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	<title>individualisierung &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/individualisierung/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "individualisierung"</description>
	<pubDate>Sat, 05 Dec 2009 11:31:44 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Niiu - die individualisierte Tageszeitung]]></title>
<link>http://adbyword.wordpress.com/2009/10/29/niiu-die-individualisierte-tageszeitung/</link>
<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 15:59:23 +0000</pubDate>
<dc:creator>adbyword</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ein Produkt, das zum einen die persönlich ausgewählten Inhalte der Zeitungen bietet, das Hintergrund]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Ein Produkt, das zum einen die persönlich ausgewählten Inhalte der Zeitungen bietet, das Hintergrund und Kommentare liefert und das zum anderen aber auch die Vielfalt des Internets widerspiegelt, das bis heute keinen Platz in der klassischen Tageszeitung findet&#8230; <a href="http://niiu.de/">niiu.de</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ohne starke Familien keine Demokratie]]></title>
<link>http://kifaschule.wordpress.com/2009/10/21/ohne-starke-familien-keine-demokratie/</link>
<pubDate>Wed, 21 Oct 2009 10:34:29 +0000</pubDate>
<dc:creator>KiFaSchuLe</dc:creator>
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<description><![CDATA[Professor Neufeld war vom 5.-10. Oktober zum mittlerweile vierten Mal in Deutschland: Nach Seminaren]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><blockquote><p>Professor Neufeld war vom 5.-10. Oktober zum mittlerweile vierten Mal in Deutschland: Nach Seminaren über Adoleszenz, Aggression und Gegenwillen an der Universität Mainz und in der Lehrerfortbildung Hessen hielt er auf Einladung der Universität Bremen und des Bundesverbandes Natürlich Lernen e.V. am 10. Oktober 09 einen Vortrag zum Thema: &#8220;Die Sozialisationsfrage &#8211; Die entwicklungspsychologischen Grundlagen für echte Reifeentwicklung als Bedingung für Demokratiefähigkeit&#8221;</p>
<p>Und diesen Vortrag kann man getrost als Meilenstein bezeichnen. In der von ihm bekannten, stringenten und trotzdem leicht verständlichen, nachvollziehbaren Art zog Neufeld seine Zuhörer im Bremer ‚Haus der Wissenschaft’ in seinen Bann. &#8230;</p></blockquote>
<p><a href="http://www.freiewelt.net/nachricht-2255/ohne-starke-familien-keine-demokratie.html" target="_blank">Link zum vollständigen Artikel</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Was ist Erziehung? ]]></title>
<link>http://udolihs.wordpress.com/2009/10/13/199/</link>
<pubDate>Tue, 13 Oct 2009 07:53:10 +0000</pubDate>
<dc:creator>udolihs</dc:creator>
<guid>http://udolihs.wordpress.com/2009/10/13/199/</guid>
<description><![CDATA[Was ist Erziehung? Ich denke, Erziehung zu definieren, ist möglich, indem man sagt, Erziehung dient ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Was ist Erziehung? Ich denke, Erziehung zu definieren, ist möglich, indem man sagt, Erziehung dient ]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Individualisierung]]></title>
<link>http://leonie0608.wordpress.com/2009/09/10/individualisierung/</link>
<pubDate>Thu, 10 Sep 2009 13:47:05 +0000</pubDate>
<dc:creator>leonie0608</dc:creator>
<guid>http://leonie0608.wordpress.com/2009/09/10/individualisierung/</guid>
<description><![CDATA[Zu allererst: wie krass ist das bitte, dass ich nach einem 6-Stunden-Tag auch noch Portfolio schreib]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Zu allererst: wie krass ist das bitte, dass ich nach einem 6-Stunden-Tag auch noch Portfolio schreibe! Aber die Erfahrungen und das Gespräch mit meiner koordinierenden Mentorin ist gerade noch so frisch, zudem fand ich den heutigen Tag sehr aufschlussreich und motivierend, erstaunlich, wie einen manchmal ein einziger Schultag weiter bringt als mehrere Schulwochen.</p>
<p>Also, Individualisierung und Binnendifferenzierung:</p>
<p>Ich habe heute in der 7. Klasse in Latein eine neue Gruppenarbeitsregelung eingeführt, Dreier- oder Vierer-Gruppen (bisher haben wir Übersetzung meistens in Partnerarbeit gemacht), Rollenkarten, homogene Gruppenzusammensetzung. Vor allem letzteres wollte ich hier jetzt mal kommentieren, weil das ja das ist, was mit Individualisierung zu tun hat.</p>
<p>Ich bin bei der Sitzordnung des Kurses zunächst die Strategie gefahren, dass ich immer ein Pärchen aus einen stärkeren und einem schwächeren Schüler gebildet habe, in der Hoffnung, dass die Schwächeren so etwas von den Stärkeren profitieren können, was mitunter auch gut funktioniert hat, manchmal aber auch überhaupt nicht. Heute habe ich etwas anderes ausprobiert. Ich habe bei vier Vierergruppen die Leistungsstärksten in eine Gruppe gesteckt und auch die anderen drei Gruppen möglichst leistungshomogen gestaltet. Meine Mentorin hat das sehr gelobt, was mich natürlich sehr gefreut hat, ich hatte auch das Gefühl, das es dem ganzen Kurs gut getan hat, da die Leistungsstärkeren jetzt nicht mehr den anderen vorsagen konnten, und die Schwächeren jetzt auch nicht mehr das Gefühl hatten, naja, xy kann das eh besser, ich lasse sie/ihn mal machen. Die Gruppen haben alle sehr gut gearbeitet, es entstand irgendwann sogar eine Art Wettkampf, wer schneller mit der Übersetzung fertig war, und ich hatte wirklich den Eindruck, dass die Schüler Spaß an der Sache hatten. Und auch die Arbeit in den Gruppen funktionierte trotz anfänglichem Protest erstaunlich gut, ganz ohne die übliche Kabbeleien und Albernheiten.</p>
<p>Trotz alledem sehe ich einige Probleme, die ich hier gern einmal festhalten möchte, sie werden sicherlich immer wieder auftauchen. Zum einen sehe ich ein Problem hinsichtlich des Klimas im Kurs. Natürlich haben die Kinder sofort gemerkt, dass ich alle Einser-Kandidaten in eine Gruppe gesteckt hatten. Die kamen sich natürlich total toll vor und haben das auch mit einigen Sprüchen deutlich gemacht, weshalb ich einige Male einschreiten musste. Ich weiß nicht, ob das nicht die Motivation des restlichen Kurses etwas gedrückt hat. Andererseits werden sie ja tagtäglich mit Leistungsunterschieden konfrontiert. Zum anderen hat diese Expertengruppe natürlich ein unglaubliches Tempo vorgelegt. Dies hatte ich zwar vorausgesehen und auch eine zusätzliche Aufgabe für die Gruppe vorbereitet, aber dennoch hatte ich den Eindruck, dass, obwohl das eine echt nette Aufgabe war, die Gruppe sich fast ein bisschen bestraft fühlte, weil sie jetzt mehr machen sollte als die anderen, obwohl ich das eigentlich so verkaufen wollte, dass sie durch die zusätzlichen Aufgaben ja immer besser werden, was durchaus in ihrem Sinne ist. Den anderen SuS hätten diese Extra-Aufgaben natürlich genausogut wenn nicht noch besser getan als der Expertengruppe, aber das wird wohl ein Dilemma bleiben, schätze ich. Um diese Diskrepanz (die für den Unterricht ja auch ein Zeitplanungsproblem darstellt) demnächst etwas abzuschwächen, habe ich (auch eine Anregung meiner Mentorin, die das von einem Mathe-Referendar kannte) vor, mit Tipp-Karten zu arbeiten. Wenn eine Gruppe also gar nicht mehr weiter weiß, kann sie sich vorne einen Tipp holen und den benutzen. Ich halte das für sinnvoller von vornherein verschiedene Arbeitsblätter mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen zu entwerfen, erstens wäre das viel mehr Arbeit und außerdem fühlen sich schwächere Schüler, die dann das AB mit den umfangreicheren Hilfen bekommen, schnell benachteiligt und bloßgestellt. Da finde ich diese freiwillige Arbeit mit den Tipp-Karten viel besser.</p>
<p>Das wäre also Latein.</p>
<p>Meines Erachtens VIEL schwieriger:</p>
<p>Binnendifferenzierung und Individualisierung in Deutsch in der Oberstufe.</p>
<p>Ich finde es nämlich gerade in Deutsch schon so viel schwieriger auszumachen, wie man überhaupt stärkere und schwächere Leistungen beurteilt, wie man also homogene Gruppen zusammenstellen könnte. Davon abgesehen, dass ich zwei Drittel aus meinem Deutschkurs erst seit zwei Wochen kenne. Natürlich gibt es unterschiedliche Abstraktionsgrade, zu denen die SuS fähig sind. Aber das kann man wiederum auch nicht pauschalisieren, da der eine vielleicht gut mit literarischen Texten umgehen kann, der andere besser mit Sachtexten, wieder einer hat ein hervorragendes sprachliches Ausdrucksvermögen, ein anderer kann toll schreiben, es gibt so wahnsinnig viele unterschiedliche Spielarten für gute Leistungen im Deutschunterricht. Da wenigstens ansatzweise leistungs- oder vorliebenshomogene Gruppen zusammenzustellen finde ich unfassbar schwer.</p>
<p>Das zweite Problem, das auf dem Fuße folgt, ist es, selbst wenn ich in der Lage wäre, einigermaßen leistungshomogene Gruppen zusammenzustellen, Arbeitsmaterial und Arbeitsaufträge mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen herzustellen. Ich kann vielleicht bei der Analyse einer Textstelle den einen den Auftrag geben, den Text zusammenzufassen, andere bekommen tiefergehende Aufgaben. Aber damit erschöpft sich ja nicht der Deutschunterricht allgemein. Und was ist mit kreativen Aufgaben, die ja so oft das Hauptgeschäft des DU ausmachen? Wie kann bei kreativem Umgang mit Texten leistungsheterogenität eine Rolle spielen? Wie entscheide ich, wieviel Kreativität ich jemandem zutraue? Hier stoße ich wirklich an meine Grenzen. An sich sind ja kreative Aufgaben schon Individualisierung genug, finde ich, da sich hier jeder auf seine Weise verwirklichen kann. Zählt das auch?</p>
<p>So, genug Reflexion für heute.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Evaluation]]></title>
<link>http://leonie0608.wordpress.com/2009/07/08/evaluation/</link>
<pubDate>Wed, 08 Jul 2009 10:18:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>leonie0608</dc:creator>
<guid>http://leonie0608.wordpress.com/2009/07/08/evaluation/</guid>
<description><![CDATA[Ich habe heute in meinem Oberstufenkurs evaluiert und muss sagen, dass ich von den Ergebnissen doch ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Ich habe heute in meinem Oberstufenkurs evaluiert und muss sagen, dass ich von den Ergebnissen doch eher positiv überrascht bin, wenngleich viele Dinge, die die Schüler wahrgenommen haben, auch meine Wahrnehmungen waren. Also immerhin das Feedback, dass meine eigene Wahrnehmung meiner Person und meines Unterrichts auch nicht so ganz falsch ist. Und meine Mentoren haben das ja im Zwischenstandsgespräch auch schon so gesagt, als sind offenbar alle auf einer Wellenlänge, ich, Mentoren, Schüler, das ist doch schon einmal etwas.</p>
<p>Was muss ich tun? Ich muss durchsetzungsfähiger werden bzw. sein. Das ist so der Punkt, den alle immer wieder anmerken, der sich wie ein roter Faden durch alle Auswertungsgespräche zieht. Und genau der, bei dem es mir am schwersten fällt, ihn zu ändern. Ich ruhe mich dann auch gerne auf der Annahme aus, dass das mit der Zeit schon besser werden wird, dass ich mich besser durchsetzen kann, wenn ich von meinem eigenen Unterricht überzeugter bin, als ich es oft bin, aber sicherlich sollte ich an der Stelle auch mehr an mir und meinem Unterricht arbeiten, sodass ich da einfach mehr Sicherheit bekomme. Und vielleicht wird ein abwechslungsreicherer Unterricht (eine Schüler haben bei der Evaluation angegeben, dass der Unterricht spannender sein könnte, was auch immer das heißt), Unruhe und Desinteresse sicherlich entgegenwirken, da muss ich also mal etwas dran ändern, auch wenn ich noch nicht ganz genau weiß, was. Dass ich nicht immer so eine mitreißende Person bin, weiß ich. Vielleicht ist da das ein oder andere Mal auch ein bisschen Schauspielerei von Nöten.</p>
<p>Ein zweiter Punkt: Individualisierung. Das ist auch so etwas, von dem ich weiß, dass es daran noch hapert. Ich bin so oft noch sehr auf mich selbst fixiert, auf meine Planung, auf die Inhalte, auf das, was ich den Schülern vermitteln will, dass ich darüber die einzelnen Schüler oft aus dem Blick verliere. Und das wirkt sich natürlich auf sehr vieles aus, einerseits empfinden einige Schüler den Unterricht sicherlich als nicht so spannend und motivierend, weil er ihnen weniger entspricht, da müsste ich sicherlich mal mehr auf individuelle Bedürfnisse eingehen. Und dafür müsste ich oft noch besser planen, denke ich. Auch wenn ich die Schwierigkeiten, die ich mit meiner Planung habe, ja auch schon im letzten Beitrag geschildert habe. Ich war so oft so unzufrieden mit meinem Unterricht und war daher positiv überrascht, dass der Großteil der Schüler meinen Unterricht als strukturiert und methodisch abwechslungsreich empfinden. Das hat mich ja schon gefreut, auch wenn ich es nicht immer nachvollziehen kann, aber vielleicht sind da die Ansprüche, die ich an mich selbst stelle, auch zu hoch?</p>
<p>Was den mangelnden Blick auf den einzelnen Schüler angeht, hat das natürlich auch Auswirkungen auf die Notengebung. Ich weiß, dass die Schüler mit den mündlichen Noten, die ich im April gegeben habe, unzufrieden waren, ich kann sie immernoch mit bestem Wissen und Gewissen geben, aber es kann natürlich gut sein, dass sich einige Schüler unverstanden fühlen. Und dass ich einen begrenzten Blick in diesem Bereich habe (vielleicht aufgrund der mangelnden Erfahrung auch einen begrenzteren als andere), gebe ich auch gerne zu.</p>
<p>Ich bin laut den Schülern geduldig, freundlich, gut gelaunt und nehme die Schüler ernst. Das freut mich, und daher schreibe ich es hier auch mal etwas angeberisch in meinen Blog hinein.</p>
<p>So vieles andere &#8211; Durchsetzungsfähigkeit, Abwechlsung, Lenkung/ Kontrolle  und das Eingehen auf jeden einzelnen Schüler &#8211; werde ich im zweiten Teil des Refs in Angriff nehmen.</p>
<p>Zum Abschluss das Zitat eines Schüler, das ich mir sicherlich übers Bett hängen werde: &#8220;Sehr nette Lehrerin, den Schülern gegenüber gerecht, aber auch auf dem Fachgebiet sehr gut ausgebildet. Insgesamt perfekte Ausführung des idealen Unterrichts.&#8221; (MEHR DAVON!!!)</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Nick Hornby: About a Boy]]></title>
<link>http://deutschundenglisch.wordpress.com/2009/06/18/nick-hornby-about-a-boy/</link>
<pubDate>Thu, 18 Jun 2009 21:52:46 +0000</pubDate>
<dc:creator>Corinna Schwartz</dc:creator>
<guid>http://deutschundenglisch.wordpress.com/2009/06/18/nick-hornby-about-a-boy/</guid>
<description><![CDATA[In dem Roman, von dem auch eine Verfilmung mit Hugh Grant existiert, geht es um die ungewöhnliche Fr]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>In dem Roman, von dem auch eine Verfilmung mit Hugh Grant existiert, geht es um die ungewöhnliche Freundschaft des Jungen Marcus mit dem Lebemann Will Freeman. Marcus, der aufgrund des Erziehungsstils seiner suizidgefährdeten Hippie-Mutter in der Schule gemobbt wird, lernt durch die Begegnung mit dem infantilen Will nach und nach, sich wie ein richtiger Jugendlicher zu benehmen.</p>
<p>Der Roman enthält keine größeren Schwierigkeiten und kann daher auch schon in einer leistungsstarken 10. Klasse im Englischunterricht gelesen werden.</p>
<p><strong>Einige interessante Unterrichtsideen im www:</strong></p>
<p><a href="http://www.ulricianum-aurich.de/projekte/hornby/hornbystart.htm" target="_blank">Hypertextprojekt einer 11. Klasse des Ulricianums Aurich</a></p>
<p><a href="http://www.lehrer-online.de/about-a-boy.php" target="_blank">Web-Projekt von Martina Kowallick</a></p>
<p><strong>Und hier meine eigene:</strong></p>
<p>Die im Roman enthaltenen Themen (Familie, Lebenseinstellung, Pubertät usw.) sollen von den Schülern kreativ präsentiert werden, z.B. als Radiosendung oder Talkshow, in der die betreffenden Figuren aus dem Roman sowie weitere Experten auftreten. Eine genauere Beschreibung der Einheit mit Aufgabenstellungen und Bewertungsrastern findet sich <a href="http://deutschundenglisch.wordpress.com/files/2009/06/about_a_boy.doc">hier</a>.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Produkteindividualisierung]]></title>
<link>http://gestaltungenaffoltern.wordpress.com/2009/05/07/produkteindividualisierung/</link>
<pubDate>Thu, 07 May 2009 14:06:50 +0000</pubDate>
<dc:creator>gestaltungenaffoltern</dc:creator>
<guid>http://gestaltungenaffoltern.wordpress.com/2009/05/07/produkteindividualisierung/</guid>
<description><![CDATA[Immer mehr Menschen verbringen immer mehr Zeit im Internet, wo sie sich informieren, kommunizieren, ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Immer mehr Menschen verbringen immer mehr Zeit im Internet, wo sie sich informieren, kommunizieren, konsumieren und einkaufen. </p>
<p>Trotz des neuen durch das Mitmachweb (web 2.0) ausgelöste Wir-Gefühls wünschen heutige Konsumenten individuell auf sie zugeschnittene Botschaften und Produkte. Diese beiden Trends bringen einen neuen Service ins marktwirtschaftliche Spiel: Die Produktindividualisierung via Web. Ob Autos, Schokolade, Computer oder Schuhe – heute lässt sich so manches mit individuellem Touch versehen.</p>
<p><strong>Internet prädestiniert für individualisierte Angebote</strong><br />
Schweizerinnen und Schweizer kauften im Jahr 2008 Produkte und Dienstleistungen im Wert von rund 5,87 Mrd. Schweizer Franken via Internet. Dieses erstaunliche Ergebnis zeigt die Studie «Der Schweizer Online-Handel &#8211; Internetnutzung Schweiz 2009», die im Februar 2009 von der Universität St. Gallen publiziert worden ist. Die steigende Beliebtheit des Internets als Einkaufsmöglichkeit spiegelt sich auch in einer zunehmenden Anzahl an Online-Shops wieder, die zunehmend auch die Option beinhalten, Produkte online zu individualisieren. Denn die hohe Prozessautomatisierung – elektronische Informationen lassen sich schnell und automatisch verarbeiten – erlaubt es, auch Produkte mit hohem Individualisierungsgrad gewinnbringend zu verkaufen. </p>
<p>Beste Gruesse<br />
Ralph Wagner<br />
gestaltungen.ch</p>
<p>e-mail-newsletter<br />
<a href="http://tinyurl.com/cy4zpv">http://tinyurl.com/cy4zpv</a><br />
&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<br />
websites<br />
<a href="http://www.gestaltungen.ch">http://www.gestaltungen.ch</a><br />
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&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<br />
Blog<br />
<a href="http://gestaltungenaffoltern.wordpress.com">http://gestaltungenaffoltern.wordpress.com</a><br />
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Flash-WebSite fuer Ihr Unternehmen<br />
<a href="http://www.crea-gestaltungen.ch/instantweb">http://www.crea-gestaltungen.ch/instantweb</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA["Der Wünsche- und Wertewandel erfordert kreatives Handeln!" - Neue Anregungen auf dem 21. Handelsforum OWL in Bielefeld - Teil eins]]></title>
<link>http://fleischerblog.wordpress.com/2009/04/30/der-wunsche-und-wertewandel-erfordert-kreatives-handeln-neue-anregungen-auf-dem-21-handelsforum-owl-in-bielefeld/</link>
<pubDate>Thu, 30 Apr 2009 15:57:30 +0000</pubDate>
<dc:creator>Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt</dc:creator>
<guid>http://fleischerblog.wordpress.com/2009/04/30/der-wunsche-und-wertewandel-erfordert-kreatives-handeln-neue-anregungen-auf-dem-21-handelsforum-owl-in-bielefeld/</guid>
<description><![CDATA[Am 29. April hatte der Einzelhandelsverband Ostwestfalen-Lippe e. V., vertreten durch den Vorsitzend]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Am 29. April hatte der <a href="http://www.einzelhandel.com/">Einzelhandelsverband Ostwestfalen-Lippe e. V.</a>, vertreten durch den Vorsitzenden <a href="http://www.klingenthal.com">Ferdinand Klingenthal </a> und den neuen<a href="http://www.einzelhandel.com/"> Hauptgeschäftsführer Thomas Kunz</a> zum 21. Handelsforum OWL in die Bielefelder Stadthalle geladen.<br />
Das diesjährige Motto lautet: „Tempel, Malls und Galerien – wo findet der Handel der Zukunft statt?“<br />
Interessanterweise werden hierbei Shopping-Szenarien der Zukunft aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet.</p>
<p>Die Referentin und Referenten des 21. Handelsforums OWL  in Bielefeld sind:</p>
<blockquote><p><strong><a href="http://www.zukunftsinstitut.de/referenten/referenten_detail.php?nr=2">Jeanette Huber</a>, Mitglied der Geschäftsleitung Zukunftsinstitut GmbH, Kelkheim<br />
<a href="http://www.econ-referenten.de/index.php?id=373&#38;name=Schmitz&#38;vorname=Claudius+A.">Prof. Dr. Claudius Schmitz</a>, Hochschullehrer und Unternehmensberater, Gelsenkirchen</strong></p>
<p><strong>Dr. Tobias Just, Leiter Branchen- und Immobilienanalyse, <a href="http://www.dbresearch.com/servlet/reweb2.ReWEB?rwsite=RBF_INTERNET_DE-PROD">Deutsche Bank Research</a>, Frankfurt<br />
<a href="http://www.skt-umbaukultur.eu/skatContent.php?tpl=0&#38;ID=61&#38;nextCMT_FrontendSession=bd5cb189002e4ebba94cdd6c339fcbb3">Prof. em. Thomas Sieverts</a>, skt umbaukultur, Architekten und Stadtplaner, Bonn</strong></p>
<p><strong>Heinz Wirz, Vorstandsmitglied Bund der Steuerzahler NRW, Düsseldorf<br />
Christian Dohnt, Verkaufsleiter Nord, <a href="http://www.galeria-kaufhof.de/sales/aktionen/catdetail.asp">GALERIA Kaufhof GmbH</a>, Köln</strong></p></blockquote>
<p>Die Moderation liegt auch dieses Jahr wieder in den Händen von <a href="http://www.hs-hh.de/moderatoren_management/corinna_lampadius.htm">Corinna Lampadius</a>, TV-Moderatorin und Journalistin, Hamburg</p>
<p><a href="http://fleischerblog.wordpress.com/files/2009/04/img_18951.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2675" title="img_18951" src="http://fleischerblog.wordpress.com/files/2009/04/img_18951.jpg" alt="img_18951" width="450" height="300" /></a></p>
<p><em> Gruppen-Foto (von links): (Zur Vergrößerung bitte Doppelklick aufs Foto)<br />
</em></p>
<p><em> Thomas Kunz, Christian Döhnt, Corinna Lampadius, Prof. Dr. Claudius Schmitz, Jeanette Huber,</em> <em>Ferdinand Klingenthal, Heinz Wirz</em></p>
<p><em> Foto: Hr. Holzkamp</em></p>
<p>Pünktlich um 10 Uhr vormittags begrüßt Ferdinand Klingenthal die ca. 140 Teilnehmer, dankt dem <a href="http://www.handelsforum-owl.de/foerderkreis.php">Sponsoren-Team</a> und sensibilisiert die Hörer sogleich durch einen ganz entscheidenden Satz:</p>
<p>„Diese Krise wird uns wirklich herausfordern.“</p>
<p>Ergänzend fügt er hinzu:<br />
„Größe allein genommen wird nicht zur Krisenbewältigung ausreichen; &#8211; vielmehr gilt es, eine Form von  Stärke zu entwickeln, die in besonderer Hinwendung zum Kunden besteht.“ Es gälte in Zukunft, „Kundenorientierung täglich neu zu erarbeiten“.</p>
<p>Es liegt dann in den Händen von Corinna Lampadius, Jeanette Huber als erste Referentin des Tages kurz vorzustellen.</p>
<p><strong>Jeanette Huber widmet sich sodann dem Thema:</strong></p>
<blockquote><p><strong><br />
<strong>Shopping-Szenarien 2020 –<br />
Wo kauft der Kunde und warum?</strong></strong></p>
<p><strong><strong><br />
</strong></strong></p></blockquote>
<p>Ich fasse die entscheidenden Aussagen der Referentin, so wie ich sie verstanden habe, nachstehend zusammen.</p>
<p><strong>Die erste Kernaussage:</strong> „Der Kunde kauft in Zukunft  „cheap-chic“ statt Discount oder Premium.“</p>
<p>Der Kunde, so die Referentin, erwarte in Zukunft „mehr Leistung für weniger Geld“. Es würden solche Betriebe Trendwinner sein, die es verstünden, Innovation und Discount miteinander zu verbinden. Innovative Unternehmen der Systemgastronomie wie <a>Vapiano</a> oder <a href="http://www.moschmosch.com/">Mosch Mosch</a> hätten eine neue Positionierung zwischen Premium und Discount gefunden, indem sie zusätzliche Attraktionen mit der Kunst des Weglassens verbänden.</p>
<p><strong>Die zweite Kernaussage:</strong> „Der Einkauf beginnt mit dem Blick ins Internet. Die Informationssuche wird mobil.“</p>
<p>Der Einkauf begänne für viele Konsumenten zunächst virtuell. Man ginge ins Netz, um Produkte zu vergleichen. 70 Prozent der (Website-)Besucher schauten hierbei zunächst auf den Preis. Die Zahl weiblicher Online-Käufer steige. Deutschland habe darüber hinaus bereits 6,2 Millionen „Silver-Surfer“, die gleichzeitig die derzeit am schnellsten wachsende Gruppe stellten.</p>
<p><strong>Die dritte Kernaussage:</strong> „Es gibt eine Shoppingapathie.“</p>
<p>Früher, so die Referentin des weiteren, hätten die Produkte der materiellen Bedarfsbefriedigung gedient; &#8211; heute hingegen hätten wir gesättigte Märkte. Das führe zu einer Umkehr der bekannten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Maslowsche_Bed%C3%BCrfnispyramide">Maslowschen Pyramide</a>, die eine Hierarchie menschlicher Bedürfnisse darstellt. Während früher das Ranking körperliche Grundbedürfnisse, Sicherheit, Soziale Beziehungen, Anerkennung und letztlich Selbstverwirklichung lautete, sei die Reihenfolge heute umgekehrt:</p>
<p>Selbstverwirklichung, Anerkennung, Soziale Beziehungen, Sicherheit, körperliche Grundbedürfnisse</p>
<p>Diese -geänderte- Grundhaltung führe zu einer gewissen Shoppingapathie, die es zu durchbrechen gälte.</p>
<p><strong>Die vierte Kernaussage:</strong> „Die „neuen Alten“ (biologisch immer älter und mental immer jünger) werden zur wichtigsten Konsumgruppe der Zukunft.“</p>
<p>Wir erlebten einen demographischen Wandel. Deutschland werde älter. Die Zahl der Ein- und Zweipersonen-Haushalte nähme zu. Dieser „Trend zur Individualisierung“ hätte Folgen: Die Suche nach Gemeinschaft wachse.</p>
<p><strong>Daraus abgeleitet folgt die fünfte Kernaussage:</strong> „Der Kunde kauft dort, wo er Anlässe und Orte der Gemeinschaft findet.“</p>
<p>International gäbe es die ersten Unternehmen, die sich diesen Trend zunutze machten. So biete die belgische Kette „<a href="http://www.max.de/cityguide/city/bruessel/restaurants/in-lokale/124738,1,cg_tip,1,Le+Pain+Quotidien.html">Le pain quotidien</a>“  in ihren „Lokalen“ einen „runden Tisch“ an, an welchem sich –im Unterschied zu dem in Deutschland bekannten Stammtisch- Leute zusammensetzten, die sich vorher nicht kannten, aber gern mit anderen ins Gespräch kommen wollten. Auch würden Einzelhandelsgeschäfte mit einer kleinen Bar oder einem angeschlossenen Restaurant (Beispiel<a href="http://www.ikea.com/de/?quid=5120813160S903608T&#38;gkid=43-vxrn--Oenaq"> IKEA</a>), bzw. Friseurgeschäfte mit einer Kaffeebar die Wohlfühl-Atmosphäre und Verweildauer des Kunden erhöhen.</p>
<p><strong>Die sechste Kernaussage:</strong> „Der Kunde kauft dort, wo er Anerkennung und Raum zur Selbstverwirklichung findet.“</p>
<p>In Anlehnung in die erwähnte Maslowsche Pyramide werde in gesättigten Märkten die Möglichkeit zur „Selbstverwirklichung“  des Kunden zum entscheidenden Attraktivitäts-Merkmal eines Unternehmens. Deshalb lautet die Empfehlung der Referentin:<br />
„Machen Sie den Kunden zum Mittelpunkt Ihres Interesses und Ihres Unternehmens; heben Sie ihn „auf die Bühne“.“</p>
<p><strong>Die siebte Kernaussage:</strong> „Wünsche und Werte werden wichtiger als Produkte.“</p>
<p>Die ökologische Frage werde zum Treiber der Gesellschaft. Die Kundengruppe der <a href="http://www.lohas.de/">Lohas (Lifestyle of health and sustainibility)</a>, die nachhaltig nach der eigenen Gesundheit und der Gesundheit unseres Planeten strebten, werde an Einfluss gewinnen. Die Befriedung nicht-materieller Wünsche und Sehnsüchte wie Gemeinschaft, Anerkennung und Selbstverwirklichung werde an Bedeutung zunehmen.</p>
<p>Das soeben hier oben Dargestellte ist ein Komprimat aus den mit Überzeugung und fachlicher Kompetenz vermittelten Aussagen der hochkonzentrierten Referentin, die es verstanden hatte, das Auditorium zu fesseln.</p>
<p>Durch die anschließende Moderation gelingt es Corinna Lampadius, u. a. beim Thema „Event“ noch ein wenig nachzuhaken, und die Referentin erläutert sinngemäß ferner:</p>
<p>Es wird in Zukunft entscheidend (für Ihren Verkauf) sein, den „Kunden partizipieren zu lassen“. „Lassen Sie den Kunden etwas machen!“ Man solle Marketing mit sozialen Aktionen verbinden, indem man sich frage, was man fördern könne. Der Handel solle Garantien geben (Umtauschrecht, Rückgaberecht etc.). Jeder Event müsse dem Kunden nicht nur ein Erlebnis bringen, sondern es müsse vor allem etwas Sinnvolles für ihn persönlich dabei herausschauen.<br />
Soweit die Referentin</p>
<p>Natürlich habe ich auch dieses Mal wieder die Gelegenheit genutzt, mich mit der Referentin zu unterhalten. Im Laufe unseres Gesprächs äußerte sie die Überzeugung, die skizzierte Grundhaltung des Konsumenten führe zu einer „Renaissance der europäischen Stadt“, sie würde wieder zum Identifikationskern und zur Heimat des Konsumenten.</p>
<p>Was bedeutet das alles für die Fleischer/Metzgerbranche:<br />
Offensichtlich gibt es insbesondere auch in Zukunft lohnenswerte Ziele, die Sie als Fleischer/Metzgermeister ansteuern sollten. Hierbei bietet nahezu jede der erläuterten Kernthesen Ansatzpunkte, sich rechtzeitig trendgerecht und kundenorientiert zu profilieren.</p>
<p>Die anderen Referate vom 21. Handelsforum OWL sind einer separaten Würdigung vorbehalten. Ich danke für Ihr Interesse und grüße Sie herzlich</p>
<p><a href="http://www.strategie-schmidt.de/strategischer_berater.html">Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)</a></p>
<p>Beitrags-Link zum 20. Handelsforum OWL in Bielefeld – Teil eins</p>
<p>P. S. Auch Sie können diesen Beitrag kommentieren, indem Sie gleich hier nachfolgend auf &#8220;Kommentare&#8221; klicken.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[[review]&gt;&gt;G. Günther Voß / Hans J. Pongartz: Der Arbeitskraftunternehmer. Eine neue Grundform der Ware Arbeitkraft?]]></title>
<link>http://mekin.wordpress.com/2009/04/21/reviewg-gunther-vos-hans-j-pongartz-der-arbeitskraftunternehmer-eine-neue-grundform-der-ware-arbeitkraft/</link>
<pubDate>Tue, 21 Apr 2009 08:47:25 +0000</pubDate>
<dc:creator>mekin</dc:creator>
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<description><![CDATA[Voß, G. Günther/Pongratz, Hans J. (1998): Der Arbeitskraftunternehmer. Eine neue Grundform der ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-156" title="Kölner Zeitschrift für soziologie und Sozialpsychologie" src="http://mekin.wordpress.com/files/2009/04/koelner.gif?w=99" alt="Kölner Zeitschrift für soziologie und Sozialpsychologie" width="140" height="184" /><strong>Voß, G. Günther/Pongratz, Hans J. (1998): Der Arbeitskraftunternehmer. Eine neue Grundform der &#8220;Ware Arbeitskraft&#8221;? In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 50, 1/1998, S. 131-158. </strong></p>
<p>Pongartz und Voß entwickeln in ihrem Aritkel für die KZfSS die Figur des &#8216;Arbeitkraftunternehmers&#8217;, einem neuen Grundtypus der Ware Arbeitkraft. Die Debatte um die Arbeitskraftunternehmer durchzieht seit nunmehr 10 Jahren die Diskussion um die Zukunft der Arbeitsgesellschaft. Grund genug sich der sich der analytischen Kategorie, nicht aber dem gesellschaftlichen Leitbild Arbeitskraftunternehmer zuzuwenden. Denn eine Problematisierung des mit der &#8220;neuen Grundform der Ware Arbeitskraft&#8221; einhergehenden Wandel der Arbeitbeziehungen fällt eher schmal aus. Nichts destotrotz lassen sich mit Pongartz und Voß Konsequenzen einer fortschreitenden neoliberalen Umstrukturierung sowohl für die Ökonomie, für die Gesellschaft und für die Subjekte ausmachen und im Hinblick auf eine Problematisierung gesellschaftlicher Verhältnisse reinterpretieren.<!--more--></p>
<p>Pongartz und Voß vermuten in Folge der von ihnen beschriebenen neuen Strategien der betrieblichen Nutzung von Arbeitsfähigkeiten die Grundform der Arbeitkraft im Wandel. Eine <em>&#8220;systematische erweiterte Selbst-Kontrolle der Arbeitenden&#8221;</em>, der <em>&#8220;Zwang zur forcierten Ökonomisierung ihrer Arbeitfähigkeiten&#8221;</em> und die <em>&#8220;Verbetrieblichung der alltäglichen Lebensführung&#8221;</em> bringen sie mit ihrer idealtypischen Figur des <em>&#8220;Arbeitskraftunternehmers&#8221;</em> auf den Begriff (S.130). Die bis in die 1970er und 80er Jahren dominante tayloristisches Form der Nutzung von Arbeitskraft wird zum Hindernis weiterer Produkivitätssteigerungen. In der Folge machen Unternehmen neue Ansprüche an Arbeitsnehmer_innen geltend: <em>&#8220;So werden Freiräume in der Arbeitseinführung eingeräumt, die für die Arbeitenden durchaus einen Autonomiegewinn bedeuten können, anderseits wird aber zugleich massiv der Leistungsdruck erhöht&#8221; </em>(S.134). Diese &#8220;fremdorganisierte Selbstorganisation&#8221; zielt darauf, <em>&#8220;durch den Übergang zu flexibilisierten, ergenisorientierten Auftragsbeziehungen das für die betriebliche Nutzung von Arbeitskraft fundementale Problem der </em>organisatorischen Sicherstellung der erfordlichen Arbeitsleistung<em> mit einer neuer Logik anzugehen&#8221;</em> (S.137, H.i.O.). Pongartz und Voß rekurrieren hier auf das &#8220;Transformationstheorem&#8221; nach Marx. Jedes Unternehmen muss nach dem Kauf der Ware Arbeitskraft Bedingungen schaffen, etwa in Form von Steuerung und Überwachung, um die allgemeine Arbeitskraft in die benötigte Arbeitsleistung zu überführen.</p>
<p>Die Transformation von Arbeitskraft in Arbeit wird im Fordismus vorallem über die von Taylor inspirierte Arbeitsphilosophie der vollständigen Kontrolle und Arbeitsteilung des Produktionsprozesses sichergestellt. Im wachsenden Maße wird in der Folge gerade das Gegenteil propagiert, <em>&#8220;was bisher eher vermeiden werden sollte: Freiräume schaffen, betriebliche Steuerung reduzieren und Selbstorganisation der Betroffenen fördern&#8221; </em>(S.138). Dies heißt selbstveständlich nicht, dass auf Kontrolle verzichtet wird, vielmehr werden indirekte Steuerungen effektiviert, strategische Parameter, wie Kosten und Produkivität gezielter kontrolliert, quantitative und qualitative Leistungsanforderungen erhöhrt, sowie Arbeitbedingungen wie z.B. die Ausdünnung der Personaldecke, Reduzierung von Einkommen und Sozialleistungen u.a. verschärft. <em>&#8220;Arbeitskraftverausgabung heißt im Zuge dieser Entwicklung immer weniger passive Erfüllung fremdgesetzter Anforderungen bei mehr oder minder geringen Gestaltungsspielräumen der Arbeitsausführung, sondern zunehmend das genaue Gegenteil: eine explizite und verstärkte aktive Selbssteuerung und Selbstüberwachung der eigenen Arbeit im Sinne allgemeiner Unternehmensanforderungen (&#8230;) bei nur noch rudimentären bzw. indirekten und auf öhere Systemebenen verlagerten Steuerungsvorgaben durch die Betriebe&#8221;</em> (S.139).</p>
<p>Die Arbeitnehmer_innen oder auch &#8220;Auftragnehmer&#8221; sehen sich zusätzlichen Anforderungen gegeübergestellt, z.B. erfordert die Flexibiliserung von Arbeitszeiten auch die eigen gestaltete zeitliche Strukturierung der Arbeit; den Arbeitenden selbst fällt die Herstellung und Regulierung interpersonaler Beziehungen zu, bspw. in Projektarbeiten; der Erwerb von beruflichen Qualifikationen wird in eigener auch finanzieller Verantwortung erwartet; die Fähigkeit zur Eigenmotivation wird vorausgesetzt; etc. (Vgl. S.141). Weiterhin wird die Ökonomisierung der Arbeitskraft erweitert: Der Arbeitkraftunternehmer muss in zunehmenden Maße sein einzig nutzbares Vermögen (die Arbeitskraft) dauerhaft auf eine witschaftliche Nutzung hin entwickeln und verwerten. Zwar musste Arbeitkraft schon immer verkauft werden, jetzt jedoch <em>&#8220;springt diese Anforderung auf eine neue Stufe, indem sowohl innerbetriebliche Märke für Arbeitskraft und Arbeit entstehen, auf denen sich die Träger des Arbeitsvermögens als Anbieter bewähren müssen, als auch immer mehr Arbeitskräfte auf wirklich offene, betriebsexterne Märkte gedrängt werden&#8221;</em> (S.142). Die Subsumtion von Arbeitskraft und Arbeit unter die Logik abstrakter ökonomischer Verwertung wird so durch die Betroffenen selbst organisiert, sie werden zu Unternehmer_innen ihrer Arbeitskraft.</p>
<p>Die Folge der erweiterten Ökonomisierung ist die umfassende, auf alle Ressourcen zielende, systematische Organisation des gesamten Lebenszusammenhangs. Diese Ressorucen schließen alle verwertbaren Potentiale von Geldvermögen über soziale Netzwerke bis hin zu Arbeitsleistungen weiterer Personen ein. Auf dieser Ebene deutet sich nach Pongartz und Voß an, dass es darum gehen muss, <em>&#8220;die Analyse des historischen Wandels der Verfassung von Arbeitskraft in ein umfassendes Modell zum Wandel des gesellschaflichen Verhältnisses von &#8220;Arbeit und Leben&#8221; zu integrieren</em>&#8221; (S.145). Die Dynamik geht nicht nur von Unternehmern aus, auch ein Wertewandel bezüglich der Arbeitsansprüche in Richtung Selbstbestimmung und Sinnbezug, der mit Betriebskonzepten konvergiert, muss in Rechnung gestellt werden; ferner die Schaffung von rechtlichen Voraussetzungen durch die neoliberale Arbeits- und Wirtschaftspolitik, sowie die Zunahme von Dienstleistungstätigkeiten, die andere Arbeitsformen notwendig machen. In Bezug auf den Wandel der Arbeitsverhältnisse und der Subjektanforderungen sehen Pongartz und Voß eine Veränderung der Verfassung von Gesellschaftlichkeit überhaupt: <em>&#8220;Im Arbeitskraftunternehmer zeigt sich in fast idealtypischer Weise der Übergang von einer primär normativen oder direkten Form der Vergesellschaftung zu einem Modus der Sozialregulierung und -integration, die auf eine zunehmende Selbstvergesellschaftung von Individuen beruht</em>&#8221; (S.153): Diese &#8220;subjektivierte Form der Regulierung und Stabilisierung&#8221; komme jedoch keineswegs einer bloßen Freisetzung aus Herrschaftszusammenhängen gleich (diese haben die Autoren durchaus im Blick), sondern auch erhöhten Anforderungen an eine Gestaltung der eigenen Lebenspraxis.</p>
<p>Problematisch ist die Entwicklungslogik aus der Pongartz und Voß den Arbeitskraftunternehmer betrachten. Diese erscheint als unumkehrbar und alternativlos, tatsächlich ist sie umstritten und bleibt letztendlich ein empirisch zu klärende Frage. Weiterhin lässt sich die Perspektive der Analyse kritisieren: Hier werden die beschriebenen Entwicklungen vorallem aus veränderten betrieblichen Anforderungen heraus erklärt, sie kommen so ökonomischen Zwängen gleich, zu denen sich die Individuen nur eingeschränkt verhalten können. Die Verbreitung des Arbeitskraftunternehmers wird zwar als ambivalent betrachtet, problematisch sehen die Autoren vorallem den unvollständigen Arbeitskraftunternehmer, deren Unterstützung eine gesellschaftliche Aufgabe sei. Gewerkschaftliche Interessevertretung wird hierbei kurzerhand auf individuelle Beratung reduziert. In dieser Argumenation geraten kollektive Handlungsspielräume, die im Interesse der Absicherung von Beschäftigungs- und Lebensverhältnissen gegen eine Zurichtung nach betrieblichen Anforderungen, wie Selbst-Aktivierung, Selbst-Ökonomisierung und Selbst-Rationalisierung richten, aus dem Blick.</p>
<p>Mit der Figur des Arbeitskraftunternehmers lässt sich aber &#8211; anders als bei Pongartz und Voß &#8211; durchaus eine Kritik der neoliberalen Umstrukturierung formulieren. Zentrale Bezugspunkte lassen sich für die Analyse neuer gesellschaftlicher Leitbilder und Anforderungen in Folge der neoliberalen Umstrukturierung von Ökonomie und Gesellschaft und ihrer Bedeutung für die Subjekte heranführen. Hier liegt der Gewinn einer Auseinandersetzung mit Pongartz&#8217; und Voß&#8217; Arbeitskraftunternehmer. Die Frage stellt sich jedoch nicht, wie sich die Subjekte den Anforderungen bestmöglich anpassen, sondern wie mit oder auch gegen diese Entwicklungen subjektiven Bedürfnissen und Interessen Geltung verschafft werden kann.</p>
<p><a href="http://mekin.wordpress.com/files/2009/04/absolutebalkanizm_0409_1.pdf"></a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[[review]&gt;&gt;Michael May: Unternehmer seiner selbst: Die neoliberale Variante von Selbstbildung, Eigenverantwortung und Autonomie]]></title>
<link>http://mekin.wordpress.com/2009/04/17/reviewmichael-may-unternehmer-seiner-selbst-die-neoliberale-variante-von-selbstbildung-eigenverantwortung-und-autonomie/</link>
<pubDate>Fri, 17 Apr 2009 09:59:02 +0000</pubDate>
<dc:creator>mekin</dc:creator>
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<description><![CDATA[Michael May (2003): Unternehmer seiner selbst: Die neoliberale Variante von Selbstbildung, Eigenvera]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-136" title="Widersprueche Heft 89" src="http://mekin.wordpress.com/files/2009/04/widersprueche89.gif?w=106" alt="Widersprueche Heft 89" width="140" height="184" /><strong>Michael May (2003): Unternehmer seiner selbst: Die neoliberale Variante von Selbstbildung, Eigenverantwortung und Autonomie. In: Widersprüche. Zeitschrift für sozialistische Politik im Bildungs-, Gesundheits- und Sozialbereich. Heft 89, 23.Jg, 3/2003, S. 75-92.</strong></p>
<p>Die Reformulierung zentraler ehemals kritischer Begriffe der Bildungstheorie im Rahmen des Neoliberalismus, verläuft nicht widerspruchsfrei. Die neuen Schlüsselbegriffe wie Selbstbildung, Employability und Eigenverantwortung bieten Ansazpunkt für eine kritische Bildung<strong>. </strong>Mit Verweis auf den neoliberalen Restrukturierungsprozessm dem nicht zuletzt auch die Bildung unterworfen ist, zeigt Michael May in der <a title="Zeitschrift Widersprüche" href="http://www.widersprueche-zeitschrift.de">Zeitschrift Widersprüche</a><strong> </strong>Perspektiven einer gegen den ökonomistischen und rationalistischen Zugriff gewendeten Bildungsarbeit auf.</p>
<p><!--more--></p>
<p>Ehemals kritische Begriffe der Bildungstheorie wie &#8216;Autonomie&#8217;, &#8216;Selbstbestimmung&#8217; und &#8216;Eigenverantwortlichkeit&#8217; werden im neoliberalen Bildungsdiskurs aufgegriffen, jedoch ihrer zentralen gesellschaftsverändernden Perpektiven entledigt. Ging es der &#8220;klassischen Emanzipationspädagogik&#8221; darum, Bildung als Einheit allgemeiner und individueller Geschichte zu fassen und veränderte gesellschaftliche Bedingungen und Organisationsformen zu fordern, werden &#8216;Autonomie&#8217; und andere Konzepte reformuliert als Handeln innerhalb gegebener gesellschaftlicher Strukturen (Vgl. 77f). Kritiker_innen des Neoliberalismus weisen den Zugriff der Verwertungsorientierung auf Bildungsprozesse mit dem Verweis, dass diese anderen Logiken und Zeitstrukturen folge, zurück. Der Verallgemeinerung der Rationalität des Marktes wird die Forderung entgegengebracht <em>&#8220;die Eigenlogik der Bildung und die mit ihr verbundenen humanen Wert und sozialen Bezüge als Selbstregulierung der Gesellschaft wieder stärker zu akzentuieren</em>&#8221; (S.79f). Diese Argumentation läuft jedoch auf eine Reproduktion der theoretischen Trennung von Ökonomie und Politik hinaus, die selbst Teil des neoliberalen Projekts ist und sich unter dem Stichwort &#8220;mehr Markt = weniger Staat&#8221; fassen lässt. Nicht erfasst werden hierdurch qualitative Veränderungen in den ökonomischen und politischen Sphären. Neoliberalismus kann nicht allein als Deregulierung verstanden werden, vielmehr als eine Reorganisation des Akkumulationsregimes, die neue Anforderungen an den Gegenstand des Bildungswesen stellt und als einer anderen Regulationsweise, die zu einer Restrukturierung der Bildung unter marktförmigen Bedingungen führt (Vgl. S.80). Die neoliberale Umgestaltung des Bildungswesen ist daher durchaus als politisches Projekt zu verstehen, das auf das staatlich organisierte Bildungswesen zielt und dieses in einen kommerzialisierten Ausbildungsmarkt zu überführen versucht. Hintergrund ist nicht zu letzt das Bestreben der Wirtschaft, Kosten zur Herstellung der im Produktions- und Verwertungsprozess geforderten Qualifikationen durch Befreiung von Steuer- und Abgabeleistungen auf andere zu verlagern. <em>&#8220;Dabei geht es um nichts anderes, als dass mit hohem gesellschaftlichen Aufwand hergestellte Qualifikationen im Rahmen von Verwertungsinteressen privat anzueigenen versucht werden&#8221;</em> (S.81). Beispielhaft ist das Bestreben, Kosten für Bildung und Qualifizierung im (neoliberalen) Sinne von &#8216;Eigenverantwortung&#8217; den Lernenden selbst aufzubürden.</p>
<p>Auch in der neoliberalen Restrukturierung wird die Notwendigkeit eines über formalisierte und an Nowendigkeiten des fordistischen Akkumulationsregimes orientierten Wissensvermittelung hinausgehenden Lernens herausgehoben. <em>&#8220;Ganz unverblümt geht es dabei um solche eher betriebswirtschaftlichen Aspekte wie Flexibilität, Leistungssteigerung und Wettbewerbsorientierung in der globalisierten Wissensgesellschaft&#8221;</em> (S.82). Die geforderte neue Lernkultur beleibt auf den Formationswandel kapitalistischer Vergesellschaftung und seines neuen Typus des Lohnabhängigen der &#8220;Arbeitskraftunternehmer_innen&#8221; bezogen. Exemplarisch führt May die sog. &#8220;Employability&#8221; als einer der neuen Schlüsselqualifikationen heran: Hatte das Konzept der &#8216;Beruflichkeit&#8217; im foridistischen Akkumulationsregime eine zentrale organisierende Funktion über die mithin lebenslange Anerkennung erworbener Fähigkeiten, zeitigt sich im Bezug auf Employability die Wendung hin zu kurzfristiger Verwertbarkeit durch Modularisierung und Teilqualifikationen, die durch die Betroffen selbst in Anbetracht sich wandelnder Beschäftigungsbedingungen vorzunehmen sei (Vgl. 82f.). Somit steht <em>&#8220;Employability auch für eine Individualisierung gesellschaftlicher Orientierungsmuster und damit zugleich für die Privatisierung ehemals politisch zu bearbeitender Problemlagen&#8221;</em> (S.83). Diese Anpassung an gegebene gesellschaftliche Verhältnisse als Zentrum neoliberaler Politik im Bildungsbereich wird zudem nicht mehr über eine Unterdrückung von Subjektivität erreicht, statt Zwang steht, wie sich im Anschluss an die Gouvernementalitäts-Studien reformulieren lässt, ein &#8220;Regieren über Verantwortungszuschreibung und Aktivierung des Engagements&#8221;.</p>
<p>Die Unterwerfung des Bildungswesen unter rationalistische Kalküle eröffnet aber auch Widerspruchspotentiale.</p>
<ul>
<li>May sieht es als eine zentrale Erkenntnis bisheriger Erfahrungen mit Bildungsindikatoren, Hochschulrankings und Evaluationsstudien an, dass eben Bildung nicht messbar ist.<em> &#8220;Daraus lässt sich eine Widerstandslinie aufbauen gegen den Versuch, (&#8230;) den Bedarf an Personal und Ausstattung output-orientiert zu bestimmen&#8221; </em>(S.89)</li>
<li>Auch im Hinblick auf die Forderung nach Abschaffung bürokratischer Hemmnisse eröffnen sich Chancen, um diese im Sinne der Forderungen kritischer Bildungstheorie zu wenden. Denn wenn <em>&#8220;der Aufenthalt an (Hoch-)Schulen nicht mehr mit (angestrebten) Zertifikaten legitimiert werden mpsste, stellte sich die Frage, wie stark Prüfungen und Zeugnisse von den Sich-Bildenen überhaupt noch &#8220;nachgefragt&#8221; würden, und welche Chance das nicht auch für andere Bildungsgehalte und -formen eröffnete</em>&#8221; (ebd.).</li>
<li>Auch lässt sich die Forderung kritischer Bildung nach Durchlässigkeit der Bildungseinrichtungen, mit dem Ziel Selektivität zu vergeringern, aufgreifen. Diese ist auch im Interesse derjenigen, die das sog. Humankapital effektiver ausschöpfen wollen, trotz der Bedrohung eigener herrschaftlicher Privilegien.</li>
</ul>
<p>Zusammenfassend geht es May darum, die Prozesse der Reorganisation der Bildung samt ihrer zentralen Konzeptionen nicht nur kritisch zu verfolgen, sondern an sich hieran offenbarenden Widerspruchspotentialen anzuknüpfen, Handlungsperspektiven zu entwicklen und zentralen Forderungen einer kritischen Bildung Geltung zu verschaffen, ohne der Illusion zu unterliegen, dass durch die Bildungsarbeit allein die Gesellschaft verändern könne. Sie kann aber sehr wohl einen Beitrag liefern, Bildung wie eingangs beschrieben als Einheit allgemeiner und individueller Geschichte zu fassen und somit das widersprüchliche Konstituionsverhältnis von Gemachten und Machbaren aufzuzeigen.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[[review]&gt;&gt;Christina Kaindl: Dabei sein, frei sein: Subjekte im High-Tech-Kapitalismus]]></title>
<link>http://mekin.wordpress.com/2009/04/02/reviewchristina-kaindl-dabei-sein-frei-sein-subjekte-im-high-tech-kapitalismus/</link>
<pubDate>Thu, 02 Apr 2009 12:40:25 +0000</pubDate>
<dc:creator>mekin</dc:creator>
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<description><![CDATA[Christina Kaindl (2007): Frei sein, dabei sein: Subjekte im High-Tech-Kapitalismus. In: dies (Hg.), ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-123" title="subjekte_im_neoliberalismus" src="http://mekin.wordpress.com/files/2009/04/subjekte_im_neoliberalismus.jpg?w=105" alt="subjekte_im_neoliberalismus" width="140" height="184" /><strong>Christina Kaindl (2007): Frei sein, dabei sein: Subjekte im High-Tech-Kapitalismus. In: dies (Hg.), Subjekte im Neoliberalismus, Forum Wissenschaft Studien, BdWi-Verlag, S.141-161. (<a href="http://www.bdwi.de/verlag/gesamtkatalog/763521.html" target="_blank">Verlagsinformationen</a>)</strong></p>
<p>Die sich unter neoliberalen Vorzeichen verändernden gesellschaftlichen Verhältnisse greifen in besonderer Weise auf die Subjekte zu. In Anbetracht einer ambivalenten Gleichzeitigkeit des Versprechens von Freiheit und Selbstbestimmung und der Zurichtung der Individuen nach Verwertungskriterien, stellt sich die Frage, wie Subjektivität im Neoliberalismus theoretisch gefasst werden kann. Christina Kaindl geht es in ihrer Auseinandersetzung mit Theoretisierungen der neuen Subjektanforderungen und aktual-empirischer Untersuchen, die Individuen nicht als Objekte gesellschaftlicher Anforderungen zu begreifen, sondern die Vermittlung von gesellschaftlicher Bestimmtheit und subjektiver Bestimmung mit Bezug auf die kritisch-psychologischen Vermittlungskategorie Handlungsfähigkeit herauszuarbeiten. Hierdurch verdeutlicht sich wie gesellschaftliche Bedeutungsstrukturen Relevanz für die Individuen gewinnen, d.h. warum neoliberale Diskurse handlungswirksam für die Individuen werden, wo aber auch Brüche, Widersprüche und Widerstände deutlich werden, die Ansatzpunkt für eine Entwicklung alternativer Denk- und Handlungsmöglichkeiten sein können, um Personalisierungen und unhinterfragte Übernahme gesellschaftlicher Zumutungen zurückzuweisen.</p>
<p><!--more--></p>
<p>Theoretische Annährungen an die veränderten Anforderungen an die Subjekte im Zuge der sich verändernden gesellschaftlichen Verhältnisse werden vorallem durch die Gouvernementalitätsstudien im Anschluss an die Arbeiten <em>Michel Foucaults</em> untersucht. Foucault geht es zwar darum: <em>&#8220;den Menschen zu zeigen, dass sie weit freier sind, als sie meinen; dass sie Dinge als wahr und evident akzeptieren, die zu einem bestimmten Zeitpunkt der Geschichte hervorgebracht worden sind&#8221;</em> (Foucault zit. nach Kaindl, 143), der Zusammenhang der von Foucault untersuchten ökonomischen, sozialen, kulturellen und technischen Prozessen und den Möglichkeiten der Subjekte sich zu gesellschaftlichen Bedingungen zu verhalten, bleibt aber weitgehend unberücksichtigt. Foucault geht zwar nicht soweit, die Menschen als von den Strukturen determiniert zu erachten, aber die Möglichkeitsbeziehung zwischen gesellschaftlichen Anforderungen und subjektiven Handlungsgründen in ihrer historischen-konkreten Form, wird von ihm als &#8220;Subjektkonstitution&#8221; gedacht und ins Subjekt hineinverlagert. Die Perspektive der Veränderung von gesellschaftlichen Strukturen im Spannungsfeld von objektiver Bestimmtheit und subjektiver Bestimmung ist so schwer zu denken.</p>
<p><em>Luis Althusser</em> hingegen versucht, die historische Veränderbarkeit von Ideologien und somit politische Handlungsmöglichkeiten herauszuarbeiten. Im Anschluss an Subjektivierungsvorstellung von Jaques Lacan, beschreibt er die Konstituierung von Subjektivität als Anrufungspraxen, dergemäß nicht nur ideologische Staatsapparate, sondern auch Organisationen der Arbeiterklasse zu Instanzen werden, die die Individuen als Subjekte anrufen. Unklar bleibt jedoch, wie eine Organisationierung, die sich den hegemonialen Diskursen entzieht und entgegensetzt, überhaupt beginnen kann. Problematisch erscheint hier vorallem der Bezug auf psychoanalytische Konzeptionen, nach denen Individuen als ungesellschaftliche und Gesellschaften, als notwendigerweise unterdrückende, entgegengesetzt werden und somit eine Entfremdung der Subjekte als schon immer existierend und notwendig, wenn nicht notwendigerweise naturalistisch, aber zumindest kulturell tradiert angenommen wird. Die damit einhergehende Ontologisierung von Untersdrückungserfahrungen <em>&#8220;verstellt damit eine mögliche subjektwissenschaftliche Perspektive, die fragen könnte, in welcher Weise welche konkreten Erfahrungen dazu führen, dass eine Überschreitung der Grenzen der herrschaftlich nahe gelegten Handlungsoptionen mir unerreichbar, uninteressant, schlicht unfunktional erscheinen&#8221;</em> (S.146).</p>
<p>Demgegenüber lässt sich durch die <em>kritisch-psychologische</em> Konzeption von Handlungsfähigkeit, mit den Begriffspolen restriktive und verallgemeinerte Handlungsfähigkeit analytisch aufschlüsseln unter welchen Prämissen die Individuen herrschaftliche Anforderungen realisieren. Kaindl versteht die Kategorie der Handlungsfähigkeit, in der die Vermittlung von Struktur und Handlung denkbar wird, als Gegenkonzept zu Vorstellungen, die die Unterordnung der Subjekt in deren &#8220;Natur&#8221; verlagern. Die Gouvernementalitätsansätze vermögen es durchaus die Verkopplung und wechselseitige Konstitution von Machttechniken, Wissensformen und Subjektivierungsprozessen zu fassen, die Frage warum sich etwa neoliberale Denkweisen gesellschaftlich hegemonial werden, kann aber schwer bearbeitet werden. Auch wenn in den Gouvernementalitätsstudien Subjekte im allgmeinen nicht zu Wort kommen, sind sie dennoch als Bedeutungsanalysen für die den Subjekten &#8220;zugewandte Seite&#8221; der strukturierten Welt und die in ihr eingelassenen Handlungsmöglichkeiten und -beschränkungen interessant. Um jedoch zu klären warum die Subjekte sich im Rahmen restriktiver Handlungsfähigkeit in Absehung verallgemeinerter Interessen mit gesellschaftlichen Zurichtungen arrangieren, also neoliberale Anforderungen an die Individuen als Prämissen in deren Handlungsbegründungen eingehen, bedarf es der Reinterpretation von Gouvernementalitätsstudien im Hinblick auf darin enthaltende Prämisse-Gründe-Zusammenhänge, wie Kaindl an einigen aktual-empirischen Studien aufzeigt:</p>
<ul>
<li>In den <em>SIREN-Untersuchungen</em> zu Veränderungen der Anforderungen in der Arbeit und rechtspopulistischen Denkweisen (hierzu Hentges u.a., The Abandoned Worker &#8211; Socio-economic Change and the Attraction of Right-wing Populism. European Synthesis Report on Qualitative Findings, Wien 2003) lässt sich erklären wie neoliberale Subjektanforderungen ihre hegemoniale Bindungskraft entfalten. Im Zuge der Reorganisation der Arbeitsorganisation von Unternehmen, etwa der Durchsetzung der just-in-time-Produktion, werden für die Beschäftigten fremdgesetzte Anforderungen, bspw. die Prekarisierung von Arbeitsverhältnissen durch den Bedarf nach flexibler Arbeitskraft, mit Beschäftigteninteressen, vorallem der Rücknahme extremer tayloristischer Arbeitsteilung und Befreiung aus Monotonie und Fremdbestimmung, verknüpft. Die sich aus der Restruktierung der Unternehmen ergebenen Zumutungen für die Beschäftigten, die sich in Unsicherheit, Stress und Entwertung von Qualifikationen ausdrücken, gewinnen so eine subjektive Relevanz, die es ermöglicht diese Anforderungen im eigenen Interesse zu übernehmen.</li>
<li>In Luc Boltanskis und Eve Chiapellos Untersuchungen zum &#8220;neuen Geist des Kapitalismus&#8221; wird Peter Hartz&#8217; &#8220;Job Revolution&#8221; (2001) im Sinne der Gouvernementalitätsstudien untersucht. Auch wenn in der Studie nichts darüber ausgesagt ist, wie &#8220;Zumutbarkeit&#8221;, &#8220;Eigenverantwortung&#8221; und &#8220;Aktvierung&#8221; als zentrale Konzepte der sog. &#8220;Hartz-Kommission&#8221; als Leitbild auch sozialstaatlicher Diskurse hegemonial werden konnten, sind die angesprochenen Dimensionen für Bedingungs-Bedeutungsanalysen interessant. Der Versuch die neuen Subjektanforderungen, die mit technischen Neuerungen der Produktion einhergehen, zu gesellschaftlichen Leitbildern zu verallgemeinern, verläuft nicht in einem Automatismus, sondern ist auf Vermittler in politischer und Zivilgesellschaft angewiesen, was als Verweis auf die Notwendigkeit einer Reinterpretation der nahegelegten Bedeutungen als Denk- und Handlungsmöglichkeiten, zu denen sich Individuen verhalten könnne, zu lesen ist.</li>
<li>Auch in <em>Barbara Ehrensreich</em> Studien zu Qualifizierung und Selfmanagement (hierzu, dies., Qualifiziert und arbeitslos, München 2006), in der eine scheinbar widerstandslose Durchsetzung der Individualisierungs- und Employability-Ideologien in Trainingskursen geschildert werden, lassen sich Möglichkeitsbeziehungen sichtbar machen. Dass entsprechende Denkweisen, etwa Misserfolg als Mangel an Erfolgsausstrahlung zu verstehen, eben trainiert werden müssen und es einiger &#8220;Demütigungen&#8221; und &#8220;psychologischer Spielchen&#8221; bedarf, bis die TeilnehmerInnen die präsentierten Anforderungen als Prämissen ihres Denkens und Handelns übernehmen, verweist auf potentielle Widerstände. <em>&#8220;Die Wahrnehmung einer &#8220;bruchlosen&#8221; Durchsetzung individualistischer Denkweisen wird so reformulierbar als Frage an Hegemonieverhältnisse innerhalb der Bedeutungsstrukturen und Denkangebote (&#8230;)&#8221;</em> (155).</li>
<li>Im Rahmen der<em> Studie &#8220;Gesellschaft mit beschränkter Haftung&#8221;</em> (Schultheis/Schulz, Konstanz 2005) zur Prekarisierung von Arbeitsbedingungen von Kulturarbeiter_innen lassen sich neue Emotionalitätsdispositive aufzeigen. Galten für den Fordismus noch Anforderungen die Emotionalität zu verinnerlichen und dadurch den erkenntnisleitenden Charakter von Emotionalität für konkrete Handlungen zu suspendieren, werden in neoliberalen Mobilisierungsdiskursen Gefühle profanisiert und als jederzeit einsetzbar proklamiert. <em>&#8220;Sie werden (auch hier) nicht als Bewertung der Situation gedacht, sondern müssen unabhängig davon zum Handeln unter fremd gesetzten Zielen befähigen, sind Teil von Selbstinstrumentalisierungen, die die geforderten Handlungen &#8211; aktiv, kreativ, demütigend &#8211; berreitstellen können&#8221;</em> (157). In diesem Zusammenhang gehe es im Neoliberalismus auch weniger darum, herrschende Verhaltensweisen &#8220;zu oktroyieren&#8221;, <em>&#8220;als vielmehr die Subjekte zu mobilisieren, sich die von anderen definierten Probleme selbstständig zu eigen zu machen bzw. selbst aus den sachlichen Gegebenheiten abzuleiten (&#8230;)&#8221;</em> (ebd.).</li>
</ul>
<p>Zusammenfassend lässt sich nach Kaindl festhalten, dass die Wirkmächtigkeit neoliberale Konzepte und Zumutungen an Wünsche und Interessen nach Befreiung und Bevormundung anknüpft und so ermöglicht, dass sich Menschen aus Erfahrungen restriktiver fordistischer Verhältnisse am Projekt Neoliberalismus im eigenen Interesse beteiligen. Nur wird die Realisierung eigener Wünsche an den Markt deligiert und Selbstverwirklichung nimmt unter der Verwertungsbedingungen einen Zwangscharakter an, ist wenn überhaupt nur in den eng gesetzten Rahmen der Marktförmigkeit möglich. Um die Übernahme gesellschaftlicher Zumutungen und Personalisierungen zurückzuweisen, müssen gesellschaftliche Repräsentationen von Kritik, Utopie und Veränderungsmöglichkeiten überhaupt wahrnehmbar sein, um potentiell als Prämissen in Handlungsbegründungen einzugehen. Diese sind aber nur thematisierbar wenn Anforderungen an Subjekte im High-Tech-Kapitalismus theoretisch so begriffen werden, dass die Widersprüchlichkeit von restrikitven und verallgemeinerten Handlungsmöglichkeiten sichtbar und denkbar gemacht wird.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[[review]&gt;&gt;Cora Herrmann: Neoliberale Sicherheiten, neoliberale Qualitäten. Die Neuausrichtung der Sozialen Arbeit]]></title>
<link>http://mekin.wordpress.com/2009/03/27/reviewcora-herrmann-neoliberale-sicherheiten-neoliberale-qualitaten-die-neuausrichtung-der-sozialen-arbeit/</link>
<pubDate>Fri, 27 Mar 2009 12:35:07 +0000</pubDate>
<dc:creator>mekin</dc:creator>
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<description><![CDATA[Cora Herrmann (2006): Neoliberale Sicherheiten, neoliberale Qualitäten. Die Neuausrichtung der Sozia]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-110" title="Fantomas - magazin für linke debatte und kritik" src="http://mekin.wordpress.com/files/2009/03/fant009.jpg?w=106" alt="Fantomas - magazin für linke debatte und kritik" width="140" height="184" /><strong>Cora Herrmann (2006): Neoliberale Sicherheiten, neoliberale Qualitäten. Die Neuausrichtung der Sozialen Arbeit. In: Fantômas, magazin für linke debatte und praxis, Heft 9, S.20-22.</strong></p>
<p>Die Durchsetzung neoliberaler Steuerungsstrategien setzen sich gesamtgesellschaftlich immer weiter durch. Dass hiervon auch die Soziale Arbeit nicht unbetroffen bleibt, diskutiert <a href="http://cms.uni-kassel.de/unicms/index.php?id=9102" target="_blank">Cora Herrmann</a> in einem Beitrag für das mittlerweile eingestellte &#8220;Magazin für linke Debatte und Praxis&#8221; <a href="http://www.akweb.de/fantomas/" target="_blank">Fantômas</a> (Heft 9). Die &#8220;Ökonomisierung des Sozialen&#8221; führt in der Qualitätsdebatte zu einer Verschiebung der Aufmerksamkeit von &#8220;fachlichen Standards&#8221; hin zu Effektivität und Effizienz. Diese Entwicklungen gilt es nach Herrmann zu problematisieren.</p>
<p><!--more--></p>
<p>Als Antwort auf die vermeitliche Krise der öffentlichen Verwaltung werden in zunehmenden Maße Kosten-Nutzen-Rechnungen und Marktkriterien auch auf Entscheidungsprozesse im Bereich der Sozialen Arbeit ausgedehnt. Das Soziale und das Ökonomische fallen ineinander. Die Soziale Arbeit steht mittlerweile vor der Herausforderung, sowohl die Wirksamkeit, als auch ihre Wirtschaftlichkeit nachzuweisen. Paradigmatisch lassen sich hier die &#8220;Neuen Steuerungsmodelle&#8221; öffentlicher Verwaltungen (NSM) heranführen. Zentrale Elemente wie &#8220;Marktorientierung&#8221;, &#8220;Ergebnissteuerung&#8221; oder &#8220;Kosten-Leistungs-Transparenz&#8221; führen notwendigerweise zu einer &#8220;output-orientierten&#8221; Steuerung von Leistungen. Damit verändert sich auch die Konzeption von Qualität: <em>&#8220;Bis zu den 1990er Jahren galt als Maßstab für Qualität die Orientierung an fachlichen Handlungsprinzipien, an Erkenntnissen aus den Bezugswissenschaften Psychologie und Pädagogik sowie an den Bedürfnissen der NutzerInnen&#8221;</em> (S.21). Hiernach wurden auch strukturelle Rahmenbedingungen (bspw. die finanzielle Ausstattung) beurteilt. Nunmehr bestimmt sich Qualität an Leistungsvergleichen unter ökonomischen Vorzeichen mit anderen Organisationen, sowie aus Bilanzen von Kosten-Nutzen-Relationen. Effektivität und Effizienz werden zunehmenden quantitativ bestimmt: <em>&#8220;Soziale Einrichtungen werden zu Dienstleistungsunternehmen, deren Aufgabe im Liefern von Leistungen und Produkten an ihre doppelte Kundschaft &#8211; GeldgeberInnen und NutzerInnen &#8211; besteht&#8221;</em> (ebd.).</p>
<p>In diesem Zusammenhang ändern sich auch Anforderungen an Arbeitnehmer_innen und Adressat_innen: Im Zuge der Überantwortung finanzieller Verantwortung von der öffentlicher Verwaltung auf die Täger der Sozialen Arbeit und der forcierten Konkurrenz entwickelt sich ein tarifpolitisches Gefälle zwischen öffentlichen und freien Trägern, sowie privatwirtschaftlichen Anbietern. Bspw. über die Einstellung von Ein-Euro-Jobber_innen wird der Niedriglohnsektor ausgeweitet und eine Polarisierung von &#8220;professionellen&#8221; und &#8220;einfachen&#8221; Tätigkeiten betrieben, mit unangenehmen Folgen für die Arbeitsbedingungen aller Beschäftigten.</p>
<p>Aber auch die Nutzer_innen sind von den Entwicklungen nicht unbetroffen. Sie werden zunehmend als Kund_innen verstanden, die Probleme (vormals als soziale Probleme gefasst) nun inviduell managen müssen und hierfür Angebote sozialer Arbeit nutzen können. Herrmann zeigt in Bezug auf die Wiedereinführung der &#8220;Geschlossen Unterbringung&#8221; (GU) in Hamburg (2002), dass soziale Risiken in die Bürger_innen hineinverlagert werden, die im günstigsten Fall &#8220;eigene&#8221; Risiken kompetent managen, <em>&#8220;im ungünstigeren Fall aber zu &#8220;Gefahren&#8221; werden, die &#8220;abgewehrt&#8221; werden müssen&#8221;</em> (S.22).</p>
<p>Herrmanns Diskussion um die neoliberale Neuausrichtung der Sozialen Arbeit schließt hiermit jeodch ab. Interessant in diesem Zusammenhang wäre es nach Handlungsmöglichkeiten im Interesse einer an Bedürfnissen ihrer Nutzer_innen und fachlichen Handlungsprinzipien ausgerichteten Sozialen Arbeit zu fragen. Denn neoliberale Umstrukturierungen sind nichts, wozu sich Theoretiker_innen und Praktiker_innen der Sozialen Arbeit nicht verhalten könnten.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[[review]&gt;&gt;Catharina Schmalstieg: Prekäre Beschäftigung und personale Handlungsfähigkeit. Gewerkschaften als Handlungsplattform?]]></title>
<link>http://mekin.wordpress.com/2009/03/19/reviewcatharina-schmalstieg-prekare-beschaftigung-und-personale-handlungsfahigkeit-gewerkschaften-als-handlungsplattform/</link>
<pubDate>Thu, 19 Mar 2009 22:27:25 +0000</pubDate>
<dc:creator>mekin</dc:creator>
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<description><![CDATA[Catharina Schmalstieg (2008): Prekäre Beschäftigung und personale Handlungsfähigkeit. Gewerkschaften]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-76" title="Abstrakt negiert ist halb kapiert - Beiträge zur marxistischen Subjektwissenschaft" src="http://mekin.wordpress.com/files/2009/03/pic_abstrakt_negiert.jpg?w=105" alt="Abstrakt negiert ist halb kapiert - Beiträge zur marxistischen Subjektwissenschaft" width="140" height="184" /><strong>Catharina Schmalstieg (2008): Prekäre Beschäftigung und personale Handlungsfähigkeit. Gewerkschaften als Handlungsplattform? In: Lorenz Huck, Christina Kaindl, Vanessa Lux, Thomas Pappritz, Katrin Reimer, Michael Zander (Hg.): &#8220;Abstrakt negiert ist halb kapiert&#8221;. Beiträge zur marxistischen Subjektwissenschaft. Morus Markard zum 60. Geburtstag, S.131-151. ISBN 978-3-939864-05-9</strong></p>
<p>Die Individualisierung und Prekarisierung von Lebens- und Beschäftigungsverhältnissen ermöglicht zwar einerseits die Befreiung aus kollektivistischen Zwängen, gleichzeitig gehen aber auch gemeinschaftliche Erfahrungsräume verloren. Geteilte Lebenslagen und Interessenskonstellationen werden weniger wahrnehmbar, kolletive Veränderungsprozesse für die einzelnen Individuen unfunktional<strong>. </strong>Catharina Schmalstieg diskutiert in ihrem Beitrag für die <a title="Abstrakt negiert ist halb kapiert" href="http://www.bdwi.de/verlag/gesamtkatalog/1438685.html">Festschrift &#8220;Abstrakt negiert ist halb kapiert&#8221; zu Morus Markards 60. Geburtstag</a> inwieweit Denk- und Handlungsangebote für prekär Beschäftigte bestehen, die über bestehende Beschränkungen hinausweisen und die Deutung der Bedingungen eigener Lebensweisen als schicksalshaft zurückweisen. Sie sieht gewerkschaftliche Organisation als Möglichkeit personale Handlungsfähigkeit zu erweitern, d.h. die Verfügung über Arbeits- und Lebensverhältnisse durch Beteiligung an Gewerkschaftsaktivitäten zu erhöhen. Mit Bezug auf die Organisation von Arbeiter_innen des Sicherheitsgewerbes in der San Francisco Bay Area, California zeigt sie unter welchen Bedingungen Gewerkschaften als Handlungsplattformen und &#8220;kooperative Integration&#8221; ermöglichen können.</p>
<p><!--more--></p>
<p>Angesichts sich zunehmend prekarisierender Beschäftigungsverhältnisse und die sich hierdurch reproduzierenden Ausgrenzungsbewegungen entlang den Kategorien class, race und gender schätzt unter anderen Pierre Bourdieu (Das Elend der Welt, 1997) Möglichkeiten kollektiver Handlungsfähigkeit pessistisch ein, da Vorwegnahmen von Zukunft stark eingeschränkt sind. Inwiefern kollektive Handlungsfähigkeit für die Individuen möglich erscheinen, hängt davon ab, wie lage- und positionsspezifische Bedingungskonstellationen konkret beschaffen sind. Aus Sicht der <a title="Kritische Psychologie" href="http://kritische-psychologie.de">Kritischen Psychologie</a> ist <a title="kritisch-psychologisches Konzept der Handlungsfähigkeit (Holzkamp)" href="http://kritische-psychologie.de/texte/kh1984a.html">Handlungsfähigkeit</a> kategorial vorausgesetzt, Handeln selbst stellt die Realisierung von Handlungsmöglichkeiten dar und ist sowohl als Handeln im Bestehenden und Handeln in Überwindung einschränkender Verhältnisse denkbar. Zu klären ist inwieweit im &#8220;subjektiven Möglichkeitsraum&#8221; Handlungsalternativen erfahrbar sind, die im Zusammenschluss &#8220;in unmittelbarer Kooperation&#8221; (Holzkamp) eine Verbesserung der &#8220;je eigenen&#8221; Situation ermöglichen könnten. Festzuhalten ist nach Schmalstieg, dass <em>&#8220;Handlungziele, die in einem wie auch immer gearteten überindividuellen Zusammenschluss formuliert und verfolgt werden, [es] ermöglichen, sich von »Denkverboten,« die die Aufrechterhaltung des restriktiven Modus ermöglichen, zu entfernen und die formulierten Interessen und Handlungsziele [des Zusammenschlusses] »motiviert« zu übernehmen, d.h. als eigene Interessen zu verfolgen</em>&#8221; (S.136). In Bezug auf Arbeiter_innen im Sicherheitgewerbe in den USA sind Perpektiven &#8220;organisierter kooperativer Integration&#8221; durch konkrete Lebens- und Arbeitsbedingungen der Beschäftigten schwierig, aber keineswegs undenkbar. Die bei Sicherheitsfirmen Beschäftigen arbeiten meist vereinzelt und unter geringer Entlohnung. Arbeitsrechte werden zudem unterminiert, Lohnzahlungen erfolgen meist unregelmäßig und unbezahlte Tätigkeiten sind an der Tagesordnung. <em>&#8220;Arbeitsbezogene kooperative Bezüge&#8221;</em>, so hält Schmalstieg fest: <em>&#8220;sind so gut wie nicht vorhanden, so dass es schwierig ist, vorhandene Frustation in kollektives Handeln zu überführen&#8221;</em> (S.139).</p>
<p>Gewerkschaften können in Verhältnissen, in denen die gesellschaftliche Lage und Position der prekär Beschäftigten als grundsätzlich verschieden von einander gesehen werden, dazu beitragen, dass &#8220;Denkangebote zur Deutung gesellschaftlicher Verhältnisse&#8221; gemacht werden, die Gruppengrenzen und gesellschaftliche Trennungen als nicht unveränderlich erfahrbar machen. Hierfür spielt die Möglichkeit der Partizipation an Arbeitskämpfen und Gewerkschaftsarbeit eine entscheidenen Rolle, denn damit entsprechende Denkangebote als subjektiv bedeutsam angesehen werden, muss die Gewerkschaftsarbeit so organisiert sein, dass sie es den Beteiligten ermöglicht eigene und nicht fremdgesetzte Ziele zu verfolgen. Gewerkschaften kann es daher nicht nur darum gehen, im Sinne des &#8220;external organizing&#8221; bereits Aktive Mitglieder für die Gremienarbeit zu gewinnen, sondern auch Nicht-Mitglieder in konkrete Kämpfe mit einzubeziehen (internal organizing). Über Gespräche über Arbeitsbedingungen, Angebote zur Beteiligung an niedrigschwelligen Aktionen und andere Formen können kollektive Handlungsstrategien entwickelt und Interessengemeinsamkeiten aufgezeigt werden, die wiederum Grundlage für weitergehende Schritte sind.</p>
<p>Dass dies nicht nur eine abstrakte Gedankenspielerei ist, sondern hierüber kollektives Handeln zur Veränderung von spezifischen Situationen befördert werden kann, verdeutlicht Schmalstieg an Untersuchungen der <a href="http://seiu247.localsonline.org">&#8220;Stand-For-Security-Kampagne&#8221;</a> der Gewerkschaft <a href="http://www.seiu.org/index.php">SEIU</a> (Service Employee International Union) im Jahr 2007, die an dieser Stelle nicht im Einzelnen diskutiert werden sollen. Zusammenfassen lässt sich jedoch, dass zahlreiche bisher nicht in Arbeitskämpfen beteiligte Beschäftigte im Sicherheitgewerbe an kollektiven Handlungsformen teilnahmen, Ängste und Frustationen in gemeinsame Interessensvertretung überführt werden konnten und es den Einzelnen möglich wurde, in Überschreitung ihrer Vereinzelung Verbesserungen ihrer Arbeitsbedingungen (höhere Löhne, &#8220;Family Health Care Plans&#8221; u.a.) zu erreichen. <em>&#8220;Die bisherige Anaylse lässt den Schluss zu, dass Gewerkschaften als Handlungsplatform fungieren und eine »kooperative Integration« ermöglichen können, indem sie prekär Beschäftigten 1. Denk- und Handlungsalternativen bieten, die Aussicht auf eine Verbesserung der Arbeitsverhältnisse ermöglichen, und 2. über damit verbundene kollektive Prozesse individuelle Bedrohtheit minimieren&#8221;</em> (S.148). Für prekär Beschäftigte bestehen daher tatsächlich Denk- und Handlungsangebote, in denen eine Erweiterung ihrer Handlungsmöglichkeiten bspw. durch eine Beteiligung an Arbeitskämpfen und kollektiven Aktionen der Gewerkschaft antizipiert werden können. Die Funktionalität von Deutungen gesellschaftlicher und lebensweltlicher Bedingungen als schicksalshaft kann so zu Gunsten einer Veränderung einschränkender Verhältnisse zurücktreten.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wir Individualisten]]></title>
<link>http://stadtbote.wordpress.com/2009/03/15/3067/</link>
<pubDate>Sun, 15 Mar 2009 14:39:23 +0000</pubDate>
<dc:creator>STADTBOTE</dc:creator>
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<description><![CDATA[In der Diskussion über Amokläufe und ihre Ursachen sind die Autoren von weissgarnix.de in einen klei]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3313" title="bowling" src="http://stadtbote.wordpress.com/files/2009/03/bowling.jpg?w=94" alt="bowling" width="94" height="96" />In der Diskussion über Amokläufe und ihre Ursachen sind die Autoren von <a href="http://www.weissgarnix.de/">weissgarnix.de</a> in einen kleinen gesellschaftstheoretischen Disput geraten, der über die traurigen Ereignisse von Winnenden weit hinausreicht.<!--more--></p>
<p>&#8220;Er ist in unserer Welt zum Mörder geworden&#8221;, überschreibt zunächst <a href="http://www.weissgarnix.de/?p=1759" target="_blank">Frank Lübberding</a> seinen Beitrag (gemeint ist Tim K.) und <a href="http://www.weissgarnix.de/?p=1759&#38;cpage=4#comment-22367" target="_blank">übt im weiteren Diskussionsverlauf </a> &#8221;Kritik an einer Gesellschaft, die soziale Kontexte zusehends nur noch als Markt zu denken weiss.&#8221;</p>
<p>&#8220;Und das genau sehe ich eben nicht so&#8221;, antwortet  <a href="http://www.weissgarnix.de/?p=1759&#38;cpage=4#comment-22370" target="_blank">Thomas Strobl</a>. Und fährt mit einem generellen Blick auf Amokläufe fort: &#8220;Die Amokläufer begriffen sich nicht als Teil eines ´Marktes´, hatten darob Existenzängste oder was auch immer. Bin Laden hat keine Existenzängste, die Jungs, die die WTC-Flieger steuerten, dachten dabei garantiert nicht an den Markt. Sondern sie dachten fast ausschliesslich an sich, an sich selbst und ihre Tat.&#8221;  </p>
<p>Das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Stirner" target="_blank">Stirnersche</a> Mir-geht-nichts-über-mich begünstige den Trend zum Amoklauf, darin sind Lübberding und Strobl noch einig. Einfacher Suizid sei in unseren Zeiten oft keine Option mehr, da man doch seinen Frust in einem Finale furioso ventilieren und ein medienwirksames  “Statement” setzen könne. Die entscheidende Frage, sagt Strobl, laute aber:</p>
<p style="padding-left:30px;">&#8220;Beförderte der Kapitalismus den Abbau von kollektivistischen Traditionen, Normen, Werten? Oder richtete sich eine immer stärker auf Individualität ausgerichtete Zivilgesellschaft den Kapitalismus so her, wie sie ihn gerne haben wollte?&#8221;</p>
<p><span class="GEOFliesstext"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">Thomas Strobl tendiert zu Letzterem und hat zumindest insoweit Recht, als viele von uns in der reinen Opferrolle unglaubwürdig wirken. Wir klagen über entfesselte Märkte, machen uns aber nicht klar, welchen aktiven Part wir, die massenhaft agierenden Individuen, bei der &#8220;Ökonomisierung&#8221; der Lebensverhältnisse spielen – z.B. wenn wir unsere paar Kröten wegen eines marginalen Renditeaufschlags zu einer isländischen Bank transferieren. Wenn´s schiefgeht, nötigen wir Peer Steinbrück mit medialer Unterstützung, uns mit 300 Millionen Euro Steuergeld ´rauszuhauen und beschimpfen gleichwohl am Stammtisch den Staat wegen seiner elenden Schuldenmacherei. Wir sind Materialisten, die über den Terror der Ökonomie jammern. </span></span></p>
<p><span class="GEOFliesstext"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;"><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;"><span style="font-size:10pt;line-height:150%;">Wer seine Individualität nicht mit den richtigen Mode-Labels kosten- und prestigeträchtig zu inszenieren versucht, läuft Gefahr, von scheinbar kritischen Meinungsmachern wie Cordt Schnibben als &#8221;Kleinbürger wie aus dem Otto-Katalog&#8221; bezeichnet zu werden – erst recht dann, wenn er, wie (der in diesem Fall gemeinte) <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Udo_Di_Fabio" target="_blank">Udo di Fabio</a> ein Wertkonservativer ist. Kleidung vom Otto-Versand – nebenbei gesagt: ein sozial und ökologisch vergleichsweise sorgsam agierendes Unternehmen – das wäre offenbar die größte anzunehmende Schmach für uns Individualisten. In seinem Spiegel-Essay <a href="http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=47209111&#38;top=SPIEGEL" target="_blank">„Der seufzende Kleinbürger“</a> begrüßt Schnibben, dass am &#8220;Markt der Lebensentwürfe&#8221; unsere Optionen zugenommen haben und wir das Versandhaus gegen die Boutique tauschen können:</span></span></span></span></p>
<p style="padding-left:30px;"><span class="GEOFliesstext"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;"><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;"><span style="font-size:10pt;line-height:150%;"> </span></span></span></span><span class="GEOFliesstext"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;"><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;"><span style="font-size:10pt;line-height:150%;">„Der Verzicht auf Kinder ermöglicht dem Kleinbürger, bürgerlich wohnen und bürgerlich konsumieren zu können. Dagegen ist nichts zu sagen: Er folgt der wirtschaftlichen Vernunft, er verhält sich am Markt der Lebensentwürfe logisch, ganz im Sinne von Adam Smith, ganz rational.“ </span></span></span></span></p>
<p><span class="GEOFliesstext"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;"><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;"><span style="font-size:10pt;line-height:150%;">Nun gab es zu Zeiten von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Adam_Smith" target="_blank">Adam Smith</a> keine umlagefinanzierte Renten- und Pflegeversicherung, die Anreize zur Kinderlosigkeit geben und nach Art eines Kettenbriefsystems in Probleme geraten konnte. Das ficht Cordt Schnibben aber deshalb nicht an, weil er den modernen Sozialstaat seinem schnieken Lebensentwürfe-Markt gedanklich bereits einverleibt hat, so dass der <em>citoyen</em> verschwunden ist und dem <em>bourgeois</em> das Feld allein überlässt. Ist es manchmal gerade der sich &#8220;progressiv&#8221; gebende Kapitalismuskritiker, der sich soziale Kontexte nur noch als Markt denkt? </span></span></span></span></p>
<p><span class="GEOFliesstext"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;"><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;"><span style="font-size:10pt;line-height:150%;">Da lobt man sich denn doch die analytische Potenz <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_Beck" target="_blank">Ulrich Beck</a>s, des Doyen der deutschsprachigen Individualisierungstheoretiker. Er muss sich zwar oft des Vorwurfs erwehren, er sei für einen Wissenschaftler zu feuilletonistisch, aber im Vergleich zum Spiegel-Redakteur argumentiert er klar. Schon Mitte der 90er Jahre beschreibt er die sozialstaatlich abgesicherte Individualisierung, die den Einzelnen ins Zentrum rücke und &#8220;traditionale Lebens- und Verkehrsformen&#8221; misslohne. Und, noch deutlicher: &#8220;Der Sozialstaat ist – vielleicht wider Willen – eine Versuchsanordnung zur Konditionierung ich-bezogener Lebensweisen.&#8221;</span></span></span></span></p>
<p><span class="GEOFliesstext"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;"><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;"><span style="font-size:10pt;line-height:150%;">Dafür gibt es in der Tat Indizien; ebenso allerdings auch für <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_R%C3%B6pke" target="_blank">Wilhelm Röpkes</a> These, dass der Markt ein &#8220;Moralzehrer&#8221; sei. Die übersteigerten, manchmal ins Pathologische tendierenden Formen des Individualismus sind jedenfalls in modernen westlichen Gesellschaften durch ein Zusammenwirken von Markt und Staat entstanden. Darin ähneln sie übrigens der Finanzmarktkrise.</span></span></span></span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[[review]&gt;&gt;Christina Kaindl: Fit für den Markt? Psychologie und Therapie in Zeiten der Selbst-Aktivierung]]></title>
<link>http://mekin.wordpress.com/2009/03/11/reviewchristina-kaindl-fit-fur-den-markt-psychologie-und-therapie-in-zeiten-der-selbst-aktivierung/</link>
<pubDate>Wed, 11 Mar 2009 18:49:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>mekin</dc:creator>
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<description><![CDATA[Christina Kaindl (2008): Fit für den Markt? Psychologie und Therapie in Zeiten der Selbst-Aktivierun]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><strong><img class="size-thumbnail wp-image-44 alignleft" title="Phase zwei - Zeitschrift gegen die Realität" src="http://mekin.wordpress.com/files/2009/03/z_phase2_29.jpg?w=109" alt="Phase zwei - Zeitschrift gegen die Realität" width="140" height="184" />Christina Kaindl (2008): Fit für den Markt? Psychologie und Therapie in Zeiten der Selbst-Aktivierung. In: Phase zwei, Ausgabe 29, 2008. (<a title="Christina Kaindl: Fit für den Markt" href="http://phase2.nadir.org/rechts.php?artikel=622&#38;print=" target="_blank">Online Version</a>)</strong></p>
<p>Christina Kaindl beschäftigt sich in einem Artikel des linken Theorie- und Diskussionsprojekts &#8220;<a href="http://phase2.nadir.org">Phase zwei &#8211; Zeitschrift gegen die Realität</a>&#8220;<strong> </strong>mit der Veränderung von Diskursen um Emotionalität, Theapie und Psychologie im Zeichen der neoliberalen Reorganisation der Gesellschaft. Ziel des Beitrags ist es, die Aufgabe emanzipatorischer Psycholgie und Theapie zu bestimmen, d.h. die Frage zu klären, wie unter Bedingungen, in denen &#8220;mangelnde Selbstaktivierung&#8221; als individuelles Versagen diskutiert werden, Erfahrungen des Leidens an den Verhältnissen zum Ausgangspunkt von emanzipatorischem Handeln gemacht werden kann.</p>
<p><!--more--></p>
<p>Die rasante Ausweitung der Diskurse um Emotionalität, Therapie und Psychologie spätestens seit den 1970er Jahren gewinnt nach Kaindl in Zeiten der gegenwärtigen kapitalistischen Veränderungsdynamiken eine spezifische Funktionalität: <em>&#8220;Der reflexive Akt des Benennens von Emotionen, um mit ihnen besser zurecht zu kommen, verleiht ihnen eine Ontologie, ein Eigenleben, macht sie zum Objekt und dadurch Kosten-Nutzen-Rechnungen zugänglich.&#8221; </em>Die neuen Steuerungsmodelle der Arbeit unterwerfen auch die Kreativität und die Emotionalität dem Verwertungsdenken und lassen sie als Teil des &#8220;subjektiven Kapitals&#8221; erscheinen. Hegemonial werden Vorstellungen, nach denen mangelnder Erfolg keine Frage struktureller Bedingungen ist, sondern dem Versagen der Einzelnen zugeschrieben wird.</p>
<p>Psychologie und Therapie verteidigt nicht notwendigerweise indivduelle Ansprüche gegen derartige &#8220;herrschaftliche Anforderungen&#8221; und &#8220;marktfömige Reklamierungen&#8221;, sondern wird vielfach Teil des Selbst-Aktivierungs-Diskurses. Stellvertretend benennt Kaindl hier die psychotherapeutischen Methoden des <em>&#8220;Neurolinguistischen Programmierens (NLP)&#8221;. </em>Diese zielen auf Selbst-Aktivierung und Mobilisierung eigener Ressourcen, insbesondere der Emotionalität. <em>&#8220;Mittels </em><em>»</em><em>Ankern</em><em>«</em><em> soll gelernt werden, ein bestimmtes Gefühl unabhängig von der aktuellen Situation zu mobilisieren &#8211; und so etwa frisch und motiviert zur Arbeit zu gehen, Kreativität für die Konstruierung eines Produkts freizusetzen oder glaubwürdig ein bestimmtes Gefühl auf der Bühne rüberzubringen&#8221;. </em>Konkrete Problemlagen, die sich durch sepzifische Arbeitsbedingungen ergeben, werden in die Verantwortung der Individuen gelegt, denn zumindest nahegelegt ist es, dass diese sich durch Eigeninitiative (etwa das Hevorrufen von &#8220;geankerten Gefühlen&#8221;) beseitigen ließen. Gleiches gilt auch für die Problematik der Erwerbsarbeitslosigkeit. Die neoliberale Mobilisierung der Emotionalität begünstigt auch die Verschiebung psychischer Erkrankungen zugunsten von Depressionen und Burn-Outs und mit ihr einen therapeutischen Diskurs, der diese Erkrankungen individualisierend zu begegnen versucht.</p>
<p>Die personalisierenden Anforderungen, so hebt Kaindl mit Bezug auf das kritisch-psychologische Begriffspaar <em>&#8220;restriktive und erweiterte Handlungsfähigkeit&#8221; </em>heraus, können nur wirksam werden, wenn sie für die nach Handlungsfähigkeit strebenden Individuen unter Anerkennung der gegebenen Machtstrukturen auch funktional sind. Hieran anschließend stellt sich daher die Frage, wie die Überschreitung restriktiver Bewältigungsweisen für die Individuen funktional werden kann. Für Kaindl hängt dies davon ab, <em>&#8220;ob und wie (stark) alternative, oppositionelle, gegen den Strom gerichtete Handlungs- und Denkmöglichkeiten in den Bedeutungszusammenhängen repräsentiert sind&#8221;. </em>Psycholog_innen können, sofern sie über Begriffe und Wissen verfügen, mit denen herrschaftliche Anforderungen als solche gedacht werden können, aus erster Hand über <em>&#8220;die Verwerfungen und psychischen Kosten der gesellschaftlichen Zumutungen&#8221;</em> berichten. Dieses <em>&#8220;gesellschaftlich-subjektive Zusammenhangs- und Widerspruchswissen&#8221;</em> (Klaus Holzkamp) ermöglicht es ihnen potentiell die Einbindung der Individuen in die gegebenen Produktions- und Lebensweisen sichtbar zu machen, lebensweltliche, zivilgesellschaftliche und poltische Widerständigkeit und den Aufbau von kooperativen Bezügen zu unterstützen, sowie Emotionalität als erkenntnis- und handlungsleitende psychische Funktion (wieder) anzueignen. Psychologie und Therapie kann so auch Teil eines gegenhegemonialen Projektes werden, in dem das Leiden an den Verhältnissen nicht an die Einzelnen zurückgereicht wird, sondern Bedingungen menschlicher Bedürfnisbefriedigung jenseits der Konkurrenz und Verwertungslogik geschaffen werden.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[[review]&gt;&gt;Tilly Lex: Benachteiligte Jugendliche erfolgreich in Ausbildung und Arbeit bringen]]></title>
<link>http://mekin.wordpress.com/2009/03/09/tilly-lex-benachteiligte-jugendliche-erfolgreich-in-ausbildung-und-arbeit-bringen/</link>
<pubDate>Mon, 09 Mar 2009 13:17:40 +0000</pubDate>
<dc:creator>mekin</dc:creator>
<guid>http://mekin.wordpress.com/2009/03/09/tilly-lex-benachteiligte-jugendliche-erfolgreich-in-ausbildung-und-arbeit-bringen/</guid>
<description><![CDATA[Tilly Lex (2006): Benachteiligte Jugendliche erfolgreich in Ausbildung und Arbeit bringen. In: Jugen]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img class="size-full wp-image-28 alignleft" title="Zeitschrift Jugen Beruf Gesellschaft" src="http://mekin.wordpress.com/files/2009/03/jugend-beruf-gesellschaft.jpg" alt="Zeitschrift Jugen Beruf Gesellschaft" width="140" height="184" /><strong>Tilly Lex (2006): Benachteiligte Jugendliche erfolgreich in Ausbildung und Arbeit bringen. In: Jugend Beruf Gesellschaft. Heft 2/2006, S. 122-128<br />
ISSN 0342-0175</strong></p>
<p>Die individuelle und einzelfallbezogene Unterstützung für sogenannte benachteiligte Jugendliche im Übergang von Schule in Ausbildung und Beruf wird zunehmend zu einer der wichtigsten Säulen der Jugendsozialarbeit. Erfolg misst sich in den allermeisten Fällen daran, wieviele jugendliche &#8220;Klient_innen&#8221; der jeweiligen Maßnahmen im Anschluss eine Berufsausbildung begonnen haben. Die Ursache des Problems der Arbeits- und Ausbildungslosigkeit, wird dabei oft im besonderen Föderbedarf der betroffenen Jugendlichen gesehen, nicht hingegen in strukturellen Rahmenbedingungen, wie der Anzahl der durch Unternehmen und öffentliche Institutionen bereitgestellten Ausbildungsplätze. So ist auch Tilly Lex&#8217; Untersuchung des <a title="Modellprojket Arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit" href="http://kompetenzagenturen.inbas.com/modellprogramm.html">Modellprojekts Arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit 2002-2006</a> eine individualisierende Auseinandersetzung mit einem gesellschaftlichen Problem. Durch Beratung und &#8220;Case Management&#8221; von 16 untersuchten Kompetenzagenturen konnten sog. benachteiligte Jugendliche besser in die Berufsarbeit integriert werden, nichts darüber ausgesagt ist jedoch über Handlungsperspektiven, die gesellschaftliche Ungleichheitsstrukturen problematisieren und über die individuelle Hilfe und Förderung hinausweisen.</p>
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<p>In seinem Beitrag für die Zeitschrift &#8220;Jugend Beruf Gesellschaft&#8221;, herausgegeben von der <a title="BAG Jugendsozialarbeit" href="http://www.jugendsozialarbeit.de" target="_blank">Bundesarbeitsgmeinschaft Jugendsozialarbeit</a>, stellt Tilly Lex zunächst den Anspruch der am Modellprojekt beteiligten &#8220;Kompetenzagenturen&#8221; dar: Die &#8220;Systemarisierung und Optimierung von Prozessen des Übergangs von Schule in Ausbildung&#8221; durch &#8220;maßgeschneiderte Überganghilfen&#8221; und die &#8220;Erfassung Entwicklung von Kompetenzen&#8221; (Vgl. S.122). Das klingt zwar nett und irgendwie auch fachlich, was aber nicht Ziel der Kompetenzagenturen ist, etwa die strukturellen Rahmenbedingungen von Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, wird an dieser Stelle nicht benannt. Den Verweis darauf, dass dies nicht unbedingt zur Beendigung der Ausbildungsplatzproblematik führt, bedarf es jedoch schon, um irgendwie zu klären inwieweit Soziale Arbeit es &#8211; gemessen an ihrem gesetzlichen Auftrag &#8211; ermöglicht, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu fördern, Benachteiligungen abzubauen und positive Lebensbedingungen zu schaffen (§1, SGB VIII) und in diesem Sinne als erfolgreich bewertet werden kann.</p>
<p>Diese Einengung der Perspektive trägt dann auch dazu bei, dass hier notwendigerweise die Betroffenen oder &#8220;Klient_innen&#8221; ins Zentrum des Problembewusstseins rücken und nicht die Ausbildungs- und Arbeitslosigkeit von Jugendlichen an sich. Spezielle psychosoziale Faktuoren, fehlende fachliche Kompetenzen, wie auch fehlende &#8220;soziale Kompetenzen&#8221; u.a. erscheinen hier als die Ursache des Problems, welches es durch &#8220;Integrations- und Qualifizierungsangebote&#8221;, &#8220;Kompetenzfeststellungen&#8221;, &#8220;Integrationspläne&#8221; und &#8220;Case Managements&#8221; zu begegnen gilt (Vgl. ebd.). Die Lösung des Problems, so legt es diese Perspektive nahe, liegt also in der Anpassung der Jugendlichen an die sie benachteiligten Strukturen, um sich mit geschärften Ellenbögen gegen andere vermeintlich unproblematischer Jugendliche durchzusetzen.</p>
<p>Tatsächlich konnten, wie Lex darstellt, durch die Maßnahmen der Kompetenzagenturen 31% der Jugendlichen in eine Ausbildung gebracht werden, wobei über die Qualität, etwa ob es sich um duale oder schulische Ausbildungen handelt, nichts ausgesagt wird. Weitere 62% der untersuchten 3.000 &#8220;Fälle&#8221; fanden Anschluss in weiterführenden Schulen, ungelernter Erwerbsarbeit und speziellen Förderangeboten. So viel für die einzelnen jungen Menschen wahrscheinlich gewonnen sein dürfte (über die Perspektive der Jugendlichen selbst erfährt der_die Leser_in kein Wort), so wenig lässt sich mit Verweis auf diese Zahlen etwa darüber aussagen, welchen Beitrag die beschriebenen Maßnahmen für die Änderung von Strukturen macht, die Jugendlichen zu Betroffenen von Arbeitslosigkeit macht, die in einer Gesellschaft, in der Beteiligungsmöglichkeiten im wesentlichen über die Stellung im Erwerbsarbeitsprozess gereglt sind, notwendigerweise eine Einschränkung von Handlungs- und Entwicklungsmöglichkeiten darstellt.</p>
<p>Als einzige Perspektive bleibt dann auch nur noch die dauerhafte Verankerung von individuellen Hilfen im Übergang von Schule und Beruf. Dass hierdurch nun nicht unbedingt mehr Ausbildungsplätze geschaffen werden und wahrscheinlich eine ähnlich hohe Zahl von Ausbildungsplatzsuchenden auf der Strecke bleibt, ist offensichtlich, erfährt aber im Beitrag von Lex keine Bewertung. Dass es durchaus andere Perspektiven gibt, die sich aus einer Problemstellung ergibt, die auch die betreffenden gesellschaftlichen Strukturen thematisiert, soll hier als Abschluss der Auseinandersetzung mit Lex&#8217; Text stichpunktartig aufgezeigt werden:</p>
<ul>
<li>Erfolg bzw. Wirksamkeit von Projekten der Jugendsozialarbeit sollten in Bezug auf die Problemursachen beurteilt werden. Die Arbeit von Kompetenzagenturen kommt dann villeicht nicht unbedingt gut bei weg, das schärft aber wenigstens das Bewusstsein für Handlungnotwendigkeiten um gesellschaftlichen Strukturen dahingehend zu ändern, dass alle die einen Ausbildungsplatz beginnen möchten, auch einen bekommen können.</li>
<li>Die Probleme der Ausbildungslosigkeit können nicht nur in die Jugendlichen hineinverlagert werden, auch auf das gesellschaftliche Problem der Arbeitslosigkeit gilt es Antworten zu finden. Wenn spez. Maßnahmen ausschließlich individuelle Hilfen organisieren, ist das noch kein Problem an sich. Ein Problem ist es aber wenn überhaupt nicht die Perspektive eingenommen wird, nach der es auch politische Lösungen von Problemen geben könnte; sich die Sozialarbeiter_innen auf eine Position zurückziehen, in der es keine Notwendigkeit zu geben scheint, sich in gesellschaftlich und politische Debatten und Diskurse einzubringen.</li>
<li>Arbeits- und Ausbildungsplatzlosigkeit ist kein Feld, dass nur von Sozialarbeiter_innen thematisert wird, sondern ebenfalls von Intertressenvertretungen der Arbeitnehmer_innen. Hier gilt es Kooperationen auszuloten, um gewerkschaftliche Kämpfe für eine Bereitstellung von Ausbildungsplätzen für alle, die eine Berufsausbildung beginnen wollen, zu unterstützen.</li>
<li>Zuletzt gilt es die Jugendliche selbst als Subjekte ihrer Lebenswelten wahrzunehmen, sie nicht zu Objekten der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und irgendwelcher sozialarbeiterischen Maßnahmen zu machen, sondern sie in eine Lage zu versetzen, in der sie gemäß ihren Interessen gesellschaftliche Sturkturen problematisieren und sich diesen nicht bloß unterwerfen.</li>
</ul>
</div>]]></content:encoded>
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