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	<title>interreligioser-dialog &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/interreligioser-dialog/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "interreligioser-dialog"</description>
	<pubDate>Wed, 30 Dec 2009 02:57:48 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Ist Beten gefährlich??]]></title>
<link>http://kanzelschwalbe.wordpress.com/2009/11/29/ist-beten-gefahrlich/</link>
<pubDate>Sun, 29 Nov 2009 19:26:39 +0000</pubDate>
<dc:creator>kanzelschwalbe</dc:creator>
<guid>http://kanzelschwalbe.wordpress.com/2009/11/29/ist-beten-gefahrlich/</guid>
<description><![CDATA[Angesichts der Volksabstimmung in der Schweiz, die sich für ein Verbot von Minaretten an Moscheen au]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Angesichts der Volksabstimmung in der Schweiz, die sich für ein Verbot von Minaretten an Moscheen ausgesprochen hat, bin ich einfach nur sprachlos.<br />
Wie können es ausgerechnet die Menschen in der Schweiz, in der Freiheit und Demokratie historisch eine so wichtige Rolle spielt, zulassen, dass den Hetzparolen von Ewiggestrigen Gehör geschenkt wird?<br />
Wo sind die Menschen, die für eine Vielfalt der Religionen und Kulturen einstehen?<br />
Angesichts der schrecklichen Ereignisse vor 71 Jahren, als in Deutschland schon einmal Häuser des Gebetes und des Gottesdienstes brannten, frage ich mich, wohin diese Entscheidung letztendlich führen wird.<br />
Werden Fremdenangst (und das ist für mich diese Entscheidung) und die damit verbundenen Resentiments und Vorurteile allem Fremden gegenüber gesellschaftsfähig? Anstatt dass in Dialog und Begegnung Mauern in den Köpfen abgebaut und Kennenlernen ermöglicht wird. Und damit letztlich ein Beitrag zum Frieden.</p>
<p>Ich bin überzeugt, dass Gläubige jeglicher Religion das Recht auf einen angemessen Raum und Ort des Gebetes haben. Religionsfreiheit ist ein wesentlicher Bestandteil einer Demokratie, die ja auch bei den Eidgenossen hoch gehalten wird. </p>
<p>Ich habe mich in letzter Zeit immer mal wieder mit der Situation von Muslimen in Deutschland beschäftigt- ich vermute, in der Schweiz wird es nicht anders sein. Diese Menschen, die oft schon seit mehreren Jahrzehnten bei uns leben, wünschen sich nichts anderes, als dass ihre Religion nicht mit Terror und Fanatismus gleichgesetzt wird. Sie wünschen sich einen angemessenen Ort zum beten, der nicht irgendwo in einer Fabrikhalle im Industriegebiet liegt.<br />
Ein solcher Ort ist eine Moschee. Auch wenn ein Minarett nicht zwingend zu einer Moschee gehört, ist es doch es doch ein weithin sichtbares Signal für den Ort des Gebetse und der gelebten Religiosität.<br />
Selbstverständlich frage ich mich  jetzt, ob und wann es auch für christliche Kirchen schwerer wird, ihre Gebetsorte sichtbar in Stadtbilder einzufügen? (Damit wir uns richtig verstehen- ich rede von Deutschland und Europa)</p>
<p>Ich finde, Gläubige aller Religionen müssen zusammenstehen und einander im Wunsch nach einem Ort für gelebte Religiosität unterstützen. Schließlich wollen alle &#8220;nur das eine&#8221;. Beten, ihren Glauben leben, sich für den Frieden einsetzen. </p>
<p>Aber vielleicht ist Beten ja gefährlich.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Junge Muslime zu Gast im Taizégebet]]></title>
<link>http://initiativgruppe.wordpress.com/2009/11/14/junge-muslime-zu-gast-im-taizegebet/</link>
<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 22:21:04 +0000</pubDate>
<dc:creator>InitiativGruppe</dc:creator>
<guid>http://initiativgruppe.wordpress.com/2009/11/14/junge-muslime-zu-gast-im-taizegebet/</guid>
<description><![CDATA[(Gastbeitrag:  Peter Meisel) Einmal im Monat gehe ich in die katholische Jugendstelle in der Karlstr]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><div>(Gastbeitrag:  Peter Meisel)</div>
<div>
<p><a href="http://initiativgruppe.wordpress.com/files/2009/11/p10206322.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-806" title="P1020632" src="http://initiativgruppe.wordpress.com/files/2009/11/p10206322.jpg" alt="P1020632" width="468" height="351" /></a></p>
<p>Einmal im Monat gehe ich in die <strong>katholische Jugendstelle in der Karlstraße</strong> zum Taizégebet. Dort habe ich eine Gruppe engagierter junger Christen kennen gelernt, die mir zu guten Freunden wurden.</p>
<p>Vor fast drei Jahren gingen wir auf Pilgerfahrt zum Taizétreffen in Zagreb. Dort besuchten wir mit mehreren Tausend Jugendlichen eine große Moschee am Stadtrand. Aus diesem eindrücklichen Erlebnis entstand der Wunsch nach Begegnung über unsere eigenen Religionsgrenzen hinaus.</p>
<p>Als wir schließlich vom <a href="http://islam-balkan.weebly.com/index.html" target="_blank">Balkan-Verein</a> zum <strong>IFTAR-Essen</strong> in einer benachbarten Moschee eingeladen wurden, bot sich für mich und für einige Freunde aus unserem Gebetskreis und meiner Pfarrei endlich eine Chance zu einem ersten Schritt  – am 20. September <a href="http://initiativgruppe.wordpress.com/2009/09/20/iftaressen-bei-balkan-e-v/" target="_blank">berichtete Manfred Bosl</a> in diesem Blog.<!--more--></p>
<p>Am 30. Oktober folgte der <strong>Gegenbesuch</strong> unserer neugewonnenen muslimischen Freunde. Im Gebet teilten wir Lieder, Bibeltexte und eine Zeit der gemeinsamen Stille. Beim anschließenden gemeinsamen Essen, das wir selbst zubereitet hatten, entspannte sich ein angeregter Austausch über den gelebten Glauben im Alltag. Die Teilnahme Aslans, des jungen muslimischen Imams, gab uns Christen die Chance Fragen zur muslimischen Spiritualität zu stellen.</p>
<p>Für alle Beteiligten war die Unkompliziertheit der Begegnung im gemeinsamen Gebet eine besonders wertvolle Erfahrung. Die Muslime, die sich nicht scheuten, sich um eine Kreuzikone zu versammeln und mitzusingen, gaben uns ein ermutigendes Zeichen der Hoffnung auf eine Begegnung, die von gegenseitiger Neugier und Respekt geprägt ist. Bei der herzlichen Verabschiedung bestand der große Wunsch, den gemeinsam eingeschlagenen Weg fortzusetzen.</p>
<p><strong>Ein interreligiöses Gebet</strong> im nächsten Jahr ist bereits in Planung, ebenso der direkte Austausch mit meiner katholischen Pfarrei St. Vinzenz.</p>
<p>Für mich persönlich war dieses Erlebnis der Anlass mich stärker für den Ausbau der interreligiösen Begegnung in München einzusetzen. In einem freiwilligen Projekt in Zusammenarbeit mit der Jugendstelle möchte ich hierzu Möglichkeiten ausloten. Unterstützung ist herzlich willkommen!</p>
<p>Peter Meisel, <a href="mailto:info@jugendstelle-innenstadt.de">info@jugendstelle-innenstadt.de</a></p>
</div>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Konflikt um Minarette]]></title>
<link>http://dialogtexte.wordpress.com/2009/10/29/konflikt-um-minarette/</link>
<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 09:23:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>zinoun</dc:creator>
<guid>http://dialogtexte.wordpress.com/2009/10/29/konflikt-um-minarette/</guid>
<description><![CDATA[In der Schweiz findet Ende November eine Volksabstimmung über ein Verbot von Minaretten statt. Wie d]]></description>
<content:encoded><![CDATA[In der Schweiz findet Ende November eine Volksabstimmung über ein Verbot von Minaretten statt. Wie d]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Fasten und Beten]]></title>
<link>http://initiativgruppe.wordpress.com/2009/09/23/iftar/</link>
<pubDate>Wed, 23 Sep 2009 09:02:25 +0000</pubDate>
<dc:creator>InitiativGruppe</dc:creator>
<guid>http://initiativgruppe.wordpress.com/2009/09/23/iftar/</guid>
<description><![CDATA[geschrieben von Manfred Bosl Als Nachtrag zu unserem Besuch beim Balkan e.V. , dem Iftaressen am 15.]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><em>geschrieben von Manfred Bosl</em></p>
<p><a href="http://initiativgruppe.wordpress.com/files/2009/09/balkan_ev.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-232" title="Balkan_eV" src="http://initiativgruppe.wordpress.com/files/2009/09/balkan_ev.jpg?w=150" alt="Balkan_eV" width="150" height="137" /></a>Als Nachtrag zu unserem Besuch beim Balkan e.V. , dem <a href="http://initiativgruppe.wordpress.com/2009/09/20/iftaressen-bei-balkan-e-v/" target="_blank">Iftaressen</a> am 15. September:</p>
<p>Einige Informationen der Moscheegemeinde  <a href="http://islam-balkan.weebly.com/index.html" target="_blank">Balkan e.V.</a> für Nicht-Muslime über das Fasten und das Beten unserer muslimischen Freunde und Nachbarn in der Karlstr. 43.</p>
<p>Die muslimischen Besucher unseres Hauses sind herzlich eingeladen, ihr Gebet gleich gegenüber in der Moschee der Gemeinde Balkan e.V. zu verrichten.</p>
<p><!--more--></p>
<p><strong>I. Fasten im Islam</strong><br />
Das Fasten im Monat Ramadan ist einer der fünf Pfeiler des Islam. Es ist eine Pflicht für jeden mündigen und gesunden Muslim. 29 oder 30 Tage lang, je nach Stand des Mondes.<br />
Der Monat Ramadan ist der 9 Monat nach dem islamischen Kalender und zugleich auch ein heiliger Monat, in dem noch mehr Solidarität und tiefer Glaube im Mittelpunkt des Alltags stehen. An diesem Monat wurde auch der heilige Koran niedergesandt. Das Fasten während des Monat Ramadan gehört zu den fünf Säulen des Islam. Im folgenden Koranvers wird das Fasten vorgeschrieben: „Ihr die ihr glaubt, euch ist das Fasten vorgeschrieben, wie es denen vorgeschrieben war, die vor euch waren, damit ihr vielleicht gottesfürchtig werdet“ (Sura2, Vers 183)</p>
<p><strong>1. Wie fasten Muslime</strong><br />
Fasten im Islam heißt, vom Beginn der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang weder zu essen, noch zu trinken und sich des Beischlafs mit dem Ehepartner zu enthalten.<br />
Neben dieser „äußeren“ Bedeutung hat das Fasten auch einen inneren Sinn. Durch seine Enthaltung erfährt der Mensch, was es bedeutet Hunger und Durst zu haben. Darüberhinaus hat man auch Gelegenheit intensiver als sonst über sich nachzudenken und sein Verhalten zu verbessern.</p>
<p><strong>2. Wie wird das Fasten gebrochen</strong><br />
Nach dem Gebetsruf isst der Fastende für gewöhnlich eine Dattel und trinkt einen Schluck Wasser. (Üblich ist es vor dem fastenbrechen ein kurzes Bittgebet auszusprechen, die lautet: „Allah für dich habe ich gefastet und mit deiner Versorgung werde ich das Fasten brechen“). Anschließend wird das Abendgebet verrichtet. Danach werden die eigentlichen Speisen gegessen.</p>
<p><strong>II. Gebet im Islam (As-Salah)</strong><br />
Genauso wie das Fasten im Monat Ramadan ist auch das Gebet eines der „fünf Pfeiler des Islam“. Muslimen ist das Gebet fünfmal am Tag vorgeschrieben, damit sie Allahs gedenken „Das Gebet ist den Gläubigen zu bestimmten Zeiten vorgeschrieben“ (Sura4, Vers 103). Das Gebet stärkt den Glauben und das Vertrauen der Gläubigen auf Allah. Es gibt Ihnen innere Ruhe und Kraft, da sie ihrem Schöpfer  alle ihre Wünsche und Nöte vortragen und ihn um Vergebung ihrer Fehler bitten können. Im Gebet kann sich der Muslim ohne Mittler an Allah wenden und ihn um Beistand bitten, für sich selbst, seine Angehörigen, seine Glaubensgemeinschaft und sogar der ganzen Menschheit.</p>
<p><strong>1. Der Gebetsruf</strong><br />
Die Zeit zum Gebet wird mit dem Gebetsruf (dem adhan/azan) bekannt gemacht. Der Gebetsruf beinhaltet folgenden Wortlaut:</p>
<table border="1" cellpadding="0" width="100%">
<tbody>
<tr>
<td>Allahu akbar (4 mal)</td>
<td>Allah ist der Allergrößte</td>
</tr>
<tr>
<td>Asch-hadu an la ilaha  illa-llah (2 maI)</td>
<td>Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allah gibt</td>
</tr>
<tr>
<td>Asch-hadu anna Muhammada-r-rasulu-llah (2 mal)</td>
<td>Ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Allahs ist</td>
</tr>
<tr>
<td>Hayya ‘ala-s-salah (2 mal)</td>
<td>Kommt her zum Gebet</td>
</tr>
<tr>
<td>Hayya ‘ala-l-falah (2 mal) *</td>
<td>Kommt her zum Heil</td>
</tr>
<tr>
<td>Allahu akbar (2 mal)</td>
<td>Allah ist der Allergrößte</td>
</tr>
<tr>
<td>La ilaha illa- llah</td>
<td>Es gibt keinen Gott außer Allah</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>*. An dieser Stelle wird im adhan/azan zum Morgengebet eingefügt:</p>
<table border="1" cellpadding="0" width="100%">
<tbody>
<tr>
<td>as-salatu chairu-mina-naum (2 mal)</td>
<td>Gebet ist besser als Schlaf</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>2. Die Gebetswaschung<br />
Um ein Gebet verrichten zu können, bedarf es der rituellen Reinheit. Diese Reinheit erlangt man durch eine Gebetswaschung. Hierzu verwendet man reines Wasser und macht sich die Absicht (niyya) zur Waschung bewusst. Dann sagt man „Bismi-llahi-r-rahmani-r-rahim“ (Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen) und wäscht sich in dieser Reihenfolge:</p>
<ul>
<li>die Hände bis einschließlich der Handgelenke (3 mal),</li>
<li>man spült den Mund aus (3 mal),</li>
<li>man reinigt die Nase durch Inhalieren und Ausblasen von Wasser (3 mal),</li>
<li>man wäscht das Gesicht einschließlich Stirn und Kinn (3 mal),</li>
<li>man wäscht den rechten und danach den linken Unterarm von Ellbogen bis Handgelenk (je 3 mal),</li>
<li>man fährt mit nassen Händen über das Kopfhaar</li>
<li>man befeuchtet die Ohren mit den Händen</li>
<li>man wäscht den rechten und danach den linken Fuß einschließlich der Knöchel, (je 3 mal).</li>
</ul>
<p>Hat man diese Gebetswaschung vollzogen, kann man mit dem Gebet beginnen.</p>
<p>5. Wie beten Muslime<br />
Unmittelbar vor der Eröffnung des fardh-Gebets (Pflichtgebet) folgt ein zweiter Gebetsruf, die iqama.  Dieser zweite Gebetsruf unterscheidet sich vom ersten Gebetsruf nur insoweit, als nach dem Ausruf „kommt zum Heil“, der Ausruf: das Gebet hat begonnen hinzugefügt wird (2mal). Auf arabisch lautet es: Qad qamati-salah.</p>
<p>Auch hier ist es wichtig vor dem Gebet, die Absicht zu fassen, was hier in etwa lautet:<br />
Zum Wohlgefallen Allahs, möchte ich nun das Abendgebet mit dem Fardhteil (Pflichtgebet) verrichten. Im Gebet werden nur Texte aus dem arabischen Koran gelesen. Jeder Muslim verbeugt sich auf die gleiche Art, und verrichtet das Gebet in der Gemeinschaft, so steht man dicht aneinander gereiht neben einander. Und zu guterletzt verbeugen sich alle Muslime, egal auf welchem Erdteil sie sich befinden in Richtung der Ka`ba, die in Mekka, Saudi Arabien steht. Nicht die Ka`ba wird angebetet, sondern die Richtung dorthin wird eingehalten.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Iftaressen bei Balkan e.V.]]></title>
<link>http://initiativgruppe.wordpress.com/2009/09/20/iftaressen-bei-balkan-e-v/</link>
<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 16:15:38 +0000</pubDate>
<dc:creator>InitiativGruppe</dc:creator>
<guid>http://initiativgruppe.wordpress.com/2009/09/20/iftaressen-bei-balkan-e-v/</guid>
<description><![CDATA[geschrieben von Manfred Bosl Die dritte Säule des Islam ist das Fasten, das den Gläubigen auferlegt ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="text-align:left;"><em>geschrieben von Manfred Bosl</em></p>
<p style="text-align:left;"><strong>D</strong>ie dritte Säule des Islam ist das Fasten, das den Gläubigen auferlegt ist. Der Ramadan, so heißt der heilige Fastenmonat, ist der 9. Monat im islamischen Mondkalender. In diesem Jahr fiel die Fastenzeit in den September. Gefastet wird von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang.</p>
<p style="text-align:left;"><strong>Nach dem Gebetsruf wird am Abend das Fasten unterbrochen. Im Kreise der Familien und mit Freunden findet dann das Iftar-Essen statt.</strong> Für Muslime geht es in dieser Zeit nicht nur darum, auf leibliche Genüsse zu verzichten; vielmehr sollen die Gläubigen lernen, geduldig und gütig zu sein sowie Mitgefühl zu entwickeln für die Schwachen und Armen der Gesellschaft.</p>
<p style="text-align:left;">Das Fest des Fastenbrechens am Ende des Ramadans ist nach dem Opferfest der höchste islamische Feiertag. Es fand in diesem Jahr am 20.9.2009 statt.</p>
<p style="text-align:left;">
<div id="attachment_181" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://initiativgruppe.wordpress.com/files/2009/09/img_9797.jpg"><img class="size-medium wp-image-181" title="IMG_9797" src="http://initiativgruppe.wordpress.com/files/2009/09/img_9797.jpg?w=300" alt="In der Moschee der Muslimischen Gemeinde Balkan.eV" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">In der Moschee der Muslimischen Gemeinde Balkan.eV</p></div>
<p>Am 15. September 2009, abends nach Sonnenuntergang, trafen sich erstmals Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Katholischen Jugendstelle Innenstadt, der ATD Vierte Welt, dem Projekt &#8220;Fit für Vielfalt&#8221; (VIA Bayern), der InitiativGruppe e.V. und des Vereins <a href="http://islam-balkan.weebly.com/index.html" target="_blank">&#8220;Balkan e.V.&#8221; </a>(Gastgeber) zu einem gemeinsamen Iftaressen. Alle Organisationen haben ihr Domizil in der Karlstraße oder in der Nähe. Mit dieser ersten Begegnung wollten wir unsere nachbarschaftlichen Beziehungen intensivieren. Für Interessierte könnten diese Begegnungen in einen interreligiöser Dialog münden.</p>
<p><!--more--></p>
<p>Diese und künftige Begegnungen vermittlen Eindrücke in religiöse Spiritualität verschiedener Religionen. Die erste Gelegenheit dafür bot sich bei dem gemeinsamen Iftar-Essen.</p>
<p>In der Moschee der Islamischen Gemeinschaft &#8220;Balkan e.V.&#8221; wurden die TeilehmerInnen zunächst herzlich begrüßt und in die Gepflogenheiten des Moscheebesuchs eingeweiht (Gebetswaschung, Gebet). Nach dem Gebet wurde der Tradition entsprechend eine Dattel überreicht. Im Anschluss ging es in den angrenzenden Gemeinderaum, in der das eigentliche Iftar-Essen dargereicht wurde.</p>
<div id="attachment_193" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://initiativgruppe.wordpress.com/files/2009/09/img_9807.jpg"><img class="size-medium wp-image-193" title="IMG_9807" src="http://initiativgruppe.wordpress.com/files/2009/09/img_9807.jpg?w=300" alt="beim Iftaressen" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">beim Iftaressen</p></div>
<p style="text-align:center;">
<p>Während des geselligen Beisammenseins konnte ausführlich über das Erlebte gesprochen werden. Die albanischen Vertreter des Vereins stellten sich vor (Besnik Rama, Vorsitzender; Jakup Muamedi, Imam; Asllan Tahiraj, stellvertretender Imam; Sokol Lamaj, Öffentlichkeitsreferent) und erzählten über die Fastentraditionen.</p>
<div id="attachment_183" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://initiativgruppe.wordpress.com/files/2009/09/img_9803.jpg"><img class="size-medium wp-image-183" title="IMG_9803" src="http://initiativgruppe.wordpress.com/files/2009/09/img_9803.jpg?w=300" alt="IMG_9803" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Muslime und ihre Gäste </p></div>
<p style="text-align:center;">
<p>Wir danken unseren Gastgebern sehr herzlich für die Einladung zum Iftar-Essen.</p>
<p>Das nächste Treffen zu einem Taizé-Gebet (christliches Gebet  mit meditativen Liedern in unterschiedlichen Sprachen und viel Stille) ist auch schon geplant. Es findet am 30.10.2009, um 19.30 Uhr, im Jugendhaus von St. Bonifaz statt. Anschließend wird zu einem gemeinsamen Essen und Kennenlernen eingeladen.</p>
<p style="text-align:center;">
<p style="text-align:center;"><a href="http://initiativgruppe.wordpress.com/files/2009/09/img_9802.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-182" title="IMG_9802" src="http://initiativgruppe.wordpress.com/files/2009/09/img_9802.jpg?w=300" alt="IMG_9802" width="300" height="225" /></a></p>
<p><a href="http://islam-balkan.weebly.com/index.html" target="_blank">Homepage</a> der Islamischen Gemeinschaft &#8220;Balkan  e. V. München&#8221;</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Anfänge des interreligiösen Dialogs]]></title>
<link>http://dialogtexte.wordpress.com/2009/09/17/anfange-des-interreligiosen-dialogs/</link>
<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 07:57:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>zinoun</dc:creator>
<guid>http://dialogtexte.wordpress.com/2009/09/17/anfange-des-interreligiosen-dialogs/</guid>
<description><![CDATA[In der griechisch-byzantinischen Welt entstanden in Bezug auf den Islam zahlreiche Vorurteile. Sie b]]></description>
<content:encoded><![CDATA[In der griechisch-byzantinischen Welt entstanden in Bezug auf den Islam zahlreiche Vorurteile. Sie b]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Vatikan lädt Christen und Muslime ein, die Armut gemeinsam zu überwinden]]></title>
<link>http://deislam.wordpress.com/2009/09/12/vatikan-ladt-christen-und-muslime-ein-die-armut-gemeinsam-zu-uberwinden/</link>
<pubDate>Sat, 12 Sep 2009 13:33:06 +0000</pubDate>
<dc:creator>deislam</dc:creator>
<guid>http://deislam.wordpress.com/2009/09/12/vatikan-ladt-christen-und-muslime-ein-die-armut-gemeinsam-zu-uberwinden/</guid>
<description><![CDATA[Zitat aus ZENIT.ORG: ZG09091105 &#8211; 11.09.2009 Permalink: http://www.zenit.org/article-18535?l=g]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Zitat aus ZENIT.ORG: ZG09091105 &#8211; 11.09.2009<br />
Permalink: <a href="http://www.zenit.org/article-18535?l=german" target="_blank">http://www.zenit.org/article-18535?l=german</a></p>
<blockquote><p><strong>Vatikan lädt Christen und Muslime ein, die Armut gemeinsam zu überwinden</strong></p>
<p><strong>Grußbotschaft zum Ende des Fastenmonats Ramadan</strong></p>
<p>ROM, 11. September 2009 (ZENIT.org).- Die weltweite Armut fordere Christen und Muslime gleichermaßen heraus; vor allem aber lade sie alle dazu ein, zur Erreichung eines edlen Ziels zusammenzuarbeiten. Mit diesem Aufruf wendet sich die heute veröffentlichte traditionelle Botschaft des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog anlässlich des Endes des Fastenmonats Ramadan an die Muslime in aller Welt.</p>
<p>Das Dokument, das der Präsident des Rates, Kardinal Jean-Louis Tauran, unterzeichnet hat, trägt den Titel „Christen und Muslime: vereint, um die Armut zu besiegen“.</p>
<p>Die Armut sei demütigend und rufe unerträgliches Leid hervor, heißt es in dem Dokument. Diese Leiden „sind oft die Ursache von Absonderung, Zorn, ja sogar Hass und vom Wunsch nach Rache“. So könne die Armut zu feindseligen Handlungen verleiten und zur Versuchung, diese Handlungen religiös zu rechtfertigen.</p>
<p>Aus diesem Grund erfordere die Ablehnung der Phänomene des Extremismus und der Gewalt notwendigerweise den Kampf gegen die Armut durch die Förderung einer ganzheitlichen Entwicklung, die Papst Paul VI. „den neuen Namen für Frieden“ genannt habe.</p>
<p>Die Hilfe, die den Armen erwiesen werde, um ihnen ihren Platz in der Gesellschaft der Menschen zurückzugeben, „ist ein lebendiger Beweis für die Liebe des Allerhöchsten, da es der Mensch als solcher ist, den zu lieben und dem zu helfen er uns ruft, ohne Unterschied der Zugehörigkeit“.</p>
<p>Kardinal Tauran ruft zudem in Erinnerung, dass die letzte Enzyklika Papst Benedikts XVI., Caritas in veritate, aufzeige, wie dringend notwendig eine neue humanistische Synthese sei: Eine echte Entwicklung müsse nämlich auf den ganzen Menschen und auf alle Menschen hingeordnet sein.</p>
<p>In der Grußbotschaft des Vatikans zum Fastenmonat Ramadan wird zwischen zwei Formen von Armut unterschieden: Die eine gelte es zu „bekämpfen“, die andere aber „anzunehmen“. Die zu bekämpfende Armut sei für alle Menschen weithin sichtbar: Sie bestehe im Mangel an kulturellen und erzieherischen Systemen, im Analphabetismus – ohne damit das Auftreten neuer Formen von Armut verschweigen zu wollen; jene Armut, die man annehmen müsse, lade dagegen dazu ein, einen bescheidenen Lebensstil zu pflegen, der auf das Wesentliche ausgerichtet sei, Verschwendung meide und die Umwelt und alle Güter der Schöpfung achte. Wie Kardinal Tauran erläutert, handelt es sich hierbei um eine Armut, „die uns bereit macht, aus uns selbst herauszugehen und das Herz zu weiten“.</p>
<p>Der Wunsch nach Zusammenarbeit, um gemeinsam gerechte und dauerhafte Lösungen für die Geißel der Armut zu finden, bedeute für alle Gläubigen, auch über die großen Probleme der heutigen Zeit nachzudenken und sich – wo immer dies möglich sei – um gemeinsame Antworten zu bemühen. Dafür sei es allerdings erforderlich, dass „der Bezug zu jenen Aspekten der Armut, die mit der Globalisierung unserer Gesellschaften verbunden sind, einen geistlichen und moralischen Sinn annimmt“.</p>
<p>Christen und Muslime teilten die Berufung zum Aufbau einer einzigen Menschheitsfamilie, in der alle – Einzelpersonen, Völker und Nationen – ihr Verhalten entsprechend den Prinzipien der Brüderlichkeit und der Verantwortung regeln, bekräftigt Kardinal Tauran.</p>
<p>Was die Beziehung zwischen Christen und Muslimen angehe, so wird in der Botschaft abschließend angemerkt, sei ein „wichtiges Ziel“ erreicht worden. An verschiedenen Orten sei es ausgehend von einer gemeinsam gelebten Erfahrung und gemeinsam geteilten Sorgen dazu gekommen, dass man von der „Toleranz“ zur „Begegnung“ übergehe.</p></blockquote>
<p><span style="text-decoration:underline;"><strong>Unser Kommentar</strong></span>:<br />
Der &#8220;Vatikan&#8221; liegt völlig daneben mit dieser Sicht der Dinge. Die Armut, oder besser: die Bedürftigkeit, die Not auf der Welt kann erfolgreich und anhaltend nur bekämpft werden <strong>mit GOTT</strong>. Und da JESUS CHRISTUS <strong>GOTT</strong> ist, kann sie nur mit CHRISTUS eliminiert werden. Und <strong>mit Christus</strong> kann nur sein, wer an Ihn glaubt und Seine Gebote hält und Seine Lehre beobachtet. Wahre Christen können mit Gegen-Christen nichts Gottgefälliges (und damit Gottgestütztes und Gottgesegnetes) tun. &#8220;<strong>Ohne Mich könnt ihr <span style="text-decoration:underline;">nichts</span> tun</strong>&#8220;, spricht Jesus. Christen und Muslime können unmöglich eine <em>gemeinsame Berufung</em> zum Aufbau einer einzigen Menschheitsfamilie haben. Die &#8220;Berufung&#8221; eines Mohammed- und Korangläubigen ist ja die &#8220;Berufung&#8221; eines (erklärten) Gegen-Christen. Die Armut, die es für Christen zu bekämpfen gilt, ist in allererster Linie die Armut des Unglaubens, des Aberglaubens, des Irrglaubens, der Sünde = (Ab-)Sonderung von Gott. Die Christen haben die heilige Pflicht, zuallererst überall und in allem <strong>das Reich Gottes</strong> (= das Reich, die Herrschaft Christi) zu suchen. Alles andere, auch der Erfolg in der Armutsbekämpfung, wird ihnen dann hinzugegeben werden. Der &#8220;Vatikan&#8221; sucht aber in diesem Falle das Reich Gottes nicht (mehr), da er nicht das eine und erste Notwendige tut: die Missionierung (Bekehrung) der Muslime. All seine &#8220;Begegnung(en)&#8221; und &#8220;Brüderlichkeiten&#8221; werden deshalb fruchtlos bleiben, die Not nicht wenden, sondern sie noch verschlimmern. Statt Heil bewirkt er damit unerträgliches Unheil!</p>
<div class="zemanta-pixie"><img class="zemanta-pixie-img" src="http://img.zemanta.com/pixy.gif?x-id=e5201ff9-fccd-8407-94d7-0c83e1c7959e" alt="" /></div>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Grußwort der Bischöfe und Präsides in Nordrhein-Westfalen zum Ramadan 2009]]></title>
<link>http://deislam.wordpress.com/2009/09/07/gruswort-der-bischofe-und-prasides-in-nordrhein-westfalen-zum-ramadan-2009/</link>
<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 08:50:26 +0000</pubDate>
<dc:creator>deislam</dc:creator>
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<description><![CDATA[Zitat aus ZENIT.ORG: ZG09090503 &#8211; 05.09.2009 Permalink: http://www.zenit.org/article-18486?l=g]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Zitat aus ZENIT.ORG: ZG09090503 &#8211; 05.09.2009<br />
Permalink: <a href="http://www.zenit.org/article-18486?l=german" target="_blank">http://www.zenit.org/article-18486?l=german</a></p>
<blockquote><p><em>Grußwort der Bischöfe und Präsides in Nordrhein-Westfalen zum Ramadan 2009</em></p>
<p><strong>Die Religionen, Kraftquelle zum Engagement für das Wohl aller Menschen</strong></p>
<p>KÖLN, 5. September 2009 (ZENIT.org/PEK.org).- „Wir wünschen Ihnen eine segensreiche Zeit, in der Sie durch Fasten, Beten und Feiern den Glauben an den einen Gott und die Gemeinschaft untereinander vertiefen können“, heißt es in der Grußbotschaft der evangelischen Landeskirchen und der katholischen Bistümer in Nordrhein-Westfalen zum muslimischen Fastenmonat Ramadan und zum bevorstehenden Fest des Fastenbrechens.</p>
<p>In dem am 3. September veröffentlichten Dokument danken die katholischen Bischöfe und Präsides der evangelischen Landeskirchen zugleich für „die in diesen Tagen vielfach geübte Gastfreundschaft“, die bei den zahlreichen Einladungen zum Fastenbrechen zum Ausdruck komme. Sie hoffen, „dass durch diese Begegnungen die guten Kontakte zwischen Christen und Muslimen in den Städten und Gemeinden unseres Bundeslandes Nordrhein-Westfalen vertieft und ausgebaut werden“.</p>
<p>Besorgt zeigen sich die Repräsentanten der beiden Kirchen über „eine kleine rechtspopulistische Gruppierung mit dem Namen ,<a href="http://www.pro-nrw.org/" target="_blank">Pro NRW</a>’“, die in den vergangenen Monaten versucht habe, politisch Einfluss zu gewinnen. Diese Gruppierung schüre nicht nur gezielt Vorurteile gegen den Islam und mache pauschal die Ausländer für die sozialen Probleme in den Städten verantwortlich, sie versuche auch die Integrationspolitik sowie das kirchliche Engagement für einen Dialog der Religionen als falsch oder gefährlich darzustellen. „Die Positionen dieser Gruppierung sind mit dem christlichen Glauben nicht vereinbar“, betonen die Bischöfe und Präsides. Beide Kirchen hätten sich in der Vergangenheit immer wieder zu einem respektvollen Umgang mit Fremden und einer gleichberechtigten Beheimatung von Muslimen in unserer Gesellschaft bekannt. Dazu gehöre auch das Recht, würdige Moscheen zu errichten, und – sofern die in der Verfassung benannten Voraussetzungen erfüllt seien – die Einführung eines deutschsprachigen islamischen Religionsunterrichtes als ordentliches Lehrfach.</p>
<p>In ihrem „Ramadan Mubarak“ („Gesegneter Ramadan“) überschriebenen Grußwort verweisen die Kirchenvertreter auf die vielen lokalen Projekte, in denen sich christliche Gemeinden und Moscheevereine gemeinsam für Verständigung und Dialog einsetzten und Verantwortung für ihren Stadtteil übernähmen. „Der gemeinsame Einsatz für ein gelingendes Zusammenleben ist das beste Mittel im Kampf gegen Extremismus.“</p>
<p>Mit Blick auf den notwendigen weltweiten Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit sowie die Rechte religiöser Minderheiten sind Bischöfe und Präsides „dankbar, wenn Sie als Teil der weltweiten Glaubensgemeinschaft der Muslime Ihre Möglichkeiten nutzen und für die Rechte der Christen in mehrheitlich muslimischen Ländern eintreten“.</p>
<p>* * *</p>
<p>Sehr geehrte Verantwortliche in den muslimischen Gemeinschaften, liebe muslimische Gläubige,</p>
<p>zum Fastenmonat Ramadan und zum bevorstehenden Fest des Fastenbrechens übermitteln wir Ihnen unsere herzlichen Grüße. Wir wünschen Ihnen auch im Namen der evangelischen und katholischen Christen in unseren Landeskirchen und (Erz-)Bistümern eine segensreiche Zeit, in der Sie durch Fasten, Beten und Feiern den Glauben an den einen Gott und die Gemeinschaft untereinander vertiefen können.</p>
<p>Gleichzeitig danken wir Ihnen für die in diesen Tagen vielfach geübte Gastfreundschaft, die bei den zahlreichen Einladungen zum gemeinsamen Fastenbrechen zum Ausdruck kommt. Wir hoffen, dass durch diese Begegnungen die guten Kontakte zwischen Christen und Muslimen in den Städten und Gemeinden unseres Bundeslandes Nordrhein-Westfalen vertieft und ausgebaut werden.</p>
<p>Mit Sorge haben wir in den vergangenen Monaten wahrgenommen, dass eine kleine rechtspopulistische Gruppierung mit dem Namen „<a href="http://www.pro-nrw.org/" target="_blank">Pro NRW</a>“ versucht hat, politischen Einfluss zu gewinnen. Diese Gruppierung schürt gezielt Vorurteile gegen den Islam, macht pauschal die Ausländer für die sozialen Probleme in Städten und Stadtteilen verantwortlich und versucht, sowohl die Integrationspolitik wie auch das kirchliche Engagement für einen Dialog der Religionen als falsch und gefährlich darzustellen.</p>
<p>Die Positionen dieser Gruppierung sind mit dem christlichen Glauben nicht vereinbar. Die evangelische und die katholische Kirche haben sich in der Vergangenheit immer wieder zu einem respektvollen Umgang mit Fremden und einer gleichberechtigten Beheimatung von Muslimen in unserer Gesellschaft bekannt. Dazu gehört auch das Recht, würdige Moscheen zu errichten, und – sofern die in der Verfassung benannten Voraussetzungen erfüllt sind – die Einführung eines islamischen Religionsunterrichtes als ordentliches Lehrfach in deutscher Sprache.</p>
<p>Durch Aktionen wie die jährliche „Interkulturelle Woche“ oder das Projekt „Weißt du, wer ich bin?“ engagieren wir uns für ein friedliches Zusammenleben von Einheimischen und Zugewanderten, von Christen und Muslimen. Wir sind dankbar für die vielen lokalen Projekte, in denen sich christliche Gemeinden und Moscheevereine gemeinsam für Verständigung und Dialog einsetzen und Verantwortung für den Stadtteil übernehmen. Der gemeinsame Einsatz für ein gelingendes Zusammenleben ist das beste Mittel im Kampf gegen Extremismus. Daher ermutigen wir Sie, die muslimischen Verantwortlichen, ebenso wie unsere Pfarrerinnen und Pfarrer sowie die Mitglieder der Presbyterien und Pfarrgemeinderäte, dort, wo dies noch nicht geschehen ist, den Kontakt zu suchen und für den gegenseitigen Abbau von Vorurteilen einzutreten.</p>
<p>Wie wichtig es ist, dass Gläubige unterschiedlicher Religionen friedlich zusammen leben und vor Diskriminierung und gewaltsamen Übergriffen geschützt werden, ist uns in den letzten Monaten mit Blick auf unsere christlichen Schwestern und Brüder im Irak deutlich geworden. Wir sind sehr froh, dass sich Deutschland bereit erklärt hat, im Rahmen eines auf europäischer Ebene abgestimmten Verfahrens besonders schutzbedürftige Flüchtlinge aus dem Irak aufzunehmen. Unter ihnen sind viele Christen, die in ihrer Heimat aus religiösen Gründen verfolgt wurden.</p>
<p>Das Schicksal dieser Menschen mahnt uns, nicht nachzulassen im weltweiten Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit sowie die Rechte religiöser Minderheiten. In diesem Zusammenhang sind wir Ihnen dankbar, wenn Sie als Teil der weltweiten Glaubensgemeinschaft der Muslime Ihre Möglichkeiten nutzen und für die Rechte der Christen in mehrheitlich islamischen Ländern eintreten. Viele Kontakte zwischen Repräsentanten des Christentums und des Islam auf internationaler Ebene geben Anlass zu der Hoffnung, dass wir unsere Religionen mehr und mehr als Inspiration und Kraftquelle entdecken, die uns zum Engagement für das Wohl aller Menschen drängen.</p>
<p>In diesem Sinne sprechen wir Ihnen unsere besten Wünsche aus und erbitten für Sie und Ihre Gemeinden, für unser Land und die Welt den Frieden Gottes.</p></blockquote>
<p><span style="text-decoration:underline;"><strong>Unser Kommentar</strong></span>:<br />
Ach! Diese unverbesserlichen Heuchler und Fälscher und Verräter! Sie wünschen den Antichristen Gottes Segen für ihren Glauben! Sie sind in ihrer theologischen Selbstverdrehung und Verkommenheit unfähig geworden, den Widersinn und die horrende Sünde ihres Redens und Handelns einzusehen. Statt den Fremdling und Eindringling Islam als Erzfeind des Christentums und der (vormals und weithin immer noch) christlichen Heimat zu bekämpfen, verurteilen sie diejenigen (Christen und Vaterlandsliebenden), die es noch wagen, gegen ihn öffentlich Widerstand zu leisten! &#8220;Die Positionen dieser Gruppe seien mit dem christlichen Glauben nicht vereinbar&#8221;, behaupten sie frech. Entgegenhalten muss man diesen &#8220;Bischöfen&#8221; und &#8220;Präsides&#8221;, dass vielmehr ihre eigenen Positionen mit dem wahren christlichen Glauben absolut unvereinbar sind.</p>
<p><em><a name="bk8"><span style="text-decoration:underline;"><strong>2. Johannes</strong></span>: 8</a> <span id="vs8">Gebt acht auf euch selbst, damit ihr die Dinge nicht verliert, die wir erarbeitet haben, sondern dass ihr vollen Lohn erlangen mögt.</span> <a name="bk9">9</a> <span id="vs9">Jeder, der vorausdrängt und nicht in der Lehre des Christus bleibt, hat Gott nicht. Wer in dieser Lehre bleibt, der hat sowohl den Vater als auch den Sohn.</span> <a name="bk10">10</a> <span id="vs10"><strong>Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, so nehmt ihn niemals in euer Haus auf</strong>, noch entbietet ihm einen Gruß.</span> <a name="bk11">11</a> <span id="vs11">Denn wer ihm einen Gruß entbietet, hat an seinen bösen Werken teil.</span></em></p>
<div class="zemanta-pixie"><img class="zemanta-pixie-img" src="http://img.zemanta.com/pixy.gif?x-id=877ae081-7800-8c74-bac2-8e83af4e5696" alt="" /></div>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Erzbischof Zollitsch: Religionsfreiheit als Menschenrecht]]></title>
<link>http://deislam.wordpress.com/2009/09/05/erzbischof-zollitsch-religionsfreiheit-als-menschenrecht/</link>
<pubDate>Sat, 05 Sep 2009 11:35:31 +0000</pubDate>
<dc:creator>deislam</dc:creator>
<guid>http://deislam.wordpress.com/2009/09/05/erzbischof-zollitsch-religionsfreiheit-als-menschenrecht/</guid>
<description><![CDATA[Zitat aus ZENIT.ORG: ZG09090504 &#8211; 05.09.2009 Permalink: http://www.zenit.org/article-18487?l=g]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Zitat aus ZENIT.ORG: ZG09090504 &#8211; 05.09.2009<br />
Permalink: <a href="http://www.zenit.org/article-18487?l=german" target="_blank">http://www.zenit.org/article-18487?l=german</a></p>
<blockquote><p><strong>Erzbischof Zollitsch: Religionsfreiheit als Menschenrecht &#8211; Ansprache im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jos" target="_blank">nigerianischen Jos</a></strong></p>
<p>JOS/BERLIN, 5. September 2009 (ZENIT.org/DBK.de).- Wir veröffentlichen die Ansprache, die der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, am 3. September anlässlich einer Begegnung mit Erzbischof Ignatius Kaigama und dem Emir von Wase, Alhaji Abdullahi Haruna Maikano, in Jos (Nigeria) gehalten hat.</p>
<p>Die fundamentale Wertentscheidung der modernen westlichen Verfassungsordnungen für die Religionsfreiheit entspreche der christlichen Überzeugung, bekräftigte Erzbischof Zollitsch. „Die Anerkennung der Religionsfreiheit als ein auf die Würde des Menschen gründendes Menschenrecht macht es auf der einen Seite verständlich und im wohlverstandenen Sinne auch notwendig, dass Christen in der Begegnung mit Muslimen für den Gedanken eintreten, dass Christen in islamisch geprägten Ländern in gleichem Maße Religionsfreiheit genießen sollten wie Muslime in christlich geprägten.“</p>
<p>Die Ansprachen, die Erzbischof Zollitsch während seiner zehntägigen Nigeria-Reise hielt, und die persönlichen Eindrücke, die er dort sammelte, finden sich in seinem Internetblog.</p>
<p>* * *</p>
<p>Exzellenzen, königliche Hoheit, sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>bevor ich mit Ihnen einige meiner Gedanken zum Thema „Religionsfreiheit als Menschenrecht“ teile, will ich zunächst meiner Dankbarkeit Ausdruck geben, heute Abend hier in Jos, mitten in dem großen Land Nigeria, mit Ihnen, Herr Erzbischof Kaigama, und Ihnen, königliche Hoheit, zusammen sein zu dürfen.</p>
<p>Ich bin aus Deutschland nach Nigeria gekommen, um die Solidarität der Katholiken in Deutschland mit der katholischen Kirche und mit den Christen Nigerias zu bezeugen. Wir Christen sind ähnlich wie die Angehörigen der islamischen Glaubensgemeinschaft, der umma, Mitglieder einer weltweiten Gemeinschaft, die nicht nur eine Gemeinschaft des Glaubens ist, sondern auch eine Gemeinschaft der gegenseitigen Solidarität und des gegenseitigen Austausches und Lernens.</p>
<p>Lernen durften wir in der letzten Woche von unseren Brüdern in Nigeria, wie sie unter schwierigen wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen ihren Glauben leben, ihn bezeugen und ihn an die nächste Generation weitergeben. Lernen wollen wir gemeinsam, wie wir Christen noch mehr zur Überwindung von Armut und Leid, Krankheit und Not beitragen können. Einig sind wir uns dabei in der Überzeugung, dass der Glaube an den einen, guten und barmherzigen Gott, der uns alle geschaffen hat und der ein Freund des Lebens ist, uns dazu verpflichtet, mit aller Kraft für bessere Lebensbedingungen, für den Frieden unter den Menschen und für eine gerechtere Welt zu kämpfen.</p>
<p>Nigeria ist ein ähnlich bedeutendes Land in Afrika wie Deutschland in Europa. Die Gestaltung des Zusammenlebens unterschiedlicher Glaubensgemeinschaften in Nigeria, insbesondere das Verhältnis zwischen Christen und Muslimen, hat Bedeutung weit über Nigeria hinaus. Auch in Deutschland werden Fragen des Zusammenlebens der Religionen immer wichtiger. Lernen möchten wir Gäste aus Deutschland daher auch etwas darüber, wie die Führer der Religionen gemeinsame Wege zu einem guten Miteinander beschreiten; wie sie dazu beitragen können, den Frieden zu sichern; was sie unternehmen, Unfrieden und Spannungen in Frieden zu verwandeln.</p>
<p>Mit Sorge haben wir Nachrichten aufgenommen, dass es im November letzten Jahres auch hier in Jos zu Spannungen und Gewaltausbrüchen zwischen Menschen christlichen und muslimischen Glaubens gekommen ist. Doch wir haben auch erfahren dürfen, dass Sie, Herr Erzbischof, und Sie Emir von Wase, als die beiden höchsten religiösen Autoritäten dieser Region gemeinsam und mutig Übergriffen und Gewaltausbrüchen entgegengetreten sind. Damit geben Sie  den Menschen ein Beispiel für das gelingende Miteinander von Muslimen und Christen, für den gemeinsamen Einsatz gegen Hass und Gewalt und für die gemeinsame Suche nach mehr Gerechtigkeit. Auf diese Weise bezeugen Sie, dass der eine Schöpfergott, an den Christen und Muslime glauben, zwischen seinen Geschöpfen nicht Hass und Gewalt, sondern Gerechtigkeit und Friede verwirklicht sehen will. Umso dankbarer sind wir, dass Sie uns Gästen aus Deutschland heute Abend Anteil schenken an Ihrer Gemeinschaft.</p>
<p>Islam in Deutschland</p>
<p>Wir haben uns daran gewöhnt, in den Bereichen Wirtschaft und Handel viel von Globalisierung zu sprechen. Inzwischen wird uns immer deutlicher bewusst, dass wir auch im Bereich des Religiösen von Globalisierung sprechen müssen.</p>
<p>Auch für Deutschland gilt, dass das friedliche Zusammenleben und gedeihliche Miteinander von Christen und Muslimen von wachsender Bedeutung für die Entwicklung unseres Landes ist. In Deutschland leben heute rund 4 Mio. Muslime. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch vor zwanzig Jahren, und die Zahlen werden weiter steigen. Nach Frankreich und vor Großbritannien hat Deutschland unter allen Mitgliedsländern der Europäischen Union die zweitgrößte muslimische Bevölkerung.</p>
<p>Ursache für diese dynamisch wachsende islamische Präsenz ist die Arbeitsmigration, die in Deutschland Ende der fünfziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts einsetzte und bis in die frühen siebziger Jahre andauerte. Der größte Teil der muslimischen Arbeitsmigranten stammt aus der Türkei. Zur wirtschaftlich bedingten Einwanderung von Muslimen kommt als zweite Ursache hinzu ein jahrzehntelang recht großzügiges Asylrecht, das Deutschland zu einem Zufluchtsort für politisch, rassisch und religiös Verfolgte und für Flüchtlinge aus fast allen Krisengebieten der Welt gemacht hat. Bis in den letzten Jahren die Zugangsbarrieren erhöht wurden, sind insbesondere aus den islamischen Ländern, die von vielen Konflikten heimgesucht werden – darunter auch aus Afrika – viele Hunderttausend Menschen als Flüchtlinge zu uns gekommen. Viele von ihnen haben bei uns dauerhaft Zuflucht gefunden und konnten eine neue Existenz aufbauen.</p>
<p>Trotz seiner vornehmlich türkischen Prägung ist der Islam in Deutschland daher auch ein Abbild der Vielgestaltigkeit dieser Weltreligion. Neben den beiden Hauptgruppen der Sunniten und Schiiten sind auch zahlreiche islamische und aus dem Islam hervorgegangene Sondergruppen vertreten. Wie in Afrika gibt es bei uns einen orthodoxen, primär an den überlieferten Gesetzen der Scharia orientierten und einen eher spirituellen, mystisch geprägten Islam. Die vier sunnitischen Rechtsschulen – Hanafiten, Schafi`iten, Malekiten und Hanbaliten – sind bei uns ebenso vertreten wie die schiitische Dschafaria.</p>
<p>Viel zu lange dachte man in Deutschland, die muslimischen „Gastarbeiter“ würden bald in ihre Heimat zurückkehren. Tatsächlich haben viele von ihnen im Laufe der Zeit damit begonnen, ihre Frauen und Kinder nachzuholen. Damit änderte sich die Situation in tiefgreifender Weise. Brauchten die Muslime zunächst nur Gelegenheiten zur Verrichtung der täglichen Gebete, wuchs mit dem Nachzug der Familien das Bedürfnis nach einer vollständigen islamischen Infrastruktur, die die Praktizierung des islamischen Glaubens und seine Weitergabe an die nachwachsende Generation ermöglicht. Derzeit gibt es in Deutschland schätzungsweise rund 2.500 Moscheen. Sie werden alle von privatrechtlich organisierten muslimischen Vereinen getragen. Schon bald sind im Umfeld der Moscheen spezialisierte Geschäfte für religiöse Literatur, für rituell reine Nahrung und für Kleidung gemäß der islamischen Tradition entstanden. Wie sehr sich die religiösen Verhältnisse in Deutschland gewandelt haben, dies wird u.a. auch daran deutlich, dass der Bundesinnenminister den Islam seit nunmehr drei Jahren als „Teil Deutschlands“ bezeichnet.</p>
<p>Einsatz für die Religionsfreiheit in Deutschland</p>
<p>Deutschland ist in seiner Geschichte und Kultur vom Christentum geprägt. Knapp zwei Drittel der Bevölkerung sind Christen. Politisch und rechtlich gesehen aber ist Deutschland kein christliches Land. 1919 wurden Staat und Kirche bzw. Staat und Religion in Deutschland klar unterschieden, nicht aber streng von einander getrennt. Sie kooperieren zum Wohle der Menschen, die sowohl Bürger des Staates als auch Angehörige einer Kirche oder einer anderen Glaubensgemeinschaft sind. Im Zentrum dieser Kooperation steht die Religionsfreiheit. Bereits die Präambel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1948 betont, dass das höchste Streben des Menschen einer Welt gilt, „in der die Menschen Rede- und Glaubensfreiheit genießen“. In einem parlamentarisch-demokratischen Rechtsstaat, wie Deutschland 1919 und dann wieder 1949 einer geworden ist, wird Religionsfreiheit gemäß den Übereinkommen der Vereinten Nationen verstanden als ein Menschenrecht. Die Gewährleistung der umfassend verstandenen Religionsfreiheit zählt in Deutschland daher zu den Grundlagen der staatlichen Ordnung. Der vom Christentum geprägte und wertgebundene, aber im Hinblick auf ein spezifisches religiöses Bekenntnis zugleich neutrale Staat hat daher dafür Sorge zu tragen, dass alle seine Bürger unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit ihren Glauben frei bekennen und praktizieren können.</p>
<p>Die Präsenz des Islam in Deutschland wird im öffentlichen Leben vor allem durch (den Bau von) Moscheen sichtbar. Eine Moschee dient der Verwirklichung der Religionsfreiheit. Ihre Errichtung ist daher im Rahmen der deutschen Rechtsordnung vom Grundrecht auf Religionsfreiheit geschützt. Dies ist nicht nur eine in weiten Teilen der deutschen Politik und Öffentlichkeit vorherrschende Auffassung. Dies entspricht auch der Überzeugung der Deutschen Bischofskonferenz. Die Muslime in Deutschland geben sich heute nicht mehr mit unauffälligen Gebäuden in Stadtrandgebieten zufrieden, sondern sie streben repräsentative Bauten an, oft nach dem Vorbild der großen Moscheen aus der Zeit des Osmanischen Reiches auf dem Gebiet der heutigen Türkei. Menschen, in deren Nachbarschaft eine solche Moschee gebaut werden soll, empfinden dies allerdings oft als Inbegriff des ihnen religiös oder kulturell Fremden. Zudem zeigt sich, dass dem Bau einer Moschee ein Streit darum folgen kann, ob überhaupt, und wenn ja wie oft und in welcher Lautstärke vom Minarett aus zum Gebet gerufen werden darf. So gibt es in Deutschland zum Bau großer Moscheen sehr verschiedene Auffassungen und Kontroversen, die indessen Gott sei Dank bislang regelmäßig ohne Gewaltanwendung und alles in allem friedlich gelöst werden. Dazu trägt die Deutsche Bischofskonferenz bei, indem sie das Recht der Muslime zum Bau von Moscheen öffentlich verteidigt und andererseits die Muslime zu mehr Dialog mit der Gesellschaft ermutigt und zu mehr Transparenz bei der Finanzierung auffordert. Zugleich setzt sich die Kirche auf der Ebene der Gemeinden für angemessene Lösungen ein, die den legitimen Interessen aller Beteiligten Rechnung trägt. Die erfolgreiche Bewältigung von Moscheebaukonflikten hat sich wiederholt als Ansatzpunkt für ein offeneres Miteinander erwiesen.</p>
<p>Zu den wichtigsten religionspolitischen Anliegen der Muslime in Deutschland gehört die Verbesserung der religiösen Bildung der in Deutschland heranwachsenden muslimischen Jugend. Die von den Moscheegemeinden angebotenen Korankurse werden fast ausschließlich von Imamen aus den Herkunftsländern durchgeführt. Sie gelten – auch bei vielen Muslimen – als nicht ausreichend. Mit den Korankenntnissen werden häufig zugleich auch die in den Herkunftsländern der jeweiligen Imame geltenden Verhaltensnormen vermittelt, ohne dass die völlig andere Lebenssituation der in Deutschland aufwachsenden Kinder Berücksichtigung findet. Die Deutsche Bischofskonferenz hat sich vor diesem Hintergrund wiederholt und mit Nachdruck dafür eingesetzt, dass die muslimischen Kinder und Jugendlichen an öffentlichen Schulen unter den gleichen, in der Verfassung verankerten Bedingungen Religionsunterricht erhalten wie christliche. Sie begrüßt, dass inzwischen an mehreren deutschen Universitäten auch muslimische Religionslehrer für die Durchführung von Islamunterricht an öffentlichen Schulen ausgebildet werden.</p>
<p>Die Lehre der katholischen Kirche über die Religionsfreiheit als ein Menschenrecht</p>
<p>Historisch gründet unsere heutige wertgebundene, in religiöser Hinsicht aber neutrale Verfassungsordnung auf der traurigen Erfahrung von blutigen Religionskriegen. In ihrer Folge hat der Staat das Wahrheitsmonopol aus der Hand gegeben, indem er notgedrungen lernte, auf die Durchsetzung religiöser Überzeugungen mit staatlicher Gewalt zu verzichten. Für die katholische Kirche liegt der tiefere Grund für die Anerkennung der Religionsfreiheit als ein Bürger- bzw. Menschenrecht in ihrer Überzeugung, dass Gott den Menschen als ein freies Gegenüber geschaffen hat und dass der Glaube an Gott nur in freier Entscheidung authentisch gelebt werden kann.</p>
<p>Die Lehre der katholischen Kirche zur Frage der Religionsfreiheit hat sich im 19. und 20. Jahrhundert weiterentwickelt und im II. Vatikanischen Konzil ihren bisherigen Abschluss gefunden. Das vielleicht wichtigste aller Dokumente des II. Vatikanischen Konzils ist die Erklärung über die Religionsfreiheit vom 7. Dezember 1965. In diesem Dokument bekennt sich die katholische Weltkirche nach intensiver Diskussion zu der Auffassung, „dass die menschliche Person das Recht auf religiöse Freiheit hat“. Noch wichtiger als dieses Bekenntnis selbst ist, wie es begründet wird: „Ferner erklärt das Konzil, das Recht auf religiöse Freiheit sei in Wahrheit auf die Würde der menschlichen Person selbst gegründet, so wie sie durch das geoffenbarte Wort Gottes und durch die Vernunft selbst erkannt wird.“</p>
<p>Nach dieser Lehre der Kirche entspricht Religionsfreiheit mit anderen Worten dem Willen unseres Schöpfers selbst. Diese Erkenntnis ist von größter Bedeutung. Daraus müssen sich nach der Überzeugung der Väter des Konzils Konsequenzen für die staatliche Rechtsordnung ergeben. In der Erklärung zur Religionsfreiheit des II. Vatikanischen Konzils heißt es daher weiter: „Dieses Recht der menschlichen Person auf religiöse Freiheit muss in der rechtlichen Ordnung der Gesellschaft so anerkannt werden, dass es zum bürgerlichen Recht wird.“</p>
<p>Mit diesen Aussagen erteilt die katholische Kirche älteren, zuvor von vielen ihrer eigenen Führer vertretenen Auffassungen eine endgültige Absage, denen zufolge Religionsfreiheit dem Anspruch auf Wahrheit unterzuordnen, also nur für die Christen zu fordern und vom Staat nur für Christen zu verwirklichen wäre. Sie stellt sich, indem sie die Religionsfreiheit menschenrechtlich grundgelegt hat, auf den Boden der modernen Verfassungsentwicklungen, welche den demokratischen Rechtsstaat hervorgebracht haben, dessen vornehmste Aufgabe in der Gewährleistung der Menschenrechte einschließlich der Religionsfreiheit liegt. Indem sie diese menschenrechtliche Grundlegung letztlich in der Würde des Menschen und damit in der Schöpfung selbst verankert, liefert sie eine theologische Grundlage für ein friedliches, von Respekt füreinander geprägtes Zusammenleben verschiedener Religionen: Es geht um den entscheidenden  und zukunftsweisenden Auftrag, nicht nur für die eigene religiöse Freiheit, sondern auch für die religiöse Freiheit der anderen einzutreten.</p>
<p>Die fundamentale Wertentscheidung der modernen westlichen Verfassungsordnungen für die Religionsfreiheit entspricht somit auch christlicher Überzeugung. Die Anerkennung der Religionsfreiheit als ein auf die Würde des Menschen gründendes Menschenrecht macht es auf der einen Seite verständlich und im wohlverstandenen Sinne auch notwendig, dass Christen in der Begegnung mit Muslimen für den Gedanken eintreten, dass Christen in islamisch geprägten Ländern in gleichem Maße Religionsfreiheit genießen sollten wie Muslime in christlich geprägten.</p>
<p>Das Grundrecht der Religionsfreiheit steht nicht nur in der deutschen Gesellschaft, sondern nahezu überall in der Welt zunehmend im Kontext der Religionsverschiedenheit und in Teilen der Welt auch der Religionslosigkeit. Wo die Grenzen zwischen der Glaubensfreiheit des einen und der Glaubensfreiheit des andern zu ziehen sind, darüber müssen sich unsere Gesellschaften auf friedlichem Wege verständigen. Christen und Muslime sind auch in diesem Zusammenhang aufgefordert, sich über ihren Glauben auszutauschen, Brücken des Vertrauens zu bauen und den Völkern, in denen sie leben, damit überzeugende Beispiele zu geben. Unter diesem Vorzeichen sehe ich auch unser heutiges Zusammentreffen und die Möglichkeit des Gedankenaustauschs. Dafür bin ich Ihnen von Herzen dankbar.</p></blockquote>
<div class="zemanta-pixie"><img class="zemanta-pixie-img" src="http://img.zemanta.com/pixy.gif?x-id=6057e944-a85d-809b-8bb4-9f429aa43ab0" alt="" /></div>
<p><span style="text-decoration:underline;"><strong>Unser Kommentar:</strong></span> <em>(folgt!)</em></p>
<p><em>Siehe dazu vorerst (auch) unsere 4-teilige Stellungnahme zur Konzilserklärung &#8220;über die Religionsfreiheit&#8221;:</em></p>
<ul>
<li><a href="http://deislam.wordpress.com/2009/04/08/die-konzilserklarung-uber-die-religionsfreiheit-dignitatis-humanae-1/" target="_blank">http://deislam.wordpress.com/2009/04/08/die-konzilserklarung-uber-die-religionsfreiheit-dignitatis-humanae-1/</a></li>
<li><a href="http://deislam.wordpress.com/2009/04/30/die-konzilserklarung-uber-die-religionsfreiheit-dignitatis-humanae-2/" target="_blank">http://deislam.wordpress.com/2009/04/30/die-konzilserklarung-uber-die-religionsfreiheit-dignitatis-humanae-2/</a></li>
<li><a href="http://deislam.wordpress.com/2009/05/16/die-konzilserklarung-uber-die-religionsfreiheit-dignitatis-humanae-3/" target="_blank">http://deislam.wordpress.com/2009/05/16/die-konzilserklarung-uber-die-religionsfreiheit-dignitatis-humanae-3/</a></li>
<li><a href="http://deislam.wordpress.com/2009/05/25/die-konzilserklarung-uber-die-religionsfreiheit-dignitatis-humanae-4/" target="_blank">http://deislam.wordpress.com/2009/05/25/die-konzilserklarung-uber-die-religionsfreiheit-dignitatis-humanae-4/</a></li>
</ul>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kardinal Tauran: Gespräche mit Andersgläubigen sind eine Bereicherung]]></title>
<link>http://deislam.wordpress.com/2009/06/10/kardinal-tauran-gesprache-mit-andersglaubigen-sind-eine-bereicherung/</link>
<pubDate>Wed, 10 Jun 2009 18:17:39 +0000</pubDate>
<dc:creator>deislam</dc:creator>
<guid>http://deislam.wordpress.com/2009/06/10/kardinal-tauran-gesprache-mit-andersglaubigen-sind-eine-bereicherung/</guid>
<description><![CDATA[Zitat aus ZENIT.org: ZG09061007 &#8211; 10.06.2009 Permalink: http://www.zenit.org/article-18017?l=g]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Zitat aus ZENIT.org: ZG09061007 &#8211; 10.06.2009<br />
Permalink: <a href="http://www.zenit.org/article-18017?l=german" target="_blank">http://www.zenit.org/article-18017?l=german</a></p>
<blockquote><p><strong>Kardinal Tauran: Gespräche mit Andersgläubigen sind eine Bereicherung</strong></p>
<p>MANTAUBAN, Frankreich, 10. Juni 2009 (ZENIT.org).- Religionen sind in multikulturellen Gesellschaften „zum Besten und zum Schlimmsten fähig&#8221;, erklärte Kardinal Jean-Louis Tauran, Präsident des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog, vor wenigen Tagen in Mantauban, Frankreich.</p>
<p>Im Rahmen einer internationalen interreligiösen Konferenz wandte sich der Kardinal besonders an jene, die Religion als Vorstufe zum Terrorismus betrachten. Dies &#8211; so Tauran &#8211; sei paradox, weil dadurch „Religionen als gefährlich wahrgenommen werden&#8221;. Geschehe Terror im Zusammenhang mit dem Islam, so sei das „nicht auf den wahren Islam zurückzuführen, der von der großen Mehrheit der Anhänger dieser Religion praktiziert wird&#8221;.</p>
<p>Dem schlechten Ruf der Religion zum Trotz komme die Frage nach Gott wieder neu auf &#8211; „in einer viel hartnäckigeren Weise als jemals zuvor. Wir nehmen an einer Rückkehr des Religiösen teil, einer Wiedergeburt des Heiligen&#8221;, betonte der Kurienkardinal.</p>
<p>Gefordert sei heute ein gutes Wissen über die eigene religiöse Tradition, um sich über die eigene persönliche Identität im Klaren zu sein. Gleichzeitig sei die Kirche offen zum Gespräch mit den Gläubigen anderer Konfessionen, das eine „Quelle der Bereicherung für jeden&#8221; sei. Interreligiöser Dialog bedeute freilich nicht, dass alle Religionen mehr oder weniger dasselbe lehrten, sondern dass „alle Menschen, die Gott suchen, die gleiche Würde haben&#8221;. Es sei beim Dialog wichtig, den Standpunkt des Anderen zu verstehen.</p></blockquote>
<p><span style="text-decoration:underline;"><strong>Unser Kommentar</strong></span>:<br />
Ein weiterer schäbiger, kläglicher Beitrag zur Verniedlichung, Beschönigung, Verharmlosung, ja Leugnung der (Gemein-)Gefährlichkeit des Islam und damit einhergehend zum schlechten und immer noch schlechteren Ruf der einzig wahren Religion seitens des Vatikans! Seit 2007 ist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Louis_Tauran" target="_blank">Jean-Louis Kardinal Tauran</a> Präsident des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/P%C3%A4pstlicher_Rat_f%C3%BCr_den_Interreligi%C3%B6sen_Dialog" target="_blank">Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog</a>. Er spricht also als solcher immer auch im Namen des Papstes! Er ist aber so extrem naiv, so hartnäckig verblendet, so schuldhaft unwissend über &#8220;die eigene religiöse Tradition&#8221; und über den realen Islam, dass er aus der (unleugbaren) Tatsache, dass die große Mehrheit der Anhänger des Islams keinen Terror ausübt, widersinnig schließt, dass die relativ Wenigen, die den Terror praktizieren, sich nicht auf den wahren Islam berufen können. Für ihn ist also der (wahre) Islam nicht gefährlich und auch keine &#8220;Vorstufe zum Terrorismus&#8221;. Er erkennt an und in ihm (gleich wie in der katholischen Glaubenswelt, die er zu vertreten meint) vielmehr &#8220;eine Rückkehr des Religiösen, eine Wiedergeburt des Heiligen&#8221; und im Dialog mit dieser &#8220;religiösen Tradition&#8221; (dem Islam) &#8220;eine Quelle der Bereicherung für jeden&#8221;! &#8211; Diese gravierende anhaltende Wahrnehmungs-Krankheit des &#8220;interreligiösen Vatikans&#8221; könnte unseres Erachtens nur geheilt werden, wenn man jedes einzelne beteiligte Dikasterium mit seiner &#8220;Belegschaft&#8221; zwecks &#8220;Bereicherung&#8221; (und daraus hoffentlich erfolgende &#8220;persönliche Identitäts-Klärung&#8221;)  für Jahre in ein (je  anderes) muslimisch dominiertes, &#8220;koranisiertes&#8221;, &#8220;schariasiertes&#8221; Land dislozieren würde! Die Expatriierten würden dann sehr bald am eigenen Geist und Leib erfahren, dass die vorherrschende &#8220;Religion&#8221; zu &#8220;ihrem Besten&#8221; [zum Besten des Islams] und damit &#8220;zum Schlimmsten&#8221; für DIE RELIGION fähig ist!</p>
<p><strong><span style="text-decoration:underline;">Auch eine sorgfältige Lektüre folgender Schriften könnte Einsicht bringen</span></strong>:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.amazon.de/Islam-Terrorismus-wirklich-Christentum-Gewalt/dp/393519739X" target="_blank">Mark A. Gabriel: Islam und Terrorismus</a></li>
<li><a href="http://www.amazon.com/exec/obidos/tg/detail/-/0895260131/ref=ase_robertspencer-20/103-1603172-8127010?v=glance&#38;s=books" target="_blank">The Politically Incorrect Guide to Islam (and the Crusades)</a></li>
<li><a href="http://www.jihadwatch.org/dhimmiwatch/archives/023299.php" target="_blank">Magdi Cristiano Allam (Ex-Muslim): <strong><em>&#8220;Islamic extremism and terrorism are the mature fruit&#8221; of following &#8220;the sayings of the Quran and the thought and action of Mohammed&#8221;</em></strong></a></li>
<li><a href="http://www.amazon.com/exec/obidos/tg/detail/-/0971448124/qid=1101648490/sr=8-1/ref3Dpd_csp_1?v=glance&#38;s=books&#38;n=507846" target="_blank">Prophet of Doom: Islam&#8217;s Terrorist Dogma in Muhammad&#8217;s Own Words</a></li>
<li><a href="http://58millionamericans.com/html/islam_is_terror.html" target="_blank">Islam IS Terror</a></li>
<li><a href="http://www.terror.i110.de/" target="_blank">Hard Facts: Terrorismus</a></li>
</ul>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wahre Christen pflegen keine Gemeinschaft, keine Zusammenarbeit, keine Freundschaft mit Anti-Christen!]]></title>
<link>http://deislam.wordpress.com/2009/06/05/wahre-christen-pflegen-keine-gemeinschaft-keine-zusammenarbeit-keine-freundschaft-mit-anti-christen/</link>
<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 09:23:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>deislam</dc:creator>
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<description><![CDATA[Zitat aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Korinther (6, 11-18; 7, 1): &#8220;Offen habe]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><em>Zitat aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Korinther (6, 11-18; 7, 1):</em></p>
<p><a title="Apostel Paulus by islamkritik, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/islamkritik/3516201988/"><img style="float:left;cursor:hand;margin:0 10px 10px 0;" src="http://farm4.static.flickr.com/3311/3516201988_11006ef9f7_m.jpg" alt="Apostel Paulus" width="230" height="240" /></a>&#8220;Offen habe ich zu euch geredet, ihr Korinther; mein Herz hat sich weit aufgetan. Ihr nehmt keinen engen Raum in uns ein; aber in euern Herzen ist es eng. Vergeltet Gleiches mit Gleichem: erweitert auch ihr euer Herz; ich rede ja zu euch wie zu Kindern.</p>
<p><strong>Ziehet nicht an einem Joche mit den Ungläubigen. Denn welche Gemeinschaft hat die Gerechtigkeit mit der Ungerechtigkeit? Oder wie kann sich Licht zu Finsternis gesellen? Wie stimmt Christus mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Belial" target="_blank">Belial</a> überein? Oder was hat der Gläubige mit dem Ungläubigen zu tun? Wie verträgt sich der Tempel Gottes mit Götzen? Denn wir sind der Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott bezeugt: Ich will unter ihnen wohnen und wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein </strong>(3 Mos 26, 12)<strong>. Darum gehet hinweg aus ihrer Mitte und sondert euch ab, spricht der Herr, und rühret nicht an, was unrein ist </strong>(Is 52, 11)<strong>. So werde ich euch aufnehmen und werde euer Vater sein, und ihr werdet mir Söhne und Töchter sein, spricht der Herr, der Allmächtige </strong>(2 Sm 7, 14)<strong>. Da wir die Verheißungen haben, Geliebteste, so lasst uns von aller Befleckung des Fleisches <span style="text-decoration:underline;">und des Geistes</span> uns reinigen und die Heiligung vollenden in der Furcht Gottes.</strong>&#8220;</p>
<p><em>Dieser Abschnitt lautet im Kirchen-Latein (<a href="http://vulsearch.sourceforge.net/html/2Cor.html" target="_blank">Vulgata</a>) so:</em></p>
<p>&#8220;Nolite jugum ducere cum infidelibus. Quæ enim participatio justitiæ cum iniquitate ? aut quæ societas luci ad tenebras ? quæ autem conventio Christi ad Belial ? aut quæ pars fideli cum infideli ? qui autem consensus templo Dei cum idolis ? vos enim estis templum Dei vivi, sicut dicit Deus : Quoniam inhabitabo in illis, et inambulabo inter eos, et ero illorum Deus, et ipsi erunt mihi populus. Propter quod exite de medio eorum, et separamini, dicit Dominus, et immundum ne tetigeritis : et ego recipiam vos : et ero vobis in patrem, et vos eritis mihi in filios et filias, dicit Dominus omnipotens. Has ergo habentes promissiones, carissimi, mundemus nos ab omni inquinamento carnis et spiritus, perficientes sanctificationem in timore Dei.&#8221;</p>
<p><em>Und die katholische <a href="http://www.catholicfirst.com/thefaith/bible/2corinthians.cfm" target="_blank">Douay-Rheims</a>-Version (Englisch) lautet:</em></p>
<p>&#8220;Bear not the yoke with unbelievers. For what participation hath justice with injustice? Or what fellowship hath light with darkness? And what concord hath Christ with Belial? Or what part hath the faithful with the unbeliever? And what agreement hath the temple of God with idols? For you are the temple of the living God: as God saith: I will dwell in them and walk among them. And I will be their God: and they shall be my people. Wherefore: Go out from among them and be ye separate, saith the Lord, and touch not the unclean thing: And I will receive you. And will be a Father to you: and you shall be my sons and daughters, saith the Lord Almighty. Having therefore these promises, dearly beloved, let us cleanse ourselves from all defilement of the flesh and of the spirit, perfecting sanctification in the fear of God.&#8221;</p>
<h2><span style="text-decoration:underline;"><strong>Daraus folgt:</strong></span></h2>
<p><strong>Was die Kirchenführung seit dem II. Vatikanum (zunehmend) tut, nämlich: Verbrüderung, Freundschaft, Zusammenarbeit, Gemeinschaft mit <span style="text-decoration:underline;">Juden, Muslimen</span>, Buddhisten, Hindus, und so fort, stimmt nicht überein mit, ja widerspricht den Aufforderungen des Apostels Paulus und damit (mit) den Weisungen des Heiligen Geistes; denn sie alle, (vor allem aber) die Juden und Muslime, sind in Wirklichkeit UNGLÄUBIGE, ja mehr noch: GLAUBENS-GEGNER, GLAUBENS-FEINDE, ANTI-CHRISTEN! Alle diese Nicht-Christen sind objektiv Befangene und Gefangene von Unrechts- und <span style="text-decoration:underline;">Ungerechtigkeits</span>-Systemen, sind &#8220;Einwohner&#8221; der <span style="text-decoration:underline;">Finsternis</span>, Gegängelte, Abhängige <span style="text-decoration:underline;">Belials</span>, <span style="text-decoration:underline;">Götzen</span>-Diener. Sie sind (geistlich) <span style="text-decoration:underline;">unrein</span>. Vor allem die Juden und die Muslime sehen sich zudem als von GOTT allein, exklusiv Legitimierte, Berufene, <span style="text-decoration:underline;">ihren</span> &#8220;Glauben&#8221; (und damit in Wirklichkeit ihren <span style="text-decoration:underline;">Wider</span>-Glauben) (unter Verdrängung, Bekämpfung, Vernichtung des einzig wahren, des christlichen) auf der ganzen Welt als allein herrschenden einzupflanzen, aufzurichten und zu erhalten, zu verteidigen. Die Kirchenführung aller Stufen hätte die heilige Pflicht, sich selbst und die ihrer Obhut anbefohlenen Gläubigen vor allem Einfluss, vor aller Befleckung durch den ANTIGÖTTLICHEN GEIST zu schützen, zu bewahren. Stattdessen fordert sie sich und sie seit Jahr und Tag auf, sich mit ihnen zu &#8220;versöhnen&#8221;, mit ihnen &#8220;an einem Strick zu ziehen&#8221;, mit ihnen diese Welt zu &#8220;einer Welt der Gerechtigkeit, des Lichtes, des Friedens&#8221; zu gestalten. Das ist Verblendung im höchsten Grad! Die Weisung GOTTES, des HEILIGEN GEISTES durch den heiligen Völkerapostel Paulus lautet demgegenüber: &#8220;<span style="text-decoration:underline;">Darum gehet hinweg aus ihrer Mitte und sondert euch ab&#8230; und rühret nicht an, was unrein ist.</span>&#8221; Nun haben sich Unzählige aus Klerus und Volk aber schon gewöhnt an diese Verunreinigung, diese Verfinsterung, diese Entsakralisierung <span style="text-decoration:underline;">ihres Tempels</span>. Es muss deshalb wohl ein unvorstellbares Gottesgericht kommen, ehe sich vor allem die Kirchenführung (wieder) eines Besseren besinnt und &#8220;die Heiligung (der [noch] ungläubigen Welt) vollendet in der Furcht (des einzig wahren) Gottes&#8221; &#8211; durch Verkündigung, Predigt, MISSION, BEKEHRUNGS-AUFRUF(E)! Der MISSIONS-BEFEHL unseres HERRN und GOTTES, JESUS CHRISTUS, WAHRER GOTT VOM WAHREN GOTT, EWIGES LICHT VOM EWIGEN LICHTE, lautete nicht: Gehet hin in alle Welt und biedert euch allen Un- und Irrgläubigen an als Freunde und als Brüder UND LERNET VON IHNEN und vermeidet, unterlasst alles, was Zwietracht, Streit, Unfrieden, Krieg schürt und baut mit ihnen zusammen eine harmonische, tolerante, friedliche Welt auf, sondern: Predigt, gelegen oder <span style="text-decoration:underline;">ungelegen</span>, willkommen oder &#8220;Eintracht störend&#8221;; <span style="text-decoration:underline;">LEHRET SIE</span> HALTEN ALLES, WAS <span style="text-decoration:underline;">ICH</span> EUCH GEBOTEN HABE!<br />
</strong></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Zwei orthodoxe Rabbiner ordiniert]]></title>
<link>http://kanzelschwalbe.wordpress.com/2009/06/02/zwei-orthodoxe-rabbiner-ordiniert/</link>
<pubDate>Tue, 02 Jun 2009 18:18:51 +0000</pubDate>
<dc:creator>kanzelschwalbe</dc:creator>
<guid>http://kanzelschwalbe.wordpress.com/2009/06/02/zwei-orthodoxe-rabbiner-ordiniert/</guid>
<description><![CDATA[Manchmal bringt die Tagesschau auch erfreuliche Nachrichten. Diese zum Beispiel. Erstmals nach 70 Ja]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Manchmal bringt die Tagesschau auch erfreuliche Nachrichten.<br />
<a href="http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/rabbiner-ordination-synagoge-ID1243602256677.xml"><strong>Diese</strong></a> zum Beispiel. </p>
<p>Erstmals nach 70 Jahren wurden in Deutschland wieder zwei orthodoxe Rabbiner in München ordiniert.<br />
Vor einigen Jahren wurden schon liberale Rabbiner ordiniert. </p>
<p>Gottes Segen Euch beiden!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Benedikt XVI. vor dem Jerusalemer Großmufti]]></title>
<link>http://deislam.wordpress.com/2009/05/29/benedikt-xvi-vor-dem-jerusalemer-grosmufti/</link>
<pubDate>Fri, 29 May 2009 10:00:29 +0000</pubDate>
<dc:creator>deislam</dc:creator>
<guid>http://deislam.wordpress.com/2009/05/29/benedikt-xvi-vor-dem-jerusalemer-grosmufti/</guid>
<description><![CDATA[Aus ZENIT.org: ZG09052013 &#8211; 20.05.2009 (Hervorhebungen und Inline-Links von uns!) Aktive Fried]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Aus <a href="http://www.zenit.org/article-17864?l=german" target="_blank">ZENIT.org: ZG09052013 &#8211; 20.05.2009</a> <em>(Hervorhebungen und Inline-Links von uns!)</em></p>
<blockquote><p>Aktive Friedensarbeit: Ansprache Benedikts XVI. vor dem Jerusalemer Großmufti</p>
<p>An der Heilung von Trennungen mitwirken und Solidarität fördern</p>
<p>ROM, 20. Mai 2009 (ZENIT.org).- Wir veröffentlichen die offizielle Übersetzung der Ansprache, die Papst Benedikt XVI. im Rahmen seiner Pilgerreise ins Heilige Land am 12. Mai anlässlich des Höflichkeitsbesuchs bei Großmufti <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Muhammad_Ahmad_Hussein" target="_blank">Muhammad Ahmad Hussein</a> in Jerusalem gehalten hat.</p>
<p>Alle Menschen, <strong>die den einen Gott anbeteten</strong>, sollten „sichtbar machen, dass sie sowohl auf dem Boden der Einheit der ganzen Menschheitsfamilie stehen als auch auf sie ausgerichtet sind. Man könnte mit anderen Worten sagen, dass <strong>die Treue zu dem einen Gott, dem Schöpfer, dem Allerhöchsten</strong>, dazu führt anzuerkennen, daß alle Menschen grundlegend miteinander verbunden sind, da alle ihr Dasein einer einzigen Quelle verdanken und auf ein gemeinsames Ziel hingeordnet sind. Ihnen allen ist das unauslöschliche Abbild des Göttlichen eingeprägt und sie sind dazu berufen, aktiv an der Heilung der Trennungen mitzuarbeiten und die Solidarität unter den Menschen zu fördern.&#8221;</p>
<p>* * *</p>
<p>Liebe muslimische Freunde!<br />
As-salámu ‘aláikum! Der Friede komme über euch!</p>
<p>Herzlich danke ich dem <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Grand_Mufti_of_Jerusalem">Großmufti</a>, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Muhammad_Ahmad_Hussein" target="_blank">Muhammad Ahmad Hussein</a>, gemeinsam mit dem Direktor der Jerusalemer islamischen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Waqf" target="_blank">Waqf</a>-Stiftung, Scheich Mohammed Azzam al-Khatib al-Tamini, und dem Leiter des Awqaf-Rats, Scheich Abdel Azim Salhab, für den freundlichen Empfang, den sie mir in Ihrem Namen bereitet haben. Ich bin sehr dankbar für die Einladung, <strong>diesen heiligen Ort</strong> zu besuchen, und bekunde Ihnen und den Verantwortlichen der islamischen Gemeinschaft in Jerusalem meine Hochachtung.</p>
<p><strong>Der Felsendom</strong> regt unser Herz und unseren Verstand zum Nachdenken über das Geheimnis der Schöpfung und über den Glauben Abrahams an. Hier treffen sich die Pfade der drei großen monotheistischen Religionen, und wir werden an all das erinnert, was sie gemeinsam haben. Jede von ihnen glaubt an einen Gott, den Schöpfer und Lenker des Alls. Jede sieht in Abraham einen ihrer Vorfahren, einen Mann des Glaubens, den Gott mit einem besonderen Segen beschenkt hat. <strong>Jede</strong> hat im Lauf der Jahrhunderte eine große Zahl von Gläubigen versammelt und <strong>wurde zur Inspiration</strong> <strong>für ein reiches <span style="text-decoration:underline;">geistliches</span></strong>, intellektuelles und kulturelles <strong>Erbe</strong>.</p>
<p>In einer Welt, die leider durch Trennungen zerrissen ist, stellt <strong>dieser heilige Ort</strong> einen Ansporn dar und fordert die Menschen guten Willens heraus, sich für die <strong>Überwindung von Mißverständnissen und Konflikten vergangener Tage</strong> einzusetzen und den Weg eines aufrichtigen Dialogs einzuschlagen, der auf den Aufbau <strong>einer Welt der Gerechtigkeit und des Friedens</strong> für die nachfolgenden Generationen abzielt.</p>
<p><strong>Die Lehren der Religionsgemeinschaften behandeln letztlich die Wirklichkeit Gottes, den Sinn des Lebens und das gemeinsame Ziel der Menschheit, also all das, was uns am heiligsten und am kostbarsten ist.</strong> Daher kann die Versuchung aufkommen, in einen solchen Dialog mit Widerwillen und mit Unsicherheit über seine Erfolgsaussichten einzutreten. Wir können jedoch zum Ausgangspunkt den Glauben nehmen, daß der eine Gott die unendliche Quelle der Gerechtigkeit und des Erbarmens ist, da in ihm diese beiden in vollkommener Einheit existieren. Die seinen Namen bekennen, haben den Auftrag, unermüdlich nach Rechtschaffenheit zu streben und zugleich seine Vergebungsbereitschaft nachzuahmen, denn beides ist wesentlich auf das friedliche und harmonische Zusammenleben der Menschheitsfamilie ausgerichtet.</p>
<p>Aus diesem Grund ist es so wichtig, daß jene, die den einen Gott anbeten, sichtbar machen, daß sie sowohl auf dem Boden der Einheit der ganzen Menschheitsfamilie stehen als auch auf sie ausgerichtet sind. Man könnte mit anderen Worten sagen, daß <strong>die Treue zu dem einen Gott, dem Schöpfer, dem Allerhöchsten</strong>, dazu führt anzuerkennen, daß alle Menschen grundlegend miteinander verbunden sind, da alle ihr Dasein einer einzigen Quelle verdanken und auf ein gemeinsames Ziel hingeordnet sind. Ihnen allen ist das unauslöschliche Abbild des Göttlichen eingeprägt und sie sind dazu berufen, aktiv an der <strong>Heilung der Trennungen</strong> mitzuarbeiten und die Solidarität unter den Menschen zu fördern.</p>
<p>Dies erlegt uns eine große Verantwortung auf. <strong>Die den einen Gott verehren</strong>, glauben, daß er von den Menschen Rechenschaft für ihr Tun einfordern wird. <strong>Die Christen halten fest, daß die Gaben der Vernunft und der Freiheit</strong> dieser Rechenschaftspflicht zugrunde liegen. Die Vernunft öffnet den Geist für die Erkenntnis des gemeinsamen Wesens und des gemeinsamen Ziels der Menschheitsfamilie, während die <strong>Freiheit das Herz anspornt, den anderen anzunehmen und ihm in Liebe zu dienen</strong>. So werden die ungeteilte Liebe zu dem einen Gott und die Liebe zum Nächsten zum Angelpunkt, um den sich alles andere dreht. Aus diesem Grund arbeiten wir unermüdlich daran, die Herzen der Menschen vor Haß, Groll und Rachegelüsten zu bewahren.</p>
<p>Liebe Freunde, ich bin auf einer Reise des Glaubens nach Jerusalem gekommen. Ich danke Gott für diese Gelegenheit, Ihnen als Bischof von Rom und als Nachfolger des Apostels Petrus zu begegnen, aber auch als ein Sohn Abrahams, „<strong>durch den alle Völker der Erde Segen erlangen</strong>“ (Gen 12,3; vgl. Röm 4,16-17). Ich versichere Ihnen, <strong>daß die Kirche den innigen Wunsch hat, zum Wohl der Menschheitsfamilie beizutragen</strong>. Sie glaubt fest, daß die Erfüllung des Versprechens, das Gott Abraham gegeben hat, ihrem Ziel nach universal ist und alle Menschen unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrem gesellschaftlichen Status umfaßt. Ich bete, daß Moslems und Christen bei der Weiterführung des bereits begonnen respektvollen Dialogs darüber nachdenken, wie das Einsein Gottes untrennbar mit der Einheit der Menschheitsfamilie verbunden ist. <strong>Mögen alle Angehörigen dieser Religionen, wenn sie sich Gottes liebevollem Plan für die Schöpfung fügen, wenn sie das Gesetz erforschen, das dem Kosmos eingeschrieben und dem Herz des Menschen eingeprägt ist, und wenn sie über das geheimnisvolle Geschenk der Selbstoffenbarung Gottes nachdenken, ihren Blick fest auf sein absolutes Gutsein richten und nie aus den Augen verlieren, wie diese Güte sich in den Gesichtern der Mitmenschen wiederspiegelt.</strong></p>
<p>Mit diesen Gedanken <strong>bitte ich den Allmächtigen demütig, daß er Ihnen Frieden schenke und alle Glieder des geliebten Volkes dieser Region segne. Bemühen wir uns, <span style="text-decoration:underline;">in einem Geist der Harmonie und der Zusammenarbeit </span>zu leben und durch unseren großzügigen Dienst am Nächsten für den einen Gott Zeugnis abzulegen.</strong> Vielen Dank!</p></blockquote>
<p><strong><span style="text-decoration:underline;">Unser Kommentar</span>:</strong><br />
Für den einen Gott Zeugnis ablegen können nur jene, die den einen Gott (er)kennen und anerkennen und bekennen, die über das geheimnisvolle Geschenk der Selbstoffenbarung Gottes auf solche Weise nachdenken, dass sie Seine Selbstoffenbarung unverfälscht und vollumfänglich mit entschiedenem Glauben annehmen und diesen Glauben auch leben. Die Selbstoffenbarung Gottes beinhaltet nun aber, dass Gott drei-persönlich ist: Vater, Sohn und Heiliger Geist und als Sohn in Jesus Christus bleibend Mensch geworden ist, um alle Menschen über alles zu belehren, was Gott ist, was der dreifaltig-eine Gott ist, was Gott von uns Menschen erwartet und verlangt, damit wir für die Ewigkeit erlöst, gerettet, selig werden. Mit der Mensch-Werdung Gottes ist uns Menschen der eine und einzige WEG gegeben, eröffnet und gewiesen, auf dem wir und über den wir zur WAHRHEIT und zum LEBEN gelangen (können). Wer Jesus Christus als GOTT, als den einen und einzigen MENSCH GEWORDENEN UND EWIG GOTT-MENSCH BLEIBENDEN GOTT ablehnt, verfehlt den einzig möglichen, gangbaren WEG zum EWIGEN HEIL, verkennt, verfehlt DIE WAHRHEIT (das EWIG WÄHRENDE, SEIENDE), verfehlt sein LEBENSZIEL, die EWIGE GLÜCKSELIGKEIT. Wer meint oder wähnt, er könne diesen einen und einzigen Weg umgehen, er könne GOTT (die GOTTHEIT) direkt oder über einen anderen &#8220;Weg&#8221;, einen anderen &#8220;Kanal&#8221;, d.h. ohne die Mittlerschaft des SOHNES GOTTES, erreichen, verehren und anbeten, der täuscht sich gewaltig und entsetzlich &#8220;selbstmörderisch&#8221;. Für ihn gibt es keine &#8220;Treue zu dem einen Gott, dem Schöpfer, dem Allerhöchsten&#8221;, weil er und insofern er diesen einen Gott wissentlich und willentlich verkennt und verachtet. Ein solcher ist auch kein (geistiger) Sohn Abrahams und kann deshalb auch durch ihn den Segen (der Erlösung, des Heiles) nicht erlangen; denn der Gott Abrahams (Isaaks und Jakobs) ist der Gott, der in Jesus Christus Mensch geworden ist und diejenigen und nur diejenigen, die an Ihn glauben, errettet, erlöst (hat).</p>
<blockquote><p><strong>&#8220;Wer an Mich glaubt, glaubt nicht an Mich, sondern an Den, Der Mich gesandt hat. Ich bin als Licht in die Welt gekommen, damit niemand, der an Mich glaubt, in der Finsternis bleibe.&#8221; (Jo 12,44 f.) &#8220;Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch, wenn einer Mein Wort hört, wird er in Ewigkeit den Tod nicht schauen.&#8221; (Jo 8,51) &#8220;Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch, wer Mein Wort hört und Dem glaubt, der Mich gesandt hat, der hat das Ewige Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern geht vom Tode zum Leben über.&#8221; (Jo 5,24) &#8220;Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an Mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist; und wer im Glauben an Mich lebt, wird in Ewigkeit nicht sterben.&#8221; (Jo 11,25 f.) &#8220;Wenn ihr nicht glaubt, dass Ich es bin (den Gott, der Vater gesandt hat), werdet ihr in euren Sünden sterben.&#8221; (Jo 8,24) &#8220;Wer Mich verachtet und Meine Worte nicht annimmt, der hat seinen Richter; das Wort, das Ich verkündet habe, wird ihn am Jüngsten Tage richten.&#8221; (Jo 12,48) &#8220;Das ist der Wille Meines Vaters: jeder, der den Sohn sieht und an Ihn glaubt, soll das Ewige Leben haben.&#8221; (Jo 6,40) &#8220;Das ist das Werk Gottes, dass ihr an Den glaubt, Den Er gesandt hat.&#8221; (Jo 6,29)<br />
</strong></p></blockquote>
<p>Von den &#8220;drei großen monotheistischen Religionen&#8221; glaubt nur eine wirklich und wahrhaft an (den) einen Gott, den Schöpfer und Lenker des Alls: die christliche. Die jüdische und islamische &#8220;Religion&#8221; glaubt Dem nicht und an Den nicht, der den Sohn, Christus, gesandt hat; deren (bewusst urteilende und wählende) Anhänger verachten den Gott-Menschen und nehmen Seine Worte nicht an; sie bleiben in der Finsternis. Sie hören das Wort Gottes nicht und werden deshalb in ihren Sünden sterben, ins Gericht kommen (werden Rechenschaft für ihr Tun ablegen müssen) und vom ersten Tod zum zweiten Tod übergehen, also in Ewigkeit den Tod schauen. Mit diesen Gott (das Werk und Wirken Gottes) verachtenden Menschen können die Kinder des Lichtes nicht grundlegend verbunden sein, nicht auf dem Boden der Einheit (der ganzen Menschheitsfamilie) stehen und auch nicht auf sie ausgerichtet sein und friedlich und harmonisch und solidarisch zusammenleben. Sie können die Trennungen, die das Licht von der Finsternis, das Leben vom Tode scheidet nicht &#8220;überbrücken&#8221;, nicht &#8220;heilen&#8221;. Sie können &#8220;Missverständnisse&#8221; und &#8220;Konflikte&#8221; nicht vermeiden, nicht &#8220;überwinden&#8221;. Denn Gott kann und wird nur die segnen und nur denen Frieden schenken, die Seinen Willen erfüllen und an Den glauben, Den Er gesandt hat.</p>
<p><strong><span style="text-decoration:underline;">Dazu lesenswert</span>:</strong></p>
<ul>
<li><strong><a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/international/vatikan/vatikan_aktuell/papst_stoesst_auf_empfindlichkeiten_in_israel_1.2545705.html" target="_blank">NZZ Online: Papst stößt auf Empfindlichkeiten in Israel</a></strong></li>
<li><strong><a href="http://www.jihadwatch.org/archives/013628.php" target="_blank">Jihad Watch: New Jerusalem Mufti endorses suicide bombers</a></strong></li>
<li><strong><a href="http://www.jihadwatch.org/archives/2009/05/026110print.html" target="_blank">Jihad Watch: Fitzgerald: Pope Benedict&#8217;s colossal error</a></strong></li>
<li><strong><a href="http://www.christorchaos.com/WhenHecomethshallhefndthinkyouFaithonEarth.htm" target="_blank">Christ or Chaos: When He cometh, shall he find, think you, Faith on Earth?</a></strong></li>
<li><strong><a href="http://www.traditioninaction.org/HotTopics/f034ht_Collaboration_Stabinski.htm" target="_blank">The Shameful and Collaborative Silence of Traditionalists</a><br />
</strong></li>
</ul>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Chag Shavuot sameach!]]></title>
<link>http://kanzelschwalbe.wordpress.com/2009/05/29/chag-shavuot-sameach/</link>
<pubDate>Fri, 29 May 2009 06:56:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>kanzelschwalbe</dc:creator>
<guid>http://kanzelschwalbe.wordpress.com/2009/05/29/chag-shavuot-sameach/</guid>
<description><![CDATA[Allen jüdischen Leserinnen und Lesern ein schönes Wochenfest! Ich habe mir allerdings erlaubt, die N]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Allen jüdischen Leserinnen und Lesern ein schönes Wochenfest!</p>
<p>Ich habe mir allerdings erlaubt, die Nacht nicht mit Thoralernen, sondern mit Schlafen zu verbringen.<br />
Wobei ich generell die Tradition des &#8220;eine-Nacht-Thoradurchlernen&#8221; sehr schön und reizvoll finde. </p>
<p>Ich wäre jetzt ja zu gerne, wie geplant, in Jerusalem, aber leider hat es nicht geklappt. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':-(' class='wp-smiley' /> </p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[L'Islam en question]]></title>
<link>http://deislam.wordpress.com/2009/05/22/lislam-en-question/</link>
<pubDate>Fri, 22 May 2009 06:49:36 +0000</pubDate>
<dc:creator>deislam</dc:creator>
<guid>http://deislam.wordpress.com/2009/05/22/lislam-en-question/</guid>
<description><![CDATA[]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://pages.ifrance.com"> </a></p>
<p><a href="http://pages.ifrance.com"><img class="aligncenter size-full wp-image-1252" title="islam_en_questions" src="http://deislam.wordpress.com/files/2009/05/islam_en_questions2.gif" alt="islam_en_questions" width="468" height="60" /></a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Das Miteinander der Religionen: Benedikt XVI. im Päpstlichen Notre-Dame-Zentrum]]></title>
<link>http://deislam.wordpress.com/2009/05/12/das-miteinander-der-religionen-benedikt-xvi-im-papstlichen-notre-dame-zentrum/</link>
<pubDate>Tue, 12 May 2009 13:42:14 +0000</pubDate>
<dc:creator>deislam</dc:creator>
<guid>http://deislam.wordpress.com/2009/05/12/das-miteinander-der-religionen-benedikt-xvi-im-papstlichen-notre-dame-zentrum/</guid>
<description><![CDATA[Aus ZENIT.org: ZG09051213 &#8211; 12.05.2009 Permalink: http://www.zenit.org/article-17777?l=german ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Aus ZENIT.org: ZG09051213 &#8211; 12.05.2009<br />
Permalink: <a href="http://www.zenit.org/article-17777?l=german">http://www.zenit.org/article-17777?l=german</a></p>
<blockquote><p><strong>„Wer glaubt, sucht nach der Wahrheit und lebt aus ihr“</strong></p>
<p>AMMAN, 10. Mai 2009 (ZENIT.org).- Wir veröffentlichen die offizielle Übersetzung der Ansprache, die Papst Benedikt XVI. gestern, Montag, bei der Begegnung mit Vertretern von Organisationen für den interreligiösen Dialog im Jerusalemer Notre-Dame-Zentrum gehalten hat.</p>
<p>„Die Wahrheit ist weit davon entfernt, die Toleranz gegenüber Unterschieden oder kultureller Pluralität zu gefährden. Vielmehr ermöglicht sie einen Konsens und macht die öffentliche Diskussion rational, aufrichtig und verantwortungsbewußt; sie öffnet dem Frieden das Tor.“</p>
<p>***</p>
<p>Liebe Mitbrüder im Bischofsamt!<br />
Sehr geehrte Religionsführer!<br />
Liebe Freunde!</p>
<p>Es ist mir eine große Freude, Ihnen an diesem Abend zu begegnen. Ich möchte dem Patriarchen, Seiner Seligkeit Fouad Twal, für seinen herzlichen Willkommensgruß danken, den er im Namen aller Anwesenden ausgesprochen hat. Ich erwidere seine freundlichen Worte und grüße Sie alle sowie die Mitglieder der Gruppen und Organisationen, die Sie vertreten, sehr herzlich.</p>
<p>„Der Herr sprach zu Abram: Zieh weg aus deinem Land, von deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde. &#8230; Da zog Abram weg &#8230; Abram nahm seine Frau Sarai mit“ (Gen 12,1-5). Gottes Ruf, der in die Welt hineinbricht und mit dem die Geschichte unserer Glaubenstradition beginnt, erging mitten in das tägliche Leben der Menschen hinein. Und die Geschichte, die dann folgte, war nicht von Isolierung bestimmt, sondern von der Begegnung mit der ägyptischen, hethitischen, sumerischen, babylonischen, persischen und griechischen Kultur.</p>
<p>Der Glaube wird immer innerhalb einer Kultur gelebt. Die Religionsgeschichte zeigt, daß eine Gemeinschaft von Gläubigen nach und nach in Treue zu Gott ihren Weg geht und dabei aus der Kultur, der sie begegnet, schöpft und diese prägt. Dieselbe Dynamik findet sich in den einzelnen Gläubigen der großen monotheistischen Traditionen: Indem wir – wie Abraham – auf Gottes Stimme hören, antworten wir auf seinen Ruf und ziehen aus, wir suchen nach der Erfüllung seiner Verheißungen, streben danach, seinem Willen zu gehorchen und ebnen einen Weg in unserer eigenen Kultur.</p>
<p>Heute, etwa viertausend Jahre nach Abraham, findet die Begegnung der Religionen mit der Kultur nicht nur auf geographischer Ebene statt. Bestimmte Aspekte der Globalisierung und insbesondere die Welt des Internet haben eine weitgreifende virtuelle Kultur geschaffen, die im Wert so unterschiedlich ist wie ihre zahllosen Erscheinungsformen. Zweifellos ist viel erreicht worden, um ein Bewußtsein der Nähe und der Einheit innerhalb der weltweiten Menschheitsfamilie zu schaffen. Zugleich kann jedoch die grenzenlose Anzahl der Portale, durch die die Menschen so einfachen Zugang zu den verschiedensten Informationsquellen haben, leicht zu einem Mittel immer größerer Zersplitterung werden: Die Einheit des Wissens zerfällt, und die komplexen Fähigkeiten der Kritik, der Unterscheidungsfindung und des Urteilsvermögens, die durch akademische und ethische Traditionen erlernt worden sind, werden manchmal umgangen oder außer acht gelassen.</p>
<p>Dann stellt sich natürlich die Frage, welchen Beitrag die Religion auf dem Hintergrund der raschen Globalisierung zu den Kulturen der Welt leistet. Da viele schnell damit zur Hand sind, auf die offensichtlichen Unterschiede zwischen den Religionen hinzuweisen, stehen wir als gläubige oder religiöse Menschen vor der Herausforderung, deutlich unsere Gemeinsamkeiten zu verkünden.</p>
<p>Abrahams erster Schritt im Glauben und unsere Schritte, die zur Synagoge, zur Kirche, zur Moschee oder zum Tempel hinführen oder von dort herkommen, hinterlassen eine Spur in unserer persönlichen menschlichen Geschichte, die sich sozusagen auf dem Weg zum ewigen Jerusalem hin entfaltet (vgl. Offb 21,23). Ebenso verleiht jede Kultur durch die ihr innewohnende Fähigkeit zu geben und zu empfangen der einen menschlichen Natur Ausdruck. Dennoch kann die Kultur den Einzelnen niemals vollkommen zum Ausdruck bringen. Er oder sie übersteigt die eigene Kultur auf der ständigen Suche nach etwas Höherem. Aus dieser Perspektive heraus, liebe Freunde, sehen wir, daß eine Einheit möglich ist, die nicht von der Gleichförmigkeit abhängt. Zwar können die Unterschiede, die Gegenstand des interreligiösen Dialogs sind, uns manchmal als Hindernisse erscheinen, sie brauchen aber nicht die gemeinsame Ehrfurcht und Achtung vor dem Universalen, dem Absoluten und der Wahrheit zu überschatten, durch die religiöse Menschen überhaupt dazu gebracht werden, das Gespräch miteinander zu suchen. In der Tat ist es gerade die gemeinsame Überzeugung, daß diese transzendenten Wirklichkeiten ihre Quelle im Allmächtigen haben – und Spuren von ihm in sich tragen –, die die Gläubigen voreinander, vor unseren Organisationen, unserer Gesellschaft, unserer Welt hochhalten. Auf diese Weise bereichern wir nicht nur die Kultur, sondern prägen sie: Ein Leben in Treue zur Religion ist ein Widerhall von Gottes Gegenwart, die in unsere Welt hineinbricht, und läßt eine Kultur entstehen, die sich nicht innerhalb zeitlicher oder räumlicher Grenzen definiert, sondern vor allem von den Grundsätzen und durch das Handeln geprägt ist, die aus dem Glauben kommen.</p>
<p>Religiöser Glaube setzt Wahrheit voraus. Wer glaubt, sucht nach der Wahrheit und lebt aus ihr. Zwar ist das Mittel, durch das wir die Entdeckung und Weitergabe der Wahrheit verstehen, teilweise von Religion zu Religion verschieden, wir sollten uns aber nicht von unseren Bemühungen abhalten lassen, die Macht der Wahrheit zu bezeugen. Gemeinsam können wir verkünden, daß Gott existiert und daß man ihn erkennen kann, daß die Erde seine Schöpfung ist, daß wir seine Geschöpfe sind und daß er jeden Menschen aufruft, so zu leben, daß er seinen Plan für die Welt achtet. Liebe Freunde, wenn wir glauben, daß wir ein Urteils- und Unterscheidungskriterium besitzen, das göttlichen Ursprungs ist und das für die ganze Menschheit gilt, dann dürfen wir nicht müde werden, dafür zu sorgen, daß dieses Wissen im öffentlichen Leben zum Tragen kommt. Die Wahrheit sollte allen angeboten werden; sie dient allen Gliedern der Gesellschaft. Sie wirft Licht auf die Grundlage von Moral und Ethik und verleiht der Vernunft die Kraft, ihre eigenen Grenzen zu übersteigen, um unsere tiefsten gemeinsamen Bestrebungen zum Ausdruck zu bringen. Die Wahrheit ist weit davon entfernt, die Toleranz gegenüber Unterschieden oder kultureller Pluralität zu gefährden. Vielmehr ermöglicht sie einen Konsens und macht die öffentliche Diskussion rational, aufrichtig und verantwortungsbewußt; sie öffnet dem Frieden das Tor. Wenn wir den Willen hegen, der Wahrheit gehorsam zu sein, wird unser Vernunftbegriff und sein Anwendungsradius erweitert und ein echter Dialog der Kulturen und Religionen ermöglicht, der heute so dringend notwendig ist.</p>
<p>Jeder der hier Anwesenden weiß jedoch auch, daß man Gottes Stimme heute weniger deutlich hört und daß die Vernunft in so vielen Fällen gegenüber dem Göttlichen taub geworden ist. Dennoch herrscht in dieser „Leere“ keine Stille. Im Gegenteil, der Lärm egoistischer Forderungen, leerer Versprechen und falscher Hoffnungen dringt so oft gerade dort ein, wo Gott uns sucht. Gemeinsam können wir Räume schaffen – Oasen des Friedens und der tiefen Reflexion –, wo man Gottes Stimme wieder hören kann, wo man seine Wahrheit in der Allgemeingültigkeit der Vernunft entdecken kann, wo jeder einzelne ungeachtet seiner Herkunft, ethnischen Zugehörigkeit, politischen Couleur oder seines religiösen Glaubens als Person, als Mitmensch geachtet werden kann. In einer Zeit des unmittelbaren Zugangs zur Information und sozialer Tendenzen, die eine Art Monokultur erzeugen, stärkt eine tiefe Reflexion auf dem Hintergrund von Gottes Gegenwart die Vernunft. Außerdem regt sie den schöpferischen Geist an, erleichtert die kritische Wertschätzung kultureller Bräuche und schützt den universalen Wert der Religion.</p>
<p>Liebe Freunde, die Einrichtungen und Gruppen, die Sie vertreten, widmen sich dem interreligiösen Dialog und der Förderung kultureller Initiativen auf vielen verschiedenen Ebenen. Von akademischen Einrichtungen – und hier möchte ich die hervorragenden Leistungen der „Bethlehem University“ besonders erwähnen – bis hin zu Selbsthilfegruppen verwaister Eltern, von Initiativen im Bereich von Musik und Kunst bis hin zum mutigen Vorbild einfacher Mütter und Väter, von Gruppen, die sich dem offiziellen Dialog widmen, bis hin zu karitativen Organisationen: Jeder von Ihnen zeigt täglich seinen Glauben, daß unsere Pflicht vor Gott nicht nur im Gottesdienst Ausdruck findet, sondern auch in unserer Liebe und Fürsorge gegenüber der Gesellschaft, der Kultur, unserer Welt und gegenüber allen, die in diesem Land leben. Einige wollen uns glauben machen, daß unsere Unterschiede zwangsläufig Anlaß zur Uneinigkeit geben und sie daher höchstens toleriert werden können. Manche vertreten sogar die Ansicht, daß unsere Stimmen einfach zum Schweigen gebracht werden sollten. Wir aber wissen, daß unsere Verschiedenheiten niemals fälschlich als unvermeidlicher Grund für Reibereien oder Spannungen hingestellt werden dürfen, weder unter uns selbst noch in der Gesellschaft im ganzen. Vielmehr geben sie Menschen unterschiedlicher Religion eine wunderbare Gelegenheit, in tiefer gegenseitiger Achtung, Wertschätzung und Anerkennung zusammenzuleben und einander auf Gottes Wegen zu ermutigen. Mit Hilfe des Allmächtigen und von seiner Wahrheit erleuchtet mögen Sie auch weiterhin mutig auf Ihrem Weg voranschreiten, indem sie all das achten, was uns unterscheidet, und all das fördern, was uns vereint als Geschöpfe, die den Wunsch haben, unseren Gemeinschaften und unserer Welt Hoffnung zu bringen. Möge Gott uns auf diesem Weg leiten!</p></blockquote>
<p><span style="text-decoration:underline;"><strong>Unser Kommentar</strong></span>:</p>
<p>Gemäß Papst Benedikt XVI. &#8220;hören die Gläubigen der großen monotheistischen Traditionen (also die Juden und die Christen und die Muslime) &#8211; wie Abraham &#8211; auf Gottes Stimme, sie antworten auf seinen Ruf und ziehen aus; sie suchen nach der Erfüllung seiner Verheißungen, streben danach, seinem Willen zu gehorchen&#8230;&#8221; Er, der Papst, will nicht zu jenen gehören, die &#8220;schnell damit zur Hand sind, auf die offensichtlichen Unterschiede zwischen den Religionen hinzuweisen&#8221;, &#8220;die uns glauben machen, dass unsere Unterschiede zwangsläufig Anlass zur Uneinigkeit geben und sie daher höchstens toleriert werden können&#8221;, sondern er will vielmehr &#8220;deutlich deren Gemeinsamkeiten verkünden&#8221;. Er glaubt, &#8220;dass eine Einheit möglich ist, die nicht von der Gleichförmigkeit abhängt&#8221;, dass &#8220;unsere Verschiedenheiten niemals fälschlich als unvermeidlicher Grund für Reibereien oder Spannungen hingestellt werden dürfen, weder unter uns selbst noch in der Gesellschaft im ganzen&#8221;, dass &#8220;ein Leben in Treue zur Religion (gleich welcher) ein Widerhall von Gottes Gegenwart ist, die in unsere Welt hineinbricht&#8221;, dass (alle) &#8220;gemeinsam verkünden können, dass Gott existiert, dass man ihn erkennen kann, dass die Erde seine Schöpfung ist und dass wir seine Geschöpfe sind und dass er jeden Menschen aufruft, so zu leben, dass er seinen Plan für die Welt achtet&#8221;, dass &#8220;die Verschiedenheiten den Menschen unterschiedlicher Religion eine wunderbare Gelegenheit geben, in tiefer gegenseitiger Achtung, Wertschätzung und Anerkennung zusammenzuleben und einander auf Gottes Wegen zu ermutigen&#8221;. Für Benedikt XVI. &#8220;ist die Wahrheit weit davon entfernt, die Toleranz gegenüber Unterschieden [der Religion] zu gefährden&#8221;; &#8220;vielmehr ermögliche sie einen Konsens&#8221;.</p>
<p>Nun müssen wir uns wieder folgende Fragen stellen: Hören die Muslime, die Juden auf Gottes Stimme? Antworten sie auf Seinen Ruf? Suchen sie nach der Erfüllung Seiner Verheißungen, streben sie danach, Seinem Willen zu gehorchen? Auf alle diese Fragen muss ein gläubiger Christ doch in aller Deutlichkeit mit einem dreifachen NEIN! antworten. Gottes Stimme ist doch das WORT GOTTES, der LOGOS, JESUS CHRISTUS, der MENSCH gewordene GOTTES-SOHN, der GOTT-MENSCH. Gottes Ruf ist doch DAS EVANGELIUM CHRISTI; die Erfüllung Seiner Verheißungen ist doch Seine MENSCH-WERDUNG, Sein Leben und Wirken und Lehren unter uns Menschen, Sein uns erlösender Opfertod am Kreuz, Seine Auferstehung, Seine Sendung des Heiligen Geistes, die Gründung Seines Reiches, der KIRCHE! Das ALLES bestreiten, leugnen und verurteilen doch sowohl die Muslime wie die Juden. Und das gibt zwangsläufig Anlass zur Uneinigkeit, und von uns Christen kann diese Widersetzlichkeit gegen Gott niemals gutgeheißen, auch nicht verharmlost und entschuldigt, sondern höchstens toleriert werden. Es gibt für uns Christen keine Gemeinsamkeiten zu verkünden zwischen uns und den Anti-Christen. Auch das scheinbar Gemeinsame ist nicht das Gleiche, bedeutet nicht Dasselbe, dient nicht Demselben. Unsere Verschiedenheiten sind in der Tat &#8220;unvermeidlicher Grund für Reibereien und Spannungen&#8221;, Dissens, Ablehnungen und Verurteilungen; denn ein Leben in Treue zu einer falschen Religion ist niemals ein Widerhall von Gottes Gegenwart, die in unsere Welt hineinbricht, sondern ein Widerhall Seines Widersachers, der die Gegenreligion(en) inspiriert und konstruiert. Wir Christen können mit unseren erklärten Gegnern nicht &#8220;gemeinsam verkünden, dass Gott existiert, dass man Ihn erkennen kann&#8230;, dass Er jeden Menschen aufruft, so zu leben, dass er Seinen Plan für die Welt achtet&#8221;; denn der Gott der Muslime und der Juden ist nicht der Gott der Christen; unser Gott ist drei-persönlich: Vater, Sohn und Heiliger Geist, und unser Gott ist in JESUS CHRISTUS MENSCH GEWORDEN und hat unter uns gewohnt, gewirkt, gelehrt, gelitten, gestorben, ist glorreich auferstanden, in den Himmel aufgefahren, wo Er zur Rechten des ewigen Vaters thront und von wo Er kommen wird zu richten die Lebenden und die Toten. Denn die Muslime und die Juden leben nicht so, dass sie Gottes Plan für die Welt achten. Sie bestreiten ihn ja, diesen ausgeführten Plan, und verachten ihn und werden &#8211; jetzt sogar mit dem Segen Benedikt XVI. auf ihren Irrwegen voranschreiten, indem sie all das achten, was sie von uns unterscheidet.</p>
<div class="zemanta-pixie"><img class="zemanta-pixie-img" src="http://img.zemanta.com/pixy.gif?x-id=aa3ac081-3b48-8ba3-b17d-20a8faba6b6b" alt="" /></div>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Jordanien: Papst Benedikts Ansprache vor Moslems, Diplomaten und Rektoren]]></title>
<link>http://deislam.wordpress.com/2009/05/11/jordanien-papst-benedikts-ansprache-vor-moslems-diplomaten-und-rektoren/</link>
<pubDate>Mon, 11 May 2009 06:33:12 +0000</pubDate>
<dc:creator>deislam</dc:creator>
<guid>http://deislam.wordpress.com/2009/05/11/jordanien-papst-benedikts-ansprache-vor-moslems-diplomaten-und-rektoren/</guid>
<description><![CDATA[Aus: Radio Vatikan: 09/05/2009 12.17.36 (Hervorhebungen durch uns!) Königliche Hoheit! Exzellenzen! ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Aus: <a href="http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=285920" target="_blank">Radio Vatikan: 09/05/2009 12.17.36</a> <em>(Hervorhebungen durch uns!)</em></p>
<blockquote><p>Königliche Hoheit! Exzellenzen! Sehr geehrte Damen und Herren!</p>
<p>Es ist für mich Grund zu großer Freude, heute morgen mich mit Ihnen in dieser herrlichen Umgebung zu treffen. Ich danke Prinz Ghazi Bin Muhammed Bin Talal für seine freundlichen Worte der Begrüßung. Die zahlreichen Initiativen Eurer Königlichen Hoheit zur Förderung des interreligiösen und interkulturellen Dialogs und Austauschs werden von den Menschen im Haschemitischen Königreich geschätzt und sind bei der internationalen Gemeinschaft weithin angesehen. Ich weiß, daß diese Bemühungen die aktive Unterstützung sowohl anderer Mitglieder der königlichen Familie als auch der Regierung des Landes erfährt und großen Widerhall in den vielen Initiativen der Zusammenarbeit unter den Jordaniern findet. Für all das möchte ich meine aufrichtige Bewunderung zum Ausdruck bringen.<br />
<strong>Stätten des Kultes, wie diese prachtvolle, nach dem verehrten letzten König benannte <span style="text-decoration:underline;">Al-Hussein-Bin-Talal-Moschee</span>, <span style="text-decoration:underline;">erheben sich wie Juwele über den ganzen Erdkreis</span>. Die alten wie die modernen Stätten, die herrlichen wie die einfachen, <span style="text-decoration:underline;">sie alle verweisen auf das Göttliche, auf den Einen Transzendenten, auf den Allmächtigen</span>. Und Jahrhunderte hindurch haben <span style="text-decoration:underline;">diese Heiligtümer </span>Menschen zu ihren <span style="text-decoration:underline;">heiligen Orten</span> angezogen, damit sie dort verweilen, beten, <span style="text-decoration:underline;">sich der Gegenwart des Allmächtigen bewußt werden</span> und erkennen, daß wir alle seine Geschöpfe sind.</strong><br />
Aus diesem Grund können wir nicht anders, als besorgt zu sein, daß heutzutage einige mit zunehmender Intensität behaupten, daß <span style="text-decoration:underline;"><strong>die</strong></span><strong> Religion</strong> mit ihrem Anspruch scheitert, von ihrem Wesen her <strong>Brückenbauer und Stifter von Harmonie, ein Ausdruck der Gemeinschaft unter den Menschen und mit Gott zu sein</strong>. In der Tat beteuern manche, daß <strong><span style="text-decoration:underline;">die</span> Religion</strong> zwangsläufig eine Ursache von Spaltungen in unserer Welt ist; und so vertreten sie die Ansicht, daß es um so besser ist, je weniger Beachtung <strong><span style="text-decoration:underline;">der</span> Religion</strong> in der Öffentlichkeit geschenkt wird. <strong>Gewiß, der Widerspruch von Spannungen und Spaltungen zwischen Anhängern verschiedener religiöser Traditionen kann leider nicht bestritten werden</strong>. Ist es nicht dennoch auch der Fall, daß oft <strong>die ideologische Manipulierung <span style="text-decoration:underline;">der</span> Religion, manchmal zu politischen Zwecken, den wahren Katalysator für Spannung und Spaltung und gelegentlich sogar für Gewalt in der Gesellschaft</strong> darstellt? Angesichts dieser Situation, in der <strong>die Gegner <span style="text-decoration:underline;">der</span> Religion</strong> nicht nur danach trachten, ihre Stimme zum Schweigen zu bringen, sondern sie durch ihre eigene zu ersetzen, verspürt man um so brennender den Bedarf an <strong>Gläubigen</strong>, die ihren Prinzipien und Überzeugungen genau entsprechen. Gerade wegen der Bürde ihrer gemeinsamen Geschichte, die so oft von Mißverständnis gekennzeichnet war, <strong>müssen</strong> <strong>Muslime und Christen</strong> bestrebt sein, <strong>als Gläubige</strong> erkannt und anerkannt zu werden, die treu beten, die bemüht sind, <span style="text-decoration:underline;"><strong>die Gebote des Allmächtigen zu halten und ihnen gemäß zu leben</strong></span>, die barmherzig und mitfühlend sind, die <strong>konsequent alles Wahre und Gute bezeugen</strong>, die stets den gemeinsamen Ursprung und die Würde aller Menschen bedenken, die der Höhepunkt des göttlichen Schöpfungsplans für die Welt und die Geschichte bleiben.<br />
Die Entschlossenheit der Erzieher wie <strong>der religiösen</strong> und weltlichen <strong>Führer</strong> Jordaniens zu gewährleisten, <strong>daß das öffentliche Gesicht <span style="text-decoration:underline;">der</span> Religion <span style="text-decoration:underline;">ihr wahres Wesen</span> widerspiegelt</strong>, ist lobenswert. Das Beispiel von einzelnen und Gemeinschaften, zusammen mit der Bereitstellung von Kursen und Programmen, zeigt den konstruktiven Beitrag <strong><span style="text-decoration:underline;">der</span> Religion</strong> zu den Bereichen Erziehung, Kultur, Soziales und anderen wohltätigen Sektoren Ihrer Gesellschaft. Manches von dieser Einstellung konnte ich aus erster Hand erfahren. Gestern lernte ich die berühmte Erziehungs- und Rehabilitationsarbeit des <strong>Regina-Pacis-Zentrums</strong> kennen, wo Christen und Muslime das Leben ganzer Familien verwandeln, indem sie ihnen helfen zu gewährleisten, daß deren Kinder mit Behinderung ihren berechtigten Platz in der Gesellschaft erhalten. Heute morgen <strong><span style="text-decoration:underline;">segnete ich</span> den Grundstein</strong> der <strong>Madaba-Universität</strong>, wo <strong>junge muslimische und christliche Erwachsene Seite an Seite</strong> vom dritten Bildungsweg profitieren werden, der sie dazu befähigt, in geeigneter Weise zur sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung ihres Landes beizutragen. Großes Verdienst kommt auch den zahlreichen Initiativen des interreligiösen Dialogs zu, die von der königlichen Familie und der diplomatischen Gemeinschaft unterstützt werden und zeitweise in Verbindung mit dem Päpstlichen Rat für den Interreligiösen Dialog durchgeführt wurden. Dazu gehören auch <strong>die laufende Arbeit des Königlichen Instituts für Interreligiöse Studien und Islamisches Denken</strong>, die Amman Message von 2004, die Amman Interfaith Message von 2005 und der jüngste Brief Common Word, der ein Thema widerspiegelt, das im Einklang mit meiner ersten Enzyklika steht: die unlösliche Verschränkung von Gottes- und Nächstenliebe und der fundamentale Widerspruch der Gewaltanwendung oder <strong>des Ausschlusses im Namen Gottes</strong> (vgl. Deus caritas est, 16).<br />
Solche Initiativen führen klar zu einer <strong>tieferen gegenseitigen Kenntnis und fördern eine zunehmende Achtung </strong>sowohl vor dem, was wir gemeinsam haben, als <strong>auch vor dem, was wir unterschiedlich sehen</strong>. Sie sollten daher Christen und Muslime dazu veranlassen, die wesentliche Beziehung zwischen Gott und seiner Welt noch gründlicher zu erforschen, so daß wir miteinander bestrebt sein mögen sicherzustellen, <strong>daß die Gesellschaft mit der göttlichen Ordnung in Harmonie mitschwingt</strong>. Diesbezüglich gibt die hier in Jordanien erreichte Zusammenarbeit der Region wie der Welt überhaupt ein ermutigendes und überzeugendes Beispiel für den positiven, konstruktiven Beitrag, den <strong><span style="text-decoration:underline;">die</span> Religion</strong> für die Gesellschaft leisten kann und muß.<br />
Verehrte Freunde, ich möchte mich heute auf eine Aufgabe beziehen, die ich bei verschiedener Gelegenheit angesprochen habe und die, wie ich fest glaube, Christen und Muslime wahrnehmen können, besonders durch unsere jeweiligen Beiträge für Lehre und Wissenschaft und für den Dienst an der Allgemeinheit. Diese Aufgabe ist die Herausforderung, im Rahmen von Glaube und Wahrheit das enorme Potential menschlicher Vernunft zum Guten heranzubilden. Tatsächlich beschreiben die Christen <strong>Gott</strong> unter anderem <strong>als schöpferische Vernunft</strong>, die die Welt ordnet und leitet. Und Gott hat uns mit der Fähigkeit ausgestattet, an seiner Vernunft teilzuhaben und so gemäß dem Guten zu handeln. <strong>Die Muslime verehren Gott, den Schöpfer des Himmels und der Erde, der zu den Menschen gesprochen hat</strong>. Und als an den einen Gott Glaubende wissen wir, daß die menschliche Vernunft selbst Gabe Gottes ist und daß sie zu ihrem höchsten Niveau aufsteigt, wenn sie in das Licht der göttlichen Wahrheit getaucht ist. Denn wenn die menschliche Vernunft demütig zuläßt, daß sie selber vom Glauben geläutert wird, dann ist sie fern davon, geschwächt zu werden; vielmehr wird sie gestärkt, um der Überheblichkeit zu widerstehen und über ihre eigenen Grenzen hinauszugreifen. Auf diese Weise wird die menschliche Vernunft ermutigt, ihrem erhabenen Zweck zu folgen, der Menschheit zu dienen, wobei sie unser gemeinsames innerstes Streben zum Ausdruck bringt und den öffentlichen Diskurs lieber ausweitet, als ihn zu manipulieren oder einzuschränken. Daher – weit davon entfernt, den Geist einzuengen – erweitert ein ernsthaftes Festhalten an der Religion den Horizont menschlichen Verstandes. Sie schützt die Gesellschaft von den Auswüchsen eines ungezügelten Ego, das danach strebt, das Endliche zu verabsolutieren und das Unendliche in den Schatten zu stellen; sie stellt sicher, daß Freiheit Hand in Hand mit der Wahrheit ausgeübt wird, und sie schmückt die Kultur mit Einblicken bezüglich allem, was wahr, gut und schön ist.<br />
Dieses Verständnis von Vernunft, das unaufhörlich den menschlichen Geist auf der Suche nach dem Absoluten über sich selbst hinaus zieht, stellt eine Herausforderung dar; es umfaßt ein Gefühl der Hoffung als auch der Vorsicht. <strong>Christen und Muslime werden gemeinsam dazu angespornt, alles zu suchen, was recht und richtig ist</strong>. Wir sind verpflichtet, über unsere eigenen Interessen hinauszugehen und andere, insbesondere staatliche Beamte und Führungskräfte, zu ermutigen, das gleiche zu tun, um die große Genugtuung zu erfahren, die der Dienst zum Wohl der Allgemeinheit selbst unter persönlichen Opfern bereitet. Und wir werden daran erinnert, daß unsere gemeinsame menschliche Würde es ist, welche die allgemeinen Menschenrechte begründet, die für jeden Mann und jede Frau in gleicher Weise gelten, unabhängig von religiöser, sozialer oder ethnischer Zugehörigkeit. In dieser Hinsicht müssen wir feststellen, daß das Recht auf Religionsfreiheit sich über die Frage des Kultes hinaus erstreckt und das Recht – besonders der Minderheiten – auf fairen Zugang zum Arbeitsmarkt und zu anderen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens einschließt.<br />
Bevor ich Sie heute morgen verlasse, möchte ich in besonderer Weise festhalten, daß der Patriarch von Bagdad, Seine Seligkeit Eminenz Emmanuel III Delly, in unserer Mitte zugegen ist, den ich sehr herzlich grüße. Seine Anwesenheit erinnert an die Menschen im benachbarten Irak, von denen viele hier in Jordanien Zuflucht und Aufnahme gefunden haben. Die Bemühungen der Internationalen Gemeinschaft, zusammen mit denen der örtlichen Führer, den Frieden und die Versöhnung zu fördern, müssen fortgesetzt werden, damit sie im Leben der Iraker Frucht bringen. Ich möchte all denen meine Wertschätzung bekunden, die bei den Anstrengungen mitarbeiten, das Vertrauen zu vertiefen sowie die Einrichtungen und die Infrastruktur, die für das Wohl dieser Gesellschaft wesentlich sind, wieder aufzubauen. Und noch einmal dränge ich die Diplomaten und die Internationale Gemeinschaft, die sie repräsentieren, zusammen mit den örtlichen politischen und religiösen Führern alles Mögliche zu unternehmen, um der alten christlichen Gemeinschaft dieses herrlichen Landes ihr grundlegendes Recht auf ein friedvolles Zusammenleben mit ihren Mitbürgern zu garantieren.<br />
Verehrte Freunde, ich vertraue darauf, daß die Gedanken, die ich heute zum Ausdruck gebracht habe, uns mit neuer Hoffnung für die Zukunft zurücklassen. <strong>Unsere Liebe und Ehrerbietung gegenüber dem Allmächtigen</strong> drücken wir nicht nur im Gottesdienst aus, sondern auch in unserer Liebe und Sorge für die Kinder und jungen Menschen – für Ihre Familien – und für alle Jordanier. Für sie arbeiten Sie, und sie motivieren Sie, das Wohl eines jeden Menschen in die Mitte der Einrichtungen, Gesetze und Arbeit der Gesellschaft zu stellen. Möge die Vernunft, die von der Größe der göttlichen Wahrheit geadelt wird und in Demut vor ihr steht, fortfahren, das Leben und die Institutionen dieser Nation zu formen. So mögen die Familien blühen und alle in Frieden leben und dabei zur Kultur beitragen und von ihr Nutzen ziehen, die dieses ehrwürdige Königreich eint!<br />
<em>(Offizielle Übersetzung des Heiligen Stuhles) (rv 09.05.2009 bp)</em></p></blockquote>
<p><span style="text-decoration:underline;"><strong>Unser Kommentar</strong></span>:</p>
<p>Gemäß Papst Benedikt XVI. sind (jetzt) also Moscheen (&#8220;die alten wie die modernen, die herrlichen wie die einfachen&#8221;) &#8220;wie <strong>Juwelen</strong>, die sich über den ganzen Erdkreis erheben&#8221;, und sie &#8220;<strong>alle verweisen auf das Göttliche, auf den Einen Transzendenten, auf den Allmächtigen</strong>.&#8221; &#8220;Und Jahrhunderte hindurch haben <span style="text-decoration:underline;">diese</span> Heiligtümer (lies: Moscheen) Menschen zu ihren <span style="text-decoration:underline;">heiligen</span> Orten angezogen, damit sie dort verweilen, beten, sich <span style="text-decoration:underline;">der Gegenwart des Allmächtigen</span> bewusst werden und erkennen, dass wir alle seine Geschöpfe sind&#8221;! Für Benedikt XVI. sind demnach Kultstätten wie die &#8220;prachtvolle&#8221; Al-Hussein-Bin-Talal-Moschee <span style="text-decoration:underline;">Heiligtümer wie die christlichen Kirchen</span> und Wallfahrtsorte!</p>
<p>Und jetzt muss man sich einmal vergegenwärtigen, was denn in den Moscheen geschieht! Ist es GOTTES-Dienst, vergleichbar dem in christlichen katholischen Kirchen? Ist es Gebet zum wahren, seienden GOTT, zu Seiner Ehre und Verherrlichung? Ist es ein Ort, an dem die Wahrheit, die Offenbarung von GOTT und über GOTT gelehrt und bekannt wird, in der der Allmächtige gegenwärtig ist? Auf alle 3 Fragen gehört ein klares, entschiedenes <strong>Nein!</strong> Eine Moschee, gleich welche, ist der Ort der Verkündigung schwerstwiegender Irrlehren über &#8220;den einen Transzendenten&#8221;, den Allmächtigen. Eine Moschee, gleich welche, ist der Ort der Leugnung des wahren GOTTES, Seiner Wesenheit, Seiner Dreipersönlichkeit, des ganzen Heils- und Erlösungswerkes Gottes, Seiner Menschwerdung, der GOTTHEIT Christi, Seines Opfertodes am Kreuz, Seiner Auferstehung, Seiner Himmelfahrt, der Gründung der Kirche, des Reiches Gottes, der Sendung des Heiligen Geistes (der dritten göttlichen Person der Dreifaltigkeit) und so weiter und so fort, kurz: aller wichtigsten, wesentlichen ewigen Wahrheit(en). Eine Moschee, gleich welche, ist der Ort der totalen Opposition, der entschlossensten Gegnerschaft gegen den Eingeborenen des Vaters JESUS CHRISTUS, gegen das Christentum, ist der Ort der Mobilisierung des militantesten gewalttätigen Antichristentums.</p>
<p>Laut Benedikt XVI. ist <strong>die Religion</strong>, also auch die islamische, &#8220;Brückenbauer und Stifter von Harmonie, ein Ausdruck <span style="text-decoration:underline;">der Gemeinschaft</span> unter den Menschen und <span style="text-decoration:underline;">mit Gott</span>&#8220;; und sind die Muslime (wie die Christen) &#8220;<span style="text-decoration:underline;">Gläubige</span>, die treu beten, die bemüht sind, <span style="text-decoration:underline;">die Gebote des Allmächtigen zu halten und ihnen gemäß zu leben</span>, die &#8230; <span style="text-decoration:underline;">konsequent alles Wahre und Gute bezeugen</span>&#8220;. Benedikt XVI. macht keinen Unterschied zwischen der christlichen Religion, der einen und einzigen echten und wahren und gottgewirkten, und der islamischen, nicht von Gott stammenden und nicht zu Gott führenden &#8220;Religion&#8221;. Er spricht von <span style="text-decoration:underline;"><strong>DER</strong></span> Religion und meint damit die christliche wie die islamische wie die jüdische, wie jede andere &#8220;Menschen-Religion&#8221; und misst diesen Pseudoreligionen Werte zu, die sie nicht haben, nicht haben können, weil sie Menschengebilde sind, weitgehend inspiriert durch das Gegenreich Gottes. Für Benedikt XVI. ist es preiswürdig: &#8220;Die Muslime verehren Gott, den Schöpfer des Himmels und der Erde, <span style="text-decoration:underline;"><strong>der zu den Menschen gesprochen hat</strong></span>.&#8221; Er hält damit den Koran (implizit) für Gottes Wort!</p>
<p>Was Papst Benedikt XVI. damit (wie auch schon etliche Male vorher) tut/tat, ist eine völlige Verharmlosung von etwas äußerst Harmvollen, Schädlichen, ja Tödlichen. Es ist ein mutwilliges Verschweigen des wahren Wesens dieses teuflischen Glaubens-Systems, das sich an Stelle des himmlischen, göttlichen Rettungs- und Heilswerkes und unter Verdrängung und Eliminierung desselben, allumfassend festsetzen will. Es ist eine erz-verblendete Leugnung der Tatsache, dass der Islam ur-selbst (und nicht sein Missbrauch) eine &#8220;ideologische Manipulierung&#8221; der natürlichen Religiosität des Menschen ist, (auch) &#8220;zu politischen Zwecken&#8221;, &#8220;wahrer Katalysator für Spannung und Spaltung und [nicht nur gelegentlich, sondern oft] für Gewalt in der Gesellschaft&#8221;.</p>
<div class="zemanta-pixie"><img class="zemanta-pixie-img" src="http://img.zemanta.com/pixy.gif?x-id=f00130d8-c428-84a8-acd5-27d54ff49a10" alt="" /></div>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Happy Holy-days!!]]></title>
<link>http://kanzelschwalbe.wordpress.com/2009/04/08/happy-holy-days/</link>
<pubDate>Wed, 08 Apr 2009 18:12:09 +0000</pubDate>
<dc:creator>kanzelschwalbe</dc:creator>
<guid>http://kanzelschwalbe.wordpress.com/2009/04/08/happy-holy-days/</guid>
<description><![CDATA[There will be three stars on the sky in a couple of minutes which means Erev Pessach is about to sta]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>There will be three stars on the sky in a couple of minutes which means Erev Pessach is about to start. </p>
<p><strong>To all my jewish readers a very happy and blessed Passover!</p>
<p></strong><strong>To all my christian readers blessed holy days which will lay ahead of us. </strong></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Christen und Buddhisten im gemeinsamen Kampf gegen die Armut?]]></title>
<link>http://deislam.wordpress.com/2009/04/04/christen-und-buddhisten-im-gemeinsamen-kampf-gegen-die-armut/</link>
<pubDate>Sat, 04 Apr 2009 14:47:16 +0000</pubDate>
<dc:creator>deislam</dc:creator>
<guid>http://deislam.wordpress.com/2009/04/04/christen-und-buddhisten-im-gemeinsamen-kampf-gegen-die-armut/</guid>
<description><![CDATA[Zitat aus ZENIT.org: ZG09040311 &#8211; 03.04.2009 Permalink: http://www.zenit.org/article-17504?l=g]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Zitat aus ZENIT.org: ZG09040311 &#8211; 03.04.2009<br />
Permalink: <a href="http://www.zenit.org/article-17504?l=german" target="_blank">http://www.zenit.org/article-17504?l=german</a></p>
<blockquote><p><strong>Christen und Buddhisten im gemeinsamen Kampf gegen die Armut</strong></p>
<p>Botschaft des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog</p>
<p>ROM, 3. April 2009 (ZENIT.org).- Das Vesakh-Fest ist das bedeutendste Fest im Buddhismus. Es erinnert an die Geburt, die Erleuchtung und den Tod des Fürstensohnes Siddhartha Gautama, der später „Buddha“ (der „Erleuchtete“) genannt wurde und den Buddhismus begründete. In diesem Jahr wird das Fest in Taiwan und Japan am 8. April, in Korea am 2. Mai und in den anderen Ländern buddhistischer Tradition am 8. Mai begangen werden.</p>
<p>In der diesjährigen Grußbotschaft des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog zu diesem Anlass unterstreicht der Präsident des Dikasteriums, Kardinal Jean Louis Tauran, die gemeinsame Berufung von Christen und Buddhisten zur Armutsbekämpfung.</p>
<p>In dem Schreiben, das ganz im Zeichen des Mottos „Zeugen des Geistes der Armut: Christen und Buddhisten im Dialog“ steht, wird hervorgehoben, was immer klarer ersichtlich sei: dass Christen und Buddhisten mit vereinten Kräften und in Treue zu ihren eigenen geistlichen Traditionen zum Wohl ihrer Gemeinschaften und der ganzen Menschheit ihren Beitrag leisteten.</p>
<p>Immer stärker werde die Herausforderung wahrgenommen, die sich aus dem immer mehr verbreiteten Phänomen der Armut in ihren verschiedenen Formen ergebe. Dieser stehe auf der anderen Seite eine frenetische Suche nach materiellem Besitz und die Verbreitung des übertriebenen Konsums gegenüber.</p>
<p>In der Botschaft wird an die Worte Benedikts XVI. vom 1. Januar 2009 erinnert, als der Papst von einer Armut gesprochen hatte, die es zu „wählen“ gelte. Dieser Form von Armut stehe eine andere Armut gegenüber, die „bekämpft“ werden müsse. Die gewählte Armut stelle für den Christen einen Weg der Nachfolge Jesu dar. Diese Armut verstehe das Christentum in erster Linie als eine „Entleerung des eigenen Ichs“. Gleichzeitig bestehe sie auch in der Annahme des eigenen Ichs, der eigenen Talente und Grenzen. Ein solche Armut wecke im Christen das Verlangen, auf das Wort Gottes hinzuhören, sich für die Brüder und Schwestern zu öffnen und diese zu achten.</p>
<p>Gleichzeitig gelte es, die Armut als Mangel zu bekämpfen, insofern diese es den Menschen und Familien verunmögliche, ihrer Würde entsprechend zu leben. Eine solche Armut, so Benedikt XVI., verletze die Gerechtigkeit und Gleichheit unter den Menschen und bedrohe das friedliche Zusammenleben.</p>
<p>Der Päpstliche Rat für den Interreligiösen Dialog zitiert in diesem Zusammenhang die Botschaft des Papstes zum diesjährigen Weltfriedenstag, wo es heißt: „So existieren zum Beispiel in den wohlhabenden und hoch entwickelten Gesellschaften Phänomene der Marginalisierung und der relationalen, moralischen und geistigen Armut: Es handelt sich um innerlich orientierungslose Menschen, die trotz des wirtschaftlichen Wohlergehens verschiedene Formen von Entbehrung erleben.“</p>
<p>Den Buddhisten wird in dieser Hinsicht große Anerkennung entgegengebracht: „Während wir Katholiken auf diese Weise über den Sinn der Armut nachdenken, achten wir auch auf eure geistliche Erfahrung. Wir möchten euch für euer erhellendes Zeugnis der Abstandnahme und der Zufriedenheit mit dem, was man hat, danken.“</p>
<p>Buddhistische Mönche und Laien nähmen jene „gewählte“ Armut auf sich, „die geistlich das Herz des Menschen nährt und so das Leben mit einem tieferen Blick auf den Sinn des menschlichen Daseins bereichert und den Einsatz für die Förderung des guten Willens der gesamten menschlichen Gemeinschaft unterstützt“.</p></blockquote>
<p><span style="text-decoration:underline;"><strong>Unser Kommentar</strong></span>:<br />
Es wird nun schon zu einem traditionell zelebrierten vatikanischen Ritual, die &#8220;Weltreligionen&#8221; als Verbündete im Kampf gegen weltliche, zeitliche Übel zu sehen. Doch durch ständige Wiederholung wird aus einer Fehleinschätzung keine Richtigkeit, wird aus einem Irrlicht keine Erleuchtung, wird aus einem Irrtum keine Wahrheit. Hier werden einmal mehr Buddha und die Buddhisten und der Buddhismus heuchlerisch oder schlicht verblendet als etwas Gutes, Anerkennenswertes, Dankenswertes, Erhellendes, Bereicherndes dargestellt. Mit keinem Wort wird die buddhistische Lehre und Lebenssicht auch nur kritisiert geschweige denn &#8211; wie es sich gehörte &#8211; im Lichte der christlichen Offenbarung verurteilt. Siehe dazu unseren Artikel &#8220;<a href="http://deislam.wordpress.com/2008/02/18/der-buddhismus/" target="_blank">Buddhismus</a>&#8220;.</p>
<div class="zemanta-pixie"><img class="zemanta-pixie-img" src="http://img.zemanta.com/pixy.gif?x-id=95e33bdd-871d-8fa1-84d6-ec560ae1b1fd" alt="" /></div>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Religionsunterricht fördert interreligiöse Kompetenz]]></title>
<link>http://kanzelschwalbe.wordpress.com/2009/03/28/religionsunterricht-fordert-interreligiose-kompetenz/</link>
<pubDate>Sat, 28 Mar 2009 14:47:24 +0000</pubDate>
<dc:creator>kanzelschwalbe</dc:creator>
<guid>http://kanzelschwalbe.wordpress.com/2009/03/28/religionsunterricht-fordert-interreligiose-kompetenz/</guid>
<description><![CDATA[Die klassische Gretchenfrage &#8220;Wie hältst Du´s mit der Religion?&#8221; hat angesichts des reli]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Die klassische Gretchenfrage &#8220;Wie hältst Du´s mit der Religion?&#8221; hat angesichts des religiösen Pluralismus in unserer Gesellschaft weitgehend ausgedient. Ob das gut ist, darüber mag man sich zurecht streiten. Ich will hier nicht näher drauf eingehen.<br />
Abgelöst wurde die klassische Gretchenfrage durch die neue Frage: &#8220;Was ist denn deine Religion?&#8221;. </p>
<p>Religiöse Sprachkompetenz sowie Wissen um die eigenen Wurzeln und Rituale sind in einer multireligiösen Welt unabdingbar. Denn nur wer das Eigene kennt und versteht, kann dem &#8220;fremden&#8221; angemessen begegnen und respektvoll damit umgehen. </p>
<p><a href="http://www.ekd.de/aktuell_presse/news_2009_03_25_2_ru_foerdert_interreligioese_kompetenz.html">Dieser EKD-Bericht</a>über eine Studie der Humboldt-Universität bestätigt den Beitrag des Religionsunterrichts zur förderung interreligiöser Kompetenz. </p>
<p>Ich muss wohl nicht extra erwähnen, dass ich alleine deshalb Religionsunterricht an Schulen für unabdingbar notwendig halte und mir wünsche, es gäbe ihn auch für Angehörige anderer Religionen. Wohl wissend, dass es in der praktischen Umsetzung einige Schwierigkeiten gibt. Aber wünschen darf man ja.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Auftakt zur "Woche der Brüderlichkeit" von Juden und Christen]]></title>
<link>http://deislam.wordpress.com/2009/03/01/auftakt-zur-woche-der-bruderlichkeit-von-juden-und-christen/</link>
<pubDate>Sun, 01 Mar 2009 19:44:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>deislam</dc:creator>
<guid>http://deislam.wordpress.com/2009/03/01/auftakt-zur-woche-der-bruderlichkeit-von-juden-und-christen/</guid>
<description><![CDATA[Zitat aus &#8220;Radio Vatikan&#8221;, 01/03/2009 13.23.44 D: Auftakt zur Woche der Brüderlichkeit D]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Zitat aus <a href="http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=269595">&#8220;Radio Vatikan&#8221;, 01/03/2009 13.23.44</a></p>
<blockquote><p><strong>D: Auftakt zur Woche der Brüderlichkeit</strong></p>
<p>Der jüdisch-christliche Dialog soll fortgesetzt werden. Dazu mahnt der deutsche Bundespräsident Horst Köhler an. Antisemitismus und Antijudaismus hätten in Deutschland keinen Platz und dürfen nirgendwo Platz haben, sagte Köhler in seinem Grußwort zur Eröffnung der „Woche der Brüderlichkeit“ in Hamburg laut Redemanuskript. Die Veranstaltungen in ganz Deutschland stehen in diesem Jahr unter dem Thema „So viel Aufbruch war nie“ und sollen mit konkreten Projekten den Dialog zwischen Christen und Juden fördern. An der Veranstaltung nimmt auch die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, teil.</p>
<p>Bei der zentralen Eröffnungsfeier im Deutschen Schauspielhaus verleiht der Koordinierungsrat seit 1968 die Buber-Rosenzweig-Medaille. In diesem Jahr erhält der katholische Experte für das Alte Testament, der emeritierte Professor aus Münster, Erich Zenger, die Ehrung. Die Auszeichnung sei vor dem Hintergrund der letzten Auseinandersetzungen um Antisemitismus eine Ermutigung für den jüdisch-christlichen Dialog. Das sagt Kardinal Karl Lehmann zur Auszeichnung. Zenger sei in diesem Sinne ein mutiger Förderer der jüdisch-christlichen Gespräche. Der Wissenschaftler habe Jahrzehnte lang in Büchern und Kommentarreihen zum hebräischen Teil der Bibel zukunftsweisende Perspektiven und Impulse eröffnet, die weit über den katholischen Raum hinaus reichen. Dabei arbeitete Zenger oftmals mit jüdischen Gelehrten zusammen, betont der frühere Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz und Bischof von Mainz.</p>
<p>Seit 1952 wird die bundesweite „Woche der Brüderlichkeit“ vom Deutschen Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit organisiert. Veranstaltungen in zahlreichen deutschen Städten sollen die Verständigung zwischen den Konfessionen, aber auch den Kampf gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus unterstützen.</p>
<p>(rv/domradio 01.03.2009 pr/mg)</p></blockquote>
<p><span style="text-decoration:underline;"><strong>Unser Kommentar</strong></span>:<br />
<em>Antisemitismus und Antijudaismus hätten in Deutschland keinen Platz und dürfen nirgendwo Platz haben,</em> sagt <em>der <span style="text-decoration:underline;">evangelische</span> deutsche Bundespräsident</em>. Das heißt also, dass in Deutschland (und überall auf der Welt) für die Gegnerschaft gegen die Haupt-Gegnerschaft gegen unseren HERRN und GOTT JESUS CHRISTUS kein Platz (mehr) ist. Das heißt, dass fortan alles, was in den Heiligen Schriften des Neuen Testamentes gegen die jüdischen Gegner Christi seit 2000 Jahren festgeschrieben ist, in Deutschland (und überall auf der Welt) kein Platz mehr ist, kein Daseinsrecht mehr besteht. Das heißt, dass alles, was die Heilige Kirche GOTTES von JESUS CHRISTUS an bis zum 2. Vatikanischen Konzil mit höchster Autorität &#8220;Antisemitisches&#8221; und &#8220;Antijudaistisches&#8221; gelehrt, verfügt, getan hat, in Deutschland (und überall auf der Welt) gebannt und verbannt ist, dass alles, was Kirchenväter, Kirchenlehrer, Heilige Judenverurteilendes gepredigt und geschrieben haben, als etwas Schwerverbrecherisches betrachtet wird, dass die jüdische Feindschaft gegen den SOHN GOTTES, den RETTER und ERLÖSER staatsgeschützt und die öffentliche Verteidigung des GOTT-MENSCHEN und Seiner KIRCHE verboten ist und strafverfolgt wird. Wo wird eine solche Verrücktheit, solcher Wahnsinn enden? So viel <span style="text-decoration:underline;">Zusammenbruch</span> (heiliger Vernunft) war noch nie!</p>
<p><span style="text-decoration:underline;"><strong>Siehe auch:</strong></span></p>
<ul>
<li><a href="http://www.adl.org/PresRele/ASInt_13/5476_13.htm" target="_blank">ADL Congratulates British Prime Minister For Being First To Sign Declaration Against Anti-Semitism </a></li>
</ul>
<div class="zemanta-pixie"><img class="zemanta-pixie-img" src="http://img.zemanta.com/pixy.gif?x-id=5ccf547f-d606-468e-ba7f-814854851fb0" alt="" /></div>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Nostra Aetate und die jüdische Religion]]></title>
<link>http://deislam.wordpress.com/2009/02/20/nostra-aetate-und-die-judische-religion/</link>
<pubDate>Fri, 20 Feb 2009 10:30:22 +0000</pubDate>
<dc:creator>deislam</dc:creator>
<guid>http://deislam.wordpress.com/2009/02/20/nostra-aetate-und-die-judische-religion/</guid>
<description><![CDATA[Zitat aus &#8220;Nostra Aetate&#8220;: (Siehe auch unseren Beitrag: &#8220;Konzilserklärung &#8220;N]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Zitat aus &#8220;<a href="http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_decl_19651028_nostra-aetate_ge.html" target="_blank">Nostra Aetate</a>&#8220;: <em>(Siehe auch <a href="http://deislam.wordpress.com/2007/10/18/konzilserklarung-nostra-aetate-uber-das-verhaltnis-der-kirche-zu-den-nichtchristlichen-religionen/" target="_blank">unseren Beitrag: &#8220;Konzilserklärung &#8220;Nostra Aetate&#8221;</a> über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen&#8221;)</em></p>
<blockquote><p><strong>Die jüdische Religion</strong></p>
<p>4. Bei ihrer Besinnung auf das Geheimnis der Kirche gedenkt die Heilige Synode des Bandes, wodurch das Volk des Neuen Bundes mit dem Stamme Abrahams geistlich verbunden ist.</p>
<p>So anerkennt die Kirche Christi, daß nach dem Heilsgeheimnis Gottes die Anfänge ihres Glaubens und ihrer Erwählung sich schon bei den Patriarchen, bei Moses und den Propheten finden.</p>
<p>Sie bekennt, daß alle Christgläubigen als Söhne Abrahams dem Glauben nach (Gal 3,7) in der Berufung dieses Patriarchen eingeschlossen sind und daß in dem Auszug des erwählten Volkes aus dem Lande der Knechtschaft das Heil der Kirche geheimnisvoll vorgebildet ist. Deshalb kann die Kirche auch nicht vergessen, daß sie durch jenes Volk, mit dem Gott aus unsagbarem Erbarmen den Alten Bund geschlossen hat, die Offenbarung des Alten Testamentes empfing und genährt wird von der Wurzel des guten Ölbaums, in den die Heiden als wilde Schößlinge eingepfropft sind (Röm 11,17-24). Denn die Kirche glaubt, daß Christus, unser Friede, Juden und Heiden durch das Kreuz versöhnt und beide in sich vereinigt hat (Eph 2,14-16). Die Kirche hat auch stets die Worte des Apostels Paulus vor Augen, der von seinen Stammverwandten sagt, daß “ihnen die Annahme an Sohnes Statt und die Herrlichkeit, der Bund und das Gesetz, der Gottesdienst und die Verheißungen gehören wie auch die Väter und daß aus ihnen Christus dem Fleische nach stammt” (Röm 9,4-5), der Sohn der Jungfrau Maria.</p>
<p>Auch hält sie sich gegenwärtig, daß aus dem jüdischen Volk die Apostel stammen, die Grundfesten und Säulen der Kirche, sowie die meisten jener ersten Jünger, die das Evangelium Christi der Welt verkündet haben.</p>
<p>Wie die Schrift bezeugt, hat Jerusalem die Zeit seiner Heimsuchung nicht erkannt (Lk 19,44), und ein großer Teil der Juden hat das Evangelium nicht angenommen, ja nicht wenige haben sich seiner Ausbreitung widersetzt (Röm 11,28). Nichtsdestoweniger sind die Juden nach dem Zeugnis der Apostel immer noch von Gott geliebt um der Väter willen; sind doch seine Gnadengaben und seine Berufung unwiderruflich (Röm 11,28-29). Mit den Propheten und mit demselben Apostel erwartet die Kirche den Tag, der nur Gott bekannt ist, an dem alle Völker mit einer Stimme den Herrn anrufen und ihm “Schulter an Schulter dienen” (Soph 3,9) (Jes 66,23; Ps 65,4; Röm 11,11-32).</p>
<p>Da also das Christen und Juden gemeinsame geistliche Erbe so reich ist, will die Heilige Synode     die gegenseitige Kenntnis und Achtung fördern, die vor allem die Frucht biblischer und theologischer Studien sowie des brüderlichen Gespräches ist.</p>
<p>Obgleich die jüdischen Obrigkeiten mit ihren Anhängern auf den Tod Christi gedrungen haben (Joh 19,6), kann man dennoch die Ereignisse seines Leidens weder allen damals lebenden Juden ohne Unterschied noch den heutigen Juden zur Last legen.</p>
<p>Gewiß ist die Kirche das neue Volk Gottes, trotzdem darf man die Juden nicht als von Gott verworfen oder verflucht darstellen, als wäre dies aus der Heiligen Schrift zu folgern. Darum sollen alle dafür Sorge tragen, daß niemand in der Katechese oder bei der Predigt des Gotteswortes etwas lehre, das mit der evangelischen Wahrheit und dem Geiste Christi nicht im Einklang steht.</p>
<p>Im Bewußtsein des Erbes, das sie mit den Juden gemeinsam hat, beklagt die Kirche, die alle Verfolgungen gegen irgendwelche Menschen verwirft, nicht aus politischen Gründen, sondern auf Antrieb der religiösen Liebe des Evangeliums alle Haßausbrüche, Verfolgungen und Manifestationen des Antisemitismus, die sich zu irgendeiner Zeit und von irgend jemandem gegen die Juden gerichtet haben. Auch hat ja Christus, wie die Kirche immer gelehrt hat und lehrt, in Freiheit, um der Sünden aller Menschen willen, sein Leiden und seinen Tod aus unendlicher Liebe auf sich genommen, damit alle das Heil erlangen. So ist es die Aufgabe der Predigt der Kirche, das Kreuz Christi als Zeichen der universalen Liebe Gottes und als Quelle aller Gnaden zu verkünden.</p></blockquote>
<p><strong><span style="text-decoration:underline;">Unser Kommentar:</span></strong></p>
<p>Es geht hier also um &#8220;die jüdische Religion&#8221;. Und was ist damit gemeint? Natürlich die &#8220;Religion&#8221; derjenigen Juden, die JESUS CHRISTUS als (den verheißenen) Messias, als ERLÖSER, als GOTTES SOHN, als GOTT (auch heute noch) ablehnen, die Sein Heilsangebot (auch heute noch) ausschlagen und als Folge davon Sein REICH, Seine HERRSCHAFT, die Kirche, das neue Volk Gottes, bekämpfen. Es geht also um Christus- und damit Gottes- und Kirchen-<strong>Feinde</strong>. Und es geht um eine Christus-, GOTTES- und kirchen<span style="text-decoration:underline;">feindliche</span> &#8220;Religion&#8221;.<br />
Sind <strong>diese</strong> Juden &#8220;mit dem Stamme Abrahams geistlich verbunden&#8221;? Nein! Sie sind, wie die Muslime, nur &#8220;fleischlich&#8221; mit ihm verbunden, während tatsächlich &#8220;alle Christgläubigen, und <span style="text-decoration:underline;">nur sie</span>, Söhne (Kinder) Abrahams dem Glauben nach sind (Gal 3,7).<br />
Kann die Kirche, &#8220;das Volk des Neuen Bundes&#8221; mit <strong>diesen</strong> Juden, die nicht mit dem Stamme Abrahams geistlich verbunden sind, geistlich verbunden sein? Nein! Das neue Volk Gottes kann geistlich nur verbunden sein mit den CHRIST-gläubigen Juden, mit jenen des Alten Bundes also, die echt und wahr und treu an den verheißenen Messias glaubten, und mit jenen des Neuen Bundes, die echt, wahr und treu an CHRISTUS glaub(t)en, die sich taufen ließen und damit &#8220;aus dem Lande der (geistigen) Knechtschaft ausgezogen&#8221; sind.<br />
Die Kirche, das neue Volk Gottes, hat also &#8220;die Offenbarung des Alten Testamentes&#8221; <span style="text-decoration:underline;">nicht</span> von <strong>diesen</strong> Juden empfangen, die CHRISTUS verleugneten. Und sie wird &#8220;genährt von der Wurzel des <strong>guten</strong> Ölbaums, in den die Heiden als wilde Schösslinge eingepfropft sind&#8221;, also nur von <strong>jenen</strong> Juden, die &#8220;Kinder Abrahams <strong>dem Glauben nach</strong>&#8221; sind, wie die Patriarchen, Moses und die Propheten. Aber sie wird nur <strong>auch</strong> von dieser Wurzel genährt. Niemals ausschließlich. Viel mehr und entscheidend genährt wird die Kirche direkt von JESUS CHRISTUS, dem GOTT-MENSCHEN (dem Sohn der Jungfrau Maria, der <strong>nur dem Fleische nach</strong> von den Juden, vom &#8220;guten Ölbaum&#8221;, abstammt) und von dem von IHM bis zum Ende der Welt gesandten HEILIGEN GEIST, dem göttlichen Geist, der vom Vater und vom Sohne ausgeht. Der heilige Apostel Paulus schreibt in seinem Brief an die Römer, Kapitel 9, Verse 4-5: &#8220;Sind sie (meine Stammesgenossen dem Fleische nach) doch Israeliten, denen die Gotteskindschaft zuteil geworden ist und die Herrlichkeit und der Bund und die Gesetzgebung und der Gottesdienst und die Verheißungen. Ihnen gehören die Väter an, und aus ihnen stammt dem Fleische nach der Messias, <strong>der GOTT ist</strong>, über allem, hochgelobt in Ewigkeit. Amen.&#8221; Er schreibt dann aber auch: &#8220;Denn nicht alle, die aus Israel sind, sind Israeliten. Noch sind alle Kinder, welche Nachkommen Abrahams sind.&#8221; (Röm. 9, 7) Die christusfeindlichen und damit gottfeindlichen Juden sind also keine echten &#8220;Israeliten&#8221; und keine &#8220;Kinder Abrahams&#8221;. Aus diesen stammen also auch nicht &#8220;die Apostel, die Grundfesten und Säulen der Kirche wie die meisten jener ersten Jünger, die das Evangelium Christi der Welt verkündet haben&#8221;. Denn <strong>diese</strong> haben &#8220;die Zeit ihrer Heimsuchung nicht erkannt und das Evangelium nicht angenommen, ja haben sich seiner Ausbreitung widersetzt. <strong>Diese Juden</strong> sind keineswegs &#8220;um der Väter willen immer noch von Gott geliebt&#8221;, sondern nur jene, die nach göttlicher Vor(her)sehung den Glauben an CHRISTUS annehmen (werden). Man vergleiche dazu Paulus im ersten Brief an die Thessaloniker, 2. Kapitel, 14-16: &#8220;Ihr seid ja, meine Brüder, Nachahmer geworden der Gemeinden Gottes, die in Judäa sind in Christus Jesus; denn ihr habt von euren Landsleuten dasselbe erdulden müssen, was jene von den Juden. Diese haben sogar den Herrn Jesus und die Propheten getötet und uns verfolgt. <strong>Sie missfallen Gott und sind allen Menschen feind</strong>. Sie wollen uns wehren, den Heiden zu predigen, dass sie des Heiles teilhaftig werden. So häufen sie immerfort Sünde auf Sünde. Aber schon ist Gottes Zorn über sie gekommen in vollem Maße.&#8221; Und ebenso: Apokalypse 3,9: &#8220;Siehe, Leute aus der Synagoge Satans führe ich zu dir, Leute, die sich Juden nennen &#8211; doch sie sind es nicht, sondern lügen.&#8221; Paulus hatte vor seiner Bekehrung auch zu diesen gehört: Galater 1,13-14: &#8220;Ihr habt ja von meinem einstigen Wandel im Judentum gehört: <strong>ich verfolgte die Kirche Gottes</strong> über die Maßen und suchte sie zu vernichten. Vor vielen meiner Altersgenossen in meinem Volke tat ich mich zuvor <strong>in meiner Leidenschaft für das Judentum</strong> und zeigte mich als übertriebenen Eiferer für die Überlieferungen meiner Väter.&#8221;<br />
Diesen widerspenstigen, verstockten, eifernden Juden gilt, was JESUS nach Johannes 8, 37-47 spricht: &#8220;Ich weiß, dass ihr Kinder (Nachkommen) Abrahams seid. Allein ihr sucht mich zu töten, weil mein Wort in euch erfolglos bleibt. Ich rede, was ich bei meinem Vater gesehen habe, ihr aber tut, was ihr von eurem Vater gehört habt. Da erwiderten sie: Unser Vater ist Abraham. Jesus sprach darauf: Wenn ihr Kinder Abrahams seid, so tuet auch Abrahams Werke. Jetzt wollt ihr mich töten, mich, der ich euch doch die Wahrheit verkündet habe, die ich von Gott gehört. So etwas hat Abraham nicht getan. Ihr tut die Werke eures Vaters. Da sprachen sie: Wir sind nicht im Ehebruch geboren. Wir haben Einen Vater, Gott. Darauf Jesus: <strong>Wenn Gott euer Vater wäre, so würdet ihr doch mich lieben</strong>. Ich bin von Gott ausgegangen und gekommen. Nicht bin ich von mir selbst gekommen, sondern er hat mich gesandt. Warum versteht ihr meine Rede nicht? <strong>Weil ihr mein Wort nicht hören könnt</strong>. Ihr habt den Teufel zum Vater, und die Begierden eures Vaters wollt ihr erfüllen. Er war von Anfang an ein Menschenmörder und ist in der Wahrheit nicht bestanden, weil in ihm keine Wahrheit ist. Wenn er Lügen redet, redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater der Lüge. Wenn aber ich die Wahrheit rede, so glaubt ihr mir nicht. Wer aus euch kann mich einer Sünde zeihen? Wenn ich euch die Wahrheit sage, warum glaubt ihr mir nicht? <strong>Wer aus Gott ist, der hört Gottes Wort</strong>. Darum hört ihr es nicht, weil ihr nicht aus Gott seid.&#8221; Diese Juden also, die nicht auf Gottes Wort hören wollten, &#8220;die jüdischen Obrigkeiten mit ihren Anhängern&#8221; waren es auch, die &#8220;auf den Tod Christi gedrungen haben&#8221;. Und diesen Juden <strong>muss</strong> man &#8220;die Ereignisse seines Leidens (und Sterbens) zur Last legen&#8221;. Und den <strong>heutigen</strong> Juden? Sicher all jenen heutigen Juden, die sich <strong>bewusst und überlegt</strong> GEGEN Jesus Christus stellen. Aber selbstverständlich haben auch die übrigen Menschen, die Gottes Wort nicht hören (wollen), Anteil, Schuld an den &#8220;Ereignissen seines Leidens (und Sterbens)&#8221;. Und ALLE (nicht nur die Juden), die wissentlich und willentlich in dieser Ablehnung des ERLÖSERS bis zum Tode verharren, werden von Gott &#8220;verworfen und verflucht&#8221;. Das ist &#8220;aus der Heiligen Schrift zu folgern&#8221; und &#8220;steht mit der evangelischen Wahrheit und dem Geiste Christi im Einklang&#8221;. Das Gegenteil nicht!<br />
Die Kirche hat also mit den christusfeindlichen Juden &#8220;kein gemeinsames Erbe&#8221;, sondern nur mit den christusgläubigen Juden. Wenn &#8220;Antisemitismus&#8221; Judenfeindlichkeit besagen soll, dann ist die Kirche, sind die Glieder der Kirche &#8220;antisemitisch&#8221; gegenüber jenen &#8220;Juden, die keine Juden sind&#8221;, sondern Anti-Christen, die die Zeit ihrer Heimsuchung nicht erkennen und das Evangelium nicht annehmen, ja sich seiner Ausbreitung widersetzen. Und mit diesen Juden kann die Kirche keine &#8220;gemeinsame biblische und theologische Studien&#8221; betreiben, kein &#8220;brüderliches Gespräch&#8221; führen, <strong>ohne Verrat an ihrem Auftrag zu üben</strong>: &#8220;das Kreuz Christi als Zeichen der universalen Liebe Gottes und als Quelle aller Gnaden zu verkünden&#8221; &#8211; es also auch den noch ungläubigen, verblendeten, verstockten zu PREDIGEN, auf dass auch sie das HEIL erlangen; denn <strong>NUR IN IHM</strong> IST HEIL, IST RETTUNG, IST ERLÖSUNG, IST EWIGES SELIGES LEBEN!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Papst Benedikt XVI. empfängt jüdische Vertreter]]></title>
<link>http://deislam.wordpress.com/2009/02/13/papst-benedikt-xvi-empfangt-judische-vertreter/</link>
<pubDate>Fri, 13 Feb 2009 13:50:30 +0000</pubDate>
<dc:creator>deislam</dc:creator>
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<description><![CDATA[Zitat von Radio Vatikan: 12/02/2009 12.56.02 Die Beziehung zwischen dem Vatikan und den Juden „steht]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Zitat von <a href="http://www.radio-vatikan.de/">Radio Vatikan: 12/02/2009 12.56.02</a></p>
<blockquote><p>Die Beziehung zwischen dem Vatikan und den Juden „steht auf der soliden Grundlage des Zweiten Vatikanischen Konzils, sie kann auch zwischenzeitliche Rückschläge verkraften. Wir können sogar gestärkt daraus hervorgehen.“ Diese versöhnlichen Worte sprach an diesem Donnerstag eine hochrangige jüdische Delegation vor Papst Benedikt XVI. im Vatikan aus. Das Kirchenoberhaupt seinerseits wiederholte, dass die Kirche „zutiefst und unwiderruflich dazu verpflichtet ist, allen Antisemitismus zurückzuweisen“. Auch zur Shoah selbst fand der Papst abermals deutliche Worte: „Der Hass und die Menschenverachtung“, die ihr deutlich wurden, „waren ein Verbrechen gegen Gott und gegen die Menschlichkeit.“ Es sei „über jeden Zweifel erhaben, dass jede Leugnung oder Minimierung dieses furchtbaren Verbrechens nicht tolerierbar und rundweg inakzeptabel ist. Dieses schreckliche Kapitel unserer Geschichte darf nie vergessen werden!“ Beide Seiten sprachen auch von der bevorstehenden Visite Papst Benedikts im Heiligen Land: „Das gelobte Land erwartet Ihre Ankunft“, so der New Yorker Rabbiner Arthur Schneier.</p>
<p>„Shalom, Eure Heiligkeit!“ Das setzte den Ton bei dieser Audienz, die man – nach dem Trubel der letzten Wochen – durchaus als historisch werten kann. Wie schon nach der Aufregung über die Karfreitags-Fürbitte war es wieder der New Yorker Rabbiner Arthur Schneier, ein gebürtiger Österreicher, der dem Papst Gesprächsbereitschaft signalisierte – in einem „kritischen Moment für katholisch-jüdische Beziehungen“, wie er selbst sagte.</p>
<p>„Für einen Holocaust-Überlebenden waren das schmerzhafte und schwierige Tage“, so Schneier. „Wir waren siebzig Jahre nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs mit einer Leugnung des Holocaust konfrontiert, und das sogar aus dem Mund eines Bischofs der Piusbruderschaft.“ Der Rabbiner sprach den Papst direkt an: „Wir haben doch beide das Toben dieses Krieges erlebt – Tod, Leiden und Zerstörung. Die Shoah hat das Leben von sechs Millionen jüdischen Männern, Frauen und Kindern gefordert, darunter meine eigene Familie in Auschwitz und Theresienstadt.“ Joseph Ratzinger war in den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs minderjähriger Flakhelfer, einmal nicht weit vom KZ Dachau im Einsatz; beim Reichsarbeitsdienst an der ungarischen Grenze sah er einen Todesmarsch Budapester Juden vorbeiziehen. Schneier, ein paar Jahre jünger, war vor Kriegsausbruch von Wien nach Budapest geflohen; er überlebte und wanderte zwei Jahre nach Kriegsende in die USA aus.</p>
<p>„Eure Heiligkeit, wir und so viele andere, die die Unmenschlichkeit gesehen haben, die Menschen einander angetan haben – wie könnten wir nicht protestieren, wenn jemand den Holocaust leugnet? Die Opfer des Holocaust haben uns nicht das Recht gegeben, den Tätern oder den Leugnern des Holocaust zu vergeben. Danke, dass Sie unseren Schmerz und unsere Beklemmung verstehen.“</p>
<p>Deutliche Worte im Vatikan. Schneier dankte dem Papst dafür, dass dieser am Mittwoch letzter Woche seine Solidarität mit den Juden erklärt und jeder Holocaust-Leugnung eine Absage erteilt hatte. Er dankte auch dafür, dass sich Benedikt wie sein Vorgänger Johannes Paul zur Konzilserklärung „Nostra Aetate“ bekennt, die für eine „Versöhnung zwischen der Kirche und dem jüdischen Volk“ stehe. Der Rabbiner warb dafür, die Erinnerung an den Holocaust in den Schulen wachzuhalten: Das „Nie wieder“ müsse den nächsten Generationen vermittelt werden.</p>
<p>„Wie die Juden in der Wüste nicht nur die zweiten Tafeln der Zehn Gebote mit sich trugen, sondern auch die ersten, zerbrochenen, so tragen auch wir mit uns die Erinnerung an Jahrhunderte der Verfolgung, Unterdrückung und Demütigung. Aber wir sind durch die Vergangenheit nicht gelähmt, sondern glauben weiter an den Hüter Israels.“ Rabbi Schneier nannte den Staat Israel, der vom Vatikan erst in den neunziger Jahren diplomatisch anerkannt wurde, als Erfüllung der Prophezeiung des Ezechiel: „Ich hauche euch meinen Geist ein, dann werdet ihr lebendig, und ich bringe euch wieder in euer Land.“ „Das Gelobte Land erwartet Ihre Ankunft.“</p>
<p>Dieser kleine Satz war nichts anderes als die wieder aufgerissene Tür zu einer Papstreise nach Israel. Schon länger war eine solche Visite für den Mai im Gespräch; jetzt deutet alles darauf hin, als wolle Papst Benedikt angesichts des Williamson-Skandals erst recht an dem Reiseplan festhalten. Rabbi Schneier endete mit einer optimistischen Note: „Unsere Beziehung steht auf der soliden Grundlage des Zweiten Vatikanischen Konzils; sie kann auch zwischenzeitliche Rückschläge verkraften. Wir können sogar stärker daraus hervorkommen&#8230; Möge Er, der für Frieden im Himmel sorgte, uns helfen, Friede auch auf Erden zu schaffen.“</p>
<p>Außer Rabbi Schneier hielt an diesem Donnerstag auch Alan Solow eine kleine Rede – er kommt aus Chicago, gilt als enger Vertrauter des neuen US-Präsidenten Barack Obama und steht erst seit wenigen Wochen an der Spitze des Dachverbands der wichtigsten jüdischen US-Verbände. Auch Solow sprach von einem „kritischen Moment“ und „gespannten Beziehungen zwischen der Kirche und der jüdischen Gemeinschaft“: „Die Aufforderung des Heiligen Stuhls an Bischof Williamson, seine furchtbare Leugnung des Holocaust zurückzunehmen, war ein willkommener Schritt. Es muss immer wieder klargemacht werden, dass keine Art der Holocaust-Leugnung toleriert werden darf.“</p>
<p>Solow appellierte an den Papst, sich deutlich gegen Antisemitismus zu engagieren. „Die Geschichte lehrt uns, dass solche Intoleranz und solcher Hass alle mit in den Abgrund zu reißen drohen, wenn man ihnen nicht entgegentritt. Auf den alarmierenden Angriff auf eine Synagoge in Caracas folgte ein Überfall auf die Nuntiatur des Vatikans. Auch wenn das nicht direkt in Zusammenhang steht, zeigt es, dass wir alle solcher Aufwiegelei und solchem Extremismus zum Opfer fallen.“</p>
<p>Und auch Solow fand klare Worte zu einer möglichen Papstreise ins Heilige Land: “Wir begrüßen und unterstützen die geplante Reise Eurer Heiligkeit nach Israel. Die Menschen und Führer in Israel sehen ihr wie wir erwartungsvoll entgegen&#8230; Die wachsenden Versuche, den Staat Israel zu dämonisieren und zu delegitimieren, sind sehr besorgniserregend. Eure Heiligkeit kann mithelfen, die Stimmen von Extremisten zurückzudrängen, die im Nahen Osten oder anderswo in der Welt zur Vernichtung Israels aufrufen oder die Terrorismus gegen seine Bürger fördern.“<br />
Der Papst selbst dankte dann in seiner Ansprache für die deutlichen Worte von Rabbi Schneier und Herrn Solow. Es tue ihm immer gut, „etwas Zeit mit meinen jüdischen Freunden zu verbringen“, so Benedikt. Er erinnerte an seinen Besuch in der Synagoge von Köln kurz nach seinem Amtsantritt – und an seine Visite auf dem Gelände des früheren Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau im Mai 2006.<br />
„Welche Worte können eine so tief bewegende Erfahrung adäquat wiedergeben? Als ich diesen Ort des Horrors betrat, diesen Schauplatz unermesslichen Leids, dachte ich an die unzählige Schar von Gefangenen, darunter so vielen Juden, die auf diesem Weg in die Gefangenschaft in Auschwitz und all den anderen Lagern geraten waren. Diese Kinder Abrahams hatten, kummervoll und erniedrigt wie sie waren, wenig mehr als den Glauben an den Gott ihrer Väter, um sie aufrecht zu halten – einen Glauben, den wir Christen mit euch teilen, unseren Brüdern und Schwestern.“<br />
„Wie können wir auch nur annähernd das Monströse begreifen, was in diesen infamen Gefängnissen stattgefunden hat? Die ganze menschliche Rasse fühlt tiefe Scham angesichts der wüsten Brutalität, die sich damals an Eurem Volk gütlich hielt. Erlaubt mir, zu wiederholen, was ich bei dieser düsteren Gelegenheit sagte: Die Führer des Dritten Reichs wollten das ganze jüdische Volk vernichten, um es aus den Reihen der Völker dieser Erde auszulöschen.“<br />
Auch Benedikt kam dann auf eine mögliche Reise nach Jerusalem zu sprechen. „Ich bereite eine Reise nach Israel vor, ein Land, das Christen wie Juden heilig ist, weil man dort die Wurzeln unseres Glaubens findet. Ja wirklich, die Kirche nährt sich aus der Wurzel dieses guten Olivenbaums, der das Volk Israel ist – und auf den die wilden Ölbaum-Äste der Heiden aufgepfropft wurden.“ Das war – genauso wie die vom Papst letztes Jahr neuformulierte Karfreitagsfürbitte – ein Zitat aus dem Römerbrief des Apostels Paulus. „Seit den frühesten Tagen des Christentums ist unsere Identität und jeder Aspekt unseres Lebens und unseres Gottesdienstes eng an die alte Religion unserer Väter im Glauben rückgebunden.“ Mit der Formulierung „Väter im Glauben“ variierte der Papst die berühmte Formel, die sein Vorgänger Johannes Paul beim Besuch der römischen Synagoge gefunden hatte. Der polnische Papst hatte dabei die Juden als die „älteren Brüder“ der Christen bezeichnet.<br />
„Die zweitausendjährige Geschichte der Beziehungen zwischen Judentum und Kirche hat viele verschiedene Phasen erlebt, darunter einige schmerzvolle. Jetzt, wo wir uns in einem Geist der Versöhnung treffen können, sollten wir früheren Schwierigkeiten nicht erlauben, uns davon abzuhalten, dass wir einander die Hand der Freundschaft reichen. Und wo gäbe es denn auch eine Familie, in der es nicht zu irgendwelchen Spannungen kommt?“</p>
<p>Der Papst nannte die Konzils-Erklärung „Nostra Aetate“ einen „Meilenstein auf unserem Weg zur Versöhnung“. „Die Kirche ist zutiefst und unwiderrufbar darauf verpflichtet, allen Antisemitismus zurückzuweisen und weiter gute, dauerhafte Beziehungen zwischen unseren zwei Gemeinschaften aufzubauen. Wenn es ein Bild gibt, das diese Verpflichtung ausdrückt, dann ist es Johannes Paul II. an der Klagemauer in Jerusalem, der Gott um Vergebung bittet für alle Ungerechtigkeit, die das jüdische Volk erlebt hat.“</p>
<p>„Ich mache mir sein Gebet zu eigen: Gott unserer Väter, du hast Abraham und seine Nachkommen erwählt, um deinen Namen zu allen Nationen zu tragen. Wir sind tief betrübt über das Verhalten derer, die im Lauf der Geschichte diesen deinen Kindern Leid zugefügt haben. Wir bitten dich um Vergebung, und wir verpflichten uns selbst zu wahrer Brüderlichkeit mit dem Volk des Bundes.“</p>
<p>Noch einmal fand der Papst klare Worte zum Holocaust: „Der Hass und die Menschenverachtung, die in der Shoah deutlich wurden, waren ein Verbrechen gegen Gott und gegen die Menschlichkeit. Das sollte jedem klar sein – vor allem jenen, die in der Tradition der Heiligen Schrift stehen&#8230; Es ist über jeden Zweifel erhaben, dass jede Leugnung oder Minimierung dieses furchtbaren Verbrechens nicht tolerierbar und rundweg inakzeptabel ist. Die Shoah muss eine Warnung an alle sein, nicht zu vergessen, nicht zu verneinen und nicht zu verkleinern&#8230; Dieses schreckliche Kapitel unserer Geschichte darf nie vergessen werden!“</p>
<p>Zu Recht sei Erinnern auch „memoria futuri“, also ein Warnzeichen für die Zukunft, so Papst Benedikt. Die Menschheit müsse alles tun, um eine ähnliche Katastrophe in Zukunft zu verhindern. Er bete darum, dass die Erinnerung an den Holocaust „unsere Entschlossenheit stärkt, die Wunden zu heilen, die zu lange die Beziehungen zwischen Christen und Juden schmerzvoll gemacht haben.“</p>
<p>Es war eine große Rede des Papstes, eine Audienz der deutlichen Worte – und ein klares Signal, dass der Vatikan aus dem Fall Williamson seine Lehren gezogen hat. Auch die Türen zu einer Papstreise nach Israel sind an diesem Donnerstag für alle sichtbar aufgesprungen. Rabbi Schneier berichtete nach der Audienz vor Journalisten, er habe dem Papst auch noch etwas auf deutsch gesagt: „Ich habe die Sonne gebracht.“ Damit meinte er nicht nur das Wetter.<br />
(rv 12.02.2009 sk)</p></blockquote>
<p><span style="text-decoration:underline;"><strong>Unser Kommentar</strong></span>:<br />
Ja, „der Hass und die Menschenverachtung“, die in ihr (der Shoah) deutlich wurden, „waren ein Verbrechen gegen Gott und gegen die Menschlichkeit.“<br />
Nein, die Kirche ist nicht „zutiefst und unwiderruflich dazu verpflichtet, <span style="text-decoration:underline;">allen</span> Antisemitismus zurückzuweisen“; <a href="http://deislam.wordpress.com/2008/10/30/benedikt-xvi-ein-antisemit-ist-auch-ein-antichrist/">das haben wir bereits mit notwendiger Differenzierung erläutert</a>.<br />
Ja, es ist „über jeden Zweifel erhaben, dass jede Leugnung oder Minimierung dieses furchtbaren Verbrechens nicht tolerierbar und rundweg inakzeptabel ist&#8221;, <span style="text-decoration:underline;">wenn</span> unter &#8220;Leugnung&#8221; und &#8220;Minimierung&#8221; die Negierung oder Minderung der Abscheulichkeit, der Verwerflichkeit dieses Verbrechens gemeint ist. Nein, wenn darunter die &#8220;Leugnung&#8221; oder &#8220;Minimierung&#8221; gewisser &#8220;technischer&#8221;, &#8220;materieller&#8221;, &#8220;sachlicher&#8221;, &#8220;numerischer&#8221;, also <span style="text-decoration:underline;">nicht moralischer</span> Aspekte verstanden wird.<br />
Rabbi Arthur Schneier: <em>&#8220;Die Opfer des Holocaust haben uns nicht das Recht gegeben, den Tätern oder den Leugnern des Holocaust zu vergeben.&#8221;</em> Wir haben bereits zuvor unser Veto eingelegt: Die Aussagen von Bischof Williamson kann man nicht als &#8220;<span style="text-decoration:underline;">Leugnung</span> des Holocausts&#8221; interpretieren. Aber man tut es, weil man seine <span style="text-decoration:underline;">Kritik</span> und abweichende &#8220;Überzeugung&#8221; zu einem <strong>Verbrechen</strong> hochstilisieren und dann dazu benutzen will, um ihm, und mit ihm allen, die ähnlich wie er ihre Zweifel haben an und Vorbehalte gegenüber der Richtigkeit der &#8220;allgemein&#8221; oder doch &#8220;mehrheitlich&#8221; rezipierten Darstellung der Shoah, &#8220;<strong>nicht zu vergeben</strong>&#8220;. So wird die ganze Menschheit dazu <span style="text-decoration:underline;">gezwungen</span>, das abscheuliche Naziverbrechen von vor 70 Jahren <span style="text-decoration:underline;">präzise so</span> und nur so wie es von der &#8220;veröffentlichten Mehrheitsmeinung&#8221; festgeschrieben ist, zu glauben und zu bekennen. Und wer es dennoch wagt, diesem Diktat nicht zu entsprechen, der tut dann eben etwas, was nicht vergeben, nicht verziehen werden kann: <span style="text-decoration:underline;">etwas Unverzeihliches</span>. Wer nun dem aber zustimmt, der vergeht sich gegen das Gebot GOTTES der absoluten Vergebungs-<strong>Pflicht</strong>. Wer nicht verzeihen kann und will, dem wird auch von GOTT nicht verziehen werden.<br />
Rabbi Schneier nennt den Staat Israel als <strong>Erfüllung der Prophezeiung des Ezechiel</strong>: <em>„Ich hauche euch meinen Geist ein, dann werdet ihr lebendig, und ich bringe euch wieder in euer Land.“</em> Das ist ein mittlerweile weit verbreiteter Glaube unter Juden und Christen. Aber er ist eine verhängnisvolle Illusion. Der Staat Israel ist (noch) <span style="text-decoration:underline;">nicht</span> die &#8220;Erfüllung der Prophezeiung des Ezechiel&#8221;. Er kann es nicht sein. Denn es ist nicht GOTTES Geist, der den Juden eingehaucht, sie lebendig gemacht und wieder in ihr Land gebracht hat. Wäre es GOTTES Geist, dann müssten sie ja alle CHRISTEN (geworden) sein; sie müssten sich alle wie Saulus zu Paulus zu CHRISTUS bekehrt haben; denn GOTTES Geist ist der HEILIGE GEIST, die DRITTE PERSON DER HEILIGSTEN DREIFALTIGKEIT. Es gibt nicht einen Gottesgeist für die Juden und einen für die Christen. Es gibt keinen gesonderten Heilsweg für die Juden. Ihr (neuerdings so genannter) &#8220;<span style="text-decoration:underline;">Erster</span> Bund&#8221; ist der &#8220;<span style="text-decoration:underline;">Alte</span> Bund&#8221;. Seit 2000 Jahren gibt es <span style="text-decoration:underline;">an seiner Stelle</span> den &#8220;Neuen Bund&#8221;, den &#8220;<strong>Ewigen</strong> Bund&#8221;. Und das Bundesvolk ist demnach das neue, die KIRCHE, das REICH CHRISTI. Erst wenn die Juden aufhören, CHRISTUS in den Christen zu verfolgen <em>(&#8220;Saulus, Saulus, warum verfolgst du Mich?&#8221; [Apg. 9, 4])</em>, wenn sie erkannt haben werden, dass CHRISTUS ihr MESSIAS und ERLÖSER und <strong>GOTT VON GOTT</strong> ist, wird sich die Prophezeiung Ezechiels erfüllen. Damit &#8220;delegitimieren&#8221; wir den Staat Israel nicht.<br />
Rabbi Schneier: <em>&#8220;Unsere Beziehung steht auf der <span style="text-decoration:underline;">soliden</span> Grundlage des Zweiten Vatikanischen Konzils&#8221;</em>. Auch das ist eine Illusion. Die Grundlage(n) des Zweiten Vatikanischen Konzils sind alles anderes als <strong>solide</strong>. Sie werden noch gehörig erschüttert werden, wenn der wahre Geist GOTTES wieder &#8220;(auf)braust&#8221;!<br />
Papst Benedikt: <em>&#8220;Ja wirklich, die Kirche nährt sich aus der Wurzel <strong>dieses guten Olivenbaums, der das Volk Israel ist</strong> – und auf den <strong>die wilden Ölbaum-Äste der Heiden</strong> aufgepfropft wurden.&#8221;</em> Das <span style="text-decoration:underline;">heutige</span> &#8220;Volk Israel&#8221; oder die <span style="text-decoration:underline;">heutigen</span> Juden wären dann also &#8220;der gute Olivenbaum&#8221;? Und wir die Christen wären auf diese heutigen Juden als &#8220;wilde Äste&#8221; aufgepfropft? Ziemlich abstrus und konfus, diese Theologie eines Papstes! Die heutigen Juden wären dann also das &#8220;Volk des [Ersten - wichtigen, entscheidenden, bleibenden, unkündbaren und ungekündigten] Bundes, und wir wären &#8220;das Volk des [Zweiten - nachrangigen, nebensächlichen, vorübergehenden] der &#8220;Aufpfropfung&#8221;! Wir glauben, der Papst täte gut daran, &#8220;etwas weniger Zeit mit seinen jüdischen Freunden zu verbringen&#8221; und dafür umsomehr mit den katholischen Christen, die &#8220;in der Tradition der Heiligen Schrift UND DER KIRCHE ALLER ZEITEN stehen&#8221;.<br />
Papst Benedikt: <em>&#8220;Seit den frühesten Tagen des Christentums ist unsere Identität und <span style="text-decoration:underline;">jeder Aspekt unseres Lebens und unseres Gottesdienstes</span> eng an die alte Religion unserer Väter im Glauben rückgebunden.&#8221;</em> Ja, wenn unter &#8220;unserer Väter im Glauben&#8221; &#8220;unserer Väter im (neutestamentlichen) <span style="text-decoration:underline;">christlichen</span> Glauben und im (alttestamentlichen) Erwartungsglauben an Christus&#8221; gemeint sind. Nein, wenn darunter (auch) der Glaube und das Bekenntnis der heutigen nachchristlichen Juden verstanden werden.</p>
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