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	<title>man-wird-doch-wohl-noch-sagen-durfen &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
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	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "man-wird-doch-wohl-noch-sagen-durfen"</description>
	<pubDate>Sun, 27 Dec 2009 06:29:13 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Schwule Privilegien]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/03/16/schwule-privilegien/</link>
<pubDate>Mon, 16 Mar 2009 17:00:49 +0000</pubDate>
<dc:creator>Damien</dc:creator>
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<description><![CDATA[Wie kommt man von Kindesmisshandlung auf die (halluzinierte) Bevorzugung von Schwulen? Ganz einfach,]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Wie kommt man von Kindesmisshandlung auf die (halluzinierte) Bevorzugung von Schwulen? <a href="http://www.rp-online.de/hps/client/opinio/public/pjsub/production_long.hbs?hxmain_object_id=PJSUB::ARTICLE::440761&#38;hxmain_category=pjsub::opinio::/liebe_partnerschaft/mann_vs._frau/geschlechterkommunikation">Ganz einfach</a>, man mixt ein wenig Empörung</p>
<blockquote><p>Gerade hörte ich wieder im Radio, was mich auch zum Schreiben inspirierte, dass ein 30jähriger Mann seinen 4 Wochen alten Sohn mit dem Kopf mehrmals so gegen die Wand geschlagen hat, dass er , ich sag mal Gott sei Dank, an seinen Verletzungen gestorben ist.</p></blockquote>
<p>mit einfachen Lösungen</p>
<blockquote><p>Ob sie als Kind schlecht behandelt oder nicht, für mich sind diese Menschen pervers. Wegschließen kastrieren.</p></blockquote>
<p>und bekannten Vorurteilen:</p>
<blockquote><p>Gerade für Menschen, die Kinder haben und sie lieben ist das wirklich unvorstellbar. Solchen Menschen sollte verboten werden Kinder zu bekommen. Am liebsten würde ich die kleinen Wesen alle zu mir nehmen und ihnen Liebe und Wärme geben.Andererseits machen die Behörden es Paaren sehr, sehr schwer, wenn sie ein<br />
Kind adoptieren möchten (aber Schwule bekommen eins!!) Man kann nur die Augen offen halten und evtl. helfen.</p></blockquote>
<p>Die gut gemeinte Antwort geht allerdings immer noch an der Realität vorbei:<!--more--></p>
<blockquote><p>Was Adoptionen angeht&#8230;ich denke die Schwierigkeiten sind für alle gleich bescheuert schwierig, ob Hetero oder Schwul!</p></blockquote>
<p>Das stimmt natürlich nicht. Zwar dürfen sich Homosexuelle in Deutschland genauso wie Heterosexuelle um die Adoption eines Kindes bewerben und erhalten unter Umständen auch die Adoptionserlaubnis. <a href="http://www.adoption.de/info_recht_schwul.htm">Damit ist allerdings keineswegs ausgemacht, dass es im Anschluß zu einer Adoption kommt:</a></p>
<blockquote><p>In den wenigen uns bekannten Fällen, in denen sich Lesben in         Deutschland bisher um die Adoption eines Kindes bewarben, traten diese         offen als Lesben gegenüber den Adoptionsvermittlungsstellen auf und         machten deutlich, dass sie dem Kind gemeinsam mit ihrer Lebenspartnerin         ein Zuhause geben wollten. Von den Mitarbeiter/innen der         Adoptionsvermittlungsstellen wurde bei der Erstellung des         Sozialberichtes (Home-study) berücksichtigt, dass die Partnerin der         Adoptierenden als Co-Mutter in die Verantwortung miteinbezogen werden         soll. Dass die Lesbenpaare offen und selbstbewusst zu ihrer Lebensweise         standen, wurde für die Entwicklung der Kinder als positiv beurteilt.         Die Bewerberinnen erhielten die Adoptionserlaubnis in den für sie         zuständigen Städten, hatten allerdings wenig Chancen, in Deutschland         ein Kind vermittelt zu bekommen. Hier stehen für ein zur Adoption         freigegebenes Kleinkind durchschnittlich zehn anerkannte         Adoptionsbewerber/innen &#8211; überwiegend Ehepaare &#8211; zur Auswahl. Die         Adoptionsvermittlungsstellen und die abgebenden Eltern, die der Adoption         zustimmen müssen, vermitteln die Kinder zunächst am liebsten in         &#8220;traditionelle Familienformen&#8221;.</p></blockquote>
<p>Schwule und Lesben werden also in Deutschland, was die tatsächliche Adoption von Kindern angeht, weder bevorzugt noch gleich behandelt, sondern benachteiligt, obwohl die Forschung keine Beeinträchtigungen des Kindeswohls feststellen konnte.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Zyankali ist so schwul]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/02/10/zyankali-ist-so-schwul/</link>
<pubDate>Tue, 10 Feb 2009 17:00:28 +0000</pubDate>
<dc:creator>Damien</dc:creator>
<guid>http://gaywest.wordpress.com/2009/02/10/zyankali-ist-so-schwul/</guid>
<description><![CDATA[Was würde wohl passieren, wenn der Pressesprecher eines Schwulenverbandes folgendes über die katholi]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Was würde wohl passieren, wenn der Pressesprecher eines Schwulenverbandes folgendes über die katholische Kirche verlautbaren ließe? Das Urinieren auf eine Regenbogenflagge sei objektiv eine schwerere Untat als eine Abtreibung. Und hinzufügen würde:<!--more--></p>
<blockquote><p>Das hat unser Verband  immer vertreten, dass die Todesstrafe natürlich für homophobe Hassgewalt die angemessene Strafe ist einerseits als Sühne, andererseits aber auch in medizinischer Hinsicht, dass also mögliche weitere Verbrechen verhindert werden.</p></blockquote>
<p>Desweiteren würde der Pressesprecher in einem Interview mitteilen, dass eine heteronormative Erziehung abzulehnen sei und daher nunmehr eigene Schulen gegründet würden, für die man staatliche Zuschüsse erwarte. Die gewohnte heterosexistische Kleiderordnung sei dort selbstverständlich aufgehoben, Röcke also könnten dort von jedermann getragen werden, das Hören religiöser Musik allerdings sei unerwünscht ebenso wie das Mitführen christlicher Zeitschriften. Heterosexualität stünde zumindest unter einer Art Generalverdacht und sei in der Regel Resultat einer verfehlten, weil zwanghaften Erziehung. Ein Vorstandsmitglied würde noch anläßlich einer katholischen Prozession ergänzen:</p>
<blockquote><p>Man kann ja nicht alles und jeden machen lassen, was er möchte. Das ist ja moralische Umweltverschmutzung. Man kann ja nicht jemanden mit Zyankali durch die Gegend laufen lassen und das ist eben geistiges moralisches Zyankali, was hier geschieht.</p></blockquote>
<p>Wie, das finden Sie alles reichlich absurd? Sind allerdings der Ansicht, dass in einer freien Gesellschaft natürlich auch solche Äußerungen erlaubt sein sollten? Das gilt dann selbstverständlich auch, <a href="http://www.juedische.at/TCgi/_v2/TCgi.cgi?target=home&#38;Param_Kat=3&#38;Param_RB=10&#38;Param_Red=11229">wenn sie &#8211; mit etwas anderer ideologischer Intention &#8211; von Seiten der Piusbrüderschaft geäußert werden</a>. Ob Rom allerdings gut damit beraten ist, solche Leute wieder in den eigenen Verein aufzunehmen? Und was zum Teufel bringt den deutschen Staat dazu, Schulen der Piusbrüderschaft mit reichlich Geld zu unterstützen?</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Konkurrenz, werte Frau vom Lehn, ...]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/01/25/konkurrenz-werte-frau-vom-lehn/</link>
<pubDate>Sun, 25 Jan 2009 17:00:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>Damien</dc:creator>
<guid>http://gaywest.wordpress.com/2009/01/25/konkurrenz-werte-frau-vom-lehn/</guid>
<description><![CDATA[&#8230; belebt bekanntlich das Geschäft. Wenn man allerdings gar nichts zu verkaufen hat, wäre Kommu]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>&#8230; belebt bekanntlich das Geschäft. Wenn man allerdings gar nichts zu verkaufen hat, wäre Kommunikation, gar Kooperation, manchmal eventuell doch zweckdienlicher. Das klappt allerdings nur, wenn es einem zuvor gelingt, die Scheuklappen abzulegen, die einem die Sicht auf die Welt, wie sie ist, so schwer machen.</p>
<p>In der Welt haben Sie eine Veranstaltung, auf der in Bremen über Homophobie in der Schule und den Kampf dagegen gesprochen wurde, <a href="http://www.welt.de/welt_print/article3075661/In-der-Schule.html">einer Art Kritik unterzogen</a>. Wobei &#8220;Kritik&#8221; wohl die Intention Ihres Textes nicht ganz trifft, viel eher müßte man wenigstens von einer Polemik sprechen, spricht doch aus jedem Ihrer Sätze der Neid auf die Homosexuellen, denen es doch längst gut gehe und die trotzdem noch soviel Aufmerksamkeit verlangten, wie sie einer wie Ihnen eigentlich zustünde. <!--more-->So mokieren Sie bspw.,</p>
<blockquote><p>ein Wissenschaftler der Uni Kiel beamte Ergebnisse einer älteren Berliner Studie an die Leinwand;</p></blockquote>
<p>womit Sie natürlich &#8211; ohne mit einem Wort auf den Inhalt der Studie einzugehen &#8211; sagen wollen, dass die Situation heutzutage für Homosexuelle so paradiesisch sei, dass man nicht einmal mehr aktuelle Studien erstellen müsse. Sie amüsieren sich desweiteren über den Auftritt von Detlef Mücke,</p>
<blockquote><p>ein aus Berlin angereister GEW-Vertreter, der offenbar hoffte, bei den Schülern auf besondere Sympathie zu treffen, weil er seine eigene Homosexualität offenbarte</p></blockquote>
<p>und verschweigen dezent, dass Mücke aus der Hauptstadt anreisen mußte, <a href="http://gaywest.wordpress.com/2009/01/17/schwule-entwicklungshilfe-fur-bremen/">weil sich vor Ort kein Lehrer und keine Lehrerin zum Outing bereit fand</a>. Und weil Sie das verschweigen, erscheint die folgende Bemerkung für den sachunkundigen Welt-Leser umso absurder:</p>
<blockquote><p>Ein Mitarbeiter des Bremer Schwulen-Lesben-Zentrums beklagte, Heteros würden &#8220;immer noch&#8221; als &#8220;höherrangig&#8221; betrachtet,</p></blockquote>
<p>obwohl auch die Mitteilung,</p>
<blockquote><p>eine Grüne fand es &#8220;ganz normal&#8221;, wenn Jugendliche sich Schimpfwörter wie &#8220;schwul&#8221; an den Kopf werfen</p></blockquote>
<p>nicht gerade dafür spricht, dass Schwule es auf deutschen Schulhöfen besonders leicht haben. Denn was die Grüne da behauptet, entspricht der traurigen Realität: &#8220;Schwul&#8221; ist neben &#8220;Jude&#8221; und &#8220;Opfer&#8221; das meistbenutzte Schimpfwort auf Deutschlands Schulhöfen. Dabei, da sind Sie sich ganz sicher, sitzt die Homo-Lobby längst in den Behörden, auch in Bremen:</p>
<blockquote><p>Die blonde Schülersprecherin wünschte keck, die Behörde möge die Ergebnisse der Schülerarbeit doch bitte in eine &#8220;Broschüre&#8221; gießen &#8211; wozu der Behördenvertreter auf der Stelle grünes Licht gab.</p></blockquote>
<p>Ihre Frage, Frau vom Lehn, jedoch, ist eine ganz andere. Entgegen dem selbst in Ihrem so tendenziös formulierten Artikelchen deutlich gewordenen Eindruck, dass auch in Deutschland durchaus noch ausreichend Diskriminierung von Homosexuellen festzustellen ist, wollen Sie den Leser unbedingt glauben machen, Homosexualität werde gesellschaftlich längst für normal gehalten:</p>
<blockquote><p>Was soll am &#8220;Anderssein&#8221; eigentlich noch so problematisch sein, wie hier suggeriert wird? Ist es nicht eher so, dass die Andersseienden, die ja inzwischen fast überall Normalstatus genießen, selbst bei der Hinterbliebenenrente, ihren schillernden Status nicht aufgeben mögen, weil es schick geworden ist, anders zu sein?</p></blockquote>
<p>Mal abgesehen davon, dass Sie selbst auf das Wörtchen &#8220;fast&#8221; nicht verzichten können, da Ihnen weiterhin bestehende Statusunterschiede offenbar durchaus bewußt sind und abgesehen davon, welch massiver Diskriminierung Homosexuelle seitens der christlichen Kirchen und nicht zuletzt &#8211; ja, auch in Deutschland &#8211; seitens des Islam ausgesetzt sind, abgesehen davon, dass die Situation von schwulen Schülern in der Regel keineswegs mit &#8220;Normalstatus&#8221; beschreibbar ist, Homosexuelle regelmäßig verbaler und körperlicher Gewalt ausgesetzt oder davon bedroht sind &#8211; wohlgemerkt aufgrund ihrer sexuellen Orientierung -, ganz abgesehen davon können Sie, Frau vom Lehn, sicher sein, dass genug Homosexuelle an einem &#8220;schillernden Status&#8221; so wenig interessiert sind, wie Sie daran, Ihre heterosexuelle Orientierung gegen eine gleichgeschlechtliche einzutauschen. Und den Unsinn, es sei &#8220;schick geworden&#8221;, &#8220;anders zu sein&#8221;, mögen Sie vielleicht mal im Dschungel-Camp gehört haben, mit der Realität der meisten Homosexuellen hat er nichts zu tun. Im Grunde genommen jedoch sind wir Homosexuellen Ihnen sowieso herzlich egal, denn die etwas zu lang geratene Einleitung diente lediglich für Ihr eigentliches Anliegen, was sich in drei Sätzen formulieren läßt:</p>
<blockquote><p>Anders zu denken, anders zu handeln, anders zu leben, erst recht anders zu lernen als der Mainstream, das ist in der Tat sehr schwer. Dieselben Behörden, die auf Zuruf Broschüren vom Anderssein durchwinken, lassen Eltern und Kinder auf Granit beißen, wenn sie andere Vorstellungen vom Lernen haben. Wäre das nicht auch was für den Politikunterricht?</p></blockquote>
<p>Sicher wäre das etwas für den Politikunterricht. Damit rennen Sie bei uns Liberalen offene Türen ein. Wieso Sie allerdings selbst in diesem letzten Absatz noch einen so grandiosen Fauxpas begehen &#8211; als wenn Homosexuelle nicht ebenso wie Heterosexuelle Eltern und Kinder sein könnten, stellen Sie sie gegeneinander -, das läßt mich daran zweifeln, ob die Erziehung zum Respekt vor unterschiedlichen sexuellen Orientierungen und die Information und Reflexion darüber nicht doch im Schulunterricht ganz gut aufgehoben sind. Denn was dabei herauskommt, wenn sich Leute wie Sie darum kümmern, das zeigt unmißverständlich Ihr Elaborat. Und noch etwas: Die Penetranz, mit der Sie darauf bestehen, uns Homosexuelle für &#8220;anders&#8221; zu erklären, spricht dem ganzen Normalisierungsgesülze Ihres Artikels Hohn. Sie und Ihresgleichen sind es, die uns für &#8220;anders&#8221; erklären, um sich dann darüber zu beschweren, dass Ihr Wunsch,</p>
<blockquote><p>Anders zu denken, anders zu handeln, anders zu leben, erst recht anders zu lernen als der Mainstream</p></blockquote>
<p>nicht genug Beachtung fände. Letztlich erweist sich Ihre Behauptung, wir wollten unbedingt anders sein, als nichts anderes als das Resultat Ihrer Projektion. Wenn Sie die zurück nähmen, eröffnete sich Ihnen die Chance, für Ihren Wunsch, anders zu sein, endlich selbst Verantwortung übernehmen zu können.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Sei kein Frosch]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2008/11/18/sei-kein-frosch/</link>
<pubDate>Tue, 18 Nov 2008 09:00:01 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
<guid>http://gaywest.wordpress.com/2008/11/18/sei-kein-frosch/</guid>
<description><![CDATA[Neues von der Grande Nation: In Frankreich darf man sagen, Homosexualität sei minderwertiger als Het]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://www.ggg.at/index.php?id=62&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=1436&#38;cHash=00c98dfa37">Neues von der Grande Nation</a>:</p>
<blockquote><p>In Frankreich darf man sagen, Homosexualität sei minderwertiger als Heterosexualität. Das hat das das Cour de cassation, das höchste französische Zivilgericht, entschieden. Es hob damit ein Urteil vom Jänner [Januar] 2006 auf, das ein Jahr später von der nächsten Instanz bestätigt wurde.</p></blockquote>
<p>Von mir aus kann der die Minderwertigkeit der Homos Artikulierende &#8211; <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Christian_Vanneste">Christian Vanneste</a> von der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Union_pour_un_mouvement_populaire">UMP</a> &#8211; das so oft wiederholen wie er mag. Das kratzt mich nicht. Vor allem, da seine Begründung so überaus originell ist:</p>
<blockquote><p>Homosexualität sei minderwertiger als Heterosexualität, sie zu fördern sei gefährlich für die Menschheit.</p></blockquote>
<p>Und französische Kultur und Sitten zu fördern ist gefährlich für die Erhaltung der weltweiten Froschbestände. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen&#8230;</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Auf ewig homosexuell?]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2008/08/06/auf-ewig-homosexuell/</link>
<pubDate>Wed, 06 Aug 2008 16:00:02 +0000</pubDate>
<dc:creator>Damien</dc:creator>
<guid>http://gaywest.wordpress.com/2008/08/06/auf-ewig-homosexuell/</guid>
<description><![CDATA[Jetzt ist er endgültig blöd im Kopf geworden, der Kraushaar Elmar. Nachdem er in seiner taz-Kolumne ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Jetzt ist er endgültig blöd im Kopf geworden, der Kraushaar Elmar. Nachdem er in seiner taz-Kolumne nach ganz viel <a href="http://gaywest.wordpress.com/2007/05/08/elmar-kraushaar-und-die-orientalischen-jungs/">Verständnis für migrantische Schwulenklatscher</a> <a href="http://gaywest.wordpress.com/2007/07/05/tunten-und-padophile-eine-front/">ein paar ziemlich billige Klischees über Schwule</a> zum Besten gegeben und schließlich allen Homos, die nicht seinem antikapitalistischen Weltverbesserungsprogramm entsprechend leben, vorgeworfen hatte, <a href="http://gaywest.wordpress.com/2007/09/07/neue-manner-an-die-front/">gar keine richtigen Schwulen zu sein</a>,  propagiert er jetzt <a href="http://www.taz.de/1/wahrheit/artikel/1/der-homosexuelle-mann-12">die freiwillige Heterosexualisierung der Homosexuellen</a>. Und das geht so: <!--more-->Zuerst einmal phantasiere man sich einen Zwang, auf ewig homosexuell bleiben zu müssen. Zwar steht das</p>
<blockquote><p>nirgendwo geschrieben, und keiner wird dazu zwangsverpflichtet nach dem ersten Analverkehr&#8230;</p></blockquote>
<p>&#8230;wenn man den Popanz aber erst einmal aufgebaut hat, kann man sich doch ganz wunderbar daran abarbeiten. Und dabei demonstrieren, dass einem die Mühen homosexueller Subjektwerdung längst zu viel geworden sind und daher ganz tief in die Trickkiste des Ressentiments greifen:</p>
<blockquote><p>&#8230;außerdem gibt es viele gute Gründe, das kuschelige Identitätsgefängnis zu verlassen: der gnadenlose Alten- und Tuntenhass in der Gemeinde, eine Promi-Galionsfigur wie die reaktionäre Husche Udo Walz, das Diktat der Dummheit alljährlich zum CSD. Ein ganz anderer, wunderbarer Grund ist die Liebe.</p></blockquote>
<p>Identitätsgefängnis! Darauf muss man erst mal kommen! Andererseits: In einer Zeit, in der man ständig um die Ohren gehauen bekommt, die Schwulen sollten endlich einmal die Klappe halten, sie hätten doch längst alles erreicht, ist es verständlich, wenn dem einen oder anderen langgedienten Kämpfer für Emanzipation und Sozialismus irgendwann dann doch der Atem ausgeht und der Ausweg in die Heterosexualität gesucht wird. Weshalb dem Elmar ganz warm ums Herz wird, wenn er von Klaus erzählt:</p>
<blockquote><p>Klaus ist 51 jetzt, hat vor drei Jahren Lena geheiratet und ist gerade Vater geworden. Klaus strahlt. 1975 war Klaus aus dem niedersächsischen Bad Salzdetfurth nach Berlin gekommen, froh der Provinz entkommen zu sein und bereit, die schwule Metropole zu erobern. Nichts hat er ausgelassen, ist in Stöckelschuhen über den Kudamm marschiert, hat die Kerle gewechselt in einer Tour, ist abgestürzt zwischen Drogen und Selbstmitleid, hat noch einmal die Kurve gekriegt und die Pest überlebt, bis er ruhiger wurde, sich manchmal sogar verliebte und schließlich einen Mann abgekriegt hat, der häuslich war und tolerant.</p></blockquote>
<p>Die nun folgende Umpolungs-Prosa hätten auch die Klempner von Wüstenstrom nicht besser formulieren können:</p>
<blockquote><p>Das Leben hätte so weitergehen können für Klaus, doch mit 45 war auf einmal Schluss. Klaus ist ein hübscher Mann, mit grauen Haaren jetzt und raspelkurz. Natürlich schauen ihm die Frauen nach, und einmal hat er zurückgeblickt. Lena. Klaus ist nervös geworden und hat eine Sehnsucht gespürt wie kaum je zuvor. Mit keinem hat er darüber geredet, und bis er die Telefonnummer von Lena ausfindig gemacht hatte, vergingen ein paar Wochen. Jetzt sind sie längst verheiratet. Verheiratet! Mit Trauzeugen und Kirche, und die Eltern haben geweint. Ein paar alte Freunde von Klaus waren auch dabei, im Fummel und aufgedonnert wie zu einer Filmpremiere. Klaus war stolz an seinem Hochzeitstag, unglaublich stolz, und wusste nicht einmal worauf.</p></blockquote>
<p>Hätte er doch nur die alten Freunde gefragt, die &#8211; typisch schwul &#8211; der Feier beleidigt fern blieben. Die hätten ihm ganz sicher erklärt, worauf er so stolz ist:</p>
<blockquote><p>Obwohl ein paar alte Freunde auch nicht gekommen sind. Dass einer so einfach abhaut aus ihrer Welt, ging ihnen nicht in den Kopf. Was hatte sie, was sie nicht haben? Am besten wäre es, man verliert kein Wort mehr darüber, Klaus ist einfach weg. Auf und davon. Basta! Homosexuelle Männer können verdammte Memmen sein, geht es um ihre Homosexualität und die Angst davor, sie zu verlieren. Da sind sie um keinen Deut besser als ihre heterosexuellen Brüder.</p></blockquote>
<p>Stolz also, endlich einer von denen zu sein, Original-Memme, nicht länger eine bloße Kopie. Ob es viele davon gibt? Man weiß es nicht, wie Kraushaar traurig konstatiert:</p>
<blockquote><p>Männer wie Klaus tauchen in keiner Statistik auf, niemand zählt, wie viele die Seite wechseln im Laufe eines Lebens. Aus Liebe und nichts weiter als aus Liebe.</p></blockquote>
<p>Obwohl die der Liebe gefolgten Ex-Gays es wahrlich nicht leicht haben, wegen der</p>
<blockquote><p>Intoleranz der Welt.</p></blockquote>
<p>Der schwulen Welt, selbstredend. Und so schimpft Klaus</p>
<blockquote><p>Auf die Schwulen, die ihn jetzt nur noch von weitem grüßen, wenn er über die Berliner Motzstraße geht.</p></blockquote>
<p>Doch es geht noch ärger!</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Heteros&#8221;, sagte er, &#8220;sind eigentlich noch viel schlimmer. Da muss ich aufpassen, dass sie mir nicht ständig auf die Schulter schlagen und gratulieren, weil ich es doch noch geschafft hätte vor Toresschluss. Warum hat mir das keiner vorher gesagt, dass Heteros so dämlich sein können?&#8221;</p></blockquote>
<p>Vielleicht hätte er zur Abwechslung vorher mal mit einem Schwulen reden sollen, dessen schwuler Selbsthass einem nicht wie bei Kraushaar bei jedem Wort ins Gesicht springt,</p>
<blockquote><p>der gnadenlose Alten- und Tuntenhass in der Gemeinde, eine Promi-Galionsfigur wie die reaktionäre Husche Udo Walz, das Diktat der Dummheit alljährlich zum CSD.</p></blockquote>
<p>der für sein Schwulsein keine Gemeinde benötigt, Männlichkeit nicht für eine Fehlkonstruktion der Natur hält und die Armut der ersten CSD-Paraden nicht für Anzeichen höchster Intellektualität.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Warum Volker Goebel immer ein Stück Seife zum CSD mitnimmt]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2008/08/04/warum-volker-goebel-immer-ein-stuck-seife-zum-csd-mitnimmt/</link>
<pubDate>Mon, 04 Aug 2008 16:00:19 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
<guid>http://gaywest.wordpress.com/2008/08/04/warum-volker-goebel-immer-ein-stuck-seife-zum-csd-mitnimmt/</guid>
<description><![CDATA[Mecklenburg-Vorpommern ist ein wunderschönes Land: Wälder, Seen, die Ostsee und Städte die, zumindes]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Mecklenburg-Vorpommern ist ein wunderschönes Land: Wälder, Seen, die Ostsee und Städte die, zumindest im Zentrum, aussehen wie ein hanseatischer Traum. Das einzige was an Mecklenburg-Vorpommern nervt, sind die Menschen dort. Missmutige Ossis, die mal links-, mal rechtsextrem wählen, sich ständig nur beklagen, wie schlecht es ihnen geht und die keinerlei Probleme hätten, einem neuen starken Mann die Geschicke der Nation anzuvertrauen, wenn der nur dafür sorgen würde, dass jeder monatlich mindestens 2000 Euro netto auf dem Konto hat.</p>
<p>Und dann gibt es noch <a href="http://www.volker-goebel.biz/Curriculum_Vitae_DE.html">Volker Goebel</a>, seines Zeichens Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt Schwerin. Der ist, anders als seine Bevölkerungskollegen, nicht ganz so missmutig gestimmt sondern zeichnet sich im Gegenteil durch eine burschikos-närrische Fröhlichkeit und einen bräsig-gemütlichen Humor aus. Doch das schmeckt natürlich nicht jedem. Die &#8220;Interessenvertreter der Homosexuellen&#8221; Mecklenburgs-Vorpommerns beispielsweise können über die Witze Goebels <a href="http://www.svz.de/artikel/article//ob-kandidat-beleidigt-schwule-1.html">nicht so recht lachen</a>:<!--more--></p>
<blockquote><p>Auf eine Podiumsdiskussion mit allen OB-Anwärtern beim kürzlichen Christopher Street Day, dem Straßenfest der Schwulen und Lesben rund ums Pfaffenteich-Südufer, eingehend, sorgt sich Goebel auf seiner Homepage, dass ihm bei einem Treffen mit Schwulen die berüchtigte &#8220;Seife&#8221; herunterfallen könne.</p></blockquote>
<p>Die Seife&#8230; Da muss man erst mal eine Weile in den Archiven seines Oberstübchens herumkramen, bis sich einem der Sinn dieses Kalauers erschließt. Ach ja, natürlich. Goebel ist auf dem Schweriner CSD &#8211;  selbstredend mit Seife &#8211; diese fällt ihm herunter, er muss sich bücken und wird von hinten gedeckt. Was soll&#8217;s, das passiert jedem Mann auf dem CSD einmal, da muss man durch, das gehört dazu, so sind die Schwulen nun mal. Weiß doch jeder. Auch Goebel und so rät er den Besuchern des Schweriner CSD:</p>
<blockquote><p>&#8220;Besser ein Ersatzpäckchen mitnehmen!&#8221;</p></blockquote>
<p>Aber nicht, dass dies auch noch herunterfällt. In dem Fall hätten Goebelchen und Co nämlich einen Arsch voller Probleme&#8230;</p>
<p>Doch Goebel ist nicht nur mit Humor geschlagen. Wenn es um die Interessen unser allen Landes geht, wird er durchaus ernst und seriös. An die Adresse einer Schwulenorganisation Schwerins richtete er nämlich folgende Frage:</p>
<blockquote><p>&#8220;Habt Ihr mal ausgerechnet, wie sich eine HIV-Infektion auf die Volkswirtschaft der BRD fiskalisch auswirkt?&#8221;</p></blockquote>
<p>Ehrlich gesagt nein. Aber wieso muss man das auch? Ach ja, jetzt fällt es mir ein. Die Kosten zur Behandlung von Aids lasten natürlich enorm auf dem Sozialstaat und gäbe es nicht uns Schwule könnte man das Geld lieber für eine Erhöhung des Kindergeldes oder des Hartz IV-Satzes ausgeben. Noch besser wäre allerdings, das Geld in die Bildung zu stecken. Denn es gibt so viele Fragen auf der Welt, die noch einer fundierten Antwort harren:</p>
<blockquote><p>&#8220;Was gefällt Euch denn an den Frauen nicht? Warum muss es ein Mann sein? Das könnt Ihr mir bitte mal vorsichtig erläutern.&#8221;</p></blockquote>
<p>Tja Goebelchen, was gefällt Dir denn an Männern nicht? Warum muss es eine Frau sein? Und warum verlangt  eigentlich nie ein Homo, dass <em>Du </em>das mal ganz vorsichtig erläuterst?</p>
<p>Aber gut, gut, Fragen soll man nicht mit frotzeligen Gegenfragen beantworten, ich gebe mich geschlagen. Goebel, pass auf, hier meine Antwort:</p>
<p>Was mir an Frauen nicht gefällt? Kurz gesagt: Das durch das Geschlechtshormon Östrogen gebildete Exterieur. Die weichen Rundungen des Körpers, das fettreiche Gewebe im Brustbereich, das übermäßig breite Becken und natürlich, last but not least, das Nichts zwischen den Beinen.</p>
<p>Ansonsten habe ich überhaupt nichts gegen Frauen einzuwenden, im Gegenteil. Sie sind häufig sehr angenehme, intelligente Gesprächspartner mit denen man viel Spaß haben kann. Zum Beispiel kann man  mit ihnen wunderbar über solche Nappsülzen wie Volker Goebel und andere narzistisch heterosexuelle Männer tratschen. Ich beneide Frauen. Wirklich. Hat ihr Leben doch den Vorteil, dass sie Beziehungen mit Männern eingehen können ohne sich dafür kontinuirlich rechtfertigen oder sich darüber blöde Bemerkungen anhören zu müssen.</p>
<p>Zum Glück für mich und all die anderen disfunktionalen Männer verfügt unsere Lobby mittlerweile aber über genügend Macht um jedem kleinkarierten Goebelchen eine Entschuldigung abzutrotzen. Auch wenn das allzuoft <a href="http://gaywest.wordpress.com/2008/07/13/pladoyer-fur-die-liberale-volksgemeinschaft/">auf Kosten des Zusammenhaltes der Gesellschaft</a> geht:</p>
<blockquote><p>&#8220;Für die von mir verbreitete Polemik auf Kosten anderer entschuldige ich mich&#8221;, so der OB-Kandidat. Er werde seinen Internet-Auftritt sofort überarbeiten. Goebel betonte zugleich, &#8220;dass mir die Arbeit des Klub Einblick am Herzen liegt&#8221;. Der Verein sei wichtige Anlaufstelle für Schweriner, denen in der Stadt oft mit Vorurteilen begegnet werde.</p></blockquote>
<p>Die Goebel selbst natürlich nicht hat. Schließlich will er ja Bürgermeister einer weltoffenen und toleranten Stadt mitten in Meck-Pomm werden.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Von homosexuellen Zaungästen und heterosexuellen Blindschleichen]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2008/08/02/von-homosexuellen-zaungasten-und-heterosexuellen-blindschleichen/</link>
<pubDate>Sat, 02 Aug 2008 16:00:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>Damien</dc:creator>
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<description><![CDATA[Gefreut hat sich Patrick Lindner offenbar nicht damals, als er sich zum Coming-Out entschlossen hatt]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Gefreut hat sich Patrick Lindner offenbar nicht damals, <a href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=9133">als er sich zum Coming-Out entschlossen hatte</a>:</p>
<blockquote><p>Schließlich ist das ja keine Sache, wo man sagt, okay ich bin es jetzt gern.</p></blockquote>
<p>Dabei war <em>das</em> doch auch damals schon keine große Sache mehr, oder? <a href="http://www.stern.de/unterhaltung/buecher/:Mein-Leben-Mensch-(Teil-49)-Schmatzende-Ger%E4usche/615949.html">Heutzutage</a> jedenfalls freut man sich immer noch, wenn ein Vater, der als Journalist beim Stern beschäftigt ist, sich nicht mehr von Homosexuellen bedroht sieht, sondern von den Jungs, die seine Tochter in der Pubertät entdecken. Homosexuelle haben jetzt statt dessen<!--more--></p>
<blockquote><p>einen größeren Unterhaltungswert als das Outing selbst</p></blockquote>
<p>und zwar dann, wenn sie ihre Homosexualität dementieren. Was sich nicht gehört, schließlich leben wir längst in aufgeklärten Zeiten, in denen sogar heterosexuelle Journalisten ihre Wünsche in Zaum, wenn auch nicht den Mund halten können:</p>
<blockquote><p>Mir persönlich wäre er ja als schwuler Konditor lieber als als heterosexueller Moderator, aber das Leben ist kein Wunschkonzert.</p></blockquote>
<p>deliriert der Autor über den Volksmusikmoderator Florian Silbereisen, der sich bisher standhaft weigert, seine Homosexualität zu gestehen. Warum das so ist, ahnt der Autor womöglich mehr als ihm lieb ist:</p>
<blockquote><p>Schwulsein führt zu einem Leben im Zaungastbereich des Besonderen. An Silbereisen sind zumindest die Anzüge hysterisch glamourös, denn sie werden von einem homosexuellen Blinden entworfen. Jedenfalls sehen sie so aus.</p></blockquote>
<p>Von einem homosexuellen Blinden. Sozusagen mehrfach behindert. Was haben wir gelacht. Jan Weiler, dem Autor dieser <em>unterhaltsamen Zeilen</em>, darf man einstweilen sicher wünschen, dass sein erstes Kind blind geboren wird, selbstredend hetero. Beides wäre dann doch zuviel des Guten.</p>
<p>Was bleibt? Ein Anflug von Verständnis für Patrick Lindner. Denn angesichts von gelebter Toleranz Weiler&#8217;scher Prägung steht ja von vornherein fest, wo Schwule bis heute ihre Normalität auszuleben haben: <em>im Zaungastbereich des Besonderen</em>. Dafür, dass das auch so bleibt, sorgen Solche wie Jan Weiler. Damit sie auch in Zukunft behaupten können, sie akzeptierten Homosexuelle <span style="text-decoration:line-through;">trotzdem</span> als normal, auch wenn die frecherweise auf der Freiheit der Berufswahl bestehen &#8211; und darauf, dass Sexualität nun mal Privatsache ist.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Eine ganz normale Schwulenhochzeit]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2008/08/01/eine-ganz-normale-schwulenhochzeit/</link>
<pubDate>Fri, 01 Aug 2008 16:00:11 +0000</pubDate>
<dc:creator>Damien</dc:creator>
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<description><![CDATA[Als die Abendzeitung &#8220;Figaros Hochzeit&#8221; titelte, reichte es noch für ein Schmunzeln. Was]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Als die <a href="http://www.abendzeitung.de/magazin/42776">Abendzeitung</a> &#8220;Figaros Hochzeit&#8221; titelte, reichte es noch für ein Schmunzeln. Was dann allerdings die <a href="http://www.welt.de/wams_print/arti2254424/Eine_ganz_normale_Hochzeit.html">Welt am Sonntag</a> über die Heirat von Udo Walz und seinem Lebensgefährten ausgerechnet unter der Überschrift &#8220;Eine ganz normale Hochzeit&#8221; schrieb, das war eine solche Aneinanderreihung von Klischees, dass es richtig weh tat:</p>
<blockquote><p>Denn die Schwulenszene hat ja diese Herzens- und Nestwärme ganz besonders.</p></blockquote>
<p>liest der Leser in der konservativen Tageszeitung, in der Homosexualität auch schon mal mit Drogen und Straftaten <a href="http://gaywest.wordpress.com/2008/04/14/der-schrecken-der-freiheit/">in eins gesetzt wird</a>.</p>
<p>Neben vermutlich unfreiwilligen Kalauern wie</p>
<blockquote><p>Es wurde der bisher schönste und wärmste Tag dieses Sommers.</p></blockquote>
<p>kann bei &#8220;diesem Thema&#8221; eine Assoziation zu Inzest/Pädophilie auch nicht schaden, mag sich der Autor gedacht haben, als er über die Standesbeamtin schrieb:<!--more--></p>
<blockquote><p>Die Amtsperson, eine strenge Beamtin, fragt plötzlich, ob es stimme, dass Walz zunächst auch an eine Adoption des jungen Mannes gedacht habe. Er sagt verdruckst: &#8220;Nein.&#8221; Fügt nach zwei Sekunden hinzu: &#8220;Ich hatte nämlich gehört, dass man Adoptionen nicht mehr rückgängig machen kann.&#8221; Der Bräutigam kommt ihm treuherzig zu Hilfe: &#8220;Und ich wollte doch nicht mit meinem Vater ins Bett gehen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Womit neben der Kinder(schänder)frage auch die der Bindungsangst der Schwulen gestellt wäre. So eine Schwulenhochzeit wäre allerdings eine ziemlich trübe Veranstaltung, wenn da nicht die eine oder andere Frau dabei wäre, die für Stimmung sorgt:</p>
<blockquote><p>Die Zeremonie zieht sich hin, aber dank Babs Becker, die pausenlos Faxen macht und über jede Ungeschicklichkeit befreiend laut lacht, wird die Stimmung immer besser.</p></blockquote>
<p>Mehr noch, dank Frau Becker</p>
<blockquote><p>wird es eine richtige Hochzeit.</p></blockquote>
<p>Puh, noch mal Glück gehabt. Und sonst? Fehlt noch was? Vielleicht ein paar <em>gemästete Bodyguards</em>:</p>
<blockquote><p>Aus dem oberschenkeldicken Hals quillt ein auffälliges weißes Ringelkabel, das zum Ohr führt. Keiner weiß, vor wem <em>die</em> ihn beschützen sollen. Aber sie schaffen natürlich eine Atmosphäre extremer Wichtigkeit, diese Gorillas, wie in den Mafia-Filmen, oder den Trash-Movies, die im Weißen Haus spielen &#8230;</p></blockquote>
<p>Kapiert? Oberschenkeldick! Auffällig! Wichtigkeit! Mafia! Trash! Wie Schwule eben so sind&#8230; Und dann das: Nach dem Vollzug der Ehe durch die Standesbeamtin dürfen sich die Herren küssen. Was aber macht Udo Walz?</p>
<blockquote><p>Walz küsst Barbara Becker (anstatt seinen Angetrauten), und dann küssen auch alle anderen Barbara Becker.</p></blockquote>
<p>Wie jetzt? Eine Schwulenhochzeit und alle küssen diese Frau? Was für ein komisches Völkchen, diese Homos. Zum Glück gibt es ja noch die Standesbeamtin, die zwar am liebsten längst nach Hause gegangen wäre, jedoch noch eine letzte undankbare Aufgabe hat. Sie nämlich</p>
<blockquote><p>muss trotzdem stören: &#8220;Herr Walz, Herr Thamm, ich habe jetzt viele Küsse gesehen, aber den entscheidenden nicht.&#8221; Sie weigert sich, den Vorgang offiziell abzuschließen, bevor der Kuss unter den Eheleuten nicht gefallen ist. Sie küssen sich nun.</p></blockquote>
<p>Das aber reicht natürlich nicht, denn</p>
<blockquote><p>Richtig gut sieht das nicht aus. Der Kuss mit Babs war inniger.</p></blockquote>
<p>Hätte Udo Walz also nicht einfach vielleicht statt seinem Carsten die Barbara? Die ist doch noch frei, oder? Die muss jetzt aber erst einmal feiern. Schließlich verstehen sich die Homos wenigstens darauf, weshalb jetzt</p>
<blockquote><p>eine Art Familienfest</p></blockquote>
<p>folgt. Dummerweise feiern die Homos und ihre Freunde unter sich, so dass weder die Welt am Sonntag noch ihre Leser erfahren, wie man sich das vorzustellen hat, <em>eine Art Familienfest</em>:</p>
<blockquote><p>Die Medienleute müssen gehen, und alle, die sich schon so lange kennen und mögen, bleiben in den schönen, hellen, abseits gelegenen Gebäuden im altrömischen Stil.</p></blockquote>
<p>Das alte Rom? Wie das endete, <a href="http://http://gaywest.wordpress.com/2007/12/11/wie-die-schwulen-das-alte-rom-zerstorten/">ist bekannt</a>. Und auch diesen Hinweis verstehen wir sofort:</p>
<blockquote><p>Man könnte denken, man befände sich in der Sommerresidenz des Papstes Castel Gandolfo. Und Udo Walz sei der Heilige Vater.</p></blockquote>
<p>Denn was im katholischen Rom an der Tagesordnung ist, <a href="http://gaywest.wordpress.com/2007/07/25/nackte-junge-manner-in-liegestuhlen/">wissen wir auch nicht erst seit gestern</a>. Was wir nicht wissen, ist, ob die Homos nicht längst auch die Leitung im Vatikan unterwandert haben:</p>
<blockquote><p>Vielleicht ist er es ja, heimlich. Sein rundes, freundliches Gesicht, die ebenso runde, unaggressive Brille, der teilnehmende Blick, seine Aufmerksamkeit für alle, die anwesend sind, und sein Widerwille gegen Protz, der sich in der Wahl dieses schönen Ortes für seine Hochzeit zeigt: Der Mann hat schon was. Er ist nicht der moderne bekennende Schwule, und das ist ja so überraschend (also dass gerade <em>er</em> jetzt heiratet).</p></blockquote>
<p>Weshalb dem Walz sein Charakter in der WamS ganz im Stil des bisherigen Artikels abschließend noch einmal ganz ohne Vorurteile zusammen gefasst wird:</p>
<blockquote><p>Er ist eher sein Gegenstück, also die liebenswert altmodische Variante: der Frauen verstehende, ja alles verstehende Friseur, offensiv und augenzwinkernd unmännlich, seine eigene ganz besondere Art als kulturelles Terrain verteidigend. Man muss ihn mögen.</p></blockquote>
<p>Verstanden? Man muss! Keine Widerrede, setzen! Und es funktioniert ja auch:</p>
<blockquote><p>es mögen ihn auch alle. Sogar die, die nicht einmal prominent sind.</p></blockquote>
<p>Was keine geringe Leistung ist für eine ganz normale Schwuchtel.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Eliminierung der Diskriminierung durch Eliminierung der Homosexualität]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2008/07/27/eliminierung-der-diskriminierung-durch-eliminierung-der-homosexualitaet/</link>
<pubDate>Sun, 27 Jul 2008 16:00:19 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
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<description><![CDATA[Heterosexualität definiert sich im Grunde genommen einfach nur dadurch, dass man sich in gegengeschl]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Heterosexualität definiert sich im Grunde genommen einfach nur dadurch, dass man sich in gegengeschlechtliche Menschen verliebt und auf deren sexuelle Schlüsselreize besonders abfährt. Für einige ist Heterosexualität jedoch deutlich mehr, nämlich quasi die Eigenschaft eines Herrenmenschen, welcher sich darüberhinaus genötigt sieht, in narzistischer Arroganz jeden abzuwatschen, dessen sexuelle Orientierung ein wenig anders aussieht. Dr. med. Jakob Gysel, Dr. med. Ulrich Juzi, Dr. med. Hans Kuhn, und Walter Gasser gehören zweifellos zu dieser Kategorie stolzer Heterosexueller und nehmen für sich in Anspruch, die Welt endlich schonungslos über die Mythen der Homosexualität aufzuklären. Neuer Wein in alten Schläuchen? Nun ja, Abwasser in Bleirohren <a href="http://www.zo-online.ch/section117?runMode=commentsCommentDetails&#38;entryId=407">trifft es wohl eher</a>:</p>
<blockquote><p>Der Mythos: Einmal schwul &#8211; immer schwul. Eine Änderungsmöglichkeit gebe es nicht<!--more-->, ja schon der Versuch sei schädlich. Die sexuelle Orientierung zum eigenen Geschlecht sei biologisch, schon im Mutterleib vorbestimmt. Homosexuelle seien besonders glücklich.</p></blockquote>
<p>Mensch, das sind ja gleich drei Mythen auf einmal. Das geht nun wirklich nicht! Und weil das nicht geht, klären uns die Herren Gysel, Juzi, Kuhn und Gasser auf:</p>
<blockquote><p>Die Realität: Der deutsche Psychotherapeut Michael Gerlach sagte an einer Pressekonferenz im April: &#8220;Ich selbst hatte mehrere gleichgeschlechtliche Partnerschaften und habe den schwulen Lebensstill kennengelernt. Allerdings wurden meine Erfahrungen zunehmend geprägt durch die Instabilität schwuler Partnerschaften und die Promiskuität innerhalb der schwulen Subkultur. Ein Prozess zunehmender Demoralisierung und Desillusionierung führte mich dazu, mich mit den psychosexuellen Ursachen meines gleichgeschlechtlichen Empfindens auseinanderzusetzen. Ich lebe heute in einer monogamen heterosexuellen Partnerschaft. Das Erleben der Geschlechterkomplementarität in Beziehung und Sexualität mit einer Frau, die Erfahrung, als Mann einer Frau gewachsen zu sein und maskuline Ich-Grenzen zu haben und zu bewahren, sind herausfordernde und zutiefst befriedigende Erfahrungen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Herr Gerlach, den wir bereits aus dem Umfeld evangelikaler Streiter gegen die Verlotterung der Sitten im Abendland <a href="http://gaywest.wordpress.com/2008/05/05/hau-den-homo/">kennen</a>, hat sich also in die Riege ehemaliger Schwuler eingereiht, die mit dem homosexuellen Lebensstil so ihre Probleme haben und daraufhin von heute auf morgen entschieden haben, es jetzt aber mal mit Frauen zu versuchen. Und wie üblich hat die Umkehrung der Reiz-Reaktionskette bestens funktioniert  und wo man gestern noch jedem Mann auf den Arsch stierte, guckt man heute zuerst auf die Titten  &#8211;  ääh, die Augen einer Frau.</p>
<p>Aber einfach nur mit seiner neugewonnenen Heterosexualität zufrieden zu sein, das gehört sich für einen Ex-Gay natürlich nicht. Nein, man muss seine Erfarungen schon generalisieren und jeden davon überzeugen, dass er nur so zu leben hat wie Onkel Gerlach selbst. Und das Quartett Gysel, Juzi, Kuhn und Gasser kann dem nur beipflichten:</p>
<blockquote><p>Die moderne Sexualwissenschaft geht von einem plastischen Sexualverständnis aus, das heisst, Sexualität ist formbar.</p></blockquote>
<p>Was natürlich wie üblich immer nur in eine Richtung wünschenswert ist. Denn so einfach es auch ist, Heteromänner dazu zu bringen, in Zukunft nur noch auf Männer zu stehen, würde ein solches Verfahren ja einfach keinen Sinn machen. Nicht wahr?</p>
<blockquote><p>Prof. Martin Dannecker, Vorkämpfer der Homosexuellenbewegung, schrieb in seinem Gutachten für die deutsche Regierung: &#8220;Homosexualität als primär biologisches Phänomen zu verstehen, ist völlig überholt. Sexualität muss als biologisch, entwicklungspsychologisch, interpersonell, auf lebensgeschichtlicher Erfahrung basierend und als sozial konstruiert begriffen werden.&#8221;</p></blockquote>
<p>Wenn Martin Dannecker ehrlich wäre, hätte er im entsprechenden Gutachten geschrieben, dass niemand weiß, auf welche Ursachen die Herausbildung der Sexualität denn nun eigentlich zurückzuführen ist. Aber als Alt-Linker kann man natürlich nicht zugeben, dass man  nicht alles weiß und deshalb wird lieber kolportiert, dass dies und jenes und auch noch das und das und überhaupt eigentlich alles für Sexualität verantwortlich zu machen ist.</p>
<p>Doch das Quartett des Grauens ist noch nicht fertig mit seiner Analyse, wie scheiße Homosexualität denn nun wirklich ist:</p>
<blockquote><p>Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) schrieb 2006, alarmiert über die gesundheitliche Situation schwuler Männer in der Schweiz, von erschreckenden Zahlen, was körperliche Beschwerden, psychisches Befinden (Einsamkeit, Depression), Suchtproblematik anbetrifft. Alle Zahlen sind im Vergleich zum Landesdurchschnitt erhöht. Dies, weltweit beobachtet, führte selbst pro-schwule Forscher zur Frage: Kann das alles vorwiegend durch gesellschaftliche Diskriminierung von Homosexualität verursacht sein?</p></blockquote>
<p>Ich habe es schon einmal geschrieben und tue dies gerne noch einmal: Eine solche Frage kann nur ein Hetero stellen. Durch was sollen all diese Misstände denn sonst verursacht sein? Durch die Gene?</p>
<blockquote><p>Roger Staub, BAG, spricht betreffend Ansteckung mit Aids von &#8220;afrikanischen Zuständen in der Schwulenszene&#8221;</p></blockquote>
<p>Roger Staub? Schon interessant wie ein und dieselbe Person <a href="http://gaywest.wordpress.com/2007/08/24/barebacking-fur-heteros/">mal als unqualifizierter Betroffener</a> und mal als Kronzeuge präsentiert wird. Und als Lösungsansatz für das schwule Dilemma tischen uns die evangelikalen Knalltüten auch immer denselben Käse auf:</p>
<blockquote><p>Die Situation kann nur verändert werden, wenn der Mythos vom coolen Schwulsein einer klaren Sicht der Realität Platz macht.</p></blockquote>
<p>&#8220;Cooles Schwulsein&#8221;. Schon wieder eine Phantasie, die mit der Realität nichts zu tun hat. Aber vielleicht liegt es auch nur an mir, wenn ich nicht merke, wie sehr ich von meinen heterosexuellen Geschlechtsgenossen beneidet werde.</p>
<blockquote><p>Das ist aber sehr schwer. Die Dinge so beim Namen zu nennen, diskriminiere und verletze Betroffene, wird gesagt. Homosexuelle haben in ihren Lebensgeschichten oft Verletzungen erlebt. Ungewollt anders zu sein, nicht dazuzugehören, ist ein ihnen bekannter Schmerz. Dass solches gerne überspielt wird, ist nur allzumenschlich. Weder Kirchen noch Gesellschaft haben bisher den Weg gefunden, hier die Realität einfühlsam und doch wahr zu benennen.Ob es uns gelungen ist, wissen wir nicht.</p></blockquote>
<p>Ob es euch gelungen ist? Das könnt ihr erfahren, wenn wir uns mal zufällig über den Weg laufen. Was für ein widerlich schleimiges Heucheln von Mitleid. Wenn ich so etwas lese, verliere ich meine schwule Sensibilität und Contenance ziemlich schnell. Denn was schlagen uns Gysel, Juzi, Kuhn und Gasser vor, damit Homosexuelle in Zukunft nicht mehr diskriminiert und verletzt werden? Ganz klar: die Homosexualität muss abgeschafft werden.</p>
<blockquote><p>Was aber auf jeden Fall geschehen muss: Die Botschaft «Veränderung ist für manche möglich» darf nicht länger unterdrückt werden.</p></blockquote>
<p>Denn in einer Welt ohne Homos können selbige auch nicht mehr diskriminiert werden.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Homosex mit Minderjährigen. Kampf dem System. Das Ziel ist dasselbe.]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2008/07/26/homosex-mit-minderjahrigen-kampf-dem-system-das-ziel-ist-dasselbe/</link>
<pubDate>Sat, 26 Jul 2008 16:00:19 +0000</pubDate>
<dc:creator>Damien</dc:creator>
<guid>http://gaywest.wordpress.com/2008/07/26/homosex-mit-minderjahrigen-kampf-dem-system-das-ziel-ist-dasselbe/</guid>
<description><![CDATA[Unruhe um Skandalsong ist ein Interview überschrieben, in dem es, wer hätte das gedacht, um deutsche]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><em>Unruhe um Skandalsong</em> ist <a href="http://www.kwick.de/magazin/unruhe_um_skandalsong_jimi_blue_ist_mein_ficker_.16025.html">ein Interview</a> überschrieben, in dem es, wer hätte das gedacht, um deutschen Hip Hop geht. Anlass ist ein Stück namens &#8220;Jimi Blue ist mein Ficker&#8221;. Sein Interpret gibt sich humorvoll:</p>
<blockquote><p>Die weiblichen Fans von Jimi werden sicherlich traurig sein, aber die haben in den meisten Fällen nicht einmal ausgeprägte Geschlechtsorgane. Die sollen sich also mal nicht so anstellen.</p></blockquote>
<p>Und weil der Künstler so lustig ist, bekommt auch Jimi Blue sein Fett weg:</p>
<blockquote><p><em>Willst Du etwa behaupten, Herr Ochsenknecht bevorzugt das männliche Geschlecht und alle Mädchen heben sich umsonst für ihn auf?</em><br />
<strong>Rockstah:</strong> Ich glaube ja, dass er mit Vater Uwe geschlafen hat und dabei Wilson entstand. <!--more-->Kein Mensch ist unter normalen familiären Umständen so hässlich. Jetzt fragst du dich bestimmt &#8220;Ist Wilson nicht älter als Jimi?&#8221; Ja, aber das sind doch heutzutage alles keine Gründe mehr. Inzest liegt im Trend.</p></blockquote>
<p>Der Interviewer will dem Künstler nicht nachstehen:</p>
<blockquote><p><em>Wie kamst Du beim Gedanken an guten Sex überhaupt auf Jimi Blue? Jeder normale Mann denkt da doch eher an Heidi Klum oder Eva Padberg?</em><br />
<strong>Rockstah:</strong> Tue ich auch, aber im Video von ALL ALONE hat der kleine Jimi mich einmal so verschmitzt angelächelt, da konnte ich nicht anders.</p></blockquote>
<p>Doch eigentlich steht für den Künstler das Ficken sowieso nur wieder einmal als Synonym für die kritisierte Kommerzialität des deutschen Hip Hop:</p>
<blockquote><p>Ich find ein ironisches Lied über Homosexualität mit einem der größten Opfer der aktuellen deutschen Popmusik 100mal weniger schlimm als das 1000te angeblich ernst gemeinte Lied, in dem volltätowierte Hantelbankkokser meine Mutter ficken wollen. Es ist provokant und bestimmt nicht von Tiefsinn geprägt, aber nicht vollkommen aussagelos. Das Sinnbild, das ich in dem Song schaffe, kannst du fast ausnahmslos auf die ganze traurige Major-Musikindustrie übertragen. Der Eine schreit halt &#8220;Bekämpft das System für Babylon&#8221;, ich schreibe halt ein Lied darüber, wie ich Jimi Blue im Bett auseinander nehme. Das Ziel ist dasselbe.</p></blockquote>
<p>Weshalb das Stück im Grunde genommen auch &#8220;Ich bin der Ficker von Jimi Blue&#8221; heißen müßte, denn gefickt werden ist doch definitiv das Letzte, worauf ein echter Kerl wie Rockstah steht.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Homosexualität ist Pädophilie unter Erwachsenen]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2008/07/24/homosexualitat-ist-padophilie-unter-erwachsenen/</link>
<pubDate>Thu, 24 Jul 2008 16:00:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>Damien</dc:creator>
<guid>http://gaywest.wordpress.com/2008/07/24/homosexualitat-ist-padophilie-unter-erwachsenen/</guid>
<description><![CDATA[Die Situation in Ungarn nach der Eskalation bei der diesjährigen CSD-Parade beschreibt ein ausführli]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Die Situation in Ungarn <a href="http://gaywest.wordpress.com/2008/07/07/budapest-bruta/">nach der Eskalation</a> bei der diesjährigen CSD-Parade beschreibt ein ausführlicher <a href="http://www.hagalil.com/01/de/Europa.php?itemid=2579">Beitrag auf hagalil</a> unter dem Titel</p>
<blockquote><p>Freie Bahn für die Feinde der Demokratie.</p></blockquote>
<p>Deutlich wird dabei, dass es sich bei den Angriffen auf die Parade längst nicht mehr um die bloß verbale Äußerung von Abneigung gegenüber Schwulen handelt:</p>
<blockquote><p>Kurz vor der Parade wurden auf den Hinweis von Nachbarn hin, die seltsame Gerüche aus einer sonst leer stehenden Wohnung bemerkten, sechs Männer festgenommen, die &#8211; dem Augenschein nach einige hundert &#8211; Eier mit Säure gefüllt hatten. Auch Chemikalien unbekannter Zusammensetzung, Säureflaschen und Behälter mit entzündlichen Materialien wurden sichergestellt.</p></blockquote>
<p>Erschreckend ist die Tatsache, dass sich der Hass gegen Schwule &#8211; und Juden &#8211; offenbar durch alle Altersgruppen zieht und auch vor Polizisten und Rettungskräften nicht halt macht:<!--more--></p>
<blockquote><p>Allgemein sind unter den Gewalttätigen nicht nur Hooligans, sondern immer auch gesetzte ältere Menschen zu finden, und wenn sie nicht selbst tätlich werden, so heizen sie die Lynch- und Pogromstimmung mit ihrem Gebrüll an, bei denen diesmal, wie auch sonst, außer schwulenfeindlichen Parolen auch antisemitische Äußerungen und Beschimpfungen des Ministerpräsidenten Ferenc Gyurcsány zu hören waren. Nicht selten sind sogar die Polizisten und die Sanitäter, die zum Schutz von Demonstranten bereitgestellt sind, denen offensichtlich feindlich gesonnen, die sie eigentlich verteidigen müssten. So wurde diesmal einigen Teilnehmern der Parade die medizinische Hilfeleistung verweigert, wobei sich die Sanitäter darauf beriefen, dass sie ausschließlich zur medizinischen Versorgung der Ordnungskräfte anwesend seien. Ihre Aussagen wurden von nahe stehenden Polizisten bekräftigt.</p></blockquote>
<p>Eine Jüdin beschreibt, woran sie die Atmosphäre bei der Budapester Parade erinnert hat:</p>
<blockquote><p>Gestern habe ich selbst erleben können, wie es sich 1944 angefühlt haben muss, zwischen zwei Reihen von Passanten hindurchmarschieren zu müssen. Wenn ich mir alte Filmaufnahmen angeschaut habe, habe ich mich immer über die Gleichgültigkeit der Leute aufgeregt, die damals auf den Gehsteigen herumstanden und dem Marsch zusahen. Nun habe ich erfahren, wie es sich anfühlt, wenn die Menge nicht nur gleichgültig schweigt, sondern von sich aus auf beiden Seiten der Absperrung &#8220;Dreckige Schwuchteln!&#8221; brüllt. (Na gut, sie haben uns nicht bis ans Donauufer marschieren lassen). Aber es war wirklich erschreckend, dass man bis ganz zum Schluss beim Stadtwäldchen nicht aus dem Marsch ausscheren konnte, so gern manche das auch getan hätten. In Höhe der Benczúr Str. leitete man uns auf eine Seitenstrasse um, weil die Polizisten die Andrássy nicht sichern konnten, so brach für eine Weile der Kordon auf. Zwei meiner Angehörigen – ein junges Ehepaar – wollten sich dort aus der Parade ausklinken und auf eine Caféterasse setzen, einerseits weil sie noch zu tun hatten, und andererseits hatten sie schlichtweg Angst. Der Ort schien passend, um sich dort einen Kaffee zu bestellen und sich unter die &#8220;friedlichen Bürger&#8221; zu mischen. Es dauerte keine halbe Minute, und sie flohen wieder zurück zu uns, in die &#8220;sichere&#8221; Parade – auf der Caféterrasse sahen ihnen solche Mienen entgegen, dass sie es für die bessere Alternative hielten. (Ich habe schon von etlichen Holocaust-Überlebenden gehört /gelesen, warum sie damals freiwillig aus der &#8220;Freiheit&#8221; zu ihren Angehörigen ins Ghetto marschiert sind&#8230;)</p></blockquote>
<p>József Orosz, ein auf der Parade bewusstlos geschlagener Journalist, appellierte später an die Öffentlichkeit, einer Situation ein Ende zu machen, in der</p>
<blockquote><p>die Radikalen in Ungarn schlichtweg Jeden – unsere Mitbürger, Freunde, Familienmitglieder, unsere Liebsten und Kinder, und auch Fremde und Unbekannte – terrorisieren, beleidigen, verprügeln und zusammenschlagen können.</p></blockquote>
<p>Gábor Vida, Evolutionsbiologe und Genetikforscher, Professor an der renommierten ELTE Universität, ordentliches Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften und der European Society for Evolutionary Biology und Inhaber verschiedener Preise, bewies unterdessen, dass</p>
<blockquote><p>das exklusive, völkische Denken auch in den akademischen Kreisen der Gesellschaft tief verankert ist,</p></blockquote>
<p>als er in einem Interview im öffentlich-rechtlichen Radio erklärte:</p>
<blockquote><p>Es gibt viele Erscheinungen, die man als ekelhaft empfindet. Ich bringe Ihnen ein hässliches Beispiel. Nehmen wir das Bettnässen. Oder, wenn jemand seinen Stuhl nicht halten kann. Wenn ein solches Symptom vorkommt, wird es mit Empathie behandelt, und wenn es möglich ist, wird es geheilt. Aber die Bettnässer werden keinen Aufmarsch organisieren und das Recht für sich beanspruchen, weiter ins Bett machen zu dürfen! Gegen solche Erscheinungen hat sich die Menschheit im Laufe der Geschichte immer gewehrt. Sie bedeuten im Zusammenhang mit der Erhaltung der Menschheit eine Gefahr, und zwar eine ähnliche wie die Pädophilie. Wir müssen aufpassen, denn die zwei Dinge sind nicht ganz unterschiedlich. Die Pädophilie gefährdet die Gesellschaft deshalb, weil sie Minderjährige gefährdet. Die Homosexualität deshalb, weil sie Erwachsene gefährdet.</p></blockquote>
<p>Auch die Gerichte scheinen ihre Unabhängigkeit teilweise aufgegeben zu haben:</p>
<blockquote><p>&#8220;Die immer größere Massen ergreifenden antisemitischen und rassistischen Übergriffe stellen die Geduld der Gesellschaft immer mehr auf die Probe und führen logischerweise zu Konflikten&#8221;, steht in einer Petition der Ungarischen Antifaschistischen Liga. &#8220;Die Gerichtsurteile scheinen der Reihe nach zugunsten der Rechten auszufallen und hinterlassen den Eindruck, als ob die Gerichte mit faschistoiden Gedanken sympathisieren würden.&#8221;</p></blockquote>
<p>Insgesamt scheint die ungarische Demokratie durch rechte Extremisten bedroht:</p>
<blockquote><p>Die Entwicklungen der innenpolitischen Ereignisse in Ungarn lassen die traurige Tendenz erkennen, dass sich die in der Gesellschaft bereits seit Längerem vorhandenen rechtsradikalen, ja ausgesprochen faschistoiden, bzw. neonazistischen Gruppierungen zu einer entscheidenden politischen Kraft formieren und die sofortige Machtübernahme mit außerparlamentarischen Mitteln – ja notfalls mit Gewalt – anstreben.</p></blockquote>
<p>Um die Demokratie zu verteidigen und die antifaschistische Gegenwehr zu organisieren, hat sich die <em>Ungarische Antifaschistische Liga</em> gebildet, die <a href="http://www.hagalil.com/archiv/2008/06/mal.htm">in einem weiteren Artikel</a> bei hagalil vorgestellt wird. Dort heißt es über die Liga u. a.:</p>
<blockquote><p>Sie behält sich aber auch das Recht              zu öffentlichen Aktionen vor.</p></blockquote>
<p>Wenn demnächst also <a href="http://gaywest.wordpress.com/2008/07/11/eiereien-oder-kraft-gleich-masse-mal-beschleunigung/">zur Abwechslung</a> der eine oder andere Faschist mit Eiern beworfen wird, bin ich gespannt, ob das erstinstanzlich ebenfalls als Ausdruck der Meinungsfreiheit interpretiert wird.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Selbst ist der schwule Mann]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2008/07/21/selbst-ist-der-schwule-mann/</link>
<pubDate>Mon, 21 Jul 2008 08:00:53 +0000</pubDate>
<dc:creator>Damien</dc:creator>
<guid>http://gaywest.wordpress.com/2008/07/21/selbst-ist-der-schwule-mann/</guid>
<description><![CDATA[Würde ein deutsches Bundesland sich weigern, schwule Touristen ausdrücklich als Zielgruppe zu bewerb]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Würde ein deutsches Bundesland sich weigern, schwule Touristen ausdrücklich als Zielgruppe zu bewerben, wäre vermutlich rasch von Diskriminierung die Rede. In den USA ist man da weniger etatistisch und schreitet bei Bedarf selbst zur Tat. So <a href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=9071">kürzlich in South Carolina</a>, wo man einer Werbekampagne unter dem Motto</p>
<blockquote><p>&#8220;South Carolina is so Gay&#8221;</p></blockquote>
<p>bereits zugesagte staatliche Gelder nachträglich wieder entzog und den für die Bewilligung zuständigen Mitarbeiter entliess. Statt dem Staat nun Vorhaltungen zu machen, griffen beherzte Schwule in bester amerikanischer Tradition zur Selbsthilfe:<!--more--></p>
<blockquote><p>Am Donnerstag hat nun die Homogruppe South Carolina Pride Movement zu Spenden aufgerufen, um die Kampagne zu finanzieren. Der Werbespruch wurde auf deren Website leicht abgeändert zu &#8220;South Carolina will be so gay&#8221;. &#8220;South Carolina ist gegenwärtig vielleicht noch nicht ‚so schwul’, aber wir wollen der Welt zeigen, dass wir es eines Tages sein können&#8221;, erklärte Ryan Wilson, der Präsident des Pride Movement.</p></blockquote>
<p>Vielleicht nimmt sich daran ja auch in Deutschland der eine oder andere Berufsschwule mal ein Beispiel, bevor als erstes nach staatlichen Geldern gerufen wird.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>

</channel>
</rss>
