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	<title>medienmarktplatz &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/medienmarktplatz/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "medienmarktplatz"</description>
	<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 08:55:00 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Schiebt den Wal zurück ins Meer...]]></title>
<link>http://silverblick.wordpress.com/2009/08/20/schiebt-den-wal-zuruck-ins-meer/</link>
<pubDate>Thu, 20 Aug 2009 13:01:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>silverblick</dc:creator>
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<description><![CDATA[Es ist amtlich: Kein Mensch interessiert sich für die Wahl. Denn so verkündeten es uns zwei eher ver]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 		A:link { so-language: zxx } -->Es ist amtlich: Kein Mensch interessiert sich für die Wahl. Denn so verkündeten es uns zwei eher verstörende Institutionen, der Stern und derdiedas Forsa. Es zeigte sich, dass 48 % der Deutschen nicht wissen, wann die Bundestagswahl ist. Wobei offenbar nicht unbedingt das genaue Datum gefragt war &#8211; wäre dann die Antwort &#8220;irgendwann Ende September&#8221; dann richtiger als &#8220;26. September&#8221;? Tolle Umfrage. Wie auch immer, am schlimmsten steht es offenbar bei Schülern und Studenten, dort wüssten fast drei Viertel den Termin nicht. (Ich hoffe, denen ist klar, dass die meisten Schüler minderjährig und damit nicht wahlberechtigt sind.)</p>
<p>Ich vermute ja fast, dass wir es hier mit einem Verdrängungsmechanismus zu tun haben: In der Aussicht, dass wir dank der neuesten Glanzleistungen der SPD wohl noch ein paar Jahre Merkel ertragen <span style="text-decoration:line-through;">müssen</span> dürfen, und das wahrscheinlich auch noch gepaart mit Westerwelle &#8211; das schreckt viele dermaßen, dass sie den Wahltermin einfach verdrängen. À propos, Merkel gepaart mit Westerwelle &#8211; das ergibt doch mehr oder weniger die grinsende Katze (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cheshire_Cat">Cheshire Cat</a>) aus Alice im Wunderland.</p>
<blockquote><p>&#8220;The Cat only grinned when it saw Alice. It looked good-natured, she thought: still it had <em>very</em> long claws and a great many teeth, so she felt that it ought to be treated with respect. [...]</p></blockquote>
<blockquote><p>&#8216;But I don&#8217;t want to go among mad people,&#8217; Alice remarked. &#8216;Oh, you can&#8217;t help that,&#8217; said the Cat: &#8216;we&#8217;re all mad here. I&#8217;m mad. You&#8217;re mad.&#8217; &#8216;How do you know I&#8217;m mad?&#8217; said Alice. &#8216;You must be,&#8217; said the Cat, &#8216;or you wouldn&#8217;t have come here.&#8217;&#8221;</p></blockquote>
<p style="margin-bottom:0;">Obwohl nicht jeder Politiker ein so starkes Bewusstsein für sich und seine Umwelt mitbringt wie diese Katze. Und wir wissen ja: Am Ende bleibt nur das Grinsen in der Luft hängen. Bis das dann schließlich auch verschwindet&#8230;</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Einige US-Bürger sorgen sich um ihre Gesundheit und werden zur Krankheit]]></title>
<link>http://silverblick.wordpress.com/2009/08/12/einige-us-burger-sorgen-sich-um-ihre-gesundheit-und-werden-zur-krankheit/</link>
<pubDate>Wed, 12 Aug 2009 11:25:10 +0000</pubDate>
<dc:creator>silverblick</dc:creator>
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<description><![CDATA[In den USA unter Präsident Obama ist gerade die Debatte um eine Reformierung des Gesundheitssystems ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>In den USA unter Präsident Obama ist gerade die Debatte um eine Reformierung des Gesundheitssystems voll im Gange. Momentan liegen fünf Entwürfe von unterschiedlichen Komitees vor, die nun irgendwie zusammen geführt werden müssen. Dies stellt sich jedoch als schwierig heraus. Das marode US-Gesundheitssystem zeichnet sich nämlich im Moment dadurch aus, dass es erstens im Krankheitsfall nicht funktioniert und zweitens teuer ist (die Kosten haben sich in den letzten 10 Jahren verdoppelt). Jetzt hat Obama die Aufgabe, ein billigeres System zu entwickeln, dass tatsächlich auch funktionierende Krankenversicherungen möglich macht (und nicht ein System, wo wenige große Versicherungsfirmen in Konkurrenz zueinander stehen, &#8220;finding better ways to exclude the sick&#8221; [<a href="http://www.thedailyshow.com/full-episodes/240936/tue-august-11-2009-austan-goolsbee">Austan Goolsbee</a>]). Ein sehr unangenehmer Job für Obama.</p>
<p>Das Volk zeigt sich unzufrieden. Und das im Sommer, wo Menschen sich Urlaub nehmen können, nur um zu so genannten townhall meetings zu kommen (wo sich ein Abgeordneter o.ä. sich den Fragen der Bürger stellt), um sich gehörig daneben zu benehmen. Das machen sie auch ausgiebig. Es gab da Sitzungen, so berichten die Medien, wo Abgeordnete &#8220;nur&#8221; angeschrien wurden, andere, wo Bürger hysterisch und fast handgreiflich wurden. Dazu einige Dreckskampagnen des üblichen Stils: Obama ist ein Sozialist und will die USA in Russland verwandeln; lauthalse Verkündungen, sie alle hätten schreckliche Angst vor Obama. Süß. Viel ernster wird es, wenn einem demokratischen Abgeordneten nach solchen townhall meetings ein Hakenkreuz an ihre Bürotür geschmiert wird. Das passierte dem Abgeordneten <a href="http://www.taz.de/1/politik/amerika/artikel/1/hakenkreuz-und-grabstein/">David Scott</a>. Weiße Abgeordnete fanden &#8220;nur&#8221; ihre Namen auf selbstgemalten Grabsteinen wieder oder wurden höchst dramatisch verflucht.</p>
<p>Totale Hyterie zeigte auch eine Frau, die im Fernsehen tränenerstickt verkündete, das wäre nicht mehr das Amerika, in dem sie aufgewachsen wäre und sie wolle <em>ihr</em> altes Amerika zurück. Kommentar eines <a href="http://www.thedailyshow.com/full-episodes/240936/tue-august-11-2009-austan-goolsbee">Daily-Show-Korrespondenten</a>: &#8220;Sowas sollten die Indianer mal sagen!&#8221;</p>
<p>Den größten Vogel (oder eher Wolf <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ) schoss Alaskas mein-Rücktritt-ist-kein-Rücktritt Sarah Palin ab, die sich quasi aus der politischen Irrelevanz heraus nicht zu blöd ist, um völligen Ramsch in die Welt hinaus zu posaunen: Obama würde durch seine Gesundheitspolitik &#8220;Todesgremien&#8221; (death panels) schaffen, ein &#8216;böses System&#8217;. Genau, das klingt plausibel. Dabei hatte die Gute doch bei ihrer Abschiedsrede an alle Politiker appelliert: &#8220;Stop making things up!&#8221; Da hat sie ihrer eigenen Glaubwürdigkeit in den &#60;ähem&#62; Hintern gebissen (obwohl sie da wohl bloß nach Luft geschnappt hat <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ).</p>
<p>Obama reagiert zusehends frustriert. Er fragt sich vermutlich, ob es sowas wie ein Misstrauensvotum dem Volk gegenüber gibt. Da kann sich Ulla Schmidt mit ihrem Dienstwagengedöns noch glücklich schätzen&#8230;</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Baby, you can drive my car]]></title>
<link>http://silverblick.wordpress.com/2009/08/09/baby-you-can-drive-my-car-immerhin-hat-ulla-schmidt-nicht-die-schweinegrippe-aus-spanien-mitgebracht/</link>
<pubDate>Sun, 09 Aug 2009 18:32:42 +0000</pubDate>
<dc:creator>silverblick</dc:creator>
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<description><![CDATA[Die Welt atmet auf, die sogeschimpfte &#8220;Dienstwagenaffäre&#8221; ist offiziell beendet. Gott un]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Die Welt atmet auf, die sogeschimpfte &#8220;Dienstwagenaffäre&#8221; ist offiziell beendet. Gott und dem Bundesrechnungshof sei&#8217;s gedankt. Man könnte ja auch denken, dass im Sommer genug passiert, mit Terror, Schweinegrippe und Bundestagswahl (in dieser Reihenfolge). Aber man muss ja über eine näselnde Gesundheitsministerin und ihr protziges Dienstauto berichten, welches sie mit dem Feingefühl und der praktischen Intelligenz eines Staudammes durch halb Europa schicken und sich dann auch noch klauen ließ. So be it.</p>
<p>Mal wieder ein Kandidat für die uninteressanteste Meldung des Sommers. Das einzige lohnende die dazu gehörige <a href="http://www.sixtblog.de/werbekampagnen/ulla-schmidts-dienstwagen-gestohlen/">Sixt-Werbung</a>. Wirklich lustig hingegen die Reaktion von Steinmeier, der sich zunächst weigerte, Ulla Schmidt in sein Kompetenzteam für die Wahl aufzunehmen. Aber da die SPD ja momentan nur so strotzt vor Talent (ich hoffe ich werde für die Aussage nicht von Blitz erschlagen), kann Steinmeier sich das wohl locker leisten. Naja, vielleicht hatte er Angst, auf ein Ergebnis von Minus 4 Prozent zu kommen&#8230;. verständlich.</p>
<p>Aber jetzt darf die gute Gesundheitsministerin doch in Steinmeiers Dreamteam. Denn der Bundesrechnungshof hat Ullas Unschuld ermittelt. <a href="http://www.netzeitung.de/politik/1426619.html">&#8220;Es ist kein Schaden für die Bundesrepublik Deutschland entstanden.&#8221;</a> Höchstens vielleicht durch Schmidts Gesundheitsreform. Aber die lag dem Rechnungshof nicht zur Untersuchung vor. Schade eigentlich.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Gustav - "Sturm der Liebe" für die Republikaner?]]></title>
<link>http://silverblick.wordpress.com/2008/09/04/gustav-sturm-der-liebe-fur-die-republikaner/</link>
<pubDate>Thu, 04 Sep 2008 08:24:10 +0000</pubDate>
<dc:creator>silverblick</dc:creator>
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<description><![CDATA[Sturm Gustav bedrohte die US-Küste, besonders der Bundesstaat Louisiana war betroffen. Man könnte si]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Sturm Gustav bedrohte die US-Küste, besonders der Bundesstaat Louisiana war betroffen. Man könnte sich jetzt natürlich darüber aufregen, dass die Zerstörungen nachrichtenmäßig ziemlich unter den Tisch fielen, da der arme Gustav im ständigen Vergleich mit seiner großen Schwester Katrina einfach nicht mithalten konnte. Doch darüber werde ich mich nicht aufregen. Parteipolitisch erregte der Tropensturm nämlich sehr viel mehr Aufsehen. Gustav kam schließlich pünktlich zum Parteitag der Republikaner. So galt es also in einer Art Katrina-Doublette all das zu tun, was die Bush-Regierung bei Katrina versäumt hatte: Aufmerksamkeit und Mitgefühl zeigen, größte Verwüstungen zu verhindern versuchen und Geld sammeln für die Opfer des Sturms. Dass sie sich dabei fast ausschließlich auf New Orleans konzentrierten, obwohl es ja, oh Wunder, noch ein paar mehr Städte gibt in Louisiana, lassen wir auch außen vor. Wahrscheinlich haben sie bloß den Song &#8220;Oh Susanna&#8221; gehört, da kommt ja wirklich nur New Orleans vor&#8230;</p>
<p>Und schon wurde nach Herzenslust politisiert. Gustav &#8220;could be an enourmous opportunity for Republicans&#8221;, bemerkte zum Beispiel Pat Buchanan, GOP. Carl Rove, ehemals Berater des Präsidenten, erklärte die Situation auf seine Art: &#8220;You can understand the desire of the politicians running for office to show empathy.&#8221; Ich sehe schon, es ist Zeit für wahre Gefühle. Darum wurde letztendlich nämlich auch das Programm des Parteitages zusammengekürzt und statt dessen Geld gesammelt. Eine große Geste. Zu diesem Thema lieferte vielleicht-bald-Präsident McCain einige Sätzchen ab, die ich gern mit einem unterdrückten Grinsen in den Raum stellen möchte&#8230;</p>
<p>&#8220;We have to do away with our party politics and we have to act as Americans.&#8221;</p>
<p>&#8220;This is just one of those moments in history where you have to put America first.&#8221;</p>
<p>Und, für unsere jungen Leser: &#8220;We take off our Republican hats and put on our American hats.&#8221;</p>
<p>Ich sage ja immer wieder: Differenzieren ist unglaublich wichtig. Nur eine Frage: Was ist denn jetzt eigentlich unter diesem Hut, egal welchem? Vielleicht will man es nicht wissen. &#8216;Und wie sieht so ein &#8220;unparteipolitisches&#8221; Gebärden aus?&#8217;, fragt man sich als nächstes. Na so zum Beispiel. Auftritt Gov. Ride Perry (GOP): &#8220;You&#8217;re seeing republican governors in, I think in republicans states doing a fabulous job of taking care of the citizens. That&#8217;s what we do.&#8221; Schön. Obwohl, eins muss man ihm lassen: Er hat sich zurückgehalten, da hätten noch mindestens zwei &#8220;republican&#8221;s reingepasst. Aber man kann den Herren ja nicht dafür verurteilen, vielleicht hat er einfach ein sehr zielsicheres Tourette-Syndrom.</p>
<p>Jedenfalls waren nicht alle einverstanden mit &#8220;America first&#8221;. Jason Jones von der Daily Show fand unter den in St. Paul beim Parteitag zurückgelassen Parteifreunden jemanden, der folgendes Statement vom Stapel ließ:</p>
<p>&#8220;I don&#8217;t understand why it is that all of a sudden you can&#8217;t tell the truth about Barack Obama because some people are getting rained on.&#8221;</p>
<p>Naja, man muss ja nicht alles verstehen, nicht wahr?</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA["Legal rights and stuff like that" - Rechtsanspruch und son Kram]]></title>
<link>http://silverblick.wordpress.com/2008/06/20/legal-rights-and-stuff-like-that-rechtsanspruch-und-son-kram/</link>
<pubDate>Fri, 20 Jun 2008 10:13:15 +0000</pubDate>
<dc:creator>silverblick</dc:creator>
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<description><![CDATA[Die Häftlinge in Guantanamo, die dort &#8220;indefinitely&#8221; (für unbestimmte Zeit also) gefange]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Die Häftlinge in Guantanamo, die dort &#8220;indefinitely&#8221; (für unbestimmte Zeit also) gefangen sind, haben das Recht, ihre Gefangenschaft vor einem Richter anzufechten. Das hat der US-Amerikanische Obergerichtshof entschieden, und zwar letzte Woche Freitag. Das Habeas-Corpus-Recht, dass die USA 2006 für (kurz gesagt) Kriegsrechtverstößlinge abgeschafft hatten, gibt es nun wieder. Und schon häufen sich Statements erregter Bürger (= Journalisten und Politiker), die es fürchterlich finden, &#8220;den Terroristen&#8221; so viele Rechte zuzugestehen. Dass die Idee ursprünglich vermutlich einmal war, auf diese Weise die Schuldigen von den Unschuldigen zu trennen und eine die Abschaffung eines Menschenrechtes rückgängig zu machen, die in vielen Staaten (auch in den USA) verfassungswidrig war, ist eine andere Frage.</p>
<p>Auf FOX-News erklärte Steve Doocy, Journalist, den Sachverhalt folgendermaßen: Gefangene können, Zitat, &#8220;wind up with habeas corpus where they get legal rights and stuff like that&#8221;, Zitat Ende. So, was soll ich sagen. Wie arrogant muss man denn sein, um einen Satz auszusprechen wie &#8220;die Häftlinge haben also Anspruch auf Recht und son Kram&#8221;.</p>
<p>Andere wirklich (wirklich) dumme Kommentare ließen auch nicht auf sich warten. Aussagen wie &#8220;Alkaida have more rights than a poor Mexican landscaper&#8221; (Charles Krauthammer) und &#8220;We&#8217;ve given Alkaida more rights than nazis&#8221; (Senator Lindsey Grahahm) flattern in diesen Tagen durch die Medien. Ich weiß nicht, ob man gleichtzeitig den Arsch offen und den Kopf in den Wolken haben kann, aber das kommt dem ziemlich nahe. Um es optimistisch zu formulieren: Die Herren sind in jedem Fall sehr &#8220;gelenkig&#8221;.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Beamtendeutsch - eine laaaaaaaaange Tradition]]></title>
<link>http://silverblick.wordpress.com/2008/06/08/beamtendeutsch-eine-laaaaaaaaange-tradition/</link>
<pubDate>Sun, 08 Jun 2008 18:39:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>silverblick</dc:creator>
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<description><![CDATA[Manchmal, wenn man einen Verwaltungstext (egal von welcher Behörde) liest, bekommt man ja schlicht d]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Manchmal, wenn man einen Verwaltungstext (egal von welcher Behörde) liest, bekommt man ja schlicht die Krätze von den schwirbeligen und schwurbeligen Deutsch, das man da entziffern muss. Entweder, der geschätzte Leser versteht kein Wort. Oder er muss sich schlicht durch Berge von Papier hindurchlesen, um hinterher festzustellen, dass das alles auch auf eine halbe Seite gepasst hätte. Oft genug drängt sich auch das Wort &#8220;Unsinn&#8221; auf, wie in diesem poetischen Meisterwerk der Deutschen Post:</p>
<p>&#8220;<em>Der Wertsack ist ein Beutel, der aufgrund seiner besonderen Verwendung nicht Wertbeutel, sondern Wertsack genannt wird, weil sein Inhalt aus meheren Wertbeuteln besteht, die in den Wertsack nicht verbeutelt, sondern versackt werden.</em>&#8220;</p>
<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">So ist das nämlich. Wer sich allerdings beim Anblick solcher Papierverschwendung in frühere, einfachere Zeiten zurückwünscht, muss sich leider sehr, sehr weit zurückwünschen. Ein paar hundert Jahre reichen da nicht. Mir ist nämlich heute Folgendes begegnet: Ein Nürnberger Ratsbeschluss aus dem Jahre 1524 (wem passiert das nicht hin und wieder <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  ). Und hier ist er. Eine kleine Warnung vorweg: Er ist leider in  aus heutiger Sicht fürchterlichem Deutsch und zu Allem Überfluss noch in 500 Jahre altem Fränkisch verfasst (So kann ich gleich einem Einblick in meine  &#8211; gezwungermaßen &#8211; Sonntagvormittagsbeschäftigungen bieten&#8230;)</p>
<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">&#8220;<em>Herrn Bernhart Sammat auf sein antwurt und bekandtnus, das er gesagt, er schiß in die neuen ordnung der meß, von rats wegen ain strafliche red sagen, das ein rat des ein merklich mißfallen von ihm hab, hett ine als ein priester fur weyser gehalten, darum soll er sich hinfuro dergleichen ungeschickten reden enthalten oder er werd ein rat bewegen, ir mißfallen gegen im zu erzaigen.</em>&#8220;</p>
<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">Eine interessante Veranlassung, ein offizieller erhobener Zeigfinger sozusagen. Das Beamtendeutsche daran? Naja, die Aussage, &#8220;ich scheiße auf die neuen Verordnungen&#8221; als &#8220;ungeschickte Reden&#8221; zu bezeichnen&#8230; Sagen wir, das ist eine etwas eigentümliche Interpretation. Dabei hätten sie ja einfach schreiben können, der Gute soll sich vom Acker machen, wenn&#8217;s ihm nicht passt <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  Oder um in damaligen Zungen zu sprechen: Er soll <em>sich furderlich von hinnen thun und sein gelt anderßwo zern</em>.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Geht's noch? Journalismus mal wieder...]]></title>
<link>http://silverblick.wordpress.com/2008/05/20/gehts-noch-journalismus-mal-wieder/</link>
<pubDate>Tue, 20 May 2008 18:36:23 +0000</pubDate>
<dc:creator>silverblick</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ich habe heute eine Schlagzeile bei n-tv gesehen, die mir absolut widerlich vorkam. Wie man drüben s]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Ich habe heute eine Schlagzeile bei n-tv gesehen, die mir absolut widerlich vorkam. Wie man drüben sagt: &#8220;I threw up into my own mouth&#8221;. Doch urteilt selbst.</p>
<p>Ted Kennedy hatte neulich einen epileptischen Anfall und wurde daraufhin in ein Krankenhaus eingewiesen. Dort stellte man leider fest, dass Senator Kennedy einen bösartigen Hirntumor hat. Bei n-tv heißt das dann folgendermaßen: &#8220;<a href="http://www.n-tv.de/967120.html">Dennoch guter Dinge: Kennedy hat Hirntumor</a>&#8220;. Im Ernst, ich finde das mehr als unsensibel (um nicht das Wort widerlich noch einmal zu verwenden) von den Herren und Damen n-tv. Ganz abgesehen von der Tatsache, das ich &#8220;Tumor&#8221; und &#8220;gut&#8221; niemals in einem Atemzug nennen würde &#8211; &#8220;dennoch guter Dinge&#8221;? Man kann ja nur hoffen, der Journalist meint, Ted Kennedy sie guter Dinge und nicht er selbst. Mir ist schon klar, dass es so nicht gemeint ist, aber man kann den Satz durchaus anders lesen:</p>
<p>1. Ihm geht&#8217;s zwar dreckig, aber mein Tag war eigentlich ganz nett.</p>
<p>2. Er ist schwer krank, lasst euch aber nicht die Laune versauen, ihm hat es auch nicht die Laune versaut.</p>
<p>Ein kleiner Appell meinerseits also: Bitte Leute, lest doch lieber noch einmal, was ihr geschrieben habt. So was muss doch wirklich nicht sein.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Golfkrieg - ob's wohl am Golf liegt?]]></title>
<link>http://silverblick.wordpress.com/2008/05/16/golfkrieg-obs-wohl-am-golf-liegt/</link>
<pubDate>Fri, 16 May 2008 15:19:16 +0000</pubDate>
<dc:creator>silverblick</dc:creator>
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<description><![CDATA[Der Krieg im Irak war und ist ein Fehler &#8211; da sind sich viele einig. Es kostete (und kostet) L]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Der Krieg im Irak war und ist ein Fehler &#8211; da sind sich viele einig. Es kostete (und kostet) Leben, Kraft und Geld. Was es allerdings nicht kostete, ist dem Bush seine Präsidentschaft (entschuldigt das Deutsch, ich will&#8217;s nur kurz machen <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> ).</p>
<p>Doch in einem Interview erfahren wir jetzt, das auch George W. Bush Opfer gebracht hat für diesen Krieg. Er hat nämlich das Golfen aufgegeben. Das ist leider kein Scherz, noch nicht einmal eine Übertreibung. In einem Interview mit politico.com (die Seite ist mit Absicht nicht verlinkt) erklärte er, er würde nicht wollen, dass irgendeine Mutter, die möglicherweise gerade ihren Sohn verloren hat, sieht wie der &#8220;Commander in Chief&#8221; Golf spielt. Stimmt, einer Frau, die gerade die vielleicht größtmögliche Tragödie einer Mutter durchmacht, könnte ein Golf spielender Präsident wirklich den Tag versauen. Sehr sensibel von Ihnen, Herr Bush.</p>
<p>Weiterhin sagte er, er wolle so solidarisch wie möglich mit den Leuten sein, Golfen würde da einfach ein falsches Signal senden. Genau, Mister President, wenn man die großen Entscheidungen der Politik sämtlichst versemmelt, ist es immer gut, sich auf Details zu konzentrieren. Ich will nicht wissen, wie lange der Mensch braucht um morgens seine Krawatte auszusuchen.</p>
<p>Insofern ist es ja gut, das Bush nicht mehr gewählt werden kann &#8211; nach den drei nächsten Kriegen würden ihm wahrscheinlich die Hobbys ausgehen.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[D-eutschland, S-tresse D-eine S-änger!]]></title>
<link>http://silverblick.wordpress.com/2008/05/11/d-eutschland-s-tresse-d-eine-s-anger/</link>
<pubDate>Sun, 11 May 2008 13:27:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>silverblick</dc:creator>
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<description><![CDATA[Machen wir es kurz: Ich habe gestern die Entscheidung des Halbfinales von DSDS gesehen. (Asche auf m]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Machen wir es kurz: Ich habe gestern die Entscheidung des Halbfinales von DSDS gesehen. (Asche auf mein Haupt..) Wer das schon mal gesehen hat, weiß, dass dort die Nerven sowohl der Kandidaten als auch der Zuschauer ständig strapaziert werden. Das was die da in drei Stunden machen, wäre auch in 45 Minuten machbar. Das geht frei nach dem Motto: Je länger der Song ist, desto mehr Geld gibt es von der GEMA. Nachdem eine Entscheidung viermal angekündigt und dreimal hinter einen Werbeblock geschoben wird, zieht der Moderator das Ganze noch unnötig in die Länge:</p>
<p>Und&#8230; bei der nächsten Show&#8230;&#60;30 Sekunden Pause&#62; hier bei Deutschland &#60;10 Sekunden Pause&#62; sucht den Superstar &#60;30 Sekunden Pause&#62; 2008 &#60;20 Sekunden Pause&#62;&#8230; usw.</p>
<p>Ich habe wirklich eigentlich keine Konzentrationsprobleme, aber ich bin in den Redepausen dieses Moderators tatsächlich einmal kurz weggenickt (soviel zum Thema Spannungsaufbau). Man muss da wohl mehr drin sein, um richtig mitzufiebern&#8230;</p>
<p>Die Sänger hingegen sehen aus, als würden sie am liebsten kotzen. Auf den Moderator. Zu Recht. Die sterben da vorn einen Tod nach dem anderen, während RTL zwischen &#8220;das nächste Mal dabei ist&#8230;&#8221; und den entsprechenden Namen noch eine zehnsekündige Werbung für Müsliriegel schiebt. Respekt! (&#8230;haben die offensichtlich nicht.)</p>
<p>Am meisten beeindruckte mich jedoch der Vortrag des Moderators vor der Entscheidung. Das ging frei nach dem Motto: &#8216;Eigentlich könnte man sagen, heute Abend gibt es nur Gewinner. Ihr seid alle großartig. Aber einer der drei wird heute Abend als Verlierer nach Hause gehen. Und er selbst hat jetzt überhaupt keinen Einfluss mehr darauf. Wer heute rausfliegt, für den geht ein Traum zuende. Jener wird sich noch sehr, sehr lange fragen: &#8220;Warum ich?&#8221; Und wahrscheinlich niemals eine Antwort darauf finden.&#8217;</p>
<p>Habt ihr schon einmal so etwas Deprimierendes gehört? Dagegen ist Woyzeck ja ein Ausflug ins Grüne (mal wieder das Niveau ein bisschen heben <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> ). Da stehen drei Leute theoretisch unter unglaubicher nervlicher Spannung. Und anstatt ihnen zu sagen: &#8220;Mensch, ist zwar nicht schön rauszufliegen, aber es gibt nicht nur RTL auf der Welt (na so was).&#8221;, kriegen sie zu hören: &#8220;Wer hier verliert wird in ein tiiiiiefes schwarzes Loch fallen und sich nie von diesem Schlag erholen.&#8221; Wie viel fake an der Show dran ist, ist ja eigentlich egal &#8211; die Botschaft dieses Abends ist jedenfalls nicht so der Brüller. Ich fasse zusammen: Wer bei RTL nichts wird, sollte schon mal das &#8220;Möchten sie Pommes zu ihrem Burger?&#8221; üben. Was für eine Selbstoffenbarung.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Vatertag, Katertag!]]></title>
<link>http://silverblick.wordpress.com/2008/05/04/vatertag-katertag/</link>
<pubDate>Sun, 04 May 2008 11:58:46 +0000</pubDate>
<dc:creator>silverblick</dc:creator>
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<description><![CDATA[Dieses ungeschriebene Gesetz gilt nicht für Familienministerin Van der Leyen. Vor dem Sauf- und Rauf]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Dieses ungeschriebene Gesetz gilt nicht für Familienministerin Van der Leyen. Vor dem Sauf- und Rauftermin, für den einige Männer angeblich das ganze Jahr über trainieren, kritisierte sie schärfstens die vater- bzw herrentäglichen Sauftouren. Der Vatertag soll ein Familientag sein, wo der Vater mit seiner Familie etwas Schönes unternimmt. Ach ja, ist das nicht schön. Die Kinder schenken ihren Vätern dann irgendetwas nichtrosarotes auf Papier, eine selbstgemalte Harley oder weiß der Geier und dann nichts wie&#8230; Familienausflug.</p>
<p>In einem Punkt hat die Gute allerdings recht: die Unterschiede zwischen Vater- und Muttertag weisen auf eine Familienstruktur von gestern hin. Aber im Ernst: Wie soll man einen Tag, wo alle Jungs und Männer, die alt genug sind eine Bierflasche zu halten, ausziehen um zu saufen durch einen blumigen Familientag ersetzen?</p>
<p>Da passt vielleicht doch der Ausdruck aus dem nahen Osten (die DDR in diesem Fall) &#8220;Herrentag&#8221; besser. Dieser zeugt allerdings wieder einmal von guter alter unbeabsichtigter sozialistischer Ironie, denn was am Ende des Tages die Straßen entlang schwankt, sieht nicht unbedingt nach Herren aus. Herrlich!</p>
<p>Dann kam Frau Van der Leyen noch auf ihren Mann zu sprechen. Der Arme sag ich da nur: Er hat nämlich &#8220;<span class="fliesstext">Vatertagsblumen und Geschenke verdient und bekommt an diesem Tag auch besondere Aufmerksamkeit.&#8221; Ich werde den Eindruck nicht los, dass die Dame ihre Kinder schon mehr als einmal in peinliche Situationen gebracht hat &#8211; was muss das für eine Pubertät sein&#8230; Es fiel nämlich auch der Satz, ihr Mann sei</span><span class="fliesstext"> &#8220;eben nicht eine zweitklassige Mutter, sondern ein erstklassiger Vater&#8221;.</span></p>
<p>Interessant&#8230; Hm, ich war noch nie auf einem Herrentagsbesäufnis. Aber dass da soviel gesoffen wird, weil die armen Männer sich als zweitklassige Mütter abgestempelt sehen, würde mich gelinde gesagt schon überraschen.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Like hope, but different]]></title>
<link>http://silverblick.wordpress.com/2008/02/16/like-hope-but-different/</link>
<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 12:28:14 +0000</pubDate>
<dc:creator>silverblick</dc:creator>
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<description><![CDATA[Hier ist eine Antwort auf das &#8220;Yes we can&#8221; Video, dass will.i.am für Barack Obama gemach]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Hier ist eine Antwort auf das &#8220;Yes we can&#8221; Video, dass will.i.am für Barack Obama gemacht hat. Es geht um McCain. Ich find&#8217;s großartig <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/3gwqEneBKUs&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/3gwqEneBKUs&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
<p>Enjoy!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Menschliche Logik oder was im Dschungel sonst noch so verloren gehen kann]]></title>
<link>http://silverblick.wordpress.com/2008/01/27/menschliche-logik-oder-was-im-dschungel-sonst-noch-so-verloren-gehen-kann/</link>
<pubDate>Sun, 27 Jan 2008 16:26:05 +0000</pubDate>
<dc:creator>silverblick</dc:creator>
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<description><![CDATA[Es wurmt mich fast ein bisschen, das leidige Thema Dschungelcamp auch noch anzusprechen, obwohl es i]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Es wurmt mich fast ein bisschen, das leidige Thema Dschungelcamp auch noch anzusprechen, obwohl es in den Medien schon herumwuchert wie&#8230; Kletterpflanzen.</p>
<p>Mir kam da so ein Gedanke. Was sollen eigentlich die Kinder denken?</p>
<p>Erwachsene Menschen krauchen im Busch herum und gehen sich ständig gegenseitig auf die Ketten. Was sagen die Eltern denn ihren Kinder in einer solchen Situation? Benehmt euch, macht euch nicht dreckig und geht euch doch einfach aus dem Weg! Oder redet doch darüber!</p>
<p>Eine Gruppe Prominenter (Habe ich schon erwähnt, dass sie erwachsen sind?) wühlen in Schleim und Schlamm und setzen ihre Gesundheit aufs Spiel &#8211; um an ein paar rote Styroporsterne zu kommen.  Was sagt die besorgte Mutter? Kind, pass bloß auf dich auf, wir wollen doch nicht, dass du krank wirst. In einigen Gefilden würde es auch noch Kommentare hageln wegen der roten Sterne <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ein paar Männer und Frauen aus Deutschland arbeiten sich durch Scharen von Kakerlaken und essen Tiergenitalien. Erinnert ihr euch, was eure Mutter euch früher erzählt habt, wenn ihr mit einem Käfer gespielt habt, oder eine Ameise in den Mund gesteckt habt?</p>
<p>Das alles führt mich zu einem Schluss: RTL ist kein Bildungsfernsehen.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA["Es war Eiter drin!"]]></title>
<link>http://silverblick.wordpress.com/2008/01/22/es-war-eiter-drin/</link>
<pubDate>Tue, 22 Jan 2008 19:47:07 +0000</pubDate>
<dc:creator>silverblick</dc:creator>
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<description><![CDATA[Dieser meiner Meinung nach unglaublich gelungene Satz ziert bei freenet.de heute die Überschrift ein]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Dieser meiner Meinung nach unglaublich gelungene Satz ziert bei freenet.de heute die Überschrift eines Artikels über Gammelfleisch. Da man auf der Startseite nur den Titel sieht, begann ich zu überlegen, wie man diesen Satz verstehen soll. Erfreut: Ja, es war Eiter drin!&#8221; oder angeekelt: &#8220;Ihhh es war Eiter drin!&#8221;. Wenn man den Satz so sieht, klingt es eher nach ersterem.</p>
<p>Naja, ich klickte mich dann durch zur Meldung, wo ich dann diesen leckeren Satz las:</p>
<p><a href="http://www.freenet.de/freenet/nachrichten/topnews_41b640dace9c5f4541712ca5e2322d83.html">Nach einem Vorabbericht des ARD-Fernsehmagazins «Report Mainz» vom Montag sollen in dem Betrieb seit März 2007 wöchentlich rund vier Tonnen stark stinkende, verschimmelte und vereiterte Schweineköpfe für die Wurstproduktion zerlegt worden sein.</a></p>
<p>Nur dumm, das ich so eine lebhafte bildliche Vorstellungskraft habe. Soll man so einen Artikel jetzt vor oder nach dem Abendbrot lesen? Ich glaube, ich bleibe heute bei vegetarischer Kost. Zum Glück hat das menschliche Gedächtnis nur eine kurze Zeitspanne. Dann kann ich morgen wieder mit ruhigem Gewissen (bzw. Magen) das altbewährte Gammelfleisch essen. Bon appétit!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Un-job des Jahres - na Hauptsache es hilft gegen Arbeitslosigkeit]]></title>
<link>http://silverblick.wordpress.com/2008/01/16/un-job-des-jahres-na-hauptsache-es-hilft-gegen-arbeitslosigkeit/</link>
<pubDate>Tue, 15 Jan 2008 23:35:31 +0000</pubDate>
<dc:creator>silverblick</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ein neues Kapitel in der Un-Serie: wie beschäftige ich un-tätige Sprachwissenschaftler? Diese Frage ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Ein neues Kapitel in der Un-Serie: wie beschäftige ich un-tätige Sprachwissenschaftler?</p>
<p>Diese Frage ist einfach zu beantworten: Ich lasse sie über das Un-wort des Jahres entscheiden. Denn was braucht man mehr, als irgendeinen Un-sinn eines Politikers, Wirtschaftsbosses, Prominenten oder zwielichtiger Un-Gestalten zum hundertsten Mal wiederaufzuwärmen?</p>
<p>Das Jahr 2007 hat sich für das Un-wort &#8220;Herdprämie&#8221; entschieden. Das Wort kommt aus der Politik und war ein kleiner Gruß der Union (Un-ion?) zur Erziehungspolitik. Eltern, die ihre Kinder zu Hause aufziehen sollten eine extra Un-terstützung (das beginnt, Spaß zu machen mit dem Un&#8230;) erhalten. Schließlich kann man die meisten sozialen Probleme lösen, indem man Kinder von kleinauf isoliert.</p>
<p>Man kann übrigens mehr Arbeitsplätze schaffen, indem man jeden Monat ein Unwort wählt. Na, wie wär&#8217;s?</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Hillary Clinton - eine Kandidatin... mit Herz?!]]></title>
<link>http://silverblick.wordpress.com/2008/01/10/hillary-clinton-eine-kandidatin-mit-herz/</link>
<pubDate>Wed, 09 Jan 2008 22:13:04 +0000</pubDate>
<dc:creator>silverblick</dc:creator>
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<description><![CDATA[Entschuldigt diesen frauenzeitschriftsverdächtigen Titel, aber ich komme gleich zum Punkt. Es geht u]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Entschuldigt diesen frauenzeitschriftsverdächtigen Titel, aber ich komme gleich zum Punkt. Es geht um einen Auftritt der amerikanischen Exfirstlady und Jetztpräsidentschaftskandidatin bei der Wahletappe in New Hampshire. Hillary Clinton hatte dort ein emotionales Moment. Sie sprach darüber, wie schwer eine solche Wahlkampagne doch ist und wie absurd. Schließlich ginge es um die United States und die Zukunft ihrer Kinder und überhaupt. Ihre Stimme klang dabei etwas gepresst.</p>
<p>Sooooviel dazu. Klingt leider nicht besonders spannend. Zum Glück gibt es ja da die Medien, die schäumenden amerikanischen Newschannels und die Abschreiben-aber-mit-kritischer-Note ausländischen Medien. Denn&#8230; da lässt sich doch was draus machen. Beispiele? Gerne:</p>
<p>Hillary Clintons lässt ihren Gefühlen freien Lauf +++ Hillary Clinton am Rande der Tränen +++ Sie kämpfte klar die Tränen zurück +++ Ist das ihr Ende? +++ Sind ihre Tage im Kampf um den Platz im Weißen Haus gezählt?</p>
<p>Der Medienhype &#8211; herrlich. In den Mixer, umrühren, Kirsche oben drauf, fertig. Mehr Aufmerksamkeit hätte Clinton jedenfalls kaum bekommen können. Sie weiß eben, wie man die Medien nutzt, sie ist ja auch schon eine Weile dabei. Es kann natürlich auch Zufall sein, dass sie ihre Emotionen nicht zurückhalten konnte &#8211; ausgerechnet kurz vor der Wahl in New Hampshire. Die sie ja übrigens danach gleich erstmal gewonnen hat. Und wo ihr ja schließlich oft genug vorgeworfen wurde, sie sei zu emotionslos und kalt. Um dagegen vorzugehen, hatte sie es ja zuvor schon mit übermäßiger Heiterkeit probiert. Aber das zieht natürlich nicht in dieser Situation, wenn man gerade in Iowa gegen Obama verloren hat. Glücklicherweise gibt es noch andere Emotionen, Gott sei Dank.</p>
<p>Andererseits hat sie natürlich irgendwie Recht mit der Aussage, das der Wahlkampf wie eine Show präsentiert wird. Sowas ist ja schon doch irgendwie eine ernste Sache. Auch gut, dass die Medien diese Aussage weiter verbreiten. Die Politiker und die Medien zeigen den Leuten, wo es langgeht und dass ein Wahlkampf wichtig ist.</p>
<p>Achja, eins noch: Erinnert ihr euch noch an die endlosen Wahlkampfdebatten (mit Politikern in den Medien übrigens <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> ) im Stil von &#8220;Wer nicht an die Evolution glaubt, hebt die Hand!&#8221; und &#8220;Jetzt sagen wir alle mal, was uns am anderen nicht gefällt.&#8221; So. Wer sorgte nochmal dafür, dass der Wahlkampf wie ein Spiel erscheinen <em>könnte</em>? Die Gärtner und Innenarchitekten? Na also.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA["We don't torture!"]]></title>
<link>http://silverblick.wordpress.com/2007/12/09/we-dont-torture/</link>
<pubDate>Sun, 09 Dec 2007 12:05:37 +0000</pubDate>
<dc:creator>silverblick</dc:creator>
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<description><![CDATA[In diesem Jahr gab es in den Vereinigten Staaten einige Diskussionen über Folter. Manche sprechen au]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>In diesem Jahr gab es in den Vereinigten Staaten einige Diskussionen über Folter. Manche sprechen auch gerne über &#8220;harsche Verhörmethoden&#8221; oder Ähnliches. Die Antwort der Regierung war immer eher ausweichend, es wurde mit Paragraphen um sich geworfen. Am Ende kam meist dieser Satz: We don&#8217;t torture. Was viele nicht nachvollziehen konnten, war wie dieses &#8220;We don&#8217;t torture&#8221; mit Berichten über einige Methoden, die angewendet wurden, übereinstimmen kann. Darunter befanden sich Dinge wie Schlafentzug und etwas, das &#8220;waterboarding&#8221; genannt wird, was soviel heißt wie simuliertes Ertrinken.</p>
<p>Und jetzt dieser Skandal mit den vernichteten Videobändern von Verhören von Terrorverdächtigen durch die CIA. Auch dort soll das so genannte &#8220;waterboarding&#8221; zu sehen gewesen sein. (Ein furchtbarer Euphemismus übrigens, dieses Wort&#8230;) Offiziellen Angaben zufolge sollen die Bänder aus Angst vor Rache an den Agenten vernichtet worden sein. Das Argument habe ich ehrlich gesagt nicht ganz  verstanden. Es geht doch nicht darum, diese Videomitschnitte auf youtube hochzuladen, warum soll es denn Racheakte geben, die Dinger sieht doch sonst keiner, oder?</p>
<p>Naja. Das größte Problem ist die Einstellung der Regierung zur Folter. Sie foltern ja schließlich nicht. Das ist alles ein Definitionsproblem, wie es scheint. Das klingt schon gefährlich, um nicht zu sagen absurd. Diese Art der Labelisierung (Das kommt übrigens von dem Wort &#8220;Label&#8221;, hat sich mit etwaigen Pflegeprodukten zu tun.) kennen wir ja schon von dem Laden. Wenn man zum Beispiel sagt &#8220;mission accomplished&#8221; beendet das nicht die Mission. Genauso wenig stimmt es nicht, dass die Regierung nicht foltert, bloß weil sie diesen Vorsatz hat.</p>
<p>Folter wurde schon unterschiedlich definiert im Laufe des Streits. Im Gesetzbuch steht wohl etwas wie &#8220;inflicting physical or mental pain&#8221;, in den Anhörungen der Regierungs- und Militärvertreter tauchte die Formulierung &#8220;shock the conscience&#8221; auf. Was ist dann Schlafentzug? Ein Picknick im Grünen?</p>
<p>Jedenfalls ist es immer gut, misstrauisch zu werden, wenn eine solche Argumentation sich nur  auf Definitionen aufbaut. Da werden leicht mal Wirkung und Ursache vertauscht, ohne dass man es merkt. Dazu habe ich hier einen Ausschnitt aus einem Gespräch zwischen Jon Stewart und John Oliver, wo Oliver kurz die Position der Regierung darstellt, wie er sie versteht:</p>
<blockquote><p>STEWART:  How is fake drowning, sleep deprivation, how isn’t that torture?</p>
<p>OLIVER:  That is not torture.</p>
<p>STEWART:  Why?</p>
<p>OLIVER:  Because we don’t torture.</p>
<p>STEWART:  Meaning we don’t do those things?</p>
<p>OLIVER:  No, no.  Meaning if we <span style="text-decoration:underline;">do</span> do those things, they must not be torture.</p></blockquote>
<p>Was wohl das <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Nineteen_Eighty-Four">Ministry of Love</a> dazu sagt?</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA["Ja, ich schreibe gerne betrunken peinliche SMS"]]></title>
<link>http://silverblick.wordpress.com/2007/11/18/ja-ich-schreibe-gerne-betrunken-peinliche-sms/</link>
<pubDate>Sun, 18 Nov 2007 00:20:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>silverblick</dc:creator>
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<description><![CDATA[Für alle, die diesen Satz noch nie gehört haben: Es handelt sich um eine Gruppe bei StudiVZ, der sic]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Für alle, die diesen Satz noch nie gehört haben: Es handelt sich um eine Gruppe bei StudiVZ, der sich jeder anschließen kann, der sich mit dem Satz identifiziert. Letztendlich ist es schade, dass StudiVZ ein deutsches Netzwerk ist, da auch viele Menschen im Ausland peinliche Nachrichten schreiben.</p>
<p>Aber zu einem anderem Thema: Irans Präsident Mahmud Ahmadinejad (improvisierte Schreibweise) hat wieder einen seiner berüchtigten Briefe geschrieben. George W. Bush hat schon einen. Angela Merkel auch. Jetzt kann sich auch Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy zu den Glücklichen zählen.</p>
<p>In dem Brief droht er Frankreich, äh nein, er bittet darum, die Politik dem Iran gegenüber zu ändern. Sarkozy hatte sich nämlich in letzter Zeit in der Iranfrage den USA angenähert und hat sich für zusätzliche Wirtschaftssanktionen gegen den Iran ausgesprochen. Was für ein Gedanke steckt nur dahinter? Möglicherweise sieht er sich als der bärtige Weise. Wahrscheinlich sieht er sich eher wie eine Art Puppenspieler der Weltpolitik, der Manipulator.</p>
<p>Außerdem bezeichnet der iranische Präsident seinen französischen Kollegen als jung und unerfahren und bietet ihm seinen Rat an. Das klingt etwas merkwürdig, muss ich sagen. Das eigentlich lustige daran ist aber, dass Sarkozy sogar älter ist als Ahmadinejad. Ups.</p>
<p>Wenn er heute einen Mann, der älter ist als er selbst, als jung und unerfahren bezeichnet, bietet er vielleicht in seinem nächsten Brief Gordon Brown Englischunterricht an?</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kryptisch. Kryptischer. Pressemeldung!]]></title>
<link>http://silverblick.wordpress.com/2007/11/14/kryptisch-kryptischer-pressemeldung/</link>
<pubDate>Tue, 13 Nov 2007 22:18:07 +0000</pubDate>
<dc:creator>silverblick</dc:creator>
<guid>http://silverblick.wordpress.com/2007/11/14/kryptisch-kryptischer-pressemeldung/</guid>
<description><![CDATA[Vielleicht bin ich falsch informiert, aber ich ging immer davon aus, dass Pressemeldungen grundsätzl]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Vielleicht bin ich falsch informiert, aber ich ging immer davon aus, dass Pressemeldungen grundsätzlich dazu da sind, zu informieren. Eigentlich schreibt jemand in eine PM, wovon er möchte, dass die Öffentlichkeit es <em>weiß</em>. Keine Sorge, ich bin immer bereit, dazuzulernen.<br />
Heute begegnete mit nämlich folgendes&#8230; Ding. Ich glaube, es handelt sich hier um das, was die Surrealisten &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%89criture_automatique">écriture automatique</a>&#8221; nannten:</p>
<p><em>E.ON Netz, Energinet.dk, VE Transmission, Nord Pool Spot und die EEX haben vereinbart, am 3. Juni 2008 den Betrieb von Day-Ahead Market Coupling zwischen Dänemark und Deutschland für Lieferungen am nächsten Tag aufzunehmen. Mit dem Start des Day-Ahead Market Coupling wird der grenzüberschreitende Stromhandel erleichtert. Der zuvor zeitlich getrennte Erwerb grenzüberschreitender Kapazitäten von den Netzbetreibern auf der einen Seite sowie der Handel von Strom an den Energiebörsen auf der anderen Seite wird nunmehr in einem Schritt erfolgen. Somit wird durch Market Coupling ein weiterer Beitrag zur Verbesserung der Markteffizienz geleistet und die Integration regionaler Märkte zu einem gesamteuropäischen Strommarkt unterstützt.</em></p>
<p>Hm. Ich gebe zu, ich habe keine Ahnung von Wirtschaft. Deswegen ich habe diese Meldung zwei Menschen gezeigt, einer davon gibt Seminare zum Thema Wirtschaftsjournalismus. Bei mir schaltet sich spätestens bei &#8220;zuvor zeitlich getrennte Erwerb grenzüberschreitender Kapazitäten&#8221; der Kopf ab. Wenn die Leute wollen, dass niemand versteht, was los ist, warum geben sie dann erst eine Meldung raus?</p>
<p>Was ich glaube verstanden zu haben ist, dass die Strompapiere oder Preise oder was weiß ich was jetzt nicht mehr getrennt, sondern gebündelt verhandelt werden. An der Börse nehme ich an. Was das bedeutet, wie das funktioniert und was eigentlich los ist weiß ich allerdings nicht.</p>
<p>Die W-Fragen himmelherrgott noch einmal! Deutschunterricht, 10. Klasse. Sehen wir uns noch einmal die oben zitierten Worte genau an: <em>der zuvor zeitlich getrennte Erwerb grenzüberschreitender Kapazitäten von den Netzbetreibern</em>. Was bedeutet das? An sich &#8211; nichts. Und genau da liegt das Problem.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wenn Shakespeare Dieter Bohlen gekannt hätte...]]></title>
<link>http://silverblick.wordpress.com/2007/11/12/wenn-shakespeare-dieter-bohlen-gekannt-hatte/</link>
<pubDate>Mon, 12 Nov 2007 18:28:35 +0000</pubDate>
<dc:creator>silverblick</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ich weiß nicht genau, ob ich lachen oder weinen soll, ich habe mich aber fürs Lachen entschieden, de]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Ich weiß nicht genau, ob ich lachen oder weinen soll, ich habe mich aber fürs Lachen entschieden, denn ich habe keine Taschentücher. Es geht um die DSDS-Castings, bzw. die Juroren, Obermotz derer war ja Dieter Bohlen. Das Sozialgericht in Köln hat beschlossen, dass die Tätigkeit der Juroren eine künstlerische gewesen sei. Der Anlass für das Urteil ist die Künstlersozialkasse, die von RTL Geld haben wollte. Der Kasse wurde eben recht gegeben. Ich zitiere die Netzeitung: <a href="http://www.netzeitung.de/entertainment/people/807330.html">Ungeachtet des Niveaus sei in Ansätzen eine freie schöpferische Gestaltung zu erkennen, urteilten die Richter.</a></p>
<p>Das klingt nach: Glaubt bloß nicht, dass uns DSDS gefällt, wir müssen bloß dieses Urteil fällen, dann gucken wir alle wieder arte. &#8220;Schöpferische Gestaltung&#8221;. Dass man als Jury das Talent vom Durchschnitt trennen sollte und damit in gewisser Weise einem Goldgräber nicht unähnlich ist, würde ich noch unterschreiben. Ich dachte aber immer, &#8220;schöpferisch&#8221; hätte etwas mit &#8220;schaffen&#8221; zu tun und nicht nicht mit &#8220;schöpfen&#8221;&#8230; Naja, Kunst ist das, was ihr daraus macht (in diesem Fall).</p>
<p><a href="http://www.netzeitung.de/entertainment/people/807330.html"></a>Manche halten ja die Kunst ja für das Wesentliche im Leben. &#8220;Kunst ist mein Leben&#8221;, sagen sie dann. Über das Leben gibt es ein schönes Zitat aus MacBeth von William Shakespeare:</p>
<p>&#8220;it is a tale</p>
<p>told by an idiot, full of sound of fury</p>
<p>signifying nothing&#8221;</p>
<p>Ich sage nur folgendes: Lest den Titel des Beitrags noch einmal. Dann gebe ich eine Hausaufgabe: Was könnte das &#8220;it&#8221; in dem Zitat noch alles bedeuten? Wer ist dann der Idiot? Mehrere Antworten sind möglich.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Damit die Mauer in den Köpfen... bestehen bleibt.]]></title>
<link>http://silverblick.wordpress.com/2007/11/08/damit-die-mauer-in-den-kopfen-bestehen-bleibt/</link>
<pubDate>Thu, 08 Nov 2007 00:57:47 +0000</pubDate>
<dc:creator>silverblick</dc:creator>
<guid>http://silverblick.wordpress.com/2007/11/08/damit-die-mauer-in-den-kopfen-bestehen-bleibt/</guid>
<description><![CDATA[Forsa is back!! Laut einer Umfrage für den Stern (sorry, ich muss die Quelle zitieren, es gibt wahrl]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Forsa is back!! Laut einer Umfrage für den Stern (sorry, ich muss die Quelle zitieren, es gibt wahrlich Medien, für die ich lieber Werbung machen würde als den Stern) will jeder 5. Deutsche die Mauer zurück. Außerdem denken die Ost- und Westdeutschen völlig unterschiedlich. Ich fasse den <a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/forsa/601847.html?q=mauer">Stern-Artikel</a> zusammen: Der Osten ist links, der Westen mitte. Außerdem ist der Osten rechtsextrem. Und er hängt noch zu sehr im alten System, ist dem jetzigen gegenüber eher misstrauisch. Der Westen hat mehr Vertrauen zur Politik.</p>
<p>Ich kenne ja Leipzig ein bisschen, da ist das Ost/West-Denken allgemein allerdings ziemlich gegenwärtig. Das ist mir in Berlin nicht ganz so stark aufgefallen.</p>
<p>Ich will auch gar nicht wissen, was die forsa da genau gefragt hat. Ich habe nur gerade angefangen zu überlegen&#8230; Die Mauer. Das viele im westlichen Teil auf den Osten verzichten könnten, glaube ich gerne. Die sind ja alle links oder rechts oder wie auch immer. Und kriegen das ganze Geld, oder so. Naja, wenn man lieber Bonn als Hauptstadt haben will &#8211; bitte, ich bin nicht neidisch. Ob der östliche Teil nur die Mauer oder auch die DDR zurückhaben will, bleibt zu fragen. Das wäre natürlich noch beknackter.</p>
<p>Ich sage ja schon lange, dass Deutschland nicht aus dem A**** kommt (das sage ich bei ziemlich vielen Anlässen, glaube ich). Einheit geht wohl nicht so einfach wie gedacht.</p>
<p>Ansonsten kann ich nur sagen: Nicht so ernst nehmen (das ist hoffentlich bis jetzt in diesem Beitrag auch schon deutlich geworden). Ich habe schon ein paar Straßenumfragen gemacht, die Leute erzählen da mitunter unglaublichen Mist.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Man wird ja wohl mal fragen dürfen...]]></title>
<link>http://silverblick.wordpress.com/2007/10/29/man-wird-ja-wohl-mal-fragen-durfen/</link>
<pubDate>Mon, 29 Oct 2007 19:22:48 +0000</pubDate>
<dc:creator>silverblick</dc:creator>
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<description><![CDATA[Dieser Beitrag hätte ebenso gut &#8220;Wer will unsere Nachrichten haben Teil 2&#8243; heißen können]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Dieser Beitrag hätte ebenso gut &#8220;<a href="http://silverblick.wordpress.com/2007/10/08/wer-will-unsere-nachrichten-haben/" target="_blank">Wer will unsere Nachrichten haben</a> Teil 2&#8243; heißen können. Ich bin gestern über eine ziemlich bescheuerte Meldung gestolpert.</p>
<p>Es geht dabei um Klopapier und die Bundeswehr. Ahh, endlich einmal ein wichtiges Thema, denkt man sich doch da. Die Grünen haben offenbar die Nachricht erhalten, die Bundeswehr hätte im vergangenen Jahr 800 Millionen Rollen Klopapier verbraucht. Das ist allerdings viel. Wenn mich meine bescheidenen Rechenkünste nicht täuschen, kann man, würde man so viele Rollen Klopapier abwickeln, eine Klopapierschlange erhalten, die man knapp 560 Mal um die Erde wickeln kann. Der Netzeitung zufolge hätte in diesem Fall jedes Mitglied der Bundeswehr 10 Rollen pro Tag verbraucht. Das nur zur Veranschaulichung.</p>
<p>Da haben sich die Grünen jedenfalls gewundert. Sie waren sicher auch drauf und dran dafür zu sorgen, dass der Essensplan der Bundeswehr noch einmal überarbeitet wird&#8230;  Doch zum Glück konnte das Verteidigungsministerium hier weiter helfen. Es waren ja gar nicht 800 Millionen Rollen, sondern 800 Millionen Blatt, die verbraucht wurden. Gut, dass die Grünen da genauer nachgefragt haben. Jetzt kann ich endlich wieder ruhig schlafen.</p>
<p>Denn wie soll man sich auf sein Leben konzentrieren, wenn man im Hinterkopf behalten muss, das die Bundeswehr ihre Segelflieger neuerdings vielleicht aus Klopapierrollen baut?</p>
<p><a href="http://h1.ripway.com/silverblick1/Manwirdjawohlmalfragendürfen.mp3">Diesen Beitrag als mp3 </a></p>
</div>]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Journalismus in der Praxis]]></title>
<link>http://silverblick.wordpress.com/2007/10/20/journalismus-in-der-praxis/</link>
<pubDate>Sat, 20 Oct 2007 20:26:15 +0000</pubDate>
<dc:creator>silverblick</dc:creator>
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<description><![CDATA[Die Geschichte ist schon ein paar Wochen her, aber ich bin erst jetzt auf die Idee gekommen, sie hie]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Die Geschichte ist schon ein paar Wochen her, aber ich bin erst jetzt auf die Idee gekommen, sie hier hinein zu schreiben. Das hier sind keine Unterstellungen. Ich war auf der Veranstaltung und habe den Journalisten bei seiner Arbeit gesehen.</p>
<p>Am Anfang der Ereignisse steht eine irreführende Pressemeldung über ein soziales Projekt. Ein Lokaljournalist basiert einen kleinen Artikel auf diese Informationen. Um ein oder zwei Zitate zu bekommen, geht er zur Eröffnung dieses Projekts. Dort fällt ihm aber auf, dass das Projekt ganz anders aussieht, als es die Pressemeldung vermuten ließ.</p>
<p>Der Artikel muss am Folgetag erscheinen. Wird er sich einen Abend lang hinsezten um den Artikel umzuschreiben, damit er dem sozialen Projekt gerecht wird? Oder findet er eine arbeitssparendere Variante? Die findet er allerdings. Er interviewt bei der Eröffnung einfach so viele Leute, bis einer von ihnen genau den Satz sagt, der in seinen Artikel hineinpasst.</p>
<p>Dann verabschiedet er sich hastig (von mir, muss man dazu sagen, nicht von  den Veranstaltern) und macht sich vom Acker.</p>
<p>Da muss man wohl wieder einmal sagen: Nobody is perfect- &#8211; well those who are hide it pretty well..</p>
<p><a href="http://h1.ripway.com/silverblick1/JournalismusinderPraxis.mp3">Diesen Beitrag in mp3 </a></p>
</div>]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Definitionen und andere "breitenkulturelle Praxisformen"]]></title>
<link>http://silverblick.wordpress.com/2007/10/10/definitionen-und-andere-breitenkulturelle-praxisformen/</link>
<pubDate>Wed, 10 Oct 2007 21:34:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>silverblick</dc:creator>
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<description><![CDATA[Nur eine kurze Anmerkung. Ich habe kürzlich Recherchen über Soziokultur angestellt. Offensichtlich w]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Nur eine kurze Anmerkung. Ich habe kürzlich Recherchen über Soziokultur angestellt. Offensichtlich weiß keiner so recht, wie dieses Wort definiert werden kann. Oder diejenigen, die für diese Definitionen verantwortlich sind, sind sehr sehr gehässige Menschen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Ich zitiere: &#8220;Soziokultur lässt sich so als eine breitenkulturelle Praxisform mit sozialräumlicher Ausrichtung beschreiben&#8221; &#8212; Zum Glück lässt sich das nicht einfacher sagen, wie zum Beispiel&#8230; hmmm&#8230; Soziokultur verbindet Angebote von Kunst und Kultur mit sozialer Arbeit. Was für ein Wort ist denn bitte Praxisform? Selbst Briefmarken sortieren ist eine Praxisform.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Naja, zum Glück kann es nicht schlimmer werden, oder etwa doch? Auf die Dauer lernt man schließlich, die Menschen nicht zu unterschätzen. Bitteschön: &#8220;Die Schnittstelle von sozialen, kulturellen und jugendarbeiterischen Prämissen stellt eine alltägliche Gleichzeitigkeit dar.&#8221; Jugendarbeiterische Prämissen. Alltägliche Gleichzeitigkeit. Ich will niemandem auf die Füße treten, aber das klingt wie eine Übersetzung von Google. Dieser Satz ist wirklich das pompöseste, das ich je gehört habe. Und so herrlich sinnfrei! Ich nehme an, der normale Mensch würde hier etwas sagen wie: Soziokultur bildet die Schnittstelle von Kultur, sozialer Arbeit und Jugendarbeit.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Manchmal habe ich wirklich das Gefühl, die formulatorische Kompliziertheit der definikativen Ausdrucksweise und das individualistische Streben nach pompösem Auftreten stellt bei einer signifikanten Anzahl von Individuen eine alltägliche Gleichzeitigkeit dar.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><a href="http://h1.ripway.com/silverblick/DefinitionenundanderebreitenkulturellePraxisformen.mp3">Diesen Beitrag als mp3 </a></p>
</div>]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Wer will unsere Nachrichten haben?]]></title>
<link>http://silverblick.wordpress.com/2007/10/08/wer-will-unsere-nachrichten-haben/</link>
<pubDate>Mon, 08 Oct 2007 20:33:47 +0000</pubDate>
<dc:creator>silverblick</dc:creator>
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<description><![CDATA[Hier ein Vorschlag: Wir verkaufen unsere Nachrichten an andere Länder. Was man mit dem Geld alles ma]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Hier ein Vorschlag: Wir verkaufen unsere Nachrichten an andere Länder. Was man mit dem Geld alles machen könnte! Arbeitsplätze schaffen, die Kulturlandschaft sanieren oder einfach mal wieder einen maroden Bahnhof bauen. Wäre das nicht schön?</p>
<p>Denn tatsächlich würden sich die meisten Länder freuen über die Meldungen, die unsere Presse zu verbreiten hat. Im nahen Osten wäre man sicher froh, wenn im Inland kein interessanteres Thema aufzutreiben wär als der Grüne Punkt. Wenn Wirtschaftsminister sein so langweilig ist, warum macht Herr Glos nicht einfach Urlaub? Nein, das geht nicht, die gelbe Tonne ist Chefsache. Ich weiß auch nicht, was ich davon halten soll: Andere Länder haben nicht genug Nachrichtensendungen für ihre Probleme und hier erreicht man nichts bei der Lösung der Probleme und berichtet sattdessen über Themen wie kleine Eisbären und deren Hobbys oder große Mülltonnen und deren Lobbys.</p>
<p>Ich wette, im Wirtschaftsministerium läuft im Moment ein interner Wettbewerb: Wer kann am schnellsten mit dem Mund voller Brackwasser &#8220;ökonomisch und ökologisch überholt&#8221; sagen? Vielleicht könnte man auch ein kleines Casting organisieren&#8230;</p>
<p><a href="http://h1.ripway.com/silverblick1/WerwillunsereNachrichtenhaben.mp3">Diesen Beitrag als mp3 </a></p>
</div>]]></content:encoded>
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