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	<title>imperialismus &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/imperialismus/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "imperialismus"</description>
	<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 16:46:27 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Was wusste Merkel über das Massaker von Kundus?]]></title>
<link>http://islamicrevolutionservice.wordpress.com/2009/11/28/was-wusste-merkel-uber-das-massaker-von-kundus/</link>
<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 15:46:26 +0000</pubDate>
<dc:creator>islamicrevolutionservice</dc:creator>
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<description><![CDATA[Arbeitsminister Jung trat wegen einer »Informationspanne« in seinem ehemaligen Verteidigungsminister]]></description>
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<title><![CDATA[Woche der Weißwäscher ]]></title>
<link>http://mohart.wordpress.com/2009/11/28/woche-der-weiswascher/</link>
<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 12:06:53 +0000</pubDate>
<dc:creator>mohart</dc:creator>
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<description><![CDATA[Minister Jung tritt zurück. Wie praktisch: Nun wird in Afghanistan in aller Selbstverständlich weite]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Minister Jung tritt zurück. Wie praktisch: Nun wird in Afghanistan in aller Selbstverständlich weite]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Die neue Afghanistanstrategie: Balkanisierung statt "Demokratisierung"]]></title>
<link>http://islamicrevolutionservice.wordpress.com/2009/11/27/die-neue-afghanistanstrategie-balkanisierung-statt-demokratisierung/</link>
<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 16:55:30 +0000</pubDate>
<dc:creator>islamicrevolutionservice</dc:creator>
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<description><![CDATA[Die USA und ihre Verbündeten planen eine massive Eskalation des Kriegs in Afghanistan. US-Präsident ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Die USA und ihre Verbündeten planen eine massive Eskalation des Kriegs in Afghanistan. US-Präsident ]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Krieg in Afghanistan: Der große Durchmarsch ]]></title>
<link>http://mohart.wordpress.com/2009/11/27/krieg-in-afghanistan-der-grose-durchmarsch/</link>
<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 05:50:36 +0000</pubDate>
<dc:creator>mohart</dc:creator>
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<description><![CDATA[von Norman Solomon Innerhalb der Obama-Administration gibt es Streitereien, wie mit dem Krieg in Afg]]></description>
<content:encoded><![CDATA[von Norman Solomon Innerhalb der Obama-Administration gibt es Streitereien, wie mit dem Krieg in Afg]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Der Dornröschenschlaf der Weltöffentlichkeit anläβlich des Welternährungstages]]></title>
<link>http://mohart.wordpress.com/2009/11/24/der-dornroschenschlaf-der-weltoffentlichkeit-anla%ce%b2lich-des-welternahrungstages/</link>
<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 17:05:05 +0000</pubDate>
<dc:creator>mohart</dc:creator>
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<description><![CDATA[AUTOR: Vladislav MARJANOVIC „Mein Stamm schläft den Schlaf eines Toten“ Petar II. Petroviæ-Njegoš Mo]]></description>
<content:encoded><![CDATA[AUTOR: Vladislav MARJANOVIC „Mein Stamm schläft den Schlaf eines Toten“ Petar II. Petroviæ-Njegoš Mo]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Misserfolg der USA bei Anzettelung eines militärischen Krieges gegen Iran - Ursache der Verschwörung eines sanften Krieges ]]></title>
<link>http://islamicrevolutionservice.wordpress.com/2009/11/24/misserfolg-der-usa-bei-anzettelung-eines-militarischen-krieges-gegen-iran-ursache-der-verschworung-eines-sanften-krieges/</link>
<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 15:34:52 +0000</pubDate>
<dc:creator>islamicrevolutionservice</dc:creator>
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<description><![CDATA[Der Stellvertreter des Auslandsdienstes der iranischen Rundfunk- und Fernsehanstalt bezeichnete den ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Der Stellvertreter des Auslandsdienstes der iranischen Rundfunk- und Fernsehanstalt bezeichnete den ]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Keine deutschen U-Boote für Israels Kriege!]]></title>
<link>http://detlefnolde.wordpress.com/2009/11/23/keine-deutschen-u-boote-fur-israels-kriege/</link>
<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 18:54:49 +0000</pubDate>
<dc:creator>Detlef Nolde</dc:creator>
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<description><![CDATA[Demonstration gegen die Sitzung des deutsch-zionistischen Kriegskabinetts am 30. 11. in Berlin! Die ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><strong>Demonstration gegen die Sitzung des deutsch-zionistischen Kriegskabinetts am 30. 11. in Berlin!</strong></p>
<blockquote><p>Die Protestdemonstration gegen die gemeinsame Sitzung der deutschen UND israelischen Regierung findet parallel zum Auftakt der Tagung, am Montag, 30. 11., von 11 – 13 Uhr im Regierungsviertel Berlins statt!</p>
<p>Die Verhandlungen mit der Polizei und den Meldebehörden über den genauen Ort bzw. die Route laufen. Näheres in den nächsten Tagen auf <a href="http://juergenelsaesser.wordpress.com/">diesem blog!</a> (Am besten, die Neuigkeiten von diesem blog <a href="http://feeds.feedburner.com/JrgenElssserBlog">per RSS abonnieren</a> – siehe Spalte ganz rechts)</p>
<p>Die Tagung findet statt inmitten einer angespannten Lage in Nahost: Israel hat wieder den Gaza-Streifen bombardiert, ein NATO-Manöver mit israelischer Beteiligung (!) läuft im Mittelmeer, Iran bereitet sich mit einem Großmanöver auf einen israelischen Militärschlag vor.</p>
<p><!--more-->Im Mittelpunkt des deutsch-israelischen Regierungstreffens dürften israelische Waffenwünsche stehen, die MIT UNSEREN STEUERGELDERN finanziert werden sollen. Es geht konkret um zwei Korvetten.</p>
<p>Bereits in den vergangenen Jahren hat Deutschland das israelische Militär massiv unterstützt. Zur Jahrtausendwende wurden Israel drei U-Boote geschenkt – Kosten: 560 Millionen Euro. 2012 werden zwei weitere U-Boote mit Brennstoffzellenantrieb ausgeliefert, die insgesamt über eine Milliarde Euro kosten werden. Diesmal soll der deutsche Steuerzahler für 333 Millionen Euro aufkommen.</p>
<p>Israel rüstet diese U-Boote um, sodass sie als Träger für Nuklearwaffen funktionieren – das ist der Bundesregierung bekannt. Im Sommer 2009 schickte Israel diese U-Boote in den Persischen Golf – zur Einschüchterung Irans. Jerusalem hat mehrfach angekündigt, Iran zu überfallen. Israels Vize-Regierungschefs Avigdor Liebermann droht, mit dem Gazastreifen zu verfahren, „wie die Amerikaner mit den Japanern im zweiten Weltkrieg“.</p>
<p>Merkel sagte Anfang November 2009 vor dem US-Kongress: “Wer Israel bedroht, bedroht auch uns.“ Darauf antworten wir: Das stimmt nicht. Im Gegenteil: Deutschland wird bedroht, wenn es sich in Konflikte fern seiner Grenzen hineinziehen lässt. Die Kanzlerin hat in ihrem Amtseid geschworen, Schaden „vom deutschen Volk“ abzuwenden. Sie hat keinen Verfassungs- und auch keinen Wählerauftrag, sich für die Verteidigung anderer Staaten, die mit uns nicht verbündet sind, einzusetzen.</p>
<p>Im Falle Israel kommt hinzu, dass Israel nicht bedroht ist, sondern als einziges atomar bewaffnetes Land im Nahen Osten ständig seine Nachbarn bedroht. In den Angriffskriegen gegen Libanon (2006) und gegen Gaza (2008/2009) hat seine Armee schwerste Kriegsverbrechen begangen hat. In beiden Fällen wurden zwischen 1200 und 1500 Menschen zu Tode gebombt, fast allesamt Zivilisten, ein Drittel Kinder und Jugendliche.</p>
<p>Quelle: <a href="http://juergenelsaesser.wordpress.com/2009/11/23/deutsche-u-boote-fur-israels-kriege/">http://juergenelsaesser.wordpress.com/</a></p></blockquote>
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</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Ken Saro-Wiwa und Alberto Pizango: Zwei Männer geprägt durch den freien Markt, vom Nigerdelta bis zum Amazonasgebiet   ]]></title>
<link>http://mohart.wordpress.com/2009/11/22/ken-saro-wiwa-und-alberto-pizango-zwei-manner-gepragt-durch-den-freien-markt-vom-nigerdelta-bis-zum-amazonasgebiet/</link>
<pubDate>Sun, 22 Nov 2009 17:46:21 +0000</pubDate>
<dc:creator>mohart</dc:creator>
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<description><![CDATA[AUTOR: Amy GOODMAN Übersetzt von Isolda Bohler Ken Saro-Wiwa und Alberto Pizango lernten sich niemal]]></description>
<content:encoded><![CDATA[AUTOR: Amy GOODMAN Übersetzt von Isolda Bohler Ken Saro-Wiwa und Alberto Pizango lernten sich niemal]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Bombt Blackwater weiter?]]></title>
<link>http://islamicrevolutionservice.wordpress.com/2009/11/22/bombt-blackwater-weiter/</link>
<pubDate>Sun, 22 Nov 2009 15:31:05 +0000</pubDate>
<dc:creator>islamicrevolutionservice</dc:creator>
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<description><![CDATA[Mindestens 19 Menschen wurden am Donnerstag bei einem Bombenattentat in der pakistanischen Stadt Pes]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Mindestens 19 Menschen wurden am Donnerstag bei einem Bombenattentat in der pakistanischen Stadt Pes]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Gruppierung al-Huthi unterstreichen Einmischung von USA in Auseinandersetzungen im Norden Jemens durch Saudi-Arabien ]]></title>
<link>http://islamicrevolutionservice.wordpress.com/2009/11/19/gruppierung-al-huthi-unterstreichen-einmischung-von-usa-in-auseinandersetzungen-im-norden-jemens-durch-saudi-arabien/</link>
<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 17:08:41 +0000</pubDate>
<dc:creator>islamicrevolutionservice</dc:creator>
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<description><![CDATA[Der Sprecher der jemenitischen Gruppierung al-Huthi berichtete von der Intervention der USA in die A]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Der Sprecher der jemenitischen Gruppierung al-Huthi berichtete von der Intervention der USA in die A]]></content:encoded>
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<title><![CDATA["Haben im Irak routinemäßig gefoltert"]]></title>
<link>http://islamicrevolutionservice.wordpress.com/2009/11/17/haben-im-irak-routinemasig-gefoltert/</link>
<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 16:54:09 +0000</pubDate>
<dc:creator>islamicrevolutionservice</dc:creator>
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<description><![CDATA[Das Ausmaß der Foltervorwürfe gegen die britische Armee ist offenbar größer als bisher angenommen. A]]></description>
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<title><![CDATA[HONDURAS: Das Imperium schlägt zurück ]]></title>
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<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 16:49:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>islamicrevolutionservice</dc:creator>
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<description><![CDATA[Die honduranische Krise wurde schließlich „von der falschen Seite“ gelöst: Die Konsolidierung des Pu]]></description>
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<title><![CDATA[Israels Kriege, oder "Die Waffen des Jüngsten Gerichts"]]></title>
<link>http://theolounge.wordpress.com/2009/11/17/israels-kriege-oder-die-waffen-des-jungsten-gerichts/</link>
<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 15:36:06 +0000</pubDate>
<dc:creator>theolounge</dc:creator>
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<description><![CDATA[Von Gideon Levy, erschienen am 5.11.09 in der liberalen israelischen Zeitung Ha&#8217;aretz. Alle pa]]></description>
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<title><![CDATA[Was wir Afrika antun, ist barbarisch]]></title>
<link>http://mohart.wordpress.com/2009/11/16/was-wir-afrika-antun-ist-barbarisch/</link>
<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 18:04:32 +0000</pubDate>
<dc:creator>mohart</dc:creator>
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<description><![CDATA[von Karl Müller In seinem Anliegen, aufbauend auf der christlichen Soziallehre eine universale Ethik]]></description>
<content:encoded><![CDATA[von Karl Müller In seinem Anliegen, aufbauend auf der christlichen Soziallehre eine universale Ethik]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Our terrorists ]]></title>
<link>http://islamicrevolutionservice.wordpress.com/2009/11/16/our-terrorists/</link>
<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 18:02:01 +0000</pubDate>
<dc:creator>islamicrevolutionservice</dc:creator>
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<description><![CDATA[The myth that Islamic fundamentalist militants are the enemies of Israel and Western governments no ]]></description>
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<title><![CDATA[Permanenter Bürgerkrieg im autoritären Militärstaat: Die westlichen Strategen planen für Afghanistan ]]></title>
<link>http://islamicrevolutionservice.wordpress.com/2009/11/15/permanenter-burgerkrieg-im-autoritaren-militarstaat-die-westlichen-strategen-planen-fur-afghanistan/</link>
<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 17:59:29 +0000</pubDate>
<dc:creator>islamicrevolutionservice</dc:creator>
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<description><![CDATA[Bereits im März 2009 hatte die frisch gewählte US-Regierung unter Barack Obama eine neue Afghanistan]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Bereits im März 2009 hatte die frisch gewählte US-Regierung unter Barack Obama eine neue Afghanistan]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Verbündete der USA und Großbritanniens greifen sich die Reichtümer des Kongo und Millionen sterben dabei ]]></title>
<link>http://islamicrevolutionservice.wordpress.com/2009/11/15/verbundete-der-usa-und-grosbritanniens-greifen-sich-die-reichtumer-des-kongo-und-millionen-sterben-dabei/</link>
<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 17:40:14 +0000</pubDate>
<dc:creator>islamicrevolutionservice</dc:creator>
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<description><![CDATA[Wieder einmal hat hat das Leiden von Afrikanern, die in einem Krieg gefangen sind, dessen Sinn sich ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Wieder einmal hat hat das Leiden von Afrikanern, die in einem Krieg gefangen sind, dessen Sinn sich ]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Chomsky: Israels schlimmste Feinde sind die, die seine Politik unterstützen]]></title>
<link>http://islamicrevolutionservice.wordpress.com/2009/11/12/chomsky-israels-schlimmste-feinde-sind-die-die-seine-politik-unterstutzen/</link>
<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 15:33:41 +0000</pubDate>
<dc:creator>islamicrevolutionservice</dc:creator>
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<description><![CDATA[Israels größte Feinde sind diejenigen, die seine moralische Degeneration und Zerstörung unterstützen]]></description>
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</item>
<item>
<title><![CDATA[Krieg, Frieden und der Friedensnobelpreis für Obama ]]></title>
<link>http://theolounge.wordpress.com/2009/11/11/krieg-frieden-und-der-friedensnobelpreis-fur-obama/</link>
<pubDate>Wed, 11 Nov 2009 10:48:23 +0000</pubDate>
<dc:creator>theolounge</dc:creator>
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<description><![CDATA[Noam Chomsky ist Professor für Linguistik am Massachusetts Institute of Technologie (MIT) und hat in]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Noam Chomsky ist Professor für Linguistik am Massachusetts Institute of Technologie (MIT) und hat in]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die Bandbreite: Angst vor Lissabon]]></title>
<link>http://selbstbestimmung09.wordpress.com/2009/11/11/die-bandbreite-angst-vor-lissabon/</link>
<pubDate>Wed, 11 Nov 2009 10:05:15 +0000</pubDate>
<dc:creator>selbstbestimmung09</dc:creator>
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<description><![CDATA[Wieder ein hochaktuelles Video der Musikgruppe &#8220;Die Bandbreite&#8221;!]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Wieder ein hochaktuelles Video der Musikgruppe &#8220;Die Bandbreite&#8221;!</p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/no_Pv7McXVg&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/no_Pv7McXVg&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Článek Fidela Castra, který kritizuje novou dohodu mezi Kolumbii a USA]]></title>
<link>http://srsen.wordpress.com/2009/11/10/clanek-f-castra-ktery-kritizuje-novou-dohodu-mezi-kolumbii-a-usa/</link>
<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 10:11:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>MKultra</dc:creator>
<guid>http://srsen.wordpress.com/2009/11/10/clanek-f-castra-ktery-kritizuje-novou-dohodu-mezi-kolumbii-a-usa/</guid>
<description><![CDATA[The Annexation of Colombia to the US Fidel Castro Global Research, 9. 11. 2009 Anyone with some info]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><h1>The Annexation of Colombia to the US</h1>
<p><span style="color:#000000;"><strong>Fidel Castro</strong></span></p>
<p>Global Research, 9. 11. 2009</p>
<p>Anyone with some information can immediately see that the sweetened ‘Complementation Agreement for Defense and Security Cooperation and Technical Assistance between the Governments of Colombia and the United States’ signed on October 30, and made public in the evening of November 2, amounts to the annexation of Colombia to the United States.</p>
<p>The agreement puts theoreticians and politicians in a predicament. It wouldn’t be honest to keep silence now and speak later on sovereignty, democracy, human rights, freedom of opinion and other delights, when a country is being devoured by the empire as easy as lizards catch flies. This is the Colombian people; a self-sacrificing, industrious and combative people. I looked up in the hefty document for a digestible justification and I found none whatsoever.</p>
<p>Of 48 pages with 21 lines each, five are used to philosophize on the background of the shameful absorption that turns Colombia into an overseas territory. They are all based on the agreements signed with the United States after the murder of the distinguished progressive leader Jorge Eliecer Gaitan on April 9, 1948, and the establishment, on April 30, 1948, of the Organization of American States debated by the foreign ministers of the hemisphere meeting in Bogota, with the US as the boss, during the dramatic days when the Colombian oligarchy cut short the life of that leader thus paving the way to the onset of the armed struggle in that country.<!--more--></p>
<p>- pokračování: <a href="http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&#38;aid=15979">The Annexation of Colombia to the US</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Afghanistan:Der Kupfer-Krieg]]></title>
<link>http://islamicrevolutionservice.wordpress.com/2009/11/09/afghanistander-kupfer-krieg/</link>
<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 16:20:53 +0000</pubDate>
<dc:creator>islamicrevolutionservice</dc:creator>
<guid>http://islamicrevolutionservice.wordpress.com/2009/11/09/afghanistander-kupfer-krieg/</guid>
<description><![CDATA[Im Süden werden demnächst die Abbau-Rechte für Kupfererz im Werte von 1.6 Billionen Dollar an intern]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Im Süden werden demnächst die Abbau-Rechte für Kupfererz im Werte von 1.6 Billionen Dollar an intern]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Der Militarismus bedroht den Fortschritt!]]></title>
<link>http://bluthilde.wordpress.com/2009/11/09/der-militarismus-bedroht-den-fortschritt/</link>
<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 14:41:32 +0000</pubDate>
<dc:creator>politbuerokrat</dc:creator>
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<description><![CDATA[Der Humanist Chávez (natürlich links im Bild) und sein ehem. Verteidigungsminister Baduel, der nach ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><div class="wp-caption alignright" style="width: 270px"><img title="Chavez und das der gehässige Verräter Baduel" src="http://www.foreignpolicy.com/images/080305_chavez.jpg" alt="" width="260" height="186" /><p class="wp-caption-text">Der Humanist Chávez (natürlich links im Bild) und sein ehem. Verteidigungsminister Baduel, der nach konterrevolutionärer Meinungsäußerung Verhaftet worden war.</p></div>
<p>Unser weiser, beliebter, friedliebender und <a href="http://www.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=23244">fortschrittliche</a> Präsident, unser Genosse Hugo Chávez sieht seine bolivarianische Revolution in Gefahr! Die imperialistischen USA und die reaktionäre Regierung Kolumbiens haben vereinbart, gemeinsam bewaffnet gegen Drogenanbau und -Schmuggel in Kolumbien vorzugehen. Das ist ein ganz klarer Rückschritt! Denn angebaut wird Koka, was verarbeitet zu Kokain eine beliebte Droge fortschrittlicher Intellektueller ist. Insbesondere Supermodels können auf den &#8220;Schnee&#8221; nicht verzichten, <!--more-->weil er ihr Hungergefühl unterdrückt und so ihrer Figur zu den eckigen Formen verhilft, <a href="http://bluthilde.wordpress.com/2009/11/07/heidi-klum-die-hilde-benjamin-des-laufstegs/">die für ihre Freiheit von männlicher Unterdrückung von der fortschrittlichen Genossin Klum angeordnet sind</a>.<br />
Reaktionären Kräfte in den USA paßt das ausgermergelte Erscheinungsbild solcher Frauen überhaupt nicht in den Kram. Sie halten an der autoritären Fiktion fest, das Geschlecht sei biologisch bestimmt, nicht gesellschaftlich, und eine Frau habe deswegen auch weiblich-rund auszusehen und könne ruhig kleiner als die durchschnittliche männliche Körpergröße sein. Klar, damit man sie besser unterdrücken kann!<br />
<img class="alignleft" title="Flagge der FARC" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/e/ef/Flag_of_the_FARC-EP.svg/180px-Flag_of_the_FARC-EP.svg.png" alt="" width="180" height="120" />Schlimm sind auch die Sympathien der USA für das rückschrittliche Anliegen Kolumbiens, die Kämpfer der FARC zu bekämpfen, denn sie ist ein Leuchtturm der Revolution. Mit ihren Entführungen, Erpressungen, Morden und Drogenschmuggel führen ihre Aktivisten gekonnt die &#8220;Moral&#8221; der herrschenden Klasse ad absurdum.</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 330px"><img title="Gegen Nationalismus und Imperialismus, für Sozialismus und Chávez!" src="http://eldib.files.wordpress.com/2008/03/wvenez29b.jpg?w=320&#038;h=255" alt="" width="320" height="255" /><p class="wp-caption-text">Immer ein pazifistischen Kampflied auf den Lippen: Venezuelanische Soldaten.</p></div>
<p>So ist es gut und korrekt, daß Genosse Chávez diesem Militarismus mit der Entsendung von Truppen an die Grenze zu Kolumbien begegnet, wie er sie in seiner populären (nicht populistischen!) Fernsehshow &#8220;Aló Presidente!&#8221; Er droht auch konsequent mit Krieg, denn die Kriegslüsternheit und das Bestreben der USA, Lateinamerika zu dominieren, ist eine Unverschämtheit. Genosse General Chávez hingegen will in der Tiefe seines Herzens Frieden und ein möglichst unbedeutendes Land regieren. Aber die selbsternannten Hegemonen wollen das nicht lernen, denn schon im März letzten Jahres hat er 6000 Mann an die Grenze entsandt. Das war wohl nicht deutlich genug. Nun sind es 15000. Es ist löblich, daß er so offen von seinen Kriegsvorbereitungen spricht. Schändlich ist hingegen der US-Militarismus, der in elitären Latein sagt: Si vis pacem, para bellum.</p>
<p>Dazu ist den imperialistischen Monster jedes Mittel recht. <a href="http://www.defenseindustrydaily.com/us-forces-israel-to-freeze-venezuelas-100-million-f16-upgrade-contract-01377/">Sie setzen sogar ihren Verbündeten Israel unter Druck, keine Rüstsätze für F-16-Kampfflugzeuge an Venezuela zu verkaufen</a>.<img class="alignnone" title="Zwei kämpfer gegen US-Imperialismus, Militarismus, Zionismus und für die Menschenrechte der Armen und Unterdrückten." src="http://www.newprophecy.net/Venezuelan_President_Hugo_Chavez_greets__Iranian_President_Mahmoud_Ahmadinejad.jpg" alt="" width="342" height="345" /></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[:: Opel! „taz“! Imperium! – Der multithematische Monumentalartikel in Überlänge]]></title>
<link>http://acherontamovebo.wordpress.com/2009/11/09/opel-%e2%80%9etaz%e2%80%9c-imperium-%e2%80%93-der-multithematische-monumentalartikel-in-uberlange/</link>
<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 02:48:05 +0000</pubDate>
<dc:creator>Sathom</dc:creator>
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<description><![CDATA[…weshalb Genuß von Knabberzeug beim Lesen und Pinkelpausen ausdrücklich erlaubt, sogar empfohlen sin]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="text-align:justify;">…weshalb Genuß von <strong>Knabberzeug</strong> beim Lesen und <strong>Pinkelpausen</strong> ausdrücklich erlaubt, sogar <strong>empfohlen</strong> sind.</p>
<p style="text-align:justify;">Und worum geht’s? Nun, das verrät Herrn Sathoms</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Prolog: GM behält Opel, die „taz“ kommentiert</strong></p>
<p style="text-align:justify;">Tja, es ist so gekommen, wie man schon vor der Wahl hätte <strong>ahnen</strong> können (oder besser: <strong>wissen</strong> mußte, da es sich bereits <strong>abzeichnete):</strong> General Motors möchte Opel doch lieber <strong>behalten.</strong> Gewerkschaftler und Politiker heulen auf, da der präferierte Magna-Deal nun <strong>gescheitert</strong> ist – wobei, wie die „taz“ am 05.11. ganz richtig schrieb, es gar nicht so sicher ist, ob Magna die bessere <strong>Alternative</strong> für die Opel-Beschäftigten gewesen wäre, wollte doch auch Magna mehr als 11.000 <strong>Stellen</strong> abbauen und bot zwar Bestandsgarantien für die Werke, deren <strong>Einhaltung</strong> jedoch in den Sternen stand. Die pflichtschuldige Empörung der Politik, auch damit hat die „taz“ Recht, klingt nach heimlicher <strong>Erleichterung</strong> – man hat die Sache vom <strong>Hacken,</strong> wäre Opel mit Magna zugrundegegangen, wäre die Politik, welche das Magna-Modell propagierte, verantwortlich gewesen, geht’s nun mit General Motors schief, dann ist allein <strong>GM</strong> in der Verantwortung.</p>
<p style="text-align:justify;">So weit, so gut – oder vielmehr schlecht. Was an der „taz“-Berichterstattung (genauer gesagt, am Tenor der Kommentare) jedoch bei aller sachlicher Richtigkeit ebenfalls auffällt, gibt Herrn Sathom zu <strong>denken</strong>.</p>
<p style="text-align:justify;"><!--more  [Weiterlesen]--></p>
<p style="text-align:justify;">Eine gewisse klammheimliche <strong>Freude,</strong> welcher unter Ausblendung des Schicksals der Opel-Beschäftigten der Stand der Dinge in einem Fall Anlaß zur <strong>Häme,</strong> ein andermal zum wertenden Schmähen der Kritiker an der GM-Entscheidung ist, berührt ihn bei Lektüre der <strong>Kommentare</strong> unangenehm. Und beides hat einen <strong>Grund</strong> – einen ganz spießigen, ideologischen Grund, wurzelnd in einer Einstellung, die sich zwar für unideologisch <strong>hält,</strong> aber sehr wohl Ideologie (im Sinne von <strong>Weltdeutungssystem</strong> und Selbstdefinition anhand der Wertungen und Stereotypen, welche dieses System anbietet) <strong>ist,</strong> wie Herr Sathom im Folgenden einmal aufzeigen möchte. Er wird dazu weiter ausholen müssen.</p>
<p style="text-align:justify;">Lesen wir jedoch erstmal rein: gleich auf der <strong>Titelseite</strong> geht’s los. Die „angeblich so weltoffenen Deutschen“, erzählt uns Kommentator Ralph Bollmann dort, hätten bereits im Wahlkampf „die hässliche Fratze des Ressentiments“ gezeigt; die Amerikaner wären gebrandmarkt worden als „böse Turbokapitalisten“, die den „anständigen deutschen Arbeiter aussaugen“, die Italiener als „schmierige Geschäftemacher“, die deutsche <strong>Subventionen</strong> abzocken wollen. Herr Bollmann berichtet über die Reaktionen auf die Ereignisse und deren Vorlauf auch auf Seite 3 (unter dem Titel &#8220;Ende des Wahlkampfs, Ende der Verantwortung&#8221;) und analysiert die scheinheilige, geheuchelte <strong>Empörung</strong> der Politiker und die Motive für dieselbe dort sehr schön und <strong>luzide; </strong>hier fiel Herrn Sathom nur eine Formulierung auf, die dem Tenor seines <strong>Kommentars</strong> entspricht, wenn er davon redet, die Politiker überböten einander in &#8220;Schimpftiraden über die amerikanischen Manager&#8221;. Das muß nichts heißen, könnte nur ein weitere Darstellung ihrer Heuchelei sein, bekommt in Zusammenhang mit seinem Kommentar gesehen aber doch einen leicht anderen <em>spin.</em> Die Wahl des Begriffs &#8220;Schimpftiraden&#8221; deutet auf albernes <strong>Gezeter</strong> hin, ganz und gar unberechtigt, was zufällig sein mag, aber im Kontext mit dem Kommentar doch einen Rückschluß auf die Gesamtsichtweise des Autors zuläßt, auf seine <strong>Einschätzung</strong> bzw. <strong>Wertung</strong> der handelnden Parteien, die Herrn Sathom recht einseitig erscheint, wie er auszuführen gedenkt.</p>
<p style="text-align:justify;">Zum Kommentar in der Kolumne „Verboten“ (das ist die hämische) wird sich Herr Sathom weiter unten noch äußern, und auch immer wieder auf die hier besprochenen Texte zurückkommen.</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Kapitel 1: Herr Sathom kommentiert den „taz“-Kommentar</strong></p>
<p style="text-align:justify;">Zunächst einmal: es ist <strong>wahr,</strong> daß man hierzulande mit dem Kopf im <strong>Arsch</strong> herumlief, auch gewerkschaftlicherseits, und einem das Schicksal der Werktätigen in <strong>anderen</strong> europäischen Ländern egal war, ja, man sogar sich bereit fand, zu deren <strong>Schaden</strong> zu handeln. Was eine <strong>Schande</strong> und zudem eine ausgesprochene <strong>Dämlichkeit</strong> ist, eine Dämlichkeit, die leider typisch ist und deswegen <strong>kontraproduktiv,</strong> weil der <strong>Tunnelblick</strong> von Politikern und denjenigen (nicht allen) Gewerkschaftlern, die immer nur wie <strong>hypnotisiert</strong> auf den unmittelbaren nationalen <strong>Nahbereich</strong> starren,  ein Staatsgrenzen übergreifendes, solidarisches Agieren gegen die ja ebenfalls international agierenden Konzerne <strong>verhindert.</strong> Es ist auch wahrhaft <strong>brechreizerregend,</strong> wenn sich deutsche Politiker beleidigende, von widerwärtigen Ressentiments triefende <strong>Ausfälle</strong> erlauben, um den Zorn der Arbeitnehmer auf ihre Kollegen in anderen Landen zu lenken (siehe unten).</p>
<p style="text-align:justify;">Wollte man darauf kritisch hinweisen, wäre Herr Sathom ganz <strong>einverstanden.</strong> Doch solche Kritik, meint Herr Sathom, ist nicht das <strong>Einzige,</strong> was aus des Herrn Bollmann oder der „taz“-Kommentare Aussagen insgesamt spricht. Deren Perspektive gründet vielmehr ebenfalls auf eigenen Ressentiments – so meint jedenfalls Herr Sathom. Weshalb? Nun, lassen wir mal beiseite, ob wirklich jemand von „anständigen deutschen Arbeitern“ oder „schmierigen“ Italienern <strong>gesprochen</strong> hat, oder ob dies lediglich Zuspitzungen (bzw. Phantasien) des Herrn Bollmann sind, für den das einfach so <strong>passen</strong> würde, weil man als intellektueller Journalist ja „weiß“, wie die Prolls da unten <strong>ticken, </strong>so daß man ihnen mit derlei rassistischem Gefasel kommen kann  &#8211; was der Kommentar ja <strong>impliziert,</strong> da er sie als <strong>Zielpublikum</strong> antiamerikanischen Geschwätzes <strong>voraussetzt.</strong> Richtet sich Herrn Bollmanns Kritik hingegen ausschließlich gegen die Politiker, oder abstrahiert von dem, was diese an Dumpfkram <strong>tatsächlich</strong> geäußert haben, dann will Herr Sathom nichts gesagt haben; doch er hegt Zweifel. Daß nämlich Herrn Bollmann nicht <strong>auffällt,</strong> daß neben deutschen auch hiesige türkische und andere migrierte Angestellte von der Opel-Krise betroffen, somit also <strong>auch</strong> Zielpublikum der GM-Kritik sind (immer vorausgesetzt, seine Implikation eines Zielpublikums sei von ihm reflektiert worden), läßt Herrn Sathom sich fragen, ob solche Übersehung nicht konsequenterweise sein muß, <strong>damit</strong> es so gut paßt: Arbeitnehmer mit <strong>Migrationshintergrund</strong> könnten ja schlecht Adressaten auslandsfeindlicher Parolen sein – ihre Existenz und Betroffenheit muß also <strong>ausgeblendet</strong> bleiben, wenn man in der <strong>Phantasie</strong> schwelgen will, nur dumpfnationalistische Affekte motivierten die GM-Kritik, eben weil diese Phantasie ein rein deutsches, zudem durchweg durch Beschwörung solcher Affekte <strong>beeinflußbares</strong> Publikum für solche Kritik voraussetzt. Dies verweist zumindest indizienhaft auf ein Reservoir eigener Vorurteile bezüglich der Arbeitenden, aus dem der Autor schöpft; denn nur die implizite Annahme eines auf verhetzende Parolen <strong>ansprechbaren</strong> Publikums unter den Beschäftigten erlaubt seine Darstellung, die (ebenfalls implizit) suggeriert, daß alle GM-Kritik sich in Ressentiments gegen die doch vollkommen unschuldigen „Turbokapitalisten“ bei GM <strong>erschöpft.</strong> Daß er, wenn er tatsächlich nur der <strong>politischen</strong> Zunft ihre <strong>Brandreden</strong> vorhalten will, sich zumindest verdammt unpräzise ausdrückt („die Deutschen“ zeigten „die hässliche Fratze des Ressentiments“, nicht „die deutschen Politiker“), ist darüber hinaus zumindest ein Indiz dafür, daß er entweder sprachlich zu wenig <strong>differenziert,</strong> oder tatsächlich Arbeitnehmer und Politiker als eine xenophobe <strong>Melange</strong> denkt, aus welcher die nicht deutschstämmigen (aber immerhin ja möglicherweise <strong>wahlberechtigten)</strong> Arbeitnehmer qua <strong>Nichtwahrnehmung</strong> herausfallen. Jedenfalls weiß der Kommentator: die Adressaten solch tumber Parolen haben „Instinkte“, welche Merkel und Steinmeier im Wahlkampf &#8220;bedienten&#8221; – was soll denn das heißen? Man <strong>kennt</strong> diese Primitiven ja, instinktgesteuert eben? Das paßt allerdings ins Weltbild einer pseudolinken Avantgarde.</p>
<p style="text-align:justify;">Wohl wahr: die Wahlkämpfer <strong>haben</strong> die Opellaner wie auch die Quelle-Beschäftigten <strong>verarscht,</strong> dabei auch <strong>Illusionen</strong> genährt (wen dies mit <strong>Schadenfreude</strong> wider die leichtgläubigen <strong>Betroffenen</strong> erfüllt, der möge einmal <strong>selbst</strong> in die Situation kommen, darin er vor Existenzangst nach jedem <strong>Strohhalm</strong> zu haschen bereit ist); die aus Herrn Bollmanns Kommentar nun einmal sprechende <strong>Annahme</strong> aber, die Beschäftigten seien ein dankbares <strong>Zielpublikum</strong> für antiamerikanische Ressentiments (könnten eben mit diesen &#8220;bedient&#8221; werden&#8221;), durchweg deutschnationale <strong>Dumpfbacken,</strong> die auf derlei fremdenfeindliche Parolen reagieren wie pawlowsche Hunde, die gleichzeitige <strong>Ausblendung</strong> des Umstands, daß zu ihnen durchaus auch Türken, Italiener und wer nicht noch zählen, zeigt, daß hier ein <strong>dünkelhaftes,</strong> im Grunde genommen dem pseudotoleranten, pseudoaufgeklärten großbürgerlichen <strong>Spießertum</strong> entstammendes Vorurteil gegen die „Proleten“ wirkt – auch wenn dies dem Autor möglicherweise gar nicht <strong>bewußt</strong> ist. Den Eindruck verstärkt der Umstand, daß die Verantwortlichen bei GM – auch in anderen Kommentaren und Darstellungen dieser Ausgabe – von jeder Kritik <strong>freigestellt</strong> werden, ja, angesichts der Darstellung des einzig und allein betonten inländischen Versagens (das ja auch wirklich vorliegt) wie die zu Unrecht verfolgte <strong>Unschuld</strong> erscheinen (die man mit &#8220;Schimpftiraden&#8221; überhäuft). Nicht zuletzt durchzieht alle Kommentare ein Unterton von „geschieht ihnen (auch dem Herrn Klaus Franz &#8211; von dessen möglichen Motiven man durchaus nichts halten muß, wie Herr Sathom findet &#8211; der auf Seite 2 von Klaus-Peter Klingelschmitt porträtiert wird) recht, weil sie vorher so frech waren“ – eine Häme, die <strong>deplaziert</strong> ist, weil die Zeche die Arbeitnehmer zahlen, nicht die Politiker oder der Betriebsratschef Franz, und die zudem von der typischen großbürgerlichen <strong>Schadenfreude</strong> zeugt, die immer befriedigt <strong>grient,</strong> wenn einem, der sich nicht benommen hat, etwas <strong>Schlimmes</strong> widerfährt.</p>
<p style="text-align:justify;">Dabei fällt, wie gesagt, an der Gesamtberichterstattung der „taz“ die Bewertung des Verhaltens von GM als durchweg <strong>positiv</strong> auf: in der Kolumne „Verboten“ freut man sich, die „undogmatischen Amerikaner“ hätten die „verkniffenen Gurken“ der deutschen Politik <strong>blamiert;</strong> überhaupt, so der Gesamttenor, handelten die GM-Leute doch völlig nachvollziehbar, wollten sich eben nicht um Opels Know-How bringen, etc. Schön, daß das Geschick der um ihr Einkommen bangenden so <strong>pupsegal</strong> ist – Hauptsache, man kann sich freuen, daß die doofen <strong>Politkasperl</strong> dumm dastehen.</p>
<p style="text-align:justify;">Herr Sathom meint jedenfalls, daß bereits die Interpretation des Handelns von GM als „undogmatisch“ eine verzerrte <strong>Wahrnehmung</strong> ausdrückt; denn gegen was für ein Dogma soll GM denn hier gehandelt haben? Die Aussage ist <strong>sinnlos;</strong> es entsteht der Eindruck, daß „undogmatisch“ hier ein auswechselbares <strong>Nullwort</strong> ist (man hätte ebensogut „pragmatisch“ oder „unideologisch“ sagen können), das einfach zur Anwendung kommt, weil das Handeln des GM-Vorstands richtig sein soll, <strong>muß,</strong> und daher &#8211; ob nun in absichtlicher Verzerrung oder ganz einfach dem unbewußten Wahrnehmungsfilter des Autors entsprechend &#8211; einer beliebigen, positiv besetzten <strong>Floskel</strong> zu seiner Bewertung bedarf. Davon, um was für einen Wahrnehmungsfilter es sich dabei <strong>handelt,</strong> wird noch die <strong>Rede</strong> sein.</p>
<p style="text-align:justify;">Ironischerweise gehen nun <strong>beide</strong> Sichtweisen, die der „taz“ wie auch der Geschmähten (eines Jürgen Rüttgers etwa, der sich nun durch Verwendung des Schlagworts „Turbokapitalismus“ profilieren will), an der Sache <strong>vorbei.</strong> Die Ursachen der Opelkrise sind vielschichtig und – wie bei Quelle auch – teilweise hausgemacht, allerdings eben nicht nur daheim, sondern <strong>international;</strong> die Politiker greifen daher bei ihren Anwürfen gegen GM auf berechtigte, im Zuge der Weltwirtschaftskrise aufgekommene Kritik an kapitalistischen Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen zurück, klären jedoch diese Zusammenhänge nicht auf, sondern kleiden sie statt dessen in griffige <strong>Parolen,</strong> da eigenes Versagen (eher: Hilf- und Konzeptlosigkeit) so nicht eingeräumt werden muß (wobei man auch nicht von Herrn Rüttgers’ Auftreten auf „die Politiker“ verallgemeinern sollte). Ressentiment und Appell ans Nationalgefühl spielen dabei sicherlich eine Rolle, das leugnet auch Herr Sathom nicht, dem in der Gesamtdiskussion die dumpfe <strong>Schmähung</strong> ausländischer Arbeitnehmer, wie Herr Rüttgers sie ja <strong><a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,646974,00.html" target="_blank">übte,</a></strong> jedoch viel unangenehmer aufstößt als Gezeter wider irgendwelche Manager (die werden sich schon zu trösten wissen). GMs Kursänderung selbst ist durch einen <strong>Vorstandswechsel</strong> zudem durchaus erklärbar, und nicht das Ergebnis böser Machenschaften. Dennoch: zwar hat Opel schon in den 1980ern aus in Heimarbeit entstandenen Gründen an Boden verloren <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Opel#1980_bis_2008_.E2.80.93_Sinkende_Abs.C3.A4tze.2C_Qualit.C3.A4tsprobleme" target="_blank">(„López-Effekt“),</a></strong> doch waren bereits auch in dieser Zeit schon <strong>Versäumnisse</strong> der schnell wechselnden <strong>GM-Führungskräfte</strong> Ursache einer verfehlten Modellpolitik und mangelnden Qualitätssicherung, die der Marke Opel <strong>schadeten;</strong> während der Finanzkrise geriet Opel dabei zudem in die Lage, finanzielle Außenstände des Mutterkonzerns mit ausbaden zu müssen. Kein „taz“-Kommentar verfolgt diese <strong>tatsächlichen</strong> Ursachen der Opel-Krise zurück; es scheint beinahe, als <strong>müsse</strong> GM einfach die Rolle der „guten“ Seite zufallen, und als müßten die Pleitegründe einseitig bei Opel verortet werden, auch damit die deutschen Politiker ausschließlich (und nicht nur neben Anderen) die „Bösen“ oder die „Dummen“ sein können.</p>
<p style="text-align:justify;">Anstatt jedenfalls die Entwicklung wirklich analytisch zu <strong>durchleuchten,</strong> reagieren die „taz“-Kommentatoren auf die Verbaldurchfälle der Politik mit ihrer eigenen <strong>Märchenstunde,</strong> bei der sie – dies eine weitere Ironie und eben der Punkt, der Herrn Sathom unangenehm auffiel – die <strong>Selbststilisierung</strong> des neoliberalen Wirtschaftsliberalismus ungebrochen <strong>übernehmen:</strong> GM handelt „undogmatisch“ (dieses Schlagwort beinhaltet, ebenso wie „unideologisch“, qua Assoziation stets die Wertung „gut und richtig“), schön <strong>unverkrampft</strong> eben, die „bösen Turbokapitalisten“ gibt’s gar nicht, wer sie kritisiert, ist ein nationalistischer Dumpfhansel, und wer sein Handeln an ihren Ankündigungen ausrichtete, ohnehin ein naiver Idiot. Solche Meinungen (und wenn sie auch in den Kommentaren nur implizit durchschimmern) greifen allerdings auf eine ganz bestimmte moderne <strong>Mythologie</strong> zurück. Der Kapitalismus, so die solcher Einschätzung zugrundeliegende Mythe, ist kosmopolitisch, ressentimentfrei, rational und edel, Kritik oder gar Widerstand gegen ihn sind stets und <strong>grundsätzlich</strong> Ausdruck kleinkarierten Ressentiments, dumpfen und provinziellen <strong>Lokalpatriotismus,</strong> eben „instinktgesteuert“ &#8211; was immer das <strong>heißen</strong> mag, wenn von Menschen, und nicht von Lemmingen oder <strong>Eichhörnchen</strong> die Rede ist. Vielleicht, daß aus der Sicht derjenigen, die von „Instinkten“ schwafeln, der nicht akademisch gebildete oder am Schreibtisch tippende Mensch dem Tierreich <strong>näher</strong> steht als sie <strong>selbst?</strong> Und um diese überhebliche Arroganz geht es Herrn Sathom.</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Exkurs: Mythologie des Wirtschaftsliberalismus</strong></p>
<p style="text-align:justify;">Aber verweilen wir noch kurz bei dem Mythos des kosmopolitischen, wunderbar multikulturellen <strong>Wirtschaftsliberalismus.</strong> Denn <strong>aufgepaßt:</strong> es meint Herr Sathom, daß jene selbststilisierende Mythe des Liberalismus auf ein Welt- und Menschenbild zurückgreift, welchem auch die akademische oder linke Elite <strong>anhängt,</strong> weshalb letztere manchmal ins selbe <strong>Fahrwasser</strong> geraten kann (klingt absurd? Man lese weiter). Jedenfalls: durch die Einsetzung seines oben genannten Mythos hat der Wirtschaftsliberalismus -  bzw. haben seine Herolde und Künder &#8211; ein wunderbares <strong>Kunststück</strong> vollbracht. Sie selbst nämlich sind es, welche die Menschen all der vielen Staaten und Nationen auf unserer schönen blaugrünen Murmel heutzutage gegeneinander <strong>ausspielen:</strong> inter- und übernational agierend kann der neoliberale Kapitalist Arbeitsschutzbestimmungen, Tarifvereinbarungen, Umweltschutzauflagen und was immer sonst noch seinem ungehemmten Profitstreben im <strong>Weg</strong> steht, einfach umgehen, indem er Arbeitsplätze dahin verlagert, wo immer es seinem Nutzen am Ehesten <strong>frommt;</strong> spuren die dortigen Arbeitnehmer nicht mehr oder läßt sich’s woanders noch billiger produzieren, wird flugs die Arschkarte gezeigt und wieder <strong>umgezogen.</strong> Bestehende Infrastrukturen und lokale Märkte werden <strong>plattgemacht,</strong> und alle Menschen auf der ganzen weiten, schönen Welt werden dadurch von Bauern, Handwerkern oder gut bezahlten Facharbeitern zu unterbezahlten Niedriglohnsklaven, deren Existenz ständig auf der<strong> Kippe</strong> steht, was sie jedem Wollen der Großverdiener am Ende der Nahrungskette nur um so<strong> mehr</strong> ausliefert (ein schönes Beispiel dafür ist, wie italienische Konzerne (uh-oh, hoffentlich hat Herr Sathom durch bloßen Gebrauch des Adjektivs jetzt nicht <strong>Ressentiment</strong> bewiesen) in afrikanischen Herstellerländern von <strong>Tomaten</strong> die Inlandsmärkte niedermachen, worauf die ursprünglichen Bauern als <strong>Lohnmigranten</strong> anderswo für Hungerlöhne die Tomaten der Konzerne pflücken dürfen). Kosmopolitisch ist dieser Kapitalismus allerdings, jedoch nur in einer Hinsicht: er sieht die Menschen allüberall als <strong>dasselbe</strong> an, als ausbeutbare <strong>Sklaven</strong> eben. <strong>Liberal</strong> an ihm ist nur, daß er sich selbst großzügig die Freiheit zugesteht, jeden Menschen und alle Ressourcen <strong>gleichermaßen</strong> auszuplündern, ganz gemäß des libertinistischen Mottos „might makes right“, das auch jedem <strong>Jackenabzieher</strong> auf dem Schulhof eignet; unideologisch ist er dabei <strong>keineswegs,</strong> sondern greift auf die Ideologie ganz bestimmter Gesellschaftsschichten zurück, doch dazu mehr unten. Die <strong>Propagandisten</strong> dieses Paläoliberalismus jedoch haben, auch hierzulande, nichts Besseres zu tun, als <strong>Verschlechterungen</strong> für die Arbeitnehmer vor Ort damit zu rechtfertigen, daß im Land XY eben billiger produziert werden könne, und Werktätige und deren Vertreter damit zu <strong>erpressen:</strong> beißt in den sauren Apfel, oder wir gehen nach Polen, Rumänien, oder sonstwohin. Ja, liebe Leute, so tönt es aus den Mündern der Kapitalisten und ihrer Herolde, das ist die <strong>Globalisierung,</strong> die Menschen aller Länder sind eure Konkurrenten, hier tobt der Kampf ums Dasein, ihr müßt mit diesen allen euch um den letzten <strong>Brotkanten</strong> schlagen.</p>
<p style="text-align:justify;">Welche cleverer Schachzug: die Befürworter eines skrupellosen, sozialdarwinistischen Brutalkapitalismus <strong>selbst</strong> sind es, welche heutzutage leisten, was der einst Nationalismus bewirkte: die Bevölkerungen gegen die der jeweils anderen Länder aufzubringen, auf gegenseitiges <strong>Konkurrenzdenken</strong> einzustimmen, sie lehren: der Chinese ist euer<strong> Feind,</strong> der läßt sich williger ausbeuten, also macht’s genauso, oder <strong>verreckt</strong> halt – auf jeden Fall werdet ihr von Allen auf der ganzen Welt bedroht, der Mensch ist es Menschen Wolf, es kämpft jeder gegen jeden, im jeweiligen Landesinneren wie <strong>globusweit,</strong> und so muß es  &#8211; gemäß unserer Ideologie – auch sein. So gelingt es ihnen, <strong>drei Fliegen</strong> mit einer Klappe zu schlagen: sie <strong>entsolidarisieren</strong> die Menschen nicht nur innerhalb <strong>desselben</strong> Landes (was sie vermittels anderer Propaganda bewerkstelligen, etwa der, daß Arbeitslose und Verelendete nur leistungsunwillige Schmarotzer seien, sozialer Abstieg nicht systembedingt, sondern persönliche Unfähigkeit und Versagen) sondern verhindern zugleich eine internationale Solidarisierung oder <strong>Netzwerkbildung,</strong> welche ihrem internationalen Handeln <strong>gegensteuern</strong> könnte, indem sie Nationalstaaten als Wirtschaftsstandorte gegeneinander ausspielen und die dort lebenden Menschen glauben machen, sie müßten mit anderen Völkern um die Gunst der Konzerne buhlen, in einer Konkurrenz, darin es oft ums nackte Leben geht; werden sie aber kritisiert, so können sie eben jene Feindseligkeiten, die sie selbst erst <strong>aufgebauscht</strong> haben, ihren Kritikern unterstellen (zumal wenn diese dämlich genug sind, verbal auf die Arbeitenden in anderen Ländern loszugehen, statt auf die Nutznießer des Ganzen, von denen damit der Zorn erfolgreich auf andere Ziele umgelenkt wurde). Gewiß: es ist zum <strong>Kotzen,</strong> daß sie das Konkurrenzdenken zu anderen Nationen, auf welche sie dazu zurückgreifen, bereits <strong>gebrauchsfertig</strong> vorfinden (und eben nicht nur hierzulande, sondern anderenorts <strong>auch,</strong> was der Linksintellektuelle allerdings nicht gern hört – daß es nämlich Rassisten und Nationalisten, jenes schändliche Pack, in aller Welt gibt und nicht nur dort, wo sein Dünkel sie <strong>allein</strong> verortet sehen möchte, bei hiesigen Prolls, die er stereotyp als alle <strong>gleich,</strong> und als unter ihm stehend betrachtet); es ist <strong>erbärmlich,</strong> daß Politiker auf solche Feindbilder <strong>zurückgreifen,</strong> wobei sie allerdings interessanterweise diese wechseln wie die <strong>Hemden:</strong> je nachdem, welcher Zeitgeist gerade waltet, ist der enthemmte Kapitalismus einmal <strong>gut,</strong> einmal <strong>bös,</strong> der Arbeitnehmer einmal fauler <strong>Krankfeierer,</strong> der zu hohe Lohnnebenkosten verursacht und dem chinesischen Kollegen an Fleiß nicht gewachsen ist, einmal armes <strong>Opfer</strong> ausländischer Konzerne, die perfiderweise jenem chinesischen Kollegen den Job geben, welcher doch von rechts wegen ihm zustünde. Noch schlimmer, daß, obwohl viele Gewerkschaftler sich durchaus um über- wie internationale <strong>Zusammenarbeit</strong> mit ihren Kollegen anderer Länder bemühen, manche von ihnen doch aus Profilierungssucht oder Eigennutz dieselben Ressentiments <strong>aufgreifen.</strong></p>
<p style="text-align:justify;">Denn besagter Ideologie gelingt es dadurch, die Menschen zu entsolidarisierten <strong>Einzelkämpfern</strong> zu machen, innerstaatlich wie international, so daß sie, vereinzelt und auf sich gestellt, in jedem anderen nur den <strong>Feind,</strong> den Wettbewerber, den Konkurrenten ums nackte <strong>Überleben</strong> sehend, um so leichter <strong>genasführt</strong> und in jederlei Ausbeutung <strong>gezwungen</strong> werden können, sind sie doch ein jeder für sich allein dem von Kapitalbonzen gesteuerten Markte, den Launen nackter Gier ausgeliefert. Die <strong>wahrhaft</strong> ressentimentfreie, nicht-nationalistische, nicht engstirnig auf die eigene Region schielende und kosmopolitische Orientierung hingegen bestünde darin, sich gewahr zu werden, daß die Grenzen nicht zwischen Ethnien und Ländern, sondern trotz aller Unterschiede in Herkunft und Kultur zwischen oben und unten, arm und reich, Ausbeuter und Ausgebeutetem verlaufen. Und daß auf beiden Seiten Menschen jederlei Abkunft stehen. Wem das zu sehr nach sozialistischer <strong>Internationale</strong> klingt, der sei getrost: nach Sozialismus schreit Herr Sathom gar nicht. Sondern (ganz unideologisch, gell) danach, daß die Menschen begreifen müßten, daß ganz banal und konkret gegen ihre <strong>Interessen</strong> gehandelt wird, und zwar global, und daß sie dagegen folglich auch nur global <strong>angehen</strong> können und nicht, indem sie sich gegeneinander ausspielen lassen.</p>
<p style="text-align:justify;">Die Verlogenheit und <strong>Heuchelei</strong> der Rhetorik des globalen Totalliberalismus erweist sich an vielerlei Beispielen. Etwa, wenn sie Menschen weismacht, die Forderung nach sozialer Gerechtigkeit sei <strong>Gleichmacherei,</strong> dieweil die so Redenden eifrig daran wirken, die Geschmacksnerven Aller weltweit auf das gleiche <strong>Hamburgerprodukt,</strong> der Geschmacksnerven Inhaber hingegen zu überall gleichermaßen unterwürfig-unterbezahlten <strong>Lohnsklaven</strong> zu dressieren; wenn sie <strong>„Provinzialismus“</strong> schreit, sobald sich erweist, daß sich regionale Produkte vor Ort gewinnbringend absetzen lassen, so als sei das Essen eines regionalen Käseprodukts schon Ausdruck von <strong>Rassismus,</strong> während sie weltweit einheimische Märkte hinwegpflügt, auf daß der afrikanische Bauer wie der Regenwaldindianer gleichermaßen ihre abhängigen <strong>Knechte</strong> werden mögen, und dies, obwohl jene aus eigener Kraft vielleicht sehr wohl zu wirtschaftlicher und in der Folge auch gesellschaftlicher Verbesserung gelangen könnten, funkte man ihnen nicht dauernd <strong>dazwischen.</strong></p>
<p style="text-align:justify;">Nun ist Herr Sathom Verschwörungstheorien abhold, und hält derlei nur für teilweise geplant; vielmehr meint er, daß all die „unideologischen“ Vertreter des Raubtierkapitalismus einfach gemeinsamen Vorurteilen, Stereotypen und Weltdeutungen anhängen, gemäß derer sie handeln, und in denen sie einander auch <strong>bestätigen,</strong> so wie’s provinzielle Stammtischbrüder untereinander <strong>auch</strong> tun. Mit anderen Worten: sie hängen <strong>durchaus</strong> einer Ideologie an; nämlich der, daß es per se bessere und schlechtere Menschen gäbe, daß dieses besser oder schlechter allein an Maßstäben <strong>ökonomischen</strong> Erfolgs zu messen sei, daß sie selbst als die <strong>Prosperierenden</strong> per Rückschluß automatisch die Besseren (auch moralisch, da der richtigen Einstellung teilhaftig), Klügeren, Leistungsfähigeren usw. usf. seien, und alle anderen Menschen nur ein irgendwie wenigstens noch einigermaßen nutzbringend anzuwendender Schmutz. Dabei fußen ihre Anschauungen auf einer Art irrationalem naturalistischem <strong>Monismus,</strong> denn Sie nehmen an, daß ihr Handeln kosmischen, naturgesetzhaften <strong>Prinzipien</strong> entspricht, etwa den „Gesetzen des Marktes“, von denen sie reden wie von nicht menschengemachten, sondern höheren Mächten zu dankenden <strong>Naturgesetzen, </strong>oder eben dem Prinzip vom Überleben des Stärkeren, das sie überall in der Natur verwirklicht sehen, weshalb es ja auch für die Menschen das <strong>Richtige</strong> sein müßte. Sich selbst sehen sich dabei als die avantgardistischen, mondänen Global Players, und betrachten zugleich diejenigen, die ihren Gewinn überhaupt erst <strong>erwirtschaften,</strong> als beschränkte, provinzielle Höhlenmenschen. Herr Sathom unterstellt ihnen dabei weder weltweite Verschwörung noch nur irgendeine ihnen selbst im geringsten bewußte <strong>Bosheit;</strong> sondern vielmehr eine festgefügte Recht-des-Stärkeren-Weltanschauung, gepaart mit grandioser Überheblichkeit, Selbstherrlichkeit und elfenbeinturmgeborener (wiewohl die Türme eher aus Glas, Stahl und Beton sind) <strong>Realitätsferne,</strong> die sie vollkommen unempathisch und <strong>blind</strong> macht gegenüber dem, was die Konsequenzen ihres Tuns für Andere sind. Die beispielhaft aufgeführten inneren Widersprüche ihrer Argumentation sind dabei weniger bewußte <strong>Heuchelei,</strong> als vielmehr Rückgriffe auf das jeweils passende Klischee aus der Kiste ihrer eigenen <strong>Weltdeutungsstereotypen</strong> (und Klischees müssen ja nicht logisch verknüpfbar sein).</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Kapitel 2: Der Dünkel der intellektuellen Eliten</strong></p>
<p style="text-align:justify;">Was, zum <strong>Henker,</strong> wird sich Manche(r) nun <strong>fragen,</strong> hat das mit Unterton und Tenor der „taz“-Kommentare zu tun, welche Herr Sathom monierte? <strong>Gemach,</strong> Herr Sathom zeigt es auf.</p>
<p style="text-align:justify;">Denn hier schließt sich der Kreis. Fragt man nämlich nun, weshalb die „taz“-Kommentare den von den Apologeten des Brutalliberalismus gehäkelten <strong>Mythos </strong>bzw. dessen rhetorische, stereotype Gleichungen <strong>(undogmatisch</strong> (oder wenn’s beliebt auch „unideologisch“) = <strong>gut,</strong> Ablehnung = instinktgesteuert (ergo unvernünftig, nicht intellektuell), häßlich und fratzenhaft (seltsamerweise eine sehr alte rassistische Stereotype, die da gegen die, denen man ihr Ressentiment vorhält, herbeizitiert wird)) so bereitwillig <strong>übernehmen,</strong> dies noch gewürzt mit überheblicher Herablassung, dann zeigt sich: diese Ideologie des <strong>Dünkels</strong> ist paradoxerweise, was konservative, wirtschaftsliberal-kapitalistische, linke (und auch rechte) Möchtegernüberlegene <strong>eint.</strong> Es ist dies der Dünkel des sich seiner intellektuellen, vielleicht gar naturgegebenen <strong>Überlegenheit</strong> gewissen Schnösels, der sich ob der geistigen <strong>Höhen,</strong> die zu erreichen er sich imstande meint, weit über dem gewöhnlichen <strong>Pöbel</strong> schwebend wähnt, auf welchen er verächtlich herabblickt; es ist der Wahn des „kulturell Höherstehenden“, den einst Herr Klaus Theweleit in seinen „Männerphantasien“ so trefflich (als „Phallus der Höhen“) diagnostizierte, desjenigen, dem die abendländische Ideologie vom höherstehenden <strong>Geistigen</strong> die Grundlage dafür liefert, sich weit über jenen zu meinen, die sich die <strong>Finger</strong> schmutzig machen müssen (wenn auch nur im übertragenen Sinne nichtintellektueller Arbeit).</p>
<p style="text-align:justify;">Und eben dieser Typus des heutigen Bohémiens ist es, der reflexartig die, welche um ihr kleines <strong>Zuhause</strong> bangen, die mundane Sorgen um Allerweltszeug wie Geld und Job umtreiben, für tumbe <strong>Tölpel</strong> hält, solche, die <strong>natürlich</strong> dumpfen Ressentiments anhängen, leicht zu verscheißern sind und sich sowieso nur <strong>instinktgesteuert</strong> verhalten. Gegenüber solchen fühlt er sich dem global agierenden <strong>Firmenvorstand</strong> doch immer noch seelenverwandter, ja, qua eigenen übernationalen Durchblicks beinahe eben solch ein <strong>Weltbürger</strong> wie dieser. So ist ihm der GM-Vorstand eben gefühlsmäßig irgendwie näher als der Politiker oder Arbeitnehmer, die in seinen Augen ja dumpf-provinzielle Instinkthöhlenmenschen sind. So daß im Zweifelsfall er weiß, welche die Guten, welche die Bösen sind.</p>
<p style="text-align:justify;">Er ist dabei kein Angehöriger der <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Boheme" target="_blank">Bohème</a></strong> oder des Bürgertums als Schicht im althergebrachten Sinne, wiewohl er beiden <strong>entsprang</strong> und auf deren ideologischen Gleichungen fußt; er bildet eine eigene, in allen Ländern bestehende, durch identische <strong>Auffassungen</strong> gekennzeichnete Schicht. Ganz gleich ob mit <strong>Laptop,</strong> gelgeschmierter Frisur und <strong>Zweireiher</strong> ausgestattet, oder ob im Szene-Cafe lümmelnd, mit den jeweils aktuell als revoluzzermäßig geltenden <strong>Klamotten</strong> angetan und wahlweise Milchkaffee, Macke Lattiato oder sonst irgendeine gerade angesagte <strong>Kultplörre</strong> vor sich stehend, er ist sich gewiß, so sehr viel weltgewandter, klüger und verdammt noch mal höher <strong>evoluiert</strong> zu sein als das Plebejerpack irgendwo weit unter ihm; den mit vier Euro unterbezahlten Wachmann vorm Museum, der sein und der <strong>Kulturschätze,</strong> in deren Betrachtung er sich ergeht, Wohlergehen mit Leib und Leben schützt, <strong>verachtet</strong> er und nennt ihn in Gedanken heimlich (manchmal aber auch laut) einen <strong>Faschisten</strong> oder Ähnliches, wenn der ihn am Einlaß wegen des Andrangs mal kurz <strong>warten</strong> läßt oder gar – Frechheit aller Frechheiten – seine Tragetasche kontrolliert; er hält sich für kosmopolitisch und tolerant, doch den <strong>Malocher</strong> verachtet er, gleich, ob dieser Fritz, Ali oder Sergej heißt (oder er <strong>ignoriert</strong> ihn schlicht, streicht ihn aus der Gleichung seiner Erwägungen wie etwas nicht <strong>Erwähnenswertes,</strong> so wie hier die „taz“-Kommentatoren &#8211; was auch eine gewisse Verachtung ausdrückt). Gehört er zur akademisch gebildeten <strong>grünen</strong> Wählerschaft, rümpft er die Nase über den Unterschichtler, weil jener nicht im <strong>Bio-Laden</strong> einkauft (was er sich nicht <strong>leisten</strong> kann, ein Umstand, dessen <strong>Wahrnehmung</strong> sich dem „Leistungsträger“, dessen Kinder von einem teuren Förderkurs zum nächsten hetzen, jedoch vollkommen <strong>entzieht;</strong> weshalb die Besorgnisse um Soziales und Verteilungsgerechtigkeit, welche die Geringverdiener umtreiben, ihn piefig dünken, da er selbst sich deren Lage weder vorstellen <strong>kann</strong> noch <strong>will).</strong> Er beutet, sobald er es zu etwas gebracht hat, seine <strong>Putzfrau,</strong> die ihm seine geistige Arbeit erst ermöglicht, indem sie lästige Alltagspflichten von ihm fernhält, mittels <strong>almosengleicher</strong> Zahlungen ebenso aus wie der großkapitalistische Villenbesitzer, und denkt insgeheim <strong>herabsetzend</strong> von ihr, der bildungsfernen, um so vernachlässigbares Spießerzeug wie Geld besorgten Kreatur. Ein <strong>Hausmeister</strong> ist ihm bestenfalls ein notdürftig dressierter <em>Homo erectus.</em> Er lebt in der Gewißheit, alles <strong>richtig</strong> zu machen und richtig zu wissen, hält sich für den irrtumsfreien Genießer ganz allein selbstverdienten <strong>Erfolgs,</strong> dessen Hand – gleich, ob nun via Geschäftsabschluß oder brillantem Zeitungsartikel – die Welt in Rotation hält; ihm wurde schon in der <strong>Schule</strong> beigebracht, daß er etwas Besseres sei, denn, nicht wahr, wir haben den elaborierten, „die da“ nur den restringierten Code (in dem zwar auch nur derselbe <strong>unreflektierte</strong> Mist geschwafelt wird, nur rhetorisch <strong>ausgefeilter,</strong> aber so introspektiv, daß wir dies begreifen, müssen wir ja nicht werden). Er ist weltläufig und tolerant, ganz anders als diese blöden <strong>Kartoffelbauern</strong> da mit ihren Vorurteilen; er würde nie mit einer Kassiererin im Supermarkt oder sonst einem Faktotum mehr als das Nötigste reden, weiß aber ganz genau, was diese Leute <strong>denken.</strong> Ein Teufelskreis: sicher ist dieser Bohémien nicht in einem moralischen Sinne „böse“ – das wäre er höchstens, wenn er die Lebensumstände der Verachteten kennen und sie <strong>dennoch</strong> schmähen (oder, als Kapitalist, ausbeuten) würde; <strong>daß</strong> er sie allerdings nicht kennt, ist wiederum seinem <strong>Dünkel</strong> geschuldet, denn nie würde er sie näher kennenlernen (vielleicht gar über tatsächliche Irrtümer ihrerseits aufklären) <strong>wollen.</strong> Es wäre ihm ein Abstieg in paläologische Niederungen.</p>
<p style="text-align:justify;">Und man kann nicht leugnen, meint Herr Sathom, fürchtet es zumindest (irrte er sich, wär’ es ja schön), daß ein <strong>Anhauch</strong> dieser Einstellung aus den Kommentaren der genannten „taz“-Ausgabe herausweht: da sind die <strong>Dumpfmichel</strong> einerseits, piefigen Rassenklischees verfallen, und der rein rational agierende<strong> Konzernvorstand</strong> andererseits, an dem Kritik nur der anmelden kann, der <strong>antiamerikanische</strong> Ressentiments hegt (was er, indem er nur „Turbokapitalist“ sagt, nach dieser Gleichung schon beweist). Weniger als um eine tatsächliche Analyse der Abläufe geht’s da auch darum, zum Ausdruck zu bringen, daß man selbst <strong>kein</strong> Antiamerikanist, kein Nationalist ist – wozu man anstelle der Präsentation von Fakten auf dummen Sprüchen anderer herumreitet, um sich von ihnen abzugrenzen (Herrn Bollmanns rhetorische Frage, weshalb GM Opel denn unbedingt <strong>loswerden</strong> wollte, wenn die Marke so <strong>zukunftsträchtig</strong> sei, wie die Politiker behaupteten, seine Suggestion, daß allein der Wahlkampf die deutsche Politik zu an sich sinnlosem Handeln motiviert habe, wenn GMs Versuch, Opel loszuwerden, berechtigt gewesen sei, all dies hätte sich mit ein wenig <strong>Recherche</strong> bezüglich des jahrelangen Vorlaufs (oder der Formulierung der Gegenfrage, weshalb GM Opel denn jetzt plötzlich <strong>behalten</strong> wollen, wenn es nicht so zukunftsträchtig sei, wie die Politiker behaupteten) in <strong>Luft</strong> auflösen lassen; nur hätte man dann kein so schickes Feindbild mehr skizzieren und sich selbst gegenüber diesem <strong>positionieren</strong> können).</p>
<p style="text-align:justify;">Das <strong>Verflixte</strong> an Herrn Bollmanns Kommentar oder der launigen „Verboten“-Kolumne ist dabei gar nicht, daß sie die Politiker als Narren oder Wahlheuchler darstellen, oder ihnen ihre ressentimentgetränkten Sprüche vorhalten – denn mit beidem haben die Autoren <strong>Recht.</strong> Der Griff in die Schublade primitivsten <strong>Fremdenhasses,</strong> den manche Politiker immer wieder üben, kann gar nicht <strong>genug</strong> bloßgestellt werden in all seiner verachtungswürdigen Schmählichkeit. Problematisch sind zwei andere Punkte: durch die einseitig positive Darstellung des Handelns von GM im Gesamttenor der Kommentare, garniert mit positiv wertenden <strong>Floskeln</strong> wie der des „Undogmatischen“, übernehmen die Kommentatoren – vielleicht unwillentlich und ohne sich dessen bewußt zu sein, was jedoch auf einen Mangel an <strong>Reflektion</strong> hindeutet – die wirtschaftsliberale <strong>Globalisierungspropaganda,</strong> der zufolge Konzernhandeln stets rational, pragmatisch und eben „richtig“, jede Kritik daran hingegen Gefasel provinzieller, in Eigeninteressen und Nabelschau verstrickter, fremdenfeindlich vor sich hin brabbelnder <strong>Landeier</strong> ist. Hintergrund ist dabei womöglich, mutmaßt Herr Sathom, eine Identifikation mit der einen, eine auf Ressentiment beruhende Ablehnung der anderen Seite – weil man sich der einen sozial näher, zugehöriger, der anderen ferner und als über ihr stehend empfindet.</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Pause: Selbstprüfung, Fluppe und Kaffee</strong></p>
<p style="text-align:justify;">Übertreibt Herr Sathom, <strong>interpretiert</strong> er zuviel in die gelesene „taz“ hinein, tut er insbesondere dem Herrn Bollmann <strong>Unrecht?</strong> Jagt er Chimären nach, kämpft gegen Windmühlen gar? Nun: Herr Sathom kritisiert die gelesenen Kommentare sicherlich nicht rein <strong>textimmanent,</strong> sondern unter Bezugnahme auf eine Geisteshaltung, die ihm aus Texten der intellektuellen Pfiffikusse öfters entgegenschlägt, jedoch auch unter Inbetrachtziehung anderer „taz“-Verlautbarungen sowie anderes Geschriebenen des Herrn Bollmann (dazu im Folgenden mehr), und ordnet die Kommentare darin ein. Und er <strong>polemisiert</strong> bei der Beschreibung der Arroganz-Bohème natürlich, spitzt dabei aber wahrhaftig nur <strong>geringfügig</strong> zu, was ihm (selbst akademisch gebildet) oft an Dünkelhaftigkeit derselben begegnet; was Tonfall und Tenor der „taz“-Berichterstattung zum Thema angeht, meint Herr Sathom sich wenn, dann nur um <strong>Weniges</strong> zu vertun, und ganz gewiß tut er der beschriebenen „Elite“ <strong>nicht</strong> wirklich unrecht. Das weiß er aus eigener <strong>Erfahrung</strong> (genügend Jobs, bei denen er zwecks Finanzierung seines Studiums die, welche schon länger fertig waren, „von unten“ beobachten durften, haben ihn dies gelehrt).</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Fortsetzung: Und sie bewegt sich doch</strong></p>
<p style="text-align:justify;">Aber: natürlich soll nichts vom hier Gesagten heißen, und wer dies glaubt, hätte Herrn Sathom grundlegend <strong>mißverstanden,</strong> daß die „taz“ oder einzelne ihrer Autoren die beschriebene Einstellung einer bestimmten <strong>Möchtegernelite</strong> in der oben karikierend dargestellten Weise bewußt vertreten, insbesondere was die Verachtung der klassischen Arbeiterschaft oder gar der Geringverdiener angeht. Er meint jedoch, daß alle „taz“-Autoren im vorliegenden Fall zumindest <strong>unreflektiert</strong> reden, teils sich hinreißen lassend von der Freude, die provinziellen Politchargen düpiert zu sehen, teils aber auch möglicherweise, weil sie <strong>selbst</strong> gewissen Phantasien anhängen: so schreibt Herr Bollmann – und da sind wir bei der Frage, ob Herr Sathom etwas zu streng mit ihm ist – unter Anderem auch, daß die Politiker mit dem Magna-Deal „alte Fantasien einer Expansion im Osten“ reaktiviert hätten. Erstens, meint Herr Sathom dazu, lehnt man sich schon <strong>weit</strong> aus dem Fenster, wenn man die <strong>Übernahme</strong> durch einen <strong>russischen</strong> Zulieferer als Reaktivierung <strong>deutscher</strong> Expansionsgelüste (es ist klar, welcher) interpretiert, und zweitens setzt auch diese Aussage wiederum <strong>voraus,</strong> daß Herr Bollmann hier ein dankbares <strong>Zielpublikum,</strong> das eben solchen vorsintflutlichen Phantasien <strong>anhängt</strong> und mittels dieser <strong>angesprochen</strong> werden kann, als <strong>gegeben</strong> voraussetzt – womit er ja niemand anderen meinen kann als eben die Opel-Mitarbeiter, die sich dann aber ausschließlich aus deutschstämmigen <strong>Altnazis</strong> oder Stalingrad-Überlebenden rekrutieren müßten. Das klingt alles ein wenig nach Anpassung der Realität an eine vorgefaßte Meinung über die Beteiligten: die Expansionsphantasien phantasiert vielleicht Herr Bollmann selbst. Gewiß, Herr Sathom kommt zu diesen Schlußfolgerungen durch reine <strong>Deduktion,</strong> und <strong>betont</strong> daher nochmals, daß er Herrn Bollmann nicht unterstellt, wirklich so von den Arbeitnehmern zu <strong>denken;</strong> es bleibt aber die Frage, weshalb dieser dann solches schreibt, wenn nicht aus einem <strong>Reflex</strong> heraus, die Dinge durch die Brille eben jener Pro-Kapitalismusideologie zu sehen, die ihrerseits auf bestimmten <strong>Ressentiments</strong> und Stereotypen basiert, die den eigenen Deutungsmustern wenigstens ähneln. Vielleicht ist hier ja der Kommentator <strong>seinen</strong> „Instinkten“ erlegen; Herr Sathom vermutet jedenfalls, und hält es für nicht mehr als eben Vermutung (wer anderes dächte, mißverstünde Herrn Sathom auch hier), daß Herr Bollmann unabhängig davon, wie er bewußt von Werktätigen oder Globalisierungskritikern denkt, vielleicht nicht bewußt reflektierte vorurteilshafte bzw. abwertende Meinungen über diese hegt oder kennt, so daß der Griff zu diesen verführerisch naheliegt, oder daß er in berechtigtem <strong>Abwehrreflex</strong> gegen manches niederträchtige, xenophobe Politikerwort einfach <strong>drauflosgeschrieben</strong> hat, ohne sich über die <strong>Implikationen</strong> dessen, was er sagt (bzw. der Art, auf die er es sagt) <strong>Rechenschaft</strong> zu geben, und dabei kann’s nun mal <strong>passieren,</strong> daß man versehentlich in <strong>Klischeetöpfe</strong> greift, die man bewußt ebenfalls <strong>ablehnen</strong> würde (bzw. die man vielleicht ablehnt, von denen man sich aber nicht komplett gelöst hat, und die einem, will man etwas interpretieren, eben schnell wieder unterkommen). Das <strong>Fatale</strong> ist: Herr Bollmann mag die besten <strong>Absichten</strong> gehegt haben, als er seinen Kommentar schrieb, doch werden, dessen ist Herr Sathom sich sicher, viele Prenzelberger Gutverdiener am letzten Donnerstag bei der Lektüre mit dem Kopf genickt und sich gesagt haben: da <strong>sieht</strong> man’s mal wieder, dieses <strong>Proletenpack,</strong> auf solche Ressentiments springt es an – auch wenn dies <strong>Lichtjahre</strong> von Herrn Bollmanns Auffassung und Intention <strong>entfernt</strong> war.</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Ironischerweise</strong> schrieb übrigens ausgerechnet Herr Bollmann selbst in der „taz“ vom 29.10. auf der Meinungsseite 12 etwas, das Herrn Sathoms schon lang bestehende Auffassung betreffs der Schnöselbohème einerseits <strong>bestätigte,</strong> weshalb er Herrn Bollmann schon gar nicht unterstellen will, daß jener deren beschriebene Einstellung teilt, das ihn aber andererseits auch <strong>irritierte.</strong> Und zwar hieß es da sehr schön: der „obsessiven Beschäftigung mit Sozialstaats- und Verteilungsfragen“ hafte in den Augen der Grünen etwas „Kleinbürgerliches“ an, „als ob es nichts Wichtigeres gäbe als Geld“; von <strong>Verachtung</strong> gegenüber jenen, deren Geldbeutel ihre Wahlentscheidung beeinflußt, war da ferner die Rede, und davon, daß man sich eine solche Haltung „aber erst einmal leisten können“ müsse. Lustig und treffend fand Herr Sathom dabei die Beschreibung jener Leute als „Hedonisten von der Kölner Südstadt bis zum Prenzlauer Berg“. Gut <strong>gegeben</strong> so weit. <strong>Seltsam</strong> berührte Herrn Sathom nur der Satz, in welchem es von den solcherart Beschriebenen heißt: „Die geringe Weltgewandtheit, die latente Xenophobie des linken Milieus ist ihnen ein Gräuel“. <strong>Hm,</strong> dachte Herr Sathom, der stets genau drauf achtet, <strong>wie</strong> etwas gesagt wird, da bei sich, suggeriert doch die <strong>Formulierung,</strong> daß mangelnde Weltgewandtheit und Xenophobie faktisch <strong>vorliegen,</strong> daß die vorher  auf Seiten der grünen Toskanafans konstatierten Vorurteile also <strong>zutreffen</strong> (wenn auch nur in <strong>Teilen</strong> des „linken Milieus“, uff – aber was soll das eigentlich mit dem „Milieu“ wiederum, das klingt auch schon wieder so nach <strong>Mief,</strong> vermittelt implizit, daß da in dumpf müffelnden <strong>Hinterzimmern</strong> eine Art Zuhälterpack beisammensitzt). Schau an, findet Herr Sathom; so zeigt man sich reflektiert gegenüber dem grünen „Milieu“ (haha), und läßt sich dann anmerken, indem man den <strong>Konjunktiv</strong> vermeidet, daß man nicht ganz so anderer Ansicht ist als dieses (oder wirkt zumindest so, wird dahingehend vielleicht nur mißverstanden). Ob dies nun verräterische Freudsche Fehlleistung war, oder lediglich sprach- oder denkschlampiger <strong>Lapsus,</strong> will Herr Sathom hier nicht beurteilen, da er darüber nur wild spekulieren könnte; immerhin jedoch findet er’s erwähnenswert als <strong>Indiz</strong> dafür, daß der Appell an Ressentiments auch anderswo lauert als in Politikerreden, und sei’s auch nur verdank einer gewissen Nachlässigkeit.</p>
<p style="text-align:justify;">Immerhin: es gibt auch Indizien dafür, daß Herr Sathom weder Herrn Bollmann noch der „taz“ <strong>Unrecht</strong> tut, auch wenn er ihnen in seinen obigen Erwägungen den <em>benefit of the doubt</em> zugesteht; dies allerdings weniger, was eine mögliche „Pfui Baba“-Ablehnung der „Arbeiterklasse“ angeht, sondern eher, was die uneingeschränkt positive Wertung GMs betrifft. Auch hier muß Herr Sathom etwas weiter ausholen, um zu erklären, wie er drauf kommt.</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Kapitel 3: Die Liebe des Geistesmenschen zum Imperium</strong></p>
<p style="text-align:justify;">Denn Herr Bollmann und zumindest ein anderer „taz“-Autor sind Vertreter einer recht ulkigen, unter Intellektuellen und Edel-Linken (also nicht den schmuddeligen, die’s mit dem Arbeiterpack halten) sehr beliebten Theorie: daß nämlich <strong>Imperien</strong> &#8211; und dazu zählen sie auch das amerikanische, wiewohl der Vergleich bereits dadurch hinkt, daß die USA kein <strong>Flächenimperium</strong> darstellen – prinzipiell und ausschließlich etwas <strong>Feines</strong> sind. Die These, beispielsweise von Michael Rutschky in der <strong><a href="http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&#38;dig=2003/04/16/a0149" target="_blank">„taz“ vom 16.14.2003</a></strong> ausgebreitet, lautet etwa folgendermaßen: auf den <strong>Zusammenbruch</strong> eines Imperiums folgt immer Not und Elend, weshalb er nicht <strong>wünschenswert</strong> sei; gewünscht werde er nur von Leuten, die nationalistischer Semantik oder Ideologie anhingen, im Imperium hingegen gehe es schön <strong>multikulturell</strong> zu (wofür laut Herrn Rutschky das Habsburgerreich ein prima Beispiel sei, wobei er diesbezüglichen nostalgischen Erinnerungen des Autors Joseph Roth die Weihen empirischer <strong>Fakten</strong> zuweist). Zu verstehen, daß Phantasien über den Untergang des „Amerikanischen Imperiums“ simple <strong>Rachegelüste</strong> ostdeutscher „Kader“ seien, so Herr Rutschky, bedürfe es keiner <strong>Tiefenhermeneutik;</strong> daß diese ihm allerdings fremd oder zu <strong>anstrengend</strong> ist, beweist sein Artikel – der zwar prima fragen kann, was Antiimperialisten denn für Alternativen parat hätten, und ihre Phantasien (zu Recht) als <strong>Luftschlösser</strong> entlarvt, sich jedoch weder über die Hintergründe seiner eigenen <strong>Zuneigung</strong> zum Imperium, noch über den Umstand, daß das, was er da als Imperium <em>per se</em> auffaßt, eine idealisierende <strong>Fiktion</strong> ohne historische Entsprechung ist, irgendeine reflektierte Rechenschaft gibt. Andere Linke verweisen in ihrer Liebe zum Imperialen auf das Römische Reich als <strong>Zivilisationsbringer</strong> oder Napoleon als Befreier vom deutschen <strong>Despotismus.</strong> Ohne tiefer in die Thematik einsteigen zu können, sei hierzu angemerkt: an alledem ist was <strong>dran;</strong> zugleich blendet es jedoch andere Fakten aus, zumal wenn man, wie Herr Rutschky, als Alternative nur einander bekriegende, sich gegenseitig abmurksende Völker denken kann, die allesamt einem dumpfen <strong>Nationalismus</strong> huldigen. Unter den Tisch fällt dabei etwa, daß Imperien selbst immer schon Kriege geführt, geplündert, versklavt und gemordet haben; daß die <strong>zivilisationsbringenden</strong> Römer lustige Errungenschaften wie Zirkusspiele und Kreuzigungen hervorbrachten; daß die imperialen Briten in Indien, die Deutschen in Afrika, und andere imperiale Mächte stets hausten wie <strong>Schlächter;</strong> daß der tumbe Nationalismus (ja häufig die Selbstdefinition als Nation überhaupt, ein Gedanke, der den vorrömischen nordeuropäischen „Barbaren“ beispielsweise zumeist fremd war) häufig sogar erst als <strong>Reflex</strong> auf imperiale Hegemonialstrebungen entsteht &#8211; wie es auch später, etwa im mittelalterlichen Italien, als Reaktion auf solche eines deutschen Kaisers <strong>Barbarossa</strong> geschah. Übrigens à propos: Herr Sathom hört gelegentlich von <strong>Intellektuellen</strong> (hörte es auch schon von ihm sonst sehr geschätzte Kabarettisten auf der Bühne daherphantasieren), es wäre doch wünschenswert gewesen, hätten die Römer einst die <strong>Varusschlacht</strong> gewonnen, das olle Germanien erobert und die dortigen Primaten <strong>zivilisiert;</strong> hei, das wär’ eine Freude gewesen, es hätte dann damals schon <strong>Zentralheizung</strong> und lecker italienisches Essen gegeben statt immer nur Rüben, und später vielleicht keinen <strong>Hitler.</strong> Blöd nur, daß <strong>Grabfunde</strong> aus der Periode römischer Eroberungsversuche und der Zeit davor belegen, daß eine religiöse und kulturelle <strong>Militarisierung</strong> der rechtsrheinischen Stämme erst nach und nach <strong>infolge</strong> der römischen Attacken, als deren <strong>Resultat</strong> also, stattfand – vorher waren sie vielleicht nur in Hütten hausende Flachsbauern, die irgendwelchen sexuell suggestiven <strong>Fruchtbarkeitsgötzen</strong> huldigten, aber nach ihren Grabbeilagen zu urteilen etwa an Waffen nur <strong>sekundär</strong> interessiert, also verglichen mit anderen damaligen Völkern  wohl eher harmlos (nicht kriegslüsterner als jene jedenfalls). Die „heldenhaften“ Germanen, jenen <strong>Popanz</strong> des Deutschnationalismus und der Nazis, gab’s eh nie, die <strong>aggressiven</strong> hingegen sind eher <strong>Ergebnis</strong> römischer Feldzüge, als ein von den Römern leider nicht zivilisiertes <strong>Übel.</strong> Herr Sathom reitet so auf diesem Punkt herum, weil er zeigt, daß Imperien Nationalismen ebensogut <strong>produzieren</strong> können, wie sie sie angeblich mäßigen; es ist ein Mangel an <strong>Geschichtskenntnis,</strong> der linke und andere Intellektuelle an ein fiktives <strong><em>Imperium an sich</em></strong> glauben läßt, das sie (unter Ausblendung der Unterschiede) als jeweils vom römischen, britischen, habsburgischen etc. bis hin zum „amerikanischen“ verkörpert wahrnehmen. Der konstruierte Gegensatz „Imperium vs. Nationalismus“ ignoriert historische <strong>Fakten</strong> (wie etwa den, um ein weiteres Beispiel anzuführen, daß heutige, scheinbar von grundlosen ethnischen Ressentiments motivierte <strong>Stammeskonflikte</strong> in Afrika maßgeblich auf gezielte Umsiedlung und gleichzeitiges Gegeneinanderausspielen von Stämmen seitens der imperialen <strong>Kolonialherren,</strong> beispielsweise der Belgier, zurückgehen) – aber das muß er auch, um ein solches Geschichtsbild aufrechterhalten zu können.</p>
<p style="text-align:justify;">Hinter dieser Liebe zum Imperium als Zivilisationsbringer verbirgt sich eine Idee, die nach Herrn Sathoms Auffassung ihrerseits ideologiedurchtränktes <strong>Phantama</strong> ist – die Phantasie eines typisch deutschen, kleinbürgerlichen und autoritätshörigen <strong>Spießertums,</strong> das sich jedoch für besonders intellektuell, unbürgerlich und unprovinzionell hält. Es ist die Phantasie, gewünschte Zustände (etwa den der Multikulturalität, oder im Falle Napoleons schlicht der Befreiung vom Despotismus), die zu schaffen das Bürgertum zu den jeweiligen Zeiten selbst nicht <strong>imstande</strong> ist bzw. war, von einer mächtigeren <strong>Autorität</strong> in den Schoß gelegt zu bekommen; einer Autorität, die das Gewünschte notfalls auch mit <strong>Gewalt</strong> (oder heutzutage mit der Macht des Burger-Tums) durchsetzen kann, dieweil man selbst ihr von den Rängen gefahrlos <strong>zujubelt.</strong> Sich selbst erlebt man dabei als das schon beschriebene, geistig höherstehende Wesen, das, einem Heinrich Heine gleich, mit <strong>Befriedigung</strong> registriert, wie den tumben und widerspenstigen Halbaffen in der Gosse, die nicht einsehen wollen, was für sie das Beste ist, dieses Beste schon ordentlich <strong>eingetränkt</strong> wird.</p>
<p style="text-align:justify;">Dieses „Lob des Imperiums“ (Titel auch des Rutschky-Artikels) singt in einem gleichnamigen Buch auch Herr Bollmann; darin vergleicht er das <strong>„Imperium Americanum“</strong> mit dem Römischen und plädiert für den <strong>Erhalt</strong> des Letzteren. Einen Gedanken Herrn Bollmanns findet Her Sathom dabei durchaus bejahenswert: nämlich den, daß das Römische Imperium vielleicht nicht <strong>untergegangen</strong> wäre, hätte es die „Barbaren“ mitmachen lassen, sie integriert, anstatt sie <strong>zurückzuweisen.</strong> Das ist ganz <strong>Wasser</strong> auf Herrn Sathoms Mühlen, der ja schon immer predigt, daß „Multikulti“ sehr wohl funktionieren kann, daß die Bildung von Parallelgesellschaften, welche westliche Werte ablehnen und starrsinnig Dinge wie Zwangsverheiratungen betreiben, hätte <strong>vermieden</strong> werden können, hätte man die angeblich so integrationsunwilligen Migranten nicht selbst jahrelang Ablehnung und kalte Zurückweisung, ja Haß, spüren lassen, bis sie keine <strong>Lust</strong> mehr hatten. Ansonsten jedoch auch hier die Apologie des Imperiums, der kulturellen Hegemonie, die wahre Kultur erst schafft, und vor Allem den Wunsch, daß es bei dieses konkreten Imperiums Vormachtstellung unbedingt <strong>bleiben</strong> müsse.</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Finale: Conclusio (und Erkenntnis, daß womöglich noch argumentative Arbeit notwendig, wäre, dieses Ding dann aber nie fertig wird, ehe es nicht mehr aktuell ist)</strong></p>
<p style="text-align:justify;">Herr Sathom sieht seine Eindrücke hier in zweierlei Hinsicht <strong>bestätigt:</strong> zum Einen auch hier, bei Herrn Bollmann, das Lob des Imperiums, auch hier, wie bei Herrn Rutschky, das des <strong>Amerikanischen;</strong> dessen Existenz allein scheint ihnen <strong>Garant</strong> dafür, daß sich nicht lauter nationalistische Neandertaler gegenseitig <strong>auffressen.</strong> Das Imperium als Garant der Zivilisation, mit väterlich strenger Hand durchgesetzt, von einer <strong>Autorität,</strong> welcher sich der hochzivilisierte Mensch (als den die Autoren sich betrachten) freudig unterordnen, ja, dadurch am Glanz des imperialen Lichtes <strong>teilhaben</strong> kann. Die Alternative: die reine Barbarei. Diese Unbedingtheit, mit der das „amerikanische Imperium“ als alleiniges und unverzichtbares Licht der Zivilisation erlebt wird, als etwas Sakrosanktes also, dessen Verlust apokalyptische Folgen hätte, erklärt immerhin den von Herrn Sathom notierten <strong>Reflex,</strong> das Handeln des US-amerikanischen GM-Konzerns unbedingt <strong>positiv</strong> bewerten zu wollen, jeder Kritik an ihm aber prinzipiell den Ruch des Nationalismus anzuhängen; denn: aus dieser Perspektive muß, was aus Amerika kommt, immer unbedingt <strong>gut</strong> sein, alles, was ihm entgegensteht, notwendigerweise schlecht. Die entsprechenden <strong>Denkschubladen</strong> sind dabei mittels der oben beschriebenen Theorie stets weit herausgezogen aus dem Denkkasten, angefüllt mit gebrauchsfertigen Klischees. Herr Sathom hat hier also wohl nicht ganz falsch wahrgenommen: GM, weil amerikanisch, soll oder muß „die Guten“ sein. Dem reflexartigen Antiamerikanismus der <strong>alten</strong> Linken entspricht eben bei ihren kessen Nachfolgern die ebenso automatisiert ablaufende <strong>proamerikanische</strong> Zuckung bei gleichzeitigen Vorwurf des Antiamerikanismus an Andere. Des Weiteren bestätigen <strong><a href="http://www.perlentaucher.de/buch/25196.html" target="_blank">Rezensenten</a></strong> des Buches den anderen an Herrn Bollmanns „taz“-Kolumnen gewonnenen Eindruck Herrn Sathoms, den, daß nicht zuende gedacht, schlampig formuliert oder gefolgert, kurz, möglicherweise unreflektiert geredet wird: in der Argumentation <strong>fahrlässig</strong> und sachliche Schnitzer produzierend findet es der Rezensent der Süddeutschen Zeitung, <strong>Unstimmigkeiten</strong> in der Argumentation bescheinigt der der Neuen Zürcher Zeitung.</p>
<p style="text-align:justify;">Man kann die Kritik der proimperialen Theorie, wie sie Rutschky und Bollmann vertreten, folgendermaßen <strong>zuspitzen:</strong> es trifft durchaus zu, daß etwa an den USA viel Positives zu bemerken ist, so etwa der von Rutschky richtig notierte Umstand, daß „hochdramatische Selbstkritik“ zu den „Basismechanismen“ der USA zählt, daß Kritik an den Herrschenden und deren Handeln, daß radikaler Widerspruch möglich ist und auch stattfindet. <strong>Weshalb</strong> aber derlei notwendigerweise <strong>ursächlich</strong> an eine wirtschaftliche oder militärische Hegemonie bzw. Vormachtstellung, oder gar an eine imperiale <strong>Staatsform</strong> (welche die USA politisch ja gar nicht aufweisen) gebunden sein soll, weiß er vermutlich selbst nicht wirklich (seine etwas hilflose Annahme, ein „Kernland“ sammle die „multitudes“ leichter als viele periphere Lande, wirkt in Zeiten globaler Proteste wie denen von <em>attac</em> etwas <strong>präindustriell);</strong> und wenn Bollmann schreibt und Rutschky sich freut, daß das Römische Imperium, bedenkt man seine zahlreichen zivilisatorischen <strong>Hinterlassenschaften,</strong> gar nicht wirklich untergegangen sei, dann blendet dies natürlich alle <strong>negativen</strong> Bestandteile dieser Erbmasse aus, etwa – um nur ein Beispiel zu nennen &#8211; die das Abendland <strong>ebenfalls</strong> immer noch prägende (bei den antiken Griechen, ebenfalls als Väter unserer Zivilisation betrachtet, bis zur <strong>Gynophobie</strong> ausgeprägte) <strong>Feindschaft</strong> allem Weiblichen gegenüber. Kurz: zwischen den zivilisatorischen Errungenschaften der Römer oder den demokratischen der USA (die ja an sich nicht ihre alleinigen Errungenschaften sind) und dem Vorhandensein eines <strong>Imperiums</strong> besteht letztlich kein nachweisbarer kausaler Zusammenhang; daß den Autoren derlei nicht auffällt, daß sie zudem die <strong>Negativa</strong> des Imperialen aus ihrem Denken <strong>ausblenden,</strong> läßt immerhin die Vermutung statthaft scheinen, daß es das Imperiale (mit all seinen <strong>Implikationen,</strong> denen der Macht und vor Allem der Durchsetzungsfähigkeit seiner <strong>Interessen)</strong> ist, was sie anzieht, und daß sie dessen zivilisatorische und demokratische Vorzüge nur <strong>sekundär</strong> und apologetisch aufzählen. Dazu paßt, daß die Vorzüge der US-amerikanischen Staatsform, die Freiheit der Meinung, die Möglichkeit des Protests etc. ihrerseits in keinem kausalen <strong>Zusammenhang</strong> stehen mit dem Hegemonialstreben und internationalen Handeln mächtiger Konzerne (die es ja nicht nur in den USA gibt); nur die Behauptung eines solchen, rein fiktiven Zusammenhangs, die gedankliche Ineinssetzung der USA als Staat und der dort gerade heimischen Konzerne, diese Schlamperei der Gleichung Rom = USA = Zivilisation = Kapitalismus = GM, ermöglicht es, <strong>Kapitalismuskritik</strong> reflexartig als einzig durch <strong>Antiamerikanismus</strong> und nationalistisches Ressentiment motiviert anzusehen (was, wie Herr Sathom mutmaßt, Herrn Bollmann passiert sein könnte). Daß es genügend unsägliche Äußerungen gibt, die dieses Vorurteil <strong>bestätigen,</strong> ist dabei leider wahr: wenn ausgerechnet erwähnter Herr Rüttgers, der jetzt von „Turbokapitalismus“ spricht, schon vorher durch üble, <strong><a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,646974,00.html" target="_blank">ressentimentdurchtränkte Reden</a></strong> wider Rumänen und Chinesen (und noch davor durch den Spruch „Kinder statt Inder“) auffiel, ist das natürlich eine <strong>Bestätigung</strong> der Vorstellung, nur primitiver Nationalismus könne etwas gegen den Kapitalismus haben.</p>
<p style="text-align:justify;">Dennoch: Herrn Bollmanns Kommentar in der „taz“ suggeriert zumindest durch die Art der Darstellung,<strong> jedwede</strong> Kapitalismuskritik sei durch nationalistische Ressentiments motiviert, was ja nun nicht behauptet werden kann, und impliziert dabei, <strong>Adressaten</strong> jener Kritik müßten dementsprechend ansprechbar für fremdenfeindliche Parolen sein. Diese Sichtweise entspräche dabei eben der proimperialen Theorie &#8211; sofern man Kapitalismus und USA als eins denkt (womit man ironischerweise das Vorurteil des Antiamerikanismus übernähme). Und es gibt zumindest Anhaltspunkte dafür, daß solcher Tenor auf zwei <strong>Auffassungen</strong> beruht: einmal dem beschriebenen <strong>Dünkel</strong> des Intellektuellen, der in den Angehörigen anderer Schichten prinzipiell den von Vorurteilen und Nationalismen infizierten <strong>Tölpel</strong> sieht, von welchem er sich durch entsprechende Kommentare auch abgrenzen kann, und zum Zweiten jene Liebe zum lichten <strong>Imperium,</strong> dem man sich zumindest geistig verwandt und mit ihm höherstehend fühlt, welche ihrerseits den theoretischen <strong>Hintergrund</strong> für die apologetische, ausschließlich positive Einschätzung GMs (als Angehörigem des „Amerikanischen Imperiums“) liefert  (zumindest Indizien für diese Annahme liefert der Blick auf Herrn Bollmanns sonstiges Werk). Träfen Herrn Sathoms Mutmaßungen zu, würden sich kultureller Dünkel und proimperiale Theorie aufs Wunderbarste ergänzen: durch Bejahung der letzteren erweist man sich als ersteres, als Zivilisationsmensch, der über dem ressentimenthegenden Pöbel steht.</p>
<p style="text-align:justify;">Herr Sathom, dies sei klargestellt, lehnt jeden Nationalismus wütend ab; die <strong>Mystifikationen</strong> des „Volkes“, die „völkische“ Ideologie, ja Religiosität, den Unsinn der Ableitung eigener Identität aus natur- oder schicksalsgegebenen Kategorien wie der der Ethnie, die etwa Herr Rutschky aufzeigt, sind Herrn Sathom durchaus ein <strong>Greuel,</strong> noch mehr aber der widerliche <strong>Haß</strong> gegen alles „Fremde“. Herr Sathom hat sich im Studium lang und intensiv genug mit der völkischen Religiosität seit der Romantik befaßt, um wohl zu <strong>wissen,</strong> daß etwa Herrn Rutschkys diesbezügliche Ausführungen sehr wohl <strong>richtig</strong> sind. Doch, so meint Herr Sathom, ist der linksintellektuelle <strong>Verfechter</strong> der westlichen Werte und Zivilisation, teuflische Dialektik, diesem Denken, wider das er sich wendet, nicht wirklich <strong>entwachsen:</strong> anstelle des vom Nationalisten gehaßten <strong>Fremden</strong> setzt er den verachteten <strong>Unzivilisierten</strong> (mit dessen Accessoires er dennoch <strong>kokettiert,</strong> etwa wenn er abends auf dem U-Bahnhof mit Bierpulle und –fahne wedelt); theoretisch soll dieser integriert werden, doch wenn er laut aufblökt, weil der zivilisatorische Übervater – hier repräsentiert durch GM – ihm eins reinwürgt, dann ist das <strong>Antiamerikanismus.</strong> Nein, Herr Sathom hegt keinerlei <strong>Illusionen,</strong> daß ohne die „bösen“ (was sie nicht sind, zumal die positiven Aspekte der amerikanischen Demokratie wohl kaum in Zweifel gezogen werden können) Amis die Welt ein Flickerlteppich nett miteinander spielender Völkerschaften in idyllischen Kleinstaaten wäre; doch der von der linksintellektuellen Elite propagierte Entwurf der kindgleichen Anlehnung an eine <strong>Hegemonialmacht,</strong> die einem das alles gestattet, mit der man sich prima <strong>identifizieren</strong> und so am eigenen Zivilisationsideal hochziehen kann, das zu verwirklichen man ohne diese Macht offenbar unfähig (oder zu faul) wäre, hält er auch nicht für eine wirkliche Alternative.</p>
<p style="text-align:justify;">Wie auch immer: Herr Sathom konstatiert, daß sein Eindruck ihn vielleicht nicht täuschte; es gibt zumindest Anzeichen für ideologische <strong>Grundlagen</strong> dafür, daß GM (als <strong>amerikanischer</strong> Konzern, für Magna gilt das Gleiche nicht, <strong>die</strong> kriegen Haue) im „taz“-Tenor nicht nur von Kritik <strong>freigestellt,</strong> sondern fast wie ein Befreier <strong>begrüßt</strong> wird; und daß die Darstellung der Kritiker GMs diese und ihr Publikum reduziert nationalistische <strong>Dummköpfe,</strong> scheint von ihm ebenfalls recht zutreffend wahrgenommen worden zu sein.</p>
<p style="text-align:justify;">Dennoch: Herr Sathom will der „taz“ und insbesondere, weil er ihn so oft erwähnte, dem Herrn Bollmann nicht Unrecht tun, weshalb er explizit feststellt, daß – wie gesagt – die von Letzterem benannten Xenophobien durchaus <strong>vorhanden</strong> sind (aber, auch das will Herr Sathom <strong>betont</strong> wissen, eben <strong>nicht</strong> nur in Teilen des „linken Milieus“ (womit bei Herrn Bollmann das nichtintellektuelle linke Milieu gemeint ist)), während Herr Sathom jedoch das <strong>Naserümpfen</strong> Mancher über mangelnde Weltgewandtheit, welche im oben zitierten Artikel Herrn Bollmanns Erwähnung findet, selbst für miefig hält; daß ferner nicht der Eindruck entstehen soll, Herr Sathom meine, oder behaupte gar, die „taz“ oder die zitierten und genannten Autor verträten das oben dargestellte dünkelhafte Elite-Vorurteil oder zeigten womöglich entsprechende Verhaltensweisen in der hier sehr <strong>zugespitzt</strong> dargestellten Art und Weise. Herr Sathom gibt vielmehr seinen <strong>Gesamteindruck</strong> wieder von jenem Wind, der seines Erachtens durch die Opel-Berichterstattung der genannten „taz“-Ausgabe <strong><em>in toto</em></strong> weht. Er beschreibt hier <strong>karikierend</strong> ein dumpfes Vorurteil der vermeintlich <strong>Höherstehenden,</strong> welches seiner Beobachtung nach linke, grüne und brutalkapitalistische „Eliten“ unleugbar und oft erlebbar teilen; und er meint schon durchaus, wenigstens einen <strong>Hauch</strong> solcher Einstellungen bei den „taz“-Kommentatoren unangenehm zu spüren – auch wenn, Herr Sathom wiederholt’s, sie vielleicht nur auf diese rekurrieren, ohne sich dessen bewußt zu sein, ja, sie sogar ablehnen würden, trügen Andere sie ihnen vor. Woraus sich eben, wie Herr Sathom denkt, ihre Wahrnehmung der aktuellen Ereignisse erklären würde: man fühlt sich den „undogmatischen“ Jungs von GM eben <strong>näher,</strong> zumal vor dem ideologischen Hintergrund, den man nun einmal hat, und wenn denen dann noch als xenophob identifizierbare Sprüche entgegenschlagen, oder die Politiker sich mal wieder als unredlich, dämlich oder beides erweisen, keilt man eben unter Rückgriff auf eigene Denkstereotypen aus. Nebenbei bemerkt: daß eine gewisse, oft geradezu eklige kleinbürgerliche <strong>Spießigkeit</strong> bei vielen Bürgersleuten existiert, ist auch nicht schlichtweg unwahr; manche <strong>Leserbriefe</strong> in seiner Gewerkschaftszeitung (ja, das geht: man kann studiert haben und in der Gewerkschaft sein) lassen den Herrn Sathom nachgerade <strong>durchdrehen</strong> (woraufhin er dann manchmal selber Leserbriefe schreibt, die einmal sogar Freude in der Redaktion hervorriefen, doch seine diesbezügliche <strong>Heldentaten</strong> sind eine andere Geschichte). Immerhin läßt sich jedoch ein unter linken und anderen Intellektuellen ein theoretischer <strong>Hintergrund</strong> aufweisen, der Herrn Sathom seine Erwägungen nicht ganz unplausibel scheinen läßt.</p>
<p style="text-align:justify;">Es bleibt in jedem Fall ein Nachgeschmack, ein unguter Eindruck vom Tenor eindeutiger Häme (mag diese auch hier eher den Politikern gelten, wobei Herr Sathom aber eben meint, daß Reden von den „Instinkten“ des Wahlvolks etc. auch <strong>dieses</strong> anvisieren), welcher die Kommentare<strong> prägt,</strong> und dieser legt nahe, daß selbst, wenn man die Hochnäsigkeit eines bestimmten Milieus <strong>durchschaut</strong> (was Herrn Bollmann eindeutig zugute zu halten ist), man nicht <strong>unberührt</strong> von dessen Vorurteilen und Wahrnehmungsfiltern bleibt und schreibt, und ihnen gelegentlich ganz oder ansatzweise auf den Leim geht, wenn sie scheinbar eine fixe Deutung ermöglichen (oder sie eben &#8211; wenn auch <strong>unbewußt</strong> &#8211; doch teilt, doch derlei will Herr Sathom ausdrücklich niemandem unterstellen). Daß ein Anhauch davon da ist, findet Herr Sathom Grund genug, den Zeigefinger zu heben.</p>
<p style="text-align:justify;">Herr Sathom schließt damit, wobei er sich einer kleinen <strong>Stichelei</strong> gegenüber der „taz“ nicht enthalten kann: nämlich der, daß in keiner anderen Gazette dermaßen viele orthographische und grammatikalische <strong>Fehler</strong> seinen Lesefluß hemmen, ihn in die Fallstricke falscher <strong>Anschlüsse</strong> verwickeln oder sich fragen lassen, was, zum Teufel, der Autor eigentlich meint, da verdank wirrer <strong>Syntax</strong> ein gelesener Satz dem vorherigen, oder gar sich selbst <strong>widerspricht</strong> (und dies, obwohl die „taz“-Artikel nicht mit <strong>annähernd</strong> so barocken, einer Laokoongruppe würdigen Irrungen und Wirrungen prunken wie Herrn Sathoms Satzungetüme). Daß da Manche weder ihre Elaborate <strong>Korrektur</strong> zu lesen noch die Rechtschreibprüfung ihrer Textverarbeitung zu aktivieren wissen, läßt Herrn Sathom dann doch an ihrem intellektuellen Elitentum zweifeln (Herr Sathom mag die „taz“ aber <strong>trotzdem</strong> sehr; gerade auch deswegen hat ihn die Opelei etwas enttäuscht).</p>
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<title><![CDATA[„Gesetzestreue” Israelis, „widerspenstige” Palästinenser ]]></title>
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<pubDate>Sun, 08 Nov 2009 23:09:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>mohart</dc:creator>
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<description><![CDATA[U.S.-Journalisten sympathisieren mit israelischen Kolonisatoren Julie Hollar Der Vorstoss der Admini]]></description>
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