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	<title>krisengebiet &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/krisengebiet/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "krisengebiet"</description>
	<pubDate>Thu, 31 Dec 2009 14:43:23 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Bundeswehr wirft 5,5 Millionen EUR aus dem Fenster]]></title>
<link>http://nokturnaltimes.wordpress.com/2009/06/26/bundeswehr-wirft-55-millionen-eur-aus-dem-fenster/</link>
<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 16:21:35 +0000</pubDate>
<dc:creator>Jazariel</dc:creator>
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<description><![CDATA[Mit Auslandseinsätzen ganz besonderer Art unterstützt die Bundeswehr wichtige Rüstungsexportvorhaben]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/u3fiP1NPZm0&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/u3fiP1NPZm0&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
<p><span>Mit Auslandseinsätzen ganz besonderer Art unterstützt die Bundeswehr wichtige Rüstungsexportvorhaben. Der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS profitierte wiederholt von großzügiger Unterstützung durch die Luftwaffe, wenn er den Eurofighter im Ausland vermarktete. Das ergeben Recherchen von Frontal21. Aus Steuergeldern erbrachte die Luftwaffe Leistungen im Wert von Millionen, die vor allem der EADS zum Exporterfolg verhelfen sollten.</span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Deutscher Waffenexport boomt - Deutsche Waffen in aller Welt]]></title>
<link>http://nokturnaltimes.wordpress.com/2009/06/08/deutscher-waffenexport-boomt-deutsche-waffen-in-aller-welt/</link>
<pubDate>Mon, 08 Jun 2009 22:16:09 +0000</pubDate>
<dc:creator>Jazariel</dc:creator>
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<description><![CDATA[Die Waffenindustrie kennt keine Krise, Transparenz scheint auch nicht so interessant zu sein.]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/iIuK4KuTv7g&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/iIuK4KuTv7g&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
<p>Die Waffenindustrie kennt keine Krise, Transparenz scheint auch nicht so interessant zu sein.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Aus Falken werde noch lange keine Tauben, nur weil der Krieg aus ist]]></title>
<link>http://gfbvberlin.wordpress.com/2009/05/25/aus-falken-werde-noch-lange-keine-tauben-nur-weil-der-krieg-aus-ist/</link>
<pubDate>Mon, 25 May 2009 08:29:08 +0000</pubDate>
<dc:creator>joachimfulda</dc:creator>
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<description><![CDATA[In Sri Lanka fehlt der Wille zum Frieden. Dass die Regierung über die Tamil Tigers gewonnen hat – ge]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>In Sri Lanka fehlt der Wille zum Frieden. Dass die Regierung über die Tamil Tigers gewonnen hat – geschenkt. Aber der Krieg dauert noch an. Denn Sri Lankas Regierung denkt im Leben nicht dran, Gnade walten zu lassen und den Tamilen die Hand zur Versöhnung zu reichen. Der singhalesisch- chauvinistische Krieg findet so schnell kein Ende, Menschenrechtsverletzungen passieren immer noch zu häufig und zu massiv. <a href="http://gfbvberlin.wordpress.com/2009/05/21/als-ob-die-humanitare-katastrophe-sri-lankas-nicht-schon-problematisch-genug-ware/">Journalisten und humanitäre Organisationen haben noch immer keinen Zugang zum Krisengebiet</a>, man könnte ja auf die Idee kommen, kritische Fragen zu stellen. Und zu sehen und zu hören, wie massiv die srilankische Regierungstruppen auf Flüchtlingslager geschossen hat. </p>
<p>Wie meinte Sri Lankas Präsident Rajapakse nur süffisant: „Wer gegen ein Monster wie die Tamil Tigers kämpft, kann sich nicht an Regeln halten.“ Das erinnert mich bisschen an Harry Potter – Dumbledores Liebe als Geheim“waffe“ gegen Voldemorts Gier und die harte Linie des Zauberei- Ministeriums gegen alle „Mischblüter“. Geneigte Leser könnten auf die Idee kommen, Rajapakse Joanne K. Rowling zu empfehlen. Aber in Sri Lanka gelten nicht schöne Worte, sondern harte Realitäten: Einige Regime-Kritiker wurden verhaftet, andere verschwanden unter mysteriösen Umständen oder wurden von Killerkommandos schlichtweg erschossen. Kritische Diplomaten werden zurechtgestutzt, Journalisten des Landes verwiesen. Und die internationale Gemeinschaft lässt das mit sich geschehen. Das passiert angesichts der dramatischen Lage in den Flüchtlingslagern: Wasser und Nahrung ist knapp, die medizinische Versorgung minimal und die Seuchengefahr groß. Wie so die Gräben zwischen Tamilen und Singhalesen überwunden werden können, kann bezweifelt werden. Wahrscheinlicher ist, dass sich – mal wieder – das Recht der Stärkeren durchsetzt.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Das “Kinderhaus”: Modell einer ‘feldbezogenen’ Sozialarbeit]]></title>
<link>http://neusozialarbeit.wordpress.com/2009/02/11/das-%e2%80%9ckinderhaus%e2%80%9d-modell-einer-%e2%80%98feldbezogenen%e2%80%99-sozialarbeit/</link>
<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 18:33:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>Voicech Gryn-Sznabl</dc:creator>
<guid>http://neusozialarbeit.wordpress.com/2009/02/11/das-%e2%80%9ckinderhaus%e2%80%9d-modell-einer-%e2%80%98feldbezogenen%e2%80%99-sozialarbeit/</guid>
<description><![CDATA[Das populärste Schlagwort  der gegenwärtigen Sozialarbeit heißt sozialräumliche Orientierung. Und ma]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><div class="entrytitle"><!--[if gte mso 9]&#62;  Normal 0 21       MicrosoftInternetExplorer4  &#60;![endif]--><a rel="nofollow" href="http://groups.google.de/group/jochenebmeierpadagogik/web/Boxhagener01%20%282%29.jpg?hl=de"><!--[if gte mso 9]&#62;  Normal 0 21       MicrosoftInternetExplorer4  &#60;![endif]--></a><img style="border:0 none;" src="http://groups.google.de/group/jochenebmeierpadagogik/web/Boxhagener01%20%282%29.jpg?hl=de&#38;display=thumb&#38;width=420&#38;height=420" alt="" width="420" height="283" /></div>
<div class="entrybody">
<div class="snap_preview">
<div id="g_body" style="overflow:auto;"><a rel="nofollow" href="http://groups.google.de/group/jochenebmeierpadagogik/web/Boxhagener01%20%282%29.jpg?hl=de"></a></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:right;"><span style="color:#888888;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Das populärste Schlagwort  der gegenwärtigen Sozialarbeit heißt </span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"><span style="font-family:Garamond;"><span style="color:#c0c0c0;">sozialräumliche Orientierung</span><span style="font-family:Garamond;">.</span></span></span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"><span style="font-family:Garamond;"> Und mancher führt es im Munde, als habe er soeben Amerika entdeckt. Aber es waren  schon ein paar Pioniere vorher da.</span></span> </em></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:right;"><span style="color:#888888;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">In den Jahren 1990-1994 betrieb die <span style="color:#c0c0c0;">Diaphora. Gesellschaft für neue Erziehung mbH</span> das Projekt eines Verbundes von <span style="color:#c0c0c0;">„Kinderhäusern“</span> in Berlin und Umgebung. Im Sommer 1994 konnte das erste Kinderhaus  – <span style="color:#c0c0c0;">Little Space</span> in der Boxhagener Straße in Friedrichshain – eröffnet werden. Es kam aber wohl zu früh. Schon nach wenigen Monaten musste es Insolvenz anmelden. Vielleicht findet es unter günstigeren Bedingungen einen Nachfolger? Darum hier noch einmal die damalige</span></em> <span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"><em>„Allgemeine Konzeption“</em></span></span><!--[if gte mso 9]&#62;  Normal 0 21       MicrosoftInternetExplorer4  &#60;![endif]--></p>
<p class="MsoNormal">
<p><span style="color:#888888;"><a rel="nofollow" href="http://groups.google.de/group/jochenebmeierpadagogik/web/Boxhagener01%20%282%29.jpg?hl=de"><br />
</a></span></p>
<p><span style="color:#888888;"><span style="font-weight:bold;font-size:16pt;"><span style="font-family:'Trebuchet MS',sans-serif;"> </span></span></span></p>
<p><span style="color:#888888;"><span style="font-weight:bold;font-size:16pt;"><span style="font-family:'Trebuchet MS',sans-serif;"> </span></span></span></p>
<p><span style="color:#888888;"><span style="font-weight:bold;font-size:16pt;"><span style="font-family:'Trebuchet MS',sans-serif;"> </span></span></span></p>
<p><span style="color:#888888;"><span style="font-weight:bold;font-size:16pt;"><span style="font-family:'Trebuchet MS',sans-serif;"> </span></span></span></p>
<p><span style="color:#888888;"><span style="font-weight:bold;font-size:16pt;"><span style="font-family:'Trebuchet MS',sans-serif;">Allgemeine Konzeption für einen Verbund von</span></span><br />
<span style="font-size:24pt;"><span style="color:#c0c0c0;"><span style="font-weight:bold;font-family:'Comic Sans MS',sans-serif;"><em>Kinderhäusern</em></span></span><br />
</span><span style="font-weight:bold;font-size:16pt;"><span style="font-family:'Trebuchet MS',sans-serif;">im Berliner Raum</span></span></span></p>
<p><span style="color:#888888;"><span style="font-weight:bold;font-size:16pt;"><span style="font-family:Trebuchet MS;"> </span></span></span></p>
<p style="text-align:right;"><span style="color:#c0c0c0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Arial;"><span style="font-size:12px;">aus: </span><em><span style="font-size:12px;">Jugendhilfe</span> </em></span><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:12px;">(Luchterhand) Heft 8/1993</span></span></span></span></p>
<p><span style="color:#c0c0c0;"><em><span style="font-size:12pt;"> </span></em></span></p>
<p style="font-family:times new roman,serif;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="color:#c0c0c0;"><strong><em><span style="font-size:12pt;">Aufgaben der Sozialarbeit</span></em></strong></span><br />
</span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Das System der sozialen Arbeit ist im Umbruch begriffen. Im Zeichen von Differenzierung – Individualisierung &#8211; Pluralisierung kann die Sozialarbeit nicht mehr als normativer Ordnungsfaktor gelten. Sie muß sich als reguläres Dienstleistungsangebot neu definieren. Ihr spezifischer Charakter ist helfende Beratung. Keine Lebensweise ist heute an und für sich richtiger als eine andere. Die Unterscheidung von Notfall und Normalfall gewinnt zusehends wertenden Charakter und läßt sich kaum noch objektivieren. Die Sozialarbeit muß sich von doktrinalen Fragestellungen freimachen und zu einer streng pragmatischen Sichtweise entschließen. Sie bewerkstelligt keine Lösungen, sondern sucht nach Bedingungen, die günstiger sind als andere. Ihr Kriterium ist nicht mehr ‚normal oder unnormal’, sondern nur noch ‚mehr oder weniger’.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;text-align:right;">
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Ihre Aufgaben werden dadurch unspezifischer. Der einzelne Sozialarbeiter muß nun, als Fachmann für Alles, ‚mehr können’ als die Spezialisten von gestern, denn er wird sich von Fall zu Fall umstellen müssen. Ebenso unspezifisch müssen die Institutionen der sozialen Arbeit werden. Sind die Maßstäbe für normal und unnormal einmal verloren, werden auch die Differentialdiagnosen über ‚Störungsart’ und ‚Abweichungsgrad’ hinfällig. Die Einrichtungen können sich nicht mehr selber typologisieren und klassifizieren, indem sie ihre Klientel nach ‚Merkmalen’ sortieren; sondern die Nutzer selbst definieren den Charakter des Angebots durch die Art und Weise, wie sie davon Gebrauch machen. Das heißt: Welches die ‚geeignete Behandlung’ ist, muß sich im Prozeß helfender Beratung selbst erweisen können. Das reduziert die Fehlgriffe und ist vom menschlichen und vom fiskalischen Standpunkt aus sparsamer.</span><br />
</span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"> </span><span style="font-size:medium;"><br />
<span style="font-size:12pt;">Namentlich die Unterscheidung zwischen ‚weicher’ Jugendhilfe (Prävention, ‚Förderung’) und ‚harter’ Jugendhilfe (Intervention, ‚Hilfe zur Erziehung’) sowie zwischen stationären und ambulanten Diensten muß überwunden werden durch allgemeine, d.h. umfassende Angebote, die grundsätzlich allen möglichen Nutzern und Bedarfslagen offenstehen. ‚Hohe Schwellen’, die das Eingeständnis eigner Mangelhaftigkeit zur Bedingung für die Gewährung von Hilfe machen, schrecken ab und müssen zur (je zu begründenden) Ausnahme werden: Hilfe ist umso wirksamer, je zeitiger sie in Anspruch genommen wird. Aus haushälterischer Sicht müssen niedrige Schwellen und kurze Wege zur Regel der neuen Sozialarbeit werden.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Wer helfende Beratung in Anspruch nimmt, definiert sich nicht ipso facto als defizitär. Das moderne Leben hat bis in die privatesten Winkel seine Selbstverständlichkeit verloren und fordert immer wieder scharfe Wendungen. Krisen sind nicht Symptome von Devianz, sondern Bestandteil des Normalen. Nicht der Ratsuchende ist problematisch, sondern der, der keine Hilfe mehr zu finden hofft. Ihm muß die soziale Arbeit sich anbieten, indem sie im ‚Feld’ Zeichen setzt.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"> </span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Vor allem die Formen des persönlichen Zusammenlebens haben aufgehört, selbstverständlich zu sein. Einst verdankte die Familie ihre Selbstverständlichkeit dem Umstand, daß sie als Versorgungsbetrieb für den Einzelnen unersetzlich war. Doch ihre hauswirtschaftliche Bedeutung ist ihr durch öffentliche wie kommerzielle Dienstleister nach und nach abgenommen worden, ebenso wie ihre sozialisatorischen Aufgaben. Privates Zusammenleben verengt sich seither immer mehr auf die bloße Beziehungsebene. Die Folge ist eine Informalisierung der Verhaltensmuster, alles muß immer wieder neu ausgehandelt werden. An die Stelle der Ökonomie ist Psychoökonomik getreten. Wechselseitige Glückserwartungen wuchern und belasten die intimsten Bereiche mit dem Prinzip von Leistung und Gegenleistung, so dass es den Einander-Angehörigen immer seltener gelingt, Nähe und Distanz in ein zuträgliches Verhältnis zu bringen. (Die auffällige Zunahme der sog. „Kernstörungen“ in der psychotherapeutischen Klinik hängt damit zusammen.) Die modernen Familienbildungen sind ihrem Wesen nach störanfällig, und was vormals als Hort der Geborgenheit einen Gegenpol zur öffentlichen Konkurrenz bildete, erscheint heute als der eigentlich riskante Teil des Lebens.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Kinder sind für ihre Eltern heute wichtiger als je zuvor. Sie kommen schon mit gewaltigen Erwartungen beladen zur Welt und müssen im System gegenseitiger Zuwendungsansprüche oft die Vermittlerrolle übernehmen, und gegebenenfalls den (mehrfachen) ‚Delegierten’ spielen. Das lebensgeschichtlich unumgängliche ‚Drama von Trennung und Versöhnung im Jugendalter’ (H. Stierlin) nimmt unter solchen Voraussetzungen immer häufiger katastrophische Formen an. Es entsteht eine ‚Ausreißerkultur’ mit Querverbindungen zur kriminellen und Drogenszene, deren Existenz eine weitere Bedrohung für den Bestand der Familien ist.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Die Pubertät, als der kritische Lebensabschnitt par excellence, wird dabei in der Öffentlichkeit heute bezeichnenderweise vor allem als eine „Lücke“ wahrgenommen. Lausbubenstreiche, die einst selbstverständlich waren, werden nun als Gewaltbereitschaft und Bandenwesen skandalisiert und diskriminiert.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Es handelt sich um eine langfristige zivilisatorische Entwicklung in allen modernen Gesellschaften. Unerwartet zugespitzt erscheint sie im Osten Deutschlands in der Folge des sozialen und kulturellen Umbruchs durch die Wiedervereinigung. Dort hatte die Quasi-Monopolisierung aller Versorgungsfunktionen durch den Staat und seine ‚gesellschaftlichen Organisationen den Einzelnen von der Verantwortung für seine Lebensführung weitgehend enteignet. Die Familie überlebte als eine Nische, die &#8211; im doppelten Sinn &#8211; von den „Beziehungen“ zusammengehalten wurde; nicht aber durch ein gemeinsames Lebensrisiko. Mit dem unvorbereiteten Einbruch materieller Unsicherheit beim Übergang in die Marktwirtschaft wird nun keineswegs die Selbstverständlichkeit der (klein-) bürgerlichen Zellen-Familie restauriert, sondern werden im Gegenteil die familialen Beziehungen einer zusätzlichen Zerreißprobe ausgesetzt. Der spektakuläre Rückgang der Ehescheidungen ist dabei eher ein Zeichen von Vorsicht als von Zuversicht und könnte sich als Zeitbombe erweisen. </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"> </span><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Im Westen Deutschlands stellen sich die Sozialarbeiter nach und nach, tastend und manchmal unentschlossen, auf ihre neuen Aufgaben ein; die Neubestimmung ist noch nicht an ihrem Ziel, aber schon im Gang. Im Osten des Landes muß dagegen das System der sozialen Arbeit neu aufgebaut werden. Eine bloße Anpassung an das westliche Ist-Niveau würde einerseits den dortigen Erfordernissen schon nicht mehr gerecht, und könnte andererseits den Innovationsprozeß im Westen nur hemmen. Im Osten besteht die Chance und die Notwendigkeit, Sozialarbeit von vornherein als öffentliches Dienstleistungssystem einzurichten, und zwar sowohl durch eine entsprechende Ausbildung der Professionellen als durch die Implementierung von Modelleinrichtungen. So könnte die Sozialarbeit im Osten Deutschlands zur Schrittmacherin des fälligen Modernisierungsschubs im ganzen Land werden.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#c0c0c0;"><span style="font-size:medium;"><br />
</span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:left;"><span style="color:#c0c0c0;"><span style="font-size:medium;"><strong><em><span style="font-size:12pt;">Das Kinderhaus I: Die Außenansicht</span></em></strong></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><em><span style="font-size:12pt;"> </span></em><em><span style="font-size:12pt;"> </span></em></span></span></p>
<p style="font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><a rel="nofollow" href="http://groups.google.de/group/jochenebmeierpadagogik/web/kinderhaus0003_bearbeitet-1%20%283%29.jpg?hl=de"><img src="http://groups.google.de/group/jochenebmeierpadagogik/web/kinderhaus0003_bearbeitet-1%20%283%29.jpg?hl=de&#38;display=thumb&#38;width=200&#38;height=200" border="0" alt="" width="178" height="200" /></a><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Das Projekt Kinderhaus ist eine allgemeine Antwort auf eine allgemeine zivilisatorische Krisenerscheinung. Es stellt eine soziale Gemeinschaftseinrichtung neuen Typs dar, die eines Tages ebenso selbstverständlich sein wird wie heute die Kindertagesstätte.</span></span><span style="font-size:medium;"><br />
</span><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Es soll sein:</span></span></span></p>
<p style="font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><br />
<span style="color:#c0c0c0;"><span style="font-size:12pt;"><em>ein umfassendes Angebot im sozialen Feld;<br />
eine naheliegende Ressource bei der Regulierung familiärer Krisen, und<br />
eine ausgezeichnete Statt zur Bewältigung eines riskanten Lebensabschnitts.</em></span></span></span></span></p>
<p style="font-family:times new roman,serif;text-align:right;margin:0 0 0 24.24pt;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><em> </em></span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Kinderheime gelten herkömmlich als sonderpädagogische Erziehungswerkstätten. Sie sollen Defizite ‚im’ Kind oder ‚in’ seiner Familie kompensieren und einen erwünschten Sollzustand (wieder-) herstellen. Sie bedürfen dazu eines besonders ‚geschützten’ Milieus. Heimerziehung gilt als Sozio- oder gar Psychotherapie.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"> </span><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">In der Wirklichkeit hat sich auch das Institut Kinderheim längst zu einer regulären öffentlichen Dienstleistung entwickelt. Unbeschadet von offiziellen therapeutischen Diskursen ist die Population der deutschen Kinderheime heute nicht nennenswert ‚gestörter’ als der Durchschnitt der anderen Kinder. In Schlagworten wie ‚Normalisierung’ und ‚Öffnung nach außen’ wird dem zunehmend Rechnung getragen. Es reicht allerdings nicht, nur die Wörter zu ändern, die über die Heimerziehung gesagt werden. Irgendwann müssen auch die sachlichen Bedingungen geschaffen werden, die in den Heimen ‚normales Leben’ möglich machen. Die Heime müssen, nach innen wie nach außen, offen werden; denn ‚normal’ ist heute der Unterschied, nicht die Schablone.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Als naheliegende Ressource zur Entschärfung familiärer Krisen &#8211; niedrige Schwellen, kurze Wege &#8211; soll in den städtischen Wohngebieten Berlins ein Verbund von Kinder-häusern eingerichtet werden.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Die Kinderhäuser sollen ihre möglichen Nutzer nicht abschrecken, sondern einladen. </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Sie sollen im ‚Feld’ ein Zeichen setzen.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Damit ist ihre innere Verfassung präjudiziert &#8211; negativ. Enge, verregelte und komplizierte Strukturen laden nicht ein, sondern schrecken ab, ihre Botschaft lautet: „Ihr könnt alle kommen &#8211; sofern ihr euch fügt.“ Und dann wird nur der kommen wollen, der es „nötig hat“ &#8211; weil ihm nichts anders übrigbleibt. So aber wären die Kinderhäuser auch nur Notbehelf und unvermeidliches Übel: eine sonderpädagogische Nische wie das herkömmliche Kinderheim; aber nicht der öffentliche Ort, der es als naheliegende Ressource sein müßte.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Öffnung nach außen setzt voraus: Offenheit im Innern. Die innere Struktur des Kinderhauses muß zugleich weit und fest genug sein, um die Zufuhr neuer Elemente von außen zu verkraften und als Bereicherung statt als Störung aufzunehmen. Sie muß ihrerseits informell, d.h. unmittelbarer Ausdruck des Lebensgefühls seiner Bewohner sein, um jederzeit improvisieren zu können. Sie muß flexibel sein, und das ist sie nur, wenn sie einfach ist.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><a rel="nofollow" href="http://groups.google.de/group/jochenebmeierpadagogik/web/RMfkiez3.jpg?hl=de"><img style="border:0 none;" src="http://groups.google.de/group/jochenebmeierpadagogik/web/RMfkiez3.jpg?hl=de&#38;display=thumb&#38;width=420&#38;height=420" alt="" width="420" height="287" /></a><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Es wird nicht ausbleiben, daß ein großes Haus, in dem viele Kinder ein geselliges Leben führen, zum Attraktionspol für die Kinder der ganzen Umgebung wird. In größeren und kleineren Trauben werden sie am Hauseingang herumlungern. Man wird sie nicht vertreiben können, also muß man sie hereinlassen. Die jugendlichen Bewohner des Kinderhauses sollen ihre Freunde mit nach oben bringen können, wie es in den städtischen Wohnquartieren eben üblich ist. Daß jeder Bewohner über sein eigenes Zimmer verfügen kann, ist eine Bedingung dafür. Eine hinreichende Ausstattung der Gemeinschaftsräume ist die andere.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Das Kinderhaus wird nicht nur Wohnstatt, sondern zugleich auch informeller Treffpunkt und Drehscheibe für die <a rel="nofollow" href="http://www.jochen-ebmeier.de/13.html"><span style="font-size:14px;">Kindergesellschaft</span></a> des Viertels sein. Es setzt im Feld das Zeichen, daß die Flegeljahre keine „Lücke“ sind, sondern ein Lebensabschnitt so ehrenwert wie die andern.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;text-align:right;font-family:times new roman,serif;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Dabei wird der offene Bereich nicht räumlich oder personell vom inneren Wohnbereich getrennt; der Grad der Öffnung nach außen wird je nach dem Rhythmus des häuslichen Lebens neu auszumakeln sein. Das ist seinerseits nur möglich, wenn den Bewohnern im Innern ein Privatraum garantiert wird, in dem sie vor den Ansprüchen der Andern geschützt sind.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;text-align:right;font-family:times new roman,serif;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;text-align:right;font-family:times new roman,serif;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">In dem Maß, wie das Kinderhaus für die Kinder und die Familien des Viertels zu einem vertrauten, weil gastlichen Ort wird, entwickelt es sich zu einem Stützpunkt für eine nicht-formalisierte Familien-Sozialarbeit, bzw. stadtteilbezogene Familienhilfe. Bedarf an helfender Beratung muß nun nicht von den Beratern selber ausgespäht und ‚erfaßt’ werden, sondern kann ‚sich zeigen’ im Verlauf einer alltäglichen Kontaktaufnahme im geselligen Verkehr, zu dem es einlädt.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"> </span><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Aus fachlichen Gründen ist es nicht ratsam, daß das Kinderhaus diese ins ‚Feld’ hinausgreifende Sozialarbeit in eigner Regie durchführt. Es wird sich beizeiten auf die Rolle einer Anlaufstelle zurückziehen. Direkt beim Träger werden Sozialarbeiter mit neuer, polyvalenter Qualifikation angestellt, die ohne Rcksicht auf die Belegungsrate des Kinderhauses in eigener Verantwortung diejenige Form von helfender Beratung entwickeln, die der jeweiligen Situation entspricht. Sie sollen zwischen dem Kinderhaus und seinem Umfeld vermitteln; aber keine „Zuarbeit“ leisten.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"> </span><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Solange noch ein oder zwei Kinderhäuser isoliert in der Landschaft stehen, werden sie wohl Neugier erregen; aber jenen Grad an Vertrautheit, dessen eine dauerhafte Ausstrahlung ins ‚Feld’ bedarf, werden sie erst als Repräsentanten eines neuen Typus von sozialer Gemeinschaftseinrichtung erreichen können. Es wird daher zügig der Aufbau eines Verbundsystems von etwa einem halben Dutzend Kinderhäusern im Berliner Raum betrieben. Während der Aufbauphase des Verbundes werden die einzelnen Kinderhäuser ihre Rolle in den Gemeinwesen erst noch unvollkommen spielen können. Pragmatische Zwischenlösungen werden sich nicht immer vermeiden lassen.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;">
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Zur Offenheit der Kinderhäuser gehört schließlich, daß Kinder hier nicht nur Kindern begegnen können, sondern auch Erwachsenen; und zwar, wie es ja normal wäre, auch solchen, die ihnen nicht mit beruflichen Absichten entgegentreten. Erwachsene, die gelegentlich ihre Zeit mit Kindern verbringen wollen, weil sie daran Gefallen haben, sind dort willkommen. Das trägt zur Entpädagogisierung der Alltagsatmosphäre bei, selbst wenn es anläßlich von an sich ‚zweckmäßigen’ Verrichtungen geschieht, wie z.B. der Schulaufgabenhilfe: Dabei haben sich pädagogische Amateure bislang stets besser bewährt als die Profis.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:left;"><span style="color:#c0c0c0;"><span style="font-size:medium;"><strong><em><span style="font-size:12pt;">Das Kinderhaus II: Die Innenansicht</span></em></strong></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><strong><em><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></em></strong></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><em><span style="font-size:12pt;"> </span></em></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Als öffentliches Dienstleistungsangebot in einer pluralistischen Kultur kann das </span><span style="font-size:12pt;">Kinderhaus nicht besondere Lebensent würfe als die ‚richtigen’ verbindlich machen wollen. Menschenbilder und Erziehungsziele gehören nicht zu seinem Pensum.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><a rel="nofollow" href="http://groups.google.de/group/jochenebmeierpadagogik/web/kinderhaus0002_edited%20%282%29.jpg?hl=de"><img style="border:0 none;" src="http://groups.google.de/group/jochenebmeierpadagogik/web/kinderhaus0002_edited%20%282%29.jpg?hl=de&#38;display=thumb&#38;width=420&#38;height=420" alt="" width="420" height="286" /></a><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Erziehung ist, wo sie gelingt, eine Leistung der Heranwachsenden selbst, und besteht im wesentlichen darin, sich aus gegebenen Bedingungen selbst heraus zu finden. Berufsmäßige Pädagogik ist daher keine lineare Verkettung von Ursachen und Wirkungen, sondern lediglich die Gestaltung eines Bedingungsgefüges. „Erziehung meint hier nichts anderes als den alltäglichen Umgang.“ (Hans Hermann Groothoff) Das ‚pädagogische Verhältnis’ jedoch „im engeren und eigentlichen Sinn ereignet sich und ist möglich und nötig nur von Fall zu Fall“. Es ist kein Zustand, der sich herbeiführen läßt, sondern ein Glück, das sich manchmal einstellt, wenn günstige Bedingungen gegeben sind. Es ist personale Begegnung und darum nicht operationalisierbar. (Die Plethora des pädagogischen Personals zählt zu den einengenden Bedingungen.)</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"> </span><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Wie jeder Haushalt, ist das Kinderhaus sowohl Versorgungsbetrieb als auch Stätte persönlichen Lebens. Es vereinigt unter seinem Dach eine sachliche (Leistungs-) Dimension mit einer leidenschaftlichen (Ausdrucks-) Dimension. Im Unterschied zu den weitgehend auf die Beziehungsebene geschrumpften familialen Kleinsthaushalten unserer Tage kann es aber, als großer Haushalt, beide Ebenen scheiden und gesondert darstellen. Es begründet damit einen Spiel-Raum, in dem seine Bewohner Nähe und Distanz jeweils neu ausbalancieren können. Es stellt insofern einen grundsätzlich heilsamen Ort dar, denn es ermöglicht ein Unterbrechen beginnender Chronizisierung und bietet die Chance zu einem Neuanfang. Die Wirksamkeit weitergehender therapeutischer Eingriffe beruht auf der Möglichkeit solch einstweiliger Abstandnahme von „den Andern“, von der bisherigen Lebensgeschichte und von sich selbst.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Der ‚äußeren’ Aufgabe eines jeden, Nähe und Distanz ins Verhältnis zu setzen, korrespondiert die ‚innere’ Aufgabe, die regressiven mit den progressiven Persönlichkeitsanteilen abzustimmen, wenn anders ‚Spaltung’ und ‚Rückzug aus der Welt’ vermieden werden sollen. Diese Abstimmung ist besonders durch die heftigen Progressions-Schübe der Pubertät gefährdet; zumal in einem Erziehungssystem, das kindlichen Unfug als pathologisches Symptom verfolgt.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Progression geschieht als Weltbezug, Leistung und Verkehr. Regression bedeutet Selbstbezug, ‚Ausdruck’ und Intimität. Der Raum der einen heißt Gesellschaft, der der anderen Gemeinschaft. Als leistungsbezogener großer Haushalt hat das Kinderhaus eine gesellschaftliche Dimension, die allen erlaubt, miteinander verkehren zu können, ohne einander nahetreten zu müssen. Als Stätte personalen Lebens bietet es Raum für die Bildung von Gemeinschaften, in denen die, die sich nahestehen, beieinander sein können.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Verordnete Nähe ist pathogen. Das Kinderhaus gibt seinen Bewohnern keine Gruppenstrukturen vor, in die sie sich fügen sollen. Kinder können die Gemeinschaften, deren Intimität sie suchen, alleine und ohne das Dazwischentreten eines erwachsenen Bezugsvirtuosen bilden. Ihre spontanen Gruppenbildungen tragen wahlverwandtschaftlichen, „bruderschaftlichen“ Charakter und sind, als personale Begegnung im freien Spiel von Trennen und Verbinden, wesentlich informell; sie überschneiden einander („Geflecht“, L. Krappmann) und lassen sich nicht sondern und ‚verfassen’. Ein zuständiger Betreuer kann ihnen daher nicht beigeordnet werden.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Das Kinderhaus erkennt erstmals die erzieherische Bedeutung der Kinderfreundschaften ausdrücklich an und macht sie zum Bestandteil seiner inneren Verfassung.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Soll Nähe gewählt werden können, muß zuerst Distanz möglich sein. Einem jeden muß sein persönliches Rückzugsgebiet garantiert sein. Wie jedes Kind ein „Recht auf sein Geheimnis“ hat (Janusz Korczak), so hat es ein Recht auf Alleinsein. Jedes Kind hat ein Recht auf seine eigenen vier Wände und auf die Tür, die es hinter sich zumachen kann.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Die Kinder werden im Kinderhaus in Einzelzimmern wohnen.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><a rel="nofollow" href="http://groups.google.de/group/jochenebmeierpadagogik/web/kinderhaus0001_edited%20%282%29.jpg?hl=de"><img style="border:0 none;" src="http://groups.google.de/group/jochenebmeierpadagogik/web/kinderhaus0001_edited%20%282%29.jpg?hl=de&#38;display=thumb&#38;width=420&#38;height=420" alt="" width="291" height="420" /></a><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Soll Nähe gewählt werden können, muß eine Auswahl möglich sein. Es müssen genügend Menschen anwesend sein.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Soll Nähe gewählt werden können, muß man die andern kennen. Es dürfen nicht zu viele Menschen anwesend sein, weil sonst der Überblick verloren geht.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">In jedem Kinderhaus soll Raum für etwa zwanzig Kinder sein.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Auch unter den erwachsenen Haushaltsangehörigen sollen die Kinder diejenigen auswählen können, deren Nähe sie wünschen; doch nicht nur unter jenen. Die Öffnung des Kinderhauses für pädagogische Laien dient auch diesem Ziel. </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Im Übrigen wird es im Kinderhaus keine Unterscheidung zwischen pädagogischem und hauswirtschaftlichem Personal geben. Für ‚Beziehungen’ sind alle gleichermaßen zuständig.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Andere ‚Srukturen’ &#8211; Zeitpläne, Aufgabenverteilung, räumliche Gliederung &#8211; , als die sich aus den Erfordernissen des Haushaltes augenfällig von selbst ergeben, hat der Alltag des Kinderhauses nicht nötig. Sein Rahmen ist weit und fest, weil er einfach ist. Es bedarf daher keiner erklügelten Hausordnung. Die Regeln des täglichen Verkehrs können sich auf den ‚gesellschaftlichen’ Leistungsbereich beschränken und in ständiger Übung „von selbst ergeben“.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Der selbstregulierenden Dynamik freier Geselligkeit wird zuerst eine Chance gegeben, damit normative Interventionen der erwachsenen Professionellen im Grenzfall als Ausnahmen die Regel bestätigen können. Dabei ist es notwendig, die private und die öffentliche Sphäre des Lebens im Kinderhaus so voneinander zu scheiden, daß Verkehrsstörungen und öffentliche Geltungsprobleme nicht die persönlichen Beziehungen ergreifen, und daß persönliche Konflikte nicht zum öffentlichen Thema werden müssen. Was öffentlich ist, wird nicht privatisiert, und was privat ist, nicht veröffentlicht. Jeder soll jederzeit aus dem einen Bereich in den andern ausweichen können. Die Informalisierung der Gruppenstrukturen f</span><span style="font-size:12pt;">ü</span><span style="font-size:12pt;">hrt in das Anstaltsleben eine Instanz „negativer Rückkoppelung“ (Norbert Wiener) ein und erlaubt, daß ein Großteil der Alltagskonflikte ‚sich von allein regeln’ können &#8211; ohne Eingriff einer überlegenen fachlichen Intelligenz.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Nicht dem Erreichen gesetzter Erziehungsziele und der ‚Arbeit am Kind’ gilt das Hauptaugenmerk der professionellen Pädagogen im Kinderhaus, sondern der Qualität des Zusammenlebens selbst. Letztere ist nicht die Resultante von soundsoviel individuellen ‚Behandlungsplänen’, sondern eine Realität sui generis. Als „Raumklima“ ist sie unmittelbarer Ausdruck des Lebensgefühls seiner Bewohner. Es bildet die Zuversicht der Kinder ab, daß sie sich-selbst herausfinden werden aus den Bedingungen, die ihnen dort gegeben sind. Finden sie diese Zuversicht, dann wird es ihnen auch gelingen. Die Bedingungen so anzuordnen, daß die Zuversicht wachsen kann, ist die eigentliche Leistung des Pädagogen.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Dadurch ändert sich, verglichen mit herkömmlichen Erziehungsanstalten, seine Stellung im Alltag des Kinderhauses. Er ist hier nicht in erster Linie Funktionär einer gefaßten pädagogischen Absicht, sondern unmittelbar: Teilnehmer. Er unterscheidet sich von anderen durch seine persönlichen Eigenschaften, von denen er jeweils ‚mehr’ oder ‚weniger’ hat als jene, und daß er in allen Bereichen &#8211; auf der sachlichen Versorgungs-, wie auf der persönlichen Beziehungsebene und im Austausch mit dem gesellschaftlichen Umfeld &#8211; größere Verantwortung übernimmt als die Kinder, verdankt sich dem biographischen Umstand, daß er erwachsen ist; nicht aber einer besonderen professionellen Fertigkeit. Von den Kindern unterscheidet er sich nur noch graduell, nicht mehr funktional.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><a rel="nofollow" href="http://groups.google.de/group/jochenebmeierpadagogik/web/RMfkiez2.jpg?hl=de"><img style="border:0 none;" src="http://groups.google.de/group/jochenebmeierpadagogik/web/RMfkiez2.jpg?hl=de&#38;display=thumb&#38;width=420&#38;height=420" alt="" width="420" height="287" /></a><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Die spezifisch professionelle, weil absichtsvolle Seite seiner Tätigkeit (=„Arbeit“) findet nicht im alltäglichen Umgang statt; dieser ist vielmehr unmittelbar und persönlich. Sondern findet statt in den dienstlichen Sitzungen außerhalb des Alltags. Deren fachliche Aufgabe besteht nicht in der (positiven) Ausarbeitung pädagogischer Handlungsstrategien, sondern in der (kritischen) Reflexion auf die pädagogischen Haltungen einerseits, und in der &#8211; stets neuen – Einsicht in die Sozio- und Psychodynamik des geselligen Prozesses andererseits. Dort werden nicht praktische Anweisungen formuliert, sondern werden die Maßstäbe der Pragmatik prüfend gesichert. Die Dienstbesprechung ist ihrem Sinn nach Instanz der Selbstkontrolle. Sie ist nicht Teil des Alltags, sondern sein Spiegel.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Denn der Auftrag des Pädagogen ist paradoxal. Er soll sein Erwerbsleben so führen, ‚als ob’ es sein Privatleben sei. Zugleich soll er die Trennbarkeit von Öffentlichem und Privatem garantieren, damit Nähe und Distanz wählbar bleiben. Er soll über die Scheidung von ‚Objektebene’ und ‚Beziehungsebene’ wachen, aber sein ‚Objekt’ ist selber eine ‚Beziehung’. Sein Berufsalltag ist ein Drahtseilakt zwischen Authentizität und Simulation und hat wesentlich artistischen Charakter. Wie jeder Künstler bedarf er der fachmännischen Kritik; deren Forum ist die Dienstbesprechung. Und darum soll er in der Regel nicht allein ‚Dienst tun’, sondern stets einen Mitartisten zur Seite haben, der ihm bei seiner Darbietung zusieht.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Da er von berufswegen ein Doppelleben führt, bedarf er selber helfender Beratung. Die regelmäßige Präsenz externer Fachbeobachter &#8211; Psychiater, Soziologen, Systemberater… &#8211; dient der Supervision, nicht der Praxisanleitung. Was er ‚tun soll’, muß (und kann nur) der Pädagoge in jedem Moment selber wissen. Dazu braucht er einen freien Kopf, und den verschafft ihm allein regelmäßige ‚Reinigung’ durch Selbstreflexion &#8211; außerhalb des Berufsalltags.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Maßstab der Selbstreflexion ist, für die Einzelnen wie für die ‚Institution’, vorliegende Konzeption sowie die „Kleine Erziehlehre“. Einmal jährlich wird eine Gesamtbilanz gezogen. Der Leiter der Einrichtung verantwortet die Gültigkeit vorliegender Konzeption nach innen und außen. Im Übrigen schafft der Verbund eine dauerhafte, fachlich qualifizierte Öffentlichkeit, die die Verbindlichkeit der Maßstäbe garantiert.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Die im Kinderhaus angestellten Erwachsenen teilen und verantworten gleichrangig das Leben der ihnen anvertrauten Kinder in allen seinen Bereichen. Haushaltsführung, ‚Beziehungsarbeit’ und Austausch mit dem Umfeld (Nachbarschaft, Schule, Behörden) sind dabei gleichermaßen ‚wichtig’ und gleichermaßen ‚pädagogisch’. (Sie teilen und verantworten nicht allein. Doch das Wirken anderer Interventen im ‚Feld’ geht ein in die Bedingungen ihres Handelns und verkürzt nicht ihre Verantwortung; Verantwortung ist kein teilbarer Kuchen.)</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">In der Haushaltsführung lassen sich zwei Aufgaben spezifizieren, die ein besonderes handwerkliches Können verlangen: Die Gestaltung der gemeinsamen Mahlzeiten und die Ausgestaltung des Wohnraums. Beide gehen unmittelbar ein in die Qualität des Zusammenlebens. Küchenchef und Hausmeister sind kein </span><span style="font-size:12pt;">techni-sches Hilfspersonal, sondern zusätzlich qualifizierte Professionelle.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Auch die angestellten Erwachsenen &#8211; und gerade sie &#8211; sollen den ihnen zuträglichen Grad von Nähe und Distanz jeweils selbst wählen können; vor allem zu ihren Kollegen. Aus berufshygienischen Gründen ist es daher im allgemeinen nicht ratsam, daß die Angestellten ebenfalls, wie die Kinder, im Kinderhaus wohnen; wenn es auch ‚eigentlich’ logisch erschiene… Es muß genügen, wenn lediglich der Leiter dort seine Wohnung nimmt.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Im Rahmen des Verbundes wird es möglich sein, daß die pädagogischen Mitarbeiter aus dem Kinderhaus in die Feld-Arbeit überwechseln.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><br />
</span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:left;"><span style="color:#c0c0c0;"><span style="font-size:medium;"><strong><em><span style="font-size:12pt;">Feld-Arbeit</span></em></strong></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><strong><em><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></em></strong></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><em><span style="font-size:12pt;"> </span></em></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Ein Anspruch auf Hilfe zur Erziehung wird nach § 27 KJHG durch die Tatsache begründet, daß „eine dem Wohl des Kindes oder Jugendlichen entsprechende Erziehung nicht gewährleistet ist“. Zu einer Ergründung von Ursachen („Ätiologie“) und zu einer diagnostischen Wertung (etwa: „gefährdet oder geschädigt“) ist nach Geist und Buchstab des neuen Gesetzes niemand mehr aufgerufen. Ist jene Tatsache einmal festgestellt, überprüft das Jugendamt im Hinblick auf eine mögliche Übernahme der Kosten, ob eine angebotene Hilfe „geeignet und notwendig“ ist. </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="text-align:right;clear:both;"><span style="color:#888888;"><a rel="nofollow" href="http://groups.google.de/group/jochenebmeierpadagogik/web/RMfkiez6.jpg?hl=de"><img style="border:0 none;" src="http://groups.google.de/group/jochenebmeierpadagogik/web/RMfkiez6.jpg?hl=de&#38;display=thumb&#38;width=420&#38;height=420" alt="" width="420" height="287" /></a></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Wenn ein Kind und seine Familie entschlossen sind, sich voneinander zu trennen, so ist in der Regel davon auszugehen, daß eine dem Wohl des Kindes entsprechende Erziehung zum gegebenen Zeitpunkt nicht (mehr) gewährleistet ist. Das Kinderhaus bietet Hilfe in grundsätzlich allen Fällen an, wo ein Kind aus dem einen oder andern Grunde nicht mehr im Haushalt seiner Eltern wohnen kann oder will und nicht wesentlich jünger als zehn, aber auch nicht älter als vierzehn Jahre ist. Diese pragmatische Indikation reicht als Aufnahmebedingung aus. Ob und welche zusätzlichen Hilfsangebote angezeigt sind, wird sich im Verlauf des Aufenthalts im Kinderhaus selbst erweisen.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Ob eine Unterbringung in einem fremden Haushalt notwendig wird (i. S. v. § 34 KJHG), hängt davon ab, „wie ernst“ es dem Kind und der Familie mit ihrem</span><span style="font-size:12pt;"> Trennungswunsch ist. Diese Frage ist jedoch nicht durch gutachtlichen Sachverstand zu entscheiden, sondern wiederum nur pragmatisch: durch Erprobung. Ausreißen und Verstoßung sind Gesten, die oft ihr Gegenteil bedeuten sollen. Darüber können sich die Beteiligten nicht durch Introspektion Gewißheit verschaffen, sondern indem sie zur Tat schreiten. Dann steht eine Trennung nicht am Schluß, sondern am Beginn eines Prozesses von helfender Beratung (und kann entsprechend kurz gehalten werden). Das Kinderhaus übernimmt so die Aufgaben eines Kindernotdienstes und leistet einen Beitrag zur Zivilisierung der ‚Ausreißerkultur’ (Stierlin).</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Wenigstens vier von je zwanzig Zimmern sollen daher für kurzfristige und Notaufnahmen bereitstehen.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Die Frage, ob ein Hilfsangebot im gegebenen Fall „geeignet“ ist oder nicht, wird von den beteiligten helfenden Beratern je nach ihrer eigenen beruflichen Perspektive oft unterschiedlich beantwortet. ‚Objektive’ Antworten sind in diesem Bereich nicht möglich; man kann nur versuchen, bekannte Fehlerquellen auszuschließen. Die mittlerweile üblichen Fallkonferenzen dienen diesem Zweck.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Fallkonferenzen, bei denen nur Vertreter von helfenden und verwaltenden Institutionen das Wort haben, laufen Gefahr, deren eigene Interessen stärker zu gewichten, als dem je individuellen ‚Fall’ zuträglich ist. (Das gilt für das geldgebende Jugendamt ebenso wie für ein unterm Belegungsdruck ächzendes Kinderheim und eine überforderte Schule.) Es ist nötig, in den Entscheidungsfindungsprozeß frühzeitig Fachleute einzuführen, die am Ausgang jenes Prozesses kein eigenes berufliches Interesse haben, weil ihre Arbeitsstelle nicht einzelnen ‚Fällen’ und deren ‚Lösung’ zugeordnet ist, sondern, dem ‚ganzen Feld’.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="text-align:right;clear:both;"><span style="color:#888888;"><a rel="nofollow" href="http://groups.google.de/group/jochenebmeierpadagogik/web/RMfkiez5.jpg?hl=de"><img style="border:0 none;" src="http://groups.google.de/group/jochenebmeierpadagogik/web/RMfkiez5.jpg?hl=de" alt="" /></a></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Direkt beim Träger des Kinderhausverbundes werden darum Sozialarbeiter angestellt, deren Tätigkeit nicht auf die einzelnen Kinderhäuser, sondern auf die jeweiligen Wohnquartiere bezogen ist und in sich Merkmale des Streetworkers, des Familienhelfers und der klassischen Familienfürsorge mit denen eines Heimberaters vereinigt. Sie sollen im Vorfeld des Kinderhauses informellen Kontakt zu den möglichen Nutzern aufnehmen und das Kind und seine Familie mit den vorhandenen Hilfs-Ressourcen bekannt machen. Es obliegt dabei ihrem eigenen fachlichen Urteil, zu welcher Hilfsmöglichkeit sie den Nachfragern raten &#8211; und, wenn sie dafür Gründe sehen, von der einen oder andern Möglichkeit abzuraten. Ihre Aufgabe gegenüber den Einrichtungen der Sozialarbeit ist nicht die des Zuträgers, sondern die eines Vermittlers zwischen Nutzern und Anbietern; insofern beraten sie beide Seiten.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Hat sich ein Kind zum Einzug in das Kinderhaus entschlossen, haben die polyvalenten ‚Feldarbeiter’ die Aufnahme vorzubereiten, den ‚Fall’ gegenüber dem Jugendamt zu vertreten und während des ganzen Aufenthalts des Kindes im Kinderhaus für dessen regelmäßigen Verkehr mit seiner Familie zu sorgen und, wenn sie es als nötig erachten, weitergehende therapeutische Eingriffe (Systemberatung o.ä.) in die Wege zu leiten. (Wo Eingriffe in die ‚Tiefen’ der kindlichen Persönlichkeit angezeigt sind, ist es die Trennung von der Familie in der Regel nicht, und umgekehrt.) Sie handeln den Kontrakt zwischen Kinderhaus und Familie aus (z.B. die voraussichtliche Aufenthaltsdauer betreffend, Familienkonferenzen usw.) und wachen &#8211; als Vertragspartner &#8211; über dessen Einhaltung. Sie sorgen für turnusmäßige Fallkonferenzen und regen, wenn es soweit ist, die Rückkehr des Kindes nach Hause an und beraten die Familie nach ihrer Wiedervereinigung.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Im Rahmen des Verbundes wird es möglich sein, daß Feld-Arbeiter in die Kinderhäuser überwechseln.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Bewohnern des Kinderhauses, die mit fünfzehn, sechzehn Jahren der Kindergesellschaft entwachsen sind, soll der Übergang in selbständigere Wohnformen &#8211; WGs, betreutes Wohnen u.a. &#8211; ermöglicht werden, sofern sie aus dem einen oder andern Grund nicht in den Haushalt ihrer Familie zurückkehren können oder wollen. Diese ‚Nachbetreuung’ zählt zu den vornehmsten Aufgaben der Feldarbeiter. Sie haben die erforderlichen Nachfolgeeinrichtungen gegebenenfalls selber zu initiieren.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">In dem Maße, wie das Kinderhaus als reguläre Dienstleistung ins Bewußtsein der Öffentlichkeit dringt, wird der Erstkontakt zwischen Kinderhaus und Nutzern teils im Kinderhaus selbst, teils durch die Feldarbeiter hergestellt. Während der Aufbauphase des Verbundes, solange erst ein oder zwei Kinderhäuser isoliert im Raum stehen, wird dieser Kontakt, wie in einem herkömmlichen Kinderheim, durch die Jugendämter vermittelt werden müssen. Das Kinderhaus wird die Arbeit mit den Familien, die Fallkonferenzen und weiterführende therapeutische Leistungen in dieser Phase aus eignen Mitteln veranstalten. Dabei ist es sich der Versuchung bewußt, in die eigne Tasche zu wirtschaften, und ist von Anbeginn bestrebt, jene Aufgabe an Professionelle abzutreten, deren berufliche Existenz von der Belegungsrate des Kinderhauses unabhängig ist.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<div style="text-align:right;"><span style="color:#888888;"><a rel="nofollow" href="http://groups.google.de/group/jochenebmeierpadagogik/web/boxplatz%20%282%29.jpg?hl=de"><img style="border:0 none;" src="http://groups.google.de/group/jochenebmeierpadagogik/web/boxplatz%20%282%29.jpg?hl=de" alt="" /></a><strong><span style="font-size:14px;"><span style="font-size:18px;"><span style="font-size:18px;"><span style="font-size:14px;"> </span></span></span></span></strong></span></div>
<div style="text-align:right;"><span style="color:#c0c0c0;"><strong><span style="font-size:14px;"><span style="font-size:18px;"><span style="font-size:18px;"><span style="font-size:14px;"><em>D</em></span></span><span style="font-size:14px;"><span style="font-size:18px;"><span style="font-size:12px;"><span style="font-size:14px;"><em>iaphora</em>. </span></span><span style="font-size:14px;">Gesellschaft für neue Erziehung mbH (g</span></span></span></span></span><span style="font-size:12px;"><span style="font-size:14px;">emeinnützig</span></span><span style="font-size:14px;">)</span></strong></span></div>
<div style="text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:x-small;">Geschäftsführer Jochen Ebmeier</span></span></div>
<p style="text-align:right;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:x-small;"><span style="color:#666666;"><span style="font-weight:bold;"> </span></span></span></span></p>
<p style="text-align:right;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:x-small;"><span style="color:#666666;"><span style="font-weight:bold;"> </span></span></span></span></p>
<p style="text-align:right;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:x-small;"><span style="color:#666666;"><span style="font-weight:bold;"> </span></span></span></span></p>
<p style="text-align:right;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:x-small;"><span style="color:#666666;"><span style="font-weight:bold;"> </span></span></span></span></p>
<p style="text-align:right;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:x-small;"><span style="color:#666666;"><span style="font-weight:bold;"> </span></span></span></span></p>
<p style="text-align:right;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:x-small;"><span style="color:#666666;"><span style="font-weight:bold;"> </span></span></span></span></p>
<p style="text-align:right;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:x-small;"><span style="color:#666666;"><span style="font-weight:bold;"> </span></span></span></span></p>
<p style="text-align:right;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:x-small;"><span style="color:#666666;"><span style="font-weight:bold;"> </span></span></span></span></p>
<p style="text-align:right;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:x-small;"><span style="color:#666666;"><span style="font-weight:bold;"> </span></span></span></span></p>
<p style="text-align:right;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:x-small;"><span style="color:#666666;"><span style="font-weight:bold;"> </span></span></span></span></p>
<p style="text-align:right;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:x-small;"><span style="color:#666666;"><span style="font-weight:bold;"> </span></span></span></span></p>
<p style="text-align:right;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:x-small;"><span style="color:#666666;"><span style="font-weight:bold;"> </span></span></span></span></p>
<p style="text-align:right;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:x-small;"><span style="color:#666666;"><span style="font-weight:bold;"> </span></span></span></span></p>
<p style="text-align:right;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:x-small;"><span style="color:#666666;"><span style="font-weight:bold;"> </span></span></span></span></p>
<p style="text-align:right;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:x-small;"><span style="color:#666666;"><span style="color:#800000;"><span style="font-weight:bold;">NB</span>:</span> Aufgrund der voranstehenden Konzeption erteilte die Berliner Senatsjugendverwaltung im Mai 1994 die Betriebsgenehmigung für das Kinderhaus <em>Little space</em> in der Boxhagener Straße in Friedrichshain. Leider mußte es schon im Winter wieder schließen.</span></span></span></p>
</div>
</div>
</div>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Mut zur Lücke, oder Die Kindergesellschaft]]></title>
<link>http://neusozialarbeit.wordpress.com/2008/10/10/mut-zur-lucke-oder-die-kindergesellschaft/</link>
<pubDate>Fri, 10 Oct 2008 20:15:52 +0000</pubDate>
<dc:creator>Voicech Gryn-Sznabl</dc:creator>
<guid>http://neusozialarbeit.wordpress.com/2008/10/10/mut-zur-lucke-oder-die-kindergesellschaft/</guid>
<description><![CDATA[Mut zur Lücke Gedanken zu einem Schülerclub in „Berlin, Ecke Bundesplatz“ von Jochen Ebmeier Kindsei]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="color:#993300;"><strong><span style="font-size:18pt;font-family:Broadway;"><span>Mut zur Lücke</span></span></strong></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><strong><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Gedanken zu einem Schülerclub in „Berlin, Ecke Bundesplatz“</span></strong></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">von Jochen Ebmeier<span> </span></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><a href="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/bundesplatz-flora.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-369" title="&#34;Flora&#34;, Bundesplatz" src="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/bundesplatz-flora.jpg?w=212&#038;h=477#38;h=477" alt="" width="212" height="477" /></a><span style="color:#993300;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"><span style="color:#993300;"><em>Kindsein heißt Gut und Böse unterscheiden </em></span></span><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"><span>können, ohne nachdenken zu müssen.</span></span></em></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Erich Kästner</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#ffffff;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#ffffff;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Fachliche Gespräche zum Thema „Lückekinder“ werden gelegentlich so geführt, als handle es sich darum, dass frühere Verwaltungen versäumt hätten, eine bestimmte Altersgruppe beizeiten mit einem geeigneten Angebot zu versorgen; diesem Versäumnis habe die gegenwärtige Verwaltung durch die Ausweitung der Nachmittagsbetreuung in den Grundschulen nunmehr Abhilfe geschaffen. </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Indessen musste die Senatsverwaltung unlängst feststellen, dass die Nachmittagsangebote der Grundschulen deutlich weniger angenommen werden, als auf Grund voran- gegangener Erhebungen erwartet wurde.<a name="_ednref1" href="../kindergesellschaft/#_edn1"><span class="MsoEndnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">[1]</span></span><!--[endif]--></span></span></a><span> </span>Allenthalben ist zu hören, die zusätzliche Betreuung fände insbesondere ab Klasse 5 wenig Zuspruch. Es scheint an der Zeit, das Thema „Lücke“ neu zu diskutieren. Die im Gang befindliche Umorientierung der Sozialarbeit weg von den Maßnahmen im individuellen Fall hin zu einem systemischen Blick auf die Sozialräume bietet dafür hinreichend Anlass.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="color:#993300;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Defizite und Ressourcen</span></em></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Die sozialräumliche Neuorientierung der sozialen Arbeit entspringt einem tief greifenden Umbruch in ihrer Aufgabenstellung. Im Zeichen von Differenzierung-Individualisierung-Pluralisierung kann die Sozialarbeit nicht mehr als normativer Ordnungsfaktor gelten. Sie muss sich als reguläres Dienstleistungsangebot neu definieren. Ihr spezifischer Charakter ist helfende Beratung. Keine Lebensweise ist heute an und für sich richtiger als eine andere. Die Unterscheidung von Notfall und Normalfall gewinnt zusehends wertenden Charakter und lässt sich kaum noch objektivieren. Die Sozialarbeit muss sich von doktrinalen Fragestellungen frei machen und zu einer streng pragmatischen Sichtweise entschließen. Sie bewerkstelligt keine Lösungen, sondern sucht nach Bedingungen, die günstiger sind als andere. Ihr Kriterium ist nicht mehr ‚normal oder unnormal’, sondern nur noch ‚mehr oder weniger’.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Ihre Aufgaben werden dadurch unspezifischer. Der einzelne Sozialarbeiter muss nun, als Fachmann für Alles, ‚mehr können’ als die Spezialisten von gestern, denn er wird sich von Fall zu Fall umstellen müssen. Ebenso unspezifisch müssen die Institutionen der sozialen Arbeit werden. Sind die Maßstäbe für normal und unnormal einmal verloren, werden auch die Differentialdiagnosen über ‚Störungsart’ und ‚Abweichungsgrad’ hinfällig. Die Einrichtungen können sich nicht mehr selber typologisieren und klassifizieren, indem sie ihre Klientel nach ‚Merkmalen’ sortieren; sondern die Nutzer selbst definieren den Charakter des Angebots durch die Art und Weise, wie sie davon Gebrauch machen. Das heißt: Welches die ‚geeignete Behandlung’ ist, muss sich im Prozess helfender Beratung selbst erweisen können. Das reduziert die Fehlgriffe und ist vom menschlichen wie vom fiskalischen Standpunkt aus sparsamer.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:right;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Namentlich die Unterscheidung zwischen ‚weicher’ Jugendhilfe (Prävention, ‚Förderung’) und ‚harter’ Jugendhilfe (Intervention, ‚Hilfe zur Erziehung’) muss überwunden werden durch</span><a href="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/widfbundallsw.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-370" title="Bundesallee, vorn recht Volkspark" src="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/widfbundallsw.jpg?w=300&#038;h=139#38;h=139" alt="" width="300" height="139" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">allgemeine, d.h. umfassende Angebote, die grundsätzlich allen möglichen Nutzern und Bedarfslagen offen stehen. ‚Hohe Schwellen’, die das Eingeständnis eigner Schadhaftigkeit zur Bedingung für die Gewährung von Hilfe machen, schrecken ab und müssen zur (je zu begründenden) Ausnahme werden: Hilfe ist umso wirksamer, je zeitiger sie in Anspruch genommen wird. Aus haushälterischer Sicht müssen niedrige Schwellen und kurze Wege zur Regel der neuen Sozialarbeit werden.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Wer helfende Beratung in Anspruch nimmt, definiert sich nicht ipso facto als defizitär. Das moderne Leben hat bis in die privatesten Winkel seine Selbstverständlichkeit verloren und fordert immer wieder scharfe Wendungen. Krisen sind nicht Symptome von Devianz, sondern Bestandteil des Normalen. Nicht der Ratsuchende ist problematisch, sondern der, der keine Hilfe mehr zu finden hofft. Ihm muss die soziale Arbeit sich anbieten, indem sie im sozialen <span style="color:#993300;"><em>Feld</em> </span>Zeichen setzt.<a name="_ednref2" href="../kindergesellschaft/#_edn2"><span class="MsoEndnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">[2]</span></span><!--[endif]--></span></span></a></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Mit andern Worten, Sozialarbeit ist nunmehr in erster Linie <span style="color:#800000;"><em>präventiv</em></span>. Denn sie zielt nicht mehr zuerst nach den Defiziten im einzelnen ‚Fall’, um sie durch ihre Leistungen zu kompensieren, sondern sie sucht im sozialen Raum nach den dort &#8211; noch?! &#8211; vorhandenen Ressourcen, um sie <span> </span>zu aktivieren und zu stabilisieren. Denn nicht die Kraft und Bereitschaft der Menschen, sich selbst und einander zu helfen, sind durch Individualisierung-Differenzierung-Pluralisierung verloren gegangen; sondern die Auflösung der traditionellen Bindungen familialer, kommunitärer und konfessioneller Art haben die Individuen vereinzelt, so dass sie in der Neuen Unübersichtlichkeit des Alltagslebens die verstreut da- und brachliegenden Hilfsquellen nicht mehr wahrnehmen. Die Sozialarbeit ersetzt nicht die traditionellen Bindungen durch ihre Maßnahmen, sondern sie erschließt Kräfte, die im Modernisierungsprozess nicht versiegt, sondern lediglich verwaist sind. Sie ist präventiv, indem sie das soziale Feld stabilisiert und auf seine Stärken baut – und nicht erst ‚interveniert’, wenn Einzelne auffällig wurden, und ihre Schwächen bedient. Ihre Leitideen heißen nicht länger <span style="color:#993300;"><em>Defizit</em></span> und <span style="color:#993300;"><em>Leistung</em></span>, sondern <span style="color:#993300;"><em>Ressource</em></span> und <span style="color:#993300;"><em>Vermittlung</em></span><span style="text-decoration:underline;">. </span><span> </span></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">„Vom Fall zum Feld: Der moderne Sozialarbeiter ist zuerst Vermittler von ‚Beziehungen’, also Unterstützungs- und Dialogmanager. Soziale Arbeit zielt zuerst auf die Ressourcen im Feld (Netzwerke), danach vermittelt sie im gegebenen Fall die Individuen mit den dort vorhandenen Helfern, und erst in dritter Instanz bemüht sie professionelle Hilfe (Experten) für den Einzelfall.“ <em>(<span style="color:#993300;">W. Hinte</span>)</em><a name="_ednref3" href="../kindergesellschaft/#_edn3"><span class="MsoEndnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">[3]</span></span><!--[endif]--></span></span></a></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="color:#993300;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Informell und unspezifisch</span></em></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Kompensatorische Intervention </span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">im je </span><a href="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/170-11.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-372" title="Weimarische Str. 3" src="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/170-11.gif?w=222&#038;h=300#38;h=300" alt="" width="222" height="300" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">spezifischen Fall kalkuliert linear und punktuell und mit Ursachen und Wirkungen. Die moderne Sozialarbeit blickt systemisch und tastet sich durch <span> </span>Bedingungen und<span> </span>Wahrscheinlichkeiten. Der Kunst steht sie näher als dem Verwaltungsvorgang. Weil sie ihrem Wesen nach <span style="color:#993300;"><em>informell</em> </span>ist, lässt sie sich nicht formalisieren. So wenig man ihre Praxis in Formeln voraus berechnen kann, so wenig lassen sich ihre Resultate messen und quantifizieren. Aber weil sie aus öffentlichen Mitteln bezahlt wird, muss sie ihre Leistungen kontrollieren, d.h. bewerten lassen. Doch das kann nur <span style="color:#993300;"><em>qualitativ</em> </span>geschehen. Und weil sie nicht punktuell<span> </span>vorgeht, sind immer ganze <span style="color:#993300;"><em>Situationen</em></span> zu beurteilen – im Quer- und Längsschnitt,<span> </span>und das braucht seine Zeit. </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Vom Sozialarbeiter verlangt das… nein, nicht ein neues, aber ein geschärftes Profil. Mehr denn je ist Intuition eher am Platze als Kalkül, das Erfassen ganzer Gestalten eher als das geschickte Kombinieren einzelner Elemente. Je unspezifischer die Praxis des Sozialarbeiters wird, umso belastender wird für ihn das Fehlen objektivierbarer Maßstäbe. Und umso nötiger werden strenge Verfahrensregeln; nicht sowohl positive – etwa, um seiner Arbeit den Erfolg zu garantieren -, als vielmehr negative: als Mittel der Selbstkontrolle (wobei auch hier gelegentlich eine Ausnahme die Regeln bestätigen muss). Kurz gesagt, die neue Form der Sozialarbeit stellt höhere Forderungen an die Professionellen, nicht geringere. Aber sie sind unbestimmter, haben mit Kunst mehr zu tun als mit Technik, und es ist nicht einmal sicher, ob es professionelle Eigenschaften sind, um die es geht, oder um persönliche.<a name="_ednref4" href="../kindergesellschaft/#_edn4"><span class="MsoEndnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">[4]</span></span><!--[endif]--></span></span></a></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="color:#993300;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">„Lücke“</span></em></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:right;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Wenn dies alles für die Sozialarbeit im Allgemeinen gilt, gibt es keinen Grund, weshalb es nicht mehr gelten sollte, </span><a href="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/volksparkwilmersdorf9.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-373" title="Fenn im Volkspark" src="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/volksparkwilmersdorf9.jpg?w=300&#038;h=225#38;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">sobald sie es mit Kindern zu tun bekommt. Dennoch wird stillschweigend vorausgesetzt, dass der Ausgangspunkt der Sozialpädagogik nicht die ‚Situation’ der Kinder ist, sondern weiterhin die ‚Maßnahme’ des Professionellen – was dadurch verdeckt ist, dass die Maßnahme heute wie bei Aldi als „Angebot“ ausgepreist wird.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Es war nicht ein Versäumnis früherer Verwaltungen, die die Altersgruppe von zehn bis vierzehn Jahre als etwas Besonderes, nämlich als „Lücke“ ausgezeichnet hat. Sondern das ist ein ganz besonderes Alter, und dem haben frühere Verwaltungen in lebensweiser Selbst-beschränkung Tribut gezollt: Es ist ein Alter, in dem man nicht betreut und schon gar nicht „maßgenommen“ sein will. Denn es ist die größte <span style="color:#993300;"><em>Krise</em></span> im Leben eines jeden, es ist der Abschied von der Kindheit. Auch in physiologischer Hinsicht, als Pubertät, aber nicht nur, nicht einmal vor allem. Es ist eine Krise des ganzen Menschen. Bis dahin verstand sich die Welt von selbst. Alles, was war, war so und nicht anders. Und plötzlich steht alles in Frage. Ist alles so, oder sieht es nur so aus? </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">„Der entscheidende Grundzug des Pubertätsalters besteht darin, dass es<span> </span>fast jeden Menschen zum Dichter macht“, indem er „die ganze Welt der Erscheinungen“ nicht für bare Münze, sondern bloß „symbolisch nimmt“ <em>(<span style="color:#993300;">E. Friedell</span>)</em>.<a name="_ednref5" href="../kindergesellschaft/#_edn5"><span class="MsoEndnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">[5]</span></span><!--[endif]--></span></span></a> Die Selbstverständlichkeiten sind dahin und alles gerät in Zweifel, nicht nur alles Andere, sondern auch das Selbst. Es ist der kritische Zustand par excellence, eine „zweite Geburt“ <em>(<span style="color:#993300;">E. Erikson</span>)</em>. Nach außen gibt es sich durch Frechheit, Spottsucht und Mutwillen zu erkennen, und wurde vormals als Flegeljahre<a name="_ednref6" href="../kindergesellschaft/#_edn6"><span class="MsoEndnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">[6]</span></span><!--[endif]--></span></span></a> geschmäht und als Lausbubenalter oder Robinsonzeit verklärt. In unseren auf korrekten und sparsamen Umgang bedachten Zeiten sieht man sie als Vorstufe zur Jugendkriminalität an und will ihnen mit Verhütungsmitteln begegnen. Dabei sind es wie eh die produktivsten Jahre, von deren Ertrag man ein Leben lang zehrt. <span> </span></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="color:#993300;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Sozialisation</span></em></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Welches ihr Ertrag ist, hängt davon ab, wie die Krise überstanden </span><a href="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/volksparkwilmersdorf4.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-374" title="ein Spielplatz im Volkspark" src="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/volksparkwilmersdorf4.jpg?w=300&#038;h=225#38;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">wurde. Die wichtigste, weil nächstliegende ‚äußere’’ Ressource eines Jeden bei Bewältigung der Lebensaufgaben sind seine alltäglichen Zusammenhänge mit Anderen. Die sind eng oder weit, viele oder wenige, tief oder flach; aber nicht gut oder schlecht. Unter gewissen Umständen wirken sie freilich &#8211; auf andere &#8211; eher konstruktiv, unter anderen eher destruktiv. </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Aufgabe der Jugendhilfe ist es, die Bedingungen so zu arrangieren, dass die lebensweltlich gegebenen Zusammenhänge zwischen jungen Menschen eher die Chance haben, konstruktiv zu wirken, als destruktiv. Dass Kinderbanden S-Bahnzüge demolieren, kommt vor. Wenn es aber in ihrer Lebenswelt Besseres zu erleben gibt als das, ist es weniger wahrscheinlich…<span> </span></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">In diesem Alter verfügen wir im Wesentlichen über drei ‚äußere Ressourcen’, drei <span> </span>Typen von Zusammenhängen mit Andern: Die eigne Familie daheim, die Schule hinter ihren Mauern, und die Kindergesellschaft – <span style="color:#993300;"><em>kid society</em></span> – draußen auf Straßen und Plätzen. In der Familie sind die Zusammenhänge natürlich und heimlich, in der Schule sind sie künstlich institutionalisiert und verregelt. Und statt eines unerschöpflichen Kraftquells sind beide heut öfter Sturmzonen und Minenfelder. Die Kindergesellschaft dagegen ist ebenso natürlicher wie öffentlicher Zusammenhang. Im bestimmten Gegensatz, doch insofern immer in Wechselbeziehung zur privaten Häuslichkeit und der öffentlichen Institution, ist sie auf dieser Lebensstufe vorrangige Sozialisationsinstanz. Sie ist selber eine lebensweltliche, nicht-professionelle Form der ‚Jugendhilfe’ und Einrichtung der Generalprävention, die der Steuerzahler gratis kriegt.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><a href="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/raufen2.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-375" title="Jugendgewalt" src="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/raufen2.jpg?w=357&#038;h=258#38;h=258" alt="" width="357" height="258" /></a></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">„Die Sozialisierung des Kindes wird im Wesentlichen in der Kindergruppe vollzogen. Es gibt eine Kinderkultur, die unter Umgehung der Erwachsenen von den älteren auf die jüngeren Kinder übertragen wird. In der Kindergruppe wächst das Kind in die Gemeinschaft, und es erlebt durch den Erwerb von sozialem und technischem Geschick eine Art von sozialem Aufstieg, der sich mit dem Ansteigen seiner Rangposition verbindet. Die Älteren dominieren in freundlicher Weise über die Jüngeren. In der Kindergruppe können die Kinder ihren Spielpartner wählen. Sie können sich mit Gleichgeschlechtlichen zusammenfinden, Anders- geschlechtliche aufsuchen oder exklusive Freundeszirkel bilden. Schließlich kann das Kind auch alleine spielen, wenn ihm danach zumute ist.“ <em>(<span style="color:#993366;"><span style="color:#993300;">Eibl-Eibesfeld</span>)</span></em><a name="_ednref7" href="../kindergesellschaft/#_edn7"><span class="MsoEndnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">[7]</span></span><!--[endif]--></span></span></a> Das traf auch auf unsern Kulturbereich zu und änderte sich „erst mit der Ausbildung der anonymen Massengesellschaft und mit der im technischen Zeitalter fortschreitenden Zerstörung der Siedlungen durch den Verkehr. Kinder können sich nicht mehr so frei sozial und im Raume entfalten wie einst.“<span> </span></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="margin-left:35.4pt;text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Nicht zu vergessen der Einbruch des Pädagogenstandes! Die berufsmäßigen Sozialisationstechniker sehen in den eigenen Gesellungsformen der Kinder ihren natürlichen Feind und beteiligen sich, neben dem Straßenverkehr und der fortschreitenten Verwertung von Räumen und Zeit, an ihrer Brachlegung. In Kindergärten und Horten wird der urwüchsige Zusammenhang der Altersgruppen in Jahrgangsklassen aufgesplittert. „Mit dem Wegfallen der älteren, vorpubertären Kinder verlieren die Kleinen ihre anregendsten Spiel- und Sozialisationspartner außerhalb der Kleinfamilie. Außerdem geht darüber auch die Kinderkultur zugrunde, denn diese wird nicht von Erwachsenen tradiert.“<a name="_ednref8" href="../kindergesellschaft/#_edn8"><span class="MsoEndnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">[8]</span></span><!--[endif]--></span></span></a> Um ihr Erbe wetteifern Schule und Kommerz, und eine entscheidende Bildungsinstanz geht verloren.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="color:#993300;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Präventiv</span></em></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:right;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Wo sie nicht schon zum Erliegen kam, ist die Kindergesellschaft bis heute eine der wichtigsten Ressourcen für das Heranwachsen in den Städten. </span><a href="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/170-2.gif"><img class="alignright size-medium wp-image-376" title="Hinterhof, Weimarische Ecke Hildegardstraße" src="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/170-2.gif?w=228&#038;h=300#38;h=300" alt="" width="228" height="300" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">In Amerika hat die <span style="color:#993300;"><em>kid society</em></span> in der empirischen Sozialforschung wie in der Umgangssprache <span> </span>Anerkennung gefunden. Hingegen deutet der in Deutschland gebräuchliche Begriff ‚soziale Kinderwelt’ <em>(<span style="color:#993300;">L. Krappmann</span>)</em><a name="_ednref9" href="../kindergesellschaft/#_edn9"><span class="MsoEndnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">[9]</span></span><!--[endif]--></span></span></a> zwar auf die relative Autonomie<span> </span>und Geschlossenheit dieser Sozialbildung hin; aber nicht auf das Medium, das vorrangig seinen Zusammenhang stiftet. Es handelt sich um eine <span style="color:#993300;"><em>Gesellschaft</em></span><span style="color:#993300;"> </span>nicht nur in dem Sinn, dass sie ein ‚Netzwerk von Netzwerken’ darstellt, sondern<span> </span>mit der spezifischen Bedeutung, dass ihr eine <span style="color:#993300;"><em>Öffentlichkeit</em></span><span style="color:#993300;"> </span>zu Grunde liegt. </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Es ist eine rudimentäre, parzellierte <span> </span>Öffentlichkeit, in der Sensationen und Legenden leichter kursieren als Tatsachenmeldungen. Das liegt am großen Anteil, den die Phantasie an ihrem Zustandekommen hat. Die vorrangige Rolle, die in der Ausbildung der Kindergesellschaft der Einbildungskraft zukommt, markiert den Unterschied zur erwachsenen ‚wirklichen Welt’ von Vorteil und Wettbewerb, von deren Wertordnung sie noch kaum affiziert ist. Das macht aber nicht ihre Schwäche, sondern ihre Stärke aus.<a name="_ednref10" href="../kindergesellschaft/#_edn10"><span class="MsoEndnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">[10]</span></span><!--[endif]--></span></span></a> Keiner wird bezweifeln, dass die Wertordnung der Kindergesellschaft, wenn sie sich frei entfalten könnte, große Ähnlichkeit mit den ritterlichen Tugenden von Parzival und der Tafelrunde hätte. „Treu sind sie und verlässlich, wie zu keiner Zeit ihres späteren Lebens wieder. Kein Feigling zu sein, ist ihr höchstes Ziel. Denn jeder will etwas gelten, gerade weil die Erwachsenen sie nicht für voll nehmen.“ <em>(<span style="color:#993300;">H. H. Muchow</span><span style="color:#993300;">)</span></em><a name="_ednref11" href="../kindergesellschaft/#_edn11"><span class="MsoEndnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">[11]</span></span><!--[endif]--></span></span></a></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Doch die öffentlichen Zusammenhänge brauchen, um sich</span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> zu finden, Platz. Den haben sie nicht mehr. </span><a href="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/hl-kreuzk-wilmdf-2.jpg"><img class="size-medium wp-image-389 alignleft" title="kath. Hl.-Kreuz-Kirche, Hildegardstraße" src="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/hl-kreuzk-wilmdf-2.jpg?w=224&#038;h=300#38;h=300" alt="" width="224" height="300" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Lausbubenalter und Flegeljahre sind in unsern Stadtlandschaften zusehends in zwielichtige Ecken abgedrängt, zerfasert, beengt, verkrüppelt. Die eigne Sozialität der Kinder kann ihre Energien nicht länger konstruktiv im ‚Abenteuer’ freisetzen. Sie findet keine <span style="color:#993300;"><em>Spiel</em></span><span style="color:#993300;">-</span>Räume mehr und muss sich destruktiv Bahnen brechen: Was einst nur Dummejungenstreiche waren, wird heut schon als „Gewaltbereitschaft“ beschrieen; und früher oder später erfüllen die Prophezeiungen dann sich selbst. </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Nämlich immer dort, wo es sich um die verstümmelten Rudimente der Kindergesellschaft in jenen Vierteln handelt, in denen<span> </span>sie überdurchschnittlichen Belastungen ausgesetzt ist. Dazu gehören inzwischen auch ethnische und sprachliche Grenzen, doch auch in den sozial noch stabilen Stadtvierteln<span> </span>geht der Kindergesellschaft, angesichts zusehends von Erwachsenen verwerteter Räume und Zeit, ihr Regulationsmedium verloren: Öffentlichkeit; denn die braucht Plätze, wo man sich trifft. In der erwachsnen, ‚richtigen’ Gesellschaft – das zwanzigste Jahrhundert <span> </span>hat es hinreichend bewiesen – ist der zuverlässigste Regulator,<span> </span>um dissoziale Kräfte zu neutralisieren, Öffentlichkeit. Es gibt keinen Grund zu der Annahme, dass dies für die Kindergesellschaft<span> </span>weniger gälte. Bevor die Sozialpädagogik sich <span style="color:#993300;"><em><span>en détai</span>l</em></span> den ‚Einzelfällen’ zuwendet, hat sie eine kulturpolitische Aufgabe <em><span style="color:#993300;">en gros</span>:</em> der Kindergesellschaft Raum lassen. Sie ist <span style="color:#993300;"><em>präventiv</em></span><span> </span>in einem<span> </span>eminenten Sinn.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></em></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></em></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="color:#993300;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Bildung</span></em></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></em></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Die Pädagogisierung des Kindes war eine Seitenansicht der Bürokratisierung der Welt, die Max Weber für die unvermeidliche Folge der Rationalisierung moderner Gesellschaften hielt, und vor drei, vier Jahren galt allenthalben die ‚Entpädagogisierung der Kindheit’ als eine vordringliche Kulturaufgabe. Seit PISA heißt es: Kehrt, Marsch! Eine Frenesie der Verschulung geht durchs Land, wobei gerade PISA dafür keinerlei Anhaltspunkt gab, sondern eher fürs Gegenteil.<a name="_ednref12" href="../kindergesellschaft/#_edn12"><span class="MsoEndnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">[12]</span></span><!--[endif]--></span></span></a> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:right;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Bildung besteht nicht aus Informationen, die auf Dateien fix und fertig gespeichert und in Ordnern wohlsortiert<span> </span>für den Abruf bereitliegen. </span><a href="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/widfmariecurie.jpg"><img class="size-medium wp-image-378 alignright" title="Marie-Curie-Gymnasium, Weimarische- Ecke Mainzer Str." src="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/widfmariecurie.jpg?w=300&#038;h=225#38;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Bildung ist ein lebendiges Vermögen. Sein Ursprung ist die Einbildungskraft. Seine gestalterische Energie ist die Fähigkeit zum wertenden Urteil. Einbildungskraft kann man niemandem „beibringen“. Allenfalls kann man sie „hervorrufen“ und herauslocken, wo sie brachgelegen hat. Urteilskraft dagegen kann man üben, indem man sie <span style="color:#993300;"><em>aus</em></span>übt – am mannigfaltigen Material, das unsere Kultur bereithält. Der Stoff der Bildung ist kein Pensum, das abzuarbeiten ist, sondern ein Reichtum, der danach schreit, genommen zu werden; nicht mit Fleiß, sondern in Muße. </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Das ist der „Bildungswert der Freizeit“, von dem Roman Herzog spricht,<a name="_ednref13" href="../kindergesellschaft/#_edn13"><span class="MsoEndnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">[13]</span></span><!--[endif]--></span></span></a> ganz im Sinne seines Nachfolgers: „Bildung ist die Verwandlung der Welt in das Ich.“ Soll sie etwas taugen, muss sie „den ganzen Menschen erfassen“. Dafür jedoch „fehlt die Muße, die man braucht, um Grenzen zu überschreiten“.<a name="_ednref14" href="../kindergesellschaft/#_edn14"><span class="MsoEndnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">[14]</span></span><!--[endif]--></span></span></a> Bildung beginnt, bevor es etwas zu „lernen“ gibt, mit dem <span style="color:#993300;"><em>Erleben</em></span>. Keine noch so verständige Betreuung kann den Erlebniswert der Freizeit ersetzen. Die ‚Verwandlung der Welt in das Ich’ fängt an bei der freien Aneignung von Raum und Zeit;<span> </span>im ungebundenen Spiel.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Die Vermengung von Schule und Freizeit ist weder dem Unterricht förderlich, noch dem Spiel. Sicher kann arbeiten Spaß machen. Aber Arbeit hat einen vorgegebenen Zweck, und wenn sie den verfehlt, ist sie unnütz vertan. Das Spiel hat nur sich selbst zum Zweck, der immer erst gesucht werden muss; es kann misslingen. Ob oder ob nicht, ist eine Frage sowohl der Einbildungskraft als des wertenden Urteils, und darum <span style="color:#993300;"><em>bildet</em></span> das Spielen. Seine höhere Form ist die Kunst, und die hat mit Wissenschaft mehr zu tun als (etwa) die Mathematik.<a name="_ednref15" href="../kindergesellschaft/#_edn15"><span class="MsoEndnoteReference"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">[15]</span></span><!--[endif]--></span></span></a> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></em></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="color:#993300;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Was ist beabsichtigt?</span></em></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></em></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Weil die Sozialarbeit mehr Kunst ist als Technik, lassen sich ihre ‚Einrichtungen’<span> </span>nicht aus Begriffen konstruieren und in Einzelfunktionen zerlegen, sondern nur in qualitativen Bildern veranschaulichen. In Begriffen lassen sich lediglich die Aufgaben umreißen, die sie erfüllen sollen.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Wünschenswert wäre also: ein ‚Ort’ im sozialen Raum,<span> </span></span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">der der Kindergesellschaft einen Platz schafft, wo sie ihre verstreuten sozialen Netzwerke zur Öffentlichkeit ‚vernetzen’ kann; eher eine ‚Instanz’<span> </span>im Viertel, die durch ihr Zuhandensein ‚wirkt’, als ein ‚Dienst’, der spezifische ‚Leistungen’ erbringt.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">‚Ort’ ist dabei wörtlich zu nehmen: Wände und Türen, die man öffnen und schließen kann. An diesem Ort soll insbesondere Öffentlichkeit entstehen </span><a href="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/volkspark_wilmersdorf.jpg"><img class="size-medium wp-image-379 alignleft" title="Spielwiese im Volkspark" src="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/volkspark_wilmersdorf.jpg?w=300&#038;h=236#38;h=236" alt="" width="300" height="236" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">können; er muss also in einer anderen <span> </span>Weise „offen“ sein als die herkömmlichen Häuser der Offenen Tür, wo die Sorge um die professionelle Qualität im Innern der Offenheit nach außen stets in die Quere kommt. Theoretisch darum, weil Sozialarbeit, solange sie nicht als Vermittlungsagentur, sondern als Leistungsdienst aufgefasst wird, notwendig als <span> </span>Beziehungsarbeit erscheint, und <span> </span>unter dem ständigen Postulat steht, sie müsse „die Betreuung intensivieren“ – wozu man Stetigkeit bräuchte. </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Und praktisch ist es für die Professionellen sehr unbefriedigend, jeden Tag mit andern Kindern wieder von neuem anzufangen. Daher die Vorliebe für Regelmäßigkeit und Feste Gruppen, die durch ihre „sinnvolle Freizeitbeschäftigung“ oder durch ihre „Bezugsperson“ definiert werden (Neigungs-, Projekt- und sonstwelche Gruppen). Das läuft darauf hinaus, <span style="color:#993300;"><em>anstelle</em></span> der eigenen Sozialbildungen der Kinder neue, bessere, pädagogisch korrekte Sozialbildungen setzen zu wollen.<span> </span>Und folglich mussten die Professionellen bislang die Kindergesellschaft als ihren natürlichen Feind auffassen und als Nährboden der Dissozialität anschwärzen.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:right;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Wird, umgekehrt, die Kindergesellschaft als der Leistungsempfänger betrachtet, und wird Öffentlichkeit als deren auszeichnendes Merkmal (an)erkannt, kehrt sich die Optik um. ‚Regelmäßig’ sind die Kinderfreundschaften (und sind dabei lebensgeschichtlich <span style="color:#993300;"><em>noch viel mehr</em></span> als eine bloße Sozialisationsetappe); zur Kinder<span style="color:#993300;"><em>gesellschaft</em> </span><em><span style="color:#993300;">bilden</span> </em>sie sich nur von Fall zu Fall, bei Gelegenheit – sei’s, weil sich die Gelegenheit ergibt, sei’s weil es die Gelegenheit<span> </span>erfordert. Die Frage ist nicht, wie ‚regelmäßig’ </span><a href="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/widfdetmolder.jpg"><img class="size-medium wp-image-380 alignright" title="Detmolder Str. 52" src="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/widfdetmolder.jpg?w=225&#038;h=300#38;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">die Gelegenheiten sich ergeben, sondern wie wahrscheinlich<em> </em>es ist. In der sozialräumlichen Auffassung der Sozialarbeit wird nicht auf <span style="color:#993366;"><span style="color:#993300;"><em>Wenn-dann</em></span>-</span>Kausalitäten gerechnet, sondern wird gefragt, was<span style="color:#993300;"> </span><em><span style="color:#993300;">mehr oder weniger wahrscheinlich</span> </em><span> </span>ist. Die Offenheit des „Clubs“ bietet eine günstige Bedingung dafür, dass gewisse Dinge sich ereignen können, die anderswo nur ungünstige Bedingungen finden. Aber nichts spricht auch dagegen, dass die Professionellen ihrerseits günstige Gelegenheiten herbeiführen, wenn sich’s ergibt…</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Dieser Ort wäre in erster Linie Treffpunkt, sodann Schutzraum, und schließlich – im übertragenen wie im wörtlichen Sinn – eine Wärmstube. Er ‚wirkt’ bereits durch die Gewissheit, dass es ihn gibt und man ihn nutzen <span style="color:#993300;"><em>könnte</em></span>. Aber dieses Wissen geht verloren, wenn er nicht immer wieder mal tatsächlich genutzt wird. Allerdings handelt es sich dabei um ein qualitatives Verhältnis – das sich nicht einfach an der Zahl der täglichen Besucher messen lässt, aber daran noch eher als an der jeweiligen Aufenthaltsdauer.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Erfüllen die Räume die Erwartung, die an sie gestellt werden, dann erhalten die dort tätigen Professionellen einen Einblick in und einen Überblick über das tägliche Leben der Kindergesellschaft in ihrem Viertel. <span style="color:#993300;"><em>Insofern</em></span> üben sie – und das ist der professionell heikelste Punkt – eine Art von ‚Aufsicht’ aus. </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Dass die bloße Anwesenheit</span><a href="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/widfschrammblock.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-382" title="Schrammblock, Hildegard- Ecke Livländische Str.; vor der Sanierung" src="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/widfschrammblock.jpg?w=218&#038;h=200#38;h=200" alt="" width="218" height="200" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> von Erwachsenen die verschwiegene Exklusivität der Kindergesellschaft preisgibt, bleibt den Kindern ja nicht verborgen. Die Frage ist nur, wie sie es aufnehmen. Gewinnen sie den Eindruck, sie sollten <span style="color:#993366;"><span style="color:#993300;"><em>ausgespäht</em></span> </span>werden, ist das Projekt gescheitert. Dass die anwesenden Erwachsenen allerhand zu Ohren und zu Augen bekommen, schadet nicht, solange sie „nix weitersagen“. Das Vertrauen auf die Loyalität der Professionellen ist das Geschäftskapital eines solchen Clubs. <span> </span></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Allerdings schließt das Vertrauen auf ihre Loyalität unter Umständen gerade die Erwartung ein, <span style="color:#993300;"><em>dass</em></span> sie das eine oder andere weitersagen <span> </span>- aber in der gehörigen Dosierung und an die richtige Adresse. Und das bedeutet wiederum auch ein Vertrauen in die <span style="color:#993300;"><em>Urteilskraft</em></span> der handelnden Personen, dem sie sich jeden Tag neu gewachsen zeigen müssen (und zwar in jeder erdenklichen Hinsicht). Dazu gehört namentlich die Kunst, sich die unvermeidlichen Anmutungen von dritter Seite vom Leib zu halten, ohne dass böses Blut aufkommt. Und die Kinder sollen sich darauf verlassen können, dass jemand da ist, der im äußersten Fall die Notbremse zieht. Insofern wäre ‚Aufsicht’ zu verstehen als eine Art Garant und Rückversicherung.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Einer Anmutung von außen, die unweigerlich kommen wird, kann sich der „Club“ freilich nicht verschließen, weil sie nicht unbillig ist:</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Die „Lücke“ ist ja dadurch gekennzeichnet, dass nicht nur die Kinder selbst, sondern ebenso ihre Eltern meinen, dass sie für eine umfassende ‚Betreuung’ schon „zu groß“ sind – zugleich aber<span> </span>noch nicht groß genug, um sie vollends sich selber zu überlassen. Wenn’s die Kinder auch nicht gerne zugeben: In Wahrheit wünschen sich auch sie, dass sie im Ernstfall einen haben, an den sie sich halten können. Insofern ist der Übergang zu einer spezifischen ‚Leistung’ hier fließend. Allerdings geht das professionelle Kalkül dahin, die Kinder würden kraft der Gewissheit, dass „im Notfall einer da ist“,<span> </span>umso seltener in Notfälle geraten und umso öfter den Mut finden, sich selber zu helfen. Insofern wäre der „Club“ auch ein Ort, wo Einzelne Rat und Hilfe finden können. Es braucht Taktgefühl und Kunstsinn, Rat und Hilfe nicht in „Betreuung“ ausufern zu lassen <em><span style="color:#993300;">und so den offenen Charakter des Clubs aufs Spiel zu setzen</span>. </em><span style="text-decoration:underline;"><span> </span></span></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Die erste, vorrangige Aufgabe – weil sie die Bedingung für alles Weitere schafft – bleibt es, die Räume <span style="color:#993300;"><em>verfügbar</em></span><span style="color:#993300;"> </span>zu halten. Das ist nicht zu unterschätzen und erfordert seinen ganzen Mann; allerdings auch nur diesen einen; mehr wäre nicht genug. Es geht sowohl um den Erhalt der sachlichen Ausstattung<span> </span>als um das tägliche Austarieren von Offenheit<span> </span>und innerer Lebensfülle. Beides verlangt persönliche Autorität, und beide Aufgaben müssen vom „Clubwart“ glaubhaft personifiziert werden. Daher sollte diese Verant-wortung <em>nicht</em> <em>geteilt</em> werden. Das ginge, wo Kinder lediglich „sinnvoll beschäftigt“ werden sollen; aber nicht, wo der ‚ganze Mann’ gefordert ist.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:right;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Das ist das Standbein. Zugleich sollte der „Club“ als Spielbein </span><a href="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/widf-mainzerstr.jpeg"><img class="alignright size-full wp-image-381" title="Schramm-Block, Hildegardstraße" src="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/widf-mainzerstr.jpeg?w=150&#038;h=102#38;h=102" alt="" width="150" height="102" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">eine „ausgreifende“ oder (wie es missverständlich genannt wird) „aufsuchende“ sozialarbeiterliche Aktivität gegenüber der lokalen Kindergesellschaft ins Auge fassen – was landläufig (nicht weniger unscharf, aber immerhin verständlicher) als <span style="color:#993300;"><em>Streetwork</em></span> bekannt ist.<span> </span></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Wobei die Unterscheidung von Stand- und Spielbein keine Rangordnung bezeichnet oder etwa den Anteil an der Arbeitszeit; sondern lediglich deutlich macht, dass letzteres ersteres zu seiner sachlichen Voraussetzung hat, aber nicht umgekehrt. Wie eine solche ‚ausgreifende’ Tätigkeit im Einzelnen aussehen könnte, muss erst – das sei gleich eingangs freimütig bekannt – herausgefunden werden. Das Vorhandensein eines festen Stützpunkts als „Basislager“ ist dafür aber eine Voraussetzung. </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Die beiden Tätigkeiten hängen sachlich miteinander zusammen, sollten aber nicht vermengt werden. Sie sollten personal betrennt sein. Zwar nicht so, dass „Tätigkeitsmerkmale“ definiert und danach eine ‚Stelle’ zugeschnitten würde; sondern die erste Verantwortung für das eine wird diesem, für das andre dem andern<span> </span>Sozialarbeiter anvertraut. Pedanterie um ‚Zuständigkeiten’ ist nicht am Platz, <span> </span>es wird im Alltag allerhand Überschneidungen geben. Umso zweckmäßiger, wenn jeder von beiden weiß, was zu allererst von ihm erwartet wird.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Der Club wäre „sozialraumorientiert“ freilich nicht einfach in dem Sinne, dass er <em>im </em>Sozialraum<span> </span>eine ausgewählte Klientel bedient; sondern er richtet sich darüber hinaus an den Sozialraum <em><span style="color:#993300;">als Ganzen</span>. </em>Sein Thema ist das Verhältnis zwischen den Generationen, und auch dies nicht nur im Sinne eines ersprießlichen Zusammenlebens, sondern in Hinblick auf das demographische Gleichgewicht. </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Das ist die ‚systemische’ Seite. Es gibt aber auch eine krude praktische. Es ist die Regel, dass die „Elternbeteiligung“ abrupt nachlässt, sobald die Kinder die Kita verlassen haben, aber spätestens nach der zweiten, dritten Klasse. Insbesondere die Väter sieht man höchstens noch beim Fußballtraining… <span style="color:#993366;"><em>Hier</em></span> wird von ihnen nicht „Beteiligung“ (etwa an Sitzungen) erwartet,<span> </span>sondern ein nützlicher Handschlag mal hier, mal da in der Werkstatt und am Computer. Wobei zehn, die monatlich eine Stunde mitmachen, in systemischer Hinsicht besser sind als einer, der zehn Stunden investiert (obwohl jener in sachlicher Hinsicht effektiver sein mag).</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="color:#993300;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Wo?</span></em></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></em></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Im Altbezirk Wilmersdorf bzw. dem Ortsteil ‚City’ ist die Gegend zwischen Bundesplatz und der alten Dorfaue für die Erprobung einer präventiven, systemisch konzipierten und feldbezogenen Sozialarbeit in der Altersgruppe der Zehn- bis Vierzehnjährigen am ehesten geeignet – und sie kann sie am besten gebrauchen. Sie weist unter allen Verkehrszellen<span> </span>im Bezirk bzw. Ortsteil den höchsten Anteil an Kindern in diesem Alter auf, sowie auch der nachwachsenden Jahrgänge, und es gibt eine sichtbare Kinderkultur, die von der Topographie begünstigt wird. Doch zum andern weist das Gebiet die schwächste Sozialstruktur im Altbezirk auf und ist von weiterem Niedergang bedroht.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"><span> </span></span></em></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></em></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></em></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></em></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></em></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></em></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></em></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><a href="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/bundesplatzdurlacherstrassepng.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-383" title="Verkehrszelle Hildegardstr.; X = Weimarische Str. 5" src="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/bundesplatzdurlacherstrassepng.jpg?w=459&#038;h=345#38;h=345" alt="" width="459" height="345" /></a></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="color:#993300;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Verkehrszelle 0442/Hildegardstraße</span></em></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><strong><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></em></strong></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"><!--[if gte vml 1]&#62;                    &#60;![endif]--><!--[if !vml]--><!--[endif]--><!--[if gte mso 9]&#62;   &#60;![endif]--></span></em></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Quelle: Stadtatlas</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></em></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Das Quartier wird gebildet von den Blöcken in der Verkehrszelle 0442/Hildegardstraße westlich der Bundesallee sowie in der angrenzenden Verkehrszelle 0441/Rudolstädter Str. bis zur Mecklenburgischen Straße. Soweit ältere Kinder in Betracht sind, müssen in einem weiteren Sinn auch der Ostteil der Verkehrszelle 0442 sowie der Südteil der Verkehrszelle 0411/Rathaus dazu gerechnet werden. (Vz. 0441 und 0411 haben nur ein Drittel der Bevölkerung wie Vz. 0442, weil sie nur zum Teil eine geschlossene Bebauung aufweisen – nämlich dort, wo sie in Vz. 0442 übergehen.<em></em></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="color:#993300;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Anteil von Kindern an der Gesamtbevölkerung</span></em></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"><span style="color:#ffffff;"><span>…..</span><span>…</span></span>Hildegardstr.<span> </span>Rudolstädter<span> </span>Rathaus<span> </span>Altbezirk<span> </span>Ortsteil</span></p>
<table class="MsoTableGrid" style="border:medium none;border-collapse:collapse;" border="1" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td style="border:1pt solid windowtext;width:81.15pt;padding:0 5.4pt;" width="108" valign="top">
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#993300;">6 &#8211; 14 Jahre</span></p>
</td>
<td style="width:81.15pt;padding:0 5.4pt;" width="108" valign="top">
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"><span> </span><span style="color:#993300;">6,4 %</span></span></p>
</td>
<td style="width:81.2pt;padding:0 5.4pt;" width="108" valign="top">
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"><span> </span><span style="color:#993300;">7 %</span></span></p>
</td>
<td style="width:81.2pt;padding:0 5.4pt;" width="108" valign="top">
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"><span> </span><span style="color:#993300;">7 %</span></span></p>
</td>
<td style="width:81.2pt;padding:0 5.4pt;" width="108" valign="top">
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"><span> </span><span style="color:#993300;">6,5 %</span></span></p>
</td>
<td style="width:81.2pt;padding:0 5.4pt;" width="108" valign="top">
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"><span> </span><span style="color:#993300;">6 %</span></span></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="width:81.15pt;padding:0 5.4pt;" width="108" valign="top">
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#993300;">Bis 5 Jahre</span></p>
</td>
<td style="width:81.15pt;padding:0 5.4pt;" width="108" valign="top">
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="color:#993300;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"><span> </span></span></em></span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#993300;"><span> </span>4,9 %</span></p>
</td>
<td style="width:81.2pt;padding:0 5.4pt;" width="108" valign="top">
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"><span> </span><span style="color:#993300;">4,4 %</span></span></p>
</td>
<td style="width:81.2pt;padding:0 5.4pt;" width="108" valign="top">
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"><span> </span></span></em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"><span> </span><span style="color:#993300;">4,5 %</span></span></p>
</td>
<td style="width:81.2pt;padding:0 5.4pt;" width="108" valign="top">
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"><span> </span><span style="color:#993300;">3,9 %</span></span></p>
</td>
<td style="width:81.2pt;padding:0 5.4pt;" width="108" valign="top">
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"><span> </span><span style="color:#993300;">4,1 %</span></span></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Quelle: Statistisches Landesamt, Stichtag 31. 12. 2005</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></em></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Die Tabelle zeigt :<span> </span>Der Anteil der älteren Kinder im „Lücke“-Alter wird in den kommenden Jahren in der Verkehrszelle Hildegardstraße gegenüber dem restlichen Wilmersdorf noch zunehmen; sofern nämlich deren Familien dort wohnen bleiben und nicht dem Beispiel vieler anderen folgen und ins Umland wegziehen.<span> </span></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Die Kinderkultur findet ihren natürlichen Dreh- und Angelpunkt<span> </span>in dem Teil<span> </span>des <span style="color:#993300;"><em>Volksparks</em></span>, der den ehemaligen Wilmersdorfer See bedeckt: zwischen Bundesallee und Uhlandstraße, wo sich (an der Verlängerung der Livländischen) eine große Spiellandschaft (mit Basketballplatz)<span> </span>sowie die zwei Fußballplätze des 1. FC Wilmersdorf befinden, dessen Trainingsarbeit <span> </span>täglich einige hundert Kinder und Jugendliche ins Viertel zieht. </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:right;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Im Park sieht man Kindergruppen in wechselnder Zusammensetzung bei unterschiedlichsten – formellen und formlosen</span><a href="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/widorf-fusbruck.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-384" title="Volksparksteg über die Bundesallee" src="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/widorf-fusbruck.jpg?w=300&#038;h=225#38;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> – Spielen, und auch in den benachbarten Straßen kann man Kinder zwischen parkenden Autos Versteck spielen sehen. (Ethnische Spannungen konnte ich nicht beobachten.) Die Konzentration einer kindlichen Population schlägt sich in einer auffälligen Dichte von Betreuungseinrichtungen nieder. Allein zwischen Mainzer und Hildegardstraße zähle ich ein rundes Dutzend.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Insofern sind hier im Feld jene Ressourcen vorhanden, an die angeknüpft werden kann und die zu konsolidieren sind.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Nach dem <span style="color:#993300;"><em>Sozialstrukturatlas</em></span> von Berlin liegt die Vz. Hildegardstraße, wie der OT Wilmersdorf, in der „vierten Schicht“ – von sieben, und somit im Durchschnitt;<em> </em>allerdings, mit Rang 148, an dessen unterem Ende! Noch tiefer rangiert die unmittelbar angrenzende Vz. Rathaus, die mit Rang 177 sogar schon der „fünften Schicht“ angehört. (Auch die Vz. 0421/ Schaperstraße rangiert mit Platz 150 noch hinter Vz. Hildegardstraße; das liegt zweifellos an ihrer Überalterung, die allen als Warnung dienen muss.) In den vergangenen fünf Jahren hat sich die Sozialstruktur in der Vz. Hildegardstraße durchgängig verschlechtert; auch das zwar nur „im Durchschnitt“, aber deshalb muss man sich ja nicht daran gewöhnen. </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Es gibt also Grund, einer weitern Verschlechterung <span style="color:#993300;"><em>jetzt</em></span> entgegen zu treten. Eine entscheidende Etappe im sozialen Niedergang eines Viertels ist der Moment, wo junge Familien wegziehen, weil sie die Gegend für ihre größer werdenden Kinder nicht mehr zuträglich finden. Einen solchen Moment gilt es zu vermeiden. (Verbreitet findet man im Viertel bereits Leerstand nicht nur beim Gewerbe-, sondern auch beim Wohnraum.)</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="color:#993300;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Wie?</span></em></span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Die Weimarische<span> </span>Straße ist eine ruhige Wohnlage mitten im beschriebenen Quartier, drei Minuten Fußweg vom Volkspark entfernt. Haus Nr. 5 liegt gegenüber vom Marie-Curie-Gymnasium und grenzt hinten an die Gebäude der Birger-Forell-Grundschule. Es ist ein altes bürgerliches Wohnhaus mit Vorgarten und einer gegliederten Fassade sowie zwei Hofgärten. Verfügbar ist ein Laden mit ca. 85 qm und drei Zimmern mit Küche und WC. Der Zugang ist von der Straße durch den Vorgarten. </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"><!--[if gte vml 1]&#62;  &#60;![endif]--><!--[if !vml]--><!--[endif]--></span><strong><em></em></strong></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><strong><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"><span> </span></span></strong></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Denkbar ist eine Reparaturwerkstatt für Fahrräder und Skateboards usw., evtl. auch für Holzarbeiten. Ein zweites, ruhig gelegenes Zimmer bietet sich für Schularbeiten und als Computerraum an. Das Reparieren von Fahrrädern sowie Schularbeiten, Suchen im Internet usw. sind typischerweise Tätigkeiten, bei denen man ab und zu<span> </span>Hilfe braucht; und wo einer, der’s kann, einem andern zeigen kann, wie’s geht &#8211; und dass er’s kann. Sie bieten Gelegenheit zur Gesellung, aber brauchen Ruhe und Abschirmung<span> </span>(und Platz). Schließlich bieten sie dem Neuen einen guten Vorwand, Anschluss zu suchen, ohne sich sogleich binden zu müssen.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Der hintere, etwas abgelegene Bereich (mit der Küche) ist für gesellige Begegnungen aller Art geeignet und sollte auf keine spezifische Nutzung festgelegt sein. Er könnte auch bei Gelegenheit für formellere Treffen, wie z. B. an Geburtstagen, zur Zeugnisvergabe, Ferienanfang und –ende usw. freigemacht werden. <span> </span>Ich nenne ihn vorläufig „Clubraum“. Dort könnten Bücher (Jugendromane!), Ton- und Bildträger ausliegen und Tauschbörsen stattfinden. Diesem Bereich, als dem Herzstück des Unternehmens, gilt die besondere Aufmerksamkeit des „Clubwarts“, weil hier die stärkste Spannung zwischen ‚Offenheit’ und ‚sinnvoller Nutzung’ zu erwarten ist. Es sollten beizeiten einige ältere Kinder an seiner Verwaltung beteiligt werden.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><a href="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/widf-volkspk1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-386" title="Bronzefigur im Volkspark" src="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/widf-volkspk1.jpg?w=460&#038;h=306#38;h=306" alt="" width="460" height="306" /></a></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Übrigens -<span> </span>an die vorhandenen Gruppenbildungen der Kinder anknüpfen bedeutet nicht, dass die Professionellen nichts Eigenes vorschlagen dürften. Es spricht nichts dagegen, dass ein Erwachsener Kinder für etwas interessiert, das ihn selber begeistert &#8211; unter dieser Voraussetzung: dass es ihn<span> </span>begeistert und<span> </span>er es nicht aus professionellem Kalkül gewählt hat. (Dieser Unterschied entgeht Kindern selten.)</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Die Räume sollten nach Ende des üblichen Schultages bis etwa 19 Uhr offen stehen. In den Abendstunden sollten sie von erwachsenen Nachbarn genutzt werden können.</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="color:#993366;">…</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><em><span style="font-size:11pt;font-family:&#34;">im März 2006</span></em></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><a href="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/widfbundespl.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-387" title="Mainzer Straße Ecke Bundesplatz" src="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/widfbundespl.jpg?w=210&#038;h=280#38;h=280" alt="" width="210" height="280" /></a></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:right;"><span style="color:#993300;">_______________________</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;">
<p class="MsoPlainText" style="text-align:right;"><span style="color:#993300;">PS. Aus diesem Vorhaben ist &#8211; Du ahnst es schon, lieber Leser &#8211; nichts geworden. Die zuständigen Beamten im Jugendamt Charlottenburg-Wilmersdorf fanden, sie brauchen sowas nicht, sie hätten schon alles…</span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p><!--[if !supportEndnotes]--></p>
<hr size="1" /><!--[endif]--></p>
<div id="edn1">
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><a name="_edn1" href="../kindergesellschaft/#_ednref1"></a><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-family:Arial;">1 </span></span><span style="font-family:Arial;"><span> </span>siehe<em> Berliner <span class="MsoEndnoteReference"><span> </span></span>Morgenpost </em>von 2. 2. 2006<em></em></span></p>
</div>
<div id="edn2">
<p class="MsoEndnoteText"><a name="_edn2" href="../kindergesellschaft/#_ednref2"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-family:Arial;"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">[2]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a><span style="font-family:Arial;"> s.<span> </span>J. Ebmeier, „Vom Ordnungsdienst zur Vermittlungsagentur“ in: <em><span> </span>Theorie und Praxis der sozialen Arbeit </em><span> </span>4/1994</span></p>
</div>
<div id="edn3">
<p class="MsoEndnoteText"><a name="_edn3" href="../kindergesellschaft/#_ednref3"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-family:Arial;"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">[3]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a><span style="font-family:Arial;"><span> </span>siehe<em> </em>Wolfgang<em> </em>Hinte<strong>, </strong><em>Gutachterliche Stellungnahme zum Kinderhaus in Berlin-Friedrichshain </em><span> </span>(unver-öffentlicht; 1992)</span></p>
</div>
<div id="edn4">
<p class="MsoEndnoteText"><a name="_edn4" href="../kindergesellschaft/#_ednref4"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-family:Arial;"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">[4]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a><span style="font-family:Arial;"><span> </span>s. J. Ebmeier, „Ein gewagtes Unternehmen“ in: <em>Soziale Arbeit,</em> 12/1993</span></p>
</div>
<div id="edn5">
<p class="MsoEndnoteText"><a name="_edn5" href="../kindergesellschaft/#_ednref5"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-family:Arial;"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">[5]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a><span style="font-family:Arial;"><span> </span>Egon Friedell, <em>Kulturgeschichte der Neuzeit,</em> München 1947, Bd. I, S. 85</span></p>
</div>
<div id="edn6">
<p class="MsoEndnoteText"><a name="_edn6" href="../kindergesellschaft/#_ednref6"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-family:Arial;"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">[6]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a><span style="font-family:Arial;"><span> </span>siehe Hans Heinrich Muchow, <em>Flegeljahre,</em> Ravensburg 1963</span></p>
</div>
<div id="edn7">
<p class="MsoEndnoteText"><a name="_edn7" href="../kindergesellschaft/#_ednref7"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-family:Arial;"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">[7]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a><span style="font-family:Arial;"><span> </span>Irenäus Eibl-Eibesfeld, <em>Die Biologie des menschlichen Verhaltens, </em>München 1995, S. 815f.</span></p>
</div>
<div id="edn8">
<p class="MsoEndnoteText"><a name="_edn8" href="../kindergesellschaft/#_ednref8"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-family:Arial;"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">[8]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a><span style="font-family:Arial;"><span> </span>ebd.</span></p>
</div>
<div id="edn9">
<p class="MsoEndnoteText"><a name="_edn9" href="../kindergesellschaft/#_ednref9"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-family:Arial;"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">[9]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a><span style="font-family:Arial;"><span> </span>Lothar Krappmann, „Sozialisation in der Gruppe der Gleichaltrigen“ in: Hurrelmann/Ulrich, <em>Neues Hand-buch der Sozialforschung</em>, Weinheim <sup>4</sup>1991; S. 355ff.</span></p>
</div>
<div id="edn10">
<p class="MsoEndnoteText"><a name="_edn10" href="../kindergesellschaft/#_ednref10"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-family:Arial;"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">[10]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a><span style="font-family:Arial;"> s. J. Ebmeier, „Philister über dir!“ in: <em>Neue</em> <em>Sammlung</em> 1/1992</span></p>
</div>
<div id="edn11">
<p class="MsoEndnoteText"><a name="_edn11" href="../kindergesellschaft/#_ednref11"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-family:Arial;"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">[11]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a><span style="font-family:Arial;"><span> </span>Muchow, S.23</span></p>
</div>
<div id="edn12">
<p class="MsoEndnoteText"><a name="_edn12" href="../kindergesellschaft/#_ednref12"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-family:Arial;"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">[12]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a><span style="font-family:Arial;"><span> </span>s. J. Ebmeier, „Nach PISA &#8211; Parteienkampf und Paradigmenwechsel“ in <em>PädForum</em> 4/2002; sowie: Wiss. Beirat für Familienfragen, „Bildung fängt in der Familie an“, <em>ebd</em>.</span></p>
</div>
<div id="edn13">
<p class="MsoEndnoteText"><a name="_edn13" href="../kindergesellschaft/#_ednref13"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-family:Arial;"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">[13]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a><span style="font-family:Arial;"><span> </span>Roman Herzog, <em>Wie der Ruck gelingt</em>; München 2005</span></p>
</div>
<div id="edn14">
<p class="MsoEndnoteText"><a name="_edn14" href="../kindergesellschaft/#_ednref14"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-family:Arial;"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">[14]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a><span style="font-family:Arial;"><span> </span>Johannes Rau, <em>Den ganzen Menschen bilden – Wider den Nützlichkeitswahn; </em>Weinheim 2004; S. 78 ff.</span></p>
</div>
<p class="MsoEndnoteText"><a name="_edn15" href="../kindergesellschaft/#_ednref15"><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-family:Arial;"><span><!--[if !supportFootnotes]--><span class="MsoEndnoteReference"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">[15]</span></span><!--[endif]--></span></span></span></a><span style="font-family:Arial;"><span> </span>vgl. zu diesem Abschnitt J. Ebmeier, „Von der Künstlichkeit des Kindes und der Kindlichkeit der Kunst“ in: <em>Pädagogische Rundschau </em><span> </span>5/2000</span></p>
<p class="MsoEndnoteText"><span style="font-family:Arial;"> </span></p>
<p class="MsoEndnoteText"><span style="font-family:Arial;"> </span></p>
<p class="MsoEndnoteText"><span style="font-family:Arial;"> </span></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><em><span style="font-size:11pt;font-family:&#34;"> </span></em></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><em><span style="font-size:11pt;font-family:&#34;"> </span></em></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><em><span style="font-size:11pt;font-family:&#34;"> </span></em></p>
<p class="MsoPlainText" style="text-align:justify;"><em><span style="font-size:11pt;font-family:&#34;"><br />
</span></em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Neues Thema der Woche bei back view: Krisenregionen dieser Welt]]></title>
<link>http://mjgb.wordpress.com/2008/09/11/neues-thema-der-woche-bei-back-view-krisenregionen-dieser-welt/</link>
<pubDate>Thu, 11 Sep 2008 20:54:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>Martin Böcker</dc:creator>
<guid>http://mjgb.wordpress.com/2008/09/11/neues-thema-der-woche-bei-back-view-krisenregionen-dieser-welt/</guid>
<description><![CDATA[Dieses Mal erscheint das Thema der Woche mit einem Tag Verspätung, weil Konrad Welzel, unser Chefred]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Dieses Mal erscheint das Thema der Woche mit einem Tag Verspätung, weil Konrad Welzel, unser Chefredakteur derzeit wirklich viel um die Ohren hat. Daher sei es ihm verziehen. Unsere Redakteure berichten über diverse Krisengebiete, ich habe mir mein Lieblingsthema &#8220;<a title="Artikel back view" href="http://www.backview.eu/politik/ausenpolitik/hintergrunde-des-nahost-konfliktes-ein-grober-abriss.html" target="_blank">Israel, der Gaza-Streifen und das Westjordanland</a>&#8221; rausgepickt. Und ein persönliches Highlight für mich ist mein Artikel über einen deutschen &#8220;<a title="Artikel back view" href="http://www.backview.eu/panorama/panorama/berichte-aus-dem-krisengebiet-embedded-journalists.html" target="_blank">Embedded Journalist</a>&#8221; (frei übersetzt: Kriegsberichterstatter) namens Sören Sünkler, der schon in einigen Krisengebieten war und back view ein paar Fragen über seinen Beruf beantwortet hat.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die grenzenlosen Möglichkeiten des Menschen ]]></title>
<link>http://zukunftohnekrieg2.wordpress.com/2008/03/12/die-grenzenlosen-moglichkeiten-des-menschen/</link>
<pubDate>Wed, 12 Mar 2008 12:53:53 +0000</pubDate>
<dc:creator>monikaberghoff</dc:creator>
<guid>http://zukunftohnekrieg2.wordpress.com/2008/03/12/die-grenzenlosen-moglichkeiten-des-menschen/</guid>
<description><![CDATA[Das Thema dieses Blogs ist das Buch „Zukunft ohne Krieg“ von Dieter Duhm, das ich in verschiedenen A]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://zukunftohnekrieg2.wordpress.com/2008/03/12/die-grenzenlosen-moglichkeiten-des-menschen/17/" rel="attachment wp-att-17" title="zok-dt-web.jpg"><img src="http://zukunftohnekrieg2.wordpress.com/files/2008/03/zok-dt-web.thumbnail.jpg" alt="zok-dt-web.jpg" /></a>Das Thema dieses Blogs ist das Buch <a href="http://http://zukunftohnekrieg2.wordpress.com/die-bucher/">„Zukunft ohne Krieg“</a> von Dieter Duhm, das ich in verschiedenen Auszügen, Textabschnitten und Gedankenschritten vorstellen will, um MitdenkerInnen zu gewinnen für die Verwirklichung des hier vorgeschlagenen Friedensplans.</p>
<p>Als Einführung in die Gedanken des Buches möchte ich eine persönliche Geschichte erzählen:</p>
<p>Vor einiger Zeit traf ich mich mit einigen Frauen zu einem Gespräch. In der hereinbrechenden Dämmerung erzählt uns Luz Marina aus Kolumbien ihre Geschichte. Sie ist zum ersten Mal in Europa, kann weder lesen noch schreiben, ist eine Campesina, eine Bäuerin, 50 Jahre alt. Mit 16 wurde sie beinahe umgebracht. Die Machete verfehlt nur um wenige Zentimeter ihren Kopf, trifft ihren linken Daumen, der dabei fast durchtrennt wurde. Ihr Mann und ihr ältester Sohn wurden vor einigen Jahren ermordet. Seitdem sorgt sie allein für sich und ihre sechs Kinder. Die Bauern sind so etwas wie „Freiwild“ für die bewaffneten Gruppen, Militär, Polizei, Paramilitär, Guerilla oder „einfache“ Kriminelle, die in dieser Gegend umher streifen und keiner moralischen Instanz, keinem Gesetz oder Rechtsstaat untergeordnet sind. Über 150 Menschen aus ihrem Dorf wurden in den letzten Jahren ermordet, zum Teil auf sehr grausame Art und Weise.<br />
Doch Luz Marina kann nicht weggehen. Wohin auch? Die Situation ist überall gleich schlimm; hier hat sie zumindest noch ein kleines Stück Boden, auf dem sie das Nötigste zum Überleben anbauen kann.<br />
Das Schicksal von Luz Marina ist das Schicksal von Millionen von Menschen, die heute auf der Erde leben. Wohin sollen sie gehen?<br />
Das Buch „Zukunft ohne Krieg“ ist in Anbetracht dieser Schicksale geschrieben. Es will Menschen retten. Deswegen mutet es den Lesern und Leserinnen zu, im Zeitalter kurzlebiger Werbespots eine <i>Theorie</i> zu studieren. Satz für Satz. Gedanke für Gedanke. Es ist die Logik einer wirksamen Hilfe für die Welt. Wer ihr folgt, versteht, warum und wie die Erde heilbar ist.<br />
Das Buch zeigt die grenzenlosen Möglichkeiten auf, die uns Menschen zur Verfügung stehen, wenn wir neue geistige Ressourcen erschließen.<br />
Was hier gelehrt wird, ist das Wissen einer neuen Zeit. Es ist das Wissen darüber, dass wir nicht länger trennen dürfen zwischen Theorie und Erfahrung, zwischen einer objektiven Welt „da draußen“ und einer subjektiven „in uns“. Auch nicht mehr zwischen denen, die in Krisengebieten leben und uns, die wir ein Dach über dem Kopf und einen vollen Kühlschrank haben. Wir alle gehören zu ein und derselben Familie des Lebens. Wir alle leiden an ein und derselben Krankheit. Unsere Heilung, Hilfe für die Dritte Welt, Rettung der Natur sind Aspekte ein und desselben Vorgangs, den wir verstehen können und verstehen müssen, wenn wir ihn in die gewünschte Friedensrichtung lenken wollen.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Tschad und seine Ausnahmezustände.]]></title>
<link>http://polilog.wordpress.com/2008/02/15/tschad-und-seine-ausnahmezustande/</link>
<pubDate>Fri, 15 Feb 2008 10:09:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>Dominik</dc:creator>
<guid>http://polilog.wordpress.com/2008/02/15/tschad-und-seine-ausnahmezustande/</guid>
<description><![CDATA[Die B-Prominenz aus Österreich und die Oppositionspolitiker aus dem Nationalrat fordern eines: die R]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img src="http://www.neon.de/img/illus/krieg.jpg" alt="" width="577" height="260" /></p>
<p><span style="font-weight:bold;">Die B-Prominenz aus Österreich und die Oppositionspolitiker aus dem Nationalrat fordern eines: die Rückholung all der Soldaten, die seit kurzem im Tschad den Flüchtlingen zu helfen versuchen. Und natürlich wird einem auch noch das Ende der schon geschwächten Neutralität vorausgesagt. Mal sehen.</span></p>
<p>Österreich beteiligt sich mit 160 Soldaten am EUFOR-Einsatz. Neben der Beiligung an den EUFOR- (in Bosnien und Herzegowina; 1995) KFOR- (Kosovo; 1999) und UNDOF-Truppen (Golanhöhen; 2002) ein weiterer Einsatz für die European Force. Und wie schon immer eine friedenssichernde Aufgabe. Doch plötzlich der Aufschrei der Oppositionsparteien: Durch diesen Einsatz könnte Österreich das Wort &#8220;Neutralität&#8221; eigentlich löschen lassen, denn ein neutraler Staat fliegt nicht in ein Land, das immer noch als Krisengebiet aufscheint. Der erste Punkt, der gegen den Tschad-Einsatz spricht.</p>
<p>Österreich ist und bleibt ein neutrales Land. Wir beteiligen uns an keinen Kriegen, sondern helfen den Menschen viel mehr beim Wiederaufbau eines funktionierenden Landes. Dass vor allem die FP unter HC Strache einen lauten Aufschrei übt, überrascht. Denn seine Partei (unter Führung Haiders) hatte beim Einsatz in den Golanhöhen mitgestimmt. Und für die Aufrechterhaltung des Waffenstillstandes zwischen Syrien und Isreal zu sorgen ist wahrscheinlich um einiges gefährlicher als das Beschützen und Helfen der Flüchtlinge im Tschad.</p>
<p>Kurz nach der Ankunft unserer Soldaten im Einsatzgebiet plötzlich der Überfall der Rebellen. Bis zum Präsidentenpalast kämpften sie sich vor, und Berichte aus der Zeitung Österreich und ähnlichem Boulevardblättern schürten die Angst beim ungebildeten Volk. &#8220;Holt unsere Soldaten nach Hause&#8221; titelten sie, und wollten es so aussehen lassen, als wären sie in großer Gefahr. Unsere Soldaten hingegen befinden sich hingegen im französischen Camp, abwartend, bis sich die ganze Sache beruhigt hat. Die Frage bleibt und so kommen wir zu Punkt zwei: Warum schickt man österreichische Bundesheerler in ein solches Gebiet?</p>
<p>Jeder einzelne dieser 160 Soldaten hat sich freiwillig gemeldet. Und wird sich wohl über die Gefahr des Einsatzes bewusst gewesen sein. Sie bekommen gutes Geld für den Einsatz. Und leben eben mit dem Risiko. Das ist ihr Job und niemand braucht sich jetzt zu beschweren. Volontäre, Leute, die sich freiwillig dazu bereiterklären, möchten wahrscheinlich noch überhaupt nicht nach Hause. So kurz nach dem Beginn des Einsatzes. Aber Hauptsache die Medien schüren die Angst. Österreichischer Zeitungsschrott nach amerikanischem Vorbild.</p>
<p>Doch an wen kann man sich noch wenden. Wer hat überhaupt die Entscheidung über das Bundesheer? Wer ist dafür zuständig. Ach ja. Ministier Darabos. Der unscheinbare SPÖ-Politiker wird nicht wegen seinem Auftreten vorverurteilt. Sondern wegen seinem Zivildienst. Wie soll ein Zivildiener über einen solchen Einsatz entscheiden können? Der wahrscheinlich nie eine Waffe in der Hand gehalten hat. Punkt 3: Zivildiener als Bundesheer-Chef?</p>
<p>Ich selbst bin auch Zivildiener und denke, dass gerade mit Minister Darabos die Stelle richtig besetzt worden ist. Er hat den nötigen Abstand, und genügend Wissen, um als Verteidigungsminister richtig zu agieren. Ein alter Bundesheer-Recke pfeift vielleicht viel eher auf die Neutralität. Und darum finde ich es mehr als lächerlich, es Herrn Darabos vorzuwerfen, den Grundwehrersatzdienst geleistet zu haben. Man müsste sich nur einmal aussehen, wie es um unser Land und die Pflege stehen würde, wenn alle jungen Burschen zum Bundesheer gehen müssten.</p>
<p>Und mit dem heutigen Tag gilt im Tschad der Ausnahmezustand. Das heißt einfach, dass es eine nächtliche Ausgangssperre gibt, und Polizisten nicht nur auf der Straße Menschen kontrollieren dürfen, sondern auch Wohnen durchsuchen, um weitere versteckte Rebellen zu finden. Und das alles mit Fokus auf N&#8217;Djamena, die Hauptstadt des Tschads, im Westen des Landes. Die österreichischen und die EUFOR-Truppen hingegen befinden sich im Osten, an der Grenze zur Krisenregion Darfur. Und so wünsche ich den Soldaten viel Glück und viel Kraft für ihre Arbeit. Ihr macht das schon, und helft mit, die Welt ein kleines bisschen heiler zu machen.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Tschad und seine Ausnahmezustände.]]></title>
<link>http://ausdemlebendesikarus.wordpress.com/2008/02/15/tschad-und-seine-ausnahmezustande/</link>
<pubDate>Fri, 15 Feb 2008 10:09:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>Dominik</dc:creator>
<guid>http://ausdemlebendesikarus.wordpress.com/2008/02/15/tschad-und-seine-ausnahmezustande/</guid>
<description><![CDATA[Die B-Prominenz aus Österreich und die Oppositionspolitiker aus dem Nationalrat fordern eines: die R]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img src="http://www.neon.de/img/illus/krieg.jpg" height="260" width="577" /></p>
<p><span style="font-weight:bold;">Die B-Prominenz aus Österreich und die Oppositionspolitiker aus dem Nationalrat fordern eines: die Rückholung all der Soldaten, die seit kurzem im Tschad den Flüchtlingen zu helfen versuchen. Und natürlich wird einem auch noch das Ende der schon geschwächten Neutralität vorausgesagt. Mal sehen.</span></p>
<p>Österreich beteiligt sich mit 160 Soldaten am EUFOR-Einsatz. Neben der Beiligung an den EUFOR- (in Bosnien und Herzegowina; 1995) KFOR- (Kosovo; 1999) und UNDOF-Truppen (Golanhöhen; 2002) ein weiterer Einsatz für die European Force. Und wie schon immer eine friedenssich<a href="http://www.bmlv.gv.at/images_skaliert/tschad_collage_960x680_1195766431.jpg"><img src="http://www.bmlv.gv.at/images_skaliert/tschad_collage_960x680_1195766431.jpg" style="width:305px;height:215px;" align="right" /></a>ernde Aufgabe. Doch plötzlich der Aufschrei der Oppositionsparteien: Durch diesen Einsatz könnte Österreich das Wort &#8220;Neutralität&#8221; eigentlich löschen lassen, denn ein neutraler Staat fliegt nicht in ein Land, das immer noch als Krisengebiet aufscheint. Der erste Punkt, der gegen den Tschad-Einsatz spricht.</p>
<p>Österreich ist und bleibt ein neutrales Land. Wir beteiligen uns an keinen Kriegen, sondern helfen den Menschen viel mehr beim Wiederaufbau eines funktionierenden Landes. Dass vor allem die FP unter HC Strache einen lauten Aufschrei übt, überrascht. Denn seine Partei (unter Führung Haiders) hatte beim Einsatz in den Golanhöhen mitgestimmt. Und für die Aufrechterhaltung des Waffenstillstandes zwischen Syrien und Isreal zu sorgen ist wahrscheinlich um einiges gefährlicher als das Beschützen und Helfen der Flüchtlinge im Tschad.</p>
<p>Kurz nach der Ankunft unserer Soldaten im Einsatzgebiet plötzlich der Überfall der Rebellen. Bis zum Präsidentenpalast kämpften sie sich vor, und Berichte aus der Zeitung Österreich und ähnlichem Boulevardblättern schürten die Angst beim ungebildeten Volk. &#8220;Holt unsere Soldaten nach Hause&#8221; titelten sie, und wollten es so aussehen lassen, als wären sie in großer Gefahr. Unsere Soldaten hingegen befinden sich hingegen im französischen Camp, abwartend, bis sich die ganze Sache beruhigt hat. Die Frage bleibt und so kommen wir zu Punkt zwei: Warum schickt man österreichische Bundesheerler in ein solches Gebiet?</p>
<p><a href="http://www.bmlv.gv.at/ausle/eufor_tschad/images/uebersichtsgrafik_tschad.jpg"><img src="http://www.bmlv.gv.at/ausle/eufor_tschad/images/uebersichtsgrafik_tschad.jpg" style="width:297px;height:396px;" align="left" /></a>Jeder einzelne dieser 160 Soldaten hat sich freiwillig gemeldet. Und wird sich wohl über die Gefahr des Einsatzes bewusst gewesen sein. Sie bekommen gutes Geld für den Einsatz. Und leben eben mit dem Risiko. Das ist ihr Job und niemand braucht sich jetzt zu beschweren. Volontäre, Leute, die sich freiwillig dazu bereiterklären, möchten wahrscheinlich noch überhaupt nicht nach Hause. So kurz nach dem Beginn des Einsatzes. Aber Hauptsache die Medien schüren die Angst. Österreichischer Zeitungsschrott nach amerikanischem Vorbild.</p>
<p>Doch an wen kann man sich noch wenden. Wer hat überhaupt die Entscheidung über das Bundesheer? Wer ist dafür zuständig. Ach ja. Ministier Darabos. Der unscheinbare SPÖ-Politiker wird nicht wegen seinem Auftreten vorverurteilt. Sondern wegen seinem Zivildienst. Wie soll ein Zivildiener über einen solchen Einsatz entscheiden können? Der wahrscheinlich nie eine Waffe in der Hand gehalten hat. Punkt 3: Zivildiener als Bundesheer-Chef?</p>
<p>Ich selbst bin auch Zivildiener und denke, dass gerade mit Minister Darabos die Stelle richtig besetzt worden ist. Er hat den nötigen Abstand, und genügend Wissen, um als Verteidigungsminister richtig zu agieren. Ein alter Bundesheer-Recke pfeift vielleicht viel eher auf die Neutralität. Und darum finde ich es mehr als lächerlich, es Herrn Darabos vorzuwerfen, den <span style="font-style:italic;">Grundwehrersatzdienst</span> geleistet zu haben. Man müsste sich nur einmal aussehen, wie es um unser Land und die Pflege stehen würde, wenn alle jungen Burschen zum Bundesheer gehen müssten.</p>
<p><span style="font-style:italic;">Und mit dem heutigen Tag</span> gilt im Tschad der Ausnahmezustand. Das heißt einfach, dass es eine nächtliche Ausgangssperre gibt, und Polizisten nicht nur auf der Straße Menschen kontrollieren dürfen, sondern auch Wohnen durchsuchen, um weitere versteckte Rebellen zu finden. Und das alles mit Fokus auf N&#8217;Djamena, die Hauptstadt des Tschads, im Westen des Landes. Die österreichischen und die EUFOR-Truppen hingegen befinden sich im Osten, an der Grenze zur Krisenregion Darfur. Und so wünsche ich den Soldaten viel Glück und viel Kraft für ihre Arbeit. Ihr macht das schon, und helft mit, die Welt ein kleines bisschen heiler zu machen.</p>
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