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	<title>laufbahn &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/laufbahn/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "laufbahn"</description>
	<pubDate>Thu, 03 Dec 2009 21:10:20 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

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<title><![CDATA[finishfertigfizifazi]]></title>
<link>http://spaghettilavendel.wordpress.com/2009/10/06/finishfertigfizifazi/</link>
<pubDate>Tue, 06 Oct 2009 12:55:42 +0000</pubDate>
<dc:creator>spaghettilavendel</dc:creator>
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<description><![CDATA[habs geschafft. ich bin seit dem 16.09.2009 diplom designerin. yeah! hat alles supidupi geklappt und]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>habs geschafft. ich bin seit dem 16.09.2009 diplom designerin. yeah!<br />
hat alles supidupi geklappt und ich bin mit 1,3 endlich ready und total happy. </p>
<p>soviel aufregung, nervosität und schlaflose nächte liegen nun hinter mir. monatelanger stress, übermäßiger koffeinkonsum und die eine oder andere panikattacke mit übelkeit, magenschmerz und kalten schweißausbrüchen&#8230;meine güte, was für eine zeit&#8230;aber ich habs geschafft und bin unsagbar stolz auf mich&#8230;ich glaube das ist ein gefühl, das ich in meinemganzen leben noch nie erlebt habe. stolz auf die eigene leistung, was eine berufliche qualifikation angeht&#8230; mein abi-ergebnis war leider keine erfüllende angelegenheit und meine ausbildung wurde zwar mehr oder weniger glanzvoll beendet, hat mich aber keine schlaflose nacht gekostet, aber dieses diplom&#8230;.meine <del datetime="2009-10-06T12:43:01+00:00">fresse </del> güte war das anstrengend&#8230; und da erfüllt es mich dann doch tatsächlich mit diesem bisher nahezu unbekannten gefühl von stolz&#8230; und innerer zufriedenheit.</p>
<p>um aber auf den boden der tatsachen zurückzuschweben muss ich leider feststellen, dass stolz mich leider nicht satt macht&#8230;</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Mangelnde Hochschlafmöglichkeiten für männliche Nachwuchspolitiker]]></title>
<link>http://spreesee.com/2009/06/17/mangelnde-hochschlafmoglichkeiten-fur-mannliche-nachwuchspolitiker/</link>
<pubDate>Tue, 16 Jun 2009 22:30:42 +0000</pubDate>
<dc:creator>mayavonderspree</dc:creator>
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<description><![CDATA[Es geht hier um die Zukunft Deutschlands, Maya hämmert mir Chloe gerade durchs Telefon ein. Sie mach]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><blockquote><p>Es geht hier um die Zukunft Deutschlands, Maya</p></blockquote>
<p>hämmert mir Chloe gerade durchs Telefon ein. Sie macht sich nämlich Sorgen um die Gleichstellung von jungen aufstrebenden Praktikanten in politischen Kreisen.</p>
<p>Und tatsächlich fällt auf, es stehen dem männlichen Nachwuchs einfach zu wenige ältere Single-Politikerinnen zur Verfügung um seine Fähigkeiten und Fertigkeiten außerhalb der Parteizentrale unter Beweis zu stellen. <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/498/472027/text/" target="_blank">Während eine 29-jährige Michelle locker einem 69-jährigen Franz den Kopf verdreht</a> (lächerlich) hat ein 29-jähriger männlicher Emporkömmling wenig Ansatzpunkte, wen sollte er bezirzen? Wer fällt uns da auf Anhieb ein?</p>
<p>- Angela Merkel &#8211; 1. verheiratet 2. im Vergleich zu Münte quasi eine knackige, jugendliche Sexbombe</p>
<p>- Claudia Roth? Ebenfalls viel zu jung! Sie müsste sich schon strafbar machen um einen solchen Altersunterschied hinzukriegen</p>
<p>- Hildegard Hamm-Brücher? Zu ehrwürdig.</p>
<p>Wir sind uns einig, Frauen würden solche peinlichen Entgleisungen nicht passieren. Meinen Einwand &#8220;Zsa Zsa Gabor&#8221; lässt Chloe nicht gelten: krank, drogenabhängig, nicht repräsentativ, keine Politikerin zudem!</p>
<p>Parallelfrust macht sich breit, wie können die alten Herren der politischen Riege sich nur solche Blöße geben?</p>
<p>Und was tut man als  jugendlicher Liebhaber in Warteposition auf einen schönen Posten?</p>
<p>Da kann man höchsten schwul werden oder einfach den mühsamen Aufstieg über die normale Karriereleiter wählen.</p>
<p>Wir klagen an: Michelle, die Gender-Querulantin, wirft ja auch auf uns kein gutes Licht, am Ende sieht das doch wieder so aus, als müsste sich selbst der Frauenjahrgang 1980 immer noch durch die Betten der Vorgesetzten hocharbeiten.</p>
<p>Und wenn schon, dann bitte gleiches Recht für alle!</p>
<p><em>Chloe chlaubt noch eine Youtube-Aufnahme von Michelle in den Artikel einfügen zu wollen, Maya maynt &#8220;Ich geb der doch kein Forum&#8221;, danach ist die Diskussion beendet, Gute Nacht!</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wie ich Werber wurde]]></title>
<link>http://peterquester.wordpress.com/2009/02/09/wie-ich-werber-wurde/</link>
<pubDate>Mon, 09 Feb 2009 08:47:44 +0000</pubDate>
<dc:creator>peterquester</dc:creator>
<guid>http://peterquester.wordpress.com/2009/02/09/wie-ich-werber-wurde/</guid>
<description><![CDATA[67 geboren, in Leipzig, kann man seine Kindheit fast komplett mit Fußballspielen auf der Straße verb]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><!--StartFragment--></p>
<p class="MsoNormal"><a href="http://peterquester.wordpress.com/files/2009/02/peter-quester3.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-294" title="Peter Quester" src="http://peterquester.wordpress.com/files/2009/02/peter-quester3.jpg?w=286" alt="" width="286" height="300" /></a></p>
<p class="MsoNormal">
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<p class="MsoNormal">67 geboren, in Leipzig, kann man seine Kindheit fast komplett mit Fußballspielen auf der Straße verbringen, so wenig und so langsame Autos gibt es im Osten.</p>
<p class="MsoNormal">1983, als Zehntklässler, erfinde ich an einem Oktobertag mit Freunden den Flashmob. Punkt 15 Uhr erscheinen wir wie aus dem Nichts auf dem Marktplatz, stellen uns mit brennenden Kerzen in der Hand im Kreis auf und schweigen, um die Stationierung von SS 20-Raketen zu verhindern. Nach 5 Minuten ist alles wieder vorbei und wir in einem W 50 unterwegs zur Stasizentrale. Ergebnisse des ersten Flashmobs: für den Wiki-Eintrag zum Thema sind wir 20 Jahre zu früh. Und der Stadtschulrat schmeißt mich vom Gymnasium.</p>
<p class="MsoNormal">84-87: kirchliches Notabitur, Wehrdienstverweigerung, keine Studienzulassung – ich bin ein Jahr arbeitslos, was in der DDR strafbar ist. Ich wende mich dem Punk zu. <em>No Future</em> leuchtet mir ein.</p>
<p class="MsoNormal">87 habe ich genug vom Bohèmeleben, ziehe aufs Land und arbeite in einem Heim für geistig Behinderte. Dort lerne ich viel für den späteren Job in der Werbung.</p>
<p class="MsoNormal">Zu dem komme ich 1999 – ich wohne mit Frau und Kindern in Berlin und studiere Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der HdK – als ich ein Praktikum machen muss. Ich komme zu Scholz&#38;Friends, die kaufen mich ein, plötzlich bin ich Werber. Huch.</p>
<p class="MsoNormal"><!--StartFragment--></p>
<p class="MsoNormal">Um den Schaden in Grenzen zu halten, versuche ich, meine Werbung wenigstens so wenig werbisch wie möglich zu machen – für Union Berlin, FAZ, Berliner Sparkasse, Mercedes-Benz, Messe Frankfurt, Berliner Zeitung, Mitsubishi, VFA, Baden-Württemberg, Napster und Zewa. Und schwupp: Anerkennung, Awards, ADC-Mitglied. Langsam glaube ich selbst, dass ich Werber bin.</p>
<p class="MsoNormal">Also fasse ich mir, nach 9 Jahren Scholz&#38;Friends, mein Hasenherz und versuche es frei. Buchen Sie jetzt.</p>
<p><!--EndFragment--></p>
<p><!--EndFragment--></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Interview mit Ruben Talberg ( Maler, Bildhauer, Fotograf )]]></title>
<link>http://kukrheinmain.wordpress.com/2008/07/17/interview-ruben-talberg/</link>
<pubDate>Thu, 17 Jul 2008 06:17:41 +0000</pubDate>
<dc:creator>Bianka Schüssler</dc:creator>
<guid>http://kukrheinmain.wordpress.com/2008/07/17/interview-ruben-talberg/</guid>
<description><![CDATA[Kurzbiografie mit den wichtigsten künstlerischen Stationen Wann und wo wurdest du geboren ? 1964 im ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Kurzbiografie mit den wichtigsten künstlerischen Stationen Wann und wo wurdest du geboren ? 1964 im ]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Intervalltraining auf der Laufbahn]]></title>
<link>http://trijan.wordpress.com/2008/07/10/intervalltraining-auf-der-laufbahn/</link>
<pubDate>Thu, 10 Jul 2008 09:38:15 +0000</pubDate>
<dc:creator>trijan</dc:creator>
<guid>http://trijan.wordpress.com/2008/07/10/intervalltraining-auf-der-laufbahn/</guid>
<description><![CDATA[Gestern stand auf meinem Trainingsplan 3&#215;1000m Intervalltraining. Nicht zu schnell aber doch or]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Gestern stand auf meinem Trainingsplan 3&#215;1000m Intervalltraining. Nicht zu schnell aber doch ordentlich. Ich hab mich also gut warmgelaufen und bin dann zum Sportplatz nach Erzhausen gelaufen. Dort angekommen war ich erst Mal froh das auf dem Haupfeld um das die Laufbahn führt kein Fussballtraining stattfindet. Allerdings ist die Laufbahn in gelinde gesagt miserabler Qualität. In den Kurven ist noch ein kleier Streifen frau auf dem man laufen kann, aber auf den Geraden ist es ein Katastrophe. Dort steht der Klee ca. 15 cm hoch und macht so schnelles Laufen(darum gehts ja) unmöglich. Ich bin die Intervalle dann trotzdem gelaufen aber toll wars nicht. Wenn das hier einer vom <a href="http://www.sv-erzhausen.de" target="_blank">SVE</a> liest, bringt mal eure Laufbahn in Ordnung das ist echt schlimm.</p>
<p>Das nächste Intervalltraining muss ich wohl in Gräfenhausen oder Wixhausen machen. In Erzhausen geht das so nicht.</p>
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</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Segler oder Selbstdarsteller? Die große Professorentypologie]]></title>
<link>http://christophkoch.wordpress.com/2008/05/13/segler-oder-selbstdarsteller-die-professorentypologie/</link>
<pubDate>Tue, 13 May 2008 07:00:09 +0000</pubDate>
<dc:creator>christophkoch</dc:creator>
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<description><![CDATA[Jedes Semester treffen Studenten auf Dozenten, deren Namen sie zum ersten Mal hören. Wie der neue Pr]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><strong>Jedes Semester treffen Studenten auf Dozenten, deren Namen sie zum ersten Mal hören. Wie der neue Prof tickt? Das ist im Grunde ganz simpel: Er lässt sich wahrscheinlich einem von sieben Typen zuordnen.<br />
</strong></p>
<p><strong>Der Gockel</strong></p>
<p>Die Uni ist die Bühne, auf der ein Stück gegeben wird, in dem er stets den Hauptdarsteller spielt: tadelloser Anzug, randlose Brille, perfektes, glänzendes Haar. Seine Vorlesungen eröffnet er gern mit einem berühmten Zitat. Dabei wedelt er in großen Gesten mit seinen Armen. Und marschiert während eineinhalb Stunden rund fünf Kilometer hin und her durch den Hörsaal.</p>
<p>Exakte Wissenschaft? Methodik? Firlefanz! Was zählt ist, wie man sich verkauft. Er liebt es, First Class zu großen, internationalen Kongressen zu fliegen. Seine Entourage aus karrierefreudigen Doktoranden fährt derweil mit dem Zug hinterher. Dort feilt sie an seinen Vorträgen. Schließlich ist ihr Chef gütig, außer man stellt ihn durch mangelnde Perfektion bloß. Wenn sich ein Fehler auf seiner Powerpoint-Folie eingeschlichen hat, spannt sich seine Gesichtsmuskulatur zu einem gequälten Lächeln. Jetzt wissen die Untertanen: Die Rache wird fürchterlich und persönlich verletzend sein.</p>
<p>Das Wochenende verbringt der Gockel in seinem kleinen Landhaus. Dorthin lädt er Freunde aus der Wirtschaft ein, oder er schreibt einen &#8220;längst überfälligen&#8221; Leserbrief an eine überregionale Zeitung. Erscheint dieser, am besten noch mit Foto, spendiert er eine Runde billigen Prosecco am Lehrstuhl. In das Klatschen seiner Doktoranden für so viel Edelmut ruft er hinein: &#8220;Vielen Dank. Der Applaus ist schließlich der Lohn des Künstlers!&#8221;</p>
<p><em>So gehst du mit ihm um: Setze deine WG-Kollegen kurz vor der Prüfung auf ihn an. Sie sollen ihn darauf ansprechen, ob er der Professor ist, den man aus der Zeitung kennt und von dem ihr Mitbewohner immer so schwärmt.<br />
</em></p>
<p><!--more--></p>
<p><strong>Die Karrieristin<br />
</strong><br />
Im Lebenslauf der Karrieristin ist die Hochschule nur eine Zwischenstation, ein Sprungbrett &#8211; auch wenn sie das natürlich vehement bestreitet. Zu sehr ist sie damit beschäftigt, die &#8220;offene Kommunikationsatmosphäre&#8221; und die &#8220;engagierten und wissbegierigen Studenten&#8221; zu loben, wo auch immer sie ein Reportermikrofon sieht. Gleichzeitig lässt sie keine Gelegenheit aus, den &#8220;Elfenbeinturm Wissenschaft&#8221; anzuprangern und mit Modernisierungsvorschlägen auf sich aufmerksam zu machen.</p>
<p>Diese hat sie zwar allesamt von dem US-College abgeschaut, an dem sie zwei Semester studiert hat, im verschlafenen Deutschland kommt sie damit dennoch als wagemutige Reformerin in die Presse. Dass die Karrieristin in ihren Seminaren ständig prominente Gastredner &#8220;aus der Praxis&#8221; begrüßt, festigt nicht nur ihren Ruf als Macherin &#8211; sondern vor allem ihre eigenen Verbindungen zu Wirtschaft und Politik.</p>
<p>Und so ist es kein Wunder, dass das Dozenten-Wunderkind eines Tages genauso schnell wieder verschwindet, wie es gekommen ist: Jetzt sitzt sie auf einem gutbezahlten Vorstandsposten.</p>
<p><em>So gehst du mit ihr um: Biete ihr an, statt deiner Abschlussarbeit die Erstellung einer Homepage für den Alumni-Verein zu übernehmen, den sie gerade gegründet hat. Das bringt dir ihre ewige Dankbarkeit und kostet dich etwa ein Zwanzigstel der Zeit.<br />
</em></p>
<p><strong>Der Kumpel<br />
</strong><br />
&#8220;Nicht altern wollend, distanzgemindert, aufdringlich&#8221; &#8211; so beschreiben ihn seine Studenten. &#8220;Locker und jung geblieben &#8211; und das mit fast 50 Jahren&#8221;, so sieht er sich hingegen selbst. &#8220;Das Blockseminar können wir gern bei mir zu Hause veranstalten, ich koch dann etwas Eurasisches für uns&#8221;, ist eine seiner Ankündigungen, vor der jeder Kurs zittert.</p>
<p>In den neuesten Turnschuhmodellen steht er dann mit seinem japanischen Fischmesser vor seinem freistehenden Herdblock. Gegen den Lärm der Dunstabzugshaube brüllt er an: &#8220;Ich bin jetzt auch bei StudiVZ.&#8221;</p>
<p>Dass er seine Studenten in peinliche Situationen bringt, wenn er sie in seinen Social Networks als Kontakte einlädt und dass niemand die Fotos sehen will, auf denen er zum &#8220;Clubclosing&#8221; auf Ibiza &#8220;raved&#8221;, kann er nicht nachvollziehen. Stattdessen schlägt er vor, bei der nächsten Fachbereichsparty &#8220;auch mal ein Stündchen aufzulegen&#8221;. Zur Vorlesung kommt er mit dem Tretroller. Und unterbricht dort gern einmal seinen Vortrag über Medientheorie, um Studenten zu fragen, woher genau sie eigentlich ihre Jeans beziehen.</p>
<p><em>So gehst du mit ihm um: Gratuliere ihm jährlich immer wieder zum 37. Geburtstag. Dass du ihn nicht als Kontakt bei StudiVZ angenommen hast, wird er augenblicklich verzeihen.<br />
</em></p>
<p><strong>Der schamlos Faule<br />
</strong><br />
&#8220;Veranstaltungsbeginn: Dritte Vorlesungswoche&#8221; &#8211; am notorisch verspäteten Seminareinstieg kann man den schamlos Faulen ebensogut erkennen wie an seiner durchgängigen Bräune, die er sich auf seinem Segelboot erwirbt. Auf die verwunderte Frage, wie es denn möglich sei, dass sein Wohnort rund 800 Kilometer von der Uni-Stadt entfernt liegt, in der er doziert, antwortet der schamlos Faule lächelnd, Astronauten würden schließlich auch nicht auf dem Mond leben, obwohl sie dort arbeiten.</p>
<p>Im Sommersemester legt er sein komplettes Seminarangebot auf den Donnerstag &#8211; im Wissen, dass auf diesen Tag die meisten Feiertage fallen. Ansonsten reißt er die Kursangebote, zu denen ihn sein Beamtenstatus verpflichtet, bevorzugt als Wochenendseminare ab. &#8220;Familiäre Verpflichtungen&#8221; zwingen ihn dabei zwar meist zu einer verspäteten An- und verfrühten Abreise, aber Fragen nach seiner Anwesenheit bleiben erfolglos: &#8220;Stechuhrmentalität&#8221;, schimpft der schamlos Faule dann nur &#8211; und &#8220;Wenn Sie wüssten, wie viel ich pro Woche arbeite!&#8221; Gut für ihn, dass die Studenten sich weniger für seine Arbeitszeit interessieren als für ihre eigene &#8211; und deshalb selbst so viele Donnerstagskurse belegen wie möglich.</p>
<p><em>So gehst du mit ihm um: Finde heraus, auf welchem Golfplatz er die Tage verbringt, an denen seine Seminare &#8220;aufgrund von Krankheit&#8221; ausfallen. Dort zwinkerst du ihm an der Bar des Clubhauses verschwörerisch zu: &#8220;Sport und frische Luft sind manchmal die beste Medizin.&#8221;</em><br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Der Privatdozent<br />
</strong><br />
Er hatte die besten Noten im Diplom. Er schrieb die aufwendigste Doktorarbeit. Für seine methodisch perfekte Habilitationsschrift ließ er sich Jahre Zeit. Alles umsonst! Vergebens! Denn während er sich der reinen Wissenschaft widmete, fuhren seine Kollegen zu internationalen Kongressen. Dort feierten sie und knüpften engmaschige Netzwerke &#8211; zusammengehalten durch kleine giftige Indiskretionen. Und dann wurden diese Konkurrenten auf die Lehrstühle befördert, auf die der Privatdozent immer spekulierte.</p>
<p>In einem alten Sakko sitzt er nun, mittlerweile jenseits der 40, nahezu unkündbar, aber ohne Aussicht auf eine Karriere als Professor, in seinem engen Büro. Meist murmelt er von Mobbing und Verschwörung und nimmt seine selbstgewählte Aufseherfunktion wahr: der Stachel im Fleisch der &#8220;verlogenen Professorenschaft&#8221; zu sein und zu verhindern, dass jemand die Ungerechtigkeiten, die ihm widerfahren sind, vergisst. Missmutig und staubtrocken hält er daher seine Vorlesungen &#8211; in der Hoffnung, dass endlich einmal ein Student fragt, warum es ihm eigentlich so schlechtgeht.</p>
<p>Wünscht ihm jemand einen schönen Tag, antwortet er &#8220;Schön wär&#8217;s&#8221;. Dass er mittlerweile als Freak gilt? Und dass sich seine Stimmung Jahr für Jahr verschlechtert? Gut so! Je größer sein Leid, umso deutlicher der Beweis für die Schwere der Tat der anderen!</p>
<p><em>So gehst du mit ihm um: Frage ihn vor der Prüfung, ob er als Vorbereitung auch seine Promotionsschrift aus dem Jahr 1988 empfiehlt &#8211; schließlich sei sie ja das &#8220;eigentliche Grundlagenwerk&#8221;.</em><br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Der Linke<br />
</strong><br />
Der Linke ist selbstverständlich vorwiegend in Fächern wie Soziologie und Politikwissenschaft zu finden und trägt jeden Tag ein Exemplar des schwarzen Anzugs, den er zehnmal im Schrank hängen hat &#8211; um sich nicht &#8220;dem Stahlbad der Mode- und Kulturindustrie&#8221; ausliefern zu müssen. An der Tür seines Büros hängt ein großes Bild von Karl Marx, auf dem Studenten Nachrichten hinterlassen haben (&#8220;Sie waren in Ihrer Sprechstunde nicht da &#8211; bitte rufen Sie mich dringend wegen meiner Hausarbeit an!&#8221;), die mitunter von 1996 datieren.</p>
<p>Anwesenheitslisten findet der Linke &#8220;faschistoid&#8221;, jeder, der an seinen Seminaren teilnimmt, bekommt grundsätzlich eine Zwei. &#8220;Dafür haben wir schließlich in den Sechzigern gekämpft&#8221;, sagt er mit verklärtem Blick, als ein paar übereifrige Studenten ihren Einserschnitt durch diese Praxis gefährdet sehen. Als dieselbe Gruppe ihr Referat mit einer Powerpoint-Präsentation untermalt, ist der Linke kurzzeitig versucht, ihnen für diese &#8220;von turbokapitalistischer Hochglanzoptik eingenordete Corporate Gehirnwäsche&#8221; die erste Drei seiner Dozentenkarriere zu geben. Stattdessen beruhigt er sich, in dem er über sein aktuelles Forschungsthema spricht: &#8220;Auf den Untätigen stürzt das Weltall ein: Wie der Windows-Bildschirmschoner uns zu modernen Sklaven erzieht.&#8221;</p>
<p><em>So gehst du mit ihm um: Erkläre ihm, dass du die Seminararbeit deshalb nicht rechtzeitig fertigstellen konntest, weil du gegen den G-8-Gipfel demonstriert hast &#8211; oder aus anderen Gründen in &#8220;politischer U-Haft&#8221; festhingst.</em><br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Die Engagierte<br />
</strong><br />
Du hast Schwierigkeiten, einen Erasmus-Platz in Barcelona zu ergattern? Kein Problem, die Engagierte mailt mal eben ihrer spanischen Kollegin und kümmert sich um die Formalitäten. Das wichtige Buch, auf das du die Ergebnisdiskussion deiner Diplomarbeit aufbauen wolltest, ist seit Wochen vergriffen? Macht nichts, auch vier Stunden vor Heiligabend kannst du es bei ihr zu Hause noch kurzfristig leihen.</p>
<p>&#8220;Wer nichts tut, tut nichts Gutes&#8221;, ist ihr Motto. Zur Uni kommt sie selbstredend mit dem Fahrrad. In ihren Seminaren erscheinen regelmäßig externe Experten. Sprechstunde ist immer, wenn Studenten etwas von ihr wollen. Und wenn die Diskussionen in der Vorlesung spannend sind, redet sie gern in der Mensa weiter.</p>
<p>Leidenschaft! Einsatz! Fordern, aber nicht überfordern, das sind ihre Leitsätze. Schade nur, dass die meisten ihrer Kollegen und etliche Studenten sich in ihrer Gegenwart stets oberflächlich und schlecht fühlen &#8211; schließlich lässt ihr Engagement kaum noch eine Ausrede für eigene Faulheit offen. Am meisten fürchten sie daher ihre Lieblingsfrage: &#8220;Sagen sie, kann ich Sie irgendwie unterstützen?&#8221;</p>
<p>So gehst du mit ihr um: Lade sie zur Prüfungsvorbereitung in deine WG ein. Beim Anblick der verwahrlosten Wohnung wird sie nicht nur Mitleid bei der Notenvergabe haben, sondern auch augenblicklich anfangen zu putzen.</p>
<p><em>Text: Mathias Irle &#38; Christoph Koch<br />
Erschienen in: UniSpiegel</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Stuttgart]]></title>
<link>http://annettesseite.wordpress.com/2008/02/27/stuttgart/</link>
<pubDate>Wed, 27 Feb 2008 08:56:53 +0000</pubDate>
<dc:creator>Annette &amp; Co.</dc:creator>
<guid>http://annettesseite.wordpress.com/2008/02/27/stuttgart/</guid>
<description><![CDATA[Als ich dieses youtube-Video heute wieder gesehen habe und mich an die Leichtathletik-WM in Stuttgar]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Als ich <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ZJcHIeTZgiA&#38;feature=related">dieses youtube-Video</a> heute wieder gesehen habe und mich an die Leichtathletik-WM in Stuttgart &#8216;93 erinnerte, konnte ich mir noch weniger vorstellen, dass die Rundbahn aus dem Stuttgarter Daimler-Stadion verschwinden soll. In <a href="http://www.fc-carlzeiss-jena.de/staticsite/staticsite.php?menuid=70&#38;topmenu=2">Jena</a> ist und bleibt sie jedenfalls; das muss <a href="http://www.fc-carlzeiss-jena.de/magazin/artikel.php?artikel=4604&#38;type=2&#38;menuid=1&#38;topmenu=1">seit gestern Abend</a> mal gesagt werden&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Spielsysteme im Fußball]]></title>
<link>http://jonas234.wordpress.com/2008/01/31/spielsysteme-im-fusball/</link>
<pubDate>Thu, 31 Jan 2008 09:57:51 +0000</pubDate>
<dc:creator>jonas234</dc:creator>
<guid>http://jonas234.wordpress.com/2008/01/31/spielsysteme-im-fusball/</guid>
<description><![CDATA[Dieses Referat entstand für den Sportunterricht im Bereich Fußball. Es wurde verlangt einen Überblic]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Dieses Referat entstand für den Sportunterricht im Bereich Fußball. Es wurde verlangt einen Überblick über die Spielsysteme und deren Vor- und Nachteile zu geben.</p>
<p>Mein Referat behandelt das Thema Spielsysteme im Fußball.</p>
<p>Doch was sind überhaupt Spielsysteme?</p>
<p>Als Spielsystem bezeichnet man die bekannteste Form der taktischen Ausrichtung. Sie bezeichnen die Spieler einer Mannschaft im Idealfall zu stehen haben. Diese Aufstellungen hängen hauptsächlich von der Mannschaft ab. Denn diese müssen entscheiden, ob sie offensiv oder defensiv spielen wollen und danch werden die Positionen bestimmt.</p>
<p>Das Spielsystem wird normalerweise durch 3 Zahlen angegeben, wobei die erste Zahl für die Anzahl der Verteidiger, die Zweite für die Anzahl der Mittelfeldspieler und die dritte für die Anzahl der Stürmer steht.</p>
<p>Desweiteren kann ein Spielsystem defensiv oder offensiv interpretiert werden, dass heisst wenn zum beispiel zwei Mittelfeld defensiv stehen und nur einer offensiver Mittelfeld spielt ist dieses eher defensiv, und wenn ein Mittelfeldspieler defensiv und zwei offensiv spielen ist die Spielweise eher offensiv. Das bedeutet, dass die Zahlen nur die ungefähren Positionen angeben der Rest muss im Detail geklärt werden.</p>
<p>Historische Spielsysteme:</p>
<p>Früher wurde so gespielt, dass dort wo der Ball ist auch fast alle Spieler waren, dementsprechend sah auch die Aufstellung aus 1 Towart 1 Verteidiger 9 Stürmer, bis 1903 durfte der Torwart auch außerhalb des Strafraums den Ball mit der Hand spielen. Ausserdem war Abseits wenn weniger als drei gegnerische Spieler der Torauslinie näher als er selbst waren.</p>
<p>Der Schweizer Riegel, wurde vom Österreicher Karl Rappan 1930 erfunden, der zwei schweizer Vereine und eine Nationalmannschaft in seiner Laufbahn trainierte. Hierbei griffen alle Spieler gemeinsam an und gingen alle gemeinsam zurück, wobei aber die Stürmer sich nur bis zur Mittellinie zurückziehen. Rapan ließ hierbei drei Verteidiger zwei offensivere Verteidiger und 5 Stürmer spielen.</p>
<p>Im Laufe der Zeit wurde die defensive immer stärker. Erst die sogennante Schottische Furche, so genannt auf Grund des Dreiecks welches sich ergibt, mit der Aufstellung 2-3-5, führte zum ersten wirklichen Spielsystem. Denn hier wurde zum ersten Mal zwischen den Spielern unterschieden, denn es gab 2 spezialisierte Verteidiger, 3 Läufer bzw. Mittelfeldspieler, die  die Defensive stärken und den Angriff vorbereiten mussten und 5 Stürmer.Der Vorteil an einem solchen Spielsystem war, das jetzt auf das Kollektiv an Spielern, und nicht auf die einzelne spielerische Klasse gesetzt wurde. Ende 1950 hat man dann einen defensiven Mittelfeldspieler in die Verteidigung gesetzt, so dass man nun 3 Verteidiger hatte und nur 2 Mittelfeldspieler. Dadurch das man 1960 einen Angreifer mit in die Verteidigung als Libero setzte. Ein weiteres weit verbreitet das System war das WM System der Deutschen, hierbei waren 5 offensiv Spieler wie ein W angeordnet und 5 Defensiv Spieler wie ein M. Dieses System hat Ähnlichkeit zum heutigen 3-4-3 Aufbau. (siehe Bild)</p>
<p>Totaler Fußball<br />
Der Totale Fußball ist ein Spielsystem, bei dem jede Position, die bei einen Angriff verlassen wurde, von einem nachrückenden Spieler neu ersetzt wird. Dadurch findet ein gleichzeitiger Angriff aller zehn Feldspieler statt und auch eine gleichzeitige Verteidigung. Auch kann hierbei jede Position eines Spielers verändert werden, so kann er zum Beispiel erst in der Verteidigung dann im Sturm und als nächstes im Mittelfeld spielen. Die Nachteile an dieser Taktik liegen auf der Hand, denn hierbei komm es sehr stark auf die spielerischen Fähigkeiten der einzelnen Spieler an, denn die Spieler müssen auf jeder Position spielen  können, auch müssen sie eine große Kondition und eine ausgezeichnete Technik besitzen. Eine weitere Eigenschaft, die jeder besitzen muss, ist ein hohes Taktikverständnis, da jede entstehende Lücke im Idealfall sofort gefüllt werden musst.<br />
Der Grundstein für den Totalen Fußball wurde von Jack Reynolds gelegt. Jedoch hat erst Rinus Michels, der unter Reynolds spiele und Trainer von Amsterdam und der Nationalmannschaft Hollands. Seit 1970 ließ er dort dieses Spielsystem spielen. Dieses funktionierte dort auch ziemlich gut, da die Mannschaft im allgemeinen sehr schnell war, und die Lücken, die durch die Laufwege Johan Cruyff, der durch diese Taktik bekannt wurde, sofort füllten. Mit dieser Taktik konnte dreimal der Europapokal der Landesmeister in Folge gewonnen werden, nämlich 1971, 1972 und 1973.</p>
<p>Zwischenschritte:<br />
(Libero)<br />
Man hatte damals einen Libero eingesetzt, um weite Bälle rechtzeitig abfangen zu können, jedoch litt darunter die Flexibilität. So war zum Beispiel ein schneller Aufbau nicht mehr gewährleister, auch eine Abseitsfalle war unmöglich geworden.</p>
<p>Unterschied Manndeckung Raumdeckung:<br />
Das moderne Spielsystem, hat einen weiteren Hauptunterschied zu den historischen Spielsystemen. Dieser Unterschied ist die Deckung im historischen Spielsystem, wurde nach dem Prinzip der Manndeckung gespielt, heutzutage wird eher die Raumdeckung praktiziert.<br />
Der Unterschied ist, dass bei der Manndeckung darauf beruht, die Spieler so zuzuordnen, dass sie einen direkten Gegenspieler haben, hierbei wird in der Verteidigung zwischen Manndeckern und den Libero unterschieden, welcher als freier Mann bezeichnet wird, da er keinen Gegenspieler hat. Diese Spielweise beruht auf einer statischen Sicht des Fußballs, so sind die Abwehrspieler nur mit dieser beschäftigt. Dieses System liegt vor allem daran, dass der europäische Fußball auf die Zerstörung des gegnerischen Aufbausspiels ausgelegt war.<br />
Einer der letzten großen Erfolge mit dieser Taktik hatte Otto Rehhagel, der die Europameisterschaft 2004 gewann.</p>
<p>Heutzutage wird jedoch meistens die so genannte Raumdeckung gespielt, in der ein Spieler keinen Gegnerspieler, sondern einen gewissen Bereich decken muss. Dadurch dass es keine direkte Zuordnung gibt, können die Abwehrspieler auch Aufbauarbeit, für den Angriff leisten. Auch die Mittelfeldspieler und Stürmer können fortan durch die Deckung ihres Gebietes Abwehrarbeit leisten. Dadurch das die Positionen ballorientiert verschoben werden, welches zum Ziel hat eine Überzahlsituation in Ballnähe zu schaffen, um den ballführenden Gegenspieler unter Druck zu setzen oder möglichst viele Anspielstationen zu schaffen. Auf Grund dieses Verschiebens, müssen die Spieler viel Laufarbeit leisten. Die wohl heute am häufigste gespielte Form des modernen Spielsystem ist das 4-4-2.</p>
<p>Moderne Spielsysteme:</p>
<p>(4-4-2)<br />
Also hat man fortan ohne Libero gespielt und ein 4-4-2 Spielsystem eingeführt. Die 4 Abwehrspieler versuchen die Torchance zu minimieren, wobei die beiden Innverteidiger häufig &#8220;Mann-gegen-Mann&#8221; Situationen spielen. Die Außenverteidiger haben die Aufgabe, sowohl die Verteidigung zu stärken, als auch den Angriff über die Außenbahnen nach vorne zu tragen.<br />
Die Mittelfeldspieler haben weiterhin die klassische Aufgabe, sowohl den Sturm als auch die Verteidigung zu unterstützen. Hierbei ist vor allem der zentrale Mittelfeldspieler, der das offensive Spiel aufbauen soll, und auch zwischendurch mal als Stürmer fungiert. Die beiden äußeren Mittelfeldspieler sollen zum einen die Gegenspieler daran hindern an den Seiten durchzubrechen, und flanken zu schlagen, und sie sollen selbst Flanken für den Sturm schlagen, und so den Angriff vorbereiten. Ein weiterer Mittelfeldspieler steht defensiv und hat die Aufgabe, den gegnerischen Spielmacher zu bewachen.<br />
Der Vorteil dieses Spielsystems sind die beiden Viererreihen, wenn diese in einer Reihe stehen bilden sie eine starke Abwehrmauer. Nachteil ist, dass das Defensivspiel dadurch geschwächt wird, da weniger Bälle nach vorne kommen. Wenn man etwas offensiver mit den Spielsystem spielen will, bildet man eine Raute, mit dieser Aufstellung gewann Werder Bremen	die Meisterschaft in der Saison 2003/2004. Bei dieser Aufstellung, ist der Spielmacher der offensive Mittelfeldspieler, der den ganzen Platz ausnutzen kann.</p>
<p>(3-4-3)<br />
Ein weiteres jedoch sehr selten gespieltes System ist das 3-4-3, das Problem daran ist, dass es sehr risikoreich ist, da die Verteidiger nur &#8220;Mann-gegen-Mann&#8221; Situationen spielen, hierbei geht der freie Abwehrspieler immer wieder offensiv beteiligt. Im Mittelfeld kann hierbei entweder eine Raute wie oben beschrieben oder ein Quadrat gespielt werden, dass heisst entweder 1 offensiver 1 defensiver und 2 mittlere Verteidiger oder 2 offensiver und 2 defensive Verteidiger.</p>
<p>(5-3-2)<br />
Dieses Spielsystem ist sehr defenisv ausgerichtet, da sie aus drei zentrale Verteidiger und zwei äußere Verteidiger besteht. Hierbei sind die äußeren Positionen besonders wichtig, da sie sowohl die Abwehr stärken müssen, als auch den Angriff besonders vorantragen müssen und somit ein enormes Laufpensum haben.</p>
<p>(3-5-2)<br />
Dieses System ist vergleichbar mit dem vorrangegangen, einziger Unterschied ist, dass die beiden äußeren Spieler etwas offensiver spielen.</p>
<p>(5-4-1 und 4-5-1)<br />
Beide Aufstellung sind stark defensiv ausgerichtet und dafür geeignet, ein Ergebnis zu halten. Bei dieser Taktik erfolgt ein Angriff fast nur über einen Konter. Dabei ist das 5-4-1 noch defensiver, und das 4-5-1 ist eher für ein Team geeignet, welches sowohl offensiv als auch defensiv kompakt stehen will. Die beiden äußeren Mittelfeldspieler werden bei dieser Taktik zu Verteidigern, falls der Gegner angreift und zu Stürmern, falls das eigene Team im Angriff ist.</p>
<p>Im Weltmeisterschaftsfinale 2006 standen sich mit Italien und Frankreich zwei Teams gegenüber, die diese Taktik praktizieren.</p>
<p>(3-3-4)<br />
Die offensivste Aufstellung, die wohl im Fußball zu finden ist, ist das 3-3-4 System, hierbei müssen jedoch zwei Stürmer im Notfall auch verteidigen. Diese Taktik wurde in den letzten Jahren vor allem von Ajax Amsterdam eingesetzt.</p>
<p>Quellen:</p>
<p><a HREF="http://www.dfb.de/index.php?id=462051">http://www.dfb.de/index.php?id=462051</a></p>
<p><a HREF="http://www.dfb.de/index.php?id=462052">http://www.dfb.de/index.php?id=462052</a></p>
<p><a HREF="http://www.dfb.de/index.php?id=462055">http://www.dfb.de/index.php?id=462055</a></p>
<p><a HREF="http://www.dfb.de/index.php?id=462058">http://www.dfb.de/index.php?id=462058</a></p>
<p><a HREF="http://www.dfb.de/index.php?id=462061">http://www.dfb.de/index.php?id=462061</a></p>
<p><a HREF="http://de.wikipedia.org/wiki/Taktik_(Fußball)">http://de.wikipedia.org/wiki/Taktik_(Fußball)</a></p>
<p><a HREF="http://de.wikipedia.org/wiki/Raumdeckung">http://de.wikipedia.org/wiki/Raumdeckung</a></p>
<p><a HREF="http://de.wikipedia.org/wiki/Manndeckung">http://de.wikipedia.org/wiki/Manndeckung</a></p>
<p><a HREF="http://de.wikipedia.org/wiki/Schweizer_Riegel">http://de.wikipedia.org/wiki/Schweizer_Riegel</a></p>
<p><a HREF="http://de.wikipedia.org/wiki/WM-System">http://de.wikipedia.org/wiki/WM-System</a></p>
<p><a HREF="http://de.wikipedia.org/wiki/Catenaccio">http://de.wikipedia.org/wiki/Catenaccio</a></p>
<p><a HREF="http://de.wikipedia.org/wiki/Totaler_Fußball">http://de.wikipedia.org/wiki/Totaler_Fußball</a></p>
<p><a HREF="http://www.ksta.de/ks/attach/swf/wm06_final.swf">http://www.ksta.de/ks/attach/swf/wm06_final.swf</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wie wird man eigentlich ... Geigerin, Anne-Sophie Mutter?]]></title>
<link>http://christophkoch.wordpress.com/?p=842</link>
<pubDate>Wed, 27 Jun 2007 18:16:59 +0000</pubDate>
<dc:creator>christophkoch</dc:creator>
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<description><![CDATA[Wer Anne-Sophie Mutter trifft, die wahrscheinlich berühmteste Geigerin der Welt, merkt schnell, dass]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><strong>Wer Anne-Sophie Mutter trifft, die wahrscheinlich berühmteste Geigerin der Welt, merkt schnell, dass auch etablierte Klassikkünstler keinesfalls todernst und trocken sein müssen: Die 43-Jährige lacht laut und gerne, schimpft über frauenfeindliche Rap-Texte und gibt zu, dass sie gar nicht jeden Tag übt. Hier erzählt sie, wie die Leidenschaft für Musik zu ihrem Beruf wurde.</strong></p>
<p><strong></strong></p>
<div id="attachment_843" class="wp-caption alignnone" style="width: 305px"><strong><strong><a href="http://christophkoch.files.wordpress.com/2008/11/bild-52.jpg"><img class="size-full wp-image-843" title="bild-52" src="http://christophkoch.wordpress.com/files/2008/11/bild-52.jpg" alt="Anne Sophie Mutter" width="295" height="354" /></a></strong></strong><p class="wp-caption-text">Nicht gut auf Gansgter-Rap zu sprechen: Beatles-Fan Anne-Sophie Mutter</p></div>
<p><strong></strong><br />
Klassische Musik erfüllt mein Leben, seit ich denken kann. Schon mit vier Jahren wollte ich unbedingt Geigenunterricht bekommen. Ich erinnere mich, dass ich ein Déjà-vu-Erlebnis hatte, als ich zum ersten Mal eine Geige in der Hand hielt. Das fühlte sich körperlich absolut harmonisch und natürlich an. Mit sechs erlebte ich dann das erste Konzert: Der russische Geiger David Oistrach wurde mein Idol und blieb es. Ich hatte damals gerade meinen ersten Wettbewerb mit Auszeichnung gewonnen und wusste: Das ist mein Lebenswunsch, ich möchte Musikerin sein. Während meiner gesamten Schulzeit habe ich nie an einem normalen, regelmäßigen Unterricht teilgenommen, sondern immer nur blockweise. Die Befreiung von der Regelschulzeit war für mich ein großes Geschenk, denn durch eine komprimierte Vermittlung des Stoffes blieb mir viel Zeit, die ich nicht nur fürs Geigen nutzen konnte, sondern auch für Freizeit. Ich bin mit zwei älteren Brüdern aufgewachsen, mit denen habe ich dann oft Fußball gespielt und bin draußen herumgetollt. Was ich damit sagen will: Ich war nie ein Wunderkind, das tagelang abgeschieden von der Außenwelt mit seiner Geige in der tristen Übungskammer verbracht hat.<br />
<!--more--></p>
<p>Ein trauriges Erlebnis hatte ich allerdings im Alter von neun Jahren, als meine erste Geigenlehrerin starb, die mich damals im Schwarzwald unterrichtete und zu der ich ein sehr intensives Verhältnis hatte. Danach fuhr ich dann zweimal pro Woche nach Winterthur in die Schweiz zu meiner neuen Lehrerin und belegte dort auch nebenher Klavier und Bratsche. Mein erstes international wichtiges Konzert spielte ich mit 13 Jahren bei den Internationalen Musikfestwochen Luzern. Dieser erste große Auftritt führte schließlich auch zu dem Vorspiel bei Herbert von Karajan. Ich weiß das Datum bis heute: Am 11. Dezember 1976 fand es in Berlin statt, vor über 30 Jahren.</p>
<p><strong>Es gab Phasen in meiner Teenagerzeit, da fand ich die Rolling Stones und die Beatles das Allergrößte.</strong></p>
<p>Natürlich ließ es sich anschließend mit dem Qualitätsstempel von Karajan leichter leben. Wie viel das wirklich für meine Laufbahn bedeutete, war mir damals jedoch gar nicht bewusst. Ich habe von meinem Förderer nicht nur musikalisch sehr viel gelernt, sondern auch, was eine gewisse Lebenseinstellung betrifft. Zum Beispiel, dass Frust dazu da ist, dass man ihn überwindet. Dass man sich nicht selbst bemitleidet, wenn etwas nicht klappt. Und ich habe gelernt, dass es wichtig ist, auch andere Dinge im Leben genießen zu können. Bei Karajan waren das schnelle Autos, das Segeln, das Fliegen &#8211; oder eben das Bergsteigen, das bis heute auch eine große Leidenschaft von mir ist.</p>
<p>Es gab Phasen in meiner Teenagerzeit, da fand ich die Rolling Stones und die Beatles das Allergrößte. Aber die klassische Musik war immer unantastbar, die stand stets außer Frage. So habe ich langsam mein Repertoire aufgebaut, einmal pro Jahr eine Aufnahme mit Karajan gemacht, alles sehr ruhig und organisch. Neben solchen Förderern sind natürlich eine Reihe von Eigenschaften wichtig: Man muss Spaß daran haben, etwas zu lernen, das bedeutet, dass man nicht nur das Gelernte, sondern auch den Lernprozess an sich spannend finden muss. Ebenfalls sehr wichtig ist eine gewisse Leidensfähigkeit. Ich meine das nicht negativ oder masochistisch, sondern eher in Form einer Liebe und Leidenschaft, die so groß ist, dass man gar nicht merkt, wie viel Arbeit man eigentlich investiert. Mir persönlich hat es sehr geholfen, dass ich ein ziemlicher Sturkopf bin. Allerdings richtet sich das meist gegen meine eigenen Grenzen, und ich setze mich weitaus seltener gegen andere Menschen durch als gegen meine eigenen Limits.</p>
<p>Viele gehen davon aus, ich würde jeden Tag mindestens acht Stunden mit Üben verbringen. Das stimmt ganz und gar nicht. Im Gegenteil, ich übe relativ sporadisch und punktuell und setze manchmal auch eine Woche aus oder sogar einen ganzen Monat. Das ist wichtig, um von der Materie wegzukommen, denn irgendwann dreht man sich nur noch im Kreis und ist nicht mehr kreativ. Ich glaube nicht, dass es körperliche Merkmale gibt, die einem diesen Beruf erleichtern. Paganini hatte aufgrund einer Krankheit sehr lange Gliedmaßen. Ich selbst wiederum habe kleine Hände, trage die kleinste Handschuhgröße. Man kann also mit jeder Voraussetzung Geiger werden. Ich freue mich, dass mein Beruf und meine Bekanntheit mir die Möglichkeit geben, mich für zeitgenössische Musik und frühe Musikerziehung zu engagieren. So habe ich gerade mit dem Freistaat Bayern ein Konzept für die musikalische Erziehung im Kindergarten erarbeitet. Das Problem: Wir haben eine Generation von Kindergärtnern, die nicht mehr Noten lesen können, den Kindern also Musik nicht richtig nahebringen können. Wenn das Programm gut funktioniert, würde ich mich in ein paar Jahren gerne um die Grundschulpläne kümmern, dann allerdings gleich auf nationaler Ebene, vielleicht gemeinsam mit der Familienministerin.</p>
<p>Aber im Moment fordert eine andere Form des Engagements meine Aufmerksamkeit: Der Freundeskreis Anne-Sophie Mutter Stiftung, wird zehn Jahre alt, dort haben wir uns der Nachwuchsförderung verschrieben. Eine weltweite Aufgabe, gerade in Fernost kann man viele gut ausgebildete Musiker finden, die mit großem Respekt und großer Hingabe an der Musik arbeiten. So sehr ich mich für junge Geiger einsetze, so groß ist jedoch auch meine Bewunderung für das Alter. Ich halte es für Unsinn, den Menschen einzureden, dass ihre Kraft im Alter automatisch schwindet &#8211; bei Künstlern ist das allemal nie der Fall. Wir Menschen lernen im und durch das Leben und steigern so auch unsere Sensibilität und Schaffenskraft.</p>
<p><em>Protokoll: Christoph Koch<br />
Erschienen in: FAZ Hochschulanzeiger<br />
Foto: Harald Hoffmann/ Deutsche Grammophon</em></p>
<p><em><br />
</em><br />
<strong>Lesen Sie auch:</strong></p>
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</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wie wird man eigentlich ... Restaurantkritiker, Jürgen Dollase?]]></title>
<link>http://christophkoch.wordpress.com/?p=853</link>
<pubDate>Tue, 27 Feb 2007 18:25:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>christophkoch</dc:creator>
<guid>http://christophkoch.wordpress.com/?p=853</guid>
<description><![CDATA[Essen gehen und dafür bezahlt werden? Klingt gut &#8211; aber zuerst muss man selbst kochen lernen u]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><strong>Essen gehen und dafür bezahlt werden? Klingt gut &#8211; aber zuerst muss man selbst kochen lernen und &#8211; nein, nicht etwa essen, sondern lesen, lesen, lesen. Jürgen Dollase, einer der einflussreichsten deutschen Gastronomiekritiker, erzählt von seinem Weg von der Staffelei an den Herd.</strong></p>
<div id="attachment_854" class="wp-caption alignnone" style="width: 307px"><a href="http://christophkoch.files.wordpress.com/2008/11/bild-6.jpg"><img class="size-full wp-image-854" title="bild-6" src="http://christophkoch.wordpress.com/files/2008/11/bild-6.jpg" alt="Kritiker Jürgen Dollase" width="297" height="317" /></a><p class="wp-caption-text">120 bis 150 Restaurantbeusche im Jahr: Restaurantkritiker Jürgen Dollase</p></div>
<p>Ich kann mich über schlechte Restaurants nicht so aufregen, wie man das vielleicht von mir erwarten könnte. Und ich habe auch nicht die nötige Arroganz, um mich über Leute zu erheben, die ihre „Pommes rot-weiß“ essen. Vielleicht, weil ich selbst die erste Hälfte meines Lebens nicht darauf geachtet habe, was ich aß. Eigentlich habe ich erst ziemlich spät die Liebe zur Küche und zur Gourmandise entdeckt, zunächst waren mir Malerei und Musik wichtiger.<br />
<!--more--></p>
<p>Nach dem Wehrdienst habe ich auf der Düsseldorfer Kunstakademie die Klasse für Malerei bei Gerhard Hoehme besucht, dort war ich aber nur zwei Jahre. Als ich mit meiner Band „Wallenstein“ einen Plattenvertrag bekam, fand ich, das sei mit dem Studium nicht vereinbar, und verließ die Akademie &#8211; im Nachhinein eine blödsinnige Entscheidung.</p>
<p>Die Zeit mit „Wallenstein“ war ziemlich extrem. Wir fingen 1970 als progressive Band an, damals konnte ein Stück wegen der ausufernden Improvisationsteile gut und gerne mal eine Stunde dauern, und auch Drogen spielten eine große Rolle. 1979 gab es mit dem Song „Charline“ einen internationalen Hit: weniger psychedelisch, eher normaler Poprock. Das brachte noch einmal richtig Geld, aber 1983 war es dann vorbei: Alle wollten nur noch die „Neue Deutsche Welle“ hören, einschließlich unserer Plattenfirma. In diesem Jahr, ich war 35, entdeckte ich in mir eine neue Leidenschaft: Ich wurde zum Gourmet und widmete mich in den Jahren danach fast nur noch der Malerei und der Kochkunst. Beides übrigens in erster Linie für mich. Ich wurde zu einem fanatischen Hobbykoch und ging mit meiner Frau immer öfter in sehr gute Restaurants. Uns interessierte dabei aber nicht der Luxusaspekt, sondern es geschah aus Liebe zur Küche. Ich wollte immer weiter dazulernen, wollte Neues schmecken und ausprobieren.</p>
<p>Mein erster Text über das Essen war ein Zweispalter im damals noch bestehenden FAZ-Magazin, der im Grunde nur aus einer Verärgerung heraus entstanden war: Johannes Gross, unter anderem Chefredakteur von Capital, Talkmaster und Kolumnist des FAZ-Magazins, hatte zu einem Buch von Spitzenkoch Harald Wohlfahrt ein Vorwort verfasst. Ich schrieb ihm in einem umfangreichen Brief, dass ich mit seinen Ansichten über die Kochkunst nicht einverstanden war. Daraufhin bat er mich, selbst über das Essen zu schreiben. Da mir meine Frau zum Geburtstag gerade einen Restaurantbesuch bei Alain Ducasse in Paris geschenkt hatte, schrieb ich meinen ersten Artikel darüber. Da war ich immerhin schon 51.</p>
<p>Natürlich brauchte ich einige Jahre Entwicklungszeit als Restaurantkritiker &#8211; immerhin war ich ja ein absoluter Seiteneinsteiger. Aber ich glaube, dass Musik, Malerei und Kochen viel gemeinsam haben. Bei allen Bereichen geht es nämlich darum, manuelles Talent mit intellektuellem Anspruch zu verknüpfen.</p>
<p>Es ist für einen Restaurantkritiker meiner Meinung nach sehr wichtig, auch selbst zu kochen &#8211; und zwar möglichst umfangreich. Ein Kritiker ist am besten zur Hälfte Koch und zur Hälfte Intellektueller &#8211; viele Kritiker verstehen zu wenig von der Materie, viele Köche haben zu wenig Abstraktionsvermögen.<br />
Ebenfalls sehr wichtig: Man muss viel wissen. Ich habe schon früh damit begonnen, mir alle internationalen Kochbücher zu kaufen, die ich kriegen konnte. Dadurch habe ich mir ein Wissen angeeignet, das viele Köche schon aus Zeitgründen kaum zusammentragen können und das mir Sicherheit gibt.</p>
<p>Ich bin der Meinung, wenn ich subjektiv etwas so oder so einschätze &#8211; dann ist das mit ziemlicher Sicherheit auch objektiv so. Darüber brauchen wir nicht zu diskutieren. Diese Selbstsicherheit muss aus Kenntnis heraus entstehen, sie darf nicht der Arroganz entspringen. So sicher ich mir meines Urteils bin, so sicher bin ich mir auch, dass ich immer noch etwas dazulernen kann. Und wenn ich etwas absolut Neues noch nicht einordnen kann, dann schreibe ich genau das.</p>
<p><strong>Ich esse auch in Autobahnraststätten oder bei Pizza Hut &#8211; und analysiere die genauso präzise und sachlich wie die besten Restaurants.<br />
</strong><br />
Mein Beruf besteht nicht nur darin, ein Restaurant nach dem anderen aufzusuchen, Speisen zu probieren und darüber dann zu urteilen. In meinen Büchern und Artikeln entwickle ich auch Theorien, ich forsche geradezu. Zum Beispiel ist die grafische Darstellung der Geschmackskurve in meinem Buch „Geschmacksschule“ ein völlig neuer Weg, Geschmackserlebnisse beschreib- und vergleichbar zu machen. Eine außergewöhnlich sinnvolle und praktische Erfindung, wie ich finde &#8211; denn Laien und Experten können sich dadurch erstmals miteinander verständigen.</p>
<p>Wer jede Woche dezidierte Kritiken veröffentlicht, der steht damit immer im Gewitter &#8211; das muss man aushalten können. Mir hat in dieser Hinsicht meine Vergangenheit als Musiker geholfen: Da werkelt man monatelang im Studio, und am Ende schreibt eine wichtige Zeitung: „Das ist nichts.“ Natürlich ärgert das einen, aber man darf einfach nicht verzweifeln. Als Kritiker muss ich mir im Gegenzug darüber im Klaren sein, dass ich eine Verantwortung habe. Das heißt, ich muss lernen, Kritik so zu üben, dass alle ihr Gesicht wahren können, denn es geht nicht darum, Leute fertig zu machen.</p>
<p>Inzwischen komme ich auf 120 bis 150 Restaurantbesuche im Jahr, für meine Kolumne in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung esse ich aber nicht nur in Nobelrestaurants, sondern auch in Autobahnraststätten oder bei Pizza Hut &#8211; und analysiere die genauso präzise und sachlich wie die besten Restaurants.</p>
<p><em>Soeben sind von Jürgen Dollase die ersten drei Bände seiner „Kochuniversität“ im Tre Torri Verlag erschienen: Band eins widmet sich der Tomate, die Bände zwei und drei der Pasta und dem Schwein.</em></p>
<p><em>Protokoll: Christoph Koch<br />
Erschienen in: FAZ Hochschulanzeiger<br />
Foto: Tre Torri Verlag</em></p>
<p><em><br />
</em><br />
<strong>Lesen Sie auch:</strong></p>
<p><a href="wie-wird-man-eigentlich-blogger-malte-welding" target="_blank">Wie wird man eigentlich Blogger, Malte Welding?</a></p>
<p><a href="http://christophkoch.wordpress.com/2005/01/06/wie-wird-man-eigentlich-barbesitzer-herr-schumann/" target="_self">Wie wird man eigentlich Barbesitzer, Charles Schumann?</a></p>
<p><a href="http://christophkoch.wordpress.com/2004/10/27/wie-wird-man-eigentlich-horspielsprecher-oliver-rohrbeck/" target="_self">Wie wird man eigentlich Hörspielsprecher, Oliver Rohrbeck?</a></p>
<p><a href="http://christophkoch.wordpress.com/2004/04/27/wie-wird-man-eigentlich-comedian-anke-engelke/" target="_self">Wie wird man eigentlich Comedian, Anke Engelke?</a></p>
<p><a href="http://christophkoch.wordpress.com/2007/06/27/wie-wird-man-eigentlich-geigerin-anne-sophie-mutter/" target="_self">Wie wird man eigentlich Geigerin, Anne-Sophie Mutter?</a></p>
<p><a href="http://christophkoch.wordpress.com/2008/07/08/wie-wird-man-eigentlich-gerauschesammler-herr-hempton/" target="_blank">Wie wird man eigentlich Geräuschesammler, Herr Hempton?</a></p>
<p><a href="http://christophkoch.wordpress.com/2007/12/13/wie-wird-man-eigentlich-glucksbote-herr-willers/" target="_blank">Wie wird man eigentlich Glücksbote, Herr Willers?</a></p>
<p><a href="http://christophkoch.wordpress.com/2007/06/18/wie-wird-man-eigentlich-souffleuse/" target="_blank">Wie wird man eigentlich Souffleuse, Elisabeth Müller?</a></p>
<p><a href="http://christophkoch.wordpress.com/2006/05/28/wie-wird-man-eigentlich-minensucherin/" target="_blank">Wie wird man eigentlich Minensucherin, Vera Bohle?</a></p>
<p><a href="http://christophkoch.wordpress.com/2005/06/27/wie-wird-man-eigentlich-…-sternekoch-vincent-klink/" target="_blank">Wie wird man eigentlich Sternekoch, Vincent Klink?</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wie wird man eigentlich ... Entwicklungshelfer, Rupert Neudeck?]]></title>
<link>http://christophkoch.wordpress.com/2004/09/27/wie-wird-man-eigentlich-entwicklungshelfer-rupert-neudeck/</link>
<pubDate>Mon, 27 Sep 2004 17:37:23 +0000</pubDate>
<dc:creator>christophkoch</dc:creator>
<guid>http://christophkoch.wordpress.com/2004/09/27/wie-wird-man-eigentlich-entwicklungshelfer-rupert-neudeck/</guid>
<description><![CDATA[Rupert Neudeck, 64, gründete 1979 mit Hilfe von Heinrich Böll und Franz Alt die Hilfsorganisation ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><strong>Rupert Neudeck, 64, gründete 1979 mit Hilfe von Heinrich Böll und Franz Alt die Hilfsorganisation &#8220;Cap Anamur&#8221; und war jahrzehntelang ihr Vorsitzender. Mit dem gleichnamigen Schiff rettete er Tausenden von Flüchtlingen das Leben, jetzt hat er die Organisation verlassen und eine neue gegründet &#8211; die Grünhelme. Mit dieser an Kennedys &#8220;Peace Corps&#8221; erinnernde Gruppe will der gläubige Katholik und dreifache Vater junge Christen und Muslime durch gemeinsame Hilfsarbeit zusammenführen.</strong></p>
<div id="attachment_861" class="wp-caption alignnone" style="width: 305px"><a href="http://christophkoch.files.wordpress.com/2008/11/bild-7.jpg"><img class="size-full wp-image-861" title="bild-7" src="http://christophkoch.wordpress.com/files/2008/11/bild-7.jpg" alt="Rupert Neudeck" width="295" height="389" /></a><p class="wp-caption-text">Lebensretter: Rupert Neudeck</p></div>
<p>Im Grunde ist bereits meine Kindheit entscheidend gewesen für meine Tätigkeit als Entwicklungshelfer. Als Sechsjähriger befand ich mich mit meinen Eltern auf der Flucht von Danzig nach Westen. Im Januar 1945 kamen wir in Gdingen an, das heute Gdynia heißt, damals aber noch den Nazi-Namen Gotenhafen trug. Wir kamen zwei Stunden zu spät, um das Schiff &#8220;Wilhelm Gustloff&#8221; zu erreichen, das uns in die Freiheit bringen sollte, statt dessen dann aber in den Fluten der Ostsee versank. Wer zu spät kommt, den belohnt manchmal also doch das Leben. Die Erinnerungen an das Flüchtlingselend und die grausamen Bilder begleiten mich bis heute. Und da uns Deutschen nach dem Krieg so geholfen wurde, habe ich das als Verpflichtung gesehen, später anderen Menschen zu helfen, die dringend Hilfe und Unterstützung nötig haben.<br />
<!--more--></p>
<p>Am 9. August 1979 lichtete der Frachter &#8220;Cap Anamur&#8221;, den wir gechartert hatten, die Anker. Vorher hatte ich über Sartre und Camus promoviert und bei der katholischen Funk-Korrespondenz als Fernsehkritiker gearbeitet. Auch während meiner Zeit bei &#8220;Cap Anamur&#8221; habe ich als Journalist beim Deutschlandfunk weitergearbeitet, um meinen Lebensunterhalt zu verdienen, denn die Arbeit als Entwicklungshelfer war stets ehrenamtlich. Bis 1982 haben wir mit der &#8220;Cap Anamur&#8221; genau 9.507 (größtenteils vietnamesische) Bootsflüchtlinge noch naß aus dem Südchinesischen Meer gefischt. Danach ging es um Hilfe für die Menschen in den ärmsten Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas &#8211; hauptsächlich in Zusammenarbeit mit Ärzten und Medizinern. Entwicklungshilfe klingt immer nach trostloser Arbeit voller Entbehrungen. Aber sie kann auch sehr viel Freude machen. Wenn es einem gelungen ist, mit einer Regelwidrigkeit, die niemandem geschadet hat, vier Tonnen Medikamente auf den Köpfen von 300 Sudanesinnen nach drei Tagen Fußmarsch bis zu einem Hospital in den Nuba-Bergen zu bringen, das macht Spaß, das macht glücklich.</p>
<p>Einen anderen wahnsinnig schönen Moment erlebte ich auf der &#8220;Cap Anamur&#8221;. Wir waren im Südchinesischen Meer unterwegs, plötzlich war einige Millimeter über dem Horizont ein Punkt zu sehen, der größer und größer wurde. Näher und näher kommend sahen wir dann, daß es ein völlig überladenes Flußboot mit 118 Vietnamesen an Bord war. Die Menschen saßen darin wie in einer Sardinenbüchse, hatten drei Tage und Nächte ihre Beine und Glieder nicht mehr bewegt und konnten die Strickleiter nicht mehr besteigen, sie mußten alle über die ausgefahrene Plattform unseres Frachters an Bord geholt werden. Die Gesichter dieser Menschen zu sehen, die im letzten Moment gerettet wurden, und dies nur deshalb, weil Millionen meiner Landsleute das Geld dafür gespendet hatten, ist ein unwiederbringliches Erlebnis. Aber natürlich gibt es Rückschläge, die man als Entwicklungshelfer einstecken muß. Die schlimmste Niederlage war wohl die Zerstörung eines Kinderkrankenhauses in Grozny mitten am Minutkaplatz durch die Russische Armee und die Blockade von Helfern, die dort nicht mehr hindürfen. Das geschah vor drei Jahren, und bis heute dürfen die Ärzte und Krankenschwestern ihren Dienst dort nicht aufnehmen. Wenn uns und den anderen Helfern am Flughafen in Moskau die Visa ungültig gestempelt werden, mit einem sichtbaren Behagen des Beamten, und wir zurückgeschickt werden nach Berlin, Köln oder Frankfurt, dann enttäuscht mich das sehr und zeigt mir: Diese Welt ist wirklich nicht ganz bei Trost.</p>
<p><strong>„Diese Welt ist wirklich nicht ganz bei Trost.“<br />
</strong><br />
Ich werde oft gefragt, was mir die Kraft gibt, nach solchen Rückschlägen nicht zu verzweifeln. Die Antwort ist eigentlich sehr einfach: Der Glaube an Jesus Christus ist für mich die alles entscheidende Grundlage für das, was ich tue. In dem Gleichnis vom barmherzigen Samariter, der dem Men-schen in Not bedingungslos hilft, ist eigentlich alles gesagt. Der Glaube kann uns auch helfen, die Mehrheit der Menschen in der sogenannten dritten Welt besser zu verstehen. Für sie ist ein Leben ohne einen transzendenten Gott nicht möglich, sie können den Westler nicht verstehen, der behauptet, er mache das alles ohne Gott, Jahwe oder Allah. Auch bei der Konfrontation mit dem Unglück, dem Elend, dem Leid und dem Tod hilft mir mein Glaube natürlich sehr. Aber da ist noch etwas anderes entscheidend: Das Unglück und die Masse von zerhackten oder zerfetzten Leichen und die angsterfüllten Augen von Kindern daneben zu sehen, das hält man nur aus, wenn man sich sofort fragt: Was kann ich hier tun oder organisieren? Welches Flugzeug mit 40 Tonnen Kapazität muß auf dem benachbarten Flugplatz landen, welche Medikamente und welches Equipment müssen wir hierher schaffen und wie bekomme ich das in fünf Tagen hin? Aber Entwicklungshilfe findet keineswegs immer nur unter unzumutbaren Bedingungen in fernen Ländern statt. Jeder gute Helfer hat seine festen Wurzeln hier in Deutschland, in seiner Stadt. Er muß wissen, daß hier in Deutschland jemand auf ihn wartet. Er muß seinen Beruf hier gern tun, damit er ihn dann vor Ort gut tun kann. Aussteiger sind für diese Arbeit verkehrt. Ich bin auch immer wieder hier, etwa ein Drittel des Jahres, um meine Basis zu aktivieren, die Spender zu motivieren und um dafür zu sorgen, daß das Elend der Menschen in der Ferne nicht in Vergessenheit gerät.</p>
<p>So ein unsteter und oft gefährlicher Beruf belastet natürlich die Familie. Meine Frau Christel Neudeck arbeitet ja mit mir zusammen, nur daß sie eben von zu Hause aus alles organisiert. Trotzdem ist sie mit Haut und Haaren bei der Sache. Wir haben uns lange Zeit große Sorgen gemacht, daß wir unsere drei Kinder vernachlässigen. Die sind jetzt alle drei aus dem Haus und sagen uns, daß das Gegenteil richtig ist und wir im entscheidenden Moment dagewesen sind. Vor etwa einem Jahr habe ich die Organisation &#8220;Cap Anamur&#8221; in andere Hände gegeben. Aber mich aus der Entwicklungshilfe zurückzuziehen, kommt für mich noch nicht in Frage. Im April dieses Jahres habe ich die Organisation &#8220;Die Grünhelme&#8221; gegründet. Das ist eine Gruppe von verschworenen, ehrenamtlich arbeitenden Bauhandwerkern und Technikern, sowohl Christen als auch Muslime, die guten Willens sind und den Kampf der Religionen vermeiden wollen. Wir wollen Christen, die sich nicht treffen dürfen und keinen Raum zum Beten haben, eine Kirche bauen. Genauso wollen wie da, wo es Muslimen verwehrt ist, sich am Freitag zum Gebet in einem Gebäude zu treffen, eine Moschee bauen. Dazu kommt der Aufbau von Wasserversorgung, Bewässerungskanälen, Häusern, Schulen, Ambulanzen.</p>
<p>Mein größter Wunsch für die Zukunft wäre, zehn Jahre in einem Dorf in Tschetschenien zu leben und am Wiederaufbauprozeß dieses Landes teilzunehmen. Aber der Krieg tobt dort noch so stark, daß es niemand für möglich hält, daß er vor der Vernichtung aller Tschetschenen zu einem guten Ende kommt. Was ich mir für die Menschen dort wünsche, ist ein schneller Waffenstillstand und Frieden.</p>
<p><strong>Weitere Informationen unter:<br />
</strong><a href="http://www.gruenhelme.de" target="_blank">www.gruenhelme.de</a><br />
<a href="http://www.cap-anamur.org" target="_blank">www.cap-anamur.org</a></p>
<p><em>Protokoll: Christoph Koch<br />
Erschienen in: FAZ Hochschulanzeiger<br />
Foto: gruenhelme.de</em></p>
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