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	<title>hochstadten &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/hochstadten/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "hochstadten"</description>
	<pubDate>Sun, 03 Jan 2010 07:49:08 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Jugenheim - Hofgut Hohenstein (13,1 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/09/20/jugenheim-hofgut-hohenstein-131-km/</link>
<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 21:06:43 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/09/20/jugenheim-hofgut-hohenstein-131-km/</guid>
<description><![CDATA[Auch der dritte Lauf diese Woche war gar nix! Sonntag, Abendessen auf dem Hofgut Hohenstein über Rei]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Auch der dritte Lauf diese Woche war gar nix!</p>
<p>Sonntag, Abendessen auf dem Hofgut Hohenstein über Reichenbach, wollte ich hinlaufen.<br />
Immer noch ohne großen Enthusiasmus, letztlich war´s vor allem Gewohnheit und ein Gefühl von &#8220;Ach was soll´s&#8221;, aus denen ich mir die Schuhe gebunden hab´ und losgelaufen bin.</p>
<p>Furchtbares Wetter.<br />
Nochmal über 20 Grad, dazu eine Luftfeuchtigkeit von über 90%, alles diest und dampft, richtig eklig.<br />
Dazu dann noch die Nachwirkungen der zu schnellen Flachlandtour gestern, die mir nicht wirklich gut getan hat: Alles fühlt sich schwer, krampfig, verkatert, müde an, bereits die ersten Meter aufwärts in den Wald sind unangenehm und anstrengend. </p>
<p><!--more--><br />
Und auch der Kopf will wieder nicht so richtig mit, fühle mich weiterhin lustlos, desinteressiert, laufe fast schon mechanisch, ohne allzuviel Spaß an der Sache zu haben, bin mit den mahlenden Gedanken ganz woanders.</p>
<p>Geht alles gar nicht.<br />
Bereits beim Aufstieg auf dem Püschweg in Richtung Melibokus, meiner Hausstrecke, lege ich mehrere Gehpausen ein.<br />
Es fehlt an Kraft, aber eben auch am Willen, um auf schweren Beinen und mit einem seltsam zugeschnürten Klumpen irgendwo hinterm Solarplexus (da, wo man normalerweise den Extraberglaufsauerstoff reinatmet) durchzujoggen.</p>
<p>Oben an der Melibokusstr. dann links, steil abwärts, runter auf den Nibelungensteig und den Alemannenweg, irgendwo an der Ostflanke des Melibokus.<br />
Bin unkonzentriert, deshalb verpasse ich die richtige Abzweigung und muss einen Umweg laufen. Ein bisschen doof, denn damit kann ich die Karte vom letzten Mal nicht mehr verwenden. </p>
<p>Schließlich erreiche in den Waldrand über dem Mühltal, laufe steil abwärts durch die geschwungenen Bergwiesen (gelbes V dann gelbe 2) runter nach Hochstädten.<br />
Hübsch hier, aber heute ist es mir irgendwie egal, ich laufe einfach nur bergab. Fällt etwas leichter als bergauf, macht aber auch nicht wirklich Spaß&#8230;</p>
<p>In Hochstädten links, die Dorfstrasse rauf, dann rechts auf den Bangertshöhenweg (gelbe 3), der aufwärts durch ein Seitental führt, durch Wiesen und vorbei am alten Hochstädter Steinbruch.<br />
Recht steil, und wieder fehlt es mir an Muskel- und oder Willenskraft um durchzulaufen, also gehe ich auch hier ein ganzes Stück. </p>
<p>Schließlich rechts, hoch zum kleinen, gemauerten Selterswasserhäuschen am Waldrand über Elmshausen, wo ich auf den Nibelungenweg (gelbes Quadrat)/Weitwanderweg Odenwald Vogesen (roter Balken) einbiege und ostwärts an der Flanke des Teufelsbergs entlanglaufe.<br />
Das steilste Stück überhaupt, also gehend.<br />
Pfff, mir doch egal. </p>
<p>Ein Kilometer Ostwärts durch den lichten Wald, dann geht´s rechts runter, am Naturfreundehaus Borstein vorbei und den extrem steilen Asphaltweg am Borstein und dem Reichenbacher Steinbruch entlang runter nach Reichenbach, das idyllisch in den Grund des steilen Lautertals vor/unter mir gefaltet ist, während hoch oben auf der anderen Talseite bereits das Hofgut sichtbar ist.<br />
Gewitterstimmung, die feuchte Luft steht, es ist diesig, über dem Felsberg türmen sich schwarze Wolken, aus denen es blitzt und donnert.<br />
Meine Knie wollen übrigens auch nicht so recht auf dem extrem steilen Gefälle, noch ein Körperteil, der keine Lust auf Laufen hat. </p>
<p>Unten in Reichenbach geht´s dem Nibelungenweg hinterher in den Ortskern: Balkhäuser Str., Beedenkircher Str., dann am Rathaus links die Nibelungenstr./B47 hoch und schließlich rechts über die Knodener Str. auf die Hohensteiner Str.<br />
Ab dem Rathaus geht´s wieder bergauf, das fällt schwer, schwer, schwer.<br />
Außer man geht zwischendurch ein bisschen, was ich auch hier wieder mache. Kann einfach nicht genug Ehrgeiz aufbringen, um mich daran zu stören. </p>
<p>Vorbei am großen Steinmetzbetrieb, dann die fiesen, steilen Serpentinen der Hohensteiner Str. hoch, schließlich am oberen Ortsene den langen, obstbaumgesäumten Fahrweg aufwärts durch die (normalerweise, heute hab´ ich keinen Blick dafür) herrlichen Bergweiden an der Hopfenwiese.<br />
Das Stück ist anstrengend und ich bin´s noch nie durchgelaufen.<br />
Heute natürlich auch nicht, auch hier gehe ich wieder zwischendurch, und schere mich nicht weiter drum, obwohl das Gewitter inzwischen schon bedrohlich nahe gekommen ist. </p>
<p>Und irgendwann bin ich dann oben, verschwitzt, ausgelauft, klebrig, nicht wirklich zufrieden.<br />
Das Hofgut hat übrigens zu, Abendessen hier oben fällt aus.<br />
Passt irgendwie.</p>
<p>Schon komisch: Körperlich bin ich momentan so fit wie schon lange nicht mehr, aber der Kopf will gerade einfach nicht mitmachen.<br />
Wenig Spaß, wenig Enthusiasmus, wenig Konzentration = Wenig guter Lauf.<br />
Wie gehabt eben. </p>
<p>Strecke: 13,1 km<br />
Zeit: Gar nicht schnell<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 1,91% (0,25 km von 13,1 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/09/jugenheim-hohenstein09.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/09/jugenheim-hohenstein09.jpg?w=150" alt="Jugenheim-Hohenstein09" title="Jugenheim-Hohenstein09" width="150" height="109" class="alignnone size-thumbnail wp-image-6372" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Hochstädter Tal - Fürstenlager - Lautertal. Mit Fotos (13,4 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2008/11/14/hochstadter-tal-furstenlager-lautertal-mit-fotos-134-km/</link>
<pubDate>Fri, 14 Nov 2008 20:37:52 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2008/11/14/hochstadter-tal-furstenlager-lautertal-mit-fotos-134-km/</guid>
<description><![CDATA[Heute endlich mal wieder sowas wie schönes Wetter draussen, das weckt sofort die Lauf- und Lebensgei]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Heute endlich mal wieder sowas wie schönes Wetter draussen, das weckt sofort die Lauf- und Lebensgeister: Zwar noch etwas neblig, aber der Dunst reichte nicht weit nach oben, und direkt darüber gab´s strahlendblauen Himmel samt Sonnenschein.<br />
Herrlich, und weil´s das dieses Jahr nicht mehr so oft geben wird, musste es unbedingt für einen besonders schönen Lauf genutzt werden. Also kurz im Archiv der geplanten Strecken was Passendes gesucht und eine wunderbare Strecke durch die Berge hinter Bensheim ausgesucht &#8211; die hatte ich schon ganz lange mal laufen wollen und nur auf die richtige Gelegenheit gewartet, und dahinten gefällt´s mir ja sowieso immer unheimlich gut (vgl. z.B. <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/10/18/weinberge-zwischen-bensheim-und-heppenheim-mit-fotos-157-km/">hier</a>). </p>
<p>Warm eingepackt (ziemlich frisch heute) und relativ früh (um möglichst viel Sonne mitzunehmen, in den tiefen Bergtälern verschindet die nämlich schon Stunden vor dem offiziellen Sonnenuntergang) auf den Weg gemacht. </p>
<p>Start war heute im idyllischen Bergdörfchen Hochstädten hinter Bensheim, mitten im Ort an der Ecke Mühltalstr./Malchenweg (vor dem Restaurant Fiesta).<br />
Herrlich hier oben, klare, frische Luft, kein Nebel mehr in Sicht, strahlende Sonne:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0001.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0001.jpg" alt="img_0001" title="img_0001" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2263" /></a><br />
<em>Bild #1: Am Start in Hochstädten</em></p>
<p><!--more--><br />
Von hier aus erstmal südwestwärts, an der Mühltalstr. entlang talabwärts, der leuchtenden Sonne entgegen:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0002.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0002.jpg" alt="img_0002" title="img_0002" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2245" /></a><br />
<em>Bild #2: Mühltalstr.</em></p>
<p>Tempo von Anfang an bewusst langsam, einerseits um es so richtig zu geniessen, andererseits um meinen immer noch nicht ganz entspannten Rücken nicht zu sehr zu beanspruchen (better safe than sorry). Lief wunderbar: Die Sonne wärmte, die Umgebung war wunderschön, und meine Laune hätte besser nicht sein können (und gerade Letzteres macht ja bekanntlich viel aus) &#8211; perfekt. </p>
<p>Nach einem sehr entspannten ersten halben Kilometer mit leichtem Gefälle erreichte ich den unteren Ortsrand von Hochstädten&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0005.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0005.jpg" alt="img_0005" title="img_0005" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2265" /></a><br />
<em>Bild #3</em></p>
<p>&#8230;nach dem ich noch ca. 100 m. geradeaus am Rand der L3103 entlanglief, dann links abbog, und auf der kleinen Brücke am Marmorwerk die im Talgrund fliessende Auer zu überqueren und zum Wald am südlichen Talrand hinaufzulaufen (Markierung: Gelbes V):<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0006.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0006.jpg" alt="img_0006" title="img_0006" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2266" /></a><br />
<em>Bild #4: Auerbrücke am Marmorwerk</em> </p>
<p>Links des Weges entdeckte ich dabei übrigens dieses interessante und offensichtlich recht alte&#8230; äääh&#8230; Dingsenskirchengemauerteslochimbodenodersoähnlich, das ich noch nie zuvor bemerkt hatte. Nett, das musste natürlich gleich fotografiert werden:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0007.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0007.jpg" alt="img_0007" title="img_0007" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2267" /></a><br />
<em>Bild #5: Äääh&#8230; Dingsenskirchengemauerteslochimbodenodersoähnlich am Marmorwerk</em></p>
<p>Hinter dem Marmorwerk hoch in den Wald rein, dann gleich links, und auf dem unmarkierten Weg am Waldrand kurz nach Nordosten. Leichte Steigung an der Talwand hoch, gut zu laufen und bot außerdem auch noch einen schönen Blick über den unteren Teil von Hochstädten:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0009.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0009.jpg" alt="img_0009" title="img_0009" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2268" /></a><br />
<em>Bild #6: Hochstädten vom Waldrand über dem Marmorwerk aus. Links im Hintergrund der Melibokus</em></p>
<p>Kurz danach bog ich dann scharf rechts ab, auf einen unmarkierten Pfad, der weiter in den Wald hinein und den Hang hinauf führte &#8211; der erste richtige Aufstieg für heute, aus dem Mühltal (bzw. Hochstädter Tal) hoch auf die Anhöhe über dem Fürstenlager. Eigentlich hatte ich erwartet, dass er ziemlich hart werden würde, stattdessen stellte er sich jedoch als überraschend angenehm raus: Zwar schmal, aber mit einer sehr moderaten Steigung, außerdem dick mit farbenfrohem Herbstlaub bedeckt, das wunderbar in der warmen Novembersonne (die ungehindert durch die inzwischen weitgehend kahlen Wipfel scheinen konnte) leuchtete.<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0010.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0010.jpg" alt="img_0010" title="img_0010" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2269" /></a><br />
<em>Bild #7: Unmarkierter Pfad auf die Anhöhe nördlich des Fürstenlagers</em>&#8230;  </p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0012.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0012.jpg" alt="img_0012" title="img_0012" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2270" /></a><br />
<em>Bild #8: &#8230;bedeckt mit schönem, buntem Herbstlaub, das in der Sonne leuchtet</em></p>
<p>Da ich ich auch weiterhin sehr bewusst langsam machte, fiel der Aufstieg fast schon beunruhigend leicht &#8211; als ich nach knapp 800 kurvigen Metern das obere Ende des Pfades hinter dem Fürstenlager erreichte, waren mein Puls und Meine Atmung immer noch sc hön langsam, und ich war nicht mal richtig geschwitzt.<br />
Hier oben öffnete sich der Wald wieder&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0020.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0020.jpg" alt="img_0020" title="img_0020" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2272" /></a><br />
<em>Bild #9</em></p>
<p>und gab den Blick auf das schmale, idyllische Wiesental hinter dem Fürstenlager frei, das in der prallen Mittagssonne sattgrün schimmerte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0030.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0030.jpg" alt="img_0030" title="img_0030" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2271" /></a><br />
<em>Bild #10: Tal hinter dem Fürstenlager</em></p>
<p>Ich wandte mich rechts und folgte kurz dem Nibelungen- und Alemannenweg am Waldrand nach Westen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0019.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0019.jpg" alt="img_0019" title="img_0019" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2273" /></a><br />
<em>Bild #11: Gelbes Quadrat = Nibelungenweg, Rotes S = Alemannenweg</em></p>
<p>&#8230;bis ich die Eremitage erreichte, eine seltsame kleine Zierkapelle am Talrand, die aus irgendeinem Grund mit Baumrinde verkleidet ist und zum historischen Gebäudefundus des Fürstenlagers gehört (soweit ich weiss, hat sie trotz ihres Namens nie einen Einsiedler beherbergt, sondern wurde nur deshalb gebaut, weil´s im 18. Jahrhundert total schick war, sowas in seinem Park rumstehen zu haben).<br />
Sieht übrigens so aus:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0027.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0027.jpg" alt="img_0027" title="img_0027" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2246" /></a><br />
<em>Bild #12: Eremitage</em></p>
<p>Von der Eremitage kurz runter ins Tal und ein kurzes Stück auf dem Weg im Talgrund in Richtung Herrenhaus&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0032.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0032.jpg" alt="img_0032" title="img_0032" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2279" /></a><br />
<em>Bild #13: Tal hinter dem Fürstenlager</em></p>
<p>&#8230;nach etwas über 100 m. jedoch gleich wieder rechts ab, und auf dem Neun-Aussichts-Weg (gelbe 3) wieder bergauf, in den Wald am Nordhang des Tals. Ganz neuer Weg für mich, obwohl ich schon X-Mal im Fürstenlager gewesen bin, hab´ ich es hier noch nie hoch geschafft.<br />
Schade eigentlich, denn der Weg ist sehr nett: Erst ein recht steiles Stück am Waldrand bergauf, dabei schöner Blick links runter in das flache Roßbachtal (so heisst das Tal mit dem Fürstenlager drin nämlich offiziell)&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0034.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0034.jpg" alt="img_0034" title="img_0034" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2280" /></a><br />
<em>Bild #14: Mittleres bis hinteres Roßbachtal vom Anfang des Neun-Aussichts-Weges</em> </p>
<p>&#8230;dann auf dem kleinen Höhenrücken entlag westwärts, an einer seltsamen Kanzel vorbei&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0036.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0036.jpg" alt="img_0036" title="img_0036" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2281" /></a><br />
<em>Bild #15: Keine Ahnung, wozu die gut ist. Vielleicht ein Schutz vor marodierenden Pinguinen?</em></p>
<p>&#8230;zwischendurch kurz links vom Hauptweg ab, zu einem hübschen kleinen Platz im Wald, auf dem eine einzelne Bank und sowas wie eine alte Gedenkurne (&#8220;En mémoire de Frederique et Charlotte&#8230;&#8221;) standen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0039.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0039.jpg" alt="img_0039" title="img_0039" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2282" /></a><br />
<em>Bild #16: Der Platz hat sicher auch einen richtigen Namen, aber den kenn´ ich leider nicht&#8230;</em></p>
<p>&#8230;dann wieder auf den Bergrücken hoch, 100 m. weiter, kurz einen unerwarteten aber wunderschönen Ausblick durch die kahlen Bäume auf Auerbach genossen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0049.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0049.jpg" alt="img_0049" title="img_0049" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2247" /></a><br />
<em>Bild #17: Auerbach von oben</em></p>
<p>&#8230;und schließlich links den Hang abwärts, aus dem Wald hinaus zurück ins Roßbachtal.<br />
Tolle Atmosphäre, denn im Talgrund beim Fürstenlager hatte sich eine lichte aber hartnäckige Nebelschwade festgesetzt, in der sich das Sonnenlicht auf ganz seltsame Art und Weise brach, sah ziemlich faszinierend aus:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0046a.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0046a.jpg" alt="img_0046a" title="img_0046a" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2284" /></a><br />
<em>Bild #18: Waldrand an den Neun Aussichten</em></p>
<p>Direkt unterhalb des Waldrands liegen die &#8220;Neun Aussichten&#8221;, ein Terassenförmig angelegter Aussichtspunkt mit Tischen und Bänken, der einen schönen Blick auf das Fürstenlager im Tal und in die Rheinebene bietet (letzteres allerdings nur, wenn es klar ist, das war heute nix):<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0051.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0051.jpg" alt="img_0051" title="img_0051" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2286" /></a><br />
<em>Bild #19: Neun Aussichten</em></p>
<p>Von hier weiter auf der gelben 3 runter ins mittlere Roßbachtal, und damit richtig rein ins Fürstenlager. Ich hab´s glaube ich ja schon irgendwann früher mal beschrieben, aber nur zur Erinnerung:<br />
Das Fürstenlager ist ein Landschaftspark, den das Haus Hessen-Darmstadt ab 1790 als Sommerfrische anlegen liess. Eingebettet in ein schmales Seitental oberhalb von Auerbach findet sich hier ein früher englischer Garten mit altem, gepflegten Baumbestand (viele Exoten) mit Teich, diversen Pavillons und Tempelchen, einem kleinen Weinhang, und einer dorfartigen Gruppe malerischer alter Häuser unterhalb des prächtigen Herrenhauses, das heute ein Hotel/Restaurant/Café beherbergt.<br />
Heute ist die Anlage ein Staatspark im Besitz des Landes Hessen, und wird in einem möglichst originalgetreuen Zustand gehalten. Wunderschön, gerade an einem sonnigen Tag wie heute.    </p>
<p>Von den Neun Aussichten folgte ich weiter der gelben drei, die hier auf einem gepflegten, baumbestandenen Parkweg den Hang hinab führt:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0052.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0052.jpg" alt="img_0052" title="img_0052" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2288" /></a><br />
<em>Bild #20: Neun-Aussichts-Weg von den Neun Aussichten runter ins Fürstenlager</em></p>
<p>Rechts eine herrliche Aussicht ins und über das leicht neblige Roßbachtal und den Park, an dem ich mich gar nicht sattsehen/fotografieren konnte. Dummerweise erlitt der Foto hier eine Art elektronischen Nervenzusammenbruch (weiss der Geier warum), so dass ein Teil der Bilder unerklärlicherweise so aussahen:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0059.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0059.jpg" alt="img_0059" title="img_0059" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2289" /></a><br />
<em>Bild #21: Huh? Was´n da los?</em></p>
<p>Andere hingegen waren dann wieder ganz normal &#8211; seltsam&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0060.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0060.jpg" alt="img_0060" title="img_0060" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2290" /></a><br />
<em>Bild #22: So hätte Bild #21 eigentlich aussehen sollen&#8230;</em></p>
<p>Abwärts, über den Weinbergen entlang&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0061.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0061.jpg" alt="img_0061" title="img_0061" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2291" /></a><br />
<em>Bild #23</em></p>
<p>&#8230;dann dem oberen Teil des &#8220;Dorfes&#8221;&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0066.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0066.jpg" alt="img_0066" title="img_0066" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2292" /></a><br />
<em>Bild #24</em></p>
<p>&#8230;und schließlich dem in lichte Nebelschwaden gehüllten Herrenhaus&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0064.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0064.jpg" alt="img_0064" title="img_0064" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2248" /></a><br />
<em>Bild #25</em></p>
<p>&#8230;bis runter in den schattigen, kühlen Talgrund.<br />
Dort dann rechts (Nibelungenweg, gelbes Quadrat) bis runter zum Herrenhaus, wo ich eine kurze Fotopause einlegte. Hätte ich mir allerdings auch sparen können, denn die Kamera hatte ihren Koller immer noch nicht ganz unter Kontrolle, und verzerrte/verpixelte/verfärbte alle Bilder, die ich hier unten machte, aufs gräßlichste. Das hier war noch das Beste, der Rest&#8230; na ja, reden wir nicht drüber:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0073.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0073.jpg" alt="img_0073" title="img_0073" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2293" /></a><br />
<em>Bild #26: Leicht verzerrter Blick auf den Platz vor dem Herrenhaus. Saubere Fotos vom Fürstenlager gibt´s z.B. <a href="http://sightseeing.photo-world-online.net/germany/bensheim/fuerstenlager/index.html">hier</a></em> </p>
<p>Vom Herrenhaus folgte ich dem Burgenweg (Blaues B) nach links, neben der großen Wiese am gegenüberliegenden Hang bergauf.<br />
Hübsch aber steil, hier kam ich dann doch so langsam ins Schwitzen und Schnaufen, und musste unterwegs sogar noch ein bisschen Tempo rausnehmen. Nicht so sehr wegen der Kondition, sondern wegen meinem noch nicht ganz koscheren Rücken &#8211; bergauf- und bergablaufen braucht einfach viel mehr Körperspannung als einfach nur im Flachland vor sich hinwassern, da muss man etwas vorsichtig sein, wenn die Rückenmuskulatur noch etwas krampfig ist&#8230;</p>
<p>Nach 300 m. Aufstieg erreichte ich am oberen Ende der langen Wiese ein weiteres Tempelchen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0082.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0082.jpg" alt="img_0082" title="img_0082" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2294" /></a><br />
<em>Bild #27: Inschrift &#8220;Von Ludwig und Emil&#8221;</em></p>
<p>&#8230;von dem aus ich nochmal einen wunderbaren Blick runter aufs Herrenhaus hatte&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0083.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0083.jpg" alt="img_0083" title="img_0083" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2295" /></a><br />
<em>Bild #28: Interessant &#8211; Mit der Sonne im Rücken sieht man nichts mehr von dem Dunst im Tal</em></p>
<p>&#8230;bevor ich nach einem weiteren kurzen steilen Stück das obere Ende des Hangs erreichte, und links auf den den Höhenweg abbog, der auf dem schmalen Rücken zwischen Roßbachtal und den südlichen Auerbacher Weinlagen ostwärts führt.</p>
<p>Herrliches Stück. Wunderbar warme Sonne, blauer Himmel, angenehmer Weg mit wenig Steigung, und dazu schöne Ausblicke nach links&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0087.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0087.jpg" alt="img_0087" title="img_0087" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2296" /></a><br />
<em>Bild #29: Auerbacher Schloss und Melibokus</em></p>
<p>&#8230;und rechts&#8230;<br />
 <a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0085.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0085.jpg" alt="img_0085" title="img_0085" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2249" /></a><br />
<em>Bild #30: Sonnige Weinberge über dem Parkplatz Herrenwingert, im Hintergrund der Höhenzug vor Ober-Hambach</em></p>
<p>&#8230;und links&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0096.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0096.jpg" alt="img_0096" title="img_0096" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2297" /></a><br />
<em>Bild #31: Nochmal die Eremitage, dieses mal von der anderen Talseite aus gesehen</em></p>
<p>&#8230;und rechts:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0093.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0093.jpg" alt="img_0093" title="img_0093" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2298" /></a><br />
<em>Bild #32: Blick übers untere Lautertal. Der Turm rechts in der Bildmitte ist die Schönberger Kirche, an der ich später noch vorbeikommen sollte</em></p>
<p>Hier oben war´s heute so schön, da hätte ich ewig weiterlaufen können, das störte selbst der Uralt-Traktor nicht, der mich zwischenzeitlich mit ohrenbetäubendem Tuckern überholte (übrigens nur, weil ich ihn liess &#8211; wenn ich mich angestrengt hätte, hätte der mich nie eingeholt&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ). </p>
<p>Nach etwas über einem Kilometer die Wegscheide über dem hinteren Ende des Roßbachtals &#8211; bisher war ich hier immer links auf den Nibelungenweg in Richtung Felsberg gelaufen, heute hielt ich mich jedoch zum allerersten mal rechts und nahm den Schloss-Weg (gelbe 7), der hier auf ungefähr gleichbleibender Höhe nach Osten führt<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0101.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0101.jpg" alt="img_0101" title="img_0101" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2299" /></a><br />
<em>Bild #33: Schloss-Weg (gelbe 7) hinter dem Fürstenlager. </em></p>
<p>200 m. geradeaus, am Rand eines hübschen, sonnigen Wiesentals entlang, dann in den Wald unterhalb der Ludwigshöhe. Am Waldrand stiess ich auf eine ungewöhnliche Infotafel mit spiritueller Botschaft, die offensichtlich zu einem <a href="http://www.4suxess.de/_extern/st-georg-bensheim.de/Flyer_Pilgerweg.pdf">lokalen Pilgerweg von Bensheim nach Schönberg</a> gehört, der mir bisher nicht bekannt gewesen war. Wieder was Neues entdeckt, auch wenn ich als nicht-katholischer Heide natürlich nicht die primäre Zielgruppe für franziskanische Pilgerpfade bin&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0104.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0104.jpg" alt="img_0104" title="img_0104" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2300" /></a><br />
<em>Bild #34: Station des Franziskanischen Pilgerwegs oberhalb von Schönberg</em></p>
<p>Im Wald noch kurz geradeaus, dann der gelben sieben folgend rechts den Hang runter.<br />
Auch hier war´s wieder unglaublich schön: Südwesthang + laublose Baumwipfel = Volle Nachmittagssonne mit faszinierendem Spiel von Licht und Schatten auf dem grellbuntem Herbstlaubteppich zwischen den knorrigen alten Bäumen:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0105a.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0105a.jpg" alt="img_0105a" title="img_0105a" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2250" /></a><br />
<em>Bild #35: Herbstliche Waldimpressionen&#8230;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0109.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0109.jpg" alt="img_0109" title="img_0109" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2301" /></a><br />
<em>Bild #36: &#8230;vom Schloss-Weg&#8230;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0117a.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0117a.jpg" alt="img_0117a" title="img_0117a" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2302" /></a><br />
<em>Bild #37: &#8230;über Schönberg</em></p>
<p>Nach knapp 800 m. durch den Wald erreichte ich schließlich den Haingrund am Rand des Bensheimer Stadtteils Schönberg:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0118.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0118.jpg" alt="img_0118" title="img_0118" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2303" /></a><br />
<em>Bild #38: Haingrund</em></p>
<p>Netter, versteckter Seitenarm des Lautertals, in dem ich bisher noch nie gewesen war, zwar merklich kühler und diesiger als die Anhöhe, aber immer noch angenehm sonnig.<br />
Ich lief den Haingrund runter und bog dann links in den Rosengrund ein. Weiter abwärts nach Schönberg rein. Als ich den Friedhof passierte, bemerkte ich die Silhouette der schönberger Kirche, die sich zwischen den Bäumen auf der Anhöhe oberhalb des Friedhofs abzeichnete:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0119.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0119.jpg" alt="img_0119" title="img_0119" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2306" /></a><br />
<em>Bild #39: Schönberger Friedhof, darüber die schönberger Kirche</em></p>
<p>Da ich die Kirche noch nie aus der Nähe gesehen hatte, beschloss ich spontan, mal hochzulaufen und sie mir anzugucken. Entsprechend direkt nach dem Friedhof halblinks von der Strasse im Rosengrund ab und auf den Weg zur Kirche hinauf. </p>
<p>Puha! </p>
<p>Ähnlich wie das schönberger Schloss (das einen Berg weiter unten zu finden ist), thront die auch die Kirche hoch oben auf einer extrem steilen Anhöhe über dem tiefen, schmalen Lautertal.<br />
Spektakuläre Lage, aber wer hier hoch will, muss einen ordentlichen anstrengenden Anstieg bewältigen, der &#8211; zumindest wenn man joggt &#8211; ganz schön reinzieht. </p>
<p>Aber hey, was sein muss, muss sein:<br />
Hoch bis zum Friedhofseingang&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0121.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0121.jpg" alt="img_0121" title="img_0121" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2307" /></a><br />
<em>Bild #40: Eingang zum schönberger Friedhof auf halber Höhe des Kirchenbergs</em></p>
<p>&#8230;dann eine um scharfe, serpintinige Kurve und weiter den steilen Kiesweg hoch, von dem aus man einen tollen Blick über das Seitental rüber zum schönberger Schloss hatte, das &#8211; halb vom Dunst verhüllt &#8211; von der nächsten Anhöhe herbübergrüßte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0122.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0122.jpg" alt="img_0122" title="img_0122" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2251" /></a><br />
<em>Bild #41: Schönberger Schloss im Dunst</em></p>
<p>Oben angekommen erwartete mich die wirklich ziemlich imposante Kirche: Relativ groß und neu (erst Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut, nachdem die vorherige Kirche abgebrannt war), im neoromanischen Stil (glaube ich zumindest):<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0123.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0123.jpg" alt="img_0123" title="img_0123" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2308" /></a><br />
<em>Bild #41: Schönberger Kirche von Süden</em></p>
<p>Besonders beeindruckend fand ich den großen, hohen Eingangsbereich über dem Kirchenvorplatz, der im direkten Sonnenlicht mit intensiv rosig-rot schimmerte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0126.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0126.jpg" alt="img_0126" title="img_0126" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2309" /></a><br />
<em>Bild #42: Eingangsbereich der schönberger Marienkirche</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0127a.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0127a.jpg" alt="img_0127a" title="img_0127a" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2311" /></a><br />
<em>Bild #43: Und noch mal von Nahem und mit meinem Schatten (nur so zum Beweis, dass ich auch wirklich da war&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ) </em></p>
<p>Ich sah mir alles genau an, ging einmal um die Kirche herum (links daneben ist noch ein kleiner, gepflegter Friedhof, auf dem Mitglieder des Adelshauses Erbach-Schönberg bestattet sind), und machte mich dann wieder auf den Weg. Abstieg genauso wie Aufstieg, unten angekommen links, und weiter den Rosengrund hinab bis runter an die B47/Nibelungenstr. im Talgrund. </p>
<p>Hier bog ich dann links ab und folgte der Bundesstrasse talaufwärts. Breiter Bürgersteig neben der Fahrbahn, kaum Steigung, eigentlich angenehm zu laufen. Allerdings ist das Lautertal hier unten so schmal und tief, dass die Sonne selbst jetzt, am frühen Nachmittag, nicht mehr in den Talgrund reichte &#8211; entsprechend es neblig, überraschend dunkel, und vor allem schweinekalt:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0138.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0138.jpg" alt="img_0138" title="img_0138" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2312" /></a><br />
<em>Bild #44: Brrrrrrrr</em></p>
<p>Das lud nicht gerade zum Verweilen ein, also machte ich zügig weiter: Am Rand der B47 und neben der vor sich hinplätschernden Lauter&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0136.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0136.jpg" alt="img_0136" title="img_0136" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2313" /></a><br />
<em>Bild #45: Die Lauter an der Nibelungenstr. in Schönberg</em></p>
<p>&#8230;talaufwärts, aus Schönberg hinaus&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0140.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0140.jpg" alt="img_0140" title="img_0140" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2314" /></a><br />
<em>Bild #46: Oberer Ortsausgang von Schönberg</em></p>
<p>&#8230;und weiter nach Wilsmhausen, dem nächsten Bensheimer Stadtteil im Lautertal.<br />
Auch dort erstmal weiter geradeaus, an der B47 westwärts in den Ort hinein&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0143.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0143.jpg" alt="img_0143" title="img_0143" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2316" /></a><br />
<em>Bild #47: Nibelungenstr. in Wilmshausen</em></p>
<p>&#8230;dann nach knapp 600 m. rechts, über die Lauter in die Strasse &#8220;zum Katzenrech&#8221;&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0144.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0144.jpg" alt="img_0144" title="img_0144" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2317" /></a><br />
<em>Bild #48: Hübsche alte Fachwerkhäuser im &#8220;Katzenrech&#8221; in Wilmshausen</em></p>
<p>&#8230;und gleich wieder links in die Mühlbergstr., die ich durchlief, bis ich den lokalen Wanderweg EL2 am Ortsende erreichte. Wieder mal links, aus dem Dorf hinaus&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0145.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0145.jpg" alt="img_0145" title="img_0145" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2318" /></a><br />
<em>Bild #49: El2 am Ende von Wilmshausen</em></p>
<p>&#8230;und auf einem kurzen aber überraschend fiesen Anstig hoch auf eine kleine Anhöhe am Talrand zwischen Wilms- und Elmshausen:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0147.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0147.jpg" alt="img_0147" title="img_0147" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2319" /></a><br />
<em>Bild #50</em></p>
<p>So langsam merkte ich die bisherigen Höhenmeter doch schon ein bisschen, entsprechend war ich froh, dass es direkt nach der Anhöhe wieder abwärts ging, auf dem schmalen aber recht idyllischen El2 zurück ins Lautertal und runter nach Elmshausen.<br />
Dort dann mal wieder ein Stück an der B47 entlang&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0149.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0149.jpg" alt="img_0149" title="img_0149" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2320" /></a><br />
<em>Bild #51: Drachentöter vor Fachwerk an der elmhäuser Nibelungenstr.</em></p>
<p>&#8230;durch den alten Ortskern weiter talaufwärts nach Osten:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0150.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0150.jpg" alt="img_0150" title="img_0150" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2252" /></a><br />
<em>Bild #52: Hier hat´s schmale Bürgersteige&#8230;</em></p>
<p>Nach 400 m., hinter der großen Kurve, dann links in die Hochstädter Str., markiert mit dem rote Balken des Weitwanderwegs Odenwald-Vogesen, und nach weiteren 100 m. halbrechts auf den Lokalweg El1, der steil aufwärts aus Elsmhausen hinaus in die Wiesen an der nördlichen Talwand führt &#8211; der letzte Aufstieg für heute.<br />
Und der war nochmal richtig, richtig hart.<br />
Wie die allermeisten Täler im vorderen Odenwald hat auch das Lautertal eine gewisse Ähnlichkeit mit einer Hummerfalle: Man kommt zwar leicht rein, aber rauskommen&#8230; tja, das kann ganz schön schwierig sein, zumindest wenn man nicht den unteren Ausgang nimmt, sondern einen der Seitenhänge hoch will. Zum Beispiel auf dem Weg El1 von Elmshausen bis in den Wald am Teufelsberg:<br />
Über 160 Höhenmeter auf ca. 1,4 km Strecke, die noch nicht mal stetig ansteigt, sondern zwischenzeitlich auch mal fast eben ist oder sogar sogar ein bisschen abfällt.<br />
Da wo sie ansteigt, ist sie folgerichtig brutal steil. </p>
<p>Das kriegte ich auch gleich zu spüren &#8211; bereits die ersten Meter aus Elmshausen hinaus in die Wiesen oberhalb des Ortes jagten meinen Puls und meine Atmung in ungeahnte Höhen (den Rest von mir allerdings nicht, der quälte sich bestenfalls in geahnte Höhen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ) &#8211; furchtbar anstrengend, da freute ich mich richtig über das anfeuernde Gegauze der beiden Sennhunde am letzten Haus des Ortes:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0152.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0152.jpg" alt="img_0152" title="img_0152" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2322" /></a><br />
<em>Bild #53: Sennhund beim verbellen eine rotgesichtigen, schwitzenden Mannes vor dem Hoftor</em></p>
<p>Direkt danach 200 m. Hohlweg mit 20+% Steigung&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_01531.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_01531.jpg" alt="img_01531" title="img_01531" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2324" /></a><br />
<em>Bild #54: Hohlwege sind immer die schlimmsten. Ist wirklich so. Traut nie einem Hohlweg!</em></p>
<p>&#8230;gefolgt von 300 relativ flachen Metern durchs Weideland, von denen man eine gute Aussicht nach Osten hatte, über das Lautertal hinweg zur Knodener Höhe&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0154.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0154.jpg" alt="img_0154" title="img_0154" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2325" /></a><br />
<em>Bild #55: Der Gipfel in der rechten Bildmitte müsste der Knodener Kopf (511 m. ü.NN) sein</em></p>
<p>&#8230;und &#8211; etwas später &#8211; hinunter nach Reichenbach hatte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0157.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0157.jpg" alt="img_0157" title="img_0157" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2326" /></a><br />
<em>Bild #56: Reichenbach</em></p>
<p>Danach ging´s El1 sogar nochmal kurz bergab &#8211; nie ein gutes Zeichen bei einem steilen Aufstieg (denn jeder Meter, den man mittendrin runterläuft, ist ein Meter, den man bald danach wieder hochlaufen muss):<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_01581.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_01581.jpg" alt="img_01581" title="img_01581" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2327" /></a><br />
<em>Bild #57: Auf und Ab auf El1</em></p>
<p>Danach wurde es nochmal richtig steil.<br />
Glücklicherweise ergb sich vor dem letzten, fiesen Stück (knapp 400 m., 70+ Höhenmeter) noch Gelegenheit zu einer kleinen Pause, um der freundlichen lokalen domestizierten Fauna meine Aufwartung zu machen (und zu verschnaufen und meine Rückenmuskulatur ein bisschen zu lockern&#8230;).<br />
Da waren zuerst mal ein paar total sympathische Pferde auf der Weide links des Weges. Normalerweise bin ich ja nicht so für Pferde, aber die hier waren klein und zottelig und kurzbeinig (hmm, <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/01/startloecher1.jpg">an wen erinnert mich das bloss</a>? <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> ) und gemütlich und liessen sich streicheln:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0162.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0162.jpg" alt="img_0162" title="img_0162" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2328" /></a><br />
<em>Bild #58: Vielleicht war´s ja auch noch ein Pony? Das würde meine Sympathie erklären. Ich mag Ponies.</em></p>
<p>Und auf der Weide direkt dahinter&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0164.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0164.jpg" alt="img_0164" title="img_0164" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2329" /></a><br />
<em>Bild #59: It´s the requisite Odenwaldfotolaufberichtskuh, finally revealed!</em></p>
<p>&#8230;traf ich dann auch noch eine nicht minder kleine, kurzbeinige, freundlich und irgendwie hübsche Kuh, die sich ebenfalls ein bisschen streicheln liess:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0165.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0165.jpg" alt="img_0165" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2330" /></a><br />
<em>Bild #60: Eine nette Kuh</em></p>
<p>Nach der Nutztierstreichelpause unter großen Anstrengungen weiter den steilen, unebenen El1 hoch in den Wald am Teufelsberg&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0169.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0169.jpg" alt="img_0169" title="img_0169" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2331" /></a><br />
<em>Bild #61: Nicht so richtig sichtbar: Die fiesen großen, gerölligen Steinbrocken unter der Laubschicht, auf denen man total superprima ausrutschen kann</em></p>
<p>&#8230;und schließlich bei der ersten Gelegenheit links auf einen unmarkierten aber ebenen (huijuijui, das war angenehm) Waldweg, der am Hang entlang bis auf den Nibelungenweg/Weitwanderweg Odenwald-Vogesen/Alemannenweg am Selterswasserhäuschen führte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0170.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0170.jpg" alt="img_0170" title="img_0170" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2332" /></a><br />
<em>Bild #62: Selterswasserhäuschen zwischen Hochstädten und Elmshausen &#8211; und im Gegensatz zum <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/07/25/um-den-felsberg-ein-laufbericht-mit-bildern-145-km/">letzten Mal</a> ist das Bild sogar scharf!</em></p>
<p>Fast geschafft &#8211; ich war fast schon wieder in Hochstädten, und von hier aus würde es nur noch bergab gehen. Da ich die Hauptwege allerdings alle schon gelaufen war, hatte ich für heute noch ein kleines Schmankerl eingeplant: Anstatt durch eines der Seitentäler oder über die Amalienhöhe zurückzulaufen, wollte ich über die Bangertshöhe, einen bewaldeten Höhenrücken über Hochstädten, über den keiner markierten Wege führen, sondern &#8211; zumindest laut der Wanderkarte &#8211; nur ein paar kleine Pfade, vonen denen einer (zumindest auch wieder laut Wanderkarte) bis runter ins Dorf führen sollte. Klang spannend, neu und vor allem ein bisschen abenteuerlich, also genau das richtige zum Abschluss der heutigen Tour. </p>
<p>Zu Anfang liess sich das auch sehr vielversprechend an &#8211; ich lief vom Selterswasserhäuschen noch ein kleines Stück den Nibelungenweg runter (in Richtung Amalienhöhe und Fürstenlager) und bog nach 100 m. rechts auf einen kleinen Pfad ab, der in den Wald auf der Bangertshöhe führte und dort dem Verlauf des Bergrückens nach Südwesten, in Richtung Hochstädten, folgte. Hier kommt wohl wirklich kaum jemand vorbei, zumindest sah der kniehohe Laubteppich, durch den ich hier durchpflügen musste/konnte/durfte (machte eigentlich ziemlich viel Spass) nicht so aus, als hätte es hier in letzter Zeit nennenswerten Durchgangsverkehr gegeben:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0172.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0172.jpg" alt="img_0172" title="img_0172" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2333" /></a><br />
<em>Bild #63: Weg (?) auf der Bangertshöhe</em></p>
<p>Insgesamt fast ein angenehm-abenteuerlicher Kilometer durch den einsamen Wald auf dem Bergrücken, der herrlich von der warmen Nachmittagssonne ausgeleuchtet wurde. Nach ein paar hundert Metern rechts ein bisschen Waldrand an einer Hangwiese, über die hinweg sich ein grandioser Panoramablick auf den Melibokus bot:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0175a.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0175a.jpg" alt="img_0175a" title="img_0175a" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2334" /></a><br />
<em>Bild #64: Melibokus von Südosten</em></p>
<p>Danach ging´s dann noch ein ganzes Stück weiter und schließlich&#8230;<br />
&#8230;endete der Weg.<br />
Allerdings nicht wie erhofft in Hochstädten &#8211; sondern mitten im Wald, am westlichen Ende der Bangertshöhe.<br />
Vom Pfad runter ins Dorf, den die Wanderkarte versprochen hatte, keine Spur. Hier gab´s nur Wald, Steilhänge, und eine unzugängliche und nicht sehr vielversprechend aussehende Bergweide mit blöde glotzenden Kühen:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0176a.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0176a.jpg" alt="img_0176a" title="img_0176a" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2253" /></a><br />
<em>Bild #65: Die waren mindestens genauso ratlos wie ich&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p>Zum Glück hatte ich ja mir ja einen Streckenplan gemacht, mit dessen Hilfe ich zumindest rausfinden konnte, wo der Pfad eigentlich hätte verlaufen müssen.<br />
Dort kletterte ich dann den Hang runter (im wahrsten Sinne des Wortes, denn hier war an Joggen nicht mehr zu denken), bis ich an ein Wiesental gelangte, das offensichtlich bis runter zum Dorf reichte.<br />
An dessen Rand kletterte ich dann weiter runter. Etwas weniger steil, dafür schlummerte ein wahrer Urwald winterlich kahler Brombeerhecken unter dem kniehohen Laub, dessen Dornen sich gar nicht mehr von meiner Lycra-Leggins trennen wollten. Autsch.<br />
Fast ganz unten fand ich dann doch tatsächlich noch sowas wie einen &#8220;Weg&#8221; (= ein sumpfiges, etwas weniger dorniges Stück Wiese am Talgrund), der tatsächlich bis runter nach Hochstädten führte.<br />
Oder zumindest fast &#8211; laut Wanderkarte hätte er nämlich eigentlich direkt in die Mühltalstr. münden müssen.<br />
Tat er aber nicht &#8211; stattdessen endete er 30 m. vorher am verschlossenen Hoftor eines Privatgrundstücks. Die Strasse konnte ich sogar schon sehen, direkt da vorne, am entgegengesetzten Ende des Hofes, an dem ich gerade stand. Aber durch konnte ich nicht.<br />
Tja, da war guter Rat teuer &#8211; einen anderen Weg zur Strasse gab es nicht (links und rechts erstreckten sich weitere Privatgrundstücke, durch die ich ebensowenig einfach durchkonnte), den wilden Hang hoch wollte ich nicht mehr, also rief ich einfach mal zaghaft in den Hof vor mir hinein, ob jemand da wäre.<br />
Und ich hatte Glück: Beim zweiten Rufen tauchte eine freundliche junge Frau im Hof auf, der ich erklärte, dass ich mich irgendwie leicht verrirrt hatte und gerne über ihr Grundstück auf die Strasse wollte, was sie mir netterweise erlaubte (und dabei mich wahrscheinlich insgeshamt für einen halbverrückten Volldeppen hielt).<br />
Problem gelöst &#8211; sie machte das Tor auf, ich bedankte mich artig, lief über den Hof raus auf die Felsbergstrasse, bog dort links ab, und erreichte nach knapp 150 m. wohlbehalten, zufrieden und entspannt das wartende Auto. </p>
<p>Hach, das war gut heute. Endlich mal wieder ein richtig schöner Lauf bei richtig schönem Wetter in richtig schöner Umgebung &#8211; sowas wird gegen Jahresende ja leider immer schwieriger, aber manchmal klappt´s eben doch. Und dann tut es einfach nur richtig, richtig gut&#8230; </p>
<p>Strecke: 13,4 km<br />
Zeit: 1:23 h reine Laufzeit (= 9,69 km/h bzw. 6:12 min/km)<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 78,21% (10,48 km von 13,4 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/hochstadten-furstenlager-lautertal.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/hochstadten-furstenlager-lautertal.jpg?w=128" alt="hochstadten-furstenlager-lautertal" title="hochstadten-furstenlager-lautertal" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-2338" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Verirrt, verwirrt und eingesulcht: Schöne/Nasse Runde den Felsberg (17,4 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2008/06/26/verirrt-verwirrt-und-eingesulcht-schonenasse-runde-den-felsberg-174-km/</link>
<pubDate>Thu, 26 Jun 2008 17:33:41 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2008/06/26/verirrt-verwirrt-und-eingesulcht-schonenasse-runde-den-felsberg-174-km/</guid>
<description><![CDATA[Normalerweise wäre ich ja gestern schon losgezogen. Aber ich war heute mit Jost zum Laufen verabrede]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Normalerweise wäre ich ja gestern schon losgezogen.<br />
Aber ich war heute mit Jost zum Laufen verabredet, deswegen hab´ ich verzichtet.<br />
Jost hat dann natürlich mal wieder auf den letzten Drücker abgesagt. Eigentlich ganz normal, macht er eigentlich immer wenn mal unter der Woche laufen wollen &#8211; Mal ist er nicht ganz so fit, mal muss er kurzfristig beruflich weg, mal hat seine Ex angerufen und er muss ganz unbedingt sofort einen Kaffee mit ihr trinken gehen&#8230; na ja, Sport (außer Fußball in der Glotze <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ) hat bei ihm im Moment offensichtlich keine besonders hohe Priorität (was irgendwie ein bisschen lustig ist, weil er andererseits ständig rumjammert, dass er so dick und unfit geworden wäre)&#8230; </p>
<p>Also musste ich am Dienstagabend noch schnell umdisponieren: Die Strecke, die ich mit Jost gelaufen wäre (Alsbacher Schloss, Comoder Weg, Herrenweg), war mir eigentlich zu kurz und außerdem wollte ich sie nicht ohne Jost &#8220;verbrauchen&#8221;, da musste was Anderes her. Nach kurzem Stöbern in meinem Archiv geplanter Läufe entschied ich mich für eine spannende mittellange Tour auf obskuren Nebenpfaden am <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Felsberg_(Odenwald)">Felsberg</a>, auf die ich schon ziemlich gespannt war, und nahm mir vor, sie gleich heute morgen abzulaufen.</p>
<p>Heute morgen war´s dann aber furchtbar schwül und drückend.<br />
Nein, halt, das stimmt so nicht, eigentlich war´s <strong>FURCHTBAR SCHWÜL UND DRÜCKEND !!!</strong><br />
Allein schon der Schritt vor die Haustür fühlte sich an, als würde man eins mit einem Brett übergezogen kriegen (und das in einer Sauna).<br />
Da ging gar nix, ich verschob ich die Tour auf nach dem Gewitter, das angesichts solch einer Wetterlage unweigerlich komme musste. </p>
<p>Fast forward bis zum Abend: Semiapokalyptisches Unwetter vorbei, Himmel bedeckt mit turmhohen grummelnden Wolken, immer noch unheimliche Luftfeuchtigkeit, aber immerhin etwas kühler.<br />
Besser würde es heute nicht mehr werden. Also los, ab auf die <a href="http://www.kuralpe.de/">Kuralpe</a> zum Start.</p>
<p><!--more-->  </p>
<p>Tolle Stimmung hier oben: Die imposanten, blaugrauen Wolken hingen heute so tief, dass man hier oben nur noch ganz kurz drunter war, die Luft  extrem feucht aber auch wunderbar frisch, die wunderschöne Hügellandschaft in ein seltsames, mystisch-unwirkliches Licht getaucht.<br />
Und es war gar nichts los: Unter der Woche, unwetterig, und in etwas über zwei Stunden würde das EM-Halbfinale Deutschland-Türkei losgehen, da hatte ich den Odenwald praktisch für mich allein.<br />
Wunderbar! </p>
<p>Zuerst mal ging´s vom Parkplatz der Kuralpe aus über die L3101 zum Anfang der Hutzelstrasse, dort dann aber gleich links und auf dem hübschen Weg SJ2 durch die Hangwiesen oberhalb vom &#8220;Winter&#8221; bis zum Waldrand am Vogelherd. Liess sich gut an: Normalerweise mag ich ja keine zu hohe Luftfeuchtigkeit, aber heute machte sie mir fast überhaupt nichts aus (vielleicht auch, weil die Temperatur mit knapp unter 20 Grad ideal war): Ich kam ich gut mit der ordentlichen Steigung klar, fühlte mich richtig fit und tatendurstig. Lediglich mein linkes Knie rumorte wieder mal ein bisschen vor sich hin, aber das bin ich inzwischen ja gewöhnt&#8230;</p>
<p>Direkt hinter dem Waldrand ging´s links ab, auf den unmarkierten Weg mit der Schranke, der in südwestlicher Richtung über das kleine, dicht bewaldete Hochplateau des Vogelherds führt.<br />
Auch hier eine großartige Atmosphäre: Der Berg hatte eine der tief hängenden Wolken &#8220;eingefangen&#8221;, die nun hier oben festhing und den Wald in eine geheimnissvolle Fantasielandschaft aus dichtem, wattig warberndem Nebel und gespenstisch anmutenden Bäumen verwandelte, von oben durch eine seltsam-diffuses Licht erhellt, das sich ganz selten in einem einzelnen, im Dunst klar ausdefinierten Sonnenstrahl konkretisierte (offenbar war die Wolkendecke nur wenige Meter über dem Wald zu Ende).<br />
Wunderbar, allerdings noch mal eine Ecke feuchter: So mitten durch die Wolke zu laufen, das war  schon fast wie Aquajogging, innerhalb kürzester Zeit war ich völlig durchnässt, was mich aber nicht weiter störte: Auf dem weichen, feuchten Waldboden lief es sich super, lediglich mein ausgedruckter Streckenplan machte mir Sorgen, denn der war innerhalb kürzester Zeit so feucht, dass die Druckertinte zu verlaufen anfing und das Papier Auflösungserscheinungen zeigte &#8211; hoffentlich würde der noch lange genug durchhalten, bis ich die richtig verworrenen Passagen des heutigen Laufs hinter mir hatte. </p>
<p>Ein ganzes Stück geradeaus, leicht abwärts durch den Nebel, der immer lichter wurde, je weiter ich nach unten kam und damit aus der Wolke herauslief. Schließlich eine Wegscheide scharf links und abwärts bis ins an die L3101 zwischen Balkhausen und Kuralpe im oberen Balkhäuser Tal.<br />
Hier dann rechts und am Strassenrand runter in Richtung Balkhausen.<br />
Wieder mal ein bisschen unangenehm: Die meisten Landstrassen im Odenwald wurden zwischen den 30iger und 60iger Jahren des letzten Jahrhunderts asphaltiert, also zu einer Zeit, als der Verkehr weniger und langsamer war, und kaum jemand auf die Idee kam, dass Menschen ihre Freizeit mit ernsthaft Laufen oder Radfahren verbringen könnten (das schließlich die Fortbewegungsart für arme Leute, welcher Wirtschaftswunderdeutsche mit eigenem Automobil würde das schon zum Spass machen?). Entsprechend sind die allermeisten dieser Strassen bis heute schmal und haben weder Randstreifen noch einen Rad- oder Fußweg &#8211; da muss man dann halt direkt auf der Fahrbahn laufen, was mir immer ein leicht mulmiges Gefühl verursacht (Von einem troglodytenhaften odenwälder Dorftrottel und seinem prolligen tiefergelegten Golf GTI in einer Kurve plattgefahren zu werden steht auf der Liste meiner Wunschtodesarten ziemlich weit unten&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ).</p>
<p>Ging natürlich gut, die troglodytenhaften odenwälder Dorftrottel waren heute Abend wohl alle damit beschäftigt, in ihrer Stammkneipe/Gartenlaube/Prollokarre zu hocken und schon mal ordentlich für das Länderspiel vorzusaufen und konnten mich deswegen nicht plattfahren.<br />
Glück gehabt.<br />
Deshalb körperlich und seelisch unversehrt nach ca. 350 m. links von der L3103 runter und auf dem unteren Feldweg, der in der Kurve kurz vor Balkhausen von der Strasse abgeht, durch den Talgrund zum Fuß des Felsbergs und schließlich in den Wald und den Hang hoch. Irgendwie verpasste ich den Weg, der hier eigentlich hochmäandern sollte und erwischte stattdessen einen geraden, unglaublich steilen (geschätzte 40% Steigung, da musste ich dann doch etwas gehen) Pfad, der sich irgendwo auf halber Höhe mitten im Wald in einem Feld aus vom Regen niedergedrückten Springkraut verlor.<br />
Also kurz querfeldein den Rest des Hangs hoch, bis ich den Weg am Waldrand oberhalb des Balkhäuser Schollrains erreichte und wieder auf Kurs war. </p>
<p>Ganz kurz rechts runter, dann auf dem Weg mit dem weissen Balken/SJ2 links in den Wald rein und halbrechts/geradeaus abwärts in Richtung Mühltal (=Hochstädter Tal).<br />
Ab hier ging der richtig schwierige Teil der Tour los: Winzige, verworrene, unmarkierte Waldpfade in einer Umgebung, die mir völlig unbekannt war. Zuerst klappte es noch ganz gut: Auf einem schlammigen Weg voller abgebrochener Äste (die Spuren des Unwetters von heute Mittag) den Hang runter, am Rand eines einsamen Wiesentals raus ins Freie, kurz über ein überwuchertes Stück Wildwiese (Autsch! Nasse Brennesseln sind echt fies, die witschen erst scheinbar harmlos an den Beinen entlang, bevor sie mit einer Verzögerung zu brennen anfangen) und schließlich in ein kleines, knorriges Wäldchen auf einer Kuppe.<br />
Hier war Schluss.<br />
Am Ende des Wäldchens hörte der Pfad vor einem Stacheldrahtzaun auf, hinter dem sich ein endloses, unüberwindbares Brennesselfeld erstreckte.<br />
Kein Durchkommen (besonders nicht in kurzen Hosen!).<br />
Hrm.<br />
Da ich wirklich keine Ahnung hatte, wo genau ich mich gerade befand (Irgendein vergessenes Seitental über Hochstädten &#8211; richtig? falsch? richtigfalsch? falschrichtig?), machte ich kurz Pause, und versuchte mich mit Hilfe des Streckenplans zu orientieren.<br />
Wir erinnern uns: Der Streckenplan, der so sehr durch die Feuchtigkeit gelitten hatte.<br />
Inzwischen war er nur noch ein klumpiger nasser Lappen, ziemlich rissig und teilweise ziemlich unleserlich. Entsprechend gab ich den Orientierungsversuch nach einer halben Minute, die die ausgehungerte örtliche Stechmückenpopulation für einen Generalangriff genutzt hatte, ergebnislos auf und lief stattdessen erstmal zurück.<br />
Nach ein paar hundert Metern am Waldrand ein winziger abgehender Pfad, den ich auf dem Hinweg überhaupt nicht entdeckt hatte. Daneben ein Schild: &#8220;Auerquelle&#8221;.<br />
Aha!<br />
Zumindest waren hier schon mal andere Menschen vorbeigekommen&#8230; </p>
<p>Also nahm ich den Pfad. Der führte aus dem Wald raus und in eine zugewucherte Hangwiese mit mannshohem Gras (ungelogen, das reichte mir bis an die Mütze) und endete da dann mitten im Nichts.<br />
Hrrrrm.<br />
Umdrehen wollte ich jetzt nicht mehr, und zweihundert Meter vor mir war eine gemähte Wiese, auf der Anhöhe darüber stand irgendein Schild &#8211; da würde ich mich vielleicht besser orientieren können.<br />
Also vorwärts, durchs hohe, nasse Gras. Bereits nach 20 Metern war ich restlos eingsaut und durchgenässt, klebte voller Dreck, Spelzen und Pflanzenteilen (konnte nur hoffen, dass die Zecken nach dem starken Regen heute mittag noch nicht wieder an ihre Arbeitsplätze zurückgekehrt waren), meine Schuhe und Socken hatten sich wie Schwämme mit Wasser vollgesaugt und machten nun bei jedem Schritt lustig Quatschgeräusche.<br />
Gaaaanz toll!<br />
Immerhin gab´s als Entschädigung einen unglaublichen Blick über das Tal hinweg auf die wolkenverhangene Rückflanke des Melibokus, die im Licht der gerade etwas durchbrechenden Sonne herrlich leuchtete&#8230; </p>
<p>Auf dem gemähten Teil der Wiese ging´s dann besser, bergauf in Richtung Schild, kurz davor dann die Erkenntnis: Ich war wieder am Schollrain, direkt unterhalb des Weges SJ2, gerade mal 200 m. unterhalb der Stelle, wo ich vorhin aus dem Balkhäuser Tal rausgekommen war!<br />
Nicht so ganz richtig, aber immerhin wieder orientiert.<br />
Am einfachsten wäre es jetzt gewesen, einfach hoch auf den Weg zu laufen und ihm dann abwärts bis an die Strasse nach Hochstädten zu folgen.<br />
Wollte ich aber nicht, den kannte ich schon.<br />
Also stattdessen zurück abwärts in den einsamen, überwucherten Talgrund und dort auf einem kaum erkennbaren Proto-Pfad westwärts durch die Wiesen (noch mehr Dreck, Spelzen und Feuchtigkeit), bis ich endlich unterhalb der Brücke zwischen Schollrain und roter Sohl auf der L3103 nach Hochstädten ankam. </p>
<p>Puh. Das hatte ja schon mal total gut geklappt&#8230;</p>
<p>Links, abwärts, die Landstrasse runter in Richtung Hochstädten. Wieder mal kein Seitenstreifen aber nur wenig Verkehr, lediglich die weiterhin etwas dämlichen Laufgeräusche meines durchfeuchteten Schuhwerks (&#8220;Shprt, Shprt, Shprt&#8221;) nervten etwas.<br />
Nach 750 m. durch das wunderschöne obere Mühltal mit seinen sattgrünen Wiesen und kleinen Wäldchen, die sich alternativ hinter Nebelschwaden versteckten oder in der Abendsonnen leuchteten, erreichte ich kurz vor Hochstädten eine Abzweigung von der Landstrasse, an der ein Weg mit der gelben 4 links hoch in den Wald führte. Eigentlich hatte ich geplant, erst zweihundert Meter weiter abzulaufen und über irgendwelche verschlungenen Ziegenpfade in Richtung Felsberg aufzusteigen, aber nachdem Abenteuer gerade eben fand ich die Vorstellung eines richtigen, markierten Weges (von dem ich wusste, dass er zudem an derselben Stelle rauskommen würde wie die Ziegenpfade), einfach zu verlockend.<br />
Also links: Gelbe 4, und durch ein schönes, schmales Bachtal (der &#8220;Adamsgrund&#8221;) aufwärts durch den Wald. Lief weiterhin super, trotz der hohen Luftfeuchtigkeit kam ich bestens mit der moderaten Steigung klar und konnte entsprechen ein gutes Tempo vorlegen. Am oberen Ende des Tals machte der Weg eine kleine Serpentine und führte dann am Hang weiter aufwärts. Nach 650 m. eine kleine Kreuzung, hier scharf links und 800 angenehm forderne m. weiter bergauf (u.a. vorbei an einem richtigen Teich mitten im Hang, wirkte irgendwie etwas deplaziert), bis ich schließlich an einer Kreuzung auf halber Höhe wieder auf SJ2 und den weissen Balken stieß &#8211; bekannten Gelände, hier war ich gerade erst vor ein paar Wochen bei meinem <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/05/18/hetzjagd-auf-den-felsberg-89-km/">Parforcelauf zum Gipfel</a> durchgekommen.  </p>
<p>Rechts auf den weissen Balken und natürlich weiter aufwärts, zwischendurch über einen frisch umgestürzten Baum geklettert, der den Weg voll versperrte, und weiter bis zur kleinen Kreuzung am Hahlwald, kurz geradeaus auf eine größere Lichtung (die wie ein Wendeplatz für Holzlaster aussieht), dort dann links auf den unmarkierten Weg, der auf halber Höhe am Hang zwischen den Wegen mit dem weissen und dem roten Balken am Bergrücken bergauf führt.<br />
Wunderbar zu laufendes Stück: Weg in gut Schuss, hübscher Wald mit ein paar Findlingen drin, dazu eine Steigung von vielleicht 4% oder 5%, die man so richtig schön hochpowern konnte, lief prima.</p>
<p>Nach 1,4 km durch den inzwischen schon recht düsteren Wald erreichte ich schließlich den Waldrand am Gipfel des Felsbergs, direkt hinter dem großen Parkplatz. Topfit und guter Dinge, da drehte ich gleich noch eine kleine Ehrenrunde hoch bis <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:27_8417.JPG">Ohly</a>- und dem <a href="http://www.panoramio.com/photo/5331462">Sendeturm</a> ganz oben auf dem Gipfel (wenn schon, denn schon). </p>
<p>Und dann wieder abwärts: Zurück zum Waldrand, dann halbrechts runter auf den Dämmrigen Waldweg in Richtung <a href="http://www.felsenmeer.org/">Felsenmeer</a>, der regelrecht übermarkiert ist (Weisser Balken, roter Balken [=Weitwanderweg Odenwald-Vogesen], rotes S [=Alemannenweg], gelbe 6, gelbe 7&#8230;). Am oberen Rand des Felsenmeers nach ca. 250 m. dann links ab und auf dem weissen Balken weiter bergab nach Osten.<br />
Dieses Stück kannte ich noch gar nicht, gefiel mir aber richtig gut: Etwas steiler abfallender Weg am Hang, mit vielen Serpentinen, nach etwas über 300 m. rechts in einer Kurve eine imposante Felsgruppe über einer kleinen Schlucht, in deren Zentrum der <a href="http://www.panoramio.com/photo/5576179">&#8220;Sarg&#8221; oder &#8220;Riesensarg&#8221;</a> steht, ein von den Römern behauhener Steinblock der aussieht, na ja, eben wie ein Sarg. Kurz danach dann auch noch eine Kurve hinter der ein Stück des Hangs abgeholzt ist, wodurch man einen herrlichen Blick auf das Modautal und oberes Lautertal hat, der angesichts der ungewöhnlichen Licht- und Wetterverhältnisse heute ganz besonders schön war: Ganz links das obere Modautal mit Brandau in seiner Senke, danach die mächtige Neunkircher Höhe, halb von der Sonne angestrahlt und halb in dichte Wolken gehüllt, rechts davon das obere Lautertal mit Gadernheim (erkennbar an der charakteristischen Silhoutte der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Kirche_Gadernheim.jpg">Kirche</a>) und Kolmbach, schließlich rechts davon Knodener Höhe und Krehberg, ganz in der Ferne ein Bergrücken, den ich einfach mal zur Tromm erklärte.<br />
Schön, einfach nur schön.<br />
Nach kurzer Gaffpause weiter bergab, vorbei an den einzigen anderen Menschen, die ich heute hier oben treffen sollte (zwei seltsame Typen in Fußballtrikots, die mir irgendwas absolut unverständliches zunuschelten), durch mehrere weiter Serpentinen im Wald, vorbei an weiteren Findlingsgruppen, bis ich nach insgesamt etwas unter 2 km am Parkplatz Römersteine oberhalb von Beedenkirchen rauskam. </p>
<p>Hier hielt ich mich links und folgte dem Alemannenweg (rotes S) über eine kleine Treppe runter in ein Seitental mit Bach, durch das ich nach 250 m. den <a href="http://www.lautertal.de/beedenkirchen.htm">Beedenkircher</a> Ortsrand (&#8220;Am Stotz&#8221;) erreichte. Hier direkt scharf links und auf dem Alemannenweg in ein wunderschönes und etwas versteckt hinter dem Dorf liegendes Wiesental voller Pferdekoppeln und alter Obstbäume.<br />
Sehr idyllisch!<br />
Nach ein paar hundert Metern eine kurze Limboeinlage, weil irgendjemand mitten über den Alemannenweg einen klickernden Elektrozaun gespannt hatte (ist ja nur einer der Hauptwanderwege durch den Odenwald, den kann man ruhig mal mit ein bisschen einzäunen, absperren oder mit Landminen würzen, kommte ja eh niemand vorbei&#8230;), direkt danach führte der Alemannenweg dann extrem steil einen grasigen Pfad Hang hoch zurück zum Waldrand.<br />
Oben kurze Pause zum Verschnaufen und nochmal Umsehen (netter Blick), dann weiter bergauf in den Wald, schließlich nach 250 m. rechts auf die gelbe 7 und wieder leicht abwärts vorbei an einer Schutzhütte aus dem Wald raus und zur Wegscheide auf dem herrlichen Rosenweg zwischen Kuralpe und Wurzelbach/Schmal-Beerbach. </p>
<p>Bisher bin ich hier immer rechts runter nach Beedenkirchen gelaufen, heute bog ich stattdessen mal nach links ab und folgte dem unmarkierten Weg über die Anhöhe nach Osten.<br />
Wow.<br />
Wunderbar hier oben.<br />
Ein langgezogener Bergrücken mit herrlichen, sattgrünen Weiden, hoch über den umliegenden Tälern. Abenstimmung. Langsam aufreissenden Wolken glühen im weicher werdenen Sonnenschein, tolles, schräges Licht. Stille, ein paar zirpende Grillen, der kühle, angenehme Höhenwind, sonst keine Geräusche. Die Luft ist herrlich frisch und riecht irgendwie nach Sommer, ein bisschen nach Regen, ein bisschen nach Heu, ein bisschen nach Pferd. Und dazu das Panorama und die Weite, links die Weiden an der Neutscher Höhe, rechts vor der Otzberg, danach Modautal, Neunkircher Höhe, geradeaus die Ebene, an deren Ende sich der Taunus in der blauen Unendlichkeit abzeichnet.<br />
Das schönste Stück der heutigen Tour, <a href="http://www.panoramio.com/photo/5576147">friedlich, idyllisch, einfach großartig</a>. </p>
<p>Nach knapp 1,2 wunderbaren Kilometern kam ich schließlich unten im Tal in <a href="http://www.lautertal.de/beerbach.htm">Wurzelbach</a> an (oder Schmal-Beerbach &#8211; ich kann die beiden Teile des winzigen Orts nie auseinanderhalten). Zwischen schönen alten Höfen hindurch runter an die Durchgangsstrasse, links, dann gleich wieder rechts und auf der Lindenfelser Str. hoch zum nördlichen Ortsausgang, dort dann wieder links in den Grenzweg (Radweg 28), dem ich aufwärts in die schönen Hangwiesen am Brometsberg folgte, die im Schein der untergehenden Sonne einen wunderbaren Rotschimmer entwickelt hatten. Eigentlich hätte ich hier <a href="http://www.panoramio.com/photo/879006">geradeaus bergauf bis auf die Hutzelstrasse</a> laufen können, aber ich wollte unbedingt noch einen Abstecher über <a href="http://www.lautertal.de/staffel.htm">Staffel</a> machen, an dem ich bisher immer vorbeigelaufen war.<br />
Deshalb nach 350 m. noch mal links vom Radweg 28 ab und runter in das winzige, pittoreske Dörfchen mit seinen kleinen, hübschen Bauernhäusern an der Landstrasse. Von hier aus wollte ich dann über einen Hohlweg durch die Wiesen hoch auf die Hutzelstrasse und zurück zur Kuralpe, aber dummerweise war gerade der Teil des Plans, auf dem Staffel drauf war, von Feuchtigkeit und Abnutzung so beschädigt, dass man gar nichts mehr erkennen konnte.<br />
Also verrirte ich mich.<br />
Ganz recht: Ich verirrte mich in Staffel, einem Dorf mit zwei Strassen und wahrscheinlich weniger als 150 Einwohnern.<br />
Das soll mir erst mal einer Nachmachen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /><br />
Im Ort gleich mal rechts hoch in den Steigertsweg, der allerdings nach 200 m. unterhalb eines luxuriösen Hauses mit wunderbar villenähnlichem Garten an einer Weide endete.<br />
Falsch, zurück. Runter an die Landstrasse und die nächste rechts (&#8220;Am Lindenhof&#8221;), aber die machte nur eine Schleife und endete nach einem kleinen Hohlweg am oberen Ortsende wieder an der Landstrasse. Auch hier kein Weg zur Hutzelstrasse (den hatte ich da aber auch schon verpasst, ohne es zu merken, denn der wäre vor dem Lindenhof abgegangen).<br />
Umkehren wollte ich nicht mehr, also lief ich halt an der Landstrasse zur Kuralpe hoch. Angenehme Steigung durch die hübschen Wiesen, wieder kein Seitenstreifen, dafür dieses Mal mittendrin ein fetter Audi, der mit 120 Sachen die Strasse runterbretterte und sich nicht die Mühe machte, wenigstens ein bisschen zu bremsen oder auch nur einen kleinen Bogen um der armen, einsamen Jogger am Strassenrand zu schlagen &#8211; tolles Gefühl, wenn eine zu schnelle und von einem offensichtlichen Psychopathen gelenkte 2-Tonnen-Karosse in 20 cm Abstand an dir vorbeirauscht. Drecksack!<br />
Immerhin, das setzte noch mal richtig Adrenalin frei, entsprechend konnte ich die letzten paar hundert Meter noch mal schön durchsprinten, und erreichte schließlich im Licht der letzten Sonnenstrahlen gegen kurz vor Neun den Parkplatz an der Kuralpe. </p>
<p>Wunderbare Tour. Faszinierende Atmosphäre, großartige Landschaft, schöne Strecke, und einige mir bis dahin unbekannte Highlights (Oberes Mühltal, &#8220;Sarg&#8221; am Felsenmeer, der herrliche Rosenweg, das bis dato unentdeckte Staffel). Hat trotz Feuchtigkeit und ein paar kleineren und größeren Irrwegen zwischendurch einen Riesenspass gemacht (wie immer am Felsberg, das ist einfach eine tolle Laufumgebung). Zwischenzeitlich immer mal ein bisschen anstrengend, aber insgesamt doch sehr angenehm und entspannt, entsprechend war ich am Ende zwar total eingesaut und durchnässt, aber eigentlich immer noch topfit &#8211; genau wie es nach einem richtigen Berglauf sein soll! </p>
<p>Strecke: 17,4 km<br />
Zeit: 1:56 h (9 km/h bzw. 6:40 min/km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/06/um-den-felsberg-2.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/06/um-den-felsberg-2.jpg?w=128" alt="" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-621" /></a></p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/43084">Interaktive Streckenkarte</a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Blogger Team-Up: Melibokus - Bensheim mit Gerd (16,5 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2008/05/24/blogger-team-up-melibokus-bensheim-mit-gerd-165-km/</link>
<pubDate>Sat, 24 May 2008 20:01:38 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2008/05/24/blogger-team-up-melibokus-bensheim-mit-gerd-165-km/</guid>
<description><![CDATA[Der Team-up ist ein klassisches Feature amerikanischer Superheldencomics: Batman macht Urlaub in Met]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/2jogger1.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-545" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/2jogger1.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a></p>
<p>Der Team-up ist ein klassisches Feature amerikanischer Superheldencomics: Batman macht Urlaub in Metropolis, trifft sich da mit Superman, und gemeinsam polieren die beiden dann Lex Luthor und dem Joker solange die Fresse, bis das Gute gesiegt hat und die Welt wieder sicher für Freiheit, Demokratie und gedeckten Apfelkuchen ist.<br />
Wie gesagt: Klassisch.<br />
Und damit ist das Konzept bei weitem noch nicht ausgereift. Im Gegenteil &#8211; Team-Ups sind total trendy: Da vereinigt sich Schwarz mit Grün in Hamburg, die <a href="http://www.orf.at/?href=http%3A%2F%2Fwww.orf.at%2Fticker%2F290206.html">Südamerikaner treffen sich und machen gemeinsam ihre eigene EU</a> auf, und selbst im <a href="http://www.ikea.com/at/de/catalog/products/70050572">klebrig-süssen Mandelkuchen von Ikea steckt irgendsoein nicht minder klebrig-süsser Hinterbänkler-Schokoriegel</a>.</p>
<p>Tja, die Zeichen der Zeit, da kann man sich natürlich nicht gegenstestemmen &#8211; was für einen Haufen fiktionaler und grotesk übermuskulierter Typen mit farbigen Leibchen in diversen überdrehten Bildergeschichten recht ist, das ist ist für den gemeinen aber dafür realen südhessischen Laufblogger (der übrigens auch gerne farbige Leibchen trägt, allerdings meist ohne Umhang oder Fledermausmaske <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ) nur billig.<br />
Deswegen gibt´s hier und heute DEN GROSSEN LAUFBLOGGER-TEAM-UP!!!<br />
(Bitte jetzt im Kopf den frenetischen Applaus aus der Konserve abfahren: YAAAAYYY, WOOOHOOOHOOOO etc etc etc&#8230;)<br />
&#8230;allerdings ohne jemandem die Fresse zu polieren oder die Welt zu retten, das war heute nicht geplant&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Unaufgeregter formuliert: Heute stand die seit Ende April geplante gemeinsame Tour mit <a href="http://www.diro-online.com/wordpress/">Gerd</a>, seines Zeichens ebenfalls Läufer und Laufblogger aus den Niederungen nordöstlich von Darmstadt, auf dem Programm.<br />
Eine ideale Gelegenheit, um dem eher etwas flachlandaffinen Gerd die Vorzüge des Berglaufens im Allgemeinen, und die der wunderschönen hessischen Bergstrasse im Besonderen nahezubringen.<br />
Entsprechend hatte ich mich schon im Vorfeld so richtig ins Zeug gelegt, und eine Route durch die Berge hinter Bensheim geplant die:<br />
1) Viele Sehenswürdigkeiten abdeckte (Melibokus, Auerbacher Schloss, Fürstenlager, Schloss Schönberg, Kirchberg)<br />
2) Viel abwechslungsreiche und schönen Landschaft zu bieten hatte (Berg und Tal, Wald, Wiesen, Weinberge, alles dabei)<br />
und dabei<br />
3) Nicht zu viele zu schlimme Steigungen enthielt (das war gar nich so leicht, denn hier geht´s nun mal viel hoch und runter. Am Ende löste ich das Problem, indem ich den Startpunkt auf den Gipfel des Melibokus setzte, so würden wie wenigstens viel mehr bergab als bergauf laufen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ).<br />
Wunderbare Strecke von ca. 16 km, versprach ein toller Lauf zu werden&#8230;</p>
<p><!--more--></p>
<p>Samstag morgen um kurz nach Zehn wurde ich von Familie Gerd bei mir zuhause abgeholt: Kurze Begrüssung und Vorstellung mit Frau Gerd, Tochter Gerd (die uns am Start absetzen und am Ziel wieder einsammeln würden) und Gerd (alles nette Leut´ <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ), dann gemeinsame Weiterfahrt in Richtung Startpunkt. Kurzweilige Fahrt mit Multitasking: Einerseits betätigte ich mich als Navigator, andererseits führte ich gleichzeitig ein tiefschürfendens Gespräche mit der kleinen Helena, die neben mir auf der Rückbank saß. Themen unter anderem: Welche Sorten von Obst und Gemüse Helena mag (eigentlich alles ausser langweiligen Kartoffeln und labbrigem Zucchini, bei letzterem konnte ich ihr voll zustimmen), woher die Schnitzel kommen (Wenn ich das richtig verstanden habe sind die der &#8220;Po vom Schwein&#8221;. Daran werd´ ich mit Sicherheit denken, wenn ich das nächste Mal ein Schnitzel esse&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ), was es Neues auf dem <a href="http://abenteueraufdemreiterhof.de.ubi.com/home.php">Nintendo Reiterhof</a> gibt (&#8220;Wenn das Pferd krank ist, kriegt es Medizin&#8221;. Das fand ich sehr vernünftig, selbst bei einem virtuellen Pferd), und welche Sorten Joghurt bei Gerds im Kühlschrank stehen (nämlich Erdbeere, Mango und Obstsalat).<br />
Aufgewecktes Kind, aus der wird noch mal was! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Schließlich der Startpunkt am Gipfel des <a href="http://www.melibokus.com/">Melibokus</a>, ca. 517 m. ü.NN. Sonnig, warm, aber mit kühlem Wind, ein wunderbarer Tag für eine wunderbare Strecke.<br />
Vor dem Loslaufen mussten wir natürlich noch kurz vor zur Aussichtsterrasse, von wo aus ich stolz den <a href="http://www.flickr.com/photos/diro1962/2517868767/">herrlichen Blick in die mehr als 400 m. unter uns liegende Ebene</a> präsentierte. Leider auch heute wieder eine extrem schlechte Fernsicht, deswegen reichte der Blick gerade mal bis zum Rhein &#8211; etwas schade, trotzdem noch hübsch.</p>
<p>Und dann ging´s auch schon los. Talwärts auf der langen, gewundenen Melibokusstr. am Osthang des Berges durch den schattigen Wald. Entspanntes, angenehm lockeres Tempo, ideal um sich langsam warmzulaufen und dabei ein bisschen ungezwungen zu plauden, zumal Gerd (der in Echt übrigens deutlich jünger aussieht als auf dem Avatar-Bildchen auf seiner Website und ich offenbar einen ähnlichen Laufrhytmus haben. Zwischendruch eine ganz kurze Pause an der Kurve unterhalb der Drei Brunnen (da wo die Strasse nach Süden abknickt), um den tollen Panoramablick zwischen den Bäumen hindurch nach Südosten zu geniessen,<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/melibokusstr.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-536" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/melibokusstr.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a>, danach dann zügig weiter runter bis an den Not-Gottes-Parkplatz zwischen Melibokus und Auerberg.<br />
(Die Fotos sind übrigens alle von Gerd und seinem Fotohandy, und werden natürlich mit seiner freundlichen Genehmigung verwendet).</p>
<p>Die ersten 2,4 km (genau ausgemessen dank Gerds nervig-präzisem GPS-Gerät <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ) hatten wir schon mal gut bewältigt, jetzt war aber erstmal Schluss mit Gefälle. Stattdessen geradeaus/halbrechts auf die Fahrstrasse, der wir in einem ebenen, knapp 700 m. langen Bogen bis zum Parkplatz &#8220;Auerbacher Schloss&#8221; folgten. Weiterhin sowohl vom Laufen als auch der Konversation sehr angenehm.<br />
Am Parkplatz rechts auf den Burgenweg (blaues B)und hoch zum Schloss, dabei auf dem Zufahrtsweg die ersten 20 bis 30 Höhenmeter bis zum äußeren Tor, auf denen Gerd bestens mithielt:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/aufgang-zum-schloss.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-537" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/aufgang-zum-schloss.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a></p>
<p>Sightseeing-Pause. Das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Auerbach">Auerbacher Schloss</a> gilt nicht umsonst als eine der bedeutendsten Burgruinen in Südhessen, entsprechend mussten wir die natürlich genauer begutachten: Rein, in die innere Burganlage, dabei Gerds kleine Familie wiedergetroffen und zusammen hoch auf den hohen, nur über einen schmalen Wehrgang erreichbaren Aussichtsturm, von dem aus man einen grandiosen Rundumblick über Bergstrasse, Odenwald und Ried hat.<br />
Impressionen aus dem Fotohandy:</p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/aufgang2.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-538" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/aufgang2.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
Eingang zur Kernburg</p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/schlosshof.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-540" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/schlosshof.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
Schlosshof</p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/schloss-norden.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-541" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/schloss-norden.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
Blick vom Wehrgang nach Nordwesten, am Aussichtsturm vorbei auf Zwingenberg und Hähnlein</p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/melibokus.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-542" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/melibokus.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
Blick vom Aussichtsturm nach Norden auf den Melibokus &#8211; da waren wir gerade runtergekommen.</p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/2jogger-2.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-544" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/2jogger-2.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
Jogger auf dem Wehrgang &#8211; Hier beschreibe ich Gerd gerade den Höhenzug um die Knodener Höhe. Mein Finger zeigt auf den Krehberg hinter Schannenbach. Rechts unten auf der Treppe: Helena.</p>
<p>Danach: Ende der Sightseeing-Pause. Weiterlaufen. Aus dem Schlosstor hinaus, dann direkt scharf rechts, durch eine schmale Mauerbresche auf den Alemannenweg (rotes S), der hier auf einem ziemlich schmalen und steilen Trampelpfad den sonnigen Südhang des Auerberges hinabführt. Erste Bewährungsprobe für Trittsicherheit, Knie und Gelenke, auch das gehört zum Berglaufen. War aber kein Problem, selbst die Vollbremsung mittendrin zum bewundern einer Blindschleiche (die sich partout nicht von Gerd fotografieren lassen wollte. Fotoscheues Reptil&#8230;) klappte bestens.</p>
<p>Nach knapp 200 m. Abstieg erreichten wir den ersten Querweg im Wald unterhalb der Burg, hier links (gelbe 4/gelbe 5) bis an die Fahrstrasse, die vom Schloss runter ins Tal führt, die dann wieder wieder halblinks hinauf zum Parkplatz &#8220;Auerbacher Schloss&#8221; &#8211; 350 m. bergauf, ca. 8% Steigung, für mich sehr angenehm, Gerd kam etwas ins Schnaufen, hielt aber bestens mit. Oben dann direkt am Anfang des Parkplatzes rechts von der Strasse ab und auf einem relativ steilen Waldweg in westlicher Richtung den Hang runter (gelbe 3) &#8211; der Abstieg nach Hochstädten hatte begonnen.</p>
<p>Ich muss zugeben, dieses Stück hatte mir im Vorfeld ein paar Bedenken gemacht: Ich kannte den Weg selbst noch nicht, und nachdem sich der mit dem gelben V markierte Abstieg nach Hochstädten etwas weiter nördlich <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/05/21/auf-und-ab-sudlich-des-melibokus-auerberg-muhltahl-und-auerbach-159-km/">bei meinem Probelauf vor drei Tagen als unjoggbare Buckelpiste herausgestellt hatte</a>, hatte ich befürchtet, dass der Weg, den ich heute gewählt hatte, genauso schlecht sein könnte.<br />
Glücklicherweise zu unrecht: Nach 200 m. überquerten wir einen Querweg am Hang (den war ich vor drei Tagen zum Not-Gottes-Parkplatz hochgejoggt) und liefen geradeaus/links einen kleinen aber bequemen Pfad hinunter, folgten ihm durch eine Serpentine in einem kleinen, hübschen Seitental, und bogen dann links auf einen Hohlweg ab, der uns völlig problemlos direkt zum Waldrand über Hochstädten führte.<br />
 <br />
Wie immer ein schöner Anblick: Das kleine, tiefe Mühltal mit seinen geschwungenen Hangwiesen,eingegrenzt von den bewaldeten Höhenzügen des Felsbergs und der Ludwigshöhe, unten im Talgrund das idyllisch Dörfchen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hochst%C3%A4dten_(Bensheim)">Hochstädten</a>.</p>
<p>Kurzen Fotopause am Waldrand:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/hochstadten2.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/hochstadten2.jpg" alt="hochstadten2" title="hochstadten2" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3392" /></a><br />
Dann auf einem kleinen, baumbestandenen Hohlweg abwärts bis in das hübsche Neubaugebiet am westlichen Dorfrand, durch den Legelweg runter an die Mühltalstr., dort die kurz rechts, schließlich den kleinen Fußweg halblinks runter zum Bach am Talgrund, bei der Feuerwehr über die kleine Brücke und geradeaus weiter in den Weiherweg.</p>
<p>Von jetzt an wieder bergauf, durch ein wunderschönes Seitental bis auf den Nibelungenweg auf der nächsten Anhöhe (gelbe 3/gelbe 4). Der härteste Anstieg der ganzen Tour wartete auf uns, das wusste ich ja, nachdem ich das Stück <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/05/21/auf-und-ab-sudlich-des-melibokus-auerberg-muhltahl-und-auerbach-159-km/">vor gerade mal drei Tagen getestet und für &#8220;sacksteil&#8221; befunden hatte</a>.<br />
Dabei sieht am Anfang alles eigentlich recht harmlos aus: Ganz sanfter Anstieg auf der Strasse, links und rechts die Häuser von Hochstädten. Dann eine Linkskurve, die Häuser werden spärlicher und die Gärten großzügiger, rechts ist das Dorf schon zuende, dort erhebt sich steile, blühende Hangwiese bis zum Waldrand am oberen Ende des Tals, die Steigung nimmt langsam zu.<br />
Aber noch kein Problem: Gerd schnaufte zwar etwas, hielt aber bestens mit, zog sogar ein klein bisschen.<br />
Da ich etwas mehr Atem hatte, nutzte ich die Gelegenheit, ihm schon mal zu erzählen, wie schlimm der Anstieg noch werden würde &#8211; Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Nach 400 m. die nächste Linkskurve, rechts schattiger Bachgrund mit ein paar weisslich-beigen Kühen<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/kuh.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-547" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/kuh.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a>, schließlich die Wiesen am oberen Talende, Steigung 10%-15%. Inzwischen japste ich auch schon ordentlich, aber Gerd ackerte immer noch unbeirrt vorwärts, also liefen wir noch ein gutes Stück in den Hang hinein, bevor wir dann doch kurz vor dem Waldrand mit Gehen anfingen &#8211; das war auch gut so, denn ab hier wird´s richtig krass monstermässig Steil &#8211; 150 m. mit einer Steigung weit jenseits der 20%, das musste nun wirklich nicht sein (nachdem ich die Passage bereits am Mittwoch unter gewaltigsten Anstrengungen hochgejoggt war, wollte ich mir das auf keinen Fall nochmal antun).</p>
<p>Oben angegekommen eine ganz kurze Veschnaufpause, dann rechts, auf dem angenehm flachen Nibelungenweg (gelbes Quadrat) auf der Anhöhe südwärts durch den lichten, kühlen Wald, über die kaum spürbare Amalienhöhe, dann weiter bis zur Kreuzung beim Toten Mann, um den sich eine <a href="http://www.wild-annweiler.homepage.t-online.de/region/hessen/sagen_h.htm#o_t">fazinierende Sage aus dem 18. Jahrhundert</a> rankt.</p>
<p>Hier eine weitere kurze Pause, um ein paar leicht verirrten Nordic Walkern den richtigen Weg zum Fürstenlager und weiter auf den Kirchberg zu erklären (&#8220;Gelbes Quadrat, ab Fürstenlager blaues B, könn´se gar nicht verfehlen&#8230;&#8221;), danach noch mal kurz aber knackig aufwärts durch den kleinen, steilen Hohlweg hoch auf die Ludwigshöhe, schließlich einen bequemen halben Kilometer abwärts bis zu Waldrand hinter dem Fürstenlager. Hier halblinks runter in die herrlichen Hochwiesen über dem Fürstenlager, von den man einen tollen Blick ins untere Lautertal und auf die Hügel hinter Bensheim hat:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/uber-furstenlager.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-548" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/uber-furstenlager.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/uberfurstenlager3.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-549" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/uberfurstenlager3.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a></p>
<p>Hier dann ganz kurz rechts auf der gelben 7, nach 50 m. jedoch gleich wieder scharf rechts und auf der gelben 2/gelben 8 runter in den hübschen Talgrund, dem wir talabwärts folgten, vorbei an einen blökenden Schafherde und der Eremitage<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/eremitage.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-550" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/eremitage.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a> bis ins<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Staatspark_F%C3%BCrstenlager">Fürstenlager</a> mit seiner wunderbar gepflegten Parklandschaft<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/furstenlagerpark.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-551" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/furstenlagerpark.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
und den hübschen alten Häusern<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/furstenlager.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-552" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/furstenlager.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a></p>
<p>Geradewegs durch die Parkanlage hindurch, vorbei am <a href="http://sightseeing.photo-world-online.net/germany/bensheim/fuerstenlager/pages/Herrenhaus_a.html">Herrenhaus</a> und der großen Hangwiese in Richtung des großen Teiches am unteren Ende des Fürstenlagers, vor dem letzten Haus dann jedoch links und auf den leicht aufwärts führenden Weg an der Südwand des Tales. Bei den ersten Häusern Auerbachs dann scharf links, und in entgegengesetzter Richtung weiter am Hang aufwärts, den hübschen Pfad mit den Zypressen hinauf.<br />
Ziemlich steil, das strengte wieder ordentlich an, also gingen wir einfach mal wieder ein paar Meter, bis wir die Bäume oberhalb des Fürstenlager erreichten und uns schließlich über die etwas verschlungenen Pfade hier oben bis zu den Weinlagen am Höhenrücken durchlavierten und den &#8211; wieder mal großartigen &#8211; Blick nach Südwesten in die Ebene geniessen konnten (immerhin bis Mannheim und Ludwigshafen).</p>
<p>Bisher hatte die Tour ja bestens geklappt: Kein falsches Abbiegen, keine dummen Bauchentscheidungen die in der Wildnis endeten, kein orientierungsloses Herumirren in winzigen Waldstücken, in denen selbst ein besoffenes Wiesel mit grauem Star sich nicht verirren würde &#8211; kurzum: Bisher war der Lauf überhaupt nicht repräsentativ für meine üblichen Touren! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /><br />
Das konnte natürlich nicht so weitergehen, schließlich sollte Gerd ja mal sehen, wie ich normalerweise unterwegs bin.<br />
Also verirrte ich uns kurz mal.<br />
Nur ein kleines bisschen, um mal zu zeigen, wie ich das sonst immer mache&#8230;<br />
Und natürlich ich vollster Absicht. Wie immer. Ich verirre mich immer in vollster Absicht. Hmjaja, genau so ist das nämlich&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /><br />
Eigentlich hätten wir hier oben auf den Burgenweg stossen müssen, aber angesichts der vielen kleinen Pfade hatte ich ihn wohl verpasst, deswegen fanden wir uns unvermittelt auf einem mir unbekannten Weg zwischen Weinbergen und Ludwigslinde wieder, der offensichtlich nicht ganz richtig war.<br />
Kurskorrektur, kurze Cross-Passage auf einem unsäglich überwucherten Trampelfpad vorbei an ein paar Minicanyons durchs Gehölz, dann waren wir wieder auf Kurs.<br />
Siehste, Gerd, so läuft das nämlich normalerweise hier&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ostwärts auf dem Höhenweg direkt über dem Fürstenlager (schöner Blick links runter aufs Herrenhaus) bis zum einzeln stehenden Haus an der Anhöhe, direkt dahinter dann rechts abwärts, den staubigen Feldweg durch die Wiesen runter in Richtung Schönberg (unmarkiert, ist glaube ich die verlängerte Nußallee). An der Wegscheide nach 350 m. halblinks auf der Strasse &#8220;Am Schlossberg&#8221; in die oberen Regionen von &#60;a href=&#8221;http://www.bensheim-schoenberg.de/frameset/index.html, vorbei an den teilweise ziemlich prächtigen Neubauten am Hang (beim letzten direkt am Park kriegte Gerd sich gar nicht mehr ein, da kam wohl der Architekt in ihm durch &#8211; ist aber auch ein Wahnsinnsteil in Traumlage), dann an der oberen Pforte in den wunderschönen ruhigen Schönberger Schlosspark (egal wie voll es im Fürstenlager ein Tal weiter ist &#8211; hier verirrt sich fast nie jemand hin), über die große Wiese, dann am unteren Ende abwärts bis zur Rückfront des imposanten <a href="http://www.landhausamweinberg.de/luftaufnahmen-schloss-schonber.html">Schönberger Schlosses</a>, das ja leider nicht zur Besichtigung offen steht:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/schloss-schonberg.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-553" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/schloss-schonberg.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a></p>
<p>Hier bogen wir rechts ab und liefen auf einem kleinen Fußweg runter in das kleine Seitental westlich des Schloßbergs, in dem wir dem Hofweg aufwärts bis zum Parkplatz Herrenwingert am Schönberger Sportplatz folgten, kurz begleitet von zwei sehr jungen Vertretern der lokalen Dorfjugend mit Fahrrädern, die es auf ein kleines Wettrennen mit den beiden schwitzenden und keuchenden Joggern abgesehen hatten. War aber schon recht steil, und Gerd merkte man die Höhenmeter inzwischen doch schon ein ganz klein wenig an, also liessen wir sie ausnahmsweise mal grosszügig gewinnen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Am Schönberger Sportplatz, wunderschön in einem Hochtal unterhalb der Weinberge, stiessen wir wieder auf den Burgenweg (blaues B), dem wir nach links in Richtung Eichelberg folgten: Wunderschöne Gegend mit einer Mischung aus tiefem, alten Laubwald und offenen, sattgrünen Wiesen, dazu fast eben, lässt sich herrlich laufen. Nach 400 m. die Kreuzung am oberen Ende des Brunnenwegs, hier weiter auf dem Burgenweg, geradeaus in den schattigen Wald am hinteren Teil des Kirchberg. Hier ging´s noch mal ein bisschen bergauf, zwar nicht wirklich steil, aber inzwischen war Gerd doch ein klein wenig bergmüde (kein Wunder nach fast 15 km auf und ab), entsprechen liessen wirs ruhig angehen (tatsächlich ist es hier auch wirklich etwas steiler, als ich es von meinem <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/11/20/bensheimer-hinterland-kirchberg-und-schonberg-99-km/">letzten Lauf in dieser Gegend</a> in Erinnerung gehabt hatte).</p>
<p>Schließlich erreichten wir nach ca. 600 m. wieder offenes Gelände: Die Weinlagen am Kirchberg, hoch über Bensheim, mit einem wunderbaren Blick nach <a href="http://www.panoramio.com/photo/9781151">Süden die Bergstrasse entlang</a> und runter auf die Stadt:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/bensheimvonoben2.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/bensheimvonoben2.jpg" alt="bensheimvonoben2" title="bensheimvonoben2" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3396" /></a></p>
<p>Fast geschafft!</p>
<p>Blieb nur noch der kleine Anstieg rechts hoch am Waldrand entlang zum Kirchberghäuschen auf dem Gipfel &#8211; wenn schon denn schon. Zwar kein langes Stück, aber noch mal ein bisschen steil, entsprechend musste sich der arme Gerd (dem ich fälschlicherweise schon vor ein paar hundert Metern den letzten Anstieg versprochen hatte) noch ein klein bisschen quälen, bis wir schließlich das aparte Ausflugslokal im <a href="http://www.kirchberghaeuschen.de/">Kirchberghäuschen</a> erreichten. Kurze Ehrenrunde über die Terrasse, zwischen schoppentrinkenden und bratwurstessenden Bensheimer Bürgern hindurch, dann runter, auf dem ordentlich steilen Asphaltweg vom Häuschen aus durch die Weinberge runter zum Stadtpark. Dort dann dem Burgen- und Blütenweg folgend nach links, über die kleine Treppe runter nach <a href="http://www.bensheim.de/web/index.cfm?pm=info&#38;idInfoseite=80&#38;idMenu=8">Bensheim</a> hinein, 100 m. geradeaus an der B47/Nibelungenstr., dann über die Fußgängerampel in den Platanenstr., und schließlich über die Grieselstr. auf den hübschen <a href="http://217.113.177.2/webcam/index.html">Bensheimer Marktplatz</a>, wo wir bereits von Gerds Familie und einer kühlen Cola (aaaah!) erwartet wurden.</p>
<p>Das hat mal wieder viel Spass gemacht. Gerd ist ein angenehmer Laufpartner, ich konnte mal ein bisschen was von meinem Laufrevier/meinem Zuhause herzeigen, das Lauftempo war herrlich entspannt, das Wetter ziemlich gut, und die Strecke abwechslungsreich, wunderschön und voller Highlights (das wäre eigentlich auch mal was für eine kurze Wanderung). Besonders beeindruckt hat mich dabei vor allem, wie gut Gerd mit dem doch relativ schwierigen Gelände klargekommen ist &#8211; dafür, dass es sein erster &#8220;Berglauf&#8221; war, hat er sich super geschlagen: Zwei Daumern hoch, Gerd, das machen wir mal wieder!<br />
Team-Up geglückt, Fresse poliert, Welt gerettet! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /><br />
Oh, und natürlich vielen Dank für die Fotos!</p>
<p>Wer wissen will, wie Gerd den Lauf erlebt hat, kann das <a href="http://www.diro-online.com/wordpress/?p=403"><strong>hier</strong></a> nachlesen.</p>
<p>Strecke: 16,5 km<br />
Zeit: Hmm, ich geb´ zu, da hab´ ich heute überhaupt nicht drauf geachtet. Laut Gerds High-Tech-Equipment sowas um die 2:12 h, aber da waren auch einige kleinere und größere Pausen dabei (und überhaupt, wer glaubt schon einer doofen kleinen Plastikkiste, die mit irgendwelchen Satelliten redet&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  )<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/melibokus-bensheim.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-555" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/melibokus-bensheim.jpg?w=128" alt="" width="128" height="93" /></a></p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/33109">Interaktive Streckenkarte</a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Auf und Ab südlich des Melibokus: Auerberg, Mühltahl und Auerbach (15,9 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2008/05/21/auf-und-ab-sudlich-des-melibokus-auerberg-muhltahl-und-auerbach-159-km/</link>
<pubDate>Wed, 21 May 2008 20:44:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2008/05/21/auf-und-ab-sudlich-des-melibokus-auerberg-muhltahl-und-auerbach-159-km/</guid>
<description><![CDATA[So, Montag UND Dienstag Pause gemacht (die vielen Höhenmeter der letzten Woche waren doch ganz schön]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>So, Montag UND Dienstag Pause gemacht (die vielen Höhenmeter der letzten Woche waren doch ganz schön anstrengend gewesen, da hatte ich mir das mal wieder gegönnt), also höchste Zeit, endlich wieder loszulaufen.</p>
<p>Nachdem das in letzter Zeit so gut geklappt hat, wollte ich wieder ein paar der weniger prominenten Wege am und ums Melibokusmassiv ausprobieren &#8211; heute mal südlich des Melibokus, am Auerberg und der Anhöhe am Fürstenlager: Interessante Gegend, gerade die mittleren Höhenlagen kenne ich da gar nicht so gut, also was zum Erforschen, das ist immer gut. Ausserdem bin ich am Samstag mit dem Zimmerner <a href="http://www.diro-online.com/wordpress/">Läufer-/Bloggerkollegen Gerd</a> zu einem gemeinsamen Lauf hier unten verabredet und wollte deshalb ein Sürck der geplanten Strecke schon mal vorher genauer unter die Lupe nehmen: Der mir bisher unbekannte Anstieg vom Weiherweg in Hochstädten an die Amalienhöhe sieht schon auf der Wanderkarte arg happig aus, den wollte ich auf jeden Fall noch mal austesten, bevor ich den &#8211; nach eigener Aussage etwas weniger bergfesten &#8211; Gerd hier unbesehen das lokale Äquivalent der Eiger-Nordwand hochjage (jetzt kann ich das wenigstens besehen machen <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  )&#8230;</p>
<p>Heutiges Laufwetter: Durchwachsen bis freundlich. Dünne aber dichte Wolkendecke durch die hin und wieder die Sonne schaute, kühle 17 Grad, frischer Wind, relativ hohe Luftfeuchtigkeit. Nicht perfekt, aber auch nicht schlecht.</p>
<p><!--more--><br />
Start auf dem Parkplatz Höllberg, am Waldrand neben der Fahrstrasse von Auerbach zum Auerbacher Schloss. Von hier aus zuerst mal nordwestwärts, auf dem Blütenweg (gelbes B) in die Weinlagen am Höllberg. Bequemer betonierter Weg am Hang, fast eben, schöne Weinberge und ein wunderbarer Blick nach links in die Ebene runter, heute leider mit schlechten Sichtverhältnissen: Die mächtigen Kühltürme des AKW Biblis in 15 km Entfernung waren noch klar zu erkennen, doch bereits die Rheinhessischen Hügel direkt dahinter sah man nur noch schemenhaft.<br />
Eigentlich sehr gut zu laufen, aber es liess sich zäh an: Der gleichmässige Laufrhythmus fehlte noch, meine Beine waren ein klein wenig schwer, wollten nicht so recht, Tempo entsprechend gemässigt.<br />
Na ja, würde hoffentlich noch werden&#8230;</p>
<p>Nach ca. 650 m. gemütlich-ungemütlichen Trabens durch die Weinberge war dann erstmal Schluss mit Blütenweg. Stattdessen rechts auf die gelbe 1, die am Rand eines kleinen Tals den Berg hinaufführte. Und das gleich mal mit einer äußerst nickligen Steigung, die mich innerhalb kürzester Zeit ins Schnaufen Schwitzen brachte, wobei gerade letztes ziemlich unangenehm war: Wegen der hohen Luftfeuchtigkeit verdunstete der Schweiss nicht richtig, sondern bildete eine klebrig-klamme Schicht auf der Haut, die angesichts des kalten Windes und der nur sporadisch hervorschauenden Sonne sehr schnell auskühlte, was extrem unangenehm war (hatte eh schon einen ganz leichten Zug im Nacken, dadurch wurde es nicht besser&#8230;).</p>
<p>300 m. aufwärts, vorbei an Weinbergen, zugewucherten Gärten und einer der für die Gegend typischen Lösswände (hellbraun und pockennarbig), am Waldrand schließlich halbrechts (noch steiler! Aargh!). Trampelpfad über einem weiteren Wingert, teilweise regelrecht als kleiner Hohlweg in den Löss gefräst, schließlich ein bekanntes Stück, der Waldrand oberhalb des Höllbergs, an<a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/01/15/alsbacher-schloss-comoder-weg-auerbacher-schloss-herrenweg-123-km/">dem ich letzten Herbst bei meiner Suche nach der Not-Gottes-Kapelle herumgeirrt war</a>.</p>
<p>Weiter auf der gelbe 1 in den Wald und an der Nordwand des Not-Gottes-Tals aufwärts durch lichten Buchenwald, deutlich weniger steil, entsprechend konnte man hier wieder etwas zu Atem kommen. Nach einem halben Kilometer erreichte ich die <a href="http://www.odenwald.de/sights/index.php?id=127">Not-Gottes-Kapelle</a>, klein und apart, am Boden des schmalen, steilen Tals versteckt, wie beim letzten mal ein sehr hübscher Anblick.<br />
Kurze Ehrenrunde um die Kapelle herum, kurzer Stopp an den Infotafel (früher Einsiedelei und Wallfahrtsort, nach der Reformation verfallen, 1960 neu aufgebaut) dann wieder abwärts, den schmalen, schattigen Pilgerpfad (gelbe 4) neben dem Bach im Talgrund bis runter an die Fahrstrasse, auf der weiter bergab bis zu einer Kurve direkt über dem Parkplatz am Höllberg, dort dann links auf einen schmalen, aufwärts führenden Trampelpfad am Hang (gelbe 4/gelbe 2).</p>
<p>Nicht gut zu joggen: Der Pfad wird nach starken Regenfällen wohl so eine Art behelfsmässiges Bachbett und ist entsprechend ziemlich uneben und ausgewaschen, ausserdem führt er durch ein enges, feuchtes Bachtal, das offenbar von überdurchschnittlich vielen Insekten bewohnt wird &#8211; da heisst es: &#8220;Mund zu und durch die Nase Atmen&#8221; (ausser man mag den Geschmack von Schmeissfliegen), auch wenn´s beim Bergauflaufen schwer fällt.<br />
Nach ein paar hundert Metern wurde es allerdings besser: Am anderen Ende des Tals vereinigt sich der Pfad mit einem breiteren Waldweg, der von nun an mit moderater Steigng auf halber Höhe zwischen Schloss und Auerbach nach Süden führt.</p>
<p>Auch hier dieselbe Situation wie vorhin in den Weinbergen: Eigentlich ein sehr angenehmes Stück, aber so richtig gut lief´s weiterhin nicht. Immer noch kein richtiger Rhythmus, Beine etwas krampfig. zudem fühlten sich mein Nacken, meine Oberarme und meine Stirn klamm, schwammig-taub und eiskalt an (obwohl ich insgesamt nicht fror), was sehr unangenehm war.</p>
<p>Nach einem halben Kilometer eine kleine Schutzhütte am linken Wegrand, rechts lichtete sich der Wald und gab einen tollen Blick runter nach Auerbach frei, sehr schön. Noch ein Stück weiter auf der gelben 4, schließlich zwei Serpentinen aufwärts bis zum Sendemast/Trafohäuschen/Wasauchimmer unterhalb und südlich des Burgbergs. Hier rechts auf den abwärts führenden Burgenweg (blaues B, grob geschottert &#8211; Ack!), an der nächsten Kreuzung links aufwärts (unmarkierter Waldweg, teilweise gut steil) bis an die Fahrstrasse vom Schloss ins Mühltal, der dann wieder abwärts durch den schönen, lichten Laubwald am Südhang des Auerbergs gefolgt &#8211; ein ständiges Auf und Ab.</p>
<p>Nach etwa einem Kilometer dann wieder bergauf: Links von der Strasse ab, an einer Schranke vorbei und einen unmarkierten Waldweg hinauf, der sich am Osthang des Auerbergs langsam nach oben windet, dabei hin und wieder einen netten Blick auf des überraschend nahe Hochstädten im Tal rechts unten preisgibt, und schließlich nach einem langen und recht beschwerlichen Aufstieg von fast 1,2 km am Not-Gottes-Parkplatz auf dem Höhenrücken zwischen Melibokus und Auerberg rauskommt.<br />
Puuuh!<br />
Bis hierher war´s schon mal ganz schön anstrengend gewesen, deswegen gönnte ich mir erstmal eine Pause, trank was, und dehnte die Waden ein bisschen aus (aaah&#8230;).</p>
<p>Und weiter. Nach rechts die Melibokusstrasse hoch, am Ende des Parkplatzes dann halbrechts auf den Waldweg mit der gelben 6 unterhalb der Strasse, wo ich nach wenigen Metern einen stattlichen Feldhasen aufschreckte, was mich aber nicht weiter überraschte: Ich hab´s ja schon mal erwähnt, jedes Mal, wenn ich oberhalb von Hochstädten entlanglaufe, treffe ich einen Hasen.<br />
Wirklich jedes Mal.<br />
Deshalb habe ich beschlossen, dass es auf immer derselbe Hase sein muss, der hier oben auf mich wartet, um dann, sobald ich nah genug bin, in lasziver Semi-Panik von dannen zu hoppeln.<br />
Inzwischen sind wir fast schon sowas wie Freunde.<br />
Na ja, gut, eher sowas wie flüchtige Bekannte (wobei er definitiv flüchtiger ist als ich).<br />
Aber trotzdem: Schön zu wissen, dass der verlässliche Hochstädter Hase hier oben wohnt und sich immer die Zeit nimmt, vor mir wegzulaufen.<br />
Bis zum nächsten Mal, Hochstädter Hase! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Nach 200. m. auf der gelben 6 kam der Abstieg: Ein versteckter Trampelpfad steil bergab durch den Wald, den mir sicher entgangen wäre, wenn ich nicht ganz bewusst nach seiner Markierung (dem gelben V) gesucht hätte.<br />
Mit dem Laufen nach Karte ist es ja immer ein bisschen so wie mit den Pralinen bei Forrest Gump: Man weiss nie genau, was man kriegt. Meist ist die Wanderkarte zwar akkurat, aber manche Wege, die auf ihr als Trampelfpad eingezeichnet sind, stellen sich vor Ort als bequeme, gepflegte Waldwege, die bestens zu joggen sind. Andere hingegen sehen auf der Karte durchaus ordentlich aus, haben vielleicht sogar ein paar vertrauenerweckende Markierungen, und entpuppen sich dann dennoch als grausame, unjoggbare Höllenpfade.</p>
<p>So wie das gelbe V vom östlichen Auerberg runter nach Hochstädten (zugegeben: Hier kann man es bei einem Blick auf die Karte zumindest erahnen, aber dass er so mies sein würde&#8230;).<br />
Sauschlechtes Stück, ein kaum erkennbarer Ziegenpfad mitten durch den Wald: Winzig, uneben, steil, überwuchert, rutschig &#8211; Joggen unmöglich, hier musste man selbst beim Gehen aufpassen.<br />
Nach 150 m. öffnete sich der Wald, wurde lichter (links vom Pfad begann plötzlich ein rostiger Stacheldrahtzaun), und ging schließlich in eine sonnige Hangwiese mit brusthohem Gras über &#8211; hier war der Pfad zwar immer noch genauso schlecht, allerdings wurde ich aber mit einem herrlich-grandiosen Blick über das Mühlal, die Ausläufer des Felsbergs und die mächtige, zum Greifen nah erscheinende Knodener Höhe jenseits des Lautertals belohnt.<br />
Schön.<br />
Nicht ganz so schön waren allerdings die drei Zecken, die ich mir beim obligatorischen Zeckencheck am Ende der Wiese von den Beinen klaubte, als sie sich gerade festbeissen und mich mit Borellien oder Schlimmerem vollschiessen wollten.<br />
Aber nicht mit mir, ihr widerlichen Bastarde, nicht mit mir!</p>
<p>Am unteren Ende der Wiese schließlich ein schattiger Hohlweg in dem es sich wieder joggen liess, vorbei an einem schönen Bachufer und schließlich runter zu den ersten Häusern von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hochst%C3%A4dten_(Bensheim)">Hochstädten</a>, kurz links, dann rechts durch einen tief liegenden hübschen Weg direkt am Bachufer bis runter an die Mühltalstr. im Ortskern. Hier kurz rechts, auf die andere Strassenseite, dann halblinks auf einen Fußweg, der unterhalb der Mühltalstrasse am Bach im sattgrünen Talgrund bis zur Feuerwehr führt, dort über eine kleine Brücke und dann geradeaus den Weiherweg hoch in das lange Seitental südöstlich des Ortes (Markierungen: Gelbe 3/gelbe 4).</p>
<p>Das ist die Steigung, die ich am Samstag auch mit Gerd hoch will. Wie gesagt, auf der Karte wirkte sie ziemlich happig, hier liess sie sich aber erstmal sehr manierlich an: Nur ganz sanft auf der bequemen Strasse aufwärts, vorbei an hübschen Häusern am Hang, die größtenteils neu und eher hochpreisig aussahen. Nach einem halben Kilometer eine Linkskurve ins Tal hinauf, hinter der die Steigung etwas anzog, aber immer noch gut zu laufen war. Inzwischen nur noch links Häuser, rechts wunderschöne Hangwiesen unterhalb des Waldes, bewohnt von einer kleinen Herde Schafe und einem Trio verständnislos glotzender Kühe, die mein Vorbeilaufen mit leicht befremdeten Desinteresse zur Kenntnis nahmen.<br />
Bis hierher kein Problem, das würde ich Gerd wohl noch zumuten können.<br />
Dann wurde es happig: Ortsende, die asphaltierte Strasse wird zum Feldweg (schmal, aber teils auch noch asphaltiert), und der schraubt sich knackig steil die Wiesen hoch: Geschätzte Steigung zwischen 10% und 15%, da war ordentlich schwitzen und japsen angesagt. Unterwegs kurz ein seltsames Ziehen in der Brust, war aber nicht schlimm, also machte ich weiter, bis es wieder wegging (war wohl kein Herzinfarkt&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ).<br />
Dann der Waldrand am oberen Talende.<br />
Die letzten Meter waren ja schon ziemlich steil gewesen, hier oben wurde es dann aber richtig hart: Steigung geschätzte 20+%, unendlich anstrengend, eigentlich kaum noch joggend zu bewältigen.<br />
Normalerweise wäre ich hier auf jeden Fall gegangen, aber wenn ich am Samstag mit Gerd laufe, will ich ja auch ein bisschen was zum Angeben haben, also joggte eisern weiter, die letzten hammerharten 150 m. bis zum Nibelungenweg aufwärts durch den Wald: Hochroter Kopf, gefletschte Zähne, pfeifend und schnaufend wie eine alte Lokomotive kurz vor der Verschrottung, Schneckentempo, tief in die Berg gelehnt, jeder Schritt eine gewaltige Belastung für die schwer pumpenden und bis zum Bersten angespannte Waden.<br />
Arrrrrrrrrrrrg! Durchhalten!!!</p>
<p>Glücklicherweise war dieses letzte Stück nicht lang. Nach ca. 150 unendlich anstrengenden Metern hatte ich es geschafft und erreicht ziemlich abgekämpft den Nibelungenweg (gelbes Quadrat) auf der waldigen Anhöhe zwischen Mühl- und Lautertal, dem ich nach rechts in Richtung Fürstenlager folgte.<br />
Hier ging´s zwar auch noch etwas bergauf, aber nach dem gerade überwundenen Extremanstieg merkte ich das nicht mal mehr, die paar popligen Prozentchen Steigung fielen gar nicht weiter ins Gewicht, im Gegenteil, auf einmal lief es bestens. Nachdem der ganze Lauf bisher ja irgendwie etwas unrund gewesen war, hatte die soeben bewältigte Anstrengung offenbar so richtig &#8220;durchgeputzt&#8221;, und jetzt war ich so richtig warm und im Rhythmus, und konnte das schöne Stück hier oben so richtig geniessen. Endlich.</p>
<p>350 m. den Nibelungenweg auf der Anhöhe entlang, dann an der Kreuzung kurz vor der Amalienhöhe rechts runter auf einen unmarkierten Waldweg in Richtung Tal, nach knapp 700 m. an einer Wegscheide dann links hoch und einen weiteren, sonnigen und überraschend sanft aufwärts führenden Weg bis zum Waldrand hinter dem Fürstenlager. Hier dann halbrechts vom Weg ab und über einen schmalen, abschüssigen Trampelpfad (Nibelungenwerg &#8211; gelbes Quadrat/Alemannenweg &#8211; rotes S) am Waldrand entlang nach Westen bis zur <a href="http://www.panoramio.com/photo/8556495">Eremitage</a> am oberen Ende des <a href="http://www.gg-online.de/html/fuerstenlager.htm">Fürstenlagers</a>. Wie immer ein interessanter Anblick, eine leicht schäbig wirkende Hütte, die anscheinend vollständig aus Borke gebaut ist &#8211; warum und zu welchem Zweck, das weiss ich immer noch nicht, muss ich irgendwann unbedingt noch mal rausfinden.</p>
<p>Kleine Ehrenrunde um die Eremitage, dann auf der gelben 2/gelben 8 runter ins Tal, dort rechts auf der gelben 4 in nördlicher Richtung abwärts in den Wald (das Fürstenlager kenne ich schließlich schon gut genug, deshalb wollte ich heute mal drumherum laufen). Langer, gewundener Weg runter zurück ins Mühltal, nach 700 m. eine scharfe Kehre nach links, von dort an dann am Waldrand oberhalb des Mühlgrundes stur westwärts (weiter gelbe 4) in Richtung Auerbach (lustigerweise sieht das Stück in der Draufsicht aus wie ein Hasenkopf. Was uns das sagen will? Keine Ahnung, wollt´s bloss mal anmerken&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ). Hübsche, weitgehend ebene Passage mit dichtem schattigen Wald, rechts die Wiesen des schmalen Mühlgrundes, immer mal wieder durchbrochen von einer alten Mühle.</p>
<p>Nach 1,3 km die ersten Häuser von Auerbach, hinter denen der Weg leicht aufwärts um den Berg herum führte, und schließlich auf Höhe des wunderschönen großen <a href="http://www.panoramio.com/photo/9689310">Teichs</a> im unteren Fürstenlager auf die Bachgasse (Nibelungenweg &#8211; gelbes Quadrat mündete). Hier scharf rechts, durch die prächtige Allee runter nach Auerbach, vorbei an den schönen alten Häusern der oberen Bachgasse (18. Jahrhundert?)bis zum Parkplatz Fürstenlager, dort dann kurz links und auf dem Fußweg hinter den etwas verschachtelten Grundstücken am bis runter an die Bachgasse unterhalb der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Bergkirche_auerbach.jpg">Bergkirche</a> (der Fußweg hat auch einen Namen, aber ich hab´ ihn mir nicht gemerkt und kann ihn im Stadtplan nicht finden, sorry. Ist aber möglicherweise mit dem roten S des Alemannenwegs markiert).<br />
Fast geschafft!</p>
<p>Links die Bachgasse runter bis an die Weidgasse, die rechts hoch, vorbei am Blauen Aff aufwärts durch die nicht ganz so alte Altstadt, nach 130 m. dann rechts in die Weinbergstrasse &#8211; ich war wieder auf dem Blütenweg (gelbes B), dem musste ich jetzt nur noch zurück zum Ausgangspunkt folgen. Also weiter durch Auerbach, leicht aufwärts durch die Jahn- und die Martinsstr., kurz die Gedenkstätte für die Auerbacher Weltkriegstoten am Burgweg angesehen (obwohl ich hier schon öfter vorbeigekommen bin, ist die mir noch nie aufgefallen &#8211; dabei ist sie hübsch, geschmackvoll und gut gepflegt), dann weiter durch die Mierendorff-Str. nach Norden.<br />
Auerbacher Villenviertel. Mannmannmann, was hier für Kästen rumstehen &#8211; keine alten Gründerzeitvillen, das sind neue Luxusdomizile: Groß, auf moderne Art und Weise schnörkelig, teilweise neureich und protzig, manchmal schon deutlich jenseits der Grenze des guten Geschmacks &#8211; wer hier wohnt, hat Geld (und oftmals wohl auch das verklemmte Bedürfnis, das dem Rest der Welt möglichst ostentativ zeigen zu müssen).<br />
Auch mal ganz interessant&#8230;<br />
Nach knapp 300 m. links ein kleiner, öffentlich zugänglicher Hügel mitten im Wohngebiet, obendrauf eine Art Tempelchen mit Bänken, sah ich mir auch noch kurz an (nett, vielleicht ein klein wenig kitschig), danach dann zum Ende der Mierendorff-Str., noch ein ein kleines Stück geradeaus durch die Weinberge bis zur Fahrstrasse zum Schloss, die dann noch 150 m. rechts hoch bis zum Parkplatz Höllberg.</p>
<p>Puha. Etwas durchwachsener Lauf. Von Anfang an nicht in topform, was sich gerade angesichts des anstrengenden Terrains mit den vielen kurzen und mittleren Steigungen und Gefällen bemerkbar machte. Immerhin lief es ab der Hälfte dann etwas besser, insgesamt war´s aber doch ziemlich anstrengend.<br />
Auf der Haben-Seite wieder mal eine sehr schöne und abwechslungsreiche Strecke, größtenteils auf mir unbekannten Wegen, das hat natürlich sehr viel Spass gemacht.<br />
Kein perfekte, aber trotzdem eine recht schöne Tour.</p>
<p>Strecke: 15,9 km<br />
Zeite: 1:51 min (= 8,59 km/h bzw. 5:59 min/km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/auerberg.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-532" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/auerberg.jpg?w=128" alt="" width="128" height="93" /></a></p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/32307">Interaktive Streckenkarte</a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Aufs Hofgut Hohenstein (13,5 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2008/04/27/aufs-hofgut-hohenstein-135-km/</link>
<pubDate>Sun, 27 Apr 2008 15:46:52 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2008/04/27/aufs-hofgut-hohenstein-135-km/</guid>
<description><![CDATA[Nachdem es am Freitag mit meinem Unikram in Mainz richtig gut gelaufen war, hatte ich mir fest vorge]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Nachdem es am Freitag mit meinem Unikram in Mainz richtig gut gelaufen war, hatte ich mir fest vorgenommen, mir heute zur Belohnung mal wieder einen richtig schönen Lauf im Odenwald zu gönnen.<br />
Entsprechend hatte ich mich bereits gestern mit Jost auf eine vielversprechende Strecke (Knodener Höhe &#8211; Lindenfels &#8211; Knodener Höhe) geeinigt, auf die ich mich schon total freute.<br />
Na ja, gestern abend rief dann Jost und sagte ab: Muskelprobleme. Offensichtlich hatte er die <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/04/26/wieder-mal-rubenacker-zwischen-hahnlein-und-bickenbach-133-km/">holprige Rübenäckertour</a> von gestern auch nicht so gut vertragen (ich sag´s ja, zuviel Flachland macht einen kaputt, das ist einfach keine lauffreundliche Landschaft&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ).</p>
<p>Kann man natürlich nichts machen. Aber mental hatte ich die Strecke nach Lindenfels schon für einen Lauf mit Jost reserviert, und wollte sie deshalb nicht alleine &#8220;verbrauchen&#8221;. Also musste eine Ausweichroute her.<br />
Gewünschte Merkmale: Odenwald, richtig richtig schön, ungebloggt, nicht zu weit weg, wenigstens 12 km (um die 45 Wochenkilometer vollzumachen).<br />
Hmm.<br />
<!--more--></p>
<p>Ein kurzer Blick ins Archiv meiner geplanten Strecken ergab leider nichts Passendes (die meisten dieser Routen hatte vor dem Bänderriss geplant, also als ich noch fit war, entsprechend sind die mir im Moment einfach zu hart &#8211; 16 km mit fast 800 Höhenmetern, das geht halt noch nicht).<br />
Hmm&#8230;</p>
<p>Und dann kam´s mir: Letztes Jahr (am 3. Juni 07, um genau zu sein) war ich mal eine unglaublich schöne Strecke gelaufen, von Zuhause über den Melibokus, Hochstädten, den Borstein und das obere Lautertal zum Hofgut Hohenstein, einem Landgasthaus in wunderschöner Lage oberhalb von Reichenbach. Tolle Landschaft, ungebloggt, etwas über 13 km &#8211; perfekt.<br />
Na ja, fast perfekt, zwei kleine Probleme gab´s noch:<br />
1) Letztes Jahr fand ich die Tour hammerhart, denn sie hat drei große, teilweise sehr steile Anstiege (bei dem letzten musste ich seinerzeit kapitulieren und gehen). Und da war ich fitter als heute.<br />
2) Es ist keine Rundstrecke. Wenn man erstmal hin gelaufen ist, muss man sehen, wie man wieder zurückkommt.</p>
<p>Glücklicherweise liessen sich beide Probleme recht einfach lösen. Problem #1, indem ich einfach nicht weiter drüber nachdachte (&#8220;das wird schon irgendwie&#8221;), und Problem #2, indem mich meine Eltern netterweise zum Mittagessen auf dem Hofgut einluden und dann mit zurücknehmen würden.<br />
Na also, geht doch&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Start um kurz nach halb 12. Nachdem ich gestern unterwegs ziemlich durstig geworden war, heute zum ersten Mal in diesem Jahr mit Getränkegurt (aber nur zwei Flaschen). Wetter ziemlich gut: Sonnig-diesig, warm, windstill, ein ganz klein bisschen drückend. Tagesform: Naja, nicht so gut geschlafen, etwas verspannt, nach dem eher bescheidenen Lauf gestern mit leicht rumorenden Waden und Füssen und ein bisschen matt. Aber das würde sich hoffentlich noch rauslaufen, und da ich den Lauf geniessen wollte, musste ich ja auch nicht hetzen&#8230;</p>
<p>Zuerst die übliche Melibokusroute: Die Jossastr. hoch in den Wald, auf dem Burgenweg (blaues B) das Hasselbachtal hoch, nach 200 m. scharf links auf die Anhöhe mit dem Merck´schen Wasserturm, um das Merck-Tal herum, schließlich scharf rechts auf den Pürschweg zum Melibokus (SJ2).<br />
Und den dann hoch.<br />
Ganz bedächtig, schließlich war das erst die erste Steigung der heutigen Tour, da durfte ich mich noch nicht verausgaben. Atmung kontrolliert halten, Muskulatur warmlaufen, kleine Schritte.<br />
Und vor allem: Langsam.<br />
Nicht hetzen, sondern mit Muße laufen, den wunderbar grünen Frühlingswald geniessen, dort wo´s Aussicht gab (im Darsbergtal und über dem Hohe-Stich-Weg) jeweils ein kleines Päuschen zum Schauen und Atem Holen einlegen.<br />
Heute alles kein Problem, ich hatte es nicht eilig, sog die schöne Umgebung regelrecht in mich auf. Das tat gut!<br />
Der Aufstieg fiel natürlich trotzdem nicht ganz leicht, zu Anfang protestierten die Beine, gegen Ende wurde die Atmung dann doch noch etwas kurz. Aber es machte Spass und lief, und das mit einem (zugegeben manchmal ganz leicht gequälten) Lächeln.</p>
<p>Nach 3,3 km Aufstieg schließlich die Melibokusstrasse. Dieses Mal nicht rechts hoch auf den Gipfel (den ersparte ich mir heute wohlweislich), sondern &#8211; nach einer kurzen Trinkpause (aaah, das tat gut!) halblinks die Strasse runter (Markierungen: Weisser Balken/gelbe 6/SJ2.<br />
Die erste Steigung war geschafft!</p>
<p>In entspanntem Tempo abwärts, in der zweiten Serpentine (die oberhalb der &#8220;Drei Brunnen&#8221;) dann geradeaus, dem weissen Balken folgend auf einen schönen, wenn auch etwas unebenen Waldweg, der an einem Seitenarm des Melibokusmassivs in Richtung Balkhäuser Tal führt.<br />
Nach ein paar hundert Metern dann der erste Höhepunkt der Tour: Vor ein oder zwei Jahren hat man hier die gesamte Bergflanke unterhalb des Weges abgeholzt. Sieht nicht wirklich schön aus, aber es bedeutet, dass hier nichts steht, was einem die einem die Fernsicht nach Süden versperren könnte. Und die ist hier Atemberaubend: Ein grandioses Panorama auf den vorderen Odenwald südlich des Melibokus, wunderschöne, majestätische Höhenzüge und Bergein frischem Grün (Neunkircher Höhe, Felsberg, Knodener Kopf, Krehberg, Kesselberg, Lindenstein&#8230;) darunter die lieblichen Wiesentäler hinter Bensheim in hellerem Grün, ganz rechts eine Lücke, durch die man über die Starkenburg hinweg die gesamte Bergstrasse hinab sehen kann, bis runter zum charakteristischen Gipfel des Königstuhl hinter Heidelberg in fast 40 km Entfernung. Und das alles in der strahlenden Frühlingssonne und unter blauem Himmel. Obwohl ich wusste, was mich hier erwartete, war ich (wie jedes Mal) wieder überwältigt, konnte mich gar nicht satt sehen. Wun-der-schön!!!</p>
<p>Nach der unvermeidlichen Pause zum Staunen und Schauen (wer hier einfach nur vorbeirennt ohne das zu geniessen ist innerlich tot!) ging es weiter bergab, durch den abgeholzten Hang ins tiefe Tal unter den &#8220;Drei Quellen&#8221;, dort scharf links und oberhalb des Bachs runter zum Waldrand auf der Anhöhe zwischen Balkhausen und Hochstädten (Markierung: Weisser Balken). Kurzer Blick von oben auf das schöne obere Balkhäuser Tal mit seinen sanft geschwungenen Hangwiesen, dann scharf rechts auf einen kleinen, unmarkierten Weg der zwischen dem Waldrand und einer stacheldrahtumzäunten Wiese nach Süden ins obere Hochstädter Tal (das eigentlich Mühltal heisst, was ich aber irgendwie verwirrend finde, weil es 10 km nördlich ja noch ein Mühltal gibt) führt.</p>
<p>Herrliches Stück!<br />
Rechts der Waldrand, bestehend aus blühenden Kirschbäumen, die über mir einen Baldachin aus strahlend weissen Kirschblüten bildeten. Links die abfallende sattgrüne Wiese, bedeckt mit einem dichten, strahlendbunten Teppich aus blühendem Löwenzahn, Gänseblümchen und irgendwelchen kleinen blauen Blumen, von denen ich keine Ahnung habe, wie sie heissen. Schräg vorne die unteren Hänge des Tals, die sich scheinbar sanft hinunter in den Talgrund neigen, darüber die Eindrucksvolle Silhoutte des dunkelgrün-gescheckten Felsbergmassivs. Herrlicher warmer Sonnenschein, eine frische Brise, die nach Frühling roch und die Kirschblüten herabtanzen liess. Dazu eine wunderbare Ruhe, die nur durch den Gesang der Waldvögel durchbrochen wurde, vom konstanten Rauschpegel der geschäftigen Ebene auf der anderen Seite des Melibokus war nichts mehr zu hören.</p>
<p>Ich war glücklich.</p>
<p>Nach ca. 200 m. auf dem herrlichen Weg traf ich dann sogar noch einen alten Bekannten &#8211; jedesmal, wenn ich in den letzten zwei oder drei Jahren hier vorbeigekommen bin, habe ich einen Feldhasen aufgeschreckt. Natürlich bin ich mir nicht sicher, aber ich glaube, es war jedesmal derselbe (denn so häufig sind Feldhasen hier oben nicht). Und heute? Nach ca. 200 m. tauchte er doch tatsächlich wieder vor mir auf, sah mich kurz an, und hoppelte dann &#8211; ohne allzuviel Hast &#8211; von dannen. Vielleicht hat er sich ja schon an mich gewöhnt.</p>
<p>Pass´ auf dich auf, Hase, dann sehen wir uns wieder&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Nach etwas über 300 m. erreichte ich eine kleine Wegscheide mit schiefem Wegweiser, rechts geht´s hier hoch in den Wald auf den Neun-Krümmweg, links dagegen durch einen schmalen, von Brombeerhecken gesäumten Hohlweg abwärts, durchs die herrliche offene Wiesenlandschaft nach Hochstädten. Ich lief links, abwärts durch die Wiesen, weiterhin entspannt, jeden Schritt geniessend.<br />
Nach einem halben Kilometer wurde der Weg zur gelben 2 und führte dann durch einen weiteren schattigen Hohlweg steil den Hang hinab bis in den Talgrund nach <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hochst%C3%A4dten_(Bensheim)">Hochstädten</a>.</p>
<p>Hier dann den Malchenweg runter bis an die Dorfstrasse (die Mühltalstr.), dort links hoch, vorbei an der Bar Fiesta (da kamen spontan Erinnerungen an grosse Happy-Hour-Cocktails und mexikanisches Fingerfood in der Zeit kurz vor/nach dem Abi hoch) durch den hübschen alten Dorfkern, schließlich nach ca. 250 m. am alten Schulhaus rechts in die Felsbergstr.<br />
Der zweite Aufstieg hatte begonnen&#8230;</p>
<p>Erstmal ganz manierlich, auf der dunklen, frisch asphaltierten Strasse ostwärts und moderat aufwärts durchs Dorf, zwischendurch mal etwas steiler, dann wieder gemässigt vorbei an den letzten Häusern von Hochstädten (eher Neubauten, gute Wohnlage), hoch in ein schmales Seitental bis zum Anfang des alten Steinbruchs (Markierung übrigens: Gelbe 3).<br />
Und da wird´s dann ziemlich steil. Schlimmer noch: Der Untergrund wird schlecht. Altes, schiefes Pflaster, das selbst bei ebener Strecke sehr unangenehm gewesen wäre.<br />
Letztes Jahr hatte ich mich hier mit gefletschten Zähne und viel Kraftaufwand hochgekämpft, das war ziemlich anstrengend gewesen.<br />
Und heute?<br />
Heute wollte ich den Lauf geniessen. Hatte es nicht eilig. Musste mich nicht auch Teufel komm Raus abäschern. Wahrscheinlich hätte ich den Aufstieg sogar geschafft, aber ich hatte keine Lust auf <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/04/24/482/">&#8220;Quäl´ dich, du Sau&#8221;</a>.<br />
Also ging ich einfach mal die nächsten zwei-, dreihundert Meter, und nutzte die gesparte Energie, um mir das schöne Seitental mit seinen baumbestandenen Wiesen und dem gluckernden Bach anzusehen.<br />
Nicht weil ich unbedingt gemusst hätte, sondern weil ich es wollte (wichtige Unterscheidung).</p>
<p>Am Ende des Steinbruchs joggte ich dann wieder, noch ein paar Meter geradeaus, dann der gelben drei folgend rechts durch den Talgrund und auf der anderen Seite einen kurzen aber sacksteilen asphaltierten Waldweg nach oben bis zur Kreuzung auf der Anhöhe beim <a href="http://www.mountainbike-touren.net/Selterswasser-Haeuschen.105.0.html">Selterswasserhäuschen</a>. Wieder mal ein schöner Blick, dieses Mal runter über die (auch hier sattgrünen Wiesen) bis nach Elmshausen im Lautertal, ausserdem Zeit für die zweite Trinkpause, die ich wiederum gehend absolvierte. Kam mir ehrlich gesagt entgegen, denn die Route führt hier links hoch (Nibelungenweg/gelbes Quadrat, Weitwanderweg Odenwald-Vogesen/roter Balken, Alemannenweg/rotes S), durch einen wirklich mörderisch steilen Hohlweg. Da ich gerade zufällig beim Trinken war, musste ich den nicht Joggen, sondern konnte ihn stattdessen gehend bewältigen (was immer noch recht anstrengend war). Wie gesagt: Praktisch&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Am oberen Ende des Hohlweges eine kleine Lichtung mit Wegscheide (und Ende des zweiten Anstiegs). Der Nibelungenweg und der Weitwanderweg Odenwald-Vogesen führen hier halblinks am Teufelsstein vorbei zum Borstein, aber da ich <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/08/12/einmal-um-den-felsberg-12-13-km/">die Strecke zur Genüge kenne</a>, entschied ich mich stattdessen für eine Alternativroute und wählte einen kleinen, schlechten Waldweg, der hier halbrechts von der Hauptroute abgeht und unterhalb von ihr ebenfalls zum Borstein führt. Liess sich ganz gut laufen, unterwegs bog ich einmal falsch ab (merkte es aber nach wenigen Metern und kehrte &#8211; mein Orientierungssinn war ausnahmsweise mal nicht beschäftigt oder auf dem Klo), und erreichte stiess schließlich wieder auf den Nibelungenweg oberhalb vom (offenbar gut besuchten) <a href="http://www.nfh-borstein.de/">Borstein-Haus</a>.</p>
<p>Ab hier musste ich nur noch dem Nibelungenweg (gelbes Quadrat) abwärts folgen um nach Reichenbach zu gelangen. Also rechts, vorbei am Borstein (einer imposanten grossen Felsformation) und einem alten Steinbruch, dann hinunter ins Lautertal, das man schön überblicken konnte (auf der anderen Talseite war in ca. 2 km Luftlinie bereits mein Ziel, das Hofgut, sichtbar, das in einer beunruhigend grossen Höhe über Reichenbach thronte. Und da musste ich noch rauf. Uijuijui&#8230;).</p>
<p>Langer und sehr steiler Abstieg, da war ich heilfroh, den nicht bergauf laufen zu müssen. Nach etwas über einem km lief ich in Reichenbach ein, wo ich weiter dem Nibelungenweg folgte, hinunter bis zur B47 an der <a href="http://www.zurtraube-lautertal.de/">Traube</a> (gutes, deftiges Essen in erschreckend grossen Portionen zu erschreckend niedrigen Preisen), der ich dann nach links/talaufwärts folgte (der B47, nicht der Traube), übrigens belästigt von einer nicht endenden wollenden Rotte von Motorrädern mit Pfälzer Kennzeichen, die lärmend und stinkend gen Odenwald rollte (als Nicht-Motorradfahrer finde ich die Vorstellung, in seiner Freizeit mit einer hässlichen knatternden Dreckschleuder durch die Gegend zu fahren, irgendwie furchtbar pathetisch. Dabei braucht es für echte Freiheit doch eigentlich nur ein Paar Laufschuhe&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  . Aber hey, jedem das seine [zumindest solange er mich nicht nervt]).</p>
<p>Schließlich nach ein paar hundert Metern der letzte Anstieg: Rechts in die Knodener Str., vorbei an der <a href="http://images.google.com/imgres?imgurl=http://www.lautertal.de/bildung/schul/fels_schule.jpg&#38;imgrefurl=http://www.lautertal.de/bildung/schul/schul.htm&#38;h=373&#38;w=525&#38;sz=85&#38;hl=de&#38;start=1&#38;um=1&#38;tbnid=eGN7L28FZsYLjM:&#38;tbnh=94&#38;tbnw=132&#38;prev=/images%3Fq%3Dreichenbach%2Bodenwald%2Bschule%26um%3D1%26hl%3Dde%26lr%3D%26rls%3Dcom.microsoft:de:IE-SearchBox%26rlz%3D1I7SUNA">Felsenmeerschule</a> moderat aufwärts bis zum Anfang der Hohensteiner Str. Hier noch mal ganz kurz haltgemacht, um mich an dem kleinen Brunnen hinter dem Marmorbetrieb etwas abzukühlen (Arme, Beine, Stirn, inzwischen war mir nämlich ganz schön warm), dann die Hohensteiner Strasse hoch.</p>
<p>Drei richtig fiese kurze steile Serpentinen durchs Wohngebiet am Hang. Aaaargh. Hart! Oben bog der Nibelungenweg dann links in Richtung Hohenstein (das Naturdenkmal, nicht das Hofgut) ab, ich folgte hingegen der Strasse geradeaus durch das wunderschöne Seitental über Reichenbach in Richtung Hofgut (Markierung Re2).<br />
Die Steigung ist zwar nicht unschaffbar (ca. 10% &#8211; 12%) aber sie ist lang, und nach zwölf Kilometern und 600 Höhenmetern strengt sie furchtbar an. Letztes Jahr hatte ich hier kapituliert und war dieses Stück gegangen.<br />
Und dieses Jahr?<br />
Hey, ich wollte doch geniessen, hatte es nicht eilig, wollte mich nicht quälen. Ausserdem bin ich in schlechterer Verfassung als letztes Jahr, mir war heiss, und ich hatte es ja fast geschafft, also warum jetzt noch quälen?<br />
Also ging ich auch heute die paar mittleren paar hundert Meter des letzten Aufstiegs, genoss noch einmal die herrliche Landschaft, und nahm mir (wie letztes Jahr) vor, hier irgendwann doch noch mal ganz hochzujoggen. Aber eben nicht heute&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /><br />
Die letzten vierhundert Meter joggte ich dann doch noch (unterwegs gehen ist eine Sache. Aber gehend ankommen? Nee, nee, nee&#8230;), und erreichte schließlich gegen halb Zwei das wunderschön gelegene <a href="http://www.hofgut-hohenstein.de/">Hofgut Hohenstein</a>, wo bereits eine kalte Cola (Flüssgkeit! Zucker!! Koffein!!) und ein leckeres Mittagessen warteten.</p>
<p>Aaaaah. Was für ein unglaublich schöner, entspannter Lauf. Grandiose Landschaft, tolles Wetter, wie Urlaub für den Kopf (der Körper musste zugegeben etwas ackern, aber das tut ihm ja ganz gut <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ).<br />
Entsprechend fühle ich mich jetzt glücklich, zufrieden und erfrischt, und selbst die Tatsache, dass ich furchtbar lahm war und mehrmals gegangen bin, stört mich überhaupt nicht<br />
Genauso hatte ich mir meine &#8220;Belohnung&#8221; erhofft.<br />
Herrlich!</p>
<p>Strecke: 13,5 km<br />
Zeit: 1:40 h (= 8,1 km/h bzw. 7:24 min/km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/04/hohenstein.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-488" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/04/hohenstein.jpg?w=128" alt="" width="128" height="93" /></a></p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/25324">Interaktive Streckenkarte</a></p>
<p>M.</p>
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