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	<title>journalismus-neue-medien &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/journalismus-neue-medien/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "journalismus-neue-medien"</description>
	<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 14:21:48 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

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<title><![CDATA[Neuer Journalismus über die neuen Medien]]></title>
<link>http://info24.wordpress.com/2009/05/17/neuer-journalismus-uber-die-neuen-medien/</link>
<pubDate>Sun, 17 May 2009 17:43:56 +0000</pubDate>
<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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<description><![CDATA[Neue Medien - neuer Journalismus Im Laufe der letzten 2000 Jahre hat sich der Journalismus bereits m]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><div id="attachment_488" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><img class="size-full wp-image-488" title="monizeitung" src="http://info24.wordpress.com/files/2009/05/monizeitung.jpg" alt="Neue Medien - neuer Journalismus" width="150" height="176" /><p class="wp-caption-text">Neue Medien - neuer Journalismus</p></div>
<p>Im Laufe der letzten 2000 Jahre hat sich der Journalismus bereits mehrfach an neue Technologien zur Informationsverbreitung angepasst, doch nie gab es so viele Pionierleistungen wie im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert. Die Entwicklung der Telegrafie könnte man hier durchaus als Grundpfeiler der modernen Informationsverbreitung bezeichnen, denn erstmalig war die Übertragung von Nachrichten und Mitteilung ohne grossen Zeitverlust über weite Strecken möglich und damit auch eine schnellere Flächenabdeckung. Immer schneller waren die Menschen über Geschehnisse auch an sehr weit entfernten Orten am anderen Ende der Erde informiert und immer grösser wurde das Bedürfnis der Menschen, über interessante Dinge informiert zu sein.</p>
<p>Kaum gab es neue Technologien, fanden sich Pioniere, die Wege suchten und fanden, die natürliche Neugier der Menschen zu bedienen. Die wichtigsten Meilensteine waren bis zum Ende des zwanzigsten Jahrhunderts die Entwicklung des Hörfunks und des Fernsehens. Immer gab es hier am Anfang jeder Entwicklung Pioniere, die sich ins Neuland vorwagten und einfach probierten, was möglich war. Ohne diese Pioniere hätte es keine Weiterentwicklung und keine Perfektion gegeben. Pioniere konnten noch nicht studieren oder lernen, was es schon gab, sondern musste selbst probieren, entwickeln, erfinden und verbessern.</p>
<p>Erstmals existiert mit dem Internet nun ein Medium, das anders als alle bisherigen auch interaktiv genutzt werden kann. Erstmals ist der Leser nicht mehr darauf angewiesen, Nachrichten lediglich zur Kenntnis zu nehmen, sondern hat vielfältige Möglichkeiten, Berichte in Echtzeit zu kommentieren, Votings abzugeben und sogar eigene Berichte und Meinungen zu verfassen, die auch andere Nutzer lesen können. Blogs und Onlinemagazine gewinnen ständig an Bedeutung gegenüber Printmedien und längst liegt ein Teil der journalistischen Berichterstattung in völlig unabhängiger Hand von Journalisten, die nicht Redaktionen und Verlagen verpflichtet sind, sondern ausschliesslich der eigenen Meinung und der eigenen Verantwortung.<br />
&#62;&#62;&#62; <strong><a href="http://nowa.de/2009/05/17/journalismus-und-die-neuen-medien/" target="_blank">Journalismus über die neuen Medien</a></strong>!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ethikkommission gesucht - Bezahlung schlecht, Anfeindung garantiert ...]]></title>
<link>http://thewebsociety.de/2007/06/23/ethikkomission-gesucht-bezahlung-schlecht-anfeindung-garantiert/</link>
<pubDate>Fri, 22 Jun 2007 22:03:11 +0000</pubDate>
<dc:creator>Daniel Kömpel</dc:creator>
<guid>http://thewebsociety.de/2007/06/23/ethikkomission-gesucht-bezahlung-schlecht-anfeindung-garantiert/</guid>
<description><![CDATA[Flickr filtert Nacktbilder - auch so eindeutig pornografische und die Jugend verführenden Schandwerk]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://www.flickr.com">Flickr</a> <a target="_blank" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,488542,00.html">filtert Nacktbilder</a> - auch so eindeutig pornografische und die Jugend verführenden Schandwerke wie die <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Venus_(Mythologie)">Venus von Milo </a>müssen dem Diktat des Anbieters folge leisten und sich in die ihnen zustehenden schmuddeligen Ecken des Internets zurückziehen. Auch <a target="_blank" href="http://www.digg.com">digg</a> tut sich mit seitens der Industrie geforderten <a target="_blank" href="http://thewebsociety.de/2007/05/03/der-david-golitah-effekt/">Zensur </a>anfänglich nicht schwer, ungern gesehene und profitgefährdende Inhalte von der &#8220;User-Generated-Content-Seite&#8221; zu löschen. Brauntriefende, gegen jegliche Ethik und ganz nebenbei auch diesem Lappen namens Grundgesetz verstoßende Glatzenpropaganda wie diese:<!--more--></p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/i8cwfsVhF4Y&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/i8cwfsVhF4Y&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
<p>sind auf Youtube aber offenbar kein moralisches Problem. Ebensowenig wie die &#8220;Wir-schaffen-wieder-ein-bipolares-Weltbild&#8221;-Lobby um <a target="_blank" href="http://thewebsociety.de/2007/05/28/blogs-forderer-der-meinungsvielfalt-oder-ideologisch-abgekapselte-stammtischhetze/">PI und Kosorten </a>für die deutsche Gesetzgebung. Ich denke, es gibt eine ganz einfache Grenze beim Austausch von Informationen: Alles ist erlaubt – es sei denn, es wird zu <a target="_blank" href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24739/1.html">Gewalt aufgerufen</a> oder wissentlich gelogen. Wo ist er eigentlich &#8211; der <a target="_blank" href="http://netzpolitik.org/2007/debatte-um-blogger-ethik/">Ehrenkodex</a> der SoSo-Gemeinde, der verhindern soll, dass staatliche Zensur nach Gutdünken und doppelmoralischen industriefreundlichen Pseudo-Maßstäben die Grundidee des freien Informationsaustausch zerstören, bevor sie sich entfalten konnte?</p>
<p>*definitelypissed*</p>
<p> Gefunden bei <a target="_blank" href="http://weltregierung.myblog.de/weltregierung/art/175478228/Libanon_1_0_Islamisten">Weltregierung</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Prometeus - The Media Revolution (yet another one ...)]]></title>
<link>http://thewebsociety.de/2007/06/21/prometeus-the-media-revolution-yet-another-one/</link>
<pubDate>Thu, 21 Jun 2007 11:31:40 +0000</pubDate>
<dc:creator>Daniel Kömpel</dc:creator>
<guid>http://thewebsociety.de/2007/06/21/prometeus-the-media-revolution-yet-another-one/</guid>
<description><![CDATA[Und noch eine animierte Zukunftsvision: Im Vergleich zu Epic 2015 interessant, weil es auch Virtuell]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Und noch eine animierte Zukunftsvision: Im Vergleich zu <a target="_blank" href="http://media.aperto.de/google_epic2015_de.html">Epic 2015</a> interessant, weil es auch Virtuelle Realität mit einbezieht. Bleibt nur zu hoffen, dass nicht tatsächlich ein privater, kommerzieller Anbieter wie Second Life eines Tages diese Marktmacht auf sich vereint &#8230; </p>
<p><font face="Courier New"><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/xj8ZadKgdC0&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/xj8ZadKgdC0&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></font></p>
<p><!--more--></p>
<p>Auch die Copyright-Frage, wie im Interview im <a target="_blank" href="http://thewebsociety.de/2007/06/15/die-grunen-des-digitalen-zeitalters/">Jens Seipenbusch </a>behandelt, wurde nicht vergessen: &#8221;In 2020 Lawrence Lessing, the author of &#8220;Free Culture&#8221; is the new US Secretary of Justice and declares copyrights illegal.&#8221;   </p>
<p>Ebenfalls sehr interessant: Der Agav &#8211; der Agent Avatar &#8211; eine persönliche Suchmaschine, ausgestattet mit künstlicher Intelligenz bringt den Suchalgorithmus auf die Client-Seite. Eine Entwicklung, die bei stetig wachsender Rechenleistung eine Frage der Zeit zu sein scheint.</p>
<p>Bleibt nur zu hoffen, dass wir nicht alle eines Tages solch ein Englisch sprechen <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Gefunden bei <a target="_blank" href="http://florian.altherr.name/">Florian Altherr</a>.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Expertenbefragung: Stefan Niggemeier über "Web" und die Welt]]></title>
<link>http://thewebsociety.de/2007/06/04/expertenbefragung-stefan-niggemeier-uber-web-und-die-welt/</link>
<pubDate>Mon, 04 Jun 2007 18:40:57 +0000</pubDate>
<dc:creator>Daniel Kömpel</dc:creator>
<guid>http://thewebsociety.de/2007/06/04/expertenbefragung-stefan-niggemeier-uber-web-und-die-welt/</guid>
<description><![CDATA[Der Gründer der Nummer Eins der deutschen Blogcharts, Stefan Niggemeier, war so freundlich, ein paar]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img align="right" width="100" src="http://thewebsociety.files.wordpress.com/2007/06/niggemeier.jpg?w=100&#038;h=126" hspace="5" alt="Stefan Niggmeier" height="126" style="width:100px;height:126px;" />Der Gründer der Nummer Eins der <a target="_blank" href="http://www.deutscheblogcharts.de/">deutschen Blogcharts</a>, <a target="_blank" href="http://stefan-niggemeier.de/">Stefan Niggemeier</a>, war so freundlich, ein paar grundlegende Fragen meinerseits in seinen Terminkalender einzuschieben. Neben dem Schreiben für das BILDblog, das als einer der ersten Weblogs in Deutschland bereits fest Beschäftigte aufweist, ist Niggemeier langjähriger erfolgreicher Medienjournalist und nebenbei auch für den <a target="_blank" href="http://www.grimme-institut.de/html/index.php?id=582">Grimme-Online-Award</a> nominiert.<!--more--></p>
<p><strong>TheWebSociety:</strong> <em>Angeblich nutzen </em><a target="_blank" href="http://www.nielsen-netratings.com/pr/pr_070521_DE.pdf"><em>54% der Deutschen Web 2.0-Angebote</em></a><em>. Fällt es Ihnen beim Anblick Ihrer Besucherzahlen (als bekanntestes deutsches Weblog) <a target="_blank" href="http://thewebsociety.de/2007/05/15/stell-dir-vor-alle-sind-online-und-keiner-macht-mit/">schwer, das zu glauben</a>?</em></p>
<p><strong>Stefan Niggemeier:</strong> Nein. Wir sind ja kein typisches Web 2.0-Angebot, und Blogs überhaupt sind ja nur ein kleiner Teil dessen, was man unter diesem Begriff zusammenfasst. Die mit Abstand größte Reichweite haben ja laut Nielsen Netratings auch Angebote wie YouTube, MySpace, Wikipedia und Klone davon. Ich finde die Zahl plausibel – auch die der 11 Prozent, die Blogs besuchen.</p>
<p><strong>TheWebSociety:</strong> <em>Bezüglich der recht schwachbrüstigen deutschen Blogosphäre: Welche Rolle spielt die Presselandschaft für den Erfolg von Weblogs? Kann man sagen, der Erfolg der Blogosphäre eines Landes ist gegenläufig zum Grad der Pluralität in den klassischen Medien?</em></p>
<p><strong>Stefan Niggemeier:</strong> Ich glaube Ja. Natürlich gibt es viele unterschiedliche Motive, ein Blog zu führen, und viele davon – vor allem die, die man wirklich im weitesten Sinne als eine Art von „Tagebuch schreiben“ bezeichnen kann – sind völlig unabhängig vom Zustand klassischer Medien. Aber es gibt andere, die man durchaus als Reaktion auf Defizite klassischer Medien verstehen kann. Sei es, dass deren Inhalte als zu weit entfernt, zu wenig relevant, zu uninteressant empfunden werden. Oder dass ihnen politische Einseitigkeit, mangelnde Vielfalt, das Unterdrücken bestimmter Themen unterstellt wird. In beiden Fällen sind Blogs ein naheliegendes Medium, selbst publizistisch tätig zu werden. Insofern glaube ich, dass die vergleichsweise kleine Zahl von Blogs in Deutschland unter anderem auch darin begründet ist, dass die Medienlandschaft bei uns noch als relativ differenziert und vielfältig wahrgenommen wird.</p>
<p><strong>TheWebSociety:</strong> <em>Gandhi sagte einst: “Eigentlich ist Journalismus viel zu wichtig, als dass damit jemand sein Geld verdienen sollte.” Wenn Profi-Blogger wie </em><a target="_blank" href="http://www.basicthinking.de/blog/2007/05/02/john-chow-und-seine-blog-einnahmen/"><em>John Chow über 12.000 $</em></a><em> mit dem Bloggen und bezahlten Rezensionen verdienen – wie steht es dann um das Selbstverständnis der Blogosphäre, die den großen auf die Finger schauen will?</em></p>
<p><strong>Stefan Niggemeier:</strong> Ich glaube nicht, dass die Blogosphäre als ganzes überhaupt diesen Anspruch, dieses Selbstverständnis hat. Abgesehen davon ist die Professionalisierung natürlich ein zweischneidiges Schwert. Einnahmen ermöglichen es einem Blogger natürlich, mehr Zeit in sein Blog zu stecken – gründlicher zu recherchieren, sorgfältiger zu formulieren, allgemein die Qualität zu steigern. Andererseits ist er dann schnell den Zwängen klassischer Medien ausgesetzt, zum Beispiel, Inhalte nicht um ihrer selbst zu produzieren, sondern um kontinuierlich möglichst viele Leser anzulocken. Es gibt Einnahmeformen, die Blogger weniger anfällig machen für Schleichwerbung und (Selbst-)Korruption, andere befördern sie. Ich glaube, insgesamt überwiegen die positiven Effekte der Professionalisierung – insbesondere, weil es immer Blogs geben wird, die sich jeder Form von Kommerzialisierung widersetzen und es auch können, weil man eben keine finanziellen Mittel braucht, um überhaupt ein Blog zu betreiben.</p>
<p><strong>TheWebSociety:</strong> <em>Wie erklären Sie sich, dass trotz der etlichen nachgewiesenen Unwahrheiten in der Bildzeitung, die im BILDblog aufgedeckt wurden, das Blatt sich nach Ihrer <a target="_blank" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,478471,00.html">eigenen Aussage</a> nicht verändert hat. Ist den Menschen egal, dass sie tagtäglich belogen werden, wenn sie dafür (gute) Unterhaltung bekommen, oder ihre Meinung bestätigt sehen?</em></p>
<p><strong>Stefan Niggemeier:</strong> Für die „Bild“-Zeitung selbst ist die Wahrheit, glaube ich, einfach keine entscheidende Größe. Andere Kriterien (der Unterhaltungswert, die Bestätigung von Lesererwartungen, die Skandalisierung) sind viel größer. Wie das aus Lesersicht ist, weiß ich nicht genau. Es gibt bestimmt Leser, für die tatsächlich die Wahrheit egal ist, wenn sie nur gut unterhalten werden. Ich glaube aber, die Masse weiß einfach nicht, in welchem Maße die „Bild“-Zeitung die Wahrheit verdreht.</p>
<p><strong>TheWebSociety:</strong> <em>Die Frankfurter Rundschau – mit der sie ja schon so manches <a target="_blank" href="http://stefan-niggemeier.de/blog/index.php?s=rundschau">Kleingefecht</a> aufgrund schlechter Recherche seitens der FR ausgetragen haben – hat als erste traditionelle Tageszeitung zum <a target="_blank" href="http://thewebsociety.de/2007/05/30/die-neue-fr-sprung-in-die-zukunft-oder-pures-facelift/">Tabloid-Format gewechselt</a>. Reichen ein neuer Look und ein paar jugendlichere Themen, um junge Menschen zurück zur Zeitung zu bringen? Oder ist dieser Zug ein für alle mal abgefahren und die Verlage sollten sich besser mit multimedialen Konzepten darauf einstellen?</em></p>
<p><strong>Stefan Niggemeier:</strong> Ich glaube nicht, dass die Zeitung schon totgeweiht ist und den Versuch aufgeben kann, junge Leser zu erreichen. Aber ein neuer Look wird nicht reichen. Ich glaube, deutsche Zeitungen müssen viel mutiger, überraschender, meinungsstärker, interessanter werden. Ich habe dafür kein Patentrezept. Aber ich glaube, dass deutsche Zeitungsjournalisten immer noch zu sehr eine Mentalität haben: Was wir schreiben, ist wichtig, und deshalb sollen sich die Leute gefälligst dafür interessieren. Ich glaube, das muss sich verändern zu: Was wir schreiben ist wichtig, und deshalb müssen wir uns sehr viel Mühe geben, das so aufzuschreiben und zu präsentieren, dass die Leute das auch lesen wollen.</p>
<p><strong>TheWebSociety:</strong> <em>Denken Sie, dass in absehbarer Zeit mehr und mehr Menschen vom Bloggen leben können?</em></p>
<p><strong>Stefan Niggemeier:</strong> Ja.<br />
<em>(Anm. TheWebSociety: Die Antwort hätte ich mir im Nachhinein betrachtet wohl auch nicht verkneifen können *g*)</em></p>
<p><strong>TheWebSociety:</strong> <em>Sie sagten <a target="_blank" href="http://www.dieweltistscheisse.de/2006/07/13/blogtalk-mit-stefan-niggemeier/">einmal</a>, die größte Gefahr für die Presse ist die Denke der Leser: „Klassische Medien veröffentlichen Dinge, um damit Geld zu verdienen. Blogger veröffentlichen Dinge, weil sie etwas zu sagen haben.“ Aber &#8211; die Werbeeinnahmen im Hinterkopf &#8211; neigt man nicht auch ab und an dazu, Storys zu bringen, die erfahrungsgemäß eine hohe Clickzahl aufweisen oder Schlagworte einzubauen, die Traffic generieren?</em> <em>Schließlich ist nirgends eine schnellere und genauere Erfolgskontrolle möglich als bei Blogs.</em></p>
<p><strong>Stefan Niggemeier:</strong> Die Gefahr besteht natürlich. Wir haben vor ein paar Tagen – zugegebermaßen bewusst – einen Eintrag betitelt: <a target="_blank" href="http://www.bildblog.de/2276/bild-klaut-nacktfotos-von-topmodel-hana">„‘Bild‘ klaut ‚Nacktfotos‘ von ‚Topmodel‘-Hana“</a>. Tatsächlich ließ sich durch die Überschrift die Zahl der Leute, die über Google zu BILDblog kamen, für ein paar Tage erheblich steigern. Das war ganz eindrucksvoll. Aber der langfristige Erfolg hängt davon ab, dass die Leute wiederkommen und uns vertrauen. Dass sie uns abnehmen, dass wir BILDblog nicht machen, um möglichst viel Geld zu verdienen, sondern dass das Geld nur Mittel zum Zweck ist, BILDblog machen zu können. Ich glaube, das merken die Leser auf Dauer, welche Motivation hinter einem Blog steht.</p>
<p><strong>TheWebSociety:</strong> <em>Die meisten Blogs in den deutschen Blogcharts beschäftigen sich in erster Linie mit Medien, PR und Webtechnik. Zu welchem Grad dreht sich die Blogosphäre um sich selbst?</em></p>
<p><strong>Stefan Niggemeier:</strong> Was die größeren Blogs angeht: zu einem hohen, aber das wird sich ändern. Es ist halt noch eine junge Welt, die mit ihrer Selbstfindung beschäftigt ist.</p>
<p><strong>TheWebSociety:</strong> <em>Inwiefern spielt Selbstdarstellung und Credibility eine Rolle? Schließlich sind sehr viele recht ahnungslose aber finanzkräftige Unternehmer derzeit auf der Suche nach externer Beratung &#8230;</em></p>
<p><strong>Stefan Niggemeier:</strong> Natürlich hängt viel von der Glaubwürdigkeit eines Bloggers ab, und natürlich geht es um Selbstdarstellung. Mein Blog ist auch meine Visitenkarte. Und niemand schreibt mir vor, worüber und wie ich über ein Thema schreiben soll – insofern sagt mein Blog viel mehr über mich persönlich aus als zum Beispiel meine Zeitungsartikel. Das ist ein großer Reiz an Blogs. Und Persönlichkeit kann man nicht durch noch so viel Geld ersetzen.</p>
<p><strong>TheWebSociety:</strong> <em>Die Roten Blogs oder die <a target="_blank" href="http://thewebsociety.de/2007/05/02/politische-partizipation-20/">SPD-Programmwerkstatt</a> waren Versuche der Parteienlandschaft, das Web 2.0 für sich zu nutzen. Die meistbewertete These der Programmwerkstatt von <a target="_blank" href="http://lumma.de/">Nico Lumma</a> (vom 28. April) hat derzeit 80!! Stimmen. Warum hat das Web 2.0 bisher wenig Einzug in den politischen Diskurs gehalten.</em></p>
<p><strong>Stefan Niggemeier:</strong> Auch da kann ich nur mutmaßen. Ich glaube, es gibt in Deutschland keine große Tradition, sich politisch einzumischen, direkten Einfluss zu suchen, zu streiten, Kontroversen auszuhalten. Auch die Tradition der Bürgerinitiative wirkt heute merkwürdig antiquiert. Da fehlt uns – gerade im Vergleich mit den USA – eine Tradition.</p>
<p><strong>TheWebSociety:</strong> <em>Private Blogs sind jedoch mitunter recht politisch. Manchmal sogar erschreckend politisch. Als Beispiel sie hier Ihr Lieblingsfeind PI genannt. Hier wird unter dem Deckmantel der Aufklärung mitunter rassistische Stimmungsmache betrieben. Glauben Sie, dass das Medium Blog eine </em><a target="_blank" href="http://thewebsociety.de/2007/05/28/blogs-forderer-der-meinungsvielfalt-oder-ideologisch-abgekapselte-stammtischhetze/"><em>Isolierung politischer (extremer) Kreise befördern </em></a><em>kann? Schließlich können Blognetzwerke, die sich aufeinander beziehen eine gewisse Glaubwürdigkeit vorgaukeln, die ohne entsprechende Medienkompetenz nicht so leicht aufzudecken ist.</em></p>
<p><strong>Stefan Niggemeier:</strong> Das Internet macht es einerseits sicherlich leichter, Gleichgesinnte zu finden und sich gegenseitig im eigenen, engen Weltbild zu bestätigen. Andererseits ist die abweichende Meinung, die widersprüchliche Tatsache, die potentiell überzeugende Gegenargumentation im Internet auch immer nur einen Klick entfernt. So gesehen glaube ich nicht, dass Blogs irgendeine Form von Isolierung befördern.</p>
<p><strong>TheWebSociety:</strong> <em>Was fällt Ihnen zu dem Ziatat: „Das Internet – kurzfristig überschätzt, langfristig unterschätzt“ von Prof. Dr. Jo Gröbel auf Anhieb ein?</em></p>
<p><strong>Stefan Niggemeier:</strong> Stimmt.</p>
<p><strong>TheWebSociety:</strong> <em>Vielen Dank Herr Niggemeier</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die neue FR - Sprung in die Zukunft oder pures Facelift?]]></title>
<link>http://thewebsociety.de/2007/05/30/die-neue-fr-sprung-in-die-zukunft-oder-pures-facelift/</link>
<pubDate>Wed, 30 May 2007 20:00:43 +0000</pubDate>
<dc:creator>Daniel Kömpel</dc:creator>
<guid>http://thewebsociety.de/2007/05/30/die-neue-fr-sprung-in-die-zukunft-oder-pures-facelift/</guid>
<description><![CDATA[Eines hat die Frankfurter Rundschau mit Bestimmtheit &#8211; Tradition. Sie war die erste zugelassen]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img align="left" width="164" src="http://thewebsociety.files.wordpress.com/2007/05/070529_1833_neue_fr_164.jpg?w=164&#038;h=236" hspace="5" alt="Die neue FR - Abbildung von www.fr-aktuell.de" height="236" style="width:164px;height:236px;" />Eines hat die Frankfurter Rundschau mit Bestimmtheit &#8211; Tradition. Sie war die erste zugelassene Tageszeitung des amerikanischen Sektors in Nachkriegsdeutschland. Sie hat die junge Republik durch dick und dünn begleitet und mit Sicherheit sogar mit geprägt. Dies nicht zuletzt, weil von Anfang an Menschen mit echter Überzeugung an dem Blatt gearbeitet haben, von denen der langjährige Chefredakteur und Herausgeber Karl Gerold nur einer, wenn auch sicher der Prägendste war.</p>
<p>Wenig ist heute von diesem einstigen Ruhm übrig geblieben. Von einer &#8220;überregional verbreiteten Frankfurter Lokalzeitung&#8221; spricht Friedrich Wilhelm Graf spöttisch im Spiegel Special 09/2006. Auch in Blogistan wird sich des Öfteren einmal über die Online-Ausgabe der FR muckiert:<!--more--></p>
<blockquote><p>&#8220;<em>Unter uns: BILDblog hatte im September vermutlich mehr Besuche (Visits) als das Online-Angebot der Frankfurter Rundschau.&#8221; <a target="_blank" href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/wiederholungstater/#comment-406">Stefan Niggemeier</a></em></p></blockquote>
<p>Und so sonnt man sich auch nach dem Relaunch der FR im Tabloid-Format <a target="_blank" href="http://www.fr-online.de/top_news/?sid=4de0c286cd5ca4cb58da7c05119f3d71&#38;em_cnt=1145201">anstrengend lange</a> in der ruhmreichen Vergangenheit. Die inhaltlichen Veränderungen sind mit Sicherheit zu begrüßen. Jugendlicher, weiblicher und aktueller soll die neue FR sein. <a target="_blank" href="http://www.frblog.de/wo-sind-meine-aktienkurse/">Das gefällt nicht allen</a> eingefleischten Lesern der Rundschau. Sicher &#8211; sie hat es nicht leicht, der etwas überalteten Kernleserschaft zu gefallen und trotzdem mit der Zeit zu gehen.</p>
<p>Das neue Format ist meiner Meinung nach eine Bereicherung für die Presselandschaft. Die neuen <strike>Bücher</strike> Rubriken Wissen &#38; Bildung sowie &#8220;Orientierung&#8221; <strike>passen in die Zeit ähm&#8230;</strike> treffen den Zeitgeist. Dass ein erhöhter Bedarf an Lebens- und Orientierungshilfen besteht, haben sicherlich nicht nur die Marktforscher der FR geraten &#8211; sie kann auch selbst ein Lied davon singen. Schließlich ist es weder üblich noch markentechnisch ratsam, zwei Relaunches innerhalb von drei Jahren vorzunehmen. Und auch der <a target="_blank" href="http://www.fr-online.de">Online-Auftritt</a> bekam schließlich erst kürzlich einen neuen Anstrich.</p>
<p><a target="_blank" href="http://www.fr-online.de/dieneuefr/">Hier</a> wird sich in aller Ausführlichkeit über den Print-Relaunch ausgelassen. Erste traditionelle überregionale Zeitung im Tabloid-Format zu sein (was ist eigentlich <a target="_blank" href="http://www.welt-kompakt.de/">Welt kompakt</a>?) ist sicherlich auch ein marketingtechnischer Coup, jedoch: ich vermisse eine Umorientierung hin zu einem wahren crossmedialen Angebot. Ein neues Erscheinungsbild der FR wird auch nicht verhindern können, dass die Print-Leserschaft rapide abnimmt.</p>
<p>In Zeiten von Orientierungssuche, Wertedebatten, Politikverdrossenheit und Vertrauensverlust in die demokratischen Strukturen – insbesondere bei den jungen Menschen, ist es laut Selbstverständnis der Frankfurter Rundschau geradezu eine Pflicht, in den politischen Diskurs mit den Möglichkeiten der „neuen“ Medien einzugreifen, um hier eine (regionale) Marktführerschaft aufzubauen. Dies kann nur mit einem strukturierten Gesamtkonzept, das alle Wege der Kommunikation einbezieht, geschehen.</p>
<p>In diesem Sinne ist eine klare strategische Richtungsentscheidung, hin zu einem wirklichen „Medienunternehmen“ nötig. Ein Ausbau der Manpower der Onlineredaktion sowie die Stärkung deren Rechte in der redaktionellen Entscheidungsfindung ist nach meinem Dafürhalten im Sinne eines zukunftsorientierten Verlages unabdingbar, will man die Wirren der &#8220;<a target="_blank" href="http://media.aperto.de/google_epic2015_de.html">Zeitungskriege</a>&#8221; nicht nur überleben, sondern gestärkt daraus hervorgehen.</p>
<p>Doch davon keine Spur &#8211; oder habe ich etwas übersehen?</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Blogs: Förderer der Meinungsvielfalt oder ideologisch abgekapselte Stammtischhetzer?]]></title>
<link>http://thewebsociety.de/2007/05/28/blogs-forderer-der-meinungsvielfalt-oder-ideologisch-abgekapselte-stammtischhetze/</link>
<pubDate>Mon, 28 May 2007 20:05:54 +0000</pubDate>
<dc:creator>Daniel Kömpel</dc:creator>
<guid>http://thewebsociety.de/2007/05/28/blogs-forderer-der-meinungsvielfalt-oder-ideologisch-abgekapselte-stammtischhetze/</guid>
<description><![CDATA[Tragen Blogs in Deutschland zum politischen Diskurs bei? Oder fördern sie gar Desinformation und ein]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Tragen Blogs in Deutschland zum politischen Diskurs bei? Oder fördern sie gar Desinformation und eine Frontenbildung der politischen Lager?</p>
<p>Ein Paradebeispiel der letzteren Sorte ist sicherlich das von <a target="_blank" href="http://www.stefan-herre.de/">Stefan Herre</a> (<a target="_blank" href="http://www.mein-parteibuch.de/wiki/Stefan_Herre">Steckblatt</a> vom Parteibuch-Blog) betriebene Weblog &#8220;<a target="_blank" href="http://www.politicallyincorrect.de">Politically incorrect</a>&#8221; (PI). Mit laut eigener Statistik ca. 8.000 Besuchern pro Tag und einem Platz 66 in den deutschen <a target="_blank" href="http://www.deutscheblogcharts.de/">Blogcharts</a> ein nicht zu unterschätzendes Portal, die Breitenwirkung betreffend.</p>
<p>Das Weblog rühmt sich damit, politisch inkorrekt zu sein und unbequeme Wahrheiten auszusprechen. Es bekennt sich als <a target="_blank" href="http://www.wdr.de/tv/monitor/beitrag.phtml?bid=667&#38;sid=125">pro-amerikanisch</a>, pro-israelisch, islamkritisch und als Wahrer der Grundgesetze und Menschenrechte. Das alles klingt erst einmal wenig skandalös, zum Teil sogar sympathisch, wird es mit der Political Correctness in Deutschland doch manchmal auch übertrieben. Es bekommt aber eine neue Qualität, wenn man sich ein wenig mit den Inhalten des Weblogs und dessen Leserschaft beschäftigt &#8230;<!--more--></p>
<p>Ein <a target="_blank" href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/politically-incorrect">aktueller Beitrag</a> um die Festnahme Volker Becks in Moskau ist ein nettes Anschauungsobjekt. Hier wird Beck vorgeworfen, nur eine PR-Kampagne für sein eigenes Image zu betreiben. Um auch umgehend einen Bezug zum Hauptthema des Blogs &#8211; Islamfeindlichkeit &#8211; herzustellen, rät Stefan Herre, sich einmal in Berlin für Homosexuelle einzusetzen, statt im fernen Russland. Denn hier machten es schwulenfeindliche Muslime Homosexuellen zum Teil unmöglich, bestimmte Straßen zu betreten.</p>
<p>Diese etwas weit hergeholte populistische Keule fand auch <a target="_blank" href="http://www.stefan-niggemeier.de/">Stefan Niggemeier</a>, Journalist und Mitbetreiber des erfolgreichen <a target="_blank" href="http://www.bildblog.de/">BILDblogs</a> etwas <a target="_blank" href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/ahnungslose-hassprediger/">unangebracht</a>. Erwartungsgemäß reagiert auch PI mit einem Beitrag, der schon bei der Bebilderung unter die Gürtellinie geht: Es wird ein selbstgerecht wirkendes Comic-Schwein gezeigt. Die Vermutung liegt nahe, dass damit Niggemeier gemeint ist.</p>
<p>Mit <a target="_blank" href="http://myblog.de/politicallyincorrect/art/4127398/">Bildvergleichen</a> auf <a target="_blank" href="http://www.calvin.edu/academic/cas/gpa/sturm28.htm">Stürmer-Niveau</a>, Aufrufen zu nicht verfassungskonformen <a target="_blank" href="http://www.bluejax.net/2006/07/31/die-akte-pi-von-menschenwurde-personlichkeitsrecht-intimsphare-%e2%80%93-ein-blog-sieht-sich-uber-dem-grundgesetz/">Stalker-Aktionen</a>, <a target="_blank" href="http://www.blogbar.de/archiv/2005/09/13/wenn-der-ede-in-der-mailbox-zweimal-klingelt/">Spam-Aufforderungen</a> und dem Verletzen von Urheberrechten hat PI ohnehin offensichtlich seit längerem ein Problem. Weniger aber mit homophoben, aufhetzenden und fremdenfeindlichen <a target="_blank" href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/politically-incorrect">Kommentaren</a>. Herre, der sich selbst als Chefredakteur bezeichnet, offenbar aber keinerlei journalistische Vorkenntnisse hat, sieht demnach auch Artikel 5 Absatz 1 des Grundgesetzes, dessen Verteidigung er sich rühmt, eher locker. Radikale Propaganda, gar Gewaltaufrufe gegen Muslime und Beleidigungen Andersdenkender werden unter dem Verweis auf die Meinungsfreiheit größtenteils geduldet, kritische Stimmen, die die Argumentation hinterfragen oder eben nicht auf Linie sind werden <a target="_blank" href="http://weltregierung.myblog.de/weltregierung/page/297797/PI_Fanal">nachweislich</a> gelöscht.</p>
<blockquote>
<p align="left">&#8220;Es sind geht nicht um den Rechtsextemismus alter Prägung [...]. Es geht um einen neuen Rechtsextremismus, der Juden anschleimt, um einen Deckmantel zu haben. Es geht um einen völlig überzogenen Pro-Amerikanismus, der die äußerste politische Rechte in den USA zum Vorbild hat und so versucht, politische Gegner in Deutschland als Feinde der Freiheit zu diffamieren. Neue Strategien, alte Inhalte.&#8221; Don Alphonso auf <a target="_blank" href="http://www.blogbar.de/archiv/2005/09/13/wenn-der-ede-in-der-mailbox-zweimal-klingelt/">Blogbar</a></p>
</blockquote>
<p>Von journalistischer Sorgfalt kann keinesfalls die Rede sein, wie bluejax <a target="_blank" href="http://www.bluejax.net/2006/03/16/hetzkampagnen-und-deren-tolerierung-%e2%80%93-die-%e2%80%9eakte-politicallyincorrect%e2%80%9c-ist-auch-die-%e2%80%9eakte-myblogde%e2%80%9c/">hier</a> sehr sorgfältig zusammenfasst. Das erschreckende ist nun, dass eine gewisse Medienkompetenz nötig ist, um dies und gar bewusste Meinungsmache unter Ausblendung von Gegenargumenten zu entlarven.</p>
<p>Um so mehr erschreckt es mich, dass sich PI als Aufklärer in einer von &#8220;Grünen, Sozis, Islamfreunden und Gutmenschen&#8221; unterwanderten Gesellschaft aufspielt. Beispielsweise bezüglich Hitlers geplanter Kollaboration mit den Palästinensern und der Ausweitung des Holocaust auf den Nahen Osten.</p>
<p><a target="_blank" href="http://www.politicallyincorrect.de/2007/05/lehrer-lernen-von-pi/#more-1580">Hier</a> wird sich damit gerühmt, dass diese Aufklärung auch Schüler erreicht, die sich dank des auf PI angeeigneten Wissen &#8211; das natürlich <a target="_blank" href="http://www.google.com/search?sourceid=navclient&#38;hl=de&#38;ie=UTF-8&#38;rls=DADE,DADE:2006-29,DADE:de&#38;q=hitler+holocaust+pal%c3%a4stina">überall sonst unter Verschluss gehalten</a> wird, gute Noten erarbeiten konnten:</p>
<blockquote><p>&#8220;[...] als wir heute im Geschichts-Leistungskurs über den Holocaust geredet haben, war mein Lehrer völlig erstaunt, als ich von den Kooperationen zwischen den palästinensischen Führern und Hitler und dem geplanten Holocaust in Palästina berichtete. Woher sollte er dies auch wissen: Es steht mit Sicherheit in keinem Geschichtsbuch in ganz Deutschland, und auch sonst wird man nirgendwo Artikel zu diesem Thema finden, wenn man nicht sehr gezielt danach sucht. Ich bin froh, dass ich einen sehr guten Geschichtslehrer habe [...]. <strong>Die meisten anderen Lehrer hätten wohl [...] die Tatsachen geleugnet</strong>. In diesem Sinne wollte ich mich bei euch bedanken: Ohne euch hätte ich wahrscheinlich niemals etwas von diesem Thema erfahren [...]&#8221; J.P. auf PI</p></blockquote>
<p>Das finde ich durchaus alarmierend und ist meiner Ansicht nach ein Beleg dafür, dass das Medium Blog ideologisch vorgeprägte Meinungen statt pluralistischen Diskurs befördern kann. Das Medium hat neben den <a target="_blank" href="http://politblog.net/medien/warum-blogs-wichtig-sind.htm">nicht abzustreitenden Vorzügen</a> auch seine Schattenseiten.</p>
<p>Laut einer <a target="_blank" href="http://www.ard-werbung.de/showfile.phtml/04-2007_haas.pdf?foid=20863">Studie</a> auf <a target="_blank" href="http://www.ard-werbung.de/mp/">Mediaperspektiven</a> ist für Nutzer des Web 2.0 ein großer Vorteil, &#8220;Gleichgesinnte kontaktieren zu können und sich in vernetzten Strukturen über ein gemeinsames Thema auszutauschen.&#8221; Ebenso die &#8220;(persönliche) Bekanntschaft oder die sich entwickelnde Vertrautheit mit dem jeweiligen Blogger. Die Anzahl der besuchten Weblogs indes unterliegt natürlich einer zeitlichen Begrenzung. Die Auswahl erfolgt zudem oftmals über die Blogrolls der für &#8220;gut&#8221; empfundenen Seiten, was bewirkt, dass man sich in einem gewissen Dunstkreis bewegt. Auf diese Art bilden sich Netzwerke heraus, die am Beispiel der pro-amerikanischen Neokonservativen wunderbar nachzuvollziehen sind. Natürlich ist das auch für alle anderen politischen Gesinnungen der Fall &#8211; oben stehendes Beispiel ist nur exemplarisch.</p>
<p>Solange für Weblogs keine journalistische Sorgfaltspflicht wie für klassische Printprodukte besteht und man sich ungestraft über rechtliche Konventionen, Copyrights und sogar das Grundgesetz hinweg setzen kann, dabei aber absichtlich den Eindruck von professionell recherchiertem Journalismus erweckt, besteht meines Erachtens ein großes propagandistisches Potenzial, das nicht unterschätzt werden sollte. Denn wenn nur genügend Blogger ihre ideologisch verblendeten Ansichten ins Netz stellen und sich in der Argumentation aufeinander beziehen, können &#8220;Tatsachen&#8221; willkürlich geschaffen werden, denen dann auch professionelle Journalisten (die Blogs mehr und mehr als Informationsquelle nutzen) schon einmal auf den Leim gehen können.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Stell dir vor, alle sind online und keiner macht mit ...]]></title>
<link>http://thewebsociety.de/2007/05/15/stell-dir-vor-alle-sind-online-und-keiner-macht-mit/</link>
<pubDate>Tue, 15 May 2007 16:37:56 +0000</pubDate>
<dc:creator>Daniel Kömpel</dc:creator>
<guid>http://thewebsociety.de/2007/05/15/stell-dir-vor-alle-sind-online-und-keiner-macht-mit/</guid>
<description><![CDATA[Wie nun, was nun? Ganz Deutschland ist online &#8211; aber nach der weit verbreiteten 90-9-1-Regel g]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img align="right" width="238" src="http://thewebsociety.files.wordpress.com/2007/05/nutzer_web2a.jpg?w=238&#038;h=381" height="381" style="width:238px;height:381px;" />Wie nun, was nun? Ganz Deutschland ist online &#8211; aber nach der weit verbreiteten <a target="_blank" href="http://www.connectedmarketing.de/cm/2006/11/wie_funktionier.html">90-9-1-Regel</a> gestalten nur wenige aktiv das Internet mit? Oder haben wir gar eine Million Blogger in Deutschland, wie es eine aktuelle <a target="_blank" href="http://www.burda.de/hps/client/hbmi/bdspress/release_actual_long/hbmi_article_mainnav/presse/archiv/BDSPRESS_RELEASE_3256.hbs">Focus-Umfrage</a> unterstellt? Je nach Untersuchungszweck, untersuchendem Institut und zugrunde gelegten Annahmen ist die ganze Palette nur vorstellbarer Ergebnisse erhältlich:</p>
<p>Zum Beispiel ist ein Web 2.0-Nutzer in manch einer Untersuchung jeder, der innerhalb der letzten 30 Tage einmal eine wie auch immer geartete Plattform besucht hat, die Interaktion zulässt. Das dürfte dann ja auf beinahe jeden zutreffen. Auch der Spiegel scheint ob der immer neuen und immer wieder anders lautenden Meldungen verunsichert:</p>
<blockquote><p>&#8220;Besonders viele Websurfer scheinen sich an dem als &#8220;Mitmach-Internet&#8221; gepriesenen Web 2.0 nicht zu beteiligen. Eine Studie legt nahe, dass Webseiten und Online-Dienste die zu Interaktion aufrufen, meist nur zur Berieselung genutzt werden.&#8221; <a target="_blank" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,477947,00.html">SPIEGEL online</a>, 18.4.2007</p></blockquote>
<p>Von nur 0,16% aktiver Nutzer (von Youtube) ist hier die Rede. Das will das Marktforschungsinstitut <a target="_blank" href="http://www.hitwise.com">Hitwise </a>in Erfahrung gebracht haben. Etwa zwei Wochen später die Kehrtwendung:<!--more--></p>
<blockquote><p>&#8220;Es beteiligen sich doch mehr Onliner als gedacht aktiv am Mitmach-Netz &#8211; und es werden täglich mehr. Ganz weit vorne: Apple-Anwender. Sie entsprechen genau der Zielgruppe der sozialen Netzwerke.&#8221; <a target="_blank" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,480755,00.html">SPIEGEL online</a>, 3.5.2007</p></blockquote>
<p>Etwa 13% der Onliner (insbesondere die <strike>möchtgernhippen</strike> kreativen Apple-Nutzer) tragen nun aktiv dazu bei, Inhalte im Web zu erstellen und zu verbreiten. Diesmal ist das Marktforschungsunternehmen <a target="_blank" href="http://www.forrester.com/Research/Document/Excerpt/0,7211,42057,00.html">Forrester </a>der Meinungsmacher. Für nur 279$ kann man sich gleich die komplette Studie kaufen und sich den Web-2.0-Beraterjob noch ein wenig einfacher machen &#8230;</p>
<p>Doch zurück zum Anfang: Wie viele Menschen in Deutschland betreiben tatsächlich einen eigenen Blog? Einen etwas anderen Ansatz zur Feststellung der tatsächlichen Bloggerzahl, als nur zweifelhafte Nutzerbefragungen, hat <a target="_blank" href="http://www.blogcensus.de/">blogcensus</a>, wie Sonja auf <a target="_blank" href="http://sunflower.mydesignblog.de/index.php?id=168">Pinkbanana </a>feststellt: &#8221;Mit speziell konzipierten Suchmechanismen und redaktioneller Pflege der Datenbank&#8221; wird in diesem Projekt versucht, die Tatsächliche Anzahl aktiver Blogs in Deutschland festzustellen:  </p>
<blockquote><p>&#8220;blogcensus kennt zur Zeit 59.253 deutschsprachige Blogs.&#8221;</p></blockquote>
<p>Auf ca. 140.000 Blogbetreiber kommt <a target="_blank" href="http://www.popkulturjunkie.de/wp/?p=3040">Popkulturjunkie </a>Jens laut eigener Untersuchung. &#8220;Das klingt intuitiv glaubhafter&#8221;, meint auch <a target="_blank" href="http://www.basicthinking.de/blog/2007/05/15/blog-schaetzung/">Robert Basic</a>. Eine Zahl, die über die eigene Intuition hinausgeht, kann er aber auch nicht anbieten.</p>
<p>Aber irgendwie ist es reizvoll, die o.g. Focus-Studie zu bashen - also hier mal ein kleines Zahlenspielchen: laut <a target="_blank" href="http://www.ard-werbung.de/_mp/fach/200704_04.phtml">aktuellen Daten </a>der recht glaubhaften <a target="_blank" href="http://www.ard-werbung.de/mp/">Media-Perspektiven </a>von ARD/ZDF nutzen ca. 5% aller Deutschen über 14 Jahre SoSo-Angebote beinahe täglich (Bedingung für das ernsthafte Betreiben eines Weblogs). Ausgehend von einer ca. <a target="_blank" href="http://www.destatis.de/basis/d/bevoe/bevoetab5.php">70 Millionen </a>Menschen starken Grundgesamtheit wären das ca. 3,5 Mio. Deutsche. Davon nutzen nur etwa 20% überhaupt Weblogs. Bleiben also etwa 700.000 regelmäßig aktive Blog-Nutzer. Legt man nun die unterschiedlichen Ergebnisse bezüglich der Relation aktive/passive Nutzer zugrunde (1-15%), kommt man rein rechnerisch auf 7.000 &#8211; 105.000 aktive Blogbetreiber. Selbst wenn man den Kreis auf Nutzer ausweitet, die nur etwa einmal pro Woche SoSo-Angebote nutzen, kommt man auf ca. 4,8 Mio. Blognutzer insgesamt, also ca. 48.000 - 720.000 Blogbetreiber. Hier würde man aber an allen Punkten das absolute Maximum unterstellen.</p>
<p>Das Ergebnis von Focus erscheint mir also mehr als fraglich. Wie viele Menschen aber tatsächlich das Web 2.0 ernsthaft nutzen, weiß ich immer noch nicht. Allerdings, dass SoSo-Nutzer offenbar weitaus passiver sind, als allgemein angenommen:</p>
<p><img align="left" width="450" src="http://thewebsociety.files.wordpress.com/2007/05/nutzer_web2b.jpg?w=450&#038;h=357" height="357" style="width:450px;height:357px;" /></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Springer, Netzzensur und die Blogosphäre]]></title>
<link>http://thewebsociety.de/2007/05/10/springer-netzzensur-und-die-blogosphare/</link>
<pubDate>Thu, 10 May 2007 15:15:39 +0000</pubDate>
<dc:creator>Daniel Kömpel</dc:creator>
<guid>http://thewebsociety.de/2007/05/10/springer-netzzensur-und-die-blogosphare/</guid>
<description><![CDATA[Alan Posener kommentiert in seinem Blog recht bissig die Buchveröffentlichung von BILD-Chef und Vorz]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a target="_blank" href="http://debatte.welt.de/weblogs/148/apocalypso">Alan Posener</a> kommentiert in seinem Blog recht bissig die Buchveröffentlichung von BILD-Chef und Vorzeigedemokrat Kai Dieckmann. &#8220;Der große Selbstbetrug&#8221;, so der passende Titel der Veröffentlichung, in der Dieckmann unter anderem mit den 68ern abrechnet. Nun wäre das alles kein großes Ding, Dieckmann-Bashing ist dank des <a target="_blank" href="http://www.bildblog.de/2251/der-grosse-selbstbetrug-von-kai-diekmann">BILDblogs</a> schließlich (und zum Glück) zu einem Hobby der Blogosphäre geworden.</p>
<p>Doch ist Herr Posener leider Chef-Kommentator der Welt am Sonntag, die bekannterweise ebenso wie die BILD zum von Axel Cäsar Springer gegründeten gleichnamigen Medienkonzern gehört. Und eines mag dieser Verlag gar nicht &#8211; Dolchstöße in das Herz des Verlages von ihren eigenen <strike>Söhnen&#8230; Lohnsklaven </strike>Mitarbeitern.</p>
<p>Nun war die Kritik auch nicht gerade harmlos:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wenn man ein bisschen zynisch ist, auf miniberöckte Vorzimmermiezen großen, auf Ernsthaftigkeit eher weniger Wert legt, kann man (bei &#8220;Bild&#8221;) Karriere machen, und das ist völlig OK so. Einer muss es ja machen, so wie einer den Dieter Bohlen machen muss, und einer den Papst. Aber wenn Dieter Bohlen den Papst geben würde, müsste man auch lachen, oder?&#8221; Alan Posener</p></blockquote>
<p>So kann man auch nachvollziehen, dass der Beitrag mittlerweile gelöscht ist. <!--more-->Posener selbst ist zu keinem Kommentar bereit - der Vorgang werde für Posener aber &#8220;keine personalrechtlichen Konsequenzen&#8221; haben. Quelle: BILDblog. Also Schadensminimierung und der Deal: Mund halten gegen Arbeitsplatz.</p>
<blockquote><p>&#8220;War das jetzt eine Entgleisung, die durchaus auch eine fristlose Kündigung wert gewesen wäre? Oder ist das ein Einschnitt in die vom Grundgesetz garantierte Meinungsfreiheit?&#8221; fragt <a target="_blank" href="http://klauseck.typepad.com/prblogger/2007/05/springer_die_ne.html">Klaus Eck</a>.</p></blockquote>
<p>Der Fall belegt mal wieder, warum große Unternehmen größere Probleme zu haben scheinen, Social Software in ihre Unternehmensstrategie einzubauen. Denn das, was sich dadurch nicht vermeiden ließe &#8211; nämlich Meinungspluralität und ein öffentlicher Diskurs über das eigene Unternehmen, ist das, was diese Konzerne nun wirklich nicht wollen. Das ist der genaue Gegensatz zur hierarchisch und top-down geführten Unternehmenskommunikation.</p>
<blockquote><p>&#8220;Liebe Springer-Leute: Ihr wollt modern sein und Top-of-the-Pops mit Online First und allem PiPaPo, aber wieso seid ihr da so schrecklich inkonsequent und unsouverän? Die Nummer fliegt euch im Netz jetzt stärker um die Ohren als euch das wohl lieb ist.&#8221; stellt <a target="_blank" href="http://www.media-ocean.de/2007/05/10/online-debatten-und-loeschpapier-was-der-fall-posener-verraet/">Steffen Büffel</a> dazu fest.</p></blockquote>
<p>Da stellt sich mir die Frage, ob Unternehmen &#8211; auch außerhalb der Medienbranche &#8211; es sich überhaupt erlauben können, sich nicht mit dem Web 2.0 zu beschäftigen. Denn ob sie es wollen oder nicht: Sie sind bereits Teil davon. Wäre es dann langfristig gesehen nicht sinnvoller, die eigenen Mitarbeiter im Umgang mit dem Social Web zu schulen und nicht angreifbare Unternehmensleitsätze zu formulieren, die dann auch tatsächlich gelebt werden? Damit hätte man etliche positiv gestimmte Insider-Multiplikatoren, die auf Kritik am eigenen Unternehmen autark und glaubhaft reagieren könnten.</p>
<p>Denn eines ist klar: Mit klassischen PR-Mitteln die Fassade eines Unternehmens sauber zu halten, dürfte immer schwerer werden &#8211; oder?</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Friedensmacht (neue) Medien - Teil 2]]></title>
<link>http://thewebsociety.de/2007/05/05/friedensmacht-neue-medien-teil-2/</link>
<pubDate>Sat, 05 May 2007 12:41:30 +0000</pubDate>
<dc:creator>Daniel Kömpel</dc:creator>
<guid>http://thewebsociety.de/2007/05/05/friedensmacht-neue-medien-teil-2/</guid>
<description><![CDATA[&#8220;Eigentlich ist Journalismus viel zu wichtig, als dass damit jemand sein Geld verdienen sollte]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><blockquote>
<p align="left"><a href="http://thewebsociety.files.wordpress.com/2007/05/journalisten_zeitschriften2.jpg" title="Journalisten Zeitschriften"></a>&#8220;Eigentlich ist Journalismus viel zu wichtig, als dass damit jemand sein Geld verdienen sollte.&#8221; (Mahatma Gandhi)</p>
</blockquote>
<p align="left">Dass Mahatma Gandhi neben seiner Tätigkeit als Anwalt auch bereits früh <a href="http://www.hindu.com/thehindu/mag/2003/06/08/stories/2003060800320300.htm">Publizist und Journalist</a> war (<a target="_blank" href="http://www.amazon.de/Mahatma-Gandhi-als-Journalist-Publizit%C3%A4t/dp/3889396410/ref=sr_1_1/028-4321643-6875703?ie=UTF8&#38;s=books&#38;qid=1178361448&#38;sr=1-1">Buchtipp</a>), war eines von vielen interessanten Learnings auf dem gestrigen Vortrag &#8220;Friedensmacht Medien&#8221; in Darmstadt. Weder auf der deutschen noch auf der englischen Wikipedia-Seite wird dies überhaupt erwähnt. Dabei gilt der <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Salzmarsch">Salzmarsch</a> als eine der wohl wirkungsvollsten, geplanten Medienkampagnen des 20. Jahrhunderts.</p>
<p align="left">Der vom alternativen Nobelpreisträger <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Johan_Galtung">Johann Galtung</a> geprägte Begriff &#8220;Friedensjournalismus&#8221; war ein Kernpunkt des Vortrags von <a target="_blank" href="http://www.zintweb.de/"><font color="#333333">Martin Zint</font></a> (siehe <a target="_blank" href="http://thewebsociety.de/2007/05/02/friedensmacht-neue-medien/">Vorbericht</a>). Ein kontroverser Begriff, so Martin Zint, der bei Journalisten ob der implizierten mangelnden Objektivität immer wieder auf Ablehnung stößt.</p>
<p align="left">Hier aber erstmal ein kleiner medialer Einstieg zum Israel-Palästina-Konflikt:</p>
<p align="left"><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/EwQE03C_v9c&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/EwQE03C_v9c&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
<p align="left">Besonders gefällt mir an dem Video, dass am Ende der &#8220;Ball&#8221; dem Zuschauer zugespielt wird. <!--more--></p>
<p>Was die Kritik der mangelnden Distanz zum Thema im &#8220;Friedensjournalismus&#8221; betrifft, entgegnet Martin Zint mit einem Bild: </p>
<p><a href="http://thewebsociety.files.wordpress.com/2007/05/journalisten_zeitschriften2.jpg" title="Journalistenzeitschriften"></a><a href="http://thewebsociety.files.wordpress.com/2007/05/journalisten_zeitschriften2.jpg" title="Journalistenzeitschriften"><img src="http://thewebsociety.files.wordpress.com/2007/05/journalisten_zeitschriften2.jpg" alt="Journalistenzeitschriften" /></a><a href="http://thewebsociety.files.wordpress.com/2007/05/journalisten_zeitschriften2.jpg" title="Journalisten Zeitschriften"></a></p>
<p>Fachzeitschriften werden in erster Linie von den dahinter stehenden Branchen finanziert &#8211; wo ist die journalistische Distanz, wenn ich über ein Auto berichte, das ich mir für ein Wochenende ausleihen durfte? Wo, wenn ich über einen Reiseanbieter berichte, der mir einen Wochenendtrip finanziert hat?</p>
<p>Diese Branchen gibt es beim Friedensjournalismus nicht. Es gibt keinen Zwang, eine höchtsmögliche Auflage, möglichst viele Visits zu erreichen. Ein großes Problem im klassischen Journalismus, so Zint. Denn dies führt dazu, dass immer nur Ereignisse mit möglichst fatalen Auswirkungen, wie Bombenanschläge in die Medien geraten, langwierige Prozesse, die friedenswirksame Projekte erklären dagegen kaum. Eben so wenig wie Regionen, die wirtschaftlich von geringem Interesse sind. Das erklärt, warum es in ganz Westafrika laut Zint keinen einzigen dauerhaften deutschen Korrespondenten gibt. Und das obwohl beispielsweise der <a target="_blank" href="http://www.globalsecurity.org/military/world/war/liberia-1989.htm">Liberia-Krieg</a> einer der grausamsten Konflikte des 20. Jahrhunderts war.</p>
<p>Dementsprechend sind die Verdienstmöglichkeiten von Friedensjournalisten auch begrenzt. Doch gibt es auch andere Bestätigungen für die eigene Arbeit. So hat der Einsatz für das <a target="_blank" href="http://www.erdoel-tschad.de/index.php"><font color="#333333">“Erdölprojekt Tschad/Kamerun”</font></a> bereits mehreren Menschen das Leben gerettet. Man bezahlt eben Selbstverwirklichung häufig mit Einkommensverlust &#8230; </p>
<blockquote><p>&#8220;Audiovisuelle Medien sind sehr gut geeignet, um neue Verhaltensmuster in sozialen Gruppen auszulösen.&#8221; (Martin Zint)</p></blockquote>
<p>Es gibt beeindruckende <a target="_blank" href="http://www.radiookapi.net/">Beispiele</a>, wie Medienprojekte in Afrika, wo Zint hauptsächlich journalistisch aktiv ist, die Zivilgesellschaft unterstützen kann, eine funktionierende Gesellschaft aufzubauen. Der Nachteil dieser Medien ist allerdings, dass sie kaum Interaktion zulassen und den Empfänger nicht, wie in Berthold Brechts Radiotheorie gefordert, in Bezug setzen kann, so Zint.</p>
<p>Ist das nicht genau der Punkt, an dem Social Software ins Spiel kommen sollte? Warum gibt es tausende von Blogs, die sich mit dem Bloggen an sich, mit DSDS oder Marketing auseinandersetzen, aber nur so wenige SoSo-Projekte, die sich für die Friedensförderung engagieren?</p>
<ul>
<li>Oder welche viel versprechenden Projekte dieser Art kennt ihr?</li>
</ul>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Schulmassaker und die Killerspiele]]></title>
<link>http://thewebsociety.de/2007/05/03/schulmassaker-und-die-killerspiele/</link>
<pubDate>Thu, 03 May 2007 16:32:35 +0000</pubDate>
<dc:creator>Daniel Kömpel</dc:creator>
<guid>http://thewebsociety.de/2007/05/03/schulmassaker-und-die-killerspiele/</guid>
<description><![CDATA[&#8220;Alle Käufer von sogenannten &#8220;Killerspielen&#8221; gehören in den Knast!&#8221; Das ist ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><blockquote><p>&#8220;Alle Käufer von sogenannten &#8220;Killerspielen&#8221; gehören in den Knast!&#8221;</p></blockquote>
<p>Das ist glücklicherweise noch nur die Meinung von Günther Beckstein und einigen wenigen Querköpfen. Doch das Image der Computerspieler wird aufgrund irreführender Medienberichte mehr und mehr in den Dreck gezogen. Gestern ist laut <a href="http://www.theinquirer.net/">www.theinquirer.net</a> ein <a target="_blank" href="http://www.theinquirer.net/default.aspx?article=39351">chinesischer Jugendlicher verhaftet</a> worden, weil er eine Counterstrike-Map seiner Schule erstellt hat. Er wurde des Weiteren ohne Gerichtsverfahren in Sicherheitsverwahrung gesteckt und ist von seiner Schule verwiesen worden. Zum Glück wusste niemand an meiner Schule, dass ich in der sechsten Klasse mal den C64-Klassiker <a target="_blank" href="http://www.lemon64.com/index.php?mainurl=http%3A//www.lemon64.com/games/details.php%3FID%3D2610">Teacher-Busters</a> gespielt habe &#8230;</p>
<p>Jedoch ärgert mich die Berichterstattung der Medien immer öfter &#8211; vor allem die unqualifizierten Bemerkungen mancher Provinz-Politiker, die sich anhand dieses Themas medial in den Vordergrund spielen wollen. Oder <a target="_blank" href="http://www.playwii.de/blog/medien/killerspiele-die-diskussion-nach-virginia-amok-beginnt/">dieses Beispiel</a> einer Berichterstattung des &#8220;Spaßsenders&#8221; Fox news.</p>
<p>Hier nun mal einige Fakten bezüglich dem Zusammenhang von Schulmassakern und gewalttätigen Computerspielen:<!--more--></p>
<ul>
<li>Es wird immer noch verbreitet, Robert Steinhäuser, der Amokschütze von Erfurt sei extremer Counterstrike-Spieler gewesen. Das ist nicht wahr.</li>
<li>Betreffend des Amoklaufs an der Geschwister-Scholl-Schule in Emsdetten: Hier wird immer wieder behauptet, der Amokläufer habe ein Counterstrike-Level seiner Schule vor dem Amoklauf erstellt. Es gab auch wirklich eine Map einer Geschwister-Scholl-Schule &#8211; aus dem Jahr 2000 und sie zeigt ein Schulgebäude aus Melsungen in Hessen.</li>
<li>Wissenschaftlich lasse sich nicht nachweisen, dass Computerspiele aggressiv machten, sagt Prof. Jürgen Fritz, Leiter des Forschungsschwerpunkts &#8220;Wirkung virtueller Welten&#8221; der Fachhochschule Köln: &#8220;Die These &#8220;virtuell schießen &#8211; real morden&#8221; ist Blödsinn.&#8221;</li>
<li>Ausschreitungen auf so genannten LAN-Parties, bei denen bis zu mehrere Tausend Computerspieler für ein Wochenende auf engstem Raum gemeinsam &#8220;daddeln&#8221;, &#8220;sind mir nicht bekannt&#8221;, so Thomas von Treichel von World Cyber Games Deutschland. &#8220;Im Gegenteil, bei den World-Cyber-Games in Singapur saßen Iraker neben Amerikanern, Schweizer neben Türken. Man kam bestens miteinander aus.&#8221;</li>
<li>&#8220;Ein Verbot des legalen Verkaufs führt, wie die Realität zeigt, dazu, dass Spiele im Ausland gekauft oder illegal aus dem Netz gezogen werden&#8221;, so Thomas von Treichel. Das resultiert letztendlich darin, dass eine notwendige Diskussion der Inhalte bzw. eine Auseinandersetzung der Eltern mit dem Thema erschwert wird.</li>
<li>Eine Verbotsforderung täuscht über die aktuelle Gesetzlage hinweg: Genau wie bei Filmen gibt es auch bei Computerspielen bereits eine Prüfung durch die Freiwillige Selbstkontrolle. Jugendgefährdende Inhalte werden erst ab 18 Jahren frei gegeben. &#8220;Die aktuellen Regelungen zum Jugendschutz haben sich bewährt&#8221;, meint auch Olaf Wolters, Geschäftsführer des Bundesverbands Interaktive Unterhaltungssoftware in Berlin.</li>
<li>Psychiater Lothar Adler auf <a target="_blank" href="http://www.focus.de/panorama/welt/blacksburg/experte_aid_54000.html">Focus online</a>: &#8220;Für den Amoklauf von Euskirchen vor über 20 Jahren machten Experten Pornos verantwortlich, an späteren Amokläufen sollen unmenschliche Verhältnisse an den Schulen oder Killerspiele am PC schuld gewesen sein. Mit Amok hat das alles aber nichts zu tun&#8221;</li>
<li>Aggressive Computerspiele führen bei Kindern nach einer <a target="_blank" href="http://www.diss.fu-berlin.de/2006/108/">Studie</a> der <a target="_blank" href="http://www.fu-berlin.de/">Freien Universität Berlin</a> zufolge nicht unbedingt zu Gewalt. Vielmehr sei es oft umgekehrt, dass aggressive Schüler entsprechende Spiele bevorzugten, so die Erziehungswissenschaftlerin Astrid Kristen in einem dpa-Interview.</li>
</ul>
<p>Der amerikanische Secret Service hat in einer eigens durchgeführten <a target="_blank" href="http://www.secretservice.gov/ntac_ssi.shtml">Studie</a> aus dem Jahr 2002, der <a target="_blank" href="http://www.secretservice.gov/ntac/ssi_final_report.pdf">&#8220;Safe School Initaitive&#8221;</a>, in der 37 Amokläufe in den USA untersucht wurden, folgendes konstatiert:</p>
<ul>
<li>One-eighth of the attackers exhibited an interest in violent video games (<strong>12 percent</strong>, n=5).</li>
<li>There is <strong>no accurate or useful profile</strong> of students who engaged in targeted school violence.</li>
<li>Most attackers engaged in some behavior, prior to the incident, that caused others concern or indicated a <strong>need for help</strong>.</li>
<li>Many attackers felt <strong>bullied, persecuted, or injured by others</strong> prior to the attack</li>
</ul>
<p>Und was ich im Bezug auf die Waffendebatte in den USA am lustigsten finde:</p>
<ul>
<li>Most attackers had <strong>access to and had used weapons</strong> prior to the attack.</li>
</ul>
<p>Ich will damit jetzt nicht gutheißen, dass 13jährige Kinder 12 Stunden am Tag gewalttätige Computerspiele zocken &#8211; im Gegenteil. Ich würde meinen minderjährigen Sohn ja auch keine Pornos oder Splatter-Streifen ansehen lassen. Letztlich liegt es auch bei PC-Spielen in der Verantwortung der Eltern und Erzieher, auf eine sinnvolle und ausgewogene Nutzung zu achten. Ein Verbot ist nichts weiter als das Eingeständnis, dass man dazu nicht in der Lage ist, weil man die Entwicklungen schlicht verschlafen und zur &#8220;Online-Generation&#8221; keinen Zugang hat.</p>
<p>Übrigens gibt es morgen (04.05.) ab 19:00 Uhr ein Interview mit den Jungs von Hellgames Leverkusen über &#8220;Killerspiele&#8221; auf Radio Leverkusen. <a target="_blank" href="http://213.200.64.229/freestream/download/radioleverkusen/frameset.html">Hier</a> der Live-Stream. Wer noch mehr zu dem Thema erfahren will, ist <a target="_blank" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/81886">hier</a> und <a target="_blank" href="http://www.mediengewalt.de/forschung/forschung-computerspiele.shtml">hier</a> gut aufgehoben.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der David-Golitah-Effekt]]></title>
<link>http://thewebsociety.de/2007/05/03/der-david-golitah-effekt/</link>
<pubDate>Thu, 03 May 2007 11:30:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>Daniel Kömpel</dc:creator>
<guid>http://thewebsociety.de/2007/05/03/der-david-golitah-effekt/</guid>
<description><![CDATA[Ein junger Informatik-Student aus Ecuador veröffentlicht in seinem Blog den Code zum Knacken des Kop]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Ein junger Informatik-Student aus Ecuador veröffentlicht in seinem <a target="_blank" href="http://rudd-o.com/">Blog</a> den <a target="_blank" href="http://www.basicthinking.de/blog/2007/05/02/digg-communitymarketing-fuer-daus/#comment-622689">Code</a> zum Knacken des Kopierschutzes von HD-DVDs und Blu-Ray-Discs. Wie er behauptet, um die Silberlinge auch auf seinem Linux-Rechner ansehen zu können. Die Story reicht er auf der Community-News-Seite <a target="_blank" href="http://www.digg.com">digg.com</a> ein und löst damit einen Lösch-Repost-Kleinkrieg zwischen den Betreibern von digg.com und seiner Community aus (detailliert <a target="_blank" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,480554,00.html">hier</a> nachzulesen). Infolgedessen <a target="_blank" href="http://blog.digg.com/?p=74?">knickt</a> der Gründer Kevin Rose ein und gibt <strike>ob der genialen Guerillia-PR triumphierend</strike> resigniert bekannt, dass der Code aufgrund der Macht der Community ab sofort nicht mehr gelöscht wird:</p>
<blockquote><p>&#8220;We hear you, and effective immediately we won’t delete stories or comments containing the code and will deal with whatever the consequences might be. If we lose, then what the hell, at least we died trying.&#8221; Kevin Rose</p></blockquote>
<p>Das erinnert mich irgendwie an Mel Gibson auf der Folterbank in Braveheart. Als er trotz übelster Folter kurz vor dem Tod noch einmal &#8220;Freiiiiiiheit&#8221; brüllt, statt sich den englischen Besatzern unterzuordnen.<!--more--></p>
<blockquote><p>&#8220;Kalifornier waren schon immer etwas anderes drauf. Aber mal ehrlich: Kevin kann es gelassen nehmen. Es gibt genug Firmen, die den Laden “retten” werden, sofern dies nötig ist (was ich stark bezweifle). Sein Diggbeitrag dient dem Studentenvolk den Mund zu halten und ein absoluter geschickter Medienstunt. Auf die BBC Homepage kommt man nicht alle Tage.&#8221;</p></blockquote>
<p>meint daraufhin Sebastian Wenzel vom <a target="_blank" href="http://www.webanalyticsbook.com/">Webanalysticbook</a> auf <a target="_blank" href="http://www.basicthinking.de/blog/2007/05/02/digg-communitymarketing-fuer-daus/">basicthinking</a>.</p>
<p>Interessant dabei finde ich außerdem:</p>
<blockquote><p>&#8220;In einigen Episoden der Video-Show &#8220;DiggNation&#8221; taucht das Logo der HD-DVD Promotion Group auf. Ist also das Konsortium, das Google, Wikipedia und nun auch Digg mit Unterlassungserklärungen beharkt, ein Werbepartner der Firma hinter Digg?&#8221; (<a target="_blank" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,480554,00.html">SPIEGEL online</a>)</p></blockquote>
<p>Da stellen sich mir doch ein paar Fragen:</p>
<ul>
<li>Inwiefern ist das tatsächlich eine Marketing-Aktion? Und was hat es mit dem unterstellten Sponsorship tatsächlich auf sich?</li>
<li>Kann man nur mit genügend Medien-Aufmerksamkeit Konzerne zum einknicken bringen? Auch, wenn man rechtlich im Unrecht ist?</li>
<li>Klassische Medien greifen diese Hypes gerne auf, wenn sie nur groß genug sind – das macht die Medien nicht gerade glaubwürdiger, oder?</li>
<li>Hat das so genannte Mitmach-Internet sobald eine Zensur greift überhaupt eine Existenzberechtigung?</li>
<li>Gibt es nicht auch eine Grenze für freie Meinungsäußerung? Wie sieht es aus mit Faschisten, Päderasten und dem Diebstahl von geistigem Eigentum?</li>
<li>Wer kann und sollte solche Grenzen ziehen?</li>
<li>Gibt es ein mangelndes Rechtsbewusstsein der User Social-Web-User? Bzw. wird das Argument freie Meinungsäußerung missbraucht um eben tun und lassen zu können, was man will?</li>
<li>Oder ist die <em>HD DVD Promotion Group</em> nicht selbst schuld, weil sie Ihre Produkte nicht ausreichend schützt? Kann man auf Unterlassung der Verbreitung des Codes klagen, wenn dieser zu einfach zu knacken oder gar durch eigenes Verschulden an die Öffentlichkeit geraten ist?</li>
</ul>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Friedensmacht (neue) Medien?]]></title>
<link>http://thewebsociety.de/2007/05/02/friedensmacht-neue-medien/</link>
<pubDate>Wed, 02 May 2007 15:40:06 +0000</pubDate>
<dc:creator>Daniel Kömpel</dc:creator>
<guid>http://thewebsociety.de/2007/05/02/friedensmacht-neue-medien/</guid>
<description><![CDATA[Watchblogs gewinnen in suppressiven Staaten zunehmend an Bedeutung. Das Internet lässt sich auch in ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Watchblogs gewinnen in suppressiven Staaten zunehmend an Bedeutung. Das Internet lässt sich auch in den despotischsten Regimes nicht uneingeschränkt unterdrücken. Im Einparteienstaat China versucht die Regierung beispielsweise, den aus dem Boden sprudelnden Weblogs Herr zu werden. Über 100 Millionen Blogs existieren bereits im Reich der Mitte. Die meisten sind relativ harmlos, beschäftigen sich mit Privatem, Alltag, sublimer Erotik &#8211; aber auch teilweise mit versteckter Systemkritik.</p>
<blockquote><p>&#8220;Die chinesische Führung versucht das Internet mit elektronischen Filtern zu zensieren. Beim Aufrufen gesperrter Websites taucht eine Fehlermeldung auf. Doch wer sich sich die Filter umgehen lassen. [Anm.: O-Ton Stern!] Auch Blogs sollen jetzt an die Kandare genommen werden. Eine neue Regelung ist in der Diskussion, wonach sich Blogger mit ihrem wirklichen Namen registrieren lassen müssten. Trotzdem: Im Internetzeitalter haben die Chinesen Zugang zu so viel Informationen wie nie zuvor in ihrer Geschichte.&#8221; (<a href="http://www.stern.de/">www.stern.de</a>)</p></blockquote>
<p>Die pure Masse stellt für die KP ein Problem dar. Das greift der Stern mit <a target="_blank" href="http://stern.de/politik/ausland/:Wie-Internet-China-Blogrepublik-China/588139.html">&#8220;Blogrepublik China&#8221;</a> in der Webausgabe als Auftakt zur neuen Serie &#8220;Wie das Internet China verändert&#8221; auf.</p>
<p>In den meisten anderen Staaten sind neue Medien allerdings noch lange nicht so verbreitet. Doch bin ich heute auf ein interessantes Projekt gestoßen: <!--more-->Das <a target="_blank" href="http://www.politnetz.de">Politnetzwerk Darmstadt</a> veranstaltet am 4. Mai 2007 eine <a target="_blank" href="http://www.politnetz.de/gruppen/politnetz/veranst_2_2007/friedensmacht-medien-1/">Informationsveranstaltung</a> unter dem Thema &#8220;Friedensmacht Medien &#8211; was Journalisten zu Friedensprozessen beitragen können&#8221;. Referent ist der Journalist und Diplom-Medienpädagoge <a target="_blank" href="http://www.zintweb.de/">Martin Zint</a>, der unter anderem Initiativen wie das <a target="_blank" href="http://www.erdoel-tschad.de/index.php">&#8220;Erdölprojekt Tschad/Kamerun&#8221;</a> mitbetreut. Das Ziel dieser Unternehmung ist zu erreichen, dass die Erdöleinnahmen dieser Länder in transparenter und nachhaltiger Weise für die Entwicklung des Landes und zur Armutsbekämpfung verwendet werden.</p>
<p>Herr Zint ist insbesondere an Meinungen und Hilfestellungen bezüglich den Möglichkeiten von Web 2.0 interessiert, weshalb er sich an unseren Studiengang gewendet und alle Interessierten herzlich zu o.s. Veranstaltung eingeladen hat. Ich werde sie mir auf jeden Fall ansehen und davon berichten.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Expertenumfrage - SoSo-Tools mit Potenzial?]]></title>
<link>http://thewebsociety.de/2007/05/07/expertenumfrage-%e2%80%93-soso-tools-mit-potenzial/</link>
<pubDate>Mon, 07 May 2007 20:17:38 +0000</pubDate>
<dc:creator>Daniel Kömpel</dc:creator>
<guid>http://thewebsociety.de/2007/05/07/expertenumfrage-%e2%80%93-soso-tools-mit-potenzial/</guid>
<description><![CDATA[Was macht es aus, das vielfach gerühmte Web 2.0? Der Community-Gedanke ist schließlich kein neuer. E]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Was macht es aus, das vielfach gerühmte Web 2.0? Der Community-Gedanke ist schließlich kein neuer. Erste Online-Foren, die Austausch ermöglichten und Intelligenz bündelten &#8211; wie etwa <a target="_blank" href="http://www.well.com/index.html">The Well</a> &#8211; existieren bereits seit Mitte der 80er. Technik-Affine surften schon lange vor der Öffnung des Internets per Akustik-Koppler in &#8220;Siebenmeilenstiefeln&#8221; um die Welt.</p>
<p>Aber dank des Internets und der sich stetig verbessernden Usability der Anwendungen ist heute beinahe alles für jeden realisierbar. Social-Software-Anwendungen wie <a target="_blank" href="http://www.lokalisten.de">lokalisten</a>, <a target="_blank" href="http://beta.plazes.com/">plazes</a>, <a target="_blank" href="http://www.yigg.de/">yigg</a>, <a target="_blank" href="http://www.mindmeister.de/">mindmeister</a>, <a target="_blank" href="http://www.qype.com/de">qype</a> &#38; Co. wecken in der Webgesellschaft Bedürfnisse, von denen die meisten bisher nicht einmal wussten, dass sie sie überhaupt haben. </p>
<blockquote><p>&#8220;Kurzfristig überschätzt. Langfristig unterschätzt.&#8221; (Prof. Dr. Jo Groebel)</p></blockquote>
<p>Welche dieser Tools haben das Potenzial, auch noch in zehn Jahren zu existieren bzw. sich evolutionär mit den technischen Möglichkeiten des Internets weiterzuentwickeln? Welche können gar die Gesellschaft an sich verändern &#8211; die Art, wie wir uns politisch einbringen oder unser Berufsleben und unsere Freizeit gestalten? Und <a target="_blank" href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/multimedia/blogosphaere/?em_cnt=1116940">wollen wir das</a> überhaupt?</p>
<p>Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, startet hier und heute einen Rundruf an ausgewählte A-Blogger, Medienprofis und Journalisten, <!--more-->mit der Bitte, ein SoSo-Tool (im weitesten Sinne) zu benennen, dass aus ihrer Sicht revolutionär, besonders innovativ, wirtschaftlich viel versprechend oder einfach nur sehr interessant ist. Sozusagen ein Blog-Karneval &#8220;light&#8221;.</p>
<p>Dabei ist es nicht relevant, ob das Projekt erst zwei Wochen oder schon zwei Jahre existiert, ob es bereits allgemein bekannt oder ein totaler Underdog ist. Mich interessieren die ganz persönlichen Empfehlungen &#8211; auch, wenn ein und das selbe Projekt mehrfach genannt werden sollte.</p>
<p>Ich hoffe, dass daraus ein aktiver Diskurs entsteht &#8211; schließlich untersucht dieses Blog ja auch das Kollaborationspotenzial des Social-Webs. Ich hoffe, die Blogosphäre lässt mich nicht im Stich &#8230;</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>

</channel>
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