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	<title>klassenzimmer &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/klassenzimmer/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "klassenzimmer"</description>
	<pubDate>Sun, 29 Nov 2009 13:52:28 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

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<title><![CDATA[Ein Coup im Kampf gegen das Kreuz?]]></title>
<link>http://zeitzubeten.org/2009/11/04/ein-coup-im-kampf-gegen-das-kreuz/</link>
<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 00:56:25 +0000</pubDate>
<dc:creator>zeitzubeten</dc:creator>
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<description><![CDATA[25 Jahre nachdem 1984 in Italien die katholische Religion als Staatsreligion abgeschafft wurde, könn]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="text-align:justify;"><span style="color:#333333;"><strong>25 Jahre nachdem 1984 in Italien die katholische Religion als <em>Staatsreligion</em> abgeschafft wurde</strong></span>, könnte ein weiterer Angriff gegen das Kreuz gelungen sein. Wer hat etwas anderes  erwartet? <em>Es war eine Frage der Zeit,</em> und nun ist es die italienische Mutter zweier Kinder, <a href="http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,659041,00.html" target="_self"><em>Soile Lautsi,</em></a> deren &#8220;skandinavische Langstreckengene&#8221; <em>(S.Lautsi ist finnischer Abstammung)</em> den Weg bis zum <em>europäischen Gerichtshof für Menschenrechte</em> (EGMR) ermöglicht haben.</p>
<p style="text-align:justify;"><img class="aligncenter size-full wp-image-4931" title="kreuz-illinois-390-fs" src="http://betezujesus.wordpress.com/files/2009/11/kreuz-illinois-390-fs.png" alt="kreuz-illinois-390-fs" width="468" height="379" /></p>
<p style="text-align:justify;"><!--more-->Wie die <em><a href="http://religion.orf.at/projekt03/news/0911/ne091103_kruzifixe_fr.htm" target="_self">ORF-News</a></em> berichten, dürfen Kruzifixe dürfen in öffentlichen Erziehungseinrichtungen nicht mehr hängen &#8211; weil <em>&#8220;das Ausstellen eines konfessionellen Symbols die Rechte der Eltern, ihre Kinder nach ihren Überzeugungen zu erziehen, beschneidet &#8211; ebenso wie das Recht der Schüler zu glauben oder nicht zu glauben&#8221;.</em></p>
<p style="text-align:justify;">Damit wird &#8211; so hat es die Klägerin formuliert &#8211; einem &#8220;<span style="color:#333333;"><strong>Geist der Laizität&#8221;</strong></span> entsprochen, der andernfalls nicht mehr gewährleistet scheint. Es ist nicht so schwer, sich in die Gedankenwelt eines radikalen Laizismus zu versetzen; dieser interpretiert die Menschenrechte derart, dass sich das Verbot jeglicher religiöser Betätigung außerhalb eines engen, privaten Bereiches ergibt. Noch <em>aggressiver</em> steht es übrigens in allen wichtigen, aktuellen <em><a href="http://kroski.com/2008/04/03/atheistischer-humanismus-konkret/" target="_self">humanistischen Manifesten</a>:</em> Dort wird gleich von einem <em>generellen Verbot religiöser Erziehung in den Familien</em> gesprochen!</p>
<p style="text-align:justify;">Man kann all diesen Entwicklungen doch gelassen gegenüberstehen, weil damit <em>kein</em> Untergang des Christentums eingeleitet wird (entsprechende &#8220;Kaliber&#8221; müssen erst gefunden werden) und ausserdem eine <em>begrüßenswerte Nebenwirkung</em> eintritt: Die meisten Kirchen besinnen sich noch viel stärker auf ihre <em>essentiellen Wurzeln und Traditionen</em>; in der Auseinandersetzung mit der <em>Kultur des Todes</em> werden die eigenen <em>christlichen Positionen </em>noch viel<em> klarer und überzeugender formuliert</em>; und alles dient einer <em>positiven Wandlung</em> von partikulären Taufschein-Christen hin zu (selbst)bewußten und <em>aktiven  christlichen Gemeinschaften</em>, die den Zielen einer authentischen <span style="color:#333333;"><strong>Christusnachfolge</strong></span> viel näher kommen.</p>
<p style="text-align:justify;">Dass dieses Urteil <em>europäische Dimensionen</em> hat, wird vom Vatikansprecher<em> <a href="http://www.kath.net/detail.php?id=24418" target="_self">Federico Lombardi</a></em> angesprochen: <em>&#8220;Es scheint, als wolle man die Rolle des Christentums für die Formung der europäischen Identität leugnen. Damit könne man unter Katholiken keine Sympathien für die europäische Idee gewinnen.&#8221;</em></p>
<p style="text-align:justify;">Doch wir können diese Herausforderungen <em>sanftmütig und demütig</em> annehmen. Jesus Christus hat uns <em>erlöst,</em> was in aller Welt kann uns &#8211; unabhängig davon ob wir uns für Kampf oder Demut entscheiden &#8211; aus unserer christlichen Bahn werfen?</p>
<p style="text-align:justify;"><em>Johannes Paul II.</em> hat sich klar dafür ausgesprochen, dass unsere Kreuze draussen in der Welt <em>nicht</em> entfernt werden sollen. Die von mir angesprochene Demut hat nichts mit Resignation zu tun, sondern will &#8211; genau wie auch in der kürzlich erfolgten <em>Abtreibungsdebatte</em> &#8211; eine <span style="color:#333333;"><strong>konsequente, aber ruhige Überlegtheit</strong></span> an die Stelle unreflektierter Aggression setzen. <em> </em></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#333399;"><em>Wer dabei mithelfen will, ist herzlich eingeladen, entsprechend zu kommentieren.</em></span></p>
<p style="text-align:justify;">Abschließend möchte ich an Worte erinnern, die <em>Johannes Paul II. </em>vor etwas mehr als 10 Jahren an uns gerichtet hat:</p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#ffffff;">+</span></p>
<blockquote><p><span style="color:#333333;">„<strong>Pflanzt das Kreuz in euer Leben ein – das Kreuz als wahren Baum des Lebens</strong>“ (JPII).<br />
</span></p>
<p style="text-align:justify;">Man kann uns Christen vieles nehmen, nicht aber <em>das Kreuz als Zeichen der Erlösung.</em><strong> </strong>Lassen wir nicht zu, dass unser Kreuz entfernt wird, weder im Herzen, noch draussen in der Welt. das Kreuz des Heils kann man nicht ausreissen, der Baum des Lebens lässt sich nicht entwurzeln.</p>
<p style="text-align:justify;">Äste und Zweige sind Wege, die wir nehmen können. Die Jahresringe stehen für Erfahrungen, die wir sammeln. so wie die Farbe des Laubes der Natur gehorcht, heißt unser Weg <em>Farbe bekennen: Wir bekennen uns zu Christus,</em> zum Kreuz, und zur Erlösung.</p>
<p style="text-align:justify;">Das Kreuz als wahrer Baum des Lebens. der Baum als lebendiges Symbol. Das Kreuz nicht als totes Andenken, unser Leben nicht als Fotokopie<strong>. </strong><em>Pflanzen wir das Original </em><em>mitten in unser Herz.</em> Dieses kostbarste aller Andenken, das in uns weiterlebt, Tag für Tag.</p>
<p style="text-align:justify;">Ein Baum bedeutet Leben, Größe und Kraft. Oder wie viele Bäume habt ihr schon ausgerissen? Der Baum zeigt uns Stärke, und <em>das Kreuz gibt uns Kraft.</em> Mit dieser Stärke im Herzen überwinden wir jedes Hindernis. Wir erfahren das lebendige und starke Kreuz.</p>
<p style="text-align:justify;">Lebensgeschichten zeigen uns, wie Menschen heranreifen. Wir sind noch keine reife Frucht, aber <em>das Licht Jesu </em>lässt uns<em> wachsen.</em> Mit dem Baum des Lebens im Herzen, reifen wir am Kreuz. Dieser Baum des Lebens stärkt uns, <em>damit unser Tun Früchte trägt.</em></p>
</blockquote>
<p><em>(Die Botschaften stammen aus der Ansprache des Papstes 1998 am Heldenplatz in Wien. Einige Textstellen wurden ergänzt. Die Originalrede ist über die Seite des Vatikan abrufbar, Punkt 8.</em> <a title="JPII-Wien-1998" href="http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/travels/documents/hf_jp-ii_hom_21061998_austria-beatification_ge.html" target="_blank">JPII-Wien-1998</a>)</p>
<p>+</p>
<p><em>Link zum</em> <a href="http://zeitzubeten.org/2009/11/07/12-thesen-zur-fur-das-kreuz-ein-offener-brief-an-europe4christ/" target="_self"><span style="color:#ff6600;"><strong>Manifest für das Kreuz im öffentlichen Raum</strong></span></a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Eine Schule ohne Klassenzimmer ist keine Schule]]></title>
<link>http://kifaschule.wordpress.com/2009/10/27/eine-schule-ohne-klassenzimmer-ist-keine-schule/</link>
<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 20:21:14 +0000</pubDate>
<dc:creator>KiFaSchuLe</dc:creator>
<guid>http://kifaschule.wordpress.com/2009/10/27/eine-schule-ohne-klassenzimmer-ist-keine-schule/</guid>
<description><![CDATA[Wann ist Schule eigentlich Schule? Wo es ein Zimmer mit einer Tafel gibt? Wo Bücher gelesen werden? ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><blockquote><p>Wann ist Schule eigentlich Schule? Wo es ein Zimmer mit einer Tafel gibt? Wo Bücher gelesen werden? Wo Eigenverantwortung gelernt wird? Lernorte sind überall, und Schule ist heute gewiss mehr als die alte Penne. Und doch hängt man vielerorts einem sehr traditionellen Verständnis an, in Baden-Württemberg etwa. Dort ist eine Schule, die kein Klassenzimmer aufweist, keine Schule.</p>
<p>Aus diesem Grund wird einem prämierten Projekt, das sich um bessere Zukunftschancen von Schulverweigerern und Problemschülern bemüht, nun die Unterstützung gestrichen. &#8230;</p></blockquote>
<p><a href="http://www.welt.de/die-welt/politik/article4957236/Eine-Schule-ohne-Klassenzimmer-ist-keine-Schule.html" target="_blank">Link zum vollständigen Artikel</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Filmbericht]]></title>
<link>http://cmannneu.wordpress.com/2009/09/17/filmbericht/</link>
<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 19:39:24 +0000</pubDate>
<dc:creator>cmannneu</dc:creator>
<guid>http://cmannneu.wordpress.com/2009/09/17/filmbericht/</guid>
<description><![CDATA[Hier ein Link zu einem Filmbericht, der unsere Lage ein wenig beschreibt. http://www.hr-online.de/we]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Hier ein Link zu einem Filmbericht, der unsere Lage ein wenig beschreibt.</p>
<p><a href="http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?key=standard_teaser_37980488&#38;type=v&#38;rubrik=34948&#38;mediakey=fs/hessenaktuell/20090917_ha15_decke_grundschule">http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?key=standard_teaser_37980488&#38;type=v&#38;rubrik=34948&#38;mediakey=fs/hessenaktuell/20090917_ha15_decke_grundschule</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Stimmung im Kollegium]]></title>
<link>http://cmannneu.wordpress.com/2009/09/17/stimmung-im-kollegium/</link>
<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 16:03:05 +0000</pubDate>
<dc:creator>cmannneu</dc:creator>
<guid>http://cmannneu.wordpress.com/2009/09/17/stimmung-im-kollegium/</guid>
<description><![CDATA[Wir Lehrer und Lehrerinnen wissen, wie belastend das alles für unsere Schüler und Schülerinnen ist. ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Wir Lehrer und Lehrerinnen wissen, wie belastend das alles für unsere Schüler und Schülerinnen ist. Wir geben uns Mühe, den Kindern die Sache zu erklären, geduldig zu sein, wenn einmal die Unsicherheit bei einem Kind durchbricht. Gegenüber den verantwortlichen Stellen setzen wir stark dafür ein, dass eine rasche und konstruktive Lösung gefunden wird. Die Sicherheit der Kinder ist uns oberste Prämisse!</p>
<p>Wir selbst gehen ein wenig mit Galgenhumor an die Sache. Die ersten Klassenzimmer wurden schon von einer Umzugsfirma geräumt, wir hoffen, dass die Sachen rasch wiedergefunden werden, wenn wir die Klassen wieder beziehen können. Wir wissen zwar noch nicht genau, wieviel Arbeit oder Veränderungen auf uns zukommen, doch unsere Phantasien sprudeln auch. Morgen erfahren wir hoffentlich mehr.</p>
<p>Einige Eltern sagten mir beim ersten Schultag, dass wir ein schönes Klassenzimmer hätten. Ich werde mich dafür einsetzen, dass das auch so bleibt. Toi, toi, toi. Danke übrigens für diese schöne Rückmeldung!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Impressionen]]></title>
<link>http://palankaundich.wordpress.com/2009/09/05/impressionen/</link>
<pubDate>Sat, 05 Sep 2009 15:07:54 +0000</pubDate>
<dc:creator>diePalanka</dc:creator>
<guid>http://palankaundich.wordpress.com/2009/09/05/impressionen/</guid>
<description><![CDATA[Weil ich gerade so glücklich darüber bin, endlich wieder selbst Artikel veröffentlichen zu können, g]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Weil ich gerade so glücklich darüber bin, endlich wieder selbst Artikel veröffentlichen zu können, g]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Tag 6]]></title>
<link>http://verglueckt.wordpress.com/2009/08/08/tag-6/</link>
<pubDate>Sat, 08 Aug 2009 09:49:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>joerggerczuk</dc:creator>
<guid>http://verglueckt.wordpress.com/2009/08/08/tag-6/</guid>
<description><![CDATA[Tag 6]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Tag 6<br />
<span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/-8wpxSh9isc&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/-8wpxSh9isc&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[trainer in der einkaufsliga]]></title>
<link>http://lebank.wordpress.com/2009/04/29/trainer-in-der-einkaufsliga/</link>
<pubDate>Wed, 29 Apr 2009 11:18:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>lebank</dc:creator>
<guid>http://lebank.wordpress.com/2009/04/29/trainer-in-der-einkaufsliga/</guid>
<description><![CDATA[schüler, lehrer, spieler und trainerich habe mich in der letzten zeit sehr viel mit dem berufsstand ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><div id="attachment_18" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><img src="http://lebank.wordpress.com/files/2009/04/klassenzimmer_01.jpg?w=150" alt="schüler, lehrer, spieler und trainer" title="schüler, lehrer, spieler und trainer" width="150" height="137" class="size-thumbnail wp-image-18" /><p class="wp-caption-text">schüler, lehrer, spieler und trainer</p></div>ich habe mich in der letzten zeit sehr viel mit dem berufsstand <strong>trainer</strong> auseinander gesetzt, aus welchen gründen auch immer aber eher aus reiner neugier &#8230; vielleicht<br />
ich bin, und das muss ich jetzt leider gestehen, auch selbst ein &#8220;opfer&#8221; eines komplett verwirrten und vollkommen ahnungslosen <strong>trainers</strong>, der von seinen vorgesetzt unterstützt, einfach auf eine fussballmannschaft losgelassen wurde und wird!<br />
aber leider fehlt das ganze hintergrund wissen, ich kann auch zu einem bäcker gehen uns sagen:&#8221; ich backe die besten semmeln!&#8221; aber nach 30min wird es wissen, dass das nicht so ist &#8230;. aber hier, bei uns in A, brauchst du keine qualifikantion für diesen job, ein wenig vitamin B und kurz etwas hintern kraulen hilft oft schon und du kannst dir eine neue visitenkarte drucken lassen: trainer in der 2. höchsten österreichischen spielklasse!!<br />
man kann eine fussballmannschaft auch sehr gut mit einer schulklasse vergleichen. der <strong>lehrer</strong> muss oder sollte hier ja auch seinen schülern etwas beibringen und nicht nur vorne stehen und seine stoff vorlesen. ein <strong>guter lehrer</strong> schafft es auch, dass eine gewisse ordnung und disziplin herrscht! bei einem <strong>schlechten lehrer</strong> wird es viele fünfer geben und jede menge tohuwabohu im unterricht!<br />
ein <strong>guter fussballtrainer</strong> macht etwas aus seiner mannschaft, egal wie gut oder schlecht sie ist. ein <strong>guter trainer</strong> bringt ihr seine philosophie bei, er bringt ca. 20 individualisten zu etwas gemeinsamen zusammen. jeder hat seine eigenen ideen und vorstellungen aber er muss die richtung vorgeben, den weg! das ist leider nur in den seltensten fällen so, und darum stehen wir lieben <strong>österreicher</strong> auch da wo wir gerade sind, irgendwo in der nähe von platz 80-90 in der FIFA-weltrangliste &#8230; darum, <em><strong>&#8220;weniger gackern mehr ackern!&#8221;</strong></em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Message to love]]></title>
<link>http://burcado.wordpress.com/2009/03/04/message-to-love/</link>
<pubDate>Wed, 04 Mar 2009 19:33:42 +0000</pubDate>
<dc:creator>Burkhardt  Nowak</dc:creator>
<guid>http://burcado.wordpress.com/2009/03/04/message-to-love/</guid>
<description><![CDATA[Lieber alter Freund, was in Dir ist verletzt, nach dem Du die Novelle „Die Göttin in der Schule“ gel]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Lieber alter Freund,</p>
<p>was in Dir ist verletzt, nach dem Du die Novelle „Die Göttin in der Schule“ gelesen hast?</p>
<p>Nun der Versuch, Dich besser verstehen zu wollen, deshalb möchte ich Dich viele Fragen fragen. Und der Versuch, dass Du mich besser verstehst, deshalb ein paar Hinweise, Erinnerungen, Statements.</p>
<p><em>Seit wann hast Du sexuelle Fantasien?<br />
Wie alt warst Du, als Du Deinen Körper sexuell kennengelernt hast?<br />
Wie alt war das erste Mädchen, dass Du gestreichelt und geküsst hast?</em></p>
<p><em>Erinnerst Du Dich daran, wie Du mir mit einem Buch geholfen hast, mehr über das gewisse Etwas zwischen Jungen und Mädchen zu verstehen? Waren wir vierzehn oder waren wir damals fünfzehn Jahre alt?</em></p>
<p>Und worin besteht nun das Problem?</p>
<p><em>Glaubst Du, dass Dich die Novelle zu Anteilen von Dir verführen könnte, vor denen Du Angst hast? Oder andere Menschen?</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Gestehst Du einem Autor das Recht zu, über erlebte Geschichten zu schreiben, eine Novelle zu entwickeln, deren Essenz real gewesen ist?</em></p>
<p><em>Darf ein Autor den persönlich erlebten Machtmissbrauch von einigen Lehrern literarisch thematisieren?</em> Ein Lehrer, den Du auch kennst, spielt die Rolle des Rektors.</p>
<p>Und die Frage von Vater zu Vater:<em> Gestehen wir unseren Kindern das zu, wodurch sie auf die Welt gekommen sind, nämlich ein köstliches Sexualleben?</em></p>
<p>Die Novelle hat nicht das Thema von Vladimir Nabokov; die Hauptthemen der ersten Ebene heißen: Schule, Zwang, Klassenarbeiten, Konditionierung, Machtmißbrauch, Machtkampf. Ein ungleicher Kampf, nicht wahr?</p>
<p>Die zweite Ebene beinhaltet: Sexualität, Liebe, Triebe, Fantasien, Schamgefühle, Selbstbewusstsein, Erotik, Tantra, spirituelle Dimensionen.</p>
<p>Die lebendige Vielschichtigkeit, die Verknüpfung von brisanten Themen, die Freude am lustvollen Sein &#8211; all das kann diese Novelle zu einem göttlichen Leseerlebnis machen, vorausgesetzt, wenn die Leserin und der Leser es will. Vielleicht öffnet die Geschichte auch in der realen Welt Türen, die verschlossen geblieben sind.</p>
<p>Verboten, tabuisiert sind immer noch ehrliche Begegnungen, wie wir sie aus der „Reifeprüfung“ kennen – mit Dustin Hoffman in der Rolle als Lehrer und Katharine Ross als Schülerin. Toleriert, zumindest habe ich das zu meiner Schulzeit so erlebt, wurden pädophile Machtspiele eines homosexuellen Lehrers. Und dann das ganze Spektrum des alltäglichen Wahns: sadistische, psychisch kranke Lehrer, Psychoterror und Alkoholkrankheiten.</p>
<p>Oder handelt es sich gar nicht um die Toleranz des Systems diesen kranken Menschen gegenüber? Ist es nicht gerade ein systematischer Kriegsalltag, der vom System gewünscht wird, um junge Menschen zu brechen und aus ihren Fragmenten systemkonforme Roboter anzufertigen?</p>
<p>Es gibt auch andere Lehrer, die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Doch auch von den Lehrern, unter denen ich gelitten habe, habe ich gelernt. Einige hatten hervorragende didaktische Qualitäten, andere  transportierten existentielle Lebensweisheiten, einige wiederum haben mich vor Intrigen anderer Lehrer beschützt.</p>
<p>Denjenigen, die mich verletzt haben, habe ich von mir aus nach einem langen Vergebungsprozess verziehen. Und, vielleicht wird das in der Novelle deutlich, ich mag auch den Harald Wunsruth – ich verstehe ihn in seiner Tiefe. Verstehen und verzeihen ist der Weg, nicht die Rute, die es nicht erlaubt, über Tabus zu schreiben, zu sprechen, geschweige denn, sie zu brechen.</p>
<p>Keiner von unseren Lehrern konnte uns in unserem menschlichen Sein und in unserer sexuellen Entwicklung unterstützen. Die Initiation, wie sie in den alten Stammesvölkern noch vorkommt, blieb aus. Anstelle dessen, als subjektiv wahrgenommene Realität: Ent-Individualisierung, Funktionalisierung, Unterdrückung, Terror. Das, was Schulalltag für mich gewesen ist, habe ich in eine literarische Form gebracht.</p>
<p>Was neu ist, ist die Kraft der Veränderung. Die Protagonistin agiert aus ihrer weiblichen Kraft heraus; mit einer Stärke, wie wir sie aus unserer Jugendzeit nicht kennen. Weder historisch noch in unserer männlichen Rolle. Es sind vor allem Frauen, die den Mut und die Kraft haben, Welten in Bewegung zu versetzen. Und es ist die Frau in Dir, in mir, die uns Männern hilft, gemeinsam mit den &#8220;neuen&#8221; Frauen ein neues Leben zu leben.</p>
<p>Dann sind wir keine &#8220;alten&#8221; Männer mehr. Kein Machos, keine Kriegstreiber. Diese Frage ist heute aktueller denn je.</p>
<p>Ich freue mich auf Deine Antworten.</p>
<p>Liebe Grüße<br />
Burcado Ajad</p>
<p><span style="color:#ffffff;">. </span></p>
<p>PS</p>
<p>Anaé ist alt genug, um eigene Entscheidungen zu treffen. Sie hat das Machtspiel des Paukers Harald Wunsruth durchschaut, lässt sich nicht zum Objekt funktionalisieren und geht furchtlos ihren eigenen Weg. Das junge Mädchen kokettiert zunächst mit ihrer eigenen sexuellen Macht und reizt das Spiel aus. Doch sie lässt sich nicht in ein klassisches Spiel verwickeln, um dem Lehrer gefällig zu sein.</p>
<p>Anaé schreibt nicht, um gute Noten zu bekommen, sondern sie schreibt aus sich heraus; sie hat keine Angst, die Ambitionen des Lehrers vor der ganzen Klasse zu benennen. Indem Anaé den Klassenraum verlässt, trennt sie sich vom sexuellen Machtspiel des Lehrers. Und Du kannst gewiss sein; meiner literarischen Anaé hat dieses Event – trotz des Schulzwanges &#8211; sehr viel Spaß gemacht.</p>
<p>Das ist die Hauptaussage des Textes. Und darum dreht es sich mir im Leben.</p>
<p>Stell Dir vor: Wilde, lebendige Kinder, die anders als unsere Generation selbstbewusst ihre Sexualität genießen, ohne Schamgefühl, ohne Unehrlichkeit, ohne Verlogenheit, ohne Heimlichkeiten. Starke Jugendliche mit tantrischem Wissen, das irdisches Wohlgefühl und spirituelles Glück ohne Drogen ermöglicht. Wer sollte diese Menschen in irgendeiner Weise manipulieren können?</p>
<p><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p><strong><span style="color:#00ffff;">**************************************************************** </span></strong></p>
<p><strong><span style="color:#00ccff;">Jimi Hendrix &#8211; Message to Love (Maui) </span></strong></p>
<p><strong><span style="color:#ffffff;">.</span></strong></p>
<p><span style="color:#c0c0c0;"><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/3q2jjSgY2qY&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/3q2jjSgY2qY&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span> </span></p>
<p><strong><span style="color:#ffffff;">- </span></strong></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA["Schulen sind in Wahrheit Kasernen"
]]></title>
<link>http://ganztagsschulen.wordpress.com/2009/02/14/schulen-sind-kasernen/</link>
<pubDate>Sat, 14 Feb 2009 18:18:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>LebensLerner</dc:creator>
<guid>http://ganztagsschulen.wordpress.com/2009/02/14/schulen-sind-kasernen/</guid>
<description><![CDATA[Architekt Hübner über bessere Bildungsorte taz.de, 12.02.2009 Wer Schule zu Kraftorten machen will, ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><h3><a href="http://ganztagsschulen.wordpress.com/files/2008/10/presse1.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-242" title="presse1" src="http://ganztagsschulen.wordpress.com/files/2008/10/presse1.gif" alt="" width="47" height="45" /></a></h3>
<h2>Architekt Hübner über bessere Bildungsorte</h2>
<p><a href="http://www.taz.de/1/zukunft/wissen/artikel/1/schulen-sind-in-wahrheit-kasernen/" target="_blank">taz.de, 12.02.2009</a></p>
<blockquote>
<p class="artikelintro">Wer Schule zu Kraftorten machen will, der soll Konjunkturmilliarden nicht verkleckern, findet Architekt Peter Hübner: Das Klassenzimmer von gestern darf nicht Maßstab für das Lernen von morgen sein!</p>
<p class="artikelintro">&#8230;</p>
<p class="artikelintro"><strong>Was stört sie an Schulen: dass sie verwahrlost sind &#8211; oder dass sie falsch gebaut sind? </strong></p>
<p class="artikeltext">Mich irritiert stets, dass sie in Wahrheit gar keine Schulen sind. Wir sehen keine Orte für das Leben und das Lernen, sondern Kasernen. An langen Fluren steht ein Raum neben dem anderen stramm. Alle Klassenzimmer haben dieselbe Form. Die Kinder werden hineingepfercht, alle nach vorne zur Tafel ausgerichtet. Der Lehrer schreibt an, die Kinder schreiben ab. Das ist eine industrielle Anordnung, der die Massenabfüllung als Idee zugrunde liegt.</p>
<p><strong><em><strong><em><strong><em><a href="http://www.taz.de/1/zukunft/wissen/artikel/1/schulen-sind-in-wahrheit-kasernen/" target="_blank"><span style="color:#ff0000;"><strong><em>&#8211;&#62; WEITER</em></strong></span></a></em></strong></em></strong></em></strong></p></blockquote>
<h2></h2>
<h1></h1>
<p class="artikelintro">
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[096. Kinderkopftuch ist Kinderrechtsverletzung]]></title>
<link>http://eifelginster.wordpress.com/2009/02/02/096/</link>
<pubDate>Sun, 01 Feb 2009 23:14:05 +0000</pubDate>
<dc:creator>Eifelginster</dc:creator>
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<description><![CDATA[Kinderkopftuch ist Kinderrechtsverletzung Ein Redetext der Podiumsdiskussion vom 30. Januar 2009, ge]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><!--[if gte mso 9]&#62;  Normal 0 21   false false false        MicrosoftInternetExplorer4  &#60;![endif]--><!--[if gte mso 9]&#62;   &#60;![endif]--></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:90pt;text-align:justify;line-height:120%;"><!--[if gte mso 9]&#62;  Normal 0 21   false false false        MicrosoftInternetExplorer4  &#60;![endif]--><!--[if gte mso 9]&#62;   &#60;![endif]--></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:48pt;text-align:justify;line-height:120%;"><span style="font-size:14.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">Kinderkopftuch ist Kinderrechtsverletzung </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:120%;margin:0 0 48pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">Ein Redetext der Podiumsdiskussion vom 30. Januar 2009, gehalten in Raum 3E, Philosophische Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Von Gabi Schmidt, Sozialpädagogin in der Sprachförderung </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:120%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schülerinnen und Schüler, </span></p>
<p class="MsoBodyTextIndent2" style="text-align:justify;line-height:120%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;color:windowtext;">heute möchte ich über das Thema ’Kopftuchfreie Schulen &#8211; auch für Schülerinnen’ referieren und folgende Überlegungen vorausschicken: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:120%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">Auch die BRD ist als säkularer Staat<a name="_ftnref1" href="#_ftn1"><span class="MsoFootnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:13.5pt;font-family:Arial;">[1]</span></span><!--[endif]--></span></span></a> verpflichtet, den politischen, religiösen und weltanschaulichen Frieden in Schulen zu gewährleisten. Das Tragen eines Kopftuches an staatlichen Schulen und bei Schulveranstaltungen ist Lehrerinnen auch deshalb in vielen Bundesländern nicht gestattet. Das Lehrerinnenkopftuch ist nach Auffassung vieler Richter dazu geeignet, junge Menschen in einer staatlichen Schule einer möglichen politischen und religiösen Beeinflussung auszusetzen. Es gefährdet die kollegiale Zusammenarbeit der Pädagoginnen und Pädagogen. Das betrifft insbesondere die Proklamation und Repräsentation eines frauen- wie männerfeindlichen Menschenbildes, das mit den in der Verfassung garantierten Grundrechten (insbesondere 1 – 6) und dem Übereinkommen der UN‑Kinderrechtskonvention, da vor allem Art. 14 negative Religionsfreiheit, nicht vereinbar ist<a name="_ftnref2" href="#_ftn2"><span class="MsoFootnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:13.5pt;font-family:Arial;">[2]</span></span><!--[endif]--></span></span></a>. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:120%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">Auch die negative Religionsfreiheit hat in unserem freiheitlich demokratischen Rechtsstaat Verfassungsrang. </span><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">1988 untersagte das Bundesverwaltungsgericht deshalb einem Lehrer in der roten Bhagwan-Kutte zu unterrichten, weil Art. 4 Absatz 1 und 2 GG nicht schrankenlos gewährt ist, sondern insbesondere dort seine Grenzen findet, wo seine Ausübung auf die kollidierende negative Religionsfreiheit der Schüler oder ihrer Eltern trifft<a name="_ftnref3" href="#_ftn3"><span class="MsoFootnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:13.5pt;font-family:Arial;">[3]</span></span><!--[endif]--></span></span></a>. Soll der Schulfrieden für Lehrende und für Lernende garantiert werden können, reicht es jedoch nicht, wenn der Staat, um Schülerinnen und Schüler zu schützen, </span><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">die Religionsfreiheit von Lehrerinnen und Lehrern beschränkt, die als Beamtinnen und Beamte in einem besonderen Dienstverhältnis stehen und daher einen solchen Eingriff in ihre religiöse, politische und weltanschauliche Orientierung dulden müssen. Mädchen und <em>Jungen</em> sind in einer Klassengemeinschaft unabhängig von Geschlecht, Religion<em> oder Nichtreligion </em>auch dem Erscheinungsbild ihrer verschleierten Klassenkameradinnen ausgesetzt. Sie können sich einer möglichen Wirkung und Beeinflussung durch das <span>’Schamtuch’<a name="_ftnref4" href="#_ftn4"><span class="MsoFootnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:13.5pt;font-family:Arial;">[4]</span></span><!--[endif]--></span></span></a> (Feridun Zaimo</span></span><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">ğ</span><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">lu<span>) </span></span><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">ebenso wenig entziehen, wie sie dem Eindruck eines Lehrerinnenkopftuchs ausweichen können. Der Staat als Garant<a name="_ftnref5" href="#_ftn5"><span class="MsoFootnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:13.5pt;font-family:Arial;">[5]</span></span><!--[endif]--></span></span></a> der Neutralitätspflicht an öffentlichen Bildungseinrichtungen hat somit die in der Urteilsbegründung des Bundesverwaltungsgerichts besonders hervorgehobene ‚negative Religionsfreiheit für Schülerinnen und deren Eltern’ durchzusetzen, notfalls gegen den Willen einiger Eltern. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:120%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">Die Verfassung ist ein kohärentes Gefüge, alle Artikel sind aufeinander bezogen. </span><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">Jedes Grundrecht steckt einen gewissen Rahmen ab, in dem ein Rechtsgut geschützt ist. Dieser Schutz endet genau an dem Berührungspunkt, wo Grundrechte anderer eingeschränkt werden. Das Erziehungsrecht muslimischer Eltern, auch wenn sie als Privatpersonen nicht dem Beamtenrecht unterworfen sind, stößt in staatlichen, der weltanschaulichen und religiösen Neutralität verpflichteten Schulen auf Grenzen. Eltern anderer Religionen oder säkular-muslimische Eltern, Ex-Muslime und atheistisch Denkende, die ihre Töchter und Söhne in der Tradition des Humanismus und der Aufklärung erziehen und unterrichten lassen wollen und sie deshalb an einer öffentlichen Schule anmelden, haben das Recht, sich darauf verlassen zu können, dass ihre Kinder während des Aufenthalts in der Schule und bei Schulveranstaltungen keiner weltanschaulichen Propaganda oder politischen Beeinflussung ausgesetzt sind. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:120%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">In freiheitlichen Demokratien hat jeder Mensch das Recht auf eine von ihm selbst auf seine Person maßgeschneiderte Biographie. Junge Menschen sind auf Grund ihrer noch nicht abgeschlossenen, individuellen Persönlichkeitsentwicklung in ihrer seelischen, körperlichen und geistigen Entwicklung naturgemäß beeinflussbar und verletzlich. Schülerinnen und Schüler sind daher beispielsweise vor jeglichem religiösen, weltanschaulichen und politischen Fundamentalismus besonders zu schützen. </span><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">Das Kinderkopftuch, das neuerdings sogar in Grundschulen immer häufiger zu sehen ist, steht für einen besonders fundamentalistischen Polit-Islam, der wegen seiner geschlechtsspezifischen Sozialisations- und Erziehungsprinzipien vor allem kleine Mädchen eine ihrer ganzheitlichen, individuellen Entwicklung förderliche, unbeschwerte Kindheit vorenthält. Sie werden dazu missbraucht, für h</span><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">ierarchische Weltbilder Reklame zu laufen, die gegen den Gleichheitsgrundsatz von Art. 3 GG verstoßen und patriarchalisches Rollenverhalten sowie Gender-Apartheid einfordern. Frauenrechtlerinnen wie Alice Schwarzer, Seyran Ateş, Serap Çileli, Mina Ahadi und Fatma Bläser sehen das ähnlich. Die Vorsitzende des Zentralrats der Ex‑Muslime sieht im Kinderkopftuch eine Kinderrechtsverletzung, die Europaabgeordnete Dr. Renate Sommer hält den Kinderhijab für Kindesmisshandlung. Bleibt das Schülerinnenkopftuch, haben ‚rechtgläubige’ junge Menschen keinen Freiraum, islamischer Indoktrination zu entgehen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:120%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">Das im neuen Schulgesetz von NRW verankerte Eigenprofil ermöglicht Schulleitern</span><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;"> in diesem Bundesland ausdrücklich, Unterricht, Erziehung und Schulleben in eigener Verantwortung zu regeln und zu gestalten. Sie sollen auf der Grundlage ihres Bildungsauftrages besondere Schwerpunkte, Ziele und Organisationsformen im Schulprogramm festschreiben, diese Kriterien regelmäßig überprüfen und nötigenfalls nachbessern. Die Schulaufsichtsbehörden haben dabei beratende Funktion, Rahmenbedingungen sind die geltenden Gesetze. </span><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">In einer Petition wandten wir uns daher an den Landtag NRW, um eben auch die kopftuchfreie Schule als schulgesetzlich immanentes Eigenprofil explizit zu ermöglichen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:120%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">Als Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen fühlen wir uns dem Menschenbild des Humanismus und den Werten und Normen der Aufklärung verpflichtet und unterstützen die Initiative der kritischen Islamkonferenz ’Aufklären statt Verschleiern’ und setzen uns für ‚Kopftuchfreie Schulen &#8211; auch für Schülerinnen’ ein. In unseren Gruppenräumen legen wir Wert auf <span class="StandardWebChar2Zchn"><span style="line-height:120%;">praktische, neutrale Kleidung, die niemanden ausgrenzt. Kopfbedeckungen aller Art hängen unsere Kinder und Jugendlichen vor dem Betreten der Gruppenräume am Garderobenhaken auf. Während des Unterrichts ist kopftuchfrei. </span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:120%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">Auch wir setzen uns für g</span><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">änzlich kopftuchfreie, koedukative Kindergärten und Schulen ein, in denen sich nicht nur Erzieherinnen und Lehrerinnen, sondern auch die Mädchen unverschleiert frei bewegen dürfen (französisches Modell). Für Kleinkinder wie auch für Schülerinnen und ihre männlichen Klassenkameraden (unabhängig von einer Religion oder Nichtreligion) wären diese Einrichtungen Schutzräume und ideale Lern- und Experimentierfelder des Erarbeitens von Gender-Rollen und Handlungsspielräumen, die gerade den Kindern, Jugendlichen und Heranwachsenden aus konservativen Familien mit muslimischem Migrationshintergrund sowie zum Islam konvertierten autochthonen Eltern ansonsten gänzlich fehlen würden. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:120%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schülerinnen und Schüler, </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:120%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">Gleichberechtigung und Gleichstellung von Frau und Mann, Mädchen und Junge sind gerade auch unabhängig von der Ethnie oder Religion der Eltern ein wesentliches Gut im freiheitlich demokratischen Rechtsstaat. Gemeinsam mit den anderen in der Verfassung garantierten Grundrechten bilden sie die Rahmenbedingungen und Qualitätskriterien für eine gelingende Eingliederung ins Berufsleben, für die Integration in und die Teilhabe an der Gesellschaft. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:120%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">Allerdings beginnt ein weltweit erstarkender Fundamentalismus, antidarwinistischer Kreationismus und vormoderner Patriarchalismus Freiheitsrechte legalistisch auszuhebeln, frauenpolitische und wissenschaftliche Standards auszuhöhlen sowie persönliche Entwicklungschancen einzuschränken. Während die großen Kirchen weiterhin Mitglieder verlieren, erfreuen sich evangelikale Freikirchen wachsenden Zulaufs. Der Niederländer Jan Siebelink beschreibt in seinem 2007 erschienenen, teilweise autobiographischen Roman ’Im Garten des Vaters’ wie religiöser Fundamentalismus individuelle Freiheit, Selbstbestimmung und hedonistische Lebenslust rigide einschränkt. Der ’Atlas der Schöpfung’, welcher Kölner Biologie- und Philosophielehrerinnen und ‑lehrern kostenlos als Werbegeschenk zugestellt wurde, zeigt, mit wie viel Aufwand Kreationistinnen und Kreationisten versuchen, für ihre Lehre zu werben. (TimeTurk nach: Kölner Stadtanzeiger, Helmut Frangenberg 2007). Die steigende Anzahl der immer jünger werdenden Kopftuchträgerinnen sowie der zunehmend streng verhüllten Mädchen und Frauen sind weitere Hinweise rückwärtsgewandter Einstellungen und Denkmuster einer religiösen Radikalisierung, einer frauen- und integrationsfeindlichen Gegenmoderne. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:120%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">Hijab, Niqab, Tschador und Burka gelten unabhängig von Religion, Weltanschauung, Geschlecht, Nationalität und Ethnie einem repräsentativen Teil der Bevölkerung als Symbole für Gender-Apartheid und Unterdrückung von Frauen und Mädchen. Verschleierte Mädchen und Frauen sollen von weitem als praktizierende Muslima erkannt werden. Die Verhüllung, die nicht zu übersehen ist, stempelt sie unmissverständlich als ’der umma, der Weltgemeinschaft der Muslime. zugehörig’ ab. Das Verschleierungsgebot im öffentlichen Raum soll ‚reine’, Allah wohlgefällige Töchter von weitem kenntlich machen und sie von mit Sünde besudelten, für die Hölle bestimmten barhäuptigen Glaubensschwestern abgrenzen. Diese Mädchen und Frauen erscheinen im Straßenbild eben nicht als Düsseldorferin, Kölnerin, Kollegin, Schwester, Tochter, Mutter oder einfach Sevim, sie sind in erster Linie Muslima und damit zumindest für Frauenrechtlerinnen und Frauenrechtler Objekt des männlichen Herrschaftsrechts<a name="_ftnref6" href="#_ftn6"><span class="MsoFootnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:13.5pt;font-family:Arial;">[6]</span></span><!--[endif]--></span></span></a>. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:120%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">Musliminnen und Muslime sind Koran, Sunna und Scharia unterworfen und ausgeliefert. Weder das muslimische Individuum noch das islamische Kollektiv haben die Freiheit, sich diesen Vorschriften zu entziehen. Nach fundamentalistischer Auffassung betreiben alle, die den Koran und die Pflichtenlehre historisch-kritisch interpretieren, bid’a (Neuerung) oder gar Verrat an der Religion. Wer es wagt, mit seinem Verhalten aus der Reihe zu tanzen, gar abzuschwören oder Abweichler zu unterstützen, wird aus der Gemeinschaft ausgeschlossen und droht Opfer psychischer oder lebensbedrohlicher körperlicher Gewalt zu werden. Muslimas sind vom schariatischen Verhaltenskodex und der sozialen Kontrolle der Sunna besonders eingeengt. Konservativ erzogene Mädchen und Frauen müssen dem sexualisierten und dämonisierten Frauenbild entsprechend mindestens die Haarpracht so verstecken, dass keine Strähne sichtbar ist. So soll die angeblich angeborene, mit der weiblichen Natur verschmolzene verführerische, verruchte Wesensart, die gute Sitten und Anstand gefährde, abgeschirmt werden. Nur eine an Koran und Sunna orientierte Frauenkleidung vermeide Fitna, Zwietracht und Zwiespalt. Unter dem Dogma der Freiwilligkeit (Es gibt keinen Zwang im Glauben, Koran 2:256, wer sich dennoch gegängelt fühlt, glaubt eben nicht stark genug) muss das Individuum Strategien entwickeln, sich das Unterworfen-Sein schönzulügen. Die Zahl der ihr Kopftuch ‚freiwillig’ tragenden Mädchen und Frauen darf uns nicht verwundern, denn der Hijab ist die Eintrittskarte in den Club der Alpha-Mädchen, zu deren zwingend notwendigem Verhaltensrepertoire die Verachtung und der heilige Ekel gegenüber allen nichtislamischen Lebensweisen gehört. Mit dem Kopftuch mobben für Allah, gottgefälliges Mobbing. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:120%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">Von klein auf wird jedem Menschen in konservativen muslimischen Familien und in allen Koranschulen mit geradezu militärischem Drill panische Angst vor der Hölle antrainiert. So wird das Kopftuch attraktiv, zumal nach islamischer Glaubenslehre das für Frauen und Mädchen prinzipiell nur schwer zugängige Paradies bei züchtiger Bedeckung in greifbarere Nähe rücke. Kein Kind käme von selbst auf die Idee ein Kopftuch aus religiösen Gründen zu tragen. Daher wird in vielen Clans mit enormer Energie dieses äußerlich überdeutlich sichtbare Kennzeichen der religiösen Selbstaufwertung initiiert und zementiert, um im Gegenzug Menschen in Gruppen verschiedener Minderwertigkeit einzuteilen und dabei pauschal zu stigmatisieren. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:120%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">Zu bedenken ist die Rolle der Eltern, speziell der Mutter, die ihren Töchtern das ‚Schamtuch’ erfolgreich anzutrainieren versucht. Sie steht unter starkem Erfolgsdruck der Großfamilie, da es zum Selbstverständnis und ausdrücklichen Auftrag muslimischer Frauen gehört, Normen und Werte zu tradieren. Sie wird sich aller erdenklichen Tricks bedienen, die islamische Bedeckung durchzusetzen, notfalls Gewalt anwenden. „Wer seine Tochter nicht schlägt, schlägt sein Knie.“ Wer seine Tochter nicht bei jedem Regelverstoß verprügelt, wird sich später schwere Vorwürfe machen. So lautet ein türkisches Sprichwort. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:120%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">Mit Erreichen der Menarche gelten muslimische Mädchen als reife Frau, die ihre Scham spätestens jetzt zu bedecken haben, um die Ehre der Familie nicht zu gefährden. Das kann bei Südländerinnen, zumal wenn sie übergewichtig sind, schon mal mit neun oder zehn Jahren sein. Das Kopftuchgebot diskreditiert daher nach fundamentalistischer Denkweise bereits kleine Mädchen als Verführerinnen, wertet sie ab zum bloßen Sexualobjekt. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:120%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">Schon wenige ‚Schamtücher’ im Klassenraum reichen aus, um einen unbefangenen Umgang der Schülerinnen und Schüler miteinander, gerade über ethno-religiöse Grenzen hinweg, zu verhindern. Auf die säkular erzogenen muslimischen Klassenkameradinnen, die ihre Haare offen tragen, wird hoher Anpassungsdruck ausgeübt, weil sie ‚ihre Religion beleidigen’ und ‚ihren Eltern Schande’ bereiten würden. Dem gemeinsamen Druck von Koranschule, Clan wie auch Mitschülerinnen und Mitschülern halten elf- und zwölfjährige Teenager selten Stand und entscheiden dann‚ ‚ganz aus sich heraus’, ‚freiwillig’ künftig Hijab zu tragen. Freiheit ist jedoch das Recht, ohne Zwang, Angst vor Bestrafung oder Ausgrenzung und ohne Bevormundung zwischen verschiedenen Handlungsmöglichkeiten wählen zu können. Wer das Kopftuch öffentlich trägt, muss es ohne Bedenken auch in der Öffentlichkeit wieder ausziehen können, um es, je nach Befinden, einfach wieder umzubinden. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:120%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">Die männlichen muslimischen Klassenkameraden übernehmen in der Klassengemeinschaft die von klein auf anerzogene Rolle des Sittenwächters und üben permanente Kontrolle über die ‚rechtgläubigen’ verschleierten und unverschleierten Mädchen aus. Kuffar-Mädchen sind in den Augen orthodoxer muslimischer Jungen und Männer Schlampen, die kein guter Moslem jemals heiraten würde. Kein verschleiertes Mädchen wird sich freiwillig neben einen Klassenkameraden setzen, ganz unabhängig davon, ob er muslimisch ist oder nicht. Der ‚ungläubigen, sündigen Lehrerin’ brauchen nach dem Verhaltensdogma von Sunna und Scharia auch muslimische <em>Eltern</em> keinen Respekt entgegen zu bringen. Der Klassenfrieden, das Lernklima und die Kommunikation sind auf Dauer gestört. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:120%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">Hatice, die sich züchtig verhüllt, will dann plötzlich nicht mehr neben ihrer ehemals besten Freundin Lena sitzen, weil diese unrein und der Kontakt mit Andersgläubigen oder Atheistinnen und Atheisten haram sei. Bei einer Honorartätigkeit während des Studiums kam eine meiner türkischen Nachhilfeschülerinnen, die mich wohl mochte, in einen Gewissenskonflikt, weil sie nicht wollte, dass ich als geschiedene Frau in der Hölle schmore. Sie schlug mir daher vor, ihren kürzlich verwitweten Onkel zu heiraten. Das Mädchen war neun Jahre alt, ihm musste vollkommen klar sein, dass ich diesen Mann noch nie gesehen hatte. Das Kopftuch ist der Stoff gewordene Ausweis der Unterwerfung und des Gehorsams. Es ist das Indiz und das Symbol für das Verbot, kritisch zu reflektieren, in Frage zu stellen, anzuzweifeln und gegebenenfalls couragiert widersprechen zu dürfen. Wie eine mnemotechnische Stütze erinnert es die Trägerin daran, die islamische Pflichtenlehre einzuhalten. Nimmt nach den Sommerferien die Zahl der Kopftücher zu, häufen sich üblicherweise auch die Abmeldungen vom Schwimm- und Sexualkundeunterricht, viele Schülerinnen dürfen nicht mehr an Klassenfahrten teilnehmen (s. FN 2 ). </span></p>
<p class="MsoBodyTextIndent2" style="text-align:justify;line-height:120%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;color:windowtext;">Ein wichtiges Ziel jeder pädagogischen Arbeit ist die Förderung, Erziehung und Bildung der uns anvertrauten Schülerinnen und Schüler. Sie sollen befähigt werden, mutig ihren eigenen Verstand nutzen, um ein eigenes, differenziertes Verständnis von der Kultur der Menschheit und der biologischen und physikalischen Natur der Welt zu entwickeln. Mädchen wie Jungen sollen zu demokratischen Persönlichkeiten heranwachsen, die ihre Grundrechte kennen und jedem Fundamentalismus gegenüber immun sind, die sich selbstbewusst einmischen und kritisch Stellung nehmen. Wir wollen dazu beitragen, dass sie das Rüstzeug haben, sich in einem ihren Neigungen, Fähigkeiten und Wünschen entsprechenden Berufs- und Privatleben verwirklichen zu können. Gänzlich kopftuchfreie Kindergärten und Schulen würden unsere Arbeit in idealer Weise unterstützen. </span></p>
<p class="MsoBodyTextIndent2" style="text-align:justify;line-height:120%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;color:windowtext;">Gabi Schmidt </span></p>
<div><!--[if !supportFootnotes]--></p>
<hr size="1" /><!--[endif]--></p>
<div id="ftn1">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin-bottom:6pt;line-height:150%;"><a name="_ftn1" href="#_ftnref1"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-family:Arial;"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">[1]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a><span style="font-family:Arial;"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Trennung_von_Staat_und_Kirche">http://de.wikipedia.org/wiki/Trennung_von_Staat_und_Kirche</a> </span></p>
</div>
<div id="ftn2">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin-bottom:6pt;line-height:150%;"><a name="_ftn2" href="#_ftnref2"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-family:Arial;"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">[2]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a><span style="font-family:Arial;"> <a href="http://www.emma.de/713.html">http://www.emma.de/713.html</a> </span></p>
</div>
<div id="ftn3">
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:justify;line-height:150%;"><a name="_ftn3" href="#_ftnref3"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:10pt;line-height:150%;font-family:Arial;"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">[3]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a><span style="font-size:10pt;line-height:150%;font-family:Arial;"> <a href="http://www.agpf.de/akt88-3.htm">http://www.agpf.de/akt88-3.htm</a> </span></p>
</div>
<div id="ftn4">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin-bottom:6pt;line-height:150%;"><a name="_ftn4" href="#_ftnref4"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-family:Arial;"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">[4]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a><span style="font-family:Arial;"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Feridun_Zaimo%C4%9Flu">http://de.wikipedia.org/wiki/Feridun_Zaimo%C4%9Flu</a> </span></p>
</div>
<div id="ftn5">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin-bottom:6pt;line-height:150%;"><a name="_ftn5" href="#_ftnref5"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-family:Arial;"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">[5]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a><span style="font-family:Arial;"> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Garantenpflicht#Rechtspflicht_zum_Schutz_von_Rechtsg.C3.BCtern_.28sog._Besch.C3.BCtzergarant.29">http://de.wikipedia.org/wiki/Garantenpflicht#Rechtspflicht_zum_Schutz_von_Rechtsg.C3.BCtern_.28sog._Besch.C3.BCtzergarant.29</a> </span></p>
</div>
<div id="ftn6">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin-bottom:6pt;line-height:150%;"><a name="_ftn6" href="#_ftnref6"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-family:Arial;"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">[6]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a><span style="font-family:Arial;"> <a href="http://library.fes.de/pdf-files/akademie/online/50370.pdf">http://library.fes.de/pdf-files/akademie/online/50370.pdf</a> </span></p>
</div>
</div>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[096. Eigenprofil kopftuchfreie Schule]]></title>
<link>http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/02/02/096/</link>
<pubDate>Sun, 01 Feb 2009 22:56:02 +0000</pubDate>
<dc:creator>Jacques Auvergne</dc:creator>
<guid>http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/02/02/096/</guid>
<description><![CDATA[Kinderkopftuch ist Kinderrechtsverletzung Ein Redetext der Podiumsdiskussion vom 30. Januar 2009, ge]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><!--[if gte mso 9]&#62;  Normal 0 21   false false false        MicrosoftInternetExplorer4  &#60;![endif]--><!--[if gte mso 9]&#62;   &#60;![endif]--></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:90pt;text-align:justify;line-height:120%;"><!--[if gte mso 9]&#62;  Normal 0 21   false false false        MicrosoftInternetExplorer4  &#60;![endif]--><!--[if gte mso 9]&#62;   &#60;![endif]--></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:48pt;text-align:justify;line-height:120%;"><span style="font-size:14.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">Kinderkopftuch ist Kinderrechtsverletzung </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:120%;margin:0 0 48pt 35.4pt;"><span style="font-size:11.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">Ein Redetext der Podiumsdiskussion vom 30. Januar 2009, gehalten in Raum 3E, Philosophische Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Von Gabi Schmidt, Sozialpädagogin in der Sprachförderung </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:120%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schülerinnen und Schüler, </span></p>
<p class="MsoBodyTextIndent2" style="text-align:justify;line-height:120%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;color:windowtext;">heute möchte ich über das Thema ’Kopftuchfreie Schulen &#8211; auch für Schülerinnen’ referieren und folgende Überlegungen vorausschicken: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:120%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">Auch die BRD ist als säkularer Staat<a name="_ftnref1" href="#_ftn1"><span class="MsoFootnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:13.5pt;font-family:Arial;">[1]</span></span><!--[endif]--></span></span></a> verpflichtet, den politischen, religiösen und weltanschaulichen Frieden in Schulen zu gewährleisten. Das Tragen eines Kopftuches an staatlichen Schulen und bei Schulveranstaltungen ist Lehrerinnen auch deshalb in vielen Bundesländern nicht gestattet. Das Lehrerinnenkopftuch ist nach Auffassung vieler Richter dazu geeignet, junge Menschen in einer staatlichen Schule einer möglichen politischen und religiösen Beeinflussung auszusetzen. Es gefährdet die kollegiale Zusammenarbeit der Pädagoginnen und Pädagogen. Das betrifft insbesondere die Proklamation und Repräsentation eines frauen- wie männerfeindlichen Menschenbildes, das mit den in der Verfassung garantierten Grundrechten (insbesondere 1 – 6) und dem Übereinkommen der UN‑Kinderrechtskonvention, da vor allem Art. 14 negative Religionsfreiheit, nicht vereinbar ist<a name="_ftnref2" href="#_ftn2"><span class="MsoFootnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:13.5pt;font-family:Arial;">[2]</span></span><!--[endif]--></span></span></a>. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:120%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">Auch die negative Religionsfreiheit hat in unserem freiheitlich demokratischen Rechtsstaat Verfassungsrang. </span><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">1988 untersagte das Bundesverwaltungsgericht deshalb einem Lehrer in der roten Bhagwan-Kutte zu unterrichten, weil Art. 4 Absatz 1 und 2 GG nicht schrankenlos gewährt ist, sondern insbesondere dort seine Grenzen findet, wo seine Ausübung auf die kollidierende negative Religionsfreiheit der Schüler oder ihrer Eltern trifft<a name="_ftnref3" href="#_ftn3"><span class="MsoFootnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:13.5pt;font-family:Arial;">[3]</span></span><!--[endif]--></span></span></a>. Soll der Schulfrieden für Lehrende und für Lernende garantiert werden können, reicht es jedoch nicht, wenn der Staat, um Schülerinnen und Schüler zu schützen, </span><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">die Religionsfreiheit von Lehrerinnen und Lehrern beschränkt, die als Beamtinnen und Beamte in einem besonderen Dienstverhältnis stehen und daher einen solchen Eingriff in ihre religiöse, politische und weltanschauliche Orientierung dulden müssen. Mädchen und <em>Jungen</em> sind in einer Klassengemeinschaft unabhängig von Geschlecht, Religion<em> oder Nichtreligion </em>auch dem Erscheinungsbild ihrer verschleierten Klassenkameradinnen ausgesetzt. Sie können sich einer möglichen Wirkung und Beeinflussung durch das <span>’Schamtuch’<a name="_ftnref4" href="#_ftn4"><span class="MsoFootnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:13.5pt;font-family:Arial;">[4]</span></span><!--[endif]--></span></span></a> (Feridun Zaimo</span></span><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">ğ</span><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">lu<span>) </span></span><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">ebenso wenig entziehen, wie sie dem Eindruck eines Lehrerinnenkopftuchs ausweichen können. Der Staat als Garant<a name="_ftnref5" href="#_ftn5"><span class="MsoFootnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:13.5pt;font-family:Arial;">[5]</span></span><!--[endif]--></span></span></a> der Neutralitätspflicht an öffentlichen Bildungseinrichtungen hat somit die in der Urteilsbegründung des Bundesverwaltungsgerichts besonders hervorgehobene ‚negative Religionsfreiheit für Schülerinnen und deren Eltern’ durchzusetzen, notfalls gegen den Willen einiger Eltern. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:120%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">Die Verfassung ist ein kohärentes Gefüge, alle Artikel sind aufeinander bezogen. </span><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">Jedes Grundrecht steckt einen gewissen Rahmen ab, in dem ein Rechtsgut geschützt ist. Dieser Schutz endet genau an dem Berührungspunkt, wo Grundrechte anderer eingeschränkt werden. Das Erziehungsrecht muslimischer Eltern, auch wenn sie als Privatpersonen nicht dem Beamtenrecht unterworfen sind, stößt in staatlichen, der weltanschaulichen und religiösen Neutralität verpflichteten Schulen auf Grenzen. Eltern anderer Religionen oder säkular-muslimische Eltern, Ex-Muslime und atheistisch Denkende, die ihre Töchter und Söhne in der Tradition des Humanismus und der Aufklärung erziehen und unterrichten lassen wollen und sie deshalb an einer öffentlichen Schule anmelden, haben das Recht, sich darauf verlassen zu können, dass ihre Kinder während des Aufenthalts in der Schule und bei Schulveranstaltungen keiner weltanschaulichen Propaganda oder politischen Beeinflussung ausgesetzt sind. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:120%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">In freiheitlichen Demokratien hat jeder Mensch das Recht auf eine von ihm selbst auf seine Person maßgeschneiderte Biographie. Junge Menschen sind auf Grund ihrer noch nicht abgeschlossenen, individuellen Persönlichkeitsentwicklung in ihrer seelischen, körperlichen und geistigen Entwicklung naturgemäß beeinflussbar und verletzlich. Schülerinnen und Schüler sind daher beispielsweise vor jeglichem religiösen, weltanschaulichen und politischen Fundamentalismus besonders zu schützen. </span><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">Das Kinderkopftuch, das neuerdings sogar in Grundschulen immer häufiger zu sehen ist, steht für einen besonders fundamentalistischen Polit-Islam, der wegen seiner geschlechtsspezifischen Sozialisations- und Erziehungsprinzipien vor allem kleine Mädchen eine ihrer ganzheitlichen, individuellen Entwicklung förderliche, unbeschwerte Kindheit vorenthält. Sie werden dazu missbraucht, für h</span><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">ierarchische Weltbilder Reklame zu laufen, die gegen den Gleichheitsgrundsatz von Art. 3 GG verstoßen und patriarchalisches Rollenverhalten sowie Gender-Apartheid einfordern. Frauenrechtlerinnen wie Alice Schwarzer, Seyran Ateş, Serap Çileli, Mina Ahadi und Fatma Bläser sehen das ähnlich. Die Vorsitzende des Zentralrats der Ex‑Muslime sieht im Kinderkopftuch eine Kinderrechtsverletzung, die Europaabgeordnete Dr. Renate Sommer hält den Kinderhijab für Kindesmisshandlung. Bleibt das Schülerinnenkopftuch, haben ‚rechtgläubige’ junge Menschen keinen Freiraum, islamischer Indoktrination zu entgehen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:120%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">Das im neuen Schulgesetz von NRW verankerte Eigenprofil ermöglicht Schulleitern</span><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;"> in diesem Bundesland ausdrücklich, Unterricht, Erziehung und Schulleben in eigener Verantwortung zu regeln und zu gestalten. Sie sollen auf der Grundlage ihres Bildungsauftrages besondere Schwerpunkte, Ziele und Organisationsformen im Schulprogramm festschreiben, diese Kriterien regelmäßig überprüfen und nötigenfalls nachbessern. Die Schulaufsichtsbehörden haben dabei beratende Funktion, Rahmenbedingungen sind die geltenden Gesetze. </span><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">In einer Petition wandten wir uns daher an den Landtag NRW, um eben auch die kopftuchfreie Schule als schulgesetzlich immanentes Eigenprofil explizit zu ermöglichen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:120%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">Als Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen fühlen wir uns dem Menschenbild des Humanismus und den Werten und Normen der Aufklärung verpflichtet und unterstützen die Initiative der kritischen Islamkonferenz ’Aufklären statt Verschleiern’ und setzen uns für ‚Kopftuchfreie Schulen &#8211; auch für Schülerinnen’ ein. In unseren Gruppenräumen legen wir Wert auf <span class="StandardWebChar2Zchn"><span style="line-height:120%;">praktische, neutrale Kleidung, die niemanden ausgrenzt. Kopfbedeckungen aller Art hängen unsere Kinder und Jugendlichen vor dem Betreten der Gruppenräume am Garderobenhaken auf. Während des Unterrichts ist kopftuchfrei. </span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:120%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">Auch wir setzen uns für g</span><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">änzlich kopftuchfreie, koedukative Kindergärten und Schulen ein, in denen sich nicht nur Erzieherinnen und Lehrerinnen, sondern auch die Mädchen unverschleiert frei bewegen dürfen (französisches Modell). Für Kleinkinder wie auch für Schülerinnen und ihre männlichen Klassenkameraden (unabhängig von einer Religion oder Nichtreligion) wären diese Einrichtungen Schutzräume und ideale Lern- und Experimentierfelder des Erarbeitens von Gender-Rollen und Handlungsspielräumen, die gerade den Kindern, Jugendlichen und Heranwachsenden aus konservativen Familien mit muslimischem Migrationshintergrund sowie zum Islam konvertierten autochthonen Eltern ansonsten gänzlich fehlen würden. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:120%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schülerinnen und Schüler, </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:120%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">Gleichberechtigung und Gleichstellung von Frau und Mann, Mädchen und Junge sind gerade auch unabhängig von der Ethnie oder Religion der Eltern ein wesentliches Gut im freiheitlich demokratischen Rechtsstaat. Gemeinsam mit den anderen in der Verfassung garantierten Grundrechten bilden sie die Rahmenbedingungen und Qualitätskriterien für eine gelingende Eingliederung ins Berufsleben, für die Integration in und die Teilhabe an der Gesellschaft. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:120%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">Allerdings beginnt ein weltweit erstarkender Fundamentalismus, antidarwinistischer Kreationismus und vormoderner Patriarchalismus Freiheitsrechte legalistisch auszuhebeln, frauenpolitische und wissenschaftliche Standards auszuhöhlen sowie persönliche Entwicklungschancen einzuschränken. Während die großen Kirchen weiterhin Mitglieder verlieren, erfreuen sich evangelikale Freikirchen wachsenden Zulaufs. Der Niederländer Jan Siebelink beschreibt in seinem 2007 erschienenen, teilweise autobiographischen Roman ’Im Garten des Vaters’ wie religiöser Fundamentalismus individuelle Freiheit, Selbstbestimmung und hedonistische Lebenslust rigide einschränkt. Der ’Atlas der Schöpfung’, welcher Kölner Biologie- und Philosophielehrerinnen und ‑lehrern kostenlos als Werbegeschenk zugestellt wurde, zeigt, mit wie viel Aufwand Kreationistinnen und Kreationisten versuchen, für ihre Lehre zu werben. (TimeTurk nach: Kölner Stadtanzeiger, Helmut Frangenberg 2007). Die steigende Anzahl der immer jünger werdenden Kopftuchträgerinnen sowie der zunehmend streng verhüllten Mädchen und Frauen sind weitere Hinweise rückwärtsgewandter Einstellungen und Denkmuster einer religiösen Radikalisierung, einer frauen- und integrationsfeindlichen Gegenmoderne. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:120%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">Hijab, Niqab, Tschador und Burka gelten unabhängig von Religion, Weltanschauung, Geschlecht, Nationalität und Ethnie einem repräsentativen Teil der Bevölkerung als Symbole für Gender-Apartheid und Unterdrückung von Frauen und Mädchen. Verschleierte Mädchen und Frauen sollen von weitem als praktizierende Muslima erkannt werden. Die Verhüllung, die nicht zu übersehen ist, stempelt sie unmissverständlich als ’der umma, der Weltgemeinschaft der Muslime. zugehörig’ ab. Das Verschleierungsgebot im öffentlichen Raum soll ‚reine’, Allah wohlgefällige Töchter von weitem kenntlich machen und sie von mit Sünde besudelten, für die Hölle bestimmten barhäuptigen Glaubensschwestern abgrenzen. Diese Mädchen und Frauen erscheinen im Straßenbild eben nicht als Düsseldorferin, Kölnerin, Kollegin, Schwester, Tochter, Mutter oder einfach Sevim, sie sind in erster Linie Muslima und damit zumindest für Frauenrechtlerinnen und Frauenrechtler Objekt des männlichen Herrschaftsrechts<a name="_ftnref6" href="#_ftn6"><span class="MsoFootnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:13.5pt;font-family:Arial;">[6]</span></span><!--[endif]--></span></span></a>. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:120%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">Musliminnen und Muslime sind Koran, Sunna und Scharia unterworfen und ausgeliefert. Weder das muslimische Individuum noch das islamische Kollektiv haben die Freiheit, sich diesen Vorschriften zu entziehen. Nach fundamentalistischer Auffassung betreiben alle, die den Koran und die Pflichtenlehre historisch-kritisch interpretieren, bid’a (Neuerung) oder gar Verrat an der Religion. Wer es wagt, mit seinem Verhalten aus der Reihe zu tanzen, gar abzuschwören oder Abweichler zu unterstützen, wird aus der Gemeinschaft ausgeschlossen und droht Opfer psychischer oder lebensbedrohlicher körperlicher Gewalt zu werden. Muslimas sind vom schariatischen Verhaltenskodex und der sozialen Kontrolle der Sunna besonders eingeengt. Konservativ erzogene Mädchen und Frauen müssen dem sexualisierten und dämonisierten Frauenbild entsprechend mindestens die Haarpracht so verstecken, dass keine Strähne sichtbar ist. So soll die angeblich angeborene, mit der weiblichen Natur verschmolzene verführerische, verruchte Wesensart, die gute Sitten und Anstand gefährde, abgeschirmt werden. Nur eine an Koran und Sunna orientierte Frauenkleidung vermeide Fitna, Zwietracht und Zwiespalt. Unter dem Dogma der Freiwilligkeit (Es gibt keinen Zwang im Glauben, Koran 2:256, wer sich dennoch gegängelt fühlt, glaubt eben nicht stark genug) muss das Individuum Strategien entwickeln, sich das Unterworfen-Sein schönzulügen. Die Zahl der ihr Kopftuch ‚freiwillig’ tragenden Mädchen und Frauen darf uns nicht verwundern, denn der Hijab ist die Eintrittskarte in den Club der Alpha-Mädchen, zu deren zwingend notwendigem Verhaltensrepertoire die Verachtung und der heilige Ekel gegenüber allen nichtislamischen Lebensweisen gehört. Mit dem Kopftuch mobben für Allah, gottgefälliges Mobbing. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:120%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">Von klein auf wird jedem Menschen in konservativen muslimischen Familien und in allen Koranschulen mit geradezu militärischem Drill panische Angst vor der Hölle antrainiert. So wird das Kopftuch attraktiv, zumal nach islamischer Glaubenslehre das für Frauen und Mädchen prinzipiell nur schwer zugängige Paradies bei züchtiger Bedeckung in greifbarere Nähe rücke. Kein Kind käme von selbst auf die Idee ein Kopftuch aus religiösen Gründen zu tragen. Daher wird in vielen Clans mit enormer Energie dieses äußerlich überdeutlich sichtbare Kennzeichen der religiösen Selbstaufwertung initiiert und zementiert, um im Gegenzug Menschen in Gruppen verschiedener Minderwertigkeit einzuteilen und dabei pauschal zu stigmatisieren. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:120%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">Zu bedenken ist die Rolle der Eltern, speziell der Mutter, die ihren Töchtern das ‚Schamtuch’ erfolgreich anzutrainieren versucht. Sie steht unter starkem Erfolgsdruck der Großfamilie, da es zum Selbstverständnis und ausdrücklichen Auftrag muslimischer Frauen gehört, Normen und Werte zu tradieren. Sie wird sich aller erdenklichen Tricks bedienen, die islamische Bedeckung durchzusetzen, notfalls Gewalt anwenden. „Wer seine Tochter nicht schlägt, schlägt sein Knie.“ Wer seine Tochter nicht bei jedem Regelverstoß verprügelt, wird sich später schwere Vorwürfe machen. So lautet ein türkisches Sprichwort. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:120%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">Mit Erreichen der Menarche gelten muslimische Mädchen als reife Frau, die ihre Scham spätestens jetzt zu bedecken haben, um die Ehre der Familie nicht zu gefährden. Das kann bei Südländerinnen, zumal wenn sie übergewichtig sind, schon mal mit neun oder zehn Jahren sein. Das Kopftuchgebot diskreditiert daher nach fundamentalistischer Denkweise bereits kleine Mädchen als Verführerinnen, wertet sie ab zum bloßen Sexualobjekt. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:120%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">Schon wenige ‚Schamtücher’ im Klassenraum reichen aus, um einen unbefangenen Umgang der Schülerinnen und Schüler miteinander, gerade über ethno-religiöse Grenzen hinweg, zu verhindern. Auf die säkular erzogenen muslimischen Klassenkameradinnen, die ihre Haare offen tragen, wird hoher Anpassungsdruck ausgeübt, weil sie ‚ihre Religion beleidigen’ und ‚ihren Eltern Schande’ bereiten würden. Dem gemeinsamen Druck von Koranschule, Clan wie auch Mitschülerinnen und Mitschülern halten elf- und zwölfjährige Teenager selten Stand und entscheiden dann‚ ‚ganz aus sich heraus’, ‚freiwillig’ künftig Hijab zu tragen. Freiheit ist jedoch das Recht, ohne Zwang, Angst vor Bestrafung oder Ausgrenzung und ohne Bevormundung zwischen verschiedenen Handlungsmöglichkeiten wählen zu können. Wer das Kopftuch öffentlich trägt, muss es ohne Bedenken auch in der Öffentlichkeit wieder ausziehen können, um es, je nach Befinden, einfach wieder umzubinden. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:120%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">Die männlichen muslimischen Klassenkameraden übernehmen in der Klassengemeinschaft die von klein auf anerzogene Rolle des Sittenwächters und üben permanente Kontrolle über die ‚rechtgläubigen’ verschleierten und unverschleierten Mädchen aus. Kuffar-Mädchen sind in den Augen orthodoxer muslimischer Jungen und Männer Schlampen, die kein guter Moslem jemals heiraten würde. Kein verschleiertes Mädchen wird sich freiwillig neben einen Klassenkameraden setzen, ganz unabhängig davon, ob er muslimisch ist oder nicht. Der ‚ungläubigen, sündigen Lehrerin’ brauchen nach dem Verhaltensdogma von Sunna und Scharia auch muslimische <em>Eltern</em> keinen Respekt entgegen zu bringen. Der Klassenfrieden, das Lernklima und die Kommunikation sind auf Dauer gestört. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:120%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;">Hatice, die sich züchtig verhüllt, will dann plötzlich nicht mehr neben ihrer ehemals besten Freundin Lena sitzen, weil diese unrein und der Kontakt mit Andersgläubigen oder Atheistinnen und Atheisten haram sei. Bei einer Honorartätigkeit während des Studiums kam eine meiner türkischen Nachhilfeschülerinnen, die mich wohl mochte, in einen Gewissenskonflikt, weil sie nicht wollte, dass ich als geschiedene Frau in der Hölle schmore. Sie schlug mir daher vor, ihren kürzlich verwitweten Onkel zu heiraten. Das Mädchen war neun Jahre alt, ihm musste vollkommen klar sein, dass ich diesen Mann noch nie gesehen hatte. Das Kopftuch ist der Stoff gewordene Ausweis der Unterwerfung und des Gehorsams. Es ist das Indiz und das Symbol für das Verbot, kritisch zu reflektieren, in Frage zu stellen, anzuzweifeln und gegebenenfalls couragiert widersprechen zu dürfen. Wie eine mnemotechnische Stütze erinnert es die Trägerin daran, die islamische Pflichtenlehre einzuhalten. Nimmt nach den Sommerferien die Zahl der Kopftücher zu, häufen sich üblicherweise auch die Abmeldungen vom Schwimm- und Sexualkundeunterricht, viele Schülerinnen dürfen nicht mehr an Klassenfahrten teilnehmen (s. FN 2 ). </span></p>
<p class="MsoBodyTextIndent2" style="text-align:justify;line-height:120%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;color:windowtext;">Ein wichtiges Ziel jeder pädagogischen Arbeit ist die Förderung, Erziehung und Bildung der uns anvertrauten Schülerinnen und Schüler. Sie sollen befähigt werden, mutig ihren eigenen Verstand nutzen, um ein eigenes, differenziertes Verständnis von der Kultur der Menschheit und der biologischen und physikalischen Natur der Welt zu entwickeln. Mädchen wie Jungen sollen zu demokratischen Persönlichkeiten heranwachsen, die ihre Grundrechte kennen und jedem Fundamentalismus gegenüber immun sind, die sich selbstbewusst einmischen und kritisch Stellung nehmen. Wir wollen dazu beitragen, dass sie das Rüstzeug haben, sich in einem ihren Neigungen, Fähigkeiten und Wünschen entsprechenden Berufs- und Privatleben verwirklichen zu können. Gänzlich kopftuchfreie Kindergärten und Schulen würden unsere Arbeit in idealer Weise unterstützen. </span></p>
<p class="MsoBodyTextIndent2" style="text-align:justify;line-height:120%;margin:0 0 24pt;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:120%;font-family:Arial;color:windowtext;">Gabi Schmidt </span></p>
<div><!--[if !supportFootnotes]--></p>
<hr size="1" /><!--[endif]--></p>
<div id="ftn1">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin-bottom:6pt;line-height:150%;"><a name="_ftn1" href="#_ftnref1"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-family:Arial;"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">[1]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a><span style="font-family:Arial;"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Trennung_von_Staat_und_Kirche">http://de.wikipedia.org/wiki/Trennung_von_Staat_und_Kirche</a> </span></p>
</div>
<div id="ftn2">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin-bottom:6pt;line-height:150%;"><a name="_ftn2" href="#_ftnref2"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-family:Arial;"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">[2]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a><span style="font-family:Arial;"> <a href="http://www.emma.de/713.html">http://www.emma.de/713.html</a> </span></p>
</div>
<div id="ftn3">
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:justify;line-height:150%;"><a name="_ftn3" href="#_ftnref3"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:10pt;line-height:150%;font-family:Arial;"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">[3]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a><span style="font-size:10pt;line-height:150%;font-family:Arial;"> <a href="http://www.agpf.de/akt88-3.htm">http://www.agpf.de/akt88-3.htm</a> </span></p>
</div>
<div id="ftn4">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin-bottom:6pt;line-height:150%;"><a name="_ftn4" href="#_ftnref4"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-family:Arial;"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">[4]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a><span style="font-family:Arial;"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Feridun_Zaimo%C4%9Flu">http://de.wikipedia.org/wiki/Feridun_Zaimo%C4%9Flu</a> </span></p>
</div>
<div id="ftn5">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin-bottom:6pt;line-height:150%;"><a name="_ftn5" href="#_ftnref5"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-family:Arial;"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">[5]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a><span style="font-family:Arial;"> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Garantenpflicht#Rechtspflicht_zum_Schutz_von_Rechtsg.C3.BCtern_.28sog._Besch.C3.BCtzergarant.29">http://de.wikipedia.org/wiki/Garantenpflicht#Rechtspflicht_zum_Schutz_von_Rechtsg.C3.BCtern_.28sog._Besch.C3.BCtzergarant.29</a> </span></p>
</div>
<div id="ftn6">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin-bottom:6pt;line-height:150%;"><a name="_ftn6" href="#_ftnref6"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-family:Arial;"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">[6]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a><span style="font-family:Arial;"> <a href="http://library.fes.de/pdf-files/akademie/online/50370.pdf">http://library.fes.de/pdf-files/akademie/online/50370.pdf</a> </span></p>
</div>
</div>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die Angst lehrt im Klassenzimmer]]></title>
<link>http://gmids.wordpress.de/2009/02/01/die-angst-lehrt-im-klassenzimmer/</link>
<pubDate>Sun, 01 Feb 2009 13:05:53 +0000</pubDate>
<dc:creator>Kiefner Sabine</dc:creator>
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<description><![CDATA[Wenn Kinder in der Schule gemobbt werden &#8211; egal, ob von ihren MitschülerInnen oder gar von den]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Wenn Kinder in der Schule gemobbt werden &#8211; egal, ob von ihren MitschülerInnen oder gar von den]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Land der Dichter und Henker - III. Die Diktatur im Klassenzimmer]]></title>
<link>http://surenalism.wordpress.com/2008/12/17/iii-die-diktatur-im-klassenzimmer/</link>
<pubDate>Wed, 17 Dec 2008 12:30:49 +0000</pubDate>
<dc:creator>benmakri</dc:creator>
<guid>http://surenalism.wordpress.com/2008/12/17/iii-die-diktatur-im-klassenzimmer/</guid>
<description><![CDATA[Der 5.Artikel des deutschen Grundgesetzes lautet wie folgt. ,,Jeder hat das Recht, seine Meinung in ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-282" title="ap_47156_flage_de_2" src="http://surenalism.wordpress.com/files/2008/12/ap_47156_flage_de_2.jpg?w=100" alt="ap_47156_flage_de_2" width="100" height="150" />Der 5.Artikel des deutschen Grundgesetzes lautet wie folgt.<br />
,,<em>Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten (&#8230;) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.(&#8230;) Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.&#8217;</em>&#8216;<br />
Hesselsberger schreibt zur Erklärung dieses Grundgesetzes folgendes:<br />
,, <em>Er dient der Verwirklichung der Geistesfreiheit, die seit der Epoche der Aufklärung zu den Leitideen einer menschenwürdig verfaßten Gesellschaft gezählt wird,(&#8230;) weil  erst die ständige geistige Auseinandersetzung, das Lebenselement der Demokratie ermöglicht</em>.&#8221;<br />
Laut dem Grundgesetz gibt es keine Grenze der freien Meinungsäußerung, solange sie nicht gegen bestehende Gesetze verstoßen oder die persönliche Ehre verletzen. Es gibt im Grundgesetz keine Verankerung, welche sich nur annährend darauf bezieht, das Autorität nur im Ansatz bedeutet, vermeintlich hierarchisch tiefer gestellten Menschen das Recht auf freie Meinungsäußerung weniger zu gewähren, als ihnen Übergestellten. Die Realität zeigt jedoch ein anderes Bild. <!--more-->Wie will man erreichen, dass Kinder der Gedanke der Demokratie nahe gebracht wird, wenn sie sich im Laufe ihrer gesamten Schullaufbahn eigentlich kaum bis gar nicht mit den demokratischen Werten konfrontiert sehen. Sogenannte Lehrer nutzen ihre vom Staat erhaltene Autorität nur zu gerne aus. Jetzt mag eventuell ein Schrei durch den ein oder anderen Lehrkörper gehen, der sich selbst mit Werten und Normen bis zum Erbrechen gefüllt sieht. Pädagogik heiße doch das Stichwort, nicht Demokratie. Stimmt. Und außerdem heißt es im Grundsatz Autorität und nicht autoritär. Wem dieser Unterschied nicht klar ist solle eines besseren belehrt werden. Autorität ist ein extern gegebenes Recht welches zur Folge hat, dass durch Einflußnahme aufgrund von mehr Erfahrung und Wissen erzogen wird und ist gleichzeitig der Begriff an sich. Autoritäre Erziehung bedeutet hingegen eine Art Radikalisierung der Autorität. Erzieherische Einflußnahme wird nicht mehr erklärt und begründet, weil sie dass auch für gewöhnlich gar nicht kann und der Erzieher mutiert in seiner Rolle der Autorität und wird zum Unterdrücker um seiner selbst Willen. Die Problematik stellt sich in den fließenden Grenzen. So wird ein Lehrer auf kurz oder lang zum autoritären Erziehungsstil wechseln. Aber Warum? Ganz einfach. Weil er es kann und weil es in der Natur des Menschen liegt Macht ausüben zu wollen. Ein Beispiel zur Verdeutlichung:<br />
In der Pubertät ist die Situation weder für den Jugendlichen, noch für sein familiäres oder pädagogisches Umfeld einfach. Er durchlebt eine Zeit der immer neuen Erfahrungen und ein gewisses Chaos im Gehirn. Im romantischen Landsberg am Lech, steht irgendwo auf einem Berg ein Gebäude in blau-giftgrünen Kontrast, in welchem sich das Dominikus-Zimmerman-Gymnasium und die Johan-Winklhofer-Realschule befinden. Nicht gerade ein optisches Highlight, aber zweckmäßig. Wie viele Jugendliche wussten wir auch damals, wie man sich mit sinnlosen Experimenten die Zeit vertreibt. Ein Hauch von Revolution liegt in der Luft. Es gibt nur eine Meinung, die eigene, und zu den Grundbestandteilen gehören die Ignoranz gegenüber Unterrichtsinhalten und die damit verbundene Fremdbeschäftigung. Es war die 7.Klasse, im DZG. Ein sogenannter Lehrer, und pädagogischer Tiefflieger vom alten Prinzip, einer derjenigen, die sich wohl am meisten darüber geärgert haben, dass körperliche Züchtigung mittlerweile abgeschafft wurde, hielt den Unterricht im Fach Musik. Wir waren damals eine auffällige Truppe, die meisten von uns hin und wieder einmal direkt im Direktorat anzutreffen um sich ein weiteres Mal einen sinnlosen Monolog über Verhalten anhören zu müssen. An jenem Tag befanden wir uns mitten im Musikunterricht, schwerstens  auf uns selbst fixiert. Einer meiner Klassenkameraden schrieb das Wort ,,Fuck&#8221; klein auf seinen Ordner ohne jeglichen Zusatz. Da stand es dann also, das Wort meiner Generation, seelenruhig. Als dieser Herr, sein Glück dass mir der Name entfallen ist, der sich Pädagoge schimpft mit den Worten:,, Ich zeig dir gleich fuck&#8221; den Ordner griff und dem Klassenkameraden jenes Objekt mit voller Wucht ins Gesicht schlug. Die Situation drohte nach einer kurzen Sprachlosigkeit zu eskalieren und so verließ der soeben mit dem Ordner geschlagene Schüler das Klassenzimmer um sich an den Direktor des DZGs zu wenden, den bei Schülern durchaus umstrittenen Hr. Bayer. ,,Unser Traum: Ein Bayer auf Rügen‘‘, lautete einmal der Schriftzug auf einem Transparent einer Abschlussklasse. Nach einem langen Gespräch zwischen dem Rektor, dem Schüler und dem Musiklehrer ergab sich folgendes Resultat: Der Schüler wurde vom Chef der Schule schwerstens angehalten sich gefälligst bei der Lehrkraft zu entschuldigen. Was es ihm denn einfalle mit so ausschweifenden Exzessen den Unterricht zu boykottieren. Aller Protest und jegliches Unverständniss von Seiten der Schüler zum trotz war die Sache damit erledigt und das kaputte pädagogische System hat ein weiteres Mal seine soziale Unfähigkeit unter Beweis gestellt. Danke Herr Bayer, die Personifikation der Pleite.<br />
Beispiele wie dieses führen zu jener kritischen Sicht auf jegliche Bildungsautorität in meiner bisherigen Schulbahn. Jene Sichtweise hat sich in meinem Charakter bis heute doch stark manifestiert. Man darf nicht vergessen, dass dies nur eines von vielen Beispielen ist, in denen Macht ausgenutzt wird und Lehrkräfte durch Autorität ihr Selbstbewusstsein stärken, dass sie durch Unfähigkeit in der Präsentation von Unterrichtsinhalten, Unfähigkeit in der Pädagogik und eventueller Unzufriedenheit mit sich selbst stellenweise verloren haben, oder möglichen Konsequenzen mithilfe ihrer Autorität oder besser, autoritärem Erziehungsstil, aus dem Weg gehen. So muss es sich aber nicht gleich um physische Gewalt handeln, sondern auch um die Verweigerung der freien Meinungsäußerung selbst steht es ebenso schlecht. In meiner Zeit als Schülersprecher der Fachoberschule im Abschlussjahr wurde ich auch hinreichend mit Ungerechtigkeit bezüglich der freien Meinungsäußerung konfrontiert. So trug es sich zu, dass sich das Unverständnis unsererseits in einem verbalen Konflikt während einer Besprechung mit dem ganzen Lehrerstab entlud.<br />
Es war das Schuljahr 2007/2008, Abschlussjahr und das Jahr meines Schülersprecherdaseins. Es trug sich, wie der Zufall so wollte, zu, dass es das Jahr der ersten externen Evaluation der staatlichen Fachoberschule / Berufsoberschule Augsburg sein sollten. Es wurden reichlich Vorbereitungen wie beispielsweise Uneterrichtsausfälle zu Gunsten der vorgefertigten Fragebögen des Evaluatonsteams, getroffen. Ziel war es, dass möglichst viele Schüler die Möglichkeit haben, den Unterricht und die Lehrkörper, sowie die Schule selbst inklusive Optik und Ausstattung zu bewerten. Diese Ergebnisse werden dann ausgewertet und in einem Meeting mit Lehrerstab, SMV und Schulleitung besprochen und analysiert. Lange Zeit hatten wir keine Plattform um uns von Angesicht zu Angesicht beschweren und da kam es uns ganz Recht dass etwa 60 Prozent der Lehrkräfte aus verschiedenen idiotischen Gründen nicht an der Evaluation selbst, aber an dem anschließenden Meeting teilnahmen. Dies erzeugte bei uns Schülersprechern schon im vorraus eine gewisse Antipathie. Wenn schon einmal die Möglichkeit gegeben ist Stärken zu loben und Schwächen durch Strategiebildung abzuschaffen bzw. zu minimieren sollten in erster Linie die Lehrkräfte teilnehmen. Man beachte hierbei, dass die Schüler der FOS höchstens drei Jahre und die Schüler der BOS sogar nur maximal zwei Jahre Teil dieser Schule sind. Und wie lange ist ein Lehrer durchschnittlich in einer solchen Position, wenn er nicht an eine andere Schule wechselt? 20 Jahre, 30 Jahre? Sowas um den Dreh. Also stellt sich hier die Möglichkeit für das schwergeschätzte Magistrat selbst die Grundsteine für mehr Qualität zu legen. Schwierig wird es jedoch, wenn es um Kritik geht und sollte sie noch so produktiv sein. Plötzlich befindet sich der Big Boss in der Rolle des Benoteten, er sinkt in der Hierarchie, zwar nur für dieses eine Mal, aber er sinkt. Und diese Vorstellung vom Unterdrücker der plötzlich mit dem Zeigestab auf die Finger bekommt macht ihnen Angst und Bange. Also nehmen sie rein aus Protest nicht an einer Evaluation teil. Sie ignorieren oder kritisieren die Fragebögen, die Art und Weise, das Evaluationsteam und den Direktor für seine Zustimmung. Man muss zwar durchaus sagen, dass die Fragebögen nicht ausgereift waren, aber es geht schließlich ums Prinzip. Wie soll man denn bitte ein Konzept optimieren, dass von Anfang an auf krampfhafte Ablehnung stößt. Alles in allem folgte daraus eine Teilnehmeranzahl von etwa 50 von ca. 120 Lehrkräften. Und wäre die Besprechung kein Pflichttermin gewesen, der sogar mit einer Anwesenheitsliste durchgesetzt wurde, wären wohl noch weniger erschienen und hätten sich lieber im Lehrerzimmer vergraben um noch mehr zu meckern.<br />
Nichts desto trotz begann die Besprechung. Ein Teil der Lehrkräfte korrigiert, ein anderer, möglicherweise abstinenter, Lehrer glänzte mit hirnlosen Kommentaren zu allem möglichen und der Rest beschäftigte sich mit Gerede und Essen. Gerede und Essen? Bei einer Pflichtveranstaltung? Anpfiff! Fremdbeschäftigung während eines Vortrags? Anpfiff! Blöde Kommentare aus dem Hintergrund? Ab ins Direktorat! Merkt man was? Das vermeintliche Role-Model hängt noch mehr als seine Jünger. Und so plätscherte die Auswertung ohne sinnvolle Vorschläge dahin. Es wurde kritisiert, dann kritisiert, dann noch mehr kritisiert und so weiter und so weiter. Ein trauriges Schauspiel unverbesserlicher Egomanen. Dann kam unser Moment. Plötzlich wurde es ganz still als ich mich mit dem einleitenden Satz: ,,Ich finds ja schonmal klasse, dass heute mehr als 50 Leute da sind&#8230;&#8221; zu Wort meldete. Meine Kollegin von der BOS erhöhte die Aufmerksamkeit mit Sätzen wie:,, Also wenn die dann morgens schon mit so nem Gfries (zu deutsch: Gesicht) den Raum betreten&#8230;&#8221; (An dieser Stelle einen Gruß an Natalie) und es brach los. Der Sturm der Lehrer und wir zu zweit auf der Seite der APO oder besser ADO (außerdirektoratische Opposition). Ein idiotischer Selbsterklärungsversuch folgte auf den anderen. Man habe doch keine anständige Ausstattung. ,,Guter Unterricht braucht kein High-Tech&#8221;, der Staat stelle zu wenig Mittel zur Verfügung. ,,Unfähig qualitativen freien Unterricht zu halten?&#8221;, die Bedingungen seien miserabel. ,,Tschultsche, habt ihr das nicht vorher schon gewusst?&#8221; und ,,Wir Lehrer sind sowieso so arm dran&#8221; eine fing sogar an zu weinen (Das ist kein Witz) &#8211; Ein Hoch auf die Menschen die uns in die Zukunft führen! Wir sind im Ar***. Alles endete dann, da keine Lehrkraft mehr in der Lage war unserem angestauten Frust der sich nun in kleinen verbalen Meisterleistungen entlud, die Stirn zu bieten. Wir provozierten und sie ließen sich provozieren. Schachmatt! Zwei Schüler gegen zig Lehrer und sie wissen sich nicht mehr weiter zu helfen, als persönlich zu werden und sich somit noch mehr der Lächerlichkeit preiszugeben. Freie Meinungsäußerung? Undenkbar! Aber nicht heute. Die Spitze des Eisberges zeigte sich in einem mir unverständlichen Kleid. Eine Lehrkraft brachten wir als Beispiel für Menschlichkeit und qualitativ hochwertigen Unterricht ins Rennen, die sich dann einerseits zwar geschmeichelt aber andererseits doch ein wenig unsicher fühlte. Zuverlässigen Quellen zufolge wurde diese Lehrerin in den folgenden Tagen teilweise verlacht, verspottet oder ignoriert und warum? Weil sie positive Kritik erhalten hatte und damit können jene Menschen die eben keine positive Kritik erhalten nicht umgehen. Der Kollege wird zum Konkurrent, das potentielle Vorbild zum Außenseiter. Unverbesserliche Egomanen!<br />
Manche drehten mir infolge dieser Auseinandersetzung einen Strick aus meinem letzten Satz den ich nicht zu Ende sprechen konnte ohne belächelt zu werden. Ich war und bin der Meinung, dass Hausaufgaben an sich nichts mit Selbstverantwortung zu tun haben. Und die Meute lachte. Hier die Erklärung, kurz und präzise: Selbstverantwortung heißt, seinen Weg selbst zu definieren und sich die Art und Weise, die Strategie die aus Sicht eines selbst ans Ziel führt festzulegen. Ob man zum Abitur Hausaufgaben braucht? Nein! Ich persönlich habe fast meine komplette Schullaufbahn auf Hausaufgaben verzichtet und mein Abitur trotzdem erreicht. Und mit Sicherheit geht es fielen Schülern genauso. Und eben das ist ein treffendes Beispiel für Selbstverantwortung. Mein Weg, meine Strategie, mein Ziel.<br />
Im Zuge dessen, ein weiteres Prinzip: Das Prinzip des erwachsenen pflichtbewussten Schülers auf der einen Seite und das Verbot des Trinkens während des Unterrichts und der Ärger beim Zuspätkommen auf der anderen Seite. Oder genauer: Die Widersprüchlichkeit des Status. Und eben genau hier sind wir wieder beim Thema. Wie will man sich das Ziel reifer, erwachsener Schüler setzen, wenn man sie nicht selbst entscheiden lässt. Entweder man setzt seinen Fokus auf Selbstverantwortung oder auf Programmierung. Aber man kann sich nicht in jeder Situation den Grundstein so versetzen wie es einem passt, nur um die Rolle des Übergestellten beizubehalten. ,,Schüler müssen mehr Selbstverantwortung tragen!&#8221;, aber ihr lasst sie nicht und das ist das Problem. Und ich bin mir auch sicher, dass jeder Schüler ab einem gewissen Alter genug Selbstverantwortung besitzt, doch wehe demjenigen der sich dafür einsetzt frei zu denken, seine Meinung frei zu äußern und auch einmal seinen Standpunkt darzulegen. Dem wird der Saft abgedreht.<br />
Seit langem bin ich schon folgender Überzeugung: Lehrkräfte sind in erster Linie dazu da um uns Schülern etwas beizubringen. Sie sind die Dienstleister der Bildung, werden durch uns finanziert und ihr Job besteht darin uns die Bildung zu dienstleisten. Also arbeiten Lehrkräfte letztendlich nicht für die Einrichtung an sich, sondern für die Menschen, die jene Einrichtungen besuchen um etwas zu lernen. Ihre Aufgabe besteht darin, ihre Arbeit so gut es ihnen möglich ist zu verrichten mit dem Ziel Abschluss, Fortbildung, Weiterbildung, Lebensfähigkeit. Man nehme das Beispiel eines Handwerksbetrieb der ein Haus baut. Es gibt gute und schlechte Handwerker. Jene die gut, produktiv und schnell arbeiten werden dementsprechend entlohnt. Und jene die keine gute Arbeit verrichten, unproduktiv und langsam sind werden auf kurz oder lang entlassen. Man könnte das selbe Prinzip, wie es in der Regel auf jeden Betrieb größenunabhängig anwendbar ist und gewöhnlich auch angewendet wird, auch auf den Bildungsbetrieb übertragen. Lehrer nach Leistungen bezahlen, gute Leistungen entsprechend würdigen und als Folge schlechter Leistung Konsequenzen ziehen. Denn das Problem liegt doch auf der Hand. Es existiert keine Motivation, kein Druck, nichts was guter Arbeit zu Grunde liegt. Lehrer betreten die Einrichtung, absolvieren ihren Job, häufig mehr schlecht als recht und verlassen die Einrichtung wieder. Die einzigen Personen, die Konsequenzen tragen müssen sind die Schüler selbst. Wer kennt das Phänomen guter Lehrer, gute Noten, schlechter Lehrer, schlechte Noten, nicht. Es kommt immer wieder zum Tragen, wenn man einmal von grundsätzlichen Problemfächern wie Mathematik absieht. Umstrukturierung ist auch hier das Zauberwort. Es muss sich etwas ändern und zwar dringend. Man bedenke nur einmal die Logik, dass jemand der beispielsweise Soziale Arbeit studieren möchte den idiotischen Nummerus Clausus nicht erreicht, weil er vielleicht in Fächern wie Mathematik und Chemie die Voraussetzungen erfüllt. Mathematik und Chemie? Zwei Fächer die, wie jeder gesunde Menschenverstand einsehen sollte, rein gar keine Parallelen zum eigentlichen Thema aufweisen. Macht einen guten Pädagogen eine gute Mathezensur aus? Keineswegs! Und wenn man seinen Blick einmal durch dieses Berufsfeld schweifen lässt, wird man schnell feststellen das der Großteil, wenn nicht sogar fast alle Pädagogen, Erzieher etc. rein gar nichts mit Mathematik anfangen können. Und viele von ihnen werden sogar zum Ausdruck bringen, dass sie ihren Traumberuf ausüben und das die einzige Angst bezüglich Zensuren jene war, dass sie ihren Beruf nicht ergreifen können, weil ihnen parallellose Grundlagen den Weg versperren. Wo ist hier die Logik? Richtig, es gibt keine. Und hierauf ist unser Schulsystem aufgebaut. Es ist kein Problem wenn man von Ethik oder Geschichte keine Ahnung hat, das eine ist kein Vorrückungsfach und das andere nur ein Nebenfach. Aber wehe dem, der keine Kurvendiskussion lösen kann. Und es nützt diesem Versager auch gar nichts wenn seine Berufswahl die in erster Linie sein späteres Leben bestimmen soll etwas mit Geschichte und Ethik zu tun hat. Wenn die Kurvendiskussionen nicht stimmen, bleibt einem der Weg versperrt. Aber solange man in Deutsch einigermaßen die Leistungen gebracht hat, welche von einem erwartet werden, kann man zumindest den Hartz IV Antrag mehr oder minder fehlerfrei ausfüllen. Die Analyse der Bildung: Logik nicht vorhanden. Diagnose: Schwachsinn.<br />
Um noch einmal zurückzugreifen auf die Lehrkräfte an sich. Wie bereits festgestellt, braucht man für den passenden Beruf nicht unbedingt die passenden Voraussetzungen. Ebenso im Lehramt. Denn für diesen pädagogischen Beruf, ist nicht einmal eine komplexe pädagogische Ausbildung von nöten. Mal ehrlich, würde man einen Gehinchirurgen an seinem Kopf arbeiten lassen, der keine Ahnung von Anatomie besitzt? Wohl eher weniger. Und würde eine gute pädagogische Einrichtung, Menschen am Gehirn der Gesellschaft herumschrauben lassen, wenn sie keine Ahnung von Pädagogik besitzen? Sollte sie nicht. Der Zeigestock als Skalpell der Bildung verrutscht und es entsteht mehr Schaden als Erfolg. Aber er hat es doch versucht. Und nicht zum ersten Mal. Man muss schließlich üben um Erfolg zu erzielen und Fehler tragen zum Lernen bei. Theorie, Praxisübung, Erziehung. Nun ist es nicht einfach ein kleiner Kunstfehler, wenn man das Leben eines jungen Menschen oder seine Chancen auf dem Gewissen hat und seine Zukunftsträume somit wie eine Seifenblase zerplatzen. Man kann nicht einfach mal so, von vorne anfangen. Game Over, und das wars! Und wehe man ergreift einmal das Wort gegen das System. Keine Chance oder es hat Folgen. Denn wer am längeren Hebel sitzt wird ihn auch irgendwann betätigen und ein schwarzes Loch geht auf und verschluckt die Zukunft. Schritt für Schritt!<br />
Die Idiotie der Bildung, die Schwächen im System und die Schwächsten in ihrer Mitte. Und ob es wirklich nötig ist beispielsweise mit Strichlisten und Hinweisen zu arbeiten, wenn es um erwachsene Schüler auf einer FOS oder BOS geht und ob es gerechtfertigt ist sich ihnen gegenüber so zu verhalten wie es auf Schulen gerne demonstriert wird bleibt mehr als zu bezweifeln. Um etwas zu ändern reicht jedoch leider meist nicht nur einfaches Gerede. Seht jegliche Informationen und Meinungen von seiten des Magistrats ersteinmal kritisch und versucht Probleme auszudiskutieren, und wenn die Ohren taub bleiben, dann macht mit einem Knall auf euch aufmerksam. Denn Wir sind die Zukunft. Also kämpft für sie!</p>
<p><em>Benjamin Krischke</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Weblogs im Klassenzimmer]]></title>
<link>http://medienzentrumgg.wordpress.com/2008/12/16/weblogs-im-klassenzimmer/</link>
<pubDate>Tue, 16 Dec 2008 13:30:46 +0000</pubDate>
<dc:creator>medienzentrumgg</dc:creator>
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<description><![CDATA[Aus dem Internet sind sie nicht mehr wegzudenken, im Unterricht werden sie aber noch selten genutzt:]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Aus dem Internet sind sie nicht mehr wegzudenken, im Unterricht werden sie aber noch selten genutzt: Blogs. Dabei bietet das interaktive Medium zahlreiche Einsatzmöglichkeiten. <a href="http://www.wdr.de/wissen/wdr_wissen/themen/schule_beruf/schule/artikel/blogs_im_unterricht/index.php5" target="_blank">WDR Wissen stellt einige Schulblogs vor und zeigt, inwiefern sie nützlich sind.</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wird Homo ludens den Homo faber unterkriegen?]]></title>
<link>http://ebmeierjochen.wordpress.com/2008/10/15/wird-homo-ludens-den-homo-faber-unterkriegen/</link>
<pubDate>Wed, 15 Oct 2008 16:49:25 +0000</pubDate>
<dc:creator>Hardy Krüger</dc:creator>
<guid>http://ebmeierjochen.wordpress.com/2008/10/15/wird-homo-ludens-den-homo-faber-unterkriegen/</guid>
<description><![CDATA[Der Mensch sei nur da wirklich Mensch, wo er spielt, schrieb Friedrich Schiller an der Wende zum neu]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><div class="entrytitle"></div>
<div class="entrybody">
<div class="snap_preview">
<p class="MsoNormal"><a href="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/10/kinderspiel_auf_dem_hof-christian_eduard_boettcher_.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-321" title="kinderspiel_auf_dem_hof; christian_eduard_boettcher_" src="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/10/kinderspiel_auf_dem_hof-christian_eduard_boettcher_.jpg?w=459&#038;h=321#38;h=321" alt="" width="459" height="321" /></a></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Der Mensch sei nur da wirklich Mensch, wo er spielt, schrieb Friedrich Schiller an der Wende zum neunzehnten Jahr- hundert. Da war selbst in England die industrielle Revolution erst noch in ihren Anfängen. Und unter Spiel verstand der Dichter immerhin eine recht ernste Sache, nämlich im eminentesten Sinn die<em> <span style="color:#cc3366;">Kunst</span></em><span style="color:#cc3366;">.</span> Der Kulturhistoriker Johan Huizinga sollte den Gedanken später in die Formel “homo ludens” fassen.</span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Zwar, schon im Mittelalter hatte es geheißen: “ora et labora”, aber das war nur für die Mönchsorden gedacht. Für den einfachen Mann war Feiern und Faulenzen eine völlig ehrbare Sache. Mit all seinen Heiligenfesten neben dreiundfünfzig Sonntagen hatte das katholische Jahr mehr Feierabende als Werktage. Erst nach Schillers Tod, und in Deutschland erst eine Generation danach, sollte das radikal anders werden. “Arbeit ist der Sinn des Lebens” und “Wer nix arbeitet, soll auch nix essen” lautet die imperative Moral des industriellen Zeitalters. Des Menschen Leben findet seine Bestimmung als Anhängsel zur Maschine. Homo faber als Arbeitnehmer.</span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Zweihundert Jahre nach Schiller hören wir allenthalben: Die Industriegesellschaft geht zu Ende, und mit ihr all ihre moralischen und kulturellen Maßstäbe. Zwar wird noch immer viel </span><a href="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/10/bauspiel3.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-328" title="Bauspielkasten vom 'Bauhaus'" src="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/10/bauspiel3.jpg?w=200&#038;h=200#38;h=200" alt="" width="200" height="200" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Geld verdient, und noch immer in höchst ungleicher Verteilung. Doch mit den Performances der Unterhaltungskunst wird schon ebenso viel Umsatz gemacht wie mit der Montage von Autos. Und es wird noch mehr! Die IT-Branche ist und bleibt der gewaltige Wachstumssektor, und sein Schrittmacher ist die Unterhaltungselektronik. Was wird uns in der Zukunft die Arbeit als Sinn und Zweck der Welt ersetzen? “Das Wissen”? Wessen Wissen, und wovon? Oder gar “die Medien” selber?</span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Wir wissen nur so viel: Das emsige Nach-Machen, das geduldige Vervielfältigen, das Re-Produzieren wird es nicht länger sein. Erfinden, Entwerfen, Projizieren wird in ungeahntem Ausmaß die wirtschaftlichen Aktivitäten bestimmen – sofern man sie denn “wirtschaftlich” überhaupt noch nennen kann. Also doch eher ein Spiel? Wird Homo ludens den Homo faber besiegen?</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#cc3366;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></em></span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="color:#cc3366;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Arbeit und Spiel und Kunst</span></em></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Arbeit und Spiel unterscheiden sich nicht in technologischer, nicht in ‚ergonomischer’ Hinsicht. Ist Arbeit das, was Mühe -, und Spiel das, was Spaß macht? Je tiefer das Kind im Spiel versinkt und ‚sich vergisst’, umso mehr Energie verbraucht es – und schwitzt. Manchem macht seine Arbeit – manchmal – Spaß. Warum aber so selten? Nicht, weil er schwitzt, sondern weil er sie nicht gewählt hat: Ein andrer hat sie ihm übergeholfen. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Da kommen wir der Sache schon näher. Arbeit erscheint umso mühseliger, macht umso weniger Spaß, je mehr sie einem fremden Zweck unterliegt. Arbeit ist gebundenes Tun nach vorgegebenem Zweck. Spiel ist freies Tun ohne Zweck; oder: nach einem Zweck, der „sich findet“ – in dem, mit dem, durch das Spiel.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:right;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Nur mit der Schönheit solle der Mensch spielen, sagt Schiller;</span><a href="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/10/graphe.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-322" title="graphê" src="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/10/graphe.jpg?w=286&#038;h=300#38;h=300" alt="" width="286" height="300" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> und mit der Schönheit solle er nur spielen. Denn das haben Kunst und Spiel gemeinsam: eine Sache um ihrer selbst willen tun. Arbeit ist eine Tätigkeit, die um eines Andern, nämlich eines Zweckes willen geschieht. Der Zweck ist ihr Was, die Unbotmäßigkeit des toten Stoffs bestimmt das Wie: An der Sicherheit, mit der sie den Stoff dem Zweck anverwandelt, misst sich ihre Qualität. Und wenn es möglich wird, die Tätigkeit zu ersparen und ihre Qualität den Maschinen einzubauen, umso besser. Industriearbeit, Lohnarbeit ist die „reine“ Form der Arbeit. Nicht logisch, aber historisch, und darauf kommt’s an. Sie ist die Art von Tätigkeit, die gesellschaftlich <span style="color:#cc3366;"><em>gilt</em></span> &#8211; qua Tauschwert, denn der ist der allgemeinste Zweck. </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Spiel dagegen wird „um seiner selbst willen“ getan. Aber was bedeutet das? Dass es „befriedigt“? Dann wäre die Befriedigung Zweck, nicht die Tätigkeit, und wir würden uns im Kreise drehn. Das Eigentümliche am Spiel ist aber, dass vorher nicht feststeht, ob es befriedigen wird oder enttäuschen. Das Eigentümliche am Spiel ist sein offener Ausgang. Dass es also keinen Zweck hat. Es werden Folgen eintreten, wie bei allem, was man tut. Aber man weiß nicht, welche. Man kann sie nicht „bedenken“. Man mag sie erahnen oder erhoffen, aber man muss es wohl drauf ankommen lassen… Spiel ist Risiko, und das Risiko ist sein Zweck. Es lebt vom Zauber des Unbestimmten. Arbeit dagegen will Bestimmtheit. </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:right;"><span style="color:#cc3366;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Eine Werden und Vergehen, ein Bauen und </span></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:right;"><span style="color:#cc3366;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Zerstören in ewig gleicher Unschuld hat in</span></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:right;"><span style="color:#cc3366;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">dieser Welt allein das Spiel des Künstlers</span></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:right;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"><span style="color:#cc3366;">und des Kindes.</span></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:right;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Nietzsche</span></em></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Die Unbestimmtheit der Zwecke &#8211; dass man erst sehen wird, was es werden soll, wenn es etwas geworden ist -, das macht Kunst zum Spiel. Die Künstler der Vergangenheit waren sich ihrer Zwecke freilich sicherer als die heutigen. Sie wussten sich beauftragt. Zuerst von geistlichen, dann von immer weltlicheren Mächten. Erst als der Markt die Künstler vom Geheiß der Auftraggeber befreit und ihre Existenz aber auch unsicher gemacht hatte, wurde der Ausgang der künstlerischen Tätigkeit offen. Kunst trat in einen polemischen Gegensatz zur Bürgerlichkeit &#8211; d. h. zur Arbeit. Der Künstler wurde vor die Tür gesetzt und lebt seither in einem Reich des Ungewissen. Wie die <span style="color:#cc0066;"><em>Kinder</em>.</span> Nur am Sonntag ließ man ihn in die gute Stube: wie die Kinder. In ihnen beiden hat unser Gattungsstil überlebt, als Residuum. Der Vergleich von Kunst und Kindheit ist mehr als eine Metapher. Denn ist der Künstler immer ein bisschen wie ein Kind, so ist das Kind, mit Maurice Ravel zu reden, „von Natur künstlich“.</span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="color:#cc3366;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Der Erwachsene veraltet</span></em></span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">In der Industrieproduktion selbst wird heute das Erfinden von Neuem wichtiger als die Reproduktion vorgegebener Zweckformen. Die Tugenden der Arbeitskultur &#8211; berechnen, assimilieren, saldieren &#8211; werden entwertet. Wenn der Arbeitsprozess streckenweise selbst den Charakter von Spiel annimmt, dann wird „Chaosqualifikation“ funktioneller als Bestimmtheit; vielleicht das Kernproblem am Standort Deutschland, wo man jetzt Inder braucht, weil man die Kinder zu viel <span style="color:#cc3366;"><em>lernen</em></span> lässt. Die elektronischen Informationssysteme machen es sinnfällig: Wer sich ins Internet einklinkt, spielt mehr als dass er arbeitet; er <span style="color:#cc3366;"><em>surft</em></span>. Funktionalität nimmt selbst den Charakter von Unbestimmtheit an. Rationalität, die unsere </span><a href="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/10/falg31.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-324" title="Alexandre Falguière, Der Sieger beim Hahnenkampf (Musée d'Orsay)" src="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/10/falg31.jpg?w=257&#038;h=673#38;h=673" alt="" width="257" height="673" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Zivilisiertheit ausmachte, gerät außer Kurs. </span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Und mit der Arbeit schwindet auch die Arbeit der Kinder: das Lernen. Cyberworld hält Einzug nicht erst ins Arbeitsleben, sondern schon in die Klassenzimmer &#8211; und alles, was sich überhaupt „lernen“ lässt, lernt früher oder später auch der Computer. Beim Informations- management hat er den Menschen weit überholt. Will der ihn dennoch beherrschen, muss er sich nicht länger zum Spezialisten bilden, sondern zum Fachmann fürs Allgemeine &#8211; mit dem freien Willen als seinem „Betriebssystem“. Selbst der Haupteinwand der <span style="color:#cc3366;"><em>Romantik</em></span> gegen die bürgerliche Lebensweise, die Vereinseitigung der Menschen durch die Wahl ihres <span style="color:#cc3366;"><em>Berufs</em></span>, fällt nun nicht mehr ins Gewicht. Im Zeichen von „lebenslangem Lernen“ wird die spezifische Arbeit der Kinder zu einer unspezifischen Tätigkeit von Allen, und die Erwachsenheit veraltet. Zugleich hört Kindlichkeit auf, ein Residuum zu sein, und verbreitet sich vom Souterrain aus über die anderen Etagen &#8211; bis in den bürgerlichen Alltag. Die Hürde fällt hin. (Allerdings geht es jetzt auch in der guten Stube nicht mehr so feierlich zu.) Das selbst gemachte Wirkungsgefüge der Arbeitsgesellschaft lockert sich, das Wertgesetz schwindet. Es sieht gar aus, als kehrten wir <em><span style="color:#cc3366;">zu unserm Ursprung zurück.</span></em></span></div>
</div>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wird Homo ludens den Homo faber unterkriegen?]]></title>
<link>http://neuromantiker.wordpress.com/2008/10/15/wird-homo-ludens-den-homo-faber-unterkriegen/</link>
<pubDate>Wed, 15 Oct 2008 14:45:05 +0000</pubDate>
<dc:creator>Hardy Krüger</dc:creator>
<guid>http://neuromantiker.wordpress.com/2008/10/15/wird-homo-ludens-den-homo-faber-unterkriegen/</guid>
<description><![CDATA[Der Mensch sei nur da wirklich Mensch, wo er spielt, schrieb Friedrich Schiller an der Wende zum neu]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p class="MsoNormal"><a href="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/10/kinderspiel_auf_dem_hof-christian_eduard_boettcher_.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-321" title="kinderspiel_auf_dem_hof; christian_eduard_boettcher_" src="http://neuromantiker.wordpress.com/files/2008/10/kinderspiel_auf_dem_hof-christian_eduard_boettcher_.jpg" alt="" width="459" height="321" /></a></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Der Mensch sei nur da wirklich Mensch, wo er spielt, schrieb Friedrich Schiller an der Wende zum neunzehnten Jahr- hundert. Da war selbst in England die industrielle Revolution erst noch in ihren Anfängen. Und unter Spiel verstand der Dichter immerhin eine recht ernste Sache, nämlich im eminentesten Sinn die<em> <span style="color:#cc3366;">Kunst</span></em><span style="color:#cc3366;">.</span> Der Kulturhistoriker Johan Huizinga sollte den Gedanken später in die Formel &#8220;homo ludens&#8221; fassen.</span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Zwar, schon im Mittelalter hatte es geheißen: &#8220;ora et labora&#8221;, aber das war nur für die Mönchsorden gedacht. Für den einfachen Mann war Feiern und Faulenzen eine völlig ehrbare Sache. Mit all seinen Heiligenfesten neben dreiundfünfzig Sonntagen hatte das katholische Jahr mehr Feierabende als Werktage. Erst nach Schillers Tod, und in Deutschland erst eine Generation danach, sollte das radikal anders werden. &#8220;Arbeit ist der Sinn des Lebens&#8221; und &#8220;Wer nix arbeitet, soll auch nix essen&#8221; lautet die imperative Moral des industriellen Zeitalters. Des Menschen Leben findet seine Bestimmung als Anhängsel zur Maschine. Homo faber als Arbeitnehmer.</span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Zweihundert Jahre nach Schiller hören wir allenthalben: Die Industriegesellschaft geht zu Ende, und mit ihr all ihre moralischen und kulturellen Maßstäbe. Zwar wird noch immer viel </span><a href="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/10/bauspiel3.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-328" title="Bauspielkasten vom 'Bauhaus'" src="http://neuromantiker.wordpress.com/files/2008/10/bauspiel3.jpg" alt="" width="200" height="200" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Geld verdient, und noch immer in höchst ungleicher Verteilung. Doch mit den Performances der Unterhaltungskunst wird schon ebenso viel Umsatz gemacht wie mit der Montage von Autos. Und es wird noch mehr! Die IT-Branche ist und bleibt der gewaltige Wachstumssektor, und sein Schrittmacher ist die Unterhaltungselektronik. Was wird uns in der Zukunft die Arbeit als Sinn und Zweck der Welt ersetzen? &#8220;Das Wissen&#8221;? Wessen Wissen, und wovon? Oder gar &#8220;die Medien&#8221; selber?</span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Wir wissen nur so viel: Das emsige Nach-Machen, das geduldige Vervielfältigen, das Re-Produzieren wird es nicht länger sein. Erfinden, Entwerfen, Projizieren wird in ungeahntem Ausmaß die wirtschaftlichen Aktivitäten bestimmen – sofern man sie denn &#8220;wirtschaftlich&#8221; überhaupt noch nennen kann. Also doch eher ein Spiel? Wird Homo ludens den Homo faber besiegen?</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="color:#cc3366;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></em></span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="color:#cc3366;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Arbeit und Spiel und Kunst</span></em></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Arbeit und Spiel unterscheiden sich nicht in technologischer, nicht in ‚ergonomischer’ Hinsicht. Ist Arbeit das, was Mühe -, und Spiel das, was Spaß macht? Je tiefer das Kind im Spiel versinkt und ‚sich vergisst’, umso mehr Energie verbraucht es – und schwitzt. Manchem macht seine Arbeit – manchmal – Spaß. Warum aber so selten? Nicht, weil er schwitzt, sondern weil er sie nicht gewählt hat: Ein andrer hat sie ihm übergeholfen. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Da kommen wir der Sache schon näher. Arbeit erscheint umso mühseliger, macht umso weniger Spaß, je mehr sie einem fremden Zweck unterliegt. Arbeit ist gebundenes Tun nach vorgegebenem Zweck. Spiel ist freies Tun ohne Zweck; oder: nach einem Zweck, der „sich findet“ – in dem, mit dem, durch das Spiel.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:right;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Nur mit der Schönheit solle der Mensch spielen, sagt Schiller;</span><a href="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/10/graphe.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-322" title="graphê" src="http://neuromantiker.wordpress.com/files/2008/10/graphe.jpg?w=286" alt="" width="286" height="300" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> und mit der Schönheit solle er nur spielen. Denn das haben Kunst und Spiel gemeinsam: eine Sache um ihrer selbst willen tun. Arbeit ist eine Tätigkeit, die um eines Andern, nämlich eines Zweckes willen geschieht. Der Zweck ist ihr Was, die Unbotmäßigkeit des toten Stoffs bestimmt das Wie: An der Sicherheit, mit der sie den Stoff dem Zweck anverwandelt, misst sich ihre Qualität. Und wenn es möglich wird, die Tätigkeit zu ersparen und ihre Qualität den Maschinen einzubauen, umso besser. Industriearbeit, Lohnarbeit ist die „reine“ Form der Arbeit. Nicht logisch, aber historisch, und darauf kommt&#8217;s an. Sie ist die Art von Tätigkeit, die gesellschaftlich <span style="color:#cc3366;"><em>gilt</em></span> &#8211; qua Tauschwert, denn der ist der allgemeinste Zweck. </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Spiel dagegen wird „um seiner selbst willen“ getan. Aber was bedeutet das? Dass es „befriedigt“? Dann wäre die Befriedigung Zweck, nicht die Tätigkeit, und wir würden uns im Kreise drehn. Das Eigentümliche am Spiel ist aber, dass vorher nicht feststeht, ob es befriedigen wird oder enttäuschen. Das Eigentümliche am Spiel ist sein offener Ausgang. Dass es also keinen Zweck hat. Es werden Folgen eintreten, wie bei allem, was man tut. Aber man weiß nicht, welche. Man kann sie nicht „bedenken“. Man mag sie erahnen oder erhoffen, aber man muss es wohl drauf ankommen lassen&#8230; Spiel ist Risiko, und das Risiko ist sein Zweck. Es lebt vom Zauber des Unbestimmten. Arbeit dagegen will Bestimmtheit. </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:right;"><span style="color:#cc3366;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Eine Werden und Vergehen, ein Bauen und </span></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:right;"><span style="color:#cc3366;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Zerstören in ewig gleicher Unschuld hat in</span></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:right;"><span style="color:#cc3366;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">dieser Welt allein das Spiel des Künstlers</span></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:right;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"><span style="color:#cc3366;">und des Kindes.</span></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:right;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Nietzsche</span></em></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Die Unbestimmtheit der Zwecke &#8211; dass man erst sehen wird, was es werden soll, wenn es etwas geworden ist -, das macht Kunst zum Spiel. Die Künstler der Vergangenheit waren sich ihrer Zwecke freilich sicherer als die heutigen. Sie wussten sich beauftragt. Zuerst von geistlichen, dann von immer weltlicheren Mächten. Erst als der Markt die Künstler vom Geheiß der Auftraggeber befreit und ihre Existenz aber auch unsicher gemacht hatte, wurde der Ausgang der künstlerischen Tätigkeit offen. Kunst trat in einen polemischen Gegensatz zur Bürgerlichkeit &#8211; d. h. zur Arbeit. Der Künstler wurde vor die Tür gesetzt und lebt seither in einem Reich des Ungewissen. Wie die <span style="color:#cc0066;"><em>Kinder</em>.</span> Nur am Sonntag ließ man ihn in die gute Stube: wie die Kinder. In ihnen beiden hat unser Gattungsstil überlebt, als Residuum. Der Vergleich von Kunst und Kindheit ist mehr als eine Metapher. Denn ist der Künstler immer ein bisschen wie ein Kind, so ist das Kind, mit Maurice Ravel zu reden, „von Natur künstlich“.</span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="color:#cc3366;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Der Erwachsene veraltet</span></em></span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">In der Industrieproduktion selbst wird heute das Erfinden von Neuem wichtiger als die Reproduktion vorgegebener Zweckformen. Die Tugenden der Arbeitskultur &#8211; berechnen, assimilieren, saldieren &#8211; werden entwertet. Wenn der Arbeitsprozess streckenweise selbst den Charakter von Spiel annimmt, dann wird „Chaosqualifikation“ funktioneller als Bestimmtheit; vielleicht das Kernproblem am Standort Deutschland, wo man jetzt Inder braucht, weil man die Kinder zu viel <span style="color:#cc3366;"><em>lernen</em></span> lässt. Die elektronischen Informationssysteme machen es sinnfällig: Wer sich ins Internet einklinkt, spielt mehr als dass er arbeitet; er <span style="color:#cc3366;"><em>surft</em></span>. Funktionalität nimmt selbst den Charakter von Unbestimmtheit an. Rationalität, die unsere </span><a href="http://neuromantiker.files.wordpress.com/2008/10/falg31.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-324" title="Alexandre Falguière, Der Sieger beim Hahnenkampf (Musée d'Orsay)" src="http://neuromantiker.wordpress.com/files/2008/10/falg31.jpg" alt="" width="257" height="673" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Zivilisiertheit ausmachte, gerät außer Kurs. </span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Und mit der Arbeit schwindet auch die Arbeit der Kinder: das Lernen. Cyberworld hält Einzug nicht erst ins Arbeitsleben, sondern schon in die Klassenzimmer &#8211; und alles, was sich überhaupt „lernen“ lässt, lernt früher oder später auch der Computer. Beim Informations- management hat er den Menschen weit überholt. Will der ihn dennoch beherrschen, muss er sich nicht länger zum Spezialisten bilden, sondern zum Fachmann fürs Allgemeine &#8211; mit dem freien Willen als seinem „Betriebssystem“. Selbst der Haupteinwand der <span style="color:#cc3366;"><em>Romantik</em></span> gegen die bürgerliche Lebensweise, die Vereinseitigung der Menschen durch die Wahl ihres <span style="color:#cc3366;"><em>Berufs</em></span>, fällt nun nicht mehr ins Gewicht. Im Zeichen von „lebenslangem Lernen“ wird die spezifische Arbeit der Kinder zu einer unspezifischen Tätigkeit von Allen, und die Erwachsenheit veraltet. Zugleich hört Kindlichkeit auf, ein Residuum zu sein, und verbreitet sich vom Souterrain aus über die anderen Etagen &#8211; bis in den bürgerlichen Alltag. Die Hürde fällt hin. (Allerdings geht es jetzt auch in der guten Stube nicht mehr so feierlich zu.) Das selbst gemachte Wirkungsgefüge der Arbeitsgesellschaft lockert sich, das Wertgesetz schwindet. Es sieht gar aus, als kehrten wir <em><span style="color:#cc3366;">zu unserm Ursprung zurück.</span></em></span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[München Oktoberfest - zur Wende (1989)]]></title>
<link>http://kailalama.wordpress.com/2008/09/23/munchen-oktoberfest-zur-wende-1989/</link>
<pubDate>Tue, 23 Sep 2008 20:00:15 +0000</pubDate>
<dc:creator>Kai Peter Jasny</dc:creator>
<guid>http://kailalama.wordpress.com/2008/09/23/munchen-oktoberfest-zur-wende-1989/</guid>
<description><![CDATA[&#8230; Erinnerungen neu geweckt durch unseren Azubi. Er war zur Eröffnung des Münchner-Oktoberfest ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>&#8230; Erinnerungen neu geweckt durch unseren Azubi.</p>
<p>Er war zur Eröffnung des Münchner-Oktoberfest auf der Wiesen.</p>
<p>Das berichtete er mir letzten Montag und ich fragte und hinterfragte wie es denn war.</p>
<p>Seine Antworten:</p>
<p>- Der Zeltplatz war um 3 Euronen teurer als normal bei Betrieb.<br />
- Er und seine Freundin, plus Mutter frohren sich Nachts ihre Popos ab.<br />
- Die Achterbahn mit ihren 8 Loopings war langweilig und für die Katz.<br />
- Alles nicht wirklich rund gelaufen.</p>
<p>Aber jetzt die Härte, für mich &#8230; er trank &#8220;kein&#8221; Maß Bier.<br />
Hallo, das ist ein Bierfest zu München!!!</p>
<p>Ich reiste 1989 im Oktober nach München mit Leuten von meiner damaligen Schule um im <a href="http://www.filmstadt.de/">Bavaria Filmstudio</a></p>
<p>einen Kurzfilm zu drehen.</p>
<p>Motto: das filmende Klassenzimmer.</p>
<p>Nach der Besichtigung der Studios ging es los an das Filmmachen und natürlich traff mich die Wahl als Hauptdarsteller.</p>
<p>Also grob die Handlung:</p>
<p>Eine junge recht kleine Türkin sitzt am Tisch in einem Biergarten, am Nachbartisch zwei Jungs die tratschen.</p>
<p>Immer wieder folgen Blicke in ihre Richtung, sie tauchen ihre Köpfe von Ohr zu Mund und sprechen leise über diese Schönheit.</p>
<p>Keiner hat den Mut aufzustehen und sie anzusprechen.</p>
<p>Sie bestellt sich ein Maß Bier und lächelt kurz rüber zu den Zweien.</p>
<p>Die Jungs drehen ihre Köpfe zu ihr rüber und bleibe sitzen.</p>
<p>Jetzt komme ich ins Spiel, von hinten kommt ein Punker ins Bild.</p>
<p>Grüne Strähnen in seinen Haaren (Tatsache damals) mit Lederjacke um die Schultern sieht sein Goldschatz am Tisch sitzen, begrüßt sie mit einem weichen Kuss.</p>
<p>Trinkt sein Bier und beide verschwinden am Horizont.</p>
<p>Die beiden Jungs, schnicke angezogen und ohne äusserliche Markel haben in diesen Fall verloren.</p>
<p>Eine 1,60 Frau verschwindet in der Liebesblase  mit einem 202 cm großen Punker &#8230;</p>
<p>Ja so war es damals und dieser Kurzfilm wurde an meiner Schule gezeigt, leider habe ich keine Kopie davon!</p>
<p>Aber er lebt in meinen Erinnerungen weiter und dreht sich im richtigen Tempo bei geschlossenen Augen weiter.</p>
<p>So jetzt mal zum Wiesenbesuch von damals im Jahr 1989.</p>
<p>Abend zogen ein paar Leute mit mir los auf das Oktoberfest und wir fanden noch tatsächlich Platz in einem der großen Zelte.</p>
<p>Mit 16 Jahren staunt man schon ungemein beim Anblick des ganzen Troubles in so einem Festzelt das mehrer 1000 Personen fast, ergreift und die Stimmung einen mitreist.</p>
<p>Die Stimmung war großartig un d mit jeden weitern Krug Bier stieg sie, ich weiß nicht mehr recht ob ich 5 oder 6 Liter &#8220;schlechtes&#8221; Bier dort trank!?</p>
<p>Ich mag das Bayrische Bier ganz und gar nicht!</p>
<p>Aber es machte Spaß in dieser Runde und selbst die bescheuerte Musik lies keine Zweifel zum gelungen Wiesenabend zu.</p>
<p>Beim Aufbrechen Richtung Hotel kam mir in den Sinn mein Maßkrug aus dem Zelt zu schmuggeln.</p>
<p>Jeder der schon dort war kennt und weiß von den strengen Kontrollen beim Ein und Ausgang der Zelte.</p>
<p>Ich streifte meine Idee mit einer gewagten Handlung und schafte das schirr geglaubt Unmögliche und mein Krug erreichte das Jenseits des Zeltes.</p>
<p>Ich wog zu dieser Zeit um die 80 Kg, was ich jetzt nicht mehr aufweisen kann.</p>
<p>Spindeldürr und schlacksig Schlank sah meine Statur aus, also viel dieser Krug in die Hose gesteckt vor der Bauchgegend nicht den Kontrolleuren auf.</p>
<p>Kurze Zeit später musste ich tierisch pinkeln, ich übertrug die Verantwortung über den stolz gewonnen Krug einem meiner Mittrinker.</p>
<p>Dies erwies sich als ganz großer Fehler, denn als ich so meinen Bierurin der Pinkelstube übergab erfuhr ich die Macht des Alkohols.</p>
<p>Nach dem verlassen des stillen Örtchens wollte ich nur noch ins Hotel und erst einige Meter Später fand mein Verstand wieder den Begriff Bierkrug.</p>
<p>Meinen Begleitern erging es ähnlich mit der Wirkung des Alkohols und als ich nach meinem Maßkrug fragte bekam ich folgende Antwort:</p>
<p>&#8220;Ja, den habe ich auf den Stromkasten neben dem WC gestellt.&#8221;</p>
<p>Scheiße, bin zurück gerannt und kein Krug mehr zu sehen &#8230;</p>
<p>So schnell gewonnen und sogleich zerronnen.</p>
<p>Zu allem Überfluss war einer meiner Kollegen so stark betrunken das kein Taxifahrer uns zum Hotel fahren wollte.</p>
<p>Jeder und alle hatten Angst das er ins Taxi kotzt.</p>
<p>Ich packte ihn im Genick, führte ihn quasi durch meinen harten Griff und schrie &#8211; lauf, lauf lauf!!!</p>
<p>2h später und einen kräftigen Fußmarsch reicher, erreichten wir endlich unser Hotel.</p>
<p>Endlich angekommen und zum schlafen bereit, überglücklich zu diesem Zustand, machte es in der Dunkelheit ein lautes Geräusch.</p>
<p>Es stank erbärmlich, seine Kotze und dies auch ohne Taxifahrer.</p>
<p>Nachtschicht der Erinnerungen an München und die Wiesen 1989;)</p>
<p style="text-align:center;">Epilog:</p>
<p>Auf der Heimfahrt am nächsten Tag hörte man an jeden Bahnhof die Menschen jubeln, zum Glück war die Mauer gefallen.</p>
<p>Leider entstanden neue Mauern, die in unseren Köpfen &#8230;</p>
<p><em>(Kai Peter Jasny)</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[(K)eine Chance für die Bildung]]></title>
<link>http://literaturblock.wordpress.com/2008/09/07/keine-chance-fur-die-bildung/</link>
<pubDate>Sun, 07 Sep 2008 10:12:05 +0000</pubDate>
<dc:creator>Kiefner Sabine</dc:creator>
<guid>http://literaturblock.wordpress.com/2008/09/07/keine-chance-fur-die-bildung/</guid>
<description><![CDATA[Der Mensch, er klagt, es ist zu lesen mal wieder übers Bildungswesen. Zu wenig Lehrer, große Klassen]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Der Mensch, er klagt, es ist zu lesen mal wieder übers Bildungswesen. Zu wenig Lehrer, große Klassen]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Klassenzimmer - von Schulalltag und Bildungschancen ]]></title>
<link>http://gmids.wordpress.de/2008/09/06/klassenzimmer-von-schulalltag-und-bildungschancen/</link>
<pubDate>Sat, 06 Sep 2008 20:14:23 +0000</pubDate>
<dc:creator>Kiefner Sabine</dc:creator>
<guid>http://gmids.wordpress.de/2008/09/06/klassenzimmer-von-schulalltag-und-bildungschancen/</guid>
<description><![CDATA[Da es in diesem Blog ausschließlich um das Thema &#8220;Mobbing in der Schule&#8221; gehen soll, hab]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Da es in diesem Blog ausschließlich um das Thema &#8220;Mobbing in der Schule&#8221; gehen soll, hab]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Grüne unwählbar]]></title>
<link>http://efeder.wordpress.com/2008/08/26/grune-unwahlbar/</link>
<pubDate>Tue, 26 Aug 2008 10:41:40 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mcp</dc:creator>
<guid>http://efeder.wordpress.com/2008/08/26/grune-unwahlbar/</guid>
<description><![CDATA[„Gegen Auslassungen der Grünen gegen die katholische Kirche wendet sich das Forum Deutscher Katholik]]></description>
<content:encoded><![CDATA[„Gegen Auslassungen der Grünen gegen die katholische Kirche wendet sich das Forum Deutscher Katholik]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Lernen lernen]]></title>
<link>http://guerillasimmarketing.wordpress.com/2008/07/29/lernen-lernen/</link>
<pubDate>Tue, 29 Jul 2008 15:20:46 +0000</pubDate>
<dc:creator>ChrisTina Maywald</dc:creator>
<guid>http://guerillasimmarketing.wordpress.com/2008/07/29/lernen-lernen/</guid>
<description><![CDATA[Was hat das jetzt mit Guerilla-Marketing zu tun? Naja, eigentlich recht viel &#8211; weil was fürs s]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Was hat das jetzt mit Guerilla-Marketing zu tun?</p>
<p>Naja, eigentlich recht viel &#8211; weil was fürs spielerische und leichte Lernen gilt, kann auch für die Werbung nicht falsch sein <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ich habe vor Jahren eine Suggestopädieausbildung gemacht &#8211; naja, eigentlich 2 mal, weil sich die Bedingungen geändert hatten. Aus der Suggestopädie entwickelte sich dann ein Teilbereich unter der Bezeichnung Superlearning, nur, damit ihr euch etws darunter vorstellen könnt, worum es geht &#8211; also lustvolles und spielerisches Lernen.</p>
<p>Doch kommen wir zur Verbindung mit Guerilla-Marketing &#8211; eines der Grundprinzipien der Suggestopädie besagt, dass man etwas mindestens auf 3 unterschiedliche Arten kennen gelernt haben muss, damit man es sich merkt.</p>
<p>Umgelegt auf Guerilla-Marketing &#8211; alles, was die Kunden mindestens auf 3 unterschiedliche Weisen &#8220;anspringt&#8221;, wird er sich merken &#8211; und eher kaufen als etwas, was er noch nie gehört und gesehen hat.</p>
<p>Was nutzt uns das jetzt?</p>
<p>Wenn wir uns schon mit unserer Corporate Identiy beschäftigt haben, dann haben wir wahrscheinlich auch schon ein Logo, welches unverkennbar unser(e) Produkt(e) &#8220;beschreibt&#8221;.</p>
<p>Jetzt wäre eine mögliche Kombination &#8211; HomePage &#38; Autowerbung &#38; Visitkarten &#8211; oder auch &#8211; HomePage &#38; Flyer &#38; Zeitungsinserate &#8211; oder in welchen unterschiedlichen Kombinationen auch immer &#8211; darf natürlich auch öfter als 3x sein, dass unsere potentiellen Kunden von uns erfahren.</p>
<p>Auf jeden Fall &#8211; je unterschiedlicher die Arten der Werbung sind, desto effektiver wirkt die Kombination derselben.</p>
<p>Und dann kommt noch ein wichtiger Punkt aus der Suggestopädie zum tragen &#8211; peripheres Lernen &#8211; oder eben wieder umgelegt auf Guerilla-Marketing &#8211; und das ist eigentlich das Herz des Guerilla-Marketings.</p>
<p>Peripheres Lernen bedeutet &#8211; im Seminarraum &#8211; oder auch im Klassenzimmer &#8211; zusammenfassende Flipcharts auf zu hängen, die von sich aus wirken, ohne dass sie als Teil des Unterrichts &#8211; oder auch der Werbung &#8211;  erkannt werden.</p>
<p>Umgelegt auf Guerilla Marketing sind das kleine Geschenke, welche nicht nur die Freundschaft erhalten &#8211; sondern auch Kunden dazu animieren, sich beiunswohler zu fühlen, wie bei unserem Mitbewerb.</p>
<p>Angefangen von eigenen Notizblocken mit Firmenlogo &#8211; über Tischkärtchen mit Firmenlogo &#8211; zB im Falle von Seminaren (weil das eben mein Metier ist) bis zu selbstgemachten Kalendern als Weihnachtsgeschenk (für besondere Kunden), wo natürlich auch überall das Firmenlogo erscheint &#8211; und noch dazu ganzes Jahr über (aus dem Augenwinkel heraus) gesehen wird.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Schüler pennt im Unterricht]]></title>
<link>http://pissblau.wordpress.com/2008/06/13/schuler-pennt-im-unterricht/</link>
<pubDate>Fri, 13 Jun 2008 11:45:24 +0000</pubDate>
<dc:creator>pissblau</dc:creator>
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<description><![CDATA[Dieser arme Schüler muss wohl total übermüdet sein, dass er im Unterricht einfach so im sitzen einsc]]></description>
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<title><![CDATA[Feng Shui und Farbe im Klassenzimmer, Fortsetzung]]></title>
<link>http://sonjaberndl.wordpress.com/2008/04/28/feng-shui-und-farbe-im-klassenzimmer-fortsetzung/</link>
<pubDate>Mon, 28 Apr 2008 15:19:11 +0000</pubDate>
<dc:creator>Sonja</dc:creator>
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<description><![CDATA[&#8220;Mit Hilfe von Feng Shui nimmt man die Umgebung bewusst wahr und gestaltet sie bewusst. Warum ]]></description>
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