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	<title>konformismus &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/konformismus/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "konformismus"</description>
	<pubDate>Thu, 24 Dec 2009 18:25:58 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Individualismus]]></title>
<link>http://tamagothi.wordpress.com/2009/11/20/individualismus/</link>
<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 00:45:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>Nachtwaechter</dc:creator>
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<description><![CDATA[Individualismus (der) &#8212; Bezeichnung für eine moderne menschliche Haltung, in welcher die Mensc]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><strong>Individualismus</strong> (der) &#8212; Bezeichnung für eine moderne menschliche Haltung, in welcher die Menschen alles das tun, was die anderen Menschen auch tun. Nur eben allein.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Eine nützlich Psychologie]]></title>
<link>http://tamagothi.wordpress.com/2009/09/26/eine-nutzlich-psychologie/</link>
<pubDate>Sat, 26 Sep 2009 20:13:43 +0000</pubDate>
<dc:creator>Nachtwaechter</dc:creator>
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<description><![CDATA[So zynisch es klingen mag, eine solche &#8220;Psychologie&#8221;, die den alltäglichen Zumutungen nu]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><blockquote><p>So zynisch es klingen mag, eine solche &#8220;Psychologie&#8221;, die den alltäglichen Zumutungen nur die Idee entgegen setzt, einen Patienten so zu konfigurieren, dass diesem der ganze Dreck ziemlich egal wird, ist gesellschaftskonform und wertschöpfend: Sie erspart nicht nur die Diskussion über die ökonomischen, sozialen und politischen Bedingungen der Menschen, sie verschafft auch ein paar Schreinern Arbeit; entweder beim Orgon-Kastenbau oder bei der Herstellung von Särgen.</p></blockquote>
<p><a href="http://blog.esowatch.com/index.php?itemid=296">&#8220;Der Diskurs des Psycho-Irrsinns&#8221; im Eso-Blog</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die Linke: Kämpft]]></title>
<link>http://proll.wordpress.com/2009/08/15/die-linke-kampft/</link>
<pubDate>Sat, 15 Aug 2009 16:24:29 +0000</pubDate>
<dc:creator>124c41</dc:creator>
<guid>http://proll.wordpress.com/2009/08/15/die-linke-kampft/</guid>
<description><![CDATA[]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img alt="Die Lüge. Kämpft nicht für euer Lebensrecht, macht stattdessen das Kreuz auf eurem Wahlzettel bei uns! Wir haben ein paar hübsche Wörter, die vor allem ehemaligen SPD-Wählern gefallen, mit den Schriftarten der Bildzeitung kombiniert. Vom Klassenkampf reden wir lieber nicht, denn wir sind schon in der BRD angekommen und schaffen es mit dieser plumpen Nummer wieder in den Bundestag. Euer Elend ist uns egal. www.die-zweite-spd.de" height="565" hspace="4" src="http://proll.files.wordpress.com/2009/08/die-linke-kaempft.gif?w=400&#038;h=565" vspace="4" width="400" /></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der esoterische Selbstbetrug]]></title>
<link>http://tamagothi.wordpress.com/2009/08/14/der-esoterische-selbstbetrug/</link>
<pubDate>Fri, 14 Aug 2009 01:34:07 +0000</pubDate>
<dc:creator>Nachtwaechter</dc:creator>
<guid>http://tamagothi.wordpress.com/2009/08/14/der-esoterische-selbstbetrug/</guid>
<description><![CDATA[Oh, der Einfall war kindisch, aber göttlich schön. Friedrich Schiller, &#8220;Don Carlos&#8221; Manc]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><blockquote>
<p>Oh, der Einfall war kindisch, aber göttlich schön.</p>
<p><em>Friedrich Schiller, &#8220;Don Carlos&#8221;</em></p>
</blockquote>
<p>Manchmal, eigentlich sogar recht häufig, wollen einem Anhänger der modernen und am Markt recht erfolgreichen hybriden Religion namens &#8220;Esoterik&#8221; anderen Menschen weis machen, dass die von ihnen auserkorene Irrationalität eine <em>Vorwegnahme künftiger Wissenschaft</em> sei. Um diese These zu &#8220;belegen&#8221;, greifen die so Redenden ein wenig in die bunte Kiste mit den Irrungen der Wissenschaftsgeschichte und greifen sich aus diesem fröhlichen Schatz eine Handvoll besonders eklatanter Beispiele der Ignoranz des wissenschaftlichen Etablissements heraus und verweisen darauf, dass &#8220;die Wissenschaft&#8221; dann schließlich doch noch die Fakten anerkennen musste, sie sogar zu Gegenständen der Forschung machen musste. Und genau das gleiche erwarten sie von ihrem durch nichts belegbaren, gleichermaßen billigen wie nicht preiswerten Seelentrost voller Geschäft, Primitivität, Betrug und Angstabwehr.</p>
<p>Ein beliebtes Beispiel der so redenden und <em>leider auch so denkenden</em> Idioten sind &#8212; so sie nicht gleich von der scheibenförmigen Erde jener Zeit sprechen, in welcher eine Kaste von Pfaffen den Allheitsanspruch ihrer Religion mit <em>Gewalt</em> zur gesellschaftlichen Wirklichkeit machen konnte &#8212; die Meteoriten. Sie verweisen darauf, dass die meisten Wissenschaftler von ihrem damaligen Modell des Sonnensystemes ausgehend, jeden Fund eines Meteoriten mit den ungefähren, recht autoritär dargebrachten und oft mit ätzender Polemik gewürzten Worten &#8220;Steine fallen nicht vom Himmel&#8221; für unbeachtlich erklärten und sich mit der Wirklichkeit der Meteoriten nicht weiter beschäftigten, weil sie davon ausgingen, dass der Raum im Sonnensysteme nur mit größeren Körpern gefüllt sei. Ein anderes Beispiel, das von den Wirrgläubigen gern herausgepickt wird, sind die Kugelblitze, deren <em>Natur</em> übrigens bis heute unklar ist. Beides sind heute ganz selbstverständliche Gegenstände der Forschung und Theoriebildung, obwohl die Beschäftigung mit diesen Erscheinungen vor noch gar nicht so langer Zeit den Ruch des Abergläubischen und Irrationalen hatte, durchaus damit vergleichbar, wie in der heutigen Wissenschaft die so genannten &#8220;Parawissenschaften&#8221; betrachtet werden.</p>
<p>Aber die <em>blinden</em> Gläubigen der Esoterik bemerken dabei nicht, dass sowohl die Existenz von Meteoriten als auch die Existenz von Kugelblitzen <em>in psychischer Hinsicht neutral</em> sind. Das Postulat, dass Steine außerirdischen Ursprunges vom Himmel fallen oder das Postulat, dass eine mutmaßlich elektrische Erscheinung in Form eines leuchtenden Plasmaballes auftreten kann, mag intellektuell interessant und kurios sein, aber es ist für das Seelenleben eines Menschen ungefähr so bedeutsam wie das Postulat, dass jede natürliche Zahl einen Nachfolger habe und dass man deshalb unbegrenzt zählen könne. Von daher gibt es zum Beispiel keine nennenswerte psychische Motivation, derartige Berichte zu erfinden oder Belege für diese Thesen zu fälschen &#8212; was bleibt, ist die Ungenauigkeit in den Mitteilungen episodischer, nicht-reproduzierbarer Erlebnisse, die der Skepsis gegenüber dem Mitgeteilten für so lange Zeit Futter gab.</p>
<p>Deshalb hat es auch niemals ein großes, psychisch motiviertes Geschäft mit dem Glauben an Meteoriten oder Kugelblitzen gegeben. Im schlimmsten Falle wurden und werden Sammlern ordinäre irdische Steine vulkanischen Ursprunges als meteoritisches Gestein verkauft.</p>
<p>Die von primitiver Magie, narzisstischer Seelenvergötzung und einem allgemeinen Konzept des Belebt- und Durchgeistert-Seins aller Erscheinungen des Kosmos geprägten Konzepte der Esoterik und der darauf basierenden Parawissenschaften sind aus einem <em>völlig anderen psychischen Material</em> gebaut, sie erfüllen dem in seinem Bedingt-Sein verhafteten Menschen Wünsche nach individueller Bedeutung, Einflussnahme, Unsterblichkeit und Sinnhaftigkeit, sie sind ein <em>geiler Traum</em>, der so alt ist wie die Einsicht in die kalte, gebieterische Wirklichkeit des Todes und der sogleich daran mit aufkommende Wunsch, diese Wirklichkeit möglichst umfänglich zu vergessen. <em>Für solche Verdrängung existiert ein großer Markt</em>; und die vielen Bereiche der Esoterik, sei es der Geisterglaube, der Spiritismus, die angenommene Möglichkeit telepathischen Austausch oder der telekinetischen Beeinflussung der Umwelt durch psychische Kräfte, sie sind <em>schon immer</em> Bereiche gewesen, in denen gefälscht wurde, in denen gelogen wurde und in denen den Gläubigen für ein bisschen Einlullung ihrer todgepeinigten Seele ordentlich das Geld aus der Tasche gezogen werden konnte. Das gleiche gilt für eine recht junge (aber zum Glück schon wieder etwas in Vergessenheit geratene) Spielart dieses <em>postmodernen Voodoo</em>*, der UFO-Esoterik. Aus dem psychischen Gewinn, der sich mit diesen Konzepten verbindet, lässt sich also wirtschaftlicher Gewinn saugen, und dies geschah und geschieht immer wieder.</p>
<p>Nicht, dass ich jemanden um seine Selbsteinlullung bringen will, aber zum Thema der Wissenschaft wird sie <em>hoffentlich</em> niemals werden &#8212; und wenn doch einmal, dann am ehesten noch zum Thema der Psychopathologie. Wer sogar so blöd ist, dass er eine kommerziell vorgestanzte Form der seelischen Selbsteinlullung mit <em>Individualität</em> verwechselt, ist in diesem vollständigen Denkverzicht längst verloren &#8212; ein Denkender und Fühlender lullt sich wenigstens noch in eigener Verantwortung auf seine eigene Art ein. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><em>Nur eines</em> sei hier noch zum Abschluss gesagt: Es gab genau zwei Erkenntnisse in der jüngeren Geschichte der Wissenschaft, die sich gegen große gesellschaftliche Widerstände durchsetzen mussten. Der Grund dieser Widerstände war (und ist) das psychische Unbehagen, das sich mit diesen Einsichten verband. Die erste Einsicht, die sich mit dem Namen Galileo Galilei verbindet, ist die Tatsache, dass die Erde nicht der Mittelpunkt des Kosmos ist. Diese Einsicht führte zur juristischen Verfolgung Galileis durch die Profiteure des psychischen Geschäftes im Vatikan, bei der belastende Beweise einfach gefälscht wurden. Eine Rehabilitation Galileis durch die juristischen Organe des Vatikans fand erst am 2. November 1992 statt. Die zweite Einsicht, die sich mit dem Namen Charles Darwin verbindet, ist die Tatsache, dass sich alles Leben auf der Erde unter völlig natürlichen, materialistisch erklärbaren Bedingungen entwickelt und diversifiziert hat. Diese Einsicht hatte für Darwin zwar keinen lebenslangen Hausarrest und die in der Luft liegende Drohung des Scheiterhaufens mehr zur Folge, aber sie wird bis heute massiv angefeindet, und wenn die meist religiösen Gegner dieser Einsicht nur die Macht hierzu hätten, denn würde sie auch mit Gewalt unterdrückt. Wer wirklich meint, dass sein narzisstisches Bedürfnis nach Todesverdrängung, Sinngebung und eingebildeter Allmacht in den Rang einer für alle Menschen verbindlichen Erkenntnisgrundlage gestellt werden sollte, der steht in dieser Meinung für derartige Unterdrückungen. Und. Belegt damit das barbarische, archaische Material unter der bunten Verpackung, in der eine jahrmarkthafte Esoterik-Industrie den seelischen Ausverkauf betreibt.</p>
<p>* Anhänger der ebenfalls hybriden, aber wenigstens mit Tradition ausgestatteten Religion Voodoo mögen mir diesen Vergleich mit einer reinen, als Spiritualität getarnten Geschäftemacherei verzeihen.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Nochmal Sie, Vera Lengsfeld!]]></title>
<link>http://proll.wordpress.com/2009/08/11/nochmal-sie-vera-lengsfeld/</link>
<pubDate>Tue, 11 Aug 2009 17:41:09 +0000</pubDate>
<dc:creator>124c41</dc:creator>
<guid>http://proll.wordpress.com/2009/08/11/nochmal-sie-vera-lengsfeld/</guid>
<description><![CDATA[Sie sind aber auch eine Komikerin! Kein Wunder, dass sie von ihrer Bimbes- und Bananenpartei nach Be]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Sie sind aber auch eine <em>Komikerin</em>! Kein Wunder, dass sie von ihrer Bimbes- und Bananenpartei nach Berlin verbracht wurden, um dort <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/busen-wahlkampf-in-berlin/" title="Siehe hier">mit Busen auf aussichtsloser Position</a> für die Erheiterung der Menschen zu sorgen.</p>
<p>Mit großem Genuss und fürchterlichen Schmerzen im Zwerchfell habe ich in Ihrem tollen Blog gelesen, wie Sie sich <a href="http://waehltvera.wordpress.com/2009/08/11/1700-besucher-auf-unserm-wahlblog-an-einem-tag-plakat-ist-ein-riesenerfolg/" title="Siehe hier!">so richtig kindisch über die vielen hundert Zugriffe auf ihr tolles Blog gefreut haben</a>, nachdem sie mit Ihren tollen Tittenplakaten mitten in Berlin einen größtmöglichen Fail hingelegt haben. Ja, sie haben jetzt sogar so etwas wie die tausendsiebenhundert Zugriffe auf ihr brotdummes Blog für einen echt total tollen Erfolg verkaufen wollen, und so ein &#8220;Erfolg&#8221; scheint ja in Ihren Augen <em>alles</em> zu rechtfertigen. Da halten Sie sich jetzt aber echt für eine ganz besondere Expertin im viralen Marketing, aber hallo!</p>
<p>Nicht, dass ich Sie jetzt völlig desillusionieren will, aber das mit dem Erfolg ist doch sehr <em>relativ</em>. Hier kann man zum Beispiel Statistiken einsehen, wie viele Leser man gehabt hat, und <em>das</em> sieht zurzeit für den heutigen Tag so aus (zum Vergrößern reinklicken):</p>
<p><a href="http://proll.files.wordpress.com/2009/08/lengsfeld-statistik.png"><img alt="So sieht ein Peak in den Zugriffen aus, Frau Lengsfeld!" height="222" hspace="4" src="http://proll.files.wordpress.com/2009/08/lengsfeld-statistik-small.png?w=415&#038;h=222" vspace="4" width="415" /></a></p>
<p>Verstehen Sie, Frau Lengsfeld. Noch sehr viel mehr Leute fanden es interessant, wie man außerhalb der CDU bei diesen parteipolitisch völlig unabhängigen Prolls und sonstigen Lästerzungen im Internet über ihren <em>epic fail</em> schreibt &#8212; und bei Ihnen waren wohl vor allem jene Besucher, die Ihnen zudem noch einen fröhlichen Schimpf in ihre Blogkommentare drücken wollten oder die einfach noch einmal so richtig lachen wollten.</p>
<p>Und das beste daran: Wir parteipolitisch unabhängigen Prolls und Lästerzungen müssen noch nicht einmal peinliche Plakate in einer Großstadt der BRD aufhängen, damit jemand auf unser Geschmiere aufmerksam wird.</p>
<p>Na, müssen Sie jetzt vielleicht noch einmal einen Blick auf das Wesentliche werfen, weil sie nicht wissen, was das Wort &#8220;klicken&#8221; und &#8220;vergrößern&#8221; bedeuten könnte und weil ihnen das mit dem Internet alles noch so frisch und neu ist? Aber gern doch, Frau Lengsfeld, ich weiß doch mit Leuten wie Ihnen umzugehen:</p>
<p><img alt="Vera Lengsfeld! 33.765 - Merkel: Titten als Symbol des Wachstums 9.463 - Merkels Titten sind gefälscht! 4.089" height="245" hspace="4" src="http://proll.files.wordpress.com/2009/08/top-artikel-und-seiten.png?w=374&#038;h=245" vspace="4" width="374" /></p>
<p>Und der Link da ganz oben im Screenshot, der geht <a href="http://proll.wordpress.com/2009/08/11/vera-lengsfeld/">hier hin</a>. Und dieses farblich hervorgehobene Textstück zum Anklicken ist ein so genannter Link. Wenn man darauf klickt, kommt man auf eine andere Ressource im Internet; in diesem Fall auf den wahren Erfolgstext des heutigen Tages. Aber das lernen Sie auch noch alles.</p>
<p>Wie jetzt? Sie sind jetzt doch <em>ein bisserl</em> desillusioniert? <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif' alt=':mrgreen:' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wie jetzt? Sie können auf diesem Hintergrund gar nicht mehr strahlend wie eine Schneekönigin mit ihren schwellenden Titten und ihren tollen tausend Zugriffen auf ihr Wahlgeschwafel in der Parteizentrale rumprahlen und sich dafür auf das Tätschellob der Bundesmutter freuen? <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif' alt=':mrgreen:' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wie jetzt? Sie haben sich das alles ganz anders vorgestellt mit dem Wahlkampf 2.0 und dem ganz viel Internet und dem viralen Marketing? <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif' alt=':mrgreen:' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Tja, das Leben ist härter als eine Morgenlatte. Nur, um hier auch mal ein männliches Geschlechtsmerkmal ins Spiel zu bringen.</p>
<p>Aber? Wie jetzt? Sie glauben, dass meine Zahlen <em>gefälscht</em> sind!?</p>
<p>Und Sie glauben <em>ernsthaft</em>, ich glaube oder irgendjemand anders glaubt, dass ihre Zahlen stimmen? Wenn Sie nicht einmal die echten Titten der werten Frau Kanzlerin nehmen können, sondern nur ein Bild mit einer leicht erkennbaren Bildmanipulation? Und wenn sie gerade so in Bedrängnis wegen ihres Griffes in die gärende Grube unterm Donnerbalken geraten sind? Man muss nicht einmal ein Internetnutzer sein, um den Lügreflex eines/einer bedrängte(n) Politikers/Politikerin zu kennen, dafür reicht aufmerksames Lesen der Zeitung. Und dann glaubt man einfach kein einziges Wort mehr. Verstehen Sie? Man weiß, dass morgen wieder die Sonne aufgehen wird, weil man es wieder und wieder erlebt hat, und man weiß, dass ein bedrängtes Mitglied der <em>classe politique</em> lügen wird, weil man es wieder und wieder erlebt hat.</p>
<p>Freuen Sie sich weiter wie eine Idiotin in die Kameras und in die Mikrofone hinein. Der größte Teil der aktiven Internetnutzer in der BR Deutschland hat Ihresgleichen gegenüber schon lange lange PLONK gesagt, <em>wenn sie überhaupt verstehen, was das bedeutet</em>. Und <em>das</em> liegt übrigens daran, <a href="http://tamagothi.wordpress.com/2009/06/22/letzte-erklarung/">was ihr christlich-demagogischer Wahlverein jeden Tag mit den Gestaltern des Internet anstellt</a>.</p>
<p>Verstehen Sie? <em>Sie sind draußen</em>. Das Internet ist nicht die Journaille, mit der sie es sonst zu tun haben. Da gibt es nicht nur Arschkriecher und Speichellecker. Gehen Sie in Ihren persönlichen, kleinen Internet-Sandkasten und spielen Sie da ein bisschen. Von mir aus können Sie dort im Sandkasten auch Ihre Brüste von einem Kindskopf aus der <a href="http://npd-blog.info/2009/08/11/der-grund-nicht-grun-zu-wahlen/">Partei für Pädagogen und Päderasten</a> in irgendwelchen Doktorspielen befummeln lassen. Es interessiert mich nicht, und es interessiert außerhalb ihrer <a href="http://netzpolitik.org/2009/cdu-plakate-darf-man-nicht-remixen/">gewalt- und propagandageilen</a> <a href="http://www.golem.de/0908/68966.html">Parallelgesellschaft</a> auch sonst niemanden mehr. Was Sie unter dem Internet verstehen, <a href="http://www.flickr.com/photos/46316635@N00/3809433444/in/pool-bundestagswahlsatire2009">haben wir schon lange verstanden</a>! Und deshalb verzichten wir auf Ihre virtuelle Gegenwart (man kann sich seine Netzlektüre ja zum Glück aussuchen, und das ist es auch, was Ihresgleichen nicht gefällt) und wenden uns erfreulicheren Dingen zu &#8212; wozu auch Satiren gehören, die das Leben unter der Herrschaft von Produkten der jüngeren Devolution etwas erträglicher machen.</p>
<p>Und niemand vermisst Sie und Ihresgleichen.</p>
<p>Ich finde, dass sie das wissen sollten.</p>
<p>Und ich bin im Gegensatz zu Ihresgleichen fair. Denn im Gegensatz zu den armseligen Gestalten aus Ihrer menschenfernen Parallelgesellschaft sage ich Ihnen ganz offen, was ich über Sie denke.</p>
<p>Und jetzt gehen Sie wieder zu Ihrem Bimbes-, Busen- und Bananenverein!</p>
<p>PLONK!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Lobotomie]]></title>
<link>http://tamagothi.wordpress.com/2009/08/09/lobotomie/</link>
<pubDate>Sun, 09 Aug 2009 02:22:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>Nachtwaechter</dc:creator>
<guid>http://tamagothi.wordpress.com/2009/08/09/lobotomie/</guid>
<description><![CDATA[Die Psychochirurgie erreicht ihre Erfolge, indem sie die Phantasie zerschmettert, die Gefühle abstum]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><blockquote>
<p>Die Psychochirurgie erreicht ihre Erfolge, indem sie die Phantasie zerschmettert, die Gefühle abstumpft, das abstrakte Denken vernichtet und ein roboterähnliches, kontrollierbares Individuum erschafft.</p>
<p><em>Walter Freeman, Psychiater, über seine eigene Arbeit</em></p>
</blockquote>
<p>Wer wissen will, was die so genannten &#8220;Menschenrechte&#8221; und das Gefasel von der so genannten &#8220;menschlichen Würde&#8221; in irgendwelchen Sonntagsreden wert sind, der braucht sich nur anzuschauen, wie unverbindlich derartige Werte dort werden, wo sich Menschen nicht mehr verwirtschaften lassen und keinen Widerstand gegen das zu leisten vermögen, was ihnen zwangsweise widerfahren gemacht wird.</p>
<p>Das heute vielen jüngeren Menschen eher unbekannte Wort &#8220;Lobotomie&#8221; bezeichnet einen chirurgischen Eingriff in das Gehirn eines Menschen, bei dem die Nervenbahnen zwischen dem Thalamus und dem Stirnhirn zusammen mit Teilen der grauen Substanz <em>zerstört</em> werden. Bei diesem gleichermaßen recht schnell und einfach durchzuführenden und auf andererseits irreversibel tiefen Eingriff kommt es zu einer Veränderung der Persönlichkeit bei gleichzeitiger Vernichtung der Emotionalität und jeglichen Antriebes. Das Verfahren wird heute nicht mehr angewendet. (Denn es gibt heute andere, reversiblere Verfahren mit einem ähnlichen Effekt, aber dazu später etwas mehr.) Als jedoch in den 1940er Jahren der Psychiater und Leiter der Psychiatrischen Klinik zu Washington D.C., Walter Freeman, ein einfach anzuwendendes chirurgisches Verfahren für die Lobotomie entwickelte, da wurde dieses zu einer Standardtechnik der Psychiatrie, das bis zur Mitte der 1950er Jahre vor allem in den englischsprachigen Staaten, aber auch in vielen anderen Staaten sehr häufig an solchen Menschen durchgeführt wurde, die man für psychisch krank hielt. Es wird geschätzt, dass das Freeman-Verfahren weltweit an einer Million Menschen angewendet wurde &#8212; genaue Daten sind nicht ermittelbar, weil sie niemals erfasst wurden.</p>
<p>Dies ist im Zusammenhang damit zu sehen, dass es infolge der Wirtschaftskrise und des Zweiten Weltkrieges mit seinen psychischen Traumatisierungen zu einem plötzlichen Anstieg psychischer Erkrankungen kam, die damals nicht medizinisch behandelt werden konnten. Die übliche &#8220;Behandlung&#8221; bestand darin, dass die Patienten zwangsweise aus der menschlichen Gemeinschaft herausgenommen, weggesperrt, in engen Zimmern zusammengepfercht wurden und Elektroschocks erhielten.</p>
<p>Als der Yale-Absolvent Walter Freeman aus durchaus humanitären Gründen nach einer Therapie für diese medizinischen &#8220;Fälle&#8221; suchte, stieß er auf eine Arbeit des portugiesischen Arztes Egaz Moniz, der für seine darin dargelegte Idee und die Entwicklung eines ersten Verfahrens übrigens im Jahre 1949 den <em>Nobelpreis für Medizin</em> verliehen bekam, und der in ebendieser Arbeit die Auffassung vertrat, dass man viele psychische Krankheiten heilen könnte, indem man im Gehirn die Nervenstränge vom Stirnlappen zum Thalamus durchtrennt. Offenbar war die Zeit für diese Form der &#8220;Behandlung&#8221; psychischer Krankheiten so &#8220;reif&#8221;, dass es jahrzehntelang niemandem auffiel, dass es <em>keine Studien über die Wirksamkeit</em> und mögliche unerwünschte Wirkungen eines solchen Verfahrens gab.</p>
<p>Die besondere Leistung Freemans bestand darin, ein sehr einfach anzuwendendes Verfahren zur Durchführung dieses Eingriffes zu finden und dieses Verfahren zu propagieren und in mehreren tausend Fällen selbst anzuwenden. Das Propagieren Freemans war dermaßen beflissen, dass er Operationen nach dem Freeman-Verfahren in Hörsälen und sogar im Fernsehen vorführte, um seine &#8220;optimale Behandlungsform&#8221; zu demonstrieren und mit einem Wohnwagen, den er als &#8220;Lobomobil&#8221; bezeichnete, von Klinik zu Klinik fuhr, um dort zu &#8220;operieren&#8221; und sein Verfahren zu lehren. Das Verfahren war in seiner Durchführung dermaßen einfach, dass Freeman zwei Dutzend Menschen am Tag lobotomieren konnte. Dieses offensive Auftreten führte dazu, dass die damaligen Zeitungen voll mit den Berichten über die &#8220;Wunderheilungen&#8221; Freemans waren &#8212; offenbar deckte sich der &#8220;Erfolg&#8221; der Freeman-Methode mit den Vorstellungen und Wünschen jener Menschen, die ihre verquarzte Gedankenwelt mittels einer Rotationsmaschine auf tote Bäume stempeln konnten und können und so zur <em>Deinung der Massen</em> machen konnten und <em>können</em>.</p>
<p>Beim Freeman-Verfahren der Lobotomie wird keine spezielle neurochirurgische Qualifikation benötigt. Auch die erforderlichen Instrumente sind preisgünstig und stellen keine besonderen Anforderungen an ihre Fertigung; Freeman verwendete anfangs einen <em>Eispickel</em>, später ein speziell gefertigtes Instrument, das einem Eispickel nachempfunden war. Dieses Instrument, welches man in solcher Verwendung eher in einer mittelalterlichen Folterkammer als in einen Operationsaal vermuten würde, wurde unter meist lokaler Anästhesie am Auge vorbei geführt, um mit einem leichten Stoß den dünnen Knochen im oberen Bereich der Augenhöhle zu durchstoßen und so in das Innere des Schädels, in das Gehirn eingeführt werden zu können. Hierzu musste nur ein Augenlid angehoben werden, um die Spitze des &#8220;chirurgischen Instrumentes&#8221; am Auge vorbeiführen zu können. War auf diese Weise der Weg in das Gehirn gebahnt, so wurde nach dem Erreichen einer <em>vom Arzt subjektiv bewerteten</em>, &#8220;richtigen&#8221; Eindringtiefe durch strokelnde, rotierende Bewegungen der &#8220;kranke&#8221; Teil des Gehirnes <em>zerstört</em>. Dieser Eingriff war nicht nur so einfach, dass er auch von Menschen ohne chirurgische Ausbildung ausgeführt werden konnte und auch <em>ausgeführt wurde</em>, er galt überdem als besonders <em>schonend</em>, musste doch nicht eigens der Schädel von oben geöffnet werden. Es blieb nicht einmal eine Narbe zurück, nur ein Bluterguss am Auge legte für einige Wochen Zeugnis davon ab, dass ein Eingriff in das Gehirn vorgenommen wurde. Und. Natürlich <em>auch</em> die irreversibel vernichtete Persönlichkeit des so &#8220;operierten&#8221; Menschen.</p>
<p>Kaum war ein solches, billig, einfach und am Fließband anzuwendendes Verfahren verfügbar, schon fanden sich auch viele &#8220;Krankheiten&#8221;, die damit &#8220;behandelt&#8221; werden konnten. Mit einer Lobotomie wurden immer wieder auch <em>ganz bestimmte</em> &#8220;Krankheiten&#8221; &#8220;geheilt&#8221;, wie etwa Kommunismus, Homosexualität, &#8220;asoziales Verhalten&#8221; oder auch einfach nur eine Unwilligkeit oder Unfähigkeit, den jeweiligen gesellschaftlichen Anforderungen Genüge zu tun. In der Tat lösten sich diese &#8220;Krankheiten&#8221; oft in Nichts auf, wenn aus einer lebhaften Persönlichkeit ein emotionsloser, sedierter und zu keiner eigenen Lebensäußerung mehr fähiger Funktionsmensch gemacht wurde. Und auf die gleiche Weise lösten sich auch alljene Krankheiten auf, die man heute noch als Krankheiten bezeichnen würde, etwa bestimmte Formen der Depression, Zwangsstörung und des posttraumatischen Belastungssyndroms. Sie verschwanden einfach zusammen mit der erkrankten Persönlichkeit, während die entkernte Hülle eines Menschen als noch verwertbares Formfleisch zurückblieb. Dass die so behandelten Menschen nicht gerade um Erlaubnis befragt wurden, sondern durch die <em>Verfügung anderer Menschen</em> der als Wissenschaft und Medizin getarnten <em>Barbarei</em> überantwortet wurden, versteht sich von selbst. Niemand, der noch bei Troste ist, lässt <em>das</em>. Mit <em>sich</em> machen.</p>
<p>Über ein Jahrzehnt lang konnte Walter Freeman seine Methode der Lobotomie anwenden und lehren, ohne dass es von medizinischer Seite, von staatlicher Seite oder von der Journaille und anderen Massenmedien zu einem Versuch kam, ihn daran zu hindern. Es gab keine Studien über die Erfolge und mögliche unerwünschte Auswirkungen des Verfahrens, nur subjektiv gefärbte Erfolgsberichte, die vor allem von Befürwortern und Praktizierenden der Lobotomie gesammelt wurden; es gab keine Spur von einer Wissenschaft, die diesen Namen verdient hätte. Es war einfach nur barbarische Willkür, ein am Fließband betriebener <em>Mord am Kern der Persönlichkeit</em> mit der Absicht, den <em>Körper</em> dabei möglichst in einem eher mechanischen Sinn lebendig, also weiterhin <em>funktionsfähig</em> und <em>verwertbar</em> zu halten.</p>
<p>Das eingangs gegebene Zitat Freemans ist übrigens frei von jeder Selbstkritik, er hat seine &#8220;medizinischen&#8221; &#8220;Erfolge&#8221; wirklich so gesehen, wie sie waren. Und. <em>Genau in dieser Form für gut befunden</em>.</p>
<p>Die massenhafte Lobotomie hörte erst in der Mitte der 1950er Jahre auf, als mit dem Neuroleptikum Chlorpromazin unter dem Markennamen Thorazine das erste wirksame Psychopharmakon in den USA verfügbar wurde &#8212; und seitdem werden hinter den Mauern, an denen die so genannten &#8220;Grundrechte&#8221; enden, in den psychiatrischen Kliniken, auch immer wieder schwer in den Stoffwechsel des Gehirnes eingreifende Medikamente verabreicht, um Menschen auf diese Weise sediert und gefügig zu halten. Es ist <em>bitter</em>, dass man diesen <em>Medikamentenmissbrauch durch Ärzte</em> als einen Fortschritt betrachten muss, wenn man nur ein paar Jahrzehnte zurückschaut.</p>
<p>Doch auch nach der Erfindung der Psychopharmaka wurde von US-amerikanischen Ärzten immer wieder die Lobotomie als eine günstige &#8220;Lösung&#8221; bestimmter Probleme vorgeschlagen.</p>
<p>Als es im Jahre 1967 in Detroit (Michigan) nicht nur das Henry-Ford-Museum, das Labor von Thomas Edison und die alte Werkstatt der Gebrüder Wright gab, sondern auch vorübergehende, aber schwere Rassenunruhen, da wurde im <em>Journal of the American Medical Association</em> ein Leserbrief der nicht nur am Kittel weißen Harvard-Autoren V. Mark, F. Ervin und W. Sweet abgedruckt. Diese sahen eine &#8220;fokale Gehirnstörung&#8221; als Ursache der Ausstände, und um weitere Unruhen zu verhindern, sollte es nach Meinung dieser Ärzte völlig ausreichen, diese &#8220;Ursache&#8221; <em>operativ zu entfernen</em>. Zwei dieser Autoren, Mark und Ervin, veröffentlichten im Jahre 1970 ihr Buch <em>Violence and the Brain</em>, in welchem sie die Lobotomie als <em>final solution</em> (!) für das Gewaltproblem vorschlugen, zum Beispiel zur Behandlung von Häftlingen, die sich nicht resozialisieren lassen. Auch, wenn dies nicht explizit erwähnt wurde, ist wohl nicht davon auszugehen, dass nach Meinung dieser ganz besonderen Menschenfreunde die so zu verkrüppelnden Menschen vorher um Erlaubnis gefragt werden sollten. Wo die Humanität das ärztliche Eingreifen erfordert, muss der von solchen Ideen besessene Arzt eben tätig und <em>tätlich</em> werden &#8212; das ist, um es mit den Worten des Psychiaters L. G. West zu dieser faschistoiden Idee zu sagen, eben ein &#8220;biosozialer Humanismus&#8221;. Später wurden solche &#8220;Argumentationen&#8221; &#8212; dem sich ändernden Zeitgeist entsprechend &#8212; noch um <em>wirtschaftliche Betrachtungen</em> angereichert; als etwa im Jahre 1979 der Psychiater H. Brown die Lobotomie zur &#8220;Rehabilitation&#8221; jugendlicher Straftäter empfahl, da wurde dieser Vorschlag unter besonderer Betrachtung der Tatsache diskutiert, dass eine solche &#8220;Wiedereingliederung in die Gesellschaft&#8221; doch mit einem Aufwand von 6.000 Dollar wesentlich <em>kostengünstiger</em> sei als eine lebenslange &#8220;Verwahrung&#8221;, die im Schnitt 100.000 Dollar kostet.</p>
<p>Wer angesichts dieses Rückblickes glaubt, dass die heutige Medizin frei von Barbarei sei, ist ein Traumtänzer &#8212; wie kommenden Generationen die jetzigen Zustände in der so genannten &#8220;Pflege&#8221;; in der (meist nicht stattfindenden) Palliativmedizin bei Sterbenden, die sich darauf beschränkt, die Menschen in ihrem angstvollen und ungelindert schmerzhaften Verrecken bis zum letzten Atemzug zu verwirtschaften; oder auch <em>immer noch in der Psychiatrie</em> erscheinen werden, das kann man heute schon sehen, wenn man einfach nur <em>hinschaut</em>.</p>
<p>Was es wohl bedeuten mag, dass nach einem Bericht des &#8220;Spiegel&#8221; (im Artikel &#8220;Abschied vom Kettenhemd&#8221; der Ausgabe 52/2002) die meisten Ärzte ihren Verwandten keine hochpotenten Neuroleptika verordnen würden, kann sich jeder selbst denken; vielleicht hilft solches Denken auch, anderen ärztlichen Verordnungen gegenüber angemessen kritisch zu sein und sich stets selbst zu informieren. Dass es zur Wirkungsweise von Neuroleptika kaum Grundlagenforschung gibt und dass zudem beinahe die gesamte Forschung ausschließlich durch die Hersteller der Medikamente finanziert wird, erinnert angesichts der breiten Anwendung dieser Medikamente <em>alarmierend</em> genug an den &#8220;wissenschaftlichen&#8221; Hintergrund bei der massenhaften Durchführung der Lobotomie.</p>
<p>Und wer <em>wirklich</em> glaubt, dass die so genannten &#8220;Menschenrechte&#8221; auch für jene Menschen eine Bedeutung und Wirksamkeit hätten, die unter der direkten oder &#8212; wegen existenzieller wirtschaftlicher Abhängigkeit &#8212; mittelbaren Verfügungsgewalt anderer Menschen stehen, sollte einmal nachschauen, ob er nicht zwischendurch <em>selbst das Opfer einer Lobotomie</em> geworden ist. Das zeitgemäße Verfahren der &#8220;Lobotomie durch Fernsehen und Massenmedien&#8221; scheint &#8212; wie ich immer wieder bei meinen Zeitgenossen feststellen muss &#8212; von verheerender Wirksamkeit zu sein.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Vom Wegwerfen der Menschen]]></title>
<link>http://tamagothi.wordpress.com/2009/07/25/vom-wegwerfen-der-menschen/</link>
<pubDate>Sat, 25 Jul 2009 13:15:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>Nachtwaechter</dc:creator>
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<description><![CDATA[Es ist schon ein bemerkenswerter Zug dieser Gesellschaft, dass jene (inzwischen recht wenigen) Mensc]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Es ist schon ein bemerkenswerter Zug dieser Gesellschaft, dass jene (inzwischen recht wenigen) Menschen, die sich dem allgemeinen Konformismus verweigern; die nicht in die vorgefertigten Schubladen passen wollen; die einfach nur sie selbst sein wollen; dass jene von den anderen Menschen so sehr ausgegrenzt werden, dass sie nur noch an sich selbst und an ihrem Verstand zweifeln können, ja, dass jene Individuuen irgendwann &#8212; und seien sie auch die fröhlichsten und lichtvollsten Gemüter &#8212; ihr Dasein als einen stinkenden Kadaver betrachten müssen, von dem sie sich durch einen Freitod befreien wollen. Menschen sind nun einmal soziale Wesen und gehen im <em>Irrsinn</em> ein, wenn man sie mitten unter anderen Menschen isoliert. Hier werden jeden Tag Menschen aus banalsten Gründen weggeschmissen, die einen wegen einer Zahnlücke oder einer Tätowierung, und die anderen wegen ihrer Kleidung. Und das. Fängt bereits in der Schule an. Jeder, der sich weigert, sein Sein und Schein an die industriell erstellten Vorbilder der Massenstanze der Massenmedien anzupassen, wird abgestraft, wird mit sozialem Druck dazu gedrängt, konform zu gehen, wird schließlich bei fortgesetzter Verweigerung ausgeschlossen, aus der Wahrnehmung ausgeblendet, weggeworfen, als Unperson betrachtet, durch die Verweigerung des Gedankens an seine Existenz <em>gedanklich getötet</em>.</p>
<p>Und. In den flackernden Evangelien des Konsumismus und von jeder Plakatwand herab wird die Ekstase des Genusses, die Freiheit und die durch Produktkauf erreichbare <em>Individualität</em> verkündet.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kurz verlinkt (49)]]></title>
<link>http://wwwut.wordpress.com/2009/07/24/kurz-verlinkt-49/</link>
<pubDate>Fri, 24 Jul 2009 02:31:51 +0000</pubDate>
<dc:creator>124c41</dc:creator>
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<description><![CDATA[Die Massenmedien im eigentlichen Sinn haben im wesentlichen die Funktion, die Leute von Wichtigerem ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><blockquote>
<p>Die Massenmedien im eigentlichen Sinn haben im wesentlichen die Funktion, die Leute von Wichtigerem fernzuhalten. Sollen die Leute sich mit etwas anderem beschäftigen, Hauptsache, sie stören uns nicht (wobei &#8220;wir&#8221; die Leute sind, die das Heft in der Hand halten). Wenn sie sich zum Beispiel für den Profisport interessieren, ist das ganz in Ordnung. Wenn jedermann Sport oder Sexskandale oder die Prominenten und ihre Probleme unglaublich wichtig findet, ist das okay. Es ist egal, wofür die Leute sich interessieren, solange es nichts Wichtiges ist. Die wichtigen Angelegenheiten bleiben den großen Tieren vorbehalten: &#8220;Wir&#8221; kümmern uns darum.</p>
</blockquote>
<p><a href="http://www.zmag.de/artikel/Warum-die-Mainstreammedien-Mainstream-sind" title="Unbedingt lesen!">Noam Chomsky &#8212; Warum die Mainstreammedien Mainstream sind</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Abschalten nach Gutsherrenart]]></title>
<link>http://wwwut.wordpress.com/2009/07/18/abschalten-nach-gutsherrenart/</link>
<pubDate>Sat, 18 Jul 2009 13:08:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>124c41</dc:creator>
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<description><![CDATA[Wer ein kleines, aber politisches Blog in der BRD betreibt, der kann was erleben! Zum Beispiel kann ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Wer ein kleines, aber politisches Blog in der BRD betreibt, der kann was erleben!</p>
<p>Zum Beispiel kann er erleben, dass der Server plötzlich überlastet ist. Bekanntermaßen ist jeder permanent mit dem Internet verbundene Computer ein &#8220;Opferrechner&#8221;, der beinahe in jedem Moment vielfältigen Angriffen ausgesetzt ist, die in ihrer Ernsthaftigkeit vom Kinderkram bis zur schweren Attacke gehen. Eine schwere Attacke ist zum Beispiel ein dDoS-Angriff, der zu einer Überlastung des Servers führt. Der Grund für die Überlastung eines Servers kann aber auch ein völlig anderer sein, zum Beispiel, dass gerade ein Inhalt von allgemeinem Interesse im Blog verfügbar ist, der viele Leser anzieht.</p>
<p>An sich ist in einem solchen Fall der Hosting-Provider für den Server zuständig &#8212; schließlich bezahlt man dafür. Dort hätte sich also jemand hinsetzen müssen, um die Ursache der extremen Last zu überprüfen und eventuell Gegenmaßnahmen einzuleiten. Zu diesen Gegenmaßnahmen kann eine vorübergehende Abschaltung ebenso gehören wie die vorübergehende Sperrung des Zugriffes für gewisse IP-Bereiche. Im Idealfall sollte der Hosting-Provider den Betreiber des Blogs mit einer kurzen, verständlich formulierten Mail auf den Sachverhalt aufmerksam machen. Bekanntlich geht ja jede Last irgendwann wieder vorbei.</p>
<p>Aber in der BRD, in der für Besitzende ein rechtsfreier Raum ist, während andere Menschen sich als rechtlose Bittsteller vor der gutsherrlichen Willkür hinstellen sollen, da sieht so etwas ganz anders aus. Zum Beispiel beim <a href="http://www.womblog.de/" title="Zurzeit nicht erreichbar">Womblog (Worte oder mehr)</a>, dass kürzlich vom Hosting-Provider völlig abgeschaltet wurde. Die dazu gegebene <a href="http://www.testarea12.de/?p=3772" title="Diese lässt sich hier nachlesen...">Begründung</a> ist mehr als hanebüchen:</p>
<blockquote>
<p>Kurz zur Info für Euch. Unser Provider hat uns kurzerhand vor “Die Tür gesetzt”. Seine Erklärungsversuche sind für uns nicht nach zuvollziehen. Erst einmal ist unser Womblog [Worte oder mehr] aus dem Netz verschwunden, aber nicht ganz. [...]</p>
<p>Technische Probleme sollten von unserer Seite ausgegangen sein. Es wurde sich aber keine Mühe gemacht diese zu recherchieren. Eben Kundenfreundlichkeit naturell! Stört! Weg damit!</p>
<p>Eine formlose E-Mail, mit Datenanhang meines Accounts, dass war alles! Seht zu, wie ihr klarkommt. [...]</p>
<p>Update: Angeblich hätte Womblog aufgrund irgendwelcher Plugins eine Serverauslastung von 800 Prozent erreicht, soweit die Aussage des Hosters, die um den Serverbetrieb aufrecht erhalten zu können, zur Löschung geführt hätten.</p>
<p>Nun ist diese Aussage nicht nachvollziehbar, da wir weder die Servertechnik kennen, noch ergründen können, ob es sich bei der genannten Auslastung tatsächlich um reguläre Zugriffe auf Womblog handelte.</p>
<p>Ein Blick in die Logfiles hätte Aufklärung bringen können, doch das hat der Hoster durch Löschung des Accounts verhindert.</p>
</blockquote>
<p>Ich sags ja: Hanebüchen begründet und kalt serviert. Jede Möglichkeit einer Überprüfung vernichtet. Vertrag ist, wenn der Kunde zu glauben und sich zu fügen hat. So sieht das mit dem Internet in der BRD aus, und betroffen sind von solchen Willkürakten immer wieder politische Blogger.</p>
<p>Nur, um das mal angemerkt zu haben.</p>
<p>Das Womblog wird in den kommenden Tagen zu einem neuen Hoster umziehen, und zwar hoffentlich reibungslos. Bis dahin sind die älteren Beiträge unter <a href="http://www.testarea12.de">http://www.testarea12.de</a> verfügbar, bis auch dieser Teil mit gutherrenhafter Willkür von einem geldherrlichen Hosting-Provider aus dem Internet entfernt wird.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Fit For Death]]></title>
<link>http://tamagothi.wordpress.com/2009/07/06/fit-for-death/</link>
<pubDate>Mon, 06 Jul 2009 16:13:10 +0000</pubDate>
<dc:creator>Nachtwaechter</dc:creator>
<guid>http://tamagothi.wordpress.com/2009/07/06/fit-for-death/</guid>
<description><![CDATA[Er ist so symptomatisch für diese Zeit: Der Geschäftsraum, an dem der Denkende und Fühlende vorüber ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Er ist so <em>symptomatisch</em> für diese Zeit: Der Geschäftsraum, an dem der Denkende und Fühlende vorüber geht. Überm Eingang die blende Reklame in freundlichen Farben, die diesen Raum als ein &#8220;Fittness-Studio&#8221; ausweist. Darinnen Menschen. Die an Maschinen stehen und mechanische Tätigkeiten ausführen, die sich <em>qualitativ</em> nicht von der abstrakten Arbeit unterscheiden, die aber im Unterschied zu dieser nicht entlohnt werden. Sondern sogar Geld kosten. Diese Menschen tun das, um sich <em>fitt</em> &#8212; das heißt zu Klardeutsch: <em>angepasst</em> &#8212; für die <em>richtige abstrakte Arbeit</em> zu machen, um ihren eigenen <em>Marktwert</em> zu erhöhen. Ebenso symptomatisch der Platz vor dem Eingang, der mit weißen Linien unterteilt ist. Ein Schild weist ihn als &#8220;Kundenparkplatz&#8221; des &#8220;Fittness-Studios&#8221; aus und winkt allen anderen Menschen, die dort ihr Auto abstellen wollen, mit dem dräuenden Abschlepphaken. Der Parkplatz ist wichtig, denn das &#8220;Fitness-Studio&#8221; steht ein wenig abseitig, und um aus den nächstliegenden Wohnquadern dorthin zu gelangen, müsste schon ein Fußweg von über vierzig Metern zurückgelegt werden. Das ist den Menschen, die Kunden eines solchen &#8220;Fitness-Studios&#8221; werden sollen, nun wirklich nicht zuzumuten. Denn diese Menschen. Die sich in dieser schweißgetränkten Selbstfolterkammer zu besseren <em>Batterien für den betrieblichen Produktionsprozess</em> machen wollen. Sie vermeiden in ihrer sonstigen Zeit jede noch so kleine Bewegung, sie würden sogar noch vom Fernseher zum Kühlschrank mit dem Auto fahren, wenn es dort nur eine Straße gäbe. Mit welcher tänzelnden Heiterkeit der Fühlende und Denkende doch an dieser Mühsal vorbeischlendern kann, in der sich die Menschen ihren Bewegungsdrang, ja, ihren Drang zum Leben abtöten! Und. Mit welcher Betrübnis!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Bei den zensierten Bloggern]]></title>
<link>http://tamagothi.wordpress.com/2009/06/27/bei-den-zensierten-bloggern/</link>
<pubDate>Sat, 27 Jun 2009 18:03:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>Nachtwaechter</dc:creator>
<guid>http://tamagothi.wordpress.com/2009/06/27/bei-den-zensierten-bloggern/</guid>
<description><![CDATA[Um zu sehen Was noch kommen wird Nahm er eine Zeitmaschine Zu reisen dorthin Da sich die zensierten ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Um zu sehen<br />
Was noch kommen wird<br />
Nahm er eine Zeitmaschine<br />
Zu reisen dorthin<br />
Da sich die zensierten Blogger treffen.</p>
<p>Eine <em>weite</em> Reise<br />
In die Zukunft<br />
War es nicht.</p>
<p>Kaum stieg er aus<br />
Da war er überrascht<br />
Ob des hellen bunten Ortes<br />
Da sie beisammen saßen.<br />
Und. Auch des<br />
Heitren Miteinanders<br />
Im Exil.</p>
<p>Sie saßen lautstark beieinander:<br />
Ein jeder twitterte und bloggte;<br />
Man machte weiter wie gehabt.<br />
Doch bald schon wurde er bemerkt,<br />
Der Neue.<br />
Und. Man war froh<br />
Wegen frischen neuen Geistes &#8211;<br />
Denn auch im Lachen fühlten sie die Ödnis.</p>
<p>Doch<br />
Noch bevor er sprechen konnte<br />
Zu stellen seine Fragen<br />
Hoben sie schon an<br />
Ihn zu begrüßen:<br />
&#8220;Willkommen bei den Bloggern im Exil!&#8221;,<br />
Sagte der eine.<br />
&#8220;Sitz bei uns,<br />
Wir schlagen dich mit Rat!&#8221;<br />
Keine Pause, schon ein andrer:<br />
&#8220;Schreib nicht so lange Texte,<br />
Am Bildschirm liest man ungern!&#8221;<br />
Er musste es wohl wissen,<br />
Ihn las ja damals jeder.<br />
Ein Vierter sprach:<br />
&#8220;Bring Videos und Witz,<br />
Das gibt dir noch mehr Leser!&#8221;;<br />
Und ein Fünfter:<br />
&#8220;Der letzte Schrei der Technik<br />
Ist stets ein gutes Thema.&#8221; &#8211;<br />
das iPhone trägt er hier selbst noch.<br />
&#8220;Vergiss niemals zu twittern<br />
Es verdoppelt deinen Traffic!&#8221;,<br />
sprach ein Sechster,<br />
gleich gefolgt von einem Siebten:<br />
&#8220;Medien, Film und Fernsehn<br />
Ists, was jeden intressiert,<br />
Schreib dazu, der Erfolg ist dir gewiss.&#8221;</p>
<p>So sprachen sie<br />
Pausenlos vom Bloggen<br />
Und hörten gar nicht erst<br />
Was der Besucher wollte.</p>
<p>Und in einer kleinen Pause<br />
Des unentwegten Schwatzens<br />
Meldete<br />
Aus einer dunklen Ecke<br />
<em>Einer</em> sich dazwischen.<br />
Er hatte kein Gesicht mehr.<br />
Seine Stimme schrie im Flüstern<br />
Und stellte doch nur eine Frage:<br />
&#8220;Neuling,<br />
Hast du deine Leser<br />
Ausgestattet?&#8221;</p>
<p>&#8220;Sag, Gesichtsloser,<br />
Was meinst du nur mit &#8216;ausgestattet&#8217;?&#8221;<br />
Sprach der Reisende erstaunt.</p>
<p>&#8220;Haben sie <em>von dir</em> gelernt,<br />
Dass ihre Trübsal nicht allein ist?<br />
Und? Dass man<br />
Ihr widerstehen kann?<br />
Ja? Muss?<br />
Wissen sie,<br />
Jetzt,<br />
Wo sie dich nicht mehr haben,<br />
Selbst sich auszudrücken?<br />
Aus ihrem eignen Leben?<br />
Kennen sie deine Texte?<br />
Werden sie in den Archivdiensten<br />
Danach suchen?<br />
Sie anderen als Tipp zustecken?<br />
Dass die Namenlosen<br />
Eine Stimme sich schaffen?<br />
Haben sie<br />
Gelernt, den Medien zu misstrauen?<br />
Und? Die Lügen der Herrschaft<br />
Jeden Tag aktiv<br />
Zu korrigieren?<br />
Auch ohne dich?<br />
Oder war alle deine Mühe<br />
Ein Wölklein Staub im Wind,<br />
Hinfortgeblasen<br />
Vom Sturm<br />
Des immer wieder Neuen?&#8221;,<br />
das war seine leise Antwort.</p>
<p>Am hellen Tisch der Lautestete,<br />
Leise geworden, sagte er:<br />
&#8220;Das sind die,<br />
Denen das Bloggen <br />
Nicht ein Selbstzweck war;<br />
Die, denen man mit ihrem Blog<br />
Auch ihr Lebenswerk zerstörte.<br />
Leise und ohne Gesicht<br />
Sind sie unter uns.&#8221;<br />
Am Ort<br />
Da sich die zensierten Blogger treffen<br />
War das Gespräch<br />
Verstummt.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kurz verlinkt (46)]]></title>
<link>http://wwwut.wordpress.com/2009/06/04/kurz-verlinkt-46/</link>
<pubDate>Thu, 04 Jun 2009 13:46:24 +0000</pubDate>
<dc:creator>124c41</dc:creator>
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<description><![CDATA[Fast jeder kennt diese als Zeitung getarnten, kostenlosen Blätter, die meist wöchentlich in die Brie]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Fast jeder kennt diese als Zeitung getarnten, kostenlosen Blätter, die meist wöchentlich in die Briefkästen gesteckt werden und ein bisschen Journalismus nachahmen, um Reklame unter die Menschen zu bringen. Hinter dieser besonderen Werbeform steht die Einsicht der Werber, dass nur eine weniger intelligenzbegabte Minderheit der Menschen bereit ist, Werbung zu lesen, dass aber fast jeder bereit ist, eine Zeitung zu lesen, wenn man sie ihm gibt, Welche Interessen <em>wirklich</em> hinter diesen Blättern stehen, wird nur sehr selten so richtig deutlich. Manchmal &#8212; vor allem bei lokalen Themen mit direktem Bezug zum Leben der Menschen &#8212; <a href="http://lindenloewe.de/2009/06/04/ich-kotze-in-die-zeitung/" title="Lies!">wird es aber so überdeutlich, dass einem angesichts des geldgeilen und lebensverachtenden Zynismus, der einem aus fast jeden Wort des Hirnpfluges entgegenschlägt, das kalte Kotzen kommt</a>.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die frühe Wurzel]]></title>
<link>http://tamagothi.wordpress.com/2009/06/04/die-fruhe-wurzel/</link>
<pubDate>Wed, 03 Jun 2009 23:01:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>Nachtwaechter</dc:creator>
<guid>http://tamagothi.wordpress.com/2009/06/04/die-fruhe-wurzel/</guid>
<description><![CDATA[Die Gesamtheit der Maßnahmen zum so genannten &#8220;Jugendschutz&#8221; haben ein künstliches und g]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Die Gesamtheit der Maßnahmen zum so genannten &#8220;Jugendschutz&#8221; haben ein künstliches und gewaltsames Gepräge, es sind strafbewehrte Maßnahmen der Zensur und Vorenthaltung, die den davon betroffenen, jungen Menschen das volle Lebensrecht eines Menschen abzusprechen trachten. Darin spiegelt sich wider, dass die Idee der &#8220;Jugend&#8221; und wohl auch die Idee der &#8220;Kindheit&#8221; als unreife und zu schützende Phase des Menschseins eine künstliche, unnatürliche, vielleicht sogar <em>kranke</em> zivilisatorische Idee ist, die nur durch Anwendung staatlicher Gewalt aufrecht erhalten werden kann. Im gleichen Maße, in dem direkte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche eine besondere Ächtung erfahren hat, ist die institutionalisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in der Form einer recht weit gehenden Entrechtung und künstlich erzwungenen Unselbstständigkeit als gesellschaftliche Norm etabliert worden, was heute so weit geht, dass man Menschen abspricht, dass sie vollwertige, mit voller Verantwortung und vollem Existenzrecht ausgestattete Menschen seien, bevor sie nicht eine zahlenmäßig festgelegte Spanne an Lebenstagen vollendet haben. Mit dieser Vorgehensweise wird dem Menschen vom frühesten Moment seines Lebens an und über die prägenden Jahre hinweg ein Eindruck jener überwältigenden und jeden Widerstand zwecklos machenden Gewalt eingestempelt, der den Menschen zum leicht verwertbaren Objekt des staatlichen und wirtschaftlichen Herrschaftsanspruches macht. Wer vom Menschenrecht und von der Freiheit spricht und gleichzeitig jungen Menschen beides vorenthält, um sie in Zwangsmaßnahmen und &#8220;schützender&#8221; Zensur zu knechten, der wünscht nicht Recht und Freiheit, sondern früh in Unterwürfigkeit geübte Restmenschen, die im Krisenfall nicht ans eigenständige Handeln als ersten Impuls des Seins gewöhnt sind, sondern verantwortungslos nach der Knute schreien, die sie zerstört. Kaum eine zivilisatorische &#8220;Errungenschaft&#8221; ist ein so guter Nährboden für faschistoide Gesellschaften wie der so genannte &#8220;Jugendschutz&#8221;. Wohl auch deshalb. Waren die Idealbilder der Mutterschaft und der Kindheit in so auffälligem Maße wesentlich für die areiligiöse Ikonografie der nationalsozialistischen Barbarei.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Tinnef (45)]]></title>
<link>http://wwwut.wordpress.com/2009/05/26/tinnef-45/</link>
<pubDate>Mon, 25 May 2009 23:21:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>124c41</dc:creator>
<guid>http://wwwut.wordpress.com/2009/05/26/tinnef-45/</guid>
<description><![CDATA[Genau darauf haben wir doch alle die ganze Zeit gewartet: Dass uns die Werber der heutigen Zeit die ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img alt="Coca-Cola Nostalgie-Blechschild - 4 vorgestanzte Löcher zum Befestigen - Maße ca. 50 x 25 cm bzw. 45 x 30 cm. - je 4,99 Euro" height="882" hspace="4" src="http://wwwut.files.wordpress.com/2009/05/nostalgie-blechschild.jpg?w=450&#038;h=882" vspace="4" width="450" /></p>
<p>Genau darauf haben wir doch alle die ganze Zeit gewartet: Dass uns die Werber der heutigen Zeit die Werbung der vergangenen Zeit wie ein &#8220;Schmuckstück&#8221; aufbereiten, damit wir uns damit die Wände unserer Wohnquader vollhängen können. Natürlich für ein Produkt, die es noch gibt &#8212; wenn auch inzwischen ganz ohne zugefügtes Kokain, aber dafür umso zuckriger. Ist ja aus der Sicht eines Werbers zu bedauerlich, dass die privaten Bereiche der Menschen immer noch frei von der Pest der sonst so <a href="http://spam.tamagothi.de/2007/03/24/die-allgegenwart-der-werbung/" title="Die Allgegenwart der Werbung">allgegenwärtigen</a> Reklame sind. Und wer sich so etwas an die Wand hängt, kriegt dafür nicht etwa Geld, sondern <em>soll dafür auch noch bezahlen</em>. Eine ganz <em>tolle</em> Idee. Eine Idee, die die Welt nicht gebraucht hat.</p>
<p><em>Quelle des Scans: Aktuelle Postwurfsendung des Gestapoladens (vollständige Überwachung und Entrechtung der Mitarbeiter) Lidl.</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kurz verlinkt (44)]]></title>
<link>http://wwwut.wordpress.com/2009/05/25/kurz-verlinkt-44/</link>
<pubDate>Mon, 25 May 2009 00:50:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>124c41</dc:creator>
<guid>http://wwwut.wordpress.com/2009/05/25/kurz-verlinkt-44/</guid>
<description><![CDATA[Der ganze “soziale Bereich” und “Gesundheitsbereich” lebt von der Ausbeutung seiner Mitarbeiter, vor]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><blockquote>
<p>Der ganze “soziale Bereich” und “Gesundheitsbereich” lebt von der Ausbeutung seiner Mitarbeiter, vor allem der nicht studierten und vor allem der weiblichen. Und was fällt den Krawattenträgern in den Parlamenten, Instituten und Vorständen ein? Richtig: Den Gürtel enger schnallen und im sozialen Bereich sparen. [...]</p>
<p>Ich will sie alle auf der Straße sehen, Männer und Frauen, je mehr und je länger desto besser. Die Altenheime, Krankenhäuser, Kitas und Sozialeinrichtungen sollen so lange dicht machen, bis sich wirklich etwas ändert in dieser Republik. Dazu brauchen wir allerdings vor allem mutige Frauen, die sich nicht auch noch für die letzte Konsequenz der untragbaren Zustände verantwortlich machen lassen.</p>
<p>Laßt euch nicht suggerieren, die Leidtragenden solcher Streiks seien eure “Opfer”. Sie sind wie ihr einfach Kostenfaktoren, die klein gehalten oder eliminiert werden müssen.</p>
</blockquote>
<p><a href="http://feynsinn.org/?p=1117" title="Unbedingt ganz lesen!">&#8220;Ein bisschen mit Kindern spielen&#8221; bei Feynsinn</a> &#8212; der Lesebefehl des Tages!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Du bist der Bedrohte]]></title>
<link>http://wwwut.wordpress.com/2009/05/23/du-bist-der-bedrohte/</link>
<pubDate>Sat, 23 May 2009 01:52:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>124c41</dc:creator>
<guid>http://wwwut.wordpress.com/2009/05/23/du-bist-der-bedrohte/</guid>
<description><![CDATA[Wichtiger Nachtrag [Quelle]: Heute hat sich im Netz eine Diskussion um die Website www.DubistTerrori]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><strong>Wichtiger Nachtrag</strong> [<a href="http://alexanderlehmann.blogspot.com/2009/05/drohende-klage.html">Quelle</a>]:</p>
<blockquote><p>Heute hat sich im Netz eine Diskussion um die Website www.DubistTerrorist.de entwickelt, die im wesentlichen auf Missverständnissen beruhte. Michael Trautmann, Geschäftsführer von kempertrautmann, und Alexander Lehmann, Initiator der Seite www.DubistTerrorist.de haben miteinander telefoniert und die Angelegenheit gütlich geklärt. Das Ergebnis: “Du bist Deutschland” wird nicht gegen Nutzung der Domain www.DubistTerrorist.de vorgehen. Adaptionen und Satiren der Kampagne hat es immer gegeben, und die Verwendung von &#8220;Du bist&#8230;&#8221; ist allgemein auch nicht geschützt.</p>
<p>Anders steht es um die Persönlichkeitsrechte der Kinder, die auf den Motiven der Kampagne &#8220;Du bist Deutschland&#8221; abgebildet sind. Sie gilt es im Rahmen der Fürsorgepflicht zu schützen; die Eltern der Kinder haben der Nutzung auch nur im Rahmen der Kampagne zugestimmt. Alexander Lehmann versprach daher, die Kinderbilder der Kampagne kurzfristig von seiner Website zu entfernen. um die Persönlichkeitrechte der Kinder zu wahren.</p>
<p>Inhalte von www.DubistTerrorist.de wurden im Telefonat nicht thematisiert, &#8221; Du bist Deutschland&#8221; bezieht hierzu keine Stellung.</p></blockquote>
<p>Der folgende, gereizte Eintrag bleibt hier aus Archivgründen unverändert erhalten:</p>
<p>Du bist Deutschland. Du hat die Beglückungsideen der Werber, der neoliberalen Volksverblöder und der p&#8217;litischen Kaste kritiklos und dankbar hinzunehmen. Denn dein Schweigen kann einen Volkssturm auslösen. Du bist der schweigende Schmetterling, der den Sturm auslöst. Du bist der Baum, der umgerissen und entwurzelt wird. Und du bist das Blatt, das zu Boden fällt und sich dort braun färbt. Du denkst, wie du sollst: positiv, also gar nicht. Denn du weißt, dass aus deinem Schweigen ein ganzer Chor wird, der die immer gleichen Lügen brüllt. Warum schwenkst du Fahnen? Weil du genau weißt, dass du in dieser Scheiße keine eigene Persönlichkeit mehr zu haben hast, dass aus deiner Namenlosigkeit eine ganze feige Armee wird, die bereit ist, ihre Stiefel im Schnee zu proben. Du bist Deutschland. Du bist die ganze Scheiße in Deutschland.</p>
<p>Und wenn du das alles anders siehst, nicht mitmachen willst und das auch noch <a href="http://www.dubistterrorist.de/">im Internet mitteilst</a>, wenn du ausgerechnet am <em>Geburtstag des Grundgesetzes der BRD</em> an so eine unverbindliche Prosa wie die so genannten &#8220;Grundrechte&#8221; glaubst, <a href="http://netzpolitik.org/2009/du-wirst-abgemahnt-de/">denn wirst du eben abgemahnt</a>.</p>
<blockquote><p>Lehmann wird aufgefordert, jegliche Bezüge zur “du bist deutschland” &#8211; Kampagne zu entfernen und die Adresse dubistterrorist.de nicht mehr zu verwenden. Er hat drei Tage Zeit, alles wie gewünscht zu entfernen. Als Begründung wird das Markenrecht an “Du bist Deutschland” genannt.</p></blockquote>
<p>Eine Zensur findet nicht statt, solange keine unerwünschte Äußerung stattfindet. Du wirst deutschland gemacht, du hast Deutschland zu sein. Du bist mundtot, Deutschland.</p>
<p>Und dir ist manchmal echt nur noch zum Kotzen zumute.</p>
<p><em>Übrigens</em>: Dass diese sich so staatstragend gebenden Schurken der professionellen Lügenagentur &#8212; was ist Reklame anderes als mit psychologischer Perfidie vorgebrachte Lüge? &#8212; KemperTrautmann (nur echt mit der Binnenmajuskel) auch die Aufgabe der Domain &#8220;DuBistTerrorist&#8221; fordern, weil das ihr Markenrecht an &#8220;Du bist Deutschland&#8221; verletzte, spiegelt sehr deutlich wieder, was für ein Bild diese Halunken von &#8220;Deutschland&#8221; haben, nämlich eines, das man mit &#8220;Terrorismus&#8221; verwechseln kann. Das ist doch das schönste Geschenk, das dem Grundgesetz zu seinem Geburtstag gemacht werden konnte. Allerdings: In einem Deutschland, in dem solche Typen mit ihrem Geld andere Menschen einschüchtern können, um ihre einseitigen Interessen durchzusetzen, in einem solchen Deutschland kann man den Staat schon einmal mit Terrorismus verwechseln.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[I strongly recommend/K wie B]]></title>
<link>http://schiessenbaby.wordpress.com/2009/05/08/i-strongly-recommendk-wie-b/</link>
<pubDate>Fri, 08 May 2009 17:32:48 +0000</pubDate>
<dc:creator>schiessenbaby</dc:creator>
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<description><![CDATA[100 Zeilen Hass/DRkb Maxim Biller ist im SZ-Magazin zum Thema &#8220;Wozu Zeitung?&#8221; natürlich ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><strong>100 Zeilen Hass/DRkb</strong><br />
Maxim Biller ist im SZ-Magazin zum Thema &#8220;Wozu Zeitung?&#8221; natürlich für den Hass zuständing, für die Forderung nach Meinung und Non-Konformismus. Allerdings unter &#8220;<a href="http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/29188">K wie Konfromismus</a>&#8220;. Biller schreibt von Gleichen, Un-Gleichen, vom Judentum Tucholsky, Kischs und Kraus&#8217;, vom Aufstand der Migranten und träumt von &#8220;dandyhaften Achtzigerjahrehonoraren&#8221;. Das nennt er Revolution. Schärfer, pointierter, geistreicher und mit mehr Eleganz vorgetragen ist immer unterstützenswert. REVOLUTION!</p>
<p><strong>BB in R</strong><br />
Eine kurze Empfehlung: Tocotronics Jan Müllers Zweitband <a href="http://www.bierbeben.de">Das Bierbeben</a> spielt am nächsten Freitag in der <a href="http://www.dieregistratur.de/veranstaltung.php?id=1009">Registratur</a>. Dazu wird noch der wunderbare T. Raumschmiere auftreten. SCHLAG DEINEN FERNSEHER KAPUTT! </p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wozu Zeitung?]]></title>
<link>http://stepanovic.wordpress.com/2009/05/08/wozu-zeitung/</link>
<pubDate>Fri, 08 May 2009 10:31:26 +0000</pubDate>
<dc:creator>Lara</dc:creator>
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<description><![CDATA[Wozu Zeitung? Das Internet macht Druck, die Auflagen schwanken, die Einnahmen sinken. Die klassische]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Wozu Zeitung? Das Internet macht Druck, die Auflagen schwanken, die Einnahmen sinken. Die klassische]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Vor Feigheit gestunken]]></title>
<link>http://wwwut.wordpress.com/2009/04/11/vor-feigheit-gestunken/</link>
<pubDate>Sat, 11 Apr 2009 01:19:24 +0000</pubDate>
<dc:creator>124c41</dc:creator>
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<description><![CDATA[Gauweiler (CSU) spricht im Spiegel: &#8220;Manchmal haben wir vor Feigheit gestunken&#8221; &#8212; ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Gauweiler (CSU) spricht im Spiegel: &#8220;<a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,618360,00.html">Manchmal haben wir vor Feigheit gestunken</a>&#8221; &#8212; wie GAUweiler, das merkst du <em>jetzt erst</em>? Jetzt, wo dieses tolle, von dir im Spiegel so deutlich kritisierte System langsam den Bach runtergeht, nachdem es dir über Jahre hinweg ein hübsches Leben ermöglicht hat? Man könnte ja fast denken, dass du befürchtest, dass dir in kommenden gesellschaftlichen Entwicklungen die Felle wegschwimmen. Und da gibst du rasch ein paar wohlfeile Wörtchen Einsicht in die Mikrofone der Journaille von dir, auf dass sie millionenfach im Blätterwald widerhallen. Klingt ja auch echt irre einsichtig, aber ob sich im Kopfe Einsicht breit gemacht hat, das wird sich daran zeigen, wie du in Zukunft <em>handelst</em>. Also so in der allernächsten Zukunft, zum Beispiel <em>jetzt</em>. Um die von dir beschriebene <a href="http://www.deutschland-debatte.de/2009/04/10/wie-gesetzeskonform-sind-parteien/">Parteienmafia</a> gar nicht erst entstehen zu lassen, kannst du dir <a href="http://demokratie.mine.nu/">aus dem Internet ein paar wertvolle Anregungen abholen</a>, ganz kostenlos und sehr einfach. Und denn musst du nur noch etwas tun, statt mit deiner &#8220;Christlich Stalinistischen Union&#8221; wie bisher weiter zu machen. Dann erst erhalten deine Worte ein bisschen mehr Gewicht als das allzu leichte Geschwätz der üblichen p&#8217;litischen Lügen. Bis dahin wird dich jeder als das betrachten, was du bislang immer warst: Ein verlogenes Stück P&#8217;litiker.</p>
<p><a href="http://blog.fefe.de/?ts=b721a24c"><em>via Fefe</em></a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Merkur]]></title>
<link>http://tamagothi.wordpress.com/2009/04/03/merkur/</link>
<pubDate>Thu, 02 Apr 2009 23:37:39 +0000</pubDate>
<dc:creator>Nachtwaechter</dc:creator>
<guid>http://tamagothi.wordpress.com/2009/04/03/merkur/</guid>
<description><![CDATA[Wer sich bilden will, muss zuerst einmal zu zweifeln verstehen, denn der Zweifel im Geist führt zur ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><blockquote>
<p>Wer sich bilden will, muss zuerst einmal zu zweifeln verstehen, denn der Zweifel im Geist führt zur Entdeckung der Wahrheit.</p>
<p><em>Aristoteles</em></p>
</blockquote>
<p>Der Planet Merkur ist in unserem Sonnensystem derjenige Planet, der den geringsten Abstand zur Sonne aufweist. Weil er so nahe an der scheinbaren Sonnenscheibe steht, kann er nur kurz vor Sonnenaufgang oder kurz nach Sonnenuntergang in der Dämmerung gesehen werden. Die Umgangssprache der alten Griechen gab diesen beiden Erscheinungen des Merkur zwei verschiedene Namen; sie nannten unseren Merkur &#8220;Apollo&#8221;, wenn er morgens sichtbar wurde, sie nannten ihn hingegen &#8220;Hermes&#8221;, wenn er abends sichtbar wurde. Dass es sich dabei um das selbe Objekt handelte, haben allerdings noch die griechischen Astronomen herausgefunden, es lag keineswegs auf der Hand.</p>
<p>Der Philosoph Heraklit, von dem nur wenig Text erhalten ist und dessen spekulatives Weltbild aus heutigem Wissenstand heraus oft ein wenig kindisch wirkt, hat aus dieser Tatsache und der ähnlichen Erscheinung beim Planeten Venus einen für seine Zeit bemerkenswerten Schluss gezogen: Er kam zu der Auffassung, dass Merkur und Venus wohl nicht um die Erde, sondern um die Sonne kreisen müssten.</p>
<p>Um diesen Gedanken überhaupt denken zu können, musste Heraklit bereit sein, das gängige kosmologische Modell seiner Zeit im Zweifel zu ziehen. Nach diesem gedanklichen Schritt fand sich schnell ein anderes Modell, das potenter war, die beobachteten Erscheinungen im Kosmos zu erklären. Vor Heraklit hatten sich gewiss Tausende von Menschen Gedanken über diesen einen Aspekt ihrer Umwelt gemacht, haben sich gefragt, warum Merkur und Venus immer nur in Sonnennähe sichtbar wären, aber nur die wenigsten von ihnen werden mit vergleichbarem Mut den <em>richtigen</em> Gedanken gedacht haben, denn sie ordneten alle Erscheinungen in ihrem kulturell bedingten Erklärungsmodell ein &#8212; und zwar ohne ein besonderes Bewusstsein darüber zu haben, dass sie auf diesem Weise in einem <em>Glaubenssystem</em> gefangen blieben. Wie zählebig dieses Glaubenssystem war, zeigt sich unter anderem darin, dass Heraklit trotz seiner Einsicht in einen Teil der wirklichen Verhältnisse das geozentrische Modell des Kosmos nicht aufgab.</p>
<p>[<em>Übrigens sollte niemand aus heutiger Sicht zur Auffassung gelangen, dass die Erscheinungen des gestirnten Himmels den damaligen Menschen so fremd waren, wie sie es heute vielen heutigen Menschen geworden sind. In einem Umfeld, dass keine abstrakten Massenmedien und kein künstliches Licht kennt, ist der nächtliche Sternenhimmel mit allen seinen Erscheinungen eine ständige Anregung für den Geist und die Psyche; ein Teil der unmittelbar erlebten Wirklichkeit des eigenen Daseins. Wie sehr die damaligen Menschen das Geschehen am Firmament als psychische Spiegelfläche ihres eigenen Daseins empfanden, zeigt sich bis heute im unverhohlen astralen Charakter der überlieferten ursprünglichen Religion, und der Aberglaube der heutigen Astrologie ist ein immer noch psychisch wirkmächtiger Abklatsch der damaligen, psychisch verständlichen, aber objektiv falschen Deutungen -- ebenso wie die viel leichter erträgliche Tatsache, dass die Planeten noch heute die Namen der längst auf dem Müllhaufen obsoleter Zivilisation geworfenen Gottheiten tragen.</em>]</p>
<p>Der Planet Merkur hat sich später noch ein zweites Mal als sehr anregend für den Fortschritt des menschlichen Weltverständnisses erwiesen.</p>
<p>Dieser Planet ist nicht nur der sonnennächste unter den Planeten, seine Bahn um die Sonne weist auch besonders starke Abweichungen von der Kreisform auf, sie ist stark elliptisch. Auf ihrem sonnennächsten Punkt, dem Perihel, führt die Bahn den Planeten rund 46 Millionen Kilometer nahe an die Sonne heran, auf ihrem sonnenfernsten Punkt, dem Aphel, sind es rund 70 Millionen Kilometer. Perihel und Aphel kreisen, wenn man sich diese beiden abstrakten Orte der Bahn einmal als Punkte denkt, mit geringer Geschwindigkeit um die Sonne.</p>
<p>Im 19. Jahrhundert glaubten die meisten Wissenschaftler, dass die Gesetzmäßigkeiten, nach denen sich die Gestirne im Weltraum bewegen, durch die Newtonsche Physik vollständig bekannt seien. Doch die astronomischen Beobachtungen Merkurs ließen sich trotz aufwändiger Rechnungen nicht im Einklang mit den Gesetzen der Gravitation bringen.</p>
<p>Nun schien jeder Zweifel an der Newtonschen Mechanik absurd. Denn diese erklärte jede andere Beobachtung der damaligen Zeit mit großer Genauigkeit.</p>
<p>Deshalb ging man davon aus, dass eine weitere, noch unbekannte Kraft auf die Merkurbahn einwirken müsse. Und die im Rahmen der bekannten Physik nahe liegendste Idee war es, einen bislang unentdeckten Planeten anzunehmen, der durch seine Gravitation Einfluss auf die Bahn des Merkur nimmt und so die beobachteten Störungen hervorruft. Dass ein noch sonnennäherer Planet als Merkur sich über Jahrtausende hinweg der Beobachtung entziehen konnte, verwunderte dabei nicht besonders &#8212; schon die Beobachtung des Merkur ist nur in der Dämmerung möglich und deshalb schon etwas schwierig.</p>
<p>Zudem gab es in Neptun bereits einen Planeten, der in gleicher Weise auf Grund von sonst unerklärlichen Bahnstörungen von benachbarten Planeten vorhergesagt und schließlich auch entdeckt wurde &#8212; ein wahrer Triumph der Newtonschen Physik, wobei allerdings auch das Glück ein wenig mithalf, weil John Couch Adams und Urbain Jean Joseph Le Verrier sich bei der recht komplexen Analyse der großen Bahnunstimmigkeiten des Uranus und der kleineren Unstimmigkeiten in den Bahnen Jupiters und Saturns <em>verrechnet</em> hatten, so dass Johann Gottfried Galle und Heinrich Louis d’Arrest den Neptun eher zufällig in der Nähe der prognostizierten Position vorfanden. Immerhin, die Methodik war gut und <em>diese Kleinigkeit mit dem Rechenfehler</em>, der angesichts der in mühsamer Handarbeit gelösten, komplexen Systeme nichtlinearer Differentialgleichungen völlig verständlich war, sie wurde eher ein wenig unter den Teppich gekehrt&#8230;</p>
<p>Kein Wunder also, dass das Problem der Merkurbahn auf die gleiche Weise angegangen wurde.</p>
<p>Am 2. Januar 1860, gut anderthalb Jahrzehnte nach dem prognostischen Erfolg, der zur Entdeckung des Planeten Neptun führte, erklärte Le Verrier in einer Vorlesung, dass sich die anomale Merkurbahn durch die Annahme eines weiteren Planeten innerhalb der Merkurbahn oder vielleicht auch durch einen zweiten Asteroidengürtel zwischen Sonne und Merkurbahn erklären ließe.</p>
<p>Wieso zwischen den beiden Prognosen Le Verriers, einer Vorhersage des transuranischen Planeten und einer Vorhersage eines innermerkurischen Planeten, <em>fast 15 Jahre</em> lagen? Nun, das findet eine eher banale Erklärung: Er scheint einfach nicht selbst auf diese Idee gekommen zu sein. Denn im Jahre 1859 erhielt er einen Brief vom Amateur-Astronomen Lescarbault, in welchem er dem berühmten Astronomen davon berichtete, dass er einen runden, schwarzen Fleck vor der Sonne vorbeiziehen sah, der möglicherweise ein Planet sein könnte. Aus den mitgeteilten Beobachtungsdaten errechnete Le Verrier eine Bahn des Planeten und erinnerte sich in diesem Moment wohl an das leidige theoretische Problem mit der Merkurbahn. Da der hypothetische Planet nach Le Verriers Berechnungen allein nicht für die Abweichung in der Merkurbahn verantwortlich sein konnte, kam Le Verrier auf die Idee, dass es in direkter Sonnennähe eine Ansammlung von Objekten geben könnte, die dem damals längst bekannten Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter ähnlich sei &#8212; der scheinbar in einem Sonnendurchgang beobachtete Körper könnte eines der größeren Objekte darin sein. Dieser noch zu entdeckende Planet bekam von Le Verrier den Namen &#8220;Vulcan&#8221;. [<em>Von dort kann Mr. Spock allerdings kaum kommen, er würde von ionisierender Strahlung und der großen Hitze regelrecht gegrillt worden, bevor er die Enterprise auch nur gesehen hätte.</em>]</p>
<p>Die berechnete Bahn machte wegen ihrer großen Sonnennähe eine direkte Beobachtung des postulierten Planeten unmöglich &#8212; er wäre einfach vom Sonnenlicht überstrahlt worden. Doch im Jahre 1860 bestand eine Chance, den Planeten während einer totalen Sonnenfinsternis zu beobachten, und getragen von der Autorität und vom Drängen Le Verriers versuchten etliche Astronomen, Vulcan direkt zu beobachten. Sie scheiterten alle.</p>
<p>Es gab in der Folgezeit noch einige &#8220;Beobachtungen&#8221; Vulcans, teilweise von namhaften Astronomen. Eine Bestätigung dieser &#8220;Beobachtungen&#8221; durch andere Astronomen blieb jedoch <em>immer</em> aus. Was diese Menschen gesehen und auf Grundlage ihres Glaubenssystemes als Vulcan <em>interpretiert</em> haben, weiß niemand &#8212; aber Vulcan kann es nicht gewesen sein, weil dieser Planet <em>nicht existiert</em>. Kein Beteiligter hat einen Grund gehabt, Lügengeschichten zu erfinden, die bei der ersten Überprüfung durch andere Astronomen in sich zusammenfallen würden; alle haben sie <em>etwas</em> gesehen und haben dies <em>so gesehen</em>, wie es ihrem <em>Glauben</em> entsprach. Vermutlich haben sie Asteroiden mit stark elliptischen Bahnen in sonnennahen oder erdnahen Bahnabschnitten fehlgedeutet, und vielleicht geht die initiale Beobachtung Lescabaults ebenfalls einen Asteroiden zurück, der die Erde in großer Nähe passierte. Die Existenz derartiger Asteroiden war bis ins 20. Jahrhundert hinein unbekannt, während die Vulcan-Hypothese wohlbekannt war.</p>
<p>Es stellt sich natürlich noch eine Frage: Was ist für die anomale Umlaufbahn des Merkur um die Sonne verantwortlich? Diese verbleibt in allen Irrungen als gebieterisches Faktum und will erklärt sein.</p>
<p>Die gleichermaßen einfache und geniale Erklärung für diese und eine Handvoll anderer rätselhafter Erscheinungen gelang im Jahre 1916 einem <em>Niemand</em>; einem in wissenschaftlichen Kreisen damals völlig unbekannten Angestellten bei einem Patentamt, der den Mut hatte, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen und eine eigene Theorie zu erarbeiten und zu veröffentlichen: Albert Einstein. Die Spezielle Relativitätstheorie erklärt die Gravitation nicht mehr als eine irgendwie vermittelte Anziehungskraft zwischen Massen, sondern als eine von Massen verursachte Krümmung der Raumzeit. Insbesondere sind die raumzeitlichen Verzerrungen in direkter Sonnennähe schon recht stark, sie führen von außen betrachtet zu einer Verlangsamung aller Abläufe und reichen gerade hin, um die beobachteten Abweichungen der Merkurbahn zu erklären.</p>
<p>Einstein hat sich nicht gerade beliebt damit gemacht, dass er den Menschen den <em>Glauben</em> an einen absoluten Raum und eine absolute Zeit genommen hat. Gut, dass Einsteins Zeitgenossen so zivilisiert waren, dass sie seine Theorie einfach nur widerlegen wollten &#8212; und darin stets scheiterten, bis heute scheiterten. Ein Fortschritt der Erkenntnis ist eben nur möglich, wenn bestehende Erklärungsmodelle <em>mit aller Hingabe angezweifelt</em> werden. Aber das wusste ja schon Aristoteles.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Tinnef (43)]]></title>
<link>http://wwwut.wordpress.com/2009/03/22/tinnef-43/</link>
<pubDate>Sun, 22 Mar 2009 09:13:23 +0000</pubDate>
<dc:creator>124c41</dc:creator>
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<description><![CDATA[Unerträglicher Kitsch erweckt die Mordlust! Nach vielen Seiten in der Presse, die aus einem Amoklauf]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img alt="Liebe Gesichtchen erfreuen das Herz! - Nach vielen Katalogseiten mit praktischen und dekorativen Sachen ist jetzt höchste Zeit für Herzenssachen! Dazu gehören die Blumenmädchen, die mit ihren lieben Gesichtchen und blumigen Kostümen gleich ein Lächeln auf Ihre Lippen zaubern werden. Und genau das tut dem Herzen gut! Blumenmädchen aus Kunststopff, textilem Material und Blättern der Silberpappel. Je ca. 16 cm. -- Blumenmädchen, 2 Stück 14,95 Euro" height="776" hspace="4" src="http://wwwut.files.wordpress.com/2009/03/blumenmaedchen.jpg?w=450&#038;h=776" vspace="4" width="450" /></p>
<p><strong>Unerträglicher Kitsch erweckt die Mordlust!</strong></p>
<p>Nach vielen Seiten in der Presse, die aus einem Amoklauf ein praktisches Vehikel zur Ausbreitung des Präventions- und Überwachungswahns gemacht haben, ist es jetzt höchste Zeit, einmal zu schauen, was das Herz eines Menschen in die wirkliche Verzweiflung treibt! Dazu gehören diese Figürchen, die nicht nur aus schwarzem Schlamm geformt werden, den man unter Erbietung von Geldmacht und mörderischen Kriegen aus der Erde gepumpt hat, sondern die auch noch um einiges scheußlicher und herzkälter sind als die erfreulich formlose, klebrige und leider völlig wehrlose Masse. Sie können von eiskalten Konsumdeppen auf Balkonen und in Gärten und Vorgärten platziert werden, um eine infantile Illusion von heiler Welt dort zu erzeugen, wo sich ein empfindsamer Mensch nur noch das pochende, schmerzende Herz aus der Brust reißen will &#8212; genau das tut dem Herzen eines durchschnittlichen Entseelungsrestes in der BRD gut und treibt ein charakteristisches, verkrampftes Grinsen in ein Gesicht, hinter dem sich das Elend nicht recht verbergen will! Die Höhe von 16cm ist gut geeignet, um erste Zielübungen mit der Faustfeuerwaffe zu machen, wenn ein Schütze die abstrakten Zielscheiben angesichts des eigenen Lebensschadens nicht mehr angemessen findet. Das Platzen des blonden, kindischen Köpfchens macht schnell Appetit auf mehr und auf die Behandlung dieser Weltverkitschung an ihrer geschmacklosen, menschlichen Wurzel. Die erforderliche Kotztüte ist im Lieferumfang nicht enthalten.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Gewalt]]></title>
<link>http://schwerdtfegr.wordpress.com/2009/03/16/gewalt/</link>
<pubDate>Mon, 16 Mar 2009 22:53:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>Nachtwaechter</dc:creator>
<guid>http://schwerdtfegr.wordpress.com/2009/03/16/gewalt/</guid>
<description><![CDATA[Solange niemand mal etwas gegen diese kranke oberflächliche Gesellschaft tut, in der man einen auf d]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><blockquote><p>Solange niemand mal etwas gegen diese kranke oberflächliche Gesellschaft tut, in der man einen auf die Fresse bekommt, weil man keinen Markenpulli trägt und ein teures Handy hat, solange sterben eben ab und zu weiter Leute.</p></blockquote>
<p>A. in einem pohst in einem (mit gutem grund) nichtöffentlichen forum in einer diskussjon zum tema des &#8220;amoklaufes&#8221; von winnenden</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Déjà vu in Winnenden?]]></title>
<link>http://wwwut.wordpress.com/2009/03/11/deja-vu-in-winnenden/</link>
<pubDate>Wed, 11 Mar 2009 14:13:24 +0000</pubDate>
<dc:creator>124c41</dc:creator>
<guid>http://wwwut.wordpress.com/2009/03/11/deja-vu-in-winnenden/</guid>
<description><![CDATA[Wie mir gerade immer wieder zu Ohren kommt, ist ein 17jähriger heute morgen in einer Realschule mit ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Wie mir gerade immer wieder zu Ohren kommt, ist ein 17jähriger heute morgen in einer Realschule mit einer Schusswaffe mordgelaufen. (Ich vermeide das medial überstrapazierte Wort vom &#8220;Amok&#8221; für solche Taten.) Dabei sind mehr als zehn Menschen Opfer der persönlichen Aussichtslosigkeit eines jungen Menschen geworden.</p>
<p>Über die wirklichen Hintergründe der Tat habe ich mich noch nicht informieren können. Aber ich befürchte jetzt schon, dass ich ein furchtbares <em>déjà vu</em> erleben werde, dass ich die äußerst professionell gespielte Betroffenheit der p&#8217;litischen Kaste über mich ergehen lassen muss, die selbst einen deprimierenden Anlass noch zur großen Inszenierung ihrer selbst benutzt und ihre gierigen, unersättlichen Hackfressen in die Kameras hält. Ich sehe jetzt schon vor mir, dass ich wieder einmal lesen und hören muss, wie die eigentümlich gleich lautende Journaille die Gehirne damit beizen wird, dass sie immer wieder von Internet und Computerspielen (medial verwendetes Wort: <a href="http://wwwut.wordpress.com/2007/01/10/bayern-bringt-killerspiel-verbot-in-den-bundesrat-ein/">Killerspiele</a>) im Zusammenhang dieses Mordens sprechen wird, während die polizeilichen Zensurbehörden jeden Hinweise auf die wirklichen Hintergründe der Tat aus dem Internet entfernen werden. Und selbstverständlich wird die grauenhafte Faszination der Mordtat medial vollkommen ausgebeutet, in Sondersendungen und &#8220;Brennpunkten&#8221;, ist ja <em>geiler</em> Content &#8212; irgendeine wirkliche Information wird sich freilich nicht damit verbinden, sondern nur der Versuch der Volkskonditionierung und Gehirnwäsche unter dem Knall der Angstpeitsche.</p>
<p>Das ist nämlich <a href="http://wwwut.wordpress.com/2006/11/24/saart/" title="Und es ist noch gar nicht so lange her...">alles schon einmal dagewesen</a>.</p>
<p>Genau, wie es schon einmal dagewesen ist, dass niemand davon sprechen wird, dass alle so genannten &#8220;Amokläufer&#8221; in der BRD sich ausgerechnet eine Schule als Kulisse für ihre Mordtaten auswählen. Dieses naheliegende Muster wird hingegen nicht weiter gedeutet, man spricht lieber von &#8220;Killerspielen&#8221; als von &#8220;<a href="http://wwwut.wordpress.com/2007/11/18/amok-der-killerschulen/">Killerschulen</a>&#8220;. Die <a href="http://wwwut.wordpress.com/2006/11/22/amoklaufer-und-hunde/" title="Mehr dazu">Konditionierung der Menschen</a> in der BRD ist schließlich das Ziel der medialen Desinformation. Je weniger die Menschen darüber nachdenken, dass die strukturelle Gewalt der BRD-Gesellschaft das Potenzial hat, eine konkrete, verzweifelte und mörderische Gewalt bei Menschen hervorzubringen, die genau fühlen, dass sie nichts mehr zu verlieren und niemals etwas zu gewinnen hatten, je mehr die Menschen in Unkenntnis der Ursachen solcher Gewaltexzesse mit einer dumpfen Angst dressiert werden, desto leichter kann man ihnen die &#8220;Segnungen&#8221; eines <em>ebenfalls gewalttätigen</em> Präventionsstaates verkaufen. In diesem Unterfangen wird der nächste Mordlauf billigend in Kauf genommen, die schlechten Nachrichten von heute werden nicht die letzten ihrer Art sein.</p>
<p>Wahrscheinlich wird auch niemand von <a href="http://wwwut.wordpress.com/2007/03/01/der-mensch-aus-der-sicht-eines-amoklaufers/" title="Vorsicht, das ist zynisch....">Schützenvereinen</a> sprechen, in denen jeder unter Gleichgesinnten mit Neigung zum exzessiven Saufen den Umgang mit Waffen lernen kann &#8212; schließlich töten nicht Waffen die Menschen, sondern Spiele.</p>
<p>Ich weiß (noch) nicht, ob Rolf vor seiner schrecklichen Tat persönliche Spuren im Internet hinterlassen hat, die &#8212; <a href="http://wwwut.wordpress.com/2006/11/22/bastians-abschiedsbrief/" title="Das war sein Abschiedsbrief">wie damals bei &#8220;Resistant X&#8221; in Emsdetten</a> &#8212; den Hintergrund verstehen helfen. Aber ich weiß genau, dass davon in den Medien nicht die Rede sein wird, wenn es solche Dokumente gibt.</p>
<p>So, ich muss weiter betteln&#8230;</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA["Asterix heißt heute Benedikt!"]]></title>
<link>http://catocon.wordpress.com/2009/02/05/asterix-heist-heute-benedikt/</link>
<pubDate>Wed, 04 Feb 2009 23:13:41 +0000</pubDate>
<dc:creator>catocon</dc:creator>
<guid>http://catocon.wordpress.com/2009/02/05/asterix-heist-heute-benedikt/</guid>
<description><![CDATA[Gibt es eine Medienkampagne gegen den Papst? Eigentlich für jeden Menschen mit Augen und Ohren keine]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Gibt es eine Medienkampagne gegen den Papst? Eigentlich für jeden Menschen mit Augen und Ohren keine Frage mehr nach den Vorkommnissen der letzten Tage. Und dennoch gäbe dies natürlich niemand zu, und ich selbst habe heute auf meinem Blog einen Kommentar erhalten, der genau dies bestritt.</p>
<p>Ich habe danach einmal einige andere Blogs durchsucht, und bin auf dem Blog &#8220;<a href="http://mittelwaechter.wordpress.com/2009/02/04/religion-der-politischen-korrektheit/">Mittelwächter</a>&#8221; auf einen Link zu einem Artikel von &#8220;eigentümlich frei&#8221; gestoßen, eine Publikation, deren Ausrichtung als libertär zu charakterisieren ist. Die insgesamt drei dort verfügbaren Artikel zum Thema Piusbruderschaft / Hetzjagd auf den Papst gehören in der Tat zum Besten, was zu diesem Thema geschrieben worden ist. Ich werde mich darauf beschränken, einige wenige Stellen zu zitieren, doch sind die drei Artikel für Libertäre, Konservative, Mischlinge dieser beiden Arten (wie Catocon) und überhaupt jeden freiheitsliebenden, vernünftigen MEnschen absolute Pflichtlektüre.</p>
<p>Und dies gilt nicht nur hinsichtlich der aktuellen Kontroverse um Benedikt, sondern allgemein als Gesellschaftsdiagnose. Die allmähliche Erosion von Freiheitsrechten im Namen der Political Correctness, die Notwendigkeit von Tradition für das gesellschaftliche Zusammenleben, die lange Geschichte häßlicher Medienkampagnen gegen Anderdenkende und vieles, vieles mehr findet Platz in diesen drei Artikeln.</p>
<p><a href="http://www.ef-magazin.de/2009/01/27/913-die-piusbrueder-richard-williamson-und-die-politische-korrektheit-auf-papst-benedikt-xvi-wird-gezielt">Eigentümlich frei vom 27. Januar:</a></p>
<blockquote><p>Und während die dem Zeitgeist hinterherlaufenden Amtskirchen mit Hobby-Theaterstück-Aufführungen vor leeren Kirchenrängen peinlich auffällig werden, dürfte das ohnehin steigende Interesse am katholischen Traditionalismus wie auf der anderen Seite an evangelikalen Freikirchen weiter zunehmen. Gedankt sei der Empörungsberichterstattung jener, die zwei- bis dreimal im Jahr Adolf Hitler in Nahaufnahme mit gut sichtbarem Hakenkreuz am Revers auf ihr „Spiegel“-Cover platzieren, damit die Auflage steige.</p>
<p>(&#8230;)</p>
<p>Die 68er-(Ex-)Zeitgeistkirchen aber mit all ihrem antikapitalistischen Öko- und Drittweltklimbim – beispielhaft sei die großspurige Coca-Cola-Boykottkampagne des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) genannt – sind längst nur noch zum Davonlaufen. Und die Mainstreammedien? Würden sie ihre Wächterfunktion gegenüber der Politik oder auch nur ihren eigenen antifaschistischen Anspruch wirklich ernst nehmen, müssten sie sich gerade jetzt einsetzen für die Meinungsfreiheit des Bischofs und gegen die jedem intelligenten Menschen unwürdige und in unseligster Tradition stehende Strafverfolgung falscher Meinungen in Deutschland.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.ef-magazin.de/2009/01/31/928-die-piusbrueder-richard-williamson-und-die-politische-korrektheit-ii-papst-benedikt-unter-schwerem-beschuss">Eigentümlich frei vom 31. Januar:</a></p>
<blockquote><p>Die zunehmende Empörungswelle war vorauszusehen. Sie nimmt für den Papst nun bedrohliche Ausmaße an. Der Zentralrat der Juden in Deutschland brach den Kontakt mit der Kirche ab, Israel droht mit dem Ende der diplomatischen Beziehungen, und auf dem Cover des BRD-Zentralorgans „Der Spiegel“ am kommenden Montag wird einmal nicht Adolf Hitler zu finden sein, sondern ein Bild Benedikts mit der Schlagzeile: „Der Entrückte: Ein deutscher Papst blamiert die katholische Kirche“.</p>
<p>Auch andere Massenmedien, allen voran die, denen die katholische Kirche von jeher ein Dorn in ihrem fortschrittlichen Auge ist, sind sich seit Tagen einig: Der Papst hat einen schweren Fehler gemacht. Er müsse ihn zurücknehmen und sich entschuldigen. Das obligatorische Unterwerfungsritual – von Kerner in seinem Tribunal gegen Eva Herman einst vor Millionenpublikum bis über jede Peinlichkeitsgrenze und abermalige Wiederholungsschleife hinweg verlangt – wird jetzt vom Oberhaupt der katholischen Kirche eingefordert. Der Papst „muss“ sich beugen und öffentlich Abbitte leisten, hören wir auf allen Kanälen. Ohnehin und endgültig, so wird schlau vom „Tagesspiegel“ eingestreut, habe sich nun das Unfehlbarkeitsdogma als „Irrtum“ erwiesen. Womit wir beim Thema sind.</p>
<p>Es geht offenbar um Religion. Und um Tabus. Seit Menschengedenken hat es keine Gesellschaft ohne Tabuzonen gegeben. Ausgesprochene Ge- und Verbote sowie unausgesprochene Tabus sind die Abzäunungen, die offenbar nötig sind, um ein einigermaßen reibungsloses und vorausschaubares Leben für den Einzelnen zu ermöglichen.  Die biblischen Zehn Gebote sind ein Beispiel für diese Grenzziehung. Jahrhundertelang galten sie, heute wirken sie auf viele eher lachhaft als sinnstiftend: „Du sollst keine fremden Götter neben mir haben.“ Totalitäres Christentum! „Du sollst Vater und Mutter ehren!“ Autoritär und altertümlich! „Du sollst nicht ehebrechen.“ Ein guter Witz beim nächsten Besuch des Christopher Street Day! „Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.“ Der Neid ist das Fundament, auf dem der moderne Sozialstaat gebaut wurde.</p>
<p>(&#8230;)</p>
<p>Die klassisch liberalen Ökonomen und Sozialphilosophen Friedrich August von Hayek etwa oder Ludwig von Mises wiesen immer wieder darauf hin, dass Menschen ohne gewachsene Traditionen „sozial blind“ seien, ja gar nicht lebensfähig.</p>
<p>(&#8230;)</p>
<p>Das sehen auch die neuen Hohepriester der „Political Correctness“ so. Sie schufen deshalb neue Ge-und Verbote, deren Infragestellung keinem Menschen wirklich zu empfehlen ist. Heilig ist nun vor allem anderen die „Demokratie“.</p>
<p>(&#8230;)</p>
<p>Dabei waren so ziemlich alle griechischen Philosophen und selbst alle Gründerväter der USA sich noch einig darin, dass demokratische Staaten dem Untergang geweiht sind.</p>
<p>Mit der Demokratie glauben wir heute an die Gleichheit des Menschen. Weshalb zum Beispiel die IQ-Forschung tabuisiert wird. Rassen, ja selbst Geschlechter, so wird uns nun gesagt, gibt es nicht (mehr). Männlichkeit und Weiblichkeit werden bereits im Kindergarten verfolgt und ausgetrieben wie einst allenfalls der Teufel.</p>
<p>Als wäre dies nicht genug, hat ein höchst diesseitiger Schuldkult die christliche Ursünde abgelöst. In den USA ist es die Schuld des weißen Mannes, die heute eine messiasähnliche Rolle Barack Obamas – und in Deutschland Liveübertragungen seiner Amtseinführung auf allen Kanälen gleichzeitig – ermöglichen. Auch hierzulande wird diesseitig Schuld zelebriert – die „spezifisch deutsche Schuld“. Der deutsch-amerikanische Historiker Paul Gottfried erklärt den Wandel so: Die metaphysische individuelle Schuld sei vor allem im protestantischen Nordeuropa, in den USA und Kanada in eine gesellschaftliche Schuld umwandelt worden. Manche säkularen Intellektuellen und einige protestantische Theologen sähen in dieser Schuldannäherung die Erfüllung der in der Bibel nur angedeuteten sozialen Gerechtigkeit sowie der christlichen Pietät. Die frühere christliche Verpflichtung zur Nächstenliebe werde, so Gottfried, heute in einen gesellschaftlichen Zwang umgewandelt. Der Umfang des zu bekämpfenden menschlichen Verhaltens – Stichwort: Antidiskriminierungsgesetze – werde dabei ständig erweitert.</p>
<p>(&#8230;)</p>
<p>In der gewaltigen Medienkampagne, die nun gegen den Papst geführt wird, ist ihre Hemmungs- und Erbarmungslosigkeit auffallend. Widerspruch, und sei es auch nur am Rande der Debatte, wird nicht mehr geduldet. In die Fernseh-Talkshows zum Thema wurde schlicht kein einziger Gast eingeladen, der auch nur ansatzweise der Anklage widersprochen hätte.</p>
<p>(&#8230;)</p>
<p>Nun gibt es aber zwischen den Ge- und Verboten der modernen Politischen Korrektheit und den biblischen Zehn Geboten einen grundlegenden Unterschied. Handelte es sich früher vor allem um tabuisierte Handlungen (Ehebruch, Diebstahl, Mord) oder Verbote handlungsanfälliger Gefühle (Neid, Untreue, auch gegenüber Gott), so tabuisieren Politiker und Medien heute alleine unbotmäßige Gedanken, das Suchen nach wissenschaftlicher Wahrheit (Genderideologie, Klimahysterie) oder geschichtlichen Zusammenhängen (Feminismus, Schuldkult)<span style="text-decoration:underline;"><strong>. Die Moderne, die sich vordergründig die Vergötterung der Ratio auf die Fahnen schrieb, ist damit „hinten rum“ bei der Verteufelung selbstständigen Denkens angekommen.</strong></span></p>
<p>(&#8230;)</p>
<p>Und es gibt noch einen Gegensatz zwischen den alten und neuen Dogmen: Die Zehn Gebote haben ihren Praxis-Test als Leitfaden für einige Jahrhunderte bestanden. Heutige westliche Gesellschaften unter dem Diktat der Political Correctness müssen ihre Überlebensfähigkeit erst noch beweisen. Ein Blick auf die demographischen Daten zeigt, dass die durchgehende Politisierung und Sexualisierung des Zusammenlebens und das Ersetzen der Familie durch den anonymen Sozialstaat möglicherweise ein Ein-Generationen-Experiment ist, das mangels Nachwuchs in massenhaft mental vereinsamten wie materiell verarmten Altengesellschaften sein Ende findet könnte.</p>
<p>Dennoch scheint die Herrschaft der ökosozifemiantifapolitischen Korrektheit heute unumschränkt. Beinahe jedenfalls. Denn wieder einmal existiert ein kleines Dorf in Gallien. Asterix heißt heute Benedikt! Die Katholische Kirche als Sinn- und Gebotsstifter der Vergangenheit ist der naturgemäß größte Feind der heutigen Ersatzreligion Political Correctness. Es geht um nicht weniger als einen Kulturkampf zwischen altem und neuen gesellschaftlichen Überbau, zwischen Religion und Pseudoreligion, ja auch zwischen alten, konservativen, rechten und oft marktwirtschaftlichen Vorgaben hier und neuen, progressiven, linken und staatsvergottenden Diktaten dort. Deshalb – und nicht wegen einiger wirrer Aussagen eines Mitbruders, die mit den Interessen und Aufgaben der Kirche so wenig zu tun haben wie der Lieblingsfußballverein des Pfarrers von Gelsenkirchen – wird nun auch der Papst von den üblichen Verdächtigen so bösartig angegangen wie in der deutschen Presse seit 1945 nicht mehr.</p>
<p>(&#8230;)</p>
<p>Es bleibt also interessant. Denn der Papst und die ihm folgenden Teile der katholischen Kirche stehen keineswegs alleine. In vielen Fragen wird er unterstützt von der (hier gesamten) russisch-orthodoxen Kirche im Osten wie von amerikanischen Evangelikalen im Westen. Dabei – und nun wird es richtig spannend – ist der Muselman als möglicher Partner noch gar nicht genannt.</p></blockquote>
<p><a href="http://ef-magazin.de/2009/02/03/933-die-piusbrueder-richard-williamson-und-die-politische-korrektheit-iii-papst-benedikt-hat-viele-feinde-und-noch-mehr-freunde">Eigentümlich frei vom 3. Februar:</a></p>
<blockquote><p>Die Medienkampagne explodiert. Zuerst schreibt Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG, höchstselbst in seiner „Bild“: „Es ist moralisch das Allerletzte, das Allerverachtenswerteste, wenn einer das rassistische Morden relativiert. Der Papst hat einen schweren Fehler gemacht.&#8221; [Wird hier nicht insinuiert, der Papst hätte den Holocaust geleugnet? - Catocon]</p>
<p>(&#8230;)</p>
<p>Spiegel-Online, die quasi amtliche deutsche Nachrichtenseite im Internet, kennt seit Tagen nur noch ein Thema. Hier eine unvollständige Auswahl von sechs „Spiegel“-Artikeln alleine vom heutigen Tage, die Überschriften alleine sprechen für sich: „Holocaust-Debatte: Merkel fordert Papst zur Klarstellung auf“, „Kritik vom Zentralrat: Verhältnis der Juden zum Vatikan vergiftet“, „Katholische Hardliner: Wie die Piusbrüder gegen Juden, Muslime und Schwule hetzen“, „Päpstliches PR-Desaster: Warum der Vatikan die Krise nicht beherrscht“, „Streit über Holocaust-Leugner: Kardinal Lehmann nennt Papst-Entscheidung Katastrophe“, „Hells Bells: Papst erschüttert Katholiken“.</p>
<p>In jeder der vergangenen Medienkampagne (Möllemann, Hohmann, Herman etc.) spielten die gedruckte „Bild“, Spiegel-Online (und Druck) sowie die Staatsfunker von ARD und ZDF die Rolle der drei Einheizer (ef berichtete). Politiker und Promis flankierten jede der Kampagnen.</p>
<p>(&#8230;)</p>
<p>Sprache und Prominenz der Wortmelder sind verräterisch. Inzwischen ahnt auch der Letzte, dass hier ein Religionskrieg ohne Erbarmen geführt wird. Medien und Politik als Hohepriester der säkularen Religion der Politischen Korrektheit verlangen nicht weniger als die Unterwerfung ihres letzten Widersachers. Der Papst „muss“, so fordern sie es offen wie von einem angeklagten Verbrecher, ihrer Anweisung Folge leisten und das in Deutschland strafbewährte „Leugnen des Holocausts“ (gemeint ist konkret ein Infragestellen der sakrosankten Millionenziffer) vom Zivilrecht ins Kirchenrecht übertragen. Eine im Grunde absurde Forderung. Aber in Zeiten, in denen selbst der Deutsche Fußballbund politisch korrekte Elemente in seine Verbandsjustiz einwebt ist auch diese Absurdität nur konsequent. <span style="text-decoration:underline;"><strong>Die neue säkulare Religion strebt wie einst ihre Vorläufer NSDAP oder SED heute nicht mehr allzu verdeckt eine totalitäre Herrschaft über „alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens an“</strong></span>. Ausnahmen selbst im Kirchenrecht können nicht mehr geduldet werden.</p>
<p>(&#8230;)</p>
<p>Jede der jüngsten Medienkampagnen vergrößerte den Graben zwischen der veröffentlichten Meinung und dem Volk. Mit jeder neuen Kampagne verlieren Politik und Medien abermals an letzten Vertrauensresten. Die „Welt“ ließ eine Online-Umfrage zu: „Papst Benedikt XVI. hat mit seinen jüngsten Entscheidungen viel Kritik hervorgerufen. Wie beurteilen Sie seine Arbeit?“, fragt die „Welt“. Die überwältigende Mehrheit von 64 Prozent der bis heute etwa 25.000 Teilnehmer der Abstimmung antwortet: „Sehr gut, er zieht seine Linie durch und macht alles richtig.“ Kommentatoren in Online-Foren werden wie in den vorangegangenen Medien-Kampagnen in Massen zensiert und gelöscht oder in dieser Frage gar nicht erst zugelassen. Die ob der Medien-Hatz empörten Leserbriefe, so sickert aus den Redaktionen durch, gehen erneut in jedem Zeitungshaus in die Tausende.</p>
<p>Und doch herrscht ein geradezu gespenstisches sowjetisches Medien-Einheitsbild. Wie in den besten Zeiten der DDR werden immer neue „klassenbewusste“ Zeugen der Anklage vorgeführt. Darunter auch papst-kritische deutsche katholische Bischöfe. Kann es irgendwen verwundern, dass die vom deutschen Sonderrecht der Kirchensteuer wohlgenährten Vertreter der Amtskirche Vater Staat und dessen Glaubensdoktrinen im Zweifel eher Gefolgschaft leisten als dem heiligen Vater in Rom?</p>
<p>Was hat der Papst eigentlich getan? Er hat vier Exkommunikationen – für gläubige Katholiken so etwas wie eine seelische Todesstrafe – auf persönliche Bitten zurückgenomme. Der Oberhirte aus Rom interessiert sich dabei schlicht nicht für die Riten, Glaubenssätze und Tabus der konkurrierenden Ersatzreligion. Wer glaubt, dass es quasireligiöse Vorgaben nicht mehr gibt, der überprüfe sich einmal selbst beim Versuch, einen Satz zum Holocaust zu sagen. Oder er lese die eingangs zitierten Worte des einflussreichsten deutschen Verlegers.</p>
<p>(&#8230;)</p>
<p>Uns wird nun fortlaufend erzählt, dass auch viele Katholiken über den Papst entsetzt seien. Das ist richtig. Es sind aber vornehmlich die Seichten, die der Ersatzreligion der politischen Korrektheit bereits mehr ergeben sind als ihrer katholischen Kirche. Wahr ist aber auch: Für noch mehr Anders- und sogar Ungläubige ist der Papst dieser Tage der letzte Hoffnungsträger der Abwehr einer ins Totalitäre gehenden Politischen Korrektheit, die keinerlei Anstand und Erbarmen mehr kennt. Es sind – vielleicht nicht zur Freude der Piusbrüder – eben auch viele evangelische und orthodoxe (diese ohnehin) Christen sowie nicht zuletzt auch Moslems und Atheisten, die heute nach Rom blicken und sagen: „Sehr gut, er zieht seine Linie durch und macht alles richtig!“</p></blockquote>
<p>Eine Anmerkung noch zu dem letzten Punkt: Es kommt wirklich nicht mehr darauf an, welcher Religion man angehört, sondern zunehmend nur noch darauf, ob man davon überzeugt ist, daß die Nützlichkeitsideologie transzendierende Werte, Traditionen, individuelle Freiheit (statt kollektive Optimierungsideologie) wichtig und notwendig sind, oder ob man lieber diese FReiheit aufgibt für die Schöne Neue Welt der klinisch reinen &#8220;wissenschaftlichen&#8221; Ideologien. Ob christlich oder atheistisch, islamisch oder jüdisch; ob links, grün, liberal oder konservativ; all dies wird keine Rolle mehr spielen. Daher schrieb ich am Ende meines Artikels &#8220;<a href="http://catocon.wordpress.com/2009/02/02/der-weise-benedikt-zur-funktion-der-tradition/">Der weise Benedikt: Zur Funktion der Tradition</a>&#8220;:</p>
<blockquote><p>Tradition und Fortschritt &#8211; das werde ich nicht müde zu betonen &#8211; sind beide notwendig und müssen Hand in Hand gehen. <strong>Die <span style="text-decoration:underline;">Einbindung </span>des Traditionalismus in alle Bereiche der Gesellschaft ist daher eine notwendige Bedingung für den Erhalt unserer Zivilisation.</strong> Dies gilt, und damit schließe ich, nicht nur für die Kirche, sondern auch für die Politik, wenngleich diese natürlich eine höhere Kompromißbereitschaft zum Zeitgeist hin braucht, und erst recht für jeden Einzelnen. Tradition ohne Fortschritt läßt eine Gesellschaft versauern in ewig ausgetretenen Pfaden und führt zur totalen Stagnation; Fortschritt ohne Tradition erzeugt entwurzelte, atomisierte Individuen, die dem ersten Rattenfänger nachlaufen, der sich ihnen anbietet, da sie keine Orientierung und kein Verständnis von Richtig und Falsch besitzen. Derzeit rudern die Konservativen gegen den Strom, und sie verlieren an Boden. Im Papst haben sie einen wichtigen Freund, und da konservative und progressive Haltungen beide erforderlich sind für eine wahrhaft gute Gesellschaft, hat jeder, der am Fortbestand und der positiven Entwicklung unserer Gesellschaft interessiert ist, einen guten Freund im Papst. Und solche gute Freunde braucht die Welt derzeit &#8211; ob atheistisch, agnostisch, jüdisch, christlich, islamisch oder was auch immer &#8211; wahrhaft dringend. Gut, daß wir ihn haben. Schlecht, daß viele ihn diskreditieren wollen.</p></blockquote>
<p>Zu der Frage der radikalen Toleranzideologie, auch unter dem Namen &#8220;Political Correctness&#8221; bekannt empfehle ich diesen Artikel, den ich vor einiger Zeit geschrieben habe: &#8220;<a href="http://catocon.wordpress.com/2008/10/24/toleranz-als-adjutant-der-freiheit/">Toleranz als Adjutant der Freiheit</a>&#8220;</p>
<p>Ferner: Jim Kalbs <a href="http://www.takimag.com/site/article/the_tyranny_of_tolerance/">&#8220;The Tyranny of Tolerance&#8221;</a> (aus dem letzten Oktober zu diesem seit Jahren an Bedeutung zunehmenden Phänomen)</p>
<p>Die katholische Kirche steht derzeit durch ihren Papst noch eindeutig hinter der Tradition und hinter ihren eigenen Grundwerten (das unterscheidet sie, wie Merkels Äußerungen zum Thema Piusbruderschaft beweisen, von der CDU). Solange dies der Fall ist, hat die Kirche es verdient, daß Menschen aller Glaubensrichtungen (oder gar keiner) ihr für ihre Standhaftigkeit in dieser wesentlichen Frage der Zukunft unserer Zivilisation danken, und sie verteidigen, wenn sie angegriffen wird.</p>
<p>Also bleibe ich dabei: <span style="text-decoration:underline;"><strong>Weiter so, Benedikt!</strong></span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wertlos.]]></title>
<link>http://just4ikarus.wordpress.com/2008/10/19/wertlos/</link>
<pubDate>Sun, 19 Oct 2008 19:34:16 +0000</pubDate>
<dc:creator>Dominik</dc:creator>
<guid>http://just4ikarus.wordpress.com/2008/10/19/wertlos/</guid>
<description><![CDATA[Erläuterungen zu Gedanken die seit Tagen in meinem Kopf herumschwirren. Beinahe sind es zu erwachsen]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img class="alignnone" src="http://farm1.static.flickr.com/61/189217212_b112797b69.jpg?v=0" alt="" width="480" height="320" /></p>
<p>Erläuterungen zu Gedanken die seit Tagen in meinem Kopf herumschwirren. Beinahe sind es zu erwachsene Gedanken für mich. Ich bin doch erst 20 Jahre alt, und manche Argumente hören sich an, als wäre ich ein Kind der Nachkriegszeit. Aber ich möchte darüber schreiben. Es soll ein Text sein, in der Art der Intimrasur, der Schambereichsgesellschaft und ähnlichem. Noch heute bekomme ich täglich unzählige Zugriffe auf die Texte und finde dadurch viele interessierte Leser. Diese Texte sind auch stets die größten Diskussionsforen des ganzen Blogs. So soll das auch hier sein. Worum es diesmal geht?</p>
<p>Um Werte. </p>
<p>Ja, man könnte sie Werte nennen. Noch vor wenigen Wochen und Monaten dachte ich, dass der &#8220;rapide Wandel der Werte&#8221;, der &#8220;Werteverlust&#8221; nur ein Hirngespinst der älteren Generationen sind. Doch vielleicht haben mich die wenigen Tage Wien oder auch schon irgendwelche anderen Dinge so weit getrieben, dass auch ich davon spreche, dass der Werteverlust unvorstellbar groß ist.</p>
<p>Doch was sind genau &#8220;Werte&#8221;?</p>
<blockquote><p><strong>Wertvorstellungen</strong> oder kurz Werte sind Vorstellungen über Eigenschaften (Qualitäten), die Dingen, Ideen, Beziehungen u. a. m. von Einzelnen (sozialen Akteuren) oder von sozialen Gruppen von Menschen oder von einer Gesellschaft beigelegt werden, und die den Wertenden wichtig und wünschenswert sind. Zu unterscheiden ist zwischen Werten als Mittel (z. B. Geld, Werkzeug, Gesetze), die ihren Wert durch ihre Funktion erhalten (äußere Werte) und Werten, die auf <strong>Werterfahrungen</strong> beruhen, die sich aufgrund von verarbeiteten Erlebnissen im Gefühl verankert haben (innere Werte wie z. B. Freundschaft, Liebe, Gerechtigkeit, Lust, Glück, Wohlbehagen, Schönheit, Harmonie, Pflichterfüllung, Härte, Tapferkeit im Kampf, Disziplin).</p></blockquote>
<p>Was mich erschreckt ist vor allem die Veränderung der Jugend und der Elterngeneration. Hier gebe ich vor allem auch dem Fernsehen die Schuld. Natürlich kann man jetzt an Marcel Reich-Ranicki denken. Seine Kritik an dem Fernsehen (und dem deutschsprachigen Fernsehen im Allgemeinen) stimmt natürlich. Doch der Seher, die Quote entscheidet. Der Film &#8220;Free Rainer&#8221; mit Moritz Bleibtreu schuf eine wunderschöne Gesellschaftsvision. Ein Land der gebildeten Menschen. Wenn der TV Dokumentationen und interessante Diskussionen und ähnliches sendet, also wieder einmal etwas Anspruchsvolles, dann würde eine Wissensrevolution stattfinden. Man würde wieder lesen, wieder mehr Zeit für andere haben. Der Wert Familie würde vielleicht sogar wieder etwas steigen.</p>
<p>Das wäre wunderschön. Wenn die Welt wieder ein klein bisschen intelligenter werden würde. Wenn die Verbindung zueinander wieder steigen würde. Wenn man nicht einer unter einer Million ist, sondern als ein Individuum angesehen wird. Wenn nicht mehr alte Menschen in ihrer Wohnung sterben und die Nachbarn es erst entdecken, wenn es mächtig zu stinken beginnt. Wenn man einfach viel mehr auf sich und seine Umgebung achtet. Das wäre schön.</p>
<p>Oft fehlt einfach auch nur der Respekt. Und das Schrecklichste der Jugend finde ich den fürchterlichen Konformismus. Du musst entweder bei den Skatern, den Emos, den &#8230; ach, was weiß ich, sein. Und dann auch noch die Kleidung, das Auftreten, die Musik. Ich habe keine Ahnung wie ich das gemacht habe, aber ich war nie in einer Gruppe und hatte doch Anschluss zu jedem. Ich habe mir irgendwie meine individuelle Gangart behalten. Höre jede Art von Musik (&#8220;scheiß Kommerz&#8221; gilt einfach nicht), solange sie einfach mir gefällt und trage irgendwelche Kleidung. Vielleicht ist das ein anstrengenderer Weg, teilweise auch belastender, aber ich denke, man kann dadurch um einiges zufriedener auf sich und seinen Weg zurückblicken.</p>
<p>Der Konformismus zerstört, und das ist ja beinahe schon klar, das Invidiuelle in jedem Menschen. Und genau das fehlt in dieser Gesellschaft. Nur wenige trauen sich, wirklich sie selbst zu sein. Erst durch die Fortsetzung des Individualdenkens ist ein Fortbestand der Gesellschaft möglich, mein Gedanke. Und ebenso nachdenklich stimmt mich die Tatsache, dass unsere Jugend wohl das langweiligste Generation ever ist. Gegen Krieg demonstrieren? Ne, keine Zeit. Aktionismus fehlt einfach. Und jeder hat Angst, dass Aktivitäten in der Jugend ihre Zukunft zerstöre können. (Der Chef googelt [...])</p>
<p>Besonders furchtbar finde ich auch die Niveaulosigkeit. der Medien und der Menschen. &#8216;Komm, sehen wir uns Tag für Tag den Untergang eines Menschen an, und unterstützen wir seinen Weg auch noch mit baldigen Todesankündigungen.&#8217; Britney Spears wurde teilweise auch durch die Medien zerstört, Amy Winehouse ebenso. Man weiß nicht mehr, wann genug ist. Und Tag für Tag schauen die Menschen in die Glotze um up-to-date zu sein. Um zu wissen, was in den Leben anderer abgeht, da das eigene Leben so beschissen langweilig ist. Man liest vom Klatsch und Tratsch und findet es wichtig, auch hierbei mitreden zu können. Alles ist irgendwie derb. Selbst die Liebe und Sex. All das durch die Medien, die junge Mädchen schon dazu aufforden, dem Schönheitsprinzip der Männer zu entsprechen. Und die zeigen, wie man die männlichen Wesen so richtig verwöhnt. All das liest man meistens ins Mädchenzeitungen. Jungs? Sehen viel lieber Pornos. Deswegen derb. Versteht ihr?</p>
<p>Nur zur Pietätlosigkeit. So politisch unkorrekt ich Jörg Haider fand, für mich ist es eine menschliche Tragödie, da eben ein Mensch sein Leben ließ. Auch wenn er (stark) betrunken und (viel) zu schnell fuhr, es ist trotzdem ein Mensch tot, und es gibt trotzdem Menschen, die trauern (und ich spreche auch nicht von den 30.000 ominösen Trauergästen, sondern von der Familie und den engsten Freunden). Im Internet zeigt sich aber dann die Pietätlosigkeit mancher Menschen. Seiten wie &#8220;EinRaserWeniger&#8221;, ein Gästebuch zum Witzeschreiben über den Tod Jörg Haiders, niveaulose Freudensbekundungen über den Tod. Das ist für mich traurig, und den Wert &#8220;Respekt&#8221; scheinen viele schon verloren zu haben, als sich sich für irgendeine Extreme entschieden haben. Dieser Todesfall hat mir gezeigt, dass die Linksextremen ebenso strunzdumm sind wie die Rechtsextremen. Können mir alle gestohlen bleiben.</p>
<p>Werte gehen verloren. Sind am Ende. Und dieser Werteverlust ist vielleicht das Schrecklichste, was die Menschheit zu bieten hat. Vergessen wir doch mal die Atombomben oder den Klimawandel. Durch den Verlust unserer Werte werden wir zu unmenschlichen Bestien (und wir sind schon auf dem besten Weg dahin), und diese Bestien löschen sich wohl oder übel irgendwann selbst aus. Das sage ich jetzt einfach mal so raus.</p>
<p>Und in diesem Zusammenhang fiel mir wieder <em>Agenda Futura </em>ein. Natürlich können wir die Gesellschaft nicht drehen, oder wie in &#8220;Free Rainer&#8221; irgendetwas professionell manipulieren, um eine Wende zu schaffen. Aber wir können ein Zeichen setzen. Können den Weg freimachen für Individualismus, für Akionismus. Können ein bisschen Poesie (der Anfangsgedanke aufgrund von Mias Herbstaktion) in die Welt hineinbringen. Und uns so ausbreiten. Und das Wunderschöne soll sein, dass jeder seine Ideen einbringen kann. Wie das alles funktioniert, ist zwar immer noch in der Aufbauphase, aber ich würde mich über Mithilfe beim Brainstorming freuen. Einfach per Mail melden (rechts in der Sidebar auf das zweite Bild klicken).</p>
<p><em>Und nun würde ich gerne wissen, was ihr darüber denkt. Habe ich Hirngespinste, überdramatisiere ich? Oder was ist los mit mir? Oder gebt ihr mir möglicherweise gar recht? Ich bitte einfach mal ganz offiziell um Kommentare und Denkanstöße &#8230; </em></p>
<p>Foto: <a title="Link to Wetsun's photostream" href="http://flickr.com/photos/wetsun/"><strong>Wetsun</strong></a></p>
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