Ockenfels erklärt im Fortgang des Interviews das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ultimatumspiel" target="_blank">Ultimatum-Spiel</a>, mit er  einerseits nachweist, dass die Menschen eben nicht denken: &#8220;Wenig Geld ist besser als gar kein Geld&#8221;, weil sie sich nicht einfach mit Ungerechtigkeiten abfinden. Und andererseits, dass die meisten durchaus mehr als &#8220;wenig&#8221; zu geben bereit sind. Das sei &#8220;ganz robustes Verhalten&#8221;, der Grund:</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Leute haben eine <strong>Unfairness Aversion. Sie wollen den anderen dafür bestrafen, dass er unfair war.</strong>&#8220;</p></blockquote>
<p>Menschen verhalten sich demnach allein deswegen seltener egoistisch, weil sie ungern bestraft werden wollen, also unabhängig vom Impuls. Besser ist hier freilich, es gibt ein Gegenüber, dem sie in irgend einer Weise in die Augen zu sehen haben.</p>
<p>Natürlich gibt es einen Gegenbegriff für den &#8220;anderen Menschen in uns&#8221;, den Christian Felber meint und der die Debatte um Gemeingüter prägt. <strong>Homo reciprocans</strong>. (Weiß jemand ein schönes deutsches Wort dafür?) D.h. Menschen verhalten sich reziprok. Dabei ist gleich ob die Idee, dass das eigene Wohlergehen mit dem der anderen verbunden ist, mehr Erkenntnis oder mehr Intuition ist.</p>
<p><a href="http://ideas.repec.org/p/zur/iewwpx/079.html" target="_blank">Hier</a> fasst der Ökonom Armin Falk seine empirische Forschung zusammen:</p>
<blockquote><p>&#8220;&#8230; Experimentalstudien &#8230;, die eindeutig belegen, daß der Homo Oeconomicus weitaus weniger universell ist, als gemeinhin angenommen. <strong>Die Mehrheit der Experimentalteilnehmer verhält sich reziprok, d.h. sie belohnt faires Verhalten und bestraft unfaires Verhalten, selbst wenn dies mit Kosten verbunden ist</strong>.&#8221; (alle Herv. von mir)</p></blockquote>
<p>Ein weiteres Beispiel: <a href="http://ockenfels.uni-koeln.de/download/press/Bilder_der_Wissenschaft.pdf" target="_blank">&#8220;Geben will gelernt sein&#8221;</a></p>
<pre>Foto: Christian Felber, <a href="http://www.christian-felber.at/cv.php" target="_blank">vía</a></pre>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA["Gates hat seinen 'Wald' eingezäunt"]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/2009/11/30/gates-hat-seinen-wald-eingezaunt/</link>
<pubDate>Mon, 30 Nov 2009 12:51:40 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/2009/11/30/gates-hat-seinen-wald-eingezaunt/</guid>
<description><![CDATA[Letzte Woche hielt ich an der Fachhochschule in Nordhausen auf Einladung der studentischen GoFair In]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Letzte Woche hielt ich an der <a href="http://www.fh-nordhausen.de/" target="_blank">Fachhochschule in Nordhausen</a> auf Einladung der studentischen<a href="http://www.mission-sustainability.org/projekte/gofair-studentische-initiative-fuer-eine-nachhaltige-,,fair-pflegung%22-der-fachhochschule" target="_blank"> GoFair Initiative</a> der FH und der <a href="http://boell-th.boell-net.de/" target="_blank">Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen</a> einen Vortrag über Gemeingüter. Habe das Buch &#8220;Wem gehört die Welt?&#8221; vorgestellt, viel geredet, viele Geschichten erzählt und viele Fragen beantwortet. Hat sehr viel Spaß gemacht.</p>
<p>Daraufhin erschien <a href="http://www.nnz-online.de/news/news_lang.php4?ArtNr=67774" target="_blank">dieser gelungene Artikel</a> von Christian Darr in der Neuen Nordhäuser Zeitung. Ein Auszug:</p>
<p style="padding-left:30px;">&#8220;Warum kennen sehr viele den Namen Bill Gates und den von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tim_Berners-Lee" target="_blank">Tim Berners-Lee</a> nur sehr wenige? Letzterer erkannte die Möglichkeiten seiner Entwicklung und das sie den Menschen am meisten hilft wenn sie allen frei zugänglich sein würde. Der zuerst genannte Herr zählt heute zu den reichsten Menschen auf dem Planeten. Wie hat er das gemacht? Hat der andere etwas falsch gemacht? <strong>Gates hat seinen &#8220;Wald&#8221; eingezäunt. Dann haben Menschen wie er die Kunde verbreitet das ihr Vermarktungsmodell das einzig mögliche wäre</strong>.&#8221;</p>
<p>Die Woche zuvor war in ich an der TU Ilmenau. Gut besuchte Veranstaltung. Zwei Stunden Aufmersamkeit, Skepsis hie und da aber insgesamt offene Ohren und eine von Sympathie getragene Debatte. Wir müssten mit der Gemeingüterdiskussion durch die Unis tingeln und sie mit dem &#8220;abgleichen&#8221;, was die Studenten und Studentinnen bewegt.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wasser ist Gemeingut: 10 Prinzipien]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/2009/11/24/wasser-ist-gemeingut-10-prinzipien/</link>
<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 19:23:06 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/2009/11/24/wasser-ist-gemeingut-10-prinzipien/</guid>
<description><![CDATA[Die alternative Nobelpreisträgerin Maude Barlow hat in &#8220;Our Water Commons: Toward a freshwater]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img class="alignright" src="http://farm3.static.flickr.com/2663/3849593172_c5d87b2140.jpg" alt="" width="222" height="294" />Die alternative Nobelpreisträgerin <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Maude_Barlow" target="_blank">Maude Barlow</a></strong> hat in <a href="http://www.onthecommons.org/media/pdf/original/OurWaterComonsOctober2008English.pdf" target="_blank">&#8220;<strong>Our Water Commons: Toward a freshwater narrative</strong></a><strong>&#8220;</strong> <strong>10 Grundsätze zum Management von Wasser als Gemeingut </strong>formuliert. (s.u.) Das Papier ist noch nicht ganz rund, aber seither ist die Debatte weitergegangen. Barlows Stimme wird in der weltweiten Wasserbewegung gehört. Auch sie macht sich <a href="http://www.foodandwaterwatch.org/press/publications/newsletters/defend" target="_blank">zunehmend </a>für die Commons stark:</p>
<p>1) Wasser als Gemeingut  konzipieren und benennen<br />
2) die Erzählung einer <a href="http://www.fairunterwegs.org/aktuell/news/article/vandana-shiva-erd-demokratie-alternativen-zur-neoliberalen-globalisierung.html?cHash=69ad469659" target="_blank">Erd-Demokratie</a> stärken<br />
3) Erhalt der Wasserressourcen durch Wasserschutzmaßnahmen und Gesetzgebung<br />
4) Wassereinzugsgebiete als Gemeingut betrachten<br />
5) Lokale Gemeinschaft Kontrolle über die lokalen Wasserressorucen geben<br />
6) Wassersouveränität für die Gemeinschaften und für die Nationen<br />
7) Wassersgerechtigkeit statt Wasserbarmherzigkeit<!--more--><br />
 <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_cool.gif' alt='8)' class='wp-smiley' /> Öffentliche Versorgung mit Trinkwasser zu fairen Preisen ausbauen<br />
9) Verankerung des Rechts auf Wasser in Verfassungen und auf  UN-Ebene<br />
10) Anwendung und Fortentwicklung der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Public_trust_doctrine" target="_blank">Doktrin der Öffentlichen Treuhand</a> (Public Trust) zum Schutz des Wassers</p>
<p>(Übersetzungsvorschlag: Silke Helfrich)</p>
<p>Ein Jahr später hat der<a href="http://www.canadians.org/" target="_blank"> Council of Canadians</a>, dem Barlow vorsteht, ein weiteres Papier veröffentlicht. <strong><a href="http://www.onthecommons.org/media/pdf/original/WaterCommons08.pdf" target="_blank">Local Control and Management of Our Water Commons, Stories of Rising to the Challenge</a>. </strong>Hauptautor ist Wasserexperte <a href="http://adamdavidsonharden.blogspot.com/" target="_blank">Adam Davidson-Harden</a>. Das Papier bringt kurz und knapp <strong>22 praktische Beispiele aus allen Kontinenten</strong>, wie Wasser Gemeingut bleibt oder wird.</p>
<p><strong>Aus dem Inhalt: Viele Wege, Gemeinsame Ziele:</strong></p>
<p>Case 1:  The Push for a UN Covenant on the Right to Water<br />
Case 2:  Legal Efforts to Guarantee the “Right to Water” in Latin America<br />
Case 3:  The Constitutional Right to Water in South Africa<br />
Case 4:  Free Water in South Africa<br />
Case 5:  “Social Control” and Public-Collective Partnerships with Community-Run Systems in Cochabamba, Bolivia<br />
Case 6:  Small Farmers and the Indigenous Concept of ‘Uses and Customs’<br />
Case 7:  The Acequia System of Irrigation and Water Management <em>(dazu demnächst mehr auf diesem Blog</em>)<br />
Case 8:  Indigenous Peoples’ Struggles for Water in Ecuador: The case of Licto<br />
Case 9:  First Nations’ Struggle for Water: The cases of Black Mesa and St’át’imc peoples<br />
Case 10: Public Management of water in Porto Alegre, Brazil<br />
Case 11: Public-Public Partnerships in Water<br />
Case 12: Employee Cooperatives in Water: The case of Dhaka WASA<br />
Case 13: Retaking Public Control of a Large Water Utility: Yorkshire Water and Welsh Water<br />
Case 14: Water Democracy in Action: Delegated (or shared) water governance partnerships<br />
Case 15: Challenging the Myth of Public Penury: Alternative financing mechanisms<br />
Case 16: MAMA-86 and Water in Ukraine<br />
Case 17: <a href="http://commonsblog.wordpress.com/2009/11/23/indische-johads-wasser-als-gemeingut/" target="_blank">Tarun Bharat Sangh and Common Water in Rajasthan </a><br />
Case 18: “Common Assets Trusts” as a Political and Economic Project<br />
Case 19: The Fight for Public Water in Felton, California<br />
Case 20: A Trust Fund to Keep Water Clean, Safe and Affordable<br />
Case 21: Establishing limits on groundwater withdrawals for the public good<br />
Case 22: Latin-American Water Tribunal: Using national and international law to form</p>
<p>PS: <strong>Das Foto</strong> stammt von <a href="http://www.flickr.com/photos/mgifford/" target="_blank">M.Gifford</a>, Lizenz: CC BY SA. Dazu folgender Kommentar:</p>
<p style="padding-left:30px;">Maude Barlow, National chairperson for the <a rel="nofollow" href="http://www.canadians.org/">Council of Canadians</a>, <a rel="nofollow" href="http://ottawafolk.org/2009/2009-08-20_maude_barlow.html">&#8220;speaking about water issues at the Ottawa Folk Festival</a>. The festival was a bottled water free event. It went amazingly well and I hope that it becomes a city wide policy. Rather than paying $2/plastic bottle, people were offered nice metal bottles at $10 and given <a href="http://www.flickr.com/photos/mgifford/3848770417/">unlimited access to clean filtered water</a>.</p>
<p><strong>Ähnliche Artikel auf dem Commonsblog: </strong></p>
<p><a href="http://commonsblog.wordpress.com/2009/11/23/indische-johads-wasser-als-gemeingut/" target="_blank">Indische Johads: Wasser als Gemeingut</a><br />
<a href="http://commonsblog.wordpress.com/2008/06/24/unicef-macht-den-bock-zum-gartner/" target="_blank">Aufrüsten beim Durstlöschen</a><br />
<a href="http://commonsblog.wordpress.com/2008/06/24/unicef-macht-den-bock-zum-gartner/" target="_blank">Unicef macht den Bock zum Gärtner</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wem gehört der Schnee? Zum Unterschied zwischen Öffentlichen Gütern und Gemeingütern]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/2009/11/21/wem-gehort-der-schnee-zum-unterschied-zwischen-offentlichen-gutern-und-gemeingutern/</link>
<pubDate>Sat, 21 Nov 2009 21:20:53 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/2009/11/21/wem-gehort-der-schnee-zum-unterschied-zwischen-offentlichen-gutern-und-gemeingutern/</guid>
<description><![CDATA[&#8220;Fundsachen der Allmendewiese&#8221;: Manchmal macht das Blog seinem ursprünglichen Untertitel]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://farm4.static.flickr.com/3051/2697086324_e095f091b6.jpg"><img class="alignright" src="http://farm4.static.flickr.com/3051/2697086324_e095f091b6.jpg" alt="" width="208" height="155" /></a>&#8220;Fundsachen der Allmendewiese&#8221;: Manchmal macht das Blog seinem ursprünglichen Untertitel alle Ehre. Heute gefunden: &#8220;<strong><a href="http://www.bormioforumneve.eu/De%20Bujan_D.pdf" target="_blank">Die Entwicklung des Schnees von &#8216;res communis&#8217; zum Staatsgut</a></strong>&#8221; von Professor Fernández de Buján. Der spanische Rechtshistoriker hielt diesen Vortrag zum <a href="http://www.bormioforumneve.eu/3_Report/D/Dr.%20Carlo%20BRUCCOLERI.pdf" target="_blank">1.  Skirechtsforum</a> italienischen Bormio (Dez. 05). Es ist ein<strong> Ausflug ins römische Recht, </strong>um dort Ansatzpunkte für ein <strong>einheitliches Skirecht</strong> zu suchen. <strong>Wem also gehört der Schnee? </strong>Und wie dachten die alten Römer über Gemeingüter im Unterschied zu öffentlichen Gütern?</p>
<p>Güter waren<strong> ursprünglich zweigeteilt</strong>, &#8230;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gaius_(Jurist)" target="_blank"><!--more-->Gaius</a> beginnt im II. Buch über Güter mit solchen,</p>
<blockquote><p>&#8220;die sich in oder außerhalb unseres Vermögens befinden.&#8221; (<em>res intra patrimonium </em>und <em>res extra patrimonium</em>)</p></blockquote>
<p>Später nehmen die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Codex_Iustinianus" target="_blank">justinianischen Schriftgelehrten</a> diese Zweiteilung auf, und führen weitere Unterscheidungen ein. Einige Güter gelten ihnen als &#8220;<strong>divini iuris</strong>&#8220;, andere als &#8220;<strong>humani iuris</strong>&#8220;. Letztere sind, zunächst in klassischer Zweiteilung, private und öffentliche Güter (<em>res privatae</em> und <em>res publicae</em>). Unterschieden werden zudem (den <em>divini iuris </em>zugehörend) die <em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Res_extra_commercium" target="_blank"><strong>res extra commercium</strong></a></em>, verkehrsunfähige Sachen mit denen <strong>kein Handel getrieben werden darf</strong>, von den <em><strong>res intra commercium</strong></em>, mit denen gehandelt werden darf. Das ist ein Punkt, der auch in der aktuellen Commonsdebatte sehr präsent ist und sich im <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/foren/S-Eigentum-Besitz/forum-168950/msg-17619986/read/" target="_blank">Unterschied zwischen Eigentum und Besitz</a> reflektiert. Eigentum ist veräußerbar. Besitz nicht.</p>
<blockquote><p>&#8220;Es geht also um die Tatsache, wie Güter im Rahmen rechtlicher und vermögensrechtlicher Beziehungen zu behandeln sind&#8221;, schreibt Fernández.</p></blockquote>
<p>Später unterscheiden die Justianischen Schriftgelehrten<strong> drei Güterklassen</strong>.</p>
<blockquote><p>Der Text in den Instituta drückt &#8230; eine Dreiteilung aus, die der Jurist <strong>Martianus</strong> vornimmt,&#8230;. Das Wesentliche und Neue an diesem Fragment ist die Formulierung einer Kategorie, nämlich die der<em><strong> res communes omnium</strong></em>,&#8230;&#8221; (bibliogr. Bezug: Martianus 3, inst., habe dazu im Netz leider nichts gefunden, S.H.)</p></blockquote>
<p>Nun also: <em>res privatae</em> (private Güter), <em>res publicae </em>(öffentliche Güter) und <em>res communes</em> (Gemeingüter). Mancherorts gibt es noch eine vierte Kategorie. Die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Res_sacra" target="_blank"><em>res sacrae</em></a>.</p>
<p>Erhellend finde ich die Ausführungen von Fernández über die öffentlichen Güter:</p>
<blockquote><p>&#8220;Ein anerkannter juristischer Text im berühmten Kapitel XVI des Buchs L, mit dem Titel <strong>„<a href="http://books.google.de/books?id=4DE8AAAAcAAJ&#38;pg=RA2-PA1-IA54&#38;dq=De+Verborum+significatione+Libri+L&#38;client=firefox-a#v=onepage&#38;q=&#38;f=false" target="_blank">De Verborum significationem</a></strong>” begründet ohne Zweifel das Konzept der <em>res publicae.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Ulpianus schreibt:</p>
<blockquote><p><strong>&#8220;Publica sunt quae populi romani sunt. &#8211; Öffentlich ist nur das, was dem Römischen Volk gehört.&#8221; </strong>(Kommentare, Buch X zum Edikt des Prätors, D.50,16,15)</p></blockquote>
<p>Die Rechtslehre geht nun davon aus, so erklärt Fernández, dass der Ausdruck &#8220;Populus Romanus&#8221; mit der modernen Auffassung vom Staat oder der Zentralverwaltung übereinstimme. Die römischen Juristen wollten sich demnach auf den politischen Machtbereich Roms beziehen oder auf Machtorgane wie Gebietsverwaltungen und Provinzregierungen.</p>
<p>&#8220;<strong><em>Res publicae</em></strong>&#8220;, so folgert der Autor, sind demnach das, was wir heute unter Staatsgut oder <strong>&#8220;Öffentlichem Gut&#8221; </strong>im Sinne von <strong>&#8216;dem Staat gehörend, vom Staat verwaltet, für den öffentlichen Nutzen</strong>&#8216; (<em>utilitas publica</em>) verstehen.</p>
<p>Und da gibt es einen Unterschied zu den Gemeingütern, denn</p>
<blockquote><p><strong>&#8220;Wasser oder Luft erfordern keine feierliche, förmliche Zuordnung und werden im römischen Recht als <em>publicatio</em></strong> bezeichnet.&#8221;</p></blockquote>
<p>Anders gesagt: Sie sind ihrer Natur nach und wegen ihrer Funktion öffentlich.</p>
<p>Daneben gab es die Bezeichnung <strong><em>vetustas</em></strong>. Das Wort bedeutet: &#8220;alt, von langer Dauer&#8221;. Der Begriff drückt aus,</p>
<blockquote><p>&#8220;dass einem Gut öffentlicher Nutzen<strong> zugesprochen wurde</strong>, was durch das <strong>gesellschaftliche Bewußtsein</strong> der Tatsache bedingt war, <strong>dass das betreffende Gut seit Menschengedenken von allen und allgemein genutzt wurde</strong>.&#8221; (Herv. S.H.)</p></blockquote>
<p>Ein schönes Zitat zum Unterschied zwischen Öffentlichen Gütern und Gemeingütern bringt <a href="http://www.ruhr-uni-bochum.de/klass-phil/Projekte/Bac/bac05.htm" target="_blank">Neratius Priscus:</a></p>
<blockquote><p>&#8220;Der Strand und die Küste sind nicht im selben Sinne öffentlich, wie das Volkseigentum&#8230;&#8221; (Buch V der Membranae in D.41,1,14)</p></blockquote>
<p>Sic! Ab Ende des II Jahrhunderts n.Ch. werden die öffentlichen Gütern  eindeutiger und stets als &#8220;nicht handelbar&#8221; beschrieben, als <em>res extra commercium</em>. Das belegt Fernández mit interessanten Textstellen. Wobei Vermietung möglich war, um öffentliche Dienstleistungen zu finanzieren. So geschehen mit dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ager_publicus" target="_blank"><em>ager publicus</em></a>, jenem Land, welches sich in der Römischen Republik im Besitz des Staates befand. Es war <strong>die ursprünglich übliche Form des Eigentums an Grund und Boden.</strong></p>
<blockquote><p>&#8220;Die private Nutzung dieses Lands war in der römischen Geschichte eine zentrale innenpolitische Frage &#8230;, die ab dem 2. Jahrhundert v. Chr. immer wieder zu heftigen Auseinandersetzungen führte, so zum Beispiel bei den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gracchische_Reform" target="_blank">Gracchischen Reformen</a>&#8220;, weiß die Wikipedia.</p></blockquote>
<blockquote><p>&#8220;Der durch Abgabe an Privatpersonen schrumpfende <em>ager publicus </em>wurde durch Landgewinne aus Kriegen immer wieder aufgestockt.&#8221;, heisst es dort. <em>Ager captivus </em>nannten das die Römer.</p></blockquote>
<p>Die Verteidigung der Gemeingüter der Einen kann der Untergang der Gemeingüter der Anderen sein.</p>
<blockquote><p>&#8220;Bis zur frühen Kaiserzeit jedoch war der gesamte ager publicus innerhalb Italiens aufgeteilt und Privateigentum geworden.&#8221; (Quelle: Wikipedia)</p></blockquote>
<p>Zusammenfassend <strong>bestimmen die römischen Gelehrten die öffentlichen Güter nach drei Kriterien</strong> (dem rechmäßigen Besitzer, den Nutzungsrechten, den Veräußerungsrechten)</p>
<ul>
<li>dem Populus Romanus gehörend, also der Öffentlichkeit (dem Staat)</li>
<li>prinzipiell und ohne Einschränkungen zur Nutzung aller bestimmt</li>
<li>angesichts ihrer speziellen Bestimmung und Nutzung nicht veräußerbar</li>
</ul>
<p>Komplette Auflistungen, welche Güter den res publicae zuzurechnen sind, gibt es nicht. Die Gesetzestexte seien pragmatisch und problembezogen. Sie bringen die Kategorien stets in Betrachtung einer Sache oder eines zu lösenden Falls. Da tauchen dann die Flüsse und die Häfen auf, das Forum oder</p>
<blockquote><p>&#8220;etwas vergleichbares, das dauernd von der Öffentlichkeit genutzt wird.&#8221; (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lucius_Venuleius_Apronianus_(Konsul_168)" target="_blank">Venuleius</a>, De Stipulationes, I.Buch, D.45,1, 137,6)</p></blockquote>
<p><a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5a/Forum_Romanum_Rom.jpg"><img class="aligncenter" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5a/Forum_Romanum_Rom.jpg" alt="" width="393" height="191" /></a></p>
<p>Im Unterschied dazu findet sich ein klassisches Zitat zu den Gemeingütern in den bereits erwähnten Justinianischen Instituten, 2,1,1:</p>
<blockquote><p>&#8220;Et quidem naturali iure communia sunt omnium haec: aer, aqua profluens, et mare et per hoc litora maris.</p>
<p><strong>&#8220;Und durch naturgegebenes Recht sind in Wahrheit die<br />
folgenden Güter allen gemein: die Luft, das fließende Wasser und das Meer und aus demselben Grund, die Küsten des Meers.&#8221;</strong></p></blockquote>
<p>Der Text folgt dem bereits zitierten Martianus. Interessant ist folgende Einschätzung von Fernández:</p>
<blockquote><p>&#8220;Die vorherrschende Rechtslehre geht davon aus, <strong>dass sowohl die Schaffung der Kategorie der res communes omnium, </strong>als auch ihre Konkretisierung durch vier materielle Realitäten <strong>eine einzigartige Kreation des Juristen selbst ist, der stark durch metajuristische Konzepte und Kategorien beeinflusst wurde</strong>.</p></blockquote>
<p>Martianus hat das also nirgends abgeschrieben und keine anderen juristischen Texte verarbeitet, sondern er ist vom Charakter und den physischen Realitäten der Dinge ausgegangen, von ihrer Funktion für die Menschen und hat sie originär klassifiziert. Humanist sei er gewesen, Kenner von Philosophie und Literatur.</p>
<p>Diese justinianische Schrift wurde für Jahrhunderte zum Lehrtext. In den heutigen wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen scheint sie in Vergessenheit geraten, denn dort werden die Gemeingüter seit Jahrzehnten eher stiefmütterlich behandelt.</p>
<p>Der Schnee ist nun solch ein Gemeingut, folgert Fernández. Im martianischen Sinne. Jedenfalls habe die unterschiedliche Begriffsbestimmung</p>
<blockquote><p>&#8220;zu keiner Zeit die Rechtsordnung beeinflusst, da Schnee, als gefrorenes Wasser, zu keinem Zeitpunkt Gegenstand von exklusivem Privateigentum sein konnte, dessen Recht auf<br />
allgemeine Nutzung verhindert werden konnte.&#8221;</p></blockquote>
<p>Um Schnee zu privatisieren, musste man zunächst auf die Idee kommen, ihn künstlich herzustellen. Oder wem gehört der Kunstschnee?</p>
<p>Kurioses zum Thema: <a href="http://www.salzburg.com/sn/06/03/03/artikel/1974585.html" target="_blank">Schnee als Werbeträger</a></p>
<pre>Foto 1: CC <a href="http://www.flickr.com/photos/devnull/" target="_blank">BY</a> SA
Foto 2: CC BY, SA, Stefan Bauer, <a rel="nofollow" href="http://www.ferras.at/">http://www.ferras.at</a></pre>
<p>&#60;!&#8211;</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Lesezeit: Gemeingüter]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/2009/11/17/lesezeit-gemeinguter/</link>
<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 10:06:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/2009/11/17/lesezeit-gemeinguter/</guid>
<description><![CDATA[Wir produzieren derzeit eine kleine Videoserie &#8211; mit großartiger Unterstützung von Arne Petric]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Wir produzieren derzeit eine kleine Videoserie &#8211; mit großartiger Unterstützung von Arne Petrich/<a href="http://www.politopolis.de/" target="_blank">Politopolis.</a> Ich lese Abschnitte aus<a href="http://commonsblog.wordpress.com/das-buch-el-libro/" target="_blank"> Wem gehört die Welt?</a>. Heute: Worum geht&#8217;s und was haben Gemeingüter mit Robin Hood zu tun?</p>
<p>Später geht es weiter mit Geschichten aus neuen Publikationen. Viel Spaß beim Zuhören! <span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/44MOAY_ufM0&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/44MOAY_ufM0&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
<p>Mehr Videos zum Thema in deutscher, englischer und spanischer Sprache auf dem youtube Kanal <a href="http://www.youtube.com/user/CommonsDeutschland" target="_blank">CommonsDeutschland.</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Bundestagspetition: Open Access]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/2009/11/17/bundestagspetition-open-access/</link>
<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 22:06:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/2009/11/17/bundestagspetition-open-access/</guid>
<description><![CDATA[Es ist ganz einfach: &#8220;Was öffentlich finanziert ist, muss öffentlich zugänglich bleiben.]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img class="alignright" src="http://farm3.static.flickr.com/2732/4097078733_dd8527d319.jpg" alt="" width="198" height="199" />Es ist ganz einfach: <strong>&#8220;Was öffentlich finanziert ist, muss öffentlich zugänglich bleiben.&#8221; </strong>So steht es in <a href="http://www.boell.de/oekologie/demokratie-7144.html" target="_blank">diesem Manifest</a>. Der <a href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/summary.php" target="_blank">Wissenschaftsblogger</a> Lars Fischer hat in diesem Sinne eine <a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=7922" target="_blank">ePetition</a> beim Bundestag eingereicht. Der Titel, <strong>Wissenschaft und Forschung &#8211; Kostenloser Erwerb wissenschaftlicher Publikationen, </strong>scheint mir zwar etwas unglücklich, aber das Anliegen nicht. In der Petition heißt es:</p>
<div>
<div>
<div>
<div>
<blockquote><p>&#8220;Der Deutsche Bundestag möge beschließen, <strong>dass wissenschaftliche Publikationen, die aus öffentlich geförderter Forschung hervorgehen, allen Bürgern kostenfrei zugänglich sein müssen.</strong> Institutionen, die staatliche Forschungsgelder autonom verwalten, soll der Bundestag auffordern, entsprechende Vorschriften zu erlassen und die technischen Voraussetzungen zu schaffen.&#8221;</p></blockquote>
<p><a href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/fischblog/allgemein/2009-11-11/kurz-zu-meiner-epetition-kostenloser-erwerb-wissenschaftlicher-publikationen" target="_blank">Hier</a> einige Anmerkungen zu Sinn und Entstehungsgeschichte der Petition und <a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=7922" target="_blank">hier</a> geht&#8217;s zur<strong> Unterzeichnung bis zum 22. 12.2009</strong> . (Anmeldung ist schnell erledigt.) Begründet wird der Antrag damit, dass &#8230;<!--more-->hohe Kosten wissenschaftlicher Zeitschriften Bürgern den Zugang zu Ergebnissen staatlich finanzierter Forschung verschließen. Unterzeichnet haben bereits<a href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/fischblog/allgemein/2009-11-16/petitions-update-10-000-unterzeichner" target="_blank"> mehr als 10.000 Personen</a>, darunter das <a href="http://urheberrechtsbuendnis.de/pressemitteilung1209.html" target="_blank">Aktionsbündnis „Urheberrecht für Forschung und Bildung“</a>, die <a href="http://www.piratenpartei.de/node/963/35680" target="_blank">Piratenpartei</a> und <a href="http://infobib.de/blog/2009/11/13/links-zur-open-access-petition-unterstutzende-archive-und-bibliotheken/" target="_blank">mehrere Bibliotheken. </a></p>
<p>Das Aktionsbündnis &#8220;Urheberrecht für Forschung und Bildung&#8221; formuliert in seiner Pressemitteilung vom 10. November 2009 zur Unterstützung der Petition:</p>
<blockquote><p>&#8220;Das Aktionsbündnis hat zusammen mit vielen anderen Wissenschaftsorganisationen seit Jahren darauf hingewiesen, dass der Gesetzgeber auch im Urheberrecht den Erwartungen der Öffentlichkeit Rechnung tragen muss. <strong>Er darf, auch aus wirtschaftlichen Gründen, nicht länger bevorzugt die kommerzielle Verwertung von öffentlich produziertem Wissen schützen, sondern muss stärker dem Gemeinwohlinteresse Rechnung tragen</strong>&#8230;.</p></blockquote>
<blockquote><p>Offenbar aber sind Argumente allein nicht ausreichend. Daher hofft das Aktionsbündnis, dass die jetzige Petition, sozusagen aus der Basis, breiten Widerhall finden wird. Es ist den Bürgerinnen und Bürger nicht plausibel zu machen bzw. <strong>wird von ihnen nicht als fair verstanden, dass sie mehrfach für etwas bezahlen müssen, was im Grund ihnen allen gehört.</strong>&#8221; (alle Herv. von mir)</p></blockquote>
</div>
<div>Unter den Kommentaren bei Lars Fischer findet sich auch eine hervorragende Zusammenfassung des Anliegens von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stevan_Harnad" target="_blank"><strong>Stevan Harnad</strong></a> (Universität Québec, Montreal) die ich hier reproduziere:</div>
<div>
<p><strong>WAS IST OPEN ACCESS?</strong> Freier Online-Zugang zu allen Forschungsartikeln, die den Peer Review durchlaufen haben (weltweit jährlich 2,5 Millionen Artikel in 25.000 Fachzeitschriften in Natur- und Geisteswissenschaften) für alle potentiellen Nutzer aus der Wissenschaft genauso wie aus der Gesellschaft.</p>
<p><strong>WARUM OPEN ACCESS? </strong>Um Forschung produktiver, zugänglicher und übersichtlicher zu machen, ihre Effektivität und ihren Nutzen zu erhöhen und Anwendungen zu erleichtern – im Sinne der Steuern zahlenden Öffentlichkeit, die Forschung finanziert und zu deren Nutzen Forschung stattfindet – indem ihre Ergebnisse für alle Nutzer weltweit frei verfügbar sind. Und nicht nur für jene, deren Institutsbibliotheken die Zeitschrift abonniert hat, in der das Ergebnis veröffentlicht wurde.</p>
<p><strong>WIE OPEN ACCESS?</strong> Alle Universitäten und Institutionen sowie alle Forschungsfinanzierer müssen vorschreiben, dass die endgültige, durch den Peer Review geprüfte Fassung aller bei ihnen erzeugten Forschungsergebnisse in einem frei zugänglichen Repositorium archiviert werden – möglichst bei den einzelnen Institutionen, eventuell zentral. Die Beiträge sollen veröffentlicht werden, sobald sie zur Veröffentlichung angenommen werden, so dass sie sofort für jeden frei online verfügbar sind.</p>
</div>
<div>Weitere Informationen auf <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/6/146525" target="_blank">Telepolis</a>, bei <a href="http://www.inf.uni-konstanz.de/netethicsblog/?p=174" target="_blank">netethics</a> und hier in der <a href="http://www.readers-edition.de/2009/11/12/bevor-deutschland-den-anschluss-verliert/" target="_blank">Readers Edition </a>von BürgerInfo 09.</div>
<pre>foto: Lizenz CC: <a href="http://www.flickr.com/photos/wakingtiger/" target="_blank">By</a>, SA
</pre>
</div>
</div>
</div>
<div id="_mcePaste" style="overflow:hidden;position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">
<h2>Wissenschaft und Forschung &#8211; Kostenloser Erwerb wissenschaftlicher Publikationen</h2>
</div>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Bessere Kommunikation und ihre Konsequenzen]]></title>
<link>http://rotstehtunsgut.de/2009/11/15/bessere-kommunikation-und-ihre-konsequenzen/</link>
<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 16:03:34 +0000</pubDate>
<dc:creator>Igor</dc:creator>
<guid>http://rotstehtunsgut.de/2009/11/15/bessere-kommunikation-und-ihre-konsequenzen/</guid>
<description><![CDATA[Einer der großen Vorsätze der SPD, der vom aktuellen Parteitag in Dresden als Signal ausgeht, ist ne]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Einer der großen Vorsätze der SPD, der vom aktuellen Parteitag in Dresden als Signal ausgeht, ist neben einer höheren innerparteilichen Demokratie auch an sich eine bessere Kommunikation. Dies betrifft das Verhältnis der SPD nach innen, wie nach außen zu nahe stehenden gesellschaftlichen Gruppen, wie Gewerkschaften, Sozialverbänden, etc.</p>
<p>Dabei schwingt der Gedanke mit, dass umstrittene Aspekte sozialdemokratischer Regierungspolitik viel breiter akzeptiert worden wären, wenn man sie nur richtig Kommuniziert hätte. Dieser Gedanke ist durchaus richtig: Die Regierungspolitik wäre wahrscheinlich breiter akzeptiert. Nur wäre sie auch in der Sache nicht die gleiche geblieben.<!--more--></p>
<p>Die Ursache dafür ist, dass gute Kommunikation nicht aus Verkünden allein besteht, sondern auch Betroffene mitnimmt. Bei großen politischen Reformen heißt das zumindest, dass man die Richtung (gar nicht so sehr das Detail) mit seinen Bündnispartnern vorher absteckt und nicht durch einen Kurswechsel überrascht.</p>
<p>Doch genau das ist in der Vergangenheit nicht passiert. Dies ist an Schröders Regierungserklärung 2003 deutlich geworden. Damals sagte er:</p>
<blockquote><p>Wir werden Leistungen des Staates kürzen, Eigenverantwortung fördern und mehr Eigenleistung von jedem Einzelnen abfordern müssen.</p></blockquote>
<p>Selbst ohne zu bewerten, ob der damit verbundene &#8220;kleine Kurswechsel&#8221; in der Wirtschafts- und Soztialpolitik richtig war, musste eine solche Ankündigung auf Widerstand stoßen. Der Grund dafür ist denkbar einfach: Sie lag nicht im Geiste dessen, wie große Teile der SPD und der Gewerkschaften damals gepolt waren.</p>
<p>In der Tat ist hier die Forderung nach besserer Kommunikation richtig. Doch bessere Kommunikation heißt nicht einfach das Angekündigte besser zu &#8220;verkaufen&#8221;, sondern das anzukündigen, wofür sich bei der eigenen Anhängerschaft Unterstützung organisieren lässt. Oder anders gesagt: Für einen so fundamentalen Vorschlag wie die Verkürzung des ALG I, wurde damals in der Sozialdemokratie weder ein Bedarf noch eine Berechtigung gesehen. Richtige Kommunikation heißt an dieser Stelle deswegen nicht einfach Appelle an mehr Geschlossenheit, sondern auch eine andere Politik, die diese Geschlossenheit ermöglicht.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Prinzipien des Commonsmanagements II]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/2009/11/11/prinzipien-des-commonsmanagements-2/</link>
<pubDate>Wed, 11 Nov 2009 20:55:29 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/2009/11/11/prinzipien-des-commonsmanagements-2/</guid>
<description><![CDATA[Auf den P2P Diskussionsseiten gibt es eine interessante Liste von Franco Papeschi &amp; Tory Dunn zu]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><!-- 		@page { size: 21cm 29.7cm; margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Auf <a href="http://p2pfoundation.net/Principles_of_Ethical_Social_Entreprises" target="_blank">den P2P Diskussionsseiten</a> gibt es eine interessante Liste von Franco Papeschi &#38; Tory Dunn zu der Frage, woran man ein nachhaltiges Projekt erkennen kann. Es erfasst m.E. zugleich die wichtigsten Prinzipien einer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Commons-based_Peer_Production" target="_blank">„<em>commons based economy</em>“</a>, also der Gemeinschaftlichen Produktion von Gleich zu Gleich bzw. der &#8216;<strong>Gemeinen Peer-Produktion</strong>&#8216; jenseits von  Markt und Staat (Apropos,wie klingt der Begriff? Provokant?)</p>
<p>Hier die Übersetzung das Fragenkatalogs mit einigen Ergänzungen von mir. Die assoziierten Prinzipien, so wie ich sie sehe, habe ich in Klammern gesetzt.</p>
<ol>
<li><em>Hilft die Initiative/das 	Projekt den Menschen, ihre Zeit so gut wie möglich zu nutzen? 	(Zeiteffizienz </em>besser vielleicht noch: <em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Entschleunigung" target="_blank">Entschleunigung</a>)</em></li>
<li>Stärkt sie die Beziehungen zwischen den Menschen? (<em>Beziehungsorientierung</em>)</li>
<li>Gibt es einen klar identifizierbaren sozialen Nutzen (oder, 	falls dieser nicht klar identifizierbar sein sollte, zeichnet sich 	diese Richtung ab)? (<em>Gemeinwohlorientierung</em>)<!--more--></li>
<li>Produziert das Projekt/die Initiative mehr für die 	community/Gesellschaft/Umwelt, als es ihnen nimmt, einschließlich 	einer ausgeglichenen Gewinnverteilung und sozialer Re-investition? 	(<em>Vermeidung von Über- und Unternutzung)</em></li>
<li>Ist die Initiative und ihr Ergebnis auf lange Sicht 	nachhaltig? Fügt es der Resourcenbasis mehr hinzu als sie ihr nimmt 	oder belässt sie sie in ungeminderter Qualität? (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nachhaltigkeit" target="_blank"><em>Nachhaltigkeit</em></a>)</li>
<li>Sind die Handlungen und Verfahren transparent, inklusive der 	daraus entstehenden Produkte sowie der damit verbundenen Prozesse 	und Folgen? (<em>Transparenz</em>)</li>
<li>Gibt es konkrete Maßnahmen, die die soziale Intention und 	das gewünschte Ergebnis schützen und pflegen? (<em>Monitoring</em>)</li>
<li>Ist das Projekt/Vorhaben zumindest neutral für Menschen, die 	es nicht benutzen? (z.B. es mindert nicht die Ressourcen 	für andere Nutzer) (<em>Unschädlichkeit</em>)</li>
<li>Reduziert es Zugangshürden? Macht es Dinge einfacher? Ist es 	„zugänglich“ im weitesten Sinne des Wortes? Bietet 	es den Ausgegrenzten und an den Rand Gedrängten Zugang zu 	zusätzlichen Ressourcen, gibt es Ihnen eine Stimme? 	(<em>Zugangsgerechtigkeit, Einschluss statt Ausschluss</em>)</li>
<li>Gibt es keine ungerechtfertigten und/oder künstlichen 	Grenzen des Zu- oder Weggangs vom Projekt? (<em>Freiwilligkeit</em>)</li>
<li>Respektiert es die Menschenrechte und den kulturellen 	Kontext? (Wenn dies in Opposition zueinander steht, glauben wir, 	dass die Menschenrechte Vorrang haben.)  (<em>Respekt der Menschenrechte</em>)</li>
<li>Respektiert es die Vielfalt? (<em>Vielfalt</em>)</li>
<li>Trägt es dazu bei, verdientes Vertrauen und Zusammenarbeit 	aufzubauen? (<em>Kooperation</em>)</li>
<li>Stärkt es eine sozial nützliche und nachhaltige Nutzung der 	Daten und Informationen, die es erzeugt? (<em>Offene Standards</em>, <em>freie Technologien</em>)</li>
<li>Bietet es Möglichkeiten des Tauschs von Werten, die dem 	Kontext angemessen sind und nutzt es diese? (<em>Kulturelle Relativität</em>)</li>
<li>Sind die 	Entscheidungverfahren transparent, demokratisch und partizipativ 	bzw. sind sie von den Betroffenen akzeptiert?(<em>Selbstorganisation, Demokratie</em>)</li>
</ol>
<p><strong>Weitere Elemente:</strong></p>
<ol>
<li>Bietet es einen Hebel/ erleichtert es lokale <em>ownership</em> (kulturelle Aneignung) und wirtschaftliche Entwicklung? 	(<em>Rückgebundenheit</em>)</li>
<li>Ist es auf andere Dimensionen übertragbar? (<em>Skalierbarkeit</em>)</li>
<li>Folgt es den <em>best-practices</em> von Nutzer-generiertem 	Design? (<em>Exzellenz</em>)</li>
</ol>
<p>Weitere Prinzipien, die in der Diskussion sind:</p>
<p><!-- 		@page { size: 21cm 29.7cm; margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<ul>
<li><em>Überschaubarkeit </em>(die ist beispielsweise bei komplexen globalen ökologischen Systemen kaum gegeben)</li>
<li><em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vorsorgeprinzip" target="_blank">Vorsorgeprinzip</a></em> (würde zutreffen, wenn etwas Neue Technologien zum Einsatz kommen, von denen man nicht weiss, wie sich sich künftig auf das oben genannte auswirken werden)</li>
</ul>
<p>update: 12.11.</p>
<ul>
<li><em>Gegenseitigkeit</em>, 	für die es<strong> </strong>eindeutige und leicht identifizierbare 	Signale geben muss</li>
<li><em>Konsisten</em>zprinzip, im folgenden Sinne: daß nur diejenigen Umgangsformen mit Gemeinressourcen lokal umgesetzt werden können, die auch global widerspruchsfrei sind. Diesem Prinzip zufolge vermag die Aussenwelt die selbstbestimmten Entscheidungen einer community einzuschränken, wenn das Ergebnis ihres Tuns nicht skalierbar ist (siehe oben.)</li>
</ul>
<p>Was fehlt?</p>
<p>Ähnliche Artikel auf diesem Blog: <a href="http://commonsblog.wordpress.com/2008/09/16/prinzipien-des-commonsmanagements/" target="_blank">Prinzipien des Commonsmanagements</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Commoning! Was bitte?]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/2009/11/05/commoning-was-bitte/</link>
<pubDate>Thu, 05 Nov 2009 20:03:44 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/2009/11/05/commoning-was-bitte/</guid>
<description><![CDATA[Seit Wochen suchen wir nach einer Übersetzung dieses Satzes: &#8220;There is no commons without comm]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Seit Wochen suchen wir nach einer Übersetzung dieses Satzes:</p>
<p><b>&#8220;There is no commons without commoning&#8221;. </b>(Peter Linebaugh,<a href="http://commonsblog.wordpress.com/2009/04/22/commoning-das-leben-in-die-eigene-hand-nehmen/" target="_blank"> siehe diesen Eintrag</a>) Er bringt auf den Punkt, worum es bei den Gemeingütern (commons/Allmenden) geht: Um eine bestimmte Art und Weise des gemeinsamen Tuns. Um ein gemeinsames Verständnis davon, wie kollektiv verfügbare Ressourcen zu nutzen sind.</p>
<p>Heute dachte ich, vielleicht geht es so:</p>
<p><b>&#8220;Es gibt keine Gemeingüter ohne gemeinsames Wirken/Tun.&#8221; </b>oder<b> &#8220;Gemeingüter entstehen aus gemeinsamem Wirken/Tun&#8221; </b></p>
<p>Wie klingt das?<b> </b>Bessere Vorschläge hocherwünscht.<b><br />
</b></p>
<p>Die <a href="http://de.wiktionary.org/wiki/wirken" target="_blank">Bedeutungen von &#8220;wirken&#8221;</a> gefallen mir, denn genau das ist es, worum es beim &#8220;<i>commoning</i>&#8221; geht.</p>
<dl>
<dd>[1] <a title="tätig" href="http://de.wiktionary.org/wiki/t%C3%A4tig">tätig</a> <a title="sein" href="http://de.wiktionary.org/wiki/sein">sein</a>, <a title="nützlich" href="http://de.wiktionary.org/wiki/n%C3%BCtzlich">nützlich</a> sein, etwas <a title="schaffen" href="http://de.wiktionary.org/wiki/schaffen">schaffen</a>, etwas <a title="vollbringen (Seite nicht vorhanden)" href="http://de.wiktionary.org/w/index.php?title=vollbringen&#38;action=edit&#38;redlink=1">vollbringen</a></dd>
<dd>[2] <a title="eine" href="http://de.wiktionary.org/wiki/eine">eine</a> <a title="Wirkung" href="http://de.wiktionary.org/wiki/Wirkung">Wirkung</a> <a title="entfalten" href="http://de.wiktionary.org/wiki/entfalten">entfalten &#8230;<br />
</a></dd>
<dd>[4] <i><a title="fachsprachlich" href="http://de.wiktionary.org/wiki/fachsprachlich">fachsprachlich</a></i>: <a title="Textilie (Seite nicht vorhanden)" href="http://de.wiktionary.org/w/index.php?title=Textilie&#38;action=edit&#38;redlink=1">Textilien</a> nach einem <a title="Wirkverfahren (Seite nicht vorhanden)" href="http://de.wiktionary.org/w/index.php?title=Wirkverfahren&#38;action=edit&#38;redlink=1">Wirkverfahren</a> <a title="herstellen" href="http://de.wiktionary.org/wiki/herstellen">herstellen</a></dd>
<dd>[5] <i><a title="fachsprachlich" href="http://de.wiktionary.org/wiki/fachsprachlich">fachsprachlich</a></i>: <a title="Gewebe" href="http://de.wiktionary.org/wiki/Gewebe">Gewebe</a> <a title="mit" href="http://de.wiktionary.org/wiki/mit">mit</a> <a title="einarbeten (Seite nicht vorhanden)" href="http://de.wiktionary.org/w/index.php?title=einarbeten&#38;action=edit&#38;redlink=1">eingearbeiteten</a> <a title="Bild" href="http://de.wiktionary.org/wiki/Bild">Bildern</a> <a title="oder" href="http://de.wiktionary.org/wiki/oder">oder</a> <a title="Muster" href="http://de.wiktionary.org/wiki/Muster">Mustern</a> <a title="herstellen" href="http://de.wiktionary.org/wiki/herstellen">herstellen</a></dd>
</dl>
<p><b>Commoning: </b>das bedeutet, dass eine Nutzergemeinschaft, eine Gruppe von Menschen miteinander etwas macht. Dabei gibt es die unterschiedlichsten Verfahrensweisen, aber stets lassen sich Muster (Prinzipien) ablesen &#8211; die Muster vitaler Gemeingüter.&#160;<b> </b></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Monsanto: von Drehtüren und Werkzeugen die keine sind]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/2009/11/05/monsanto-von-drehturen-und-werkzeugen-die-keine-sind/</link>
<pubDate>Thu, 05 Nov 2009 13:57:48 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/2009/11/05/monsanto-von-drehturen-und-werkzeugen-die-keine-sind/</guid>
<description><![CDATA[Michael Grolm, der Thüringer Imker der für seine Überzeugungen ins Gefängnis geht, sagt Sätze die je]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://www.schlossimkerei-tonndorf.de/" target="_blank"><img class="alignright" src="http://de.indymedia.org/icon/2009/08/259393.jpg" alt="" width="125" height="174" />Michael Grolm</a>, der Thüringer Imker <a href="http://www.epd.de/ost/ost_index_69340.html" target="_blank">der für seine Überzeugungen ins Gefängnis geht</a>, sagt Sätze die jeder versteht. Etwa:</p>
<blockquote><p>&#8220;<em>Der ehemalige Monsanto-Chef spricht davon, dass die Gentechnik ein Werkzeug sei. Nicht gut und nicht schlecht. Eben ein Werkzeug. Aber ein Werkzeug ist so etwas wie ein Hammer oder eine Schere. Die kann ich benutzen, um etwas zu tun. Doch diese Technologie benutzt uns! Sie macht etwas mit uns, nicht wir mit ihr.</em>&#8220;</p></blockquote>
<p>Gestern Abend habe ich für <a href="http://www.inkota.de/" target="_blank">INKOTA</a> an einer <a href="http://www.jenapolis.de/35961/filmfestival-uebermacht-im-kubus-heute-monsanto-mit-gift-und-genen/" target="_blank">Diskussionsveranstaltung</a> zum <a href="http://diegesellschafter.de/uebermacht/festival.php" target="_blank">überMacht-Film-Festival </a>teilgenommen. Ich komme spät. Öffne die Tür. Der Saal des <a href="http://www.kubus.jena.de/neu/index.html" target="_blank">KuBus</a> ist voll. Man muss wissen: <!--more-->Der KuBus hat gerade eröffnet &#8211; inmitten des Jenaer Neubaugebietes Lobeda-West. Und das Thema bietet eher das Gegenteil von &#8220;Guter Unterhaltung&#8221;.</p>
<p>Es ging um Grüne Gentechnik. Also die Manipulation des Lebens im Labor und deren Freisetzung in natürliche Ökosysteme. Genauer noch: Es ging um die Strategien <a href="http://www.monsanto.de/" target="_blank">des größten Pestizid- und Saatgutkonzerns der Welt</a> (Monsanto), mit der Kontrolle über das Saatgut auch die Kontrolle über die Menschen zu gewinnen.</p>
<blockquote><p>&#8220;<em>Saatgut und Lebensmittel zu kontrollieren ist wirksamer als eine Bombe</em>&#8220;,</p></blockquote>
<p>sagt die indische Physikerin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vandana_Shiva" target="_blank">Vandana Shiva</a>, die immer bildmächtig spricht.</p>
<p>Vom ehemaligen <a href="http://www.nndb.com/people/194/000130801/" target="_blank">Monsanto-Chef Robert Shapiro</a>, der den Konzern ins Biotechzeitalter geführt hat, gibt es ein Video. Und dort sagt er den Werkzeug-Satz. Ich würde Grolm korrigieren. Die Gentechnik in der Landwirtschaft ist schon ein Werkzeug &#8211; allerdings nicht für uns, sondern für Menschen wie Shapiro. Das Problem ist, dass diese Menschen sehr viel Macht haben. Und sie wissen, dass der Zugriff auf Gemeingüter (wie Land, Saatgut, Wasser&#8230;) immer mehr Macht verleiht. In diesem Fall: Marktmacht über den Saatgut-, Pestizid- und schließlich den weltweiten Lebensmittelmarkt.</p>
<p>Wie das Werkzeug zum Einsatz kommt, das zeigt in einem 100 Minuten Epos der Film <strong>&#8220;Monsanto &#8211; Mit Gift und Genen</strong>&#8221; von Marie Monique Robin. 4 Jahre ist Robin durch die halbe Welt gereist. Nun weist sich nach, wie der Hammer um sich schlägt und seit Jahrzehnten die Menschen in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anniston_(Alabama)" target="_blank">Anniston</a> krank macht und umbringt, wie er den Bauern in Mexiko, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Monsanto#Farmer_suicides" target="_blank">Indien</a> und Paraguay die Existenzgrundlage nimmt, die Kinder dort vergiftet, wie er Bauern in den USA den Schlaf raubt und unzählige Wissenschaftler weltweit mundtot macht. Die Behörden machen sich zum Helfershelfer. Die Politik duldet, schaut weg oder reagiert.</p>
<p>Die Dokumentation von Robin, kritisiert Imker Grolm, habe etwas &#8220;erschlagendes&#8221;. Als seien alle Messen schon gelesen, als könne man nichts mehr tun gegen &#8220;die grünen Wüsten&#8221; und monokulturalisierte  Landschaften, in denen &#8220;keiner mehr spazieren gehen will&#8221;. Oder gegen den Skandal, dass profitorientierte Unternehmen die Gesetze schreiben. Das ist zwar auch nichts Neues, war aber noch nie eine gute Idee. Beim Gesetzeschreiben sind die berühmten &#8220;Drehtüren&#8221; behilflich, die<strong> <em>revolving doors</em></strong>. Konzernmitarbeiter wechselt ins Ministerium, Ministeriumsmitarbeiter in den Konzern, Aufsichtsratsmitglied in die Regierung, Regierungsmitglied in den Aufsichtsrat. Es gibt Fälle, wie jenen von <strong>Michal R. Taylor</strong>, da gelingt dieser Wechsel mehrfach hin und her.</p>
<blockquote><p>&#8220;Michael R. Taylor was an assistant to the <a title="Food and Drug Administration" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Food_and_Drug_Administration">Food and Drug Administration</a> (FDA) commissioner before he left to work for a law firm on gaining FDA approval of Monsanto’s artificial growth hormone in the 1980s. Taylor then became deputy commissioner of the FDA from 1991 to 1994.&#8221;</p></blockquote>
<p>Das erfahre ich im Film. Die Journalistin Robin telefoniert mit Taylor. &#8220;Ob er keinen Interessenskonflikt sehe?&#8221; &#8220;Neeeein&#8221;!</p>
<p>Ein Blick in die Wikipedia ergänzt die Geschichte: Taylor wurde vor drei Monaten von Obama <a href="http://www.counterpunch.org/kenfield08142009.html" target="_blank">zurück in die FDA geholt</a>. Die FDA ist u.a. für die Zulassung und Kontrolle von Verfahren und Produkten im Landwirtschafts- und Lebensmittelbereich zuständig. Sie prüft die Werkzeuge von Monsanto auf Unschädlichkeit für  Mensch und Natur. Sollte sie zumindest.</p>
<p>&#8220;Drehtüren&#8221; gibt&#8217;s nicht nur in Amerika. <span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/KFM8QDyubHA&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/KFM8QDyubHA&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span> Und <a href="http://www.dondahlmann.de/?p=376" target="_blank">diktierte Gesetzbücher</a> nicht nur in der Grünen Gentechnik. Beim Blick auf die aktuelle <a href="http://www.boelw.de/pm+M54249d42669.html" target="_blank">Pressemitteilung des Bundes für Ökologische Lebensmittelwirtschaft</a> etwa frag&#8217; ich mich, wie die <a href="http://www.basf.com/group/corporate/de/index" target="_blank">BASF</a>-Gen-Kartoffel &#8220;Amflora&#8221; es in dieser Konkretheit <a href="http://uebermonsanto.wordpress.com/2009/10/27/koalitionsvertrag-gepragt-durch-gentechniklobby/" target="_blank">ins Koalitionspapier</a> geschafft hat.</p>
<p>Grolm hat etwas gegen das Entwaffnende des Films. Ich hingegen finde den Film eher entwaffnend überzeugend. Zudem erscheint mir der energische Bauer alles andere als entwaffnet. Er tut etwas. Und wirkt dabei kohärent bis zur Hutspitze. Mit seinen <strong><a href="http://www.gendreck-weg.de/?id=22&#38;lg=de" target="_blank">Freiwilligen Feldbefreiungsaktionen</a> </strong>zum Beispiel, der Begriff ist angelehnt an die Freiwillige Feuerwehr: &#8220;Die kommt auch wenn&#8217;s brennt.&#8221;.</p>
<p>Der Imker will den Saal nicht verlassen, bevor sich nicht jemand bereit erklärt, auch etwas konkretes zu tun. Etwa eine Gruppe zu gründen, die darauf aufmerksam macht, dass in Jenas Laboren und Gewächshäusern die Saat aufgeht, die das Potential hat, der Biodiversität den Garaus zu machen.</p>
<p><a href="http://blogs.taz.de/saveourseeds/2009/02/11/189/" target="_blank">Hier</a> eine lesenswerte Rezension des Buchs zum Film sowie der Bericht von A.Lorch und Ch.Then: <a href="http://commonsblog.wordpress.com/files/2009/11/232887-kontrolle_oder_kollaboration_agrogentech.pdf">Agrogentechnik und die Rolle der Behörden.</a></p>
<blockquote><p>&#8220;<em>Während PolitikerInnen in Parlamenten und Regierungen kamen und gingen, herrschte in den Behörden, die für die Überwachung der Agro-Gentechnik zuständig waren und sind, über Jahrzehnte hinweg eine weitgehende personelle Kontinuität. &#8230; Die so über die Jahre gewachsenen Seilschaften und Netzwerke sind der Politik oft nicht nur einen Schritt voraus, sondern die betreffenden Experten versuchen in einigen Fällen sogar, politische Entscheidungen aktiv zu unterlaufen bzw. vorwegzunehmen. Es entsteht der Eindruck, dass hier eine Art Parallel-Struktur entstanden ist, die der politischen Kontrolle zunehmend zu entgleiten droht.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Und hier zum Reinschauen: <span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/7gyThpKbQII&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/7gyThpKbQII&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
<p>Nicht verpassen! Das Filmfestival läuft noch.</p>
<p>foto <a href="http://de.indymedia.org/2009/08/259392.shtml" target="_blank">by</a> Lizenz: CC: by, nc, sa</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Commons sind Zeitgeist ]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/2009/11/04/commons-sind-zeitgeist/</link>
<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 23:23:35 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/2009/11/04/commons-sind-zeitgeist/</guid>
<description><![CDATA[Lesenswerter Artikel in der Jungle World von Alex Berger über Elinor Ostrom, den Nobelpreis, &#8220;]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img class="alignright" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/9/9f/Die12artikelDecke.jpg/140px-Die12artikelDecke.jpg" alt="" width="140" height="200" /><a href="http://jungle-world.com/artikel/2009/44/39676.html" target="_blank">Lesenswerter Artikel</a> in der Jungle World von Alex Berger über<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elinor_Ostrom" target="_blank"> Elinor Ostrom</a>, den Nobelpreis,</p>
<blockquote><p>&#8220;Der Wirtschaftsnobelpreis stellt, &#8230;, eine Art politische Manifestation des Zeitgeistes dar. &#8230; Daher kann die Ehrung Ostroms als symbolische Kehrtwendung zumindest eines Teils der globalen Elite in Sachen Verwaltung endlicher Ressourcen verstanden werden.&#8221;</p></blockquote>
<p>Ich bin immer für derlei Interpretationen! Das hebt die Motivation!</p>
<p>&#8230; über einige historische Details und die Kriminalisierung der &#8220;<em>commoners</em>&#8221; im Kontext der Einhegung der Allmende:</p>
<blockquote><p>&#8220;Auch von den<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Bauernkrieg#Zw.C3.B6lf_Artikel_und_Verhandlungen" target="_blank"> Zwölf Artikeln der Aufständischen des Deutschen Bauernkriegs </a>beschäftigten sich immerhin vier mit der Forderung nach Aufrechterhaltung bzw. Ausdehnung der Allmenden.&#8221;</p></blockquote>
<blockquote><p>&#8220;Allein für das Jahr 1850 verzeichnete die preußische Kriminalstatistik 265 000 Fälle von Holzdiebstahl. Aber &#8230;<!--more-->dieses Problem haben die bürgerlichen Staaten durch Repression, vor allem aber dank der Eigentumsmoral über die Jahrzehnte überwunden.&#8221;</p></blockquote>
<p>Schade nur, dass bereits in der Überschrift aufscheint, dass hier die &#8220;<em>commons</em>&#8221; mit &#8220;Gemeineigentum&#8221; gleichgesetzt werden, <a href="http://www.attac.de/aktuell/presse/detailansicht/datum/2009/10/13/attac-gratuliert-elinor-ostrom-zum-nobelpreis-fuer-wirtschaft/?no_cache=1" target="_blank">was auch attac gern tut</a> und wogegen Ostrom ausdauernd argumentiert. Gleich zu Anfang wird die Allmende zudem mit der Idee uneingeschränkter Nutzung assoziiert, was ja gerade historisch nicht der Fall war. Wohl auch deshalb bezieht sich Alex Berger auf<a href="http://commonsblog.wordpress.com/das-buch-el-libro/" target="_blank"> unser Buch</a>, und stellt fest, dass</p>
<blockquote><p>&#8220;Ostrom selbst ihre Ergebnisse sehr viel vorsichtiger formuliert hat.&#8221;</p></blockquote>
<p>Vorsichtiger würde ich nicht sagen, vielmehr &#8220;genauer&#8221;: Sie hat einfach unterschiedliche Formen der Nutzung kollektiver Ressourcen (<em>common pool resources</em>) untersucht, und zwar<strong> in unterschiedlichen Eigentumsformen. </strong>Sie schreibt in ihrem Beitrag:</p>
<blockquote><p>»Dennoch hat die Forschung<strong> kein Allheilmittel für die komplexen Probleme gefunden</strong>, die damit einhergehen. Fehlschläge gibt es bei allen Rechtsregimen: bei Gemeineigentum ebenso wie bei Privateigentum oder öffentlichem Eigentum.«</p></blockquote>
<p>Und hier zum Nachlesen <a href="http://commonsblog.wordpress.com/files/2009/11/ostrom.pdf">der gesamt Ostromsche Text</a> aus dem Buch als pdf. <strong>&#8220;Gemeingütermanagement &#8211; Eine Perspektive für bürgerschaftliches Engagement&#8221;. </strong>Weiss nicht, ob es noch was Aktuelleres in deutscher Sprache von ihr gibt.<strong> </strong>Wichtig wäre, mal einen Text zum <a href="http://www.press.umich.edu/titleDetailDesc.do?id=16052" target="_blank">Konzept der polizentrischen Governance</a> zu übersetzen. Im nächsten Buch <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> .<strong><br />
</strong></p>
<p>Foto: Titelblatt einer Flugschrift mit den 12 Artikeln: <a href="http://www.bauernkriege.de/artikel.jpg" target="_blank">Quelle</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA["Wissen als Privateigentum ist absurd" - Junge Ideen in der BpB]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/2009/10/29/wissen-als-privateigentum-ist-absurd-junge-ideen-in-der-bpb/</link>
<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 22:50:41 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/2009/10/29/wissen-als-privateigentum-ist-absurd-junge-ideen-in-der-bpb/</guid>
<description><![CDATA[&#8220;Aber auch eine Renaissance der Gemeingüter, der Allmende ist möglich. Nötig wäre sie allemal.]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>&#8220;<strong>Aber auch eine Renaissance der Gemeingüter, der Allmende ist möglich. Nötig wäre sie allemal. </strong>In den Bereichen der digitalisierten und weltweit vernetzten Kulturen und Wissenszirkulation zeichnen sich <strong>neue, faszinierende Möglichkeiten ab, Ressourcen intelligent und effizient zu teilen und zu verteilen.</strong> Das muss nicht ohne Gewinn und private Eigentumsanteile bleiben. Aber auch hier ist noch vieles offen: &#8230;</p>
<p>eröffnet Thorsten Schilling das aktuelle <strong>Jugendmagazin Fluter, </strong>herausgegeben von der<a href="http://www.bpb.de/" target="_blank"> Bundeszentrale für Politische Bildung (BpB) </a>zum <strong><a href="http://www.fluter.de/de/83/heft/8007/?tpl=162" target="_blank">Schwerpunkt Eigentum. </a></strong>Gelungenes Heft mit<a href="http://www.fluter.de/de/83/heft/8012/?tpl=162" target="_blank"> eigentümlichen Zahlen</a>.</p>
<p>Gleich zum Anfang gibt es <a href="http://www.fluter.de/de/83/heft/8032/?tpl=162" target="_blank">ein Interview</a> mit Prof. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_Steinvorth" target="_blank">Ulrich Steinvorth</a>, Ko-autor <a href="http://www.boell.de/downloads/Gemeinguetermanifest.pdf" target="_blank">unseres Manifests;</a>; Steinvorth meint: Wissen als Privateigentum ist absurd.</p>
<p>Bei den Fragen geht allerdings ein bisschen was durcheinander &#8211; die Allmende wird mit dem Gemeineigentum und sogar dem Gemeinwohl in einen Topf geworfen, was in der eigenwilligen Frage gipfelt:</p>
<blockquote><p>&#8220;Dann hat also sowohl privates Eigentum als auch Gemeinwohl einen Nachteil?&#8221;</p></blockquote>
<p>Wie bitte? Also das mit dem Gemeinwohl sollten die Autoren korrigieren, ansonsten versteht man trotz Begriffsverwirrung die Richtung.</p>
<blockquote><p><strong><em>Fluter: </em></strong><em>&#8220;</em><em>Wie lange gibt es denn Privateigentum schon? So lange wie es Menschen gibt?</em>&#8220;</p></blockquote>
<blockquote><p><strong>Steinvorth</strong>: <em>Nein, das kann man in der Philosophie sehr schön ablesen. Der Begriff des privaten Eigentums entsteht erst in der Antike, besonders deutlich wird das bei Cicero. Cicero ist sich sehr klar darüber, dass es Privateigentum geben soll, weil das der Gesellschaft insgesamt nutzt. Aber bestimmte Ressourcen wie Grund und Boden können kein Privateigentum sein. Und die Vorstellung, dass es ein natürliches Recht auf Eigentum gibt, wird sogar explizit bei Cicero verworfen. Bei ihm heißt es:<strong> Eigentum ist immer Eigentum einer Gesellschaft.&#8221;</strong></em></p></blockquote>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA["Geistiges Eigentum"? Einladung zur Commonsdbatte an den Deutschen KulturRAT"]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/2009/10/26/geistiges-eigentum-eine-einladung-zum-mitdenken-an-den-deutschen-kulturrat/</link>
<pubDate>Mon, 26 Oct 2009 14:24:14 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/2009/10/26/geistiges-eigentum-eine-einladung-zum-mitdenken-an-den-deutschen-kulturrat/</guid>
<description><![CDATA[Der Deutsche KulturRAT hatte 7 Mindestanforderungen an die Kulturpolitik der neuen Koalitionäre form]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Der<a href="http://www.kulturrat.de/" target="_blank"> Deutsche KulturRAT</a> hatte <strong>7 Mindestanforderungen an die Kulturpolitik </strong>der neuen Koalitionäre formuliert. In <a href="http://www.kulturrat.de/detail.php?detail=1674&#38;rubrik=2" target="_blank">dieser Pressemitteilung</a> wurden die Forderungen mit dem <a href="http://www.google.de/url?q=http://www.spiegel.de/media/0,4906,21958,00.pdf&#38;ei=dqrlSp6mA5LS-Qaj5_DICQ&#38;sa=X&#38;oi=spellmeleon_result&#38;resnum=2&#38;ct=result&#38;ved=0CAkQhgIwAQ&#38;usg=AFQjCNERi3Ksr4QfGPtfDa1dNx5grZ9AnQ" target="_blank">existierenden Vertrag</a> abgeglichen. Ins Auge sticht eine merkwürdige <strong>Diskrepanz in Sachen &#8220;Geistiges Eigentum&#8221;.</strong> Zunächst die Forderung:</p>
<blockquote><p>&#8220;<em><strong>Geistiges Eigentum:</strong> Die Debatte zur Weiterentwicklung des Urheberrechts und Stärkung des Bewusstseins für das geistige Eigentum<strong> muss konsequent und offen fortgeführt werden.&#8221; </strong>(alle Herv. S.H.)<strong><br />
</strong></em></p></blockquote>
<p>Und was sagt der Vertrag?<em><strong><!--more--></strong></em></p>
<blockquote><p><em>&#8230; Gesetzlichen Internetsperren bei Urheberrechtsverletzungen wird eine klare Absage erteilt&#8221; </em></p></blockquote>
<p>(Man ist sich nicht ganz sicher, ob da ein Unterton des Bedauerns seitens des Kulturrates mitschwingt.)<em><br />
</em></p>
<blockquote><p><em>&#8220;Es sollen aber <strong>andere Instrumente zur besseren und konsequenten Durchsetzung des Urheberrechts entwickelt werden. </strong>Maßnahmen zur Stärkung des Bewusstseins für das geistige Eigentum sollen gefördert werden. Es wird unmissverständlich formuliert, dass der Schutz durch das Urheberrecht eine notwendige Voraussetzung für die Schaffung und Verwertung kreativer Leistungen ist.&#8221;</em></p></blockquote>
<p><a href="http://www.kulturrat.de/detail.php?detail=173&#38;rubrik=7" target="_blank">Olaf Zimmermann</a>, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates unterstreiht die Erwartungen an die Politik wiefolgt:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Besonders in der Urheberrechtspolitik sind von der neuen Bundesregierung <strong>deutliche Aktivitäten</strong> zu erwarten. <strong>Es ist sehr positiv, dass Fragen der Digitalisierung, der Medienkompetenz und der Stärkung des Rechts des geistigen Eigentums an verschiedenen Stellen der Koalitionsvereinbarung verankert sind. </strong>Hier wird in den nächsten vier Jahren die Musik spielen&#8230;.“</em></p></blockquote>
<p>Unter einer &#8220;offenen Debatte&#8221; verstehe ich, dass die Richtung nicht vorweg genommen wird. Also eine offene Frage formulieren, etwa: &#8220;Was tun mit dem Urheberrecht?&#8221; statt richtungserzwingender Antworten wie &#8220;Stärkung des geistigen Eigentums&#8221; in den Raum stellen.</p>
<p>Das Konstrukt des &#8220;Geistigen Eigentums&#8221; ist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Geistiges_Eigentum#Geschichte" target="_blank">historisch gesehen sehr jung</a>. Die Regelung von <strong>Nutzungsrechten</strong>, so wie sie teilweise bereits im Mittelalter bestanden, ist nicht mit den <strong>absoluten Verfügungsansprüchen</strong> zu verwechseln, die heute auf Inhalte erhoben werden.</p>
<p>Verwundert fragt man sich: Wo kommt eigentlich die ungeheure kulturelle Vielfalt her, wenn das &#8220;Geistigen Eigentums&#8221; erst ein Kind des ausgehenden 18. Jahrhunderts ist, die ersten wichtigen Gesetzgebungen noch 100 Jahre jünger sind und die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Weltorganisation_f%C3%BCr_geistiges_Eigentum" target="_blank">WIPO</a> erst 1967 entstand?<em> </em>Wie konnte sich soviel Kreativität entfalten ohne Kultur-Wächter und &#8220;Geistige Eigentumsregime&#8221;? <em><br />
</em></p>
<p>Auf <strong>netethics</strong> gibt es dazu einen <a href="http://www.inf.uni-konstanz.de/netethicsblog/?p=166" target="_blank">offenen Brief</a> von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rainer_Kuhlen" target="_blank">Prof. Rainer Kuhlen</a>, an den Geschäftsführer des Kulturrates.</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Wäre nicht die <strong>Forderung nach einer neuen Kultur des Teilens und der gemeinsamen Beförderung von Wissen und Kultur &#8230; auch dem Deutschen Kulturrat angemessener </strong>als auf den individuellen Interessen und auf Schutz von Verwertung und damit auf Verknappung zu beharren? Versuchen sie es doch einmal damit!&#8221;</em></p></blockquote>
<blockquote><p><em>&#8220;Es kann doch wohl kaum, wie Sie fordern, um eine konsequentere Durchsetzung des Urheberrechts an sich gehen. <strong>Urheberrecht ist ja keine Naturkonstante</strong>, &#8230;<strong>auch “geistiges Eigentum” ist keine Naturkonstante</strong>. Ihnen ist sicher bewusst, dass der Gesetzgeber &#8230; an sich einen breiteren Spielraum zwischen der Eigentumsgarantie (Art 14, Abs. 1 GG) und der sozialen Bindung (”Eigentum verpflichtet” Art 14, Abs. 2 GG) hätte, als er ihn in den letzten Jahren durch die klare Präferenz für den Schutz der kommerziellen Verwertung von Kultur, insbesondere auch von Wissen und Information, wahrgenommen hat. Gerade Ihnen dürfte doch klar sein, dass<strong> die stereotype Berufung auf das geistige Eigentum weniger im Interesse der Kreativen</strong>, schon gar nicht im Interesse ihrer materiellen Sicherung<strong> ist</strong>, sondern allzu gerne von der Verwertungswirtschaft aufgegriffen wird. &#8230;</em></p></blockquote>
<blockquote><p><em><strong> Schutz muss vor allem garantiert sein für das, was das  Urheberrecht die Persönlichkeitsrechte nennt </strong>(Recht auf Nennung des Urhebers; Recht, entscheiden zu können, wann und wie veröffentlicht werden soll; und der Schutz vor Entstellung des Werks). &#8230;<br />
</em></p></blockquote>
<blockquote><p><em><strong>Dass der Schutz der kommerziellen Verwertungsinteressen in der Wissenschaft Kreativität befördern soll, ist eine Mär</strong>, die nicht durch ständige Wiederholung richtiger wird. &#8230;&#8221;</em></p></blockquote>
<p><em>Es wäre in der Tat,&#8230; </em></p>
<blockquote><p>&#8220;<em>an der Zeit, dass sich der <strong>Kulturrat an der weltweiten Debatte um die Commons, konstruktiv&#8221;</strong></em></p></blockquote>
<p><em><strong> </strong></em>beteiligte, wie Kuhlen das vorschlägt<em>, </em>denn</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Res communes, commons – wie z.B. Luft und Wasser, aber auch Wissen und Kultur – gehören uns allen. Wir, nicht einzelne Urheber und schon gar nicht einzelne Verwerter, sollten durch das Recht geschützt werden, damit wir von diesen Commons/Allgütern freien Nutzen ziehen können&#8230;. sollte eine Institution wie der Kulturrat, der sonst in seinen Texten reflektiert differenziert, vielleicht doch nicht mit Begriffen wie geistiges Eigentum, Urheberrecht, kreative Leistung oder Verwertung so einfach, stereotyp und abstrakt umgehen?&#8221;</em><em> </em></p></blockquote>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA["Umwelt-Auftragsmörder" oder Kein Strand für alle]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/2009/10/25/umwelt-auftragsmorder-oder-kein-strand-fur-alle/</link>
<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 19:23:26 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/2009/10/25/umwelt-auftragsmorder-oder-kein-strand-fur-alle/</guid>
<description><![CDATA[Zur Rolle des Staates in der Gemeingüterdebatte wird noch viel zu diskutieren sein. Hier anders als ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img class="alignright" src="http://farm1.static.flickr.com/77/157425290_e02fac554d.jpg" alt="" width="235" height="155" />Zur Rolle des Staates in der Gemeingüterdebatte wird noch viel zu diskutieren sein. Hier anders als anderswo. Oft wird der Staat als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Treuhand" target="_blank"><em>trustee</em></a> der Gemeingüter herbeigewünscht. Das scheint nicht unlogisch: Wen anders &#8211; wenn nicht demokratische Institutionen &#8211; sollte man mit der Verwaltung von Dingen beauftragen, die nicht auf lokaler Ebene in den Griff zu kriegen  sind? Küstenstreifen zum Beispiel. Hier ist Staat als <em>trustee</em> mitten in  Europa noch einigermaßen vorstellbar, wenngleich es nicht immer vernünftig oder effizient erscheint, an den Staat zu delegieren &#8230; . Aber anderswo ist es anders.  In <a href="http://www.ila-web.de/aktuelles/letzteausgabe.htm" target="_blank">ihrer Oktoberausgabe</a> hat die ILA einen <a href="../files/2009/10/24-guerrero-23-09-09.pdf">Artikel </a>veröffentlicht, der schlagartig klar macht, warum mir das Wort <em>Rechts-Staat</em> beim Gedanken an Mexiko immer genau in der Mitte im Hals stecken bleibt.<!--more--></p>
<blockquote><p>&#8220;<em>Mexiko  verfügt über insgesamt 11500 Kilometer Küstenstreifen. Die Küsten sind Eigentum der Nation, <strong>die Strände per Gesetz allen frei zugänglich – theoretisch</strong>. Schon seit vielen Jahren gibt es eine schleichende Privatisierung der begehrtesten Flecken am Meer. &#8230; Manchmal sind es exklusive Hotels &#8230;. Manchmal auch sogenannte Bauentwicklungsgesellschaften. &#8230;Wenn das Recht dabei im Weg steht, wird es gebeugt oder einfach missachtet. Ein konkretes Beispiel aus dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Guerrero_(Mexiko)" target="_blank">Bundesstaat Guerrero</a>. &#8230;<br />
</em></p></blockquote>
<blockquote><p><em> Ein Fall von vielen im Bundesstaat und wohl von hunderten im ganzen Land.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Es ist die Geschichte eines engagierten Umweltbeauftragten, der seine Arbeit macht. Er geht den Anzeigen von Umweltschützern gegen ein Tourismusprojekt des <em>Unternehmens „Bungalows Playa Azul“</em> nach und stellt fest: <em><br />
</em></p>
<blockquote><p><em>&#8220;Fehlende Baugenehmigung  geschweige denn eine Umweltverträglichkeitsprüfung, zweifelhafte Grundstückspapiere, zerstörte Ufervegetation, illegale Auffüllung von Teilen der Lagune, keine Planung für eine Kanalisation, Invasion und damit illegale Aneignung von Eigentum der Nation. Die Liste ist lang, die Bauträger haben kaum eine Gesetzesübertretung ausgelassen.&#8221;<br />
</em></p></blockquote>
<p>Doch kurz darauf nimmt die Angelegenheit eine überraschende Wendung.<em> </em></p>
<blockquote><p>&#8220;<em>Die Anwälte des verklagen den Umweltbeauftragten auf „Hausfriedensbruch“  und „unangemessene Ausübung von Funktionen  &#8230; Umgehend wird ein Disziplinarverfahren gegen Lozano eingeleitet. Bereits im Januar 2009 kommen die Kontrolleure zu dem Schluss, mit dem Besuch in situ habe der Beauftragte seine Kompetenzen schwerwiegend überschritten und müsse abgesetzt werden. Der Grund: „Amtsmissbrauch“ &#8230;Im Mai 2009 erlässt ein Richter in Acapulco Haftbefehl gegen Lozano. </em>(den Umweltbeauftragten &#8211; S.H.)<em> Die knappe Begründung ist fast schon surreal: &#8216;Vergehen gegen die Justizanwendung&#8217;.</em></p></blockquote>
<blockquote><p><em>Lozano wird nicht müde, auf das Beispielhafte seines Falles zu verweisen. <strong>Im ganzen Land sei &#8216;Schritt für Schritt&#8217; eine illegale private Aneignung von Küsten und sogar einzelnen Inseln zu verzeichnen. Mangrovenwälder, Lagunen als Süßwasserreservoire, die biologische Vielfalt der Küstenstreifen</strong> allgemein blieben im Rahmen von Bauvorhaben auf der Strecke. <strong>„Hier wird ein Erbe der Nation zerstört.“ </strong>&#8216;Notare, örtliche Behörden, die untätige Nationale Wasserkommission CNA, ein Richter mit seinem Stempel, alle spielen mit&#8217;. Lozano nennt diese Verantwortlichen „Umwelt-Auftragsmörder&#8217;. </em></p></blockquote>
<p>Am Ende des Beitrags steht dieser Satz :</p>
<p style="padding-left:30px;"><em>&#8220;Ein besser organisiertes Netzwerk von Umweltbewegungen könne auf Dauer vielleicht doch etwas gegen die &#8216;Tragödie der Gemeingüter&#8217; bewirken, hofft er</em>.&#8221; (Lozano)</p>
<p>Dabei erzählt die ganze Geschichte nicht ein Sterbenswort von der angeblichen Tragik der Gemeingüter (Tragödie ist ein literarisches Genre und nicht die Übersetzung der hier gemeinten &#8220;tragedy&#8221;). Vielmehr beschreibt sie die Tragik des mexikanischen Staates. Armes Mexiko!</p>
<p>Foto: by</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Jack Wolfskin und die Tatzenposse: 1:0 für uns]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/2009/10/24/jack-wolfskin-und-die-tatzenposse-10-fur-uns/</link>
<pubDate>Sat, 24 Oct 2009 12:23:10 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/2009/10/24/jack-wolfskin-und-die-tatzenposse-10-fur-uns/</guid>
<description><![CDATA[Jack Wolfskin lenkt ein. Vernunft siegt über Markenrecht. Das Agieren der (Internet-)communities übe]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Jack Wolfskin lenkt ein. Vernunft siegt über Markenrecht. Das Agieren der (Internet-)communities über den Konzern! Jetzt knirscheln vermutlich nicht nur Jack Wolfskins Anwälte.</p>
<p><a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Jack-Wolfskin-nimmt-nach-Kritik-im-Internet-umstrittene-Abmahnungen-zurueck-838415.html" target="_blank">Hier</a> die aktuelle Meldung bei Heise.</p>
<blockquote><p>&#8220;Der Outdoor-Ausrüster <a rel="external" href="http://www.jack-wolfskin.de/" target="_blank">Jack Wolfskin</a> lenkt im Streit mit Kleinhändlern um angebliche Markenrechtsverstöße ein. Das Unternehmen will seine umstrittenen Abmahnungen zurücknehmen. &#8216;Die zum Teil heftige Kritik unserer Kunden &#8230; nehmen wir ernst und zum Anlass, unser Vorgehen kritisch zu hinterfragen&#8217;, erklärte Geschäftsführer Manfred Hell am Freitag. Heftige Reaktionen im Internet hätten zum Einlenken geführt. &#8230; <strong>Anwaltliche Hilfe soll in Zukunft erst ein letzter Schritt sein.</strong>&#8221; (Herv. von mir)</p></blockquote>
<p>Großartig.</p>
<p>Die Posse um die Tatze hatte eine <a href="http://www.werbeblogger.de/2009/10/17/jack-wolfskin-eroeffnet-den-abmahn-herbst/" target="_blank">Welle der Entrüstung</a> ausgelöst, die sich per <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,655890,00.html" target="_blank">Blogs</a> und Twitter sowie in den <a href="http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/808227" target="_blank">klassischen Medien</a> rasend schnell verbreitete. Auch <a href="http://commonsblog.wordpress.com/2009/10/20/jack-wolfskin-macht-sich-lacherlich/" target="_blank">hier</a> auf dem Commonsblog.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA["Reputation ist die Währung der Gemeingüter" - WDR 5: Redezeit ]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/2009/10/19/reputation-ist-die-wahrung-der-gemeinguter-wdr-5-redezeit/</link>
<pubDate>Mon, 19 Oct 2009 13:11:57 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/2009/10/19/reputation-ist-die-wahrung-der-gemeinguter-wdr-5-redezeit/</guid>
<description><![CDATA[von Tango, Fischen und Software und davon, wie wir unsere eigene Welt bauen: Eine halbe Stunde Redez]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>von Tango, Fischen und Software und davon, wie wir unsere eigene Welt bauen: Eine halbe Stunde Redezeit in der <strong>WDR Redezeit: &#8220;Neugier genügt&#8221;</strong> &#8211; mit Thomas Koch. Hier der <a href="http://gffstream-9.vo.llnwd.net/c1/m/1255948178/radio/redezeit/wdr5_redezeit_20091019.mp3" target="_blank">link zum podcast</a>.</p>
<p>Ich hab&#8217; doch da tatsächlich gesagt, dass Wasser und Land die &#8220;zentralen produktiven Ressourcen von früher sind&#8221;&#8230; sind sie natürlich auch noch heute. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ach so, ja: ich bin keine Ökonomin.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die 'Emma' begeistert sich für Gemeingüter]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/2009/10/18/die-emma-begeistert-sich-fur-gemeinguter/</link>
<pubDate>Sat, 17 Oct 2009 22:30:47 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/2009/10/18/die-emma-begeistert-sich-fur-gemeinguter/</guid>
<description><![CDATA[&#8230; konkreter: die größte deutsche feministische Zeitschrift begeistert sich (im Wortsinn) für E]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img class="aligncenter" src="http://www.emma.de/fileadmin/images/layout_emma/logo.gif" alt="" width="776" height="50" />&#8230; konkreter: die größte deutsche feministische Zeitschrift begeistert sich (im Wortsinn) für <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elinor_Ostrom" target="_blank">Elinor Ostrom</a> und zwar noch bevor sie <a href="http://nobelprize.org/nobel_prizes/economics/laureates/2009/press.html" target="_blank">den Nobelpreis gewonnen</a> hat. Deswegen erfahren auch die Leserinnen der EMMA, dortselbst, was es mit den Gemeingütern auf sich hat.</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Politologin ist hoch renommiert – für etwas, was simpel scheint:<strong> Nämlich, dass die Menschen selber am besten wissen, was gut für sie ist.</strong> So oft wie sie lacht wohl kaum ein Wissenschaftler auf dieser Welt. Nicht die leiseste Spur von Müdigkeit ist der 76-jährigen Politologin anzumerken&#8230;&#8221;</p></blockquote>
<p>Interessant übrigens, was in <a href="http://www.emma.de/elinor_ostrom_2009_5.html" target="_blank">diesem Porträt</a> über den Berufseinstieg von Ostrom zu lesen steht.<a href="http://www.ftd.de/wirtschaftswunder/index.php?op=ViewArticle&#38;articleId=2164&#38;blogId=10" target="_blank"> vía</a>.</p>
<p>Überhaupt: <strong>Das Thema macht Karriere</strong> in Fachzeitschriften wie &#8230;<!--more--><a href="http://www.ila-web.de/archiv/2009/323inhalt.htm" target="_blank">ILA</a>, <a href="http://www.publik-forum.de/shop/default.asp?id=9292&#38;titel=Wem+geh%F6rt+die+Welt%3F&#38;k1=12&#38;k2=14&#38;k2n=Publik-Forum+Ausgaben" target="_blank">Publik-Forum</a>, <a href="http://www.contraste.org/januar_2009.htm" target="_blank">Contraste</a> oder <a href="http://www.medico.de/material/rundschreiben/2009/03/von-commons-und-oeffentlichen-guetern/" target="_blank">medico international</a>. Die SPUNK Redaktion der bündnisgrünen Jugend hatte sich Anfang 2008 der Eigentumsfrage gewidmet und sich dabei auch mit den Commons <a href="http://commonsblog.wordpress.com/files/2009/10/spunk_53_eigentum.pdf">befasst</a>. Auch überregionale (Wochen-) Zeitungen wie die ZEIT oder die monde diplomatique widmen den Gemeingütern Aufmerksamkeit. (Wenn ich was übersehen habe, in den Kommentaren ist Platz.)</p>
<p>Für die kommenden Monate und 2010 sind Themenschwerpunkte in anderen Zeitschriften geplant. Jetzt bin ich nur gespannt, wann sich <a href="http://www.google.de/url?q=http://de.wikipedia.org/wiki/Frank_Schirrmacher&#38;ei=Y0DaSsS6Fo3c-Qa9oOW0DQ&#38;sa=X&#38;oi=spellmeleon_result&#38;resnum=1&#38;ct=result&#38;ved=0CAYQhgIwAA&#38;usg=AFQjCNECB9IlIzTMH7PEWqqGy4A6rFoClg" target="_blank">Frank Schirrmacher</a> dem Thema widmet. Wenn er die Commons in der FAS <a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~ECDFFB52576C1433783CB47AB44B8426F~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">in ähnlicher Weise politisch adeln</a> würde wie die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nerd" target="_blank">Nerds,</a> könnte das höchst spannende Kontroversen erzeugen und manch&#8217; unerwartete Kooperation ermöglichen. So ein <a href="http://www.keimform.de/2009/10/12/nobelpreis-fuer-die-commons/" target="_blank">Nobelpreis für die Commons</a> kann nicht schaden, so ein Schirrmacher aber auch nicht.</p>
<p>Mit Sicherheit nämlich würde die Diskussion damit &#8211; auch nach dem Nobelpreishype &#8211; in andere publizistische Sphären katapultiert, wie das anderswo der Fall ist. <a href="http://www.forbes.com/2009/09/21/global-commons-over-fishing-meeting-opinions-columnists-elisabeth-eaves.html" target="_blank">Forbes</a> und <a href="http://www.economist.com/finance/displaystory.cfm?story_id=11848182" target="_blank">Economist </a>sind da nur Beispiele.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[World Culture Forum: In Dresden nix Neues]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/2009/10/17/world-culture-forum-in-dresden-nix-neues/</link>
<pubDate>Sat, 17 Oct 2009 00:05:44 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/2009/10/17/world-culture-forum-in-dresden-nix-neues/</guid>
<description><![CDATA[In Dresden hat vom 08. bis 10. Oktober das 2. World Culture Forum stattgefunden. Herausgekommen ist ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img class="alignright" src="http://www.wcf-dresden.com/FNImages/GER//logo_public.gif" alt="" width="179" height="162" />In Dresden hat vom 08. bis 10. Oktober das <a href="http://www.wcf-dresden.com/index.php?ILNK=Konferenzen_Europaeischer_Kongress&#38;iL=1&#38;PHPSESSID=1ad35bdf07f5046b962b1c18eb0f2d08" target="_blank"><strong>2. World Culture Forum</strong> </a>stattgefunden. Herausgekommen ist <a href="http://commonsblog.wordpress.com/files/2009/10/desdner_manifest_09.pdf">dieses_Manifest</a>. Es wurde in Rekordzeit verabschiedet. Wenn ich bedenke, wie lange wir für &#8220;unser<a href="http://www.boell.de/wirtschaftsoziales/wirtschaft-soziales-7144.html" target="_blank"> Gemeingüter Manifest </a>gebraucht haben&#8230;</p>
<p>Seis drum, warum steht das hier? <strong>Die Auseinandersetzung um Gemeingüter betrifft in mehrfacher Hinsicht die kulturelle Sphäre. Sie muss in der Gesellschaft diskutiert und entschieden werden.</strong> Dort, wo wir im Zusammenleben um die Frage ringen, was geht und was nicht. Sie muss in die Alltagskultur zurück fließen und diese prägen.</p>
<p>Die andere Variante wäre, alles zu verregeln, für jedes Problem Institutionen zu haben und Institutionen, die die Institutionen kontrollieren und Institutionen, die &#8230;<!--more-->in Konfliktfällen über andere institutionelle Entscheidungen entscheiden. Das klingt nicht nur nach Bürokratie, es aktiviert auch die Abwehr gegen den allmächtigen Staat.</p>
<p>Julio Lambing erteilt dem <a href="http://www.kurskontakte.de/article/show/article_4ac4578b18ce6.html" target="_blank">eine Absage</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;<em>&#8230; alles zu verregeln – und als Konsequenz alles zu verrechtlichen – führt in eine Sackgasse. Sicherlich sind Regeln für die erste Einweisung in eine Praxis wichtig, aber schon bei so elementaren Dingen wir Kochen oder Musik wissen wir, wie begrenzt das ist. Ein richtiger Koch muss weit mehr beherrschen als nur Rezeptbücher zu befolgen, und ein Musiker mehr als Noten abspielen. <strong>Wenn Gemeingüter gedeihen sollen, dann ist Know-How vonnöten sowie diverse Fertigkeiten – und eben Tugenden</strong></em><strong>.</strong>&#8221; (Herv. S.H.)</p></blockquote>
<p>Zu Beginn des Manifests wird in diesem Sinne eine vielversprechende Perspektive aufgemacht; dass nämlich:</p>
<p>1. <strong>Kulturen Letztinstanz für die Regelung des Zusammenlebens </strong>seien, da sie &#8220;klären, was letztlich die zentralen Anliegen von Gesellschaften sind und mit welchen Mechanismen diese verfolgt werden.&#8221;</p>
<p>2. in allen großen Kulturen <strong>zentrale Prinzipien</strong> existieren, die das &#8220;Wechselspiel von Freiheit und Solidarität, die universellen Menschenrechte, die Verantwortung für die Natur und die ganze Schöpfung, &#8230; , die Freude am Tun und die Freude am Leben&#8221; betreffen.</p>
<p>3. das Ökonomische &#8220;nur Teil der Kultur&#8221; ist und<strong> &#8220;aus der Kultur &#8230; die &#8216;Leitplanken&#8217;&#8221; für das Ökonomische gewonnen werden müssen.</strong></p>
<p>Doch statt diese Perspektive durchzudeklinieren ausgehend von der Frage, welche Gesellschaft wir wollen und wie kulturelle Muster bewegbar sind, setzen die Unterzeichner, na? &#8230; auf den Staat (vor allem auf die Staaten der <a href="http://www.g20.org/" target="_blank">G20</a>). Die Leserin wundert sich.</p>
<p>Die Staaten sollen tun, was die Grünen als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Green_New_Deal" target="_blank">Green New Deal </a>bezeichnen: ökosoziale Leitplanken einziehen &#8211; regulieren, besteuern und alte Denkmuster durchbrechen. Sie sollen (und die Nennung ist durchaus bemerkenswert) für eine &#8220;<strong>gemeinwohlverpflichtete Ausgestaltung des Eigentumsbegriffs in weltweiter Perspektive</strong>&#8221; argumentieren und sozial-ökologisches Unternehmertum fördern. An die G20 als Hoffnungsträger geht auch der Appell&#8230;</p>
<blockquote><p>&#8220;<em>an die Stelle von Selbstregelung und freier Eigensteuerung der Märkte im marktfundamentalistischen Sinne muss eine weltweite ökologisch-sozial regulierte, nachhaltige Marktwirtschaft treten: ökosozial statt marktradikal!</em>&#8220;</p></blockquote>
<p>Ok, das ist wichtig, aber nicht genug und &#8230; auch nicht mehr so richtig neu. Ich fände es gut, wenn auf dem nächsten World Culture Forum die Commons stärker vertreten wären &#8211; eben um &#8220;etablierte Denkgewohnheiten zu durchbrechen&#8221; und &#8220;alte Fragen neu zu stellen&#8221;. Aus der Kulturgesellschaft.</p>
<p>Ich glaube schon, dass aus der Debatte um Gemeingüter ein starker Impuls kommen kann, um die</p>
<blockquote><p><strong>&#8220;entscheidenden Erfahrungen in den großen Kulturen und Zivilisationen&#8221; </strong></p></blockquote>
<p>aufzuspüren und für die Lösung der Probleme der Gegenwart zu nutzen.</p>
<p><span style="text-decoration:underline;">Mehr zu Kultur als Commons auf dem Commonsblog:</span></p>
<p><a href="http://commonsblog.wordpress.com/2009/10/12/tango-ist-weltkulturerbe/" target="_blank">Tango ist Weltkulturerbe</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Elinor Ostrom erhält den Wirtschaftsnobelpreis]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/2009/10/12/elinor-ostrom-erhalt-den-wirtschaftsnobelpreis/</link>
<pubDate>Mon, 12 Oct 2009 17:07:37 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/2009/10/12/elinor-ostrom-erhalt-den-wirtschaftsnobelpreis/</guid>
<description><![CDATA[Die Konsequenz, mit der Elinor Ostrom die ganze Welt durchkämmt hat, um den Gelingensbedingungen für]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img class="alignright" src="http://nobelprize.org/nobel_prizes/economics/laureates/2009/ostrom.jpg" alt="" width="162" height="227" />Die Konsequenz, mit der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elinor_Ostrom" target="_blank">Elinor Ostrom</a> die ganze Welt durchkämmt hat, um den Gelingensbedingungen für einen nachhaltigen und fairen Umgang mit Allmendressourcen nachzuspüren, ist schlichtweg umwerfend.  Dass mit ihr nun erstmals in der Geschichte des Nobelpreises eine Frau diese höchste wissenschaftliche Auszeichnung erhält, ist grossartig.</p>
<p>Die Auszeichnung ehrt nicht nur Elinor Ostrom, sie wird auch der Debatte um Gemeingüter das Gewicht einräumen, das sie verdient.</p>
<p>Ein<a href="http://commonsblog.wordpress.com/files/2009/10/ostrom.pdf"> aktueller Text </a>von Elinor Ostrom findet sich in <a href="http://commonsblog.wordpress.com/das-buch-el-libro/" target="_blank">unserem Buch</a>: &#8220;Wem gehört die Welt. Zur Wiederentdeckung der Gemeingüter&#8221;.</p>
<p>Mehr zu Ostrom auf diesem Blog:</p>
<ul>
<li><a href="http://commonsblog.wordpress.com/2009/06/29/elinor-ostrom-wie-gelingt-selbstorganisation/" target="_blank">Wie gelingt Selbstorganisation?</a> /<a href="http://commonsblog.wordpress.com/2009/05/26/finanzmanager-und-die-commons/" target="_blank">Finanzmanager und die Commons</a></li>
<li><a href="http://commonsblog.wordpress.com/2008/03/31/commons-sind-eine-soziale-beziehung/" target="_blank">Commons sind eine soziale Beziehung</a></li>
<li><a href="http://commonsblog.wordpress.com/2007/10/19/begriffliche-entwirrung/" target="_blank">Gemeingüter, Gemeineigentum, Gemeinressourcen: Begriffliche Entwirrung</a></li>
<li><a href="http://www.monde-diplomatique.de/pm/2009/08/07.mondeText1.artikel,a0207.idx,11" target="_blank">Sherwood Forest ist überall</a></li>
</ul>
<pre>Foto by Indiana University</pre>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die Perspektiven der Globalisierungsverlierer]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/2009/10/05/die-perspektiven-der-globalisierungsverlierer/</link>
<pubDate>Mon, 05 Oct 2009 07:13:10 +0000</pubDate>
<dc:creator>Jakob B.</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/2009/10/05/die-perspektiven-der-globalisierungsverlierer/</guid>
<description><![CDATA[Die Verfassungsrichterin Gertrude Lübbe-Wolff hat für die Stuttgarter Zeitung einen lesenswerten Art]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Die Verfassungsrichterin Gertrude Lübbe-Wolff hat für die Stuttgarter Zeitung einen <a href="http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2223606_0_9223_-die-globalisierungsverlierer-brauchen-perspektiven.html" target="_blank">lesenswerten Artikel</a> verfasst. &#8220;<strong>Wie funktioniert die Integration menschlicher Gesellschaften?</strong>&#8220;, fragt sie. &#8220;<strong>Was hält eine Gesellschaft zusammen?</strong>&#8221; Sie spricht von &#8220;<strong>einer Erosion der Werte</strong>&#8220;. Ich denke, wir sollten uns mit ihren Thesen auseinandersetzen.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Julio Lambing: Der Mythos der Allmende]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/2009/10/04/wirtschaft-mit-kurs-auf-gemeinguter/</link>
<pubDate>Sun, 04 Oct 2009 21:54:33 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/2009/10/04/wirtschaft-mit-kurs-auf-gemeinguter/</guid>
<description><![CDATA[In der aktuellen Ausgabe der Kurskontakte gibt es ein ausführliches Interview von Lara Mallien mit J]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img class="alignright" src="http://www.kurskontakte.de/img/logo.jpg" alt="" width="226" height="105" />In der aktuellen Ausgabe der <a href="http://www.kurskontakte.de/news/index.html" target="_blank">Kurskontakte</a> gibt es ein ausführliches Interview von<a href="http://www.kurskontakte.de/entity/entity_3f655980ea4e3.html" target="_blank"> Lara Mallien</a> mit Julio Lambing vom European Business Council for Sustainable Energy, <a href="http://www.e5.org/" target="_blank">e5</a>, über das Manifest <a href="http://www.boell.de/downloads/Gemeinguetermanifest.pdf" target="_blank">&#8220;Gemeingüter stärken. Jetzt!&#8221;</a>, den Mythos der Allmende, das politische der Gemeingüterdiskussion, die Bezüge zum <a href="http://www.kulturkreativ.net/about.html" target="_blank">kulturkreativen Spektrum </a>und die Frage, wie wir aus &#8220;zerrissenen, anonymen Verhältnissen&#8221; wieder eine Kultur der Gemeingüter hinkriegen.</p>
<p>Ein paar Auszüge:</p>
<blockquote><p>&#8220;Ich bin &#8230; angesprochen worden, ob ich nicht <a href="http://commonsblog.wordpress.com/politischer-salon/" target="_blank">bei der Runde </a>mitmachen wolle, und mir erschien das Projekt als politisch sehr weitsichtig. Als Geschäftsführer von e5 vertrete ich jene Teile der europäischen Wirtschaft, die sich für eine starke Klimapolitik&#8230; einsetzen. &#8230; Das war der Bezug zum Salon. Eine sichere Energieversorgung ist in entwickelten Ökonomien ebenfalls ein öffentliches Gut. Eine dritte Schnittstelle lag &#8230; wohl darin, dass e5 seit einiger Zeit darauf drängt, <strong>„Wissensallmen­den“ für den Klimaschutz zu nutzen</strong>: Es gibt diese innovativen Ansätze der Open-Source-Bewegung, die &#8230; auch schon bei der Entwicklung von Hardware eingesetzt werden. Wir fragen uns: &#8230;<strong><!--more-->Wie kann man solche Ansätze für die beschleunigte Entwicklung von sanften Technologien und deren Verbreitung in Entwicklungs- und Schwellenländern einsetzen?&#8221; &#8230;<br />
</strong></p></blockquote>
<blockquote><p>&#8220;Mein Klavierlehrer lieh mir „Haben oder Sein“ von Erich Fromm, ein Buch, das mich sehr geprägt hat: <strong>Wie werden Menschen glücklich, </strong>was brauchen sie, damit sie glücklich sind? <strong>Und was hat die Gesellschaft damit zu tun?</strong>&#8220;</p>
<p>&#8220;&#8230; es gibt ein <strong>bemerkenswertes Potenzial für die Entstehung einer starken Bewegung</strong>, auch wenn bis jetzt nur viele einzelne Initiativen zu unterschiedlichen Themen in unterschiedlichen Milieus und Ländern existieren – die noch dazu selten voneinander wissen oder gar auf die Idee kommen, es gäbe da einen gemeinsamen Nenner&#8230;&#8221;</p>
<p>&#8220;Gegenüber der Debatte über eine kulturkreative Bewegung hat die Gemeingüter-Diskussion z.B. den Vorteil, dass sie nicht explizit mit der Themenstellung der Spiritualität herumlaboriert. Trotzdem gibt es auch hier eine Art spirituelles Thema: den Bezug zu einem „großen Ganzen“.</p>
<p>&#8220;Denn das Kümmern um eine Allmende bedarf einer Vielzahl von konkreten Handlungen und fordert eine Ethik, beispielsweise die „Tugend der Achtsamkeit“. Und das <strong>nicht aus selbstbezogenen Gründen</strong> – &#8230;Sondern weil nicht nur ich, sondern auch meine Kinder und alle Menschen gut leben sollen.&#8221;</p>
<p>&#8220;<strong>Mythen</strong> sind mächtig, sie strukturieren unser Leben und Fühlen. Wenn wir heute den <strong>Mythos der Allmende</strong> ­erzählen könnten, davon, wie bestehende Allmenden immer mehr ausgehöhlt wurden und jetzt eine Kraft entsteht, neue Allmenden aufzubauen und alte zurückerobern – darin könnte das <strong>Potenzial für einen starken gesellschaftlichen Impuls</strong> liegen.&#8221; (alle Herv. von mir)</p></blockquote>
<p>Das komplette Interview findet sich <a href="http://www.kurskontakte.de/article/show/article_4ac4578b18ce6.html" target="_blank">hier</a>.</p>
<p>PS: Lambing sagt:</p>
<blockquote><p>&#8220;Das Wort &#8216;Allmende&#8217; hat für mein Gefühl eine größere Weite als &#8216;Gemeingut&#8217;, weil wir bei &#8216;Gütern&#8217; oft an etwas Materielles denken.&#8221;</p></blockquote>
<p>Das teile ich, aber &#8220;Allmende&#8221; hat sich in dieser interdisziplinären Runde nach langem Ringen nicht durchgesetzt. Ebenso wenig wie die &#8220;commons&#8221;. Die Debatte ist nicht zu Ende. Vielleicht fällt jemandem irgendwann noch etwas Kreativeres ein.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ausstieg aus dem Atomausstieg? Mitmachen! ]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/2009/10/01/ausstieg-aus-dem-atomausstieg-mitmachen/</link>
<pubDate>Thu, 01 Oct 2009 19:06:10 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/2009/10/01/ausstieg-aus-dem-atomausstieg-mitmachen/</guid>
<description><![CDATA[Der Commonsblog ist kein Kampagnenblog, aber es gibt Kampagnen, um die kommt niemand herum. Nicht li]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img class="alignright" src="https://www.campact.de/img/atom2/campaign_titel_atom2.jpg" alt="" width="181" height="62" />Der Commonsblog ist kein Kampagnenblog, aber es gibt Kampagnen, um die kommt niemand herum. Nicht links und nicht rechts. Also: <a href="http://www.campact.de/campact/info/logbook" target="_blank">Mitmachen bei Campact</a> und bei der <strong>Montagsdemo in BERLIN</strong>!</p>
<blockquote><p>&#8220;über 33.000 Menschen haben in den letzten 48 Stunden bereits unseren Offenen Brief &#8220;<strong>Am Atomausstieg nicht rütteln!&#8221; </strong>unterzeichnet.&#8221;</p></blockquote>
<p>Wer&#8217;s noch nicht getan hat: <a href="http://www.campact.de/atom2/sn6/signer" target="_blank">hier</a> der link, geht schnell und einfach!</p>
<blockquote><p>&#8220;&#8230; Jetzt wollen wir den Worten Taten folgen lassen. Wenn am kommenden Montag die schwarz-gelben Koalitionäre zu ihrer ersten Verhandlungsrunde in Berlin zusammenkommen, wollen wir uns mit hunderten Menschen warmlaufen für den Widerstand. Unsere Botschaft&#8230;: <strong>Wer auf eine Renaissance der Atomkraft setzt, erlebt eine Comeback der Anti-Atom-Bewegung!&#8221;</strong></p></blockquote>
<p>Wieso eigentlich nur mit Hunderten?</p>
<p>Weitere Infos zur Aktion: <a href="http://www.campact.de/atom2/k1">http://www.campact.de/atom2/k1</a></p>
<p><img class="aligncenter" src="http://www.campact.de/img/atom2/warmlaufen_650x170.jpg" alt="" width="650" height="170" /></p>
<p>&#8220;<a href="http://www.ftd.de/politik/deutschland/:kernkraft-atomfreunde-freuen-sich-zu-frueh/50016101.html" target="_blank">Die Atomfreunde freuen sich zu früh</a>&#8221; überschrieb gestern die Financial Times Deutschland einen Kommentar, indem zu lesen war: <!--more--></p>
<blockquote><p>&#8220;Es gibt gute Gründe, die Laufzeitverlängerung noch nicht auf der Haben-Seite zu verbuchen. Unter der Hand gestehen das selbst die Vertreter der Energiewirtschaft ein. Der Atomkonsens im Jahr 2000 hat einen großen gesellschaftlichen Konflikt in Deutschland befriedet. Um diesen wieder aufzuschnüren, bedarf es einer breiten Mehrheit. Sonst gibt es Demonstrationen und Störaktionen.&#8221;</p></blockquote>
<p style="margin-bottom:0;">
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[The Commons as a new narrative for the 21 century ]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/2009/10/01/the-commons-as-a-new-narrative-for-the-21-century/</link>
<pubDate>Thu, 01 Oct 2009 12:08:11 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/2009/10/01/the-commons-as-a-new-narrative-for-the-21-century/</guid>
<description><![CDATA[I had the opportunity to do the introductory talk of the World Commons Forum held on 29 and 30 of Se]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img class="size-full wp-image-2941 alignnone" title="IMG_0761" src="http://commonsblog.wordpress.com/files/2009/10/img_0761.jpg" alt="IMG_0761" width="407" height="306" /></p>
<p>I had the opportunity to do the introductory talk of the <a href="http://www.world-commons-forum.org/" target="_blank">World Commons Forum</a> held on 29 and 30 of September in Salzburg. I am pleased to share my ideas as well as the <a href="http://commonsblog.wordpress.com/files/2009/10/world_commons_forum_salzburg.pdf">presentation</a>. It includes a table to <strong>compare the present paradigm with the commons paradigm</strong>.<!--more--></p>
<p>Note: this is a speech script, it&#8217;s not a corrected print version.  Here we go:</p>
<p><!-- 		@page { size: 21cm 29.7cm; margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 		TD P { margin-bottom: 0cm } 		STRONG.ctl { font-weight: medium } 		TT.cjk { font-family: "DejaVu Sans" } 		TT.ctl { font-family: "DejaVu Sans" } --></p>
<p style="margin-top:.42cm;page-break-after:avoid;" align="center"><span style="font-family:Nimbus Sans L,Arial,sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="color:#000080;"><span style="text-decoration:underline;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;"><strong>The Commons as the new narrative for the 21 Century</strong></span></span></span></span></span></span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="center"><span style="font-family:Nimbus Roman No9 L,Times New Roman,serif;">World Commons Forum, Salzburg, 29. &#8211; 30.09. 2009</span></p>
<p style="margin-top:.42cm;page-break-after:avoid;"><img class="alignnone size-full wp-image-2951" title="Saal" src="http://commonsblog.wordpress.com/files/2009/10/saal1.jpg" alt="Saal" width="423" height="331" /></p>
<p style="margin-top:.42cm;page-break-after:avoid;"><span style="font-family:Nimbus Sans L,Arial,sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="color:#000080;"><span style="text-decoration:underline;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:large;">1</span></span></span></span></span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><strong>When we talk about the commons, what are we talking about?</strong></span></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">A ship is cruising from port to port. On the upper deck there are a few deck-chairs, three times less than the number of passengers. During the first cruising days the chairs changed continually their „owners“. As soon as someone got up, a deck-chair was regarded as being free, bath-towels or other occupation-symbols were not recognized. This was an </span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">appropriate rule for that special situation</span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">. It simply did work, because it was simple: </span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Use was free, but short-term! </span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">This takes us directly to one of the principles of a commons based economy and society.</span></p>
<p><span style="font-family:Arial,sans-serif;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</span></p>
<p><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><strong>Use? Yes! Abuse? No!</strong></span></p>
<p><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><strong>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</strong></span></p>
<p><span style="font-family:Arial,sans-serif;">This way, the deck-chairs – even though </span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">limited</span><span style="font-family:Arial,sans-serif;"> –  were „not short in supply“. </span></p>
<p><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Later, after leaving a port in which new passengers came on board, that order collapsed. The newcomers had occupied the chairs and claimed their permanent possession. So, the majority of the other passengers remained without any opportunity to relax on deck. The result: Scarcity reigns, conflicts develop and most of the guests on board are worse off than before. </span><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:xx-small;">(based on: H. Popitz, Phänomene der Macht)</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">What can learn several things from that story. First of all, the commons are shared prosperity; </span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">or &#8211; as Wolfgang Sachs puts it: When we talk about the commons, we talk about </span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</span></p>
<p style="margin-bottom:0;">„<span style="font-family:Arial,sans-serif;"><strong>a hidden secret of our prosperity.“</strong></span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</span></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">This is a strong but simple message. „</span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">The commons are the web of life</span><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><strong>“ </strong></span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">says</span><span style="font-family:Arial,sans-serif;"> Vandana Shiva. Actually, the commons are the webs of life in it&#8217;s natural, social, cultural and digital sphere. When we talk about commons </span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">we talk about quality of life, about our future and the future of our children.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">The problem is, that commons are everywhere, but they are often invisible to us. And they may get lost and consequently forgotten. </span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">They get lost by the force of the elbow (i.e. by ourselves – as in our cruiser episode), or by the force of money (i.e. by the </span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">market</span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">) or by an arrangement of the captain (i.e. by the S</span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">tate</span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">). The result of this process is the </span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">erosion of the commons.</span><span style="font-family:Arial,sans-serif;"> </span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">So, the real </span><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><strong>„</strong></span><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><em>tragedy of the commons</em></span><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><strong>“ </strong></span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">(a famous metaphor coined by G. Hardin)</span><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><strong> </strong></span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">is that we only become conscious of the commons and their enormous value to us, when they are about to disappear. </span></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><span style="color:#000080;"><span style="text-decoration:underline;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:large;">2</span></span></span></span><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><strong><br />
</strong></span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">I am often asked: </span><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><strong>What exactly is a commons? </strong></span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">We</span><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><strong> </strong></span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">are accustomed to fragment complexity by short, „scientific“ and supposedly objectif definitions. </span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Some of the groundbreaking theorizing on the commons has been done by Elinor Ostrom.  She and her colleagues insist, that there is</span><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><strong> </strong></span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">no</span><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><strong> “</strong></span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">master inventory” or single definition of commons</span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">. Each commons is the product of unique historical circumstances, local culture, economical and ecological conditions and so on. </span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">What we can do instead is, examine what all commons have in common? </span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">What has the defense of biodiversity in common with the struggle for free soft- and hardware?</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Why is the struggle for access to knowledge and culture the same struggle as for access to water and against climate change? </span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">The commons allow us to unify in thinking what is separated in our mind but belongs together. </span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">1. All commons </span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">share a function</span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">. Natural commons, social commons and knowledge commons are all </span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">essential to us: </span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</span></p>
<p style="margin-bottom:0;">„<span style="font-family:Arial,sans-serif;">Natural commons are necessary for our survival, while social commons ensure social cohesion, and cultural commons are required for our self directed passion.“ </span><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:x-small;">Manifest: Gemeingüter stärken. Jetzt! http://commonsblog.files.wordpress.com/2009/07/gemeinguetermanifest.pdf</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Nimbus Roman No9 L,Times New Roman,serif;"> &#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">2. All commons have</span><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><strong> </strong></span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">an architecture</span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">: i.e. We can look at them as complex systems in which several components interact. Obviously, those</span><tt><span style="font-family:Arial,sans-serif;"> architectures differ greatly from one common to another, but all of them are</span></tt><span style="font-family:Arial,sans-serif;"> based on </span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">three generic building blocks.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><br />
Let us have a quick look at some concrete examples for the first building block: there is biodiversity, the water, our genetic code, algorithms and cultural techniques we use to produce knowledge – like read and write  – , the notes and the airwaves or the electromagnetic spectrum to transmit music and information; the time we dispose, game-rules, the information, the knowledge we need to get a medical diagnosis or the knowledge compiled by millions of wikipedians, the digital code enclosed in a software programme or the silence. And the capacity of the atmosphere to absorb emissions: All those are </span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">„common pool resources.</span><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><strong>“</strong></span><span style="font-family:Arial,sans-serif;"> (CPR)</span><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><strong> </strong></span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">All of us</span><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><strong> </strong></span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">have the same right to use those resources. </span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">A CPR is the first fundamental element of a commons architecture. </span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">What&#8217;s the second building block? </span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><a name="title_div3751972"></a><span style="font-family:Arial,sans-serif;">This foto is subtitled: „My first folding-chair parking-space-holder“. In many Boston neighborhoods, it&#8217;s a rite of winter: When the first flakes start to fall, the crates and the garbage cans and the chairs come out. Plenty of chairs to protect what some residents insist are &#8220;their&#8221; spaces on the street. One may think: but it&#8217;s not „theirs“ &#8211; I mean, who owns the public streets? </span></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Elinor Ostrom states that </span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">„this is a commons“, because the residents – i.e. a certain community share a common understanding</span><span style="font-family:Arial,sans-serif;"> of how to use a resource. So, in many (not all) Boston neighborhoods the understanding is, that if you shovel out a parking spot, you are entitled to park there until the snow melts. You signal that right by putting a chair in the cleared-out spot. Again, like in our cruiser example the solution is to grant </span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">(temporary) use-rights instead of exclusive private property rights. </span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">In other words, temporary possession is not the same as ever lasting property. </span><strong><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Everyone can take commons into possession, as long as they don’t take them away from others – nor from future generations!</span></strong></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">The community, the group of people which share a common pool resource, is our second generic building bloc. In the case of the atmosphere and other global commons, this „group“ is the whole mankind.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Therefore, we should talk about the commons as a verb and not as a noun.</span><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><strong> </strong></span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">It&#8217;s not about the water or the atmosphere or the code by themselves. It&#8217;s all about us, about the decisions we make.</span><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><strong> </strong></span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">To quote Peter Linebaugh:</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Nimbus Roman No9 L,Times New Roman,serif;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br />
„</span><span style="font-family:Nimbus Roman No9 L,Times New Roman,serif;"><strong>There are no commons without commoning.“ </strong></span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</span></p>
<p style="margin-bottom:0;">„<span style="font-family:Arial,sans-serif;">The parking-space example is a wonderful way to show how idiosyncratic a commons can be.“, says my colleague David Bollier. On the Internet, where the resources are intangible bits of code and information, commons governance takes very different shapes. </span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Each community defines its own rules. And this is the third building block of a commons architecture: a set of, as far as possible, self-ordained rules. </span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">A commons-based society will be based on </span><strong><span style="font-family:Arial,sans-serif;">rules designed in such a way, that they automatically maintain and recreate our commons</span></strong><span style="font-family:Arial,sans-serif;">. </span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="size-full wp-image-2943 alignnone" title="IMG_0789" src="http://commonsblog.wordpress.com/files/2009/10/img_0789.jpg" alt="IMG_0789" width="420" height="313" /></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="color:#000080;"><span style="text-decoration:underline;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:large;">3</span></span></span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><strong>What is wrong and how to cange it? </strong></span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">If you know this guy – hands up? (foto of Tim Bernes Lee – nearly no hands up) </span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">And that one? (foto from Bill Gates – all hands up) </span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Why the difference? </span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">We all owe a lot to Tim Bernes Lee. Nevertheless, most of us don&#8217;t know him – nor by name nor by foto. While we are well aware of Bill Gates&#8217; role in the current economy.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">In 1989 Tim Berners-Lee wrote the Hypertext Markup Language HTML, the description language for internet-pages and the respective protocol HTTP. Berners-Lee did not patent his ideas, nor its technical implementations. And he ensured that the World Wide Web Consortium (W3C) adopted only patent-free standards. This approach reflects a core idea of the commons: the idea of </span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">sharing</span><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><strong>,</strong></span><span style="font-family:Arial,sans-serif;"> as well as the importance of renouncing to control about what other people do. </span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Berners-Lee says „Web pages are designed for people.“ </span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">He greatly and successfully contributed to the commons. But the problem is, that our idea of success is linked to old paradigmes, to account balances, media presence or business strategies regardless of their contribution to the commons. </span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">If we want the commons get a prominent place in our society, the action of economic players, of the State, and of the indivitual must become bound to commons (and not to the GDP) as the basis of success.</span><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;"><span style="font-style:normal;"> </span></span></span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;widows:0;orphans:0;" lang="de-DE"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</span></span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;widows:0;orphans:0;" lang="de-DE"><span style="color:#000000;">„<span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Whoever fills the commons rather than just drawing from them, deserves prestige and </span>social recognition.“ </span></span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;widows:0;orphans:0;" lang="de-DE"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:x-small;">Manifest: Gemeingüter stärken. Jetzt! http://commonsblog.files.wordpress.com/2009/07/gemeinguetermanifest.pdf</span></span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;widows:0;orphans:0;" lang="de-DE"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</span></span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Therefore, we urgently need new ideas and a new narrative for the 21 century.<br />
</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">We may contribute in many different ways to the commons if we radically focus on. </span></p>
<ul>
<li>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">decentralized 	production, made possible by new levels of networking with digital 	tools</span></p>
</li>
<li>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">cooperation 	at a local and global level</span></p>
</li>
<li>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">diversity</span><span style="font-family:Arial,sans-serif;"> of resources, communities, designs and rules)</span></p>
</li>
<li>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">relationality</span><span style="font-family:Arial,sans-serif;"> – which corresponds to the idea, that </span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">„I 	need the others, and the others need me.“ </span></p>
</li>
</ul>
<p style="margin-bottom:0;"><strong><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Those are the core ideas, that underpin the shift to a commons-based society.</span></strong><span style="font-family:Arial,sans-serif;"> </span></p>
<table style="height:212px;" border="1" cellspacing="0" cellpadding="0" width="441">
<col width="144"></col>
<col width="226"></col>
<col width="208"></col>
<tbody>
<tr valign="top">
<td width="144"><span style="font-family:Nimbus Roman No9 L,Times New Roman,serif;"><strong>design-framework</strong></span></td>
<td width="226"><span style="font-family:Nimbus Roman No9 L,Times New Roman,serif;"><strong>present 			paradigm</strong></span></td>
<td width="208"><span style="font-family:Nimbus Roman No9 L,Times New Roman,serif;"><strong>commons 			paradigm</strong></span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="144"><span style="font-family:Nimbus Roman No9 L,Times New Roman,serif;"><span style="font-size:x-small;">purpose:</span></span></td>
<td width="226"><span style="font-family:Nimbus Roman No9 L,Times New Roman,serif;"><span style="font-size:x-small;">GDP 			/ accumulation</span></span></td>
<td width="208"><span style="font-family:Nimbus Roman No9 L,Times New Roman,serif;"><span style="font-size:x-small;">social 			prosperity</span></span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="144"><span style="font-family:Nimbus Roman No9 L,Times New Roman,serif;"><span style="font-size:x-small;">main 			actors:</span></span></td>
<td width="226"><span style="font-family:Nimbus Roman No9 L,Times New Roman,serif;"><span style="font-size:x-small;">economic 			player/ State </span></span></td>
<td width="208"><span style="font-family:Nimbus Roman No9 L,Times New Roman,serif;"><span style="font-size:x-small;">communities/ 			citizen </span></span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="144"><span style="font-family:Nimbus Roman No9 L,Times New Roman,serif;"><span style="font-size:x-small;">decision 			making:</span></span></td>
<td width="226"><span style="font-family:Nimbus Roman No9 L,Times New Roman,serif;"><span style="font-size:x-small;">hierarchical </span></span></td>
<td width="208"><span style="font-family:Nimbus Roman No9 L,Times New Roman,serif;"><span style="font-size:x-small;">horizontal 			/peer-review processus</span></span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="144"><span style="font-family:Nimbus Roman No9 L,Times New Roman,serif;"><span style="font-size:x-small;">decision 			taking:</span></span></td>
<td width="226"><span style="font-family:Nimbus Roman No9 L,Times New Roman,serif;"><span style="font-size:x-small;">judgement/command</span></span></td>
<td width="208"><span style="font-family:Nimbus Roman No9 L,Times New Roman,serif;"><span style="font-size:x-small;">constructive 			criticism /participation</span></span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="144"><span style="font-family:Nimbus Roman No9 L,Times New Roman,serif;"><span style="font-size:x-small;">condition:</span></span></td>
<td width="226"><span style="font-family:Nimbus Roman No9 L,Times New Roman,serif;"><span style="font-size:x-small;">control 			(proprietary standards)</span></span></td>
<td width="208"><span style="font-family:Nimbus Roman No9 L,Times New Roman,serif;"><span style="font-size:x-small;">openness 			(open standards)</span></span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="144"><span style="font-family:Nimbus Roman No9 L,Times New Roman,serif;"><span style="font-size:x-small;">incentive 			for:</span></span></td>
<td width="226"><span style="font-family:Nimbus Roman No9 L,Times New Roman,serif;"><span style="font-size:x-small;">profit 			&#38; accumulation </span></span></td>
<td width="208"><span style="font-family:Nimbus Roman No9 L,Times New Roman,serif;"><span style="font-size:x-small;">creativity 			&#38; innovation </span></span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="144"><span style="font-family:Nimbus Roman No9 L,Times New Roman,serif;"><strong>results:</strong></span></td>
<td width="226"></td>
<td width="208"></td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="144">
<p style="margin-left:1.25cm;"><span style="font-family:Nimbus Roman No9 L,Times New Roman,serif;"><span style="font-size:x-small;">On 			the resource level:</span></span></p>
</td>
<td width="226"><span style="font-family:Nimbus Roman No9 L,Times New Roman,serif;"><span style="font-size:x-small;">erosion, 			enclosure</span></span></td>
<td width="208"><span style="font-family:Nimbus Roman No9 L,Times New Roman,serif;"><span style="font-size:x-small;">reproduction, 			fair-share </span></span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="144">
<p style="margin-left:1.25cm;"><span style="font-family:Nimbus Roman No9 L,Times New Roman,serif;"><span style="font-size:x-small;">On 			the social level:</span></span></p>
</td>
<td width="226"><span style="font-family:Nimbus Roman No9 L,Times New Roman,serif;"><span style="font-size:x-small;">dependence</span></span></td>
<td width="208"><span style="font-family:Nimbus Roman No9 L,Times New Roman,serif;"><span style="font-size:x-small;">interdependence 			within community, autonomy </span></span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="144">
<p style="margin-left:1.25cm;"><span style="font-family:Nimbus Roman No9 L,Times New Roman,serif;"><span style="font-size:x-small;">On 			the level of rules:</span></span></p>
</td>
<td width="226"><span style="font-family:Nimbus Roman No9 L,Times New Roman,serif;"><span style="font-size:x-small;">acceptance 			enforced by power, by money or by law </span></span></td>
<td width="208"><span style="font-family:Nimbus Roman No9 L,Times New Roman,serif;"><span style="font-size:x-small;">high 			level of acceptance </span></span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="144"><span style="font-family:Nimbus Roman No9 L,Times New Roman,serif;"><strong>Dominant 			strategy:</strong></span></td>
<td width="226"><span style="font-family:Nimbus Roman No9 L,Times New Roman,serif;"><strong>out-compete</strong></span></td>
<td width="208"><span style="font-family:Nimbus Roman No9 L,Times New Roman,serif;"><strong>(out-)cooperate</strong></span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Nimbus Roman No9 L,Times New Roman,serif;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</span></p>
<p style="margin-bottom:0;border-color:0 0 #000000;border-style:none none solid;border-width:medium medium 1px;padding:0 0 .07cm;" align="left">„<span style="font-family:Nimbus Roman No9 L,Times New Roman,serif;">The future will reward those who collaborate, and that collaboration may<br />
even save the asses of those who don&#8217;t.</span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">“ </span><strong><span style="font-family:Arial,sans-serif;">(Cliff Figallo)</span></strong></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="left"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Thank you! </span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="left"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Silke Helfrich</span><strong><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><br />
</span></strong></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wenn die Steinzeit Patente gekannt hätte ]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/2009/09/26/wenn-die-steinzeit-patente-gekannt-hatte/</link>
<pubDate>Sat, 26 Sep 2009 20:19:02 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/2009/09/26/wenn-die-steinzeit-patente-gekannt-hatte/</guid>
<description><![CDATA[fragt Natur&amp;Kosmos anlässlich des World Commons Forums in Salzburg (29.-30.09.09) und legt nach:]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img class="alignright" src="http://farm1.static.flickr.com/26/41139796_b6299e6a37.jpg" alt="" width="251" height="181" />fragt <a href="http://www.natur.de/scripts/basics/natur/news/basics.prg?session=59f6beb94abe9215_561207&#38;reset=1" target="_blank">Natur&#38;Kosmos</a> anlässlich des <a href="http://www.world-commons-forum.org/" target="_blank">World Commons Forums </a>in Salzburg (29.-30.09.09) und legt nach:</p>
<p>&#8220;Amerikaner und Russen reklamieren den Nordpol für sich, sämtliche Industriestaaten die Atmosphäre und einzelne Unternehmen sogar Patente auf Leben.</p>
<p>Was wäre wohl, wenn die Steinzeit schon das Patentrecht gekannt hätte? Wenn der erste Mensch, der vor Zigtausend Jahren mit Stein und Zunder ein Feuerchen anzündete, zum Amt gerannt wäre und seinen Anspruch auf Verfahren und Produkt angemeldet hätte? Wäre der Kochtopf je erfunden worden? Die Zentralheizung? Der Verbrennungsmotor?</p>
<p>Wir wissen es nicht. Eines ist jedoch klar: Es gibt Ressourcen auf der Erde, die für jedermann nutzbar sein sollten, sonst müssten viele von uns bald wieder leben wie unsere Urahnen. Feuer ist ein Beispiel: &#8230;&#8221;</p>
<p>Der ganze Text <a href="http://www.natur.de/scripts/basics/natur/news/basics.prg?session=42f947494ab3dc9d_897134&#38;a_no=3269&#38;r_index=3.3" target="_blank">hier</a>.</p>
<pre>Foto: Der Versuch Feuer zu entzünden mit Hilfe eines funkenschlagenden Feuerdings. by<a href="http://www.flickr.com/photos/alphaone/" target="_blank"> Torsten Magner</a>; Lizenz: CC: BY, SA
</pre>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Commons im Forbes Biz Mag]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/2009/09/25/commons-im-forbes-biz-mag/</link>
<pubDate>Fri, 25 Sep 2009 12:58:43 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/2009/09/25/commons-im-forbes-biz-mag/</guid>
<description><![CDATA[Commons sind allgegenwärtig. Deswegen wird es Zeit, dass sie auch in Zeitungen aller Couleur allgege]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img class="alignright" src="http://images.forbes.com/media/assets/forbes_home_logo.gif" alt="" width="150" height="49" />Commons sind allgegenwärtig. Deswegen wird es Zeit, dass sie auch in Zeitungen aller Couleur allgegenwärtig sind. Das sieht derzeit nicht schlecht aus: Dieses Mal titelt <a href="http://search.forbes.com/search/colArchiveSearch?author=elisabeth+and+eaves&#38;aname=Elisabeth+Eaves" target="_blank">Elisabeth Eaves</a> vom US-Business Magazin Forbes (sic!): <a href="http://www.youtube.com/watch?v=pV8Tb9QLEz0" target="_blank">Common Sense</a>. Treffender Untertitel angesichts der  politischen Großwetterlage: &#8220;As heads of state meet, <strong>the most urgent priority is to preserve what we have</strong>.&#8221; Eaves Ausgangspunkt sind drei Beispiele: Das Schwinden der Fischbestände, das Problem internationaler Piraterie und der zunehmenden Stromverbrauch durch IT! Was hat das alles miteiannder zu tun? Und dann umreißt sie die Idee der <strong>global commons</strong>.</p>
<p>Ihr Fazit: <!--more--><!--more-->&#8220;Diese Woche werden wohl ganz unmittelbare, offensichtliche und eindeutig globale Probleme im Rampenlicht stehen. Irans Mahmoud Ahmadinejad ist ein schlechter Mensch, das ist schön schwarz und weiß. Atomwaffen sind beängstigend. <strong>Aber es macht keinen Sinn, die nukleare Bedrohung zu bekämpfen, nur um dann festzustellen, dass wir die globalen Gemeingüter zerstört haben, </strong>und dass wir keinen Fisch mehr haben, kein bebaubares Land, keine Luft zum Atmen oder saubere Flüsse. Dafür haben wir internationale Institutionen. Wenn sie nicht erhalten, was wir teilen müssen, sind sie nicht besser als Kaffeekränzchen. Und wir alle werden kläglich scheitern.&#8221; (Herv. S.H.)</p>
<p>Kollegen berichten, dass Forbes an weiteren (Erfolgs-)Geschichten der Commons interessiert ist. Bündnispartner von unerwarteter Seite <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> !</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>

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