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	<title>konsens &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/konsens/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "konsens"</description>
	<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 15:38:53 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[CEE/SEE Märkte: Sind wir gekommen um zu bleiben?]]></title>
<link>http://brnobusiness.wordpress.com/2009/10/30/ceesee-markte-sind-wir-gekommen-um-zu-bleiben/</link>
<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 15:30:47 +0000</pubDate>
<dc:creator>zentraleuropa</dc:creator>
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<description><![CDATA[5. Expertenforum CEE/SEE Märkte: Sind wir gekommen um zu bleiben? Real Estate und Retail in CEE/SEE ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[5. Expertenforum CEE/SEE Märkte: Sind wir gekommen um zu bleiben? Real Estate und Retail in CEE/SEE ]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Nicht-wählen wählen]]></title>
<link>http://nullachtneun.wordpress.com/2009/09/23/nicht-wahlen-wahlen/</link>
<pubDate>Wed, 23 Sep 2009 02:53:39 +0000</pubDate>
<dc:creator>nullachtneun</dc:creator>
<guid>http://nullachtneun.wordpress.com/2009/09/23/nicht-wahlen-wahlen/</guid>
<description><![CDATA[Inspiriert durch Artikel in SZ und &#8220;Menschen bei Maischberger&#8221; gestern Ticker: Aufruf zu]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><span style="color:#339966;">Inspiriert durch Artikel in SZ und &#8220;Menschen bei Maischberger&#8221; gestern</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Ticker: Aufruf zum Nichtwählen als Protest gegen Wahlkampf-Politik</span></p>
<p><span style="color:#000000;">In einer Demokratie haben die Menschen zwei Möglichkeiten zur politischen Partizipation. Die indirekte ist die öffentliche Diskussion beziehungsweise Meinung, in der Regel durch die Medien transportiert, die direkte ist die Wahlfreiheit. Am 27. September hat jeder von uns die Möglichkeit, seine eigene Meinung zu vertreten. Und das ist nicht nur eine Möglichkeit, sondern auch die Pflicht der Bürger in einem demokratischen Staat. Wer diese Pflicht nicht erfüllt, kann sich nicht darüber beschweren, dass die Politiker ihren Pflichten nicht nachkommen.</span></p>
<h3 style="text-align:center;">Hitler ist nicht durch eine zu hohe Wahlbeteiligung an die Macht gekommen</h3>
<p><span style="color:#000000;">Zum Hauptargument der Nicht-Wähler-Bewegung gehört, dass eine niedrige Wahlbeteiligung noch keinem Staat geschadet hat, allerdings eine zu hohe wie damals bei der NSDAP. Das ist so aber nicht richtig. Hitler konnte die Macht übernehmen und eine Dikatatur errichten, weil das gesetzliche Fundament noch Lücken hatte. Notstandsgesetzgebung ist das STichwort. Heute hätte eine zu hohe Wahlbeteiligung keine derartigen Konsequenzen. Durch das Mehrheitswahlrecht hätte dann zwar eine Partei enorme gestalterische Freiheiten, aber die müssten zumindest insofern der Bevölkerungsmeinung entsprechen, dass die Partei nach vier Jahren wiedergewählt würde. Das ist Demokratie und die sollte gepflegt werden.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Ein anderes Argument ist, dass Wählen wie Lottospielen geworden ist. Man macht sein Kreuz, weiß aber nicht was man bekommt, geschweige denn, ob es ein Gewinn wird. Zugegeben, Wahlversprechen-Brechen ist nicht erst seit Ypsilanti in Hessen ein Problem und auch nicht zu entschuldigen. Die Parteien dürfen das Vertrauen ihrer Wähler nicht mißbrauchen. Aber sollte nicht gerade dann die Wahl ein  Mittel zur Abstrafung sein? Das Signal des Volkes: so nicht! Eine andere Partei wählen macht das deutlicher als nicht zu wählen.</span></p>
<h3 style="text-align:center;">Es muss ein Konsens gefunden werden &#8211; das ist Demokratie</h3>
<p><span style="color:#000000;">Und ja, natürlich werden Wahlversprechen nicht nur gebrochen, sondern auch nicht eingehalten. Wenn man zur Wahl geht, entscheidet man sich für ein Parteiprogramm, das seinen Interessen entspricht und erwartet somit, dass diese auch umgesetzt werden. So sieht das auch derjenige, der vor einem in der Wahlkabine war und die gegnerische Partei gewählt hat. Beide Interessen müssen in einer Demokratie berücksichtigt werden und das geht nur über den Konsens. Das der nicht immer die Wünsche jedes Einzelnen komplett erfüllen kann, dürfte auch klar sein. Wichtig ist aber, dass überhaupt die Interessen des Volkes ersichtlich werden. Nur so kann annähernd eine repräsentative ENtscheidung getroffen werden. </span></p>
<p><span style="color:#000000;">Was wäre denn, wenn die Interessen der extremen Rechten überwiegen, ohne Gegengewicht? Oder einer anderen extremen Partei? Genau das kann passieren, wenn die Wahlbeteiligung zu niedrig ist. Denn es ist davon auszugehen, dass die Anhänger von extremen Parteien ihr Wahlrecht beanpsruchen, um ihre extremen Positionen durchzusetzen. Übrigens: vor allem dann, wenn sie mitkriegen, dass es einen großen Anteil Nicht-Wähler geben könnte.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">In dieser Diskussion überhaupt liegt eine große Gefahr. Denn die reflektierten und bewussten Nicht-Wähler sind die eine Sache, aber was ist mit den viel zitierten &#8220;faulen&#8221; Wählern, denen das nur eine willkommene Entschuldigung und Rechtfertigung ist, am kommenden Sonntag lieber was Schönes zu unternehmen? Sind ja schließlich nicht die einzigen und Sinn hat diese Wahl ja sowieso keinen, was man so hört.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Die Pflicht zur Wahl zu gehen sollte nicht in Frage gestellt werden, auch wenn die Politik es einem manchmal schwer macht, an die Partizipation zu glauben. Das Wichtigste ist, dass es überhaupt die Möglichkeit gibt zu wählen. Denn auch wenn die Mühlen der Demokratie manchmal langsam laufen und politische Entscheidungen scheinbar unendlich herauszögern, ist diese Form immer noch die einzig Wahre. Das sollten wir ,gerade wenn wir 60 Jahre zurückdenken, auf keinen Fall vergessen.<br />
</span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[konsens kann mich mal.]]></title>
<link>http://evamal.wordpress.com/2009/08/28/konsens-kann-mich-mal/</link>
<pubDate>Fri, 28 Aug 2009 10:12:02 +0000</pubDate>
<dc:creator>evamal</dc:creator>
<guid>http://evamal.wordpress.com/2009/08/28/konsens-kann-mich-mal/</guid>
<description><![CDATA[zur abtreibungsdebatte meinen viele, die wäre in den 70er jahren hinlänglich geführt worden und sei ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>zur abtreibungsdebatte meinen viele, die wäre in den 70er jahren hinlänglich geführt worden und sei jetzt ein alter hut. mitnichten, zeigt die umwelt gerade wieder aufs neue.</p>
<p>anlassfall der aufregung ist diesmal die geburtstagsfeier des <a href="http://www.prowoman.at/">pro:woman ambulatoriums</a> im wiener rathaus. christoph schönborn, flankiert von klaus küng, <a href="http://diestandard.at/fs/1250691415125/Gottes-Zorn-ueber-dem-Wiener-Rathaus">rügt </a>nun die verantwortlichen. den vorwurf, dass es &#8220;offenbar keinen Konsens im Hinblick auf den Schutz des menschlichen Lebens von der Empfängnis an gibt&#8221; (Schönborn) kontert wehsely gut:  sie stellt das selbstbestimmugnsrecht der frau nicht zur diskussion.</p>
<p>ein wenig weiter in der vergangenheit liegt ein <a href="http://www.zeit.de/2009/08/Abgetrieben-Paar-08">unschöner artikel</a>, der die persistenz der debatte um das selbstbestimmungsrecht von frauen aufzeigt und in diesem fall untergräbt. im februar 09 nahm &#8220;die zeit&#8221; anleihe an alice schwarzers großem journalistischem durchbruch: &#8220;wir haben abgetrieben&#8221; wurde damals im stern getitelt. &#8220;wir haben abgetrieben&#8221;,  sagen in der zeit acht männer, die monieren, dass ihre fraue/freundinnen ohne ihr wissen oder einverständnis einen schwangerschaftsabbruch durchführen ließen.  <a href="http://www.rotebrille.at/zeit-zu-kundigen-abtreibung-ist-frauenrecht/">an anderer stelle</a> habe ich mich bereits ausführlicher darüber aufgeregt.</p>
<p>und dann geht frau durch die straßen und trifft an jeder ecke auf neue &#8220;aktion leben&#8221; plakate, die jeder frau, die einen schwangerschaftsabbruch durchführen möchte, einen vorwurf ins gesicht schmettert. und dann bin ich auf sitzungen der öh-bundesvertretung, in der ein mandatar der aktionsgemeinschaft der medizinischen universität wien  vom<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Post-Abortion_Syndrome"> post-abortion syndrom</a> als einer nachgewiesenen krankheit spricht.</p>
<p>die abtreibungs-debatte ist also lebendig wie eh und je. der begriff des &#8220;konsens&#8221; wird hier strategisch verwendet &#8211; welcher wiegt schwerer, der konsens über den &#8220;schutz des lebens&#8221; oder jener über das &#8220;selbstbestimmungsrecht der frau&#8221;? sonja wehsely tut gut daran, die debatte darüber zu verweigern. denn um die frage, was die mehrheits(?)bevölkerung in dieser sache denkt, darf es hier nicht gehen. es muss um den schutz von frauen, die ungewollt schwanger wurden, um das bestimmungsrecht über den eigenen körper gehen.</p>
<p>konsense sind gesellschaftlich konstruiert und mitnichten in stein gemeißelt. sie werden politisch verhandelt und in ihrer bedeutung verändert (<a href="http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20090606_OTS0052">hier </a>ein recht plumpes beispiel für eine versuchte umdeutung) und dann als instrumente verwendet. den konservativen kommt das inhaltlich meist entgegen und die sozialdemokratie hat angst, gegen den &#8220;willen der bürgerInnen&#8221; gesetzte zu machen.</p>
<p>das war nicht immer so. die fristenregelung in österreich wurde gegen massive proteste durchgesetzt &#8211; weil es nötig war. im erzkatholischen spanien wurde 2005 die gleichgeschlechtliche ehe ermöglicht, die der heterosexuellen ehe völlig gleichgestellt ist. weil es nötig war. gesellschaftspolitische entscheidungen müssen aus politischer motivation, und nicht aufgrund der vorurteile großer bevölkerungsschichten getroffen werden.</p>
<p>im übrigen:<br />
christoph schönborn ist ein mann. klaus küng auch.  der erfinder des post-abortion syndroms heißt vincent rue. und der verfasser des zeit-artikels jörg burger. und alle zusammen werden nie ungewollt schwanger werden.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Öff Öff bei Maischberger]]></title>
<link>http://nokturnaltimes.wordpress.com/2009/06/19/off-off-bei-maischberger/</link>
<pubDate>Fri, 19 Jun 2009 18:48:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>Autor</dc:creator>
<guid>http://nokturnaltimes.wordpress.com/2009/06/19/off-off-bei-maischberger/</guid>
<description><![CDATA[Die Schenkerbewegung möchte dazu beitragen, daß die Menschen wieder lernen, einander zu beschenken, ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/khnn3HybcQ8&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/khnn3HybcQ8&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
<p>Die Schenkerbewegung möchte dazu beitragen, daß die Menschen wieder lernen, einander zu beschenken, anstatt gegeneinander zu konkurrieren und durch gewaltsame Beziehungen uns und unsere Umwelt zunehmend zu zerstören.</p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/agLhonbh6Gg&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/agLhonbh6Gg&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
<p>In einer Welt mit zu vielen willkürlichen und egoistischen Streitigkeiten möchte die Schenker-Bewegung eine tragfähige &#8220;Brücke der Einigung&#8221; bauen (bzw. die Menschen zumindest im allernötigsten Maße zu Vernunft und Liebe bewegen). So daß wir Menschen dann gemeinsam die Verantwortung für die uns anvertraute Welt übernehmen können.</p>
<p>Wir Schenker erheben dabei keinen &#8220;ideologischen&#8221; oder &#8220;sektiererischen&#8221; Anspruch, auf jede Frage eine fertige Antwort zu haben. Wir möchten nur bescheiden versuchen, einige einfache Grundwahrheiten als einen Einigungsnenner anzubieten (so viel wie nötig, so wenig wie möglich).</p>
<p>Dieser Einigungsnenner soll nur eine möglichst tragfähige Grundlage bilden, um mit Euch gemeinsam weiter nach Wahrheit zu suchen.</p>
<p><a title="Offizielle Webseite von der Schenkerbewegung" href="http://www.die-schenker.net/" target="_blank">Die Schenkerbewegung</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Stille und Konsens als Methode der organisationalen Entscheidungsfindung]]></title>
<link>http://youththeology.wordpress.com/2009/05/28/die-praxis-des-gemeindlichen-scharfsinns/</link>
<pubDate>Thu, 28 May 2009 19:20:44 +0000</pubDate>
<dc:creator>sofa111</dc:creator>
<guid>http://youththeology.wordpress.com/2009/05/28/die-praxis-des-gemeindlichen-scharfsinns/</guid>
<description><![CDATA[Die Methode des &#8220;congregational discernment&#8221; ist in den USA im Kommen. Höchste Zeit, sie]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><strong>Die Methode des &#8220;congregational discernment&#8221; ist in den USA im Kommen. Höchste Zeit, sie auch für Entscheidungsfindungsprozesse in Kirchen, Schulen, NPO und Profit-Unternehmen einzusetzen. Sie beinhaltet zwei Elemente: Stille und Konsens.</strong></p>
<p>Im englischsprachigen Raum ist gegenwärtig ein Begriff in aller Munde: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Discernment" target="_blank">Discernment</a> &#8211; Urteilskraft oder Unterscheidungsgabe oder Scharfsinn oder Entscheidungsfindung. Ursprünglich ist der Scharfsinn ein religiöses Konzept um den Willen Gottes im eigenen Leben zu erkennen. Am bekanntesten die Stelle im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Brief_des_Paulus_an_die_Galater" target="_blank">Galaterbrief</a>, wo Paulus die Gabe der &#8220;Unterscheidung der Geister&#8221; erwähnt.<a href="http://youththeology.wordpress.com/files/2009/05/segellager_06-127.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-383" title="Segellager_06 127" src="http://youththeology.wordpress.com/files/2009/05/segellager_06-127.jpg?w=300" alt="Segellager_06 127" width="300" height="225" /></a><br />
Nun wird diese Art der Urteilskraft aber auf organisationale Prozesse und Entscheidungen übertragen &#8211; mit interessanten Nebenwirkungen.  Im wesentlichen geht es in Workshops darum, mit Organisationen eine unbürokratische Methode einzuüben, um Entscheidungen zu erreichen.<br />
Die Methode wird inzwischen zum Beispiel von der <a href="http://www.pcusa.org/" target="_blank">Presbyterianischen Kirche in den USA </a>angewendet, um zu Entscheidungen in der umstrittenen Frage der Homosexualität zu kommen oder vom <a href="http://www.oikoumene.org/en/resources/documents/assembly/porto-alegre-2006/3-preparatory-and-background-documents/guidelines-for-the-conduct-of-meetings-of-the-wcc.html" target="_blank">ökumenischen Rat der Kirchen </a>in Genf und von manchen Kirchgemeinden.</p>
<p>Die Grundlage für organisationale Entscheidungsfindung sind zwei Methoden:</p>
<ol>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stille" target="_blank"><strong>Stille</strong></a></li>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Konsens" target="_blank"><strong>Konsens</strong></a><strong> in der Entscheidungsfindung</strong></li>
</ol>
<p><strong>Die Praxis der gemeinsamen Stille</strong> als Methode kommt ursprünglich von den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Qu%C3%A4ker" target="_blank">Quäkern</a> . Stille wird zum Beispiel auch am <a href="http://www.cseb.ch/Ospidal-de/Qualitaetsmanagement" target="_blank">Ospidal Scuol (Krankenhaus Schuls/Engadin) vom Chefarzt </a>verwendet, um das Operationsteam vor jedem Eingriff zu sammeln (<a href="http://www.geo.de/GEO/heftreihen/geo_magazin/60440.html" target="_blank">Geo-Ausgabe Mai 2009</a>). </p>
<p>Die spannende Frage ist also: Was passiert, wenn eine Organisation, eine Kirchgemeinde, eine Schule oder sogar eine betriebswirtschaftliche Unternehmung Stille und Kontemplation anwenden würden in Fragen des täglichen Geschäfts.</p>
<p><!--more-->Ein Training in dieser Methode sieht zum Beispiel so aus: Am Beispiel der Frage, ob für eine Person eine Berufung für ein kirchliches Amt spürbar ist, sitzen alle Teilnehmenden in einen Stuhlkreis. Der Trainer verteilt ein Mappe, darin zu finden ist ein halbes blaues Stück Papier. Auf diesen Blatt steht eine Anleitung für die Stille und das Sprechen. Eine Person ist die Person, die sich eine Ordination überlegt und nach einer Berufung sucht. Drei Leute sind Antwortgeber und die restlichen haben die Rolle eines &#8220;mitfühlenden Beobachters&#8221;. Dann sind alle mehr als 30 Minuten still. Und dann erhalten diverse Personen die Gelegenheit zu sprechen und zu antworten. Was in einer solchen Runde passiert ist etwas völlig anderes als in normalen Konversationen. Indem die Kommunikation durch die Stille durchbrochen wird, ist das Bedürfnis schnelle Ratschläge zu geben oder von eigenen Erfahrungen zu berichten nicht mehr spürbar. Sondern es entsteht ein Raum, wo gegenseitig Worte und Bilder ausgetauscht werden, die irgendwie tiefer gehen. Die Landschaft in einem solchen Gespräch ist eher eine Traumlandschaft. Unlogische Worte und Bilder tauchen auf und gehen vorüber ohne ihre genaue Absicht deutlich zu machen. Es gibt in einer solchen Runde keine linearen Fortschritte im Hinblick auf eine Lösung und wenn die Stille beendet wird und die Kommunikation wieder in den Normalton zurück fällt, ist trotzdem eine tiefere Vertrautheit da bei den Teilnehmenden.</p>
<p>Pfarrerin Jossica Moffat Seay, welche die Methode mit ihrer <a href="http://www.fumcbixby.org/AboutUs/Discernment/tabid/64/Default.aspx" target="_blank">methodistischen Gemeinde in Oklahoma </a>erprobte, berichtet davon, dass die Menschen eine erhöhte Sensibilität für den Nächsten entwickelten und offener gegenüber Ideen wurden, die von anderen Menschen geäussert wurden. Inzwischen wurde in dieser Kirchgemeinde diese Methode für alle Gruppen bis zum Leitungsgremium angewendet. &#8220;Wir haben begonnen, unser Geschäft ganz anders zu betreiben&#8221;, sagt Seay.</p>
<p>Das benötigt eine Menge Zeit und es gibt Entscheidungen, bei denen die Methode keinen Sinn macht.  Aber die Kirchgmeinde kann mit der Zeit diejenigen Entscheidungen erkennen lernen, die tiefer gehende Reflexion erfordern. In der Kirchenbehörde könnte jemand statt eine Abstimmung zu fodern z.B. sagen: &#8220;Haben wir schon eine gemeinsame Grundlage erreicht oder benötigen wird länger Zeit?&#8221;. Und statt eine lange Diskussion anzufangen könnte ein Behördenmitglied sagen: &#8220;Ich glaube, dieses Thema braucht Scharfsinn &#8211; Entscheidungsfindung!&#8221;<br />
Indem Stille und die Übereinkunft, mit Konsens zu arbeiten, lernen Organisationen zusammen als Gemeinschaft unterwegs zu sein. Es gibt weitere Vorteile dieser Methode. Gemeinden und Organisationen lernen in der kontemplativen Praxis, dass alles wichtige aus dem Hören kommt. Mitglieder merken, dass unterschiedliche Ansichten nicht unbedingt zu Konflikten führen müssen oder zu einem Austritt aus der Organisation. Die Methode führt Menschen zu einer Einheit hin. Deshalb funktioniert sie auch gut im Bereich interreligiöser Dialog. Der Prozess der Einheit zwischen verschiedenen Organisationen kann in fünf bis sieben Minuten Stille oft viel effizienter gestaltet werden als mit einer Stunde Diskussion. Dies sagt <a href="http://www.georgefox.edu/discernment" target="_blank">Paul Anderson, Professor an der George Fox University</a>, der die Methode wissenschaftlich erforscht.</p>
<p>Natürlich ist Stille herhausfordernd. Nicht alle ertragen Stille. Das muss bei dieser Methode sorgfältig mit in Betracht gezogen werden. Es ist deshalb wichtig, dass die Stille zeitlich definiert ein Ende hat. Zu diesem Zweck wird ein Zeitnehmer bestimmt, der am Schluss ein akkustisches Zeichen gibt. Als zweites ist zu sagen, dass Stille eine Praxis ist, die geübt werden will. So können Gruppen in die Stille hinein wachsen.</p>
<p><strong>Das zweite Element der Methode, der Konsens</strong>, ist ebenso schwierig. Bei den meisten Entscheidungen in Organisationen, besonders in Nonprofit-Organisationen, wird ein demokratischer Entscheidungsfindungsweg beschritten. Das Problem dabei ist, dass es dadurch immer Gewinner und Verlierer gibt. Die Verlierer werden von der Mehrheit zum Verstummen  gebracht. Bei der Konsens-Methode geht es nicht darum, dass alle zustimmen können, sondern darum, gemeinsam Gottes Willen für diese besondere Entscheidung in dieser besonderen Organisation zu finden. Es gibt also <strong>drei Formen von Konsens</strong>:</p>
<ol>
<li><strong>Der erste ist der einfachste: Alle sind einverstanden.</strong> Eine Gruppe diskutiert, bis alle hinter einer Entscheidung stehen können.</li>
<li><strong>Der zweite entsteht, obwohl eine oder mehrere Personen nicht einverstanden sind mit einigen Aspekten der Entscheidung.</strong> Sie haben aber entschieden, dass sie damit leben können.</li>
<li><strong>Die dritte Form ist vorhanden, wenn eine oder mehrere Personen vollständig gegen eine Entscheidung sind</strong>, sie aber trotzdem das Gefühl haben mit der Entscheidung leben zu können. In der Quäker-Tradition wird dies  &#8220;Unterscheidung von Vorlieben&#8221; genannt. Es geht also nicht um Prinzipielles, sondern um persönliche Vorlieben.</li>
</ol>
<p>Wenn ein Mitglied der Gruppe nicht mit einer Entscheidung leben kann und sein Argument auf der prinzipiellen Ebene angesiedelt ist, dann ist kein Konsens erreicht.  In diesem Fall befürwortet die Gruppe,mehr Zeit in Stille zu verbingen, um eine gemeinsame Vision zu erreichen.</p>
<p>Diese Art, Entscheidungen zu fällen, führt zu einem alternativen Verständnis von Zeit. Im ersten Moment wirken Stille und Konsens als zeitfressende Methoden. In Wahrheit ist es manchmal sehr ineffizient eine schnelle Entscheidung zu fällen, die nicht von allen mit getragen wird. Da ist es effizienter genau hinzuhören, was das Problem ist und woher eine Entscheidung kommen könnte. Die Scharfsinn-Modelle versprechen deshalb einen höheren Grad von Partizipation, tiefere Diskussionen und bessere Endresultate. Es geht darum, mit dem Wasser mitzuschwimmen, anstatt gegen den Fluss zu schwimmen.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong><span style="text-decoration:underline;">Links:<br />
</span></strong><a href="http://www.listeninghearts.ang-md.org/" target="_blank">Listening Hearts Ministries </a>- eine amerikanische Beratungsfirma für Kirchen und Kirchgemeinden.<br />
<a href="http://www.alban.org/" target="_blank">Alban Institute </a>- eine amerikanische Organisation, welche Kirchgemeinen berät und unterstützt.<br />
<a href="http://www.georgefox.edu/discernment/">Gruppe an der George Fox University </a>um Paul Anderson mit vielen Links und Artikeln.<br />
<a href="http://www.oikoumene.org/en/resources/documents/assembly/porto-alegre-2006/3-preparatory-and-background-documents/guidelines-for-the-conduct-of-meetings-of-the-wcc.html" target="_blank">Die Guidlines zur Konsensfindung </a>in Meetings des Ökumenischen Rates der Kirchen in Genf.<br />
<a href="http://www.fumcbixby.org/AboutUs/Discernment/tabid/64/Default.aspx" target="_blank">Amerikanische Kirchgemeinde</a> in Bixby, welche den Scharfsinn in den Alltag eingebaut hat.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kontrolle über Europa - Blick hinter politische Kulissen]]></title>
<link>http://nokturnaltimes.wordpress.com/2009/04/10/kontrolle-uber-europa-blick-hinter-politische-kulissen/</link>
<pubDate>Fri, 10 Apr 2009 17:56:06 +0000</pubDate>
<dc:creator>Autor</dc:creator>
<guid>http://nokturnaltimes.wordpress.com/2009/04/10/kontrolle-uber-europa-blick-hinter-politische-kulissen/</guid>
<description><![CDATA[Vor dem Hintergrund der irischen Ablehnung des EU-Vertrags, des Einmarschs russischer Truppen in Geo]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Vor dem Hintergrund der irischen Ablehnung des EU-Vertrags, des Einmarschs russischer Truppen in Georgien und der internationalen Finanzkrise brachte die französische Ratspräsidentschaft neuen Schwung in die EU-Politik &#8211; zuweilen ohne Rücksicht auf die europäischen Partner.</p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/jJSxXE4b83E&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/jJSxXE4b83E&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
<p>Die Zeit der französischen EU-Präsidentschaft war geprägt von einer nicht enden wollenden Reihe von Krisen, an deren Anfang das Nein der Iren zum Vertrag von Lissabon stand. Es folgte der Einmarsch russischer Truppen in Georgien und schließlich Mitte September die weltweite Finanzkrise sowie in deren Folge der größte Abschwung der Weltwirtschaft seit 1929!</p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/G_usfYw9R6w&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/G_usfYw9R6w&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
<p>Zieht man eine erste Bilanz der vergangenen sechs Monate, so bleibt festzustellen, dass es nicht gelungen ist, die gravierenden Meinungsunterschiede innerhalb der EU zu überwinden, und es auf institutioneller Ebene kaum Fortschritte gegeben hat. Und dennoch: Die französische Präsidentschaft nutzte die Krisen, um der EU neue politische Impulse zu geben, die in normalen Zeiten undenkbar gewesen wären, so die Einschätzung von Elvire Fabry, Wissenschaftlerin an der Stiftung für politische Erneuerung Fondapol.</p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/VjFUf1Md318&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/VjFUf1Md318&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
<p>Die erste Neuerung fand im August statt, als russische Truppen in Georgien einmarschierten und es zum Krieg zwischen Russland und Georgien kam. Die EU überwand ihre grundsätzlichen Meinungsunterschiede in der Sicherheitspolitik und bezog gemeinsam Stellung. Frankreich ist es gelungen, die EU-Staaten zu einer einheitlichen Position zu bewegen, insbesondere mit der Forderung nach dem Abzug der russischen Truppen aus Georgien, stellt die Journalisten Clémentine Forissier in Euractiv fest. Die internationale Finanzkrise stellte Europa vor eine weitere Bewährungsprobe: Der erste G4-Gipfel in Paris wurde zum Fiasko.</p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/_OppgEeEZ9o&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/_OppgEeEZ9o&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
<p>Erst das folgende G6-Treffen unter Teilnahme des Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, des Vorsitzenden der Eurogruppe, Jean-Claude Juncker, und des Präsidenten der Europäischen Kommission, Jose Manuel Barroso, war erfolgreich. Man beschloss u. a. ein Treffen aller 27 Mitgliedsstaaten, ein Rettungspaket für die Banken und die Forderung nach einem neuen Bretton Woods. Frankreich fungierte als Koordinator und überzeugte die Mitgliedsstaaten von der Notwendigkeit eines abgestimmten Vorgehens, so Philippe Moreau Defarges vom französischen Institut für internationale Beziehungen.</p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/3zSj3iUyEK0&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/3zSj3iUyEK0&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
<p>Moreau Defarges hebt jedoch gleichzeitig hervor, dass nach wie vor unklar sei, wie angesichts des wirtschaftlichen Abschwungs Konjunkturpaket und Sparpolitik in Einklang zu bringen seien. Vom ursprünglichen Programm der französischen Präsidentschaft [Link] ist infolge der turbulenten Ereignisse nur wenig übrig geblieben: Das EU-Migrationspaket wurde verabschiedet und die Reform der EU-Agrarpolitik eingeleitet. Keine Bewegung gab es hingegen in der Verteidigungspolitik und die Gespräche zum Klimaschutz gerieten ebenfalls ins Stocken.</p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/OZffcKgrjdc&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/OZffcKgrjdc&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
<p>Die Kehrseite des Aktivismus der französischen EU-Präsidentschaft liegt in der Gefahr von Einzelgängen. Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise kamen aus Paris täglich hochtrabende Ankündigungen, die jedoch nicht immer mit den Partnern abgestimmt waren, stellt Elvire Fabry fest. Deutschland reagierte besonders heftig auf den Wunsch Sarkozys, bis 2010 den Vorsitz in der Eurogruppe zu führen.</p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/baUAAQG_ZzM&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/baUAAQG_ZzM&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
<p>Indem er die Debatte auf seine Person fokussierte, nahm der französische Präsident bewusst in Kauf, wichtige Fortschritte im Bereich der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zum Erliegen zu bringen, sagt dazu bedauernd Gaëtane Ricard-Nihoul vom Think-Tank Notre Europe. Sinnlose Arroganz oder heilsamer Schock? Paris hat sich über die Konsensregel hinweggesetzt, doch vielleicht war das nötig, um die Dinge voranzutreiben, versucht Clémentine Forissier die Situation zu erklären.</p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/wnHb4rduIgM&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/wnHb4rduIgM&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
<p>Eine Erkenntnis aus diesem krisengeschüttelten Halbjahr ist, dass die EU Führung braucht. Aber der Weg dahin ist steinig. Paris ist es nicht gelungen, den Vertrag von Lissabon, der u.a. die Ernennung eines Präsidenten der Europäischen Union vorsieht, aus der Sackgasse heraus zu führen, bedauert Philippe Moreau Defarges. In diesem Punkt ist von der Tschechischen Republik, die Frankreich am 01.01.2009 turnusgemäß an der Spitze der EU ablösen wird, nicht viel zu erwarten. Tschechiens Präsident Vásclav Klaus gilt als Euroskeptiker und das tschechische Parlament hat den Vertrag von Lissabon noch nicht ratifiziert.</p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/mpAmcMfMTTo&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/mpAmcMfMTTo&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Ausserdem sollte man nicht mehr mitdenken]]></title>
<link>http://jagodamarinic.wordpress.com/2009/04/03/ausserdem-sollte-man-nicht-mehr-mitdenken/</link>
<pubDate>Fri, 03 Apr 2009 14:00:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>jagodamarinic</dc:creator>
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<description><![CDATA[Den ganzen Morgen verschwendet an einen Haufen nachvollziehbarer Gedanken. Nachvollziehbarkeit. Akad]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Den ganzen Morgen verschwendet an einen Haufen nachvollziehbarer Gedanken. Nachvollziehbarkeit. Akademische Prämisse nr.1. Falsifizierbarkeit. Verrifizierbarkeit, am Ende steht ohnehin irgendwie Einigkeit, selbst wenn sie sich widersprechen, sind sie sich einig. Anlass: Zadie Smith lässt sich in der New York Review of Books über Netherland (Joseph O´Neill)  und Remainder (Tom Mc Carthy) aus, &#8220;Two paths for the Novel&#8221; heißt der Essay. Ja, die Lady hat sich seit White Teeth beachtlich gebildet. Die linken Intellektuellen sind sich einig, dass sie zu einer Randgruppe gehören, dass ihre Fassung der Welt nicht gehört wird. So ein Schwachsinn. Diese Fassung der Welt wird gehört wie jede andere. Der Schaden ist, dass sie manchmal nicht verkauft wird, weil keiner das lesen, wissen und übers Leben denken will. Weil keiner aufstehen will mit dem Scheissgefühl, dass es Leben ohnehin nicht gibt und die Literatur dazu da ist, diesen Nicht-Leben-Thesen zu dienen. Diese Sicht der Welt ist nicht, wie die Lady sagt, jenseits des Mainstream, sie ist ebenso Mainstream wie der angebliche Mainstream. Inzwischen sind doch alle einfach nur gelangweilt von ihren eigenen Kategorien, von der Erhabenheit, die es auslöst, kein Gefühl zuzulassen, kein Gefühl darzustellen, kein Gefühl zu riskieren, könnte ja den Verstand ausschalten und die Zivilisation gefährden. Bei all der Langeweile in disguise of so-called Intellectuals springt heutzutage eben keine französische Revolution mehr hervor. Es gibt kein Gefühl, keinen authentischen Menschen, kein authentisches Leben und und. Deshalb brauchen wir wohl Schachteln, in denen wir denken, völlig abgekapselt vom Leben, damit einem nicht auffällt, dass man nichts mehr erlebt  und damit einen die lästigen Fragen eines Mittelschichtslebens, ob es das ist, wo man hinwollte, nicht länger behelligen. Man sagt einfach, dass ohnehin kein Mensch fühlen kann, dass Erfahrung Schwachsinn ist, Sinnsuche christlich und somit gestrig,  man sagt einfach und sagt einfach und sagt einfach und beschwert sich, wenn jene die zuhören, schwinden&#8230;</p>
<p>Im Gegesatz dazu</p>
<p>&#8220;Meine Sprache hat nur dann Schwerkraft, wenn ich aus meinen Erfahrungen spreche&#8221;(Ralf Rothmann)</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Wir müssen da mal über etwas reden.]]></title>
<link>http://anstalt.wordpress.com/2009/03/23/wir-mussen-da-mal-uber-etwas-reden/</link>
<pubDate>Mon, 23 Mar 2009 02:23:02 +0000</pubDate>
<dc:creator>califax</dc:creator>
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<description><![CDATA[Tee und Kekse gefällig? Kaffee und Kuchen? Vielleicht etwas Biodinkelgebäck mit fair gehandelter Wur]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Tee und Kekse gefällig? Kaffee und Kuchen? Vielleicht etwas Biodinkelgebäck mit fair gehandelter Wur]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Faschismus, Kultur, Kunst: zur Fragestellung ]]></title>
<link>http://geviert.wordpress.com/2009/03/16/faschismus-kultur-kunst-zur-fragestellung/</link>
<pubDate>Mon, 16 Mar 2009 17:21:19 +0000</pubDate>
<dc:creator>geviert</dc:creator>
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<description><![CDATA[Das Auge sucht den Gegenstand als sein Gegenüber. Es saugt ihn nicht ein. Es lässt ihn in seiner eig]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Das Auge sucht den Gegenstand als sein Gegenüber. Es saugt ihn nicht ein. Es lässt ihn in seiner eig]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Kontinuität und Wandel]]></title>
<link>http://kommuneleben.wordpress.com/2009/03/05/kontinuitat-und-wandel/</link>
<pubDate>Thu, 05 Mar 2009 14:09:08 +0000</pubDate>
<dc:creator>kommuneleben</dc:creator>
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<description><![CDATA[Gedanken zum Verhältnis von „Wo kommen wir her?“ und „Wo gehen wir hin?“, zum Konsensprinzip und zur]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Gedanken zum Verhältnis von „Wo kommen wir her?“ und „Wo gehen wir hin?“, zum Konsensprinzip und zur]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Vertrauen - angeblich ein wichtiges Moment in der Beziehung Lehrer-Eltern]]></title>
<link>http://antiwaldorfschule.wordpress.com/2009/01/01/vertrauen-angeblich-ein-wichtiges-moment-in-der-beziehung-lehrer-eltern/</link>
<pubDate>Thu, 01 Jan 2009 20:49:43 +0000</pubDate>
<dc:creator>anubis2000</dc:creator>
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<description><![CDATA[Von Vertrauen ist in Waldorfschulen viel die Rede. Jedoch ist nach unserer Erfahrung zu vermelden, d]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Von Vertrauen ist in Waldorfschulen viel die Rede. Jedoch ist nach unserer Erfahrung zu vermelden, dass zwar &#8220;Vertrauen&#8221; gesagt, aber oft &#8220;Konsens&#8221; gemeint ist &#8211; und natürlich der Konsens, dass die Eltern auf der Linie des Lehrers zu sein haben. Dabei ist der Sachverhalt doch eher so, dass je kontroverser eine Diskussion ist, um so mehr Vertrauen vorhanden ist. Die Einigkeit in der Verschiedenheit aber erforderte, dass hingehört wird, dass propagierte Werte ernst genommen werden. So aber möchte man lediglich die Legitimation, die Prokura haben.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[tagcloud]]></title>
<link>http://sensiblochamaeleon.wordpress.com/2008/12/16/tagcloud/</link>
<pubDate>Tue, 16 Dec 2008 12:26:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>sensiblochamaeleon</dc:creator>
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<description><![CDATA[trendwolke bei oneview trendwolke tag clouds gallery ausdruckswolke visualcomplexity webpages as gra]]></description>
<content:encoded><![CDATA[trendwolke bei oneview trendwolke tag clouds gallery ausdruckswolke visualcomplexity webpages as gra]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Zum Verhältnis von Wirtschaft, Mensch und Politik]]></title>
<link>http://catocon.wordpress.com/2008/12/15/zum-verhaltnis-von-wirtschaft-mensch-und-politik/</link>
<pubDate>Mon, 15 Dec 2008 03:23:02 +0000</pubDate>
<dc:creator>catocon</dc:creator>
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<description><![CDATA[1. Einleitung: Dissens der Wirtschaftspolitiker? Anläßlich der aktuellen hektischen Debatten um die ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><span style="text-decoration:underline;"><strong>1. Einleitung: Dissens der Wirtschaftspolitiker?<br />
</strong></span></p>
<p>Anläßlich der aktuellen hektischen Debatten um die Frage, was man in der jetzigen Situation der Wirtschaft braucht &#8211; Konjunkturprogramme oder Steuersenkungen &#8211; kommen mir mal wieder einige Gedanken, die so in den Medien selten oder gar nicht vorgetragen werden: Die beiden vorgeschlagenen Maßnahmen unterscheiden sich in einem wesentlichen Punkte, und zwar bei der Methode, durch die die Konjunktur angekurbelt werden soll. Verläßt man sich auf den keynesianischen Multiplikatoreffekt und daraus erwachsende Nachfrageeffekte, oder versucht man mittels Steuersenkungen den Anteil des Verdienstes, den die Menschen für Konsum und Investition zur Verfügung haben, zu erhöhen, was dann in den Augen der Anhänger solcher Ideen zu einer Verbesserung der allgemeinen Wirtschaftslage beiträgt?</p>
<p>Kurz gesagt haben die beiden Vorschläge ihre Differenz bei der Antwort auf die Frage: &#8220;Wie lindern wir die Wirtschaftskrise&#8221;. Gemeinsam haben sie die Zielvorstellung, daß man so schnell wie möglich aus der Rezession wieder entkommen muß, um auf den von allen Seiten über den grünen Klee gelobten Wachstumspfad zurückzukehren, der allein Quell der Freude und des Fortschritts sein könne. Was ich von diesem Wachstumswahn halte, ist dem regelmäßigen Leser dieses Blogs hinreichend bekannt, und braucht an dieser Stelle nicht noch einmal vorgetragen werden (für gelegentliche Leser verweise ich auf einige Artikel über die diversen &#8220;Bailouts&#8221;: &#8220;<a href="http://catocon.wordpress.com/2008/09/29/die-antwort-ein-reinigendes-gewitter/">Ein reinigendes Gewitter</a>&#8220;, &#8220;<a href="http://catocon.wordpress.com/2008/09/25/die-700-milliarden-dollar-frage/">Die 700-Milliarden-Dollar-Frage</a>&#8221; und vor kurzem &#8220;<a href="http://catocon.wordpress.com/2008/11/22/die-am-meisten-allerschlimmsteste-depression/">Die am meisten allerschlimmsteste Depression</a>&#8220;).</p>
<p>Der Punkt, um den es mir in diesem Artikel gehen soll, ist aber nicht die bloße Konstatierung der Tatsache, daß alle Parteien und alle Ökonomen sich einig sind, daß Wachstum das Allheilmittel für die Probleme unseres Landes oder gar der Welt sei. Und es gehe mir auch nicht darum, erneut aufzuweisen, daß aus meiner Sicht die Wachstumseuphorie langfristig zu einem charakterlichen Problem führen kann, das den Menschen unglücklich macht, weil er immer mehr haben muß, aber nie genug haben kann. Ich möchte vielmehr die Frage aufwerfen, warum nahezu alle Vertreter des politisch-medialen Komplexes höchstens über den Weg zum Ziel Wachstum diskutieren, nicht aber, wie es die eigentliche Aufgabe eines spezifisch politischen Diskurses wäre, über die Zielvorgabe selbst zu sprechen (und schon gar nicht über die ethischen Grundlagen, auf denen die Zielvorgaben basieren müßten oder sollten). Warum also die Politik nicht das tut, was ihre Aufgabe wäre, nämlich die Zielvorgabe zu setzen, sondern versucht, die Aufgabe der Ökonomik zu tun, nämlich nach dem besten Weg zum bereits vorgegebenen Ziel zu forschen.</p>
<p><span style="text-decoration:underline;"><strong>2. Sphären von Wissenschaft und Politik</strong></span></p>
<p>Zu dieser grundsätzlichen Unterscheidung müssen noch einige Worte gesagt werden, da die Vorstellung getrennter Sphären zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik heute nicht gerade dominant oder auch nur in den Köpfen der meisten Menschen präsent wäre. Wenn ein Mensch sich fragt, wohin er in diesem Jahr in den Urlaub fahren möchte, dann hat die Planung notwendig mehrere Stadien: Zunächst muß er entscheiden, unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren, wohin er eigentlich möchte. Dann muß er sich noch überlegen, wie er seinen Urlaubsort erreichen möchte, also z.B. per Flugzeug, mit dem Auto, und ggf. auf welcher Strecke. Letztlich muß die Fahrt/ der Flug noch tatsächlich unternommen werden. Diese drei Schritte liegen auch im öffentlichen Leben vor: Unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren entscheidet die Politik demokratisch über die Frage, was wir erreichen möchten als Gesellschaft. Die Politik beschäftigt sich mit einer täglich wachsenden Vielzahl von Themen, und kein Politiker kann auf allen Gebieten Experte sein. Wenn man also von einer tatsächlichen Unabhängigkeit der Abgeordneten ausgehen möchte (als Idealfall oder Utopie, denn in der Realität liegt die Abgeordnetenunabhängigkeit zusammen mit der Gewissensfreiheit und der Demokratie in einer geräumigen Familiengruft), dann heißt dies, daß der Politiker in einigen Bereichen viel weiß, in vielen aber wenig.</p>
<p>Notwendig benötigt der Politiker also den Ratschluß von außen. Doch in welchen Fragen? Seine spezifische Aufgabe liegt in der groben Vorgabe der Richtung bezüglich der ihm vom Volk übertragenen Politikfelder. Diese muß er selbst erfüllen. Aber die Fragen, wie genau man zu dem Ziel, das er für richtig hält, am besten kommt, kann der Politiker nicht notwendigerweise  hinreichend beantworten. Demokratie ergibt nur dann Sinn, wenn es nicht eine enorme Kompetenzhürde gibt, die 95% der Bevölkerung vom Verständnis politischer Entscheidungen abhält. Daher muß der informierte und halbwegs interessierte Normalbürger die Entscheidungen des Politikers auch beurteilen können. Politiker zu sein darf in einer Demokratie keine Wissenschaft für sich sein, weil sonst eine kleine abgeschlossene Elite herrschte. Heute wird häufig gesagt, man wisse gar nicht mehr, was die Politiker tun. Und oft wissen es auch die Politiker nicht mehr. Betrachtet man etwa die Gesundheitsreformen der letzten Jahre, dann erkennt man, daß die Politiker sie selbst nicht im Detail verstehen. Dies liegt daran, daß nicht mehr über das Ziel geredet wird, sondern über Detailregelungen. Kurz gesagt: Politik hat eine zielsetzende Funktion (&#8220;Wir wollen dafür sorgen, daß jeder eine Krankenversicherung hat, koste es was es wolle&#8221;, wäre so ein Ziel). Die Wissenschaft hätte die Aufgabe, auf der Basis der politischen Vorgaben, unideologisch nach einem möglichst guten Weg zum gegebenen Ziel zu suchen. Die Wirtschaft hätte in der Wirtschaftspolitik dann kein besonderes Gewicht, abgesehen von dem ihr aufgrund des demokratischen Wahlrechts und der Meinungsfreiheit zustehenden.</p>
<p>Damit dies möglich ist, müssen natürlich mehrere Voraussetzungen erfüllt sein: Erstens müsste die Politik sich auch tatsächlich auf grobe Zielvorgaben in einigen Bereichen beschränken. Dies kann sie natürlich nur, wenn sie nicht absolute Gewalt über das Leben der Bürger für sich reklamiert, sondern akzeptiert, daß es einige Bereiche gibt, in der wir den Staat als notwendiges Übel nun einmal brauchen, und ihn deswegen hinnehmen. Dies kann sie aber auch nur, wenn es so etwas gibt, wie eine unideologische oder wertfreie Wissenschaft. Diese Wissenschaft müßte dann im Idealfall auch unpolitisch sein, also tatsächlich nur nach dem besten Weg zum gegebenen Ziel suchen. In der Praxis sind natürlich alle Wissenschaftler Menschen mit bestimmten Ansichten und Einstellungen, daher ist eine unpolitische, wertfreie Wissenschaft unmöglich. Dennoch sollte die Politisierung einer Wissenschaft mit großer Sorge für die Demokratie beobachtet werden, und sie sollte entschieden bekämpft werden. Als absolutes Minimum müßte die Bekanntgabe der Ansichten des Wissenschaftlers bei einer Publikation gelten.</p>
<p>Sind diese Bedingungen erfüllt, oder zumindest im Ansatz gegeben, dann kann und muß die Politik sich beschränken auf die Beantwortung der Frage &#8220;Wohin?&#8221; und die Wissenschaft, in diesem Beispiel die Ökonomik, auf die Frage &#8220;Wie kommen wir dorthin?&#8221;.</p>
<p><span style="text-decoration:underline;"><strong>3. Über den defizitären Charakter politischer Debatten</strong></span></p>
<p>In diesem Zusammenhang also erneut die Frage dieses Artikels: Warum sind die meisten politischen Debatten in diesem Land degeneriert zu reinen Gesprächen über den Weg zum Ziel, nach dem wir doch alle streben? Dazu muß geklärt werden, ob das denn überhaupt so ist. Aber es dürfte klar sein, daß meist nur über den Weg zum Ziel, nicht mehr über das Ziel geredet wird: Alle sind sich einig, daß der Klimawandel bekämpft werden muß. Was übrig bleibt ist ein fürchterlich komplexer Diskurs über Methoden zur Erreichung dieses Ziels, der von fast keinem Politiker verstanden wird, und bei dem die meisten Bürger auch kapitulieren müßten. Daher wird die Diskussion zum Klimawandel überhaupt nicht adäquat politisch geführt. Ebenso sind sich alle einig, die Kinderbetreuung zu verbessern, aber gestritten wird über Details des &#8220;Wie?&#8221;. Aus dem Blick geraten ist die Frage, ob der Staat überhaupt mehr Betreuung anbieten sollte, oder sich nicht besser aus der Erziehung von Kleinkindern heraushalten müßte. Ebenso sind sich alle einig, daß &#8220;Diskriminierung&#8221; (also &#8220;Verschiedenbehandlung&#8221; im Unterschied zur &#8220;Gleichbehandlung&#8221;) per se schlecht ist, egal in welcher Situation. Also stellt sich nur noch die Frage, welche Gesetze man braucht, um alle Menschen zu egalisieren, nicht mehr die FRage, ob Unterschiede zwischen Menschen nicht wünschenswert sein könnten. Diese Liste ließe sich fast durch jedes politische Thema fortführen. Es wird nicht mehr darüber gestritten, wo wir hin wollen, sondern nur noch darüber, wie wir dorthin kommen. Damit ist die eigentlich politische Dimension der Politik dem demokratischen, öffentlichen Streit entzogen.</p>
<p>Das Ziel des wissenschaftlichen Diskurses über das &#8220;Wie&#8221; des Weges ist der Konsens, weil letztlich ein Weg der beste ist, oder eine Reihe von Wegen gleich gut, gemessen an den vorgegebenen Zielen. Das Ziel des politischen Diskurses über das Ziel des Weges (das Reiseziel) ist aber die Mehrheitsentscheidung, weil man auch nach Bedenken aller Argumente immer noch lieber nach Mailand als nach Madrid fahren wollen kann (manche pflegen zu sagen, das sei ihnen egal, Hauptsache Italien&#8230;). Nicht jeder muß zwingend einsehen, daß Mailand schöner sei als Madrid, aber am Ende der Diskussion wird abgestimmt. Nicht jeder muß einsehen, daß ein Konjunkturprogramm richtig (oder falsch) wäre, aber alle haben die Abstimmung am Ende der Diskussion zu akzeptieren.</p>
<p>Der Drang des heutigen politischen Systems nach Konsens hat sicher viele Ursachen, aber nicht zuletzt dürfte er auch aus dieser Kategorienverwechslung entstehen. Denn schließlich hätte derjenige, der heute sagte, die Erde sei eine Scheibe, schlicht unrecht; also ist es vernünftig, wenn man nach Behandlung aller bekannten Informationen zugibt, daß die Erde doch annähernd Kugelform hat. Aber wer heute sagt, der Mindestlohn sei Unsinn, der kann dies auch noch meinen, wenn er in anderen Ländern zu <em>mehr</em> Arbeitsplätzen geführt hat. Denn vielleicht sind mehr Arbeitsplätze ja gar nicht sein Ziel, sondern weniger staatliche Regulierung. Und in diesem Fall wäre, gemessen an diesem Ziel, der Mindestlohn tatsächlich Unsinn. Konsens kann es hier nicht geben, nur immer wieder ausgekämpfte Unterschiede in den Grundhaltungen, und erst aus diesen Debatten wird am Ende ein politischer Beschluß gestählt hervorgehen. Die Feuertaufe der knappen Mehrheit nach lebhafter Debatte fehlt den meisten Gesetzen, daher auch ihre geringe Qualität. Selbst wenn es heute zu knappen Mehrheiten kommt, wie bis vor kurzem unter Rot-Grün, dann sind es immer koalitionsdisziplinarische Gründe, nicht Gewissensentscheidungen.</p>
<p>Woher also kommt das Phänomen, daß nur mehr über Wege zum Ziel gesprochen wird, nicht über das Ziel selbst? Warum geht es bei der Debatte um die Finanzkrise nur um die Frage, auf welchem Weg wir zum Ziel Maximierung des Wirtschaftswachstums kommen, nicht aber darum, ob ein Wachstum um jeden Preis überhaupt wünschenswert wäre?</p>
<p><span style="text-decoration:underline;"><strong>4. Fixierung auf das Wirtschaftliche</strong></span></p>
<p>Diejenigen, die die Debatte bestimmen, Wirtschaftspolitiker, Wirtschaftswissenschaftler, Wirtschaftsverbände, Gewerkschaften, Wirtschaftsjournalisten usw. haben in der Politik als Hauptarbeitsgebiet die Wirtschaftspolitik. Dies ist der Bereich, in dem sie noch am ehesten kompetent sind, wenn überhaupt. Dort verdienen sie auch, was man nicht unterschätzen sollte, ihr Geld. Aber vor allem betrachten Menschen, die sich den ganzen Tag mit Wirtschaft befassen, die meisten Zusammenhänge durch die Linse der Ökonomie. Die Frage, ob die Fixierung auf die Wirtschaft irrig sein könnte, haben diese Menschen mit nein beantwortet, sonst hätten sie sich natürlich nicht auf die Wirtschaft fixiert. Es mag noch mehr Gründe geben, aber dies ist aus meiner Sicht der Wesentliche: Der Diskurs über Wirtschaftspolitik wird von Menschen bestimmt, für die bereits klar ist, daß das Ziel der Politik Wachstum und Beschäftigung, jedenfalls aber ein ökonomisches sein soll. Die Frage, ob es auch andere Ziele der Politik geben könnte, taucht daher gar nicht auf.</p>
<p>Der spezifisch politische Diskurs über Wirtschaft übernimmt daher nicht mehr seine eigentliche Aufgabe, verschiedene mögliche Ziele gegeneinander abzuwägen. Er versucht, unzureichend, da wesentlich und notwendig inkompetent, die Aufgabe des innerwissenschaftlichen Diskurses über die korrekte Methode zur Steigerung des Sozialprodukts und zur Abwendung des Abschwungs zu usurpieren. Und selbst hier ist er noch auf einem Auge blind. Denn auch die Frage nach der Priorität hinsichtlich kurz- und langfristiger Wirtschaftsentwicklung wird nicht gestellt. Worauf es einzig anzukommen scheint ist die Erhöhung der wesentlichen Wirtschaftsindikatoren zum nächsten Wahltermin. Eventuell einige Jahre weniger Wachstum in Kauf zu nehmen, um die langfristig schädlichen Elemente des Wirtschaftssystems zu entfernen, um Verantwortlichkeit herzustellen, statt durch immer mehr staatliche Eingriffe den Eindruck zu erwecken, jeder könne spekulieren wie er wolle, der Staat werde es am Ende schon richten, und niemand brauche sich Sorgen zu machen; solche Gedanken spielen in diesem Diskurs keine Rolle.</p>
<p>Wirtschaftspolitische Diskussionen, verstanden als Frage nach dem Ziel, finden heute kaum noch statt. Und selbst die defizitäre Art der Diskussion, die heute geführt wird, die Frage nach dem Weg zum Ziel ist in sich noch verkrüppelt, da sie nur kurzfristige Auswirkungen berücksichtigt.</p>
<p><span style="text-decoration:underline;"><strong>5. Konklusion: Das Notwendige und das Wesentliche</strong></span></p>
<p>Brauchen wir jetzt Steuersenkungen oder ein Konjunkturprogramm? Ich werde an dieser Stelle keine abschließende Aussage dazu treffen. Sagen aber werde ich, daß wir in jedem Fall eine Debatte bräuchten, die auch langfristige Faktoren berücksichtigt, die Ursachenforschung betreibt bezüglich der Finanzkrise, die nicht sich in pauschalen Schuldzuweisungen erschöpft (&#8220;Das waren die Heuschrecken! Nein, schuld sind die Politiker!), sondern die wahre Komplexität des Themas in den Blick nimmt. Die die Fehler von Politik und Politikern erkennt, und zugleich Unverantwortlichkeit im Bankensektor betrachtet, und sehr viele Querverbindungen zwischen allen möglichen Ursachen zieht. Wir wissen heute nicht genau genug, warum es zur Finanzkrise gekommen ist, aber es sollte dringend untersucht werden.  Diese Untersuchung wird aber notwendig nicht im Fernsehen mit seinen medialen Limitationen ausgetragen werden können, und auch nicht vor einem Massenpublikum geführt werden. Die fachliche Kompetenz und Komplexität macht dies zu einer fachlichen Spezialdebatte.</p>
<p>Und dennoch sollte es auch in der politischen Diskussion eine Debatte geben, die sich der Erkenntnisse aus der gerade erwähnten bedient. Wir sollten uns damit beschäftigen, ob es überhaupt sinnvoll ist, die Vermeidung von Blasen als Ziel der Politik anzusehen (ich denke schon), und wenn ja, welche Maßnahmen auf der Basis der gewonnenen Erkenntnisse solcher Blasenbildung vorbeugen können, und welche davon verträglich sind mit anderen Zielen wie kurzfristigem Wachstum. Ich bin davon überzeugt, daß es dort zu vielen äußerst komplexen Zielkonfliken kommen muß, und daß gerade auch die ethische Dimension des Wachstums (auch, aber bei weitem nicht nur die ökologische Komponente) berücksichtigt werden muß.</p>
<p>Doch aus den genannten Gründen sind wir von solchen Diskussionen weit entfernt, und werden uns auch immer weiter entfernen.</p>
<p>Abschließen möchte ich trotzdem, trotz Wirtschaftskrise und vollkommen inadäquater Reaktion von Wirtschaft und Politik auf dieselbe,  mit einer beruhigenden Nachricht, die all dies ins rechte Verhältnis setzt. <em>Es gibt nicht vieles, was unwichtiger sein könnte, als Politik und Wirtschaft.</em> Die schiere Notwendigkeit treibt zu beidem. Wir brauchen ein paar Gesetze, weil nicht jeder die zum gedeihlichen Zusammenleben erforderlichen Grundwerte ausreichend internalisiert hat. Wir brauchen einige Güter, die wir nicht selbst herstellen können oder wollen. Wir haben eine Wirtschaft, weil die Güter knapp sind und eine Politik weil die Menschen sich um der knappen Güter willen auf verschiedene Weisen den Schädel einschlagen (grob vereinfacht gesagt). Aber das Wesentliche, der Zweck zu dem Politik und Wirtschaft beide bloße Mittel sind, findet sich weder in Politik noch in Wirtschaft, sondern in uns selbst. Was auch immer Politik und Wirtschaft mit uns anstellen mögen, und sie sind auf dem besten Weg, nichts Gutes mit uns anzustellen, niemand kann uns unsere Würde nehmen. Die haben wir bereits. Politik und Wirtschaft sollen sie anerkennen, doch sie können dies auch verweigern. Aber selbst wenn beide so tun, als hätten wir keine Würde, <em>wir haben sie doch</em>.</p>
<p>Das, worauf es ankommt, kann nicht in Geld und nicht in Macht gemessen werden. Oft sind die in beiden Hinsichten ärmsten die eigentlich reichsten Menschen auf der Welt. Weltliche Güter können einem Menschen nützlich sein, wenn er sie ins rechte Verhältnis zu setzen fähig ist; doch dominieren sie sein Denken und Handeln, verderben sie den Charakter. Widrigen Umständen zu trotzen kann gelegentlich notwendig sein, doch ist es auch möglich ihnen zu trotzen, weil Umstände eben nur das sind: Um-Stände, sie stehen um uns herum, oft eben auch im Weg (dann sind sie widrig). Und das ist die positive Botschaft, die man aus all den widrigen Umständen der Finanzkrise ziehen sollte. <strong><span style="text-decoration:underline;">Selbst wenn wir weniger haben, der, der da etwas hat, das sind immer noch wir. Und daran kann keiner etwas ändern.</span></strong></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA["E-Mediation"]]></title>
<link>http://mediationsolutions.wordpress.com/2008/11/20/e-mediation/</link>
<pubDate>Wed, 19 Nov 2008 23:01:04 +0000</pubDate>
<dc:creator>aXel Brodehl</dc:creator>
<guid>http://mediationsolutions.wordpress.com/2008/11/20/e-mediation/</guid>
<description><![CDATA[Der Konsens e.V. Verein zur Förderung der Mediation in Niedersachsen lädt zur Fachtagung &#8220;E-Me]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Der  <span class="pr_from">Konsens e.V. Verein zur Förderung der Mediation in Niedersachsen</span> lädt zur Fachtagung &#8220;E-Mediation&#8221; ein. Diskutiert werden sollen die Einsatzmöglichkeiten des Internets bei Mediationsverfahren. Referent ist unser Osnabrücker Kollege <span style="text-decoration:underline;"><a href="http://www.adr-blog.de/?p=426">Markus Brinkmann</a></span>, der einen Workshop zu dem Thema anbieten wird.</p>
<p>Die Veranstaltung findet am 25. November 2008 in Hannover statt. Neben der Fachtagung hält der Konsens e.V. auch seine Mitgliederversammlung ab. Anmelden kann man sich unter <span style="text-decoration:underline;"><a href="http://www.mediation-in-niedersachsen.de/Einladung_MV_2008.pdf">Konsens e.V.</a></span></p>
<p>Quelle mit weiteren Einzelheiten: <span style="text-decoration:underline;"><a href="http://www.openpr.de/news/260922/Konsens-e-V-Einladung-zur-Fachtagung-quot-E-Mediation-quot-und-Mitgliederversammlung.html">openPR</a></span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[warum ein Hund vier Beine hat]]></title>
<link>http://michaelbolz.wordpress.com/2008/09/27/warum-ein-hund-vier-beine-hat/</link>
<pubDate>Sat, 27 Sep 2008 10:32:19 +0000</pubDate>
<dc:creator>michaelbolz</dc:creator>
<guid>http://michaelbolz.wordpress.com/2008/09/27/warum-ein-hund-vier-beine-hat/</guid>
<description><![CDATA[Susanne sitzt in der Diskussion. Ganz hinten sitzt sie, den zweiten Platz in der letzten Reihe von l]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Susanne sitzt in der Diskussion. Ganz hinten sitzt sie, den zweiten Platz in der letzten Reihe von links hat sie sich ausgesucht. Die Tasche mit ihren tollen Frauensachen drin parkte direkt neben ihr, damit den äußersten Stuhl keiner okkupieren könnte, der ihr den hindernisfreien Fluchtweg aus der Veranstaltung sichern soll. Sie schwitzt leicht, es ist ihr unangenehm und sie wackelt mit dem Kopf, während um sie herum ungeheuer viel und heiter gelacht und geklatscht und genickt wird. Konsens &#8211; wie grässlich!</p>
<p>Den Tag über war Susanne angespannt, das Thema der Runde interessierte sie jedoch brennend. &#8220;Erosion der Zivilgesellschaft&#8221; &#8211; das klang ähnlich spannend wie &#8220;Himbeeren mit Spülmittel doch geniesbar machen&#8221; oder &#8220;Warum ein Hund vier Beine hat und Autos niemals pupsen&#8221;.</p>
<p>Die Entscheidung sich diese Diskussion anhören zu wollen, war nicht einfach gefallen wie der berühmte Groschen oder Denar oder die Mauern von Jericho. Susannchen hatte sich informiert, wie es ihr so eigen ist und wofür sie kaum jemand schätzt, und hatte Folgendes herausgefunden: <strong>Da wollten sich Bürgerliche treffen und diskutieren!</strong> Wie Sternschnuppen fiel ihr die Geschichte der Menschheit herab vor die Augen vom Himmel der Erinnerungen &#8211; die Bürger, die Bürgerlichen, die vielleicht eher konservativen Konservendosen; die Sparte der Erfinder der Besitzstandswahrung und des Sparguthabens, des Zinses und des Superlativs und der &#8220;Wenn Sex, dann bitte ohne Kamasutra&#8221; Ethik. &#8220;Herr!&#8221;, hatte Susanne laut ausgerufen, &#8220;Ist heute nicht Waschtag?&#8221; Doch der Herr war ruhig geblieben.</p>
<p>Susili hatte sich also schweren Herzens entschieden hinzugehen. Ihr grünes Kostüm und der goldfarbene Schal der Großmutter erschienen ihr dem Anlass zu entsprechen. &#8220;Bürgerliche!&#8221;, rief sie immer wieder laut in die Wohnung, die Möbel wunderten sich. Irgendwann war es dann soweit, die Uhr rief: &#8220;Die Zeit! Die Zeit!&#8221;; beinahe hätte Susanne sie verschlafen.</p>
<p>Der Saal war gedämpft gefüllt, wäre er ein Nudelsieb wäre es viertelvoll gewesen. Es gab nichts zu trinken, nur Bücher der Baldvortragenden zu kaufen, jedes für mindestens 20 Euro. &#8220;Max Liebermann!&#8221;, rief Susanne in Gedanken, &#8220;Du Zeichner der schönen Strände und Idyllen!&#8221;. Sie nahm platz auf einem Stuhl, weiter oben haben wir schon berichtet, wo, staffierte sich angenehm, zupfte das Kostüm an den Schultern zurecht und wartete.</p>
<p>Nach und nach kamen doch Menschen. Überwiegend Bürgerliche. Und eigentlich ausschließlich. Die saßen dann, nachdem sie gehend kamen und später dann gehend gingen. &#8220;Kann der seinen Kopf nicht schneiden?&#8221;, fragte Susannchen, der ein übler Kerl mit wolligem Haupthaar die Sicht auf die Komplexität der Bühne versperrte. Der Mann lächelte heimlich.</p>
<p>Eine halbe Stunde über der angesagten Zeit, traten dann die Aktionäre doch noch in Aktion. Einer hieß Mak und einer hieß Cosic, einer war Niederländer, einer was Koratisches. Keiner konnte richtig Deutsch. Dem Cosic sah man das gleich an, denn der hatte eine Translatorin im Gepäck. Die ließ er aber nie ganz ausreden, was eigentlich schändlich war, denn seine Gedanken waren bürgerlich gut. Und Mak? Niederländer nimmt sowieso keiner ernst, seit die den Theo hinrichten ließen; da ist es mit der übernationalen Liberalität irgendwie aus.</p>
<p>Dann ging es an, der Moderator glänzte, die Brille glänzte, überhaupt schien er ganz und gar fettich. &#8220;Zitate!&#8221;, rief Susannili aus, gedanklich freilich, sonst wäre sie als Verbalterroristin entfernt worden, &#8220;Zitate!&#8221; Die konnte dieser Wilfried F. Schoeller, man merkte, er war gebildet, der Moderator. Und Bürgerlicher. Erst nahm er jenem das Wort, dann diesem und wie er lenkte, merkte man, typisch deutsch: der ist der Führer. Die Schriftsteller erzählten also, sofern Schoeller sie ließ und er ließ sie oft und gern, was sie so von der restlichen, geistigen Welt hielten. &#8220;Oje!&#8221;, dachte Susanne, &#8220;Oje!&#8221; Wegen dem Deutsch.</p>
<p>Der Mak war toll. Und viel gereist. Über Grenzen und darüber hinaus. Ein toller Hecht. Schlechtes Deutsch. Aber toll. Witzig. Kaum eigentlich, aber bemüht. Dann antwortete nach Überleitung Schoellers Cosic. &#8220;Haha!&#8221;, lachte Susanne, &#8220;Haha!&#8221; Gutes Deutsch. Die Translatorin. Ließ sie aber nicht ausreden. Grässlich! Wieso nur? Mag er sie nicht? Ist sein Verbalkonter ihm selber schnurz? Sprach von Popeye und dann der kroatisch-deutsche Hammer: &#8220;<strong>Das Bürgertum verschwindet. Ich seh´s nicht mehr!&#8221;</strong> Allgemein wurde jetzt viel geweint und sich gegenseitig getröstet. Und wie Bürgerliche so sind, kamen sie schnell darüber hinweg. Dazu gab es eine Hilfestellung seitens der Moderation, der gute Herr Schoeller hatte nämlich gleich für den Selbstschwund eine Ursache parat, dass er mit einem Zitat einleitete: &#8220;Oh heavy Burden! (Shakespeare, Hamlet) Die Jugendlichen sind vielleicht was dumm! Nix wissens von Geschichte! Werteverfall! 1870/71! Universaler Imperativ! Moral! Ethik! Das ist für die wie für uns den Brecht zu ignorieren, aber wenigstens wissen wir, wie man Brecht schreibt!&#8221; Tosender Applaus! Die Schnupftücher wurden ein-, Banner des heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation (1410-1806) ausgerollt. Die Version von dem Bild Altdorfers. &#8220;Wie gemein!&#8221;, dachte Susanne, aber vorsichtig, &#8220;Wie gemein!&#8221;</p>
<p>Und so verging der Abend seinen Hörern, die sichtlich erfreut darüber waren von den Schriftstellern und dem Zitator zu hören, dass alles nach ihnen dumm war, denn damit kann man ruhig sterben. Und lachen und klatschen! Denn das war das schöne an diesem Abend, das Gemütliche, das Bürgerliche; um Susanne herum wurde ungeheuer viel und heiter gelacht und geklatscht und genickt.&#8221;Ja, die Dummen!&#8221;, dachte sich Susanne, meinte aber wen ganz anderes als die im Saal. &#8220;Süße Doppeldeutigkeit!&#8221;</p>
<p>Dann durfte noch gefragt werden. Einer fragte, ob man sich vor Dummheit durch Kondome schützen könnte, eine andere, ob der Herr Cosic noch &#8220;solo&#8221; wäre, wie sie sich umständlich ausdrückte. &#8220;Und das mit 70!&#8221;, stöhnte Susannchen innerlich, &#8220;Mit 70!&#8221; Dann kamen so schlaue Fragen, wie: &#8220;Warum ist Alkohol ein Pflanzengift?&#8221; oder &#8220;Warum ist durch höhere Gewalt kein Fenster zu reinigen?&#8221; Susanne erhob sich schließlich, entriss der 70gerin das Mikrofon und fragte: &#8220;Wie wäre es mit Sinn?&#8221; Betroffenes Schweigen wie immer, wenn jemand Sinn fordert. Schoeller fragte: &#8220;Was meinen Sie mit <em>Sinn</em>?&#8221; &#8220;Das frage ich Sie&#8221;, antwortete Susanne, &#8220;Mir geht hier nämlich der Sinn ab!&#8221;, rief sie denn, und sah, dass alle sie für dumm hielten. Die Übersetzerin suchte nach dem kroatischen Pendant für Sinn. Der Mak lächelte vollkommen niederländisch. Der Schoeller suchte gebildet ein geeignetes Gegenzitat.</p>
<p>Wieder Zuhaus entwickelte sich Susannchen-Schnuffi. &#8220;Ein voller Erfolg!&#8221;, rief sie in die Wohnung, die Möbel wunderten sich, &#8220;Ein voller Erfolg!&#8221;</p>
<p>Wie immer, stellte jemand Sinnfragen in öffentlichen Runden, hatte es ein Tohuwabohu-Tamtam-Di-Di gegeben, bis beinahe zur völligen Raserei der bürgerlichen Selbstdarsteller. &#8220;Und dabei scheißen die sich genauso in die Hosen wie die Dummen. Schön dumm!&#8221;, rief Susanne-Maledjewna-Pur-Prostata gänzlich unzivilisiert in den Raum und die Zeit hinaus.</p>
<p>Später, jedoch nicht viel später.</p>
<p>Susannelilalulalei-di-dumdeldei stand mit ihrer Zigarette am Fenster und schmauchte den Rauch in die Luft, es war schon ziemlich kühl, der Herbst meldete sich, die Blätter am Boden faulten. Feucht war es auch. Da ging doch tatsächlich ein Mann vorbei und sein Beagle und der Beagle hatte nur drei Beine und hüpfte mehr als dass er lief. &#8220;Also doch!&#8221;, rief Susanne und eilte nach draußen, den Hund zu fotografieren, &#8220;Also doch!&#8221;</p>
<p>Tatsächlich gibt es auch Hunde mit nur drei Beinen! Die mögen wir im Allgemeinen aber weniger.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Alltagsrealität]]></title>
<link>http://ueltzhoeffer.wordpress.com/2008/09/04/alltagsrealitat/</link>
<pubDate>Thu, 04 Sep 2008 07:44:10 +0000</pubDate>
<dc:creator>Maren Oppermann</dc:creator>
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<description><![CDATA[Sie legt sogar den Rückschluß nahe, daß auch unsere geläufige Alltagsrealität nur ein durch Gewohnhe]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Sie legt sogar den Rückschluß nahe, daß auch unsere geläufige Alltagsrealität nur ein durch Gewohnheit und Konsens gesichertes Konstrukt ist, eine praktisch etablierte Möglichkeit unter anderen Möglichkeiten. Wäre es nicht so, <!--more-->dann gäbe es keine Geschichte des Sehens, nur eine automatische, halbblinde Reproduktion des Immergleichen.</p>
<p><a href="http://www.ueltzhoeffer.de"><img src="http://www.ueltzhoeffer.de/bilder/sarah-connor-foto.jpg" alt="Sarah Connor" width="473" height="534" /></a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Klorollengedanken]]></title>
<link>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/08/26/klorollengedanken/</link>
<pubDate>Tue, 26 Aug 2008 19:52:04 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ulf Runge</dc:creator>
<guid>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/08/26/klorollengedanken/</guid>
<description><![CDATA[Leben 301– Dienstag, 26.08.08 Nun erlaubt ja die deutsche Sprache Wortschöpfungen wie „Klorollengeda]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Leben 301– Dienstag, 26.08.08 Nun erlaubt ja die deutsche Sprache Wortschöpfungen wie „Klorollengeda]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Konsensmeinung: Das Web interessiert sich nicht für uns (=euch Marketer)]]></title>
<link>http://digiom.wordpress.com/2008/07/24/konsensmeinung-das-web-interessiert-sich-nicht-fur-uns/</link>
<pubDate>Thu, 24 Jul 2008 14:07:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>digiom</dc:creator>
<guid>http://digiom.wordpress.com/2008/07/24/konsensmeinung-das-web-interessiert-sich-nicht-fur-uns/</guid>
<description><![CDATA[Gerad gelesen bei Netzwertig, inspiriert von Seth Godin &#8211; das ist mal wieder so eine Ansicht, ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Gerad gelesen bei <a href="http://netzwertig.com/2008/07/24/linkwertig-das-netz-ist-anders/">Netzwertig</a>, inspiriert von Seth Godin &#8211; das ist mal wieder so eine Ansicht, der man einfach nur zustimmen kann. <a href="http://sethgodin.typepad.com/seths_blog/2008/07/the-web-doesnt.html">Seth schrieb also</a>:</p>
<blockquote><p>(The Net) wasn&#8217;t invented by business people, and it doesn&#8217;t exist to help your company make money.</p>
<p>It&#8217;s entirely possible it could be used that way, but it doesn&#8217;t owe you anything. The question to ask isn&#8217;t, &#8220;but how does this help me?&#8221; as if you have some sort of say in the matter. You don&#8217;t get a vote on whether Google succeeds or whether your customers erect spam filters.</p>
<p>The question to ask is, &#8220;how are people (the people I need to reach, interact with and tell stories to) going to use this new power and how can I help them achieve their goals?&#8221;</p></blockquote>
<p>Wer kann dazu schon nein sagen?</p>
<div style="margin-top:10px;height:15px;" class="zemanta-pixie"><a class="zemanta-pixie-a" href="http://reblog.zemanta.com/zemified/9f530a87-7c9b-4567-87a6-2b761d7f892b/" title="Zemified by Zemanta"><img style="border:medium none;float:right;" class="zemanta-pixie-img" src="http://img.zemanta.com/reblog_e.png?x-id=9f530a87-7c9b-4567-87a6-2b761d7f892b" alt="Zemanta Pixie"></a></div>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Welch' Theater! (Dritter Teil)]]></title>
<link>http://shortstoryexchange.wordpress.com/2008/06/10/welch-theater-dritter-teil/</link>
<pubDate>Tue, 10 Jun 2008 15:16:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>shortstoryexchange</dc:creator>
<guid>http://shortstoryexchange.wordpress.com/2008/06/10/welch-theater-dritter-teil/</guid>
<description><![CDATA[Ort: Küche des Gasthauses &#8220;Zum goldenen Hering&#8221; Personen: Küchenchef Luciano Narringer, ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><span style="text-decoration:underline;"><strong>Ort:</strong></span> <strong>Küche des Gasthauses &#8220;Zum goldenen Hering&#8221;</strong></p>
<p><span style="text-decoration:underline;"><strong>Personen:</strong></span><strong> Küchenchef Luciano Narringer, Erster Koch Daniele Körber, Zweiter Koch Wilhelm Arndt, Auszubildender </strong><strong>Johansson</strong><strong>, Gehilfin Pauline Garovic</strong><!--more--></p>
<p><strong>Narringer</strong>: &#8220;Meine Herren, der Speiseplan für nächsten Sonntag&#8230;&#8221;</p>
<p><strong>Körber</strong>: &#8220;Den Gästen fehlt der Fisch, ich werde am Samstag mehr Hering ordern.&#8221;</p>
<p><strong>Arndt</strong>: &#8220;Zur Zeit zu teuer, dann gleich Kaviar statt Knäckebrot.&#8221;</p>
<p><strong>Johansson</strong>: &#8220;&#8230; wie wär&#8217;s mit Rindergulasch?&#8221;</p>
<p><strong>Garovic</strong>: &#8220;&#8230; ich sehe mal im Kühlraum nach&#8230;&#8221;</p>
<p><strong>Narringer</strong>: &#8220;Rindergulasch? Quatsch mit Soße.&#8221;</p>
<p><strong>Körber</strong>: &#8220;Wie, <em>Rindergulasch</em>? Tz.&#8221;</p>
<p><strong>Arndt</strong>: &#8220;Schweinerippen? Sind im Angebot.&#8221;</p>
<p><strong>Johansson</strong>: &#8220;Meinetwegen Schweinerippen.&#8221;</p>
<p><strong>Garovic</strong>: &#8220;Schweinerippen? Machen doch keinen Kerl satt!&#8221;</p>
<p><strong>Narringer</strong>: &#8220;Wolltest du nicht irgendwas nachsehen, Pauline?&#8221;</p>
<p><em>Pauline zieht sich einen dicken Wollpullover über, öffnet die Kühltür, betritt die Kammer.</em></p>
<p><strong>Körber</strong>: &#8220;Zurück zum Fisch. Wie sieht&#8217;s aus mit Forelle?&#8221;</p>
<p><strong>Arndt</strong>: &#8220;Regenbogen?&#8221;</p>
<p><strong>Johansson</strong>: &#8220;Wie <em>Regenbogen</em> ?&#8221;</p>
<p><strong>Garovic</strong> (<em>aus dem Kühlraum rufend</em>): &#8220;Regenbogenforelle. Ich hab letztens einen Artikel gelesen, dass Reg&#8230;&#8221;</p>
<p><strong>Körber</strong>: &#8220;&#8230; dass Regenbogenforellen überaus gesund sind, hab ich auch gelesen.&#8221;</p>
<p><em>Pauline kommt durchgefroren zurück.</em></p>
<p><strong>Garovic</strong>: &#8220;&#8230; ähm, also, dann haben sie wohl&#8230;&#8221;</p>
<p><strong>Narringer</strong>: &#8220;Gut: Regenbogenforelle: fünfundachtzig Stück! Malte&#8230;!&#8221;</p>
<p><em>Malte schreibt.</em></p>
<p><strong>Johansson</strong>: &#8220;Hab&#8217;s notiert, Chef.&#8221;</p>
<p><strong>Arndt</strong>: &#8220;Aber kräftig angebraten. Und nicht ohne Zitrone.&#8221;</p>
<p><strong>Körber</strong>: &#8220;Frevel! Leicht gedünstet, mit französischen Kräutern&#8230;&#8221;</p>
<p><strong>Garovic</strong>: &#8220;Nicht nach Wunsch?&#8221;</p>
<p><strong>Narringer</strong>: &#8220;Nach Wunsch!&#8221;</p>
<p><em>Malte schreibt.</em></p>
<p><strong>Johansson</strong><strong> </strong>(<em>irritiert</em>): &#8220;Ich find&#8217; hier keinen <em>Frevel</em> auf der Liste, Chef.&#8221;</p>
<p><strong>Arndt</strong>: &#8220;Bratkartoffeln und Creme fraîche!&#8221;</p>
<p><strong>Körber</strong>: &#8220;Viel zu fett. Dann können wir gleich Fritten nehmen.&#8221;</p>
<p><strong>Arndt</strong>: &#8220;Regenbogenforelle und Fritten, tz. Als wären wir ein Strandimbiss.&#8221;</p>
<p><strong>Garovic</strong>: &#8220;Kaisergemüse! Ist ja gerade Saison&#8230;&#8221;</p>
<p><strong>Narringer</strong>: &#8220;Kaisergemüse! Malte&#8230;?&#8221;</p>
<p><em>Malte schreibt.</em></p>
<p><strong>Johansson</strong>: &#8220;Jo.&#8221;</p>
<p><strong>Arndt</strong>: &#8220;Also keine Bratkartoffeln? Mit Speck? Und reichlich Zwiebeln?&#8221;</p>
<p><strong>Körber</strong>: &#8220;Hausmannskost? Heiße ich <em>Mutti</em> oder <em>Gitta</em> ??&#8221;</p>
<p><strong>Narringer</strong>: &#8220;Salzkartoffeln: dreißig Kilo, Speck: 5 Kilo, irgendeine fettarme Soße dazu. Malte?&#8221;</p>
<p><em>Malte schreibt.</em></p>
<p><strong>Johansson</strong>: &#8220;Jo. Welche Soße jetzt?&#8221;</p>
<p><strong>Garovic</strong>: &#8220;Hollandaise?&#8221;</p>
<p><strong>Körber</strong>: &#8220;Zu Fisch! Haha!&#8221;</p>
<p><strong>Arndt</strong>: &#8220;Wieso nicht? Wäre mal was&#8230;&#8221;</p>
<p><strong>Narringer</strong>: &#8220;Auf keinen Fall. Kräutersoße: sieben Kräuter. Auch zum Fisch. Malte?&#8221;</p>
<p><strong>Johansson</strong>: &#8220;Was? Welche sieben Kräuter?&#8221;</p>
<p><strong>Garovic</strong>: &#8220;Die Soße heißt so.&#8221;</p>
<p><strong>Johansson</strong>: &#8220;Ahja, wieviel?&#8221;</p>
<p><strong>Narringer</strong>: &#8220;Vier Liter. Vorspeise?&#8221;</p>
<p><em>Malte schreibt.</em></p>
<p><strong>Körber</strong>: &#8220;Salat, wie immer.&#8221;</p>
<p><strong>Arndt</strong>: &#8220;Wie gehabt&#8230;&#8221;</p>
<p><em>Malte schreibt.</em></p>
<p><strong>Narringer</strong>: &#8220;Fünfzehn Salatköpfe, Tomaten, Paprika, das Übliche. Malte?&#8221;</p>
<p><strong>Johansson</strong>: &#8220;Wir haben doch noch so viel Salat, der weg muss.&#8221;</p>
<p><strong>Narringer</strong>: &#8220;Malte?&#8221;</p>
<p><em>Malte schreibt.</em></p>
<p><strong>Johansson</strong>: &#8220;Wieviel Kaisergemüse?&#8221;</p>
<p><strong>Körber</strong>: &#8220;Genug.&#8221;</p>
<p><strong>Johansson</strong>: &#8220;Zwanzig Kilo?&#8221;</p>
<p><strong>Narringer</strong>: &#8220;In etwa.&#8221;</p>
<p><em>Malte schreibt.</em></p>
<p><strong>Garovic</strong>: &#8220;Dessert? Ich muss gleich los&#8230;&#8221;</p>
<p><strong>Körber</strong>: &#8220;Bis morgen.&#8221;</p>
<p><strong>Narringer</strong>: &#8220;Stop! Du bleibst hier.&#8221;</p>
<p><strong>Johansson</strong>: &#8220;Was Süßes?&#8221;</p>
<p><strong>Arndt</strong>: &#8220;Süß und kalt.&#8221;</p>
<p><strong>Körber</strong>: &#8220;Süß schon, aber lieber warm.&#8221;</p>
<p><strong>Narringer</strong>: &#8220;Mousse au Chocolat, kalt: hundert Portionen. Malte?&#8221;</p>
<p><strong>Johansson</strong><strong> </strong>(<em>schreibend</em>): &#8220;Muß&#8230; Schokolade&#8230; Hab&#8217;s notiert.&#8221;</p>
<p><strong>Garovic</strong>: &#8220;Tz.&#8221;</p>
<p><strong>Narringer</strong>: &#8220;Wein?&#8221;</p>
<p><strong>Körber</strong>: &#8220;Weißen aus Frankreich, keine Frage.&#8221;</p>
<p><strong>Arndt</strong>: &#8220;Oder Italien. Und ein paar Flaschen Bordeaux&#8230;&#8221;</p>
<p><strong>Körber</strong>: &#8220;Zum Ausspülen oder was?&#8221;</p>
<p><strong>Arndt</strong>: &#8220;Nein, für die Kenner.&#8221;</p>
<p><strong>Narringer</strong>: &#8220;Weißen aus der Pfalz, roten Bordeaux. Dreißig und zwanzig Flaschen. Malte?&#8221;</p>
<p><strong>Johansson</strong>: &#8220;Also fünfzig. Von welchem jetzt?&#8221;</p>
<p><strong>Garovic</strong>: &#8220;Dreißigmal Weißwein, zwanzigmal Rotwein.&#8221;</p>
<p><strong>Johansson</strong>: &#8220;Achso&#8230;&#8221;</p>
<p><em>Malte schreibt.</em></p>
<p><strong>Garovic</strong>: &#8220;War&#8217;s das? Ich muss jetzt wirklich&#8230;&#8221;</p>
<p><strong>Körber</strong>: &#8220;Tschüss.&#8221;</p>
<p><strong>Narringer</strong>: &#8220;Halt! Hast du dich eingetragen?&#8221;</p>
<p><strong>Garovic</strong>: &#8220;Natürlich.&#8221;</p>
<p><strong>Narringer</strong>: &#8220;Bis morgen, Pauline.&#8221;</p>
<p><strong>Garovic</strong>: &#8220;Adieu, allerseits.&#8221;</p>
<p><em>Pauline verlässt die Großküche durch die Hintertür.</em></p>
<p><strong>Johansson</strong>: &#8220;Kann ich dann jetzt auch&#8230;?&#8221;</p>
<p><strong>Narringer</strong>: &#8220;Wenn du alles hast: Tschüss!&#8221;</p>
<p><strong>Johansson</strong>: &#8220;Also bis morgen dann!&#8221;</p>
<p><em>Malte eilt ebenfalls durch die Hintertür hinaus, ruft nach Pauline.</em></p>
<p><strong>Narringer</strong>: &#8220;Rindergulasch. Dreißig Kilo.&#8221;</p>
<p><strong>Körber</strong>: &#8220;Rindergulasch.&#8221;</p>
<p><strong>Arndt</strong>: &#8220;Rindergulasch!&#8221;</p>
<p><strong>Fortsetzung folgt&#8230;</strong></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Mission: Feindbild Barth.]]></title>
<link>http://3toastbrot.wordpress.com/2008/01/02/mission-feindbild-barth/</link>
<pubDate>Wed, 02 Jan 2008 10:18:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>3toastbrot</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ein temporärer Konsens. Normalerweise stehe ich in der ersten Reihe, wenn es um einen gepflegten Mar]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><em><br />
Ein temporärer Konsens.<br />
</em></p>
<p>Normalerweise stehe ich in der ersten Reihe, wenn es um einen gepflegten Mario-Barth-Bash geht (und wie ich uneitel hinzufügen darf, nicht erst, seitdem er das Olympiastadion ausverkauft). Und prinzipiell find ich es gut, meine Meinung in den Texten Anderer zu entdecken. Trotzdem wird es unheimlich: Seitdem Henryk M. Broder seinen persönlichen Barth-Verriss „Witze mit Barth“ im Spiegel veröffentlichte, wird Barth konsequent als Symbolfigur mittelmäßiger bis schlechter deutscher „Comedy“ benutzt. Kaum ein Feuilleton vergeht, ohne dass in Haupt- oder Nebensätzen auf Barth verwiesen wird, kaum ein deutscher Komiker, der nicht zu Barth Stellung beziehen muss. Ein Beispiel unter vielen in der ZEIT: Uwe Lyko (= Herbert Knebel) sagt, dass er sich nicht mit einem Programm auf die Bühne trauen würde, das „im Prinzip nur ein Hauptthema hat, nämlich die Doofheit der eigenen Ehefrau.“ Selbst ein Nichtkommentar zu Barth wird als These für die Qualität Barths gedruckt: „Gerhard Polt, der vielfach Preisgekrönte, öffnet die Tür und bittet um alsbald um Entschuldigung. `Ja mei’, diesen Barth kenne er kaum.“</p>
<p>Offensichtlich scheint es einen temporären Konsens zu geben, (eine Erkenntnis, so neu wie dreitausend Jahre), ein Konsens, der besagt, gegen und für wenn man richtigerweise Stellung aktuell beziehen darf und dafür Applaus von vielen Seiten beziehen kann. Der Konsens war über eine lange Zeit, Harald Schmidt ohne Wenn-und-Aber zu befürworten. Der aktuelle Konsens besteht darin, Schmidt diese Unterstützung zu versagen, was genauso mutig ist wie beispielsweise ein Opossum zu überfahren. Trotzdem scheinen solche Trends nicht zu entstehen, weil viele Menschen zufällig den gleichen Gedanken zum gleichen Thema haben. Es scheint vielmehr, dass diese Gedanken schon länger existieren, es jedoch zuvor einen Aufruf geben muss, der diese druckfähig macht. Die Frage dabei ist nicht mal, ob der Konsens etwas über Qualität aussagt (natürlich wäre es vollkommen falsch, Harald Schmidt kritiklos hinzunehmen. Doch weder war er bei SAT1 ausschließlich ein Gott noch sind gesellschaftliche Kommentare wie das Nazometer oder die Beiträge zu Andrea Kiewel ausschließlich schlecht). Sondern vielmehr: Ist denn Mario Barth der einzige schlechte Komiker Deutschlands? Gibt es neben Eva Hermann möglicherweise noch andere Prominente, die einfältig mit Terminologien vergangener Zeiten spielen?</p>
<p>Mir wäre es lieber, man hätte Mario Barth schon von Beginn an seiner Karriere kritisiert. Und kritisiert ihn auch dann noch, wenn das Feuilleton und Andere ihm längst als Reinkarnation deutschen Humors Beifall spenden werden. </p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Fehlersuchbild]]></title>
<link>http://marschflugkoerper.wordpress.com/2007/12/19/fehlersuchbild/</link>
<pubDate>Wed, 19 Dec 2007 13:38:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mark</dc:creator>
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<description><![CDATA[Es ist ein verflixtes Ding mit der Zukunft. Die ist noch nicht eingetreten, sondern liegt immer vor ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Es ist ein verflixtes Ding mit der Zukunft. Die ist noch nicht eingetreten, sondern liegt immer vor uns und aus der immensen Komplexität der Einflussfaktoren, die bestimmen, was in Zukunft passieren wird, kann man ein schlüssiges und belegbares Modell zukünftiger Entwicklungen konstruieren und dies als bestmöglichen Ratschlag für das eigene Handeln nehmen. Eigentlich logisch, möchte man meinen. Man kann aber auch seiner inneren Glaskugel vertrauen, wie es <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_Naisbitt">John Naisbitt</a>, ein illustrer Vertreter der sich selbst <a href="http://marschflugkoerper.wordpress.com/2007/07/09/zukunftsforschung-can-kiss-my-ass/">am meisten glaubenden</a> Zukunftsforscher offenbar macht &#8211; scheint ein Megatrend zu sein. Zumindest erlaube ich mir, das daraus zu schließen, wenn er ohne explizit danach gefragt zu werden in einem <a href="http://www.heise.de/tr/artikel/100822/">Interview</a> das hier zum Klimawandel sagt:</p>
<blockquote><p><em>Was die sagen, ist mir egal. Sie können keine ihrer Aussagen belegen, legen keine Fakten auf den Tisch. Ein allgemeiner Konsens ist nicht gleichbedeutend mit einem Beweis. Schreiben Sie das auf: Konsens ist kein Beweis!</em></p></blockquote>
<p>Konsens ist kein Beweis, da mag er ja Recht haben. In netten Momenten lasse ich das auch als Differenzierung der Argumentation durchgehen, denn ein Beweis ist mehr als bloße Übereinstimmung: Er ist die Verifizierung von als wahr angenommenen Behauptungen, die sich auf als wahr anerkannte Behauptungen stützt. Nun, in der Debatte um den Klimawandel ist die Beweisführung so weit gediehen, dass ein solches Argument &#8211; und auch andere, die Naisbitt in diesem Interview verlauten lässt &#8211;  schon an der <a href="http://gristmill.grist.org/skeptics#Levels%20of%20Sophistication">unteren Naivitätsgrenze</a> zu verorten sind.</p>
<p>Und eigentlich auch gar nicht als Argumente bezeichnet werden können, diese Ehre haben sich seine Äußerungen nicht verdient. Eher kann man sie als eine sprachliche Ausdrucksform eines schon wörtlichen Subjektivismusdenkens sehen, das die eigenen Annahmen in den Mittelpunkt stellt und auch nur mit diesen operieren kann.</p>
<p>Zum Glück ist der Herr Naisbitt kein Chirurg geworden.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[«Arena», oder «Das Ende der Schweiz»]]></title>
<link>http://werktag.wordpress.com/2007/12/12/arena-oder-das-ende-der-schweiz/</link>
<pubDate>Wed, 12 Dec 2007 20:43:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>Herr H.</dc:creator>
<guid>http://werktag.wordpress.com/2007/12/12/arena-oder-das-ende-der-schweiz/</guid>
<description><![CDATA[Es war einmal ein kleines Land im Herzen Europas, es war ein junges Land. Es hatte keine Geschichte ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><span><font face="Times New Roman"><span style="font-size:14pt;font-family:'Eras Lt BT';"><span style="font-family:'Eras Lt BT';"><font size="3"><span style="font-size:11pt;font-family:'Chianti It Win95BT';">Es war einmal ein kleines Land im Herzen Europas, es war ein junges Land. Es hatte keine Geschichte von Herrschern, Königen oder Kaisern, nein. Gewöhnliche Männer aus dem Volke standen am Anfang zusammen mit dem Ziel in Freiheit und Frieden in ihrem Land zu leben. Geführt wurde dieses Land abwechselnd von Männer und Frauen aus dem Volke, Vertreter und Vertreterinnen verschiedener Regionen und Meinungen. Man sass zusammen suchte die Lösung&#8230;</span></font></span></span></font></span></p>
<p><img src="http://slug.ch/buttons/_.gif" border="0" height="0"></p>
<p><span><font face="Times New Roman"><span style="font-size:14pt;font-family:'Eras Lt BT';"><span style="font-family:'Eras Lt BT';"><font size="3"><span style="font-size:11pt;font-family:'Chianti It Win95BT';"><!--more--></span></font></span></span></font></span><span><font face="Times New Roman"><span style="font-size:14pt;font-family:'Eras Lt BT';"><span style="font-family:'Eras Lt BT';"><font size="3"><span style="font-size:11pt;font-family:'Chianti It Win95BT';">&#8230;für anstehende Probleme und Fragen. Jeder brachte seinen Teil und seine Sicht zur Lösung bei. Nicht etwa, dass alle gleicher Meinung waren, aber man wollte das Beste für das Land, einen Weg, den man gemeinsam gehen konnte.</span></font></span></span></font></span></p>
<p><span><font face="Times New Roman"><span style="font-size:14pt;font-family:'Eras Lt BT';"><span style="font-family:'Eras Lt BT';"><font size="3"><span style="font-size:11pt;font-family:'Chianti It Win95BT';"></span><span style="font-size:11pt;font-family:'Chianti It Win95BT';">Doch irgendwann war diese Politik zu Langweilig für die Medien. Irgendwie musste man doch den Zuschauern zeigen können wie Politik funktioniert, wie Entscheidungen gefällt werden. Die Öffentlichkeit hat das Recht zu Wissen wer die eine und richtige Lösung hat. Man erfand ein Sendegefäss die all diese Ziele vereinigte und nannte sie Arena. Die Politiker mussten endlich raus aus ihren stillen Kämmerlein kommen und für ihre Meinung einstehen. Aufs Mal waren Frauen und Männer gefragt die Reden konnte, die selbstsicher waren und im Idealfall auch noch gut aussahen. Wer besser formulierte, bessere Lösungsansätze hatte oder einfach lauter war, hatte Recht. Was in einem Sendegefäss seinen Anfang nahm griff mehr und mehr auf die Politik des ganzen Landes über. Lösungen mussten in erster Linie Medienwirksam sein. Und immer mehr ging es darum, einzig und allein zu Wissen was gut und richtig ist für das kleine Land. So wurde es immer schwieriger zusammen einen Weg zu finden, denn wer kann in einer öffentlichen Diskussion schon zugeben, dass die Gegenpartei Recht hat? </span></font></span></span></font></span></p>
<p><span><font face="Times New Roman"><span style="font-size:14pt;font-family:'Eras Lt BT';"><span style="font-family:'Eras Lt BT';"><font size="3"><span style="font-size:11pt;font-family:'Chianti It Win95BT';"></span><span style="font-size:11pt;font-family:'Chianti It Win95BT';">Und so wurde es in dem kleinen Land immer Lauter, weil jeder Recht haben wollte und seine Mitstreiter dadurch natürlich das Recht auf diesen oder jenen Posten hatten. Es wurde immer schwieriger zusammen in einem Schiff zu sitzen und gemeinsam die nächsten Wegpunkte zu definieren. Immer mehr verlor man das Ziel aus den Augen. Und so kam es, dass&#8230;</span></font></span></span></font></span></p>
<p><span><font face="Times New Roman"><span style="font-size:14pt;font-family:'Eras Lt BT';"><span style="font-family:'Eras Lt BT';"><font size="3"><span style="font-size:11pt;font-family:'Chianti It Win95BT';"></span></font></span></span></font></span><span><font face="Times New Roman"><span style="font-size:14pt;font-family:'Eras Lt BT';"><span style="font-family:'Eras Lt BT';"><font size="3"><span style="font-size:11pt;font-family:'Chianti It Win95BT';"><span style="font-size:11pt;font-family:'Chianti It Win95BT';">[Tja, wie wird diese Geschichte wohl ausgehen?]</span></span></font></span></span></font></span></p>
<p><span><font face="Times New Roman"><span style="font-size:14pt;font-family:'Eras Lt BT';"><span style="font-family:'Eras Lt BT';"><font size="3"><span style="font-size:11pt;font-family:'Chianti It Win95BT';"><span style="font-size:11pt;font-family:'Chianti It Win95BT';"></span></span></font></span></span></font></span><span><font face="Times New Roman"><span style="font-size:14pt;font-family:'Eras Lt BT';"><span style="font-family:'Eras Lt BT';"><font size="3"><span style="font-size:11pt;font-family:'Chianti It Win95BT';"></span></font></span></span></font></span></p>
</div>]]></content:encoded>
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