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	<title>ist-taktil &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
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	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "ist-taktil"</description>
	<pubDate>Mon, 28 Dec 2009 12:55:08 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[ist taktil]]></title>
<link>http://schoppe.wordpress.com/2008/05/12/ist-taktil/</link>
<pubDate>Mon, 12 May 2008 04:16:12 +0000</pubDate>
<dc:creator>schoppe</dc:creator>
<guid>http://schoppe.wordpress.com/2008/05/12/ist-taktil/</guid>
<description><![CDATA[1. Wahrnehmung &#8220;Die leichte Taube, indem sie im freien Fluge die Luft teilt, deren Widerstand ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>1. Wahrnehmung</p>
<p>&#8220;Die leichte Taube, indem sie im freien Fluge die Luft teilt, deren Widerstand sie fühlt, könnte die Vorstellung fassen, daß es ihr im luftleereren Raum noch viel besser gelingen werde&#8221; (Kant, Kritik der reinen Vernunft, §8, S. 83)</p>
<p>Fangen wir mit dem Punkt an, bei dem die größte Fehleinschätzung stattfindet, nämlich mit der Wahrnehmung. Ich werde zeigen, indem ich den Prozess der Wahrnehmung neu erzähle und ihn auf seine einfachsten Komponenten reduziere, daß jede Wahrnehmung auf dem gleichen universalen Prinzip beruht. Wenn man keine nicht materialistische Wahrnehmung akzeptiert, dann bedeutet universal, daß kein denkendes Wesen eine Form der Wahrnehmung gebraucht, die von einem bestimmten Prinzip abweichen kann. Es gibt ohne Zweifel viele Arten der Realisierung  von Wahrnehmung, doch jede muß auf dem einen einzigen Prinzip aufgebaut sein . Das ist, einmal begriffen, eine analytische Wahrheit eines materialistischen Universums ohne Zeitreisen und göttlicher Empathie.<br />
In jedem Wahrnehmunsprozess gibt es etwas, das wahrgenommen wird (Schicht 1), einen Sensor, der dieses etwas erfasst (Schicht 2), und eine geheimnisvolle Instanz, der das Erfasste gemeldet wird (Schicht 3) und die damit den Wahrnehmungsprozess beendet. Da die validierende Instanz immer schon vorausgesetzt wird, spricht man im Allgemeinen schon von Wahrnehmung, wenn der Sensor bestimmte Daten erfasst.</p>
<p>In jedem Prozeß der Wahrnehmung findet also eine Vermittlung statt von dem Geschehen der Schicht 1 über die vermittlende Schicht 2 zu der Schicht,die es interessieren mag. Die ausgesendete wahrzunehmende Information, bewußt oder nicht,  wird mittels einer materialen Deformation in der Schicht 2 erfasst. Wenn also der Wind durch einen Baumwipfel streicht dann findet eine prototypische Wahrnehmung des Windes durch die Biegung des Astes statt. Wenn ein Ball in einer Hand landet, dann meldet die Verformung der Finger oder die Dellen in der Haut (oder was auch immer) die Rundheit des Balles. Wenn ein Sonnenstrahl auf ein Objekt trifft und von dort zurückgeworfen wird auf meine Netzhaut, auf die Stäbchen, dann melden die materialen Veränderung meines Auges die Form und Farbe des Objektes. Wenn Schallwellen auf mein Trommelfell treffen, vielleicht ausgestoßen durch eine Axt, die auf einen Baum fällt, dann durchläuft mein Trommelfell oder die Härchen auf ihm eine materiale Veränderung. Das gleiche funktioniert auch beim Geruch, der sogar eine Probe der ersten Schicht mit aufnimmt.</p>
<p>Natürlich ist es problematisch davon zu sprechen, daß der Baum den Wind wahrnimmt, oder daß ein Trommelfell wahrnimmt. Alles was ich sage ist, daß die vermittelnde Instanz (Schicht2 )eine materiale Veränderung erfährt. Da die Definition für ein materialistisches (physikalisches) Universum darin besteht zu behaupten, daß alle Sacheverhalte die verursacht werden, eine materiale Entsprechung haben (schwache Formulierung), so ist es für mich eine analytische Wahrheit im Sinne Kants, daß die vermittelnde Instanz eines Wahrnehmungsprozesses eine materiale Veränderung einer materialen Instanz ist.</p>
<p>Wenn man das Gesagte akzeptiert, dann kann man daraus folgern, daß taktile, visuelle und akustische Wahrnehmung sich im Grunde genommen auf ein Prinzip reduzieren lassen. Sie bilden quasi das Spektrum eines materialen  Übertragungsprinzips von Schicht 1 zu 2. Da bei visueller Wahrnehmung im Vergleich zum Tasten diese Veränderung so subtil vonstatten geht, haben wir oft den Eindruck, daß Beobachten und Sehen immaterielle Vorgänge sind &#8211; eben weil sie von anderen Menschen unbeobachtet durchgeführt werden können, und weil das durch das Auge wahrgenommene Objekt scheinbar keine physikalische Reaktion durch unser Beobachten erfährt. Aus diesem Grund nenne ich jede Beobachtung taktil. Ich hätte aber auch sagen können, daß jede Wahrnehmung visuell oder akustisch ist. Wichtig ist, daß sie eigentlich gleich sind.</p>
<p>* Gelesen habe ich das in einem Nebensatz, einfach als Behauptung schon einmal bei Tom Barbalet  über sein Noble Ape Projekt:    http://www.nobleape.com/docs/</p>
<p>* Man kann sich auch vor Augen führen wie Fledermäuse sehen oder Blinde mit einem Sonargerät: http://www.batforblind.co.nz/index.php</p>
</div>]]></content:encoded>
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