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	<title>kulturjournalismus &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/kulturjournalismus/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "kulturjournalismus"</description>
	<pubDate>Sat, 25 May 2013 13:50:40 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[... um sicher zu sein, auch auf einen Plan B zurückgreifen zu können]]></title>
<link>http://undallesnur.wordpress.com/2012/11/27/um-sicher-zu-sein-auch-auf-einen-plan-b-zuruckgreifen-zu-konnen/</link>
<pubDate>Tue, 27 Nov 2012 22:17:01 +0000</pubDate>
<dc:creator>justsandyh</dc:creator>
<guid>http://undallesnur.wordpress.com/2012/11/27/um-sicher-zu-sein-auch-auf-einen-plan-b-zuruckgreifen-zu-konnen/</guid>
<description><![CDATA[&#8230; in meinem Fall: Kulturjournalismus. (in Kursiv und fett immer die Kommentare einer erfahrene]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; in meinem Fall: Kulturjournalismus. (in <em>Kursiv und <strong>fett</strong></em> immer die Kommentare einer erfahrenen Kulturkritikerin zu meinen ersten Kritikversuchen)</p>
<p>Thomas Oliver Niehaus inszeniert <b>Elfriede Jelineks „Kein Licht“</b> im Schauspielhaus Salzburg. Eindrücke von der Österreichischen Erstaufführung am 7.11.2012 von <i>Sandra Huber.</i></p>
<p>Das Haus füllt sich. Überall wird anregend diskutiert. Über den Inhalt des Theaterstückes weiß man ungefähr Bescheid – <i>Jelinek</i> – <i>das werden vermutlich zwei schwer verdauliche Stunden. Zwei Stunden, das hält sich ja in Grenzen…</i> aber</p>
<p>Die Ränge füllen sich. Drei Schauspielerinnen und ein Schauspieler betreten die Bühne. Ein Handy läutet – <i>woah ist das peinlich! – nein, Moment, das gehört zum Stück – aber das Licht ist noch an –</i> und schon prasselt ein Stimmenwirrwarr auf das Publikum ein, das aufwühlt <i>– aber die Kulisse ist doch so harmlos!</i> – und verwirrt.</p>
<p><i>Wo sind wir hier?</i> – Im Theater, das ist klar. <i>Wer ist das auf der Bühne? </i>- Vier Menschen, das ist auch klar. Trotzdem verstört etwas, ist etwas fremd. <i>Warum kann man an diesem Ort keine Töne mehr hören? Ich kann jedes Wort hören! </i>Es sindungewöhnliche Reime zu hören, zusammenhanglose Wortpaare, die doch etwas verbindet, Sprachbilder – Jelinek. <i>Ist das gar kein Spiel? </i>Doch ist es: Spiel mit Sprache. Mit Musikalität. Mit der Musikalität der Sprache. Doch Spielraum gibt es keinen mehr. &#8211; <i>Sonst würde man uns doch sicher hören oder?</i> &#8211; Die Anspielungen auf Atomenergie und –strahlung werden deutlicher. <i>Die Strahlen auf der Haut kann man nicht wittern, aber twittern</i>. <i>Fukushima</i>. Es ist eine Tragödie, die sich auf die Ränge niedersenkt, als sich das Bühnenbild zu wandeln beginnt und die zu Puppen gewordenen SchauspielerInnen auf der Bühne ihren Durchsetzungswillen und ihre Durchsetzungskraft verloren haben. <i>Wie schafft man es nur das Nicht(s)-Sein so lange darzustellen?</i> <i>Die Töne kommen nicht mehr zurück! </i>Das Bühnenbild wandelt sich ein einziges Mal, die idyllische Leinwand fällt, eine Hilflose bleibt übrig. Wortgewaltig wendet sie alle Energie auf um zu demonstrieren, was Ohnmacht und Hilflosigkeit bedeuten. <i>Die Katastrophe ist noch in unseren Köpfen und wir sind alle dran schuld. </i></p>
<p>Es gibt tosenden Applaus, trotzdem hat keiner beim Verlassen des Saales ein Lächeln auf den Lippen. <i>Wie kann man das Publikum nur so zurücklassen?</i></p>
<p><i>Ach ja: Happy Ends und Elfriede Jelinek liegen so weit auseinander wie der ins unermesslich steigende Energiebedarf auf der Erde und die Schließung aller Atomkraftwerke weltweit.</i></p>
<p><i>Es wiegt so schwer!</i></p>
<p><strong><em>(&#8230; Aber insgesamt ist dieser ´flüchtige´ Kommentar sehr beeindruckend und bewegend.)</em></strong></p>
<p>Mi, 14. November 2012 &#124; 19.30 Uhr &#124; Großes Festspielhaus</p>
<p><b>Luzerner Sinfonieorchester</b></p>
<p>Werke von Mozart, Hartmann, Bach und Beethoven</p>
<p><b>Isabelle Faust </b><i>Violine </i><b>Jonathan Nott </b><i>Dirigent</i></p>
<p><i> </i></p>
<p>Seit vierzig Jahren ziehen die Salzburger Kulturtage bis zu 20.000 Kulturfreunde in ihren Bann und anders sollte es auch dieses Jahr nicht sein. Entscheidend dazu beigetragen haben die drei Abschlusskonzerte des Luzerner Sin-fonieorchesters, dirigiert von Jonathan Nott.</p>
<p>Von Sandra Huber</p>
<p>Als hin- und mitreißend entpuppte sich das erste der drei im Vorhinein als krönend betitelten Abschlusskonzerte der Salz-burger Kulturtage des Luzerner Sinfonieorchesters.</p>
<p>Fúnebre – dünster, finster – mag die Grundstimmung und das Motto des Konzertes sein, aber keineswegs jene Stimmung, in die es den Zuseher im Laufe des Abends versetzt. Doch zu Be-ginn herrscht erst einmal Totenstimmung. Mozarts Maurische Trauermusik in c-Moll heißt ja nicht umsonst so.</p>
<p>Trauer ist auch das Thema des zweiten Stücks, doch diesmal tritt die Violinsolistin immer wieder spannungsvoll aus der en-gen Verbindung mit dem kleinen Orchester hervor, erfüllt und berührt mit ihren klaren Tönen. Der Komponist Karl Amadeus Hartmann komponierte des ´Concerto funebre´, um seiner Trauer, seiner Wut über den Überfall des national-sozialistischen Deutschlands auf Polen 1939 mit Tönen Aus-druck zu verleihen. Trotzdem die Sätze nahtlos ineinander übergehen, bemerkt man doch, das sich etwas ändert. Das Stück beginnt still und drückend, wird zunehmend schmerzvoller und erregender und steigert sich zu immenser Unruhe und Wut. Die Gefühle, die über Hartmann hereingebrochen sind, ergießen sich jetzt über das Publikum, das entweder Trost findet oder unter ihnen zusammenbricht, bis schließlich der vierte Satz die erlösende Zuversicht bringt.</p>
<p>Noch überwältigt von dem bis jetzt Vernommenen, hört man auch schon Klänge von Bach. Chocuna – niedlich. Damit kann nur das Körperchen dieser kleinen Violine gemeint sein, für die die ´Chaconne´ aus der Partita Nr. 2 in d-Moll komponiert wurde – denn die gewaltigen, schlichten Töne, die Isabelle Faust einem solchen Violinchen zu entlocken vermag, sind umwerfend.</p>
<p>Da wirkt die Heiterkeit, die Beethovens Symphonie Nr. 2 zweifellos beinhaltet, gar nicht mehr. Irgendwie kommt das Ganze jetzt auch unangebracht daher. Trotzdem versteht Jona-than Nott es hier, die bravourösen Streicher und Bläser in Szene zu setzen.</p>
<p><strong> <em>( &#8230; das ist brillant! Wie Sie über die Werke schreiben und ins Schwarze treffen,&#8230;)</em></strong></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Stefan Mesch: Publikationen und Termine, Mai 2012]]></title>
<link>http://stefanmesch.wordpress.com/2012/05/03/stefan-mesch-publikationen-und-termine-mai-2012/</link>
<pubDate>Thu, 03 May 2012 10:15:42 +0000</pubDate>
<dc:creator>stefanmesch</dc:creator>
<guid>http://stefanmesch.wordpress.com/2012/05/03/stefan-mesch-publikationen-und-termine-mai-2012/</guid>
<description><![CDATA[Termine, Artikel, Veröffentlichungen geboren 1983 in Sinsheim (Baden). 2003 bis 2008 &#8220;Kreative]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Termine, Artikel, Veröffentlichungen</strong></p>
<p><a href="http://stefanmesch.files.wordpress.com/2012/05/stefanmesch-books-2011.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1534" title="stefanmesch books 2011" src="http://stefanmesch.files.wordpress.com/2012/05/stefanmesch-books-2011.jpg?w=640&#038;h=307" alt="" width="640" height="307" /></a></p>
<ul>
<li><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><strong><strong></strong></strong><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;">geboren 1983 in Sinsheim (Baden).</span></span></span></li>
<li><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;">2003 bis 2008 <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kreatives_Schreiben_und_Kulturjournalismus">&#8220;Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus&#8221;</a> in Hildesheim</span></span></span></li>
<li><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;">Literaturkritiker und freier Journalist für die <a href="http://community.zeit.de/user/stefan-mesch">ZEIT</a> und den <a href="http://www.tagesspiegel.de/autoren/Stefan%20Mesch">Berliner Tagesspiegel</a>.</span></span></span></li>
<li><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;">Redakteur bei <a href="http://bellatriste.de/">BELLA triste</a>. Mitveranstalter von <a href="http://prosanova.net/pn2008/">PROSANOVA 2008</a>.<br />
</span></span></span></li>
<li><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;">schreibt an <a href="http://stefanmesch.wordpress.com/2011/11/06/zimmer-voller-freunde-zwischenmiete-lesung-literaturburo-freiburg-november-2011/">&#8220;Zimmer voller Freunde&#8221;</a>, seinem ersten Roman.</span></span></span></li>
</ul>
<p>.</p>
<p><span style="color:#3366ff;"><strong>wichtige Veröffentlichungen, 2011/12:</strong></span></p>
<ul>
<li><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><strong><strong>Futter für die Bestie: 528 Wege&#8230; zum nächsten guten Buch.</strong> </strong><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;">Essay, erschienen in Ausgabe 31 von &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bella_triste">BELLA triste</a> &#8211; Zeitschrift für junge deutschsprachige Literatur&#8221;, Hildesheim 2011. [<a href="http://stefanmesch.wordpress.com/2011/11/16/futter-fur-die-bestie-essay-bella-triste-31-2011/">Link</a>; Ergänzungen <a href="http://stefanmesch.wordpress.com/2011/10/31/gute-romane-grose-literatur-empfehlungen-stefan-mesch/">hier</a> und <a href="http://stefanmesch.wordpress.com/2011/11/08/gute-romane-grose-literatur-entdeckungen-stefan-mesch/">hier</a>.]<br style="font-family:Tahoma, sans-serif;" /></span></span></span></li>
<li><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><strong>Wofür stehst du? Junge Literatur, Poesie&#8230; und Position. </strong>Essay zur Gegenwartsliteratur, <a href="http://www.literaturfest-muenchen.de/home/ueber-das-literaturfest/">Literaturfest München</a>, September 2011. <a href="http://www.fabmuc.de/?p=695">[fab:muc.de]</a></span></span></span></li>
<li><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><strong>Schreibversuche. Schreibschulprosa. Stadtgeschichten. </strong>Vorwort zur jährlichen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kreatives_Schreiben_und_Kulturjournalismus#Literarische_Anthologien">&#8220;Landpartie&#8221;</a>-Anthologie des Studiengangs Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus, März 2012. [<a href="http://stefanmesch.wordpress.com/2012/03/15/landpartie-2012-kreatives-schreiben-kulturjournalismus-hildesheim/">Link</a>; <a href="http://paechterhaus.de/index.php?option=com_content&#38;view=article&#38;id=23&#38;Itemid=27">Edition Pächterhaus</a>]</span></span></span></li>
</ul>
<p><a href="http://stefanmesch.files.wordpress.com/2012/05/bella-triste-31.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1535" title="bella triste 31" src="http://stefanmesch.files.wordpress.com/2012/05/bella-triste-31.jpg?w=640&#038;h=307" alt="" width="640" height="307" /></a></p>
<p>.</p>
<p><span style="color:#3366ff;"><strong><span style="color:#ff0000;">Literatur und Netzkultur für</span> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Zeit">DIE ZEIT</a>:</strong></span></p>
<ul>
<li><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><strong><strong>eBook nach Fukushima:</strong> </strong><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;">In <a href="http://www.amazon.com/Aftershocks-Stories-Japan-Earthquake-ebook/dp/B004VP3KHK/ref=cm_cr_pr_product_top">&#8216;Aftershocks&#8217;</a> berichten Blogger und Autoren über die Tage nach dem Tsunami. [<a href="http://www.zeit.de/kultur/literatur/2011-05/fukushima-aftershocks/komplettansicht">ZEIT Online</a>, Mai 2011]</span></span></span></li>
<li><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><strong>Barbara Honigmann (Interview): </strong>Die jüdische <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Barbara_Honigmann">Autorin</a> über Heimat, Traumata und Emanzipation. [<a href="http://www.zeit.de/kultur/literatur/2011-10/interview-barbara-honigmann/komplettansicht">ZEIT Online</a>, Oktober 2011]<br style="font-family:Tahoma, sans-serif;" /> </span></span></span></li>
<li><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><strong>eBooks und Social Reading:</strong> Auf <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Category:Library_2.0">Plattformen</a> wie Slicebooks und Longreads werden Hobby-Leser zu Kuratoren. [<a href="http://www.zeit.de/kultur/literatur/2011-11/leseplattformen-verlage/komplettansicht">ZEIT Online</a>, November 2011]</span></span></span></li>
<li><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><strong>Brewster Kahle (Interview): </strong>Der Archivar und OpenLibrary-<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Brewster_Kahle">Erfinder</a> über Bibliotheken, freies Wissen und den Kampf gegen Amazon und Google. [<a href="http://www.zeit.de/kultur/literatur/2012-03/interview-brewster-kahle/komplettansicht">ZEIT Online</a>, April 2012]</span></span></span></li>
<li><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><strong>Bücher für den Sommer!</strong> Persönliche Empfehlung für den Comic <a href="http://www.amazon.de/Daytripper-Gabriel-Ba/dp/1401229697/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#38;qid=1335975334&#38;sr=8-1">&#8216;Daytripper&#8217;</a> von Gabriel Bá und Fabio Moon. [<a href="http://www.zeit.de/kultur/literatur/2011-07/buecher-sommer">ZEIT Online</a>, Juli 2011]<br style="font-family:Tahoma, sans-serif;" /> </span></span></span></li>
<li><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><strong>Bücher für Weihnachten!</strong> Persönliche Empfehlung für den Coming-of-Age-Roman <a href="http://www.amazon.de/Das-also-ist-mein-Leben/dp/3453267516/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#38;qid=1335975377&#38;sr=8-1">&#8216;Das also ist mein Leben&#8217;</a> von Stephen Chbosky. [<a href="http://www.zeit.de/kultur/literatur/2011-12/buchtipps-weihnachten/seite-6">ZEIT Online</a>, Dezember 2011]</span></span></span></li>
</ul>
<p><a href="http://stefanmesch.files.wordpress.com/2012/05/zeit-online.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1536" title="zeit online" src="http://stefanmesch.files.wordpress.com/2012/05/zeit-online.jpg?w=640&#038;h=307" alt="" width="640" height="307" /></a>.</p>
<p><span style="color:#808000;"><strong><span style="color:#0000ff;">TV, Comics, Feminismus etc. im Berliner</span> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tagesspiegel">Tagesspiegel</a> <span style="color:#0000ff;">(Print):</span></strong></span></p>
<ul>
<li><strong>Heimwerker: Die neuen Autonomen</strong><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;">. Urban Gardening, Etsy, Do-it-Yourself als Luxus und <a href="http://www.amazon.de/Hab-ich-selbst-gemacht-Projekte/dp/3462042858">Selbstverwirklichung</a>. Eine Rundschau. [<a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/heimwerker-die-neuen-autonomen/4473706.html">Link</a>, August 2011]<br style="font-family:Tahoma, sans-serif;" /></span></span></span></li>
<li><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><strong>&#8216;Green Lantern&#8217; in Comic und Kino: </strong>Übersicht/Einführung ins &#8220;vielleicht letzte große <a href="http://stefanmesch.wordpress.com/2011/06/29/green-lantern-timeline-reading-order/">triviale Epos</a>&#8221; im Medium Comic. [<a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/comics/superhelden-comic-weltraumwaechter-mit-wunderlampe/4429468.html">Link</a>, Juli 2011]<br style="font-family:Tahoma, sans-serif;" /> </span></span></span></li>
<li><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><strong>US-TV-Serien werden immer konservativer.</strong> Hausfrauen, Prinzessinnen, Sexobjekte&#8230; von &#8216;Panem&#8217; bis &#8216;Bridesmaids&#8217;. [<a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/brave-neue-welt-us-fernsehserien-werden-immer-konservativer/4508660.html">Link</a>, September 2011]<br />
</span></span></span></li>
<li><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><strong>&#8216;Netzspiegel&#8217; Online-Kolumne:</strong> Literatur-Empfehlungen, Netzwerke und die <a href="http://booklamp.org/">BookDNA</a>-Datenbank. [November 2011, <a href="http://www.tagesspiegel.de/medien/buchtipps-im-netz-aeltere-frauen-und-kranke-hunde/5888554.html">Link</a>, November 2011]<br style="font-family:Tahoma, sans-serif;" /> </span><strong></strong></span></span></li>
</ul>
<p><a href="http://stefanmesch.files.wordpress.com/2012/05/green-lantern-tagesspiegel.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1537" title="green lantern tagesspiegel" src="http://stefanmesch.files.wordpress.com/2012/05/green-lantern-tagesspiegel.jpg?w=640&#038;h=307" alt="" width="640" height="307" /></a>.</p>
<p><span style="color:#ff6600;"><strong>verstreute Veröffentlichungen:</strong></span></p>
<ul>
<li><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><strong>25 Jahre mit &#8220;Green Lantern&#8221; (Interview):</strong> <a href="http://green-lantern-butts-forever.blogspot.de/">Sally Pascale</a>, Hausfrau und Bloggerin, über die monatliche Comic-Reihe. [englisch, August 2011, <a href="http://stefanmesch.wordpress.com/2011/07/24/interview-sally-pascale-comic-reader-feminist-blogger-and-the-internets-most-outspoken-green-lantern-fan/">Link</a>]<strong></strong><br />
</span></span></span></li>
<li><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><strong>Literaturfestival &#8216;PROSANOVA&#8217;:</strong> kurze <a href="http://prosanova.net/images/stories/PROSANOVA-Festivalzeitung4_So.pdf">Glosse</a> über Eventplanung und Perfektionismus in der &#8216;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Prosanova_%28Hildesheim%29">PROSANOVA&#8217;</a>-Festivalzeitung. [Mai 2011, <a href="http://stefanmesch.wordpress.com/2011/05/31/prosanova-2011-hildesheim-eine-welt-fur-sich/">Link</a>] <br style="font-family:Tahoma, sans-serif;" /> </span></span></span></li>
</ul>
<p><a href="http://stefanmesch.files.wordpress.com/2012/05/publikationsliste.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1538" title="publikationsliste" src="http://stefanmesch.files.wordpress.com/2012/05/publikationsliste.jpg?w=640&#038;h=307" alt="" width="640" height="307" /></a><strong>.</strong></p>
<p><span style="color:#008080;"><strong>Lektorat:</strong></span></p>
<ul>
<li><strong>&#8220;Die Magier von Montparnasse&#8221;</strong><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"> (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Oliver_Plaschka">Oliver Plaschka</a>, Klett-Cotta; Fantasy) erscheint im Taschenbuch. [August 2011, <a style="font-family:Tahoma, sans-serif;" href="http://www.amazon.de/Die-Magier-Montparnasse-Oliver-Plaschka/dp/3453528506">Amazon.de]<br />
</a></span></span></span></li>
<li><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><strong>&#8220;Weiter Weg&#8221; </strong>(<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Spie%C3%9F">Martin Spieß</a>, Birnbaum Verlag; Short Stories) erscheint im Taschenbuch. [Juni 2011, <a href="http://www.amazon.de/Weiter-Weg-Martin-Spie%C3%9F/dp/394256601X/ref=sr_1_1?s=books&#38;ie=UTF8&#38;qid=1335962040&#38;sr=1-1">Amazon.de</a>]<br style="font-family:Tahoma, sans-serif;" /> </span></span></span></li>
<li><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><strong>Verlagsgutachten</strong> für Natalie Buchholz, Michael Zöllner und Franziska Schneider, Klett-Cotta / Tropen-Verlag [2011, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Klett-Cotta">Wikipedia.de</a>]</span></span></span></li>
</ul>
<p><a href="http://stefanmesch.files.wordpress.com/2012/05/blutgrc3a4tschenartiges-lektorat.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1539" title="blutgrätschenartiges Lektorat" src="http://stefanmesch.files.wordpress.com/2012/05/blutgrc3a4tschenartiges-lektorat.jpg?w=640&#038;h=307" alt="" width="640" height="307" /></a>.</p>
<p><span style="color:#993366;"><strong>Lesungen, Akademisches u.a.:</strong></span></p>
<ul>
<li><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><strong>Lesung: &#8220;Zimmer voller Freunde&#8221;</strong> Literaturbüro Freiburg, <a href="http://www.literaturbuero-freiburg.de/cms/zwischen_miete.452.0.html">&#8216;zwischen/miete&#8217;</a>-Lesereihe, 4. November 2011. [<a href="http://stefanmesch.wordpress.com/2011/11/06/zimmer-voller-freunde-zwischenmiete-lesung-literaturburo-freiburg-november-2011/">Details</a>]</span></span></span></li>
<li><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><strong>Übersetzung</strong> ins Englische: Fünf Festreden / Ansprachen für <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Klaus-Dieter_Lehmann">Klaus-Dieter Lehmann</a>, Präsident des Goethe-Instituts, für seine <a href="http://www.montrealgazette.com/entertainment/movie-guide/change+screen+fans+Goethe+Institut/6508509/story.html">Reise</a> durch Kanada, April 2012.</span></span></span></li>
<li><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><strong>Übersetzung</strong> ins Deutsche: Pressestimmen / Zitate für die Website des <a href="http://www.goethe.de/ins/ca/tor/deindex.htm">Goethe-Institut Toronto</a>, April 2012.</span></span></span></li>
<li><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><strong>Moderation [Englisch]:</strong> <a href="http://americanstudies.uni-leipzig.de/blogs/128/next-picador-professor-fiona-maazel">Picador-Gastprofessorin</a> und Schriftstellerin <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Fiona_Maazel">Fiona Maazel</a> im Centraltheater Leipzig, 15. Mai 2012. [<a href="http://www.centraltheater-leipzig.de/centraltheater/programm/centraltheater/extra/aktuell/fiona_maazel/">Details</a>]</span></span></span></li>
<li><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><strong>Gastvorlesung / Seminar:</strong> &#8216;Entenhausen finden Sie überall: Kulturwissenschaftliche Methoden am Beispiel Comic&#8217;, Universität Hildesheim, 21. Mai 2012. [<a href="https://lsf.uni-hildesheim.de/qisserver/rds;jsessionid=ED4AD90917A82D61BB7321542ED31A50?state=verpublish&#38;publishContainer=lectureContainer&#38;publishid=34445">Details</a>] <br style="font-family:Tahoma, sans-serif;" /> </span></span></span></li>
</ul>
<p><a href="http://stefanmesch.files.wordpress.com/2012/05/fiona-maazel-picador-professor.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1541" title="fiona maazel picador professor" src="http://stefanmesch.files.wordpress.com/2012/05/fiona-maazel-picador-professor.jpg?w=640&#038;h=307" alt="" width="640" height="307" /></a><strong>.</strong></p>
<p><span style="color:#ff00ff;"><strong>Literatur: Scouting &#38; Kritik</strong></span></p>
<ul>
<li><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><strong><strong>Lektüre von jährlich ca. 80 Romanen / 160 Comics&#8230;</strong> </strong><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;">auf <a href="http://www.zeit.de/online/2009/33/buch-communities-2">Goodreads.com</a> bewertet und sortiert. [<a href="www.goodreads.com/user/show/1315567-stefan-mesch">Profil</a>; Übersicht <a href="http://www.goodreads.com/review/list/1315567-stefan-mesch?format=html&#38;shelf=2011">2011</a>, Übersicht <a href="http://www.goodreads.com/review/list/1315567?shelf=2012">2012</a>]</span></span></span></li>
<li><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><strong>monatliche Liste: </strong>23 neue, vielversprechende, unbekannte Bücher &#8211; gesammelt und verlinkt [<a href="http://stefanmesch.wordpress.com/2012/04/11/underdog-literature-april-2012-15-fresh-or-urgent-off-the-wall-titles/">"Underdog Literature"</a>, seit Juni 2011]<br style="font-family:Tahoma, sans-serif;" /> </span></span></span></li>
<li><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><strong>monatliche Liste:</strong> 15 unbekanntere Kinofilme / Arthouse-Produktionen &#8211; gesammelt und verlinkt [<a href="http://stefanmesch.wordpress.com/2012/03/24/underdog-cinema-15-sci-fi-movies-worth-your-time/">"Underdog Cinema"</a>, seit März 2012]</span></span></span></li>
<li><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><strong>sporadische Liste:</strong> Netz-/Presseschau, Debatten, Links, Funstücke &#8211; gesammelt und sortiert [<a href="http://stefanmesch.wordpress.com/2012/04/16/underdog-journalism-03-debatten-links-fundstucke/">"Underdog Journalism"</a>, seit April 2012]</span></span></span></li>
<li><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><strong>persönliche Empfehlungen: </strong>Die 20 besten Lektüren 2011 [<a href="http://stefanmesch.wordpress.com/2012/01/02/best-books-of-the-year-my-personal-top-20/">Blog</a>, Januar 2012]</span></span></span></li>
</ul>
<p><a href="http://stefanmesch.files.wordpress.com/2012/05/jo-lendle-stefanmesch.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-1531" title="jo lendle stefanmesch" src="http://stefanmesch.files.wordpress.com/2012/05/jo-lendle-stefanmesch.png?w=640&#038;h=307" alt="" width="640" height="307" /></a>.</p>
<p><span style="color:#808000;"><strong><a href="http://stefanmesch.wordpress.com/">stefanmesch.wordpress.com:</a> <span style="color:#800080;">nennenswerte Einträge</span></strong></span></p>
<ul>
<li><strong></strong><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><strong>Superhelden-Comics:</strong> gute Einstiegspunkte / Lektüre-Listen für u.a. &#8220;Superman&#8221;, <a href="http://stefanmesch.wordpress.com/2011/06/29/green-lantern-timeline-reading-order/">&#8220;Green Lantern&#8221;</a> und &#8220;Batwoman&#8221;. [<a href="http://stefanmesch.wordpress.com/2011/12/05/dc-super-hero-comics-where-to-start-guide-index/">Link</a>, englisch, seit Dezember 2011]<br style="font-family:Tahoma, sans-serif;" /></span></span></span></li>
<li><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><strong>Ayelet Waldman (Interview): </strong>langes Gespräch mit der Autorin, Anwältin, TV-Produzentin, Kolumnistin. [<a href="http://stefanmesch.wordpress.com/2011/11/16/interview-ayelet-waldman-author-of-bad-mother-and-hbos-new-hobgoblin/">Link</a>, englisch, November 2011]<br style="font-family:Tahoma, sans-serif;" /> </span></span></span></li>
<li><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><strong>Anne Köhler (Interview):</strong> Gespräch mit der Autorin, Kolumnistin und Gelegenheits-Jobberin zum Erscheinen ihres Buches. [<a href="http://stefanmesch.wordpress.com/2011/11/07/nichts-werden-macht-auch-viel-arbeit-autorin-anne-kohler-im-interview/">Link</a>, November 2011]</span></span></span></li>
<li><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><strong>&#8220;Helden meiner Kindheit&#8221;:</strong> private Medien- und Trickfilm-Biografie, ca. 1987 bis 1995. [<a href="http://stefanmesch.wordpress.com/2011/06/24/helden-meiner-kindheit-quick-list/">Link</a>, Juni 2011]</span></span></span></li>
<li><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;">seit Ende Mai 2011 <strong>knapp 100 Einträge [davon zwei Drittel Englisch] und ca. 35.000 Besucher</strong>.<br />
</span></span></span></li>
</ul>
<p><span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='640' height='390' src='http://www.youtube.com/embed/I-TeODPkXVE?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span></p>
<p><span style="color:#592ce7;"><strong>Social Media:</strong></span></p>
<ul>
<li><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><strong>Facebook</strong> <a href="http://www.facebook.com/smesch">[Link]</a></span></span></span></li>
<li><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><strong>Google Plus</strong> [nur sporadisch, <a href="https://plus.google.com/u/0/108892805232743667940/posts">Link</a>]</span></span></span></li>
<li><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><strong>Twitter</strong> [nur sporadisch, <a href="https://twitter.com/#!/smeschmesch">Link</a>]</span></span></span></li>
<li><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><strong>Goodreads</strong> [Bücher / Lektüren, <a href="http://www.goodreads.com/author/show/1584142.Stefan_Mesch">Link</a>]</span></span></span></li>
<li><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><strong>Criticker</strong> [Filme, <a href="http://www.criticker.com/profile/landpartie">Link</a>]</span></span></span></li>
<li><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><strong>IMDb</strong> [Watchlist für zukünftige Filme, <a href="http://www.imdb.com/user/ur32628264/watchlist">Link</a>]</span></span></span></li>
<li><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><strong>last.fm</strong> [Musik / Webradio, <a href="http://www.lastfm.de/user/landpartie">Link</a>]</span></span></span></li>
<li><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><strong>Youtube</strong> [sporadische Videos, <a href="http://www.youtube.com/user/smesch83?feature=watch">Link</a>]<br />
</span></span></span></li>
<li><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><strong>ZEIT Online</strong> <a style="font-family:Tahoma, sans-serif;" href="http://community.zeit.de/user/stefan-mesch">[Link]</a></span></span></span></li>
</ul>
<p><span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='640' height='390' src='http://www.youtube.com/embed/K4U19coBGv0?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span></p>
<p><strong>mehr:</strong></p>
<ul>
<li><strong>Publikationsliste / Links zu Texten</strong> <a href="http://stefan-mesch.blogspot.de/">[stefan-mesch.blogspot.com</a>, Stand: 2009]</li>
<li><strong>Kurzvita</strong> <a href="http://stefanmesch.wordpress.com/uebermich/">[Blog]</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA["Nichts werden macht auch viel Arbeit": Autorin Anne Köhler im Interview]]></title>
<link>http://stefanmesch.wordpress.com/2011/11/07/nichts-werden-macht-auch-viel-arbeit-autorin-anne-kohler-im-interview/</link>
<pubDate>Mon, 07 Nov 2011 11:51:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>stefanmesch</dc:creator>
<guid>http://stefanmesch.wordpress.com/2011/11/07/nichts-werden-macht-auch-viel-arbeit-autorin-anne-kohler-im-interview/</guid>
<description><![CDATA[frech vom Bildschirm abfotografiert: fünf Praktikantinnen des DuMont-Verlags mit Anne Köhlers Berich]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p align="LEFT"><a href="http://stefanmesch.files.wordpress.com/2011/10/anne-kc3b6hler-nichts-werden-macht-auch-viel-arbeit-wordpress.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1018" title="Anne Köhler nichts werden macht auch viel Arbeit WordPress" src="http://stefanmesch.files.wordpress.com/2011/10/anne-kc3b6hler-nichts-werden-macht-auch-viel-arbeit-wordpress.jpg?w=640&#038;h=493" alt="" width="640" height="493" /></a><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;">frech vom Bildschirm abfotografiert: fünf Praktikantinnen des DuMont-Verlags mit Anne Köhlers Bericht/Sammlung <a href="http://www.goodreads.com/book/show/9394547-nichts-werden-macht-auch-viel-arbeit">&#8220;Nichts werden macht auch viel Arbeit&#8221;</a>, 2010.</span></p>
<p align="LEFT">.</p>
<p align="LEFT"><strong>Letzten Oktober interviewte ich meine Hildesheim-Kollegin, Autorin, Journalistin und passionierte Nebenjobberin Anne Köhler zu ihrem neuen Buch &#8220;Nichts werden macht auch viel Arbeit: Mein Leben in Nebenjobs&#8221; für das Karriere-Ressort bei ZEIT Online.</strong></p>
<p align="LEFT">Hier ist die (deutlich längere), erste Version unseres Gesprächs: weniger geschliffen &#8211; aber mit mehr Details zu Annes Methodik, Erfahrungen und eigenen Interessen.</p>
<p align="LEFT"><strong>Eine Art Director&#8217;s Cut. Viel Spaß!</strong></p>
<p align="LEFT"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;">.</span></p>
<p align="LEFT"><strong><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;color:#3366ff;">&#8220;Meine Interessen sind ärgerlich vielfältig.“</span></strong></p>
<p align="LEFT"><strong><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;color:#3366ff;">Seit fünfzehn Jahren wechselt die Autorin Anne Köhler ihre Jobs: Ein Interview über Selbstverwirklichung &#8211; und Existenzangst.</span></strong></p>
<p align="LEFT">.</p>
<p align="LEFT">Anne Köhler:<strong> &#8216;Nichts werden macht auch viel Arbeit. Mein Leben in Nebenjobs&#8217;</strong></p>
<p align="LEFT">DuMont Verlag, Köln 2010.</p>
<p align="LEFT">Perlentaucher <a href="http://www.perlentaucher.de/buch/35454.html">(Link) </a>&#124; Amazon.de<a href="http://www.amazon.de/Nichts-werden-macht-auch-Arbeit/dp/3832195912/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#38;qid=1319111483&#38;sr=8-1"> (Link)</a> &#124; Goodreads.com <a href="http://www.goodreads.com/book/show/9394547-nichts-werden-macht-auch-viel-arbeit">(Link)</a></p>
<p align="LEFT">.</p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;"><strong>Stefan Mesch:</strong></span></span><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;"> &#8216;A<span style="color:#000000;">nne und ihre Jobs&#8217; hieß die Kolumne, für die du deine Arbeit in 21 Studiengängen, Praktika und Aushilfsjobs beschrieben hast. Jetzt sind die Texte als Buch erschienen, „Nichts werden macht auch viel Arbeit. Mein Leben in Nebenjobs.“ Womit begann deine Karriere?</span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><strong><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Anne Köhler: </span></span></strong></span></span><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Ernsthaft begann sie wohl, als ich verstand, wie enorm hilfreich es ist, fünf Jahre alt und süß zu sein: Ich konnte an den Haustüren im Dorf selbstgepflückte Blumensträuße verkaufen. Ich habe viel früh ausprobiert, als Schülerin in der Gärtnerei gejobbt, mich in der Jugendpolitik engagiert, in den Ferien als Kinder- und Jugendbetreuerin. Das waren erst Versuche, mit viel Spaß verbunden. Irgendwann ging es dann mehr darum, Geld verdienen zu müssen – und damit veränderten sich auch die Jobs.</span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;"><strong>Stefan Mesch:</strong></span></span><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;"> Ende der Neunziger, nach deinem Abitur, hast du Architektur und Kunstgeschichte in Berlin studiert und nebenher bei der Post und als Messehostess gearbeitet. Doch du hast alles abgebrochen: die Studiengänge und die Jobs.</span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><strong><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Anne Köhler: </span></span></strong></span></span><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Ich wusste, dass ich Kunst studieren will, aber dafür muss man Mappen füllen, für die Bewerbung und die Aufnahmeprüfungen. In jeder Mappe mussten Originale sein, und weil die Bewerbungsfristen oft in den gleichen Monaten lagen, waren nicht mehr als 1 bis 2 Bewerbung pro Jahr zu schaffen. </span></span><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Ich konnte mir für diese „Mappenphase“ nicht vorstellen, dass es für mich gut wäre, nur alleine mit mir zu arbeiten. Darum waren Architektur und Kunstgeschichte nahe liegende Fächer: Ich wollte möglichst viel lernen. Ich glaube auch, dass mich diese Zeit tatsächlich sehr im Positiven geprägt hat. Doch trotz drei Jahren Vorbereitung hat es dann nie zum Kunststudium gereicht – ich war immer ganz gut, aber nie gut genug. Keiner konnte mich richtig einordnen, denn ich habe schon damals sehr viel mit Texten gearbeitet.</span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;"><strong>Stefan Mesch:</strong></span></span><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;"> Früh morgens im Postzentrum Briefe zu sortieren war ein recht angenehmer Nebenjob für dich, aber das Kellnern auf der Messe fiel dir furchtbar schwer.</span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><strong><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Anne Köhler: </span></span></strong></span></span><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Wenn du f</span></span></span></span><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">ür wenig Geld im Nadelstreifenkostüm und auf hohen Schuhen zwölf Stunden lang bis tief in die Nacht gekellnert hast, träumst du von einer Welt ohne Schmerzen in den Füßen. Aber das Deprimiendste ist wohl, wenn du so einen Job nur des Geldes wegen machen musst: Dann verliert man schnell die Lust und bringt immer weniger Energie dafür auf. Auf lange Sicht hat davon keiner etwas.</span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;"><strong>Stefan Mesch:</strong></span></span><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;"> Dein letztes Studium wolltest du beenden, Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim. War es ein gutes Gefühl, 2006 Diplom zu machen?</span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><strong><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Anne Köhler: </span></span></strong></span></span><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Ich fing in Hildesheim erst im Studiengang Kulturwissenschaften und Ästhetische Praxis an – meine Schwerpunkte waren Malerei, Bildende Kunst und Fotografie; das Kreative Schreiben nur eines der vielen Zusatzfächer. Aber im Lauf der Zeit wurde es immer wichtiger. Man fühlt sich ja schon ein bisschen blöd, wenn man so viele Studiengangswechsel erklären muss. Aber heute denke ich, dass sich darin vielleicht einfach ankündigte, wie mein Leben später verlaufen wird: Meine Interessen sind ärgerlich vielfältig. Das Schreiben ist die Basis. Etwas, was immer da war und wohl auch immer bleibt. Ob dazu ein Diplom nötig ist, muss jeder selbst entscheiden. Aber für mich persönlich war es irgendwie schon wichtig, mal etwas zu Ende zu führen&#8230; auch, wenn bis heute nie jemand nach diesem Diplomzeugnis fragte!</span></span></span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;"><strong>Stefan Mesch:</strong></span></span><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;"> Jetzt jobbst du seit vier Jahren in Berlin. Wie läuft da ein typischer Tag ab? Was hast du heute gemacht?</span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><strong><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Anne Köhler: </span></span></strong></span></span><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Na, heute ist ja Sonntag! Nicht, dass das an meinem Rhythmus sehr viel ändert, aber ich hatte vor, heute nur Freizeit-Dinge zu tun. Aber jetzt führe ich ein Interview und feile am Exposé zu dem &#8216;Roman-Dings&#8217;, an dem ich schon lange arbeite. Und morgen früh bin ich im Nachbarschaftsbüro: Das Büro ist im Wochenrhythmus abwechselnd bei mir im Arbeitszimmer und bei einem befreundeten Autor. Fünf Tage pro Woche sind wir bis mittags zu zweit, trinken viel guten Kaffee und sitzen bienenfleißig am selben Schreibtisch. </span></span></span></span><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Jeder arbeitet an seinem Text, doch manchmal schauen wir uns über die Bildschirme hinweg an und seufzen oder nicken verständnisvoll,</span></span><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;"> strecken die Arme nach oben, machen Kaffeepause&#8230; Wir ringen nach Luft. Wir suchen nach Wörtern und Sätzen. Nachmittags ist dann Zeit für Nebenjobs. Im Moment halte ich auch nach Kneipen Ausschau, in denen ich kellnern kann.</span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;"><strong>Stefan Mesch:</strong></span></span><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;"> Die größte Mühe scheint oft, eine brauchbare Balance zu finden.</span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><strong><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Anne Köhler: </span></span></strong></span></span><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Am liebsten nutze ich die Zeit für meine Texte, aber sobald ich Geld brauche, schaue ich, was sich auftreiben lässt. Das kann beinahe alles sein – Sekretärin, Köchin, Journalistin, Küchenhilfe oder Kellnerin. Die Zeiträume, die ich allein mit Schreiben verbringe, dürfen gerne größer sein. Aber ich will die Abwechslung nicht missen, die meine Nebenjobs bringen: Man lernt etwas dazu, findet neue Menschen und Perspektiven&#8230;</span></span></span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;"><strong>Stefan Mesch:</strong></span></span><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;"> &#8230;und wird für wenig Lohn ausgenutzt.</span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><strong><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Anne Köhler: </span></span></strong></span></span><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Viele Jobs sind völlig unangemessen bezahlt. Wenn man für fünf Euro pro Stunde in der Silvesternacht alleine in der Kneipe schuftet, fragt man sich schon, warum man das überhaupt zulässt. Es ist auch anstrengend, sich Sorgen um die Miete machen zu müssen. Von Dingen wie Vorsorgen und Versicherungen ganz zu schweigen!</span></span></span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;"><strong>Stefan Mesch:</strong></span></span><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;"> Denkst du, Frauen laufen stärker Gefahr, als schlecht bezahlte Servicekraft ausgebeutet zu werden?</span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><strong><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Anne Köhler: </span></span></strong></span></span><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Das ist jetzt wohl so eine Gender-Frage. Ich habe keine Ahnung, denn ich bin ja immer als Frau unterwegs. Ich vermute aber, so lange es mehr Frauen in Service-Jobs gibt, werden sie dort auch stärker ausgebeutet. Bei meinen Nebenjobs gab es bisher nie Unterschiede in der Bezahlung &#8211; aber vielleicht haben es Männer auch schwerer, flexible Servicejobs zu finden?</span></span></span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;"><strong>Stefan Mesch:</strong></span></span><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;"> Oder sie stehen stärker unter Druck, „richtiges“ Geld zu verdienen, Versorger zu sein?</span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><strong><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Anne Köhler: </span></span></strong></span></span><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Ich wäre gerne Mitversorger! Ich könnte mir auch nicht vorstellen, mit dem Arbeiten aufzuhören, wenn ich mal Kinder bekommen sollte. Insofern müsste mein Mann heute keinen größeren Druck spüren, viel Geld zu verdienen, als ich selbst.</span></span></span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;"><strong>Stefan Mesch:</strong></span></span><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;"> Trotzdem könntest du im Moment keine Familie versorgen. Was heißt das für die Liebe? Genießt du diese Freiheit – oder fürchtest du dich auch?</span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><strong><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Anne Köhler: </span></span></strong></span></span><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Und ob ich die Freiheit genieße! Und klar fürchte ich mich! Aber nicht die ganze Zeit: Ein Kind würde viel verändern. Ich würde dann vielleicht auch mehr Kompromisse eingehen, was meine Jobs angeht. Aber ich glaube trotzdem, dass ich auch das hinkriege: Im Idealfall hat man ja auch noch einen Partner, für den dasselbe gilt. Dann muss man eben gut zusammenarbeiten und dafür sorgen, dass keiner zu kurz kommt. Eine Entscheidung für ein Kind wäre auch eine Entscheidung für eine Veränderung meiner Lebensumstände. Ich bräuchte einen festeren Job&#8230; und ob es einfach wäre, den zu finden, lasse ich mal dahingestellt.</span></span></span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;"><strong>Stefan Mesch:</strong></span></span><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;"> Eine der traurigsten Stellen im Buch ist der Moment, als du mit 30 merkst, wie viel Talent du zur Köchin hast&#8230; und dann bedauerst, dieses Talent nicht schon zum Abitur entdeckt zu haben. Hättest du, rückblickend, früher lieber </span></span><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;"><em>noch</em></span></span><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;"> viel mehr Dinge ausprobiert? </span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><strong><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Anne Köhler: </span></span></strong></span></span><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Ich fand das selbst sehr traurig. Aber was nützt das Grämen? Ich versuche jetzt, mich darüber zu freuen, dass ich mein Talent zur Köchin überhaupt fand. An sich selbst ein Talent zu entdecken, etwas, das einem leicht von der Hand geht und trotzdem enorm fordert, ist immer ein Glück, diese Dinge sind sehr selten – denn außer dem Schreiben war das Kochen wirklich der einzige Job, zu dem ich fast immer gern gegangen bin.</span></span></span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><strong><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Stefan Mesch: </span></span></strong></span></span><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Glaubst du, du hast so viele Jobs hinter dir, weil du dich fürchtest, zu viel auf eine Karte zu setzen? Du könntest ja auch heute noch eine Ausbildung zur Köchin machen, oder?</span></span></span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><strong><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Anne Köhler: </span></span></strong></span></span><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Es gibt Leute, die mit über dreißig noch einmal komplett neu anfangen, und ich bewundere das. Ich glaube nicht einmal, dass mir dazu der Mut fehlt. Aber es ist ja so: Wenn ich jetzt Köchin werde, könnte ich nicht mehr schreiben. Auf hohem Niveau zu kochen verlangt einem viel ab, körperlich und psychisch, und man muss unendlich viel Zeit investieren. Und wenn man nachts um eins von einer 12-Stunden-Schicht erschöpft nach Hause kommt und trotzdem noch zwei bis drei Stunden nicht schlafen kann, weil das Adrenalin durch die Adern pocht – da ist an Schreiben nicht zu denken.</span></span></span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Eine ernsthafte Arbeit anzunehmen, für die ich bereit bin, all meine Energie aufzubringen, würde bedeuten, das Schreiben in den Hobbybereich zu verfrachten. Dazu bin ich eben nicht bereit. Und darum ist auch Grämen sinnlos: Hätte ich mit 20 anders entschieden, wäre ich heute vielleicht eine sehr gute Köchin. Aber das Buch hätte ich dann nicht geschrieben, und vielleicht auch nie ein anderes. </span></span></span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><strong><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Stefan Mesch: </span></span></strong></span></span><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Denkst du, Berufung und Beruf finden oft gut zusammen? Bekommen Kinder genug Möglichkeiten, um sich auszuprobieren?</span></span></span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><strong><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Anne Köhler: </span></span></strong></span></span><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Ich glaube wirklich, dass viele Menschen leider nicht das Glück haben, ihre Talente zu entdecken. Die beste Schule ist die Praxis. Denn wie soll man sicher sein, dass man einen Beruf für sehr lange sehr gerne machen wird, wenn man nicht die Chance hat, ihn eine Weile auszuprobieren?</span></span></span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><strong><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Stefan Mesch: </span></span></strong></span></span><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Wie hat sich der Blick auf deine Lebensumstände in diesen fast 15 Jahren verändert? Bewundert oder bemitleidet man dich? Sind Leute neidisch</span></span></span></span><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><strong><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">?</span></span></strong></span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><strong><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Anne Köhler: </span></span></strong></span></span><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Ich glaube, früher habe ich mich selbst manchmal viel zu bitterernst genommen. Da hat allem die Leichtigkeit gefehlt. Ich glaube, dass man fremde Lebensumstände zu oft im Vergleich zur eigenen Situation beurteilen will. Wenn gerade der Gerichtsvollzieher klingelt, kann man wenig Verständnis für den besten Freund aufbringen, der gerade jammert, dass er sich in diesem Jahr nur Urlaub in Italien statt in der Karibik leisten kann, doch wenn ich selbst gerade seit vier Wochen auf Bora Bora Drinks mit Schirmchen schlürfe, kann ich auch den besten Freund ein bisschen bedauern.</span></span></span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><strong><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Stefan Mesch: </span></span></strong></span></span><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Darum erscheinen schon seit Jahren Bücher über diese „Generation Praktikum“. Ein paar sind wütend und politisiert. Andere feiern einfach eine junge, prekäre Boheme und schildern Armut und Unsicherheit als Lifestyle.</span></span></span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><strong><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Anne Köhler: </span></span></strong></span></span><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Ich selbst erzähle von sehr persönlichen Arbeitssituationen, doch dabei schwingen immer Themen mit, die viele Leute meines Alters beschäftigt. Aber mir war wichtig, nicht in den Tonfall zu kippen, der nur anprangert und das eigene Leid beklagt. Die Hochs und Tiefs nicht schönen, aber mein Scheitern im Rückblick auch von der humorvollen Seite nehmen. Ich finde es völlig in Ordnung, mir nicht alles leisten zu können und auch mal zu verzichten. Aber jeden Euro drei Mal umdrehen zu müssen, nervt halt oft auch. Und was noch mehr belastet, ist das Gefühl, oft unterbezahlt zu werden. Generell aber will ich gern lernen, mich nicht so oft zu beschweren, denn die Künstlerförderung in Deutschland ist – verglichen mit vielen anderen Ländern – gar nicht so schlecht. Ich wollte immer Schreibzeit haben und die Möglichkeit, spontan Stipendien anzunehmen. Ein fester Job kam nie wirklich infrage. So viele Berufsgruppen sind unterbezahlt, und persönlich hoffe ich auch, irgendwann auf einer etwas festeren Basis zu stehen. Aber bis dahin genieße ich eben, dass ein Taxi spät in der Nacht durch halb Berlin ein seltener Luxus für mich ist.</span></span></span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><strong><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Stefan Mesch: </span></span></strong></span></span><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Der größte Vorzug ist vielleicht die große Ungebundenheit: Du hast ein Praktikum in Israel gemacht und Schreibstipendien in Krakau und Rumänien, du könntest schon morgen ganz woanders leben. Andererseits buchen Bankangestellte in unserem Alter schon ihre ersten Kreuzfahrten. Diese Leute kennen, wenn sie wollen, Bora Bora </span></span></span></span><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;"><em>und</em></span></span></span></span><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;"> Italien!</span></span></span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><strong><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Anne Köhler: </span></span></strong></span></span><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Es tut schon gut, ganz woanders zu sein. Aber ohne das Gefühl, danach wieder „nach Hause“ zu kommen, würde mir etwas Wichtiges fehlen: Ich bin ein Mensch, der eine Basis braucht, meine Bücher, meine Küchenausstattung, all die Dinge, die ich mir über die Jahre hinweg zusammengefunden habe. Ich gehöre nicht zu den Minimalisten, die Wert darauf legen, dass alle Sachen in zwei Koffer passen! Du fragst, ob ich meine Freiheit auch genug nutze. Aber es ist nicht immer notwendig, alles in Anspruch zu nehmen, was an Möglichkeiten vor mir liegt: Manchmal reicht schon das Gefühl, dass diese Möglichkeiten da sind.</span></span></span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Das Dümmste ist, dass man nie richtig Urlaub, echte Ferien und Wochenenden, nie so richtig frei: Wenn das Schreiben ein Luxus ist, dann nutzt man dafür auch jede freie Minute. Und dann sind schnell vier Jahre vorbei und man weiß nicht mehr, wann man das letzte Mal ein paar Tage am Stück einfach nicht gearbeitet hat. Das macht auch nicht gerade umgänglicher: Das Schreiben ist eine ärgerliche Passion.</span></span></span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><strong><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Stefan Mesch: </span></span></strong></span></span><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Das Schreiben oder die vielen Nebenjobs?</span></span></span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><strong><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Anne Köhler: </span></span></strong></span></span><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Naja, wenn man oft die Nebenjobs wechselt, entwickelt sich in den einzelnen Bereichen natürlich relativ wenig weiter. Auf der Buchklappe wird das „die flachste Karriereleiter der Welt“ genannt. So lange ich mein Schreiben als das eigene Hauptanliegen empfinde, leidet darunter natürlich alles andere – auch die reine Spaß-Freizeit. Man kann einfach schlecht entspannen, weil man immer das Gefühl hat, die freie Zeit nutzen zu müssen. Das Schreiben braucht viel Zeit, Disziplin und Konzentration. Es lässt jeden Versuch scheitern, ein ganz normales Leben zu führen. Aber ach, es ist auch schön!</span></span></span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><strong><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Stefan Mesch: </span></span></strong></span></span><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Und rückblickend &#8211; lief dein Leben schief? Hast du ein Ziel gehabt und dann verfehlt? Oder dich unterwegs verlaufen?</span></span></span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><strong><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Anne Köhler: </span></span></strong></span></span><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Kennst Du den Turm von Pisa? Auch dort war ich, ehrlich gesagt, noch nie. Von unten sieht er wohl nicht sehr vertrauenerweckend aus. Aber wenn man erstmal oben ist, ist der Ausblick, denke ich, trotzdem ganz schön. Wenn nicht zu viel Gedrängel herrscht. Und wenn er nicht gerade einstürzt!<br />
</span></span></span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">So ähnlich ist das mit dem Leben und den Zielen: Aus heutiger Sicht würde ich sagen, dass mein Leben nicht schief lief. Aber unterwegs habe ich das oft anders empfunden: An einigen Zielen bin ich gescheitert, aber dadurch gewachsen. Das war vielleicht am schönsten beim Schreiben dieses Buchs: Im Rückblick hat vieles doch einen Sinn ergeben – und wenn es nur der war, dass ich darüber lachen konnte. </span></span></span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><strong><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Stefan Mesch: </span></span></strong></span></span><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Und in zehn Jahren&#8230;?</span></span></span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><strong><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Anne Köhler: </span></span></strong></span></span><span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Tahoma, sans-serif;"><span style="font-size:small;">Ich kann mir viel vorstellen! Vielleicht bin ich dann Köchin in einem kleinen Lokal in Hong Kong, das „Abendbrot“ heißt. Einmal im Jahr mache ich Urlaub in Biarritz. Oder ich bin Zahlenansagerin in einer noch kleineren Kaschemme auf Island. Oder ich habe einen Mann und drei Kinder und bin halb Hausfrau und halb Schreiberin. Ist es nicht schön, manche Dinge noch nicht ganz genau zu wissen?</span></span></span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY">.</p>
<p><strong>verwandte Links:</strong></p>
<ul>
<li>Interview mit Cory Doctorow <a href="http://www.zeit.de/kultur/literatur/2010-03/interview-cory-doctorow/komplettansicht">(ZEIT Online, Link)</a></li>
<li>Interview mit Ayelet Waldman <a href="http://www.zeit.de/kultur/literatur/2010-11/ayelet-waldman-interview/komplettansicht">(ZEIT Online, Link)</a></li>
<li>Interview mit Ilka Heinemann <a href="http://stefan-mesch.blogspot.com/p/2006-ilka-heinemann-lektorin-interview.html">(Glück &#38; Schiller, Link)</a></li>
<li>Interview mit Olaf Petersenn <a href="http://www.lit07.de/cms/content/preview/werkstatt-lektoren-04_Olaf_Petersenn.pdf">(Glück &#38; Schiller, Link)</a></li>
</ul>
<ul>
<li>Interview: Sally Pascale <a href="http://stefanmesch.wordpress.com/2011/07/24/interview-sally-pascale-comic-reader-feminist-blogger-and-the-internets-most-outspoken-green-lantern-fan/">(English, Link)</a></li>
<li>Interview: CEB, Collected Editions <a href="http://stefan-mesch.blogspot.com/p/2010-publishing-super-heroes-interview.html">(English, Link)</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kulturtagebuch: Leben und Schreiben in Hildesheim]]></title>
<link>http://stefanmesch.wordpress.com/2011/09/03/kulturtagebuch-leben-und-schreiben-in-hildesheim/</link>
<pubDate>Sat, 03 Sep 2011 10:47:48 +0000</pubDate>
<dc:creator>stefanmesch</dc:creator>
<guid>http://stefanmesch.wordpress.com/2011/09/03/kulturtagebuch-leben-und-schreiben-in-hildesheim/</guid>
<description><![CDATA[. &nbsp; Alle zusammen – jeder für sich. Lose Notizen über die Dramaturgie einer Sammlung loser Noti]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://stefanmesch.files.wordpress.com/2011/09/kulturtagebuch-leben-und-schreiben-in-hildesheim-stefan-mesch-wordpress.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-791" title="Kulturtagebuch - Leben und Schreiben in Hildesheim, Stefan Mesch WordPress" src="http://stefanmesch.files.wordpress.com/2011/09/kulturtagebuch-leben-und-schreiben-in-hildesheim-stefan-mesch-wordpress.jpg?w=640&#038;h=479" alt="" width="640" height="479" /></a></p>
<p>.</p>
<p>&#160;</p>
<p><strong>Alle zusammen – jeder für sich.</strong><br />
<strong>Lose Notizen über die Dramaturgie einer Sammlung loser Notizen.</strong></p>
<p>von <a href="http://stefan-mesch.blogspot.com/">Stefan Mesch (Link)</a>, Februar 2007</p>
<p>.</p>
<p><em>Dieser Text &#8211; über den Studiengang &#8220;Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus&#8221; in Hildesheim <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kreatives_Schreiben_und_Kulturjournalismus">(Link)</a> &#8211; erschien ursprünglich als Nachwort von: <a href="http://www.perlentaucher.de/buch/27592.html">&#8220;Kulturtagebuch: Leben und Schreiben in Hildesheim&#8221; (Link)</a>, Glück &#38; Schiller Verlag, 2007.</em></p>
<p>.</p>
<p><strong>1: Das Wesentliche</strong></p>
<p>Was für ein blöder Abend [Was für ein blödes Jahr!]: Ich zahle den Espresso und knöpfe meinen Mantel zu, packe den Text ein und drehe mich zu den anderen. Wir sind im „Einstein“, einem aseptischen Café an der Uni; es ist der letzte Tag des Wintersemesters und kurz nach Mitternacht. „Warum Berlin?“ war das Motto unserer Lesung, es ging um Hildesheimtexte und Berlintexte [ungefähr 20 Stück]: eine kleine, unaufdringliche „Bitte bleib’ doch!“-Geste für einen Philosophieprofessor, der in die Hauptstadt wechseln will; Eintritt frei. Ich habe einen zwei Jahre alten Hildesheim-Weltschmerztext vorgelesen, hübsche Studenten mit diffusen Sorgen in einer hässlichen Stadt [„Ich drücke auf alle Knöpfe, die ich finden kann, und nichts passiert.“]. Der Text hat sich schlecht gehalten: Weltschmerz in Hildesheim, dieser Bogen ist überspannt.</p>
<p>Wir packen unsere Sachen. Innerlich sind wir schon in den Semesterferien: beim nächsten Praktikum, den anstehenden Deadlines oder daheim, bei den Eltern. Ich habe Leif gesagt, er soll mir eine Mail schicken, wenn er ein Lektorat braucht. Ich habe Jan versprochen, mit ihm trinken zu gehen, sobald ich den Kopf frei habe. Ich nehme Alex in den Arm und wünsche ihr viel Spaß in Baden-Baden [SWR, Hörspielredaktion], „Die Kolumne schicke ich dir am Wochenende; früher werde ich nicht fertig. Und über den Theaterhaustext reden wir im April noch mal, ja? Ist grad alles sehr viel.“ Sie schultert ihre Tasche. Johannes schultert seine Gitarre. Die Kellnerin gähnt. Wir versichern uns, dass wir zufrieden sind [kaum Publikum, aber der Philosophieprofessor hat geklatscht und sich gefreut], doch während wir uns verabschieden fühlt es sich an, als sei dieser Abend irgendwie vorbeigeschrammt am Wesentlichen – was auch immer das ist: das Wesentliche.</p>
<p>Das Wesentliche ist das Gefühl, dass es gar nicht anders geht; die Gewissheit, am richtigen Ort zu sein und mit den richtigen Leuten an den richtigen Dingen zu arbeiten. Das Wesentliche ist die Literatur, Training und Dressur einer distinkt eigenen Erzählstimme. Wesentlich für die Entwicklung dieser Stimme wiederum ist das Beobachten und Durchdringen der Gegenwart: kulturjournalistisches Einsaugen und Experimentieren, Notieren, Verlinken und Symptomatisieren. Sich wund reiben an der Welt, und jeden Trend, jedes Reiz- und Modewort der Feuilletons als Spitze eines ganzen Eisberges kulturhistorischer Interdependenzen durchblicken zu lernen. Entsprechend hat Hanns-Josef Ortheil guten Grund, uns z.B. Bachs „Kunst der Fuge“ ans Herz zu legen, wenn es um Dramaturgie und erzählerisches Timing geht. Wir dürfen uns [so der bemüht-allgegenwärtige Hildesheimgedanke der Interdisziplinarität] nicht auf eine Epoche und einen kulturwissenschaftliche Bereich beschränken; und deshalb lässt sich jemand wie Bach unmöglich ausklammern. Oder Braque. Oder Beckett.</p>
<p>Kulturwissenschaftler werden, ohne Marschall McLuhan zu kennen? David Lynch, Chris Cunningham, Thomas Kling? Unmöglich! Wir müssen wissen, wie Susan Sontag und Neil Gaiman mit Welt verfahren, wie Gregory Crewsdson und Therézia Mora sehen, wie Jo Gerner und Kurt Schwitters sprechen, worüber Buffy oder Kraftwerk singen.</p>
<p>Bevor ich nach Hildesheim kam, stellte ich mir eine Schreibschule als staubige Parallelwelt vor, in der Bügelfaltenbuben und Hornbrillenfrolleins tagein, tagaus über Henry James und Gertrude Stein plauschen – stattdessen saß ich im ersten Semester [Winter 2003/2004; und bis heute keine abgeschlossene Zwischenprüfung] montags im „Xena“- und dienstags im „Twin Peaks &#38; Akte X“-Seminar, und nach sechs Wochen hielt ich meine ersten beiden Referate, über „Batman“ und lesbische Fanfiction. Herrlich! Statt isoliertem Fachidiotentum lernen wir hier – immer am konkreten Gegenstand – neue Methoden des Begreifens und Hinterfragens. Deshalb sind die Gegenstände – so gern man sich auch in ihnen verliert &#8211; fast ein wenig auswechselbar.</p>
<p>„Merken oder nicht? Kaufen oder nicht? Wichtig oder nichtig oder irgendwas dazwischen?“, rätselt Tilman über das Kulturkuddelmuddel im „Jetztzeit“-Seminar. Falsche Fragen, Til: Was zählt, ist der Blick, nicht das Artefakt! Denn das Wesentliche beginnt nicht erst beim Schreiben. Auch nicht beim Beobachten. Nein, das Wesentliche ist ein allen Dingen vorausgehender Denkprozess [„geistreich, horizontöffnend, vielschichtig, wendig, schön und warmherzig“, wie Johannes schreibt, ich füge noch „erratisch“, „spielerisch“ und „mutig“ hinzu]. Und dieser Denkprozess wird im Dokumentarfilm-Seminar genauso gefordert wie bei „Junge deutsche Gegenwartsliteratur“. Er hilft beim Geigenspiel und beim Busfahren, im Kino und an der Supermarktkasse. Und [ja, auch das] bei der Lektüre von „To kill a Mockingbird“. Oder Gertrude Stein.</p>
<p>Deshalb freut sich Tessa: „Wenn ich schreiben müsste, kann ich immer noch Plakate entwerfen. Und wenn ich Plakate entwerfen sollte, schreiben!“. Und deshalb ärgert sich Marcel: „Offenbar weiß in Hildesheim niemand zu keiner Zeit hundertprozentig, was er gerade tut.“</p>
<p>Beide haben Recht. Denn egal, ob wir rausgehen und studieren oder drinnen bleiben und schreiben, ob wir Klassiker lesen oder Seifenopern kucken, ob wir arbeiten oder leben, konsumieren oder produzieren, alles ist irgendwie nützlich, und läuft doch stets Gefahr, am Wesentlichen [Der Welt? Dem Schreiben?] vorbeizuschrammen – so weit dieser Begriff des „Wesentlichen“ in Hildesheim auch gefasst wird [Kraftwerk? Hilfe!]. Im „Einstein“ gehen die Lichter aus. Ich zünde mir eine Zigarette an und fahre in die Nordstadt, parke den Wagen in meiner Straße. Dann schaue ich auf die Uhr: halb eins. Lutz’ WG will heute irgendwas feiern, ich habe nur sehr halbherzig zugehört [ich muss arbeiten!]. Jetzt gehe ich doch noch kurz rüber, drei Häuser weiter, aber schon vor der Haustür höre ich den Bass, die vielen Stimmen [„Wichtig oder nichtig oder irgendwas dazwischen?“] und schüttle den Kopf. Nein, lieber nicht: Ich will mich nicht für alles und jeden hier interessieren müssen, 24/7; heute Abend wird das einfach nichts mehr. Ich gehe hoch in meine Wohnung und erledige meine E-Mails [Was für ein blöder Abend!].</p>
<p><em></em>.<a href="http://stefanmesch.files.wordpress.com/2011/09/100_0002.jpg"><br />
</a></p>
<p><strong>2: Das Eigene</strong></p>
<p>„Setzt euch der Welt aus, kuckt euch um! Nehmt alle Dinge in die Hand und überprüft ihre Textur!“ Das ist ein guter Ansatz, um Menschen zum Denken [und zum Schreiben] zu bringen. Doch wer im Juli die Eignungsprüfung erfolgreich bestanden hat, der will im folgenden Oktober keine neuen Denkansätze zwischen die Beine geschleudert kriegen, sondern „auf dem Pferd des schönen Satzes und dem Gewand der Großgeistigkeit in den Domänenhof einreiten“, wo ihn alle erst einmal kräftig für seine Einzigartigkeit beklatschen [„Ich veröffentliche auf jetzt.de!“, „Ich liebe Douglas Adams!“, „Ich habe auf Kuba gelebt!“].</p>
<p>In meinem ersten Hildesheimer Winter [Rückblende!] machte ich in allen Seminaren doofe Wortmeldungen, schaute mir Abends mit einem überdrehten Stöckelschuhmädchen schräge Kinofilme an und fühlte mich sehr <em>suave</em>. Und jeden Mittwoch, an meinem Uni-freien Tag, schrieb ich eine neue Kurzgeschichte. Bei Schriftgröße 12 schafft man in anderthalb Stunden ungefähr drei Seiten.</p>
<p>An einem nebligen Wochenende im Februar luden die Professoren [Ortheil und Porombka] dann zur großen Textwerkstatt [Schlüsselmoment!]. Mein Text handelte von einem unglaublich faszinierenden jungen Mann, dessen Vater in der Eröffnungsszene [Rückblende! Schlüsselmoment!] den Familienwellensittich in den Staubsauger saugt. Während ich las, starrte Ortheil mit leeren, traurigen Augen ins Nichts; nach einer Seite sagte er: „Danke, das reicht.“</p>
<p>Porombka machte eine wegwerfende Handbewegung, „Herr Mesch, das ist Trash!“. Anschließend empfahlen sie mir Hemingway, als Sofortmaßnahme gegen zähe Dialoge und Schachtelsätze, und geschlagen fuhr ich zurück in die Nordstadt. Ich verfluchte Ortheil [Er war gelangweilt. Mein Text hat ihn gelangweilt!], ich verfluchte Porombka [Sie haben uns monatelang ins Leere schreiben lassen! Und sie hassen jedes Wort, das ich jemals ausgesprochen habe!], ich blieb zwei Wochen in der Wohnung und las alle Romane von Hemingway. „This place is a prison / and these people aren’t your friends“, auf Endlosschleife im CD-Player.</p>
<p>Verdammt, nein: Wer nach Hildesheim kommt, der will ankommen, nicht umdenken. Es ist schwer genug, den Daheimgebliebenen unsere Arbeit zur erklären: „Unser Team entwickelt gerade Discounter-Knockoffs der ‚Müller’-Fruchtmolkedrinks. Damit revolutionieren wir den Fruchtmolkemarkt! Und was machst du?“ – „Ich habe einen Kurztext über den kulturellen Mehrwert von Essiggurken geschrieben.“</p>
<p>Selbstzweifel? Lieber nicht, sonst stolpert man bald mit abgehackten Händen und verkniffenen Lidern ins Opferdenken und zieht dabei eine Rotzfahne patzig-hilfloser Texte hinter sich her. Denn was wird noch groß leuchten, sobald man vor lauter Weltekel gar nicht mehr richtig beobachten und hinschauen will? Die große Zumutung, das schlichtweg Infame an Ortheils Grundkurs-Appell [„Anhalten! Umdrehen! Noch einmal ganz von vorne beginnen, bei der Beschreibung eines Schwimmbads, einer Bushaltestelle oder des Glutpunkts einer Zigarre!“] ist die Selbstverständlichkeit, mit der alles, was wir bislang geschrieben haben, als Amateurkram abgetan wird:</p>
<p>Ortheil dringt in die WGs und Hotelzimmer, Altbauwohnungen und Küstendörfer unserer Prosa ein, rüttelt an den Hauptfiguren, der Fototapete vor den Fenstern und den Hunde- oder Kinderattrappen in den Nebenzimmern, reibt mit dem Finger über unsere Requisiten und zeigt uns den Staub, der sich dort abgelagert hat. Er ist der große böse Wolf, der alles zum Einsturz bringt, und dafür muss er nicht einmal kräftig pusten [Im zweiten Semester habe ich viele, viele Bücher gelesen, mir alle Wortmeldungen zweimal überlegt, und das Stöckelschuhmädchen maulte auf meiner Mailbox, dass ich krankhaft und verbissen geworden sei].</p>
<p>„Wenn ich früher aus dem Alltag flüchten wollte, habe ich geschrieben“, schreibt Tessa. „Aber was passiert, wenn mein Schreiben Alltag wird? Wohin gehe ich dann?“ Das ist hübsch gedacht und gut formuliert, doch vielleicht greift der Gedanke einer „Flucht ins Schreiben“ zu kurz. Denn bei mir knarrt da sofort die Tür zu einem Turmzimmerchen auf, in dem eine Kerze blakt und eine Feder kratzt, während der Nachtwind müde mit den Vorhängen tanzt. Wer sich ins Schreiben flüchtet, der ist anderswo und damit aus dem Spiel.</p>
<p>Jene [wenigen] Schreiber aber, die mir in Hildesheim richtig ans Herz gewachsen sind [und alle „echten“ Autoren, die ich verehre und verschlinge; Hemingway gehört nicht dazu] haben ein ganz anderes, weit weniger romantisiertes Selbstverständnis: Statt sich in hastig zusammengezimmerte Kitschkulissen zurückzuziehen, spielen sie mit Realität, legen den Filter ihrer Wahrnehmung über das ganz, ganz Konkrete. Mit „Flucht“ hat ein solches Sich-selbst-auf-die-Welt-Anwenden nichts zu tun, sondern [nochmal Johannes] mit der „grundlegenden Bereitschaft, alles, was man hat, nach vorne zu werfen.“</p>
<p>Eben das, irrt man leider bereits nach zweidrei Wochen Hildesheim, tut man doch auch: Die eigene Stimme erheben und darauf warten, dass die Kuwikakophonie der Domäne und das ewige „Amélie“-Gedudel im Hofcafé verwundert verstummen und alle raunen: „Kurios, kurios. Was für eine interessante Person.“ Doch wenn jeder etwas Besonderes ist [das habe ich bei meinem vorletzten Kinobesuch gelernt, sans Stöckelschuhmädchen], dann ist keiner mehr etwas Besonderes. Kaum ist man angekommen muss man begreifen: Hildesheim pflügt durch unsere Texte, mäkelt an unseren Begrifflichkeiten, ein Studiengang dringt in Bereiche ein, die niemand bislang in Frage gestellt hat, und Institution pisst in unseren ureigensten Schutzraum.</p>
<p>„Ha! Schutzraum!“, schreit Tessa jetzt auf, „Da sind wir doch wieder beim Turmzimmerchen, Stefan! Genau davon rede ich doch!“ Pustekuchen!<br />
Denn mit „Schutzraum“ meine ich nicht unsere Kreativität, sondern unser Selbst. Ein Selbst, dessen Defizite man in der Schule und vor den Eltern bequem-kokett kaschieren konnte, indem man auf jede Forderung, der man sich nicht gewachsen sah, und auf jedes Spiel, das man verlieren würde, mit „etwas Geistreichem, Unerwartetem“ [Kreativität? Nein: überdrehter Unfug, der sich allen Bewertungskriterien entzog!] reagierte: das Schreiben als Übersprungshandlung und Schutzschild. Ich habe nie „die Aufgabe“ erfüllt; niemals den Hauptpreis gewonnen. Aber ich war immer verdammt geschickt darin, „Sonderpreise“ abzustauben – für Leistungen, die eigentlich gar nicht gefragt waren. Doch Aufschneider erkennen einander. Und wer in Hildesheim trotzdem Eintrittskarten für seine Turmzimmerchen verschachern will, sein Blendwerk hastig in irgendwelchen Zeitschriften veröffentlicht [been there, done that!] und sich Ortheil und Porombka einlädt [im Glauben, sie würden andächtig im Türrahmen verharren und seufzen: „Uiuiui, Hut ab!“], der sollte wenigstens vorher den Fußboden wischen, Kaffee aufsetzen und seine Menschenmaske bereit halten.</p>
<p>Denn all dieser grell-geile Innerlichkeits-Kitsch wird in einer Textwerkstatt schnell beiseite gefegt. Und plötzlich ist da nichts mehr, das man zwischen sich und die Kritik schieben kann; plötzlich tut es weh. Irgendwann im dritten Semester stellte ich meine Türklingel ab.</p>
<p>.</p>
<p><strong>3: Das Richtige</strong></p>
<p>„Wie kannst du so urteilen?“, fragt Inga, „Du sprichst deine Meinung aus, als sei sie schlicht die Wahrheit. Stefan, das bist nur du. Das ist nur dein Blick!“ Wir sitzen in Lutz’ Küche und trinken Wodka; es ist vier Uhr morgens, als ich [doch noch] rüberkam, waren alle Gäste schon wieder fort. Nur Marcel nahm mich noch kurz beiseite, nach dem dritten Eierbecher [die Gläser waren alle], er trug bereits seine Jacke: „Kannst du kurz was zu meiner Lyrik sagen, bevor ich gehe?“ – „Lyrik. Ja, klar. Gerne.“ [Warum heute, warum jetzt? Ich bechere mir gerade meine Sozialphobie vom Hals!]</p>
<p>„Mich hat’s kalt gelassen“, sage ich ihm, „Ich versteh’ den Ansatz, und deine Richtung stimmt. Aber die Motive, dieses ganze ‚Rot’ und ‚Blut’ und ‚Bloody Mary’, da werden mir Assoziationen mit einer solchen Wucht reingesemmelt, dass ich denke: ‚Nee, Freundchen – so einfach kriegste mich nicht!’. Die Bilder suggerieren nichts, sie manipulieren. Aber viel zu plump. Und man merkt: Für dich steht da nichts auf dem Spiel. Du fehlst; in deinem eigenen Text.“ – „Aha“, sagt Marcel, „okay“, sagt Marcel, „vielleicht schicke ich was Neues.“ Wir verabschieden uns.</p>
<p>Vor anderthalb Jahren, als Ortheil uns die Idee dieses Projekts skizzierte, leuchteten seine Augen: „Schreibwerkstatt“ und „Arbeitsjournal“, „Symptomatisierung“ und „Poetik“, alle Wörter also, die durch diesen Studiengang schwirren wie rastlose kleine Insekten, sollten von den Erstsemestern auf Nadeln gepinnt und von uns Herausgebern in einer schönen, hellen Vitrine arrangiert werden. Auch meine Augen leuchteten. Allerdings sah ich andere Begriffe: „Gruppendynamik“ und „Konkurrenz“, „Privatmythologie“ und „Selbstdarstellung“. Ich wusste: Das wird Stress. Ich hoffte: Das wird vertrackter, interessanter Stress. Ich hatte keine Ahnung.</p>
<p>Es wurde das schlimmste, aber auch das sinnvollste Projekt, an dem ich jemals beteiligt war. Donnerstags Abends, nach dem Tutorium, setzte ich Kaffee auf und begann, die Tagebücher der vergangenen Woche zu sichten. Sonntag Abends war der Rohschnitt fertig und die neuen Wochenprotokolle trudelten ein: Ich konnte alle Partys und Seminare, Krisen und Küchentischgespräche nachlesen, die ich in den letzten Tagen verpasst hatte.</p>
<p>Einen der letzten KT-Texte, den ich erhielt, war Ingas Schlussmonolog: „Ich habe kreative Prozesse niemals stetig erlebt, nicht im Schreiben, nicht als Selbstverwirklichung. Vielleicht, weil man ein Selbst bräuchte, um es zu verwirklichen, ein Selbst, das man kennt.“ Mittlerweile war April, ich war lange nicht draußen gewesen und rief sie an, fragte, ob ich ihr irgendwie helfen könne. Inga verschluckte sich. Sie lachte kurz auf [„glockenhell und ein wenig schrill“, wie Lea schreibt], der Anruf war ihr sehr unangenehm. „Das war ein Text“, sagt Inga, „keine persönliche Mail!“ [„Ich bin eine Person“, hatte mich Meike kurz vorher erinnern müssen, „keine ‚schlecht funktionierende Figur’!“]</p>
<p>Auch heute Abend, zwischen den Resten dieser verpassten Party, kipple ich zwischen Mensch und Mentorenrolle, bin Teil dieser Kollektivmisere und trotzdem Beobachter. Inga will wissen, mit welcher Berechtigung ich über Marcels Lyrik spreche. Nicht als Angriff – sie fragt sich wirklich und ehrlich: Wo ist die Grenze?<br />
Ich weiß es nicht. Denn ich höre die Zahnräder der Hildesheimmaschinerie jedes Mal bedenklich knirschen, wenn sich in Seminaren verwirrte Erstsemester melden und ganz ehrlich und arglos fragen, ob man das überhaupt darf: alles und jedes forsch in die Hand nehmen und daran kratzen; es durchschütteln, nur um zu sehen, was dann damit passiert. Wenn Lea mit schweißnassen Händen den Anruf eines unserer „Fahrtenschreiber“-Lektoratsopfer annehmen muss [„Bitte, bitte stellen Sie keine Fragen mehr!“], dann werden Grenzen überschritten in Bereiche jenseits eines Studiums, einer kulturwissenschaftlichen Tätigkeit.</p>
<p>Hildesheim zwingt uns, Urteile zu fällen. Über Texte, über die Menschen dahinter, über die gesamte Kultur. Und diese Urteile selbstsicher [Inga fragt: selbstgerecht?] in Text zu übersetzen. Doch was hat mein Blick auf der Lyrik von Marcel Maas zu suchen, auf der Musik von Kraftwerk, auf dem Urteil von Professor Doktor Stephan Porombka? Die Ängste Inga Machels, die Poetik Ernest Hemingways, die Sexualität Meike Blatzheims, die geschwollenen Fußknöchel eines Mädchens, das jetzt wieder alleine im Kino sitzt – soll ich mir das ansehen; darf ich wirklich durch all diese Räume panzern, auf der Suche nach Leuchten und Symptomatik?</p>
<p>Lutz gießt uns Wodka nach. „Ich glaube nicht, dass uns Hildesheim irgend etwas <em><strong>gibt</strong></em>“, sage ich zu Inga, „Dass uns dieses Studium bereichert. Wir wachsen nicht, wir werden zusammengepresst.“ Ich klinge wie in meinem Weltschmerztext, aber das macht es nicht weniger wahr: Ich schreibe immer weniger. Ich sage immer weniger. Ich gehe kaum noch vor die Tür.</p>
<p>Hildesheim macht aus meinen wolkigen Meinungen und Sätzen kleine, feste Klumpen; Hildesheim bringt mich auf den Punkt. „Inga, ich habe nur meine Stimme, nur meinen Blick. Aber das heißt auch: Ich habe meine Stimme, meinen Blick! Und ich lerne gerade, damit Dinge zu sehen und auszusprechen, die ich sehen und aussprechen kann. Als ich dein KT gelesen habe, zuckte ich ständig zusammen und dachte ‚Oh Gott, was ist das denn für ein Blick?’. Das sind die Passagen, die ich ins fertige Buch übernommen habe, bei allen Autoren: Sätze, die ich nie geschrieben hätte – die ich nie hätte schreiben können! Dafür sind wir hier, Inga. Um alles wegzunehmen, auszustreichen. Bis nur noch das Wesentliche übrig ist. Bis unsere Texte das sind, was sie sein wollen: unsere Texte.“</p>
<p>Inga sieht irgendwie seltsam aus, aber ich habe mich in Rage geredet, ich bin sehr ernst und sehr betrunken: „Du weißt nicht, wie das war: monatelang in meinem Loch zu hocken und eure Vertraulichkeiten zu verschneiden; Vertraulichkeiten, die nicht an mich adressiert waren. Als ich deinen Schlussmonolog las, habe ich geheult. Und gedacht: ‚Danke, dass ich das lesen darf; danke, dass das jeder lesen darf!’ Und natürlich ist es Gestotter und natürlich holpert es noch an allen Ecken und Enden, aber es ist so offensichtlich, dass du etwas sagen willst, das nur du sagen kannst. Das ist der Text von dir, auf den ich warte. Ich weiß, dass er kommt. Und wenn’s noch zehn Jahre dauert.“</p>
<p>Inga sieht mich lange an, dann fährt sie sich über das Gesicht und dreht sich weg. „Warte kurz!“, sagt sie und steht auf, „Warte.“ Ich sehe ihren Rücken, ihre Schultern [Lutz greift nach ihrer Hand]. „Es geht gleich wieder. Entschuldige.“ Sie schluckt. „Alles okay. Tut mir Leid.“ Als sie sich wieder umdreht, lächelt sie.</p>
<p style="text-align:right;"><em>Stefan Mesch,</em><br />
<em>im Februar 2007</em></p>
<p style="text-align:left;"><em>.</em></p>
<p style="text-align:left;"><em></em>mehr Informationen:</p>
<ul>
<li>&#8220;Kulturtagebuch: Leben und Schreiben in Hildesheim&#8221;. Rezension von Ingo Steinhaus. <a href="http://blog.denkschriften.de/?p=112">(Link)</a></li>
<li>&#8220;Kulturtagebuch&#8221; bei Goodreads.com <a href="http://www.goodreads.com/book/show/3704297-kulturtagebuch">(Link)</a></li>
<li>Hildesheim: Eine Stadt, erklärt in 8 Videos <a href="http://stefanmesch.wordpress.com/2011/06/13/hildesheim-best-of-youtube/">(Link)</a></li>
<li>&#8220;Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus&#8221;: Ein Interview mit Marlen Schachinger <a href="http://www.goodreads.com/book/show/3704297-kulturtagebuch">(Link)</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim: Interview]]></title>
<link>http://stefanmesch.wordpress.com/2011/08/26/kreatives-schreiben-und-kulturjournalismus-in-hildesheim-interview/</link>
<pubDate>Fri, 26 Aug 2011 09:47:21 +0000</pubDate>
<dc:creator>stefanmesch</dc:creator>
<guid>http://stefanmesch.wordpress.com/2011/08/26/kreatives-schreiben-und-kulturjournalismus-in-hildesheim-interview/</guid>
<description><![CDATA[. Marlen Schachinger, eine Wiener Autorin und Literaturwissenschaftlerin, befragt für ihre Promotion]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://stefanmesch.files.wordpress.com/2011/08/cimg2980.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-774" title="CIMG2980" src="http://stefanmesch.files.wordpress.com/2011/08/cimg2980.jpg?w=640&#038;h=480" alt="" width="640" height="480" /></a>.</p>
<p><strong>Marlen Schachinger, eine Wiener Autorin und Literaturwissenschaftlerin, befragt für ihre Promotion verschiedene Absolventen der deutschsprachigen Schreibschulen in Leipzig <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Literaturinstitut_Leipzig">(Link)</a>, Biel <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hochschule_der_K%C3%BCnste_Bern">(Link)</a> und Hildesheim <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kreatives_Schreiben_und_Kulturjournalismus">(Link)</a>.</strong></p>
<p><strong>Eine gute Gelegenheit, entlang Schachingers (vielen!) Fragen das Hildesheimer Literatur- und Journalismusstudium zu erklären:</strong></p>
<p><strong>Ich selbst war von Herbst 2003 bis Weihnachten 2008 <a href="http://stefanmesch.wordpress.com/2011/06/05/hildesheim-apt-pic-post/">in der Stadt (Link)</a>&#8230; </strong></p>
<p><strong>&#8230;habe 2006 mit 16 Erstsemestern ein 500-Seiten-Buch über den Schreib- und Studienalltag zusammengestellt <a href="http://www.perlentaucher.de/buch/27592.html">(Link)</a>. Danach zwei Jahre lang eine Zeitschrift für junge Literatur <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bella_triste">(Link)</a> mitherausgegeben und ein großes Literaturfestival<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Prosanova_%28Hildesheim%29"> (Link)</a> mitorganisiert&#8230;</strong></p>
<p><strong>&#8230;bis Ende 2008 dann alle nötigen Seminare und Vorlesungen besucht waren.</strong></p>
<p><strong> Ich ging nach Toronto, für ein Praktikum<a href="http://www.goethe.de/ins/ca/tor/enindex.htm"> (Link)</a>. Und schreibe seit Mitte 2009 an &#8220;Zimmer voller Freunde&#8221;, meinen ersten Roman (und zugleich Diplom-/Abschlussarbeit).</strong></p>
<p><strong>Mehr Links und Arbeitsproben hier <a href="http://stefan-mesch.blogspot.com/">(Link)</a>.</strong></p>
<p>.</p>
<p>Marlen Schachinger: <strong>Weshalb fiel Ihre Wahl auf Hildesheim?</strong></p>
<p>.</p>
<p><strong><span style="color:#3366ff;">Stefan Mesch:</span></strong> Ich habe als Schüler mehrere Stunden pro Tag Tagebuch und Filmkritiken geschrieben und war ein großer Fan von komplizierten TV-Serien wie &#8216;Babylon 5&#8242;, &#8216;Willkommen im Leben&#8217; oder &#8216;Neon Genesis Evangelion&#8217;.</p>
<p><strong>Mein Traumberuf war damals Showrunner / ausführender Produzent,</strong> der (realistischere) &#8216;Notfallplan&#8217; Fernsehkritiker&#8230; und falls alles schief geht, Psychologe.</p>
<p>Nach dem Abitur arbeitete ich für ein Jahr in einem Behindertenheim und suchte online, nebenher, nach guten Studiengängen. Mein Favorit war die <a href="http://www.hff-potsdam.de/de/studienbewerbung.html">Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf in Potsdam (Link)</a>, die einzigen beiden Alternativen das <a href="http://www.deutsches-literaturinstitut.de/">Deutsche Literaturinstitut in Leipzig (Link)</a> und der Studiengang <a href="http://www.uni-hildesheim.de/index.php?id=1552">&#8216;Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus&#8217; in Hildesheim (Link)</a>.</p>
<p><strong>Alle drei Unis hatten Eignungsprüfungen und verlangten mehrere Arbeitsproben,</strong> also schrieb ich im Herbst 2003 eine Handvoll Kurzgeschichten, Essays und Filmkritiken und bewarb mich im Januar, jeweils zum Wintersemester 2004.</p>
<p>Alle drei Institute luden mich zur künstlerischen Eignungsprüfung ein:</p>
<p>Potsdam machte einen tollen Eindruck &#8211; die Hochschule, der Lehrplan, die Studenten -, aber das Gespräch fand vor einem Gremium mit 9 (!) Dozenten statt, und ich glaube, ich stotterte sehr defensiv herum &#8211; eine Art Verhör, ziemlich kalt und feindselig, und ich selbst schlimm verunsichert / richtungslos.</p>
<p><strong>Die Eignungsprüfung in Hildesheim&#8230;</strong></p>
<p>&#8230;lief viel besser: eine kurze Begrüßung, eine Schreibaufgabe, für die man sich frei auf dem Gelände bewegen durfte, und dann ein Gespräch mit drei &#8211; wachen, lebendigen, interessierten &#8211; Dozenten.</p>
<p><strong>Hildesheim ist eine kleine, schroffe, ärmliche, traditionell katholische Stadt, im zweiten Weltkrieg von Brandbomben zerstört und sehr pragmatisch / schmucklos wieder aufgebaut:</strong> schöne Natur und ein paar letzte, sympathische Fachwerkhäuser und Kloster/Kirchen, aber kaum Restaurants, kein&#8230; bürgerliches Publikum -<a href="http://stefanmesch.wordpress.com/2011/06/13/hildesheim-best-of-youtube/"> ein graues, muffiges, pragmatisch-kaltes &#8220;Geistesklima&#8221; (Link)</a>: Trinkerkneipen, Schützenfeste, Spielotheken&#8230; sogar der McDonald&#8217;s am Bahnhof hat schließen müssen.</p>
<p><span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='640' height='390' src='http://www.youtube.com/embed/cN7JI7Pi4UI?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span></p>
<p>Ausgerechnet in diesem Nest, drei Stunden von Berlin, 40 Minuten von Hannover, versammeln sich <a href="http://www.uni-hildesheim.de/index.php?id=fb2">pro Jahr etwa 150 Kulturwissenschaftler (Link)</a> &#8211; drei Viertel davon <strong>direkt nach dem Abitur, und 85 Prozent Frauen</strong> &#8211; und studieren an der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dom%C3%A4ne_Marienburg">Domäne Marienburg (Link)</a>, einem idyllischen, kleinen, grünen Mini-Hogwarts am Stadtrand.</p>
<p><strong>Beginnend mit der Prüfung fühlte ich mich dort verstanden, gefördert und gut aufgehoben. Auch, weil die meisten Mitbewerber in meinem Alter &#8211; 19 bis 22 &#8211; waren:</strong> Das Eignungsgespräch am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig, zehn Tage später, machte zwar ähnlichen Spaß&#8230; aber ich traf dort vor allem Mittzwanziger, die alle bereits etwas anderes studiert hatten und sich in Leipzig, binnen drei Jahren, den letzten Schliff für ihr eigenes Schreiben und ein paar wichtige Kontakte holen wollten.</p>
<p>Ich hatte das Gefühl, jeder war bereits ausgebildeter <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kristof_Magnusson">Kirchenmusiker (Link)</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Juli_Zeh">Jurist (Link)</a> oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tobias_H%C3%BClswitt">Steinmetz (Link)</a>, und mir in Können und Lebenserfahrung weit voraus.</p>
<p>Das sagte ich dann auch, im Gespräch: Mir erscheint Hildesheim bis heute als der schlüssigere Ort. Jedenfalls für junge Leute, die noch Zeit brauchen.</p>
<p>.</p>
<p>Marlen Schachinger: <strong>Welche Erfahrungen machten Sie in Hildesheim? Mit dem Lehrbetrieb? Mit ProfessorInnen? Mit StudienkollegInnen? Mit Konkurrenz? Mit Reaktionen von außen (Literaturbetrieb, privates Umfeld, Verlage, Jury-Gremien etc.)</strong></p>
<p>.</p>
<p><strong><span style="color:#0000ff;">Stefan Mesch: </span></strong><span style="color:#0000ff;"><span style="color:#000000;">Das ist eine schreckliche, sehr schlecht gestellte Frage.</span></span></p>
<p>Ich war fünf Jahre lang in Hildesheim&#8230; und Sie wollen eine Zusammenfassung von&#8230; <em><strong>allem?</strong></em> <img src='http://s0.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ich habe 2006, für das Buch <a href="http://blog.denkschriften.de/?p=112">&#8216;Kulturtagebuch &#8211; Leben und Schreiben in Hildesheim&#8217; (Link)</a> zwei längere Texte geschrieben, die ich gerne [<em>Ende September</em>] online stelle und verlinke:</p>
<ul>
<li>eine (recht sachliche) Einführung in das Studienkonzept (<em>Link folgt</em>)</li>
<li>&#8230;und ein persönlicherer Text über die Jahre 2003 bis 2006 <a href="http://stefanmesch.wordpress.com/2011/09/03/kulturtagebuch-leben-und-schreiben-in-hildesheim/">(<em>Link</em>)</a></li>
</ul>
<p><strong>.</strong></p>
<p><strong>Jährlich bewerben sich in Hildesheim 400 bis 600 &#8220;Schreibschüler&#8221;. 40 werden zur Eignungsprüfung eingeladen&#8230; und zwischen 10 und 20 bilden dann einen Jahrgang.</strong> In meinem Jahrgang, 2003, waren das fünf Männer und neun Frauen. Die jüngste Frau war 17. Die älteste 28. Die meisten 19 oder 20.</p>
<p>Fast alle haben das Studium abgeschlossen, und fast jeder von uns verdient heute mit seinem Schreiben Geld: als Literaturkritiker, als Comedy-Autor, als Volontärin bei einer großen Tageszeitung, als Redakteurin im Kultur-Radio, als Lehrbeauftragter &#8211; mit Schreib-Seminaren&#8230; Ein Freund verdient das meiste Geld als Minnesänger auf Mittelalter-Liverollenspielen.</p>
<p><strong>Ein paar von uns schreiben tatsächlich Romane. Ein paar dieser Romane wurden tatsächlich abgeschlossen&#8230; und tatsächlich verlegt.</strong></p>
<p>Und es gibt, bis heute, niemanden in dieser Gruppe, den ich nicht entweder <em>sehr</em> mag&#8230; oder <em>sehr</em> hasse.</p>
<p>.</p>
<p><strong>Trotzdem darf man sich Hildesheim nicht als kleine, idyllische und abgeschottete &#8220;Akademie&#8221; vorstellen, in der verschworene Kleingruppen von den Meistern lernen:</strong> Noch in den Neunzigern studierten in Hildesheim vor allem angehende Lehrer und Pädagogen &#8211; und auch das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Universit%C3%A4t_Hildesheim#Fachbereiche">kulturwissenschaftliche Institut (Link)</a> <strong>bildete ursprünglich &#8220;nur&#8221; Kultur-<em>Pädagogen</em></strong> aus.</p>
<p>Das hat sich &#8211; beginnend mit der Umbenennung zu &#8220;Kulturwissenschaften und Ästhetische Praxis&#8221;, Mitte der Neunziger &#8211; immer weiter differenziert: <strong>Man verlässt Hildesheim als diplomierter Kulturwissenschafter</strong> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cultural_studies">(Link)</a>&#8230; nach ca. neun Semestern in den <a href="http://www.uni-hildesheim.de/index.php?id=165">Studiengängen (Link)</a></p>
<ul>
<li>Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis <a href="http://www.uni-hildesheim.de/index.php?id=7315">(Link)</a></li>
<li>Szenische Künste <a href="http://www.uni-hildesheim.de/index.php?id=7316">(Link)</a></li>
<li>Philosophie &#8211; Künste &#8211; Medien</li>
<li>&#8230;oder Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus <a href="http://www.uni-hildesheim.de/index.php?id=7314">(Link)</a></li>
</ul>
<p>Die wichtigsten Vorlesungen und fast alle Projekte / Seminare finden für Studierende <em><strong>all</strong></em> dieser Studienrichtungen statt&#8230; und in den <strong>Nebenfächern (Psychologie, Soziologie, Politik, Kulturpolitik, Kunst u.a.)</strong> stoßen oft auch Studierende aus den <strong>anderen drei Fachbereichen der Universität <a href="http://www.uni-hildesheim.de/index.php?id=81">(Link)</a></strong> hinzu &#8211; das sind (frappant oft) Leute aus dem Landkreis und der Region, die Lehrer werden möchten und&#8230;<em> unendlich</em> viel pragmatischer und weniger elitär sind.</p>
<p>Aber eben auch: viel, viel klarere Ziele haben. Und nur wenig Geduld mit exzentrischen &#8220;Künstlern&#8221;.</p>
<p>.</p>
<p><a href="http://stefanmesch.files.wordpress.com/2011/08/cimg3050.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-780" title="CIMG3050" src="http://stefanmesch.files.wordpress.com/2011/08/cimg3050.jpg?w=640&#038;h=480" alt="" width="640" height="480" /></a><strong>.</strong></p>
<p><a href="http://stefanmesch.files.wordpress.com/2011/08/kreatives-schreiben-kulturjournalismus-hildesheim-domc3a4ne-marienburg-wordpress.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-785" title="Kreatives Schreiben Kulturjournalismus Hildesheim Domäne Marienburg WordPress" src="http://stefanmesch.files.wordpress.com/2011/08/kreatives-schreiben-kulturjournalismus-hildesheim-domc3a4ne-marienburg-wordpress.jpg?w=640&#038;h=426" alt="" width="640" height="426" /></a><strong>.</strong></p>
<p><a href="http://stefanmesch.files.wordpress.com/2011/08/hildesheim-wg-wordpress.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-786" title="Hildesheim WG WordPress" src="http://stefanmesch.files.wordpress.com/2011/08/hildesheim-wg-wordpress.jpg?w=640&#038;h=479" alt="" width="640" height="479" /></a><strong>.</strong></p>
<p><a href="http://stefanmesch.files.wordpress.com/2011/08/hildesheim-prosanova-2005-festivalzeitung-wordpress.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-787" title="Hildesheim Prosanova 2005 Festivalzeitung WordPress" src="http://stefanmesch.files.wordpress.com/2011/08/hildesheim-prosanova-2005-festivalzeitung-wordpress.jpg?w=640&#038;h=479" alt="" width="640" height="479" /></a><strong>.</strong></p>
<p><a href="http://stefanmesch.files.wordpress.com/2011/08/hildesheim-domc3a4ne-marienburg-kreatives-schreiben-2004-wordpress.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-798" title="Hildesheim Domäne Marienburg Kreatives Schreiben 2004 WordPress" src="http://stefanmesch.files.wordpress.com/2011/08/hildesheim-domc3a4ne-marienburg-kreatives-schreiben-2004-wordpress.jpg?w=640&#038;h=479" alt="" width="640" height="479" /></a><strong><br style="color:#000000;" /></strong></p>
<ol>
<li><span style="font-family:Tahoma,serif;"><span style="font-size:x-small;">Inwiefern und wodurch fühlten Sie sich in Hildesheim in Ihrem Bestreben, AutorIn zu werden, unterstützt? </span></span></li>
<li><span style="font-family:Tahoma,serif;"><span style="font-size:x-small;">Worin sehen Sie rückblickend die Vorteile dieses bzw. eines solchen Studiums?</span></span></li>
<li><span style="font-family:Tahoma,serif;"><span style="font-size:x-small;">Und verglichen mit anderen AutorInnen, die ohne spezifisches Studium/Ausbildung ihren Weg gehen, sich autodidaktisch weiterbilden &#8230;: Würden Sie sagen, es ist von Vorteil, in Hildesheim oder an anderen Ausbildungsstätten Seminare zu besuchen? Inwiefern? </span></span></li>
<li><span style="font-family:Tahoma,serif;"><span style="font-size:x-small;">Verglichen mit anderen AutorInnen, die ohne spezifisches Studium ihren Weg gehen, sich autodidaktisch weiterbilden &#8230; Würden Sie sagen, dass die universitäre Struktur für diese Art von Studium von Vorteil oder Nachteil ist? Weshalb? Wie sollte idealerweise der Rahmen für eine Lehre in diesem Bereich aussehen? </span></span></li>
<li><span style="font-family:Tahoma,serif;"><span style="font-size:x-small;">Nehmen bzw. nahmen Sie auch an anderen Aus- und Weiterbildungs-Lehrgängen für AutorInnen teil? Wenn ja, an welchen? Vergleichen Sie diese bitte im Hinblick auf Arbeitsweise, Lehrangebote, Erfahrung kurz miteinander. Wenn nein: Bitte um Ihre Beweggründe?</span></span></li>
<li><span style="font-family:Tahoma,serif;"><span style="font-size:x-small;">Wie erging es Ihnen bei Ihrer Abschlussarbeit? Wie seither? Hat die dazwischen liegende Zeit auch Ihren Blick auf Hildesheim bzw. auf den Arbeits- und Lebensbereich AutorIn-Sein verändert? Inwiefern? Haben sich Ansichten bzgl. des Literaturbetriebs verändert? </span></span></li>
<li><a name="_GoBack"></a> <span style="font-family:Tahoma,serif;"><span style="font-size:x-small;">Welche Auswirkungen hatte der Besuch (möglichst konkret) für Ihr Schreiben? Ihren Werdegang? Hat es Ihren Weg in den Literaturbetrieb geebnet? Wenn ja, inwiefern? Wenn nein: Weshalb nicht? </span></span></li>
<li><span style="font-family:Tahoma,serif;"><span style="font-size:x-small;">Welche Ihrer Erwartungen wurden nicht oder nur begrenzt erfüllt?</span></span></li>
<li><span style="font-family:Tahoma,serif;"><span style="font-size:x-small;">Wie wird sich durch die Zunahme der Angebote im deutschsprachigen Raum die literarische Szene Ihrer Ansicht nach verändern?</span></span></li>
</ol>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Dozenten berichten: Wie trifft im Seminar "Öffentlichkeitsarbeit" Theorie auf Praxis? (Ekkehard Jürgens)]]></title>
<link>http://kulturmanagementludwigsburg.wordpress.com/2009/11/13/dozenten-berichten-seminar-oeffentlichkeitsarbeit/</link>
<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 16:00:41 +0000</pubDate>
<dc:creator>Blogteam</dc:creator>
<guid>http://kulturmanagementludwigsburg.wordpress.com/2009/11/13/dozenten-berichten-seminar-oeffentlichkeitsarbeit/</guid>
<description><![CDATA[Wir haben Ekkehard Jürgens, der im Berufsbegleitenden Masterstudium u. a. „Presse- und Öffentlichkei]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben Ekkehard Jürgens, der im Berufsbegleitenden Masterstudium u. a. „Presse- und Öffentlichkeitsarbeit“ unterrichtet, gebeten, kurz über den Mix aus „Theorie und Praxis“ in seinem Seminar zu berichten:</p>
<span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='640' height='390' src='http://www.youtube.com/embed/pQzqHY4tK_Q?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span>
<p><em>Kurzvita Ekkehard Jürgens: Ausbildung zum Kulturredakteur bei der &#8220;Hannoverschen Allgemeinen Zeitung&#8221; (1967-1970); Studium der Theaterwissenschaft, Philosophie und Politologie in Wien und Berlin (1970-1976); Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Publizistik der FU Berlin (1977-1982); freiberufliche Tätigkeit für Presse und Hörfunk (1982-1986) sowie Dokumentationstätigkeit im Berliner &#8220;Informationszentrum Politik und Massenkommunikation&#8221; (1986-1990); seit 1991 Akademischer Rat für Kulturwissenschaft und Kulturmanagement an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg.</em></p>
<p><strong>Sie haben Fragen zum Ablauf der Seminare? Stellen Sie diese <a href="http://kulturmanagementludwigsburg.wordpress.com/2009/11/13/dozenten-berichten-seminar-oeffentlichkeitsarbeit/#respond" target="_self">hier</a>, Ekkehard Jürgens beantwortet Sie Ihnen gerne</strong><em><strong>.</strong><br />
</em></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ohne Titel (Bleistift auf Papier)]]></title>
<link>http://zynaesthesie.wordpress.com/2009/02/09/ohne-titel-bleistift-auf-papier/</link>
<pubDate>Sun, 08 Feb 2009 23:22:40 +0000</pubDate>
<dc:creator>bee</dc:creator>
<guid>http://zynaesthesie.wordpress.com/2009/02/09/ohne-titel-bleistift-auf-papier/</guid>
<description><![CDATA[Im Wagen erteilte mir Anne Verhaltensmaßregeln. Am Sekt nur nippen, mit Unbekannten nur Trivialitäte]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Im Wagen erteilte mir Anne Verhaltensmaßregeln. Am Sekt nur nippen, mit Unbekannten nur Trivialitäten tauschen, und auf gar keinen Fall dürfe ich von den Häppchen essen. Der Käse sei drei Wochen alte Discounterware. Am besten solle ich mich völlig unauffällig verhalten. Was schwierig genug wäre. Wie ich aussähe. Weißer Anzug, weißes Hemd, weiße Schuhe. Alle würden Schwarz tragen, wie es sich gehört. Nur sie müsse mit einem Clown auftauchen. Ich sei peinlich. Sie gewann erst wieder Contenance, als wir die Galerie betraten.</p>
<p>Ach du Schreck. Staatsanwalt Husenkirchen. Der hatte mir jetzt noch gefehlt. Der Mann hat mich in der Hand. Er wusste, dass ich damals gelogen hatte. Als Hildegard sich bewarb, hatte sie die Stelle nur bekommen, weil sie sich als meine Verlobte ausgab. Ich hatte nicht dementiert. Husenkirchens Tochter, die ebenfalls in den Schuldienst wollte, hatte das Nachsehen gehabt. Nur nicht auffallen. Was im weißen Anzug leichter gesagt ist als getan.</p>
<p>Ich stellte mich vor eines der Bilder. Ein leerer Bogen Papier mit einer Knickfalte am Rand und zwei schwarzen Kratzern. Dazu ein Schildchen. <em>Ohne Titel (Bleistift auf Papier)</em>. Aha. Wieso Vernissage? War hier auch nur ein Tröpfchen Firnis angetrocknet? Also eine Sache für Blender und Idioten. Bekritzeltes Papier wie aus dem Kindergarten. Nur langweiliger. Was sollte ich hier?</p>
<p>„Sie interessieren sich?“ Mir sackten die Knie ein. Husenkirchen. Ich schwitzte. „Hmnaja, eher für die Arte Povera.“ Der Ankläger lächelte. „Oh, Sie sind Kenner? Ich habe einen frühen Mario Merz.“ Und jetzt? Freiheit oder Tod. „Ich sage ja immer, wenn schon Merzkunst, dann wenigstens Mario.“ Er prustete los. Umständlich fummelte er seine Karte hervor. „Pardon, ich hatte mich gar nicht vorgestellt. Husenkirchen, ich unterstütze das Haus, wenn es meine bescheidenen Mittel erlauben.“</p>
<p>Er hatte mich nicht erkannt. Gut. Spielen wir.</p>
<p>Ich begann vor einigen Gästen – eine dralle Blonde in Kunstfaser, ein Greis im Halbschlaf und ein Jüngling als Salatbeilage – Wissen abzusondern. „Mich erinnert das jetzt an Gustavo Skrabi. Diese Komposition, die im oberen Bilddrittel bewusst kippt – was für eine Parodie auf die Niederländer! Für mich definitiv das Bild heute. Obwohl, unter uns Pastorentöchtern, der Frans Hals, der konnte was.“ Sie nickten eifrig und fanden das auch.</p>
<p>Anne war erstaunt. „Seit wann kennst Du Dich mit Kunst aus? Und wer ist eigentlich Gustavo Skrabi?“ Ich griff zur nächsten Champagnerflöte. „Was weiß ich? Wurde mir noch nicht vorgestellt.“ Während mein Fanclub wuchs, dozierte ich vor mich hin über die wellenförmige Gestalthaftigkeit des Seienden. An und für sich. Und so.</p>
<p>Eine in Prada geklemmte Gattin machte darauf aufmerksam, das sei ja schon lange ihre Meinung. Nur hätte das seit Stassow keiner halb so treffend formuliert wie ich. Während ich mit der rostroten Raspelfrisur weiterschwatzte, höre ich, wie die Galeristin Husenkirchen anzischte: „Wer ist dieser Irre?“ Er flüsterte zurück: „Ich flehe Dich an, sei vorsichtig! Das ist der Kunstkritiker. Wenn wir diesmal nicht im Kulturteil sind, kann ich diese Klitsche endgültig dicht machen.“</p>
<p>So war das also. Rien ne va plus. Meine Regeln.</p>
<p>Schon kam die Hausdame auf uns zu. Lasse ich mich bitten? „Mir ist gerade nach einer ehrlichen Currywurst. Anne? Zwei also.“ Ich reichte ihr den Kelch. Bevor ich mich umdrehte, setzte ich hinzu: „Da hinten ist gerade jemand wichtiger als Sie.“ Und trat ihr wie unabsichtlich auf den Fuß.</p>
<p>Der Bedienung, wohl eine Studentin, steckte ich unauffällig einen Schein zu und fragte sie nach halbwegs trinkbarem Bordeaux. Ein wissendes Lächeln belohnte mich. Wenigstens ein liebes Gesicht an diesem Abend. Dann nahm ich einen Stapelstuhl und stellte ihn in eine Ecke.</p>
<p>Einen Vortrag über Pipilotti Rist und zweimal Currywurst später fühlte ich einen Drang nach Bewegung. Im Eck begann ich mit dem Gesicht zur Wand zu tanzen. Imaginäre Musik durchrauschte mich. Möglicherweise waren vier Gläser Wein auch etwas viel. So durchquerte ich den Raum in der Diagonale, tupfte mir den Schweiß ab und schmiss das Papiertaschentuch auf den Stuhl.</p>
<p>Anne hatte davon nichts bemerkt. Husenkirchen hetzte ihr Bänker und Baulöwen auf den Hals, die sie unter Komplimenten begruben. Wie individuell sie im schwarzen Kleid unter all den Schwarzkitteln doch aussah. Die Galeristin war, die Studentin steckte mir das, derweil mit einem Kreislaufkollaps beschäftigt. Der Maler sei nicht erschienen. Versteht sich, da droht die eine oder andere Komplikation. Unterdessen hatte sich eine kleine Schar in der Zimmerecke postiert und fotografierte das Ensemble <em>Stapelstuhl mit Papiertaschentuch</em>. Zeit zum Aufbruch. Sonst würden sie gleich den Boden in der anderen Ecke küssen. Wie vulgär.</p>
<p>Anne redete während des Heimwegs kein einziges Wort mit mir. Ich nahm mir vor, bei der nächsten Vernissage zwei Portionen Filetgulasch zu ordern. Mit handgeschabten Butterspätzle.</p>
<p>Anderntags schlug ich das Feuilleton auf. Nichts fehlte. Nicht Gustavo Skrabi und nicht die wellenförmige Gestalthaftigkeit des Seienden. Der in Blütenweiß gekleidete Künstler, schrieb der Rezensent, habe den Abend mit einer Performance bereichert, die das Auf-der-Stelle-Treten der Kunstszene visualisierte. Ich klappte das Blatt zu. Husenkirchen ist gerettet. Vorausgesetzt, er hält die Füße still.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ergebnis "Kultur kommunizieren"]]></title>
<link>http://kulturmuehle.wordpress.com/2009/01/30/ergebnis-kulturjournalismus/</link>
<pubDate>Fri, 30 Jan 2009 17:45:19 +0000</pubDate>
<dc:creator>kulturmuehle</dc:creator>
<guid>http://kulturmuehle.wordpress.com/2009/01/30/ergebnis-kulturjournalismus/</guid>
<description><![CDATA[fiktiver Text von: Elisabeth Hergt „Wer die Wahl hat, hat die Qual&#8221; Verleihung des „Yougendmed]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>fiktiver Text von: Elisabeth Hergt</p>
<p align="center">„Wer die Wahl hat, hat die Qual&#8221;</p>
<p align="center">
<ul>
<li>
<p align="center">Verleihung des „Yougendmedienpreises&#8221;</p>
<p align="center">2009 in Erfurt</p>
</li>
</ul>
<p align="center">
<p align="left">Am gestrigen Abend traf sich die hohe junge Medienprominenz in Erfurt zur Verleihung des „Yougendmedienpreises&#8221; 2009.</p>
<p align="left">Aus 190 eingereichten Beiträgen galt es, die künstlerisch wertvollsten Werke auszuwählen. Die Jury bestehend aus verschiedenen Vertretern des Profijournalismus hatte die Qual der Wahl. Allein in der Kategorie Print wurden 85 eigens erstellte Projekte eingesandt. Als Gewinner durfte sich Sascha Tetzel feiern lassen, der mit seinem zynisch, ehrlichen und verklärten Artikel über die derzeitige Finanzkrise in Deutschland sowohl Leser als auch die Jury tief beeindruckt hatte.</p>
<p align="left">„Er hat sich auf humoristische Art und Weise einem Thema angenähert dessen Aktualität nicht größer sein könnte. Es ist beeindruckend mit wie viel Präzision er schreibt und sein sarkastischer Grundton ist wohl die beste Möglichkeit mit der Politik und ihren Instanzen umzugehen&#8221; sagte Achim Schneider, Jurymitglied und Vertreter der TLZ. Zu den weiteren Gewinnern gehören Tina Stürmer, mit ihrer bewegenden Geschichte „Ritzen &#8211; Suizid einfach gemacht&#8221; und Franzi Kohl mit ihrem Exklusivinterview mit dem Musiker Clueso.</p>
<p align="left">In der Kategorie Multimedia wurde aus 5 eingereichten Beiträgen Thomas Stütz zum Gewinner gewählt. Seine Homepage „Musik die uns bewegt&#8221; ermöglicht es Künstlern kostenfrei ihre Musik ins Internet zu stellen und Kontakt zu Plattenfirmen und Produzenten aufzunehmen. Thomas Stütz zur Frage, wie er zu dieser Idee kam: „Ich mache selbst seit Jahren Musik und weiß wie schwer es ist sich in diesem Geschäft zu behaupten. Mit meiner Internetseite will ich mir und allen Künstlern den Weg ins Musikgeschäft erleichtern. Ich freue mich wirklich sehr über diesen Preis.&#8221;</p>
<p align="left">Im Bereich Audio, der mit 70 Projekten vertreten war, hatte die Klasse 8b des Edith-Stein-Gymnasiums aus Erfurt die Nase vorn. Ihr Hörspiel „Blind, taub, stumm&#8221; verzauberte die Jury. „Es geht um ein junges Mädchen, dass sich in einer Welt behaupten muss, in der Menschen unfähig zu Gefühlen, wie Liebe oder Schmerz, sind. Ein bewegendes Werk über die Menschlichkeit und die innere Stärke zur Individualität.&#8221; So das gemeinschaftliche Statement der Jury-Kommission. Es folgte die Verleihung in der Kategorie Video. Mit ihrem Film „Ganze Tage, Ganze Nächte&#8221; basierend auf dem gleichnamige Theaterstück, lieferte Carmen Vogel einen beeindruckende Vorstellung ab.</p>
<p align="left">Insgesamt 40 Beiträge kämpften um den Sieg, aus denen des weiteren Meike Gräser, Tino Wolter und die Videogruppe der Ebertsschule Erfurt hervorgingen.</p>
<p align="left">Natürlich durfte auch die letzte Kategorie nicht fehlen. Carolina Eber von der Regelschule Schmiedefeld wurde für ihr Foto „Zeit, und Schicksal&#8221; ausgezeichnet. „Das Foto zeigt meinen Blick auf die Zeit und das was in ihr passiert.&#8221; sagt sie. Gezeigt wird die Uhr einer Kirche, deren Zeiger gebrochen sind.</p>
<p align="left">Ein Gast des Abends sagt: „Es ist schwer zu beschreiben, aber großartig. Es hat mich sehr nachdenklich gemacht.&#8221;</p>
<p align="left">Moderiert wurde die Veranstaltung von Oliver Behrendt und Anna Steinhardt, die außerdem mit ihrer Band „Anna and friends&#8221; live und unplugged den Abend musikalisch untermalt hat.</p>
<p align="left">„Ein rundum gelungener Abend&#8221; so Schirmherr Gerald Wucherpfennig gegenüber der Presse. Zum 4. Mal wurde der „Yougendmedienpreis&#8221; in Erfurt verliehen und die Beteiligungsrate ist um fast das Doppelte gesteigert.</p>
<p align="left">Hinzu kommt dass sich der Preis vor allem durch seinen persönlichen Stil behauptet hat, denn nicht nur Preisträger, sondern auch alle anderen Teilnehmer waren eingeladen und hatten die Chance mit dem einflussreichsten Persönlichkeiten im Mediengeschäft Kontakt aufzunehmen und interessante Gespräche zu führen.</p>
<p align="left">„Ziel war es die Jugend zusammen zu führen und ihre Talente zu fördern, ihnen die Möglichkeit zu bieten eine Perspektive zu sehen und ihren eigenen Weg zu gehen. Oliver Behrendt in seiner finalen Ansprache: „Ich würde behaupten, wir haben dieses Ziel erreicht und können in eine vielfältige Medienzukunft blicken!&#8221;</p>
<p align="left">
<p align="left">Die einzelnen Beiträge und weitere Details sind auf der Seite <a href="http://www.y-m-p.de" target="_blank">www.y-m-p.de</a> abrufbar!</p>
<p align="left">
<p style="text-align:center;">Portrait</p>
<p style="text-align:center;">&#8220;Komm, ich interview&#8217; dich auch mal!&#8221;</p>
<p style="text-align:center;">von Sophia Johanna Lange</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;"><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></span></p>
<p class="MsoBodyText">
<p class="MsoBodyText"><span style="font-family:&#34;">Ein gut gebauter, blonder junger Mann schmeißt sich neben mich auf das abgenutzte braune Ledersofa und legt die Füße auf den Tisch. Erwartungsvoll und mit offenem Blick schaut er mich an. „Durch meine Mutter habe ich früh angefangen, Deutsch zu lernen“, berichtet er mit sympathisch-russischem Akzent. Stepan Boldt, 21, stammt aus Samara, 1000 km nordöstlich von Moskau. Momentan absolviert er ein Freiwilliges Kulturelles Jahr in Weimar, Thüringen. „Meine Einsatzstelle gefällt mir nicht nur, sondern sie ist auch genau das Richtige für mich“ – so beschreibt er den Zirkus TASIFAN, der vor allem integrative Projekte mit Kindern und Jugendlichen durchführt. Seit nun mehr fünf Monaten leitet Stepan dort Workshops mit Kindern, wie z.B. „Jonglieren für Anfänger“. Nach knapp der Halbzeit ihres Freiwilligendienstes ziehen 40 der insgesamt 86 jungen Leute Bilanz auf einem Zwischenseminar in der Rothleimmühle Nordhausen. Die Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung e.V., kurz LKJ Thüringen, ist Träger des „Thüringen Jahres Kultur“, so die offizielle Bezeichnung. Auf dem braunen Ledersofa fährt sich Stepan durch die zerzausten Haare und erinnert sich, wie alles begann: „Ich war schon einmal für ein Jahr in Deutschland. Das war 2005/2006“. In Stuttgart arbeitete er als ein Au-pair- „Junge“; ungewöhnlich, denn dieses Gebiet ist bekanntermaßen eher Frauen vorbehalten. Doch Stepan kümmert sich nicht viel darum, was die Norm ist. Auch zukünftig möchte er mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. „In Russland könnte ich schon die erste bis neunte Klasse im Fach Deutsch unterrichten“, bekräftigt er und rutscht noch tiefer in die Kissen. Er hat bereits eine fünfjährige „pädagogische Berufsschule“, wie er es mit dem deutschen System vergleichen würde, besucht und mit Diplom abgeschlossen. Unterrichten wolle er dann doch lieber in Russland, „und auch dort leben“, fügt er hinzu. Doch die Zeit in Deutschland genießt er in vollen Zügen, „ich erlebe viele Dinge, die mich reifer und erfahrener machen“, beschreibt Stepan sein Leben hier. Ab kommendem Montag lebt er dann auch endlich in einer 5er-WG – „ein halbes Jahr habe ich alleine gewohnt, aber das ist nichts für mich.“ In seiner neuen WG leben ein Spanier, eine Halbtürkin, zwei Deutsche, „und ab nächster Woche dann auch ein Russe“, ergänzt er mit einem verschmitzten Lächeln. Inzwischen liegt er wirklich mehr in dem braunen Ledersofa, als dass er sitzt, und spricht unbekümmert. „Ich glaube, manchmal bin ich ein zu offener Mensch.“ Doch es sei ein angenehmes Gefühl, interviewt zu werden, sagt er schnell, als ich ihn etwas erschrocken anschaue. „Durch das Erzählen erlebe ich vieles noch einmal und es wird klarer“, ergänzt er. Unterdessen habe ich auch die Füße auf den Tisch gelegt; Stepan schaut mich einen Moment an, nimmt mir dann meinen Notizblock aus der Hand und lacht: „Komm, ich interview‘ dich auch mal!“</span><span style="font-family:&#34;"></span></p>
<p><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></p>
<p style="line-height:115%;margin:0 0 10pt;"><span><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></span></p>
<p class="MsoBodyText"><span style="font-size:10pt;"></span></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Vivir para contarla]]></title>
<link>http://chessocampo.wordpress.com/2009/01/20/vivir-para-contarla/</link>
<pubDate>Tue, 20 Jan 2009 11:30:32 +0000</pubDate>
<dc:creator>chessocampo</dc:creator>
<guid>http://chessocampo.wordpress.com/2009/01/20/vivir-para-contarla/</guid>
<description><![CDATA[]]></description>
<content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Herzlich willkommen auf Über Stadt.Land.Pop]]></title>
<link>http://ueberstadtlandpop.wordpress.com/2008/12/17/herzlich-willkommen-auf-uber-stadtlandpop/</link>
<pubDate>Wed, 17 Dec 2008 17:19:14 +0000</pubDate>
<dc:creator>ueberstadtlandpop</dc:creator>
<guid>http://ueberstadtlandpop.wordpress.com/2008/12/17/herzlich-willkommen-auf-uber-stadtlandpop/</guid>
<description><![CDATA[Was findet man in diesem Blog?! Kurz.Gesagt journalistische Texte, die allesamt eines gemeinsam habe]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Was findet man in diesem Blog?!</em></strong></p>
<p><strong>Kurz.Gesagt</strong><br />
journalistische Texte, die allesamt eines gemeinsam haben &#8211; sie alle haben etwas mit der Hamburger Schule zu tun und sind thematisch an die Ausstellung Stadt.Land.Pop. angelehnt.</p>
<p><strong>Genauer.Gesagt</strong><br />
Die Texte stammen aus der Feder von jungen Studentinnen und Studenten der Universitäten Paderborn und Bielefeld. Im Rahmen von journalistischen Schreibübungen, die Jochen Bonz im Wintersemster 2008 und im Sommersemester 2009 unter dem Titel <em>„Kulturjournalismus: analytisches Lesen und kreatives Schreiben &#8211; Kulturrezensionen, Interviews, Portraits, Reportagen“</em> anbot, lernten die Teilnehmer die  unterschiedlichen Textsorten kennen und wurden mit verschiedenen Methoden und Herangehensweisen vertraut gemacht, um schließlich selbst Stift und Papier zur Hand zu nehmen und erste journalistische Gehversuche zu unternehmen.</p>
<p><strong>Grund.Lage</strong><br />
Das Museum für Westfälische Literatur am Kulturgut Haus Nottbeck in Oelde zeigt vom 27. November 2008 bis 19. April 2009 die Ausstellung „Stadt.Land.Pop. &#8211; Popmusik zwischen westfälischer Provinz und Hamburger Schule“. Die Ausstellung fußt auf einer interessanten These: Zahlreiche Bands, die mit ihrer Musik und ihren deutschsprachigen Texten Pop-Geschichte geschrieben haben, stammen aus Westfalen. Die musikalische Sozialisation von klingenden Namen der Szene begann also nicht, wie man dem Namen nach vermuten könnte, in Hamburg, sondern in Ostbevern und Bad Salzuflen.</p>
<p><strong>Hinter.Grund</strong><br />
Die Hamburger Schule und, ganz dazu passend, die Tatsache, dass zu dem Thema tatsächlich momentan eine Ausstellung stattfindet, diente dem Seminar als thematischer Rahmen. Worüber sich der Begriff Hamburger Schule definiert, wie er von außenstehenden wahrgenommen wird und was die Begründer dieser musikalischen Bewegung zum Teil selbst dazu zu sagen haben, das und vieles mehr können Sie in den zahlreichen Beiträgen auf dieser Seite herausfinden.</p>
<p>Innerhalb der nächsten Wochen werden regelmäßig neue Texte hinzukommen – ein vermehrter Blick auf die Seite lohnt sich also!</p>
<p>Und nun – Viel Spaß beim Lesen!</p>
<p align="right">Mathis Peckedrath</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Händeringend für die einen, haareraufend für die anderen]]></title>
<link>http://putonreset.wordpress.com/2008/04/09/handeringend-fur-die-einen-haareraufend-fur-die-anderen/</link>
<pubDate>Wed, 09 Apr 2008 16:09:56 +0000</pubDate>
<dc:creator>onreset</dc:creator>
<guid>http://putonreset.wordpress.com/2008/04/09/handeringend-fur-die-einen-haareraufend-fur-die-anderen/</guid>
<description><![CDATA[Eine gut aufgestellte Regionalzeitung suchte letzte Woche händeringend nach Volontären. Gerade als m]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Eine gut aufgestellte Regionalzeitung suchte letzte Woche händeringend nach Volontären. Gerade als m]]></content:encoded>
</item>

</channel>
</rss>
