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	<title>hoflichkeit &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/hoflichkeit/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "hoflichkeit"</description>
	<pubDate>Sat, 05 Dec 2009 09:42:02 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

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<title><![CDATA[Sekundärtugenden]]></title>
<link>http://tietgen.wordpress.com/2009/11/25/sekundartugenden/</link>
<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 02:52:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>tietgen</dc:creator>
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<description><![CDATA[Fleiß ist nur nötig, wenn es nicht ohne funktioniert. Man sollte aber auch überlegen, ob es einem da]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><strong>Fleiß</strong> ist nur nötig, wenn es nicht ohne funktioniert. Man sollte aber auch überlegen, ob es einem das wirklich wert ist. Wenn das der Fall ist, soll man ruhig fleißig sein.</p>
<p>Die wahre <strong>Treue</strong> liegt darin, dem Partner zu sagen, dass man fremdgegangen ist. Die emotionale Treue ist wichtig, nicht die körperliche. Wenn es dann irgendwann vorbei ist, ist das immer noch besser, als sich ewig etwas vorzumachen.</p>
<p>Blinder <strong>Gehorsam</strong> ist eine Todsünde. Im Dritten Reich hat man damit Menschen getötet. Also sollte man nur das tun, von dem man auch überzeugt ist.</p>
<p><strong>Disziplin</strong> ist wie Fleiß nur dann nötig, wenn man mit dem Ziel einverstanden ist.</p>
<p><strong>Pflichtbewusstsein</strong> kann einen dazu bringen, Gutes zu tun, es kann aber auch dazu führen, dass man sich lächerlich macht.</p>
<p><strong>Pünktlichkeit</strong> ist sinnvoll, weil ohne sie kaum etwas machbar ist. Augenmaß ist allerdings angebracht. 10 Minuten sind noch akzeptabel, eine Stunde nicht unbedingt.</p>
<p><strong>Zuverlässigkeit</strong> sollte man nicht allzu ernstnehmen. Zuverlässigkeit heißt nicht, dass man über sich hinauswächst, es heißt nur, dass man sich überhaupt Gedanken macht.</p>
<p><strong>Ordnungssinn</strong> ist Ansichtssache. Da, wo man selbst lebt oder arbeitet, muss man nicht unbedingt die Vorstellungen von Ordnung anderer annehmen. Das ist bloß kontraproduktiv.</p>
<p><strong>Höflichkeit</strong> ist lobenswert, wenn sie ernstgemeint ist. Wenn aber nicht, dann kann man sie auch gleich ganz weglassen.</p>
<p><strong>Sauberkeit</strong> ist erfreulich, 24/7 putzen ist besessen.</p>
<p><strong>Gerechtigkeit</strong> ist nicht das, was reaktionäre Denker sich darunter vorstellen. Gerechtigkeit ist vielmehr, allen die gleichen Chancen zu geben.</p>
<p><strong>Taktgefühl</strong> soll nur verhindern, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Diplomatie ist aber angebracht, man sollte sich nicht ohne Grund mit jemandem anlegen.</p>
<p>FAZIT: Die Tugenden sind gut gemeint, aber gut gemeint ist bekanntlich das Gegenteil von gut gemacht. Oft dienen sie nur der Machterhaltung bestimmter Gruppen.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Lächeln ist nicht immer besser]]></title>
<link>http://angelones.wordpress.de/2009/11/24/lacheln-ist-nicht-immer-besser/</link>
<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 21:12:36 +0000</pubDate>
<dc:creator>critizens</dc:creator>
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<description><![CDATA[Leserin Mimi R. ist erstaunt, wie unhöflich wir auf der Strasse miteinander umgehen. Amis seien die ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Leserin Mimi R. ist erstaunt, wie unhöflich wir auf der Strasse miteinander umgehen. Amis seien die netteren Autofahrer. Zwar nur deshalb, weil sie Angst hätten, bei der nächsten Kreuzung erschossen zu werden, wenn sie jemandem den Vogel zeigen würden. Trotzdem rät sie auch uns bei ärgerlichen Situationen zu einem Lächeln.</p>
<p>Leider kann ein unerwartet höfliches Lächeln hierzulande missverstanden werden, was sich zu einem Bumerang entwickeln kann. Ich habs ausprobiert. Bei einem Typen, der vor einer Ampel auf meiner Höhe zu stehen kommt und angriffslustig zu mir hinüberäugt. Statt ihm gleich den Finger zu zeigen, lächle ich ihn rehsanft an. Dieses unterwürfige Verhalten weckt aber leider seinen Jagdtrieb. Er greift zu seinem am Rückspiegel hängenden FCZ-Wimpel, hebt den rechten Daumen hoch, lehnt sich lasziv über den Beifahrersitz in meine Richtung und nickt dabei lüstern. Oh nein, er hat einen vermeintlichen Flirtaufhänger entdeckt – den FCZ-Wimpel meines Mannes, der am Rückspiegel unseres Kombis hängt. Aus purer Höflichkeit und um ihm eine Blamage zu ersparen, lächle ich ein letztes Mal verkrampft und bin froh, dass es grün wird und ich aus dieser verfänglichen Lage entkomme.</p>
<p>Der Zufall will, dass mir der Typ kurz später im Einkaufszentrum – wo sonst – auflauert und nun voll auf Angriff geht: «FCZ, hä? He, he . . .» Mein Schutzinstinkt lässt mich meine Buben an die Hand nehmen und das Familienoberhaupt ins Spiel bringen: «Ja, mein Mann ist eben FCZ-Fan.» Auf diesem Lauscher ist er aber taub, denn er fragt, ob er mir einen Kaffee spendieren dürfe. «Oh, nein, das geht nicht. Ich bin VERHEIRATET und habe ZWEI KINDER. Sehen Sie nicht?» Jetzt wittert er erst recht leichte, da bestimmt vernachlässigte und liebesdurstige Beute und beschwichtigt komplizenhaft: «Kein Problem, ich habe auch Frau und Kinder, he, he . . .» Höflichkeit in Ehren, aber ich hätte den Finger doch grad sofort zeigen sollen.</p>
<p><!-- DIXERIT_STOP -->
<p>&#160;</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Bittsteller im Büßergewand]]></title>
<link>http://elchfarmer.wordpress.com/2009/11/23/bittsteller-im-busergewand/</link>
<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 11:15:19 +0000</pubDate>
<dc:creator>elchfarmer</dc:creator>
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<description><![CDATA[Auf Knien rutschend und im Büßergewand. So scheinen sich die Firmen und Ämter die Bewerber auf Stell]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Auf Knien rutschend und im Büßergewand. So scheinen sich die Firmen und Ämter die Bewerber auf Stell]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Umgangsformen: M wie Meeting]]></title>
<link>http://joannabloeggt.wordpress.com/2009/11/19/umgangsformen-m-wie-meeting/</link>
<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 06:16:28 +0000</pubDate>
<dc:creator>jobeere</dc:creator>
<guid>http://joannabloeggt.wordpress.com/2009/11/19/umgangsformen-m-wie-meeting/</guid>
<description><![CDATA[Inzwischen verbringen die Meisten von uns mehr Zeit in irgendwelchen Besprechungen, bzw. in Business]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Inzwischen verbringen die Meisten von uns mehr Zeit in irgendwelchen Besprechungen, bzw. in Business-Sprache &#8220;Meetings&#8221;, als bei ihrer eigentlichen Arbeit. Nicht nur das das Tagesgeschäft liegen bleibt &#8211; die meisten Meetings sind so nutzlos, dass die Beteiligten danach genauso schlau sind wie vorher. Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass es sich in diversen Team-Meetings zu 90% um Schuhe, Klamotten und backen drehte. Das muss nicht immer so skuril sein, aber selbst wenn alle Beteiligten aneinander vorbei reden, ist das Meeting nicht sinnvoll. Daher sollten folgende Punkte unbedingt beachtet werden:</p>
<ul>
<li>sich fragen, ob das Meeting wirklich erforderlich ist</li>
<li>die Liste der Teilnehmer kontrollieren, um eine echte Diskussion sicherzustellen</li>
<li>die Leitung der Sitzung so planen, dass Entscheidungen getroffen werden können, die mit den Zielen  und dem Zweck der Besprechung erreicht werden sollen</li>
<li>Um eine effektive Besprechung zu gewährleisten, sollte Allen klar sein, worum es geht</li>
<li>Alle Personen, deren Erscheinen erforderlich ist, müssen teilnehmen, jedoch nur diese</li>
<li>Ziele, Teilnehmerkreis, Tagesordnung, Wahl des Besprechungsortes, Vorgehensweise, die Frage der Protokollierung und die Nachbesprechung sind festzulegen</li>
</ul>
<p><span style="color:#993366;">Regel Nr. 13 der Umgangsformen: <strong>M wie Meeting</strong>!</span></p>
<p><span style="color:#993366;"><span style="color:#000000;">Übrigens hat das durchaus mit Umgangsformen zu tun. Immerhin nehmen wir die wertvolle Zeit des anderen in Anspruch und strapazieren durch ungeschickte Besprechungs-Koordination womöglich die Nerven der Beteiligten.</span></span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kommunikation durch verstohlene Seitenblicke: Brunch für Ägerste]]></title>
<link>http://6kraska6.wordpress.com/2009/11/18/kommunikation-durch-verstohlene-seitenblicke-brunch-fur-agerste/</link>
<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 11:17:50 +0000</pubDate>
<dc:creator>6kraska6</dc:creator>
<guid>http://6kraska6.wordpress.com/2009/11/18/kommunikation-durch-verstohlene-seitenblicke-brunch-fur-agerste/</guid>
<description><![CDATA[Der mythische Bote (Foto Quelle: Wikipedia / Benutzer123 at de.wikipedia) Magpie, pie bavarde, gazza]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><div id="attachment_1822" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://6kraska6.wordpress.com/files/2009/11/tiere_elster_gemeinfrei-1218102407.jpg"><img class="size-full wp-image-1822 " title="tiere_elster_gemeinfrei-1218102407" src="http://6kraska6.wordpress.com/files/2009/11/tiere_elster_gemeinfrei-1218102407.jpg" alt="" width="450" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Der mythische Bote (Foto Quelle: Wikipedia /  Benutzer123 at de.wikipedia)</p></div>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#333399;"><em>Magpie, pie bavarde, gazza, Atzel, Hatzel, Ägerste, Algarte, Agelhetsch, Agerist, Schalaster, Schalester, Scholaster, Schulaster, Schagaster, Aglaster, Agelaster, Agerluster, Heste, Heister, Egester, Hutsche, Kekersch, Hetze, Gackerhätzl, Häster, Tratschkattl </em>und <em>Diebsch</em>:  – Nein, das ist kein Dada-Lautgedicht, sondern die Liste der Namen, die man meinen – vom dummen Bauernvolk freilich gehassten und gefürchteten! –  geliebten, aber immer wieder auch ehrfürchtig mystifizierten Freunden gegeben hat. </span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#333399;">D. h., meine persönlichen Freunde heißen eigentlich Baldur der Prächtige, Schlanke-Heidrun und Klein-Frygga, aber ihr gemeinsame Gattungsname ist <em>Pica pica L.</em> – gestatten, ja, genau, die Elster! Als diebisch verschrieen, als geschwätzig diffamiert, des Singvögelchen-Mordes bezichtigt, immer verdächtig des dämonisch-hexerischen Kontakts mit Nachtwesen, Geistern und Todesgöttern, als Hexen-, Pech- oder Galgenvogel denunziert, führt die Elster ein gemobbtes Leben unter Rufmordbedingungen.<br />
Für die germanischen Wikinger war die Elster Botin von Hel, der Herrscherin der Totenwelt. Die Todesgöttin Hel hatte, zum Zeichen, daß sie tot und lebendig zugleich war, eine halb weiße, halb schwarzblaue Haut. Die Elster trägt ihre Farben. Die dummen Christen haben gehetzt, die Elster sei der einzige Vogel, der bei der Kreuzigung Christi kein Klagelied angestimmt habe. Die Mandschuren hingegen verehren die Elter als Nothelfer, die Koreaner schätzen sie als Freund der unter Hindernissen Verliebten, die Chinesen halten sie für einen Glücksboten, der wahlweise Geld oder netten Besuch ankündigt. Bei den Sioux und den Blackfoot-Indianern galt die gewitzte Elster als Geistwesen, Trickster-Menschenfreund und Verbündeter bei der Büffeljagd.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#333399;"><br />
Unter meinem Küchenfenster zum Hof liegt ein Flachdach, das dient mir zur Tafel, hier bin ich der Gastwirt und bereite täglich den Brunch für die Elstern. Es gibt gerösteten Mais, Saatgut, Käsewürfel sowie Hähnchenklein, Innereien und Fleischreste vom Menschentisch. Gutes vom Vortag halt. Hin und wieder ein aufgebrochnes rohes Hühnerei. Elstern, ihrer Eleganz wohl bewußt, verhalten sich beim Speisen ihrer Abendgarderobe angemessen. Knicksend und hüpfelnd danken sie für den gedeckten Tisch, picknicken manierlich, schnäbeln zierlich und schieben bescheiden, aber nicht ohne Grandezza wieder ab, wenn das Kröpfchen gefüllt ist. Wenn sie in blutigem Fleisch gewühlt haben, putzen sie sich hernach voller Noblesse den Schnabel mit Herbstlaub-Servietten. Elstern können übrigens lächeln, ich habe aber noch nicht herausgefunden, wie sie das hinkriegen.<br />
Schlanke-Heidrun komm meistens zuerst und studiert das Angebot. Sie ist vom letzten Jahr und noch ohne großartige Erfahrung. Klein-Frygga folgt schüchtern, futtert aber für zwei; ich schätz, sie ist erst ein paar Monate alt, vielleicht die Tochter. Nur wenn es Fleisch gibt, gerät auch Baldur, das große Männchen, in Rage, vergisst seine Furcht vor Menschen und Aaskrähen und schreitet mit wehenden Frackschößen anerkennend nickend das Bufett ab.  Warum die Elster niederdeutsch auch Scholaster heißt, sieht man an ihm, wenn er mit schräg gelegtem Kopf würdevoll den Inspizienten gibt: Magister Magpie, der Bescheidwisser unter den Vögeln.<br />
Wir kommunizieren miteinander, ganz dem Tao der Höflichkeit hingegeben, durch verstohlene Seitenblicke. Wir tun zumeist so, als bemerkten wir uns nicht. Sie machen das, damit ich nicht denke, ihre Gier wäre größer als ihre Vorsicht. Ich verfahre genauso, damit sie mich nicht für jovial und paternalistisch halten. Baldur und ich sind Parallelgeschöpfe. Wir beide sorgen uns wegen dem Winter, wir denken an den Nestbau, der bald schon beginnen könnte und wir wissen beide, die Balz und alles, demnächst im frühen Jahr, das wird Kraft kosten. </span></p>
<div id="attachment_1823" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://6kraska6.wordpress.com/files/2009/11/sroka_pica_pica_ii.jpg"><img class="size-full wp-image-1823 " title="Sroka_Pica_Pica_II" src="http://6kraska6.wordpress.com/files/2009/11/sroka_pica_pica_ii.jpg" alt="" width="450" height="347" /></a><p class="wp-caption-text">Elegant, intelligent, wunderschön und mit miserablem Ruf: So hab ichs gern! (Foto Quelle: Wikipedia / Author: Skarabeusz)</p></div>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Umgangsformen: K wie Kaugummi]]></title>
<link>http://joannabloeggt.wordpress.com/2009/11/17/umgangsformen-k-wie-kaugummi/</link>
<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 07:17:35 +0000</pubDate>
<dc:creator>jobeere</dc:creator>
<guid>http://joannabloeggt.wordpress.com/2009/11/17/umgangsformen-k-wie-kaugummi/</guid>
<description><![CDATA[Unverständliche und undeutliche Laute, die einem entgegen kommen, seltsam nuschelnd und das Bild ein]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Unverständliche und undeutliche Laute, die einem entgegen kommen, seltsam nuschelnd und das Bild einem Wiederkäuer gleich &#8211; ist Euch bekannt? Ich wette darauf, dass jeder von uns schon mal vor einer solchen Situation stand und sich nicht zu helfen wusste. Beliebte Angriffsziele sind hier die Jugendlichen, die allesamt ja kein Benehmen haben. Ich spreche vom<strong> Kaugummi kauen</strong>.</p>
<p>Es ist ja prinzipiell nichts dagegen einzuwenden, für den guten Atem einen Kaugummi zu kauen. Doch sollte man sich dessen stets bewusst sein, wie dies in einem Gespräch auf den anderen wirken mag. Es ist schlichtweg unhöflich, jemandem derart eine Konversation anzubieten. Deswegen merkt Euch die</p>
<p><span style="color:#993366;">Regel Nr. 11 der Umgangsformen: <strong>K wie Kaugummi</strong>!</span></p>
<p>Ein Pfefferminz-Bonbon tut&#8217;s auch. Und wenn man es doch vergisst: es gibt eine Reihe von Techniken, mit Hilfe derer man den Kaugummi im Mund verstecken kann und damit nicht aneckt.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Trinkt man das Glas leer? | Bitte Kommentar hinterlassen...]]></title>
<link>http://marconellessen.wordpress.com/2009/11/10/trinkt-man-das-glas-leer-bitte-kommentar-hinterlassen/</link>
<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 17:18:59 +0000</pubDate>
<dc:creator>marconellessen</dc:creator>
<guid>http://marconellessen.wordpress.com/2009/11/10/trinkt-man-das-glas-leer-bitte-kommentar-hinterlassen/</guid>
<description><![CDATA[Hallo Zusammen, mit Sicherheit kennen Sie das: Sie bekommen vor oder während einem Gespräch etwas zu]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Hallo Zusammen,</p>
<p>mit Sicherheit kennen Sie das: Sie bekommen vor oder während einem Gespräch etwas zu trinken angeboten. Der Höflichkeit wegen nehmen Sie beispielsweise ein Glas Wasser. Das Gespräch ist nun aber schneller beendet als Sie dachten.</p>
<p>Was tun Sie?</p>
<p><!--more-->a) Pumpen Sie das Glas in einem Zug leer?<br />
b) Lassen Sie den Rest einfach drin?</p>
<p>Auf Ihre Antworten bin ich gespannt.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA["Arm hoch, Mama."]]></title>
<link>http://zwillingsblog.wordpress.com/2009/11/04/arm-hoch-mama/</link>
<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 20:06:21 +0000</pubDate>
<dc:creator>mara</dc:creator>
<guid>http://zwillingsblog.wordpress.com/2009/11/04/arm-hoch-mama/</guid>
<description><![CDATA[Seit einiger Zeit regiert die Höflichkeit bei uns am Tisch. Genauer gesagt, seitdem der kleine Riese]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Seit einiger Zeit regiert die Höflichkeit bei uns am Tisch. Genauer gesagt, seitdem der kleine Riesensohn in den Kindergarten geht. Er sagt jetzt: &#8220;Nein, danke, Papa&#8221; oder auch: &#8220;Ich hätte gerne noch etwas Soße, bitte&#8221;. (Wohlgemerkt, dies ist derselbe Knabe, der in diesem Jahr beim Ohrenarzt war, weil der Kinderarzt sicher gehen wollte, dass er auch hören kann, weil er bei der letzten U-Untersuchung nicht einmal das Wort &#8220;Wauwau&#8221; herausbekam.)</p>
<p>Eine typische Unterhaltung kann unter Umständen folgendermaßen verlaufen:</p>
<p>&#8220;Möchtest du noch etwas Auflauf, kleiner Riesensohn?&#8221;</p>
<p>&#8220;Ja, bitte, gerne.&#8221; &#8220;Bitte sehr, mein Sohn.&#8221;</p>
<p> &#8221;Danke, Papa.&#8221;</p>
<p>&#8220;Bitte, gerne, kleiner Riesensohn.&#8221;</p>
<p>Die Messlatte wird höher &#8230; Verliefen unsere früheren Mahlzeiten (als Frau und Mann noch zu zweit wohnten) eher trollartig:</p>
<p>&#8220;Kann ich ma die Butter habn?&#8221;</p>
<p>&#8220;Wosn der Ketchup?&#8221;</p>
<p>So werden wir jetzt durch die Höflichkeit eines gerade-mal-dreijährigen erneut erzogen. Krass. Aber auch irgendwie gut, finden wir.</p>
<p>Auch auf die Haltung der Finger achten die Kindergartenerzieherinnen. Der kleine Riesensohn hält den Löffel gerne im Regenschirmgriff. Der Kindergarten sieht das anders.</p>
<p>Sohnemann demonstriert das: &#8220;So Kindergarten. Ich wollte nicht. Ich so.&#8221; (Beim letzten Satz zeigt er wieder den Regenschirmgriff)</p>
<p>Heute habe ich im Kindergarten nachgefragt, ob die Damen dort auf die Fingerhaltung achten (wenn ich ehrlich bin, ist es mir schnurzpiepen, wie der Sohn die Finger hält, hauptsache, er isst), und ja, tatsächlich.</p>
<p>Ich frage mit hochgezogenen Augenbrauen nach: &#8220;Bei den <strong>Drei</strong>jährigen?&#8221; &#8220;Nee, da sind wir nicht so streng.&#8221; &#8220;Puh&#8221;, denke ich.</p>
<p>Gestern ein erneutes Hochsetzen der Manierenlatte. Mama (also ich) sitzt wie ein Fragezeichen am Tisch, schiebt sich Hirseauflauf auf die Gabel, der andere Arm schludert auf den Knien, und Sohnemann sagt mit milder Nachsicht: &#8220;Arm hoch, Mama.&#8221;</p>
<p>Ich sehe ihn an und kriege den Mund nicht mehr zu: Formvollendet sitzt der Kleine da, isst mit rechts (Mit dem &#8220;Ich-wollte-nicht-ich-so-Griff&#8221;) und der linke Arm liegt locker neben dem Teller &#8230;</p>
<p>Leicht errötend gebe ich ihm recht: &#8220;Ja, mein Schatz, du hast recht&#8221; und richte mich auf &#8230; Der Ehemann zieht heimlich nach und lacht in sich hinein. Der Arm des Kindergartens ist lang &#8230;</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Erinnerungen an den Sommer oder warum ich den Herbst lieber mag...]]></title>
<link>http://dieuraltemorla.wordpress.com/2009/11/04/erinnerungen-an-den-sommer-oder-warum-ich-den-herbst-lieber-mag/</link>
<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 18:47:38 +0000</pubDate>
<dc:creator>dieuraltemorla</dc:creator>
<guid>http://dieuraltemorla.wordpress.com/2009/11/04/erinnerungen-an-den-sommer-oder-warum-ich-den-herbst-lieber-mag/</guid>
<description><![CDATA[Moin Ihr Lieben, hier eine kleine Erinnerung an vergangene Sommertage und vielleicht hilft dieser Te]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Moin Ihr Lieben,</p>
<p>hier eine kleine Erinnerung an vergangene Sommertage und vielleicht hilft dieser Text, Euch daran zu erinnern, dass der November auch ganz schön ist&#8230; Viel Spaß damit!</p>
<h2><strong><span style="text-decoration:underline;">Frieden finden und andere Unmöglichkeiten&#8230;</span></strong></h2>
<p><strong><span style="text-decoration:underline;"><br />
</span></strong></p>
<p>Heute war wieder einer dieser berühmt berüchtigten Tage.</p>
<p>Man steht viel zu spät auf, womit die Planung und Organisation eines ganzen Tages scheinbar einen langsamen, aber sicheren Tod zwischen zwei sich in Absurdität übertreffenden Träumen gestorben ist.</p>
<p>Man versucht den Mord mit Literweise Kaffee zu perfektionieren- ertränken eines Tages wird allgemein höher bewertet, als ihn einfach zu verschlafen- aber in Ermangelung dieser wunderbaren, legalisierten Droge, sieht man sich gezwungen, eine erneute Planung in Angriff zu nehmen.</p>
<p>Da dies furchtbar anstrengend sein kann, ohne aufputschendes Heißgetränk, bedient man sich einer anderen, nicht minder wirksamen Droge- des Fernsehers.</p>
<p>Dem Gewissen zu liebe, <strong>ZDF info</strong>, <strong>arte</strong> oder so.</p>
<p>Das Wetter ist gut. Sonnenschein, blauer Himmel- bestimmt so um die zwanzig Grad.</p>
<p><strong>Phoenix</strong>.</p>
<p>„Wie kann man bei so einem Wetter nur drinnen hocken?“, spricht eine sehr vertraute Stimme, deren Name nicht genannt wird. Gott, sind die Bäume grün&#8230;</p>
<p><strong>N24</strong>.</p>
<p>Schluss, Aus, Ende! Raus muß der Mensch! Schön mit einem Buch in den Park in die Sonne setzen, mit dem Fahrrad hinfahren, man wollte sowieso was für sich tun.</p>
<p>Und lieber draußen, schön ruhig, den für sonst nix mehr zu gebrauchenden Tag genießen.</p>
<p>Jawoll! Das Glas ist halbvoll, über verschüttete Milch soll man nicht und so weiter und so fort&#8230;.</p>
<p>Bücher werden eingepackt- Bücher, weil man sich nicht entscheiden will- ein Getränk und obligatorisch eine Decke- wenn schon, denn schon.</p>
<p>Das Fahrrad ist demoliert.</p>
<p>Kann man denn nicht darauf vertrauen, dass ein so unschuldiges, harmloses Wesen- etwas arg angerostet und die besten Tage schon hinter sich- in Ruhe gelassen wird?!?</p>
<p>Vermutlich wurde an ihm die Aggression eines ganzen Tages, entstanden in einer Hamburger Fußgängerzone, abreagiert.</p>
<p>In besagter Fußgängerzone neigt man des öfteren zu extremen Mordphantasien, häufig kommt ein Messer darin vor, da man sich in dieser Fußgängerzone, als Fußgänger, obwohl selbst in der offensichtlichen Mehrheit, militanten Kinderwagenschubserinnen und eben auch Kamikaze-Fahrrädern und ihren Piloten ausgeliefert sieht.</p>
<p>Es kann dort durchaus vorkommen, dass man dort, wo jegliches Bedienen eines Zweirades schon allein durch die Dichte der dort umherwandelnden Individuen untersagt ist, von einem Fahrer eines solchen Vehikels, der mit Tempo dreißig und einem modernen Kommunikationsgerät am Ohr sich gezwungen sieht, quietschend vor einem zu halten, auf das Übelste angepöbelt wird, wie man denn da nun so plötzlich stehen könne und ob man denn keine Augen im Kopf habe, während man selbst gerade überprüft, ob auch noch alle Weichteile unversehrt geblieben sind&#8230;.</p>
<p>Ja, vermutlich ist mein armes, altes Fahrrad genau so jemanden ins Auge gefallen und da er nicht den Mumm hatte, sich an dem Fahrradfahrer in der Fußgängerzone abzureagieren, denn so etwas kann Folgen haben, hatte es eben solche für meinen rostigen Drahtesel&#8230;</p>
<p>Egal, selbst ist die Frau,!</p>
<p>Schutzbleche zurückbiegen, Speichen an ihre angestammten Plätze verweisen und den Ständer richten&#8230;hm, der is wohl hin&#8230; aber was solls, wer brauch schon nen Ständer, wird sowieso überschätzt <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  &#8230;</p>
<p>Auf, auf zu neuen Taten, aufgesprungen und losgeradelt zu neuen Horizonten, das Leben wartet in all seiner Pracht, die Welt ist mein!</p>
<p>Der Park ist voll!</p>
<p>Wieso gibt es unter der Woche so viele Menschen, die Zeit haben, sich in den Park zu begeben?!? In den ureigenen Park, in dem zu dieser Uhrzeit sonst nie jemand verweilt, mal abgesehen von den schon längst restlos vergammelten Grabbewohnern (der Park ist eigentlich ein alter Friedhof) &#8211; wo Tote Ruhe finden, sollten die Lebenden es wohl auch&#8230;</p>
<p>Die Arbeitslosenzahlen sind definitiv ein Produkt von Wunschdenken, die Realität sehe ich hier und versuche trotzdem einen Platz zu finden, an dem ich Ruhe und Geborgenheit finde und nicht gezwungen bin, auf irgendwelche nackten Körperteile zu schauen geschweige denn, selbst Opfer abschätzender Blicke zu werden&#8230;</p>
<p>Ich biege nun das fünfte Mal in einen kleinen Weg ein, ziemlich entkräftet und abwägend, ob das Fernsehprogramm  nicht doch unterhaltsamer sein könnte, da sehe ich es&#8230;</p>
<p>Eine Gruft!</p>
<p>Gelobt sei der Herr oder was auch immer, vor allem aber das Prestige-Denken des Toten, „Mein Grab ist größer als Deins“, denn hier, in dieser exklusiven Lage im Schatten von uralten Bäumen, die eine kleine sonnenbestrahlte Lichtung einrahmen neben der genannten Gruft, hier eingerahmt von Hecken, will ich meine Zelte aufschlagen und ewig verweilen&#8230;na ja, vielleicht nicht ganz so ewig wie der Kollege hier in der Gruft, aber doch wenigstens ebenso ungestört&#8230;hm&#8230;Pflichtbewusst und um Ahnenkult wissend, entschuldige ich mich bei der Leiche, bitte um Verständnis und breite meine Decke neben der Gruft aus.</p>
<p>Häuslich eingerichtet, das Buch schon an der richtigen Stelle aufgeklappt, euphorisch den kommenden Stunden entgegen blickend, proste ich dem Toten noch mal zu, bedanke mich für den hübschen Platz und die herrliche Ruhe und flapse ihm noch ein : „Haste auch mal Gesellschaft, haha!“ entgegen, bringe mich in die richtige Lese-und Sonnenposition, da folgt die Rache der Gruft&#8230;</p>
<p>Zwei schnatternde, weibliche Wesen haben mich und den Platz entdeckt&#8230;und leider auch das Stückchen freie Wiese, dass ich aus Respekt vor dem Toten frei gelassen habe. Totenkult ist nur bedingt  lebensbejahend und praktisch&#8230;</p>
<p>Ich versuche möglichst unbeteiligt und in meine Lektüre vertieft zu erscheinen, in der Hoffnung, die Damen würden aus Höflichkeit mir meine Ruhe gönnen, aber wir sind in Hamburg und bei gutem Wetter ist hier jeder Flecken Grün so umkämpft wie einst die Beute Störtebekers, jegliche Höflichkeit wird zu Gunsten des Profits an den Nagel gehängt und so fragt mich eine dieser typischen, rosa-orangefarbene Studentinnen in einer viel zu hohen, zuckersüßen Quietschestimme, ob sie sich zu mir gesellen dürften. Da ich keine Lust habe, mir den Tag auch noch mit falscher Freundlichkeit zu vermiesen, sage ich ihnen höchst diplomatisch, dass ich es ihnen ja schwer untersagen könne.</p>
<p>Jeder nur annähernd mit Menschenverstand und Taktgefühl gesegnete Zweibeiner, würde aufgrund der Formulierung und Tonlage wissen, dass seine Anwesenheit mehr als unerwünscht ist, aber wir sprechen hier von bonbonfarbenen Zweitsemester-Studentinnen, die in ihrer herrlichen „Wir-sind -doch-ach-so lieb-und-alle-beste-Freundinnen“-Welt noch nie was von Taktgefühl mitbekommen haben.</p>
<p>So breiten die Damen ihre Decke doch bedrohlich nahe auf dem übrig gebliebenem Stückchen Grün aus und ich versuche meine Tränen der Enttäuschung zu unterdrücken und hoffe, dass jeden Moment eine faulige Hand aus den Tiefen der Erde emporragt und sich eine oder gerne auch beide Damen greift und mit theatralischer Stimme verkündet, dass sie aufgrund ihres respektlosen Verhaltens nun in ewiger Verdammnis mit in der Gruft hausen müssen&#8230;</p>
<p>Nichts dererlei  Wünschenswertes geschieht&#8230;</p>
<p>Klar, so´ n Geist ist schließlich nicht blöde, der weiß was Ewigkeit heißt und so lässt er mir freundlicherweise die Gesellschaft der beiden zuckersüßen, quietschende Damen.</p>
<p>Scheißkerl!</p>
<p>Räucherstäbchen!!! Sie haben doch tatsächlich Räucherstäbchen ausgepackt und nein, sie wollen sich nicht nur einfach die neusten Sorten der verbrennbaren Chemiebombe präsentieren, nein, sie zünden die Stäbchen auch an&#8230;</p>
<p>Läßt sich das Rauchverbot auch auf Räucherstäbchen im Freien übertragen?</p>
<p>Eine böse Vorahnung beschleicht mich und ihre Bestätigung lässt auch nicht lange auf sich warten&#8230;</p>
<p>„ also, P. ist da ja ganz anders&#8230;der hat letztens so gegrunzt, da habe ich mir dann doch F. gelobt, der wusste, wie man´s richtig macht&#8230;.“ „ Gegrunzt?!? Hihihi&#8230;ich kenn solche Geräusche nur wenn man so&#8230;, ne, dann kann das schon mal passieren. Aber ich hatte mal einen, der konnte nicht, der war immer so schlaff&#8230;“</p>
<p>Noch Fragen?</p>
<p>Über das Taktgefühl von Studentinnen im Allgemeinen habe ich mich ja schon ausgelassen, aber was ist mit Würde, Stolz oder einfach nur Scham?</p>
<p>Nie im Traume, in diesem Fall Albtraum, würde ich auf die Idee kommen, in unmittelbarer Nähe eines Fremden über meine Sexualpraktiken, Tamponvorlieben oder nicht vorhandene Genitalwarzen zu sprechen, denke auch, dass man solches sogar gänzlich unterlassen sollte, manches muß man einfach mit sich selbst ausmachen&#8230;</p>
<p>Ich will nicht wissen, wer, wem es wie besorgt hat oder welche Farbe die Socken meines Deckennachbars haben und was er damit sonst so tut. Ich will auch nicht wissen, wer jetzt mit wem , wie zugange war und was derjenige auf der letzten Party ausgekotzt hat. Nein, nein, dass will ich einfach nicht!!!</p>
<p>Nichts desto trotz kenne auch ich das uralte Freundinnen-Ritual, solcherlei Dinge zu teilen, aber dann doch in äußerst privaten Rahmen, bitte. Und mit Vorbereitung..und überhaupt&#8230;</p>
<p>Man könnte nun der Meinung sein, dass die Reaktion der Damen, nämlich sich ganz vertraut zu fühlen, ein Kompliment an meine Tarnung der Gleichgültigkeit darstellt, aber ich vermute darin die äußert effektive Taktik, sich die Alleinherrschaft über eine grüne Lichtung in einem zu übervollen Park zu sichern, auch wenn mir diese Unterstellung widerstrebt, denn soviel Intelligenz kann ich aufgrund des Sprachinhaltes des Gespräches den Damen nur schwer zugestehen&#8230;</p>
<p>Aber meine Damen, ich habe mir diesen Platz hart erkämpft,  habe den Pakt mit dem Reich der Toten geschlossen und verfüge über viel subtilere Mittel der psychologischen Kriegsführung als ihr jemals in euer beschränktes Köpfchen hineinbekommen werdet&#8230;</p>
<p>Also wende ich mich wieder meiner Lektüre zu mit einem suffisanten Lächeln, denn ich erfreue mich ganz ungehemmt an den verschiedenen, sehr bildhaft ausgeschmückten Mordphantasien und bemerke, dass meine Gruftnachbarinnen dies durchaus notieren. Unsicherheit über die Ursache meines Amusements macht sich breit, so scheint es jedenfalls, dank der ins Stocken geratenen Unterhaltung.</p>
<p>Ich blicke auf, trinke einen Schluck, blicke etwas verachtend lächelnd herüber und nun scheint kein Zweifel, auch bei den recht einfältigen Geschöpfen, dass ich durchaus ihrem Gesprächsstoff folgen kann und ihn missbillige.</p>
<p>Die Damen fühlen sich tatsächlich durch meine Anwesenheit gestört, ich zwinkere dem Kollegen im Grabe zu, auch ein zweites Räucherstäbchen mag mich nicht hinfort räuchern und so erstakt das sinnlose quietschende Geplänkel der Studentinnen und ein seeliges Schweigen macht sich breit.</p>
<p>Einfältige Geschöpfe ertragen den Zustand nicht, nur noch ihrem Blechtrommel spielenden Schimpansen im Schädel hören und sehen zu können und so ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich die Damen verdünnisieren und ich endlich wieder diesen Platz mein eigen nennen kann.</p>
<p>Es ist kalt.</p>
<p>Vor lauter Ehrgeiz und Trotz habe ich keine Notiz davon genommen, dass die Erde sich inzwischen weitergedreht hat und so sitze ich da, in meinem erkämpften Territorium und beschließe, morgen, egal wie schön dieses verdammte Wetter auch sein möge, das Haus nicht zu verlassen, in meinen vier Wänden zu verweilen und mich von drinnen an dem heißen Sommer zu erfreuen, ohne nervige Menschen mit minderem Stroh im Kopp, nur mit mir und der Vorfreude auf den Herbst, denn dann wird der Park nur noch mir gehören, mir  ganz allein&#8230;</p>
<p>Ich verabschiede mich von meinem Gastgeber, der die Ewigkeit besser kennt als jeder Lebende es erahnen mag und ich kann nicht umhin, ein leises Kichern aus der Gruft zu vernehmen&#8230;</p>
<p>Recht hat er&#8230;</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Manipulative Charaktere – fünf, Der Charismatiker]]></title>
<link>http://freiheitundoptimismus.wordpress.com/2009/11/04/manipulative-charaktere-%e2%80%93-funf-der-charismatiker/</link>
<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 22:41:06 +0000</pubDate>
<dc:creator>Robert Michel</dc:creator>
<guid>http://freiheitundoptimismus.wordpress.com/2009/11/04/manipulative-charaktere-%e2%80%93-funf-der-charismatiker/</guid>
<description><![CDATA[Der Charismatiker ist die Mutter aller manipulativen Persönlichkeiten. Eine Person hat Charisma, wen]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="text-align:left;">Der Charismatiker ist die Mutter aller manipulativen Persönlichkeiten. Eine Person hat Charisma, wenn sie durch ihre Ausstrahlung viele Menschen für sich gewinnt. Dies gelingt ihr und darin liegt das Manipulative, indem sie das Gefühl weckt ihr gehorchen zu müssen. Es gehört wohl zu unserem biologischen Erbe, dass zu der Bandbreite möglicher Empfindungen auch ein solches Gefühl gehört. Aus einer evolutionären Perspektive macht es durchaus Sinn, dass es einen Mechanismus gibt, der dafür sorgt, dass  wir in der Kindheit unseren Eltern gehorchen oder dass eine Gruppe von Menschen schnell handeln kann, weil klar ist wer das Sagen hat. Wahrscheinlich werden die meisten Leser diesen Impuls zu Gehorchen kennen.</p>
<p style="text-align:left;">Wenn es einen Impuls zu Gehorchen gibt, muss es auch etwas geben, das ihn auslöst. Dieses etwas ist die Persönlichkeit des Charismatikers oder besser die Art wie der Charismatiker auf andere wirkt. Meines Erachtens sind es folgende drei Eigenschaften die wenn sie zusammen auftreten den Impuls zu Gehorchen auslösen: Ein Charismatiker muss wohlwollend erscheinen, als kompetent wirken und autoritär sein. Als autoritär bezeichne ich jemanden, dessen Missfallen andere vermeiden wollen. Das erreicht der Charismatiker indem er jedes Mal, wenn jemand gegen seine Wünsche handelt, eine sofortige und starke Reaktion zeigt. In diesem Sinne sind Zicken autoritär. Anders als bei einer Zicke wird das autoritäre Verhalten des Charismatikers als positiv wahrgenommen, weil es von Wohlwollen und Kompetenz flankiert wird.</p>
<p style="text-align:left;">Es gibt eine Charakter in „Pulp Fiction“ der recht gut veranschaulicht, was ich mir unter einen Charismatiker vorstelle, Winson Wolf, der Cleaner der den Auftragsmördern Jules und Vincent dabei hilft, eine ungeplante Leiche (Marvin) zu beseitigen. Winson Wolf gelinkt es schnell eine klare Rolleneinteilung zu etablieren, er bestimmt und die anderen gehorchen.  Während Jules und sein Freund, dem das Haus gehört in dem die Scene spielt, sich Wolf freiwillig unterordnen, leistet Vincent zunächst Widerstand. Er besteht darauf, dass Wolf zu ihm bitte sagt und ist andernfalls nicht bereit ihm Folge zu leisten. Wolf kann nicht sofort Vincents Forderung nachkommen, da das seine Autorität untergraben würde. Er macht also erst viele Worte um darzustellen warum Vincents Bestehen auf ein „Bitte“ deplatziert ist, um ihm dann in leicht übertriebener Form nachzukommen. Diese nicht-aggressive Weise ist typisch dafür wie Charismatiker mit solchen Situationen umgehen.</p>
<p style="text-align:left;">Das Wesen eine Charismatikers bringt es mit sich einen positiven Eindruck zu hinterlassen. Tatsächlich kann jedoch die Kombination von Charaktereigenschaften, die einem Charisma verleiht, eine gefährliche Mischung sein. Kompetent erscheinen heißt zunächst, keine Selbstzweifel zu haben; autoritär zu sein, keinen Willen neben sich zu dulden. Wer schon einmal mit einem Charismatiker zusammen arbeiten musste weiß, dass das ein zweifelhaftes Vergnügen ist. Einerseits kann ein Charismatiker tatsächlich viel bewegen, sie bringen viel Energie und Initiative mit, andererseits ist es extrem schwer solche Menschen dazu zu veranlassen Kurskorrekturen vorzunehmen.</p>
<p style="text-align:left;">Wenn sich ein Charismatiker und die ihm hörigen Personen von der Außenwelt isolieren kann das eine extrem gefährliche Dynamik auslösen. Dem Charismatiker fehlt die Korrektur durch einen Widerspruch und beginnt seinen Willen mit der Realität zu verwechseln. Schließlich versucht er sich zur ultimativen Autorität aufzuschwingen, dem Herr über Leben und Tod. Die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/%C5%8Cmu_Shinriky%C5%8D">Omu-Sekte </a> trug das Bedürfnis Tode zu veranlassen nach außen, bei den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sonnentempler">Sonnentempler</a> waren die eigenen Sektenmitglieder die Opfer.</p>
<p style="text-align:left;">Für die konservative Weltanschauung haben Charismatiker eine besondere Bedeutung. Zu der konservativen Überzeugung gehört der Glaube, dass gewöhnliche Menschen Ordnungen brauchen, um ihr Leben zu bewältigen, die sie selbst nicht schaffen können. Quellen für die Ordnungen sind zum einen die Tradition oder in manchen Spielarten des Konservativismus Führungspersönlichkeiten, die natürliche Elite und seltener die Stifter der Ordnungen. Es sei daran erinnert das der ideale Patriarch die Eigenschaften des Charismatikers verkörpert: Wohlwollen, Autorität und Kompetenz. Geht man über die konservative Anschauung hinaus trifft man auf den Standpunkt, dass die Unterordnung unter eine wohlwollende, autoritäre und kompetente Macht ein Ordnungsprinzip ist, das die gesamte Gesellschaft durchdringen soll. Am deutlichsten wird das wahrscheinlich bei der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Konservative_Revolution">konservativen Revolution</a> in den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts.</p>
<p style="text-align:left;">Gegen diese Vorstellung stehen einige Einwende: Erstens kann man erst dann beurteilen, ob eine Macht wirklich wohlwollend und kompetent ist, wenn man ihrer Führung nicht mehr bedarf. Auch die Mitglider der Omu-Sekte und der Sonnentempler wahren der Meinung, dass ihre Anführer wohlwollend und kompetent waren. Ein Charismatiker kann einem weder das eigene Denken noch eine eigene Entwicklung abnehmen. Dazu kommt das die Eigenschaften des Charismatikers entgegen dem Anschein nicht mit geistiger und moralischer Reife korrelieren müssen. Zweitens und bedeutender ist, dass das Führerprinzip auch in einer kleinen Gruppe eine Anmaßung von Wissen bedeutet. Was eine Führungspersönlichkeit als gut erkannt hat, muss für die Situation eines Hörigen nicht angemessen sein.</p>
<p style="text-align:left;">Wenn der Impuls zu Gehorchen in uns verankert ist, ist man dann einem Charismatiker nicht hilflos ausgeliefert? Zum Glück nicht, denn alle Instinkte des Menschen sind in einem Ausmaß verkümmert, das es erlaubt sich über solche Impulse hinweg zu setzten und sie mit geringem Aufwand zu verdrängen. Auch das ist aus evolutionärer Sicht plausibel, Männer mit den Eigenschaften eines Charismatikers sind für Frauen sexy (auf ihre besondere Weise auch Frauen für Männer). Daher ist es sinnvoll, dass man dem Impuls zu Gehorchen widerstehen kann, um selbst diese Eigenschaften auszubilden. Man kann wegen der Tatsache, dass Parteien mit Charismatikern an der Spitzte überproportional häufig von Frauen gewählt werden, spekulieren, dass solche Impulse bei Männern stärker verkümmert sind als bei Frauen. Das dürfte mit ein Grund dafür sein, dass Männer als rationaler als Frauen gelten.</p>
<p style="text-align:left;">Noch ein Zweites hilft das die Gesellschaft nicht in von vereinzelten Charismatikern geführte Gruppen zerfällt, gute Umgangsformen. Höflichkeit und die mit ihr verbundenen Tugenden wie Bescheidenheit und das Zurückstellen der eigenen Bedürfnisse verhindert, dass sich die Eigenschaften des Charismatikers entfalten können und das mit bewundernswerter Präzision. Durch Höflichkeit wird vermieden, dass ein Charismatiker sein Missfallen gegenüber abweichendem Verhalten zum Ausdruckbringen kann. Ein Charismatiker kann demgemäß niemals höflich sein. Daher ist es im „Pulp Fiction“-Beispiel sehr treffend, dass sich Vincents Widerstand an der Bitte nach Höflichkeit festmacht. Damit der Mangel an Höflichkeit nicht zu negativen Reaktionen führt, ist es üblich das Charismatiker mit ihrem besonderen Stil oder durch das Erwecken von Sympathie den Mangel überspielen.</p>
<p style="text-align:left;">In einer Gesellschaft in der der Impuls zur Unterordnung nicht durch gute Umgangsformen gemildert wäre, wurde es unweigerlich zu Spannungen zwischen verschiedenen Charismatikern und ihren Anhängern kommen. Sollten die hier dargestellten Spekulationen zutreffen, dann ist Höflichkeit eine Spontane Ordnung um mit diesem Problem, das in unserem biologischem Erbe verankert ist, fertig zu werden. Die Höflichkeit ermöglicht dem Einzelnen ein größeres Maß an Unabhängigkeit,  ich halte sie daher für eine zutiefst liberale Tugend.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Pantoffelhelden]]></title>
<link>http://neuesausgumtow.wordpress.com/2009/10/27/pantoffelhelden/</link>
<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 21:40:57 +0000</pubDate>
<dc:creator>Renate</dc:creator>
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<description><![CDATA[Hallo, meine lieben Freunde! &nbsp; Ich habe euch ja schon mal berichtet, dass es hier im Osten morg]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Hallo, meine lieben Freunde!</p>
<p>&#160;</p>
<p>Ich habe euch ja schon mal berichtet, dass es hier im Osten morgens früher hell und abends eher dunkel wird als im Westen. Das hat zur Folge, dass sich ganze Tagesabläufe und Gewohnheiten zeitiger in den Vormittag verlagern.</p>
<p>Die Besuchszeit bei Geburtstagen oder Jubiläen ist doch eigentlich 11 Uhr, aber hier in Brandenburg geht das schon um 10 los. Hier sagt man auch schon um 11 Uhr  „Guten Tag“  (sprich:  „Tach-chen“) und nicht erst um 12. Ihr seht, so eine bedauernswerte Westfrau muss viel lernen.</p>
<p>&#160;</p>
<p>Weiter muss ich mal wieder ein Loblied auf meine Brandenburger singen: Wenn sie ein Haus betreten, ziehen sie auf der Stelle ihre Schuhe aus. Ich weiß, dass das früher auch in Westfalen üblich war, aber seitdem alles versiegelt und zugepflastert ist, ist diese alte Höflichkeit den Hausfrauen gegenüber in Vergessenheit geraten. Die Brandenburger ziehen ganz automatisch, ohne nachzudenken, ihre Schuhe aus. Bei dem Sandboden hier ist das angebracht, sonst knirscht es ganz schnell im Haus!</p>
<p>Es gibt aber auch in jedem Haus Hausschuhe (Puschen, Schlappen, Schluffen ..) für Gäste. Und in meinem Flur sieht es bei Besuchen aus wie in einem Schuhladen, so viele Paare ausgezogener Schuhe stehen dann ´rum.</p>
<p>&#160;</p>
<p>Ich habe mich so sehr daran gewöhnt, dass ich bei meinem letzten Besuch in Elspe meinen Freund Gerald, der aus dem Wald (!) kam und sein frisch gewischtes Haus betreten wollte, laut zugerufen habe: „Halt, Schuhe ausziehen!“ Er war sehr erstaunt und hat sich wahrscheinlich gedacht, was geht das die Alte an, wie ich mein Haus betrete, aber er hat sich die Schuhe ausgezogen und beließ es beim Kopfschütteln.</p>
<p>Haltet also Hausschuhe bereit, das spart Arbeit!</p>
<p>In diesem Sinne alles Liebe, eure Renate</p>
<p>&#160;</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Umgangsformen: H wie Handy]]></title>
<link>http://joannabloeggt.wordpress.com/2009/10/25/umgangsformen-h-wie-handy/</link>
<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 08:57:41 +0000</pubDate>
<dc:creator>jobeere</dc:creator>
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<description><![CDATA[Immer und überall sind wir in Begleitung unserer Handys oder anderer portabler Telefone (vor allem i]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Immer und überall sind wir in Begleitung unserer Handys oder anderer portabler Telefone (vor allem im Büro). Das ist auch gut so, denn wir wollen ja auch zu jeder Zeit erreichbar sein. Doch auch hier gibt es Umgangsformen, an die man sich halten kann. Zum Beispiel, nicht am Telefon sprechend in ein Büro treten und dann dort, wo die Büro&#8221;insassen&#8221; womöglich auch telefonieren oder gar einen Kunden oder Mitarbeiter im Büro stehen haben, zehn Minuten weiter telefonieren! Hier muss ich ganz klar sagen: bitte draußen bleiben und erst den Raum betreten, wenn das Telefonat beendet ist!<br />
Eine schöne Situation auch in diversen öffentlichen Verkehrsmitteln: Das Handy klingelt so laut, dass man es im Nebenbus leuten hört und der Handy-Inhaber selbst führt sein Gespräch als wäre er der einzige Mensch weit und breit. Das ist störend und nicht besonders respektvoll gegenüber seinen Mitmenschen.</p>
<p>Drum merken wir und die <span style="color:#993366;">Regel Nr. 8 der Umgangsformen: <strong>H wie Handy</strong></span>.</p>
<p>- Klingelton in geschlossenen Räumen etwas leiser stellen<br />
- Telefonat dezent führen<br />
- Nicht im Büro von anderen seine Gespräche führen</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Freundlichkeit kostet: NICHTS]]></title>
<link>http://traugotts.wordpress.com/2009/10/19/freundlichkeit-kostet-nichts/</link>
<pubDate>Mon, 19 Oct 2009 16:44:33 +0000</pubDate>
<dc:creator>traugotts</dc:creator>
<guid>http://traugotts.wordpress.com/2009/10/19/freundlichkeit-kostet-nichts/</guid>
<description><![CDATA[Ich war heute im Supermarkt einkaufen. Eine sehr alltägliche Begebenheit. Leider ist es nicht mehr s]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Ich war heute im Supermarkt einkaufen. Eine sehr alltägliche Begebenheit. Leider ist es nicht mehr so, dass diese Tätigkeit des normalen Lebens bei allen Leuten ganz normale Reflexe hervorruft. Ein bisschen Höflichkeit ist doch eigentlich immer wichtig und zeigt auch, dass man selber vielleicht Respekt vor seinen Mitmenschen hat.<br />
Mir sind zwei Dinge passiert. Zu einem hatte eine alte Frau anscheinend ihre Brille nicht dabei. Sie suchte in den Regalen mit den Instant Suppen nach einer ganz bestimmten und mussten immer sehr dicht an das Regal mit den vielen Bolognese, Hackbraten, Lauch-Käse, Frühlings- und Rindersuppen sehr nah herantreten. Und da ist auch nicht mehr so groß war, dauerte es ziemlich lange. Ich bin dann hin gegangen und habe Sie gefragt, ob Sie eine bestimmt Suppe suchte oder einfach mal schauen wollte. Ihre Antwort war, dass Sie eher Brühe suchte. Die befand sich ganz unten im Regal. Keine Chance für eine alte Frau sie jemals dort zu finden. Natürlich habe ich Ihr dann eine gereicht. Macht man doch!<br />
Die zweite Begebenheit fand an der Supermarktkasse statt. Jeder packt da gedankenlos seine Dinge des alltäglichen Lebens darauf – ohne wenigstens für eine Minute mal darüber nachzudenken wie die Kassiererin überhaupt hochheben soll, um den Barcode zu scannen. Ich bin da immer gerne behilflich. Das gehört sich doch so. Außerdem wünsche ich immer der Kassiererin einen „Guten Tag“. Das ist für mich wahrliche „Alltäglichkeit“. </p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Menschliche Umgangsformen]]></title>
<link>http://immerweiter.wordpress.com/2009/10/18/menschliche-umgangsformengangs/</link>
<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 17:47:01 +0000</pubDate>
<dc:creator>immerweiter</dc:creator>
<guid>http://immerweiter.wordpress.com/2009/10/18/menschliche-umgangsformengangs/</guid>
<description><![CDATA[Hm, also, ich habe einen Pflegedienst gebucht, der mich morgens und abends in Form einer weiblichen ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Hm, also, ich habe einen Pflegedienst gebucht, der mich morgens und abends in Form einer weiblichen Mitarbeiterin besucht.<br />
Manchmal bin ich allein, manchmal sind wir zu zweit.<br />
Die jeweilige Pflegetante, die sehr oft wechselt,  ist in der Regel ausnahmslos sehr sehr höflich und freundlich und begrüßt uns beide eventuell mit Handschlag, wenn wir denn zu zweit sind uns beide.<br />
Und bekanntermaßen ist doch keine Regel ohne Ausnahme.</p>
<p>Eine der Damen nämlich, sie hat schon gleich mal einen interessanten Namen &#8211; unter Berücksichtigung des Datenschutzes nennen wir sie mal, etwa auf bayrisch Juanita Oberhuber-Hintermaier.<br />
Also sie, Juanita, ist firm und weiß in pflegerischer Hinsicht genau was sie tut, weiß viel und es vor allem gerne besser und gerne auch belehrend.<br />
Und, sie, Juanita kommt rein und handelt und verschwendet keinerlei Aufmerksamkeit oder Höflichkeit auf uns zwei Menschchen, maximal auf mich als Auftraggeberin der Pflege, aber meine Freundin schaut sie, auf schwäbisch gesprochen, mit dem A.. nicht an.</p>
<p>Ist nicht sehr nett, oder ?</p>
<p>Nun, um den Umgang zu ändern, ohne sie direkt drauf anzusprechen, ohne sie &#8220;anzugreifen&#8221;, weil sie sicher einen Grund dafür hat, so zu sein, und außerdem ihr Bestes gibt, plante ich, ihre eine goldene Brücke zu bauen. Habe aber meine Planungen nicht bis ins Unendliche fortgesetzt und dann geschah folgendes:</p>
<p>Sie kommt abends, wir sind zu zweit.<br />
Sobald ich sie sehe, will mein Plan sich umsetzen, und es schießt aus mir raus:<br />
&#8220;Frau Oberhuber-Hintermaier, darf ich Ihnen meine Freundin vorstellen, das ist die Frau Tante, Frau Tante, das ist die Frau Oberhuber-Hintermaier.&#8221;<br />
Juanita ist sehr überrascht, schaut und sagt: &#8220;Wieso ? Ich kenne sie doch.&#8221;</p>
<p>Und ich, die ich DAMIT NICHT gerechnet hatte und hätte, war sprachlos. Klar, ich hätte sagen können: wieso grüßen Sie sie dann nicht ? Aber, damit hätte ich ja wieder gekämpft und außerdem fiel es mir nicht ein, ich war geschockt. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Aber, gut. Sie ging dann wieder und im besten Fall wundert sie sich über mich, über die Aussage, oder über was auch immer und denkt vielleicht drüber nach. Vielleicht spielt das Leben für mich und sie fragt sich warum? Oder mich ?</p>
<p>Ich werde es erleben. Beim nächsten Mal.<br />
Eventuell auch nichts. Entweder ändert es sich, oder es bleibt, wie es ist.</p>
<p>Jedenfalls habe ich etwas unternommen. Ob es effektiv war, stellt sich noch raus.<br />
Ein Experiment mit Menschen unter Berücksichtigung meiner eigenen Verantwortung für die Situation.<br />
Ein Versuch sie zu einem anderen Verhalten zu bringen, indem ich an mir etwas ändere.</p>
<p>To be continued&#8230;</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Welchen Teil vom Nein hat man nicht verstanden]]></title>
<link>http://lebenwoanders.com/2009/10/18/welchen-teil-vom-nein-hat-man-nicht-verstanden/</link>
<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 10:09:24 +0000</pubDate>
<dc:creator>Madam OZ</dc:creator>
<guid>http://lebenwoanders.com/2009/10/18/welchen-teil-vom-nein-hat-man-nicht-verstanden/</guid>
<description><![CDATA[und warum hab ich Stunden später ein leicht schlechtes Gewissen? Gut, zugegeben, nur kurz, aber imme]]></description>
<content:encoded><![CDATA[und warum hab ich Stunden später ein leicht schlechtes Gewissen? Gut, zugegeben, nur kurz, aber imme]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Eigentlich ganz (einfach) traurig...]]></title>
<link>http://wortman.wordpress.com/2009/09/30/eigentlich-ganz-einfach-traurig/</link>
<pubDate>Wed, 30 Sep 2009 07:22:33 +0000</pubDate>
<dc:creator>Wortman</dc:creator>
<guid>http://wortman.wordpress.com/2009/09/30/eigentlich-ganz-einfach-traurig/</guid>
<description><![CDATA[&#8230;ist dieses Schild, welches in der Hauptschule hängt, in der letztes Wochenende das Wahllokal ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>&#8230;ist dieses Schild, welches in der Hauptschule hängt, in der letztes Wochenende das Wahllokal war.</p>
<p><img class="alignnone" src="http://www.siltry.de/fotos/traurig.jpg" alt="" width="529" height="393" /></p>
<p>Wo sind wir hin gekommen? Das mal, mit oder ohne Absicht, Schulsachen vergessen werden, da waren wir früher auch nicht viel besser, aber das mit dem Grüßen finde ich schon sehr traurig.</p>
<p>Wieder ein Beweis, dass die Grundzüge von <em>Anstand</em> und <em>Höflichkeit</em> in der Jugend anscheinend immer weniger Platz finden&#8230;</p>
<p>Bild: T.R. aka Wortman</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Leider ohne Anrede]]></title>
<link>http://dina4liniertmitrand.wordpress.com/2009/09/16/leider-ohne-anrede/</link>
<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 14:25:38 +0000</pubDate>
<dc:creator>Miki</dc:creator>
<guid>http://dina4liniertmitrand.wordpress.com/2009/09/16/leider-ohne-anrede/</guid>
<description><![CDATA[Bin ich eigentlich altmodisch, wenn ich erwarte, dass gewisse E-Mails Worte wie &#8220;Guten Tag]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Bin ich eigentlich altmodisch, wenn ich erwarte, dass gewisse E-Mails Worte wie &#8220;Guten Tag&#8221; (wahlweise auch: Hallo, Sehr geehrte,&#8230;) und &#8220;Mit freundlichen Grüßen&#8221; (meinetwegen auch nur Grüße) enthalten?</p>
<p>Vor allem dann, wenn ich seit etwa einer Woche auf diese Mail warte und zwischenzeitlich schon <span style="text-decoration:line-through;">ziemlich angepisst</span> freundlich angedeutet habe, dass ich ohne Antwort den geäußerten Wunsch nicht bearbeiten kann?</p>
<p>Und weils gerade so schön passt, hier noch der Hinweis an die Menschheit:</p>
<p>Wenn ich eine Mail mit &#8220;Priorität hoch&#8221; verschicke, dann ist eine Antwort drei Arbeitstage später reichlich spät!</p>
<p>So, jetzt geht&#8217;s mir besser <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Mit freundlichen Grüßen<br />
Miki</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Geburtstagsfeier - bizarr]]></title>
<link>http://dontblog.wordpress.com/2009/09/15/geburtstagsfeier-bizarr/</link>
<pubDate>Tue, 15 Sep 2009 03:30:23 +0000</pubDate>
<dc:creator>dontblog</dc:creator>
<guid>http://dontblog.wordpress.com/2009/09/15/geburtstagsfeier-bizarr/</guid>
<description><![CDATA[Der beste Verlobte und ich waren letzte Woche zu einem Geburtstag bei einer Bekannten eingeladen, mi]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="text-align:justify;">Der beste Verlobte und ich waren letzte Woche zu einem Geburtstag bei einer Bekannten eingeladen, mit der ich mich seit Jahren schwer tue. Die Dame und ich haben nichts gemeinsam, ich halte sie für oberflächlich und unspannend und sie kann mich wohl ebensowenig leiden. Aber was tut man nicht alles, um ein wenig höflich und nett zu sein. Man fährt nach Weißensee um dort ein paar sehr unentspannte Stunden zu verbringen. Ich habe mich selten so gelangweilt. Mal abgesehen davon, dass es nichts, aber auch wirklich gar nichts (trockene Brötchen zählen nicht) Vegetarisches gab. Ungefähr 20 Gäste waren ebenso langweilig wie die Gastgeberin, die allen stolz ihren Babybauch präsentierte und mit dem gekauften Reihenhaus in Hintertupfingen angab. Außerdem freut sie sich schon, nicht mehr arbeiten zu müssen. Jepp, genau meine Linie. Den Mann für sich arbeiten lassen! Hallo Alice, wo sind Sie, wenn man sie braucht???</p>
<p style="text-align:justify;">Jeglicher Versuch Small Talk mit den anderen zu betrieben erwies sich als absolut zwecklos, da selbst Menschen, die ich über ihr Hobby ausfragte nicht in der Lage waren, mehr als &#8220;Nee, das macht voll Spaß!&#8221; oder ähnlich informative Plattitüden von sich zu geben. Also wenn man nicht mal über seine Lieblingsbeschäftigung ein zwei Sätze sagen kann, worüber soll man sich dann unterhalten? Diese Party war auch wirklich die absolut erste in meinem Leben, auf der ich kein einziges Mal etwas gefragt wurde. Weder ein &#8220;Und, was machst Du so?&#8221;, noch ein &#8220;Woher kennst Du XY?&#8221;. Jeder erzählte nur von sich, weshalb alle Unterhaltungen immer recht schnell im Sand verliefen, nicht nur die, an denen der beste Verlobte und ich uns beteiligen wollten. Insgesamt ein kommunikativer Abend. Die Nummer mit den Fotos (mein Auto, mein Haus, &#8230;) kam dann auch noch in Form des im Internet produzierten Hochzeitsfotobuchs. Liebevoller kann man den schönsten Tag im Leben wohl nicht präsentieren&#8230;</p>
<p style="text-align:justify;">Ich war wirklich froh, dass wir danach noch zu einer anderen Geburtstagsfeier durften. Die war wirklich nett und unterhaltsam. Und ich wurde ein Haufen Zeug gefragt, meine Fragen wurden beantwortet, sozusagen richtige Unterhaltungen. Geht doch!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ab die Post!]]></title>
<link>http://skriptum.wordpress.com/2009/09/05/ab-die-post/</link>
<pubDate>Sat, 05 Sep 2009 12:00:03 +0000</pubDate>
<dc:creator>skriptum</dc:creator>
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<description><![CDATA[Die Schlagzeilen gab es ja schon länger. Aber mittlerweile ist es sichtbar: Die Post schließt eine F]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Die Schlagzeilen gab es ja schon länger. Aber mittlerweile ist es sichtbar: Die Post schließt eine Filiale nach der anderen. Auch die in meiner erreichbaren Nähe ist mittlerweile zu. Wenn ich beispielsweise ein Einschreiben wegschicken möchte, muss ich nun in die Innenstadt fahren. Zumindest geht das schneller, als zu der Filiale zu fahren, die hier noch „in der Nähe“ ist. Denn die liegt in einer Gegend, in die ich mich ohne Personenschutz nicht begeben werde. Eine Packstation gibt es noch und einen Automaten, an dem man Briefmarken ziehen kann. Sofern man den genauen Betrag weiß, mit dem frankiert werden muss, ist das auch kein Problem … für einfache Briefsendungen.</p>
<p>Mich persönlich wundert es überhaupt nicht, dass die Post finanziell nicht mehr klar kommt: Zu DM-Zeiten kostete ein Päckchen 3,00 DM. Zu Eurozeiten dann 4,50 Euro. Das ist fast das Dreifache &#8230; bei gleicher bis schlechterer Leistung. Kein Wunder also, dass potentielle Kunden sich immer mehr für alternative Anbieter, wie zum Beispiel Hermes oder PIN, entschieden haben. Preislich günstiger, zuverlässiger in der Zustellung und die Mitarbeiter, wenngleich nicht alle ausgebildete Logistik-Experten in den Annahmestellen sind, allgemein wesentlich höflicher und kompetenter. Zumindest nach meinen bisherigen Erfahrungen.</p>
<p>Gerade diese Erfahrungen haben sich bei der Post immer mehr ins Negative bewegt: Als ich zum dritten Mal eine Benachrichtigung in meinem Briefkasten hatte, dass eine größere Briefsendung nicht zugestellt werden konnte, ging ich Wut entbrannt zur Post und fragte, was der Mumpitz solle, da ich definitiv zuhause war. Der Schalterbediener teilte mir daraufhin mit, dass größere Briefe von den Zustellern längst nicht mehr mitgenommen werden, weil die sonst zu schwer zu schleppen hätten. Stattdessen füllen sie schon morgens im Postamt die Benachrichtigungskarte aus und nehmen nur diese mit, damit die Empfänger hinkommen und ihre Post selbst abholen.</p>
<p>Als diesem an Kompetenz wohl kaum zu überbietenden, geistigen Überflieger klar wurde, wie sehr er sein Unternehmen gerade selbst rein gerissen hatte und ich auch noch fragte, ob der Absender dann die hälftigen Portokosten zurück bekommt, weil eine ordnungsgemäße Zustellung ja nicht erfolgt ist, drückte er mir ein Kärtchen in die Hand, auf der &#8220;Service-Nummern&#8221; standen, unter denen ich mich beschweren könnte. Gebührenpflichtig, versteht sich … Ich hätte also auch noch dafür bezahlen müssen, um mich über den miesen Service zu beschweren. Ja, ja. Nachdem von den hinter mir stehenden, potentiellen Kunden daraufhin massiver Tumult drohte, verließ ich das Postamt lieber und schleppte meine Briefsendung selbst nach Hause.</p>
<p>Briefmarken gab es in „meinem“ Postamt längst nicht mehr, wenn ein anderer Betrag benötigt wurde, als 55 Cent. Also trottete ich vor die Tür zum Automaten und wollte mir 50 Briefmarken á 85 Cent einzeln ziehen. Da mir irgendwann die Münzen ausgingen, kehrte ich zurück an den Schalter und bat darum, mir Scheine in Münzen zu wechseln, woraufhin ich die an Höflichkeit kaum zu überbietenden Auskunft erhielt „Machen wir nicht! Sind wir eine Wechselstube oder was?“. Unter Kundenservice verstehe ich irgendwie etwas anderes. Es mag aber durchaus sein, dass ich da etwas zu pingelig bin &#8230;</p>
<p>Nun gibt es plötzlich Meldungen, dass die Post seit ein paar Wochen prüft, ob auf eine Zustellung an Montagen verzichtet werden kann. Hallo?! Ich bekomme seit ungefähr zwei Jahren montags keine Post mehr! Wenn ich montags meinen Briefkasten leere, dann nur, um ihn von Altpapier (mancher Orts auch Werbung genannt) zu befreien, es in meine Wohnung zu schleppen, in einem Karton zu sammeln und bei Gelegenheit wieder runter zu schleppen, um es ungelesen im Altpapier-Container zu entsorgen. Das war’s. Montags „neuerdings“ keine Postzustellung mehr? Ach was!</p>
<p>Tja &#8230; nun ist dieses Postamt ganz geschlossen. Viel ausgeliefert haben können die ja eh nicht mehr und die Verkäufe hielten sich offensichtlich auch längst in recht überschaubaren Grenzen. Es bleibt aber nicht einmal der Notbehelf, wenn ein Einschreiben weg muss, frei nach dem Motto „Augen/Ohren zu und durch!“. PIN hat keine Filialen in Hannover, Hermes verschickt nur Päckchen und Pakete. Eine andere, bezahlbare Alternative, um Einschreiben etc. als „Normalo“ irgendwo einzuliefern, gibt es meines Wissens nicht. Bleibt nur, keine Einschreiben mehr zu versenden oder sie als Paket aufzugeben. Dann hat man wenigstens einen Nachweis über die Versendung.</p>
<p>Also, liebe Alternativen: Gebt Gas! Die Post ist durch Kapitulation und Misswirtschaft sowie fehlendem Service erledigt. Nun seid Ihr dran. Gebt alles! ;o)</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Gastbeitrag: Freundschaftslüge]]></title>
<link>http://glassblog.wordpress.com/2009/07/08/gastbeitrag-freundschaftsluge/</link>
<pubDate>Wed, 08 Jul 2009 11:03:53 +0000</pubDate>
<dc:creator>gemini670</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ich darf an dieser Stelle ein weiteres Mal eine Abrechnung einen Beitrag von Sebastian vorstellen, d]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Ich darf an dieser Stelle ein weiteres Mal <span style="text-decoration:line-through;">eine Abrechnung</span> einen Beitrag von Sebastian vorstellen, der sich diesmal mit dem Thema Freundschaft auseinandersetzt. Mit der Leichtfertigkeit, die manche diesem Begriff zuordnen und dem Fehler, den das darstellen kann. Viel Spaß!</p>
<p>Ich habe seit ein paar Monaten einen neuen Lieblingsausdruck. Er lautet: „Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde&#8230;“ &#8211; diese Einleitung zur Beschreibung eines dezidiert unangenehmen Sachverhaltes passt eigentlich auf so ziemlich alles, über das man sich ärgert.</p>
<p>Es gibt sogar im Augenblick einen konkreten Anlass für mich, diesen Ausdruck zu gebrauchen, und ich halte ihn für dem Sachverhalt mehr als angemessen, daher: Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die derartig unangemessen, respektlos und armselig sind, dass sie zu beschreiben eigentlich des dem Auskommen zwischen Menschen zugrunde liegenden Respektsgedankens zuwiderläuft. Andererseits: Die Art Mensch, die ich im Folgenden beschreibe, hat aufgrund ihrer Charakterlosigkeit die explizite Nennung verdient.</p>
<p>Ich möchte vorausschicken, dass ich ein sehr inklusiver Mensch bin. Jemand, der sehr leicht und sehr gerne Freundschaften schließt. Das bedeutet nicht, dass ich bezüglich der Wahl dieser Personen nicht wählerisch wäre &#8211; im Gegenteil. Aber ich behaupte, dass ich  &#8211; generell &#8211; sehr gut zwischen Freunden und „Freunden“ unterscheiden kann. Nichtsdestoweniger schlüpfen gelegentlich Charakterschweine durchs Raster. Das Problem dabei ist, dass man diese Spezies Mensch erst dann eindeutig zu identifizieren in der Lage ist, wenn man sie bereits mehrmals (erfolglos) zu eigenen Feiern oder kollektiven Partys von Freunden eingeladen hat.</p>
<p><!--more--></p>
<p>Generell gesagt begründet sich jeder Kontakt, den man schließt, auf Smalltalk. Das ist ja auch gut und schön. Ohne diese Institution würde man keine Bekanntschaften schließen. Findet man während eines Smalltalks eine andere Person sympathisch, ist man geneigt, den Smalltalk auf eine persönlichere Ebene zu hieven. Um das zu erreichen, müssen beide Parteien mitspielen. Und hier unterscheiden sich Menschen wie ich von Charakterschweinen: Wenn ich die Ebene des Smalltalk verlasse, tue ich das, weil mir an der entsprechenden Person etwas liegt. Ich möchte dann, weil ich diese Person nett und interessant finde, die Grundlage für eine Freundschaft legen. Ob es sich um eine lose oder eine enge Freundschaft handelt, zeigt dann die weitere Entwicklung. Aber diese, ich nenne es mal: Phase II, ist im Prinzip die entscheidende, denn in dieser Phase lade ich, eben um diese Beziehung zu vertiefen und zu eruieren, inwieweit jemand freundschaftlich zu mir passt, den- oder diejenige zu einer Party ein &#8211; sei es bei mir zuhause oder eben in der Altstadt Heidelbergs.</p>
<p>Und hier scheiden sich die Geister, denn es gibt generell drei Arten von Menschen: Freunde, Charakterschweine und Nichtinteressierte. Die Menschen der ersten und dritten Kategorie zeichnen sich dadurch aus, dass sie ehrlich sind: Freunde, beziehungsweise solche, die Interesse an mir haben, nehmen die Einladung zu dieser Party an und kommen dann auch. Nichtinteressierte sagen frühzeitig ab, oder sagen mit plausiblen Lügen zwei- bis dreimal ab, so dass ein geistig gesunder Mensch sofort weiß: „Alles klar, der will nicht.“ Charakterschweine hingegen sagen prinzipiell erst einmal zu &#8211; aus welchem Grunde auch immer. Ich konzediere sogar, dass Charakterschweine Schwierigkeiten haben, Einladungen abzulehnen, weil sie befürchten, einem wehzutun. Dabei könnte nichts schwachsinniger sein als diese Annahme.</p>
<p>Nein, was das ganze so schlimm macht, ist folgendes: Man freut sich, dass der- oder diejenige zur Feier prinzipiell zugesagt hat, man freut sich über die Teilnahme, man plant entsprechend, man glaubt, das wird wunderbar. Was aber wirklich passiert, ist folgendes:</p>
<p>Entweder, und das passiert meistenteils: Man erhält, nachdem man sie eingeladen hat, keine wie auch immer geartete Rückmeldung, so dass man quasi bis zum Tag der Feier nicht weiß, ob der- oder diejenige kommen wird. Das ist allein schon wegen der Planung bezüglich Alkoholika scheiße, endet aber damit nicht. Denn es ist schlicht und ergreifend eine Frechheit, anzunehmen, dass eine Nicht-Antwort besser sei als eine Absage. Wenn ich an jemandem nicht interessiert bin, wieso sage ich dann nicht wenigstens ab? So hängt derjenige in der Schwebe und weiß gar nichts, freut sich womöglich auf mein Kommen, ohne dass das wirklich jemals passieren würde. Und DAS ist dezidiert armselig &#8211; außer, man hat eine perverse Vorliebe dafür, die Erwartungen Anderer zu enttäuschen. Eine Nicht-Antwort ist, generell, sei es nun bezüglich erotisch- oder platonisch-zwischenmenschlicher Ambitionen, das Schlimmste, was man jemandem antun kann. Denn jemanden in der Schwebe zu lassen, obwohl man weiß, man wird dort niemals hingehen, das ist eine bodenlose Frechheit, und asozial nach jeder Definition dieses Wortes.</p>
<p>Mindestens genauso schlimm sind diejenigen, die zwar zunächst zusagen, sich aber hernach eine fadenscheinige Begründung einfallen lassen, nicht kommen zu können. Um Missverständnissen vorzubeugen: Jeder von uns hat sich schon mindestens einmal in seinem Leben einer Notlüge befleißigt. Das tut man unter anderem, um die Gefühle desjenigen, der einlädt, zu schützen. Das ist recht und billig, und ich habe es ebenfalls schon oft genug getan. Aber man sollte schon geschickt lügen, und wenn man lügt, sich vorsehen, dass man nicht eine Lüge präsentiert, die sehr leicht falsifizierbar ist. Insbesondere dann, wenn diese das Desinteresse, das man gegenüber dem Einladenden hat, überdeutlich zutage fördert. Ein Beispiel: Ich hatte einen Freund, den ich schon länger kannte und von dem ich dachte, wir seien seit Berlin gute Freunde, zu einer Grillparty eingeladen. Er sagte zu, dann ab, mit der Begründung, er habe sich beim Sport verletzt und könne nicht längere Zeit stehen. Soweit ist das eine plausible Notlüge.</p>
<p>ABER: Wenn derjenige mir die darauf folgende Woche berichtet, dass er an besagtem Tag in einem Club gewesen sei, TROTZ dieser Verletzung, dann zeugt das von Geringschätzung vor dem Intellekt und der Hingabe des anderen bezüglich einer von diesem perzipierten Freundschaft.</p>
<p>Und das ist es, was mich so sehr ärgert: Lege ich Wert auf eine Freundschaft &#8211; gut, ich gehe dabei von mir aus &#8211; dann sage ich, wenn ich wirklich nicht kann, ab. Nötigenfalls lüge ich dann auch, wenn ich keinen Bock auf eine Party habe. Aber ich bemühe mich, mit dem- oder derjenigen auch weiterhin Kontakt zu pflegen. Lege ich darauf keinen Wert, dann kommuniziere ich das klar und deutlich &#8211; und tue nicht so, als sei ich interessiert. Denn das ist das schlimmste, was man einem eigentlich einem gegenüber freundlich gesonnenem Menschen antun kann!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Das Alter und die Höflichkeit]]></title>
<link>http://hasenbau.wordpress.com/2009/07/06/das-alter-und-die-hoflichkeit/</link>
<pubDate>Mon, 06 Jul 2009 17:23:18 +0000</pubDate>
<dc:creator>Thor</dc:creator>
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<description><![CDATA[Heute im Discounter. Die Felllosen stehen in der Kassenzone und die Oma-Mama läßt unsere neuen Mitbe]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="text-align:justify;">Heute im Discounter. Die Felllosen stehen in der Kassenzone und die Oma-Mama läßt unsere neuen Mitbewohner sportlich aktiv werden, in dem sie ihnen voll ins Gesicht bläst. <span style="text-decoration:line-through;">Hab ich Ihnen schon einmal erzählt, dass meine Oma-Mama manchmal wirklich noch ein kleines Kind ist?!</span> Ganz verzückt ist sie in den Anblick der sich drehenden Flügel!</p>
<p style="text-align:justify;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1671" title="Windräder" src="http://hasenbau.wordpress.com/files/2009/07/kasten1.jpg" alt="Windräder" width="453" height="169" /></p>
<p style="text-align:justify;">Und so überhört sie einen alten Mann, der sich entlang der Schlange einen Weg IN den Markt bahnen will. Erst beim zweiten &#8211; diesmal lauteren &#8211; &#8220;Geht´s mal&#8221; wurde sie aus ihren Spielereien gerissen. Kein &#8220;Bitte&#8221;, kein &#8220;Danke&#8221;, kein &#8220;Darf ich mal&#8221; &#8211; nur ein &#8220;Geht´s mal&#8221; und ein entrüstetes Kopfschütteln. Da soll noch einmal einer behaupten, nur die Jugend wäre unhöflich. Ist Ihnen auch schon so etwas passiert?</p>
<p style="text-align:center;"><em>Ihr Thor Löwenherz</em></p>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;">
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ein kleines bisschen Amerikaner-Kunde (refreshed)]]></title>
<link>http://june0306.wordpress.com/2009/07/04/how-are-you-today/</link>
<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 00:01:54 +0000</pubDate>
<dc:creator>june0306</dc:creator>
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<description><![CDATA[How are you today? Den Satz kennt jeder, der schon einmal in den USA war. Man kann hinkommen, wo man]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><strong><span style="color:#ff9900;">How are you today?</span></strong></p>
<p>Den Satz kennt jeder, der schon einmal in den USA war. Man kann hinkommen, wo man will, überall empfängt er einen &#8211; im besten Fall noch ein <em>Hello</em> vorangestellt. In Europa heißt es ja, die Amerikaner seien oberflächlich. Eine Antwort auf ihre Frage <em>How are you today</em> erwarteten sie nicht (dringend) und es sei ihnen deshalb höchst egal, wie es einem wirklich geht. Phrase halt! Plattitüde! Ich habe mir ja schon mehrmals vorgenommen, einfach irgendwann als Antwort zu geben <em>bad, very bad.</em> Jedoch&#8230;.es hat bisher am nötigen Mut gefehlt, mir dann ein sicherlich ziemlich konsterniertes Gesicht ansehen zu müssen&#8230;</p>
<p>Ich kann mir gut vorstellen, dass der Mensch, der vorab diese Frage gestellt hat, auf meine außergewöhnlich provokante Antwort ziemlich <em>confused</em> wäre. Warum? Der Amerikaner gibt sich nicht gerne mit Unannehmlichkeiten, im Besonderen meinen Unannehmlichkeiten, ab. Er hat es gerne auf die lässige Art <em>Thank you</em>, <em>fine .  </em>Würde ich jetzt mit meinen schlecht bestellten Befindlichkeiten daherkommen und auf Mitgefühl hoffen, so wäre der Amerikaner definitiv überfordert und ein Trost auf mein <em>bad, very bad</em> würde selbstverständlich ausbleiben, einfach aus dem Grund, weil er diese Antwort nicht erwartet.</p>
<p><strong><span style="color:#ff9900;">Guilty or not &#8211; It&#8217;s my fault</span></strong></p>
<p><span style="color:#ffffff;">Amerikaner sind im höchsten </span>Maße schuldbewußt. Es mag an der Erziehung von Generationen liegen, denn diese Art von <em>Ich bin derjenige, der&#8230;.</em> kann nur antrainiert sein. Ich habe selten solch rücksichtsvolle Menschen kennengelernt, die sich für alles mit einem <em>Sorry &#8211; Excuse me &#8211; Pardon</em> <em>me</em> durch die Gänge der Supermärkte schlängeln &#8211; immer auf der Suche, nach der bestmöglichen Lücke durch irgendwelche Einkaufswagenansammlungen.</p>
<p>Nun muß man wissen, dass amerikanische Supermärkte mit denen ihrer deutschen Pendants in keinster Weise vergleichbar sind. Während sich durch die Gänge der deutschen Supermärkte in Stoßzeiten schon mal Brigaden von Einkaufenden schieben, sind amerikanische Supermärkte in der Regel lediglich gut besucht. Vermeintlich. Dies bedeutet nun gewiss nicht, dass Amerikaner weniger einkaufen. Das ganz sicher nicht, eher das Gegenteil ist der Fall. Nur haben Inhaber von amerikanischen Supermärkten Erbarmen mit ihren Kunden und eröffnen weit mehr Fillialen der einzelnen Ketten pro Stadt, als es in Deutschland je der Fall sein würde. Hier konzentriert sich alles sehr viel mehr punktuell auf eine einzige Filliale, die nächste &#8211; es muß rentabel für den Konzern bleiben &#8211; befindet sich je nach Stadt- oder Ortsgröße immer eine ganze Ecke entfernt.</p>
<p>So, und wenn wir nun wieder zu unserem höflichen Amerikaner zurückkommen, der die vielbesungene und oft zitierte  amerikanische Freiheit hat, sich unbeschwert und uneingeschränkt in seinem Supermarkt bewegen zu können, dann haben wir noch immer nicht die Lösung gefunden, warum der Amerikaner &#8211; zumindest in der Öffentlichkeit &#8211; ein so höflicher Mensch ist.</p>
<p>Es ist ja nicht etwa so, dass er der Verursacher wäre, wenn es zu einer Einkaufswagen-Kollision kommt. Möglicherweise kann er für den Zusammenstoß oder das gefährliche Zunahekommen mit dem Wagen des Anderen gar nichts. Während man in Deutschland bei einem solchen Vorfall in hitzige Diskussionen verfällt, wer denn nun wen gerammt hat, ist man auf der anderen Seite des Atlantiks sehr viel weiter und geht sich &#8211; nach der Versicherung mehrfacher Entschuldigungen &#8211; diszipliniert und mit Takt und Anstand sofort aus dem Weg bzw. umfährt das Hindernis &#8211; sprich den Anderen. Dabei schenkt er seinem Kontrahenten ein freundliches und &#8211; jetzt wieder das Wort &#8211; schuldbewußtes Lächeln und zieht selbstbewußt von dannen. Ich will damit sagen, es handelt sich wirklich nur um Höflichkeit, der Amerikaner läßt seinen Unfallgegner sehr genau merken, dass er gewillt ist, den Vorfall auf seine Kappe zu nehmen, aber im Nachhinein geht er als eigentlicher Sieger davon, nämlich weil er souverän die Sache beendet hat, ohne sich auf einen Streit einzulassen.</p>
<p><span style="color:#ff9900;"><strong>Drivers License</strong></span></p>
<p>Wie vielleicht bekannt ist, können sich amerikanische Fahrschulen im allgemeinen nicht die goldene Nase verdienen, wie das hierzulande bei deren Kollegen der Fall ist. Dies zu hören klingt erschütternd für unsere hiesigen Fahrlehrer, kann aber auch ein ganz übler Nachteil  für den amerikanischen Fahreleven bedeuten. Fangen wir einfach mal da an, dass ein Amerikaner, begibt er sich erst mal über den großen Teich zwecks Sightseeing des Münchner Hofbräuhauses oder des Römers in Frankfurt,  er das nicht selten sehr schlaubergerisch mit dem Hintergedanken tut, dass man auf deutschen Autobahnen so schnell fahren kann, wie man will. Wir nehmen das mal so hin, von Geschwindigkeitsbeschränkungen auf deutschen Autobahnen hat man in der Welt noch nichts gehört, weil nichts sein kann, was nicht sein darf! Der gemeine Amerikaner möchte also seinem in der Heimat eingeschränkten Geschwindigkeitsrausch mal so richtig das Gaspedal geben. Und hier fängt es an, gefährlich auf unseren Autobahnen zu werden, denn ein amerikanischer ehemaliger Fahrschüler hat nichts gemein mit einem deutschen ehemaligen Fahrschüler. Laßt die Amis nicht auf unsere Straßen, sollte man lieber sagen, weil&#8230;.Sie können nicht Autofahren, grundgütiger Himmel!</p>
<p>Das amerikanische Straßenverkerkehrsrecht besagt, dass die Fahrschüler ihren Unterricht bei einer erwachsenen Person ihres Vertrauens nehmen müssen. Meist sucht sich der angehende Führerscheininhaber dafür Vater oder Mutter aus. Nur blöd, wenn die &#8211; auch schon durch Eltern angelernt, und deren Eltern gleichfalls durch Eltern geschult,  ihren anders gearteten Fahrstil jeweil von Generation zu Generation weitergeben. Billiger kommt es den Aspiranten für Straßenverkehrsbewegungen natürlich schon, dass ist ein nicht zu verachtender Grund. Es sind ein paar wenige Dollar, die der Führerschein im Amiland kostet. Man nimmt ein paar Theoriestunden, meist sogar in der Highschool, bringt zur Prüfung sein eigenes Fahrzeug mit&#8230;, einerseits ja sehr begrüßenswert, was den Kostenaspekt angeht und hat im Null komma nichts seine Drivers License, die im übrigen einen höheren amtlichen Stellenwert zur Identifikation hat, als der Passport, das aber nur mal am Rande. Nun ja, in Deutschland ist das leider ganz anders, hier bewegen wir uns &#8211; was die Kosten für den Führerschein angeht &#8211; schon mal in den Sphären des Kleinwagensegmentes.</p>
<p>Man kann davon ausgehen, dass die Amerikaner nur aufgrund ihrer Erbschuld einen derart gewöhnungsbedürftigen Fahrstil haben, der es ihnen so gut wie unmöglich macht, auf unseren Straßen gut und sicher zurecht zu kommen. Dies liegt natürlich zu 90 % daran, dass es auf den Highways niemals derart rüde zugeht, wie dies bei uns der Fall ist, wo verbale Gewalt und Psychoterror hinter dem Lenkrad zum täglichen Stress auf den Straßen gehört. Hier wiederum beneide ich die Menschen drüben, die auf die Geschwindigkeitbeschränkungen von 75 mph reduziert sind und wo bei Übertretung dieser Grenze empfindliche Strafen verhängt werden, während bei uns ein Kuschelkurs in Sachen Strafen bei viel zu hohen Geschwindigkeiten gefahren wird.</p>
<p><span style="color:#ff9900;"><strong>The Land of the Free</strong></span></p>
<p>Wir haben es mittlerweile begriffen, Amerika ist das freie Land der westlichen Welt schlechthin. Dies haben wir durch jahrelange Kleinstarbeit von Presse, Funk und Fernsehen sowie das nicht unwesentliche Zutun diverser Politiker aus eben diesem Land ausreichend gelernt.</p>
<p>Spätestens jedoch,  wenn der Amerikaner seinen Lunch oder sein Dinner ausserhalb seiner eigenen vier Wände einnimmt, relativiert sich diese Errungenschaft aber wieder und reduziert sich auf ein beträchtliches Maß an Unfreiheit. Natürlich empfindet dies nur der gemeine Europäer so, während der Amerikaner seinem Dienstleistungsgedanken frönt und es für ihn eine Selbstverständlichkeit bedeutet, wenn er in einem Restaurant nicht die freie Tischwahl hat. Was wir als Gängelei empfinden und Einengung unserer freien Entscheidung, honoriert er hingegen als ganz besonderes Privileg, was ihm &#8211; so scheint es zu sein &#8211; seit dem Unabhängigkeitskrieg zu den Grundrechten der Menschen in der <em>Neuen Welt</em> gehört.</p>
<p>Wir Deutschen betreten ein Restaurant und marschieren schnurstracks auf den von uns präferierten Tisch zu, der uns gefällt und bei dem wir uns die Freiheit nehmen, ihn für uns zu beanspruchen. Einzig in gewissen sehr hochpreisigen, mit diversen Sternen versehenen Edel-Schuppen müssen wir mit dem Einspruch eines <em>Empfangschefs</em> rechnen, der uns an den Platz dirigiert, welcher ihm als moderat und adäquat genug für uns erscheint, weil es seine Entscheidung ist, wo wir uns während der Mahlzeit wohlfühlen dürfen. Hingegen jedoch in allen normalen Restaurants bleibt es uns vorbehalten, den Tisch frei zu wählen, der für unsere Bedürfnisse am Geeignetsten erscheint. <em>Was</em> für ein Fortschritt und erst die Perspektive, die sich uns da auftut&#8230;.</p>
<p>Im Land of the Free zählt dieser Service also sozusagen zu den Grundgedanken der Dienstleistung, den Gast beim Eintreten in das Lokal zu taxieren und ihm den Tisch zuzuweisen. Man kennt es gar nicht anders und der Amerikaner würde beim Besuch im Land der Biertrinker und Knödelesser völlig hilflos am Eingang eines Restaurants stehen und auf den Begleitservice zum Tisch hoffen ob seiner Unselbständigkeit, dies in Eigenregie zu übernehmen &#8211; ganz einfach, weil er es nie gelernt hat. Wobei es natürlich Ausnahmen gibt. In Bars und Fastfood-Restaurants hat der Amerikaner seinen eigenen Willen bei der Tischwahl mittlerweile sehr wohl entdeckt&#8230;.! Warum auch nicht? You remember? It&#8217;s the Land of the Free&#8230;..und irgendwie vermute ich, diese Sitte müssen die Engländer mit rübergenommen haben, von uns Deutschen kann das nicht stammen <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<div>
<p><strong><span style="color:#ff9900;">Genie in a Bottle</span></strong></p>
<p>Im gleichen Maße, wie der Amerikaner seine Höflichkeit zur Schau stellt und sie pflegt – wir haben ja gelernt, dass er sie aus einem sehr schlauen Grund lebt – geht er auch mit der Öffentlichkeit,  ihrer strengen Befindlichkeit und im besonderen Maß deren Bedürfnissen um. Der Amerikaner verfügt über eine ungemein hohe Schamgrenze, die er zu allen Gelegenheiten und Vorkommnissen eifrig und mit großem, ideellen Maßstab vertritt.</p>
<p>Es gehört sich einfach nicht, Getränke – speziell wenn es sich um Behältnisse alkoholischen Inhalts handelt, durch die Straßen zu tragen. Wahrscheinlich wurden in den USA eigens dafür kleine, aus kartonartigem braunem Papier hergestellte Tüten erfunden, in welchen man Bierflaschen und Dosen prima verstecken kann. Es wäre jetzt blauäugig, anzunehmen, dass nicht jeder, der einen Amerikaner mit solch einer kleinen Papiertüte in der Hand durch die Straßen laufen sieht, nicht sowieso wüßte, um welches Geheimnis es sich beim Inhalt besagter Tüte handelt. Aber, und das ist der große Unterschied, man zeigt es nicht offen, man verbirgt es vielmehr im Glauben, was man nicht sieht, kann nicht schlimm sein. Vogel Strauss läßt grüßen.</p>
<p>Wir brauchen gar nicht darüber zu reden, dass alkoholische Getränke im Fahrgastraum eines Autos, also dort, wo Fahrer und Beifahrer und Leute auf der Rückbank sitzen, absolut nach Federal Law verboten sind. Wehe dem, der mit einer Pulle Bier erwischt wird, selbst wenn sie sich in den Händen derer befindet, die hinten sitzen. Es gibt richtig Ärger mit den Cops der Highways oder Interstates, wer sich nicht an diese Regel hält. Unschwer sich vorzustellen, was passiert, einer steht an der Ampel und nimmt einen Schluck, während in der zweiten Line der Cop im Polizeiwagen steht und seinen Blick nach nebenan wandern läßt. Ja, genau, die Fahrt ist  just genau in diesem Moment zu Ende.</p>
<p>Was will uns jetzt dieses schinante Getue  in Bezug auf Alkohol sagen? Wieso geht der Amerikaner nicht so ungezwungen damit um, wie man – klar, nicht immer im positiven Sinne – in Europa und dem Rest der Welt damit umgeht? Wann trat das einschneidende Ereignis ein, welches dazu beitrug, drüben aus seinen Gelüsten einen Verbergungskult zu treiben? Weil nicht sein kann, was nicht sein darf? Das wäre doch aber falsch, weil Verbote gerade den Reiz des Besonderen ausmachen. Wieso kommt der amerikanische Austauschschüler im Alter von 17 oder 18 Jahren nach Deutschland geflogen und sein erster Weg führt ihn direkt in den lang ersehnten Vollrausch?</p>
<p><span style="color:#ff9900;"><strong>Das Bad in der Menge </strong></span></p>
<p>Nicht viel anders geartet ist es, wenn es um das Beach-Outfit geht. Hier haben wir es mit ganz massiven Diskretions- und Intimitätsbefürwortern zu tun. In Sachen Kleinkinder <em>unten</em> und <em>oben ohne</em> im Sand spielen oder im seichten Wasser in die Wellen springen lassen, geht gar nicht. Das Geschlecht des Kindes, egal wie alt, ist - sobald es laufen kann, nicht mehr egal, weil verhüllt. Unbedingt und ohne Kompromisse.</p>
<p>Mädchen tragen das Oberteil des Bikinis allerspätestens mit vier Jahren, davor werden schon mal Konzessionen gemacht, das Oberteil wegzulassen. Man würde aber niemals einen zweijährigen Jungen ohne Badehose am Strand finden, da hat ein unsichtbarer Richter die Hand drauf. Ja wirklich, es handelt sich um ein ungeschriebenes Gesetz und Heerscharen von Müttern und Vätern halten sich akribisch und widerspruchslos liebend gern daran.</p>
<p>A propos Väter. Hat man in den letzten 20 Jahren je einen männlichen Badegast an US-Stränden und Schwimmbädern in den – Europäern so bekannten, mittlerweile aber auch bei  jüngeren Herren bis 30 Jahre als nicht mehr IN deklarierten Badehosen, <em>Speedos genannt, </em> gesehen? Never ever. Der Amerikaner schwört auf einen kompletten Vorhang als Beinkleid um sein Gemächt, je länger, je besser – das Beinkleid ist selbstedend damit gemeint. Ausbeulungen im Schrittbereich, hervorgerufen durch europäisch preferierte  knappe und enge Höschen, eben diese <em>Speedos</em>, sind absolut ein no-go und sind von jung bis scheintod verpöhnt.</p>
<p>Okay, okay, ich gebe es als Frau ja zu, so ganz gerecht und richtig herum drehen sich die Uhren über’m und am Teich nicht so wirklich. Frauen nämlich, man ahnt es schon, haben es da wirklich einfacher und sind freier in der Wahl ihres Beach-Outfits. Es stört wirklich keinen, wenn das Bikini-Höschen der Ladies durch einen Strick zwischen den Pobacken, deren Größe und Festigkeitsgehalt zweitrangig ist,  gebunden wird, oder das Oberteil aus allen Nähten platzt.</p>
<p>Da ist man wirklich sehr großzügig am Beach, denn…man ist, wie sollte es anders sein, gerne underdressed, was interessierte Männerblicke angeht. Jedoch, wie ich mir habe sagen lassen und es natürlich gleich nachschlagen mußte, gibt es in Miami tatsächlich schon den ein oder anderen Strandabschnitt, an welchem man oben genanntes Bikinioberteil einfach wegläßt, ganz nach dem Motto <em>The Land of the Free</em>… <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
</div>
<p>to be continued</p>
<p>Gewidmet zum Independence  Day am 4. Juli meinen Freunden in Amerika und ihrem wundervollen Land!</p>
<p>@ <em>June</em></p>
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<title><![CDATA[Liebes ABC #41 » Höflichkeit]]></title>
<link>http://steffen030.wordpress.com/2009/06/14/liebes-abc-41-%c2%bb-hoflichkeit/</link>
<pubDate>Sun, 14 Jun 2009 10:48:57 +0000</pubDate>
<dc:creator>steffen030</dc:creator>
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<description><![CDATA[Begegne deinem Partner immer mit Höflichkeit. Danke und Bitte sind keinen Floskeln, sie sind der Aus]]></description>
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