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	<title>kurzeintragaktuelles &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
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	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "kurzeintragaktuelles"</description>
	<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 10:11:44 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Welt-AIDS-Tag 1.12.]]></title>
<link>http://greensocial.net/2009/11/30/welt-aids-tag-1-12/</link>
<pubDate>Mon, 30 Nov 2009 16:30:24 +0000</pubDate>
<dc:creator>greensocial</dc:creator>
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<description><![CDATA[Die Zahlen belegen es: Wir dürfen Aids nicht vergessen. Aids ist weltweit eine Katastrophe. Und auch]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Die Zahlen belegen es: Wir dürfen Aids nicht vergessen. Aids ist weltweit eine Katastrophe. Und auch bei uns infizieren sich jedes Jahr 3000 Menschen mit dem HI-Virus.</p>
<p>Was viele vergessen (oder gar nicht mehr wissen): Aids ist nicht heilbar. Nur weil wir kaum Aidskranke in der Öffentlichkeit sehen und sie dank moderner Medikamente länger leben, ist die Krankheit nicht verschwunden. (Und ganz nebenbei bemerkt: Der Medikamenten-Cocktail, den Aidskranke einnehmen, ist kein &#8220;Softdrink&#8221;. Er schränkt die Lebensqualität ein und kann erhebliche Nebenwirkungen haben.)</p>
<p>Deshalb ist der Welt-Aids-Tag am 1. Dezember jedes Jahr Anlass, auf das Thema aufmerksam zu machen, Solidarität mit den Betroffenen auf der ganzen Welt zu zeigen, aufzuklären und sich für Schutz starkzumachen. Denn Aids geht uns alle an. <span style="color:#888888;">(Text: </span><a href="http://www.welt-aids-tag.de/kampagne/ueber/index.php"><span style="color:#888888;">http://www.welt-aids-tag.de/kampagne/ueber/index.php</span></a><span style="color:#888888;">)</span></p>
<p><a href="http://www.welt-aids-tag.de/jumpin/rote-schleife_234x60" target="_blank"><img src="http://www.welt-aids-tag.de/media/schleifen/rote-schleife-wat_234x60.gif" width="234" height="60" style="border:0;" alt="Die Rote Schleife" /></a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Krise längst vergessen?]]></title>
<link>http://greensocial.net/2009/10/22/krise-langst-vergessen/</link>
<pubDate>Thu, 22 Oct 2009 17:15:03 +0000</pubDate>
<dc:creator>greensocial</dc:creator>
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<description><![CDATA[Wer am vergangenen Donnerstag die Zeitung aufschlug, konnte interessante Beobachtungen machen. Agent]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Wer am vergangenen Donnerstag die Zeitung aufschlug, konnte interessante Beobachtungen machen. Agenturmeldungen über einen Brandbrief der Welternährungsprogramm (WFP) an das UNO-Generalsekretariat wurden in den Redaktionen höchst unterschiedlich verarbeitet: Mal tauchten sie gar nicht auf, mal in der Randspalte als kleine Notiz, mal sogar als Nebensatz in einem Artikel. Unter den großen deutschen Zeitungen machte einzig der Berliner Tagesspiegel die katastrophale weltweite Situation, in der weltweit 1,2 Milliarden Menschen hungern, zum Thema. <a href="http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Fragen-des-Tages-Hunger;art693,2923874" target="_blank">Auf Seite 2 erklärte er die Suche nach dem Grund dafür zur &#8220;Frage des Tages&#8221;</a>. Darin heißt es:</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Weltwirtschaftskrise setzt die armen Haushalte in den Ländern mit einer unsicheren Ernährungssituation noch weiter unter Druck. (&#8230;) Die Hungersituation [ist] in 29 Ländern als sehr ernst oder sogar gravierend einzuschätzen ist. Auch Indien zählt mit einem Indexwert von 23,9 zu den Ländern mit einem sehr ernsten <strong>Hungerproblem</strong>.&#8221;</p></blockquote>
<p>Grund dafür, dass dort auch die Sterberate von Kindern eine der weltweit höchsten ist, sei auch die mangelnde soziale Versorgung der Frauen, die &#8220;einen schlechten Ernährungs-, Bildungs- und Sozialstatus&#8221; hätten. Auch hier zeigt sich wieder: Der weltweite Kapitalismus erzeugt mit seinen Volatilitäten viele Gewinner &#8211; und die Millionen Verlierer sitzen meist auf der anderen Seite der Erde. Wer täglich virtuelle Devisen- und Aktienmillionen in den Händen hält und damit handelt, der ist vom grassierenden Hunger auf der Welt weit weg. Ursache für das viele Elend sind hier unter anderem globale Verteilungsprobleme und Unzulänglichkeiten des Wirtschaftssystems. Folge sind soziales Elend, und Konsequenz dessen ist nur zu häufig auch ökologische Destruktion, die die Lebensgrundlagen Stück für Stück zerstört, und letztendlich oft auch regionale und sogar globale Ressourcenkonflikte, wie Harald Welzer in seinem Buch &#8220;Klimakriege&#8221; <a href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/415/439158/text/" target="_blank">überzeugend darlegt</a>.</p>
<p>Ganz weit weg von all dem sind in der Tat auch die, die vom gleichen ungerechten Lauf der Globalwirtschaft profitieren. Makaber ist, dass sich die dazu passende Schlagzeile in der gleichen Zeitung findet &#8211; jedoch weiter hinten und nicht so groß, das Thema soll schließlich nicht zu öffentlich werden:</p>
<blockquote><p>&#8220;<strong>Millionen-Boni </strong>fließen wieder&#8221;,</p></blockquote>
<p>schreibt der <a href="http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/Finanzkrise-Bonuszahlungen-Wall-Street;art271,2923685" target="_blank">Tagesspiegel ebenfalls am 15.10., hier auf S.19</a>.  An der Wall Street, aber auch in Deutschland, würden sich große Bankhäuser Bonus-Wettläufe liefern. Und nicht nur dass &#8211; so kurz nach dem erstmaligen internationalen Konsens, an der kurzfristigen Boni-Praxis etwas zu ändern: &#8220;mehr als je zuvor&#8221;, kann die dpa nur nüchtern in Worte fassen, was die Menge der Zahlungen betrifft.</p>
<p><strong>Das Kasino läuft wieder</strong> &#8211; ist die Krise schon wieder vergessen?</p>
<p>Noch sind längst nicht alle Folgen der größten weltumspannenden Wirtschaftskrise seit etlichen Jahrzehnten aufgeräumt worden, zum Teil werden sie erst sichtbar. Aber nach dem  munteren Prinzip der Sozialisierung der Verluste wird weitergearbeitet, munter ins Blaue, unsere Zukunft, hinein.<br />
Wir sitzen global auf zu vielen Problemen, als dass es nach der Krise einfach &#8220;Weiter so!&#8221; heißen könnte. Müsste man eigentlich denken. Aber die Wirtschaftsbosse haben ja schon immer ein bisschen anders gedacht.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Andreas Weber: Biokapital]]></title>
<link>http://greensocial.net/2009/10/16/andreas-weber-biokapital/</link>
<pubDate>Fri, 16 Oct 2009 17:30:32 +0000</pubDate>
<dc:creator>greensocial</dc:creator>
<guid>http://greensocial.net/2009/10/16/andreas-weber-biokapital/</guid>
<description><![CDATA[Heute erwartet den geschätzten Leser, die geschätzte Leserin dieses Blogs nicht ein erneuter Erguss ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Heute erwartet den geschätzten Leser, die geschätzte Leserin dieses Blogs nicht ein erneuter Erguss weltverbessernder Ideen dieses Blogteams.</p>
<p>Nein, vielmehr möchten wir heute die Ferien-Stimmung nutzen, um hier im Blog in aller Ruhe ein Stück guter Lektüre zu empfehlen. Andreas Weber hat die Welt der Publizistik unlängst mit einem Buch über den Umgang unserer Zivilisation mit dem Ökosystem beglückt.</p>
<p><a href="http://greensocial.files.wordpress.com/2009/08/abstract-biokapital.pdf"><img class="alignleft" style="margin-top:20px;margin-bottom:20px;" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51s6Vwl2IjL._SL500_AA240_.jpg" alt="&#34;Biokapital&#34; von Andreas Weber" width="240" height="240" /></a>Auf philosophischen, wissenschaftlichen, historischen und moralischen Pfaden gleitet der Autor durch reportagenhafte Schilderungen und sorgsam ausformulierte Gedankengänge.</p>
<p>Obgleich hin und wieder leicht entrückt, gelingt es Andreas Weber, seine Botschaft zu transportieren &#8211; und im Kern ist vieles dran an seinen Theorien. Mit der wesentlichen Philosophie dieses Blogs harmoniert das gut: <strong>Soziales muss mit Ökologischen verbunden werden, um eine Gesellschaft der Zukunft zu schaffen</strong> und globalgesellschaftliche Probleme wie Klimawandel und Ungerechtigkeit zu lösen. Vielleicht fällt es einem Biologen und Philosophen (wie der Autor es ist) leichter, das zu begreifen, als anderen.</p>
<p>Weber konstatiert zunächst die problematische Situation des globalen Geoökosystems &#8211; Ausbeutung und Überlastung machen es für uns als abhängige Erdbewohner notwendig, den kurs zu ändern. Umso mehr macht das laut Weber Sinn, weil  das dauernde Wirtschaftswachstum, nach dem unser System strebt, gar nicht mehr den gewünschten Effekt hat: Die Menschen werden dadurch nicht glücklicher -im Gegenteil: „Wirtschaftswachstum und Deppressionszunahme sind statistisch miteinander verbunden“, sagt Robert E. Lane, US-Glücksforscher.</p>
<p>Andreas Weber sieht eine wesentliche Chance und Antwort auf unsere Probleme in der Re-Lokalisierung und in der Umkehrung  des Zinstriebs des Kapitalismus. Was bis hierhin eine klare Ausführung war, driftet nun ab in Richtung schwammiger Globalisierungsskepsis. Die ist in Ordnung &#8211; aber einfach die Globalisierung verantwortlich zu machen für globale Probleme, ist zu einfach.</p>
<p>Der Autor vermag es, eine umfassende Analyse abzugeben &#8211;  es mangelt ihm jedoch an Konsequenz, seine Gedankengänge zu einer in sich geschlossenen Zukunftsvision fortzuentwickeln. Aber vielleicht ist das auch zu viel verlangt. Folglich schließt Weber mit einer ernüchternden Erkenntnis:</p>
<blockquote><p>&#8220;Vielleicht kann gesellschaftliche Veränderung heute nur als kalter Drogenentzug ablaufen: Auch hier weiß der Patient unterschwellig, was sein Problem ist, will es aber nicht wahrhaben und sein Verhalten nicht ändern.&#8221;</p></blockquote>
<p>Wir haben die wesentlichen Gedanken des Buches in einem <strong>&#8220;Abstract&#8221;</strong> zusammengefasst &#8211; <a title="ABSTRACT: Biokapital von Andreas Weber [pdf!]" href="http://greensocial.wordpress.com/files/2009/08/abstract-biokapital.pdf" target="_blank"><strong>das findet sich hier</strong></a>.<br />
Wer sich einige Stunden Zeit nehmen möchte, dem sei die Lektüre des Buches ausdrücklich empfohlen!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Verkehr praktisch]]></title>
<link>http://greensocial.net/2009/08/11/verkehr-praktisch/</link>
<pubDate>Tue, 11 Aug 2009 09:37:37 +0000</pubDate>
<dc:creator>greensocial</dc:creator>
<guid>http://greensocial.net/2009/08/11/verkehr-praktisch/</guid>
<description><![CDATA[Da wir uns in letzter Zeit doch recht intensiv mit dem Themenbereich &#8220;nachhaltige Mobilität]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Da wir uns in letzter Zeit doch recht intensiv mit dem Themenbereich &#8220;<a title="&#34;Verkehr morgen&#34; - Post auf greensocial.net" href="http://greensocial.wordpress.com/2009/07/21/verkehr-morgen/" target="_blank">nachhaltige Mobilität</a>&#8221; auseinandergesetzt haben, und schon einige <a title="&#34;Mobilität der Zukunft&#34; - Post auf greensocial.net" href="http://greensocial.wordpress.com/2008/08/25/nachhaltige-mobilitat-zukunft/" target="_blank">grundsätzliche Thesen</a> entwickelt haben, möchten wir uns noch einmal mehr dem Thema widmen &#8211; in einem klitzekleinen Kurzeintrag.</p>
<p>Denn wer verändern will, muss pragmatisch bleiben &#8211; und nah an der Realität. Für die Umsetzung der Vision einer nachhaltigen Mobilität bedarf es deswegen guter Glaubwürdigkeit und echter Beispiele.</p>
<p>Ein solches <strong>gutes Beispiel für innovative Ideen im Bereich Verkehr</strong> ist die englische Universitätsstadt Oxford. Mit ihren knapp 150.000 Einwohnern ist sie weder besonders groß noch besonders klein. Die weltberühmte Universität lockt aber jedes Jahr Zehntausende an &#8211; das Verkehrsaufkommen, das Oxford zu bewältigen hat, ist also enorm und für die Stadtgröße absolut überproportional. Hinzu kommt eine zentristische Stadtstruktur: In der Stadt arbeiten, außerhalb wohnen. <strong>Auf den engen Straßen müsste eigentlich das reine Chaos ausbrechen. Tut es aber nicht. </strong></p>
<p>Wieso? Nun, Oxford setzt &#8211; gar nicht mal vollkommen bewusst &#8211; auf nachhaltige Mobilitätskonzepte.</p>
<p>In der Stadt gibt es wenig Parkplätze und viele Fußgängerzonen. Breite Straßenübergänge, weite Bürgersteige, kurze Distanzen. Gute Vorraussetzungen also, einfach mal zu Fuß zu gehen.</p>
<p>Wer (mit dem Auto kommend) in die Stadt will, wird gleich nach der Autobahnabfahrt ermuntert, große <strong>Park&#38;Ride Parkplätze</strong> zu nutzen. Die liegen komfortabel zwischen Autobahn und Innenstadt (auf der grünen Wiese), haben immer freie Plätze (in die man flott einparken kann) und sind kostenlos. Hat man sein Auto dann abgestellt, nutzt man einen eigens eingerichteten Pendelservice mit gut erkennbaren, grünen Doppelstockbussen, die in engem Takt verkehren -niemand muss lange auf die Busse warten, und man ist schneller in der Stadt als im Schneckentempo mit dem eigenen Auto.</p>
<p>In der Stadt selbst gibt es keinerlei Bahnen &#8211; aber <strong>etliche Busslinien</strong>, alle gut gekennzeichnet und mit einfachen Routen, die jeden Winkel der Stadt mit ihrem sternförmigen Verlauf anbinden. Bedarfsbushaltestellen (Bus hält nur auf Anforderung) und viele Übergangspunkte zu anderen Linien machen die Fahrt flexibel.</p>
<p>Durch das hohe Fahrgastaufkommen haben die ÖPNV-Verkehrsmittel eine gute Auslastung und vor allem sehr angemessene Preise mit Sozialermäßigungen.</p>
<p>Und besonders freut uns: Hunderte Fahrradfahrer sind auf den Straßen unterwegs und werden durch ihre schiere Masse zum gleichwertigen Verkehrspartner: Eine Auto/Fahrrad-Apartheid wie in Kontinentaleuropa ist undenkbar.</p>
<p><a href="http://greensocial.wordpress.com/files/2009/08/bild0541.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-246" title="Fahrradspuren auf der Straßenbahn" src="http://greensocial.wordpress.com/files/2009/08/bild0541.jpg?w=300" alt="Fahrradspuren auf der Straßenbahn" width="300" height="224" /></a>Dazu tragen besonders die Fahrradspuren am Straßenrand bei, die den Fahrradfahrern eine bessere Chance bieten, voranzukommen, als jeder Fahrradweg auf dem Bürgersteig das könnte.</p>
<p>An Ampeln gibt es &#8220;Warteräume&#8221; für die Fahrradfahrer &#8211; vor der Haltelinie für PKWs. Und hin und wieder gibt es zusätzliche Fahrradspuren auf dem Gehweg &#8211; aber immer nur additiv zu den Straßen-Fahrspuren.</p>
<p><a href="http://greensocial.wordpress.com/files/2009/08/bild0543.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-247" title="&#34;Bus Lane&#34;" src="http://greensocial.wordpress.com/files/2009/08/bild0543.jpg?w=300" alt="&#34;Bus Lane&#34;" width="300" height="224" /></a>Eine weitere exzellente Idee, die sich ob der großen Anzahl der Busse sehr rentiert, sind reine &#8220;bus lanes&#8221; &#8211; eine Spur reserviert für öffentliche Verkehrsmittel. Die kommen somit schneller voran und sind entsprechend attraktiver.</p>
<p>Oxford hat praktisch umgesetzt, was wir fordern. Und: es klappt!</p>
<p>Das Beispiel ist hervorragend &#8211; denn Oxford ist keine Provinzstadt, sondern eine Stadt mit Tradition und Weltruhm. Wenn neue Konzepte hier klappen &#8211; wieso sollten sie dann anderswo zwangsläufig zum Scheitern verurteilt sein? Das Beispiel straft die Lügen, die nachhaltige Verkehrslösungen ablehnen und auf stumpfe individualmotorisierte Mobilität pochen.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Das Klima geht baden. Von Kyoto zu Kopenhagen*]]></title>
<link>http://greensocial.net/2009/06/17/das-klima-geht-baden-von-kyoto-zu-kopenhagen/</link>
<pubDate>Wed, 17 Jun 2009 14:58:11 +0000</pubDate>
<dc:creator>greensocial</dc:creator>
<guid>http://greensocial.net/2009/06/17/das-klima-geht-baden-von-kyoto-zu-kopenhagen/</guid>
<description><![CDATA[Wissenschaftlich ist nicht nur die Existenz eines menschengemachten Klimawandels unumstritten ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Wissenschaftlich ist nicht nur die Existenz eines menschengemachten Klimawandels unumstritten &#8211; mehr noch, mittlerweile häufen sich die Berichte, die jetzt schon Auswirkungen des globalen Wandels beobachten.</p>
<p>Die US-Regierungunter Präsident Obama legte einen neuen Bericht vor, der die zu erwartenden Auswirkungen des Klimawandels auf die USA beschreibt. <a href="http://www.globalchange.gov/publications/reports/scientific-assessments/us-impacts/key-findings" target="_blank">Zusammengefasst in zehn Punkten</a>, spricht der &#8220;<a href="http://www.globalchange.gov/publications/reports/scientific-assessments/us-impacts/full-report" target="_blank">U.S. Climate Impact Report</a>&#8221; eine deutliche Sprache: Der Klimawandel wird schon bald kommen, zum Teil ist er schon da. Seine Auswirkungen werden den Alltag aller Bürger drastisch berühren, die US-Regierung spricht im wesentlichen von Folgen für den Wasserhaushalt, Ernteausfälle, Küstengebiete, menschliche Gesundheit, und sozialen Zusammenhalt.</p>
<p><strong>&#8220;Future climate change and its impacts depend on choices made today&#8221;</strong>:</p>
<p>Heute treffen wir die Entscheidungen, die unsere Zukunft bestimmen. Dennoch: &#8220;derzeit gewinnt man leicht den Eindruck, ein Klimagipfel jagt den nächsten &#8211; aber es bewegt sich nichts. Auf den zweiwöchigen Verhandlungen der UN-Klimarahmenkonvention in Bonn ruhten große Hoffnungen, dass dort endlich der Durchbruch für einen ehrgeizigen Kyoto-Folgevertrag geschafft wird &#8211; entsprechend groß ist die Enttäuschung über den bedeutungslosen Abschluss am Freitag&#8221;, schreibt das <a href="http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=5020&#38;tx_ttnews[tt_news]=53827&#38;tx_ttnews[backPid]=23&#38;cHash=05d313546e" target="_blank">greenpeace magazin</a>.</p>
<p>Der <em>de-facto</em>-Stillstand der Verhandlungsführer liegt wohl kaum an mangelnden Vorschlägen. Im Gegenteil: Verbände und Wissenschaftler aller Art beteiligen sich am Diskurs, und legten <a title="ein Vorschlag des Wuppertal Instituts für den Post2012-Prozess" href="http://www.wupperinst.org/de/info/entwd/index.html?beitrag_id=1096&#38;bid=42&#38;searchart=" target="_blank">zum Teil sehr ambitionierte und durchdachte</a> Papiere vor. Gerade im Wahljahr 2009, schreiben die Wissenschaftler sinngenmäß, müsste es doch eigentlich gelingen, das Thema auf die Agenda zu setzen und<a title="Impulse für das Wahljahr bezüglich Klimaabkommen. Wuppertal Institut [pdf!]" href="http://www.wupperinst.org/uploads/tx_wibeitrag/Pol_Paper_Kopenhagen.pdf" target="_blank"> politischen Aufbruch</a> zu bewirken?</p>
<p>*Bislang werden Emissionsrechte im Bezug auf den Klimawandel vom in Japan geschlossenen Kyoto-Protokoll geregelt. Im dritten Quartal diesen Jahres soll nun in Kopenhagen ein Nachfolgeprotokoll beschlossen werden.  <strong>Doch wie es aussieht, geht das Klima schon mal baden.</strong></p>
<p>Denn die schlechten Nachrichten reißen nicht ab: Die Klimasensivität ist laut IPCC, also UN-Klimabehörde, revidiert worden &#8211; das heißt, dass die Treibhausgas-Konzentration zum Erreichen eines bestimmten Erwärmungs-Maximums geringer als bislang angenommen sein muss. Wir dürfen noch weniger Treibhausgase emittieren, wenn wir eine lebenswerte Erde behalten wollen.<br />
Außerdem wird deutlich, dass die Schwellenwerte, zu denen wir eine weitergehende Umweltgefährdung befürchten müssen, weiter gesunken sind. Gleiche Auswirkung.</p>
<p>&#8220;Und: Umweltschutz genießt häufig erst dann Priorität, wenn die Wirtschaft ansonsten floriert und alle sorglos sind. Geht es aber den Bach hinunter, in die Rezession, so besteht die Gefahr, dass auch Umweltproblemen kein so hoher Stellenwert mehr beigemessen wird&#8221;. Auch das ist <a title="green.social blog Post von Ende 08 - zeigt schon vor einem halben Jahr die heutigen trends auf." href="http://greensocial.wordpress.com/2008/12/31/2009-die-krise-meistern/" target="_blank">keine neue Erkenntnis</a>.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Europa. Wählen!]]></title>
<link>http://greensocial.net/2009/06/04/europa-wahlen/</link>
<pubDate>Thu, 04 Jun 2009 18:16:40 +0000</pubDate>
<dc:creator>greensocial</dc:creator>
<guid>http://greensocial.net/2009/06/04/europa-wahlen/</guid>
<description><![CDATA[Am 7. Juni 2009 finden die Wahlen zum europäischen Parlament statt. Und das in einer Zeit wo etliche]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Am 7. Juni 2009 finden die Wahlen zum europäischen Parlament statt. Und das in einer Zeit wo etliche dringende Probleme nach einer Lösung verlangen:</p>
<ul>
<li>Wirtschafts- und Finanzkrise,</li>
<li>Umweltprobleme und Klimawandel und</li>
<li>Demokratiedefizit</li>
</ul>
<p>sind, neben anderen, die zentralen Herausforderungen des kommenden Jahrzehnts &#8211; und auch aktuell. Viele dieser Themen lassen sich nicht mehr auf nationalstaatlicher Ebene lösen &#8211; und umso mehr gewinnt Europa an Bedeutung.</p>
<p>Denn was ist bisher? Europa ist in Sachen Finanzmarktregulierung weitaus konzept- und handlungsloser, als es sein müsste. Den Klimawandel bekämpft man nicht gemeinsam und setzt nur eine unzureichende Marke von maximal 2°C Erwärmung, während man gleichzeitig immer wieder vor Lobbyisten einknickt &#8211; obwohl gerade  hier wäre Standfestigkeit und vernetztes Handeln gefragt wäre. Und das Thema Demokratiedefizit wird überhaupt gar nicht erst als Problem erkannt.</p>
<p>Klar ist also: Bei europäischen Themen bleibt konservative Politik bislang hinter den Erwartungen zurück. <strong>Kompetenzen, die ein Europa von morgen braucht, werden in der politischen Landschaft Deutschlands eher von sozial-ökologischen Parteien vertreten</strong>.<br />
Während in der rechten Ecke des demokratischen Politsprektrums in Deutschland die Ansicht vorherrscht, dass Europa hauptsächlich ein neoliberales Modell der integrierten Märkte ist, wird &#8220;Europa&#8221; in der ganz linken Ecke konzeptionell abgelehnt: Die Linke macht sogar Werbung damit, gegen die künftige &#8220;EU-Verfassung&#8221; zu klagen. Schön &#8211; Destruktives Kopfschütteln hilft aber im Sinne handlungsorientierter, pragmatischer Politik auch nicht.</p>
<p>Vor allem aber bleibt die Ermahnung: Das wichtigste überhaupt ist die Wahlbeteiligung &#8211; sacken wir auf 30% Wahlbeteiligung ab für ein Gremium, das 90% der deutschen Gesetze beeinflusst, so ist das höchst nachteilhaft, und wird unschöne politische Konsequenzen nach sich ziehen: Erstarken der Extreme, Stillstand, Demokratiemangel, Bürgerferne, Frust. Ein Teufelskreis.</p>
<p>In diesem Sinne: Wählen gehen &#8211; und vor dem Kreuz machen nachdenken, was wirklich gut ist im Sinne der Nachhaltigkeit und Zukunft. Wollen wir ein Europa, das einer marktradikalen, menschenfeindlichen Wüste gleicht &#8211; was der konservativen Politik momentan am nächsten kommt? Oder ein Europa, das ökologisch und sozial ist, für alle Menschen und zukunftsgewandt denkt?</p>
<p>Die Wahllokale sind von 8 &#8211; 18 Uhr geöffnet. Attacke.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[ein Plädoyer fürs Fahrrad]]></title>
<link>http://greensocial.net/2009/05/13/fahrradplaedoyer/</link>
<pubDate>Wed, 13 May 2009 12:25:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>greensocial</dc:creator>
<guid>http://greensocial.net/2009/05/13/fahrradplaedoyer/</guid>
<description><![CDATA[Seit Ausbruch der Wirtschaftskrise gibt es in Deutschland ein neues Förderungsmodell. Die Bundesregi]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img class="   alignright" style="margin:15px;" title="Mehr Fahrräder auf Deutschlands Straßen!" src="http://roiderjackl.files.wordpress.com/2007/12/fahrrad-pflaster0610.jpg?w=202&#038;h=152" alt="" width="202" height="152" /></p>
<p>Seit Ausbruch der Wirtschaftskrise gibt es in Deutschland ein neues Förderungsmodell. Die Bundesregierung hat die Umweltprämie erdacht &#8211; die soll dazu gut sein, dass alte durch neue Autos ersetzt werden. Und das hilft dann der Umwelt &#8211; sagt die Bundesregierung. Hilft tatsächlich aber nur ein bisschen: verschwenderische Autos werden ersetzt durch ein bisschen weniger verschwenderische Autos. Also ein so kleiner Schritt im Klimaschutz, dass er die Geduld von Klimaschützern durchaus strapazieren könnte. Und das unter enormer Verwendung von Staatsmitteln!</p>
<blockquote><p>&#8220;Wenn die Bundesregierung Steuermilliarden ausgeben will, um die Wirtschaft anzukurbeln, dann muss sie dies für umweltfreundliche Verkehrsmittel tun&#8221;,</p></blockquote>
<p>schreibt der <a title="VCD: Umweltprämie" href="http://www.vcd.org/785.html" target="_blank">Verkehrsclub Deutschland (VCD)</a> dazu &#8211; und fordert &#8220;eine wirkliche Umweltprämie&#8221; für das Fahrrad!</p>
<p>Bei aller Radikalität &#8211; die Idee des VCD ist gut. Denn<strong> das Fahrrad ist eine echte Zukunftstechnologie.</strong> Denn es trägt zur Lösung etlicher Probleme bei: ein überlastetes Gesundheitssystem, riesige erforderte Investitionen in Straßen, die Gefährdung durch CO2-Emissionen und Klimawandel, Feinstaub und Abgase, verstopfte Verkehrsinfrastruktur, teure Benzinpreise &#8211; all solche Probleme hilft das Fahrrad, zu umgehen.</p>
<p>Wer viel Fahrrad fährt, ist gesünder &#8211; denn Fahrrad fahren ist Sport und Bewegung, man ist aktiv und an der frischen Luft. Fahrradfahrer verstopfen keine Straßen, und für Fahrradfahrer müssen auch keine teuren Mega-Autobahnen gebaut werden &#8211; es reicht eine ebene Strecke, die sogar unversiegelt sein kann, also nicht asphaltiert sein muss. Auch das ist gut für die Umwelt. Fahrrad fahren ist ressourcenschonend &#8211; es werden keine fossilen Brennstoffe verbraucht, kein CO2 wird frei, keine umwelt- und gesundheitsschädlichen Abgase entweichen. Für ein Fahrrad muss niemand Benzin kaufen &#8211; so kommt ein Umstieg auf das Fahrrad auch im Geldbeutel an.</p>
<p>Dennoch ist das Fahrrad enorm praktisch. In der Stadt ist man mit ihm oft schneller unterwegs als mit Auto oder sogar mit Bahnen. In der Londoner Innenstadt lohnt sich die Fahrt mit der U-Bahn erst ab vier bis fünf Stationen &#8211; dazwischen ist man per Rad oder zu Fuß schneller. Die Parkplatzsuche entfällt, und man ist auch auf Auto-unzugänglichem Gelände gut unterwegs.</p>
<blockquote><p><strong>Es könnte so schön sein. Doch die Politik schafft nur unzureichende Grundlagen.</strong></p></blockquote>
<p>Nur zu häufig ist das Radwegenetz in einem miserablen Zustand. Leihfahradsysteme sind kaum verbreitet. Im Straßenverkehr muss man als Radfahrer mitunter um sein Leben bangen. Die Vernetzungsmöglichkeiten z.B. mit dem ÖPNV sind ungenügend &#8211; aber auch in ICEs sind Fahrräder bis heute unerwünscht. Es wird nichts unternommen, um Radfahren attraktiv zu machen.<br />
Der Anteil des Fahrradverkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen ist dementsprechend gering, in ganz Deutschland im einstelligen Prozentbereich, während z.B. in fahrradfreundlicheren Nachbarländern der Radanteil am Verkehrsaufkommen z.T. bis zu 27% beträgt!</p>
<blockquote><p><strong>Doch es gibt auch gute Nachrichten: Schon wenige, günstige Maßnahmen können da viel helfen!</strong></p></blockquote>
<p>Auf den Straßen brauchen wir eine andere Ordnung: Nicht die stärksten Verkehrsteilnehmer &#8211; die Autos &#8211; sollen das Geschehen dominieren, sondern die &#8220;schwächsten&#8221; &#8211; Fußgänger und Radfahrer.<br />
Es sind umfassende Investitionen ins Radwegenetz vonnöten, überall ist es das gleiche Bild: Radwege sind zugeparkt oder geradezu unbefahrbar. Doch eine günstige und schnelle, aber sehr wirksame Maßnahme ist es, auf den Straßen in beide Richtungen mit Fahrbahnmarkierungen breite Radfahrstreifen abzutrennen. So können auch Radfahrer schnell und sicher vorankommen.</p>
<p>Radleihsysteme müssen ausgebaut, und die Vernetzung mit dem ÖPNV gestärkt werden. Ausreichend Abstellmöglichkeiten für Fahrräder müssen installiert werden.</p>
<p>Denn wo Fahrräder an ihre Grenzen stoßen &#8211; bei benachteiligten, spricht behinderten Menschen, wenn es große Dinge zu transportieren gilt, oder aber auch bei schlechtem Wetter &#8211; ist der ÖPNV bzw. andere Massentransportmittel ein probates Mittel zum Ersatz und zur Ergänzung des Fahrrads.</p>
<p>Paris ist da weiter, als wir es in Deutschland sind, wie Jörg Haas (&#8220;Klima der Gerechtigkeit&#8221;) <a title="Klima der Gerechtigkeit - Blog" href="http://www.klima-der-gerechtigkeit.de/velotraum-in-paris/" target="_blank">berichtet</a>.  Und Anlass zur Zuversicht geben etliche Fahrrad-Vorkämpfer, <a title="torben-f Verkehrspolitik-Blog" href="http://meine-sicht.torben-f.de/category/politik/verkehr/" target="_blank">wie Torben Frank</a>, die sich engagiert für eine bessere Verkehrspolitik einsetzen.<br />
Hoffen wir auf die Vernunft der Politik, damit es bei uns vorangeht. Und etwas kann jeder tun: Umsteigen!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Rekord: der wärmste April!]]></title>
<link>http://greensocial.net/2009/04/30/der-waermste-april/</link>
<pubDate>Thu, 30 Apr 2009 17:16:40 +0000</pubDate>
<dc:creator>greensocial</dc:creator>
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<description><![CDATA[Es ist erst Mitte April, aber es ist schon seit über einem Monat Wetter wie im Hochsommer. Im Stadtp]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><blockquote><p>Es ist erst Mitte April, aber es ist schon seit über einem Monat Wetter wie im Hochsommer. Im Stadtpark sind alle Bänke belegt, und auf dem Rasen liegen Menschen unter schattenspendenden Sonnenschirmen. Der Eisverkäufer hat Hochkonjunktur. Touristen freuen sich, und wechseln vom Pullover zum T-Shirt. Eine Einheimische setzt sich die Sonnenbrille auf und geht fröhlich durch den Park. <strong>&#8220;Irgendwie&#8221;, sagt sie, &#8220;hat der Klimawandel ja auch seine guten Seiten&#8221;.</strong></p></blockquote>
<p>Kein Zweifel &#8211; jeder genießt das sommerliche Wetter. Und keiner würde sich hier zum humorlosen Miesepeter hochstilisieren, indem er auf die empirisch belegten Risiken des Klimawandels verweist.<br />
Der Blick in die Zeitung verrät, dass der Deutsche Wetterdienst es doch tut &#8211; und Recht hat damit.</p>
<blockquote><p>&#8220;Der ansonsten für sein wechselhaftes Wetter bekannte Monat geht als bislang <strong>wärmster April aller Zeiten</strong> in die Annalen der flächendeckenden Wetteraufzeichnung ein&#8221;,</p></blockquote>
<p><a title="Pressemitteilung DWD [pdf]" href="http://www.dwd.de/bvbw/generator/Sites/DWDWWW/Content/Presse/Pressemitteilungen/2009/20090429__Aprilwetter,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/20090429_Aprilwetter.pdf" target="_blank">konstatieren die Metereologen </a>trocken und berichten weiterhin:</p>
<blockquote><p>&#8220;Der April 2009 trumpfte mit einzigartigen Spitzenwerten bei Temperatur, Sonnenscheindauer und gebietsweise auch mit Trockenheit auf. Er lag damit voll im Trend des Klimawandels, denn erst der April 2007 hatte hier neue, sensationelle Rekorde aufgestellt.&#8221;</p></blockquote>
<p>Durchgedrehte Ökos, Alt-Linke, die wild gestikulierend apokalyptische Klimaszenarien vorbeten, genießen bei uns nicht die höchste Glaubwürdigkeit. Und man macht sich kaum Freunde, wenn man in ihre Kerbe schlägt und die Existenz des Klimawandels anmahnt. Und doch muss es sein.<br />
Der <a title="Tagesspiegel" href="http://http://www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/Wetter-Klimawandel;art304,2784985" target="_blank">Tagesspiegel</a>, das ehrwürdige Berliner Kulturblatt, dem man wahrhaftig keine linke Hetzerei und Panikmache vorwerfen kann, formuliert heute:</p>
<blockquote><p>&#8220;Während es anderswo absehbar ums Überleben gehen wird, steht für Deutschland eher die Frage nach der Lebensqualität im Vordergrund. &#8220;</p></blockquote>
<p>Zweifellos richtig &#8211; uns geht es noch nicht unmittelbar an den Kragen. Doch auch das steht in Frage:  Verfehlt Europa das gesteckte Ziel einer Erhöhung von maximal 2°C gegenüber dem vorindustriellen Niveau, so stellen sich auch für Entwicklungsländer markante Folgen ein. Experten warnen vor dem Verlust der Biodiversität, einem Anstieg des Meeresspiegels, einer Häufung von Wetterextremen &#8211; und im schlimmsten Fall dem Umkippen des Golfstromes. Damit könnte Nordeuropa schon in nur 40 Jahren zu einer lebensfeindlichen, kalten Gegend werden.</p>
<p>Doch das Problem muss &#8211; wie so häufig &#8211; in seiner globalen Dimension betrachtet werden. Selbst wenn es für uns in Europa gar nicht so einfach ist, verblasst das vor den jetzt schon existenten Klimawandel-Folgen:</p>
<blockquote><p>&#8220;Durch den Meeresspiegelanstieg infolge des Klimawandels sind mit Tuvalu und Kiribati zwei  Staaten akut vom Untergang bedroht. In Kiribati musste bereits knapp die Hälfte der Bevölkerung auf größere Inseln umgesiedelt werden. Aber auch in vielen anderen Staaten werden immer mehr Menschen zu Klimaflüchtlingen&#8221;,</p></blockquote>
<p>so berichtet <a title="Brot für die Welt" href="http://www.brotfuerdiewelt.de/presse/index_954_DEU_HTML.php?ck=391" target="_blank">Brot für die Welt</a>. Denn die Organisation hat erkannt: &#8220;Die Auswirkungen des Klimawandels stellen für viele Menschen im Süden eine existenzielle Bedrohung dar.&#8221;</p>
<p>Vielleicht ein Denkanstoß beim Eisgenuss. Obwohl: <strong>Weltweit wird so viel Geld für Eis ausgegeben, wie benötigt würde, um allen Menschen sauberes Trinkwasser bereitzustellen</strong> &#8211; 11 Milliarden US$.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Wirtschaft und Politik. Ein Lobbymärchen.]]></title>
<link>http://greensocial.net/2009/04/10/wirtschaft-und-politik-ein-lobbymarchen/</link>
<pubDate>Fri, 10 Apr 2009 11:53:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>greensocial</dc:creator>
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<description><![CDATA[Die Menschen sind fassungslos. Gestern waren sie noch nichtsahnend im Büro, heute fischen sie ihre K]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Die Menschen sind fassungslos. Gestern waren sie noch nichtsahnend im Büro, heute fischen sie ihre Kündigung aus dem Briefkasten. Es ist kein Einzelfall, der sich so skizzieren lässt &#8211; Arbeitsplätze in der Finanzbranche sind heute nicht die sichersten. Aber wo gibt es die schon noch? Gerade nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers zeigte sich, wie hurtig Arbeitsplätze mitunter den Bach hinunter sind. Doch (nicht nur) das Beispiel des Staates Island zeigt, dass sich diese Krise der Finanzindustrie nur allzu schnell auch auf die Realwirtschaft, gar auf Staaten ausweiten kann.</p>
<p>Szenenwechsel. Eine große Einkaufsstraße einer deutschen Metropole. Ein Aktivist an einem Infostand drückt mir einen Zettel in die Hand:</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Lobby der Finanzbranche hat viele Jahre darauf hingearbeitet, optimale Bedingungen für ihre<br />
Geschäfte zu schaffen. Sie hat mitgestrickt an den Gesetzen, die ihre spekulativen Geschäfte ermöglicht<br />
haben. Die Regeln für die Finanzbranche wurden gelockert und spekulative Anlagen erleichtert,<br />
ohne wirkungsvolle Kontrollen zu schaffen. Die Folgen bekommen nun wir alle zu spüren&#8221;,</p></blockquote>
<p>steht darauf (Quelle: <a title="LobbyControl: Flyer Finanzlobby [pdf!]" href="http://www.lobbycontrol.de/blog/wp-content/uploads/0903-demoflyer-finanzlobby.pdf" target="_blank">LobbyControl</a>).</p>
<p>Und wahr ist es &#8211; wer einmal genau hinschaut, entdeckt eine immense Verflechtung von Wirtschaft und Politik. Die Krise gibt einmal mehr Anlass, diesen Zustand kritisch zu hinterfragen &#8211; denn er ist eng verkettet mit Wirtschaftsethik und Werten, die unsere Gesellschaft prägen.</p>
<p>Wirtschaftsunternehmen haben riesige Budgets für die Beeinflussung der Politik &#8211; mitunter versteckt unter Bilanzposten wir &#8220;Sonderausgaben&#8221;, &#8220;Verschiedenes&#8221;, oder &#8220;Werbungskosten&#8221;. <strong>Im Deutschen Bundestag gibt es 612 Abgeordnete, die gewählte Volksvertreter sind. Doch sie entscheiden nicht alleine: Es gibt allein 6000 Lobbyisten, die sogar einen Hausausweis des Bundestags besitzen!</strong> Und auch vor den Türen des Parlaments warten sie, die Abgesandten von Pharma-, Tabak- und Rüstungsindustrie, von Vereinen und Verbänden, in Hundertschaften. Allzu einfach kann man es sich zwar nicht machen &#8211; nicht jede Interessensvertretung ist grundsätzlich zu verdammen. Fragt man Bundestagsabgeordnete, so erhält man häufig zur Antwort, dass kein Abgeordneter alles wissen könne &#8211; und deswegen Hilfe und Beratung durch Dritte benötigt. Doch die Frage bleibt trotzdem: <strong>Wird unser politisches System nicht durch die Verflechtung von Wirtschaft und Politik korrumpiert?</strong></p>
<p>Denn es geht weiter: Kürzungen von Haushaltsposten haben die Budgets der Ministerien zusammenschnurren lassen. Wie Organisationen wie LobbyControl oder  investigative Medienvertreter aufzeigen, gibt es etliche dokumentierte Fälle, in denen Mitarbeiter von Lobbyverbänden als &#8220;Berater&#8221; und &#8220;Hilfskräfte&#8221; an deutsche Ministerien &#8220;ausgeliehen&#8221; wurden &#8211; und so etwa Vertreter der Finanzlobby an Gesetzen mitgeschrieben haben, die die Finanzindustrie eigentlich begrenzen sollten!</p>
<p>Von aufmerksamen Beobachtern könnte sich die Öffentlichkeit &#8211; so sie denn hingucken würde! &#8211; über den &#8220;Drehtür&#8221;-Effekt unterrichten lassen: Politiker und hochrangige Entscheidungsträger etwa aus Ministerien wechseln schamlos direkt nach ihrem Ausscheiden aus dem politischen Dienst in Lobbyorganisationen. Sie nehmen Beraterverträge an und lassen die Privatwirtschaft von ihrem Insiderwissen profitieren &#8211; womöglich zulasten der Gemeinschaft.</p>
<p>Ein besonders krasses Beispiel stellt Bert Rürup dar. Der Wirtschaftsweise hat im Dienst des Staates die nach ihm benannte &#8220;Rürup-Rente&#8221; entwickelt,  und wechselte nun für eine vermutlich nicht unwesentliche Summe zum Finanzoptimierer AWD &#8211; der genau solche Produkte verkauft (<a title="FTD: AWD bewahrt Rürup vor Rente" href="http://www.ftd.de/koepfe/:Wechsel-in-die-Wirtschaft-AWD-bewahrt-R%FCrup-vor-der-Rente/441150.html" target="_blank">Quelle: FTD</a>).</p>
<p>Die Menschen, die ihr Kündigungsschreiben fassungslos das dritte Mal lesen und es immer noch nicht fassen können, es auf dem Küchentisch glattstreichen und erkennen, dass sie als 50-Jährige womöglich keinen Job mehr finden &#8211; sie könnten da wohl zurecht empört sein, und vor Wut in die Tischkante beißen.</p>
<ul>
<li>Mehr Informationen zum Thema:</li>
<li><a title="LobbyControl - Hintergrundpapiere" href="http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/hintergrundpapiere/" target="_blank">LobbyControl &#8211; Initiative für Transparenz und Demokratie</a>.</li>
<li><a title="APuZ (bpb) Lobbyismus [pdf!]" href="http://www.bpb.de/files/NVFQ8X.pdf" target="_blank">&#8220;Aus Politik und Zeitgeschichte&#8221; &#8211; APuZ &#8211; Magazin der Bundeszentrale für politische Bildung zum Thema &#8220;Lobbyismus&#8221;</a></li>
<li><a title="Zeit Online: Lobbyismus" href="http://www.zeit.de/online/2006/10/lobbyismus" target="_blank">Lobbyismus &#8211; Die fünfte Gewalt. Von Thomas Leif und Rudolf Speth &#124; © ZEIT online, 2.3.2006</a></li>
</ul>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[ein grüner Aufschwung?]]></title>
<link>http://greensocial.net/2009/03/06/ein-gruner-aufschwung/</link>
<pubDate>Fri, 06 Mar 2009 15:19:35 +0000</pubDate>
<dc:creator>greensocial</dc:creator>
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<description><![CDATA[Auch wir haben uns viel in Krisenrhetorik geübt. Schon zum Ende letzten Jahres haben wir vorrausgesa]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Auch wir haben uns viel in Krisenrhetorik geübt. Schon zum Ende letzten Jahres <a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/12/31/2009-die-krise-meistern/" target="_blank">haben wir vorrausgesagt</a>, dass sich &#8220;die Krise&#8221;, begonnen im Finanzsektor, auf die gesamte Gesellschaft ausweiten wird &#8211; und dazu brauchte es ja auch gar nicht so viel Weitsicht. Zuletzt haben wir dann die <a href="http://greensocial.wordpress.com/2009/02/05/demokratie-in-der-krise/" target="_blank">Auswirkungen auf unser demokratisches System untersucht</a>.</p>
<p>Der vielgerühmte US-Präsident Barack Obama ist nun in der Realpolitik angekommen. Was ihn im eigenen Land ein &#8211; wenn auch sehr kleines &#8211; Stück unpopulärer macht, ehrt ihn aus der Distanz betrachtet: Seine Entscheidungen zeugen von Weitsicht und stehen durchaus in Kontinuität zu seinen formulierten Überzeugungen.<br />
Reformen und Krisenpakete durch immense, nie gehabte Schuldenberge zu finanzieren, ist dennoch unverantwortlich und widerspricht dem Gedanken der Nachhaltigkeit.</p>
<p>Dennoch: die Aktionsplattform avaaz.org beobachtet eine Philosophie des &#8220;<a href="http://www.avaaz.org/blog/en/" target="_blank">green recovery</a>&#8220;, des &#8220;grünen Aufschwungs&#8221;, und schreibt:</p>
<blockquote><p><strong>In the face of the global economic downturn and the climate crisis, a brilliant new idea is taking hold: green recovery.</strong> From China&#8217;s Hu Jintao to Obama in the U.S., leaders are realizing that a green recovery &#8212; investing in renewable fuels, efficiency, and new technology &#8212; <strong>is the best way to create jobs and save the planet</strong> at the same time.</p></blockquote>
<p>Politische Führer auf der ganzen Welt würden momentan die Erkenntnis gewinnen, dass die Beachtung ökologischer Aspekte auch im Hinblick auf soziale und ökonomische Ziele Früchte trägt.</p>
<p>Gut so &#8211; denn damit setzt sich die Vernunft durch (ganz unbescheiden können wir auch schreiben, dass es das ist, was wir seit hier beschreiben &#8211; und was dem Blog seinen Namen gibt: green.social). Doch tut sie es auch? Erkennen die politischen Entscheider, die Spitzen der mächtigsten und größten Nationen, wirklich die Dimension der Probleme, die vor uns stehen &#8211; gerade in ökologischer Sicht, und dass der Klimawandel weitaus schlimmere Auswirkungen haben wird als eine rein ökonomische Krise wie diese? Und vor allem, tun sie auch etwas?</p>
<p>Diese Fragen müssen wir uns stellen, denn es geht um unsere Zukunft &#8211; nicht mehr und nicht weniger. Ganz pathetisch.</p>
<p>Auch wir möchten uns diesen Fragen in den kommenden Einträgen verstärkt widmen. Zunächst werden wir, Stück für Stück, unsere Wünsche zusammentragen:</p>
<p>In was für einer Gesellschaft wollen wir leben? Welche Ängste, aber auch Chancen und Visionen haben wir? Wie wird sich unser gesellschaftliches Zusammenleben verändern? Was erwarten wir von unserer Gesellschaft?<br />
Solche Idealvorstellungen müssen kritisch überprüft werden &#8211; auch auf ihre Durchsetzbarkeit hin: Können wir es uns überhaupt leisten, weiter so zu leben wie bislang?</p>
<p>Ein grüner Aufschwung ist bislang noch nicht erkennbar. Weder grün, noch Aufschwung. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.</p>
<p>Mit unserer Serie möchten wir anregen und gestalten.<br />
<strong>Für ein Deutschland der Zukunft.</strong></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[...immer wieder Krisen?]]></title>
<link>http://greensocial.net/2009/01/23/immer-wieder-krisen/</link>
<pubDate>Fri, 23 Jan 2009 16:44:50 +0000</pubDate>
<dc:creator>greensocial</dc:creator>
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<description><![CDATA[&#8220;Wiederholt sich Geschichte?&#8221;, fragte sich der FAZ-Kolumnist Hanno Beck in seinem ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>&#8220;Wiederholt sich Geschichte?&#8221;, fragte sich der FAZ-Kolumnist Hanno Beck in seinem &#8220;Beck-Office&#8221; kürzlich. In der gleichen Zeitung wurden im letzten Monat Artikel veröffentlicht mit dem Titel &#8220;Mit der Finanzkrise wiederholt sich die Geschichte&#8221; sowie &#8220;Die Geschichte wiederholt sich nicht&#8221; &#8211; natürlich immer mit unterschiedlichen Autoren.</p>
<p>Doch ganz gleich, von welcher Seite man sich der Frage nähert,  ob es eine Gesetzmäßigkeit gibt, nach der regelmäßig Krisen auftreten &#8211; eines ist klar. Es gab immer wieder in der Geschichte der Menschheit Krisen.</p>
<p>Dafür liegen drei Erklärungen nahe. Zum einen ist natürliche die keynesianische Periodik heranzuziehen, nach der Auf- und Abschwungsphasen aufeinander folgen. Zum anderen  liegt es in der menschlichen Natur, dem Gegenwärtigen krass entgegengesetzte Positionen zu ergreifen; dabei wird im gesellschaftlichen und ökonomischen Spektrum die &#8220;Wellenbewegung&#8221; verstärkt und der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_Maynard_Keynes" target="_blank">Keynes</a>-Effekt betont.</p>
<p>Zudem  ist aus sozio-ökologischer Perspektive eine weitere gesellschaftliche Erklärung aufzuweisen. Die Frage nach den &#8220;Grenzen des Wachstums&#8221; wird für so manchen, der sich mit Ökologie beschäftigt, zur Sinnfrage.</p>
<blockquote><p>Kann ein Kapitalismus, dessen marktwirtschaftliches System &#8220;immer mehr&#8221; will, wirklich ökologisch und ökonomisch ausgeglichen sein?</p></blockquote>
<p>Eine Wachstumsrate für jede Volkswirtschaft von mindestens 2% wird als geradezu selbstverständlich empfunden, um hohen Wohlstand wie in den westlichen Gesellschaften zu sichern.<br />
Doch führt man sich vor Augen, was das bedeutet, so fällt auf: Für einen Erhalt des Wohlstands soll Wachstum, auf Ressourcenausbeutung aufgebaut, notwendig sein? Jedes Jahr soll unsere Wirtschaft 2% erfolgreicher sein als zuvor, und im nächsten Jahr vom erhöhten Betrag nochmal 2% mehr, und immer so weiter? Da muss klar sein, dass es nicht unendlich weiter geht &#8211; die &#8220;Grenzen des Wachstums&#8221; werden erreicht werden. Die Wachstumsspirale nach oben wird sich nicht unendlich fortsetzen lassen und irgendwann ihr Ende finden.</p>
<p>In Rezessionszeiten über &#8220;<a href="http://http://greensocial.wordpress.com/2008/05/22/grenzen-des-wachstums/" target="_blank">Grenzen des Wachstums</a>&#8221; zu philosophieren, ist zwar bequem &#8211; man wirkt prophetisch &#8211; aber dennoch unabdingbar. Um eine Lösung zu finden, die zwar weiter Wohlstand sichert &#8211; zukünftig auch mehr Menschen als bisher -, aber dennoch <a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/05/26/tragfahigkeit-grundlagen-fur-den-weg-zur-nachhaltigkeit/" target="_blank">nachhaltig</a> ist, müssen wir uns anstrengen. Übertreiben wir die Sucht nach Wachstum nämlich, könnte es irgendwann zu einer &#8220;harten Landung&#8221; kommen, einem abrupten Versagen unserer globalökonomischen Systeme. Dies muss kein apokalyptisches Szenario sein &#8211; schließlich ist es möglich, Wachstum mehr an Nachhaltigkeit auszurichten.</p>
<blockquote><p><strong>Es ist langfristig notwendig, unsere Lebensweise noch mehr an weltweiter sozialer Gerechtigkeit und ökologischen Kriterien auszurichten.</strong></p></blockquote>
<p>Die derzeitige Krise &#8211; mit international zu beobachtenden Staatseingriffen in die Märkte &#8211; bietet hervorragende Chancen, die globale Wirtschaft und Gesellschaft auf die Zukunft vorzubereiten, und die <em>&#8220;Chancen des Wachstums&#8221;</em> zu nutzen. Denn wenn mit Ressourcenausbeutung und Treibhausgasemission wie bislang fortfahren, werden wir an Umweltschäden nur allzu früh bemerken, dass dies langfristig nicht tragbar ist.</p>
<p>Besonders der Klimawandel schwebt hier als Damoklesschwert über uns, das baldiges Handeln erfordert. Die Reaktionen der Bundesregierung auf die derzeitige Weltwirtschaftskrise sind nicht durchweg sinnvoll, in manchem auch kontraproduktiv. Steuern für besonders große Autos als Anreiz zu senken &#8211; wie es angedacht ist -, erscheint schlichtweg wahnsinnig.<br />
Wer nun kurzfristig denkt und Geld verpulvert, gewinnt nichts.</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Klimakrise ist langfristig gefährlicher als die Wirtschaftskrise&#8221;,</p></blockquote>
<p> schreibt auch die <a href="http://www.greenpeace.de/themen/klima/presseerklaerungen/artikel/qdie_klimakrise_ist_gefaehrlicher_als_die_wirtschaftskriseq/" target="_blank">Umweltschutzorganisation Greenpeace </a> in ihrer &#8220;Klimabilanz 2008&#8243;: &#8220;Es drohen Orkane und Überschwemmungen, Klimaflüchtlinge, das Auftauen der Arktis &#8211; die Folgen des Treibhauseffektes werden uns schneller ereilen als bislang angenommen&#8221;, sagt Brigitte Behrens, Geschäftsführerin von <span lang="en">Greenpeace</span>. <q>&#8220;<strong>Die Regierung hat in der Bankenkrise schnell gehandelt, das muss sie endlich auch in der Klimakrise leisten.</strong> 2009 darf keine Chance für Klimaschutz verspielt werden.&#8221;</q></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wirtschaftskrise vs. Umwelt?]]></title>
<link>http://greensocial.net/2009/01/15/wirtschaftskrise-vs-umwelt/</link>
<pubDate>Thu, 15 Jan 2009 13:18:23 +0000</pubDate>
<dc:creator>greensocial</dc:creator>
<guid>http://greensocial.net/2009/01/15/wirtschaftskrise-vs-umwelt/</guid>
<description><![CDATA[O tempores, o mores &#8211; jetzt schreiben wir auch schon darüber. Die globale Wirtschafts- und Fin]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>O tempores, o mores &#8211; jetzt schreiben wir auch schon darüber. Die globale Wirtschafts- und Finanzkrise, die derzeit über uns hereinbricht, ist das bestimmende Thema dieser Wochen. Und wird es wohl auch bleiben. Deswegen widmen wir uns dem Thema und versuchen, den Umweltgedanken auch in der &#8220;Krise&#8221; wieder voranzubringen.</p>
<p>Gerade hat die Bundesregierung <a title="Kommentar zum Konjunkturpaket" href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,601205,00.html" target="_blank">ein neues Konjunkturpaket in Arbeit</a>, über das so kontrovers gestritten wird wie über kaum eine Krisenlösungs-Maßnahme in den vergangenen Monaten. Während die große Koalition fest zusammensteht, hackt die Opposition auf dem Paket herum. Wie immer liegt die Wahrheit wohl in der goldenen Mitte:  Das Konjunkturpakte ist nicht optimal, aber was ist das schon? Handeln ist besser als Resignieren &#8211; nur kommt es natürlich auf die Qualität an.</p>
<p>Einige Gedanken zum Thema müssen wir vorwegschicken.  Zum einen,  ganz essentiell ist der Punkt der Verschuldung. <strong>Wenn wir von Nachhaltigkeit sprechen, so gilt das nicht nur für die Umwelt.</strong> &#8220;Nachhaltige Entwicklung&#8221; ist eine Entwicklung, die nicht auf Kosten kommender Generationen statt findet (<a title="Nachhaltigkeit" href="http://www.nachhaltigkeit.info/suche/a-z/n/nachhaltigkeit_432.htm" target="_blank">Quelle</a>), und enorme Schuldenberge anzuhäufen, ist definitiv ein Handeln auf Kosten kommender Generationen.</p>
<p>Zum anderen, wir haben es hier schon häufig erwähnt: Umwelt wird oft erst dann ein Thema mit hoher Priorität, wenn die Wirtschaft floriert.</p>
<blockquote><p>&#8220;Erst wenn der Laden läuft, machen wir uns Gedanken über Luxusthemen wir Umwelt&#8221;,</p></blockquote>
<p>denken scheinbar viele Entscheidungsträger. Dass diese Einstellung längst überholt ist, muss jedem klar sein. Dass sie immer noch in den Köpfen ist, lässt sich täglich beobachten. Entwicklungsländer wie die VR China bauen in einem solchen Umfang umweltschädliche Technologien wie Kohlekraftwerke aus, dass es nicht einmal im Traum als nachhaltig bezeichnet werden kann &#8211; doch zunächst gilt es dem chinesischen Regime, koste es, was es wolle, den westlichen Wohlstand zu erreichen.<br />
Ein Recht, dass diesen Ländern nicht versagt werden kann: Die DDR tat es genauso, die BRD auch &#8211; und <strong>letzten Endes sind alle  Industriestaaten groß geworden, indem sie die Umwelt hemmungslos ausbeuteten</strong>.</p>
<p>Auch der Blick auf die aktuelle Entwicklung bestätigt das: 2007 war der Klimawandel &#8211; neu bestätigt durch IPCC-Report und Al Gores Engagement &#8211; das absolute Topthema von Gesellschaft und Medien. Mit der 2008 vollends aufblühenden Subprime-Krise im US-Immobilienmarkt, die Quelle unserer heutigen globalen Finanzkrise ist, wurden die wirtschaftlichen Ängste wieder Hauptthema. Na klar &#8211; verständlich ist das:</p>
<blockquote><p>Individuell geht jedem die Sicherheit des eigenen Arbeitsplatzes näher als das Abschmelzen der Polkappen.</p></blockquote>
<p>Doch rational begründen lässt sich die Präferenz gesellschaftlicher Entscheider, Wirtschaftsthemen über Umweltproblemen auf die Agenda zu setzen, nicht. Denn das Umwelt die Grundlage unserer Wirtschaft, ja, unserer Existenz ist, bleibt volkswirtschaftlich unbestritten. Und logisch ist es natürlich zudem.</p>
<p><strong>Umweltprobleme waren immer schon global. Die Weltwirtschaft ist es heute auch.</strong> Doch die Politik kann auf diese veränderte Situation bislang noch nicht in ausreichendem Maße reagieren &#8211; denn sie ist weiterhin in nationalen Gefäßen &#8211; Nationalstaaten &#8211; gefangen und hat höchstens noch auf supranationaler Ebene eine Mitwirkung (Beispiel EU).<br />
Doch eine wirklich schlagkräftige Einigung unter <span style="text-decoration:line-through;">allen von Umweltproblemen betroffenen, also</span> allen Ländern im Bereich Klimawandel etc. gibt es nicht. Umwelt bleibt politisch nachrangig.</p>
<p>Auch das deutsche Konjunkturpaket zielt, <a title="B90/Grüne" href="http://www.gruene-bundestag.de/cms/beschluesse/dokbin/265/265208.beschluss_frankfurter_erklaerung.pdf" target="_blank">wie die Grünen kritisieren</a>, hauptsächlich auf  &#8220;Beton statt Umwelt und Bildung&#8221; ab. Da wäre ein Ansatzpunkt gewesen: Schon heute entstehen allein im Bereich &#8220;Erneuerbare Energie&#8221; Tausende von Jobs.</p>
<p>Wieso nicht mal selbstbewusst das Thema Umwelt vertreten? <strong>Umwelt und Wirtschaft sind kein Widerspruch, sie können gemeinsam politisch behandelt werden. Und nur zu häufig zeigt sich, dass das sogar sehr effektiv ist.</strong> <a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/11/13/wirtschaft-der-zukunft-okologische-marktwirtschaft/" target="_blank">(vgl. &#8220;Ökologische soziale Marktwirtschaft&#8221;)</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[2009 - die Krise meistern]]></title>
<link>http://greensocial.net/2008/12/31/2009-die-krise-meistern/</link>
<pubDate>Wed, 31 Dec 2008 18:26:16 +0000</pubDate>
<dc:creator>greensocial</dc:creator>
<guid>http://greensocial.net/2008/12/31/2009-die-krise-meistern/</guid>
<description><![CDATA[Was wird das neue Jahr 2009 bringen? Wir wagen einen Blick in die Zukunft und sagen voraus, welche T]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Was wird das neue Jahr 2009 bringen? Wir wagen einen Blick in die Zukunft und sagen voraus, welche Themen besonders heiß sein werden. Mit den besten Wünschen für 2009!</p>
<ul>
<li>
Amerika</li>
</ul>
<p>Amerika hat gewählt. Ende Januar wird Barack Obama ins Amt des US-Präsidenten eingeführt. Medien werden den Augenblick als „historisch“ bezeichnen – und das ist er auch. Vom neuen US-Präsidenten dürfen wir eine geänderte Politik in Sachen Klima, Umwelt, Sicherheit, Nahost und ein verändertes Auftreten der USA erwarten. Die bisherige Vormachtstellung wird ein Stück weit zurückgefahren werden, um Verantwortung (die die USA häufig Soldaten kostet) loszuwerden. Aber einer Illusion sollten wir uns nicht hingeben: Die USA werden weiter auf ihre privilegierte Stellung in der Welt im allgemeinen und in der UNO und im Sicherheitsrat  im besonderen pochen.<br />
Nur, dass ein ausgesprochen linker Präsident an der Macht ist, bedeutet nicht, dass die USA nicht mehr wichtig sein wollen – zumal sich zeigen wird, dass es Obamas Stärke ist, pragmatisch zu sein. Viele mag das enttäuschen.</p>
<ul>
<li>Deutschland</li>
</ul>
<p>Auf uns kommen viele wichtige Wahlen zu: Am 7. Juni wird das Europaparlament gewählt – ein Vorgang, der überaus wichtig ist. Europa nimmt als supranationale Organisation viel Einfluss auf unser tägliches Leben! Am 27. September wird dann unser eigenes Parlament, der Bundestag, gewählt. Außerdem finden etliche Wahlen in Ländern und Kommunen an. Vom Ausgang dieser Wahlen – die als GAU im Bund ein Kippen in eine bürgerlich-rechte, (schwarz/gelbe) Regierung nach sich ziehen – hängt ab, wie die deutsche Politik zukünftig aussieht. Besonders kritisch sind Umweltthemen wie Klima oder Atomausstieg, aber auch Konjunktur und Bildung. Es könnte wohl auch eine große Koalition zustande kommen, die zwar handlungsmächtig ist, aber immer auch Verdrossenheit nach sich zieht.</p>
<ul>
<li>Klima-Gipfel</li>
</ul>
<p>In Kopenhagen wird 2009 v0m 30.11.-11.12. ein globaler Klimagipfel stattfinden. Nachdem die Ergebnisse in Sachen Klima 2008 eher bescheiden waren, muss 2009 zwingend ein ambitionierter Beschluss für eine Nachfolgeregelung des Kyoto-Protokolls gefunden werden. Um einen Beschluss erzielen zu können, muss es eine Einigung zwischen Industrie- und Entwicklungsländern geben: Die ersteren wollen rücksichtslos ihre Interessen durchsetzen, um ihr Wohlstandsniveau zu behalten; die anderen werden sich jedem Beschluss verweigern, der ihren Interessen zuwiderläuft. Besondere Bedeutung kommt Schwellenländern wir Indien und China zu. Und: letzten Endes werden wir als Industriestaaten zurückstecken müssen. Im Interesse der Weltgemeinschaft – alles andere wäre fatal und würde als direkte Konsequenz zu einer Erhöhung der globalen Durchschnittstmperatur um mehr als 3°C führen. Katastrophal.</p>
<ul>
<li>Hiobsbotschaften</li>
</ul>
<p>Ein Umdenken in Sachen Umwelt ist essentiell notwendig, wenn die Generation eines jetzt 5-Jährigen auch noch wenigstens entfernt so leben können soll, wie wir es heute tun.<br />
Zu einem solchen Umdenken könnten Hiobsbotschaften beitragen, die wir das Jahr über mit absoluter Sicherheit hören werden: Es werden Eisschelfe aus der Antarktis abbrechen, die Arktis und der grönländische Eisschild weiter abschmelzen, Naturkatastrophen werden stattfinden. Und wir werden, dank Politik und Wissenschaft, immer neuer Erkenntnisse über Umwelt und Klimawandel gewinnen. Armut und ihre Auswirkungen, auch und zunehmend durch Klimawandel bedingt, nehmen drastisch zu. 2009 wird nicht der Weltuntergang, aber es wird vielen hunderttausend Menschen wieder eine Vorstellung vermitteln, wie schlimm der Klimawandel tatsächlich ist. Und uns hoffentlich Erkenntnisse, dass wir uns dagegen stellen müssen.</p>
<ul>
<li>Wirtschaftskrise</li>
</ul>
<p>Und dann ist da noch die Wirtschaftskrise. Ganz klar ist, dass sie uns auch das nächste Jahr über begleiten wird – dazu muss man kein Prophet sein. Schon vom November auf Dezember 2008 stieg die Arbeitslosenzahl in Deutschland um über 100.000 – und das, obwohl die meisten Kündigungen wohl zum 31.12.08, spricht zum Jahresende erfolgen werden. Viele Effekte der Wirtschaftskrise werden wir also erst noch zu spüren bekommen.<br />
Aber nicht nur individuelle Schicksale werden das zu spüren bekommen – auch der Staat hat weniger Geld. Und das ist natürlich gerade in Krisenzeiten fatal. Zum einen wegen Sozialleistungen, die aufzubringen sind. Zum anderen, weil so nötige Investitionen noch schwerer fallen. Und: Umweltschutz genießt häufig erst dann Priorität, wenn die Wirtschaft ansonsten floriert und alle sorglos sind. Geht es aber den Bach hinunter, in die Rezession, so besteht die Gefahr, dass auch Umweltproblemen kein so hoher Stellenwert mehr beigemessen wird.</p>
<ul>
<li>Ölpreis</li>
</ul>
<p>Auch der Ölpreis wird wieder steigen. Denn der bestehende Automatismus wirkt, ganz klar: Geringeres Angebot, steigende Nachfrage – führt zu einem steigenden Preis. Zudem wird das Ölkartell, die OPEC, auf hohe Marktpreise bedacht sein und die Fördermenge gering halten. Vielleicht kaschiert das, dass der „peak oil“ &#8211; der Punkt der maximalen Fördermenge – schon überschritten wurden. Vielleicht kommt aber auch ans Licht, wie nah wir einer „harten Landung“ schon sind. Die Nachricht, dass unser Öl bei steigender oder gleichbleibender Nachfrage nur noch 15-20 Jahre reichen würde, währe nicht überraschend, aber eine Katastrophe: Denn so schwerfällig, wie sich die Weltgemeinschaft zuletzt gezeigt hat, wäre ein 100%-iger Umstieg nicht schnell genug möglich.</p>
<ul>
<li>Russland, China</li>
</ul>
<p>Vermutlich haben wir im kommenden Jahr erneut agitative Aktionen Russlands zu befürchten. Mit einer neu verlegten Pipeline, die direkt unter Russlands Nase in Richtung Europa führt, Russland aber umgeht, wird der mächtige Riese gereizt. Besonders die Beziehung zu Russlands direkten Nachbarn bietet Potential für so manchen Krieg. Bezüglich der russischen Führung sind keine Nachrichten vielleicht die Besten – weil dann alles wie bisher (in schiefen Bahnen) verläuft, aber zumindestens geregelt. Nachrichten hingegen könnten die Machtergreifung Putins bedeuten.</p>
<p>Auch von China werden wir einiges hören – die Charta08 mag ein Dokument sein, dass in China noch für mehr Wirbel sorgt. Langfristig wird China nicht als ein Reich zu halten sein, sind sich viele Politologen einig. Könnte ein Zerbrechen der KPCh auch ein Zerbrechen Chinas bedeuten?<br />
Zunächst aber wird die fernöstliche Diktatur offensiver in Erscheinung treten: politisch, militärisch und rhetorisch. Von der Welt weitgehend unbeachtet blieb bislang das chinesische Engagement in Afrika – dort kaufen die Chinesen ganze Landstriche auf (Öl-)protektionistischen Gründen.</p>
<blockquote><p>Insgesamt werden wir 2009 viel Krisenrhetorik und Wahlkampfgetöse hören. Es wird darauf ankommen, genau hinzuhören, was die Gestalter unserer Geschicke sagen, und der (berechtigten!) Panikstimmung keinen zu großen Gefallen zu machen und keinen politischen „Psychologie-Effekt“ aufkommen zu lassen. Investitionen tätigen und kluge Entscheidungen zu treffen, heißt die Devise gerade im staatlichen, aber auch privaten Bereich. Denn vor allem das wird wichtig: <em>zu handeln.</em></p></blockquote>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Katastrophenjahr 2008]]></title>
<link>http://greensocial.net/2008/12/29/katastrophenjahr-2008/</link>
<pubDate>Mon, 29 Dec 2008 13:05:09 +0000</pubDate>
<dc:creator>greensocial</dc:creator>
<guid>http://greensocial.net/2008/12/29/katastrophenjahr-2008/</guid>
<description><![CDATA[Das Jahresende naht und es wird Zeit, Bilanz zu ziehen. Das Versicherungsinstitut  &#8220;Münchner R]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Das Jahresende naht und es wird Zeit, Bilanz zu ziehen. Das Versicherungsinstitut  &#8220;Münchner Rück&#8221; hat das getan &#8211; und kommt zu einem unschönen Ergebnis.</p>
<p>&#8220;2008 gab es so viele Katastrophen wie lange nicht&#8221;, weiß die SZ, und die <a href="http://www.wallstreet-online.de/nachrichten/nachricht/2653370.html" target="_blank">dpa meldet</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;MÜNCHEN (dpa-AFX) &#8211; Zahlreiche Naturkatastrophen wie Wirbelstürme und Erdbeben haben das Jahr 2008 nach Angaben der Münchener Rück zu einem der schlimmsten seit mehr als hundert Jahren gemacht. Weltweit seien 2008 <strong>mehr als 220 000 Menschen ums Leben gekommen</strong>, teilte der Rückversicherer am Montag in München mit. <strong>Der gesamtwirtschaftliche Schaden lag bei rund 200 Milliarden US-Dollar (140 Mrd Euro).</strong> Damit sei 2008 eines der schlimmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen Anfang des vergangenen Jahrhunderts. Noch verheerender war die Bilanz nur 1995 mit dem Erdbeben von Kobe in Japan, 2004 mit dem Tsunami in Südostasien und 2005 mit seinen zahlreichen Wirbelstürmen.&#8221; <em>(Hervorhebungen von uns)</em></p></blockquote>
<p>2005 beliefen sich die insgesamt angefallenen Schäden wegen der Tsunami-Katastrophe auf 210 Mrd US-$. Die Jahre zuvor lag er immer deutlich niedriger. Noch im vergangenen Jahr, 2007, betrugen die gesamtwirtschaftlichen Schäden nur 82 Mrd $ &#8211; und damit nur 40% der Schäden diesen Jahres.</p>
<p>Gewiss wäre es vermessen, diese Effekte vollständig auf Klimaerwärmung und globalem Wandel zurückzuführen &#8211; sie jedoch überhaupt nicht damit in Verbindung zu bringen, wäre noch gefährlicher!</p>
<p>Auch die Münchner Rück selber analysiert:</p>
<blockquote><p>&#8220;Der Klimawandel hat bereits eingesetzt und trägt mit großer Wahrscheinlichkeit zu immer häufigeren Wetterextremen und dadurch bedingten Naturkatastrophen bei. Diese wiederum richten immer größere Schäden an, da weltweit auch die Wertekonzentration in risikoexponierten Gegenden, etwa an den Küsten, weiter steigt.&#8221;</p></blockquote>
<p><a href="http://www.munichre.com/de/press/press_releases/2008/2008_12_29_press_release.aspx">(vgl hierzu: Pressemitteilung der Münchner Rück)</a></p>
<p>Zwar tragen auch geologische Schäden &#8211; also z.B. Erdbeben &#8211; zum Schadensvolumen bei. Doch laut Münchner Rück machen Wetterereignisse schon mit die größte Position bei den Naturkatastrophen aus.</p>
<p>Kühl rechnen die Analysten des Rückversicherers aus, dass 2008 das Jahr mit den größten Schäden seit Beginn der Aufzeichnungen ist &#8211; nach 2005 (Hauptfaktor Hurrikans und Tsunami) und 1995 (Erdbeben in Asien).</p>
<p><strong>Es fällt auf: Die katastrophenreichsten Jahre liegen alle in den letzten 15 Jahren.</strong><br />
Wie wird es das nächste Jahrzehnt weitergehen?</p>
<p>Sir Nicholas Stern, der ehemalige Chefökonom der Weltbank, hat der britischen Regierung dazu schon vor einiger Zeit einen Bericht vorgelegt. Im &#8220;Stern-Report&#8221; legt der Autor dar:</p>
<blockquote><p>Der Klimawandel ist die größte Katastrophe, der sich die Menschheit gegenübersieht, und hat das Potential, uns auszulöschen.<br />
Es kostet uns 1% des weltweiten Bruttosozialprodukts, die Klimawandel-Folgen auf einem erträglichen Maß zu halten.<br />
Tun wir das nicht, so kann uns der Klimawandel 20% &#8211; ein Fünftel! &#8211; des globalen BSP kosten, in Schwellenländern mehr.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.hm-treasury.gov.uk/d/stern_shortsummary_german.pdf" target="_blank">(vgl. dazu Kurzfassung des Stern-Report [pdf])</a></p>
<p>Damit ist eine Handlungsperspektive gegeben &#8211; und Handlungsbedarf aufgezeigt. Dieser Tage gilt das öffentliche Interesse und alle Aufmerksamkeit der Finanzkrise, welche aus der unreflektierten Kreditvergabe in den USA resultiert.</p>
<p>Wichtiger wäre es, sich vor Augen zu rufen, was uns für eine Krise droht, wenn wir dem Klimawandel nicht entgegensteuern &#8211; eine immens gefährlichere Krise nämlich.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Pendlerpauschale]]></title>
<link>http://greensocial.net/2008/12/10/pendlerpauschale/</link>
<pubDate>Wed, 10 Dec 2008 11:02:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>greensocial</dc:creator>
<guid>http://greensocial.net/2008/12/10/pendlerpauschale/</guid>
<description><![CDATA[Wie u.A. SPiegelONline heute berichtet, ist das Verfahren um die Pendlerpauschale am Bundesverfassun]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Wie u.A. <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,595285,00.html" target="_blank">SPiegelONline</a> heute berichtet, ist das Verfahren um die Pendlerpauschale am Bundesverfassungsgericht zu Ende gegangen. Die Richter kamen zu einem überraschend klaren Urteil und kassierten die Abschaffung der Pendlerpauschale, die die derzeitige Bundesregierung durchgesetzt hatte.</p>
<p>Bis zum 1.1.2007 erhielten Pendlerinnen und Pendler für jeden Kilomater, den sie auf dem Weg zur Arbeitsstelle zurücklegten, einen Betrag von 0,30€, den sie kumuliert von der Steuer absetzen konnten. Also: Fährt jemand an 20 Tagen im Monat je 10km hin und zurück, so könnte er mit dieser Regelung 60€ pro Monat von der Steuer absetzen. Seit Anfang 2007 kann aber erst ab dem 21. Kilometer die Pauschale von der Steuer abgesetzt werden.</p>
<p>Unpopulär, klar. Denn viele derjenigen, die z.B. 15km zur Arbeit fahren, bekamen so nichts. Falsch, lautet nun das Urteil. Auch sie sollen bedacht werden.</p>
<p>Die Umweltschutzverbände jaulen auf: Die &#8220;Zersiedelung der Landschaft&#8221; würde gefördert. Das mag in Punkten stimmen, ist aber nicht der wesentliche Punkt (zumal ebendiese Öko-Vorkämpfer auch aufjaulen würden, wenn es um eine exponentiell zunehmende Urbanisierung geht).</p>
<p>Die Diskussion um die Pendlerpauschale ist emotional und politisch derart aufgeladen, dass sie kaum mehr sachlich zu führen ist.<br />
Führen wir uns doch noch einmal vor Augen, wieso es die Pendlerpauschale überhaupt gibt: Die Intention war, grob gesagt, diejenigen zu unterstützen, die einen weiten Arbeitsweg haben. Wer nun in Lübeck wohnt, aber notgedrungen einen Job in Hamburg ausübt, weil er sonst arbeitslos würde -solchen Mitbürgern soll die Pendlerpauschale das Leben erleichtern.</p>
<p>Ein wesentlicher Punkt wird dabei aber außer Acht gelassen: Bei der Abschaffung der Pendlerpauschale geht es nicht darum, Menschen etwas <em>wegzunehmen</em>. Es geht lediglich darum, dass sie einen Vorteil nicht mehr erhalten.<br />
Dass um Geschenke (die ja eigentlich nie mit Ansprüchen verbunden sind), so erbittert gestritten wird, zeigt, wie hoch die Erwartungshaltung an den Staat ist &#8211; und welche negativen Auswirkungen diese hohe Erwartungshaltung haben kann.</p>
<p>Betrachten wir es vor einem Hintergrund der Nachhaltigkeit, so erscheint die Pendlerpauschale als hochgradig verdammenswert. Mit ihr wird de facto umweltschädliches Verhalten unterstützt: Wer sich ein Häuschen im Grünen baut und meint, mit seinem dicken Auto lange Wege zur Arbeit zurücklegen zu müssen, wird für die damit verbundene Abnutzung unseres Verkehrswegenetzes und die ausgestoßenen Treibhausgas-, Lärm- und Schmutzemissionen noch bezahlt.  Die Pendlerpauschale einfach <em>abzuschaffen</em>, wäre doch ein guter Deal gewesen: Das eine Extrem (&#8220;Bestrafung&#8221; für Wegeabnutzung und Emissionen, d.h. finanzielle Zusatzabgaben) werden nicht ausgeübt, aber es wird auch nicht attraktiver gemacht, sich umweltschädlich zu verhalten. Die goldene Mitte.</p>
<p>Hingegen war die Bundesregierung so ungeschickt, die Maßnahme mit &#8220;Haushaltskonsolidierung&#8221; zu begründen. Dies sei kein ausreichender Grund, urteilte nun das BVG und schaffte Fakten.<br />
Doch auch jene Begründung ist unter dem Stichwort &#8220;Nachhaltigkeit&#8221; zu sehen: Nun kommen 25 Milliarden Euro Mehrkosten auf uns zu. Geld, das wir nicht haben. Aus konjunkturellen Gründen wird es nicht aus dem laufenden Haushalt finanziert, sondern vielmehr aus neuen Schulden. Der GAU: denn nun belasten wir die heute junge Generation mit noch mehr Schulden. Auch das schlägt sich negativ auf die Nachhaltigkeit wieder. Ein konsolidierter Haushalt rückt in noch weitere Ferne.</p>
<blockquote><p>Aus ökologischen Gründen der Nachhaltigkeit ist die Abschaffung der Pendlerpauschale wünschenswert, um ein umweltschädliches Verhalten nicht weiter zu unterstützen. Auch das Gegenteil, &#8220;Strafsteuern&#8221;, muss vorsichtig eingesetzt werden. Wieso also nicht dabei bleiben &#8211; Pendlerpauschale abschaffen? Nun aber aus ökologisch-nachhaltigen Gründen.</p></blockquote>
<p>Die Debatte muss sachlicher werden. Gerade jetzt, wo auf EU-Ebene der Umweltschutz vernachlässigt wird und unzureichende Beschlüsse gefasst werden, sollten wir hier aktiv werden. Einmal würde Umweltschutz noch nicht einmal Geld kosten, sondern sogar 25 Mrd. einbringen.<br />
Handeln wir langfristig nicht, werden wir nicht umhin kommen, Autofahren schon in wenigen Jahren einzuschränken. Zum Beispiel durch Sondersteuern etc.</p>
<p>Eine Maßnahme, die konkret ergriffen werden könnte, bezieht sich &#8211; im Rahmen des Gerechtigkeitsbegriffs wie auch der Rationalität &#8211; darauf, dass Kosten für firmeneigene Wagenflotten z.Z. noch von der Steuer abgesetzt werden können. Das geht natürlich auch nicht: Keine Steuervergünstigungen für spritschluckende Dienstwagen-Monster! <em>(Dank an Der Brüsseler für den Hinweis) </em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Welt-AIDS-Tag]]></title>
<link>http://greensocial.net/2008/12/01/welt-aids-tag/</link>
<pubDate>Mon, 01 Dec 2008 19:53:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>greensocial</dc:creator>
<guid>http://greensocial.net/2008/12/01/welt-aids-tag/</guid>
<description><![CDATA[Über 40 Millionen Menschen sind von AIDS betroffen. Eine so große Menge, wie sie die Bevölkerung von]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img class="alignright size-full wp-image-138" style="border:0 none #000000;margin:20px;" title="aids-schleife" src="http://greensocial.wordpress.com/files/2008/12/aids-schleife.gif" alt="aids-schleife" width="200" height="300" />Über 40 Millionen Menschen sind von AIDS betroffen. Eine so große Menge, wie sie die Bevölkerung von halb Deutschland darstellt.</p>
<p>Über zwei Millionen Menschen sterben jedes Jahr direkt an den Folgen von AIDS.</p>
<p>Die Zahl der Neuinfektionen steigt. Und: noch nie wurden mehr Neuinfektionen festgestellt als im letzten Jahr.</p>
<p>Aber auch eine große Zahl Kranker ist vielleicht heilbar &#8211; AIDS-Kranke jedoch nicht. Und das ist das wirklich schlimme:</p>
<p>AIDS ist nicht heilbar.</p>
<p>Die Immunschwächekrankheit, verursacht durch das HI-Virus (HIV), kann aufgehalten werden, aber nicht bekämpft. Betrachten wir es vor unserem üblichen, analytisch-trockenen Hintergrund der globalen Vernetzung:</p>
<p>Das ist schon in fortschrittlichen Ländern wir Deutschland eine Katastrophe: Nämlich zu wissen, dass viele hundert Einzelschicksale AIDS zum Opfer fallen werden, zum Teil ohne eigenes Verschulden, und schon nach dem &#8220;postiv&#8221;-Testergebenis in der Gewissheit, nie mehr ein unbeschwertes Leben führen zu können.</p>
<p>Doch in Volkswirtschaften, die sich noch in Entwicklung befinden, hat AIDS auch wirtschaftlich noch fatale Auswirkungen. Und das auf zwei Ebenen: Einerseits sind meist die Ernährer von Familien betroffen; im Falle der Erwerbsunfähigkeit oder des Todes bricht ganzen Familien die Lebensgrundlage weg.<br />
Und zum anderen sind soziale Sicherungssysteme dort nicht in der Lage, den Erkrankten sinnvoll beizustehen. Hinzu kommt, dass die Leistungsfähigkeit ganzer Länder durch AIDS entscheidend geschwächt wird.</p>
<p>Besonders in Afrika wütet die Epidemie, und das südliche Afrika ist am stärksten betroffen. In Swaziland, östlich der Republik Südafrika gelegen, ist der Staat nicht mehr lebensfähig:Um Alte und Kinder bereinigt, weiß <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lesotho#Aids_in_Lesotho" target="_blank">Wikipedia</a>, beträgt die Infektionsquote dort 63% [sic!]. Ein Kind, das dort auf die Welt kommt, hat eine Lebenserwartung von nur 34 Jahren &#8211; wenn es nicht der hohen Kindersterblichkeit unterliegt.</p>
<p>Im Hinblick auf internationale Solidarität haben wir eine große Verantwortung. Wir können zwar nicht heilen &#8211; niemand kann das -, aber helfen. Wir müssen unsere Pharmakonzerne an die kurze Leine nehmen. Denn diese versuchen mit AIDS-Medikamenten ein Geschäft zu machen.<br />
Die Herstellung sog. Generika (preiswerter, nachgemachter Medikamente) muss ermöglicht, unterstützt und gefördert werden.<br />
Die Bekämpfung der Krankheit muss weltweit verstärkt werden, Regierungen besonders betroffener Länder müssen verstärkt beraten werden.<br />
Die Benutzung von Kondomen muss weltweit weiter salonfähig gemacht werden, unermüdlich ist auf die Gefahren von AIDS hinzuweisen.</p>
<p>Und da kommen wir zu einem entscheidenden Punkt: Die Krankheit darf zum einen nicht stigmatisiert werden, auf der anderen Seite müssen ihre Gefahren verdeutlicht werden. Breitet sie sich wie bisher exponentiell aus (gleiches Prinzip wie beim <a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/05/17/globaler-wandel-bevolkerungswachstum/" target="_blank">Bevölkerungswachstum</a>), so stellt sie reell eine unglaubliche Gefährdung der Menschen dar. Das müssen wir uns vor Augen führen: AIDS hat das Potential, der Pest-Seuche ähnlich, große Teile der Menschheit hinzuraffen!</p>
<p>Deswegen gilt: Alle Anstrengungen, die wir ergreifen können, müssen wir auch ergreifen. Aus Eigeninteresse und ethischer Verantwortung.</p>
<p>Den Papst, der die Verwendung von Kondomen aus einem überholten und unzeitgemäßen Weltbild heraus ablehnt, muss man in dieser Hinsicht scharf zurechtweisen.<br />
Wer von sich behauptet, der &#8220;Stellvertreter Gottes&#8221; zu sein und &#8220;ex cathedra&#8221; (mit dem Anspruch auf Unfehlbarkeit) spricht &#8211; und deswegen gleichzeitig einen hohen Einfluss auf Millionen von Katholiken und Christen in aller Welt hat &#8211; der muss so verantwortlich sein, die Folgen seines Handelns zu bedenken.</p>
<p>Gerade in Gebieten mit hoher AIDS-Rate ist ein fundamental katholisch-christlicher Einfluss besonders stark gegeben. Liegt nun die Situation wechselnder Sexualpartner vor &#8211; über die zu streiten nicht Sache dieses Blogs, aber auch nicht des Papstes ist! -, so gehört sich die Benutzung von Kondomen als selbstverständlich.</p>
<p>Doch der Oberhirte der Katholiken lehnt dies ab &#8211; und verschuldet damit indirekt Tausende Tote, jedes Jahr. Hunderte Tote, jede Minute.</p>
<blockquote><p>Wir brauchen mehr Engagement, mehr Emotionen &#8211; und vielleicht auch mehr Intelligenz &#8211; im Kampf gegen AIDS. Mögen wir siegen.</p></blockquote>
<ul>
<li>Mehr Informationen auch auf http://www.welt-aids-tag.de</li>
</ul>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Beziehungskrise: Wirtschaft &amp; Umwelt]]></title>
<link>http://greensocial.net/2008/11/03/beziehungskrise-wirtschaft-umwelt/</link>
<pubDate>Mon, 03 Nov 2008 20:12:15 +0000</pubDate>
<dc:creator>greensocial</dc:creator>
<guid>http://greensocial.net/2008/11/03/beziehungskrise-wirtschaft-umwelt/</guid>
<description><![CDATA[Die Welt schlittert in eine Krise. Das tut sie zwar häufig, wenn nicht gar ständig &#8211; glaubt ma]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Die Welt schlittert in eine Krise. Das tut sie zwar häufig, wenn nicht gar ständig &#8211; glaubt man den Medien. Doch dass wir global nun in der Tat eine schwierige Situation vorliegen haben, verkommt in diesen Tagen zum Gemeinplatz.</p>
<p><em>Eine gute Gelegenheit, sich einmal wesentliche Aspekte der Verknüpfung unserer Systeme anzusehen: Wirtschaft, Umwelt und Politik hängen eng zusammen.</em></p>
<p>Aber beginnen wir &#8211; von ganz vorne. Das heißt, beginnen wir vor einigen Jahren. Denn für die drei Handlungsstränge, denen wir nun folgen möchten, sind zunächst diese Jahre von Belang. Das erste Ereignis ist ein sich klar abzeichnender Klimawandel.<br />
<img class="alignleft" style="border:1px solid #000000;margin:4px 5px;" title="IPCC" src="http://joellegergis.com/wp-content/uploads/2007/02/ipcc-cartoon.jpg" alt="" width="192" height="262" />Im Jahr 2007 legte das IPCC, der UN-Klimaauschuss, einen Bericht vor. Erstmals wurde hier unumstritten, klar und deutlich ausgesagt, dass die Welt einem antrophogenen (=menschengemachten) Klimawandel unterliegt. War bislang noch eine immense Kontroverse um die Frage, ob es a) einen Klimawandel gebe und ob er b) vom Menschen verursacht sein, so war dies nun kein Streitpunkt mehr.<br />
Diesen &#8211; erst seit 2007 &#8211; wirklich gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen, einem gesteigerten politischen Engagement vor allem linker Gruppen (als bekannte Protagonisten bei uns in Deutschland dürften u.A. Greenpeace, B90/Grüne, SPD, aber auch der US-Demokrat Al Gore stehen) und einer geänderten öffentlichen Wahrnehmung ist es zu verdanken, dass Klimawandel mehr als ein Jahr unangefochtenes Leitmotiv von Medien, Literatur, Intellektuellen und öffentlichem Diskurs war. Nie wurden mehr Bücher über Umweltschutz allgemein und den Klimawandel im besonderen veröffentlicht als in diesen knapp zwei Jahren.</p>
<p>Der Einsatz gegen den Klimawandel wurde immer mehr als gesellschaftliche Aufgabe anerkannt. Sigmar Gabriel (SPD), als Bundesumweltminister notwendigerweise auch ein Protagonist des deutschen Klima-Engagements, fasst diese Einstellung in einem Satz zusammen:</p>
<blockquote><p><strong>&#8220;Wir sind reich genug, uns Klimaschutz zu leisten &#8211;  und zu arm, um darauf zu verzichten!&#8221;</strong></p></blockquote>
<p>Die fatalen Auswirkungen des Klimawandels, wie wir ihn heute erleben, zeigen sich u.A. im angesprochenen <a title="Wikipedia (english) Publikationen IPCC 2007" href="http://en.wikipedia.org/wiki/IPCC_Fourth_Assessment_Report#External_links" target="_blank">IPCC-Bericht 2007 [hier Überblick über die Publikationen]</a>. Auf die ethische Dimension, die Klimawandel zweifelsfrei besitzt, <a title="Klimawandel - Ungerechtigkeit" href="http://greensocial.wordpress.com/2008/07/15/globale-ungerechtigkeit-klimawandel/" target="_blank">gehen wir hier ein</a>.</p>
<p>Doch im Spätsommer 2008 ereignet sich, was später als für dieses Jahr wesentlichstes Ereignis erkannt werden wird: Die <a title="Subprime US-Finanzkrise" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Finanzkrise_2007/2008#M.C3.B6gliche_Auswirkungen_auf_die_Realwirtschaft" target="_blank">Finanzkrise, die schon seit 2007 in den USA wütet</a>, greift vollends auf die globalen Finanzmärkte über.<br />
Und mehr noch: Sie beendet mit der Gewalt, mit der sie sich über die gesamte Welt entlädt, eine Phase des Aufschwungs. Bei uns in Deutschland war sie eher vorsichtig und schwindet vollkommen, in asiatischen Boomregionen war sie intensiv und mächtig und wird zunächst nur abgeschwächt.<img class="alignright" style="border:1px solid #000000;margin:3px 4px;" title="Finanzkrise 07/08" src="http://www.manager-magazin.de/img/0,1020,438985,00.jpg" alt="" width="146" height="113" /><br />
Doch zwei Dinge lassen sich charakteristisch feststellen:  Zunächst einmal sind wir &#8211; wie so häufig &#8211; natürlich selbst schuld. Eine Krise war unvermeidlich, sogar systemimmanent. Sowohl in den USA, wie auch in Europa und der gesamten Finanzwelt lagen faule Kredite und falsche Rechnungen herum. Das bricht nun alles hervor.</p>
<p>Und zum anderen lässt sich eine Feststellung treffen, die viel beunruhigender ist:</p>
<blockquote><p><strong>Umweltschutz ist meist zweite Priorität, nach wirtschaftlichem Wachstum.</strong></p></blockquote>
<p>Das lässt sich besonders gut beobachten bei Entwicklungs- und Schwellenländern. Als Beispiel sei die diktatorische VR China genannt: Dort geht jede Woche ein Kohlekraftwerk ans Netz, statistisch. Das geschieht, weil Kohle billig ist und man zunächst wachsen will. (Erst) ab einem bestimmten Wohlstandsniveau wird erfahrungsgemäß auch Umweltschutz zu einem gesellschaftlichen Interesse.</p>
<p>Deutschland war schon weit &#8211; wir hatten prinzipiell unsere erste Priorität auf Nachhaltigkeit ausgerichtet &#8211; <a title="Infos zu Nachhaltigkeit, Tragfähigkeit" href="http://greensocial.wordpress.com/2008/05/26/tragfahigkeit-grundlagen-fur-den-weg-zur-nachhaltigkeit/" target="_blank">ein verträgliches Wachstum, das Umwelt und Wirtschaft vereint.</a> Doch nun könnte die Gefahr bestehen, in wirtschaftliche Verbelendung zurückzufallen. Bankenbilanzen first, scheint das Motto zu sein.</p>
<blockquote><p><strong>Finanzkrise und Klimawandel haben Gemeinsamkeiten.</strong></p></blockquote>
<p>Wirtschaften auf Pump führt in den Finanzcrash. Das Überziehen unseres ökologischen Kontos, führt hingegen in den Klimawandel. Anders als die Finanzprobleme lässt sich der Klimawandel aber auch mit Milliarden Euro nicht rückgängig machen, überlegen BUND-Vorstand und Evangelische Kirchedieser Tage <a title="Klimawandel und Finanzkrise" href="http://www.focus.de/panorama/welt/klimawandel-parallelen-zwischen-finanzkrise-und-klimawandel_aid_345773.html" target="_blank">gemeinsam</a>.</p>
<p>Es ist richtig, gerade jetzt über Klimaschutz zu reden, wo alle nur über die Wirtschaftskrise reden. Dringende finanzielle Probleme dürfen die wichtigsten ökologischen Probleme der Zeit nicht verdrängen.</p>
<p>Das ist richtig, und wichtig erst recht. Denn soziale Wohlfahrt kann nicht auf Kosten der Umwelt erreicht werden, im Gegenteil: Soziales und Ökologisches bedingen sich gegenseitig.<br />
Daher ist es wichtig, in diesen Tagen auch vor dem Hintergrund der Medienberichterstattung eigene Prioritäten zu setzen. Und das kann nicht heißen, Wirtschaft vor Umwelt.</p>
<blockquote><p><strong>Wirtschaft und Umwelt müssen gleichberechtigt nebeneinander gepflegt und geschützt werden. Es gibt sie nur als Einheit. </strong></p></blockquote>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Klimawandel rückt erneut näher. Blick in die Presse]]></title>
<link>http://greensocial.net/2008/09/06/klimawandel-erneut-naher-presse/</link>
<pubDate>Sat, 06 Sep 2008 09:47:28 +0000</pubDate>
<dc:creator>greensocial</dc:creator>
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<description><![CDATA[Wir haben uns erneut in der aktuellen Berichterstattung umgesehen. Hier dokumentieren wir neue Erken]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Wir haben uns erneut in der aktuellen Berichterstattung umgesehen. Hier dokumentieren wir neue Erkenntnisse und Entwicklungen in Sachen Klimawandel.</p>
<p>Das in Hamburg ansässige Max-Planck-Institut (MPI) für Metereologie war fleißig in diesen Tagen. Anfang September legte es eine Klima-Prognose für Deutschland vor, die <a title="SpOn - Klimamodell MPI Metereologie" href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,575794,00.html" target="_blank">laut SpOn [Quelle]</a> mehr als &#8220;20-mal genauer&#8221; als die IPCC-Werte sei. Ermittelt wurden die Werte anhand eines Rastermodells, bei denen Deutschland quasi in Quadranten unterteilt wurde und Klimafolgen für diese Einzelgebiete ermittelt wurden.</p>
<p>Die Prognose sieht viele Veränderungen voraus &#8211; zum Teil relativiert sie aber geschürte Ängste. Die Nachteile im Überblick:</p>
<ul>
<li>sinkende Grundwasserspiegel im Sommer, insbesondere in Südwestdeutschland,</li>
<li>eine erhöhte Waldbrandgefahr, besonders in Südwestdeutschland und Nordostdeutschland,</li>
<li>eine Zunahme hitzebedingter Krankheiten vor allem in Süddeutschland,</li>
<li>eine Gefährdung der Kühlung von Atomkraftwerken im Sommer, auch dies insbesondere in Süddeutschland</li>
<li>eine größere Hochwassergefahr im regenreichen Herbst, vor allem an der Elbe.</li>
</ul>
<p>Auch Chancen werden von den MPI-Forschern für Deutschland prognostiziert:</p>
<ul>
<li>höhere Ernten in der Landwirtschaft vor allem in Norddeutschland,</li>
<li>eine ertragreichere Weinlese in Süddeutschland,</li>
<li>weniger kältebedingte Krankheiten+</li>
<li>einen Boom des Tourismus in Deutschland, insbesondere an der Küste.</li>
</ul>
<p>Nicht außer Acht gelassen werden sollte dabei, dass die Situation z.B. in Entwicklungsländer deutlich weniger chancenreich, mitunter dramatisch ist.<br />
Weitere Hintergrundinformationen von green.social zum Thema Klimawandel gibt es zum Beispiel<a title="Globale Ungerechtigkeit - Klimawandel" href="http://greensocial.wordpress.com/2008/07/15/globale-ungerechtigkeit-klimawandel/" target="_blank"> hier</a>. Den <a title="SpOn-Bericht" href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,575794,00.html" target="_blank">ausführlichen SpOn-Bericht findet man hier</a>, und die Studie im Auftrag des UBA (Umweltbundesamt) <a title="zitierte Studie" href="http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3513.pdf" target="_blank">ist hier abzurufen</a>.</p>
<p>Global gesehen hat der Klimawandel auch andere Auswirkungen, u.A. zählt die Erwärmung von Meerwasser &#8211; besonders an der Oberfläche &#8211; dazu. Dies ist physikalisch die Ursache für Hurrikanes. Forscher verschiedener Coleur hatten zuletzt dennoch darüber debattiert,  ob der Klimawandel als Ursache für eine steigende Anzahl von Stürmen heranzuziehen ist.<br />
Ja &#8211; sagt nun ein Forscherteam, und belegt die eigene Antwort mit aktuellen Zahlen. <a title="SpOn-Bericht II" href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,576135,00.html" target="_blank">[SpOn berichtete, 4.9.08]</a></p>
<blockquote><p>&#8220;Den Berechnungen zufolge erhöht die Erwärmung der Meeresoberfläche um ein Grad Celsius die Zahl starker Wirbelstürme um fast ein Drittel &#8211; von weltweit 13 auf 17 im Jahr.&#8221;</p></blockquote>
<p>Auf die aktuelle MPI-Studie in Regierungsauftrag zeigen sich die ersten Reaktionen. Hans von Storch und Nico Stehr schreiben auf Spiegel Online über Maßnahmen, die ergriffen werden müssen &#8211; und die nicht mehr nur präventiv sein können. Denn schnell genug können wir gar nicht mehr reagieren, sagen sie: Wir müssen &#8220;nicht nur über CO2-Reduzierung nachzudenken, sondern (&#8230;) uns [auch] für das Unvermeidliche zu rüsten.&#8221;<br />
<a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,576032,00.html" target="_blank">Ihr Artikel ist hier zu finden.</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Öl, Gas und Energie - im Fokus des Interesses]]></title>
<link>http://greensocial.net/2008/09/01/ol-gas-energie-presseschau/</link>
<pubDate>Mon, 01 Sep 2008 16:26:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>greensocial</dc:creator>
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<description><![CDATA[Der Blick in die Presse verrät viel Neues über Energie- und Mobilitätsfragen. Die wichtigsten Themen]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Der Blick in die Presse verrät viel Neues über Energie- und Mobilitätsfragen. Die wichtigsten Themen haben wir hier kurz aufbereitet.</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Energieversorgung ist eine zentrale Frage des Industriestandortes Deutschland. Wir brauchen eine Initiative der Vernunft&#8221;,</p></blockquote>
<p>sagte Angela Merkel <em>anlässlich der Grundsteinlegung für ein neues RWE-Kohlekraftwerk</em> <a title="DIE WELT am 30.09.08" href="http://www.welt.de/welt_print/article2372555/Merkel-wirbt-fuer-Neubau-von-Kohlekraftwerken.html" target="_blank">(Quelle)</a>. Energieengpass vermeiden, Strom exportieren und nicht einführen, Wirtschaft stärken &#8211; das war der Grundtenor. Neue Kohlekraftwerke sind effizienter als alte &#8211; heißt für Merkel: Je mehr neue KKWs, desto besser. Schließlich ist Kohle ja &#8220;leicht verfügbar und (&#8230;) preisstabil&#8221;. Naja. Klimaschädlichen Kohlestrom auch angesichts des Klimawandels auf viele weitere Jahrzehnte festzuschreiben und das als &#8220;Initiative der Vernunft&#8221; zu bezeichnen &#8211; das ist die Logik der Stromkonzerne. Die Bundeskanzlerin im Energiesumpf.</p>
<p>Andreswo knirscht es währenddessen im weltweiten Gefüge des Energie-Pokers: Die Agenturen schicken Samstag nacht über den Ticker <a title="WELT ONLINE am 30.09.08" href="http://www.welt.de/welt_print/article2372492/Geruechte-ueber-Unterbrechung-russischer-Erdoellieferungen.html" target="_blank">(auch hier)</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Gerüchte über Unterbrechung russischer Erdöllieferungen&#8221;</p></blockquote>
<p>Der &#8220;Daily Telegraph&#8221; berichtete zuvor, dass es eine russische Regierungsanweisung gegeben habe, Lieferungskürzungen vorzubereiten. Dies war zwar dementiert worden; der implizit angedrohte Lieferstopp hängt aber direkt mit dem sich verschärfenden Kaukasus-Konflikt <a title="Zusatzinfo bei green.social" href="http://greensocial.wordpress.com/2008/08/14/machtpolitik-kaukasus-energiestrategie-georgien/" target="_blank">(vgl. hier)</a> und möglichen EU-Sanktionen gegen Russland zusammen.<br />
Träten aber Lieferungskürzungen oder sogar ein -stopp ein, wäre ein dramatischer Punkt erreicht: Nicht nur, dass bindende Verträge dann blinder politischer Wut geopfert würden. Nein &#8211; auch die wirtschaftlichen Konsequenzen wären höchst prekär.</p>
<blockquote><p>Und ist es ersteinmal so weit, dass Russland die Energie offen als Waffe einsetzt, so ist ein &#8220;Point of no Return&#8221; erreicht: Denn dann würde es salonfähig, mit rabiaten Mitteln um Vorherrschaft oder Ressourcen zu kämpfen;</p></blockquote>
<p>der Westen könnte sich zu militärischen Maßnahmen versucht sehen. Das wäre ein <em>fataler Rückfall in das Zeitalter der Expansionen</em>. <a title="NATO-Energiepolitik bei green.social" href="http://greensocial.wordpress.com/2008/07/04/nato-energiesicherheitspolitik/" target="_blank">(vgl. dazu auch hier)</a></p>
<p>Bundeswirtschaftsminister Michael Glos erwägt v.A. deswegen</p>
<blockquote><p>&#8220;den Aufbau einer nationalen Erdgasreserve, die (&#8230;) im Falle von Lieferunterbrechungen die Versorgungssicherheit gewährleisten soll&#8221;,</p></blockquote>
<p><a title="Kaukasus-Gasreserve" href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,575073,00.html" target="_blank">wie SpOn hier berichtet</a> (lesenswerter Artikel). Das klingt bedrohlich, ist aber folgerichtig &#8211; denn auch eine Ölreserve gibt es ja. Und im Falle des Falles, wer weiß: Bei einer &#8220;harten Landung&#8221;, einem plötzlichen Mangel an Energie, ist das zumindestens ein Notfallpuffer.</p>
<p>Das Stichwort &#8220;Mobilität&#8221; kommt angesichts mangelnder Sicherheit im Bereich &#8220;Energie&#8221; auch wieder nach oben. Zwei Meldungen fallen auf:</p>
<blockquote><p>Die Bahnpreise steigen <a title="SpOn zu steigenden Bahnpreisen" href="http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,575255,00.html" target="_blank">(Quelle)</a></p></blockquote>
<p>Politisch: Mist. Die Bahn müsste die klimafreundliche Alternative zu Flugzeug und Auto sein und deswegen günstiger. Mit der energisch durchgefochtenen Privatisierung will der Bahn-Chef jetzt aber eine gute Bilanz und mehr Geld &#8211; guter Wille für die Umwelt fällt unter den Tisch.</p>
<blockquote><p>Daimler und RWE planen Elektro-Auto mit Strom-Zapfsäulennetz <a title="DIE WELT am 31.09.08" href="http://www.welt.de/welt_print/article2372559/Zum-Tanken-an-die-Steckdose.html" target="_blank">(Quelle)</a></p></blockquote>
<p>&#8230;Alternativen werden interessanter! Gut so. <a title="Nachhaltige Mobilität" href="http://greensocial.wordpress.com/2008/08/25/nachhaltige-mobilitat-zukunft/" target="_blank">Mehr dazu auch hier im Blog</a>.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Machtpolitik im Kaukasus - Energiestrategie Georgien]]></title>
<link>http://greensocial.net/2008/08/14/machtpolitik-kaukasus-energiestrategie-georgien/</link>
<pubDate>Thu, 14 Aug 2008 10:04:26 +0000</pubDate>
<dc:creator>greensocial</dc:creator>
<guid>http://greensocial.net/2008/08/14/machtpolitik-kaukasus-energiestrategie-georgien/</guid>
<description><![CDATA[Erklärterweise wollen wir in diesem Blog regelnäßig anhand aktueller Themen Hintergründe erläutern. ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Erklärterweise wollen wir in diesem Blog regelnäßig anhand aktueller Themen Hintergründe erläutern. Der <a title="Kaukasus-Konflikt 2008" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Südossetischer_Krieg_2008" target="_blank">aktuelle Konflikt im Kaukasus</a> bietet dazu eine gute Möglichkeit.</p>
<p>Schon vor gut einem Monat haben wir <a title="Nato-Energiesicherheitspolitik" href="http://greensocial.wordpress.com/2008/07/04/nato-energiesicherheitspolitik/" target="_blank">in einem Post</a> über den Zusammenhang von langfristigen Strategien zur Sicherung der Energieversorgung und globale Sicherheitspolitik gesprochen. Zuvor hatten wir <a title="Öl und Gesellschaft" href="http://greensocial.wordpress.com/2008/06/28/ol-und-gesellschaft-explosives-gemisch/" target="_blank">festgestellt</a>, dass Öl und unsere Gesellschaft ein &#8220;explosives Gemisch&#8221; sind: Durch die massive <strong>Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, besonders Öl</strong>, würde die plötzliche Abwesenheit dieser Stoffe zu einer enormen Krise führen. Umgekehrt ist es Staaten gerade wegen der Bedeutung des Öls ein wichtiges Anliegen, sich den Zugang zu sichern. Je angespannter die Lage ist, desto höher scheint auch die Wahrscheinlichkeit, dass Staaten <strong>imperialistische Mittel anwenden, um sich diesen Zugang zu sichern</strong>: Das kann auch bis hin zu militärischen Maßnahmen reichen.</p>
<p>Wie auch immer man zum Russland/Georgie-Krieg steht, ist für die Betrachtung dieser Aspekte ersteinmal irrelevant. Auch Tatsachen wie die, dass auf russischer Seite der Premierminister Putin und nicht etwa der Präsident agiert, fallen zwar deutlich ins Auge, sind aber nicht unbedingt von Bedeutung.<br />
Georgien ist Russland militärisch wie auch in anderen Bereichen heftig unterlegen, hoffte aber von Beginn an auf Unterstützung des Westens.<br />
Damit manifestiert sich in diesem Konflikt erneut ein &#8220;Clash of Civilisations&#8221; zwischen Osten und Westen, zwischen der lange Zeit verhinderten Supermacht Russland und dem Westen, versammelt unter dem Banner der NATO.  Beide Parteien haben mehr als nur die oberflächlichen Interessen:<br />
Den USA ist es zwar nicht eben egal, aber doch weniger wichtig, ob das Staatsgebiet Georgiens größer oder kleiner ist. Und die Russische Föderation gab zwar an, nur die eigenen Staatsbürger in Südossetien schützen zu wollen, hat aber auch weitergehende Interessen: Denn zumal Russland im eigenen Staat Autonomie- und  Unabhängigkeitsbestrebungen brutal unterdrückt (Stichwort Tschetschenien), erscheint es fragwürdig, die Autonomie einer Region mit nicht einmal 200.000 Einwohnern (Abchasien bzw. Südossetien) so rabiat zu verteidigen &#8211; besonders, da das UNHRC (UN-Flüchtlingshochkommissariat) meldet, dass nun 100.000 Menschen auf der Flucht seien.</p>
<p>Lange Zeit nur gemunkelt, bestätigen nun zunehmend auch Experten, dass Energiepolitik im aktuellen Konflikt eine Rolle gespielt habe.</p>
<blockquote><p>&#8220;Russlands Bombenziele in Georgien haben symbolische und strategische Bedeutung. Außer Stalins Geburtsstadt Gori und dem Militärstützpunkt in Sinaki griff die russische Luftwaffe auch den wohl wichtigsten Teil von Georgiens Infrastruktur an: die Öl-Pipelines&#8221;,</p></blockquote>
<p>schreibt die Süddeutsche Zeitung unter der Überschrift &#8220;<a title="Energieinteressen des Westens im Visier" href="http://www.sueddeutsche.de/finanzen/958/305923/text/" target="_blank">Energie-Interessen des Westens im Visier</a>&#8220;. Georgien hat eine &#8220;überragende Bedeutung beim Öl-Transit&#8221;, weiß auch die <a title="Georgien Öl-Transitland" href="http://www.tagesschau.de/ausland/georgien374.html" target="_blank">Tagesschau</a>. Auch die Tageszeitung &#8220;Die Welt&#8221; schrieb online unlängst über &#8220;<a title="Russlands Griff nach de Energiereserven" href="http://www.welt.de/politik/arti2311587/.html#reqNL" target="_blank">Russlands Griff nach den Energiereserven</a>&#8220;.</p>
<p>Fakt ist: drei wichtige Pipelines führen direkt durch Georgien. Eine vom Kaspischen zum Schwarzen Meer (Baku-Supsa), eine vom Kaspischen Meer (Baku) nach Ceyhan am Mittelmeer (BTC-Pipeline), und eine weitere ebenfalls von Baku in Richtung Mitteleuropa. Alle drei Leitungen beginnen in Aserbaidschan, und führen durch Georgien in die Turkei und von dort aus weiter Richtung Abnehmer in Westeuropa.<br />
Schon nächstes Jahr soll die BTC-Pipeline allein eine Million Barrel pro Tag Richtung  Westeuropa pumpen. Georgien erhält dadurch Transitgebühren &#8211; in Form von wichtigen Devisen.<br />
Diese drei Versorgungsleitungen  sind die einzigen Pipelines, die von den Ölquellen im Bereich des Kaspischen Meeres nicht über Russland führen.</p>
<p>Mit den russischen Attacken auf die Leitungen  soll möglicherweise zweierlei erreicht werden: Zum einen das russische (Fast-)Monopol auf  Öltransport stärken, zum anderen dem Westen seine Verwundbarkeit in Sachen Öl aufzeigen.<br />
Das zeigt Effekt: Der Ölpreis schnellte prompt nach oben, die Broker äußerten überdeutlich ihre  Sorge vor Öl-Lieferengpässen und bezahlten mehr Geld  für das Fass Öl.<br />
Die russiche Zerstörung des Hafens Poti, von wo aus normalerweise Öl verschifft wird, hindert Georgien am gewohnten Öltransport &#8211; und hatte abermals Auswirkungen auf den Preis.</p>
<blockquote><p>Russland hatte den Bau der Pipelines, die unter Umgehung des ehemaligen Zarenreichs nach Mitteleuropa führen, schon von Anfang an mit Misstrauen und Protest beäugt. Und die Vorstellung, dass die vier Milliarden Dollar teure Georgien-Pipeline, an der unter anderem der US-Konzern Chevron beteiligt ist, jetzt in die Hände Russlands fallen könnte, ist für die US-Regierung ein Alptraum. Denn <strong>Georgien ist die entscheidende Transitstation</strong> Richtung Kaspisches Meer. Und die dortigen Ölvorkommen &#8211; mit geschätzten 40 Milliarden Barrel die drittgrößten der Welt &#8211; sind aus US-Sicht von überragender strategischer Bedeutung, weil sie weder von den unberechenbaren OPEC-Staaten noch von Russland kontrolliert werden.</p></blockquote>
<p>Sowohl &#8220;der Westen&#8221; &#8211; hier in einer eigentlich unzulässigen Verallgemeinerung zusammengefasst &#8211; wie auch Russland haben ein massives Interesse daran, die Quellen fossiler Energieträger unter ihre Kontrolle zu bringen. Und in der Tat, zeigt dieser Konflikt, beginnt schon jetzt der &#8211; wenn auch eher subversive &#8211; bewaffnete Kampf um die Ressourcen.<br />
Das sollte man sich vor Augen führen: Es wird wohl in der unmittelbaren Zukunft kaum dazu kommen, dass offen um Ölvorkommen gestritten wird. Aber so und nicht anders sehen die Konflikte aus, die uns der globale Kampf um Energiesicherheit bringen wird.<br />
Wenn es erst zum Ausbruch offener Kriege um Öl, Gas und Wasser kommt, ist schon vieles verloren. Denn was uns diese Vorkommnisse zeigen sollten, ist klar:</p>
<p>Es ist höchste Zeit für die Abkehr von fossilen Brennstoffen, aus ökologischen, sozialen, moralischen, politischen, sicherheitsrelavanten und ökonomischen Gründen.</p>
<p>Zum Weiterlesen:</p>
<ul>
<li><a title="NATO-Energiesicherheitspolitik" href="http://greensocial.wordpress.com/2008/07/04/nato-energiesicherheitspolitik/" target="_blank">über die Nato-Energiesicherheitspolitik (green.social)</a></li>
<li><a title="Westen im Visier" href="http://www.sueddeutsche.de/finanzen/958/305923/text/" target="_blank">Artikel der Süddeutschen Zeitung</a></li>
<li><a title="fossile Energien um jeden Preis" href="http://www.welt.de/politik/arti2311587/.html#reqNL" target="_blank">Artikel der WELT</a></li>
<li><a title="Kaukasus-Konflikt, Georgien Öl-Transitland" href="http://www.tagesschau.de/ausland/georgien374.html" target="_blank">Infos bei tagesschau.de</a></li>
<li><a title="Alternativen für die Zukunft" href="http://greensocial.wordpress.com/2008/07/10/weg-vom-ol-alternativen-fur-die-zukunft/" target="_blank">Was kommt nach dem Öl? Alternativen für die Zukunft (green.social)</a></li>
<li><a title="Öl und Gesellschaft" href="http://greensocial.wordpress.com/2008/06/28/ol-und-gesellschaft-explosives-gemisch/" target="_blank">Grundlagen der Misere: Öl und Gesellschaft (green.social) </a></li>
<li><a title="Russland, Kaukasus, Georgien" href="http://www.bpb.de/themen/IT9SS7,0,0,Russischgeorgischer_Konflikt.html" target="_blank">aktuelle Zusatzinfos der bpb</a></li>
</ul>
<p>Edit: Auch auf die <a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/09/01/ol-gas-energie-presseschau/" target="_blank">aktuellen Entwicklungen</a> sollte man ein Auge behalten. Das Thema bleibt auf der geopolitischen Tagesordnung ganz weit oben.</p>
<ul>
<li><a title="Russland, Kaukasus, Georgien" href="http://www.bpb.de/themen/IT9SS7,0,0,Russischgeorgischer_Konflikt.html" target="_blank"> </a></li>
</ul>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Papst: Umweltschutz statt Konsum]]></title>
<link>http://greensocial.net/2008/07/27/papst-umweltschutz-statt-konsum/</link>
<pubDate>Sun, 27 Jul 2008 08:00:50 +0000</pubDate>
<dc:creator>greensocial</dc:creator>
<guid>http://greensocial.net/2008/07/27/papst-umweltschutz-statt-konsum/</guid>
<description><![CDATA[Der Papst sprach auf dem Weltjugendtag in Sydney, der vor einigen Wochen stattfand, über &#8220;gren]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Der Papst sprach auf dem Weltjugendtag in Sydney, der vor einigen Wochen stattfand, über &#8220;grenzenlosen Konsum&#8221;. Greifen wir aus diesem religiösen Input einmal die wesentlichen Kernpunkte heraus, die das Oberhaupt der Katholiken angesprochen hatte:</p>
<ul>
<li> &#8220;Zerstörung und Ausbeutung der Erde&#8221;, u.A. durch Entwaldung, Erosion, Ressourcenverschwendung und Klimawandel, &#8220;um einen unersättlichen Konsumhunger zu befriedigen&#8221;.</li>
<li>Welche Welt wollen wir künftigen Generationen übergeben?</li>
<li>Untaten ermöglicht durch &#8220;geistige Leere infolge materiellen Wohlstands&#8221; und &#8220;falsch verstandene Freiheit&#8221;</li>
</ul>
<p>Wie auch immer man zu katholischer Theologie stehen mag &#8211; das ist nicht Thema dieses Blogs. Dass sich der Papst allerdings zu Umweltschutz und &#8220;grenzenlosem Konsum&#8221; äußert, beweist eines: Umweltschutz hat tatsächlich mit sozialer Gerechtigkeit und mit Ethik zu tun.</p>
<p>Wenn der Papst über &#8220;Ausbeutung der Erde&#8221; spricht, so ist das keine Neuigkeit. Wichtig werden die folgenden Punkte, die auch weiterhin eine große Bedeutung haben:<br />
Denn diese &#8220;Ausbeutung&#8221; kann durchaus angemessen sein &#8211; aus soziologischer und wirtschaftlicher Sicht. Kritisch wird es nur, wenn das unausgeglichen erfolgt (also einige mehr ausbeuten als andere), oder über das Maß der Belastbarkeit hinaus. In der Tat ist in unserer heutigen Wirklichkeit beides der Fall.</p>
<p>Das berüht verschiedene Ebenen der (Un-)Gerechtigkeit. Einerseits die Gerechtigkeit, die innerhalb der Lebenden herrschen soll: intragenerationelle Gerechtigkeit. Andererseits der Gerechtigkeit gegenüber kommenden Menschen und Lebewesen, also über Generationen hinweg: intergenerationelle Gerechtigkeit.</p>
<p>Das ist der zweite Punkt des Papstes: Welche Welt wir nämlich kommenden Generationen übergeben wollen. Ein heute zehnjähriger Junge wird von den Folgen des Klimawandels bereits massiv getroffen. Die Folgen unseres Handelns wirken sich global bereits heute aus &#8211; wenn auch höchst ungerecht. In der Zeitleiste verschoben und Richtung Zukunft orientiert, wirkt das noch viel mehr.<br />
Alle kommende Lebewesen werden z.B. vom Klimawandel negativ betroffen sein. Das muss stets vor Augen bleiben.</p>
<p>Und schließlich geht es schwer ins Moralische: Eine &#8220;falsch verstandene Freiheit&#8221; wohne laut Papst diesem Verhalten inne. Und ja: Lässt man sich auf eine moralische Beurteilung ein, so kann man unmöglich zu einem anderen Schluss kommen. Wenn die globale Minderheit der Reichen und Privilegierten die große Masse der ärmeren Menschen ausbeutet, so resultiert das aus der Freiheit, sich zu &#8220;Weltbeherrschern&#8221; aufzuschwingen. Doch falsch verstanden wurde iese Freiheit dann allemal. Und die Gedankenlosigkeit, mit der wir konsumieren, ist zum Teil erschreckend: Nicht nur, dass wir viel Konsum betreiben &#8211; wir tun es auch noch, ohne die Folgen gründlich abzuwägen!</p>
<p>Der Papst selbst kommt zu dem Schluss:</p>
<blockquote><p>„Das Wunder der göttlichen Schöpfung erinnert uns, dass es nötig ist, die Umwelt zu schützen und mit den Schätzen der Erde verantwortlich umzugehen“</p></blockquote>
<p>Auch so kann man es sehen. Wie auch immer: Umweltschutz und Gerechtigkeit gehören zusammen &#8211; und beides muss bei uns weiter verwirklicht werden.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Energieverbrauch der USA]]></title>
<link>http://greensocial.net/2008/07/19/energieverbrauch-der-usa/</link>
<pubDate>Sat, 19 Jul 2008 11:02:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>greensocial</dc:creator>
<guid>http://greensocial.net/2008/07/19/energieverbrauch-der-usa/</guid>
<description><![CDATA[Im letzten Eintrag haben wir, wie das in solchen Diskussionen üblich ist, anklagend mit dem Zeigefin]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Im letzten Eintrag haben wir, wie das in solchen Diskussionen üblich ist, anklagend mit dem Zeigefinger auf die USA gezeigt: Die haben einen viiiiiiel höheren Energieverbrauch! Das stimmt so, und eine <span style="text-decoration:line-through;">Ausrede</span> Entschuldigung lässt sich dafür nur schwer finden. Scot Stevenson hat es trotzdem versucht und schreibt in seinem <a title="Energieverbrauch der USA" href="http://usaerklaert.wordpress.com/2008/03/20/einige-bemerkungen-zum-energieverbrauch-der-usa/">Blog über Deutsch-Amerikanische Missverständnisse</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Die einzig sinnvolle Antwort [auf den höheren US-Energieverbrauch] lautet: well, duh, denn die Bedingungen sind anders. In Mitteleuropa würden Temperaturen wie in Minnesota oder Arizona als Klimakatastrophen eingestuft. Deutschland ist zwar eine große Nation mit großartigen Menschen, aber als Staat eher kompakt.</p>
<p>Schon allein wegen des Klimas und der Entfernungen verbrauchen die Amerikaner im Durchschnitt mehr Energie, und sie werden es bei vergleichbarer Lebensqualität auch immer tun. Selbst wenn die westliche Zivilisation morgen zusammenbrechen sollte, würden die Menschen in Minnesota mehr Brennholz verfeuern als in Hessen [...].&#8221;</p></blockquote>
<p>Bei allem Respekt für einen wirklich schönen Blog (der hier nur als Beispiel dienen muss): Das ist leider in der Tat nur eine Ausrede. Zwar wird im Folgenden versucht, Kanada als sinnvollste Vergleichsmöglichkeit darzustellen (Fläche, Wohlstand, Wirtschaftsentwicklung). Aber ganz stimmig ist das nicht.<br />
Zum einen könnten als Beispiel China oder Indien gewählt werden: Beides ebenfalls große Länder, mit florierender Industrie, vielen Einwohnern und verschiedenen Klimaten. Doch das ginge in die falsche Richtung &#8211; denn von beiden Ländern erwartet man, dass sie in nicht allzu ferner Zukunft an das hohe CO2-Niveau der westlichen Welt heranreichen werden.<br />
Zum anderen ist ein bloßer Vergleich keine Begründung. Ja, mag sein, dass Kanada bei vergleichbaren Kennzahlen einen ähnlich hohen Treibhausgas-Ausstoß hat. Aber das darf nicht einfach hingenommen werden im Sinne eines &#8220;So ist das halt&#8221;. Denn hier kommt wieder die ethische Dimension zur Anwendung: Der US-Bürger, der mit seinem Straßenkreuzer über die Highways tuckert, trägt mit seinen Emissionen weiter zur globalen Erwärmung bei.</p>
<p>Doch bleiben wir rational: letzten Endes weiß man auch bei den &#8220;Kollegen&#8221; von &#8220;USA erklärt&#8221;:</p>
<blockquote><p>&#8220;Damit soll nicht behauptet werden, die USA würden absolut gesehen nicht zu viel Energie verbrauchen. Die Effizienz von vielen Dingen ist (räusper) ausbaufähig.&#8221;</p></blockquote>
<p>Und genau da können wir aufgreifen, wie ein Lösungsansatz aussehen könnte: Die westlichen (Industrie-)Staaten kommen den Entwicklungsländern entgegen und man trifft sich in der Mitte. Dabei können die Entwicklungsländer den Ansatz des <a title="Weg vom Öl - Alternativen für die Zukunft" href="http://greensocial.wordpress.com/2008/07/10/weg-vom-ol-alternativen-fur-die-zukunft/" target="_blank">Leapfrogging</a> umsetzen, während die Industriestaaten entweder Umverteilung oder Hilfe über Marktmechanismen anwenden und gleichzeitig, z.B. durch Emissionszertifikate-Handel, einen finanziellen Ausgleich (&#8220;Klimarente&#8221;) schaffen. Dieser soll bereits verursachte Schäden kompensieren. Gleichzeitig müssen global Mechanismen installiert werden, die erneuerbare Energien fördern, Energieverbrauch senken, Effizienz erhöhen (3E).</p>
<p><a title="BBC G8 to halv greenhouse gases" href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/asia-pacific/7494702.stm" target="_blank">Beim letzten G8-Gipfel</a> hat genau das leider <a title="G8-Gipfel Tokayo" href="http://www.welt.de/politik/article2193306/.html" target="_blank">nicht so richtig geklappt</a>. Weil die USA dagegen waren. Aber wer weiß, wie sich das <a href="http://www.barackobama.com/issues/energy/" target="_blank">entwickelt</a>.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Index der Einträge]]></title>
<link>http://greensocial.net/index-der-eintrage/</link>
<pubDate>Thu, 17 Jul 2008 21:51:22 +0000</pubDate>
<dc:creator>greensocial</dc:creator>
<guid>http://greensocial.net/index-der-eintrage/</guid>
<description><![CDATA[Ein Blog hat es nun einmal an sich, die Einträge chronologisch aufzulisten. Was aber, wenn dabei nun]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Ein Blog hat es nun einmal an sich, die Einträge chronologisch aufzulisten. Was aber, wenn dabei nun Beiträge auseinander gerissen werden, die eigentlich zusammengehören? Wenn dringend etwas Aktuelles gepostet werden will und deswegen eine Serie unterbrochen wird? Oder einfacheinen Einstieg in den Blog wählen möchte, der mit dem Allgemeinen anfängt und erst dann zum Spziellen übergeht?</p>
<p>Diese Seite soll alle Einträge manuell auflisten und nach Themen ordnen. Seiten können dabei durchaus mehrfach gelistet werden, wenn sie mehrere Zugehörigkeiten haben. So bietet dieser &#8220;Index&#8221; dann einen Überblick, wo man mit dem Lesen anfangen kann.</p>
<p><strong>Öl, Abhängigkeit vom Öl, fossile Energien</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/06/21/olpreis-stoppt-globalisierung/">Ölpreis stoppt Globalisierung</a></li>
<li><a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/06/24/ol-und-wirtschaft-dreamteam-ohne-zukunft/">Öl und Wirtschaft &#8211; Dreamteam ohne Zukunft</a></li>
<li><a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/06/28/ol-und-gesellschaft-explosives-gemisch/">Öl und Gesellschaft &#8211; explosives Gemisch</a></li>
<li><a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/07/01/benzinpreis-und-folgen/">Benzinpreis und seine Folgen</a></li>
<li><a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/07/04/nato-energiesicherheitspolitik/">NATO-Energiesicherheitspolitik: Zugang zu Öl wegen Abhängigkeit sichern</a></li>
<li><a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/07/10/weg-vom-ol-alternativen-fur-die-zukunft/">Weg vom Öl &#8211; Alternativen für die Zukunft</a></li>
<li><a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/07/19/energieverbrauch-der-usa/" target="_blank">Energieverbrauch der USA</a></li>
<li><a title="(Energie-)MAchtpolitik im Kaukasus" href="http://greensocial.wordpress.com/2008/08/14/machtpolitik-kaukasus-energiestrategie-georgien/" target="_blank">(Energie-)Machtpolitik im Kaukasus &#8211; Georgien-Konflikt</a></li>
<li><a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/08/25/nachhaltige-mobilitat-zukunft/" target="_blank">nachhaltige Mobilität der Zukunft (als Alternative zu ressourcenintensivem Verkehr)</a></li>
</ul>
<p><strong>erneuerbare Energien</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/07/10/weg-vom-ol-alternativen-fur-die-zukunft/">Weg vom Öl &#8211; Alternativen für die Zukunft </a></li>
</ul>
<p><strong>Klimawandel</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/11/09/umweltethik-und-klimawandel/" target="_blank">Umweltethik und Klimawandel</a></li>
<li><a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/07/15/globale-ungerechtigkeit-klimawandel/" target="_blank">Klimawandel ist globale Ungerechtigkeit</a></li>
</ul>
<p><strong>Bevölkerungswachstum</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/05/17/globaler-wandel-bevolkerungswachstum/">Globaler Wandel: Bevölkerungswachstum</a></li>
</ul>
<p><strong>Nachhaltigkeit</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/05/22/grenzen-des-wachstums/">Grenzen des Wachstums</a></li>
<li><a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/06/03/grenzen-erreicht-soziale-balance-kippt/">Grenzen erreicht &#8211; soziale Balance kippt</a></li>
<li><a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/05/26/tragfahigkeit-grundlagen-fur-den-weg-zur-nachhaltigkeit/">Tragfähigkeit</a></li>
<li><a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/08/25/nachhaltige-mobilitat-zukunft/" target="_blank">nachhaltige Mobilität der Zukunft</a></li>
</ul>
<p><strong>Armut</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/06/04/von-der-hand-in-den-mund/">Von der Hand in den Mund: Ökosysteme und ihre Bedeutung für ärmere Menschen</a></li>
<li><a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/07/15/globale-ungerechtigkeit-klimawandel/">globale Ungerechtigkeit und Klimawandel (bedroht besonders die Ärmsten)</a></li>
</ul>
<p><strong>Wirtschaft</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/06/16/wirtschaftswachstum-quelle-wandels/">Wirtschaftswachstum, Motor des Wandels</a></li>
<li><a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/06/24/ol-und-wirtschaft-dreamteam-ohne-zukunft/">Öl und Wirtschaft &#8211; Dreamteam ohne Zukunft</a></li>
<li><a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/07/19/energieverbrauch-der-usa/" target="_blank">Energieverbrauch der USA</a></li>
<li><a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/08/25/nachhaltige-mobilitat-zukunft/" target="_blank">Mobilität der Zukunft &#8211; ressourcensparend und wichtiger Teil globaler Wirtschaft</a></li>
<li><a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/11/03/beziehungskrise-wirtschaft-umwelt/">Beziehungskrise: Wirtschaft und Umwelt</a>; vor dem Hintergrund der Finanzkrise 2008: Wirtschaft nur mit Umweltschutz!</li>
<li><a href="http://greensocial.wordpress.com/2009/01/15/wirtschaftskrise-vs-umwelt/" target="_blank">Wirtschaftskrise vs. Umwelt?</a></li>
<li><a href="http://greensocial.wordpress.com/2009/04/10/wirtschaft-und-politik-ein-lobbymarchen/" target="_blank">Wirtschaft und Politik. Ein Lobbymärchen.</a></li>
</ul>
<p><strong>Globalisierung</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/06/21/olpreis-stoppt-globalisierung/">Ölpreis stoppt Globalisierung</a></li>
</ul>
<p><strong>Gesellschaft der Zukunft</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/06/28/ol-und-gesellschaft-explosives-gemisch/"> Öl und Gesellschaft &#8211; explosives Gemisch</a></li>
<li><a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/07/04/nato-energiesicherheitspolitik/">Energiesicherheit für die Zukunft, Mittel der NATO</a></li>
<li><a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/07/10/weg-vom-ol-alternativen-fur-die-zukunft/">Weg vom Öl &#8211; Alternativen für die Zukunft</a></li>
<li><a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/08/25/nachhaltige-mobilitat-zukunft/" target="_blank">nachhaltige Mobilität der Zukunft</a></li>
<li><a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/11/09/umweltethik-und-klimawandel/" target="_blank">Steuern nach Umweltverbrauch &#8211; Umweltethik</a></li>
<li><a href="http://greensocial.wordpress.com/2009/02/05/demokratie-in-der-krise/" target="_blank">Demokratie in der Krise?</a></li>
<li><a href="http://greensocial.wordpress.com/2009/03/25/02-can-do-wasser-fur-alle/" target="_blank">02 can do? Wasser für alle!</a></li>
</ul>
<p><strong>Ethik</strong></p>
<ul>
<li> <a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/07/27/papst-umweltschutz-statt-konsum/" target="_blank">Umweltschutz statt Konsum (Papst)</a></li>
<li><a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/07/15/globale-ungerechtigkeit-klimawandel/" target="_blank">globale Ungerechtigkeit und Klimawandel (bedroht besonders die Ärmsten)</a></li>
<li><a href="http://greensocial.wordpress.com/2008/11/09/umweltethik-und-klimawandel/" target="_blank">Umweltethik und Klimawandel</a></li>
<li><a href="http://greensocial.wordpress.com/2009/04/10/wirtschaft-und-politik-ein-lobbymarchen/" target="_blank">Wirtschaft und Politik. Ein Lobbymärchen. (Wirtschaftsethik)</a></li>
</ul>
<p>(&#8230;tbc&#8230;) laufend fortgeführt</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Benzinpreis und Folgen]]></title>
<link>http://greensocial.net/2008/07/01/benzinpreis-und-folgen/</link>
<pubDate>Tue, 01 Jul 2008 13:04:39 +0000</pubDate>
<dc:creator>greensocial</dc:creator>
<guid>http://greensocial.net/2008/07/01/benzinpreis-und-folgen/</guid>
<description><![CDATA[&#8220;Benzin und Diesel sind so teuer wie nie zuvor&#8221;, weiß die WELT einmal mehr und schreibt:]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>&#8220;Benzin und Diesel sind so teuer wie nie zuvor&#8221;, weiß die WELT einmal mehr und <a title="Benzin und Diesel so teuer wie nie zuvor" href="http://www.welt.de/finanzen/article2154594/Benzin_und_Diesel_knacken_Rekordmarken.html" target="_blank">schreibt</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Benzin und Diesel sind so teuer wie nie zuvor. Für einen Liter Benzin mussten die Autofahrer in Deutschland im Durchschnitt 1,58 Euro bezahlen. Diesel kostete im bundesweiten Mittel an den Tankstellen der großen Mineralölkonzerne mehr als 1,53 Euro je Liter.&#8221;</p></blockquote>
<p>Einem Bürger war das zuviel, wie SPON unter Berufung auf die Agentur AP meldet:<a title="Flammender Protest" href="http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,562570,00.html" target="_blank"> In einer launigen Aktion</a>, naja&#8230;</p>
<blockquote><p>&#8220;Aus Zorn über die hohen Spritpreise hat ein BMW-Besitzer öffentlichkeitswirksam sein Fahrzeug mit Benzin übergossen und angezündet. Der schwarze 3er brannte in einer Grünanlage nahe dem Messegelände komplett aus.&#8221;</p></blockquote>
<p>Grund für die Misere ist natürlich der Ölpreis. Deswegen ist auch weniger dessen Höhe übberraschend, als vielmehr das Statement des spanischen Monarchen, der am Ende des lesenswerten (!) Artikels zu dem gleichen Schluss kommt <a title="Öl und Gesellschaft" href="http://greensocial.wordpress.com/2008/06/28/ol-und-gesellschaft-explosives-gemisch/" target="_blank">wie wir</a>:</p>
<blockquote><p>Er steigt und steigt und steigt &#8211; der Ölpreis ist auf einen neuen Rekord geklettert. Ein Fass kostet erstmals mehr als 143 Dollar. Spaniens König Juan Carlos appelliert auf einer Ölkonferenz an die Branche: &#8220;<strong>Die Welt verlangt nach einem neuen Modell der Energieversorgung</strong>.&#8221; <a title="Ölpreis-Rekordjagd" href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,562995,00.html" target="_blank">(Quelle: SPON)</a></p></blockquote>
<p>Das Hamburger Abendblatt unterdessen <a title="Heizen mit Erdwäme" href="http://www.abendblatt.de/daten/2008/06/28/899932.html" target="_blank">zeigt eine Alternative zu steigenden Ölpreisen auf</a>: Erdwärme.</p>
<blockquote><p>&#8220;Eine Stadt heizt mit Erdwärme &#8211; Das Wasser kommt aus zwei Kilometer Tiefe und ist mehr als 200 Millionen Jahre alt. Es wärmt die Heizungen und liefert Strom. Ein Projekt der Zukunft?&#8221;</p></blockquote>
<p>Wichtig <a title="Öl und Gesellschaft/Energie von morgen" href="http://greensocial.wordpress.com/2008/06/28/ol-und-gesellschaft-explosives-gemisch/" target="_blank">im Rahmen unseres Themas</a> ist vor allem eine Erkenntnis bezüglich der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Geothermie" target="_blank">Geothermie</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;(&#8230;) Letztlich kann die Wärme des Planeten überall in Deutschland genutzt werden &#8211; zur direkten Wärmegewinnung oder der Stromerzeugung. Technisch gesehen könnte der bundesweite Energiebedarf in einigen Jahrzehnten etwa zur Hälfte durch Erdwärme gedeckt werden, schätzen Experten.&#8221;</p></blockquote>
<p>Wegen des hohen Preises werden zunehmend Alternativen gesucht. Allerdings nicht nur im Bereich der wahren Alternativen&#8230; Mitunter werden auch Rückschritte erwogen. Greenpeace <a title="Bush und das Öl in Alaska" href="http://www.greenpeace.de/themen/klima/nachrichten/artikel/george_w_bush_und_das_oel_in_alaska/" target="_blank">beobachtet währenddessen mit Kritik die Pläne</a>, auch in bisher unberührten Teilen Alaskas nach Öl zu bohren:</p>
<blockquote><p>&#8220;Es ist der soundsovielte Versuch: US-Präsident Bush will der Ölindustrie unbedingt Zugriff auf das wertvolle Naturschutzgebiet Arctic National Wildlife Refuge verschaffen. Diesmal muss der hohe Ölpreis als Grund herhalten.&#8221;</p></blockquote>
<p>Auch in Deutschland geht die Alternativensuche weiter: Die <a title="SPON -" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,563001,00.html" target="_blank">CDU will den Atomausstieg rückgängig machen</a>&#8230;<br />
&#8230;und Bundesverkehrsminister Tiefensee f<a title="SPON - Tiefensee-Verkehrskonzept" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,562786,00.html" target="_blank">orderte zuletzt Maßnahmen für weniger Stau</a>, um Benzin zu sparen. Schiffe fahren bereits mit halber Kraft, und Flugzeuge werden rationeller eingesetzt. Alles aus Kostengründen: So vermag der Preis den Menschen ein größeres Umweltbewusstsein zu vermitteln.</p>
<p>Ans Herz legen möchten wir allen Lesern nochmal die vorhergehenden Artikel (<a title="Öl und Gesellschaft" href="http://greensocial.wordpress.com/2008/06/28/ol-und-gesellschaft-explosives-gemisch/" target="_blank">hier</a> oder <a title="Öl und Wirtschaft" href="http://greensocial.wordpress.com/2008/06/24/ol-und-wirtschaft-dreamteam-ohne-zukunft/" target="_blank">hier</a>). Im nächsten (längeren) Post wenden wir uns dann, wie versprochen, erneut Wirtschaft und Gesellschaft zu.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ölpreis stoppt Globalisierung]]></title>
<link>http://greensocial.net/2008/06/21/olpreis-stoppt-globalisierung/</link>
<pubDate>Sat, 21 Jun 2008 15:28:04 +0000</pubDate>
<dc:creator>greensocial</dc:creator>
<guid>http://greensocial.net/2008/06/21/olpreis-stoppt-globalisierung/</guid>
<description><![CDATA[Online berichtet die Tageszeitung &#8220;Die WELT&#8221; heute folgendes: &#8220;Die hohen Energieko]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Online berichtet die Tageszeitung &#8220;Die WELT&#8221; heute folgendes:</p>
<blockquote><p>&#8220;Die hohen Energiekosten schränken den Güterverkehr und die Mobilität bereits ein. Immer mehr Menschen verzichten auf das Auto, Airlines legen Flugzeuge still, der Welthandel tritt auf die Bremse. Es mehren sich Hinweise, dass das Auto bald nicht mehr der Deutschen liebstes Kind sein wird. &#8220;<br />
(<a title="Hoher Ölpreis stoppt Globalisierung" href="http://www.welt.de/wirtschaft/article2128654/.html" target="_blank">hier findet sich der ganze Artikel auf WELT ONLINE</a>)</p></blockquote>
<p>Der hohe Ölpreis stoppe die Globalisierung, heißt es in der Überschrift. Eine solche Meldung lese ich zum ersten Mal, und dass ich sie ausgerechnet in der (eher makrtkonservativen) &#8220;WELT&#8221; finde, erstaunt mich etwas.</p>
<p>Dennoch, es stimmt: &#8220;Globalisierung&#8221; als das Phänomen, das in letzter Zeit mehr und mehr unser Leben bestimmt und dessen Vor- und Nachteile heiß diskutiert werden, beruht auf Mobilität.<br />
Diese hat sich immer nur gesteigert, Flugzeuge, Schiffe, Bahnen, LKWs, Autos, etc., &#8211; alles wurde immer leistungsfähiger, schneller, größer. Der weltweite Güteraustausch nahm zu, und mit ihm auch das Weltwirtschaftsvolumen.</p>
<p>Das Problem ist nicht etwa, dass die Möglichkeit zur Mobilität abnähme. Vielmehr geht es darum, dass mit steigendem Ölpreis (ergo steigenden Kosten für Mobilität) deren Profitabilität abnimmt.<br />
Regionale Produktverarbeitung ist, laut Artikel, zunehmend wieder bedenkenswert. Denn da ist es doch wieder, die grundlegene Merkwüridgkeit der Globalisierung: Wieso lohnt es sich bloß, ein T-Shirt rund um die Welt zu schicken zur Verarbeitung? Die US-Baumwolle in Argentinien spinnen zu lassen, in Indien zuschneiden, In China nähen, in Polen färben und in Deutschland verkaufen?</p>
<p>Momentan sind wir massiv vom Öl abhängig: Es wird nicht nur verbrannt als Energieträger in Kraftwerken und Motoren, es werden auch energetische Produkte daraus gewonnen und  v.A. wird es zudem noch in weiteren industriellen Gütern (Kunststoffe, etc.) verarbeitet. Aus unserem jetzigen &#8220;fossilen Zeitalter&#8221; müssen wir ein &#8220;solares&#8221; machen!</p>
<p>Insgesamt ein spannender aktueller Artikel, der Anlass gibt zum Nachdenken über die Globalisierung und weltweite Wirtschaft. Das ist auch der Bogen, den wir zum aktuellen Thema des Blogs schlagen: Im nächsten Hintergrund-Post geht es nämlich um globale Wirtschaft.</p>
<p>Wer weitere Informationen zum Thema &#8220;Globalisierung&#8221; sucht, ist hier goldrichtig:</p>
<ul>
<li> Ein ganzes Dossier zum Thema bei der bpb &#8211; perfekt und umfangreich. <a title="Globalisierung" href="http://www.bpb.de/themen/YDEVZC,0,0,Globalisierung.html" target="_blank">http://www.bpb.de/themen/YDEVZC,0,0,Globalisierung.html</a></li>
<li>SpiegelWissen ist nicht nur ein Artikel, sondern eine Rechercheplattform &#8211; hier zum Thema Globalisierung, auch aktuell. <a title="SpiegelWissen - Globalisierung" href="http://wissen.spiegel.de/wissen/resultset.html?suchbegriff=globalisierung" target="_blank">http://wissen.spiegel.de/wissen/resultset.html?suchbegriff=globalisierung</a></li>
</ul>
</div>]]></content:encoded>
</item>

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