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	<title>musiggang &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/musiggang/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "musiggang"</description>
	<pubDate>Thu, 31 Dec 2009 12:42:02 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Müßiggang ist aller Liebe Anfang (außen wie innen schön, sauber und gut!)]]></title>
<link>http://friedendurchfaulheit.wordpress.com/2009/11/30/musiggang-ist-aller-liebe-anfang-ausen-wie-innen-schon-sauber-und-gut/</link>
<pubDate>Mon, 30 Nov 2009 20:44:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>Christoph Rau</dc:creator>
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<description><![CDATA[Müßiggang ist aller Liebe Anfang ist ein Zitat das ich auf einer Website gefunden habe, die auch den]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><em>Müßiggang ist aller Liebe Anfang</em> ist ein Zitat das ich auf <a title="Website eines Lehrers" href="http://www.fritz-reheis.de/probe%20L11.htm" target="_blank">einer Website</a> gefunden habe, die auch den Münchner Journalisten Christian Schütze erwähnt, dessen Essay &#8220;Frieden durch Faulheit&#8221; aus &#8220;Geo&#8221; diesem Weblog den Namen gab. Dort wird es Christa Wolf zugeordnet. Genauere Suche nach dem Ursprung bringt auch noch Christa Reinig und Ingeborg Bachmann als Urheberinnen ins Spiel. Auf der Suche nach der wahren Urheberin habe ich Google gefragt, die &#8220;Such-Maschine&#8221; findet heute (immer &#8220;ungefähr&#8221;):</p>
<p>5.650 Ergebnisse für &#8220;Müßiggang ist aller Liebe Anfang&#8221;<br />
109 Ergebnisse für &#8220;Müßiggang ist aller Liebe Anfang&#8221; &#8220;Christa Wolf&#8221;<br />
3.130 Ergebnisse für &#8220;Müßiggang ist aller Liebe Anfang&#8221; &#8220;Christa Reinig&#8221;<br />
41 Ergebnisse für &#8220;Müßiggang ist aller Liebe Anfang&#8221; &#8220;Ingeborg Bachmann&#8221;<br />
343 Ergebnisse für &#8220;Müßiggang ist aller Liebe Anfang&#8221; -&#8221;Christa Wolf&#8221; -&#8221;Christa Reinig&#8221; -&#8221;Ingeborg Bachmann&#8221;<br />
338 Ergebnisse für &#8220;Müßiggang ist aller Liebe Anfang&#8221; -&#8221;Christa Wolf&#8221; -&#8221;Christa Reinig&#8221; -&#8221;Ingeborg Bachmann&#8221; -&#8221;C. Wolf&#8221; -&#8221;C. Reinig&#8221; -&#8221;I. Bachmann&#8221;<br />
4.670 Ergebnisse für &#8220;Müßiggang ist aller Liebe Anfang&#8221; -&#8221;Christa Wolf&#8221; -&#8221;Ingeborg Bachmann&#8221; -&#8221;C. Wolf&#8221; -&#8221;I. Bachmann&#8221;.</p>
<p>Nach Google sieht es also danach aus, wenn Christa Reinig die Urheberin ist. Die &#8220;Suchmaschine&#8221; <a title="Suche im Zentrale Verzeichnis Antiquarischer Bücher nach &#34;Müßiggang ist aller Liebe Anfang&#34;" href="http://www.zvab.com/refineQuickSearch.do?anyWords=%22M%FC%DFiggang+ist+aller+Liebe+Anfang%22&#38;lastXDays=-1&#38;submit=Suchen" target="_blank">ZVAB findet für die Suche nach &#8221;Müßiggang ist aller Liebe Anfang&#8221;</a> heute 19 Einträge ausschließlich zu Christa Reinigs gleichnamigen Buch, das 1979 in der Eremiten-Presse, Düsseldorf erschienen ist. Hier ein schöne Beschreibung eines der Buch-Exemplare im ZVAB mit Textbeispielen:</p>
<div><em><a title="Zum Antiquariat, das das Buch am 30.11.2009 angeboten hat." href="http://www.zvab.com/displayBookDetails.do?itemId=4008599&#38;b=1" target="_blank">Christa Reinig: Müßiggang ist aller Liebe Anfang. Gedichte</a>, Düsseldorf, Eremiten-Presse, 1979. Oktav (12 x 19 cm), 128 nicht nummerierte Seiten. Mit zwölf Vignetten. Illustrierte Original-Broschur (Englische Broschur).</em></div>
<p><em>Band 93 der Reihe &#8220;Broschur&#8221; der Eremiten-Presse. Programm dieser Reihe war: &#8220;Zeitgenössische Literatur und Originalgraphik in bibliophil ausgestatteter, preiswerter Ausgabe&#8221;. Dieser Band ist weniger vom Zusammenspiel Text/Graphik, sondern von der Eigenart des Textes geprägt: Christa Reinig hat für jeden Tag eines Jahres meist vierzeilige Kurz-Gedichte rund um das Thema Liebe und Zweisamkeit verfasst. Zwei Beispiele : &#8220;September / 25 / Freitag: Dir so nahe sein / das deine zwei augen / ein einziges / großes auge werden &#8211; Dezember / 31 / Sonntag: Wir drehten uns um / und waren ein jahr älter&#8221;. So entsteht ein reizvoller, gedanken- und gefühlsdicht gewebter Jahreskalender. Jeder Monat wird mit einer historischen, kreisrunden allegorischen Vignette eingeleitet (Quelle nicht bezeichnet). Im Schnitt zart fleckig, <span style="color:#ff0000;"><strong>ansonsten außen wie innen schön, sauber und gut</strong></span>.</em></p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter" src="http://img.zvab.com/member/28203b/5746514.jpg" alt="" /></p>
<p>Über Christa Reinig:<br />
<em>Die Stationen ihres Lebens glichen tatsächlich Planetenwechseln: Im Osten Berlins als Tochter der Putzfrau Wilhelmine Reinig in der Weimarer Republik geboren, erlebte Reinig als Kind die Machtübernahme der Nazis und als 19-jährige die Zerschlagung der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Nach dem Krieg arbeitete sie zunächst als Trümmerfrau und Fabrikarbeiterin, bis sie in den 1950er-Jahren in der DDR das Abitur nachholte, Kunstgeschichte studierte und als Assistentin am Märkischen Museum arbeitete. Zusammen mit ihrer Mutter lebte sie in Ost-Berlin, engagierte sich jedoch in einer &#8220;Gruppe Zukunftsachlicher Dichter&#8221; in West-Berlin. Nach dem Tod der Mutter nutzte Reinig den Empfang des Bremer Literaturpreis 1963 dazu, im Westen zu bleiben. Danach lebte in München, später auch ein Jahr in der Villa Massimo in Rom, wo sie gerne geblieben wäre.</em><br />
<a title="www.literaturkritik.de" href="http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=12444" target="_blank">Quelle und mehr&#8230;</a></p>
<p>Auf der Suche bin ich noch auf folgende Zitate gestoßen, die auch in diesen Blog passen:</p>
<p><em>Das Leben nimmt den Menschen sehr viel Zeit weg.</em> (Stanislaw Jerzy Lec)</p>
<p><em>Wären wir ruhiger, langsamer, so ginge es uns besser, ginge es schneller mit unseren Angelegenheiten voran.</em> (Robert Walser) &#8211; gefunden bei <a title=" Müßiggang ist aller Liebe Anfang  Von Fritz Reheis" href="http://www.denk-doch-mal.de/node/61" target="_blank">Fritz Reheis</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Gontscharow über die Verdrängung der Faulheit im Abendland]]></title>
<link>http://friedendurchfaulheit.wordpress.com/2009/09/24/gontscharow-uber-die-verdrangung-der-faulheit-im-abendland/</link>
<pubDate>Thu, 24 Sep 2009 16:30:40 +0000</pubDate>
<dc:creator>Christoph Rau</dc:creator>
<guid>http://friedendurchfaulheit.wordpress.com/2009/09/24/gontscharow-uber-die-verdrangung-der-faulheit-im-abendland/</guid>
<description><![CDATA[Es lohnt sich, alte Zeitungsartikel aufzuheben (nebenbei zeigt es mir, wie lange das Thema Faulheit ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Es lohnt sich, alte Zeitungsartikel aufzuheben (nebenbei zeigt es mir, wie lange das Thema Faulheit mich schon interessiert). Aus einem Artikel &#8220;Gontscharow über die Verdrängung der Faulheit im Abendland&#8221; in der TAZ vom 10. Oktober 1991 folgende Zeilen rausgeschrieben:</p>
<p><em>Ein Bild des Schreckens und der Finsternis, Der russische Schriftsteller Gontscharow über die Verdrängung der Faulheit im Abendland/Der Romanheld Oblomow stirbt eines Nachmittags am Nichtstun und im Schlafrock/Entsetzlich bequem, wehrt er sich sanft und passiv gegen die Entfremdung.</em></p>
<p><em>… jener gemütvollen Ferne, die dem Landleben eigen ist.</em></p>
<p><em>… er stirbt am Nichtstun und im Schlafrock. Dabei neigt er nicht zur Völlerei, zur Freßsucht oder zur Trunkenheit: Er ist nur entsetzlich bequem. Und will nichts als diese Gleichmäßigkeit des Lebens, in der nur gute Gesichter ihn umgeben und hin und wieder ein Gedanke ausgetauscht wird, der durchaus derselbe wie gestern sein kann.</em></p>
<p><em>Oblomow ist zum Leben zu faul. Er hat sich der Trägheit ergeben, dem Müßiggang.</em></p>
<p><em>Wenn ihm auch hin und wieder die Zeit lang wird, so fehlt ihm doch die Unruhe des Geistes, die zur Langeweile führt, jene untergründige Raserei, die den Stillstand zur Raserei macht.</em></p>
<p><em>Aber er selbst wird davon kaum berührt, denn sein Geheimnis ist ein anderes: Er hat einmal das Glück erlebt und kann davon nicht mehr lassen.</em></p>
<p><em>Er will nichts weiter als das Leben treiben lassen, auf der Ottomane liegen und reflektieren – einzig zum Zwecke des vertieften Glücks: der Seelenruhe.</em></p>
<p><em>Es gibt kein deutsches Gegenstück zur Oblomowerei. Der Müßiggang hat hierzulande keinen guten Ruf. Die Faulheit nicht als vorübergehende Erscheinung, als punktuelle Verweigerung, sondern als Einsicht, dass alles Streben eitel sei: Das ist schon ökonomisch gefährlich …</em></p>
<p><em>So wie man den Tod tabuisiert, verbannt man auch die Oblomowerei: Das Abendland kennt weder Rast noch Ruh. … Die größte Angst ist die, wir alle könnten uns gemütlich auf der Ottomane lagern, ein Buch in der Hand, das uns langsam aus den Händen gleitet, neben uns ein Glas Wein, und so gemütlich unsere Rente verzehren, alles verfrühstücken, wie der Konsul Döhlmann aus den Buddenbrocks.</em></p>
<p><em>Sie (die Faulheit) führt nach ihm (Thomas Mann) in Trunkenheit und Hypochondrie, Wahnsinn und Trauer, sie muss bekämpft werden mit allen Mitteln, vor allem aber: mit Arbeit.</em></p>
<p><em>Der Müßiggang, das ist das Glück der reinen Seele.</em></p>
<p>Muss gelegentlich mal bei der <a href="http://www.taz.de/" target="_blank">TAZ</a> nachfragen, ob ich das hier überhaupt veröffentlichen darf oder unter welchen Voraussetzungen das möglich ist.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Gontscharow über die Verdrängung der Faulheit im Abendland]]></title>
<link>http://asperda.wordpress.com/2009/09/24/gontscharow-uber-die-verdrangung-der-faulheit-im-abendland/</link>
<pubDate>Thu, 24 Sep 2009 16:30:40 +0000</pubDate>
<dc:creator>Christoph Rau</dc:creator>
<guid>http://asperda.wordpress.com/2009/09/24/gontscharow-uber-die-verdrangung-der-faulheit-im-abendland/</guid>
<description><![CDATA[Es lohnt sich, alte Zeitungsartikel aufzuheben (nebenbei zeigt es mir, wie lange das Thema Faulheit ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Es lohnt sich, alte Zeitungsartikel aufzuheben (nebenbei zeigt es mir, wie lange das Thema Faulheit mich schon interessiert). Aus einem Artikel &#8220;Gontscharow über die Verdrängung der Faulheit im Abendland&#8221; in der TAZ vom 10. Oktober 1991 folgende Zeilen rausgeschrieben:</p>
<p><strong>Ein Bild des Schreckens und der Finsternis, Der russische Schriftsteller Gontscharow über die Verdrängung der Faulheit im Abendland/Der Romanheld Oblomow stirbt eines Nachmittags am Nichtstun und im Schlafrock/Entsetzlich bequem, wehrt er sich sanft und passiv gegen die Entfremdung.</strong></p>
<p>… jener gemütvollen Ferne, die dem Landleben eigen ist.</p>
<p>… er stirbt am Nichtstun und im Schlafrock. Dabei neigt er nicht zur Völlerei, zur Freßsucht oder zur Trunkenheit: Er ist nur entsetzlich bequem. Und will nichts als diese Gleichmäßigkeit des Lebens, in der nur gute Gesichter ihn umgeben und hin und wieder ein Gedanke ausgetauscht wird, der durchaus derselbe wie gestern sein kann.</p>
<p>Oblomow ist zum Leben zu faul. Er hat sich der Trägheit ergeben, dem Müßiggang.</p>
<p>Wenn ihm auch hin und wieder die Zeit lang wird, so fehlt ihm doch die Unruhe des Geistes, die zur Langeweile führt, jene untergründige Raserei, die den Stillstand zur Raserei macht.</p>
<p>Aber er selbst wird davon kaum berührt, denn sein Geheimnis ist ein anderes: Er hat einmal das Glück erlebt und kann davon nicht mehr lassen.</p>
<p>Er will nichts weiter als das Leben treiben lassen, auf der Ottomane liegen und reflektieren – einzig zum Zwecke des vertieften Glücks: der Seelenruhe.</p>
<p>Es gibt kein deutsches Gegenstück zur Oblomowerei. Der Müßiggang hat hierzulande keinen guten Ruf. Die Faulheit nicht als vorübergehende Erscheinung, als punktuelle Verweigerung, sondern als Einsicht, dass alles Streben eitel sei: Das ist schon ökonomisch gefährlich …</p>
<p>So wie man den Tod tabuisiert, verbannt man auch die Oblomowerei: Das Abendland kennt weder Rast noch Ruh. … Die größte Angst ist die, wir alle könnten uns gemütlich auf der Ottomane lagern, ein Buch in der Hand, das uns langsam aus den Händen gleitet, neben uns ein Glas Wein, und so gemütlich unsere Rente verzehren, alles verfrühstücken, wie der Konsul Döhlmann aus den Buddenbrocks.</p>
<p>Sie (die Faulheit) führt nach ihm (Thomas Mann) in Trunkenheit und Hypochondrie, Wahnsinn und Trauer, sie muß bekämpft werden mit allen Mitteln, vor allem aber: mit Arbeit.</p>
<p>Der Müßiggang, das ist das Glück der reinen Seele.&#8221;</p>
<p>Muss gelegentlich mal bei der <a href="http://www.taz.de/" target="_blank">TAZ</a> nachfragen, ob ich das hier überhaupt veröffentlichen darf.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[33 Dinge, die Du heute tun kannst, statt ins Büro zu gehen]]></title>
<link>http://karlguevara.wordpress.com/2009/09/16/33-dinge-die-du-heute-tun-kannst-statt-ins-buro-zu-gehen/</link>
<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 07:10:01 +0000</pubDate>
<dc:creator>karlguevara</dc:creator>
<guid>http://karlguevara.wordpress.com/2009/09/16/33-dinge-die-du-heute-tun-kannst-statt-ins-buro-zu-gehen/</guid>
<description><![CDATA[1. Leg Dich in den Park. 2. Trink ein Bier vor vier. 3. Lade Deinen Freund/Deine Freundin/Deine Flam]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>1. Leg Dich in den Park.</p>
<p>2. Trink ein Bier vor vier.</p>
<p>3. Lade Deinen Freund/Deine Freundin/Deine Flamme auf ein Eis ein. (Dann gehen schon zwei nicht ins Büro!)</p>
<p>4. Schreib ein Manifest.</p>
<p>5. Übe Dein Instrument.</p>
<p>6. Triff Dich mit einem Arbeitslosen und frag ihn nach seinem Tagesablauf.</p>
<p>7. Höre Deine drei Lieblingsplatten, hintereinander, auf dem Bett liegend, ohne sonst irgendwas zu tun.</p>
<p>8. Lies den <a href="http://www.idler.co.uk">Idler</a> und die <a href="http://www.amazon.de/Anleitung-zum-M%C3%BC%C3%9Figgang-Tom-Hodgkinson/dp/3453630025">Anleitung zum Müßiggang</a>.</p>
<p>9. Geh zum Biobauern und kaufe Zutaten ein. Koche zuhause ein Festmahl. Lade jemanden ein, der es mit Dir teilt.</p>
<p>10. Geh mit einem Hund aus dem Tierheim spazieren.</p>
<p>11. Setze Dich unter einen Baum und warte auf die Erleuchtung oder auf Ameisen. Je nachdem, was zuerst kommt.</p>
<p>12. Besuche Deine Oma. Wenn Du keine Oma mehr hast, besuche eine andere Person, die viel Zeit alleine verbringt.</p>
<p>13. Mache eine Liste mit zehn überflüssigen Dingen in Deinem Haushalt. Stelle sie bei eBay ein, verschenke sie oder wirf sie weg.</p>
<p>14. Frühstücke ausgiebig in einem Café nahe Deiner Arbeitsstelle. Versetze Dich gedanklich in die Situation Deiner Kollegen, die in diesem Moment <em></em>am arbeiten sind. Bestelle Kaffee nach und lies in Ruhe die Zeitung.</p>
<p>15. Treib mal wieder Sport, ohne auf Leistung zu achten. Strenge Dich nur so sehr an, dass es Dir Spaß macht.</p>
<p>16. Organisiere eine Nachbarschaftsparty. Lade alle ein, auch Deine vermeintlichen Feinde.</p>
<p>17. Besuche Deine alte Grundschule. Vielleicht triffst Du noch einen Lehrer, den Du kennst.</p>
<p>18. Verbringe den ganzen Tag im Freien ohne Handy und Computer.</p>
<p>19. Lerne mindestens drei neue Leute kennen und frag sie, was sie von ihrer Arbeit halten. Erklär ihnen, warum Du heute blau machst und wie gut es sich anfühlt.</p>
<p>20. Mal das Bild, komponiere das Lied, schreibe das Gedicht, das Du schon so lange im Kopf hast. Heute ist Zeit dazu.</p>
<p>21. Besuche ein Museum oder eine Touristenattraktion in Deiner Stadt.</p>
<p>22. Kauf Dir eine Einwegkamera und dokumentiere damit Deinen Faulenzertag.</p>
<p>23. Suche einen See in Deiner Nähe und gehe schwimmen, auch wenn das Wasser kalt ist.</p>
<p>24. Erledige etwas für einen lieben Menschen mit zu wenig Zeit.</p>
<p>25. Geh angeln.</p>
<p>26. Melde Deinen Fernseher ab und werde das Gerät los.</p>
<p>27. Tanze zu einer Musik, die Du sonst nicht ausstehen kannst. Höre erst auf, wenn Du beinahe umfällst.</p>
<p>28. Lächle wildfremde Menschen an, während Du an einem Grashalm kauend fröhlich durch die Straßen wanderst.</p>
<p>29. Organisiere einen Flashmob. Lass ihn zur Mittagszeit stattfinden, damit die Büromenschen ihre Pause sinnvoll nutzen können.</p>
<p>30. Bettle um Geld, bis Du genug für ein Steak zusammenhast. Wenn Du Vegetarier bist, geht auch ein Sojabratling.</p>
<p>31. Mache eine ausgiebige Weinprobe bei einem großen Händler. Kaufe erst, wenn Du betrunken bist, die beste Flasche für einen lieben Menschen.</p>
<p>32. Arbeite im Garten. Wenn Du keinen Garten hast, besorge Dir Topftomatensamen und Basilikum, und fang an, Dein Mittagessen in Deiner Wohnung zu züchten.</p>
<p>33. Ergänze diese Liste. Verlinke sie, um andere zu inspirieren.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[EINIGE GEDANKEN ZUM CRACK]]></title>
<link>http://wortpong.wordpress.com/2009/09/09/einige-gedanken-zum-crack/</link>
<pubDate>Wed, 09 Sep 2009 22:16:46 +0000</pubDate>
<dc:creator>MartinS</dc:creator>
<guid>http://wortpong.wordpress.com/2009/09/09/einige-gedanken-zum-crack/</guid>
<description><![CDATA[&#8220;Whatever it is we&#8217;re against it&#8221;: Unter diesem schönen Motto schreibt seit länger]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><strong>&#8220;Whatever it is we&#8217;re against it&#8221;:</strong> Unter diesem schönen Motto schreibt seit längerer Zeit das 3:AM Magazine über interessante Literatur (und in zweiter Linie über interessante Musik), meist aus dem angelsächsischen Raum. In den dortigen Kellern liegt ein<a href="http://www.3ammagazine.com/litarchives/2001_dec/interview_tom_hodgkinson.html" target="_self"> Interview mit Tom Hodgkinson</a> aus dem Jahr 2001. Über dieses uralte, staubige Papier stolperte ich neulich, als ich auf der Suche nach etwas Interessantem war.</p>
<div id="attachment_266" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><img class="size-thumbnail wp-image-266" title="stofftier_16-06-09" src="http://wortpong.wordpress.com/files/2009/09/stofftier_16-06-09.jpg?w=150" alt="Wenn alle so wären, wie dieses Tier, bräuchte es keine Revolutionen" width="150" height="112" /><p class="wp-caption-text">Wenn alle so wären wie dieses Tier, bräuchte es keine Revolutionen</p></div>
<p>Tom Hodgkinson ist mittlerweile fast schon ein Star. Seine Bücher („How To Be Idle“) sind in mehrere Sprachen übersetzt und in England sowieso Bestseller. Bekannt wurde Hodgkinson aber zuvor: als Herausgeber von „The Idler“, einem ziemlich großartigen Magazin im Buchformat, das &#8211; wie der Name schon sagt &#8211; das Phänomen des Müßiggangs aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Regelmäßige Beiträge kommen unter anderem vom KLF-Mastermind <a href="http://www.the17.org/" target="_self">Bill Drummond </a>oder vom Gründer der Punk-Anarcho-Band Crass, Penny Rimbaud. Es gibt Kurzgeschichten, Comics, Reportagen, praktische Lebenshilfe für den Müßiggänger von heute und reichlich Kunst. Müßiggang als Lebensform, so die Quintessenz des Idler, ist für den Menschen gesund und für die Welt lebensrettend. Ein neuer Idler zum Thema „Smash The System“ ist im Juni erschienen. Bitte kaufen, es lohnt sich. Im Interview nun beschreibt Hodgkinson, wie er zum Idler kam:</p>
<p><em>“I was really lazy and lacked motivation. So I’d be in my flat and I wouldn’t be able to get out of bed and then I’d finally decide to get out of bed and decide to have a bath and then I wouldn’t be able to get out of the bath and then it’d finally be about noon or one. And I was kind of beating myself up about this and then I read these essays by Dr Johnson called ‘The Idleree’, done in the 1750’s. (&#8230;) He was describing the character of an Idler and what he was describing was not someone who was just lazy but someone who worked in a different kind of way  (&#8230;) So the idea is that you can lie in bed thinking and then when you do work you work very quickly and get it done and then you get off to the pub. This is an attractive way of working to me. Idleness is not something that I should beat myself up about. It can be something positive. So I thought there might be room for a magazine that explored these ideas.”<br />
</em><br />
<span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/qAYLD06MefI&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/qAYLD06MefI&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
<p><strong>„Ne travaillez jamais“:</strong> Was Tom Hodgkinson da beschreibt, kennen bestimmt einige. Ein interessantes Phänomen: Der herkömmliche Verwertungsrhythmus menschlicher Arbeitskraft passt nicht zusammen mit dem eigenen Rhythmus. Bei einigen endet das im verzweifelten Anpassen an Arbeitszeiten und Hierarchien oder gleich in der Hartz IV-Tristesse. Tom Hodgkinson hat den Idler gegründet. Die Lettristische Internationale wäre wohl noch weiter gegangen: „Arbeite niemals!“, malte die Bewegung, die sich als Fortsetzung von Dada und Surrealismus verstand, an eine Mauer des Seine-Ufers (auf Französisch versteht sich). Was haben nun Hodgkinson und die Lettristische Internationale gemeinsam? Und wo sind die Gedanken zum Crack, die in der Überschrift angekündigt sind? Nun denn: Gemeinsam haben sie zunächst nur, dass ich gerade ein Buch lese, in dem sich recht intensiv mit der Situationistischen Internationale (die aus den Lettristen hervorgegangen ist) auseinandergesetzt wird. Aufgehängt am allerletzten Konzert der Sex Pistols, begibt sich Autor Greil Marcus in „Lipstick Traces“ auf eine spekulative Spurensuche nach den Wurzeln des Punk. Gab es solche Gegenkulturexplosionen, wie Punk zweifelsohne eine war, zuvor? Marcus zieht dabei Verbindungslinien von den Gnostikern zur Pariser Commune zu Dada zur Situationistischen Internationale und wahrscheinlich zu vielem mehr (bin erst auf Seite 199). Aber zurück zu Hodgkinson und der Situationistischen Internationale. Letztere existierte von 1957 bis zur Selbstauflösung im Jahr 1972. Nicht zuletzt wegen ihres ästhetischen Anspruchs wurde sie Stichwortgeber für viele folgende Subkulturen. Ihre Protagonisten, Guy Debord und Asger Jorn die Bekanntesten, kamen von der Kunst (erst Malerei, Literatur, dann Film, Architektur), wollten aber nichts anderes, als die Kunst zerstören, gleichzeitig aber Kunst realisieren, die eine echte Kunst ist, also aus dem Leben kommt. Situationen erschaffen, die die Logik des Kapitalismus (oder wie sie dessen Inkarnation im gesellschaftlichen Leben nannten: die Logik des Spektakels) sprengen. Leute löst euch von eurem Waschpulver-Wahn! Von euren Jeansmarken, die ihr kauft, weil sie euch versprechen, dass ihr seid wie das konstruierte Markenimage des jeweiligen Etiketts! Esst eure Kreditkarten!! 1968 hatten sie Erfolg. Bezogen auf die Pariser Mai-Unruhen sagt ein junger Malcolm McLaren in <a href="http://www.youtube.com/watch?v=2SvdWk8zRrI" target="_self">einer sehenswerten Dokumentation</a>: „They practically brought down Charles de Gaulle.“</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 458px"><img class="size-full wp-image-270" title="verrueckter_schrank_17-11-08" src="http://wortpong.wordpress.com/files/2009/09/verrueckter_schrank_17-11-08.jpg" alt="Dieser Schrank hat’s begriffen, aber die da oben wollen ihn nicht lassen." width="448" height="336" /><p class="wp-caption-text">Dieser Schrank hat’s begriffen, aber &#34;die da oben&#34; wollen ihn nicht lassen.</p></div>
<p><strong>„Auf Facebook kostet ein Freund 13,8 US-Cent“: </strong>In <a href="http://www.geocities.com/situ1968/spektakel.html" target="_self">„Die Gesellschaft des Spektakels“</a> von 1968 schreibt Guy Debord:</p>
<p><em>„Während in der ursprünglichen Phase der kapitalistischen Akkumulation &#8220;die Nationalökonomie den Proletarier nur als Arbeiter betrachtet&#8221;, der das zur Erhaltung seiner Arbeitskraft unentbehrliche Minimum bekommen muß, ohne ihn jemals &#8220;in seiner arbeitslosen Zeit, als Mensch&#8221; zu betrachten, kehrt sich diese Denkweise der herrschenden Klasse um, sobald der in der Warenproduktion erreichte Überflußgrad vom Arbeiter einen Überschuß von Kollaboration erfordert. Dieser Arbeiter, von der vollständigen Verachtung plötzlich reingewaschen, die ihm durch alle Organisations- und Überwachungsbedingungen der Produktion deutlich gezeigt wird, findet sich jeden Tag außerhalb dieser Produktion, in der Verkleidung des Konsumenten, mit überaus zuvorkommender Höflichkeit scheinbar wie ein Erwachsener behandelt.“</em></p>
<p>Das trifft es sehr gut (auch wenn ich mich in genau dieser Position, „Arbeiter“ in einem System, das auf Wachstum angewiesen ist und mich deswegen nicht nur braucht, weil ich fräsen/malen/rechnen kann, sondern weil ich als Kaffeetrinker/Fußballfan/Gartenzwergsammler auch Konsument bin, eigentlich auch ganz wohl fühlen kann. In beiden Positionen.). Der Mensch heute ist nicht nur bei der Arbeit gebeutelt, auch in der Freizeit ist er es. Facebook ist so ein Beispiel. Tom Hodgkinson hat im Guardian dazu einen <a href="http://www.guardian.co.uk/technology/2008/jan/14/facebook" target="_self">sehr interessanten Artikel</a> geschrieben. Facebook: eine Entwicklung aus neokonservativen Kreisen, finanziert aus Töpfen des Venture Capital-Arms der CIA. Facebook will im zweiten oder dritten Schritt die Welt beherrschen. Selbst wenn (was unwahrscheinlich ist) Hodkinsons Recherchen aus dem Reich der Märchen und Verschwörungstheorien stammen, selbst dann wäre Facebook immer noch der Teufel, denn dort findet Freundschaft und sozialer Kontakt im Wettbewerb statt. <a href="http://www.zeit.de/online/2009/37/Facebook-Freunde" target="_self">„Die Zeit“ meldete neulich</a>, dass es Firmen gibt, bei denen man Facebook-Freunde kaufen kann. Kostenpunkt: 13,8 US-Cent pro Freund. So werden nach und nach die letzten Bastionen des „echten Lebens“ in Verwertungskreisläufe umgemodelt. Gemein! Aber nun endlich zum Crack:</p>
<div id="attachment_269" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-269" title="bienen_holzhausen_29-06-09" src="http://wortpong.wordpress.com/files/2009/09/bienen_holzhausen_29-06-09.jpg?w=300" alt="Die Bienen wissen längst, wie der Hase läuft" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Die Bienen wissen längst, wie der Hase läuft</p></div>
<p><strong>The Crack oder „Busy Doing Nothing“:</strong> Wie alle anständigen Revolutionäre hatten auch die Situationisten, die sich übrigens sympathischerweise mit so gut wie jeder anderen künstlerischen und politischen Bewegung ihrer Zeit nach Strich und Faden zofften, eine Hoffnung. Die, ähem, Revolution. Wo andere nur harten Beton sahen, schreibt (frei übersetzt) Marcus, hat dieser Trupp selbstbewusster Revolutionäre gedacht, er hätte einen „Crack“ gesehen: Irgendwann würden der Überfluss, die Banalität und Langeweile der falschen Welt von einer echten „Internationale“ erkannt, als das, was sie seien:  Hebel der Tyrannei. Mit den Waffen der Satire, des Bluffs, der Ironie und schließlich der Gewalt würde der Crack identifiziert und aufgerissen. Und dann käme eine neue Welt. Neue Welt, das ist gut. Satire, Bluff, Ironie auch. Aber Gewalt, so finde ich, ist over. Und hier kommt wieder Tom Hodgkinson ins Spiel: Anstelle der Gewalt Hodgkinsons Version des Müßiggangs zu setzen, ist eine reizvolle Idee. Der Logik des Mehrmehrmehr ein selbstbewusstes „Tue weniger“ entgegensetzen. Mehr Bäume pflanzen, weniger Arbeit, weniger Kauf. Das ist der Crack. Da sollten wir hin. Und da endlich kommen Hodgkinson und die Situationisten zusammen. Zumindest für mich.<br />
M</p>
<p>P.S.: Das Schönste am Bloggen sind die Statistiken. Gestern wurden wortpong zum Beispiel gefunden, als irgendjemand „weihrauch sport“ suchte. Noch besser ein anderer, der „die gschichte des kunstdarms“ wissen wollte. Falls irgendjemand hier auf diesem Blog die Worte „Gschichte“ und „Kunstdarm“ findet, ich schicke ihm ein Überraschungsgeschenk!</p>
<p>P.P.S.: Oben habe ich natürlich vergessen, das Buch zu empfehlen, weswegen ich überhaupt auf die Idee kam, eine Art politischer Meinung zu äußern: Greil Marcus’ „Lipstick Traces“ ist meines Wissens gerade nur <a href="http://www.zvab.com/basicSearch.do?anyWords=&#38;author=&#38;title=lipstick+traces&#38;lastXDays=-1&#38;itemsPerPage=10" target="_self">antiquarisch </a>zu kaufen. Deutsche Übersetzung kenne ich nicht. Englisch ist nicht gerade einfach (deswegen ist meine Darstellung wahrscheinlich so spekulativ wie das Buch). Die meisten werden es schon vor langer Zeit gelesen haben, wer es aber noch nicht kennt: Es öffnet viele interessante Türen zum Weiterforschen.</p>
<p>P.P.P.S.: Zuletzt muss noch erwähnt werden, dass die Biersorte „Irseer Kloster Urtrunk“ in den kälteren Jahreszeiten unser absolutes geschmackliches Vertrauen verdient hat.</p>
<div id="attachment_267" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-267" title="amalfi_padre_30-10-08" src="http://wortpong.wordpress.com/files/2009/09/amalfi_padre_30-10-08.jpg?w=300" alt="Trotz gutem Bier: Irgendwie auch keine Lösung aus dem Dilemma" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Trotz guten Bieres: Religion ist auch keine Lösung</p></div>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[ABC-Projekt (33. KW): Müßiggang]]></title>
<link>http://skriptum.wordpress.com/2009/08/16/abc-projekt-33-kw-musiggang/</link>
<pubDate>Sun, 16 Aug 2009 11:00:03 +0000</pubDate>
<dc:creator>skriptum</dc:creator>
<guid>http://skriptum.wordpress.com/2009/08/16/abc-projekt-33-kw-musiggang/</guid>
<description><![CDATA[  Bisher habe ich nicht verstanden, warum es Müßig_GANG heißt. Geht man wenn man vor sich hin müßt? ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p> <br />
Bisher habe ich nicht verstanden, warum es Müßig_GANG heißt. Geht man wenn man vor sich hin müßt? Doch wohl eher nicht. Entweder liegt man irgendwo rum oder sitzt zumindest. Alles weitere würde ja den Ursprungsgedanken an Rummüßen direkt ad absurdum führen. Ich gehe also mal davon aus, dass es sich bei Müßiggang lediglich um ein Synonym für „bloß keinen Stress“ oder ähnliches handelt. Und dazu fiel mir dieses Kerlchen ein:</p>
<p><img src="http://skriptum.wordpress.com/files/2009/08/100_3568-700.jpg" alt="100_3568-700" title="100_3568-700" width="450" height="450" class="alignnone size-full wp-image-772" /></p>
<p>Schön relaxed sitzt er da und wartet mit stoischer Ruhe auf die nächste Mahlzeit. Gerade bei Erdmännchen bietet es sich auch an, dass sie Energien sinnvoll einteilen. Täten sie es nicht, würde sie beim Anblick von Futter vermutlich der Schlag treffen. Allerdings kann es auch durchaus fragwürdig sein, ständig von Null auf Hundert loszulegen. Um die Übergänge möglichst harmonisch zu gestalten, kann es also passieren, dass sie von dieser Position in Sekundenschnelle in irgendeinem Erdloch verschwinden, und zwar genau dort, wo eben gerade noch gar keines war. Den überflüssigen Sand findet der Betrachter dann meist auf seiner Linse, in seinen Haaren und auf seiner Kleidung. Dafür ist das Erdmännchen weg.</p>
<p>Es sei denn, Futter naht &#8230;</p>
<p>;o)</p>
<p>© skriptum</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Bald ist es soweit! ]]></title>
<link>http://gedankenwiese.wordpress.com/2009/06/26/bald-ist-es-soweit/</link>
<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 11:43:26 +0000</pubDate>
<dc:creator>lena22683</dc:creator>
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<description><![CDATA[So, nach einer doch etwas zu lang gewordenen Pause melde ich mich zurück aus Urlaub und Müßiggang. B]]></description>
<content:encoded><![CDATA[So, nach einer doch etwas zu lang gewordenen Pause melde ich mich zurück aus Urlaub und Müßiggang. B]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Luxus Langeweile]]></title>
<link>http://duenenvagabundin.wordpress.com/2009/06/14/luxus-langeweile/</link>
<pubDate>Sun, 14 Jun 2009 08:02:51 +0000</pubDate>
<dc:creator>dünenvagabundin</dc:creator>
<guid>http://duenenvagabundin.wordpress.com/2009/06/14/luxus-langeweile/</guid>
<description><![CDATA[Langeweile ist so negativ besetzt. Und das ist so falsch. Langeweile ist ein Luxusgut des Müßiggänge]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Langeweile ist so negativ besetzt. Und das ist so falsch. Langeweile ist ein Luxusgut des Müßiggängers, und sehr kurzlebig. Denn in ihr steckt die Frage: was könnte ich tun? Und der fantastische Hintergrund, freie Zeit zur Verfügung zu haben.</p>
<p>Es gibt kein Nichtstun. Etwas tun kann man doch immer, oder tut es sowieso. Sei es etwas kleines, unwichtig scheinendes, oder etwas besonderes, größeres &#8230; und schon ist sie weg, die Langeweile &#8230; beschert einem frische Impulse und Erlebnisse &#8230; und das Bedürfnis kommt wieder, nach genüsslichem Nichtstun, bis es &#8230; wieder langweilig wird &#8230;</p>
<p>Ein Bad im Luxus. Eine lange Weile haben. Bleib doch noch ein Weilchen.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[innerer Gezeitenwechsel]]></title>
<link>http://duenenvagabundin.wordpress.com/2009/05/08/innerer-gezeitenwechsel/</link>
<pubDate>Fri, 08 May 2009 09:35:51 +0000</pubDate>
<dc:creator>dünenvagabundin</dc:creator>
<guid>http://duenenvagabundin.wordpress.com/2009/05/08/innerer-gezeitenwechsel/</guid>
<description><![CDATA[In dieser zweiten Woche setzt die Trägheit eines Urlaubs ein. Das Wetter trägt natürlich dazu bei: S]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>In dieser zweiten Woche setzt die Trägheit eines Urlaubs ein. Das Wetter trägt natürlich dazu bei: Sturm, bis zu Windstärke 7, und Temperaturen um die 15 Grad, machen einfach den Körper müder, als es Sommerwetter täte.</p>
<p>Nach wie vor das Gefühl der <em>anderen Zeit</em>. War sie in der ersten Woche noch sehr intensiv, so wird sie nun egaler. Gleichgültiger.  Mein Zeitgefühl entschwindet. Die Uhrzeit ist wichtig, am Tag, wegen der Gezeiten. Aber welcher Tag ist heute? Irgendeiner in der zweiten Woche &#8230;</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Gebet zur Fastenzeit]]></title>
<link>http://windberg.wordpress.com/2009/03/22/gebet-zur-fastenzeit/</link>
<pubDate>Sun, 22 Mar 2009 10:49:40 +0000</pubDate>
<dc:creator>Kuttner</dc:creator>
<guid>http://windberg.wordpress.com/2009/03/22/gebet-zur-fastenzeit/</guid>
<description><![CDATA[Das Gebet des Hl. Ephräm des Syrers, wie es in orthodoxen Kirchen in den Horen der Fastenzeit gebet ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><em>Das Gebet des Hl. Ephräm des Syrers, wie es in orthodoxen Kirchen in den Horen der Fastenzeit gebet wird:</em></p>
<p><span style="color:#000080;">Herr und Gebieter meines Lebens:  den Geist des Müßigganges, &#8230;</span><a href="http://windberg.wordpress.com/about/gebet-zur-fastenzeit" target="_blank"><span style="color:#000080;">weiter</span></a></p>
<p><span style="color:#000080;"><strong><img class="alignleft size-medium wp-image-618" title="mor_ephrem_icon" src="http://windberg.wordpress.com/files/2009/03/mor_ephrem_icon.jpg?w=251" alt="mor_ephrem_icon" width="251" height="300" /><br />
</strong></span></p>
<blockquote><p> </p></blockquote>
<p><em></em></p>
<p><em></em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[1, 2, 3, 4 ... Ruhe]]></title>
<link>http://duenenvagabundin.wordpress.com/2009/02/25/1-2-3-4-ruhe/</link>
<pubDate>Wed, 25 Feb 2009 20:57:21 +0000</pubDate>
<dc:creator>dünenvagabundin</dc:creator>
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<description><![CDATA[Im &#8220;Großen Buch der Ruhe&#8221; lese ich nun in 4 Stufen aufgeteilt, was auf mich zukommt: Stu]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Im &#8220;Großen Buch der Ruhe&#8221; lese ich nun in 4 Stufen aufgeteilt, was auf mich zukommt:</p>
<p>Stufe 1 &#8211; vor dem Urlaub: Vorfreude, Tagträumereien <span style="color:#808080;">(ja, bin mittendrin)</span></p>
<p>Stufe 2 &#8211; erste Urlaubswoche: endlich abschalten!</p>
<p>Stufe 3 &#8211; zweite Urlaubswoche: möglicherweise beginnt das Nichtstun zu langweilen. Aber auch: Streß-Abbauphase. Der Streß der letzten Monate ist zwar nicht mehr äußerlich  vorhanden, aber vom Körper noch nicht absorbiert. Ab der dritten Urlaubswoche: der Körper hat sich an den neuen Rhythmus gewöhnt. Zeit wird unwichtig, Entspannung macht sich breit.</p>
<p>Stufe 4 &#8211; Zeit ist nicht mehr da, alles fließt. Intuition ist ausgeprägter denn je. Aufgeschlossenheit Neuem gegenüber. Uralte Erinnerungen flackern auf und ziehen vorüber.</p>
<p>(aus: Das große Buch der Ruhe, Paul Wilson)</p>
<p>Heiliger Wattwurm, was bin ich gespannt auf mich, auf Stufe 4!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[das ersehnte Nichts]]></title>
<link>http://duenenvagabundin.wordpress.com/2009/01/30/das-ersehnte-nichts/</link>
<pubDate>Fri, 30 Jan 2009 20:21:06 +0000</pubDate>
<dc:creator>dünenvagabundin</dc:creator>
<guid>http://duenenvagabundin.wordpress.com/2009/01/30/das-ersehnte-nichts/</guid>
<description><![CDATA[Ich habe nach Kursen gegoogelt, die ich während meiner Auszeit belegen könnte &#8230; zeichnen, Yoga]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Ich habe nach Kursen gegoogelt, die ich während meiner Auszeit belegen könnte &#8230; zeichnen, Yoga, steinbildhauern &#8230; ich habe nichts gefunden im Netz. Vorrübergehende Panik hat mich befallen, einhergehend mit der Erkenntnis: das da oben ist nicht Berlin, wo es zu allem möglichen und unmöglichen Kurse und Gruppen gibt.</p>
<p><span style="color:#888888;">.</span><br />
Die Panik ist vorbei. Ich habe genau das ergoogelt, was ich dort oben suche: das Nichts.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[vagabundieren]]></title>
<link>http://duenenvagabundin.wordpress.com/2009/01/25/vagabundieren/</link>
<pubDate>Sun, 25 Jan 2009 21:00:46 +0000</pubDate>
<dc:creator>dünenvagabundin</dc:creator>
<guid>http://duenenvagabundin.wordpress.com/2009/01/25/vagabundieren/</guid>
<description><![CDATA[„vagabundieren: herumtreiben (sich)“ sagt der Duden. Ich nenne es auch sich-treiben-lassen, flaniere]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><span style="font-size:10pt;">„vagabundieren: herumtreiben (sich)“ sagt der Duden.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:10pt;">Ich nenne es auch sich-treiben-lassen, flanieren, müßiggehen, im Sinne Tom Hodgkinsons „Anleitung zum Müßiggang“. Und ich werde dies auf die Spitze treiben – mit einer Auszeit von der Großstadt und der Erwerbsarbeit, einer Auszeit in den Gezeiten an der Nordseeküste. Mitte April bis Mitte Juni. Acht Wochen Ebbe, Flut, Sand, Deiche, Schafe, Watt, Sonne, Regen, Sturm, Weite – und mittendrin Ich.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:10pt;">Über diese Zeit, und die davor, und vielleicht auch danach, erzähle ich hier.</span></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:10pt;">Kontakt: </span>nordstern31 &#8220;at&#8221; googlemail.com</p>
<p class="MsoNormal">
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Müßiggang und soziale Gerechigkeit]]></title>
<link>http://binicharbeit.wordpress.com/2008/10/12/musiggang-und-soziale-gerechigkeit/</link>
<pubDate>Sun, 12 Oct 2008 20:11:25 +0000</pubDate>
<dc:creator>binicharbeit</dc:creator>
<guid>http://binicharbeit.wordpress.com/2008/10/12/musiggang-und-soziale-gerechigkeit/</guid>
<description><![CDATA[Mann 55, Jahre alt. I = Interviewer I:              Möchtest du vorweg was zu deiner Person sagen? H]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><h5><a href="http://binicharbeit.files.wordpress.com/2008/10/recht-auf-faulheit-11.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-97" title="recht-auf-faulheit-11" src="http://binicharbeit.wordpress.com/files/2008/10/recht-auf-faulheit-11.jpg?w=300" alt="" width="300" height="224" /></a>Mann 55, Jahre alt. I = Interviewer</h5>
<p>I:              Möchtest du vorweg was zu deiner Person sagen?</p>
<p>HK:          Ja.</p>
<p>I:              Alter kannst du vielleicht nennen.</p>
<p>HK:          Ich bin 55 Jahre alt, komme aus Minden im Sauerland und bin seit 1980 arbeitslos. Und ich bin für einen Paradigmenwechsel. Nicht Arbeit und soziale Gerechtigkeit, sondern Müßiggang und soziale Gerechtigkeit.</p>
<p>I:              Das hört sich gut an! Warum bist du für den Paradigmenwechsel?</p>
<p><!--more-->HK:          Weil der Mensch ist nicht zum Arbeiten geschaffen, sondern der Mensch ist zum Leben geschaffen. Wir wissen, dass die Arbeit damit losging, als der Mensch aus dem Paradies vertrieben wurde. Seitdem heißt es: Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot verdienen oder tralala. Mittlerweile hat der Mensch durch seinen Geist viel Arbeit überflüssig gemacht. Kein Mensch glaubt mehr nach der mikroelektronischen Revolution an Vollbeschäftigung. Wesentlich wahrscheinlicher ist es, dass die Dampfmaschine wieder eingeführt wird.</p>
<p>I:              Okay. Was tust du für den Paradigmenwechsel?</p>
<p>HK:          Ich lebe ihn vor. Ich drücke mich also. Mir wollte man neulich Zwangsarbeit aufs Auge drücken, sprich 1-Euro-Job, bin ich zum Neurologen gelaufen, habe mich vorher von einem Kollegen beraten lassen und habe dem Neurologen erzählt, also ich bin auf dem Speicher gewesen und weiß nicht, wie ich da rauf gekommen bin. Ganz schwer.</p>
<p>I:              Das haben sie dir geglaubt?</p>
<p>HK:          Ich war sogar dreieinhalb Wochen in der Klapse deswegen mit Depressionen und dergleichen Sachen mehr. Ich habe mal Theatersport gemacht, ich habe dem Psychoonkel natürlich gleich gesagt, ich habe kein psychologisches Problem, sondern ein philosophisches Problem.</p>
<p>I:              Und glaubst du, dass du damit ankommst? Glauben die Leute dir das?</p>
<p>HK:          Was glauben?</p>
<p>I:              Glauben die Leute, wenn du sagst, du hast ein philosophisches Problem? Kommst du damit durch?</p>
<p>HK:          Es interessiert mich doch nicht, ob die das glauben oder nicht.</p>
<p>I:              Das ist deine Haltung?</p>
<p>HK:          Glauben kann man beim Pastor.</p>
<p>I:              Das ist deine Haltung?</p>
<p>HK:          Das ist meine Haltung. Das habe ich dann ganz klar gesagt. Ich bin ziemlich eloquent und ich habe den auch einige Male an die Wand geredet, wenn er mit seinem Psychokram da anfing. Es war äußerst amüsant.</p>
<p>I:              Du gehst aber dann das Risiko ein, dass du &#8230; bist du bei der Arbeitsagentur? Dass du dann von denen zurückgestuft wirst.</p>
<p>HK:          Ich bin bei der ARGE. Das Risiko ist immer ein Drahtseilakt. Bisher habe ich zwei Prozesse gewonnen und einen verloren. Also bin immer noch gut im Rennen. Und man kennt mich in Minden. Mit dem alten Direktor des Arbeitsamts in Minden, mit dem Klaus habe ich mich geduzt. Man war ja schließlich Geschäftspartner. Und auf philosophischer Ebene sich auch irgendwo einig.</p>
<p>I:              Gut. Letztes Stichwort: Grundeinkommen. Findest du das gut?</p>
<p>HK:          Habe ich schon mal was von gehört. Was heißt Grundeinkommen?</p>
<p>I:              Bedingungsloses Grundeinkommen, dass den Menschen ein Grundeinkommen zur Verfügung gestellt wird, ganz unabhängig davon &#8230;</p>
<p>HK:          Ja klar, das ist im Prinzip recht gut. Bloß müssen wir natürlich sehen, auf wessen Kosten machen wir das. Jedenfalls nicht auf Kosten der 3. Welt. Das ist also eine sehr gefährliche Tendenz manchmal, wenn man das sieht. Grundsätzlich. Das ist klar. Ansonsten würde ich dazu sagen, ja.</p>
<p>I:              Okay. Ein letztes Wort, was du noch gerne sagen möchtest in dem Kontext?</p>
<p>HK:          Nein. Da fällt mir nichts ein. Also ich bin hier zwar bei einer Gewerkschaftsveranstaltung, aber manchmal habe ich so den Eindruck, ich bin hier total fehl am Platze, weil die alle so die Arbeit vergötzen.</p>
<p>I:              Wir hören ja auch die anderen Stimmen, und da ist deine Stimme jetzt sehr prägnant.</p>
<p>HK:          Also es gibt ja drei Dinge, die passen in Deutschland absolut nicht zusammen, also die passen nirgendwo zusammen: Ehrlichkeit, Intelligenz und Vollbeschäftigungsglaube.</p>
<p>I:              In Memoriam Wolfgang Neuss?</p>
<p>HK:          In Memoriam an Wolfgang Neuss. Das ist natürlich von Wolfgang Neuss geklaut, der hat das damals über die Vollbeschäftigung gesagt. Entweder, man ist ehrlich und intelligent, dann ist man nicht vollbeschäftigungsgläubig. Oder aber, man ist ehrlich und vollbeschäftigungsgläubig, ja, dann kann man unmöglich intelligent sein. Und wer intelligent ist und vollbeschäftigungsgläubig, na ja &#8230; Die sind in der Politik zu treffen.</p>
<p>I:              Vielen Dank dafür.</p>
<p>HK:          Ja, bitte.</p>
<h5 class="MsoNormal" style="margin:0;">Anmerkungen zu diesem Interview oder eigene Geschichten aus der Welt der Arbeit bitte unter &#8216;Foren&#8217; (www.bin-ich-arbeit.de/forum.htm) eingeben. Danke.</h5>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[geDicht]]></title>
<link>http://daszitronenbaumcafe.wordpress.com/2008/08/05/gedicht/</link>
<pubDate>Tue, 05 Aug 2008 18:58:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>dietauschlade</dc:creator>
<guid>http://daszitronenbaumcafe.wordpress.com/2008/08/05/gedicht/</guid>
<description><![CDATA[(artifex: WeltdesWissens) hintergundinformationen]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="text-align:center;"><a href="http://daszitronenbaumcafe.files.wordpress.com/2008/08/gedicht.jpg" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-328" src="http://daszitronenbaumcafe.wordpress.com/files/2008/08/gedicht.jpg" alt="" width="329" height="440" /></a><br />
(artifex: <a href="http://weltdeswissens.wordpress.com/" target="_blank">WeltdesWissens</a>)</p>
<p style="text-align:right;"><span style="font-size:7pt;color:#595959;"><a href="http://dietauschlade.wordpress.com/2008/07/16/funf-begriffe/" target="_blank">hintergundinformationen</a></span></p>
<p style="text-align:center;">
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Das große Fressen]]></title>
<link>http://shzzzq.wordpress.com/2008/07/08/das-grose-fressen/</link>
<pubDate>Mon, 07 Jul 2008 23:40:24 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ella Shzzzq</dc:creator>
<guid>http://shzzzq.wordpress.com/2008/07/08/das-grose-fressen/</guid>
<description><![CDATA[   Danke für alle Glückwünsche, das An-mich-denken und natürlich auch für die Geschenke. Etwas versp]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;line-height:150%;">   </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;line-height:150%;">Danke für alle Glückwünsche, das An-mich-denken und natürlich auch für die Geschenke.<!--more--> Etwas verspätet fiel mir ein, dass ich ja auch mal kurz meine deutsche SIM-Karte einlegen könnte und tatsächlich führte das zu regem Geklingel.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;line-height:150%;">Den gestrigen Tag habe ich völliger Dekadenz mit Nichtstun verbracht. Schlafen und Essen standen auf dem Plan, unterbrochen von einer Fahrradfahrt zu Hannah und zurück – aber nur, um dort mehr zu essen. Im Prinzip spielt das ja keine Rolle mehr, in meinem Alter geht es ohnehin nur noch steil bergab, aber ich denke, ich werde in den kommenden Tagen etwas kürzer treten. Immerhin mussten wir jedoch diesmal nicht wie am Sonntag beim Grillen unsere Nahrung gegen die Möwen verteidigen. Diese Mistbiester werden hier nämlich zunehmend aggressiv, mittlerweile waren in meinem näheren Umfeld schon mehrere Personen von Angriffen betroffen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;line-height:150%;">Das Wetter war übrigens schön, wenngleich natürlich nicht superwarm. Die Mitternachtssonne strahlt noch immer fröhlich vor sich hin, während ich schreibe (ca. 1:30 Uhr). Sie erleichtert mir jedesmal die Heimfahrt, lichttechnisch wie auch moralisch, schließlich fahre ich nach Norden, der Sonne entgegen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;line-height:150%;">Viele Bilder gibt es nicht von meinem Gebu, zum Fotografieren waren wir alle zu faul. Lediglich der vollbeladene Brunchtisch und Prestvannet, gleich zu Beginn meiner Heimfahrt, wurden dokumentiert.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;line-height:150%;">   </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;line-height:150%;"><img class="alignnone" src="http://farm4.static.flickr.com/3112/2648015882_d2ba2a483b.jpg?v=0" alt="das große fressen" /></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;line-height:150%;">   </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:12pt;line-height:150%;"><img class="alignnone" src="http://farm4.static.flickr.com/3048/2647185289_55865605e3.jpg?v=0" alt="prestvannet" /></span></p>
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<title><![CDATA[Die Lust am Risiko: Warum wir uns auch im Erwachsenenalter nicht zu schade sein sollten, zu spielen]]></title>
<link>http://christophkoch.wordpress.com/2008/06/17/die-lust-am-risiko-warum-wir-uns-auch-im-erwachsenenalter-nicht-zu-schade-sein-sollten-zu-spielen/</link>
<pubDate>Tue, 17 Jun 2008 09:41:41 +0000</pubDate>
<dc:creator>christophkoch</dc:creator>
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<description><![CDATA[„Kommst du raus zum spielen?“ Jeder erinnert sich an diesen Ruf, der in unserer Kindheit durchs Fens]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>„Kommst du raus zum spielen?“ Jeder erinnert sich an diesen Ruf, der in unserer Kindheit durchs Fenster hereindrang und uns im Handumdrehen von den Hausaufgaben wegholte – nach draußen in die aufregendere Welt des Spiels. Egal, ob es hart umkämpfte Fußballpartien waren, „Räuber und Gendarm“ oder das Errichten möglichst großer Sandburgen – der Nachmittag verging im Flug und als der Abend hereinbrach, waren wir außer Atem und glücklich. Dabei hatten wir doch „nur gespielt“.</p>
<p><a href="http://christophkoch.files.wordpress.com/2008/06/cimg0025_21.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-237" src="http://christophkoch.wordpress.com/files/2008/06/cimg0025_21.jpg?w=300" alt="Krieg spielen verboten" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Wann genau auf dem langen Weg zum Erwachsenwerden ging uns eigentlich die Leichtigkeit des Spiels verloren? Warum erlauben wir uns nur noch so selten, uns die Zeit mit Spielen zu vertreiben? Liegt es daran, dass Spielen schon per Definition keinen Nutzwert, keine praktische Zielsetzung haben darf, weil es sonst eben ganz schnell kein Spaß mehr ist, sondern Training oder Übung? Fest steht, dass die meisten Menschen – eingeklemmt in einen straffen Terminplan mit Jobs, Arztbesuchen, Erledigungen und anderen „ernsthaften“ Aufgaben – seltener Zeit für denn herrlich zweckfreien Müßiggang des Spiels haben, als sie sich wünschen. Und seltener als gut für ihr Wohlbefinden wäre.<br />
<!--more--></p>
<p>Denn zu spielen ermöglicht es uns, in der unmittelbaren Gegenwart zu leben und diese auszukosten – anstatt uns wehmütig an die Vergangenheit zu erinnern oder uns über die Zukunft zu sorgen. Durch dieses Leben im hier und jetzt und die Konzentration auf den Moment, entstehen – ähnlich wie auf Urlaubsreisen und beim Sex – die größten Glücksgefühle. Oder wie Friedrich Schiller es formulierte: „Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“</p>
<p>Der vage Begriff „Spieltrieb“ gibt uns nur eine Ahnung davon, was genau uns mehr Lust und Freude empfinden lässt, wenn wir spielen, als wenn wir beispielsweise den Abwasch machen oder unsere Steuererklärung fertigstellen. Psychologen haben eine Reihe von Antriebskräften festgestellt, die uns zum Spielen verleiten: Da ist zum einen der Bewegungsdrang, den vor allem Menschen mit Bürojobs viel zu selten ausleben können. Angefangen vom einfachsten aller Flugsimulatoren (Papa nahm uns an einem Kinderarm und einem -bein und ließ uns im Kreis um sich herumsausen) bis zum rettenden Hecht hinter eine schützende Mauer bei Gotcha-Spielen: Bewegung und die dabei ausgeschütteten Adrenalin und Endorphin-Mengen, die durch unseren Körper rauschen, machen das Spielen so aufregend. Ein Rennen auf der Go-Cart-Bahn, eine rotwangige Schneeballschlacht, ein gewonnenes Duell unter dem Basketballkorb gefolgt von einem krachenden Slamdunk – das sind die Glücksmomente, in denen unser Puls steigt, der Atem fliegt und wir uns hinterher fragen, warum wir so etwas eigentlich nicht viel öfter machen. Der Biopsychologe Peter Walschburger von der FU Berlin erklärt: „Was in solchen Situationen, in denen wir ganz versunken sind, mit uns passiert, nennen die Experten ,Flow-Erlebnisse’ – wenn sie zum Beispiel auf einem Surfbrett an einem guten Tag mit kräftigen Wind über das Wasser gleiten und so begeistert sind, dass sie plötzlich jemanden laut juchzen hören – und dann erst merken, dass sie das selbst sind.“</p>
<p>Doch Bewegung könnten wir uns schließlich auch beim Spazierengehen oder auf dem Laufband eines Fitnessstudios holen. Spielen ist also mehr: Es schenkt uns das Gefühl von Freiheit, weil es entweder gar nichts mit unseren täglichen Pflichten zu tun hat (Kartenspiele, Flippern, Tischtennis) oder unseren Alltag auf unernste, eben spielerische Weise nachahmt (Geld verdienen bei Monopoly oder zahlreichen Wirtschaftssimulationen am Computer). Es weckt unsere Neugierde, lässt uns überschwänglich jubeln oder fluchen wie ein Bierkutscher – je nachdem wie das mit Spannung erwartete Ergebnis ausfällt. Denn auch in eben dieser Ungewissheit, wie das Spiel ausgehen wird, liegt einer seiner großen Reize. Das wusste schon der Psychologe Karl Groos, der in seinem Werk „Die Spiele des Menschen“ 1899 schrieb: „Ein Hauptvergnügen liegt in der Spannung der Erwartung und dem plötzlichen Hervorbrechen der Entscheidung.“ Und natürlich versteht es sich beinahe von selbst, dass wir stets entweder verdient und absolut zu Recht gewinnen – oder falls wir verlieren sollten, nur ein dummer Zufall, unfähige Mitspieler oder schummelnde Gegner daran Schuld sein können.</p>
<p><strong>Urlaub vom Alltag, Urlaub vom Ich</strong></p>
<p>Am schönsten und erfrischendsten sind Spiele meist dann, wenn sie uns erlauben, in eine Rolle zu schlüpfen, die mit unserem gewöhnlichen Leben nichts zu tun hat. Wenn sie uns eine fiktive Scheinwelt aufbauen lassen, in der wir sein können, was immer wir in diesem Moment gerne wollen. Egal ob als Feldherr im Brettspielklassiker „Risiko“ oder als kämpfende Nachtelfe im Online-Rollenspiel „World of Warcraft“ – das Eintauchen in das Spiel, das Verschmelzen mit der Plastikspielfigur oder dem Computercharakter geben dem Spielen eine wichtige neue Dimension. Nicht unser kleines grünes Steinchen startet einen Eroberungsfeldzug – WIR greifen unseren Mitspieler an. Nicht die drei Symbolkarten, die auf dem Tisch liegen bilden aufgrund des Regelwerks eine wichtige Handelsverbindung – WIR haben diesen Seeweg erkundet. Und zwar noch vor unseren Konkurrenten. Ätsch.</p>
<p>Spielenkönnen – und hier liegt ein Problem für viele Erwachsene, die sich albern fühlen, wenn sie mir roten Ohren einen Würfel schmeißen – bedeutet, sich einlassen zu können. Sich einlassen auf eine unwirkliche Welt. In dieser Welt können schmächtige Zeitgenossen mit ein paar Bewegungen am Controller ihrer Playstation zum breitschultrigen Football-Quarterback werden. Üppig behaarte Schwergewichte können auf einen Rollenspiel-Server als sommersprossiges Zwergenmädchen mit pinken Zöpfen durch die Wälder laufen und Drachen verhauen, wenn ihnen danach ist. Und Mädchen, die gerne damit kokettieren, nicht mit Geld umgehen zu können, wurden schon dabei gesehen, wie sie bei „Monopoly“ ihre männlichen Mitspieler ausnahmen wie Weihnachtsgänse und Osterhasen zusammen. Spieleentwickler Klaus Teuber, der unter anderem hinter „Barbarossa“ und „Siedler von Catan“ steckt, ist fasziniert von der Verwandlung, die Menschen bei Spielen durchmachen: „Was mich am Spielen begeistert, ist das Abschalten vom Alltag und die Möglichkeit, Fehler machen zu dürfen, ohne dass sich diese gleich auf Jahrzehnte rächen. Welchen Effekt ich auch liebe: seine Mitmenschen und Bekannten einmal ganz anders erleben zu dürfen. Ich erinnere mich noch gut an ein absolut politisch korrektes Pärchen, wo der Mann im Spiel zum Egomanen mutierte. ,So kenne ich dich ja gar nicht, wie spielst du denn?’ &#8211; ich höre noch heute die enttäuschte Stimme der Frau in meinem Ohr.“</p>
<p>Wenn wir spielen, müssen wir uns jedoch auch noch auf etwas anderes einlassen: auf das Risiko zu verlieren. So gut wie jedes Spiel unterscheidet am Ende zwischen Sieger und Verlierern oder gibt – selbst wenn wir alleine spielen wie bei einer klassischen Patience oder dem Spielehit „The Sims“ – Spielziele vor, an denen wir scheitern können oder sie erreichen. Manchmal ist es reines Glück, das über den Ausgang des Spiels entscheidet, manchmal Können, Geschicklichkeit, Anstrengung oder Erfahrung – meist eine Mischung aus alldem. Und dennoch, egal wie routiniert wir in einem Spiel sind, wir müssen immer damit rechnen, zu verlieren – im schlimmsten Fall gegen einen blutigen Anfänger. Doch genau darin liegt auch der Reiz. Natürlich wollen wir uns auch im Spiel mit anderen messen, das macht einen Großteil des Reizes aus. Aber wir treten dabei auch immer gegen uns selbst an“, sagt Biopsychologe Walschburger – selber ein begeisterter Tennisspieler. „Wenn ich gegen einen Spieler verliere, der einfach deutlich besser ist als ich, und ich dabei mein Bestes gegeben habe – dann kann ich unter Umständen trotzdem glücklicher vom Platz gehen, als nach einem haushohen Sieg über einen schwachen Gegner.“</p>
<p>Der vielleicht wichtigste Gedanke zum Thema Spielen jedoch, soll jedoch am Ende dieses Textes verraten werden &#8230; Moment, draußen vor dem Fenster des Autors ruft jemand. Ob ich runterkomme zum Spielen? Hm, ich würde ja gerne. Aber ich muss noch diesen Artikel zu Ende &#8230; Ach, was soll’s? Klar, ich bin sofort unten!</p>
<p><em>Text: Christoph Koch<br />
Erschienen in: Mazda Motion</em></p>
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