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	<title>kuttabul &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/kuttabul/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "kuttabul"</description>
	<pubDate>Sun, 06 Dec 2009 12:17:53 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

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<title><![CDATA[Stadt, Land, (Ab)fluss - Vol. 3]]></title>
<link>http://monotom.wordpress.com/2008/03/22/stadt-land-abfluss-vol-3/</link>
<pubDate>Sat, 22 Mar 2008 03:49:29 +0000</pubDate>
<dc:creator>monotom</dc:creator>
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<description><![CDATA[Nun komme ich endlich dazu, meine traurige Geschichte erneut fortzusetzen. In den letzten Wochen war]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Nun komme ich endlich dazu, meine traurige Geschichte erneut fortzusetzen. In den letzten Wochen war ich, wie die meisten von euch wissen sollten, mit Reisen beschaeftigt. Mittlerweile habe ich mich in Sydney auch wieder ordnen koennen und werde euch nun meinen (hoffentlich!) letzten Teil dieser unfassbaren Geschichte erzaehlen.</p>
<p>Als Anne und ich am Morgen nach dem Verschwinden der Tasche von der Tankstelle losfuhren, um uns auf die Suche nach Nathaniel zu machen, war ich noch sehr zuversichtlich, dass wir erstens diesen Typen finden wuerden und ich zweitens meine Tasche zurueckbekommen wuerde.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-131" src="http://monotom.wordpress.com/files/2008/06/dsc00387_505x505_250kb.jpg" alt="" width="505" height="378" /></p>
<p>Auf dem Weg in Richtung Kuttabul (und dahinter), hielten wir an einer Tankstelle an, wo aber auch niemand Nathaniel kannte. Man gab uns aber den Tip, es im naechsten Pub auf der gegenueberliegenden Strassenseite zu versuchen. Wir waren zwar nicht so begeistert von der Idee, weil das Pub auf der falschen Seite von Kuttabul lag, aber wir dachten uns schliesslich, dass fragen nichts kostet. Als wir das Pub erreichten, war der Wirt gerade damit beschaeftigt, die Unordnung vom Vorabend zu beseitigen und sich auf den kommenden Abend vorzubereiten. Der Typ war locker schon fuenfzig, ziemlich hager, taettowiert, hatte lange Haare und lief mit nackten Oberkoerper herum. Er fuegte sich perfekt ins truebe, sproede aber gleichzeitig heimelige Ambiente dieses australischen &#8216;Mitten-in-der-Pampa-Pubs&#8217; ein. Auf die Frage, ob er die Person kannte, die wir suchten, ueberlegte er kurz, waegte ab, runzelte die Stirn und man sah, wie so langsam auch die letzten Winkel seines Gedaechtnisses an diesem Morgen geweckt wurden. Zoegerlich antwortete er, dass unsere Beschreibung durchaus auf einen Typen zutreffen koennte, der im Caravanpark nebenan lebte. Einerseits erfreute Anne und mich diese Antwort, andererseits war ich auch schon etwas enttaeuscht, weil Nathaniel ja meinte, dass er hinter Kuttabul lebte und nicht davor. Aber hatten wir ihn vielleicht falsch verstanden?</p>
<p>Der hilfsbereite Wirt kramte sein Telefonbuechlein hervor und versuchte, den Typen zu erreichen. Doch niemand antwortete. So versuchte er, einen seiner Freunde zu erreichen, doch auch dieser Versuch war vergeblich &#8211; genau wie alle anderen, die darauf folgten. An einem Samstagmorgen schlaeft auch die australische Landjugend, um ihren Rausch vom Vorabend auszuschlafen tief und fest, wie sich herausstellte. Und schliesslich meinte der Wirt, dass der Caravanparkbewohner zwar ein weisses Auto faehrt, aber einen Mitsubishi. Da war fuer mich klar, dass er nicht den Nathaniel meinen konnte, den wir suchten. Was Autos angeht, kann mir eigentlich keiner etwas vormachen. Trotzdem verfiel ich in meiner Verzweiflung kurz in den Zustand des Zweifelns an meinen Faehigkeiten, doch recht schnell kam ich zu dem Schluss, dass ich mich hundertprozentig richtig entsinnte an das Auto in dem ich am Abend zuvor mitgenommen wurde.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-132" src="http://monotom.wordpress.com/files/2008/06/dsc00401_505x505_250kb1.jpg" alt="" width="505" height="378" /></p>
<p>Nach einer halben Stunde in dem Pub zogen wir dankend und enttaeuscht weiter. Wir kamen schliesslich an dem Parkplatz vorbei, wo unser Auto liegengeblieben war und suchten ihn beim Vorbeifahren mit unseren scharfen Blicken ab, doch wir entdeckten keine bunte Tasche.</p>
<p>Auch bei der Poststelle, die wir kurz darauf auf unserem Weg besuchten, konnte man uns keine Auskunft erteilen. An die Post war allerdings ein Laden angeschlossen, in dem Anne und ich anfingen, einfach wieder wahllos Leute anzusprechen, ob sie Nathaniel kennen wuerden. Doch auch hier wieder nichts. Eigentlich hatten wir die Hoffnung an dieser Stelle schon aufgegeben, doch da fragte Anne einen Autofahrer, der in einem Auto mit seinen zwei kleinen Kindern auf der Rueckbank vor dem Laden auf jemanden wartete, ob er den Typen kennen wuerde. Er verneinte, doch sagte ploetzlich, dass seine Frau, die im Laden war, ihn bestimmt kennen wuerde. Sie kannte jeden in der Umgebung, gab er halbstolz zu. Wir warteten bestimmt eine Viertel Stunde vor dem Laden (der Mann im Auto uebrigens bei laufendem Motor&#8230;), bis Nicole endlich herauskam. Und tatsaechlich &#8211; sie kannte Nathaniel. Nicht persoenlich, doch kannte sie jemanden, der ihn direkt kennen wuerde, sagte sie. Anne und ich konnten das kaum glauben, doch innerlich explodierten wir vor Freude. Doch nach den Fehlschlaegen von vorhin versuchten wir besonnen zu bleiben und unsere Erwartungen nicht allzu hoch zu schrauben.</p>
<p>Nicole meinte zu uns, dass sie uns zu dem Typen bringen wuerde, der Nathaniel kennen sollte. Was fuer eine nette Person, dachten Anne und ich uns! Wir fuhren Nicole hinterher und als wir beim Bekannten von Nathaniel ankamen, stellte sich heraus, dass es mit fast hundertprozentiger Sicherheit der Nathaniel sein muesste, den wir meinten. Der Bekannte gab uns die Adresse und Nicole meinte, dass sie auch dahin mitkommen wuerde, da wir uns sonst verirrten. Nichts lieber als das!</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-133" src="http://monotom.wordpress.com/files/2008/06/dsc00380_505x505_250kb.jpg" alt="" width="505" height="378" /></p>
<p>Dort, wo sie uns hinfuehrte, gab es keine asphaltierten Strassen mehr. Die Schotterpisten waren teilweise einspurig und fuehrten recht kurvenreich durch Agrarfelder. Hinter einer Kurve entdeckten wir ploetzlich etwas, das wir so nicht erwartet hatten &#8211; einen Fluss. Eigentlich ein &#8216;Creek&#8217; vom Namen her, doch jetzt, in der Regenzeit, die dieses Mal auch noch ziemlich heftig war und zahllose Ueberflutungen mit sich brachte, war der Bachlauf zu einem reissenden Gewaesser (buchstaeblich) ausgeufert. Kein Vorbeikommen, meinte Nicole und so drehten wir wieder um, um einen Umweg zu Nathaniels Haus zu nehmen.</p>
<p>Nachdem wir ein paar hundert Meter gefahren waren, kam uns auf der Schotterpiste ein Auto entgegen. Ein helles. Ein Ford Telstar! Ich glaubte meinen Augen nicht &#8211; es war Nathaniel! Ich hupte, blendete mit den Scheinwerfern auf, winkte aus dem Fenster, doch es nuetzte nichts. Er brauste einfach an uns vorbei. In einem Anflug aus Euphorie und Panik bremste ich scharf, gab Nicole zeichen, dass ich umdrehen wuerde und gab wieder Gas. Nathaniel wird sicherlich auch am Fluss stehenbleiben und so koennte ich ihn noch abfangen. Mit aufheulendem Motor sauste ich mit unserem Mazda B2000 so schnell der Wagen konnte zurueck. Gleich habe ich ihn, dachte ich mir, als ich um die letzte Kurve fuhr. Doch was war das?! Kein Nathaniel. Stattdessen nur Reifenspuren, die in den Fluss hineinfuehrten und auf der anderen Seite wieder herausfuehrten. Das Gewaesser schien reissend zu sein, doch anscheinend schaffte man es mit einem Popelsauto hindurch.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-134" src="http://monotom.wordpress.com/files/2008/06/dsc00379_505x505_250kb.jpg" alt="" width="505" height="378" /></p>
<p>Der Mann von Nicole stieg aus seinem Ford Falcon und watete in den Fluss hinein. Er begutachtete die Situation und meinte, dass er versuchen wuerde, durchzufahren. Im Kriechtempo glitt das Auto durch das Wasser und ich wartete nur auf den Moment, in dem es zur Seite hin weggeschwemmt wuerde. Doch erstaunlicherweise gelang es dem Ford Falcon ohne Probleme durchzukommen. Was nun? Ich sass in einem Camper, der viel schwerer war als die vorigen Autos. Der Camper hatte auch noch mehr Bodenfreiheit. Also los, mein Gasfuss zuckte und langsam schlich auch unser Mazda in das reissende Gewaesser. Blubb &#8211; Blubb &#8211; Blubbblubb. Abgesoffen.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-135" src="http://monotom.wordpress.com/files/2008/06/dsc00385_505x505_250kb.jpg" alt="" width="378" height="505" />Mit panikstarren Augen sah ich Anne an. Sie blickte mich an, als ob sie sich gleich auf mich uebergeben muesste. Ich konnte es nicht fassen &#8211; warum war unser Auto nur steckengeblieben?? Ich sprang aus dem Auto, das Wasser stand mir kniehoch. Anne rutschte auf die Fahrerseite rueber und ich hob die Beifahrersitze an, um den Motor zu begutachten. Er war nass. Dieses bloede Ding muss wohl die Luft von unten angesaugt haben oder so, ich weiss es bis heute nicht genau. Jedenfalls sprang der Motor nicht mehr an. Der Mann von Nicole kam heruebergeeilt und wir schoben das Auto so weit wir konnten heraus. Wir schafften es nicht ganz, das Auto stand immer noch im Wasser, doch nicht mehr so tief. Auch er blickte anschliessend in den Motor und stellte fest, dass der Zuendverteiler nass geworden ist.</p>
<p>Jetzt hatten wir nicht nur das Problem mit der Tasche, sondern mussten uns erstmal um das versunkene Auto kuemmern. Nicole meinte, dass sie waehrenddessen alleine zu Nathaniels Haus fahren wuerde. Ihr hilfsbereiter Mann hatte mittlerweile auch irgendeinen Kumpel angerufen, der unseren Camper aus dem Fluss ziehen sollte.</p>
<p>Es vergingen unendliche Minuten in denen ich die Welt verfluchte. Schliesslich hat man nicht alle Tage solch grosses Pech auf ein Mal. Anne schien sich in einem Zustand zu befinden, den man als das Qualmen und gelegentliches Feuerspucken eines Vulkans kurz vor dessen eigentlichem Ausbruch beschreiben koennte.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-136" src="http://monotom.wordpress.com/files/2008/06/dsc00383_505x505_250kb.jpg" alt="" width="505" height="378" /></p>
<p>Schliesslich kam Nicole mit der Nachricht zurueck, dass sie bei Nathaniel zu Hause niemanden antreffen konnte. Wo war dieser Typ nur hingefahren? Sie hatte aber seine Telefonnummer ausfindig machen koennen, doch an sein Handy ging er nicht ran. Zudem hatten wir mit dem Problem eines fast nicht vorhandenen Funkempfangs zu kaempfen. Was nun? Wir entschieden uns, die Polizei zu rufen, die uns hoffentlich behilflich auf der Suche nach Nathaniel sein konnte. Schliesslich wussten wir jetzt ganz genau, um wen es sich handelte.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-137" src="http://monotom.wordpress.com/files/2008/06/dsc00382_505x505_250kb.jpg" alt="" width="505" height="378" /></p>
<p>Kurz bevor die Polizei am Creek eintraf gelang es dem Mann von Nicole doch tatsaechlich, den Zuendverteiler trocken zu legen und unser Auto zum Laufen zu bringen. Der Freund, der schon mit dem Abschleppwagen ankam, musste also unverrichteter Dinge wieder abziehen.</p>
<p>Als die Polizei ankam, erreichten wir auch Nathaniel auf seinem Handy und Nicole redete ihm ein, dass er gefaelligst zum Fluss kommen sollte. Ich war schon fast auf Wolke sieben &#8211; das Auto lief wieder und gleich wuerde ich meine Tasche wieder erhalten. Doch Pustekuchen. Nathaniel behauptete, dass die Tasche nie in seinem Auto gewesen waere und er nichts gefunden haette. Ich glaubte erst meinen Ohren nicht und als ich in das Auto schaute und halb verzweifelt nochmals alles absuchte und die ploetzliche Ordnung in Nathaniels Auto sah, glaubte ich meinen Augen nicht. Der Typ musste luegen! So ein Arsch! Da ich nichts nachweisen konnte, brachten alle guten Worte nichts mehr. Ich redete Nathaniel nur ein bisschen ins Gewissen hinein, weil ich mir in dem Moment auch wieder unsicher geworden war, was den Verbleib der Tasche anging und ich ihn nicht einfach wegen etwas beschuldigen wollte, was gar nicht stimmte. Aber im Endeffekt hat der Typ meine Tasche schlicht geklaut! Anne und ich hatten uns solche Muehe gegeben und jemanden in der Pampa Australiens ausfindig gemacht, von dem wir eigentlich nur den Vornamen wussten (!) &#8211; und dann das! Der Idiot, der in der Tat nicht das hellste Gemuet besass und zudem nicht auf der wohlhabendsten Seite des Lebens stand, konnte anscheinend der Versuchung der wertvollen Innereien der Tasche nicht widerstehen!</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-138" src="http://monotom.wordpress.com/files/2008/06/dsc00384_505x505_250kb.jpg" alt="" width="505" height="378" /></p>
<p>Enttaeuscht zogen wir wieder von dannen und Nicole lud uns noch zu sich nach Hause ein, was Anne und ich nicht ausschlugen. Von Nicoles Zuhause aus konnte ich alle Bankkarten sperren und etwas zu mir kommen. Das Haus war uebrigens das schlimmste, was ich je gesehen hatte. Ich nenne nur das Stichwort &#8220;RTL2-Familie&#8221; &#8211; chaotisch, dreckig, einfach eklig. Rauchen im Beisein von Kleinkindern? Kein Problem? Muelltonnen, wozu? Man kann den Muell auch einfach auf dem Boden liegen lassen!</p>
<p>Nun denn, aber immerhin war die Familie extrem hilfsbereit und auf ihre Weise nett, wofuer ich ueberaus dankbar bin. Da Anne und mich die Umgebung aber mehr als abstiess zogen wir auch schnell wieder weiter. Eine gruendliche Durchsuchung des Parkplatzes, wo unser Auto liegengeblieben war, brachte auch nichts mehr. Keine Tasche. In der Tasche befanden sich: Reisepass, Personalausweis, Fuehrerscheine, EC-Karten, Kreditkarten, Handy, Digitalkamera, Translator, USB-Stick, Tagebuch und noch andere persoenliche Dinge. Alles verloren.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-139" src="http://monotom.wordpress.com/files/2008/06/dsc00409_505x505_250kb.jpg" alt="" width="505" height="378" /></p>
<p>Mit dem Gedanken musste ich mich also abfinden. Aber erstmal stand uns die Weiterreise entlang der Ostkueste bevor, noch mehr als die Haelfte des Weges. Anne und ich entschieden uns dafuer, nicht aufzugeben und unsere Reise wie geplant fortzufuehren. Am naechsten Tag stellte Anne allerdings fest, dass sie kein Geld auf dem Konto hatte, welches ihr eigentlich von der Arbeit schon laengst haette ueberwiesen sein sollen. Nun sassen wir da &#8211; ich hatte kein Bargeld mehr, sondern nur noch welches auf dem Konto, an das ich nicht herankam und keine Kreditkarten mehr. Anne hatte nur noch ein paar Dollar in der Tasche, aber kein Geld auf dem Konto. Und eine alte deutsche Kreditkarte, von der sie nicht genau wusste, ob ihr Kreditlimit nicht schon laengst ausgereizt war. Wir hatten Angst, einfach das Auto vollzutanken und dann an der Kasse feststellen zu muessen, dass die Karte nicht funktionierte. Aus Verzweiflung wagten wir es dann irgendwann doch und hatten das schweinische Glueck, dass die Bezahlung klappte. Und nach ein paar hektischen und panischen Telefonaten mit Annes Arbeitsagentur und ihrer Chefin, hatte Anne nach zwei Tagen auch wieder Geld auf dem Konto.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-140" src="http://monotom.wordpress.com/files/2008/06/dsc00386_505x505_250kb.jpg" alt="" width="378" height="505" />In Brisbane wollten wir uns dann den Luxus goennen und in einem Hostel fuer die Nacht absteigen, weil wir die Schnauze voll hatten von unserem Camper. Doch daraus wurde &#8211; selbstvertaendlich &#8211; nichts. Alles war ausgebucht in Brisbane. (??) So beschlossen wir, zumindest zu einem Campingplatz zu fahren, um uns frisch machen zu koennen. Doch auch hier &#8211; selbstverstaendlich &#8211; geschlossen, zu spaet, keinen Bock auf neue Gaeste und was weiss ich noch was. (??) Nicht mit uns, sagten wir uns und stellten unsere Karre einfach in einer Nebenstrasse ab, um uns von da aus in die Duschen des Campingsplatzes zu schleichen. Das klappte auch ganz gut an dem Abend, keiner merkte etwas. Auch am naechsten morgen merkte keiner etwas, vor allem nicht Anne und ich, dass wir beobachtet wurden. Als uns beim Fruehstueck unter der Heckklappe unseres Autos ploetzlich eine Frau darauf ansprach, wie wir denn unsere gratis Duschen empfunden haetten, kam uns unser Toastbrot fast hoch. Wir schauten uns um und bemerkten, dass wir wie auf dem Praesentierteller vom Campingplatz aus zu sehen waren mit unserem Auto. Dies war nachts nicht so eindeutig gewesen. Anne hatte fast schon Traenen in den Augen und erklaerte der Frau, die uebrigens die Besitzerin des Campingplatzes war, unsere traurige Situation. Mit der Erklaerung gab sich die Frau einverstanden, meinte jedoch, dass staendig irgendwelche komischen Leute zu ihr kaemen mit irgendwelchen komischen Geschichten. Doch uns mochte sie mal glauben.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-141" src="http://monotom.wordpress.com/files/2008/06/dsc00439_505x505_250kb.jpg" alt="" width="505" height="378" /></p>
<p>So toll wie dieser Morgen wieder angefangen hatte, setzte sich der Tag auch fort. Auf Brisbane hatten wir keine Lust mehr, diese war uns schon am Abend zuvor vergangen. Fuenfzehn Kilometer vor Byron Bay durchfuhren wir gerade eine langezogene Linkskurve auf dem Highway als ploetzlich das Auto anfing zu ruckeln. Anne sass hinterm Steuer und versuchte Gas zu geben, doch es kam nichts mehr. Das Auto ging aus. Wir fuhren an den Standstreifen und auch erneute Anlassversuche schlugen fehl. Unsere Karre war kaputt gegangen. Das hatte uns noch gefehlt. Die letzten Geschehnisse in der Zusammenfassung:</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-142" src="http://monotom.wordpress.com/files/2008/06/dsc00473_505x505_250kb.jpg" alt="" width="378" height="505" />Wir hatten kein Warndreieck im Auto und standen hinter einer Kurve auf dem Highway. Ich fand zum Glueck einen knallroten Eimer auf dem Gruenstreifen und stellte diesen Eimer, beschwert mit einem Betonstueck, auf den Standstreifen als Warnzeichen auf. Nach einer Stunde gestoerter Kommunikation mit der Notrufzentrale und akrobatischen Telefonierpositionen zwischen Leitplanke und Wagendach hatten wir es auch geschafft, einen Notruf loszulassen. Man leitete uns natuerlich mit diversen Auftrags- und Telefonnummern von einer Stelle zur naechsten, was sehr angenehm ist auf einem Highway mit einem fast nicht vorhandenen Netzempfang. Meine Versuche, einen Lkw-Fahrer anzuhalten (Funkgeraet!), waren auch vergebens. Es fing an zu regnen. Anne und ich holten unsere Campingsstuehle raus, setzen uns hinter die Leitplanke und assen unter einem Regenschirm sitzend trockene Cornflakes aus einer Schuessel. Wir hatten nichts anderes mehr zu essen. Wir lachten schon halb verrueckt geworden ueber die Situation und fragten uns nur, wie wir uns geaergert haetten, wenn uns der ganze Mist in den Tagen zuvor nicht passiert waere? So warteten wir geduldig im Regen auf den Abschleppdienst, der nach wiederum einer Stunden ankam und feststellte, dass der Camper abgeschleppt werden muesste. Wir hatten die Nacht in Brunswick Heads zu verbringen. An der Tanke mit Werkstatt, auf der wir bis zum naechsten Morgen ausharren mussten, gab es noch nicht einmal eine Toilette. So beschlossen wir, irgendwo in dem Kaff preisguenstig zu uebernachten. Leider war gerade Reisehochsaison und ein Motelzimmer kostete 110 Dollar, was wir uns nicht leisten konnten. Das Pub, das man uns als Uebernachtungsmoeglichkeit empfohlen hatte, nahm lediglich zehn Dollar weniger. Aus Verzweiflung fing Anne an, dem Manager unsere traurige Geschichte zu erzaehlen. Er erbarmte sich unser und ueberliess uns ein Doppelzimmer fuer laeppische sechzig Dollar fuer die Nacht, yeah! Das Pub entpuppte sich als ein australischer Uebernachtungstraum. Das angeschlossene Hotel war spartanisch ausgestattet, allerdings mit unglaublichem Charme. Die Moebel waren alt, wie zu Grossmutters Zeiten, die Decken waren hoch und alles war sehr gepflegt und einfach nur gemuetlich. Von unserem letzten Bargeld goennten wir uns am Abend noch zwei Coopers (australisches, leckeres Bier &#8211; vergleichbar mit Weizen). Am naechsten Tag gingen wir fruehstuecken, als die frohe Kunde des Geldeingangs auf Annes Konto eintraf. Wir befanden uns in einem esoterisch angehauchten Ort, mit hippie&#8217;eskem Flair und scheinbar ueberaus gluecklichen Anwohnern, gebettet in einer schoenen, entspannenden Landschaft. Als uns der Werkstattmeister anrief, um uns mitzuteilen, dass unser Auto repariert worden war, sind wir fast schon enttaeuscht gewesen, weiterfahren zu muessen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-143" src="http://monotom.wordpress.com/files/2008/06/dsc00492_505x505_250kb.jpg" alt="" width="505" height="378" /></p>
<p>Nach dieser vollen Dröhnung großen Unglücks sahen wir nur noch ein Ziel vor unseren Augen: Nimbin. Ein kleines Kifferörtchen irgendwo mitten im Wald an der Grenze von New South Wales und Queensland. In den sechziger/siebziger Jahren wurde Nimbin von Hippies bevölkert und ist bis heute ein sehr freigeistiges Fleckchen Erde geblieben. Ein Ort der von der Gesellschaft Verbannten könnte man meinen, denn es gab ungefähr einen Wegweiser auf dem Weg dorthin. Die vermeintlich netten Anwohner in der Umgebung auf dem Weg nach Nimbin gaben nur widerwillig Auskunft und ein Typ wollte uns sogar in die falsche Richtung leiten! Doch Anne und ich, gerissen wie wir sind, durchschauten seinen perfiden Plan und fuhren einfach in die (zu seiner Auskunft) entgegengesetzte Richtung.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-145" src="http://monotom.wordpress.com/files/2008/06/dsc00519_505x505_250kb.jpg" alt="" width="378" height="505" />Es schien, als ob die Bewohner dieser idyllischen, hügeligen Landschaft Nimbin am liebsten von der Landkarte gestrichen hätten. Kaum zu glauben, dass solch ein Spießbürgertum in Australien existieren kann. Aber nun, wir waren ja nur knapp hinter der Grenze zu Queensland und dieser Bundesstaat respektive seine Bevölkerung &#8211; ich spreche jetzt aus Erfahrung &#8211; zeichnen sich durch äußerst verschrobene Eigenschaften aus.</p>
<p>Wir kämpften uns also nach eigenem Gespür durch eine dichtbewachsene, satt-grüne subtropische Waldlandschaft und riesige Macadamia-Nuss-Plantagen, bis uns die serpentinenreichen Straßen nach gefühlten zwei Stunden endlich an unser Ziel führten.</p>
<p>Nimbins Atmosphäre wirkte auf Anne und mich sehr &#8216;dicht&#8217; und es gab zahlreiche Geschäfte, aus denen Nebelschwaden zu wabern schienen. Diese esotherische Entspanntheit war hier jeder Person im Ort anzumerken; es liefen wirlich krasse Freaks herum, teilweise ausgemergelt und drogenzerfressen (und das kam definitiv nicht vom Gras). Wir verbrachten zwei Stunden in diesem Örtchen, welches bei uns einen bleibenden Eindruck hinterlassen hatte. Zur Feier des Tages erwarben wir bei einem Obst- und Gemüsehändler noch zehn (!) Kiwis für 99 Cents, mit denen wir unseren verkümmerten Vitaminhaushalt etwas aufpeppten. Das war eine echte Wohltat nach Tagen und Mahlzeiten voll bekömmlichen Weißbrots&#8230;</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-146" src="http://monotom.wordpress.com/files/2008/06/dsc00521_505x505_250kb.jpg" alt="" width="505" height="378" /></p>
<p>Auf unserem weiteren Weg machten wir noch einen Abstecher ins Koala-Krankenhaus in Port Macquarie, was sich wirklich gelohnt hat, da ich bis heute keine Koalas in freier Natur gesehen habe.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-144" src="http://monotom.wordpress.com/files/2008/06/dsc00582_505x505_250kb.jpg" alt="" width="505" height="378" /></p>
<p>Nach nur acht Tagen und dreitausend abenteuerlichen Kilometern, kamen wir eines Abends schliesslich in Sydney an, um uns zum guten Schluss auch noch zu verfahren und eine Stunde fuer&#8217;s Herumkurven durch Sydney zu verschwenden. Die Stimmung war auf dem Tiefpunkt, als ich Anne in ihrem voruebergehenden Zuhause bei einer Arbeitskollegin absetzte. Ich verbrachte die naechsten Naechte in dem Camper, da wir ihn noch fuer zwei Tage gemietet hatten.</p>
<p>Mittlerweile habe ich meinen Reisepass fuer 160 Dollar neu beantragt und auch mein Fuehrerschein duerfte schon auf dem Weg der Wiederausstellung sein.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-147" src="http://monotom.wordpress.com/files/2008/06/dsc00526_505x505_250kb.jpg" alt="" width="505" height="378" /></p>
<p>Von meiner Tasche habe ich bis heute nichts mehr gehoert. Nur mein USB-Stick, der sich in ihr befand, ist absurderweise aufgetaucht. Birte, meine holde Freundin, die letztens nach Hannover uebergesiedelt ist, bekam vor ungefaehr einem Monat einen Brief aus Australien. Darin schrieb ein Lehrer aus Caden (naechstgroesserer Ort bei Kuttabul), dass zwei Schueler meinen USB-Stick in einem Abwasserkanal gefunden haetten. Er haette sich die Bilder angeschaut und auf einem der Bilder einen Briefumschlag abgelichtet gefunden, meinte er. Ich hatte naemlich den Umschlag der Weihnachtskarte von Birte fotografiert, weil ich das Couvert so schoen gestaltet fand. So war auf dem Foto Birtes Adresse zu finden, an welche der Lehrer einen Brief geschrieben hatte. In dem Brief stand, dass der Stick sich mit im Umschlag befinden sollte, den die Familie der Kinder abschicken sollte. Allerdings befand sich kein Stick in dem Umschlag. So schrieb ich den Lehrer letztens an, um nach dem Verbleib zu fragen. Die Antwort steht noch aus&#8230;</p>
<p>Soviel zu meinen Ostkuesten-Abenteuern. Der Bericht ist etwas ausgeufert, trotzdem hoffe ich, dass ihr beim Lesen nicht eingeschlafen seid und zumindest etwas Mitleid fuer mich empfindet&#8230;;-)</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Stadt, Land, (Ab)fluss - Vol. 2]]></title>
<link>http://monotom.wordpress.com/2008/02/12/stadt-land-abfluss-vol-2/</link>
<pubDate>Tue, 12 Feb 2008 06:15:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>monotom</dc:creator>
<guid>http://monotom.wordpress.com/2008/02/12/stadt-land-abfluss-vol-2/</guid>
<description><![CDATA[Hier nun die Fortsetzung meiner traurigen Geschichte. Ich hoffe, dass ich alles noch in der richtige]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Hier nun die Fortsetzung meiner traurigen Geschichte.</p>
<p>Ich hoffe, dass ich alles noch in der richtigen Reihenfolge in Erinnerung habe.</p>
<p>&#8230; Wir fuhren nach unserem Bootsausflug abends in Richtung Mackay. Dachten wir zumindest. Denn ploetzlich endete die Strasse, die wir genommen hatten, vor uns. Es war eine Sackgasse. Wir hatten in Airlie Beach zwei Moeglichkeiten, in welche Richtung wir fahren konnten &#8211; natuerlich waehlten wir die falsche. Ein Blick auf die Landkarte offenbarte dann direkt unseren Fehler und so mussten wir die fuenfzehn Kilometer, die wir schon zurueckgelegt hatten, wieder zurueckfahren. Unser Versehen ist im Nachhinein ganz wunderbar als uebersinnliches Zeichen zu deuten. Unser Schicksal wollte uns damit sagen, dass wir auf keinen Fall weiterfahren sollten, doch stur wie wir sind, machten wir uns dann auf den richtigen Weg Richtung Mackay.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-126" src="http://monotom.wordpress.com/files/2008/06/dsc00393_454x454_200kb.jpg" alt="" width="454" height="340" /></p>
<p>Die vorueberziehende Landschaft war immer noch sehr tropisch und nett anzuschauen. Zwischendurch regnete es wieder in Stroemen, doch wir liessen uns nicht entmutigen und fuhren tapfer durch die Unwetter. Anne sass am Steuer und beobachtete die Tankanzeige. Irgendwann fragte sie mich, ob unser Sprit noch bis Mackay reichen wuerde. Mein Blick auf die Anzeige sagte mir, dass wir noch ungefaehr ein Drittel einer Tankfuellung im Tank hatten und da es noch nicht mal mehr hundert Kilometer bis zu unserem Ziel waren, meinte ich, dass das noch locker gehen wuerde. Die Anzeigennadel beschleunigte aber offensichtlich ihr Tempo und Anne fragte wieder, diesmal etwas besorgter, ob der Sprit noch ausreichen wuerde. Doch dann meinte sie, sie habe eben ein Schild gesehen, das besagte, dass Mackay nicht mehr weit entfernt sein wuerde. Die Anzeige stand schon knapp vor dem letzten Balken, doch die Warnleuchte machte keine Anstalten, in Erscheinung zu treten. Also fuhren wir munter weiter. Es war ja nicht mehr weit&#8230; Und dann &#8211; Ruck. Blub. Ruck. Blub. Das Auto wurde langsamer. Draussen war es dunkel, um uns herum Wald. Anne und ich tauschten panische Blicke aus. Ploetzlich kam ein Parkplatz zu unserer rechten Seite und Anne steuerte unseren Camper in die entsprechende Richtung. Mit letzter Kraft rollte der Wagen auf den Platz und ging auch prompt aus. Ein letzter Versuch, ihn wieder zum Laufen zu bringen, scheiterte klaeglich. Die bloede Karre hatte uns betrogen! Von wegen noch Sprit im Tank&#8230;</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-125" src="http://monotom.wordpress.com/files/2008/06/dsc00392_454x454_200kb.jpg" alt="" width="454" height="340" /></p>
<p>Wir liefen zur Strasse und versuchten, wild mit unseren Armen wedelnd, Autos zum Anhalten zu animieren. Tatsaechlich hielt auch direkt ein Lkw an. Wir schnappten schnell unsere Taschen aus dem Auto hievten uns in den Lkw. Die Fahrerkabine des &#8220;Freightliners&#8221; war unerwartet hoch und wir hatten einige Muehe, sie zu erklimmen. Der Brummifahrer war sehr nett, ich meine, er hiess Sean. Genau weiss ich das nicht mehr. Er setzte uns an der naechsten Tankstelle ab, der einzigen weit und breit. Es stellte sich heraus, dass allein diese schon 35 Kilometer vom Palm Tree Creek war, wo unsere daemliche Karre liegengeblieben ist. Mackay war noch weitere 20 Kilometer entfernt. Anne und ich fragten uns dann, was das fuer ein Schild war, dass uns gesagt hatte, dass wir nicht mehr so weit entfernt sein wuerden? Nun denn.</p>
<p>An der Tankstelle stellte man uns gegen Kaution einen Fuenf-Liter-Kanister zur Verfuegung. Wir fuellten ihn auf und fragten einen Typen an der Tanke, ob er nicht in Richtung Palm Tree Creek fuhr. Er tat es tatsaechlich und nahm uns mit. Waehrend der Fahrt erzaehlte er uns, dass er Nathaniel heissen wuerde, in Mackay arbeitete (irgendwas mit Trucks) und kurz hinter Kuttabul wohnte. Er fuhr einen weissen Ford Telstar. Am Parkplatz angekommen, sprang ich ganz euphorisch aus dem Auto, fuellte den Tank auf und das Auto sprang wieder an. Wir bedankten uns bei Nathaniel, stiegen in unsere Karre und dann wurde mir schlagartig bewusst: Meine Tasche ist weg. Ich hatte sie in seinem Auto liegenlassen!</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-127" src="http://monotom.wordpress.com/files/2008/06/dsc00425_454x454_200kb.jpg" alt="" width="454" height="340" /></p>
<p>Ich schrie es aus mir heraus uns sah nur die roten Rueckleuchten von Nathaniels Auto immer kleiner werden. Anne schaute mich an. Verfolgen? Ja, Gas geben! Innerhalb von einer halben Minute durchbrach unser Camper die Schallmauer von 80 km/h. Nathaniel, das wussten wir von unserer Fahrt, fuhr locker 120 Sachen. Erfolgsaussichten ihn einzuholen? Gleich null. Aussichten auf erneutes Liegenblieben auf Grund Spritmangels mitten im Nichts &#8211; sehr gut. Nach ein paar Kilometern brachen wir unsere Verfolgungsjagd ab. Entsetzt fuhren wir Richtung Tankstelle und kamen wohl mit dem letzten Troepfchen Benzin im Tank an. Wir fragten die Kassiererinnen, ob sie Nathaniel kennen wuerden. Die Gegend ist ja ziemlich duenn besiedelt und wenn er die Strecke taeglich zur Arbeit faehrt, kommt er wahrscheinlich oefters zum Tanken, dachten wir uns. Doch die nicht gerade auskunftsfreudigen Damen hinter der Theke beneinten unsere Frage.</p>
<p>Wir fragten andere Leute an der Tankstelle, doch sie kannten den Typen auch nicht. Aber das Auto, das hat doch Nummernschilder! Die Ueberwachungskameras muessten uns ja weiterhelfen. Doch Pustekuchen. Der Wagen war nicht im Erfassungswinkel der Kamera geparkt und zu einem spaeteren Zeitpunkt erfuhren wir, dass die Kameras hoechstwahrscheinlich eh nicht funktionieren wuerden.</p>
<p>Polizei &#8211; unser naechster Gedanke. Der Freund und Helfer in der Not. Auch ohne Nummernschild des Autos und eines Nachnamens des Halters muesste es unseren Freunden moeglich sein, Nathaniel ausfindig zu machen. So fuhren wir nach Mackay zur naechsten offenen Polizeistation. Da ich genau wusste, was fuer ein Auto Nathaniel fuhr, den Bauzeitraum einschaetzen konnte, wir die Farbe des Wagens kannten und mir klar war, dass solch ein Vehikel sehr selten anzutreffen sein wuerde in solch einer spaerlich besiedelten Gegend, waren Anne und ich recht zuversichtlich. Doch auf Grund datenschutzrechtlicher Gesetze und der Tatsache, dass es sich um keinen schwerwiegenden Delikt handelte, konnte man uns natuerlich keine Auskunft zum Halter des Autos geben. Danke, Freunde und Helfer!</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-128" src="http://monotom.wordpress.com/files/2008/06/dsc00405_454x454_200kb.jpg" alt="" width="454" height="340" /></p>
<p>Wir fuhren zurueck zur Tankstelle. Eine Suche starten, irgendwo hinter Kuttabul, wo Nathaniel wohnen sollte, mitten in der Nacht &#8211; die Aussicht auf Erfolg war auch hier sehr bescheiden. Aber halt, in meiner Tasche steckt doch mein Handy! Aufgrund der Nichtexistenz eines Funknetzes, hier, mitten in der Pampa, schlugen aber alle Versuche eines Anrufs fehl. Etwas entruestet beschlossen Anne und ich, die Nacht an der Tankstelle zu verbringen, unseren Wagen gut sichtbar fuer vorbeifahrende Autos zu positionieren (falls N. vorbeikommen sollte) und zu hoffen, dass Nathaniel die Tasche in seinem Auto entdecken wuerde und sie am naechsten Morgen vielleicht an der Tankstelle abgab. Doch welchen Tag hatten wir? Freitag. Morgen war Samstag. Wuerde er zur Arbeit fahren?</p>
<p>An der Tankstelle gab es zum Glueck duschen und so konnten wir Abends noch den Panikschweiss von unseren Koerpern waschen. Vor dem Schlafengehen beschlossen wir, noch wahllos irgendwelche Leute an der Tankstelle zu fragen, ob sie Nathaniel kannten. Vor allem die jungen Leute waren in unserem Blickfeld, da Nathaniel unserer Einschaetzung nach nicht aelter als Anfang zwanzig war. Doch nichts. Keiner kannte ihn.</p>
<p>Am naechsten Morgen stellten wir fest, dass niemand die Tasche abgegeben hatte. Auch von den morgendlichen Tankstellenbesuchern kannte keiner Nathaniel. Wir fuhren also wieder zurueck Richtung Kuttabul und begannen unsere Suche.</p>
<p>Teil 3 folgt demnaechst (Guthaben neigt sich wieder dem Ende zu)</p>
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