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	<title>indigene &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/indigene/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "indigene"</description>
	<pubDate>Tue, 01 Dec 2009 20:03:55 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Amnesty International Belgique - Argentine. Une nouvelle menace d’expulsion ]]></title>
<link>http://nethumanitaires.wordpress.com/2009/11/27/amnesty-international-belgique-argentine-une-nouvelle-menace-d%e2%80%99expulsion/</link>
<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 13:06:40 +0000</pubDate>
<dc:creator>nethumanitaires</dc:creator>
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<description><![CDATA[Amnesty International est préoccupée par la nouvelle menace d’expulsion à laquelle sont confrontées ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Amnesty International est préoccupée par la nouvelle menace d’expulsion à laquelle sont confrontées ]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Organisation de soutien aux peuples indigénes]]></title>
<link>http://autoformation.wordpress.com/2009/11/24/organisation-de-soutien-aux-peuples-indigenes/</link>
<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 10:50:53 +0000</pubDate>
<dc:creator>addnbweb2</dc:creator>
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<description><![CDATA[Survival International est une organisation mondiale de soutien aux peuples indigènes. Dans son acti]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><strong>Survival International est une organisation mondiale de soutien aux peuples indigènes.</strong> Dans son action en faveur de la reconnaissance des droits des peuples indigènes, Survival favorise une prise de conscience générale de leur situation auprès du grand public et particulièrement auprès des jeunes.</p>
<p>Ce projet s’inscrit dans une démarche pédagogique destinée à sensibiliser les enfants d’âge scolaire à la richesse de la diversité humaine et au respect des peuples lointains. Allant à l’encontre des préjugés et des images exotiques généralement proposées aux enfants, ce site présente quelques cultures autochtones à travers des portraits d’enfants.</p>
<p><a href="http://nouslemonde.survivalfrance.org/adultes/index.html" target="_blank">http://nouslemonde.survivalfrance.org/adultes/index.html</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Make the difference? Na klar...]]></title>
<link>http://gfbvberlin.wordpress.com/2009/11/23/make-the-difference-na-klar/</link>
<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 11:55:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>joachimfulda</dc:creator>
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<description><![CDATA[Alte Studienfreunde waren dieses Wochenende zu Besuch &#8211; als sie in meiner Wohnung GfbV-Flyer z]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Alte Studienfreunde waren dieses Wochenende zu Besuch &#8211; als sie in meiner Wohnung GfbV-Flyer zu <a href="http://gfbvberlin.wordpress.com/2009/05/30/internationale-staatengemeinschaft-lasst-un-blauhelmtruppen-in-darfur-im-stich/">Dafur </a>sahen, kam die etwas ratlose Frage, was man da eigentlich machen könne, solange China nicht handele. Über die GfbV-Flyer zu brasilianischen Indigenen und dem Kllimawandel kamen wir dann auch auf die <a href="http://birdwatchers.pandorafilm.de/">&#8220;Birdwatcher&#8221;</a> zu sprechen &#8211; auch hier die Frage, was wir machen können, um den Menschen und ihrer Umwelt zu helfen? <!--more--></p>
<p>Mit ein bisschen Wehmut blickten wir &#8220;auf damals zurück&#8221;, als wir im Zivildienst soziale Verantwortung übernahmen &#8211; aber in Deutschland. Die Möglichkeiten, ins Ausland zu gehen und in Entwicklungsländern zu helfen, waren zwar schon irgendwie da, dann aber auch sehr teuer, sehr umständlich und noch nicht so gewürdigt wie heute. Die rot-grüne Bundesregierung hat aber in dieser Hinsicht wertvolle Fördermöglichkeiten geschaffen. Wir haben alle dann im Studium ehrenamtlich irgendwo in den ganz verschiedenen Facetten ehrenamtlich gearbeitet, so das Studium uns liess&#8230;.:-) </p>
<p>Ich kann rückblickend (so kurz vor meinem einschneidenden dreißigsten Geburtstag! *lol*) nur jedem empfehlen, die Möglichkeit zwischen Abi und Studium, zwischen Schule und Ausbildung für sich zu  nutzen und die Welt zu erobern. Für diejenigen, die mit ihrem Auslandsaufenthalt auch was bewegen wollen, ist das <a href="http://www.asa-programm.de/">ASA-Programm </a>sehr gut geeignet (es steht jetzt stellvertretend für viele andere sinnvolle Programme, tut mir leid für die Vereinfachung!). Denn hier wird nicht nur die Möglichkeit gegeben zu lernen. Diese Möglichkeit wird auch gleich mitgefördert &#8211; und das macht vieles leichter. Die Teilnehmer lernen gesellschafts- und entwicklungspolitische Fähigkeiten, lernen interkulturell zu denken und zu handeln (was die neudeutsche Version vom &#8220;Über den Tellerrand gucken können&#8221; ist). Das ASA-Lernprogramm ist meines Erachtens sehr gut geeignet für interessierte, weltoffene und kritisch nachfragende junge Menschen, die in Entwicklungsländern im kleinen Rahmen Verantwortung übernehmen wollen und mit den Herausforderungen wachsen wollen. Noch läuft die Bewerbungsfrist, die formalen Anforderungen findet man hier&#8230;.so kommt man jedenfalls von Gesprächen über Dafur und die Indigenen zu Auslandsaufenthalten. Und wenn man sich fragt, was man gegen die Ungerechtigkeiten dieser Welt machen kann als vermeintlich &#8220;kleiner Fisch&#8221; &#8211; das ist häufig leichter, als man denkt. Die Auslandsaufenthalte (mit Praktika, Sprachkursen und so) hab ich dann übrigens im Studium nachgeholt, als ich in Indonesien und Australien war. </p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Bangladesch: Indigene Völker der Chittagong Hill Tracts hoffen auf Umsetzung des Friedensabkommens]]></title>
<link>http://gfbvberlin.wordpress.com/2009/11/20/bangladesch-indigene-volker-der-chittagong-hill-tracts-hoffen-auf-umsetzung-des-friedensabkommens/</link>
<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 12:52:09 +0000</pubDate>
<dc:creator>brigittascholz</dc:creator>
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<description><![CDATA[Judith Kunze Chittagong Hill Tracts / Bangladesch (SONNE-International, flickr.com) 1997 beendete ei]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><strong>Judith Kunze</strong></p>
<div id="attachment_2624" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://gfbvberlin.wordpress.com/files/2009/11/3887158879_25a999c3c01.jpg"><img src="http://gfbvberlin.wordpress.com/files/2009/11/3887158879_25a999c3c01.jpg?w=300" alt="" title="3887158879_25a999c3c0" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2624" /></a><p class="wp-caption-text">Chittagong Hill Tracts / Bangladesch (SONNE-International, flickr.com)</p></div>
<p>1997 beendete ein Friedensabkommen den gewaltsamen Kampf zwischen der Regierung Bangladeschs und der indigenen Bevölkerung in den Chittagong Hill Tracts (CHT) im Südosten des Landes. Der Vertrag versprach den auch Jumma genannten Hochland-Indigenen die Umsetzung fünf zentraler Punkte: die Klärung von Landrechten für Indigene, die Förderung ihrer Kulturen, die Wiederaufnahme der (Binnen-) Flüchtlinge, den Teilrückzug des Militärs aus den CHT und die Selbstverwaltung durch regionale und Distrikträte. Bis heute wurden die Ziele nicht umgesetzt. <!--more--></p>
<p>Der Landbesitz der Jumma wird noch immer nicht politisch anerkannt und ist rechtlich nicht abgesichert. Ihre politische und soziale Mitsprache ist nach wie vor äußerst eingeschränkt, der Einfluss der Armee behindert den Ausbau ziviler Strukturen. Menschenrechtsverletzungen und Übergriffe der muslimischen Siedler bedrohen die Jumma und ihre Kultur tagtäglich.</p>
<p>Hoffnung auf eine Lösung des Konflikts weckte im Dezember 2008 der Sieg der linksgerichteten Parteienallianz der Awami-Liga bei den Parlamentswahlen in Bangladesch. Premierministerin Scheich Hasina versprach die Umsetzung des Friedensvertrags. Kritisch werden seitdem die ersten staatlichen Maßnahmen von internationalen Beobachtern und indigenen Organisationen verfolgt. Sanjeeb Drong, Generalsekretär der nationalen Nichtregierungsorganisation Bangladesh Indigenous Peoples Forum und selbst vom Volk der Garo, hält es für völlig offen, ob ein Prozess in Gang kommt, der die Situation der Indigenen grundsätzlich verbessern könne. Bei seinem Besuch der GfbV im September 2009 in Göttingen vermutete er, die Regierung wolle sich auf internationaler Bühne demokratisch präsentieren, um Hilfsgelder und Investitionen ins Land zu holen. „It’s all publicity“ – „Alles nur Kosmetik“, so Drong.</p>
<p>Die Einrichtung einer Kommission zur Bearbeitung der Landrechtskonflikte und eine Arbeitsgruppe für die Rückführung von Flüchtlingen sind die bisher wichtigsten erzielten Fortschritte. Doch statt den ehemaligen Landbesitz der Flüchtlinge zu registrieren, sollten strittige Fragen direkt angegangen werden, kritisiert die unabhängige internationale Menschenrechtsorganisation CHT Commission, die die Entwicklung in den CHT beobachtet und Empfehlungen für die Umsetzung des Friedensvertrags ausspricht. Ihrer Meinung nach müssten Besitzurkunden ausgestellt und für überschneidende Ansprüche eine Regelung gefunden werden. Unregelmäßig genutzte Ländereien und Plantagen sollen sofort wieder auf die Jumma übertragen werden. Die Kommission fordert außerdem einen konkreten Zeitplan sowie ausreichend finanzielle Mittel für die Umsetzung des Vertrags. </p>
<p>Das Verhältnis zwischen indigener und muslimischer Bevölkerung ist äußerst gespannt. 400.000 muslimische Siedler leben derzeit auf Ländereien, von denen die Jumma einst vertrieben worden sind. Sie fürchten, das Land wieder für die indigene Bevölkerung räumen zu müssen. Mit Landraub, illegaler Besetzung, gewaltsamen Überfällen, Vergewaltigungen und Mord versuchen sie, die Jumma zu verdrängen und so ihre eigene Position zu stärken. Die meisten Siedler wollen in den CHT bleiben, die vertriebenen Jumma wollen auf ihr Land zurückkehren. Deshalb sind Konzepte zur Konfliktlösung und Versöhnung unumgänglich, um das Verhältnis zwischen beiden Bevölkerungsgruppen dauerhaft zu entspannen. </p>
<p>Doch allein der Abzug der ersten Truppen von den CHT und die Schließung einiger Armeelager haben landesweite Proteste gegen die Umsetzung des Friedensvertrags hervorgerufen. Gegner des Abkommens aus Militär und politischer Opposition sehen darin eine Gefährdung der Sicherheit in den CHT, da sie befürchten, dass die Autonomiekämpfe der Indigenen wieder ausbrechen könnten. Denn der Anteil der Siedler ist von fünf Prozent im Jahr 1960 auf heute 45 Prozent angestiegen. Dies begünstigte auch die Verbreitung des Islam in den CHT. In den vergangenen Jahren nahm beispielsweise die Zahl privater Koranschulen deutlich zu. Allein im Jahr 2002 wurden nur im Distrikt Khagrachhari rund 300 neue Moscheen auf indigenem Land errichtet. „Selbst an Orten, wo keine Menschen leben, stehen jetzt Moscheen und sobald sie einmal gebaut wurden, lässt sich das nicht mehr rückgängig machen – denn Moscheen dürfen nicht abgerissen werden“, berichtet Sanjeeb Drong. Er befürchtet, dass dies schwere Folgen für die Kultur der indigenen Völker haben wird.</p>
<p>Um dies zu verhindern, fordern die indigenen Völker neben der Umsetzung des Friedensvertrags mehr Mitspracherecht: sei es bei forstwirtschaftlichen Vorhaben, der Nutzung natürlicher Ressourcen, Entwicklungsprojekten oder Maßnahmen für Bildung und Gesundheit, die die Lebensbedingungen der Indigenen betreffen. Voraussetzung dafür ist eine proportionale Vertretung der Indigenen in den entsprechenden Regional- und Distrikträten sowie eine gewisse Autonomie von der Nationalregierung. Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung Günter Nooke begrüßte vor seinem Bangladesch-Besuch im Oktober 2009 die Bemühungen der dortigen Regierung, die Menschenrechte weiter zu stärken und forderte sie auf, für die CHT eine friedliche Lösung zu finden. </p>
<p>Es wäre wünschenswert, wenn die neue Bundesregierung die Entwicklungen in den CHT weiterhin verfolgen und im Rahmen der EU-Außenpolitik besonders auf entwicklungspolitische Maßnahmen zugunsten der Indigenen drängen würde. Eine Lösung des Konflikts in den CHT könnte auch ein Hoffnungsschimmer für die rund eine Million Indigenen im bengalischen Flachland sein. Denn auch hier kämpfen sie darum, dass die Regierung ihre Rechte anerkennt und endlich der ethnischen Vielfalt in Bangladesch gerecht wird. </p>
<p><strong>Hintergrund: Indigene Völker der Chittagong Hill Tracts</strong></p>
<p>Seit etwa 400 Jahren leben indigene Völker in der 14.000 Quadratkilometer großen waldreichen Bergregion der Chittagong Hill Tracts (CHT) im Südosten des früheren Bengalen. Die zwölf Ethnien unterscheiden sich untereinander sowie von den muslimischen Bengalen in Sprache, Kultur und Religion. Die 400.000 buddhistischen Chakma und Marma bilden die größten Gruppen der circa 700.000 Indigenen, gefolgt von den hinduistischen Tripura sowie christlichen und animistischen Völkern. Alle betreiben an den steilen Berghängen traditionellen Brandrodungsfeldbau, jhum genannt, weshalb sie sich kollektiv als Jumma bezeichnen. </p>
<p>Unter der britischen Kolonialherrschaft waren die CHT noch ein eigenständiges Gebiet, in dem nur Jumma lebten. Bei Gründung des muslimischen Pakistan 1947 wurden die CHT Ostpakistan, dem heutigen Bangladesch, zugeschlagen. Die zunehmende wirtschaftliche Nutzung und die Ansiedlung muslimischer Landloser aus dem bengalischen Delta führten zur Vertreibung und Entrechtung der Indigenen. Mit dem Bau des Kaptai-Staudamms in den 1960er Jahren wurden 40 Prozent des gesamten Ackerlands in den CHT geflutet. Etwa 100.000 Jumma verloren ihre Lebensgrundlage und mussten fliehen. Rund 60.000 von ihnen gingen nach Indien und Burma. Im 1971 gegründeten Bangladesch verschärfte sich die Lage, denn nun wurden die Jumma mit brutaler Gewalt vertrieben. Enteignetes Land wurde für Forst- und Landwirtschaft, militärische Zwecke und für die Ansiedlung von etwa 400.000 Muslimen verwendet. Circa 200.000 Jumma verloren durch die staatliche Vertreibungspolitik ihr Leben, hunderttausende wurden zu Flüchtlingen und verloren ihre Lebensgrundlage. Indigene Widerstandgruppen griffen aus Verzweiflung zu den Waffen, um sich selbst zu verteidigen. Ein Friedensabkommen beendete 1997 zwar die Kämpfe, aber die politische Anerkennung, gezielte Förderung und umfassende soziale Beteiligung der Jumma steht bis heute aus.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Staaliche und paramilitärische Repressionen gegen die Mapuche]]></title>
<link>http://gfbvberlin.wordpress.com/2009/11/06/steigende-gewalt-gegen-die-mapuche/</link>
<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 12:10:16 +0000</pubDate>
<dc:creator>Magdalena Markones</dc:creator>
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<description><![CDATA[Die seit 1990 wieder stark ansteigenden Konflikte im Süden Chiles zwischen Landbesitzern, Holzfirmen]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Die seit 1990 wieder stark ansteigenden Konflikte im Süden <a href="http://www.gfbv.de/land.php?id=47">Chiles </a>zwischen Landbesitzern, Holzfirmen und ansässigen Ureinwohner spitzt sich zu.</p>
<p>Die <a href="http://gfbv.de/inhaltsDok.php?id=428">Mapuche</a>, normalerweise ein friedliches Volk, waren erfolgreiche Selbstverteidiger ihrer Freiheit und ihres Landes gegen die Inka und später die spanischen Kolonialherren. In den vergangenen Jahrhunderten haben sie jedoch fast 90 Prozent ihres Landes verloren. Vor allem unter der Diktatur Pinochets litten sie unter der Privatisierung indigener Territorien durch den Staat und deren Vergabe an transnationale Forstunternehmen, die die natürlichen Waldbestände rodeten und mit schnell nachwachsenden Bäumen aufforsten, die den Boden unfruchtbar machten und das gesamte Ökologische Gleichgewicht zerstörten. Den Mapuche bleiben nicht viele Mittel, um ihr Land zurückzugewinnen. Sie besetzen friedlich die Landgebiete, die unter Pinochet an Großunternehmer verteilt worden waren. Doch Angehörige des staatlichen Polizeiapparats und private paramilitärische „Sicherheitsfirmen“ von reichen Holzunternehmern (z.B. des Hernán Trizano) diskriminieren und unterdrücken die Mapuche mit gewaltsamen Hausfriedensbrüchen und <strong>Festnahmen</strong>, die sich auf ein Anti-Terror-Gesetz aus der Zeit Pinochets berufen. Sie dringen immer wieder in Mapuche Gebiete ein und benutzen dort <strong>Schrotflinten </strong>und giftige <strong>Gasbomben</strong>, die auch gegen Frauen, Alte und Kinder eingesetzt werden.<!--more--> Auf den friedlichen Kundgebungen und Protesten zeigen die Kinder die eingesammelten Hülsen der auf sie abgeworfenen Patronen und Bomben. Gegen friedliche Landbesetzungen und Demonstrationen der Mapuche geht die chilenische Polizei gewaltsam vor. Immer öfter enden die den Ureinwohnern Chiles zugefügten Verletzungen tödlich. Erst kürzlich, am 12. August 2009, kam der junge Mapuche Jaime Mendoza Collío bei einer gewaltsamen Räumung auf dem Grundstück San Sebastián durch die Sondereinheit der Polizei (GOPE) zu Tode. Er starb auf der Flucht durch eine Kugel aus der Waffe des Polizisten Miguel Àngel Jara Muñoz. Die thanatologische Untersuchung der Leiche durch das gesetzliche medizinische Amt (SML) in Angol ergaben in Übereinstimmung mit der Kriminalpolizei Chiles (PDI), dass Collío durch einen Rückenschuß zu Tode kam, und selber keine Schießpulverspuren an seinen Händen hatte. Damit ist erwiesen, dass die polizeilichen Angaben, der Polizist Muñoz habe aus Notwehr gehandelt, Falschaussagen sind. Trotz dieser erwiesenen Widersprechungen wurde die polizeiliche Version sowohl vom Innenministerium als auch von der obersten polizeilichen Leitung anerkannt und der Polizist nach 23 Tagen Untersuchungshaft freigesprochen.</p>
<p>Die Prozesse, in die Mapuche involviert sind, laufen üblicherweise nicht über das öffentliche Justizsystem, sondern werden vom parteiischen Militärgericht abgehandelt. Außerdem wird ausschließlich gegen die Mapuche das aus der Pinochetzeit (1984) stammende Anti-Terror-Gesetz (Nr. 18.314) angewendet. Dies erlaubt es dem Staat, „Terrorverdächtige“ über Monate oder auch Jahre in Untersuchungshaft zu behalten. Das Recht der Angeklagten auf die Verteidigung ist beschränkt; die Zeugen der Anklage treten anonym auf, so dass die Verteidigung die Zeugenaussage nicht überprüfen kann und die Verurteilten dürfen zusätzlich zu ihren oft jahrelangen Haftstrafen 15 Jahre lang keine Ämter im gewerkschaftlichen, politischen, erzieherischen oder öffentlichen Bereichen übernehmen. Meistens fallen diesem Gesetz politisch engagierte Mapuche zum Opfer, die für ihr Volk einstehen und mit Mitteln des zivilen Ungehorsams ihre Ländereien zurückfordern.</p>
<p>Mittlerweile hat die radikalere Mapuche-Gruppe Arauco Malleco bekannt gegeben, ihre chilenische Staatsangehörigkeit abzulegen, Chile den Krieg zu erklären und das Gebiet unterhalb der BíoBío-Grenze zum unabhängigen Mapuchegebiet zu deklarieren. Einige Mapuche gehen nun neben den friedlichen Protesten und Landbesetzungen dazu über, Lastwagen der großen Holzfirmen, die Holz aus den Mapuche Gebieten abtransportieren, zu überfallen und anzuzünden. Derweil werden immer mehr Mapuche aufgrund des präventiven Anti-Terror-Gesetzes auf fragwürdige Weise zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.</p>
<p>Unterstützen Sie das Mapuche Volk und machen Sie mit bei unserem <a href="http://www.gfbv.de/emailprot.php?id=207&#38;stayInsideTree=1">Protestbrief </a>an die chilenische Präsidentin Bachelet. Die chilenische Regierung hat die UN-Deklaration über die Rechte der indigenen Völker bereits ratifiziert. In Artikel 26 heißt es ausdrücklich, dass indigene Völker das Recht auf das Land, die Gebiete und die Ressourcen haben, über die sie traditionell verfügt haben. Fordern Sie mit uns eine Einhaltung der UN-Deklaration und schnellstmögliche Rückgabe des unter der Diktatur beschlagnahmten Mapuche Lands.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kahlschlag auf Sumatra]]></title>
<link>http://gfbvberlin.wordpress.com/2009/11/05/kahlschlag-auf-sumatra/</link>
<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 23:03:16 +0000</pubDate>
<dc:creator>brigittascholz</dc:creator>
<guid>http://gfbvberlin.wordpress.com/2009/11/05/kahlschlag-auf-sumatra/</guid>
<description><![CDATA[Indigene Batakfrau bei einer Beerdigung, Sumatra (World Picture Service, flickr) Auf der indonesisch]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><div id="attachment_2537" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://gfbvberlin.wordpress.com/2009/11/05/kahlschlag-auf-sumatra/298931611_0859b19665/" rel="attachment wp-att-2537"><img src="http://gfbvberlin.wordpress.com/files/2009/11/298931611_0859b19665.jpg?w=300" alt="298931611_0859b19665" title="298931611_0859b19665" width="300" height="202" class="size-medium wp-image-2537" /></a><p class="wp-caption-text">Indigene Batakfrau bei einer Beerdigung, Sumatra (World Picture Service, flickr)</p></div>
<p>Auf der indonesischen Insel Sumatra sollen riesige Urwälder durch Brandrodung dem Erdboden gleichgemacht werden. Seit Monaten werden von dem Holzkonzern APRIL gigantische Entwässerungskanäle durch den Sumpf gezogen. <a href="http://www.greenpeace.de/themen/waelder/nachrichten/artikel/sumatra_ein_damm_gegen_urwaldzerstoerung/">Dorfbewohner und Umweltaktivisten</a> haben mit einem Damm vorerst die Trockenlegung des Sumpfes verhindert. Die Aktivisten vor Ort wollen weitere Dämme bauen, um die vollständige Abholzung des Regenwaldes zu verhindern.<!--more--></p>
<p>Der Holzkonzern APRIL (Asia Pacific Resources International Limited) &#8211; einer der weltgrößten Papierhersteller und Teil des mächtigen indonesischen Holzkonzerns Sinar Mas – will über die künstlich angelegten Wasserstraßen das kostbare Edelholz zur Küste transportieren lassen. Danach sollen die Sümpfe trocken gelegt werden und auf einem 700 Quadratkilometer großen Areal – so groß wie Singapur – eine riesige Palmölplantage entstehen. Die demokratisch gewählte indonesische Regierung hat per Gesetz die Abholzung der Wälder eingeschränkt. Oft stammen aber die Konzessionen zur Rodung noch aus den Zeiten der Diktatur. Das die Konzerne bei der lokalen Bevölkerung Nutzungsrechte abkauft, ist bisher nur reine Theorie. </p>
<p>In Indonesien fallen schneller als in jedem anderen Land gewaltige Waldflächen der Säge zum Opfer. Rund 51 Quadratkilometer Urwald werden jeden Tag zerstört, das sind mehr als 300 Fußballfelder pro Stunde. Dadurch setzt das Land jedes Jahr 2,6 Milliarden Tonnen Kohlendioxid frei &#8211; mehr als die Emissionen von Deutschland, Frankreich und Großbritannien zusammen. Indonesien steht nach den USA und China schon jetzt an dritter Stelle der weltweit größten Kohlendioxid-Verursacher. Das ist maßgeblich auf die Zerstörung der Urwälder und Torfgebiete zurückzuführen.</p>
<p>Anfang der 1990er Jahre führten in Indonesien Schwelbrände in trockengelegten Sumpfgebieten zu Waldbränden von gigantischen Ausmaßen. Nahezu 800.000 Hektar Wald standen in Flammen. Mehrere Wochen lang überzogen dichte Rauchwolken Südostasien mit verheerenden Folgen für die Gesundheit der Bevölkerung. 20 Millionen Menschen hatten unter smogbedingten Atemwegserkrankungen zu leiden. Wegen der reduzierten Sicht auf weniger als 20 Meter kam es zu Flugzeugabstürzen und Schiffskollisionen. Hunderte Menschen sind dabei ums Leben gekommen. Eine solches Schreckenszenario könnte sich jederzeit wiederholen, wenn entwässerte Torfwälder anfangen zu brennen.</p>
<p>Der Palmöl-Boom hat katastrophale ökologische Folgen und beschleunigt die Zerstörung der letzten zusammenhängenden großen Regenwaldflächen Südostasiens. In und von diesen Wäldern leben Millionen Ureinwohner. Deren Menschenrechte werden durch den massiven Raubbau an der Natur systematisch verletzt. Der Kahlschlag vernichtet die Lebensgrundlage dieser Völker und bedroht somit existentiell das Überleben von einem Viertel der Bevölkerung Indonesiens. Die <a href="http://www.gfbv.it/3dossier/ind-voelker/palmoel.html">Gesellschaft für bedrohte Völker</a> warnt schon seit den 1990er Jahren vor den Folgen der Ausweitung der Ölpalmen-Plantagen für indigene Völker.</p>
<p>Der Regenwald auf Sumatra ist in allergrößter Gefahr. Wissenschaftler gehen davon aus, dass es im Jahr 2010 bei ungebremster Entwaldung auf Sumatra keinen Urwald mehr geben wird. Um die letzten Regenwälder Indonesiens zu retten ist es dringend erforderlich, bei der kommenden <a href="http://en.cop15.dk/">UN-Klimakonferenz</a> im Dezember 2009 in Kopenhagen innerhalb eines verbindlichen Kyoto-Nachfolgeabkommens, diese weltweit unter Schutz zu stellen.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Finnische Urwälder gerettet]]></title>
<link>http://gfbvberlin.wordpress.com/2009/11/01/finnische-urwalder-gerettet/</link>
<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 19:59:18 +0000</pubDate>
<dc:creator>brigittascholz</dc:creator>
<guid>http://gfbvberlin.wordpress.com/2009/11/01/finnische-urwalder-gerettet/</guid>
<description><![CDATA[Sami-Familie festlich gekleidet in Norwegen (mortsun, flickr)Seit zehn Jahren wehren sich die Sami, ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><div id="attachment_2387" class="wp-caption alignleft" style="width: 233px"><a href="http://gfbvberlin.wordpress.com/2009/11/01/finnische-urwalder-gerettet/48033905_dca34fbd7e/" rel="attachment wp-att-2387"><img src="http://gfbvberlin.wordpress.com/files/2009/11/48033905_dca34fbd7e.jpg?w=223" alt="48033905_dca34fbd7e" title="48033905_dca34fbd7e" width="223" height="300" class="size-medium wp-image-2387" /></a><p class="wp-caption-text">Sami-Familie festlich gekleidet in Norwegen (mortsun, flickr)</p></div>Seit zehn Jahren wehren sich die Sami, die letzten Ureinwohner im Norden Europas, mit Unterstützung von mehreren Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen, so zum Beispiel der <a href="http://www.gfbv.de/inhaltsDok.php?id=679&#38;highlight=finnland">GfbV</a> und  <a href="http://www.greenpeace.de/themen/waelder/nachrichten/artikel/finnische_urwaelder_gerettet_erfolg_fuer_greenpeace-1/">Greenpeace</a> gegen die Zerstörung ihrer Urwälder. Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich das staatliche finnische Forstamt, die Holzindustrie sowie Organisationen der Sami und weitere Interessengruppen am 27. Oktober 2009 gemeinsam darauf geeinigt, die letzten acht großen Urwälder Nordfinnlands zum überwiegenden Teil zu schützen. <!--more-->Auf 90.000 Hektar von knapp 100.000 Hektar dürfen keine Wälder mehr abgeholzt werden. Der finnische Papierkonzern Stora Enso kann nur noch mit ausdrücklicher Genehmigung der Sami Bäume fällen. 9.300 Hektar der Wälder sollen unter Berücksichtigung besonderer Kriterien bewirtschaftet werden. In der Region Inari im hohen Norden Finnlands wird derzeit noch um einen dauerhaften Schutz für einzelne Urwälder gestritten.</p>
<p>Die etwa 70.000 Sami (andere Bezeichnungen oder Schreibweisen sind: Sámen, Sámi, Saamen und Saami. Der veraltete Begriff Lappe oder Lappen (plural) wird von vielen Sami als herabsetzend angesehen) verteilen sich auf die vier Staaten Norwegen (40.000), Schweden (20.000), Finnland (7.000) und Russland, auf der Halbinsel Kola (4.000). Die Sami sind eine Minderheit. Ihr  Anteil an der Bevölkerung macht circa vier Prozent aus. Auf der Halbinsel Kola ist der indigene Bevölkerungsanteil noch geringer.</p>
<p>Die Sami lebten ursprünglich als Nomaden vom Jagen und Fischen. Ihre Geschichte in allen vier Staaten ist von erzwungener Anpassung und Diskriminierung gekennzeichnet: Einschränkung der Land- und Wasserrechte per Gesetz in Schweden, Ausbeutung ihrer Territorien durch multinationale Bergbaugesellschaften in Norwegen, Kahlschlag der Wälder in Finnland und der Ausverkauf traditioneller Jagd- und Fischgründe (Lachs) an westliche Investoren in Russland. Auf ihren Gebieten wurden Kraftwerke, Staudämme, Fabriken und Militärbasen errichtet. Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986 war eine große Umweltbelastung für die Rentierzucht. Allein in Schweden mussten 188.000 radioaktiv verseuchte Rentiere getötet werden. Die von den Regierungen gezahlten Entschädigungen waren äußerst gering. </p>
<p>Nach und nach konnten sich die indigenen Sami in Finnland, Norwegen und Schweden immer mehr Rechte erkämpfen. Ende der 1950er Jahre gründeten Indigene aus Finnland, Norwegen und Schweden als politische Interessenvertretung den „Samischen Rat“. In den 1960er Jahren wurde das Recht der Sami, ihre eigene Kultur aufrechtzuerhalten, von der norwegischen Regierung offiziell anerkannt. Im Jahre 1990 ratifizierte Norwegen &#8211; als bisher einziges Land Nordeuropas &#8211; die <a href="http://www.ilo169.de/index.php?option=content&#38;task=view&#38;id=20&#38;Itemid=31">ILO-Konvention Nr. 169</a> über die verbindlichen Rechte der Urbevölkerungen. Heute sprechen die Sami ihre Sprache in der Schule, in der samischen Hochschule, im Radio und in ihrem eigenen Parlament. Am 6. Februar begehen sie ihren Nationalfeiertag. Sie sind mittlerweile in fast allen Wirtschaftszweigen vertreten. Die meisten leben von Fischerei und Landwirtschaft. Ausschließlich von der Rentierzucht leben nur noch 15 Prozent.</p>
<p>Dass die finnischen Urwälder nun endlich vor der Säge sicher sind, ist ein großer Erfolg und zeigt, dass sich jahrelange hartnäckige Kampagnen auszahlen. Jetzt sind es die <a href="http://www.gfbv.de/report.php?id=21&#38;stayInsideTree=1&#38;backlink=dossier.php?id=32">Folgen des Klimawandels</a>, die für die Rentierzüchter längst zum Alltag gehören. In den letzten 20 Jahren wurde bereits ein Temperaturanstieg von rund zwei Grad gemessen. Das bedeutet dramatische Veränderungen für die Region und für die traditionelle Rentierhaltung. Da die Perioden mit Tauwetter und anschließendem Frost häufiger werden, kommt es immer öfter vor, dass die unterste Schneeschicht zu festem Eis gefriert und die Tiere nicht an die Nahrung kommen. Bei Nahrungsmangel im Winter müssen die Rentiere deshalb zugefüttert werden, was enorme Kosten verursacht. Weitere Folgen des Klimawandels wie Hitzewellen, Verbuschung der Wälder und Parasiten erschweren zusätzlich die Rentierzucht.</p>
<p>Die größte Bedrohung für die samische Kultur ist der Verlust von Weideland. Nach Untersuchungen des UNO-Umweltprogramms ist in der Region um die Barentssee nördlich von Norwegen in den letzten 50 Jahren bereits ein Drittel des Weidelands durch den Ausbau von Straßen, Freizeithütten und Kilometer langen Gas-Pipelines verloren gegangen. Neue Forschungen vermuten enorme Vorkommen an Eisenerz auf dem Gebiet der Sami in Finnland. Der Abbau des Rohstoffs hätte weiteren Verlust von Weideland zur Folge. </p>
<p>Wie vielen anderen indigenen Völkern in der Arktis wird auch den Sami das Recht vorenthalten, bei den Verhandlungen um die Ausbeutung der Rohstoffe auf ihrem Territorium mitzureden. Sie fordern zumindest eine Abgabe der Gewinne, die der lokalen Bevölkerung zugute kommen soll. Ob am Vormarsch der multinationalen Unternehmen die Urbevölkerung einen Nutzen hat, wird sich in Zukunft erweisen.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Borneo: Bambusblockaden gegen riesige Bulldozer ]]></title>
<link>http://gfbvberlin.wordpress.com/2009/10/29/borneo-bambusblockaden-gegen-riesige-bulldozer/</link>
<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 20:04:59 +0000</pubDate>
<dc:creator>brigittascholz</dc:creator>
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<description><![CDATA[Die indigenen Penan auf der Insel Borneo in Südostasien kämpfen verzweifelt gegen die Abholzung ihre]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Die indigenen Penan auf der Insel <a href="http://www.tagesschau.de/borneo104.html">Borneo</a> in Südostasien kämpfen verzweifelt gegen die Abholzung ihrer Regenwälder &#8211; mit ungleichen Mitteln. Seit Anfang der 1980er Jahre wurden fast zwei Drittel der Regenwälder auf Borneo vernichtet.<!--more--></p>
<p>Borneo ist nach Grönland und Neuguinea die drittgrößte Insel der Welt. Sie gehört zu den drei Staaten Indonesien, Malaysia und Brunei Darussalam (ein Staat auf der Insel Borneo). Auf der Insel leben circa 16 Millionen Menschen. Die Bevölkerung wohnt vor allem an der Küste, dort wiederum in den großen Städten. Sie setzt sich hauptsächlich aus Malaien, Chinesen und Dayak, ein Sammelbegriff für die indigenen Gemeinschaften, zusammen. Die Dayak besiedelten seit Mitte des 3. Jahrhunderts Südostasien.</p>
<p>Die indigene Bevölkerung verteilt sich auf alle drei Staatsgebiete. Es gibt keine einheitliche Dayak-Kultur. Sie besteht aus über 400 verschiedenen Gemeinschaften, mit jeweils eigener Bezeichnung, eigenen Sprachen, Lebensweisen und Kulturen. Manche Gemeinschaften bestehen nur aus mehren hundert Indigenen mit noch nomadischer Lebensweise, andere aus mehreren hunderttausend mit Zugang zur modernen Technologie und Bildung. Die Dayak sind einem starken Anpassungsdruck durch Regierung, Missionare und der westlichen Lebensweise der sie umgebenden Ethnien ausgesetzt. Die meisten von ihnen sind im Laufe des 20. Jahrhunderts entweder zum Christentum oder zum Islam konvertiert. Nur wenige Dayak-Gemeinschaften haben bis heute ihre traditionelle Verbindung zur unmittelbaren Natur erhalten.</p>
<p>Die <a href="http://www.survival-international.de/nachrichten/indigenen/penan">Penan</a> gehören zu den Dyak und bestehen heute aus etwa 10.000 Mitgliedern. Sie leben sowohl im malaysischen als auch im indonesischen Teil Borneos. Nur wenige hundert Penan im malaysischen Teil Borneos, sind noch traditionell lebende Jäger und Sammler. Sie ernähren sich vom jagen, fischen und sammeln von über 300 verschiedenen Wildfrüchten, Wurzeln und Pflanzen. Die wichtigste Nutzpflanze ist die Sagopalme. Die Mehrheit der Penan lebt heute in den Regenwäldern in einfachen Hütten. Erst wenn die Sagovorkommen aufgebraucht sind, wechseln sie den Ort. </p>
<div id="attachment_2365" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://gfbvberlin.wordpress.com/2009/10/29/borneo-bambusblockaden-gegen-riesige-bulldozer/3599895386_b61c72d8b0-3/" rel="attachment wp-att-2365"><img src="http://gfbvberlin.wordpress.com/files/2009/10/3599895386_b61c72d8b02.jpg" alt="3599895386_b61c72d8b0" title="3599895386_b61c72d8b0" width="500" height="375" class="size-full wp-image-2365" /></a><p class="wp-caption-text">Penan-Siedlung im Kelabit Hochland in Malaysia, Borneo (Ben Beiske, flickr)</p></div>
<p>Seit den 1960er Jahren dringen die Straßen der Holzfäller in den Lebensraum der Penan ein. Für die Penan &#8211; wie allen indigenen Gemeinschaften &#8211; war und ist es selbstverständlich, das Land und die Ressourcen benachbarter Gruppen zu respektieren. Über den ersten Widerstand der Penan gegen die Abholzung der Regenwälder auf ihrem Territorium erfuhr die internationale Öffentlichkeit zunächst nichts. Jegliche Berichterstattung wurde von der malaysischen und indonesischen Regierung unterdrückt. Erst gegen Ende der 1980er Jahre begann sich eine globale Regenwaldbewegung zu formieren. Der Widerstand der Penan wurde international bekannt. 1987 versprach die Regierung ein Reservat für die Penan einzurichten, bis heute sind solche Pläne aber nicht verwirklicht worden.</p>
<p>Im malaysischen Teil der Insel Borneos sind nur noch zehn Prozent des Regenwaldgebietes intakt – diese befinden sich im Gebiet der Penan. Durch zahlreiche gewaltlosen Straßenblockaden ist es ihnen gelungen das immer tiefere Eindringen von Holzfirmen in noch unberührte Regenwaldgebiete zu verhindern. Dabei kam es zu Menschenrechtsverletzungen seitens des Militärs und den Beschäftigten der Holzindustrie. Wegen gewaltlosem Widerstand wurden seit Ende der 1980er Jahre bis Anfang der 1990er Jahre über 700 indigene Penan inhaftiert, misshandelt, verurteilt und vor Gerichten schikaniert. </p>
<p>Der ungebremste Raubbau findet bis heute durch international tätige Holzfirmen statt. 1997 schlossen die Penan mit einem der größten Unternehmen einen Vertrag ab der besagt, dass ihre Gebiete ohne vorherige Verhandlungen nicht betreten werden dürfen. Die von den Penan markierten Grenzen wurden von den Holzfällern jedoch nicht eingehalten. Unter massivem Polizei- und Militärschutz werden die letzten kostbaren Bäume abgeholzt. Nachdem große Regenwaldflächen abgeholzt wurden entstehen riesige Monokulturen für Palmöl-Plantagen. Seit dem Boom der Agrartreibstoffe ist die Nachfrage nach Palmöl regelrecht explodiert. Innerhalb der letzten 10 Jahre verdoppelte sich der Palmölverbrauch weltweit auf 30 Millionen Tonnen. Das <a href="http://www.faszination-regenwald.de/info-center/zerstoerung/palmoel.htm">Palmöl</a> fließt vor allem in die Autotanks und verschärft dadurch die Zerstörung der tropischen Regenwälder. Der häufig verwendete Begriff „Biosprit“ hat mit „bio“ überhaupt nichts zu tun. Die Ölpalmenplantagen bedeuten letztlich für die Penan ihren Tod. In Malaysia und Indonesien wurden bereits mehrere Millionen Hektar Palmölplantagen neu angelegt. Durch die breitflächigen Brandrodungen insbesondere von Torfwäldern wird außerdem zusätzlich der Kohlendioxid-Ausstoß massiv erhöht und damit der Klimawandel beschleunigt.</p>
<p>Die letzen <a href="http://www.gfbv.it/3dossier/asia/penan.html">Jäger und Sammler</a> auf Borneo befinden sich in einer elenden Lebenssituation. Sie haben nicht mehr genug Wild zum Jagen. Durch die fortschreitende Entwaldung sind die Flüsse extrem stark verschmutzt – alle Dayak-Gemeinschaften trinken und verwenden das Flusswasser ungefiltert. Mit dem Dreckwasser können sie nicht mehr ihr Hauptnahrungsmittel Sago verarbeiten, Unterernährung und Krankheiten nehmen zu, weil auch die traditionellen Heilpflanzen verschwinden. In dem Maße wie ihr Lebensraum Regenwald &#8211; ihre Lebensgrundlage &#8211; zerstört wird, geht auch ihre traditionelle Kultur verloren. Ein Leben mit Coca-Cola, Bier und Konserven steht den Penan bevor. Einige von ihnen arbeiten jetzt sogar als Tagelöhner bei den Holzfirmen für niedrigen Lohn und ohne jede Absicherung.</p>
<p>Bis heute kämpfen die Penan um die Anerkennung ihrer Landrechte und die Beendigung der Waldzerstörung. Bei der politisch unabhängigen Umweltorganisation <a href="https://www.regenwald.org/protestaktion.php?id=443">„Rettet den Regenwald e.V.“</a> können Sie sich an deren Protestaktion beteiligen.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Protestaktionen der Kayapo in Brasilien]]></title>
<link>http://gfbvberlin.wordpress.com/2009/10/29/protestaktionen-der-kayapo-in-brasilien/</link>
<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 10:34:28 +0000</pubDate>
<dc:creator>brigittascholz</dc:creator>
<guid>http://gfbvberlin.wordpress.com/2009/10/29/protestaktionen-der-kayapo-in-brasilien/</guid>
<description><![CDATA[Indigene bei einer Kundgebung des geplanten Staudamms am Xingu (International Rivers, flickr) Seit g]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><div id="attachment_2357" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><a href="http://gfbvberlin.wordpress.com/2009/10/29/protestaktionen-der-kayapo-in-brasilien/2624877889_c923df11ee_o/" rel="attachment wp-att-2357"><img src="http://gfbvberlin.wordpress.com/files/2009/10/2624877889_c923df11ee_o.jpg" alt="2624877889_c923df11ee_o" title="2624877889_c923df11ee_o" width="400" height="267" class="size-full wp-image-2357" /></a><p class="wp-caption-text">Indigene bei einer Kundgebung des geplanten Staudamms am Xingu (International Rivers, flickr)</p></div>
<p>Seit gestern <a href="http://www.survival-international.de/nachrichten/5193">protestieren</a> Angehörige der indigenen Kayapo im brasilianischen Amazonasgebiet gegen einen riesigen Wasserkraft-Staudamm. Bei dem Vorhaben, dem sogenannten „Belo Monte“, handelt es sich um eines der größten Infrastruktur-Projekte der brasilianischen Regierung. Zu den einwöchigen Protestaktionen werden sich mindestens 200 Indigene versammeln, um mit Vertretern der brasilianischen Regierung zu sprechen. <!--more--></p>
<p>Die <a href="http://www.amazonas.de/amazonas/indianer_kayapo_fotoseite.html">Kayapo</a> leben im Gebiet des Mato Grosso, einem Bundesstaat im Landesinneren Brasiliens, entlang des Rio Xingu. Der Rio Xingu ist einer der größten Nebenflüsse des Amazonas. Mit dem Mega-Staudamm sollen 80 Prozent der Wassermassen des Rio Xingu umgeleitet werden. Dies hätte verheerende Auswirkungen auf die Fischbestände und die Wälder, die sich 100 km lang am Fluss erstrecken. Für die indigenen Kayapo würde dies die Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen bedeuten. </p>
<p>1989 konnten die Kayapo durch ihren massiven Protest mehrere Staudämme, die für den Rio Xingu geplant waren, erfolgreich verhindern. Die Weltbank hatte sich nach den Protesten aus der Finanzierung des Projektes zurückgezogen. Mit dem nun geplanten Mega-Staudamm soll noch 2009 begonnen werden.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[JOUR J + 8 : MEDELLIN]]></title>
<link>http://ccfdcolombie.wordpress.com/2009/10/28/jour-j-8-medellin/</link>
<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 05:29:12 +0000</pubDate>
<dc:creator>Admin</dc:creator>
<guid>http://ccfdcolombie.wordpress.com/2009/10/28/jour-j-8-medellin/</guid>
<description><![CDATA[Après un temps de relecture, nous poursuivons notre découverte des taxis colombiens et de leurs prou]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Après un temps de relecture, nous poursuivons notre découverte des taxis colombiens et de leurs prou]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Nationalité française pour les algériens nés avant 1962]]></title>
<link>http://kamel47.wordpress.com/2009/10/18/nationalite-francaise-pour-les-algeriens-nes-avant-1962/</link>
<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 10:51:21 +0000</pubDate>
<dc:creator>admin</dc:creator>
<guid>http://kamel47.wordpress.com/2009/10/18/nationalite-francaise-pour-les-algeriens-nes-avant-1962/</guid>
<description><![CDATA[View This Pollopinion    Partager sur Facebook &nbsp; &nbsp; La nationalité française pour les algér]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a name="pd_a_2079096"></a><div class="PDS_Poll" id="PDI_container2079096" style="display:inline-block;"></div><script type="text/javascript" language="javascript" charset="utf-8" src="http://static.polldaddy.com/p/2079096.js"></script>
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<p>&#160;</p>
<p>&#160;</p>
<h3 style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-125" title="Algérie" src="http://kamel47.wordpress.com/files/2009/09/algerie2.jpg" alt="Algérie" width="137" height="103" /><span style="color:#333399;">La nationalité française pour les algériens nés avant 1962:<br />
Une arnaque?</span></h3>
<p style="text-align:justify;">Le journal algérien &#8220;El Khabar «est le premier organe d’Algérie, de par son fort tirage (environ 400 000 exemplaires par jour).Dans son édition du 25 septembre 2009, il annonce à la une de sa version en langue française (en ligne):&#8221;nationalité française pour les algériens nés avant 1962&#8243;.<!--more-->Il explique dans le même article, tiré de “sources diplomatiques“, selon lui, que les officiels français étudient en ce moment la possibilité de mise en œuvre de cette nouvelle mesure, mais qu&#8217;ils chercheraient d&#8217;abord à mesurer son éventuel impact sur le gouvernement algérien.</p>
<p style="text-align:justify;">Cet effet d&#8217;annonce a précipité de nombreux algériens à obtenir plus de renseignements sur le sujet par voie de bouche à oreille, d’internet, etc&#8230;L&#8217;information, forte du caractère &#8220;crédible&#8221; de l&#8217;origine de sa source, a fait le tour du pays, et même de l&#8217;héxagone.La rumeur a dépassé la réalité.<br />
Finalement, le journal a retiré cet article de son site web, mais la rumeur persiste encore. On ne sait trop pourquoi. Dans d&#8217;autres pays une telle information, même si elle ne fait pas l&#8217;objet de poursuites pour information diffamatoire, elle serait tout au moins confirmée ou infirmée par voie autorisée.</p>
<p style="text-align:justify;">Cela n&#8217;a pas été le cas, malheureusement ou heureusement pour les candidats au passage à&#8221; l&#8217;eldorado&#8221;. Pourtant, pour moins que cela, les autorités algériennes avaient réagi promptement. Il n&#8217;y qu&#8217;à se souvenir de la publication du dernier livre de Bruno Tertrais (Le marché noir de la bombe) où l&#8217;Algérie est accusée de prolifération nucléaire, au même titre que l&#8217;Iran, qui a fait réagir avec vigueur le Ministre de l&#8217;énergie et de l&#8217;industrie.<br />
Le citoyen lambda ne connait pas la vérité en ce moment et cela laisse la place au doute. Il faut savoir que le taux de la population algérienne, dont la tranche d&#8217;âge dépasse les 50 ans, est de 8% environ, soit plus de 2 700 000 individus. Avec le bénéfice du droit de filiation, si cette information s&#8217;avérait fondée, l’Algérie se viderait de sa population en peu de temps. Ceci, dans le cas où tous les individus ciblés, serait intéressés par cette mesure, bien entendu. Cela n&#8217;a pas fait réagir non plus le quai d&#8217;Orsay, qui d&#8217;habitude, réplique par le biais de ses services de presse ou diplomatiques à l’étranger, en de telles circonstances. Là non plus il ne se passe rien.</p>
<p style="text-align:justify;">Certains algériens sont allés même jusqu’à dire que cette mesure serait en rapport avec le contenu des accords d’Evian, et qu’elle croupissait dans les tiroirs français depuis le refroidissement des relations entre Alger et Paris, du temps du Président Boumediene.<br />
Ce qu’il faut savoir, c’est que :</p>
<p style="text-align:justify;">-Les accords d’Evian ne renferment aucune disposition qui permettrait aux citoyens algériens nés avant 1962, de pouvoir indéfiniment prétendre à la nationalité française. Par contre les personnes relevant du statut civil de droit commun (citoyen à part entière : européens, juifs et une catégorie de musulmans naturalisés) peuvent conserver la nationalité française ou opter pour la citoyenneté algérienne. Les individus appartenant à ce statut ont la possibilité aussi de conserver la nationalité française, après 1962, sans effectuer aucune démarche.</p>
<p style="text-align:justify;">-Les personnes relevant, du statut civil de droit local (les indigènes : majorité des musulmans) y compris ceux appartenant au 1er collège, perdent leur nationalité (de demi-français) au 1er janvier 1963, sauf ceux ayant souscrit avant le 23 mars 1967 une déclaration de reconnaissance de la nationalité française. Le fait d’avoir servi dans l’armée française, d’avoir joui des droits politiques après 1944, d’être marié avec un (e) métropolitain (e) n’ouvre pas droit systématiquement à l’obtention de la nationalité française.</p>
<p style="text-align:justify;">On constate aisément la dureté de la loi coloniale envers les algériens, même après 1962. Et le code français de la nationalité n’a pas été “civilisé“ envers les étrangers d’une manière générale, y compris les algériens, Le code de l’indigénat est resté intact à ce jour, voir même durci avec le nouveau dispositif de l’émigration choisie et la banalisation des mesures d’expulsion. De là à croire que cela pourrait changer, ce n’est pas demain la veille. L’article d’El Khabar n’a été qu’une arnaque en fait et c’est tant mieux.</p>
<p><em><strong><span style="color:#99cc00;">Kamel Ahriouil</span></strong></em></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="text-decoration:underline;">Lire ci-dessous une copie de l’article du journal El Khabar :</span></p>
<p style="text-align:center;"><span style="color:#ff0000;">Nationalité française aux algériens, nés avant 1962</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#ff0000;">Une réflexion serait en cours, Paris est entrain d’étudier la possibilité de la promulgation d’une loi permettant aux algériens, nés à l’époque coloniale, de porter la nationalité française, indique-t- on de source diplomatique. Selon les mêmes sources, des diplomates français tentent de mesurer l’éventuelle réaction des autorités algériennes à propos d’une telle loi, en se rapprochant des responsables, des hommes d’affaires et des personnalités faisant partie de l’élite, pour connaître leurs avis. Dans ce sens, certains responsables qui ont été ciblé ont déclaré que cette procédure a pour objectif d’attirer l’intérêt des classes influentes dans le pays, et de mesurer leur disposition à porter les couleurs françaises, comme il avait été le cas pour leurs concitoyens, qui avaient adopté la double nationalité, notamment les hauts responsables, certains ministres et des cadres de l’Etat. En prévision de la promulgation de cette loi, des centaines de femmes de hauts responsables de l’Etat préfèrent aller donner naissance à leurs bébés, dans des cliniques européennes, et en particulier dans des cliniques françaises, pour bénéficier du « droit du sol». Il y a lieu de rappeler que le président de la République a critiqué sévèrement, en décembre 2006, les algériens portant le double nationalité, en les qualifiant « d’enfants désobéissants », ajoutant « nous ne distinguons plus l’algérien de l’étranger ». Par ailleurs, les lois algériennes n’interdisent pas le port d’une deuxième nationalité et garantit la nationalité algérienne des enfants d’une mère algérienne et un père étranger. En revanche, les lois françaises permettent aux étrangers concluant un contrat de mariage avec un citoyen français d’acquérir la nationalité française, après deux ans de mariage, mais les mêmes lois exigent d’autres conditions. A relever que les conventions d’Evian, et la Déclaration du 1er Novembre 1954, ont donné le choix aux colons de préserver la nationalité française, ou bien d’adopter la nationalité algérienne.<br />
25-09-2009<br />
Par DJ.B/ Traduit par R.K<br />
</span><img class="alignleft size-full wp-image-126" title="boutef sarko" src="http://kamel47.wordpress.com/files/2009/09/boutef-sarko.jpg" alt="boutef sarko" width="116" height="74" /></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Uranrausch in Australien]]></title>
<link>http://gfbvberlin.wordpress.com/2009/09/28/uranrausch-in-australien/</link>
<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 20:14:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>brigittascholz</dc:creator>
<guid>http://gfbvberlin.wordpress.com/2009/09/28/uranrausch-in-australien/</guid>
<description><![CDATA[Weltweit sind gegenwärtig 443 Kernkraftwerke in 31 Ländern in Betrieb. 48 Reaktoren werden zur Zeit ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Weltweit sind gegenwärtig 443 Kernkraftwerke in 31 Ländern in Betrieb. 48 Reaktoren werden zur Zeit gebaut. Geplant sind weltweit weitere über hundert neue Anlagen vor allem in China, Russland, der EU und in Indien (Statistik vom <a href="http://www.nuklearforum.ch/122579297964-de-index.html">Nuklearforum Schweiz</a>). Circa 70 Prozent des weltweiten radioaktiven Rohstoffs befindet sich unter dem Land indigener Völker, die dadurch besonders von den Folgen des Uranabbaus betroffen sind. Die größten Uranerzvorkommen befinden sich in Australien, vor allem im Norden des Landes, in dem verschiedene Aborigine-Völker leben.<!--more--> </p>
<p>Die Regierung des Bundesstaats Westaustralien hat im November 2008 das Verbot des Uranabbaus von 2002 aufgehoben. Der australisch-britische Rohstoffkonzern BHP Billiton beginnt nun ab 2011 mit dem Ausheben einer neuen Uranmine. Ab 2014 sollen im westaustralischen Yeelirrie – der Aborigine-Name bedeutet Stätte des Todes – jährlich bis zu 8.000 t Uran gefördert werden. Der Konzern plant außerdem den Ausbau der größten bekannten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Olympic_Dam">Uranmine Olympic Dam</a> im Süden Australiens. Die Förderkapazität will BHP dort von jährlich 4.000 t bis auf 19.000 t steigern. In den nächsten 20 bis 30 Jahren sollen an der Ostküste Australiens mehrere neue Kernkraftwerke gebaut werden. </p>
<p>1996 wurde gegen den Widerstand der traditionellen Eigentümer im Norden des Landes mit dem Bau einer Uranmine in <a href="http://www.gfbv.de/inhaltsDok.php?id=410&#38;highlight=Uran&#124;Australien">Jabiluka</a> im Kakadu-Nationalpark begonnen. Der 20.000 Quadratkilometer große Nationalpark wurde von der UNESCO in die Liste sowohl des Kultur- als auch des Naturerbes der Menschheit aufgenommen. Die Mirrar-Aborigines kämpften 16 Jahre lang mit Unterstützung einer Vielzahl von Umweltschutz- und Anti-Atomkraft-Gruppen erfolgreich gegen die Inbetriebnahme der Mine. Im Jahr 2002 stellte die Bergbaugesellschaft Rio Tinto die Entwicklung der Mine endgültig ein. In der benachbarten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ranger-Uran-Mine">Ranger-Uran-Mine</a>, das zweitgrößte Uranbergwerk der Welt, geht jedoch die Uranförderung trotz extrem hoher Umweltbelastung weiter. So trat im Jahr 1988 sechs Monate lang unkontrolliert Radioaktivität aus. Auch danach gelangte immer wieder verseuchtes Wasser in die Flüsse der Umgebung. Im Norden Australiens leben noch Aborigines als Viehzüchter, Kleinbauern oder Jäger und Sammler. Wenn ihre Böden und Gewässer durch den Uranabbau unbrauchbar werden, verlieren sie damit ihre Existenzgrundlage.</p>
<p>Vom Reichtum Australiens haben die Aborigines nicht profitiert. Die Minenaktivitäten der Großkonzerne haben ihnen keine erkennbaren strukturellen oder finanziellen Vorteile gebracht. Im Gegenteil wurden in der Folge des Uranabbaus und der Lagerung von radioaktiven Abfällen die traditionellen Siedlungsgebiete und <a href="http://www.gfbv.de/inhaltsDok.php?id=1359&#38;highlight=Industriekomplex&#124;bedroht&#124;Kulturerbe">rituellen Stätten</a> der Aborigines zerstört und verseucht. Heute leben über die Hälfte der Aborigines in den Städten. Das tägliche Leben vieler Indigenen wird bestimmt von Problemen wie Arbeitslosigkeit, Alkoholismus und Korruption.</p>
<p>Gegen die fast hemmungslos zu nennende Ausbreitung des Uranbergbaus mit verheerenden Folgen für die Gesundheit der Menschen und der Umwelt leisten indigene Völker weltweit Widerstand unterstützt von einer Vielzahl von Menschenrechtsorganisationen, Umweltschutz- und Anti-Atomkraft-Gruppen. </p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Weltpremiere: „Festival der Sprachen"]]></title>
<link>http://gfbvberlin.wordpress.com/2009/09/24/weltpremiere-%e2%80%9efestival-der-sprachen%e2%80%9c/</link>
<pubDate>Thu, 24 Sep 2009 14:21:29 +0000</pubDate>
<dc:creator>brigittascholz</dc:creator>
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<description><![CDATA[Veranstaltungstipp Noch bis zum 7. Oktober findet in Bremen das weltweit erstmalige &#8220;Festival ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Veranstaltungstipp</p>
<p>Noch bis zum 7. Oktober findet in Bremen das weltweit erstmalige <a href="http://www.festival.uni-bremen.de/">&#8220;Festival der Sprachen&#8221;</a> unter der Schirmherrschaft der UNESCO statt. Durch über 100 Aktionen und einem akademischen Konferenzmarathon soll das Bewusstsein für die Bedeutung von Sprache und Sprachen in allen Aspekten des menschlichen Lebens geschärft werden. Jeder Tag des Festivals ist einer anderen Sprache gewidmet. Es werden Migrantensprachen, vom Aussterben bedrohte Minderheiten- und Regionalsprachen und Dialekte in unterschiedlichen Kontexten thematisiert wie auch die Beziehungen zwischen Sprache und Tanz, Sprache und Kunst, Sprache und Identität. <!--more-->Bremer Schülerinnen und Schüler werden den „Turmbau zu Bremen“ mit 6.500 Namen der Sprachen und die größte Weltsprachenkarte als Pflastermalerei gestalten, im „Club der toten Sprachen“ auf spannende Entdeckungsreisen gehen und vieles andere mehr. Neben Ausstellungen, Tagungen, Vorträgen, Aufführungen, Lesungen, Tanzperformances, Schnupperkurse in Fremdsprachen, Mitmach-Events und Sprachenrallyes werden etliche musikalische Highlights geboten: zum Beispiel Rap auf Polnisch, Jiddisch, Italienisch, Afrikaans und anderen Sprachen, ein Chorkonzert mit Liedern in südafrikanischen Sprachen und so weiter. Außerdem wird ein „Sprachenrat“ gegründet an dem alle Institutionen in Bremen beteiligt sind, die sich mit Sprachen befassen und der zukünftig ein fachkompetentes Beratungsgremium für Politik und Gesellschaft in Sprachenfragen sein soll. Das Festival wird von 55 Organisationen und Institutionen aus aller Welt als Kooperationspartner unterstützt.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Indonesien: Massive Umweltzerstörungen in West Papua]]></title>
<link>http://gfbvberlin.wordpress.com/2009/09/18/geschundenes-land-massive-umweltzerstorungen-in-west-papua/</link>
<pubDate>Fri, 18 Sep 2009 19:34:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>brigittascholz</dc:creator>
<guid>http://gfbvberlin.wordpress.com/2009/09/18/geschundenes-land-massive-umweltzerstorungen-in-west-papua/</guid>
<description><![CDATA[Papua vom Asmat-Stamm in West Papua (www.grenvillecharles.co.uk, flickr, März 2009) West Papua ist d]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><div id="attachment_2534" class="wp-caption alignright" style="width: 510px"><a href="http://gfbvberlin.wordpress.com/2009/09/18/geschundenes-land-massive-umweltzerstorungen-in-west-papua/3384751226_0032c89795_b-2/" rel="attachment wp-att-2534"><img src="http://gfbvberlin.wordpress.com/files/2009/09/3384751226_0032c89795_b1.jpg" alt="3384751226_0032c89795_b" title="3384751226_0032c89795_b" width="500" height="331" class="size-full wp-image-2534" /></a><p class="wp-caption-text">Papua vom Asmat-Stamm in West Papua (www.grenvillecharles.co.uk, flickr, März 2009)</p></div>
<p>West Papua ist der westliche Teil der Insel Neuguinea und gehört politisch zu Indonesien. Im Hochland sowie an den Küsten leben etwa 250 indigene Papuagemeinschaften mit unterschiedlichen Sprachen und Kulturen. In West Papua befindet sich auch der letzte intakte tropische Regenwald Asiens. <!--more-->Das Land ist besonders reich an Rohstoffen wie Kupfer, Gold, Silber, Nickel, Bauxit, Erdöl und Erdgas. Nach dem erzwungenen Anschluss an Indonesien 1963 setzte sich die Regierung in den Folgejahren rigoros über die traditionellen Landrechte der Papua hinweg. Laut indonesischer Gesetzesauffassung sind Land, Wald, Wasser und die Ressourcen Eigentum des Staates. </p>
<p>Seit den 1960er Jahren werden weite Teile des Landes per Konzessionen an multinationale und nationale Minen-, Erdöl- und Holzschlagfirmen vergeben. Im Hochland von West Papua befindet sich die weltweit größte und profitabelste Gold- und Kupfermine, die „Grasberg-Mine“. Sie wird vom amerikanischen Konzern Freeport McMoRan betrieben. Seit den 1990er Jahren ist der Konzern der größte Steuerzahler in Indonesien und erwirtschaftet mehr als die Hälfte des Bruttoinlandsproduktes West Papuas. Die Mine zerstört die nähere Umwelt in unvorstellbarem Ausmaß. Giftige Abfälle werden in die Flüsse gekippt. Bei Überschwemmungen werden diese in die Regenwaldgebiete transportiert, sodass viele Pflanzen absterben. Alle Versuche, Freeport dafür zur Verantwortung zu ziehen, scheiterten bisher. </p>
<p>Auch die Küstenregionen sind von der Zerstörung bedroht. Der Energiekonzern BP erschließt im Nordwesten West Papuas ein Erdgasfeld, das derzeit größte Entwicklungsvorhaben in Indonesien. Es ist voraussehbar, dass es in den nächsten Jahren zu einschneidenden Veränderungen der ökologischen, sozialen, politischen und kulturellen Verhältnisse in der Region kommen wird.</p>
<p>Dramatisch ist auch die Regenwaldzerstörung durch Holzeinschlag. Seit den 1960er Jahren sind etwa 80 Prozent der indonesischen Wälder verschwunden. Nach der fast vollständigen Vernichtung der Regenwälder auf den Inseln Sumatra und Kalimantan ist West Papua in den Fokus internationaler Holzunternehmen geraten. Der Gewinn aus dem Holzeinschlag wird auf 100 Millionen bis über eine Milliarde Dollar jährlich geschätzt. Mit wertvollem Edelholz werden illegale Milliardengeschäfte gemacht. Die indonesische Regierung will außerdem den globalen „Biosprit“-Boom ausnutzen und 20 Millionen Hektar Ölpalmplantagen auf früheren Regenwaldflächen anbauen – ein Viertel davon in West Papua. Es ist davon auszugehen, dass es hier in zehn bis 15 Jahren keinen Tieflandregenwald mehr geben wird. </p>
<p>Für die indigene Bevölkerung bedeutet dies die Vernichtung ihrer traditionellen Lebensweise, die Entweihung ihrer sakralen Stätten und den Verlust ihrer kulturellen Identität. Ganze Dorfgemeinschaften wurden von indonesischen Militärs zwangsumgesiedelt. Entschädigungen für den Entzug ihres Landes und die ökologischen Zerstörungen bekamen die Papua nicht oder nur in sehr geringem Umfang. Bei militärischen Operationen in den 1970er und 1980er Jahren wurden vor allem im entlegenen Hochland über 150.000 Papua getötet.</p>
<p>Seit den 1960er Jahren kämpft die indigene Bevölkerung für die Unabhängigkeit West Papuas von Indonesien und gegen die rücksichtslose Ausbeutung ihres Landes durch multinationale Konzerne. 1964 wurde die OPM (Organisasi Papua Merdeka – Organisation Freies Papua) gegründet. Die Papua fordern politische und wirtschaftliche Teilhabe, Entschädigung für Landenteignungen sowie Umweltschutz- und Entwicklungskonzepte, die ihre Lebensweise berücksichtigen. Die teils gewaltsamen Aktionen der OPM gegen die „Grasberg-Mine“ im Hochland liefern der Regierung einen Vorwand für ihre massiven Repressionen. Das gesamte Minengebiet wird von Militärs bewacht. Zwischen 1998 und 2004 zahlte Freeport „Schutzleistungen“ in Höhe von rund 30 Millionen US-Dollar an Polizei und Militär. Seit Mitte Juli 2009 sind bei Angriffen auf Mitarbeiter und Wachleute der Mine mindestens zwölf Menschen getötet worden. Von der Regierung wurde die OPM für die Morde verantwortlich gemacht, es gibt jedoch dafür keine Beweise. Der indonesische Verteidigungsminister schließt nicht aus, dass bei den Angriffen auch Polizisten und Soldaten, die um die Sicherheitsdienste für die Grasberg-Mine konkurrieren, bei den Anschlägen beteiligt waren.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Präsident Obama, bitte schenken Sie Leonard Peltier die Freiheit!]]></title>
<link>http://gfbvberlin.wordpress.com/2009/09/08/prasident-obama-bitte-schenken-sie-leonard-peltier-die-freiheit/</link>
<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 07:45:57 +0000</pubDate>
<dc:creator>Frank-R. Domes</dc:creator>
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<description><![CDATA[Aufruf zur Menschenrechtsaktion Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ruft für Freitag, den 11]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><strong>Aufruf zur Menschenrechtsaktion </strong><br />
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ruft für<br />
<em>Freitag, den 11.09., um 10:30 Uhr</em>,<br />
auf dem <em>Pariser Platz</em>,<br />
vor der <em>Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika</em> in <em>Berlin</em>,<br />
alle Indianerfreunde dazu auf, sich uns in großer Zahl anzuschließen.</p>
<p>Mit einer Mahnwache, erinnern wir an den seit 33 Jahren unschuldig inhaftierten schwer kranken indianischen Bürgerrechtler Leonard Peltier.</p>
<p>Peltier, der fast sein halbes Leben im Gefängnis verbringen musste, wird am 12. September 65 Jahre alt. 1976 wurde er zu zweimal lebenslänglicher Haft verurteilt, weil bei einer Schießerei im Pine Ridge Reservat der Lakota Sioux-Indianer im US-Bundesstaat Süd Dakota zwei FBI-Agenten starben. Doch die tödlichen Schüsse stammten ballistischen Untersuchungen zufolge nicht aus der Waffe Peltiers. </p>
<p>Für weitere Informationen wenden Sie sich an das Aktionsreferat.<br />
Eva Lutter<br />
Tel: 0551 – 499 06 -42<br />
Email: e.lutter(at)gfbv.de</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[zurück zur natur! allheilmittel gegen zivilisationskrankheiten-wundermittel gegen wohlstandskrankheiten]]></title>
<link>http://sensiblochamaeleon.wordpress.com/2009/09/06/zuruck-zur-natur-allheilmittel-gegen-zivilisationskrankheiten-wundermittel-gegen-wohlstandskrankheiten/</link>
<pubDate>Sun, 06 Sep 2009 05:08:59 +0000</pubDate>
<dc:creator>sensiblochamaeleon</dc:creator>
<guid>http://sensiblochamaeleon.wordpress.com/2009/09/06/zuruck-zur-natur-allheilmittel-gegen-zivilisationskrankheiten-wundermittel-gegen-wohlstandskrankheiten/</guid>
<description><![CDATA[wir stärken die selbstheilungskräfte !!!! wir haben zu viele kompromisse mit pharma-multis und festg]]></description>
<content:encoded><![CDATA[wir stärken die selbstheilungskräfte !!!! wir haben zu viele kompromisse mit pharma-multis und festg]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Le Pari Kiwi vous offre votre premier cours de Māori]]></title>
<link>http://leparikiwi.wordpress.com/2009/08/07/le-pari-kiwi-vous-offre-votre-premier-cours-de-maori/</link>
<pubDate>Fri, 07 Aug 2009 09:34:40 +0000</pubDate>
<dc:creator>Yann</dc:creator>
<guid>http://leparikiwi.wordpress.com/2009/08/07/le-pari-kiwi-vous-offre-votre-premier-cours-de-maori/</guid>
<description><![CDATA[A deux jours de la Journée internationale des populations autochtones, je vous propose une initiatio]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><h4 style="text-align:justify;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1440" title="Crédits photo : blacklognz.blogspot.com" src="http://leparikiwi.wordpress.com/files/2009/08/kapa-haka.jpg" alt="Crédits photo : blacklognz.blogspot.com" width="500" height="366" /></h4>
<h4 style="text-align:justify;">A deux jours de la <a title="La JIPA, sur le site des Nations Unies" href="http://www.un.org/depts/dhl/dhlf/indigenous/index.html" target="_blank">Journée internationale des populations autochtones</a>, je vous propose une initiation à la langue des indigènes de Nouvelle-Zélande : le Māori. Repeat after me&#8230;</h4>
<p style="text-align:justify;"><strong> </strong></p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Vous en avez marre des cahiers de vacances ? </strong>C&#8217;est la crise et vous galérez à trouver un job ? Les recruteurs vous trouvent sympa mais regrettent votre dossier trop léger, trop banal ? Alors lisez bien ce qui suit ! Oui Madame, oui Monsieur, c&#8217;est votre jour de chance, car <span style="text-decoration:line-through;"><a title="Monsieur Bibi, Grand Voyant Medium" href="http://gponthieu.blog.lemonde.fr/files/1bibi.jpg" target="_blank">Monsieur Bibi</a></span> Le Pari Kiwi a LA solution pour vous : le Māori &#8211; oui, la ligne qui fera bientôt toute la différence sur votre CV ! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align:justify;">Depuis le <a title="Voir le texte sur legislation.govt.nz" href="http://www.legislation.govt.nz/act/public/1987/0176/latest/DLM124116.html" target="_blank">Māori Language Act</a> de 1987, <strong>Te Reo Māori</strong> (= la langue Māori) possède le statut de langue officielle en Nouvelle-Zélande. Les citoyens ont ainsi le droit d&#8217;être jugés en Māori ; les débats parlementaires peuvent se faire dans cette langue ; la chaîne <a title="Voir le site de la chaîne" href="http://www.maoritelevision.com/" target="_blank">Māori Television</a> diffuse en partie en Te Reo ; de nombreuses inscriptions dans les <a title="Logo de la University of Canterbury/Te Whare Wananga o Waitaha" href="http://gallery.archives.govt.nz/d/7388-5/UC+logo_web.jpg" target="_blank">universités</a> sont rédigées dans les deux langues, etc.</p>
<p style="text-align:justify;">Dans les faits, <a title="Māori language speakers, Social Report 2008" href="http://www.socialreport.msd.govt.nz/cultural-identity/maori-language-speakers.html" target="_blank">moins de 160 000 personnes en Nouvelle-Zélande</a> se disent capables d&#8217;avoir une conversation basique en Māori, ce qui correspond à 4% de la population. A titre de comparaison, le breton compterait aujourd&#8217;hui <a href="http://www.ouest-france.fr/actu/actu_BN_-Moins-de-200-000-personnes-parlent-le-breton-_8619-854936_actu.Htm" target="_blank">172 000 locuteurs</a> et l&#8217;espéranto environ <a href="http://www.ethnologue.com/show_language.asp?code=epo" target="_blank">2 millions</a>. Le club que je vous propose de rejoindre aujourd&#8217;hui est donc très restreint&#8230;</p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;"><strong>Tēnā koutou katoa e ngā akonga o te reo Māori. </strong>Salutations à vous tous, étudiants de la langue Māori. <strong> </strong></p>
</blockquote>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;">Commençons par le commencement : bonjour, au revoir, and co. Le salut classique, qui sert aussi pour dire merci, est <strong>Kia ora</strong>. On peut aussi utiliser <strong>Tēnā</strong> <strong>koe</strong> (si l&#8217;on s&#8217;adresse à une personne),<strong> <strong>Tēnā</strong> </strong><strong>kōrua</strong> (à deux personnes) ou <strong><strong>Tēnā koutou </strong></strong>(à plus de deux personnes), autant d&#8217;expression qui sont, je crois, un peu plus formelles. Au rayon des au revoir/à bientôt, on trouve le sympathique <strong>Ka kite</strong> &#8211; tellement sympathique que je vous en épargne les variantes.</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Quelques précisions sur la prononciation maintenant.</strong> Le Māori est une langue assez simple à appréhender, reprenant l&#8217;essentiel de notre alphabet et se prononçant assez instinctivement. Mais cela n&#8217;empêche pas quelques spécificités&#8230; Ainsi, les <em>r </em>sont roulés ; oubliez donc les <em>r </em>gutturaux à la française et les <em>r </em>crémeux à l&#8217;anglaise, adoptez les <em>r </em>roulés à l&#8217;espagnol &#8211; ou à l&#8217;écossaise, selon les goûts. Au pire, remplacez les <em>r </em>par des <em>l</em>, ce qui vous donnera <strong>kia ola </strong>en guise de bonjour. Ensuite, quand vous voyez un macron au-dessus d&#8217;une lettre, comme sur le <em>e</em> et le <em>a </em>de <strong>tēnā</strong>, cela signifie qu&#8217;il vous faut insister sur ces lettres, les prononcer plus longuement que les autres &#8211; avec comme résultat un <strong>téénaa</strong> à la Doc Gynéco plutôt qu&#8217;un <strong>téna</strong> articulé à toute vitesse. (Au passage, vous aurez compris que le <em>e </em>se prononce <em>é</em>.) Enfin, pêle-mêle : <em>oe </em>se prononce <em>oué </em>et non <em>ohé</em> ; le <em>wh </em>se prononce comme un <em>f</em> ; le <em>u </em>ressemble à un <em>ou</em> ; le <em>ou </em>à un <em>oy</em>. Voilà, avec ça, vous êtes bon pour nos cinq premiers mots.</p>
<p style="text-align:justify;">On enchaîne, on enchaîne, avec quelques questions-réponses bien utiles pour faire connaissance&#8230;</p>
<ul>
<li style="text-align:justify;">Aah, le nombre de fois où vous avez croisé un Māori dans la rue et rêvé de pouvoir lui demander son petit nom, frustrant hein &#8211; et tellement fréquent ! Alors qu&#8217;il aurait suffi de demander&#8230; <strong>Ko wai t<strong>ō</strong> ingoa? </strong><em>(</em><em>ko waïe tôô ingoa &#8211; comment t&#8217;appelles-tu/vous-appelez vous?) </em>Votre mystérieux Māori vous aurait alors répondu: <strong>Ko Jean-Michel <strong>t<strong>ōku</strong> ingoa</strong></strong> <em>(je m&#8217;appelle Jean-Michel </em>- désolé pour l&#8217;exotisme)&#8230;</li>
<li style="text-align:justify;">Intrigué par ce personnage, vous lui demandez alors d&#8217;où il vient : <strong>N<strong><strong><strong>ō</strong></strong></strong> hea koe? </strong><em>(Nôô hhéa koué?) </em>Et ce brave Jean-Michel de vous répondre : <strong>N<strong><strong><strong><strong>ō Wīwī au! </strong></strong></strong></strong></strong><em>(Nôô ouii-ouii oy!)</em> Là, vos soupçons se révèlent malheureusement fondés : eh oui, Jean-Mich est un faux Māori. <strong>Wīwī</strong> est en effet le nom Māori désignant&#8230; la France &#8211; et non la Nouvelle-Zélande, dont le nom est <strong>Aotearoa</strong> !</li>
<li style="text-align:justify;">Retenant votre colère devant une telle arnaque, vous arrivez malgré tout à faire preuve de diplomatie, en lui demandant comment il va : <strong>Kei te p<strong>ē</strong>hea koe? </strong><em>(Key té pééhhéa koué?) </em>L&#8217;heure de l&#8217;apéro approchant, il vous répond naturellement : <strong>Kei te hiainu! </strong><em>(Key té hhia-i-nou! J&#8217;ai soif!)</em></li>
<li style="text-align:justify;">Jean-Michel est un chic type, alors il vous invite chez lui pour un petit pastis. <strong>Ka pai! </strong><em>(Ka paille &#8211; Génial!) </em>Bien tenté par cette invitation, vous lui demandez où est sa maison : <strong>Kei hea <strong>t<strong>ō</strong></strong> k<strong>ā</strong>inga? </strong><em>(Key hhéa tôô kaainga?) </em>Il vous montre alors une voiture garée non loin, et vous répond : <strong>Kei muri <strong><strong><strong>t<strong>ōku</strong></strong></strong>k<strong>ā</strong>inga</strong> i te motok<strong>ā</strong>. </strong><em>(Key mouli tôôkoukaainga i té motokaa &#8211; Ma maison est derrière la voiture.)</em></li>
<li style="text-align:justify;">Et ensuite, que se passe-t-il ? Mmh, <a title="Sketch des Inconnus, sur Dailymotion" href="http://www.dailymotion.com/video/x4kfpr_les-inconnus-athletisme-cela-ne-nou_fun" target="_blank">&#8220;celaa ne nouus&#8230; regarde pas&#8221;</a> ! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </li>
</ul>
<p style="text-align:justify;"><strong>That&#8217;s all folks,</strong> je crois qu&#8217;on a à peu près fait le tour de mes connaissances du moment ; j&#8217;espère que vous arriverez à retenir deux-trois expressions, histoire d&#8217;épater la galerie lors de votre prochain dîner mondain ! Vous verrez, il y a peu de chances que le reste de l&#8217;assistance connaisse autre chose que les mots <strong>Kiwi</strong> et <a title="Voir le Haka sur YouTube" href="http://www.youtube.com/watch?v=zmM7QeoCP1Y" target="_blank"><strong>Haka</strong></a>&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align:justify;">Si vous avez des questions, n&#8217;hésitez pas ! <strong>Patua te whakam<strong><strong>ā</strong></strong>! </strong><em>(Ne soyez pas timides !)</em></p>
<p style="text-align:justify;">→ <span style="color:#008000;">En savoir plus</span> : Site web de la <a title="Te Taura Whiri" href="http://www.tetaurawhiri.govt.nz" target="_blank">Maori Language Commission</a> + Article &#8220;Langue maori&#8221; sur Wikipedia <a title="fr.wikipedia.org" href="http://fr.wikipedia.org/wiki/Langue_maori_(Nouvelle-Zélande)" target="_blank">en français</a> et <a title="en.wikipedia.org" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Māori_language" target="_blank">en anglais</a> + Article <a title="100 Maori words every New Zealander should know - nzhistory.net.nz" href="http://www.nzhistory.net.nz/culture/tereo-100words" target="_blank">Les 100 mots Māori  que chaque Néo-Zélandais devrait connaître</a> sur NZhistory (en anglais).</p>
<p>→ <span style="color:#008000;">Bonus</span> : Vous aussi, comptez en Māori&#8230;</p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/_eT5KSaiAfY&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/_eT5KSaiAfY&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Belle de ruelle : le physocarpe]]></title>
<link>http://kevinzaak.wordpress.com/2009/07/22/belle-de-ruelle-le-physocarpe/</link>
<pubDate>Wed, 22 Jul 2009 21:23:36 +0000</pubDate>
<dc:creator>Kevin Zaak</dc:creator>
<guid>http://kevinzaak.wordpress.com/2009/07/22/belle-de-ruelle-le-physocarpe/</guid>
<description><![CDATA[Solide, c&#8217;est le mot qui caractérise le mieux cet arbuste indigène de l&#8217;Amérique du Nord]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><!--[if gte mso 9]&#62; Normal   0   21         false   false   false                             MicrosoftInternetExplorer4 &#60;![endif]--><!--[if gte mso 9]&#62; &#60;![endif]--><!--  --><!--[if gte mso 10]&#62; &#60;!   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Tableau Normal"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-ansi-language:#0400; 	mso-fareast-language:#0400; 	mso-bidi-language:#0400;} --> <!--[endif]--></p>
<p><em>Solide</em>, c&#8217;est le mot qui caractérise le mieux cet arbuste indigène de l&#8217;Amérique du Nord. Le physocarpe résiste admirablement aux conditions difficiles : chaleur, sécheresse, circulation intense, sols compacts et présence de sels de déglaçage. Il est rustique en zone 2b. Il peut donc être cultivé dans toutes les régions du Québec. Il s&#8217;adapte à tous les types de sols et il supporte très bien la transplantation. Contrairement à plusieurs arbustes de la famille des rosacées, il est très peu affecté par les problèmes d&#8217;insectes et de maladies.</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://www.flickr.com/photos/jesshibb/2504107686/"><img class="size-large wp-image-171 aligncenter" src="http://ruelleverte.wordpress.com/files/2008/08/physocarpus-diabolo.jpg?w=500" alt="" width="414" height="550" /><br />
</a></p>
<p><span style="color:#003366;"><em><!--more-->Physocarpus opulifolius</em> &#8216;Diabolo&#8217;<br />
<em>Photographie :</em></span><em> <a href="http://www.flickr.com/photos/jesshibb/2504107686/" target="_blank">Jesshibb</a></em></p>
<p><!--[if gte mso 9]&#62; Normal   0   21         false   false   false                             MicrosoftInternetExplorer4 &#60;![endif]--><!--[if gte mso 9]&#62; &#60;![endif]--><!--  --><!--[if gte mso 10]&#62; &#60;!   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Tableau Normal"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-ansi-language:#0400; 	mso-fareast-language:#0400; 	mso-bidi-language:#0400;} --> <!--[endif]--></p>
<blockquote><p><strong>Fiche technique</strong></p>
<p>Nom botanique : <em>Physocarpus opulifolius</em><br />
Nom français : Physocarpe à feuilles d&#8217;obier<br />
Nom anglais : Common ninebark<br />
Famille botanique : Rosacée<br />
Hauteur et largeur : 2 mètre<br />
Ensoleillement : soleil à mi-ombre</p></blockquote>
<p>Le physocarpe a un port buissonnant et arrondi avec des branches légèrement arquées. Sa floraison discrète, blanchâtre à rosé selon les variétés, apparaît à la fin du mois de mai et en juin. À l&#8217;automne et au début de l&#8217;hiver, ses fruits rouges font le bonheur des oiseaux. Son écorce qui s&#8217;exfolie devient un attrait du jardin en hiver et lui a valu le nom anglais de « ninebark ».</p>
<p><em>Solide </em>s&#8217;applique également à la coloration pourpre sombre du cultivar ‘Diabolo&#8217; (1.5 par 1 m). Le jaune vert lumineux des cultivars ‘Luteus&#8217; (2 par 1.5 m) et ‘Dart&#8217;s Gold&#8217; (1.5 par 1.5 m) verdit légèrement et perd un peu de son éclat au fil de la saison.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Indigene in Honduras]]></title>
<link>http://gfbvberlin.wordpress.com/2009/07/10/indigene-in-honduras/</link>
<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 11:54:36 +0000</pubDate>
<dc:creator>Frank-R. Domes</dc:creator>
<guid>http://gfbvberlin.wordpress.com/2009/07/10/indigene-in-honduras/</guid>
<description><![CDATA[7 % der honduranischen Bevölkerung bezeichnen sich als “indigen“, weitere 3 % als „Afro-Honduraner“.]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>7 % der <a href="http://liportal.inwent.org/lis/?l=hnd">honduranischen Bevölkerung</a> bezeichnen sich als “indigen“, weitere 3 % als „Afro-Honduraner“. Hier ein kurzer <a href="http://rds.hn/index.php?s=100df286876b1bad9c2169e5c97d04d4&#38;tema=361">Überblick</a> über die indigenen Gruppen und ihre politische Vertretung:<!--more--></p>
<p><strong>Lenca</strong>: Die Lenca leben im Süden und Südwesten von Honduras und in El Salvador. Insgesamt rechnen sich etwa 350.000 Personen zu ihnen. Ihre Sprache ist ausgestorben, es gelang ihnen aber, ihr gemeinschaftliches Land zu behalten, auf dem sie von Landwirtschaft leben. Ihre wichtigste politische Vertretung ist die COPINH.<br />
<strong>Miskito</strong>: Die Miskito entstanden in der Kolonialzeit aus der Vermischung von Indianern, entlaufenen afrikanischen Sklaven und Europäern an der englisch beeinflussten Pazifikküste Mittelamerikas. Sie leben hauptsächlich im nur wenig erschlossenen Nordosten Honduras’ an der Grenze zu Nicaragua. Ihre Dörfer verwalten sich selbst. Ein einheitliches Konzept von Landbesitz gibt es nicht, Land wird üblicherweise als zu einzelnen  Großfamilien gehörig betrachtet. Ihre Zahl in Honduras beträgt etwa 75.000. Ihre politische Vertretung MASTA ASLA TAKANKA (MASTA) wurde 1976 gegründet.<br />
Die <strong>Tawahka</strong> oder Sumu leben benachbart zu den Miskito in Honduras und Nicaragua. Sie entstanden aus Vorfahren der Miskito, die sich nicht mit Europäern und Afrikanern vermischten, und haben nur wenig Kontakt zur Außenwelt. Ihre fünf Gemeinden in Honduras haben etwa 1500 Einwohner. Ihre politische Organisation heisst  FEDERACION INDIGENA TAWAHKA DE HONDURAS (FITH).<br />
Die <strong>Pech</strong> leben im Nordwesten und Norden von Honduras in unzugänglichen Regionen an Flüssen und Gebirgen. Ihre Sprache weist Nähe zu den Chibcha-Sprachen auf. Sie ernähren sich von Jagd, Fischfang und Wanderhackbau. Sie zählen etwa 3.200 Personen. Obwohl ihnen 1864 Landrechtstitel zugesichert wurden, gelang es ihnen oft nicht, ihr Land gegen vordringende Ladinos und Weisse zu schützen. Ihre politische Organisation FEDERACION DE TRIBUS PECH DE HONDURAS (FETRIPH) wurde 1985 gegründet.<br />
Die <strong>Tolupan</strong> oder Xicaque leben in Zentralhonduras im Departement Yoro. Sie sprechen eine isolierte Sprache. Im Jahr 1864 beanspruchte der spanische Missionar Manuel de Jesús Subirana Teile ihres Gebietes und unterrichtete sie im Anbau von Mais. Ein Teil der Tolupan lebt im Hochgebirge in 29 Stammesgemeinschaften. Ihre Gesamtzahl beträgt etwa 18.000 Personen. Ihre politische Organisation heisst   FETRIXY: Federación de Tribus Xicaques de Yoro.<br />
Die <strong>Chorti</strong> sind Nachkommen der Maya, ihr Großteil lebt in Guatemala. Etwa 8.000 von ihnen lebnen im westlichen Departement Copan.<br />
Die <strong>Garifuna</strong> sind Nachkommen der Kariben, der indianischen Ureinwohner der Karibik, und entflohener afrikanischer Sklaven. Die Briten deportierten im Jahr 1797 5080 Kariben von der Insel St. Vincent auf die vor der honduranischen Küste liegende Insel Roatan. Von dort aus besiedelten sie die Karibikküste im Bereich des heutigen Belize, Guatemala und Honduras und vermischten sich mit entflohenen afrikanischen Sklaven. Ihre Sprache wurzelt im indianischen Arawak und hat Elemente afrikanischer und europäischer Sprachen in sich aufgenommen. Die 350.000 honduranischen Garifuna  leben in 47 Gemeinden an der honduranischen Atlantikküste und haben ihre Gruppenidentität bewahrt. Ihre Punta-Musik wird in ganz Honduras gern gehört und ist zum Bestandteil der nationalen Kultur geworden. Ihre Organisation Organización Fraternal Negra Hondureña OFRANEH vertritt auch die Interessen der englischsprachigen Schwarzen, die hauptsächlich auf den vor Honduras liegenden Islas de la Bahia und an der Atlantikküste leben.<br />
FETRIXY, FETRIPH, COPINH, OFRANEH, MASTA und zwei andere indigene Organisationen bilden gemeinsam die Confederación de Pueblos Autóctonos de Honduras CONPAH.<br />
<a href="http://images.indymedia.org/chiapas/_mp3_/honduras_bertha_caceres_miriam_miranda_30_de_jun_.mp3">Interview mit Miriam Miranda von OFRANEH und   Berta Cáceres von COPINH über Staatsstreich und Widerstand, aufgenommen am 30. Juni von Radio Liberada, Honduras</a><br />
Teile des Artikels beruhen auf Beiträgen von Tilman Zülch und Inse Geismar in:<br />
&#8220;Unsere Zukunft ist eure Zukunft&#8221;, Indianer heute. Eine Bestandsaufnahme der GfbV, Hamburg (Luchterhand) 1992, ISBN 3-630-710-441.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Sanguinaria canadensis]]></title>
<link>http://kevinzaak.wordpress.com/2009/07/05/sanguinaria-canadensis/</link>
<pubDate>Sun, 05 Jul 2009 21:36:07 +0000</pubDate>
<dc:creator>Kevin Zaak</dc:creator>
<guid>http://kevinzaak.wordpress.com/2009/07/05/sanguinaria-canadensis/</guid>
<description><![CDATA[La fleur craintive de la sanguinaire fait une apparition, pour une dizaine de jours, vers la fin d’a]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>La fleur craintive de la sanguinaire fait une apparition, pour une dizaine de jours, vers la fin d’avril. Comme une étoile, elle s’épanouit au-dessus d’une feuille unique, délicatement lobée. La belle s’enroule dans ce manteau que l’on croirait taillé dans une jeune pousse d’épinard. Dès que midi est passé, les pétales se redressent et l’inflorescence se referme lentement pour la nuit. Le cœur de la plante renferme un latex rouge sang que les Amérindiens utilisaient comme teinture. Les sanguinaires percent les décombres de l’hiver pour appuyer leurs fronts contre le ciel. Elles forment de grandes colonies sous les arbres encore dénudés. Ce spectacle émouvant m’a fait m’arrêter sur le sentier du <a href="http://ville.montreal.qc.ca/portal/page?_pageid=174,247957&#38;_dad=portal&#38;_schema=PORTAL" target="_blank">Bois-de-Liesse</a>. Le temps d’une inspiration, le temps d’y croire.</p>
<p><!--more-->Au sommet rocailleux de la colline, devant une éclaircie dans les taillis, une aubépine attendait le soleil. Des vagues grises venaient mourir sur la grève. Le fond de l’air était frais, chargé d’humidité, et un pic tambourinait à la cime d’une épinette.</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://www.flickr.com/photos/imarsman/12085265/%3Cbr%3E%3C/a%3E" target="_blank"></a></p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://www.flickr.com/photos/imarsman/12085265/%3Cbr%3E%3C/a%3E" target="_blank"><img style="border-width:0;margin:.7em 0;" src="http://photos9.flickr.com/12085265_3d3e06fc1c.jpg" alt="12085265_3d3e06fc1c.jpg" width="380" height="285" /></a></p>
<p><a href="http://fr.wikipedia.org/wiki/Sanguinaire_du_Canada" target="_blank">Sanguinaire du Canada, Bloodroot, <em>Sanguinaria canadensis</em></a></p>
<p><em>Photo : <a href="http://www.flickr.com/photos/imarsman/12085265/" target="_blank">Imarsman</a> (sous <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/" target="_blank">License Creative Commons</a>)<br />
</em><span style="color:#008080;"><em> <span style="color:#808000;">Ce texte est mis à disposition sous un</span><a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.5/ca/"> contrat Creative Commons</a>.</em></span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Ablasshandel mit dem Regenwald]]></title>
<link>http://gfbvberlin.wordpress.com/2009/07/04/ablasshandel-mit-dem-regenwald/</link>
<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 11:52:34 +0000</pubDate>
<dc:creator>joachimfulda</dc:creator>
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<description><![CDATA[Während die beiden Ashaninkas Benki Piyãko und Moisés Piyãko in Berlin zu Besuch waren, gab es zeitg]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Während die beiden <a href="http://gfbvberlin.wordpress.com/2009/05/31/ashaninkas-aus-peru/">Ashaninkas Benki Piyãko und Moisés Piyãko</a> in Berlin zu Besuch waren, gab es zeitgleich massive <a href="http://gfbvberlin.wordpress.com/2009/06/08/massaker-an-peruanischen-indianern/">Straßensschlachten in  Peru</a>, bei der Sicherheitskräfte auf friedliche Demonstranten schossen und etwa fünfzig von ihnen ermordeten. Dass die Situation so eskalierte, liegt an der massiven Abholzung des peruanischen Regenwaldes und der Vertreibung indigener Völker.  Bekannt ist, dass<a href="http://gfbvberlin.wordpress.com/2009/06/16/exportweltmeister-deutschland-tragt-zur-regenwaldzerstorung-bei/"> Deutshlands Wirtschaftspolitik</a> dazu beiträgt. Nun geht Ecuador einen etwas anderen Weg: den des Ablasshandels.<!--more--></p>
<p>Wie <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,632260,00.html">SPIEGEL online</a> gestern meldete, reist Ecuadors Außenminister Fander Falconí derzeit durch Europa &#8211; sein Auftrag: Gelder einzutreiben. Seine Gegenleistung: ein Verzicht auf die Förderung riesiger Erdölvorkommen im artenreichen Nationalpark Yasuní. Letztlich ist es eine doch recht deutliche Drohung &#8211; denn nur wenn die internationale Gemeinschaft zu Ausgleichszahlungen bereit ist, will das südamerikanische Land auf die Förderung verzichten. Das wäre ein Verzicht von geschätzten 800 Millionen Barrel Öl. Diese hätten allerdings einen gewissen Preis: eine große ökologische Vielfalt von über 3800 Pflanzen- und 600 Vogelarten und der bislang nahezu unberührte Lebensraum einiger Indio-Stämme gingen unwiderruflich verloren, sollte mit der Förderung begonnen werden. Naja, ob unser unersättliche Energiebedarf darauf Rücksicht nehmen kann? </p>
<p>Immerhin finden deutsche Umweltpolitiker daran gefallen. Ob das auch die deutsche Wirtschaft so sieht: eher zweifelhaft. Aber worum es dem lateinamerikanischen Außenminister auch geht, sind die eigenen indigenen Völker &#8211; sie bilden einen großen Teil der Machtbasis des Präsidenten. Und welche gesellschaftliche Sprengkraft das Thema entfalten kann, erfuhr wie bereits erwähnt das Nachbarland Peru.</p>
<p>Für ProRegenwald ist es jedenfalls ein erster sinnvoller Ansatz &#8211; das <a href="http://www.pro-regenwald.de/news/2009/06/22/Abbiegen_vom_Erdoel-Highway">&#8220;zaghafte Abbiegen vom Erdöl-Highway&#8221;</a>! Für uns Deutschen könnte daraus ja eines folgen, haben wir doch schließlich so unsere Erfahrungen mit Ablasshandel. Luthers These bezogen sich auf Mißstände der katholischen Kirche, die er reformieren (und anfangs nicht unbedingt spalten) wollte. Ob es uns jetzt gelingt, ähnlich wie Luther einen Thesenanschlag (in diesem Blog) zu begründen, der zu einer wirtschaftlichen &#8220;Reformation&#8221; (oder vielleicht sogar Überwindung) der bisherigen deutschen Wirtschaftspolitik gegenüber Ländern mit viel Regenwald führt? Vielleicht gelingt es uns ja, unseren Energiehunger (und den nach Papier, Margarinenöl und sogenannten Bio-Sprit) so zu minimieren, dass wir mit unserem Konsumverhalten nicht zur Regenwaldzerstörung und zur Vertreibung indigender Völker beitragen?</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Les indigènes protestent, la police leur tire dessus !]]></title>
<link>http://scteam.wordpress.com/2009/06/17/les-indigenes-protestent-la-police-leur-tire-dessus/</link>
<pubDate>Wed, 17 Jun 2009 17:51:12 +0000</pubDate>
<dc:creator>ju4n1t0</dc:creator>
<guid>http://scteam.wordpress.com/2009/06/17/les-indigenes-protestent-la-police-leur-tire-dessus/</guid>
<description><![CDATA[Une fois de plus, voici une vidéo qui risque de faire couler de l&#8217;encre. Plus d&#8217;info sur]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Une fois de plus, voici une vidéo qui risque de faire couler de l&#8217;encre.</p>
<p style="text-align:center;"><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/3MxE9FiXlZ4&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/3MxE9FiXlZ4&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
<p style="text-align:left;">Plus d&#8217;info sur <a href="http://observers.france24.com/fr/content/20090616-clashs-indigenes-police-bavure-perou-ecologie-affrontement-bagua" target="_blank">observers.france24.com</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Peru - Landrechtsverletzungen nehmen zu....]]></title>
<link>http://gfbvberlin.wordpress.com/2009/06/11/peru-landrechtsverletzungen-nehmen-zu/</link>
<pubDate>Thu, 11 Jun 2009 13:32:10 +0000</pubDate>
<dc:creator>joachimfulda</dc:creator>
<guid>http://gfbvberlin.wordpress.com/2009/06/11/peru-landrechtsverletzungen-nehmen-zu/</guid>
<description><![CDATA[Unsere beiden Ashaninkas haben während ihres Berlin-Besuchs immer wieder darauf hingewiesen, wie wic]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Unsere beiden Ashaninkas haben während ihres Berlin-Besuchs immer wieder darauf hingewiesen, wie wichtig der Schutz ihres Landes ist und wie sehr große transnationale Holzfirmen ihr angestammtes Öko-Reservat bedrohen. Aber nicht nur Holzfirmen sind ein Problem. Auch unsere ach so schöne Idee mit dem Bio-Sprit (der nur teilweise aus deutschem Mais, sondern auch aus groß angelegten Monokulturen in Braslien hergestellt wird &#8211; genauso wie unsere Margarine) setzt den Amazonas-Regenwald massiv unter Druck. Nun hat die peruanische Regierung mehere Gesetze verabschiedet, nach denen sie die Problematik dramatisch verschärft: denn mit diesen Gesetzen dürfen Großunternehmen noch stärker und massiver in den Regenwald eingreifen &#8211; da die Landrechte der indigenen Völker Perus massiv eingeschränkt wird. <!--more--></p>
<p>Nun haben eben diese indigenen Völker in den letzten beiden Monaten friedlich dagegen protestiert (sie sind übrigens im peruanischen Parlament und in der Regierung unterrepräsentiert). Ihre immer friedlich vorgebrachte Forderung: sie möchten im Rahmen ihrer Rechte &#8211; von der peruanischen Verfassung garantiert &#8211; mitreden und mitentscheiden, was mit IHREM Land passiert. Letztes Wochenende reagierte Präsident Garcia nun auf ihre Art auf diese friedlichen Proteste: sie schickte Spezialkommandos, die in dann gewalttätigen Protesten die Indianer massiv unterdrückte &#8211; und die Demonstranten gleich mal auch als Terroristen verunglimpften. Das zynische dabei: die Guerrilla des &#8220;Leuchtenden Pfades&#8221; zog sich nach seiner militärischen Niederlage in das Gebiet der indigenen Völker zurück, prostituierte und versklavte sie und benutzte sie als lebendige Schutzschilder für ihren Drogenhandel. Nun werden diejenigen, die unter diesen Terroristen leiden müssen, mit diesen gleichgesetzt (und nein, das ist nicht das Stockholm-Syndrom!:-).</p>
<p>Und ob das nicht genug wäre &#8211; sie retten ja eigentlich unsere grüne Lunge. Sie stehen an der Front unseres &#8220;Kampfes gegen den Klimawandel&#8221;, der für uns noch viel schlimmer ist als der gegen Terrorismus. Nun können wir zweierlei machen: erstens Druck aufbauen auf die peruanische Regierung, Avaaz hat dazu eine <a href="http://www.avaaz.org/en/peru_stop_violence">online-Aktion </a>gestartet. Denn Perus Präsident achtet bekanntlich auf seine internationale Reputation. Wir müssen uns aber auch als Verbraucher überlegen, ob wir mit unserem Konsumverhalten (Margarine, Biosprit, Kaffee &#8211; oder auch schöne Gartenmöbel aus Tropenholz, warum nicht?) nicht unsererseits alles erdenkliche tun, dass der Amazonas weiter abgeholzt wird. </p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kampf um Amazonien]]></title>
<link>http://gfbvberlin.wordpress.com/2009/10/07/kampf-um-amazonien/</link>
<pubDate>Wed, 07 Oct 2009 13:24:12 +0000</pubDate>
<dc:creator>brigittascholz</dc:creator>
<guid>http://gfbvberlin.wordpress.com/2009/10/07/kampf-um-amazonien/</guid>
<description><![CDATA[Filmhinweis Premiere des Dokumentarfilms Eine andere Welt ist möglich &#8211; Kampf um Amazonien am ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Filmhinweis</p>
<p>Premiere des Dokumentarfilms <a href="http://www.neuewut.de/index.php">Eine andere Welt ist möglich &#8211; Kampf um Amazonien</a> am Samstag, den 10. Oktober 2009 um 20:00 Uhr im Kino Babylon in Berlin-Mitte, Rosa-Luxemburg-Straße 30, 10178 Berlin (U-Bahn: Rosa-Luxemburg-Platz). <!--more--></p>
<p>Die derzeitige brasilianische Regierung von Präsident Lula da Silva will nun endgültig das Megastaudammprojekt genannt &#8220;Belo Monte&#8221; am Rio Xingu &#8211; einer der großen Nebenflüsse des Amazonas im Tiefland &#8211; durchsetzen. Betroffene indigene Gruppen und Flussanwohner sollen vertrieben werden, damit internationale Bergbaukonzerne und Industrie billigen Strom bekommen. 10.000 Quadratkilometer Regenwald sind für diesen Riesenstaudamm von der Zerstörung bedroht. Die indigene Bevölkerung kämpft mit Unterstützung von Aktivistinnen und Aktivisten für den Erhalt des tropischen Regenwaldes und damit für den Erhalt des Planeten Erde. Der Filmemacher Martin Kessler dokumentierte Anfang Januar 2009 mit seiner Kamera die verheerenden Folgen der Globalisierung im Bundesstaat Amazonas am Xingu-Fluss.</p>
<p>Im Anschluss an die Filmvorführung findet eine Diskussion mit Vertreterinnen und Vertretern sozialer Bewegungen aus Brasilien und dem Filmemacher Martin Keßler statt.</p>
<p>Eintritt: 6,50 Euro /3,50 Euro für Freundeskreis-Mitglieder </p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Gewalt gegen indigene Frauen in Guatemala ]]></title>
<link>http://gfbvberlin.wordpress.com/2009/09/30/gewalt-gegen-indigene-frauen-in-guatemala/</link>
<pubDate>Wed, 30 Sep 2009 12:09:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>Benedikt Schöndelen</dc:creator>
<guid>http://gfbvberlin.wordpress.com/2009/09/30/gewalt-gegen-indigene-frauen-in-guatemala/</guid>
<description><![CDATA[Theresia Keding Mayafrau in Guatemala (MagaCirce, flickr) Noch heute leidet die Gesellschaft Guatema]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><strong>Theresia Keding</strong></p>
<div id="attachment_1896" class="wp-caption alignleft" style="width: 170px"><a href="http://gfbvberlin.wordpress.com/2009/09/30/gewalt-gegen-indigene-frauen-in-guatemala/247389327_1ac9a48fdb_m-2/" rel="attachment wp-att-1896"><img src="http://gfbvberlin.wordpress.com/files/2009/09/247389327_1ac9a48fdb_m1.jpg" alt="Mayafrau in Guatemala (MagaCirce, flickr)" title="247389327_1ac9a48fdb_m" width="160" height="240" class="size-full wp-image-1896" /></a><p class="wp-caption-text">Mayafrau in Guatemala (MagaCirce, flickr)</p></div>
<p>Noch heute leidet die Gesellschaft Guatemalas unter dem Trauma eines 36 Jahre andauernden Bürgerkrieges. Maya-Gruppen waren im Krieg bewusstes Ziel entsetzlicher Menschenrechtsverbrechen. Gewaltexzesse, Massenvergewaltigungen und kollektiver Mord an Maya-Kindern und -frauen waren fester Bestandteil der staatlichen Kriegstaktik.  <!--more--></p>
<p>Seit Ende des Krieges 1996 bemüht sich Guatemala um eine Neudefinition als multiethnisches Land. Drei Gesetze wurden zum Schutz von Frauen erlassen: das Gesetz zur Verhütung, Bestrafung und Sanktionierung von familiärer Gewalt (1996), zur Würdigung und Förderung von Frauen (1999) und das Gesetz gegen Femizid und andere Formen von Gewalt gegen Frauen (2008). Somit sollten guatemaltekische Frauen heutzutage besser gegen Gewalt und Diskriminierung geschützt sein als je zuvor.</p>
<p>Paradoxerweise widerspricht der verbesserte rechtliche Schutz der Tatsache, dass die Anzahl von Gewaltdelikten seit 2000 enorm angestiegen ist – die Gewalt- und Mordraten Guatemalas sind heute höher als während des Bürgerkrieges. Eine Ursache für die latente Gewaltbereitschaft gegenüber Frauen liegt in dieser zutiefst patriarchalisch geprägten Gesellschaft, in der das Leben einer Frau wesentlich weniger wert ist als das eines Mannes. </p>
<p>Besonders Besorgnis erregend ist das Phänomen des Femizids &#8211; der massenhaften gezielten Tötung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts. In den Jahren von 2000 bis 2008 wurden in Guatemala über 3.000 Frauen ermordet. Femizide haben eine klar sexuelle Konnotation, die Opfer werden vor ihrer Ermordung in den meisten Fällen vergewaltigt und brutal misshandelt. Vor allem Frauen nicht-indigener Abstammung (Ladinas), sind die Mordopfer. Dies lässt sich teilweise dadurch erklären, dass Femizide hauptsächlich in Großstädten geschehen, in denen verhältnismäßig wenige Indigene leben. </p>
<p>Häusliche Gewalt gegen Frauen kommt dagegen in allen sozialen Klassen vor. Sexualisierte Gewalt ist nach wie vor ein Tabuthema in Guatemala, und die Opfer müssen gesellschaftliche Stigmatisierung fürchten. Sexuelle Belästigung ist jedoch in „weiblichen“ Sektoren wie der Textil- und Bekleidungsindustrie weit verbreitet. Im Gegensatz zu Femiziden sind geschätzte 80% der Opfer sexueller Übergriffe indigene Frauen, vor allem Mayas. Diese leiden in Guatemala unter einer dreifachen Diskriminierung: weil sie Frauen, arm und indigen sind, was sie praktisch machtlos macht. </p>
<p>Die Wahrnehmung der Bürgerrechte von Maya-Frauen wird durch diverse Faktoren behindert. Sie leben meist in ländlichen Gebieten und haben dadurch ohnehin kaum Anbindung an Justiz, medizinische Versorgung und Bildung. Wie die gesamte guatemaltekische Gesellschaft sind auch die indigenen Gemeinden überwiegend vom Machismo geprägt. Die Dorfautoritäten sind im Regelfall ausschließlich Männer, und die Probleme misshandelter Frauen werden oftmals als zu unwichtig erachtet, so dass den Frauen nur der Weg über die staatliche Justiz bliebe. Viele Opfer von sexualisierter oder körperlicher Gewalt werden jedoch von den Behörden nicht ernst genommen oder es wird ihnen selbst die Schuld an ihrem Schicksal gegeben. Aus Angst vor sozialer Ächtung oder vor dem Verlust des Einkommens ihres Ehemanns im Falle seiner Verhaftung wird kaum ein Fall von innerfamiliärer Gewalt zur Anzeige gebracht. Zurückgezogene Anzeigen sind dagegen häufig.  </p>
<p>Bei der Bereitstellung öffentlicher Sicherheit sind die staatlichen Institutionen Guatemalas bisher auf ganzer Linie gescheitert. Das marode Polizei- und Justizsystem des Landes ist geprägt von rassistischen und sexistischen Praktiken. Gerade bei indigenen Gewalt- und Missbrauchsopfern besteht oftmals kaum Interesse an einer Aufklärung, so dass es fast nie zu gründlichen und unparteiischen Untersuchungen kommt. Die Maßnahmen zur Verhinderung und Strafverfolgung von Gewalt gegen Frauen existieren also bisher nur pro forma. Seit 2008 endeten lediglich 2% der gemeldeten Femizide mit einer Verurteilung, die Bilanz bei anderen Gewaltverbrechen ist ähnlich. </p>
<p>Tiefes Misstrauen gegenüber staatlichen Institutionen ist besonders unter den indigenen Gemeinschaften weit verbreitet und nachvollziehbar nach dem staatlich angeordneten Genozid während des Bürgerkrieges. Es gibt ohnehin schon zu wenige Polizisten, gerade in den ländlichen Gebieten. Fast alle Polizisten sind außerdem Ladinos und sprechen keine indigenen Sprachen. Es mangelt an mehrsprachigen Justizangestellten und Übersetzern. Dadurch wird es betroffenen Frauen, selbst wenn sie wollten, praktisch unmöglich gemacht, ein Gewaltverbrechen anzuzeigen.</p>
<p>Geschätzte 58% aller indigenen Frauen sind Analphabetinnen. Dadurch sind viele gar nicht imstande, sich über ihre rechtlichen Möglichkeiten zu informieren. Es gibt praktisch keine Alphabetisierungsprogramme. Maya-Organisationen wie die Defensoría de la Mujer Indígena oder Kaqla, die rechtliche und medizinische Unterstützung bereitstellen, sind nur in Großstädten tätig, erreichen also die meisten Mayafrauen nicht. </p>
<p>Die Frauen Guatemalas, und insbesondere die indigenen Frauen, leben heutzutage in einem Klima der Angst und Unsicherheit. Die vorherrschende Straflosigkeit schützt die Täter und bestraft diejenigen mutigen Frauen, die sich trauen, Gerechtigkeit einzufordern. Eine kurzfristige Lösung für die latente Gewaltbereitschaft gibt es nicht. Gesetzesänderungen und Schulungen waren bisher nicht ausreichend. Es kommt darauf an, dass die Gesellschaft den frauenverachtenden Machismo überwindet.  Dies muss zur langfristig angelegten Aufgabe für Menschenrechts- und Frauenorganisationen in Guatemala werden.</p>
<p>Quellen:<br />
<a href="http://www.gtz.de/de/weltweit/lateinamerika-karibik/631.htm">GTZ</a><br />
Kurth, Helmut (2007): <a href="http://www.fes.de/aktuell/focus/3/Docs/Guatemala_Femizid.pdf">Femizide in Guatemala</a>, Friedrich-Ebert-Stiftung<br />
<a href="http://www.prensalibre.com/pl/2006/marzo/08/136367.html">Prensalibre</a> (2006): Mujeres, lejos de la euqidad </p>
</div>]]></content:encoded>
</item>

</channel>
</rss>
