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	<title>jogu-stine &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
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	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "jogu-stine"</description>
	<pubDate>Mon, 28 Dec 2009 10:16:45 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Kommentar: Ein Tornado namens JOGU-StINe oder viel Wirbel um nichts?]]></title>
<link>http://onlinejournalismus.wordpress.com/2008/06/19/ein-tornado-namens-jogu-stine-oder-viel-wirbel-um-nichts/</link>
<pubDate>Thu, 19 Jun 2008 02:05:22 +0000</pubDate>
<dc:creator>simonejaeger</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ab dem 1. Februar 2009 soll JOGU-StINe, das neue Internetportal für Studierende und Lehrende, an der]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><strong>Ab dem 1. Februar 2009 soll JOGU-StINe, das neue Internetportal für Studierende und Lehrende, an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz eingeführt werden. Momentan befindet sich das Portal noch in der Entwicklungsphase. Das hält JOGU-StINe jedoch nicht davon ab, viel zu versprechen. Können diese Versprechen eingehalten werden oder entpuppen sie sich im internationalen Vergleich doch eher als Versprecher?</strong></p>
<p><strong><img class="alignright" style="float:right;" src="http://onlinejournalismus.wordpress.com/files/2008/06/jogustine2b.jpg" alt="Werbeflyer für JOGU-StINe in der Infobox" width="224" height="314" />Test eins, zwei, drei…</strong><br />
Die Testphase hat begonnen: Seit dem 9. Juni 2008 können alle Interessierten einen ersten Blick mit ein paar Klicks verbinden und das neue Internetportal der Johannes Gutenberg-Universität Mainz vor seiner offiziellen Einführung am 1. Februar 2009 testen. In der Infobox neben dem ReWi gibt es noch bis Mitte Juli 2008 die Gelegenheit, JOGU-StINe – das JOhannes GUtenberg StudienInformationsNetz – bei einem Schluck Kaffee zur Freude seiner Gründer zu bewundern oder vor dem Bildschirm zu kritisieren.</p>
<p>Die Funktionen von JOGU-StINe basieren auf dem Programm „CampusNet&#8221;, das aktuell bereits von der Hamburger Universität verwendet wird. Das, woran zurzeit in Mainz viele kluge Köpfe arbeiten, ist die Ausgestaltung der Weboberfläche von JOGU-StINe. Bis zur Fertigstellung des Portals haben seine IT-affinen „Modellierer“ in den Bereichen Inhalt und Grafik alle Hände voll zu tun: Die Inhalte müssen vervollständigt werden. Das heißt, die Prüfungsordnungen aller Fachbereiche müssen im System abgebildet, Kurse und Module angelegt werden. Das Design muss noch übersichtlicher aufbereitet werden, wovon die Farben, lesbare Schaltflächen und weitere Teile des Layouts von JOGU-StINe betroffen sind. Der kleine Wirbelsturm namens JOGU-StINe ist demnach noch in seiner Wachstumsphase. Das ist ja legitim – doch sind dies auch die Versprechungen, welche vor der Endversion von JOGU-StINe auf dem Campus und darüber hinaus kursieren?   </p>
<p><strong>Der Umbruch schlechthin?</strong> <img class="alignleft" style="float:left;" src="http://onlinejournalismus.wordpress.com/files/2008/06/jogustine1.jpg" alt="Ein erster Eindruck von JOGU-StINe am Bildschirm." width="255" height="264" /><br />
Der Trommelwirbel um das neue Internetportal war unglaublich groß – er kam schon einem Tornado gleich: Aus den unterschiedlichsten Richtungen und im Sinne eines Lobgesangs vorab wurde für JOGU-StINe geworben. Dement-sprechend wurden auch die Erwartungen hoch gesteckt. Doch der erste Kontakt mit dem neuen Portal ruft bei vielen Studierenden entweder Ernüchterung oder gar Enttäuschung hervor. Sätze wie „Bei den ganzen Ankündigungen habe ich da aber mehr erwartet.“ oder „Das Layout ist echt bedürftig – kann sich die Uni nichts Anderes leisten?“ ertönen von frustrierten Gesichtern vor den Bildschirmen in der Infobox. Der Beginn einer neuen Ära ist zumindest zu diesem Zeitpunkt noch nicht in Sicht.</p>
<p>Was JOGU-StINe an Neuerungen anpreist, ist bekannt: Anmeldung zu Lehrveranstaltungen, Zugriff auf Lehrmaterialien, Erstellung eines Stundenplans, Anmeldung zu Prüfungen, Bewerbung, Übersicht über erbrachte Studien- und Prüfungsleistungen, Antragstellung auf Fachwechsel oder Beurlaubung und Verfügbarkeit von Studienbescheinigungen – alles online, versteht sich. Wer bislang nicht gerade mit Scheuklappen studiert hat, wird erkennen, dass dies kaum Innovationen sind. Vielmehr werden einzelne Portale wie das UnivIS aufgelöst und Funktionen von Reader Plus oder Ilias verschoben beziehungsweise durch JOGU-StINe ersetzt. Das Einzige, was neu ist, sind die Leistungsübersicht, die Antragstellung und die Studienbescheinigungen zum Ausdrucken. Na wenigstens etwas: Diese Neuerungen können sich sehen lassen und sorgen dafür, das JOGU-StINe im Zuge der Kritik nicht ganz den Boden unter den Füßen verliert &#8211; zumindest hier in Mainz. Wie sieht es außerhalb aus?</p>
<p><strong>Hochmut kommt vor dem Fall</strong><br />
Zu diesem Fall führt ein einfacher Blick über den Tellerrand. Schaut man sich eine renommierte US-amerikanische Universität wie die University of California in Los Angeles (UCLA) an, so fällt auf, dass diese auch ein Internetportal besitzt: URSA. Dieses Internetportal ist lediglich für Studenten der Universität bestimmt und bietet um so viele Längen mehr an Funktionen als das Mainzer Portal JOGU-StINe, dass einem die Tränen kommen können. Mit URSA sind die Studenten anhand ihres UCLA-spezifischen E-Mail-Benutzernamens und ihres Passworts in der Lage, neben den Funktionen, die JOGU-StINe bietet, den Registrierungsstatus für Anmeldungen sowie Noten einzusehen, sich fertige Scheine per Post zuschicken zu lassen, benötigte Bücher direkt im Uniportal zu kaufen, die Studierendenidentifikationskarte zu bestellen, Wohnunterkünfte zu organisieren, Parkplätze zu buchen, Krankenversicherungen abzuschließen, Fördermöglichkeiten und Stipendien zu beantragen und sämtliche Informationen rund ums Thema Campusleben einzusehen.<br />
<img style="vertical-align:middle;" src="http://onlinejournalismus.wordpress.com/files/2008/06/jogustine5.jpg" alt="Das Internetportal URSA für Studierende an der UCLA." width="463" height="368" /><br />
Was JOGU-StINe dagegen als absoluten Fortschritt proklamiert, ist bei URSA nur ein Teil von vielen weiteren Möglichkeiten, die Studierende an der UCLA online wahrnehmen können. Das soll nicht heißen, dass JOGU-StINe gar keine Verbesserungen für die Mainzer Universität mit sich bringt. Es ist lediglich zu bemängeln, dass diese großen Versprechen in keinem Verhältnis zu den tatsächlichen Veränderungen im Frühjahr 2009 stehen. Dazu kommt noch, dass JOGU-StINe im internationalen Vergleich eher schlecht abschneidet. URSA stellt JOGU-StINe in mehr als nur einer Anwendung deutlich erkennbar in den Schatten.</p>
<p><strong>Vom Tornado zur Brise</strong><br />
Da kann man sich nur fragen, ob der angekündigte Tornado seine Kreise überhaupt in Mainz ziehen wird, wenn er über See schon zur Brise abflacht. Der Beginn einer neuen Ära kann vielleicht in Mainz gefeiert werden – und das auch nur mit zwei zugedrückten Augen. Doch im internationalen Vergleich – also: über den Tellerrand hinaus – kann JOGU-StINe mit Sicherheit noch keine Preise abstauben. Denn hier liegt es meilenweit hinter anderen universitären Internetportalen wie dem URSA der University of California in Los Angeles. Dabei sollte Letzteres doch Maßstäbe setzten. Schließlich befinden wir uns in einem Zeitalter, in dem Globalisierung, internationale Standards und Austausch ganz weit oben auf der Themenagenda der Universitäten stehen. Ein Austauschsemester in Mainz würde zumindest den Studierenden der UCLA beim Anblick von JOGU-StINe ein Lächeln entlocken – und zwar in Kombination mit einem schüttelnden Kopf vor Erstaunen über die inhaltlich erschreckend einfach gestrickte und grafisch noch völlig unausgereifte Oberfläche des Portals.</p>
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