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	<title>lernkultur &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/lernkultur/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "lernkultur"</description>
	<pubDate>Fri, 25 Dec 2009 03:11:41 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Über die größten Glücksgefühle]]></title>
<link>http://shiftingschool.wordpress.com/2009/11/27/uber-die-grosten-glucksgefuhle/</link>
<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 13:04:10 +0000</pubDate>
<dc:creator>Lisa Rosa</dc:creator>
<guid>http://shiftingschool.wordpress.com/2009/11/27/uber-die-grosten-glucksgefuhle/</guid>
<description><![CDATA[Normalerweise schreibe ich hier, wenn ich selbst etwas sagen möchte. Jetzt möchte ich einfach mal et]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Normalerweise schreibe ich hier, wenn ich selbst etwas sagen möchte.</p>
<p>Jetzt möchte ich einfach mal etwas weiterverbreiten, von dem ich hoch begeistert bin, weil es etwas, wofür ich viele Sätze bräuchte, perfekt auf den Punkt bringt:</p>
<blockquote><p>Warum die, die das Internet nicht raffen, das Internet nicht raffen</p></blockquote>
<p>sprang mir heute in <a href="http://twitter.com/jati">twitter</a> ins Auge.  Nix wie hin, denn eine zutreffende Antwort auf diese Frage ist nicht nur wichtig in der Auseinandersetzung mit den Medienskeptikern oder für das Verständnis, warum Web 2.0 so schwer in der Schule zu implementieren ist.</p>
<p>In dem wunderbaren Text von <a href="http://hackr.de/2009/11/24/beckmann-jauch-schirrmacher">live.hackr </a>wird darüber hinaus noch deutlich, worin das Hauptmerkmal der Informationsgesellschaft/&#8221;Lernkultur&#8221;/Wissensgesellschaft liegen wird:</p>
<p>Die Menschen und sozialen Systeme werden alle haben müssen, was bis jetzt nur die internet residents haben, und was denen, &#8220;die es nicht raffen&#8221;, auf jeden Fall fehlt:</p>
<blockquote><p>der grund dafür ist, dass ihnen das organ fehlt, wichtiges von unwichtigem zu unterscheiden.</p></blockquote>
<p>Ein Organ zur Beurteilung. Man kann es wirklich ein neues Organ nennen, das als funktionelles System im Gehirn gebildet werden muss &#8211; offenbar durch die Tätigkeit der adäquaten Nutzung des Internets. Und es ist offenbar ein Glücksorgan:</p>
<blockquote><p>die größten glücksgefühle entstehen im einen selbst überraschenden übergang von vermeintlich unwichtigem in persönlich wichtiges, &#8230;</p></blockquote>
<p>So schön habe ich den Vorgang der Sinnbildung noch nicht beschrieben gehört.</p>
<p>Zur Präzisierung, worum es geht, bringt es der Kommentar von <a href="http://hackr.de/2009/11/24/beckmann-jauch-schirrmacher#comment-24051273">doren</a> sehr schön auf den Punkt :</p>
<blockquote><p>Man sollte betonen dass das bedeutet dass sie aus einer Welt kommen in der ANDERE für sie entscheiden was wichtig ist. [...] Man kann sich darauf einstellen mit welcher Gewalt solche Menschen ihr System aufrechterhalten wollen.</p>
<p>Die möchten nicht selber lernen wichtiges von unwichtigem zu unterscheiden &#8211; die möchten das jemand für sie das Internet zensiert. Ganz dringend. [...] Jemand muss doch BESTIMMEN was wichtig ist und was nicht.</p></blockquote>
<p>Ganz genau. Es handelt von persönlichem Sinn, Selbstbestimmung und Demokratie.</p>
<p>Eigentlich gehört das post samt Kommentar in jedes dieser &#8220;Manifeste&#8221;, die so beliebt geworden sind.</p>
<p>Ich bin richtig glücklich, dass ich das im Internet gefunden habe und von Unwichtigem unterscheiden konnte.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Humboldts Herz: einige Gedanken zum Bildungsideal]]></title>
<link>http://einbildungsblog.wordpress.com/2009/11/14/humboldts-herz-einige-gedanken-zum-bildungsideal/</link>
<pubDate>Sat, 14 Nov 2009 16:37:22 +0000</pubDate>
<dc:creator>karlaspendrin</dc:creator>
<guid>http://einbildungsblog.wordpress.com/2009/11/14/humboldts-herz-einige-gedanken-zum-bildungsideal/</guid>
<description><![CDATA[Gerade versuche ich mich neben dem Tagesgeschäft in die natürlich sehr umfangreiche Frage einzuarbei]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Gerade versuche ich mich neben dem <a href="http://einbildungsblog.wordpress.com/2009/10/10/der-kampf-mit-moodle-und-warum-ich-das-uberhaupt-tue/">Tagesgeschäft</a> in die natürlich sehr umfangreiche Frage einzuarbeiten, wie Lernen und Lehren heutzutage aussehen sollte (und warum).<br />
Mir ist nämlich so langsam aber sicher bewusst geworden, dass in vielen Diskussionen diese eigentlich grundlegende Frage kaum noch aufgegriffen wird. Oft wird von &#8220;neuer Lernkultur&#8221; oder ähnlichem gesprochen und erst bei näherem Hinsehen fällt auf, dass damit z.T. sehr, sehr unterschiedliches gemeint sein kann. Und: die Forderungen, die dahinter stehen, werden oft als &#8220;selbstverständlich&#8221; herausgestellt und an sich kaum mehr begründet. Darin besteht bestenfalls die Gefahr der zunehmenden Leere solcher Forderungen (und der daraus abgeleiteten Maßnahmen), schlimmerenfalls gar die Gefahr der Instrumentalisierung (z.B. wenn aus der Forderung nach dem &#8220;Praxisbezug&#8221; dann die einseitige Anpassung an wirtschaftliche Notwendigkeiten wird).</p>
<p>Bei der Suche nach Ansätzen, die mir bei diesem Unterfangen helfen, bin ich auf einen Artikel von <a href="medienbezogene Aspekte    Welche didaktischen Kompetenzen benötigen wir dafür und warum?  Allgemein  speziell für E-Learning   Zusammenhang ST und Lehren/Lernen (ST als Teil der didaktischen Kompetenzen?)  Begriff und Theorie ST  ST und Lernen  ST und Lehren  Didaktisches Planungshandeln als Zielkategorie – Einfluss von ST  Veränderung von ST  Wie können diese Kompetenzen entwickelt werden  allgemein  Speziell für E-Learning">Ulrich Welbers</a> zu Humboldts Bildungsideal gestoßen, der den Anspruch erhebt, verkürzte Rezeptionstraditionen aufzudecken und zu zeigen, welchen Wert dieses Bildungsideal heute hat. Der Artikel hat bei mir einige Gedanken ausgelöst, die ich gern hier festhalten möchte.</p>
<p><strong>Zunächst mal eine (kurze)  Zusammenfassung des Artikels</strong> (bzw. der für mich anregendsten Aspekte)<strong>:</strong></p>
<p>Zunächst wird Humboldts Weg zu seinem Bildungsideal beschrieben, der gesellschaftliche Hintergrund (absolutistische Herrschaft und aufstrebendes liberales Bürgertum) und die zeitgenössische bildungspolitische Diskussion beschrieben &#8211; in diesen Zusammenhang setzt der Autor das Diktum von &#8220;Einsamkeit und Freiheit&#8221; um verbreiteten reduktionistischen Interpretationen (Wissenschaft als nicht &#8220;weltorientiert&#8221; = &#8220;Elfenbeinturm&#8221;) zu widersprechen.</p>
<p>Im Rückgriff auf die Philosophie des Aristoteles, auf den sich Humboldt bezieht, macht der Autor weiterhin klar, wie die Forderung nach &#8220;zweckfreier Bildung&#8221; zu verstehen ist: Indem Humboldt den aristotelischen Gedanken, dass in der Materie immer schon die Tendenz enthalten ist, sich ihrer &#8216;inneren Idee&#8217; anzunähern, auf den Bildungsprozess von Individuen bezieht, entwickelt er die Idee, dass Menschen diese ihre &#8216;innere Idee&#8217; entwickeln können sollen (der Mensch als Zweck an sich). Der Mensch kommt in dieser Sichtweise deshalb zum Wissen, weil dies in seinem Wesen verankert ist &#8211; die Entwicklung der Einzelnen kann dabei zwar be- und auch verhindert, aber kaum planmäßig gesteuert werden (am wenigsten noch für eine große Gruppe an Menschen, z.B. alle Studierende eines bestimmten Studiengangs). Vielmehr bedürfen Menschen für ihre Entwicklung Ruhe und Besonnenheit, sowie &#8220;institutionellen Schutz vor reduziertem Lebenszweck und verkürzter Bildungszeit&#8221; (S. 35).</p>
<p>In der Entwicklung der &#8216;individuellen Idee&#8217; liegt nach Ansicht des Autors auch die Bedeutung von &#8220;Berufsorientierung&#8221; im Studium &#8211; gerade hierbei sollte der &#8220;Shift from Teaching to Learning&#8221; (S. 36) geschafft werden &#8211; so dass weniger allgemeine Absolventenprofile und quasi-industrialisierte Bildungsangebote, sondern die berufsorientierte Förderung jedes Einzelnen als Ziel steht.</p>
<p>Der Humboldtsche Begriff der Individualität (mit der wir Wissen konstituieren) wird ergänzt durch den Begriff des Dialogs, durch den dieses Wissen erst in der Welt Objektivität gewinnen kann. Ulrich Welbers verweist in diesem Zusammenhang auf die grundlegende Partizipationsorientierung des Humboldschen Universitätsverständnisses (Lehrende und Lernende sind beide der Wissenschaft verpflichtet und befassen sich gemeinsam mit Themen, die wissenschaftlich noch nicht gelöst sind). Humboldts Beobachtung, dass Universitäten gerade dann nicht funktionieren, wenn sie funktionalisiert werden, kann auch deshalb nicht als &#8220;Ausrede&#8221; dafür gelten, sich gerade keine Gedanken über die Vermittlung von Wissenschaft zu machen, die wesentliche Aufgabe der Universität ist.</p>
<p><strong>Einige &#8220;lose&#8221; Gedanken dazu:</strong></p>
<p>Insgesamt sehr schlüssig finde ich die Gedanken zur individuellen Bildung, die sich einerseits in der Orientierung an den &#8220;inneren Ideen&#8221;, andererseits auch in den Aussagen zur individuellen Wissenskonstitution finden (auf einem anderen Weg kommt <a href="http://books.google.de/books?id=5pXIPQAACAAJ&#38;dq=Holzkamp+lernen&#38;client=firefox-a">Holzkamp</a> zu der Sichtweise, dass individuelles expansives Lernen zwar gefördert, aber kaum geplant werden kann). Die Schlussfolgerung, dass Menschen einen institutionellen Schutz(raum) für ihren Bildungsprozess benötigen, würde ich aber gern erweitern und ein bisschen von seiner Zentrierung auf eine &#8216;vorbereitende&#8217; Bildungsphase lösen&#8230;  Vielleicht muss man wirklich unterscheiden zwischen Bildung als dem, was in Bildungsinstitutionen betrieben wird und Bildung als dem, was Individuen in allen möglichen Lebenssituationen erwerben (können). Denn dass dies nicht nur in Bildungssituationen möglich ist, ergibt sich für mich aus dem Diktum, dass der Mensch seines Wesens nach Wissen (und Bildung?) erwirbt. Sicherlich ist es einfacher in Bildungsinstitutionen den geforderten Schutzraum (und auch die hier nicht angesprochene Unterstützung) einzurichten als an anderen Orten &#8211; dies sollte uns aber vielleicht nicht davon abhalten, zu fragen, wie wir menschliches Lernen und menschliche Entwicklung  in verschiedensten Kontexten ermöglichen (bzw. zunächst: nicht verhindern) können.</p>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Ein zweiter Gedanke drängt sich mir bei der Diskussion der &#8220;Berufsorientierung&#8221; auf: Ich habe nämlich eine Weile gebraucht um zu verstehen, in welchem Zusammenhang und in welcher Art die &#8220;Berufsorientierung&#8221; von Welbers gefordert wird. <span style="font-family:DejaVu Sans;">Wahrscheinlich, weil bei mir (nur mir?) allein beim Terminus &#8220;Berufsorientierung&#8221; die Assoziation der &#8220;Karriereorientierung&#8221; aufkommt, bzw. einfach die Orientierung an der Frage, womit der Student von heute &#8220;später mal&#8221; seine Brötchen verdienen wird. Diese Frage ist zwar 1. keinesfalls abwegig, verwerflich oder mir persönlich unbekannt, und wird 2. in der heutigen sozialpolitischen und gesellschaftlichen Situation Studenten auch nahegelegt &#8211; aber es ist _eine_ Frage im größeren Thema der &#8220;Tätigkeits- bzw. Weltorientierung&#8221;, das Welbers hier m.E. (Kapitelüberschrift: &#8220;Humboldts Hände&#8221;) anspricht.<br />
Ich würde gern die Frage nach dem &#8220;was mache ich mit dem erworbenen Wissen&#8221; nicht sofort auf &#8220;wie verdiene ich mit dem erworbenen Wissen Geld&#8221; einschränken wollen. Ich denke, dass man Humboldt damit gerechter werden würde &#8211; und nebenbei müsste man die Frage danach aufwerfen, wie eine Gesellschaft gestaltet werden kann, in der Menschen eine individuelle Bildung im Sinne Humboldts erwerben, und diese dann auch tätig, nämlich in die Gestaltung von Welt und Gesellschaft, umsetzen können (ohne mit dem, was sie als Bildung im Sinne des &#8220;Menschen als Zweck in sich selbst&#8221; erworben haben, auf die Notwendigkeit zurückgeworfen zu sein diese als &#8220;Zweck für den ökonomischen Selbsterhalt&#8221; nutzen zu müssen &#8211; und sie damit perspektivisch auch bereits darauf ausgerichtet zu erwerben&#8230;). Bildung sollte also auf die Befähigung zur Bewältigung von Zukunftsaufgaben (seien es individuelle oder gesellschaftliche) zielen, von denen der ökonomische Selbsterhalt m.E. nur eine ist (siehe auch <a href="http://einbildungsblog.wordpress.com/2009/09/20/uber-zweck-und-mittel/">hier</a>).<br />
</span></p>
<p>Im letzten Punkt wird weiterhin ganz stark die Einheit von Lehre und Forschung angesprochen (die ich als  Studentin auch immer besonders geschätzt habe)&#8230;<br />
Gerade erst vor einigen Tagen wurde auf einer Fakultätsveranstaltung (mal wieder) die Forderung ausgesprochen, sich doch &#8220;in der Forschung&#8221; stärker zu engagieren. Einmal ganz abgesehen von den strukturellen Schwierigkeiten, die damit bestehen und auf die sich die Diskussion zunächst bezog, löst der zitierte Artikel bei mir die grundlegende Frage aus, worin die Einheit von Lehre und Forschung und die Partizipation von Lernenden in der Forschung in einer Fakultät bestehen kann, die vor allem in der Lehramtsausbildung tätig ist.  Diesbezüglich schwirren mir verschiedene Gedanken im Kopf herum, die ich, wenn geordnet, vielleicht in einem anderen Post veröffentliche&#8230; ebenso zu der entscheidenden Frage, wie Lernen und Lehren denn demnach (heute) gestaltet werden sollten&#8230;</p>
<p>Literatur: Welbers, Ulrich (2009): Humboldts Herz. Zur Anatomie eines Bildungsideals. In: Schneider, Ralf; Szczyrba, Birgit; Welbers, Ulrich; Wildt, Johannes (Hrsg.): Wandel der Lehr- und Lernkulturen. (Blickpunkt Hochschuldidaktik, Band 120). Bielefeld: Bertelsmann, S. 21-41.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der Kampf mit moodle - und warum ich das überhaupt tue]]></title>
<link>http://einbildungsblog.wordpress.com/2009/10/10/der-kampf-mit-moodle-und-warum-ich-das-uberhaupt-tue/</link>
<pubDate>Sat, 10 Oct 2009 11:56:21 +0000</pubDate>
<dc:creator>karlaspendrin</dc:creator>
<guid>http://einbildungsblog.wordpress.com/2009/10/10/der-kampf-mit-moodle-und-warum-ich-das-uberhaupt-tue/</guid>
<description><![CDATA[Diese Woche hatte ich einen dieser mittleren Kämpfe mit moodle&#8230; Da habe ich mich doch die ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Diese Woche hatte ich einen dieser mittleren Kämpfe mit moodle&#8230;</p>
<p>Da habe ich mich doch die &#8220;vollkommen abwegige&#8221; Idee gehabt, Studenten sollten bestimmte Videos in moodle einbetten, ein Statement dazu abgeben und die Videos/Statements der anderen kommentieren können. Dabei geht es zunächst nur um Videos, die bereits bei youtube oder ähnlich veröffentlicht sind. Da ich das in einer der ersten Veranstaltungswochen vorhabe (näheres zu diesem spezifischen Seminarprojekt in einem späteren Post&#8230;) und die Studierenden (nach meiner Erfahrung) eben nicht alle möglichen Tools &#8220;einfach so&#8221; nutzen und bedienen können, sollen sie zu dieser Zeit auch (noch) keine Trainerrechte für den Kurs haben.</p>
<p>So probierte ich also in verschiedenen Aktivitäten aus, ob und wie dort Videos eingebettet werden können. In meiner Trainerrolle gelang mir das zwar nicht im Wiki und auch nicht in der Datenbank oder im Forum, aber im Glossar &#8211; und das hat ja dann auch noch den Vorteil, dass es eine  Kommentarfunktion hat. So weit so schön &#8211; können das auch Studierende (bzw. Personen in der Teilnehmerrolle)?</p>
<p>Die ernüchternde Antwort: nein. &#8211; zumindest nicht so ohne weiteres: zwar ist die html-Code einfügen-Option für Teilnehmer nicht disabled, aber der embed-Code wird vollständig und kommentarlos ignoriert. Was tun?</p>
<p>Zum Glück gibt es ja an der Uni Leipzig den <a href="http://www.zv.uni-leipzig.de/studium/e-learning.html">E-Learning-Service</a> (der ja auch für die konkrete moodle-Implementierung verantwortlich ist) &#8211; dieser konnte mir immerhin mit einem workaround weiterhelfen: man kann den Teilnehmern (allerdings recht aufwändig, weil einzeln) für diese eine Aktivität Trainerrechte zuweisen. Dann klappts auch mit dem Video. (Das hat natürlich den Nebeneffekt, dass Teilnehmer dann die gesamte Aktivität auch bearbeiten und z.B. aus Versehen, weil sie ja noch nicht wirklich mit moodle umgehen können, löschen können &#8211; hier geht die Rechteeinschränkung für Teilnehmer einfach mal nach hinten los!)</p>
<p>Ich weiß nicht wirklich, ob dieses Problem vielleicht nur an der moodle-Implementation unserer Einrichtung liegt (gut möglich, dass der Administrator da die Rechte differenziert vergeben kann?). Generell angelegt ist das Problem aber durch die sehr stark differenzierte Rechte- und Rollenvergabe bei moodle an sich (ich fühle mich auch ehrlich gesagt als &#8220;Kursleiter&#8221; etwas bevormundet, wenn ich solche Dinge nicht an irgendeiner Stelle selbst einstellen kann).</p>
<p>Nun werden Leser, die in der &#8220;E-Learning-Blogosphäre&#8221; auch nur einigermaßen bewandert sind, sich berechtigterweise fragen, warum ich das überhaupt tue &#8211; warum moodle? warum nicht einfach blogs, twitter, wikis, youtube &#8211; LMS sind schließlich &#8220;sooo nineties!&#8221; (naja, moodle selbst ist<a href="http://dialoge.info/b2/index.php/2009/08/19/happy_birthday"> noch nicht ganz so alt</a>) &#8211; so gibt es immer wieder mal Diskussionen um ihren Nutzen und ihre Notwendigkeit, z.B. gegenüber der &#8216;persönlichen Lernumgebung&#8217; (PLE) (relativ alte Zeugnisse dieser Diskussion<a href="http://growchangelearn.blogspot.com/2007/09/lms-vs-ple-debate.html"> hier</a> und <a href="http://kt.flexiblelearning.net.au/tkt2007/edition-13/open-complementing-closed-ple-and-lms-why-what-for-and-how/">hier</a>, neuerdings wird die Diskussion sogar in Verbindung mit der Diskussion zum Begriff E-Learning geführt, ein guter Einstieg findet sich <a href="http://www.ifeb.uni-bremen.de/wordpress_staedtler/?p=1249">bei Helge Städtler</a>). Also &#8211; warum mache ich das eigentlich&#8230;</p>
<p>Neben einem gepflegten Anachronismus (&#8220;In sein ist out&#8221; &#8211; das war schon mit 14 mein Lieblingsspruch) lassen sich die verschiedenen Gründe, die ich für die Nutzung von LMS sehe, glaube ich fast alle auf die letztlich eben doch vorhandene <strong>Institutionalisierung des Lernens</strong> zurückführen (eine ähnliche Argumentation übrigens hier von <a href="http://dialoge.info/b2/index.php/2009/10/02/zukunft-bildung">Ralf Hilgenstock</a>):</p>
<p>Diese führt (Grund 1) dazu, dass ich die Lehrveranstaltung in gewissem Sinne vorausplanen muss. D.h., ich muss zumindest die Inhalte und Aufgabenstellungen vorher festlegen &#8211; nun, das könnte ich auch &#8216;offline&#8217; machen und dann zur jeweiligen Zeit über den Blog oder ein Wiki oder einen Microblog den Studenten zugänglich machen. Manche Einheiten muss ich aber auch didaktisch anders planen, als ich es nur per Wiki oder Blog z.B. könnte). Ein Beispiel: Die Studenten sollen erkennen, welche Implikationen die &#8216;klassischen&#8217; Lerntheorien für den Einsatz von &#8216;E-learning&#8217; haben. Nun könnte ich ein Wiki über Lerntheorien einrichten, die Studenten in Blogs darüber reflektieren und diskutieren lassen, interessante Links empfehlen etc &#8211; und hätte damit einige der Theorien bereits ad absurdum geführt. Das wäre eine Variante &#8211; aber die Studenten wissen damit immer noch nicht, was es heißt, z.B. behavioristisch zu lernen. Damit sie damit Erfahrungen machen, bereite ich in moodle eine kleine feine &#8216;Lektion&#8217; vor, die nicht nur die Theorie Behaviorismus erklärt, sondern gleichzeitig ihre Implikationen umsetzt &#8211; die Studenten machen ihre Erfahrungen damit und reflektieren das Ganze hinterher z.B. in einem Forum.</p>
<p>Moodle hilft mir dabei dann aber nicht nur, bestimmte Lerninhalte und -vorgänge zu planen, sondern auch, die verschiedenen Kursaktivitäten einfach &#8220;an einem Ort&#8221; (Grund 2) zu haben (natürlich könnten die Studenten ihre Erfahrungen auch in einem Blog reflektieren und diskutieren, ich werde sie sogar dazu ermutigen &#8211; aber die Seminardiskussion selbst findet &#8220;an einem Ort&#8221; möglicherweise produktiver statt &#8211; zumal möglicherweise auch viele andere Aktivitäten in dem Seminar anfallen, die über ein Blog nun wieder nicht laufen könnten&#8230;). Natürlich ist die Notwendigkeit, einen Überblick über die Seminaraktivitäten zu haben, auch wiederum der Institutionalisierung des Lernens in einer bestimmten Lehrveranstaltung an einer bestimmten Hochschule usw. geschuldet.</p>
<p>Aber nicht nur ich habe dann alle Seminaraktivitäten an einem Ort versammelt, sondern auch die Studierenden (Grund 3), die sich laut meiner Erfahrung mehrheitlich nicht bereits eine &#8216;eigene PLE&#8217; eingerichtet haben, sondern ihr Lernen eher in Termini von einzelnen Kursen organisieren (auch das natürlich der Institutionalisierung geschuldet).</p>
<p>Gerade durch diese auch im Hochschulbereich (und wahrscheinlich durch die deutsche Bologna-Umsetzung: vermehrt auch im Hochschulbereich) anzutreffende Institutionalisierung des Lernens (und damit für die Studierenden oft auch: Instrumentalisierung für und Zentrierung auf das Erreichen von Scheinen oder Punkten) ist auch klar, dass das Lernen im Rahmen von Lehrveranstaltungen immer zunächst formales Lernen ist &#8211; und dass damit ein Interesse (und auch ein gutes Recht) der Studierenden besteht, diese Lernprozesse in einer gewissen Weise institutionalisiert zu belassen und nicht in eine PERSÖNLICHE Lernumgebung aufzunehmen (Grund 4)  (also nicht für ein Seminar ein neues Blog anlegen zu müssen, nur weil ich diese Inhalte in meinem persönlichen &#8211; auch wenn dieses &#8216;lernmotiviert ist, einfach weil diese Inhalte nicht zum Kern meines Interesses gehören &#8211; nicht haben möchte, etc.). Vielleicht haben auch deshalb die Versuche, PLE&#8217;s in einzelnen Seminaren einzusetzen, nicht den breiten Erfolg (siehe Kommentare <a href="http://www.elearning2null.de/2009/09/30/methoden-und-werkzeuge-in-der-persoenlichen-lernumgebung/">hierzu</a> bzw. gleich das <a href="https://shop.strato.de/epages/Store8.sf/?ObjectPath=/Shops/61236266/Products/978-3-940317-16-2">Buch von Marcel Kirchner und Thomas Bernhardt</a>)?</p>
<p>Das heißt nicht, dass PLE&#8217;s insgesamt uninteressant oder nutzlos wären &#8211; im Gegenteil (ich selbst baue mir genau genommen gerade eine auf). Sie haben aber m.E. nur dann für den lernenden Menschen einen Mehrwert, wenn damit EIGENE Interessen und Projekte verfolgt und bearbeitet werden. Für &#8220;zunächst nur institutionalisierte&#8221; Lernprozesse würde ich meine PLE wahrscheinlich kaum nutzen (geschweige denn: einrichten!).</p>
<p>Warum ich also LMS (im konkreten Fall moodle) überhaupt einsetze: einfach weil ich als Lehrende in Hochschulseminaren es nun einmal mit für die Studierenden &#8220;zunächst nur institutionalisiertem Lernen&#8221; zu tun habe &#8211; und dies auch bei meiner Planung berücksichtigen muss. (Dennoch versuche ich natürlich, mit den jeweiligen Themen an den Interessen der Studierenden anzuknüpfen, oft genug mit Projektseminaren usw., so dass die Seminarthemen von möglichst vielen auch als &#8216;persönliche&#8217; übernommen werden &#8211; aber ich kann nicht davon ausgehen, dass dies auch nur ein nennenswerter Teil der Studierenden letztlich tut, schon allein wegen der Vielfalt der Themen, denen man im Studium begegnet und für die man sich außerhalb dessen auch noch interessieren kann).</p>
<p><strong>Das heißt aber auch</strong>: wenn wir wollen dass immer mehr Lernende ihre eigenen Interessen und Projekte produktiv verfolgen können (in oder außerhalb institutioneller Zusammenhänge, mit oder ohne PLE &#8211; wobei sich der Sinn der PLE dann ja wirklich auch erschließt!), müssen die Lernenden dafür nicht nur Anregungen zur Einrichtung einer PLE bekommen, sondern vor allem auch den Raum, eigene Interessen zu verfolgen und eigene Projekte (auch mit Unterstützung) umsetzen zu können &#8211; und das ist m.E. die entscheidende Aufgabe in der Gestaltung von Bildungsprozessen gerade auch in der Hochschule.<em> Nicht der Medieneinsatz verändert das Lernen, sondern ein verändertes Lernen macht einen Einsatz bestimmter Medien überhaupt erst sinnvoll&#8230;</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der Fehler ist das Salz des Lernens - Ralf Caspary, "Nur wer Fehler macht, kommt weiter: Wege zu einer neuen Lernkultur", 2008]]></title>
<link>http://fehlererroretc.wordpress.com/2009/09/15/der-fehler-ist-das-salz-des-lernens/</link>
<pubDate>Tue, 15 Sep 2009 19:07:50 +0000</pubDate>
<dc:creator>hwillms</dc:creator>
<guid>http://fehlererroretc.wordpress.com/2009/09/15/der-fehler-ist-das-salz-des-lernens/</guid>
<description><![CDATA[Vielleicht erinnert sich manch einer an seine Kindheit bzw. Jugendzeit, an mehr oder weniger aufgebr]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Vielleicht erinnert sich manch einer an seine Kindheit bzw. Jugendzeit, an mehr oder weniger aufgebrachte oder gereizte Eltern, wenn Hausaufgaben oder Klassenarbeiten vorgezeigt wurden: &#8220;Was ist das schon wieder für ein Fehler?&#8221; oder: &#8220;Hast du hier schon wieder einen Fehler gemacht?&#8221; Bloß nichts falsch machen war die Botschaft der Lehrer und der Eltern. In seinem Beitrag  &#8220;Nur wer Fehler mach kommt weiter&#8221; zeigt Ralf Caspary, dass die Fehler wichtig, ja sogar erfoderlich sind, um Lernfortschritte zu machen. &#8220;Der Fehler gilt plötzlich als etwas ganz anderes: Er ist ein Hinweis auf einen Vorsprung im Lernprozess. Denn am Fehlversuch geben sich die heute gefragten Grenzgänger zu erkennen. Wer Neuland betritt, macht Fehler, unweigerlich&#8230;.Fehler treiben das Lernen voran. Sie sind nicht nur das Salz des Lernens, sondern des Lebens&#8221;. Weiterhin schreibt Reinhard Kahl: &#8220;Für Kreativität &#8211; oder ganz generell für die Möglichkeit, dass etwas noch nie da Gewesenes entsteht &#8211; gilt die Paradoxie, dass nur das gelingen kann, was auch schief gehen darf. Natürlich geht es nicht darum, alte, dumme Fehler zu wiederholen, sondern neue, intelligente Fehler zu wagen. &#8220;Ich ernähre mich von meinen Fehlern.&#8221;, sagte Joseph Beuys. (Ralf Caspary, Nur wer Fehler macht, kommt weiter: Wege zu einer neuen Lernkultur, 2008, S. 12 &#8211; 15)</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Individualisiertes Unterrichten mit Weblogs]]></title>
<link>http://shiftingschool.wordpress.com/2009/09/14/individualisiertes-unterrichten-mit-weblogs/</link>
<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 14:36:10 +0000</pubDate>
<dc:creator>Lisa Rosa</dc:creator>
<guid>http://shiftingschool.wordpress.com/2009/09/14/individualisiertes-unterrichten-mit-weblogs/</guid>
<description><![CDATA[Bereits zum zweiten Mal hatte ich am Freitag und Samstag letzter Woche die Gelegenheit, mit einer Gr]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Bereits zum zweiten Mal hatte ich am Freitag und Samstag letzter Woche die Gelegenheit, mit einer Gruppe von ca. 15 Referendaren 12 – 14 Stunden in einem Projektseminar zum Thema &#8220;Individualisiertes Unterrichten mit Weblogs&#8221; zu arbeiten. Diesmal wurden kurzfristig zwei Plätze frei, die sich eine Kollegin aus dem Hamburger Schulmuseum sowie eine Kollegin aus der Verwaltung meines Instituts schnappten, um die Gelegenheit beim Schopfe zu packen, das Medium Blog für sich zu erkunden.</p>
<p>Da mir die Referendare aus dem Pilotseminar im Februar viele gute Anregungen zu Verbesserung gegeben und die TeilnehmerInnen diesmal im Voraus ihre Erwartungen und Wünsche mitgeteilt hatten, konnte ich den zweiten &#8220;Durchgang&#8221; wesentlich verbessern. Statt mit twoday.net UND mit WordPress habe ich nur noch mit WordPress gearbeitet, und das <a href="http://lisarosa.wordpress.com/">Modulblog als Arbeitsmedium </a>in WordPress angelegt, sodass vor allem die Beratung vereinheitlicht werden konnte. Das Modulblog diente 1. als Materiallager zum Abgreifen (Seitenreiter) und 2. als Ergebnisspeicher (Artikel, Linkliste mit Referendarsblogs). Trotzdem hatte ich wieder den notwendigen Zeitaufwand, der eingesetzt werden muss, damit alle Beginner sich soweit mit der Technik auskennen, dass sie damit inhaltlich arbeiten können, unterschätzt.</p>
<p>Dass wir einen Informatiker als Teilnehmer dabei hatten, der außerdem bereitwillig jede Frage beantwortete und zu jedem Problem Hilfestellung geben konnte, war ein großes Glück. Andererseits verleitete diese Supportmöglichkeit teilweise auch dazu, dass der Technikaspekt zuweilen gegenüber dem Content und gegenüber der Erarbeitung der didaktischen Möglichkeiten überbewertet wurde. (&#8220;Boah, was man alles in WordPress machen kann, und könnte ich vielleicht auch noch dieses Layout so bearbeiten, dass &#8230;&#8221;). Andererseits muss solchen Bedürfnissen unbedingt auch Raum gegeben werden, denn für manche ist deren Befriedigung ein wesentlicher persönlicher Sinn (und ohne den wird nicht gelernt). So hatten wir am Ende einige Teilnehmer-Blogs &#8211; vgl. Linkliste -, in denen gar kein oder nur wenig Inhalt war. Ich hatte außerdem den Eindruck, dass die Hürde, eigene Blogtexte zu verfassen, selbst etwas zu schreiben und gar etwas zu veröffentlichen auch unter den Referendaren recht hoch ist. Sie sind es nicht gewohnt, relativ spontan etwas ins Netz zu posten, überhaupt freiwillig und mit Lust eigene Texte zu verfassen. Einige outeten sich als Facebookianer bzw. StudiVZler. Der entscheidende Unterschied: Was dort geschrieben wird, ist meist privater und blödeliger Natur und kurz, und – ganz wichtig – es ist eben nicht wirklich öffentlich, sondern nur für &#8220;die Freunde&#8221; zugänglich.</p>
<p>Manche(r) &#8220;rettete&#8221; sich gleich in die Erstellung eines Unterrichtsblogs – anstatt, wie ich ursprünglich erwartet hatte – zunächst ein eigenes Lehrerblog zu basteln, um von dort aus die Lehrerblogosphäre für sich zu entdecken und sich selbst hineinzustürzen. Aber alle schienen zufrieden und sehr engagiert mit dem, was sie über weite Strecken individuell sehr Unterschiedliches taten, und fragten und halfen sich untereinander oder riefen mich zur Beratung. So arbeitete ich denn nach der Pädagogischen Regel Nr. 1: &#8220;Störe niemals jemanden beim Lernen!&#8221; Ich habe sie bei Rolf Robischon kennengelernt – und halte sie für grundlegend und wesentlich. Ich verfuhr zudem nach dem von mir 2. Regel genannten Grundsatz: &#8220;Gib keine kleinschrittigen Arbeitsaufträge sondern eine übergreifende komplexe Aufgabe, in der individuell verschieden jeder seinen Sinn finden kann&#8221;.<br />
Ein Referendar stieg dabei begeistert um auf Twitter, als er meine tweets am Smartboard gesehen hatte, mit denen ich ihre Arbeit kommentierte, und war hoch zufrieden mit dem unerwartet entdeckten Medium. Die Dame aus der Verwaltung war begeistert von ihrem selbst erstellten &#8220;Familienblog&#8221;, in dem sie nun die Fotos ihrer Familie verwaltet und Kommentare einsammelt. (Wäre auch mit einem flickr-account möglich gewesen, aber vielleicht schreibt sie ja auch mal Geburtstagsglückwünsche und etwas über sich hinein?). Eine andere Teilnehmerin &#8220;verlor&#8221; sich in der Lektüre verschiedener Lehrerblogs, wie sie selbst es bewertete. Sie hatte dabei jedoch für sich selbst den Wert und die Möglichkeiten von vernetzten Praxislerngemeinschaften entdeckt (weniger ist in the long run &#8220;verlorene Zeit&#8221;, als man glaubt) und will ein eigenes Lehrerblog führen. Eine Referendarin äußerte nach einiger Zeit enttäuscht, sie hätte noch gar nicht entdeckt, wozu sie ein Blog überhaupt brauchen könnte. Merkwürdigerweise hat dann gerade sie in ihrem Blog gleichzeitig am meisten echten Content produziert: nämlich Fragen und Gedanken, die ich als Anlass zum Kommentieren nutzen konnte. Nun betreibt sie ein Blog, indem sie versucht, eine Community aufzubauen, die gemeinsam Dinge benutzt und verwertet, anstatt dass jeder Einzelne diese selbst benutzt.</p>
<p>Bei aller Individualisierung und Beachtung der pädagogischen Regel Nr. 1 musste ich jedoch auf zwei Dinge achten:<br />
1. Reflexivität (denn schließlich handelte es sich um Referendare und also um das Lernen/und Lehren lernen!) und<br />
2. musste das Ziel des 14-Stunden-Workshops immer wieder in den Blick gerückt werden: die Projektskizze eines Unterrichtsentwurfs für eigenen Unterricht mit Weblogs in einer tatsächlich zu unterrichtenden Lerngruppe zu entwerfen (und die Anfänge eines Blogs dafür). Im Endeffekt kam ein Großteil der TN tatsächlich so weit, andere noch nicht. Letztere outeten sich jedoch als &#8220;initialgezündet&#8221; und wollen selbständig weiterarbeiten &#8211; natürlich wird nicht jede Absichtserklärung auch umgesetzt.<br />
Für Reflexion (Was habe ich gelernt, WIE habe ich gelernt, was bedeutet das für meine Sicht auf das Lernen meiner Schüler und welche Konsequenzen muss ich für mein Unterrichten daraus ziehen?) und Zielorientierung musste ich die TN mehrfach aus ihrer Versunkenheit in die eigene (Lern-)tätigkeit an der konkreten Sache herausholen, um zu einer gemeinsamen Reflexionsrunde (zum &#8220;Meta&#8221;) zu kommen. Diese insgesamt drei kollektiven Erfahrungs- und Problemlösezeiten waren dann aber sehr intensiv und produktiv. Am meisten hat wahrscheinlich gebracht, dass zwei Referendare dabei waren, die schon mit Blogs im Unterricht experimentiert hatten (Einer aus meinem Februarmodul). Sie zeigten ihr Blog, berichteten aus ihrer Praxis damit und stellten diese zur Diskussion: Stefans (Haupt/Realschule) und Antjes (Gymnasium, Notebookklasse) Blogpraxis in der Schule als Fallbeispiele wurden Anlass zu vielen Fragen und Erkenntnissen. Dass es tatsächlich möglich ist, mit 9. Klässlern eigene Schülerblogs zu betreiben, war für die meisten überraschend.</p>
<p>Für die 4-6 ReferendarInnen, die aus dem Pilotdurchgang und dem Septembermodul hervorgegangen ihre Examensarbeit schreiben wollen, stehen jetzt Extra-Beratungstermine zur Verfügung. Die Anregung, eine spezielle Lerngemeinschaft zu bilden, wurde aufgenommen. Zur Hilfe für den theoretischen Teil der Examensarbeit werde ich eine Literaturliste (Linkliste) erstellen.</p>
<p>Fazit für alle:</p>
<p>1. Lernen des Umgangs mit einem Neuen Medium braucht viel Zeit (&#8220;das haben wir gerade selbst an uns erlebt&#8221;). Zeit, um zu verstehen, &#8220;wie es funktioniert&#8221;; Zeit, um zu entdecken, welche Funktion/welchen Sinn es für mich selbst hat; Zeit, um den Umgang damit zu üben und die gewünschten Funktionen zu entfalten. Viel Praxis eben. Um diese Zeit kann man sich nicht herummogeln, indem man gleich mit &#8220;dem tool&#8221; in den Unterricht springt, um es für die Lehre zu instrumentalisieren, nachdem einem ein Lehrerausbilder &#8220;gesagt&#8221; hat, wie &#8220;man&#8221; damit unterrichtet. Die Falldarstellungen haben gezeigt, wie unterschiedliche Schulen / Lerngruppen völlig unterschiedliche Möglichkeiten und Erfordernisse bedingen. Jede(r) muss sein Unterrichtsding ein Stück weit selbst erfinden.</p>
<p>2. Es macht nur Sinn, damit zu unterrichten, wenn einen das Medium auch selbst &#8220;anmacht&#8221;.</p>
<p>3. Man kann an den eigenen Lernerfahrungen lernen, wie auch Schüler lernen und wie man darum für sie den Lernprozess rahmen und strukturieren muss.</p>
<p>Fazit für mich:</p>
<p>1. An der Balance zwischen Phasen individualisierter Einzelarbeit und Kollektiv-Zeiten zur Reflexion (im Referendarsmodul) könnte man noch einiges verbessern. Aber eines ist klar, und dazu werde ich weiterhin stehen: Es ist nicht möglich, die immer vorhandenen Wünsche nach der &#8220;Ruckzuck-Rezepte-Ebene&#8221; zu befriedigen (sag mir, wie ich so ein Ding gleich morgen in der 8a Französisch benutzen kann, OHNE meinen Unterricht zu reflektieren und OHNE eigene Erkundung und die als sinnvoll empfundene Praxis mit dem Medium durchlaufen zu haben).</p>
<p>2. Reflexion zum &#8220;Individualisierten Unterrichten&#8221; muss unbedingt komplementiert werden mit einer Reflexion &#8220;kollektive Intelligenz&#8221;. Reflexion heißt dabei immer, über die gerade selbst erfahrenen Dinge nachzudenken. Zwar habe ich öfter daran erinnert, dass die eigene individuelle Lerntätigkeit der Referendare im Modul überhaupt nur wirklich produktiv wurde durch die je besondere Kompetenz (Heterogenität) z.B. des Informatikers und der beiden, die einen eigenen Praxisfall vorstellen konnten. Ich bin mir aber nicht mehr ganz so sicher, ob es denn auch explizit verstanden wurde, denn ein Referendar schrieb unter seinen Feedbackbogen, was er bemängeln würde: &#8220;etwas mehr Individualisierung&#8221;. Hm. Was er wohl erlebt hat im Modul?</p>
<p>3. Ansonsten scheine ich auf dem richtigen Weg zu sein, denn ich hatte wieder mehrheitlich Einsen in der Gesamtbeurteilung des Moduls. (*freu*, *erröt*) Leider hat bisher noch keiner der TN meinem ausdrücklichen Wunsch entsprochen und unter mein eigenes Feedback an sie einen Kommentar mit Kritik und eventuell Verbesserungsvorschlägen ins Modulblog geschrieben, und aller Erfahrung nach wird es nachträglich auch keiner mehr tun. (Das Bloggen ist also noch weit entfernt davon, ein selbstverständlicher Modus des Kommunizierens zu sein.)</p>
<p>4. Alles &#8220;nachhaltige&#8221; – ich würde sagen &#8220;expansive&#8221; &#8211; Lernen braucht (Inkubations-)zeit. (Danke Jean-Pol für diese nützliche Metapher! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Update 15.9.09: Über Mail kam nun eine gute Kritik mit einem nützlichen Vorschlag: Da WordPress-Themes nicht jeweils alle Funktionen unterstützen, wäre es sinnvoll, dem Seminar eine Liste derjenigen Themes vorzuschlagen, die die meisten Funktionen enthalten. (Danke!)</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Bildungsexpedition]]></title>
<link>http://shiftingschool.wordpress.com/2009/09/07/bildungsexpedition/</link>
<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 07:42:49 +0000</pubDate>
<dc:creator>Lisa Rosa</dc:creator>
<guid>http://shiftingschool.wordpress.com/2009/09/07/bildungsexpedition/</guid>
<description><![CDATA[Noch läuft sie, die Bildungsexpedition D. Christian Spannagel, Melanie Gottschalk, Lutz Berger, Bast]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Noch läuft sie, die Bildungsexpedition D. Christian Spannagel, Melanie Gottschalk, Lutz Berger, Basti Hirsch u.a. befahren die Republik auf der Suche nach &#8220;gutem Unterricht&#8221; und insbesondere nach Beispielen zur Adoption der neuen IKT in der Schule. Unterricht wird besucht, Lehrer, Lehrerausbilder, Referendare und andere Pädagogen werden interviewt (Schüler waren bisher noch nicht dabei, aber vielleicht habe ich das auch übersehen) und mit der Netzgemeinde fleißig kommuniziert. Ein buntes Bild an praktischen Erfahrungen und interessanten Reflexionen in den vielen Beiträgen der Expeditions-Bildungsforscher ist entstanden. Zusammen mit den vielen Kommentaren und Tweets zu den livegestreamten Podcasts und Videos bildet es ein tolles vielstimmiges &#8220;Datenmaterial&#8221; für die Bildungsforscher der Expedition D. Natürlich lohnt es sich unbedingt, den zweiten Teil der Expedition zu verfolgen bzw. als Akteur mit Diskussionsbeiträgen mitzugestalten!<br />
Die Bildungsexpedition D ist eine wunderbare Erfindung, und ich bin schon sehr gespannt auf die Auswertung des Datenschatzes.</p>
<p>Als Lehrerin und Lehreraus- und -fortbildnerin erlaube ich mir selbst noch während der Laufzeit dieses Projekts eine Art Zwischenbilanz &#8211; aus Zuschauersicht, versteht sich.</p>
<p>Ich habe selbst sehr gute Erfahrungen mit Exkursionen zur pädagogischen Bildung gemacht, als ich vor einigen Jahren mit einer Projektgruppe die Laborschule Bielefeld &#8211; ganz herkömmlich nur im Real Life &#8211; erkundet habe. Die teilnehmenden Lehrer lernten in dieser Expedition &#8220;Wir erkunden ein Pädotop&#8221; nicht nur diese besondere Schule (mit ihrem Konzept und ihrer Lebensrealität) kennen, sondern gleichzeitig auch, wie man ein Lernprojekt konzipiert, durchführt und auswertet. Das Lernprojekt war gleichzeitig auch die Expedition selbst. Projektlernen lernen kann man wie vieles andere auch &#8211; aber dies ganz besonders &#8211; nicht rein theoretisch, sondern am besten, indem man ein Projekt selbst macht und dabei nicht nur den Inhalt lernt, sondern auch das Lernen selbst reflektiert.</p>
<p>Ich möchte für die Expedition D nun zweierlei anregen:<br />
1. Eine Auswertung in dieser doppelten Hinsicht &#8211; inhaltliche Befunde gemäß der Projektidee + Reflexion über dieses Format als Lehrerbildungsprojekt &#8211; würde den Wert des Projekts noch einmal steigern.<br />
2. So gelungen, wie das Projekt sich schon während der Durchführung erweist, sollte es m.E. unbedingt wiederholt und in irgendeiner Form institutionalisiert werden für die Lehrerbildung. Ein pädagogisches Seminar für Lehramtsstudenten als Projekt &#8220;Bildungsexkursion&#8221; in der Region der betreffenden Hochschule bräuchte dann auch nur einige Tage umfassen mit ausgewählten Kooperationspartnern (Schulen, Lehrern, Wissenschaftlern), und könnte dabei eben neben der Erkundung von good practice-Beispielen guten Unterrichts bzw. des Einsatzes von Neuen Medien in der Schule (= &#8220;Inhalt&#8221;) gleichzeitig eine reflektierte Projekterfahrung darstellen, die den angehenden Lehrern einen Einstieg ins Projektlernen bietet (= &#8220;Lernenlernen&#8221; / &#8220;Methodenlernen&#8221;). Als Vertiefungsseminar oder Übung &#8211; je nach Anschlussfähigkeit an die Lehrveranstaltungsformate der jeweiligen Hochschule &#8211; könnte ein Zertifikat &#8220;Einführung ins Projektlernen&#8221; fürs Portfolio herausspringen oder im alten Modus: ein &#8220;Schein&#8221; bzw. angemessene &#8220;Creditpoints&#8221;. Über ein solches Erkundungs-Projekt, das man als StudentIn selbst mitentworfen, mitdurchgeführt, mitausgewertet hat, kann man sicher auch eine sehr interessante Examensarbeit schreiben.<br />
WIE und WO dabei WAS geht, oder gängig gemacht werden kann, ist schon Bestandteil der Projektplanung und hängt ab von der Ideenvielfalt und Risikofreude der Projektteilnehmer &#8211; in erster Linie natürlich von einem Dozenten, der das ganze verantwortet (diesbezüglich hat Christian Spannagel schon außerordentliche Meriten erworben! Und mal ganz frech, eine Forschungsarbeit für Juniorprofs zur Hochschuldidaktikrevolution wäre mit diesem Datenmaterial und dem Launch einer Institutionalisierung auch vorstellbar und wirklich ein Beitrag zur Weltverbesserung! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> )</p>
<p>Conclusio: Betrachtet euer tolles Projekt also als gelungenes Pilotprojekt &#8211; und lasst daraus Anschlussprojekte erwachsen!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[kleine Anmerkung zur Lernkultur]]></title>
<link>http://einbildungsblog.wordpress.com/2009/08/25/kleine-anmerkung-zur-lernkultur/</link>
<pubDate>Mon, 24 Aug 2009 22:47:51 +0000</pubDate>
<dc:creator>karlaspendrin</dc:creator>
<guid>http://einbildungsblog.wordpress.com/2009/08/25/kleine-anmerkung-zur-lernkultur/</guid>
<description><![CDATA[Vorläufig ganz ohne meine letzte Ankündigung (die Frage, wie sich eine Lernkultur gestalten lässt, i]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Vorläufig ganz ohne meine letzte Ankündigung (die Frage, wie sich eine Lernkultur gestalten lässt, in der Menschen gemeinsam Probleme lösen und dabei gleichzeitig individuell lernen in einem Post aufzugreifen) in die Tat umzusetzen, muss ich jetzt eine kurze Anmerkung zum Thema &#8216;Lernkultur&#8217; machen, da ich letztens eine recht überraschende Diskussion zu dem Thema hatte.</p>
<p>Und zwar unterhielt ich mich mit dem Schüler eines Gymnasiums (12. Klasse) und war ziemlich überrascht über sein Bild von &#8216;gutem Unterricht&#8217;: Diesen stellt er sich nämlich in erster Linie lehrerzentriert vor. Dabei schien ihm vor allem wichtig zu sein, möglichst gut &#8216;im Stoff&#8217; voranzukommen &#8211; der Lehrer solle vor allem den Inhalt erklären und ein (ihm) angemessenes Tempo dabei wählen. Die selbständige Erarbeitung von Themen (allein oder in Gruppen) hielt er nicht für sinnvoll (obwohl ich denke, dass er zum einen dies beherrscht und zum anderen auch bereits Erfahrungen damit sammeln konnte &#8211; allerdings eher in schulischen &#8216;Randzonen&#8217; wie AG&#8217;s etc.). Insgesamt war diese Vorstellung weiter gekoppelt mit der Meinung, dass Schüler, die in einem Fach schwächer sind, den (seinen) Lernprozess aufhalten (und es eigentlich besser wäre, diese Schüler wären nicht in diesem Kurs oder auf dieser Schule) &#8211; und das, obwohl er sich bereits auf einer stark selektionsorientierten Schule befindet!</p>
<p>Mein erster Impuls war, meinem Gesprächspartner geringe Reflexion über die eigenen Lernprozesse etc. vorzuwerfen &#8211; was nicht zutreffend wäre, denn ich habe selten mit einem 17-Jährigen auf so hohem Niveau über Schule reflektiert.</p>
<p>Was mir die Diskussion aber im Nachgang zeigt: Die Lernkultur, die an unseren Schulen herrscht, vermittelt sich weiter &#8211; die Vorstellungen von der &#8216;optimalen&#8217; Gestaltung von Schule und Lernprozessen werden geprägt von der (eigenen) Schule, so wie sie ist bzw. erfahren wird. Bei mir haben sich diese Vorstellungen allmählich &#8211; v.a. durch sehr intensive Lernerfahrungen in verschiedenen Projekten &#8211; verändert, aber meine Vorstellungen vom Lernen decken sich möglicherweise nicht mit denen vieler anderer Menschen. Außerdem: auch die im deutschen Bildungssystem immanente &#8216;Selektionslogik&#8217; (bzw. um es neutraler zu sagen: Sortier- oder Homogenisierungslogik) scheint sich implizit  zu vermitteln &#8211; als Vorstellung von &#8216;erfolgreichem Lernen&#8217; als in homogenen Gruppen stattfindendem Lernen.</p>
<p>In jedem Fall ist mir deutlich geworden, wie weit der Weg zu inklusivem, handlungsorientiertem, selbstbestimmtem und lernerzentriertem Lernen noch ist&#8230;</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[WissensWert Blog Carnival Nr. 6 "Sein Wissen ins Netz stellen"]]></title>
<link>http://shiftingschool.wordpress.com/2009/07/02/wissenswert-blog-carnival-nr-6-sein-wissen-ins-netz-stellen/</link>
<pubDate>Thu, 02 Jul 2009 10:00:28 +0000</pubDate>
<dc:creator>Lisa Rosa</dc:creator>
<guid>http://shiftingschool.wordpress.com/2009/07/02/wissenswert-blog-carnival-nr-6-sein-wissen-ins-netz-stellen/</guid>
<description><![CDATA[Im neuesten Wissenswert Blogcarnival fragt Lore Reß &#8220;Sein Wissen ins Netz stellen &#8211; bede]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Im neuesten <a href="http://wissenswert.iwi.unisg.ch/?p=662">Wissenswert Blogcarnival </a>fragt <a href="http://www.dd-learn.de/">Lore Reß</a> &#8220;Sein Wissen ins Netz stellen &#8211; bedeutet das, das Wissen an Diebe zu verlieren oder etwas zu gewinnen? Wird mir die Butter vom Brot genommen, oder kann ich damit auch etwas gewinnen?&#8221;</p>
<p>Mein Fazit gleich vorweg: Es gibt kein Wissen, das nicht angewendet wird. Als Lehrer gehört es zu meinen wichtigsten Arbeitszielen, dass andere mit &#8220;meinem&#8221; Wissen arbeiten.</p>
<p>Nun habe ich einen großen Vorteil und kann natürlich leicht reden: Ich bin keine Freelancerin oder Ich-AGlerin, die sich ihre zahlende Kundschaft suchen muss. Ich bin in Amt und Brot beim Staat und muss mich nicht ums Geld kümmern, sondern nur um meine Arbeit. Das macht einen himmelweiten Unterschied.<br />
Der Kern meiner Arbeit ist trotzdem vergleichbar mit dem von Akteuren auf dem privaten Lernmarkt: Ich organisiere und begleite Lernprozesse. Meine Professionalität besteht darin, wie gut oder schlecht ich das kann. Ich brauche dazu passende Instrumente aber ebenso die Kompetenzen, mit ihnen professionell umzugehen. &#8220;Ins Netz stellen&#8221; – also publizieren – kann ich allenfalls die Instrumente und Erklärungen dazu, wie ich diese verwende. Meine professionelle Kompetenz kann ich jedoch nicht publizieren, ich kann sie nur in Ausübung meiner Tätigkeit, Lernprozesse zu organisieren, anwenden. Und da ich Lernprozesse für Lehrer und angehende Lehrer organisiere, habe ich ein Interesse daran, dass sie mein Wissen teilen. Mein spezifisches Kompetenzbündel ist an meine Person gebunden. (&#8220;Das wichtigste Curriculum eines Lehrers ist seine eigene Person&#8221;, so Hartmut v. Hentig). Keineswegs besteht mein Wissen nur aus den Werkzeugen – die ich vielleicht in Teilen selbst erfunden habe – sondern auch aus der Fähigkeit zur Gestaltung der Prozesse, die ich jeweils situativ an die konkrete Lerngruppe anpassen und mit ihr zusammen entwickeln muss. Mein Wissen besteht also auch aus der Praxis-Erfahrung, über die ich zwar reflektierend schreiben kann, die ich aber durch Publikation nur bedingt an andere &#8220;weggeben&#8221; kann. Erfahrungen kann man nicht vermittelnd übertragen. Man muss sie selbst erwerben. Ich habe also gar nicht die Möglichkeit, mein professionelles Wissen als Ganzes &#8220;wegzugeben&#8221;, sodass ich mir damit etwa selbst die &#8220;Butter vom Brot nehmen&#8221; würde.</p>
<p>Wenn ich meine Reflexionen und Instrumente publiziere &#8211; ganz wurscht ob in Printmedien oder online, dann sind sie mit meinem Namen verknüpft. Dass sie trotzdem enteignet werden können, kann man natürlich nicht gänzlich verhindern. Ärgerlich ist bei solchen Fällen natürlich nicht nur, wenn ein Anderer sich damit &#8220;schmückt&#8221;, sondern ebenso oder erst Recht, wenn sie in anderem Sinne benutzt werden als ich das für richtig halte, &#8220;verfälscht&#8221; und dann noch mit meinem Namen verbunden werden. Auch das kommt vor. Aber: Dieses Problem ist ein Problem von Publikation überhaupt – nicht nur ein Problem der Online-Veröffentlichung. Und was die &#8220;Bezahlung&#8221; angeht: Wer publiziert schon, um damit seinen Lebensunterhalt zu verdienen? Selbst viel publizierende Wissenschaftler kratzen über VGWort wenn&#8217;s hoch kommt 1000 Euro pro Jahr zusammen. Manchmal muss man sich für eine Printpublikation sogar an den Kosten beteiligen. Man muss publizieren, gerade wenn man seine &#8220;Kunden&#8221; selbst finden muss. Womit soll man sie sonst überzeugen, wenn nicht mit den eigenen &#8220;Produkten&#8221;, die Ausweis der Kompetenz sind? Und wo kommt man besser an möglichst viele potenzielle Kunden heran als im Netz?</p>
<p>Wenn ich nicht publiziere, dann passiert noch etwas anderes Schreckliches:<br />
Ich kann nur im eigenen Saft rühren, meine Ideen nicht kritisch diskutieren – außer mit den jeweiligen &#8220;Kunden&#8221; und im engen f2f-Kollegenkreis. Ich verzichte dann auf die wichtigste Möglichkeit, meine professionelle Kompetenz zu verbessern: auf den Austausch und die Zusammenarbeit mit möglichst vielen, die für mein Weiterkommen Wichtiges beizutragen haben. Das brauche ich aber dringend und kontinuierlich. Wo geht es besser als im Netz? Eine Print-Publikation dauert ewig (wenn man überhaupt einen Herausgeber oder Verleger dafür findet), wird von wenigen gelesen und es gibt wenig Feedback, manchmal erst nach Jahren (von Austausch und Diskussion ganz zu schweigen). Im Web ist das ganz anders: Nach einiger Zeit entsteht ein Netz von Peers, das ich inzwischen als professionelle Lerngemeinschaft begreife und ohne das ich mir meine Arbeit überhaupt nicht mehr vorstellen kann. Seit ich während dieser Netztätigkeit – die nur funktioniert, wenn ich auch meine eigenen Sachen zum Austausch anbiete – englisch gelernt habe, freue ich mich besonders, wie groß meine Lernwelt inzwischen geworden ist. Alles was vor dem Web war, war demgegenüber Krähwinkel. Und erst seitdem habe ich eine vage Ahnung davon, was Professionalität in Zukunft überhaupt erst werden könnte.</p>
<p>Eines meiner entscheidenden Erlebnisse in dieser Hinsicht war vor vier Jahren die Entdeckung eines kanadischen Lehrers, der mit seinen Schülern bloggte. Er stellte seine Instrumente (auch die Schülerarbeitsbögen) erst ins blog, später in flickr, und seine Praxisreflexionen teilte er offen im Netz mit. Ich verwende in meinen eigenen Seminaren seine Strategie und seine &#8220;Papiere&#8221; – und trage damit nebenbei auch ein Stück dazu bei, dass sein Name hier bekannt wird.</p>
<p>Zweimal ist es mir bislang passiert, dass jemand in meiner Gegenwart mit meinen Instrumenten arbeitet, ohne die &#8220;Quelle&#8221; anzugeben. Wahrscheinlich war sie ihm gar nicht bekannt. Beim ersten Mal war ich noch versucht zu sagen: Höhö, das ist von mir! Beim zweiten Mal erlebte ich ein Glücksgefühl: Sie an, was du erfunden hast, taugt offenbar und verbreitet sich!</p>
<p>Was kann einem &#8220;Lehrer&#8221;, einem &#8220;Wissensverbreiter&#8221; Befriedigenderes zustoßen?</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Lernpartnerschaft bei Behr]]></title>
<link>http://age50.wordpress.com/2009/05/12/lernpartnerschaft-bei-behr/</link>
<pubDate>Tue, 12 May 2009 14:25:23 +0000</pubDate>
<dc:creator>age50</dc:creator>
<guid>http://age50.wordpress.com/2009/05/12/lernpartnerschaft-bei-behr/</guid>
<description><![CDATA[Gegenwärtiges Durchschnittsalter bei der BEHR Industry Mylau GmbH: 42 Jahre In zwei Bereichen des Un]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Gegenwärtiges Durchschnittsalter bei der BEHR Industry Mylau GmbH: 42 Jahre</p>
<p>In zwei Bereichen des Unternehmens wurden daher <strong>Lerntandems</strong> initiiert, denen ältere wie jüngere Mitarbeiter angehörten. Ausgehend von den tatsächlichen Anforderungen, die die Arbeitsaufgaben an die Beschäftigten stellten, wurden konkrete <strong>Entwicklungspläne</strong> gestaltet, die im ›Tagesgeschäft‹ umgesetzt werden konnten. Das Unternehmen stellte hierzu die notwendigen zeitlichen Spielräume und technischen Ressourcen zur Verfügung. Zusätzliche Unterstützung wurde durch eine externe Begleitung und Beratung des Lerntandem-Projektes gewonnen.</p>
<p>Neben der fachlichen Qualifikation und der Stabilisierung der Beschäftigungsfähigkeit hat das Projekt der ›Lerntandems‹ vor allem in den Bereichen Wissenstransfer und Kommunikation zu nachhaltigen Ergebnissen geführt. Der Austausch – und das Verständnis – zwischen unterschiedlichen Altersgruppen konnte sowohl innerhalb der einzelnen Unternehmensbereiche als auch bereichsübergreifend spürbar verbessert werden. Ein besonders ›handhabbares‹ Ergebnis der Lernpartnerschaften ist die ›<strong>Behr-Wissensbox</strong>‹. Sie steht allen Mitarbeitern zur Verfügung und besteht aus:</p>
<ul>
<li>einer <strong>Aufgabensammlung</strong> für spezifische Lernfelder, die in der Ausbildung, der Einarbeitung oder Weiterbildung zum Einsatz kommen können,</li>
<li>der Sammlung von unternehmensspezifischen <strong>Lernunterlagen</strong>, die als Musterlösungen für Lernprozesse oder zur Einarbeitung genutzt werden können,</li>
<li>dem <strong>Methodenleitfaden</strong> zur Qualifizierung von ›<strong>Senior-Partnern</strong>‹ zur Verbesserung der <strong>Methodenkompetenz</strong>.</li>
</ul>
<p>Auch wenn hoher zeitlicher Aufwand erforderlich ist, um angesichts der umfangreichen Tagesaufgaben zu gemeinsamen Lernerfolgen zu gelangen – es besteht kein Zweifel, dass Lernpartnerschaften bei Behr die lang fristige Personalplanung fördern und unterstützen und das Unternehmen somit den hohen Anforderungen an die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt entgegensehen kann. Zudem gilt: Lerntandems können nur dann Fahrt aufnehmen, wenn die betrieblichen Rahmenbedingungen stimmen. <strong>Lernkultur</strong> und Unternehmenskultur bilden also einen engen Zusammenhang &#8211; und werden zu zukunftsweisenden Erfolgsfaktoren.</p>
<p><a href="http://www.inqa.de/Inqa/Redaktion/Zentralredaktion/PDF/Publikationen/lernfaehig-im-tandem,property=pdf,bereich=inqa,sprache=de,rwb=true.pdf">http://www.inqa.de/Inqa/Redaktion/Zentralredaktion/PDF/Publikationen/lernfaehig-im-tandem,property=pdf,bereich=inqa,sprache=de,rwb=true.pdf</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Weiterbildungsangebote für Ältere]]></title>
<link>http://age50.wordpress.com/2009/05/05/weiterbildungsangebote-fur-altere/</link>
<pubDate>Tue, 05 May 2009 15:54:54 +0000</pubDate>
<dc:creator>age50</dc:creator>
<guid>http://age50.wordpress.com/2009/05/05/weiterbildungsangebote-fur-altere/</guid>
<description><![CDATA[Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB): Spezielle Weiterbildungsangebote für Ältere sind nur in Au]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB):</p>
<p><strong>Spezielle Weiterbildungsangebote für Ältere</strong> sind nur in Ausnahmefällen sinnvoll, z.B.</p>
<ul>
<li>Seminare oder Workshops zu Themen wie Altersteilzeit oder Vorruhestand oder</li>
<li>solche, in denen es um einen generationsspezifischen Nachholbedarf  geht</li>
<li>Altersgruppenbezogene Maßnahmen bieten sich auch im Rahmen der Personalentwicklung an.</li>
</ul>
<p>Sehr viel wichtiger als spezielle didaktisch gestaltete Bildungsangebote für Ältere ist hingegen eine kontinuierliche Weiterbildung über den gesamten Berufsverlauf. Dies setzt eine entsprechende Beschäftigungspolitik sowie eine lernfreundliche Arbeitsorganisation und -gestaltung in den Betrieben voraus. <strong>Kontinuierliches Lernen</strong> ist dort möglich, wo</p>
<ul>
<li>ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in innovativen Beschäftigungsbereichen tätig sind</li>
<li>eine Lernkultur existiert, die Lernen während des gesamten Berufsverlaufs zur Selbstverständlichkeit macht und</li>
<li>ältere Beschäftigte davon überzeugt sind, dass ihre Expertise gefragt ist.</li>
</ul>
<p>Durch eine veränderte betriebliche <strong>Lernkultur</strong> könnten somit die Voraussetzungen geschaffen werden, damit ältere Beschäftigte verstärkt von Weiterbildungsangeboten profitieren</p>
<p>nach: <a href="http://www.bibb.de/de/49604.htm">http://www.bibb.de/de/49604.htm</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[My re:publica 09]]></title>
<link>http://shiftingschool.wordpress.com/2009/05/04/my-republica-09/</link>
<pubDate>Mon, 04 May 2009 10:45:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>Lisa Rosa</dc:creator>
<guid>http://shiftingschool.wordpress.com/2009/05/04/my-republica-09/</guid>
<description><![CDATA[re:publica? Davon hatte ich zwar schon &#8220;gehört&#8221; &#8211; also im Netz gelesen -, aber das]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://www.re-publica.de/09/">re:publica</a>? Davon hatte ich zwar schon &#8220;gehört&#8221; &#8211; also im Netz gelesen -, aber dass sie etwas für mich sein könnte, hatte ich bis zum 2. April 09 nicht gedacht. Was sollte eine in die Jahre gekommene Lehrerin mit einer riesigen Ansammlung von jungen Nerds &#8211; und dann auch noch f2f ? Meine Güte!<br />
Aber <a href="http://schulblogs.blogspot.com/">Martin Riemer</a> hat mich bequatscht und <a href="http://www.spreeblick.com/">Tanja Haeusler</a> hat mich eingeladen zu kommen und dort in einem Panel mit der Jugend zu sitzen und einen Vortrag zu halten. Danke für die Einladung und für die Überredungskünste &#8211; denn schließlich habe ich mich doch getraut. Zum Glück, denn sonst hätte ich wirklich viel verpasst. Nachträglich weiß ich, dass ich auch den ersten Tag nicht hätte verpassen dürfen. Schade, dass ich erst am zweiten Tag nachmittags dazustieß.<br />
So viele interessante Vorträge, Gespräche, Kontakte &#8230;<br />
Gut gefallen haben mir <a href="http://sozlog.de">Tina Guenthers</a> Vortrag <a href="http://programm.re-publica.de/2009/events/351.de.html">Digitale Identität</a> und <a href="http://www.behindertenparkplatz.de/">Christiane Links</a> Beitrag zum selben Thema. Auch von <a href="http://www.schmidtmitdete.de/">Jan Schmidts</a> Vortrag <a href="http://www.schmidtmitdete.de/archives/454">Das neue Netz </a>habe ich viel mit nach Hause genommen, obwohl noch einiges zu diskutieren offen bleibt. (Nicht zuletzt die Wahl seines <a href="http://www.hsv.de/">Hamburger Fußballvereins</a> ;-() Ein bißchen enttäuscht war ich von <a href="http://programm.re-publica.de/2009/speakers/344.de.html">Jimbo Wales</a> und auch von <a href="http://programm.re-publica.de/2009/speakers/327.de.html">Mary C. Joyce</a> Vorträgen. Sie bestätigten nur, was schon bekannt war. Aber sehr gerne hätte ich die beiden natürlich als Speakers in <a href="http://li-hamburg.de">meinem Institut</a>!</p>
<p>Besonderes Highlight war mir <a href="http://programm.re-publica.de/2009/speakers/300.de.html">Esra&#8217;a al Shafei</a> mit ihrer spannenden Präsentation <a href="http://www.mideastyouth.com/">Political evolution</a> und für meine Praxis äußerst nützlich außerdem die Vorstellung der <a href="http://www.radijojo.de/">Jugendplattformen</a> im Workshop <a href="http://programm.re-publica.de/2009/events/349.de.html">Jugendbildung &#8211; soziale Software</a> sowie <a href="https://www.xing.com/profile/Joeran_MuussMerholz">Jöran Muuß-Merholz</a> und <a href="https://www.xing.com/profile/Guido_Brombach">Guido Brombachs</a> <a href="http://programm.re-publica.de/2009/events/295.de.html">Schulen ins Netz</a>. Bestimmt ergeben sich Möglichkeiten zur Zusammenarbeit!</p>
<p>Mein Vortrag <a href="http://www.slideshare.net/lisarosa/lrnextgeneration-bildung-im-uebergang-von-der-arbeitsgesellschaft-zur-selbstreflexiven-lerngesellschaft">Ne(x)t Generation? Bildung im Übergang von der Arbeitsgesellschaft zur selbstreflexiven Lerngesellschaft</a> hat hervorgerufen, was ich mir am meisten wünschte: Widerspruch und Diskussion, kritische Einzelgespräche aber ebenso auch viel zustimmendes Feedback. Vielen Dank an alle.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Always Beta!]]></title>
<link>http://shiftingschool.wordpress.com/2009/03/02/always-beta/</link>
<pubDate>Mon, 02 Mar 2009 15:54:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>Lisa Rosa</dc:creator>
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<description><![CDATA[Always Beta – Prinzip Baustelle heißt ein Beitrag von Ralf Appelt im mmsblog der Fakultät für Erzieh]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://mms.uni-hamburg.de/blogs/mmsblog/2008/11/03/always-beta-prinzip-baustelle/">Always Beta – Prinzip Baustelle</a> heißt ein Beitrag von <a href="http://www.loveitorchangeit.com/about/">Ralf Appelt </a>im <a href="http://mms.uni-hamburg.de/blogs/mmsblog/">mmsblog</a> der Fakultät für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft der Universität Hamburg. Die Einsicht, dass Beta-Versionen von Programmen oder &#8220;Anwendungen&#8221;, an denen die User als Mit- und Weiterentwickler einer Sache beteiligt werden, um diese an sich ständig verändernde Bedingungen und Bedürfnisse permanent anpassen zu können, wendet Appelt hier für die Bildungsinstitutionen an. Dazu gibt es in seinem Beitrag ein <a href="http://mms.uni-hamburg.de/blogs/mmsblog/2008/11/03/always-beta-prinzip-baustelle/">anschauliches Video</a>.</p>
<p>Das Prinzip &#8220;Always Beta&#8221; als Erkenntnis, dass es in Wirklichkeit überhaupt keine dauernde <span style="text-decoration:line-through;">Alpha</span>-Lösung [<em>vgl. hierzu den Kommentar von Martin Lindner</em>] geben kann, scheint mir eine der wichtigsten Erkenntnisse der Netzgesellschaft zu sein. Auf die Gestaltung von Unterricht und &#8220;Lehre&#8221; (ganz gleich, ob in Schule oder Seminar) übertragen, eröffnet dieses Prinzip die Möglichkeit zu erkennen, dass man die alte Form der Unterrichts- oder Seminarplanung als vermeintlicher &#8220;Alpha&#8221;-Versionen von Lehrgängen und Unterrichtseinheiten am grünen Tisch – etwa &#8220;für eine 7. Klasse Gymnasium&#8221; oder &#8220;für eine Lehrerfortbildung&#8221; endlich aufgeben muss.<br />
Das alte Prinzip, fertige Lehrgänge an einer Klasse bzw. einer Seminargruppe &#8211; mit einigen Anpassungszugeständnissen an die konkrete Gruppe – zu exekutieren, hat sich als untauglich erwiesen. Mit der Always-Beta-Erkenntnis können wir stattdessen die Lernenden an der Gestaltung ihrer Lernprozesse beteiligen. Die pädagogische Professionalität besteht dann nicht mehr darin, &#8220;Stoff&#8221; zu &#8220;vermitteln&#8221;, sondern in der Bereitstellung von Strukturen und Instrumenten zur selbstbestimmten Auseinandersetzungen mit Gegenständen, also in der Organisation von Lernprozessen.</p>
<p>Einen weiteren Versuch, eine solche &#8220;Baustelle&#8221; für Lernprozesse einzurichten, habe ich letztes Wochenende in meinem Referendarsmodul &#8220;Individualisiertes Unterrichten mit Weblogs&#8221; unternommen. Mir scheint er ganz gelungen, dieser Versuch – als erste Beta-Version. Das nächste Seminar bzw. der nächste Workshop für Lehrer oder Referendare zur Erkundung, was der Einzelne mit dem Medium Blog für sich selbst gewinnen und was er damit in seiner Arbeit mit den Schülern, die er gerade zu unterrichten hat, anfangen kann, ist schon in Arbeit: Die Referendare gaben viele wichtige Hinweise für die zweite Beta-Version meiner Baustellen-Organisation. Im Seminar entstand der Gruppenblog <a href="http://weblogseminar.twoday.net">Lernen 2.0</a>, auf dem Material, Verlauf, Ergebnisse und Auswertung des 14-Stunden-Moduls vom letzten Wochenende besichtigt werden können. Einige Ergebnisse sind erst als Setzlinge zu sehen: Die ersten Blogs der Teilnehmer &#8211; Praxisreflexions-Blogs und Unterrichtsblogs -, mögen sie im Laufe der Zeit wachsen und gedeihen! Andere Ergebnisse sind als individuelle Ergebnisse nicht abgebildet: Es sind die einzelnen Planungsskizzen, aus denen die Teilnehmer Unterrichtsvorhaben konkretisieren und erproben wollen &#8211; ich würde mich sehr freuen, wenn demnächst einige der Erfahrungen ins Gruppenblog zurückfließen!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Zusammenfassung: Lehrer/innen und Lehramtstudierende in einer (neuen) Lernkultur mit Digitalen Medien]]></title>
<link>http://lernen200.wordpress.com/2008/12/10/zusammenfassung-lehrerinnen-und-lehramtstudierende-in-einer-neuen-lernkultur-mit-digitalen-medien/</link>
<pubDate>Wed, 10 Dec 2008 08:49:18 +0000</pubDate>
<dc:creator>steffyhaffner</dc:creator>
<guid>http://lernen200.wordpress.com/2008/12/10/zusammenfassung-lehrerinnen-und-lehramtstudierende-in-einer-neuen-lernkultur-mit-digitalen-medien/</guid>
<description><![CDATA[In unserem Artikel ging es um die Erfahrungen von Lehrer/innen und Lehramtstudierenden mit Schülern,]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>In unserem Artikel ging es um die Erfahrungen von Lehrer/innen und Lehramtstudierenden mit Schülern, die an einem Robotik-Workshop teilnahmen.</p>
<p>Die Lehrer waren positiv überrascht über das Engagement und die Begeisterung der Schüler für diesen Workshop. Die Lehrer berichteten wie wichtig es für sie war, diese Form des Lernens innerhalb des Projektes selbst aktiv kennen zu lernen.</p>
<p>Festestellt wurde, dass mit Digitalen Medien neue Sichtweisen auf die Kompetenzen von Schülern und ihre Lernweisen möglich werden.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Pers&#246;nlicher Sinn und historisch-politisches Lernen. Ein Schulbeispiel zum Thema Holocaust]]></title>
<link>http://shiftingschool.wordpress.com/2008/11/28/persnlicher-sinn-und-historisch-politisches-lernen-ein-schulbeispiel-zum-thema-holocaust/</link>
<pubDate>Fri, 28 Nov 2008 09:33:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>Lisa Rosa</dc:creator>
<guid>http://shiftingschool.wordpress.com/2008/11/28/persnlicher-sinn-und-historisch-politisches-lernen-ein-schulbeispiel-zum-thema-holocaust/</guid>
<description><![CDATA[Zunehmender Rechtsextremismus &#8211; Anwachsen von Antisemitismus in der Einwanderungsgesellschaft ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Zunehmender Rechtsextremismus &#8211; Anwachsen von Antisemitismus in der Einwanderungsgesellschaft &#8211; fast keine Woche vergeht, in der wir nicht auf verschiedenen Ebenen der Politik, <a href="http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=sw&#38;dig=2008%2F11%2F28%2Fa0119&#38;cHash=bab7581b02">wissenschaftlicher Studien</a> oder im Zusammenhang mit der <a href="http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=sw&#38;dig=2008%2F11%2F28%2Fa0120&#38;cHash=ef8dd2df3c">Diskussion um Schule und Bildung</a> und den mageren Ergebnissen des Geschichtsunterrichts mit diesen Befunden konfrontiert werden. Ist Holocaust Education als neues Unterrichtsfach oder Unterricht über Auschwitz in allen Fächern nötig? Oder muss die Gestalt des Geschichts- und Politikunterrichts auf den Prüfstand? Wie kann der Geschichtslehrer mit diesem Problem umgehen? Hat er einen besonderen Beitrag für die Bekämpfung von Rechtsextremismus und Antisemitismus für die Gesellschaft zu leisten? Gibt es neue Ansätze zur Vermittlung der &#8220;Lehren aus dem Holocaust&#8221;, die ihn dabei unterstützen können?</p>
<p>Weil mich das Thema Holocaust umtreibt, seit ich denken kann, und die Vermittlung des Themas und die Frage der &#8220;Erziehung nach Auschwitz&#8221; beschäftigen, seit ich Geschichtslehrerin bin, habe ich mich im letzten Jahr daran gemacht, den Problemzusammenhang &#8220;Schulunterricht zu den Themen Nationalsozialismus und Holocaust &#8211; Lernen und Wissen der Schüler &#8211; Einstellungen und Verhalten der Schüler&#8221; gründlicher unter die Lupe zu nehmen. Ich habe Lerntheorie, allgemeine und Fachdidaktik sowie die Projektdidaktik geprüft, neue Unterrichtskonzepte untersucht, schließlich selbst ein Unterrichtsmodell entworfen und es anschließend mit Schülern in einem Pilotprojekt und danach mit Studenten, Referendaren und Lehrern ausprobiert. Das Projekt hieß:</p>
<p><em>&#8220;&#8216;Richtiges&#8217; Erinnern? Wie können wir angemessen mit der Gegenwart unserer Vergangenheit umgehen? Ein (Selbst-)Erkundungsprojekt am Beispiel des Holocaust-Mahnmals in Berlin.&#8221;</em></p>
<p>Was dabei herausgekommen ist, ist nun ausführlich in meinem Aufsatz zu lesen:</p>
<p><em>&#8220;Was hat das mit mir zu tun&#8221;? Persönlicher Sinn und historisch-politisches Lernen</em></p>
<p><a href="http://lisarosa.twoday.net/files/Download/">Download</a> (pdf, 516 KB)</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Potentiale des vernetzten Lernens für neue Lernkultur nutzen]]></title>
<link>http://christianczaputa.wordpress.com/2008/10/30/potentiale-des-vernetzten-lernens-fur-neue-lernkultur-nutzen/</link>
<pubDate>Thu, 30 Oct 2008 22:06:23 +0000</pubDate>
<dc:creator>cza2100</dc:creator>
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<description><![CDATA[Lesenswertes Interview mit Max Woodtli (Dozent für Berufs- und Medienpädagogik an der Pädagogischen ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Lesenswertes <a href="http://www.elearn.ch/blog/wp-content/uploads/2008/10/bildung_aktuell_bulletin_kanti_frauenfeld.pdf" target="_blank">Interview</a> mit Max Woodtli (Dozent für Berufs- und Medienpädagogik an der Pädagogischen Hochschule Thurgau) aus dem kanti-bulletin der Kantonsschule Frauenfeld (Ausgabe 02/2008) zur Einschätzung der Chancen und Grenzen von E-Learning in der Schule (via zugehörigem <a href="http://www.elearn.ch/blog/?p=85" target="_blank">Blogeintrag auf eLearn.ch)</a></p>
<p>Auszug zur Frage nach der &#8220;Todsünde&#8221; im Zusammenhang mit E-Learning:<br />
<em></em></p>
<p><em>Wenn E-Learning (nur) als eine möglichst gute Abbildung von Präsenzlernen verstanden wird, befürchte ich, dass das mögliche Potential, das im digitalen Lernraum liegt, nur ansatzweise ausgeschöpft wird. Anders gesagt: Wenn man E-Learning nur mit dem Ziel betreibt, die Belehrungskultur zu perfektionieren, statt die Potentiale eines vernetzten Lernens dahin zu nutzen, eine neue Lernkultur zu etablieren, dann hat man in meinen Augen die „Todsünde“ Nummer eins begangen.</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[RADIO-TIPP: Auf der Suche nach einer neuen Lernkultur, 16.10., 20:10 Uhr, Deutschlandfunk]]></title>
<link>http://kifaschule.wordpress.com/2008/10/15/radio-tipp-auf-der-suche-nach-einer-neuen-lernkultur-1610-um-2010-uhr-deutschlandfunk/</link>
<pubDate>Wed, 15 Oct 2008 08:12:30 +0000</pubDate>
<dc:creator>KiFaSchuLe</dc:creator>
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<description><![CDATA[PROGRAMMTIPP DEUTSCHLANDFUNK Studiozeit • Aus Kultur- und Sozialwissenschaften 16.10.2008 · 20:10 Uh]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>PROGRAMMTIPP DEUTSCHLANDFUNK<br />
Studiozeit • Aus Kultur- und Sozialwissenschaften</p>
<p><strong>16.10.2008 · 20:10 Uhr</strong></p>
<p><strong>Auf der Suche nach einer neuen Lernkultur<br />
Neue Wege zu einer lebenslangen Lust am Lernen<br />
Von Cajo Kutzbach</strong></p>
<p>Kleine Kinder lachen vor Freude, wenn ihnen etwas gelingt. Ihnen macht Lernen Spaß. Die Gründe dafür liegen in der Struktur des Gehirns, das zwei Wege kennt um etwas zu lernen: Angst und Freude. Beide sind sehr wirkungsvoll, aber nur mit Freude Gelerntes hilft Probleme lösen.</p>
<p>Schule benutzt jedoch häufig Druckmittel, etwa Noten und erzeugt Angst. Verständlich, dass Schüler, Lehrer und Eltern nicht recht glücklich damit sind.</p>
<p>Dass es auch anders ginge, zeigen neue Ansätze, die den Lehrer von der Rolle des Dompteurs befreien und ihn zum Helfer des Lernenden machen.</p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dlf/programmtipp/studiozeit-ks/860217/" target="_blank">Quelle</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Transformation des Schulsystems]]></title>
<link>http://shiftingschool.wordpress.com/2008/09/12/transformation-des-schulsystems/</link>
<pubDate>Fri, 12 Sep 2008 07:23:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>Lisa Rosa</dc:creator>
<guid>http://shiftingschool.wordpress.com/2008/09/12/transformation-des-schulsystems/</guid>
<description><![CDATA[Wieviel Veränderung ist nötig? &#8211; Reicht es, das gegliederte Schulwesen durch Zusammenlegung um]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Wieviel Veränderung ist nötig? &#8211; Reicht es, das gegliederte Schulwesen durch Zusammenlegung um ein, zwei &#8220;Glieder&#8221; zu mäßigen? Oder hilft nur die radikale Wende zur Einheitsschule/Einer Schule für Alle als Regelschule?</p>
<p>Welche Elemente müssen verändert werden? &#8211; Reicht es, die äußere Schulstruktur zu verändern, und alles andere bleibt beim Alten oder ruckelt sich zurecht? &#8211; Oder muß ein Masterplan her, der von Reformbeginn an das gesamte System inklusive Lehrerrolle, Lernkultur, Schulkultur transformiert?</p>
<p>Welche Veränderungsstrategie wird zum Erfolg führen? &#8211; Eine vorsichtige mehrstufige, die zunächst Haupt- und Realschule zusammenfasst, danach alle nichtgymnasialen Sekundarschulen mit den HR-Schulen zusammenlegt, und &#8211; vielleicht! &#8211; in einem dritten Schritt diese Regionalschule irgendwann mit dem Gymnasium fusioniert? &#8211; Oder eine radikale Ersetzung des gegliederten Systems (inklusive der Sonderschule!) durch die Eine Schule für Alle in einem Schritt?</p>
<p>Im Unterschied zum finnischen Modell der radikalen und mit einem vernünftigen Gesamtkonzept ausgerüsteten Transformation, scheint es hierzulande immer gerade nur so viel Teilveränderung zu geben, wie als unbedingt nötig und nicht mehr vermeidbar empfunden wird.</p>
<p>In Berlin will der SPD-Bildungssenator Zöllner jetzt ein ähnliches <a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/Zoellner-Schulen;art270,2611853">Strukturveränderungsmodell</a> einführen, wie in Hamburg die schwarz-grüne Koalition: Das zweigliedrige Schulwesen &#8211; eigentlich immer noch dreigliedrig, weil die Sonder- bzw. Förderschule außen vor bleibt.</p>
<p>Im Bildungsinfo von <a href="http://www.uni-konstanz.de/ag-moral/lind.htm">Georg Lind</a> fand ich dazu heute folgenden Kommentar, dem ich uneingeschränkt zustimme:</p>
<p><em>&#8220;Das zweiteilige Schulsystem liegt momentan im Trend, ist aber nicht der Weisheit letzter Schluss! Irgendwann muss die Gesamt- oder Einheitsschule her.<br />
Für die zweiteilige Schule spricht:<br />
Andere Bundesländer (Hamburg) haben das schon getan oder werden es sicher bald tun (müssen), weil den Hauptschulen die Schüler ausgehen.<br />
Alle Kinder bekommen zehn Jahre Schule garantiert und eine reelle Chance, später einmal Abitur zu machen.<br />
Die größeren Einheiten (mindestens vierzügig) und der Ganztagsbetrieb öffnet pädagogisch kompetenten und lernwilligen Lehrerkollegien viele Möglichkeiten, ein attraktives und vielfältiges Lernangebot für Kinder aus diversen Milieus zu basteln<br />
Das Sitzenbleiben ist abgeschafft! Die hohen Kosten fürs Sitzenbleiben werden sinnvoller für pädagogische Fördermaßnahmen eingesetzt und<br />
nicht zuletzt werden die ewig-gestrigen Gymnasialideologen unter den Eltern und Lehrern nicht vergrätzt. Für sie bleibt alles beim alten. (Wenn sie das mal nicht bald bereuen!)<br />
Dennoch bleiben viele Fragen offen und gibt es erhebliche Risiken für diese Politik:<br />
Bestehende Gesamtschulen in Berlin und Hamburg, so scheint es, werden auf kaltem Weg abgeschafft. Sie, die sie immer für eine demokratische Schule für alle Kinder gekämpft haben, müssen sich vermutlich jetzt entscheiden, ob sie Fisch oder Fleisch, Gymnasium oder &#8220;Regional&#8221;-Schule sein wollen.<br />
Die Entwicklung zur demokratischen Schule für alle könnte mit dieser Zwischenreform auf ewig verschoben werden. Wir wären dann immer noch eines der ganz wenigen zivilisierten Ländern mit einem Apartheid-System im Bildungsbereich.<br />
Was mit den Sonderschulen geschehen soll, wird nicht berichtet. Es besteht die Gefahr, dass sie nach wie vor als Ventil &#8220;nach unten&#8221; auf der Bildungsleiter funktionieren werden.<br />
Kein Wort über die notwendigen neuen pädagogischen Konzepte (Umgang mit Heterogenität, individuelle Förderung, Offener Unterricht etc.), die eine solche Reform begleiten müssen, und auch kein Wort über die notwendige inhaltlichen (!) Reformanstrengungen in der Lehrerbildung, ohne die das Ganze scheitern wird. In großen Schulen mit einer heterogenen Schülerschaft, werden pädagogische Inkompetenz und schlechte Lehrerbildung gnadenlos aufgedeckt. Leider werden die Folgen solcher Planlosigkeit wieder nur die Kinder und Lehrer zu spüren bekommen. Medien und Politiker können den Zusammenhang meist nicht wahrnehmen.<br />
GL&#8221;</em></p>
<p>In Hamburg gibt es Anstrengungen, in der Lehrer(fort)bildung die nötigen Veränderungen in Gang zu setzen. Die Haupt-Stichworte heißen hier Individualisierung und Kompetenzorientierung. Was das aber genau in der Praxis bedeutet, d.h. wie die Lehrer individualisiert und kompetenzorientiert ihre Fächer unterrichten können, ist noch ziemlich unklar.  Der erste wichtige Schritt wäre also, diese Ungewissheit, wie die Neue Lernkultur denn aussieht, nicht zu vertuschen, sondern offen zu bekennen. Dann hat man nämlich die Chance, zu sehen, wieviel Experiment, wieviel &#8220;Werkstattarbeit&#8221; nötig ist, um das Neue Lernen zu entwickeln. Und dann könnte man auch erkennen, daß Experimentieren und &#8220;Werkstatt&#8221; bzw. &#8220;Labor&#8221; tatsächlich schon wichtige Begriffe eben dieser Neuen Lernkultur selbst sind!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Personalisiert Lernen]]></title>
<link>http://tjlog.wordpress.com/2008/06/12/personalisiert-lernen/</link>
<pubDate>Thu, 12 Jun 2008 11:17:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>tjlog</dc:creator>
<guid>http://tjlog.wordpress.com/2008/06/12/personalisiert-lernen/</guid>
<description><![CDATA[Im UK läuft seit einiger Zeit eine recht spannende Debatte darum, wie sich formelles Lernen besser ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Im UK läuft seit einiger Zeit eine recht spannende Debatte darum, wie sich formelles Lernen besser &#8220;personalisieren&#8221;, d.h. auf individuelle Bedürfnisse und Interessen der Lernenden anpassen lässt. Ausgangspunkt der Diskussion bildete Charles Leadbeaters Paper über <a href="http://www.demos.co.uk/files/PersonalisationThroughParticipation.pdf" target="_blank">Personalisierung im Public Sector</a> aus 2003. Auf dem höchsten Level meint Personalisierung eine professionell Unterstützte Selbstorganisation. Ein Beispiel dafür wäre ein gesunde Lebensführung, angeleitet durch Experten aus dem Gesundheitsbereich.</p>
<p>Ein besonders geeigneter Anwendungskontext für das Konzept wird im Bildungsbereich gesehen, wo Studierende zunehmend als Mitgestalter von Lernzielen eingebunden werden und ihnen grössere Wahlmöglichkeiten hinsichtlich ihrer Kompetenzentwicklung gegeben werden sollen.</p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:12pt;">Wie alle Konzepte, die auf Selbstorganisation fokussieren, steckt auch im Personalisierungskonzept die Gefahr der Überforderung. Konsequenz wäre, dass vor allem diejenigen, die sozial sowieso schon benachteiligt sind, in einem zunehmenden &#8220;Kompetenz-Wettbewerb&#8221; noch weiter ins Hintertreffen geraten (siehe dazu: <span lang="EN-GB">Campbell, R. J., Robinson, W., Neelands, J., Hewston, R., &#38; Mazzoli, L. (2007). Personalised Learning: Ambiguities in Theory and Practice. <em>British Journal of Educational Studies, 55</em>(2), 135-154.). Und natürlich bietet der Ansatz jede Menge Raum für Rhetorik und Polemik &#8211; da muss man sicher vorsichtig sein.<br />
</span></p>
<p>Aus meiner Sicht hat das Konzept aber auch was für sich. Denn im Gegensatz z .B. zur &#8220;wundersamen&#8221; Selbstorganisation im Netz durch Web2.0 (siehe <a href="http://www.imb-uni-augsburg.de/files/Arbeitsbericht_18.pdf" target="_blank">Gabis Arbeitsbericht</a>) werden in Konzepten zur Personalisierung von Bildung ganz explizit <em>Strategien zur Unterstützung von Selbstorganisation</em> angesprochen und eingefordert. Gewissermassen ein Kontext-Design, das sich nicht nur auf einzelne Lernaktivitäten innerhalb vorgegebener Rahmenstrukturen (z.B. Kursen, Curricula) bezieht, sondern ganz aktiv Lernende dabei unterstützt, ihre eigenen Lernpfade selbstverantwortlich zu planen und zu überwachen. Letzlich wird ein Kulturwandel in der Bildung angesprochen, wie ihn z.B. auch Bologna verfolgt. Nur, dass Personalisation eine Wandelstrategie anspricht, in welcher die Lernenden, um die es ja beim &#8220;Shift from Teaching to Learning&#8221; gehen soll, gleich eingebunden werden. Gespannt darf man, sein, wie erfolgreich diese ambitionierten  Ziele schliesslich umgesetzt werden&#8230;</p>
<p>Hier kann man mal reinschauen:</p>
<p>Leadbeter: <a href="http://www.demos.co.uk/files/learningaboutpersonalisation.pdf" target="_blank">Learning about Personalisation </a>(mit speziellem Fokus auf Bildung)</p>
<p>Futurelab: <a href="http://www.futurelab.org.uk/resources/documents/handbooks/learner_voice.pdf" target="_blank">The Learner Voice</a></p>
<p>Teaching and Learning Research Programme: <a href="http://www.tlrp.org/documents/personalised_learning.pdf" target="_blank">Personalised Learning</a></p>
<p>Leider habe ich bisher vor allem Konzeptpapiere und Praxisberichte, aber noch kaum wissenschaftlich fundierte Literatur im Sinne theoretischer und empirischer Arbeiten gefunden. Zudem bezieht sich praktisch alles auf die Schulpraxis. Für den Hochschulbereich scheint es hier (noch) nicht viel zu geben. Für Hinweise bin ich natürlich dankbar.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Frühbucherrabatt für Bibliothekare verlängert!]]></title>
<link>http://fobikom.wordpress.com/2008/05/09/fruhbucherrabatt-fur-bibliothekare-verlangert/</link>
<pubDate>Fri, 09 May 2008 14:31:19 +0000</pubDate>
<dc:creator>fobikom</dc:creator>
<guid>http://fobikom.wordpress.com/2008/05/09/fruhbucherrabatt-fur-bibliothekare-verlangert/</guid>
<description><![CDATA[Die 4. EduMedia Fachtagung, 2.-3. Juni 2008 in Salzburg, St. Virgil, hat speziell für Bibliothekare ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Die 4. EduMedia Fachtagung, 2.-3. Juni 2008 in Salzburg, St. Virgil, hat speziell für Bibliothekare ]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[„Selbstorganisiertes Lernen im interaktiven Web"]]></title>
<link>http://fobikom.wordpress.com/2008/04/28/%e2%80%9eselbstorganisiertes-lernen-im-interaktiven-web/</link>
<pubDate>Mon, 28 Apr 2008 07:39:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>fobikom</dc:creator>
<guid>http://fobikom.wordpress.com/2008/04/28/%e2%80%9eselbstorganisiertes-lernen-im-interaktiven-web/</guid>
<description><![CDATA[4. EduMedia Fachtagung, 2.-3. Juni 2008 in Salzburg, St. Virgil „Selbstorganisiertes Lernen im inter]]></description>
<content:encoded><![CDATA[4. EduMedia Fachtagung, 2.-3. Juni 2008 in Salzburg, St. Virgil „Selbstorganisiertes Lernen im inter]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Feedback-Kultur in unseren Schulen?]]></title>
<link>http://bildungsvielfalt.wordpress.com/2008/03/17/feedback-kultur-in-unseren-schulen/</link>
<pubDate>Mon, 17 Mar 2008 19:17:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>Andrea</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ernsthaftes, ehrliches und differenziertes Feedback, aus dem natürlich auch Konsequenzen gezogen wer]]></description>
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