<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><!-- generator="wordpress.com" -->
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	>

<channel>
	<title>hessen &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/hessen/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "hessen"</description>
	<pubDate>Sun, 27 Dec 2009 12:47:57 +0000</pubDate>

	<generator>http://en.wordpress.com/tags/</generator>
	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Frankfurt: Das stille Bangen jeden Herbst]]></title>
<link>http://authsider.wordpress.com/2009/12/04/frankfurt-das-stille-bangen-jeden-herbst/</link>
<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 20:50:07 +0000</pubDate>
<dc:creator>Armin Auth</dc:creator>
<guid>http://authsider.wordpress.com/2009/12/04/frankfurt-das-stille-bangen-jeden-herbst/</guid>
<description><![CDATA[So eine schöne Liebeserklärung an den Äppelwoi habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Das treibt m]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>So eine schöne Liebeserklärung an den Äppelwoi habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Das treibt mir als Hessen im Exil wirklich die Tränen in die Augen. Jetzt mit Freunden ein Bembel im Rad&#8230;. (schwelg):</p>
<p><a href="http://www.faz.net/s/Rub6F18BAF415B6420887CBEE496F217FEA/Doc~EFBBA821AC32B4A3D9A5D93AB32BFAC41~ATpl~Ecommon~Scontent.html">http://www.faz.net/s/Rub6F18BAF415B6420887CBEE496F217FEA/Doc~EFBBA821AC32B4A3D9A5D93AB32BFAC41~ATpl~Ecommon~Scontent.html</a></p>
<p>Lohnt sich doch, die FAZ zu lesen <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Fliegender Wechsel]]></title>
<link>http://pottcast.wordpress.com/2009/11/30/fliegender-wechsel/</link>
<pubDate>Mon, 30 Nov 2009 19:00:05 +0000</pubDate>
<dc:creator>suicyko</dc:creator>
<guid>http://pottcast.wordpress.com/2009/11/30/fliegender-wechsel/</guid>
<description><![CDATA[Auf einmal ging es Knall auf Fall. Entlassen: Franz Josef Jung (CDU, 2.v.re.). Ihm folgt Ursula von ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Auf einmal ging es Knall auf Fall. Entlassen: Franz Josef Jung (CDU, 2.v.re.). Ihm folgt Ursula von ]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[UN-Klimagipfel 2009 in Kopenhagen · Bildungsserver Hessen]]></title>
<link>http://medienzentrumgg.wordpress.com/2009/11/30/un-klimagipfel-2009-in-kopenhagen-%c2%b7-bildungsserver-hessen/</link>
<pubDate>Mon, 30 Nov 2009 10:51:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>medienzentrumgg</dc:creator>
<guid>http://medienzentrumgg.wordpress.com/2009/11/30/un-klimagipfel-2009-in-kopenhagen-%c2%b7-bildungsserver-hessen/</guid>
<description><![CDATA[Der Bildungsserver Hessen veröffentlicht ein neues Lernarchiv zum &#8220;UN-Klimagipfel 2009 in Kope]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Der Bildungsserver Hessen veröffentlicht ein neues Lernarchiv zum &#8220;UN-Klimagipfel 2009 in Kopenhagen&#8221; mit Materialien, Videos, Hintergründe usw. unter diesem <a href="http://lernarchiv.bildung.hessen.de/sek_i/erdkunde/themen/klimakopenhag/index.html" target="_blank">Link &#8230;</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Große Fünf mit drei Nullen (6,2 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/11/29/grose-funf-mit-drei-nullen-62-km/</link>
<pubDate>Sun, 29 Nov 2009 21:42:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/11/29/grose-funf-mit-drei-nullen-62-km/</guid>
<description><![CDATA[Sodele! Heute Mittag den fünftausendsten Blogkilometer gelaufen. War jetzt nicht ganz so glamourös w]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Sodele!</p>
<p>Heute Mittag den fünftausendsten Blogkilometer gelaufen. </p>
<p>War jetzt nicht ganz so glamourös wie ich mir das vielleicht gewünscht hätte &#8211; nicht auf einer großen Tour über die französische Grenze, nicht in der Pfalz oder im Taunus oder dem tiefen Odenwald, und nicht auf spannenden, neuen Pfaden, sondern bei einem eher trüben Musshaltmalsein-Gassi-Sechserchen mit Nemo irgendwo auf den ausgelatschten Wegen im Wäldchen zwischen Jugenheim und dem Schuldorf, nicht mal anderthalb Kilometer von zuhause entfernt. </p>
<p>Naja, bei 5000 Kilometern in knapp zweieinhalb Jahren kann halt nicht jeder dieser Kilometer ein echtes Erlebnis sein&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><!--more--><br />
Interessant finde ich dabei vor allem, wie konsistent ich anscheinend übers Jahr gesehen unterwegs bin &#8211; im November ´07 hab´ ich die 1000 geknackt, im November ´08 die 3000 und jetzt, im November ´09 die 5000.<br />
Dabei achte ich ja überhaupt nicht darauf, eine bestimmte Jahresleistung zu erzielen.<br />
Aber irgendwie nivelliert sich die Melange aus kleinen und größeren Krankheits-, Zeitmangel- und Verletzungspausen, aus starken Wochen in der Jahresmitte und schwächeren an den Jahresenden, aus viel und wenig und garnicht, am Ende irgendwie immer auf fast genau dieselbe Jahresstrecke.<br />
Offensichtlich bin ich also ein 2000-Kilometer-pro-Jahr-Läufer. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /><br />
Weniger als ich mir seinerzeit zu Beginn der Aufzeichnungen ausgemalt habe (in der Hochphase der Marathonvorbereitung: &#8220;Jahahaa, 3000 Kilometer sollten gaaar kein Problem sein!!!&#8221;), aber insgesamt doch recht ordentlich.<br />
Zumal ich mir einbilde, dass viele dieser 2000 Jahreskilometer bei mir qualitativ extrem hochwertig sind&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  </p>
<p>In diesem Sinne: Auf die nächsten 5000. </p>
<p>Die sollten dann im Juni 2012 erledigt sein&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />   </p>
<p>Ansonsten gibt´s nicht viel zu berichten &#8211; trüber und müder Sonntag, keinen großen Antrieb, mir irgendwas auszudenken, aber es haben halt noch ein paar Kilometer bis zum Minimalwochenziel gefehlt.<br />
Also hab´ ich mir um halb vier nochmal schnell den Hund geschnappt und bin mit ihm die Minirunde ums Dorf gerannt &#8211; nach Alsbach, durch die Äcker nach Bickenbach, durch den Wald zum Schuldorf, und heim.<br />
Lief nicht besonders gut aber auch nicht besonders mies, Nemo war nicht so recht bei der Sache und hat ein bisschen gezickt, aber es war ja auch schnell vorbei.<br />
Ende&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>PS: Ach ja, richtig, es fehlt natürlich noch die obligatorische Frage, wo man rauskäme, wenn man diese 5000 Kilometer von mir zuhause aus immer nur in eine Richtung laufen würde:<br />
- Norden: Im Nordpolarmeer, irgendwo 500 km hinter dem Nordpol<br />
- Osten: In den Bergen an der Westgrenze von Ostkasachstan<br />
- Süden: Im Delta des Rio del Rey and der Grenze zwischen Kamerun und Nigeria<br />
- Westen: Im St.-Lorenz-Golf ca. 50 km südlich der kanadischen Küste (ungefähr auf der Länge des Orts Kaiahkautshenant im nordöstlichen Quebec) </p>
<p>Strecke: 6,2 km<br />
Zeit: Nicht genommen<br />
Neue Strecke: Naaa<br />
Karte:<br />
<a title="minilauf.jpg" href="http://laufblog.files.wordpress.com/2007/09/minilauf.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2007/09/minilauf.thumbnail.jpg" alt="minilauf.jpg" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Uran im Trinkwasser - kein Schutz für Kleinkinder]]></title>
<link>http://thomasmitsch.wordpress.com/2009/11/29/uran-im-trinkwasser-kein-schutz-fur-kleinkinder/</link>
<pubDate>Sun, 29 Nov 2009 10:09:04 +0000</pubDate>
<dc:creator>Thomas Mitsch</dc:creator>
<guid>http://thomasmitsch.wordpress.com/2009/11/29/uran-im-trinkwasser-kein-schutz-fur-kleinkinder/</guid>
<description><![CDATA[foodwatch nach wie vor ist Trinkwasser bedenklich hoch mit Uran belastet. Bereits im August 2008 hat]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><div id="attachment_1496" class="wp-caption aligncenter" style="width: 215px"><a href="http://thomasmitsch.wordpress.com/files/2009/11/foodwatch2.jpg"><img src="http://thomasmitsch.wordpress.com/files/2009/11/foodwatch2.jpg" alt="foodwatch" title="foodwatch" width="205" height="74" class="size-full wp-image-1496" /></a><p class="wp-caption-text">foodwatch</p></div>
<p>nach wie vor ist Trinkwasser bedenklich hoch mit Uran belastet. Bereits im August 2008 hatte foodwatch Tausende Messwerte aus ganz Deutschland ausgewertet. Jeder achte lag über 2 Mikrogramm Uran pro Liter – wäre es in Flaschen abgefüllt, dürfte so hoch belastetes Wasser nicht mit dem Hinweis „geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“ verkauft werden. Nun belegen neue <a href="http://foodwatch.de/kampagnen__themen/mineralwasser/trinkwasser/index_ger.html"><strong>foodwatch-Recherchen</strong></a>: Noch immer fließt in 13 von 16 Bundesländern Trinkwasser aus den Hähnen, das kritisch hoch mit Uran belastet ist. In manchen Gemeinden in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt überschreitet die Belastung sogar den behördlichen „Leitwert“ von 10 Mikrogramm.</p>
<p>Schon 2008 hatte die Bundesregierung angekündigt, einen Uran-Grenzwert einzurichten. Doch mehr als ein Jahr später wurde noch immer kein Höchstwert verabschiedet. Und schlimmer noch: Der Grenzwert von 10 Mikrogramm, der nun im Bundesgesundheitsministerium vorbereitet wird, wäre zu hoch angesetzt, um Säuglinge und Kleinkinder wirksam vor Gesundheitsrisiken wie Nierenschäden zu schützen. Dies geht aus einer wissenschaftlichen Stellungnahme der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA hervor, die von deutschen Behörden eigens beauftragt wurde, nun aber offenbar ignoriert wird. Die Bundesregierung vernachlässigt damit sträflich ihre Fürsorgepflicht gegenüber den Bürgern.</p>
<p>foodwatch setzt sich für einen Grenzwert von 2 Mikrogramm Uran pro Liter ein, der auch für Säuglinge und Kleinkinder sicher ist. Helfen Sie uns, dieser Forderung mehr Nachdruck zu verleihen und nehmen Sie an unserer <a href="http://foodwatch.de/kampagnen__themen/mineralwasser/mitmach_aktion/index_ger.html"><strong>Online-Mitmachaktion </strong></a>teil!  </p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kristina Köhler, das unbekannte Wesen]]></title>
<link>http://carluv.wordpress.com/2009/11/28/kristina-kohler-das-unbekannte-wesen/</link>
<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 13:42:15 +0000</pubDate>
<dc:creator>carluv</dc:creator>
<guid>http://carluv.wordpress.com/2009/11/28/kristina-kohler-das-unbekannte-wesen/</guid>
<description><![CDATA[Ein wahrer Coup ist der Bundeskanzlerin mit der Nominierung der bislang wenig bekannten Kristina Köh]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Ein wahrer Coup ist der Bundeskanzlerin mit der Nominierung der bislang wenig bekannten Kristina Köhler gelungen. Die Opposition ist vollständig verwirrt, Blogger finden kein Foto der Newcomerin aus Hessen und die Presse ist außer sich: Die &#8220;Welt&#8221; bezeichnet Frau Köhler in überschäumender Tautologie als</p>
<blockquote><p><a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article5352359/Die-neue-Familienministerin-jung-ledig-kinderlos.html">junge Nachwuchsfrau der hessischen CDU</a>.</p></blockquote>
<p>Tatsächlich <!--more-->ist sie mit 32 Jahren sehr jung. Niemand weiß, für welche Politik sie steht, aber sie kann sich vermarkten und scheut nicht die Banalität: Sie <a href="http://twitter.com/kristinakoehler">twittert</a> <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31606/1.html">wie</a> <a href="http://lebenuniversumrest.blogspot.com/2009/11/die-mutter-aller-arbeitslosigkeit.html">Obama</a>, nein, sie twittert sogar selbst, dass sie auf dem Weg zum <a href="http://twitter.com/kristinakoehler/statuses/6059510386">Bahnhof</a> ist. Das qualifiziert sie natürlich zur Frontfrau der Internetausdruckerriege. <a href="http://kristina-koehler.de/"><img class="alignleft size-full wp-image-3788" title="KoehlerRSS" src="http://carluv.wordpress.com/files/2009/11/koehlerrss.jpg" alt="" width="206" height="60" /></a>Auf ihrer <a href="http://kristina-koehler.de/">Homepage</a> geht es ebenfalls tautologisch zu, dort kann man &#8220;Aktuelle Neuigkeiten&#8221; abonnieren. Sie ist klug, wenn auch manchmal etwas bürokratisch-knarzig im Ausdruck (&#8220;Manche Dinge dulden keine <a href="http://kristina-koehler.de/data/images/2009/06/28/2-4a47b783db924.jpg">Aufschiebung&#8230;</a>&#8220;). Sie ist eigentlich für das Amt nicht qualifiziert, wenn schon die Kanzlerin  <a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/kristina-koehler-blitzkarriere-der-extremismus-fachfrau_aid_458127.html">sagt</a>,</p>
<blockquote><p>&#8220;als ausgebildete Soziologin&#8221; werde Köhler bestimmt &#8220;sehr gute Arbeit&#8221; als Familienministerin verrichten. (<a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2009-11/kristina-koehler-ministerin">Zeit.de</a>)</p></blockquote>
<p>Als ob die formale Qualifikation bei der Besetzung eines Ministerpostens je eine Rolle gespielt hätte! Bei der Besetzung des Finanzministeriums hatte z. B. Merkels <a href="http://www.youtube.com/watch?v=XaWE8K2nRVs">Vertrauen zu Schäuble</a> gereicht. Köhler war als Mädchen schon <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article5352359/Die-neue-Familienministerin-jung-ledig-kinderlos.html">anders</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Die anderen Mädchen schwärmten für Pferde, ich für Helmut Kohl.&#8221;</p></blockquote>
<p>Sie hat auch sonst Fantasie und kann</p>
<blockquote><p>sich gut in die Situation junger Menschen versetzen, die irgendwann einmal Kinder haben möchten,</p></blockquote>
<p>und qualifiziert sich damit für praktisch jedes Ministerium: Ihr ist zuzutrauen, dass sie sich in die Situation des Landwirt genauso wie in die des Wehrpflichtigen, des Autofahrers wie des amerikanischen Präsidenten versetzen möchte, wenn die Partei das fordert.</p>
<p>Sie nimmt es nur leider mit der Wahrheit nicht so genau. Wenn es ihr in den politischen Kram passt, erregt sie schon mal Aufsehen und behauptet,</p>
<blockquote><p>&#8230;es gebe eine „deutschenfeindliche Gewalt“ von Ausländern. Dabei berief sie sich unter anderem auf Forschungsergebnisse des Kriminologen Christian Pfeiffer, der Köhlers Aussagen allerdings als „Missbrauch“ seiner wissenschaftlichen Befunde zurückwies. (<a href="http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E9475A8E822204BAF9464863A191F1911~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_aktuell">FAZ</a>)</p></blockquote>
<p>Damit fischt sie in sehr trübem politischem Gewässer. Dafür kriegt sie zu Recht das Attribut <a href="http://notatio.blogspot.com/2009/11/kristina-kohler-noch-eine.html?utm_source=feedburner&#38;utm_medium=feed&#38;utm_campaign=Feed%3A+notatio+%28Nebenbei+bemerkt+...%29">&#8220;Verlegenheitsministerin&#8221; mit schwebendem &#8220;o&#8221;</a>. Auch interessant: Sie wollte, wenn auch nur für Eingebürgerte, die <a href="http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/wiesbaden/2107758_Neue-Bundesfamilienministerin-Die-Blitzkarriere-der-Kristina-Koehler.html">DDR-Jugendweihe in abgewandelter Form wiederbeleben</a> und setzte sich dafür ein,</p>
<blockquote><p>dass neue Staatsbürger einen Eid auf die Verfassung schwören sollten.</p></blockquote>
<p>Kristina Köhler mag ja im &#8220;Bereich Integration&#8221; tätig gewesen sein &#8211; eine Integrationsfigur ist sie nicht. Aber sie ist eines: &#8220;<a href="http://www.ngz-online.de/politik/deutschland/Merkels-Favoritinnen-im-Bundeskabinett_aid_788815.html">Kohls Mädchen II</a>&#8220;. Und das heißt heute: Merkels Mädchen. Kristina Köhler wird genau das tun, was die Kanzlerin verlangt. Sie will ja Karriere machen.</p>
<p><a href="http://www.addtoany.com/share_save?linkurl=http%3A%2F%2Fcarluv.wordpress.com%2F2009%2F11%2F28%2Fkristina-kohler-das-unbekannte-wesen%2F&#38;linkname=Kristina%20K%C3%B6hler%2C%20das%20unbekannte%20Wesen"><img src="http://carluv.wordpress.com/files/2009/11/3769605139_c357a538d1_o.jpg" alt="Share" /></a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die Berlusconisierung Deutschlands schreitet voran]]></title>
<link>http://derdeichmann.wordpress.com/2009/11/28/die-berlusconisierung-deutschlands-schreitet-voran/</link>
<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 11:31:03 +0000</pubDate>
<dc:creator>M.</dc:creator>
<guid>http://derdeichmann.wordpress.com/2009/11/28/die-berlusconisierung-deutschlands-schreitet-voran/</guid>
<description><![CDATA[&nbsp;]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><div align="center"><a href="http://twitpic.com/rasw3" title="Auch in totaler Finsternis kann man es weit bringen. #jung (Q... on Twitpic"><img src="http://twitpic.com/show/large/rasw3.png" alt="Auch in totaler Finsternis kann man es weit bringen. #jung (Q... on Twitpic"></a></div>
<p>&#160;</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[10 Jahre Pflegekinderdienst im Werra-Meißner-Kreis - Landrat würdigt fortschrittliche Entwicklung in der Jugendhilfe]]></title>
<link>http://pfad.wordpress.com/2009/11/27/10-jahre-pflegekinderdienst-im-werra-meisner-kreis-landrat-wurdigt-fortschrittliche-entwicklung-in-der-jugendhilfe/</link>
<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 13:29:43 +0000</pubDate>
<dc:creator>pfadbv</dc:creator>
<guid>http://pfad.wordpress.com/2009/11/27/10-jahre-pflegekinderdienst-im-werra-meisner-kreis-landrat-wurdigt-fortschrittliche-entwicklung-in-der-jugendhilfe/</guid>
<description><![CDATA[Mit einer Jubiläumsveranstaltung würdigte der Werra-Meißner-Kreis die Entwicklung des Pflegekinderwe]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img class="alignleft" src="http://www.pfad-bv.de/dokumente/Logo.gif" alt="" width="39" height="51" />Mit einer Jubiläumsveranstaltung würdigte der Werra-Meißner-Kreis die Entwicklung des Pflegekinderwesens im Fachbereich Jugend, Familie, Senioren und Soziales, früher Jugendamt.</p>
<p>Der Aufbau und Ausbau der Pflegeelternwerbung, Schulung und Begleitung, hat in den vergangenen zehn Jahren dazu geführt, dass die Unterbringung eines Kindes in einer gut vorbereiteten Pflegefamilie, neben der Heimerziehung einen immer größeren Stellenwert einnehmen konnte.</p>
<p>Nach einem Amtsleiterwechsel in 1998 und einer qualitativ verbesserten Jugendhilfeplanung, ist in 1999 der Pflegekinderdienst und die Adoptionsvermittlung neu als Spezialdienst im Jugendamt des Kreises eingerichtet worden. Die politischen Gremien konnten damals von der Notwendigkeit überzeugt werden und zwei Stellen wurden mit erfahrenen Dipl. Sozialpädagoginnen besetzt.</p>
<p>Heute, nach zehn Jahren, so betonten in ihren Grußworten sowohl Frau Ilona Friedrich (Fachbereichsleiterin), Herr Landrat Reuß und Frau Buhle vom <a href="http://www.pfad-wmk-kassel.de/" target="_blank">Pflegeelternverein PFAD</a>, könne man feststellen, dass damals die richtige Entscheidung getroffen worden sei.</p>
<p>Mit Kontinuität, Engagement und dem entsprechenden Know How entwickelten die zwei Mitarbeiterinnen des Pflegekinderdienstes, diesen Spezialdienst zu einer festen Größe in der Jugendhilfe im Werra-Meißner-Kreis.</p>
<p>Frau Meissner-Erdt, eine der beiden Mitarbeiterinnen im Pflegekinderdienst, stellte zahlreichen interessierten Gästen, Pflegeeltern und Fachpublikum, die in den vergangenen zehn Jahren erarbeiteten Konzepte vor und belegte die bewährten Standards mit einer kleinen Photoserie. Sie bedankte sich bei allen Kooperationspartnern, voran den Pflegefamilien, die die oft schwierige Arbeit mit den Kindern 24 Stunden am Tag, jeden Tag, das ganze Jahr lang leisten.</p>
<p>Herr Klaus Ritter, Diplompsychologe und Gutachter referierte in seinem fachlichen Vortrag über das Thema Bindung, der kindlichen Bindung eines Pflegekindes, sowohl zu seinen leiblichen Eltern, als auch zu den Pflegeeltern.</p>
<p>Abgerundet wurde die Veranstaltung mit einer kleinen Improvisationsshow, die auf ihre  humorvolle Art das Thema Pflegekind, Familie und Behörden erlebbar machte.</p>
<p>Interessiert Elternpaare können sich nach wie vor bei den Mitarbeiterinnen des Pflegekinderdienstes Frau Schneider: Tel. 05651/302-1468 und Frau Meissner-Erdt: Tel. 05542/958-155 über das Bewerberverfahren und Vermittlung eines Pflegekindes informieren.</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.nh24.de/index.php?option=com_content&#38;view=article&#38;id=27156:10-jahre-pflegekinderdienst-im-werra-meissner-kreis&#38;catid=22:allgemein&#38;Itemid=59" target="_blank">Artikel in nh24 vom 19.11.09</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[24,6 Milliarden Euro für Kinder- und Jugendhilfe im Jahr 2008]]></title>
<link>http://pfad.wordpress.com/2009/11/26/246-milliarden-euro-fur-kinder-und-jugendhilfe-im-jahr-2008/</link>
<pubDate>Thu, 26 Nov 2009 11:52:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>pfadbv</dc:creator>
<guid>http://pfad.wordpress.com/2009/11/26/246-milliarden-euro-fur-kinder-und-jugendhilfe-im-jahr-2008/</guid>
<description><![CDATA[WIESBADEN – Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) haben Bund, Länder und Gemeinde]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img class="alignleft" src="http://www.pfad-bv.de/dokumente/Logo.gif" alt="" width="39" height="51" />WIESBADEN – Nach Mitteilung des <a href="http://www.destatis.de" target="_blank">Statistischen Bundesamtes</a> (Destatis) haben Bund, Länder und Gemeinden im Jahr 2008 insgesamt 24,6 Milliarden Euro für Leistungen und Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe ausgegeben. Das waren 7,9% mehr als im Vorjahr. Nach Abzug der Einnahmen in Höhe von 2,3 Milliarden Euro, unter anderem aus Gebühren und Teilnahmebeiträgen, wurden netto rund 22,3 Milliarden Euro für Kinder- und Jugendhilfe aufgewendet (+ 8,3% gegenüber 2007).</p>
<p>Mit 14,5 Milliarden Euro wurde deutlich mehr als die Hälfte der Bruttoausgaben (59%) für <strong>Kindertagesbetreuung </strong>ausgegeben. Nach Abzug der Einnahmen in Einrichtungen der Kindertagesbetreuung in Höhe von 1,5 Milliarden Euro verblieben für die öffentliche Hand netto 13 Milliarden Euro an reinen Ausgaben für Kindertagesbetreuung.</p>
<p>Mit insgesamt 6,4 Milliarden Euro wendeten die öffentlichen Träger der Kinder- und Jugendhilfe 2008 gut ein Viertel der Bruttoausgaben (26%) für <strong>Hilfen zur Erziehung</strong> auf. 3,7 Milliarden Euro dieser Ausgaben entfielen auf die Unterbringung junger Menschen außerhalb des Elternhauses in Vollzeitpflege, Heimerziehung oder in anderer betreuter Wohnform. Für sozialpädagogische Familienhilfe erhöhten sich die Ausgaben um 21,3% auf rund 542 Millionen Euro.</p>
<p>Für Maßnahmen und Einrichtungen der <strong>Jugendarbeit</strong>, zum Beispiel außerschulische Jugendbildung, Kinder- und Jugenderholung oder Jugendzentren, wurden 1,5 Milliarden Euro oder 6,3% der Gesamtausgaben aufgewendet. Die Ausgaben für vorläufige Schutzmaßnahmen, zu denen insbesondere die <strong>Inobhutnahme </strong>bei Gefährdung des Kindeswohls gehört, stiegen bundesweit von 96 Millionen Euro im Jahr 2007 auf 118 Millionen Euro 2008 (+ 23,1%).</p>
<p>Detaillierte Ergebnisse sind abrufbar im <a href="https://www-ec.destatis.de/csp/shop/sfg/bpm.html.cms.cBroker.cls?cmspath=struktur,sfgsuchergebnis.csp&#38;action=newsearch&#38;op_EVASNr=startswith&#38;search_EVASNr=2255" target="_blank">Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes</a>.</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/11/PD09__451__225,templateId=renderPrint.psml" target="_blank">Pressemitteilung von Destatis vom 25.11.09</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die Hesse komme]]></title>
<link>http://valentiner.wordpress.com/2009/11/26/die-hesse-komme/</link>
<pubDate>Thu, 26 Nov 2009 07:00:26 +0000</pubDate>
<dc:creator>valentiner</dc:creator>
<guid>http://valentiner.wordpress.com/2009/11/26/die-hesse-komme/</guid>
<description><![CDATA[Und jetzt richtig:]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Und jetzt richtig:</p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/oN-zm0EiiNI&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/oN-zm0EiiNI&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[EIL Aktion: Offener Brief: Stärkt die Pressefreiheit]]></title>
<link>http://bgn2009.wordpress.com/2009/11/24/eil-aktion-offener-brief-starkt-die-pressefreiheit/</link>
<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 22:42:51 +0000</pubDate>
<dc:creator>bagalutenGregor</dc:creator>
<guid>http://bgn2009.wordpress.com/2009/11/24/eil-aktion-offener-brief-starkt-die-pressefreiheit/</guid>
<description><![CDATA[Sehr geehrter Herr Koch, sehr geehrte Mitglieder des Verwaltungsrats, an diesem Freitag entscheiden ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><strong>Sehr geehrter Herr Koch,<br />
sehr geehrte Mitglieder des Verwaltungsrats,</strong></p>
<p>an diesem Freitag entscheiden Sie im ZDF-Verwaltungsrat nicht nur über eine Personalie – die Vertragsverlängerung von Chefredakteur Nikolaus Brender. Es geht auch darum, wie unabhängig die öffentlich-rechtlichen Medien über Politik berichten können. Das Italien Berlusconis wäre hierfür ein schlechtes Vorbild.</p>
<p>Sowohl der Intendant des Senders als auch fast alle prominenten ZDF-Journalisten haben sich hinter ihren Chefredakteur gestellt – gerade wegen seiner Unabhängigkeit. Ich fordere Sie auf: Stoppen Sie den Versuch, den Einfluss der Parteipolitik auf das ZDF zu stärken. Setzen Sie sich ein für Pressefreiheit und kritische Berichterstattung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk!</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>&#160;</p>
<p>Christopher-Daniel Gregorczyk<br />
(aka der bagalutenGregor)</p>
<p><a title="Werde unterzeichner bei Campact.de" href="http://www.campact.de/eil/sn2/signer" target="_blank">Werde unterzeichner bei Campact.de</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ypsilanti rehabilitiert: "BILD" schreibt über "Ypsilanti-Killer"]]></title>
<link>http://rotstehtunsgut.de/2009/11/24/ypsilanti-rehabilitiert-bild-schreibt-uber-ypsilanti-killer/</link>
<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 19:31:29 +0000</pubDate>
<dc:creator>Christian Soeder</dc:creator>
<guid>http://rotstehtunsgut.de/2009/11/24/ypsilanti-rehabilitiert-bild-schreibt-uber-ypsilanti-killer/</guid>
<description><![CDATA[Kleiner Nachtrag zur Causa Ypsilanti und die Viererbande: mit dem heutigen Tag ist Andrea Ypsilanti ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Kleiner Nachtrag zur Causa <a href="http://rotstehtunsgut.de/2009/08/10/ungereimtheiten/">Ypsilanti</a> <a href="http://rotstehtunsgut.de/2009/10/12/marginalie-ypsilanti-und-jamaika/">und</a> die <a href="http://rotstehtunsgut.de/2009/08/09/mein-gott-walter-jurgen-verrater-spalter/">Viererbande</a>: mit dem heutigen Tag ist Andrea Ypsilanti in meinen Augen vollständig rehabilitiert. Wenn selbst die &#8220;BILD&#8221; (!) über den &#8220;neuen Job&#8221; bei der Hessischen Landeszentrale für Politische Bildung (!) für die &#8220;Ypsilanti-Killerin&#8221; Carmen Ewerts spekuliert, und dann am Ende noch berichtet, was aus &#8220;den anderen Ypsilanti-Killern&#8221; wurde, dann weiß man: Ypsilanti ist nichts vorzuwerfen. Denn: die &#8220;BILD&#8221; ist nicht gerade als Ypsilanti-Freundin bekannt, oder als linkes Kampfblatt &#8211; im Gegenteil. Und wenn selbst dieses CDU-Hausorgan auf diese Weise berichtet&#8230;</p>
<p>PS: Fast schon ein sympathischer Zug von Roland Koch, dass er sich um seine Helfershelfer kümmert.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Modautal mit Hund (11,8 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/11/21/modautal-mit-hund-118-km/</link>
<pubDate>Sat, 21 Nov 2009 21:17:12 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/11/21/modautal-mit-hund-118-km/</guid>
<description><![CDATA[Da schau her &#8211; es ist Samstag, und ich hab´ die Minimalwochenkilometer eigentlich schon im Sac]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Da schau her &#8211; es ist Samstag, und ich hab´ die Minimalwochenkilometer eigentlich schon im Sack.<br />
Nachdem´s in den letzten Wochen immer ein ziemlicher Kampf gewesen war, bei trübem, drögen Wetter überhaupt irgendwie auf mein Pensum zu kommen, haben diese Woche drei schöne Tage (Vorvorgestern, Vorgestern und Gestern) ausgereicht, um entspannt und mit viel Spaß knapp 40 angenehme Kilometerchen runterzutraben.<br />
What a difference a sunny day makes&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Eigentlich könnte ich da heute ja die Beine hochlegen und ein bisschen faulenzen.<br />
Aber andererseits &#8211; draußen ist es immer noch ganz freundlich (wenn auch nicht mehr strahlend sonnig, der Tag fällt eher in die Kategorie &#8220;heiter bis wolkig&#8221;) und eigentlich fühl´ ich mich auch noch fit und lauflustig, denn die kurzen 12er bis 14er der letzten drei Tage waren physisch jetzt nicht so besonders anstrengend. </p>
<p>Deshalb entschliesse ich mich kurzfristig, auch heute nochmal laufen zu gehen.<br />
Vierter Tag in Folge, aber ganz unverkrampft, ohne irgendwelche Vorgaben und Erwartungen &#8211; einfach nun noch mal als Bonus, bevor´s wieder nasskalt und eklig wird. </p>
<p>Zum Beispiel mal wieder im Modautal, das ist nicht direkt zuhause aber auch nicht weit weg und macht immer Spaß.<br />
Ja genau, das mach´ ich mal&#8230;</p>
<p><!--more--><br />
Streckenplan gibt´s heute keinen. Geht auch ohne da hinten.<br />
Und die Stoppuhr bleibt ebenfalls daheim, heute gibt´s keine Zeitnahme.<br />
Stattdessen packe ich den Nemo mit ein, der musste nach dem Mittagessen ein Vollbad nehmen (leichter Flohbefall, sein erster überhaupt) und hat seitdem Brass im Bauch, da kann er sich gleich mal ein bisschen austoben.</p>
<p>Zusammen fahren wir hoch zum Parkplatz Hutzelstrasse auf dem Steigerts, an der Passhöhe hinter Ober-Beerbach, steigen aus, und laufen einfach mal los. </p>
<p>Klappt gut, Nemo ist mit Feuereifer dabei, und meine Beine fühlen auch ganz gut an, obwohl sie seit Mittwoch quasi im Dauereinsatz sind. </p>
<p>Nordwärts, über das verwaiste schmale Band der L3098, die von Ober-Beerbach ins Lautertal führt, dann ein kurzes Stück die Hutzelstr. hoch, bevor wir dann rechts abbiegen und auf dem Modautal-Rundweg (M1) am Seegerhof vorbei talwärts durch die Hangwiesen laufen (wer sich einen Eindruck davon verschaffen will, wie das so aussieht, wenn Nemo und ich da oben laufen, kann das <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/12/14/sonnige-hohentour-an-der-neutscher-hohe-hutzelstrasse-herchenrode-hoxhohl-mit-hund-und-foto-124-km/">hier</a> tun, da gibt´s auch Fotos).</p>
<p>Wie üblich total hübsch hier oben, mit einem wunderbaren Blick über die hügeligen Wäldchen und Weiden von Modautal und Lautertal, auf Neunkircher Höhe, Krehberg und Felsberg.<br />
Gut, etwas mehr Sonne wäre sicher nicht verkehrt, aber auch mit den dünnen Schleierwolken ist es eigentlich ganz freundlich, kein Grund zum Meckern. </p>
<p>Schön gemütlich abwärts, auf dem bequemen Weg durch die hübschen Weiden am Wurzelbachtal, Nemo vorneweg, ich hinterher.</p>
<p>Kurz bevor der M1 Allertshofen im Talgrund erreicht, biegen wir links ab, auf einen Querweg am Wiesenhang über dem Dorf.<br />
Nett, auch wenn mir auffällt, dass ich hier noch nie zuvor gelaufen bin &#8211; damit ist die Möglichkeit, diesen Lauf ungebloggt zu lassen und nur kurz in der Wochenübersicht zu erwähnen, wohl gestorben, denn neue Strecke gehört schließlich grundsätzlich gebloggt.<br />
Na ja, kann mich etwas kürzer fassen&#8230;</p>
<p>Der Weg biegt irgendwann doch rechts runter nach Allertshofen ab, wir laufen ins Dorf rein (hier muss Nemo an die Leine, aber die Umstellung klappt bestens, gar kein Problem), den Eichköpfelweg entlang bis zum südlichen Ortsrand, und von da auf dem wiesengesäumten Lochmühlweg (Markierung: M V, das ist also ein Verbindungsweg) rüber ins Allertshofener Zwillingsdorf Hoxhohl. </p>
<p>An der Dorfstr. &#8220;Alt Hoxhohl&#8221; kurz rechts, über den Wurzelbach, der hier in die Modau mündet, dann gleich wieder rechts, dem schwer erkennbaren Marker M V (wenn ich nicht wüsste, dass es hier hoch geht, hätte ich den wohl übersehen) hinterher aufwärts ins Wäldchen am Hasenberg. </p>
<p>Hier führt irgendwo ein Trampelpfad über der Modau und der L3098 nach Norden in Richtung Brandau, allerdings weiß ich nicht mehr genau, wo, und der Marker hat sich auch rar gemacht.</p>
<p>Deswegen gibt´s hier auch einen kurzen Disput, als wir an eine Wegscheide vor einer Schonung am Hang kommen &#8211; Nemo meint, es würde links weitergehen, da schlängelt sich ein Minipfädchen leicht abwärts durch die Bäume.<br />
Aber was weiß der der schon, ist schließlich nur ein (ex-)verlauster Köter, der hat doch keine Ahnung von Geografie, deswegen laufen wir auch rechts, wo ich den Weg vermute. </p>
<p>Zumindest ein paar Meter, dann wird offensichtlich, dass es hier in die total falsche Richtung geht.<br />
Also drehen wir um und nehmen Nemos Weg.<br />
Der ist richtig.<br />
&#8220;Siehstewohl&#8221;, feixt mein Begleiter mit einem frechen Hundegrinsen zu mir hoch, &#8220;hab´ ich doch gleich gesagt!&#8221;<br />
Selbstzufriedene Töle&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  </p>
<p>Über dem engen Tal mit der plätschernden Modau den Pfad entlang bis zum östlichen Waldrand, da geht´s dann angeleint über die L3098 und die Modau, und auf der anderen Strassenseite wieder abgeleint weiter dem M V hinterher, der zwischen Wald und Wiesen am Mandelberg einen sanften Dreiviertelkilometer aufwärts führt, bis zum asphaltierten Fahrweg zwischen Brandau und Herchenrode, der so schmal und JWD ist, dass er nicht mal eine Kreisstrassennummer hat. </p>
<p>Auf dem geht´s links, unterhalb der bewaldeten Kuppe vom Johannesberg nordwärts durch das schöne gewellte Hügelland, das hier oben schon merklich flacher und sanfter ist, als die schrofferen Odenwaltäler und -höhen weiter südlich.<br />
Aber nur 400 m., dann biegen wir rechts ab und laufen den schmalen Hirtenackerweg (gelbe 1) hinauf, der um das Wäldchen am Herchenroder Steinbruch führt. </p>
<p>Das letzte Mal war ich hier hinten vor über 10 Monaten, am achten Januar, bei eisigen Minusgraden und hohem Schnee.<br />
Mannmannmann, was hat <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/01/08/minirunde-im-schnee-mit-dem-foto-ums-winterliche-herchenrode-6-km/">das hier damals anders ausgesehen</a>&#8230;<br />
Aber heut´ ist´s auch schön. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Der Weg ist holprig, schlammig, uneben, aber ich bin trittsicher und mein Laufpartner hat Vierbeinantrieb und einen Schwerpunkt, der 20 cm über dem Boden liegt, uns ficht das also nicht.<br />
Auch die glotzenden Kühe am Wegrand lassen uns kalt, und Nemo ist zu stolz, um zahme Haustiere zu reissen (mal abgesehen von dem minimalen Größenunterschied und der Tatsache, dass Nemo keiner Fliege was zuleide tut&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> ). </p>
<p>Um das Wäldchen rum (wenn wir etwas abenteuerlustiger wären, würden wir vielleicht auch den Holperweg ausprobieren, der zwischendurch links zwischen den Bäumen verschwindet, aber heute nicht&#8230;) und runter nach Herchenrode, ein idyllisches Dörfchen aus einem oder zwei Dutzen Häusern und Höfen und vielen Pferdeställen, das so winzig ist, dass es hier nicht mal Strassennamen gibt.</p>
<p>Wir laufen mittendurch, wieder mal angeleint. Nicht wegen dem Verkehr (der ist praktisch nicht vorhanden), sondern weil uns hier letzten Herbst mal eine riesige Dogge begegnet ist, mit der Nemo sich verkracht hat (Nemo hält sich an die Maxime, nur mit Hunden seiner eigenen Größe Streit anzufangen. Dummerweise leidet er an einem etwas verzerrten Selbstbild, demzufolge er ungefähr ponygroß ist, mit Muskeln wie ein Stier und einem Gebiss wie ein Tiger.<br />
Da muss man dann immer ein bisschen aufpassen&#8230;). </p>
<p>Ruckzug durch Herchenrode, vorbei an Höfen, dem Gasthaus Von Stein, wo´s große Portionen deftigen Essens für kleines Geld gibt und einem langen Stall, aus dessen Fenster und ein Dutzend Herchenroder Pferde hinterherblickt, dann die K136 in Richtung Ernsthofen runter.<br />
Normalerweise würd´ ich mich hier über den fehlenden Radweg und/oder Seitenstreifen beschweren, aber auf diesem Strässchen ist so wenig los, dass das wirklich nicht nötig ist&#8230;</p>
<p>400 m. nach Herchenrode geht rechts der Tannenkopfweg ab (gelbe 2). Bisher noch nie genommen, den probieren wir mal aus.<br />
Führt ebenerdig durch die Felder und Wiesen an der Modau nordostwärts nach Ernsthofen, ist bequem, und hat ein paar Pfützen, in denen Nemo seinen Durst stillen kann (ich würd´ die Brühe ja nicht saufen, aber bitte&#8230;).</p>
<p>600 m., dann geht hinter der Modautalschule ein Weg links ab, führt über den Schulhof und die Modau rein nach Ernsthofen, an die Darmstädter Str. (Leine: An!). </p>
<p>Kurz links auf dem Bürgersteig, dann rechts den Birkenweg/Radweg 26 hoch, der Ernsthofen bald darauf verlässt zum Fahrweg hoch nach Neutsch wird (noch so eine halboffizielle Mini-Piste, die nicht mal einen Kreissstrassennummer hat).<br />
Nehmen wir, so langsam wollen wir schließlich zurück in Richtung Ziel.<br />
Vor allem Nemo, der ist inzwischen doch schon merklich langsamer geworden, hechelt tabpfer aber mit mit heraushängender Zunge weiter &#8211; die Vorzeichen haben sich umgekehrt, nun bin ich vorne und er hinten.<br />
Aber hey, welcher von euren Freunden könnte denn bitteschön überhaupt einen Berglaufzwölfer absolvieren, wenn er vorher mehr als ein halbes Jahr kaum trainiert hat? Eben! Und die sind alle viel größer und haben viel längere Beine als Nemo! </p>
<p>Es geht aufwärts, die Strasse hinauf in denWald am Meisenberg.<br />
Hier ist schon ganz schön dämmrig, denn die Sonne ist inzwischen im Untergehen begriffen. </p>
<p>Um ein paar leichte Kurven, dann kommen wir oben unterhalb der Neutscher Höhe wieder ins Offene, folgen dem Asphaltweg noch ein Stück weiter Richtung Neutsch, am Friedhof vorbei (hier begegnen uns zwei Jogger mit Hund. Wir sind also nicht die einzigen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ), und schließlich kurz vor Neutsch links den Saar-Rhein-Main-Weg hinauf, der direkt über den breiten, großen Buckel der Neutscher Höhe führt, da wo die beiden riesenhaften Windräder stehen. </p>
<p>Hier verlässt Nemo vollends die Lust.<br />
Das merkt man immer ganz gut, er trödelt dann immer mehr, schnuffelt an jedem Gebüsch, hebt demonstrativ lange das Bein.<br />
Ist aber ok, denn auch wenn´s nun dämmert haben wir´s ja nicht eilig.<br />
Deshalb machen wir jetzt halt einfach gaaanz langsam, zoppeln im Schneckentempo durch die schönen Hochwiesen.<br />
Nemo säuft noch eine Riesenpfütze leer und lässt sich mit Leckerlis abfüttern, die ich genau für so eine Situation eingesteckt habe, und ich genieße derweil die tolle Aussicht über den dämmrigen Odenwald bis nach Schloss Lichtenberg und zum Otzberg. </p>
<p>Irgendwann sind wir dann oben, laufen direkt an den gewaltigen, hellen Windrädern vorbei und erreichen kurz darauf wieder der quer verlaufende Hutzelstrasse.<br />
Leider etwas zu spät für den Sonnenuntergang (der kann von hier oben atemberaubend schön sein), aber der nachglühende Abendhimmel über der schattigen Rheinebene ist auch hübsch&#8230;</p>
<p>Fast geschafft, vielleicht noch anderthalb Kilometer bequeme Hutzelstrasse südwärts über die hügelige Hochebenen. Wir machen gaanz langsam, mit vielen Pinkelpausen (ich brauch keine, aber Nemo lässt es sich nicht nehmen, jedes zweite Grasbüschel zu seinem persönlichen Eigentum zu urinieren) und kleinen Schritten, vorbei am Hof Grünau und dem Neutscher Hof, durchs Wäldchen am Ober-Beerbacher Sauteich, und dann sind wir durch, laufen mit dem letzten gräulichen Schimmer Tageslicht zufrieden und entspannt am Ziel ein.</p>
<p>Nemo wird heute abend gut schlafen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Strecke: 11,8 km<br />
Zeit: Nicht genommen<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 21,1% (2,49 km von 11,8 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/11/118er-modautalrunde.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/11/118er-modautalrunde.jpg?w=150" alt="" title="11,8er Modautalrunde" width="150" height="109" class="alignnone size-thumbnail wp-image-7087" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Auf Kosten der Zukunft]]></title>
<link>http://efeder.wordpress.com/2009/11/21/auf-kosten-der-zukunft/</link>
<pubDate>Sat, 21 Nov 2009 04:54:14 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mcp</dc:creator>
<guid>http://efeder.wordpress.com/2009/11/21/auf-kosten-der-zukunft/</guid>
<description><![CDATA[Als erstes deutsches Flächenland hat Hessen eine von Wirtschaftsprüfern testierte Eröffnungsbilanz v]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Als erstes deutsches Flächenland hat Hessen eine von Wirtschaftsprüfern testierte Eröffnungsbilanz v]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Bei Kaiserwetter über die Knodener Höhe: Reichenbach - Meerbachtal - Schannenbacher Eck - Eulsbach - Schlierbach (14 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/11/19/bei-kaiserwetter-uber-die-knodener-hohe-reichenbach-meerbachtal-schannenbacher-eck-eulsbach-schlierbach-14-km/</link>
<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 22:07:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/11/19/bei-kaiserwetter-uber-die-knodener-hohe-reichenbach-meerbachtal-schannenbacher-eck-eulsbach-schlierbach-14-km/</guid>
<description><![CDATA[Doppel-Yaaayyy!!! Der zweite Sonnentag in Folge, und dann auch gleich nochmal eine Ecke hübscher, kl]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Doppel-Yaaayyy!!!<br />
Der zweite Sonnentag in Folge, und dann auch gleich nochmal eine Ecke hübscher, klarer und wärmer als der gestrige!!!<br />
Wahrscheinlich der schönste Tag, den dieser November aufbieten wird, da muss gelaufen werden!!!</p>
<p>Und zwar nicht wie gestern mitten in der Nacht.<br />
Ohooo nein, heute geht´s über Mittag raus, wenn die Sonne am höchsten steht und alles hell und bunt und freundlich ist, jawollja!!<br />
Und zwar in den Odenwald, der ist an solchen Tagen nämlich wun-der-schön!!!</p>
<p>Eine passende Strecke hab´ ich schon lange parat, ein wunderbar anstrengender kleiner Berglauf vom Meerbachtal aus über die Knodener Höhe ins Schlierbachtal. Wollte ich schon vor Wochen in Angriff nehmen, hab´s aber wegen dem drögen, trüben Trauerwetter immer wieder aufgeschoben (so eine Strecke verschwendet man nicht an hässlichen Herbsttag!).<br />
Und weil ich so richtig Lust hab´, verlängere ich die Route spontan sogar noch ein bisschen und lege den Aufbruchspunkt rüber nach Reichenbach im benachbarten Lautertal &#8211; das sind nochmal ein paar Kilometer und ein paar hundert Höhenmeter extra, heute nehm´ ich die liebend gerne mit. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><!--more--><br />
Start also in Reichenbach, dem kleinen Hauptort des schmalen Lautertals, das tief eingeschnitten zwischen den mächtigen bewaldeten Höhenzügen des Felsbergs und der Knodener Höhe liegt.</p>
<p>Es ist später Vormittag, die Sonne scheint angenehm warm aus einem hellen milchigblauen Himmel herunter, mit herbstlichgelbem Licht auf die grünen Hangwiesen und die weiten Bergwälder über dem Tal, in denen sich noch ein paar Reste herbstlicher Farbenpracht gehalten haben.  Es ist herrlich hier oben, die Luft riecht klar und frisch, und ich platze fast vor lauter Vorfreude.<br />
Mannmannmann, das wird ja sooo gut!!! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Und los geht´s!<br />
Ich folge der engen Friedhofstr. (die ist heute mein Startpunkt), die schon etwas erhöht am südlichen Ortsrand über dem Kerndorf liegt, nach Osten.<br />
Das ist schonmal falsch.<br />
Eigentlich will ich ja auf dem Höllbergweg (Marker: Re2) durch steilen Bergwiesen am Hang südlich von Reichenbach bis hinauf zum europäischen Fernwanderweg 1 hinter dem Hahnenbusch.<br />
Und um den zu erreichen, müsste ich vom Start aus eigentlich nach Westen&#8230;<br />
Dummerweise hab´ ich Reichenbach ja erst ganz spontan zum Ausgangspunkt der heutigen Tour erkoren, deswegen fängt mein Plänchen erst im nächsten Tal an, und ich laufe hier eben erst mal in die falsche Richtung. </p>
<p>Macht aber nix, es läuft prima, ich fühl´ mich richtig gut, und die Tatsache, dass mein Wegmarker nicht auftaucht, stört mich nicht weiter. Nehm´ ich halt einfach einen anderen Weg rechts hoch in die steilen Hänge.<br />
Zum Beispiel den Plasterweg, der von der Knodener Str. rechts abgeht und aus Reichenbach hinaus in die Wiesen führt.<br />
Der sieht gut aus. </p>
<p>Leicht aufwärts, durch die mittagsonnigen, strahlendgrünen Weiden &#8220;Auf der Binn&#8221;. Vor mir erhebt sich der beeindruckend hohe und steile Bergmassiv der Knodener Höhe, halbrechts vorne erkenne ich die vorgelagerte bewaldete Kuppe des Hahnenbuschs, zu der ich eigentlich hoch möchte.<br />
Hmm, sieht nicht so aus, als ob ich da gerade hinlaufen würde, und auch der sehr freundliche ältere Herr, der gerade mit seinen zwei Hunden vorbeispaziert, bestätigt mir, dass ich nicht ganz richtig bin.<br />
&#8220;Awwer&#8221;, meint er, &#8220;sie kenne hier oafach waiderlaafe, do owwe kimme se donn in de Woald un da is dann sou e klaa Trambelfäädsche, des fiehrt houch aufn rischtische Woaldwesch, den nämmese noach reschts, dann kimme se doa raus wou se hiiwolle&#8221;.<br />
Ja perfekt!<br />
Ich bedanke mich herzlich und mache mich wieder auf. </p>
<p>150 m., dann entdecke rechts unter mir in einer kleinen Taldelle einen querweg, der etwas besser aussieht und auch in Richtung Wald führt.<br />
Sieht gut aus, also wechsle ich mal schnell, direktemang über eine schräge Weide mit offenem Gras runter auf den anderen Weg.<br />
Und dem folge ich dann aufwärts zum Waldrand.  </p>
<p>Kurz davor schaue ich mich nochmal um, der Blick über das weite, sonnige, idyllische Lautertal ist herrlich.<br />
Wenn ich den Foto dabei hätte, würde ich hier ein herrliches Panoramabild schießen.<br />
Aber ich hab´ den Foto daheim gelassen, absichtlich, weil ich um kurz nach Eins in Schlierbach sein will, und das zeitlich mit Foto zu eng geworden wäre.<br />
Blöde Entscheidung, der helle, strahlende Tag und das intensive Herbstlich sind eigentlich wie für Bilder gemacht.<br />
Aber jetzt lässt sich´s nicht mehr ändern.<br />
Seufz! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':(' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Und rein in den Wald, der inzwischen so licht ist, dass die warme Mittagssone praktisch ungehindert durch die kahlen Wipfel fallen kann und grandiose Schattenmuster auf die schrägen, dichtbelaubten Hänge malt.<br />
Aufwärts, auf einem kaum vorhanden, unmarkierten Trampelfpad der in einem Hohlweg voller Steine und loser Äste mit extrem nickliger Steigung geradewegs nach oben führt.<br />
Aaaanstrengend, aber auf eine richtig gute Art und Weise.</p>
<p>Nach 200 oder 300 m. geht´s rechts, ein quasinichtexistentes Protopfädchen hinauf, auf dem ich kurz darauf einen anständigen Waldweg erreiche. Sogar mit Markierung, ist nämlich der Höllbergweg (Re2) über Reichenbach. Kenn ich, bin ich im August schon mal gelaufen, bei <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/08/15/blogger-team-up-nibelungensteig-teil-2-wilsmhausen-gumpener-kreuz-mit-gerd-und-foto-244-km/">der zweiten Nibelungensteigetappe mit Gerd</a>.<br />
Damals ging´s ostwärts zum Hofgut Hohenstein, ich laufe heute jedoch in die andere Richtung, nach Westen, bis ich die große Wegkreuzung auf dem Bergkamm hinter dem Hahnenbusch erreiche, wo sich Knodener Höhenweg (gelbes Dreieck) und europäischer Fernwanderweg 1 (weißes Andreaskreuz) ein Stelldichein geben.<br />
Damit bin ich dann auch wieder genau da, wo ich sowieso hinwollte.<br />
Kleiner Navigationsfehler vom Anfang: Ausgewetzt!! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Kurz verschnauft und den schönen Panoramablick übers Lautertal hin zum Felsberg genossen (Verdammt, warum hab´ ich bloß den mistigen Foto liegen lassen?!?!), dann links, der weißen Raute des europäischen Fernwanderwegs 1 hinterher, die von hier runter ins Meerbachtal führt. </p>
<p>Der Fernwanderweg 1 ist so ein richtiger fieser Bastard, der sich nicht um Bequemlichkeit oder leichte An- und Abstiege schert.<br />
Stattdessen pflügt er geradewegs durch den Odenwald, hangauf und hangab, manchmal auf bequemen Wegen, oft aber auch querbeet durch die Wildnis, auf schmalen steilen Ziegenpfädchen, die zuweilen selbst einem bedächtigem Wanderer mit gutem Schuhwerk und festem Tritt Einiges abverlangen können.<br />
Also genau die Art von Weg, die ich gerne jogge! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  </p>
<p>Steil abwärts, mal auf guten Wegen durch den mit Sonnenlicht gefluteten Herbstwald, mal auf steinigen Pfädchen durch verwucherte Dickichte, bis ich schließlich den Fuß des Höhenzugs erreiche und hinaus in die schönen Weiden des hinteren Meerbachtals laufe, wo es außer dem gluckernden Meerbach, weiten hellen Wiesen und glücklichen Kühen praktisch nichts gibt.<br />
Hach, schööön! </p>
<p>Ich durchquere den Meerbach im Talgrund auf der alten Asphaltstrasse und erreich kurz danach den einsamen Naturparkplatz Märkerwald am Waldrand. Hier wollte ich ursprünglich starten, ab jetzt kann ich mich also auch mit Plänchen orientieren, wenn´s nötig sein sollte&#8230;</p>
<p>Hier ist dann auch Schluss mit lustig.<br />
Von nun an geht´s aufwärts, aus dem tiefen Meerbachtal (dessen selbst hier hinten an seinem obersten Ende auf unter 200 m. ü.NN liegt) hinauf auf die mächtige Knodener Höhe, deren vorgelagerte Flanken sich wie dunkelbewaldete Wände vor mir erheben.<br />
Das wird ein hartes Stück arbeit, los geht´s!</p>
<p>Erstmal folge ich weiter dem Fernwanderweg 1, über den Parkplatz, dann mit erklecklichem Anstieg in die Hänge hinein.<br />
Wenn man hier aufwärts läuft, bedeutet das vor allem eins: Serpentinen, Serpentinen, Serpentinen.<br />
Schier endlos schlängelt sich der Weg bergauf, Kurve um Kurve um Kurve, erst auf uraltem, rissigen Asphalt (ob hier wohl mal ein Fahrweg war?), dann auf ordentlichen Waldwegen, die eigentlich ganz bequem wären, wenn es nicht so gnadenlos unablässig immer nur bergauf ginge. </p>
<p>In der ersten Kurve schnaufe ich bereits ein bisschen, in der zweiten mehr, in der dritten fliesst mir der Schweiss in die Augen.<br />
Aber ich halte durch. Bin halt doch ein harter Hund, zumindest wenn die Sonne scheint und es schön ist (im trüben bin ich zugegebenermaßen eine weinerliche Heulsuse. Aber das ist heute egal! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  )<br />
In der vierten verabschiedet sich der Fernwanderweg 1, er führt hier geradeaus weiter in Richtung Ober-Hambach, auf einer Passage, die so unsagbar grausam ist, dass ich mir beinahe alle Knöchel gebrochen hätte, als ich sie <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/11/24/schone-gegend-schlechte-wege-zell-gronau-ober-hambach-128-km/">vor fast genau zwei Jahren zum ersten (und einzigen?) Mal gelaufen bin</a>. </p>
<p>Das bleibt mir heute immerhin erspart, ich folge weiter den Serpentinen bergauf, die av hier mit der gelben Zwei des Eichelbergwegs markiert sind. </p>
<p>Fünfte Kurve, der Wald ist inzwischen schattig und kühl, die schräge Mittagsonne reicht nicht bis hierher in den Nordhang hinein.</p>
<p>Sechste Kurve, steil unter mir kann ich die bisherigen Serpentinen erkennen, die sich mit Unschuldsmiene den Hang hinabschlängeln.   </p>
<p>Siebte Kurve, der Weg verflacht etwas und führt um einen kleinen Bergvorsprung, eine willkommene Gelegenheit, um etwas durchzuatmen.</p>
<p>Achte Kurve, hier führt die gelbe 2 geradeaus am Hang entlang.<br />
Würde liebend gerne hinterher, aber ich will ja weiter bergauf, also folge ich dem nun unmarkierten Weg scharf nach links. </p>
<p>Hier ist erstmal Schluss mit Serpentinen, stattdessen geht´s in einer lange geschwungenen Kurve an der steilen Bergflanke nach Nordosten.<br />
Wunderschön: Links und rechts des Weges ziehen sich große Gruppen moosiger Findlingsbrocken durch den Wald, dazwischen plätschern immer wieder kleine Bäche und Rinnsaale talwärts, die Wipfel der Kiefern sind in strahlendes Sonnenlicht getaucht, während die unteren Regionen des Waldes in Schatten gehüllt sind.<br />
Und weil Herbst ist gibt dazu herrliche Aussicht, durch die kahlen Baumwipfel hindurch, die im Sommer den Blick versperren würden, über das langgezogene Meerbachtal hinweg bis zur Bergstrasse, zum Auerbacher Schloss und dem Melibokus, die im warmen Mittagslicht erstrahlen, und auf den langgezogenen Felsberg, der sich wie der Rücken eines gewaltigen Tieres hinter dem niedrigeren Höhenzug zwischen Lauter- und Meerbachtal erhebt.<br />
(Wenn ich doch nur den Foto hätte&#8230;)</p>
<p>Nach einigen hundert Metern geht´s um die neunte scharfe Kurve, dahinter natürlich weiter aufwärts, inzwischen bin ich allerdings bereits so weit oben, dass die Sonne wieder ihren Weg durch die Wipfel bis zum Boden findet und den Wald in eine etwas verwunschene dunstige Herbstatmosphäre aus warmem, rotgelben Licht und kühlem, blauschwarzen Schatten taucht.<br />
Einmalig. </p>
<p>In den letzten Minuten ist immer mal wieder das Röhren von Kettensägen durch den Wald gehallt, 150 m. nach der neunten Kurve stoße ich dann auch auf seine Verursacher.<br />
Vor mir im Wald steht ein Trupp Waldarbeiter in voller Montur, der Weg selbst ist mit einem der allseits bekannten und beliebten Warnschilder abgesperrt:<br />
&#8220;Baumfällarbeiten. Weg gesperrt. LEBENSGEFAHR!&#8221;<br />
Ist aber zum Glück halb so wild, einer der Waldarbeiter bemerkt wie ich etwas ratlos vor dem Schild stehe und winkt mich mit einem freundlichen Lächeln durch.<br />
&#8220;Alles klar&#8221;, meint er als ich vorbeilaufe, &#8220;grad is´ frei&#8221;.<br />
Anscheinend haben auch die Waldarbeiter heute gute Laune.<br />
Wunderbar. </p>
<p>Noch einen halben Kilometer folge ich dem Weg weiter bergauf, um ein großes Tal herum, dann stoße ich auf eine Kreuzung unterhalb des Heiligenbergs, an der ich im Sommer schon mal vorbeigekommen bin.<br />
Hier geht´s links, um die Zehnte und letzte Serpentine, dann noch ein Stück bergauf und schließlich etwas unterhalb einer kleinen Waldhütte nach links auf den Hochmoorweg in Richtung Schannenbach, der mit der gelben Zwei markiert ist. </p>
<p>Heidenei, ist der mies (auf eine coole, abenteuerliche Art und Weise)!<br />
Holprig, schlammig, mit riesigen Pfützen und umgeben von hohen, dicht wachsenden Waldbodenpflanzen geht´s ostwärts, hin und wieder muss auch mal vorsichtig über einen kleinen Bachlauf balancieren oder eine meterlange Matschsuhle überwinden.<br />
Heute macht das richtig Spaß!<br />
(Und außerdem ist der Weg eben bzw. geht sogar ein bisschen bergab, das ist nach dem ewig langen Aufstieg aus dem Meerbachtal höchst willkommen). </p>
<p>Ich folge dem Hochmoorweg für 600 oder 700 m. durch den wucherigen Wald, bis sich rechts so eine &#8230;Art Weg auftut, der steil den Hang hinaufführt. Weiter oben verläuft der Wanderweg HW22 auf den ich eigentlich will, also versuche ich hier einfach mal mein Glück.  </p>
<p>Der &#8220;Weg&#8221; hat diese Bezeichnung nicht verdient. Eigentlich ist es nur eine aufgewühlte Rinne, wo vor ein paar Jahreszeiten wohl mal ein Forstarbeitspanzer durch den Hang gepflügt ist &#8211; die Steigung ist beträchtlich, der Untergrund ruschig und matschweich, aber zugleich voller gerölliger Steine und stolperiger Äste, die vom dichten Herbstlaub versteckt werden. Dazu gibt´s dann noch einen dichten Bewuchs aus Dornen und Nesseln (von denen mir eine sehr schmerzhaft die Hand verätzt, als ich aus Versehen reingreife. Nur gut, dass die Sonne scheint, sonst müsste ich jetzt flennen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ).<br />
Joggen ist hier nicht, aber immerhin schlidderndes Stapfen, und am oberen Ende erwartet mich tatsächlich die weiße Raute des OWK-Wanderwegs HW22.<br />
Geht doch!</p>
<p>Dem HW22 folge ich nun nach links.<br />
Noch ein Stück auf verworrenen Pfaden durch den Wald, dann öffnet sich vor mir plötzlich eine weite, idyllische Wiese, in die der HW22 mitten hineinführt &#8211; ich bin am Schannenbacher Hochmoor (dem einzigen Hochmoor im gesamten Odenwald) angekommen, und damit auch fast am Ende des langen Aufstiegs!</p>
<p>Geradeaus durch die Wiese, die sich &#8211; wie es sich für eine Moorwiese gehört &#8211; mit leisen Quatschgeräuschen auf meine Schritte reagiert und sich dabei ein bisschen wie ein fester, vollgesogener Schwamm anfühlt.<br />
Richtig angenehm, vor allem in der prallen, glorreichen Sonne, die aus dem nunmehr azurblauen Himmel herunterscheint (hier oben auf 500 m.ü.NN ist es deutlich klarer als im Tal) und die Wiese und die umgebenden Wälder in hellem Herbstlicht erstrahlen lässt. </p>
<p>Nach 250 m. eine sanfte Kurve um ein knorriges Wäldchen herum, dahinter tauchen dann auch schon die obersten Häuser vom Schannenbach am Ende der Krehbergstr. auf, die wie auf einer Perlenkette am Waldrand über den Wiesen aufgereiht sind und von der rotweißen Nadel des Funkturms auf dem bewaldeten Krehberggipfel überragt werden.</p>
<p>Hier geht´s dann noch einmal rechts, ein paar letzte Höhenmeter aufwärts durch die Wiese (der Weg selbst ist eine unlaufbare schlammige Ruine, doch die Grasnarbe daneben ist trittsicher und wunderbar weich) bis zum Asphaltweg von Schannenbach nach Ober-Hambach, dem ich nach links bis zum Schannenbacher Eck folge, einer Wegkreuzung zwischen Wald und Wiesen auf dem Höhenrücken hinter Schannenbach. </p>
<p>Ge-schafft! Puuh!<br />
Höchster Punkt der heutigen Tour auf 540 m.ü.NN, da gönne ich mir doch mal eine kurze und ein bisschen stolze Verschnaufpause:<br />
Auf den letzten neun Kilometern habe ich mindestens 500 Höhenmeter geschrubbt, und eigentlich fühle ich mich noch topfit und tatendurstig.<br />
So wie´s sein soll eben. Kaiserwetter sei dank! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Allzulange kann ich allerdings nicht im warmen Sonnenschein der Knodener Höhe und dem Glanz meiner Berglaufleistung sonnen, denn schließlich will ich um kurz nach Eins unten im Schlierbachtal sein, und das ist noch ein ganzes Stück, auch wenn´s von jetzt an fast nur noch bergab geht.<br />
Weiter geht´s!</p>
<p>Von Schannenbacher Eck aus folge ich vorerst weiter der weißen Raute des HW22, die durch den Wald abwärts in Richtung Seidenbuch führt. Auch hier hat´s wieder wunderbares Herbstlicht mit einem Mix aus einzelnen Sonnenstrahlen und tiefen Schatten, dazu mehr moosige Findlinge und Felsformationen und einmal mehr das idyllische Röhren mehrerer Kettensägen.<br />
Oh halt, mein Fehler, das Röhren ist gar nicht so idyllisch, hab´s mit dem Zwitschern der Vögel verwechselt&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p> Hinter der nächsten Kurve stehen sie dann auch schon &#8211; ein schwerer Forstkran, ein Pulk Waldarbeiter, und ein weiteres &#8220;Forstarbeiten, Gesperrt, LEBENSGEFAHR !&#8221;-Schild.<br />
Und dieses Mal winkt mich niemand durch, wahrscheinlich sind sie alle zu sehr mit der riesigen hundertjährigen Buche beschäftigt, die sie gerade umgesägt haben und die nun mit einem Ohrenbetäubenden Krachen und dem Knacken splitternder Äste auf den Weg gestürzt ist. </p>
<p>Hmm, da will ich jetzt wirklich nicht durch&#8230;<br />
Aber Umkehren ist auch doof, deshalb entscheide ich mich dafür, die Baumfällarbeiten zu umgehen, indem vom Weg auf den Hang nebendran ausweiche und zwischen Felsen und Baumstämmen durch die Pampa laviere, bis der Forstarbeits-Ground-Zero hinter mir liegt und der Weg wieder frei ist.<br />
Dauert etwas, und Joggen kann man auch nicht auf dem wilden Waldboden, aber es klappt, und ein paar Minuten später kann ich meinen Weg auf dem HW22 fortsetzen.</p>
<p>Weiter ostwärts, weiter abwärts durch den schönen Wald an der Krehbergflanke, bis ich den Asphaltweg vor Seidenbuch erreiche und runter auf die offene Bergwiese &#8220;Auf dem Eck&#8221; laufe.</p>
<p>&#8220;Auf dem Eck&#8221; ist einer meiner Lieblingsorte im gesamten Odenwald.<br />
Eine große, weite, herrliche Bergwiese, die wie auf einer Stufe oder Terasse auf 450 m. ü.NN unter der Südflanke des Krehbergs sitzt, und von der aus man einen überwältigenden 270°-Panoramablick, der von Lindenfels im Osten über praktisch das gesamte Weschnitztal und die dahinterliegende Tromm im Süden bis zur Bergstrasse, der Rheinebene und dem Pfälzerwald im Westen hat (das sieht heute ganz besonders irre aus, denn die gesamte Vorderpfalz ist in Nebel gehüllt, so dass nur die Gipfel der 50 Kilometer entfernen Haardt wie ein fernes Atoll aus dem Dunst ragen) .<br />
Wunder-, wunderschön (Ich Depp, warum liegt bloß der Foto daheim&#8230;). </p>
<p>Auch hier verweile ich nicht so lange, wie ich gerne würde, die Zeit drängt so langsam ein bisschen. Geradeaus zum einsamen Wegweiser mitten in der Wiese, dort geradeaus dem blauen Balken des HW13 hinterher in Richtung des nahen Bergtierparks (den habe ich ja vor <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/09/06/nordwestliches-weschnitztal-mit-foto-168-km/">gut zwei Monaten besucht</a>. Muss ich jetzt gerade wieder dran drenken, weil ich gerade vor ein paar Tagen gelesen habe, dass der freundliche <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/09/img_5324.jpg">Zebresel</a>, <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/09/img_5320.jpg">dem ich damals die Schnauze gestreichelt habe</a>, <a href="http://www.morgenweb.de/region/rhein_neckar_ticker/Mannheimer_Morgen/1958_F%C3%BCrth:_Zebresel_verendet.html">Anfang November gestorben ist</a>. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':(' class='wp-smiley' />  ). </p>
<p>Es geht wieder in den Wald, der HW13 knickt nach rechts ab, ich laufe hingegen geradeaus weiter, der Markierung S1 des Eichelswegs hinterher.<br />
Ist eigentlich gar kein Weg, sondern ein weiterer extrem holpriger Mini-Pfad, den man vor lauter welkem Herbstlaub kaum erkennen kann.<br />
Steil, rutschig und stolprig geht´s erst ein paar hundert Meter einen langen Hohlweg runter, dann am Rand einer Hangwiese entlang, über die Hinweg sich eine tolle Aussicht übers das Schlierbachtal bis hinauf nach Lindenfels bietet, das im warmen Sicht der Mittagssone hoch über dem Tal herüberleuchtet (Foto? Wo bist du?!!).</p>
<p>Insgesamt geht´s nach dem unteren Waldrand noch über einen Kilometer bergab, bevor ich schließlich das Dörfchen <a href="http://www.lindenfels.de/sites/stadt/stadtteile/eulsbach.htm">Eulsbach</a> am Rand des Schlierbachtals erreiche. </p>
<p>Von hier aus ist es nur noch ein Katzensprung rüber zum Ziel in Schlierbach. Den eigentlichen Fußweg, das hübsche Gerichtspfädchen durch die Weiden, hab´ ich ja schon <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/10/11/vom-hohen-berg-ins-tiefe-tal-neunkircher-hohe-ellenbach-mit-fotos-151-km/">vor einem Monat abgelaufen</a> (damals mit Foto, obwohl das Wetter viel schlechter war. Grrr!), deswegen will ich´s heute mal mit einer unerlaufenen Alternativstrecke probieren und dem Verlauf der L3098 im Talgrund folgen.</p>
<p>Eigentlich rechne ich ja mit einem unbequemen Endspurt auf der Fahrbahn, tatsächlich gibt´s aber einen gut laufbaren Kiespfad neben der Strasse, dem ich folgen kann, ohne Befürchten zu müssen, von einem überschnellen Ureinwohner mit einem SUV erlegt zu werden.<br />
Prima!</p>
<p>Vielleicht ein halber Kilometer, dann erreiche ich den südlichen Ortseingang des pittoresken Dorfes <a href="http://www.schlierbach-odw.de/00_NAVI/main_das_ort.htm">Schlierbach</a>, laufe noch ein Stück an der Fürther Str. in den Ort hinein, biege dann links in den den alten Dorfkern mit den vielen schönen Fachwerkhäusern ab (vgl. <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/08/15/blogger-team-up-nibelungensteig-teil-2-wilsmhausen-gumpener-kreuz-mit-gerd-und-foto-244-km/">hier</a>, Fotos #58-#62) und erreiche schließlich<br />
gegen 13:20 das Ziel der heutigen Tour, nämlich das gemütliche<br />
<a href="http://www.gasthaus-zur-krone-schlierbach.de/index.html">Gasthaus Zur Krone</a>, wo´s zur Belohnung eine kalte Cola und ein leckeres Kochkässchnitzel gibt! </p>
<p>Hachja.<br />
Die mit Abstand beste Tour, die ich diesen Monat gemacht habe, mit herrlichem Wetter, wunderschöner Landschaft und ganz viel Spaß.<br />
Hat unendlich gut getan, sich die unlustig-trüben letzten Wochen vom Gemüt zu laufen und endlich mal wieder so richtig schön drauflos zu genießen.<br />
Nur die Sache mit dem Foto, die stört mich immer noch, denn die Bilder, die ich heute hätte machen können, wären zweifellos phänomenal geworden.<br />
Aber hey, wie sagt der Anglophone doch richtigerweise: It´s no use crying over spilled milk&#8230; </p>
<p>Strecke: 14 km<br />
Zeit: Genug.<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 76,5% (10,71 km von 14 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/11/reichenbach-knodener-hohe-schlierbach.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/11/reichenbach-knodener-hohe-schlierbach.jpg?w=150" alt="" title="Reichenbach - Knodener Höhe - Schlierbach" width="150" height="109" class="alignnone size-thumbnail wp-image-7076" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Affären beim Koalitionspartner - Eine schmutzige Hand wäscht die andere? (2. Update)]]></title>
<link>http://verwickeltes.wordpress.com/2009/11/19/affaren-beim-koalitionspartner-eine-schmutzige-hand-wascht-die-andere/</link>
<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 21:50:24 +0000</pubDate>
<dc:creator>Marc</dc:creator>
<guid>http://verwickeltes.wordpress.com/2009/11/19/affaren-beim-koalitionspartner-eine-schmutzige-hand-wascht-die-andere/</guid>
<description><![CDATA[Steht in einem Koalitionsvertrag eigentlich drin, dass man seinen Regierungspartner auch bei dessen ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><!--more-->Steht in einem Koalitionsvertrag eigentlich drin, dass man seinen Regierungspartner auch bei dessen alleine zustande gebrachten Klöpsen voll und ganz in Schutz nehmen muss?</p>
<p>Den Gedanke hatte ich bei der Hessen-FDP neulich bei der <a href="http://fr-online.de/frankfurt_und_hessen/dossiers/der_fall_wolski/">Wolski</a>-Affäre, jetzt habe ich ihn bei der Steuerfahnder-Affäre. (Vier erfolgreichen Fahnder wurden für paranoid für dienstunfähig erklärt.)</p>
<blockquote><p><a href="http://fr-online.de/top_news/?em_cnt=2091168&#38;em_comment=1"><strong>Frankfurter Rundschau, 19.11.2009: Was wussten Koch und Hahn? -</strong></a> Im Jahr 2005 ist die damalige Oppositionspartei FDP noch voll auf Seiten der geschassten Steuerfahnder. Er glaube nicht an &#8220;eine zufällige Verkettung&#8221;, sagte FDP-Politiker Roland von Hunnius damals in einer Landtagsrede. [...] Alle anderen Parteien unterstützten die Fahnder, auch die FDP. Deren Vorsitzender und jetzt regierender Justizminister Jörg-Uwe Hahn will davon nichts mehr wissen.[...] Und Leif Blum, parlamentarischer Geschäftsführer der FDP, will sich kaum erinnern, dass er die Fahnder getroffen hat.</p></blockquote>
<p>Warum hat hier die FDP bei solchen Sachen nicht die Eier zu sagen: Liebe CDU, das habt ihr in der Zeit Eurer Alleinregierung (oder parteiintern &#8211; wie 1999 die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/CDU-Spendenaff%C3%A4re#Die_Spenden_der_Hessen-CDU">CDU-Parteispendenaffäre</a>) in den Sand gesetzt, guckt doch selber wie ihr klarkommt? Da habt ihr uns nicht gefragt, also ist das Euer Problem. Nein, da wird<br />
plötzlich &#8220;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=TBnJ7wDk2FQ">Wann wir schreiten Seit&#8217; an Seit&#8217;</a>&#8221; gesungen, ein Lied, das den beiden Parteien eigentlich fern liegt.</p>
<p>Da sich die Parteien von den Affären der Anderen nicht emanzipieren, stelle ich mir doch glatt die Frage, was der andere Koalitionspartner für Leichen im Keller hat, bei denen er auf jeden Fall Unterstützung braucht.</p>
<p>Update: Oha, tut sich doch was: <a href="http://www.fr-online.de/top_news/2094943_FDP-Parteitag-Kritik-am-Koalitionspartner.html">Frankfurter Rundschau, 21.11.2009, FDP-Parteitag Kritik am Koalitionspartner</a> &#8230; Nö, doch nicht, die FDP kritisiert die CDU wegen Opel und Finanzminister Schäuble.</p>
<p><strong>Update 2, 26.12.2009:</strong> FDP-Politiker widersprechen sich jetzt gegenseitig: </p>
<blockquote><p><a href="http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/hessen/2163334_Steuerfahnder-Affaere-Scharfe-Kritik-am-System-Weimar.html"><strong>Frankfurter Rundschau, 24.12.2009: Scharfe Kritik am &#8220;System Weimar&#8221; </strong></a>- &#8220;Ich bin nach wie vor der Meinung, dass es in der Finanzverwaltung Mobbing gab&#8221;, sagte der FDP-Politiker Roland von Hunnius der FR. [...] Der FDP-Landtagspolitiker Leif Blum und der CDU-Politiker Gottfried Milde hatten vor wenigen Tagen noch öffentlich behauptet, Mobbing in der Verwaltung und Kaltstellen von Fahndern habe es nie gegeben. &#8220;Das entspricht nicht der Wahrheit&#8221;, sagt dagegen von Hunnius. Parteifreund Blum solle die Akten lesen. </p></blockquote>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Zitat des Tages]]></title>
<link>http://wwwut.wordpress.com/2009/11/19/zitat-des-tages/</link>
<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 14:12:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>124c41</dc:creator>
<guid>http://wwwut.wordpress.com/2009/11/19/zitat-des-tages/</guid>
<description><![CDATA[In Italien wird die Mafia vom Staat verfolgt, in Hessen &#8212; und möglicherweise in anderen von Sc]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><blockquote><p>In Italien wird die <strong>Mafia</strong> vom Staat verfolgt, in Hessen &#8212; und möglicherweise in anderen von Schwarz-Gelb regierten Bundesländern &#8212; wird sie in die Regierung gewählt. Unglaublich, in was für einer <strong>verbrecherischen Bananenrepublik</strong> wir inzwischen leben &#8212; da tut <strong>Widerstand</strong> Tag für Tag mehr Not!</p></blockquote>
<p><a href="http://www.perspektive2010.org/blog/2009/11/19/verbrecher-des-tages-roland-koch-cdu-hessen/">Perspektive 2010</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Meine hessischen Wurzeln]]></title>
<link>http://valentiner.wordpress.com/2009/11/19/meine-hessischen-wurzeln/</link>
<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 07:00:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>valentiner</dc:creator>
<guid>http://valentiner.wordpress.com/2009/11/19/meine-hessischen-wurzeln/</guid>
<description><![CDATA[]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/BH4YAgf4y8Y&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/BH4YAgf4y8Y&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Nacht über dem Mainufer: Offenbach - Bürgel - Fechenheim (12,1 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/11/18/nacht-uber-dem-mainufer-offenbach-burgel-fechenheim-121-km/</link>
<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 22:24:09 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/11/18/nacht-uber-dem-mainufer-offenbach-burgel-fechenheim-121-km/</guid>
<description><![CDATA[Yaaay!!!! Gutes Wetter!!! Nach wochenlanger dröger Novemberwitterung ist die Sonne wieder aufgetauch]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Yaaay!!!!<br />
Gutes Wetter!!!</p>
<p>Nach wochenlanger dröger Novemberwitterung ist die Sonne wieder aufgetaucht, und sie hat warmes Licht, blauen Himmel und wunderbare Herbststimmung mitgebracht.<br />
Das gibt instante Lauflaune, da möchte man sofort raus und sich ein bisschen die Sportschuhe vertreten, am liebsten natürlich irgendwo weit weg, wo man noch nie zuvor gelaufen ist.<br />
Zum Beispiel in Frankfurt oder so. </p>
<p>Hey, Moment mal &#8230;<br />
Neeeiin, so ein Zufall &#8211; Frankfurt, da wollte ich heute Abend doch sowieso hin!<br />
Na prima, dann würd´ ich doch einfach irgendwo da oben eine kleine Runde durch den plötzlich angenehmen Herbst drehen!<br />
Uuuund zwar&#8230;<br />
*[kurzes Studium von Google Earth, Wanderkarten und Stadtplänen]*<br />
&#8230; nicht durch Frankfurt selbst, sondern mal durch Offenbach, die kleinere und weniger prominente Schwesterstadt auf der anderen Seite des Mains.<br />
Spannend, denn Offenbach ist sowas wie die vergessene Großstadt des Rhein-Main-Gebiets: Stets im Schatten des weitaus größeren Frankfurt, wenig glamourös, gilt so ein bisschen als graumäusig und wenig interessant. Selbst die meisten Menschen aus der weiteren Region kennen die Stadt kaum, wissen nicht viel drüber, kommen kaum hierher &#8211; zumindest ist es mir bisher so gegangen.<br />
Also höchste Zeit, Offenbach und seine verborgenen Reize ein bisschen besser kennenzulernen!   </p>
<p>Deswegen heute auf dem Programm: Einmal durch Downtown Offenbach, am Mainufer weiter bis nach Bürgel, rüber auf die Frankfurter Flussseite nach Fechenheim, am Nordufer zurück um den Mainbogen und schließlich wieder durch Offenbach zum Ausgangspunkt.<br />
Sah gut aus! </p>
<p><!--more--><br />
Einziges Problem: Meine Verabredung in Frankfurt war eigentlich erst so gegen 19:00 Uhr, also fast zweieinhalb Stunden nach Sonnenuntergang (Flüche auf die verfluchte Winterzeit! FLÜCHE!!!!!).<br />
Da ist es gemeinhin gerne mal dunkel, und im Dunkeln Entdeckungzuslaufen, das ist irgendwie kontraproduktiv, weil da siehste ja nix.<br />
Andererseits&#8230; &#8220;Ist ja Großstadt&#8221;, denk´ ich mir,  &#8220;da sind viele Lichter an, das geht schon irgendwie. Außerdem: Schönes Wetter bleibt schönes Wetter, auch wenn´s dunkel ist. Das musste ausnutzen!&#8221;<br />
Na dann.</p>
<p>Um kurz vor Sonnenuntergang nordwärts, um in dunkler Nacht* zum allerersten Mal in meiner mehr als drei Jahrzehnte währenden Existenz die unbekannten Eingeweide Offenbachs zu erkunden.<br />
Wie Livingstone, oder Lewis und Clark.<br />
Wer weiss, vielleicht finde ich ja sogar Dinosaurier oder eine vergessene Eingeborenenstadt ganz aus Gold&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  </p>
<p>* Na ja, also so zwischen Fünf und Halb Sieben, es geht sicher noch nächtlicher&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Der Sonnenuntergang ist schon mal traumhaft schön, auch wenn ich ihn nur aus dem Augenwinkel/im Rückspiegel bewundern kann, während ich auf der A5 und der A661 nordostwärts ins urbane Herz des Rhein-Main-Gebiets tuckere, schließlich am Kaiserlei-Kreisel abfahre und durch die westliche Vorstadt meinen heutigen Ausgangspunkt erreiche.<br />
Dreieichring, am südwestlichen Stadtrand Offenbachs zwischen Bahndamm und Dreieichpark gelegen.<br />
Hier hab´ ich Offenbach <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/05/20/hubsche-harte-runde-von-frankfurt-nach-offenbach-und-zuruck-105-km/">vor einem halben Jahr schon mal angekratzt</a>, heute ist die Ecke mein Sprungbrett für die Innenstadt.</p>
<p>Als ich mich aufmache, ist der Sonnenuntergang bereits eine Viertelstunde vorbei, die Dämmerung drängt merklich in die Dunkelheit, am Himmel schimmert ein purpurrosanes Abendglühen, die Strassenlaternen brennen.<br />
Ungewohnt, aber irgendwie gefällt mir die Abendstimmung am Rand der nahen, fremden Stadt total gut.<br />
Das wird interessant heute! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ich starte Ostwärts, durch den südlichsten Zipfel des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dreieich-Park">freundlich begrünten Dreiechparks</a>, dann am hell erleuchteten Polizeipräsidum Südosthessen vorbei die Geleitstr. hinunter in Richtung Innenstadt. </p>
<p>Offensichtlich eine etwas bessere Wohngegend, links und rechts der Strasse stehen überwiegend repräsentative Bürgerhauser (spätes 19. oder frühes 20. Jahrhundert, würde ich schätzen) mit eigenen Gärten, dazu mindestens eine Kirche, auf beiden Strassenseiten stehen schöne alte <a href="http://static.panoramio.com/photos/original/2514298.jpg">Ahornbäume</a>, deren große, welke Blätter unter meinen Schuhen knacken und knistern, während ich stadteinwärts laufe.<br />
Verkehr ist kaum, das läuft sich gut, trotz der etwas funzligen Laternen. </p>
<p>Nach einem knappen halben Kilometer wird´s innerstädtischer: Die Häuser sind nun mehrstöckig und stehen direkt an der Strasse, in ihren Parterres leuchten die Auslagen kleiner Geschäfte und Restaurants, die Fußgängerdichte nimmt ebenfalls zu (das erfordert nun ein bisschen Alte-Damen-mit-Einkaufstüten- und Kinderwagen-Dodging, aber nichts, womit ich nicht fertig werden würde. Nicht umsonst bin ich wendig wie ein eingeöltes Wiesel [mit Hüftschaden. Und balancestörender Mittelohrentzündung. Und 1,2 Promille Blutalkohol.<br />
Aber irgendwie komm´ ich trotzdem durch... <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_lol.gif' alt=':lol:' class='wp-smiley' /> ]). </p>
<p>Zwischendurch geht´s über den Schillerplatz, in dessen Mitte ein eingezäuntes Bäumchen steht, dann erreiche ich Kaiserstr. am Rand der Innenstadt. Der folge ich nach links/Norden, weil hier so viele bunte Geschäftsschilder leuchten (die Lichter der Großstadt&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ).<br />
Allerdings nur 150 m. dann geht´s wieder rechts, in die <a href="http://www.panoramio.com/photo/24474292">Große Marktstr.</a> und kurz darauf wieder links den Aliceplatz hoch. </p>
<p>Fußgängerzone, das Herz von Offenbach.<br />
Die üblichen Fußgängerzonengeschäfte und Schnellrestaurants, in der Mitte des breiten Platzes steht bereits ein Pulk von Weihnachtsmarktholzbüdchen &#8211; man kann ja nie früh genug anfangen&#8230;<br />
Viel los ist allerdings nicht, die Buden sind unbeleuchtet, die Geschäfte eher leer, relativ wenige Passanten flanieren durch die Dämmerung (Wirtschaftskrise? Oder vielleicht das nahe Frankfurt, das mit seiner Shoppingmeile Zeil Kunden abzieht? Oder werden hier auch einfach um halb sechs die Bürgersteige hochgeklappt? Keine Ahnung). </p>
<p>Ich laufe den Aliceplatz hoch, der nordwärts direkt in den Stadthof mündet, einen weiteren Platz direkt am <a href="http://www.offenbach.de/offenbach/themen/unterwegs-in-offenbach/tourismus-und-freizeit/sehenswuerdigkeiten/bildgalerie/virtueller-stadtrundgang-zu-offenbachs-sehenswertesten-plaetzen.html?picture=12">Offenbacher Rathaus</a>, einem mindestens mal 15- oder 20-stöckigen Betonkoloss aus den Siebzigern, der mir vor dem samtblauen Abendhimmel aber gar nicht so schlecht gefällt (vielleicht macht mich auch das gute Wetter nachsichtig, wer weiss&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  )</p>
<p>Um den Rathauskomplex laufe ich rechts herum, bis an die breite, vielbefahrene Berliner Str., die ich an einer Fußgängerampel überquere und mich halblinks in den dunklen aber freundlichen <a href="http://www.offenbach.de/offenbach/themen/unterwegs-in-offenbach/tourismus-und-freizeit/parks/article/buesing-park.html">Büsingpark</a> schlage. </p>
<p>Auch hier geht´s noch ein bisschen nordwärts, auf einem etwas schlammigen Kiesweg durch die Parkwiesen, erst vorbei am hypermodern-glasigen Veranstaltungszentrum einer großen Hotelkette, dann an der geschmackvoll ausgeleuchteten Rückfront des neobarocken und äußerst gefälligen &#60;a href=&#34;http://de.wikipedia.org/wiki/Büsing-Palais</a> (na schau mal einer an, wer hätte sowas mitten in Offenbach erwartet? <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ). </p>
<p>Direkt hinter dem Palais geht´s dann nach rechts, am Nordflügel des Gebäudes entlang, in dem sich <a href="http://www.klingspor-museum.de/UeberdasMuseum.html">Klingspor-Museum für Buch- und Schriftkunst</a> und die Offenbacher Stadtbibliothek befinden, aus deren großen, hohen Fenstern helles, warmes Licht zu mir hinausflutet. </p>
<p>Rechts, am <a href="http://www.offenbach.de/stepone/data/downloads/7d/02/00/Buesingpalais072.jpg">prächtigen Haupteingang des Büsing-Palais</a> vorbei, dann wieder links und durch die verwaiste Kirchgasse und den winzigen <a href="http://www.frankfurt-rhein-main.de/cms/tourismussuite/de/sport_freizeit/parkanlagen-gaerten/details.html?haus_id=1001550">D&#8217;Orville-Park</a>.<br />
Hier ist es ziemlich finster, und auf einer Parkpank hockt ein Haufen biersaufender Stadtjugendlicher, die mich als Landei in der großen, dunklen Stadt etwas beunruhigen, deswegen spute ich mich ein bisschen und erreiche nach 100 m. die breite Mainstr. auf der anderen Parkseite, die &#8211; Nomen est Omen &#8211; in Ost-West-Richtung am Mainufer verläuft. </p>
<p>Kurz ostwärts, an der Mainstr. bis zum nahen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Isenburger_Schloss">Isenburger Schloss</a>, dann links über eine Fußgängerampel und unter einer kleinen Brücke durch auf den Mainuferweg direkt neben dem Fluss. </p>
<p>Erste Erkenntnis: Huh, ganz schön finster hier.<br />
Keine Beleuchtung, und auch auch das Restlicht der Stadt reicht nicht so recht hier herunter.<br />
Na gut, dann eben im Dunkeln.</p>
<p>Rechts den Mainuferweg entlang, dem ich nun für über drei Kilometer direkt am Main flussaufwärts folgen will, um den Mainbogen herum bis hinter Bürgel.</p>
<p>Läuft sich eigentlich sehr gut.<br />
Der Weg <a href="http://www.panoramio.com/photo/9949784">ist asphaltiert und eben</a>, da braucht´s kein Licht, und die Navigation ist kinderleicht &#8211; solange links der Fluss ist, kann eigentlich nichts schiefgehen.<br />
Lediglich auf Radfahrer muss ich ein bisschen achten, eine Kollision in der Dunkelheit steht heute nämlich nicht auf der Agenda.<br />
Aber hier ist so wenig los, da klappt auch das ganz gut. </p>
<p>Nordostwärts, durch die Parkwiesen zwischen Stadt und Wasser in die Finsternis.<br />
Links der Main, ein blauschwarzes Band, das ruhig unter dem samtigem Nachthimmel dahinfliesst, dahinter das andere Ufer am Fechenheimer Mittelfeld, stockdunkel weil´s dort nur Wald und Felder gibt.<br />
Rechts der Widerschein von Offenbach, die Stadt selbst ist von der hohen Flutmauer an der Mainstr. verdeckt, über die nur ein paar Strassenlaternen ragen (die übrigens gewaltig stören, denn ihr Licht ist zwar nicht stark genug, um die Uferpromenade zu erhellen, reicht aber aus, um meine Nachtsicht zu kompromittieren).<br />
Hinter mir, im Westen kann man die Spitzen der Frankfurter Skyline erkennen, leuchtende Wolkenkratzergipfel unter einem immer noch roséfarbenen Abendleuchten, vor mir hingegen schimmern die Häuser des Offenbacher Stadtteils Bürgel über die Flussschleife.<br />
Eigentlich richtig hübsch hier&#8230;</p>
<p>Und so gleite ich durch die Dunkelheit am Ufer, angenehm verloren in der samtenen Schwärze neben dem Fluss, in der Zeit und Distanz sich seltsam verformen. Dabei wird´s immer einsamer, bald gibt´s keine Radler, keine Gassigeher, keine Spaziergänger mehr.<br />
Nur noch mich und den ruhigen, dunklen Main. </p>
<p>Nach eineinhalb Kilometern erreiche ich <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Offenbach-B%C3%BCrgel">Bürgel</a>, einen kleinstädtisch wirkenden Stadtteil in der Mainschleife. Hier mache ich erstmal einen kurzen Schlenker hoch zu den ersten Häusern über der Hochwasserschutzmauer (damit ich auch sagen kann, dass ich wirklich IN Bürgel gewesen bin), dann geht´s wieder runter, zurück auf den Mainuferweg, der durch die finsteren Parkanlagen auf den Uferwiesen weiter nach Norden führt.<br />
Vorbei am Bürgeler Ortskern (mit einer großen, hübsch beleuchteten <a href="http://www.panoramio.com/photo/4050870">Kirche</a>), immer weiter nordwärts, bis die Lichter des Ortes langsam hinter mir zurückbleiben, während vor mir gleichzeitig die Lichter von Frankfurt-Fechenheim auf der anderen Mainseite herüberzuschimmern beginnen.</p>
<p>Hier muss ich so langsam ein bisschen aufpassen &#8211; der Mainuferweg wird zunehmend schlechter, mit Rissen, Schlaglöchern und rutschigen Pfützen, während rechts von einem großen Sportgelände grelles Flutlicht herüberstrahlt, das meine Pupillen klein und meine Nachtsicht piefig macht.<br />
Nicht ideal, aber die gute alte Hüftkrankesbesoffeneseingeölteswieselmitmittelohrentzündung-Trittsicherheit hält.<br />
Boo-Yah! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  </p>
<p>Nach insgesamt über drei Kilometern am Flussufer taucht vor mir der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Arthur-von-Weinberg-Steg">Arthur-von-Weinberg-Steg</a> auf, eine schlanke, sanft geschwungene Fußgängerbrücke über den Main. </p>
<p>Zeit, um ans Frankfurter Ufer zu wechseln: Rechts die zweimal geknickte Brückenrampe hoch, dann unter funzligen Kugellaternen den Brückenbogen hinauf und über die trägen, dunklen Fluten, bis rüber nach <a href="http://www.meinfechenheim.de/">Frankfurt-Fechenheim</a>, dessen Lichter still und freundlich über den Fluss leuchten.   </p>
<p>Die Brücke deponiert mich an einer hellerleuchteten Strassenbahnhaltestelle. Kurz aufs Plänchen geschaut (zum ersten Mal seit Offenbach, selbst wenn ich gewollt hätte, wär´s auf den letzten Kilometern zu dunkel dafür gewesen), dann links, neben den Schienen den Fechenheimer Leinpfad entlang, einen alten Weg direkt am Flussufer, auf dem früher mal schwere Gespanne Schiffe flussaufwärts getreidelt haben.<br />
Die letzten Kilometer bin ich dem Mainbogen am Offenbacher Ufer flussaufwärts gefolgt, nun geht´s am Frankfurter Ufer in genau die entgegengesetze Richtung zurück.</p>
<p>Der erste halb Kilometer ist relativ hell, da ich an der Tram-Trasse am Rand von Fechenheim entlanglaufe. Aber spätestens hinter dem Friedhof ist Sense mit Licht und Sicht, denn Fechenheim ist nun zuende, rechts des Weges öffnen sich nun dunkle Felder, über die zwar der Abglanz und die Turmspitzen der Frankfurter City herüberleuchten, aber nicht hell genug, um irgendenen Unterschied zu machen.<br />
Und auch die Lichter von Bürgel am anderen Flussufer stören allenfalls ein bisschen (vor allem wieder dieses verdammte Flutlicht von der Sportanlage).</p>
<p>Ergo wird´s hier richtig krass sackdunkel. Ich kann mit Ach und Krach den Pfad erahnen, dazu ein paar große Bäume am Wegrand und den nahen Fluss ein paar Meter links von mir.<br />
Ansonsten &#8211; Schwärze.  </p>
<p>Einerseits schon ein bisschen schade. Das könnte bei Licht eine ziemlich hübsche Ecke sein, vermute ich (mit schönen, alten Bäumen am Flussufer), und außerdem ist das hier ja das absolute Kernlaufrevier von <a href="http://fechi.wordpress.com/">Christine</a>, das hätte ich mir schon gerne mal ein bisschen genauer angeschaut.</p>
<p>Andererseits hat es aber auch was, so ganz allein mit sich selbst durch die Nacht zu schweben. Schärft so ein bisschen die anderen Sinne.<br />
Ich spüre den Untergrund durch die Schuhsolen, Herbstlaub auf hartem, glatten Boden, wohl kein Asphalt, eher ein sehr festgetretener Erdweg.<br />
Es riecht nach Wasser, Fluss, Herbst, ein bisschen modrig, aber auch aromatisch, immer wieder aufgefrischt durch kräftige Windböen aus Südwest, in denen sich eine leichte Winternote mit dem etwas rußigen Geruch von Industrie und großer Stadt vermischt.<br />
Und es ist relativ still, bis auf das ruhige Plätschern des Mains, das Rascheln des Windes in den fast Kahlen Wipfeln und das monotene aber gar nicht so unangenehme Hintergrundrauschen der beiden nahen Großstädte, das von der Brise über den Main getragen wird.<br />
Dazu quackt hin und wieder mal eine schläfrige Ente am Ufer, oder ein Flugzeug schraubt sich jaulend vom nahen Flughafen in den Nachthimmel, oder eine Hupe oder ein Stimmenfetzen hallt von der Offenbacher Seite herüber.  </p>
<p>Das hat was, hier draußen.<br />
Immer wollt´ ich´s nicht machen, aber heute Abend ist es irgendwie angenehm und spannend. </p>
<p>Irgendwann, nach einer kurzen Ewigkeit, oder vielleicht auch nur einem langen Moment, taucht schräg vor mir an der anderen Uferseite die leuchtende <a href="http://images.google.de/imgres?imgurl=http://cdn.fotocommunity.com/photos/5017569.jpg&#38;imgrefurl=http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/5017569&#38;usg=__3aGN_m6V-dC3woti_2OwXtShMPw=&#38;h=509&#38;w=800&#38;sz=39&#38;hl=de&#38;start=8&#38;um=1&#38;tbnid=nGQP4moaJxnfhM:&#38;tbnh=91&#38;tbnw=143&#38;prev=/images%3Fq%3Dskyline%2Boffenbach%26hl%3Dde%26sa%3DN%26um%3D1">Skyline der Offenbacher Innenstadt</a>, nicht so beeindruckend wie die der großen Schwester Frankfurt, aber trotzdem hübsch und hell und leuchtend. </p>
<p>Kurz darauf passiere ich das einzeln stehende Uferrestaurant Schloßblick, direkt gegenüber vom Isenburger Schloss auf der anderen Flusseite, an dem ich vorhin auf den Mainuferweg gelaufen bin.<br />
Hier hat´s ein paar Menschen, Autos, vermeintlich grelles Licht, das irritiert mich alles ein bisschen nach den langen zwei Kilometern, die ich seit Fechenheim durch die Schwärze gelaufen bin. </p>
<p>Geht aber schnell vorbei, nach fünfzig Metern wird der Leinpfad wieder ruhig und dunkel, wenn auch etwas weniger einsam.<br />
Da ist zum Beispiel eine junge Frau, die durch die Dunkelheit spaziert (sie hat eine helle Tasche, sonst hätte ich sie gar nicht gesehen).<br />
Als ich mich ihr von hinten nähere, versuche ich´s erstmal mit ein bisschen Füße schleifen lassen, um auf mich aufmerksam zu machen.<br />
Keine Reaktion.<br />
Na gut, dann: Demonstrativ husten.<br />
Keine Reaktion.<br />
Dann eben ein freundliches &#8220;Entschuldigung&#8221;.<br />
Auch das bemerkt sie nicht, offensichtlich hat sie sich Ohrhöhrer in die Gehörgänge gestöpselt.<br />
Erst als ich sie überhole, bemerkt sie mich.<br />
Offenbar etwas abrupt, denn sie kreischt erstmal los, in schriller, durchdringender Horrofilmtonlage:<br />
&#8220;AAAAAAAAAAAIIIIIIIIIEEEEEEEHH!!!!&#8221;<br />
Ich schreie beinahe mit, so laut und unerwartet ist das, jetzt haben wir uns beide fast einen Herzkasper geholt.<br />
Zum Glück holt sie dann nicht ihr CS-Gas oder ein Klappmesser raus, sondern kriegt einen Lachkrampf.<br />
Ich entschuldige mich und suche das Weite.<br />
(Und die Moral von der Geschicht: Wenn man durch die Dunkelheit spaziert, sollte man vielleicht den Ipod auslassen&#8230;). </p>
<p>Noch 600 m. auf dem Leinpfad am Main nach Westen, dann führt der Weg ein bisschen vom Ufer weg und unter der Carl-Ulrich-Brücke hindurch, direkt danach wende ich mich dann nach rechts und erklimme eine steile Treppe, die auf die Brücke hinaufführt.<br />
Oben angekommen geht´s neben der Fahrbahn über den Main, zurück nach Offenbach, übrigens schneller als die Blechlawine neben mir, die nur mit Stop&#8217;n'Go vorankommt. Das mag ich. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>In Offenbach wird´s erstmal ein bisschen wirr, dank einer großen Baustelle am Nordring (das erklärt auch die stauenden Autos), durch die sich der Fußweg etwas fahrig hindurchwindet.<br />
Danach bin ich wieder auf der Kaiserstr., der ich dieses Mal nach Süden folge. Links zieht noch einmal der Büsingpark vorbei, dann geht´s rechts ab, die Berliner Str. runter, vorbei an Bürohäusern, Einkaufsmärkten, einem Multiplex-Kino. </p>
<p>Insgesamt 750 m. westwärts, schließlich links, die ruhige und nur spärlich beleuchtete August-Hecht-Str. bis zur Frankfurter Str., auf der ich mich rechts wende, die <a href="http://www.dwd.de/bvbw/appmanager/bvbw/dwdwwwDesktop?_nfpb=true&#38;_pageLabel=_dwdwww_wir_ueberuns_praesenz&#38;T21004127941155633419825gsbDocumentPath=Navigation%2FOeffentlichkeit%2FWir__ueber__uns%2FPraesenz%2Fzentrale__offenbach__node.html__nnn%3Dtrue">Zentrale des Deutschen Wetterdiensts </a> passiere, und schließlich das Nordende des Dreieichparks erreiche.<br />
Von hier aus ist es dann nur noch ein Katzensprung durch die Parkanlagen nach Südwesten bis zum Ziel.   </p>
<p>Sehr interessante Tour.<br />
Einerseits wegen der äußeren Bedingungen &#8211; nachts durch eine fremde Stadt und deren Vororte zu laufen, das hat was.<br />
Andererseits aber auch wegen Offenbach selbst, das offensichtlich mehr zu bieten hat, als sein Ruf erst einmal vermuten lassen würde.<br />
Mir zumindest hat´s richtig gut gefallen, trotz (oder vielleicht gerade wegen) dem fehlenden Tageslicht! </p>
<p>Strecke: 12,1 km<br />
Zeit: 1:11 h (= 10,23 km/h bzw. 5:52 min/km)<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 99,83% (12,08 km von 12,1 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/11/offenbach-burgel-fechenheim.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/11/offenbach-burgel-fechenheim.jpg?w=150" alt="" title="Offenbach - Bürgel - Fechenheim" width="150" height="109" class="alignnone size-thumbnail wp-image-7068" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Stromversorgung auch im Bauwagen / Hartz IV-Empfänger erhält Darlehen zum Kauf einer neuen Solaranlage]]></title>
<link>http://heftklammer.wordpress.com/2009/11/18/stromversorgung-auch-im-bauwagen-hartz-iv-empfanger-erhalt-darlehen-zum-kauf-einer-neuen-solaranlage/</link>
<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 16:06:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>heftklammer</dc:creator>
<guid>http://heftklammer.wordpress.com/2009/11/18/stromversorgung-auch-im-bauwagen-hartz-iv-empfanger-erhalt-darlehen-zum-kauf-einer-neuen-solaranlage/</guid>
<description><![CDATA[Stromversorgung auch im Bauwagen Hartz IV-Empfänger erhält Darlehen zum Kauf einer neuen Solaranlage]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><blockquote><p>Stromversorgung auch im Bauwagen</p>
<p>Hartz IV-Empfänger erhält Darlehen zum Kauf einer neuen  Solaranlage</p>
<p>Hartz IV-Empfänger haben Anspruch auf Erstattung  angemessener Unterkunftskosten. Bei selbstgenutztem Wohneigentum umfasst dies  Aufwendungen, die zu dessen Erhalt geeignet und erforderlich sind. Hierzu gehöre  auch die Anschaffung einer Solaranlage, soweit eine anderweitige Stromversorgung  nicht gewährleistet sei. Dies entschied in einem heute veröffentlichten  Beschluss der 7. Senat des Hessischen Landessozialgerichts in einem  Eilverfahren.</p>
<p>Hartz IV-Empfänger begehrt Solaranlage für seinen Bauwagen  <!--more--></p>
<p>Der Antragsteller lebt in einem ca. 10 qm großen eigenen Bauwagen auf  einem Wagenplatz in Frankfurt am Main. Ein Anschluss an die öffentliche  Stromversorgung besteht nicht. Die Heizung erfolgt über einen Holzofen, Strom  wurde mittels Solaranlage erzeugt. Im Oktober 2007 beantragte der 43-jährige  Hartz IV-Empfänger die Reparatur bzw. den Ersatz der defekten Solaranlage. Im  Rahmen eines vor dem hessischen Landessozialgericht im Juli 2008 geschlossenen  Vergleiches verpflichtete sich die Rhein-Main-Job-Center GmbH, ihm ein Darlehen  zur Beschaffung der preisgünstigsten Stromversorgung zu gewähren. Nach Ansicht  des Hilfsbedürftigen komme nur eine Solaranlage in Betracht, da das Aufstellen  von Stromgeneratoren in der Bauwagensiedlung verboten sei. Dem widersprach die  Job-Center GmbH. Die begehrte Solaranlage für 6.195 € sei nicht die  kostengünstigste Möglichkeit der Stromversorgung.</p>
<p>Funktionierende  Stromversorgung ist Grundbedürfnis des Lebens und Wohnens</p>
<p>Die  Darmstädter Richter verurteilten nun die Job-Center GmbH, dem Antragsteller ein  Darlehen in Höhe von 6.195 € zur Beschaffung einer Solaranlage zu gewähren.  Dieser Erhaltungsaufwand sei im Vergleich mit entsprechenden Unterkunftskosten  angemessen. Die durchschnittliche Jahresmiete incl. Nebenkosten für eine  angemessene Wohnung läge für einen 1-Personenhaushalt in Frankfurt bei ca. 5.360  €. Demgegenüber sei das Darlehen für die Solaranlage nicht unverhältnismäßig.  Schließlich lasse – so die Richter &#8211; der Ausschluss von der Stromversorgung  erhebliche Beeinträchtigungen der Menschenwürde befürchten. Da eine  funktionierende Stromversorgung zum elementaren Lebensbedarf gehöre, sei zudem  eine einstweilige Anordnung erforderlich.</p></blockquote>
<p>Sozialgerichtsbarkeit: <a href="http://www.sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/msgb/list.php?modul=msgb" target="_blank">Hessisches  Landessozialgericht, Beschluss vom 28.10.2009, Az.: L 7 AS 326/09 B ER</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Frankfurter Steuerfahnder sind natürlich nicht verrückt]]></title>
<link>http://germantrails.wordpress.com/2009/11/18/beamte-mit-ruckrat-siegen-gegen-gutachter/</link>
<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 08:57:25 +0000</pubDate>
<dc:creator>germantrails</dc:creator>
<guid>http://germantrails.wordpress.com/2009/11/18/beamte-mit-ruckrat-siegen-gegen-gutachter/</guid>
<description><![CDATA[Hessen: Gutachter der Steuerfahnder für &#8220;verrückt&#8221; erklärte wird verurteilt. Während die]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><strong>Hessen: Gutachter der Steuerfahnder für &#8220;verrückt&#8221; erklärte wird verurteilt. </strong></p>
<p>Während die berufliche Laudbahn von vier Top Steuerfahndern ruiniert ist kommt der Gutachter mit einem Bußgeld von 12.ooo Euro davon.Immerhin stellte das Berufsgericht am Verwaltungsgericht Gießen fest,:&#8221;dass er die Gutachten nicht entsprechend der fachlichen Anforderung erstellt habe.&#8221;</p>
<p>Das Gutachten des Arztes für Neurologie und Psychatrie hatte die Steuerfahnder Rudolf Schmenger, Marco Wehner sowie Heiko und Tina Feser für psychisch krank erklärt und wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt.</p>
<p>Das Land Hessen hatte behauptet, bei der Entfernung der Beamten aus dem Dienst sei alles korrekt zugegangen.</p>
<p>Zum Thema<a href="http://www.fr-online.de/top_news/2086771_Hessischer-Steuerfahnder-Prozess-Wer-aufmuckt-ist-ein-Psycho-Fall.html">: Frankfurter Rundschau: Wer aufmuckt ist ein Psychofall</a></p>
<p>Hier die Geschichte der &#8220;ehemaligen&#8221; Frankfurter Steuerfahnder.</p>
<p>Diese Fahnder des Finanzamtes Frankfurt V galten als untadelige Finanzbeamte mit mehr oder weniger hervorragender Erfahrung. Sie machten vor Vorstandsetagen einer Großbank keinen Halt. Bei der Mithilfe von Steuerhinterziehungen von Kunden der Commerzbank und Deutschen Bank zwangen sie diese zur Zahlung der anfallenden Steuern. Die genannten Großbanken transferierten Gelder ins Ausland, obwohl sie wussten, dass dieses illegal ist. Die Fahnder schleppten kistenweise das Material aus den Banken und brachten reiche Steuerhinterzieher und deren Helfern das Fürchten bei. Für das Land Hessen brachte es ca. 250 Millionen zusätzliche Steuern ein. Bundesweit kassierte der Staat durch diese Beamte eine Milliarde Euro zusätzlich. In ihren Büros lagerte in Banken beschlagnahmtes Material, das bei Auswertung weitere Steuermehreinnahmen in Millionenhöhe erwarten ließ. Aber dann geschah das Ungeheuerliche&#8230;.</p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/AtKGJWRU5ao&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/AtKGJWRU5ao&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/Hel7MNuWuto&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/Hel7MNuWuto&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/7DRCCd7k67U&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/7DRCCd7k67U&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
<p>Mehr von dieser Sorte und die Welt wäre eine andere.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[17. November 2009: St. Elisabeth]]></title>
<link>http://altkatholiken.wordpress.com/2009/11/17/17-november-2009-st-elisabeth/</link>
<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 11:08:47 +0000</pubDate>
<dc:creator>altkatholiken</dc:creator>
<guid>http://altkatholiken.wordpress.com/2009/11/17/17-november-2009-st-elisabeth/</guid>
<description><![CDATA[Am heutigen 17. November des Jahres 1231 starb in Marburg Eliabeth von Ungarn, Landgräfin von Thürin]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://altkatholiken.wordpress.com/files/2009/11/elisabeth_von_thueringen8.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-406" title="Elisabeth_von_Thueringen" src="http://altkatholiken.wordpress.com/files/2009/11/elisabeth_von_thueringen8.jpg?w=255" alt="" width="255" height="300" /></a></p>
<p>Am heutigen 17. November des Jahres 1231 starb in Marburg <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_von_Th%C3%BCringen">Eliabeth von Ungarn</a>, Landgräfin von Thüringen.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Vereinsausflug 2010 an den Rhein - Ideen und Vorschläge für Gruppenreisen]]></title>
<link>http://weinfest.wordpress.com/2009/11/17/vereinsausflug-2010-an-den-rhein-ideen-und-vorschlage-fur-gruppenreisen/</link>
<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 10:39:28 +0000</pubDate>
<dc:creator>weinfest</dc:creator>
<guid>http://weinfest.wordpress.com/2009/11/17/vereinsausflug-2010-an-den-rhein-ideen-und-vorschlage-fur-gruppenreisen/</guid>
<description><![CDATA[Langsam beginnen Vereine zu planen, welches Ziel als Vereinsreise für 2010 infrage kommt. Ob es sich]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Langsam beginnen <strong>Vereine</strong> zu planen, welches Ziel als <strong>Vereinsreise</strong> für <strong>2010</strong> infrage kommt. Ob es sich um eine <strong>Stammtischtour</strong>, ein <strong>Jahrgangstreffen</strong>, <strong>Klassentreffen</strong>, eine <strong>Kegeltour</strong>, einen <strong>Feuerwehrausflug</strong>, <strong>Musikvereinsausflug</strong> oder eine <strong>Jahrgangsfahrt</strong> handelt, wichtig ist, dass jedem die <strong>Vereinsfahrt</strong> bei jedem Teilnehmer in guter Erinnerung bleibt und gefällt.<br />
Tipps und Ideen für den <strong>Vereinsausflug</strong> findet man auf folgender Internetseite: <a href="http://www.vereinsausflug.biz">http://www.vereinsausflug.biz</a><br />
Eine gute Idee für eine Vereinsfahrt 2010 ist sicherlich eine Schiffsrundfahrt mit Feuerwerk am schönen Mittelrhein, vielleicht auch verbunden mit einer <strong>Hotelübernachtung</strong>, wenn ein Verein von weiter weg kommt, oder als <strong>Tagesfahrt</strong> aus <strong>NRW</strong>, <strong>Hessen</strong>, <strong>Rheinland-Pfalz</strong> oder <strong>Baden-Württemberg.</strong></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Trimm-den-Nemo am Rand vom Odenwald: Wersau - Groß-Bieberau und zurück (10,9 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/11/23/trimm-den-nemo-am-rand-vom-odenwald-wersau-gros-bieberau-und-zuruck-109-km/</link>
<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 22:04:06 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/11/23/trimm-den-nemo-am-rand-vom-odenwald-wersau-gros-bieberau-und-zuruck-109-km/</guid>
<description><![CDATA[Alle paar Monate ist es mal wieder soweit: Nemo muss zu Fellpflege. Sonst sieht er irgendwann aus wi]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Alle paar Monate ist es mal wieder soweit: Nemo muss zu Fellpflege.<br />
Sonst sieht er irgendwann aus wie ein zotteliger Filzball, der unter dem dichten Oberpelz Hautprobleme und Juckreiz kriegt, das will keiner.</p>
<p>Fellpflege beim <a href="http://www.kft-online.de/_rubric/detail.php?title=Cairn%20Terrier&#38;rubric=Rasseportraits&#38;">Cairn-Terrier</a>, das bedeutet: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Trimmen_(Hunde)">Trimmen</a> &#8211; die abgestorbenen langen, groben Haare im Außenfell werden per Hand ausgezupft.<br />
In unserem Fall wird das in Nemos Elternhaus in Fränkisch-Crumbach erledigt, bei Frau B., der Züchterin, die hat nämlich im wahrsten Sinne des Wortes ein Händchen dafür.</p>
<p>Und heute isses mal wieder soweit: Der nichtsahnende, zugewucherte Nemo wird ins Auto gepackt, mit ein paar Leckerlis ruhiggestellt und durch den Odenwald bis nach Fränkisch-Crumbach gekarrt.<br />
Kurze Freude beim Aussteigen, als er sein Elternhaus erkennt (das erkennt er wirklich, obwohl er vor fast viereinhalb Jahren ausgezogen ist), die sehr schnell einer resignierten Ernüchterung weicht, als klar wird, dass er wieder mal nur hier ist, um eine geschlagene Stunde auf einem Tischchen zu hocken und einen geschätzten halben Kubikmeter Haare aus sich rauszuppeln zu lassen (seine Eltern trifft Nemo dabei nicht, die sind nebenan. Ist aber auch besser so, denn seine Mutter ignoriert ihn meistens, und sein Vater will ihn immer nur vermöbeln &#8211; wie das eben so ist, bei modernen Familien&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ). </p>
<p><!--more--><br />
Aber wer schön sein (bzw. nicht wie explodiertes Wollknäuel aussehen) will, der muss nun mal leiden, also lässt er´s Tapfer über sich ergehen, mit einem minimum an halbherzigen Fluchtversuchen und ein paar &#8220;oooch bütte, lass mich in Ruhe, ich bin doch soooo niedlich&#8221;-Umarmungen, bei denen er sich auf die Hinterbeine stellt und mit den Vorderbeinen an Frau B. klammert &#8211; aber die hat schon ganz Andere Cairns gerupft, das nützt also alles nix. </p>
<p>Eine Stunde später ist alles vorbei, auf dem Boden stapeln strähnige Wollhaufen und Nemo sieht mindestens ein Hundejahr (= sieben Menschenjahre!) jünger aus<br />
Operation gelungen, Patient <del datetime="2009-11-24T20:24:21+00:00">ver</del>getrimmt.</p>
<p>Vorher:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/11/img_7153.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/11/img_7153.jpg" alt="" title="IMG_7153" width="400" height="322" class="alignnone size-full wp-image-7096" /></a></p>
<p>Nachher:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/11/img_7154.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/11/img_7154.jpg" alt="" title="IMG_7154" width="400" height="345" class="alignnone size-full wp-image-7097" /></a></p>
<p>Allerdings ist er auch hibbelig wie ein nervöses Frettchen mit ADHS auf Koffeintrip. Kein Wunder, nach dem ganzen Stillstehen und der Zieperei.<br />
Das muss raus.<br />
Deswegen gehen wir natürlich auch gleich noch mal laufen.<br />
Wo wir eh schon mal hier oben sind&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Allerdings nicht in Fränkisch-Crumbach selbst, das ist inzwischen ja schon ganz gut erlaufen, sondern einen Ort weiter.<br />
In Wersau, einem beschaulichen Ortsteil von Brensbach am Nordrand des Odenwalds, für den es offensichtlich keine eigene Seite im WWW gibt, die man verlinken könnte.<br />
Sorry, Wersau. </p>
<p>Hier sind wir vor <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/11/12/nordliches-gersprenztal-141-km/">zwei Jahren (auch nach dem Trimmen) schon mal entlanggeschrammt</a>, heute sollte es weiter westwärts gehen, durch die Gersprenz-Auen bis ins unerlaufene Groß-Bieberau, und von da aus durch den Bergwald an der Steinkaute zurück. </p>
<p>Der Start in der Brensbacher Str. am ostrand von Wersau (dessen <a href="http://www.stupidedia.org/stupi/Werschwein">Name</a> für mich ja immer ein bisschen so klingt, als würde es in Vollmondnächten Hauer, Borsten und ein Ringelschwänzchen kriegen und den Mond angrunzen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> ) lässt sich mal richtig gut an:<br />
Auch wenn´s der Wetterbericht im Radio gerade noch verneint hat: Hier herrscht strahlender Sonnenschein, der um so heller wirkt, als er aus einer blauhimmligen Lücke herabstrahlt, die von schweren, blauschwarz dräuenden Wolken eingerahmt ist.<br />
Wird nicht lange halten, das sieht man schon, denn der böige, Herbststurm, der heute übers Land pfeift, hetzt die Wolken &#8211; und damit auch die Lücke &#8211; mit irrsinniger Geschwindigkeit nach Norden, während von süden nur dicke, tiefe, finstere Wolkentürme heranziehen.<br />
Aber solang´s hält. </p>
<p>Wir starten Nordwestwärts, auf der Brensbacher Str. und später der Kreuzsstr. längs durch Wersau hindurch.<br />
Nemo stramm, im Schweinsgalopp an der Leine zerrend, als wollte er sich den ganzen Trimmfrust mit Gewalt aus dem kleinen Körper rennen.<br />
Bei mir hingegen läuft´s von Anfang an nicht so gut &#8211; hölzerne, unwillige Waden, jeder Schritt auf dem etwas zu unnachgiebigen Bürgersteigsasphalt ist ein bisschen zu hart, zu schwer, zu unbequem (wenn ich´s nicht besser wüsste, würde ich vermuten, dass meine Schuhe so langsam durchgenudelt sind. Aber das kann ja eigentlich nicht sein, schließlich hab´ ich die gerade erst im Frühling gekauft, die haben vielleicht gerade mal 1500 Kilometerchen auf den Sohlen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  )<br />
Und in der schrägen Sonne ist es auch noch bullenwarm. Puuh&#8230;</p>
<p>Am Nordende von Wersau laufen wir einfach geradeaus, auf dem &#8220;Alten Weg&#8221; (Radweg R2) hinaus in die sonnigen, windgeblasenen Felder.<br />
Links erheben sich die letzten bewaldeten Hänge des nördlichen Odenwalds, rechts jenseits der Äcker und Wiesen zeigt eine Baumreihe den Verlauf der Gersprenz an, dahinter beginnt das weite Hügelhochland der Dieburger Bucht, sanft geschwungen und freundlich-kahl und braun im Licht der schrägen Sonne, hin und wieder aufgelockert durch einen Hof oder eine Häusergruppe (hm, das da oben dürfte Hippelsbach sein&#8230;).   </p>
<p>Über einen Kilometer geht der Alte Weg durchs offene Gelände, <a href="http://www.panoramio.com/photo/5518690">parallel zum wiesengesäumten Flussufer in 200 m. Entfernung</a>, bevor er unterhalb des Bensenböhlkopf ein Stückchen am Waldrand entlangführt. Überraschend laut hier, der sturmartige Wind rauscht in den kahlen Wipfeln, dazu dröhnt und rattert mechanisch, wohl aus dem nahen Steinbruch, der sich jenseits des Hanges zu unserer linken liegen müsste. </p>
<p>Am Ende des Waldes ein hübscher eingezäunter Teich mit einem sabbrigen Abflussrohr (hier stillt Nemo schon mal ein bisschen seinen Durst), kurz danach geht es an dreimeterhohen wippenden Schilfhalmhainen vorbei auf den asphaltierten Fahrweg, der zwischen Groß-Bieberau und dem Steinbruch am Bensenböhlopf durch Felder und Streuobstwiesen führt. </p>
<p>Kurzer Blick zurück auf den Steinbruch, der sich wie eine staubige, lärmende Riesenwunde in der grünen Bergflanke klafft, dann die löchrige Asphaltstrasse hinauf, weiterhin auf dem Radweg R2, bis ins einen Kilometer entfernter Groß-Bieberau.<br />
Übrigens wieder angeleint, denn die Frequenz an lautstark vorbeibretternden schweren Kieslastern auf dem Weg vom und zum Steinbruch ist beachlich&#8230;</p>
<p><a href="http://www.gross-bieberau.de/">Groß-Bieberau</a> empfängt uns mit einigen alten Scheunen und Höfen, dann mit deutlich weniger alten Supermärkten und Autohäusern (mir persönlich gefallen die Scheune und Höfe ja irgendwie etwas besser&#8230;). </p>
<p>Gleicht an der ersten Abzweigung biegen wir nach links ab, in den Odenwaldring.<br />
Der geht bergauf.<br />
Steil bergauf.<br />
Auch das gefällt meinen schweren, unwilligen Waden heute nicht besonders, auch wenn sie ihr Missfallen nun an etwas anderen Stellen bekunden&#8230;</p>
<p>Den Hang hinauf, Wohngebiet, Einfamilienhäuser mit Garten, von denen einige bieder-komofortabel, andere avantgardistisch modern aussehen (eins hat sogar eine Art Observatoriumstürmchen).<br />
Nach 250 m. wird´s flacher, rechts zieht ein Platz mit Platanen vorbei, auf dem ein <a href="http://www.gross-bieberau.de/bilder/diaschau/zg_gb-09.jpg">blockiges Kriegerdenkmal aus grobem Stein</a> steht, das im unwirklichen Licht (strahlendhelle schräge Sonne, aber vor einem blauschwarzen Himmel aus düstersten Wolken) irgendwie zyklopisch, fast ein bisschen beunruhigend wirkt.<br />
Aber die Aussicht von hier ist super, über die Stadt hinweg nach Norden in die weiten Hügel des Dieburger Landes, auf denen rasend schnell dahinhetzende sonnige Flecken Fangen mit dem schweren, grauen Wolkenschatten spielen. </p>
<p>Kurz danach geht´s dann links einen schmalen Asphaltweg hoch, der nach Süden aus Groß-Bieberau hinaus über den Haslochberg führt und mit dem blauen Dreieck des OWK-Wanderwegs HW17 markiert ist. </p>
<p>Dieses Stück hat was: Der Weg führt geradewegs auf einem flachen Bergrücken durch offene Wiesen und Weiden.<br />
Links hat man einen unverstellten Blick auf das Weite Hügelland, das immer noch halb in schnell davoneilenden Sonnenschein gehüllt ist, bis hinüber zu schimmernden Veste Otzberg auf ihrem steilen Vulkankegel.<br />
Rechts hingegen öffnet sich der Blick aufs wunderschöne Fischbachtal, über Niedernhausen hinweg auf das Höhendörfchen Lichtenberg mit seinem weißen Renaissanceschloss und dem gedrungenden Geschützturm des alten Bollwerks &#8211; dort ist alles bereits in graues Dämmerlicht gehüllt, so schwer und dick sind die heranrasenden tiefen Wolken, die der Sturm in Kürze auch über uns hinwegtreiben wird.<br />
Apropos Sturm: Der ist äußerst stark, wie eine sanfte aber unnachgiebieg drückende Hand fährt er aus dem Fischbachtal herauf und drückt dabei so stark, dass man sich regelrecht in die Böen hineinlehnen muss, um nicht vom Weg gedrängt zu werden (hier habe ich leichte Vorteile gegenüber dem zauslig-windschief geblasenen Nemo, dank meines etwas besseren Verhältnisses von Körpermasse zu seitlicher Angriffsfläche).</p>
<p>Nach einem halben Kilometer erreichen wir den Parkplatz Haslochberg und folgen dem blauen Dreieck weiter süd- und sanft aufwärts<a href="http://www.panoramio.com/photo/21085337"> in den Wald</a>. </p>
<p>Ganz ehrlich: Vorhin unten im Gersprenztal, im Windschatten der Steinkaute, schien mir der Rückweg durch den Wald keine schlechte Idee zu sein.<br />
Jetzt sind wir oben, AUF dem Bergrücken der Steinkaute, und hier gibt´s keinen Windschatten mehr.<br />
Dafür aber duzende, hunderte von schlanken, hohen Kiefern, Föhren und Buchen am Wegesrand, die wie Lämmerschwänze in den starken Böen hin- und herwackeln und sich dabei zum Teil bedrohlich über den erdig-kiesigen Waldweg biegen.<br />
Das gefällt mir gar nicht.<br />
Vielleicht hätten wir bei dem starken Wind doch lieber den Wald meiden und durchs offene Hügelland zurücklaufen sollen?</p>
<p>Aber es knarzt nichts und knackt nichts, auf dem Boden liegen keine abgebrochenen Äste, und außerdem sind wir jetzt halt schon mal da, also: Geradeaus durch.<br />
Immer dem blauen Dreieck hinterher, wenn auch mit leicht gerunzelter Stirn und ständig nach oben auf die schwankenden Wipfel gerichteten Blick &#8211; schließlich bin ich ja heute für zwei verantwortlich. </p>
<p>Der Waldweg an sich ist sehr bequem.<br />
Gut in Schuss, fester Untergrund, kaum Kurven, leichte Steigung.<br />
Wäre eigentlich gut zu laufen, aber meine Beine wollen immer noch nicht so recht, entsprechend läuft es weiterhin unrund, etwas krampfig.<br />
Und auch Nemo hat´s nicht mehr ganz so eilig, entsprechend zieht sich dieses lange, lange, lange Stück durch den kahlen, einsamen Hochwald auf dem Bergrücken der Steinkaute gehörig. </p>
<p>Nach 500 m. kurvt der Weg mal kurz rechts-links.<br />
Nach 1,8 km gibt´s die erste größere Wegscheide, gefolgt von etwas mehr Steigung.<br />
Nach 2,2 km passieren wie eine große Kreuzung, an der Radweg 26 runter nach Niedernhausen führt.<br />
Nach 2,5 km die Abweigung mit dem HW12 nach Niedernhausen &#8211; das hier ist nun auch wieder bekanntes Terrain, hier bin ich schon öfter vorbeigewandert und -<a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/09/23/sololauf-fischbachtal-226-km/">gelaufen</a>, dieser Teil des Waldes ist mir trotz bedrohlich schwankender Stämme und kahler Wipfel auf sympathische Art und Weise vertraut. </p>
<p>Kurz danach, nach insgesamt 3,5 Kilometern auf dem HW22 ist Schluss mit dem blauen Dreick (das von hier aus über die zwölf Apostel zum Rodenstein weiterläuft, das ist auch eine hübsche Strecke&#8230;) &#8211; es geht links ab auf den Heilsruhe-Weg (gelbe 3), der nordwärts die Bergflanke runter führt, und damit wieder etwas mehr in den Windschatten.<br />
Fühlt sich gut an&#8230;</p>
<p>Hier geht´s moderat aber lange abwärts, die ganzen Höhenmeter, die seit Groß-Bieberau aufgelaufen sind (waren das wirklich so viele??) gehen nun wieder verloren.<br />
Zwischendurch begegnet uns eine Dame mit kleinem weissem Wuschelhund, der den etwas verdutzten Nemo angiftet, da laufen wir lieber mal schnell vorbei, kleine Kläffer sind schließlich unter unserer Würde (wir erinnern uns: Nemo streitet nur mit Hunden in &#8220;seiner&#8221; Größe. Und die überschätzt er vollkommen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ). </p>
<p>1,3 kurvige Kilometer, teilweise über einem schluchtartigen Tal, immer weiter abwärts durch den rauschenden und wogenden Forst, bis wir schließlich den Waldrand südwestlich von Wersau erreichen.<br />
Ohne dass uns ein Ast/Baum auf den Hirnkasten geblasen wäre.<br />
Yaay für uns!! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Hier gibt´s wieder so einen weiten Blick über das Hügelland, das nun aber unter bleigrauen, düsteren Wolken dahindämmert und dabei schrecklich leer und kalt und trostlos aussieht &#8211; auf einmal bin ich froh, dass wir durch den Wald gelaufen sind, do oben wollte ich jetzt nicht unterwegs sein&#8230;</p>
<p>Noch ein Stück zwischen Wald und grauen Äckern, dann links den unmarkierten Weg am Kirchbach entlang, zwischen Feldern, Weiden und Obstbäumchen nordwärts.<br />
Beine schwer, Hund ausgetobt, das Licht wird immer dämmriger (und das am am frühen Nachmittag!), dazu fängt´s auch noch zu nieseln an &#8211; gut, dass bald Schluss ist&#8230;</p>
<p>500 m., dann geht´s rechts auf einem geschwungenen Weg einen kleinen Buckel hoch durch die Wiesen nach Wersau hoch.<br />
Durch ein Neubaugebiet, kurz eine Strasse mit dem seltsamen Namen &#8220;Hanse-Lucke&#8221; hoch, dann links die Nonroder und Moorbachstr. hinunter in den alten Ortskern, der mit gepflasterter Strasse, gusseisernen Laternen und viel altem Fachwerk äußerst apart daherkommt. </p>
<p>Noch aparter ist allerdings die winzige Gasse am Pfarrberg, die ich halbrechts auf der Schulstr. erreiche: Auf dem Buckelchen mitten im Dorf liegt nämlich die alte Wersauer Wehrkirche, ein kleines <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Wehrkirche_in_Wersau.jpg">Kapellchen</a>, umgeben von einer hohen Mauer, deren Eingang von einem <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Torturm_der_Wehrkirche_in_Wersau.jpg">beeindruckenden Torturm</a> bewacht wird.<br />
Gefällt mir sehr gut (Nemo interessiert sich allerdings mehr für die inhärenten Beinheb-Möglichkeiten, die die Mauer bietet. Der Banause!). </p>
<p>Direkt danach haben wir´s dann auch schon fast geschafft: Nur noch ein bisschen abwärts, durch Hintergasse, Friedrich-Ebert-Str. und Tannenweg, dann sind wir am Ziel, eingenieselt, durchgeblasen und ein bisschen ausgepowert. </p>
<p>Interessante Tour, mit viel neuer Strecke und hübscher Umgebung. Ein bisschen Sonne am Anfang, auch das war gut. Von der Physis her allerdings nicht gerade berauschend, das hätte besser klappen können.<br />
Andererseits: Trotz schwerer Waden gut durchgekommen und nicht von Windbruch erschlagen worden, und dem Hund hat´s auch Spaß gemacht (naja, bis auf das Trimmen <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> ). Das reicht allemal für eine  gute Tour! </p>
<p>Strecke: 10,9 km<br />
Zeit: Nicht genommen<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 97,06% (10,58 km von 10,9 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/11/wersau-gross-bieberau.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/11/wersau-gross-bieberau.jpg?w=150" alt="" title="Wersau - Gross-Bieberau" width="150" height="109" class="alignnone size-thumbnail wp-image-7099" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Zwischen Ried und Rheinufer: Geinsheim - Hessenaue - Kornsand (13,3 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/11/20/zwischen-ried-und-rheinufer-geinsheim-hessenaue-kornsand-133-km/</link>
<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 22:15:59 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/11/20/zwischen-ried-und-rheinufer-geinsheim-hessenaue-kornsand-133-km/</guid>
<description><![CDATA[Triple-Yaaaayy!!!! Der dritte schöne Tag in Folge, draußen herrschen immer noch &#8220;sonnig und sc]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Triple-Yaaaayy!!!!<br />
Der dritte schöne Tag in Folge, draußen herrschen immer noch &#8220;sonnig und schön&#8221;!</p>
<p>Eigentlich wollte ich ja heut´ Pause machen, aber das Wetterberichtsverlesefrollein im Radio hat was von &#8220;Zwischenhoch&#8221; geplappert, und davon, dass die Herrlichkeit zum Wochenende schon wieder vorbei sein soll.<br />
&#8220;Carpe Diem&#8221; sag´ ich mir da, und beschließe, dem geschenkten Gaul nicht in die Mundhöhle zu spähen und gleich nochmal laufen zu gehen.  </p>
<p>Wo?<br />
Ganz klar: <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/11/18/nacht-uber-dem-mainufer-offenbach-burgel-fechenheim-121-km/">Vorgestern war ich in der großen Stadt</a>, <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/11/19/bei-kaiserwetter-uber-die-knodener-hohe-reichenbach-meerbachtal-schannenbacher-eck-eulsbach-schlierbach-14-km/">gestern in den Bergen</a>, da geht´s heute mal runter ins Flachland.<br />
Zum Beispiel ans Rheinufer. Da ist es eh immer hübsch, ich war jetzt schon ein Weilchen nicht mehr da und außerdem klafft da immer noch diese riesige leere Laufnetzlücke westlich von Groß-Gerau, die es noch aufzüllen gilt:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/11/treburer-lucke.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/11/treburer-lucke.jpg" alt="" title="Treburer Lücke" width="400" height="291" class="alignnone size-full wp-image-7079" /></a><br />
<em>Laufnetzlücke</em></p>
<p>Deswegen die heutige Route: Einmal durchs Ried, von Geinsheim über Hessenaue zum Rhein, den Rhein-Neckarweg runter nach Kornsand, dann durch die Stoppelfelder und Rübenäcker zurück.</p>
<p><!--more--><br />
Heutiger Ausgangspunkt ist der Treburer Ortsteil<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Geinsheim_am_Rhein">Geinsheim</a> einem größeren Dorf, das ein wenig verloren und abseits der großen regionalen Verkehrswege inmitten der schier unendlichen Felder, Gräben und Lachen des nordwestlichen Rieds liegt. Läuferisches Neuland für mich, denn bisher bin ich <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/10/25/sonniger-sonntagnachmittag-am-rhein-leeheim-kornsand-und-zuruck-165-km/">nur bis kurz vor den Ort gekommen</a>, aber noch nicht hinein.   </p>
<p>Ich starte in der Untergasse am nordwestlichen Dorfrand. Unspektakuläres Neubau- und Gewerbegebiet, freundlich im schrägen Nachmittagslicht.<br />
Form gut, Wetter schön aber etwas verhaltener als gestern, mit einer hochnebeligen Dunstglocke über der Ebene, durch die Sonne und blauer Himmel ein bisschen fahl und blass wirken.<br />
Aber das hat auch was, denn es sorgt für eine schöne, abgeklärt-dunstige Herbststimmung, die wunderbar zum flachen Land und den weiten Feldern passt.  </p>
<p>Nordwärts, zwischen den gewerbegebietigen Zweckbauten an der Untergasse zum nordwestlichen Ortsrand, vorbei an einer Kläranlage über der die Möwen kreisen (das gibt´s hier unten nur am Rhein!), dann am linken Ufer eines breiten Kanals &#8211; dem &#8220;Hauptkanal&#8221; &#8211; nach Norden durch die offenen Felder (das rechte Ufer, wo der Radweg 31 entlangführt, wäre wohl etwas bequemer, aber ich will vor der nächsten Brücke links abbiegen, also muss ich auch auf der linken Kanalseite laufen).</p>
<p>Hat was Norddeutsches, diese Gegend, und nicht nur wegen der Möwen von eben:<br />
Flach wie ein Bügelbrett, links, rechts, vorne erstrecken sich weite, leere Äcker beinahe bis zum diesigen Horizont, mittendrin der schnurgerade Kanal Hauptkanal, an dessen Rand nur hin und wieder ein einsamer alter Baum seine kahlen Äste in den milchigen Himmel reckt.<br />
Könnte fast in Niedersachsen, Schleswig-Holstein oder Mecklenburg-Vorpommern sein, so wie das hier aussieht &#8211; lediglich die schroffen, weinbedeckten Steilhänge am rheinhessischen Rheinufer, die sich ein paar Kilometer weiter links erheben, passen nicht so ganz ins Bild und begrenzen den Horizont (die anderen umliegenden Höhenzüge, wie der Hochtaunus, der eigentlich direkt vor mir liegen müsste, sind heute vom Dunst versteckt). </p>
<p>Ich folge dem Uferweg, erst über alte Betonplatten, dann auf einem schlammigen Feldweg.<br />
Bin schnell heute, das merke ich schon.<br />
Die Weite treibt offensichtlich an, mal sehen, wie ich das so durchhalte..</p>
<p>Nach fast einem Kilometer ein einsames Backsteinwasserhäuschen im Acker, daneben führt ein namenloser matschiger Feldweg nach Westen, rüber zum kleinen Örtchen Hessenaue, ich hinterher. </p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hessenaue">Hessenaue</a> ist ein sehr interessantes Dorf.<br />
Zuerst mal, weil´s viel jünger ist als alle anderen Orte der Umgebung, nämlich gerade mal etwas über siebzig Jahre.<br />
Die Gegend hier galt nämlich bis in die frühe Neuzeit hinein als nicht besiedelbar, weil sie mitten im Flutgebiet des Rheins lag. Erst als der Fluss begradigt und gezähmt und das Marschland trockengelegt und mit Deichen und Pumpstationen gesichert worden war, änderte sich das.<br />
Und dann kamen die Nazis und beschlossen Mitte der Dreißiger Jahre, in diesem Gebiet neue Orte zu gründen, beispielsweise <a href="http://de.wordpress.com/tag/allmendfeld/">Allmendfeld</a> und <a href="http://de.wordpress.com/tag/riedrode/">Riedrode</a> im südlichen Ried, und eben Hessenaue hier oben.<br />
Entsprechend ungewöhnlich ist auch das Ortsbild: Die klassischen Rieddörfer der Umgebung haben einen klassischen Ortskern, in dem sich alte, schmale Häuser  klaustrophobisch eng aneinanderdrängen, als ob sie sich in der flachen Weite gegenseitig Schutz bieten wollten.<br />
Hessenaue hingegen ist extrem weitläufig und besteht eigentlich nur aus einzelnen Bauernhöfen, die großzügig und mit viel Abstand aufgereiht sind, an einer einzigen Quer- und einer einzigen Längsstrasse, die sich in der Dorfmitte bei einem kleinen Platz samt Gemeinschaftshaus treffen. Ursprünglich sollten das Dorf &#8211; genau wie Allmendfeld bei Gernsheim &#8211; in der Draufsicht Hakenkreuzförmig sein (weil´s von spinnerten Nazis gegründet worden ist), aber um das heute noch zu erkennen, braucht´s schon etwas Phantasie (alternativ geht vielleicht auch Verblendung, aber da kenn´ ich mich nicht so mit aus).</p>
<p>Ich laufe geradeaus in Richtung Dorfkern die Feldstr. hinunter.<br />
Ist eigentlich sehr hübsch hier, mit den großen Höfen, zwischen denen kleine Obstgärten, Pferdeweiden, Felder oder auch mal ein eingezäunter Ententeich liegen. Sogar ein sehr nett aussehendes <a href="http://www.anettes-landcafe.de/">Landcafé</a> gibt´s in einem der Höfe, das ist allerdings saisonal geschlossen. </p>
<p>Fast einen Kilometer geht´s die Feldstr. entlang, dann erreiche ich den Dorfkern am Gemeinschaftshaus und biege rechts auf die Niersteiner Str. ein (das ist die Längsstrasse nach Norden).<br />
500 m., dann kommt eine lange Rechtskurve, in der ich links auf einen Betonplattenweg abknicke, der hinaus in die Felder läuft.<br />
Laut Plänchen sollte das eigentlich der Rhein-Radweg sowie der Radweg R6 sein, Marker sehe ich allerdings keine&#8230;</p>
<p>Westwärts, rheinwärts durch die unendlich weiten, einsamen braunen Stoppelfelder. Von links vorne scheint die blasse, freundliche Sonne auf mich herab, bereits ziemlich schräg, auf dem Weg hinunter zum Horizont. Und direkt voraus liegt das Rheinufer, noch unsichtbar aber klar erkennbar am Spalier der schlanken, alten Pappeln und den hoch aufragenden Weinhängen auf der Rheinland-Pfälzischen Flusseite.</p>
<p>Nach 800 m. endet der Weg an Fuß des Rheindeiches.<br />
Kein Problem, ich klettere einfach auf die Deichkrone, auf der ein Querweg in Nord-Süd-Richtung verläuft.<br />
Kurz nordwärts, ein paar hundert Meter, dann geht´s links vom Deich runter, weiter in Richtung Rhein. </p>
<p>Direkt vor mir liegt das <a href="http://www.gg-online.de/html/ludwigsaue.htm">Hofgut Ludwigsaue</a>, ein idyllischer Bauernhof mit mehreren herrlichen alten Fachwerkbauten, der einsam und von einem kleinen Steinmäuerchen umschlossen inmitten der Brachwiesen jenseits des Rheindammes steht.<br />
Wunderschön!</p>
<p>Ich laufe geradewegs dran vorbei, auf einem Trampelfpad über die Wiesen, an der tollen Fachwerkscheune entlang zur Vorderseite, wo mich ein üppiger Garten und ein Gehege voller freundlicher Ziegen und Hühner (von denen einige auf den Ziegen sitzen. Die verstehen sich offenbar ziemlich gut da drinnen <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> ) erwartet &#8211; die Ludwigsaue ist ein <a href="http://www.nabu-rhein-main.de/m05/m05_01/index.php">Naturbildungshof des NABU Hessen</a>, entsprechend werden hier auch Haustiere gehalten und ein Bauerngarten geführt, mir gefällt das alles im Vorbeilaufen richtig gut. Ein ganz tolles Plätzchen! </p>
<p>Hinter dem Hof geht´s auf einer Steinbrücke über einen kleinen Graben, vorbei an einem weiteren Gehege voll stolz dreinblickender Ziegen, und dann erreiche ich endlich das Rheinufer bei Flusskilometer 485. </p>
<p>Haaach&#8230;<br />
&#8230;der Rhein&#8230;</p>
<p>Einfach wunderschön:<br />
Das breite, ruhige Band des breiten Stroms, goldrosé schimmernd unter dem pastelligen Frühabendhimmel, bis es sich links und rechts in der Ferne und den Flusschleifen verliert.<br />
Gegenüber die steilen Hänge der rheinhessischen Hügel, weinbedeckt und hoch über der Ebene aufragend, halb im Schatten, halb im Licht der schrägen Sonne, die sich langsam anschickt, hinter den Hügelrücken zu versinken. Stromabwärts kann man Nierstein erkennen, schon im abendlichen Talschatten, dahinter die Silhouette der gotischen Oppenheimer Katharinenkirche am schrägen Hang über dem baumbestandenen Flussufer. Rechts ziehen sich wandartigen Weinhänge nach Norden bis zur nächsten Rheinschleife, wo die charakteristische gelbe Kirche von Nackenheim in der Abendsonne strahlt (die ist mir damit sowohl aus nördlicher Richtung &#8211; von den Hügeln bei Mainz &#8211; als auch aus südlicher Richtung &#8211; von hier &#8211; aufgefallen. Da wird wohl demnächst mal ein Besuch fällig&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ).<br />
Dazu das beruhigende, friedliche Rauschen der kleinen Flusswellen, die auf den steinigen Strand vor dem Uferwald schwappen, der Geruch von Wasser.<br />
Warum ist es am Rhein so schön?<br />
Darum!</p>
<p>Ich wende mich nach links, wo ein winziges Weglein durch den hohen, wilden Wald neben dem Ufer führt.<br />
Der Pfad ist unsagbar mies, laubbedeckt, voller rutschiger Steine und ausgewaschener Wurzeln, die vom Herbstlaub verdeckt werden, so dass ich ein paarmal fast auf die Schnauze fliege.<br />
Aber das ist mir scheissegal, denn er ist auch unsagbar schön, mit einem abenteuerlichen Urwaldcharme und einem Panoramablick über den Fluss hinüber aufs fast einen halben Kilometer entfernte Rheinhessen, wo die steilen Bergflanken im Abendlicht einen Hauch von Mittelrheinromantik verbreiten (gut, die viel befahrene B9 zwischen Hang und Ufer stört ein bisschen, aber lange nicht genug, um den Effekt ernsthaft zu kompromittieren). </p>
<p>Südwärts, zufrieden stolpernd durch den Urwald, die Augen rechts zum Ufer, wo in Abständen von hundert Metern lange Zungen aus groben Steinen in den Strom hineinragen (Die haben sicher eine total wichtige Funktion und einen eigenen Fachbegriff, aber ich kenne beide nicht. Wenn jemand bescheid weiss &#8211; erleuchtet mich bitte! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  ).<br />
Nach 300 m. gibt´s sogar ein bisschen Sandstrand, kurz danach erreiche ich den <a href="http://www.panoramio.com/photo/17481542">Zufluss zum &#8220;Lerche Loch&#8221;</a>, einen toten Rheinarm, an dem erstmal kein Durchkommen ist (zumindest wenn man nicht schwimmen will oder 15 m. weit springen kann&#8230;). </p>
<p>Hier muss ich nach links ausweichen, etwas weg vom Ufer, auf eine feuchte Brachwiese, über die ich kurz darauf den Rhein-Neckar-Weg (rotes R) an einem kleineren Winterdeich erreiche. </p>
<p>Auf dem geht´s nun nach Süden, neben dem Deich her, durch Wiesen und kleine Auwäldchen, vorbei am Naturschutzgebiet Großer Goldgrund.<br />
Zieht sich ein bisschen, aber auf eine angenehme Art und Weise, denn hier draußen ist es schön einsam mit ganz viel Natur.<br />
Bloß die Sonne macht mir ein bisschen Sorgen, denn die ist inzwischen hintern den Hügeln auf der anderen Rheinseite verschwunden.<br />
Noch kein Sonnenuntergang, aber lange wird der nicht mehr auf sich warten lassen.<br />
Und der Weg ist noch weit&#8230;</p>
<p>Nach 1,4 km passiere ich die einsame Häusergruppe am Unteren Kornsand, 600 m. später einen umzäunten See mit ein paar alten rostigen Kiesverladetrichtern, und nach einem weiteren halben Kilometer erreiche ich einen schlichten Gedenkstein mit einem Blumenbeet am Wegesrand, der an das <a href="http://www.kornsandverbrechen.de/">Kornsandverbrechen</a> erinnert: Vor fast 65 Jahren, am 21. März 1945 wurden hier sechs Bürger von Nierstein und Oppenheim von den Nationalsozialisten ermordet, nur wenige Stunden bevor ihre Heimatorte von den Amerikanern befreit wurden.<br />
Auf der Plakette mit den Opfern findet sich auch mein eigener Nachname, das wusste ich vorher nicht. Vermutlich keine Verwandschaft, aber irgendwie berührt mich das besonders.<br />
Ich halte ein paar Momente vor dem Stein inne, nachdenklich, mit der Mütze in der Hand.<br />
Ein trauriger Ort, der daran erinnert, wie widerwärtig und bösartig das Dritte Reich bis zum Allerletzten war. </p>
<p>Wenig später erreiche ich <a href="http://www.gg-online.de/html/kornsand.htm">Kornsand</a>, eine winzige Siedlung am Rheinufer, deren Hauptbedeutung darin besteht, dass hier die rechtsrheinische Anlegestelle der Niersteiner Rheinfähre liegt.<br />
Bevor ich die einzige Ortsstrasse erreiche, biege ich links ab, folge einem Pfad hinter den wenigen Häusern des Ortes nach Osten in die Felder, und biege schließlich rechts runter zur Landstrasse in Richtung Geinsheim (L3098) ab. </p>
<p>Auf der muss ich nun ein paar hundert Meter westwärts laufen. Nicht wirklich angenehm, denn natürlich gibt´s wieder mal keinen Seitenstreifen oder Radweg, nur einen schmalen, unebenen Rasenstreifen, auf dem es monumental schlecht laufen lässt.<br />
Außerdem dämmert es inzwischen gewaltig, und bei schlechtem Licht bin ich nicht besonders gerne auf Landstrassen unterwegs&#8230;</p>
<p>Zum Glück ist wenig Verkehr, nur zwei oder dreimal muss ich mich in den Rasenstreifen bemühen, bevor ich nach 650 m. das geöffnete Tor des großen Rheindeichs durchquere und direkt danach von der Strasse weg auf die Deichkrone wechsle. </p>
<p>400 m. nordwärts, dann rechts vom Deich runter und auf dem ersten Feldweg durch die &#8220;Schnepfenäcker&#8221; in Richtung Geinsheim.<br />
Morastiger Rasenstreifen zwischen den Feldern, schlammig, pfützig, rutschig.<br />
Aber keine Autos, immerhin.</p>
<p>800 m. nach Osten, bis zum ersten Baggersee vor Geinsheim, an dem der Weg etwas besser wird.<br />
Sehr schön: Auf dem Acker links von mir haben sich Dutzende, vielleicht Hunderte von kehlig schnatternden Wildgänsen niedergelassen, wohl um hier die Nacht zu verbringen, bevor sie sich morgen früh wieder auf ihre lange, beschwerliche Reise in den Süden machen. Während ich vorbeilaufe, fliegen weitere von ihnen ein, in kleinen Geschwadern von drei bis sechs Tieren. </p>
<p>Direkt danach geht´s zwischen den nächsten beiden Baggerseen hindurch, beide eingezäunt und gesäumt von unzähligen Gartenhüttchen und kleinen Holzverschlägen, die offenbar Menschen gehören, die sich hier ihre eigene kleine Parzelle am Wasser gesichert haben.<br />
Jetzt ist es auch nicht mehr weit (zum Glück, denn inzwischen ist es nicht nur fast dunkel, sondern meine Tempo-Flachlandlaufmuskulatur [das ist die unterm Hintern] beginnt sich zudem langsam zu beschweren), noch ein halber Kilometer durch Weiden, diverse Vereinsgelände und wucherige Kleingärten, dann erreiche ich die Brücke über den Hauptkanal am Westrand von Geinsheim, just in dem Moment, in dem die <a href="http://www.panoramio.com/photo/23669588">schöne, neogotische Dorfkirche</a> direkt vor mir mit dem Abendläuten beginnt.<br />
Das gefällt mir, Dorfglocken in der Abenddämmerung, nett. </p>
<p>Obwohl´s ein kleiner Umweg ist, laufe ich geradeaus ins Dorfinnere, an der Kirche vorbei bis Borngasse, dann links durch die enge Kirchgasse, rechts durch eine kleine Grünanlage, dann wieder links die Treburer Str. hoch, auf einem so schmalen Bürgersteig, dass ich mich ein, zweimal regelrecht an die Hauswände drücken muss, um nicht mit den Außenspiegeln der entgegenkommenden Autos zu kollidieren.<br />
Dann nochmal links (&#8220;Bannzäune&#8221;) auf die Untergasse, auf der´s dann nur noch 200 m. bis zum Ziel sind, das ich mit dem allerletzten Tageslicht und etwas krampfiger rückwärtiger Oberschenkelmuskulatur erreiche.</p>
<p>Sehr nette Tour, besonders die Streckenabschnitte am Rheinufer waren wunderschön. Dazu noch ein (für meine Verhältnisse) sehr strammes Tempo, viel spannendes Neuland und stimmungsvoll-verhaltenes schönes Wetter, und die Lücke im Nordwestlichen Ried ist auch ein bisschen kleiner geworden &#8211; was will das Läuferherz da mehr?<br />
Richtig: Nix! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Strecke: 13,3 km<br />
Zeit: 1:12 h (= 11,08 km/h bzw. 5:25 min/km)<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 95,04% (12,64 km von 13,3 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/11/geinsheim-hessenaue-kornsand.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/11/geinsheim-hessenaue-kornsand.jpg?w=150" alt="" title="Geinsheim - Hessenaue - Kornsand" width="150" height="109" class="alignnone size-thumbnail wp-image-7081" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>

</channel>
</rss>
