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	<title>hausgemeinde &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
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	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "hausgemeinde"</description>
	<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 12:20:28 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Meine zweite Bekehrung (Teil 2)]]></title>
<link>http://christlicheraussteiger.wordpress.com/2009/11/01/meine-zweite-bekehrung-teil-2/</link>
<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 21:46:30 +0000</pubDate>
<dc:creator>NovumTestamentum</dc:creator>
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<description><![CDATA[Die &#8220;zweite Bekehrung&#8221;, um die es hier geht, war hauptsächlich eine Bekehrung zu einer n]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Die &#8220;zweite Bekehrung&#8221;, um die es hier geht, war hauptsächlich eine Bekehrung zu einer neutestamentlichen Sicht von christlicher Gemeinde. Im ersten Teil dieses Artikels habe ich einige Erlebnisse erwähnt, die mich zu dieser zweiten Bekehrung führten.</p>
<p>Es gab in diesem Prozess manche Parallelen zu meiner &#8220;ersten Bekehrung&#8221; (<a href="http://christlicheraussteiger.wordpress.com/2009/05/21/wie-jesus-mich-fand/">http://christlicheraussteiger.wordpress.com/2009/05/21/wie-jesus-mich-fand/</a> ) (d.h. meiner Hinwendung zu Jesus Christus):</p>
<p>Viele biblische Wahrheiten hatte ich schon Jahre vor meiner Bekehrung verstandesmässig begriffen und akzeptiert, und davon gesprochen. Was den Anstoss gab zu meiner Bekehrung, war dass Gott mir aufzeigte, wie weit mein eigenes Leben von diesen Wahrheiten entfernt war, und wie sehr ich deshalb Ihn selber nötig hatte.<br />
Etwas ganz Ähnliches ist jetzt inbezug auf meine Vorstellung von der Gemeinde geschehen. Vieles von dem, was ich beschrieben habe und noch beschreiben werde, wusste ich schon seit Jahren. (Schon während meines Theologiestudiums hatte ich mich gewundert, wie es möglich war, dass bewanderte Bibelforscher wie selbstverständlich annahmen, die neutestamentliche Gemeinde hätte etwa so funktioniert wie eine heutige Landes- oder Freikirche; und wie diese Bibelgelehrten dann die Strukturen ihrer eigenen Konfession bzw. Denomination in die neutestamentlichen Texte hineinlasen &#8211; wo doch die Urgemeinde so offensichtlich anders war als heutige Gemeinden.) Aber während der vergangenen Jahre war es, als ob Gott ganz deutlich die Gewissensfrage an mich richtete: &#8220;Wenn du schon verstanden hast, dass die heutigen Gemeinden nicht auf neutestamentliche Weise aufgebaut sind, warum hilfst du dann trotzdem mit, diese Strukturen aufrechtzuerhalten und zu festigen?&#8221; &#8211; Und wieder musste ich feststellen, dass mein Leben und meine Praxis bei weitem nicht mit dem übereinstimmten, was ich aus der Bibel weiss.</p>
<p>Ich musste also für mich selber eine klare Grenze ziehen: hier herkömmliche Gemeinde, da neutestamentliche christliche Gemeinde. Genau wie bei meiner ersten Bekehrung: hier traditionelle Namenschristen, da wiedergeborene Nachfolger Jesu. Und als ich anfing, diese Grenzziehung vorzunehmen, gab es jede Menge Leute, die mich miss- oder gar nicht verstanden, über mich erbost waren, und alle möglichen hässlichen Dinge sagten und taten. Bei meiner ersten Bekehrung waren das hauptsächlich Mitglieder der Landeskirche, die nicht nachvollziehen konnten, dass es so etwas wie eine Bekehrung überhaupt gibt (und erst recht nicht, dass dies zum Christsein notwendig sein soll). Bei meiner zweiten Bekehrung ärgerten sich vor allem Leiter und Mitarbeiter von Freikirchen. Sie fühlten sich in ihrem (falschen) Frieden gestört und angegriffen, als ich anfing zu behaupten, neutestamentliche Gemeinde sei etwas anderes als was ihr jeweiliger Gemeindeverband vorschreibt und vorlebt. Aber ich muss auch hier sagen: Seit ich mit dem Echten in Berührung gekommen bin, kann ich mich nicht mehr mit einer billigen Nachahmung zufriedengeben. Genauso wie das traditionelle Namenschristentum eine billige Nachahmung von wirklichem Christsein ist, so ist das traditionelle Gemeindetum (sei es landes- oder freikirchlich) nur eine billige Nachahmung von echter christlicher Gemeinde.</p>
<p>Im folgenden möchte ich einige Prinzipien anführen, die ich neu ernstnehmen musste oder zum ersten Mal überhaupt begriffen habe:</p>
<p><strong>1.- Wirkliche &#8220;Gemeinde&#8221; basiert nicht auf institutionellen Strukturen, sondern auf persönlichen Beziehungen.</strong></p>
<p>Als ich von meinem ersten Jahr in Perú zurückkehrte, unter falschen Anschuldigungen ausgeschlossen von der Missionsgesellschaft, mit der ich gearbeitet hatte, da musste ich feststellen, dass ich ausgerechnet in der Gemeinde, die mich ausgesandt hatte, kaum einen echten Freund hatte. (Ob jemand ein echter Freund ist, erkennst du erst, wenn du in Not bist!)<br />
Aber in den heutigen Gemeinden dominieren anscheinend &#8220;institutionelle&#8221; Überlegungen: ob Personalbedarf herrscht; ob jemand von der Denomination &#8220;anerkannt&#8221; ist; ob ein Pastor &#8220;ordnungsgemäss ordiniert&#8221; ist; usw.<br />
In der Urgemeinde gab es keine Diplome oder Ausweise, die jemanden als Prediger oder Mitarbeiter &#8220;anerkannten&#8221;; aber die Christen kannten einander persönlich. Ein Leiter konnte seine wahre Persönlichkeit nicht hinter einem Kanzelauftritt oder einem Büroschreibtisch verstecken; denn bei der intensiv gepflegten Gastfreundschaft kam er nicht darum herum, sein wahres Privat- und Familienleben vor seinen Glaubensgeschwistern zu offenbaren. Dadurch wurde der Gemeinde ziemlich bald klar, wer wirklich nahe bei Jesus war. In einer solchen Umgebung konnte nicht so schnell geschehen, was in heutigen Gemeinden schon fast die Regel ist: dass Machtmenschen und rückgratlose Politiker in der Leiterschaft dominieren.</p>
<p>Zudem ist es erstaunlich, in welch hohem Grade es möglich ist, &#8220;Kirche zu spielen&#8221;, ohne dass echtes geistliches Leben da ist. Wie oft habe ich Lobpreiszeiten erlebt, wo die Teilnehmer dazu gedrängt (soll ich sagen manipuliert?) wurden, alle möglichen äusserlichen Dinge zu tun, um einen &#8220;glücklichen Eindruck&#8221; zu erwecken: &#8220;Wie kannst du ein trauriges Gesicht machen, wenn Gott da ist? Schaut einander an und lächelt!&#8221; &#8211; &#8220;&#8230;Und jetzt singen wir es noch einmal, aber doppelt so laut, damit die Mächte der Finsternis zittern!&#8221; &#8211; usw. &#8211; Wie oft sehe ich, dass &#8220;Treue im Glauben&#8221; einzig daran gemessen wird, wie häufig jemand die Gemeindeveranstaltungen besucht! &#8211; Wie oft höre ich Gebete, in denen der Beter trotz ellenlanger frommer Formulierungen nicht klar ausdrücken kann, was er eigentlich von Gott nötig hat, möchte oder erwartet! Hauptsache, er betet, wenn er an der Reihe ist. &#8211; Institutionelle Formen und Programme entwickeln leider ein Eigenleben, das noch lange weiterbesteht, wenn das echte geistliche Leben längst daraus verschwunden ist.</p>
<blockquote><p><em><strong>&#8220;Und lasst uns darauf achten, einander zur Liebe und zu guten Werken anzuspornen, und unsere Versammlung nicht verlassen, wie es bei etlichen Sitte ist, sondern vielmehr ermahnen&#8230;&#8221; (Hebräer 10,24-25)</strong></em></p></blockquote>
<p>Diese Verse werden oft dazu benutzt, Gemeindemitgliedern ein schlechtes Gewissen zu machen, wenn sie nicht jeden Gottesdienst besuchen. Aber steht hier wirklich etwas von &#8220;Gottesdienstbesuch&#8221;? &#8211; Das Schwergewicht der Aussage liegt eindeutig auf &#8220;einander zur Liebe und zu guten Werken anzuspornen&#8221;. Ein Gottesdienst, in dem dies nicht geschieht, qualifiziert also nicht als &#8220;Versammlung&#8221; im Sinne dieser Bibelstelle. Man beachte, dass hier steht <em>&#8220;einander&#8221;</em> &#8211; es heisst nicht &#8220;eine Predigt über Liebe und gute Werke zu hören&#8221;. Erst wenn wir anfangen, eine Gemeinschaft zu pflegen, wo wir <em>einander</em> im Sinne Gottes anspornen und ermutigen (das mit &#8220;ermahnen&#8221; übersetzte Wort bedeutet vor allem &#8220;ermutigen&#8221;, &#8220;aufmuntern&#8221;, &#8220;trösten&#8221;), mit aktiver Beteiligung aller, erst dann dürfen wir auch wieder diese Verse anwenden.</p>
<p>Das biblische Bild für die Gemeinde ist nicht die Institution, das Unternehmen oder die Veranstaltung; sondern die Familie, der Leib, die Braut &#8211; also etwas Organisches, nicht etwas Organisiertes; etwas, was lebt, nicht etwas, was &#8220;funktioniert&#8221;.</p>
<hr /><strong>2.- Wo Leiterschaft das geistliche Leben hindert statt fördert, handelt es sich nicht wirklich um geistliche Leiterschaft.</strong></p>
<p><!--more--></p>
<p>Geistliches Leben wird gehindert &#8230;<br />
&#8230; wo Leiter die Zeit der Mitglieder mit geistlich unproduktiven Aktivitäten besetzen,<br />
&#8230; wo Mitglieder in erster Linie dazu angehalten werden, sich äusseren Richtlinien und Normen konform zu verhalten, statt persönlich Gott zu suchen,<br />
&#8230; wo Leiter die Mitglieder von sich selber abhängig machen, statt von Gott,<br />
&#8230; wo Leiter die Mitglieder als ihr persönliches Eigentum betrachten, und sie z.B. davon abhalten, geistliche Nahrung von ausserhalb des Einflussbereichs des Leiters zu bekommen,<br />
&#8230; wo Leiter auf ihren Privilegien bestehen, und allzu aktive Personen (vor allem wenn sie Neuerungen vorschlagen) mit Argwohn betrachten,<br />
&#8230; wo jede geistliche Aktivität vom Leiter &#8220;bewilligt&#8221; werden muss,<br />
&#8230; wo Leiter ihre Macht missbrauchen,<br />
&#8230; wo Mitglieder den Leitern dienen müssen, statt dass sie darin gefördert werden, Gott zu dienen,<br />
&#8230; wo Leiter durch ihr eigenes Leben zeigen, dass Gott bei ihnen nicht an erster Stelle steht,<br />
&#8230; wo Mitglieder entmutigt oder abgelehnt werden, wenn sie anfangen mit anderen zu teilen, was sie von und mit Gott erfahren haben.</p>
<p>Wo eine Leiterschaft auf solche oder ähnliche Weise handelt, da schuldet ein Christ KEINE &#8220;Unterordnung und Gehorsam&#8221;!</p>
<p>(Es wäre hier noch einiges zu sagen über die Irrlehre von der &#8220;Unterordnung unter die Leiterschaft&#8221;, aber das würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Ich war lange Jahre Anhänger dieser Falschlehre und musste auch darüber Busse tun.)</p>
<hr /><strong>3.- Das Zentrum der Gemeinde ist das &#8220;Haus&#8221; bzw. die Familie.</strong></p>
<p>Der ursprüngliche Plan Gottes für uns ist, dass wir in Familien leben. Das wird schon bei der Erschaffung der ersten Menschen ganz klar ausgedrückt (1.Mose 1,27-28; 2,23-24). Das Volk Israel war durchgehend nach Stämmen, Sippen und Familien organisiert. Das Passa, das wichtigste jüdische Fest, wird in den Familien gefeiert. (Auf dem Passa beruht übrigens das Abendmahl. Warum dann haben so viele Kirchen und Gemeinden Vorbehalte dagegen, dass in Privathäusern, unter der Leitung des Hausvaters, Abendmahl gefeiert wird, so wie es die Urchristen taten?)<br />
Das Neue Testament erwähnt immer wieder Gemeinden in den &#8220;Häusern&#8221; (d.h. Familien). Es ist dabei bezeichnend, dass diese &#8220;Hausgemeinden&#8221; nicht als an eine grössere Gemeinde angehängte &#8220;Hauskreise&#8221; angeredet werden, sondern als vollwertige Gemeinden.</p>
<p>Am Rande bemerkt: Es gibt im Neuen Testament keinerlei spezielle Gebäude, die als &#8220;Kirche&#8221; bezeichnet werden. &#8220;Kirche&#8221; (bzw. &#8220;Gemeinde&#8221;) sind die <em><strong>Menschen</strong></em>, die zu Jesus gehören &#8211; wo auch immer sie sich befinden und versammeln.</p>
<p>In heutigen Gemeinden muss ich leider immer wieder beobachten, dass es praktisch keine Gelegenheiten für Familien gibt, <em>gemeinsam</em> teilzunehmen. (Für <em>aktive</em> Teilnahme erst recht nicht.) Familien werden getrennt und jedes Familienmitglied seiner Spezialgruppe zugeordnet: Erwachsenengottesdienst, Kindergottesdienst, Jugendgruppe, Frauenfrühstück, Seniorentreffen&#8230; Wenn ich Gemeindeleiter frage, an welchen Anlässen Familien gemeinsam teilnehmen können, ist die Standardantwort: &#8220;Ausflüge und Taufen.&#8221; (Das gibt es zwei- bis dreimal im Jahr.) Den evangelischen Gemeinden in Perú ist sogar von Gegnern schon der Vorwurf gemacht worden, sie zerstörten die Familien. Dieser Vorwurf geht zwar zu weit &#8211; aber die Gemeinden unternehmen auch nichts, um Familien zu stärken. In vielen Gemeinden sind z.B. die Sonntagschulen vom Erwachsenengottesdienst nicht nur räumlich, sondern auch zeitlich getrennt, sodass eine Familie am Sonntag kaum noch gemeinsame Zeit verbringen kann.</p>
<p>Ich wurde in der letzten Zeit von Gott herausgefordert, der geistlichen Gemeinschaft innerhalb unserer Familie viel mehr Prioritat zu geben. Wirkliche Christen &#8220;gehen nicht&#8221; zur Kirche, sondern sie &#8220;sind&#8221; Kirche, wo immer sie sich befinden &#8211; und das muss sich zuallererst in der Familie zeigen.</p>
<hr /><strong>4.- Echte christliche Gemeinde und Gemeinschaft kann nur da stattfinden, wo Jesus selber den ihm zukommenden Platz als &#8220;Haupt&#8221; innehat.</strong></p>
<p>Allzuviele Pfarrer, Pastoren, Gemeindeleiter, usw. verstehen sich selbst als &#8220;Haupt&#8221; der Gemeinde, der sie vorstehen. Sie würden es vielleicht nicht direkt so sagen, aber sie verhalten sich so. Sie sind es, die alle Fäden in der Hand halten. Wehe, es geschieht etwas, was sich ihrer Kontrolle entzieht! Sie sind es, die darüber entscheiden, wer in einer Versammlung sprechen darf und wer nicht. Sie sind es, die die verschiedenen Aufträge und Zuständigkeiten vergeben. Und natürlich sind sie es, die (meistens) predigen.</p>
<p>Ich habe bereits am Rande erwähnt, dass es im Neuen Testament keine &#8220;Sonntagsgottesdienste&#8221; und keine &#8220;Sonntagspredigt&#8221; gibt. Ich muss das hier aber nochmals betonen. Auf den Wochentag kommt es dabei nicht an. Worauf ich hinauswill: Die ganze allgemein verbreitete Vorstellung von &#8220;Kirche&#8221; als einem wöchentlichen Anlass, unter Leitung eines &#8220;Pfarrers&#8221; oder &#8220;Pastors&#8221;, ist dem Neuen Testament völlig fremd!</p>
<p>Natürlich war die Urchristenheit auch nicht in &#8220;Konfessionen&#8221; und &#8220;Denominationen&#8221; aufgespalten. (Ausser in Korinth, wo Paulus dies heftig tadelt.) Kein Leiter machte sich zum &#8220;Haupt&#8221; einer eigenen &#8220;Abteilung&#8221;.</p>
<p>Der Abschnitt 1.Korinther 14,23-31 gibt einen kleinen Einblick in das, was in christlichen Zusammenkünften zur Zeit des Neuen Testaments üblich war. Ich zitiere nur den Kernvers daraus:</p>
<blockquote><p><em><strong>&#8220;Wie ist es nun, ihr Brüder? Wenn ihr zusammenkommt, hat jeder von euch einen Psalm, hat eine Lehre, hat eine Zunge (oder: Sprache), hat eine Offenbarung, hat eine Auslegung. Alles geschehe zur Auferbauung.&#8221; (1.Korinther 14,26)</strong></em></p></blockquote>
<p>Die frappierenden Unterschiede zur heutigen &#8220;Pastorenkirche&#8221; springen sofort ins Auge. In der christlichen Gemeinde &#8220;hat jeder&#8221; etwas, was er zur Auferbauung seiner Geschwister beitragen kann. Die weiteren Verse im Zusammenhang sprechen vom offensichtlichen übernatürlichen Wirken Gottes (Prophetie; Überführung von Sünde; etc.) Sie sprechen auch von Ordnung; aber diese Ordnung wird nicht von einer Leiterschaft künstlich aufgezwungen, sondern entspringt aus der gegenseitigen Rücksichtnahme aller Mitglieder, geleitet vom Heiligen Geist. Ebenso soll &#8220;geprüft&#8221; werden, was geredet und gelehrt wird (Vers 29); aber nicht durch eine autoritäre Leiterschaft, sondern durch alle Mitglieder. Es gab zwar &#8220;Älteste&#8221; (Mehrzahl!), die ab und zu beratend oder korrigierend eingriffen. Die &#8220;Gottesdienstleitung&#8221; liegt aber ganz offensichtlich nicht in der Hand eines Menschen, sondern in der Hand Gottes.</p>
<p>Wie weit haben wir uns doch davon entfernt! Nur in Erweckungszeiten bricht ab und zu, bei seltenen Gelegenheiten, etwas von diesem urchristlichen Gemeindeleben wieder durch die institutionellen Strukturen. Hier ein historisches Beispiel:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wir hatten keinen Papst und keine Hierarchie. Wir waren alle Brüder. Wir hatten kein menschliches Programm. Gott selber leitete uns. Wir hatten keine Priesterklasse und keine priesterlichen Dienste. Diese Dinge kamen später, mit dem Abfall der Bewegung. Anfangs hatten wir nicht einmal eine Bühne oder Kanzel. Alle befanden sich auf derselben Höhe. Die Diener Gottes waren Diener im wahrsten Sinne des Wortes&#8230;<br />
Die Themen der Predigten oder Beiträge wurden nicht zum voraus angekündigt, auch nicht die Namen derer, die predigten. Niemand wusste jeweils, was geschehen würde und was Gott tun würde. Alles war spontan, geordnet vom Geist. Wir wollten hören, was Gott für uns bereit hätte, wen auch immer er auswählen würde, um durch ihn zu sprechen. Es gab kein Ansehen der Person&#8230;<br />
Es konnte vorkommen, während jemand sprach, dass plötzlich der Heilige Geist auf die Versammlung fiel. Gott selber machte den &#8216;Aufruf&#8217;. Die Leute fielen überall zu Boden, wie Verletzte in einer Schlacht, oder rannten gemeinsam nach vorne, um Gott zu suchen&#8230; Nie sah ich in jener Zeit, dass ein evangelistischer Aufruf gemacht worden wäre. Gott selber rief die Menschen. Und wer predigte, wusste, wann er zu gehen hatte&#8230;&#8221;</p></blockquote>
<p><em>(Aus Frank Bartleman, &#8220;Azusa Street&#8221;. &#8211; Man beachte, dass Bartleman das Aufkommen eines Pastorentums &#8211; einer &#8220;Priesterklasse&#8221; &#8211; wörtlich als &#8220;Abfall&#8221; bezeichnet!!)</em></p>
<p>Ähnliches wird von anderen erwecklichen Bewegungen der Vergangenheit berichtet, wie z.B. den frühen Waldensern, Quäkern, Herrnhutern, Methodisten, u.a.</p>
<p>In meinem eigenen Leben hatte ich einige seltene Gelegenheiten, diese Art geistlicher Gemeinschaft mitzuerleben. Aber das geschah immer ausserhalb des Rahmens denominationeller Gemeinden!</p>
<hr /><strong>5.- Wirkliche Jüngerschaft und Nachfolge geschieht nur im wirklichen täglichen Zusammenleben.</strong></p>
<p>Theoretisch wusste ich das schon längst. Warum aber habe ich so lange diese Wahrheit nicht wirklich ernsthaft in die Praxis umgesetzt? Viele Jahre lang dachte ich, trotz besseren Wissens, ich könnte &#8220;Jüngerschaft&#8221; auch in &#8220;unterrichts-ähnlichen&#8221; Umgebungen, zwei Stunden pro Woche (oder pro Tag, in den Ferien), erleben. Nein, das geht nicht. Ich kann in einer solchen Umgebung zwar Denkanstösse vermitteln, Menschen etwas besser kennenlernen, einige von ihnen auch für das begeistern, was wirkliche Jüngerschaft sein <em>könnte</em> &#8211; aber Jüngerschaft wirklich <em>praktizieren</em>, ist etwas anderes. Wenn ich an die jungen Christen in meiner Umgebung denke, konnte ich geistliches Wachstum fast ausschliesslich in denjenigen sehen, die längere Zeit mit uns zusammen gewohnt haben, oder doch mindestens mit uns an intensiven mehrwöchigen Einsätzen teilgenommen haben.<br />
Jesus hatte gute Gründe dafür, die Jünger zu einem vollzeitlichen Zusammenleben von mehreren Monaten oder sogar Jahren zu berufen. Paulus tat mit seinen Reisebegleitern dasselbe; und es tut uns nicht gut, dieses Prinzip zu übergehen.</p>
<p>Wie war es nur möglich, dass eine Bibelschülerin monatelang unter geistlichen Gebundenheiten gelitten hat, eine andere jahrelang ein gravierendes Problem sexueller Perversion mit sich herumtrug, viele andere in ihrem geistlichen Leben Woche für Woche weiter zurückfielen &#8211; und niemand nahm davon Kenntnis, weder Mitschüler noch Lehrer noch sonst jemand? Ist das nicht ein Indiz dafür, dass keine wirkliche Gemeinschaft herrschte? &#8211; Als wir in einem Intensivpraktikum anfingen, mehr Wert zu legen auf das tägliche Zusammenleben, wurden diese Dinge offenbar und konnten behandelt werden.</p>
<p>Ein auf &#8220;Veranstaltungen&#8221; aufgebautes Gemeindeleben kann offensichtlich eine solche Jüngerschaft nicht anbieten.</p>
<p>Ich habe den Verdacht, manche Leiter sind nicht dazu bereit, diese Art von Jüngerschaft zu praktizieren, weil sie selber nicht dazu bereit sind, ihr eigenes Herz (inbegriffen ihre persönlichen Schwachstellen) vor anderen zu öffnen. Im täglichen Zusammenleben kann niemand über längere Zeit sein wahres Wesen vor den anderen verstecken; und manchmal müssen auch die Leiter bekennen, dass sie geistliche Hilfe brauchen. (Andernfalls entwickelt sich eine Dynamik ähnlich einer dysfunktionalen Familie, wo Probleme nicht offen angesprochen werden können; und es kommt nicht zu echter Jüngerschaft, sondern zu einer ungesunden Machtstellung des Leiters und unechten persönlichen Beziehungen. Alles selber erlebt.)</p>
<p>Leider ist der Begriff &#8220;Jüngerschaft&#8221; auch sehr oft von Leitern missbraucht worden, die damit ihre Glaubensgeschwister von sich selber abhängig gemacht haben, und/oder ihren Geist verletzt haben. Das könnte ein weiterer Grund sein, warum intensive Jüngerschaft und Gemeinschaft von vielen gemieden wird. Christen, die auf solche Art missbraucht worden sind, haben es sehr viel schwerer, sich vor anderen zu öffnen.</p>
<p>Echte Jüngerschaft heisst zusammen Jesus nachzufolgen, nicht irgendeinem anderen Leiter nachzufolgen.</p>
<hr />Nun habe ich erst ein wenig an der Oberfläche gekratzt, und doch ist dieser Artikel ziemlich lang geworden. Eigentlich wollte ich nur sagen, dass ich nach jahrzehntelanger Irrwanderung endlich wieder da angekommen bin, wo ich ursprünglich angefangen hatte, Gott zu suchen: bei dem Urbild christlichen Lebens, das uns im Neuen Testament vorgezeichnet wird.<br />
Ich hoffe, bei anderer Gelegenheit auf das Thema zurückkommen zu können.</p>
</div>]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Heilung für meine Seele]]></title>
<link>http://heilungblog.wordpress.com/2009/09/14/heilung-fur-meine-seele/</link>
<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 16:55:41 +0000</pubDate>
<dc:creator>heilungblog</dc:creator>
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<description><![CDATA[Seitdem ich in die Hausgemeinde gehe und das Wort Gottes kennen lerne, weiß ich immer mehr, was ich ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Seitdem ich in die Hausgemeinde gehe und das <a href="http://www.rhema.de">Wort Gottes</a> kennen lerne, weiß ich immer mehr, was ich in meinem Leben verändern muss, um ein siegreiches Leben zu haben. Ich lerne mehr und mehr die richtigen Entscheidungen zu treffen und freue mich über die Fortschritte, die ich erlebe. Das Wort Gottes hat die Kraft, Leben wiederherzustellen. Ich danke Jesus für das <a href="http://www.rhema.de">Christliche Centrum Rhema</a> und für die Wiederherstellung meiner Seele, die ich <a href="http://www.christliches-centrum-rhema-blog.de/">hier</a> erfahren durfte.</p>
</div>]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[EGL-Podcast: Programme oder Gemeinschaft]]></title>
<link>http://katalyma.wordpress.com/2009/08/11/egl-podcast-programme-oder-gemeinschaft/</link>
<pubDate>Tue, 11 Aug 2009 00:11:03 +0000</pubDate>
<dc:creator>Charly</dc:creator>
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<description><![CDATA[Sie können mehr Videos wie diese auf EinfacheGemeindeLeben finden.]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Sie können mehr Videos wie diese auf EinfacheGemeindeLeben finden.]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Christ in Y'all]]></title>
<link>http://katalyma.wordpress.com/2009/06/22/christ-in-yall/</link>
<pubDate>Mon, 22 Jun 2009 15:30:50 +0000</pubDate>
<dc:creator>Charly</dc:creator>
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<description><![CDATA[Neil Carter erläutert in diesem Buch, dass das Evangelium mehr ist als nur die Botschaft der individ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Neil Carter erläutert in diesem Buch, dass das Evangelium mehr ist als nur die Botschaft der individ]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Gemeinde-Rettungsboote]]></title>
<link>http://katalyma.wordpress.com/2009/06/11/gemeinde-rettungsboote/</link>
<pubDate>Thu, 11 Jun 2009 17:27:24 +0000</pubDate>
<dc:creator>Charly</dc:creator>
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<description><![CDATA[Rettungsboote für den Leib Christ sind die kleinen Gemeinden, die sich in Hausgemeinden und einfache]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Rettungsboote für den Leib Christ sind die kleinen Gemeinden, die sich in Hausgemeinden und einfache]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[nicht ganz ausgereift]]></title>
<link>http://katalyma.wordpress.com/2009/05/06/nicht-ganz-ausgereift/</link>
<pubDate>Wed, 06 May 2009 11:56:56 +0000</pubDate>
<dc:creator>Charly</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ich fürchte, hier wurde das Hauskirchenkonzept, respekt. das Konzept der einfachen Gemeinde noch nic]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Ich fürchte, hier wurde das Hauskirchenkonzept, respekt. das Konzept der einfachen Gemeinde noch nic]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[The same procedure as every time?]]></title>
<link>http://katalyma.wordpress.com/2008/11/09/the-same-procedure-as-every-time/</link>
<pubDate>Sun, 09 Nov 2008 01:25:08 +0000</pubDate>
<dc:creator>Charly</dc:creator>
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<description><![CDATA[Die Meisten, die zur Zeit in Hauskirchen -gemeinden in Deutschland und anderswo sind, sind Christen ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Die Meisten, die zur Zeit in Hauskirchen -gemeinden in Deutschland und anderswo sind, sind Christen ]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Leiten durch Überzeugen II]]></title>
<link>http://katalyma.wordpress.com/2008/11/09/leiten-durch-uberzeugen-ii/</link>
<pubDate>Sun, 09 Nov 2008 01:15:34 +0000</pubDate>
<dc:creator>Charly</dc:creator>
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<description><![CDATA[Die Autorität des Leiters Immer wieder ist die Autorität von Leitern in der Gemeinde ein Thema. Die ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Die Autorität des Leiters Immer wieder ist die Autorität von Leitern in der Gemeinde ein Thema. Die ]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Leiten durch Überzeugen]]></title>
<link>http://katalyma.wordpress.com/2008/11/09/leiten-durch-uberzeugen/</link>
<pubDate>Sun, 09 Nov 2008 01:12:23 +0000</pubDate>
<dc:creator>Charly</dc:creator>
<guid>http://katalyma.wordpress.com/2008/11/09/leiten-durch-uberzeugen/</guid>
<description><![CDATA[Vorwort Schon länger bewege ich dieses Thema und will dazu einen Artikel schrieben. Desto mehr ich d]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Vorwort Schon länger bewege ich dieses Thema und will dazu einen Artikel schrieben. Desto mehr ich d]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Der fünffältige Dienst: Aufgabe oder Amt?]]></title>
<link>http://katalyma.wordpress.com/2008/11/09/der-funffaltige-dienst-aufgabe-oder-amt/</link>
<pubDate>Sun, 09 Nov 2008 01:05:44 +0000</pubDate>
<dc:creator>Charly</dc:creator>
<guid>http://katalyma.wordpress.com/2008/11/09/der-funffaltige-dienst-aufgabe-oder-amt/</guid>
<description><![CDATA[Der Artikel von Frank Viola ist interessant und lohnenswert zu überdenken. Kann man denn seine Gedan]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Der Artikel von Frank Viola ist interessant und lohnenswert zu überdenken. Kann man denn seine Gedan]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA["Ach? Ihr habt einen Hauskreis?"]]></title>
<link>http://katalyma.wordpress.com/2008/11/09/ach-ihr-habt-einen-hauskreis/</link>
<pubDate>Sun, 09 Nov 2008 01:02:37 +0000</pubDate>
<dc:creator>Charly</dc:creator>
<guid>http://katalyma.wordpress.com/2008/11/09/ach-ihr-habt-einen-hauskreis/</guid>
<description><![CDATA[&#8220;Ach? Ihr habt einen Hauskreis?&#8221; das ist oftmals eine Reaktion, wenn man erzählt, das ma]]></description>
<content:encoded><![CDATA[&#8220;Ach? Ihr habt einen Hauskreis?&#8221; das ist oftmals eine Reaktion, wenn man erzählt, das ma]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Rückblick Infotag Einfache Gemeinde am 06.09.2008]]></title>
<link>http://dukefalke.wordpress.com/2008/09/10/ruckblick-infotag-einfache-gemeinde-am-06092008/</link>
<pubDate>Wed, 10 Sep 2008 23:20:56 +0000</pubDate>
<dc:creator>David Sierig</dc:creator>
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<description><![CDATA[Am letzten Samstag nahm ich in Begleitung meiner zwei Tennager am Infotag Einfache Gemeinde teil.  A]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Am letzten Samstag nahm ich in Begleitung meiner zwei Tennager am Infotag Einfache Gemeinde teil.  Alte und neue Bekannte aus verschiedenen Hausgemeinden traf ich dort. Super Erlebnis gewesen.  Danke an jeden Teilnehmer.  Ich möchte dranbleiben und beten, dass wir einander lieben und im Gebet verbunden bleiben.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Hauskirche Staaken?]]></title>
<link>http://dikosss.wordpress.com/2008/09/08/hauskirche-staaken/</link>
<pubDate>Mon, 08 Sep 2008 11:52:41 +0000</pubDate>
<dc:creator>dikosss</dc:creator>
<guid>http://dikosss.wordpress.com/2008/09/08/hauskirche-staaken/</guid>
<description><![CDATA[Ich hatte mir viel Gedanken über Gemeindestrukturen gemacht. Unter anderem auch über die Form der ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Ich hatte mir viel Gedanken über Gemeindestrukturen gemacht.<br />
Unter anderem auch über die Form der <strong>&#8220;Hauskirche&#8221;</strong>. Manche nennen das noch anders, aber oft ist Ähnliches gemeint:<br />
Möglichst weg von der Institution &#8220;Kirche&#8221;, weg von der one-man-show, weg von prächtigen Gemeindehäusern &#8211; hin zum Organismus &#8220;Kirche&#8221;, hin zum allgemeinen Priestertum aller Gläubigen, hin in&#8217;s private Wohnzimmer.</p>
<p>Die Beschäftigung mit diesem Thema durch Lektüre und einige Gespräche hat mir deutlicher gemacht, was Gemeinde ist. Beispiele:<br />
- Ich gehe nicht zum Gottesdienst, denn ein Gottesdienst soll unser Leben sein. Mittlerweile bemühe ich mich, eher von der gemeinsamen &#8220;<strong>Gottesdienst-Feier</strong>&#8221; zu sprechen. Ein längeres Wort, aber vielleicht eine Brücke zwischen den Wörtern &#8220;Gottesdienst&#8221; und &#8220;öffentliche Versammlung&#8221;.<br />
- Das <strong>Gemeindehaus</strong> ist nicht die Gemeinde, sondern ein Haus.<br />
Das Sympathische an der Hauskirchen-Bewegung ist, dass sie ihr Geld tatsächlich weniger in Gebäude stecken müssen, sondern das Geld umfangreicher in Menschen und einzelne Projekte investieren können. Es wird die übliche Wohnmiete gezahlt, die eh gezahlt wird. Größere Gemeinden, die ein Gemeindehaus haben wollen, müssen über Jahre oft Zehntausende oder Hunderttausende von Euronen investieren &#8211; einfach damit man ein Dach über dem Kopf hat, es im Winter warm ist und man für das Biologisch-Geschäftliche nicht hinter den Busch rennen muss. Diese Summen bringen kleinere Gruppen idR. nicht auf, aber ihr Geld können sie in die Unterstützung von Menschen stecken.<br />
- <strong>Und: </strong>Können wir überhaupt zur Gemeinde gehen, wenn wir selber ein Teil von Gemeinde sind?<br />
- Im Gemeindeleben darf es nur eine <strong>Hierarchie</strong> geben: die zu Jesus Christus hin. Älteste, Pastoren&#8230; haben die Aufgabe, andere zu begleiten, damit sie in der Beziehung zu Jesus Christus und anderen Menschen gestärkt werden. Aber sie haben im Normalfall keine weitergehenden Befugnisse als andere Christen. Solches ist in einer Hausgruppe von vielleicht 5-15 Menschen wesentlich einfacher zu leben als in einer Gemeinde von 60, 150 oder 2000 Menschen. Je mehr Menschen zusammenkommen, desto mehr entsteht Verwaltungsaufwand und Organisationsaufwand. Je mehr Menschen zusammenkommen, desto &#8220;versuchlicher&#8221; wird der Aufbau einer menschlichen Hierarchie. Und es erscheint sehr fraglich, ob man ab einer gewissen Menge von Menschen überhaupt ohne eine solche Hierarchie auskommt.<br />
- Im Gemeindeleben brauchen wir jeden mit seinen <strong>Gaben</strong>. In einer größeren Gemeinde kann man sich leicht verstecken. Gaben können lange unentdeckt bleiben. Aber in einer Gruppe von 5-15 (oder 3-20, oder 2-5, oder &#8230;) werden Gaben, Stärken, Schwächen schneller deutlich und werden oft auch mehr benötigt und abgerufen.</p>
<p>Dennoch wird unser Selbstverständnis in Staaken nicht identisch mit dem einer Hauskirche sein.<br />
Zum einen hängt das mit der<strong> bisherigen Entwicklung der Arbeit</strong> zusammen.<br />
Die Christen, die hier seit Jahren für Gemeindegründung beten und sich nun in den Fusionsprozess begeben haben, sind von der klassischen Gemeindeform geprägt: die Gottesdienst-Feier als zentrale Begegnung und Hauskreise als wesentliche Ergänzung.<br />
Eine Zusammenarbeit davon abhängig zu machen, dass all meine Erkenntnisse hingenommen werden und die Erfahrungen und Erkenntnisse der anderen missachtet werden, wäre irreführend und überheblich.<br />
Es geht vielmehr darum, dass wir jetzt zusammen entdecken, was Gott für uns hier in Staaken will. Das wird immer ein Prozess sein &#8211; vielleicht enden wir eines Tages als Hauskirche, vielleicht entsteht eine deutsche Mega-Gemeinde oder vielleicht sind wir einfach eine &#8220;normale&#8221; Kiezgemeinde, die von Gott geprägt ist.</p>
<p>Zum anderen halte ich die Form der Hauskirche zwar für eine sehr wichtige, aber <strong>nicht die einzig legitime Form</strong>, Gemeinde zu leben. Ich bin nach wie vor dafür, dass es zwei wesentliche Aspekte einer Gemeindestruktur geben soll: die Treffen im Privaten (=&#8221;Hauskreis&#8221; oder nenne es, wie Du willst) und die eher öffentlichen Treffen (=Gottesdienst-Feier &#8211; die m.E. ebenso im Wohnzimmer stattfinden kann).</p>
<p>Noch viel wichtiger als diese Strukturfragen finde ich den Inhalt, auch, wenn Form und Inhalt Wechselwirkungen haben.<br />
- Der Inhalt soll geprägt sein vom <strong>allgemeinen Priestertum aller Gläubigen.</strong><br />
Allein das Treffen in einem Haus führt nicht dazu, dass sich nun jeder hilfreich einbringt und seine Gaben entdeckt. Es gehört der Wille dazu, den anderen und sich unter der Regie von Jesus entdecken zu wollen. Das ist in einer größeren Gemeinde sicherlich aufwendiger zu gestalten als in einer kleineren Hauskirche &#8211; aber es kann prinzipiell ebenso gefördert werden. So ist es m.E. Aufgabe eines Pastors, andere fähige Christen ebenso zum Begleiten und Predigen auszubilden und ihnen dann auch die nötige Plattform zu schaffen. Ebenso spielt die Betrachtungsweise und Darstellung der Gaben eine wesentliche Rolle: So ist die Gabe der Wortverkündigung vor Gott genauso wichtig wie die Gabe des Helfens. So ist der Predigtdienst ebenso wichtig wie der Küchendienst. Denn Gott wird m.E. fragen, ob wir unsere Gaben nach Seinem Willen eingebracht haben. Und da kann jemand, der sich oft darum gekümmert hat, dass Getränke und Knabberzeugs für andere bereitstehen, vor Gott als tüchtiger erwiesen werden als der Prediger.<br />
- Ein <strong>Gemeindehaus</strong> kann u.U. durchaus sehr sinnvoll sein. Kaum jemand wird sich in einer Großstadt wie Berlin von relativ fremden Personen in eine Wohnung zu einer Gottesdienst-Feier einladen lassen. Es mag Ausnahmen geben &#8211; aber grundsätzlich herrscht Misstrauen. Es riecht zu sehr nach Sekte &#8211; wiewohl auch größere Gemeinden sektiererische Züge haben können. Wenn Menschen in Berlin überhaupt an &#8220;Gemeinde&#8221; denken, dann eher an ein &#8220;Gemeindehaus mit Gottesdienst&#8221;. Es ist letztlich die Frage, wie solch ein Haus genutzt wird. Steht es tatsächlich 5 Tage die Woche leer oder öffnet man das Haus für das Leben &#8211; für Menschen, so dass es jeden Tag seinen Dienst tun kann?<br />
Durch die Förderung von Hauskreisen als gleichberechtigte zweite Säule neben der Gottesdienst-Feier kann man ebenso die Vorteile der Nähe und Vertrautheit einer Hauskirche bekommen.<br />
- Herausfordernd ist für mich nach wie vor die Frage, wie <strong>Entscheidungsprozesse</strong> gestaltet werden.<br />
In einer hierarchischen Gemeinde bestimmt womöglich der Ältestenkreis und der Rest der Gemeinde hat sich zu fügen&#8230;oder zu gehen. In einer demokratisch gesinnten Gemeinde wird nach der Meinung von Hinz und Kunz gefragt &#8211; in der Praxis oft mit dem Ergebnis, dass es zum Stillstand kommt, weil es zig verschiedene Meinungen gibt. Das Ideal ist m.E. die Entscheidung, die aus dem Gebet der Gemeinde geboren ist. Solche Entscheidungen werden womöglich nicht so schnell getroffen, wie wenn wir nur menschlich agieren. Aber solche Entscheidungen haben Gott als Entscheider im Mittelpunkt.<br />
<strong>&#8220;Gebetsentscheidungen&#8221;</strong> können in einer kleineren Gruppe einfacher angegangen werden. In einer größeren Gruppe wird auch das umständlicher, aber es muss nicht unmöglich sein.<br />
Beachtlich finde ich den Gedanken, dass nun nicht jede Entscheidung der Gemeinde oder von Teilen der Gemeinde mit einer allgemeinen Gebetsversammlung einhergehen muss. So gibt es m.E. sehr alltägliche Organisations- und Verwaltungsaufgaben, deren Bewältigung manchmal mehr Sachverstand benötigt als langes Gebet.</p>
<p>Fraglich ist nur: <strong>Wo verläuft die Grenze zur Notwendigkeit des gemeinsamen Gebets? </strong><br />
Ganz konkret: Wie wird darüber entschieden, ob sich die Gemeinde neue Stühle anschaffen soll?<br />
Wie wird entschieden, ob eine Gemeinde Praktikanten annimmt? Und: sollen sie vergütet werden? Wenn ja, mit wieviel Geld?<br />
Wie wird entschieden, ob das Gemeindehaus wieder gestrichen werden soll?<br />
Wie wird entschieden, ob sich die Gemeinde in ein umfangreiches Projekt stürzt?<br />
Wie wird entscheiden, wie das Abendmahl gefeiert werden soll?<br />
Sind das Angelegenheiten, in denen die gesamte Gemeinde einbezogen werden soll oder in denen Einzelne entscheiden sollen?<br />
Und: Wer sollten diese Einzelnen sein?</p>
<p>Meine Vermutung schaut so aus:<br />
Im Mittelpunkt allen Handelns muss das <strong>Gebet</strong> stehen. Denn das nimmt Bezug auf Jesus Christus, DEN Entscheider.<br />
Dann gibt es aber auch <strong>Christen, die besondere Begabungen haben</strong>.<br />
Mancher hat mehr Reife und Weitblick als andere. Solche Fähigkeiten kristallisieren sich im Miteinander heraus. Solche Christen könnte Entscheidungskompetenz über bestimmte Gemeindebereiche gegeben werden. Zu einem Verstoß gegen das allg.Priestertum aller Gläubigen wird dies wohl nur, a) das Gebet ausgeklammert wird und b) die Meinung anderer völlig missachtet wird und c) ebenso Begabte verdrängt werden.<br />
D.h.: Das Prinzip des allg. Priestertums aller Gläubigen wird gewahrt, wenn a) gebetet wird, b) auch andere Meinungen gehört und bedacht werden und c) ebenso Begabte ebenfalls die Chance haben, sich einzubringen.</p>
<p>So long &#8230;</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Spannend &amp; entspannend!]]></title>
<link>http://dikosss.wordpress.com/2008/06/16/spannend-entspannend/</link>
<pubDate>Mon, 16 Jun 2008 08:35:24 +0000</pubDate>
<dc:creator>dikosss</dc:creator>
<guid>http://dikosss.wordpress.com/2008/06/16/spannend-entspannend/</guid>
<description><![CDATA[1. Türkiye! Türkiye! Türkiye! 3:2. Watt &#8216;ne Jagd! Tut mir immer leid für die Gegner. Die gucke]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><strong>1. <a href="http://maps.google.de/maps?hl=de&#38;client=firefox-a&#38;rls=org.mozilla:de:official&#38;hs=no9&#38;resnum=0&#38;q=T%C3%BCrkei&#38;um=1&#38;ie=UTF-8&#38;sa=X&#38;oi=geocode_result&#38;resnum=1&#38;ct=title" target="_blank">Türkiye! Türkiye! Türkiye!</a></strong><br />
3:2.<br />
Watt &#8216;ne Jagd!<br />
Tut mir immer leid für die Gegner. Die gucken oft so traurig.<br />
Aber in meiner Position als zunehmender Türkiye-Sympathisant habe ich mich gefreut.<br />
Spannend!</p>
<p><strong>2. Das Samstag-Treffen im Kiez</strong> war entspannend.<br />
<!--more-->Ein paar Kernies (Mitglieder des Kernteams). Ein paar Gelegis (gelegentliche Gäste). Ein paar Gemeindis (Leute, die das als ihre Gemeinde sehen). Eine Frischi (eine junge Dame, die frisch dabei ist und scheinbar sehr interessiert an Jesus ist). Und ein Paar Warmies (ein christliches Paar aus Staaken, mit denen wir warmwerden wollen, um gemeinsam Gemeinde leben zu lernen).<br />
Und: kein Querschläger.<br />
Ist echt selten!<br />
Irgendwie entspannend.</p>
<p><strong>3. </strong>Letzten Donnerstag hatten wir das <strong>Gespräch mit dem Pfarrer</strong> vor Ort.<br />
Es war freundlich und höflich.<br />
Aber es wurde deutlich: organisatorisch geht es nicht unter dem Dach der Landeskirche.<br />
Es scheitert an der Taufordnung (und der entsprechenden Theologie dahinter).</p>
<p>Wir werden den Saal wohl zum Ende des Monats räumen müssen.<br />
Eventuell haben wir einen anderen Kiez-Raum als Alternative.<br />
Spannend.</p>
<p>Auch, wenn ich in letzter Zeit viel von &#8220;einfacher Gemeinde&#8221; schwärme (ganz viel dazu bei <a href="http://oikejo.blogger.de/" target="_blank">Richard</a> und auch bei <a href="http://www.isamesih.de/blog/" target="_blank">Tom</a>), sehe ich es dennoch als sinnvoll an, räumlich im Kiez präsent zu sein.<br />
Das heißt: ein &#8220;Ja&#8221; zur dynamischen Gemeinde, die ihren Schwerpunkt im Wohnzimmer hat.<br />
Aber auch das &#8220;Ja&#8221; zur Gemeinde, die sich mehr im öffentlichen Bereich trifft.</p>
<p>Denn das ist ja gerade das Einfache bei der einfachen Gemeinde, dass es weniger um den Ort der Versammlung geht, sondern vielmehr darum, dass sich Gemeinde versammelt und der Schwerpunkt auf den Beziehungen liegt.</p>
<p>Wenn es passt, dann ist es im Kiez. In einer Kneipe. Im Wohnzimmer. Im Jugendclub&#8230;<br />
entspannend.</p>
<p><strong>4.</strong> Hatte letztens in zwei <strong>DVD&#8217;s zum Thema &#8220;Hausgemeinde&#8221;</strong> hineingeschaut.<br />
Dort wurde die Idee und die Art und Weise von &#8220;Hausgemeinde&#8221; dargestellt.<br />
Mir fiel auf, dass manches genauso aussieht wie in einer &#8220;Nicht-Hausgemeinde&#8221;:<br />
Man trifft sich im Wohnzimmer, jemand lehrt, es wird gesungen, gebetet &#8230;<br />
Fast wie ein klassischer Gottesdienst einer sog. &#8220;Tempelgemeinde&#8221;.</p>
<p>Aber auch mit Unterschieden:<br />
die Kinder waren dabei (wiewohl es auch Hausgemeinden gibt, die ein &#8220;Kinderprogramm&#8221; im Nebenzimmer haben);<br />
es gibt mehr Gesprächsmöglichkeiten der Anwesenden, d.h. weniger Konzentration auf das, was &#8220;da vorne&#8221; passiert (wiewohl der &#8220;Prediger&#8221; der Hausgemeinde während seines Vortrages auch nicht unterbrochen werden will);<br />
weniger Menschen als in einem &#8220;Tempelgottesdienst&#8221; (was weder gut noch schlecht ist).</p>
<p>Ich habe den Eindruck, dass Hausgemeinden aufpassen müssen, nicht die Art und Weise weiterzufahren, die sie bei den &#8220;großen&#8221; Gemeinden kritisieren, indem sie fast das Gleiche tun &#8211; halt nur kleiner und im Wohnzimmer.</p>
<p>Und eine Frage ist dabei auch entstanden:<br />
Kann eine &#8220;große&#8221; Gemeinde nicht ähnlich beziehungsorientiert sein und sich hauptsächlich auf die Jesus-Hierarchie stützen?</p>
<p>Spannend.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Party oder auch:]]></title>
<link>http://dikosss.wordpress.com/2008/06/05/party-oder-auch/</link>
<pubDate>Thu, 05 Jun 2008 08:28:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>dikosss</dc:creator>
<guid>http://dikosss.wordpress.com/2008/06/05/party-oder-auch/</guid>
<description><![CDATA[&#8220;Die Versammlung im Netzwerk&#8221;. Beim Reflektieren des Tom-Gespräches ist mir dieser Aspek]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://www.isamesih.de/blog/?p=21#comments" target="_blank">&#8220;Die Versammlung im Netzwerk&#8221;</a>.</p>
<p>Beim Reflektieren des <a href="http://dikosss.wordpress.com/2008/06/04/diverses/" target="_blank">Tom-Gespräches</a> ist mir dieser Aspekt besonders hängen geblieben:<br />
Wie kann/soll eine Versammlung in einem Netzwerk einfacher Gemeinden aussehen?<br />
<!--more--><br />
Am meisten faszinierte mich die &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Party" target="_blank"><strong>Party-Variante</strong></a>&#8220;.<br />
Die Christen und ihre Freunde kommen zusammen.<br />
Jeder bringt was zum Futtern mit.<br />
Jeder bringt etwas mit, mit dem man Spaß haben kann und eine gute Zeit mit anderen verbringen kann.<br />
Und dann verbringt man miteinander die Zeit.<br />
So funktionieren herkömmliche Parties.</p>
<p><strong>Es ist fast nichts geregelt.</strong><br />
Natürlich haben sich ein paar um einen Raum gekümmert (oder darum, dass die Waldlichtung frei von Ameisenhaufen ist). Natürlich wurde ein Tag und eine Uhrzeit vereinbart.<br />
Aber das war es schon an Organisation.</p>
<p>Was passiert dann?<br />
<strong>Es wird das passieren, was in den Leuten ist!</strong><br />
Es wird das &#8220;an&#8217;s Licht&#8221; kommen, was die Menschen wirklich beschäftigt.<br />
Es ist kein Verstecken auf einer Kirchenbank möglich. Nix mit dem Zuschauer-Dasein! Mitmachen ist angesagt.</p>
<p>Jemand wird vielleicht in viele, tiefgehende Gespräche verstrickt sein. Spontan entwickeln sich Lehrgespräche über Jesus und die Bibel.<br />
Ein anderer spielt mit den Kindern.<br />
Irgendwo greift jemand zur Gitarre und schmettert ein paar Lobpreislieder &#8211; und zwei, drei andere stimmen ein.<br />
In einer Ecke wird gerade gebetet.<br />
Und im Nebenzimmer haben sich einige dem Kartenspiel hingegeben.</p>
<p>Jeder hat den<strong> bewusst gewollten Freiraum</strong>, um sich mit seinen Gaben einzubringen.<br />
Das Zuhören, das Helfen, das Beten, das Singen, das Lehren &#8230; alles geschieht auf natürlichste Weise, ohne dass angekündigt wird: &#8220;So &#8211; und jetzt singt uns Sabine Sahne ein Lied zur Ehre des Herrn!&#8221;<br />
Und wer die Gabe haben sollte, 10 Würstchen auf einmal in den Mund zu stecken, der mag damit glänzen und findet in den Kindern bestimmt viele Bewunderer.</p>
<p>Vielleicht werden manche auch richtig kreativ und fangen an, etwas zu basteln. Wie wär&#8217;s z.B. mit einer gespaltenen Kanzel? Andere erfinden neue Lieder. Jemand springt plötzlich auf und ruft eine Prophetie in die Runde (und wird danach ungläubig angeguckt). Mancher fängt an, ein riesiges Bild von der Schöpfung zu malen, wobei einem anderen ein eigener Psalm einfällt, den wiederum ein anderer vertont.</p>
<p><strong>Das ist organisch.<br />
Das ist beziehungsorientiert.</strong><br />
Dabei wird das zu Tage treten, was die Menschen wollen und können.<br />
So kann allgemeines Priestertum und einfaches Christsein aussehen.<br />
Und falls nicht alle Anwesenden die Gabe haben sollten, 10 Würstchen gleichzeitig in den Mund zu stopfen, wäre dies sicherlich auch eine super Plattform, um viele Freunde einzuladen, die bisher nichts von Jesus mitbekommen haben.</p>
<p>Dennoch bleibt die Frage:<br />
<strong>Und was ist mit dem herkömmlichen Gottesdienst am Sonntag?</strong><br />
Gegenfrage:<br />
Was ist an dem besser als bei einer Party?</p>
<p>Brauchen wir das &#8220;Gottesdienst-Gefühl&#8221;, um uns sicher zu meinen?<br />
Brauchen wir das geordnete &#8220;In-den-Reihen-sitzen&#8221;, um uns gläubig zu fühlen?<br />
Brauchen wir das Programm, um uns Gott näher zu fühlen?<br />
Brauchen wir den &#8220;Vortuner&#8221; im Anzug, der uns das Empfinden vermittelt, dass es halt nur wenige drauf haben, ganz vorne zu stehen?</p>
<p>Grundsätzlich darf auch die klassische Sonntags-Versammlung sein.<br />
Kann auch gut sein. Kann sehr gut sein!<br />
Wenn&#8217;s nicht zu oft ist.<br />
Denn:<br />
Sie ist kein Muss. Sie spiegelt oftmals mehr unsere Tradition wider als Gott selbst.<br />
Und sie lässt oftmals nur einzelne Christen auf der Bühne glänzen, während die Mehrheit eher passiv in den Reihen sitzt.<br />
Deshalb verführt die regelmäßige, klassische Gottesdienst-Variante zum bloßen Konsum, weg von den Beziehungen hin zum Programm, weg vom allgemeinen Priestertum hin zur Priesterkaste &#8230;</p>
<p>Weiteres folgt&#8230;</p>
<p>P.S. Ich spüre schon den Gedanken in mir:<br />
&#8220;Aber wenn nicht das Wort verkündet wird, wie sollen die Christen dann im Glauben wachsen?&#8221;<br />
Eben dafür gibt es die Treffen im privaten Raum mit 3, 10 oder 25 Christen. Bei diesen nicht-öffentlichen Treffen kann mehr Gewicht auf die klassischen frommen Aktionen gelegt werden: Gebet, Lobpreis, Bibelstudium &#8230;</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA["Einfache Gemeinde"]]></title>
<link>http://dikosss.wordpress.com/2008/06/03/einfache-gemeinde/</link>
<pubDate>Tue, 03 Jun 2008 18:35:04 +0000</pubDate>
<dc:creator>dikosss</dc:creator>
<guid>http://dikosss.wordpress.com/2008/06/03/einfache-gemeinde/</guid>
<description><![CDATA[hört sich nicht nur besser an als &#8220;Hausgemeinde&#8221; oder &#8220;Hauskirche&#8221;, sondern ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>hört sich nicht nur besser an als &#8220;Hausgemeinde&#8221; oder &#8220;Hauskirche&#8221;, sondern ist für mich auch inhaltlich anders gefüllt.</p>
<p><!--more-->Der Begriff &#8220;Hausgemeinde&#8221; riecht nach &#8220;Einigeln&#8221;, &#8220;Frommes Ghetto&#8221; oder &#8220;Wir gegen den bösen Rest&#8221;.</p>
<p>Wenn ich aber den Begriff &#8220;einfache Gemeinde&#8221; höre, dann sehe ich zwar den Schwerpunkt auf den Treffen im Wohnzimmer oder einer anderen Privatsphäre.<br />
Aber dennoch gehört ein zweites Standbein dazu: öffentliche Treffen (das ist der Aspekt, der mir beim Begriff &#8220;Hausgemeinde&#8221; zu kurz kommt).</p>
<p>Das Konzept der einfachen Gemeinde ist m.E. zukunftsweisend.<br />
Vielleicht noch etwas unterentwickelt in Deutschland.<br />
Aber ich glaube, dass für eine gesunde Kirche auf Dauer kein Weg an diesem Konzept vorbeiführen wird.<br />
Ist das arrogant?<br />
Nö.<br />
Es ist göttlich! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  *</p>
<p>Bei <a href="http://www.isamesih.de/blog/" target="_blank">Tom</a> gibt es u.a. <a href="http://www.isamesih.de/blog/?p=16" target="_blank">hier</a> einige interessante Gedanken zum Thema &#8220;Vernetzung von einfachen Gemeinden&#8221;. Morgen werden wir uns treffen und uns live über dieses und jenes austauschen. Bin schon gespannt!</p>
<p>* Um Missverständnissen vorzubeugen:<br />
Nicht ich bin göttlich, sondern das Konzept der einfachen Gemeinde, denn nach meiner Erkenntnis entspringt es am klarsten dem Modell, das uns Gott in der Bibel darlegt.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Gemeinde-Netzwerk]]></title>
<link>http://dikosss.wordpress.com/2008/05/27/gemeinde-netzwerk/</link>
<pubDate>Tue, 27 May 2008 20:46:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>dikosss</dc:creator>
<guid>http://dikosss.wordpress.com/2008/05/27/gemeinde-netzwerk/</guid>
<description><![CDATA[Mit Richard und Tom habe ich heute bei Dunkin&#8217; Donuts u.a. über das Thema &#8220;Einfache Geme]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Mit <a href="http://www.taube-lebensdienst.de/" target="_blank">Richard</a> und <a href="http://www.isamesih.de/" target="_blank">Tom</a> habe ich heute bei <a href="http://sbgradmag.org/node/230" target="_blank">Dunkin&#8217; Donuts</a> u.a. über das Thema &#8220;Einfache Gemeinde&#8221; gesprochen. Das Grundkonzept überzeugt mich sehr. Allerdings tauchen ein paar praktische Fragen auf.<br />
<!--more-->Das Grundkonzept besteht aus zwei Pfeilern:<br />
1. Das Gemeindetreffen im Wohnzimmer: <strong>Hausgemeinde</strong>.<br />
2. Das Gemeindetreffen in der Öffentlichkeit: <strong>Tempelgemeinde</strong>.<br />
Beides zusammen ist die &#8220;einfache Gemeinde&#8221;.</p>
<p>Der Schwerpunkt liegt auf 1.:<br />
Qualitativ gute Beziehungen, das Entdecken und Fördern von Gaben durch das Miteinander, das flexible Gestalten der Treffen, so gut wie keine Hierarchie, wenig Kosten, d.h.: viele freie Ressourcen&#8230;</p>
<p>Punkt 2 wird aber auch benötigt:<br />
- Damit die Gemeinde &#8220;im Wohnzimmer&#8221; nicht nur ihr eigenes Süppchen kocht (bereit sein, über den eigenen Tellerrand zu schauen).<br />
- Damit Gäste/Interessierte, die bislang nur das &#8220;Tempelchristentum&#8221; kannten, eine Möglichkeit haben, behutsam in die Gemeinde hineinzuschnuppern.<br />
- Damit Gemeinde in der Öffentlichkeit präsent ist.</p>
<p>Deutlich ist auch, dass das <strong>organische Wachstum</strong> der einfachen Gemeinde zu bevorzugen ist:<br />
Am Anfang waren &#8230;<br />
2-3 Christen, die zusammen Gemeinde leben wollen.<br />
Soweit qualitatives und quantitatives Wachstum stattfindet, kann diese Gruppe geteilt werden.<br />
Nun gibt es zwei Gemeinden, die sich durch ihre vorangegangen Beziehungen gut kennen.<br />
Sie tragen die gleiche DNA in sich.<br />
Im besten Fall teilen sich diese beiden Gruppen weiter, so dass nicht einfach Addition stattfindet, sondern Multiplikation.</p>
<p>Das organische Wachstum ist auch für die öffentlichen Treffen der &#8220;einfachen&#8221; Gemeinden relevant.</p>
<p>Um das zu verstehen, hilft es, sich die Alternative bewusst zu machen:<br />
Isoliert voneinander entstandene Gemeinden versuchen, eine gemeinsame &#8220;Gottesdienst-Feier&#8221; durchzuführen.<br />
Im Extremfall stoßen hier lutherisch geprägte Christen und pfingstlich geprägte Christen zusammen.<br />
Wie soll eine solche Feier aussehen?<br />
Wie soll das Händeheben funktionieren, während man ein Luther-Lied aus dem Gesangbuch hinausgröhlt?<br />
Wie soll das &#8220;Im-Geist-Ruhen&#8221; klappen, wenn man in den Holzsitz eingequetscht ist?<br />
Wie funktioniert Prophetie während der Versammlung, wenn nur der Hauptamtliche redet?</p>
<p>Organisch gewachsene Gemeinden haben die gleiche oder zumindest sehr ähnliche DNA.<br />
Man kennt sich durch die gewachsenen Beziehungen.<br />
Eine gemeinsame &#8220;Gottesdienst-Feier&#8221; durchzuführen, dürfte weniger Reibungsfläche bieten.</p>
<p>Mein konkreter Eindruck ist:<br />
Da geht was!<br />
Da kann auch in Berlin was gehen.</p>
<p>Bin schon gespannt, wie Gott uns lenken wird.<br />
Tom &#8211; wir müssen reden! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Gott im Bus &amp; Lakeland (schon wieder)]]></title>
<link>http://dikosss.wordpress.com/2008/05/27/gott-im-bus-lakeland-schon-wieder/</link>
<pubDate>Tue, 27 May 2008 12:08:51 +0000</pubDate>
<dc:creator>dikosss</dc:creator>
<guid>http://dikosss.wordpress.com/2008/05/27/gott-im-bus-lakeland-schon-wieder/</guid>
<description><![CDATA[Hatte eben ein interessantes Treffen mit zwei anderen Christen. Wir trafen uns am Ku&#8217;damm und ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Hatte eben ein interessantes Treffen mit zwei anderen Christen. Wir trafen uns am Ku&#8217;damm und redeten über das Thema<strong> <a href="http://oikejo.blogger.de/stories/1013491/" target="_blank">&#8220;Einfache Gemeinde&#8221;</a></strong> (früher: Hauskirche <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  ). Da wird noch was Gutes passieren!</p>
<p>Auf dem Rückweg im Bus stieg eine Schulklasse ein. Wahrscheinlich 5. Klasse.<br />
Plötzlich hörte ich: <strong>&#8220;Gott&#8230;&#8221;</strong><br />
Ich lauschte.<br />
Da saßen 6 Jungs zusammen und begannen, über Gott zu reden.</p>
<p><!--more--><br />
Ein wohl christlich geprägter Junge sprach ein Gebet vor.<br />
Ein wohl islamisch geprägter Junge stellte sein Gebet vor.<br />
Ein dritter Junge las das &#8220;Werbeschild&#8221; im Bus vor: &#8220;Jesus Christus spricht: &#8230;&#8221; (ich meine: &#8220;Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben&#8221;).<br />
Und ich betete still:<br />
<em>&#8220;Gott &#8211; wirke weiter an diesen Jungs!&#8221;</em></p>
<p>Tja, meine Lieben &#8211; und dann diese<strong> Lakeland-Sache</strong>.<br />
Das spaltet die Meinungen, gell!?<br />
Und mancherorts scheint es zu einer Bekenntnisfrage zu werden:<br />
Auf der einen Seite sind diejenigen, die in Lakeland eindeutig das <strong>Wirken Gottes</strong> sehen.<br />
Wer sich diesem Wirken verschließt, verschließe sich dem Segen Gottes.<br />
Die Folge: Man ginge leer aus oder es drohe gar Schlimmeres!</p>
<p>Auf dere anderen Seite sind diejenigen, die in Lakeland vor allem eine<strong> Irreführung</strong> sehen.<br />
Wer sich diesem Wirken öffne, der öffne sich verführerischen, dämonischen Geistern.<br />
Die Folge: Man wäre zunehmend satanischen Angriffen ausgesetzt.</p>
<p>Das heißt:<br />
Egal, wie Du Dich entscheidest &#8211; ginge es wirklich nach diesen beiden Gegenpositionen, dann wärst Du stets in der Gefahr sehr ungöttliche Dinge zu erleben!<br />
Echt blöde Situation! Giftspritze oder elektrischer Stuhl?</p>
<p>Ich glaube, wir hatten solch ein ähnliches Szenario schonmal vor ca. 100 Jahren.<br />
Am 15.September 1909 wurde die sog. &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Erkl%C3%A4rung_(Religion)" target="_blank">Berliner Erklärung</a>&#8221; veröffentlicht.<br />
Von dort an gab es offiziell die &#8220;Pfingstbewegung&#8221; und die &#8220;Gemeinschaftsbewegung&#8221;. So mancher Vertreter begab sich in die Schützengräben und ballerte, was das Zeug hielt.<br />
Nach meiner Erfahrung gibt es noch immer solche frommen &#8220;Ego-Shooter&#8221;.</p>
<p>Das macht mich nachdenklich.</p>
<p>Ein Kommentar bei <a href="http://www.brunner24.com/lakeland-erweckung-was-ist-dran#comment-1609" target="_blank">David</a> hat mich sehr berührt.<br />
<a href="http://video.ced24.com/" target="_blank">Enrico</a>, der die Gabe der Geisterunterscheidung haben soll, berichtete davon, dass ihm beim Anschauen der Lakeland-Videos sehr schlecht wurde (es lag wohl nicht am Mittagessen!) und die Familie von Stefan Driess stark unter dämonischen Beschuss stände. Sein Fazit:<br />
<em>&#8220;Guckt Euch diese Filme VON ihm nicht mehr an, es werden auch bei den Filmen Dinge übertragen, die wir nicht gleich erkennen können.&#8221;</em> (Wobei ich jetzt nicht weiß, ob er Filme mit Stefan Driess meint oder die Lakeland-Videos)</p>
<p>Gestern schrieb ich, dass ich beim Lobpreis-Teil eines Lakeland-Videos weinen musste.<br />
Das war mir schonmal beim Angucken passiert.<br />
Dabei habe ich die dargestellten Situationen im Video durchaus als positiv wahrgenommen.<br />
Aber mein Weinen war ein &#8220;trauriges&#8221; Weinen.<br />
Das hatte mich verwundert.<br />
Kein &#8220;erlösendes&#8221; Weinen. Keine Freudentränen.<br />
Sondern ein Weinen der Trauer.<br />
Keine Ahnung, warum.</p>
<p>Wir werden noch sehen&#8230;</p>
<p><strong>P.S.</strong> Hiermit nutze ich die tolle Möglichkeit, ein Posting nachträglich bearbeiten zu können!<br />
Eben hat sich Stefan Driess selber per Kommentar gemeldet (s.u.).<br />
Dabei wird deutlich, dass die dämonischen Angriffe gar nix mit seinen Erfahrungen in Lakeland zu tun haben, sondern mit einem missionarischen Einsatz von ihm!<br />
Dadurch entsteht ein ganz anderes Bild!<br />
Deshalb bitte ich Stefan an dieser Stelle um Entschuldigung, dass ich durch meine Bezugnahme auf den Kommentar bei David dazu beigetragen habe, dass er in ein falsches Licht gestellt wurde.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Geht nich' anders!]]></title>
<link>http://dikosss.wordpress.com/2008/05/13/geht-nich-anders/</link>
<pubDate>Tue, 13 May 2008 15:35:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>dikosss</dc:creator>
<guid>http://dikosss.wordpress.com/2008/05/13/geht-nich-anders/</guid>
<description><![CDATA[Geht schon anders. Macht aber weniger Sinn &#8211; oder geht gar am Sinn vorbei? Theologische Puzzle]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Geht schon anders.<br />
Macht aber weniger Sinn &#8211; oder geht gar am Sinn vorbei?</p>
<p>Theologische Puzzlestücke kommen für mich zusammen.<br />
Es entsteht ein <strong>Bild von Gemeinde</strong>, das meine theologischen Anfragen sowie meine Beobachtungen in der Gemeindepraxis zusammenführt.</p>
<p><!--more--><br />
Dabei möchte ich das für mich neu Entdeckte eigentlich nicht &#8220;<strong>Hausgemeinde</strong>&#8221; oder &#8220;<strong>Gemeinde im Haus</strong>&#8221; oder &#8220;<strong>Hauskirche</strong>&#8221; nennen.<br />
Ich nenne es missverständlich einfach &#8220;<em><strong>Gemeinde</strong></em>&#8220;.</p>
<p>Es ist die Sicht auf die<strong> Netzwerk-Gemeinde</strong>, die mich in den letzten Tagen fasziniert und begeistert.</p>
<p>Zum Beispiel bezüglich der Spannung zwischen <strong>Hierarchie und der dienenden Leiterschaft</strong> gemäß Jesus Christus:<br />
Fast jede klassische Gemeindeform, der ich in Berlin/Deutschland begegne, ist letztlich hierarchisch aufgebaut. Und es ist nicht die bloße Hierarchie zwischen Gott und Mensch, sondern die zwischen Menschen.<br />
Üblicherweise hat ein Vorstand/Kirchenrat zu entscheiden, wie es mit der Gemeinde vor Ort weitergeht.<br />
In der Regel dürfen nur Mitglieder abstimmen, sofern die Gemeinde überhaupt in Entscheidungsprozesse einbezogen wird.<br />
Und im ungünstigen Fall gibt es nicht genügend fähige Leiter und man muss &#8220;irgendwen&#8221; in ein Vorstandsamt bringen, weil ja sonst das Vereinsleben der Gemeinde nicht bestehen könnte.<br />
Hier können letztlich Strukturen bedient werden, aber nicht die Menschen.<br />
Es geht um Ämter und Positionen, und weniger um Gaben.<br />
Die Gemeinde vor Ort teilt sich in Vereinsmitglieder und Nicht-Mitglieder auf.<br />
Und ich frage mich:<br />
Was hat das mit dem <strong>allgemeinen Priestertum aller Gläubigen </strong>zu tun?<br />
Ist dieses &#8220;Opfer&#8221; an unsere Gesellschaft/an die Vereinsstruktur unvermeidlich?</p>
<p>Zum Beispiel das <strong>gegenseitige Helfen, Motivieren und Fördern</strong>:<br />
Texte wie in 1.Korinther 12 schildern uns ein Bild von Gemeinde, wo jeder Begabte seinen Platz und Sinn hat. Und jeder möge sich in den Dienst für die anderen stellen. Es entsteht für mich ein Bild einer höchst interaktiven Versammlung von Christen, die weniger nach Schema F verläuft, sondern vom Heiligen Geist gesteuert wird.<br />
Ich frage mich:<br />
Wo finde ich das im klassischen sog. Gottesdienst, der allzu oft das Zentrum des Gemeindelebens sein soll?<br />
Finde ich dort nicht eher die Aktion einiger Weniger und das angeleitete Mitmachen bzw. Konsumieren von vielen anderen?<br />
Wie passen solche sog. Gottesdienste zum Bild, das in 1.Korinther 12 entworfen wird?</p>
<p>Zum Beispiel die Spannung zwischen <strong>&#8220;Innen&#8221; und &#8220;Außen&#8221;</strong>:<br />
Zum einen ist vielen Gemeinden, und sogar auch einigen Teilen der Evangelischen Landeskirche, klar, dass wir aufgefordert sind, das Evangelium weiterzugeben.<br />
Zum anderen verläuft das oft nach einem Muster, das ich beim besten Willen nicht in der Bibel erkenne: Es werden ein paar Mitarbeiter für ein evangelistisches Programm zusammengetrommelt, man investiert viel Zeit und Mühe und Geld und verkündet letztlich: &#8220;Kommt in unser Gemeindehaus!&#8221; (Welches fälschlicherweise oft mit dem Titel &#8220;Gemeinde&#8221;/ &#8220;Kirche&#8221; versehen wird)<br />
Im NT entdecke ich nur zwei evangelistische Stoßrichtungen:<br />
- Einzelne Evangelisten/Missionare, die in der Gegend umherziehen und offensiv und öffentlich Kontakte zu den Nichtchristen suchen, sich in deren Sphären begeben, um diesen Jesus zu erklären.<br />
- Die Masse von Christen, die keine typischen Evangelisten sind, aber in stinknormalen Beziehungen zu Nichtchristen leben und durch ihr Leben und Reden deutliche Wegweiser auf Jesus Christus sind.<br />
Wie passen dazu zeit-, geld- und kraftintensive Programme, nach denen die Mitarbeiter fast tot sind und der Ruf &#8220;Kommt in unser Gemeindehaus&#8221;?</p>
<p>Diese &#8211; und einige andere Aspekte &#8211; sehe ich nun zusammengeführt in der Gemeindestruktur, wie sie sich Jesus vielleicht dachte:<br />
Eine <strong>dynamische Gemeinde</strong>, die nicht an Gebäude, nicht an Geld, nicht an bestimmte Orte, nicht an Satzungen, nicht an Hierarchien gebunden ist und deswegen eine solche Dynamik hat, die für manche dann zu gefährlich ist, weil sie menschliche Hierarchien von ihrem Wesen her grundsätzlich bezweifelt und damit nicht von dieser Welt ist und bestehende Kirchensysteme in Frage stellt.<br />
Eine Gemeindestruktur, in der <strong>jeder Christ ein &#8220;Priester des Höchsten&#8221;</strong> ist und niemand kraft Amtes mehr zu sagen hat als ein anderer.<br />
Eine Struktur, die von Beziehungen lebt, aber nicht Beziehungen, damit die Struktur lebt.</p>
<p>Die Gemeinde (im Haus oder sonstwo) erfüllt m.E. die Wünsche von Jesus am besten.<br />
Vielleicht ist es sogar das einzige Gemeinde-Modell, das Jesus vor Augen hatte.</p>
<p>Es geht vorrangig um Gemeinden von 2, 3 bis zu 30 Christen.<br />
Alle <strong>in Wohnortnähe</strong> zusammen, damit man wirklich das Leben und nicht nur den Sonntags-Gottesdienst miteinander teilen kann.<br />
<strong>Geistliche Autoritäten </strong>werden im Gruppenprozess entdeckt und haben diese Autorität nicht aufgrund eines Amtes, sondern aufgrund des Vertrauens der anderen.<br />
<strong>Entscheidungen</strong> werden im Miteinander getroffen, was bei einer Gruppengröße von &#8220;wenigen&#8221; auch eher möglich ist, als bei einer Gemeindegröße von 50 oder 100.<br />
In einer solchen überschaubaren Gruppe ist es eher möglich, dass <strong>jeder gesehen und gefördert</strong> wird. Hier wird auch die Gabe von jedem gebraucht und nicht nur die von ein paar Alleskönnern.<br />
In einer solchen Gruppe kann es einfacher fallen, ein Programm spontan zu kippen, um der<strong> Leitung durch den Heiligen Geist</strong> zu folgen.<br />
Hier entwickeln sich natürlicherweise Beziehungen. <strong>&#8220;Evangelisation&#8221;</strong> wird nicht gemacht. Vielmehr trifft man sich zum gemeinsamen Grillen mit den Nachbarn und lernt sich erstmal kennen, bevor man den Briefkasten des Nachbarn mit Flyern zumüllt.</p>
<p>Aber droht in einer solchen &#8220;Kleinst-Gemeinde&#8221; nicht das Verschwinden in der <strong>Bedeutungslosigkeit</strong> &#8211; oder für manche noch schlimmer: Droht dann nicht der Sektenstempel?</p>
<p>Hier hilft schon wieder die biblische Sichtweise!<br />
Denn was, wer, wo ist &#8220;Gemeinde&#8221;?<br />
Wenn wir wissen, dass es die Gemeinde &#8220;in Asien&#8221; gibt (s.u.a. die Briefe des Paulus), dann wissen wir: Gemeinde ist die Gemeinde im Haus, in der Kneipe, im Garten &#8230;, aber Gemeinde ist auch die Gemeinde in Berlin, in Spandau &#8230;<br />
Und diese (Haus-) Gemeinde &#8220;in der&#8221; (Regional-) Gemeinde, die wiederum &#8220;in der&#8221; (Welt-) Gemeinde ist, besteht nicht für sich alleine, sondern besteht nur in einem <strong>Netzwerk von Gemeinden</strong>.</p>
<p>So ist die (Haus-) Gemeinde in eine Region eingebunden, in der es einige andere (Haus-) Gemeinden gibt. Eine regional gut zu erreichende und regelmäßige öffentliche Versammlung der Gemeinden einer Region würde nach Außen hin die Einheit der Christen bezeugen, wäre eine Feier der Größe Gottes und wäre einfach ein super Ausgleich zu den &#8220;immer gleichen 20 Pappnasen um mich herum&#8221;.</p>
<p>Lange Rede, kurzer Sinn:<br />
Ditt iss&#8217;es!<br />
Geht nich&#8217; anders!<br />
Die Gemeinde von 2,3 &#8211; 30 Christen, die in ein Netzwerk von anderen Gemeinden eingebunden ist.<br />
Das &#8220;Wohnzimmerchristentum&#8221; wäre der Schwerpunkt.<br />
Doch das andere Bein bräuchten wir ebenso: die &#8220;Tempelfeier&#8221;.</p>
<p>Folgende <strong>Bücher zum Thema</strong> kann ich wärmstens empfehlen:<br />
- &#8220;Die Zukunft gestalten &#8211; Innovation und Evangelisation in der Kirche des 21.Jahrhunderts&#8221; &#8211; Michael Frost &#38; Alan Hirsch &#8211; 1.Auflage 2008 &#8211; GerthMedien / C &#38; P Verlag.<br />
- &#8220;Häuser, die die Welt verändern&#8221; &#8211; Wolfgang Simson &#8211; 1999, 2005 &#8211; C &#38; P Verlag.<br />
- &#8220;Die Kirche im Haus &#8211; Eine Rückkehr zur Einfachheit&#8221; &#8211; Robert Fitts &#8211; 1.Auflage 2001 &#8211; GloryWorld-Medien.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Liebe Hausgemeinde,]]></title>
<link>http://dikosss.wordpress.com/2008/05/08/liebe-hausgemeinde/</link>
<pubDate>Thu, 08 May 2008 13:23:22 +0000</pubDate>
<dc:creator>dikosss</dc:creator>
<guid>http://dikosss.wordpress.com/2008/05/08/liebe-hausgemeinde/</guid>
<description><![CDATA[wo bist Du in Deutschland? Logo: Hausgemeinde ist nicht sonderlich öffentlich, vielleicht fallen sie]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>wo bist Du in Deutschland?</p>
<p><!--more--><br />
Logo: Hausgemeinde ist nicht sonderlich öffentlich, vielleicht fallen sie deshalb nicht auf.<br />
So habe ich auch nur zwei &#8220;offizielle&#8221; Seiten aus Deutschland zum Thema &#8220;Hausgemeinde&#8221; entdeckt:<br />
a) <a href="http://www.hauskirche.de/" target="_blank">Hauskirche.de</a><br />
b) <a href="http://www.hknw.de/" target="_blank">Hauskirchen-Hausgemeinden</a></p>
<p>Oder könnte es auch sein, dass das Konzept der Hausgemeinde zwar super klingt, es aber isoliert (d.h.: ohne regelmäßige, öffentliche Gottesdienstveranstaltung) in unserer Gesellschaft nicht hilfreich ist?</p>
<p>Blöd, wenn es keine Statistiken gibt! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  <em>(Genau das, dem sich diese Hausgemeinden entziehen wollen)</em></p>
<p>Dabei würde es mich durchaus interessieren:<br />
- Wieviel Hausgemeinden gibt es in Deutschland?<br />
- Wie ergeht es der Mehrheit von ihnen?<br />
- Findet wirklich Multiplikation statt oder verschwinden die meisten in ihrem Haus und igeln sich ein?<br />
- Wie sind die qualitativen und quantitativen Bewegungen?</p>
<p>Hintergrund meines Interesses ist u.a., dass auch bei einem heutigen Gespräch zwischen mir und einem berenteten Pastor der FeG der deutliche Verweis auf den bekannten klassischen Gottesdienst am Sonntag-Morgen kam.<br />
Die Ansicht war: Hausgemeinden würden in unserer Gesellschaft kaum funktionieren, da die Menschen trotz ihrer Glaubens- und Kirchenferne einen öffentlichen Gottesdienstsaal mit &#8220;normalem&#8221; Gottesdienst-Programm erwarten würden.<br />
Hausgemeinde hingegen erwecke den starken Eindruck einer Sekte.</p>
<p>Ein ähnliches Argument hatte ich erst <a href="http://dikosss.wordpress.com/2008/05/07/interessant/" target="_blank">gestern</a> gehört.</p>
<p>Ist es so?<br />
Brauchen und wollen und suchen die Menschen solche Gottesdienste?<br />
Stellt man sich hinsichtlich des Gemeinde-Wachstums mit einer Hausgemeinde selbst ein Bein?</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Interessant]]></title>
<link>http://dikosss.wordpress.com/2008/05/07/interessant/</link>
<pubDate>Wed, 07 May 2008 21:52:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>dikosss</dc:creator>
<guid>http://dikosss.wordpress.com/2008/05/07/interessant/</guid>
<description><![CDATA[Heute Abend: Mischung aus geistlichem Input, Gespräch, Diskussion und Poker-Spiel. Ein paar Teamer w]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Heute Abend:<br />
Mischung aus geistlichem Input, Gespräch, Diskussion und Poker-Spiel.<br />
Ein paar Teamer waren dabei.<br />
Ich stellte die Idee der Hausgemeinde vor.</p>
<p><!--more--><br />
Der Brocken scheint schwerer zu verdauen zu sein, als ich dachte.</p>
<p>Es fielen Begrifflichkeiten wie (sinngemäß):<br />
<em>&#8221; Na, aber einen richtigen Gottesdienst brauche ich schon.&#8221;</em><br />
Oder:<br />
<em>&#8221; Da hält man uns ja für eine Sekte!&#8221;</em><br />
Oder:<br />
<em>&#8221; Wie soll denn da Evangelisation funktionieren?&#8221;</em></p>
<p>Berechtigte Fragen und Einwände.<br />
Mir scheint&#8217;s, dass ich den Zahn noch nicht ziehen konnte.</p>
<p>Mir fällt nur auf, wie sehr wir vom klassischen <strong>&#8220;Tempelchristentum&#8221;</strong> geprägt sind.<br />
Man ahnt zwar die Freiheit und Vorteile einer Hausgemeinde, aber hegt Befürchtungen wegen mancher Planlosigkeiten und einer gewissen permanenten Unsicherheit &#8211; was den menschlichen Machbarkeitsbereich betrifft.</p>
<p>Dass <strong>Gottesdienst </strong>jederzeit ist (mal schlecht, mal recht),<br />
dass mancher weniger auf <strong>&#8220;Sekten&#8221;</strong> schimpft, sondern auf die etablierte Kirche,<br />
sind Realitäten, denen wir uns erstmal stellen müssen.</p>
<p>Ich verstehe durchaus den Einwand, dass die Gefahr besteht, dass man sich als Hausgemeinde nur um sich selbst dreht.<br />
M.E. ist der Dreh- und Angelpunkt die <strong>Einstellung </strong>der Beteiligten:<br />
Wenn ich zumindest ansatzweise verstehe, dass auch eine &#8220;Hausgruppe&#8221; von Christen Gemeinde im vollkommenen Sinne ist, dann müssen diesem Verständnis auch entsprechende Folgen entspringen:<br />
<em>&#8221; Wenn wir Gemeinde sind, dann haben wir auch alle Rechte und Pflichten als Gemeinde.&#8221;</em><br />
Falls jedoch mehr das Bewusstsein eines Hauskreises existiert, wird der Tanz um sich selbst das Normale sein.<br />
D.h.: Die Qualität einer Hausgemeinde ist gleichzusetzen mit dem Bewusstsein als &#8220;Gemeinde&#8221; oder als &#8220;Hauskreis&#8221; (wobei der letztere totale Berechtigung hat und damit qualitativ sehr hochwertig sein kann; aber vor dem Hintergrund des Themas &#8220;Hausgemeinde&#8221;, wäre das &#8220;Hauskreis-Bewusstsein&#8221; zu wenig).</p>
<p>Wie <strong>Evangelisation </strong>zu geschehen hat, ist neben dem Identitätsbewusstsein ein anderes Thema.<br />
Wie evangelisierten die ersten Christen?<br />
Sie<em> lebten </em>als Gemeinde.<br />
Andere wurden neugierig oder wurden in Beziehungen mit dem Evangelium konfrontiert.<br />
Der &#8220;Weg&#8221; der Mission entspricht in dieser Hinsicht der Formel &#8220;Jeder kennt jeden über 6 Ecken&#8221; (<a href="http://www.pm-magazin.de/de/heftartikel/artikel_id1405.htm" target="_blank">pm-magazin.de</a>). Die Verbreitung des Evangeliums läuft &#8220;automatisch&#8221; durch das Leben als Christ über die vorhandenen <strong>Beziehungen</strong>.<br />
Ein anderer Weg sind solche Berufenen wie der Apostel Paulus, die manchmal alleine, aber in der Regel mit anderen umherziehen, um vom <strong>Evangelium</strong> zu erzählen. Es wird die öffentliche Konfrontation gesucht. Interessierten wird die Sache mit Jesus sodann näher erklärt und sobald einige zum Glauben kommen, entsteht Gemeinde.<br />
Auch das ist von Hausgemeinden relativ simpel zu leisten:<br />
Ein Grillfest mit <a href="http://danielehniss.de/2008/05/07/grillen-ohne-fleisch/" target="_blank">Tofu-Burgern</a> (oder richtigem Fleisch), ein Pokerabend, ein Videoabend, ein Brunch &#8230; man lädt die Leute aus der Hausgemeinde ein, man lädt ein paar Kumpels ein &#8230; und es können auf ganz normalen Weg Beziehungen entstehen.<br />
Und wenn dann niemand über Jesus redet?<br />
Na, dann halt nicht (vielleicht hat dann der Wein gefehlt?).<br />
Und wenn man nur noch Christen kennt?<br />
Dann ist entweder Erweckung ausgebrochen oder man muss sich aus seinem frommen Ghetto lösen.</p>
<p>Und wenn die Hausgemeinde entdeckt, dass da jemand ist, der eine besondere &#8220;Außenbefähigung&#8221; hat?<br />
Dann wird sie diesen Menschen seelisch, geistig und materiell so unterstützen, damit dieser Mensch seiner Berufung als Evangelist, Apostel oder sonstwas nachkommen kann.</p>
<p>Und was ist mit den <strong>&#8220;Gottesdiensten&#8221;</strong>?<br />
Gottesdienst ist jederzeit.<br />
Falls aber jemand die Versammlung von Christen meint, die eine &#8220;Hausgemeinden-Größe&#8221; übersteigt, dann plädiere ich für das zweite Standbein:<br />
Wir brauchen die <em>cell </em>(Hausgemeinde) und wir brauchen die<em> congregatio</em>n (öffentliche Feierversammlung).<br />
Abgesehen davon, dass das das erste Modell der Jerusalemer Gemeinde ist (Treffen in den <strong>Häusern</strong> und im <strong>Tempel</strong>), und abgesehen davon, dass ich gerade 3x hintereinander &#8220;das&#8221; geschrieben habe, wobei ein &#8220;das&#8221; sogar ein zweites &#8220;s&#8221; beanspruchen konnte,<br />
veranschaulichen die<em> cell</em> und die <em>congregation </em>das:<br />
Die <strong>Nähe Gottes</strong> und die <strong>Größe Gottes</strong> &#8211; die Immanenz und die Transzendenz Gottes.<br />
Ich plädiere dafür, diese zwei &#8220;Beine&#8221; in Aktion zu setzen und beide Elemente als gleichberechtigte, sich-ergänzende und nicht-konkurrierende Elemente zu sehen.</p>
<p>Eine Gemeinde, die nur eines der beiden Elemente verfolgt, könnte einseitig werden.</p>
<p>Die <strong>Hausgemeinde</strong> lebt letztlich von der geistlichen Ausrichtung der Beteiligten.<br />
Hier ist nichts zu dirigieren und zu herrschen.<br />
Die <strong>öffentliche Feierversammlung</strong> muss viel mehr organisiert werden. Das erfordert einige Ressourcen.<br />
Aber es wird schließlich die Größe Gottes gefeiert.<br />
Hier sind im besten Fall die Leiter-Begabten am Zug, die die Hausgemeinden vernetzen können.</p>
<p>Während in der <strong>Hausgemeinde</strong> das gegenseitige Geben und Nehmen betont wird,<br />
stellt die <strong>öffentliche Feier</strong> die Aktion Weniger dar und den Konsum Vieler.<br />
Letzteres positiver formuliert:<br />
Die Begabten geben und viele werden beschenkt.</p>
<p>Ich meine, dass wir beides brauchen,<br />
wobei immer klar sein sollte, dass die Hausgemeinde das Wesentliche dabei ist.</p>
<p>Wie dem auch sei:<br />
Wir haben die Pokerrunde vorzeitig abgebrochen, weil das Baby einer &#8220;Teamerin&#8221; in&#8217;s Bett musste.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Feuer gefangen]]></title>
<link>http://dikosss.wordpress.com/2008/05/06/feuer-gefangen/</link>
<pubDate>Tue, 06 May 2008 11:28:07 +0000</pubDate>
<dc:creator>dikosss</dc:creator>
<guid>http://dikosss.wordpress.com/2008/05/06/feuer-gefangen/</guid>
<description><![CDATA[In Sachen &#8220;Staaken-Projekt&#8221; tut sich was. Werde demnächst ausführlicher berichten. Vorab]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>In Sachen &#8220;<a href="http://freenet-homepage.de/staaken-projekt/" target="_blank">Staaken-Projekt</a>&#8221; tut sich was.<br />
Werde demnächst ausführlicher berichten.<br />
Vorab nur das:<br />
<!--more--><br />
1. Wir werden in den nächsten Wochen eine etwas attraktivere <strong>Homepage</strong> haben.</p>
<p>2. Ob wir uns einem anderen<strong> Verband</strong> anschließen, und falls ja, welchem, hat sich nun etwas mehr geklärt: Realistisch und nützlich könnten die strukturellen Verbindungen zum <a href="http://www.feg.de/" target="_blank">Bund der FeG</a> sein oder vielleicht die zum <a href="http://www.evangelische-gemeinschaften.de/public/index.php" target="_blank">Gemeinschafts-Diakonie-Verband</a>. Zumindest bei den FeG hätten wir alle Freiheiten einer Gemeinde, ohne uns verbiegen zu müssen, wären aber dennoch in ein bestehendes Netzwerk von Christen aufgenommen. Abgesehen von rechtlichen Vorteilen, ist mir der Blick über den Tellerrand sehr wichtig. Denn letztlich geht es ja nicht um DEN Verband oder DIE Satzung, sondern um das Reich Gottes. Alles Hinderliche hat zu weichen.<br />
Abgesehen davon müssten wir bei den FeG wohl noch nicht mal ein e.V. sein, sondern könnten über die Körperschaft des Bundes rechtlich arbeiten.<br />
Und das Wichtige: In diesen beiden Verbänden besteht kein Zwang, <strong>in</strong> die Ev. Landeskirche hineintaufen zu müssen.</p>
<p>3. Strukturfragen zum Thema &#8220;Gemeinde&#8221; klären sich für mich sehr deutlich. Es scheint in die Richtung <strong>&#8220;Hausgemeinde&#8221;</strong> zu gehen. Schlicht, einfach, unkompliziert, nur eine Hierarchie: die zu Jesus Christus hin. Ob sich dann 2 oder 3 oder 20 treffen &#8211; wenn es im Namen Jesu geschieht, dann ist das Gemeinde.<br />
Zu Punkt 3 werde ich demnächst noch mehr schreiben, weil diese Erkenntnis bei mir einfach nur Faszination, Unsicherheit, Spannung und Begeisterung auslöst. Ich habe Feuer gefangen.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Herauskristallisierung]]></title>
<link>http://dikosss.wordpress.com/2008/05/04/herauskristallisierung/</link>
<pubDate>Sun, 04 May 2008 14:44:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>dikosss</dc:creator>
<guid>http://dikosss.wordpress.com/2008/05/04/herauskristallisierung/</guid>
<description><![CDATA[War ein paar Tage weg &#8211; jetzt wieder da. Es gibt auch ein neues Zwischenergebnis in Sachen ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>War ein paar Tage weg &#8211; jetzt wieder da.<br />
Es gibt auch ein neues Zwischenergebnis in Sachen &#8220;Gemeindegründung&#8221;, das sozusagen das Endergebnis in sich trägt.</p>
<p><!--more--><br />
Es ist nun völlig deutlich geworden, dass ich bzw. das Gründungsprojekt hinter dem ev. landeskirchlichem Taufverständnis stehen muss, wenn wir &#8220;unter&#8221; dem Dach des Gemeinschaftswerkes Berlin-Brandenburg arbeiten wollen.<br />
Allerdings kann ich mich theologisch mit meiner aktuellen Erkenntnis nicht verbiegen.<br />
Ich habe es immer wieder bebetet, habe mit anderen Gespräche gesucht und habe überlegt, ob es Kompromisse geben könnte.<br />
Doch die Linien des GWBB bzw. der Ev. Landeskirche sind klar: Entweder mit ihrem Taufverständnis oder nicht unter ihrem Dach.</p>
<p>Letztlich bleibt uns mit unserem Taufverständnis nur ein Weg:<br />
Wir leben fortan als &#8220;freie&#8221; Gemeinde, die allerdings noch keinem Verband angehört.</p>
<p>Die Folgen sind nun:<br />
- Wir werden die bisherige finanzielle Unterstützung einer LKG verlieren.<br />
- Wir werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit den Saal der Ev. Landeskirche verlassen müssen.<br />
- Eine potentielle Jobchance im Rahmen des GWBB kann ich mir höchstwahrscheinlich abschminken.</p>
<p>Und wer weiß, was es noch an Folgen zwischenmenschlicher Art geben wird.</p>
<p>Jemand fragte mich gestern:<br />
<em>&#8220;Und? Ist Dir das wert? Findest Du Dein Taufverständnis so wichtig?&#8221;</em></p>
<p>Bei einer solchen Frage bin ich ein bisschen perplex.<br />
Denn ich habe eher den Eindruck, dass der Spieß umzudrehen ist:<br />
Ist der Ev. Landeskirche/dem GWBB ihr Taufverständnis so viel wert, dass sie es in Kauf nehmen, Mitarbeiter und potentielle Gemeinschaften zu &#8220;verlieren&#8221;?<br />
Und: Immerhin ist der Landeskirche/dem GWBB ihr Taufverständnis so wichtig, dass sie daran eine Zäsur festmachen.</p>
<p>Wie dem auch sei:<br />
Die nächsten Monate werden sehr wichtig.<br />
Nun müssen neue Strukturen her.</p>
<p>Zur Zeit stelle ich mir eine Art <strong>Hausgemeinde</strong> vor, die hier und da öffentliche Treffen hat. Vielleicht in Kneipen. Das ist nicht jederchrists Ding. Wirkt so untypisch für einige fest verwurzelte Christen.<br />
Aber es könnte der einzige Weg sein, der uns letztlich übrig bleibt.</p>
<p>Und das ist dann meine Hoffnung:<br />
Dass dieser klärende Prozess zum Segen für die Menschen im Kiez und für uns wird.</p>
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<title><![CDATA[Freundschaft oder Dienstbeziehung?]]></title>
<link>http://donralfo.wordpress.com/2007/07/20/freundschaft-oder-dienstbeziehung/</link>
<pubDate>Fri, 20 Jul 2007 15:37:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>donralfo</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ein Grund, warum ich nicht mehr zu etablierten christlichen Gemeinden gegangen bin, ist folgernder: ]]></description>
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