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	<title>maximilianstrase &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
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	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "maximilianstrase"</description>
	<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 06:05:19 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

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<title><![CDATA[Im Knochen Comedy Club]]></title>
<link>http://blogozentriker.wordpress.com/2009/07/12/im-knochen-comedy-club/</link>
<pubDate>Sun, 12 Jul 2009 10:41:50 +0000</pubDate>
<dc:creator>blogozentriker</dc:creator>
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<description><![CDATA[- Ich bin mir einfach noch nicht sicher, ob wir das wirklich so machen sollten, sagte der Intendant,]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>- Ich bin mir einfach noch nicht sicher, ob wir das wirklich so machen sollten, sagte der Intendant, mit seinem fetten Finger in seinem Ohr popelnd, und Robert-Louis von Kraßkow warf Tommy Schnell einen kurzen Blick zu, um ihn zu beschwichtigen.<br />
- Es wäre allerdings ausgesprochen dämlich, sagte der grauhaarige von Kraßkow mit seiner volltönenden Grabesstimme, das nicht zu machen.<!--more--><br />
- Aber ein Stück über einen toten Säugling? Der Tommy Schnells Vater ist? Bzw. war?</p>
<p>Ekel und Erstaunen mischten sich in den Gesichtszügen des Intendanten, eines jovialen, korpulenten Mittfünfzigers, der sich auf einen netten Grillabend unter der Markise auf seiner Terrasse gefreut hatte, im Kreise von Gattin und Töchtern &#8212; und jetzt so eine Scheiße! Natürlich, von Kraßkow in seinem eleganten Maximilianstraßen-Anzug, mit seinen handgefertigten Schuhen und dem Glasauge, das speziell für ihn in Murano hergestellt worden war. Von dem war schließlich nichts anderes zu erwarten als solche Geschmacklosigkeiten! Aber. Er blickte Tommy Schnell an. Eigentlich hatte der Schriftsteller immer einen guten, verlässlichen, halbwegs klaren Eindruck auf ihn gemacht. Einen gutbürgerlichen Eindruck. Jetzt aber schien der junge Mann beinahe zu schielen. Ob der besoffen war?<br />
Der Intendant strich sich besorgt über seinen Schnauzbart.</p>
<p>- Wir regredieren im Augenblick doch alle zu Säuglingen. Es gibt von daher eine stabile Anbindung an den öffentlichen Diskurs. Von Kraßkow schaffte es, seine Stimme kein Stück zu modulieren, während er sprach. Wir werden wieder zu hilflosen Kindern, zu, wie unser Tommy das nennt, &#8220;Strichjungen der Infantilität&#8221;, die vom Staat im Wägelchen durch die Straßen geschoben werden, bis endlich das Abendprogramm beginnt. Ob Fernsehen oder Party oder. Von Kraßkow machte eine Kunstpause, bei der seine Augen, dachte der Intendant, beinahe so etwas wie ein Lebenszeichen von sich gaben. Oder Theater. Was wir brauchen, ist ein Schnuller im Mund.</p>
<p>Beinahe wäre da was Menschliches in dir gewesen, von Kraßkow, dachte der Intendant und schob die paar Papiere vor ihm auf dem Schreibtisch zusammen. Verträge für das Weihnachtsmärchen. Er fröstelte, merkte er, obwohl es ein angenehmer, wenn auch etwas tröpfeliger Sommerabend war. Von Kraßkow hatte seinen Arm um die Schultern von Tommy Schnell gelegt, und der Autor schien dadurch noch mehr an Statur verloren zu haben. Dass Schriftsteller so wenig Wert aufs Äußerliche legten! Gerade im Theaterbetrieb konnte man sich das nicht leisten, im Grunde.<br />
- Tja, na ja, mag ja alles sein. Gleichwohl. Der Intendant räusperte sich. Gleichwohl haben wir als Stadttheater, auch wenn es sich um Peine handelt, gewisse Verpflichtungen. Wir können nicht einfach völlig obskure, also, unverständliche Projekte stemmen, von denen wir selbst nicht so richtig sagen können, was.<br />
Er brach ab.</p>
<p>Robert-Louis von Kraßkow beugte sich vor.<br />
- Überlassen Sie die Verargumentierung gegenüber der Öffentlichkeit ruhig mir, sagte er leise. Das nehme ich in die Hand. Tommy Schnell hat ein paar Ideen, die wirklich erstklassig sind, Chef. Damit könnten wir einen Kracher starten, den sogar &#8220;Theater heute&#8221; nicht ignorieren &#8230; dürfte.<br />
Hinter den Brillengläsern des Intendanten glitzerte etwas. Das Stadttheater Peine war in den 53 Jahren seines Bestehens noch nie in &#8220;Theater heute&#8221; gewesen!<br />
- &#8220;Theater heute&#8221;, so. Er kaute auf seiner Unterlippe herum. Sie können Ihr Exposé ja mal dalassen, Tommy, sagte er zu Tommy Schnell. Und wir, Herr von Kraßkow und ich, besprechen das dann beim nächsten jour fixe mit den übrigen Dramaturgie-Kollegen. Deren Rat müssen wir natürlich auch einholen.</p>
<p>Robert-Louis von Kraßkow war drauf und dran, mit den Zähnen zu knirschen. Er konnte sich lebhaft vorstellen, was diese Silvia Wilderding, diese hysterische Schlampe mit ihrem Jugendtheatertick, zu dem Projekt sagen würde. Ihr käme das alles &#8220;pervers&#8221; und &#8220;wahrhaft schockierend&#8221; vor. Die war so ein Gutmensch, furchtbar! Schon ihre Batikkleider &#8230; dieses weltferne Gesindel mit seiner Fernostsentimentalität zerspeichelte mit seichtem Geseier die Grundlagen der Kunst, das lag auf der Hand.</p>
<p>Das eigentlich Grauenhafte aber war, dass auch Jobst Frosch, der dritte Dramaturg, so ein Idiot war. Der hielt das Theater ganz ernsthaft für eine moralische Anstalt! Er, Robert-Louis von Kraßkow, hatte hingegen seinen M. A. mit einer gewagten Arbeit über &#8220;Das Theater des Schrecklichen. Ursprung der Unterhaltung im Opfer&#8221; erworben. Mit Ach und Krach, mit Müh und Not, wie man sich, wenn man den ganz auf Defensivspiel eingestellten akademischen Betrieb kennt, leicht vorstellen kann. Aber am Ende hatte sich doch niemand von Kraßkows herrlich suggestiver Beweisführung entziehen können. Die Dozenten waren gewissermaßen eingeknickt und hatten den in ihren Augen Wahnsinnigen gewähren lassen &#8212; er sei halt &#8220;brillant&#8221;, wenn auch &#8220;verantwortungslos&#8221;, hatte man sich hinter vorgehaltener Hand verständigt. Man wollte ihn sich, das war einhellige Meinung, nur schleunigst vom Halse schaffen.</p>
<p>- Na, sagte der dämonische Textvermittler jetzt, dann lass mal rüberwachsen dein Exposé, Tommy!<br />
Und er grinste den Schriftsteller, der sich mittlerweile gnadenlos deplatziert fühlte, mit einem totenschädelartigen Grinsen an.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Margiela kommt nach Deutschland]]></title>
<link>http://modejournalistin.wordpress.com/2008/10/23/margiela-kommt-nach-deutschland/</link>
<pubDate>Wed, 22 Oct 2008 22:12:25 +0000</pubDate>
<dc:creator>milanoffice</dc:creator>
<guid>http://modejournalistin.wordpress.com/2008/10/23/margiela-kommt-nach-deutschland/</guid>
<description><![CDATA[Was aus Herrn Margiela selber wird, steht ja noch in den Sternen &#8211; aber Ende November soll der]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://modejournalistin.files.wordpress.com/2008/10/img_6925.jpg"><img src="http://modejournalistin.wordpress.com/files/2008/10/img_6925.jpg" alt="" title="img_6925" width="432" height="576" class="aligncenter size-full wp-image-8826" /></a></p>
<p>Was aus Herrn <a href="http://www.modepilot.de/2008/09/30/margiela-ohne-margiela/">Margiela </a>selber wird, steht ja noch in den Sternen &#8211; aber Ende November soll der erste <a href="http://www.maisonmartinmargiela.com">Margiela</a>-Laden Deutschlands eröffnen. Und jetzt die Preisfrage: In welcher Stadt?<br />
Falsch geraten &#8211; ich dachte auch zuerst an Berlin&#8230;. aber es soll MÜNCHEN sein.<br />
Und zweite Frage: welche Adresse? Auch da lag ich zuerst daneben mit &#8220;irgendwie Underground  oder Glockenbachviertel&#8221;. Margiela zieht es auf die MAXIMILIANSTRASSE.<br />
Das überrascht mich so sehr, dass ich es schon wieder gut finde. </p>
<p>Foto: Milanoffice/Modepilot (Margiela-Ausstellung MoMu, Antwerpen)</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Mailänder Schmuckhaus Pomellato eröffnet Boutique auf der Münchner Maximilianstraße]]></title>
<link>http://pressemitteilungen.wordpress.com/2008/04/07/mailander-schmuckhaus-pomellato-eroffnet-boutique-auf-der-munchner-maximilianstrase/</link>
<pubDate>Mon, 07 Apr 2008 09:31:36 +0000</pubDate>
<dc:creator>Immopro24.eu</dc:creator>
<guid>http://pressemitteilungen.wordpress.com/2008/04/07/mailander-schmuckhaus-pomellato-eroffnet-boutique-auf-der-munchner-maximilianstrase/</guid>
<description><![CDATA[Kemper&#8217;s vermittelt Einzelhandelsfläche in der Luxusmeile Der Mailänder Luxusjuwelier Pomellat]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Kemper&#8217;s vermittelt Einzelhandelsfläche in der Luxusmeile Der Mailänder Luxusjuwelier Pomellat]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wie wird man eigentlich ... Barbesitzer, Herr Schumann?]]></title>
<link>http://christophkoch.wordpress.com/?p=813</link>
<pubDate>Thu, 06 Jan 2005 16:36:16 +0000</pubDate>
<dc:creator>christophkoch</dc:creator>
<guid>http://christophkoch.wordpress.com/?p=813</guid>
<description><![CDATA[Charles Schumann, 62, führt in München seit über zwanzig Jahren die bekannteste Bar Deutschlands ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><strong>Charles Schumann, 62, führt in München seit über zwanzig Jahren die bekannteste Bar Deutschlands &#8211; das nach ihm benannte &#8220;Schumann&#8217;s&#8221;. In seiner knappen Freizeit ist er als Model für Hugo Boss tätig, seine Bücher über Cocktails sind weltweite Bestseller &#8211; der Regisseur des Hollywood-Films &#8220;L.A. Confidential&#8221; hat Charles Schumann seinen Tribut gezollt, indem er im Film Holzkisten mit dem berühmten Schumann&#8217;s-Logo durchs Bild tragen ließ.</strong></p>
<div id="attachment_814" class="wp-caption alignnone" style="width: 305px"><a href="http://christophkoch.wordpress.com/files/2008/11/bild-13.jpg"><img class="size-full wp-image-814" title="bild-13" src="http://christophkoch.wordpress.com/files/2008/11/bild-13.jpg" alt="Charles Schumann beim Kaffeetrinken" width="295" height="397" /></a><p class="wp-caption-text">&#34;Ich habe mein Leben lang nie etwas richtig langfristig geplant&#34;: Charles Schumann beim Kaffeetrinken</p></div>
<p>Meine Kindheit verbrachte ich auf dem Land, auf einem Bauernhof in der Pfalz. Wenn mir meine Eltern eine Sache mitgegeben haben, dann Bescheidenheit. Wir waren eine große Familie, und es war immer selbstverständlich, daß es nicht nach außen getragen wird, wenn man wirklich mal ein bißchen Erfolg hat.</p>
<p><!--more--></p>
<p><strong>Botschafter wäre schon ein Posten gewesen, der mich gereizt hätte.<br />
</strong><br />
Als Erstgeborener hätte ich eigentlich den Hof übernehmen müssen, aber es war immer klar, daß das mein Bruder macht. Ich hatte kein Interesse am Bauernhof, ich wollte immer weg, war auch in der Schule besser als er. Mit neuneinhalb Jahren zog ich dann viel zu früh von zu Hause aus und ging nach Regensburg in ein Priesterseminar, das den Jesuiten angeschlossen war. Priester zu werden, war für mich aber nie das Ziel, das war allenfalls der Wunsch meiner Eltern. Auf der väterlichen Seite meiner Familie hatte es über Generationen hinweg immer einen Priester gegeben. Für mich wäre das Priesterdasein aber nichts gewesen, deshalb ging ich nach der Mittleren Reife von der Schule ab und verpflichtete mich beim Bundesgrenzschutz. Das war keine richtige Entscheidung für irgend etwas &#8211; ich wollte einfach Geld verdienen und hatte im Grunde keine Ahnung, was ich mit meinem Leben anfangen sollte. Beim Bundesgrenzschutz blieb ich dann beinahe sechs Jahre, und viele Möglichkeiten hat man danach eigentlich nicht. Eine Option war, in den Auswärtigen Dienst zu gehen, und nachdem ich immer noch diesen Drang verspürte wegzugehen und die Welt zu sehen, kam mir das ganz gelegen. Also machte ich zwei Jahre lang eine Ausbildung beim Auswärtigen Amt, die mich unter anderem für neun Monate nach Stockholm führte.</p>
<p>Das Problem beim Auswärtigen Amt war, daß es dort ohne Abitur für mich so gut wie keine Aufstiegschancen gab. Das war sehr schade, denn Botschafter wäre schon ein Posten gewesen, der mich gereizt hätte. Mein erster Kontakt zur Gastronomie ergab sich wenig später, als ich das Auswärtige Amt verließ und für eine Münchner Familie in der Nähe von Ferrara in Italien zwei Sommer lang einen Biergarten mit Hühnerbraterei führte. Das war ein Saisongeschäft, im Grunde eine Art Ferienjob, aber es gefiel mir, und ich merkte, daß mir die Gastronomie Spaß macht. Danach ging ich dann etwa drei Jahre lang nach Frankreich, genauer gesagt nach Montpellier und Perpignon. Auch da arbeitete ich in der Gastronomie, ich war eine Art Geschäftsführer für ein Schweizer Unternehmen und führte verschiedene &#8220;Tiffany&#8221;-Clubs, so eine Mischung aus Restaurant, Disco und Nachtclub. Da die Arbeit vorwiegend nachts stattfand, studierte ich nebenher als Gasthörer &#8211; das geht in Frankreich deutlich einfacher als hierzulande. Mein Französisch verbesserte sich in der Zeit ganz entscheidend &#8211; mittlerweile glaube ich, ich spreche Französisch fast besser als Deutsch. Nach drei Jahren Frankreich kam ich nach München, holte hier mit 31 Jahren das Abitur nach und bewarb mich damit noch mal beim Auswärtigen Amt &#8211; aber die sagten, ich sei inzwischen zu alt. Also studierte ich Politische Wissenschaften und Zeitungswissenschaften, nebenbei stand ich als Barmixer in der &#8220;Harry&#8217;s New York Bar&#8221; hinter dem Tresen. Ich mußte mir ja überlegen, wie ich das Studium finanziere, und da war damals genau wie heute in der Gastronomie am einfachsten etwas zu finden.</p>
<p>Nach dem Magister wollte ich eigentlich wieder aus München weggehen, aber Freunde überredeten mich, das &#8220;Schumann&#8217;s&#8221; zu eröffnen. &#8220;Da verdienst jetzt erst mal schnell viel Geld&#8221;, hieß es. &#8220;Und dann kannst immer noch machen, was du magst.&#8221; Aus den geplanten zwei bis drei Jahren sind dann 22 Jahre geworden. So ist es halt manchmal.</p>
<p>Was mir in der Bar mit am meisten Spaß macht, ist, in der Küche zu stehen. Leider komme ich inzwischen nicht mehr so oft dazu, ich passe aber immer noch auf, daß die Sachen vernünftig rausgehen. Ich habe nämlich eine ziemlich klare Vorstellung davon, wie ich selbst gerne esse, und so etwas möchte ich auch meinen Gästen auf den Tisch stellen: etwas Vernünftiges, mit den wenigen guten Dingen zubereitet, die es noch gibt. Das muß gar nicht aufwendig sein, ruhig ganz einfach. Ein Schnitzel ist für mich einfach ein Schnitzel, eine Kartoffel ist eine Kartoffel &#8211; aber man kann sie halt gut und schlecht einkaufen und zubereiten.</p>
<p><strong>Ich kenne niemanden in dem Beruf, der über einen längeren Zeitraum hinweg getrunken hat und trotzdem seinen Beruf ausüben konnte.</strong></p>
<p>Die unangenehme Seite am Leben als Barbesitzer? Die vielen Stunden, die man mit dem Beruf verbringt. Nicht nur als Chef: Alle, die mit drinstecken, müssen viel zu lange arbeiten, um den Laden am Laufen zu halten. Damit man im Alter nicht vor die Hunde geht, muß man gut auf sich aufpassen. Für mich persönlich ist da Sport am wichtigsten. Wenn ich das eine Woche lang nicht mache, bin ich nicht mehr zu gebrauchen. Ich gehe mindestens dreimal die Woche laufen, am Wochenende spiele ich Fußball, manchmal boxe ich auch noch. In die Ferien fahre ich nicht oft. Vielleicht dreimal pro Jahr je eine Woche &#8211; aber dann bin ich auch nicht erreichbar, selbst wenn zu Hause die Hütte abbrennen sollte. Diese Pausen sind nötig: Dann fahre ich ans Meer, stelle mich auf das Surfbrett und habe den Streß innerhalb von einer Stunde völlig vergessen.</p>
<p>Und der Streß ist in den neuen Räumlichkeiten, die ja viel größer sind als das alte &#8220;Schumann&#8217;s&#8221;, nicht weniger geworden. Als wir letztes Jahr in der Maximilianstraße aufhören mußten, habe ich ja einmal mehr überlegt wegzugehen &#8211; habe es aber wieder nicht geschafft. Ich habe ja Mitarbeiter, die seit dem ersten Tag mit mir zusammenarbeiten. Zu denen will man nicht so leicht sagen: Jetzt ist es vorbei, sucht euch bitte was anderes.</p>
<p>Manchmal denke ich: Wenn ich das alles richtig überlegt und geahnt hätte, wie viel Streß so ein großer Betrieb bedeutet &#8211; ich hätte es nicht gemacht. Aber das ist typisch: Wenn ich mir jedoch etwas in den Kopf gesetzt habe, bin ich sehr zielstrebig und ziehe das dann so durch, daß ich manchmal vor mir selbst erschrecke. Was die Zukunft für mich bringt, kann ich deswegen auch nicht genau sagen. Aber ich könnte mir gut vorstellen, in ein paar Jahren wirklich nach Frankreich oder Spanien zu gehen, weil ich dort einfach am liebsten bin. Immer noch arbeiten, klar. Nur die Beine hochlegen, das kann ich einfach nicht.</p>
<p>Wie wird man also Barbesitzer? Ein Patentrezept gibt es da wie immer keines. Man muß neugierig sein, man muß unruhig sein, man darf nicht an die Rente denken. Um als Selbständiger Erfolg zu haben, sollte man ein paar Jahre in der Gastronomie gearbeitet haben. In der Küche, als Kellner, als Barmann, ruhig auch in einem ganz gewöhnlichen Lokal. Nur so bekommt man ein Gespür dafür, was funktioniert und was nicht. Ganz wichtig ist außerdem, mit dem Trinken aufzuhören. Rauchen geht zur Not noch, das habe ich bis vor vier Jahren auch noch gemacht. Aber ich kenne niemanden in dem Beruf, der über einen längeren Zeitraum hinweg getrunken hat und trotzdem seinen Beruf ausüben konnte.</p>
<p><em>Protokoll: Christoph Koch<br />
Erschienen in: FAZ Hochschulanzeiger<br />
Foto: Schumann&#8217;s GmbH</em></p>
<p><strong>Lesen Sie auch:</strong></p>
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</div>]]></content:encoded>
</item>

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