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	<title>modautal &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/modautal/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "modautal"</description>
	<pubDate>Sun, 29 Nov 2009 01:05:56 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Modautal mit Hund (11,8 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/11/21/modautal-mit-hund-118-km/</link>
<pubDate>Sat, 21 Nov 2009 21:17:12 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/11/21/modautal-mit-hund-118-km/</guid>
<description><![CDATA[Da schau her &#8211; es ist Samstag, und ich hab´ die Minimalwochenkilometer eigentlich schon im Sac]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Da schau her &#8211; es ist Samstag, und ich hab´ die Minimalwochenkilometer eigentlich schon im Sack.<br />
Nachdem´s in den letzten Wochen immer ein ziemlicher Kampf gewesen war, bei trübem, drögen Wetter überhaupt irgendwie auf mein Pensum zu kommen, haben diese Woche drei schöne Tage (Vorvorgestern, Vorgestern und Gestern) ausgereicht, um entspannt und mit viel Spaß knapp 40 angenehme Kilometerchen runterzutraben.<br />
What a difference a sunny day makes&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Eigentlich könnte ich da heute ja die Beine hochlegen und ein bisschen faulenzen.<br />
Aber andererseits &#8211; draußen ist es immer noch ganz freundlich (wenn auch nicht mehr strahlend sonnig, der Tag fällt eher in die Kategorie &#8220;heiter bis wolkig&#8221;) und eigentlich fühl´ ich mich auch noch fit und lauflustig, denn die kurzen 12er bis 14er der letzten drei Tage waren physisch jetzt nicht so besonders anstrengend. </p>
<p>Deshalb entschliesse ich mich kurzfristig, auch heute nochmal laufen zu gehen.<br />
Vierter Tag in Folge, aber ganz unverkrampft, ohne irgendwelche Vorgaben und Erwartungen &#8211; einfach nun noch mal als Bonus, bevor´s wieder nasskalt und eklig wird. </p>
<p>Zum Beispiel mal wieder im Modautal, das ist nicht direkt zuhause aber auch nicht weit weg und macht immer Spaß.<br />
Ja genau, das mach´ ich mal&#8230;</p>
<p><!--more--><br />
Streckenplan gibt´s heute keinen. Geht auch ohne da hinten.<br />
Und die Stoppuhr bleibt ebenfalls daheim, heute gibt´s keine Zeitnahme.<br />
Stattdessen packe ich den Nemo mit ein, der musste nach dem Mittagessen ein Vollbad nehmen (leichter Flohbefall, sein erster überhaupt) und hat seitdem Brass im Bauch, da kann er sich gleich mal ein bisschen austoben.</p>
<p>Zusammen fahren wir hoch zum Parkplatz Hutzelstrasse auf dem Steigerts, an der Passhöhe hinter Ober-Beerbach, steigen aus, und laufen einfach mal los. </p>
<p>Klappt gut, Nemo ist mit Feuereifer dabei, und meine Beine fühlen auch ganz gut an, obwohl sie seit Mittwoch quasi im Dauereinsatz sind. </p>
<p>Nordwärts, über das verwaiste schmale Band der L3098, die von Ober-Beerbach ins Lautertal führt, dann ein kurzes Stück die Hutzelstr. hoch, bevor wir dann rechts abbiegen und auf dem Modautal-Rundweg (M1) am Seegerhof vorbei talwärts durch die Hangwiesen laufen (wer sich einen Eindruck davon verschaffen will, wie das so aussieht, wenn Nemo und ich da oben laufen, kann das <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/12/14/sonnige-hohentour-an-der-neutscher-hohe-hutzelstrasse-herchenrode-hoxhohl-mit-hund-und-foto-124-km/">hier</a> tun, da gibt´s auch Fotos).</p>
<p>Wie üblich total hübsch hier oben, mit einem wunderbaren Blick über die hügeligen Wäldchen und Weiden von Modautal und Lautertal, auf Neunkircher Höhe, Krehberg und Felsberg.<br />
Gut, etwas mehr Sonne wäre sicher nicht verkehrt, aber auch mit den dünnen Schleierwolken ist es eigentlich ganz freundlich, kein Grund zum Meckern. </p>
<p>Schön gemütlich abwärts, auf dem bequemen Weg durch die hübschen Weiden am Wurzelbachtal, Nemo vorneweg, ich hinterher.</p>
<p>Kurz bevor der M1 Allertshofen im Talgrund erreicht, biegen wir links ab, auf einen Querweg am Wiesenhang über dem Dorf.<br />
Nett, auch wenn mir auffällt, dass ich hier noch nie zuvor gelaufen bin &#8211; damit ist die Möglichkeit, diesen Lauf ungebloggt zu lassen und nur kurz in der Wochenübersicht zu erwähnen, wohl gestorben, denn neue Strecke gehört schließlich grundsätzlich gebloggt.<br />
Na ja, kann mich etwas kürzer fassen&#8230;</p>
<p>Der Weg biegt irgendwann doch rechts runter nach Allertshofen ab, wir laufen ins Dorf rein (hier muss Nemo an die Leine, aber die Umstellung klappt bestens, gar kein Problem), den Eichköpfelweg entlang bis zum südlichen Ortsrand, und von da auf dem wiesengesäumten Lochmühlweg (Markierung: M V, das ist also ein Verbindungsweg) rüber ins Allertshofener Zwillingsdorf Hoxhohl. </p>
<p>An der Dorfstr. &#8220;Alt Hoxhohl&#8221; kurz rechts, über den Wurzelbach, der hier in die Modau mündet, dann gleich wieder rechts, dem schwer erkennbaren Marker M V (wenn ich nicht wüsste, dass es hier hoch geht, hätte ich den wohl übersehen) hinterher aufwärts ins Wäldchen am Hasenberg. </p>
<p>Hier führt irgendwo ein Trampelpfad über der Modau und der L3098 nach Norden in Richtung Brandau, allerdings weiß ich nicht mehr genau, wo, und der Marker hat sich auch rar gemacht.</p>
<p>Deswegen gibt´s hier auch einen kurzen Disput, als wir an eine Wegscheide vor einer Schonung am Hang kommen &#8211; Nemo meint, es würde links weitergehen, da schlängelt sich ein Minipfädchen leicht abwärts durch die Bäume.<br />
Aber was weiß der der schon, ist schließlich nur ein (ex-)verlauster Köter, der hat doch keine Ahnung von Geografie, deswegen laufen wir auch rechts, wo ich den Weg vermute. </p>
<p>Zumindest ein paar Meter, dann wird offensichtlich, dass es hier in die total falsche Richtung geht.<br />
Also drehen wir um und nehmen Nemos Weg.<br />
Der ist richtig.<br />
&#8220;Siehstewohl&#8221;, feixt mein Begleiter mit einem frechen Hundegrinsen zu mir hoch, &#8220;hab´ ich doch gleich gesagt!&#8221;<br />
Selbstzufriedene Töle&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  </p>
<p>Über dem engen Tal mit der plätschernden Modau den Pfad entlang bis zum östlichen Waldrand, da geht´s dann angeleint über die L3098 und die Modau, und auf der anderen Strassenseite wieder abgeleint weiter dem M V hinterher, der zwischen Wald und Wiesen am Mandelberg einen sanften Dreiviertelkilometer aufwärts führt, bis zum asphaltierten Fahrweg zwischen Brandau und Herchenrode, der so schmal und JWD ist, dass er nicht mal eine Kreisstrassennummer hat. </p>
<p>Auf dem geht´s links, unterhalb der bewaldeten Kuppe vom Johannesberg nordwärts durch das schöne gewellte Hügelland, das hier oben schon merklich flacher und sanfter ist, als die schrofferen Odenwaltäler und -höhen weiter südlich.<br />
Aber nur 400 m., dann biegen wir rechts ab und laufen den schmalen Hirtenackerweg (gelbe 1) hinauf, der um das Wäldchen am Herchenroder Steinbruch führt. </p>
<p>Das letzte Mal war ich hier hinten vor über 10 Monaten, am achten Januar, bei eisigen Minusgraden und hohem Schnee.<br />
Mannmannmann, was hat <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/01/08/minirunde-im-schnee-mit-dem-foto-ums-winterliche-herchenrode-6-km/">das hier damals anders ausgesehen</a>&#8230;<br />
Aber heut´ ist´s auch schön. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Der Weg ist holprig, schlammig, uneben, aber ich bin trittsicher und mein Laufpartner hat Vierbeinantrieb und einen Schwerpunkt, der 20 cm über dem Boden liegt, uns ficht das also nicht.<br />
Auch die glotzenden Kühe am Wegrand lassen uns kalt, und Nemo ist zu stolz, um zahme Haustiere zu reissen (mal abgesehen von dem minimalen Größenunterschied und der Tatsache, dass Nemo keiner Fliege was zuleide tut&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> ). </p>
<p>Um das Wäldchen rum (wenn wir etwas abenteuerlustiger wären, würden wir vielleicht auch den Holperweg ausprobieren, der zwischendurch links zwischen den Bäumen verschwindet, aber heute nicht&#8230;) und runter nach Herchenrode, ein idyllisches Dörfchen aus einem oder zwei Dutzen Häusern und Höfen und vielen Pferdeställen, das so winzig ist, dass es hier nicht mal Strassennamen gibt.</p>
<p>Wir laufen mittendurch, wieder mal angeleint. Nicht wegen dem Verkehr (der ist praktisch nicht vorhanden), sondern weil uns hier letzten Herbst mal eine riesige Dogge begegnet ist, mit der Nemo sich verkracht hat (Nemo hält sich an die Maxime, nur mit Hunden seiner eigenen Größe Streit anzufangen. Dummerweise leidet er an einem etwas verzerrten Selbstbild, demzufolge er ungefähr ponygroß ist, mit Muskeln wie ein Stier und einem Gebiss wie ein Tiger.<br />
Da muss man dann immer ein bisschen aufpassen&#8230;). </p>
<p>Ruckzug durch Herchenrode, vorbei an Höfen, dem Gasthaus Von Stein, wo´s große Portionen deftigen Essens für kleines Geld gibt und einem langen Stall, aus dessen Fenster und ein Dutzend Herchenroder Pferde hinterherblickt, dann die K136 in Richtung Ernsthofen runter.<br />
Normalerweise würd´ ich mich hier über den fehlenden Radweg und/oder Seitenstreifen beschweren, aber auf diesem Strässchen ist so wenig los, dass das wirklich nicht nötig ist&#8230;</p>
<p>400 m. nach Herchenrode geht rechts der Tannenkopfweg ab (gelbe 2). Bisher noch nie genommen, den probieren wir mal aus.<br />
Führt ebenerdig durch die Felder und Wiesen an der Modau nordostwärts nach Ernsthofen, ist bequem, und hat ein paar Pfützen, in denen Nemo seinen Durst stillen kann (ich würd´ die Brühe ja nicht saufen, aber bitte&#8230;).</p>
<p>600 m., dann geht hinter der Modautalschule ein Weg links ab, führt über den Schulhof und die Modau rein nach Ernsthofen, an die Darmstädter Str. (Leine: An!). </p>
<p>Kurz links auf dem Bürgersteig, dann rechts den Birkenweg/Radweg 26 hoch, der Ernsthofen bald darauf verlässt zum Fahrweg hoch nach Neutsch wird (noch so eine halboffizielle Mini-Piste, die nicht mal einen Kreissstrassennummer hat).<br />
Nehmen wir, so langsam wollen wir schließlich zurück in Richtung Ziel.<br />
Vor allem Nemo, der ist inzwischen doch schon merklich langsamer geworden, hechelt tabpfer aber mit mit heraushängender Zunge weiter &#8211; die Vorzeichen haben sich umgekehrt, nun bin ich vorne und er hinten.<br />
Aber hey, welcher von euren Freunden könnte denn bitteschön überhaupt einen Berglaufzwölfer absolvieren, wenn er vorher mehr als ein halbes Jahr kaum trainiert hat? Eben! Und die sind alle viel größer und haben viel längere Beine als Nemo! </p>
<p>Es geht aufwärts, die Strasse hinauf in denWald am Meisenberg.<br />
Hier ist schon ganz schön dämmrig, denn die Sonne ist inzwischen im Untergehen begriffen. </p>
<p>Um ein paar leichte Kurven, dann kommen wir oben unterhalb der Neutscher Höhe wieder ins Offene, folgen dem Asphaltweg noch ein Stück weiter Richtung Neutsch, am Friedhof vorbei (hier begegnen uns zwei Jogger mit Hund. Wir sind also nicht die einzigen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ), und schließlich kurz vor Neutsch links den Saar-Rhein-Main-Weg hinauf, der direkt über den breiten, großen Buckel der Neutscher Höhe führt, da wo die beiden riesenhaften Windräder stehen. </p>
<p>Hier verlässt Nemo vollends die Lust.<br />
Das merkt man immer ganz gut, er trödelt dann immer mehr, schnuffelt an jedem Gebüsch, hebt demonstrativ lange das Bein.<br />
Ist aber ok, denn auch wenn´s nun dämmert haben wir´s ja nicht eilig.<br />
Deshalb machen wir jetzt halt einfach gaaanz langsam, zoppeln im Schneckentempo durch die schönen Hochwiesen.<br />
Nemo säuft noch eine Riesenpfütze leer und lässt sich mit Leckerlis abfüttern, die ich genau für so eine Situation eingesteckt habe, und ich genieße derweil die tolle Aussicht über den dämmrigen Odenwald bis nach Schloss Lichtenberg und zum Otzberg. </p>
<p>Irgendwann sind wir dann oben, laufen direkt an den gewaltigen, hellen Windrädern vorbei und erreichen kurz darauf wieder der quer verlaufende Hutzelstrasse.<br />
Leider etwas zu spät für den Sonnenuntergang (der kann von hier oben atemberaubend schön sein), aber der nachglühende Abendhimmel über der schattigen Rheinebene ist auch hübsch&#8230;</p>
<p>Fast geschafft, vielleicht noch anderthalb Kilometer bequeme Hutzelstrasse südwärts über die hügelige Hochebenen. Wir machen gaanz langsam, mit vielen Pinkelpausen (ich brauch keine, aber Nemo lässt es sich nicht nehmen, jedes zweite Grasbüschel zu seinem persönlichen Eigentum zu urinieren) und kleinen Schritten, vorbei am Hof Grünau und dem Neutscher Hof, durchs Wäldchen am Ober-Beerbacher Sauteich, und dann sind wir durch, laufen mit dem letzten gräulichen Schimmer Tageslicht zufrieden und entspannt am Ziel ein.</p>
<p>Nemo wird heute abend gut schlafen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Strecke: 11,8 km<br />
Zeit: Nicht genommen<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 21,1% (2,49 km von 11,8 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/11/118er-modautalrunde.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/11/118er-modautalrunde.jpg?w=150" alt="" title="11,8er Modautalrunde" width="150" height="109" class="alignnone size-thumbnail wp-image-7087" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wunderschöne Runde durchs Fischbachtal (15 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/09/23/wunderschone-runde-durchs-fischbachtal-15-km/</link>
<pubDate>Wed, 23 Sep 2009 21:01:11 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/09/23/wunderschone-runde-durchs-fischbachtal-15-km/</guid>
<description><![CDATA[Die Tour gestern, bei milder Früherbstsonne durch den nördlichsten Zipfel des Odenwalds, hat mir ric]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Die Tour gestern, bei milder Früherbstsonne durch den nördlichsten Zipfel des Odenwalds, hat mir richtig gut getan: Endlich mal wieder ein runder Lauf, ohne schwere Beine und Unlust, an dessen Ende der Kopf ein bisschen freier war als vorher. </p>
<p>Heute war das Wetter genausogut wie gestern, vielleicht sogar noch einen Tick schöner: Wieder wieder freundlicher Sonnenschein und blauer Himmel mit ein paar weissen Schäfchenwolken, eine sanfte, aromatische Brise, angenehme Temperaturen um die 20°.<br />
Genau die richtigen Bedingungen, um mir gleich nochmal was Gutes zu tun, also bin ich auch heute wieder gestartet. </p>
<p>Wieder im Odenwald, da ist es gerade einfach am schönsten.<br />
Allerdings war mir nach den leichten Hügeln von gestern heute nach etwas mehr Anspruch, deswegen bin ich ein bisschen weiter nach Süden ausgewichen, ins Fischbachtal.<br />
Das ist zwar nur einen Katzensprung von meiner gestrigen Route entfernt, aber hier hat der Odenwald schon richtig angefangen &#8211; keine Hügel, stattdessen geht´s hier schön ordentlich bergauf und bergab.<br />
Außerdem ist es eines schönsten Täler des Odenwalds und hatte mit dem Dörfchen Billings auch noch eine bisher unerlaufenen Ort zu bieten.<br />
Also ideal um sich ein bisschen die Laune gut zu laufen.</p>
<p><!--more--><br />
Eine genaue Route hab´ ich heute mal nicht geplant.<br />
Stattdessen hab´ ich mir grob angeschaut, wie ich laufen wollte und die Wanderkarte mitgenommen, um die genaue Streckenführung spontan zu entscheiden, nach Lust, Laune und danach, wo ich vorher noch nicht gewesen war.<br />
Ein bisschen ins Unbekannte und halb ins Blaue, das fühlte sich heute irgendwie richtig an.</p>
<p>Als Ausgangspunkt hatte ich mich für das Dörfchen <a href="http://modautal.cross-mail.com/modules.php?name=MiscContent&#38;grp=ortsteile&#38;select=luetzelbach">Lützelbach</a> auf der Passhöhe unterhalb der Neunkircher Höhe ausgesucht.<br />
Das ist nicht nur sehr hübsch (vgl. <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/10/08/wieder-mal-ins-modautal-mit-bedingt-ansehnlichen-fotos-127-km/">hier</a>), sondern hat auch den Vorteil, dass es auf einer Art natürlicher &#8220;Stufe&#8221; liegt, von der aus es in drei verschiedene Täler geht &#8211; im Südwesten öffnet sich das Modautal, im Nordwesten geht´s steil runter ins Johannisbachtal, und im Nordosten liegt das Fischbachtal (nur im Südosten geht´s bergauf, hoch zur mächtigen Neunkircher Höhe).<br />
Entsprechend ein sehr günstiger Ausgangspunkt.</p>
<p>Ich starte auf dem großen Wanderparkplatz vor dem westlichen Ortseingang.<br />
Der ist vollkommen leer, Mittwochs kurz nach 17:00 ist nicht gerade die Stoßzweit für Ausflügler.<br />
Mir ist´s recht, da hab´ ich den Odenwald für mich allein&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
Auch hier oben ist es richtig herrlich, warm und hell und schön, allein hier zu sein tut schon ein bisschen gut. </p>
<p>Nach dem Start laufe ich erstmal ins Dorf rein, biege direkt nach dem prächtigen Fachwerkhaus des &#8220;Spitzewirt&#8221; links in die Brunnengasse ein, auf der es dann 200 m. zwischen alten Gehöften und Scheunen und kleinen Häusern nach Nordwesten zum Lichtenberger Weg geht, an dem das Dorf auch schon fast wieder in die weiten, sonnigen Felder der kleinen Hochebene übergeht (hier hat´s gerade mal ca. 430 Einwohner, da ist man schnell am Ortsrand). </p>
<p>Rechts den Lichtenberger Weg hoch, nun leicht aufwärts und vorbei an mehr wunderschönen alten Fachwerkgebäuden die im rotgoldenen Sonnenlicht erstrahlen (u.a. auch dem kleinen Häuschen mit der <a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/09/inschrift.jpg">wunderbar fatalistischen Inschrift</a>), nach 150 m. dann links den Klein-Bieberauer Weg runter. </p>
<p>Diesen Teil von Lützelbach kenne ich noch gar nicht, hier bin ich noch nie gewesen.<br />
Aber auch hübsch, die Häuser hier sind neuer, geräumig, von schönen Gärten umgeben. Besonders links des Weges stehen ein paar tolle Exemplare, große Einfamilienhäuser in Holzbauweise, hinter denen es sanft bergab in das kleine Wiesental unterhalb des Dorfes geht.<br />
Zweifellos eine der schönsten Wohnlagen in ganz Modautal. </p>
<p>Am Ende des Klein-Bieberauer Wegs wartet der prächtige, bereits ganz leicht rot und gelb angehauchte Wald auf mich.<br />
Hier muss ich mich zum ersten Mal entscheiden: Will ich geradeaus den Weg M1 runter, oder lieber halbrechts auf den Weg L2. </p>
<p>L2 führt zum Wildfrauhaus, einem Naturdenkmal, das ich mir schon lange mal ansehen wollte.</p>
<p>M1 führt zwar dran vorbei, aber auf den ersten Blick sieht er irgendwie verlockender aus.<br />
Hmm&#8230;</p>
<p>Zum Glück hab´ ich ja die Wanderkarte dabei, und die sagt:<br />
Irgendwo weiter unten auf dem M1 gibt´s einen unmarkierten Trampelpfad, der direkt hoch zum Wildfrauhaus und auf den L2 führt.<br />
Geht also beides.</p>
<p>Dilemma gelöst, zufrieden laufe ich geradeaus, auf dem M1 in den grünstrahlenden Halbschatten unter den Baumwipfeln.<br />
Es geht bergab, und zwar ordentlich, den felsigen, steilen Hangwald hinab, an dessen unterem Ende sich das mehr als 150 m. tiefer liegende Johannisbachtal öffnet.</p>
<p>Wunderschön hier.<br />
Hohe, alte Bäume ziehen sich den Abhang hinunter, dazwischen finden sich immer wieder großen, moosigen Felsen, die wie geduckte, verwitterte Gestalten in Grüppchen beisammensitzen. Der Wald fühlt sich einsam an, fast ein bisschen verwunschen, so als würde hier kaum mal ein Mensch vorbeikommen (stimmt vermutlich auch).<br />
Dazu dann noch das herrliche, intensive Vorabendlicht, dessen rotgoldene Strahlen allenthalben ihren Weg durch die dichten Baumkronen finden und strahlende Muster auf den Boden und die Felsen mahlen&#8230;<br />
Bereits nach ein paar Schritten bereue ich es, heute keinen Foto dabeizuhaben.</p>
<p>Nach etwas über einem halben Kilometer führt der Weg unter einer gewaltigen, hohen Felsformation entlang, die ein aufgestelltes Schild als Lindenstein identifiziert, direkt danach geht´s um eine Scharfe Kurve in ein sanftes Bachtal, in dessen Einkerbung sich weitere Felsen moränenartig den Hang hinunterwälzen.</p>
<p>Den Trampelfpad, der mich zurück aufwärts zum Wildfrauhaus bringen soll, übersehe ich allerdings fast, so klein und unscheinbar ist er. Zum Glück hat jemand ein selbstgemachtes Schild daneben angebracht, auf dem mit Buntstiften eine Art Wichtelmännchen gemalt ist.<br />
&#8220;Hallo, ich bin Blumi&#8221;, steht darunter (in einer Handschrift, die nach &#8220;Mama&#8221; aussieht), &#8220;und wenn ihr hier seid, dann seid ihr falsch&#8221;.<br />
Na gut, Blumi, wenn du meinst, dann probier´ ich eben mal das Pfädchen aus. </p>
<p>Wie gesagt: Schmal und unscheinbar, und außerdem sacksteil.<br />
Auf dem letzten Dreiviertelkilometer seit Lützelbach hab´ ich ca. 50 oder 60 HM verloren, die muss ich mir auf die nächsten knapp 300 Metern wieder zurückholen.<br />
Geht gut in die Beine und strengt ordentlich an, aber ich bin ja guter Dinge und taufrisch, außerdem entschädigt die tolle, felsige Umgebung für den Aufwand.<br />
Bereits nach ein paar Metern bin ich an der Spitze des Lindensteins, danach geht´s gewunden und abenteuerlich den verwunschenen Hang hinauf, wobei mir noch zwei weitere Handgemalte Schilder mit Wichteln begegnen, die durch die jeweiligen Aufschriften als &#8220;Lolli&#8221; und &#8220;Krönchen&#8221; identifiziert werden.<br />
Hier scheint vor kurzem ein ziemlich cooler Kindergeburtstag stattgefunden zu haben&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Schließlich umrunde ich schnaufend einen weiteren titanischen Felsklotz (laut Inschrift der &#8220;Großherzog-Ernst-Ludwig-Stein&#8221;) und erreiche direkt danach das untere Ende vom <a href="http://www.panoramio.com/photo/2479938">Wildfrauhaus</a> an. </p>
<p><em>Der Sage nach sollen hier vor langer, langer Zeit ein wilder Mann und eine wilde Frau gelebt haben (so eine Art Feenwesen oder Waldgeister), die in der Heilkunde bewandert waren und die Krankheiten und Verletzungen der Dorfbewohner aus der Gegend behandelten.<br />
Eines Tages hatten die Dörfler jedoch genug von medizinischer Gratisversorgung und beschlossen, die beiden Gestalten einzufangen.<br />
Sie konnten allerdings nur den wilden Mann erhaschen, und als sie ihn wegschleiften, rief ihm das Wildweiblein hinterher &#8220;Sag alles, aber nicht wozu die wilden Selben (= Salbei) gut sind&#8221;.<br />
Seitdem lebten keine wilden Leute mehr hier, und die Bauern der Umgebung mussten die nächsten Jahrhunderte ohne die Heilkunde der Waldbewohner (aber dafür wahrscheinlich mit Beulenpest, Abszessen und Zahnweh) durchstehen&#8230;<br />
(Eine ähnliche Sage gibt es auch vom Wildweibchenstein, der ein paar Kilometer entfernt beim Rodenstein steht, aber dort sollen zwei Wildweiblein gewohnt haben). </em></p>
<p>Wenn man das Wildfrauhaus von unten sieht, möchte man durchaus glauben, dass hier einmal wilde Leute gewohnt haben, denn die gewaltige Felsformation erhebt sich im Hang wie eine kleine Burg mit Felsentürmen und vielen geheimnisvollen Ritzen und Spalten, und strahlt in der Tat eine majestätisch-mystische Atmosphäre aus.<br />
Ich folge dem Pfädchen weiter aufwärts, um die Südflanke der Felsen herum bis nach oben, wo nicht nur eine Infotafel mit der soeben berichteten Sage steht, sondern auch zwei pausbäckige Gartenzwerge, die jemand in die Felsen gestellt hat, und die irgendwie perfekt zu diesem Ort passen (ich lupfe meine Mütze und nicke den beiden freundlich zu, schließlich habe ich genug Märchen und Sagen aus dem Odenwald gelesen, um zu wissen, dass man Vertretern des kleinen Volkes, das tief im Wald unter den Felsen wohnt, mit Respekt und Höflichkeit begegnen muss.<br />
Selbst wenn sie aus Kunststoff und Keramik zu sein scheinen, man weiss ja nie&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ).<br />
Schöner Ort! </p>
<p>Direkt über dem Wildfrauhaus (das von oben übrigens weniger spektakulär aussieht, war also eine gute Entscheidung, den Umweg über den steilen Trampelpfad zu wählen) stosse ich auch wieder auf den Weg L2, der bequem und schnörkellos nach Osten durch den Wald verläuft, irgendwann eine scharfe Rechtskurve macht, und schließlich im Wiesental unterhalb vom Scheidkopf den Waldrand erreicht. </p>
<p>Hier war ich schonmal, ein paar Meter weiter rechts liegen ein paar Fischteiche, die früher mal dem Opa von meinem Freund <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/09/15/hutzelstrasse-aufs-felsenmeer-128-km/">Lutz</a> gehört haben.<br />
Kann mich noch gut erinnern, wie wir vor 15 oder 20 Jahren mal eine Radtour dorthin zum Zelten unternommen haben &#8211; meine sportlichen Freunde auf ihren tollen Mountainbikes vorneweg, während der pummelige Junge mit der Brille und dem Dreigangfahrrad (= Ich) bei jedem Anstieg (und davon gibt´s eine Menge im Odenwald) gnadenlos abgekackt hat.<br />
Aber die Zeiten ändern sich &#8211; gerade vor ein paar Wochen war ich ja <a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/09/dscf5497.jpg">mit den Jungs von damals im Odenwald wandern</a>, und dieses Mal war´s nicht ich, der abgekackt hat.<br />
Ha!<br />
 <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  </p>
<p>Heute geht´s allerdings nicht rechts zu den Fischteichen, sondern ein paar Meter geradeaus, dann links auf einen unmarkierten (aber mit einem Wegweiser nach Lichtenberg versehenen) Feldweg, der geradewegs durch die sattgrünen, lieblichen Weiden und Schilfdickichte des kleinen Tals nach Osten führt.<br />
Pralle Sonne von schräg hinten, traumhaftes Licht, wohlige Wärme, dazu ein angenehmes Lüftchen, das ein bisschen nach Heu und ein bisschen mehr nach den schönen, bunten Kühen riecht, die allenthalben wiederkäuend in den Wiesen stehen und mein Durchlaufen mit einer Mischung aus phlegmatischen Desinteresse und leichter Beunruhigung zur Kenntnis nehmen.<br />
Herrlich hier, läuft sich quasi von selbst.</p>
<p>800 m. dem Talgrund hinterher, dann geht´s halbrechts und wieder aufwärts, bis zur Kreuzung am Waldrand auf dem unteren Südwesthang der Altscheuer.<br />
Auf deren Gipfel will ich als nächstes, entsprechend folge ich dem roten Quadrat des Main-Stromberg-Weges aufwärts in den Wald.<br />
Dieses Stück bin ich bisher nur gewandert, und zwar nur in der entgegengesetzten Richtung, also bergab.<br />
Dabei ist es mir irgendwie nie so steil vorgekommen&#8230;</p>
<p>Aber steil ist es, 60 Höhenmeter auf weniger als einen halben Kilometer, da merkt man doch deutlich, was die sanften Hügel von gestern von einem gestandenen Mittelgebirgsberg unterscheidet (nämlich ein Satz muckernder Wadenmuskeln, etliche verbrannte Extrakalorien, und eine erkleckliche Menge Schweiß &#8211; Uffa!).  </p>
<p>Aber ich halte natürlich durch, schließlich macht´s mir gerade richtig Spaß und außerdem überhole ich unterwegs einen Spaziergänger mit lustigem Wuschelhund (der gerne mit mir mitjoggen würde [der Hund, nicht der Spaziergänger], aber nicht darf), da will man sich natürlich keine Blöße geben. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>400, 500 m. den steilen Hang hoch, dann erreiche ich den Querweg auf Höhe der Kernbacher Hütten, zweier beschaulicher alter Häuser, die einsam auf einer kleinen Hangwiese mitten im Wald stehen. </p>
<p>Hier geht´s links auf den Querweg, dann nehme ich die erste rechts, zumindest für ein paar Meter. Dann fällt mir auf, dass der Weg zu flach und zu bequem ist, um auf den Gipfel der Altscheuer zu führen (zwei vorbeischlendernde Spaziergänger bestätigen mir das). </p>
<p>Also kurz zurück und die nächste rechts, die ist auch wieder mit dem roten Quadrat des  Main-Stromberg-Wegs gekennzeichnet und weit weniger flach und bequem, so wie sich´s gehört, wenn man auf ganz nach oben will.</p>
<p>Noch ein halber Kilometer aufwärts durch den sonnigen Wald, vorbei an Edelkastanien, Kirschbäumen und einem ominös summenden Sendemast, dann erreiche ich den Eingang zur Heuneburg auf dem Gipfel der Altscheuer. </p>
<p>Die <a href="http://www.schroebel.net/Fischbachtal/html/heuneburg.html">Heuneburg</a> ist ein weiteres kleines Highlight, das ich immer wieder gerne besuche: Eine jahrtausendealte keltische Ringwallanlage, die die gesamte einsame Bergkuppe der Altscheuer umschließt.<br />
Sehr stimmungsvoll, sowohl die uralten Fundamente der Ringmauer, die man heute noch erkennen kann, als auch die seltsam anmutenden Steingruppen, die innerhalb der Anlage zu finden sind (und von denen gemunkelt wird, dass eine kultische Bedeutung für die hier lebenden Kelten hatten).<br />
Natürlich hat auch die Heuneburg einige lokale Sagen hervorgebracht.<br />
<em>So sollen die Steinformationen und mächtigen Erdwälle das Werk von Riesen sein sollen (daher auch der Name &#8211; &#8220;Heune&#8221; ist eine alte Version von &#8220;Hüne&#8221;).<br />
Ein einsiedlerisches Ehepaar dieser Riesen soll hier oben seine Wohnstätte gehabt haben. Als die Riesenfrau eines Tages weiter als sonst üblich von ihrer Heimstatt ins Tal wanderte, stiess sie dabei auf einen Bauern, der mit seinem Ochsen gerade ein Feld pflügte.<br />
Da sie so etwas noch nie zuvor gesehen hatte, schnappte sie sich den armen Landwirt und den Pflug mit Zugtier, und trug alles in ihrer Schürze hinauf auf den Berg zu ihrem Mann, um ihm zu zeigen, was für seltsame Tierchen sie gefunden habe.<br />
Was danach aus dem Bauern oder den Riesen geworden ist, ist nicht überliefert, aber noch aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wird berichtet, auf Schloss Lichtenberg gäbe es ein paar gewaltige Beinknochen, die angeblich von einem Riesen stammten&#8230; </em> </p>
<p>Obwohl ich schon einige Mal hier oben war, mache ich selbstverständlich eine kleine Pause und schaue mich ein wenig um, vorbei an der kleinen Schutzhütte zu den seltsamen Felsengruppen über dem steil abfallenden Westhang, dann weiter zum ehemaligen Haupttor an der Ostseite des Ringwalls, wo ein schlichtes Holzkreuz mit einem irischen Segensspruch eine Station des lokalen <a href="http://www.st-jost.fischbachtal.de/">Pilgerwegs St. Jost</a> markiert.</p>
<p>Eigentlich hatte ich geplant, von hier aus weiter dem Main-Stromberg-Weg zu folgen, der von hier aus steil abwärts direkt auf den Bergsattel am hinteren Ende von Lichtenberg führt.<br />
Aber den bin ich schon so oft gewandert/spaziert, also entscheide ich mich spontan um und nehme den Lokalweg F2, der als abenteuerliches Trampelpfad unterhalb der Kuppe halblinks um die nördliche Bergflanke herum führt. </p>
<p>Zumindest die nächsten 200 m. dann erreiche ich eine Kehre mitten im dichten Wald.<br />
F2 geht hier ganz scharf nach rechts in Richtung Lichtenberg.<br />
Aber geradeaus, da führt ein unmarkiertes Minipfädchen geradewegs den Hang runter, rapide abwärts in ein dunkles Dickicht aus verwachsenen Tannen, mittenrein ins Unbekannte.<br />
Das ist einfach zu verlockend. </p>
<p>Geradeaus, das Minipfädchen runter.<br />
Steil, ganz steil bergab, durch die schmale finstere Gasse aus nadligen Zweigen, die nach mir greifen und über Arme und Beine kratzen, über Stock und Stein und Wurzel, ohne den leisesten Schimmer, wo ich wohl rauskommen werde (oder ob ich überhaupt irgendwo rauskomme <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ).<br />
Macht einen Riesenspaß.</p>
<p>Vielleicht 200 m. bergab, genau kann ich´s nicht sagen, dann erreiche ich einen marginal breiteren Pfad, der quer zum Hang durch den urigen Wald verläuft und mit einer etwas verblichenen gelben 4 gekennzeichnet ist, mit deren Hilfe ich ihn als den &#8220;Steingeröll-Weg&#8221; westlich von Lichtenberg identifziere.<br />
Perfekt: Von jetzt an einfach der gelben 4 hinterher, dann komme ich automatisch dort raus, wo ich hin möchte! </p>
<p>Auch mit der Markierung bleibt es wunderbar abenteuerlich: Der Pfad führt weiter den Hang hinab, zwischen großen Felsen und umgestürzten Bäumen hindurch, bevor er schließlich in einen geringfügig ebeneren Weg übergeht und nach Osten den Hang entlang führt. </p>
<p>Hier unten herrscht eine geradezu verwunschene Atmosphäre: Der Wald ist einsam, still, schattig, wild, die Felsen links und rechts des Wegs türmen sich zu titanischen Formationen auf (von denen einige wirklich so aussehen, als wären sie von gewaltigen Händen aufgeschichtet worden) oder ziehen sich in beinahe unnatürlich geraden Reihen den Hang hinab, nach ein paar hundert Metern laufe ich über dem Rand eines kleinen Bachtals entlang, in dem riesige, uralte Bäume wie Streichhölzer abgeknickt sind und kreuz und quer übereinander liegen.<br />
So langsam kann ich verstehen, warum die Menschen früher geglaubt haben, dass hier oben Riesen hausen&#8230; </p>
<p>Der Weg windet sich eine ganze Weile an der Bergflanke entlang, einmal führt er über eine kleine Lichtung an deren Enden zwei rostige alte Fußballtorgestelle stehen (die Seite zum Abhang hin sieht so aus, als würde jedes Tor unweigerlich eine mehrminütige such-den-Ball-im-Wald-Aktion nach sich ziehen), und irgendwann erreicht er dann den Naturparkplatz Heuneburg am hintersten Ende von <a href="http://www.schroebel.net/Fischbachtal/html/lichtenberg.html">Lichtenberg</a>.</p>
<p>Bei Lichtenberg schreibe ich jedesmal so ungefähr dasselbe, also mache ich´s heute mal kurz:<br />
Eines der schönsten Dörfer im Odenwald, grandios gelegen auf einem schmalen Bergsattel, der links und rechts steil zu den Tälern abfällt, am nördlichen Ende steht das herrliche Renaissanceschloss, darunter der kleine aber überaus feine alte Dorfkern und der wuchtige Geschützturm des Bollwerks, dahinter zieht sich dann das Dorf quasi an einer einzigen Strasse den Bergsattel hinaus, wobei fast jedes Haus eine großartige Hanglage geniesst.<br />
Ich mag Lichtenberg, und zwar richtig gerne! </p>
<p>Heute nehme ich mal nicht den Lippmanweg runter ins Dorf, sondern entscheide mich für einen weiteren kleinen Schlenker: Geradeaus die Professor-Schmieden-Str. runter (hey, da hat´s ja eine richtig nette kleine Grünanlage mit Teich am Strassenrand, ist mir noch nie aufgefallen), dann halblinks den Lokalweg F1 runter, der zwischen dem Wald und der Rückseite der großzügigen Hanggrundstücke in Richtung der Naturparkplatzes Riedbusch unterhalb des Dorfes führt. </p>
<p>Am unteren Waldrand geht´s noch kurz am offenen Wiesenabhang über dem Tal des Rodauer Bachs, links unten im Talgrund, nicht mal einen Kilometer entfernt, liegt das ruhige Dörfchen Rodau, durch das ich gestern gerade erst gerannt bin. Sieht hübsch aus von hier oben.</p>
<p>Auf dem Parkplatz halte ich mich links und laufe auf dem breiten Bürgersteig neben der L3107 aufwärts bis nach Lichtenberg hinein, wo ich bei der ersten Gelegenheit nach rechts in den Lippmanweg einbiege (auf alten Ortskern, Bollwerk und Schloss verzichte ich heute mal, die möchte ich mir aufsparen, bis ich mal wieder mit dem Foto vorbeikomme).<br />
Kurz bergauf, vorbei am Café Heuneburg (da gibt´s richtig leckeren Kuchen!), dann geht´s links die Strasse &#8220;In den Weingärten&#8221; runter.<br />
Abstieg vom Lichtenberger Bergsattel, runter ins Fischbachtal, das in der schrägen, hellen Abendsonne ein atemberaubend schönes Panorama bietet (verdammt, warum liegt der dämliche Foto bloß daheim rum anstatt sich hier nützlich zu machen).</p>
<p>Steiler Abstieg, auf dem Weg mit dem weissen V durch idyllische Wiesenhänge voll alter Apfelbäume, deren Zweige sich unter der Last der grünlichen Äpfel nach unten biegen, zwischendurch mal ein kleines Wäldchen, dann mehr Obsthaine und weidende Schafe, und schließlich bin ich unten an der Landstrasse (L3102) im Talgrund.<br />
Auch hier ist es hübsch, links über mir <a href="http://www.panoramio.com/photo/15129524">leuchtet das prächtige Schloss Lichtenberg in der langsam sinkenden Sonne</a>, darunter die bereits in Abendschatten gehüllten Häuser von Niedernhausen, vor mir die steilen Wiesen und Wälder der östlichen Talwand vor Nonrod, angestrahlt von rotem Abendlicht.</p>
<p>Das weisse V lotst mich nach rechts, kurz an der L3102 entlang (kein Fußweg, kein Seitenstreifen, wie gehabt), dann geht´s links in den Talgrund, auf einer kleinen Brücke über den Fischbach, und schließlich parallel zum Verlauf des Baches auf einem festen, fast ebenen Weg südwärts, über den Fahrweg nach Meßbach und dann <a href="http://www.panoramio.com/photo/15216928">durch weite, schöne Felder und Weiden voller Kühe</a> (so viele Kühe wie heute hab´ ich selten auf einer Tour gesehen gesehen. Alles voll, als wollte man ihnen noch mal ein paar schöne Herbsttage an der frischen Luft gönnen, bevor´s über den Winter ab in den Stall geht).</p>
<p>Die paar Minuten geht es durch den blauen Abendschatten der Altscheuer, die turmhoch an der gegenüberliegenden Talseite aufragt und die tief stehende Sonne wegblockt. Fast schon ein bisschen kühl, vor allem an meinem Nacken, der &#8211; wie üblich &#8211; mal wieder ordentlich auskühlt (Notiz an mich selbst: Nackenwärmer nicht mehr vergessen!).<br />
Dann jedoch komme ich wieder in die Sonne, die immer noch genug Kraft hat, um wunderbar warm und angenehm zu sein, auch wenn ich die Mütze tief in die Stirn ziehen muss, um nicht von ihr geblendet zu werden. </p>
<p>Noch ein paar hundert Meter, dann erreiche ich schließlich das kleine Dorf <a href="http://www.schroebel.net/Fischbachtal/html/billings.html">Billings</a>.<br />
Übrigens zum allerersten Mal, denn obwohl ich schon oft genug im Fischbachtal gelaufen bin, hab´ ich es noch nie hierher geschafft (was vor allem daran liegt, dass die Hauptwanderwege allesamt einen Bogen um das arme kleine Billings im Talgrund machen und stattdessen über die Höhen am Talrand führen). </p>
<p>Billings stellt sich als klein (wie alle Dörfer hier, selbst im Fischbachtaler Hauptort Niedernhausen leben lediglich 1300 Menschen, in Billings sind es gerade mal 350), freundlich und abendschattig heraus.<br />
Ich laufe rechts, kurz die Meßbacher Str. runter, dann schickt mich das weisse V links aufwärts die schmale, verwinkelte Berggasse hinauf in Richtung Steinau. </p>
<p>Die letzten knapp 2 Kilometer durch den Talgrund waren ziemlich eben.<br />
Damit ist jetzt Schluss &#8211; hier unten in Billings bin ich auf etwas über 200 m.ü.NN, mein Ziel in Lützelbach liegt auf ca. 400 Metern.<br />
Da braucht´s noch Einiges an Kletterei, und die fängt genau hier an:<br />
Die Berggasse hoch.<br />
Steil, anstrengend, kraftraubend.<br />
Dann ist Billings auch schon zu Ende, am lokalen Denkmal für die Weltkriegstoten geht´s weiter bergauf in die Hangweiden.<br />
Weiterhin steil, anstrengend, kraftraubend, auch wenn der Blick übers langsam im Abendschatten versinkende Fischbachtal grandios ist. </p>
<p>Nach ziemlich genau 100 m. verflacht der Weg etwas (puuh, ein Glück), führt um einen Wiesenbewachsenen Vorberg herum und windet sich schließlich weiter bergauf bis nach <a href="http://www.schroebel.net/Fischbachtal/html/steinau.html">Steinau</a> (unterwegs kommt mir die lokale Lauftreffgruppe entgegen, die sich in Teilen als etwas grußfaul erweist. Aber hey, die organisieren einmal im Jahr <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/05/01/fischbachtal-lauf-2008-126-km/"> einen netten Volkslauf</a>, also will ich ausnahmsweise mal nicht so sein&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ). </p>
<p>Steinau besteht im Prinzip nur aus einer einzigen Strasse, die sich ewig lang ein schmales Seitental hinauf zieht (das, wenn man ihm weiter nach aufwärts folgt, direkt unterhalb von Neunkirchen endet).<br />
Ich komme heute mal am oberen Ende vom unteren Drittel dieser Strasse an, direkt in der zweiten Serpentine über dem Talgrund.<br />
Von da aus geht´s einfach geradeaus, die Hauptstr. hoch. </p>
<p>250 m., vorbei alten Bauernhöfen, vorbei an der urigen Dorfkneipe, vorbei am imposanten Schulhaus, vorbei am Dorfdenkmal, und dann rechts, runter ins Seitental, auf der anderen Seite den schattigen, mit Hecken bewachsenen Hang hoch, bis ich schließlich den Asphaltweg am Osthang über von Steinau erreiche. Laut Wanderkarte unmarkiert, tatsächlich sticht mir aber ein paar Mal der Marker F4 ins Auge (vielleicht neu&#8230;). </p>
<p>Hier geht´s links, den Heilig-Buche-Weg (gelbe 7) über Steinau entlang durch die Bergwiesen.<br />
Natürlich auch wieder bergauf. Nicht wirklich steil, aber da ich mich inzwischen wegen dem schwindenden Tageslicht spute, komme ich doch ganz schön außer Atem &#8211; inzwischen ist nämlich praktisch das ganze Tal im Schatten der Berge, auch wenn der Sonnenuntergang noch ein Stückchen weg ist &#8211; lediglich die hohen Regionen der östlichen Hänge kriegen noch direkte Sonnenlicht, und natürlich das immer noch strahlende Schloss Lichtenberg auf seinem Sporn am unteren Talende. </p>
<p>300 m. über Steinau entlang, dann geht´s rechts ab, in den Wald unterhalb vom Steinkopf hinein.<br />
Hier ist es bereits stockfinster und ziemlich frostig, also schalte ich noch einen Gang hoch, auch wenn´s inzwischen richtig Kraft kostet.<br />
Aber dafür ist der Weg vorerst relativ eben, führt am Hang über dem Talende mehr als ein langes Stück westwärts in Richtung Lützelbach, wobei das letzte Stück unmarkiert und etwas schlechter ist.<br />
Erst nach ca. 700 m. wird´s noch ein letztes Mal steil, als der Weg zusehendends nach links abknickt und den Hang hinauf führt.<br />
Hier geht mir dann auch endgültig die Puste aus, die letzten 50 m. stolpere und keuche ich nur noch im Schneckentempo voran, dann erreiche ich den Lokalweg L1, wo ich erstmal 30 Sekunden durchatmen muss. </p>
<p>Hier war ich schon mal, nun ist es nicht mehr weit. Weiter westwärts, kurz darauf der Waldrand, es geht durch ein paar brachige Wiesen und über den (hier oben noch sehr kleinen) Fischbach, dann bin ich auch schon wieder in Lützelbach, das inzwischen ebenfalls in blaue Abendschatten gehüllt ist.<br />
Noch schnell am Gerätehaus der Feuerwehr vorbei, rechts den Märzweg runter auf die Brandauer Str. und auf der dann im Semisprint zum Start und Zielpunkt auf dem Naturparkplatz am westlichen Ortsende.<br />
Uuund&#8230; </p>
<p>&#8230;fertig!</p>
<p>Richtig schön!<br />
Eine perfekte Mischung aus herrlichem Wetter, wunderbarer Landschaft, großen und kleinen Entdeckungen, neuen Wegen und altbekannten Orten, anspruchsvoller aber nicht zu anstrengender Strecke, und ganz viel Spaß und Genuss.<br />
So wie´s idealerweise immer sein soll.<br />
Bloß der nicht mitgenommen Foto, der wurmt mich immer noch etwas.<br />
Aber ich komm´ ja sicher mal wieder her, da kann ich die heute nicht gemachten Bilder ja vielleicht nachholen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Strecke: 15 km<br />
Zeit: 1:36 h (= 9,375 km/h bzw. 6:24 min/km)<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 88,87% (13,33 km von 15 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/09/durchs-fischbachtal.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/09/durchs-fischbachtal.jpg?w=129" alt="Durchs Fischbachtal" title="Durchs Fischbachtal" width="129" height="150" class="alignnone size-thumbnail wp-image-6399" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Bergtour in die Sommernacht: Neutscher Höhe und Beerbachtal (18,8 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/06/28/bergtour-in-die-sommernacht-neutscher-hohe-und-beerbachtal-188-km/</link>
<pubDate>Sun, 28 Jun 2009 21:58:16 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/06/28/bergtour-in-die-sommernacht-neutscher-hohe-und-beerbachtal-188-km/</guid>
<description><![CDATA[Gestern: Kleine Wanderung (eigentlich nur ein längerer Spaziergang, wir waren gerade mal etwas über ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Gestern: Kleine Wanderung (eigentlich nur ein längerer Spaziergang, wir waren gerade mal etwas über 3 Stunden unterwegs) mit Freunden durch Rheinhessen und die Pfalz, danach gemütlicher Grillabend in wunderschöner Lage, auf dem Grillplatz am Warteturm über Albisheim an der Pfrimm, einem überaus hübschen Plätzchen, das <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/05/03/projekt-westwarts-durchs-zellertal-143-km/">ich letztes Jahr beim Laufen entdeckt habe</a> (da sieht man´s endlich mal, dass das doch zu was nütze ist).</p>
<p>Heute: Der Tag danach, fühle mich matschig, kopfschmerzig, verkatert &#8211; was ok gewesen wäre, wenn ich wenigstens was getrunken hätte, aber bis auf vielleicht 0,4 l Weisswein, verteilt über den ganzen Abend, war ich trocken geblieben.<br />
Kater ohne Suff, da merkste, dassde alt wirst&#8230;</p>
<p>Entsprechend war mir auch gar nicht nach laufen, zumal´s draußen unglaublich schwül und stickig war.<br />
Aber bisher standen ja erst zwei Läufe und knapp über 30 km diese Woche zu buche, und ein bisschen mehr wollte ich dann doch noch erreichen.</p>
<p>Also hab´ ich mir am Abend, als meine dämmrigen Lebensgeister so langsam wieder erwacht waren, doch noch schnell eine Route zusammengesucht. Nicht zu kurz sollte es, um wenigstens noch die 40 Wochenkilometer vollzumachen. Aber auch nicht zu lang, so richtig gut war ich ja nicht drauf. Und in der Nähe, aber mit neuer Strecke, und am liebsten in Richtung Odenwald, weil ich da Lust drauf hatte und es da oben zweifellos weniger schwül und stickig sein würde als unten in der Rheinebene.</p>
<p>Am Ende suchte ich mir eine Strecke über die Neutscher Höhe und durchs Beerbachtal aus &#8211; an sich bekanntes Terrain, aber mit genug unerforschten kleinen Nebenwegen, um´s interessant zu machen.<br />
Aufs genaue Ausmessen hab´ ich aus Zeitgründen verzichtet.<br />
Ich schätzte die Tour einfach mal auf 10 bis 12 km, das klang genau richtig (und war ordentlich danebengeschätzt, wie sich später rausstellen sollte).</p>
<p><!--more--><br />
Start sehr spät, so gegen 21:00 Uhr in Ober-Beerbach, auf dem Parkplatz &#8220;Am Mühlfeld&#8221; über dem Beerbach. Hier unten in der Talmulde war die Sonne schon fast weg, auf dem besten Weg hinter den Bergen der Bergstrasse zu versinken.<br />
&#8220;Nicht schlimm&#8221;, dachte ich mir, &#8220;sind ja nur 10 oder 12 km, Sonnenuntergang ist erst in einer halben Stunde und danach dämmert´s noch ewig, das schaffste locker bevor´s ganz dunkel wird&#8221;.<br />
Jaaaa, genau&#8230;</p>
<p>Und Start, durchs abendlich-friedliche Odenwalddorf. Die Ernsthöfer Str. hoch, unter der erhöht stehenden hübschen Kirche durch, dann links in den Neutscher Grund und auf einer Seitenstrasse, in der ich noch niemal zuvor gewesen war, aufwärts aus dem Dorf raus in Richtung Neutscher Höhe.<br />
Tempo recht ordentlich aber nicht übertrieben, lief eigentlich ganz gut, nachdem ich erstmal angefangen hatte.</p>
<p>Wie immer wunderschön hier oben. In letzter Zeit hab´ ich mich ja viel in Rheinhessen rumgetrieben, und finde die Landschaft dort inzwischen durchaus reizvoll und interessant, aber zur Abwechslung mal wieder ein bisschen Odenwald, das tat richtig gut: Weite Hangwiesen auf denen blökende Schafe und zottige Kühe (Galloways? Schottische Hochlandrinder?) weiden, zirpende Grillen, ein einsamer Raubvogel am Himmel, das hohe grünbraune Gras auf den Hügelflanken wiegt sich in der Abendsonne, schimmert mal golden, mal silbrig. Dazwischen ein schmale Versteckte Täler, ein paar Felder und Gärten, und natürlich der dichte, dunkelgrüne Wald.<br />
Friedlich, ruhig, herrlich pastoral und idyllisch&#8230;</p>
<p>Irgendwo hier muss mir dann auch die einzige Getränkeflasche, die ich heute mitgenommen hatte, aus dem Gürtel gefallen sein, ohne dass es mir aufgefallen wäre &#8211; das sollte sich später dann noch ein bisschen rächen.</p>
<p>Immer weiter aufwärts auf mehr oder weniger steilen Feld- und Wiesenwegen, allesamt gut zu laufen und unmarkiert, bis ich schließlich die Hutzelstr. erreichte, oben auf dem breiten, offenen Plateau der Neutscher Höhe, von wo man normalerweise einen tollen Blick nach Westen und Norden hat (heute nicht so sehr, zu diesig, aber hübsch war´s trotzdem, wie es in der Abendsonne leicht rötlich angehaut dalag).<br />
Kurz links den Asphaltweg entlang, dann aber gleich wieder rechts und auf einem schmalen, überwucherten, noch nie zuvor gelaufenen (zumindest von mir, irgendjemand anderes wird hier sicher schon mal langgekommen sein&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ) Feldwegen durch die goldgelben Felder (weitgehend unmarkiert, nur auf einem kurzen Querweg zeigte sich mal kurz das rote S des Alemannenwegs).<br />
Das ist Sommerabendlandschaft hier oben, wenn der Abendwind weht und die schräge Sonne mit letzter Kraft über den Ilbeskopf lugt und die Grillen zirpen und man höchstens mal ein paar Ziegen auf ihrer Weide begegnet, dann ist es einfach nur schön&#8230;</p>
<p>Runter in den winzigen Modautaler Ortsteil <a href="http://modautal.cross-mail.com/modules.php?name=MiscContent&#38;grp=ortsteile&#38;select=neutsch">Neutsch</a>, nachdem die ganze Anhöhe benannt ist.<br />
Gegen Neutsch wirkt selbst das friedliche Ober-Beerbach groß und geschäftig &#8211; das Dörfchen liegt (relativ) weitab der großen Durchgangsstrassen in einer kleinen Mulde am Rand der Hochebene zwischen Wald, Feldern und Wiesen, unterhalb der riesigen weißen <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/img_0060.jpg">Windkraftanlagen</a>, die zu seinem inoffiziellen Wahrzeichen geworden sind.<br />
Außen ein paar etwas neuere Wohnhäuser, im Ortskern vor allem alte Bauernhöfe mit viel Fachwerk. Strassen gibt´s zwar mehrere, aber keine Strassennamen, alle Häuser hier haben einfach nur eine Hausnummer (also &#8220;Neutsch 1&#8243;, &#8220;Neutsch 17&#8243;, &#8220;Neutsch 38&#8243; usw).<br />
Hier ist es echt pastoral, und wenn´s hier oben ein bisschen flacher wäre, und ein paar mehr Birken und weisse Lattenzäune rumstehen würden, würde sich´s ein bisschen anfühlen wie aus einem Astrid-Lindgren-Roman&#8230;</p>
<p>Ich lief über die Strasse &#8220;Neutsch&#8221; ein (vorbei an einer älteren Dame, die irgendwas unverständliches in einem seltsamen Tonfall nuschelte &#8211; &#8220;Huuujoujoujoaa&#8221; oder so ähnlich), lief dann rechts in die Strasse &#8220;Neutsch&#8221;, lief vorbei am Gasthaus Lautenschläger (Zielpunkt <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/10/25/hoch-in-die-berge-jugenheim-neutsch-115-km/">dieses Laufs</a>) und bog dann im Dorfkern links in die Strasse &#8220;Neutsch&#8221; ein, auf der ich abwärts auf der K137 in Richtung Modau und Frankenhausen aus dem Dorf rauslief.</p>
<p>Eigentlich sah der Plan vor, dass ich hier irgendwo rechts durch einen Verbindungsweg auf die Anhöhe nordöstlich von Neutsch komme und dort in den Wald am Hasenlauf reinlaufe.</p>
<p>Uneigentlich konnte ich den Verbindungsweg allerdings nicht finden (vielleicht verpasste ich ihn auch, wer weiss&#8230;).<br />
Hm.<br />
Ich versuchte es nochmal über die <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0220.jpg">Zinsel-Kapelle</a> am Hang über der Strasse (viele kleine, unebene Stufen hoch, dann kurz auf die Wiese hinter dem hübschen Kirchlein) und einen Nebenweg, der allerdings vor einem einzeln stehenden Wohnhaus am Waldrand endete, dann gab´ ich auf &#8211; kein klarer Durchgang zur eigentlich geplanten Route, dann eben anders: Statt durch den Wald lief ich nun einfach die Landstrasse runter, von der ich wusste, dass sie mich an genau denselben Punkt führen würde wie die eigentlich vorgesehenen Waldwege.</p>
<p>Abwärts auf dem Asphalt, links der eingezäunte Berghang mit den <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0197a.jpg">Zucht-Damhirschen</a>, von denen <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/08/17/nordlicher-odenwald-mit-ingo-ein-laufbericht-mit-fotos-162-km/">mich letzes Jahr mal einer in die Hand geknapst hat</a>. Heute liess ich sie mal links liegen, einmal vom Hirsch gebissen werden reicht&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Normalerweise würde ich mich an dieser Stelle ein bisschen darüber beschweren, dass ich die Landstrasse runterlaufen musste, denn natürlich war sie relativ uneinsichtig (ein paar waldige Kurven) und verfügte weder über Seitenstreifen noch einen Fuß-/Radweg.<br />
Aber heute war das überhaupt kein Problem &#8211; Sonntagabend halb Zehn Uhr abends ist auf der Strasse zum/vom Nicht-Mal-300-Seelen-Dörfchen Neutsch nämlich gar nix los, ich hatte die Fahrbahn für mich alleine.<br />
Angenehm.</p>
<p>Nach ein paar hundert Metern die Einmündung in die Landstrasse von Frankenhausen nach Modau, hier bog ich rechts ab und lief zwischen dem dichten, dunklen Wald und den Wiesen des schon im blauen Abendschatten versinkenden Neutscher Bach-Tals weiter abwärts. Auch hier: Kein Verkehrsteilnehmer auf der Landstrasse außer mir, bequem und abfallend war´s auch, so lässt sich´s aushalten&#8230;.</p>
<p>Fast ein Kilometer talwärts, immer am linken Strassenrand und mit gespitzten Ohren, ob da nicht vielleicht doch ein Auto käme (Antwort: Nö), dann bog ich scharf links auf einen Waldweg unter dem &#8220;Hainbühl&#8221; ab.</p>
<p>Hier im Wald, am Südosthang den schmalen Bergtals, war es kühl und vor allem schon ziemlich düster, da merkte man erstmal richtig, dass es so langsam zu Ende ging mit dem Tageslicht.<br />
Aufwärts, auf einem ordentlichen aber namenlosen (zumindest laut Wanderkarte) Waldweg, über einen ordentlichen aber namenlosen (zumindest laut Wanderkarte) Bach in einem kleinen Seitental, dann am Rand dieses Tals weiter bergauf, irgendwann rechts auf einen weniger ordentlichen aber genauso namenlosen (zumindest laut Wanderkarte) Pfad, der &#8211; überwuchert von Springkraut &#8211; nordwärts um das soeben hochgelaufene Bachtal herumführte, sich ein oder zweimal in eine veritable Bade- und Saunalandschaft für Wildschweine verwandelte (den Hufabdrücken nach gut angenommen), und schließlich wieder in einen besseren Waldweg mündete, auf dem ich links aus dem dunklen Wald hinaus auf die offene Anhöhe östlich von Frankenhausen gelangte.</p>
<p>Noch so´n hübsches Fleckchen. Über das lange Wiesental, das sich nach Nordosten bis zum fast 100 m. tiefer gelegene Waschenbach zieht, hat man einen wunderbaren Blick nach Norden, bis hin zum Taunus und nach Frankfurt (beides heute nur ganz schemenhaft zu erkennen), dazu gibt´s mehr Satte Hangweiden und alte Obstbäume am Wegrand, während es leicht bergab in Richtung Frankenhausen geht.</p>
<p>Kurz vor dem Ortseingang rechts, auf den Balerts-Höhen-Weg (gelbe 2). Kurvig mit feinem Kies, ein bisschen bergab, dann wieder ein bisschen bergauf durch die Wiesen, verständnislos angestarrt von den massigen Kühen (Limousin-Rinder?), die hier oben weideten.<br />
Die Sonne war inzwischen hinter dem mächtigen Frankenstein-massiv am westlichen Horizont versunken, der Abendhimmel glühte in strahlenden Rot- und Gelbtönen.</p>
<p>Abwärts, ins nächste Tal, durch die Felder am Steinbruch hinter Waschenbach den Emmertsberg runter bis an die K138 im Talgrund und dort rechts, weiter bergab in Richtung Waschenbach.<br />
Wie gehabt: Landstrasse, kein Seitenstreifen aber auch keinerlei Verkehr, entsprechend liess sie sich prima laufen. Bloß ein bisschen frisch war´s hier unten schon, kein Wunder, denn das letzte direkte Sonnenlicht war sicher schon vor einigen Stunden in das tiefe, schmale Tal gefallen.</p>
<p>Inzwischen war ich schon eine ganze Weile unterwegs &#8211; die Uhr näherte sich so langsam der großen 22, es dämmerte schon ordentlich, und ich hatte noch ein sehr ordentliches Stück vor mir &#8211; war wohl nix mit den 10 bis 12 Kilometern, die ich eigentlich geplant hatte, das sah mir mehr nach 15 bis 16 aus.<br />
Und ein bisschen Durst kriegte ich so langsam auch.<br />
Warum hatte ich bloß die doofe Flasche verloren?</p>
<p>Abgesehen davon lief´s aber noch prima, immerhin. Ich folgte der Strasse ein ganzes Stück das Tal runter, erst kurz durch die Wiesen, dann durch den Wald am Waschenbacher Steinbruch, und bog schließlich (mal wieder) links auf einen unmarkierten und (zumindest auf der Wanderkarte) nicht näher benannten Waldweg ein, der mit mit stetiger Steigung und scharfer Krümmung aufwärts brachte, bis auf den Querweg unterhalb vom Rand des nächsten Steinbruchs (nämlich dem Hinter Nieder-Beerbach).<br />
Rechts, durch den Wald, vorsichtig zwischen zwei Meterlangen Pfützen hindurch, dann aufwärts und auf dem Glasberg an den Waldrand direkt über der Steinbruchkante.</p>
<p>Wow!<br />
Toller Blick, über das gewaltige, mindestens 50 m. tief abfallende Loch in der Berflanke mit seinen schroffen Basaltwänden hinweg nach Westen und Nordwesten, auf den Frankenstein, das Mühltahl, Eberstadt und die dahinter liegende Rheinebene, bis hin zum scherenschnittartig gegen den leuchtenden Abendhimmel abgehobenen Taunus. Schööön!</p>
<p>Ich folgte dem Weg weiter, erst kurz nach Norden, dann in einer langen Linkskurve um den Nordrand des Steinbruch abwärts. Laut Wanderkarte und Google Earth sollte hier eigentlich Wald sein, tatsächlich lief ich jedoch durch einen große, relativ frisch gerodete Freifläche, über die man weiterhin einen schönen Blick nach Nordwesten hatte (auch wenn die Rodung wahrscheinlich bedeutet, dass der Steinbruch noch weiter in diese Richtung in den Berg getrieben werden soll, was ich ein bisschen Schade fand, wegen dem schönen Wald und dem schönen Weg).</p>
<p>Kurze Begegnung mit einem fliehende Rehbock, am unteren Ende des freien Stücks an einem massiven Minihäuschen vorbei (wahrscheinlich zum Unterstellen, um sich bei einer Sprengung im Steinbruch vor fliegendem Geröll zu schützen) dann wieder in den nun schon ordentlich düsteren Wald und weiter nach links und bergab bis zum Waldrand über dem unteren Beerbachtal.</p>
<p>Immerhin: Ab hier war Rückweg angesagt.<br />
Aber einige Kilometerchen hatte ich noch vor mir, das meiste davon bergauf, und es dämmerte inzwischen schon mit Macht &#8211; Plänchenlesen ging nur noch im Freien, im Schatten der Bäume war´s bereits zu dunkel.</p>
<p>Südwärts, den überraschend breiten und bequemen Asphaltweg am Waldrand entlang (zweifellos ist der als Zufahrt für den Steinbruch so gut ausgebaut), dann unvermittelt in eine Mondlandschaft aus zehnmeterhohen Kiesbergen am Wegrand, die im fahlen Licht des sterbenden Tages ziemlich beeindruckend und schroff wirkten.<br />
Dahinter dann ein wunderschönes dämmriges Seitental mit Wiesen und Obsthainen, erfüllt vom Blöken einer Schafherde am gegenüberliegenden Hang.<br />
Ich lief bis kurz vor den Breitenloh-Hof und bog dann scharf nach rechts ab, auf den Weg Mt2 (die Markierung konnte man noch erkennen), der mich durch die Wiesen- und Heckenlandschaft nach Nieder-Beerbach bringen sollte.<br />
Die Schafe verstummten nach kurzer Zeit, und auf einmal war es fast vollkommen still &#8211; so still, dass ich eine kleine Pause machte und mit geschlossenen Augen einfach ein paar Augenblicke die Ruhe genoss, in der außer dem Zirpen der Grillen nichts zu hören war &#8211; keine Motorengeräusche von Autos, kein vorbeiratternder Zug, keine Stimmfetzen in der Ferne, kein vorbeifliegendes Flugzeug, nichts von den normalem Hintergrundrauschen, das das Leben an der Bergstrasse normalerweise begleitet, war hier hinten zu hören.<br />
Es war einfach nur still und friedlich und dämmrig, und es tat gut, sich zumindest eine kleine Weile in diesem Frieden zu verlieren.</p>
<p>Dann weiter, um eine kleine Hügelkante, dann runter auf dem bequem Asphaltierten Mt2 runter nach Nieder-Beerbach, begleitet von ein paar flatternden Fledermäusen, die zur allabendlichen Insektenjagd aufbrachen. Schräg vor mir, schon in tiefe Nachtschatten gehüllt und wunderbar gelegen im langen Beerbachtal unterhalb des Frankensteins lag Nieder-Beerbach, ganz ruhig bis auf einen bellenden Hund, bläulich-schläfrig und nur erhellt vom Schein der Strassenlaternen und dem rötlichen Schimmer des prächtigen Halbmondes, der im samtblauen Nachthimmel vor mir aufgetaucht war.<br />
Inzwischen war es schon fast Nacht.</p>
<p>Runter ins verwaist daliegende Dorf, die Hintergasse hinab, dann links auf die schmale Untergasse. Zwischendurch studierte ich noch einmal mein Plänchen im Schein der Strassenlaternen, versuchte mir so gut es ging die verworrenen und unmarkierten Pfade des Rückwegs einzuprägen.</p>
<p>Am Ende der Untergasse dann links, den &#8220;Viehtrieb&#8221; hoch. Knackige Steigung zwischen den letzten Häusern Nieder-Beerbachs den Hang hoch, so langsam begann ich die heute zurückgelegte Strecke zu spüren, wurde kurzatmiger, Durst und Hunger nahmen zu &#8211; eigentlich hatte ich ja erwartet, um diese Zeit schon wieder daheim zu sein und zu abend zu essen, da rächte sich die falsche Längenschätzung bei der Tourplanung nun ein bisschen.</p>
<p>Nach knapp 200 m. auf dem &#8220;Viehtrieb&#8221; halblinks in die Strasse &#8220;Am Pechkopf&#8221;, an deren Ende das Dorf aufhörte und ein schmaler, pflanzenumrankter Pfad über dem Beerbachtal anfing. Den lief ich hoch.<br />
Unter den Bäumen herrschte nun endgültig Nacht, dort wo Wiesen und Hecken vorherrschten, konnte man die Umgebung noch ganz schwach im Widerschein des verblassenden Dämmerlichts erkennen. Rechts ging es anscheinend steil abwärts in den Talgrund, ich hielt mich lieber links&#8230;</p>
<p>Von der Dämmerung in die Sommernacht laufen ist eine interessante Erfahrung.<br />
Der Gesichtssinn tritt zurück, dafür gewinnen die anderen Sinne an Bedeutung, man hört, spürt, riecht aufmerksamer in die Dämmerung hinein, setzt die Schritte anders, um nicht über eine Unebenheit im Weg zu stolpern. Die Umgebung fühlt sich anders an, geheimnisvoller, die Weite verschwindet und macht einem intensiveren Erleben der unmittelbaren Nähe platz, der Äste und Ranken und Gräser an den Beinen, dem Zirpen der Grillen, den Rufen unsichtbaere Nachtvögel, dem Rhythmus der eigenen Atmung, dem leichten Abendwind auf der verschwitzen Haut, dem Geruch von Wald, Wiese, Heu, und nicht zuletzt dem schmalen Band des Weges, das sich nur dadurch vom Rest der Nacht abhebt, dass es etwas heller als die Umgebung ist.</p>
<p>Vielleicht hätte mich das endgültige Heraufziehen der Dunkelheit beunruhigen müssen, schließlich waren es noch immer ein paar Kilometer bis zum Ziel und ich war den Weg noch nie gelaufen.<br />
Aber es fühlte sich nicht beunruhigend an, hier draußen in die laue Sommernacht zu laufen, als Schatten zwischen anderen Schatten den richtigen Pfad zu suchen, im Limbus zwischen grauer Dämmerung und nachtblauer Schwärze.<br />
Und ich war nicht allein.<br />
Während ich meinen Weg in die Nacht machte, tauchten sie am Wegesrand auf, erst eins, dann zwei, dann fünf, dann ein ganzes Ballett kleiner, strahlender Leuchtpunkte, die wie verspielte Irrlichter durch die samtige Dunkelheit tanzten, sich zu Grüppchen zusammenfanden und wieder verteilten, ein Stück mit mir kamen um sich dann wieder zwischen den schemenhaften Bäumen und Büschen und Feldern jenseits des Weges verloren &#8211; Ende Juni ist die Zeit der Glühwürmchen, und hier draußen, an denfreundlichen Hängen des Beerbachtals, hielten sie heute Nacht ihren großen Ball ab &#8211; und ich durfte Zaungast sein.<br />
Sowas Schönes ist mir lange nicht mehr passiert.</p>
<p>Irgendwann eine T-Kreuzung im Dunkel, es ging nach rechts und nach links. Ich versuchte mich an den richtigen Kurs zu erinnern, aber er fiel mir nicht mehr ein, das Plänchen war inzwischen vollkommen nutzlos.<br />
Also folgte ich eben meinem Bauchgefühl und lief nach link, aufwärts, das fühlte sich richtig an.<br />
Erst einen dunklen Waldrand entlang, dann an einer dichten Hangwiese vorbei, in der irgendetwas vor mir aufschreckte und raschelnd und knackend floh &#8211; wahrscheinlich ein Reh, aber wer weiss das schon in der Dunkelheit?</p>
<p>Je höher ich kam, umso weniger sicher war ich, noch richtig zu sein. Der Weg knickte ein paarmal ab, der Mond war hinter einer Wolke in Deckung gegangen, ich hatte keine Ahnung, ob ich noch in die richtige Richtung lief, bis ich schließlich schon relativ weit oben innehielt und mich umsah: Rechts hinter mir, erkannte ich den dunklen Kegel des Melibokus mit seinem blinkenden Funkturm, wie er sich gegen den etwas helleren Nachthimmel erhob &#8211; und zwar in einer ganz anderen Richtung, als er hätte sein müssen.<br />
Hm, da war ich wohl falsch abgebogen, und stand jetzt mitten in der Nacht irgendwo am Rand des Beerbachtals auf einem unbekannten Weg.<br />
Verirrt aber nicht verloren (denn wirklich verloren gehen kann man hier oben nicht, wenn man sich ein bisschen auskennt, selbst wenn´s dunkel ist), in einer warmen Sommernacht, umgeben musizierenden Grillen und tanzenden Glühwürmchen gibt es Schlimmeres&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ich lief den Weg einfach weiter bergauf, durch mehr Felder und Wiesen, bis er schließlich an einem Waldrand auf einen asphaltierten Weg stiess, den ich identifizieren konnte &#8211; irgendwie war ich wohl ein ganzes Stück in die falsche Richtung gelaufen und schließlich an der Augustenhöhe zwischen Nieder-Beerbach und Frankenhausen rausgekommen.</p>
<p>Aber wenigstens wusste ich, wie ich von hier aus sicher und relativ problemlos zurück nach Ober-Beerbach kommen konnte &#8211; einfach der Hutzelstr. über die Neutscher Höhe folgen, zwar noch mal ein ordentlicher Umweg, aber auch bei Dunkelheit gut zu laufen und kaum zu verfehlen. Prima!</p>
<p>Aber erst mal rechts, auf dem Asphaltweg am Rand der Streittanne ostwärts bis zum Ortseingang von Frankenhausen, und dort dann auf die Hutzelstrasse. Nochmal gut aufwärts, auf dem breiten, unbeleuchteten Asphaltweg über den Buckel am Hundsrück und auf die Neutscher Höhe. Gut zu laufen, und dank offener Feld- und Wiesenlandschaft mit gutem restlicht, in dem man genug erkennen konnte, um sich nicht die Haxen zu brechen.</p>
<p>Noch mal ein ganz schönes Stück, vielleicht 3 km über die Hochebene. Auch hier: Fast perfekte Stille bis auf die Grillen, laue Sommernachtatmosphäre, Einsamkeit. Nur einmal sah ich die Scheinwerfer eines fernen Autos über den Fahrweg nach Neutsch kriechen, ansonsten war ich alleine, zwischen dem weiten Himmel (der leider nicht ganz Sternenklar war, das wäre herrlich gewesen), den weiten, dunklen Feldern, und dem fernen Lichterglanz der Dörfer und Städte in der Rheinebene, lief mit mir selbst und den paar Glühwürmchen, die es hier hochgeschafft hatten, stetig und nun doch schon recht angestrengt südwärts die Strasse entlang, bis ich endlich die erste Wegkreuzung über Ober-Beerbach erreichte.</p>
<p>Rechts, nochmal ein paar Meter über den Buckel des Pechkopfes (Puuuh), und dann nur noch abwärts, steil abwärts, auf der rissigen, alten Neutscher Str. hinein ins schlafende Ober-Beerbach, dessen Strassenlaternen mir nach dem langen Laufen in der Dunkelheit beinahe blenden grell erschienen, an den dunklen Häusern vorbei ins Dorf runter, wieder unter der Kirche vorbei, und schließlich, erschöpft aber zufrieden (den schattigen Weg erfolglos nach der verlorenen Trinkflasche absuchend) zum Ausgangspunkt der Tour.<br />
Die Uhr zeigte 23:16 Uhr &#8211; so spät bin ich glaube ich noch nie angekommen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Strecke: 18,8 km<br />
Zeit: Insgesamt etwas über 2 Stunden unterwegs.<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 66,6% (12,52 km von 18,8 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/06/neutscher-hohe-beerbachtal.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-5193" title="Neutscher Hohe + Beerbachtal" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/06/neutscher-hohe-beerbachtal.jpg?w=135" alt="Neutscher Hohe + Beerbachtal" width="135" height="150" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Minirunde im Schnee: Mit dem Foto ums winterliche Herchenrode (6 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/01/08/minirunde-im-schnee-mit-dem-foto-ums-winterliche-herchenrode-6-km/</link>
<pubDate>Thu, 08 Jan 2009 21:36:10 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/01/08/minirunde-im-schnee-mit-dem-foto-ums-winterliche-herchenrode-6-km/</guid>
<description><![CDATA[So, nachdem ich die letzten Wochen blogtechnisch auf der faulen Haut gelegen habe (was gut getan hat]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>So, nachdem ich die letzten Wochen blogtechnisch auf der faulen Haut gelegen habe (was gut getan hat) und nur so gelaufen bin, wie ich auch wirklich lustig war (= gar nicht mal so wenig, meist lächerlich kurz und ausschließlich in die Berge), wird´s so langsam wieder Zeit, die Rückkehr in die Blogosphäre anzudenken &#8211; wobei die Betonung alledings auf &#8220;langsam&#8221; liegt, denn ich hab´ immer noch Einiges um die Ohren, was Vorrang vor dem Laufen und Schreiben haben muss, also werd´ ich´s die nächsten Wochen wohl noch etwas ruhiger angehen, und mich dann so langsam wieder reinarbeiten.<br />
Mal sehen, wie das so klappt&#8230;</p>
<p>Soweit so gut, jetzt aber zum ersten richtige Laufbericht 2009, wo ich die &#8220;etwas kürzer&#8221;-Absicht gleich mal außer Kraft setzt &#8211; schließlich muss so ein Wiedereinstig standesgemäß zelebriert werden, weswegen es einen gewohnt ellenlanngen Laufbericht mit Foto gibt.<br />
Kleckern kommt dann später&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><!--more--><br />
So. Na dann, ja aaaalllsooo&#8230;<br />
Öh. Erm.<br />
Wiegingdasdennochmalgleich? </p>
<p>Gar nicht so einfach, nach ein paar Wochen Pause wieder loszulaufberichten, da muss man erstmal wieder reinkommen.<br />
Wie hab´ ich das früher eigentlich immer gemacht?</p>
<p>Ach ja, mit dem Wetter!<br />
Wetter ist immer gut, wenn einem nix Besseres einfällt&#8230;</p>
<p>Also Wetter:<br />
Das ist seit Tagen herrlich: Klirrend kalt, relativ geschlossene Schneedecke, Sonnenschein und blauer Himmel. Besser kann man´s im Winter kaum treffen.<br />
Deshalb hab´ ich mir mal wieder eine ganz kleine Tour in den Odenwald gegönnt, ins Modautal (wo´s eigentlich immer hübsch ist): Erst ein winziges Läufchen um das idyllische Dörfchen Herchenrode rum, und dann vor Ort noch zum Mittagssen einladen lassen, das ist immer eine gelungene Kombo <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  .<br />
Außerdem hab´ ich ´ne mitgenommen, weil´s so schön war, und weil ich <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/12/14/sonnige-hohentour-an-der-neutscher-hohe-hutzelstrasse-herchenrode-hoxhohl-mit-hund-und-foto-124-km/">beim letzten Lauf mit Foto ja auch schon durch Herchenrode gekommen war</a>, aber keine Bilder mehr machen konnte, weil die Kamera vor der Kälte kapituliert hatte und nur noch lila Pixelstürme ablichtete (deswegen hatte ich mir heute auch ´ne neue, bessere Kamera geborgt, die sich nicht nur als kälteresistent erwies, sondern offenbar auch völlig unfähig war, unscharfe Bilder zu machen &#8211; angesichts meines äußerst begrenzten fotografischen Talents eine äußerst praktische Eigenschaft&#8230;).</p>
<p>Die Fahrt in den Odenwald fing prima an: Strahlender Sonnenschein au gleißendem Schnee unter blauem Himmel, so lob´ ich mir das.<br />
Dummerweise war direkt nach dem Pass an der Kuralpe Schluss damit -ab da waberte ein eisiger, dicker Hochnebel über die Kuppen, der<br />
Sonne und blauen Himmel effektiv aussperrte. Hrm.</p>
<p>Entsprechend war´s am Ausgangspunkt der Tour auch deutlich weniger strahlend als erhofft: Das kleine Dörfchen mit seinen schönen alten Fachwerkhöfen und den vielen Pferdekoppeln lag mitten unter dem grauen Schleier und wirkte entsprechend winterlich düster und kalt (Merke: Knackige Minusgrade wirken bei Sonne irgendwie viel weniger knackig als bei Eisnebel).<br />
Aber es half ja nix, also stellte ich das Auto auf dem Parkplatz vor der Gaststätte von Stein ab&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0245.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2656" title="img_0245" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0245.jpg" alt="img_0245" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #1: Parkplatz in Herchenrode mit Blick in Richtung Ernsthofen</em></p>
<p>&#8230;wickelte mir diverse Schals, Nackenwärmer und Stirnbänder um den Kopf (der Rest war schon eingepackt), und startete auf dem Tannenkopf-Weg (gelbe 2/Kb2) ostwärts und leicht aufwärts aus Herchenrode hinaus in den eisigen, trüben Mittag:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0246.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2657" title="img_0246" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0246.jpg" alt="img_0246" width="399" height="299" /></a><br />
<em>Bild #2: Tannenkopf-Weg/Kb2 aus Herchenrode raus</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/herchenrodestartpanorama.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/herchenrodestartpanorama.jpg" alt="herchenrodestartpanorama" title="herchenrodestartpanorama" width="400" height="107" class="alignnone size-full wp-image-2676" /></a><br />
<em>Bild #3: Blick vom Anfang des Tannenkopf-Weges zurück nach Herchenrode. An der Kreuzung in der Bildmitte die Gaststätte von Stein, links und rechts des zentralen Weges die beiden großen Herchenröder Reitplätze</em></p>
<p>Die Kälte wirkte gleich mal ziemlich erfrischend, lediglich an den Händen war´s etwas unangenehm, weil ich nur ganz dünne Handschuhe angezogen hatte, um den Foto besser bedienen zu können. Leicht aufwärts, dann ein Stück parallel zum Dorf an einer Koppel mit eingefrosteten Pferden vorbei&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0258.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2659" title="img_0258" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0258.jpg" alt="img_0258" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #4: Herchenrode ist Pferde-Gebiet &#8211; alles voller frierender Gäule.</em></p>
<p>&#8230;dann rechts ein kleines Tal hoch, das dankenswerterweise nicht so steil anstieg (größere Steigungen sind bei Pulverschnee nämlich sauanstrengend zu laufen)&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0259.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2660" title="img_0259" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0259.jpg" alt="img_0259" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #5: Oh mann, war das trüb und eisig unter dieser Hochnebelbank: Sieht eher nach Dämmerung aus als nach 12:30 Uhr Mittags</em></p>
<p>&#8230;und nochmal einen hübschen (wenn auch trüben) Blick auf Herchenrode bot&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0261.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2661" title="img_0261" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0261.jpg" alt="img_0261" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #6: Herchenrode von Osten/oben</em></p>
<p>&#8230;und schließlich zwischen einem kleinen Wäldchen und noch mehr Pferdekoppeln&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0262.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2662" title="img_0262" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0262.jpg" alt="img_0262" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #7: Immer noch Tannenkopf-Weg/Kb2</em></p>
<p>&#8230;voll frostfester Zossen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0263.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2663" title="img_0263" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0263.jpg" alt="img_0263" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #8: Die weiter unten hatten ja wenigstens noch Decken an, aber die hier waren größtenteils VOLLKOMMEN NACKT, und das in DER Kälte! Toughe Biester!</em></p>
<p>&#8230;bis hoch zu den zwei einzelnen Bauernhöfen oberhalb von Ernsthofen (Berghof und Eichelhof), an denen ich das letztemal vor über einem Jahr vorbeikemommen war (nämlich im <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/12/20/noch-mehr-modautal-grunweise-hugel-kleine-friedhofe-und-die-entdeckung-von-herchenrode-151-km/">Dezember 07</a>).</p>
<p>Aus irgendeinem Grund machte ich kein Foto von den Höfen selbst, schaffte es aber immerhin, einen dampfenden Misthaufen abzulichten:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0264.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2664" title="img_0264" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0264.jpg" alt="img_0264" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #9: Dampfender Misthaufen vor dem Eichelhof</em></p>
<p>Direkt zwischen den Höfen rechts, und übers freie Feld ostwärts in Richtung des Waldrands am Hufschlag.<br />
Unterwegs eine kurze aber ordentliche Schrecksekunde, als unversehens eine beeindruckend große Meute beeindruckend großer Beagles &#8211; offenbar Hetzjagdhunde &#8211; von rechts her gauzend und röhrend (Beagles bellen irgendwie nicht so richtig, die schreien eher) in meine Richtung stürmte, und ich wegen des hellen Schnees am Boden nicht erkennen konnte, ob sich zwischen ihnen und mir ein Zaun befand oder nicht. So ähnlich fühlt sich wahrscheinlich der Fuchs bei einer Fuchsjagd&#8230;<br />
Glücklicherweise war da ein Zaun, und die Beagles stellten sich als gar nicht so unfreundlich raus. Eigentlich waren sie nur ein bisschen aufgedreht, neugierig und vor allem laut, das war ok. Außerdem fand ich´s nett, dass sie mich bis zum Ende ihres großzügigen Geheges eskortierten und mich dann mit einem doppelt geblafften Salut aus weithallenden Beaglegauzern verbaschiedeten:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0265.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2665" title="img_0265" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0265.jpg" alt="img_0265" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #10: &#8220;Und du bist auch sicher kein Fuchs?&#8221;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0267.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2666" title="img_0267" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0267.jpg" alt="img_0267" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #11: &#8220;GANZ SICHER???&#8221;</em></p>
<p>Direkt am Waldrand unter dem Hufschlag (das ist eine bewaldete Anhöhe zwischen Ernsthofen und Klein-Bieberau) führt eine Asphaltstrasse entlang, der ich ein paar hundert Meter rechts aufwärts bis auf die Anhöhe zwischen dem Herchenröder Tal und dem Johannisbachtal folgte. Normalerweise ist die Gegend hier oben mit ihren sanften, grünen Hügeln ziemlich lieblich, heute allerdings, mit dem Schnee unter der schweren, trüben Eiswolke wirkte alles ungewohnt einfarbig, einsam und &#8211; auf eine spektakuläre, gar nicht so unangenehme Art und Weise &#8211; ein bisschen unwirtlich:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0272panorama.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2668" title="img_0272panorama" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0272panorama.jpg" alt="img_0272panorama" width="400" height="174" /></a><br />
<em>Bild #12: Blick von der Kreuzung zwischen Herchenrode und Klein-Bieberau nach Westen</em></p>
<p>Hier links, 100 m. auf dem verwaisten Fahrweg in Richtung Klein-Bieberau und Waldhof&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0274.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2670" title="img_0274" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0274.jpg" alt="img_0274" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #13: Namenloser Fahrweg nach Klein-Bieberau. Hab´ ich schon erwähnt, dass das gegen 12:45 Uhr mittags war?</em></p>
<p>&#8230;dann rechts auf den Weitwanderweg HW13 (blauer Balken), der hier höch über dem Johannisbachtal nach Süden führt:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0281.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2671" title="img_0281" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0281.jpg" alt="img_0281" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #14: HW 13 kurz hinter dem Waldhof. Der kleine helle Punkt, der am Himmel ganz schwach durch die Eiswolken schimmert, ist die Sonne&#8230;</em></p>
<p>Faszinierender Kontrast -<a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/11/29/herrlicher-herbstlauf-durchs-nordliche-modautal-asbach-klein-bieberau-mit-fotos-142-km/"> diesen Weg war ich zum letzten Mal vor nicht mal anderthalb Monaten gelaufen, an einem herrlichen Sonnentag Ende November</a>, übrigens auch mit Foto. Damals war hier die Umgebung von warmen Farben erfüllt gewesen, dem Grün der Wiesen und dem Rotbraun der spätherbstlichen Wälder:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_00831.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2459" title="img_00831" src="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_00831.jpg?w=400&#038;h=300#38;h=300" alt="img_00831" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #15a: HW 13 über dem Johannisbachtal am 29.11.08</em></p>
<p>Heute hingegen sah es aus wie auf einem vollkommen anderen Planeten, der kalt und weiss und grau war:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0284.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0284.jpg" alt="img_0284" title="img_0284" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2672" /></a><br />
<em>Bild #15b: HW 13 über dem Johannisbachtal am 08.01.09</em></p>
<p>Wie gesagt: Faszinierend anders, ein kalt und unwirtlich, aber zugleich mit einer schroffen Weite und Einsamkeit, die irgendwie auch wieder wunderschön war:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/hw13panoramaklein.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/hw13panoramaklein.jpg" alt="hw13panoramaklein" title="hw13panoramaklein" width="400" height="136" class="alignnone size-full wp-image-2675" /></a><br />
<em>Bild #16: Noch mal die Perspektive von #15b, aber im Widescreen-Format, um die Weite und Einsamkeit zu demonstrieren</em></p>
<p>Ein schönes, langes Stück dem einsam-frostigen Höhenrücken südwärts durch den relativ hohen und relativ jungfräulichen Schnee -<br />
war einerseits ein bisschen anstrengend&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0302.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0302.jpg" alt="img_0302" title="img_0302" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2678" /></a><br />
<em>Bild #17: Puuh! Bergab und auf ebenen Passagen macht der Pulverschnee ja praktisch nichts aus, aber bergauf rutscht er bei jedem Schritt ein klein bisschen weg und gibt nach, was auf Dauer merklich mehr Kraft als normal kostet</em></p>
<p>&#8230;andererseits aber auch sehr schön:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0295.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0295.jpg" alt="img_0295" title="img_0295" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2679" /></a><br />
<em>Bild #18: Na und, hat mir das Stirnband halt die Frisur ruiniert &#8211; ich grinse trotzdem!</em></p>
<p>Nach knapp einem km erreichte ich das Wäldchen, dass die Kuppe des Johannesbergs bedeckt. Ganz kurze Pause für ein <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/01/08/das-panoramabild-von-neulich-aber-mit-winter/">weiteres Panoramafoto</a>, dann weiter den HW13 am Waldrand entlang&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0315.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0315.jpg" alt="img_0315" title="img_0315" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2683" /></a><br />
<em>Bild #19: Mir hat einfach der filigran bereifte Jungbaum gefallen, also hab´ ich ihn fotografiert.</em></p>
<p>&#8230;und schließlich geradeaus in den Wald rein und über eine kleine aber anstrengend steile (&#8211;&#62; Wir erinnern uns: Steigung + Pulverschnee = Puh!) Kuppe&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/hw13-wald-panorama.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/hw13-wald-panorama.jpg" alt="hw13-wald-panorama" title="hw13-wald-panorama" width="400" height="88" class="alignnone size-full wp-image-2684" /></a><br />
<em>Bild #20: HW 13 im Wald am Johannesberg</em></p>
<p>&#8230;und auf der anderen Seiten runter auf den Fahrweg, der durch den Wald von Brandau nach Klein-Bieberau führt, und der ich mich immer an meinen allerersten gebloggten Lauf durch Odenwald vor einer gefühlten Ewigkeit erinnert (<a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/07/31/durch-den-odenwald/">31.7.07, mit Ingo. Wunderbarer Sommertag, wenig Orientierung, alles war neu und unbekannt, tolle Tour</a>):<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0328.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0328.jpg" alt="img_0328" title="img_0328" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2685" /></a><br />
<em>Bild #21: Fahrweg im Wald am Johannesberg</em></p>
<p>Dem dann weiter südwärts durch den Wald gefolgt (immer noch HW13):<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0333.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0333.jpg" alt="img_0333" title="img_0333" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2690" /></a><br />
<em>Bild #22: Fahrweg/HW13 am Johannesberg.</em></p>
<p>Und dann, während ich so fröhlich vor mich hin lief und mir durch die kahlen Bäume das verschneite Dörfchen Webern tief unten im Tal anguckte&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0326.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0326.jpg" alt="img_0326" title="img_0326" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2691" /></a><br />
<em>Bild #23: Da unten isses</em></p>
<p>&#8230;verschwand die Eisnebelwolke, die bisher den Himmel verfinstert hatte. </p>
<p>SONNE!</p>
<p>Eben noch finstere, düstere Dämmerstimmung, plötzlich wieder ein klarer, gleißender, wunderbarer Wintertag.<br />
Schöööön!</p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_03341.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_03341.jpg" alt="img_03341" title="img_03341" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2692" /></a><br />
<em>Bild #24: Mein erster Schattenwurf auf der heutigen Runde</em></p>
<p>Immer weiter die Strasse entlang, am Parkplatz &#8221; Am Johannesberg&#8221; vorbei&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/johannisbergpanorama2.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/johannisbergpanorama2.jpg" alt="johannisbergpanorama2" title="johannisbergpanorama2" width="400" height="165" class="alignnone size-full wp-image-2693" /></a><br />
<em>Bild #25: Parkplatz am Johannesberg, entgegen der Laufrichtung fotografiert</em></p>
<p>&#8230;und direkt dahinter aus dem Wald raus&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0336.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0336.jpg" alt="img_0336" title="img_0336" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2694" /></a><br />
<em>Bild #26</em></p>
<p>&#8230;in die schimmerndhelle, herrlich glitzernde Hügellandschaft westlich von Brandau:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0343a.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0343a.jpg" alt="img_0343a" title="img_0343a" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2695" /></a><br />
<em>Bild #27: Blick von der Strasse am Parkplatz Johannesberg in Richtung Brandau. War in Natura noch viel schöner, aber bei so viel Gegenlicht hat selbst die neue, bessere Kamera kapitulieren müssen&#8230;</em></p>
<p>Wund-der-bar!!!</p>
<p>Noch 100 m. die Strasse runter&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0342.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0342.jpg" alt="img_0342" title="img_0342" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2697" /></a><br />
<em>Bild #28</em></p>
<p>&#8230;dann an der nächsten Wegscheide rechts auf den Fahrweg, der über die Hochebene oberhalb von Hoxhohl zurück in Richtung Herchenrode führt (M V/ Radweg 11):<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0346.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0346.jpg" alt="img_0346" title="img_0346" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2698" /></a><br />
<em>Bild #29: M V/Radweg 11</em></p>
<p>Herrliches Stück, auf dem einsamen Höhenweg oberhalb der Landstrasse im Modautal (= dem Tal, durch das die Modau fliesst, nicht der Gemeinde Modautal, in der befand ich mich ja eh) nordwärts:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0350.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0350.jpg" alt="img_0350" title="img_0350" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2699" /></a><br />
<em>Bild 30: Blick runter auf den Wiesenhof an der L3099 von Hoxhohl nach Brandau</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0353a.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0353a.jpg" alt="img_0353a" title="img_0353a" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2700" /></a><br />
<em>Bild #31: Winterliche Tannen am Mandelberg über Hoxhohl. Links davon die ersten und einzigen Kühe der heutigen Tour (gottseidank, denn bekanntlich ist bei einem Odenwaldfotolaufbericht mindestens ein Kuhfoto Pflicht <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  )</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0356a.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0356a.jpg" alt="img_0356a" title="img_0356a" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2701" /></a><br />
<em>Bild #32: Einsamer Wegweiser auf der Hochebene hinter Hoxhohl, garniert mit christlicher Heilsbotschaft</em></p>
<p>Obwohl ich auf dem Radweg 11 eigentlich superbequem bis nach Herchenrode hätte runterlaufen können, bog ich ca. 150 m. nach dem Wegweiser noch mal rechts ab, auf den Hirtenacker-Weg (gelbe 1), der durch fast unberührten Schnee nochmal ein Stück ordentlich bergauf führte&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0357.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0357.jpg" alt="img_0357" title="img_0357" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2703" /></a><br />
<em>Bild #33: Ein Bild, das den &#8220;ordentlich bergauf&#8221;-Teil der letzten Aussage illustriert, hab´ ich zwar nicht, aber immerhin eins, das die Unberührtheit des fast unberührten Schnees erahnen lässt.<br />
Hausgemachte Joggerspur, rechter Fuß, ca. Schugröße 43</em></p>
<p>&#8230;und dann am Hang entlang zum Wäldchen beim Herchenröder Steinbruch führte.<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/panorama-uber-hr-klein.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/panorama-uber-hr-klein.jpg" alt="panorama-uber-hr-klein" title="panorama-uber-hr-klein" width="400" height="82" class="alignnone size-full wp-image-2704" /></a><br />
<em>Bild #34: Panoramablick vom Hirtenacker-Weg. Die Bäumchenreihe quer durch die Bildmitte markiert den Fahrweg nach Herchenrode, im Hintegrund die Neutscher Höhe (an der sich die fiese Eiswolke von vorhin inzwischen festgesetzt hatte)</em></p>
<p>Am Waldrand angekommen machte ich einen kurzen Abstecher in die tiefverschneite Wildnis neben dem Weg, um einen Blick auf den Herchenröder Steinbruch zu werfen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0367.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0367.jpg" alt="img_0367" title="img_0367" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2705" /></a><br />
<em>Bild #35: Herchenröder Steinbruch. Eigentlich stillgelegt, soll aber demnächst wieder genutzt werden, worüber <a href="http://www.echo-online.de/suedhessen/template_detail.php3?id=530084">die Bewohner von Herchenrode nicht gerade glücklich</a> sind.</em></p>
<p>&#8230;und dann am Waldrand entlang relativ steil talwärts&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0369.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0369.jpg" alt="img_0369" title="img_0369" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2706" /></a><br />
<em>Bild #36: Hirtenacker-Weg hinter dem Herchenröder Steinbruch</em></p>
<p>&#8230;bis zurück ins idyllisch daliegende&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0370.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0370.jpg" alt="img_0370" title="img_0370" width="399" height="259" class="alignnone size-full wp-image-2707" /></a><br />
<em>Bild #37</em></p>
<p>&#8230;Herchenrode:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0371.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0371.jpg" alt="img_0371" title="img_0371" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2709" /></a><br />
<em>Bild #38</em></p>
<p>Noch kurz durch den Ortskern (was bei einem 70-Einwohner-Dörfchen nicht lange dauert)&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/pano.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/pano.jpg" alt="pano" title="pano" width="400" height="37" class="alignnone size-full wp-image-2710" /></a><br />
<em>Bild #39: 360°-Ausblick auf die herchenröder Dorfmitte</em></p>
<p>&#8230;und schon war ich wieder am Ausgangspunkt der Tour bei der <a href="http://www.herchenrode.de/">Gaststätte von Stein</a>&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0384.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0384.jpg" alt="img_0384" title="img_0384" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2712" /></a><br />
<em>Bild #40: Gaststätte von Stein, Herchenrode 1</em></p>
<p>&#8230;wo bereits das wohlverdiente (und wohlschmeckende) Mittagessen wartete:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0385.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0385.jpg" alt="img_0385" title="img_0385" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2713" /></a><br />
<em>Bild #41: Schnitzel, Kochkäs´, Kroketten &#8211; die drei wichtigsten Grundlagen einer ausgewogenen Läuferernährung</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Danach zum Abschluss noch ein paar Verdauungsschrittchen mit meinen Eltern&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0408.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0408.jpg" alt="img_0408" title="img_0408" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2714" /></a><br />
<em>Bild #42: Endausscheidung im Snychronreissverschlussverschliessen, oder auch: Der schlagende Beweis, dass die Fähigkeit, auf Schnappschüssen dämlich auszusehen, erblich ist&#8230;</em></p>
<p>&#8230;und Nemo&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0424.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0424.jpg" alt="img_0424" title="img_0424" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2717" /></a><br />
<em>Bild #43: Leicht konsterniert, weil er nichts vom Kochkässchnitzel abgekriegt hat</em></p>
<p>&#8230;denselben Weg hoch, auf dem ich vorhin gestartet war.<br />
Ganz ehrlich: Mit Sonne drauf war´s noch mal wesentlich hübscher:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0419.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0419.jpg" alt="img_0419" title="img_0419" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2718" /></a><br />
<em>Bild #44</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0422.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/img_0422.jpg" alt="img_0422" title="img_0422" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2719" /></a><br />
<em>Bild #45: Auch die frierenden Gäule von Bild#4 sahen nun gar nicht mehr so verforen aus</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/herchenrodesonnepanorama.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/herchenrodesonnepanorama.jpg" alt="herchenrodesonnepanorama" title="herchenrodesonnepanorama" width="400" height="79" class="alignnone size-full wp-image-2720" /></a><br />
<em>Bild #46: Etwas anderer Blickwinkel aber prinzipiell gleiches Motiv wie auf Bild #3. Bloss mit Sonne &#8211; ein Riesenunterschied!</em></p>
<p>Strecke: 6 km<br />
Zeit: Pfff, keine Ahnung. Nicht besonders schnell, nicht besonders langsam, irgendwas halt&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 46,5% (2,79 km von 6 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/schneetourumherchenrode.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-2652" title="schneetourumherchenrode" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/01/schneetourumherchenrode.jpg?w=128" alt="schneetourumherchenrode" width="128" height="93" /></a></p>
<p>Und damit sind wir auch schon am Ende des ersten Laufberichts 2009.<br />
Sehr schöne Tour, wenn auch lachhaft kurz. Wichtigste Erkenntnis: Um ellenlange Laufberichte mit Dutzenden von Fotos zu verfassen, muss man nicht weit laufen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Sonnige Bergtour an der Neutscher Höhe: Hutzelstrasse - Herchenrode - Hoxhohl (mit Hund und Foto, 12,4 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2008/12/14/sonnige-hohentour-an-der-neutscher-hohe-hutzelstrasse-herchenrode-hoxhohl-mit-hund-und-foto-124-km/</link>
<pubDate>Sun, 14 Dec 2008 19:48:10 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2008/12/14/sonnige-hohentour-an-der-neutscher-hohe-hutzelstrasse-herchenrode-hoxhohl-mit-hund-und-foto-124-km/</guid>
<description><![CDATA[Ursprünglich hatte ich vorgehabt, heute nur eine kleine, schnelle Runde zu drehen, um mein Wochensol]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Ursprünglich hatte ich vorgehabt, heute nur eine kleine, schnelle Runde zu drehen, um mein Wochensoll zu erfüllen.</p>
<p>Aber dann war auf einmal richtig schönes Wetter, zum ersten Mal seit Wochen, und nachdem ich einen Großteil der letzten Tage damit verbracht hatte, den #§%$* Rechner wieder zum Laufen zu bringen (immerhin mit sowas wie Erfolg), war ich so frustriert und genervt, dass ich spontan beschloss, mir trotz knapper Zeit was Gutes zu gönnen und eine &#8220;schöne&#8221; Tour&#8221; zu laufen.</p>
<p>Also schnappte ich mir kurz nach Mittag den Hund und die Kamera (Premiere: Beides zusammen hab´ ich noch nie ausprobiert) und fuhr hoch in die frostig-sonnigen Berge, genauer gesagt zum Naturparkplatz &#8220;An der Hutzelstrasse&#8221; an der L3098 zwischen Ober- und Schmal-Beerbach. Herrlich hier oben, blauer Himmel und matte Spätherbstsonne über den sanften, weiten, grünbraunen (an ein paar Stellen sogar noch etwas weissen) Hügeln des vorderen Odenwalds.</p>
<p><!--more--><br />
Wäre fast perfekt gewesen, wenn einer meiner Mitläufer &#8211; nämlich der Foto &#8211; nicht von Anfang an gesponnen hätte. Wie schon beim <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/11/29/herrlicher-herbstlauf-durchs-nordliche-modautal-asbach-klein-bieberau-mit-fotos-142-km/">letzten</a> und <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/11/14/hochstadter-tal-furstenlager-lautertal-mit-fotos-134-km/">vorletzten</a> Mal gab es irgendein Problem mit der Technick im Innenleben, weswegen die Bilder die er machte, allzuoft seltsam belichtet waren und/oder grausig verpixelt, verwaschen und seltsamerweise lilastichig wurden.<br />
Schlimmestenfalls sah das dann so aus:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/img_0083.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2559" title="img_0083" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/img_0083.jpg" alt="img_0083" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #1: Postmoderner Nemo in lavendel</em></p>
<p>Ob´s am Alter der Kameral liegt, oder an der Kälte (was ich vermute)&#8230; keine Ahnung.<br />
Aber ihr seid gewarnt: Heute werden die Bilder ganz bestimmt nicht perfekt (und das selbst ohne mein ohnehin schon sehr geringes Talent als Fotograf&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ).</p>
<p>Aber wie gesagt, der Rest liess sich super an &#8211; Wetter und Landschaft waren grandios&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/img_0028.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2560" title="img_0028" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/img_0028.jpg" alt="img_0028" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #2: Blick vom Parkplatz &#8220;An der Hutzelstrasse&#8221; nach Norden, die Hutzelstrasse entlang (Makel: Nicht ganz farbecht und leicht lilastichig).</em></p>
<p>&#8230;die Fernsicht durchaus Passabel&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/img_0026.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2561" title="img_0026" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/img_0026.jpg" alt="img_0026" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #3: Ist das der Felsberg? Nicht sicher, das Bild ist so schlecht belichtet&#8230;</em></p>
<p>&#8230;und mein Laufpartner konnte es kaum erwarten, endlich loszulegen:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/img_0031.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2562" title="img_0031" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/img_0031.jpg" alt="img_0031" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #4: Nemo will los. Außerdem Teil #1 der Suchbildreihe &#8220;Wo ist Nemo&#8221; (noch ganz einfach)&#8230;</em></p>
<p>Also machten wir das.<br />
Nordwärts auf der Hutzelstrasse, die mit total vielen Markern, u.a. dem weissen Andreaskreuz des europäischen Fernwandergs 1, gekennzeichnet ist:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/img_0035.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2564" title="img_0035" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/img_0035.jpg" alt="img_0035" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild #5: Wegweiser an der Hutzelstrasse, leicht verpixelt und verwaschen. Außerdem Teil #2 der Suchbildreihe &#8220;Wo ist Nemo&#8221;</em></p>
<p>Zuerst mal gings kurz bergab, auf einem etwas rutschigen, angeeisten Stück runter an die L3098, die wir überquerten und dann dann weiter der wunderbar sonnenbeschienene Hutzelstrasse folgten:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/img_0034.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2563" title="img_0034" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/img_0034.jpg" alt="img_0034" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #6: Hutzelstrasse kurz hinter der L3098, fast gar nicht lilastichig, dafür mit ein bisschen Schnee rechts des Weges. Außerdem Teil #3 der Suchbildreihe &#8220;Wo ist Nemo&#8221;</em></p>
<p>Tat unheimlich gut hier oben zu laufen &#8211; lief wunderbar und ich merkte regelrecht, wie der Frust und der Ärger der letzten Tag abfiel (auch wenn er gleichzeitig durch leiseren, neueren Ärger ersetzt wurde, weil der Foto sich in Insubordination erging und partout nicht machte, was er sollte &#8211; aber das war noch zu verschmerzen).</p>
<p>Wir folgten der Strasse in das Wäldchen oberhalb der Ober-Beerbacher Sauteiche&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/img_0041.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2565" title="img_0041" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/img_0041.jpg" alt="img_0041" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild #7: Lilastichiger vierter Teil der Suchreihe &#8220;wo ist Nemo&#8221;</em></p>
<p>&#8230;dort über die kleine Kuppe&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/img_0042.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2566" title="img_0042" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/img_0042.jpg" alt="img_0042" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #8: Leicht verwaschene Kuppe im Wald an der Hutzelstrasse, zugleich mit 399,8 m. ü.NN der höchste Punkt der heutigen Tour</em></p>
<p>&#8230;und dann hinaus auf das wunderschöne, weite, sanft gehügelte Hochplateau zwischen dem Beerbachtal und dem Modautal.<br />
Herrlich:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/img_0050.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2567" title="img_0050" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/img_0050.jpg" alt="img_0050" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #9: Neutscher Höhe von Süden aus. Rechts die beiden charakteristischen Windkraftanlagen am Segetskopf, geradeaus kann man mit viel Phantasie die Frankfurter Skyline erahnen (die war live besser zu sehen, auch da hat´s wieder die Kamera vermasselt).</em></p>
<p>Immer weiter geradeaus und leicht abwärts, das lief praktisch von selbst. Ganz gemächlich zog links das einzelne Windrad über Ober-Beerbach vorbei&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/img_0046.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2568" title="img_0046" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/img_0046.jpg" alt="img_0046" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #10: Windrad bei Ober-Beerbach, im Hintergrund das Frankenstein-Massiv</em></p>
<p>&#8230;und nach ca. 750 m. erreichten wir die Kreuzung mit der alten Ernsthöfer Strasse, an der wir rechts von der Hutzelstrasse abbogen und dem gelben Plus des Saar-Rhein-Main-Wegs hoch zu den Windrädern am Segetskopf folgten:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/img_0056.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2569" title="img_0056" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/img_0056.jpg" alt="img_0056" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #11: Ganz schön was los hier &#8211; Sonntagmittag und schönes Wetter, da treibt´s den Flachländer hoch in die Berge, wo er wild am Strassenrand parkt und spazieren geht&#8230;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/img_0060.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2570" title="img_0060" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/img_0060.jpg" alt="img_0060" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild #12: Ui, ganz schön riesig. Zum Größenvergleich hab´ ich euch mal einen Hund davor gestellt, wodurch dieses Bild auch gleich zu Teil #5 der Suchreihe &#8220;Wo ist Nemo&#8221; wird (Genaue Höhe der Anlage ist glaub´ ich sowas um die 43 m. &#8211; imposant, aber eigentlich noch gar nix im Vergleich zu den beiden 100 m.-Windrädern, die gerade in Planung sind und direkt neben der Hutzelstrasse über Neutsch aufgestellt werden sollen)</em></p>
<p>Hinter den Windrädern noch ein Stück den Saar-Rhein-Main-Weg entlang&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/img_0061.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2571" title="img_0061" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/img_0061.jpg" alt="img_0061" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #13: Marker des Saar-Rhein-Main-Wegs und des Ober-Beerbacher Lokalwegs 1 hinter dem Segetskopf</em></p>
<p>&#8230;dann oberhalb von Neutsch spontan rechts auf den Herrnköpfchen-Weg (gelbe 1), der in einem etwas mäandrigen Bogen durch die hügeligen Wiesen am Herrnköpfchen (wo auch sonst, bei dem Namen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ) führt &#8211; eigentlich ein Umweg, aber ich war ihn noch nie gelaufen und es war gerade so schön, als nahmen wir ihn mit.<br />
Nettes Stück durch die lilastichigen Hügel&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/img_0069.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2572" title="img_0069" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/img_0069.jpg" alt="img_0069" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #14: Ach nein, in echt waren die Hügel ja gar nicht lilastichig, das sah nur auf dem Foto so aus&#8230;</em></p>
<p>&#8230;erst auf einer kleinen Anhöhe entlang, von der man eine wunderbare Aussicht nach Nordosten hatte&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/img_0074.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2573" title="img_0074" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/img_0074.jpg" alt="img_0074" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #15: Blick vom Herrnköpfchen-Weg. Das weisse Gebäude in der Bildmitte ist Schloss Lichtenberg im Fischbachtal, am linken Bildrand und deutlich weiter vorne sieht man den Friedhof von Neutsch</em></p>
<p>&#8230;dann runter in ein kleines, lilastichig-verwaschenes Seitental, in dem lilastichige, verwaschene Pferde auf ihrer verwaschenen, lilastichigen Weide unter dem lilastichigen Himmel standen und uns anglotzten&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/img_0082.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2574" title="img_0082" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/img_0082.jpg" alt="img_0082" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #16: Ich hab´ mehr als zehn Mal versucht, diese Szene &#8211; die im Original ein wunderbarer Kontrast aus sattem Grün und tiefem Blau war &#8211; abzulichten. Dieses Foto ist das beste, was die Kamera noch hingekriegt hat&#8230;</em></p>
<p>&#8230;und schließlich wieder leicht aufwärts, an einer kahlen Hecke voller zeternder, gelbbrüstiger Singvögel vorbei bis zum Asphaltweg zwischen Neutsch und Ernsthofen. Das sah übrigens entweder so aus&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/img_0089.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2575" title="img_0089" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/img_0089.jpg" alt="img_0089" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #17</em></p>
<p>&#8230;oder so&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/img_0091.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2576" title="img_0091" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/img_0091.jpg" alt="img_0091" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #18</em></p>
<p>&#8230;je nachdem, welches Foto näher an der Realität dran ist.<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/img_0075.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2577" title="img_0075" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/img_0075.jpg" alt="img_0075" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #19: Der hier weiss es auch nicht mehr so genau, und ist deshalb ein bisschen verlegen (und lilastichig). Aber wenigstens bringt uns das zum sechsten Teil der allseits beliebten Suchreihe &#8220;Wo ist Nemo&#8221;.<br />
Also liebe Kinder: Auch auf diesem Foto hat sich ein kleiner Hund versteckt. Er heisst Nemo und pupst gerne. Findet ihr ihn?</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_lol.gif' alt=':lol:' class='wp-smiley' /> </p>
<p>An der Kreuzung angekommen bogen wir rechts ab und folgten der Strasse ostwärts, runter in Richung Ernsthofen (Radweg 26).<br />
Lief weiterhin wunderbar, aber kurz vor dem neutscher Friedhof gab ich das Fotografieren vorerst endgültig auf, weil die Kamera immer schlechter arbeitete und mir das immer mehr auf den Senkel ging &#8211; zwar probierte ich es nach diesem Foto&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/img_0094.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2578" title="img_0094" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/img_0094.jpg" alt="img_0094" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #20: Das (fast) letzte Bild für heute. Danach ging einfach nix mehr&#8230;</em></p>
<p>&#8230;doch es kam nichts Blogwürdiges mehr dabei raus. Ab jetzt geht´s also ohne Fotos weiter, sorry&#8230;</p>
<p>Wir folgten der Strasse insgesamt knapp 800 m. abwärts bis in den Wald, wo wir schließlich bei der ersten Gelegenheit rechts abbogen, auf einen gefrorenen Waldweg, der zwar nicht markiert war, aber durch ein etwas kryptisches Schild als &#8220;Salzlacke am Totemweg&#8221; (oder so ähnlich identifiziert wurde). Der schlängelte sich ein ganzes Stück und mit einer langen Serpentinen den Hang runter, und erreichte schließlich nach ziemlich genau einem Kilometer das untere Ende des Waldes im Modautal, von wo aus wir kurz geradeaus durch die Äcker liefen, und schließlich die L3099 zwischen Hoxhohl und Allertshofen erreichten.</p>
<p>An der mussten wir jetzt ein Stück entlang nach Nordosten. Viel Verkehr, und wie bei Odenwaldlandstrassen üblich ohne Fahrradspur/Fußweg/Seitenstreifen. Sowas ist ja schon unter normalen Umständen nicht so nett, mit einem etwas störrischen Hund an der kurzen Leine, der nur äußerst uwillig im Strassengraben läuft, ist es sehr nervig.</p>
<p>Aber es ging irgenwie, war ja zum Glück auch nicht so weit: Nach 250 m. erreichten wir kurz vor Ernsthofen die Abzweigung nach Herchenrode, in die wir einbogen und nunmehr die K136 hochliefen &#8211; auch das wieder eine Landstrasse ohne Fahrradspur/Fußweg/Seitenstreifen, aber mit dem Vorteil, dass hier praktisch kein Verkehr herrscht, das ging schon wesentlich besser.</p>
<p>Einen halben Kilometer auf der K136 leicht aufwärts durch Weiden voller Pferde (Kühe hatten wir noch gar keine gesehen, das machte mir etwas sorgen, den zumindest eine musste ich ja noch für das obligatorische Odenwaldlaufberichtsfotomitnerkuhdrauf ablichten, egal wie lila oder unscharf), dann erreichten wir das winzige Dörfchen Herchenrode, das abseits der Hauptverkehrswege in eine sanfte Talmulde geschmiegt ist, und aus einer großen Reitanlage und einigen hübschen, alten Fachwerkhöfen besteht.<br />
Pittoresk und pastoral, immer wieder nett.</p>
<p>Wir liefen geradewegs die Dorfstrasse hoch (ähnlich wie in Neutsch gibt´s heir keine Strassennamen, weil der Ort so klein ist), bogen kurz vor dem Ende des Dorfes rechts ab, passierten einen freundlichen Herrn mit riesigem Irischen Wolfshund (der Nemo unwirsch angrollte, worauf dieser klugerweise nicht reagierte &#8211; so blöd, dass er mit einem zehnmal so grossen Tier Streit anfängt, ist mein Hund offenbar doch nicht&#8230;), und erklommen dann auf diversen unmarkierten und ehrlich gesagt ziemlich schlechten Feldwegen die wiesigen/ackrigen Hügel südwestlich von Herchenrode, bis wir ein abgeschiedenes Wäldchen namens Kohlwald erreichten.</p>
<p>Der Plan hatte vorgesehen, hier durchzulaufen und irgendwie über die Modau und zurück an die L3099 zwischen Hoxhohl und Ernsthofen zu gelangen, aber das klappte so gar nicht &#8211; vor Ort sah mal wieder alles anders aus als auf der Karte. Also verfransten wir uns etwas, liefen einen kurzen aber sacksteilen Hangweg am Waldrand hoch, und fanden uns schließlich auf einer Anhöhe oberhalb von Hoxhohl wieder, auf der ich vor <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/12/20/noch-mehr-modautal-grunweise-hugel-kleine-friedhofe-und-die-entdeckung-von-herchenrode-151-km/">fast genau einem Jahr</a> schon mal langgekommen war. Verschiedene Versuche, durch den Kohlwald wieder auf Kurs zu kommen, endeten jeweils in undurchdringlicher Wildnis, also gaben wir schließlich auf und liefen notgedrungen rüber nach Hoxhohl.</p>
<p>Dort angekommen ging´s erstmal auf der Alten Darmstädter Str. runter ins Tal. Die war ich bisher immer nur bergauf gelaufen und hatte sie dementsprechend als ziemlich hart und anstrengend in Erinnerung. Bergab erwies sie sich aber aus irgendwelchen Gründen als äußerst bequem&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Unten angekommen liefen wir ganz kurz an der Durchgangsstrasse (&#8220;Alt Hoxhohl&#8221;) nach Süden, bogen dann aber gleich wieder rechts ab, und verliessen den auf der von ältlich-idyllischen Bauernhöfen gesäumten Wassergasse.</p>
<p>Bisher war ja alles ganz angenehm gewesen, jetzt kam das anstrengendste Stück der heutigen Tour, nämlich der Wiederaufstieg aus dem Modautal hoch zur Hutzelstrasse.<br />
Das kostet immer ´ne Menge Kraft&#8230;</p>
<p>So auch heute: Schnaufend auf einem relativ frisch asphaltierten Wirtschaftschweg durch die Hangwiesen. Glücklicherweise gab´s zwischendurch immer mal ein paar fast ebene Stücke, auf denen es sich gut durchatmen liess (allerdings nicht zu lange, denn hier am Osthang war die Sonne trotz der frühen Nachmittagsstunde bereits hinter den Bergen verschwunden, und es wurde empfindlich kalt, wenn man zu lange pausierte). Puha!</p>
<p>Zwischendurch begegneten uns dann endlich auch noch die lange ersehnten Kühe, von denen ich &#8211; mit viel Mühe (und ca. 15 Fehlversuchen) &#8211; sogar noch ein halbwegs anständiges Bild zusammenbrachte, das ich hiermit präsentiere, um der Pflicht zum Kuhfoto bei Bildlaufberichten aus dem Odenwald Genüge zu tun (gottseidank, sonst hätte ich noch ein Foto von Nemo posten und es als Bild eines hornlosen schottischen Zwergdingusbullen verkaufen müssen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ).<br />
Et voilà:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/img_0106.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2579" title="img_0106" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/img_0106.jpg" alt="img_0106" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #21: Ganz recht, Kinder, das ist eine lila Kuh. Sie wohnt an der Dimpelwiese in Hoxhohl, wurde nicht von Milka sondern ausnahmsweise mal von Canon eingefärbt, und ist im wirklichen Leben weiss und braun&#8230;</em></p>
<p>Danach wurde es noch etwas steiler, immerhin wieder mal mit Markierung (gelbe 3, 4, 5), und schließlich erreichten wir den unteren Waldrand der Allertshofer Tanne über der Dimpelwiese. Kurz rechts, dann der gelben 5 folgend links in den Wald rein, und einen zu Anfangs schrecklich steilen Pfad voller Reiter und gefrorener Pfützen weiter bergauf, bei der nächsten Gelegenheit halblinks auf die gelbe 2, und auf der knapp über dem Waldrand (aber noch im Wald) südwestwärts, über Stock, Stein und mehr gefrorene und halbgefrorene Pfützen.<br />
Mal bergab, mal bergauf, immer hübsch (wenn auch schattig und kalt)&#8230;</p>
<p>Nach 600 m. erreichten wir das Ende der Allertshofer Tanne über Allertshofen, und folgten der gelben 2 am einsam gelegenen Seegerhof vorbei zurück auf die Hutzelstrasse, von wo es nur noch ein Katzenspr&#8230; äääh Hundesprung bis zum Auto war.</p>
<p>Wunderbare Tour bei Sonnenschein in herrlicher Landschaft. Hat unendlich gut getan, und mir wirklich dabei geholfen, eine Menge Frust und Stress loszuwerden. Und gelernt hab´ ich auch was, nämlich das Laufen mit Hund UND Foto doch zu viel Aufmerksamkeit und Koordination brauchen. Entweder Oder ist gut, beide zusammen lenken doch etwas zu sehr ab, so dass ich mich in Zukunft wohl tendenziell eher auf einen von beiden beschränken werde. Und solange es kalt ist und die Kamera ohnehin spinnt, sind das gute Nachrichten für Nemo (dem der heutige Lauf übrigens auch sichtlich Spass gemacht hat, obwohl er für kleine-Hunde-Verhältnisse schon ziemlich weit war)&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Strecke: 12,4 km<br />
Zeit: 1:17 h (9,66 kmh bzw. 6:12 min/km)<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 59,19% (7,34 km von 12,4 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/hutzelstr-herchenrode-hoxhohl.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-2580" title="hutzelstr-herchenrode-hoxhohl" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/hutzelstr-herchenrode-hoxhohl.jpg?w=128" alt="hutzelstr-herchenrode-hoxhohl" width="128" height="93" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Herrlicher Herbstlauf durchs nördliche Modautal (Asbach + Klein-Bieberau) mit Fotos (14,2 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2008/11/29/herrlicher-herbstlauf-durchs-nordliche-modautal-asbach-klein-bieberau-mit-fotos-142-km/</link>
<pubDate>Sat, 29 Nov 2008 17:32:47 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2008/11/29/herrlicher-herbstlauf-durchs-nordliche-modautal-asbach-klein-bieberau-mit-fotos-142-km/</guid>
<description><![CDATA[YAAAAAY, Schluss mit grau und trübe, heute herrschte draussen Kaiserwetter!!! Strahlender Sonnensche]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>YAAAAAY, Schluss mit grau und trübe, heute herrschte draussen Kaiserwetter!!!<br />
Strahlender Sonnenschein, blauer Himmel mit nur ein paar hellen Cirruswölkchen, fast windstill, und mit einem angenehm frischen Hauch von Schneearoma in der Luft (auch wenn der Schnee selbst schon längst wieder weggetaut war) &#8211; so und nicht anders stell´ ich mir einen schönen Spätherbst vor! </p>
<p>Ok, ganz perfekt war´s villeicht nicht: Immer noch kalt draussen, nur knapp über Null, aber das ist Ende November ja normal &#8211; und ohne Wind völlig unproblematisch. Und diesig war´s, über dem Boden hing eine regelrechte Dunstglocke, die jegliche Fernsicht zunichte machte.<br />
Aber dafür hatte ich genau das richtige Rezept: Wenn´s in den Niederungen der Bergstrasse dunstig ist, joggt man halt einfach im Odenwald, weiter oben ist es nämlich oft deutlich klarer. </p>
<p>Also hab´ ich das gemacht: </p>
<p>Schöne Strecke durchs nördliche Modautal aus dem Archiv der geplanten Läufe rausgesucht: Um Asbach und Klein-Bieberau, viel neue Strecke und ein ansprechender Mix aus Wiesen/Feldern und Wald, ein paar Höhenmeter aber nicht zuviel, genau das Richtige für heute.</p>
<p><!--more--><br />
Angemessen warm angezogen. </p>
<p>Foto eingepackt (warum nicht, man kann´s ja mal versuchen). </p>
<p>Und gegen Mittag aufgebrochen &#8211; früher als sonst, aber ich wollte soviel von der herrlichen Sonne mitnehmen, wie ich kriegen konnte, und die scheint im Winter eben nur Mittags bis in die Täler runter. </p>
<p>Losgelaufen bin ich heute in <a href="http://modautal.cross-mail.com/modules.php?name=MiscContent&#38;grp=ortsteile&#38;select=asbach">Asbach</a> (nicht verwandt oder verschwägert mit dem Weinbrand gleichen Namens, der kommt aus Rüdesheim am Rhein), dem nordöstlichsten Ortsteil der Gemeinde Modautal.<br />
Hübsches altes Dörfchen in schöner Umgebung, durch das ich vorher überhaupt erst einmal gelaufen war, vor Uuuurzeiten, bei der <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/07/31/durch-den-odenwald/">alleresten gebloggten Odenwaldtour mit Ingo im Juli 07</a>. </p>
<p>Als Ausgangspunkt der heutigen Tour hatte ich den Parkplatz am asbacher Sportgelände gewählt, auf einer Anhöhe am Nordrand des Dorfes.<br />
Herrlich hier oben: Pralle Sonne, wärmer als unten an der Bergstrasse (5 Grad, da konnte ich die Handschuhe getrost in der Jackentasche lassen), und ein wunderbarer Blick auf die weiten, grünen, sonnigen Hügel hinter Asbach, die ich angesichts ihrer unbestreitbaren Hübschigkeit sogleich für die Nachwelt festhielt:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0003.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0003.jpg" alt="img_0003" title="img_0003" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2429" /></a><br />
<em>Bild #1: Blick vom Parkplatz am asbacher Sportgelände nach Norden</em></p>
<p>Das dauerte etwas, denn wie sich herausstellte, zickte der Digitalfoto wieder rum, und schoss zuerst nur völlig unbrauchbrare Bilder, die so verzerrt, verwaschen, verpixelt und lilsatichig waren, dass man auf ihnen nichts erkennen konnte &#8211; genauswie <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0059.jpg">neulich auch schon mal am Fürstenlager</a> &#8211; vielleicht das Alter, oder die Kälte, keine Ahnung. Nach ein paar Schnappschüssen kriegte er sich dann wieder ein und die Bilder wurden normal (auch wenn er unterwegs hin und wieder mal einen Rückfall erlitt). </p>
<p>Nachdem das ausgestanden war konnte ich dann endlich loslaufen, mittenrein in den wunderbaren, sonnigen Mittag. </p>
<p>Zuerst nach Norden, aus Asbach hinaus, kurz die asphaltierte Verlängerung der Schulstr. (unmarkiert) hoch&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_00051.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_00051.jpg" alt="img_00051" title="img_00051" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2431" /></a><br />
<em>Bild #2: Schulstr. aus Asbach raus. Immer noch lilastichig, aber der Foto kriegte sich so langsam wieder ein.</em></p>
<p>&#8230;dann nach 100 m. rechts ab, und auf einem unmarkierten Asphaltweg hoch in die Hügel oberhalb des Dorfes. </p>
<p>Tolle Landschaft, ganz anders als die zentralen Regionen des kristallinen Odenwalds weiter südlich. Hier oben im nordwestlichen Zipfel des Mittelgebirges sind die Kuppen sind nicht mehr so hoch und runder, die Täler sind breiter und nicht mehr so tief, das Gelände ist offener und stärker von Ackerbau geprägt. Entsprechend präsentiert sich die Gegend als freundliches, pastorales Hügelland mit sanften Rundungen und weiten Tälern, die durch bewaldete Höhenzüge aufgelockert und voneinander getrennt werden. Furchtbar hübsch, gerade an einem klaren, sonnigen Tag wie heute: Oben der endlose, strahlendblaue Himmel, unten die weiten, sanft geschwungenen Rücken der grünen Hügel.<br />
Hier laufen?<br />
Wunderbar!</p>
<p>Nachdem ich von der Schulstr. abgebogen war, ging´s erstmal 250 m. unmarkiert nach Norden in Richtung Waldrand, dann auf dem etwas unebenen und grasigen Weichkopf-Weg (gelbe 2) ostwärts durch die Wiesen.<br />
Vorbei an Pferden&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_00091.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_00091.jpg" alt="img_00091" title="img_00091" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2433" /></a><br />
<em>Bild #3: Pferde oberhalb von Asbach. Immer noch leicht lilastichig, hrmph. </em></p>
<p>&#8230;einem kleinen Weinberg&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0013.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0013.jpg" alt="img_0013" title="img_0013" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2434" /></a><br />
<em>Bild #4: Huh? Ein bisschen überraschend, normalerweise wächst der Wein nur AM, aber nicht IM Odenwald&#8230;</em></p>
<p>&#8230;und wilden Apfelbäumen, die sich schon längst von ihren Blättern getrennt hatten, aber trotz des nahenden Winters nicht von ihren strahlendbunten Früchten lassen wollten.<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0015a.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0015a.jpg" alt="img_0015a" title="img_0015a" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2435" /></a><br />
<em>Bild #5</em></p>
<p>Nach ca. 650 m. verpasste ich offenbar eine Abzweigung verlor kurz die gelbe 2 &#8211; plötzlich stand ich auf einer Hangwiese, ohne dass da noch ein Weg zu erkennen gewesen wäre. War aber kein Problem, die Wiese war nicht eingezäunt, und so konnte ich einfach über den grasigweichen Hang in Richtung des herbstlich schimmernden Waldes am Weichkopf laufen:<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0016.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0016.jpg" alt="img_0016" title="img_0016" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2436" /></a><br />
<em>Bild #6: Wald am Weichkopf</em></p>
<p>Am Waldrand angelangt wandte ich mich dann einfach nach rechts, bis ich wieder auf den Weichkopf-Weg (immer noch gelbe 2), und damit die ursprünglich geplante Route stiess.<br />
Links in den Wald rein&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0017.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0017.jpg" alt="img_0017" title="img_0017" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2437" /></a><br />
<em>Bild #7: Gelbe 2 in den Wald rein</em></p>
<p>&#8230;und dann immer weiter der gelben 2 nach, durch den Wald um die Kuppe des Weichkopfes rum (übrigens ein seltsamer Name für einen Berg. Klingt irgendwie nach &#8220;Schwachkopf&#8221;, oder?). Erst noch ein Stück nordwärts an einem Wiesental entlang, dann nach Westen und bergauf, vorbei an ein paar pittoresken alten Fischteichen in einem schmalen Tälchen neben dem Weg&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0021.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0021.jpg" alt="img_0021" title="img_0021" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2438" /></a><br />
<em>Bild #8: Man beachte das Eis auf der Wasseroberfläche &#8211; hier im schattigen Wald, wo die wärmende Sonne kaum hinkam, war´s noch ganz schön kalt</em></p>
<p>&#8230;dann auf einer längeren aber sehr moderaten Steigung den Hang hoch, aufwärts durch den lichten  Mischwald, der wunderbar von der warmen Mittagssonne ausgeleuchtet wurde&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0022a.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0022a.jpg" alt="img_0022a" title="img_0022a" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2439" /></a><br />
<em>Bild #9</em></p>
<p>&#8230;und schließlich am oberen Ende des Waldes, nach vielleicht 700 m. Aufstieg, an der langgezogenen Wiese am Brunnenkopf wieder raus ins offene Gelände:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0025.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0025.jpg" alt="img_0025" title="img_0025" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2440" /></a><br />
<em>Bild #10: Oberes Ende des Weichkopf-Wegs am Brunnenkopf über Asbach</em></p>
<p>Hier ging´s rechts, immer am Waldrand entlang um die Wiese herum (weiterhin gelbe 2):<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0026.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0026.jpg" alt="img_0026" title="img_0026" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2441" /></a><br />
<em>Bild #11: Wiese am Brunnenkopf</em></p>
<p>Erst 250 m. nach Norden, dann am Nordrand der offenen Fläche 150 m. nach Westen, dann an der Westseite der Wiese wieder zurück nach Süden. Hier traf ich auch auf den blauen Balken des OWK-Wanderwegs HW 13&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0028.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0028.jpg" alt="img_0028" title="img_0028" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2442" /></a><br />
<em>Bild #12: Blauer Balken = HW 13 (Ober-Ramstadt &#8211; Wiesenbach)</em></p>
<p>&#8230;dem ich laut Plan die nächsten 4,5 km nach Süden folgen sollte.</p>
<p>Und das machte ich dann auch.<br />
Hach, was war das herrlich angenehm&#8230;<br />
Wunderbar wärmende Sonne direkt von vorne.<br />
Laufen völlig problemlos, keine Wehwehchen oder Mißtöne.<br />
Geist entspannt, Seele baumeln lassen.<br />
Und ich musste mir auch ausnahmsweise nicht mal Gedanken darüber machen, ob ich auch den richtigen Weg erwischen würde, denn ich musste ja einfach nur dem gut markierten Weitwanderweg folgen.<br />
Da störte selbst der furchtbar glibbrige und schlammige Zustand des Weges nicht weiter, alles lieg wun-der-bar! </p>
<p>Zuerst mal 750 m. den Waldrand an der Brunnenberg-Wiese runter&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_00361.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_00361.jpg" alt="img_00361" title="img_00361" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2443" /></a><br />
<em>Bild #13: HW 13 am Brunnenberg, in südlicher Richtung</em></p>
<p>&#8230;dabei ein schöner Blick nach Süden runter bis an die Neunkircher Höhe, an der offensichtlich noch alles verschneit war (zumindest sofern ich das durch den Dunst erkennen konnte):<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_00301.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_00301.jpg" alt="img_00301" title="img_00301" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2444" /></a><br />
<em>Bild #14: Neunkirchen und die Neunkircher Höhe, von Norden aus gesehen</em></p>
<p>Am Ende der Wiese weiter nach Süden, auf einem alten, rissigen Asphaltweg neben einer dichten Baum- und Heckenreihe, der laut Wanderkarte &#8220;Hohe Straße&#8221; heisst (was irgendwie seltsam ist, da es auf dem nächsten Höhenzug, nicht mal drei Kilometer westlich von hier, auch eine Hohe Straße gibt, die aber offensichtlich nicht dieselbe ist. Wahrscheinlich wieder mal ein Fall von mangelnder Kreativität bei der Benennung lokaler Geländemerkmale&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ):<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_00391.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_00391.jpg" alt="img_00391" title="img_00391" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2445" /></a><br />
<em>Bild #15: Hohe Straße zwischen Asbach und Ernsthofen</em></p>
<p>Danach kam ich an einem zweiten Weinberg über Asbach vorbei&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0045.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0045.jpg" alt="img_0045" title="img_0045" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2447" /></a><br />
<em>Bild #16: Weinberg westlich von Asbach, dahinter Asbach</em></p>
<p>&#8230;überquerte den Asbacher Weg, und lief dann geradeaus weiter, in den Wald am Reuterberg hinein (natürlich weiterhin alles blauer Balken). Auch hier war´s wieder schattig und ziemlich kühl, so dass sich hie und da sogar noch einzelne Schneereste gehalten hatten:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_00521.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_00521.jpg" alt="img_00521" title="img_00521" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2448" /></a><br />
<em>Bild #17: Schnee am Reuterberg</em></p>
<p>Der Weg selbst war ein etwas matschig und führte erst etwas bergauf in den Wald hinein, bevor er rechts abknickte, und am Waldrand nach Westen führt, und dabei immer wieder ein paar aparte Aussichten runter ins Modautal (nicht nur der gleichnamigen Gemeinde, sondern tatsächlich das Tal, wo die Modau durchfliesst) ermöglichte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_00492.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_00492.jpg" alt="img_00492" title="img_00492" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2449" /></a><br />
<em>Bild #18: Blick vom HW 13 am Reuterberg nach Nordwesten, runter ins Modautal. Das Dorf im Tal ist Ober-Modau, dahinter der Höhenzug vor Frankenhausen und Waschenbach</em></p>
<p>Nach etwas über einem halben Kilometer ging´s dann wieder bergab, runter zum Waldrand direkt über Ernsthofen. Hübsche Stelle, hier gibt´s nicht nur eine kleine Schutzhütte&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0056.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0056.jpg" alt="img_0056" title="img_0056" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2450" /></a><br />
<em>Bild #19: Julius-Scriba-Hütte über Ernsthofen, möglicherweise nach <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Julius_Scriba">diesem Herrn</a> hier benannt (was irgendwie ziemlich cool wäre&#8230;)</em></p>
<p>&#8230;sondern auch die ernsthofener Gedenkstätte für die Weltkriegstoten (laut Stadtplan heisst die offiziell &#8220;Heldenhain&#8221;)&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0053.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0053.jpg" alt="img_0053" title="img_0053" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2452" /></a><br />
<em>Bild #20: Heldenhain</em></p>
<p>&#8230;sowie einen schönen Blick runter aufs Dorf:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_00591.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_00591.jpg" alt="img_00591" title="img_00591" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2451" /></a><br />
<em>Bild #21: Ernsthofen vom Waldrand am Reuterberg. Schön zu sehen die spätgotische Dorfkirche, leider nicht im Bild ist das Schloss, das von den Bäumen verdeckt wird. Dahinter erhebt sich die Neutscher Höhe.</em></p>
<p>Wirklich sehr nett.</p>
<p>Nachdem ich meine Fotos geschossen und mich umgesehen hatte, ging´s weiter auf dem HW13, zu dem sich auf den nächsten 800 m. auch der Alemannenweg (rotes S) gesellte: Vom Waldrand über Ernsthofen aus ganz scharf links, zurück in den Wald am Reuterberg und wieder eine kleine Steigung hoch, dann runter an die K139 zwischen Ernsthofen und Asbach&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0063.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0063.jpg" alt="img_0063" title="img_0063" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2453" /></a><br />
<em>Bild #22: K139 zwischen Ernsthofen und Asbach. Die war ich vorhin gerade erst langgefahren&#8230;</em></p>
<p>&#8230;über die Strasse rüber, und auf der anderen Seite weiter nach Süden, in den Wald am Hufschlag:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0065.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0065.jpg" alt="img_0065" title="img_0065" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2454" /></a><br />
<em>Bild #23</em></p>
<p>Hier gab´s die erste etwas härtere Steigung der heutigen Tour, allerdings war die so kurz (und meine Laune und Verfassung so gut), dass sie sich problemlos bewältigen liess. Oben angekommen machte ich aber trotzdem eine kurze Pause um meinen Nackenwärmer anzulegen, denn inzwischen war ich doch ein bisschen geschwitzt, und hier oben war´s doch arg frisch (Merke: Wiesen = Viel Sonne = Warm. Wald = Wenig Sonne = Kalt).<br />
Außerdem fing auch der Foto wieder zu spinnen an (das scheint echt was mit der Kälte zu tun zu haben), und sabotierte meine all Versuche, den hier noch etwas umfänglicher vorhandenen Schnee im Bild festzuhalten &#8211; das hier war noch das Beste, das ich hingekriegt hab´, alle anderen waren lilaner, verwaschener, und vollkommen unkenntlich. Das ist aber auch immer eine Schlamastik, mit diesem Technikgedöns&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_00661.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_00661.jpg" alt="img_00661" title="img_00661" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2455" /></a><br />
<em>Bild #24: Schnee auf Baumstämmen am Hufschlag. Leicht verlilat und verwaschen.</em></p>
<p> Und weiter, südwärts auf dem HW 13 (inzwischen wieder ohne Alemannenweg, der war irgendwo kurz hinterm Waldrand abgebogen) durch den Wald am Hufschlag, den ich letzten <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/12/20/noch-mehr-modautal-grunweise-hugel-kleine-friedhofe-und-die-entdeckung-von-herchenrode-151-km/">Winter schon mal ein bisschen erkundet hatte</a>, vorbei an einem hässlichen Backsteinwasserhäuschen hinter spiessigem Jägerzaun&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0071.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0071.jpg" alt="img_0071" title="img_0071" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2456" /></a><br />
<em>Bild #25: Wie man am immer noch erkennbaren Lilastich und den seltsam verwaschenen hellen Flecken erkennt, hatte der Foto sich immer noch nicht ganz von seinem letzten Anfall erhohlt&#8230;</em></p>
<p>&#8230; und schließlich wieder raus ins offene Gelände, nämlich die herrlichen, weiten Hochwiesen am oberen Rand des Johannisbachtals, die sich schier endlos bis runter in den Talgrund erstrecken, und von denen man einen grandiosen Blick nach Osten und (zumindest ganz oben, wo ich mich gerade befand) nach Westen hat. </p>
<p>Und immer noch auf dem HW 13 nach Süden, der Sonne entgegen.<br />
Herrlich. Ganz ruhig hier oben (bisher war mir seit dem Start kein anderer Mensch begegnet), wunderschöne grüne Hangwiesen, begrenzt durch dunkle Bergrücken, blauer Himmel, und natürlich weiterhin die wohltuenden Strahlen der freundlichen Mittagssonne, das tat ja alles soo gut! </p>
<p>Immer geradeaus, Feldweg über den Höhenrücken.<br />
Rechts das tiefe Modautal, dahinter die Neutscher Höhe mit den charakteristischen Windrädern:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0079.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0079.jpg" alt="img_0079" title="img_0079" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2457" /></a><br />
<em>Bild #26: Windräder auf der Neutscher Höhe. Der Bergrücken am rechten Horizont ist das Frankensteinmassiv von hinten</em></p>
<p>Links das tiefe, lange Johannisbachtal, über das Hinweg man bis über den Nordrand des Odenwalds hinausschauen konnte (oder hätte schauen können, wenn´s nicht so diesig gewesen wäre):<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0081.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0081.jpg" alt="img_0081" title="img_0081" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2458" /></a><br />
<em>Bild #27: Blick übers Johannisbachtal nach Nordosten. Der schemenhaft erkennbare Bergkegel ist der Otzberg</em></p>
<p>Und geradeaus: Nichts als sonnige Wiesen und der einsame Höhenweg:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_00831.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_00831.jpg" alt="img_00831" title="img_00831" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2459" /></a><br />
<em>Bild #28: HW 13 in südlicher Richtung, oberhalb von Klein-Bieberau und Herchenrode</em></p>
<p>Insgesamt nochmal mehr als ein ganzer, angenehmer Kilometer vom Waldrand am Hufschlag bis zum Waldrand am Johannesberg, auf dem ich nicht nur den ersten anderen Menschen seit dem Start traf (Frau mit lustigem Hund beim Gassigehen), sondern auch die ersten &#8211; und einzigen &#8211; Kühe der heutigen Tour entdeckte, bei deren Anblick mir spontan ein Riesenstein vom Herzen fiel &#8211; bekanntlich ist ein Odenwaldlaufbericht mit Fotos absolut wertlos, sofern er nicht mindestens ein Kuhbild enthält, und hier bot sich endlich die Gelegenheit, diese Maßgabe zu erfüllen. Et voilá:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_00851.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_00851.jpg" alt="img_00851" title="img_00851" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2460" /></a><br />
<em>Bild #29: Obligatorisches Odenwaldlaufberichtsfotomitkühendrauf: Check!</em></p>
<p>Am Waldrand bei Johannesberg hiess es dann Abschied nehmen vom schönen, angenehmen HW 13: Ich bog links ab, auf einen unmarkierten und wieder mal etwas matschigen Feldweg, der erst ein Stück am Waldrand entlanglief, dann über einen kleinen Buckel führte&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0095.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0095.jpg" alt="img_0095" title="img_0095" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2461" /></a><br />
<em>Bild #30</em></p>
<p>&#8230;und schließlich in den Fahrweg mündete, der von Brandau aus über den Wald am Johannesberg bis runter nach Klein-Bieberau führt. Den lief ich nach links, runter ins Tal:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0099.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0099.jpg" alt="img_0099" title="img_0099" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2462" /></a><br />
<em>Bild #31: Strasse runter ins Johannisbachtal</em></p>
<p>Schon wieder ein herrliches Stück, sanft und bequem auf einem abfallenen Bergrücken talwärts, über Webern entlang&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0100.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0100.jpg" alt="img_0100" title="img_0100" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2463" /></a><br />
<em>Bild #32: Webern von oben. Ich glaube, das Haus da oben am Waldrand kriegt über den Winter Wochenlang keinen einzigen Sonnenstrahl ab&#8230;</em></p>
<p>&#8230;runter in Richtung <a href="http://modautal.cross-mail.com/modules.php?name=MiscContent&#38;grp=ortsteile&#38;select=kleinbieberau">Klein-Bieberau</a>:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0102.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0102.jpg" alt="img_0102" title="img_0102" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2464" /></a><br />
<em>Bild #33: Klein-Bieberau, links am Horizont nochmal ganz schemenhaft der Otzberg</em></p>
<p>Nach 250 m. links, auf einen fast ebenen Asphaltweg, der mit herrlich schimmernden Birken gesäumt war&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0105.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0105.jpg" alt="img_0105" title="img_0105" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2465" /></a><br />
<em>Bild #34: Ein kluger Mann hat mal geschrieben: &#8220;Hexen stehen immer zwischen Birken&#8221;. Aber da hier niemand steht, ist das wohl nicht anwendbar&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </em> </p>
<p>&#8230;und nach weiteren 250 m. scharf rechts abbog und an einem Spalier dunkler Tannen entlang weiter talwärts führte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_01091.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_01091.jpg" alt="img_01091" title="img_01091" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2466" /></a><br />
<em>Bild #35</em></p>
<p>Während ich da so langlief, fiel mir plötzlich auf, wie herrlich blau der Himmel über mir war, das musste ich gleich mal fotografieren:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0111.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0111.jpg" alt="img_0111" title="img_0111" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2467" /></a><br />
<em>Bild #36: Sooo blue!</em></p>
<p>Und wo ich den Foto eh gerade hoch in die Luft hielt, drehte ich ihn auch gleich noch mal rum und machte einen Schnappschuss direkt nach unten. Der ist überraschend gut geworden:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0112.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0112.jpg" alt="img_0112" title="img_0112" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2468" /></a><br />
<em>Bild #37: Unshaven and sweaty and not blue at all&#8230;</em></p>
<p>Danach ging´s weiter abwärts, den Asphaltweg runter&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0114.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0114.jpg" alt="img_0114" title="img_0114" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2469" /></a><br />
<em>Bild #38: Asphaltweg runter nach Klein-Bieberau</em></p>
<p>&#8230;bis zur nächsten Kurve. Hier knickte der Asphaltweg rechts ab und führte runter an die Landstrasse zwischen Webern und Klein-Bieberau, aber da wollte ich eigentlich nicht hin. Deshalb lief ich lieber geradeaus und dann links, auf einen namenlosen und ziemlich schlammigen Wirtschaftsweg, der ein schmales Seitental hochführte und ziemlich anstrengend war.<br />
Aber ich war ja gut drauf, also powerte ich die 300 m. bis zum oberen Talende problemlos hoch, begleitet von den emörten Krächzern eines Krähenschwarms, der sich durch meine Vorbeilaufen offensichtlich stark belästigt fühlte.<br />
Oben ging´s rechts, über eine kleine Anhöhe&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_01181.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_01181.jpg" alt="img_01181" title="img_01181" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2470" /></a><br />
<em>Bild #39: Anhöhe über Klein-Bieberau, Name unbekannt</em></p>
<p>&#8230;und auf der anderen Seite gleich wieder steil bergab, auf einem weiteren, von schweren Traktorreifen zerkraterten Wirtschaftsweg ins nächste kleine Tal auf dessen gegenüberliegendem Hang der kleine, einsame Klein-Bieberauer Friedhof thronte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_01191.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_01191.jpg" alt="img_01191" title="img_01191" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2471" /></a><br />
<em>Bild #40: Friedhof von Klein-Bieberau inmitten grüner Hangwiesen</em></p>
<p>Am Talgrund erwartete mich ein weiteres kleines Strässchen, dem ich rechts abwärts folgte, nach ca. 300 m. links abbog, und schließlich auf einem pockennarbigen Weg mit uraltem Asphalt nach Klein-Bieberau hineinlief:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_01211.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_01211.jpg" alt="img_01211" title="img_01211" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2472" /></a><br />
<em>Bild #41: Ortseingang von Klein-Bieberau an der Hochstr.</em></p>
<p>Geradeaus weiter, die hübsche Hochstr. entlang (nette Häuser mit großzügigen Gärten, teils relativ luxuriös), an deren Ende dann links ind die Bergstrasse und gleich wieder halblinks auf den Lokalweg Kb2, der mit einer knackigen Steigung aus dem Dorf hinaus in die Hänge führte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0124.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0124.jpg" alt="img_0124" title="img_0124" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2473" /></a><br />
<em>Bild #42: Uff!</em></p>
<p>Glücklicherweise war das steile Stück nicht lang, und ging bald in eine moderater ansteigende Passage über, die durch eine hübsche Heckenlandschaft führte, die Pickepackevoll mit Tierwelt war:<br />
Erst scheuchte ich einen Bussard (?) auf, dann stürzte sich direkt danach und keine zwei Meter von mir entfernt ein kleiner Falke auf eine panisch zeternde Amsel (er floh allerdings vor mir, bevor er sein Werk vollenden konnte, während die arme Amsel &#8211; hoffentlich nicht zu schwer verletzt &#8211; sich kreischend in die Hecke flüchtete), und kurz danach hüpfte auch noch ein Reh davon &#8211; alles innerhalb von gerade mal 50 m.!<br />
Natürlich kriegte ich nichts davon vor die Linse, deshalb musste ich mich mit einem Foto des lokalen Wasserhäuschens begnügen, das den Anstand hatte, nicht panisch wegzurennen oder zu -fliegen, sobald es meiner gewahr wurde:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0125.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0125.jpg" alt="img_0125" title="img_0125" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2474" /></a><br />
<em>Bild #43: Wasserhäuschen am Kb2 über Klein-Bieberau. Sehr zutraulich, und überhaupt nicht Menschenscheu</em></p>
<p>Kurz danach erreichte der Weg einen kleinen Höhenrücken über dem Dorf&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_01261.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_01261.jpg" alt="img_01261" title="img_01261" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2475" /></a><br />
<em>Bild #44: Allenthalben grüne Hänge</em></p>
<p>&#8230;und mündete dort in die Asphaltstrasse nach Herchenrode, die zwar offensichtlich keinen Namen hat, aber neben der Markierung &#8220;KB2&#8243; auch mit dem Radweg 26 aufwarten kann:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_01271.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_01271.jpg" alt="img_01271" title="img_01271" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2476" /></a><br />
<em>Bild #45: Wegweiser</em></p>
<p>Der folgte ich nun weiter aufwärts. Ging wesentlich einfacher, als ich befürchtet hatte (als ich diese <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/12/20/noch-mehr-modautal-grunweise-hugel-kleine-friedhofe-und-die-entdeckung-von-herchenrode-151-km/">Hänge letzten Dezember erklommen habe</a>, war´s eine furchtbare Quälerei, allerdings bin ich da auch den steileren Weg M1 hochgelaufen). Ich lief am Friedhof vorbei&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0128.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0128.jpg" alt="img_0128" title="img_0128" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2477" /></a><br />
<em>Bild #46: Klein-Bieberauer Friedhof von Nahem. Eigentlich recht hübsch, auch wenn die Trauerhalle irgendwie ein bisschen an eine Garage erinnert</em></p>
<p>&#8230;und erreichte kurz danach eine Wegscheide, an der ich dem Weg KB2 nach halbrechts folgte&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0129.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0129.jpg" alt="img_0129" title="img_0129" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2478" /></a><br />
<em>Bild #47: Wegscheide zwischen dem Klein-Bieberauer Friedhof und dem Waldhof</em></p>
<p>&#8230;und dann wunderbar angenehmes (weil gar nicht steiles) Stück am Waldrand hoch über Klein-Bieberau nach Nordosten lief:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/img_0130.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/img_0130.jpg" alt="img_0130" title="img_0130" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2479" /></a><br />
<em>Bild #48: KB2 am Waldrand des Steinernfirsts über Klein-Bieberau</em></p>
<p>Nach 300 m. war dann allerdings Schluss mit angenehm, denn es ging links in den Wald rein, und auf einem schlechten Waldweg mit den Markern M1 und KB2 geradewegs den Hang am Steinernfirst hoch &#8211; das Stück hatte ich von letztem Dezember noch als fies in Erinnerung, und das durchaus zurecht: Kurz aber supersteil (vielleicht 25 HM auf 150 m. Strecke), dazu war der Weg rutschig, extrem uneben und mit einer dicken Laubschicht bedeckt, unter dem sich allenthalben unsichtbare schienbeintiefe Schlammlöcher versteckten:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/img_0132.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/img_0132.jpg" alt="img_0132" title="img_0132" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2480" /></a><br />
<em>Bild #49: M1/KB2 am Steinernfirst &#8211; not as nice as it looks</em></p>
<p>Aber wieder mal nicht lang, das machte es erträglicher: Nach gerade mal 150 m. erreichte ich den Höhenrücken und durfte wieder abwärts laufen, weiter in den Wald rein (dummerweise war der Weg auf dieser Seite der Anhöhe  sogar noch zugelaubter, glibbriger, unebener, und schlammlöchiger, so dass ich höllisch aufpassen musste, mir nicht die Haxen zu brechen oder für immer in einer versteckten Treibsandgrube zu versinken).</p>
<p>Weniger als 100 m. nach der Anhöhe stiess der Rumpelpfad auf einen anständigen, quer verlaufenden Waldweg, auf den ich nach rechts einbog (Markierung: M1).<br />
Ab hier war´s dann wieder wunderbar komfortabel: Schöner, sonniger Wald und fester, weitgehend ebener Untergrund mit einer leicht abfallenden Tendenz, lief sich prima. </p>
<p>Ich folgte dem Weg M1 in entspanntem Tempo ostwärts, hielt zwischendurch mal kurz an um ein paar fotogene Pilze am Wegesrand abzulichten&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/img_0133.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/img_0133.jpg" alt="img_0133" title="img_0133" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2481" /></a><br />
<em>Bild #50: Pilze am Wegesrand. Fotografierbar? Ja. Essbar? Lieber nicht&#8230;</em></p>
<p>..genoss den hübschen Wald&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/img_0135.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/img_0135.jpg" alt="img_0135" title="img_0135" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2482" /></a><br />
<em>Bild #51: Hübscher Wald am Weg M1 zwischen Steinernfirst und <strong>dem</strong> Böbig</em></p>
<p>&#8230;und bog an der nächsten Wegscheide nach ca. 450 m. halblinks auf den Böbig-Weg (gelbe 3) ein, dem ich dann für über 1,2 km weiter ostwärts durch den Wald an <strong>dem</strong> Böbig folgte (Warum ich dieser Anhöhe immer Artikel fett schreibe? Weil er offenbar total wichtig ist. Praktisch alle anderen Odenwaldberge sind in der Wanderkarte ohne Artikel aufgeführt, also &#8220;Melibokus&#8221;, &#8220;Felsberg&#8221;, Neunkircher Höhe&#8221; usw. Nur nicht der hier, da steht sowohl in der Wanderkarte als auch auf dem Ortsplan von Stadtplan.net &#8220;Der Böbig&#8221;. Also muss der Artikel hier wohl offiziel dazugehören, oder?). </p>
<p>Weiterhin alles locker und wunderbar entspannt, wenn auch ohne grosse Highlights: Ich passierte einen Holzlaster mit Kran&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/img_0136.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/img_0136.jpg" alt="img_0136" title="img_0136" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2483" /></a><br />
<em>Bild #52: Holzlaster mit Kran an <strong>dem</strong> Böbig</em></p>
<p>&#8230;endeckte eine Gruppe von hohen Bäumen, deren gelblich belaubte Baumkronen wunderbar vor dem strahlendblauen Himmel zur Geltung kamen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/img_0137.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/img_0137.jpg" alt="img_0137" title="img_0137" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2484" /></a><br />
<em>Bild #52: Hohen Bäume, deren gelblich belaubte Baumkronen wunderbar vor dem strahlendblauen Himmel zur Geltung kommen. An <strong>dem</strong> Böbig</em></p>
<p>&#8230;und lief ansonsten durch ganz viel netten, hübschen aber irgendwie auch unspektakulären Wald:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/img_0140.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/img_0140.jpg" alt="img_0140" title="img_0140" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2485" /></a><br />
<em>Bild #53: Netter, hübscher aber irgendwie auch unspektakulärer Wald auf <strong>dem</strong> Böbig</em></p>
<p>Schließlich erreichte ich eine große Wegekreuzung direkt oberhalb von Asbach, auf der ich vor langer Zeit schon mal mit Ingo vorbeigekommen war:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/img_0141.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/img_0141.jpg" alt="img_0141" title="img_0141" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2486" /></a><br />
<em>Bild #54</em></p>
<p>Hier hätte ich eigentlich nur links abbiegen und auf dem Saar-Rhein-Main-Weg (gelbes Plus) runter nach Asbach laufen müssen, aber ich war nocht topfit und es machte gerade so richtig Spass, also lief ich stattdessen noch einen Extra-Schlenker, und folgte dem Guteberg-Weg (gelbe 2) halbrechts geradeaus.<br />
Noch mal ein netter, entspannter Kilometer extra, um die Kuppe des Gutebergs herum und dann erst runter nach Asbach. Weiterhin leicht abwärts, weiterhin schöner Wald, alles Prima.<br />
Noch eine Begegnung mit einer hundegassigehenden Spaziergängerin (damit waren mir also auf der gesamten Tour sage und schreibe zwei andere Menschen begegnet. Typisch Odenwald: Sonntags und an den Rändern treten sich die Erholungssuchenden Wochenendnaturfreunde halbtot, aber wenn man Samstags mal etwas weiter drin unterwegs ist, hat man praktische die gesamte Landschaft für sich selbst&#8230;), noch ein kleine Pause um einen Satz herrlich von der Sonne angestrahlte Flora am Wegesrand zu verfotografieren&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/img_0145a.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/img_0145a.jpg" alt="img_0145a" title="img_0145a" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2487" /></a><br />
<em>Bild #55: Sonne auf Gräsern am Gutebergweg</em></p>
<p>&#8230;und auf einmal war ich um die Kuppe rum und fand mich am Waldrand vor Asbach wieder:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/img_01521.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/img_01521.jpg" alt="img_01521" title="img_01521" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2489" /></a><br />
<em>Bild #56: Asbacher Osten, vom Guteberg-Weg aus gesehen. Ehrlich gesagt war ich etwas überrascht, dass das so weit oben lag, ich hatte eigentlich erwartet, dass ich aus dem Wald rauskommen und Asbach unten im Tal vorfinden würde. Aber da war´s nicht. So kann´s gehen&#8230;</em></p>
<p>Jetzt musste ich einfach nur noch der gelben 2 bis runter in den Talgrund folgen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/img_0155a.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/img_0155a.jpg" alt="img_0155a" title="img_0155a" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2490" /></a><br />
<em>Bild #57: Vor Asbach</em></p>
<p>&#8230;dann hoch ins Dorf hineinlaufen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/img_0157.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/img_0157.jpg" alt="img_0157" title="img_0157" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2491" /></a><br />
<em>Bild #58: Ortseingang von Asbach. Letzten Juli war Ingo und mir hier ein prolliger Ureinwohner mit Oberlippenbart begegnet, der uns irgendwas zugrölte , woraufhin wir ihn spontan zum örtlichen Dorftrottel erklärten. Heute war der leider nicht da&#8230;</em></p>
<p>&#8230;links die Rodauer Str. hochlaufen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/img_0160.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/img_0160.jpg" alt="img_0160" title="img_0160" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2492" /></a><br />
<em>Bild #59: Rodauer Str. in Asbach</em></p>
<p>&#8230;dann rechts die Schulstr. hochlaufen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/img_0161.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/img_0161.jpg" alt="img_0161" title="img_0161" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-2493" /></a><br />
<em>Bild #60: Schulstr. in Asbach</em></p>
<p>&#8230;mich kurzatmig fragen, warum es hier eigentlich nur noch bergauf ging und immer steiler wurde (Merke: Bei Bergläufen ist günstiger, am Anfang hoch und am Ende runter zu laufen, umgekehrt wird das gerne mal etwas anstrengend &#8211; gottseidank war ich heute prima drauf, da machte das nicht viel aus), und schließlich die letzten, steilen Meter bis zum Sportplatz und dem wartenden Auto zurücklegen:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/img_0163.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/img_0163.jpg" alt="img_0163" title="img_0163" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2494" /></a><br />
<em>Bild #61: Die letzten Meter&#8230;</em></p>
<p>Und das war´s dann auch schon. </p>
<p>Kinder, das war ja SO! VERDAMMT! SUPER!!!!! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /><br />
Ehrlich, heute hat wirklich alles gepasst: Das Wetter war großartig, die Landschaft herrlich, die Route problemlos, ich war tiptop in Form, selbst am Ende noch total fit und ausgeruht, und die ganze Tour hat einfach nur unglaublich Spass gemacht einfach nur richtig, richtig gut getan.<br />
Ungelogen einer der schönsten, erfrischendsten, besten Läufe, die ich seit langem gemacht habe.<br />
Lediglich mit den Fotos bin ich nicht ganz zufrieden &#8211; heute war zwar ein herrlicher Tag, aber auf eine sehr stimmungsvolle, diesig-pastellfarbene Art und Weise, die sich fotografisch einfach nicht so perfekt festhalten liess. Entsprechend müsst ihr mir halt einfach mal glauben, dass das live noch viel, viel schöner war, als die Bilder vermuten lassen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Strecke: 14,2 km<br />
Zeit: ca. 90 min reine Laufzeit?? (= etwas über 9,5 km/h)*<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstecke: 92,25% (13,1 km von 14,2 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/asbach-klein-bieberau1.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/asbach-klein-bieberau1.jpg?w=128" alt="asbach-klein-bieberau1" title="asbach-klein-bieberau1" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-2422" /></a></p>
<p>* Zur Laufzeit: Irgendwie muss ich heute bei der Zeitnahme mit Fotopausen durcheinandergekommen sein, denn am Ziel zeigte die Stoppuhr gerade mal 80 Minunten Laufzeit an, was einem Schnitt von 10,65 km/h entsprochen hätte. So schnell war ich aber im Leben nicht (falls ich überhaupt so einen Schnitt über 14 km Bergstrecke hinbringe, wäre ich danach fix und fertig, und das war ich heute nicht. Und besonder beeilt hab´ ich mich auch nicht).<br />
Entsprechend handelt es sich bei der Laufzeitangabe oben nur um eine Schätzung.</p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Halbverirrt im ersten Schnee: Beedenkirchen - Brandau - Lautern (12 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2008/11/23/halbverirrt-im-ersten-schnee-beedenkirchen-brandau-lautern-12-km/</link>
<pubDate>Sun, 23 Nov 2008 20:46:52 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2008/11/23/halbverirrt-im-ersten-schnee-beedenkirchen-brandau-lautern-12-km/</guid>
<description><![CDATA[Schon komisch: Normalerweise (und ein kurzer Blick in die Laufblog-Archive wird das bestätigen) mag ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Schon komisch: Normalerweise (und ein kurzer Blick in die Laufblog-Archive wird das bestätigen) mag ich trübe, graue, tief hängende Wolken ja nicht besonders.<br />
Aber sobald Schneeflocken aus ihnen rausfallen bin ich hin und weg.<br />
Ich liebe die Atmosphäre von Schneefall, den Geruch von Neuschnee, und die stille, gedämpfte Stimmung, die entsteht, wenn die Flocken erdwärts tanzen und dort bereits auf eine Schicht jungfräulich frischen Schnee treffen.<br />
Mag ich.</p>
<p>Heute war´s so weit: Der erste Schnee des Winters.<br />
Nur ganz wenig, ein paar einsame, winzige Flöckchen, die im lebhaften Wind aus den grauen Wolken schneiten &#8211; nicht wirklich ein Wintereinbruch (der sollte erst heute Abend kommen und mehrere Zentimeter Neuschnee mitbringen, die immerhin ein paar Stunden halten würden &#8211; aber das wusste ich zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht), aber genug, um meine Lust auf den Winter zu entfachen: Heute wollte ich im Schnee laufen.<br />
Dumm nur, dass der nicht liegen bleiben wollte.<br />
War einfach noch ein bisschen zu warm hier unten am Fuß der Bergstrasse, entsprechend schmolzen die Flöckchen schneller weg, als sie nachschneien konnten.<br />
Also entschied ich mich, es einfach im Odenwald zu probieren &#8211; oben in den Bergen ist es meistens ein paar Grad kälter, entsprechend kann da ´ne ganze Menge Schnee liegenbleiben, selbst wenn´s unten in der Ebene schneefrei ist. </p>
<p>Schnell eine nette Route mit viel neuer Strecke im Modautal rausgesucht (das erwies sich als verflixt schwierig, weil ich da inzwischen die allermeisten größeren Wege schon abgelaufen bin, aber schließlich kriegte ich doch noch eine passable Tour über die hinterletzten Wald- und Wiesenpfädchen zwischen Beedenkirchen und Brandau hin &#8211; mir fehlten ja nur noch 6 km bis zum Wochenziel, entsprechend musste es nicht lang sein), dick angezogen (1,5° Celsius in Jugenheim, das bedeutet i.d.R., dass es im Odenwald unter Null ist), und am frühen Nachmittag in die Berge hochgefahren. </p>
<p><!--more--><br />
Und zwar ins hübschen Dörfchen Beedenkirchen hinter dem Felsberg. Hier oben war´s tatsächlich saukalt (-1°, dazu ein eisigkalter Wind), und es lag tatsächlich ein bisschen Schnee &#8211; keine geschlossene Decke, aber immerhin war die Landschaft ordentlich mit hübschen weissen Stellen gezuckert, das musste für heute reichen.<br />
Start in der Schlössergasse. Auto abgestellt, Jacke bis oben zu, Nackenschutz um den Hals, Stirnband umgeschnallt, Handschuhe an, und los, raus in die grauweisswindigige Nachmittagskälte.<br />
Und gleich mal richtig bergauf, die Schlössergasse hoch aus Beedenkirchen raus, dann den Betonweg an der Bergflanke hoch in Richtung Kuralpe.<br />
Das Stück bin ich ja inzwischen schon einige Male gelaufen, aber es überrascht mich jedesmal aufs Neue, <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/07/img_0293.jpg">wie unglaublich steil</a> es ist. Brutal, das war selbst in meinem ausgeruhten Zustand unheimlich anstrengend (brachte mich aber wenigstens auch gleich auf die nötige Betriebstemperatur&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> . </p>
<p>Nach ca. 500 Metern (puuuh!) erreichte ich das Ende des schlimmen Teils und bog scharf rechts ab, auf einen unmarkierten aber hübschen Asphalt(?)Weg, der zwischen den leicht verschneiten Wiesen am Oälsch (kein Schreibfehler, die Anhöhe heisst tatsächlich so) oberhalb von Beedenkirchen nach Osten führt. Hübsches Stück, am Hang langsam wieder bergab, eingefasst von Bäumen (die dem furchtbar kalten Wind ein bisschen die Schärfe nahmen) rechts unten das Dorf in einer Taldelle, links schöne, weite Wiesen, auf denen einen Herde massiger Limousin-Rinder weidete, die den Wind und die Kälte mit stoischer Gelassenheit ertrugen. Zähe Burschen. </p>
<p>Nach fast einem Kilometer sanften Bergablaufens hatte ich die Höhenmeter, die ich gerade erst im Schweisse meines Angesichts hochgeschnauft war, wieder verloren und erreichte die L3101 zwischen Schmal-Beerbach/Wurzelbach und Beedenkirchen.<br />
Die überquerte ich und lief weiter geradeaus nach Osten. Erstmal mehr angeschneite Wiesen, in einer Bodendelle südlich von Allertshofen, die man von den Durchgangsstrassen zwar bestens sehen kann, aber deren Existenz ich irgendwie noch nie bewusst zur Kenntnis genommen hatte &#8211; einer von diesen weissen Flecken auf der Karte im Kopf, deren Existenz man erst bemerkt, wenn man sie ausgefüllt hat &#8211; interessant.<br />
Der Untergrund wurde hier allerdings deutlich schlechter: Halb gefrorener/halb matschiger Wirtschaftsweg zwischen den Weiden, aufgewühlt von schweren Traktorreifen und voller angeeister Pfützen, da musste man schon etwas aufpassen, nicht auszurutschen. </p>
<p>Der Weg ging erst noch ein wenig bergab, dann wieder bergauf, an Weidezäunen und einem versteckten Weiher vorbei, und knickte dann scharf nach rechts in den Wald ab (der gehörte auch noch zu dem eben beschrieben &#8220;Weissen Fleck&#8221; und war mit seinen Findlingen und im Wind knarrenden Fichten am Hang sehr nett), machte dort einen Bogen um eine kleine Kuppe, und führte dann wieder hinaus in die Weiden, bevor er schließlich endgültig in den Wald am Hasenberg abknickte. </p>
<p>Wie gesagt: Ich hatte mir heute ja extra eine Route auf obskuren Nebenwegen rausgesucht, und hier machte sich das endgültig bemerkbar &#8211; kein bequemer, gepflegter Wander- oder Spazierweg hoch in den Wald, sondern eine unebene Piste zwischen den dichten Bäumen am Hang, auf die sich ansonsten wahrscheinlich fast nie jemand verrirt. Kniehohe Laubschicht mit etwas Schnee drauf, darunter furchen voller Schlamm und spitze Steine, dazu kaum zu erkennen &#8211; ich musste alle paar Meter Anhalten (das wurde sofort eisig kalt) und mich orientieren, um den Unterschied zwischen &#8220;Weg&#8221; und Waldboden auszumachen. </p>
<p>Ging aber irgendwie, nach ca. 300 m. stiess ich auf den etwas besseren Lokalweg M1 zwischen Allertshofen und Brandau, dem ich nach rechts aus dem Wald hinaus folgte. Am Waldrand links, ein kleines Stück aufwärts (mehr angeschneite Weiden und halbgefrorene Äcker), dann runter auf einen guten, asphaltierten Wirtschaftsweg, der parallel zur L3099 nach Süden führt.<br />
Gut zu laufen, aber im offenen Gelände, da gab´s keinen Schutz mehr vor dem gnadenlosen Wind, der mich mit brutaler Kälte innerhalb kürzester Zeit in einen Eiszapfen zu verwandeln drohte.<br />
Schlimmer noch: Als ich zwischendurch kurz meinen Streckenplan aus der Jackentasche fischte, um mich zu orientieren, riss er ihn mir unvermittelt aus den doppelt gefühllosen Fingern (Kälte UND Handschuhe, das ist nicht ideal für die Fingerfertigkeit) und wehte ihn weg.<br />
Mir blieb nichts anderes übrig, als ihm hinterher zu glotzen, wie er über die weiten, einsamen Stoppeläcker tanzte und sich schließlich irgendwo in der Entfernung verlor.<br />
Na super!<br />
Von jetzt an nicht mehr nur verforen, sondern auch planlos, und das auf einigen der kleinsten, miesesten und obskursten Pfade, die die Gegend zu bieten hat &#8211; da konnte ja heiter werden&#8230;</p>
<p>Zuerst mal war´s aber kein Problem: Ich folgte dem Wirtschaftsweg bis runter an die Landstrasse (K69), und lief an der entlang nach Brandau rein, das heute ein bisschen grau und verlassen daher kam, zugleich aber wunderbar windgeschütz war &#8211; eine echte Wohltat, da fing man nach ein paar Metern sogar wieder an, seine eisigen Beine zu spüren&#8230;</p>
<p>Ein Stück geradeaus die Odenwaldstr. hoch, dann rechts die Hechlergasse rauf &#8211; netter kleiner Anstieg den Hügel hoch, vorbei an Fachwerkhäusern und drei Kindern mit einem Mops (bei dessen Anblick mir spontan Loriot in den Sinn kam: &#8220;Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos&#8221;. Was natürlich fast richtig ist, auch wenn sich der gute Herr von Bühlow in der Hunderasse geirrt hat. Es muss natürlich &#8220;Ein Leben ohne <em>Terrie</em>r&#8221; heissen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ).<br />
Oben angekommen links und weiter die Hechlergasse entlang, bis zum südlichen Ortsausgang oberhalb der L3099, dort dann wieder raus in die Wiesen westlich des Dorfes.</p>
<p>Ab hier wurde es spannend &#8211; der Plan hatte vorgesehen dass ich mich auf irgendwelchen winzigen, fast vergessenen Feld- und Wiesenrainpfaden über die sanften Hügel des offenen Hochplateaus zurück nach Beedenkirchen durschlage. Aber dummerweise wehte der Plan ja irgendwo weit weg durch den Odenwald und war damit nicht mehr konsultierbar. Also musste ich es aus dem Kopf versuchen.<br />
Zuerst klappte das ganz gut: Ich lief aus einem Asphaltweg in westlicher Richtung aus Brandau raus auf eine kleine Anhöhe, wandte mich kurz nach rechts, und bog dann links ab, auf einen winzigen Pfad zwischen den Wiesen und Stoppelfeldern. Dann einen steilen aber kurzen Buckel hoch, auf der anderen Seite dann irgendwie westwärts &#8211; soweit war ich auf Kurs. </p>
<p>Das Hauptproblem war zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht mehr die Navigation, sondern der Wind: Bisher hatte ich selbst auf den exponierteren Stücken immer wenigstens ein bisschen Windschatten gehabt, den gab´s nun nicht mehr &#8211; Hochgelegener offener Südwesthang ohne Bäume, ganz oben am Ende des tiefen, zur Ebene hin abfallenden Lautertals, das die Berge bis zur Ebene durchschneidet und wie ein Kanal wirkte, durch den der schneidend kalte Südwestwind völlig ungehindert bis hier hinauf blasen konnte. Fühlte sich an wie ein Eissturm frontal von vorne, so stark, dass jeder Schritt schwerfiel, und so saumässig kalt, dass selbst die besser verpackten Teile meines Körpers innerhalb kürzester Zeit taub und eisig wurden, und mir fast die Spucke im Mund gefror &#8211; ich glaube, so hab´ ich noch nie gefroren unterwegs.<br />
Furchtbar.</p>
<p>Immerhin ging´s jetzt wieder bergab, und je weiter ich den Hang runterlief, umso mehr liess der Wind nach (wenn auch nur von &#8220;unerträglich&#8221; zu &#8220;verdammt unangenehm&#8221;). Allerdings verpasste ich dabei die richtige Abzweigung (war zu sehr mit Frieren beschäftigt, als dass ich das namenlose Pseudopfädchen zwischen den Weidezäunen hätte bemerken können) und lief deshalb viel zu lange bergab, runter ins Lautertal.<br />
Fiel mir allerdings erst auf, als vor mir die Häuser von Lautern im Talgrund auftauchten, auf die ich unaufhaltsam zulief &#8211; hier hatte ich nicht hingewollte, das war offenslichtlich falsch, das konnte ich auch ohne Plan erkennen.<br />
Aber Umkehren wollte ich nicht, noch mal hoch auf den arktischen Hang, näh, das war keine Option.<br />
Also stattdessen weiter runter nach Lautern, von wo aus &#8211; das wusste ich &#8211; ich wieder den richtigen Weg finden könnte.<br />
Kurz vor dem Dorfeingang probierte ich noch schnell einen unmarkierten, unbekannten Waldweg aus, in der Hoffenung, ein bisschen abzukürzen und den Ort zu umgehen, aber der stellte sich als Sackgasse heraus, also musste ich wohl oder übel runter ins Dorf. </p>
<p>Die Strasse &#8220;Am Höllwäldchen&#8221; runter, dann rechts, die Jahnstrasse hoch. Aus Lautern raus, am Sportplatz vorbei (Fussballspiel im Gange, der halbverschneite Rasen stand voller grölender Herren mittleren Alters in bunten Leibchen, die hinter einem gelben Ball herhetzten, angefeuert von einer erklecklichen Zahl ebenfalls grölender Zuschauer am Rand des Platzes), dann geradeaus den Verbindungsweg in Richtung der Anhöhe zwischen Beedenkirchen und Brandau hoch (Markierung Weisses V). </p>
<p>Nach ein paar Metern eine Wegscheide: Links ging der Verbindungsweg weiter, den kannte ich, und wusste ganz genau, dass er ungefähr dahin führen würde, wo ich hinwollte. Rechts dagegen ein unmarkierter Feldweg, ebenfalls bergauf in die Wiesen, den ich nicht kannte, aber der irgendwie auch ganz interessant aussah.<br />
Hmmm&#8230;.</p>
<p>Links war vernünftig.<br />
Rechts war spannend&#8230;</p>
<p>Ich entschied mich für spannend &#8211; wenn schon ohne Plan, dann richtig!</p>
<p>Also halbrechts, den Feldweg hoch, wieder mal durch Bergweiden, bewohnt von zottigen, kleinen Pferden, die ebenfalls ziemlich kälteresistent wirkten. Relativ steil, ein bisschen windgeschütz, führte bergauf (das war gut) und nach rechts (das eher nicht). Ordentlich zu laufen, so richtig orientiert war ich allerdings nicht &#8211; richtig verloren aber auch nicht.<br />
Eher halbverirrt, will heissen, ich hätte meinen Standort auf einer Landkarte problemlos bestimmen können, hatte aber keinen Schimmer, wie ich von dort aus dahin kommen konnte, wo ich eigentlich hinwollte.<br />
Also folgte ich dem Weg ein ganzes Stück, irgendeine Flanke des Heidenbergs hoch in irgendeiner Richtung. Irgendwann war ich oben, an einer kleinen Kreuzung.<br />
Wohin jetzt?<br />
Keine Ahnung, also lief ich noch ein bisschen geradeaus, an einem Weidezaun entlang, bis der Pfad schließlich sang- und klanglos kurz vor irgendeinem Acker an ´ner Kuppe endete.<br />
Öhh. </p>
<p>Hier hatte ich wirklich keinen Plan mehr. Zurück wollte ich allerdings nicht, also ging ich einfach weiter geradeaus, am Rand des gefrorenen Ackers über die Kuppe, hinter der direkt auch schon wieder ein Pfad in Sicht kam.<br />
Das war gut.<br />
Weniger gut war, dass ich den Pfad kannte &#8211; hier war ich vorhin erst vorbeigekommen, bevor es mich runter nach Lautern verschlagen hatte. </p>
<p>Ich war im Kreis gelaufen, hatte einen völlig unnötigen, anstrengenden, eiskalten Schlenker nach Lautern runter gemacht, und war jetzt fast wieder zurück in Brandau.<br />
Na Prima, das hat man davon, wenn man ohne Plan auf unbekannten Nebenpfaden läuft.<br />
Humpf!  </p>
<p>Immerhin wusste ich damit auch wieder, wo ich war. Und hatte die Faxen dicke. Neue Strecke schön und gut, aber ich hatte gerade einen Riesenumweg gemacht, und wollte so langsam mal fertig werden. Also lief ich zurück in Richtung Brandau und bog kurz vor dem Ort links auf den Höhenweg nach Beedenkirchen ab (Alemannenweg/rotes S, HW 16/weisser Balken) &#8211; denn kenne ich inzwischen zur Genüge, und wusste deshalb, dass er mich ans Ziel bringen würde. </p>
<p>Auch hier war´s wieder kalt und gegenwindig, und ging noch mal ein bisschen bergauf durch Äcker und Weiden, war aber gut zu laufen. Ich machte richtig Tempo, wollte möglichst bald zurück zum Auto kommen. </p>
<p>1,3 km schnell westwärts, da wurde einem wenigstens warm bei. An der ersten Kreuzung über Beedenkirchen dann noch geradeaus, weiter auf dem Lokalweg Be1 &#8211; doch noch ein neues Stück, quasi noch mal zum Abschluss. Auch hier verlief ich mich dann noch mal, nahm an der ersten Wegscheide an einer Pferdekoppel die falsche Abzweigung und lief ein paar hundert Meter in die falsche Richtung, bevor der Weg sich am Waldrand verlor und ich umkehren musste (zu meiner Ehrenrettung muss ich anführen, dass an der Wegscheide ein freundlich kläffender Jack-Russell-Terrier hockte, der mich so sehr ablenkte, dass ich die richtige Abzweigung verpasste). </p>
<p>Als ich wieder auf Kurs war, ging´s dann nochmal runter in ein Seitental, ein stück am Waldrand entlang, dann einen Buckel hoch, und auf der Hechlergasse nach Beedenkirchen rein. Hier dann noch ein paar hundert m. geradeaus, runter an die Reichenbacher Str. in der Ortsmitte, kurz links, dann rechts die Schlössergasse hoch und zurück zum Auto. </p>
<p>Faxen dicke, doch den Höhenweg wenn auch nicht neu (Alemannenweg), tempo, tempo, tempo, geradeaus, schließlich Be1, der ist klein, terrier lenkt ab, nochmal falsch, umkehr, richtig, weiteres tal, von dem ich nicht wusste, dass es da ist (sollte es hier bergab gehen) &#8211; brandau, dämmert schon wieder, viel später als geplant, zum Auto.</p>
<p>Puha. Das war ´ne ganz schöne Odyssee. Eigentlich hatte es ja ein kurzer Achter werden sollen, am Ende waren es dann durch diverse Irrungen, Wirrungen und Umwege ganze 12 km &#8211; Aus Versehen 50% mehr Strecke als geplant, das ist mir auch noch nicht oft passiert (und es waren richtig steile, anstrengende, kalte 50%!). Aber dafür, dass so Einiges schief gegangen ist, war´s am Ende dann trotzdem eigentlich ein ganz netter Lauf, in schöner Gegend und mit ein bisschen Schnee &#8211; lediglich auf den starken, grausam kalten Wind hätte ich gut verzichten können&#8230;</p>
<p>Strecke: 12 km<br />
Zeit: 1:15 h (= 9,6 km/h bzw. 6:15 min/km)<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 71,14% (8,57 km von 12 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/beedenkirchen-brandau-lautern.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/beedenkirchen-brandau-lautern.jpg?w=128" alt="beedenkirchen-brandau-lautern" title="beedenkirchen-brandau-lautern" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-2395" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Hoch in die Berge: Jugenheim - Neutsch (11,5 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2008/10/25/hoch-in-die-berge-jugenheim-neutsch-115-km/</link>
<pubDate>Sat, 25 Oct 2008 20:40:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2008/10/25/hoch-in-die-berge-jugenheim-neutsch-115-km/</guid>
<description><![CDATA[Samstag. Schöner Herbsttag, mit viel Sonne und frischer Luft und blauem Himmel und so. (wenn auch mi]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Samstag.</p>
<p>Schöner Herbsttag, mit viel Sonne und frischer Luft und blauem Himmel und so.<br />
(wenn auch mit ohne Fernsicht, weil so diesig &#8211; man kann halt nicht immer alles haben&#8230;)</p>
<p>Und auch noch der letzte Tag vor der Umstellung auf die nervige Winterzeit, die das Joggen zu normalen Tageszeiten unmöglich macht, weil´s plötzlich schon kurz nach dem Mittagessen dunkel wird.</p>
<p>Da muss man ja einfach laufen gehen, oder?</p>
<p>Und am Besten was Schönes &#8211; nicht wieder irgendwo in den ollen Hügeln hinterm Haus rumeiern oder aus Verlegenheit irgendeine schon X-mal absolvierte Rübenäckerroute runterreissen, nee, nee, nee.<br />
An so einem Tag läuft man in den Odenwald!<br />
(zumindest wenn man in der Nähe wohnt. Läufern in Rostock, Dubrovnik oder Kuala Lumpur sei es hiermit verziehen, falls sie´s heute nicht in den Odenwald geschafft haben&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ).</p>
<p>Da traf sich´s gut, dass sich für heute Abend die Gelegenheit zu einer One-Way-Tour nach dem klassischen Erfolgsmodell &#8220;Loslaufen &#8211; Anderswo Ankommen &#8211; Sich Dort Zum Abendessen Einladen Lassen &#8211; Danach Heimgefahren Werden&#8221; bot, die nahm ich natürlich sofort wahr.</p>
<p>Entsprechend sah der Plan für heute wie folgt aus: Von Jugenheim starten, bis Seeheim Laufen, dann ostwärts in die Berge abknicken, am nordende des Frankenstein-Massivs entlang, durchs idyllische Beerbachtal, hoch auf die herrliche Neutscher Höhe und schließlich ins pittoresk-abgelegene Höhendörfchen Neutsch. Nicht zu weit, aber anspruchsvoll, weil´s tendenziell nur berghoch geht &#8211; so wie ich´s mag! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><!--more--><br />
So gegen 17:00 aufgebrochen, raus in den wunderbar rotgoldenen Herbstabend. Noch relativ mild draussen, aber ich hatte mich vorsorglich etwas wärmer angezogen, denn in den Tälern und am Osthang des Bergstrassenkamms wird´s früh dunkel und schattig und kalt, und ich schwitze lieber ein bisschen anstatt zu frieren. Beinahe hätte ich auch noch den Foto eingepackt, aber im letzten Moment liess ich ihn doch noch zurück &#8211; war schon spät, da wollte ich keine Zeit mit ständigen Fotopausen verschwenden, außerdem würde das schöne Licht nicht so lange halten, und Herbstwaldbilder hab´ ich letzter Zeit ja eh schon genug gepostet. Deshalb kein Foto, sorry&#8230;</p>
<p>Zuerst mal nordwärts durch Jugenheim. Die übliche Route auf dem Blütenweg: Pauerweg (wunderschön der Mittelteil, wo der Pauerweg nur für Fußgänger zugelassen ist und zwischen parkartigen Villengärten hindurch führt, deren imposanter alter Baumbestand im Abendlicht erstrahlte), durchs Balkhäuser Tal, die Hauptstrasse hoch, vorbei am alten Rathaus, dem Roseneck und dem Eingang zum Heiligenberg, geradeaus in die Seeheimer Str., dann rechts ab und auf der Strasse &#8220;Am Tannenberg&#8221; hoch in den Wald unterhalb der Alexanderhöhe (wer sehen will, wie das so aussieht, kann ja <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/08/05/burg-tannenberg-und-stettbacher-tal-ein-laufbericht-mit-fotos-131-km/">mal hier schauen</a>).</p>
<p>Ack! Erste richtige Steigung für heute! Und gleich richtig steil &#8211; oftmals gehe ich das Stück &#8220;Am Tannenberg&#8221; ja einfach hoch, weil´s so fies ist. Heute aber nicht, da heute kämpfte ich mich japsend/joggend hoch, und hielt dabei nicht mal für die ehemalige Mitschülerin an, die ich seit Jahren nicht mehr gesehen hatte und die völlig unerwartet mit ´nem Kinderwagen aus der Seitenstrasse &#8220;Hinter der Schule&#8221; rausgejuckelt kam &#8211; brachte gerade mal ein atemlos-überraschtes &#8220;Hi&#8221; raus, dann war ich vorbei und hab´ jetzt ein ziemlich schlechtes Gewissen, weil ich nicht mal richtig &#8220;Hallo&#8221; gesagt habe. Mist.<br />
Na ja, beim Nächstenmal, wahrscheinlich so gegen 2013, wenn sie dann noch mit mir reden will&#8230;</p>
<p>Am Ende der Strasse die kleine, steile Treppe hoch in den Wald, die ging ich dann doch (ich bin schließlich nicht Rocky), und bog oben links auf den Weg SJ3 (ausserdem kurz Burgenweg/blaues B, aber der geht bereits nach 100 m. halbrechts ab, während SJ3 geradeaus führt) ein.<br />
Wunderbares Stück, am Westhang direkt oberhalb der letzten Jugenheimer Häuser durch den Wald nach Norden, voll im herrlichen Licht der Abendsonne, die durch die lichten Wipfel strahlte und den Wald in einen rotorangebraungelbe Lichtschleier tauchte (und es gut warm machte, da bereute ich ein bisschen, die Jacke über das Laufshirt gezogen zu haben).</p>
<p>Insgesamt knapp einen Kilometer über Norden, meist eben, erst über dem Waldrand, zwischendurch kurz durch die Schneise unterhalb der Lufthansa, dann wieder durch den Wald oberhalb von Seeheim, mit schönem Blick auf den Ort runter, bis ich schließlich am Kranichweg, direkt vor dem südlichen Eingang zum Goldschmidt-Park, ankam.<br />
Kreuzung.<br />
Links geht´s runter ins Dorf.<br />
Geradeaus in den hübschen Goldschmidt-Park über dem Dorf.<br />
Und rechts auf dem sacksteilen Kranichweg Kranichweg ein kleines Seitental hoch zum Lufthansa-Schulungszentrum<br />
Hmm. Eigentlich hatte ich geradeaus gewollt. Aber andererseits war da der Lockruf der Lufthansa &#8211; Hmmm&#8230;</p>
<p>Um das mal kurz für den auswärtigen Leser zu erklären: Anfang der Siebziger hat die Lufthansa ihr internationales Schul- und Fortbildungszentrum in den Wald oberhalb von Seeheim gebaut, einen Komplex aus mehreren eher unansehnlichen Großgebäuden, die seitdem charakteristisch und weithin sichtbar über dem Ort thronten und Seeheim in der weiten Welt der Luftfahrt bekannt machten.<br />
Na ja, zumindest bis 2006, da hat die Lufthansa nämlich beschlossen, dass das alte Schulungszentrum nicht ausreicht, alles <a href="http://images.google.com/imgres?imgurl=http://farm1.static.flickr.com/95/403240008_22f6a0b0bc.jpg%3Fv%3D0&#38;imgrefurl=http://flickr.com/photos/plaugg/403240008/&#38;h=375&#38;w=500&#38;sz=133&#38;hl=de&#38;start=6&#38;um=1&#38;usg=__25_vvQE1Xh-_BWsCILdLIjJK_ns=&#38;tbnid=1XeyCFNLLj0bGM:&#38;tbnh=98&#38;tbnw=130&#38;prev=/images%3Fq%3Dlufthansa%2Bschulungszentrum%26um%3D1%26hl%3Dde%26rls%3Dcom.microsoft:de:IE-SearchBox%26rlz%3D1I7SUNA%26sa%3DN">abgerissen</a>, und <a href="http://www.lh-seeheim.de/baustellen-impressionen/">baut</a> seitdem ein neues Schulungszentrum da oben, <a href="http://www.lh-seeheim.de/myPic.php?pic=uploads/tx_templavoila/im_002_2.jpg">das zwar auch nicht hübscher ist</a> (zumindest nach der laienhaften Meinung des Autors), aber dafür noch mal ein ganzes Stück größer sein wird.<br />
Und seitdem ist da oben gesperrt.<br />
Riesenbaustelle, Bagger, Krähne, Laster, Bauschutt, alles hinter <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/schilder.jpg">Zäunen voller Verbotsschilder</a>, darf man als Passant nicht durch. Was bedeutet, dass ich seit Blogbeginn nicht mehr an der Lufthansa vorbeijoggen konnte, und da entsprechend ein Loch in meinem Laufnetz klafft.<br />
Das ist unschön, und ich würde es gerne schließen.<br />
Das Problem: Keine Ahnung, wann man da oben wieder durch darf.<br />
Die entsprechende LH-Website ist zwar voll mit dem üblichen und irgendwie etwas peinlichen &#8220;feel the spirit/yours is the future/wir sind ja so´n schweinegeiler Superhaufen&#8221;-PR-Geschwafel, aber ob und wann genau das Gelände wieder für Jogger geöffnet ist, das steht da natürlich nirgendwo.<br />
Und von unten sieht man´s auch nicht.<br />
Also muss man halt immer mal wieder vorbeilaufen und schauen, ob´s man nicht vielleicht wieder durch kann.</p>
<p>Tja, und da stand ich heute eben mal wieder, direkt unterhalb der Baustelöle und ich dachte mir: &#8220;guckste halt mal&#8221;.<br />
Also nicht wie geplant geradeaus, sondern rechts. Den Kranichweg hoch.<br />
Der ist nicht lang. Vielleicht 200 oder 250 m.<br />
Aber er ist S-T-E-I-L !!!!!! 40+ Höhenmeter auf dem kurzen Stück, das zieht fies rein!<br />
Ich kämpfte mich hoch.<br />
60 m.: Keine Absperrung, kein Verbotsschild, vielleicht war ja wieder offen.<br />
120 m.: Links tauchte der untere Teil des Komplexes hinter den Bäumen auf. Machte schon einen recht fertigen Eindruck.<br />
Ich übrigens auch. Puuuuuuuhhhh!!! Weiterhin kein Zaun, keine Verbotsschilder.<br />
180 m.: Der Parkplatz am oberen Ende des Kranichwegs kam in Sicht. Voller Baucontainer und Bagger und so´n Zeug. Immer noch nicht abgesperrt. Meine Beine taten weh. Auasteilauaaaa!<br />
230 m.: Argl. Oben. Atempause. Vor mir fuhr ein Bagger, rüber zur Baustelle. Die sah von hier aus allerdings noch ziemlich unfertig aus, es wurde gearbeitet, alles schlammig, voller Baustoffe, wirkte nicht richtig begehbar. Ich überlegte kurz, ob ich nicht trotzdem drüber laufen und so tun sollte, als würde ich hierher gehören (wieviel rotgesichtige Jogger mit hässlichen Lycraleggins aber ohne Schutzhelm gehören wohl zum Team?).<br />
Aber dann liess ich´s lieber doch bleiben und kraxelte stattdessen einen winzigen Trampelfpad am Hang hoch, von dem ich wusste, dass er mich auf den Saar-Rhein-Main-Weg (gelbes Plus) oberhalb der Lufthansa bringen würde, auf dem ich den Baustelle umgehen konnte.<br />
Mist. Extra-Höhenmeter, und die ganze Plackerei umsonst.<br />
Doofe Lufthansa&#8230;.</p>
<p>Der Aufstieg bis zum Saar-Rhein-Main weg war noch mal ziemlich anstrengend, selbst gehend (unjoggbarer Pseudo-Trampelfpad durch den Wald, um den Bauzaun rum, dann noch kurz durch die Wiese). Aber dann ging´s erstmal ein Stück eben/bergab weiter, über der Lufthansa durch den Wald, dann runter auf den Lufthansa-Ring unterhalb des Komplexes, den ich dann weiter bergab (aaah, bergab) bis an die K143 im Ober-Beerbacher Tal oberhalb von Seeheim lief.</p>
<p>Uijui, noch nicht mal richtig in den Bergen, und ich war schon ein bisschen angestrengt. Anscheinend war ich heute nicht ganz so fit, wie ich gedacht hatte.</p>
<p>Und es wurde erstmal nicht besser. Über die Landstrasse und auf der anderen Seite wieder in den Wald hoch, auf dem Burgenweg (blaues B) in Richtung Karlshöhe/Zehn-Wege-Platz.<br />
Gleich noch so´n steiles Stück. Nicht ganz so fies wie &#8220;Am Tannenberg&#8221; oder der Kranichweg, aber doch schon sehr ordentlich. Und lang.<br />
Aaanstrengend.</p>
<p>Halber Kilometer Anstieg (keuch!!), dann rechts ab, auf einen unmarkierten Waldweg, den ich noch nie genommen hatte, der aber auch zum 10-Wege-Platz führt (merke: Wenn ein Ort schon so heisst, führen ziemlich viele Wege dahin). Hübsch, weil voller scharlachrotem Laub in der Abendsonne. Und Anstrengend, weil auf einen Höhenrücken führend und entsprechend weiterhin steil, zumindest auf die ersten paar hundert Meter.<br />
Ack! Da musste ich zwischendurch ´ne kleine Gehpause einlegen.<br />
Wirklich nicht mein Tag&#8230;</p>
<p>Immerhin, als ich erstmal auf dem Höhenrücken war ging´s, und nach knapp 600 m. kam auch schon (schon?) der 10-Wege-Platz, bei dem es sich um eine kleine Lichtung mit Hütte handelt, von der &#8211; wer hätte das Gedacht &#8211; total viele Wege in Richtung Frankenstein, Seeheim und Ober-Beerbach abgehen (keine Ahnung, ob´s wirklich zehn sind, jedesmal wenn ich zähle, krieg ich was Anderes raus. Aber grob kommt´s hin&#8230;).</p>
<p>Hier bog ich dann endlich Richtung Odenwald ab, hinter der Hütte halbrechts, auf einen angenehm wenig steilen Waldweg, der oberhalb des Ober-Beerbacher Tals nach Nordosten führt (Markierung: Gelbes V). Osthang, entsprechend war´s ab hier schattig und frisch, weil die tief stehende Sonne vom Höhenkamm an der Bergstrasse weggeblockt wurde. Plötzlich war ich froh, ´ne Jacke drübergezogen zu haben&#8230;</p>
<p>800 m. sanft bergauf durch den hübschen Wald, bis zum Schweizerloch, einer langgezogen Lichtung in einem Seitental über dem Ober-Beerbacher Tal. Hier geradeaus, über die Wiese rüber, dann am Waldrand auf der anderen Seite links auf den Galgenweg (gelbe 6) hoch.<br />
Wieder mal bergauf, 600 m. auf serpentinigen Kurven durch den Wald hinter dem Dammrücksbühl.<br />
Oh mann, fiel das schwer. Heute war ich wirklich nicht besonders bergfest, da kostete jeder Schritt richtig kraft, und das, obwohl die Steigung mit ca. 10% eigentlich noch ganz manierlich war.<br />
Ächz!</p>
<p>Irgendwann eine Lichtung mitten im Wald, mit einer Trauerweide drauf, sowas sieht man hier oben nicht allzuoft. Hier rechts, auf einen mit dem gelben V markierten Querweg (&#8220;V&#8221; steht bei den Geopark- und Lokalmarkern im Odenwald übrigens immer für &#8220;Verbindungsweg&#8221;), auf dem ich nach einem halben Kilometer (mit einer Steigung, die dankenswerterweise nur im mittleren einstelligen Prozentbereich lag) die Fahrstrasse erreichte, die vom Beerbachtal hoch auf den Frankenstein führt.</p>
<p>Puuh!<br />
Kurze Bestandaufnahme:<br />
- Umgebung dämmrig und kalt, aber trotzdem hübsch.<br />
- Zeitlich ordentlich im Verzug, wegen dem Umweg an der Lufthansa und weil ich beim Bergauflaufen heute etwas langsamer als erwartet war &#8211; würde mich ranhalten müssen, falls ich noch vor Einbruch der Dunkelheit in Neutsch sein wollte (ursprünglich hatte ich ja gehofft, pünktlich zum Sonnenuntergang auf der Neutscher Höhe zu sein, aber das stand inzwischen ausser Frage).<br />
- Form: Mäßig. War zwar eigentlich weiterhin guter Dinge, aber die Steigungen machten mir einfach unheimlich zu schaffen, und bis Neutsch lagen noch einige vor mir.<br />
Na ja&#8230;</p>
<p>Zuerst mal ging´s aber bergab, auf der kurvigen Frankensteinerstrasse runter ins Beerbachtal bis an die L3098 zwischen Ober- und Nieder-Beerbach. Eigentlich ja angenehm, aber eben auch verlorene Höhenmeter &#8211; alles was ich jetzt runterlief, würde ich auf der anderen Talseite wieder hochschnaufen müssen&#8230;</p>
<p>Dort dann links, kurz auf der Landstrasse talabwärts in Richtung Nieder-Beerbach. Wie üblich kein Randstreifen oder Radweg, aber heute war´s nicht schlimm, denn auf der in blaue Abendschatten gehüllten Strecke herrschte tote Hose. Kein Verkehr, da konnte man auch gut auf der Fahrbahn laufen. Nach knapp 200 m. rechts ab, auf den unmarkierten Weg am Gelände des Reit- und Fahrvereins Nieder-Beerbach runter in den Talgrund südlich vom alten Schloss.<br />
Kurz zwischen ein paar Pferden auf dem Weg vom Reitplatz zu den Ställen durchlaviert, um eine Linkskurve und dann&#8230;</p>
<p>aaaaaargll!</p>
<p>&#8230;die östliche Talwand hoch.</p>
<p>Oh je.<br />
Eigentlich ist das Beerbachtal ja total idyllisch, mit seinen hübschen, steilen Hangwiesen, die wunderbar von den umliegenden Höhenzügen umschlossen werden.<br />
Aber genau da liegt dann auch das Problem: Höhenzüge und steile Hangwiesen.<br />
Wer hier raus will, der muss klettern (ausser der nimmt den bequemen unteren Talausgang ganz im Norden, aber das will ja niemand).<br />
Und das ist fast überall superanstrengend.</p>
<p>So auch hier: Direkt hinter der Kurve ein fieser Hohlweg (das sind ja immer die schlimmsten), der bis auf die Anhöhe zwischen altem Schloss und Adlerhöhe führt, und dabei knapp 15% Steigung hat.<br />
Da war nach der Hälfte Schluss, weitere kleine Gehpause.<br />
Heidenei.</p>
<p>Oben auf der Anhöhe stösst der Weg dann auf den Alemannenweg (rotes S), dem ich nach rechts folgte. Schönes Stück, am oberen Rand eines schmalen Wiesentals mit Weiden und vielen Obstbäumen, auf der gegenüberliegenden Talseite der dunkle Hangwald des Bieberwoogs. Und ganz wenig Steigung, das war gut.<br />
Besonders überrascht war ich allerdings vom Zustand des Weges &#8211; als ich hier <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/04/20/beerbachtal-144-km/">vor einem halben Jahr das letze Mal vorbeigekommen war</a>, hatte sich der Alemannenweg in einem erbärmlichen Zustand befunden: Umgestürzte Bäume allenthalben, dazwischen<br />
eine glibbrige, unebene Kraterlandschaft aus Schlammbergen und knietief eingefrästen Furchen, die offensichtlich von irgendwelchen Forstarbeiterbaggern hinterlassen worden waren. Damals konnte man hier nicht mal richtig gehen, geschweige denn joggen.<br />
Heute war davon nichts mehr zu sehen: Der Alemannenweg befand sich in einem exzellenten Zustand, mit einer breiten, gepflegten Oberfäche aus feinem Kies, der angenehm festgestampft war und sich prima laufen liess.<br />
Großartig! Wer auch immer für die Instandsetzung der hiesigen Wanderwege verantwortlich ist &#8211; Hut ab, und vielen Dank, das ist richtig gut geworden!</p>
<p>Der Alemannenweg führt ca. 700 m. an der Talwand nach Südosten bis in den Wald am Bieberwoog (bzw. teilweise den Ex-Wald am Bieberwoog, denn zumindest der Hang rechts des Weges ist von Orkan Kyrill [?] fast vollends abgeholzt worden). Dort schlängelt er sich dann auf einem winzigen Waldpfädchen runter in den Talgrund, überquert den Bach auf einer uralten Steinplatte, und führt dann auf der anderen Talseite bergauf durch den Wald zur Neutscher Höhe. Bis hinter den Bach machte ich alles mit, dann bog ich allerdings links ab, anstatt dem Alemannenweg nach rechts zu folgen (denn das Stück rechts kannte ich schon).</p>
<p>200 m. nordwärts auf gleichbleibender Höhe durch den inzwischen schon sehr düsteren und sehr kalten Bieberwoogswald, dann um ein sumpfiges Tal herum, schließlich noch mal klettern (ächz!), in einer langen Kurve die Talwand hoch und schließlich oben (endlich!) raus aus dem Wäldchen und geradeaus durch die dämmrigen Wiesen bis zur Hutzelstrasse mitten auf der Neutscher Höhe.</p>
<p>Puuuh!</p>
<p>Kurze Pause. Nicht mal primär zum Verschnaufen, sondern vor allem zum Geniessen.</p>
<p>Abendstimmung auf der Neutscher Höhe.<br />
Um mich herum das große, wunderschöne Hochplateau mit seinen sanften Rundungen, geschwungenen Kuppen und kleinen Hügeln, die ganz anders aussehen als der Rest des vorderen Odenwalds, der ja vor allem steil, schroff und bewaldet ist. Hier dagegen: Weite, offene Landschaft aus Feldern, Wiesen und kleinen dunklen Hainen, rundum eingerahmt von den größeren Höhenzügen der Umgebung, deren charakteristische Kuppen im dunstig-mystischen Licht der Abenddämmerung klar erkennbar waren: Melibokus, Steigerts, Felsberg, Neunkircher Höhe, Frankenstein, alle da, in perfekten scherenschnittartigen Silhouetten. Im Westen glüht der Himmel noch im feurigen Orangerot des verpassten Sonnenuntergangs, im Osten, hoch über dem schläfrigen Neutsch in seiner kleinen Talmulde, wird er bereits samtig purpurfarben und die ersten Sterne zwinkern durch.</p>
<p>Aaaah, schön hier oben (wie immer eigentlich&#8230;)<br />
Das war die Anstrengung allemal wert!</p>
<p>Und ich war ja auch schon fast da: Schnell noch links die Hutzelstr. in Richtung Frankenhausen (Markierung: Das Weisse Andreaskreuz des europäischen Fernwanderwegs 1), nach 300 m. rechts ab, auf dem Weg OB1 durch ein Stoppelfeld auf eine kleine Kuppe, dort links, am Waldrand des Hundsrück (nicht zu verwechseln mit dem Hunsrück &#8211; mit &#8220;D&#8221; ist es ein kleiner Berg an der Neutscher Höhe, ohne &#8220;D&#8221; ein grosses Mittelgebirge in Rheinland-Pfalz) entlang bis auf den HW 12 (weisser Doppelbalken), und den dann rechts runter, unter den konsternierten Blicken einer zottigen Hochlandrinderherde ins pittoresk-schläfrige Neutsch, wo ich mit dem allerletzten Abendlicht das Ziel der heutigen Tour beim Gasthaus Lautenschläger erreichte (das ich ja gerne verlinkt hätte, aber die haben keine Website &#8211; das obligatorische Nach-dem-Lauf-Kochkässchnitzel war aber trotzdem exzellent, wenn auch sehr reichlich&#8230;).</p>
<p>Schöner Lauf, wenn auch sehr anstrengend: Wenn man von der Bergstrasse in den Odenwald läuft, geht´s nunmal hauptsächlich bergauf, und das oft ziemlich steil &#8211; das kostet selbst an einem guten Tag viel Kraft, und ich war heute irgendwie nicht ganz so fit, ich ich gedacht hatte. Trotzdem hat sich´s gelohnt, denn landschaftlich ist die Strecke einfach herrlich, und das gilt nicht nur für die grandiose Neutscher Höhe (deren Loblied ich ja wirklich jedesmal singe, wenn ich dort oben unterwegs bin), sondern auch für die wunderschönen Berg/Talwälder- und Wiesen davor. Ausserdem sind gerade solche Touren immer mal wieder ganz nützlich, denn sie erinnern einen daran, was einen wirklich anstrengenden Berglauf ausmacht: Die richtig harten Strecken sind die, wo´s wiederholt und steil auf und ab geht, das braucht viel mehr Power als der gleichmässige, moderate Anstieg auf irgendeinen hohen Gipfel.<br />
Melibokus? Pillepalle!<br />
Tälertour dahinter? Heidenei!</p>
<p>Strecke: 11,5 km<br />
Zeit: 1:10 h (= 9,86 km/h bzw. 6:05 min/km)<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 56,26% (6,47 km von 11,5 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/jugenheim-neutsch.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/jugenheim-neutsch.jpg?w=128" alt="" title="jugenheim-neutsch" width="128" height="92" class="alignnone size-thumbnail wp-image-2138" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wieder mal ins Modautal. Mit bedingt ansehnlichen Fotos (12,7 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2008/10/08/wieder-mal-ins-modautal-mit-bedingt-ansehnlichen-fotos-127-km/</link>
<pubDate>Wed, 08 Oct 2008 20:19:22 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2008/10/08/wieder-mal-ins-modautal-mit-bedingt-ansehnlichen-fotos-127-km/</guid>
<description><![CDATA[Die Zeitung hatte heute morgen verkündet, dass laut Metereologen der &#8220;goldene Oktober&#8221; d]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Die Zeitung hatte heute morgen verkündet, dass laut Metereologen der &#8220;goldene Oktober&#8221; da sei.<br />
Ein Blick aus dem Fenster schien das durchaus zu bestätigen &#8211; sonnig, blauer Himmel mit ein paar Schäfchenwolken, und warm war´s auch wieder (allerdings auch verflixt schwül, aber das ist hier an der Bergstrasse ja nix Neues). Sah richtig, richtig gut aus, deshalb beschloss ich, heute mittag mal eine Tour mit Foto in herrlichen herbstlichen Weinberge hinter Bensheim zu machen.</p>
<p>Dummerweise verschwand der goldene Oktober im Lauf des Tages ziemlich schnell unter einer dünnen aber durchgehenden Schicht aus Schleierwolken &#8211; war zwar immer noch freundlich, aber eben auch mit diffusem Licht und einem milchigweissen Himmel.<br />
Nicht golden genug für die Weinberge, die folgerichtig wieder gestrichenwurden, weil ich sie für einen richtig schönen Herbsttag aufbewahren will.</p>
<p>Stattdessen sattelte ich aufs Modautal um. Das ist immer hübsch, und ich hatte noch eine Route im Archiv, die über Webern führte, wo ich bisher noch nie gewesen war. Auch gut.<br />
Den Foto packte ich übrigens trotzdem mit ein, hatte ihn ja eh schon rausgelegt, und vielleicht würden sich ja doch noch ein paar Sonnenstrahlen auf buntem Herbstlaub ergeben.</p>
<p><!--more--><br />
Start in Brandau, Römerberg Ecke Fichtenstrasse. Auch hier: Trüb aber recht freundlich, und warm genug, dass ich mich in meinen kurzen Hosen und dem kurzärmeligen Shirt wohl fühlte. Immerhin.<br />
Von hier aus die Fichtenstr. rauf und in östlicher Richtung dem blauen Balken des HW 13 folgend aus Brandau hinaus in Richtung Neunkirchen.<br />
Tatsächlich schon leicht herbstlich bunt, auch wenn´s unter dem milchig-bedeckten Himmel einfach nicht so schön bei direkter Sonnenstrahlung wirkte. Knipste trotzdem ein paar Fotos, die sich im Nachhinein fast alle als unglaublich nichtssagend und unansehnlich herausstellten (schimmernd-bedeckter Himmel mit diffusem Licht, das haut einfach mit der Belichtung nicht so hin, da wird der Himmel zu hell und der rest zu dunkel, so dass es am Ende noch viel trüber aussieht, als es in echt ist).<br />
Das hier war noch das Beste:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0002.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0002.jpg?w=300" alt="" title="img_0002" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1759" /></a><br />
<em>Bild #1: Fichtenstr./HW 13 direkt hinter Brandau</em></p>
<p>Nach dem Ortsende ein paar hundert Meter leicht bergauf durch die Wiesen, links am barrackenartigen Schützenhaus vorbei, schließlich bei einem schweren Forstwirtschaftstraktor (ACHTUNG: Kein verlässliches Geländemerkmal! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ) rechts in den Wald rein (Blauer Balken, außerdem Wegweiser &#8220;Modauquelle&#8221;):<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_00051.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_00051.jpg?w=225" alt="" title="img_00051" width="400" height="533" class="alignnone size-medium wp-image-1762" /></a><br />
<em>Bild #2: Nämlich genau hier</em></p>
<p>200 m. geradeaus durch den kühlen, erdig riechenden Wald nach Süden, dann scharf links, weiter aufwärts. Kurz die gelbe 2, die allerdings schnell nach rechts abknickte, während ich weiter den breiten, bequemen und nunmehr unmarkierten Waldweg bergauf in Richtung Neunkirchen hochlief.<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0006.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0006.jpg?w=225" alt="" title="img_0006" width="400" height="533" class="alignnone size-medium wp-image-1763" /></a><br />
<em>Bild #3: Waldweg. Ein bisschen nichtssagend, ich weiss, aber was Besseres ist mir da einfach nicht vor die Linse gekommen&#8230;</em></p>
<p>Lange aufwärts durch den Wald. Überraschenderweise gar nicht so steil, wie ich erwartet hatte &#8211; die ersten paar hundert Meter waren noch ein bisschen knackiger, aber danach ging´s so sanft bergauf, dass man´s kaum merkte. Sehr angenehm, und weitaus bequemer als der weiter nördlich verlaufende HW 16 (weisser Balken), auf dem ich<a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/09/20/sololauf-aufs-dach-des-odenwaldes-neunkircher-hohe-175-km/"> letztes Jahr mal von Brandau aus nach Neunkirchen </a>hochgelaufen war. Viel fotografierenswertes gab´s hier allerdings nicht, also beschränkte ich mich auf ein paar Schnappschüsse vom Bächlein, das weiter oben ein Stück neben dem Weg fliesst (die waren alle unscharf, langweilig und doof), und dem bunten Herbstlaub:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0013.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0013.jpg?w=225" alt="" title="img_0013" width="400" height="533" class="alignnone size-medium wp-image-1765" /></a><br />
<em>Bild #4: Herbstlaub</em></p>
<p>Nach insgesamt ca. 1,7 km erreichte ich schließlich den quer verlaufenden Alemannenweg (rotes S)  auf dem ich nach links aus dem Wald hinaus in die Wiesen unterhalb von Neunkirchen lief.<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0019.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0019.jpg?w=300" alt="" title="img_0019" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1766" /></a><br />
<em>Bild #5: Blick vom Alemannenweg westwärts auf die Wiese zwischen Ganseikopf und Oberwald</em></p>
<p>Hier auf einem regelrechten Teppich aus Fallobst&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_00221.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_00221.jpg?w=300" alt="" title="img_00221" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1767" /></a><br />
<em>Bild #6: Das knurpst und krunscht ganz lustig beim Drüberlaufen&#8230;</em></p>
<p>&#8230;bis hoch an die L3399 zwischen Brandau/Lützelbach und Neunkirchen:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_00311.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_00311.jpg?w=225" alt="" title="img_00311" width="400" height="533" class="alignnone size-medium wp-image-1768" /></a><br />
<em>Bild #7: L3399 vor Neunkirchen. Man beachte die charakteristische gelbe Kirche, die im Sonnenschein weithin sichtbar vor sich hinstrahlt. Ohne Sonnenschein aber nicht so sehr&#8230;</em></p>
<p>Über die Landstrasse rüber, dann durch die Weiden unterhalb von Neunkirchen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0035.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0035.jpg?w=300" alt="" title="img_0035" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1773" /></a><br />
<em>Bild #8: Nochmal Neunkirchen von unten</em></p>
<p>unter den wachsamen Blicken eines imposanten Bullen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_00391.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_00391.jpg?w=300" alt="" title="img_00391" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1770" /></a><br />
<em>Bild #9: Wie inzwischen mehrfach festgestellt, braucht jeder Odenwaldlaufbericht mit Fotos unbedingt Kuhbilder &#8211; bitteschön (wobei mir schon klar ist, dass das technisch gesehen keine Kuh ist, aber die Bilder mit den weiblichen Rindern waren alle schlecht)</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_00411.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_00411.jpg?w=225" alt="" title="img_00411" width="400" height="533" class="alignnone size-medium wp-image-1771" /></a><br />
<em>Bild #10: Ehrlich gesagt war mir da fast ein bisschen mulmig zumute &#8211; der guckte nicht sehr freundlich, stand gerade mal 5 Meter von mir entfernt, und das Einzige, was uns beide trennte, waren zwei dünne Elektrozaundrähtchen, die sicher nicht ausgereicht hätten, um im Ernstfall eine halbe Tonne Hornvieh von der Joggerjagd abzuhalten&#8230;</em></p>
<p>&#8230;die ordentliche steile alte Fahrstrasse hoch (Main-Stromberg-Weg, rotes Quadrat)&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0043.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0043.jpg?w=225" alt="" title="img_0043" width="400" height="533" class="alignnone size-medium wp-image-1772" /></a><br />
<em>Bild #11: Wirkt gar nicht soo steil, ist aber doch schon ganz knackig!</em></p>
<p>&#8230;bis zum unteren Ortseingang von Neunkirchen:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0046.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0046.jpg?w=300" alt="" title="img_0046" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1774" /></a><br />
<em>Bild #12</em></p>
<p>Dort dann links, noch ein kleines Stück am Dorfrand bergauf, und schließlich auf dem Höhenrücken an der &#8220;kleinen Mark&#8221; links auf den Weg N1, der in nordöstlicher Richtung von Neunkirchen weg abwärts in Richtung Steinau und Lützelbach führt.<br />
Puuh, höchster Punkt der heutigen Tour überschritten, jetzt ging´s erstmal wieder runter!</p>
<p>Hübsche Passage, erst ein Stück durch teils dichten, teils lichteren Wald&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0051.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0051.jpg?w=225" alt="" title="img_0051" width="400" height="533" class="alignnone size-medium wp-image-1775" /></a><br />
<em>Bild #13: Weg N1 nördlich von Neunkirchen</em></p>
<p>&#8230;runter auf eine Lichtung mit Mais, alter Badewanne am Wegesrand und knorrigen alten Apfelbäumen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0055.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0055.jpg?w=300" alt="" title="img_0055" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1776" /></a><br />
<em>Bild #14: Immer noch N1, aber weiter unten</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0056.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0056.jpg?w=300" alt="" title="img_0056" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1777" /></a><br />
<em>Bild #15: Knorriger alter Apfelbaum</em></p>
<p>&#8230;und schließlich in den dichten Mischwald am Steinkopf zwischen Neunkirchen, Lützelbach und Steinau, wo ich nach knapp 300 m. die Kreuzung an der Steinkopf-Hütte erreichte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0059.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0059.jpg?w=300" alt="" title="img_0059" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1778" /></a><br />
<em>Bild #16: Steinkopf-Hütte</em></p>
<p>Kurze Orientierungspause (in diesem Waldstück hab´ ich mich schon mal beim Gassigehen mit Nemo verirrt, da ist Vorsicht geboten), dann die gelbe 8 halbrechts/geradeaus runter, auf der ich noch einen kleinen Schlenker um den Gipfel des Steinkopfs machen wollte.<br />
Kam aber nicht besonders weit, denn bereits nach ca. 100 m. stiess ich unvermutet auf dieses etwas behelfsmässig an einem Baum getackerte Schild:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0061.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0061.jpg?w=300" alt="" title="img_0061" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1779" /></a><br />
<em>Bild #17: Hmm, klingt interessant&#8230;</em></p>
<p>Jetzt bin ich ja ein total neugieriger Mensch. Sobald irgendwo eine obskure lokale Sehenswürdigkeit angepriesen wird, überkommt mich automatisch das starke Verlangen, mir die auch mal anzusehen. Zumal das &#8220;Zindenauer Schlösschen&#8221; gar nicht sooo obskur ist, denn immerhin hatte ich den Namen irgendwo unten in Steinau schon mal gelesen (bisher war mir allerdings nicht klar gewesen, dass es sich dabei um eine Felsformation handelt; dachte bisher immer, damit wäre ein &#8211; zugegeben ziemlich unschlossiges &#8211; Haus am Ende von Steinau gemeint&#8230;).<br />
Entsprechend zögerte ich natürlich keine Sekunde: Rechts vom Weg ab, und auf einem steilen, schmalen, teilweise kaum sichtbaren Trampelpfad den Hang hoch:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0065.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0065.jpg?w=225" alt="" title="img_0065" width="400" height="533" class="alignnone size-medium wp-image-1780" /></a><br />
<em>Bild #18: Schleichpfad zum Zindenauer Schlösschen</em></p>
<p>War überraschend weit, mindestens ein- oder zweihundert Meter durch die Pampa, zwischendurch immer mal wieder ein nicht so richtig spektakuläre kleine Findlungsgruppen, bei denen ich mich jeweils fragte, ob das jetzt das Schlösschen sein sollte.<br />
Bis ich das echte Zindenauer Schlösschen, da gab´s dann keinen Zweifel mehr:<br />
WOW!<br />
Ein beeindruckend großes Ensemble aus meterhoch aufgetürmten Felsen, die &#8211; einsam und mit Ausnahme einer Bank in luftig-wackliger Position obendrauf weitgehend unberührt &#8211; mitten im dichten Wald über dem Abhang thronen.<br />
Natürlich besah ich mir die moosbedeckten, wuchtigen, wildromantisch-imposanten Findlinge, die wirklich ein bisschen burg- oder schlossartig wirken, ausgiebiegst aus allen Richtungen: Drumrum, von unten, von oben, von vorne, von hinten, alles mit einem fetten Grinsen im Gesicht.<br />
Ein richtig spannendes, verstecktes Kleinod, dass ich da völlig unerwartet und durch durch Zufall entdeckt hatte &#8211; damit war die heutige Tour automatisch in die Kategorie: &#8220;Richtig gut&#8221; aufgerückt.<br />
So macht mir das Spass! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  </p>
<p>Oh, so sieht´s da übrigens aus:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0067.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0067.jpg?w=225" alt="" title="img_0067" width="400" height="533" class="alignnone size-medium wp-image-1782" /></a><br />
<em>Bild #19: Zindenauer Schlösschen von schräg unten</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0074.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0074.jpg?w=300" alt="" title="img_0074" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1783" /></a><br />
<em>Bild #20: Und gleich noch mal von schräg unten &#8211; man beachte die Bank in irgendwie leicht prekärer Position obendrauf</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0079.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0079.jpg?w=225" alt="" title="img_0079" width="400" height="533" class="alignnone size-medium wp-image-1784" /></a><br />
<em>Bild #21</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0083.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0083.jpg?w=300" alt="" title="img_0083" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1785" /></a><br />
<em>Bild #22: Zindenauer Schlösschen samt Bank von oben, leider wieder mal leicht unscharf. Verflixter Foto&#8230;</em></p>
<p>Nach erfolgter Besichtigung wieder den kleinen Pfad runter auf die ursprünglich geplante Route, und weiter auf der gelben 8 um den Steinkopf herum, bis zur Kreuzung im Wald oberhalb vom Steinauer Südzipfel&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_00931.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_00931.jpg?w=300" alt="" title="img_00931" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1786" /></a><br />
<em>Bild #23: Hmm, hier war ich doch schon mal, <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/01/25/planlos-am-rimdidim-neunkirchen-rimdidim-mesbach-steinau-141-km/">oder</a>?</em></p>
<p>&#8230;wo ich scharf links abbog und dem Weg L1 am Hang unterhalb des Steinkopfes zurück nach Westen in Richtung Lützelbach folgte. Angenehmes Stück &#8211; bequemer Waldweg, relativ konstante Höhe, liess sich gut laufen. Nach etwas über einem Kilometer links eine weitere Schutzhütte (der Marienteich-Hütte) mit einer kleinen Teichanlage (dem Marienteich) davor, die sich bei genaurer Betrachtung als Teil des neu angelegten lokalen <a href="http://www.st-jost.fischbachtal.de/">Pilgerwegs St. Jost</a> herausstellte, der von Niedernhausen ausgehend auf verschiedenen spirituellen Stationen ums Fischbachtal herumführt &#8211; irgendwie eine schöne Idee, gefiel mir spontan, obwohl ich kein besonders religiöser Mensch bin<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_00951.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_00951.jpg?w=225" alt="" title="img_00951" width="400" height="533" class="alignnone size-medium wp-image-1787" /></a><br />
<em>Bild #24: Marienteich und Marienteich-Hütte vor Lützelbach</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0099.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0099.jpg?w=300" alt="" title="img_0099" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1788" /></a><br />
<em>Bild #25: Gnothi seauton &#8211; Selbstportrait im Marienteich</em></p>
<p>Danach noch 500 m. geradeaus, bis ich schließlich den Waldrand vor Lützelbach erreichte&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_01011.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_01011.jpg?w=300" alt="" title="img_01011" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1789" /></a><br />
<em>Bild #26: Lützelbach aus südöstlicher Richtung vom Weg L1</em></p>
<p>&#8230;ein Stück durch die Wiesen lief, wobei ich eine Mauer mit einer herrlich rotleuchtenden Schlingpflanze passierte&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0107.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0107.jpg?w=225" alt="" title="img_0107" width="400" height="533" class="alignnone size-medium wp-image-1790" /></a><br />
<em>Bild #27: Entgegen der Laufrichtung fotografiert</em></p>
<p>&#8230;und schließlich an der Feuerwehr den Fischbach überquerte&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_01091.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_01091.jpg?w=300" alt="" title="img_01091" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1791" /></a><br />
<em>Bild #28: Fischbach am Ortseingang von Lützelbach. Auf dem Schild links stehen total kluge und interessant Infos über das Gewässer, leider wollte der Foto sie partout nicht aufnehmen. Sorry, aber da müsst ihr jetzt halt selbst hinfahren, um das zu lesen&#8230;</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>&#8230;und auf der Strasse &#8220;Am Bärling&#8221; in Lützelbach einflief:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0112.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0112.jpg?w=225" alt="" title="img_0112" width="400" height="533" class="alignnone size-medium wp-image-1792" /></a><br />
<em>Bild #29: Lützelbach, Am Bärling</em></p>
<p>Ich mag Lützelbach: Netter kleiner Ort auf der Passhöhe zwischen Modau- und Fischbachtal, schöne Lage, schöne alte Häuser, wirklich hübsch. Bloss seine Topografie hab´ ich immer noch nicht so ganz kapiert, obwohl ich inzwischen schon oft durchgefahren, und mehrmals durchgewandert und durchgejoogt bin &#8211; irgendwie geht´s dort immer da bergauf oder bergab, wo ich erwarte, dass es eben ist, während die Stücke, die meine Karte im Kopf als flach bezeichnet, sich gerne mal als abschüssig oder ansteigend erweisen.<br />
Komisch.<br />
Aber nicht weiter schlimm, im Gegenteil, das macht´s jedesmal gleich noch ein bisschen interessanter&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Heute wandte ich mich bei der ersten Gelegenheit rechts und lief die Obergasse &#8220;runter&#8221; (erwartete ich zumindest, tatsächlich war sie fast eben), über L3102 und an der Rotunde des Café Odenwald vorbei (das selbst an einem eher verhalten schönen Wochentag wie heute gut besucht war &#8211; müsste man auch mal wieder hin, und sehen, wie´s da so ist), dann weiter zum Lichtenberger Weg&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0115.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0115.jpg?w=300" alt="" title="img_0115" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1793" /></a><br />
<em>Bild #30: Lützelbach, Blick von der Obergasse auf den Lichtenberger Weg</em></p>
<p>&#8230;wo ich eine kurze Pause einlegte, um mir eine ziemlich morbide alte Hausinschrift durchzulesen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_01181.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_01181.jpg?w=225" alt="" title="img_01181" width="400" height="533" class="alignnone size-medium wp-image-1794" /></a><br />
<em>Bild #31: Die Lützelbacher von Anno Dunnemals waren offenbar echt optimistische Frohnaturen&#8230;</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>&#8230;bevor ich links bis zum Birkenhof lief, und dort schließlich rechts auf den Weg L3 abbog, der aus Lützelbach hinaus in Richtung Webern und Klein-Bieberau führt:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_01191.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_01191.jpg?w=300" alt="" title="img_01191" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1797" /></a><br />
<em>Bild #32: Wegweiser am Birkenhof</em></p>
<p>Ab jetzt: Stark abwärts. Um das mal zu veranschaulich: Lützelbach und Webern sind gerade mal 1,3 km Luftlinie voneinander entfernt, getrennt durch einen massiven Riegel relativ unwegsamen Bergwalds. Aber während Lützelbach hoch oben auf dem Pass sitzt, auf ca. 400 m.ü.NN, liegt Webern ganz tief unten im tief eingeschnitten Johannisbachtal auf ca. 240 m. ü.NN -160 Meter Höhenunterschied auf so eine kurze Distanz, das ist schon ziemlich steil. </p>
<p>Zuerst noch ein relativ moderat abfallendes Stück durch die Wiesen nördlich von Lützelbach, an dessen Ende der Eingang in den Wald wie ein dunkles Maul klaffte<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0123.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0123.jpg?w=300" alt="" title="img_0123" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1796" /></a><br />
<em>Bild #33: L3 bei Lützelbach</em></p>
<p>Im Wald wurde es dann gleich richtig steil, da war ich froh, hier nicht hoch zu müssen (zumal es gerade etwas in meiner linken Wade rumorte). Aber auch bergab recht fordernd, auch weil der Weg relativ grob gekiest ist, was ich ja eh nicht so gerne hab. Musste ich aber nicht lange aushalten, denn so ca. 250 m. nach dem Waldrand verabschiedete sich L3 Richtung Halblinks vom breiten, gepflegten Kiesweg, und schlug sich fortan als kaum erkennbares Minipfädchen durch die Pampa, das im wahrsten Sinne des Wortes über Stock (davon gab´s viele) und Stein (ganze Findlingsgruppen mitten auf dem Pfad) steil in den finsteren Wald hinab führte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0126.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0126.jpg?w=300" alt="" title="img_0126" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1799" /></a><br />
<em>Bild #34: L3 in der Wildnis zwischen Lützelbach und Webern &#8211; ist in Wirklichkeit noch abenteuerlicher, als er hier aussieht&#8230;</em></p>
<p>Weiter unten wurde es dann sogar noch glitschig und morastig, weil sich das Pfädchen mitten durch ein schlammiges Bachtal fädelte &#8211; da ging´s nur noch gaanz langsam vorwärts, und ich saute mich in Windeseile ein wie ´ne Wildsau.<br />
Kurzum: Ein Riesenspass!! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  </p>
<p>Schließlich erreichte ich aber doch das untere Ende des Waldes, direkt obehalb des Dörfchens Webern, in das ich bisher noch nie im Leben einen Fuß gesetzt hatte. Sah durchaus beschaulich aus&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0128.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0128.jpg?w=300" alt="" title="img_0128" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1800" /></a><br />
<em>Bild #35: Webern von obern äääh oben</em></p>
<p>&#8230;klang aber etwas beunruhigend, denn während ich auf der Johannisbergstr. runter ins Dorf lief, ertönte von dort ein unglaublicher Lärm, der sich so anhörte, als würde da jemand einen Schaukampf zwischen einer Rotte Schweine und einer Bluthundemeute veranstalten. Hörte aber bald wieder auf, wahrscheinlich hatten die Schweine gewonnen. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  </p>
<p>Die Johannisbergstr. entlang&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0132.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0132.jpg?w=225" alt="" title="img_0132" width="400" height="533" class="alignnone size-medium wp-image-1801" /></a><br />
<em>Bild #36: Johannisbergstr. in Webern mit Brünnchen</em></p>
<p>&#8230;dabei verschiedene Begegnungen mit der lokalen Fauna, die in mittleren bis schweren Fotodesastern endeten:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0133.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0133.jpg?w=225" alt="" title="img_0133" width="400" height="533" class="alignnone size-medium wp-image-1802" /></a><br />
<em>Bild #37: Huhn vor Traktor, unscharfe Aktaufnahme</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_01341.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_01341.jpg?w=300" alt="" title="img_01341" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1803" /></a><br />
<em>Bild #38: Öööh. Katze von hinten, glaub´ ich. Oder Pferd von vorne. Oder Mikrosternschnuppenregen. Oder ein künstlerisch verfremdetes Porträt von Wilhelm II. Sucht euch was aus</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Direkt nach der Katze (oderwasauchimmer) links, in den Brandauer Weg (Eins muss man diesen alten Strassennamen ja lassen: Sie sind nicht kreativ, aber man weiss sofort, woran man ist, besonders wenn man als ortsfremder Jogger nach Brandau will). </p>
<p>Wie wir ja schon rausgefunden haben, liegt Webern tiiiief unten im Johannisbachtal. Da muss man erstmal raus, wenn man nach Brandau will, und das heisst: Wieder ordentlich bergauf!<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0136.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0136.jpg?w=225" alt="" title="img_0136" width="400" height="533" class="alignnone size-medium wp-image-1804" /></a><br />
<em>Bild #39: Brandauer Weg im wilden Weberner Westen</em></p>
<p>Urk!<br />
Den überaus steilen Brandauer Weg hoch, dann aus Webern raus und durch Wald und Wiesen weiter aufwärts, langsam, stetig und schwer japsend aus dem Johannisbachtal raus, bis ich nach 1100 anstrengenden Metern endlich die Kreuzung am Asphaltweg zwischen Brandau und Herchenrode (hinter dem Brandauer Friedhof, Markierung blauer Balken) erreichte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0141.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0141.jpg?w=225" alt="" title="img_0141" width="400" height="533" class="alignnone size-medium wp-image-1805" /></a><br />
<em>Bild #40: Kreuzung hinter Brandau. Im Hintergrund der Felsberg</em></p>
<p>Uffa! Fast geschafft. Ich lief noch ein Stück geradeaus (gottseidank nun bergab), in Richtung der L3099 nach Hoxhohl, vorbei an der müffelnden Kläranlage an der Modau. Kurz bevor ich die Landstrasse erreichte, bog ich dann links ab, um auf einem unmarkierten Feldweg über den Mühlberg nach Brandau zu laufen.</p>
<p>Ach du je!</p>
<p>Positiv: Nochmal schön herbstlich.<br />
Negativ: RiesensackfieshimmelherrgottsakranochemolSTEIL!!!!!<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0148.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0148.jpg?w=225" alt="" title="img_0148" width="400" height="533" class="alignnone size-medium wp-image-1806" /></a><br />
<em>Bild #41: Weg den Mühlberg hoch</em></p>
<p>Argl.</p>
<p>Immerhin, nicht lang, also schleppte ich mich keuchend bis ganz nach oben, wo ich kurz den guten  Blick zur Kriegsgräbergedenkstätte genoss&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0153.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0153.jpg?w=300" alt="" title="img_0153" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1807" /></a><br />
<em>Bild #42: Kapellenspitze der Kriegsgräbergedenkstätte bei Brandau</em></p>
<p>&#8230;bevor ich rechts durch die Wiesen oberhalb des Ortes joggte&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0156.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0156.jpg?w=300" alt="" title="img_0156" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1808" /></a><br />
<em>Bild #43</em></p>
<p>&#8230;und schließlich über die Strasse &#8220;Am Mühlberg&#8221; runter nach Brandau lief.<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0160.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0160.jpg?w=300" alt="" title="img_0160" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1809" /></a><br />
<em>Bild #44: Über den Dächern von &#8220;Brenne&#8221;</em></p>
<p>Dort dann noch kurz durch die Odenwaldstr. zurück an den Römerberg und fertig.</p>
<p>Schöne, fordernde Tour, die viel Spass gemacht hat. Positiv die zwei großen Entdeckungen des Zindenauer Schlösschens (ungeplant) und Weberns (geplant), nicht ganz so positiv das doch etwas zu trübe Wetter, das zum Fotografieren einfach nicht ideal war.<br />
Wir lernen einmal mehr: Mäßiger Fotograf mit mäßigem Equipment braucht gutes Licht und am besten gute Motive, sonst wird das nicht so richtig doll. Na ja, vielleicht kommt der goldene Oktober ja die Tage doch noch mal vorbei, damit der Matthias und die Ixus sich so richtig in den Weinbergen austoben können&#8230;</p>
<p>Strecke: 12,7 km<br />
Reine Laufzeit: 1:18 h (= 9,77 km/h bzw. 6:08 min/km)<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 90,16% (11,45 km von 12,7 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/modautal-ost.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/modautal-ost.jpg?w=128" alt="" title="modautal-ost" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-1812" /></a></p>
<p>Karte mit den Entstehungsorten der Bilder:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/modautal-ost-fotos.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/modautal-ost-fotos.jpg?w=128" alt="" title="modautal-ost-fotos" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-1813" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kalamitäten zwischen Lauter- und Modautal (13,4 km, mit Fotos)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2008/08/30/kalamitaten-zwischen-lauter-und-modautal-134-km-mit-fotos/</link>
<pubDate>Sat, 30 Aug 2008 20:19:35 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2008/08/30/kalamitaten-zwischen-lauter-und-modautal-134-km-mit-fotos/</guid>
<description><![CDATA[So langsam fängt die schönste Laufzeit des Jahres an: Der Sommer fliesst ganz langsam in den Herbst,]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>So langsam fängt die schönste Laufzeit des Jahres an: Der Sommer fliesst ganz langsam in den Herbst, es ist noch warm aber nicht mehr stickig, das Licht ist klar und eindringlich, die Luft irgendwie frisch, angenehm &#8211; muss man in vollen Zügen geniessen, bevor´s anfängt, novemberig zu werden.</p>
<p>Zum Beispiel heute: Wunderbarer, wolkenlos sonniger Spätsommertag, machte so richtig Lust auf eine etwas längere Tour im Odenwald. Also mal kurz im Archiv der geplanten Strecken gewühlt und das hier gefunden: Ca 15 km durch Lauter- und Modautal &#8211; tolle Landschaft, ein paar richtig knackige Anstiege, und dazu auch noch fast vollständig unerlaufene Strecke.<br />
Genau das Richtige, perfekt!</p>
<p>Strecke feingeplottet, mal wieder den Getränkegürtel umgeschnallt, spontan noch schnell den Foto mit eingepackt, und los ging´s am frühen Abend hoch in den Odenwald.<br />
Schon die Fahrt zum Ausgangspunkt war herrlich, und bot die grünen Hänge, Wiesen und Wälder des vorderen Odenwaldes in voller Pracht.<br />
War mir sicher: Das würde heute ein Superlauf werden.</p>
<p>Start mal wieder am Parkplatz Römersteine am hinteren Ende des Felsbergs, direkt hinter Beedenkirchen auf der Passhöhe oberhalb von und Reichenbach. Schön kühl (22 Grad statt der 26 unten an der Bergstrasse), dank der schon tiefstehenden Sonne herrschte ein wunderbarer Kontrast zwischen tiefen Schatten und strahlendem Abendlicht:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0106.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1274" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0106.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #1: Blick vom Parkplatz Römersteine nach Norden auf Beedenkirchen</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_01031.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1275" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_01031.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #2: Blick vom Parkplatz Römersteine nach Süden zum Lautertal</em></p>
<p><!--more--></p>
<p>Kurz gedehnt, und Start. Zuerst mal runter an die Landstrasse (L3098), der nach Rechts in Richtung Reichenbach gefolgt:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0108.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1276" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0108.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild #3: L3098 nach Süden, kurz hinter Beedenkirchen</em></p>
<p>Kein Verkehr, angenehm angesichts der odenwaldtypisch fehlenden Rad/Fußwege bzw. Seitenstreifen.<br />
Nach 200 m. dann halbrechts von der Strasse ab auf einen abfallenden gekiesten Feldweg&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0109.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1277" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0109.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #4: Feldweg an der L3098</em></p>
<p>&#8230; der einen sanften Bogen um eine Weide mit wunderschönen Obstbäumen und beunruhigt glotzenden Kühen beschrieb&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_01101.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1278" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_01101.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #5: Foto-Laufberichte aus dem Odenwald müssen der Vollständigkeit halber wenigstens ein Bild von Kühen enthalten. Et voilà!</em></p>
<p>&#8230; und schließlich nach 50 m. in den schon recht finsteren Wald am Südosthang des Felsbergs führte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_01111.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1279" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_01111.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild #6</em></p>
<p>Hier wurde es dann schon ein klein wenig spannend. Der Plan sah vor, dass ich mich auf einem unmarkierten und mir völlig unbekannten Pfad am Hang bis weit hinunter ins Tal, zum unteren Ende des Felsenmeers durchschlagen sollte. Soweit so gut, doch dummerweise gingen am Waldrand zwei unmarkierte Pfade ab, die in ungefähr die richtige Richtung führten.<br />
Hmmm. Links oder rechts?<br />
Wie immer im dichten Wald war der Google Earth-Plan keine echte Hilfe, also folgte ich spontan einfach mal dem rechten der beiden Wege.<br />
Der führte tiefer in den Wald rein &#8211; was schonmal gut war &#8211; und bergauf &#8211; das war nicht so gut, denn wenn man tief runter ins Tal will, ist bergauf tendenziell eher die falsche Richtung. Aber beirren lassen wollte ich mich nicht, also lief ich erstmal weiter. Der Weg war erwartungsgemäß schlecht und stieg teilweise ganz schön an, entschädigte dafür aber mit tollen Licht/Schatteneffekten und den ersten Ausläufern des Felsenmeers, unter anderem ein riesig-imposaner Findling links des Weges, bei dem es sich vermutlich um den &#8220;Hohen Stein&#8221; handelte (und von dem ich trotz dreier Versuche kein auch nur ansatzweise brauchbares Foto geschossen habe) und mehrere &#8220;Seitenarme&#8221; aus mittelgrossen Felsen, die sich rechts des Weges über die Hänge durch den Wald ergossen:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_01191.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1280" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_01191.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild #7</em></p>
<p>Kurz danach ging´s dann richtig bergauf, mit 25+% Steigung geradewegs den Hang hoch (Puuh!) und schlließlich auf einen breiteren/besseren Weg, den ich schon kannte: Gelbe 4/Gelbes L vom Felsenmeer zu den Römersteinen, hier war ich neulich erst <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/07/25/um-den-felsberg-ein-laufbericht-mit-bildern-145-km/">bei meinem letzten Lauf am Felsberg</a> durchgekommen.<br />
Hrmnaja, offensichtlich war ich am Waldrand doch falsch abgebogen, aber immerhin wusste ich nun, wie ich weiterlaufen musste: Links leicht abwärts auf der gelben 4.</p>
<p>Also weiter bis kurz vors Felsenmeer, wo links ein kleiner, holpriger Waldweg abging, der Hang runter &#8211; sah spannend aus, den nahm ich, auch wenn er steil, unmarkiert und in einem ziemlich miesen Zustand war:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0124.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1281" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0124.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild #8</em></p>
<p>Nach kurzem aber heftigen Abstieg dann wieder rechts und ein Stück am Hang entlang, bis ich schließlich das Felsenmeer erreichte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_01291.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1282" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_01291.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #9: Felsenmeer, mittlerer bis unterer Teil</em></p>
<p>Kurzer Blick auf den mächtigen Strom aus großen und mittelgroßen Findlingen, dann links, auf dem Europäischen Fernwanderweg 1 (weisses Andreaskreuz)/dem Nibelungensteig (rotes N) auf den alten, erdigen Stufen einer groben Treppe parallel zur Hauptmoräne (und ja, ich weiss, dass das Felsenmeer nicht glazialen Ursprungs ist deshalb eigentlich keine Moränen haben kann. Aber wie soll man das denn dann bitteschön sonst nennen, häh?) bergab.<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_01251.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1283" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_01251.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild #10: Markierungen am Fußweg, der am Felsenmeer entlang nach Reichenbach führt</em></p>
<p>Etwas holperig, aber auch total spannend: Ich bin zwar allein im letzten Jahr X-mal am Felsenmeer gewesen, doch den Abstieg durch den unteren Teil des Felsenmeeres nach Reichenbach runter hab´ ich in meinen ganzen 30 Jahren noch nie gemacht &#8211; also echtes Neuland für mich, und sowas macht mir ja immer am meisten Spass.<br />
Natürlich um so mehr, wenn das Neuland auch noch was Besonderes ist, so wie der untere Teil des Felsenmeers: Wirklich faszinierend, wie sich das ungebrochene Band aus Tausenden von Findlingen gleich einer großen, grauen Narbe durch den Wald zieht, sowohl nach oben&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_01301.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1284" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_01301.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild #11</em></p>
<p>&#8230;als auch nach unten:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0134.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1285" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0134.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild #12: Man beachte das kleine Bächlein, das sich hier zwischen den Felsen idyllisch talwärts schlängelt</em></p>
<p>Dazwischen immer mal Wege/Steige durch und in die Felsen, rege frequentiert von Ausflüglern, Wanderern und jungen Familien mit Kindern, für die dieser Riesenabenteuerspielplatz natürlich ein Riesenspass ist (zumindest ging´s mir immer so &#8211; und schon beim Vorbeilaufen kriegte ich so richig Lust, mal wieder in die Felsen reinzuklettern&#8230;). Wirklich schön hier!</p>
<p>Schließlich schimmerte der Waldrand am unteren Ende des Felsenmeers durch die Bäume&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0142.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1286" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0142.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #13: Blick vom Felsenmeer ins Freie und auf den großen Parkplatz am Rand von Reichenbach</em></p>
<p>&#8230;und ich lief vorbei an der Siegfriedsquelle&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_01441.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1287" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_01441.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #14</em></p>
<p>&#8230;hinaus ins offene Gelände am Rand des idyllischen, wunderschönen Lautertals:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0145.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1288" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0145.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a>.<br />
<em>Bild #15</em></p>
<p>Hier dann rechts, am Parkplatz Felsenmeer vorbei und hinein nach&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_01461.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1289" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_01461.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild #16: &#8230;Reichenbach</em>.</p>
<p>Dort immer weiter nach Süden, an einem Sportplatz entlang&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0147.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1290" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0147.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #17</em></p>
<p>&#8230;durch den hübschen, ruhigen Seifenwiesenweg bis runter an die Beedenkircher Str. &#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_01481.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1291" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_01481.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #18: Seifenwiesenweg hinunter in den Reichenbacher Ortskern, im Hintergrund die <a href="http://www.verschoenerungsverein-reichenbach.de/dorfgeschichte(n)/ev_kirche/aus_der_Hoehe_betrachtet.htm">evangelische Kirche</a></em></p>
<p>&#8230;die mit unzähligen Kerbebäumchen geschmückt war&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_01511.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1292" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_01511.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild #19</em></p>
<p>&#8230;und dort weiter in Richtung Ortskern.</p>
<p>Bevor ich allerdings die B47 an der Traube erreichte, gings auch schon wieder links ab, den steilen Brunnenstubenweg und die nur wenig weniger steile Strasse &#8220;Am Tannenberg&#8221; hoch&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0152.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1293" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0152.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #20: &#8220;Am Tannenberg&#8221; in Reichenbach</em></p>
<p>&#8230;bis ich schließlich den lokalen Wanderweg Re4 am Zehnesweg erreichte, über den ich Reichenbach in nordöstlicher Richtung wieder verliess:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0154.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1294" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0154.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild #21: Zehnesweg/Re4 in Reichenbach</em>.</p>
<p>Und hier wurde es dann sowohl so richtig schön, als auch so richtig knackig.<br />
Um an dieser Stelle mal etwas weiter auszuholen: Es gibt zwei Dinge, die man als Läufer über Reichenbach wissen muss:<br />
1) Reichenbach ist ein wirklich hübscher, alter kleiner Ort und die Umgebung gehört zu den schönsten Teil des Odenwaldes. Herrliche Gegend, unbedingt zum laufen zu empfehlen.<br />
2) Aber Reichenbach liegt auch gaaaaaaaaanz tief unten in einem supertiefen Talkessel, der an dreieinhalb Seiten von extrem steilen und total hohen Bergen umschlossen ist &#8211; wer hier etwas weiter laufen will, der muss zwangsläufig klettern, und die meisten Wege aus dem Tal heraus sind brutal anstrengend: Schwieriges Terrain, nur bedingt zum laufen zu empfehlen.</p>
<p>Tja, und der Weg Re4 von Reichenbach nach Gadernheim ist ein perfektes Beispiel dafür: Von Reichenbach aus führt er steil aufwärts durch herrliche Wiesen und wunderschönen Wald über den &#8220;Zehnes&#8221; (das ist ein Berg), bietet dabei tolle Ausblicke &#8211; und eine durchschnittliche Steigung von ca. 13% auf mehr als 1,5 km am Stück. Das strengt an!<br />
Am Anfang natürlich kein Problem: Ein langer, moderat ansteigender Feldweg durch die sonnigen, grasbewachsenen Hänge des Wingertsberges&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_01551.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1296" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_01551.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild #22: Re4 am Wingertsberg kurz hinter Reichenbach</em></p>
<p>&#8230;von denen man einen herrlichen Blick über das Tal und hinunter nach Reichenbach hat:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_01571.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1297" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_01571.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #23: Blick vom Wingertsberg nach Osten über das Lautertal hinweg, in der Bildmitte am Waldrand das Hofgut Hohenstein</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0159.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1298" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0159.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #24: Blick vom Wingertsberg nach Südosten auf Reichenbach</em></p>
<p>Bis dahin war´s ja schon ordentlich steil und anstrengend gewesen. Aber es war noch lange nicht Schluss &#8211; kurzes Stück mit erträglicher Steigung zum Verschnaufen, dann kam schon wieder die nächste &#8220;Steilwand&#8221;, erst in einem hübschen, schattigen Hohlweg (merke: Steigungen in Hohlwegen sind IMMER fies!)&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_01631.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1301" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_01631.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild #25</em></p>
<p>&#8230;dann durch mehr wunderschöne sonnige Hangwiesen:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0170.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1302" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0170.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild #26: Blick vom Re4 nach Nordwesten zum Felsberg</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_01741.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1303" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_01741.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #27: Lauschiges Seitental östlich des Re4</em></p>
<p>So langsam wurde es doch schon etwas happig &#8211; inzwischen schon ein Kilometer kontinuierlicher Aufstieg, immer wieder durchbrochen durch Fotopausen (warum muss das hier oben auch so verflixt hübsch sein), das strengte an. Entsprechend froh war ich dann auch, als ich endlich schnaufend und japsend den Waldrand vor dem Zehnes-Gipfel herum erreichte &#8211; viel konnte es jetzt ja wohl nicht mehr sein:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0178.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1304" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0178.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #28</em></p>
<p>Tjaja, natürlich war es dann doch noch ziemlich viel: Auch im Wald kannte Re4 nur eine Richtung, und die war steil himmelwärts. Aaaaaanstrengend (aber auf eine gute Art und Weise&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  )!<br />
Nach weiteren 300 m. schließlich eine Wegscheide mitten im Wald:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0198.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1306" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0198.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #29: Die Wegscheide unterhalb vom Zehnes</em></p>
<p>Re4 ging hier nach rechts, kleiner, mäßig guter Weg, aber mit wenig Anstieg. Hier hätte ich laut Plan entlanggemusst.<br />
Aber nach links führte ein zweiter Trampelpfad, und der war steieieieil, wucherig und total rumpelig &#8211; und er führte offensichtlich weiter nach oben bis auf den Gipfel. Als ich den sah, machte es &#8220;Klick&#8221; in meinem sauerstoffarmen Hirn: Ich war bis hierher hochgeschnauft, da würde ich doch nicht so kurz vor dem Gipfel abbiegen, nur weil der Plan das so vorsah!<br />
&#8220;Oh nein, mein lieber, &#8221; (dachte ich mir, wenn auch weit weniger kohärent) &#8220;da rennste jetzt auch bis ganz nach oben weiter. Wird sich schon irgendwo ein Weg finden, der zurück auf die geplante Strecke führt&#8230;&#8221;</p>
<p>Also lief ich links, atemlos, auf dem unmarkierten Weg, in der mir völlig unbekannten Gegend weiter steil nach oben&#8230;</p>
<p><em>Na, liebe Stammleser?<br />
Ahnt ihr schon, was als nächstes passiert?<br />
Richtig, genau das!<br />
Am besten geht ihr nochmal schnell los und holt euch einen Eimer Popcorn und was zu trinken, damit ihr es so richtig geniessen könnt, wenn der trottelige Matthias sich wieder mal heillos in der Wildnis verirrt.</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Arglbpfstrmpfkrk! Noch mal 40 Höhenmeter mehr, die ich keuchend und japsend bewältigte, und schließlich tatsächlich den Gipfel des Zehnes erreichte, der sich vor allem dadurch auszeichnete, dass er absolut unspektakulär und die ganze Anstrengung überhaupt nicht wert war: Hier gab´s Wald, Forst, Bäume, Gehölz und ein paar Stapel mit Brennholz, und sonst gar nix:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0184.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1307" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0184.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #30: Zehnes-Gipfel</em></p>
<p>So, und da stand ich nun, oben auf dem Berg, irgendwo abseits der geplanten Strecke, auf die ich jetzt wieder zurückfinden wollte. Theoretisch musste sie irgendwie so da ein bisschen halbwegs circa oder auch nicht so ganz genau aber villeicht annäherungsweise rechts unterhalb von meiner momentanen Position sein.<br />
Eigentlich kein Problem, denn da führte auch tatsächlich ein Weg runter.</p>
<p>Na ja gut, &#8220;Weg&#8221; ist vielleicht übertrieben., war vielleicht eher ein Pfad.</p>
<p>Na ja gut, &#8220;Pfad&#8221; ist vielleicht übertrieben, war vielleicht eher ein Wildwechsel.</p>
<p>Na ja gut, &#8220;Wildwechsel&#8221; ist vielleicht übertrieben, war vielleicht eher ein superschlammiges Stück Hang mit etwas weniger Bäumen aber dafür mit ganz vielen Dornen und Brennesseln.<br />
Aber es führte in die hoffentlich richtige Richtung, also nahm ich es.</p>
<p>Autsch!</p>
<p>Nach 20 m. war ich eingesaut.<br />
Nach 40 m. eingenesselt.<br />
Nach 70 m. hatte ich mir die Beine mit einem halben Dutzend blutender Dornenwunden perforiert.<br />
Nach 100 m. rammte ich mir einen zwischen den Brennesseln versteckten Ast in den Unterleib.<br />
Nach 130 m. erreicht ich den Waldrand und lief &#8211; arg geschunden aber noch funktionstüchtig &#8211; auf eine offene Hochwiese hinaus.</p>
<p>Und da stand ich dann.<br />
Und hatte keine Ahnung, wo ich mich gerade befand.<br />
Örm&#8230;</p>
<p>Ok, mal überlegen: Irgendwo musste der Weg Re4 sein. Aber hier anscheinend nicht, da war einfach nur Wiese. Wahrscheinlich war ich zu weit oben aus dem Wald gekommen, der richtig Weg musste also immer noch rechts unterhalb am Hang liegen.<br />
Na gut, gehen wir doch mal suchen: Rechts die Hangwiese runter bis zu einem Stacheldrahtzaun.<br />
Kein Weg in Sicht. Aber da noch viel weiter unten am Hang, hinter der eingezäunten Weide, war eine Baumreihe, die sah total so aus, als würde da ein Weg verlaufen &#8211; da musste ich nur hin.<br />
Also robbte ich erstmal an einer günstigen Stelle unter dem Stacheldraht durch (zum drüberspringen war der Zaun zu hoch und zum drüberklettern zu morsch):<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_01891.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1308" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_01891.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #31: Unter dem Stacheldraht durch</em></p>
<p>Dann stolperte ich die Wiese runter in Richtung Baumreihe. Zwischendrin kurze Pause, um mit offenem Mund die unsagbar herrliche Aussicht über das das Lautertal hinweg in die Ebene zu bewundern:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0186.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1309" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0186.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #32 &#8211; leider etwas zu gegenlichtig</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0187.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1310" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0187.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #33: Noch mal etwas näher. Unten im Tal Reichenbach, links darüber der Hohberg, in der Bildmitte die Anhöhe am Schönberger Wald, dahinter das Ried. Sah in echt ungefähr 100 mal schöner aus als auf dem Foto!</em></p>
<p>Am unteren Ende der Wiese stellte sich raus, dass an der Baumgruppe weder der Weg Re4 noch ein anderer Weg verlief. Stattdessen lagen direkt unterhalb mehr Wiesen auf mehr Hang.<br />
Hrm. Inzwischen hatte ich wirklich überhaupt aber auch nicht den leisesten Schimmer, wo genau ich mich befand und wo ich hinmusste &#8211; ich stand irgendwo in der Pampa rum und war so unorientiert wie seit Monaten nicht mehr!<br />
Also hielt ich mich erstmal an das, was ich wusste: Ich hatte Re4 noch nicht gefunden, also musste er ja wohl immer noch rechts unten unter mir verlaufen (oder????).<br />
Folgerichtig weiter rechts runter.<br />
An der Baumgruppe eine nesselige Böschung runter (meine Beine waren inzwischen so verkratzt und vernesselt, da machte das auch nix mehr)&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_01911.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1311" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_01911.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild #34</em></p>
<p>&#8230;dann eine Wiese runter, von einer Bremse gebissen worden, noch eine Wiese runter, beinahe im einem Kuhfladen von der Größe Liechtensteins ausgerutscht (&#8220;Holiday on Shit&#8221;), über einen klickenden Elektrozaun gehüpft und mir dabei beinahe den Schritt gegrillt&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_01921.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1312" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_01921.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild #35: Klickendes Elektrozaunbetriebsgerät, wahrscheinlich Plutoniumgetrieben</em></p>
<p>&#8230;mal wieder eine Wiese, um einen Bergvorsprung, auf eine weitere Wiese&#8230;</p>
<p>&#8230;und ich hatte immer noch nicht den leisten Verdammten Schimmer, wo ich hier war, wo ich hinging, und warum dieser dreckslümmelige Re4 nicht endlich mal auftauchte. Und der blödsinnige Streckenplan half auch grad gar nix, der dreckige Philister.<br />
Ratlos:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0193.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1313" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0193.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild #36: Und nu?</em></p>
<p>Schließlich endteckte ich dann doch noch ganz weit unten am Hang eine Art Landwirtschaftstrampelfpad. Der war zwar nicht Re4 und führte auch nicht unbedingt in die Richtung, in die ich wollte, aber immerhin führte er überhaupt mal irgendwohin.<br />
Also nahm ich den.<br />
Ein Stück durch die Wiesen, dann zu einer kleinen Anhöhe die mir irgendwie bekannt vorkam.<br />
Die hatte ich doch schon mal irgendwo gese&#8230;<br />
Och nöööööööö!</p>
<p>Unvermittelt fand ich mich wieder am Wingertsberg oberhalb von Reichenbach. Genau da, wo ich vor ca. 20 Minuten schon mal hochgekeucht war. Da vorne war die Anhöhe, wo ich die Fotos von Reichenbach gemacht hatte, da verlief Re4, dort drüben war der steile schattige Hohlweg von vorhin!<br />
Irgendwie hatte ich es geschafft, mich so zu verfransen, dass ich eine Riesenschleife durch die Pampa gelaufen war, und jetzt wieder am unteren Drittel des fiesen Anstiegs auf den Zehnes hoch stand.<br />
Gnah!</p>
<p>Kurzes Abwägen meiner Optionen, dann entschied ich mich, es noch einmal mit dem Stück zu versuchen, dass ich mich vorhin schon hochgeschleppt hatte, aber dieses Mal Re4 nicht zu verlassen.<br />
Also nochmal:<br />
Den Steilen Hohlweg hoch (puuh!)<br />
Dann durch die Steilen Wiesen (hrggl!)<br />
Dann in den Wald am Zehnes hinauf (aaark!)<br />
Bis zur Wegscheide unterhalb des Gipfels. Und dieses mal rechts: Re4.</p>
<p>Weniger steil als der Pfad zum Gipfel, aber genauso mies: Disteln, Dornen, Kletten und Nesseln prügelten sich regelrecht darum, meine Beine maltätieren zu dürfen und einigten sich schließlich auf ein kollegiales &#8220;jeder darf mal ran&#8221;.<br />
Au.<br />
Nach ein paar hundert Metern ging´s etwas bergauf, dann war der Wald auf einmal zu ende und ich fand mich unvermittelt auf einer offenen Hochwiese wieder.<br />
Aber nicht irgendeiner Hochwiese.<br />
DAS WAR GENAU DIE VERDAMMTE WIESE, AUF DER ICH VORHIN SCHON MAL GESTANDEN HATTE, UND MIR SICHER GEWESEN WAR, DASS Re4 HIER NICHT VERLÄUFT UND VON DER AUS ICH DANN MEINE ODYSSEE DURCH WIESEN, ELEKTROZÄUNE UND KUHSCHEISSE ANGETRETEN HATTE!!!!!<br />
UND GENAU DA VORNE, NUR 20 METER VON DER STELLE, WO ICH VORHIN AUS DEM WALD GEKOMMEN WAR, PRANGTE AUCH NOCH DIE BLÖDE MARKIERUNG, GUT SICHTBAR, SO DASS EIGENTLICH NUR EIN IDIOT SIE HÄTTE ÜBERSEHEN KÖNNEN!!!</p>
<p>D&#8217;oh!</p>
<p>Na gut. Liess sich jetzt nicht ändern, auch wenn´s letztlich ein völlig unnötiger Umweg von drei Kilometern gewesen war, der mich über 20 Minuten gekostet hatte. Musste ich mich eben etwas beeilen, denn zusammen mit den langwierigen Fotopausen lag ich schon deutlich hinter dem Zeitplan zurück.<br />
Also weiter auf Re4.<br />
Über die Wiese (grmblbrhrmdrcksweg&#8230;), halbrechts und etwas abwärts, nach ca. 100 m. wieder auf einen besseren Feldweg.</p>
<p>Direkt an der Einmündung übrigens eine Art Drahtverhau, auf dem die hier saßen:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0199.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1305" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0199.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #37: Pavo&#8230;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0201.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1316" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0201.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #38: &#8230;Cristatus</em></p>
<p>Echte Pfauen, mitten im Odenwald. Und zwar nicht in dem Drahtverhau, sondern völlig frei obendrauf. Vielleicht nicht so spektakulär wie die Tiger von neulich, aber auf jeden Fall unerwartet &#8211; wirklich interessant, was für Tiere man hier oben völlig unerwartet antreffen kann. Waren allerdings ziemlich scheu, deshalb belästigte ich sie nicht lange. sondern lief den inzwischen betonierten und wunderschön von der Abendsonne erleuchteten Weg Re4 abwärts in Richtung Lautern&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0202.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1317" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0202.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #39: Re4 im Abendlicht, kurz hinter den Pfauen</em></p>
<p>&#8230;das ich nach ca. 800 m. angehm entspanntem Abstieg durch ein wunderschönes Seitental erreichte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0206.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1318" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0206.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #40: Das abendliche Lautern vom Löserweg aus</em>.</p>
<p>Durch den Löserweg runter in den schon in bläulichen Abendschatten gehüllten Ort, auf der Hauptstr. ein Stück neben der fröhlich plätschernden Lauter nach Osten&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_02071.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1319" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_02071.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild #41: Die Lauter. In Lautern. Im Lautertal. Irgendwie alles leicht redundant hier&#8230;</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>&#8230;dann rechts, ein bisschen wirr durch den Ortskern&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_02081.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1320" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_02081.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild #42: Jahnstr. in Lautern &#8211; die bin ich nicht hoch, sondern an dieser Stelle rechts abgebogen</em></p>
<p>&#8230;und schließlich erneut rechts, die Strasse &#8220;Am Höllwäldchen&#8221; hoch und über die Strassen &#8220;Römerberg&#8221; und &#8220;Am Petersberg&#8221; in einen Seitenarm von Lautern, in dem ich noch nie zuvor gewesen war (zugegeben nicht besonders schwer, angesichts der Tatsache, dass ich Lautern bisher überhaupt erst ein einziges Mal in meinem ganzen Leben besucht habe&#8230;).<br />
Von hier aus wollte ich irgendwei weiter an die Landstrasse zwischen Brandau und Gadernheim (L3099), zu der irgendein Pfad hochführen sollte &#8211; da ich mir nicht ganz sicher war, wo genau der Abging, und keine Lust auf ein weiteres orientierungsloses Abenteuer im Nichts hatte, fragte ich eine freundliche Passantin, die mir auch sofort den richtigen Weg weisen konnte:<br />
Am Anfang der Strasse &#8220;Am Petersberg&#8221; links aus Lautern raus, und einen steinigen, extrem steilen (ächz!) Weg am Waldrand entlang nach Nordosten bis auf eine Wiese, über die dann hoch bis an die Strasse&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_02121.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1321" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_02121.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #43: L3099 zwischen Brandau und Gadernheim</em></p>
<p>&#8230;auf der ich dann nach rechts lief. Unangenehm: Schmale Strasse, schon recht dunkel, sehr kurvig, natürlich wieder mal kein Seitenstreifen/Radweg/Fußweg, und ziemlich viel Verkehr, der sich zu nicht unerheblichen Teilen aus hassenswert-suizidialen Motorradfahrern und rücksichtslos schnellen Odenwald-Raser-Prollos bestand.<br />
Da hiess es aufpassen!<br />
800 m. am Strassenrand nach Osten, erst durch das Wäldchen am Hinkelstein, dann durch die Wiesen oberhalb von Gadernheim, auf das man von hier aus bereits einen schönen Blick hatte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0214.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1322" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0214.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #44: Gadernheim von Westen. In der Bildmitte die charakteristische Kirche im Heimatstil</em>.</p>
<p>Noch eine weite Kurve, vorbei an den ersten alten Höfen kurz vor dem Ort&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0216.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1323" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0216.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #45: Hof kurz vor Gadernheim in der Abendsonne</em></p>
<p>&#8230;und schließlich hinein nach:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0217.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1324" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0217.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild #46: &#8230;Gadernheim</em></p>
<p>Direkt nach dem Ortseingang links, eine recht steile Strasse namens &#8220;In der Schweiz&#8221; (cool, damit kann ich mit Fug und Recht behaupten, heute in der Schweiz laufen gewesen zu sein&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ) hoch, dann über den ebenfalls aufwärts führenden Lindenweg. Weiter rechts, die Brandauer Str. runter, an zwei unglaublich hässlichen Knaben mit VoKuHiLa-Frisuren vorbei (brrrrrr, wenn die groß sind, haben die sicher mal Goldkettchen, Schnurrbärte und Sonnenbrillen in Tropfenform&#8230;), schließlich die Str. &#8220;Am Rauhestein&#8221; hoch und raus in die Wiesen oberhalb von Gadernheim, die von schwerem, wunderschönen Abendlicht gestreichelt wurden:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_02191.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1325" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_02191.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #47: Gadernheim unterhalb vom Rauhestein</em></p>
<p>Hier geradeaus, über einen kleinen, von prächtigen alte Nußbäumen flankierten Weg&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_02211.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1326" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_02211.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #48</em></p>
<p>&#8230;bis zum Waldrand hoch, dort links auf den Weg mit der nordwärts den Wald hinein führte. Hier war´s nochmal toll: Hochgelegener Westhang mit mehr oder weniger lichtem Baumbestand, durch den die tief stehende Sonne, die inzwischen schon zu einem strahlend orangenen Glutball kurz über dem Horizont geworden war (ach du je, schon so spät &#8211; da war ich durchs Verirren und Bilder Machen zeitlich ja echt in Verzug geraten), dessen sein träges, sattes Licht auf herrliche Art und Weise in den Wald hinein flutete.<br />
Gleich am Anfang der gelben 1 ein atemberaubender Panoramablick über die Anhöhen im Westen:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0225.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1327" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0225.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild 49: Der höchste Gipfel im Hintergrund (mit dem Turm drauf) ist der Melibokus. Direkt davor und schon etwas niedriger der langgezogene Rücken des westlichen Felsbergs, davor und noch niedriger der Gipfel des Zehnes hinter Reichenbach, auf dem ich mich vorhin so gut verirrt hatte.</em></p>
<p>Und dann durch den abendlichen Wald. Zuerst mal führte die gelbe 1 mitten durch eine Art Marmorwerk oder sowas, dessen Schuppen und Steinhaufen verlassen vor sich hinschlummerten (hab´ ich drei Fotos von gemacht, alle verwackelt &#8211; ihr müsst mir also einfach mal glauben, dass das da ist&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ), dann an einem schummrigen Seitental entlang etwas aufwärts, bis sie schließlich an einer Kreuzung auf den breiten, bequmen HW 13 (blauer Balken) stiess.</p>
<p>Dem hätte ich eigentlich ganz einfach nach Brandau folgen können &#8211; aber ich hatte schon vor dem Lauf beschlossen, ihn mir für eine andere Tour aufzusparen, und stattdessen den unterhalb und parallel verlaufenden Weg mit der gelben 2 zu nehmen, auf den ich folgerichtig direkt an der Kreuzung einbog &#8211; eine fatale Entscheidung, wie sich wenige Minuten später zeigen sollte.</p>
<p>Die gelbe 2 war von Anfang an einfach nur mies: Ein winziger Pfad, uneben, in schlechtem Zustand, teils so überwuchert, dass man nicht sehen konnte, wo man hintrat &#8211; und da die Sonne inzwischen mitten am Untergehen war, teilweise auch noch total finster. Alles andere als ideal zum Laufen&#8230;</p>
<p>Zuerst mal ging´s abwärts, an einem gurgelnden Bächlein vorbei, dann rechts und auf ungefähr gleichbleibender Höhe durch den Wald (übrigens der unterste Ausläufer der Neunkircher Höhe) nach Norden.<br />
Schön war´s schon hier unten im lichten Hangwald, gerade im Abendlicht:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_02361.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1328" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_02361.jpg?w=328" alt="" width="328" height="437" /></a><br />
<em>Bild #50: Gräser in der Abendsonne</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0241a.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1330" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0241a.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #51: Waldwiese kurz vor Sonnenuntergang</em></p>
<p>Aber eben auch richtig schlecht zu laufen.<br />
Nach ca. 350 m. auf der gelben zwei knickte ich ziemlich um. Natürlich mit dem rechten Fuß, dem mit dem Bänderriss.<br />
Schrecksekunde!<br />
Tat kurz ein bisschen weh, war aber glücklicherweise nicht schlimm, ich konnte weiter laufen.</p>
<p>Noch ein paar hundert Meter weiter, inzwischen kam links zwischen den Bäumen schon die Brunkelwiese kurz vor Brandau zum Vorschein, hübsch erleuchtet von den Strahlen der untergehenden Sonne. Wirklich hübsch hi&#8230;</p>
<p>Und dann passierte es: Kurz von einem runterhängenden Ast abgelenkt, tiefes Loch im unebenen Boden, von dichtem Springkraut verdeckt &#8211; und ich mittenrein.<br />
Ich knickte nochmal um.<br />
Wieder rechts.<br />
Und dieses mal richtig schlimm: Stechender Schmerz im Knöchel, ich schreie, glaube irgendwas knacken gehört zu haben.<br />
Kurze Panik: Nein, Nein, NEIN, bitte keinen Bänderriss, nicht nochmal, bloß das nicht!!!<br />
Zwei Minuten Pause.<br />
Abwarten.<br />
Aber es wird nicht wieder besser: Es rumort ein bisschen, Auftreten ist unangenehm, wenn ich den Fuß nach rechts drehe, tut´s weh. Und ich spüre, wie der Knöchel im Schuh anschwillt.<br />
&#8220;Scheisse&#8221;, denke ich mir, &#8220;das war´s!&#8221;</p>
<p>Und ich habe recht: Es fühlt sich zwar nicht so schlimm an, wie damals als das Band gerissen ist (tut weniger Weh, Schwellung entwickelt sich nicht so rapide), aber an Weitermachen ist nicht mehr zu denken &#8211; es wären noch 4 oder 5 km zurück zum Auto, das kann ich knicken.<br />
DRECK!!!!!</p>
<p>Aber es lässt sich nicht ändern. Langsam, vorsichtig, frustriert humpele ich weiter. Glücklicherweise ist direkt vor mir der Waldrand, von wo ein kleiner Pfad über die Wiese runter an die Tennisplätze in Brandau führt.<br />
Während ich mir den Weg nach unten bahne, geht die Sonne unter, hüllt alles noch mal in einen feurigen Glanz&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0242a.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1331" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0242a.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #52</em></p>
<p>&#8230;bevor sich endgültig die Schatten der heraufziehenden Nacht über Brandau und seine Umgebung legen:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0243a.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1338" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0243a.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #53: Dämmerung über Brandau</em></p>
<p>Dabei hole ich das Handy raus, rufe bei meinen Eltern an. Mein Vater ist da, hat Zeit, kann mich in Brandau aufsammeln und zurück zu den Römersteinen bei Beedenkirchen fahren.<br />
Gut, muss ich wenigstens nicht 4 km zu Fuß durch die Dämmerung humpeln oder es per Anhalter versuchen.</p>
<p>Aber ein paar Meter will ich dann doch noch schaffen. Wenn ich schon nicht zurück nach Beedenkirchen joggen kann, dann will ich wenigstens noch bis ins Zentrum von Brandau, um die Strecke an den Rest meines Routennetzes anzuschließen. Zeit genug ist ja, bis ich aufgesammelt werde, also mache ich mich auf den Weg.<br />
Langsam gehend an den Tennisplätzen und dem Sportplatz vorbei, denn links bis an die Gadernheimer Str., die dann rechts runter bis in den dämmrigen, ruhigen Ortskern:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0249.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1333" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0249.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #54: Zentrum von Brandau von der Gadernheimer Str. aus</em>.</p>
<p>Ist immer noch Zeit, also gönne ich mir von meinem Jogger-Notgroschen in der Pizzeria &#8220;Abruzzo&#8221; im Ortskern noch ein Frustverdrängungseis (ist gut, hilft aber nicht so wirklich)&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0251.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1335" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0251.jpg?w=328" alt="" width="328" height="437" /></a><br />
<em>Bild #55: Stracciatella und Vanille</em></p>
<p>&#8230;und warte dann, bis mein &#8220;Taxi&#8221; eintrifft und mich aufsammelt:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0252.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1336" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0252.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild 56 &#8220;Taxi&#8221;</em></p>
<p>Und das war´s dann erstmal: In Beedenkirchen am Auto absetzen lassen (Danke nochmal!), vorsichtig heimgefahren (mit lädiertem Bremsfuß empfiehlt sich im Odenwald eine gewissen Zurückhaltung), und den Fuß mit Cremes, Kühlpäckchen und der noch vom Bänderiss verbliebenen Orthese so gut wie möglich versorgt. In Ordnung ist er keinesfalls, auch wenn ich weiterhin der Meinung bin, dass es kein Bänderriss ist &#8211; aber eine Dehnung/Zerrung/Stauchung ist es allemal, und auch die bedeutet mindestens mal ein oder zwei Wochen Pause.<br />
Montag geh´ ich wohl mal zum Arzt, der wird mir hoffentlich mehr sagen können.<br />
Tja, soviel zum Thema &#8220;War mir sicher: Das würde heute ein Superlauf werden&#8221;&#8230;<br />
Fazit: Schöne Tour mit unschönem Ende.</p>
<p>Strecke: 13,4 km (davon allerdings die letzten 1,1 km im Gehen/Humpeln)<br />
Zeit: 1:36 h (= 8,375 km/h bzw. 7:10 min/km &#8211; sehr langsam, aber da ist sowohl die cross-country-Episode am Zehnes als auch der letzte gehumpelte km drin)<br />
Anteil der noch nie gebloggten/gelaufenen Passagen an der Gesamtstrecke: 90,9% (12,18 km von 13,4 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/09/lautertal-und-modautal.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/09/lautertal-und-modautal.jpg?w=128" alt="" width="128" height="92" class="alignnone size-thumbnail wp-image-1366" /></a></p>
<p>…und die Karte mit den Stellen, wo die Fotos gemacht wurden:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/09/lautertal-und-modautal-pics.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/09/lautertal-und-modautal-pics.jpg?w=128" alt="" width="128" height="92" class="alignnone size-thumbnail wp-image-1367" /></a><br />
 </p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Nördlicher Odenwald mit Ingo - Ein Laufbericht mit Fotos (16,2 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2008/08/17/nordlicher-odenwald-mit-ingo-ein-laufbericht-mit-fotos-162-km/</link>
<pubDate>Sun, 17 Aug 2008 18:52:34 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2008/08/17/nordlicher-odenwald-mit-ingo-ein-laufbericht-mit-fotos-162-km/</guid>
<description><![CDATA[In Berlin sind Semesterferien. Deswegen war Ingo mal wieder in der Gegend &#8211; und er hatte seine]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>In Berlin sind Semesterferien. Deswegen war Ingo mal wieder in der Gegend &#8211; und er hatte seine Laufklamotten dabei.<br />
Klar, dass wir da um der guten alten Zeiten willen mal gemeinsam los mussten.<br />
Und heute hatten wir den perfekten Tag erwischt: Sonntagnachmittag, azurblauer Himmel, sonnig, warm, aber schon mit einem ganz kleinen, herrlichen Hauch von Herbst: Klares, hartes Licht, lange Schatten, die Luft mit einem frischen, aromatischen Geschmack &#8211; wunderbar!<br />
Entsprechend hatte ich uns dann auch eine besonders schöne Strecke ausgewählt, von Neutsch aus durchs untere Modautal, über den Rodbergrücken, dann via Waschenbach und Frankenhausen zurück. Grob gemessene 13 &#8211; 14 km, ein paar ordentliche Anstiege &#8211; Ingo hatte zwar gemeint, dass er seit Monaten nicht richtig trainiert habe, aber ich weiss ja, dass er ziemlich hart im Nehmen ist, und unterfordern wollte ich ihn ja auch nicht&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
Außerdem hatten wir in der Gegend <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/08/23/durch-den-odenwald-teil-2-20-km/">vor fast genau einem Jahr schon einen tollen Lauf absolviert</a>, das passte also irgendwie ganz gut.</p>
<p>Übrigens auch mit von der Partie: Der Foto. Supertag, Superstrecke und dann noch mit einem alten Freund, das verlangt nach Dokumentation (übrigens eine Premiere: Das erste Mal mit Foto UND einem Mitläufer. Armer Ingo &#8211; das würde viele unnütze Pausen am Wegrand bedeuten&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ).</p>
<p>Start am späten Nachmitag. Ingo aufgesammelt, noch kurz einer älteren Dame zu ihrer verschollenen Handtasche verholfen (so ist der Jogger: Freundlich, geduldig und allzeit hilfsbereit!), dann mit dem Auto über Ober-Beerbach hoch ins idyllische Höhendörfchen Neutsch, wo es noch schöner, frischer und fastgaaaanzleichtschoneinbisschenherbstlicher war als unten im Tal.<br />
In Neutsch in der Strasse nach Ober-Beerbach kurz unterhalb der Feuerwehr geparkt &#8211; Strassennamen gibt´s hier oben ja nicht, aber es war die hier:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0102.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1148" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0102.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild 1: Neutsch, Strasse nach Ober-Beerbach</em></p>
<p>Dann noch kurz gedehnt (zumindest Ingo, ich war zu faul&#8230;), ein Portraitfoto vor dem Start&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0101a.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1149" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0101a.jpg?w=273" alt="" width="273" height="438" /></a><br />
<em>Bild 2: Ingo &#8211; jetzt neu mit cooler Frisur!</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /><br />
&#8230; und los ging´s!</p>
<p><!--more--><br />
Zuerst mal ostwärts, auf der Fahrstrasse in Richtung Neutscher Friedhof und Ernsthofen (Radweg 26) aus dem Dorf hinaus, direkt am Dorfende dann allerdings gleich links und hinter den letzten Häusern durch die herrlichen Weiden&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0103.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1150" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0103.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild 3: Wiesenlandschaft südöstlich von Neutsch</em></p>
<p>&#8230;mit einem schönen Blick auf das pittoreske Neutsch&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0104.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1151" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0104.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 4</em></p>
<p>&#8230;bis zum Wald hoch:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0105.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1152" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0105.jpg?w=373" alt="" width="373" height="525" /></a><br />
<em>Bild 5: Zum Waldrand am Rämster Berg &#8211; schon gut steil</em></p>
<p>Dort dann rechts, 250 m. am Waldrand entlang bis wir auf den Saar-Rhein-Main-Weg (gelbes Plus) stiessen, den dann nach links, in den wunderschönen lichten Wald am Rämster Berg.</p>
<p>Geradeaus und leicht abwärts bis zur Kreuzung, wo der Saar-Rhein-Main-Weg rechts nach Ernsthofen runter abknickt, hier weiter geradeaus, auf der gelben 2/5/6 am <a href="http://www.kjh-ernsthofen.de/">Kreisjugendheim</a> vorbei, das in hübscher Hanglage oberhalb von Ernsthofen am Waldrand liegt.</p>
<p>Direkt danach (inzwischen übrigens eine alte Asphaltstrasse durch den Wald) wurde es dann ein bisschen kompliziert: Der Plan sah vor, dass wir kurz nach dem Jugendheim rechts über einen unmarkierten Weg durch den Wald bis runter in die Wiesen des unteren Modautals (das gar nicht mehr zu Modautal gehört, sondern zu Ober-Ramstadt) laufen sollten.<br />
Guter Plan. Aber mit unmarkierten Wegen ist das ja manchmal so eine Sache&#8230;</p>
<p>Wir nahmen den Erstbesten, der nicht nur ziemlich mies war&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0110.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1154" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0110.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild 6: Doch, doch, das ist wirklich ein Weg. Oder besser: Ein &#8220;Weg&#8221;</em></p>
<p>&#8230;sondern nach mehreren hundert Metern schlammig-glitschigen Abstiegs auch noch einfach so endete &#8211; mitten im dicksten Urwald:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0111.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1155" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0111.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 7: Welcome to the Jungle&#8230;</em></p>
<p>Offensichtlich der falsche Weg, da war nix zu wollen (Verirrt mit Ingo &#8211; fast wir letztes Jahr <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ). Also Umkehr, den steilen Glibberhang wieder hochgeschnauft (Ingo hielt sich übrigens ziemlich gut, bei den härteren Steigungen merkte man ihm den Trainingsrückstand und die vielen Kippen zwar ein ganz kleines bisschen an, aber das hielt uns nicht weiter auf &#8211; sehr angenehm, mal wieder mit jemandem einen Berg hochzulaufen, ohne dabei ständiges Gejammere hören zu müssen <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  ), dabei noch schnell ein Reh gesehen (positiv) und den Streckenplan für heute verloren (eher nicht so positiv)- letzteres passiert mir in letzter Zeit irgendwie ziemlich oft, weiss gar nicht, warum ich die Mistdinger überhaupt noch ausdrucke.<br />
Aber gut, dann eben ab jetzt wieder aus dem Gedächtnis&#8230;.</p>
<p>Zurück oben an der Asphaltstrasse noch mal kurz rechts und nach ein paar Metern den nächsten Weg ausprobiert, von dem zu hoffen war, dass er uns runter ins Modautal bringen würde.<br />
Viel besser war der auch nicht, aber irgendwie klappte es dann doch &#8211; wir mussten zwar wieder über Stock und Stein, durch ein paar Schlammpfützen waten, und schließlich durch einen Art überwucherten Hohlweg klettern, aber irgendwie erreichten wir schließlich doch das offene Gelände, und das auch noch fast da, wo wir hätten rauskommen sollen: Unteres Modautal zwischen Ernsthofen und Ober-Modau, eine wunderschöne, sanfte Hügellandschaft mit einem Mix aus Wald, Weiden und Feldern&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0113.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1156" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0113.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 8</em></p>
<p>&#8230;die durch das klare, harte Licht der schrägstehenden Sonne zudem in einem tollen Kontrast aus strahlendem Licht und tiefen, dunklen Schatten gehüllt wurde:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0114.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1157" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0114.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 9: Licht und Schatten am Rand des Modautals</em></p>
<p>Über Feldwege und eine kleine Kuppe bis runter ins Tal an die L3099 zwischen Ernsthofen und Modau, überquert (dabei fast in einen Bus gerannt&#8230;), auf der anderen Seite weiter geradeaus in Richtung Modauufer. Hübsch: Mehr Wiesen und Weiden, rechts die Zelte eines Wanderzirkus auf einem Feld&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0125.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1158" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0125.jpg?w=400" alt="" width="400" height="269" /></a><br />
<em>Bild 10: Zirkus bei Ober-Modau</em></p>
<p>&#8230;links eine große, neu aussehende Reithalle samt Koppeln und vielen Pferden, denen wir kurz &#8220;Guten Tag&#8221; sagten:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0118.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1159" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0118.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 11: Ingo versucht verzweifelt, die psychopathischen Todespferde mit ein paar Grashalmen zu besänftigen</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0119.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1160" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0119.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 12: Oh mein Gott, es will mich aufessen&#8230;</em></p>
<p>Dann weiter bis zum Modauufer. Eigentlich hätten wir hier links gemusst, aber der Zirkus war nur ein ein Stückchen weite rechts, also beschlossen wir, uns den schnell nochmal aus der Nähe anzusehen &#8211; also rechts, auf dem schattigen Radweg 11 am Modauufer ein paar hundert Meter flussaufwärts, und einen kurzen Blick auf die Wagen geworfen, die auf der Wiese um das große Zelt herum standen.</p>
<p>Da gab´s Lamas und Ponys&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0129.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1162" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0129.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 13</em></p>
<p>&#8230;gefährliche Primaten&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0127.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1163" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0127.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild 14: Bitte nicht füttern!</em></p>
<p>&#8230;und die hier:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0130.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1164" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0130.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 15: Man sieht´s nicht so gut, aber ja, das sind echte, lebende Tiger</em></p>
<p>Einerseits natürlich eine ziemlich coole Sache: Unvermittelt irgendwo im Odenwald auf Tiger zu stossen, das erlebt man nicht gerade häufig. Und zudem erweitert es auch noch die Liste exotischer Tiere, die mir seit Laufblogbeginn ungeplant beim Joggen begegnet sind (<a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/09/23/sololauf-fischbachtal-226-km/">Krokodile</a>, <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/09/02/lorscher-wald-xx-km/">Nandus</a>, <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/10/20/uber-den-rhein-worms-und-die-maulbeeraue-208-km/">Lamas, Kamele, Giraffen</a> und jetzt eben Tiger &#8211; schon verrückt, was man im Laufe eines Jahres so alles im und am Odenwald treffen kann&#8230;).<br />
Andererseits gilt hier dasselbe, was ich seinerzeit geschrieben habe, als ich auf dem Wormser Festplatz an einem Zirkus vorbeigelaufen bin: Exotische Großtiere gehören nicht in Zirkusse, denn dort ist eine tiergerechte Haltung einfach nicht möglich. Heute z.B. vier ausgewachsene bengalische Tiger, die in einem kleinen, finsteren Gitterwagen vor sich hin dösen, das ist nicht artgerecht. Auch wenn ich viel Respekt vor der kulturellen Institution Zirkus habe: Solche Tiere gehören in die Wildnis oder in einen gut geführten zoologischen Garten mit modernen, tiergerechten Gehegen, viel Platz, und entsprechenden <a href="http://www.eaza.net/download/Education_behaviouralenr.pdf">Behavioral-Enrichment-Programmen</a>. Alles andere ist &#8211; um es mal diplomatisch auszudrücken &#8211; sehr suboptimal!</p>
<p>Aber gut, zurück zum Lauf. Nach der kurzen Inspektion des Zirkusgeländes wieder zurück auf dem Radweg 11 Modauabwärts, und auf dem schönen Uferweg nordwärts. Vorbei an der Reithalle, durch eine Art Strassensperre aus quer stehendem Pferd laviert (this is horse country, fellers, ain´t no two ways ´bout that&#8230;), und schließlich die Lindenstr. in Ober-Modau erreicht.<br />
Die hab´ ich allerdings nicht fotografiert, war viel zu sehr damit beschäftigt, zum allererstenmal seit ich mit Foto laufe eine Katze zu fotografieren:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0133a.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1166" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0133a.jpg?w=400" alt="" width="400" height="275" /></a><br />
<em>Bild 16: Katze in Ober-Modau. Normalerweise rennen die feigen Fellsäcke immer weg, wenn sich Jogger nähern, die hier war aber mutig genug für einen kleinen Schnappschuss</em>.</p>
<p>Kurz rechts, über das Flüsschen, dann gleich wieder links, und auf dem Radweg 11 durch die hübschen Wiesen und Auen östlich der Modau nach Norden, während am anderen Ufer langsam die beiden Modaus (Ober- und Nieder-) vorbeizogen,&#8230;</p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0136a.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1167" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0136a.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 17: Schönes Fachwerkhause direkt am Modauufer in Nieder-Modau</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0138a.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1168" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0138a.jpg?w=400" alt="" width="400" height="287" /></a><br />
<em>Bild 18: Sonnenblumen, auch am Modauufer, auch bei Nieder-Modau</em></p>
<p>&#8230;bis wir schließlich nach 1,2 auf dem Radweg 11 das aparte Dörfchen Nieder-Modau erreichten:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0137a.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1170" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0137a.jpg?w=400" alt="" width="400" height="273" /></a><br />
<em>Bild 19: Nieder-Modauer Ortseingang aus südlicher Richtung (vom Radweg 11)</em>.</p>
<p>Neuland, sowohl für Ingo als auch für mich: Noch nie durchgelaufen, nur ein paar mal drumrum &#8211; wieder mal ein neuer Posten für die Liste erlaufener Orte (#156 oder #157, wenn ich mich nicht irre), und ausserdem die letzte Ortschaft innerhalb von 10 km Luftlinie von zuhause, die mir noch gefehlt hatte, sowas ist dann natürlich noch mal besonders schön.</p>
<p>Wir folgten dem Radweg 11 noch ein Stückchen durch ein ruhiges Wohngebiet (&#8220;Wiesenweg&#8221;) und bogen schließlich links in die Kirchstr. ab, auf der wir die Modau überquerten, um dann auf der Odenwaldstr&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0139.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1171" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0139.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 20: Nieder-Modau, Odenwaldstr. Ecke Kirchstr.</em></p>
<p>&#8230;weiter nach Norden durch den teils wunderschönen Ortskern..<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0140.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1172" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0140.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 21: Fachwerkhaus in Nieder-Modau</em></p>
<p>&#8230;zu laufen.</p>
<p>Nach 350 m. schließlich links in eine Strasse namens &#8220;Moreth&#8221; (Markierung: O5), die westwärts aus dem Talgrund hinaus den Hang hochführte, und schon wieder gut anstrengend war:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0143.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1173" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0143.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a>.<br />
<em>Bild 22: Puuh!</em></p>
<p>Aus Nieder-Modau hinaus&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0144.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1174" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0144.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 23</em></p>
<p>&#8230;den recht ordentlich ansteigenden Weg O5 in die weitläufigen die Felder am Hang oberhalb des Ortes&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0146.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1175" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0146.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 24: Oh mann, der Typ mit der Mütze guckt ganz schön dämlich&#8230;</em></p>
<p>&#8230;zwischendurch eine kleine Trinkpause&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0148.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1176" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0148.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 25</em></p>
<p>&#8230;und schließlich in den schönen, schattig-sonnigen Wald unterhalb des Hohen Rodbergs:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0151.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0151.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1177" /></a>.<br />
<em>Bild 26</em></p>
<p>Hier wurde es dann nochmal richtig anstrengend. Wir wollten ja nach Waschenbach, also ins Nachbartal westlich des Modautals. Und um da hinzukommen, muss man eben über den Höhenzug des Rodbergs. Der ist sehr bequem zu laufen wenn man ihn auf der Hohen Strasse überquert, also von Norden (Ober-Ramstadt) nach Süden (Frankenhausen) bzw. umgekehrt, denn da gibt es relativ wenig Höhenunterschied. Von Osten nach Westen jedoch muss man geradewegs den Hang hoch, und der ist verflixt steil &#8211; Vom Waldrand über Ober-Modau bis zum Kamm sind es immerhin knapp 70 Höhenmeter auf einen halben km Strecke &#8211; 14% Durchschnittsteigung, das zieht schon nicht schlecht rein.<br />
Aber es ging &#8211; ich bin´s gewöhnt, und Ingo kämpfte sich trotz ein bisschen Kurzatmigkeit klaglos bergauf durch den Wald&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0153.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0153.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" class="alignnone size-medium wp-image-1178" /></a><br />
<em>Bild 27: Fast&#8230; oben&#8230;!</em></p>
<p>&#8230;bis wir schließlich die Kreuzung an der Schutzhütte auf dem Bergkamm erreichten, auf der die Hohe Strasse (Europäischer Fernwanderweg 1, weisses Andreaskreuz) vorbeiführt:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0155.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0155.jpg?w=385" alt="" width="385" height="540" class="alignnone size-medium wp-image-1179" /></a><br />
<em>Bild 28: Wegweiser an der Kreuzung auf der Hohen Strasse zwischen Hohem Rodberg und Silberberg</em>.</p>
<p>Kurz durchatmen, dann ging´s auch schon wieder runter vom Bergrücken, geradeaus auf der Kreuzstrasse (erst gelbes V, dann gelbe 1) runter in Richtung Nieder-Ramstadt. Bisher war ich hier ein einziges Mal durchgekommen, <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/11/18/odenwalder-nordrand-nieder-ramstadt-ober-ramstadt-traisa-123-km/">an einem leidlich schönen Tag im letzten Spätherbst</a>. Damals war ich das Stück bergauf gelaufen, und irgendwie war es mir nicht sonderlich interessant vorgekommen.<br />
Heute hingegen &#8211; herrlicher Sommertag und bergab, da sah nicht nur alles viel freundlicher aus, sondern man konnte es auch so richtig geniessen: Wunderbarer, freundlicher Laubwald mit einem Waldlehrpfad (der war neu) und viel Sonne, da war´s richtig schön hier:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0156.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0156.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1180" /></a><br />
<em>Bild 29: Waldimpressionen am Rand der Kreuzstrasse #1</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0157.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0157.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" class="alignnone size-medium wp-image-1181" /></a><br />
<em>Bild 30: Waldimpressionen am Rand der Kreuzstrasse #2 &#8211; Ich mag immer noch Gegenlichtaufnahmen..</em></p>
<p>Unten am Waldrand angekommen ein Blick nach rechts rüber auf Ober-Ramstadt&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0158.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0158.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1182" /></a><br />
<em>Bild 31: Ober-Ramstadt von Südwesten</em></p>
<p>&#8230;dann links auf den Weg Mt V, der erst ein Stück zwischen Wald und wunderschönen versteckten Talwiesen bergab nach Süden verläuft&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0160.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0160.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1183" /></a><br />
<em>Bild 32</em></p>
<p>&#8230;dann auf die bewaldete Anhöhe hinter dem Mühlberg steigt, und dort schließlich durch eine weitläufiges, sattgrünes Wiesental bis hinunter ins pastorale Dörfchen Waschenbach führt, das malerisch in eine versteckte Senke zwischen die bewaldeten Anhöhen des nordwestlichsten Odenwaldzipfels genestelt ist:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0162.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0162.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1185" /></a><br />
<em>Bild 33</em></p>
<p>Dort erst auf der Mühlbergstr. in den abendlichen Dorfkern hinein, kurz überlegt, ob wir nicht im Waschenbacher Hof eine kleine Erfrischung nehmen sollten (hey, das war ein reiner Genusslauf, da darf man unterwegs auch mal einkehren und ´ne Cola trinken, ok?), das dann aber verworfen weil alles voll war&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0163.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0163.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1186" /></a><br />
<em>Bild 34</em></p>
<p>&#8230;und stattdessen links die Strasse &#8220;Am Linsenacker&#8221; hinauf&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0164.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0164.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" class="alignnone size-medium wp-image-1187" /></a><br />
<em>Bild 35</em></p>
<p> und schließlich kurz vor dem Ortsende rechts, die steile und nicht besonder alleeartige Alleestr. rauf, wo wir Waschenbach auf einem unmarkiert am Waldrand aufsteigenden Weg in südlicher Richtung verliessen.   </p>
<p>Langer, langer Aufstieg nach Frankenhausen hinauf: Am Rand des schmalen Tals zwischen Birkenwald und Rauhberg entlang, rechts der Wald, links eine offene Wiese mit ein paar Pferden und Kühen, so tief eingeschnitten, dass es inzwischen fast vollständig im abendlichen Schatten lag:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0166.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0166.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1188" /></a><br />
<em>Bild 36</em></p>
<p>Insgesamt 1,7 km kontinuierlich bergauf. Am Anfang sehr gemächlich. Zog sich etwas, war auch schon ein bisschen anstrengend, aber nicht weiter schlimm. Je weiter wir allerdings nach oben kamen, umso anspruchsvoller wurde der Anstieg &#8211; bis wir dann schließlich das Ende des Tals direkt unterhalb der Anhöhe hinter Frankenhausen erreichten.<br />
Hier war schluss mit lustig.<br />
Parole: Talwand erklimmen!<br />
Und die war zwar im warmen Schein der Abendsonne wunderhübsch anzusehen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0171.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0171.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1190" /></a><br />
<em>Bild 37</em></p>
<p>&#8230;aber auch unglaublich dreckig fies himmelherrgottsakraverdamichnochemal steil:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0172.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0172.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" class="alignnone size-medium wp-image-1191" /></a><br />
<em>Bild 38: Aaargl!</em></p>
<p>Gottseidank war Ingo ja nicht so richtig im Training, so dass wir eine ehrenvolle Ausrede hatten, um die schlimmsten 50 m. gehend zurückzulegen (ok, ich hatte die, Ingo moserte ein bisschen rum und meinte, letztes Jahr wäre er die locker hochgelaufen &#8211; stimmt sicher auch, aber hey, nach einem Dreivierteljahr im verweichlicht flachen Berlin&#8230;).<br />
Immerhin wurden wir dann oben auf der Anhöhe (Anfang der Hohen Strasse, wieder mal europäischer Fernwanderweg 1, Weisses Andreaskreuz) mit einer herrlichen Aussicht nach Norden belohnt, die die ganze Plackerei fast wert war:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0174.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0174.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1192" /></a><br />
<em>Bild 39: Aussicht von der Anhöhe über Frankenhausen &#8211; schemenhaft am Horizont in der Bildmitte: Die Frankfurter Skyline!</em></p>
<p>Nachdem wir wieder ein bisschen zu Atem gekommen waren (daurte nicht lange, das war gut <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  ) ging´s auch schon weiter: Erst kurz die Hohe Strasse runter in Richtung Frankenhäuser Ortseingang&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0176.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0176.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1193" /></a><br />
<em>Bild 40: Nordöstlicher Ortsrand von Frankenhausen oberhalb vom Römerweg</em></p>
<p>&#8230;kurz vorher jedoch links (gelbe 2) und vorbei an den im Abendwind wogenden Getreidefeldern am Irgel&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0179.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0179.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1194" /></a><br />
<em>Bild 41</em></p>
<p>&#8230;auf der Gewannstr. runter ins Dorf, dort links und die Zeilstr./K138 runter in Richtung Modau&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0188.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0188.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1195" /></a><br />
<em>Bild 42: Abendstimmung auf der Zeilstrasse</em></p>
<p>&#8230;und schließlich kurz nach dem Ortsende rechts hoch (gelbe 3) und dem weissen Doppelbalken des HW 12 durch ein weiteres herrlich saftiges Tal auf den Höhenrücken am Hundsrück zwischen Frankenhausen und Neutsch gefolgt:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0189.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0189.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1200" /></a><br />
<em>Bild 43: Ingo vor Hundsrück</em></p>
<p>Schönes Licht:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0190.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0190.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1201" /></a><br />
<em>Bild 44: Whee, und noch mal Gegenlicht!!</em></p>
<p>Oben angekommen hatten wir´s eigentlich schon geschafft: Unter uns lag das abendlich-friedliche Neutsch, in das wir im Prinzip nur noch hätten einlaufen müssen:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0191.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0191.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1202" /></a><br />
<em>Bild 45: Neutsch von Norden aus gesehen. Im Hintergrund Neunkirchen und die Neunkircher Höhe</em></p>
<p>Aaaaber so einfach wollten wir´s uns dann nicht machen. Da gibts nämlich nördlich von Neutsch so eine ominöse Kapelle (heisst wohl &#8220;Zinsel-Kapelle&#8221;), die auf der Wanderkarte als &#8220;Kulturdenkmal&#8221; ausgewiesen ist. Gut, das will jetzt nicht viel heissen, die Wanderkarte deklariert praktisch jeden zweiten Strassenpfosten zum Kulturdenkmal, aber das mit der Kapelle klang schon interessant &#8211; besonders weil ich es da noch nie hingeschafft hatte. Und da Ingo meinte, ein paar hundert Meter extra würde er noch schaffen&#8230;<br />
Na dann &#8211; Auf zur verschollenen Kapelle jenseits des Tals:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0192.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0192.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" class="alignnone size-medium wp-image-1203" /></a><br />
<em>Bild 46: Zinsel-Kapelle von Weitem</em></p>
<p>Folgerichtig auf der Anhöhe am Hundsruck nicht geradeaus runter nach Neutsch, sondern stattdessen links, an einem Sportplatz/Vereinsheim/Wasauchimmer vorbei in ein recht finsteres kleines Wäldchen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0194.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0194.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" class="alignnone size-medium wp-image-1204" /></a><br />
<em>Bild 47: Da ist mir der Blitz losgegangen, deswegen hat Ingo hier freakige Leuchtaugen, mit denen er wie Nosferatu im gelben Leibchen aussieht&#8230;</em></p>
<p>&#8230;das wir auf einem abfallenden unmarkierten Pfad der Länge durchquerten, und schließlich auf der Landstrasse zwischen Neutsch und Modau (K137) rauskamen, der wir dann nach rechts, in Richtung Neutsch folgten. Natürlich wieder mal kein Randstreifen oder Radweg, aber hier oben ist so wenig los, dass das nicht so richtig problematisch war. </p>
<p>Kurz vor der Kapelle dann noch eine unerwartete Entdeckung: Rechts neben der Strasse war ein Gatter mit richtig vielen Damhirschen drin!<br />
Das mussten wir uns natürlich noch mal ansehen, also nix wie hin.<br />
Normalerweise erwartet man von grazilen, eleganten Hirschen ja eine gewisse Reserviertheit und Zurückhaltung &#8211; sind schließlich vorsichtig Fluchttiere.<br />
Davon hatten die hier aber noch nichts gehört. Sobald wir am Zaun auftauchten, stürzte die gesamte Meute unter seehundartigen &#8220;Öülp, öülp&#8221;-Rufen manisch auf uns zu:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0197a.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0197a.jpg?w=400" alt="" width="400" height="510" class="alignnone size-medium wp-image-1205" /></a><br />
<em>Bild 48: Staaaampeeeedee!!!</em></p>
<p>Und da standen sie dann:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0200.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0200.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" class="alignnone size-medium wp-image-1206" /></a><br />
<em>Bild 49: &#8220;Und jetzt?&#8221;</em></p>
<p>Wie sich herausstellte, sind Hirsche nicht nur ziemlich neugierig, sondern auch total geil auf Salz.<br />
Und was wäre salziger als ein schweissiger Jogger nach 15 km Berglauf?<br />
Sobald man ihnen die Hand hinhielt, wurde die mit ernsthafter Begeisterung von einer schleimig-weichen Hirschschnauze abgesabbert &#8211; gut dass da der Zaun war, die hätten uns sonst tot geleckt&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0207.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0207.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1207" /></a><br />
<em>Bild 50: &#8220;Venkman! Venkman!? Ist alles ok mit Dir?!&#8221; &#8220;Er schleimte mich voll.&#8221;</em></p>
<p>Allerdings war hier Vorsicht geboten. Ingo meinte noch, er würde denen nicht die ganze Hand reinhalten. Also erklärte ich ihm, dass Hirsche niemals zubeissen sondern nur schlabbern. Um das zu beweisen, streckte ich auch gleich die Hand durchs Gatter &#8211; und ehe ich mich´s versah, steckte die plötzlich fast völlig im Rachen von einer dieser gierigen Bestien, und sie malmte mir mal so richtig fies mit ihren stumpfen Wiederkäuerzähnen auf die Finger:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0208.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0208.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1208" /></a><br />
<em>Bild 51: &#8220;Heey! Das hat Weh getan!&#8221;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0209.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0209.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1209" /></a><br />
<em>Bild 52: &#8220;Uääääh, Ingo, der Hirsch hat mich gebissen! Das tuhuut jaaa sooo weeeheheeh!&#8221;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0213.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0213.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1210" /></a><br />
<em>Bild 53: *Sniff* &#8220;Guck mal, da isses, das Aua! Buhuuhuuuu!&#8221;</em> </p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0211.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0211.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1211" /></a><br />
<em>Bild 54: &#8220;Grrr! So, du willst mir also die Hand abbeissen, du Dreckvieh?! Na warte, dafür gibt´s ´nen Ellbogen in die Fresse!&#8221;<br />
(Und bevor ihr mich jetzt beim Tierschutzverein anzeigt: Nein, ich verpasse dem Hirsch hier nicht wirklich einen Ellbogen-Check &#8211; der leckt mir nur den Ellbogen ab. Ehrlich!)</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0215.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0215.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1212" /></a><br />
<em>Bild 55: &#8220;So, das war dir hoffentlich eine Lehre, du verdammter karnivorer Cervide!&#8221;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0212.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0212.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1213" /></a><br />
<em>Bild 56: &#8220;Sooorry!&#8221;</em></p>
<p>Nach 5 amüsanten und lehrreichen Minuten mit der Damhirschmeschpoke brachen wir dann wieder auf, um eine wertvolle Erkenntnis reicher (&#8220;Gib Bambi deinen kleinen Finger und es versucht deine ganze Hand zu fressen&#8221;) und total mit Hirschsabber eingesulcht.<br />
Bereits nach wenigen Metern ging´s links von der Strasse ab, über ein kleines Bächlein zur Zinsel-Kapelle, die überraschend weit oben auf einem Vorsprung steht&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0218.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0218.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" class="alignnone size-medium wp-image-1214" /></a><br />
<em>Bild 57</em></p>
<p>&#8230;und über eine kleine, steile Treppe erreichbar ist:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0219.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0219.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" class="alignnone size-medium wp-image-1215" /></a><br />
<em>Bild 58</em></p>
<p>Oben angekommen: Eine kleine, schlichte, hübsche Kapelle, in der Abendsonne schimmernd:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0220.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0220.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" class="alignnone size-medium wp-image-1216" /></a><br />
<em>Bild 59</em></p>
<p>Neuer als gedacht (in den 50igern gebaut), sauber, mit unverschlossener Tür (allein das zeigt schon, wie sehr die Welt hier oben noch in Ordnung ist). Innen ein kleiner, nüchterner Andachtsraum mit einer Bibel und ein paar Gedenkplaketten &#8211; schlicht aber irgendwie nett.<br />
Daneben noch eine Ruhebank mit Blick auf die Kannibalenhirsche:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0221.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0221.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1217" /></a><br />
<em>Bild 60</em></p>
<p>Nach kurzem Umschauen dann die allerletzten Meter: Wieder das Treppchen runter und zurück auf die Strasse, nach links bis zum Ortsanfang&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0229.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0229.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1218" /></a><br />
<em>Bild 61: Ingo ist am <strong>Ende</strong> &#8211; aber immerhin jammert er dabei nicht&#8230;</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>&#8230;dann auf der inzwischen schon sehr schattigen Dorfstrasse durch Neutsch hindurch&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0230.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0230.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" class="alignnone size-medium wp-image-1219" /></a><br />
<em>Bild 62</em></p>
<p>&#8230;und zurück zum wartenden Auto:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0234.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0234.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1220" /></a><br />
<em>Bild 63</em></p>
<p>Ge-schafft.<br />
Auf dem Rückweg noch ein Schlenker über Steigerts um im <a href="http://www.zum-talblick.de/">Talblick</a> den obligatorischen &#8220;Des-hammer-uns-verdient&#8221;-nach-dem-Sport-Umtrunk zu nehmen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0235.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0235.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1221" /></a><br />
<em>Bild 64: Kampei</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0236.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/img_0236.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1226" /></a><br />
<em>Bild 65: Skøl</em></p>
<p>&#8230;und dann wieder nach hause. </p>
<p>Wow! Eine richtig, richtig schöne Tour. Herrliches Wetter, wunderbare Landschaft, großartige Erlebnisse, anspruchsvolle Streckenprofil, Tiger gesehen, vom Hirsch gebissen worden&#8230;: Einfach perfekt.<br />
Und mal wieder mit Ingo zu laufen? Superangenehm!<br />
Nachdem wir jetzt ca. ein Dreivierteljahr nicht mehr zusammen unterwegs waren, lief das immer noch genausogut wie früher &#8211; guter Rhythmus, angenehmes Tempo, alles bestens.<br />
Hat richtig Spass gemacht (zumindest mir&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ) !</p>
<p>Strecke: 16,2 km<br />
Zeit: 1:52 h (= 8,68 km/h bzw. 6:49 min/km)<br />
Anteil der noch nie gebloggten/gelaufenen Passagen an der Gesamtstrecke: 85,3% (13,82 von 16,2 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/modautal-und-muhltal-mit-ingo.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/modautal-und-muhltal-mit-ingo.jpg?w=128" alt="" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-1234" /></a></p>
<p>&#8230;und die Karte mit den Stellen, wo die Fotos gemacht wurden:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/modautal-und-muhltal-bilder.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/modautal-und-muhltal-bilder.jpg?w=128" alt="" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-1235" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[An der Neutscher Höhe (11,7 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2008/07/13/an-der-neutscher-hohe-117-km/</link>
<pubDate>Sun, 13 Jul 2008 14:40:48 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2008/07/13/an-der-neutscher-hohe-117-km/</guid>
<description><![CDATA[Laufblog-Bonanza-Woche Tag 4, mit dem Lauf vom letzten Sonntag (13.7.). Heute verzichte ich mal auf ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><em>Laufblog-Bonanza-Woche Tag 4, mit dem Lauf vom letzten Sonntag (13.7.). Heute verzichte ich mal auf das ganze marktschreierische Gegröhle. Hat dieser Lauf auch gar nicht nötig, denn er war einfach nur super</em>:</p>
<p>Als ich am Donnerstag bei der Umrundung des Tannenbergs auf dem Westrand des Ober-Beerbacher Talkessels entlanggelaufen bin, war ich wieder mal ganz angetan von der Neutscher Höhe auf der anderen Talseite, mit ihren sattgrünen Weiden und kleinen Wäldchen, den sanften Hügeln, und den drei stolzen, weißen Windrädern.<br />
&#8220;Mann, was ist das schön&#8221;, hab´ ich mir gedacht, &#8220;da könntest du auch mal wieder laufen gehen&#8230;&#8221;. </p>
<p>Wir spulen vor bis Sonntagmorgen.<br />
15 Minuten vor dem Weckerpiepen aufgewacht: Einzelner Sonnenstrahl durch den nicht ganz geschlossenen Rolladen, erwartungsvoll glotzender Köter vor dem Bett (&#8220;Hey. Du. Gassigehen. Jetzt!&#8221;), gleich hellwach und ausgeruht &#8211; keine Spur meiner üblichen Post-Aufwach-Tranigkeit (die je nach Kaffeekonsum, Tagesform und den Ereignissen des Vortages zwischen 10 Minuten und 16 Stunden dauern kann). Stattdessen: Topfit und tatendurstig,<br />
Als dann auch noch das Wetter draussen perfekt aussah (freundlich, lockere Bewölkung, leichter Wind, ideale 16 Grad Celsius) beschloss ich spontan, das normale Morgengassigehen mit Nemo durch einen schönen Sonntagmorgenlauf (natürlich auch mit Nemo) zu ersetzen.<br />
Wo?<br />
Natürlich an der vor drei Tagen bewunderten Neutscher Höhe, genau das richtige Stück wunderbare Gegend für eine entspannte Sonntagmorgentour.<br />
Gesagt getan.<br />
Beim Morgenkaffee am Rechner einen Plan ausgearbeitet (ganz viel neue Strecke, zum Teil allerdings auf sehr zweifelhaft wirkenden Wegen), Schuhe an, Hund ins Auto, und los ging´s, durchs Stettbacher Tal nach <a href="http://ph850.s002-r01h03.ec-c.net/bilder/boberbeerbach/01ff8c963e08e3c0c/d005.html">Ober-Beerbach</a>, dort dann bis zum Ende der Ernsthöfer Str. am oberen östlichen Dorfrand (im verlinkten Bild ist das der Zipfel ganz oben). </p>
<p><!--more--></p>
<p>Ausgestiegen, Nemo ausgepackt, etwas gedehnt (aber nicht zu lange, denn die urig-bukolischen Eingeborenen warfen mir aus ihren gepflegten Vorgärten schon wieder diesen &#8220;die Spinnen die Rö.. ääh die Auswärtigen&#8221;-Blick zu), kurz geärgert weil ich zum ersten Mal seit Monaten die Uhr vergessen hatte (heute mal keine Zeitmessung &#8211; war aber nicht so schlimm, schließlich sollte es ein schöner, geniesserischer Sonntagmorgenlauf werden, da ist Zeit nicht wichtig) und los ging´s. Erstmal nach Süden, von der Ernsthöfer Str. ab aus dem Dorf hinaus und auf einen geschwungenen Asphaltweg, der angenehm ansteigend durch das wunderschöne Wiesental zwischen Grubenberg und der Neutscher Höhe führt. Keine Markierung, dafür aber einige freundliche Spaziergänger, ein fliehendes Reh (das Nemo brav ignorierte &#8211; so gehört sich das!) und zirpende Grillen. Wir überquerten etwas unterhalb des einzelnen Windrades den Saar-Rhein-Main-Weg (hier war ich <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/09/15/hutzelstrasse-aufs-felsenmeer-128-km/">letztes Jahr mal mit Lutz und Ingo hochgelaufen</a>) und gelangten schließlich zum Wäldchen oberhalb der <a href="http://ph850.s002-r01h03.ec-c.net/projekte/pjsauteich/index.php">Sauteiche</a>.<br />
In den Wald rein, dann gleich rechts und auf einem eher schlechten, überwucherten Pfad (Autsch. Schon wieder Brennesseln! Ich hab´ ja mal gelesen, dass die gut gegen Rheuma sein sollen &#8211; wenn das stimmt, dürfte ich inzwischen bis ins Jahr 2150 immun sein&#8230;) am Waldrand bis runter ins Tal, dort wo die L3098 in Richtung Schmal-Beerbach Ober-Beerbach verlässt. Hier dann scharf links, wieder in den Wald rein und wieder den Hang hoch, und zwar auf dem Pfad OB3.<br />
Ich muss schon sagen, diese Ober-Beerbacher Lokalwege haben´s ganz schön in sich. Erst <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/07/15/umrundung-des-tannenbergs-126-km/">am Donnerstag</a> hatte ich ja auf dem Weg OB2 hinter den Märchenteichen aufwärts gequält, OB3 stand dem in wenig nach: Ebenfalls wieder ein winziger Trampelpfad mitten durch den hübschen, lichten Hangwald, über Stock, Stein und Wurzelwerk und mit einer sehr knackigen Steigung.<br />
Im Gegensatz zum Donnerstag war das Wetter aber angenehmer, ich hatte keinen Durst, und sowohl Nemo als auch ich hatten so richtig Freude, entsprechend war die Steigung überhaupt gar kein Problem. Etwas weiter oben verflachte der Weg dann etwas (dafür war er hier aber wieder total zugegrast), vereinigte sich mit einem <a href="http://ph850.s002-r01h03.ec-c.net/images/wlpf2.jpg">Waldlehrpfad</a>, und führte schließlich in einem sanften Bogen durch das Tal oberhalb der Sauteiche, dann die Bergflanke hoch, und erreichte schließlich kurz am Pass zwischen Ober- und Schmal-Beerbach die Hutzelstr. (Europäischer Fernwanderweg 1, weißes Andreaskreuz). </p>
<p>Ahh. Die Hutzelstrasse.<br />
Mal unter uns: Ich liebe die Hutzelstr. Ein wunderschöner, uralter Höhenweg, der von der Kuralpe aus zum Steigerts hoch führt, und dann über das herrliche, weite Hochplateau an der Neutscher Höhe mit seinen <a href="http://www.flickr.com/photos/rinna/2621973190/">geschwungenen Hügeln</a>, <a href="http://www.flickr.com/photos/plaugg/15100695/">sattgrünen Weiden</a>, <a href="http://www.flickr.com/photos/rinna/2621972798/">goldgelben Feldern</a> und kleinen <a href="http://www.panoramio.com/photo/4370414">Wäldchen</a> bis nach Frankenhausen verläuft, und dabei <a href="http://www.hightown.de/html/360_5.html">unglaubliche Panoramablicke</a> in praktisch alle Richtungen ermöglicht (Vom Donnersberg bis zum Spessart, alles da!). Hier oben weht immer ein leichter Wind, und wenn der Wind nicht gerade ungünstig steht oder ein Flugzeug drüber fliegt ist es ganz still und friedlich. Und dann ist da auch noch die Bedeutung für mich persönlich: Ähnlich wie der Felsberg ist die Hutzelstrasse für mich ein Ort ganz am Rand meines gefühlten unmittelbaren geographischen Umfeldes &#8211; noch nicht wirklich &#8220;weit weg&#8221;, aber eben auch nicht mehr &#8220;zuhause&#8221; &#8211; irgendwie ein Ort des Übergangs, wo das Bekannte ins Unbekannte fliesst und sich unvermittelt die (spannenden, wenn auch nicht mehr ganz unerforschten) Weiten des Odenwalds öffnen.<br />
Oh Mann, ist das schön, da oben zu sein&#8230;</p>
<p>Nemo und ich bogen hier links ab, folgten der Hutzelstr. ein paar Meter nach Norden, verliessen sie aber nach ca. 150 m. bereits wieder: Halbrechts auf einen grasbewachsenen Feldweg, der runter zur Allertshofer Tanne führte, einem dieser typischen relativ kleinen Waldgebiete (zumindest im Vergleich zur Bergstrasse oder dem Jägersburger Wald), die die ansonsten eher offene Landschaft hier oben wunderbar auflockern (gelbe 2). An einer Wiese die Abzweigung verpasst, ein paar hundert Meter geradeaus, den Fehler bemerkt, umgekehrt, und schließlich auf der gelben 2 in die Allertshofer Tanne rein. Dichter, uriger, dunkler Wald, schattig mit angenehm weichen Boden, alle paar Meter rannten Rehe vor uns weg (Die Nemo weiterhin nicht scherten, das gefiel mir gut &#8211; bin immer wieder ein bisschen stolz, wenn ich sehe, wie eifrig und konzentriert er beim Joggen bei der Sache ist).</p>
<p>Nach etwas über 550 m. eine Kreuzung mitten im Wald, hier bogen wir links ab und liefen einen steilen Hangweg neben einer Wiese (Noch mehr Rehe &#8211; hier musste irgendwo ein Nest sein) runter bis in den Talgrund zwischen Allertshofer Tanne und Neutscher Irr (hier war ich das letzte Mal im <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/12/20/noch-mehr-modautal-grunweise-hugel-kleine-friedhofe-und-die-entdeckung-von-herchenrode-151-km/">tiefsten Winter </a>vorbeigekommen, hatte damals irgendwie ganz anders gewirkt als jetzt im Hochsommer &#8211; aber beide mal schön, egal ob mit Schnee oder grünem Gras).</p>
<p>Hier halbrechts, in den Wald am &#8220;Neutscher Irr&#8221; hinein (da verspricht allein schon der Name schrecklichste Verirrungen <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ), kurz der gelben 3 gefolgt, an der nächsten Wegscheide halblinks und auf einem guten aber unmarkierten Weg den angenehm ansteigenden Hang hinauf tiefer in den dichten, dunklen Wald rein. Nach knapp 400 m. die nächste Kreuzung und wieder mal ein bekannter Weg: Die gelbe 4/gelbe 5 von Neutsch nach Hoxhohl &#8211; hier war ich vor fast genau einem Jahr (Oh mann? Ist das echt schon so lange her?) zusammen mit Ingo auf unserer ersten <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/07/31/durch-den-odenwald/">großen Tour in die Tiefen des Odenwaldes</a> durchgejogged. Hier rechts, abwärts in Richtung Hoxhohl (wie gesagt: Gelbe 4/gelbe 5), am Waldrand jedoch links, auf einen kleinen, unebenen Weg ohne Markierung, der zwischen dem Wald und einer hübschen Bergwiese nach Norden führte.</p>
<p>Ab hier wurde es dann spannend: Inzwischen befanden wir uns am östlichen Hang des Hochplateaus um die Neutscher Höhe, das hier relativ steil ins Modautal abfällt. Und dieser Hang ist extrem unwegsam, besonders wenn man (so wie wir) in Süd-Nord-Richtung unterwegs ist.<br />
Dichter Wald, steile, tief eingeschnittene Seitentäler, die den Weg versperren, und zu allem Überfluss praktisch keine richtigen (oder gar markierten) Wege &#8211; wer hier noch Norden will, muss eigentlich ausweichen, und entweder der Hutzelstrasse auf der Anhöhe oder der L3099 im Grund des Modautals folgen.<br />
Uneigentlich hatte ich bei der Planung dann aber doch ein paar Nebenpfade und Mini-Wildnis-Wege ausgemacht, auf denen man sich möglicherweise durchlavieren konnte. Die hatten zwar schon auf der Karte klein, schlecht und wirr ausgesehen, aber sowas hält uns ja nicht auf&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
Also am Ende der Wiese geradeaus, weiter nach Norden und in den tiefen, urwaldartigen Forst hinein, ein paar hundert Metern auf schmalen, verschlungenen Pfaden in die ungefähr richtige Richtung bis zu einer großen Kehre mitten im Nichts über einem schluchtartigen Bachtal mitten im Nirgendwo.<br />
Laut Plan mussten wir hier irgendwo links ab.<br />
Aber wo?<br />
Richtige Wege gab´s nicht, nur ganz viele etwas weniger zugewucherte Stücke am Hang, die allesamt möglicherweise Pfade waren (oder möglicherweise auch nicht).<br />
Wir nahmen auf gut Glück den ersten, der um eine kleine Bergflanke endete und dann in einem finster-wucherigen Kiefernhain am Hang des Bachtals endete. Auf der anderen Talseite konnte man sogar einen richtigen Weg erkennen &#8211; gerade mal 50 oder 60 m. Luftlinie entfernt, aber unerreichbar: Der Weg in den Talgrund war unglaublich steil und vollkommen mit Disteln und Nesseln überwuchert, an eine Durchquerung war da nicht zu denken.<br />
Also wieder zurück zur Kehre, ratlos etwas rumgestanden, und versucht, mithilfe des Plans den richtigen Weg zu bestimmen (das klappte eher mäßig).<br />
Hmm. </p>
<p>Genau zu diesem Zeitpunkt stapfte dann ein kräftiger, rotgesichtiger Herr mit Jagdhund durch den Wald heran. Mitten im Niemandsland, allein das erschien schon leicht unwahrscheinlich, den ich natürlich gleich mal nach dem Weg fragte.<br />
Und siehe da: Wie sich herausstellte, war der Herr zufällig der lokale Jagdpächter auf Revierbegehung, kannte sich dementsprechend natürlich aus, hatte auch noch denselben Weg wie wir, und bot mir freundlicherweise an, uns ein Stück weit zu begleiten!<br />
Glück muss der Mensch haben (und gut mit Jägern können &#8211; aber da ich selbst einen in der Familie habe, komme ich ganz gut mit knorrigen Waidmännern aus odenwälder Urgestein klar)!</p>
<p>Also liessen wir und von dem netten Jäger ein Stück führen (gehend natürlich, aber das machte nichts, gut joggen konnte man hier im Dschungel eh nicht), über einen der vielen Pseudo-Pfade (der übrigens genau der war, den ich vorher eingeplant hatte &#8211; aber den hätten wir so wahrscheinlich einfach übersehen), vorbei an einer Wildschweinsuhle in den Talgrund, dort runter bis zu einer Stelle, wo man den Bach überqueren konnte. Dabei ein wenig über die Jagd geplaudert (wie gesagt, ich kenne das ein bisschen von Haus aus, entsprechend war ich mit Themen wie &#8220;Wildschweine sind total clever, die kommen immer nur raus, wenn der Jäger nicht da ist&#8221;, &#8220;Treibjagden sind voller schiesswütiger Idioten, die vermeidet der gesundheitsbewusste und verantwortungsvolle Waidmann am liebsten&#8221; und &#8220;Als Jäger hat man´s nicht immer leicht&#8221; durchaus vertraut&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
Unten angekommen verabschiedeten wir uns dann vom freundlichen Jäger (der das hier wahrscheinlich nie lesen wird, aber falls doch: Lieber Herr Jäger, vielen Dank für die Hilfe, ohne Sie wären wir wahrscheinlich in Brandau rausgekommen!), und liefen guter Dinge auf der anderen Seite des Bachtals bergauf. </p>
<p>Nach ein paar hundert metern leicht nach rechts, am Meisenberg entlang einen weiteren unscheinbaren Waldweg hoch, bis wir schließlich unvermittelt auf der Anhöhe an der kleinen Fahrstrasse zwischen Neutsch und Ernsthofen rauskamen, etwas unterhalb des kleinen Neutscher Friedhofs, der ziemlich idyllisch in die weite, hügelige Wiesen eingebettet ist. </p>
<p>Statusbericht zwischendurch: Soweit alles super. Keine Probleme, lief alles wie geschmiert. Mir ging´s prima (Entdeckungslust und die tolle Landschaft überlagerten alle potentiellen Wehwechen), Nemo hechelte schon etwas und hatte schon ein paar &#8220;Tankstopps&#8221; an diversen Pfützen hinter, sich, war aber auch noch guter Dinge.<br />
Allerdings kam gerade, als wir die Strasse erreichten, endgültig die Sonne raus &#8211; dadurch wurde die Landschaft zwar noch ein Quäntchen hübscher (aaaah. Sonne auf den Weizenfeldern und Sommerwiesen &#8211; wun-der-schön!), aber leider auch sofort merklich wärmer. Nich schlimm für mich, aber Nemo sollte es von nun an etwas zu schaffen machen. </p>
<p>Aber erst mal wieder schatten: Auf der Strasse (auch Radweg 26) rechts in den Wald und runter in Richtung Ernsthofen (wobei wir von einem Minivan überholt wurden, der randvoll mit Kindern war, die uns alle lief zuwinkten &#8211; das war nett <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  ), bei der ersten Gelegenheit dann links in den Wald rein, auf den Berta-XY-Weg (der Name stand auch einem Schild am Anfang, aber ich hab´ ihn natürlich wieder vergessen), der relativ eben am Hang nach Norden führte, sich direkt unterhalb des Friedhofes mit der gelbe 2 und der gelben 3 vereinigte, und schließlich am Waldrand oberhalb von Ernsthofen auf der Kreuzung kurz vor dem <a href="http://www.kjh-ernsthofen.de/">Kreisjugendheim</a> rauskam.    </p>
<p>Hier geradeaus, am lichten Waldrand entlang (wunderschönes Spiel von Sonne und Schatten), bei der nächsten Gelegenheit scharf links und durch ein kühles, schattiges Tal mit gluckerndem Bächlein (in dem sich Nemo nach Herzenslust suhlte, das alte Ferkel!) abwärts bis zu einem kleinen, ruhigen, vielleicht etwas tümpelig wirkenden See, der unvermittelt im Wald vor uns auftauchte, und der sicher auch irgendeinen Namen hat. Da er den aber nicht verraten wollte, muss er an dieser Stelle (und damit wahrscheinlich für immerdar) der namenlos bleiben&#8230;<br />
Wir liefen einmal halb drumrum und nahmen dann am Westufer einen leidlich steilen und ziemlich schlammigen unmarkierten Waldweg (offensichtlich eine beliebte Wildschweinsuhle) den &#8220;Hasenlauf&#8221; hoch, über den wir dann irgendwie nach Gefühl durch den Wald nach westen lavierten, bis wir wie geplant die gelbe 6 vor Neutsch erreichten, etwas ungläubig darüber, dass wir uns bis hierher noch nicht verirrt hatten (na ja, zumindest ich war etwas ungläubig, Nemo wundert sich über gar nichts mehr&#8230;). </p>
<p>Vor lauter Euphorie verpassten wir die richtige Abzweigung, und liefen die falsche Strecke (ein schmaler Weg am Waldrand des Rämster Berges, vorbei an einigen satten Weiden voller unheilvoll dräuender Pferde&#8230;) zum richtigen Ziel, nämlich nach Neutsch, das wir dann schließlich auf dem wunderschönen, durch Weiden und Obstiwesen führenden HW 12 (weisser Doppelbalken) erreichten.<br />
Ich hab´ das sicher schon mal an anderer Stelle geschrieben, aber es ist allemal eine Wiederholung wert: <a href="http://modautal.cross-mail.com/modules.php?name=MiscContent&#38;grp=ortsteile&#38;select=neutsch">Neutsch</a> ist richtig schön. Ein kleines pastorales Dörfchen in einer Delle unterhalb der Anhöhe, gepflegt, ruhig, ein paar Bauernhöfe, insgesamt weniger als 100 Häuser (einige davon sehr alt und hübsch, denn trotz seiner geringen Größe ist Neutsch schon über 600 Jahre alt), umgeben von Wald, Weiden und Obstwiesen.<br />
Wirklich idyllisch, wer hier lebt, hat´s gut getroffen!<br />
Eher bukolisch als idyllisch war allerdings der rußende Mini-Traktor mit den drei begrünten Anhängern voller Dorfjugend (von denen immerhin einige freundlich grüßten &#8211; hier oben hat die Jugend wohl noch Manieren&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ), der bei unserem Einlauf unmittelbar vor uns entlangknatterte und dabei eine recht unangenehme Dieselwolke hinter sich herzog. War aber nicht weiter schlimm, so ist das halt auf dem Land, außerdem bog er am Ortseingang rechts ab, während wir links die Strasse in den Dorfkern liefen (Strassennamen gibt´s hier nicht, das ist alles nur &#8220;Neutsch&#8221;), dann rechts abbogen, über das kleine aber bereits am späten Vormittag exzellent besuchte Gelände der gemütlich wirkenden Neutscher Kerb (1 Bierzelt, 1 geschlossene Süßigkeitenbude, viele neutscher Bürger beim Frühschoppen), und schließlich kurz vor dem Dorfende links in eine Seitenstrasse abbogen, die an einem entzückend mit Blumen dekorierten alten Häuschen aufwärts führte, aus dem Dorf hinaus auf die Neutscher Höhe. </p>
<p>Der letzte Anstieg: Knackig steiler asphaltierter Weg aufwärts durch die Felder und Wiesen am Herrenköpfchen. Auch wieder wunderschön, aber &#8211; mitten in der prallen Sonne. Links weite Hügel voller Gras und Getreide, rechts weite Hügel voller Gras und Getreide, Schatten: Fehlanzeige.<br />
Entsprechend war´s hier in der prallen, glorreichen Mittagssonne brüllwarm: Mindestens mal 26 oder 27 Grad, vielleicht sogar noch mehr.<br />
Da war dann Schluss.<br />
Was ich vorhin, als die Sonne rausgekommen war, befürchtet hatte, trat ein: Nemo machte Schlapp.<br />
Schon über 10 Kilometer in den kurzen Beinchen, unverdrossen über Berg und Tal mitgelaufen, aber hier oben im prallen Sonnenschein und der Wärme ging ihm nun die Puste aus.<br />
Nicht, dass er sich beschwert oder verweigert hätte: Nemo ist ein Kämpfer, der rackert und rackert weiter, auch wenn eigentlich keine Kraft mehr da ist.<br />
Aber er wurde immer viel mehr und mehr zurück, hechelte verbissen weiter, die Zunge war ganz trocken und hing fast bis auf den Boden.<br />
Also machte ich auch langsam, redete ihm ein bisschen gut zu und gab ihm ein paar Leckerlis &#8211; es war inzwischen ja nur noch ein Kilometer bis Ober-Beerbach, das würde er noch schaffen (und wenn nicht würde ich ihn einfach tragen, würde er für mich auch tun, wenn er könnte&#8230;).<br />
Natürlich schaffte er es. Mein Hund ist vielleicht klein, aber er ist tapfer und zäh wie ein großer! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Auf der Anhöhe bogen wir langsam rechts ab, und folgten dem Saar-Rhein-Main-Weg (gelbes Plus) nach Westen. An einem einzelnen Baum verodnete ich noch ein, zwei Minuten Pause im Schatten, dann passierten die beiden <a href="http://www.flickr.com/photos/rinna/1507542088/">riesigen Windräder</a> (für die ich hier mal eine Lanze brechen will: Es gibt immer wieder Leute, die behaupten, die würden die Landschaft verschandeln &#8211; ich finde, die sind wunderschön, grazil und majestätisch, und passen irgendwie perfekt in die weite, herrliche Wiesenlandschaft), überquerten wieder die Hutzelstrasse, und liefen schließlich über die Ernsthöfer Str. wieder runter nach Ober-Beerbach zum wartenden Auto (wo ich feststellen musste, dass der Hundenotversorgungswasservorrat, der eigentlich immer im Kofferraum liegen sollte, nicht da war &#8211; also musste Nemo wohl oder übel etwas von meinem Mineralwasser schlabbern, was ihm überhaupt nicht schmeckte &#8211; Hunde müssen von Kohlensäure niesen, das mögen sie nicht&#8230;). </p>
<p>Tolle Tour.<br />
Herrliche Odenwald-Landschaft, gutes Wetter, keinerlei Probleme (irgendwie laufe ich immer viel besser, wenn das Wetter schön ist und ich entdecken kann), ganz viel unerforschte Strecke, und etwas über anderthalb Stunden &#8220;Quality-Time&#8221; mit Nemo (auf den ich im übrigen richtig stolz bin, dass er am Ende trotz der für ihn widrigen Bedingungen so gut mitgehalten hat), das war einfach nur schön.<br />
Genau das Richtige für einen entspannten Sonntagmorgen&#8230;</p>
<p>Strecke: 11,7 km<br />
Zeit: Insgesamt 1:50 h unterwegs gewesen, wobei da ganz viele Orientierungs-, Trink-, Plauderei-mit-dem-Jagdpächter-, Sightseeing- und Verschnaufpausen drin waren. Da ich keine Uhr dabei hatte, gibt´s heute keine genauere Zeitmessung.<br />
Nur so viel: Wir waren zwar langsam, aber letztlich genauso schnell, wie wir sein mussten&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
Anteil der noch nie gebloggten/gelaufenen Passagen an der Gesamtstrecke: 85,47% (10 km von 11,7 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/07/an-der-neutscher-hohe.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/07/an-der-neutscher-hohe.jpg?w=128" alt="" width="128" height="92" class="alignnone size-thumbnail wp-image-805" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[An der Neunkircher Höhe: Modauquelle, Weinweg und Rodenstein (14,2 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2008/05/27/an-der-neunkircher-hohe-modauquelle-weinweg-und-rodenstein-142/</link>
<pubDate>Tue, 27 May 2008 20:01:51 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
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<description><![CDATA[Heute mittag Familienessen im Gasthof &#8220;Zur Freiheit&#8221; in Laudenau &#8211; die perfekte Ge]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Heute mittag Familienessen im Gasthof &#8220;Zur Freiheit&#8221; in Laudenau &#8211; die perfekte Gelegenheit, um vorher noch einen kleinen Lauf an der Neunkircher Höhe einzuschieben (wenn man eh schon mal in der Gegend ist). Nachdem ich es bei meinem letzten Lauf hier oben <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/01/25/planlos-am-rimdidim-neunkirchen-rimdidim-mesbach-steinau-141-km/">im Winter</a> ja immer noch nicht zur Ruine Rodenstein geschafft hatte (und damit weiterhin noch nie niemals nicht da gewesen war. Echt nie. Dabei war ich sogar schon mal auf dem Hofgut Rodenstein direkt unterhalb der Ruine gewesen, aber nicht zur Burg hochgelaufen. Kein Ahnung warum, aber das gehörte natürlich geändert), nahm ich mir heute vor, das endlich mal nachzuholen.<br />
Konkret: Nach Neunkirchen hochfahren, von hier über den Weinweg nach Osten bis kurz vor die Nonroder Höhe laufen, dann runter zum Rodenstein, von dort aus dann durch den Rodensteiner Burgwald nach Laudenau zur Freiheit, frisch machen, umziehen, essen. Weil mir die Strecke noch etwas kurz war, fügte ich kurzfristig noch einen Abstecher zur Modauquelle südwestlich von Neunkirchen ein, da war ich nämlich auch noch nie gewesen. Eh voila: Guter Plan, gefiel mir <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  . </p>
<p>Laufwetter nicht wirklich ideal: Sonnenschein aber extrem diesig (der Himmel war nicht blau, sondern milchig weiss, natürlich wieder mal keinerlei fernsicht), fast windstill, schon um zehn Uhr Morgens 23 Grad, dazu extrem stickig und schwülwarm &#8211; wirklich sehr unangenehm, bei solchem Wetter weiche ich normalerweis lieber auf die Abendstunden aus, aber das ging ja heute wegen der Verabredung nicht. Also gegen halb elf nach Neunkirchen hochgefahren, mit der leisen Hoffnung, dass es dort oben angenehmer sein könnte (das ist oft so).<br />
Leider zu unrecht: Gerade mal ein Grad kühler, genauso drückend wie im Tal. Immerhin etwas windiger.<br />
Na ja, da musste ich mich jetzt eben durchbeissen&#8230;</p>
<p><!--more--></p>
<p>Start also in <a href="http://modautal.cross-mail.com/modules.php?name=MiscContent&#38;grp=ortsteile&#38;select=neunkirchen">Neunkirchen</a>: Kleiner (ca. 130 EW) Erholungs- und Ausflugsort unterhalb der Neunkircher Höhe, höchstes Dorf im hessischen Odenwald (vielleicht sogar im ganzen? Müsste man mal recherchieren), gelegen auf einem wiesenbedeckten Hang mit toller Sicht nach Norden (wenn´s denn klar ist), Wahrzeichen ist die charakteristische und weithin sichtbare <a href="http://www.panoramio.com/photo/9582111">gelbe Kirche</a>. Oh, und richtig hübsch ist es natürlich auch&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /><br />
Auf dem großen &#8211; und dienstagvormittaglich leeren &#8211; Parkplatz am oberen Ortsende geparkt, leicht angedehnt, und los ging´s, zuerst mal westwärts in Richtung Modauquelle: Links an der Kirche vorbei und abwärts durch die wunderschön satten Wiesen in Richtung Landstrasse unterhalb des Dorfes (Markierungen: Weisser Balken, N3, M1). Extrem steil und entsprechend gar nicht so angenehm, wenn auch deutlich leichter als <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/09/20/sololauf-aufs-dach-des-odenwaldes-neunkircher-hohe-175-km/">beim letzten Mal, als ich hier vorbeigekommen war</a>, denn da durfte ich ihn von Brandau kommend <em>hoch</em>laufen.</p>
<p>Nach knapp 400 m. Abstieg die L3399, direkt dahinter ging es geradeaus und weiter bergab in den Wald, auf den Weg in Richtung Brandau (weiterhin weisser Balken, N3, M1). Selbst hier, im Schatten der Bäume, war es unangenehm stickig und warm, dazu wieder mal ein bisschen krampfende Schienbeinmuskulatur, bisher lief´s noch nicht so richtig rund&#8230;<br />
Nach 150 m. eine Kreuzung im Wald, hier nach links und dem Weg N3 gefolgt, zu dem sich &#8211; unerwartet wie immer &#8211; der Alemannenweg (rotes S) gesellte.<br />
Kurz bergab und nach Süden in ein flaches Seitental am Hang, dann ein Schwenk nach Westen und wieder aufwärts, was angesichts der klimatischen Verhältnisse ziemlich anstrengend war &#8211; spontan machte ich ein bisschen langsamer, man muss sich ja nicht gleich auf der ersten Steigung verausgaben. Übrigens ein sehr hübsches Waldstück: Lichter Buchenmischwald am Hang, durchsetzt mit Findlingen, hin und wieder mal ein kleiner Wasserlauf, bewohnt von mindestens einem furchtlosen Feldhasen (irgendwie seh´ ich die Viecher immer nur im Wald, nie im Feld&#8230;), der mich aus 10 m. Entfernung mißtrauisch beäugte aber keine anstalten machte, vor dem pathetisch rotgesichtigen Dingsda, das da durch seinen Wald schnaufte, wegzulaufen (vielleicht war´s ihm auch einfach zu warm und drückend), sowie einem nicht minder furchtlosen Bussard, der auf einem Baum am Wegesrand hockte und mich durchdringend anstarrte, anstatt seinen Job zu machen und den Hasen zu fressen. </p>
<p>Nach etwa 1,2 km Auf und Ab erreichte ich schließlich die Modau-Quelle, gelegen in einem weiteren kleinen Seitental unterhalb des Hauptweges, mit ein paar Bänken und einer Infotafel daneben. Hübsch, ausserdem eine willkommene Gelegenheit, Stirn, Nacken und Extremitäten mit frischem Quellwasser zu kühlen, und dabei nicht ohne Stolz festzustellen, dass ich nun den gesamten Verlauf der Modau von der Quelle hier oben bis zur Mündung bei Stockstadt abgelaufen habe. Gefiel mir.</p>
<p>Danach kurz das Quelltal entlang nach Westen, um den sanften Vorsprung der die Talmulde im Süden begrenzt, dann noch mal kurz ordentlich abwärts (das war mir gar nicht so recht, denn jeden Höhenmeter, den ich gerade verlor, würde ich gleich wieder bergauf laufen müssen, was heute nicht so richtig Spass machte) bis zu einer Abzweigung in einem schattigen Seitental (weiterhin N3).<br />
Dort dann links und von nun an ordentlich aufwärts (puh!), um die Kuppe des Gehrensteins herum und unterhalb des Westengiebels nach Nordosten in Richtung Neunkirchen. Rechts durch die lichten Bäume ein schöner Blick über das obere Lautertal auf die Knodener Höhe und den Krehberg aus ungewohnter Perspektive. </p>
<p>Nach einem km moderatem aber durchaus anstrengenden Aufsteig eine Serpentine entlang der offenen Wiesen unterhalb von Neunkirchen, danach noch 300 m. talwärts bis auf einen Querweg am Waldrand. Hier links, zwischen Wald und Weide (bewohnt von einer klimpernden neugierigen Kuh) den Lehrpfad (Markierung: Gelbes L) hoch bis zum asphaltierten Weinweg zwischen Neunkirchen und Gadernheim, den links hoch und schließlich über die wunderbare Hochwiese südlich des Dorfes zurück gen Neunkirchen (100 m. gelbe 3, dann das rote Quadrat des Main-Stromberg-Wegs).</p>
<p>Direkt nach dem einzeln stehenden Haus und <a href="http://www.panoramio.com/photo/9744805">kurz vor der L3399 und Neunkirchen</a> rechts auf den HW 16 (weisser Balken), der hier auf einem hübschen, schattigen Pfad am Waldrand oberhalb der Landstrasse nach Osten führt und mit vielen interessanten Infotafeln zum Thema &#8220;Waldökologie&#8221; soe eine einem herrlichen Blick runter ins weit unten liegende <a href="http://www.panoramio.com/photo/5009441">Fischbachtal</a> ausgestattet ist (heute allerdings nur bedingt herrlich, denn angesichts der extremen Diesigkeit war selbst das gerade mal 6 km Luftlinie entfernte Schloss Lichtenberg nur noch verschwommen zu sehen).<br />
Nach 400 m. runter zum Parkplatz am <a href="http://skilift-info.de/skilift_Skiliftb_lModautal-Neunkirchen.html">Skilift</a> und an der Landstrasse 100 m. nach rechts bis zum Waldrand, dort dann halblinks runter in den Wald und dem weissen Balken unterhalb der Strasse nach Südosten gefolgt. Dichter, dunkler Wald mit relativ vielen Nadelbäumen, etwas kühler.</p>
<p>Nach 900 m. halbrechts (runter vom weissen Balken, gelbe 2), nach weiteren 150 m. dann links auf den Weinweg, von nun an mit regelmässig wechselnden Markierungen durch die großen Waldgebiete auf dem Höhenrücken nach Nordosten. Zuerst ein kurzes Stück Nibelungenweg (gelbes Quadrat), der sich jedoch bald steil nach rechts runter in Richtung Freiheit verabschiedete (da wollte ich ja auch hin, aber noch nicht sofort), dann die gelbe 2 und die gelbe 5 an der <a href="http://www.panoramio.com/photo/4424695">Germannshöhe</a> entlang, einer großen, wunderschönen Wiese voller Wildgräser und -blumen, die völlig unvermittelt rechts des Weges im den dichten Buchenwald unterbrach. Dahinter an der nächsten Kreuzung links, über einen Verbindungsweg (weisses V) auf den Weg FC 3, auf der schließlich direkt unterhalb der Rimdidim nach Osten abknickte und bis zur Kreuzung am Märkerwald weiterführte.<br />
Insgesamt ca. 3 km leicht abschüssig durch den Wald (-80 Höhenmeter), landschaftlich nett aber &#8211; bis auf die Wiese an der Germannshöhe &#8211; eher unspektakulär (rechts und links dichter Bewuchs ohne viele Highlights, ausserdem ist der Höhenrücken meist so breit, dass man ihn gar nicht bemerkt, und entsprechend fast wie in einem Flachlandwald unterwegs ist), weiter unten deutliche Zeichen intensiverer Forstwirtschaft (links und rechts des Weges große Stapel gefällter Rotbuchen, von denen irgendwie bereits die Rinde &#8220;abgeschält&#8221; worden war, was ihnen ein unschönes, irgendwie blutiges Aussehen gab). Eigentlich gut zu laufen, aber weiterhin unangenehm schwülwarm und stickig, besonders die lichteren Passagen weiter unten, wo die Sonne voll durch die Bäume schien, waren kaum erträglich. </p>
<p>An der Kreuzung am Märkerwald wäre ich fast dem Weg FC3 links runter an den Schreckskopf über Meßbach gefolgt, was so eigentlich nicht geplant war. Glücklicherweise bemerkte ich den Fehler ausmahmsweise mal rechtzeitig, und lief stattdessen den mittleren Weg (FC2 geradeaus) entlang, der nun schon recht ordentlich abwärts in Richtung Nonroder Höhe führte.<br />
Nach 250 m. eine scharfe Rechtskurve, an deren Ende dann links runter, vorbei an einer frisch gepflügten Freifläche mitten im Wald (mit Hochsitz daneben &#8211; offenbar eine Art Einladung an dumme Wildschweine, hier doch mal direkt vor der Flinte des lokalen Jagdpächters ein bisschen nach Engerlingen zu suchen), danach weiter abwärts bis an den Waldrand.<br />
Ursprünglich hatte ich hier auf einem nicht markierten Weg geradeaus bis zum zum einzelnen Hof an der Holzwiese südöstlich vom Schreckskopf laufen wollen, doch vor Ort gab´s diesen Weg dann aber gar nicht mehr &#8211; erst fünfzig Meter auf einer von schwerem Gerät völlig zerfurchten Kraterlandschaft bis zum Waldrand, wo die Wegruine dann einfach aufhörte: Vor mir eine sonnige, leicht abfallende Wildwiese zwischen den Bäumen, aber kein Weg &#8211; hätte ich natürlich trotzdem laufen können, aber das fast brusthohe Gras sah mir zu zeckig und unberechenbar aus, also kehrte ich um und lief stattdessen neben der Wiese den FC2 weiter, bis ich nach 300 m. den befahrbaren Schleichweg an der Holzwiese zwischen Erlau und Nonrod erreichte.</p>
<p>Hier rechts, weiter abwärts und nach Süden in Richtung Gersprenztal (Markierung: Blaues Dreieck). Nach 100 m. eine Rechtskurve um den Hang herum, in der an jedem zweiten Baum (wirklich an jedem zweiten!) offensichtlich privat ausgedruckte Zettel hingen, die darauf hinwiesen, dass hier widerrechtlich parkende Fahrzeuge kostenpflichtig abgeschleppt werden würden. Kam mir angesichts der Tatsache, dass hier wahrscheinlich weniger als zehn Autos pro Tag durchkommen, von denen bestimmt keins freiwillig mitten im Nichts parkt, etwas befremdlich vor, aber hey, was weiss ich schon&#8230;</p>
<p>Kurz danach dann unvermittelt der Waldrand an der Höllerheck, von dem aus man einen großartigen Blick nach Osten hat, über das wunderschöne, über Fränkisch-Crumbach und breite mittlere Gersprenztal mit seinen sanften grünen Hügeln hinweg bis auf den gegenüberliegenden bewaldeten Höhenzug mit dem Örtchen Böllstein auf dem Bergrücken &#8211; wunderbar, aber (natürlich) diesig.<br />
Weiter süd- und abwärts auf dem blauen Dreieck, noch 50 m. Waldrand, dann links runter durch die Wiesen zum <a href="http://www.fraenkisch-crumbach.de/index.php?id=70">Holunderhof</a>.<br />
Hübsche Fleckchen am oberen Rand des Gersprenztals, idyllisch und mit schöner Aussicht samt malerisch dahingleitendem Gleitschirmflieger (die starten hier wohl). Geniessen konnte ich es allerdings nicht: Zum ersten Mal heute war ich im richtig offenen Gelände, Südosthang, fast genau 12 Uhr Mittags &#8211; die Hitze und die Schwüle hier draussen waren wie ein Hammerschlag, bereits nach wenigen Metern atmete ich wieder schwer fühlte mich leicht benommen, richtig schlimm. </p>
<p>Zum Glück war´s nur ein kurzes Zwischenspiel in der prallen Sonne: Direkt unterhalb des Holunderhofs rechts und einen staubigen Feldweg 200 m. aufwärts (uaaaah! viel. zu. heiss.) bis in den rettenden Schatten des nächsten Waldstücks. Hier dann weiter dem blauen Dreieck gefolgt, erst noch 250 m. sanft aufwärts, dann halblinks runter bis an den Parkplatz Rodenstein oberhalb von Eberbach, dort dann rechts die gelbe 3 hoch. Kurz Wiesenlandschaft mit phlegmatischen Kühen, dann ein ordentlich steiler Anstieg in einem Wäldchen, schließlich wieder bergab, durch einen mittelgroßen Pulk  Wanderrentner bis an die Strasse direkt oberhalb vom <a href="http://www.hofgut-rodenstein.de/">Hofgut Rodenstein</a>, dessen hübsche Dächer im Talgrund schon seit längerem sichtbar waren.</p>
<p>Tiefster Punkt der heutigen Tour, und noch nicht am Ziel, das bedeutete: Von jetzt an wieder aufwärts. Und das gleich mal so richtig ordentlich: Direkt oberhalb des Hofguts geradeaus in den Wald (weisser Balken), auf den kurzen aber extrem brutalen Anstieg zur Burgruine: Gut 100 m. bei geschätzten 20% Steigung den Hang hoch, dann hatte ich es (fix und fertig) geschafft, und stand zum ersten Mal in meinem Leben in den <a href="http://www.ruine-rodenstein.de/">Überresten der Burg Rodenstein</a>, Ursprungsort der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rodensteiner">wahrscheinlich bekanntesten Legende des Odenwalds</a>.<br />
Gefiel mir auf Anhieb sehr gut. Relativ kompakte Hangburg im Wald, besser erhalten, als ich es erwartet hätte. Ich lief durch das <a href="http://www.panoramio.com/photo/2557380">untere Tor in der Ostmauer</a> ein, folgte dem Weg ein paar Meter durch die Vorburg und lief dann rechts hoch durch ein kleines Tor in die &#60;a href=&#8221;<a href="http://www.panoramio.com/photo/6134864">Kernburg Rodenstein</a>&#8220;&#62;Überreste der Kernburg</a>, wo ich schließlich links abbog und die Ruine durch die Pforte neben dem ehemaligen Westturm wieder verliess. </p>
<p>Dahinter im ehemaligen Burggraben nach rechts, auf dem weissen Balken eine Treppe hoch bis auf den nächsten richtigen Waldweg, dort dann links, in südwestlicher Richtung aufwärts durch den Rodensteiner Burgwald. Teilweise recht anstrengende Steigungen, dafür aber relativ kühl und frisch, insgesamt gut zu laufen. Nach einem halben Kilometer rechts der <a href="http://www.panoramio.com/photo/3928596">Fallende Bach</a>, ein kleiner Wasserfall, der sich hier über einen Felsen nach unten ergiesst, sehr hübsch. Danach noch etwas über einen halben Kilometer bergauf (schweisstreibend&#8230;), schließlich an den Waldrand unterhalb des Laudenauer Höhenrückens &#8211; noch 200 m. steil aufwärts durchs offene Gelände (die Sonne war inzwischen von dichteren Schleierwolken verdeckt, trotzdem war es elend warm und drückend, man kriegte kaum Luft), dann am Parkplatz Freiheit keuchend auf den Nibelungenweg und die letzten 50 m. nach <a href="http://www.reichelsheim.de/m01_buerger_info/datenfakten/statistiken/laudenau.htm">Laudenau</a> hinunter zur <a href="http://www.zurfreiheit.de/">Freiheit</a>.<br />
12:38 Uhr, zwei Minuten vor der projezierten Ankunftsteit (perfektes Timing):<br />
Ziel.<br />
Das gute Essen hatte ich mir heute mal wieder redlich verdient&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Eigentlich eine gute Strecke &#8211; tendenziell bergab, gute Wege, größtenteils sehr reizvoll &#8211; Der untere Teil des Weinwegs ist vielleicht ein klein wenig unspektakulär, aber ansonsten viel schöner Wald, hübsche wiesen, gute Aussichtspunkte, und als Highlight natürlich endlich mal der Besuch der interessanten und stimmungsvollen Ruine Rodenstein.<br />
Wie gesagt: Eigentlich gut, wenn das Wetter nicht gewesen wäre. Zu diesig, zu warm und vor allem zu schwül und drückend, das hat´s teilweise arg anstrengend gemacht und den Laufspass doch merklich geschmälert. Und die Tatsache, dass ich über Mittag gelaufen bin, hat´s sicher auch nicht leichter gemacht&#8230;<br />
Was lernen wir draus:<br />
1) Darauf zu hoffen, dass der Sommer nicht gar so heiss und schwül wird.<br />
2) Bei bestimmten Wetterlagen hilft auch der Wald nicht mehr viel, da muss man dann wirklich in die Dämmerung ausweichen oder (wenn´s noch wärmer und drückender ist als heute) ggf. sogar mal aufs Laufen verzichten.   </p>
<p>Insgesamt: Ein anstrengender aber interessanter Lauf in schöner Umgebung, alles ok! </p>
<p>Strecke: 14,2 km<br />
Zeit: 1:37 h (= 8,78 km/h bzw. 6:50 min/km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/neunkirchen-weinweg-rodenstein-laudenau.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/neunkirchen-weinweg-rodenstein-laudenau.jpg?w=128" alt="" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-558" /></a></p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/34074">Interaktive Streckenkarte</a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Planlos am Rimdidim: Neunkirchen - Rimdidim - Meßbach - Steinau (14,1 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2008/01/25/planlos-am-rimdidim-neunkirchen-rimdidim-mesbach-steinau-141-km/</link>
<pubDate>Fri, 25 Jan 2008 18:08:41 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
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<description><![CDATA[Auch heute wunderbar sonniges Wetter, ergo zog es mich wieder in den Odenwald. Geplante Strecke: Neu]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Auch heute wunderbar sonniges Wetter, ergo zog es mich wieder in den Odenwald. Geplante Strecke: Neunkircher Höhe auf den Rodenstein (da war ich noch nie) und wieder zurück. Gute Hundedistanz, deshalb packte ich Nemo gleich mit ein.  <br />
Dummerweise kamen wir heute allerdings erst sehr spät weg, so dass es fraglich war, ob wir für die geplante Route an der Ostseite der Neunkircher Höhe noch genug Licht haben würden &#8211; keine ideale Ausgangslage, aber ich entschloss mich, es trotzdem mal zu probieren.</p>
<p>Start in <a href="http://modautal.cross-mail.com/modules.php?name=MiscContent&#38;grp=ortsteile&#38;select=neunkirchen">Neunkirchen</a>, auf dem großen Parkplatz vor dem Höhenhaus. Von hier aus auf den Asphaltweg zwischen Höhenhaus und Friedhof, ostwärts, nach 150 m. rechts hoch an die Landstrasse nach Winterkasten (L3399). Der dann weiter nach Osten gefolgt &#8211; kein Seitenstreifen und relativ viel Verkehr, nicht wirklich gut zu laufen, gerade mit dem Hund an der Leine. Am <a href="http://skilift-info.de/skilift_Skiliftb_lModautal-Neunkirchen.html">Neunkircher Skilift</a> vorbei bis an den Waldrand, dort halblinks von der Strasse ab auf einen abfallenden, schattig-kalten Waldweg ins südöstlicher Richtung (weisser Balken).<br />
400 m. geradeaus bis zur ersten größeren Kreuzung, dort eine kurze Bestandsaufnahme:<br />
Der eigentlich Plan sah vor, dass wir dem weissen Balken hier geradeaus folgen sollten, runter zur Freiheit, dann weiter bis zum Rodenstein. Dummerweise war hier genau das Problem zu beobachten, das ich von vornherein befürchtet hatte: Dadurch, dass es schon ziemlich spät war und die Sonne deshalb schon arg schräg stand , war selbst hier oben bereits alles im Schatten. Weiter unten an der Ostflanke des Massivs würde es ganz bestimmt kein direktes Sonnenlicht mehr geben, und zudem wahrscheinlich sehr früh dämmern &#8211; aber auf einen Lauf im Schatten hatte ich eigentlich keine Lust, wenn die Sonne schon mal scheint, muss man das schließlich ausnutzen.<br />
Hmm&#8230; Was nun?<br />
<!--more--><br />
Kurzes Zögern, dann entschied ich mich, den Plan für heute über Bord zu werfen und mir den Rodenstein für ein anderes Mal (am besten mit Sonne) aufzusparen.<br />
Alternativplan: Kein Plan. Stattdessen auf gut Glück ins Blaue, am besten da, wo noch Sonne war, also eher Westflanke des Bergmassivs. Einfach mal wieder draufloslaufen, nach Gefühl, vielleicht etwas kürzer (je nachdem, wie es sich entwickelte), dafür mit viel Power: Ein Abenteuer-Cross-Orientierungslauf in relativ unbekanntem Terrain. Ohne Planung, ohne Streckenvorgaben, immer nur der Nase nach. Eigentlich meine liebste Art zu laufen: Einfach nur entdecken, erkunden, erleben, hatte ich seit Monaten nicht mehr gemacht (einfach drauflos laufen passt leider nicht so ganz zu einer ernsthaften Marathonvorbereitung), erst jetzt merkte ich, wie unheimlich ich das vermisst hatte!</p>
<p>Zeit, mal wieder etwas Entdecker zu sein! Auf ins Unbekannte (mit einem fetten, zufriedenen Grinsen, das mir allein der Gedanke daran aufs Gesicht zauberte)!!</p>
<p>Aber wohin genau? Geradeaus kam nicht in Frage, da ging´s nach Laudenau, also ins Bekannte. Zurück kam auch nicht in Frage, da lag Neunkirchen. Blieb noch: Linksden Berg hoch oder rechts den Berg runter. Ich entschied mich für links, lief ein paar Meter hoch, entschied mich dann anders, kehrte um, und nahm schließlich den anderen Weg, in grob nördlicher Richtung bergab (Markierung gelbe 2).</p>
<p>Angenehm abfallender Waldweg, der in einer Serie weit geschwungener Serpentinen den Hang runter führte, immer wieder gekreuzt von mehreren Bachläufen, manchmal sah man die Wiesen östlich von Neunkirchen durch die kahlen Bäume. Hohes Tempo, Nemo machte gut mit, alles bestens.<br />
Nach 1,7 km Strecke die erste richtige Abzweigung &#8211; links runter ging es mit ziemlicher Sicherheit in Richtung Steinau, vermutlich auf den Weg, den ich seinerzeit bei meinem Lauf durchs <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/09/23/sololauf-fischbachtal-226-km/">Fischbachtal</a> genommen hatte &#8211; wollte ich nicht, also liefen wir stattdessen weiter der gelben 2 nach, die nun wieder unter Serpentinen bergauf führte.<br />
Fühlte sich auch nicht ganz richtig an, deswegen bogen wir schließlich in einer Kehre am Ende der ersten Serpentine links ab, auf einen unmarkierten Weg in nördlicher Richtung an der Bergflanke entlang. Schlammig und überwuchert, nicht gerade ideal, führte aber in die ungefähr gewollte Richtung.</p>
<p>200 m. später eine T-Kreuzung, hier rechts, auf einen schmalen Weg der sogar noch schlechter war (hier war wohl vor kurzem mit schwerem Grät gearbeitet worden, der schlamming Boden war tief zerfurcht, hin und wieder versperrte ein Gewirr aus Ästen oder ein größerer Baumstamm den Weg), dafür aber wieder eine Markierung aufwies, nämlich die gelbe 3.</p>
<p>Aufwärts und ostwärts, tough going sowohl für mich (rutschig, uneben) als auch für Nemo (der die Baumstämme und Äste auf dem Weg entweder kriechend oder mit beeindruckenden Sätzen überwinden mussten &#8211; kleine Hundebeine sind vielleicht schnell, aber für einen improvisierten Hürdenlauf taugen sie dann doch etwas weniger als lange Menschenbeine&#8230;).<br />
Nach 150 m. eine Abzweigung links vom Weg ab, Trampelpfad auf eine mit Findlingen übersäte Felsnase (die &#8211; das suggeriert zumindest das nachträgliche Studium der Wanderkarte) vermutlich &#8220;Daumenstein&#8221; genannt wird). Sah interessant aus, also eine kleiner Abstecher mit Klettereinlage, um sich das ganze aus der Nähe anzuschauen. Felsvorsprung über einem Abhang, viele große bemooste Felsen, ein ganz klein wenig Aussicht durch die Bäume auf ein irgendein Tal (wohl das obere Fischbachtal). Nett, aber weiter ging´s hier nicht, deshalb zurück auf die gelbe 3 und weiter nach Osten über Stock, Stein und Schlamm gekämpft.</p>
<p>Nach 700 m. eine weitere Kreuzung mitten im Wald, möglicherweise der Weinweg (Wanderkarte sagt: Yup, das war er). Wir bogen links ab und liefen in Richtung Norden weiter (immer noch gelbe 3). Ebenes Stück, da hielt sich das Wasser in den Pfützen, entsprechend noch mal ein klein wenig schlammiger, zur Abwechslung allerdings mit einer Eiskruste, die allerdings so dünn war, dass sie nicht mal 8 Kilo Hund aushielt (wie Nemo gleich bei der ersten Pfütze feststellen musste, und daraufhin ein Bad im 20 cm tiefen eiskalten Dreckwasser nahm). Der Weinweg bog bereits wenige hundert Meter später rechts ab, für uns ging´s allerdings geradeaus weiter, auf einen schmalen Pfad, der 300 m. bergauf auf Bergkuppe mitten im Wald führte, von der ich mir halbwegs sicher war, dass es sich um den Rimdidim handelt musste (übrigens zu Recht, er war´s tatsächlich).<br />
Kurz verweilt, ein bisschen die Aussicht genossen (die nicht allzu gut war &#8211; zuviele Bäume, die Rundumsicht, die dem Berg vermutlich mal seinen seltsamen Namen beschert hat [Rimdidim = wahrscheinlich eine verballhornte und mutierte odenwälder Version von "Rundherum"), dann ging´s wieder abwärts, einen Trampelpfad 300 m. nach Osten, dann auf einen breiteren und ausnahmsweise mal nicht total eingeschlämmten Waldweg in westlicher Richtung, immer weiter abwärts.<br />
Und immer noch die gelbe 3, aber die bog an der nächsten Abzweigung nach links weg, da wollten wir eher nicht hin, also stattdessen das unmarkierte Wegstück geradeaus genommen, nach, bereits 100 m. weiter die nächste Abzweigung: Rechts führte der Weg ostwärts weiter ins Tal, da war´s schon ziemlich düster und schattig, nicht besonders einladend.<br />
Links ging es dagegen hoch auf eine kleine Anhöhe, die freundlich im schönen Licht der schräg stehenden Sonne erstrahlte.<br />
Hmmm...<br />
Wir liefen links.</p>
<p>Etwas aufwärts auf eine kleine Kuppe hoch, dann plötzlich eine unerwartete Überraschung: Vor uns, mitten im Wald, standen mehrere Häuser.<br />
Überwuchert, ungepflegt, wirkten verlassen - wir hatten unvermittelt die legendären Ruinen des <a href="http://www.schroebel.net/Fischbachtal/html/rimdidim.html">verschollenen Naturfreundehauses/Erholungsheims am Rimdidim</a> entdeckt, praktisch das lokale Äquivalent zu <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Image:Peru_Machu_Picchu_Sunrise_2.jpg">Machu Picchu</a>.</p>
<p>Ok, na gut, ich geb´s zu: Eigentlich ist das Erholungsheim überhaupt nicht verschollen und auch nicht besonders legendär, und mit Machu Picchu hat´s auch nicht allzuviel gemeinsam.<br />
Aber hey, wenn ein Mann und sein Hund unerwartet eine Ruine im Wald entdecken, dürfen sie sich ja wohl wenigstens mal kurz ein bisschen als Entdecker fühlen, oder? <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Na also!</p>
<p>Unerschrocken liefen wir also weiter, überquerten die Reste einer uralten Befestigungsanlage (= kaputter Maschendrahtzaun) und wagten uns vor ins geheimnisummwitterte Innere der Ruinen. Rechts zuerst eine tiefe, rechteckige Grube, vielleicht ein Baptisterium oder so etwas in der Art, in dem einstmals seltsame Rituale zelebriert worden waren (= leerer Swimmingpool). Dahinter ein niedriges, flaches Langhaus mit klaffenden Fenstern, die einen Blick in des verwüstete Innere ermöglichten, das aus einer Reihe kleinerer Kammern bestand, die den lange vergessenen Ureinwohnern vielleicht einmal als Schlafstätte gedient hatten (= der Nordflügel des Komplexes). Rechts daneben führte eine kleine steile treppe hinab zum Herz der Anlage, einer großen Freifläche, halb umschlossen von der halbmondförmigen Wehr- und Wohnanlage, die einstmals den geheimnisvollen Völkern der Naturfreunde und der Arbeiterwohlfahrtler als Zufluchtsstätte gedient hatte: Drei Stockwerke, zum Teil puebloartig in den Hang integriert., zum Teil freistehend, noch einmal überragt von den überresten eines in die Anlage integrierten, trutzigen Flucht- und Aussichtsturms. Alles still, verlassen, gezeichnet vom Zahn der Zeit und der allumfassenden Konflagration, die diesen Ort in den grauen Vortagen der neunziger Jahre unbewohnbar gemacht hatte (= Das Gebäude von vorne, links der bereits erwähnte Nordflügel am Hang, geradeaus und halbrechts die beiden anderen Flügel, mittendrin das kleine Türmchen. Brandspuren, ziemlich zerfallen). Auf der freien Fläche vor der Hauptruine noch vereinzelte Artefakte, die sowohl tiefe Einblicke in das alltägliche Leben der Bewohner ermöglichten, als auch von ihrem verzweifelten wie aussichtslosen Kampf gegen die Flammen zeugten, die diesen Ort schließlich zerstörten. Alles seltsam gut erhalten, fast erwartete man, neben diesen Zeugnissen der Vergangenheit gar noch den einen oder anderen perfekt konservierten Eingeborenen zu finden, wie es einst in den Überbleibseln von Herculaneum und Pompeii der Fall gewesen war, hier erfüllte sich diese Erwartung jedoch nicht (= Es lagen ein paar alte Plastikspielzeuge rum, vor dem Haupthaus stand eine Art Leiterwagen oder sowas, der vermutlich von der Feuerwehr hiergelassen worden war, dazu noch etwas Müll).<br />
Leider verschwand Restlicht des Tages immer schneller hinter den bewaldeten Schultern des namenlosen Berges, an dessen Flanke unsere Entdeckung lag, und da wir vor dem endgültigen Anbruch der Dunkelheit wieder im Basislager in Neunkirchen sein wollten, verliessen wir diesen mysteriösen Ort durch eine Spalte nebem dem mächtigen Haupttor, und stiegen über einen uralten Ziegenpfad hinab ins Tal (= mehr gab´s nicht zu sehen, deshalb liefen wir beim Haupteingang raus und folgten der Rimdidimstr. [breiter, guter Waldweg]).</p>
<p>Entdeckermodus aus.</p>
<p>Knapp 500 m. bergab, dann erreichten wir den Waldrand, vor uns Wiesen und ein kleines Dorf in einem breiten, offenen Tal, von dem ich mir relativ sicher war, dass es sich um Meßbach handeln musste. Anstatt geradeaus hinzulaufen, folgten wir allerdings der Rimdidimstr. noch ein Stückchen durch den Wald und erreichten schließlich ein paar hundert Meter weiter den südlichen Ortsrand, der sich tatsächlich als das Ende von <a href="http://www.fischbachtal.de/index.cfm?fuseaction=ortsteile&#38;id=20">Meßbach</a> herausstellte.</p>
<p>Bestens, hier kannte ich mich wieder aus (dank dem <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/09/23/sololauf-fischbachtal-226-km/">Lauf durchs Fischbachtal im September</a>), entsprechend war auch der Rückweg klar &#8211; rüber nach Steinau, dann wieder hoch nach Neunkirchen. Allerdings noch nicht sofort, der obere Teil der östlichen Talrand lag nämlich noch wunderbar in der Sonne, das wollte ich gerne noch mitnehmen.<br />
Deshalb nicht der kürzeste Weg durch den Ort, sondern stattdessen rechts hoch auf den Panoramaweg in ostlicher Richtung (Markierung F1). Nach 350 teilweise recht steilen Metern eine Weggabelung, hier links, vom markierten Weg ab auf einen Pfad quer über die Wiesen am Hang bis zum Waldrand unterhalb des Schreckskopfes, dem dann nach links gefolgt.<br />
Wunderbares Stück zwischen Waldrand und Wiese, gestreichelt von den letzten Strahlen der verschwindenden Sonne, toller Blick auf das idyllische Meßbach im schattigen Talgrund und das bewaldeten Anhöhen ringsum, angenehmer grasiger Weg &#8211; herrlich.</p>
<p>Nach 600 m. stiessen wir auf den asphaltierten Nonroder Weg, auf den wir nach links einbogen, steil abwärts zurück nach Meßbach. Dort wieder auf die Rimdidimstr. (die hier kein erdiger Waldweg mehr ist, sondern die asphaltierte Hauptstrasse des Dorfes), kurz links hoch, dann jedoch gleich wieder rechts in den Steinauer Weg, in westlicher Richtung aus dem Dorf hinaus (etwas lästig: Die beiden pickligen Vertreter der lokalen Dorfjugend die ständig mit ihren ihren lärmenden, stinkenden uralt-Mofas die Dorfstrasse hoch und runter fuhren).<br />
Oh, Markierung übrigens F1.</p>
<p>Relativ steiler Anstieg auf die Anhöhe zwischen Steinau und Meßbach, der aber mit einem grandiosen Blick auf das Fischbachtal im letzten Sonnenlicht belohnt wurde &#8211; Schloss Lichtenberg glänzt reglelrecht, wenn es angestrahlt wird, sehr hübsch&#8230;<br />
Dort oben dann 200 m. westwärts durch den Wald ins nächste Tal und über den &#8220;kurzen Berg&#8221; runter nach <a href="http://www.fischbachtal.de/index.cfm?fuseaction=ortsteile&#38;id=13">Steinau</a> &#8211; als ich das letzte im Früherbst vorbeigekommen war, herrschte Volksfeststimmung, heute war´s dagegen ruhig, dämmrig und beschaulich.</p>
<p>Nach links, die sanft ansteigende Hauptstrasse nach Süden, Markierung erst noch ein Stück F1, dann keine (war aber Egal, Steinau ist mal wieder so ein odenwaldtypisches langgezogenes Einstrassendorf, entsprechend kann man wenig falsch machen). 800 m. durch den Ort bis zum Dorfende am Parkplatz Gagernstein, in den Wald hinein, dann gleich rechts ab, auf den Weg mit der Markierung N1 (der Weg geradeaus am Steinbach entlang wäre zwar etwas kürzer gewesen, aber den kannte ich schon, deswegen heute eine andere Route auf die Neunkircher Höhe). Zwei Serpentinen, vorbei an einer Weide mit zwei unglaublich wolligen Schafen drauf, dann ziemlich steil bergauf in den Wald unterhalb des Steinkopfes. Keine Mördersteigung, aber nach eineinviertel Stunden Auf und Ab kamen wir doch ganz schön ins Schwitzen/Hecheln.<br />
Nach insgesamt ca. 400 m. links, weiter bergauf in südwestlicher Richtung durch inzwischen schon ziemlich düsterem Wald (Markierung L1), sogar teilweise noch ein bisschen steiler.<br />
Puuh!</p>
<p>Schließlich, schon ziemlich weit oben, eine Wegkreuzung mit Schildern, links hoch der Weg N1 nach Neunkirchen, den nahmen wir. Noch mal 500 m. bergauf (Kinder, Kinder, das liegt aber auch verflixt hoch, dieses Neunkirchen), vorbei an Wald, Wiesen und ein paar auffälligen Gesteinsformation, bis wir schließlich den nördlichen Ortsrand von Neunkirchen erreichten.<br />
Geradeaus weiter, noch mehr bergauf, über den Dorfplatz, und schließlich im im allerletzten Dämmerlicht des Tages auf den großen Parkplatz zum wartenden Auto.<br />
Ziel.</p>
<p>Wow! Das war gut!<br />
Ich muss zugeben, nach Monaten minutiös geplanter Laufrouten hatte ich fast vergessen, wie unglaublich geil es sein kann, einfach mal spontan drauflos zu joggen und sich von dem, was man am Wegesrand entdeckt, überraschen zu lassen.<br />
Aber ab heute weiss ich´s wieder &#8211; das Gefühl, zur Abwechslung mal nicht zu wissen, wo genau man ist und sich stattdessen einfach nur auf den eigenen Instinkt zu verlassen, ist einfach unheimlich erfrischend und befriedigend, um so mehr, wenn man dabei auch gleich noch ein bisschen Entdecker spielen kann und auf Überraschungen stösst, mit denen man nicht gerechnet hat.<br />
Die Tatsache, dass der Lauf dabei sogar noch länger war als die ursprünglich geplante Strecke, ist da nur noch das Sahnehäubchen obendrauf <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> .<br />
Anspruchsvoller Superlauf in superschöner Gegend mit supertollen Entdeckungen und einem super motivierten treuen vierbeinigen Begleiter &#8211; das macht glücklich!!!</p>
<p>Strecke: 14,1 km<br />
Zeit: 1:33 h (= 9,1 km/h bzw. 6:36 min/km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/01/rimdidim.jpg" title="rimdidim.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/01/rimdidim.thumbnail.jpg" alt="rimdidim.jpg" /></a></p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/21996">Interaktive Streckenkarte</a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Mein erster Lauf als alter Sack: Oberes Lautertal (19 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2007/12/25/mein-erster-lauf-als-alter-sack-oberes-lautertal-19-km/</link>
<pubDate>Tue, 25 Dec 2007 14:46:16 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2007/12/25/mein-erster-lauf-als-alter-sack-oberes-lautertal-19-km/</guid>
<description><![CDATA[Tja, Kinder, so geht´s: Da lebste so mehr oder weniger glücklich vor Dich hin, denkst an nix Böses, ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Tja, Kinder, so geht´s: Da lebste so mehr oder weniger glücklich vor Dich hin, denkst an nix Böses, bist´n knackiger, straffer Twen, und dann, eines Tages, da wachste auf und bist 30.<br />
Alt.<br />
Schlaff.<br />
Mit Tränensäcken.<br />
Haare grau, schütter und auf dem Weg nach Norden. Bauchansatz dafür ausladend und auf stetigem Expansionskurs.<br />
Das Leben ist quasi vorbei&#8230;</p>
<p>Übertrieben?</p>
<p>Ja, und zwar maßlos <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  .</p>
<p>Aber ich darf das, mir ist das mit dem Dreissig-Werden nämlich gerade gestern passiert, da ist es mein gutes Recht ein bisschen medodramatisch drauf rumzureiten&#8230;. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Was das Ganze jetzt genau mit dem Laufen zu tun hat?<br />
Na ja, wie das nun mal so ist mit uns dicken, alten Männern zu Beginn des vierten Lebensjahrzehnts: Wir haben das verzweifelte Bedürfnis, uns selbst und dem Rest der Welt zu beweisen, dass wir noch nicht zum alten Eisen gehören.<br />
Entsprechend sollte mein erster Ü-dreissig-Lauf natürlich was Forderndes sein, man will ja nicht gleich luschig anfangen. Nix da mit 10 Kilometern Flachland und gut is´ &#8211; heute musste ich mir demonstrieren, dass ich immer noch genauso tough und fit bin wie vorgestern, als ich noch 29 gewesen war (ach ja, süße Jugend&#8230;).</p>
<p>Ok, ok, vielleicht ist es ja auch gar nicht schlimm, 30 zu werden, und hatte ich auch einfach nur Lust auf einen langen, einsamen Lauf durch die Natur, bei dem ich nach dem Heiligabendstress samt Völlerei abschalten und mit mir selbst ins Reine kommen konnte.<br />
Wie auch immer, auf jeden Fall wollte ich mal wieder etwas länger durch den Odenwald.</p>
<p><!--more--></p>
<p>Die richtige Strecke dafür hatte ich auch schon in Petto: Oberes Lautertal, von Beedenkirchen übers Felsenmeer nach Elmshausen, auf der anderen Talseite wieder Hoch, unterhalb der Knodener Höhe bis auf die Wiesen oberhalb von Gadernheim, runter nach Lautern, dann auch die Anhöhe vor Brandau und über den Höhenweg zurück nach Beedenkirchen. Etwas unter 20 km, mindestens mal 500 Höhenmeter, eher mehr. Oh, und angemessen widrige Bedingungen herrschten auch noch, es war nämlich saukalt, so um die -5 Grad.<br />
Perfekt!</p>
<p>Start auf dem Parkplatz Römersteine, am oberen Ende von Beedenkirchen. Wetter: Wunderbar. Unten an der Bergstrasse war es wieder mal grau und neblig gewesen, hier oben hatte sich den Nebel jedoch weit genug ausgedünnt, dass Sonne und blauer Himmel dominierten (Fernsicht gab´s jedoch wieder mal keine &#8211; egal), die Umgebung war durch den frostigen Nebel der letzten Tage in einen dichten, weissen Pelz aus rauhreifigen Eiskristallen gehüllt, die im hellen Licht fast wie Schnee leuchteten. Schön.</p>
<p>Vom Parkplatz aus lief ich erstmal westwärts in den Wald, auf dem Weg mit der gelben Vier (der rechte/obere, hier gehen zwei ab) in Richtung Felsenmeer.<br />
Winterwunderwald.<br />
Herrlich!<br />
Auch hier war alles mit einer pelzigen Schicht aus weissen, gleißenden Eiskristallen überzogen, die im hellen Sonnenlicht schimmerten: Bäume, Sträucher, Felsen, alles strahlendweiss. Auf dem Boden eine Decke aus Pulverschnee, der eigentlich gar kein echter Schnee war, sondern eine dicke, geschlossene Schicht aus Eiskristallen, die im Lauf der letzten Tag aus den Baumwipfeln auf die Erde hinabgefallen und liegengeblieben waren. Himmlische, wattige Stille, neben meiner Atmung und meinen Schritten war nur ein stetiges, ganz leises Prasseln zu hören, das dadurch entstand, dass bei jedem leisen Lüftchen mehr Eiskristallen aus den Wipfeln in einem kalten Vorhang aus Eis nach unten geweht wurden. Luft eiskalt und erfrischend, jeder Atemzug enthielt den klaren, scharfen Geschmack von Frost.<br />
Ein traumhafter Wintertag &#8211; Jeder Schritt hier oben war eine wie Frischzellenkur für die Seele&#8230;</p>
<p>Ich folgte dem Weg mit der gelben 4 an der Südostflanke des Felsbergs. Es ging stetig bergauf, mit einer angenehm anstrengenden Steigung die mir schnell richtig einheizte und die frostigen Aussentemperatur vergessen machte (ich war gut eingepackt, lediglich an den Knöcheln zog es etwas, da ich zu dünne Socken angezogen hatte &#8211; aber egal, da musste ich nun mit klarkommen). Nach ca. 500 m. eine kleine Lichtung am Hang mit einer baufälligen, zweistöckigen Hütte (unten Naturstein, oben Holz), 200 m. weiter eine Gabelung, an der ich rechts lief, weiterhin westwärts, weitherhin stetig bergauf, nun auf dem Weg mit der Gelben 3.<br />
Inzwischen ragten links und rechts des Weges bereits immer mehr Findlinge und wuchtige Felsformation aus dem Waldboden, schließlich hinter einer Kurve: <a href="http://www.felsenmeer.org/">Das Felsenmeer</a>.</p>
<p>Wie immer ein faszinierender Anblick: Unter mir das <a href="http://www.lautertal.de/fotogal/felsenmeer/Seiten/fels02_tif.htm">weite, offene Hauptfeld des Felsenmeeres</a>, Steinbrocken dicht an dicht, voll in der Mittagssonne, natürlich ebenfalls mit einer stimmungsvollen Reifschicht überzogen, <a href="http://www.lautertal.de/fotogal/felsenmeer/Seiten/fels01_jpg.htm">rechts der Hang in Richtung Kiosk und Riesensäule</a>, mit seinen einzelnen, größeren Felsmassiven, die allenthalben wie Eisberge aus dem Waldboden hervorbrechen.<br />
Schon wieder: Wunderschön!<br />
Und das Beste: Ausser mir war weit und breit keine Menschenseele, das hatte ich hier oben noch nie erlebt &#8211; für den Moment gehörte das riesige, faszinierende, beeindruckende Felsenmeer nur mir allein, es gab niemandem, mit dem ich die wunderbare, fast magische Atmosphäre hätte teilen müssen.<br />
Aaaaaah&#8230;<br />
(Übrigens: Sorry, wenn ich hier so lang und breit vor mich hinsülze &#8211; aber es war nun mal superschön, das möchte ich gerne irgendwie rüberbringen. Für alle, die es lieber etwas nüchterner mögen: Bin aufs Felsenmeer gelaufen. War nett. Dann bin ich weiter).</p>
<p>Allzulange konnte ich allerdings nicht verweilen, es war einfach zu kalt um sich nicht zu bewegen. Deswegen zügig weiter geradeaus, zwischen Kiosk und &#8220;Meer&#8221; auf den Weitwanderweg Odenwald-Vogesen (Roter Balken). Dem dann lange Zeit gefolgt, auf relativ konstanter Höhe erst ein Stück westwärts, dann der Flanke des Felsbergmassivs folgend nach Süden. Nach ca. 1,7 km die Wegkreuzung im Hainzenwald, an der immer noch derselbe einsame Bauwagen steht wie vor eineinhalb Jahren, als ich hier zum allerersten Mal entlangelaufen bin (Oh Mann, was war ich damals stolz gewesen, dass ich es bis hier hoch geschafft hatte&#8230;).<br />
Hier links, noch eine kleine Anhöhe hoch, dann abwärts, auf dem Nibelungenweg (gelbes Quadrat) auf die wunderschöne Anhöhe westlich von Reichenbach, vorbei am <a href="http://www.naturfreunde-worms.de/borstein/index.html">Karl-Schlösser-Haus</a> und dem titanischen Felsblock des Borstein, beides ebenfalls in winterlichem weiss.<br />
Direkt dahinter, ganz scharf rechts in einen Waldweg, dann sofort links auf einen winzigen, schlechten Trampelpfad nach Süden (so winzig und schlecht, dass ich ihn fast übersehen hätte, Markierung El1). Ein halsbrechereisches Stück, 300 m. geradewegs den Hang runter durch den Wald, sehr steil, und ziemlich rutschig, zusätzlich erschwert durch den frostigen &#8220;Schnee&#8221; und die dichte Laubdecke &#8211; nach ein paar Metern gab ich das Joggen auf und tastete mich ganz langsam und bedächtig abwärts, alles Andere wäre einfach zu gefährlich gewesen.<br />
Glücklicherweise wurde es am unteren Ende des Wäldchens besser. Zwar ging es immer noch steil geradewegs den Hang hinab, aber immerhin gab es hier einen richtigen Weg, der sogar asphaltiert war, und weitere 600 m. bergab ins Lautertal führte. Je tiefer ich kam, desto nebliger und kälter wurde es. Bald war von Sonne oder blauem Himmel nichts mehr zu spüren, stattdessen zäher, grauer Winternebel, klebrig, feucht, und eiskalt &#8211; als ich schließlich den Talgrund an der Häusergruppe im Heckenwiesenweg zwischen Reichenbach und Elmshausen erreichte hatte, musste ich kurz Pausieren um mir mein Stirnband über die Ohren zu ziehen &#8211; war einfach zu kalt, um ohne weiterzulaufen.</p>
<p>Im Heckenwiesenweg links, runter an die Nibelungenstr./B47, dort rechts, talabwärts nach <a href="http://www.lautertal.de/elmshausen.htm">Elmshausen</a> hinein. Hübsches Dorf mit viel Fachwerk, auch wenn es im eisigen Dunst nicht ganz so freundlich wirkte wie im August, als ich das <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/08/14/unteres-lautertal-16-km/">letzte Mal</a> hier durchgelaufen war.<br />
Auch im Ort folgte ich weiter der Nibelungenstr., bis ich nach ca. 500 m. rechts in die Sachsenhäuser Str. einbog (übrigens eine interessante Ecke, hier steht eine Dinosaurierskulptur, dahinter hat man ein steinzeitliches Panorama an eine Wand gemalt), und damit gleichzeitig auch wieder auf den Weitwanderweg Odenwald-Vogesen (roter Balken) stiess. Übrigens der tiefste Punkt der heutigen Tour, gerade mal noch 170 m. ü.NN. &#8211; ab jetzt würde es lange, lange nur noch bergauf gehen&#8230;</p>
<p>Ostwärts durch die Sachsenhäuser Str., ein eine kurze aber steile Steigung bis zum Ortsausgang, dann am Friedhof vorbei ein kurzes Stück durch die Weiden östlich des Ortes schaufend bis zum Waldrand (mißtrauisch beäugt von zwei weidenden Schafen am Wegesrand, denen der Frost offensichtlich gar nichts ausmachte), dort schließlich eine 270-Grad-Kehre nach rechts in den Wald hinein, die Bergflanke aufwärts.</p>
<p>Auch dieses Stück kannte ich noch <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/08/14/unteres-lautertal-16-km/">vom August </a>, ein langer, stetig kletternder Waldweg, der zwischen der bewaldeten Flanke des Hohbergs und einer weiten Hochwiese auf 1,5 km. bis auf den Knodener Höhenweg auf dem Bergrücken führt. Damals fand ich es sehr anstrengend und zäh, deswegen machte ich heute lieber etwas langsam um micht nicht zu sehr zu verausgaben. Tatsächlich lief es dann aber wesentlich besser als erwartet &#8211; Meter um Meter arbeitete ich mich durch den Wald nach oben, erst südwärts, dann dem Talverlauf folgend ein paar hundert Meter nach Osten, ohne dass es unverhältnismässig viel Atem oder Kraft gekostet hätte. Schließlich, nach ca. 10 Minuten eine Gabelung, ich lief links, weiter bergauf den Knodener Höhenweg entlang (gelbes Dreieck).</p>
<p>Ab hier wieder unbekanntes Gebiet, es ging weiter bergauf durch den abwechslungsreichen Forst, mal lichter Mischwald, mal dichte, dunkle Tannenhaine. Richtung grob Ostwärts, Steigung überraschend moderat, angenehm zu laufen, um mich herum allerdings immer noch eisiger Nebel. Nach ca. 1 km. öffnete sich der Wald plötzlich, links eine hübsche Wiese in eisigem weiss, das bereits nach wenigen Metern mit dem dichten, wabernden Nebel verschmolz &#8211; sehr stimmungsvoll. Kurz danach dann der erste richtig fiese Anstieg des Tages: 40 Höhenmeter auf weniger als 200 m. Str., fast 20% Steigung. Hart, aber gottseidank nicht besonders lang, das liess sich noch ganz gut aushalten.</p>
<p>300 m. hinter dem steilen Stück knickte der Knodener Höhenweg schließlich links in den Wald ab, ein praktisch nicht laufbare Mischung aus Acker und Trampelpfad, sah furchtbar fies aus. Glücklicherweise wollte ich geradeaus weiter, wo der Weg zwar unmarkiert, aber nichtsdestotrotz breit, relativ eben, und in gutem Zustand war &#8211; wir sehen mal wieder: Bloss weil´s ein offizieller Wanderweg ist muss es noch lange kein guter Weg sein.<br />
Also weiter auf dem bequemen Weg, immer noch ostwärts, die Bergflanke unterhalb des Knodener Kopfes entlang. Relativ eben, gut zu laufen, ausserdem war ich inzwischen schon wieder so hoch, dass die Sonne durch den Dunst dringen und den Wald aus Richtung der bereits durch die Bäume schimmernden Knodener Höhe in ein freundlich-helles Wechselspiel aus Licht und Schatten tauchen konnte. Schön.</p>
<p>Etwa einen Kilometer später ging es wieder etwas steiler bergauf und meine Strecke vereinigte sich mit einem zweiten, von oben kommenden Weg, der nun auch wieder markiert war: HW 13, blauer Balken &#8211; genau hier wollte ich hin! Noch ein-, zweihundert Meter geradeaus, dann erreichte ich eine T-Kreuzung, an der HW 13 nach rechts abknickte, und sich dann in mehreren Serpentinen weiter den Berg hinauf wand &#8211; ich folgte, allerdings nur kurz: Von Serpentine Nr. zwei ging ein kleiner Pfad links ab, ca. 200 m. durch den Wald, bis zu einem extra ausgeschilderten Aussichtspunkt, den ich von einem Spaziergang hier oben kannte. Kurzes Überlegen: Sollte ich kurz vom Weg ab und den Aussichtspunkt mitnehmen? Contra: Würde Zeit kosten, war ein Umweg, ausserdem war´s ja auch hier oben noch neblig, entsprechend wenig Sicht zu erwarten. Pro: Mir ging´s gut, die Sonne schien, warum nicht?<br />
Pro gewann.<br />
Also links runter, kleiner Pfad 100 abwärts, vorbei an einer kleinen Hütte, dann eine steile, felsige Erhebung hoch, laut Wanderkarte der/die/das &#8220;Köppel&#8221; (der Ausschichtspunkt hat auch einen eigenen Namen, aber den hab´ ich mir nicht gemerkt und kann ihn jetzt nirgendwo finden &#8211; &#8220;XX-Ruhe&#8221; oder so ähnlich, wobei XX ein Männername, möglicherweise mit &#8220;E&#8221; ist). Oben ein kleines Plateau, ein paar Felsen, ein Steintisch und&#8230; AUSSICHT.<br />
Objektiv war sie tatsächlich nicht besonders gut &#8211; viel von der Umgebung sah man nicht.<br />
Subjektiv war´s aber trotzdem ein Wahnsinnsanblick, direkt von oben auf die waberneden, in der Sonne glänzenden Nebelmassen, aus denen hier und da eine einzelne, sonnenbeschienene Kuppe mit frostigem Glitzern herausragte, umwogt von einem Meer aus scheinbar endlos tiefen grauen Dunst. Das war so schön, da musste ich einfach kurz pausieren und den Anblick geniessen. Fing zwar nach ein, zwei Minuten erbärmlich zu frieren an, aber das war´s allemal wert&#8230;</p>
<p>Nach kurzer Staunpause und dem Verzehr eines leicht angefrorenen Energieriegels wieder zurück auf HW 13, weiter die Serpentine hoch. Unterwegs ein leichter Windstoss, der dazu führte, das ich in eine Art Miniaturlawine aus fallenden Eiskristallen geriet, die von den umliegenden Bäumen geweht wurden &#8211; etwas unangenehm das Zeug in den Kragen zu bekommen, dafür sah´s aber wunderhübsch aus.</p>
<p>Am oberen Ende der dritten Serpentine schließlich eine weitere T-Kreuzung. Rechts hoch ging´s weiter nach Knoden, aber da wollte ich ja nicht mehr hin. Stattdessen also nach links, weiterhin HW 13. Da ich hier den höchsten Punkt der heutigen Tour erreicht hatte (450 m.ü.NN) ging´s ab hier wieder nach unten. Sehr angenehm, konnte man mal wieder richtig durchatmen und sich einfach treiben lassen.</p>
<p>600 m. in nordöstlicher Richtung abwärts, durch ein Waldgebiet das sinnigerweise &#8220;Der Forst&#8221; heisst (besonders einfallsreich ist man hier oben auchgenscheinlich nicht&#8230;), dann eine Kehre nach ganz Norden, rechts eine Schneise im Wald, auf der eine zugereifte Wiese voller knorriger Obstbäume sich den Hang hinauf zog (&#8220;in den Bicken&#8221;), ein kleiner, halb zugeeister Bach, sehr hübsch.<br />
Direkt dahinter verliess HW 13 den bequemen, abfallenden Waldweg, stattdessen ging´s ein paar Meter rechts den Hang hoch, dann auf einem äußerst abenteuerlichen Trampelpfad (schmal, uneben, mit viel gefrorenem Schlamm) mitten durch den Wald, direkt nach Norden &#8211; nicht ganz einfach zu laufen, aber abwechslungsreich, rechts oben sah man schon den Waldrand durch die Bäume scheinen, weit links unten war das <a href="http://www.hofgut-hohenstein.de/">Hofgut Hohenstein</a> erkennbar.</p>
<p>Nach einem knappen halben Kilometer (übrigens tendenziell wieder etwas bergauf, puh) veränderte sich der Wald, statt hohen, lichten Buchen nun ein dichtes, dunkles Nadelgehölz, dessen und Rand ich kurz nach Westen folgte, um es dann in nordöstlicher Richtung zu durchqueren. Bereits hier ein erster, sehr schöner Blick hinunter ins offene Gelände, dann war der Wald plötzlich ganz zu Ende: Vor mir lag die weitläufige, geschwungen, sanft ansteigende Wiesenlandschaft zwischen Reichenbach, Gadernheim und der Knodener Höhe, dick überzogen mit einem Pelz aus glitzernden Eiskristallen, die in der strahlenden Sonne schimmerten. Wunderbarer Ausblick, weite, offene Hänge, die sich nach unten immer mehr im Nebel der Täler verloren, dahinter, majestätisch aus dem Dunst hervorbrechend, die imposanten Höhenzüge des Felsbergs (halblinks) und der Neunkircher Höhe (geradeaus).<br />
Boah, war das herrlich hier oben!<br />
Gut dass ich alleine war, vermutlich hätte mein breites, glücklich-debiles Grinsen beunruhigend auf andere Menschen gewirkt&#8230;</p>
<p>Nachdem ich mich wieder halbwegs eingekriegt hatte (so. verdammt. schön.), lief ich noch ein Stück am Rand des Tannenwäldchens entlang, rutschte dabei einmal fast auf dem mit einem dicken Eispanzer versehehen Feldweg aus (merke: Auch wenn die Umgebung noch so schön ist, sollte man wenigstens ein bisschen Aufmerksamkeit auf die Beschaffenheit des unmittelbaren Untergrunds verwenden, sonst können <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:H_Hoffmann_Struwwel_22.jpg">schlimme</a> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:H_Hoffmann_Struwwel_23.jpg">Dinge</a> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:H_Hoffmann_Struwwel_24.jpg">passieren</a>), und erreichte nach etwas über 200 m. eine T-Kreuzung auf der Wiese, an der ich nach rechts abbog, und dem gelben Quadrat ein komfortabel asphaltiertes Stück nach Osten folgte &#8211; ich war wieder auf den Nibelungenweg gestossen.<br />
Lange blieb ich allerdings nicht auf ihm, bereits nach 300 m. ging nämlich ein kleinerer Feldweg nach Norden ab. Eigentlich hätte der mit Re4 markiert sein müssen, vor Ort war aber nichts dergleichen zu entdecken, doch ein kurzer abgleich mit meiner Übersichtskarte bestätigte, dass es auch ohne Markierung der richtige Weg war, also links, 250 m. zwischen Wiese und Acker, dann noch mal links bis zu einem Wäldchen (wo sich erstmalig auch die ersehnte Re4-Markierung befand, und meinen Kurs damit validierte).<br />
Noch knapp 300 m. am südlichen Waldrand entlang (leicht unsicher, fehlte die Markierung nämlich wieder), schließlich rechts in den Wald hinein, Richtung NW.<br />
Abstieg. Steil den Hang runter, teilweise etwas glatt. Ganz leichter Wind, da regnete es wieder leise rauschende Eiskristalle aus den Bäumen.<br />
Nach 400 m. wieder Wiese und ein alter, rissiger, grob geteerter Wirtschaftsweg auf dem ich schließlich über mehrere Serpentinen die B47 auf Höhe des Dörfchens Lautern erreichte. Ich war wieder unten (das merkte man auch daran, dass es hier wieder neblig und klamm statt sonnig und klar war).</p>
<p>Über die Bundesstrasse rüber, geradeaus runter nach <a href="http://www.lautertal.de/lautern.htm">Lautern</a> in den Talgrund. Wieder mal eine Neuentdeckung, den an Lautern war ich bisher immer nur vorbeigefahren. Wie nicht anders zu erwarten ein netter kleiner Ort, mit den üblichen eng stehenden alten Häusern, durchflossen von der lebhaften (und heute teilweise vereisten) Lauter. Hübsch, selbst im polaren Dunst.<br />
Ich durchquerte den Ort relativ geradlinig, erst die Hauptstrasse bis runter in den Talgrund, dort über die Lauter, dann wieder rauf, auf der Jahnstrasse die andere Talseite hoch direkt nordwärts (Markierung: V). Nach ein paar hundert Metern links ein großer Sportplatz, dann der Ortsausgang, dahinter der letzte richtige Anstieg, durch die Äcker und Obstwiesen am hoch auf die Anhöhe zwischen Beedenkirchen und Brandau.<br />
Noch mal ganz schön anstrengend, zwar nicht richtig steil, aber es zog sich ganz schön, ausserdem war der asphaltierte Weg so dick mit &#8220;Schnee&#8221; (bzw. Eiskristallen) aus den flankierenden Bäumen bedeckt (ca. 2 cm geschlossene Decke), dass es das Laufen zusätzlich ein bisschen erschwerte. Puh!</p>
<p>Glücklicherweise war der Anstieg nicht zu lang, nach etwas über 600 m. tauchte rechts die <a href="http://www.darmstadt-dieburg.de/typo3temp/pics/D_084530efdc.jpg">charakteristische Spitze der Kriegsgräberstätte bei Brandau</a> auf, 100 m. weiter erreichte ich schließlich &#8211; wieder mal etwas schwerer Atmend die Kreuzung auf dem Höhenrücken, von dem aus man einen schönen, wenn auch etwas dunstigen Blick auf das Modautal und die umgebenden Höhenzüge hat.<br />
Eigentlich kenne ich mich hier oben ja ganz gut aus, trotzdem nahm ich aus irgendeinem Grund die falsche Abzweigung und lief ein gutes Stück bergab, den Weg mit der Markierung Be1 in Richtung Landstrasse. Erst nach ein paar hundert Metern bemerkte ich den Fehler, fluchte ein bisschen leise vor mich hin, und lief dann wieder hinauf zur Kreuzung, um dieses Mal den richtigen Weg nach Beedenkirchen zu nehmen (nämlich den nach West-Südwest, HW 16, Markierung weisser Balken). Noch ein schöner Anstieg durch die Weiden, an sich vertrautes Gelände (hier war ich schon mal durchgekommen, als ich im Spätsommer auf <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/09/20/sololauf-aufs-dach-des-odenwaldes-neunkircher-hohe-175-km/">die Neunkircher Höhe gelaufen war</a>), aber angesichts des immer noch vorherrschenden winterlichen Eisüberzuges angenehm neuartig.<br />
Nach 700 m. schließlich scharf rechts, den steilen Pflasterweg hinab nach <a href="http://www.lautertal.de/beedenkirchen.htm">Beedenkirchen</a> runter. Dort noch vor dem Ortskern scharf links, 250 m. die steile Hechlergasse nach Süden, dann rechts durch die Wilhelmstrasse bis an die Reichenbacher Str. am oberen Ortsrand, über die ich wieder zurück zum Parkplatz Römersteine am Waldrand gelangte.</p>
<p>Wow! Was für ein geiler, geiler Lauf.<br />
Wunderschöne Winterlandschaft, viel Sonne, anspruchsvolle Strecke, tolle, abwechslungsreiche Umgebung.<br />
Und das Beste: Hinterher fühlte ich mich topfit und erfrischt, weder eisige Kälte noch Streckenlänge noch Steigungen hatten mir etwas anhaben können &#8211; ich mag zwar jetzt alt und dick sein, aber ich bin verdammt noch mal noch genauso fit wie mit 29 <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  !<br />
Ha!<br />
Gut zu wissen!!<br />
Auf jeden Fall noch mal ein großartiges, belebendes, inspirierendes Laufhighlight zum Jahresende. So ein schönes (wenn auch leicht verspätetes) Geburtstagsgeschenk habe ich mir selbst schon lange nicht mehr gemacht!</p>
<p>Strecke: 19 km<br />
Zeit: 2:14 h (= 8,5 km/h bzw. 7:03 min/km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/12/oberes-lautertal.jpg" title="oberes-lautertal.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/12/oberes-lautertal.thumbnail.jpg" alt="oberes-lautertal.jpg" /></a></p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/20920">Interaktive Streckenkarte</a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Noch mehr Modautal: Grünweisse Hügel, kleine Friedhöfe, und die Entdeckung von Herchenrode (15,1 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2007/12/20/noch-mehr-modautal-grunweise-hugel-kleine-friedhofe-und-die-entdeckung-von-herchenrode-151-km/</link>
<pubDate>Thu, 20 Dec 2007 15:48:31 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2007/12/20/noch-mehr-modautal-grunweise-hugel-kleine-friedhofe-und-die-entdeckung-von-herchenrode-151-km/</guid>
<description><![CDATA[Und noch ein wunderbarer Spätherbst-/Frühwintertag, frostig aber mit viel Sonne, geprägt von einer d]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Und noch ein wunderbarer Spätherbst-/Frühwintertag, frostig aber mit viel Sonne, geprägt von einer deutlichen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Inversionswetterlage">Inversionswetterlage</a>, was bedeutet, dass es in den Niederungen kalt und neblig ist, in den Höhenlagen dagegen wärmer und sonniger &#8211; also schon wieder ideale Bedingungen für einen Lauf im Odenwald.<br />
Da lasse ich mich natürlich nicht zweimal bitten&#8230;</p>
<p>Heute war mir mal wieder nach Modautal &#8211; da oben ist es immer wieder schön, und obwohl ich dort in den letzten Monaten schon recht häufig joggen war, gab es immer noch einige Teile des Gebietes, dich ich noch nicht kannte &#8211; besonders der versteckte Weiler Herchenrode hatte es mir angetan, seitdem ich beim <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/11/04/ruckkehr-in-den-odenwald-lautertalmodautal-15-km/">letzten Lauf im Modautal</a> auf einen Wegweiser gestossen war, auf dem dieser Name verzeichnet war. Bisher war ich noch nie dort gewesen, noch nicht mal durchgefahren, also echte &#8220;Terra Incognita&#8221;, das weckte natürlich meine Entdeckerinstinkte.<br />
Das würde ich mir heute ansehen. Und dazu natürlich noch eine Menge anderer Orte, die ich zwar schon kannte, aber über neue/unbekannte Wege erreichen wollte: Hoxhohl, Klein-Bieberau, Ernsthofen, und was so alles dazwischen liegt&#8230;<br />
<!--more--></p>
<p>Start in <a href="http://modautal.cross-mail.com/modules.php?name=MiscContent&#38;grp=ortsteile&#38;select=neutsch">Neutsch</a>, im südlichen Ortskern etwas unterhalb der Feuerwehr (Strassennamen gibt´s hier ja keine). Von hier westwärts, die Strasse in Richtung Ober-Beerbach. Ein paar Meter durch den Ort, dann die Wiesen südwestlich von Neutsch, auf der asphaltierten Landstrasse bei moderater Steigung aufwärts, auf die Neutscher Höhe (Markierung: M1). Schon hier war klar, dass das ein absoluter Superlauf werden würde &#8211; Herrliche Umgebung mit einem abwechslungsreichen Landschaftsmix, Wälder, ein paar Äcker, und viele Wiesen (entweder in überraschend sattem grün oder &#8211; dort wo die tiefe Sonne es nicht hingeschafft hatte, mit einer dicken, weissen Rauhreifschicht), alles idyllisch über die sanft geschwungene Hügellandschaft des Hochplateaus drapiert. Dazu dann noch beste äußere Bedingungen: Wunderschöner strahlendblauer Himmel, keine einzige Wolke in Sicht. Helles, schräges Sonnenlicht das bereits jetzt, kurz nach Mittag, lange, tiefe Schatten warf. Temperaturen, die mit 1 oder 2 Grad zwar nicht wirklich warm waren, aber immerhin deutlich angenehmer als die -3 Grad, die unten in der Ebene geherrscht hatten. Die Luft hatte diesen leicht scharfen aber keinesfalls unangenehmen Geschmack von Frost, ergänzt durch das schwache, noch etwas schärfere Aroma entfernter Kohleheizungen (oder so ähnlich). Dazu absolute Windstille, kein Chill-Faktor, himmlische Ruhe. Lediglich Fernsicht gab´s keine, dazu war der Inversionsnebel im Tiefland einfach zu dicht, überall dort wo man in die Rheinebene blicken konnte, sah man nur ein gräulich-braunes Miasma, dass sich mehr und mehr zu blauem Himmel wandelte, je höher der Blick wanderte &#8211; war aber nicht weiter schlimm, war auch ohne den Blick zum Otzber/Taunus/Rheingau/Pfälzerwald wunderschön hier oben.<br />
So schön, dass es sich praktisch wie von selbst lief, so motiviert und kraftvoll hatte ich mich schon lange nicht mehr gefühlt, wunderbar.</p>
<p>Ca. einen Kilometer auf der Asphaltierten Straße nach Südwesten, die sanfte Steigung zum Höhenkamm mit der Hutzelstrasse hinauf, rechts, schon leicht vom Dunst verschleiert, der Frankenstein, links auf der Änhöhe die beiden hoch aufragenden Windräder, strahlend weiss und bewegungslos gegen den strahlendblauen Himmel, schließlich die knorrigen alten Bäume an der rechten Strassenseite und die Abzweigung vor dem Hof Grünau, an der ich geradeaus weiter lief (rechts ab wäre es zur Hutzelstr. und nach Ober-Beerbach gegangen, da wollte ich heute nicht hin).</p>
<p>Vorbei am Hof Grünau und einem freundlich-friedlich glotzenden Berner Sennhund, südwärts, direkt dahinter auf einen sanft abwärts führenden Feldweg (Markierung gelbe 5) bis zum ca. 400 m. entfernten Beginn des Waldes am Neutscher Irr, dort dem Waldrand ostwärts gefolgt. Nach 200 m. wäre es geradeaus in den Wald reingegangen (diesen Weg hatten Ingo und ich vor einer gefühlten halben Ewigkeit, <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/07/31/durch-den-odenwald/">bei unserer ersten Tour hier oben</a>, genommen), ich bog stattdessen allerdings scharf nach rechts ab, weiterhin zwischen Wald und Wiese, jetzt aber wieder südwärts. Ein paar Meter über einen ziemlich schlechten Pfad, dann auf einen marginal besseren Feldweg, der &#8211; relativ steil abwärts immer am Waldrand entlang &#8211; in ein tiefes, schattiges Seitental unterhalb des Neutscher Irr führte. Hier unten übrigens eine komplett andere Stimmung als auf der Anhöhe- die Sonne wird hier wahrscheinlich erst in ein paar Wochen wieder reinscheinen, bis dahin ist ihre Bahn einfach zu flach, um bis hierher durchzudringen, entsprechend war es finster und eisig kalt, und alles hier war mit einer dicken, pelzigen Reifschicht überzogen, die fast schon wie Schnee aussah; eben noch Spätherbst, auf einmal mitten im tiefsten Winter, faszinierend.</p>
<p>Am Ende des Tales ging´s wieder etwas aufwärts (Markierung weiterhin die gelbe 4) und durch den Wald zwischen Neutscher Irr und Allertshofener Tanne. Immer noch kalt und finster, hin und wieder mal ein vereinzelter Sonnenstrahl zwischen den Bäumen, der die Winterlandschaft aufglitzern liess. Nach ca. 200 m. eine kleine Anhöhe samt scharfer Kurve, dahinter völlig unvermittelt wieder offenes Gelände, Südhang an der sogenannten &#8220;Dimpelwiese&#8221;.<br />
WOW!<br />
Genauso unvermittelt, wie ich eben ins finster-winterliche Seitental gelaufen war, kam ich jetzt wieder ins helle Herbstlicht, und das mit einer grandiosen Aussicht über das Tal hinweg nach Süden und Osten &#8211; direkt unter mir Hoxhohl und Allertshofen, dahinter ein Wahninnsblick auf die Höhenzüge des Odenwalds, Neunkircher Höhe, Felsberg, alles da, im diesigen Herbstlicht als eine Folge klar voneinander abgesetzter, scherenschnitthaft ausgeleuchteter Silhouetten zu erkennen, die blasser wurden, je weiter sie weg waren, und sich schließlich in der Ferne ganz im Dunst verloren.<br />
Toll!</p>
<p>Ich lief weiter nach Süden, auf einem mit schottrigen, rissigen Asphaltweg am Hang entlang talwärts (ab hier keine Markierung, ist aber leicht zu finden &#8211; einfach immer geradeaus), vorbei an Wiesen, Weiden, ein paar Obsthainen.<br />
Übrigens sehr vorsichtig, denn der Asphaltweg war hier ebenfalls mit Reif bedeckt, der wunderbar im Sonnenlicht glitzerte, aber leider auch stellenweise angetaut und entsprechend glatt war &#8211; da ich keine Lust hatte, mir Frontzähne oder Steiss am Strassenbelag zu demolieren, machte ich lieber etwas langsam.</p>
<p>Nach 800 m. bedächtigem Abstieg, mißtrauisch beäugt von einer kleinen Herde tougher Odenwaldgänse am Wegesrand (wer als Gans den Frost UND den Martinstag überlebt muss tough sein&#8230;), schließlich die ersten Häuser von <a href="http://modautal.cross-mail.com/modules.php?name=MiscContent&#38;grp=ortsteile&#38;select=hoxhohl">Hoxhohl</a> (&#8220;Am Sonnenhügel&#8221;), vorbei an alten Bauernhöfen und neuen Wohnhäusern bis zur Hauptstrasse am Talgrund (&#8220;Alt Hoxhohl&#8221;), dort kurz links, dann rechts, über die Modau und in die alter Darmstädter Str. am gegenüberliegenden Hang.<br />
Hier gleich wieder ein fordernder Anstieg, knapp 300 m. bergauf, über eine Serpentine aus dem Ort hinaus, dann links von der Strasse ab, in einen schmalen Feldweg zwischen Weiden hindurch grob Ostwärts und weiter bergauf, bis zum Rand eines kleinen Wäldchens (&#8220;Kohlwald&#8221;), dort scharf rechts und ca. 350 m. südwärts, bis ich auf dem Höhen-/Feldweg angelangt war, der von Hoxhhohl zum Fuß der Johannesbergs führt, und in den ich nach links, Richtung Osten, einbog (auch hier waren Ingo und ich bei unserem <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/07/31/durch-den-odenwald/">ersten langen Odenwaldlauf</a> im Sommer schon mal vorbeigekommen).</p>
<p>Ab jetzt war erstmal Entspannen angesagt: Gerader, ebener Feldweg, voll in der Sonne, schöner Blick auf die Neutscher (links) und die Neunkircher Höhe (rechts), superangenehm zu laufen. Nach einem halben Kilometer erreichte ich die Fahrstrasse unterhalb des Johannesbergs (falls man es denn so nennen will &#8211; eben einer dieser typischen schmalen Odenwaldschleichwege &#8211; schmal, ohne Strassenmarkierung, aber gut asphaltiert und für den motorisierten Verkehr freigegeben), und bog nach links in sie ein, nordwärts in Richtung Herchenrode (Markierung: Gelbe 1/ Radweg 11).<br />
Dieses Stück war sogar noch angenehmer, nicht nur dass der Untergrund besser war als auf dem Feldweg vorher, es ging auch noch leicht bergab, ideal, um die beim Aufstieg von Hoxhohl aufgewendete Kraft wieder zu regenerieren.<br />
Nach 650 m. das erste Anzeichen von Zivilisation, ein winziger, pittouresker Friedhof, umschlossen von einer uralten Felsteinmauer und einem spalier hochaufgeschossener, spitzer Bäume (Zypressen??? Sahen zumindest danach aus, trotzdem ohne Gewähr, bei der Bestimmung semi-exotischer Bäume bin ich nämlich ´ne echte Niete&#8230;), sehr hübsch. Kurz danach rechts der Parkplatz &#8220;Hirtenacker&#8221; und schließlich der geheimnisvolle, verschollene Weiler von <a href="http://modautal.cross-mail.com/modules.php?name=MiscContent&#38;grp=ortsteile&#38;select=herchenrode">Herchenrode</a> (der in Wirklichkeit weder verschollen noch besonders geheimnisvoll ist, sondern einfach nur ein pastorales kleines Dörfchen abseits der Hauptverkehrsadern, bestehend aus ein paar Höfen und ein paar mehr Häusern, offensichtlich ein Zentrum des lokalen Reitsports. Aber sind wir doch mal ehrlich: Mit den richtigen Adjektiven davor klingt´s einfach spannender und hat mehr Pep, also lassen wir´s doch einfach dabei <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ).<br />
Wieder ein weißer Fleck von der Landkarte getilgt! Jawollja, ein weiterer Triumph für Matthias, den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Henry_Morton_Stanley">Henry Morton Stanley</a> des vorderen Odenwaldes!!</p>
<p>Ok, genug übertrieben, zurück zum Lauf: In Herchenrode ging es bereits kurz hinter dem Ortseingang scharf nach rechts, einen weiteren asphaltierten Odenwald-Auto-Schleichweg bergauf aus der Talsohle hinaus auf die Anhöhe im Nordosten, Richtung Klein-Bieberau (Markierung: KB2). Zwar teilweise etwas dunkel und kühl (vor allem im Schatten des kleinen Wäldchens, an dem die Strasse hier vorbeiführt), aber glücklicherweise nicht über Gebühr steil und entsprechend gut zu erklimmen. Nach 400 m., fast schon oben, rechts ein eingezäuntes Wasserhäuschen, 300 m. weiter eine Abzweigung (ich lief geradeaus), noch mal 300 m. später ein großer Bauernhof (&#8220;Waldhof&#8221;) rechts der Strasse, der sich neben dem Verkauf wohlfeiler Weinachtsbäumen vor allem durch ein intensives Mist-Aroma auszeichnete &#8211; ab hier dann auch wieder ein toller Blick runter ins Tal, auf Klein-Bieberau und Webern, sofern den hohen, steilen Höhenzug dahinter, der wie eine dunkle, mächtige Wand über dem Tal thront.</p>
<p>Direkt finter dem Hof schon wieder ein kleiner, pittouresker Friedhof mit alter Feldsteinmauer, dieses Mal der von Klein-Bieberau und Webern, wieder sehr nett anzusehen (diese Hochebene ist irgendwie voll mit solchen Friedhöfen, aus irgendeinem Grund [Schutz des Grundwassers? Schlechte Planung? Angst vor Zombies?] sind irgendwie fast alle Gottesäcker in dieser Gegend weit weg und oberhalb des eigentlichen Dorfes gelegen).</p>
<p>Weiter bergab, 100 m. hinter dem Friedhof aus irgendeinem Grund einen Schlenker nach links (eigentlich hätte ich hier geradeaus weiter gemusst, keine Ahnung, warum ich das nicht gemacht habe), dann wieder rechts, 700 m. den Hang hinab bis nach <a href="http://modautal.cross-mail.com/modules.php?name=MiscContent&#38;grp=ortsteile&#38;select=kleinbieberau">Klein-Bieberau</a> (Markierung M1).<br />
Hier dann kurze Verwirrung: Eigentlich hatte ich geplant, relatv weit westlich über die Bergstr. in das Dorf runter zu laufen, dort dann kurz auf der der Weberner Str. nach Osten durch den Ortskern zu joggen, um schließlich über die Strasse &#8220;in der Fall&#8221; zurück nach Norden den Hang hoch zu laufen. Das Problem war, dass ich durch meinen Schlenker kurz hinter dem Friedhof im Weg verrutscht war, und deshalb über die Strasse in den Ort hineinkam, über die ich eigentlich hatte hinauslaufen wollen.<br />
Bis ich das geschnallt hatte, musste ich zur Orientierung erst eine kurze Ehrenrunde durch Klein-Biberau laufen (&#8220;In der Fall&#8221;, Weberner Str., &#8220;Am Lohberg&#8221;) und einen kurzen Blick auf den östlichen Ortsausgang werfen (&#8220;Wie, das Dorf ist schon zu Ende?&#8221;), dann entschloss ich mich, direkt umzukehren und die Strasse, die ich gerade erst nach unten genommen hatte, nun wie ursprünglich geplant wieder zurück bergauf zu laufen &#8211; leicht dumm gelaufen, etwas verwirrend, aber kein Beinbruch (die zotteligen Pferde auf der Weide am Ortsausgang, an denen ich nun zweimal vorbei musste, wirkten irritierter als ich, gut so).</p>
<p>Also denselben Weg wieder hoch (Markierung immer noch M1). Bergauf wirkte er irgendwie deutlich länger und steiler. Seltsam&#8230;<br />
Kurz vor dem Schlenker zum Friedhof lief ich diesem Mal allerdings von der Strasse ab, geradaus auf einen Feldweg, der den Hang hoch geradewegs bis zum Wald auf der Anhöhe führte (laut Wanderkarte der &#8220;Steinernfirst&#8221; &#8211; immer noch M1).</p>
<p>Boah!</p>
<p>Der war mal fies steil!<br />
60 Höhenmeter auf gerade mal 300 m. Strecke, das macht Summa Summarum eine durchschnittliche Steigung von 20%, und das auf einem besseren Kuhpfad.<br />
Mannomannomann!<br />
Bereits nach 100 m. keuchte ich wie ein übergewichtiger Kettenraucher kurz vorm Exitus, nach 150 m. war ich schweissgebadet, nach 250 m., am Waldrand, musste ich kurz pausieren.<br />
Pffff.<br />
Und da war noch nicht Schluß, auch im Wald zog sich M1 weiter schnurgerade die Bergflanke hoch, zwar etwas weniger steil, dafür aber schmal, halb überwuchert (natürlich von Dornenhecken, was denn auch sonst?), uneben.<br />
Endlich der Hügelkamm, mit letzter Kraft und unter lautem Ächzen schleppte ich mich auf den Bergsattel, sehr zum Mißfallen eines einsamen Rehs, das angesichts der Geräuschkulisse panisch das Weite suchte&#8230;</p>
<p>Puuuuuuuhhhh.<br />
Aber immerhin war ich oben, jetzt ging´s erstmal wieder bergab, 50 m. auf dem miserablen Weg durch schönen, lichten Hochwald bis ich einen breiten, bequemen, ebenen, gut gepflegten, dornenlosen (Hallelujah! HALLELUJAH!) Waldweg erreichte und dem nach links, westwärts, folgte. Allerdings nicht lange, bereits nach wenigen Metern bog ich ein zweites Mal links ab, lief 30 m. nach Süden, und knickte dann auf Höhe eines Wasserreservoirs scharf nach rechts ab, einen kleinen Weg westwärts steil den Abhang hinab (der übrigens den lustigen Namen &#8220;Hufschlag&#8221; trägt).<br />
Na ja, oder sowas ähnliches, eigentlich ist der Begriff &#8220;Weg&#8221; für die furchtbare Buckelpiste, die mich hier erwartete schon ziemlich übertrieben &#8211; tatsächlich war es eher so eine Art kontinuierliches Schlammloch, das sich den Berg hinunterwand &#8211; aufgrund der niedrigen Temperatur befand sich der Schlamm allerdings nicht in seinem normalen Aggregatzustand &#8220;zahflüssig&#8221; (gottseidank, sonst wäre ich da sang- und klanglos abgesoffen, so schlammig wie das war), sondern war stattdessen zu einer Kraterlandschaft aus unebenen, kristallin-bröckligen Unebenheiten gefroren, die &#8211; zusätzlich verdeckt durch das gefallene Laub &#8211; sowas wie Joggen praktisch unmöglich machten. Stattdessen langsamer, ganz vorsichtiger Abstieg, bei jedem Schritt unter lautem Knirschen tief in das nachgebende gefrorene Erdreich einsinkend, wobei in beeindruckend kurzer Zeit eine beeindruckend große Menge gefrorener Dreckklümpchen von oben in die Schuhe rieselte und dort fröhlich und vor allem schlammig vor sich hin zu tauen begann.<br />
Kein so doller Weg&#8230;.</p>
<p>Ein paar Beinahe-Knöchelbrüche und 300 m. später hatte ich dann doch irgendwie den Fuß des Hufschlags erreichte und wankte auf die dort verlaufende Asphalt-Odenwaldschleichweg-Strasse (schon wieder eine&#8230;), wo ich erst mal eine kleine Pause einlegen musste, um mir ungefahr eine halbe Tonne halb angetauter Dreckklumpen aus den Schuhen zu entfernen.<br />
Dergestalt erleichtert ging´s dann weiter westwärts, auf dem im 90-Grad-Winkel von der Strasse abgehenden Wanderweg KB2 über den Mühlberg (moderater Anstieg, wart zu verkraften), vorbei an vielen Pferden, zwei Höfen, und einem hübschen Obstbaumhain bis in Sichtweite des Ernsthöfer (Ernsthofener? Ich weiss es immer noch nicht) Ortsrandes auf Höhe einer Schule, dort dann auf dem Weg MV bis ins <a href="http://modautal.cross-mail.com/modules.php?name=MiscContent&#38;grp=ortsteile&#38;select=ernsthofen">Dorf</a> hinein, auf einer kleinen Brücke über die Modau, am anderen Ufer auf der Darmstädter Str. nach links, in Richtung Hoxhohl.</p>
<p>Am südwestlichen Ortsende dann rechts Hoch in die Birkenstr. (Markierung: Radweg 26), noch etwas am Ortsrand entlang, dann schließlich wieder ins offene Gelände, auf der Asphaltstrasse bei moderater Steigung nach Nordwesten, auf den Waldrand unterhalb der Neutscher Höhe zu, auch hier wieder sehr vorsichtig, da die Sonne den Reif auf der Strasse angetaut hatte. Nach ca. 400 m. in den Wald hinein, immer weiter die Strasse entlang, die hier einen leichten Bogen beschreibt und sich dabei immer höher hinaufschraubt &#8211; dieses Stück war wieder mal ziemlich steil und entsprechend anstrengend, allerdings insgesamt weniger fordernd als der Anstieg weiter nördlich (Weg mit dem gelben +), den Ingo und ich im Sommer mal genommen hatten.<br />
Am oberen Ende des Waldes ging die Strasse wieder ins offene Gelände, weiterhin leicht ansteigend nach rechts, vorbei am Neutscher Friedhof (Schon wieder einer: Klein, pittouresk, Natursteinmauer, weit außerhalb des Ortes &#8211; &#8220;Modautal &#8211; Come to Cemetery Country&#8221;) auf eine kleine Anhöhe, von dort noch 300 m. durch einen baumbestandenen Hohlweg bis hinunter nach Neutsch und zum Auto.</p>
<p>Tja, was soll ich sagen? Das war schon wieder richtig, richtig, richtig gut. Klar, hier und da schon etwas kraftaufwändig, aber bei Superwetter mit Superlaune in Superumgebung &#8211; Steigungen kein Problem, Kälte kein Problem (im Winter zahlt es sich halt doch aus, wenn man einen kleinen Bauch vor sich herträgt, der isoliert nämlich bestens <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ), Fitness kein Problem. Hat einen Riesenspass gemacht, war insgesamt überhaupt nicht anstrengend sondern einfach nur erfrischend und erholsam, und ich habe auch noch den geimnisvollen und verschollenen Weiler Herchenrode entdeckt &#8211; wunderbar!<br />
So macht Laufen glücklich!</p>
<p>Strecke: 15,1 km<br />
Zeit: 1:46 h (= 8,54 km/h bzw. 7:01 min/km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/12/mehrmodautal.jpg" title="mehrmodautal.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/12/mehrmodautal.thumbnail.jpg" alt="mehrmodautal.jpg" /></a></p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/20835">Interaktive Streckenkarte</a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Rückkehr in den Odenwald: Lautertal/Modautal (15,1 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2007/11/04/ruckkehr-in-den-odenwald-lautertalmodautal-15-km/</link>
<pubDate>Sun, 04 Nov 2007 19:51:44 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2007/11/04/ruckkehr-in-den-odenwald-lautertalmodautal-15-km/</guid>
<description><![CDATA[So! Heute war´s soweit: Der Marathon vorbei, die Muskelreizung im linken Oberschenkel auch, also kei]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>So!</p>
<p>Heute war´s soweit: Der Marathon vorbei, die Muskelreizung im linken Oberschenkel auch, also kein Grund mehr, im Flachland zu laufen. Deswegen, nach fast eineinhalb Monaten auf platter Piste zwischen Rhein und Rübenäckern, endlich, endlich mal wieder eine Tour durch den Odenwald, genauer gesagt das mittlere Modautal &#8211; Yaayyyy!!!!<br />
Hab´ ich mich jetzt schon seit Wochen nach gesehnt!</p>
<p>Wetter trüb und kühl, aber immerhin war die geschlossene Wolkendecke dünn genug, um etwas mehr als nur einen bleigrauen Schimmer restlicht durchzulassen, zudem war die Luft glasklar, also tolle Fernsicht in alle Richtungen &#8211; kein perfekter Tag, aber Anfang November kann man wohl auch nicht mehr allzu wählerisch sein&#8230;</p>
<p>Start auf dem &#8220;Dach&#8221; von Seeheim-Jugenheim, im kleinen, hübschen, hochgelegenen Ortsteil <a href="http://www.talblick-steigerts.de/startseite.htm">Steigerts</a>, auf dem Parkplatz vort dem <a href="http://www.zum-talblick.de/">Talblick</a> (Ohlystr.). Schon hier eine Wahnsichtsaussicht nach Norden bis zum Taunus, vor dem sich &#8211; gestochen scharf und scheinbar zum Greifen nah &#8211; die Frankfurter Skyline abzeichnete.<br />
Schön, sowas haste zwischen Bensheim und der Autobahn nicht&#8230;<br />
<!--more--></p>
<p>Von hier in südöstlicher Richtung, gleich links von der Ohlystrasse ab, auf den Weg, der unterhalb des Ortes einen sanften, leicht abfallenden Bogen durch die Weiden (besetzt mit zotteligen Kühen) beschreibt und dann im Wald am Steigerts verschwindet (Markierung: Gelbe 1). Und was für ein Wald: Herbstlich bunt, eine wahre explosion aus verschiedenen Gelb- und Rottönen, wunderschön! Dazu ein weicher Untergrund mit moderaten Steigungs- und Gefällestücken, super, so macht laufen Spass!</p>
<p>Nach einem knappen Kilometer das andere Ende des Wäldchens und die Hutzelstrasse (Beim Parkplatz &#8220;An der Hutzelsstrasse&#8221;, oberhalb der Strasse von Ober- nach Schmal-Beerbach). Hier bog ich scharf rechts ab, zuürck in den Wald rein nach Südwesten, und lief ein kurzes Stück die <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/09/15/hutzelstrasse-aufs-felsenmeer-128-km/">Hutzelstrasse in Richtung Kuralpe </a>entlang (Markierung: Immer noch die gelbe 1), dabei erstmals eine ordentlich steile Passage in die man so richtig reinpowern konnte &#8211; sowas hab´ ich echt vermisst!</p>
<p>Nach knapp 200 m. dann links auf einen kleineren, abfallenden Weg, der zwischen Waldrand und Wiesen um den Steigerts und das Wäldchen herum führte (Markierung: OB2), und einen wunderbaren Blick auf die Neunkircher Höhe auf der anderen Seite des Tales bot. Zwischen diversen Spaziergängern hindurch laviert (hier war einiges los, besonders der verspielte Hundewelpe war sehr nett&#8230;), und schließlich nach einigen hundert Metern scharf links in die Wiesen, den Hang hinunter in Richtung Modautal.<br />
Auch hier sehr hübsch, Obstbäume, weidende Pferde, weiterhin ein toller Blick, dazu ein angenehm laufbarer asphaltierter Weg, der nach einem kurzen Stück einen kleinen Schlenker auf die andere Seite des schmalen Hochtals machte, aber ansonsten unbeirrt weiter bergab lief.</p>
<p>Unten angekommen dann kurze Desorientierung: Vor mir lag offensichtlich der untere Teil der L3098 (also der Strasse zwischen Ober- und Schmal-Beerbach).<br />
Hm. Hier hätte ich laut Planung eigentlich nicht landen sollen, sondern stattdessen weiter unten im Tal, direkt in Schmal-Beerbach rauskommen müssen. Seltsam (nachträgliche Recherchen haben inzwischen Ergeben, dass ich am Steigerts zu früh nach links ins Tal runter abgebogen war, und deshalb, statt wie geplant den Radweg 28 zu nehmen, einen unmarkierten Wirtschaftsweg erwischt hatte, der eben weiter oben rauskommt. Rätsel gelöst).</p>
<p>Da ich ja runter nach Schmal-Beerbach wollte, blieb mir hier also nichts anderes übrig, als die letzten paar hundert Meter an der Landstrasse zu laufen.<br />
Alles andere als joggerfreundlich: Extrem schmale Fahrbahn, hat weder Seitenstreifen noch Radweg (in der Tat hat gibt´s noch nicht mal eine Fahrbahnmarkierung), da ist Vorsicht angesagt.<br />
Glücklicherweise war Sonntagmittag wenig los (die ganzen suizidal-pathologischen Odenwaldheizer mit ihren tiefer gelegten Golf GTIs waren wohl gerade beim Essen), und so erreichte ich wenig später unbehelligt Schmal-Beerbach, das zusammen mit dem direkt angrenzenden Ortsteil Wurzelbach den nördlichsten Ausläufer der Gemeinde Lautertal bildet (und das, ohne im Lautertal zu liegen. Sachen gibt´s&#8230;). Wer schon mal über die Kuralpe in den Odenwald gefahren ist, weiss ja, wie´s hier aussieht: Kleine Ansiedlung am Talgrund mit ein paar hübschen alten Häusern, ein Getränkemarkt, eine Tankstelle, dann ist man auch schon wieder durch.<br />
Das ging mir auch nicht anders, erst die Lindenfelser Strasse bergab bis zur Durchgangsstrasse (Jugenheim Str.), der dann ostwärts an der Tankstelle vorbei zum Ortsausgang gefolgt, dann an der T-Kreuzung kurz hinter dem Dorfende nach links auf die Landstrasse nach Allertshofen.</p>
<p>Auch hier wieder: Kein Seitenstreifen, kein Radweg. Glücklicherweise ist die Ortsdurchfahrt Alertshofen/Hoxhohl ja seit Ewigkeiten gesperrt, so das der Verkehr sich auch hier deutlich in Grenzen hielt, und ich entsprechend relativ entspannt die Strasse entlangjoggen konnte.<br />
Hübsch hier, das war mir vom Auto aus noch nie so aufgefallen: Linkerhand eine hübsche alte Mühle (auffällig: Eine Horde weisser Tauben auf dem Dach), dann ein paar nette kleine Weiher, rechts ein kleines Seitental (ebenfalls mit Weihern), wo´s heute Ponyreiten für Kinder gab &#8211; schön.</p>
<p>In <a href="http://modautal.cross-mail.com/modules.php?name=MiscContent&#38;grp=ortsteile&#38;select=allertshofen">Allertshofen</a> erstmal weiter geradeaus auf der Dorfstrasse &#8220;Alt Allertshofen&#8221; (hier bleibt einem wenig Anderes übrig, denn der Ort ist eines dieser langezogenen Dörfer, die praktisch nur aus einer einzigen Strasse bestehen). Neuer Strassenbelag, überall steht Baumaterial, da ist klar, warum die Durchfahrt immer noch gesperrt ist.</p>
<p>Nach ca. 200 Metern durch den Ort rechts, auf einer kleinen Brücke über den Wurzelbach, bergauf aus dem Dorf hinaus, und auf einer sanften Serpentine durch Wiesen die östliche Talwand hinauf (Markierung: M1, Strassenname laut Stadtplan &#8220;Am Hasenberg&#8221;, vor Ort stand aber &#8220;Alt Allertshofen&#8221; auf dem Strassenschild).<br />
Auch hier wieder ein ordentlicher Anstieg, bei dem man schon so ein bisschen ins Schnaufen kam. Sehr schön!<br />
Am oberen Ende des Tals der kleine Allertshofener Friedhof, idyllisch gelegen am Waldrand (hier hatte ich ein instantes Déja Vu an irgendeinen Schulausflug vor 15-20 Jahren, auf dem ich hier mal vorbeigekommen war, und an den ich seitdem nie wieder gedacht hatte &#8211; anscheinend ein markanter Punkt, wenn mein Gedächtnis bei seinem Anblick so lange verschüttete belanglose Erinnerungen vorkramt).<br />
Dann wieder mal Wald, natürlich ebenfalls wieder in herbstlichem bunt, konnte mich gar nicht sattsehen!</p>
<p>Auf der anderen Seite des Wäldchens erwartete mich die offene die Hochebene zwischen Beedenkirchen und Brandau. Äcker (&#8220;ist ja wie im Ried hier&#8230;&#8221; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> ), Wiesen, Blick auf die Neunkircher Höhe. Ich folgte weiter dem Weg M1, über die Landstrasse, vorbei an einem uralten, verwitterten <a href="http://www.suehnekreuz.de/hessen/brandau.htm">Wegkreuz</a>, und erklomm schließlich den kleinen Kamm auf der anderen Seite, auf dem ich das letzte Mal bei der <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/09/20/sololauf-aufs-dach-des-odenwaldes-neunkircher-hohe-175-km/">Ersteigung der Neunkircher Höhe</a> gelaufen war.</p>
<p>Hier kurz links, in Richtung Brandau (M1/weisser Balken). Bereits nach wenigen Metern bog ich jedoch spontan vom Weg ab: Auf der Kuppe links lockte der <a href="http://www.darmstadt-dieburg.de/typo3temp/pics/D_084530efdc.jpg">kegelförmige Turm</a> der Kriegsgräberstätte, eines der markantesten Merkmale der Gegend &#8211; schon hundertmal dran vorbeigefahren, aber noch nie dort gewesen (wenn meine Mutter das hier liest, wird sie bestimmt wieder ´ne Geschichte rauskramen, wie wir im Winter ´81 mal da oben waren &#8211; aber da ich keinerlei Erinnerung an einen solchen Ausflug habe, belassen wir´s weiterhin bei &#8220;noch nie dort gewesen&#8221; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> ), das sollte sich heute ändern.<br />
Also eine kleine Ehrenrunde um die von Hecken umschlossene Gedenkstätte und den Turm, der eigentlich nur ein Metalldach ist (und nicht, wie ich immer gedacht habe, eine richtige Kirche).</p>
<p>Weiter nach <a href="http://modautal.cross-mail.com/modules.php?name=MiscContent&#38;grp=ortsteile&#38;select=brandau">Brandau</a> hinein, über Bensheimer Weg, Hechlergasse und &#8220;Im Eck&#8221; in den alten Ortskern im Talgrund, am <a href="http://www.darmstadt-dieburg.de/typo3temp/pics/D_49465bf195.jpg">Rathaus</a> vorbei kurz die Odenwaldstrasse entlang, dann links den Mühlberg hoch bis zur gleichnamigen <a href="http://www.haus-am-muehlberg.de/">Gaststätte</a>, dann rechts auf einen schmalen Weg ca. 300 m. hinter den Häusern am nördlichen Brandauer Ortsrand entlang.</p>
<p>Auf der Friedhofsstrasse (Markierung: Blauer Balken) links in die Wiesenlandschaft oberhalb von Brandau, vorbei am etwas ausserhalb liegenden Brandauer Friedhof (wirkt angesichts der hohen, alten Mauer beeindruckend wuchtig) nach Norden. Asphaltierte Weg, der auch von Autos und Motorrädern genutzt wird, aber keine richtige Landstrasse &#8211; eher so eine Art Schleichweg für Ortskundige Fahrer.<br />
Nach ca. einem Kilometer mit moderatem Aufstieg erreichte ich die Weggabelung am Johannesberg &#8211; wieder mal ein bekanntens Fleckchen, denn hier waren Ingo und ich bei unserem ersten <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/07/31/durch-den-odenwald/">größeren Lauf in den Odenwald</a> vor ein paar Monaten vorbeigekommen.<br />
Um sicherzugehen, dass sich beide Strecken auch wirklich berührten, lief ich hier kurz rechts in den Wald hinein, bis zum Parkplatz am Johannesberg, machte dann aber wieder kehrt, und nahm stattdessen den linken Weg am Waldrand entlang in Richtung Herchenrode, der nach einigen hundert Metern links abknickte und ins Tal über Hoxhohl führte (Markierung: MV).</p>
<p>Angenehmes Gefälle, weiterhin hüsche Wiesenlandschaft, noch mehr <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Galloway-Rind">zottelige Kühe</a> (als ich klein war, gab´s irgendwie mehr Holstein-Kühe, die sieht man hier oben jetzt kaum noch), dann schließlich im Talgrund die Landstrasse zwischen Brandau und Hoxhohl.<br />
Wie üblich nicht fußgängergeeignet, deswegen überquert, und auf der anderen Seite des engen Tals in den Wald auf einen sehr schmalen Trampelpfad, der am Hang parallel zur Strasse bis nach <a href="http://modautal.cross-mail.com/modules.php?name=MiscContent&#38;grp=ortsteile&#38;select=hoxhohl">Hoxhohl</a> führte (Markierung weiterhin MV, nicht ideal zum joggen, aber machbar).</p>
<p>Dort angekommen auf einem kleinen Feldweg bis runter zur Hauptverkehrsstrasse (&#8220;Alt Hoxhohl&#8221;), begleitet von zwei freundlichen orstansässigen Hunden über den Wurzelbach, dann gleich links in den Lochmühlweg, eine hübsche, feldwegartige Strasse die hinter den Häusern des Ortes leicht ansteigt und bis zum östlichen Ende von Allertshofen führt.</p>
<p>Dort südwestwärts (wieder &#8220;Alt Allertshofen&#8221;), vorbei an mehr Baustelle durch den hübschen alten Ortskern bis zur Strasse &#8220;In der Steinkaut&#8221;, dort rechts, aus dem Dorf hinaus und den langen Aufstieg zur Hutzelstrasse auf der Neutscher Höhe in Angriff genommen (Markierung: M1). Ca. 800 m. auf asphaltiertem Weg stetig bergauf durchs Weideland. Anstrengend, aber auf eine gut Art.<br />
Schließlich endete der asphaltierte Weg an einer kleinen Kreuzung; M1 ging steil weiter bergauf, ich hingegen lief einen kleinen, aber weniger steilen Umweg, etwas hundert Meter nach links, dann am Rand eines kleinen Wäldchens entlang, bis ich wieder auf M1 traf (Anfang Allertshofer Tanne). Dort dann links (M1/gelbe zwei), vorbei an einem einsamen Bauernhof mit mißtrauischen, langbeinigen Hühnern bis auf die <a href="http://www.hightown.de/html/360_5.html">Hutzelstrasse</a> kurz oberhalb der L3098.<br />
Hier links (Markierung Weisses Andreaskreuz), über die Landstrasse zum Parkplatz &#8220;An der Hutzelsstrasse&#8221;, von dort wieder durch den wunderschönen Herbstwald zurück durch den wunderschönen Herbstwald nach Steigerts.</p>
<p>Fazit:<br />
Boah, da merkt man erstmal, wie sehr einem das gefehlt hat!<br />
Superschöner Lauf. Nach eineinhalb Monaten durchs dröge Flachland endlich mal wieder ein paar anständige Steigungen in die man sich reinkämpfen konnte, das hat richtig, richtig viel Spass gemacht.<br />
Dazu die wunderschöne Landschaft des vorderen Odenwalds, die &#8211; zumindest meiner Meinung nach &#8211; doch noch etwas ansehnlicher ist als die ewigen Rübenäcker im Flachland. Und natürlich das Gefühl, mal wieder ein paar richtig neue Wege zu erkunden (das hab´ ich zwar die ganze Zeit im Ried auch gemacht, aber es macht nun mal einen deutlichen Unterschied, ob man schon ewig lange vorher sieht, wo man hinläuft, oder ob man um eine Wäldchen oder über ein Kuppe läuft und dahinter unvermittelt was Schönes/Interessantes/Spannendes entdeckt).<br />
Ok, ganz perfekt war´s vielleicht nicht, wenn´s sonnig gewesen wäre, hätte das ganze sicher noch mehr Spass gemacht, aber auch so war´s superschön, einfach mal wieder im Odenwald unterwegs zu sein. Sowas macht glücklich!</p>
<p>Strecke: 15,1 km<br />
Zeit: 1:39 h (= 9,15 km/h bzw. 6:33 min/km &#8211; ordentliches Tempo fürs Bergland!)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/11/modautal-klein.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/11/modautal-klein.jpg?w=128" alt="" width="128" height="92" class="alignnone size-thumbnail wp-image-277" /></a></p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/20192">Interaktive Streckenkarte</a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Sololauf: Fischbachtal (22,6 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2007/09/23/sololauf-fischbachtal-226-km/</link>
<pubDate>Sun, 23 Sep 2007 19:32:40 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2007/09/23/sololauf-fischbachtal-226-km/</guid>
<description><![CDATA[Und schon wieder ein Lauf alleine, meine Mitläufer sind immer noch in Berlin. Eigentlich wäre ja heu]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Und schon wieder ein Lauf alleine, meine Mitläufer sind immer noch in Berlin. Eigentlich wäre ja heute eine ganz lange Tour (25+ km) dran gewesen, aber wieder mal konnte ich micht so recht motivieren, so eine weite Strecke ganz alleine anzugehen (meine Versuche, kurzfristig ander Mitläufer aufzutun, hatten nicht gefruchtet).</p>
<p>Andererseits war das Wetter super, und laufen wollte ich auf jeden Fall, also entschied ich mich für einen Kompromiß, eine nicht ganz so weite Strecke, wieder mal durch den Odenwald, weil mir das als Sololäufer einfach viel mehr Spass macht.</p>
<p>Durch die <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/09/20/sololauf-aufs-dach-des-odenwaldes-neunkircher-hohe-175-km/">Tour nach Neunkirchen</a> vor drei Tagen hatten sich ein paar ganz neue Optionen aufgetan, denn der Ort ist eigentlich ein idealer Ausgangspunkt für weitere Ausflüge tiefer in den Odenwald &#8211; Start und Ziel waren also schon fest, fehlte nur noch die Route.<br />
Nachdem wir in den letzten Wochen schon das <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/07/31/durch-den-odenwald/">Modautal</a>, das <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/08/14/unteres-lautertal-16-km/">Lautertal</a> und das <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/08/23/durch-den-odenwald-teil-2-20-km/">Mühltal</a> erlaufen hatten, fehlte eigentlich nur noch ein weiteres der Täler im vorderen Odenwald:<br />
<a href="http://www.fischbachtal.de/">Das Fischbachtal</a>, das sich von der Neunkircher Höhe aus nach Norden in Richtung Groß-Bieberau öffnet. Sehr hübsche, idyllische Gegend, bisher noch nicht &#8220;erjogged&#8221;, also genau das Richtige für heute.<br />
<!--more--><br />
Mit dem Auto nach <a href="http://modautal.cross-mail.com/modules.php?name=MiscContent&#38;grp=ortsteile&#38;select=neunkirchen">Neunkirchen</a> hoch &#8211; Sonntagmittag, Sonnenschein, entsprechend war´s ratzevoll, konnte kaum einen Parkplatz kriegen.<br />
Kurz warmgemacht und gedehnt, etwas mit dem Getränkegürtel gekämpft, dann ging´s auch schon los.</p>
<p>Wenn man ganz oben startet, hat das einen durchaus angenehmen Vorteil: Es geht erstmal nur abwärts (es hat übrigens auch einen durchaus unangenehmen Nachteil: Gegen Ende geht es nur noch aufwärts &#8211; aber dazu später mehr&#8230;). <br />
Und Neunkirchen ist ziemlich weit oben&#8230; Folgerichtig erst mal ein angenehmes Eintraben bergab &#8211; vom Parkplatz am oberen Ortseingang zum kleinen Dorfplatz mit der <a href="http://www.odenwald.de/sights/index.php?id=196">Ohly-Büste</a>, dort scharf rechts, der Markierung N1 folgend (Strassennamen gibt´s hier oben nicht, das ist alles nur &#8220;Neunkirchen&#8221;) weiter durchs Dorf.<br />
Hier dann kurz orientierungslos, wegen ungenügender Memorierung der Route. Deswegen aus irgendeinem Grund rechts hoch vom Weg abgebogen, den Fehler bemerkt, um einen einzelnen Bauernhof und über den Neunkircher Campingplatz wieder zurück auf die Strasse zu N1. Erste Navigationsprobleme schon nach gerade mal 300 m., und das in einem Ort, der zu klein ist um Strassennahmen zu haben &#8211; ein wirklich vielversprechender Anfang&#8230;</p>
<p>Glücklicherweise wurde es danach einfach, es ging aus dem Dorf raus, und auf einem sanft abfallenden asphaltierten Weg die Hangwiese unterhalb des <a href="http://skilift-info.de/skilift_Skiliftb_lModautal-Neunkirchen.html">Neunkircher Skilifts</a> bis in den Wald, irgendwo zwischen Neunkircher Höhe, Rimdidim, und Steinkopf. Hier dann eine Linkskurve, und dem Talverlauf folgend weiter bergab in Richtung Steinau, begleitet vom äußerst szenischen Steinbach, der sich hier &#8211; mal links, mal rechts des Weges &#8211; in einem offenen Bett mit großen Steinen und kleinen Stromschnellen talwärts windet &#8211; sehr hübsch, dazu noch angenehm kühl (<a href="http://xenophil.de/bilder/Wandern_im_Fischbachtal.html">hier</a> hat jemand ein paar Bilder aus der Gegend gepostet, die Schutzhütte, die wie eine Bushaltestelle aussieht, liegt ebenfalls am Weg N1).</p>
<p>Nach einem knappen km angenehmen Bergablaufens erreichte ich <a href="http://www.fischbachtal.de/index.cfm?fuseaction=ortsteile&#38;id=13">Steinau</a>, ein idyllisches Örtchen in einem versteckten Seitental am oberen Ende des Fischbachtals, das zwar nur aus einer Strasse zu bestehen scheint, die dafür aber ewig lang ist.<br />
Der folgte ich dann auch erstmal weiter abwärts durchs Dorf, das gleich zu Anfang mit einer ungewöhnlichen Melange aus alten Fachwerk-Gehöften und avantgardistisch anmutenden Nurdach-Häusern (das Wort gibt´s sogar, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nurdach-Haus">sagt die Wikipedia</a> &#8211; wieder was gelernt!) &#8211; die Gehöfte setzten sich in Richtung Ortsmitte aber schnell durch.</p>
<p>Fast einen Kilometer durchs Dorf, dann kurz vor dem Schulhaus rechts hoch, auf den Weg F1, der aus Steinau hinaus auf den Mühlberg führt &#8211; hier durfte ich dann ersmtals klettern, der Weg geht nämlich recht steil bergauf, dazu lag er in der prallen Nachmittagssonne und war somit ziemlich warm. Immerhin war unten in Steinau offensichtlich ein weiteres dieser Spätsommer/Frühherbst-Volksfeste im Gange, weswegen mein Aufstieg von den Klängen eines mittelgroßen Blasorchesters beflügelt wurde, das just in dem Moment einsetzte, als es aufwärts ging &#8211; durchaus hilfreich.</p>
<p>Den Hang hinauf, oben durch ein kleines, angenehm schattiges Waldstück, dann über dem nächsten Seitental wieder ins offene Gelände, wobei ich erstmals einen Blick auch den Höhepunkt (sightseeing-technisch, nicht geografisch) meiner heutigen Tour werfen konnte, denn linkerhand kam unvermittelt der <a href="http://www.schloss-lichtenberg.de/bild.php?bild=8">weisse Kasten von Schloss Lichtenberg</a> auf der anderen Seite des Fischbachtals in Sicht &#8211; schön!<br />
Dann ging´s auch schon wieder abwärts, nach <a href="http://www.fischbachtal.de/index.cfm?fuseaction=ortsteile&#38;id=20">Meßbach</a>. Auch dieser Ort liegt ziemlich idyllisch im Talgrund, und er ist sogar noch kleiner als Steinau. Unten auf der Dorfstrasse bog ich rechts ab und folgte weiter dem Weg F1 in Richtung Talende (eigentlich hätte ich links gemusst, und gleich die andere Talwand wieder hoch, aber dieser Weg wäre praktisch gerade den Hang hinauf gegangen, und sah zudem extrem lang und steil aus, darauf hatte ich keine Lust, deswegen lief ich spontan eine Ausweichroute).</p>
<p>Ca. 200 m. durch Meßbach (wie gesagt: Klein und pittouresk), dann ging es links hoch, ebenfalls bergauf, ebenfalls ein sehr ordentlicher Anstieg, aber insgesamt doch gut zu bewältigen. Erst etwas durch Obstbaumwiesen, dann einen hübschen Waldrand entlang bis auf den Höhenkamm, dort links, in das Wäldchen am Schreckskopf, und schließlich auf der anderen Seite des Wäldchens auf die Nonroder Höhe, einem offenen Hochplateau auf dem Bergrücken zwischen Fischbachtal und Fränkisch-Crumbach. Tolle Aussicht: Links das Fischbachtal und dahinter der nördliche vordere Odenwald und ein bisschen Bergstrasse, rechts das breite, tiefe Gersprenztal und dahinter die bewaldeten Höhenzüge des mittleren Odenwalds in Richtung Bad König und Michelstadt (leider war es zu diesig für eine richtig gute Fernsicht, sonst wäre sogar noch mehr zu sehen gewesen &#8211; trotzdem beeindruckend).</p>
<p>Geradaus auf dem Höhenweg weiter (Wegmarkierung der Stunde: Blaues Dreieck), vorbei am Parkplatz zwölf Apostel, der ebenfalls ratzevoll war, und weiter in das große Waldstück auf dem Höhenzug zwischen Fränkisch-Crumbach, Wersau und Niedernhausen. An sich äußerst angenehm zu laufen: Ein breiter, bequemer Waldweg, schattig und doch nicht zu finster, links und rechts gesäumt von einem breiten Band aus Wildblumen, dazu praktisch eben, ohne nennenswerte Höhenunterschiede.<br />
Hätte perfekt sein können, wenn sich nicht meine rechte Ferse zu Wort gemeldet hätte. Die hatte schon den ganzen Lauf etwas gezwickt und gescheuert, jetzt fing sie an richtig weh zu tun. Ein kurzer Check bestätigte meine Befürchtung: Ich hatte mir eine große Blase gelaufen, und das, obwohl ich die Schuhe jetzt seit über einem halben Jahr benutze, und seit Monaten keinerlei Probleme mit ihnen hatte!<br />
Mist!<br />
Natürlich hatte ich kein Pflaster dabei, und war hier oben mitten im Nichts, also hieß es erstmal Zähne zusammenbeissen, Schuh etwas fester schnüren (erst hatte ich´s kurz mit lockerer versucht, aber das machte es nur noch schlimmer) und vorsichtig weiterlaufen, auch wenn´s äußerst unangenehm war.</p>
<p>Nach eineinhalb km erreichte ich eine große Wegkreuzung im Wald und folgte dem blauen Dreieck nach links, dann auf dem weiterhin sehr angenehmen Höhenweg weiter durch den Wald.<br />
Laut ursprünglichem Plan hätte ich hier ca. 1 km weiterlaufen sollen, dann auf den Fahrradweg 26 links bergab gemusst. Das klappte allerdings nicht so richtig, denn laut einem Wegweiser bog der Weg bereits nach wenigen hundert Metern links ab (das erste Mal überhaupt, dass Wanderkarte und Beschilderung vor Ort sich aktiv widersprechen), also lief ich eben bereits da runter.<br />
Das war aber dann doch deutlich zu früh.<br />
Nach einem kurzen Stück wurde mir klar, dass ich den Weg, auf dem ich mich jetzt befand, von einer früheren Wanderung kannte, und dass er an einer Stelle im Fischbachtal herauskommen würde, zu der ich eigentlich nicht wollte. Also bog ich, anstatt ihm weiter zu folgen, spontan rechts auf einen unmarkierten Pfad ab, der ungefähr in die geplante Richtung führte.</p>
<p>Hier ging´s relativ steil bergab durch einen dunklen Nadelwald, zudem war der Weg äußerst unregelmäßig und schlecht zu laufen, was meine Blase zu einer echten Qual werden ließ. Autsch.<br />
Wenigstens begradigte er sich nach ein paar Minuten etwas und führte graduell an den Waldrand, wo ich schließlich auf einen etwas besseren Fußweg wechseln konnte, der über eine kleine, offene Anhöhe oberhalb von Niedernhausen (mit tollem Blick ins Tal und auf Schloss Lichtenberg) grob talabwärts führte.<br />
Vorbei an diversen eingezäunten Weiden voller Pferde, Kühe, und sogar einer großen Herde Gänse, die seelenruhig zwischen dem Hornvieh weideten, ein kleines Stück steil runter, dann rechts, und ich hatte östliche obere Ende von Niedernhausen erreicht und war damit wieder auf Kurs!</p>
<p>Von oben in die Wersauer Strasse, dort links durch das Wohngebiet weiter talwärts in Richtung des Ortskerns von <a href="http://www.fischbachtal.de/index.cfm?fuseaction=ortsteile&#38;id=19">Niedernhausen</a>, das ja, wie der Name vermuten lässt, ziemlich niedrig und ein bisschen geduckt (aber trotzdem recht hübsch, gerade aus der Richtung aus der ich kam) direkt unterhalb von Lichtenberg liegt, das seinerseits majestätisch auf dem Bergrücken obendrüber throhnt.<br />
Dort unten zumindest geografisch auf dem Tiefpunkt meiner Tour angekommen: Weniger als 180 m.ü.NN. (von knapp 520 in Neunkirchen), damit war der leichte Teil endgültig vorbei, von jetzt an würde es tendenziell nur noch bergauf gehen, und das nicht zu knapp. Keine ganz angenehme Vorstellung, angesichts meiner weiterhin pochenden Blase und der Tatsache, dass ich mich schon nicht mehr ganz so taufrisch fühlte.<br />
Aber hey, was muss, das muss! Also gleich wieder bergauf, steil die Strasse &#8220;Am Schlossberg&#8221; auf &#8211; oh Wunder &#8211; den Schlossberg rauf, oben auf die Fahrstrasse gestossen, und der dann schwitzend und schaufend rechts um den Berg herum weiter aufwärts bis nach <a href="http://www.fischbachtal.de/index.cfm?fuseaction=ortsteile&#38;id=9">Lichtenberg</a> (mit dem Auto war mir dieses Stück irgendwie nie so lang und steil vorgekommen&#8230;).</p>
<p>Lichtenberg ist meiner Meinung einer der hübschesten Orte im ganzen vorderen Odenwald: Ein kleines Dörfchen, das spektakulär auf einem Höhenrücken sitzt und entsprechend einen tollen Blick vor allem nach Norden in die Ebene bietet. Mitten drin ein kleiner, gepflaster Marktplatz (auf dem im Dezember immer ein sehr stimmungsvoller Weihnachtsmarkt stattfindet), der von schönen, alten Häusern umrundet wird. Dominiert wird das ganze von zwei Bauwerken, die jeweils noch einmal leicht erhöht stehen, einerseits dem  <a href="http://www.fischbachtal.de/index.cfm?fuseaction=sehenswertes&#38;id=68">Bollwerk</a>, einem wuchtigen Festungsturm, der früher als Geschützplattform diente, und natürlich dem <a href="http://www.schloss-lichtenberg.de/">Schloss </a>, einem beeindruckenden und weithin sichtbaren Renaissancebau auf der äußersten Spitze der Anhöhe. Wie gesagt: Eines der lohnendsten Ziele in der ganzen Gegend.</p>
<p>Auch wenn ich nach dem Anstieg schon ziemlich schwer atmete, musste ich hier oben natürlich auch noch mal aufs Schloss hoch (ein weiterer Fall von &#8220;Wenn ich schon mal da bin&#8230;&#8221;), also bog ich oben angekommen gleich links ab und lief durch die <a href="http://www.meinestadt.de/kreis-darmstadt-dieburg/bilder?id=58303">kleine Altstadt</a> weiter bergauf. Hier war sogar noch mehr los, als ich an so einem schönen Sonntagnachmittag erwartet hätte: Menschen, Menschen, Menschen, dazu waren mehrere Bierzelte und Getränkestände aufgebaut &#8211; anscheinend hatte ich den zweiten Tag des <a href="http://www.fischbachtal.de/images/aktuelles/download348.pdf">&#8220;Fischbachtal Aktiv&#8221;</a>-Wochenendes erwischt, bei dem offensichtlich so einiges los war (das erklärte auch nachträglich die Volksfeststimmung mit Blasmusik in Steinau).<br />
Vorbei an dem ganzen Trubel zum Schlosstor, durch den dunklen Eingangstunnel, vorbei am <a href="http://www.schloss-lichtenberg.de/bild.php?bild=12">Marstall und der Zehntscheuer</a> auf den <a href="http://www.schloss-lichtenberg.de/bild.php?bild=14">eigentlichen Schlosshof</a>, dort eine kurze Pause um was zu trinken, die Aussicht zu geniessen, und sich über immer unangenehmer auffallende Blase zu ärgern.</p>
<p>Weiter durch die Pforte vor dem <a href="http://www.schloss-lichtenberg.de/bild.php?bild=15">dritten Tor</a>, und auf den Pfad aussen ums Schloß herum, am hinteren Schlossgarten vorbei, kurz einen Blick nach unten in den Biergarten des <a href="http://www.alt-lichtenberg.de/alt_lichtenberg_1/web-content/css/startseite.html">Alt-Lichtenberg</a> direkt an der Mauer geworfen (auch hier war´s rammelvoll, unter anderem hatte man anläßlich von &#8220;Fischbachtal Aktiv&#8221; ein Gehege mit <a href="http://www.alligatore.de/">lebenden Krokodilen</a> aufgebaut, ein Anblick, den ich hier jetzt wirklich nicht erwartet hätte), dann wieder runter vom Schloss zurück in die Altstadt.</p>
<p>Obwohl ich schon oft genug in Lichtenberg gewesen bin, hatte ich es bisher nie auf das <a href="http://www.schroebel.net/Fischbachtal/html/bollwerk.html">Bollwerk</a> geschafft, höchste Zeit, das doch auch gleich noch mal nachzuholen &#8211; Bollwerk, here I come!<br />
Den Eintritt (50 Cent) für die Besteigung des mächtigen Turms zahlt man in dem kleinen Andenkenladen an der Ecke unterhalb des Turmes, also nix wie rein und bezahlt.<br />
Da meine Blase inzwischen fast unerträglich war, fragte ich den freundlichen älteren Herrn an der Kasse auch gleich nach einem Pflaster, um das vermaledeite Ding zumindest notdürftig zu polstern. Und tatsächlich &#8211; er verwies mich an seine (mindestens genauso freundliche) Frau, die mir nicht nur ein Pflaster holte, sondern gleich auch noch ein Desinfektionsspray mitbrachte.<br />
Und dafür wollten sie noch nicht mal was annehmen. Supernett!!<br />
Soviel Hilfsbereitschaft gehört natürlich belohnt, deshalb, geneigter Leser, solltest Du mal nach Lichtenberg kommen (wie gesagt, ich kann´s nur empfehlen), begib dich doch bitte auch in den Andenkenladen &#8220;Lina´s Geschenktruhe&#8221; und kauf´ den beiden freundlichen älteren Herrschaften dort was ab, die sind so freundlich und hilfsbereit, die haben das allemal verdient!!!!</p>
<p>Frisch verarztet und leicht rührselig von soviel Unneigennützigkeit konnte ich dann auch das Bollwerk erklimmen. Auch von innen sehr wuchtig, mit überraschend breiten Treppen (ist halt aus der frühen Neuzeit und nicht aus dem Mittelalter, da mochte man es schon etwas großzügiger), mit einer weiteren grandiosen Aussicht von oben.</p>
<p>Kurz dort oben verweilt, dann Abstieg und weiter, die Dorfstrasse hoch. Hinter dem alten Schulhaus rechts runter, und auf einem Trampelpfad am Ortsrand entlang zum Eselsbrunnen und dem Parkplatz Riedbusch unterhalb des Dorfes. Da auf dem Parkplatz eine weitere Freßbude aufgebaut war, und ich inzwischen eine gewisse Ermüdung nicht mehr verleugnen konnte, nutzte ich die Gelegenheit zu einem Becher Cola (Zucker, Koffein UND Flüssigkeit &#8211; das sind ja gleich drei gute Dinge auf einmal&#8230;), bevor ich am hinteren Ende des Parkplatzes wieder leicht bergauf in den Wald lief.</p>
<p>Ursprünglich hatte ich überlegt, den Berg hinter Lichtenberg (&#8220;Altscheuer&#8221;) direkt zu überqueren und an der interessanten alten keltischen Ringwallanlage <a href="http://www.schroebel.net/Fischbachtal/html/heuneburg.html">Heuneburg</a> vorbeizulaufen, aber da ich mich erinnerte, dass das ein ziemlich fieser Anstieg war, verzichtete ich lieber darauf. Stattdessen nahm ich lieber den sehr angenehmen, ebenen Waldweg nördlich um den Gipfel herum (Markierung: Gelbe 5).</p>
<p>Nach anderthalb Kilometern hätte ich eigentlich links hoch gemusst, um in Richtung Lützelbach zu kommen (Markierung F2). Allerdings übermannte mich dort der Ehrgeiz, und ich beschloss stattdessen, einen Abstecher rechts runter ins Tal hinter Klein Bieberau zu laufen, um so an der Schnakenmühle eine Verbindung zu unserer <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/07/31/durch-den-odenwald/">ersten Odenwaldtour</a> herzustellen.<br />
Zugegeben, angesichts der Tatsache, dass es dabei erstmal bergab ging (und ich ja eigentlich bergauf wollte, also mir jeden Höhenmeter, den ich jetzt verlor, für später wieder aufbürdete) und dass ich alles andere als taufrisch war, keine besonders weise Idee, aber solang ich bergab laufen konnte, erschien sie mir auch nicht so richtig dumm (das kam dann erst auf dem Rückweg bergauf&#8230;).</p>
<p>Also ein paar hundert Meter runter durch den Wald, über einen völlig überfüllten staubigen Parkplatz mit hohem Verkehrsaufkommen (fahrende Autos + staubiger Weg = Dreck Fressen), bis zur Landstrasse, dort einen kleinen Schlenker bis zu dem Punkt, wo wir seinerzeit in Richtung Asbach abgebogen waren, und wieder zurück über den Parkplatz. An dessen Ende allerdings nicht mehr in den Wald hinein, sondern vorher rechts in Richtung <a href="http://www.hottenbacher-hof.de/">Hottenbacher Hof</a>.<br />
Von der Wanderkarte hatte ich ganz dunkel in Erinnerung, dass der schnellste Weg auf meine ursprüngliche Route irgendwie zwischen Wald und offenem Gelände entlanglaufen müsse, also erklomm ich bei der nächstbesten Gelegenheit den Hang zum Waldrand, wo mich tatsächlich ein Weg erwartete.<br />
Na ja, oder zumindest sowas in der Richtung.<br />
Eigentlich war´s ein steinige, steile, unebene, dornenbewachsene und zuweilen kaum erkennbare grobe Furche im Boden, die sich unglaublich schlecht laufen liess &#8211; aber da sie mein einziger verfügbarer Orientierungspunkt war, folgte ich ihr dennoch, mehr schlecht als recht.<br />
So quälte ich mich oberhalb des Hofes entlang, brach mir ein, zwei Mal fast die Haxen, verpasste mir mehrere unfreiwillige Waden-Akupunkturen mittels der abundanten Brombeerhecken &#8211; und stiess schließlich auf den Weg, den ich eigentlich hatte nehmen wollen. Der verlief etwas unterhalb der Todespiste, die ich gerade absolviert hatte, war breit, gut gepflegt, und wenn ich nicht auf besagte Todespiste eingebogen wäre, hätte ich ihn von Anfang an durchlaufen können.<br />
Na Prima!</p>
<p>Immerhin ging´s jetzt deutlich angenehmer, den Berg hoch durch den Wald bis zur Anhöhe oberhalb von Billings (auch hier: &#8220;Fischbachtal Aktiv&#8221;-Festzelte mitten in der Pampa), wo ich rechts auf den Weg mit dem roten Quadrat (dem &#8220;Main-Stromberg-Weg&#8221;) in Richtung Lützelbach einbog. Ein Stück durch die Wiesen am Scheidkopf, dann wieder in den Wald, die letzte Steigung vor Lützelbach.</p>
<p>Hier vielleicht ein kleiner Exkurs: Lützelbach liegt unterhalb von Neunkirchen. Es ist also relativ gesehen niedriger.<br />
Absolut gesehen liegt es aber mitten auf einer Passhöhe, und die ist immer noch hoch.<br />
Verdammt hoch sogar.<br />
Besonders wenn man vom wesentlich niedriger liegenden Fischbachtal kommt.<br />
Dann ist Lützelbach nämlich auf einmal gesehen relativ hoch.</p>
<p>Diese an sich recht banale Erkenntnis durfte ich jetzt am eigenen Leib erfahren &#8211; die Steigung durch den Wald in Richtung Lützelbach war mörderisch steil, und wollte zudem kein Ende nehmen. Die ersten paar Meter schleppte ich mich noch bergauf, dann kapitulierte ich, und fing an zu gehen &#8211; ich war einfach schon zu erschöpft, um mir das jetzt noch um jeden Preis antun zu müssen.</p>
<p>Selbst oben, am Waldrand, ging es weiter bergauf, wenn auch etwas moderater, das konnte ich dann wieder Joggen. Also noch die paar hundert Meter bis <a href="http://modautal.cross-mail.com/modules.php?name=MiscContent&#38;grp=ortsteile&#38;select=luetzelbach">Lützelbach</a>, geradaus durchs Dorf (auch gar nicht so unansehnlich, auch wenn ich zu diesem Zeitpunkt mehr mit Atmen als mit Umsehen beschäftigt war), dann links, über die Landstrasse, und schließlich zum den letzten Aufstieg nach Neunkirchen.<br />
Ach du je. Das war mal anstrengend. Eigentlich gar nicht mehr so steil, aber mir taten die Beine weh, die Blase nervte, richtig Luft hatte ich auch keine mehr, und die verdammte Steigung wollte und wollte einfach nicht aufhören nehmen (als ich vor ein paar Tagen von Brandau kommend hochgelaufen war, war das entschieden weniger schlimm, obwohl es sogar noch weiter bergauf ging &#8211; wir sehen: Steigung ist subjektiv, und hängt u.a. von der Tagesform ab).<br />
Also erst bis zum oberen Ende von Lützelbach, dann durch den Wald, dann wieder auf irgendeine Wiese, Blick auf Neunkirchen (Erster Gedanke: &#8220;Ach du scheisse, immer noch nicht oben&#8221;), dann plötzlich der untere Ortsrand, die letzten Meter bis zum Dorfplatz, und schließlich &#8211; auf dem letzten Loch pfeifend &#8211; der rettende Parkplatz samt Auto. Geschafft! Puuuh!</p>
<p>Fazit: Heidenei, das war sehr, sehr anstrengend! Ich hatte den Anstieg von Niedernhausen zurück nach Neunkirchen wohl doch etwas unterschätzt, besonders auch weil es ja auch schon zwischenzeitlich einige anspruchsvolle Kletterpartien gab (mal ganz zu schweigen von dem extrem kraftaufwändigen Umweg über die Schnakenmühle). Dazu die überraschend hohen Temperaturen und die Blase, die meinen Laufrhytmus deutlich beeinträchtigte, und vielleicht auch der letzte Berglauf, der mir womöglich noch etwas in den Knochen steckte, das alles machte den Lauf ein bisschen Unrund und kostete &#8211; gerade in der zweiten Hälfte &#8211; Unmengen an Kraft.<br />
Andererseits war es wieder mal eine wunderschöne Route, die gerade angesichts des tollen Wetters für vieles entschädigte. Kein Zuckerschlecken, insgesamt hat´s aber doch viel Spass gemacht! Vielleicht keine perfekte Joggingstrecke, aber zumindest als potentielle Wandertour kann man´s mal im Hinterkopf behalten.</p>
<p>Strecke: 22,6 km<br />
Zeit: 3:03 h (ca. 7,1 km/h bzw. ca. 8:28 min/km &#8211; sehr langsam, aber eben auch sehr anspruchsvoll, dazu mit vielen Pausen und am Ende ein bisschen Gehen).<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/09/fischbachtal2.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/09/fischbachtal2.jpg?w=128" alt="" width="128" height="92" class="alignnone size-thumbnail wp-image-145" /></a></p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/21491">Interaktive Streckenkarte</a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Sololauf: Aufs Dach des Odenwaldes - Neunkircher Höhe (17,6 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2007/09/20/sololauf-aufs-dach-des-odenwaldes-neunkircher-hohe-175-km/</link>
<pubDate>Thu, 20 Sep 2007 15:02:09 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2007/09/20/sololauf-aufs-dach-des-odenwaldes-neunkircher-hohe-175-km/</guid>
<description><![CDATA[Tja, meine mit-Jogger sind weiterhin in den (Un)Tiefen des Hauptstadtdschungels unterwegs, also auch]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Tja, meine mit-Jogger sind weiterhin in den (Un)Tiefen des Hauptstadtdschungels unterwegs, also auch heute ein Sololauf.<br />
Interessanterweise fiel mir die Motivierung dafür relativ schwer &#8211; wenn man sich erst mal wieder ans Joggen in Gesellschaft gewöhnt hat, ist der Gedanke an einen längeren Lauf so ganz allein erst mal ein bisschen ungewohnt, selbst wenn man &#8211; so wie ich &#8211; jahrelang alleine gejogged ist.<br />
Aber was soll´s, gelaufen werden musste natürlich trotzdem.</p>
<p>Als Route für heute hatte ich mich für ein echtes Schmankerl entschieden, das ich mir extra für so eine Situation aufgespart hatte: Von Jugenheim auf die Neunkircher Höhe.<br />
Oder auch: Klettern, klettern, klettern!<br />
Wheeeeee!! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' /><br />
Im Ernst: Ich mag das.<br />
<!--more--></p>
<p>Um det Janze mal kurz geografisch zu veranschaulichen: Jugenheim liegt am Fuß der Bergstrasse, auf ca. 130 m. ü. NN. Die Neunkircher Höhe ist der höchste Punkt des nördlichen Odenwaldes, und bringt es auf 605 m. ü. NN. &#8211; also theoretisch ein Aufstieg von ca. 470 respektablen Höhenmetern. Praktisch ist es aber noch Einiges mehr, denn um da hochzulaufen, muss man mindestens mal einen oder zwei weitere Höhenzüge im vorderen Odenwald hoch- und wieder runterlaufen, die natürlich auch noch mal gut zu Buche schlagen.<br />
Also ein echter Berglauf, und zudem noch auf eine Höhe, die fast 100 m. höher ist, als alles, was ich bisher erjogged habe (Melibokus: ca. 517 m. ü. NN.) &#8211; auf jeden Fall eine Superherausforderung!</p>
<p>Vor dem Lauf erst mal zwei wichtige Fragen:</p>
<p>1.) Was soll ich nur anziehen?<br />
Klassischerweise eine abgedroschene Klischee-Frauenfrage, doch zuweilen auch durchaus für den männlichen Jogger von Bedeutung, besonders wenn Wetter und Temperaturen nicht so ganz eindeutig sind. Im Hochsommer, bei 28 Grad und Sonne, ist alles klar (kurz und leicht), genauso wie im Spätherbst bei 8 Grad und Nieselregen (lang und warm).<br />
Aber gerade das momentan herrschende Übergangswetter ist da immer so ein bisschen tricky &#8211; zu warm angezogen riskiert man, sich kaputt zu schwitzen, wenn man zu leicht bekleidet ist kühlt man eventuell zu sehr aus. Schwierig, schwierig.<br />
Heute z.B. herrschte zwar einerseits schönster Sonnenschein, aber es war trotzdem nicht so richtig warm (12 Grad), dazu ein kühler bis kalter Wind, also entschied ich mich für einen Kompromiß (besonders auch deshalb, weil´s auf den Anhöhen und im Wald ja meist noch mal deutlich kälter ist): Langärmliges Shirt und kurze Hose (stellte sich als gute Wahl heraus).<br />
Erste Frage: Beantwortet!</p>
<p>2.) Welche Route auf die Neunkircher Höhe?<br />
Auch hier war etwas Vorausplanung vonnöten, auch deshalb, weil ich eine ganze Menge Respekt vor der Strecke hatte. Prinzipiell gab es drei Varianten: Nordroute (Tannenberg, Steigerts, Allertshofen), Südroute (Melibokus, Felsberg, Beedenkirchen), oder den Mittelweg (Heiligenberg, Kuralpe, Beedenkirchen). Immerhin war die Wahl hier nicht ganz so schwer: Die Nordroute hätte vor dem Ziel über insgesamt drei Anhöhen geführt, das war mir zu viel. Die Südroute hatte zwar nur zwei, aber die waren dafür um so happiger (Melibokus bis auf knapp 460 m., Felsberg entweder bis auf 480 m. oder einen Riesenumweg mit maximal 450 m.), war also auch nix.<br />
Blieb die Mittelroute: Ein langer Anstieg bis zur Kuralpe, dann tendenziell gerade (na ja, irgendwie so halt&#8230;) bis Brandau, da dann noch mal ordentlich hoch. Klang machbar, damit war die zweite Frage auch beantwortet.<br />
Es konnte losgehen.</p>
<p>Start gegen 11:45, wie bereits erwähnt wunderschönes Herbstwetter, wenn auch etwas frisch.<br />
Erstmal gemächlich durch Jugenheim : Pauerweg, Hauptstrasse, bis zum Eingang des Heiligenbergs am <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:Seeheim-Jugenheim_urba_biblioteko_2.jpg">alten Rathaus</a>, hier rechts hoch, den gepflasterten Fußweg unterhalb der <a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/3b/Seeheim-Jugenheim_pre%C4%9Dejo_Bergkirche_2.jpg">Bergkirche</a> bergauf, dann geradaus den recht steilen, Esskastaniengesäumten Waldweg bis zur Fahrstrasse auf dem Bergrücken.<br />
Die Strasse weiter bergauf, vorbei am wunderschön-idyllischen Schloßteich, bis zum ebenso wunderschönen <a href="http://www.oj.h-da.de/projekte/ws0304/ladadi/sue_heiligenberg.htm">Schloss</a>, wie immer ein großartiger Anblick. Heute war sogar mal der Schlosshof auf, so dass ich einen kleinen Schlenker durch die Anlage laufen konnte (sowas lasse ich mir doch nicht entgehen&#8230;).</p>
<p>Weiter ums Schloß herum, dann an den Parkplätzen (bis vor einigen Jahren waren hier schöne Obstbaumwiesen, die dann aber vom Land Hessen wegplaniert wurden, um mehr Parkraum für das im Schloss angesiedelte Lehrerfortbildungsinstitut zu schaffen &#8211; anscheinend war es den Lehrern nicht zuzumuten, die paar hundert Meter vom Parkplatz am Nonnebrünnchen zu Fuß zurückzulegen. Pfft&#8230;) scharf rechts Hoch in Richtung Marienberg.</p>
<p>Da ich nicht langwierig um die Bergkuppe herumlaufen wollte, nahm ich den unmarkierten, steilen Weg gerade den Hang hoch. Der stellte sich recht schwierig heraus: Überwuchert mit Brennesseln und Dornen, tendenziell eher schmal und uneben, an einer Stelle mit einer regelrechten, tiefschlammigen Wildschweinsuhle.<br />
Abenteuer!!<br />
Dafür war er aber so kurz wie erwartet, und bereits wenige Minuten später fand ich mich auf der offenen Fläche an der Kaiserbuche oberhalb von Balkhausen wieder (sehr pittouresk: Weide mit ein kleinen struppingen Pferden, rechts unten das Dorf, dahinter der Melibokus von hinten, gerade im Sonnenschein sehr hübsch).</p>
<p>Damit war ich auch auf dem Wanderweg SJ2 (Markierung &#8211; oh Wunder &#8211; SJ2), der bis zur Kuralpe führt. Also weiter geradeaus, auf dem asphaltierten Weg wieder in den Wald, dort dann rechts hoch, stetig bergauf (bergauf, bergauf, immer nur bergauf!) vorbei am versteckten Weiler Hainzenklingen, dann durch das weit geschwungene Bachtal am Vogelherd (so heisst der Berg hinter Balkhausen wohl) bis hinauf zur Schutzhütte am Staffeler Kreuz und dem Waldrand.<br />
Hier machte sich das Training der letzten Monate überaus positiv bemerkbar &#8211; als ich die Steigung das letzte mal im Oktober 06 hochgelaufen war, war sie mir unglaublich fies vorgekommen &#8211; jetzt war sie zwar anspruchsvoll, aber kein größeres Problem &#8211; ein gutes Gefühl.</p>
<p>Vom Waldrand aus durch die schöne Wiesenlandschaft leicht bergab bis zur <a href="http://www.kuralpe.de/geschichte.php">Kuralpe</a>, dort wie bei unserem <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/09/15/hutzelstrasse-aufs-felsenmeer-128-km/">Lauf letzten Samstag </a>links hoch auf den Rosenweg, den die Bergflanke entlang in Richtung Osten (Markierung: Gelbe 7/Fahrradweg). Dabei erstmals ein vollständiger Blick auf die Neunkircher Höhe, die schon ziemlich nah und gar nicht soo hoch wirkte (aber das ist ja immer so &#8211; von weitem sehen die Dinger nie besonders hoch oder steil aus, das merkt man immer erst, wenn man sie hochläuft&#8230;).<br />
Diesmal aber nicht rechts zum Felsenmeer hoch, sondern den Rosenweg weiter geradeaus, bis auf die Anhöhe oberhalb von Beedenkirchen, dort dann extrem steil bergab ins Dorf (Denselben Weg waren wir bei unserer <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/08/12/einmal-um-den-felsberg-12-13-km/">Tour um den Felsberg</a> vor einigen Wochen ja schon mal in umgekehrter Richtung gelaufen &#8211; wie erinnern uns: Als Aufstieg war er unglaublich fies, heute bergab war´s irgendwie kein Problem&#8230;).</p>
<p>In Beedenkirchen durch die langezoggene Schlössergasse zum Ortskern (sehr hübscher Blick von hinten auf die Dorfkirche, hatte ich noch nie aus diesem Blickwinkel gesehen), dann links in die Reichenbacher Strasse (Ab hier: Markierung weisser Balken) und gleich wieder rechts, Hechlergasse und Pflasterweg hoch, vorbei an einem Steinmetzbetrieb mit (laut Schild) &#8220;großer Grabsteinausstellung hinter dem Haus&#8221;, dann ging´s schon wieder auf dem Dorf raus.</p>
<p>Durch einen kleinen Hohlweg vorbei an Maisfeldern ca. 500 m. bergauf, dann eine scharfe Linkskurve auf den Feldweg am Höhenrücken, durch eine schöne Nußbaumallee ostwärts (weiterhin leicht bergauf). Vorbei an Weiden voll stoischer Kühe und Feldern voll nervöser Krähen (sah schon fast ein bisschen nach Hitchcocks &#8220;Die Vögel&#8221; aus) auf ungefähr gleichbleibender Höhe weiter dabei teilweise ein guter Blick in die Ferne (war aber etwas diesig), oberhalb der charakteristischen Kirche der Kriegsgräbergedenkstätte nach Brandau hinein.</p>
<p>Dort erstmal wieder runter in den hübschen alten Ortskern, dort rechts, dabei fast von einem Überlandbus geplättet worden &#8211; ist recht eng da, also vorsicht!<br />
Dem weissen Balken folgend ca. 400 m durch die Lützelbacher Strasse oberhalb des Talgrundes (da gibt´s eine Strasse namens &#8220;Im Hafen&#8221; &#8211; írgendwie etwas ungewöhnlich hier oben, so weit ab von jedwedem schiffbaren Gewässer), dann gegen Ortsausgang rechts in den Neunkircher Weg &#8211; Der letzte Aufstieg!</p>
<p>Der Neunkircher Weg beginnt erst mal recht moderat &#8211; mit einer angenehmen Steigung aufwärts ein paar hundert Meter durchs Wohngebiet bis zum Ortsausgang, dann einen hübschen Naturlehrpfad (sehr schöne Bildtafeln) zwischen Waldrand (links) und einem offenen Wiesental (rechts) hoch, alles sehr angenehm, bis dahin kein Problem.<br />
Am Ende des Tals geht´s dann in den Wald, und hier wir´s plötzlich ziemlich steil &#8211; noch laufbar, aber sehr anstrengend, und das mehrere hundert Meter, bis man am oberen Ende des Waldes auf die Fahrstrasse nach Neunkirchen trifft &#8211; und zwar immer noch deutlich unterhalb des Ortes.<br />
Puh!<br />
Also weiter, über die Strasse auf die offene Wiese am Hang unterhalb von Neunkirchen, und dann noch mal auf einem überwucherten Feldweg zwischen Obstbäumen (Markierung N3) ein paar hunder Meter weiter, und diesesmal so richtig sacksteil, eigentlich nicht mehr zu joggen.<br />
Hab´s trotzdem irgendwie geschafft, war zwar sehr anstrengend, aber immerhin nicht mehr allzu lang &#8211; auf einmal war ich oben im wunderschönen Höhenörtchen Neunkirchen, und lief, schwer atmend, an der charakteristischen gelben Kirche (siehe diesen <a href="http://images.google.com/imgres?imgurl=http://home.arcor.de/c.wasow/carstenwandern/fotos/14-3-2004/neunkirchen.jpg&#38;imgrefurl=http://home.arcor.de/c.wasow/carstenwandern/bilder2004-03-14.htm&#38;h=581&#38;w=770&#38;sz=49&#38;hl=de&#38;start=13&#38;um=1&#38;tbnid=GNeIH4-AgOGcqM:&#38;tbnh=107&#38;tbnw=142&#38;prev=/images%3Fq%3Dneunkirchen%2Bodenwald%26svnum%3D10%26um%3D1%26hl%3Dde%26rls%3Dcom.microsoft:de:IE-SearchBox%26rlz%3D1I7SUNA%26sa%3DN">Link</a>, drittes Bild in der obersten Reihe) auf den großen Parkplatz am oberen Ortseingang ein.</p>
<p>Geschaf&#8230;<br />
Äh, Moment mal.<br />
Das war ja erst Neunkirchen. Zwar schon auf respektablen 519 m.ü.NN. (und damit höher, als ich bisher jemals gejogged war), aber eigentlich wollte ich ja ganz nach oben, bis auf die Neunkircher Höhe, und da fehlten mir noch 86 Höhenmeter und ein paar km Strecke.<br />
Also noch nix mit geschafft, stattdessen immer noch weiter bergauf!</p>
<p>Vorbei am Friedhof über die Strasse, die kleine Steigung auf den Höhenweg am Waldrand, den erstmal geradaus (Markierung N2/Rotes Quadrat [Main-Stromberg-Weg]). Theoretisch tolle Fernsicht, praktisch aber weiterhin diesig, deshalb alles jenseits des Odenwalds nur schemenhaft. Trotzdem schön, gerade in der Spätsommersonne.<br />
Geradaus bis zum Waldrand, dann gleich links den asphaltieren Weg in den Wald hoch, schon wieder ziemlich steil. Nach 200 m. dann den ersten Waldweg rechts die Bergflanke entlang (&#8220;Hexenweg&#8221;), immer noch N2 (denn ich wollte nicht den kürzesten Weg zum Gipfel nehmen, sondern ihn von hinten kommend erlaufen).<br />
Ein ganzes Stück auf gleichbleibender Höhe (ging sogar wieder etwas bergab, das macht mir ein bisschen Sorgen&#8230;) durch den Hochwald, vorbei an der &#8211; eher unspektakulären &#8211; Lauterquelle, dann südwestlich des Gipfels noch mal kurz runter auf den Nibelungenweg (Markierung: Gelbes Quadrat), und auf verschlungenen Pfaden zwischen großen Felsblöcken schließlich gipfelwärts.<br />
Nach ein paar Minuten konnte man schon den Kaiserturm durch die Bäume sehen, da ging´s dann noch mal links hoch 100 m. Trampelpfad durch ein Felsenfeld, und ich war oben, auf der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Neunkircher_H%C3%B6he">Neunkricher Höhe</a>, 605 Meter über dem Meeresspiegel! Yay!</p>
<p>Dominiert wird der Gipfel ganz klar vom <a href="http://www.echo-online.de/kundenservice/a_detail.php3?id=208332">Kaiserturm</a>, einem weiteren der im Odenwald recht häufigen OWK-Aussichtstürme, von dem aus man einen unglaublichen Blick in alle Richtungen hat. Heute allerdings nicht, denn er war zu (nur am WE und an Feiertagen geöffnet), also musste ich mich mit dem spärlichen Blick durch die Bäume nach Osten und der Tafel mit Wanderzielen in der Umgebung zufrieden geben &#8211; war trotzdem ein Supergefühl!</p>
<p>Ab jetzt also nur noch abwärts (ganz ungewohnt, nach ziemlich genau zwei Stunden stetigem Bergaufrennen): Dem Hauptweg folgend runter vom Gipfel, dann nordostwärts auf dem Höhenrpcken entlang, vorbei an einer Art &#8220;Blitzableiterhäuschen&#8221; (keine Ahnung was das ist, eben eine eingezäunte Hütte im Wald mit viel Draht/Metall oben dran) bis zur riesigen, konstant rotierenden <a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/thumb/9/9e/Neunkirchner_Hoehe_Radarturm.jpg/180px-Neunkirchner_Hoehe_Radarturm.jpg">Radarantenne</a> am Nordende der Anhöhe (auch eingezäunt, laut Schild am Eingangstor gehört sie der deutschen Flugsicherung, aber angesichts der vielen &#8211; nun leerstehenden &#8211; Gebäude drumrum war das früher möglicherwise irgendwas Militärisches, keine Ahnung).<br />
An der Antenne vorbei, auf einem weiteren Naturlehrpfad (mit Tafeln wie &#8220;Vogelschutz ist Wichtig&#8221; und &#8220;Lebewesen im Walde&#8221; wirkte er etwas altbacken) auf einem schmalen, gekiesten Weg (N2) wieder runter zur Strasse, rüber, nach Neunkirchen rein, schnell noch eine Runde ums <a href="http://www.odenwald.de/sights/index.php?id=196">Ohly-Denkmal</a> auf dem kleinen aber stimmungsvollen Dorfplatz, fertig!!</p>
<p>Großartige Tour durch einen der schönsten Teile des Odenwaldes, und das an einem weiteren wunderschönen Tag &#8211; hat wieder mal einen Riesenspass gemacht. Teilweise sicher nicht ganz einfach, aber mit ein bisschen Kraft und Ausdauer durchaus zu bewältigen, und die Anstrengung allemal wert.<br />
Tatsächlich fühlte mich am Ende sogar noch ziemlich frisch, war also gar nicht so schlimm wie ich erwartet hätte, keinerlei Probleme mit Muksulatur, Gelenken, oder Ausdauer.</p>
<p>Strecke: 17,6 km<br />
Laufzeit: 2:13 h (also knapp 8 km/h bzw. 7,33 min/km &#8211; nicht schnell, aber angesichts der Tatsache, dass es meist bergauf ging, bin ich mehr als zufrieden).<br />
Karten:<br />
- Teil 1: Jugenheim bis Beedenkirchen<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/09/neunkircher-hoehe1.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/09/neunkircher-hoehe1.jpg?w=128" alt="" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-130" /></a></p>
<p>- Teil 2: Beedenkirchen bis auf die Neunkircher Höhe<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/neunkircher-hoehe2.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/neunkircher-hoehe2.jpg?w=128" alt="" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-518" /></a></p>
<p>- Gesamtstrecke:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/09/neunkircher-hoehe-gesamt.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/09/neunkircher-hoehe-gesamt.jpg?w=128" alt="" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-133" /></a></p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/19625">Interaktive Streckenkarte</a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Durch den Odenwald: Modautal (18,6 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2007/07/31/durch-den-odenwald/</link>
<pubDate>Tue, 31 Jul 2007 08:54:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2007/07/31/durch-den-odenwald/</guid>
<description><![CDATA[Gestern mit Ingo eine Route gelaufen, die ich schon lange mal ausprobieren wollte: Durch den nördlic]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Gestern mit Ingo eine Route gelaufen, die ich schon lange mal ausprobieren wollte: Durch den nördlichen vorderen Odenwald, vor allem Modautal. Wetter ok, etwas trüb und kühl, aber ein klein wenig mehr Sonne hätte der sehr schönen Strecke sicher auch nicht geschadet.</p>
<p>Startpunkt: Das östliche Ende von Ober-Beerbach (Da waren Rehe!). Von dort erst mal auf die Anhöhe, wo die <a href="http://www.hightown.de/html/360_5.html">Hutzelstrasse</a> verläuft (Da gab´s einen Bussard!), dann gleich wieder bergab, durch ein hübsches Waldstück (möglicherweise &#8220;Neutscher Irr&#8221;?) bis ins nächste Tal, nach <a href="http://modautal.cross-mail.com/modules.php?name=MiscContent&#38;grp=ortsteile&#38;select=hoxhohl">Hoxhohl</a>. Etwas den Talgrund an der Strasse entlang (die brauchen da mehr Radwege!), dann in Hoxhohl in die alte Darmstädter Strasse, und auf einem steilen Teilstück gleich wieder die andere Talseite nach oben, vorbei an mehreren Höfen und dem etwas seltsam gelegen lokalen Friedhof auf einen Höhenweg durch Felder und und Weiden (rechts runter müsste Brandau sein). Am Ende des Weges entgegen dem ursprünglichen Plan auf eine dieser einspurigen odenwälderischen Strassen/Feldweg-Combos eingebogen, weil die geplante Strecke geradeaus eher ein art wild wuchernde Wiese denn ein jogg-barer Pfad war, dafür dann die nächste links, um so zum Wald auf der Kuppenspitze zu kommen (der Weg war auch nicht besser, also hatten wir doch noch unseren Abenteuertrip durch ´ne Wiese).</p>
<p><!--more--><br />
Im Wald eigentlich alles richtig gemacht, aber durch einen kleinen Navigationsfehler meinerseits auf der Strasse zwischen Brandau und Klein-Bieberau erstmal 500 m in die falsche Richtung gelaufen, um dann etwas ratlos auf dem Waldparkplatz am Johannisberg rumzueiern (auf dem Satellitenbild, das ich als Orientierungshilfe dabei hatte, hat das irgendwie total anders ausgesehen&#8230;). Schließlich aber doch die richtige Entscheidung getroffen, und die Strasse durch den Wald in Richtung Klein-Bieberau genommen (dabei ein todesmutiges Eichhörnchen beobachtet, das fast von einer getunten odenwälder-Prollo-Karre überfahren worden wäre, sich aber irgendwie zwischen den Reifen durchmogeln kontte. Go Eichhörnchen!!).</p>
<p>Schließlich den Waldrand oberhalb von Webern erreicht und auf dem langen, abfallenden asphaltierten Weg, gesäumt von Wiesen und Kuhweiden und mit einem wunderbaren Blick auf den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Veste_Otzberg">Otzberg</a>, ins Tal runter bis nach <a href="http://modautal.cross-mail.com/modules.php?name=MiscContent&#38;grp=ortsteile&#38;select=kleinbieberau">Klein-Bieberau</a>. Durch das Dorf durch, und weiter der Strasse am Talgrund folgend bis zum Parkplatz (Schnakenmühle), da dann wieder hoch in den Wald und über den (angenehmerweise recht flachen) Bergrücken ins nörldliche Nachbartal, nach <a href="http://modautal.cross-mail.com/modules.php?name=MiscContent&#38;grp=ortsteile&#38;select=asbach">Asbach</a>, einem länglichen Strassendorf irgendwo im Nichts, wo wir bereits sehnsüchtig vom lokalen Dorftrottel erwartet wurden, der uns am Ortseingang mit einem leutseligen Schwall weinselig-inkohärenten Gestammels begrüßte (Wir sehen mal wieder: Der Alkohol ist der Fluch des primitiven Ureinwohners&#8230;).</p>
<p>Nach der Durchquerung Asbachs gings am Ortsausgang einen ordentlichen Anstieg hoch, um über die Anhöhe samt Wäldchen und kleinem Hohlweg nach <a href="http://modautal.cross-mail.com/modules.php?name=MiscContent&#38;grp=ortsteile&#38;select=ernsthofen">Ernsthofen</a> zu gelangen. Kurzer Abstieg in den Ort, dort einen kleinen Schlenker am ernsthöfer (ernsthofener?) Schloss, von dem man leider nicht allzuviel sehen konnte, dann der letzte Anstieg zurück auf die über uns aufragende Neutscher Höhe. Und der hatte es ganz schön in sich &#8211; erst durch die Wiesen vorbei am <a href="http://www.kjh-ernsthofen.de/">Jugendlager</a>, dann in den Wald rein (sehr hübsch, Aussichtspunkt mit Hütte, dazu Beerensträucher und ein Birkenhain, hatte irgendwie was Nordosteuropäisches), immer stetig und relativ steil Bergauf.</p>
<p>Als wir endlich oben waren eine kurze Orientierung mit Hilfe eines Spaziergängers, dann den Waldrand entlang (unter einem über den Weg gebauten Hochsitz durch &#8211; Ideen haben die Leute&#8230;) bis nach <a href="http://modautal.cross-mail.com/modules.php?name=MiscContent&#38;grp=ortsteile&#38;select=neutsch">Neutsch</a>, das so klein ist, dass es keine Strassennamen, aber immerhin eine pittoureske Kapelle gibt. Aber hübsch, und vor allem mit gut sicht- und lesbaren Wegweisern versehen, deshalb glatter Durchmarsch weiter in Richtung Ober-Beerbach.</p>
<p>Auf dem letzten Stück (asphaltiert, moderate Steigung) bis zur Neutscher Höhe haben wir dann noch mal ordentlich Tempo gemacht, unter den <a href="http://www.patrick-roeder.de/fotos/index.php?gallery=Verschiedenes/Geocaching/2004_08_24%20Geocache%20Neutscher%20H%F6he&#38;image=IMG_1307.JPG">Windrädern</a> durch bis auf die Hutzelstrasse, und die letzten Meter bergab zurück zum Auto ausgetrabt.</p>
<p>18,6 km, etwas über zwei Stunden unterwegs (mit einigen Orientierungspausen zwischendurch). Meine These, dass das dahinten &#8220;ein großes Hochplateau&#8221; ist, auf dem man auf mehr oder weniger konstanter Höhe durchlaufen kann, hat sich insgesamt nicht so ganz bestätigt, dazu waren´s dann doch zu viele Steigungen und Gefälle. Trotzdem war´s eigentlich sehr angenehm zu laufen, denn meist waren die vergleichsweise kurz, so dass man immer mal eine andere Belastung hatte, und nach den anstrengenden Parts schnell wieder verschnaufen konnte &#8211; entsprechend waren wir auch nach mehr als 15 km eigentlich noch topfit.</p>
<p>Interessant: Das Gefühl, mal am Anfang tendenziell bergab zu laufen, und erst in der zweiten Hälfte wieder hoch &#8211; das genaue Gegenteil vom typischen Lauferlebnis an der Bergstrasse.</p>
<p>Insgesamt eine wirklich schöne, abwecklungsreiche Strecke, mit einer guten Mischung aus offenen Feldern und Weiden, verschiedenartigen Waldstücken, und hübschen kleinen Odenwalddörfern, garniert mit einigen beeindruckenden Aussichtspunkten, und als Bonus das großartige Gefühl, mal wieder einen neuen Landstrich &#8220;entdecken&#8221; zu können. So macht´s Spass!</p>
<p>Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/02/modautal1.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/02/modautal1.jpg?w=128" alt="" width="128" height="92" class="alignnone size-thumbnail wp-image-407" /></a></p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/19419">Interaktive Streckenkarte</a></p>
<p><a href="http://maps.google.com/maps/ms?ie=UTF8&#38;hl=de&#38;msa=0&#38;ll=49.762732,8.737785&#38;spn=0.053447,0.1157&#38;t=k&#38;z=13&#38;msid=102604883110448026579.000446e849a9f1bee077a"></a></p>
<p>M.</p>
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